Quarterly Report • Jul 29, 2010
Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2010
Zu Beginn des Berichtsjahres war die Kursentwicklung der Continental-Aktie im Wesentlichen von der weiter verbesserten Stimmung an den Kapitalmärkten geprägt. Die im Umfang von 31 Mio Aktien durchgeführte Kapitalerhöhung stieß unter institutionellen Investoren auf großes Interesse und konnte am 28. Januar 2010 zu einem durchschnittlichen Preis von 35,93 € umgesetzt werden. Durch diesen Schritt erhöhte sich der Freefloat der Continental-Aktie von 11 % auf fast 25 %, wodurch Continental – gemessen an der Marktkapitalisierung – aktuell zu den zehn größten Unternehmen im MDAX zählt. Nachdem der Kurs der Continental-Aktie am 8. Januar 2010 seinen vorläufigen Höchststand bei 45,35 € erreicht hatte, belastete die Sorge um die in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ausufernde Staatsverschuldung Portugals, Italiens, Irlands und Griechenlands (PIIGs) die Kapitalmärkte. Diese ließen den DAX Anfang Februar auf seinen diesjährigen Tiefstand bei 5.434 Punkten (5. Februar) fallen. Die Continental-Aktie konnte sich von dieser Entwicklung nicht abkoppeln. Das Minus belief sich auf 12 % und die Aktie fiel auf einen Jahrestiefstand von 32,13 € (25. Februar). Die am 23. Februar 2010 veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2009 wurden von den Marktteilnehmern sehr positiv aufgenommen. Zahlreiche Analysten erhöhten im Anschluss ihre Gewinnschätzungen für das laufende und das folgende Geschäftsjahr und stuften die Aktie mit "Kaufen" ein. Unter anderem deswegen konnte sich der Kurs erholen und schloss am Ende des ersten Quartals bei 37,55 €.
Aufgrund der positiven Entwicklung vieler Konjunkturindikatoren und der dadurch genährten Erwartung guter Unternehmenszahlen für das erste Quartal 2010 setzte der Markt bis Ende April wiederum zu einer Aufwärtsbewegung an, in deren Folge der DAX auf ein Jahreshoch bei 6.332 Punkten (26. April) kletterte. Auch die Continental-Aktie konnte ihren Aufwärtstrend zu Beginn des zweiten Quartals fortsetzen. Die anlässlich der Hauptversammlung am 28. April 2010 vorab veröffentlichten Eckdaten zum ersten Quartal stießen durchweg auf sehr positive Resonanz bei den Anlegern und Analysten und verhalfen der Aktie über die 40-Euro-Marke.
Die zunehmenden Spekulationen um einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands, gepaart mit der Angst der Marktteilnehmer vor einer erneuten Destabilisierung des Finanzsystems und als Folge dessen ein weltweites Abkühlen der konjunkturellen Erholung führten Mitte des zweiten Quartals dazu, dass der DAX die Gewinne wieder abgab und erneut deutlich unter die 6.000-Punkte-Marke fiel. Auch die Continental-Aktie wurde trotz der guten Geschäftszahlen von dieser Entwicklung erfasst. Negativ wirkte sich zudem die Herabstufung des Corporate Credit Rating für Continental durch S&P Mitte Mai auf die Kursentwicklung aus.
Der Anfang Juni von den Finanzministern der EU beschlossene Rettungsschirm zur Stabilisierung des Euro im Umfang von 750 Mrd € sorgte dann wiederum für die notwendige Sicherheit unter den Marktteilnehmern. Daraufhin ging der DAX am Ende des ersten Halbjahres 2010 bei nahezu gleichem Indexstand wie am 31. Dezember 2009 aus dem Handel (5.966 Punkte). Die positive Entwicklung der Wirtschaft sorgte auch bei Continental für die notwendige Zuversicht, Anfang Juni das Umsatzwachstumsziel für das Jahr 2010 auf mindestens 10 % gegenüber dem Vorjahr anzuheben. U.a. deswegen fiel die Performance der Continental-Aktie deutlich besser aus als die des DAX und MDAX. Die Aktie schloss am 30. Juni bei 42,78 €, was einem Plus von 17 % seit Jahresbeginn entspricht. Gegenüber dem DAX bzw. MDAX bedeutet dies eine Outperformance von 17 bzw. 10 Prozentpunkten. Gegenüber dem europäischen Branchenindex für die Automobilindustrie konnte sich die Continental-Aktie ebenfalls gut behaupten. Hier belief sich das Plus auf 12 Prozentpunkte. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag im ersten Halbjahr 2010 bei 700.000 Aktien bzw. 1,4 % des Freefloat.
Anfang Juli sorgte die Vorankündigung des deutlich besser als zunächst erwartet verlaufenen zweiten Quartals sowie ein damit verbesserter Ausblick für das Gesamtjahr 2010 für einen weiteren Kursanstieg der Continental-Aktie: Der Kurs sprang zeitweise über die 50-Euro-Marke und markierte ein neues Jahreshoch. Die Continental-Aktie zählt damit seit Jahresbeginn zu den TOP-Performern im Automobilsektor.
Am 5. Juli 2010 hat Continental die Begebung einer Euro-Anleihe in Benchmarkgröße angekündigt. Nach der Durchführung einer Roadshow bei qualifizierten Investoren in London, Frankfurt, Paris und Amsterdam konnte das ursprünglich angestrebte Volumen in Höhe von mindestens 500 Mio € aufgrund der hohen Nachfrage auf 750 Mio € aufgestockt werden. Die Euro-Anleihe wurde von der Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, begeben und wird von der Continental Aktiengesellschaft sowie ausgewählten Tochtergesellschaften garantiert. Der Zinskupon liegt bei 8,5 % p.a. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich nachträglich; die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Die Anleihe ist in den Freiverkehr unter anderem der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt und trägt die WKN A1AY2A, die ISIN lautet DE000A1AY2A0. Die Nettoerlöse aus der Emission dienten der vorzeitigen Rückzahlung eines Teils des syndizierten Kredits, den Continental im Sommer 2007 zur Finanzierung der Akquisition der Siemens VDO aufgenommen hatte ("VDO-Kredit").
Nach erfolgreicher Platzierung der Anleihe im Volumen von 750 Mio € am 9. Juli 2010 und der dadurch verbesserten Fälligkeitenstruktur der Finanzverbindlichkeiten hob die Ratingagentur Moody's das Kreditrating für Continental auf B1 stabiler Ausblick an. Auch der Handel der neuen Anleihe begann sehr erfreulich. Sie notierte am ersten Handelstag (16. Juli) bei 102,5 %.
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 12.654,4 | 9.063,2 | 6.657,7 | 4.761,2 |
| EBITDA | 1.824,3 | 697,2 | 936,0 | 447,7 |
| in % vom Umsatz | 14,4 | 7,7 | 14,1 | 9,4 |
| EBIT | 1.011,1 | -126,2 | 516,7 | 38,8 |
| in % vom Umsatz | 8,0 | -1,4 | 7,8 | 0,8 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 348,9 | -457,1 | 121,2 | -189,8 |
| Ergebnis pro Aktie (in €) | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 |
| Umsatz bereinigt1 | 12.577,5 | 8.969,4 | 6.622,4 | 4.711,8 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 | 1.306,1 | 248,7 | 701,4 | 285,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,4 | 2,8 | 10,6 | 6,1 |
| Free Cashflow | -43,9 | 689,8 | 319,3 | 1.256,5 |
| Netto-Finanzschulden zum 30. Juni | 8.016,9 | 9.746,6 | ||
| Gearing Ratio in % | 133,3 | 186,1 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 142.765 | 130.534 |
1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA),
Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
3 Ohne Auszubildende.
| Automotive Group in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 7.858,9 | 5.359,1 | 4.088,6 | 2.837,8 |
| EBITDA | 950,3 | 173,9 | 477,9 | 127,8 |
| in % vom Umsatz | 12,1 | 3,2 | 11,7 | 4,5 |
| EBIT | 360,7 | -440,7 | 178,4 | -174,4 |
| in % vom Umsatz | 4,6 | -8,2 | 4,4 | -6,1 |
| Abschreibungen1 | 589,6 | 614,6 | 299,5 | 302,2 |
| Investitionen2 | 238,0 | 254,3 | 131,9 | 104,4 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 11.692,1 | 12.346,3 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 83.278 | 75.731 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 7.841,9 | 5.276,4 | 4.088,6 | 2.794,3 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 605,2 | -110,1 | 305,3 | 35,8 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 7,7 | -2,1 | 7,5 | 1,3 |
| Rubber Group in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| Umsatz | 4.806,6 | 3.710,4 | 2.574,7 | 1.926,8 | |
| EBITDA | 912,9 | 546,5 | 497,0 | 331,4 | |
| in % vom Umsatz | 19,0 | 14,7 | 19,3 | 17,2 | |
| EBIT | 690,7 | 338,3 | 377,9 | 225,4 | |
| in % vom Umsatz | 14,4 | 9,1 | 14,7 | 11,7 | |
| Abschreibungen1 | 222,2 | 208,2 | 119,1 | 106,0 | |
| Investitionen2 | 191,7 | 159,3 | 119,4 | 68,6 | |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 4.145,4 | 4.013,4 | |||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 59.259 | 54.588 | |||
| Umsatz bereinigt4 | 4.746,7 | 3.699,3 | 2.539,4 | 1.920,9 | |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 734,0 | 382,6 | 414,0 | 261,9 | |
| in % des bereinigten Umsatzes | 15,5 | 10,3 | 16,3 | 13,6 | |
| 1 |
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
5 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA,
Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Anfang Mai haben wir die "Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union" unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung trägt Continental der unternehmerischen Verantwortung bezüglich gesundheitlicher Prävention und Arbeitsschutz Rechnung. Darüber hinaus bringt sie zum Ausdruck, dass wir die in der Deklaration beschriebenen Grundsätze teilen und unseren Arbeits- und Gesundheitsschutz dementsprechend fortführen.
Die "Luxemburger Deklaration" wurde 1997 von den Mitgliedern des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) verabschiedet, um die gesundheitliche Prävention und den Arbeitsschutz der Unternehmen in den Mitgliedstaaten zu unterstützen sowie die Mitgliedsstaaten zu ermutigen, der betrieblichen Gesundheitsförderung einen höheren Stellenwert einzuräumen.
Ende April haben wir in Ponta Grossa, Brasilien, ein neues Werk für die Fertigung von Textil- und Stahlseilfördergurten eröffnet. Mit diesem Standort sind wir auf dem südamerikanischen Markt noch präsenter und näher an unseren Kunden. Brasilien, als mit Abstand größter Markt, macht rund 50 % des Gesamtvolumens Südamerikas aus. Auf einer Produktionsfläche von 5.000 m2 fertigt die Transportbandsparte von Conti-Tech Textil- und Stahlseilfördergurte mit einer Kapazität von 300 km Transportbändern jährlich.
Am Standort Waltershausen, Deutschland, sind wir in die Kunststoffproduktion eingestiegen. Gefertigt werden Kunststoffteile in Blasformtechnik für Ladeluftleitungen, die bisher zugekauft wurden. Dadurch erhöht ContiTech Fluid Technology ihren Anteil an der Wertschöpfungskette und kombiniert so unsere gute Marktposition bei Elastomer-Ladeluftschläuchen mit einer Zukunftstechnologie, die durch das Kunststoffmaterial deutliche Gewicht- und Kosteneinsparungen gegenüber Metall mit sich bringt.
Anfang Juli 2010 haben wir den Beginn der Maschineninstallation im neuen Pkw-Reifenwerk im chinesischen Hefei gefeiert. Die erste Phase des Projekts mit einer Baufläche von rund 70.000 m² ist damit erfolgreich abgeschlossen. Die neue Reifenproduktionsstätte in China ist Teil der Expansions- und Wachstumsstrategie von Continental in Asien. Plangemäß sollen die ersten vor Ort produzierten Continental-Reifen Anfang 2011 in China auf den Markt kommen. Das Werk Hefei strebt in diesem ersten Schritt eine Jahresproduktion von vier Mio Pkw-Reifen an. Langfristig soll die Kapazität ausgeweitet werden, um dem dynamischen Marktwachstum nicht nur in China, sondern in ganz Asien gerecht zu werden.
Unser Fußball-Sponsoring der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2010TM in Südafrika und 2014 in Brasilien haben wir um die erstmaligen Premium-Sponsorings des DFB-Pokal-Wettbewerbs, der Major League Soccer in den USA und das Sponsoring des FC Bayern München ergänzt. Damit wollen wir unser Engagement im Profi-Fußball auf eine breitere Basis stellen und als zentrale Kommunikations-Plattform international und auch regional weiter ausbauen sowie unsere klare Positionierung der Premium-Marke Continental mit Fokus auf Sicherheit und Bremsleistung weiter stärken.
