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Continental AG

Quarterly Report Jul 29, 2011

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011

Continental-Aktie und -Anleihen

Entwicklung der Continental-Aktie

Auch im zweiten Quartal 2011 konnte die Continental-Aktie ihre gute Kursentwicklung unverändert fortsetzen. Am 30. Juni schloss die Aktie auf einem Mehrjahreshoch bei 72,45 €. Gegenüber dem Schlusskurs vom 31. Dezember 2010 bedeutet dies eine Steigerung von 23 % und gegenüber DAX und MDAX eine relative Outperformance von 16 bzw. 15 Prozentpunkten. Im Vergleich zum Stoxx Automobiles & Parts beträgt die Outperformance nach dem ersten Halbjahr 13 Prozentpunkte. Sie konnte damit gegenüber dem Ende des ersten Quartals 2011 noch einmal um 3 Prozentpunkte verbessert werden.

Neben die bereits bekannten Themen des ersten Quartals 2011, namentlich den Folgen der Unruhen im Nahen Osten und der Naturkatastrophe in Japan, traten im Verlauf des zweiten Quartals eine weitere Verschärfung der Schuldenkrise in Europa und eine deutliche Eintrübung des Wirtschaftswachstums der USA. Zudem konnten Regierung und Opposition in den USA bis Mitte Juli keine Einigung über die notwendige Anhebung der Schuldengrenze erzielen, was die Märkte im Verlauf des zweiten Quartals zusätzlich belastete.

Der DAX pendelte im Verlauf des zweiten Quartals 2011 zwischen der 7.000er- und 7.500er-Marke. Insbesondere die positiven Zwischenberichte deutscher Unternehmen verhalfen ihm zu Beginn des zweiten Quartals dazu, die Tiefststände nach der Naturkatastrophe in Japan nachhaltig zu überwinden und am 2. Mai 2011 ein vorläufiges Jahreshoch bei 7.528 Punkten zu erreichen. Nachrichten über eine notwendige Ausweitung der Hilfen für Griechenland und schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA führten allerdings Anfang Juni 2011 zu einem Rückfall nahe der 7.000er-Marke. Insbesondere die schlechten Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai sorgten für eine nachhaltige Eintrübung der Wachstumsaussichten in den USA und belasteten die Stimmung an den Märkten. Der DAX behielt auch im Juni seine Volatilität bei. Jede im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa positiv zu wertende Nachricht verhalf dem Index zu einem schnellen Anstieg, jede negative Nachricht, etwa über eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit der betroffenen Länder Griechenland, Portugal und Irland, sorgte für schnelle Gewinnmitnahmen. Erst die erfolgreich bestandene Vertrauensfrage der griechischen Regierung in Verbindung mit einem überraschend deutlichen Anstieg des in Chicago ermittelten Einkaufsmanagerindex für den Monat Juni 2011 in den USA verlieh dem DAX in der letzten Juni-Woche einen deutlichen Impuls in Richtung der 7.400er-Marke. Der DAX schloss zum Ende des ersten Halbjahres 2011 bei 7.376 Punkten.

Trotz einer nachlassenden Dynamik der Fahrzeugverkäufe auf den Absatzmärkten in den USA und China in den Monaten April und Mai 2011, die im Wesentlichen auf die Nachwirkungen der Naturkatastrophe in Japan und die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur

in % gegenüber
30.06.2011 31.12.2010
Continental 72,45 23
DJ EURO Stoxx 50 2.848,53 2
DAX 7.376,24 7
MDAX 10.932,33 8
DJ EURO Stoxx Automobiles & Parts 364,63 10

Beruhigung der überschäumenden Nachfrage in China zurückzuführen ist, entwickelte sich der Index für die europäischen Auto- und Zulieferwerte deutlich positiv. In dessen Sog stieg die Continental-Aktie Ende Mai 2011 erstmals seit Mitte September 2008 wieder über die 70-Euro-Marke.

Dabei profitierte die Aktie auch von dem seit April 2011 deutlich erhöhten Free Float, der wegen der gestiegenen Liquidität der Aktie für zusätzliche Kursimpulse sorgte. Spekulationen über eine mögliche Aufnahme in den DAX werden sich allerdings aus unserer Sicht vorerst nicht bestätigen. Zwar wird Continental aller Voraussicht nach zum Regelzusammensetzungstermin im September 2011 alle notwendigen Indexkriterien erfüllen. Das Regelwerk der Deutschen Börse fordert jedoch auch, dass ein aktuell zum Index gehörender Titel ihre Kriterien für ein Ausscheiden aus dem Index erfüllt. Nach derzeitigem Stand gilt das im September 2011 für keinen DAX-Wert.

Anfang Juli 2011 stieg die Continental-Aktie auf 76,31 € und erreichte damit ein neues Mehrjahreshoch; fiel aber im Zuge der Spekulationen darüber, dass Italien ebenfalls in den Sog von Griechenland, Portugal und Irland gezogen werden könnte, auf den Halbjahresendstand ab. Zusätzlich negativ auf die Marktstimmung wirkten die Ratingmaßnahmen der US-Ratingagenturen Moody's und Fitch, die Bonität von Griechenland, Irland und Portugal allen Sparbemühungen zum Trotz abermals herabzustufen. Ebenfalls negativ wirkte, dass sich Regierung und Opposition in den USA bis Mitte Juli nicht auf eine notwendige Anhebung der Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar einigen konnten.

31.12.2010 Rating Ausblick
Standard & Poor's B stabil
Moody's B1 stabil
20.07.2011 Rating Ausblick
Standard & Poor's B+ positiv
Moody's

Entwicklung der Continental-Anleihen

Als im zweiten Quartal 2011 die Staatsschuldenprobleme der Euroländer Griechenland, Portugal und Irland sowie der USA zunehmend das Marktgeschehen bestimmten, führte dies auch zu einem Abgabedruck auf die Continental-Anleihen. Nach sechs Monaten blieben von dem Erstquartalszuwachs in Höhe von 150 Basispunkten durchschnittlich nur noch 70 Basispunkte übrig.

Die beste Entwicklung nach sechs Monaten verzeichnete die Anleihe mit der Laufzeit bis 2016 (Kupon 6,5 %). Sie stieg um 1,2 % auf einen Kurs von 103,11. Die Prämie für die Versicherung von Kreditrisiken, ausgedrückt im Continental-Fünf-Jahres-CDS, legte während des zweiten Quartals nur um 3 Basispunkte auf 282 zu, zeigte aber im Verlauf des ersten Halbjahres wegen der Turbulenzen an den Kreditmärkten eine hohe Volatilität. Allein im zweiten Quartal 2011 schwankte sie in einer Bandbreite von fast 60 Basispunkten und erreichte zeitweise ein Niveau, das über dem Wert vor der erfolgreichen Neuverhandlung des syndizierten VDO-Kredits lag. Am Ende des ersten Halbjahres 2011 lag der Wert allerdings weiterhin um mehr als 113 Basispunkte unter dem Niveau des Index für vergleichbare Risiken.

Entwicklung der Continental-Anleihen

Kennzahlen Continental-Konzern

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 14.878,2 12.654,4 7.532,6 6.657,7
EBITDA 2.072,7 1.824,3 1.044,2 936,0
in % vom Umsatz 13,9 14,4 13,9 14,1
EBIT 1.281,0 1.011,1 647,1 516,7
in % vom Umsatz 8,6 8,0 8,6 7,8
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 683,0 348,9 314,8 121,2
Ergebnis pro Aktie (in €) 3,42 1,74 1,57 0,61
Umsatz bereinigt1 14.805,8 12.650,5 7.480,6 6.656,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 1.483,3 1.309,3 749,8 702,0
in % des bereinigten Umsatzes 10,0 10,3 10,0 10,5
Free Cashflow 36,9 -43,9 399,8 319,3
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 7.114,0 8.016,9
Gearing Ratio in % 104,3 133,3
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 159.116 142.765

1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA),

Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

3 Ohne Auszubildende.

2

Kennzahlen Kerngeschäftsfelder

Automotive Group in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 9.070,8 7.858,9 4.552,7 4.088,6
EBITDA 1.082,9 950,3 536,6 477,9
in % vom Umsatz 11,9 12,1 11,8 11,7
EBIT 503,0 360,7 246,1 178,4
in % vom Umsatz 5,5 4,6 5,4 4,4
Abschreibungen1 579,9 589,6 290,5 299,5
Investitionen2 375,3 238,0 208,1 131,9
Operative Aktiva (zum 30.06.) 11.378,5 11.692,1
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 93.382 83.278
Umsatz bereinigt4 9.021,8 7.858,9 4.513,7 4.088,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 729,4 606,9 370,0 305,3
in % des bereinigten Umsatzes 8,1 7,7 8,2 7,5
Rubber Group in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 5.820,4 4.806,6 2.986,5 2.574,7
EBITDA 1.007,7 912,9 510,3 497,0
in % vom Umsatz 17,3 19,0 17,1 19,3
EBIT 796,7 690,7 404,1 377,9
in % vom Umsatz 13,7 14,4 13,5 14,7
Abschreibungen1 211,0 222,2 106,2 119,1
Investitionen2 249,9 191,7 162,4 119,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.448,2 4.145,4
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 65.479 59.259
Umsatz bereinigt4 5.797,0 4.802,7 2.973,5 2.573,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 795,3 735,5 398,6 414,6
in % des bereinigten Umsatzes 13,7 15,3 13,4 16,1

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2011

Änderungen im Vorstand

Am 7. Juni 2011 hat der Vorstand der Continental AG eine neue Aufgabenteilung beschlossen. Mit Wirkung ab 1. August 2011 werden die beiden Divisionen Pkw-Reifen und Nfz-Reifen organisatorisch in einer Reifen-Division zusammengeführt. Die Leitung wird Nikolai Setzer übernehmen, der seit seinem Eintritt in den Vorstand im August 2009 für die Division Pkw-Reifen verantwortlich ist. Der bisherige Leiter der Division Nfz-Reifen, Dr. Hans-Joachim Nikolin, scheidet zum 31. Juli 2011 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat hat der beiderseitig vereinbarten Niederlegung seines Amtes zugestimmt.

Ausbau des Reifenwerks Mount Vernon, USA

Am 12. Mai 2011 haben wir bekannt gegeben, dass im Rahmen des Ausbaus der weltweiten Produktionskapazität für Reifen in das US-amerikanische Werk Mount Vernon in den nächsten drei Jahren 224 Mio US-Dollar investiert werden. Es ist geplant, davon 171 Mio US-Dollar für neue Maschinen und Anlagen und 53 Mio US-Dollar für Gebäude und Infrastruktur einzusetzen. Die Produktionskapazität wird dabei um rund 4 Mio Reifen pro Jahr erhöht.

Erstes Reifenwerk in China eröffnet

Am 18. Mai 2011 wurde in Hefei in der Provinz Anhui unser erstes Reifenwerk in China eröffnet. Die neue Fertigungsstätte wird vorerst eine jährliche Produktionskapazität von 4 Mio Pkw-Reifen haben, die auf dem chinesischen und asiatischen Markt verkauft werden sollen. Das geplante Gesamtproduktionsvolumen des Werks in Hefei beläuft sich auf 16 Mio Reifen, weitere Investitionen in die Erweiterung der bestehenden Produktionskapazität sind in naher Zukunft geplant.

Produktionsstätte im chinesischen Jinan eröffnet

Am 27. Mai 2011 wurde die neue Produktionsstätte in Jinan in der chinesischen Provinz Shandong, in der viele große Nutzfahrzeug- und Baumaschinenhersteller angesiedelt sind, eröffnet. Es ist die erste Continental-Produktionsstätte in China, die auf die Fertigung von Elektronik für Nutzfahrzeuge und den Aftermarket spezialisiert ist. Das neue Werk wird 2011 in erster Linie Kombi-Instrumente für Nutzfahrzeuge mit einer Kapazität von 66.000 Stück pro Monat herstellen. Damit können jährlich insgesamt 792.000 KombiInstrumente gefertigt werden. Für 2012 ist geplant, die Produktion auch auf Komfort- und Fahrwerkelektronik auszudehnen.

