Annual Report • Mar 27, 2018
Annual Report
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Lösungen für saubere Luft. Geschäftsbericht 2017
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| Mio € | 2017 | 2016 | Δ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 44.009,5 | 40.549,5 | 8,5 |
| EBITDA | 6.678,9 | 6.057,4 | 10,3 |
| in % vom Umsatz | 15,2 | 14,9 | |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 | 11,4 |
| in % vom Umsatz | 10,4 | 10,1 | |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 | 6,5 |
| Ergebnis pro Aktie in € | 14,92 | 14,01 | 6,5 |
| Umsatz bereinigt1 | 43.401,3 | 40.545,2 | 7,0 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 | 4.746,9 | 4.309,8 | 10,1 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,9 | 10,6 | |
| Free Cashflow | 1.752,8 | 1.771,3 | –1,0 |
| Netto-Finanzschulden | 2.047,6 | 2.797,8 | –26,8 |
| Gearing Ratio in % | 12,6 | 19,0 | |
| Eigenkapital | 16.290,3 | 14.734,8 | 10,6 |
| Eigenkapitalquote in % | 43,5 | 40,7 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)3 | 235.473 | 220.137 | 7,0 |
| Dividende pro Aktie in € | 4,504 | 4,25 | 5,9 |
| Jahresschlusskurs5 in € | 225,05 | 183,70 | 22,5 |
| Jahreshöchstkurs5 in € | 228,85 | 220,10 | |
| Jahrestiefstkurs5 in € | 180,70 | 158,20 |
1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
3 Ohne Auszubildende.
4 Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. April 2018.
5 Notierungen der Continental-Aktie im XETRA-System der Deutsche Börse AG.
2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Konzernstruktur im Überblick
1 Seit Januar 2018 einzelne Geschäftsbereiche umorganisiert.
2 Seit Juni 2017 umbenannt.
| Automotive Group | Rubber Group | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2017 | 2016 | in % | 2017 | 2016 | in % |
| Umsatz | 26.565,4 | 24.496,4 | 8,4 | 17.494,7 | 16.097,6 | 8,7 |
| EBITDA | 3.296,4 | 2.615,0 | 26,1 | 3.499,6 | 3.559,6 | –1,7 |
| in % vom Umsatz | 12,4 | 10,7 | 20,0 | 22,1 | ||
| EBIT | 2.086,8 | 1.526,6 | 36,7 | 2.593,5 | 2.688,6 | –3,5 |
| in % vom Umsatz | 7,9 | 6,2 | 14,8 | 16,7 | ||
| Umsatz bereinigt1 | 26.486,5 | 24.496,4 | 8,1 | 16.965,4 | 16.093,3 | 5,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 | 2.222,1 | 1.613,4 | 37,7 | 2.643,6 | 2.815,8 | –6,1 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 8,4 | 6,6 | 15,6 | 17,5 |
1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Aus Gründen der Sprachvereinfachung und der besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht die maskuline grammatikalische Form verwendet. Sie schließt beide Geschlechter ein.
Continental gehört mit einem Umsatz von 44,0 Milliarden Euro im Jahr 2017 zu den weltweit führenden Automobilzulieferern.
In unseren fünf Divisionen Chassis & Safety, Powertrain, Interior, Reifen und ContiTech entwickeln wir intelligente Technologien, Produkte und Services für die Mobilität der Menschen und ihrer Güter.
Mehr als 235.000 Mitarbeiter in 61 Ländern setzen sich täglich dafür ein.
Verkehrsaufkommens erreichen.
Viele Innovationen stehen bereits zur Verfügung. Ein kluger Technologiemix und intelligente Mobilitätskonzepte können nachhaltige Erfolge erzielen.
Für wirksamen Klimaschutz brauchen wir kluge Köpfe auf allen wichtigen Technologie-Feldern. Mit ihrer Hilfe machen wir Antriebe sauber und Fahrzeuge leichter. Mit intelligenten Reifen und Fahrerassistenzsystemen verringern wir Emissionen. Wir vernetzen die Verkehrsinfrastruktur mit den Fahrzeugen und die Fahrzeuge untereinander für optimalen Verkehrsfluss und den energiesparenden, sicheren Transport von Mensch und Material. Ohne das Zusammenspiel aller Köpfe und Technologien werden die weltweiten CO2-Ziele nicht erreicht, und damit der Klimaschutz gefährdet."
Dr. Elmar Degenhart Vorsitzender des Vorstands
Der Verkehr wächst und wächst. Und mit ihm die Sorge um saubere Luft – weltweit. Wie lassen sich Emissionen dennoch senken, in den Städten wie auf dem Land? Es gibt schon heute eine Vielzahl technologischer Lösungen: Wir stellen sie Ihnen in unserem digitalen Magazin vor.
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| Kennzahlen Continental-Konzern | U3 |
|---|---|
| Konzernübersicht und Kennzahlen | U4 |
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | 4 |
| Mitglieder des Vorstands | 6 |
| Continental-Aktie und -Anleihen | 8 |
| Corporate Governance | 14 |
| Bericht des Aufsichtsrats Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung |
14 |
| nach § 289f HGB | 18 |
| Compliance | 23 |
| Vergütungsbericht | 24 |
| Ausgewählte finanzwirtschaftliche Begriffe | 38 |
|---|---|
| Unternehmensprofil | 40 |
| Konzernstruktur Konzernstrategie Unternehmenssteuerung |
40 43 46 |
| Forschung und Entwicklung | 49 |
| Nachhaltigkeit | 51 |
| Mitarbeiter | 52 |
| Umwelt Gesellschaftliche Verantwortung |
56 58 |
| Wirtschaftsbericht | 59 |
| Rahmenbedingungen | 59 |
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | 59 |
| Entwicklung wesentlicher | |
| Abnehmerbranchen | 60 |
| Entwicklung der Rohstoffmärkte | 63 |
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 65 |
| Ertragslage | 66 |
| Finanzlage | 72 |
| Vermögenslage | 74 |
| Automotive Group | 78 |
| Entwicklung der Division Chassis & Safety | 79 |
| Entwicklung der Division Powertrain | 82 |
| Entwicklung der Division Interior | 84 |
| Rubber Group | 87 |
| Entwicklung der Division Reifen Entwicklung der Division ContiTech |
88 91 |
| Die Continental AG | |
|---|---|
| Kurzfassung nach HGB | 94 |
| Sonstige Angaben | 96 |
| Abhängigkeitsbericht | 96 |
| Ergänzende Angaben und Erläuterungen | |
| gemäß § 289a und § 315a HGB | 96 |
| Vergütung des Vorstands | 97 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | |
| nach § 289f HGB | 98 |
| Risiko- und Chancenbericht Risiko- und Chancenmanagement |
99 |
| und internes Kontrollsystem | 99 |
| Wesentliche Risiken | 101 |
| Finanzrisiken | 101 |
| Marktrisiken | 102 |
| Operative Risiken | 103 |
| Rechtliche und umweltbezogene Risiken | 105 |
| Wesentliche Chancen | 107 |
| Aussage zur Gesamtrisiko- und | |
| Gesamtchancensituation | 108 |
| Prognosebericht | 109 |
| Künftige Rahmenbedingungen | 109 |
|---|---|
| Prognose der gesamtwirtschaftlichen | |
| Entwicklung | 109 |
| Prognose der Entwicklung wesentlicher | |
| Abnehmerbranchen | 110 |
| Ausblick des Continental-Konzerns | 111 |
| Erklärung des Vorstands | 115 |
|---|---|
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen | |
| Abschlussprüfers | 116 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 120 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 121 |
| Konzernbilanz | 122 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 124 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 125 | |
| Konzernanhang | 126 |
| Segmentberichterstattung | 126 |
| Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze | |
| der Rechnungslegung | 133 |
| Neue Rechnungslegungsvorschriften | 141 |
| Konsolidierungskreis und Informationen | |
| zu Tochterunternehmen und Beteiligungen | 147 |
| Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
148 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und | |
| Verlustrechnung | 151 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz Sonstige Erläuterungen |
156 196 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 205 |
|---|---|
| Mitglieder des Vorstands und ihre Mandate | 206 |
| Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Mandate 207 | |
| Zehnjahresübersicht – Konzern | 209 |
| Termine | 210 |
| Impressum | 211 |
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vor einem Jahr habe ich Ihnen an dieser Stelle eine Fortsetzung unseres profitablen Wachstums versprochen. Heute kann ich Ihnen mitteilen: Unser für 2020 erwarteter Umsatz von über 50 Milliarden Euro ist in greifbare Nähe gerückt!
Im zurückliegenden Jahr haben wir 44 Milliarden Euro Umsatz erreicht. Ein Plus von mehr als acht Prozent gegenüber 2016. Wir wachsen damit schneller als die Märkte, auf denen wir tätig sind. Und dies profitabel: Unsere Kapitalrendite liegt bei 20,6 Prozent und damit über dem Ziel von 20 Prozent. Ihre Continental fährt mit voller Kraft weiter auf Erfolgskurs.
Für das laufende Jahr haben wir eine ähnlich hohe Profitabilität fest im Blick. Und das bei einem Umsatzzuwachs auf rund 47 Milliarden Euro. Wir bereiten unsere Organisation auf kommende Herausforderungen in unseren Industrien vor. Wir werden dafür noch flexibler. Momentan führen wir dazu ausführliche Analysen durch. Ob bzw. welche Änderungen sich daraus ergeben werden, ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen.
Unsere drei Automotive-Divisionen ergreifen bereits die im industriellen Wandel steckenden Chancen: Chassis & Safety (Sicherheits- und Assistenzsysteme sowie automatisiertes Fahren), Interior (Vernetzung und Komfortelektronik) und Powertrain (Antriebstechnologien). Seit 2015 steigt ihr Auftragseingang jährlich prozentual zweistellig. Damals lag er bei 30 Milliarden Euro. Heute nähern wir uns 40 Milliarden Euro. Das stark wachsende Vertrauen unserer Kunden in unsere Innovationskraft sichert unsere Zukunftsfähigkeit.
Wir wachsen vor allem mit digitalen Lösungen. Dazu gehört die Elektronik im Fahrzeug. Ebenso zählen dazu Sensoren, Aktuatoren und Software-Programme. Sie machen in der Automotive Group mehr als zwei Drittel des Werts des Auftragseingangs aus. Im Bereich der Digitalisierung von Fahrzeugen zählen wir weltweit zu den größten Anbietern.
Kunden und Konsumenten akzeptieren Technologien, die verlässlich und erschwinglich sind. Beispiel: Fahrerassistenzsysteme. Sie sind unser am schnellsten wachsender Produktbereich. Innerhalb weniger Jahre steigerten wir allein mit der zugehörigen Sensorik und Software unseren Umsatz. Er stieg von nahezu null auf 1,6 Milliarden Euro.
Hinzu kommen Systeme für den Dialog zwischen Mensch und Fahrzeug und die vernetzte Mobilität. Bis heute haben wir weltweit mehr als 30 Millionen Fahrzeuge mit unseren Technologien für Vernetzung ausgestattet. Mit unserem jüngsten Zukauf Argus Cyber Security schützen wir künftig die Daten dieser rollenden Computer auf höchstem Niveau.
Mit all den genannten Aktivitäten wachsen wir: Im Jahr 2020 rechnen wir daraus bereits mit einem Umsatzanteil von etwa 10 Prozent in der Automotive Group. Und das ist nicht das Ende.
Wir wachsen darüber hinaus mit Technologien für saubere Luft. Dazu zählen Hybrid- und Elektroantriebe sowie effizientere Verbrennungsantriebe und Systeme für die Abgasreinigung. Wir rechnen weltweit mit 110 Millionen produzierten Fahrzeugen im Jahr 2025. Etwa jedes zehnte Fahrzeug wird dann rein elektrisch fahren, jedes vierte mit hybridem Antrieb. Ihre Continental wird dann etwa jedes fünfte Fahrzeug mit Antriebslösungen ausstatten.
Neue Kunden werden auf uns aufmerksam. Städte und Kommunen zählen dazu. Denn sie brauchen intelligente, vernetzte Fahrzeuge und ebensolche Verkehrskonzepte. Damit vermeiden sie Staus oder unnötige Parkplatzsuche. Ergebnis: bessere Luft. Angepasste, intelligente Empfehlungen für Fahrtrouten in nahezu Echtzeit helfen bei Staus. Denn damit nehmen nicht mehr alle dieselbe Straße zur Umfahrung.
Automatisiert, elektrifiziert, vernetzt: Die Fahrzeuge der Zukunft rollen weiter auf unseren Reifen. In diesem Geschäft haben wir 2017 ebenfalls wieder stärker als der Gesamtmarkt zugelegt. Unsere Umsatzrendite ist nach wie vor erstklassig. Ihre Continental rückt damit in der Spitzengruppe der Reifenhersteller immer weiter vor.
Der Anteil des Umsatzes mit Industriekunden und Endverbrauchern soll schrittweise von 28 Prozent in Richtung 40 Prozent steigen. Der größte Beitrag kommt aus unserem Reifenersatzgeschäft und von der Division ContiTech. ContiTech wächst vor allem mit Oberflächenmaterialien und innovativen Systemen für den Transport von Materialien.
Mit Ihrer Anlageentscheidung setzen Sie auf Spitzentechnologien von Continental. Sie machen den Straßenverkehr sicherer. Sie bewahren Millionen Menschen täglich vor Unfällen. Sie verringern Emissionen. Sie machen das Fahren entspannter und komfortabler.
Sie setzen darüber hinaus auf profitables Wachstum.
Dafür danke ich Ihnen im Namen unseres weltweiten Teams.
Ihr Vertrauen und das unserer Kunden sind unser Antrieb!
Dr. Elmar Degenhart Vorsitzender des Vorstands
geb. 1959 in Hagen, Nordrhein-Westfalen Finanzen, Controlling, Compliance, Recht und IT bestellt bis Dezember 2019
geb. 1955 in Bogotá, Kolumbien Division Powertrain bestellt bis Dezember 2019
geb. 1969 in Hamburg Personal Arbeitsdirektorin Nachhaltigkeit bestellt bis September 2022
geb. 1959 in Dossenheim, Baden-Württemberg Vorsitzender des Vorstands Unternehmenskommunikation Qualität und Umwelt Konzern Continental Business System Zentralfunktionen Automotive bestellt bis August 2019
geb. 1958 in Hannover, Niedersachsen Division ContiTech bestellt bis April 2023
geb. 1960 in Groß-Gerau, Hessen Division Chassis & Safety bestellt bis September 2021
geb. 1971 in Groß-Gerau, Hessen Division Reifen Einkauf Konzern bestellt bis August 2022
geb. 1963 in Viechtach, Bayern Division Interior bestellt bis August 2022
In den ersten Wochen des Jahres 2017 tendierten die Leitbörsen in Europa, den USA und in Asien zunächst überwiegend seitwärts, da klare Impulse fehlten. Ab Ende Januar verbesserte sich die Stimmung an den US-amerikanischen Börsen, da die neue US-Regierung umfangreiche Steuersenkungen, Deregulierungen und Infrastrukturmaßnahmen in Aussicht stellte. Auch die europäischen Börsen verzeichneten im Februar steigende Kurse. Der Anstieg fiel jedoch verhaltener aus, da sich Sorgen über handelshemmende Maßnahmen der USA und der bis dahin ungewisse Ausgang der im März 2017 bevorstehenden Wahl in den Niederlanden bremsend auswirkten. Unterstützend wirkten in Europa und den USA überwiegend bessere Unternehmensergebnisse als erwartet. Positive Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone ließen Ende März die Kurse europäischer Aktien weiter ansteigen.
In den ersten Wochen des zweiten Quartals überraschten Andeutungen der US-amerikanischen Notenbank Fed über eine mögliche schnellere Normalisierung ihrer Geldpolitik die Investoren. Außerdem sorgten die politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie der Syrienkonflikt für Verunsicherung. Rückläufige Kurse an den Aktienmärkten weltweit waren die Folge. Zudem warteten viele Anleger auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahl in Frankreich am 23. April 2017. Dessen Ergebnis führte zu wachsender Zuversicht und steigenden Kursen an den europäischen und vielen internationalen Aktienmärkten. Zweifel an der Umsetzbarkeit der angekündigten fiskalischen und steuerpolitischen Maßnahmen der US-Regierung führten Mitte Mai zu Gewinnmitnahmen an den Börsen weltweit. Infolge positiver Wirtschaftsdaten stabilisierten sich die Aktienkurse in den folgenden Wochen jedoch wieder. Auch der DAX stieg im Juni erneut an und markierte am Vormittag des 20. Juni 2017 mit 12.951,54 Punkten ein neues Allzeithoch. Im Tagesverlauf leiteten jedoch ein deutlicher Preisrückgang für Rohöl und der Beginn der Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union erneut Gewinnmitnahmen ein. Im Juni führten zudem Änderungen der Prognosen von einzelnen Unternehmen aus dem Automobilsektor und der Chemiebranche zu weiteren Kursrückgängen, insbesondere an den europäischen Börsen.
Im dritten Quartal 2017 setzte sich die Aufwertung des Euro, die im zweiten Quartal nach der französischen Präsidentschaftswahl begonnen hatte, weiter fort. Hierdurch wurden insbesondere exportorientierte Werte an den Börsen des Euroraums belastet. Dagegen beflügelte der schwächere US-Dollar zusammen mit guten Unternehmens- und Konjunkturdaten die Kurse an den US-amerikanischen Börsen. Im August führten dann die erneut wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie Ängste vor einer Eskalation des Konflikts zu rückläufigen Kursen an den Börsen weltweit. Der DAX sank zeitweise unter 11.900 Punkte, stabilisierte sich aber Ende August über der Marke von 12.000 Punkten. Signale der Entspannung des Nordkoreakonflikts sorgten im September für einen Stimmungsumschwung an den Aktienmärkten und für wieder steigende Kurse. An den Börsen des Euroraums unterstützte dies auch die Entwicklung des Eurokurses, der sich gegenüber dem US-Dollar wieder abschwächte. Ursächlich hierfür waren vor allem die Aussicht auf lange Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl in Deutschland, die politischen Spannungen zwischen Katalonien und der spanischen Regierung sowie die Ankündigung der US-amerikanischen Notenbank Fed, ihre durch die Anleiheankäufe stark ausgeweitete Bilanzsumme ab Oktober 2017 wieder abzubauen.
Im vierten Quartal 2017 setzte sich die gute Stimmung an den Aktienmärkten zunächst fort. In den USA wurde im Verlauf des Quartals die Zustimmung sowohl des Repräsentantenhauses als auch des Senats zur Steuerreform der US-Regierung zunehmend als wahrscheinlich angesehen. Aufgrund der angestrebten Senkung der Unternehmenssteuern beflügelte dies erneut die US-amerikani-
schen Aktienmärkte. Zudem notierte der US-Dollar im November und Dezember gegenüber dem Euro wieder schwächer. Der Dow-Jones-Index eilte von Rekord zu Rekord und stand – nach der kurz vor Weihnachten in den USA erfolgten Verabschiedung der Steuerreform – Ende des Jahres bei 24.719,22 Punkten. Mit einem Anstieg um fast 5.000 Punkte erreichte er 2017 einen Zuwachs von 25,1 %. In Europa wirkte dagegen ab November die Verteuerung des Euro bremsend auf die Aktienmärkte und führte zu Gewinnmitnahmen. Der DAX, der Anfang November mit 13.525,56 Punkten noch ein neues Allzeithoch markiert hatte, schloss am Jahresende bei 12.917,64 Punkten. Im Gesamtjahr zeigte er damit eine Performance von 12,5 %. Der EURO STOXX 50 beendete das Jahr bei 3.503,96 Punkten und erzielte damit einen Anstieg um 6,5 %.
Europäische Automobil- und Zuliefererwerte profitierten im ersten Quartal 2017 von erfreulichen Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa. Die Sorgen vieler Anleger über mögliche handelshemmende Maßnahmen der USA belasteten jedoch im weiteren Verlauf des Quartals exportorientierte europäische Automobilwerte.
Im zweiten Quartal führten rückläufige Absatzzahlen für Pkw, vor allem in den USA, sowie steigende Lagerbestände in China zu wachsender Unsicherheit der Investoren hinsichtlich der zu erwartenden Entwicklung von Pkw-Absatz und -Produktion. Infolgedessen entwickelten sich die Kurse europäischer Automobilwerte im Quartalsverlauf schwächer als der Gesamtmarkt. Im Juni bewirkten Senkungen der Prognosen verschiedener Zulieferer sowie vorsichtigere Einschätzungen der Pkw-Absatzzahlen durch einen US-amerikanischen Hersteller, jeweils für das laufende Jahr, weitere Kursrückgänge.
Im dritten Quartal entwickelte sich der europäische Automobilsektor zunächst analog zum Gesamtmarkt. Im September führten, neben dem generellen Stimmungswechsel an den Märkten, die positive Neueinschätzung des Sektors seitens mehrerer Analysten und die Berichterstattung über die Fachmesse IAA in Frankfurt zu kräftig steigenden Kursen europäischer Automobil- und Zuliefererwerte.
Der positive Trend hielt analog zum Gesamtmarkt bis Anfang November an, bevor die Verteuerung des Euro auch die Aktien börsennotierter europäischer Automobil- und Zuliefererwerte belastete. Positive Pkw-Zulassungsdaten für West- und Osteuropa wirkten im Oktober und November unterstützend, wodurch der Sektor sich besser als der Gesamtmarkt entwickelte. Der EURO STOXX Automobiles & Parts erreichte im Gesamtjahr 2017 einen Kurszuwachs in Höhe von 13,8 %.
Die Continental-Aktie profitierte Mitte Januar 2017 von der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 sowie Anfang März von der Veröffentlichung der vollständigen Geschäftszahlen. Ebenfalls positiv wirkten sich Anfang Februar sowie in der zweiten Märzhälfte mehrere Hochstufungen und Kurszielanhebungen verschiedener Analysten auf den Aktienkurs aus. In der letzten Märzwoche überstieg die Continental-Aktie die Marke von 200€.
Im April 2017 gab auch die Continental-Aktie im Zuge des allgemeinen Markttrends zunächst nach. Die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2017 und die Anhebung der Umsatzprognose für das laufende Jahr sowie erneute Hochstufungen und Kurszielanhebungen verschiedener Analysten ließen die Continental-Aktie wieder ansteigen. In der zweiten Hälfte des Quartals sank sie zunächst auf Kurse um die 200-€-Marke, bevor sie am Quartalsende aufgrund negativer Meldungen aus dem Automobilsektor weiter nachgab.
Im dritten Quartal bewegte sich die Continental-Aktie zunächst innerhalb einer Kursspanne von 188 € bis 200€. Im September bewirkte dann das zunehmende Investoreninteresse am Sektor auch einen Anstieg der Continental-Aktie auf 214,75€ zum Quartalsende.
| EURO STOXX | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anlagezeitraum von 10.000 € | Continental1 | DAX | EURO STOXX 501 | Automobiles & Parts1 |
| 1 Jahr (01.01.2017 – 31.12.2017) | 12.504 € | 11.251 € | 10.986 € | 11.735 € |
| Rendite in % p. a. | 25,0 | 12,5 | 9,9 | 17,3 |
| 3 Jahre (01.01.2015 – 31.12.2017) | 13.547 € | 13.174 € | 12.331 € | 13.490 € |
| Rendite in % p. a. | 10,6 | 9,6 | 7,2 | 10,5 |
| 5 Jahre (01.01.2013 – 31.12.2017) | 28.196 € | 16.969 € | 15.817 € | 20.334 € |
| Rendite in % p. a. | 23,0 | 11,1 | 9,6 | 15,2 |
| 10 Jahre (01.01.2008 – 31.12.2017) | 30.024 € | 16.012 € | 11.817 € | 21.776 € |
| Rendite in % p. a. | 11,6 | 4,8 | 1,7 | 8,1 |
1 Inklusive reinvestierter Dividenden.
Der Kursanstieg setzte sich analog zum Gesamtmarkt bis Anfang November fort, bevor die allgemeine Marktentwicklung wieder zu rückläufigen Kursen führte. Die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2017 sowie der positive Ausblick auf das vierte Quartal stabilisierten die Continental-Aktie Mitte November bei Kursen um 215€. In den folgenden Wochen profitierte sie von der Sektorentwicklung sowie erneut von Kaufempfehlungen und Anhebungen des Kursziels seitens mehrerer Analysten.
Zum Jahresende 2017 notierte die Continental-Aktie bei einem Kurs von 225,05€. Gegenüber dem Jahresschlusskurs 2016 von 183,70€ erzielte sie im Jahr 2017 einen Kursanstieg von 22,5 %. Gemessen an dieser Kursperformance erreichte die Continental-Aktie im Jahr 2017 mit Platz 10 (Vj. Platz 27) einen der vorderen Plätze im Jahresranking der 30 DAX-Werte.
Unter Berücksichtigung einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 4,25 € erzielte die Continental-Aktie 2017 eine Rendite von 25,0 %. Ihre Vergleichsindizes übertraf sie damit deutlich. Der DAX erreichte 2017 eine Rendite von 12,5 %, der EURO STOXX 50 lag bei 9,9 % und der EURO STOXX Automobiles & Parts erzielte 17,3 % (jeweils inklusive reinvestierter Dividenden).
Im Performance-Vergleich über längere Zeiträume erreichte die Continental-Aktie ebenfalls eine bessere Wertentwicklung:
› Ein Mitteleinsatz in Höhe von 10.000 € in die Continental-Aktie Anfang 2015 hätte in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von 10,6 % pro Jahr oder einen Wertzuwachs von 35 % auf 13.547 € erzielt. Von den Vergleichsindizes erreichte nur der EURO STOXX Automobiles & Parts mit 10,5 % pro Jahr eine vergleichbare Rendite.
Wie im Vorjahr verharrten die Continental-Euro-Anleihen aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und der soliden Kapitalausstattung von Continental auch während des Jahres 2017 auf niedrigem Renditeniveau.
Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe verringerte sich 2017 durch die Reduzierung der Restlaufzeit um 293,4 Basispunkte auf 101,769 %.
Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende Dezember 2017 bei 100,776 % und damit 30,5 Basispunkte niedriger als zum Jahresende 2016.
Der Kurs der am 5. Februar 2020 fälligen 0,0 %-Euro-Anleihe, die im vierten Quartal 2016 emittiert worden war, bewegte sich 2017 um die 100 %-Marke. Ende 2017 notierte sie bei 100,227 % und damit 48,0 Basispunkte höher als zum Jahresende 2016.
Der Kurs der am 9. September 2020 fälligen 3,125 %-Euro-Anleihe sank im Berichtszeitraum, im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung der Restlaufzeit, um 275,2 Basispunkte. Ende 2017 notierte die Anleihe bei 108,272 %.
| WKN / ISIN | Kupon | Laufzeit | Volumen in Mio € | Emissionskurs | Kurs am 31.12.2017 | Kurs am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A1X24V / XS0953199634 | 3,000 % | 16. Juli 2018 | 750,0 | 98,950 % | 101,769 % | 104,703 % |
| A1Z7C3 / DE000A1Z7C39 | 0,500 % | 19. Februar 2019 | 500,0 | 99,739 % | 100,776 % | 101,081 % |
| A2DARM / XS1529561182 | 0,000 % | 5. Februar 2020 | 600,0 | 99,410 % | 100,227 % | 99,747 % |
| A1X3B7 / XS0969344083 | 3,125 % | 9. September 2020 | 750,0 | 99,228 % | 108,272 % | 111,024 % |
Der Kurs der am 20. März 2017 fälligen 2,5 %-Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sank während des ersten Quartals 2017 weiter in Richtung der 100 %-Marke. Am Tag der Fälligkeit erfolgte die Rückzahlung zum Nominalwert in Höhe von 750,0 Mio€.
Die Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS) blieben im Berichtszeitraum zunächst weitgehend unverändert auf relativ niedrigem Niveau. Gründe hierfür waren das im ersten Quartal 2017 vergleichsweise ruhige Börsenumfeld, die überwiegend positive Gewinnentwicklung vieler Unternehmen und das weiterhin niedrige Zinsniveau, insbesondere in der Eurozone aufgrund der unverändert expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die wachsende Zuversicht für die weitere Entwicklung der Eurozone nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahl in Frankreich führte nach dem 23. April 2017 auch zu sinkenden CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen.
Die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental bewegte sich im ersten Quartal 2017 noch innerhalb einer engen Bandbreite zwischen 50 und 60 Basispunkten. Im Verlauf des zweiten und dritten Quartals sank sie zeitweilig unter 40 Basispunkte. Im vierten Quartal verringerte sie sich weitgehend analog zu ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe bis auf 30,224 Basispunkte und markierte damit ein neues Elf-Jahrestief. Ende 2017 lag sie mit 32,563 Basispunkten um 26,518 Basispunkte unter dem Jahresendwert des Vorjahres von 59,081 Basispunkten. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex belief sich zum Jahresende auf -12,213 Basispunkte (31. Dezember 2016: -13,234 Basispunkte).
Die drei großen Ratingagenturen behielten ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental AG im Verlauf des Jahres 2017 unverändert bei.
| Ausblick | |
|---|---|
| BBB+ | stable |
| BBB+ | stable |
| Baa1 | stable |
| Rating |
| 31.12.2016 | Rating | Ausblick |
|---|---|---|
| Standard & Poor's1 | BBB+ | stable |
| Fitch2 | BBB+ | stable |
| Moody's3 | Baa1 | stable |
1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3 Kein Vertragsverhältnis seit 1. Februar 2014.
Im Berichtsjahr erhöhte sich das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis um 6,5 % auf einen neuen Höchstwert von 2,98 Mrd € nach 2,80 Mrd € im Vorjahr. Ursächlich hierfür war die insgesamt gute operative Entwicklung des Continental-Konzerns.
Das Ergebnis je Aktie, d. h. der Gewinnanteil, der je Anteilsschein auf die Aktionäre entfällt, ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der Continental AG zuzurechnenden Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Es stieg analog um 6,5 % auf 14,92 € (Vj. 14,01 €) – ebenfalls ein neuer Höchstwert.
Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der am 27. April 2018 in Hannover stattfindenden Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr um 5,9 % auf 4,50€ je Aktie vorzuschlagen. Seit der Ausschüttung von 1,50€ für das Geschäftsjahr 2011 wäre dies die sechste Dividendenanhebung in Folge. Der Ausschüttungsvorschlag entspricht 900,0 Mio € oder einer Ausschüttungsquote von 30,2 % des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnisses. Für das Jahr 2017 errechnet sich auf Basis des Dividendenvorschlags und des Jahresdurchschnittskurses der Continental-Aktie eine Dividendenrendite von 2,2 %.
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde eine Dividende in Höhe von 4,25 € je Aktie gezahlt. Insgesamt belief sich die Ausschüttung auf 850,0 Mio€. Die Ausschüttungsquote lag bei 30,3 %, die Dividendenrendite bei 2,3 %.
Der Streubesitz (Free Float) nach der Definition der Deutsche Börse AG lag zum Jahresende 2017 wie im Vorjahr bei 54,0 %. Die letzte Änderung erfolgte am 17. September 2013, als unser Großaktionär, die IHO-Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland, den Verkauf von 7,8 Mio Continental-Aktien bekannt gab und damit seinen Anteil an der Continental AG von 49,9 % auf 46,0 % reduzierte.
Die Marktkapitalisierung der Continental AG belief sich Ende 2017 auf 45,0 Mrd € (Vj. 36,7 Mrd €). Auf Basis des Streubesitzes ergab sich gemäß Deutsche Börse AG für die letzten 20 Handelstage des Jahres 2017 eine Marktkapitalisierung von durchschnittlich 24,3 Mrd € (Vj. 19,6 Mrd €). Das für die Indexauswahl ebenfalls relevante Handelsvolumen in Euro summierte sich von Januar bis Dezember 2017 auf 19,9 Mrd € (Vj. 20,5 Mrd €).
Zum Jahresende 2017 belegte die Continental-Aktie im Index-Ranking der Deutsche Börse AG bei der Free-Float-Marktkapitalisierung Platz 17 (Vj. Platz 16) bzw. beim Börsenumsatz Platz 20 (Vj. Platz 16) unter den 30 DAX-Werten.
Zum Jahreswechsel ermittelten wir wieder durch eine sogenannte Shareholder Identification (SID) die Verteilung des Streubesitzes der Continental-Aktien. Von den 108,0 Mio Aktien im Streubesitz konnten 91,5 Mio Anteilsscheine, die in Form von Aktien oder in den USA auch als American Depositary Receipts (ADRs) gehalten werden, institutionellen und privaten Investoren zugeordnet werden. Die Identifizierungsquote lag bei 84,7 % des Streubesitzes (Vj. 84,3 %).
81,8 Mio Anteilsscheine entfielen auf über 550 institutionelle Investoren in 37 Ländern. Privataktionäre in Deutschland, anderen europäischen Ländern und den USA hielten zum Jahresende 9,3 Mio Anteilsscheine.
Der identifizierte Anteilsbesitz von Continental-Aktien innerhalb Europas verringerte sich gemäß der SID auf 57,7 % (Vj. 61,7 %). Der identifizierte Anteilsbesitz institutioneller Anleger aus dem Vereinigten Königreich und Irland blieb dabei mit 24,3 % nahezu unverändert (Vj. 24,2 %). Die identifizierte Position deutscher institutioneller Investoren sank im Berichtsjahr auf 13,1 % (Vj. 15,4 %). Der Aktienbesitz deutscher Privataktionäre lag mit 6,3 % leicht über dem Vorjahreswert von 6,0 %. Der Anteilsbesitz französischer institutioneller Investoren blieb im Berichtsjahr relativ stabil und erreichte mit 6,0 % fast das Vorjahresniveau von 6,2 %. Skandinavische Investoren verfügten Ende 2017 über rund 3,0 % der Continental-Aktien (Vj. 4,3 %). In den übrigen europäischen Ländern wurde ein Anteilsbesitz von 5,0 % (Vj. 5,6 %) ermittelt.