Der neue ContiSportContact 5 P, der seit dem Frühjahr das Lieferprogramm von Hightech-Reifen für Sportwagen und Supersportler ergänzt, hat bereits vor offiziellem Serienstart eine Vielzahl an Erstausrüstungsfreigaben verschiedener Automobilhersteller erhalten, zu denen mehrere Fahrzeugbereifungen von Mercedes-Benz AMG zählen, angeführt vom SLS. Der Reifen bietet zusätzlich zu seinen besonders sportlichen Attributen Grip und Handling auch hohe Sicherheitsreserven sowie alltagstaugliche Fahreigenschaften und ist speziell für die neuen Fahrzeuge der Supersportler-Kategorie ausgelegt.
Mit der Einführung des völlig neu entwickelten Langstrecken-Trailer-Reifens HTL 2 ECO-PLUS haben wir die seit 2009 sukzessiv neu eingeführte Reifenproduktfamilie für den internationalen Langstreckenverkehr komplettiert. Durch die Hightech-Karkasse und das speziell auf den Fernverkehrseinsatz abgestimmte Profilbild kombiniert der Trailer-Reifen weiter optimierte Verbrauchswerte mit deutlich verlängerten Laufzeiten. In punkto Wirtschaftlichkeit und Transportsicherheit setzt er neue Maßstäbe.
Mit dem neuen ContiRT20 Performance, einem Luftreifen in radialer Bauweise, lassen sich schwerste Lasten zuverlässig mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h bewegen. Der RT20 eignet sich besonders für Stapler und andere Industriefahrzeuge der Schwer- und Baustoffindustrie, überzeugt aber auch bei der innerbetrieblichen Fördertechnik. Die Eigenschaften des neuen Reifens erfüllen die wesentlichen Kundenerwartungen. So wurde die Profiltiefe angehoben, um auch bei härtester Beanspruchung eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten. Die Profilgestaltung bietet auch auf nicht befestigten und unebenen Böden eine zuverlässige Traktion. Für einen niedrigen Energieverbrauch wurde der Reifen besonders rollwiderstandsarm ausgelegt, ohne dabei den Fahrkomfort zu vernachlässigen.
Das neue Leistungsangebot Conti360° Fleet Services hat schneller Fuß gefasst als erwartet. Die Conti360° Fleet Services umfassen alle Dienstleistungen, die mit der Bereifung von Nutzfahrzeugen zusammenhängen. Hierzu zählen unter anderem der ContiFitmentService, der ContiBreakdownService und der ContiFleetCheck. Neben dem Kauf können die Reifen auch zu Fixkosten per Kilometer erworben werden. Das Servicecenter in München, Deutschland, nahm plangemäß seine Arbeit auf. Im Servicenetz befinden sich die Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und Tschechien. Österreich und die Schweiz folgen mit den nordischen EU-Staaten im kommenden Jahr. Interne Marktführer sind inzwischen Deutschland und Frankreich, hier wurden die meisten Neuverträge geschlossen. Äußerst positiv entwickeln sich die Vertragsabschlüsse in Osteuropa.
Mit dem Ausweichassistent (Emergency Steer Assist) beschreiten wir einen völlig neuen Weg bei unfallverhütenden Fahrerassistenzsystemen. Während sich bisherige Systeme darauf beschränken, in die Längsdynamik einzugreifen, ist der Emergency Steer Assist die querdynamische Ergänzung des Notbremsassistenten. Wenn der Fahrer aus höheren Fahrgeschwindigkeiten die letzte Möglichkeit zum Bremsen verpasst hat, gibt es immer noch die Möglichkeit, durch Lenken bzw. Ausweichen den Unfall zu vermeiden. Der Ausweichassistent kann den Fahrer dabei unterstützen, an einem Hindernis vorbei zu lenken. Dafür greift er auf in vielen Fahrzeugen bereits vorhandene Technologien zu. Je geringer der Straßenreibwert (Regen, Schnee), desto weiter liegen die beiden Möglichkeiten Bremsen oder Ausweichen räumlich auseinander. Das heißt, Ausweichen ist immer noch möglich, selbst lange nach der letzten Chance mit einer Notbremsung allein den Unfall zu verhindern. Die Serienreife für die erste Ausbaustufe des neuen Systems ist in zwei bis drei Jahren geplant.
Als Partner der Forschungsinitiative AKTIV (Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr) haben wir unter anderem ein neues Fahrerassistenzsystem entwickelt: Der Baustellenassistent hilft dem Fahrer in unübersichtlich markierten und engen Bereichen in der eigenen Fahrspur zu bleiben, beziehungsweise bei Stockungen rechtzeitig zu bremsen. Durch Zusammenspiel von Radar- und Kameratechnologie erkennt das System Fahrspurbegrenzungen, voraus fahrende, auf gleicher Höhe befindliche sowie vor dem Fahrzeug ein- und ausscherende Verkehrsteilnehmer. Daraufhin leitet das System den Fahrer mit Rückmeldungen am Lenkrad intuitiv in Richtung Fahrbahnmitte, warnt ihn vor drohendem Auffahren und leitet notfalls eine aktive Gefahrenbremsung ein.
Eine große Herausforderung in boomenden Schwellenländern wie Indien oder China ist es, den Verbrauch und damit den Schadstoffausstoß der besonders stark nachgefragten Fahrzeuge im unteren Preissegment zu begrenzen. Dementsprechend haben wir ein neues Steuergerät entwickelt, das es den Fahrzeugherstellern ermöglicht, auch Modelle der Kleinstwagenklasse in kürzester Zeit und mit geringen Investitionen mit einem Start-Stopp-System auszustatten. Da der Motor mit dem System beim Stillstand des Fahrzeugs − etwa im Stau oder an der roten Ampel − automatisch abschaltet und vor dem Losfahren komfortabel wieder angeschaltet wird, erwarten wir eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs im Metropolen-Alltag um bis zu 15 %. Bereits 2010 wird das Continental-Steuergerät bei einem ersten asiatischen Fahrzeughersteller in Serie gehen.
Zusammen mit Nokia arbeiten wir an einem neuen Verfahren, das Fahrer und Beifahrer in die Lage versetzt, Mobiltelefonanwendungen ("Apps") reibungslos auf einem Display im Autocockpit anzuzeigen und die Anwendung über die Bedienelemente des Fahrzeugs zu steuern. Dabei geht es um die Integration eines neuen Protokolls mit dem Namen Terminal Mode (TM) in Fahrzeuge und mobile elektronische Geräte. Mit ihrer Zusammenarbeit wollen Continental und Nokia die praktische Nutzbarkeit von Diensten wie Telefon, Navigation, soziale Netzwerkpflege und Musik im Auto deutlich verbessern und es dem Fahrer gleichzeitig leichter machen, sich auf seine Hauptaufgabe zu konzentrieren.
Gemeinsam mit den Automobilzulieferern ZF Friedrichshafen und ads-tec haben wir ein Projekt zur Entwicklung von Produktionstechniken zur optimierten Vorund Endmontage von Baugruppen für Lithium-Ionen-Energiespeicher in Hybrid-Nutzfahrzeugen gestartet. Gefördert wird das Verbundprojekt FUEL (Future goes Electric) im Rahmen des Konjunkturpakets II und der Elektromobilitätsoffensive der Bundesregierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel von FUEL ist es, innovative Fertigungstechnologien zu entwickeln und diese auf Lithium-Ionen-Energiespeicher für Lastkraftwagen und Busse anzuwenden. Damit soll auch der Anspruch der deutschen Automobilindustrie unterstrichen werden, sich im wettbewerbsintensiven Zukunftsmarkt des Hybrid- und Elektroantriebs langfristig einen weltweiten Spitzenplatz zu sichern. Nach Abschluss des Förderprojekts im Sommer 2011 wird die technische Weiterentwicklung der erreichten Arbeitsergebnisse bis hin zu einer Industrialisierung für verschiedenste Kundenprojekte, mit dem Ziel einer Serienfertigung von Energiespeichern für Nutzfahrzeuge am Standort Deutschland, vorangetrieben.
Ab 2011 wird Continental den ersten kompletten elektrischen Antriebsstrang für das Serienfahrzeug eines europäischen Automobilherstellers produzieren. Dafür haben wir 12 Mio € in unseren Standort Gifhorn, Deutschland, investiert. Die jährliche Produktionskapazität ist für zunächst bis zu 60.000 Elektromotoren ausgelegt. Mit diesem Schritt bringt Continental, neben der Batterie und Leistungselektronik, auch die dritte Schlüsselkomponente, den Motor, für die Elektromobilität in Serie.
Die weltwirtschaftliche Stabilisierung setzt sich weiter fort. Der IWF (Internationaler Währungsfond) hat aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und erwartet nunmehr einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität um 4,6 % (April 4,3 %). Allein im ersten Quartal ist die Weltwirtschaft nach Angaben des IWF, im Wesentlichen getrieben durch das Wachstum in Asien, um mehr als 5 % angestiegen. Viele Konjunkturindikatoren (Industrieproduktion, Handel, Konsumentenvertrauen und Beschäftigungsdaten) zeichneten den guten Trend des ersten Quartals auch im April und Mai fort. Die Revision der Jahresprognose erfolgt im Wesentlichen aufgrund der verbesserten Wachstumsaussichten für die USA (3,3 %; +0,2 % gegenüber April), Japan (2,4 %; +0,5 % gegenüber April) und die vom IWF sogenannten "Emerging and Developing Economies" (Schwellen- und Entwicklungsländer; +6,8 %; +0,5 % gegenüber April). Für die Länder der Eurozone belässt der IWF seine Prognose bei 1,0 % Wirtschaftswachstum im Jahr 2010. In seinem "World Economic Outlook Update" vom 7. Juli 2010 sieht der IWF, das gestiegene Risiko einer negativen Abweichung von den vorgestellten Prognosen. Grund hierfür sind erneut die Instabilitäten im Finanzsystem und die Unsicherheiten über das weitere Vorgehen in den "Advanced Economies" (entwickelten Volkswirtschaften) nach der ultraexpansiven Fiskalpolitik des Jahres 2009. Für das Jahr 2011 belässt der IWF seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft unverändert bei 4,3 %.
Aufgrund der zuvor beschriebenen positiven wirtschaftlichen Entwicklung konnte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen an das gute Niveau des ersten Quartals anknüpfen. In Summe wurden auf den Triade-Märkten (Europa, NAFTA-Region, Japan) im ersten Halbjahr auf Basis vorläufiger Zahlen mehr als 15,3 Mio Fahrzeuge (Q1/10: 7,6 Mio) neu zugelassen. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1/09) beträgt mehr als 9 %. Verantwortlich für die gute Entwicklung im ersten Halbjahr 2010 ist insbesondere der Anstieg der Neuzulassungen in den USA (+17 %; Q1/10: +16 %) und Japan (+23%; Q1/10: +24 %), während die Zahl der Neuzulassungen auf dem europäischen Markt nach dem Auslaufen verschiedener staatlicher Hilfsmaßnahmen nur um 1 % zulegen konnte (Q1/10: +10 %). In den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) erhöhten sich die Neuzulassungen im ersten Halbjahr auf 10,1 Mio (+35 %; Q1/10: +45 %). Neben dem weiterhin stabilen Verlauf der Neuzulassungen in Brasilien (+7 %; Q1/10: +17 %) und Indien (+32 %; Q1/10: +31 %) boomt insbesondere der chinesische Markt. Hier stiegen die Zulassungen für neue Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2010 um 49 % auf mehr als 6,7 Mio Einheiten. Die Verlangsamung des Wachstums gegenüber dem ersten Quartal 2010 (+77 %) ist im Wesentlichen auf Basiseffekte zurückzuführen. In absoluten Zahlen wurden in China 300.000 Fahrzeuge weniger an den Handel abgesetzt als noch im ersten Quartal 2010. Auf dem russischen Markt zeigt sich, initiiert durch das seit März laufende staatliche Hilfsprogramm, eine deutliche Belebung der Neuzulassungen. Hier stiegen sie im zweiten Quartal um fast 39 % (Q1/10: -22 %), womit sich nach dem ersten Halbjahr ein Plus von 7,5 % einstellt. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der weltweiten Neuzulassungen um 17 % auf mehr als 35 Mio Fahrzeuge, nachdem der Markt im Vorjahreshalbjahr noch um knapp 17 % rückläufig war.
Infolge der guten Entwicklung der Neuzulassungen stieg auch die weltweite Pkw-Produktion im ersten Halbjahr nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Wert des Vorjahres (24,8 Mio Einheiten) noch einmal deutlich auf mehr als 35 Mio Pkw (Q1/10: 17,8 Mio), was einem Plus von mehr als 41 % entspricht. Auch in den Märkten in Nordamerika und Europa, auf denen Continental rund 77 % ihrer Umsätze in der Automotive Group erwirtschaftet, erhöhte sich die Produktion um mehr als 34 % auf etwa 15 Mio Einheiten, nachdem sie im Vorjahr (H1/09) noch um 40 % eingebrochen war. In Japan wurden im ersten Halbjahr mehr als 4,2 Mio Pkw produziert. Das entspricht einem Plus von 46 % (Q1/10: 53 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2009.
