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Continental AG

Quarterly Report Nov 9, 2015

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Quarterly Report

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Continental AG

Hannover

Finanzbericht zum 30. September 2015

Continental-Aktie und -Anleihen

Hausse, Konsolidierung, Korrektur

Am 22. Januar 2015 leitete die Bekanntgabe des Anleiheankaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB), das mit monatlich rund 60 Mrd € deutlich höher als erwartet ausfiel, eine Hausse an den Aktienmärkten der Eurozone ein. Positiv wirkten zudem die Bekanntgabe guter Unternehmenszahlen für das Jahr 2014 und steigende Erwartungen der Investoren an die Entwicklung der Unternehmensgewinne im Geschäftsjahr 2015. Gründe hierfür waren verbesserte Exportchancen aufgrund des gegenüber dem US-Dollar gefallenen Eurokurses sowie gesunkene Preise für Rohöl und andere Rohstoffe. Auch die Ankündigung der US-amerikanischen Notenbank (Fed), hinsichtlich der für dieses Jahr angedeuteten Zinserhöhung "nicht ungeduldig" handeln zu wollen, wurde an den Märkten positiv aufgenommen. Vor diesem Hintergrund eilte der DAX im ersten Quartal von Rekord zu Rekord und überwand erstmals die Marken von 11.000 und 12.000 Punkten. Auch der EURO STOXX 50 stieg im ersten Quartal 2015 kräftig an und erreichte ein neues Sieben-Jahres-Hoch. Der DAX schloss am 31. März 2015 mit einem Plus von 22,0 % gegenüber seinem Jahresanfangswert, während der EURO STOXX 50 einen Anstieg von 17,5 % verzeichnete.

Ein neues Allzeithoch erreichte der DAX im Tagesverlauf des 10. April 2015 bei 12.390,75 Punkten. Es markierte den Höhepunkt und zugleich auch das Ende der Hausse. In den darauf folgenden Wochen und Monaten sorgte die wachsende Unsicherheit aufgrund der sich zuspitzenden Schuldenkrise Griechenlands vor allem an den europäischen Aktienmärkten für fallende Kurse. Zudem beeinträchtigten Ende April schwächer als erwartete Konjunkturdaten aus den USA und China die Aktienmärkte. Die sich hinziehenden Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern ließen den DAX im Juni wieder unter die Marke von 11.000 Punkten sinken. Am 30. Juni 2015 notierte der DAX bei 10.944,97 Punkten. Er verlor damit im zweiten Quartal 8,5 %, beendete das erste Halbjahr aber noch mit einem Plus von 11,6 %. Der EURO STOXX 50 sank im zweiten Quartal um 7,4 % auf 3.424,30 Punkte und verzeichnete im ersten Halbjahr einen Kursanstieg von 8,8 %.

Zu Beginn des dritten Quartals 2015 belasteten zunächst der Ausgang des griechischen Referendums über das mit den Gläubigern ausgehandelte Sparpaket und die damit einhergehende Ungewissheit über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone die Börsen weltweit. Außerdem verunsicherte der deutliche Kurseinbruch des Shanghai Composite Index die Investoren. Erst die Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung und die Einigung Griechenlands mit seinen Gläubigern führten Mitte Juli zu einer raschen Kurserholung. Mitte August überraschte die von der Peoples Bank of China (PBOC) initiierte Abwertung des Renminbi die Anleger und rief neue Sorgen über den Zustand der chinesischen Wirtschaft hervor. Die im Juni 2015 begonnene Korrektur an den chinesischen Börsen setzte sich daraufhin mit weiteren Kursverlusten von über 20 % fort. Auch an den Börsen in Japan, Europa und den USA fielen die Leitindizes um bis zu 20 %. Ende August stabilisierten sich die Aktienmärkte, bevor ab dem 21. September die VW-Abgasaffäre die Aktienindizes vor allem in Europa belastete. Ende September bewirkten Berichte über schwache Wirtschaftsdaten aus China neue Jahrestiefststände an den Börsen, bevor die Ankündigung weiterer Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft zu einer Gegenbewegung führte. Der DAX verlor im dritten Quartal 11,7 %, der EURO STOXX 50 sank um 9,5 %. Aufgrund dessen schloss der DAX die ersten neun Monate 2015 mit einem Minus von 1,5 %, ebenso wie der EURO STOXX 50.

Outperformance der Continental-Aktie

Die Continental-Aktie profitierte Mitte Januar 2015 von der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 und stieg im weiteren Verlauf des Monats erstmals über die Marke von 200 €. Über den Erwartungen liegende Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa in den Monaten Januar und Februar verstärkten bis Mitte März 2015 die positive Grundstimmung für den europäischen Automobilsektor. Auch die Continental-Aktie legte weiter zu und überstieg Mitte Februar zum ersten Mal die Marke von 220 €. Die Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen 2014 auf der Jahrespressekonferenz am 5. März 2015 und die Anhebung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2015 leiteten einen weiteren Kursanstieg der Continental-Aktie ein. Im Tagesverlauf des 16. März erreichte sie ein neues Allzeithoch von 234,25 €. Ende des ersten Quartals 2015 notierte die Continental-Aktie bei 220,30 €. Gegenüber dem Jahresbeginn erzielte sie damit ein Plus von 25,5 %.

Kursentwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zu ausgewählten Indizes (indexiert auf den 1. Januar 2015)

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in % gegenüber
30.09.2015 31.12.2014
--- --- ---
Continental-Aktie (XETRA-Kurs) 190,10 8,3
DAX 9.660,44 -1,5
EURO STOXX 50 3.100,67 -1,5
EURO STOXX Automobiles & Parts 445,60 -6,9

Anfang April 2015 führten zunächst positive Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa für den Monat März zu steigenden Kursen der Automobilwerte, bevor Ende April die allgemeine Marktkonsolidierung den Autosektor erfasste. Sich abschwächende Zuwachsraten der Pkw-Neuzulassungen in China dämpften im Verlauf des Quartals zusätzlich die Stimmung. Positiv wirkten dagegen besser als erwartete Pkw-Zulassungsdaten aus Westeuropa und den USA für die Monate April und Mai. Die Continental-Aktie verlor in einem schwachen Umfeld bis Anfang Mai über 20 €, bevor am 7. Mai 2015 die Veröffentlichung erfreulicher Geschäftszahlen der Continental AG für das erste Quartal 2015 den Aktienkurs bei 210 € stabilisierte. Im weiteren Verlauf des Quartals notierte die Continental-Aktie vor dem Hintergrund der griechischen Schuldenkrise in einer Bandbreite von 202 € bis 221 € und beendete das zweite Quartal 2015 bei 212,25 €. Für das erste Halbjahr 2015 ergab sich für die Continental-Aktie damit ein Kursanstieg von 20,9 % gegenüber ihrem Jahresschlusskurs 2014.

Im dritten Quartal bewegte sich die Continental-Aktie analog zum Gesamtmarkt, bis Anfang August die Veröffentlichung besser als erwarteter Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2015 den Aktienkurs wieder über die Marke von 220 € steigen ließ. Ab Mitte August fiel die Continental-Aktie im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur bis zur Marke von 180 € und stabilisierte sich anschließend zwischen 190 € und 200 €. Die VW-Abgasaffäre erschütterte ab dem 21. September die Aktienkurse der europäischen Automobilwerte. Auch die Continental-Aktie gab bis auf Werte unter 180 € nach. Ende September bewirkten positive Analysteneinstufungen eine Kurserholung der Continental-Aktie. Sie notierte am Ende des dritten Quartals bei 190,10 € und lag damit 10,4 % unter dem Schlusskurs des zweiten Quartals.

Am Ende des Berichtszeitraums lag die Continental-Aktie 8,3 % über ihrem Schlusskurs des Jahres 2014. Mit dieser Kursentwicklung übertraf sie die Performance des DAX (-1,5 %) sowie die des EURO STOXX 50 (-1,5 %) und des EURO STOXX Automobiles & Parts (-6,9 %).

Bei einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 3,25 € errechnet sich eine Gesamtrendite der Continental-Aktie von 10,0 % für die ersten neun Monate 2015.

Kursentwicklungen der Continental-Anleihen

Zu Beginn des vierten Quartals setzte sich die begonnene Kurserholung zunächst fort, unterstützt von steigenden Erwartungen der Investoren über eine weitere Verschiebung der Zinswende in den USA. Außerdem sieht ein Teil des Maßnahmenpakets der chinesischen Regierung die Absenkung der Mehrwertsteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum von weniger als 1,6 l vom 1. Oktober 2015 bis Ende 2016 vor, wovon insbesondere die Autowerte profitierten. Mitte Oktober dämpften jedoch schwächer als erwartete Daten von europäischen Unternehmen sowie der chinesischen Wirtschaft die Stimmung. Zum Berichtsschluss am 21. Oktober 2015 notierte die Continental-Aktie bei 208,40 €.

Euro-Anleihen mit rückläufiger Kursentwicklung

Nach den kräftigen Kurssteigerungen des letzten Jahres verharrten die drei Continental-Euro-Anleihen im Verlauf des ersten Quartals 2015 auf niedrigem Renditeniveau und zeigten nur sehr geringe Kursbewegungen. Ab Mitte April 2015 erfolgte an den Anleihemärkten in Europa und den USA ein kräftiger Zinsanstieg, der zuerst die Staatsanleihen und dann auch die Unternehmensanleihen erfasste. Auch die Continental-Euro-Anleihen verzeichneten entsprechende Kursverluste. Im dritten Quartal stabilisierten sich die Anleihemärkte, bevor die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und die von vielen Marktteilnehmern erwartete Zinswende in den USA wieder leicht sinkende Kurse verursachten. Die Aufschiebung der Zinswende seitens der Fed stützte Mitte September die Anleihemärkte in den USA. Dagegen belastete Ende September die VW-Abgasaffäre vor allem die Anleihen des europäischen Automobilsektors. Auch die Continental-Euro-Anleihen gaben weiter nach. Die 2,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende September 2015 mit 102,840 % um 179,6 Basispunkte unter ihrem Jahresendkurs 2014. Die länger laufenden 3,0 %- und 3,125 %-Euro-Anleihen lagen mit 106,106 % bzw. 108,464 % um 221,0 bzw. 416,4 Basispunkte unter ihren Schlusskursen des Vorjahres.

Vorzeitige Rückzahlung der US-Dollar-Anleihe

Der Kurs der US-Dollar-Anleihe sank bis Anfang Juli 2015 auf unter 103 %, da Marktteilnehmer zunehmend mit einer vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe seitens Continental rechneten. Am 6. Juli 2015 gab Continental die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe über 950,0 Mio US-Dollar zu 102,25 % bekannt. Die Rückzahlung erfolgte wie angekündigt am 1 5. September 2015, vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019.

Anstieg der Continental-CDS-Prämie

Nach Bekanntgabe des EZB-Anleiheankaufprogramms sanken zunächst die Prämien für die Versicherung von Kreditrisiken (Credit Default Swap, CDS) in Europa spürbar. Die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental fiel von Ende 2014 bis Ende Februar 2015 von 56,348 auf unter 40 Basispunkte. Nach Bekanntgabe der stärker als erwartet gesunkenen Netto-Finanzschulden der Continental AG am 5. März 201 5 reduzierte sich die Continental-CDS-Prämie erneut und markierte am 6. März ein neues Acht-Jahres-Tief bei 36,177 Basispunkten. Ab Mitte April bewirkten der Zinsanstieg an den Anleihemärkten und die sich zuspitzende Schuldenkrise Griechenlands eine Erhöhung der Kreditrisikoprämien. Nach einer Konsolidierung im Juli führten das leicht steigende Zinsniveau aufgrund der Sorgen um China, die Entwicklung der Weltwirtschaft und die mögliche US-Zinswende zu weiter steigenden Kreditrisikoprämien. Infolgedessen stieg auch die Continental-CDS-Prämie bis Ende August auf über 85 Basispunkte. Im September sank sie wieder auf rund 70 Basispunkte, bevor die VW-Abgasaffäre die Kreditrisikoprämien der europäischen Automobilwerte deutlich verteuerte. Ende September 201 5 notierte die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental bei 95,861 Basispunkten, 39,513 Basispunkte über ihrem Jahresendwert 2014. Der Spread gegenüber dem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief sich Ende September 2015 auf 4,985 Basispunkte (31. Dezember 2014: -6,514 Basispunkte).

Continental-Kreditrating weiter verbessert

Am 20. Mai 2015 bestätigte Standard & Poor's das Kreditrating BBB für die Continental AG und hob zugleich den Ausblick von stabil auf positiv an. Moody's stufte am 30. Juni 2015 das Kreditrating der Continental AG auf Baa1 hoch, während Fitch sein Kreditrating im Berichtszeitraum unverändert beibehielt.

30.09.2015

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Rating Ausblick
Standard & Poor's1 BBB positive
Fitch2 BBB positive
Moody's3 Baa1 stable

31.12.2014

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Rating Ausblick
Standard & Poor's1 BBB stable
Fitch2 BBB positive
Moody's3 Baa3 stable

1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.

2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.

3 Kein Vertragsverhältnis seit 1. Februar 2014.

Weitere Informationen zur Continental-Aktie, den Continental-Anleihen, zum Kreditrating sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.com abrufbar.