In den USA und Kanada hielten Ende Dezember 2017 institutionelle und private Investoren insgesamt 23,9 % (Vj. 19,5 %) des Streubesitzes in Form von Aktien oder ADRs. In Kanada fiel der identifizierte Anteilsbesitz institutioneller Investoren am Ende des Berichtsjahres geringer aus, dagegen stieg er in den USA deutlich an.
Der identifizierte Anteilsbesitz institutioneller Investoren in Asien, Australien und Afrika lag Ende 2017 wie im Vorjahr bei 3,1 %.
| Aktienart | Stückaktie |
|---|---|
| Deutsche Börsenplätze (regulierter Markt) |
Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, Stuttgart |
| Wertpapierkennnummer | 543900 |
| ISIN | DE0005439004 |
| Reuters-Ticker-Symbol | CONG |
| Bloomberg-Ticker-Symbol | CON |
| Indexzugehörigkeit (Auswahl) |
DAX, Prime All Share, Prime Automobile, NISAX |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31.12.2017 | 200.005.983 Stück |
| Free Float zum 31.12.2017 | 54,0 % |
| Verhältnis | 1 Aktie : 5 ADRs |
|---|---|
| SEDOL-Nummer | 2219677 |
| ISIN | US2107712000 |
| Reuters-Ticker-Symbol | CTTAY.PK |
| Bloomberg-Ticker-Symbol | CTTAY |
| ADR Level | Level 1 |
| Handel | OTC |
| Sponsor | Deutsche Bank Trust Company Americas |
| Anzahl der ausgegebenen ADRs zum 31.12.2017 | 8.086.275 Stück (hinterlegt mit 1.617.255 Continental-Aktien) |
Das Grundkapital der Continental AG belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 unverändert auf 512.015.316,48 €. Es ist in 200.005.983 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € pro Aktie eingeteilt. Alle Aktien sind gleichermaßen dividendenberechtigt.
Gemäß § 20 der Satzung der Continental AG gewährt jede Aktie eine Stimme auf der Hauptversammlung. Die aktuelle Satzung ist im Internet unter www.continental-corporation.com in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance verfügbar.
Die Continental-Aktie ist unverändert an den deutschen Börsen in Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart im regulierten Markt notiert. Zudem wird die Continental-Aktie an weiteren Börsenplätzen in Deutschland und Europa im Freiverkehr gehandelt.
Neben der Notierung an europäischen Börsenplätzen wird die Continental-Aktie in den USA in Form eines Sponsored ADR-Programms am OTC-Markt ("Over The Counter", OTC) gehandelt. Eine Zulassung an einer US-amerikanischen Börse besteht nicht. Seit dem Split der ausstehenden ADRs am 23. Dezember 2013 im Verhältnis 1 : 5 entsprechen fünf Continental-ADRs einer Continental-Aktie.
Weitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen, zum Kreditrating sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.de abrufbar.
Zudem sind aktuelle Informationen zu Continental auch auf Twitter unter @Continental_IR verfügbar.
| 2017 | 2016 |
|---|---|
| 14,92 | 14,01 |
| 14,92 | 14,01 |
| 8,76 | 8,86 |
| 4,502 | 4,25 |
| 30,22 | 30,3 |
| 2,22 | 2,3 |
| 79,14 | 71,35 |
| 13,5 | 13,2 |
| 225,05 | 183,70 |
| 201,45 | 185,26 |
| 228,85 | 220,10 |
| 180,70 | 158,20 |
| 392.132 | 436.412 |
| 200,0 | 200,0 |
| 200,0 | 200,0 |
1 Alle Börsenkurse sind Notierungen der Continental-Aktie im XETRA-System der Deutsche Börse AG.
2 Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. April 2018.
3 Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital pro Aktie.
4 Den Anteilseignern zuzurechnendes Konzernergebnis pro Aktie zum Jahresdurchschnittskurs.
im Folgenden berichtet Ihnen der Aufsichtsrat über seine Arbeit und die seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2017: Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens eng begleitet, sorgfältig überwacht und ihm beratend zur Seite gestanden. Die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben haben wir umfassend wahrgenommen. Wir haben uns von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir rechtzeitig und unmittelbar eingebunden.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Angelegenheiten informiert. Dazu gehören maßgeblich die Planung, die Unternehmensstrategie, wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns und die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie Compliance-Themen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen hat der Vorstand ausführlich erläutert. Die Gründe für die Abweichungen sowie die eingeleiteten Maßnahmen hat er mit dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen eingehend diskutiert. Daneben haben sich der Aufsichtsrat, sein Präsidium und der Prüfungsausschuss in ihren Sitzungen und gesonderten Besprechungen intensiv mit sonstigen wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens befasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Insbesondere stand ich als Aufsichtsratsvorsitzender in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand sowie dem Vorstandsvorsitzenden und habe mich mit ihnen über aktuelle Fragen und Entwicklungen des Unternehmens ausgetauscht.
Der Aufsichtsrat kam 2017 zu vier ordentlichen Sitzungen, der Strategiesitzung und zwei Telefonkonferenzen zusammen. Bei zwei Sitzungen beriet der Aufsichtsrat zeitweise in Abwesenheit des Vorstands, eine Telefonkonferenz fand vollständig ohne den Vorstand statt. Das Präsidium hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen abgehalten. Der Prüfungsausschuss tagte 2017 viermal. Der Nominierungsausschuss hat sich schriftlich zum Vorschlag eines Kompetenzprofils für den Aufsichtsrat abgestimmt und in einer Sitzung einen Vorschlag für die zu benennenden unabhängigen Anteilseignervertreter verabschiedet (siehe auch Corporate-Governance-Bericht, Seite 20). Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht zusammenkommen. Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Alle Ausschüsse berichten regelmäßig an das Plenum. Der Corporate-Governance-Bericht (Seite 18 ff.) beschreibt ihre Aufgaben ausführlicher und nennt ihre Mitglieder.
Die meisten Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei allen Sitzungen persönlich anwesend. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im
vergangenen Geschäftsjahr jeweils an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Eine detaillierte Aufstellung der Sitzungsteilnahme jedes Aufsichtsratsmitglieds wird am 21. März 2018 mit der Einladung zur Hauptversammlung im Internet im Bereich Investoren veröffentlicht.
Wiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats sind die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Insbesondere in der Strategiesitzung haben Vorstand und Aufsichtsrat die strategischen Ziele und die strategische Planung des Konzerns und der Divisionen sowie die Strategie im Personalbereich erneut ausgiebig diskutiert. Darüber hinaus hat der Vorstand im April 2017 die vorläufigen Ergebnisse der Überprüfung der Strategie der Division Powertrain in einer gesonderten Telefonkonferenz vorgestellt.
Weitere wesentliche Themen der Strategiesitzung waren die Entwicklungen der Industrie 4.0 und die Cybersicherheit, die sowohl für das automatisierte Fahren als auch für die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen eine entscheidende Bedeutung haben wird. Mit dem Erwerb der Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, eines der weltweit führenden Unternehmen in diesem Bereich, hat Continental ihre Kompetenz insoweit erheblich erweitert. Der Aufsichtsrat hat dieser Transaktion nach eingehender Diskussion des Plenums in seiner Septembersitzung 2017 und weiteren Beratungen im Präsidium zugestimmt. Auch der Anfang Januar 2018 bekannt gegebene Erwerb einer indirekten Beteiligung an HERE International, B.V., Amsterdam, Niederlande, verbunden mit dem Abschluss eines Kooperationsvertrags, ist ein wichtiger Schritt, um zusätzliches profitables Wachstum auf dem Gebiet der Mobilitätsdienste und des automatisierten Fahrens zu generieren. Dieses Vorhaben hat der Aufsichtsrat ebenfalls in der Septembersitzung genehmigt.
Im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands über die laufende Geschäftsentwicklung war wie immer neben der Situation auf den Rohstoff- und Absatzmärkten die Entwicklung des Aktienkurses regelmäßiger Gegenstand der Beratungen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat weitere geschäftsleitende Maßnahmen des Vorstands erörtert, die nach Satzung der Gesellschaft und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. seines Präsidialausschusses bedürfen. Nach sorgfältiger Prüfung wurden Investitionsprojekte der Division Chassis & Safety und der Division Reifen genehmigt. Weitere Themen, mit denen sich der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr befasst hat, waren der Schutz der IT-Systeme des Unternehmens gegen Eingriffe von außen, das Risikomanagement in der Lieferkette und Kooperationen mit Universitäten. In seiner Sitzung am 13. Dezember 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Jahresplanung 2018 sowie der Langfristplanung und genehmigte die Planung sowie die Investitionspläne für das Geschäftsjahr 2018.
Regelmäßig überprüft der Aufsichtsrat die Vergütung des Vorstands. 2016 hatte der Aufsichtsrat wieder eine solche Überprüfung durchgeführt und dazu einen unabhängigen externen Berater hinzugezogen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat im Januar 2017 im Wesentlichen beschlossen, Bestandteile der variablen Vergütung anzuheben, das System der Vergütung aber unverändert zu lassen. Die Einzelheiten sind im Vergütungsbericht (Seite 24 ff.) erläutert. Die Hauptversammlung am 28. April 2017 hat das Vergütungssystem des Vorstands erneut gebilligt.
Dem Prüfungsausschuss hat der Vorstand ebenfalls fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens berichtet. Der Vorstand wird vom Leiter Accounting und von der Leiterin Corporate Controlling unterstützt, die dem Prüfungsausschuss in seinen Sitzungen so auch unmittelbar Informationen geben können. Darüber hinaus steht der Vorsitzende des Prüfungsausschusses außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Finanzvorstand und dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss lässt sich ebenfalls regelmäßig über die Entwicklung wesentlicher Akquisitions- und Investitionsprojekte informieren. 2017 betraf das z. B. die Erwerbe von A–Z Formen in der Division Reifen sowie von Elektrobit Automotive und Zonar Systems in der Division Interior, die 2015 bzw. 2016 vollzogen wurden.
Vor Veröffentlichung der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte hat der Prüfungsausschuss diese und insbesondere die Ergebniszahlen des jeweiligen Berichtszeitraums sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr eingehend mit dem Vorstand erörtert und kritisch hinterfragt. Den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), im Auftrag des Prüfungsausschusses einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Prüfungsausschuss hat ebenfalls den Auftrag für die Prüfung des Jahresabschlusses 2017 und des Konzernabschlusses 2017 sowie des Abhängigkeitsberichts dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, KPMG, erteilt und besonders wichtige Prüfungssachverhalte ("Key Audit Matters") mit dem Abschlussprüfer abgestimmt.
Der Prüfungsausschuss hat zur Kenntnis genommen, dass die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihre Prüfung des Abschlusses 2016 ohne Fehlerfeststellungen abgeschlossen hat. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss erneut einen Genehmigungsrahmen für die Beauftragung des Abschlussprüfers mit Nichtprüfungsleistungen nach der EU-Abschlussprüferverordnung festgelegt. Außerdem hat sich der Prüfungsausschuss u. a. mit
dem Prozess zur Auswahl eines neuen Abschlussprüfers befasst, weil spätestens 2021 ein Wechsel notwendig ist.
Eine neue Aufgabe des Prüfungsausschusses ist die Vorbereitung der Prüfung der erstmals für das Geschäftsjahr 2017 erforderlichen nichtfinanziellen Berichterstattung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat. Die Zuständigkeit, ggf. einen externen Prüfer mit der inhaltlichen Prüfung dieser Berichterstattung zu beauftragen, wurde ebenfalls an den Prüfungsausschuss delegiert. Der Prüfungsausschuss hat sich in mehreren Sitzungen mit den sich in diesem Zusammenhang ergebenden Fragen beschäftigt. Der Vorstand hat in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss entschieden, nicht den Lagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern, sondern einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht zu erstellen. Der Prüfungsausschuss hat beschlossen, die KPMG mit der inhaltlichen prüferischen Durchsicht des nichtfinanziellen Konzernberichts mit dem Ziel einer Beurteilung mit begrenzter Sicherheit ("limited assurance") zu beauftragen, und diesen Auftrag erteilt.
Der Prüfungsausschuss ist eng in das Compliance- und Risikomanagement eingebunden. Die Arbeit der Compliance-Abteilung und der Konzernrevision sowie die Berichterstattung über bedeutende Vorfälle sind regelmäßiger Gegenstand jeder Sitzung des Prüfungsausschusses. Dazu gehören insbesondere die im Risikound Chancenbericht und im Anhang zum Konzernabschluss näher erläuterten Angelegenheiten. Die Leiterin der Compliance-Abteilung und die Leiterin der Konzernrevision standen dem Prüfungsausschuss und seinem Vorsitzenden in Abstimmung mit dem Vorstand auch unmittelbar für Auskünfte zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt die wesentlichen Informationen im Rahmen seiner regelmäßigen Berichterstattung an das Plenum weiter. Darüber hinaus berichtet die Leiterin der Compliance-Abteilung dem Plenum des Aufsichtsrats einmal jährlich unmittelbar über die Arbeit der Compliance-Abteilung und bedeutende Compliance-Vorfälle.
Der Vorstand hat im Prüfungsausschuss zudem über die wesentlichen Risiken, die im Risikomanagementsystem erfasst sind, und die dazu beschlossenen Maßnahmen berichtet. Der Prüfungsausschuss hat sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt.
Der Aufsichtsrat hat sich in mehreren Sitzungen mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst, die Ende April 2017 in Kraft getreten sind. Soweit die neuen Empfehlungen den Aufsichtsrat betreffen, wird er ihnen folgen. Der Aufsichtsrat hat auch die Anregung des Kodex aufgenommen, in einen direkten Dialog mit Investoren zu aufsichtsratsspezifischen Themen einzutreten. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich dazu im November 2017 eine Telefonkonferenz mit Vertretern von Investoren geführt, in der wir u. a. die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Einbindung des Aufsichtsrats in die Strategie des Unternehmens diskutiert haben. In seiner Dezembersitzung 2017 hat der Aufsichtsrat eine aktualisierte Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet.
Im Berichtsjahr waren zwei Mitglieder des Aufsichtsrats bei einer Information des Vorstands in einer Sitzung zeitweise nicht anwesend, um jeden Anschein eines auch nur potenziellen Interessenkonflikts zu vermeiden. Sonstige Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht aufgetreten. Dem Aufsichtsrat hat nach seiner Einschätzung im Berichtszeitraum auch jederzeit eine angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex angehört.
Weitere Informationen zur Corporate Governance enthält der Corporate-Governance-Bericht (Seite 18 ff.).
Den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 unter Einbeziehung der Buchführung, des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems, den Konzernabschluss 2017 sowie den zusammengefassten Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns hat KPMG geprüft. Der Konzernabschluss 2017 der Continental AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Zum Risikofrüherkennungssystem hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen getroffen hat und dass das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschaft geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Außerdem hat KPMG den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Dazu hat KPMG folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte am 28. Februar 2018 mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Außerdem hat das Plenum des Aufsichtsrats diese in seiner Bilanzsitzung am 13. März 2018 ausführlich behandelt. Gegenstand der Beratungen war darüber hinaus der gesonderte nichtfinanzielle Bericht für den Continental-Konzern und die Continental AG nach § 289b bzw. § 315b HGB. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor diesen Sitzungen an alle Mitglieder des Prüfungsausschusses bzw. des Aufsichtsrats verteilt worden, sodass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Bei den Beratungen war der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts der Continental AG und des Konzerns sowie des Abhängigkeitsberichts einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands sowie auf der Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zum nichtfinanziellen Konzernbericht hat KPMG ein uneingeschränktes Prüfungsurteil erteilt. Das bedeutet, dass auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die zu der Auffassung gelangen lassen, dass der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht in allen wesentlichen Belangen nicht im Einklang mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt wurde. Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage seiner eigenen Prüfung, des Berichts des Prüfungsausschusses über seine vorbereitende Prüfung und seiner Empfehlung sowie der Prüfung des Berichts und des Prüfungsurteils der KPMG ebenfalls keine Gründe festgestellt, die der Ordnungs- und Zweckmäßigkeit des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts entgegenstehen.
Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung am 27. April 2018 gemeinsam mit dem Vorstand vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 4,50 € pro Aktie auszuschütten.
Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand Im Aufsichtsrat gab es 2017 keine personellen Veränderungen. Zum 28. Februar 2018 hat Hartmut Meine, bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, sein Amt niedergelegt, nachdem er in den Ruhestand getreten ist. Der Aufsichtsrat dankt Hartmut Meine für seine langjährige Tätigkeit und den konstruktiven Beitrag, den er zur Arbeit des Aufsichtsrats geleistet hat. Zu seiner Nachfolgerin hat das Amtsgericht Hannover am 8. Februar 2018 Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, bestellt.
Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, die im Berichtsjahr amtiert haben, finden Sie auf den Seiten 19 ff. und 207 f.
Dr. Ralf Cramer schied mit Ablauf seines Mandats am 11. August 2017 aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seinen engagierten Einsatz, den er in verschiedenen Funktionen über viele Jahre für das Unternehmen geleistet hat, zuletzt bei der sehr erfolgreichen Entwicklung der Aktivitäten in China. In der Septembersitzung hat der Aufsichtsrat Hans-Jürgen Duensing für weitere fünf Jahre bis Ende April 2023 zum Mitglied des Vorstands bestellt. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat auch eingehend mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand befasst. Mit Ausnahme einer Präsentation durch Dr. Ariane Reinhart fanden die Beratungen in Abwesenheit des Vorstands statt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre hervorragende Leistung, mit der sie die insgesamt erfreuliche Entwicklung des Unternehmens im vergangenen Jahr ermöglicht haben.
Hannover, 13. März 2018
Für den Aufsichtsrat
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle Vorsitzender
Eine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung (Corporate Governance) im Interesse aller Bezugsgruppen ist Maßstab des Handelns von Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG und Grundlage des Erfolgs der Gesellschaft. Im Folgenden berichten Aufsichtsrat und Vorstand über die Corporate Governance bei Continental. Diese Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f HGB ist gleichzeitig der Corporate-Governance-Bericht im Sinne der Empfehlung nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie wird durch den Vergütungsbericht der Continental AG ergänzt. Letzterer ist Teil des Lageberichts der Gesellschaft.
Im Dezember 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nachstehende jährliche Erklärung nach § 161 AktG abgegeben:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 7. Februar 2017; vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht am 24. April 2017) mit den nachstehenden Einschränkungen entsprochen wurde und wird. Auf die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom Dezember 2016 sowie auf vorangegangene Erklärungen nach §161 AktG und die darin erläuterten Abweichungen von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird Bezug genommen.
› Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex soll der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benennen, die unter anderem eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat solche Ziele benannt. Dabei hat der Aufsichtsrat jedoch auf die Festlegung einer Altersgrenze verzichtet, weil er ein so pauschales Kriterium nicht für angemessen hält, um die Qualifikation eines einzelnen Kandidaten für die Wahl zum Mitglied des Aufsichtsrats zu bewerten.
Hannover, im Dezember 2017
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Elmar Degenhart Vorsitzender des Vorstands"
Die Erklärung ist den Aktionären auf unserer Internetseite in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort sind auch frühere Erklärungen nach §161 AktG einsehbar.
Die Continental AG erfüllt darüber hinaus alle Anregungen des Kodex mit folgender Ausnahme:
› Ziffer 3.7 Abs. 3 des Kodex regt an, dass der Vorstand in jedem Fall eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberuft. Vorstand und Aufsichtsrat halten es für sinnvoller, in der konkreten Situation zu entscheiden, ob die Einberufung einer Hauptversammlung angezeigt ist.
Wesentliche Grundlage der Unternehmensführung bei Continental sind die Corporate-Governance-Grundsätze der Continental AG. Sie lehnen sich eng an den Deutschen Corporate Governance Kodex an und sind in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance im Internet veröffentlicht.
Neben den Corporate-Governance-Grundsätzen sind die folgenden Prinzipien wesentliche Grundlagen unserer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung:
Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Continental AG bilden nach Gesetz und Satzung die Organe der Gesellschaft. Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Continental AG ein duales Führungssystem, das durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. Das Zusammenwirken von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung ist in der Übersicht dargestellt.
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung frei von Weisungen Dritter nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Alle Mitglieder des Vorstands tragen die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam. Unbeschadet dieses Grundsatzes der Gesamtverantwortung führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Zuständigkeit. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und in der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Der Vorstand besteht zurzeit aus acht
Mitgliedern. Wird ein Mitglied des Vorstands erstmals bestellt, geschieht dies in der Regel nur für drei Jahre. Über das Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze hinaus wird ein Mitglied des Vorstands in der Regel nicht bestellt.
Der Vorstand hat eine Geschäftsordnung, die insbesondere die Geschäftsverteilung unter den Vorstandsmitgliedern, die wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens und der Konzerngesellschaften, die einer Entscheidung des Gesamtvorstands bedürfen, die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden sowie das Verfahren der Beschlussfassung durch den Vorstand regelt. Die Geschäftsordnung des Vorstands ist im Internet in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance veröffentlicht. Für bedeutende Maßnahmen der Geschäftsleitung legen die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest.
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft.
In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsleitung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung des Aufsichtsrats seiner Zustimmung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt seine Belange nach außen wahr. Er ist in angemessenem Rahmen bereit, mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen Gespräche zu führen. Mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, steht er zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat setzt sich nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung der Gesellschaft aus 20 Mitgliedern zusammen. Grundsätzlich wird die eine Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung einzeln gewählt (Anteilseignervertreter), die andere von den Arbeitnehmern der Continental AG und der von ihr abhängigen deutschen Konzernunternehmen (Arbeitnehmervertreter). Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter sind gleichermaßen dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Vertreter der Anteilseigner. Er hat bei Stimmengleichheit ein entscheidendes Zweitstimmrecht.
Die Gesellschaft hat ein Einführungsprogramm eingerichtet, das nach der Neuwahl und Konstituierung des Aufsichtsrats den neu gewählten Mitgliedern einen konzentrierten Einblick in Produkte und Technologien gibt, aber auch über Finanzen, Controlling und Corporate Governance bei Continental informiert. Die aktuelle Amtszeit der Mitglieder des Aufsichtsrats läuft bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2019.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Im Rahmen von Gesetz und Satzung enthält sie u. a. nähere Bestimmungen zu den Aufsichtsratssitzungen, zur Verschwiegenheitspflicht, zum Umgang mit Interessenkonflikten, zu den Berichtspflichten des Vorstands und einen Katalog der Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist im Internet in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance veröffentlicht. Regelmäßig finden Beratungen des Aufsichtsrats in Abwesenheit des Vorstands statt. Vor jeder turnusmäßigen Sitzung des Aufsichtsrats kommen die Anteilseignerund die Arbeitnehmervertreter jeweils zu getrennten Vorgesprächen mit Mitgliedern des Vorstands zusammen.
Alle zwei bis drei Jahre überprüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit. Zuletzt hat sich der Aufsichtsrat im Jahr 2016 mit Unterstützung eines externen Beraters einer solchen Prüfung unterzogen. Sie hat die positive Entwicklung der Arbeit des Aufsichtsrats in den vergangenen Jahren erneut bestätigt. Die Empfehlungen aus der Effizienzprüfung 2016 hat der Aufsichtsrat aufgenommen.
Entsprechend Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat ein Kompetenzprofil erarbeitet und Ziele für seine Zusammensetzung benannt.
Der Aufsichtsrat soll in seiner Gesamtheit die nachstehenden Kompetenzfelder abdecken. Es wird nicht erwartet, dass sämtliche Aufsichtsratsmitglieder über alle nachstehenden Kompetenzen verfügen. Vielmehr soll jedes Kompetenzfeld durch mindestens ein Aufsichtsratsmitglied abgedeckt werden. Das Kompetenzprofil geht davon aus, dass alle Aufsichtsratsmitglieder über die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie über die für eine erfolgreiche Aufsichtsratstätigkeit notwendigen Eigenschaften verfügen. Hierzu zählen insbesondere Integrität, Leistungsbereitschaft, Diskussions- und Teamfähigkeit, ausreichende zeitliche Verfügbarkeit sowie Verschwiegenheit.
oder des Vorstands eines inländischen börsennotierten Unternehmens oder als Mitglied des entsprechenden Gremiums eines ausländischen börsennotierten Unternehmens verfügen.
Der Aufsichtsrat hat folgende Ziele für seine Zusammensetzung benannt:
Nach §96 Abs. 2 AktG gilt im Übrigen für den Aufsichtsrat der Continental AG die Verpflichtung, dass er grundsätzlich zu mindestens 30% aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen-gesetzt sein muss. Dazu berichtet die Gesellschaft auf Seite 22 gemäß §289f Abs. 2 Nr. 4 bis 6 HGB.
Über den Stand der Umsetzung der Ziele wird der Aufsichtsrat auch zukünftig regelmäßig im Corporate-Governance-Bericht informieren.
Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung werden die Erfüllung der Anforderungen des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben und gleichzeitig die benannten Ziele berücksichtigen.
Der Aufsichtsrat hat zurzeit vier Ausschüsse: den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den nach §27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Ausschuss (Vermittlungsausschuss).
Die Mitglieder des Vermittlungsausschusses bilden auch den Präsidialausschuss. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, sein Stellvertreter, Hartmut Meine (bis 28. Februar 2018), sowie Georg F. W. Schaeffler und Jörg Schönfelder an. Wesentliche Aufgaben des Präsidialausschusses sind die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie Abschluss, Beendigung und Änderung von Anstellungsverträgen und sonstigen Vereinbarungen mit ihnen. Für die Festsetzung der Gesamtvergütung des Vorstands ist jedoch ausschließlich das Plenum des Aufsichtsrats zuständig. Eine weitere wichtige Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Entscheidung über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Geschäften und Maßnahmen des Unternehmens. Diese Mitwirkungsrechte hat der Aufsichtsrat zum Teil auf den Präsidialausschuss mit der Maßgabe übertragen, dass jedes seiner Mitglieder im Einzelfall verlangen kann, eine Angelegenheit wieder dem Plenum zur Entscheidung vorzulegen.
Der Prüfungsausschuss kümmert sich im Wesentlichen um Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Risikomanagement und Compliance. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance sowie der vorbereitenden Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und gibt dazu seine Empfehlung an das Plenum des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung nach §171 AktG. Er berät außerdem über die Entwürfe der Zwischenberichte der Gesellschaft. Ferner ist er dafür zuständig, die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sicherzustellen, und er befasst sich mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Ausschuss erteilt den Prüfungsauftrag, bestimmt gegebenenfalls Berichtsschwerpunkte und vereinbart das Honorar. Zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung gibt er eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats ab. Seit 2017 ist er darüber hinaus für die vorbereitende Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung zuständig und beauftragt deren etwaige Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher. Er ist unabhängig und verfügt als Wirtschaftsprüfer über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Mit Klaus Rosenfeld gehört ein weiterer Finanzexperte dem Ausschuss an. Die anderen Mitglieder sind Peter Hausmann, Dirk Nordmann, Georg F. W. Schaeffler und Michael Iglhaut. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied und der Aufsichtsratsvorsitzende können nicht Vorsitzender des Prüfungsausschusses sein.
Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu empfehlen. Darüber hinaus obliegt es dem Ausschuss, dem Aufsichtsrat Ziele für seine Zusammensetzung sowie ein Kompetenzprofil vorzuschlagen und beides regelmäßig zu überprüfen. Dem Nominierungsausschuss gehören ausschließlich Anteilseignervertreter an, und zwar die beiden Anteilseignervertreter im Präsidialausschuss, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle und Georg F. W. Schaeffler, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher, und als weiteres Mitglied Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann.
Der Vermittlungsausschuss wird nach §31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG nur tätig, wenn ein Vorschlag zur Bestellung eines Mitglieds des Vorstands oder zur einvernehmlichen Aufhebung der Bestellung beim ersten Abstimmungsvorgang nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit findet. Einer erneuten Abstimmung ist dann zwingend ein Vermittlungsversuch durch diesen Ausschuss vorgeschaltet.
Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie auf den Seiten 207 f. Jährlich aktualisierte Lebensläufe sind im Internet in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance verfügbar.
Die Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung aus. Die ordentliche Hauptversammlung, die jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres stattfinden muss, entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Verwendung des Bilanzgewinns, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die Entlastung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder, die Wahl des Abschlussprüfers und Änderungen der Satzung der Gesellschaft. Jede Aktie der Continental AG gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten oder ein Höchststimmrecht existieren nicht.
Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Über die Internetseite der Gesellschaft kann überdies die Hauptversammlung in voller Länge verfolgt werden. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet die Gesellschaft allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. Dem Stimmrechtsvertreter können Weisungen zur Stimmabgabe, auch durch Nutzung eines Internetservices am Tag der Hauptversammlung bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden.
Für die Rechnungslegung des Continental-Konzerns sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) maßgeblich, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Grundlage des Jahresabschlusses der Continental AG sind die Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 sowie für die Durchsicht von Zwischenfinanzberichten der Gesellschaft hat die Hauptversammlung am 28. April 2017 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), bestellt. KPMG prüft seit mehr als 30 Jahren den Konzern- und Einzelabschluss. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer bei KPMG ist seit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 Dirk Papenberg.
Zu einer sorgfältigen Unternehmensleitung und guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagementsystem dient der Identifizierung und Beurteilung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Im Einzelnen berichten wir darüber im Risiko- und Chancenbericht, der Teil des Lageberichts zum Konzernabschluss ist.
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit und unserer Unternehmenskommunikation unterrichten wir Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen über die wesentlichen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens. Insbesondere stehen allen Aktionären unverzüglich sämtliche Informationen zur Verfügung, die auch Finanzanalysten und vergleichbare Adressaten erhalten. Als zeitnahe Informationsquelle steht vor allem die Internetseite der Continental AG zur Verfügung, wo u. a. Finanzberichte, Präsentationen aus Analysten- und Investorenkonferenzen sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft abrufbar sind. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (Geschäftsbericht und Zwischenberichte) und Veranstaltungen sowie die Termine der Hauptversammlung und der Jahrespressekonferenz werden in einem Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf auf der Internetseite der Gesellschaft publiziert. Die bisher bekannten Termine für 2018 und 2019 sind in der Rubrik Investoren/Veranstaltungen und Präsentationen aufgelistet.
Nach §96 Abs. 2 AktG setzt sich der Aufsichtsrat der Continental AG als börsennotierter Aktiengesellschaft, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Diese Mindestanteile sind ab dem 1. Januar 2016 zu beachten. Bestehende Mandate können jedoch nach §25 Abs. 2 Satz 3 EGAktG bis zu ihrem regulären Ende wahrgenommen werden. Sofern sich vor der nächsten turnusmäßigen Wahl die Notwendigkeit von Neubesetzungen ergibt, ist der Frauenanteil nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zu steigern. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der Continental AG lag zum 31. Dezember 2017 bei 25 %.
Nach §111 Abs. 5 AktG hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand und eine Frist zu ihrer Erreichung festzulegen. Liegt der Frauenanteil bei Festlegung unter 30 %, darf die Zielgröße den erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Aufgrund der aktuellen Zusammensetzung des Vorstands erwartet der Aufsichtsrat in den kommenden Jahren keine wesentlichen personellen Veränderungen. Der Aufsichtsrat hat daher im Dezember 2016 für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 für den Frauenanteil im Vorstand der Continental AG eine Zielgröße von mindestens 11 % festgelegt. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat beschlossen, die festgelegte Zielgröße zum 31. Dezember 2019 dahingehend zu überprüfen, ob angesichts des beschlossenen Maßnahmenplans eine höhere Zielgröße als 11 % festgelegt werden kann. Der Frauenanteil im Vorstand der Continental AG lag zum 31. Dezember 2017 und zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung bei 12,5 %.
Nach §76 Abs. 4 AktG ist der Vorstand der Continental AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands und eine Frist zu ihrer Erreichung festzulegen. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 hat der Vorstand im November 2016 folgende Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen der Continental AG unterhalb des Vorstands festgelegt: 26 % für die erste Führungsebene und 33 % für die zweite Führungsebene. Zum 31. Dezember 2017 lag der Frauenanteil für die erste Führungsebene bei 23 % und für die zweite Führungsebene bei 36 %. Über die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland hinaus bleibt für Continental als international tätiges Unternehmen das Ziel von vorrangiger Bedeutung, konzernweit den Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen.
Continental setzt auf die Vielfalt der Mitarbeiter. Für die Continental AG stehen derzeit Internationalität und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Zentrum des Engagements zur Förderung von Vielfalt.
Der Aufsichtsrat achtet bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt. Gleiches gilt für den Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen. Grundsätzlich zielt der Vorstand überall darauf ab, ein ausgewogenes Verhältnis von heimischen zu internationalen Führungskräften zu erreichen. Der Anteil an lokalen und internationalen Führungskräften schwankt je nach Region. 2017 lag der Anteil ausländischer Führungskräfte im Konzern bei rund 45 %.
Daneben arbeitet die Continental AG daran, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu steigern. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil konzernweit auf mindestens 16 % erhöht werden.
Die Maßnahmen und Programme zur Förderung von Internationalität und Frauen in Führungspositionen dienen auch der Nachfolgeplanung für den Vorstand, für die der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand sorgt. Sie ermöglichen es, potenzielle internationale und weibliche Kandidaten für die Besetzung von Vorstandspositionen zu identifizieren und zu entwickeln. Ziel ist es, durch diese Maßnahmen die Vielfalt im Vorstand mittelfristig weiter zu erhöhen.
Der Aufsichtsrat achtet bei seiner Zusammensetzung ebenfalls auf Vielfalt. Darunter versteht der Aufsichtsrat Vielfalt u. a. im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Herkunft und berufliche Erfahrungen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass er Vielfalt in seiner Zusammensetzung insbesondere über die Abdeckung der im Kompetenzprofil beschriebenen Kompetenzfelder und über die Ziele für seine Zusammensetzung erreicht.
Einer unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf die Continental AG und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und internen Regeln durch Management und Mitarbeiter (Compliance) ist daher seit Langem Ziel des Unternehmens und fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Neben unseren Unternehmensleitsätzen, den BASICS, und den Corporate-Governance-Grundsätzen kommt dies insbesondere in den Grundsätzen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und im für alle Mitarbeiter geltenden Verhaltenskodex zum Ausdruck. Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu diesen Grundsätzen und dem "Null-Toleranz"-Prinzip, insbesondere gegenüber Korruption und Verstößen gegen das Kartellrecht.