Übernahme des Fördergurtgeschäfts der Tianjin Xinbinhai Conveyor Belt Co., Ltd.

Zur Stärkung des Geschäftsfelds Spezialgurte, insbesondere zur Erweiterung der Kundenbasis und der Verbesserung der Exportbedingungen, hat die Conti-Tech Conveyor Belt Group zum 1. Juni 2011 das Fördergurtgeschäft der Tianjin Xinbinhai Conveyor Belt Co., Ltd., Tianjin, China, übernommen. Die Gesellschaft produziert in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin überwiegend Fördergurte für die Metall-, Zement- und Bergbauindustrie.

Grundsteinlegung für neues Test- und Entwicklungszentrum in Nürnberg

Am 9. Juni 2011 haben wir den Grundstein für ein neues Test- und Entwicklungszentrum in Nürnberg gelegt. Neben Steuergeräten für Getriebe werden in Nürnberg Systeme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, z. B. die Lithium-Ionen-Batterie und die Leistungselektronik, entwickelt und produziert. Hinzu kommen Steuerungssysteme für andere Continental-Geschäftseinheiten. Mit dem neuen Entwicklungszentrum wollen wir unseren Erfolg im Bereich der Getriebeelektronik weiter ausbauen.

Einfach per Sprache ins mobile Internet

Die Lieferung der ersten Telematikeinheit an einen chinesischen Automobilhersteller ist gestartet. Nach einem Jahr Entwicklungszeit begann im April 2011 die Serienproduktion der neuen Telematikeinheit. Fahrer können nun während der Fahrt mit der Aktivierung der Telematikfunktion aktuelle Börsendaten, Nachrichten, Wetter- oder Verkehrsinformationen aus dem Internet abrufen. Insgesamt 22 unterschiedliche Funktionen mit direktem Zugriff auf Daten aus dem Internet, die per Sprache aufgerufen werden, stellt das neue System zur Verfügung. Auch die Datenausgabe erfolgt per Sprache. So kann der Fahrer beispielsweise den Namen eines gewünschten Börsenwertes nennen und bekommt umgehend die aktuellen Daten. Das neue System soll zukünftig auch in zwei weiteren chinesischen Fahrzeugmodellen verfügbar sein.

Wirtschaftliches Umfeld

Im zweiten Quartal 2011 wurde das Marktgeschehen in Europa und den USA im Wesentlichen von der sich weiter verschärfenden Schuldenkrise in Europa und deutlichen Anzeichen einer Abkühlung des Wirtschaftswachstums in den USA dominiert. Die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan auf die Entwicklung an den Aktienmärkten hielten sich hingegen in Grenzen.

Die positiven Berichte europäischer Unternehmen zum ersten Quartal 2011 und die insbesondere in Deutschland sehr stabil verlaufende wirtschaftliche Entwicklung wurden durch die Bemühungen zur Eindämmung der Schuldenkrise in Europa eindeutig in den Hintergrund gedrängt. Bereits Anfang Mai 2011 wurde über eine Ausweitung der Hilfen für Griechenland diskutiert. Größter Streitpunkt dabei ist, wie eine Beteiligung des privaten Sektors an der Restrukturierung der griechischen Staatsschulden aussehen kann. Parallel dazu wurde Mitte Mai das Hilfspaket für Portugal beschlossen. Portugal wird von der Europäischen Union (EU), dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der European Financial Stability Facility (EFSF) Hilfen in Höhe von 78 Mrd € erhalten und verpflichtet sich im Gegenzug zu einem weitreichenden Sparprogramm. Ende Juni 2011 erzielten die Finanzminister zudem eine vorläufige Einigung über die Ausgestaltung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der den aktuell gültigen EFSF Mitte 2013 ablösen soll. Außerdem wurde das Volumen des EFSF noch einmal aufgestockt. Der ESM soll nach aktuellem Vorhaben ein Volumen von 700 Mrd € umfassen und mit rund 80 Mrd € Garantien der Mitgliedstaaten abgesichert werden (Stand Juni). Allen Bemühungen zur Stabilisierung der Schuldensituation in Europa zum Trotz senkten die maßgeblichen US-Ratingagenturen die Bonitätseinschätzungen von Griechenland, Irland und Portugal in den Sub-Investment Grade Bereich (umgangssprachlich als "Ramschstatus" bezeichnet) ab. Die europäische Zentralbank beschloss Anfang Juli 2011 die Anhebung des Leitzinses um weitere 25 Basispunkte auf 1,5 %. Der Grund für die Anhebung ist die seit Jahresbeginn stetig anziehende Preissteigerungsrate. Im laufenden Jahr ist dies die zweite Anhebung des Leitzinses. Zuletzt erhöhte die EZB die Leitzinsen im April 2011 ebenfalls um 25 Basispunkte von 1,00 % auf 1,25 %.

Parallel zu dem Geschehen in Europa mehren sich seit Mai 2011 die Anzeichen dafür, dass die US-Wirtschaft trotz der zahlreichen monetären und staatlichen Anreize, die seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2008 beschlossen wurden, deutlich schwächer wachsen wird als prognostiziert. Insbesondere die schwachen Arbeitsmarktdaten und die stetig steigende Inflation veranlassten die amerikanische Notenbank Fed Ende Juni 2011, die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft im Jahr 2011 auf eine Bandbreite von 2,7 % bis 2,9 % zu senken. Noch im Oktober vergangenen Jahres war die Fed unter anderem wegen des 600 Mrd US-Dollar umfassenden monetären Hilfspakets der US-Notenbank (auch bekannt unter dem Namen "QE2") von einem Wachstum der US-Wirtschaft in Höhe von 3,3 % bis 3,7 % ausgegangen. Außerdem steht eine Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA weiter aus. Nach Angaben der US-Regierung muss diese bis zum 2. August 2011 beschlossen werden, um die weitere Zahlungsfähigkeit der USA zu sichern. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte den Bonitätsausblick für die USA von stabil auf negativ ab. Das Rating beließ sie derweil auf AAA (höchste Bonitätseinstufung). Im Juli 2011 kündigte auch die Ratingagentur Moody's an, das Kreditrating der USA, das derzeit bei Aaa steht, auf eine mögliche Herabstufung hin zu überprüfen.

In seinem zuletzt im Juni 2011 veröffentlichten World Economic Outlook Update geht der IWF von einem Wachstum für die Weltwirtschaft in Höhe von 4,3 % aus. Dies bedeutet gegenüber dem Update aus April 2011 eine Absenkung der Wachstumsprognose um 10 Basispunkte. Nach der jüngsten Aktualisierung der Prognosen im Juni ergeben sich für die vom IWF sogenannten entwickelten Volkswirtschaften negative Abweichungen gegenüber der April-Prognose für Japan, die USA, Italien und Großbritannien/Nordirland (UK). Wegen der Erdbebenkatastrophe nahm der IWF seine Wachstumsprognose für Japan um 2,1 Prozentpunkte zurück und rechnet nunmehr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7 % für das laufende Jahr. Für die USA liegt die Absenkung für das Wirtschaftswachstum bei 0,3 Prozentpunkten auf 2,5 %. Damit liegt der IWF unter der Prognose der US-Notenbank Fed. Insbesondere wegen der sehr robusten Entwicklung in Deutschland (um 0,7 Prozentpunkte auf eine Wirtschaftsleistung von 3,2 %) und Frankreich

1. Halbjahr
2011
1. Halbjahr
2010
Veränderung
in %
2. Quartal
2011
2. Quartal
2010
Veränderung
in %
Europa (E27+EFTA) 7,3 7,5 -2 3,7 3,7 -2
Russland 1,2 0,8 56 0,7 0,5 43
USA 6,3 5,6 13 3,3 3,1 7
Japan 1,6 2,3 -29 0,6 1,0 -34
Brasilien 1,6 1,5 10 0,9 0,7 15
Indien 1,3 1,1 16 0,6 0,6 9
China 5,9 5,4 10 2,8 2,6 7
Weltweit 37,4 35,4 6 18,7 17,8 5

Neuzulassungen/Verkäufe von Pkw in Mio Stück

Quelle: VDA und Renault

(um 0,5 Prozentpunkte auf eine Wirtschaftsleistung von 2,1 %) steigt die Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum allerdings um 0,4 Prozentpunkte auf 2,0 %. Für die sogenannten Schwellenländer ergeben sich gegenüber der April-Prognose positive Abweichungen für die Region Zentral- und Osteuropa (+1,6 Prozentpunkte auf eine Wirtschaftsleistung von 5,3 %). Die Prognose für China und Indien belässt der IWF unverändert bei 8,4 % bzw. 9,6 % für das Jahr 2011. Die Wachstumsprognose für Brasilien wurde leicht nach unten revidiert (-0,1 Prozentpunkte auf eine Wirtschaftsleistung von 4,1 %).

Die Neuzulassungen auf den weltweiten Absatzmärkten entwickelten sich auf Basis vorläufiger Zahlen im ersten Halbjahr 2011 positiv. Nach einem weltweiten Absatzwachstum von rund 7 % im ersten Quartal 2011 verringerte sich die Zuwachsrate im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen auf 5 %. Der wesentliche Grund hierfür ist der Absatzeinbruch im japanischen Markt. Aufgrund der Naturkatastrophe im März verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr um 34 %. In Europa sanken die Pkw-Neuzulassungen im zweiten Quartal nur um 2 %. Für die vergleichsweise stabile Entwicklung ist die gute Absatzentwicklung auf dem deutschen und dem französischen Fahrzeugmarkt maßgeblich. Insbesondere in Deutschland stiegen die Neuzulassungen aufgrund der sehr robusten wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr um rund 10 %. In den USA erhöhten sich die Neuzulassungen im zweiten Quartal 2011 mit 7 % deutlich langsamer als im ersten Quartal 2011 (+20 %). Auch hier ist die Situation der japanischen Hersteller nach der Naturkatastrophe eine wesentliche Erklärung, da wegen der verknappten Lagersituation auf dem nordamerikanischen Markt insbesondere die Absatzfördermaßnahmen durch die Händler (Incentives) in den USA deutlich zurückgegangen sind. In China legten die Neuzulassungen zuletzt im Juni wieder deutlich zweistellig zu. Das Wachstum im ersten Halbjahr liegt bei rund 10 %.

Der Anstieg der Pkw-Produktion lag zum Ende des ersten Halbjahrs 2011 nach vorläufigen Daten bei rund 1 % nach gut 4 % im ersten Quartal 2011. In Summe wurden rund 36 Mio Fahrzeuge weltweit produziert. Für das zweite Quartal entspricht dies einem Rückgang der Produktion um 2 % auf ca. 17,6 Mio Einheiten.

Insbesondere in den Märkten in Europa und den USA, wo Continental rund 75 % ihrer Umsätze im Jahr 2010 in der Automotive Gruppe erzielte, stieg die Zahl der produzierten Pkw im ersten Halbjahr 2011 um nur noch 7 % auf 16,7 Mio Einheiten, nachdem sie im ersten Quartal 2011 noch um mehr als 13 % zulegen konnte. Für die Verlangsamung der Pkw-Produktion im Vergleich des ersten Quartals gegenüber dem zweiten Quartal können im Wesentlichen Kalendereffekte verantwortlich gemacht werden. Allein die Verschiebung der Osterferien vom ersten in das zweite Quartal 2011 bedeutet für viele Länder in Europa eine Verschiebung von 2 bis 3 Werktagen. Nachdem allerdings bereits mehr als 10 Mio Einheiten im laufenden Jahr in Europa produziert wurden und wir neben den normalen saisonalen Effekten in den Sommermonaten aktuell keine Verlangsamung der Entwicklung ausmachen können, heben wir unsere Produktionsprognose für Europa von 18,7 Mio Pkw auf 19,5 Mio Pkw für das Jahr 2011 an.