Angesichts des sehr robusten ersten Halbjahres erscheinen die bereits nach dem ersten Quartal revidierten Prognosen für die Produktion in Europa (Prognose April 2010: +2 % auf 17,1 Mio Einheiten) und die NAFTA-Region (Prognose April 2010: +26 % auf 10,7 Mio Einheiten) zu niedrig, da es aktuell neben der normalen Saisonalität im weiteren Jahresverlauf keine Anzeichen für einen deutlichen Rückgang der Volumina gibt. Daher heben wir unsere Gesamtjahresprognose für Europa nochmals um 600.000 Fahrzeuge auf 17,7 Mio (+6 % gegenüber 2009) und für die NAFTA-Region um nochmals 800.000 Fahrzeuge auf 11,5 Mio Einheiten an (+34 % gegenüber 2009).
Die Entwicklung der Lkw-Produktion nimmt wieder Fahrt auf. Wegen der niedrigen Vorjahresbasis (H1/09 gegenüber H1/08: Europa -65 % und NAFTA-Region -50 %) erhöhte sich die Produktion von Nutzfahrzeugen im ersten Halbjahr 2010 in Europa und Nordamerika um 29 % bzw. 17 %. Aktuellen Prognosen folgend rechnen wir für das Gesamtjahr mit einem deutlich höheren Wachstum, ausgehend von einem niedrigen Niveau. Der Anstieg der Lkw-Produktion in Europa soll demnach 46 % (381.000 Lkw) und der in der NAFTA-Region 17 % (253.000 Lkw) betragen.
Die Entwicklung auf den Ersatzreifenmärkten verlief im ersten Halbjahr 2010 weiter sehr positiv. So stieg die Nachfrage im Ersatzgeschäft für Pkw-Reifen in Europa um 11 % und in Nordamerika um 10 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2009. Diese Erhöhung ist überwiegend auf die vergleichsweise niedrige Vorjahresbasis zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2009 waren die Ersatzreifenmärkte in Europa und Nordamerika noch um 11 % bzw. 12 % eingebrochen. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung heben wir auch hier unsere Marktprognose für beide Ersatzreifenmärkte auf einen Korridor von +4 % bis +6 % an.
Die Nachfrage nach Lkw-Ersatzreifen verlief im ersten Halbjahr 2010 ebenfalls positiv. Sie stieg in Europa um 27 % und in Nordamerika um fast 28 %. Auch hier war insbesondere die niedrige Vorjahresbasis für den deutlichen Anstieg verantwortlich. Die Volumina aus dem Jahr 2008 konnten allerdings nicht erreicht werden. Auf Jahressicht bleiben wir für den europäischen Lkw-Ersatzreifenmarkt aufgrund der im zweiten Halbjahr 2009 einsetzenden deutlichen Erholung allerdings bei unserer ursprünglichen Prognose von +9 %, heben aber unsere Prognose für den nordamerikanischen Lkw-Ersatzreifenmarkt auf 16 % an (April 8 %).
Während der ersten sechs Monate 2010 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,6 % auf 12.654,4 Mio € (Vj. 9.063,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 36,4 %. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Erholung unserer Märkte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009, das den niedrigsten Umsatz während der weltweiten Wirtschaftskrise zeigte.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1.057,4 Mio € bzw. 425,2 % auf 1.306,1 Mio € (Vj. 248,7 Mio €) und entspricht 10,4 % (Vj. 2,8 %) des bereinigten Umsatzes.
Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1.137,3 Mio € bzw. 901,2 % auf 1.011,1 Mio € (Vj. -126,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,0 % (Vj. -1,4 %).
Im ersten Halbjahr 2010 ergab sich in der Division Chassis & Safety aus der Rücknahme einer früheren Wertminderung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio €. In der Division Powertrain entstand insgesamt ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 7,8 Mio €.
In der Division Interior wurden im ersten Halbjahr 2010 Aufwendungen für weitere Restabwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbereiches in Höhe von 4,9 Mio € gebucht. Aus den Abwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 2,1 Mio € und für den Konzern ein Steueraufwand in selber Höhe.
In der Division Pkw-Reifen ergaben sich weitere Restrukturierungsaufwendungen für die Schließung der Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich, in Höhe von 6,0 Mio €.
Wegen massiver Nachfrageeinbrüche auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt in Folge der Wirtschaftskrise hat Continental im Jahr 2009 die Produktionskapazitäten an allen europäischen Nfz-Reifen-Standorten verringern müssen. Eine in Hannover-Stöcken, Deutschland, noch vorgehaltene Produktionszelle wurde aufgrund der schwachen Markterholung letztendlich nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch entstanden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 32,0 Mio €.
Zusätzlich entstanden, vor allem aus Restrukturierungen und Abfindungen, Aufwendungen in Höhe von 18,5 Mio € (Chassis & Safety 2,1 Mio €; Powertrain 6,7 Mio €; Interior 2,1 Mio €; Pkw-Reifen 4,5 Mio €; Nfz-Reifen 0,7 Mio €; ContiTech 2,1 Mio €; Holding 0,3 Mio €).
Im Nachgang zum Verkauf unserer nordamerikanischen OTR-Aktivitäten an die Titan Tire Corporation im Jahr 2006 entstand in der Division Nfz-Reifen ein Ertrag in Höhe von 3,2 Mio €.
Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgten 2009 sowie im Juni 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits Aufwand reduzierend amortisiert. Aus diesem Sachverhalt ergab sich im ersten Halbjahr 2010 ein Aufwand für die Buchwertanpassung in Höhe von 27,4 Mio €, dem ein positiver Effekt aus der Amortisation in Höhe von 20,5 Mio € gegenübersteht.
Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 70,3 Mio €.
In der Division Interior wurde im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO das Produktportfolio im Jahr 2008 überprüft. Dabei wurden Geschäftsteile im Non-OE-Bereich identifiziert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für einen dieser Geschäftsteile wurde bereits 2008 der Veräußerungsprozess eingeleitet und führte 2009 zu einem weiteren Abwertungsbedarf in Höhe von 2,4 Mio €.
Das assoziierte Unternehmen Hyundai Autonet Co. Ltd., Kyoungki-do, Südkorea, der Division Interior wurde zum Preis von 126,6 Mio € veräußert. Aus der Transaktion resultierte ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 73,6 Mio €.
Die Schließung und Verlagerung von westeuropäischen Standorten des Geschäftsbereichs Fluid Technology innerhalb der Division ContiTech führten im ersten Halbjahr 2009 zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 25,6 Mio €.
Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG, im Bereich sogenannter Offshore-Schläuche, kam es zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio €.
Für die Division ContiTech entstand aus der Erstkonsolidierung der Transportband-Gesellschaft Kolubara Univerzal D.O.O. ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,7 Mio €.
Zusätzlich ergaben sich in den ersten sechs Monaten 2009 in der Automotive Group, vor allem aus Restrukturierungen, Aufwendungen in Höhe von insgesamt 5,2 Mio €.
Hauptsächlich wegen Restrukturierungsmaßnahmen entstanden in der Rubber Group im ersten Halbjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von insgesamt 3,4 Mio €.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 36,2 Mio €.
Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 146,9 Mio €.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 % auf 754,4 Mio € (Vj. 730,6 Mio €), entsprechend 6,0 % vom Umsatz (Vj. 8,1 %). Davon entfielen auf die Automotive Group 640,9 Mio € (Vj. 619,2 Mio €), entsprechend 8,2 % vom Umsatz (Vj. 11,6 %) und auf die Rubber Group 113,5 Mio € (Vj. 111,4 Mio €), entsprechend 2,4 % vom Umsatz (Vj. 3,0 %).
Das Zinsergebnis verbesserte sich während des ersten Halbjahres 2010 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 7,3 Mio € auf -321,9 Mio € (Vj. -329,2 Mio €). Die Verbesserung ist unter anderem auf zum großen Teil nicht zahlungswirksame Währungskurseffekte sowie Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten zurückzuführen, die mit 19,1 Mio € um 11,5 Mio € über dem Vorjahreswert liegen (Vj. 7,6 Mio €). Die Zinserträge der ersten sechs Monate 2010 belaufen sich auf 11,9 Mio € (Vj. 15,7 Mio €). Die Zinsaufwendungen, die im Wesentlichen auf die Ausnutzung des VDO-Kredits mit einem zugesagten Volumen von nunmehr 9.916,9 Mio € zurückzuführen sind, erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert nur geringfügig um 0,4 Mio € auf -352,9 Mio € (Vj. -352,5 Mio €).
Grund für die nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Zinsaufwendungen ist im Wesentlichen das im Vergleich zum Vorjahr höhere Margenniveau des VDO-Kredits, als Folge der Ratingverschlechterung im Jahresverlauf 2009. Diese Belastung konnte durch das niedrigere Marktzinsniveau einerseits sowie durch die deutliche Rückführung der Netto-Finanzschulden andererseits fast vollständig kompensiert werden. Der Abbau der Netto-Finanzschulden ist neben dem sehr starken Free Cashflow zum Ende des Jahres 2009 insbesondere auf die im Januar 2010 erfolgreich umgesetzte Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die höheren Margen resultierten insbesondere aus der im Dezember 2009 abgeschlossenen Nachverhandlung der Bedingungen des VDO-Kredits. Ferner belasteten Finanzierungsnebenkosten in Zusammenhang mit der vorgenannten Nachverhandlung das Zinsergebnis des ersten Halbjahres 2010.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in den ersten sechs Monaten 2010 belaufen sich auf 303,2 Mio € (Vj. Ertragsposition von 13,2 Mio €).
Der Steueraufwand der Berichtsperiode ist maßgeblich durch eine Wertberichtigung in Höhe von 88,0 Mio € auf aktive latente Steuern bezüglich des fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland beeinflusst. Hierbei wurden der mit dem relevanten Steuersatz bewertete steuerliche Zinsvortrag aus dem Jahr 2009 in Höhe von 68,9 Mio € sowie Erhöhungen des Berichtsjahres, unter Berücksichtigung steuerplanerischer Gestaltungsmöglichkeiten, in Höhe von 19,1 Mio € vollständig wertberichtigt. Insbesondere die im Mai 2010 erfolgte Ratingverschlechterung der Continental AG, einhergehend mit höheren Zinsmargen auf bestehende Kredite, sowie die daher zukünftig steigende Zinsbelastung aus der Emission der Euro-Anleihe mit einem Anleihevolumen von 750,0 Mio € im Juli 2010, lassen zum heutigen Zeitpunkt eine Nutzung des Zinsvortrages in Deutschland als unzureichend wahrscheinlich erscheinen.
Der Steueraufwand der Vorjahresperiode wurde maßgeblich durch eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von 107,0 Mio € in Deutschland beeinflusst. Diese war erforderlich, da nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung bereits aufgrund von Anteilserwerben der Schaeffler KG im Jahr 2008 ein schädlicher Anteilseignerwechsel nach § 8c KStG durch Überschreiten der 25 %-Grenze eingetreten ist. Continental teilt diese Rechtsauffassung nicht und geht bereits in einem Musterverfahren mit Rechtsmitteln dagegen vor.
Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit. Der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.
Das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen erhöhte sich um 176,3 % auf 348,9 Mio € (Vj. -457,1 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 1,74 € (Vj. -2,70 €).
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 12.654,4 | 9.063,2 | 6.657,7 | 4.761,2 |
| EBITDA | 1.824,3 | 697,2 | 936,0 | 447,7 |
| in % vom Umsatz | 14,4 | 7,7 | 14,1 | 9,4 |
| EBIT | 1.011,1 | -126,2 | 516,7 | 38,8 |
| in % vom Umsatz | 8,0 | -1,4 | 7,8 | 0,8 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 348,9 | -457,1 | 121,2 | -189,8 |
| Ergebnis pro Aktie (in €) | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 754,4 | 730,6 | 379,4 | 344,1 |
| Abschreibungen1 | 813,2 | 823,4 | 419,3 | 408,9 |
| Investitionen2 | 430,1 | 413,7 | 252,0 | 173,9 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 15.786,0 | 16.402,6 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 142.765 | 130.534 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 12.577,5 | 8.969,4 | 6.622,4 | 4.711,8 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 1.306,1 | 248,7 | 701,4 | 285,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,4 | 2,8 | 10,6 | 6,1 |
| Netto-Finanzschulden zum 30. Juni | 8.016,9 | 9.746,6 | ||
| Gearing Ratio in % | 133,3 | 186,1 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit per 30. Juni 2010 liegt mit 383,0 Mio € um 614,6 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 997,6 Mio €.
Für das erste Halbjahr 2010 ergibt sich ein Free Cashflow in Höhe von -43,9 Mio € (Vj. 689,8 Mio €). Dies ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 ein Rückgang in Höhe von 733,7 Mio €.
Für die ersten zwei Quartale 2010 ergibt sich ein operatives Konzernergebnis (EBIT) von 1.011,1 Mio € (Vj. -126,2 Mio €). Das bedeutet eine Steigerung um 1.137,3 Mio € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Dieser Effekt wurde jedoch durch den im Rahmen der verbesserten Absatzsituation erfolgten Aufbau des operativen Working Capital, der gemessen am Vorjahresvergleichszeitraum zu einem Mittelabfluss von 1.355,7 Mio € führte, überkompensiert. Der zahlungsmittelwirksame Anstieg des Working Capital gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 resultiert insbesondere aus einem Aufbau der operativen Forderungen in Höhe von 1.000,3 Mio €.