Grundlage unseres Compliance-Management-Systems (CMS) ist eine umfassende Analyse der Compliance-Risiken des Unternehmens. Das Unternehmen und seine Geschäftsaktivitäten werden im Hinblick auf potenzielle Compliance-Risiken untersucht, die sich z. B. aus Strukturen und Abläufen, einer bestimmten Marktsituation, aber auch aus der Tätigkeit in bestimmten geografischen Regionen ergeben können. Berücksichtigt werden u. a. die Ergebnisse der regelmäßigen konzernweiten Risikoberichterstattung genauso wie externe Quellen wie der "Corruption Perception Index" von Transparency International. Konkretisiert und vertieft wird die Analyse vor allem durch eine Vielzahl von Gesprächen mit Management und Mitarbeitern aller Ebenen. Die Risikoanalyse ist kein einmaliger Vorgang, sondern bedarf der ständigen Überprüfung und Aktualisierung.
Die Leiterin der Compliance-Abteilung führt die Compliance-Organisation operativ. Sie untersteht dem Corporate-Compliance-Officer, der direkt an den Finanzvorstand berichtet. Schwerpunkt der Arbeit der Compliance-Abteilung ist die Verhinderung von Verstößen gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht, von Korruption sowie von Betrug und anderen Vermögensdelikten. Für andere Bereiche, in denen das Risiko von Compliance-Verstößen besteht, liegt die Verantwortung für das Compliance-Management bei den dafür zuständigen Fachbereichen, die diese Aufgabe schon seit Langem kompetent wahrnehmen und dabei von der Compliance-Abteilung unterstützt werden.
Das CMS besteht aus den drei Säulen Vorbeugung, Aufdeckung und Reaktion:
› Die erste Säule des CMS – die Vorbeugung – umfasst neben der Risikoanalyse insbesondere die Schulung der Mitarbeiter. Dabei legen wir großen Wert auf Präsenzveranstaltungen, bei denen wir die Mitarbeiter unmittelbar und persönlich ansprechen und ihre Fragen diskutieren können. Außerdem kommen E-Learning-Programme zum Einsatz. Der Vorbeugung dienen darüber hinaus die Beratung durch die Compliance-Abteilung zu konkreten Sachverhalten und die unternehmensinterne Veröffentlichung von Leitlinien zu Themen wie Kartellrecht und Verhalten gegenüber Wettbewerbern, Geben und Nehmen von Geschenken oder Sponsoring. Um Compliance-Verstöße durch Zulieferer, Dienstleister, Vertreter oder vergleichbare Dritte zu vermeiden, die nachteilige Auswirkungen auf Continental haben oder dem Unternehmen
ggf. sogar nach Rechtsvorschriften wie dem "UK Bribery Act" zugerechnet werden könnten, hat Continental einen "Business Partner Code of Conduct" eingeführt. Seine Anerkennung ist grundsätzlich Voraussetzung für eine Geschäftsbeziehung mit Continental. Bei Bedarf erfolgt eine "Supplier Due Diligence" mit Blick auf Compliance-Themen.
2011 hat die Continental AG die Konzeption des CMS für die Bereiche Antikorruption, Wettbewerbs-/Kartellrecht, Betrug und sonstige Vermögensdelikte durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) prüfen lassen. EY hat ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. 2012 hat EY die Implementierung des CMS nach IDW PS 980 geprüft und ist Anfang 2013 zum gleichen Ergebnis gekommen. Im Frühjahr 2016 wurde auch die Prüfung der Wirksamkeit des CMS durch EY nach IDW PS 980 erfolgreich abgeschlossen.
Wesentliche Compliance-relevante Sachverhalte und Risiken sind im Risiko- und Chancenbericht (Seite 99 ff.) und im Anhang zum Konzernabschluss (Kapitel 32) näher erläutert.
Dieser Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts.
Nach dem Aktiengesetz (AktG) ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Der Aufsichtsrat hat Struktur und wesentliche Elemente des Vergütungssystems des Vorstands im September 2013 neu festgelegt. Die Hauptversammlung am 25. April 2014 hat dieses System der Vergütung der Vorstandsmitglieder nach §120 Abs. 4 AktG gebilligt.
Der Aufsichtsrat überprüft die Vergütung des Vorstands regelmäßig. 2016 hatte er erneut einen unabhängigen Berater beauftragt, um System, Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands überprüfen zu lassen. Ergebnis war, dass Vergütungssystem und -struktur, wie sie nachstehend detailliert dargestellt sind, die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechen. Der Gutachter hat die Höhe der Vergütung insgesamt als angemessen beurteilt. Um die Direktvergütung – d. h. die fixe und variable Vergütung – insgesamt jeweils auf die Mitte einer Vergütungsbandbreite vergleichbarer Unternehmen anzuheben, hat der Gutachter jedoch die Anhebung einzelner Elemente vorgeschlagen. Nach eingehender eigener Prüfung und Erörterung hat der Aufsichtsrat die nachfolgend näher erläuterten Anpassungen beschlossen, die zum 1. Januar 2017 wirksam wurden. Bei der Festsetzung der Vergütung des Vorstands hat der Aufsichtsrat u. a. die sonst im Unternehmen geltende Vergütungsstruktur und das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft in Deutschland insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Die Hauptversammlung am 28. April 2017 hat das Vergütungssystem nach § 120 Abs. 4 AktG gebilligt. Es wurde 2017 für alle Vorstandsmitglieder angewendet, die in diesem Geschäftsjahr im Amt waren. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands umfasst folgende Bestandteile:
Die Zusammensetzung der Vorstandsvergütung, basierend auf einer Zielerreichung von 100 %, ist in der Übersicht exemplarisch für ein Vorstandsmitglied mit Verantwortung für eine Division dargestellt.
1 Jeweiliger Durchschnittswert 2017.
2 Basierend auf einem Zielbonus (hier 1,167 Mio €) für 100 % Zielerreichung festgelegter CVC- und ROCE-Ziele, maximal 150 % des Zielbonus (inklusive des Erreichens eines ggf.
zusätzlichen strategischen Ziels sowie evtl. Korrektur der Zielerreichung um +/- 20 % durch den Aufsichtsrat), aufgeteilt in Sofortbetrag (60 %) und Deferral (40 %). 3 Die mögliche Wertsteigerung des Deferral ist auf 250 % des Ausgangsbetrags begrenzt. Der gezeigte Maximalwert beruht auf dem maximalen Ausgangsbetrag bei 150 % Zielerreichung im Performance-Bonus.
4 Basierend auf erreichtem durchschnittlichen CVC versus geplantem CVC (max. 200 %), multipliziert mit dem Grad der Erreichung des Total Shareholder Return, maximale Auszahlung 200 %.
Jedes Vorstandsmitglied erhält Jahresfestbezüge, die in zwölf Monatsraten gezahlt werden. Die Festvergütung des Vorstandsvorsitzenden wurde zum 1. Januar 2017 angehoben, um sie der Marktentwicklung anzupassen. Die 2013 festgelegte Festvergütung der anderen Vorstandsmitglieder ist unverändert geblieben. Die Festvergütung umfasst, bei einer Zielerreichung von 100 %, rund ein Drittel der Direktvergütung.
Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder einen Performance-Bonus und ein aktienorientiertes Long Term Incentive (LTI). Wesentliches Kriterium für die Bemessung der variablen Vergütung ist dabei die Continental Value Contribution (CVC), die ein zentrales Instrument der Unternehmenssteuerung ist (siehe auch Abschnitt zur Unternehmenssteuerung im Lagebericht, Seite 46). Die variablen Vergütungselemente umfassen, bei einer Zielerreichung von 100 %, zusammen rund zwei Drittel der Direktvergütung. Die Struktur der variablen Vergütung ist mit überwiegend mehrjährigen, zukunftsbezogenen Bemessungsgrundlagen auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet. Der Anteil langfristiger Komponenten an der variablen Vergütung beträgt auf Basis der Zielwerte 60 % und mehr.
Der Performance-Bonus geht von einem Zielbetrag aus, den der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied für eine Zielerreichung von 100 % festlegt. Zielkriterien sind die Veränderung des CVC gegenüber dem Vorjahr und die Kapitalrendite (ROCE). Diese Kriterien beziehen sich bei den Vorstandsmitgliedern, die für eine Division verantwortlich sind, auf diese, bei den anderen auf den Konzern. Das CVC-Ziel wird zu 100 % erreicht, wenn der CVC gegenüber dem Vorjahr unverändert ist. Ist der CVC um einen festgelegten Prozentsatz gesunken oder gestiegen, reduziert sich dieser Bestandteil auf null bzw. erreicht den Maximalwert von 150 %. Im Fall eines negativen CVC im Vorjahr, richtet sich die Zielerreichung nach dem Ausmaß der Verbesserung. Die Kriterien für das ROCE-Ziel orientieren sich an den Planzielen. Auch diese Komponente kann entfallen, wenn ein bestimmter Mindestwert nicht erreicht wird. Aufgrund der Verknüpfung mit der Planung wären konkretere Angaben zu den Zielwerten nicht im Interesse des Unternehmens.
Bei der Berechnung des Performance-Bonus wird das CVC-Ziel mit 60 % gewichtet, das ROCE-Ziel mit 40 %. Ergänzend zu den CVCund ROCE-Zielen kann der Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ein strategisches Ziel festlegen, das mit 20 % gewichtet wird – bei entsprechender Reduzierung der Gewichtung der beiden anderen Ziele. Für 2017 hat der Aufsichtsrat kein zusätzliches Ziel beschlossen. Um außergewöhnlichen Entwicklungen, die den Grad der Zielerreichung beeinflusst haben, Rechnung tragen zu können, hat der Aufsichtsrat das Recht, die festgestellte Zielerreichung, auf deren Grundlage der Performance-Bonus errechnet wird, nach billigem Ermessen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten zu korrigieren. Der Aufsichtsrat hält diese Korrekturmöglichkeit für erforderlich, um besondere positive und negative Effekte auf die Zielerreichung, auf die ein Mitglied des Vorstands keinerlei Einfluss hat, berücksichtigen zu können. Er hat bisher von diesem Ermessen noch nie Gebrauch gemacht. In jedem
Fall ist der Performance-Bonus auf 150 % des Zielbonus begrenzt. Dies gilt unabhängig davon, ob ein ergänzendes strategisches Ziel beschlossen wird.
Der in einem Geschäftsjahr erzielte Performance-Bonus wird in eine Einmalzahlung, die als Jahresbonus ausgezahlt wird (Sofortbetrag), und eine aufgeschobene Zahlung (Deferral) aufgeteilt. Nach den bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Vereinbarungen lag der Sofortbetrag bei 40 % und das Deferral bei 60 % des Performance-Bonus. Seit 2014 beläuft sich der Sofortbetrag auf 60 % und das Deferral auf 40 %. Das Deferral wird in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelt. Nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren nach Ende des Geschäftsjahres, für das der jeweilige Performance-Bonus festgestellt ist, wird der Wert dieser virtuellen Aktien einschließlich des Werts der Dividenden ausgezahlt, die für die von der Haltefrist umfassten Geschäftsjahre ausgeschüttet wurden. Die Umwandlung des Deferral in virtuelle Aktien und die Auszahlung des Werts nach Ablauf der Haltefrist erfolgen auf Basis des Durchschnitts der Aktienkurse des Dreimonatszeitraums, welcher der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr der Umwandlung bzw. im Jahr der Auszahlung unmittelbar vorausgeht. Der nach Ablauf der Haltefrist ausgezahlte Betrag eines Deferral, das sich auf ein Geschäftsjahr bis einschließlich 2013 bezieht, darf jedoch 50 % des Werts bei Umwandlung nicht unter- und dessen Dreifaches nicht überschreiten. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus den Auszahlungsbetrag eines solchen Deferral zum Ausgleich außergewöhnlicher Entwicklungen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten anpassen. Für ab 2014 erworbene Deferrals ist weder garantiert, dass nach Ablauf der Haltefrist mindestens 50 % des Ausgangswerts des Deferral ausgezahlt werden, noch besteht die Möglichkeit des Aufsichtsrats, den Auszahlungsbetrag rückwirkend noch einmal zu ändern. Außerdem ist die mögliche Wertsteigerung des Deferral auf 250 % des Ausgangsbetrags begrenzt.
Neben dem Performance-Bonus kann im Einzelfall ein spezieller Bonus für besondere Projekte vereinbart oder ein Anerkennungsbonus gewährt werden. Ein solcher Anerkennungs- oder Sonderbonus darf jedoch mit dem Performance-Bonus insgesamt 150 % des Zielbonus nicht übersteigen und wird ebenfalls in die Aufteilung in Sofortzahlung und Deferral einbezogen. Seit 2013 ist kein Sonder- oder Anerkennungsbonus gewährt worden.
Der Betrag des Performance-Bonus, der für das Geschäftsjahr 2017 bei 100 % Zielerreichung ausbezahlt wird, ist in den nachstehenden Vergütungstabellen für die Vorstandsmitglieder in der Spalte "Gewährte Zuwendungen 2017" – aufgeteilt in Sofortbetrag und Deferral – ausgewiesen.
Den LTI-Plan beschließt der Aufsichtsrat jährlich mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren. Er legt darin unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns und der individuellen Leistung für jedes Vorstandsmitglied den Zielbonus fest, der bei 100 % Zielerreichung ausbezahlt wird.
Erstes Kriterium der Zielerreichung ist der durchschnittliche CVC, den der Konzern in den vier Geschäftsjahren während der Laufzeit, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der Tranche, tatsächlich erwirtschaftet. Dieser Wert wird mit dem durchschnittlichen
CVC verglichen, der in der strategischen Planung für den entsprechenden Zeitraum festgelegt ist. Der Grad der Erreichung dieses Ziels kann zwischen 0 % und maximal 200 % variieren.
Das andere Zielkriterium ist der Total Shareholder Return (TSR) der Continental-Aktie während der Laufzeit der Tranche. Zur Ermittlung des TSR wird der Durchschnittskurs der Continental-Aktie der Monate Oktober bis Dezember jeweils zum Beginn und zum Ende der jeweiligen LTI-Tranche in Relation gesetzt. Zusätzlich werden für den TSR sämtliche Dividenden, die während der Laufzeit der LTI-Tranche gezahlt werden, berücksichtigt (siehe auch Konzernanhang, Seite 179 ff.). Der Grad der Erreichung dieses Ziels wird mit dem Grad der Erreichung des CVC-Ziels multipliziert, um den Grad der Zielerreichung zu ermitteln, der für das nach Ende der Laufzeit tatsächlich auszuzahlende LTI maßgeblich ist. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 200 % des Zielbonus begrenzt.
Im Vorgriff auf den ab 2014 vorgesehenen Plan hatte der Aufsichtsrat bereits 2013 den in diesem Geschäftsjahr amtierenden Vorstandsmitgliedern, mit Ausnahme von Frank Jourdan, ein LTI gewährt, dessen Konditionen denen entsprechen, die für den LTI-Plan 2013 des oberen Führungskreises galten. Dieser Plan hatte neben einem CVC-Ziel kein auf die Aktie, sondern ein auf den Free Cashflow im letzten Jahr der Laufzeit bezogenes Ziel. Der LTI-Plan 2013 ist im Einzelnen im Anhang zum Konzernabschluss bei den Erläuterungen zu Leistungen an Arbeitnehmer beschrieben (Kapitel 24). Frank Jourdan und Hans-Jürgen Duensing haben die Ansprüche auf LTI, die ihnen 2010 bis 2013 bzw. 2011 bis 2014 als oberen Führungskräften eingeräumt wurden, behalten.
Ab 1. Januar 2017 wurden die Zielwerte des Performance-Bonus und des LTI erhöht, um die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder jeweils auf die Mitte einer Vergütungsbandbreite vergleichbarer Unternehmen anzuheben.
Der Betrag des LTI, der für das Geschäftsjahr 2017 bei 100 % Zielerreichung ausbezahlt wird, ist in den nachstehenden Vergütungstabellen für die Vorstandsmitglieder in der Spalte "Gewährte Zuwendungen 2017" ausgewiesen.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten außerdem bestimmte Nebenleistungen. Dazu gehören die Erstattung von Auslagen einschließlich etwaiger Umzugskosten und in der Regel befristete Zahlungen bei einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung, die Stellung eines Dienstwagens und Versicherungsprämien für eine Gruppenunfall- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung). Die D&O-Versicherung sieht einen angemessenen Selbstbehalt vor, der den Anforderungen des §93 Abs. 2 Satz 3 AktG entspricht. Bei längeren Tätigkeiten im Ausland werden Leistungen nach den Entsenderichtlinien für obere Führungskräfte gewährt. Die Nebenleistungen sind von den Vorstandsmitgliedern grundsätzlich selbst zu versteuern.
Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, die Bezüge befristet fortzuzahlen.
Allen Vorstandsmitgliedern ist ein Ruhegehalt zugesagt, das nach Vollendung des 63. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft, oder bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird.
Die betriebliche Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands wurde ab dem 1. Januar 2014 von einer reinen Leistungszusage auf eine beitragsorientierte Leistungszusage umgestellt. Dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds wird jährlich ein Kapitalbaustein gutgeschrieben. Dazu wird ein Betrag von 20 % der Summe aus Festvergütung und dem Zielwert des Performance-Bonus mit einem Altersfaktor multipliziert, der eine angemessene Verzinsung abbildet. Die bis zum 31. Dezember 2013 geltende Versorgungszusage wurde durch einen Startbaustein auf dem Kapitalkonto abgelöst. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben als Einmalleistung, in Raten oder, im Regelfall, aufgrund der zu erwartenden Höhe des Versorgungsguthabens als Rente ausgezahlt. Insgesamt sank das Versorgungsniveau durch die Umstellung auf etwa 80 % der bisherigen Zusagen. Eine Anpassung des Ruhegehalts nach Eintritt des Versorgungsfalls erfolgt nach §16 BetrAVG.
In den Dienstverträgen ist vereinbart, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit zu vereinbarende Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags überschreiten sollen. Abfindungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots oder eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft bestehen nicht. Heinz-Gerhard Wente, der am 30. April 2015 in den Ruhestand trat, erhielt 2017 – unter Anrechnung seiner Altersversorgungsansprüche – eine Karenzentschädigung in Höhe von 96 Tsd € für ein noch in diesem Geschäftsjahr geltendes nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Dr. Ralf Cramer, der mit Ablauf des 11. August 2017 aus dem Vorstand ausschied, erhielt eine Karenzentschädigung in Höhe von 457 Tsd €.
In den nachstehenden Tabellen sind die den Mitgliedern des Vorstands gewährten Zuwendungen, Zuflüsse und der Versorgungsaufwand nach Maßgabe der Empfehlungen in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex individuell dargestellt:
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd € | 2016 | 2017 | 2017 (Min) | 2017 (Max) | 2016 | 2017 | |
| Auszahlung 2017 |
Auszahlung 2018 |
||||||
| Dr. E. Degenhart (Vorsitzender des Vorstands; Vorstand seit 12.08.2009) |
|||||||
| Festvergütung | 1.350 | 1.450 | 1.450 | 1.450 | 1.350 | 1.450 | — |
| Nebenleistungen | 102 | 13 | 13 | 13 | 102 | 13 | — |
| Summe | 1.452 | 1.463 | 1.463 | 1.463 | 1.452 | 1.463 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 1.110 | 1.500 | 0 | 2.250 | 1.245 | — | 2.098 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 1.940 | 2.550 | 0 | 5.600 | 2.230 | 2.702 | 1.684 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 740 | 1.000 | 0 | 2.500 | 2.230 | 1.264 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 1.438 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 1.200 | 1.550 | 0 | 3.100 | — | — | 1.684 |
| Summe | 4.502 | 5.513 | 1.463 | 9.313 | 4.927 | 4.165 | 3.782 |
| Versorgungsaufwand | 900 | 1.123 | 1.123 | 1.123 | 900 | 1.123 | — |
| Gesamtvergütung | 5.402 | 6.636 | 2.586 | 10.436 | 5.827 | 5.288 | 3.782 |
| J. A. Avila (Vorstand Powertrain; Vorstand seit 01.01.2010) |
|||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — |
| Nebenleistungen | 49 | 19 | 19 | 19 | 49 | 19 | — |
| Summe | 849 | 819 | 819 | 819 | 849 | 819 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 641 | — | 1.050 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | 990 | 1.643 | 772 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | 990 | 990 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 653 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | 772 |
| Summe | 2.499 | 2.769 | 819 | 4.603 | 2.480 | 2.462 | 1.822 |
| Versorgungsaufwand | 365 | 607 | 607 | 607 | 365 | 607 | — |
| Gesamtvergütung | 2.864 | 3.376 | 1.426 | 5.210 | 2.845 | 3.069 | 1.822 |
| Dr. R. Cramer (Vorstand Continental China; Vorstand vom 12.08.2009 bis 11.08.2017) |
|||||||
| Festvergütung | 800 | 493 | 493 | 493 | 800 | 493 | — |
| Nebenleistungen | 475 | 254 | 254 | 254 | 475 | 254 | — |
| Summe | 1.275 | 747 | 747 | 747 | 1.275 | 747 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 428 | 0 | 642 | 740 | — | 599 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 405 | 0 | 952 | 844 | 1.252 | 697 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 285 | 0 | 713 | 844 | 599 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 653 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 120 | 0 | 239 | — | — | 697 |
| Summe | 2.925 | 1.580 | 747 | 2.341 | 2.859 | 1.999 | 1.296 |
| Versorgungsaufwand | 611 | 787 | 787 | 787 | 611 | 787 | — |
| Gesamtvergütung | 3.536 | 2.367 | 1.534 | 3.128 | 3.470 | 2.786 | 1.296 |
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd € | 2016 | 2017 | 2017 (Min) | 2017 (Max) | 2016 | 2017 | ||
| Auszahlung 2017 |
Auszahlung 2018 |
|||||||
| H.-J. Duensing (Vorstand ContiTech; Vorstand seit 01.05.2015) |
||||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — | |
| Nebenleistungen | 54 | 21 | 21 | 21 | 54 | 21 | — | |
| Summe | 854 | 821 | 821 | 821 | 854 | 821 | — | |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 965 | — | 828 | |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | 140 | 105 | 141 | |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | — | — | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | 140 | 105 | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | 141 | |
| Summe | 2.504 | 2.771 | 821 | 4.605 | 1.959 | 926 | 969 | |
| Versorgungsaufwand | 516 | 645 | 645 | 645 | 516 | 645 | — | |
| Gesamtvergütung | 3.020 | 3.416 | 1.466 | 5.250 | 2.475 | 1.571 | 969 | |
| F. Jourdan (Vorstand Chassis & Safety; Vorstand seit 25.09.2013) |
||||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — | |
| Nebenleistungen | 60 | 28 | 28 | 28 | 60 | 28 | — | |
| Summe | 860 | 828 | 828 | 828 | 860 | 828 | — | |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 303 | — | 1.050 | |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | 175 | 219 | 772 | |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | — | 88 | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | 175 | 131 | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | 772 | |
| Summe | 2.510 | 2.778 | 828 | 4.612 | 1.338 | 1.047 | 1.822 | |
| Versorgungsaufwand | 305 | 663 | 663 | 663 | 305 | 663 | — | |
| Gesamtvergütung | 2.815 | 3.441 | 1.491 | 5.275 | 1.643 | 1.710 | 1.822 | |
| H. Matschi (Vorstand Interior; Vorstand seit 12.08.2009) |
||||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — | |
| Nebenleistungen | 47 | 8 | 8 | 8 | 47 | 8 | — | |
| Summe | 847 | 808 | 808 | 808 | 847 | 808 | — | |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 282 | — | 905 | |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | 844 | 1.643 | 772 | |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | 844 | 990 | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 653 | — | |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | 772 | |
| Summe | 2.497 | 2.758 | 808 | 4.592 | 1.973 | 2.451 | 1.677 | |
| Versorgungsaufwand | 277 | 731 | 731 | 731 | 277 | 731 | — | |
| Gesamtvergütung | 2.774 | 3.489 | 1.539 | 5.323 | 2.250 | 3.182 | 1.677 |
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd € | 2016 | 2017 | 2017 (Min) | 2017 (Max) | 2016 | 2017 | |
| Auszahlung 2017 |
Auszahlung 2018 |
||||||
| Dr. A. Reinhart (Vorstand Personal; Vorstand seit 01.10.2014) |
|||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — |
| Nebenleistungen | 37 | 6 | 6 | 6 | 37 | 6 | — |
| Summe | 837 | 806 | 806 | 806 | 837 | 806 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 740 | — | 979 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | — | — | — |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | — | — | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | — | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | — |
| Summe | 2.487 | 2.756 | 806 | 4.590 | 1.577 | 806 | 979 |
| Versorgungsaufwand | 473 | 861 | 861 | 861 | 473 | 861 | — |
| Gesamtvergütung | 2.960 | 3.617 | 1.667 | 5.451 | 2.050 | 1.667 | 979 |
| W. Schäfer (Vorstand Finanzen; Vorstand seit 01.01.2010) |
|||||||
| Festvergütung | 1.100 | 1.100 | 1.100 | 1.100 | 1.100 | 1.100 | — |
| Nebenleistungen | 44 | 9 | 9 | 9 | 44 | 9 | — |
| Summe | 1.144 | 1.109 | 1.109 | 1.109 | 1.144 | 1.109 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 740 | — | 979 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 1.090 | 1.360 | 0 | 2.954 | 1.715 | 1.756 | 912 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | 1.715 | 972 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 784 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 650 | 893 | 0 | 1.786 | — | — | 912 |
| Summe | 2.894 | 3.169 | 1.109 | 5.113 | 3.599 | 2.865 | 1.891 |
| Versorgungsaufwand | 526 | 783 | 783 | 783 | 526 | 783 | — |
| Gesamtvergütung | 3.420 | 3.952 | 1.892 | 5.896 | 4.125 | 3.648 | 1.891 |
| N. Setzer (Vorstand Reifen; Vorstand seit 12.08.2009) |
|||||||
| Festvergütung | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | 800 | — |
| Nebenleistungen | 81 | 18 | 18 | 18 | 81 | 18 | — |
| Summe | 881 | 818 | 818 | 818 | 881 | 818 | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | 660 | 700 | 0 | 1.050 | 885 | — | 632 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 990 | 1.250 | 0 | 2.734 | 1.585 | 1.522 | 772 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | 440 | 467 | 0 | 1.168 | 1.585 | 869 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 653 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | 550 | 783 | 0 | 1.566 | — | — | 772 |
| Summe | 2.531 | 2.768 | 818 | 4.602 | 3.351 | 2.340 | 1.404 |
| Versorgungsaufwand | 735 | 966 | 966 | 966 | 735 | 966 | — |
| Gesamtvergütung | 3.266 | 3.734 | 1.784 | 5.568 | 4.086 | 3.306 | 1.404 |
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd € | 2016 | 2017 | 2017 (Min) | 2017 (Max) | 2016 | 2017 | |
| Auszahlung 2017 |
Auszahlung 2018 |
||||||
| H.-G. Wente (Vorstand ContiTech; Vorstand vom 03.05.2007 bis 30.04.2015) |
|||||||
| Festvergütung | — | — | — | — | — | — | — |
| Nebenleistungen | — | — | — | — | — | — | — |
| Summe | — | — | — | — | — | — | — |
| Performance-Bonus (Sofortbetrag) | — | — | — | — | — | — | — |
| Mehrjährige variable Vergütung | — | — | — | — | 1.438 | 1.125 | 256 |
| Performance-Bonus (Deferral) [3 Jahre] | — | — | — | — | 1.438 | 822 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] bis 2013 | — | — | — | — | — | 303 | — |
| Long Term Incentive [4 Jahre] ab 2014 | — | — | — | — | — | — | 256 |
| Summe | — | — | — | — | 1.438 | 1.125 | 256 |
| Versorgungsaufwand | — | — | — | — | — | — | — |
| Gesamtvergütung | — | — | — | — | 1.438 | 1.125 | 256 |
Heinz-Gerhard Wente, der am 30. April 2015 in den Ruhestand trat, wurden im Jahr 2017 Zusagen in Höhe von 303 Tsd € aus dem Long-Term-Incentive-Plan 2013 ausgezahlt.
Die Angaben zu Gewährung und Zufluss werden unterteilt in fixe und variable Vergütungsbestandteile und um Angaben zum Versorgungsaufwand ergänzt. Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten die erfolgsunabhängigen Festvergütungen und Nebenleistungen. Die variablen erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten unterteilen sich in den Sofortbetrag aus dem Performance-Bonus als kurzfristige Vergütungskomponente sowie die beiden langfristigen Komponenten Deferral des Performance-Bonus und das LTI.
Als "Gewährte Zuwendungen" werden der Sofortbetrag, das Deferral (unter Berücksichtigung der nach Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen) sowie das LTI jeweils mit dem Zusagewert im Zeitpunkt der Gewährung (entspricht einer Zielerreichung von 100 %) angegeben. Die Vergütungselemente werden um Angaben individuell erreichbarer Maximal- und Minimalvergütungen ergänzt.
Der im Berichtsjahr angegebene "Zufluss" umfasst die tatsächlich zugeflossenen fixen Vergütungsbestandteile zuzüglich der im Zeitpunkt der Aufstellung des Vergütungsberichts feststehenden Beträge des Sofortbetrags, die im Folgejahr zufließen werden. Angaben zu den beiden langfristigen Bestandteilen Deferral und LTI-Tranche 2013/17 betreffen tatsächliche Auszahlungen im Berichtsjahr. Zuflüsse aus mehrjährigen variablen Vergütungen, deren Planlaufzeit im Berichtsjahr endete, die aber erst im Folgejahr zur Auszahlung kommen, betreffen im Berichtsjahr die LTI-Tranche 2014/17. Den Empfehlungen in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 Deutscher Corporate Governance Kodex folgend, entspricht der Versorgungsaufwand bei den Angaben zum Zufluss den gewährten Beträgen, obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt.
Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2017 von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit im Vorstand weder Leistungen erhalten, noch sind sie ihnen zugesagt worden.
| Tsd € | fix1 | variabel, kurzfristig | variabel, langfristig2 | gesamt | aktienbasierte Vergütung3 |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. E. Degenhart | 1.463 | 2.098 | 4.387 | 7.948 | 4.979 |
| J. A. Avila | 819 | 1.050 | 2.136 | 4.005 | 2.433 |
| Dr. R. Cramer (bis 11.08.2017) | 747 | 599 | 1.172 | 2.518 | 735 |
| H.-J. Duensing | 821 | 828 | 1.440 | 3.089 | 1.951 |
| F. Jourdan | 828 | 1.050 | 1.614 | 3.492 | 2.441 |
| H. Matschi | 808 | 905 | 2.039 | 3.752 | 2.392 |
| Dr. A. Reinhart | 806 | 979 | 1.436 | 3.221 | 2.158 |
| W. Schäfer | 1.109 | 979 | 2.330 | 4.418 | 2.707 |
| N. Setzer | 818 | 632 | 1.857 | 3.307 | 2.262 |
| Summe | 8.219 | 9.120 | 18.411 | 35.750 | 22.058 |
1 Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. entsendungsbedingte Leistungen und hier insbesondere übernommene Steuern, Kraftfahrzeugüberlassungen, Versicherungen).
2 Langfristige Komponente der variablen Vergütung, die zur Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in virtuelle Aktien der Continental AG umgerechnet wird, die Gewährung des Long-Term-Incentive-Plans 2017 sowie die Auszahlung des Long-Term-Incentive-Plans 2013.
3 Langfristige Komponente der variablen Vergütung, die zur Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in virtuelle Aktien der Continental AG umgerechnet wird, die Gewährung des Long-Term-Incentive-Plans 2017 sowie Wertveränderungen der in Vorjahren gewährten virtuellen Aktien und der Long-Term-Incentive-Pläne 2014 bis 2017.
| Vergütungskomponenten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd € | fix1 | variabel, kurzfristig | variabel, langfristig2 | gesamt | aktienbasierte Vergütung3 |
||
| Dr. E. Degenhart | 1.452 | 1.245 | 2.030 | 4.727 | 550 | ||
| J. A. Avila | 849 | 641 | 977 | 2.467 | 288 | ||
| Dr. R. Cramer | 1.275 | 740 | 1.044 | 3.059 | 367 | ||
| H.-J. Duensing | 854 | 965 | 1.192 | 3.011 | 953 | ||
| F. Jourdan | 860 | 303 | 752 | 1.915 | 294 | ||
| H. Matschi | 847 | 282 | 738 | 1.867 | –13 | ||
| Dr. A. Reinhart | 837 | 740 | 1.044 | 2.621 | 795 | ||
| W. Schäfer | 1.144 | 740 | 1.144 | 3.028 | 200 | ||
| N. Setzer | 881 | 885 | 1.140 | 2.906 | 298 | ||
| Summe | 8.999 | 6.541 | 10.061 | 25.601 | 3.732 |
1 Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. entsendungsbedingte Leistungen und hier insbesondere übernommene Steuern, Kraftfahrzeugüberlassungen, Versicherungen).
2 Langfristige Komponente der variablen Vergütung, die zur Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in virtuelle Aktien der Continental AG umgerechnet wird, sowie die Gewährung des Long-Term-Incentive-Plans 2016.
3 Langfristige Komponente der variablen Vergütung, die zur Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in virtuelle Aktien der Continental AG umgerechnet wird, die Gewährung des Long-Term-Incentive-Plans 2016 sowie Wertveränderungen der in Vorjahren gewährten virtuellen Aktien und der Long-Term-Incentive-Pläne 2014 bis 2016.