Für die NAFTA-Region belassen wir unsere Einschätzung weiterhin bei 12,9 Mio Einheiten, da wir insbesondere gegen Ende des dritten und für das vierte Quartal mit einer deutlichen Belebung der Fahrzeugneuzulassungen aufgrund einer verbesserten Lagersituation rechnen. Für das zweite Quartal ergibt sich für die Regionen Europa und NAFTA ein Zuwachs der Produktion von 0,5 % auf 8,1 Mio Fahrzeuge (Q1 2011 8,6 Mio).

Aufgrund der Naturkatastrophe wurden in Japan im ersten Halbjahr 2011 nach vorläufigen Schätzungen rund 1,3 Mio Pkw weniger produziert als im Vorjahr, was einem Rückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 28 % entspricht. Die Aussagen vieler japanischer Hersteller, bereits im vierten Quartal 2011 wieder die volle Kapazitätsauslastung erreicht zu haben, bedeutet aus unserer Sicht eine Eingrenzung des Produktionsrückgangs auf bis zu 1,5 Mio Einheiten im Jahr 2011.

Folglich wird die weltweite Pkw-Produktion im Jahr 2011 zwischen 74 Mio und 75 Mio Einheiten liegen.

Die Lkw-Produktion ist im ersten Halbjahr 2011 in der NAFTA-Region um 51 % gewachsen. Gegenüber dem ersten Quartal (+33 % ggü. Q1 2010) bedeutet dies eine deutliche Belebung. Unsere zu Jahresbeginn aufgestellte Prognose eines Wachstums für die NAF-TA-Region in Höhe von bisher 23 % (2011 vs. 2010) heben wir auf 38 % bzw. 350.000 Einheiten an. In Europa hat sich die Dynamik des Wachstums im Lkw-Erstausrüstungsgeschäft zum Ende des ersten Halbjahres leicht verringert. Nach einem Plus von 69 % zum Ende des ersten Quartals beträgt der Zuwachs nach sechs Monaten 49 %. Auch hier heben wir unsere Prognose für das Erstausrüstungsvolumen von bisher 33 % auf 38 % oder 545.000 Einheiten an.

Die Nachfrage auf den für Continental maßgeblichen Pkw-Ersatzreifenmärkten verlief im zweiten Quartal 2011 sehr unterschiedlich. Während im ersten Quartal 2011 die Nachfrage in der NAFTA-Region noch um 6 % zulegte, verringerte sich das Wachstum zum Halbjahr auf nur noch 1 %. Maßgeblich für die Verlangsamung in der NAFTA-Region sind aus unserer Sicht vorgezogene Reifenkäufe der Händlerorganisationen, insbesondere im ersten Quartal 2011 als Reaktion auf die zu erwartenden Preissteigerungen für Ersatzreifen, die eine Folge der zum Teil sprunghaft erhöhten Rohstoffkosten (Natur- und Synthesekautschuk), aber auch des deutlich gestiegenen Ölpreises sind. So sank etwa die Fahrleistung (miles driven), die durch das US-Department of Transportion (DOT) ermittelt wird, seit Jahresbeginn um 0,8 % im Vorjahresvergleich. Wir halten unsere zu Jahresbeginn aufgestellte Prognose von einem Marktwachstum in Höhe von 3 % für die NAFTA-Region auf 264 Mio Ersatzreifen weiterhin für intakt, da wir in der zweiten Jahreshälfte mit einer leichten Belebung der Nachfrage als Folge der sich stabilisierenden Rohstoffkosten rechnen.

In Europa blieb die Nachfrage nach Ersatzreifen auch im ersten Halbjahr 2011 fast auf dem hohen Niveau des ersten Quartals und legte um rund 6 % zu (Q1 2011 +8,7 %). Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir trotz eines sehr aussichtsreichen Winterreifengeschäfts für den europäischen Ersatzreifenmarkt mit einer weiteren leichten Beruhigung der Nachfrage und behalten unsere zu Jahresbeginn aufgestellte Prognose von einem Wachstum von 4 % auf 293 Mio Ersatzreifen bei.

Die Nachfrage nach Lkw-Reifen auf den Ersatzmärkten in Europa und in der NAFTA-Region hat sich in den vergangenen Monaten ebenfalls leicht beruhigt. Nach einem Plus von 16 % zum Ende des ersten Quartals 2011 stieg das Verkaufsvolumen zum Halbjahr in Europa nur noch um etwa 14 %. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer Steigerungsrate von 8 % in Europa. In der NAFTA-Region verlangsamte sich das Wachstum von 25 % im ersten Quartal 2011 auf 16 % zum Ende des ersten Halbjahres. Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr 2011 heben wir unsere Gesamtjahresprognose von 4 % auf 9 % bzw. 19,6 Mio Ersatzreifen an.

Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds sehen wir keine nachteiligen Änderungen hinsichtlich unserer Risikosituation im Vergleich zum 31. Dezember 2010.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns

Ertragslage

Umsatzanstieg um 17,6 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 17,2%

Während der ersten sechs Monate 2011 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,6 % auf 14.878,2 Mio € (Vj. 12.654,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 17,2 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 13,3%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 174,0 Mio € bzw. 13,3 % auf 1.483,3 Mio € (Vj. 1.309,3 Mio €) und entspricht 10,0 % (Vj. 10,3 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 26,7 %

Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 269,9 Mio € bzw. 26,7 % auf 1.281,0 Mio € (Vj. 1.011,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,6 % (Vj. 8,0 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Die wirtschaftliche Situation des Geschäftsbereichs Fuel Supply der Division Powertrain in Europa ist von einer unzureichenden und stetig sinkenden Ertragskraft geprägt. Aus diesem Grund wird der Standort Dortmund, Deutschland, restrukturiert. Teile der Produktion und Montage werden verlagert und der Standort wird zu einem Kompetenzzentrum für Fördereinheiten des Geschäftsbereichs Fuel Supply ausgebaut. In diesem Zusammenhang sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 35,8 Mio € angefallen.

In den Divisionen entstand, vor allem aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen, in Summe ein positiver Effekt in Höhe von 27,5 Mio €.

Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Zum 30. Juni 2011 hingegen zeichnete sich eine Senkung der Margen für den VDO-Kredit ab. Die damit verbundene Erwartung niedrigerer Mittelabflüsse für diesen Kredit führte nunmehr zu einer ertragswirksamen Buchwertanpassung in Höhe von 9,1 Mio €. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Aus der Amortisation der Buchwertanpassungen der Jahre 2009 und 2010 ergab sich im ersten Halbjahr 2011 ein positiver Effekt in Höhe von 10,3 Mio €. Anfang April 2011 wurden aufgrund einer Teilrückführung des VDO-Kredits die auf den Rückzahlungsbetrag anteilig entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Dies führte zu einem Ertrag in Höhe von 3,4 Mio €. Aus allen vorgenannten Effekten ergab sich in den ersten sechs Monaten 2011 insgesamt ein Ertrag in Höhe von 22,8 Mio €.

Für den Konzern beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 14,5 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

Im ersten Halbjahr 2010 ergab sich in der Division Chassis & Safety aus der Rücknahme einer früheren Wertminderung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio €. In der Division Powertrain entstand insgesamt ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 7,8 Mio €.

In der Division Interior wurden Aufwendungen für weitere Restabwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbereichs in Höhe von 4,9 Mio € gebucht. Aus den Abwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 2,1 Mio € und für den Konzern ein Steueraufwand in selber Höhe.

In der Division Pkw-Reifen ergaben sich weitere Restrukturierungsaufwendungen für die Schließung der Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich, in Höhe von 6,0 Mio €.

Eine in Hannover-Stöcken, Deutschland, noch vorgehaltene Produktionszelle wurde letztendlich nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch entstanden im ersten Halbjahr 2010 in der Division Nfz-Reifen insgesamt weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 32,0 Mio €.

Zusätzlich entstanden, vor allem aus Restrukturierungen und Abfindungen, Aufwendungen in Höhe von 18,5 Mio € (Chassis & Safety 2,1 Mio €; Powertrain 6,7 Mio €; Interior 2,1 Mio €; Pkw-Reifen 4,5 Mio €; Nfz-Reifen 0,7 Mio €; ContiTech 2,1 Mio €; Holding 0,3 Mio €).

Im Nachgang zum Verkauf unserer nordamerikanischen OTR-Aktivitäten an die Titan Tire Corporation im Jahr 2006 entstand in der Division Nfz-Reifen ein Ertrag in Höhe von 3,2 Mio €.

Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgten 2009 sowie im Juni 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend amortisiert. Aus diesem Sachverhalt ergab sich im ersten Halbjahr 2010 ein Aufwand für die Buchwertanpassung in Höhe von 27,4 Mio €, dem ein positiver Effekt aus der Amortisation in Höhe von 20,5 Mio € gegenüberstand.

Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 in Höhe von insgesamt 70,3 Mio €.

Aufwand für Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,2 % auf 823,9 Mio € (Vj. 754,4 Mio €), entsprechend 5,5 % vom Umsatz (Vj. 6,0 %). Davon entfielen auf die Automotive Group 707,0 Mio € (Vj. 640,9 Mio €), entsprechend 7,8 % vom Umsatz (Vj. 8,2 %) und auf die Rubber Group 116,9 Mio € (Vj. 113,5 Mio €), entsprechend 2,0 % vom Umsatz (Vj. 2,4 %).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio € auf -318,8 Mio € (Vj. -321,9 Mio €).

Die Zinsaufwendungen, die im Wesentlichen aus der Ausnutzung des VDO-Kreditvertrags und den im dritten Quartal 2010 begebenen Anleihen der Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, resultieren, reduzierten sich gegenüber dem Vorjahreswert um 7,3 Mio € auf 345,6 Mio € (Vj. 352,9 Mio €). Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf mehrere, sich teilweise kompensierende Effekte zurückzuführen. Neben der deutlichen Rückführung der Netto-Finanzschulden seit Ende des Jahres 2010 profitierte Continental darüber hinaus bereits im zweiten Quartal 2011 von den niedrigeren Margen, die im Rahmen der Ende März 2011 erfolgreich abgeschlossenen Nachverhandlung für den ursprünglich im August 2012 fälligen VDO-Kredit vereinbart wurden. Im ersten Quartal 2011 hingegen lag das Margenniveau aufgrund der Ratingverschlechterung im Mai 2010 noch über den Vorjahreswerten. Weitere Belastungen resultierten aus dem Anstieg des Marktzinsniveaus im Jahr 2011 sowie den im dritten Quartal 2010 begebenen vier Anleihen der Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande. Die höheren Nominalzinssätze der Anleihen sind insbesondere auf die längeren Laufzeiten zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen für den VDO-Kredit beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 auf 189,4 Mio € (Vj. 310,4 Mio €). Aus den im dritten Quartal 2010 begebenen Anleihen resultierten Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 113,7 Mio € (Vj. - Mio €).

Die Zinserträge der ersten sechs Monate 2011 lagen mit 12,9 Mio € leicht über Vorjahresniveau (Vj. 11,9 Mio €). Aus den zum großen Teil nicht zahlungswirksamen Währungskurseffekten sowie Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten resultierte insgesamt ein Ertrag in Höhe von 13,9 Mio € (Vj. 19,1 Mio €).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag für das erste Halbjahr 2011 belaufen sich auf 244,4 Mio € (Vj. 303,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum beträgt 25,4 % nach 44,0 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Neben der unterschiedlichen Länderverteilung des Ergebnisses vor Ertragsteuern beeinflusst ein Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 68,2 Mio € maßgeblich die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Berichtsperiode. Continental hat im ersten Quartal 2011 erfolgreich eine gerichtsanhängige Steuerposition aus Vorjahren außergerichtlich durch Neubescheidung durchsetzen können. Der hieraus resultierende Steuerertrag wurde – wie bereits im ersten Quartal 2011 berichtet – in voller Höhe ertragswirksam erfasst.