Da den in den ersten beiden Quartalen 2009 geleisteten Erstattungen aus den Contractual Trust Arrangements (CTAs) in Höhe von 112,1 Mio € im aktuellen Berichtszeitraum kein vergleichbarer Effekt gegenübersteht, resultiert aus Veränderungen der Pensionsrückstellungen ein Rückgang in Höhe von 107,2 Mio € auf 26,9 Mio € (Vj. 134,1 Mio €). Negativ wirkten sich außerdem gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 181,9 Mio € auf 228,4 Mio € (Vj. 46,5 Mio €) gestiegene Steuerzahlungen aus.
Aus Investitionstätigkeit resultierte im ersten Halbjahr 2010 ein Mittelabfluss in Höhe von 426,9 Mio € (Vj. 307,8 Mio €). Dem Mittelzufluss in Höhe von 126,6 Mio € aus dem im Juni 2009 erfolgten Verkauf des assoziierten Unternehmens Hyundai Autonet Co., Ltd. stand im aktuellen Berichtszeitraum kein vergleichbar positiver Einzeleffekt gegenüber.
Die Netto-Finanzschulden des Konzerns liegen am 30. Juni 2010 mit 8.016,9 Mio € um 878,6 Mio € unter dem Niveau vom 31. Dezember 2009 und um 1.729,7 Mio € unter dem Niveau vom 30. Juni 2009 (Vj. 9.746,6 Mio €). Der Abbau der Netto-Finanzschulden ist neben dem sehr starken Free Cashflow zum Ende des Jahres 2009 insbesondere auf die im Januar 2010 erfolgreich umgesetzte Kapitalerhöhung zurückzuführen, die zu einem Netto-Emissionserlös (vor Berücksichtigung von Steuereffekten) in Höhe von 1.056,0 Mio € geführt hat. Die dadurch erfolgte Stärkung der Eigenkapitalbasis hat in Zusammenhang mit der Reduzierung der Netto-Finanzschulden zu einer deutlichen Verbesserung der Gearing Ratio im Vorjahresvergleich geführt. Die Gearing Ratio liegt zum 30. Juni 2010 bei 133,3 % (Vj. 186,1 %).
Der VDO-Kredit wurde zum 30. Juni 2010 durch die Continental AG sowie durch die Continental Rubber of America, Corp. (CRoA), Wilmington, USA, mit nominal 7.685,4 Mio € in Anspruch genommen (Vj. 10.145,3 Mio €). Aufgrund der Rückzahlung der im August 2009 fälligen Tranche A (nominal 800,0 Mio €) und der teilweisen Rückführung der Tranche B im ersten Halbjahr 2010 hat sich der unter diesem Kredit insgesamt zugesagte Betrag zum 30. Juni 2010 auf 9.916,9 Mio € (Vj. 11.800,0 Mio €) reduziert. Vertragsgemäß wurden die Netto-Zuflüsse aus der Kapitalerhöhung im Januar 2010 (vor Berücksichtigung von Steuereffekten) sowie aus Gesellschaftsverkäufen zur teilweisen Rückführung der im August 2010 fälligen Tranche B eingesetzt, deren Inanspruchnahme Ende Juni 2010 2.416,9 Mio € betrug (Vj. 3.500,0 Mio €). Mit der Kapitalerhöhung hat Continental die Voraussetzung für die Bereitstellung einer Forward Start Facility (FSF) mit einem Volumen von maximal 2.500,0 Mio € zur Refinanzierung der Tranche B im August 2010 geschaffen. Diese Verknüpfung war Bestandteil des im Dezember 2009 erfolgreich abgeschlossenen Refinanzierungspakets zur Verbesserung der Finanz- und Kapitalstruktur. Für die im August 2012 fällige Tranche C in Höhe von nominal 5.000,0 Mio € bestanden Ende Juni 2010 Zinssicherungen in Höhe von 3.125,0 Mio € (Vj. 3.125,0 Mio €). Der hieraus resultierende durchschnittlich zu zahlende Festzinssatz beträgt 4,19 % (Vj. 4,19 %) zzgl. Marge. Für den von der Europäischen Investitionsbank (EIB) gewährten Kredit über ursprünglich 600,0 Mio € wurden im März 2009, sowie im August 2009 und Januar 2010 vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 300,0 Mio € vorgenommen. Damit reduzierte sich der Nominalbetrag des von der EIB in Anspruch genommenen Kredits auf 300,0 Mio €.
Im Mai 2010 erfolgte eine weitere Ratingherabstufung, die einen Anstieg der Zinsmargen nach sich zog. Aufgrund der dadurch bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgte im zweiten Quartal 2010 eine weitere Buchwertanpassung in Höhe von 27,4 Mio €. Insgesamt belief sich der Wert der 2009 und 2010 vorgenommenen Buchwertanpassungen per 30. Juni 2010 auf 71,4 Mio €. Die Abgrenzung wird über die Laufzeit dieses VDO-Kredits Aufwand reduzierend amortisiert.
Per 30. Juni 2010 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 3.827,1 Mio € (Vj. 4.024,7 Mio €), davon 1.239,4 Mio € (Vj. 2.000,5 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 2.587,7 Mio € (Vj. 2.024,2 Mio €).
In den ersten zwei Quartalen 2010 wurden 430,1 Mio € (Vj. 413,7 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert, davon resultierten 0,1 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) aus aktivierten Fremdkapitalkosten. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 3,4 % (Vj. 4,6 %).
238,0 Mio € (Vj. 254,3 Mio €) der Investitionen entfielen auf die Automotive Group, dies entspricht 3,0 % vom Umsatz (Vj. 4,7 %).
Die Automotive Group investierte hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien, unter anderem für elektronische Brems- und Sicherheitssysteme sowie Motor- und Getriebesteuerungen. Hierbei wurde verstärkt in Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten investiert.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 383,0 | 997,6 | 579,0 | 1.292,9 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -426,9 | -307,8 | -259,7 | -36,4 |
| Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) | -43,9 | 689,8 | 319,3 | 1.256,5 |
| Dividenden und Kapitalrückzahlungen an Minderheitsgesellschafter | -22,1 | -7,4 | -21,2 | -1,4 |
| Ausgabe von Aktien | 1.056,0 | — | -0,8 | — |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | -54,2 | 25,7 | -33,2 | 10,0 |
| Sonstiges | -23,0 | 29,4 | -20,5 | -1,5 |
| Währungskurseffekte | -34,2 | -0,6 | -28,6 | 31,3 |
| Veränderung der Netto-Finanzschulden | 878,6 | 736,9 | 215,0 | 1.294,9 |
Die Rubber Group investierte 191,7 Mio € (Vj. 159,3 Mio €), entsprechend 4,0 % vom Umsatz (Vj. 4,3 %). Wesentliche Investitionsschwerpunkte bildeten der Werksaufbau in China, Kapazitätserweiterungen für die Produktion von Pkw-Reifen in unseren südamerikanischen und europäischen Standorten sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung. ContiTech investierte in die Rationalisierung der Produktionsabläufe und in neue Produkte. Die Produktionskapazitäten in China, Ungarn und Rumänien wurden erweitert.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2010 von 24.261,3 Mio € um 224,6 Mio € auf 24.485,9 Mio € gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag. Dies ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 1.858,6 Mio €, einhergehend mit der ansteigenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 283,7 Mio €. Gegenläufig wirkten die Rückgänge des Goodwill mit 751,8 Mio €, insbesondere wegen des Impairment im Herbst 2009 und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit 363,6 Mio €, vor allem aufgrund von Abschreibungen aus PPA. Der Rückgang der flüssigen Mittel in Höhe von 761,1 Mio € resultiert unter anderem aus den Rückführungen von Finanzschulden.
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz stieg im Vergleich zum 30. Juni 2009 um 775,5 Mio € auf 6.013,9 Mio €. Dem Erlös aus der Kapitalerhöhung im Januar 2010 in Höhe von 1.073,3 Mio € unter Berücksichtigung der Emissionskosten und darauf entfallender Steuereffekte und positiven Währungskurseffekten in Höhe von 502,1 Mio € steht das negative Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen in Höhe von 843,2 Mio € gegenüber. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 186,1 % auf 133,3 %.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2009 hat sich die Bilanzsumme um 1.436,7 Mio € erhöht. Dies resultiert insbesondere aus einer saisonalen und durch die ansteigende Geschäftstätigkeit hervorgerufenen Erhöhung der Vorräte und Forderungen von insgesamt 1.583,4 Mio €. Gegenläufig wirkt mit 473,4 Mio € der Abbau der flüssigen Mittel.
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2009 um 1.952,2 Mio €. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung, positive Währungskurseffekte in Höhe von 510,7 Mio € sowie das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen in Höhe von 348,9 Mio €. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 219,0 % auf 133,3 %.
Zum Ende des zweiten Quartals waren im Konzern 142.765 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anstieg um 8.331 Personen im Vergleich zum Jahresende 2009. Vor allem in der Automotive Group und in der Division ContiTech führten maßgeblich die Volumenzuwächse zu einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 5.248 bzw. 2.840 Mitarbeiter. In den Reifen-Divisionen stieg die Mitarbeiterzahl bedingt durch Kapazitätsanpassungen um 236 Mitarbeiter.
Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um 12.231.
| Chassis & Safety in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 2.827,4 | 1.916,1 | 1.473,0 | 1.049,4 |
| EBITDA | 469,3 | 222,0 | 239,7 | 153,3 |
| in % vom Umsatz | 16,6 | 11,6 | 16,3 | 14,6 |
| EBIT | 309,2 | 56,4 | 160,2 | 71,0 |
| in % vom Umsatz | 10,9 | 2,9 | 10,9 | 6,8 |
| Abschreibungen1 | 160,1 | 165,6 | 79,5 | 82,3 |
| Investitionen2 | 69,8 | 61,8 | 39,4 | 30,9 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 4.051,8 | 4.143,1 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 28.875 | 25.601 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 2.827,4 | 1.913,1 | 1.473,0 | 1.047,9 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 337,7 | 88,1 | 174,6 | 87,7 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 11,9 | 4,6 | 11,9 | 8,4 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Im Geschäftsbereich Elektronische Bremssysteme erhöhte sich der Absatz von elektronischen Bremssystemen im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 52,6 % auf 8,3 Mio Einheiten.
Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulische Bremssysteme erhöhte sich um 48,9 % auf 7,7 Mio Stück. Bei Bremssätteln erhöhten sich die Verkaufszahlen um 41,3 % auf 16,0 Mio Einheiten.
Im Geschäftsbereich Passive Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme stieg das Absatzvolumen bei Airbagsteuergeräten um 21,4 % auf 6,4 Mio Stück. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhte sich der Absatz um 105,2 % auf 455.100 Einheiten.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47,6 % auf 2.827,4 Mio € (Vj. 1.916,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 44,0 %. Die Erhöhung resultiert aus der Erholung sämtlicher Geschäftsbereiche, zudem war das erste Halbjahr 2009 am stärksten von der weltweiten Wirtschaftskrise beeinflusst.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 249,6 Mio € bzw. 283,3 % auf 337,7 Mio € (Vj. 88,1 Mio €) und entspricht 11,9 % (Vj. 4,6 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 252,8 Mio € bzw. 448,2 % auf 309,2 Mio € (Vj. 56,4 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,9 % (Vj. 2,9 %).
Für das erste Halbjahr 2010 ergaben sich in der Division Chassis & Safety Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 2,1 Mio €.
Im ersten Halbjahr 2010 ergab sich aus der Rücknahme einer früheren Wertminderung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio €.
Für die Division Chassis & Safety beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 1,6 Mio €.
Im Rahmen der Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Dortmund, Deutschland, wurden in der Division Chassis & Safety nicht verwendete Rückstellungen in Höhe von 1,6 Mio € aufgelöst.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von 6,7 Mio €.
Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 5,1 Mio €.
| Powertrain in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| Umsatz | 2.310,3 | 1.487,5 | 1.204,8 | 797,0 | |
| EBITDA | 176,2 | -31,9 | 92,8 | 5,4 | |
| in % vom Umsatz | 7,6 | -2,1 | 7,7 | 0,7 | |
| EBIT | -43,7 | -252,7 | -22,1 | -102,4 | |
| in % vom Umsatz | -1,9 | -17,0 | -1,8 | -12,8 | |
| Abschreibungen1 | 219,9 | 220,8 | 114,9 | 107,8 | |
| Investitionen2 | 97,5 | 127,9 | 48,5 | 49,8 | |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 3.215,2 | 3.662,9 | |||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 25.676 | 23.102 | |||
| Umsatz bereinigt4 | 2.293,3 | 1.452,9 | 1.204,8 | 778,7 | |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 58,4 | -146,3 | 36,4 | -44,3 | |
| in % des bereinigten Umsatzes | 2,5 | -10,1 | 3,0 | -5,7 | |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Durch den anhaltend positiven Trend in allen Absatzmärkten konnte der Umsatz des ersten Halbjahres 2010 um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ein überproportionales Wachstum wurde dabei im asiatischen Raum erreicht. Alle Geschäftsbereiche der Division Powertrain konnten ihren Absatz steigern, die Bereiche Getriebesteuereinheiten, Einspritzpumpen und Stickoxidsensoren verzeichneten dabei besonders hohe Zuwachsraten.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,3 % auf 2.310,3 Mio € (Vj. 1.487,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 54,7 %, der im Wesentlichen aus der deutlichen Erholung der Märkte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 resultiert.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 204,7 Mio € bzw. 139,9 % auf 58,4 Mio € (Vj. -146,3 Mio €) und entspricht 2,5 % (Vj. -10,1 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Powertrain verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 209,0 Mio € bzw. 82,7 % auf -43,7 Mio € (Vj. -252,7 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf -1,9 % (Vj. -17,0 %).