Die in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder haben sich wie folgt entwickelt:
| Stück | Bestand am 31.12.2015 |
Auszahlung | Zusagen | Bestand am 31.12.2016 |
Auszahlung | Zusagen | Bestand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. E. Degenhart | 21.813 | –11.169 | 5.836 | 16.480 | –6.123 | 4.252 | 14.609 |
| J. A. Avila | 10.204 | –4.801 | 3.471 | 8.874 | –4.794 | 2.188 | 6.268 |
| Dr. R. Cramer (bis 11.08.2017) | 9.818 | –4.226 | 3.471 | 9.063 | –2.904 | 2.528 | 8.687 |
| H.-J. Duensing (ab 01.05.2015) | — | — | 465 | 465 | — | 3.293 | 3.758 |
| F. Jourdan | 3.328 | — | 3.471 | 6.799 | –427 | 1.036 | 7.408 |
| H. Matschi | 11.820 | –4.231 | 3.471 | 11.060 | –4.794 | 963 | 7.229 |
| Dr. A. Reinhart | 677 | — | 3.471 | 4.148 | — | 2.528 | 6.676 |
| W. Schäfer | 15.990 | –8.592 | 3.471 | 10.869 | –4.710 | 2.528 | 8.687 |
| N. Setzer | 14.788 | –7.937 | 3.316 | 10.167 | –4.208 | 3.023 | 8.982 |
| E. Strathmann (bis 25.04.2014) | 11.971 | –7.732 | — | 4.239 | –4.239 | — | — |
| H.-G. Wente (bis 30.04.2015) | 12.858 | –6.875 | 228 | 6.211 | –3.981 | — | 2.230 |
| Summe | 113.267 | –55.563 | 30.671 | 88.375 | –36.180 | 22.339 | 74.534 |
| Tsd € | Fair Value am 31.12.2015 |
Fair-Value Auszahlung |
Fair-Value Änderung |
Fair-Value Zusagen |
Fair Value am 31.12.2016 |
Fair-Value Auszahlung |
Fair-Value Änderung |
Fair-Value Zusagen |
Fair Value am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. E. Degenhart | 5.032 | –2.230 | –751 | 1.100 | 3.151 | –1.264 | 545 | 976 | 3.408 |
| J. A. Avila | 2.356 | –958 | –354 | 655 | 1.699 | –990 | 245 | 502 | 1.456 |
| Dr. R. Cramer (bis 11.08.2017) | 2.262 | –844 | –342 | 655 | 1.731 | –599 | 314 | 581 | 2.027 |
| H.-J. Duensing (ab 01.05.2015) | — | — | — | 88 | 88 | — | 21 | 756 | 865 |
| F. Jourdan | 760 | — | –123 | 655 | 1.292 | –88 | 292 | 237 | 1.733 |
| H. Matschi | 2.723 | –845 | –416 | 655 | 2.117 | –990 | 344 | 221 | 1.692 |
| Dr. A. Reinhart | 155 | — | –25 | 655 | 785 | — | 186 | 581 | 1.552 |
| W. Schäfer | 3.690 | –1.715 | –548 | 655 | 2.082 | –972 | 338 | 581 | 2.029 |
| N. Setzer | 3.412 | –1.585 | –507 | 625 | 1.945 | –869 | 322 | 694 | 2.092 |
| E. Strathmann (bis 25.04.2014) | 2.767 | –1.544 | –403 | — | 820 | –875 | 55 | — | — |
| H.-G. Wente (bis 30.04.2015) | 2.966 | –1.373 | –440 | 43 | 1.196 | –822 | 152 | — | 526 |
| Summe | 26.123 | –11.094 | –3.909 | 5.786 | 16.906 | –7.469 | 2.814 | 5.129 | 17.380 |
Heinz-Gerhard Wente, der am 30. April 2015 in den Ruhestand trat, wurden 2017 Zusagen in Höhe von 0,8 Mio € ausgezahlt (entspricht 3.981 Stück). Zum 31. Dezember 2017 bestehen Zusagen mit einem Fair Value von 0,5 Mio € (entspricht 2.230 Stück). Elke Strathmann, deren Bestellung zum Mitglied des Vorstands und Dienstvertrag zum 25. April 2014 endeten, wurden 0,9 Mio € ausgezahlt (entspricht 4.239 Stück). Zum 31. Dezember 2017 bestehen keine Zusagen mehr.
Aufgrund der unternehmensindividuellen Ausgestaltung weisen die virtuellen Aktien im Vergleich zu Standardoptionen einige Besonderheiten auf, die in der Bewertung der virtuellen Aktien zu berücksichtigen sind.
Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum, die gezahlten Dividenden und die Unter- und Obergrenze des Auszahlungsbetrags.
Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017 wurde mit folgenden Parametern für den Performance-Bonus gerechnet:
› Kontinuierliche Zero-Zinssätze zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017:
Tranche 2014: in Höhe von -0,82 % zum Fälligkeitstag und zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt;
Tranche 2015: in Höhe von -0,72 % zum Fälligkeitstag und zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt;
Tranche 2016: in Höhe von -0,61 % zum Fälligkeitstag und zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt.
Die LTI-Pläne ab 2015 haben sich wie folgt entwickelt:
| Tsd € | Fair Value am 31.12.2015 |
Zusage LTI-Plan 2016 |
Fair-Value Änderung |
Fair Value am 31.12.2016 |
Zusage LTI-Plan 2017 |
Fair-Value Änderungen |
Fair Value am 31.12.20171 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. E. Degenhart | 3.098 | 1.200 | –720 | 3.578 | 1.550 | 1.339 | 6.467 |
| J. A. Avila | 1.420 | 550 | –330 | 1.640 | 783 | 630 | 3.053 |
| Dr. R. Cramer (bis 11.08.2017)2 | 1.420 | 550 | –330 | 1.640 | 120 | –184 | 1.576 |
| H.-J. Duensing (ab 01.05.2015) | 826 | 550 | –238 | 1.138 | 783 | 482 | 2.403 |
| F. Jourdan | 1.420 | 550 | –330 | 1.640 | 783 | 630 | 3.053 |
| H. Matschi | 1.420 | 550 | –330 | 1.640 | 783 | 630 | 3.053 |
| Dr. A. Reinhart | 695 | 550 | –219 | 1.026 | 783 | 449 | 2.258 |
| W. Schäfer | 1.678 | 650 | –390 | 1.938 | 893 | 737 | 3.568 |
| N. Setzer | 1.420 | 550 | –330 | 1.640 | 783 | 630 | 3.053 |
| H.-G. Wente (bis 30.04.2015) | 299 | — | –48 | 251 | — | 74 | 325 |
| Summe | 13.696 | 5.700 | –3.265 | 16.131 | 7.261 | 5.417 | 28.809 |
1 Zum Abschlussstichtag liegt der Grad der Erdienung der Tranche 2017 bei 25 %, der Tranche 2016 bei 50 %, der Tranche 2015 bei 75 %. Die Tranche 2014 ist zu 100 % erdient.
2 Aufgrund des Austritts von Dr. R. Cramer zum 11.08.2017 verfällt ein Teil der Zusagen der LTI-Pläne 2014, 2015 und 2016. Die Zusage im Jahr 2014 von 550 Tsd € reduzierte sich auf 497 Tsd €, sodass daraus ein um 77 Tsd € niedrigerer Fair Value von 717 Tsd € zum 31.12.2017 resultierte. Die Zusage im Jahr 2015 von 550 Tsd € reduzierte sich auf 359 Tsd €, sodass daraus ein um 260 Tsd € niedrigerer Fair Value von 490 Tsd € zum 31.12.2017 resultierte. Die Zusage im Jahr 2016 von 550 Tsd € reduzierte sich auf 222 Tsd €, sodass daraus ein um 327 Tsd € niedrigerer Fair Value von 222 Tsd € zum 31.12.2017 resultierte. Im Rahmen des LTI-Plans 2017 verbleibt Dr. R. Cramer eine anteilige Zusage von 120 Tsd €, die zum Bewertungsstichtag einen Fair Value von 147 Tsd € besitzt.
Für die Bewertung des Zielkriteriums TSR kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. In der Monte-Carlo-Simulation werden die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum, die gezahlten Dividenden im Rahmen des TSR und die Begrenzung des Auszahlungsbetrags berücksichtigt.
Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017 wurde mit folgenden Parametern für den TSR gerechnet:
› Kontinuierliche Zero-Zinssätze zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017:
LTI-Plan 2014: in Höhe von -0,86 % zum Fälligkeitstag und -0,79 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2015: in Höhe von -0.74 % zum Fälligkeitstag und -0,69 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2016: in Höhe von -0,65 % zum Fälligkeitstag und -0,57 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2017: in Höhe von -0,51 % zum Fälligkeitstag und -0,41 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt.
Der Anwartschaftsbarwert sämtlicher Pensionszusagen der im Jahr 2017 aktiven Mitglieder des Vorstands stellt sich wie folgt dar:
| Anwartschaftsbarwert | |||
|---|---|---|---|
| Tsd € | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Dr. E. Degenhart | 11.718 | 10.535 | |
| J. A. Avila | 8.076 | 7.145 | |
| Dr. R. Cramer (bis 11.08.2017) | 4.024 | 3.661 | |
| H.-J. Duensing | 1.778 | 1.094 | |
| F. Jourdan | 2.990 | 2.297 | |
| H. Matschi | 5.495 | 4.913 | |
| Dr. A. Reinhart | 2.884 | 2.041 | |
| W. Schäfer | 9.634 | 8.925 | |
| N. Setzer | 4.836 | 4.165 | |
| Summe | 51.435 | 44.776 |
Wir verweisen auf Kapitel 37 des Konzernanhangs hinsichtlich der Angaben zu Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in §16 der Satzung geregelt. Sie hat ebenfalls einen fixen und – da der Aufsichtsrat in Entscheidungen von grundlegender und langfristiger Bedeutung für den Konzern unmittelbar eingebunden ist – einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil ist mit der Bindung an das Konzernergebnis pro Aktie auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Dem Vorsitzenden sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorsitzenden und Mitgliedern der Ausschüsse steht eine höhere Vergütung zu.
Neben der Vergütung werden Sitzungsgelder gezahlt und die Auslagen erstattet. Die D&O-Versicherung deckt auch die Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Der Selbstbehalt entspricht, wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen, ebenfalls den gesetzlich nur für den Vorstand geltenden Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG.
Die Übersicht verdeutlicht die Zusammensetzung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats, ohne Berücksichtigung der erhöhten Vergütung für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und für Ausschussmitglieder.
1 Bemessungsgrundlage: 90 € je Cent des Konzernergebnisses pro Aktie über 2 € gerechnet als Durchschnitt der letzten drei Jahre.
Beratungs- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen bestanden im Berichtsjahr nicht. Die nach diesen Vorschriften für 2017 gewährten Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
| Vergütungskomponenten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | |||
| Tsd € | fix1 | variabel | fix1 | variabel |
| Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle | 237 | 329 | 232 | 301 |
| Hartmut Meine2 | 123 | 164 | 119 | 151 |
| Dr. Gunter Dunkel | 82 | 110 | 81 | 101 |
| Hans Fischl (bis 31.12.2016)2 | — | — | 81 | 101 |
| Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer | 82 | 110 | 79 | 101 |
| Peter Hausmann2 | 121 | 164 | 121 | 151 |
| Michael Iglhaut2 | 123 | 164 | 92 | 113 |
| Prof. Dr. Klaus Mangold | 82 | 110 | 80 | 101 |
| Sabine Neuß | 82 | 110 | 81 | 101 |
| Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher | 197 | 275 | 198 | 251 |
| Dirk Nordmann2 | 123 | 164 | 122 | 151 |
| Klaus Rosenfeld | 123 | 164 | 121 | 151 |
| Georg F. W. Schaeffler | 126 | 164 | 124 | 151 |
| Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann | 80 | 110 | 79 | 101 |
| Jörg Schönfelder2 | 123 | 164 | 120 | 151 |
| Stefan Scholz2 | 82 | 110 | 81 | 101 |
| Gudrun Valten (ab 01.01.2017) | 82 | 110 | — | — |
| Kirsten Vörkel2 | 82 | 110 | 81 | 101 |
| Elke Volkmann2 | 82 | 110 | 78 | 101 |
| Erwin Wörle2 | 82 | 110 | 111 | 136 |
| Prof. KR Ing. Siegfried Wolf | 80 | 110 | 80 | 101 |
| Summe | 2.194 | 2.962 | 2.161 | 2.717 |
1 Einschließlich Sitzungsgeld.
2 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, dass sie ihre Aufsichtsratsvergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abführen und in einem Fall u. a. an andere Institutionen spenden.
Der nachfolgende Lagebericht ist ein zusammengefasster Lagebericht i. S. d. § 315 Abs. 5 HGB, da die künftigen Chancen und Risiken des Continental-Konzerns und der Muttergesellschaft, der Continental AG, untrennbar miteinander verbunden sind.
Konzernstrategie 43 Unternehmenssteuerung 46 Forschung und Entwicklung 49 Nachhaltigkeit 51 Mitarbeiter 52 Umwelt 56
Gesellschaftliche Verantwortung 58
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 59 Entwicklung wesentlicher Abnehmerbranchen 60 Entwicklung der Rohstoffmärkte 63 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 65 Ertragslage 66 Finanzlage 72 Vermögenslage 74 Automotive Group 78 Entwicklung der Division Chassis & Safety 79 Entwicklung der Division Powertrain 82 Entwicklung der Division Interior 84 Rubber Group 87
Entwicklung der Division Reifen 88 Entwicklung der Division ContiTech 91
| Kurzfassung nach HGB | |
|---|---|
| Sonstige Angaben | |
| Abhängigkeitsbericht | |
| Ergänzende Angaben und Erläuterungen | |
| gemäß § 289a und § 315a HGB | |
| Vergütung des Vorstands | |
| Erklärung zur Unternehmensführung | |
| nach § 289f HGB | |
| Risiko- und Chancenbericht | |
| Risiko- und Chancenmanagement | |
| und internes Kontrollsystem | |
| Wesentliche Risiken | 101 |
| Finanzrisiken | 101 |
| Marktrisiken | 102 |
| Operative Risiken | 103 |
| Rechtliche und umweltbezogene Risiken | 105 |
| Wesentliche Chancen | 107 |
| Aussage zur Gesamtrisiko- und | |
| Gesamtchancensituation | 108 |
| Prognosebericht | 109 |
| Künftige Rahmenbedingungen | 109 |
| Prognose der gesamtwirtschaftlichen | |
| Entwicklung | 109 |
| Prognose der Entwicklung wesentlicher | |
| Abnehmerbranchen | 110 |
| Ausblick des Continental-Konzerns | 111 |
American Depositary Receipts (ADRs). ADRs sind Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen. Sie können sich auf eine, mehrere oder auch nur auf einen Aktienbruchteil beziehen und werden an US-amerikanischen Börsen stellvertretend für die ausländischen bzw. nicht an US-amerikanischen Börsen zugelassenen Aktien gehandelt.
Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.
Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft und gibt den Wert aller Güter und Dienstleistungen an, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen erwirtschaftet werden.
Capital Employed. Das betrieblich gebundene Kapital bezeichnet die Mittel, die zur Erzielung des Umsatzes im Unternehmen gebunden sind.
Continental Value Contribution (CVC). Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand des Delta CVC verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einsetzen.
Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) von der Kapitalrendite (ROCE) subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzern errechnete WACC entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt.
Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.
EBIT. EBIT ist definiert als Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Das EBIT wird als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verstanden und zur Beurteilung der operativen Ertragskraft herangezogen.
EBIT bereinigt. EBIT bereinigt ist definiert als EBIT, bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte (z. B. Wertminderungen, Restrukturierungen, Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen), um die operative Ertragskraft durch die Eliminierung von Sondereinflüssen auch zwischen den Perioden vergleichen zu können.
EBITDA. EBITDA ist definiert als die Summe aus EBIT und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen) sowie Wertminderungen. Die Kennzahl wird zur Beurteilung der operativen Ertragskraft herangezogen.
Finanzergebnis. Das Finanzergebnis ist definiert als Summe aus Zinserträgen, Zinsaufwendungen, Effekten aus Währungsumrechnung (resultierend aus Finanzgeschäften) sowie Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen Bewertungseffekten. Das Finanzergebnis wird als Ergebnis aus Finanzierungsaktivitäten verstanden.
Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögenswerts. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto). Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) sind definiert als Aufwand für Forschung und Entwicklung abzüglich Erstattungen und Zuschüssen, die wir in diesem Zusammenhang erhalten.
Free Cashflow. Der Free Cashflow bzw. der Cashflow vor Finanzierungstätigkeit ist definiert als die Summe aus Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sowie Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Der Free Cashflow wird zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit herangezogen.
Free Cashflow vor Akquisitionen. Der Free Cashflow vor Akquisitionen ist definiert als die Summe aus Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit, bereinigt um den Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen. Der Free Cashflow vor Akquisitionen wird zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit herangezogen.
Gearing Ratio. Die Gearing Ratio, auch Verschuldungsgrad genannt, ist definiert als Netto-Finanzschulden, dividiert durch das Eigenkapital. Diese Kennzahl wird zur Beurteilung der Finanzierungsstruktur herangezogen.
Hedging. Absichern einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts.
IAS. International Accounting Standards. Internationale Rechnungslegungsstandards, entwickelt und verabschiedet vom IASB.
IASB. International Accounting Standards Board. Unabhängiges Standardisierungsgremium.
IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee (Vorgänger des IFRS IC).
IFRS. International Financial Reporting Standards. Der Begriff IFRS bezeichnet die internationalen Rechnungslegungsstandards, die vom IASB entwickelt und verabschiedet werden. In einem weiten Sinne umfasst die Bezeichnung auch die IAS, die Interpretationen des IFRS IC bzw. des Vorgängers IFRIC sowie die des ehemaligen SIC.
IFRS IC. International Financial Reporting Standards Interpretations Committee.
Kapitalrendite (ROCE). Die Kapitalrendite (Return On Capital Employed, ROCE) ist definiert als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres. Die Kapitalrendite (ROCE) entspricht der Verzinsung des betrieblich gebundenen Kapitals und wird zur Beurteilung der Profitabilität und Effizienz des Unternehmens herangezogen.
Konsolidierungskreisveränderungen. Die Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, der flüssigen Mittel sowie der sonstigen verzinslichen Anlagen. Die Kennzahl ist Basis für die Berechnung von Kennzahlen der Kapitalstruktur.
Operating Lease. Eine Form des Leasings, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.
Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie Verkäufe von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Durchschnittliche operative Aktiva werden aus den Quartalsstichtagen berechnet und entsprechen in unserer Definition dem Capital Employed.
PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden auch als PPA berücksichtigt.
Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.
ROCE. Siehe Kapitalrendite (ROCE).
SIC. Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).
Steuerquote. Diese Kennzahl gibt das Verhältnis von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Ergebnis vor Ertragsteuern an und erlaubt damit eine Abschätzung der steuerlichen Belastung des Unternehmens.
Umsatz bereinigt. Als Umsatz bereinigt wird der Umsatz, korrigiert um Konsolidierungskreisveränderungen, bezeichnet.
Währungsswap. Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Diese werden z. B. bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der funktionalen Währung des Emittenten entspricht.
Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie des Eigenkapitals.
Working Capital. Das Working Capital ist definiert als Vorräte zuzüglich operativer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und abzüglich operativer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Forderungsverkäufe sind darin nicht enthalten.
Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinssätze in feste getauscht werden oder umgekehrt.
Gegründet als Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie im Jahr 1871, ist die Continental Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz in Hannover, Deutschland, heute die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns. Neben der Continental AG umfasst der Continental-Konzern 527 Gesellschaften einschließlich nicht beherrschter Unternehmen. Das Continental-Team besteht aus 235.473 Mitarbeitern an insgesamt 554 Standorten in 61 Ländern. Dabei werden alle postalischen Adressen der von uns kontrollierten Gesellschaften als Standort definiert.
Der Vorstand der Continental AG trägt die Gesamtverantwortung für die Geschäftsleitung. Die Divisionen sind mit jeweils einem Vorstandsmitglied vertreten. Die Zentralbereiche werden – bis auf den Einkauf Konzern – durch den Vorstandsvorsitzenden, den Finanzvorstand und den Personalvorstand vertreten. Sie übernehmen die Funktionen, die divisionsübergreifend für die Steuerung des Konzerns notwendig sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Finanzen, Controlling, Compliance, Recht und IT, Nachhaltigkeit sowie Qualität und Umwelt.
Die effektive und effiziente Zusammenarbeit von Divisionen, Geschäftsbereichen und Zentralbereichen ist in unserer "Balance of Cooperation" geregelt. Sie definiert den Rahmen unseres Handelns über organisatorische, hierarchische und geografische Grenzen hinweg und fördert unsere Unternehmenskultur auf Grundlage unserer Unternehmenswerte Vertrauen, Verbundenheit, Freiheit und Gewinnermentalität.
Mit einem Anteil von 72% am Konzernumsatz stammen unsere Kunden in erster Linie aus der Automobilindustrie (Erstausrüstung), aus verschiedenen industriellen Schlüsselbranchen (z. B. Schienenverkehr, Maschinen-, Apparate- und Bergbau) sowie aus dem Endverbrauchermarkt. Wir liefern weltweit qualitativ hochwertige, innovative sowie etablierte Produkte, Systeme und Services. Markt- und Kundennähe sind für uns wesentliche Erfolgsfaktoren. Unsere globale Konzernstruktur basiert auf einer Balance aus dezentralen Strukturen und zentralen Funktionen. Dabei sind die zentralen Managementbereiche und die operativen Aufgaben eng aufeinander abgestimmt. So können wir flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie die Anforderungen unserer Kunden reagieren und sorgen dafür, dass der Continental-Konzern nachhaltig Wert schafft.
Der Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group gegliedert. Diese umfassten im Berichtsjahr fünf Divisionen mit 29 Geschäftsbereichen. Produkte, Produktgruppen und Services bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Unterschiede ergeben sich vorwiegend aus technologischen Produktanforderungen, Innovations- und Produktzyklen sowie der Rohstoffbasis und Produktionstechnologie. Weitere Faktoren sind Wirtschaftszyklen, Wettbewerbsstruktur und sich daraus ergebende Wachstumschancen. Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung.
Umsatz: 44,0 Mrd €; Mitarbeiter: 235.473
| Automotive Group Umsatz: 26,6 Mrd €; Mitarbeiter: 134.286 |
Rubber Group Umsatz: 17,5 Mrd €; Mitarbeiter: 100.749 |
|||
|---|---|---|---|---|
| Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech |
| Umsatz: 9,8 Mrd € | Umsatz: 7,7 Mrd € | Umsatz: 9,3 Mrd € | Umsatz: 11,3 Mrd € | Umsatz: 6,2 Mrd € |
| Mitarbeiter: 47.788 | Mitarbeiter: 40.492 | Mitarbeiter: 46.006 | Mitarbeiter: 53.811 | Mitarbeiter: 46.938 |
Die Division Chassis & Safety entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Systeme zur Verbesserung der Fahrsicherheit und Fahrdynamik. Für die Division ist die Richtung klar: Die Zukunft der Mobilität führt zum automatisierten Fahren. Integrale aktive und passive Sicherheitstechnologien und Produkte zur Unterstützung der Fahrzeugdynamik sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Die Division Chassis & Safety gliedert sich in vier Geschäftsbereiche:
In der Division Powertrain werden innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von heute und morgen gebündelt. Unter dem Leitgedanken "Clean Power" machen die Produkte das Autofahren umweltschonender und kosteneffizienter. Darüber hinaus steigern sie Komfort und Fahrspaß. Die Division umfasst fünf Geschäftsbereiche:
Die Division Interior ist auf das Informationsmanagement spezialisiert. Sie entwickelt und produziert Informations-, Kommunikationsund Vernetzungslösungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Damit wird das Steuern des komplexen Informationsflusses zwischen Fahrer, Fahrzeuginsassen und Fahrzeug sowie mobilen Endgeräten, anderen Fahrzeugen und der Außenwelt ermöglicht und optimiert. Hierfür arbeitet die Division auch branchenübergreifend mit führenden Unternehmen zusammen. Sie gliedert sich in fünf Geschäftsbereiche:
Die Division Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken. Reifen sind die einzige Verbindung des Fahrzeugs mit der Fahrbahn. Sie müssen alle auftretenden Kräfte auf vier etwa postkartengroße Flächen auf die Straße bringen. In kritischen Situationen entscheidet das Technologieniveau der Reifen darüber, ob ein Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen kommt oder bei Kurvenfahrten in der Spur bleibt. Der Umsatz der Division Reifen entfällt zu 29 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 71 % auf das Ersatzgeschäft. Die Division gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche:
Die Division ContiTech entwickelt, produziert und vermarktet Funktionsteile, intelligente Komponenten und Systeme aus Kautschuk, Kunststoff, Metall und Gewebe für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Agrarindustrie, die Automobilindustrie sowie weitere wichtige Industrien. Der Umsatz der Division Conti-Tech entfällt zu 51 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 49 % auf das Geschäft mit anderen Industrien sowie auf das Ersatzgeschäft. Aufgrund einer Umorganisation mit dem Ziel, mehr Geschwindigkeit und Vernetzung in den Arbeitsprozessen zu erreichen, umfasst ContiTech seit Anfang 2018 sieben anstatt zuvor neun Geschäftsbereiche:
› Air Spring Systems
Forschung und Entwicklung (F&E) erfolgt an 78 Standorten, vorwiegend in Kundennähe, um flexibel auf unterschiedliche Kundenanforderungen und regionale Marktbedingungen reagieren zu können. Dies gilt vor allem für die dezentral angesiedelten F&E-Projekte der Automotive Group und der Division ContiTech. Für das Reifengeschäft sind die Produktanforderungen weltweit überwiegend ähnlich. Sie werden entsprechend den jeweiligen Marktanforderungen angepasst. Vor diesem Hintergrund ist F&E in der Division Reifen weitgehend zentral strukturiert. Continental investiert jährlich rund 7 % vom Umsatz in F&E. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung.
Continental verarbeitet eine Vielfalt an Rohstoffen und Vorprodukten. Das Einkaufsvolumen im Berichtsjahr lag bei insgesamt 29,6 Mrd €, wovon etwa 20,2 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Die Automotive Group setzt hauptsächlich Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe ein. Schwerpunkte im Einkauf von Material und Vorprodukten sind Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen über 40 % des
Einkaufsvolumens für Produktionsmaterial ausmachen. Rund ein Viertel entfällt auf mechanische Komponenten. Für die Rubber Group sind Naturkautschuke und ölbasierte Chemikalien, wie synthetische Kautschuke und Ruße, wichtige Rohstoffe. Deren Einkaufsvolumen beläuft sich zusammen auf rund ein Sechstel des Gesamtvolumens für Produktionsmaterial. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Kapitel Wirtschaftsbericht im Abschnitt Entwicklung der Rohstoffmärkte.
Unserer Strategie entsprechend sind die Produktion und der Vertrieb in den Divisionen der Automotive Group und in der Division ContiTech regional flächendeckend organisiert. Unsere Reifenproduktion, bei der Skaleneffekte bedeutend sind, ist mit großen Standorten in den drei, hinsichtlich Produktion und Fahrzeugbestand, dominierenden Automobilmärkten Europa, USA und China vertreten. Niedrige Produktionskosten, gekoppelt mit großen Volumina oder mit regional hoher Wachstumsdynamik, sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Der Vertrieb in der Division Reifen erfolgt weltweit über unser Händlernetz mit Reifenfach- und Franchisebetrieben sowie über den Reifenhandel allgemein.
| F&E | Einkauf | Produktion | Vertrieb |
|---|---|---|---|
| Innovativ | Vielfältig | Weltweit | Vor Ort |
| 3,1 Mrd € Aufwand | 29,6 Mrd € Volumen | 233 Standorte | 44,0 Mrd € Umsatz |
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Management- und Arbeitsprozesse zu verbessern. Im Berichtsjahr haben wir damit begonnen, das Planungs- und Steuerungssystem Hoshin Kanri (japanisch für Planmanagement) im gesamten Unternehmen zu etablieren. Dabei geht es darum, das Handeln und Streben aller Mitarbeiter weltweit auf unsere gemeinsame Vision und unsere gemeinsamen Ziele auszurichten.
Auf diese Weise organisieren wir die Verzahnung und das Zusammenspiel unserer unterschiedlichen Zielebenen: die strategischen Ziele der Gesamtorganisation mit ihren zugehörigen Initiativen und Handlungsfeldern und die Ziele der jeweiligen organisatorischen Einheit. Die langfristige Orientierung für diesen Planungsprozess gibt uns dabei unsere Vision. Kurzfristig beschleunigen wir unsere Entwicklung mithilfe von drei entscheidenden Wachstumskräften in den Bereichen Kunden, Prozesse und Mitarbeiter.
Durch das Hoshin-Kanri-Planungssystem sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter im gesamten Unternehmen – Gesellschaften und Geschäftsbereiche sowie Divisionen und Konzernfunktionen – in
einen systematischen, ineinandergreifenden Strategieprozess einbezogen. So bringen wir die Aktivitäten zur Zielerreichung der einzelnen Einheiten mit der Vision und unseren sieben strategischen Handlungsfeldern in Einklang. Eventuelle Widersprüche zur Vision und zu unseren sieben strategischen Handlungsfeldern zeigen wir dabei ebenso auf wie Gemeinsamkeiten und Chancen. Daraus leiten wir Maßnahmen ab. So richten wir die Arbeitsinhalte noch stärker an unseren strategischen Handlungsfeldern aus.
Unsere sieben strategischen Handlungsfelder ergänzen sich gegenseitig. Sie sind darauf ausgerichtet, nachhaltig Wert für alle Stakeholder zu schaffen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Dauerhafte Steigerung des Unternehmenswerts heißt für uns nachhaltiger Erfolg unter Berücksichtigung der Kapitalkosten. Unsere Zielmarke liegt bei mindestens 20 % Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital. Dieses Ziel konnten wir 2017 wieder erreichen. Nach 20,0 % im Jahr 2016 haben wir im Berichtsjahr 20,6 % erzielt.
Wir wollen eine weltweit ausgewogene regionale Umsatzverteilung erreichen. So werden wir unabhängiger von einzelnen regionalen Absatzmärkten sowie von Markt- und Konjunkturschwankungen. Um das zu erreichen, nutzen wir die Chancen, die sich auf den wachsenden Märkten in Asien und Nordamerika bieten, während wir unsere starke Marktposition in Europa festigen. Den Konzernumsatzanteil in den asiatischen Märkten wollen wir sukzessive auf 30 % steigern. In China wollen wir in den nächsten Jahren überproportional wachsen, und in Nord- und Südamerika soll der Umsatzanteil von insgesamt mindestens 25 % gehalten werden.
2017 erzielten wir einen Umsatzanteil in Asien von 22 %. In Nordund Südamerika lag der Umsatzanteil bei insgesamt 28 %.
In den Bereichen Kundenorientierung, Qualität und Marktanteil wollen wir dauerhaft zu den drei weltweit führenden Anbietern gehören. So können wir unsere Zukunft aus einer führenden Position heraus planen und damit die technologische Entwicklung in einzelnen Branchen maßgeblich vorantreiben.
Gemessen am Umsatz in den jeweiligen Märkten zählen sowohl die Divisionen der Automotive Group als auch ContiTech mit dem überwiegenden Anteil der Produkte zu den führenden Anbietern. Im Reifengeschäft sind wir weltweit die Nummer vier, während wir in einzelnen Segmenten und Märkten auch hier Spitzenpositionen belegen.
In 38 von 61 Ländern, in denen wir vertreten sind, verfügen wir über Produktionsstätten. Auch 2017 haben wir unsere Fertigung in verschiedenen Divisionen erweitert: beispielsweise durch die Erhöhung der Produktionskapazität für Reifen in Portugal und den Start des Ausbaus der Reifenfertigung sowie ein neues Werk für beschichtete Gewebe in China. In Thailand hat die Errichtung eines Reifenwerks begonnen. Im Silicon Valley in den USA eröffneten wir ein Forschungs- und Entwicklungszentrum.
Wir arbeiten weiterhin daran, auch einen der asiatischen Hersteller zu unseren fünf größten Automobilkunden zählen zu können. Das wollen wir durch einen hohen Lokalisierungsgrad erreichen. Mittlerweile zählen zwei asiatische Hersteller zu unseren zehn größten Kunden.
Die Abhängigkeit von der Automobilkonjunktur soll durch ein ausgewogenes Kundenportfolio verringert werden. Dafür wollen wir das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilerstausrüstung steigern, bei gleichzeitig weiterem Wachstum im Geschäft mit den Automobilherstellern. Mittel- bis langfristig wollen wir den Umsatzanteil mit Endverbrauchern und Industriekunden außerhalb der Automobilerstausrüstung in Richtung 40 % erhöhen.
Die Basis dafür bilden hauptsächlich unsere Divisionen Reifen und ContiTech. In zunehmendem Maße werden sich auch unsere Aktivitäten im Bereich der softwarebasierten Zusatzdienste für den Endverbrauchermarkt auswirken. Beispiele dafür sind das erweiterte Verkehrsmanagement, intelligente Bezahlsysteme, das Wartungsmanagement und neue Technologien, die über das Fahrzeug hinaus Anwendung finden.
Trotz unserer Bemühungen hat sich der Umsatzanteil mit Endverbrauchern und Industriekunden mit 28 % im Wesentlichen stabil entwickelt. Grund dafür war im Berichtsjahr u. a. das überdurchschnittlich hohe Wachstum in unseren Automotive-Divisionen, das sieben Prozentpunkte über der globalen Fahrzeugproduktion lag.
Unser Produktportfolio soll aus einem Mix profitabler sowie zukunftsfähiger etablierter Technologien und Vorreitertechnologien bestehen. In wachstumsstarken Märkten oder Marktsegmenten setzen und begleiten wir neue Trends und Standards. In unseren etablierten Kernmärkten stellen wir sicher, dass wir unsere Position als einer der führenden Automobilzulieferer und Industriepartner stetig weiterentwickeln. So können wir in allen Phasen der jeweiligen Produktlebenszyklen präsent und wettbewerbsfähig sein.
Neben Technologien zur Optimierung des Verbrennungsmotors entwickeln wir neue Technologien, die über begrenzte Zeiträume oder dauerhaft rein elektrisches Fahren ermöglichen.