Kennzahlen Continental-Konzern

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 29.216,2 25.587,6 9.617,6 8.669,5
EBITDA 4.528,2 3.809,1 1.491,7 1.203,3
in % vom Umsatz 15,5 14,9 15,5 13,9
EBIT 3.195,8 2.447,9 1.034,6 637,8
in % vom Umsatz 10,9 9,6 10,8 7,4
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.084,3 1.798,9 635,7 495,1
Ergebnis pro Aktie in € 10,42 8,99 3,18 2,47
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten 3.315,1 2.917,5 1.072,3 962,3
in % vom Umsatz 11,3 11,4 11,1 11,1
Umsatz bereinigt1 28.109,7 25.578,8 9.273,5 8.668,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 3.379,7 2.924,1 1.075,6 965,4
in % des bereinigten Umsatzes 12,0 11,4 11,6 11,1
Free Cashflow 315,9 941,0 33,9 366,2
Netto-Finanzschulden (zum 30.09.) 4.296,2 3.926,2
Gearing Ratio in % 33,9 36,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)3 208.138 189.361

1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

3 Ohne Auszubildende.

Kennzahlen Kerngeschäftsfelder

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Automotive Group in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 17.569,2 15.466,9 5.660,9 5.162,1
EBITDA 2.192,1 1.725,8 688,0 479,9
in % vom Umsatz 12,5 11,2 12,2 9,3
EBIT 1.488,4 782,5 441,5 61,1
in % vom Umsatz 8,5 5,1 7,8 1,2
Abschreibungen1 703,7 943,3 246,5 418,8
davon Wertminderungen2 0,3 158,0 0,3 153,4
Investitionen3 774,4 686,6 301,8 297,3
in % vom Umsatz 4,4 4,4 5,3 5,8
Operative Aktiva (zum 30.09.) 11.524,9 10.552,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 115.051 108.997
Umsatz bereinigt5 17.416,0 15.466,9 5.625,9 5.162,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.525,3 1.230,1 452,4 361,6
in % des bereinigten Umsatzes 8,8 8,0 8,0 7,0

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Rubber Group in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 11.682,8 10.151,0 3.968,1 3.517,9
EBITDA 2.440,0 2.162,1 827,4 748,1
in % vom Umsatz 20,9 21,3 20,9 21,3
EBIT 1.812,4 1.744,8 617,1 601,8
in % vom Umsatz 15,5 17,2 15,6 17,1
Abschreibungen1 627,6 417,3 210,3 146,3
davon Wertminderungen2 5,5 - 5,5 -
Investitionen3 536,3 618,0 193,6 214,0
in % vom Umsatz 4,6 6,1 4,9 6,1
Operative Aktiva (zum 30.09.) 8.617,7 6.734,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 92.685 80.032
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten 1.915,4 1.774,4 643,8 629,2
in % vom Umsatz 16,4 17,5 16,2 17,9
Umsatz bereinigt5 10.729,5 10.142,2 3.659,0 3.516,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.959,4 1.773,4 647,2 628,9
in % des bereinigten Umsatzes 18,3 17,5 17,7 17,9

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Konzern-Zwischenlagebericht zum 30.09.2015

Veränderungen im Continental-Vorstand seit 1. Mai 2015

Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2014 Hans-Jürgen Duensing mit Wirkung ab 1. Mai 2015 in den Vorstand der Continental AG berufen. Dort verantwortet er die Division ContiTech und folgt damit auf Heinz-Gerhard Wente, dessen Amtszeit nach über 40 Jahren im Unternehmen zum 30. April 2015 regulär endete. Hans-Jürgen Duensing arbeitet seit mehr als 20 Jahren für ContiTech.

Erwerb von Veyance Technologies

Am 30. Januar 2015 hat Continental den Erwerb des US-amerikanischen Unternehmens Veyance Technologies vollzogen. Die Transaktion hatte ein Volumen in Höhe von 1,9 Mrd US-Dollar. Veyance Technologies ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und erzielte 2014 einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd €, davon rund 90 % im Industriegeschäft.

Etwa die Hälfte des Umsatzes wurde in den USA generiert. Weitere wichtige Märkte sind Lateinamerika, Afrika, China und andere Länder Asiens. Produktschwerpunkte bilden Fördergurte, Schläuche und Antriebsriemen. In den weltweit 27 Werken waren Ende 2014 etwa 8.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Software- und Systemkompetenz weiter ausgebaut

Am 1. Juli 201 5 hat Continental die Elektrobit Automotive GmbH mit Sitz in Erlangen von der finnischen Elektrobit Corporation übernommen. Elektrobit Automotive ist Spezialist für Softwarelösungen und arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren mit Continental zusammen. Bei Elektrobit Automotive sind ca. 1.300 eigene Fachkräfte angestellt, darüber hinaus rund 600 Ingenieure beim assoziierten Unternehmen e.solutions GmbH, Ingolstadt. Entwicklungsschwerpunkte sind leistungsfähige Lösungen für komplexe Fahrzeugfunktionen für führende Automobilhersteller und Systemlieferanten, z. B. fortschrittliche Fahrerassistenz- und Infotainmentsysteme. Mit diesem Unternehmenskauf stärkt Continental ihre Entwicklungskapazitäten und fördert die Technologieentwicklung von Systemen unter anderem für das automatisierte Fahren.

Kamera-Monitor-System statt Außen- und Innenspiegel

Kameratechnologien halten immer stärker Einzug in die unterschiedlichsten Fahrzeugklassen. Mitte Juli 2015 präsentierten wir erstmals einen Versuchsträger mit Kamera-Monitor-System, das die Außen- und Innenspiegel eines Pkw ersetzt. Im Versuchsträger sind drei Kameras eingebaut, die technisch Surround View-Kameras entsprechen, jedoch über einen anderen Öffnungswinkel verfügen. Anstelle der bisherigen Rückspiegel zeigen zwei Monitore mit organischen Leuchtdioden dem Fahrer in den jeweils gewohnten Blickrichtungen das Geschehen im rückwärtigen und seitlichen Fahrzeugumfeld. Vorteile neben einem größeren Sichtfeld sind Verkehrssituationserkennung mit Fahrerassistenzfunktionen, wesentlich geringere Verschmutzungsempfindlichkeit, bessere Sicht bei Dämmerung und Nässe, weniger Verbrauch sowie reduzierte Windgeräusche.

Hochpräzise Streckendaten automatisch erfassen und aufbereiten

Mit der Road Database präsentierten wir eine innovative Lösung, um Fahrerassistenzsysteme mit hochpräzisen Streckeninformationen zu versorgen. Die Road Database nutzt dafür Informationen von verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen. Der bisher verfolgte Ansatz, hochpräzise Karten allein durch Vermessung und Datenerfassung durch professionelle Kartenproduzenten und -lieferanten zu erstellen, ist sehr aufwendig, teuer und zeitintensiv. Darüber hinaus gibt es das Problem, dass die erfassten Straßeninformationen häufig nicht aktuell genug sind. Mit der Road Database können Assistenzsysteme vorausschauender arbeiten und dadurch das Fahren komfortabler und sicherer machen. Je mehr Fahrzeuge und Hersteller das System nutzen, umso präziser und zeitnaher werden die zur Verfügung gestellten Informationen. Das System ist je nach Einsatzzweck als Ergänzung oder Alternative zu konventionellen digitalen Straßenkarten nutzbar.

Elektrisch beheizbarer Katalysator unterstützt CO2-sparende 48 Volt-Hybridsysteme

Unserem Gesamtsystem für die milde Hybridisierung mit einem 48 Volt-Bordnetz haben wir eine weitere Komponente hinzugefügt: Der elektrisch beheizbare Katalysator EMICAT® für 48 Volt-Versorgungsspannung verkürzt die Zeit bis zum Anspringen des Katalysators in Antriebssträngen mit Otto- oder Dieselmotor. Damit tritt die Abgasreinigungswirkung früher ein, was beispielsweise im Benzinmotor hilft, die Kohlenwasserstoffemissionen (HC) und die Partikelemissionen nach einem Kaltstart zu senken. Im Dieselmotor liegt der Schwerpunkt zusätzlich auf der Reduktion der CO2 - und NOx-Emissionen. Auch kraftstoffsparende Fahrstrategien, wie das "Segeln" mit abgeschaltetem Motor, lassen sich mit dem EMICAT® umfassender nutzen.

Continental-Winterreifen überzeugen auch bei Tests 2015

Bei den Winterreifentests der Saison haben der WinterContact TS 850 P und der ContiWinterContact TS 850 wieder zahlreiche sehr gute Bewertungen erhalten. Bei den Tests des Automobilclubs ACE (Auto Club Europa), dem gemeinsamen Test von ADAC, ÖAMTC (Österreich) und TCS (Schweiz) zusammen mit der Stiftung Warentest sowie der Fachmagazine AutoBild, AutoBild sportscars und Autozeitung erhielten sie jeweils die höchste vergebene Bewertung. Darüber hinaus wurden sie acht Mal Testsieger. Die Experten lobten dabei die sehr guten Sicherheitseigenschaften auf Nässe und Schnee sowie die Ausgewogenheit auf höchstem Niveau.

Continental unterstützt "Toyota Safety Sense C" mit Multifunktionskamera und Lidar

Für das integrierte neue Sensormodul Multifunktionskamera mit Lidar hat Continental eine Kamera und einen Infrarot-Lidar in einer einzigen kompakten Einheit integriert. Die Einheit wird für das neue aktive Sicherheitspaket für Kompaktwagen "Toyota Safety Sense C" an die Toyota Motor Corporation geliefert. Die Multifunktionskamera mit Lidar, deren Serienfertigung dieses Jahr startete, reiht sich in die umfassende Produktpalette von Umfeldsensoren von Continental ein, zu der bereits vorausschauende und Surround View-Kameras sowie Radar- und Lidar-Sensoren gehören.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft setzte im Berichtszeitraum ihre Expansion fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Quartal 2015 gegenüber dem vierten Quartal 2014 um 0,3 % und im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem ersten Quartal um 0,4 %. Auch für das dritte Quartal 2015 sollten die noch ausstehenden Zahlen ein ähnliches Wachstum zeigen. Für das verbleibende vierte Quartal wird aufgrund der niedrigeren Nachfrage aus großen Schwellenländern mit einer leichten Abschwächung des Wachstums gerechnet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) reduzierte in seinem "World Economic Outlook" vom Oktober 2015 die Wachstumsprognose für das deutsche BIP 2015 von bislang 1,6 % auf 1,5 %.

Die Eurozone wuchs mit einem BIP-Anstieg von jeweils 0,4 % im ersten sowie zweiten Quartal 2015 fast im Gleichschritt mit der deutschen Wirtschaft. Unterstützend wirkt die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die im Berichtszeitraum ihren Leitzins unverändert bei 0,05 % beließ und ab März 2015 mit dem im Januar 2015 angekündigten Ankauf von Anleihen begann. Der IWF erwartet, dass die positiver als erwartete konjunkturelle Entwicklung Spaniens und Italiens die prognostizierte leichte Abschwächung des deutschen Wachstums kompensieren kann. Seine Wachstumserwartung für die Eurozone in Höhe von 1,5 % im Jahr 2015 behielt er daher in seiner Oktoberschätzung bei.

Die wirtschaftliche Aktivität der USA wurde im ersten Quartal 2015 sowohl durch den strengen Winter im Mittleren Westen und an der Ostküste als auch durch den Streik der Hafenarbeiter an der Westküste deutlich gebremst. Nach dem Rückgang des BIP um annualisiert 0,2 % im ersten Quartal 2015 profitierte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal 2015 von entsprechenden Nachholeffekten und wuchs annualisiert um 3,9 %. Für die noch ausstehenden BIP-Zahlen des dritten Quartals und auch für das vierte Quartal wird aufgrund geringerer Investitionen des Energiesektors mit einem niedrigeren Wachstum gerechnet. Insbesondere für das dritte Quartal zeichnet sich eine deutliche Abschwächung des BIP-Wachstums im Vergleich zum zweiten Quartal ab. Weiterhin offen ist deswegen der Beginn der angekündigten Zinswende der US-amerikanischen Notenbank, der zum Berichtszeitpunkt allgemein frühestens Ende des Jahres erwartet wird. Aufgrund des stärker als erwarteten zweiten Quartals hob der IWF trotzdem im Oktober seine Erwartung für das BIP der USA im Jahr 2015 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 % für das Jahr 2015 an.

Die japanische Wirtschaft setzte im ersten Quartal 2015 ihre Erholung mit einem Zuwachs von 1,0 % gegenüber dem vierten Quartal 2014 fort. Trotz der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank schrumpfte das BIP im zweiten Quartal 2015 um 0,3 % gegenüber dem ersten Quartal. Wesentliche Ursache war die anhaltend schwache Binnennachfrage, die die Industrieproduktion sowie den Dienstleistungssektor belastete. Zudem wuchsen die japanischen Exporte schwächer als erwartet. Auch die für das dritte und vierte Quartal noch ausstehenden Zahlen dürften nach Meinung des IWF bestenfalls ein geringes Wachstum zeigen. Der IWF reduzierte deswegen im Oktober 2015 seine Wachstumserwartung für Japan erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 0,6 % für das laufende Jahr.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer reduzierte der IWF im Oktober seine Prognose nochmals um 0,2 Prozentpunkte und erwartet nun ein Wachstum von 4,0 % für 201 5. Für Brasilien senkte der IWF aufgrund schwacher Konjunkturzahlen seine BIP-Prognose für das Jahr 2015 um 1,5 Prozentpunkte auf -3,0 %. Auch den Verlauf der Rezession in Russland schätzte der IWF im Oktober gravierender als zuletzt im Juli ein und nahm seine BIP-Prognose für 2015 wieder um 0,4 Prozentpunkte auf -3,8 % zurück. Für Indien verringerte der IWF aufgrund sich abschwächender Konjunkturdaten seine BIP-Prognose um 0,2 Prozentpunkte auf 7,3 % für 2015. Für China, das für das erste und zweite Quartal 2015 ein Wirtschaftswachstum von jeweils 7,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal veröffentlichte, erwartet der IWF in seiner Oktober-Schätzung nach wie vor ein BIP-Wachstum von 6,8 % für das Gesamtjahr 2015. Der nach der Oktober-IWF-Schätzung veröffentlichte chinesische BIP-Zuwachs von 6,9 % im dritten Quartal 2015 (gegenüber dem Vorjahresquartal) bestätigte zuletzt die Erwartung des IWF.