Des Weiteren ist der Steueraufwand der Berichtsperiode durch eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern in Höhe von 23,9 Mio € beeinflusst, die die Erhöhungen des Berichtsjahres bezüglich des fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland betrifft.

Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich um 95,8 % auf 683,0 Mio € (Vj. 348,9 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 3,42 € (Vj. 1,74 €).

Entwicklung des Continental-Konzerns

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 14.878,2 12.654,4 7.532,6 6.657,7
EBITDA 2.072,7 1.824,3 1.044,2 936,0
in % vom Umsatz 13,9 14,4 13,9 14,1
EBIT 1.281,0 1.011,1 647,1 516,7
in % vom Umsatz 8,6 8,0 8,6 7,8
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 683,0 348,9 314,8 121,2
Ergebnis pro Aktie (in €) 3,42 1,74 1,57 0,61
Forschungs- und Entwicklungskosten 823,9 754,4 418,5 379,4
Abschreibungen1 791,7 813,2 397,1 419,3
Investitionen2 619,1 430,1 364,3 252,0
Operative Aktiva (zum 30.06.) 15.768,2 15.786,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 159.116 142.765
Umsatz bereinigt4 14.805,8 12.650,5 7.480,6 6.656,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 1.483,3 1.309,3 749,8 702,0
in % des bereinigten Umsatzes 10,0 10,3 10,0 10,5
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 7.114,0 8.016,9
Gearing Ratio in % 104,3 133,3

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Finanzlage

Cashflow

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2011 mit 702,9 Mio € um 319,9 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 383,0 Mio €.

Für das erste Halbjahr 2011 ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von -43,9 Mio € um 80,8 Mio € auf 36,9 Mio € verbesserter Free Cashflow.

Das EBIT konnte gegenüber den ersten sechs Monaten 2010 um 269,9 Mio € auf 1.281,0 Mio € (Vj. 1.011,1 Mio €) gesteigert werden.

Die insbesondere aus der Kaufpreisfinanzierung für den Erwerb der Siemens VDO resultierenden Zinszahlungen blieben mit 388,8 Mio € (Vj. 384,2 Mio €) gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 nahezu unverändert. Trotz der verbesserten Absatzsituation konnte gemessen am Vorjahresvergleichszeitraum der Abfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital in den ersten sechs Monaten 2011 um 150,0 Mio € auf 722,0 Mio € (Vj. 872,0 Mio €) verringert werden.

Aus Investitionstätigkeit resultierte im ersten Halbjahr 2011 ein Mittelabfluss in Höhe von 666,0 Mio € (Vj. 426,9 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 195,2 Mio € auf 625,2 Mio € (Vj. 430,0 Mio €).

Finanzierung

Die Netto-Finanzschulden des Konzerns liegen am 30. Juni 2011 mit 7.114,0 Mio € um 203,0 Mio € unter dem Niveau vom 31. Dezember 2010 (Vj. 7.317,0 Mio €) und um 902,9 Mio € unter dem Stand vom 30. Juni 2010 (Vj. 8.016,9 Mio €). Die Gearing Ratio liegt zum Ende des ersten Halbjahres 2011 bei 104,3 % (Vj. 133,3 %).

2010 konnte Continental wichtige Bausteine des im Dezember 2009 vereinbarten Refinanzierungspakets zur Verbesserung der Finanz- und Kapitalstruktur umsetzen. In diesem Zusammenhang sind die Kapitalerhöhung im Januar 2010 sowie die im dritten Quartal 2010 platzierten Anleihen zu nennen, deren Netto-Zuflüsse zur teilweisen Tilgung des VDO-Kredits eingesetzt wurden. Ende März 2011 hat Continental den letzten Schritt ihres umfassenden Refinanzierungsprogramms erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis der Nachverhandlung für den ursprünglich im August 2012 fälligen VDO-Kredit sieht im Wesentlichen verlängerte Laufzeiten und verbesserte Konditionen vor. So ist im August 2012 eine erste Tranche über 625,0 Mio € zurückzuführen, für die anderen beiden Tranchen, u. a. eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd €, verlängert sich die Laufzeit bis April 2014. Das zugesagte Volumen dieses Kredits reduzierte sich aufgrund einer vorzeitigen Teilrückzahlung im April 2011 in Höhe von 484,9 Mio € auf nunmehr 6,0 Mrd € (Vj. 9.916,9 Mio €).

Ferner wurden die Kreditmargen gesenkt und orientieren sich künftig nicht mehr an der Ratingeinstufung des Continental-Konzerns, sondern an dessen Leverage Ratio (Nettoverschuldung/EBITDA, gemäß Definition VDO-Kreditvertrag). Zum 30. Juni 2011 verbesserte sich die Leverage Ratio, sodass Continental noch im dritten Quartal 2011 von einer weiteren Margenabsenkung für den VDO-Kredit profitieren kann. Die damit verbundene Erwartung niedrigerer Mittelabflüsse für diesen Kredit führte zum 30. Juni 2011 zu einer ertragswirksamen Buchwertanpassung in Höhe von 9,1 Mio €. Zusammen mit den 2009 und 2010 erfolgten aufwandswirksamen Buchwertanpassungen, die aufgrund steigender Margen und der damit verbundenen höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit vorzunehmen waren, beläuft sich der Wert der Buchwertanpassungen zum Ende Juni 2011 insgesamt auf 22,0 Mio €. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandserhöhend bzw. -reduzierend amortisiert. Die Inanspruchnahme des VDO-Kredits erfolgte zum 30. Juni 2011 durch die Continental AG sowie die Continental Rubber of America, Corp. (CRoA), Wilmington, USA, in einer Höhe von nominal 4.219,6 Mio € (Vj. 7.685,4 Mio €). Für die im August 2012 fällige Tranche in Höhe von nominal 625,0 Mio € (Vj. 625,0 Mio €) sowie einen Teilbetrag von 2,5 Mrd € (Vj. 2,5 Mrd €) der im April 2014 fälligen Tranche über 2.875,0 Mio € bestanden Ende Juni 2011 unverändert Zinssicherungen in Höhe von 3.125,0 Mio € (Vj. 3.125,0 Mio €). Der aus den bis August 2012 laufenden Sicherungsgeschäften resultierende durchschnittlich zu zahlende Festzinssatz beträgt, wie im Vorjahr, 4,19 % p. a. zzgl. Marge.

Zum 30. Juni 2011 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 3.880,5 Mio € (Vj. 3.827,1 Mio €), davon 1.566,0 Mio € (Vj. 1.239,4 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 2.314,5 Mio € (Vj. 2.587,7 Mio €).

Investitionen (Bilanzzugang)

In den ersten beiden Quartalen 2011 wurden 619,1 Mio € (Vj. 430,1 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 4,2 % (Vj. 3,4 %).

375,3 Mio € (Vj. 238,0 Mio €) der Investitionen entfielen auf die Automotive Group, dies entspricht 4,1 % vom Umsatz (Vj. 3,0 %).

Die Automotive Group investierte hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien, unter anderem für elektronische Brems- und Sicherheitssysteme, Motor- und Getriebesteuerungen, Cockpitinstrumente sowie Karosserie- und Komfortsteuergeräte. Hierbei wurde verstärkt in Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten in Europa sowie in Mexiko, Brasilien und China investiert.

Die Rubber Group investierte 249,9 Mio € (Vj. 191,7 Mio €), entsprechend 4,3 % vom Umsatz (Vj. 4,0 %).

Am Standort Camaçari, Brasilien, wurde in Kapazitätserweiterungen für die Produktion von Pkw- und Lkw-Reifen investiert. Darüber hinaus wurden die Produktionskapazitäten für Pkw-Reifen an amerikanischen und europäischen Standorten ausgebaut sowie in Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung investiert.

ContiTech investierte in die Rationalisierung der Produktionsabläufe und in die Erweiterung der Produktionsanlagen zur Herstellung neuer Produkte. Die Produktionskapazitäten wurden insbesondere in China, Rumänien und Ungarn ausgebaut.

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2011 2010 2011 2010
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 702,9 383,0 796,2 579,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -666,0 -426,9 -396,4 -259,7
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) 36,9 -43,9 399,8 319,3
Dividenden und Kapitalrückzahlungen an Minderheitsgesellschafter -20,3 -22,1 -7,1 -21,2
Ausgabe von Aktien 1.056,0 -0,8
Nicht zahlungswirksame Veränderungen 155,7 -54,2 93,9 -33,2
Sonstiges -11,3 -23,0 -11,1 -20,5
Währungskurseffekte 42,0 -34,2 15,4 -28,6
Veränderung der Netto-Finanzschulden 203,0 878,6 490,9 215,0

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2011 um 807,3 Mio € auf 25.293,2 Mio € gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag (Vj. 24.485,9 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 730,5 Mio € auf 8.038,0 Mio € (Vj. 7.307,5 Mio €), einhergehend mit der weiter ansteigenden Geschäftstätigkeit, zurückzuführen. Zudem erhöhten sich die Sachanlagen um 123,7 Mio € auf 6.071,1 Mio € (Vj. 5.947,4 Mio €). Insbesondere der starke Cashflow zum Monatsende führte zu einer Erhöhung der flüssigen Mittel um 326,6 Mio € auf 1.566,0 Mio € (Vj. 1.239,4 Mio €). Gegenläufig wirkte der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit 433,6 Mio € auf 1.512,7 Mio € (Vj. 1.946,3 Mio €), vor allem aufgrund von Abschreibungen aus Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 112,1 Mio € auf 614,6 Mio € (Vj. 726,7 Mio €) insbesondere aufgrund der Ergebnisverbesserung.

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz stieg im Vergleich zum 30. Juni 2010 um 807,2 Mio € auf 6.821,1 Mio € (Vj. 6.013,9 Mio €). Dies resultiert insbesondere aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis in Höhe von 910,1 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen verringerten sich um 136,2 Mio € auf -88,4 Mio € (Vj. 47,8 Mio €), hervorgerufen insbesondere aus der Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 133,3 % auf 104,3 %.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2010 hat sich die Bilanzsumme um 902,7 Mio € erhöht auf 25.293,2 Mio € (Vj. 24.390,5 Mio €). Dies resultiert insbesondere aus einer saisonal und durch die weiter ansteigende Geschäftstätigkeit hervorgerufenen Erhöhung der Vorräte mit 404,0 Mio € auf 3.041,8 Mio € (Vj. 2.637,8 Mio €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 542,2 Mio € auf 4.996,2 Mio € (Vj. 4.454,0 Mio €). Gegenläufig wirkt der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit 210,6 Mio € auf 1.512,7 Mio € (Vj. 1.723,3 Mio €), vor allem aufgrund von Abschreibungen aus PPA, sowie der Sachanlagen mit 27,6 Mio € auf 6.071,1 Mio € (Vj. 6.098,7 Mio €). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich insbesondere aufgrund der weiteren Ergebnissteigerungen um 66,1 Mio € auf 614,6 Mio € (Vj. 680,7 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um 618,2 Mio € auf 6.821,1 Mio € (Vj. 6.202,9 Mio €). Dies resultiert insbesondere aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis in Höhe von 683,0 Mio €. Gegenläufig wirken negative Währungskurseffekte von 123,9 Mio €. Die Gearing Ratio verringerte sich von 118,0 % auf 104,3 %.