Softwarebasierte Zusatz- und Mobilitätsdienste erweitern unser Portfolio bzw. ergänzen bestehende Produkte um Software-Services als Zusatzleistung und -nutzen für unsere Kunden.
Um die in Zeiten des digitalen Wandels essenzielle Innovationskraft und Agilität weiter zu stärken, haben wir im vergangenen Jahr ein spezielles Programm für die Zusammenarbeit mit Start-up-Unternehmen ins Leben gerufen. Dabei soll das Potenzial der Mitarbeiter sowie externer Start-ups weltweit genutzt werden. Es handelt sich um ein spezielles und ganzheitliches Programm mit einer separaten Gesellschaft, welche die Start-up-Welt mit Continental verbindet – die co-pace GmbH. Das Start-up-Programm umfasst drei Elemente. Im "Inkubator" bekommen unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, neue Geschäftskonzepte in einer Start-up-Umgebung zu entwickeln. Im "co-operation Program" werden externe Start-ups mit Continental zusammengebracht, um Anwendungen prototypisch zu entwickeln und zu erproben. Das dritte Element bildet das "Corporate Venture Capital", mit dem in ausgewählte Start-ups investiert wird.
stehen wir in regelmäßigem Austausch, beispielsweise durch unsere weltweiten Befragungen. Dabei geben unsere Mitarbeiter Auskunft zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit, der Führungsqualität im Unternehmen und ihrer Einstellung zu Continental. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. In den vergangenen Jahren wurde die Befragung alle zwei bis drei Jahre weltweit mit allen Mitarbeitern durchgeführt. Seit 2017 erfolgt die Befragung jährlich mit jeweils einem repräsentativen Anteil der Belegschaft. So haben wir die Chance, Verbesserungspotenziale schneller zu erkennen und Änderungen schneller umzusetzen.
Im Berichtsjahr war ca. ein Viertel der Belegschaft aufgerufen, ihre Meinung zu 50 Fragen abzugeben. 74% dieser Mitarbeiter haben an der Befragung teilgenommen. Dabei sind u. a. folgende Ergebnisse herausgekommen: Besonders positiv ist nach wie vor die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen. 84 % der Befragten sind stolz, bei Continental zu arbeiten; 86 % stehen hinter unseren Unternehmenswerten Vertrauen, Verbundenheit, Freiheit und Gewinnermentalität. Gleichzeitig gaben 63 % – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte im Vergleich zur Befragung von 2015 – an, dass die Werte im Alltag gelebt werden. Dabei ist nach der Befragungssystematik zu berücksichtigen, dass eine neutrale Antwort als negatives Votum gewertet wird. Das Führungsverhalten wurde erfreulich bewertet. 84 % der befragten Mitarbeiter stimmten zu, dass sie von ihren Vorgesetzten mit Respekt behandelt werden. Zwei Drittel der Befragten fühlen sich ermutigt, ihr Bestes zu geben und traditionelle Arbeitsweisen in Frage zu stellen.
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für Continental sind die Entwicklung des Umsatzes, das betrieblich gebundene Kapital und die bereinigte EBIT-Marge sowie die Höhe der Investitionen und der Free Cashflow. Um die finanziellen Leistungsindikatoren auch für Steuerungszwecke einsetzen zu können und die Interdependenzen zwischen diesen Indikatoren abzubilden, verdichten wir diese im Rahmen eines Werttreibersystems zu Kennzahlen. Im Mittelpunkt unserer Unternehmensziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts jedes einzelnen Geschäftsbereichs. Dieses Ziel wird erreicht, wenn eine positive Rendite auf das im jeweiligen Geschäftsbereich betrieblich gebundene Kapital erzielt wird. Gleichzeitig muss diese Rendite dauerhaft über den Finanzierungskosten von Eigen- und Fremdkapital, die zur Anschaffung des betrieblichen Kapitals aufgewendet werden, liegen. Entscheidend ist dabei auch, dass Jahr für Jahr der absolute Wertbeitrag (Continental Value Contribution, CVC) erhöht wird. Dies kann über eine Steigerung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (bei konstanten Kapitalkosten), eine Senkung der Kapitalkosten (bei konstanter Verzinsung des betrieblichen Kapitals) oder eine Absenkung des betrieblich gebundenen Kapitals im Zeitablauf erreicht werden. Als Messgrößen für die Zielerreichung dienen das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT), das betrieblich gebundene Kapital (Capital Employed) und die durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Die Kapitalkosten werden aus dem gewichteten Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapitalkosten ermittelt.
| Contribution (CVC) Mio € | Kapitalrendite (ROCE) % | |||
|---|---|---|---|---|
| 19,4% | 20,0% | 20,9% | 20,0% | 20,6% |
| 1.580 | 1.673 | 2.145 | 2.045 | 2.350 |
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 |
| Kapitalrendite (ROCE) nach Divisionen (in %) | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Chassis & Safety | 19,9 | 13,1 |
| Powertrain | 13,2 | 12,5 |
| Interior | 14,9 | 12,6 |
| Reifen | 35,0 | 40,8 |
| ContiTech | 13,9 | 13,5 |
| Continental-Konzern | 20,6 | 20,0 |
Unsere Finanzierungsstrategie zielt auf die Unterstützung eines wertschaffenden Wachstums des Continental-Konzerns bei gleichzeitiger Beachtung einer für die Chancen und Risiken unseres Geschäfts adäquaten Struktur von Eigen- und Fremdkapital.
Die Konzernfunktion Finance & Treasury stellt den notwendigen Finanzierungsrahmen zur Verfügung, um das Wachstum des Konzerns und den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Der jährliche Investitionsbedarf des Unternehmens wird in den kommenden Jahren bei rund 7 % des Umsatzes liegen. Ausschlaggebend hierfür sind der kontinuierliche Anstieg des Auftragseingangs in der Automotive Group und die erfolgreiche Umsetzung der Vision 2025 im Reifenbereich, die einen Ausbau der Kapazitäten der Reifenprodutkion, insbesondere in Nordamerika und Asien, vorsieht.
Unser Ziel ist es, den laufenden Investitionsbedarf aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Andere Investitionsvorhaben, wie z. B. Akquisitionen, sollen je nach Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden, um kontinuierlich eine Verbesserung im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu erreichen. Grundsätzlich haben wir das Ziel, dass sich das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing Ratio) in den kommenden Jahren weiter unter 20 % bewegen und 60 % nicht nachhaltig überschreiten soll. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann diese Obergrenze unter bestimmten Voraussetzungen überschritten werden. Die Eigenkapitalquote soll 35 % übersteigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Eigenkapitalquote bei 43,5 % und die Gearing Ratio bei 12,6 %.
Die Brutto-Finanzschulden sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen des Kapitalmarkts bewegen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette von Finanzierungsinstrumenten nutzen. Zum Jahresende 2017 bestand der Mix aus Anleihen (65 %), syndiziertem Kredit (0 %), anderen Bankverbindlichkeiten (21 %) und sonstigen Finanzschulden (14 %), bezogen auf die Brutto-Finanzschulden in Höhe von 4.090,0 Mio €. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der aus einer revolvierenden Tranche besteht, beläuft sich unverändert auf 3,0 Mrd €. Die Tranche läuft bis April 2021. Der Finanzierungsmix wird sich nicht wesentlich verändern.
Der Konzern strebt grundsätzlich an, zum Bilanzstichtag eine unbeschränkt verfügbare Liquidität von rund 1,5 Mrd € vorzuhalten. Diese wird durch zugesagte ungenutzte Kreditlinien von Banken ergänzt, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können. Er schwankt während des Kalenderjahres, insbesondere aufgrund der Saisonalität einzelner Geschäftsfelder. Zudem wird die Höhe des Liquiditätsbedarfs durch das Konzernwachstum beeinflusst. Die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2017 lagen bei 1.726,7 Mio €. Es bestanden darüber hinaus zugesagte und nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 3.686,8 Mio €.
Zum 31. Dezember 2017 beliefen sich die Brutto-Finanzschulden auf 4.090,0 Mio €. Wesentliche Finanzierungsinstrumente sind der syndizierte Kredit mit einer revolvierenden Kreditlinie im Volumen von 3,0 Mrd € und einer Laufzeit bis April 2021 sowie am Kapitalmarkt emittierte Anleihen.
Zum 31. Dezember 2017 wurde die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Rund 63 % der Brutto-Finanzschulden werden zwischen Juli 2018 und September 2020 fällig und sind über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen finanziert. Die Zinskupons variieren zwischen 0,0 % und 3,125 %. Die Rückzahlungsbeträge liegen bei 750,0 Mio € im Jahr 2018 sowie bei 500,0 Mio€ im Jahr 2019. Im Jahr 2020 liegen sie bei 600,0 Mio € und 750,0 Mio€. Zum 31. Dezember 2017 bestanden neben den erwähnten Finanzierungsformen zusätzlich bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von 1.556,5 Mio €. Neben Finanzierungsleasing gehören aktuell andere Instrumente wie Forderungsverkäufe und Commercial-Paper-Programme zu den Finanzierungsinstrumenten des Konzerns.
Continental strebt grundsätzlich ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Free Cashflow tilgen zu können. In den Jahren 2018 und 2019 stehen neben den kurzfristigen Fälligkeiten, die in aller Regel in das nächste Jahr weitergerollt werden, die Rückzahlungen der im Juli 2018 und Februar 2019 fälligen Anleihen über 750,0 Mio € und 500,0 Mio € an.
Continental wurde im Berichtszeitraum von den drei Ratingagenturen Standard & Poor's, Fitch und Moody's eingestuft, die ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental AG im Verlauf des Jahres 2017 unverändert beibehielten.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Standard & Poor's1 | ||
| langfristig | BBB+ | BBB+ |
| kurzfristig | A-2 | A-2 |
| Ausblick | stable | stable |
| Fitch2 | ||
| langfristig | BBB+ | BBB+ |
| kurzfristig | F2 | F2 |
| Ausblick | stable | stable |
| Moody's3 | ||
| langfristig | Baa1 | Baa1 |
| kurzfristig | kein Rating | kein Rating |
| Ausblick | stable | stable |
1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3 Kein Vertragsverhältnis seit 1. Februar 2014.
Continental steht für Mobilität. Diese gestalten wir durch unsere Ideen und Lösungen für unsere Kunden in den verschiedensten Industrien mit. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) sind daher von hoher strategischer Relevanz. Unsere soziale Verantwortung behalten wir dabei im Blick. Alle Zukunftsfragen und Forschungsaktivitäten werden aus diesem Grund auch unter den Gesichtspunkten sicher, sauber und intelligent ("safe, clean and intelligent") betrachtet und definiert.
Bei der Entwicklung unserer Produkte, Systeme, Lösungen und Services setzen wir konsequent eine konzernweite Technologiestrategie um, die sich an unseren Kernthemen orientiert: automatisiertes Fahren, Elektromobilität, Vernetzung sowie Digitalisierung und die zunehmende Urbanisierung.
Das verantwortliche Steuerungsgremium für die Anpassung und Fortentwicklung der langfristig orientierten Technologiestrategie ist durch den Vorstand besetzt. Im sogenannten Executive Board Technology Review Meeting – das regelmäßig mehrmals im Geschäftsjahr stattfindet – begleitet, steuert und überwacht der Vorstand das Technologieportfolio von Continental.
Unterhalb des Vorstands ist der Corporate Technology Officer (CTO) für die Koordination der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verantwortlich. Der CTO ist der zentrale Ansprechpartner für strategische Fragestellungen zu zukünftigen Technologien, Innovationen und Geschäftsmöglichkeiten. Er stellt u. a. die kontinuierliche Planung der mittel- bis langfristigen Aktivitäten aus der Technologiestrategie, das Technologie-Scouting, die Technologie-Reviews und die stetige Erweiterung unseres Forschungsnetzwerks sicher, um unsere Technologieführerschaft weiter zu stärken.
Im April 2017 wurde unser weltweites Technologienetzwerk mit der Eröffnung eines Forschungszentrums in San José, Silicon Valley, USA, erweitert. In diesem Zentrum sollen bis zu 300 Experten an der Mobilität der Zukunft aus verschiedenen operativen und strategischen Bereichen von Continental arbeiten. Schwerpunkte sind Projekte rund um automatisiertes Fahren, Elektromobilität, Vernetzung und Mobilitätsdienste.
Eine entscheidende Rolle spielen dabei Lösungen auf Software-Basis sowie der Umgang mit großen Datenmengen und das Nutzen Künstlicher Intelligenz. Zugleich bildet das Zentrum eine direkte Schnittstelle zu unseren Kunden sowie zu Start-up-Unternehmen in Kalifornien, USA. Das 6.000 Quadratmeter große Forschungszentrum umfasst hochmoderne Labore, Werkstätten und Büros.
Continental ist bereits seit vielen Jahren im Silicon Valley vertreten. Der Geschäftsbereich Intelligent Transportation Systems (ITS) hat dort seit 2014 seinen Sitz. Insgesamt arbeiten in San José alle Bereiche von Continental interdisziplinär und kollaborativ zusammen.
Unser internationales Forschungsnetzwerk haben wir im Berichtsjahr intern und extern weiter ausgebaut, um von einem kontinuierlichen Wissensaustausch zu profitieren. So vereinbarten wir beispielsweise eine strategische Kooperation mit Baidu, einem der größten Internetunternehmen in China, zur Weiterentwicklung intelligenter Mobilität. Continental und Baidu werden ihren Technologieaustausch ausweiten, indem sie gegenseitig die jeweiligen Vorteile in den Bereichen Automobilelektronik bzw. Internettechnologien nutzen und eine leistungsstarke technische Allianz eingehen. Durch Nutzung komplementärer Ressourcen und technologischen Knowhows möchten beide Partner Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln, um umfassende und zuverlässige Lösungen für das automatisierte Fahren, vernetzte Fahrzeuge und intelligente Mobilitätsdienste bereitzustellen.
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | Mio € | % vom Umsatz | Mio € | % vom Umsatz |
| Chassis & Safety | 913,8 | 9,4 | 773,4 | 8,6 |
| Powertrain | 699,0 | 9,1 | 701,5 | 9,6 |
| Interior | 1.062,7 | 11,4 | 956,0 | 11,5 |
| Reifen | 289,8 | 2,6 | 260,9 | 2,4 |
| ContiTech | 138,4 | 2,2 | 119,7 | 2,2 |
| Continental-Konzern | 3.103,7 | 7,1 | 2.811,5 | 6,9 |
| Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten | 92,1 | 105,9 | ||
| in % der Forschungs- und Entwicklungskosten | 2,9 | 3,6 | ||
| Abschreibungen auf aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten | 74,5 | 54,3 |
Im Rahmen der Vereinbarung werden sich Continental und Baidu gemeinsam Bereichen wie Sensorik und Software für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren widmen. Darüber hinaus arbeiten sie an Anwendungen für die Apollo-Plattform (Plattform für die Entwicklung automatisierter Fahrzeuge) von Baidu – einschließlich Künstlicher Intelligenz und Datensicherheit – sowie Straßenversuchen, Datenerfassung und -analyse für das automatisierte Fahren. Seit 2017 ist Continental bei der Apollo-Plattform im Board of Directors durch die Division Chassis & Safety vertreten. Wir liefern Hardware- und Software-Komponenten, um eine Plattform zu generieren, die sicheres autonomes Fahren für jedermann ermöglichen soll.
Zu den weiteren Schwerpunkten im Bereich F&E zählte im Berichtsjahr das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI). Dies ist der Begriff für eine technologische Revolution, die die Welt auf unzählige Arten verändern wird. KI hat bereits heute einen wichtigen Meilenstein durch mehr Daten, bessere Algorithmen und schnellere und preisgünstigere Computer erreicht. In Zukunft wird erwartet, dass KI so universell einsetzbar sein wird, wie Software es heute schon ist. Wir untersuchen und testen, in welchen Bereichen wir Methoden der KI anwenden können – im Unternehmen und für unsere Kunden. In der Automobilindustrie wird KI weiteren Einfluss nehmen. Wir wollen die individuelle Mobilität durch die Schaffung neuer KI-fähiger Produkte und Dienstleistungen erleichtern, von automatisierten Fahrsystemen bis hin zu digitalen Mobilitätsassistenten, von verkehrsmittelübergreifender Reiseplanung bis hin zur vorausschauenden Wartung. Dafür verwenden wir effiziente und effektive Algorithmen. Continental arbeitet mit Spitzenuniversitäten und Forschungsinstituten weltweit zusammen. Gleichzeitig stärken wir unsere interne Kompetenz, um diese Algorithmen in unsere Produkte, Dienstleistungen und Prozesse integrieren zu können.
Mit dem Versuchsfahrzeug CUbE (engl. für "Würfel" und Abkürzung für "Continental Urban Mobility Experience") erforschen und erproben wir am Standort Frankfurt den fahrerlosen Personentransport. Diese Art Fahrzeuge, auch Robo-Taxis genannt, werden in Zukunft als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs eine entscheidende Rolle spielen.
Für die individuelle Mobilität haben wir 2017 ein visionäres und richtungsweisendes Mobilitätskonzept entwickelt, das auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) vorgestellt wurde. Es handelt sich um BEE (engl. für "Biene" und Abkürzung für "Balanced Economy and Ecology Mobility Concept"), das Teil eines umfassenden Lösungsansatzes für die individuelle Mobilität im urbanen Raum ist. BEE stellt ein elektrisch betriebenes Fahrzeug dar, das für stressfreies und komfortables Mitfahren in Städten konzipiert ist. Das Fahrzeug ist für Menschen jeden Alters gedacht. Es stellt sich auf die Passagiere individuell ein. BEE kann über eine App zum eigenen Standort gerufen werden. Zwischen Online-Bestellung und Ankunft liegen im Mobilitätskonzept von Continental nur wenige Minuten. Darüber hinaus kann BEE auch für kleinere Gütertransporte effizient eingesetzt werden. Vorstellbar ist es auch, dass viele BEE-Mobile einmal einen Schwarm autonomer Fahrzeuge unterschiedlicher Größe und Ausstattung bilden.
Bei der Entwicklung von BEE haben wir die Erfahrungen und den Ideenreichtum unserer Mitarbeiter weltweit einfließen lassen. Sie kennen die Herausforderungen und Bedürfnisse im zukünftigen urbanen Umfeld und wissen, wie sie selbst künftig mobil sein wollen. Unsere Mitarbeiter brachten Ideen ein, wie unkonventionelle und originelle Lösungen für die anstehenden Transport- und Mobilitätsbedürfnisse aussehen könnten.
Automotive Group Konzern Automotive Group Rubber Group
Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als strategische Aufgabe der Unternehmensentwicklung. In unserer Roadmap 2020 sind für unsere vier Handlungsfelder (Unternehmensführung und -kultur, Mitarbeiter und Gesellschaft, Umwelt, Produkte) konkrete Ziele definiert.
Unsere Leistungsfähigkeit beurteilen wir sowohl nach finanziellen als auch nach nichtfinanziellen Indikatoren und Kriterien. Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen Wert schaffen. Denn nur dann sind sie im Unternehmen akzeptiert und extern glaubwürdig.
Fundament für den Erfolg von Continental sind unsere BASICS. Diese Konzernleitlinien beschreiben unsere Vision, Mission und unsere Werte, an denen wir unser unternehmerisches Handeln und den Umgang miteinander sowie mit allen anderen Bezugsgruppen ausrichten. Sie betonen auch den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, unsere gesellschaftliche Verantwortung und eine Kultur des Miteinanders. Die BASICS sind unser Kompass im digitalen Wandel, denn unsere Arbeitswelt verändert sich tiefgreifend. Wir sehen darin enorme Chancen für unser Geschäft, den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit.
Aus dem Zusammenspiel unserer BASICS mit unseren Corporate-Governance-Grundsätzen und einem umfassenden Verhaltenskodex, dem sich Mitarbeiter konzernweit verpflichten, leitet sich eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle ab.
Zu einer verantwortungsvollen Unternehmensleitung gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird.
Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen setzen wir uns für dessen zehn Prinzipien auf den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung ein.
Über unsere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit informieren wir in unserem Bericht auf Basis des Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI) sowie auf unseren Nachhaltigkeitsseiten im Internet unter www.continental-nachhaltigkeit.de.
Darüber hinaus berichten wir für den Continental-Konzern und die Continental AG in einer gesonderten nichtfinanziellen Erklärung im Sinne von §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB, die im Internet in der Rubrik Nachhaltigkeit/Downloads veröffentlicht ist. Um Nachhaltigkeit zukünftig noch stärker in der Organisation zu verankern und bestehende Prozesse zu verbessern, wurde im Berichtsjahr an einem Projekt gearbeitet, das der Vorstand ins Leben gerufen hatte. Unter der Beteiligung aller relevanten Fachbereiche und der Einbindung von Führungskräften der verschiedenen Divisionen wurden konkrete Empfehlungen und Maßnahmen definiert, die sukzessive ausgerollt werden sollen. Dazu gehört u. a. die Umsetzung einer neuen Strategie für unser gesellschaftliches Engagement.
Menschen respektieren, ihre Leistung wertschätzen und ihre Fähigkeiten zur Entfaltung bringen sind die Fundamente unserer Personalarbeit. Continental ist ein vielfältiges Unternehmen, dessen Mitarbeiter z. B. unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Hintergründe haben. Wir schätzen und fördern die vielfältigen Ideen und Erfahrungen unserer Mitarbeiter. Sie stehen für unseren Erfolg. Indem wir sie auf ihrem Entwicklungsweg begleiten und ihre Talente fördern, schaffen wir Mehrwert für die Mitarbeiter, aber auch für das Unternehmen, unsere Kunden und andere Stakeholder.
Neben Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie gerechten Löhnen und Gehältern machen wir unseren Mitarbeitern attraktive soziale Angebote. Darüber hinaus nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeiter und sichere Arbeitsplätze einen hohen Stellenwert ein.
Umweltschutz ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Ökonomie und Ökologie sind für uns kein Widerspruch, sondern Basis für nachhaltige Wertschöpfung bei Continental.
Unser Umweltmanagementsystem orientiert sich an den globalen Megatrends, die zugleich Basis für die Gesamtstrategie des Konzerns sind. Es bezieht sämtliche Wertschöpfungsstufen und die kompletten Lebenszyklen der Continental-Produkte mit ein. Unsere Umweltverantwortung erstreckt sich somit von der Forschung und Entwicklung und dem Einkauf von Rohstoffen und Komponenten über die Logistik und die Produktion bis hin zur Nutzung und Verwertung unserer Produkte. Unsere Leistungsprozesse sind darauf ausgerichtet, den Ressourceneinsatz in Relation zum Geschäftsumfang kontinuierlich zu verbessern.
Die Einhaltung aller auf die Continental AG und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften sowie der internen Regeln durch alle Mitarbeiter ist unsere Pflicht und prägt unsere Unternehmenskultur.
Durch Profitabilität schaffen wir die Voraussetzung für die Sicherung von Arbeitsplätzen in vielen Regionen der Welt. Zugleich wollen wir auch für die Menschen, die im Umfeld unserer Standorte leben und arbeiten, Wert schaffen. Unser freiwilliges Engagement konzentriert sich auf drei Themen, in denen wir uns aufgrund unseres Geschäftsmodells, unserer Herausforderungen oder unseres Selbstverständnisses positionieren und eine zukunftsorientierte Entwicklung fördern wollen: Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport.
Unsere Mitarbeiter, unsere Kultur, unsere Zukunft – Mitarbeiter und Unternehmenskultur sind die Garanten unseres Unternehmenserfolgs.
Personalarbeit ist ein wesentlicher Teil unserer unternehmerischen Wertschöpfung. Ihr kommt im Rahmen unserer Wachstumsstrategie eine wichtige und wegbereitende Rolle zu. Unsere Mitarbeiter und die Art und Weise der Zusammenarbeit sind wichtige Faktoren für unseren zukünftigen Erfolg. Sie treiben unseren technologischen Fortschritt und unser Wachstum voran und legen heute den Grundstein für unser erfolgreiches Unternehmen von morgen.
Wir schätzen unsere Mitarbeiter, deren Fertigkeiten, Kompetenzen und Leistungen den höchsten Wert innerhalb unseres Unternehmens darstellen. Ziel ist es, ihre Fähigkeiten optimal einzusetzen und bestmöglich zu entfalten. Unser Team für Human Relations (HR) begleitet unsere Beschäftigten aktiv auf ihrem Berufs- und Karriereweg und fördert die Entwicklung ihrer Talente. Damit schaffen wir konkrete Werte für die Mitarbeiter, das Unternehmen, die Kunden und alle anderen Stakeholder.
Unsere Personalpolitik ist ganzheitlich und auf ein Füreinander ausgerichtet. In der Zusammenarbeit legen wir großen Wert auf die Beziehungen zueinander und darauf, dass die gemeinsamen Unternehmenswerte – Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit – gelebt werden. Diese Werte bilden die Basis unserer Unternehmenskultur und prägen die Art und Weise, wie wir miteinander sowie mit unseren Kunden und Partnern umgehen. Die stetige Weiterentwicklung der Unternehmenskultur ist daher ein entscheidender Teil unserer Zukunftsfähigkeit und Wertschöpfung.
Auf zwei strategischen Pfeilern, unter denen wir jeweils verschiedene HR-Projekte und -Initiativen durchführen, basiert unsere Personalpolitik. Anhand dieser beiden Säulen entwickeln wir die Personalarbeit konsequent weiter und machen sie zukunftsfähig.
Weltweit knapp 400.000 Bewerbungen im Angestelltenbereich im Berichtsjahr – rund 73.500 davon allein in Deutschland – belegen, dass Continental für Menschen rund um den Globus ein höchst attraktiver Arbeitgeber ist. Gleichzeitig stellt diese hohe Zahl die personalbezogenen Systeme und Prozesse vor besondere Herausforderungen, denn es gilt, unseren Bedarf zu kennen und möglichst effizient den richtigen Bewerber für die richtige Stelle zu finden.
Wir arbeiten an einer Reihe eng verknüpfter Projekte im Rahmen der Verbesserung unserer HR-Daten und -Systeme, der Personalplanung und -beschaffung sowie der Personalentwicklung. Mittelfristig suchen wir bei Continental nicht jemanden für eine Stelle, sondern für einen Bewerber die richtige Position im Unternehmen. Was zählt, ist der "Best-Fit" einer Person zu einer vakanten Stelle, d. h. die Passgenauigkeit von Fertigkeiten, Fähigkeiten und Werten zur Tätigkeit und zu Continental. Je besser Mitarbeiter und Tätigkeit bei Continental zueinander passen, desto höher sind Arbeitszufriedenheit und Motivation als Schlüssel für Produktivität und Qualität. Dieser "Best-Fit" wird angesichts des steigenden Bedarfs an passenden Mitarbeitern immer wichtiger.
Vor dem Hintergrund zukünftigen Wachstums und immer kürzerer Innovationszyklen müssen wir bereits heute den Personalbedarf von morgen kennen und sichern. Deshalb werden die weltweiten HR-Teams frühzeitig in den Produktentwicklungsprozess eingebunden, im engen Schulterschluss mit den Geschäftsbereichen.
Wir setzen auf eine strategische Personalplanung, mit der wir den Detaillierungsgrad unserer Planungen weiter erhöhen und zugleich eine einheitliche und verlässlichere divisionsübergreifende Personalstrategie schaffen. Dabei simulieren wir zum einen die voraussichtliche Entwicklung unserer heutigen Belegschaft auf Basis von z. B. Renteneintritten und Fluktuation sowie zum anderen den Personalbedarf, den wir zur erfolgreichen Realisierung unserer Geschäftsziele benötigen. Ein Abgleich beider Entwicklungen erlaubt es uns, zukünftige Handlungsfelder sowohl quantitativer als auch qualitativer Art frühzeitig zu identifizieren, um so die erforderlichen Kompetenzen rechtzeitig aufzubauen. Die Ergebnisse helfen uns beispielsweise zu identifizieren, wie sich die Herausforderungen des digitalen Wandels auf die Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter auswirken, um im nächsten Schritt entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen vorbereitend zu initiieren.
| Personalkennzahlen | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Gesamtzahl Beschäftigte | 235.473 | 220.137 |
| davon Stammpersonal gesamt | 219.687 | 206.162 |
| im Ausland | 162.833 | 152.136 |
| in Deutschland | 56.854 | 54.026 |
| Auszubildende1 | 2.155 | 2.067 |
| Frauenanteil in % | 27,2 | 27,0 |
| durchschnittliche Betriebszugehörigkeit1 (in Jahren) | 14,3 | 14,6 |
| Durchschnittsalter der Beschäftigten1 (in Jahren) | 43,2 | 43,3 |
1 In Deutschland.
Nachdem wir 2016 in einem Pilotprojekt mit einheitlichen Prozessen und Prinzipien einen verbindlichen Rahmen für die Bedarfsplanung geschaffen haben, erfolgte im Berichtsjahr die konzernweite Implementierung der strategischen Personalplanung. So wurden 98,5 % aller in unserem globalen Personalsystem geführten Mitarbeiter in der strategischen Personalplanung erfasst.
Unseren Ansatz zur strategischen Personalplanung haben wir im Berichtsjahr mithilfe von Big-Data-unterstützten Skill-Analysen – d. h. Ermittlung von Fähigkeiten und Kompetenzen durch die Auswertung von Daten – auf zusätzliche Standorte ausgeweitet. Mittlerweile sind 35 % aller IT-Mitarbeiter sowie Software- und Elektroingenieure mit diesem globalen strategischen Skill-Management-Ansatz erfasst. Rund 1.000 hochspezialisierte Fähigkeiten aus unterschiedlichsten Software-Bereichen sowie deren Verteilung auf die Mitarbeiter wurden dabei identifiziert. Dies ermöglicht das Ableiten zielgerichteter, zukunftsweisender HR-Maßnahmen u. a. zur Qualifizierung, Rekrutierung und Intensivierung der Hochschulzusammenarbeit. Darüber hinaus haben wir erste Schritte zum Aufbau interner Big-Data-Kompetenzen im HR-Umfeld unternommen, um aus den vorhandenen Daten noch effizienter Nutzen ziehen zu können.
Diagnostische Verfahren für den passenden Mitarbeiter Um den "Best-Fit" von Bewerber und vakanter Position und damit die Qualität unserer Einstellungsprozesse weiter zu verbessern, haben wir 2017 verschiedene Diagnostikprojekte weiterentwickelt und intensiviert.
Eines davon wird an unserem mexikanischen Standort San Luis Potosí durchgeführt. Hinzugekommen sind die Standorte Makó in Ungarn und Chongqing in China. Hier wurden zur Auswahl von Mitarbeitern für unsere Fabriken ausführliche Online- und Vor-Ort-Tests sowie Arbeitsproben eingesetzt. Das Besondere daran: Die Interessenten für den gewerblichen Bereich bewerben sich nicht auf eine konkrete Stelle, sondern erhalten eine Empfehlung, welche Position am besten zu ihnen passt. Das übergeordnete Ziel dieser Pilotprojekte ist es, einen globalen standardisierten Auswahlprozess für Mitarbeiter im gewerblichen Bereich zu etablieren.
Für den Angestelltenbereich haben wir wissenschaftlich validierte und standardisierte Online-Verfahren eingeführt. So wollen wir bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Bewerbung einen Eindruck von den Kompetenzen des Bewerbers erhalten. Der internationale Rollout der Continental-Online-Assessments im Angestelltenbereich steht kurz bevor.
Darüber hinaus haben wir damit begonnen, die Potenzial-Diagnostiklandschaft für die verschiedenen Führungsebenen im Konzern auf den neuesten Stand zu bringen.
Im Herbst 2017 haben in Deutschland 702 Auszubildende ihre Ausbildung, ein duales Studium oder eine Einstiegsqualifizierung bei Continental begonnen – der bisher stärkste Ausbildungsjahrgang unserer Geschichte. Unser Angebot an Berufsausbildungsplätzen haben wir in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht.
Nicht nur quantitativ, auch qualitativ ging es 2017 aufwärts. Der Anteil der hervorragenden Leistungen (Abschlussnote "sehr gut") in unseren Ausbildungsberufen liegt mit 10,3% höher als der deutschlandweit hierfür gemessene IHK-Durchschnitt (6,6 %).
Im Rahmen unserer "Best-Fit"-Initiative geben wir weiterhin auch Praktikern und Quereinsteigern die Chance, "vom Umsteiger zum Aufsteiger" zu werden – vor allem, wenn sie über besondere Kompetenzen im Bereich Software und Technik verfügen. So hat Continental 2017 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot für Software-Experten um einen weiteren Baustein erweitert: Mit der Aufbauqualifizierung zum Automotive-Software-Techniker ermöglichen wir unseren Mitarbeitern eine dreijährige Weiterbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss. Dabei verlassen wir uns im Auswahlprozess nicht hauptsächlich auf formelle Bildungsqualifikationen, sondern vertrauen auf die Fertigkeiten und Fähigkeiten. Ein guter Software-Entwickler oder -Techniker braucht nicht zwingend ein Studium. Mit unseren eigenen Aus- und Weiterbildungsangeboten wollen wir dem allgemeinen Mangel an IT-Fachkräften frühzeitig begegnen. Unsere passgenauen Weiterbildungsformate machen uns unabhängiger vom Arbeitsmarkt und stärken so unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Die digitale Transformation stellt auch Continental vor große Herausforderungen, denn die Digitalisierung der Arbeitswelt verändert geltende und gewohnte Strukturen. Produktzyklen verkürzen sich weiter, Unternehmen müssen sich flexibel an neue Kundenbedürfnisse anpassen und schnell neue Geschäftsmodelle entwickeln.
Gleichzeitig bietet die Digitalisierung unserem Unternehmen viele Chancen – bei der Erschließung neuer Märkte genauso wie bei der Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Aus diesem Grund gestaltet der Bereich Human Relations die digitale Transformation aktiv mit. Wettbewerbsvorteile entstehen, wenn sich Unternehmen und Belegschaft schneller und flexibler als andere auf die neuen Bedingungen einstellen. Deshalb müssen wir agiler, innovativer und vernetzter denken und handeln. In diesem Zusammenhang fördern wir vier wichtige Bereiche:
2017 haben wir insbesondere unser Diversity Management, flexible Arbeitsbedingungen und unsere Führungskultur vorangetrieben.