Für das erste Halbjahr 2010 ergaben sich in der Division Powertrain Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 6,7 Mio €.
In der Division Powertrain entstand insgesamt ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 7,8 Mio €.
Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 14,5 Mio €.
In den ersten sechs Monaten 2009 ergaben sich in der Division Powertrain, vor allem aus Restrukturierungen, insgesamt Aufwendungen in Höhe von 5,9 Mio €.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 7,8 Mio €.
Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 13,7 Mio €.
| Interior in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 2.776,8 | 2.004,3 | 1.436,5 | 1.013,7 |
| EBITDA | 304,8 | -16,2 | 145,3 | -30,9 |
| in % vom Umsatz | 11,0 | -0,8 | 10,1 | -3,0 |
| EBIT | 95,2 | -244,4 | 40,3 | -143,0 |
| in % vom Umsatz | 3,4 | -12,2 | 2,8 | -14,1 |
| Abschreibungen1 | 209,6 | 228,2 | 105,0 | 112,1 |
| Investitionen2 | 70,7 | 64,5 | 44,0 | 23,7 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 4.425,2 | 4.540,2 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 28.727 | 27.028 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 2.776,8 | 1.959,2 | 1.436,5 | 990,0 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 209,1 | -51,9 | 94,3 | -7,6 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 7,5 | -2,6 | 6,6 | -0,8 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Im Geschäftsbereich Body & Security stieg das Absatzvolumen im ersten Halbjahr 2010 für alle Produktgruppen. Besonders deutlich ist die Erhöhung bei Tire Information Systems, Fuel Pump Electronics und Battery & Energy Management.
Die Stückzahlen von digitalen Fahrtenschreibern im Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket stiegen nur leicht an.
Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity erhöhte sich der Absatz bei Audiokomponenten, Connectivity-Systemen sowie Multimedia-Systemen. Dies ist insbesondere auf die positive Absatzentwicklung bei unseren US-Kunden zurückzuführen.
Das Absatzvolumen für Instrument Cluster und Displays im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lag deutlich über Vorjahr.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38,5 % auf 2.776,8 Mio € (Vj. 2.004,3 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 36,7 %, der hauptsächlich aus der deutlichen Erholung der Märkte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 resultiert.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 261,0 Mio € bzw. 502,9 % auf 209,1 Mio € (Vj. -51,9 Mio €) und entspricht 7,5 % (Vj. -2,6 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 339,6 Mio € bzw. 139,0 % auf 95,2 Mio € (Vj. -244,4 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 3,4 % (Vj. -12,2 %).
In der Division Interior wurden im ersten Halbjahr 2010 Aufwendungen für weitere Restabwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbereiches in Höhe von 4,9 Mio € gebucht. Aus den Abwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens entstand ein Ertrag in Höhe von 2,1 Mio € und für den Konzern ein Steueraufwand in selber Höhe.
Zudem ergaben sich weitere Restrukturierungsaufwendungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 2,1 Mio €.
Für die Division Interior beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 4,9 Mio €.
In der Division Interior wurde im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO das Produktportfolio im Jahr 2008 überprüft. Dabei wurden Geschäftsteile im Non-OE-Bereich identifiziert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für einen dieser Geschäftsteile wurde 2008 der Veräußerungsprozess eingeleitet und führte zu einem weiteren Abwertungsbedarf in Höhe von 2,4 Mio €.
Das assoziierte Unternehmen Hyundai Autonet Co. Ltd., Kyoungki-do, Südkorea, wurde zum Preis von 126,6 Mio € veräußert. Aus der Transaktion ergab sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 73,6 Mio €.
In den ersten sechs Monaten 2009 ergaben sich, vor allem aus Restrukturierungen, insgesamt Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio €.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 9,7 Mio €.
Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 86,6 Mio €.
| Pkw-Reifen in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| Umsatz | 2.777,9 | 2.115,2 | 1.494,9 | 1.118,1 | |
| EBITDA | 621,4 | 399,0 | 347,2 | 249,0 | |
| in % vom Umsatz | 22,4 | 18,9 | 23,2 | 22,3 | |
| EBIT | 501,3 | 282,8 | 286,6 | 190,8 | |
| in % vom Umsatz | 18,0 | 13,4 | 19,2 | 17,1 | |
| Abschreibungen1 | 120,1 | 116,2 | 60,6 | 58,2 | |
| Investitionen2 | 131,2 | 92,1 | 88,4 | 36,3 | |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 2.411,9 | 2.367,0 | |||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 27.430 | 25.935 | |||
| Umsatz bereinigt4 | 2.737,1 | 2.116,7 | 1.472,4 | 1.118,8 | |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 509,8 | 296,8 | 290,2 | 199,9 | |
| in % des bereinigten Umsatzes | 18,6 | 14,0 | 19,7 | 17,9 | |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
In allen Regionen und Geschäftsbereichen stiegen die Verkaufszahlen der Division Pkw-Reifen während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr im deutlich zweistelligen Prozentbereich, wobei die signifikanteste Erhöhung auf das Erstausrüstungsgeschäft entfällt.
Im Ersatzgeschäft sind die Zuwächse im Geschäftsbereich "The Americas" und Europa am stärksten ausgefallen. Die Belebung in den Märkten spiegelt sich in den Verkaufszahlen aller Bereiche wider.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz der Division Pkw-Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31,3 % auf 2.777,9 Mio € (Vj. 2.115,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 25,7 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Pkw-Reifen stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 213,0 Mio € bzw. 71,8 % auf 509,8 Mio € (Vj. 296,8 Mio €) und entspricht 18,6 % (Vj. 14,0 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Pkw-Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 218,5 Mio € bzw. 77,3 % auf 501,3 Mio € (Vj. 282,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 18,0 % (Vj. 13,4 %).
In der Division Pkw-Reifen ergaben sich im ersten Halbjahr 2010 restrukturierungsbezogene Aufwendungen und Abfindungszahlungen in Höhe von 10,5 Mio €, wobei 6,0 Mio € auf die Schließung der Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich, entfielen.
In den ersten sechs Monaten 2009 ergaben sich in der Division Pkw-Reifen, vor allem im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen, insgesamt Aufwendungen in Höhe von 3,8 Mio €.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte in der Division Pkw-Reifen zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 8,4 Mio €.
Für die Division Pkw-Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 12,2 Mio €.
| Nfz-Reifen in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 630,6 | 477,8 | 349,8 | 239,8 |
| EBITDA | 47,0 | 27,6 | 21,1 | 20,7 |
| in % vom Umsatz | 7,5 | 5,8 | 6,0 | 8,6 |
| EBIT | -7,5 | -14,0 | -13,4 | -0,3 |
| in % vom Umsatz | -1,2 | -2,9 | -3,8 | -0,1 |
| Abschreibungen1 | 54,5 | 41,6 | 34,5 | 21,0 |
| Investitionen2 | 18,8 | 21,1 | 10,0 | 10,0 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 647,4 | 651,4 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 6.910 | 7.434 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 618,9 | 476,3 | 343,0 | 239,1 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 24,2 | -13,2 | 17,0 | 0,0 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 3,9 | -2,8 | 5,0 | 0,0 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Ausgehend von einem sehr schwachen Jahr 2009, welches von massiven Nachfrageeinbrüchen geprägt war, zeigte das erste Halbjahr 2010 eine deutliche Belebung der Märkte, die zu Verkaufszahlen über dem Vorjahresniveau führte, jedoch zu Werten unter dem Jahr 2008. Alle Geschäftsbereiche lagen im zweistelligen Prozentbereich über dem Vorjahr.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz der Division Nfz-Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,0 % auf 630,6 Mio € (Vj. 477,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 24,6 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Nfz-Reifen stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 37,4 Mio € bzw. 283,3 % auf 24,2 Mio € (Vj. -13,2 Mio €) und entspricht 3,9 % (Vj. -2,8 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Nfz-Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Mio € bzw. 46,4 % auf -7,5 Mio € (Vj. -14,0 Mio €). Die Umsatzrendite verbesserte sich auf -1,2 % (Vj. -2,9 %).
Wegen massiver Nachfrageeinbrüche auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt in Folge der Wirtschaftskrise hat Continental im Jahr 2009 die Produktionskapazitäten an allen europäischen Nfz-Reifen-Standorten verringern müssen. Eine in Hannover-Stöcken, Deutschland, noch vorgehaltene Produktionszelle wurde aufgrund der schwachen Markterholung letztendlich nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch entstanden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 32,0 Mio €.
Im Nachgang zum Verkauf unserer nordamerikanischen OTR-Aktivitäten an die Titan Tire Corporation im Jahr 2006 entstand in der Division Nfz-Reifen ein Ertrag in Höhe von 3,2 Mio €.
In der Division Nfz-Reifen entstanden im ersten Halbjahr 2010 Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 0,7 Mio €.
Für die Division Nfz-Reifen beträgt die Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 29,5 Mio €.
Im Rahmen der Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahme für den Standort Alor Gajah, Malaysia, wurden im ersten Halbjahr 2009 in der Division Nfz-Reifen nicht verwendete Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio € aufgelöst.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 0,9 Mio €.
Für die Division Nfz-Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 0,7 Mio €.
| ContiTech in Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatz | 1.477,7 | 1.157,0 | 775,4 | 588,3 |
| EBITDA | 244,4 | 119,9 | 128,6 | 61,7 |
| in % vom Umsatz | 16,5 | 10,4 | 16,6 | 10,5 |
| EBIT | 196,9 | 69,5 | 104,7 | 34,9 |
| in % vom Umsatz | 13,3 | 6,0 | 13,5 | 5,9 |
| Abschreibungen1 | 47,5 | 50,4 | 23,9 | 26,8 |
| Investitionen2 | 41,8 | 46,1 | 21,2 | 22,4 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 1.086,0 | 995,0 | ||
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 24.919 | 21.219 | ||
| Umsatz bereinigt4 | 1.470,3 | 1.145,9 | 769,4 | 582,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)5 | 200,0 | 99,1 | 106,8 | 62,1 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 13,6 | 8,6 | 13,9 | 10,7 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
4 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. 5
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Während der ersten sechs Monate 2010 erhöhte sich der Umsatz in der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,7 % auf 1.477,7 Mio € (Vj. 1.157,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreisund Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 26,1 %. Dieser erfolgte über alle Geschäftsbereiche und resultiert in erster Linie aus der Erholung der Automobilmärkte, aber auch aus dem Industriegeschäft. Die Umsätze mit der Kfz-Erstausrüstung stiegen um rund 47 %, im Kfz-Ersatzgeschäft um rund 19 % und im Industriegeschäft um rund 10 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech stieg während der ersten sechs Monate 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 100,9 Mio € bzw. 101,8 % auf 200,0 Mio € (Vj. 99,1 Mio €) und entspricht 13,6 % (Vj. 8,6 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division ContiTech verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 127,4 Mio € bzw. 183,3 % auf 196,9 Mio € (Vj. 69,5 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 13,3 % (Vj. 6,0 %).
Für das erste Halbjahr 2010 betragen für die Division ContiTech die Aufwendungen für Sondereffekte insgesamt 2,1 Mio €.
Die Schließung und Verlagerung von westeuropäischen Standorten des Geschäftsbereichs Fluid Technology innerhalb der Division ContiTech führten im ersten Halbjahr 2009 zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 25,6 Mio €.
In dem 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG, im Bereich sogenannter Offshore-Schläuche, kam es zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio €.
Aus der Erstkonsolidierung der Transportband-Gesellschaft Kolubara Univerzal D.O.O., Serbien, ergab sich ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,7 Mio €.
Im ersten Halbjahr 2009 wurden in der Division ContiTech im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt nicht verwendete Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio € aufgelöst. Gegenläufig wirkte ein Asset-Impairment in Höhe von 0,1 Mio €.
Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 2,7 Mio €.
Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von insgesamt 28,6 Mio €.