Mitarbeiter

Zum Ende des zweiten Quartals stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um 10.888 auf 159.116 Mitarbeiter im Vergleich zum Jahresende 2010 (Vj. 148.228 Mitarbeiter). Vor allem in der Automotive Group führten maßgeblich die Volumenzuwächse zu einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 6.659 Mitarbeiter auf 93.382 Mitarbeiter. In den Reifen-Divisionen stieg die Mitarbeiterzahl bedingt durch Kapazitätserweiterungen um 2.474 Mitarbeiter auf 37.906 Mitarbeiter. Die Anzahl der Mitarbeiter in der Division ContiTech stieg aufgrund von Volumenzuwächsen um 1.740 Mitarbeiter auf 27.573 Mitarbeiter.

Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 16.351 Mitarbeiter.

Entwicklung der Divisionen

Chassis & Safety in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 3.220,5 2.827,4 1.601,8 1.473,0
EBITDA 498,0 469,3 246,7 239,7
in % vom Umsatz 15,5 16,6 15,4 16,3
EBIT 339,8 309,2 167,8 160,2
in % vom Umsatz 10,6 10,9 10,5 10,9
Abschreibungen1 158,2 160,1 78,9 79,5
Investitionen2 124,9 69,8 67,2 39,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.031,9 4.051,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 32.136 28.875
Umsatz bereinigt4 3.171,5 2.827,4 1.562,8 1.473,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 362,0 337,7 178,0 174,6
in % des bereinigten Umsatzes 11,4 11,9 11,4 11,9

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Chassis & Safety Absatz

Im Geschäftsbereich Elektronische Bremssysteme erhöhte sich der Absatz von elektronischen Bremssystemen im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 % auf 9,16 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulische Bremssysteme stieg um 20,5 % auf 9,34 Mio Stück. Die Verkaufszahlen von Bremssätteln erhöhten sich um 31,0 % auf 20,96 Mio Einheiten. Im Geschäftsbereich Passive Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme stieg das Absatzvolumen bei Airbagsteuergeräten um 9,2 % auf 7,01 Mio Stück. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 86,4 % auf 848.400 Einheiten.

Umsatzanstieg um 13,9 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 12,1%

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,9 % auf 3.220,5 Mio € (Vj. 2.827,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 12,1 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 7,2%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Mio € bzw. 7,2 % auf 362,0 Mio € (Vj. 337,7 Mio €) und entspricht 11,4 % (Vj. 11,9 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 9,9 %

Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 30,6 Mio € bzw. 9,9 % auf 339,8 Mio € (Vj. 309,2 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 10,6 % (Vj. 10,9 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Für die Division Chassis & Safety beträgt die Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 4,3 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

Für das erste Halbjahr 2010 ergaben sich in der Division Chassis & Safety Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 2,1 Mio €.

Im ersten Halbjahr 2010 resultierte aus der Rücknahme einer früheren Wertminderung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio €.

Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 in Höhe von insgesamt 1,6 Mio €.

Powertrain in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 2.860,1 2.310,3 1.463,3 1.204,8
EBITDA 214,3 176,2 93,7 92,8
in % vom Umsatz 7,5 7,6 6,4 7,7
EBIT -2,9 -43,7 -15,9 -22,1
in % vom Umsatz -0,1 -1,9 -1,1 -1,8
Abschreibungen1 217,2 219,9 109,6 114,9
Investitionen2 154,1 97,5 90,3 48,5
Operative Aktiva (zum 30.06.) 2.960,4 3.215,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 30.155 25.676
Umsatz bereinigt4 2.860,1 2.316,4 1.463,3 1.207,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 117,7 62,2 62,3 37,5
in % des bereinigten Umsatzes 4,1 2,7 4,3 3,1

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Powertrain

Absatz

Im ersten Halbjahr 2011 stieg der Umsatz der Division Powertrain gegenüber dem Vorjahr um 23,8 %. Besonders hoch fiel das Wachstum gegenüber dem Vorjahr in der NAFTA-Region aus, aber auch in der Region Asien liegen die Umsatzsteigerungen trotz einer Verlangsamung im zweiten Quartal bei knapp 20 %. Das starke Absatzwachstum in Europa im ersten Quartal wurde im zweiten Quartal bestätigt. Besonders hohe Steigerungen wurden mit Getriebesteuereinheiten, Einspritzsystemen – insbesondere beim Dieselantrieb – und mit Produkten im Bereich der Sensorik erzielt.

Umsatzanstieg um 23,8 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 24,1 %

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,8 % auf 2.860,1 Mio € (Vj. 2.310,3 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 24,1 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 89,2%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 55,5 Mio € bzw. 89,2 % auf 117,7 Mio € (Vj. 62,2 Mio €) und entspricht 4,1 % (Vj. 2,7 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 93,4 %

Die Division Powertrain verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 40,8 Mio € bzw. 93,4 % auf -2,9 Mio € (Vj. -43,7 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf -0,1 % (Vj. -1,9 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Die wirtschaftliche Situation des Geschäftsbereichs Fuel Supply der Division Powertrain in Europa ist von einer unzureichenden und stetig sinkenden Ertragskraft geprägt. Aus diesem Grund wird der Standort Dortmund, Deutschland, restrukturiert. Teile der Produktion und Montage werden verlagert und der Standort wird zu einem Kompetenzzentrum für Fördereinheiten des Geschäftsbereichs Fuel Supply ausgebaut. In

diesem Zusammenhang sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 35,8 Mio € angefallen.

Für das erste Halbjahr 2011 ergab sich in der Division Powertrain eine Entlastung durch Sondereffekte im Wesentlichen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 2,8 Mio €.

Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 33,0 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

Für das erste Halbjahr 2010 ergaben sich in der Division Powertrain Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 6,7 Mio €.

In der Division Powertrain entstand ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 7,8 Mio €.

Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 in Höhe von insgesamt 14,5 Mio €.

Interior in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 3.043,8 2.776,8 1.513,8 1.436,5
EBITDA 370,6 304,8 196,3 145,3
in % vom Umsatz 12,2 11,0 13,0 10,1
EBIT 166,1 95,2 94,3 40,3
in % vom Umsatz 5,5 3,4 6,2 2,8
Abschreibungen1 204,5 209,6 102,0 105,0
Investitionen2 96,4 70,7 50,7 44,0
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.386,2 4.425,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 31.091 28.727
Umsatz bereinigt4 3.043,8 2.770,7 1.513,8 1.433,5
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 249,7 207,0 129,9 93,2
in % des bereinigten Umsatzes 8,2 7,5 8,6 6,5

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Interior

Absatz

Im Geschäftsbereich Body & Security stieg das Absatzvolumen im ersten Halbjahr 2011 für die Mehrzahl der Produktgruppen. Besonders deutlich fiel die Erhöhung bei Zugangskontroll- und Startsystemen, zentralen Karosseriesteuergeräten, Komfortschließund Sitzkomfortsystemen aus. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity reduzierte sich der Absatz von Audio- und Connectivity-Komponenten im ersten Halbjahr. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich durch die geringere Nachfrage von Audio-Produkten im US-Markt beeinflusst. Im Bereich von Multimedia-Systemen stieg der Absatz dank erhöhter Nachfrage aus China an. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket liegen deutlich über den Vorjahreswerten. Erhebliche Steigerungen wurden im Erstausrüstungsgeschäft erzielt, die Ersatzteil- und Aftermarket-Aktivitäten laufen weiterhin auf hohem Niveau. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI stieg der Absatz bei Kombi-Instrumenten im ersten Halbjahr 2011 um ca. 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Umsatzanstieg um 9,6%;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 9,7 %

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6 % auf 3.043,8 Mio € (Vj. 2.776,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 9,7 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 20,6%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 42,7 Mio € bzw. 20,6 % auf 249,7 Mio € (Vj. 207,0 Mio €) und entspricht 8,2 % (Vj. 7,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 74,5 %

Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 70,9 Mio € bzw. 74,5 % auf 166,1 Mio € (Vj. 95,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,5 % (Vj. 3,4 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Für die Division Interior beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Wesentlichen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 17,1 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

In der Division Interior wurden im ersten Halbjahr 2010 Aufwendungen für weitere Restabwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbereichs in Höhe von 4,9 Mio € gebucht. Aus den Abwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens entstand ein Ertrag in Höhe von 2,1 Mio € und für den Konzern ein Steueraufwand in selber Höhe.

Zudem entstanden weitere Restrukturierungsaufwendungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 2,1 Mio €.

Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 in Höhe von insgesamt 4,9 Mio €.

Pkw-Reifen in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 3.264,7 2.777,9 1.683,5 1.494,9
EBITDA 656,4 621,4 342,5 347,2
in % vom Umsatz 20,1 22,4 20,3 23,2
EBIT 531,8 501,3 279,6 286,6
in % vom Umsatz 16,3 18,0 16,6 19,2
Abschreibungen1 124,6 120,1 62,9 60,6
Investitionen2 176,1 131,2 122,5 88,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 2.659,8 2.411,9
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 30.297 27.430
Umsatz bereinigt4 3.251,7 2.777,9 1.672,6 1.494,9
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 528,9 513,3 273,3 291,8
in % des bereinigten Umsatzes 16,3 18,5 16,3 19,5

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Pkw-Reifen

Absatz

Die VerkaufszahIen der Division Pkw-Reifen stiegen während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 6 %. Dabei sind die Zuwächse im Erstausrüstungsgeschäft in allen Regionen und im Ersatzgeschäft "The Americas" am stärksten ausgefallen.

Umsatzanstieg um 17,5 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 17,0%

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz der Division Pkw-Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 % auf 3.264,7 Mio € (Vj. 2.777,9 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 17,0 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 3,0%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Pkw-Reifen erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um

15,6 Mio € bzw. 3,0 % auf 528,9 Mio € (Vj. 513,3 Mio €) und entspricht 16,3 % (Vj. 18,5 %) des bereinigten Umsatzes. Der Rückgang der Umsatzrendite um 2,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist durch steigende Rohmaterialpreise verursacht, die die Division brutto mit 296 Mio € belasteten.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 6,1 %

Die Division Pkw-Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 30,5 Mio € bzw. 6,1 % auf 531,8 Mio € (Vj. 501,3 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 16,3 % (Vj. 18,0 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Für die Division Pkw-Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 4,3 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

In der Division Pkw-Reifen ergaben sich im ersten Halbjahr 2010 restrukturierungsbezogene Aufwendungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 10,5 Mio €, wobei 6,0 Mio € auf die Schließung der Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich, entfielen.

Nfz-Reifen in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 860,7 630,6 439,9 349,8
EBITDA 72,2 47,0 29,6 21,1
in % vom Umsatz 8,4 7,5 6,7 6,0
EBIT 33,8 -7,5 10,3 -13,4
in % vom Umsatz 3,9 -1,2 2,3 -3,8
Abschreibungen1 38,4 54,5 19,3 34,5
Investitionen2 29,3 18,8 16,1 10,0
Operative Aktiva (zum 30.06.) 690,5 647,4
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 7.609 6.910
Umsatz bereinigt4 860,7 630,6 439,9 349,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 33,6 22,0 10,1 15,7
in % des bereinigten Umsatzes 3,9 3,5 2,3 4,5

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Nfz-Reifen

Absatz

Das erste Halbjahr 2011 zeigte im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Belebung der Märkte und führte zu Verkaufszahlen über dem Vorjahresniveau. In Europa und im Geschäftsbereich "The Americas" lagen die Zuwächse im deutlich zweistelligen Bereich, dabei wurden im Bereich Erstausrüstung die höchsten Zuwachsraten erzielt. In Asien blieben die Zuwachsraten hinter den anderen Regionen zurück.