Chancengleichheit und Diversität – darauf legen wir sowohl in unseren Auswahlverfahren als auch in der Talentförderung besonderen Wert. Denn wir brauchen die Vielfalt der Perspektiven, Eigenschaften, Erfahrungen und Kulturen unserer Mitarbeiter für die Innovationsfähigkeit des gesamten Unternehmens. Derzeit stehen die Internationalität und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Zentrum unseres Engagements. Bereits heute stammen 45 % unseres Managements nicht aus Deutschland. Auch der Frauenanteil in der Führungsebene hat sich weltweit erneut erhöht – von 12,2 % im Jahr 2016 auf 13,4 % im Jahr 2017. Bis 2020 wollen wir 16 % aller Führungspositionen mit Frauen besetzen. Mehr zu unseren Zielen zum Anteil von Frauen in Führungspositionen finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 22.
Neben weltweit mehr als 25 "Diversity Days" haben wir 2017 zusätzliche Veranstaltungen zur Förderung von Vielfalt durchgeführt.
Auf der zweiten "Women@Work"-Veranstaltung trafen sich im Berichtsjahr 75 Teilnehmerinnen überwiegend aus Europa und Südafrika. Ziel dieser Veranstaltung war es, junge Frauen bei der Karriereentwicklung zu unterstützen, sie in ihrer Wirkungskraft zu stärken und ihre Präsenz im Konzern zu erhöhen. Durch vergleichbare Veranstaltungen in Korea und Indien wurden auf Länderebene mit der gleichen Zielsetzung weitere 240 Teilnehmerinnen erreicht.
"Vielfalt als Katalysator und Voraussetzung für Innovationskraft erleben" – unter dieser Überschrift wurden der zweite und dritte "Diversity Summit" in Berlin, Deutschland, und Hangzhou, China, durchgeführt. Beide Veranstaltungen brachten einen globalen Teilnehmerkreis zusammen, um die Vorteile ihrer Vielfalt zu erleben und gemeinsam kreative Ideen für die Weiterentwicklung der Kultur bei Continental zu generieren. Der so entstandene Kreis von "Transformationschampions" trifft sich weiterhin einmal im Monat virtuell, um die gemeinsam geplanten Veränderungen voranzutreiben.
Im Rahmen des 2017 initiierten Start-up-Programms wurde erstmals ein Inkubator-Programm aufgelegt. Dabei wird unseren Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Geschäftskonzepte in einer Start-up-Umgebung umzusetzen und als junge Unternehmer zu agieren. Ziel ist es, das Potenzial unternehmerischer Talente und die Agilität zu stärken, den kulturellen Wandel in die neue Arbeitswelt zu forcieren sowie zukunftsweisende Konzepte zu erarbeiten, die den langfristigen Erfolg von Continental fördern.
An einem internen Wettbewerb nahmen zehn Pilotstandorte in sieben Ländern mit mehr als 32.000 Mitarbeitern teil. 420 Konzepte wurden eingereicht. Die ausgewählten drei Gewinnerteams konnten ihre Konzepte für drei Monate in einer Start-up-Umgebung fernab ihrer täglichen Arbeit weiterentwickeln.
Nachdem wir bereits Ende 2016 den weltweiten Rahmen für flexible Arbeitsbedingungen landesspezifisch definiert haben, stand 2017 ganz im Zeichen der globalen Implementierung der Maßnahmen. In 18 Ländern können unsere Mitarbeiter ihre Arbeitsformen inzwischen individueller gestalten, in drei Ländern befinden wir uns auf der Zielgeraden. Unabhängig von hierarchischen Ebenen und über alle organisatorischen Bereiche hinweg machen unsere Mitarbeiter nunmehr von unseren Angeboten für mobiles Arbeiten, Teil- und Gleitzeitnutzung sowie für längere Auszeiten ("Sabbaticals") Gebrauch.
Aktuell arbeiten wir an vielfältigen Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter in den Produktionsbereichen. Die Herausforderung dabei ist, den Wunsch nach flexiblen Modellen mit den Bedürfnissen eines hocheffizienten Produktionsumfelds in Einklang zu bringen, z.B. durch autonome Methoden zu Schichtplanung, Auszeitmodelle ("Mini-Sabbaticals") oder attraktive Teilzeitmodelle.
Durch gute Führungskultur den digitalen Wandel meistern Digitalisierung und Globalisierung verändern und beschleunigen die Arbeitswelt fundamental. Nie zuvor wurde auch das Management derart gefordert. Führungskräfte müssen Bewährtes und Neues gleichermaßen gestalten. Um diese Herausforderung zu meistern und gleichzeitig das Qualitätsniveau sämtlicher Prozesse und Produkte weiter anzuheben, haben wir uns 2017 intensiv mit unserer Führungskultur beschäftigt. Dabei wurde ein breit angelegter interner Dialog sowohl in Richtung Mitarbeiter als auch in Richtung Führungskräfte gestartet.
Das Resultat ist die Modernisierung unserer Führungsphilosophie: Continental begegnet den Veränderungen mit einem Ansatz, der zwei Felder modernen Führens vereint und damit gleichzeitig auch die Qualität fördert. Die erste Säule "Values-Based Leadership" legt den Schwerpunkt auf die Vorbildfunktion der Führungskraft, ihr
Handeln entlang klarer Werte und das Nutzen neuer Arbeitsweisen. Die zweite Säule "Transformational Leadership" unterstützt die Rolle der Führungskraft als aktiver und inspirierender Gestalter des Wandels von Markt, Konzern und Mitarbeitern. Abgestimmt auf den Führungsansatz unterstützen wir mit einem Bündel von ständig laufenden Maßnahmen die Führungsqualität bei Continental. Zur Steigerung der weltweit einheitlichen Qualität der angebotenen "Leadership Architecture"-Entwicklungsprogramme wurde 2017 ein Qualitätsmanagement vorbereitet und eingeführt, das 2018 in eine DIN-ISO-Zertifizierung münden soll.
Vor rund 25 Jahren hat Continental ein konzernweites Umweltmanagementsystem eingeführt und die Unternehmensstrategie um ökologische Ziele und Maßnahmen ergänzt. In früheren Jahren lag der Schwerpunkt auf der Schonung endlicher Ressourcen sowie der Minimierung schädlicher Emissionen und Umweltbelastungen. Heute geht unser Umweltmanagementsystem weit über diese Zielsetzungen hinaus. Nachhaltiges Wirtschaften in allen Wertschöpfungsstufen und über den kompletten Lebenszyklus unserer Produkte ist nun integraler Bestandteil unseres Handelns. Diese Verantwortung nehmen wir schrittweise breiter in der Lieferkette wahr, um unsere strategische Ausrichtung als nachhaltiges Unternehmen noch stärker zu verankern.
Den Rahmen unseres Umweltmanagements bildet die Umweltstrategie 2020, in der klare Zielvorgaben, Kennzahlen und Maßnahmen festgelegt sind. Wir arbeiten daran, die Umweltstrategie bis 2030 fortzuschreiben, und orientieren uns dabei an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den "Sustainable Development Goals" (SDG).
Wir verpflichten uns zu umfassenden Nachhaltigkeitszielen. So handeln wir nicht nur verantwortlich gegenüber Umwelt und Gesellschaft – wir denken und agieren zugleich zukunftsorientiert und im Sinne unserer unternehmerischen Wertschöpfung. Die anstehenden Herausforderungen wie Klimawandel, Globalisierung und Urbanisierung begreifen wir als Chancen. Sie fordern unsere Innovationskraft, die Entwicklung neuartiger Technologien sowie effizienterer Produkte und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Im Berichtsjahr hat Continental rund 40% des Konzernumsatzes mit Produkten erzielt, die sich durch besondere Energieeffizienz auszeichnen und/oder den Ausstoß von CO2 vermindern. Unsere Umweltstrategie und das Erreichen unserer Umweltziele zahlen sich ökologisch und ökonomisch aus.
Wir haben klare Ziele definiert: Bis zum Jahr 2020 wollen wir unsere CO2-Emissionen, den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallerzeugung – gemessen am bereinigten Umsatz und bezogen auf das Basisjahr 2013 – um 20 % verringern. Unsere Abfallverwertungsquote soll sich jährlich um zwei Prozentpunkte verbessern. Bei der Zielerreichung liegen wir im Plan. Hinsichtlich Energieverbrauch, CO2-Emissionen und Wasserverbrauch haben wir drei Jahre vor Ende des Zeitrahmens bereits eine Reduzierung von etwa 13 % bis 15 % an den Standorten erreicht, mit denen wir die Umweltprogramme der Strategie im Jahr 2013 gestartet haben. Es zeigt sich allerdings auch, dass sich durch die vielen Akquisitionen der vergangenen Jahre die konsolidierten Umweltkennzahlen nicht in die gewünschte Richtung entwickelt haben. Die Anzahl der berichtspflichtigen Standorte hat sich in den Jahren 2013 bis 2017 von 191 auf 245 erhöht. An unseren neuen Standorten müssen weitere Maßnahmen implementiert werden, damit wir auch dort zur Erreichung der Ziele im Bereich Umwelt beitragen. Bei der Abfallerzeugung und der Abfallverwertung zeigt sich zudem, dass zu den
bereits gestarteten Programmen zur Reduzierung des Abfalls bzw. Erhöhung der Verwertungsquote weitere Initiativen erforderlich sind, um die Ziele zu erreichen.
Spezifische CO2-Emissionen (100 kg/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten) Spezifische CO2-Emissionen bezogen auf die 2013 erfassten Werke Spezifische CO2-Emissionen (100 kg/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten)
Spezifische CO2-Emissionen bezogen auf die 2013 erfassten Werke
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm ISO 14001 soll auch für unsere strategischen Lieferanten zur Pflicht werden. Vor diesem Hintergrund haben wir einen umfassenden Katalog an Einzelmaßnahmen definiert, die dem Ziel dienen, unsere Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.
Alle Umweltkennzahlen wurden wie in den Vorjahren im Rahmen einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft.
Rund 41 % der Weltbevölkerung leben heute in Regionen mit teils extremer Wasserknappheit, 800 Mio Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In vielen Ländern gelangt Schmutzwasser noch immer ungeklärt in den Wasserkreislauf. Diese und
Spezifischer Wasserverbrauch (m3/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten) Spezifischer Wasserverbrauch bezogen auf die 2013 erfassten Werke Spezifischer Wasserverbrauch (m3/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten)
Spezifischer Wasserverbrauch bezogen auf die 2013 erfassten Werke
andere Probleme werden sich durch den Klimawandel weiter verstärken. Dessen Auswirkungen sind spätestens dann auch für Unternehmen vor Ort wirtschaftlich spürbar. Um auf die zukünftigen Risiken vorbereitet zu sein und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten, haben wir das Thema Wasser stärker in den umweltstrategischen Fokus gerückt. Im Berichtsjahr haben wir ein Programm gestartet, das einerseits eine detaillierte Wasserrisikoanalyse und andererseits die Bewertung der eigenen Standorte sowie die Betrachtung der Lieferkette und deren Auswirkungen hinsichtlich des Wasserverbrauchs beinhaltet. Sich daraus ableitende Maßnahmen sind für 2018 geplant.
Spezifischer Energieverbrauch (GJ/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten) bezogen auf die 2013 erfassten Werke Spezifischer Energieverbrauch (GJ/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten)
Spezifischer Energieverbrauch bezogen auf die 2013 erfassten Werke
Nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften ist ein wichtiger Bestandteil unserer Umweltstrategie. Dies gilt auch für unsere Lieferkette. Ein 2015 begonnenes Projekt zur Verbesserung der Umweltleistung unserer Zulieferer in den mexikanischen Bundesstaaten Jalisco und Guanajuato wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Ziel der Initiative war es, die Lieferanten zu schulen und dabei zu unterstützen, eigene Umwelt- und Energiemanagementsysteme auf- bzw. auszubauen. Die im Rahmen des Projekts geschulten Zulieferbetriebe haben gemeinsam mit den Continental-Standorten in Mexiko sehr gute Erfolge erzielt und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Insgesamt wurden in dem zwei Jahre dauernden Projekt ca.
eingespart. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen und der guten Vernetzung zwischen den Zulieferern haben wir uns entschieden, dieses Projekt fortzusetzen und für weitere Zulieferer zu öffnen.
Weiterführende Informationen sind auf der für das Projekt eingerichteten Internetseite www.sustainabilitynetwork.net abrufbar.
Plastikabfälle werden zu einem immer gravierenderen globalen Umweltproblem. Zur Sensibilisierung aller Mitarbeiter und Entscheidungsträger für dieses Thema ist auf Vorstandsebene ein Projekt initiiert worden, um Plastikabfälle bei Continental deutlich zu reduzieren. Dabei werden drei Handlungsstränge verfolgt:
Diese Maßnahmen werden an zehn ausgewählten Pilotstandorten getestet und analysiert. Alle Best-Practice-Maßnahmen werden dann schrittweise weltweit ausgerollt.
Spezifische Abfallerzeugung (100 kg/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten) Spezifische Abfallerzeugung bezogen auf die 2013 erfassten Werke Abfallverwertung (%) Spezifische Abfallerzeugung (100 kg/Mio € Umsatz bereinigt) bezogen auf alle Werke (inkl. Akquisitionen und Neubauten)
Spezifische Abfallerzeugung bezogen auf die 2013 erfassten Werke
Abfallverwertung (%)
Weltweites Wirtschaften bedingt weltweite gesellschaftliche Verantwortung. Unser Engagement leistet einen positiven Beitrag für die Gesellschaft, schafft aber auch Wert für unser Unternehmen. Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die Bereiche Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. Im Folgenden dazu einige Beispiele.
Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wir vorwiegend dezentral. Gemeinnützige Projekte, wohltätige Aktivitäten und Spenden werden oft von engagierten Mitarbeitern initiiert und getragen sowie durch das Unternehmen gefördert.
In besonderen Notsituationen unterstützt Continental zentral bei überregionalen Projekten und Herausforderungen oder bietet Hilfeleistungen für die Bewältigung internationaler humanitärer Notlagen. Hier kommt das Unternehmen als Ganzes seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach.
Im September 2017 unterstützten wir nach der historischen Flutkatastrophe durch Hurrikan Harvey die Katastrophenhilfe in Texas, USA. Die Spende kam dem Amerikanischen Roten Kreuz zugute. Sie setzte sich zusammen aus einem von Continental direkt gespendeten Betrag und einer zusätzlichen Aufstockung der Spenden der Mitarbeiter. Neben der finanziellen Hilfe des Unternehmens engagierten sich die Mitarbeiter vor Ort bei den Hilfsmaßnahmen in Houston und anderen Gebieten im Süden von Texas.
Im Oktober 2017 unterstützten wir die Katastrophenhilfe in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten Mexikos. Zudem riefen wir unsere Mitarbeiter in Nordamerika zu Geldspenden für die Erdbebenopfer auf und verdoppelten den gespendeten Betrag der Mitarbeiter. Um den Erdbebenopfern unmittelbar zu helfen, sammelte unser Team in Mexiko Sachspenden wie Nahrungsmittel, Haushaltsartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs.
Mal mit kleinen, mal mit größeren Beträgen, Sachspenden oder aktivem Engagement unterstützt Continental karitative Initiativen. Unsere Mitarbeiter zeigen hier ihr besonderes soziales Engagement als guter Nachbar vor Ort.
Die Continental-Mitarbeiter des Standorts Hannover-Stöcken haben sämtliche Erlöse ihres Sommerfests einem Verein, der sich um brandverletzte Kinder und deren Angehörige kümmert, gespendet. Die Initiative bietet betroffenen Familien und deren Angehörigen Beratung nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen von Säuglingen und Kindern. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Beratung und Kontaktvermittlung in der Klinikzeit, Hilfestellung für die Rehabilitation und die weitere Zukunft sowie präventive Maßnahmen.
In Thailand gibt es viele junge Menschen, die bereits motorisiert und damit den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist für Continental ein besonderes Anliegen. Seit vier Jahren führen Continental-Mitarbeiter daher in Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei Rayong ein Sicherheitstraining für junge Fahrer durch. Dabei erläutern ausgewählte Mitarbeiter und Angehörige der thailändischen Autobahnpolizei den Schülern in Workshops detailliert, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen. Beispielsweise wie sie sich und andere vor Gefahren schützen können, was ein sicheres Fahrzeug auszeichnet und wie wichtig es ist, auf Mofas und Motorrädern einen Helm zu tragen.
Die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur. Seit über einem Jahr arbeiten wir gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit an einem neuen, speziell entwickelten Programm, das geflüchteten Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt eröffnet und erleichtert. Dabei ermöglicht Continental den Geflüchteten ein betriebliches Praktikum von bis zu zwölf Monaten.
Durch dieses Programm erlangen die Teilnehmer – bei Erhalt der für das erste Ausbildungsjahr üblichen Vergütung – die Ausbildungsreife und haben nach erfolgreichem Abschluss die Chance auf eine betriebliche Ausbildung bei Continental.
Unter dem Dach der Initiative "Experiencing Europe" hat Continental ein Programm speziell für junge Menschen gestartet. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit bieten wir arbeitssuchenden Menschen zwischen 18 und 25 Jahren Kurzpraktika an unternehmenseigenen Standorten im europäischen Ausland an. Teilnehmen können junge Erwachsene, die bisher keine Berufserfahrungen gesammelt und auch kein Studium absolviert haben. Bei dem Projekt handelt es sich um eine deutschlandweite Initiative.
Ziel ist es, jungen Menschen den Zugang zum europäischen Ausland zu erleichtern und somit den europäischen Gemeinschaftsgedanken zu stärken. Wir sehen in dem Projekt auch eine Chance, potenzielle Arbeitnehmer und Talente zu entdecken.
Das Pilotprojekt für die Initiative hat im Juni 2017 bei Continental begonnen. Unter dem Namen "We l.o.v.e. Europe" sind die ersten Teilnehmer zu Auslandspraktika an Continental-Standorten in Belgien, Frankreich, Italien, Portugal, Rumänien, Ungarn und dem Vereinigten Königreich gestartet. Unter dem Schirm von "Experiencing Europe" haben sich inzwischen weitere Unternehmen der Initiative angeschlossen, um noch mehr jungen Erwachsenen eine Berufserfahrung im europäischen Ausland zu ermöglichen.
In Deutschland beschleunigte sich 2017 das solide Wirtschaftswachstum der letzten Jahre. Nach 1,7 % im Jahr 2015 und 1,9 % im Jahr 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts preisbereinigt um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die im Januar 2017 aufgestellte Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 1,5 % wurde damit klar übertroffen. Ursächlich für den deutlichen Zuwachs waren insbesondere höhere private Investitionen, aber auch Konsumausgaben der privaten und öffentlichen Haushalte.
Neben Deutschland verzeichneten 2017 auch die anderen Länder des Euroraums überwiegend einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung infolge höherer Investitionen der Unternehmen sowie gestiegener Konsumausgaben der privaten und auch der öffentlichen Haushalte. Die Wirtschaft des Euroraums erreichte im Berichtsjahr nach aktuellen Zahlen der Statistikbehörde Eurostat ein BIP-Wachstum von 2,5 % und übertraf ebenfalls die IWF-Prognose aus Januar 2017 von 1,6 %. Unterstützend wirkte weiterhin die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die an ihren expansiven Maßnahmen im Jahr 2017 unverändert festhielt.
Die US-Wirtschaft gewann im Verlauf des Jahres 2017 von Quartal zu Quartal an Dynamik und hat voraussichtlich einen BIP-Zuwachs von 2,3 % erreicht. Damit wurde die Prognose des IWF aus Januar 2017 genau getroffen. Ursächlich hierfür waren vor allem eine Zunahme des privaten Konsums und ein Anstieg der privaten Investitionen. Die US-amerikanische Notenbank Fed erhöhte 2017 in den Monaten März, Juni und Dezember ihren Leitzins um jeweils 25 Basispunkte. Mit einem Zielwert von zuletzt 1,25 % bis 1,5 % blieb ihr Leitzins dennoch auf einem niedrigen Niveau.
Die japanische Wirtschaft belebte sich im Berichtsjahr vor allem dank der kräftigen Ausweitung des Außenhandelsüberschusses infolge der Abschwächung des japanischen Yen gegenüber dem Euro und anderen Währungen. Aber auch die privaten Investitionen und der private Konsum stiegen an, während die Staatsausgaben nahezu stagnierten. Auf Basis der aktuellen Erwartung des IWF dürfte die japanische Wirtschaft 2017, auch dank der anhaltend expansiven Geldpolitik ihrer Notenbank, um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen sein. Damit fiel das Wachstum deutlich stärker aus, als der IWF zu Jahresbeginn mit 0,8 % prognostiziert hatte.
Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten 2017 gemäß dem WEO-Update (World Economic Outlook, WEO) des IWF vom Januar 2018 in Summe ein Wachstum von 4,7 % (Vj. 4,4 %). Im Januar 2017 hatte der IWF zunächst 4,5 % prognostiziert. Wesentliche Wachstumstreiber waren erneut China und Indien. Die chinesische Wirtschaft entwickelte sich dabei mit einem ausgewiesenen BIP-Wachstum von 6,9 % besser, als der IWF Anfang 2017 mit seiner Prognose von 6,5 % erwartet hatte. Dagegen blieb Indien gemäß IWF mit einem BIP-Wachstum von 6,7 % unter der Prognose von 7,2 %, da sich die grundlegende Reform des Umsatzsteuersystems dämpfend auf die Wirtschaft auswirkte. Besser als im Januar 2017 erwartet entwickelten sich im Berichtsjahr zudem Russland und Brasilien, die von der Erholung des Rohstoffsektors profitierten.
Gemäß dem WEO-Update des IWF vom Januar 2018 wuchs die Weltwirtschaft im Berichtsjahr um 3,7 %, nach 3,2 % im Vorjahr. Die Prognose des IWF eines Wachstums von 3,4 % aus Januar 2017 wurde infolge der stärkeren konjunkturellen Entwicklung in der Eurozone sowie auch in Japan und China übertroffen.
Für Continental ist das weltweite Zuliefergeschäft mit den Herstellern von Pkw und Nutzfahrzeugen das wichtigste Marktsegment. Der entsprechende Umsatzanteil belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 72 % (Vj. 73 %). Das zweitgrößte Marktsegment für Continental ist das weltweite Ersatzreifengeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. Wegen des deutlich höheren Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t an der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzreifengeschäft ist deren Entwicklung von besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg.
Die größte Absatzregion von Continental ist weiterhin Europa mit einem Umsatzanteil von 49 % im Berichtsjahr (Vj. 50 %), gefolgt von Nordamerika mit 25 % (Vj. 26 %) und Asien mit 22 % (Vj. 21 %).
Die Pkw-Nachfrage in Europa (EU-28 und EFTA) stieg 2017 weiter an. Auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 15,6 Mio Einheiten. Ursächlich hierfür war neben dem sich fortsetzenden konjunkturellen Aufschwung und dem niedrigen Zinsniveau ein relativ hoher Ersatzbedarf, vor allem in süd- und osteuropäischen Ländern. Innerhalb der großen Märkte wiesen erneut Italien und Spanien mit jeweils einem Plus von 8 % die höchsten Zuwächse aus. In Frankreich stieg die Pkw-Nachfrage um 5 % und in Deutschland um 3 %. Dagegen verzeichnete das Vereinigte Königreich einen Nachfragerückgang um 6 %.
In den USA sank 2017 die Zahl der Neuzulassungen um 2 % auf 17,1 Mio Einheiten, blieb aber auf einem hohen Niveau. Der Grund für den Rückgang war eine Verringerung der Pkw-Nachfrage um 12 %. Gegenläufig wirkte die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, die dank niedriger Kraftstoffpreise und günstiger Kreditzinsen um 4 % im Vorjahresvergleich zunahm.
In Japan führten 2017 die verbesserte konjunkturelle Lage und das gestiegene Vertrauen der Verbraucher zu einer höheren Pkw-Nachfrage. Die Neuzulassungen stiegen um 6 % auf 4,4 Mio Einheiten.
Nachdem sich in China im ersten Halbjahr 2017 die Erhöhung der Verkaufsteuer von 5 % auf 7,5 % für Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6l noch bremsend auf die Nachfrage ausgewirkt hatte, belebte sich der Absatz im dritten Quartal wieder. Im vierten Quartal wurde allerdings das Rekordniveau des Vorjahres von 7,5 Mio Einheiten nicht ganz erreicht. In Summe ergab sich für 2017 nach Angaben des VDA ein Zuwachs der Pkw-Neuzulassungen in China um 2 % auf 24,2 Mio Einheiten. In den übrigen BRIC-Ländern stieg die Nachfrage infolge der sich verbessernden konjunkturellen Lage kräftiger an. In Russland erhöhte sich der Absatz um 12% und in Indien sowie Brasilien um jeweils 9 %.
Die Absatzzuwächse in Europa, Asien und Südamerika überkompensierten im Berichtsjahr den Nachfragerückgang in den USA. Die weltweiten Pkw-Neuzulassungen stiegen 2017 insgesamt nach vorläufigen Daten um über 2 % auf 93,3 Mio Einheiten.
In Europa nahm 2017 die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t nach vorläufigen Daten um 3 % zu. Die Fertigung wurde insbesondere in Russland und der Türkei sowie in Frankreich deutlich erhöht. Dagegen blieb die Produktion in Deutschland, Spanien und dem Vereinigten Königreich leicht unter den jeweiligen hohen Vorjahreswerten. In Deutschland hatte dabei die geringere Anzahl von Arbeitstagen einen wesentlichen Einfluss, während im Vereinigten Königreich die sinkende Nachfrage die zentrale Ursache war.
In Nordamerika verringerte sich im Berichtsjahr die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Basis vorläufiger Zahlen um 4 %. Die Produktion von Pkw sank aufgrund der geringeren Nachfrage deutlich. Dagegen erhöhte sich nachfragebedingt vor allem die Fertigung von Pick-ups. In den USA und Kanada reduzierte sich die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um jeweils mehr als 8 %. Dieser Rückgang wurde durch einen kräftigen Anstieg der Fertigung in Mexiko nur teilweise kompensiert.
In Asien erhöhte sich 2017 in den meisten Ländern die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Hohe Volumenzuwächse verzeichneten nachfragebedingt Japan, Indien und der Iran. Auch
| Mio Stück | 1. Quartal | 2. Quartal | 3. Quartal | 4. Quartal | 2017 gesamt | ∆ Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa (EU–28 und EFTA) | 4,3 | 4,2 | 3,6 | 3,6 | 15,6 | 3 % |
| USA | 4,0 | 4,4 | 4,4 | 4,3 | 17,1 | –2 % |
| Japan | 1,3 | 1,0 | 1,1 | 1,0 | 4,4 | 6 % |
| Brasilien | 0,5 | 0,5 | 0,6 | 0,6 | 2,2 | 9 % |
| Russland | 0,3 | 0,4 | 0,4 | 0,5 | 1,6 | 12 % |
| Indien | 0,8 | 0,7 | 0,9 | 0,8 | 3,2 | 9 % |
| China | 5,8 | 5,2 | 5,8 | 7,4 | 24,2 | 2 % |
| Weltweit | 23,0 | 22,8 | 22,7 | 24,8 | 93,3 | 2 % |
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit).
| Mio Stück | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa1 | 22,1 | 21,4 | 20,8 | 19,9 | 19,2 |
| Nordamerika | 17,1 | 17,8 | 17,5 | 17,0 | 16,2 |
| Südamerika | 3,3 | 2,7 | 3,1 | 3,8 | 4,5 |
| Asien2 | 51,5 | 50,0 | 46,4 | 45,8 | 44,0 |
| Übrige Märkte | 1,1 | 1,1 | 1,0 | 0,9 | 0,8 |
| Weltweit | 95,1 | 93,1 | 88,8 | 87,4 | 84,7 |
Quelle: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
1 West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei.
2 Asien inkl. Kasachstan, Usbekistan, Naher Osten und Ozeanien mit Australien.
in China stieg die Produktion im ersten Quartal noch kräftig an, im weiteren Jahresverlauf ließ die Dynamik allerdings spürbar nach. Der Zuwachs von rund 570.000 Einheiten war dennoch der größte Volumenzuwachs aller Länder Asiens. Aufgrund der hohen Vorjahresbasis von 27,1 Mio Einheiten entsprach dies allerdings lediglich einem Anstieg von 2 %. Rückläufige Produktionsdaten zeigten Südkorea, Australien und Malaysia. Für Asien insgesamt ergab sich 2017 auf Basis vorläufiger Daten ein Fertigungszuwachs gegenüber dem Vorjahr von 3 %.
In Südamerika führte die Erholung der Nachfrage zu einer Erhöhung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten wuchs das Produktionsvolumen im Berichtsjahr um rund 550.000 Einheiten gegenüber dem schwachen Vorjahreswert.
Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs 2017 auf Basis vorläufiger Zahlen um 2 % auf 95,1 Mio Einheiten.
In Europa bewirkte 2017 die verbesserte konjunkturelle Lage eine Zunahme des Straßengüterverkehrs und einen erhöhten Lkw-Bedarf. In fast allen Ländern wurde infolgedessen die Lkw-Fertigung ausgeweitet. Die größten Volumenzuwächse bei der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen zeigten dabei Russland, Deutschland und die Türkei. Insgesamt erhöhte sich
2017 in Europa die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t nach vorläufigen Daten um 9 % gegenüber dem Vorjahr.
Nach dem Einbruch im Vorjahr stabilisierte sich in Nordamerika die Nutzfahrzeugproduktion im Verlauf des ersten Halbjahres 2017. Die im Jahresverlauf zunehmende konjunkturelle Dynamik führte im zweiten Halbjahr zu einer wachsenden Lkw-Nachfrage und einer Belebung der Lkw-Produktion. Für das Gesamtjahr 2017 ergab sich nach vorläufigen Zahlen ein Produktionsanstieg um 8 %.
In Asien stieg im Berichtsjahr die Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge, insbesondere in China, kräftig an und erreichte neue Rekordvolumina. Dagegen blieb die Fertigung in Japan erneut unter dem Vorjahresniveau. Auch in Indien wurde das Produktionsvolumen des Vorjahres nicht ganz erreicht. Insgesamt wuchs 2017 die Nutzfahrzeugproduktion in Asien nach vorläufigen Daten um rund 13 %.
In Südamerika führte die konjunkturelle Belebung im Jahresverlauf zu einer steigenden Lkw-Nachfrage und zu einem Anstieg der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen um rund 20 % nach vorläufigen Daten. Trotz der kräftigen Volumenausweitung lag die Fertigung 2017 dennoch weit unterhalb des Produktionsniveaus der Vorkrisenjahre 2013 und 2014.
Infolge der Produktionsausweitung in allen Regionen stieg im Berichtsjahr die globale Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen nach vorläufigen Daten um 12 %.
| Tsd Stück | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa1 | 660 | 606 | 609 | 568 | 634 |
| Nordamerika | 513 | 475 | 581 | 550 | 470 |
| Südamerika | 102 | 85 | 106 | 184 | 246 |
| Asien2 | 2.140 | 1.894 | 1.636 | 1.843 | 1.845 |
| Übrige Märkte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Weltweit | 3.415 | 3.059 | 2.931 | 3.146 | 3.196 |
Quelle: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
1 West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei.
2 Asien inkl. Kasachstan, Usbekistan, Naher Osten und Ozeanien mit Australien.
| Mio Stück | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa | 351 | 340 | 328 | 324 | 313 |
| Nordamerika | 285 | 285 | 278 | 277 | 264 |
| Südamerika | 73 | 66 | 65 | 64 | 63 |
| Asien | 453 | 431 | 409 | 397 | 376 |
| Übrige Märkte | 47 | 45 | 43 | 41 | 39 |
| Weltweit | 1.208 | 1.168 | 1.123 | 1.103 | 1.056 |
Quelle: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
In Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t, stieg im Berichtsjahr der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 3 % gegenüber dem Vorjahr. Unterjährig führten die für das zweite Quartal 2017 angekündigten Preisanhebungen vieler Hersteller aufgrund der gestiegenen Rohstoffkosten zu vorgezogenen Käufen im ersten Quartal 2017. Darauf folgten entsprechend geringere Volumina im zweiten und dritten Quartal, bevor sich der Absatz im vierten Quartal wieder belebte.
Der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zog in Nordamerika im ersten Quartal 2017 aufgrund von vorgezogenen Käufen ebenfalls an. In den folgenden Quartalen zeigte sich infolgedessen nur eine sehr verhaltene Nachfrage. Nach vorläufigen Zahlen stagnierte im Gesamtjahr 2017 der Reifenabsatz in Nordamerika auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Asien verzeichnete 2017 einen weiter steigenden Bedarf an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In China, Japan und Indien sorgte die wachsende Wirtschaft für einen höheren Ersatzreifenabsatz. Für Asien insgesamt ergab sich im Berichtsjahr nach vorläufigen Daten ein Absatzzuwachs von 5 %.
In Südamerika führte 2017 die Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage zu einer Erhöhung der Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um rund 11 %.
Weltweit nahm 2017 der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 3 % zu.
In Europa erhöhte sich 2017 die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 4 %. Hohe Volumenzuwächse verzeichneten insbesondere Russland und weitere Länder Osteuropas sowie Frankreich. Die angekündigten Preiserhöhungen verschiedener Hersteller führten im ersten Quartal ebenfalls zu vorgezogenen Käufen und entsprechend unterjährig verzerrten Nachfragevolumina.
In Nordamerika, unserem anderen Kernmarkt für Nutzfahrzeugersatzreifen neben Europa, stieg im Berichtsjahr die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch hier verursachten die angekündigten Preiserhöhungen verschiedener Hersteller unterjährig starke Nachfrageschwankungen.
In Asien wuchs 2017 nach vorläufigen Zahlen der Absatz von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 3 %. Im Wesentlichen folgte dabei die Nachfrage der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder. Die nominal höchsten Zuwächse wiesen China, Japan und Indien aus.