Nach der sehr stabilen Entwicklung der Fahrzeugproduktion im ersten Halbjahr 2010 heben wir unsere Prognose für die weltweite Fahrzeugproduktion von zuvor 63,0 Mio auf 68,0 Mio Einheiten für 2010 (+16 %) an. Treiber dieses Wachstums werden nach heutigem Stand insbesondere die Regionen Asien und NAFTA sein. Für diese beiden Märkte ist aktuell von einem Anstieg der Produktion von 28,2 Mio auf 33,0 Mio Einheiten (+17 %) und von 8,5 Mio auf 11,5 Mio Einheiten (+35 %) auszugehen. Für Europa, dem für Continental wichtigsten Absatzmarkt, rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Fahrzeugproduktion von 16,8 Mio auf 17,7 Mio Einheiten (+6 %). Allerdings bleiben die Unsicherheiten für Europa nach dem Auslaufen der 2009 in zahlreichen Ländern initiierten Hilfsprogramme (Abwrack-/Umweltprämien) weiter bestehen.
Die ebenfalls sehr stabile Entwicklung der Nachfrage für Ersatzreifen bedingt ebenfalls eine Erhöhung der Marktprognose: so ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass die Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeugreifen in Europa und der NAFTA-Region um 4 % bis 6 % steigen werden.
Vor dem Hintergrund der Entwicklung der für Continental wichtigsten Absatzmärkte heben wir unsere Umsatzprognose von zuvor mindestens 5 % auf rund 15 % für das Jahr 2010 an. Wir rechnen weiterhin mit einer signifikanten Steigerung des bereinigten operativen EBIT gegenüber dem Vorjahreswert. Aus heutiger Sicht erwarten wir, dass die bereinigte EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8,0 % bis 8,5 % für 2010 liegen wird. Dabei rechnen wir allein für das zweite Halbjahr 2010 mit einer Erhöhung der Belastung aus den gestiegenen Rohstoffkosten in Höhe von rund 250 Mio €. Die Sondereffekte, die im ersten Halbjahr bei 70,3 Mio € lagen, werden für das Gesamtjahr in Höhe von rund 100 Mio € erwartet.
Die Möglichkeiten zur Reduzierung der Netto-Finanzschulden im Jahr 2010 sind weiterhin limitiert. Insbesondere der zu erwartende Anstieg der Investitionen in Höhe von 400 Mio €, die Mittelabflüsse für die 2009 implementierten Restrukturierungen in Höhe von rund 300 Mio € und der Anstieg des Working Capital aufgrund der besser als erwarteten Geschäftsentwicklung begrenzen den Spielraum für einen Schuldenabbau. Der Restbetrag in Höhe von rund 300 Mio € (insgesamt rund 600 Mio €) für die 2009 implementierten Restrukturierungen wird insbesondere im Jahr 2011 abfließen.
Nach der erfolgreichen Platzierung der Euro-Anleihe ist ein erster Schritt zur Verbesserung der Fälligkeitenstruktur gelungen. Mitte Juli konnte – wie angekündigt – eine Euro-Anleihe im Volumen von 750 Mio € bei qualifizierten Investoren platziert werden. Die Laufzeit der Anleihe beträgt fünf Jahre, der Zinssatz liegt bei 8,5 % p.a. Aufgrund der besser als erwartet ausgefallenen Konditionen und wegen des weiterhin niedrigen Geldmarktzinsniveaus sollte das Zinsergebnis im Jahr 2010 bei rund 750 Mio € liegen.
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Umsatzerlöse | 12.654,4 | 9.063,2 | 6.657,7 | 4.761,2 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten | ||||
| Leistungen | -9.785,1 | -7.466,5 | -5.169,6 | -3.820,3 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.869,3 | 1.596,7 | 1.488,1 | 940,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -754,4 | -730,6 | -379,4 | -344,1 |
| Vertriebs- und Logistikkosten | -640,6 | -567,9 | -332,2 | -283,1 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -306,6 | -301,5 | -159,2 | -153,1 |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen | -197,0 | -73,7 | -124,5 | -66,2 |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen | 36,5 | -56,8 | 22,7 | -58,0 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 3,9 | 7,6 | 1,2 | 2,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern | 1.011,1 | -126,2 | 516,7 | 38,8 |
| Zinserträge | 11,9 | 15,7 | 6,1 | 6,0 |
| Zinsaufwendungen1 | -333,8 | -344,9 | -174,3 | -207,3 |
| Zinsergebnis | -321,9 | -329,2 | -168,2 | -201,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 689,2 | -455,4 | 348,5 | -162,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -303,2 | 13,2 | -206,8 | -17,9 |
| Konzernergebnis | 386,0 | -442,2 | 141,7 | -180,4 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -37,1 | -14,9 | -20,5 | -9,4 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 348,9 | -457,1 | 121,2 | -189,8 |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 |
| Ergebnis pro Aktie in €, verwässert | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 |
1 Inklusive Gewinne/Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Gewinne/Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten.
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 20091 | 2010 | 20091 | ||
| Konzernergebnis | 386,0 | -442,2 | 141,7 | -180,4 | |
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung2 | 545,1 | 143,6 | 227,2 | 137,3 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1,5 | — | 0,1 | — | |
| Latente Steuern auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
-0,5 | — | -0,1 | — | |
| Cashflow Hedges | -26,0 | -27,6 | -2,0 | 27,0 | |
| Latente Steuern auf Cashflow Hedges | 8,2 | 7,8 | 0,9 | -8,8 | |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von assoziierten Unternehmen | — | — | — | — | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 528,3 | 123,8 | 226,1 | 155,5 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 914,3 | -318,4 | 367,8 | -24,9 | |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | 71,5 | 11,5 | 36,1 | 9,4 | |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 842,8 | -329,9 | 331,7 | -34,3 |
1 Die Vergleichswerte zum 30. Juni 2009 wurden entsprechend angepasst dargestellt.
2 Inklusive Fremdanteile.
| Aktiva in Mio € | 30.06.2010 | 31.12.2009 | 30.06.2009 |
|---|---|---|---|
| Goodwill | 5.676,5 | 5.536,6 | 6.428,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.946,3 | 2.068,7 | 2.309,9 |
| Sachanlagen | 5.947,4 | 5.784,3 | 6.044,5 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 18,7 | 19,3 | 16,8 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 401,2 | 398,0 | 472,1 |
| Sonstige Finanzanlagen | 7,0 | 8,0 | 9,5 |
| Aktive latente Steuern | 726,7 | 728,9 | 443,0 |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung | 76,3 | 70,8 | 83,5 |
| Langfristige Derivate und verzinsliche Anlagen | 89,4 | 78,4 | 15,0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 19,8 | 18,9 | 35,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 13,3 | 12,7 | 12,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.922,6 | 14.724,6 | 15.870,3 |
| Vorräte | 2.529,1 | 2.076,0 | 2.246,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.778,4 | 3.648,1 | 3.202,1 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 209,1 | 184,9 | 159,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 597,1 | 540,5 | 596,5 |
| Ertragsteuerforderungen | 140,6 | 94,2 | 101,5 |
| Kurzfristige Derivate und verzinsliche Anlagen | 46,3 | 25,8 | 39,2 |
| Flüssige Mittel | 1.239,4 | 1.712,8 | 2.000,5 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 23,3 | 42,3 | 45,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.563,3 | 8.324,6 | 8.391,0 |
| Bilanzsumme | 24.485,9 | 23.049,2 | 24.261,3 |
| Passiva in Mio € | 31.12.2009 | 30.06.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 512,0 | 432,6 | 432,6 | |
| Kapitalrücklage | 4.140,7 | 3.139,5 | 3.125,5 | |
| Kumulierte einbehaltene Gewinne | 985,3 | 636,4 | 1.827,9 | |
| Erfolgsneutrale Rücklagen | 47,8 | -435,9 | -422,3 | |
| Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital | 5.685,8 | 3.772,6 | 4.963,7 | |
| Anteile in Fremdbesitz | 328,1 | 289,1 | 274,7 | |
| Eigenkapital | 6.013,9 | 4.061,7 | 5.238,4 | |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.410,9 | 1.345,0 | 774,7 | |
| Rückstellungen für latente Steuern | 202,9 | 196,5 | 335,3 | |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken | 363,8 | 351,7 | 384,6 | |
| Langfristiger Anteil der Finanzschulden | 6.061,9 | 5.967,7 | 9.559,6 | |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 38,7 | 36,2 | 42,0 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 8.078,2 | 7.897,1 | 11.096,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.244,5 | 2.819,5 | 2.464,1 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 731,1 | 644,7 | 521,4 | |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken | 1.328,2 | 1.342,9 | 929,3 | |
| Finanzschulden | 3.330,1 | 4.744,8 | 2.241,7 | |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 937,0 | 880,3 | 1.035,6 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 822,9 | 648,1 | 693,3 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | — | 10,1 | 41,3 | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 10.393,8 | 11.090,4 | 7.926,7 | |
| Bilanzsumme | 24.485,9 | 23.049,2 | 24.261,3 |
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| EBIT | 1.011,1 | -126,2 | 516,7 | 38,8 | |
| Gezahlte Zinsen | -384,2 | -391,6 | -140,3 | -145,5 | |
| Erhaltene Zinsen | 11,8 | 15,8 | 5,3 | 5,2 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -228,4 | -46,5 | -165,0 | -7,7 | |
| Erhaltene Dividenden | 37,1 | 50,8 | 17,8 | 17,3 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 813,2 | 823,4 | 419,3 | 408,9 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen |
-40,4 | 49,1 | -23,9 | 55,5 | |
| Gewinne aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
-3,0 | -5,5 | -3,9 | -5,2 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | 6,9 | — | 21,4 | — | |
| Veränderungen der | |||||
| Vorräte | -287,7 | 372,7 | -113,6 | 329,3 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -857,5 | 148,6 | -141,1 | 268,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 260,4 | -44,6 | 227,2 | 116,0 | |
| Pensionsrückstellungen | 26,9 | 134,1 | 5,1 | 14,5 | |
| übrigen Aktiva und Passiva | 16,8 | 17,5 | -46,0 | 197,7 | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 383,0 | 997,6 | 579,0 | 1.292,9 | |
| Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
14,5 | 34,6 | 7,1 | 23,0 | |
| Investitionen in Sachanlagen und Software | -430,0 | -413,7 | -252,0 | -173,9 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige |
-31,8 | -23,3 | -20,8 | -22,0 | |
| Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen inkl. abgehender flüssiger Mittel |
30,6 | 137,0 | 6,8 | 137,4 | |
| Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen inkl. übernommener flüssiger Mittel |
-10,2 | -43,8 | -0,8 | -0,9 | |
| Verzinsliche Ausleihungen | — | 1,4 | — | 0,0 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -426,9 | -307,8 | -259,7 | -36,4 | |
| Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit | -43,9 | 689,8 | 319,3 | 1.256,5 | |
| Veränderung der Finanzschulden | -1.567,8 | -271,5 | -509,0 | -463,9 | |
| Sukzessive Erwerbe | -21,1 | — | -21,1 | — | |
| Ausgabe von Aktien | 1.056,0 | — | -0,8 | — | |
| Dividenden und Kapitalrückzahlungen an Minderheitsgesellschafter | -22,1 | -7,4 | -21,2 | -1,4 | |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -555,0 | -278,9 | -552,1 | -465,3 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel | -598,9 | 410,9 | -232,8 | 791,2 | |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 1.712,8 | 1.569,4 | 1.410,3 | 1.206,5 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel | 125,5 | 20,2 | 61,9 | 2,8 | |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 1.239,4 | 2.000,5 | 1.239,4 | 2.000,5 |
| Kumulierte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeich | einbe | Suk | Anteile in | |||||||
| Anzahl | netes | Kapital | haltene | zessive | Kumuliertes übriges | Fremd | ||||
| Aktien1 | Kapital | rücklage | Gewinne | Erwerbe2 | Eigenkapital | Summe | besitz | Gesamt | ||
| Unterschiedsbetrag | aus | |||||||||
| in | Währungs | Finanz | ||||||||
| 1.000 | umrech | instru | ||||||||
| Mio € | Stück | nung3 | menten4 | |||||||
| Stand 01.01.2009 | 169.006 | 432,6 | 3.097,9 | 2.217,2 | -33,4 | -346,0 | -102,9 | 5.265,4 | 264,5 | 5.529,9 |
| Konzernergebnis | — | — | — | -457,1 | — | — | — | -457,1 | 14,9 | -442,2 |
| Veränderungen | ||||||||||
| übriges Eigenkapital5 | — | — | — | — | — | 147,0 | -19,8 | 127,2 | -3,4 | 123,8 |
| Konzerngesamt | ||||||||||
| ergebnis | — | — | — | -457,1 | — | 147,0 | -19,8 | -329,9 | 11,5 | -318,4 |
| Gezahlte/beschlos | ||||||||||
| sene Dividende | — | — | — | — | — | — | — | — | -10,8 | -10,8 |
| Ausgabe von Aktien6 | — | — | 7,6 | — | — | — | — | 7,6 | — | 7,6 |
| Sukzessive Erwerbe5 | — | — | — | — | 0,6 | — | — | 0,6 | -4,2 | -3,6 |
| Veränderung Fremdanteile7 |
— | — | — | — | — | — | — | — | 13,7 | 13,7 |
| Euroumstellung in der Slowakei |
— | — | — | 67,8 | — | -67,8 | — | — | — | — |
| Investorenverein | ||||||||||
| barung Schaeffler | — | — | 20,0 | — | — | — | — | 20,0 | — | 20,0 |
| Stand 30.06.2009 | 169.006 | 432,6 | 3.125,5 | 1.827,9 | -32,8 | -266,8 | -122,7 | 4.963,7 | 274,7 | 5.238,4 |
| Stand 01.01.2010 | 169.006 | 432,6 | 3.139,5 | 636,4 | -34,4 | -276,0 | -125,5 | 3.772,6 | 289,1 | 4.061,7 |
| Konzernergebnis | — | — | — | 348,9 | — | — | — | 348,9 | 37,1 | 386,0 |
| Veränderungen | ||||||||||
| übriges Eigenkapital | — | — | — | — | — | 510,7 | -16,8 | 493,9 | 34,4 | 528,3 |
| Konzerngesamt | ||||||||||
| ergebnis | — | — | — | 348,9 | 510,7 | -16,8 | 842,8 | 71,5 | 914,3 | |
| Gezahlte/beschlos | ||||||||||
| sene Dividende | — | — | — | — | — | — | — | — | -22,7 | -22,7 |
| Ausgabe von Aktien6 | 31.000 | 79,4 | 1.001,2 | — | — | — | — | 1.080,6 | — | 1.080,6 |
| Sukzessive Erwerbe | — | — | — | — | -10,2 | — | — | -10,2 | -11,6 | -21,8 |
| Veränderung Fremdanteile7 |
— | — | — | — | — | — | — | — | 1,8 | 1,8 |
| Stand 30.06.2010 | 200.006 | 512,0 | 4.140,7 | 985,3 | -44,6 | 234,7 | -142,3 | 5.685,8 | 328,1 | 6.013,9 |