Seine Wachstumserwartung für die Weltwirtschaft im Jahr 2015 korrigierte der IWF, vor allem aufgrund der geringeren Wachstumsprognose für die Schwellenländer, in seiner Oktober-Prognose noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 %. Chancen sieht der IWF weiterhin in Wachstumsimpulsen aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise. Allerdings dämpfen diese zugleich die Inflation in den entwickelten Ländern und die Wirtschaftsentwicklung der rohstoffexportierenden Länder. Daneben bestehen unverändert erhebliche Risiken, insbesondere für in US-Dollar verschuldete Schwellen- und Entwicklungsländer, durch eine weitere Aufwertung des US-Dollar infolge der zwar verschobenen aber weiter anstehenden Zinswende in den USA. Als größtes mittelfristiges Risiko sieht der IWF für die entwickelten Länder eine Abschwächung ihres Wachstums bis hin zur Stagnation infolge weltweit sinkender Nachfrage. Ein geringeres Wachstum oder gar eine "harte Landung" der Wirtschaft Chinas dürfte sich zudem insbesondere auf die Entwicklungs- und Schwellenländer sehr negativ auswirken. Strukturelle Reformen und die Umsetzung nötiger Investitionen sind daher nach Ansicht des IWF in vielen Ländern dringend geboten.

Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen

Die Erholung der Pkw-Nachfrage in Europa (EU28 + EFTA) setzte sich auch im dritten Quartal 201 5 weiter fort. Auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 10,8 Mio Einheiten. Von den großen Märkten zeigten dabei Spanien mit 22 % und Italien mit 15 % die höchsten Zuwächse. Im Vereinigten Königreich wuchs die Pkw-Nachfrage um 7 %, in Frankreich und in Deutschland jeweils um 6 %. In den USA begünstigten die weiterhin niedrigen Kraftstoffpreise den Absatz von leichten Nutzfahrzeugen und Pick-ups, wohingegen der Absatz von Pkw leicht zurückging. Mit einem Zuwachs von 6 % im ersten, 3 % im zweiten und 6 % im dritten Quartal ergab sich für die ersten neun Monate 2015 eine Steigerung der Neuzulassungen um 5 % auf 13,0 Mio Einheiten.

Neuzulassungen/Verkäufe von Pkw

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in Mio Stück 1. Jan. bis 30. Sept. 2015 1. Jan. bis 30. Sept. 2014 Veränderung 3. Quartal 2015 3. Quartal 2014 Veränderung
Europa (EU28 + EFTA) 10,8 9,9 9 % 3,4 3,1 10 %
USA 13,0 12,4 5 % 4,5 4,2 6 %
Japan 3,3 3,7 -11 % 1,0 1,1 -7 %
Brasilien 1,9 2,4 -22 % 0,6 0,8 -26 %
Russland 1,2 1,8 -33 % 0,4 0,6 -25 %
Indien 2,0 1,9 6 % 0,7 0,6 6 %
China 13,7 13,1 5 % 4,2 4,2 0 %
Weltweit 64,0 63,6 1 % 20,6 20,7 0 %

Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit).

Nachdem die Pkw-Nachfrage in Japan im ersten Quartal 201 5 gegenüber dem Vorjahr aufgrund des letztjährigen Verbrauchsteuereffekts um 15 % auf 1,3 Mio Einheiten gesunken war, zeigte sich im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich erneut ein Rückgang um 7 %. Auch im dritten Quartal blieb die Nachfrage um 7 % unter dem Vorjahresquartal. Im Berichtszeitraum lagen die Pkw-Neuzulassungen 11 % unter ihrem Vorjahreswert.

In China erreichten die Pkw-Neuzulassungen mit 13,7 Mio Einheiten in den ersten neun Monaten 2015 einen neuen Rekordwert. Allerdings verringerte sich auf Quartalsbasis der Zuwachs nach 11 % im ersten Quartal auf 2 % im zweiten Quartal und 0,1 % im dritten Quartal deutlich. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in China im Berichtszeitraum um knapp 5 %. Indien verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 eine steigende Pkw-Nachfrage um 6 %. Auf Quartalsbasis zeigte sich ein Zuwachs von 5 % im ersten sowie 6 % im zweiten und dritten Quartal. In den übrigen BRIC-Ländern Brasilien und Russland verharrte die Pkw-Nachfrage im dritten Quartal aufgrund der rückläufigen wirtschaftlichen Aktivität auf dem niedrigen Niveau des ersten und zweiten Quartals. Brasilien verzeichnete im Berichtszeitraum einen Absatzeinbruch um 22 %, Russland um 33 %.

Weltweit stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um rund 1 % auf 64,0 Mio Einheiten. Im ersten Quartal 2015 wuchs die globale Nachfrage noch um 2 %; im zweiten Quartal 2015 verlangsamte sich der Zuwachs auf 1 % und verharrte im dritten Quartal nahezu auf seinem Vorjahresniveau von 20,7 Mio Fahrzeugen.

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

Die höhere Pkw-Nachfrage in Westeuropa und den wichtigsten Exportmärkten USA und China überkompensierte im Berichtszeitraum den starken Nachfragerückgang vor allem in Russland. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t in Europa nahm infolgedessen nach vorläufigen Daten in den ersten neun Monaten 2015 um fast 4 % gegenüber dem Vorjahreswert zu. Aufgrund dessen heben wir unsere Schätzung für das Gesamtjahr 2015 von 2 % auf 3 % an, erwarten aber für das letzte Quartal des Berichtsjahres eine leichte Abschwächung der Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr.

Dank der gestiegenen Nachfrage wurde in der NAFTA-Region im ersten Quartal 2015 die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen durch den strengen Winter in den USA und Kanada nur wenig gebremst und stieg im zweiten sowie im dritten Quartal wieder an. Im Berichtszeitraum wuchs die Fertigung gegenüber dem Vorjahr auf Basis vorläufiger Zahlen um 3 %. Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir unverändert einen Anstieg von ebenfalls 3 %.

In China und Indien erhöhte sich die Produktion infolge der gestiegenen lokalen Nachfrage. Allerdings nahm die Dynamik im Quartalsverlauf in China deutlich ab und das Produktionsvolumen lag im dritten Quartal aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen sogar um 5 % unter dem Vorjahreswert. In Japan sank das Produktionsvolumen kongruent zur Nachfrage. Aber auch in Indonesien blieb es spürbar unterhalb des Vorjahres. In Asien insgesamt stagnierte auf Basis vorläufiger Daten die Fertigung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahr. Für das vierte Quartal erwarten wir derzeit stabile Volumina für Indien und eine leichte Belebung der Produktion in China. Für Japan und Indonesien rechnen wir mit einer Stabilisierung auf dem verringerten Niveau. Aufgrund der Entwicklung im dritten Quartal prognostizieren wir jedoch für Asien für das Gesamtjahr 2015 nur noch einen Zuwachs von knapp 1 % nach zuvor knapp 3 %.

In Südamerika führte der Einbruch der Nachfrage im Berichtszeitraum zu einem deutlichen Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten sank das Produktionsvolumen in den ersten neun Monaten 2015 um fast 20 %. Im Verlauf der Quartale beschleunigte sich die Abwärtsdynamik. Auch für das vierte Quartal ist bislang keine Trendwende erkennbar. Für das Gesamtjahr 2015 senken wir daher unsere Produktionsprognose von -15 % auf -20 %.

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger Zahlen in den ersten neun Monaten 2015 um 1 % gegenüber dem Vorjahr. Da die Produktion im zweiten und dritten Quartal stagnierte und sich im vierten Quartal nur leicht verbessern dürfte, senken wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2015 von 2 % auf rund 1 %.

Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen

Die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t lag in Europa nach vorläufigen Daten in den ersten neun Monaten 2015 um 5 % über dem Vorjahreswert. Dabei sank die Produktion in Osteuropa, insbesondere in Russland, während sie in Westeuropa aufgrund der wirtschaftlichen Belebung spürbar ausgeweitet wurde. Für 2015 insgesamt erwarten wir daher nun einen Anstieg der Nutzfahrzeugproduktion von 5 % nach zuvor 3 %.

In der NAFTA-Region ließ die Dynamik der Nutzfahrzeugproduktion im zweiten Quartal 2015 aufgrund steigender Vergleichszahlen nach, nahm aber im dritten Quartal wieder zu. Die Produktionsausweitung in den ersten neun Monaten war mit einem Zuwachs von über 10 % sehr erfreulich. Für das Gesamtjahr 2015 bestätigen wir daher unsere Prognose von 9 %, rechnen aber mit einer sich abschwächenden Entwicklung im vierten Quartal aufgrund höherer Vorjahresvergleichszahlen.

Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China zeigt sich im laufenden Jahr in rückläufigen Produktionsvolumina von Nutzfahrzeugen, die nur zum Teil durch Fertigungszuwächse in Indien und Japan kompensiert werden. Für Asien insgesamt senken wir aufgrund neuerer Daten unsere Prognose für die Nutzfahrzeugproduktion 2015 von -6 % auf -15 %. In Südamerika hielt nach vorläufigen Daten der Einbruch der Nutzfahrzeugproduktion auch im dritten Quartal an. Für das vierte Quartal erwarten wir bestenfalls eine Stabilisierung der Produktionsvolumina auf dem Niveau des dritten Quartals. Für das laufende Jahr insgesamt reduzieren wir unsere Erwartung für die Nutzfahrzeugproduktion von -30 % auf -45 %.

Für die globale Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t revidieren wir aufgrund der schwächer als erwarteten Produktion in Asien und Südamerika unsere Prognose für das Jahr 201 5 von -3 % auf -9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Nachdem in Europa der vergleichsweise warme Winter im ersten Quartal 2015 nur für einen verhaltenen Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gesorgt hatte, belebte sich die Nachfrage im zweiten Quartal in Westeuropa, ließ aber im dritten Quartal, wegen des schwachen Verkaufsstarts in die Winterreifensaison bereits wieder nach. In Osteuropa, vor allem in Russland, blieb sie unter den Vorjahreswerten. Nach vorläufigen Daten lag in Europa der Absatzzuwachs von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum nur knapp über 0 %. Für das vierte Quartal erwarten wir bestenfalls leicht steigende Volumina im Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr nehmen wir deshalb unsere Prognose von zuvor 2 % Marktwachstum auf 0 % zurück.

In der NAFTA-Region sank der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge infolge der Verhängung von Importzöllen für Reifenimporte aus China in die USA im ersten Quartal 2015. Im zweiten und dritten Quartal normalisierte sich die Situation und chinesische Importe wurden teils durch Importe aus Thailand und Indonesien ersetzt. Im Berichtszeitraum erhöhte sich nach vorläufigen Zahlen der Absatz um 1 %. Unsere Prognose für das Gesamtjahr von 1 % behalten wir bei.

In Asien ergab sich für den Berichtszeitraum eine weiter steigende Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In China, dem wichtigsten Markt, wuchs der Absatz im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um 8 %. Auch Indien und Indonesien verzeichnen im laufenden Jahr eine wachsende Nachfrage. An unserer bisherigen Erwartung eines Zuwachses der Ersatzreifenvolumina für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 6 % für 2015 halten wir fest. In Südamerika hat sich die deutlich rückläufige Entwicklung der Neuzulassungen und der Produktionsvolumina bislang noch nicht negativ auf den Ersatzreifenbedarf ausgewirkt. Im Berichtszeitraum stagnierte nach vorläufigen Zahlen die Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Auch für das Gesamtjahr rechnen wir wie bisher mit Volumina auf Höhe des Vorjahres. Unsere bisherige Gesamtprognose für 2015 von weltweit knapp 3 % Nachfragewachstum nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge senken wir aufgrund der Rücknahme der Prognose für Europa auf 2 %.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge

In den verschiedenen Regionen Europas spiegelte sich im Berichtszeitraum die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung in der Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge > 6 t wider: Während sie in Russland und anderen Ländern Osteuropas nach vorläufigen Zahlen spürbar zurückging, nahm sie in Westeuropa im Verlauf der ersten drei Quartale deutlich zu. Für das vierte Quartal erwarten wir weiterhin eine Nachfragezunahme, die den noch leicht rückläufigen Absatz der ersten neun Monate 2015 kompensieren sollte. Für Europa insgesamt gehen wir nach wie vor von einem Absatz auf Höhe des Vorjahres aus. In der NAFTA-Region, unserem anderen Kernmarkt für Nutzfahrzeugersatzreifen neben Europa, wuchs die Nachfrage im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um 3 %. Für 2015 insgesamt gehen wir unverändert von einem Zuwachs von rund 3 % aus. In Asien dürfte die Nachfrage weiterhin weitgehend der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder folgen. Für Asien insgesamt rechnen wir für 2015 wie zuvor mit einem Zuwachs des Ersatzreifenbedarfs für Nutzfahrzeuge > 6 t von 2 %. Ähnlich wie in Russland ging auch in Südamerika im Berichtszeitraum der Nutzfahrzeugersatzreifenbedarf aufgrund der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität zurück. Für 201 5 erwarten wir einen Nachfragerückgang um 6 % (zuvor 2 %).