In Südamerika führte im Berichtsjahr die konjunkturelle Belebung wieder zu einer steigenden Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge. Nach vorläufigen Zahlen stieg im Gesamtjahr der Absatz um 14 % im Vergleich zum Vorjahr.
Global zeigte sich 2017 ein Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 4 %.
| Mio Stück | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Europa | 25,3 | 24,4 | 22,9 | 23,4 | 22,7 |
| Nordamerika | 24,5 | 23,6 | 22,8 | 22,0 | 20,0 |
| Südamerika | 15,7 | 13,7 | 13,5 | 14,0 | 13,7 |
| Asien | 89,2 | 86,6 | 83,5 | 85,3 | 83,9 |
| Übrige Märkte | 7,8 | 7,5 | 7,2 | 6,9 | 6,3 |
| Weltweit | 162,5 | 155,8 | 149,8 | 151,7 | 146,6 |
Quelle: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
Verschiedene Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelmetalle und Kunststoffe sind wichtige Vormaterialien für eine Vielzahl verschiedener Elektronik-, Elektromechanik- und Mechanikkomponenten. Diese Komponenten wiederum benötigen wir zur Herstellung unserer Produkte und Systeme für die Automobilindustrie. Infolgedessen beeinflusst die Preisentwicklung von Rohstoffen die Herstellkosten von Continental in der Regel zumeist indirekt über Kostenveränderungen bei unseren Zulieferern. Je nach Vertragsgestaltung werden diese Kostenveränderungen zeitversetzt an uns weitergegeben oder bei anstehenden Vertragsverhandlungen neu festgesetzt.
Im Berichtsjahr führte das weltweite Wirtschaftswachstum zu einer steigenden Nachfrage nach Rohstoffen. Nach dem kräftigen Preisanstieg vieler Rohstoffe im vierten Quartal 2016 konsolidierten diese im Berichtsjahr zunächst gegenüber dem Vorjahr, bevor im zweiten Halbjahr 2017 die Notierungen zumeist wieder spürbar anzogen, insbesondere bei vielen Metallen.
Kohlenstoffstahl und Edelstahl sind Vormaterialien vieler von Continental verbauter mechanischer Komponenten wie Stanz-, Dreh-, Zieh- und Druckgussteile. Die Preise für Kohlenstoffstahl stiegen in Europa im Jahresdurchschnitt um rund 30 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Ursächlich hierfür war einerseits die wachsende Stahlnachfrage sowie andererseits die Entwicklung der Weltmarktpreise für die Vorprodukte Eisenerz und Kokskohle. Diese ermäßigten sich zwar wieder nach dem starken Anstieg zu Jahresbeginn bzw. im vierten Quartal des Vorjahres, stabilisierten sich aber gegenüber ihrem jeweiligen Vorjahresdurchschnitt auf einem deutlich höheren Niveau.
Quellen:
Kohlenstoffstahl: Warmbreitband Deutschland (Ruhr) von Platts (€/metrische Tonne, mt). Edelstahl: 2 mm Edelstahlband 3042B Cold Rolled Shanghai Market Price von Shanghai Steel Home E-Commerce Co., Ltd (€/mt).
Der Basispreis für Edelstahl blieb 2017 in Europa mit einem Preisanstieg von rund 2 % im Jahresdurchschnitt vergleichsweise stabil. Dagegen erhöhten sich 2017 die Legierungszuschläge im Jahresdurchschnitt um mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere Chrom verteuerte sich im Jahresdurchschnitt um über 40 %, während der Preisanstieg für Nickel mit 6 % im Jahresdurchschnitt relativ begrenzt blieb. Insgesamt stiegen 2017 in Europa die Preise für Edelstahl im Jahresdurchschnitt um ca. 15 % gegenüber dem Vorjahresniveau.
Aluminium wird von Continental vor allem für Druckguss-, Stanzund Biegeteile verwendet, während Kupfer insbesondere bei Elektromotoren und mechatronischen Bauteilen zum Einsatz kommt. Der Preis für Aluminium stieg 2017 kräftig an und erhöhte sich im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt um 23 % auf US-Dollar-Basis bzw. 20 % auf Eurobasis. Auch die Notierung für Kupfer stieg im zweiten Halbjahr 2017 spürbar und erhöhte sich im Jahresdurchschnitt auf US-Dollar-Basis um 27 % bzw. auf Eurobasis um 24 %.
Quelle: Rollierende Dreimonatskontrakte der London Metal Exchange (US-Dollar/mt).
Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium verwenden sowohl unsere Zulieferer als auch wir für die Beschichtung unterschiedlicher Bauteile. Die Notierungen von Gold, Silber und Platin bewegten sich 2017 auf US-Dollar-Basis zumeist auf dem Durchschnittsniveau des Vorjahres, während sie sich auf Eurobasis durch die Euroaufwertung im Jahresverlauf leicht verbilligten. Dagegen bewirkte die weiter steigende Nachfrage nach Palladium, welches vor allem für Katalysatoren verwendet wird, einen rasanten Preisanstieg. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich die Notierung pro Troy-Unze im Jahresdurchschnitt um 42 % gegenüber dem Vorjahr, auf Eurobasis um 38 %.
Verschiedene Kunststoffgranulate, sogenannte Resins, werden als technische Thermoplaste von unseren Zulieferern und von uns vor allem für die Herstellung von Gehäuseteilen benötigt. Die im zweiten Halbjahr des Vorjahres begonnene Erholung der Preise für Kunststoffgranulate setzte sich im Berichtsjahr sehr dynamisch fort. Die wachsende Nachfrage und der im Jahresverlauf steigende Ölpreis waren zusammen mit einem knappen Angebot die Ursachen hierfür. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Preise sowohl auf US-Dollar-Basis als auch auf Eurobasis um über 30 %.
Für die Herstellung von Reifen und technischen Gummiprodukten in der Rubber Group verwendet Continental verschiedene Naturund Synthesekautschuke. Außerdem werden in größerem Umfang Ruß als Füllstoff sowie Stahlcord und Nyloncord als Festigkeitsträger eingesetzt. Aufgrund der großen Mengen und des direkten Bezugs der Rohstoffe hat deren Preisentwicklung, vor allem die der Kautschuke, einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Rubber Group, insbesondere der Division Reifen.
Nachdem sich die Preise für Naturkautschuke seit dem Siebenjahrestief zu Beginn des Vorjahres durch die wetterbedingte Angebotsverknappung bis Ende Januar 2017 mehr als verdoppelt hatten, fielen sie ab Mitte Februar 2017 wieder deutlich. Dieser Trend hielt bis Ende des ersten Halbjahres an. Im zweiten Halbjahr stabilisierten sich die Naturkautschukpreise aufgrund der weiter steigenden Nachfrage auf dem Durchschnittsniveau des Vorjahres. In Summe stieg der Preis für Naturkautschuk TSR 20 im Jahresdurchschnitt um 20 % auf US-Dollar-Basis bzw. um 18 % auf Eurobasis. Der Preis für Naturkautschukfelle (Ribbed Smoked Sheets, RSS) verteuerte sich im Jahresdurchschnitt um 22 % auf US-Dollar-Basis bzw. um 20 % auf Eurobasis.
Quelle: Rollierende Einmonatskontrakte der Börse Singapur (US-Dollar-Cent/kg).
Der Preis für Rohöl – der wichtigste Ausgangsgrundstoff für Synthesekautschukvormaterialien wie Butadien und Styrol, aber auch für Ruß und diverse andere Chemikalien – sank im ersten Halbjahr 2017 von 55 US-Dollar pro Barrel zu Jahresbeginn wieder unter die Marke von 50 US-Dollar. Zwar drosselten mehrere große ölexportierende Länder, wie Ende 2016 verkündet, ihre Produktion und verlängerten ihre Produktionskürzungen bis Anfang 2018, jedoch weiteten dafür andere Produzenten ihre Förderung im ersten Halbjahr 2017 aus. Zudem sorgte Anfang Juni der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen für einen Rückgang des Rohölpreises unter die Marke von 50 US-Dollar. In der zweiten Junihälfte fiel der Preis infolge des anhaltenden Überangebots bis auf Werte um 44 US-Dollar pro Barrel, bevor er sich wieder leicht stabilisierte. In der zweiten Jahreshälfte beeinträchtigten mehrere
Wirbelstürme die US-Rohölproduktion, woraufhin die Notierungen weltweit wieder anzogen. Neben dem sich anschließenden Abbau der US-Lagerbestände sorgte die Ankündigung einer Verlängerung der Produktionskürzungen mehrerer großer ölexportierender Länder über März 2018 hinaus für einen Preisanstieg auf über 60 US-Dollar zum Jahresende. Unterstützend wirkte auch die steigende Nachfrage infolge der sehr guten Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich der Preis für Rohöl auf US-Dollar-Basis wie auf Eurobasis um über 20% gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt.
Rohöl: Europa Brent Forties Oseberg Ekofisk-Preis von Bloomberg (US-Dollar/Barrel). Butadien, Styrol: Südkorea-Exportpreis (FOB) von PolymerUpdate.com (US-Dollar/mt).
Butadien, das wichtigste Vormaterial für Synthesekautschuk, verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2017 im Vergleich zum Vorjahreswert auf US-Dollar-Basis wie auf Eurobasis um über 30 %. Der knappheitsbedingt sprunghafte Preisanstieg, der im vierten Quartal des Vorjahres begonnen hatte, fand im Februar 2017 seinen Höhepunkt. Anschließend bewirkten die Ausweitung des Angebots sowie die sinkenden Preise für Naturkautschuke und Rohöl eine Drittelung des Preises für Butadien bis Ende des ersten Halbjahres. Im zweiten Halbjahr stabilisierte er sich dann wieder über dem Durchschnittspreisniveau des Vorjahres.
Andere Vormaterialien für Synthesekautschuk zeigten 2017 zumeist eine ähnliche Entwicklung wie Butadien, jedoch mit geringerer Volatilität. Der Preis für Styrol beispielsweise verteuerte sich im Jahresdurchschnittsvergleich um 18 % auf US-Dollar-Basis bzw. 16 % auf Eurobasis.
Insgesamt führten die aufgezeigten Preissteigerungen der diversen Rohstoffe 2017 zu erheblichen Kostenbelastungen für Continental, die nur teilweise und zeitversetzt über Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden konnten. Hiervon war im Berichtsjahr insbesondere die Rubber Group betroffen.
| Continental-Konzern in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 44.009,5 | 40.549,5 | 8,5 |
| EBITDA | 6.678,9 | 6.057,4 | 10,3 |
| in % vom Umsatz | 15,2 | 14,9 | |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 | 11,4 |
| in % vom Umsatz | 10,4 | 10,1 | |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 | 6,5 |
| Ergebnis pro Aktie in € | 14,92 | 14,01 | 6,5 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 3.103,7 | 2.811,5 | 10,4 |
| in % vom Umsatz | 7,1 | 6,9 | |
| Abschreibungen1 | 2.117,4 | 1.961,6 | 7,9 |
| davon Wertminderungen2 | 40,2 | 58,6 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 22.213,6 | 21.068,7 | 5,4 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 22.172,4 | 20.453,1 | 8,4 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 20,6 | 20,0 | |
| Investitionen3 | 2.854,4 | 2.593,0 | 10,1 |
| in % vom Umsatz | 6,5 | 6,4 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 235.473 | 220.137 | 7,0 |
| Umsatz bereinigt5 | 43.401,3 | 40.545,2 | 7,0 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 4.746,9 | 4.309,8 | 10,1 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,9 | 10,6 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3.460,0 Mio € bzw. 8,5 % auf 44.009,5 Mio € (Vj. 40.549,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 8,1 %. Die erneute Umsatzsteigerung resultierte vor allem aus der Geschäftsentwicklung in der Automotive Group. Hier lag das Umsatzwachstum deutlich über dem Anstieg der Fahrzeugproduktion von Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen. Der Konzernumsatz wuchs am stärksten in Asien, im Wesentlichen in China.
Konsolidierungskreisveränderungen haben zum Umsatzwachstum beigetragen, wurden jedoch teilweise durch negative Wechselkurseffekte kompensiert.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 437,1 Mio € bzw. 10,1 % auf 4.746,9 Mio € (Vj. 4.309,8 Mio €) und entspricht 10,9 % (Vj. 10,6 %) des bereinigten Umsatzes.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns für das vierte Quartal 2017 stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 44,7 Mio € bzw. 3,5 % auf 1.329,2 Mio € (Vj. 1.284,5 Mio €) und entspricht 11,9 % (Vj. 12,2 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2017 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert:
| Umsatz nach Regionen in % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Deutschland | 20 | 21 |
| Europa ohne Deutschland | 29 | 29 |
| Nordamerika | 25 | 26 |
| Asien | 22 | 21 |
| Übrige Länder | 4 | 3 |
Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 465,7 Mio € bzw. 11,4 % auf 4.561,5 Mio € (Vj. 4.095,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,4 % (Vj. 10,1 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 170,7 Mio € (Vj. 143,6 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 20,6 % (Vj. 20,0 %).
Aus Wertminderungen und einer Wertaufholung auf Sachanlagen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 22,2 Mio € (Chassis & Safety 0,5 Mio€; Powertrain 18,8 Mio€; Reifen 0,5 Mio €; ContiTech 2,4 Mio€).
Daneben resultierte aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen insgesamt ein positiver Sondereffekt in Höhe von 16,4 Mio € (Chassis & Safety 0,1 Mio €; Powertrain 0,7 Mio €; Interior 5,4 Mio €; Reifen 10,0 Mio€; ContiTech 0,2 Mio €). Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio € (Powertrain 0,2 Mio €; Interior 4,8 Mio €).
Unabhängig vom jährlichen Impairment-Test wurden in der Division Interior Wertminderungen in Höhe von insgesamt 23,0 Mio€ auf Goodwill erfasst, der im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Mobility-Services-Aktivitäten entstanden war.
Des Weiteren ergab sich in der Division Interior infolge des Restanteilserwerbs an einem Joint Venture ein Ertrag in Höhe von 1,9 Mio€ aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile.
In der Division Reifen entstand aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen insgesamt ein Ertrag in Höhe von 14,0 Mio€.
Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio€ in der Division Reifen.
In der Division ContiTech ergab sich ein Aufwand aus dem Abgang von Gesellschaften und Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 1,6 Mio€.
Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 14,0 Mio €.
Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Automotive Group Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 23,3 Mio € (Chassis & Safety 0,2 Mio €; Powertrain 1,0 Mio €; Interior 22,1 Mio €), wovon 9,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Die geplante Schließung des Standorts Gravataí, Brasilien, führte in der Division Interior zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,1 Mio €.
Aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen resultierte insgesamt ein Ertrag in Höhe von 5,0 Mio € (Powertrain 1,1 Mio €; Reifen 3,9 Mio €).
Aufgrund der Marktsituation 2016 ergaben sich in der Division ContiTech für die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group und Industrial Fluid Solutions Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,1 Mio €.
Eine nachträgliche Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Akquisition von Veyance Technologies führte in der Division ContiTech zu einem Ertrag in Höhe von 27,0 Mio €.
Weitere Kaufpreisanpassungen führten zu einem Aufwand in Höhe von insgesamt 1,0 Mio € (Interior 0,1 Mio €; ContiTech 0,9 Mio €).
Aus der Veräußerung des Stahlcordgeschäfts in Brasilien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Kartellauflagen entstand in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von insgesamt 15,9 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einem Veräußerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio €, Marktwertanpassungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio € sowie aus nicht mehr nutzbaren Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 0,6 Mio €.
Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte in der Division ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 11,2 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
In der Division ContiTech entstanden in Chile Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,1 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio €.
Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 1,2 Mio € (Powertrain 1,1 Mio €; Interior Ertrag in Höhe von 0,1 Mio €; ContiTech 0,2 Mio €). Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen für die Division ContiTech in Höhe von 0,4 Mio €.
Aus sonstigen Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 9,1 Mio € (Chassis & Safety 1,3 Mio €; Powertrain 7,6 Mio €; Reifen 0,2 Mio €; ContiTech 0,0 Mio €).
Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 70,3 Mio €.
Im Jahr 2017 stieg das Einkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 % auf 29,6 Mrd €, wovon etwa 20,2 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Die Preise wichtiger Vormaterialien und zahlreicher Rohstoffe für die Rubber Group erreichten im ersten Halbjahr 2017 einen Höhepunkt. In den folgenden Monaten fielen die Rohstoffpreise dann deutlich. Im Jahresdurchschnitt ergaben sich insbesondere aufgrund des sehr stark gestiegenen Preisniveaus zu Jahresbeginn höhere Rohstoffpreise als im Vorjahr. Die Preise für Produktionsmaterialien für die Automotive Group erreichten hingegen ein niedrigeres Niveau als im Vorjahr.
| Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Chassis & Safety | 897,7 | 580,8 | 54,6 |
| Powertrain | 439,9 | 378,0 | 16,4 |
| Interior | 749,2 | 567,8 | 31,9 |
| Reifen | 2.151,3 | 2.289,4 | –6,0 |
| ContiTech | 442,2 | 399,2 | 10,8 |
| Sonstiges/Konsolidierung | –118,8 | –119,4 | –0,5 |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 | 11,4 |
| Finanzergebnis | –285,7 | –117,0 | 144,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.275,8 | 3.978,8 | 7,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –1.227,5 | –1.096,8 | 11,9 |
| Konzernergebnis | 3.048,3 | 2.882,0 | 5,8 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | –63,7 | –79,5 | –19,9 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 | 6,5 |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 14,92 | 14,01 | 6,5 |
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | Sonstiges/ ContiTech Konsolidierung |
Continental Konzern |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 9.767,8 | 7.660,9 | 9.305,2 | 11.325,8 | 6.246,4 | –296,6 | 44.009,5 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | –8,0 | –70,9 | –131,1 | –398,2 | — | –608,2 |
| Umsatz bereinigt | 9.767,8 | 7.652,9 | 9.234,3 | 11.194,7 | 5.848,2 | –296,6 | 43.401,3 |
| EBITDA | 1.301,6 | 854,8 | 1.140,0 | 2.748,7 | 750,9 | –117,1 | 6.678,9 |
| Abschreibungen2 | –403,9 | –414,9 | –390,8 | –597,4 | –308,7 | –1,7 | –2.117,4 |
| EBIT | 897,7 | 439,9 | 749,2 | 2.151,3 | 442,2 | –118,8 | 4.561,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) |
0,0 | 11,9 | 46,1 | 19,5 | 93,2 | — | 170,7 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | 3,6 | 39,5 | –18,6 | –23,8 | — | 0,7 |
| Sondereffekte | |||||||
| Wertminderungen3 | 0,5 | 18,8 | 23,0 | 0,5 | 2,4 | — | 45,2 |
| Restrukturierung4 | –0,1 | –0,7 | –5,4 | –10,0 | –0,2 | — | –16,4 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
— | — | — | –14,0 | 1,6 | — | –12,4 |
| Sonstiges | — | — | –1,9 | –0,5 | — | — | –2,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 898,1 | 473,5 | 850,5 | 2.128,2 | 515,4 | –118,8 | 4.746,9 |
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.717,4 | 5.462,5 | –252,2 | 40.549,5 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | — | — | –0,8 | –3,5 | — | –4,3 |
| Umsatz bereinigt | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.716,6 | 5.459,0 | –252,2 | 40.545,2 |
| EBITDA | 954,6 | 756,2 | 904,2 | 2.828,7 | 730,9 | –117,2 | 6.057,4 |
| Abschreibungen2 | –373,8 | –378,2 | –336,4 | –539,3 | –331,7 | –2,2 | –1.961,6 |
| EBIT | 580,8 | 378,0 | 567,8 | 2.289,4 | 399,2 | –119,4 | 4.095,8 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) |
0,3 | 11,5 | 38,4 | 10,7 | 82,7 | — | 143,6 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | — | — | 0,2 | –0,1 | — | 0,1 |
| Sondereffekte | |||||||
| Wertminderungen3 | 1,3 | 7,6 | 0,0 | 0,2 | 33,1 | — | 42,2 |
| Restrukturierung5 | 0,2 | 2,1 | 26,4 | — | 14,5 | — | 43,2 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
— | –1,1 | 0,1 | –3,9 | 10,2 | — | 5,3 |
| Sonstiges | — | — | — | — | –20,4 | — | –20,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 582,6 | 398,1 | 632,7 | 2.296,6 | 519,2 | –119,4 | 4.309,8 |
1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
4 Hierin enthalten sind Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio € (Powertrain 0,2 Mio €; Interior 4,8 Mio €).
5 Hierin enthalten sind Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 16,4 Mio € (Chassis & Safety 0,2 Mio €; Powertrain 0,7 Mio €; Interior 11,6 Mio €; ContiTech 3,9 Mio €).
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 292,2 Mio € bzw. 10,4 % auf 3.103,7 Mio € (Vj. 2.811,5 Mio €) und betragen 7,1 % vom Umsatz (Vj. 6,9 %).
In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren und wird in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erfasst. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2017 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 92,1 Mio€ (Vj. 105,9 Mio€) die Aktivierungsvoraussetzungen.
Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten wurden in den Divisionen Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt.
Damit ergibt sich für den Konzern eine Kapitalisierungsquote in Höhe von 2,9 % (Vj. 3,6 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich um 155,8 Mio € auf 2.117,4 Mio € (Vj. 1.961,6 Mio €) und entsprechen wie im Vorjahr 4,8 % vom Umsatz. Darin sind Wertminderungen in Höhe von insgesamt 40,2 Mio € (Vj. 58,6 Mio €) enthalten.
Das negative Finanzergebnis erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 168,7 Mio € auf 285,7 Mio€ (Vj. 117,0 Mio€). Dies ist im Wesentlichen auf die Summe der Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus Währungsumrechnung zurückzuführen.
Die Zinserträge im Jahr 2017 reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio € auf 94,4 Mio € (Vj. 101,4 Mio€). Davon entfielen insgesamt 67,8 Mio€ (Vj. 75,9 Mio €) auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds. Hierin sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der Pensionskassen nicht enthalten.
Die Zinsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2017 auf insgesamt 281,5 Mio€ und lagen damit um 27,3 Mio€ unter dem Vorjahresvergleichswert von 308,8 Mio€. Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 130,0 Mio€ um 10,6 Mio€ unter dem Vorjahreswert von 140,6 Mio€. Der wesentliche Anteil entfiel mit 70,7 Mio€ (Vj. 86,1 Mio€) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen. Der Rückgang des Aufwands gegenüber dem Vorjahr ist auf die am 20. März 2017 erfolgte Rückzahlung der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio€ zurückzuführen. Die 3,5 jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a. verzinst. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte 2017 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 151,5 Mio€ (Vj. 168,2 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht enthalten.
Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im Jahr 2017 zu einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 138,8 Mio€ (Vj. positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 157,1 Mio€). Gegenläufig entwickelten sich die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte im Jahr 2017 mit einem Ertrag in Höhe von insgesamt 40,2 Mio€ (Vj. Aufwand in Höhe von 66,7 Mio€). Hiervon entfiel auf die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ein Ertrag in Höhe von 1,8 Mio € (Vj. 0,3 Mio€). Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im Jahr 2017 eine Ergebnisbelastung in Höhe von 100,4 Mio€ (Vj. Ertrag in Höhe von 90,1 Mio€). Dies resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar, die im Vorjahr zu einem positiven Ergebnisbeitrag führte, und des brasilianischen Real gegenüber dem Euro.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2017 auf 1.227,5 Mio€ (Vj. 1.096,8 Mio€). Die Steuerquote beträgt 28,7 %, nach 27,6 % im Vorjahr.
Im Berichtsjahr wirkten sich wie im Vorjahr Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote wurde durch nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 91,0 Mio€ (Vj. 78,6 Mio€) belastet, davon 40,2 Mio€ (Vj. 11,7 Mio€) für Vorjahre. Zusätzlich wurde die Steuerquote wie im Vorjahr durch nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern belastet.
Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich 2017 um 182,1 Mio€ auf 2.984,6 Mio€ (Vj. 2.802,5 Mio€). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 14,92 € (Vj. 14,01€).
Gegenüber 2016 stieg die Anzahl der Mitarbeiter des Continental-Konzerns um 15.336 auf 235.473 Beschäftigte (Vj. 220.137). Insbesondere aufgrund gestiegener Produktionsvolumina und durch den kontinuierlichen Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group
um 9.533 Personen. In der Rubber Group ist der Anstieg der Beschäftigtenzahl um 5.783 im Wesentlichen auf den Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen sowie auf die Akquisition der Hornschuch Gruppe in der Division ContiTech zurückzuführen.
| Mitarbeiter nach Regionen in % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Deutschland | 26 | 26 |
| Europa ohne Deutschland | 32 | 32 |
| Nordamerika | 19 | 19 |
| Asien | 19 | 19 |
| Übrige Länder | 4 | 4 |
Das EBIT erhöhte sich gegenüber 2016 um 465,7 Mio€ auf 4.561,5 Mio€ (Vj. 4.095,8 Mio€).
Die insbesondere aus den Anleihen resultierenden Zinszahlungen reduzierten sich um 4,6 Mio€ auf 131,5 Mio€ (Vj. 136,1 Mio€).
Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 74,8 Mio€ auf 1.122,1 Mio€ (Vj. 1.047,3 Mio€).
Der zahlungsmittelwirksame Aufbau des Working Capital führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 483,8 Mio€ (Vj. 210,1 Mio€). Dies resultierte aus der Erhöhung der Vorräte um 484,3 Mio€ (Vj. 326,5 Mio€). Der Aufbau der operativen Forderungen in Höhe von 737,1 Mio€ (Vj. 631,7 Mio€) wurde durch den Aufbau der operativen Verbindlichkeiten in Höhe von 737,6 Mio€ (Vj. 748,1 Mio€) ausgeglichen.
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2017 im Vorjahresvergleich um 282,4 Mio€ auf 5.220,5 Mio€ (Vj. 4.938,1 Mio €) und erreichte 11,9 % vom Umsatz (Vj. 12,2 %).
Aus Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 3.467,7 Mio€ (Vj. 3.166,8 Mio€). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 257,2 Mio€ von 2.592,5 Mio€ auf 2.849,7 Mio€. Der Saldo aus dem Erwerb und der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führte im Jahr 2017 zu einem Mittelabfluss in Höhe von 575,9 Mio€ (Vj. 511,6 Mio€). Dieser Mittelabfluss ist hauptsächlich auf die Erwerbe der Hornschuch Gruppe und der Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, zurückzuführen.
Für das Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Free Cashflow in Höhe von 1.752,8 Mio€ (Vj. 1.771,3 Mio €). Dies entspricht einem Rückgang um 18,5 Mio€ gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.
Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software belief sich 2017 auf 2.854,4 Mio€. Insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorjahreswert (2.593,0 Mio€) eine Erhöhung um 261,4 Mio€, zu der die Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior beigetragen haben. Die Investitionsquote beträgt 6,5 % (Vj. 6,4 %).
Die Brutto-Finanzschulden lagen zum Jahresende 2017 mit 4.090,0 Mio€ (Vj. 4.952,3 Mio€) um 862,3 Mio€ unter dem Vorjahresniveau.
Basierend auf den Quartalsendwerten waren 59,6 % (Vj. 62,6 %) der Brutto-Finanzschulden nach Sicherungsmaßnahmen im Jahresdurchschnitt mit festen Zinssätzen ausgestattet.
Der Buchwert der Anleihen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 744,1 Mio€ von 3.383,5 Mio € auf 2.639,4 Mio€ zum Ende des Geschäftsjahres 2017. Dieser Abbau ist auf die Rückzahlung der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio€ zurückzuführen. Die 3,5-jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a. verzinst und bei ihrer Fälligkeit am 20. März 2017 zu einem Kurs von 100,00% zurückgezahlt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2017 bei 859,7 Mio€ (Vj. 931,9 Mio€) und damit 72,2 Mio€ unter dem Vorjahresniveau.
Der syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche über 3.000,0 Mio €. Diese Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung und wurde Ende 2017 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.
Die sonstigen Finanzschulden reduzierten sich zum Jahresende 2017 um 46,0 Mio€ auf 590,9 Mio€ (Vj. 636,9 Mio€). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere negative beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten zurückzuführen. Die Ausnutzung von Forderungsverkaufsprogrammen lag Ende 2017 mit 513,7 Mio€ (Vj. 487,1 Mio€) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Wie im Vorjahr wurden im Continental-Konzern auch zum Jahresende 2017 fünf Forderungsverkaufsprogramme mit einem Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 894,5 Mio€ (Vj. 1.069,3 Mio €) genutzt.
Die flüssigen Mittel, derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen reduzierten sich um 112,1 Mio€ auf 2.042,4 Mio € (Vj. 2.154,5 Mio €).
Die Netto-Finanzschulden reduzierten sich deutlich gegenüber dem Jahresende 2016 um 750,2 Mio€ auf 2.047,6 Mio€ (Vj. 2.797,8 Mio €). Auch die Gearing Ratio hat sich mit 12,6 % (Vj. 19,0 %) gegenüber dem Vorjahreswert signifikant verbessert.
Zum 31. Dezember 2017 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.568,3 Mio€ (Vj. 5.995,4 Mio€), davon 1.881,5 Mio€ (Vj. 2.107,0 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.686,8 Mio€ (Vj. 3.888,4 Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 31. Dezember 2017 betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.726,7 Mio € (Vj. 1.673,9 Mio €).
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 2.017,8 | 2.803,7 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 2.072,2 | 2.148,6 |
| Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | –113,3 | –19,7 |
| Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | –47,6 | –27,8 |
| Flüssige Mittel | –1.881,5 | –2.107,0 |
| Netto-Finanzschulden | 2.047,6 | 2.797,8 |
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Netto-Finanzschulden am Anfang der Periode | 2.797,8 | 3.541,9 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.220,5 | 4.938,1 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –3.467,7 | –3.166,8 |
| Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) | 1.752,8 | 1.771,3 |
| Gezahlte Dividende | –850,0 | –750,0 |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern |
–46,5 | –55,6 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | 16,5 | –39,9 |
| Sonstiges | –151,6 | –112,4 |
| Wechselkurseffekte | 29,0 | –69,3 |
| Veränderung der Netto-Finanzschulden | 750,2 | 744,1 |
| Netto-Finanzschulden am Ende der Periode | 2.047,6 | 2.797,8 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.265,6 Mio€ auf 37.440,5 Mio € (Vj. 36.174,9 Mio€). Der Goodwill in Höhe von 7.010,1 Mio€ ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 6.857,3 Mio€ um 152,8 Mio€ gestiegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 93,2 Mio€ auf 1.607,3 Mio€ (Vj. 1.514,1 Mio€). Die Sachanlagen stiegen um 664,0 Mio€ auf 11.202,1 Mio€ (Vj. 10.538,1 Mio€). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 318,9 Mio€ auf 1.517,2 Mio€ (Vj. 1.836,1 Mio€). Das Vorratsvermögen stieg um 375,0 Mio€ auf 4.128,2 Mio€ (Vj. 3.753,2 Mio€), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 276,6 Mio€ auf 7.669,3 Mio€ (Vj. 7.392,7 Mio€), beides aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit. Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte verringerten sich um 34,7 Mio€ auf 954,3 Mio€ (Vj. 989,0 Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 1.881,5 Mio€ (Vj. 2.107,0 Mio €) um 225,5 Mio € geringer als am Vorjahresstichtag.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 717,4 Mio€ auf 22.038,4 Mio€ (Vj. 21.321,0 Mio€). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Goodwill um 152,8 Mio€ auf 7.010,1 Mio€ (Vj. 6.857,3 Mio€), der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 93,2 Mio€ auf 1.607,3 Mio€ (Vj. 1.514,1 Mio€), die Erhöhung der Sachanlagen um 664,0 Mio€ auf 11.202,1 Mio € (Vj. 10.538,1 Mio€) sowie die Reduzierung der aktiven latenten Steuern um 318,9 Mio € auf 1.517,2 Mio€ (Vj. 1.836,1 Mio€).
Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 15.402,1 Mio€ sind um 548,2 Mio€ höher als der Vorjahreswert in Höhe von 14.853,9 Mio€. Die Vorräte stiegen im Berichtsjahr um 375,0 Mio€ auf 4.128,2 Mio€ (Vj. 3.753,2 Mio€), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 276,6 Mio€ auf 7.669,3 Mio€ (Vj. 7.392,7 Mio€). Die flüssigen Mittel verringerten sich um 225,5 Mio€ auf 1.881,5 Mio € (Vj. 2.107,0 Mio €).
Das Eigenkapital ist mit 16.290,3 Mio€ (Vj. 14.734,8 Mio€) um 1.555,5 Mio€ höher als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.134,6 Mio€. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 19,0 % auf 12,6 %. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Berichtszeitraum von 40,7 % auf 43,5 %.
Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit 6.961,5 Mio€ um 924,4 Mio € niedriger als im Vorjahr (Vj. 7.885,9 Mio€). Dies ist hauptsächlich auf die Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 785,9 Mio€ auf 2.017,8 Mio € (Vj. 2.803,7 Mio€) zurückzuführen. Dabei wirkt sich die Umgliederung einer Euro-Anleihe der Continental AG über nominal 750,0 Mio€ in die kurzfristigen Finanzschulden aufgrund ihrer Fälligkeit aus.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 634,5 Mio€ auf 14.188,7 Mio€ (Vj. 13.554,2 Mio€). Dabei stiegen die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer um 176,5 Mio€ auf 1.490,6 Mio€ (Vj. 1.314,1 Mio€), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 550,5 Mio€ auf 6.798,5 Mio € (Vj. 6.248,0 Mio €) und die Ertragsteuerverbindlichkeiten um 106,1 Mio€ auf 889,7 Mio€ (Vj. 783,6 Mio€). Demgegenüber verringerten sich die kurzfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen um 203,4 Mio€ auf 943,0 Mio € (Vj. 1.146,4 Mio€).
Die operativen Aktiva erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 1.144,9 Mio€ auf 22.213,6 Mio€ (Vj. 21.068,7 Mio€).