1 Im Umlauf befindliche Aktien.
2 Sukzessive Erwerbe von Anteilen vollkonsolidierter und nach der Equity-Methode bilanzierter Unternehmen.
3 Beinhaltet einen Anteil von 0,0 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
4 Der Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultiert im Wesentlichen aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Cashflow-Hedges zur Zins- und Währungssicherung. 5
Die Vergleichswerte zum 30. Juni 2009 wurden entsprechend angepasst dargestellt. 6
Beinhaltet den Aufwand aus Aktienoptionsplänen und das Abfindungsangebot für erteilte und noch nicht ausgeübte Bezugsrechte. Im Jahr 2010 ist zudem der Netto-Emissionserlös der Kapitalerhöhung unter Berücksichtigung von Steuereffekten enthalten.
7 Betrifft die Veränderung der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisänderungen oder Kapitalerhöhungen.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Pkw-Reifen |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.827,4 | 2.310,3 | 2.776,8 | 2.777,9 |
| EBIT | 309,2 | -43,7 | 95,2 | 501,3 |
| in % vom Umsatz | 10,9 | -1,9 | 3,4 | 18,0 |
| Abschreibungen1 | 160,1 | 219,9 | 209,6 | 120,1 |
| Investitionen2 | 69,8 | 97,5 | 70,7 | 131,2 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 4.051,8 | 3.215,2 | 4.425,2 | 2.411,9 |
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 28.875 | 25.676 | 28.727 | 27.430 |
| Sonstiges/ | Continental | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Nfz-Reifen | ContiTech | Konso. | Konzern |
| Umsatz | 630,6 | 1.477,7 | -146,3 | 12.654,4 |
| EBIT | -7,5 | 196,9 | -40,3 | 1.011,1 |
| in % vom Umsatz | -1,2 | 13,3 | — | 8,0 |
| Abschreibungen1 | 54,5 | 47,5 | 1,5 | 813,2 |
| Investitionen2 | 18,8 | 41,8 | 0,3 | 430,1 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 647,4 | 1.086,0 | -51,5 | 15.786,0 |
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 6.910 | 24.919 | 228 | 142.765 |
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Pkw-Reifen |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.916,1 | 1.487,5 | 2.004,3 | 2.115,2 |
| EBIT | 56,4 | -252,7 | -244,4 | 282,8 |
| in % vom Umsatz | 2,9 | -17,0 | -12,2 | 13,4 |
| Abschreibungen1 | 165,6 | 220,8 | 228,2 | 116,2 |
| Investitionen2 | 61,8 | 127,9 | 64,5 | 92,1 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 4.143,1 | 3.662,9 | 4.540,2 | 2.367,0 |
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 25.601 | 23.102 | 27.028 | 25.935 |
| Sonstiges/ | Continental | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Nfz-Reifen | ContiTech | Konso. | Konzern |
| Umsatz | 477,8 | 1.157,0 | -94,7 | 9.063,2 |
| EBIT | -14,0 | 69,5 | -23,8 | -126,2 |
| in % vom Umsatz | -2,9 | 6,0 | — | -1,4 |
| Abschreibungen1 | 41,6 | 50,4 | 0,6 | 823,4 |
| Investitionen2 | 21,1 | 46,1 | 0,2 | 413,7 |
| Operative Aktiva (zum 30. Juni) | 651,4 | 995,0 | 43,0 | 16.402,6 |
| Mitarbeiter zum 30. Juni (Anzahl)3 | 7.434 | 21.219 | 215 | 130.534 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Ohne Auszubildende.
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| Chassis & Safety | 309,2 | 56,4 | 160,2 | 71,0 | |
| Powertrain | -43,7 | -252,7 | -22,1 | -102,4 | |
| Interior | 95,2 | -244,4 | 40,3 | -143,0 | |
| Pkw-Reifen | 501,3 | 282,8 | 286,6 | 190,8 | |
| Nfz-Reifen | -7,5 | -14,0 | -13,4 | -0,3 | |
| ContiTech | 196,9 | 69,5 | 104,7 | 34,9 | |
| Sonstiges/Konsolidierung | -40,3 | -23,8 | -39,6 | -12,2 | |
| EBIT | 1.011,1 | -126,2 | 516,7 | 38,8 | |
| Zinsergebnis | -321,9 | -329,2 | -168,2 | -201,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 689,2 | -455,4 | 348,5 | -162,5 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -303,2 | 13,2 | -206,8 | -17,9 | |
| Konzernergebnis | 386,0 | -442,2 | 141,7 | -180,4 | |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -37,1 | -14,9 | -20,5 | -9,4 | |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 348,9 | -457,1 | 121,2 | -189,8 | |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 | |
| Ergebnis pro Aktie in €, verwässert | 1,74 | -2,70 | 0,61 | -1,12 |
Dieser Zwischenbericht wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) aufgestellt. Die Erstellung des Zwischenberichts erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenbericht werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2009 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2009 ausführlich erläutert. Zusätzlich werden die zum 30. Juni 2010 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2009. Die Effekte hieraus haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Continental-Konzern.
Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird, unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind.
Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Quartalsabschlüsse insgesamt davon unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in der Zusammenfassung des Zwischenberichts oder in den nachfolgenden Erklärungen enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.
Die Netto-Pensionsaufwendungen der Pensionsrückstellungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni 2010 | 1. Januar bis 30. Juni 2009 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USA/ | USA/ | |||||||||
| D | CAN | UK | Übrige | Gesamt | D | CAN | UK Übrige Gesamt | |||
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen |
||||||||||
| Ansprüche | 25,3 | 4,4 | 1,4 | 5,4 | 36,5 | 25,7 | 4,0 | 1,4 | 4,9 | 36,0 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
43,8 | 27,0 | 5,4 | 4,9 | 81,1 | 43,7 | 27,7 | 5,3 | 5,0 | 81,7 |
| Erwartete Erträge des Fondsvermögens |
-14,7 | -25,8 | -5,7 | -2,4 | -48,6 | -29,4 | -23,6 | -5,2 | -2,0 | -60,2 |
| Amortisationsbeträge ver sicherungsmathematischer Verluste und Gewinne sowie sonstiger Aufwendungen |
0,0 | 10,3 | 0,8 | 0,6 | 11,7 | 2,3 | 13,5 | 0,3 | 0,1 | 16,2 |
| Auswirkungen der Begrenzung des Vermögenswertes sowie von Plananpassungen |
— | 1,7 | — | — | 1,7 | — | -0,1 | 0,0 | 0,0 | -0,1 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 54,4 | 17,6 | 1,9 | 8,5 | 82,4 | 42,3 | 21,5 | 1,8 | 8,0 | 73,6 |
Die Rückerstattungen aus den in Deutschland abgeschlossenen Contractual Trust Arrangements (CTAs), die Vermögensumschichtungen innerhalb der CTAs sowie die Aufgabe der Planvermögenseigenschaft der verbliebenen Vermögenswerte der entsprechenden CTAs in 2009 wirkten sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 15,8 Mio € negativ auf das EBIT und damit auf die Netto-Pensionsaufwendungen aus.
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 1. Januar bis 30. Juni | |||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | |||
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 0,9 | 2,1 | ||
| Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtung | 5,6 | 6,1 | ||
| Amortisationsbeträge versicherungsmathematischer Gewinne und Sonstiges | 0,0 | -2,5 | ||
| Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen | 5,7 |
Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsrückstellungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und Großbritannien, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2010 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns Einzahlungen in Höhe von 24,5 Mio € in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 5,9 Mio €). Im Vorjahreszeitraum erfolgte aus den CTAs und dem in diesem Zusammenhang an einen Treuhänder ausgegliederten Vermögen eine Rückerstattung in Höhe von insgesamt 112,1 Mio € für seit Auflegung der CTAs entstandene und bisher durch den Continental-Konzern verauslagte Pensionszahlungen.
Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen betragen im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2010 insgesamt 91,9 Mio € (Vj. 82,8 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen insgesamt 7,5 Mio € (Vj. 6,6 Mio €).
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 357 inländische und ausländische Gesellschaften, an denen die Continental AG direkt oder indirekt mit mindestens 20% der Stimmrechte beteiligt ist. Davon werden 312 Gesellschaften voll konsolidiert und 45 nach der Equity-Methode bilanziert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2009 hat sich der Konsolidierungskreis um zwei Gesellschaften erhöht. Es wurden fünf Gesellschaften gegründet und sieben Einheiten erworben. Drei Gesellschaften wurden verschmolzen, fünf Einheiten verkauft und zwei Gesellschaften entkonsolidiert.
Gegenüber dem 30. Juni 2009 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um eine Gesellschaft verringert. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis betreffen im Wesentlichen Verschmelzungen und Verkäufe in den Automotive Divisionen und in der Division Conti-Tech sowie Entkonsolidierungen und Liquidationen in der Division ContiTech. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Neugründungen im Rahmen des Carve Outs und Erwerbe in den Rubber Divisionen.
Im Berichtszeitraum erfolgte die Auszahlung des Gesamt-Kaufpreises in Höhe von 6,2 Mio € zum Erwerb von 49 % der Anteile an der Avtoelektronika-Elkar (Avtel), Kaluga, Russland.
Die Aufstockung der Anteile von bisher jeweils 51 % auf nunmehr jeweils 60 % an der Continental Automotive Corporation, Yokohama, Japan, sowie an der Continental Automotive Corp. Lian Yun Gang Co. Ltd., Lian Yun Gang, China, stärkt die Position auf dem Komponenten- und Systemmarkt, insbesondere für Bremsanlagen, und ermöglicht die Vermarktung eines erweiterten Produktportfolios. Die Continental AG, Hannover, hat ihre Anteilsquote zum einen durch einseitige Kapitalerhöhungen aufgestockt, zum anderen wurden durch die Continental Automotive Corporation, Yokohama, Japan, eigene Anteile vom bisherigen Joint-Venture-Partner, Nisshinbo Holdings Inc., Tokio, Japan, zu einem Kaufpreis von 16,7 Mio € erworben. Entsprechende Verträge wurden zum 1. April 2010 wirksam. Die Gesellschaften sind der Division Chassis & Safety zugeordnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis, Kapitalerhöhungen und Minderheitsanteilen in Höhe von insgesamt -5,5 Mio € wurde erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.
Zur Stärkung der Position auf dem chinesischen Markt für Antriebsriemen hat die ContiTech AG, Hannover, die bislang in Fremdbesitz befindlichen 40,0 % Restanteile an der ContiTech-Jiebao Power Transmission Systems Co., Ltd., Ninghai, China, zu einem Kaufpreis von 4,4 Mio € erworben. Der Kaufvertrag wurde am 2. Mai 2010 unterschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Minderheitsanteilen in Höhe von -3,3 Mio € wurde erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.
Zur Stärkung des Geschäftsfeldes Spezialgurte übernahm die ContiTech Transportbandsysteme GmbH, Hannover, im Rahmen eines Asset Deals das Werk der Metso Minerals (Deutschland) GmbH in Moers. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Mai 2010. Der Kaufpreis beträgt 10,2 Mio €.
Weitere Akquisitionen betreffen den Erwerb von Anteilen an einer europäischen Reifen-Vertriebsgruppe.