Weltweit rechnen wir unverändert mit einem um 1 % steigenden Absatz von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 29.216,2 25.587,6 9.617,6 8.669,5
EBITDA 4.528,2 3.809,1 1.491,7 1.203,3
in % vom Umsatz 15,5 14,9 15,5 13,9
EBIT 3.195,8 2.447,9 1.034,6 637,8
in % vom Umsatz 10,9 9,6 10,8 7,4
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.084,3 1.798,9 635,7 495,1
Ergebnis pro Aktie in € 10,42 8,99 3,18 2,47
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.897,7 1.627,6 623,4 553,8
Abschreibungen1 1.332,4 1.361,2 457,1 565,5
davon Wertminderungen2 5,8 158,0 5,8 153,4
Investitionen3 1.311,7 1.305,6 495,9 511,7
in % vom Umsatz 4,5 5,1 5,2 5,9
Operative Aktiva (zum 30.09.) 20.001,2 17.152,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 208.138 189.361
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten 3.315,1 2.917,5 1.072,3 962,3
in % vom Umsatz 11,3 11,4 11,1 11,1
Umsatz bereinigt5 28.109,7 25.578,8 9.273,5 8.668,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 3.379,7 2.924,1 1.075,6 965,4
in % des bereinigten Umsatzes 12,0 11,4 11,6 11,1
Netto-Finanzschulden (zum 30.09.) 4.296,2 3.926,2
Gearing Ratio in % 33,9 36,2

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Ertragslage

Umsatzanstieg um 14,2 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,3 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,2 % auf 29.216,2 Mio € (Vj. 25.587,6 Mio €). Veyance Technologies trug mit 858,9 Mio € zum Umsatzwachstum bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,3 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,6 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 455,6 Mio € bzw. 15,6 % auf 3.379,7 Mio € (Vj. 2.924,1 Mio €) und entspricht 12,0 % (Vj. 11,4 %) des bereinigten Umsatzes.

Anstieg des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten um 13,6 %

Um eine bessere Vergleichbarkeit der operativen Geschäftsentwicklung des Konzerns einschließlich Veyance Technologies zu erhalten, wird 2015 die Kennzahl EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten berichtet.

In den ersten neun Monaten 2015 erhöhte sich das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 397,6 Mio € bzw. 1 3,6 % auf 3.315,1 Mio € (Vj. 2.917,5 Mio €). Die darauf berechnete Umsatzrendite verringerte sich auf 11,3 % (Vj. 11,4 %).

Das operative Konzernergebnis (EBIT) wie auch das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten sind dabei in den ersten neun Monaten 201 5 von Integrationskosten und Einmalaufwendungen für Veyance Technologies in Höhe von insgesamt 48,2 Mio € beeinflusst.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 30,6 %

Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich in den ersten neun Monaten 201 5 im Vergleich zum Vorjahr um 747,9 Mio € bzw. 30,6 % auf 3.195,8 Mio € (Vj. 2.447,9 Mio €). Die Umsatzrendite stieg auf 10,9 % (Vj. 9,6 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

Aus Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Chassis & Safety in den ersten neun Monaten ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €.

Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015 insgesamt 0,1 Mio €.

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen an den Standorten Modipuram, Indien, und Partapur, Indien, resultierte in der Division Reifen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,2 Mio €.

Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich in der Division Reifen ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €.

In der Division Reifen führten weitere kleine Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung in Höhe von 1,7 Mio €.

In der Division ContiTech wird aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, erfolgen. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Zudem führten in der Division ContiTech kleinere Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung in Höhe von 1,2 Mio €.

Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015 insgesamt 15,6 Mio €.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

In der Division Powertrain ergab sich infolge des Restanteilerwerbs an der Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, die Notwendigkeit einer ergebniswirksamen Abwertung der at-equity-Beteiligung, die zu einem Aufwand in Höhe von 34,1 Mio € führte, sowie ein negativer Sondereffekt aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesenen Effekte in Höhe von 1,9 Mio €.

Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen. Dies führte im dritten Quartal 2014 innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 77,9 Mio €.

Wir haben diese Entwicklung darüber hinaus zum Anlass genommen, den Wert der Sachanlagen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den tatsächlichen Kapazitätsauslastungen anzupassen. Dies führte in der Division Powertrain zu zusätzlichen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 57,8 Mio €.

Ein auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierender Dieselinjektor im Geschäftsbereich Engine Systems wurde nach eingehender Qualitätsprüfung am Markt nicht eingeführt. In diesem Zusammenhang entstanden in der Division Powertrain Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 62,0 Mio € sowie Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 22,3 Mio €, wovon 6,2 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Dieses Ereignis wurde ebenfalls zum Anlass genommen, die auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierenden Pumpen, vor allem im Dieselbereich, zu überprüfen. Hieraus resultierte infolge einer verlustfreien Bewertung die Notwendigkeit von Wertminderungen auf Sachanlagen. Dies führte in der Division Powertrain zu einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 27,4 Mio €.

In der Division Interior resultierte aus der Veräußerung von Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity am Standort Rambouillet, Frankreich, ein Verlust in Höhe von 6,9 Mio €. In diesem Zusammenhang entstanden zudem Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,2 Mio €.

Aus weiteren Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Interior ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €.

Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,4 Mio €.

Mit Wirkung zum 30. September 2014 wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Body & Security an ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1,7 Mio €.

Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Continental hat erneut Rechtsmittel (Kassation) eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. Aus diesem Anlass wurde in der Division Reifen eine weitere Rückstellung in Höhe von 23,3 Mio € gebildet.

In der Division Reifen entstand zudem ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €.

In der Division ContiTech resultierte insgesamt ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 1,7 Mio €, wovon 0,7 Mio € auf den Geschäftsbereich Fluid Technology entfielen und sich 1,0 Mio € aus der finalen Kaufpreisallokation einer Transaktion aus dem Jahr 2013 im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group ergaben.

Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 314,2 Mio €.

Aufwand für Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,6 % auf 1.897,7 Mio € (Vj. 1.627,6 Mio €), entsprechend 6,5 % des Umsatzes (Vj. 6,4 %). Davon entfielen auf die Automotive Group 1.636,0 Mio € (Vj. 1.400,0 Mio €), entsprechend 9,3 % des Umsatzes (Vj. 9,1 %), und auf die Rubber Group 261,7 Mio € (Vj. 227,6 Mio €), entsprechend ebenso wie im Vorjahr 2,2 % des Umsatzes.

Zinsergebnis

Das negative Zinsergebnis blieb in den ersten neun Monaten 2015 mit 21 7,4 Mio € (Vj. 215,6 Mio €) nahezu auf Vorjahresniveau.

Der Zinsaufwand -ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -beträgt in den ersten neun Monaten 201 5 insgesamt 259,7 Mio € und liegt damit um 30,8 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 290,5 Mio €. Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, liegt mit 142,0 Mio € um 35,5 Mio € unter dem Vorjahreswert von 177,5 Mio €. Der wesentliche Anteil entfällt mit 80,0 Mio € (Vj. 76,0 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 16,0 Mio € (Vj. 55,7 Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits.

Die leichte Erhöhung des Zinsaufwands für die Anleihen ist auf den vorzeitigen Rückkauf der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 201 2 emittierten US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar zurückzuführen. Am 15. September 2015 wurde diese Anleihe zurückgezahlt -vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Der gezahlte Aufschlag von 2,25 % belastete das Zinsergebnis mit 19,2 Mio €.

Der Rückgang des Zinsaufwands für den syndizierten Kredit resultierte insbesondere aus einem negativen Effekt im Vorjahr, welcher im Hinblick auf die Ende April 2014 erfolgte vorzeitige Rückzahlung des bestehenden syndizierten Kredits aufgrund seiner erfolgreichen Refinanzierung entstanden war. Darüber hinaus konnte in dem neu abgeschlossenen syndizierten Kreditvertrag eine weitere Reduzierung des Margenniveaus erreicht werden. Aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte in den ersten neun Monaten 201 5 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 117,7 Mio € (Vj. 113,0 Mio €).

Die Zinserträge der ersten neun Monate 2015 erhöhten sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf 69,3 Mio € (Vj. 68,3 Mio €). Davon entfallen auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 47,5 Mio € (Vj. 48,4 Mio €).

Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Währungskurse führten im Gegensatz zum Vorjahr in den ersten neun Monaten 201 5 insgesamt zu einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 37,0 Mio € (Vj. positiver Effekt in Höhe von 4,7 Mio €). Hiervon entfällt ein Bewertungsverlust in Höhe von 36,7 Mio € (Vj. 4,0 Mio €) auf den Ansatz der Rückkaufoption, die für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 201 2 emittierte US-Dollar-Anleihe vorgesehen war. Die Rückkaufoption wurde Anfang Juli 2015 ausgeübt und führte zu der zuvor beschriebenen vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe am 15. September 2015. Aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich ein positiver Effekt in Höhe von 10,0 Mio € (Vj. 1,9 Mio €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 2015 belaufen sich auf 839,9 Mio € (Vj. 371,3 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum beträgt 28,2 % nach 16,6 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Steuerquote im Vorjahr war insbesondere durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 161,2 Mio € in den USA sowie den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge in Deutschland in Höhe von 98,0 Mio € beeinflusst, deren zukünftige Nutzung als wahrscheinlich eingeschätzt wurde.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich um 15,9 % auf 2.084,3 Mio € (Vj. 1.798,9 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 10,42 € (Vj. 8,99 €).

Finanzlage

Cashflow-Überleitung

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 um 747,9 Mio € auf 3.195,8 Mio € (Vj. 2.447,9 Mio €).

Die insbesondere aus dem syndizierten Kredit und den Anleihen resultierenden Zinszahlungen erhöhten sich um 12,5 Mio € auf 182,6 Mio € (Vj. 170,1 Mio €).

Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 219,1 Mio € auf 761,3 Mio € (Vj. 542,2 Mio €).

Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital liegt zum 30. September 2015 mit 900,1 Mio € um 339,6 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 1.239,7 Mio €.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt zum 30. September 2015 mit 2.870,4 Mio € um 520,9 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 2.349,5 Mio €.

Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten neun Monaten 2015 ein Mittelabfluss in Höhe von 2.554,5 Mio € (Vj. 1.408,5 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 6,1 Mio € von 1.305,6 Mio € auf 1.311,7 Mio €. Aus dem Erwerb und der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 1.204,3 Mio € (Vj. 122,4 Mio €). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Erwerbe von Veyance Technologies am 30. Januar 2015 und von Elektrobit Automotive am 1. Juli 2015 zurückzuführen.

Der in den ersten drei Quartalen 2015 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelzufluss in Höhe von 315,9 Mio € (Vj. 941,0 Mio €) und verringerte sich damit um 625,1 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. September 2015 erhöhten sich die Netto-Finanzschulden des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 370,0 Mio € von 3.926,2 Mio € auf 4.296,2 Mio €. Sie liegen um 1.472,7 Mio € über dem Wert zum 31. Dezember 2014 von 2.823,5 Mio €. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Ende Januar 2015 vollzogenen Erwerb von Veyance Technologies und den Anfang Juli 2015 vollzogenen Erwerb von Elektrobit Automotive zurückzuführen. Die Finanzierung der Erwerbe erfolgte insbesondere aus flüssigen Mitteln, darüber hinaus wurde auch der syndizierte Kredit in Anspruch genommen. Die Gearing Ratio verbesserte sich zum Ende September 2015, trotz der Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive, auf 33,9 % (Vj. 36,2 %).

Anfang Juli 2015 kündigte Continental die vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierten US-Dollar-

Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar an. Die vorzeitige Rückzahlung erfolgte am 15. September 2015, vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019. Der Rückzahlungspreis lag bei 1 02,25 %.

Das zugesagte Volumen des im April 2014 neu abgeschlossenen syndizierten Kredits beträgt unverändert 4,5 Mrd € und besteht weiterhin aus einem Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die revolvierende Tranche wurde im April 2015 eine Vertragsanpassung vorgenommen. Alle beteiligten Banken haben einer Laufzeitverlängerung um ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage nunmehr bis April 2020 zur Verfügung. Der syndizierte Kredit wurde zum 30. September 201 5 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental AG in Höhe von insgesamt nominal 2.168,7 Mio € in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die Ausnutzung in Höhe von nominal 1.500,0 Mio € nur durch die Continental AG. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Inanspruchnahme ist im Wesentlichen auf die zuvor beschriebene vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten US-Dollar-Anleihe am 15. September 2015 zurückzuführen.

Zum 30. September 2015 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.028,1 Mio € (Vj. 6.082,9 Mio €), davon 1.849,0 Mio € (Vj. 2.013,2 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.179,1 Mio € (Vj. 4.069,7 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehende Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge, liquider Mittel aus den Contractual Trust Arrangements (CTA) sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. September 2015 betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.497,7 Mio € (Vj. 1.669,6 Mio €).

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

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1. Januar bis

30. September
Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.870,4 2.349,5 1.156,6 906,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2.554,5 -1.408,5 -1.122,7 -539,8
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) 315,9 941,0 33,9 366,2
Gezahlte Dividende -650,0 -500,0 - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter

und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen

bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern
-39,4 -28,0 1,5 -1,5
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -20,4 32,4 -67,8 9,4
Sonstiges -1.053,2 -87,6 -9,3 -38,8
Währungskurseffekte -25,6 5,3 -18,9 11,3
Veränderung der Netto-Finanzschulden -1.472,7 363,1 -60,6 346,6

Investitionen (Bilanzzugang)

In den ersten drei Quartalen 2015 wurden 1.311,7 Mio € (Vj. 1.305,6 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Die Investitionsquote beträgt nach neun Monaten 4,5 % (Vj. 5,1 %).