Umsatzanstieg um 36,5 %;

Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 37,5%

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz der Division Nfz-Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,5 % auf 860,7 Mio € (Vj. 630,6 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 37,5 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 52,7%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Nfz-Reifen erhöhte sich während der ersten

sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Mio € bzw. 52,7 % auf 33,6 Mio € (Vj. 22,0 Mio €) und entspricht 3,9 % (Vj. 3,5 %) des bereinigten Umsatzes. Die steigenden Rohmaterialpreise – insbesondere Naturkautschuk – belasteten das Ergebnis der Division gegenüber dem Vorjahr mit brutto 160 Mio €.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 550,7 %

Die Division Nfz-Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 41,3 Mio € bzw. 550,7 % auf 33,8 Mio € (Vj. -7,5 Mio €). Trotz der Rohstoffkostensteigerung konnte die Umsatzrendite auf 3,9 % erhöht werden (Vj. -1,2 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Für die Division Nfz-Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 0,2 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

Eine in Hannover-Stöcken, Deutschland, noch vorgehaltene Produktionszelle wurde letztendlich nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch entstanden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 32,0 Mio €.

Im Nachgang zum Verkauf unserer nordamerikanischen OTR-Aktivitäten an die Titan Tire Corporation im Jahr 2006 entstand in der Division Nfz-Reifen ein Ertrag in Höhe von 3,2 Mio €.

In der Division Nfz-Reifen entstanden im ersten Halbjahr 2010 Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 0,7 Mio €.

Für die Division Nfz-Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 in Höhe von insgesamt 29,5 Mio €.

ContiTech in Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatz 1.802,1 1.477,7 916,1 775,4
EBITDA 279,0 244,4 138,1 128,6
in % vom Umsatz 15,5 16,5 15,1 16,6
EBIT 231,0 196,9 114,1 104,7
in % vom Umsatz 12,8 13,3 12,5 13,5
Abschreibungen1 48,0 47,5 24,0 23,9
Investitionen2 44,5 41,8 23,8 21,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 1.097,8 1.086,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 27.573 24.919
Umsatz bereinigt4 1.791,7 1.473,8 914,0 774,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 232,7 200,2 115,1 107,1
in % des bereinigten Umsatzes 13,0 13,6 12,6 13,8

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Investitionen in Sachanlagen und Software.

3 Ohne Auszubildende.

4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Umsatzanstieg um 22,0 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 21,7%

Während der ersten sechs Monate 2011 erhöhte sich der Umsatz in der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,0 % auf 1.802,1 Mio € (Vj. 1.477,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 21,7 %. Das Industriegeschäft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit rund 25 % den stärksten Anstieg. Die Umsätze mit der Kfz-Erstausrüstung stiegen um rund 20 %, die Erhöhung im Kfz-Ersatzgeschäft erreichte rund 13 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 16,2%

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 Mio € bzw. 16,2% auf 232,7 Mio € (Vj. 200,2 Mio €) und entspricht 13,0 % (Vj. 13,6 %) des bereinigten Umsatzes. Der Rückgang der Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist durch steigende Rohmaterialpreise verursacht, die die Division brutto mit 75 Mio € belasteten.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 17,3 %

Die Division ContiTech verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 34,1 Mio € bzw. 17,3 % auf 231,0 Mio € (Vj. 196,9 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 12,8 % (Vj. 13,3 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011

Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 1,2 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010

Für das erste Halbjahr 2010 ergaben sich für die Division ContiTech Aufwendungen für Sondereffekte in Höhe von insgesamt 2,1 Mio €.

Prognosebericht und Ausblick

Nach der erfreulichen Geschäftsentwicklung der ersten sechs Monate 2011 und dem weiterhin – unter Berücksichtigung der normalen saisonalen Effekte durch die Sommerpause – guten Geschäftsverlauf heben wir unsere Umsatzprognose für das laufende Jahr auf mindestens 29,5 Mrd € an. Dabei dürfte das Wachstum in der Rubber Group aufgrund der seit Jahresbeginn umgesetzten Preiserhöhungen höher ausfallen als das der Automotive Group. Wir sehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Grund dafür, dass sich die Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr 2011 gegenüber dem ersten Halbjahr abschwächen sollte. Deswegen rechnen wir auf Konzernebene nunmehr mit einer bereinigten EBIT-Marge von rund 10 % für das Gesamtjahr. Trotz des zuletzt beobachteten Rückgangs des Naturkautschukpreises beläuft sich unsere Einschätzung für die Rohstoffkostenbelastung in der Rubber Group für das laufende Jahr auf nunmehr brutto 850 Mio €. Grund hierfür ist der zuletzt u. a. auch wegen der Naturkatastrophe in Japan sprunghaft gestiegene Preis für Synthesekautschuk. Allein der Preis für Butadien, ein Grundstoff für Synthesekautschuk, erhöhte sich seit Jahresbeginn um mehr als 75 %. Im zweiten Quartal stieg der Durchschnittspreis für Butadien um mehr als 70 % gegenüber dem zweiten Quartal 2010, was insbesondere die Divisionen Pkw-Reifen und ContiTech im zweiten Halbjahr zusätzlich belasten wird.

Im ersten Halbjahr 2011 beträgt die Entlastung durch Sondereffekte rund 15 Mio €. Für das Gesamtjahr 2011 rechnen wir mit einer Belastung durch Sondereffekte in Höhe von 50 Mio €. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Abschreibungen (ohne die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation) im laufenden Jahr leicht auf maximal 1,3 Mrd € ansteigen werden. Die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation sollten bei etwa 450 Mio € liegen. Auch für das Zinsergebnis gehen wir unverändert von einer Größenordnung in Höhe von bis zu -660 Mio € aus. Die berichtete Steuerquote wird im laufenden Jahr aufgrund von Einmaleffekten bei rund 30 % liegen.

Wie bereits im ersten Quartal 2011 angekündigt, werden wir aufgrund der deutlichen Wachstumschancen dieses Jahr bis zu 1,8 Mrd € investieren. Die Ziele für den Free Cashflow bleiben unverändert bei mehr als 500 Mio € für das laufende Jahr bestehen.

Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse 14.878,2 12.654,4 7.532,6 6.657,7
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen -11.723,6 -9.785,1 -5.976,5 -5.169,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.154,6 2.869,3 1.556,1 1.488,1
Forschungs- und Entwicklungskosten -823,9 -754,4 -418,5 -379,4
Vertriebs- und Logistikkosten -694,5 -640,6 -353,0 -332,2
Allgemeine Verwaltungskosten -318,3 -306,6 -162,1 -159,2
Sonstige Erträge und Aufwendungen -78,1 -197,0 -3,3 -124,5
Ergebnis assoziierter Unternehmen 42,6 36,5 26,8 22,7
Übriges Beteiligungsergebnis -1,4 3,9 1,1 1,2
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 1.281,0 1.011,1 647,1 516,7
Zinserträge 12,9 11,9 6,5 6,1
Zinsaufwendungen1 -331,7 -333,8 -156,7 -174,3
Zinsergebnis -318,8 -321,9 -150,2 -168,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 962,2 689,2 496,9 348,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -244,4 -303,2 -164,2 -206,8
Konzernergebnis 717,8 386,0 332,7 141,7
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -34,8 -37,1 -17,9 -20,5
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 683,0 348,9 314,8 121,2
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 3,42 1,74 1,57 0,61
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 3,42 1,74 1,57 0,61

1 Inklusive Gewinne und Verluste aus Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten sowie aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 20101 2011 20101
Konzernergebnis 717,8 386,0 332,7 141,7
Beträge aus Währungsumrechnung2 -127,0 545,1 -6,8 227,2
Beträge aus Währungsumrechnung2 -126,3 545,0 -6,8 227,1
Erfolgswirksame Umgliederung -0,7 0,1 0,1
Anteil von assoziierten Unternehmen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,6 1,5 0,7 0,1
Zeitwertveränderungen 0,6 1,5 0,7 0,1
Erfolgswirksame Umgliederung
Cashflow Hedges 69,9 -26,0 22,0 -2,0
Zeitwertveränderungen 69,9 -26,0 22,0 -2,0
Erfolgswirksame Umgliederung
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen -26,9 7,7 -7,6 0,8
Kumuliertes übriges Eigenkapital -83,4 528,3 8,3 226,1
Gesamtergebnis der Periode 634,4 914,3 341,0 367,8
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis 26,0 71,5 19,1 36,1
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 608,4 842,8 321,9 331,7

1 Die Vergleichswerte zum 30. Juni 2010 wurden an die neue Gliederungsstruktur angepasst dargestellt.

2 Inklusive Fremdanteile.

Konzernbilanz

Aktiva in Mio € 30.06.2011 31.12.2010 30.06.2010
Goodwill 5.640,2 5.643,6 5.676,5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.512,7 1.723,3 1.946,3
Sachanlagen 6.071,1 6.098,7 5.947,4
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 19,7 19,9 18,7
Anteile an assoziierten Unternehmen 457,6 440,4 401,2
Sonstige Finanzanlagen 7,0 7,0 7,0
Aktive latente Steuern 614,6 680,7 726,7
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 69,7 73,8 76,3
Langfristige Derivate und verzinsliche Anlagen 164,8 157,9 89,4
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 29,1 29,5 19,8
Sonstige Vermögenswerte 13,6 13,1 13,3
Langfristige Vermögenswerte 14.600,1 14.887,9 14.922,6
Vorräte 3.041,8 2.637,8 2.529,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.996,2 4.454,0 4.778,4
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 268,9 213,3 209,1
Sonstige Vermögenswerte 623,8 536,5 597,1
Ertragsteuerforderungen 125,6 123,4 140,6
Kurzfristige Derivate und verzinsliche Anlagen 66,4 44,3 46,3
Flüssige Mittel 1.566,0 1.471,3 1.239,4
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 4,4 22,0 23,3
Kurzfristige Vermögenswerte 10.693,1 9.502,6 9.563,3
Bilanzsumme 25.293,2 24.390,5 24.485,9
Passiva in Mio € 30.06.2011 31.12.2010 30.06.2010
Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.155,6 4.149,0 4.140,7
Kumulierte einbehaltene Gewinne 1.895,4 1.212,4 985,3
Erfolgsneutrale Rücklagen -88,4 -13,8 47,8
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 6.474,6 5.859,6 5.685,8
Anteile in Fremdbesitz 346,5 343,3 328,1
Eigenkapital 6.821,1 6.202,9 6.013,9
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.409,6 1.404,5 1.410,9
Passive latente Steuern 248,0 207,7 202,9
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken 344,6 325,4 363,8
Langfristiger Anteil der Finanzschulden 7.071,3 7.752,4 6.061,9
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,8 0,8
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 35,6 39,4 38,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 9.109,9 9.730,2 8.078,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.830,5 3.510,5 3.244,5
Ertragsteuerverbindlichkeiten 652,5 697,9 731,1
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken 1.052,4 1.164,0 1.328,2
Finanzschulden 1.839,9 1.238,1 3.330,1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.163,6 1.203,4 937,0
Sonstige Verbindlichkeiten 823,3 643,5 822,9
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten 0,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 9.362,2 8.457,4 10.393,8
Bilanzsumme 25.293,2 24.390,5 24.485,9

Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
EBIT 1.281,0 1.011,1 647,1 516,7
Gezahlte Zinsen -388,8 -384,2 -169,9 -140,3
Erhaltene Zinsen 12,7 11,8 5,9 5,3
Gezahlte Ertragsteuern -194,1 -228,4 -107,7 -165,0
Erhaltene Dividenden 19,4 37,1 1,9 17,8
Abschreibungen und Wertminderungen 791,7 813,2 397,1 419,3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstigen
Finanzanlagen inkl. Wertminderungen
-41,2 -40,4 -27,9 -23,9
Gewinne aus Abgängen von Vermögenswerten,
Gesellschaften und Geschäftsbereichen
-12,1 -3,0 -7,6 -3,9
Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen -22,8 6,9 -15,8 21,4
Veränderungen der
Vorräte -448,3 -287,7 -134,7 -113,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 -633,1 -844,7 237,6 -141,9
Wechselverkäufe1 -0,4 -12,8 6,0 0,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 359,4 260,4 141,8 227,2
Pensionsrückstellungen 22,2 26,9 8,6 5,1
übrigen Aktiva und Passiva -42,7 16,8 -186,2 -46,0
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 702,9 383,0 796,2 579,0
Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
32,3 14,5 21,2 7,1
Investitionen in Sachanlagen und Software -625,2 -430,0 -370,5 -252,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus
Entwicklungsprojekten und sonstige
-47,6 -31,8 -23,3 -20,8
Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften und
Geschäftsbereichen
0,0 30,6 0,0 6,8
Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -25,5 -10,2 -23,8 -0,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -666,0 -426,9 -396,4 -259,7
Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit 36,9 -43,9 399,8 319,3
Veränderung der Finanzschulden 119,2 -1.567,8 -286,0 -509,0
Sukzessive Erwerbe -0,4 -21,1 -0,4 -21,1
Ausgabe von Aktien 1.056,0 -0,8
Dividenden und Kapitalrückzahlungen an
Minderheitsgesellschafter -20,3 -22,1 -7,1 -21,2
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 98,5 -555,0 -293,5 -552,1
Veränderung der flüssigen Mittel 135,4 -598,9 106,3 -232,8
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 1.471,3 1.712,8 1.467,5 1.410,3
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel -40,7 125,5 -7,8 61,9
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.566,0 1.239,4 1.566,0 1.239,4

1 Die Vergleichswerte zum 30. Juni 2010 wurden an die neue Gliederungsstruktur angepasst dargestellt.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Anzahl
Aktien1
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Kumulierte
einbe
haltene
Gewinne
Suk
zessive
Erwerbe2
Unterschiedsbetrag
aus
Summe Anteile in
Fremd
besitz
Gesamt
Mio € in
1.000
Stück
Währungs
umrech
nung3
Finanz
instru
menten4
Stand 01.01.2010 169.006 432,6 3.139,5 636,4 -34,4 -276,0 -125,5 3.772,6 289,1 4.061,7
Konzernergebnis 348,9 348,9 37,1 386,0
Veränderungen
übriges Eigenkapital
510,7 -16,8 493,9 34,4 528,3
Konzerngesamt
ergebnis
348,9 510,7 -16,8 842,8 71,5 914,3
Gezahlte/beschlos
sene Dividende
-22,7 -22,7
Ausgabe von Aktien5 31.000 79,4 1.001,2 1.080,6 1.080,6
Sukzessive Erwerbe -10,2 -10,2 -11,6 -21,8
Veränderung
Fremdanteile6
1,8 1,8
Stand 30.06.2010 200.006 512,0 4.140,7 985,3 -44,6 234,7 -142,3 5.685,8 328,1 6.013,9
Stand 01.01.2011 200.006 512,0 4.149,0 1.212,4 -44,5 134,6 -103,9 5.859,6 343,3 6.202,9
Konzernergebnis 683,0 683,0 34,8 717,8
Veränderungen
übriges Eigenkapital
-123,9 49,3 -74,6 -8,8 -83,4
Konzerngesamt
ergebnis
683,0 -123,9 49,3 608,4 26,0 634,4
Gezahlte/beschlos
sene Dividende
-20,3 -20,3
Ausgabe von Aktien5 6,6 6,6 6,6
Sukzessive Erwerbe 0,0 0,0 -3,2 -3,2
Veränderung
Fremdanteile6
0,7 0,7
Stand 30.06.2011 200.006 512,0 4.155,6 1.895,4 -44,5 10,7 -54,6 6.474,6 346,5 6.821,1

1 Im Umlauf befindliche Aktien.

2 Sukzessive Erwerbe von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen.

3 Beinhaltet einen Anteil von 0,2 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.

4 Der Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultiert im Wesentlichen aus

Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Cashflow-Hedges zur Zins- und Währungssicherung. 5

Beinhaltet den Aufwand aus Aktienoptionsplänen und das Abfindungsangebot für erteilte und noch nicht ausgeübte Bezugsrechte. Im Jahr 2010 ist zudem der Netto-Emissionserlös der Kapitalerhöhung unter Berücksichtigung von Steuereffekten enthalten. 6

Veränderung der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisänderungen oder Kapitalerhöhungen.

Erläuternde Angaben zum Konzern-Anhang

Segmentberichterstattung nach Divisionen 1. Januar bis 30. Juni 2011

Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Pkw-Reifen
Umsatz 3.200,5 2.832,7 3.037,4 3.254,2
Konzerninterner Umsatz 20,0 27,4 6,4 10,5
Umsatz (Gesamt) 3.220,5 2.860,1 3.043,8 3.264,7
EBITDA 498,0 214,3 370,6 656,4
in % vom Umsatz 15,5 7,5 12,2 20,1
EBIT (Segmentergebnis) 339,8 -2,9 166,1 531,8
in % vom Umsatz 10,6 -0,1 5,5 16,3
Abschreibungen1 158,2 217,2 204,5 124,6
– davon Wertminderungen 2 0,0 0,5 -0,6
Investitionen3 124,9 154,1 96,4 176,1
in % vom Umsatz 3,9 5,4 3,2 5,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.031,9 2.960,4 4.386,2 2.659,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 32.136 30.155 31.091 30.297
Mio € Nfz-Reifen ContiTech Sonstiges/
Konso.
Continental
Konzern
Umsatz 822,5 1.730,9 14.878,2
Konzerninterner Umsatz 38,2 71,2 -173,7
Umsatz (Gesamt) 860,7 1.802,1 -173,7 14.878,2
EBITDA 72,2 279,0 -17,8 2.072,7
in % vom Umsatz 8,4 15,5 13,9
EBIT (Segmentergebnis) 33,8 231,0 -18,6 1.281,0
in % vom Umsatz 3,9 12,8 8,6
Abschreibungen1 38,4 48,0 0,8 791,7
– davon Wertminderungen 2 -0,1
Investitionen3 29,3 44,5 -6,2 619,1
in % vom Umsatz 3,4 2,5 4,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 690,5 1.097,8 -58,4 15.768,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 7.609 27.573 255 159.116

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

Segmentberichterstattung nach Divisionen 1. Januar bis 30. Juni 2010

Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Pkw-Reifen
Umsatz 2.813,1 2.273,1 2.772,2 2.771,3
Konzerninterner Umsatz 14,3 37,2 4,6 6,6
Umsatz (Gesamt) 2.827,4 2.310,3 2.776,8 2.777,9
EBITDA 469,3 176,2 304,8 621,4
in % vom Umsatz 16,6 7,6 11,0 22,4
EBIT (Segmentergebnis) 309,2 -43,7 95,2 501,3
in % vom Umsatz 10,9 -1,9 3,4 18,0
Abschreibungen1 160,1 219,9 209,6 120,1
– davon Wertminderungen 2 -0,2 6,1 -5,5 0,5
Investitionen3 69,8 97,5 70,7 131,2
in % vom Umsatz 2,5 4,2 2,5 4,7
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.051,8 3.215,2 4.425,2 2.411,9
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 28.875 25.676 28.727 27.430
Sonstiges/ Continental
Mio € Nfz-Reifen ContiTech Konso. Konzern
Umsatz 601,6 1.423,1 12.654,4
Konzerninterner Umsatz 29,0 54,6 -146,3
Umsatz (Gesamt) 630,6 1.477,7 -146,3 12.654,4
EBITDA 47,0 244,4 -38,8 1.824,3
in % vom Umsatz 7,5 16,5 14,4
EBIT (Segmentergebnis) -7,5 196,9 -40,3 1.011,1
in % vom Umsatz -1,2 13,3 8,0
Abschreibungen1 54,5 47,5 1,5 813,2
– davon Wertminderungen 2 13,8 0,0 14,7
Investitionen3 18,8 41,8 0,3 430,1
in % vom Umsatz 3,0 2,8 3,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 647,4 1.086,0 -51,5 15.786,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 6.910 24.919 228 142.765

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

Mio € 1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2011 2010 2011 2010
Chassis & Safety 339,8 309,2 167,8 160,2
Powertrain -2,9 -43,7 -15,9 -22,1
Interior 166,1 95,2 94,3 40,3
Pkw-Reifen 531,8 501,3 279,6 286,6
Nfz-Reifen 33,8 -7,5 10,3 -13,4
ContiTech 231,0 196,9 114,1 104,7
Sonstiges/Konsolidierung -18,6 -40,3 -3,1 -39,6
EBIT 1.281,0 1.011,1 647,1 516,7
Zinsergebnis -318,8 -321,9 -150,2 -168,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 962,2 689,2 496,9 348,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -244,4 -303,2 -164,2 -206,8
Konzernergebnis 717,8 386,0 332,7 141,7
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -34,8 -37,1 -17,9 -20,5
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 683,0 348,9 314,8 121,2
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 3,42 1,74 1,57 0,61
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 3,42 1,74 1,57 0,61

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenbericht wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) aufgestellt. Die Erstellung des Zwischenberichts erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenbericht werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2010 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2010 ausführlich erläutert. Zusätzlich werden die zum 30. Juni 2011 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2010. Die Effekte hieraus haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Continental-Konzern.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird, unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Quartalsabschlüsse insgesamt davon unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in der Zusammenfassung des Zwischenberichts oder in den nachfolgenden Erklärungen enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Pensionsverpflichtungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen der Pensionsrückstellungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 1. Januar bis 30. Juni 2011 1. Januar bis 30. Juni 2010
USA/ USA/
D CAN UK Übrige Gesamt D CAN UK Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der
im Berichtszeitraum erworbenen
Ansprüche 30,9 0,3 1,4 8,5 41,1 25,3 4,4 1,4 5,4 36,5
Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen
44,1 25,7 5,7 5,4 80,9 43,8 27,0 5,4 4,9 81,1
Erwartete Erträge des
Fondsvermögens
-14,9 -26,7 -6,6 -2,6 -50,8 -14,7 -25,8 -5,7 -2,4 -48,6
Amortisationsbeträge ver
sicherungsmathematischer
Verluste und Gewinne sowie
sonstiger Aufwendungen
2,5 9,3 0,8 1,3 13,9 0,0 10,3 0,8 0,6 11,7
Auswirkungen der Begrenzung
des Vermögenswertes sowie von
Plananpassungen
0,2 0,1 0,3 1,7 1,7
Netto-Pensionsaufwendungen 62,6 8,8 1,3 12,7 85,4 54,4 17,6 1,9 8,5 82,4
Mio € 1. Januar bis 30. Juni
2011 2010
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 0,7 0,9
Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtung 5,3 5,6
Amortisationsbeträge versicherungsmathematischer Verluste und Sonstiges 0,8 0,0
Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen 6,8 6,5

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge

Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA/Kanada und UK, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2011 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns 24,2 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 24,5 Mio €).

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2011 auf insgesamt 89,6 Mio € (Vj. 91,9 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 7,7 Mio € (Vj. 7,5 Mio €).

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 439 inländische und ausländische Gesellschaften, an denen die Continental AG direkt oder indirekt mit mindestens 20 % der Stimmrechte beteiligt ist. Davon werden 309 Gesellschaften vollkonsolidiert und 130 nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2010 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt zehn Gesellschaften erhöht. Es wurden drei Gesellschaften erworben, vier Gesellschaften wurden neu gegründet und zehn nach der Equity-Methode bilanzierte Einheiten wurden in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Zwei Gesellschaften wurden verkauft und eine Gesellschaft wurde liquidiert. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um vier Gesellschaften durch Verschmelzung.

Gegenüber dem 30. Juni 2010 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 16 Gesellschaften erhöht. Die Vorjahreszahlen wurden vergleichbar dargestellt. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis betreffen im Wesentlichen Erwerbe und Neugründungen in den Rubber Divisionen sowie die Effekte aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Einheiten.

Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften

Zur Stärkung der Vertriebsposition auf dem französischen Markt hat die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, 49,9 % der Anteile an der Reifen- und Servicevertriebsgruppe Alençon Pneus SAS, Alençon, Frankreich, erworben. Der Kaufvertrag wurde am 19. Februar 2011 abgeschlossen und am 8. Juni 2011 vollzogen. Zwischen den Vertragsparteien wurden zusätzlich wechselseitige Andienungs- und Erwerbsrechte für die ausstehenden Restanteile vereinbart. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der Continental fand zum 1. Juni 2011 statt. Das Unternehmen hat im Jahr 2010 einen Umsatz von 84,2 Mio € erzielt, beschäftigt rund 450 Mitarbeiter und wird den Reifen-Divisionen zugeordnet. Aus der bisherigen, vorläufigen Kaufpreisallokation resultieren erworbene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 11,0 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 28,0 Mio €. Darüber hinaus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 30. Juni 2011.

Zur Stärkung des Geschäftsfeldes Spezialgurte, insbesondere zur Verbreiterung der Kundenbasis und der Verbesserung der Exportbedingungen, hat die Conti-Tech Tianjin Conveyor Belt Co. Ltd. mit Sitz in Tianjin, China, im Rahmen eines Asset Deals Produktionsanlagen für die Produktion von Fördergurten sowie rund 140 Mitarbeiter der Tianjin Bao'ang Rubber Factory, Tianjin, China, übernommen. Entsprechende Verträge wurden bereits am 18. Oktober 2010 unterschrieben, das Closing fand zum 1. Juni 2011 statt. Es wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,9 Mio € aktiviert. Der im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation entstandene unwesentliche negative Unterschiedsbetrag wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag realisiert. Die Effekte der erstmaligen Einbeziehung des erworbenen Geschäfts in den Konzernabschluss der Continental inklusive der vorläufigen Kaufpreisallokation sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2011 unwesentlich.

Aus Asset Deals im europäischen Reifenvertriebsbereich wurden 0,2 Mio € als immaterielle Vermögenswerte aktiviert; ein Goodwill ist nicht entstanden. Weitere Anpassungen der Buchwerte unmittelbar vor Zusammenschluss erfolgten nicht, wobei aufgrund der Unwesentlichkeit der einzelnen Transaktionen von einer detaillierten Kaufpreisallokation abgesehen wurde. Die Effekte dieser Transaktionen inklusive der entsprechenden, vorläufigen Kaufpreisallokationen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 30. Juni 2011 unwesentlich.

Zum 30. Juni 2011 hat die Continental Matador Rubber s.r.o., Puchov, Slowakei, ihre Beteiligung an der ZAO Matador Omskshina, Omsk, Russland, veräußert.

Der Verkauf einer zur Veräußerung bestimmten kleineren Geschäftsaktivität der Division Pkw-Reifen wirkte sich gleichfalls unwesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 30. Juni 2011 aus.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sowie auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Impairment-Tests keine wesentlichen Wertminderungen an.

Im Vorjahreszeitraum ergaben sich in diesem Zusammenhang Aufwendungen in Höhe von insgesamt 14,7 Mio €. Darin enthalten sind insbesondere Aufwendungen für die Standorte Hannover-Stöcken, Deutschland, und Costa Rica sowie Wertaufholungen für den Standort Huntsville, USA, vor allem aufgrund weiterer Nutzungsmöglichkeiten von Maschinen innerhalb des Konzerns.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2010 weist die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 61,1 Mio € (Vj. Bilanzverlust von 993,7 Mio €) aus. Aufgrund bestehender Kreditverträge wäre nur eine Gesamtausschüttung von max. 50,0 Mio € möglich, entsprechend 0,25 € pro Aktie. Vor diesem Hintergrund hat die Hauptversammlung am 28. April 2011 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende auszuschütten. Im Jahr 2010 kam die Ausschüttung einer Dividende aufgrund des Bilanzverlusts der Muttergesellschaft im Jahr 2009 nicht in Betracht.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 auf 3,42 € (Vj. 1,74 €), für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2011 auf 1,57 € (Vj. 0,61 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2010 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2011 keine wesentlichen Veränderungen.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2010. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Segmentberichterstattung

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der sechs Divisionen der Continental AG verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2011.

Finanzschulden und Finanzergebnis

Continental hat Ende März 2011 die Nachverhandlung für den ursprünglich im August 2012 fälligen VDO-Kredit erfolgreich abgeschlossen, welche verlängerte Laufzeiten und verbesserte Konditionen vorsieht. Das zugesagte Kreditvolumen wurde aufgrund einer vorzeitigen Teilrückzahlung im April 2011 in Höhe von 484,9 Mio € auf nunmehr 6,0 Mrd € reduziert. Im August 2012 ist eine erste Tranche über 625,0 Mio € zurückzuführen, für die anderen beiden Tranchen, u. a. eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd €, verlängert sich die Laufzeit bis April 2014.

Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Finanzergebnis verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2011.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag für das erste Halbjahr 2011 belaufen sich auf 244,4 Mio € (Vj. 303,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum beträgt 25,4 % nach 44,0 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Neben der unterschiedlichen Länderverteilung des Ergebnisses vor Ertragsteuern beeinflusst ein Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 68,2 Mio € maßgeblich die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Berichtsperiode. Continental hat im ersten Quartal 2011 erfolgreich eine gerichtsanhängige Steuerposition aus Vorjahren außergerichtlich durch Neubescheidung durchsetzen können. Der hieraus resultierende Steuerertrag wurde – wie bereits im ersten Quartal 2011 berichtet – in voller Höhe ertragswirksam erfasst.

Des Weiteren ist der Steueraufwand der Berichtsperiode durch eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern in Höhe von 23,9 Mio € beeinflusst, die die Erhöhungen des Berichtsjahres bezüglich des fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland betrifft.

Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.

Kapitalerhöhung 2010

Am 6. Januar 2010 beschloss der Vorstand der Continental AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Erhöhung des Grundkapitals von 432.655.316,48 € um nominell 79.360.000,00 € durch Ausgabe von 31.000.000 neuen Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2007).

Die Kapitalerhöhung wurde in Form eines Bezugsrechtsangebots an die Aktionäre der Continental AG durchgeführt. Am 26. Januar 2010 teilte die Continental AG mit, dass mehr als 99 % der Streubesitzaktionäre von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machten. Insgesamt wurde ein Netto-Emissionserlös in Höhe von 1.056,0 Mio € vor Steuereffekten erzielt. Dabei wurden 57,8 Mio € Transaktionskosten mindernd im Eigenkapital berücksichtigt, gegenläufig wirkend wurden 17,3 Mio € latente Steuern erfasst. Die Kapitalerhöhung diente der Rückführung von Verbindlichkeiten der Continental AG aus dem VDO-Kredit.

Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die Erläuterungen in den Finanzberichten 2010 und im Geschäftsbericht 2010.

Aktionärsstruktur

M.M. Warburg & CO KGaA und B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA haben der Continental AG mitgeteilt, dass ihr jeweiliger Stimmrechtsanteil an der Continental AG am 30. März 2011 die Schwelle von 15 % und 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr jeweils 5,19 % beträgt.

Daraus und aus öffentlichen Informationen der Schaeffler Gruppe ergibt sich rundungsbedingt folgende Aktionärsstruktur der 200.005.983 Stück ausstehenden Continental-Aktien: 49,90 % Schaeffler Gruppe, 5,19 % M.M. Warburg & CO KGaA, 5,19 % B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA. Der Streubesitz beträgt 39,71 %.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2011

Bau eines neuen Reifenwerks im russischen Kaluga Am 1. Juli 2011 wurde die Errichtung eines neuen Reifenwerks im russischen Kaluga bekannt gegeben. Der Baubeginn ist für Ende 2011 geplant, die Produktion soll Ende 2013 starten und im ersten Modul bei Vollauslastung rund 4 Mio Pkw-Reifen jährlich umfassen. Die Jahreskapazität kann zu gegebener Zeit auf 8 Mio Pkw-Reifen ausgebaut werden. Für den neuen Standort Kaluga sprechen insbesondere die gute Infrastruktur, die zentrale geografische Lage sowie die guten Erfahrungen, die Continental bereits mit dem bestehenden Automotive-Elektronik-Werk in Kaluga gesammelt hat.

Ausbau der Elektronik-Produktion in Kaluga

Am 5. Juli 2011 wurde der Ausbau der Elektronik-Produktion im russischen Kaluga bekannt gegeben. Investiert wird in die Erweiterung der Fertigungsanlagen, in denen überwiegend Motorsteuergeräte, aber auch Komponenten für Kraftstoffversorgung und Einspritzanlagen, produziert werden. Ziel ist es, damit die Produktionskapazität auf mindestens 1 Mio Motorsteuergeräte jährlich zu erhöhen.

Erwerb der Modi Tyres Company Limited

Am 17. April 2011 wurden Verträge zum Erwerb von 100 % der Anteile der Modi Tyres Company Limited, Modipuram, Indien, abgeschlossen. Der Vollzug des Erwerbs fand am 15. Juli 2011 statt. Der Kaufpreis für 100 % der Modi Tyres Company Limited Aktien beläuft sich auf 18,5 Mio €. Die Gesellschaft erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 100 Mio € und firmiert künftig unter dem Namen Continental Tyres India Ltd. Die neue Gesellschaft wird sich auf die lokale Produktion und den Vertrieb von Diagonal- und Radial-

Hannover, den 25. Juli 2011

Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand

reifen für Lkw und Busse sowie von Radialreifen für Pkw konzentrieren.

Schließung des ContiTech-Standorts in Coslada

Am 7. Juli 2011 hat die Continental Industrias del Caucho S.A., Madrid, Spanien, die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern zur Schließung ihres Standorts in Coslada, Spanien, bis zum Jahresende 2011 bekanntgegeben. Das Werk, in dem Klimaleitungen montiert werden, hatte Ende 2009 einen Großauftrag verloren und war dadurch in die Verlustzone gerutscht. Die Verhandlungen über die Modalitäten der Schließung sind bereits abgeschlossen und der offizielle, von den spanischen Behörden genehmigte Sozialplan wird im weiteren Verlauf des dritten Quartals erwartet. Der hieraus resultierende Aufwand wird voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Verbessertes Standard & Poor's Kreditrating

Nach den erfolgreichen Refinanzierungsmaßnahmen im laufenden Jahr hat die Ratingagentur Standard & Poor's am 20. Juli 2011 das Kreditrating der Continental AG von B auf B+ angehoben. Der Ausblick ist weiterhin positiv.

Stimmrechtsmitteilungen

BlackRock Investment Management (UK) Limited, London, Großbritannien, hat der Continental AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., New York, USA, einschließlich der Stimmrechtsanteile verschiedener ihrer Tochtergesellschaften an der Continental AG am 15. Juli 2011 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und insgesamt 5,02 % betrug. Der Streubesitz bleibt unverändert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hannover, den 25. Juli 2011

Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und ausgewählten Konzern-Anhangangaben – und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental Aktiengesellschaft, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2011, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Hannover, den 25. Juli 2011

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Bartels-Hetzler Dr. Thümler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Termine

2011
Jahrespressekonferenz 3. März
Analysten-Telefonkonferenz 3. März
Hauptversammlung 28. April
Finanzbericht zum 31. März 2011 5. Mai
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011 29. Juli
Finanzbericht zum 30. September 2011 3. November

2012

Jahrespressekonferenz Februar
Analysten-Telefonkonferenz Februar
Hauptversammlung 27. April
Finanzbericht zum 31. März 2012 Mai
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2012 Juli
Finanzbericht zum 30. September 2012 November

Continental Aktiengesellschaft, Postfach 169, 30001 Hannover Vahrenwalder Straße 9, 30165 Hannover Telefon +49 511 938 - 01, Telefax +49 511 938 - 8 17 70, [email protected], www.continental-corporation.com

Die Continental AG ist ein Offizieller Sponsor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014™.

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