Die Effekte dieser Transaktionen inklusive der entsprechenden, vorläufigen Kaufpreisallokationen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2010 sind unwesentlich.
Die Effekte der finalen Kaufpreisabrechnung aus dem Verkauf der VDO Automotive Huizhou Co. Ltd, Huizhou, China, im Februar 2010, die zu einem Erlös von 25,3 Mio € nach Quellensteuern führten, sind unwesentlich. Der Verkauf von zwei zur Veräußerung bestimmten kleineren Geschäftsaktivitäten der ContiTech wirkte sich gleichfalls unwesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 30. Juni 2010 aus.
Die Continental überprüft die Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. In der Berichtsperiode fielen in diesem Zusammenhang Aufwendungen in Höhe von insgesamt 14,7 Mio € an, insbesondere für die Standorte Hannover-Stöcken, Deutschland, mit 13,8 Mio € und Costa Rica mit 7,2 Mio €. Gegenläufig wirkten Wertaufholungen für den Standort Huntsville, USA, insbesondere aufgrund weiterer Nutzungsmöglichkeiten von Maschinen innerhalb des Konzerns. Im Vorjahreszeitraum fielen als Ergebnis einer derartigen Überprüfung keine wesentlichen Abschreibungen an.
Durch die Veräußerung des assoziierten Unternehmens Hyundai Autonet Co. Ltd., Kyoungki-do, Südkorea, ergab sich im Jahr 2009 ein Wertminderungsbedarf von 73,6 Mio €.
Aufgrund des Bilanzverlustes der Continental AG erfolgte keine Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009. Im Vorjahreszeitraum erfolgte für das Geschäftsjahr 2008 aufgrund des Bilanzverlustes der Continental AG gleichfalls keine Ausschüttung.
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie beläuft sich für das erste Halbjahr 2010 auf 1,74 € (Vj. -2,70 €), für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2010 auf 0,61 € (Vj. -1,12 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2009 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2010 keine wesentlichen Veränderungen. Aus Vorermittlungen der Europäischen Kommission wegen behaupteter Kartellverstöße bei Automobilelektrik-Zulieferern kann es bei einem Beteiligungsunternehmen, falls Verstöße gegen kartellrechtliche Vorschriften festgestellt werden, zu zukünftigen wesentlichen Verpflichtungen kommen.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2009. Im Vorjahreszeitraum vereinbarten die Continental AG und die Schaeffler Gruppe eine weltweite Einkaufskooperation, um sowohl bei Materialkosten als auch bei Nicht-Produktionsmaterialien entsprechende Optimierungen und Vorteile zu erzielen.
Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.
Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der sechs Divisionen der Continental AG verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2010.
Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Finanzergebnis verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2010.
Wie in den Nachverhandlungen des VDO-Kredits und der Forward Start Facility vereinbart, haben die Continental AG und ausgewählte Tochterunternehmen im Berichtszeitraum den kreditgebenden Banken erstmalig ein Sicherheitenpaket gewährt. Dieses besteht aus Garantien bestimmter Tochterunternehmen, der Verpfändung der Gesellschaftsanteile an den garantierenden Tochterunternehmen sowie bestimmter Kontoguthaben und aus der Abtretung konzerninterner Ansprüche. Weitere Sicherheiten wurden für den VDO-Kredit und die Forward Start Facility nicht gestellt.
Des Weiteren wurden Forderungen im Zusammenhang mit Forderungsverkaufsprogrammen sowie als Sicherheit für die Verbindlichkeit aus dem Kredit der Europäischen Investitionsbank abgetreten.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag für die ersten sechs Monate 2010 belaufen sich auf 303,2 Mio € (Vj. Ertragsposition von 13,2 Mio €).
Der Steueraufwand der Berichtsperiode ist maßgeblich durch eine Wertberichtigung in Höhe von 88,0 Mio € auf aktive latente Steuern bezüglich des fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland beeinflusst. Hierbei wurden der mit dem relevanten Steuersatz bewertete steuerliche Zinsvortrag aus dem Jahr 2009 in Höhe von 68,9 Mio € sowie Erhöhungen des Berichtsjahres, unter Berücksichtigung steuerplanerischer Gestaltungsmöglichkeiten, in Höhe von 19,1 Mio € vollständig wertberichtigt. Insbesondere die im Mai 2010 erfolgte Ratingverschlechterung der Continental AG, einhergehend mit höheren Zinsmargen auf bestehende Kredite, sowie die daher zukünftig steigende Zinsbelastung aus der Emission der Euro-Anleihe mit einem Anleihevolumen von 750,0 Mio € im Juli 2010, lassen zum heutigen Zeitpunkt eine Nutzung des Zinsvortrags in Deutschland als unzureichend wahrscheinlich ansehen.
Der Steueraufwand der Vorjahresperiode wurde maßgeblich durch eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von 107,0 Mio € in Deutschland beeinflusst. Diese war erforderlich, da nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung bereits aufgrund von Anteilserwerben der Schaeffler KG im Jahr 2008 ein schädlicher Anteilseignerwechsel nach § 8c KStG durch Überschreiten der 25 %-Grenze eingetreten ist. Continental teilt diese Rechtsauffassung nicht und geht bereits mit Rechtsmitteln in einem Musterverfahren dagegen vor.
Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.
Am 6. Januar 2010 beschloss der Vorstand der Continental AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Erhöhung des Grundkapitals von 432.655.316,48 € um nominell 79.360.000,00 € auf 512.015.316,48 € durch Ausgabe von 31.000.000 neuen Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2007).
Die Kapitalerhöhung wurde in Form eines Bezugsangebots an die Aktionäre der Continental AG durchgeführt. Hierbei wurden durch ein Bankenkonsortium unter Führung von Deutsche Bank AG, Goldman Sachs International und J.P. Morgan Securities Ltd. in einem ersten Schritt am 6. Januar 2010 im Rahmen einer Privatplatzierung 24,55 Mio Aktien bei institutionellen Anlegern platziert. Am 12. Januar wurden im Rahmen eines Accelerated Bookbuilt Offering weitere 6,45 Mio Aktien bei institutionellen Anlegern zu einem Preis von 40,00 € platziert. Aufgrund der Ausübung der Bezugsrechte durch die Streubesitzaktionäre wurde die Zuteilung um 3,4 Mio Aktien verringert. Neben den genannten Instituten wurde die Kapitalerhöhung auch durch BNP Paribas, CALYON und HSBC Trinkaus begleitet.
Die Aktionäre konnten vom 12. Januar bis einschließlich 25. Januar 2010 ihre Bezugsrechte ausüben und zwei neue Aktien für je elf alte Aktien beziehen. Der Börsenhandel der Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse fand vom 12. Januar 2010 bis (einschließlich) 21. Januar 2010 statt. Die neuen Aktien sind ab dem Geschäftsjahr 2009 voll dividendenberechtigt.
Am 26. Januar 2010 teilte Continental mit, dass mehr als 99 % der Streubesitzaktionäre von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machten. Insgesamt wurde ein Netto-Emissionserlös von 1.056,0 Mio € vor Steuereffekten erzielt. Die Kapitalerhöhung diente der Rückführung von Verbindlichkeiten der Continental AG aus dem VDO-Kredit.
Die größten Aktionäre der Continental AG, die 88,9 % des Grundkapitals der Gesellschaft vor der Kapitalerhöhung repräsentierten (Schaeffler KG 49,9 %, M.M.Warburg & CO KGaA 19,5 %, B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG 19,5 %), hatten dabei unwiderruflich gegenüber dem Bankenkonsortium erklärt, ihre Bezugsrechte nicht auszuüben und nicht an Dritte zu übertragen. Mit Abschluss des Bezugsangebots hielten die vorgenannten Großaktionäre rechnerisch insgesamt 75,1 % am erhöhten Grundkapital der Continental AG. Der Freefloat der Continental-Aktie stieg somit auf 24,9 %.
Am 14. Januar 2010 startete die Einbeziehung der neuen Aktien in den Handel am regulierten Markt der Wertpapierbörsen von Frankfurt, Hannover, Hamburg und Stuttgart. Die Lieferung und Abrechnung der im Bezugsangebot bezogenen bzw. sonstigen nicht bezogenen neuen Aktien erfolgte am 28. Januar 2010.
Die Schaeffler GmbH hat der Continental Aktiengesellschaft am 29. Juni 2010 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Schaeffler GmbH an der Gesellschaft am 28. Juni 2010 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und an diesem Tag 42,17 % betrug. Im Übrigen setzt sich die Aktionärsstruktur der 200.005.983 Stück ausstehenden Continental-Aktien nach Durchführung der Kapitalerhöhung im Januar 2010 rechnerisch wie folgt zusammen: 16,48 % M.M.Warburg & CO KGaA, 16,48 % B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG. Der Streubesitz beträgt 24,87 %.
Der Zwischenlagebericht und der verkürzte Zwischenabschluss wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen.
Zum 9. Juli 2010 hat der Continental-Konzern eine in Euro denominierte Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 750,0 Mio € und einer Laufzeit von fünf Jahren bei qualifizierten Investoren im In- und Ausland platziert. Die Anleihe wird von der Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, begeben und von der Continental AG sowie ausgewählten Tochtergesellschaften garantiert. Der Zinskupon liegt bei 8,5 % p.a. und die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich nachträglich. Der erzielte Netto-Emissionserlös wurde zur vorzeitigen teilweisen Rückzahlung des VDO-Kredits eingesetzt.
Anfang Juli 2010 wurde die Maschineninstallation im neuen Pkw-Reifenwerk im chinesischen Hefei gestartet. Die erste Phase des Projekts mit einer Baufläche von rund 70.000 m² ist damit erfolgreich abgeschlossen. Plangemäß sollen die ersten vor Ort produzierten Continental-Reifen Anfang 2011 in China auf den Markt kommen. Das Werk Hefei strebt in diesem ersten Schritt eine Jahresproduktion von vier Mio Pkw-Reifen an. Langfristig soll die Kapazität ausgeweitet werden, um dem dynamischen Marktwachstum nicht nur in China, sondern in ganz Asien gerecht zu werden.
Im Mai 2009 hatte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. ("DPR") eine Prüfung des Konzernund Jahresabschlusses sowie des Konzernlageberichts und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2008 gemäß § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 HGB eingeleitet. Es handelte sich um eine stichprobenartige Prüfung. Wir verweisen zu den Details auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2009. Am 26. Juli 2010 hat uns die DPR nach Abschluss ihrer Prüfung die nachfolgende Fehlerfeststellung mitgeteilt:
"Die Werthaltigkeit des im Konzernabschluss der Continental AG zum 31. Dezember 2008 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwertes, der nach der Erfassung einer Wertminderung von € 1,2 Mrd mit € 6,4 Mrd bilanziert wurde, ist methodisch und aufgrund der gesetzten Annahmen anhand des durchgeführten Wertminderungstests nicht in voller Höhe nachgewiesen. Der folgende Wertminderungstest führte zu weiteren Abschreibungen von € 876 Mio im Konzernabschluss 2009. Der Wertminderungstest des Geschäftsund Firmenwertes zum 31. Dezember 2008 verstößt gegen IAS 36.33."
Der Vorstand der Continental AG hat sich dazu entschlossen, diese Fehlerfeststellung zu akzeptieren. Die Fehlerfeststellung zum Werthaltigkeitstest beschränkt sich auf die Methodik. Der Betrag einer weiteren Wertberichtigung konnte seitens der DPR nicht ermittelt werden. Im Rahmen des Verfahrens lag der DPR auch der im Geschäftsjahr 2009 durchgeführte Werthaltigkeitstest, der zu weiteren Abschreibungen des Goodwill in Höhe von 875,8 Mio € in 2009 führte, vor. Die DPR hat bezüglich dieses Wertminderungstests keine Veranlassung gesehen, eine anlassbezogene Prüfung einzuleiten, d. h., dass der Goodwill zum 31. Dezember 2009 in angemessener Höhe ausgewiesen war.
Gemäß IAS 8.43 i. V. m. IAS 8.5 hält der Vorstand der Continental AG eine rückwirkende Änderung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 für undurchführbar, da insbesondere eine rückwirkende Anpassung umfangreiche Schätzungen erforderlich machen würde und es unmöglich ist, eine objektive Unterscheidung der Informationen, die damals zur Verfügung standen, von seither eingetretenen tatsächlichen Entwicklungen vorzunehmen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2010 werden sich ebenfalls nicht ergeben, da eventuelle Fehler jedenfalls bereits Ende 2009 ausgeglichen waren.
Hannover, 27. Juli 2010
Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, 27. Juli 2010
Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand
| 23. Februar |
|---|
| 23. Februar |
| 28. April |
| 4. Mai |
| 29. Juli |
| 3. November |
| 3. März |
|---|
| 3. März |
| 28. April |
| Mai |
| August |
| Oktober |
Continental Aktiengesellschaft, Postfach 169, 30001 Hannover Vahrenwalder Straße 9, 30165 Hannover Telefon +49 511 938 - 01, Telefax +49 511 938 - 8 17 70, [email protected], www.continental-corporation.com
Die Continental AG ist ein Offizieller Sponsor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™.
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