Auf die Automotive Group entfielen 774,4 Mio € (Vj. 686,6 Mio €) der Investitionen, dies entspricht ebenso wie im Vorjahr 4,4 % des Umsatzes. Die Automotive Group investierte hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden verstärkt Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten aus- und aufgebaut. In der Division Chassis & Safety entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Erweiterung der Produktionsanlagen für die Geschäftsbereiche Vehicle Dynamics und Hydraulic Brake Systems. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für elektronische Bremssysteme ausgebaut. Die Division Powertrain investierte hauptsächlich in die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Engine Systems, Sensors & Actuators, Fuel & Exhaust Management und Transmission. In der Division Interior wurden die Kapazitäten in den Geschäftsbereichen Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI erweitert.

Die Rubber Group investierte 536,3 Mio € (Vj. 618,0 Mio €), entsprechend 4,6 % des Umsatzes (Vj. 6,1 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Nordamerika sowie an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf Werkerweiterungen in Sumter und Mount Vernon, USA; Puchov, Slowakei; Hefei, China; Otrokovice, Tschechien; Lousado, Portugal; und Timisoara, Rumänien. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. In der Division ContiTech konzentrierten sich die Investitionen auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Fluid Technology, Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group. Es wurden insbesondere die Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, Ungarn und den USA aus- und aufgebaut. An den Standorten Changzhou, China, und Jorf Lasfar, Marokko, wurde in neue Werke für die Geschäftsbereiche Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group investiert. Ferner wurden in allen Geschäftsbereichen Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. September 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 3.837,0 Mio € auf 33.505,2 Mio € (Vj. 29.668,2 Mio €). Die Erhöhung des Goodwill um 827,6 Mio € auf 6.569,8 Mio € (Vj. 5.742,2 Mio €) sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 893,7 Mio € auf 1.348,9 Mio € (Vj. 455,2 Mio €) resultierte hauptsächlich aus den Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive. Die Sachanlagen erhöhten sich um 914,2 Mio € auf 9.074,0 Mio € (Vj. 8.159,8 Mio €). Die aktiven latenten Steuern stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 102,7 Mio € auf 1.571,4 Mio € (Vj. 1.468,7 Mio €), insbesondere durch die Akquisition von Veyance Technologies. Das Vorratsvermögen stieg um 301,4 Mio € auf 3.631,7 Mio € (Vj. 3.330,3 Mio €). Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 513,3 Mio € auf 7.082,6 Mio € (Vj. 6.569,3 Mio €). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 213,8 Mio € auf 945,4 Mio € (Vj. 731,6 Mio €). Gegenläufig wirkte die Verringerung der liquiden Mittel um 164,2 Mio € auf 1.849,0 Mio € (Vj. 2.013,2 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum 30. September 2014 um 1.820,6 Mio € auf 12.673,3 Mio € (Vj. 10.852,7 Mio €). Dies resultierte insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.009,7 Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 650,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um 275,9 Mio € auf -1.283,8 Mio € (Vj. -1.007,9 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich, trotz der Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive, von 36,2 % auf 33,9 %. Die Eigenkapitalquote stieg auf 37,8 % (Vj. 36,6 %).

Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 hat sich die Bilanzsumme um 3.264,1 Mio € auf 33.505,2 Mio € (Vj. 30.241,1 Mio €) erhöht. Dies ist hauptsächlich auf die Erstkonsolidierungen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive zurückzuführen. Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies bedingt durch den Anstieg des Goodwill um 800,7 Mio € auf 6.569,8 Mio € (Vj. 5.769,1 Mio €), der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 905,6 Mio € auf 1.348,9 Mio € (Vj. 443,3 Mio €) sowie durch die Erhöhung des Sachanlagevermögens um 627,6 Mio € auf 9.074,0 Mio € (Vj. 8.446,4 Mio €). Darüber hinaus stiegen die Vorräte um 644,1 Mio € auf 3.631,7 Mio € (Vj. 2.987,6 Mio €) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.236,4 Mio € auf 7.082,6 Mio € (Vj. 5.846,2 Mio €). Gegenläufig wirkte die Reduzierung der liquiden Mittel um 1.394,8 Mio € auf 1.849,0 Mio € (Vj. 3.243,8 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2014 um 1.648,7 Mio € auf 12.673,3 Mio € (Vj. 11.024,6 Mio €). Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 650,0 Mio €. Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt sich ein Anstieg in Höhe von 2.084,3 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um 116,0 Mio € auf -1.283,8 Mio € (Vj. -1.399,8 Mio €). Die Gearing Ratio stieg aufgrund der Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive von 25,6 % auf 33,9 %.

Mitarbeiter

Zum Ende des dritten Quartals 2015 waren im Konzern 208.138 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anstieg um 18.970 Personen im Vergleich zum Jahresende 2014. Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina sowie der Akquisition von Elektrobit Automotive in der Division Interior erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group um 6.340. In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen sowie die Akquisition von Veyance Technologies in der Division ContiTech zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 12.572. Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 18.777.

Entwicklung der Divisionen

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Chassis & Safety in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 6.277,1 5.570,1 1.999,0 1.823,4
EBITDA 859,0 758,0 268,3 262,0
in % vom Umsatz 13,7 13,6 13,4 14,4
EBIT 605,7 511,1 181,5 179,5
in % vom Umsatz 9,6 9,2 9,1 9,8
Abschreibungen1 253,3 246,9 86,8 82,5
davon Wertminderungen2 0,3 - 0,3 -
Investitionen3 283,7 262,0 115,5 113,4
in % vom Umsatz 4,5 4,7 5,8 6,2
Operative Aktiva (zum 30.09.) 4.365,1 4.027,9
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 39.259 38.075
Umsatz bereinigt5 6.277,1 5.570,1 1.999,0 1.823,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 606,6 532,1 182,0 186,4
in % des bereinigten Umsatzes 9,7 9,6 9,1 10,2

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Chassis & Safety

Absatz

Im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems erreichte 14,6 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremssätteln lag unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics verringerte sich der Absatz bei Airbagsteuergeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um rund 59 %.

Umsatzanstieg um 12,7 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,9 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 % auf 6.277,1 Mio € (Vj. 5.570,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,9 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 14,0 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 74,5 Mio € bzw. 14,0 % auf 606,6 Mio € (Vj. 532,1 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 9,6 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 18,5 %

Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 94,6 Mio € bzw. 18,5 % auf 605,7 Mio € (Vj. 511,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,6 % (Vj. 9,2 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

Aus Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Chassis & Safety in den ersten neun Monaten ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

In der Division Chassis & Safety fielen in den ersten neun Monaten 2014 keine Sondereffekte an.

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Powertrain in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 5.303,7 4.816,4 1.657,4 1.638,9
EBITDA 528,0 270,4 167,3 -11,9
in % vom Umsatz 10,0 5,6 10,1 -0,7
EBIT 279,0 -165,9 81,3 -263,3
in % vom Umsatz 5,3 -3,4 4,9 -16,1
Abschreibungen1 249,0 436,3 86,0 251,4
davon Wertminderungen2 - 153,4 - 153,4
Investitionen3 276,3 242,6 106,0 106,8
in % vom Umsatz 5,2 5,0 6,4 6,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 2.771,7 2.667,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 35.684 35.087
Umsatz bereinigt5 5.185,5 4.816,4 1.657,4 1.638,9
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 309,2 176,4 86,7 7,2
in % des bereinigten Umsatzes 6,0 3,7 5,2 0,4

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Powertrain

Absatz

Die Absatzzahlen der Geschäftsbereiche Transmission und Fuel & Exhaust Management lagen in den ersten neun Monaten 2015 über dem Vorjahresniveau, wobei Fuel & Exhaust Management sowohl organisches Wachstum aus Altgeschäft (ehemals Fuel Supply) als auch zusätzliche Stückzahlen aus der Integration von Emitec verzeichnen konnte. Weiterhin auf Wachstumskurs befindet sich der Geschäftsbereich Sensors & Actuators. Ursächlich für den Volumenanstieg sind hier insbesondere die Abgassensoren, für die begünstigt durch verschärfte Abgasgesetzgebung deutlich höhere Verkaufszahlen erzielt wurden. Der Geschäftsbereich Engine Systems verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 steigende Absatzzahlen von Turboladern. Die Absatzzahlen von Pumpen erreichten Vorjahresniveau, während Motorsteuerungen und Injektoren deutlich unter Vorjahresniveau blieben. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle lagen die Verkaufszahlen bei der Leistungselektronik über Vorjahresniveau, während die Batterie- und Bordnetzsysteme rückläufige Absatzzahlen aufwiesen.

Umsatzanstieg um 10,1 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 0,2 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 0,1 % auf 5.303,7 Mio € (Vj. 4.816,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 0,2 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 75,3 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte sich während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1 32,8 Mio € bzw. 75,3 % auf 309,2 Mio € (Vj. 176,4 Mio €) und entspricht 6,0 % (Vj. 3,7 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 268,2 %

Die Division Powertrain verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 444,9 Mio € bzw. 268,2 % auf 279,0 Mio € (Vj. -165,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,3 % (Vj. -3,4 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015 insgesamt 0,1 Mio €.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

In der Division Powertrain ergab sich infolge des Restanteilerwerbs an der Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, die Notwendigkeit einer ergebniswirksamen Abwertung der at-equity-Beteiligung, die zu einem Aufwand in Höhe von 34,1 Mio € führte, sowie ein negativer Sondereffekt aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesenen Effekte in Höhe von 1,9 Mio €.

Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen. Dies führte im dritten Quartal 2014 innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 77,9 Mio €.

Wir haben diese Entwicklung darüber hinaus zum Anlass genommen, den Wert der Sachanlagen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den tatsächlichen Kapazitätsauslastungen anzupassen. Dies führte zu zusätzlichen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 57,8 Mio €.

Ein auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierender Dieselinjektor im Geschäftsbereich Engine Systems wurde nach eingehender Qualitätsprüfung am Markt nicht eingeführt. In diesem Zusammenhang entstanden in der Division Powertrain Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 62,0 Mio € sowie Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 22,3 Mio €, wovon 6,2 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Dieses Ereignis wurde ebenfalls zum Anlass genommen, die auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierenden Pumpen, vor allem im Dieselbereich, zu überprüfen. Hieraus resultierte infolge einer verlustfreien Bewertung die Notwendigkeit von Wertminderungen auf Sachanlagen. Dies führte in der Division Powertrain zu einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 27,4 Mio €.

Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 283,4 Mio €.

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Interior in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 6.060,4 5.158,4 2.028,2 1.725,4
EBITDA 805,1 697,4 252,4 229,7
in % vom Umsatz 13,3 13,5 12,4 13,3
EBIT 603,7 437,3 178,7 144,8
in % vom Umsatz 10,0 8,5 8,8 8,4
Abschreibungen1 201,4 260,1 73,7 84,9
davon Wertminderungen2 - 4,6 - -
Investitionen3 214,4 182,0 80,3 77,1
in % vom Umsatz 3,5 3,5 4,0 4,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 4.388,1 3.857,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 40.108 35.835
Umsatz bereinigt5 6.024,6 5.158,4 1.992,4 1.725,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 609,5 521,6 183,7 168,0
in % des bereinigten Umsatzes 10,1 10,1 9,2 9,7

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Interior

Absatz

Das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag in den ersten drei Quartalen 2015 deutlich über Vorjahresniveau. Eine Erhöhung war besonders in den Regionen NAFTA und Asien zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity lag der Absatz deutlich über Vorjahresniveau. Die Stückzahlen von Multimediasystemen zogen aufgrund neuer Produkte auf dem US-Markt und in China erheblich an. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lag über dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen im Bereich Nutzfahrzeuge auf das Zusatzgeschäft mit Mautsystemen in Belgien zurückzuführen, welches die Rückgänge in Südamerika und Asien kompensiert hat. Das Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft übertraf aufgrund gestiegener Nachfrage im Bereich Reifendruckkontrolle seinen Vorjahreswert ebenfalls leicht. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI sind in den ersten neun Monaten 201 5 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Dies wurde vor allem durch Neuanläufe und eine erhöhte Nachfrage in Europa und der NAFTA-Region hervorgerufen.

Umsatzanstieg um 17,5 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 9,2 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 % auf 6.060,4 Mio € (Vj. 5.1 58,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 9,2 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 16,9 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior stieg während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 87,9 Mio € bzw. 16,9 % auf 609,5 Mio € (Vj. 521,6 Mio €) und entspricht ebenso wie im Vorjahr 10,1 % des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 38,1 %

Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 166,4 Mio € bzw. 38,1 % auf 603,7 Mio € (Vj. 437,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,0 % (Vj. 8,5 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

In der Division Interior fielen in den ersten neun Monaten 2015 keine Sondereffekte an.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

In der Division Interior resultierte aus der Veräußerung von Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity am Standort Rambouillet, Frankreich, ein Verlust in Höhe von 6,9 Mio €. In diesem Zusammenhang entstanden zudem Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,2 Mio €.

Aus weiteren Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Interior ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €.

Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,4 Mio €.

Mit Wirkung zum 30. September 2014 wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Body & Security an ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1,7 Mio €.

Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 9,4 Mio €.

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Reifen in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 7.718,6 7.282,0 2.654,4 2.557,8
EBITDA 1.982,0 1.740,8 667,7 603,5
in % vom Umsatz 25,7 23,9 25,2 23,6
EBIT 1.594,6 1.409,9 536,5 486,8
in % vom Umsatz 20,7 19,4 20,2 19,0
Abschreibungen1 387,4 330,9 131,2 116,7
davon Wertminderungen2 5,2 - 5,2 -
Investitionen3 372,3 481,7 139,3 165,1
in % vom Umsatz 4,8 6,6 5,2 6,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 5.430,0 5.292,1
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 49.445 47.864
Umsatz bereinigt5 7.649,9 7.273,2 2.647,0 2.556,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.613,1 1.435,7 541,3 511,5
in % des bereinigten Umsatzes 21,1 19,7 20,4 20,0

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Reifen

Absatz

Die Verkaufszahlen im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft lagen nach den ersten neun Monaten 2015 über dem Vorjahr. Im Pkw-Reifenersatzgeschäft wurde in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) der Vorjahreswert nicht erreicht, während der Absatz in "The Americas" (Nord-, Mittel- und Südamerika) weiter ausgebaut wurde. Das Nutzfahrzeugreifengeschäft lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau.

Umsatzanstieg um 6,0 %;

Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 0,3 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 % auf 7.718,6 Mio € (Vj. 7.282,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 0,3 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 12,4 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 177,4 Mio € bzw. 1 2,4 % auf 1.61 3,1 Mio € (Vj. 1.435,7 Mio €) und entspricht 21,1 % (Vj. 19,7 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 13,1 %

Die Division Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten neun Monaten 201 5 im Vergleich zum Vorjahr um 184,7 Mio € bzw. 1 3,1 % auf 1.594,6 Mio € (Vj. 1.409,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 20,7 % (Vj. 19,4 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen an den Standorten Modipuram, Indien, und Partapur, Indien, resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,2 Mio €.

Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €.

In der Division Reifen führten weitere kleine Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung in Höhe von 1,7 Mio €.

Für die Division Reifen beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015 insgesamt 2,6 Mio €.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Continental hat erneut Rechtsmittel (Kassation) eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. Aus diesem Anlass wurde in der Division Reifen eine weitere Rückstellung in Höhe von 23,3 Mio € gebildet.

Zudem entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €.

Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 23,1 Mio €.

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
ContiTech in Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Umsatz 4.017,9 2.931,6 1.330,8 979,6
EBITDA 458,0 421,3 159,7 144,7
in % vom Umsatz 11,4 14,4 12,0 14,8
EBIT 217,8 334,9 80,6 115,1
in % vom Umsatz 5,4 11,4 6,1 11,7
Abschreibungen1 240,2 86,4 79,1 29,6
davon Wertminderungen2 0,3 - 0,3 -
Investitionen3 164,0 136,3 54,3 48,9
in % vom Umsatz 4,1 4,6 4,1 5,0
Operative Aktiva (zum 30.09.) 3.187,7 1.442,5
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 43.240 32.168
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten 312,4 337,7 103,1 117,4
in % vom Umsatz 7,8 11,5 7,7 12,0
Umsatz bereinigt5 3.133,3 2.931,6 1.029,1 979,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 346,3 337,7 105,9 117,4
in % des bereinigten Umsatzes 11,1 11,5 10,3 12,0

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Umsatzanstieg um 37,1 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,6 %

Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,1 % auf 4.017,9 Mio € (Vj. 2.931,6 Mio €). Veyance Technologies trug mit 858,9 Mio € zum Umsatzwachstum bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,6 %. Zu diesem Umsatzzuwachs trugen die Geschäftsbereiche Air Spring Systems, Power Transmission Group, Benecke-Kaliko Group sowie das Erstausrüstungsgeschäft des Geschäftsbereiches Fluid Technology bei. Aufgrund der deutlichen Investitionsschwäche der Bergbauunternehmen konnte der Geschäftsbereich Conveyor Belt Group das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen. Preis- und Mengenreduzierungen im Geschäftsbereich Compounding Technology führten zu einem Umsatzrückgang.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 2,5 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte sich während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mio € bzw. 2,5 % auf 346,3 Mio € (Vj. 337,7 Mio €) und entspricht 11,1 % (Vj. 11,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten um 7,5 %

Um eine bessere Vergleichbarkeit der operativen Geschäftsentwicklung der Division ContiTech einschließlich Veyance Technologies zu erhalten, wird 2015 die Kennzahl EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten berichtet.

In den ersten neun Monaten 2015 verringerte sich das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten in der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 Mio € bzw. 7,5 % auf 312,4 Mio € (Vj. 337,7 Mio €). Die darauf berechnete Umsatzrendite verringerte sich auf 7,8 % (Vj. 11,5 %).

Das operative Ergebnis (EBIT) wie auch das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten sind dabei in den ersten neun Monaten 2015 von Integrationskosten und Einmalaufwendungen für Veyance Technologies in Höhe von insgesamt 48,2 Mio € beeinflusst.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 35,0 %

Die Division ContiTech verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 117,1 Mio € bzw. 35,0 % auf 217,8 Mio € (Vj. 334,9 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 5,4 % (Vj. 11,4 %).

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2015

In der Division ContiTech wird aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, erfolgen. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Zudem führten kleinere Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung in Höhe von 1,2 Mio €.

Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten 201 5 insgesamt 12,6 Mio €.

Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2014

In der Division ContiTech resultierte insgesamt ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 1,7 Mio €, wovon 0,7 Mio € auf den Geschäftsbereich Fluid Technology entfielen und sich 1,0 Mio € aus der finalen Kaufpreisallokation einer Transaktion aus dem Jahr 2013 im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group ergaben.

Risiko- und Chancenbericht

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen. Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2014.

Prognosebericht und Ausblick

Trotz des deutlichen Rückgangs der Produktionsvolumina in China im dritten Quartal 201 5, der sich verschärfenden Schwäche vieler Industriesektoren und der nachlassenden positiven Effekte aus Währungskursen, liegen wir auch nach den ersten neun Monaten weiterhin im Rahmen unserer Gesamtjahreserwartung. Wir bestätigen daher unsere Umsatzprognose für das Jahr 2015. Für die Automotive Group lautet sie unverändert rund 23,5 Mrd € und für die Rubber Group mehr als 15,5 Mrd €. Für den Konzernumsatz erwarten wir weiterhin einen Zuwachs in Höhe von etwa 14 % auf mehr als 39 Mrd €.

Aufgrund der erfreulichen Gewinnentwicklung in den ersten neun Monaten und der unverändert günstigen Entwicklung einiger für Continental wichtiger Rohstoffpreise heben wir unsere Prognose für die bereinigte EBIT-Marge von zuvor rund 11 % auf mehr als 11 % an. Für die Automotive Group erwarten wir weiterhin eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 8,5 %. Die Prognose für die Rubber Group heben wir, aufgrund der weiterhin günstiger als erwarteten Entwicklung der Preise für Rohöl und Naturkautschuk (TSR 20), von rund 16 % auf mehr als 16 % an. Die Schätzung für die Entlastung aufgrund geringerer Rohstoffkosten heben wir für das laufende Jahr von rund 200 Mio € auf rund 250 Mio € an. Sie betrifft im Wesentlichen die Rubber Group. Unsere Schätzung für den Durchschnittspreis von Naturkautschuk senken wir erneut von 1,58 US-Dollar/kg auf 1,50 US-Dollar/kg. Unsere Prognose für den Durchschnittspreis für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien belassen wir hingegen bei 1,00 US-Dollar/kg.

Ferner bestätigen wir unsere am 5. März 201 5 aufgestellte Prognose hinsichtlich der negativen Sondereffekte in Höhe von rund 100 Mio €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive stammen, werden voraussichtlich bei rund 140 Mio € liegen. Die Investitionen vor Akquisitionen werden im Geschäftsjahr 2015 rund 6 % vom Umsatz ausmachen. Das negative Zinsergebnis wird, trotz der vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe über 950 Mio US-Dollar, bei unter 300 Mio € und die Konzern-Steuerquote bei etwa 30 % liegen.

Den Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen im Jahr 2015 heben wir von mindestens 1,8 Mrd € auf mehr als 2,0 Mrd € an.

Konzern-Zwischenabschluss zum 30.09.2015

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
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Umsatzerlöse 29.216,2 25.587,6 9.617,6 8.669,5
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -21.608,2 -19.138,7 -7.107,0 -6.443,8
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.608,0 6.448,9 2.510,6 2.225,7
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.897,7 -1.627,6 -623,4 -553,8
Vertriebs- und Logistikkosten -1.612,3 -1.327,7 -537,6 -454,3
Allgemeine Verwaltungskosten -695,4 -581,1 -236,1 -199,9
Sonstige Aufwendungen und Erträge -247,7 -375,5 -91,6 -308,2
Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen 40,5 -89,7 12,7 -72,0
Übriges Beteiligungsergebnis 0,4 0,6 0,0 0,3
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 3.195,8 2.447,9 1.034,6 637,8
Zinserträge 69,3 68,3 20,0 22,0
Zinsaufwendungen -286,7 -283,9 -138,4 -97,1
Zinsergebnis -217,4 -215,6 -118,4 -75,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.978,4 2.232,3 916,2 562,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -839,9 -371,3 -268,7 -47,4
Konzernergebnis 2.138,5 1.861,0 647,5 515,3
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -54,2 -62,1 -11,8 -20,2
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.084,3 1.798,9 635,7 495,1
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 10,42 8,99 3,18 2,47
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 10,42 8,99 3,18 2,47

Konzerngesamtergebnisrechnung

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 20141 2015 20141
--- --- --- --- ---
Konzernergebnis 2.138,5 1.861,0 647,5 515,3
Ergebnisneutrale Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals - -5,3 - -5,3
Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne2 89,1 -220,6 -16,1 -54,0
Zeitwertveränderungen2 168,3 -403,3 -36,1 -163,7
Umgliederung aus Abgängen von Pensionsverpflichtungen - 0,0 - 0,0
Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 ,4 -0,1 4,2 -0,1 4,0
Währungsumrechnung2 -26,1 -19,6 6,0 -15,5
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen -53,0 198,1 14,1 121,2
Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten
Währungsumrechnung2 34,9 416,0 -385,6 320,4
Effekte aus Währungsumrechnung2 26,1 415,0 -387,4 318,2
Erfolgswirksame Umgliederung - 0,2 - -0,1
Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 8,8 0,8 1,8 2,3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -12,1 9,5 -2,0 0,9
Zeitwertveränderungen -2,1 11,4 -1,8 1,4
Erfolgswirksame Umgliederung -10,0 -1,9 -0,2 -0,5
Cashflow Hedges 0,0 0,1 0,0 0,1
Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 0,0 0,1 0,0 0,1
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen 18,7 0,7 9,1 3,6
Sonstiges Ergebnis 130,6 205,7 -394,6 271,0
Gesamtergebnis 2.269,1 2.061,4 252,9 781,0
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis -72,1 -83,5 -1,0 -36,1
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.197,0 1.977,9 251,9 744,9

1 Die Vorjahres-Vergleichswerte sind entsprechend der Struktur 2015 angepasst dargestellt.

2 Inklusive Fremdanteile.

3 Inklusive Steuern.

4 Die Vorperiode beinhaltet einen Anteil von 5,3 Mio € aus ergebnisneutraler Umgliederung gemäß IAS 19.

Konzernbilanz

Aktiva in Mio €

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30.09.2015 31.12.2014 30.09.2014
Goodwill 6.569,8 5.769,1 5.742,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.348,9 443,3 455,2
Sachanlagen 9.074,0 8.446,4 8.159,8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 17,0 17,5 17,9
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 343,7 298,5 302,3
Sonstige Finanzanlagen 14,3 10,7 10,8
Aktive latente Steuern 1.571,4 1.573,4 1.468,7
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 3,3 1,6 8,6
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 335,2 301,2 269,5
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 44,5 41,9 34,2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 22,6 19,7 21,4
Langfristige Vermögenswerte 19.344,7 16.923,3 16.490,6
Vorräte 3.631,7 2.987,6 3.330,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.082,6 5.846,2 6.569,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 487,8 382,5 382,9
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 945,4 731,3 731,6
Ertragsteuerforderungen 107,6 60,3 92,8
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 40,8 63,1 54,9
Flüssige Mittel 1.849,0 3.243,8 2.013,2
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 15,6 3,0 2,6
Kurzfristige Vermögenswerte 14.160,5 13.317,8 13.177,6
Bilanzsumme 33.505,2 30.241,1 29.668,2

Passiva in Mio €

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30.09.2015 31.12.2014 30.09.2014
Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.155,6 4.155,6 4.155,6
Kumulierte einbehaltene Gewinne 8.838,6 7.404,3 6.828,9
Erfolgsneutrale Rücklagen -1.283,8 -1.399,8 -1.007,9
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 12.222,4 10.672,1 10.488,6
Anteile in Fremdbesitz 450,9 352,5 364,1
Eigenkapital 12.673,3 11.024,6 10.852,7
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.570,6 3.483,7 2.937,3
Passive latente Steuern 336,6 178,5 188,9
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 325,9 306,3 314,1
Langfristiger Anteil der Finanzschulden 2.689,5 5.077,4 5.040,8
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 73,0 48,7 51,9
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 55,5 46,4 47,5
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.051,1 9.141,0 8.580,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.383,3 4.861,6 4.882,0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 702,8 577,3 667,5
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 753,6 732,7 687,4
Finanzschulden 3.831,7 1.354,2 1.223,0
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.863,9 1.649,2 1.627,5
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 1.241,3 900,2 1.147,5
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten 4,2 0,3 0,1
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13.780,8 10.075,5 10.235,0
Bilanzsumme 33.505,2 30.241,1 29.668,2

Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Konzernergebnis 2.138,5 1.861,0 647,5 515,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 839,9 371,3 268,7 47,4
Zinsergebnis 217,4 215,6 118,4 75,1
EBIT 3.195,8 2.447,9 1.034,6 637,8
Gezahlte Zinsen -182,6 -170,1 -92,0 -72,7
Erhaltene Zinsen 21,7 19,6 5,6 7,0
Gezahlte Ertragsteuern -761,3 -542,2 -192,9 -190,2
Erhaltene Dividenden 28,4 16,4 0,6 0,3
Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen 1.332,4 1.361,2 457,1 565,5
Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen -40,9 87,9 -12,7 70,5
Gewinne aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen -14,2 -9,7 -2,1 -6,3
Veränderungen der
Vorräte -361,2 -352,4 -98,2 -58,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -861,7 -975,4 -147,9 -397,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 322,8 88,1 -71,2 1,1
Pensionsrückstellungen 42,7 6,1 12,4 1,8
übrigen Aktiva und Passiva 148,5 372,1 263,3 346,7
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.870,4 2.349,5 1.156,6 906,0
Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 23,2 68,6 3,3 42,6
Investitionen in Sachanlagen und Software -1.311,7 -1.305,6 -495,9 -511,7
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und sonstige -61,7 -49,1 -27,7 -15,7
Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 15,3 -1,0 17,0 -1,2
Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -1.219,6 -121,4 -619,4 -53,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2.554,5 -1.408,5 -1.122,7 -539,8
Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit 315,9 941,0 33,9 366,2
Veränderung der Finanzschulden -1.043,2 -524,6 -460,6 -339,2
Sukzessive Erwerbe -11,1 - - -
Gezahlte Dividenden -650,0 -500,0 - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern -39,4 -28,0 1,5 -1,5
Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis - 0,4 - 0,2
Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit -1.743,7 -1.052,2 -459,1 -340,5
Veränderung der flüssigen Mittel -1.427,8 -111,2 -425,2 25,7
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 3.243,8 2.044,8 2.349,7 1.919,4
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel 33,0 79,6 -75,5 68,1
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.849,0 2.013,2 1.849,0 2.013,2

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Gezeichnetes

Kapital1
Kapitalrücklage Kumulierte

einbehaltene

Gewinne
Sukzessive

Erwerbe2
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne3 Währungsumrechnung4
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2014 512,0 4.155,6 5.535,3 -18,4 -741,2 -435,9
Konzernergebnis - - 1.798,9 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - -5,3 - -220,1 397,8
Konzerngesamtergebnis - - 1.793,6 - -220,1 397,8
Gezahlte/beschlossene

Dividende
- - -500,0 - - -
Sonstige Veränderung - - - -0,5 - -
Stand 30.09.2014 512,0 4.155,6 6.828,9 -18,9 -961,3 -38,1
Stand 01.01.2015 512,0 4.155,6 7.404,3 -19,4 -1.339,6 -51,1
Konzernergebnis - - 2.084,3 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - - - 89,0 32,0
Konzerngesamtergebnis - - 2.084,3 - 89,0 32,0
Gezahlte/beschlossene

Dividende
- - -650,0 - - -
Sukzessive Erwerbe - - - 3,3 - -
Sonstige Veränderung6 - - - - - -
Stand 30.09.2015 512,0 4.155,6 8.838,6 -16,1 -1.250,6 -19,1

scroll

Unterschiedsbetrag aus
Mio € Finanzinstrumenten5 Summe Anteile in Fremdbesitz Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2014 3,8 9.011,2 311,0 9.322,2
Konzernergebnis - 1.798,9 62,1 1.861,0
Veränderungen übriges Eigenkapital 6,6 179,0 21,4 200,4
Konzerngesamtergebnis 6,6 1.977,9 83,5 2.061,4
Gezahlte/beschlossene

Dividende
- -500,0 -30,4 -530,4
Sonstige Veränderung - -0,5 - -0,5
Stand 30.09.2014 10,4 10.488,6 364,1 10.852,7
Stand 01.01.2015 10,3 10.672,1 352,5 11.024,6
Konzernergebnis - 2.084,3 54,2 2.138,5
Veränderungen übriges Eigenkapital -8,3 112,7 17,9 130,6
Konzerngesamtergebnis -8,3 2.197,0 72,1 2.269,1
Gezahlte/beschlossene

Dividende
- -650,0 -47,7 -697,7
Sukzessive Erwerbe - 3,3 -5,2 -1,9
Sonstige Veränderung6 - - 79,2 79,2
Stand 30.09.2015 2,0 12.222,4 450,9 12.673,3

1 Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.

2 Der Betrag in der Berichtsperiode resultiert aus sukzessiven Erwerben von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen. Die Vorjahresperiode beinhaltet Effekte aus der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.

3 Beinhaltet einen Anteil von -0,1 Mio € (Vj. -1,1 Mio €) des Anteilseigners an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen sowie im Vorjahr 5,3 Mio € aus ergebnisneutraler Umgliederung gemäß IAS 19 von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.

4 Beinhaltet einen Anteil von 8,8 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.

5 Der Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultiert im Wesentlichen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Die Vorperiode beinhaltet zudem einen Anteil von 0,1 Mio € des Anteilseigners an nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Cashflow Hedges von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.

6 Sonstige Veränderungen der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhung.

Erläuternde Angaben zum Konzernanhang

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. September 2015

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior
Außenumsatz 6.257,9 5.250,2 6.053,9
Konzerninterner Umsatz 19,2 53,5 6,5
Umsatz (Gesamt) 6.277,1 5.303,7 6.060,4
EBITDA 859,0 528,0 805,1
in % vom Umsatz 13,7 10,0 13,3
EBIT (Segmentergebnis) 605,7 279,0 603,7
in % vom Umsatz 9,6 5,3 10,0
Abschreibungen1 253,3 249,0 201,4
davon Wertminderungen2 0,3 - -
Investitionen3 283,7 276,3 214,4
in % vom Umsatz 4,5 5,2 3,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 4.365,1 2.771,7 4.388,1
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 39.259 35.684 40.108

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Mio € Reifen ContiTech Sonstiges/

Konsolidierung
Continental-Konzern
Außenumsatz 7.703,2 3.951,0 - 29.216,2
Konzerninterner Umsatz 15,4 66,9 -161,5 -
Umsatz (Gesamt) 7.718,6 4.017,9 -161,5 29.216,2
EBITDA 1.982,0 458,0 -103,9 4.528,2
in % vom Umsatz 25,7 11,4 - 15,5
EBIT (Segmentergebnis) 1.594,6 217,8 -105,0 3.195,8
in % vom Umsatz 20,7 5,4 - 10,9
Abschreibungen1 387,4 240,2 1,1 1.332,4
davon Wertminderungen2 5,2 0,3 - 5,8
Investitionen3 372,3 164,0 1,0 1.311,7
in % vom Umsatz 4,8 4,1 - 4,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 5.430,0 3.187,7 -141,4 20.001,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 49.445 43.240 402 208.138

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. September 2014

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior
Außenumsatz 5.543,6 4.768,0 5.152,9
Konzerninterner Umsatz 26,5 48,4 5,5
Umsatz (Gesamt) 5.570,1 4.816,4 5.158,4
EBITDA 758,0 270,4 697,4
in % vom Umsatz 13,6 5,6 13,5
EBIT (Segmentergebnis) 511,1 -165,9 437,3
in % vom Umsatz 9,2 -3,4 8,5
Abschreibungen1 246,9 436,3 260,1
davon Wertminderungen2 - 153,4 4,6
Investitionen3 262,0 242,6 182,0
in % vom Umsatz 4,7 5,0 3,5
Operative Aktiva (zum 30.09.) 4.027,9 2.667,2 3.857,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 38.075 35.087 35.835

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Mio € Reifen ContiTech Sonstiges/

Konsolidierung
Continental-Konzern
Außenumsatz 7.270,7 2.852,4 - 25.587,6
Konzerninterner Umsatz 11,3 79,2 -170,9 -
Umsatz (Gesamt) 7.282,0 2.931,6 -170,9 25.587,6
EBITDA 1.740,8 421,3 -78,8 3.809,1
in % vom Umsatz 23,9 14,4 - 14,9
EBIT (Segmentergebnis) 1.409,9 334,9 -79,4 2.447,9
in % vom Umsatz 19,4 11,4 - 9,6
Abschreibungen1 330,9 86,4 0,6 1.361,2
davon Wertminderungen2 - - - 158,0
Investitionen3 481,7 136,3 1,0 1.305,6
in % vom Umsatz 6,6 4,6 - 5,1
Operative Aktiva (zum 30.09.) 5.292,1 1.442,5 -134,1 17.152,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 47.864 32.168 332 189.361

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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1. Januar bis 30. September Drittes Quartal
Mio € 2015 2014 2015 2014
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Chassis & Safety 605,7 511,1 181,5 179,5
Powertrain 279,0 -165,9 81,3 -263,3
Interior 603,7 437,3 178,7 144,8
Reifen 1.594,6 1.409,9 536,5 486,8
ContiTech 217,8 334,9 80,6 115,1
Sonstiges/Konsolidierung -105,0 -79,4 -24,0 -25,1
EBIT 3.195,8 2.447,9 1.034,6 637,8
Zinsergebnis -217,4 -215,6 -118,4 -75,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.978,4 2.232,3 916,2 562,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -839,9 -371,3 -268,7 -47,4
Konzernergebnis 2.138,5 1.861,0 647,5 515,3
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -54,2 -62,1 -11,8 -20,2
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.084,3 1.798,9 635,7 495,1

Segmentberichterstattung

Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst. Diese zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen und Distributionskanälen.

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2015.

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenbericht wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretation Committee (IFRIC) aufgestellt. Die Erstellung des Zwischenberichts erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenbericht werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2014 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2014 ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. September 201 5 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2014.

Die zum 30. September 201 5 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Continental-Konzerns.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 504 inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 388 vollkonsolidiert und 116 nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2014 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt 46 Gesellschaften erhöht. 46 Gesellschaften wurden erworben, vier Gesellschaften wurden neu gegründet, zwei bislang nicht konsolidierte Einheiten wurden erstmals konsolidiert und zwei Gesellschaften wurden verkauft. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um vier Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen.

Gegenüber dem 30. September 2014 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 47 Gesellschaften erhöht. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis betreffen insbesondere Verkäufe in der Automotive Group.

Erwerbe und Verkäufe von Gesellschaften und Geschäftsbereichen

Nach Erfüllung aller dafür vereinbarten Bedingungen ist am 30. Januar 2015 die am 10. Februar 2014 geschlossene Vereinbarung mit The Carlyle Group, Washington, USA, über den Erwerb von Veyance Technologies vollzogen worden. Der Erwerb erfolgte durch die Verschmelzung der South Acquisition Corp., Inc., Wilmington, USA, einer 100 %igen Tochtergesellschaft des Continental-Konzerns, mit der EPD Holdings Inc., Wilmington, USA, bis dahin eine 100 %ige Tochter der The Carlyle Group, Washington, USA. Veyance Technologies ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und erzielte 2014 einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd €, davon rund 90 % im Industriegeschäft. In den 27 Werken weltweit waren Ende 2014 etwa 8.500 Mitarbeiter beschäftigt. Der Schwerpunkt der Produkte liegt auf Fördergurten, Schläuchen und Antriebsriemen. Die Akquisition soll vor allem die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group, Fluid Technology und Power Transmission Group des Segments ContiTech in den Regionen stärken, in denen ContiTech nur in geringem Umfang oder überhaupt nicht vertreten ist. Durch das zusätzliche Geschäft in Märkten wie den USA und Südamerika, aber auch Mexiko, Kanada, China, Australien und Südafrika wird ContiTech zukünftig etwa 60 % des Umsatzes außerhalb der Automobil-Erstausrüstung erzielen. Damit macht Continental einen weiteren Schritt auf dem Weg zum strategischen Ziel, den Umsatzanteil des Industrie- und Endkundengeschäfts weiter zu erhöhen. Der Kaufpreis beträgt 678,0 Mio €, dieser wurde aus Barmitteln beglichen. Die insgesamt seit 2013 angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 20,5 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich im Segment ContiTech immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 720,7 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 305,3 Mio €. Dieser resultierte aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft sowie aus Erwartungen bzgl. der verbesserten geografischen Marktabdeckung des Firmenverbunds infolge der Transaktion. Dies betrifft insbesondere Regionen, in denen ContiTech in der Vergangenheit nur in geringerem Umfang aktiv war, wie z. B. Nordamerika, Lateinamerika sowie China und Südafrika. Zudem werden Synergien beim Einkauf von Fertigungsmaterial sowie aus den Produktionsprozessen erwartet. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 21,1 Mio € verringert und der Umsatz um 122,5 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 30. Januar hat Veyance Technologies einen Umsatz von 858,9 Mio € erwirtschaftet und mit einem Ergebnis nach Steuern von -129,5 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.

Im Segment ContiTech wurde zudem ein Asset Deal mit einem Kaufpreis von 1,1 Mio € vollzogen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Mio € identifiziert. Ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,6 Mio € wurde in sonstige Aufwendungen und Erträge erfasst. Der Effekt dieser Transaktion ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015 unwesentlich.

Das Segment Reifen baut sein Geschäft im Bereich Reifen-Formentechnologie weiter aus. Dazu übernahm die Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, Deutschland, mit Wirkung zum 7. Januar 2015 im Rahmen eines Share Deals das Geschäft der A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH, Runding-Langwitz, Deutschland, und der AZ-CZECH s.r.o., Meclov, Tschechische Republik, für einen Kaufpreis von 35,0 Mio €. Davon wurden 7,0 Mio € aus Barmitteln beglichen. Zudem resultierte aus der Transaktion eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 4,0 Mio € mit einer Fälligkeit zum Jahresende 2015 und eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 24,0 Mio € mit einer Fälligkeit zum Jahresende 2020. Aus der Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 15,5 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.

Um den Bereich des gewerblichen Reifenhandels und der Reifenrunderneuerung im Segment Reifen weiter auszubauen, übernahm die BestDrive, LLC, Wilmington, USA, mit Wirkung zum 1. Juni 2015 die Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, und die FAD Enterprises, LLC, Forest Park, USA. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von 10,3 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 4,9 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.

Außerdem erfolgten im Segment Reifen weitere Asset Deals. Die Kaufpreise betragen insgesamt 0,2 Mio €. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mio € identifiziert. Der Effekt dieser Transaktionen ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015 unwesentlich.

Der Continental-Konzern baut konsequent seine System- und Softwarekompetenz für Lösungen in der Automobilindustrie aus. Am 18. Mai 2015 wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der Elektrobit Automotive GmbH mit Sitz in Erlangen, Deutschland, unterschrieben. Elektrobit Automotive gehörte zur finnischen Elektrobit Corporation, Helsinki, Finnland. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden erfolgte der Vollzug des Erwerbs am 1. Juli 201 5. Elektrobit Automotive ist ein Spezialist für Softwarelösungen und arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren mit Continental zusammen. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Umsatz von 171,4 Mio € erzielt. An neun Standorten waren bei Elektrobit Automotive zum 31. Dezember 2014 ca. 1.300 eigene Fachkräfte angestellt. Zudem beschäftigte das assoziierte Unternehmen e.solutions GmbH, Ingolstadt, Deutschland, rund 600 Ingenieure. Der Kaufpreis in Höhe von 600,0 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 7,0 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst. Das übernommene Nettovermögen beträgt 189,2 Mio €. Aus der Kaufpreisallokation ergaben sich für das Segment Interior immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 240,1 Mio €. Nach Berücksichtigung latenter Steuern beläuft sich somit der Goodwill auf 410,8 Mio €. Dieser wird entsprechend der erwarteten Synergien auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten der Automotive Group verteilt. Wäre die Transaktion zum 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte sich der Umsatz um 102,0 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion hat Elektrobit mit einem Ergebnis nach Steuern von -2,7 Mio € und einem Umsatz von 35,0 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.

Im Berichtszeitraum wurden zwei Minderheitsanteilserwerbe vollzogen. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem jeweiligen Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Anteile in Höhe von insgesamt 3,3 Mio € wurde ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Zudem erwarb die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, mit Wirkung zum 17. Juli 2015 von der SNDF, Alencon, Frankreich, die ausstehenden Anteile an der Alencon Pneus SAS, Alencon, Frankreich, für einen Kaufpreis von 21,5 Mio €. Die Effekte dieser Transaktionen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015 unwesentlich.

Im Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Januar 2015 veräußerte die Profi Reifen- und Autoservice GmbH, Wiener Neudorf, Österreich, ihre Komplettradmontageaktivität am Standort Kalsdorf, Österreich, an die PTG Automotive Solutions and Services GmbH, Kalsdorf, Österreich. Aus dieser Transaktion resultierte ein Verlust von 0,1 Mio €, der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wird. Weiterhin wurden die Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, mit Wirkung zum 21. August 2015 veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte ein Gewinn von 0,9 Mio €, der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wurde. Die Effekte dieser Transaktionen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 201 5 unwesentlich.

Im Rahmen der Übernahme von Veyance Technologies im Januar 2015 hatte sich ContiTech gegenüber den Kartellbehörden der USA und Brasiliens verpflichtet, das nordamerikanische Luftfedergeschäft von Veyance Technologies zu veräußern. Mit Wirkung zum 1. Juli 2015 wurde dieses Geschäft für einen vorläufigen Kaufpreis von 20,8 Mio € an die Gruppe der in Charlotte, USA, ansässigen EnPro Industries, Inc., verkauft. Die Effekte dieser Transaktion sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015 unwesentlich.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie von Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen an.

Im Vorjahr wurde infolge des Erwerbs der ausstehenden 50 % der Anteile an der auf Abgastechnologien spezialisierten Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, vom bisherigen Mitgesellschafter GKN Driveline International GmbH, Lohmar, Deutschland, eine ergebniswirksame Abwertung der at-equity-Beteiligung in Höhe von 34,1 Mio € vorgenommen.

Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen. Dies führte im dritten Quartal 2014 innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 77,9 Mio €.

Im Segment Powertrain wurden in der Vergleichsperiode aufgrund von Kapazitätsauslastungen in den Geschäftsbereichen Hybrid Electric Vehicle (HEV) und Engine Systems sowie verlustfreier Bewertung im Geschäftsbereich Engine Systems Wertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 153,4 Mio € vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 2015 belaufen sich auf 839,9 Mio € (Vj. 371,3 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum beträgt 28,2 % nach 16,6 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Steuerquote im Vorjahr war insbesondere durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 161,2 Mio € in den USA sowie den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge in Deutschland in Höhe von 98,0 Mio € beeinflusst, deren zukünftige Nutzung als wahrscheinlich eingeschätzt wurde.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. September 2015 ergibt sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 eine Erhöhung der erfolgsneutralen Rücklagen um 113,8 Mio €, die aus dem Anstieg der Diskontierungszinssätze resultiert. Der entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals steht ein Abbau der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 168,4 Mio € gegenüber.

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge

Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 201 5 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns 25,2 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 24,6 Mio €).

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2015 auf insgesamt 161,2 Mio € (Vj. 144,7 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 12,6 Mio € (Vj. 10,2 Mio €).

Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. September 2015
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
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Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 113,4 5,2 1,9 3,5 14,9 138,9
Aufzinsung der erwarteten

Pensionsverpflichtungen
60,4 37,0 3,9 10,8 5,9 118,0
Erwartete Erträge des Pensionsfonds -5,4 -25,8 -3,4 -10,8 -2,4 -47,8
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert 0,0 0,4 0,4
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 1,1 0,1 - 0,4 1,6
Netto-Pensionsaufwendungen 168,4 17,5 2,5 3,5 19,2 211,1

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1. Januar bis 30. September 2014
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
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Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 78,0 0,0 0,3 2,7 13,0 94,0
Aufzinsung der erwarteten

Pensionsverpflichtungen
67,4 31,0 2,4 9,8 7,1 117,7
Erwartete Erträge des Pensionsfonds -8,2 -25,9 -2,2 -9,9 -3,7 -49,9
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert 0,1 0,2 0,3
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 0,6 0,1 - 0,4 1,1
Netto-Pensionsaufwendungen 137,2 5,7 0,7 2,6 17,0 163,2

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. September
Mio € 2015 2014
--- --- ---
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 1,8 1,0
Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen 7,2 6,2
Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen 9,0 7,2

Finanzschulden

Anfang Juli 2015 kündigte Continental die vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierten US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar an. Die vorzeitige Rückzahlung erfolgte am 15. September 2015, vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %.

Das zugesagte Volumen des im April 2014 neu abgeschlossenen syndizierten Kredits beträgt unverändert 4,5 Mrd € und besteht weiterhin aus einem Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die revolvierende Tranche wurde im April 2015 eine Vertragsanpassung vorgenommen. Alle beteiligten Banken haben einer Laufzeitverlängerung um ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage nunmehr bis April 2020 zur Verfügung. Der syndizierte Kredit wurde zum 30. September 201 5 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental AG in Höhe von insgesamt nominal 2.168,7 Mio € in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die Ausnutzung in Höhe von nominal 1.500,0 Mio € nur durch die Continental AG. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Inanspruchnahme ist im Wesentlichen auf die zuvor beschriebene vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten US-Dollar-Anleihe am 15. September 2015 zurückzuführen.

Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Zinsergebnis verweisen wir zudem auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2015.

Finanzinstrumente

Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar:

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Mio € Bewertungskategorie

nach IAS 39
Buchwert

30.09.2015
Beizulegender

Zeitwert

30.09.2015
Buchwert

31.12.2014
Beizulegender

Zeitwert

31.12.2014
Sonstige Finanzanlagen AfS 14,3 14,3 10,7 10,7
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 36,5 36,5 80,2 80,2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 334,3 334,3 266,8 266,8
Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter LaR 5,2 5,2 17,3 17,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 7.082,6 7.082,6 5.846,2 5.846,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 532,3 532,3 424,4 424,4
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 1.829,2 1.829,2 2.960,5 2.960,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 19,8 19,8 283,3 283,3
Finanzielle Vermögenswerte 9.854,2 9.854,2 9.889,4 9.889,4
Finanzschulden
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n. a. 3,4 3,4 4,9 4,9
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 34,0 34,0 17,4 17,4
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 42,0 46,6 48,0 54,2
Sonstige Finanzschulden FLAC 6.441,8 6.603,2 6.361,3 6.609,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 5.383,3 5.383,3 4.861,6 4.861,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.936,9 1.936,4 1.697,9 1.697,2
Finanzielle Verbindlichkeiten 13.841,4 14.006,9 12.991,1 13.244,4
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten (HfT) 36,5 80,2
Kredite und Forderungen (LaR) 9.449,3 9.248,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 368,4 560,8
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten (HfT) 34,0 17,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasste finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 13.762,0 12.920,8

Erläuterungen der Abkürzungen:

AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar
FLAC, financial liability at amortized cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasste finanzielle Verbindlichkeiten
HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten
LaR, loans and receivables, Kredite und Forderungen
n. a., not applicable, nicht anwendbar (effektive Sicherungsinstrumente sind kein Bestandteil der Bewertungskategorien des IAS 39).

Die nachstehenden Tabellen zeigen die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum einen gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und zum anderen die Klassen von Finanzinstrumenten, für die vergleichsweise zum Buchwert der beizulegende Zeitwert ermittelt wurde. Sie enthalten keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Stufen der Fair Value-Hierarchie sind wie folgt definiert:

Level 1: notierte Preise am aktiven Markt für identische Instrumente.
Level 2: notierte Preise am aktiven Markt für ein ähnliches Instrument oder eine Bewertungsmethode, bei der alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Level 3: Bewertungsmethode, bei welcher die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die gemäß Level 3 der Fair Value-Hierarchie bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden. Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Es wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Leveln der Fair Value-Hierarchie vorgenommen.

Für eine ausführliche Beschreibung der für die einzelnen Finanzinstrumente angewandten Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014.

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Mio € 30.09.2015 Level 1 Level 2 Anschaffungskosten
Sonstige Finanzanlagen AfS 14,3 - - 14,3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 354,1 345,4 8,7 0,0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 36,5 - 36,5 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 404,9 345,4 45,2 14,3
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n. a. 3,4 - 3,4 -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 34,0 - 34,0 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 37,4 - 37,4 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 46,6 - 46,6 -
Sonstige Finanzschulden FLAC 6.603,2 2.386,4 1.992,2 2.224,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.936,4 - 17,5 1.918,9
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 8.586,2 2.386,4 2.056,3 4.143,5

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Mio € 31.12.2014 Level 1 Level 2 Anschaffungskosten
Sonstige Finanzanlagen AfS 10,7 - - 10,7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 550,1 541,5 8,6 0,0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 80,2 - 80,2 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 641,0 541,5 88,8 10,7
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n. a. 4,9 - 4,9 -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT 17,4 - 17,4 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 22,3 - 22,3 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 54,2 - 54,2 -
Sonstige Finanzschulden FLAC 6.609,1 3.265,4 2.072,0 1.271,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.697,2 - 28,0 1.669,2
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 8.360,5 3.265,4 2.154,2 2.940,9

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Im Verfahren gegen die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, und die Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea (CAE), und andere Unternehmen wegen des Verdachts der Beteiligung an Kartellrechtsverstößen im Geschäft mit Kombi-Instrumenten hat das zuständige US-Gericht am 1. April 201 5 die Vereinbarung bestätigt, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekannt und zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund 3,6 Mio €) verpflichtet hatten. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die gegen die CAE von der Korean Fair Trade Commission (KFTC) verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die KFTC hat Berufung eingelegt.

Im Berichtszeitraum gab es ansonsten keine wesentlichen neuen Erkenntnisse hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2014.

Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2014 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. September 2015 keine wesentlichen Veränderungen.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2014 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 749,2 Mio € (Vj. 913,4 Mio €) aus. Am 30. April 2015 hat die Hauptversammlung in Hannover beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,25 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 650.019.444,75 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Jahr 2014 erfolgte für das Jahr 201 3 die Ausschüttung einer Dividende durch die Continental AG in Höhe von 2,50 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG. Die Ausschüttungssumme lag somit für 200.005.983 dividendenberechtigte Aktien bei 500.014.957,50 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich während der ersten neun Monate 2015 auf 10,42 € (Vj. 8,99 €) und für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2015 auf 3,18 € (Vj. 2,47 €). Dies entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2014. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2014.

Deutscher Corporate Governance-Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenlagebericht und der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. September 2015

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. September 2015 vor.

Hannover, 21. Oktober 2015

Continental Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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