Der Gesamtbestand des Working Capital erhöhte sich um 234,9 Mio€ auf 5.206,0 Mio€ (Vj. 4.971,1 Mio€). Diese Entwicklung ist auf den Anstieg der operativen Forderungen um 410,4 Mio € auf 7.876,3 Mio€ (Vj. 7.465,9 Mio€) sowie den Bestandsaufbau von Vorräten um 375,0 Mio€ auf 4.128,2 Mio€ (Vj. 3.753,2 Mio€) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten um 550,5 Mio€ auf 6.798,5 Mio€ (Vj. 6.248,0 Mio€).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 20.387,2 Mio€ (Vj. 19.432,1 Mio€) auf und lagen damit um 955,1 Mio€ über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 152,8 Mio€ auf 7.010,1 Mio€ (Vj. 6.857,3 Mio€). Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus Zugängen in Höhe von 299,2 Mio€. Gegenläufig wirkten Wechselkurseffekte in Höhe von 123,4 Mio€ sowie Wertberichtigungen in Höhe von 23,0 Mio€. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund von Investitionstätigkeit um 664,0 Mio€ auf 11.202,1 Mio € (Vj. 10.538,1 Mio€). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 93,2 Mio€ auf 1.607,3 Mio€ (Vj. 1.514,1 Mio €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 170,7 Mio€ (Vj. 143,6 Mio€) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus.
In der Division Interior führten der Erwerb von Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, mit 353,4 Mio€ sowie zwei Share Deals mit insgesamt 32,4 Mio€ zu einem Anstieg der operativen Aktiva.
| Aktiva in Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Goodwill | 7.010,1 | 6.857,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.607,3 | 1.514,1 |
| Sachanlagen | 11.202,1 | 10.538,1 |
| Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 414,8 | 384,8 |
| Langfristige übrige Vermögenswerte | 1.804,1 | 2.026,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 22.038,4 | 21.321,0 |
| Vorräte | 4.128,2 | 3.753,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.669,3 | 7.392,7 |
| Kurzfristige übrige Vermögenswerte | 1.723,1 | 1.601,0 |
| Flüssige Mittel | 1.881,5 | 2.107,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.402,1 | 14.853,9 |
| Bilanzsumme | 37.440,5 | 36.174,9 |
| Passiva in Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 16.290,3 | 14.734,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 6.961,5 | 7.885,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.798,5 | 6.248,0 |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.390,2 | 7.306,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 14.188,7 | 13.554,2 |
| Bilanzsumme | 37.440,5 | 36.174,9 |
| Netto-Finanzschulden | 2.047,6 | 2.797,8 |
| Gearing Ratio in % | 12,6 | 19,0 |
Im Rahmen von mehreren Asset Deals und einer Kaufpreisanpassung stiegen in der Division Reifen die operativen Aktiva um insgesamt 5,7 Mio€.
Der Erwerb der Hornschuch Gruppe mit 463,0 Mio€ sowie ein Share Deal mit 14,9 Mio€ trugen zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division ContiTech bei.
Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten auf Konzernebene keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva des Konzerns um 221,5 Mio€ erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 900,7 Mio€ vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.719,3 Mio€ auf 22.172,4 Mio€ (Vj. 20.453,1 Mio€).
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva / Bilanzsumme | 7.330,8 | 5.413,4 | 7.619,0 | 8.421,1 | 4.348,0 | 4.308,2 | 37.440,5 |
| Flüssige Mittel | — | — | — | — | — | 1.881,5 | 1.881,5 |
| Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen |
— | — | — | — | — | 160,9 | 160,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 10,0 | 39,4 | 18,7 | 23,3 | 6,6 | 2,9 | 100,9 |
| Abzüglich finanzieller Vermögenswerte | 10,0 | 39,4 | 18,7 | 23,3 | 6,6 | 2.045,3 | 2.143,3 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte |
–30,1 | –56,1 | –69,1 | –34,3 | –1,4 | 535,5 | 344,5 |
| Aktive latente Steuern | — | — | — | — | — | 1.517,2 | 1.517,2 |
| Ertragsteuerforderungen | — | — | — | — | — | 178,2 | 178,2 |
| Abzüglich Ertragsteuervermögen | — | — | — | — | — | 1.695,4 | 1.695,4 |
| Segmentvermögen | 7.350,9 | 5.430,1 | 7.669,4 | 8.432,1 | 4.342,8 | 32,0 | 33.257,3 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 4.003,1 | 2.835,8 | 3.083,3 | 3.315,4 | 1.797,7 | 6.114,9 | 21.150,2 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | — | — | — | — | — | 4.090,0 | 4.090,0 |
| Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 81,8 | 81,8 |
| Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 4.171,8 | 4.171,8 |
| Passive latente Steuern | — | — | — | — | — | 348,5 | 348,5 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 889,7 | 889,7 |
| Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen | — | — | — | — | — | 1.238,2 | 1.238,2 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten |
1.197,8 | 806,5 | 654,7 | 879,0 | 532,8 | 625,7 | 4.696,5 |
| Segmentschulden | 2.805,3 | 2.029,3 | 2.428,6 | 2.436,4 | 1.264,9 | 79,2 | 11.043,7 |
| Operative Aktiva | 4.545,6 | 3.400,8 | 5.240,8 | 5.995,7 | 3.077,9 | –47,2 | 22.213,6 |
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva / Bilanzsumme | 7.118,5 | 5.163,0 | 7.030,2 | 8.095,8 | 3.986,8 | 4.780,6 | 36.174,9 |
| Flüssige Mittel | — | — | — | — | — | 2.107,0 | 2.107,0 |
| Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen |
— | — | — | — | — | 47,5 | 47,5 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 10,6 | 42,5 | 14,7 | 20,4 | 7,2 | 18,0 | 113,4 |
| Abzüglich finanzieller Vermögenswerte | 10,6 | 42,5 | 14,7 | 20,4 | 7,2 | 2.172,5 | 2.267,9 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte |
— | 0,4 | –44,2 | –11,1 | 5,9 | 616,3 | 567,3 |
| Aktive latente Steuern | — | — | — | — | — | 1.836,1 | 1.836,1 |
| Ertragsteuerforderungen | — | — | — | — | — | 124,7 | 124,7 |
| Abzüglich Ertragsteuervermögen | — | — | — | — | — | 1.960,8 | 1.960,8 |
| Segmentvermögen | 7.107,9 | 5.120,1 | 7.059,7 | 8.086,5 | 3.973,7 | 31,0 | 31.378,9 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 3.877,4 | 2.766,6 | 2.990,4 | 3.295,3 | 1.644,7 | 6.865,7 | 21.440,1 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | — | — | — | — | — | 4.952,3 | 4.952,3 |
| Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 101,9 | 101,9 |
| Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 5.054,2 | 5.054,2 |
| Passive latente Steuern | — | — | — | — | — | 371,5 | 371,5 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 783,6 | 783,6 |
| Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen | — | — | — | — | — | 1.155,1 | 1.155,1 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten |
1.279,0 | 871,7 | 689,6 | 980,7 | 539,5 | 560,1 | 4.920,6 |
| Segmentschulden | 2.598,4 | 1.894,9 | 2.300,8 | 2.314,6 | 1.105,2 | 96,3 | 10.310,2 |
| Operative Aktiva | 4.509,5 | 3.225,2 | 4.758,9 | 5.771,9 | 2.868,5 | –65,3 | 21.068,7 |
| Automotive Group in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 26.565,4 | 24.496,4 | 8,4 |
| EBITDA | 3.296,4 | 2.615,0 | 26,1 |
| in % vom Umsatz | 12,4 | 10,7 | |
| EBIT | 2.086,8 | 1.526,6 | 36,7 |
| in % vom Umsatz | 7,9 | 6,2 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 2.675,5 | 2.430,9 | 10,1 |
| in % vom Umsatz | 10,1 | 9,9 | |
| Abschreibungen1 | 1.209,6 | 1.088,4 | 11,1 |
| davon Wertminderungen2 | 37,3 | 21,4 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 13.187,2 | 12.493,6 | 5,6 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 12.874,1 | 11.978,3 | 7,5 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 16,2 | 12,7 | |
| Investitionen3 | 1.789,5 | 1.497,0 | 19,5 |
| in % vom Umsatz | 6,7 | 6,1 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 134.286 | 124.753 | 7,6 |
| Umsatz bereinigt5 | 26.486,5 | 24.496,4 | 8,1 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.222,1 | 1.613,4 | 37,7 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 8,4 | 6,6 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Automotive Group umfasst drei Divisionen:
Die insgesamt 14 Geschäftsbereiche erzielten im Berichtsjahr 60 % des Konzernumsatzes.
Wichtige Rohstoffe für die Automotive Group sind Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe. Einen Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen über 40 % des Einkaufsvolumens für Produktionsmaterial ausmachen.
Im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 9 %. Die Verkaufszahlen für Bremskraftverstärker im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems erhöhten sich um 6 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Der Absatz der Bremssättel mit integrierter elektrischer Parkbremse erhöhte sich um 33 % gegenüber dem Vorjahr und überkompensierte damit den Rückgang der Verkaufszahlen für konventionelle Bremssättel, die um 3 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 21 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 41 %.
2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 % auf 9.767,8 Mio € (Vj. 8.977,6 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 10,4 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 315,5 Mio€ bzw. 54,2 % auf 898,1 Mio € (Vj. 582,6 Mio€) und entspricht 9,2 % (Vj. 6,5 %) des bereinigten Umsatzes. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres voneinander unabhängige Einzelereignisse das Ergebnis belastet haben.
Die Division Chassis & Safety verzeichnete 2017 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 316,9 Mio € bzw. 54,6 % auf 897,7 Mio € (Vj. 580,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,2 % (Vj. 6,5 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres voneinander unabhängige Einzelereignisse das Ergebnis belastet haben.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf das operative Ergebnis (EBIT) (Vj. Verringerung um 0,3 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 19,9 % (Vj. 13,1 %).
Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein Aufwand in Höhe von 0,5 Mio€ in der Division Chassis & Safety.
Daneben führte die Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung zu einem Ertrag in Höhe von 0,1 Mio €.
Für die Division Chassis & Safety beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 0,4 Mio €.
Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 1,3 Mio €.
Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Chassis & Safety Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio €, die auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 1,5 Mio €.
Der Beschaffungsmarkt für Chassis & Safety entwickelte sich im Jahr 2017 stabil, wenngleich gelegentliche Engpässe bei den Rohmaterialvorlieferanten auftraten. Erhebliche Versorgungsprobleme traten bei den Halbleitern durch einen japanischen Lieferanten auf, dessen Fertigung von Erdbeben im Jahr 2016 betroffen war. Der im Vorjahr begonnene Aufwärtstrend der Preise für Industriemetalle hat sich 2017 weiter fortgesetzt. Die Erhebung von Einfuhrzöllen für Flachstähle in Europa und den USA hat deren Preisniveau deutlich ansteigen lassen.
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 140,4 Mio € bzw. 18,2 % auf 913,8 Mio € (Vj. 773,4 Mio €) und lagen damit bei 9,4 % vom Umsatz (Vj. 8,6 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um 30,1 Mio € auf 403,9 Mio € (Vj. 373,8 Mio €) und betragen 4,1 % vom Umsatz (Vj. 4,2 %). Darin enthalten sind 2017 insgesamt Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio € (Vj. 1,5 Mio €).
| Chassis & Safety in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 9.767,8 | 8.977,6 | 8,8 |
| EBITDA | 1.301,6 | 954,6 | 36,4 |
| in % vom Umsatz | 13,3 | 10,6 | |
| EBIT | 897,7 | 580,8 | 54,6 |
| in % vom Umsatz | 9,2 | 6,5 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 913,8 | 773,4 | 18,2 |
| in % vom Umsatz | 9,4 | 8,6 | |
| Abschreibungen1 | 403,9 | 373,8 | 8,1 |
| davon Wertminderungen2 | 0,5 | 1,5 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 4.545,6 | 4.509,5 | 0,8 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 4.519,6 | 4.448,7 | 1,6 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 19,9 | 13,1 | |
| Investitionen3 | 682,5 | 523,7 | 30,3 |
| in % vom Umsatz | 7,0 | 5,8 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 47.788 | 43.907 | 8,8 |
| Umsatz bereinigt5 | 9.767,8 | 8.977,6 | 8,8 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 898,1 | 582,6 | 54,2 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,2 | 6,5 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 36,1 Mio€ auf 4.545,6 Mio€ (Vj. 4.509,5 Mio€).
Das Working Capital verringerte sich um 132,7 Mio€ auf 606,5 Mio€ (Vj. 739,2 Mio€). Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der operativen Verbindlichkeiten um 168,0 Mio€ auf 1.608,4 Mio€ (Vj. 1.440,4 Mio€). Gegenläufig wirkten im Vorratsbereich ein Bestandsaufbau von 20,1 Mio€ auf 505,8 Mio€ (Vj. 485,7 Mio €) sowie die Erhöhung der operativen Forderungen um 15,2 Mio€ auf 1.709,1 Mio€ (Vj. 1.693,9 Mio€).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.911,5 Mio€ (Vj. 4.755,9 Mio €) auf und lagen damit um 155,6 Mio€ über dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich durch Wechselkurseffekte um 26,7 Mio€ auf 2.630,7 Mio € (Vj. 2.657,4 Mio €). Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeiten um 203,8 Mio€ auf 2.079,8 Mio€ (Vj. 1.876,0 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 20,8 Mio€ auf 82,2 Mio € (Vj. 103,0 Mio €). Im Berichtsjahr fielen keine nennenswerten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) an (Vj. 0,3 Mio€).
Die Auflösung einer Kaufpreisverbindlichkeit führte zu einer Zunahme der operativen Aktiva in der Division Chassis & Safety in Höhe von 3,3 Mio€. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety um 8,6 Mio € erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 122,2 Mio € vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 70,9 Mio€ auf 4.519,6 Mio€ (Vj. 4.448,7 Mio€).
Der Bilanzzugang der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 158,8 Mio € auf 682,5 Mio€ (Vj. 523,7 Mio€). Die Investitionsquote beträgt 7,0 % (Vj. 5,8 %).
Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurden die Produktionsanlagen in Nordamerika sowie in Asien erweitert. Hierbei wurden die Produktionskapazitäten aller Geschäftsbereiche ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische Bremssysteme.
Die Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety erhöhte sich um 3.881 Beschäftigte auf 47.788 (Vj. 43.907). Der Personalaufbau ist in allen Geschäftsbereichen auf eine Anpassung an die gestiegenen Absatzvolumina zurückzuführen. Darüber hinaus
führte der kontinuierliche Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs, insbesondere in den Geschäftsbereichen Advanced Driver Assistance Systems und Vehicle Dynamics, zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen. In allen Geschäftsbereichen wurden, insbesondere in Niedriglohnländern, die Kapazitäten erhöht.
Im Geschäftsbereich Engine Systems stieg im Geschäftsjahr 2017 das Absatzvolumen von Motorsteuergeräten, Injektoren, Pumpen und Turboladern. Der Geschäftsbereich Sensors & Actuators befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Begünstigt durch die Abgasgesetzgebung erhöhten sich insbesondere bei den Abgassensoren die Verkaufszahlen. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle lag das Absatzvolumen von Leistungselektronik, Bordnetz- und Batteriesystemen über dem Vorjahr. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Transmission lagen, bedingt durch Programmumstellungen, im Geschäftsjahr 2017 unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahr.
2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 % auf 7.660,9 Mio € (Vj. 7.319,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,6 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 75,4 Mio € bzw. 18,9 % auf 473,5 Mio € (Vj. 398,1 Mio €) und entspricht 6,2 % (Vj. 5,4 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Powertrain verzeichnete 2017 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 61,9 Mio € bzw. 16,4 % auf 439,9 Mio € (Vj. 378,0 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,7 % (Vj. 5,2 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 11,9 Mio€ (Vj. 11,5 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 13,2 % (Vj. 12,5 %).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Powertrain ein Aufwand in Höhe von insgesamt 18,8 Mio€.
Daneben ergab sich ein Ertrag aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio €. Darin enthalten ist eine Wertaufholung auf Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio €.
Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 18,1 Mio €.
Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 7,6 Mio €.
Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Powertrain Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio €, wovon 0,7 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 1,1 Mio €.
Aus dem Verkauf einer als Finanzanlage gehaltenen Beteiligung resultierte ein Ertrag in Höhe von 1,1 Mio €.
Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 8,6 Mio €.
Der Beschaffungsmarkt für Powertrain war im Jahr 2017 weitestgehend stabil, wenngleich es zum Jahresende bei Elektronikbauteilen zu vereinzelten Versorgungsproblemen kam, die aber ohne Auswirkungen auf Kunden gelöst werden konnten. Ähnlich wie bei den Flachstählen konnte auch bei den Langstählen eine zunehmende Auslastung der Stahlwerke mit verlängerten Lieferzeiten festgestellt werden. Die durchschnittlichen Preise der in US-Dollar gehandelten Edel- und Industriemetalle lagen über Vorjahresniveau. Die Einkaufskooperation mit der Schaeffler Gruppe wurde weiter erfolgreich fortgesetzt.
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio € bzw. 0,4 % auf 699,0 Mio € (Vj. 701,5 Mio €) und lagen damit bei 9,1 % vom Umsatz (Vj. 9,6 %).
| Powertrain in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 7.660,9 | 7.319,5 | 4,7 |
| EBITDA | 854,8 | 756,2 | 13,0 |
| in % vom Umsatz | 11,2 | 10,3 | |
| EBIT | 439,9 | 378,0 | 16,4 |
| in % vom Umsatz | 5,7 | 5,2 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 699,0 | 701,5 | –0,4 |
| in % vom Umsatz | 9,1 | 9,6 | |
| Abschreibungen1 | 414,9 | 378,2 | 9,7 |
| davon Wertminderungen2 | 18,6 | 8,3 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 3.400,8 | 3.225,2 | 5,4 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 3.325,6 | 3.015,8 | 10,3 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 13,2 | 12,5 | |
| Investitionen3 | 653,7 | 544,4 | 20,1 |
| in % vom Umsatz | 8,5 | 7,4 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 40.492 | 37.502 | 8,0 |
| Umsatz bereinigt5 | 7.652,9 | 7.319,5 | 4,6 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 473,5 | 398,1 | 18,9 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 6,2 | 5,4 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um 36,7 Mio € auf 414,9 Mio € (Vj. 378,2 Mio €) und betragen 5,4 % vom Umsatz (Vj. 5,2 %). Darin enthalten sind im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 18,6 Mio € (Vj. 8,3 Mio €).
Die operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 175,6 Mio€ auf 3.400,8 Mio€ (Vj. 3.225,2 Mio€).
Das Working Capital verzeichnete einen Anstieg von 40,0 Mio€ auf 372,6 Mio€ (Vj. 332,6 Mio€). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 26,9 Mio€ auf 470,4 Mio€ (Vj. 443,5 Mio€). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 61,2 Mio€ auf 1.355,3 Mio€ (Vj. 1.294,1 Mio€). Der Gesamtbestand der operativen Verbindlichkeiten stieg um 48,1 Mio€ auf 1.453,1 Mio € (Vj. 1.405,0 Mio €).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 3.454,6 Mio€ (Vj. 3.249,1 Mio €) auf und lagen damit um 205,5 Mio€ über dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich aufgrund von Wechselkurseffekten um 18,5 Mio€ auf 986,3 Mio€ (Vj. 1.004,8 Mio €). Das Sachanlagevermögen lag mit 2.188,8 Mio € um 195,8 Mio€ über dem Vorjahresniveau von 1.993,0 Mio€. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 22,6 Mio€ auf 178,0 Mio€ (Vj. 155,4 Mio€). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe
von 11,9 Mio€ (Vj. 11,5 Mio€) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Powertrain um 10,0 Mio€ erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 97,6 Mio€ vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 309,8 Mio€ auf 3.325,6 Mio€ (Vj. 3.015,8 Mio €).
Der Bilanzzugang der Division Powertrain erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 109,3 Mio€ auf 653,7 Mio€ (Vj. 544,4 Mio€). Die Investitionsquote beträgt 8,5 % (Vj. 7,4 %).
In der Division Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten an deutschen Standorten, in China, den USA sowie in Tschechien und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Geschäftsbereiche Engine Systems und Sensors & Actuators. Im Geschäftsbereich Engine Systems wurden die Fertigungskapazitäten für Motoreinspritzsysteme ausgebaut.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl in der Division Powertrain um 2.990 auf 40.492 Personen (Vj. 37.502). Der Personalaufbau resultierte aus der Anpassung an gestiegene Absatzvolumina sowie aus dem kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung.
Das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag im Geschäftsjahr 2017 deutlich über Vorjahresniveau. Steigerungen wurden besonders in Asien und Europa erzielt. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity überstiegen die Verkaufszahlen leicht den Vorjahreswert. Dies ist hauptsächlich bedingt durch eine höhere Nachfrage und Neuanläufe in den Bereichen Connectivity und Multimedia. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lag insgesamt über dem Vorjahresniveau. Dies ist maßgeblich auf den stärkeren Markt für Nutzfahrzeuge in Westeuropa und Nordamerika sowie auf eine steigende Nachfrage des Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäfts speziell bei Bremsen und Dieselpumpen in Europa zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lag der Absatz im Jahr 2017 über dem des Vorjahreszeitraums. Diese Erhöhung ist allgemein auf die Absatzentwicklung im europäischen Markt und speziell auf die gestiegene Nachfrage nach Displaylösungen und Head-up-Displays zurückzuführen.
2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 % auf 9.305,2 Mio € (Vj. 8.324,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 11,6 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 217,8 Mio € bzw. 34,4 % auf 850,5 Mio € (Vj. 632,7 Mio €) und entspricht 9,2 % (Vj. 7,6 %) des bereinigten Umsatzes. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres voneinander unabhängige Einzelereignisse das Ergebnis belastet haben.
Die Division Interior verzeichnete 2017 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 181,4 Mio € bzw. 31,9 % auf 749,2 Mio € (Vj. 567,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,1 % (Vj. 6,8 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres voneinander unabhängige Einzelereignisse das Ergebnis belastet haben.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 46,1 Mio € (Vj. 38,4 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 14,9 % (Vj. 12,6 %).
Unabhängig vom jährlichen Impairment-Test wurden in der Division Interior Wertminderungen in Höhe von insgesamt 23,0 Mio€ auf Goodwill erfasst, der im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Mobility-Services-Aktivitäten entstanden war.
Die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen führte in der Division Interior zu einem Ertrag in Höhe von insgesamt 5,4 Mio €. Darin enthalten ist eine Wertaufholung auf Sachanlagen in Höhe von 4,8 Mio€.
Des Weiteren ergab sich in der Division Interior infolge des Restanteilserwerbs an einem Joint Venture ein Ertrag in Höhe von 1,9 Mio€ aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile.
Für die Division Interior beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 15,7 Mio €.
Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 22,1 Mio €, wovon 8,5 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Die geplante Schließung des Standorts Gravataí, Brasilien, führte zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,1 Mio €.
Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen resultierte ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio €.
Eine Kaufpreisanpassung hatte einen Aufwand in Höhe von 0,1 Mio € zur Folge.
Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 26,5 Mio €.
| Interior in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 9.305,2 | 8.324,7 | 11,8 |
| EBITDA | 1.140,0 | 904,2 | 26,1 |
| in % vom Umsatz | 12,3 | 10,9 | |
| EBIT | 749,2 | 567,8 | 31,9 |
| in % vom Umsatz | 8,1 | 6,8 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 1.062,7 | 956,0 | 11,2 |
| in % vom Umsatz | 11,4 | 11,5 | |
| Abschreibungen1 | 390,8 | 336,4 | 16,2 |
| davon Wertminderungen2 | 18,2 | 11,6 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 5.240,8 | 4.758,9 | 10,1 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 5.028,9 | 4.513,8 | 11,4 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 14,9 | 12,6 | |
| Investitionen3 | 453,3 | 428,9 | 5,7 |
| in % vom Umsatz | 4,9 | 5,2 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 46.006 | 43.344 | 6,1 |
| Umsatz bereinigt5 | 9.234,3 | 8.324,7 | 10,9 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 850,5 | 632,7 | 34,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,2 | 7,6 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Das Jahr 2017 war für Interior durch Versorgungsprobleme als Folge der Erdbeben im Vorjahr in der Region Kumamoto, Japan, geprägt. Der Bedarf an Mikrocontrollern von einem japanischen Zulieferer konnte nur mit großem Aufwand gedeckt werden. Hinzu kamen zunehmend Lieferprobleme für elektronische Komponenten, die zu erhöhten Kosten in der Lieferkette führten. Im Sinne eines aktiven Risikomanagements wurde die Nominierung alternativer Liefermöglichkeiten von Schlüsselkomponenten weiter vorangetrieben. Der Anteil der Displays am gesamten Beschaffungsvolumen für die Division Interior und die Displaygröße sind weiter gestiegen.
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 106,7 Mio € bzw. 11,2 % auf 1.062,7 Mio € (Vj. 956,0 Mio €) und lagen damit bei 11,4 % vom Umsatz (Vj. 11,5 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um 54,4 Mio € auf 390,8 Mio € (Vj. 336,4 Mio €) und betragen 4,2 % vom Umsatz (Vj. 4,0 %). Darin enthalten sind im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 18,2 Mio € (Vj. 11,6 Mio €).
Die operativen Aktiva der Division Interior erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 481,9 Mio€ auf 5.240,8 Mio€ (Vj. 4.758,9 Mio€).
Das Working Capital verzeichnete einen Anstieg um 92,9 Mio€ auf 778,9 Mio€ (Vj. 686,0 Mio€). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 60,7 Mio€ auf 823,7 Mio€ (Vj. 763,0 Mio€). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 152,1 Mio€ auf 1.595,9 Mio€ (Vj. 1.443,8 Mio€). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 119,9 Mio€ auf 1.640,7 Mio€ (Vj. 1.520,8 Mio€).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 5.076,4 Mio€ (Vj. 4.702,5 Mio €) auf und lagen damit um 373,9 Mio€ über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 138,9 Mio€ auf 2.701,4 Mio€ (Vj. 2.562,5 Mio€). Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, in Höhe von 177,5 Mio€ sowie aus zwei Share Deals mit insgesamt 23,4 Mio€. Gegenläufig wirkten eine Kaufpreisanpassung in Höhe von 0,7 Mio€, Wechselkurseffekte in Höhe von 38,3 Mio€ sowie Wertberichtigungen in Höhe von 23,0 Mio€. Das Sachanlagevermögen lag mit 1.519,0 Mio€ um 124,6 Mio€ über dem Vorjahresniveau von 1.394,4 Mio€. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um
93,0 Mio€ auf 684,8 Mio€ (Vj. 591,8 Mio€). Maßgeblich für diese Erhöhung ist der Erwerb von Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, mit einem Anteil von 179,5 Mio€. Gegenläufig wirkten Wechselkurseffekte in Höhe von 26,2 Mio€ sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 46,1 Mio€ (Vj. 38,4 Mio €).
Insgesamt führten der Erwerb von Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, mit 353,4 Mio€ sowie zwei Share Deals mit insgesamt 32,4 Mio€ zu einem Anstieg der operativen Aktiva. Wertmindernd wirkte eine Kaufpreisanpassung mit 0,7 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Interior um 25,9 Mio € erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 131,8 Mio€ vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Interior stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 515,1 Mio€ auf 5.028,9 Mio€ (Vj. 4.513,8 Mio€).
Der Bilanzzugang der Division Interior erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 24,4 Mio€ auf 453,3 Mio€ (Vj. 428,9 Mio€). Die Investitionsquote beträgt 4,9 % (Vj. 5,2 %).
Neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten an deutschen Standorten wurde in China, Tschechien, Mexiko, Rumänien und den USA investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Instrumentation & Driver HMI sowie Body & Security. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI wurden die Fertigungskapazitäten für Bedien- und Displaylösungen ausgebaut.
Die Mitarbeiterzahl der Division Interior erhöhte sich um 2.662 auf 46.006 Personen (Vj. 43.344). Der Personalaufbau ist auf den kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie auf die Anpassung an gestiegene Volumina zurückzuführen. Die Erhöhung betrifft die Geschäftsbereiche Body & Security, Commercial Vehicles & Aftermarket, Instrumentation & Driver HMI und Intelligent Transportation Systems, während Infotainment & Connectivity auf Vorjahresniveau blieb.
| 2016 | ∆ in % | ||
|---|---|---|---|
| Rubber Group in Mio € | 2017 | ||
| Umsatz | 17.494,7 | 16.097,6 | 8,7 |
| EBITDA | 3.499,6 | 3.559,6 | –1,7 |
| in % vom Umsatz | 20,0 | 22,1 | |
| EBIT | 2.593,5 | 2.688,6 | –3,5 |
| in % vom Umsatz | 14,8 | 16,7 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 428,2 | 380,6 | 12,5 |
| in % vom Umsatz | 2,4 | 2,4 | |
| Abschreibungen1 | 906,1 | 871,0 | 4,0 |
| davon Wertminderungen2 | 2,9 | 37,2 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 9.073,6 | 8.640,4 | 5,0 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 9.325,1 | 8.561,4 | 8,9 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 27,8 | 31,4 | |
| Investitionen3 | 1.060,2 | 1.094,1 | –3,1 |
| in % vom Umsatz | 6,1 | 6,8 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 100.749 | 94.966 | 6,1 |
| Umsatz bereinigt5 | 16.965,4 | 16.093,3 | 5,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.643,6 | 2.815,8 | –6,1 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 15,6 | 17,5 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Rubber Group umfasst zwei Divisionen:
Im Berichtsjahr erzielten die insgesamt 15 Geschäftsbereiche 40 % des Konzernumsatzes.
Die Rubber Group war 2017 mit deutlich erhöhten Rohstoffpreisen konfrontiert. So erreichten Naturkautschuke und Butadien, ein Vormaterial für synthetische Kautschuke, im ersten Quartal 2017 das höchste Preisniveau der letzten Jahre. Insbesondere die Preise für Vorprodukte von Gummimischungen wiesen in diesem Zeitraum merklich höhere Preise auf.
Die Verkaufszahlen lagen im Jahr 2017 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft auf Vorjahresniveau, während der Absatz im Pkw-Reifenersatzgeschäft mit 4 % über dem Vorjahresniveau lag. Die Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen mit 5 % ebenfalls über dem Vorjahreswert. Damit wurden 2017 rund 155 Millionen Reifen verkauft.
2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 % auf 11.325,8 Mio € (Vj. 10.717,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,3 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen verringerte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 168,4 Mio € bzw. 7,3 % auf 2.128,2 Mio€ (Vj. 2.296,6 Mio€) und entspricht 19,0 % (Vj. 21,4 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division Reifen verzeichnete 2017 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 138,1 Mio € bzw. 6,0 % auf 2.151,3 Mio € (Vj. 2.289,4 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 19,0 % (Vj. 21,4 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 19,5 Mio€ (Vj. 10,7 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 35,0 % (Vj. 40,8 %).
In der Division Reifen entstand aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen ein Ertrag in Höhe von insgesamt 14,0 Mio€.
Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5 Mio€.
Daneben führte die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen zu einem Ertrag in Höhe von 10,0 Mio €.
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division Reifen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,5 Mio€.
Für die Division Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 24,0 Mio €.
Aus dem Verkauf einer als Finanzanlage gehaltenen Beteiligung resultierte ein Ertrag in Höhe von 3,9 Mio €.
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €.
Für die Division Reifen ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 3,7 Mio €.
Die Preise für Naturkautschuke und wichtige ölabhängige Rohmaterialien erreichten im ersten Halbjahr 2017 einen Höhepunkt. Insbesondere die Preise von Vormaterialien wie Butadien und von Rohstoffen wie Naturkautschuk waren aufgrund gestiegener Nachfrage, aber auch infolge von Spekulationen sehr volatil. So zogen diese Preise im ersten Quartal 2017 sehr kräftig an und erreichten den höchsten Wert der letzten Jahre. Im folgenden Quartal notierten die Preise für Kautschuke wieder deutlich niedriger. Die zweite Jahreshälfte war von einer erheblich verminderten Volatilität gekennzeichnet. Im Durchschnitt lag das Gesamtjahr 2017 deutlich über dem Preisniveau des Vorjahres.
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 28,9 Mio € bzw. 11,1 % auf 289,8 Mio € (Vj. 260,9 Mio €) und lagen damit bei 2,6 % vom Umsatz (Vj. 2,4 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um 58,1 Mio€ auf 597,4 Mio€ (Vj. 539,3 Mio€) und betragen 5,3 % vom Umsatz (Vj. 5,0 %). Darin enthalten sind im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 0,5 Mio€ (Vj. 0,2 Mio€).
| Reifen in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 11.325,8 | 10.717,4 | 5,7 |
| EBITDA | 2.748,7 | 2.828,7 | –2,8 |
| in % vom Umsatz | 24,3 | 26,4 | |
| EBIT | 2.151,3 | 2.289,4 | –6,0 |
| in % vom Umsatz | 19,0 | 21,4 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 289,8 | 260,9 | 11,1 |
| in % vom Umsatz | 2,6 | 2,4 | |
| Abschreibungen1 | 597,4 | 539,3 | 10,8 |
| davon Wertminderungen2 | 0,5 | 0,2 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 5.995,7 | 5.771,9 | 3,9 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 6.143,0 | 5.612,7 | 9,4 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 35,0 | 40,8 | |
| Investitionen3 | 847,0 | 882,1 | –4,0 |
| in % vom Umsatz | 7,5 | 8,2 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 53.811 | 52.057 | 3,4 |
| Umsatz bereinigt5 | 11.194,7 | 10.716,6 | 4,5 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.128,2 | 2.296,6 | –7,3 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 19,0 | 21,4 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die operativen Aktiva der Division Reifen erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 223,8 Mio€ auf 5.995,7 Mio€ (Vj. 5.771,9 Mio€).
Im Working Capital verzeichnete die Division Reifen einen Anstieg um 138,5 Mio€ auf 2.474,2 Mio€ (Vj. 2.335,7 Mio€). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 177,4 Mio€ auf 1.608,2 Mio€ (Vj. 1.430,8 Mio€). Der Gesamtbestand der operativen Forderungen erhöhte sich zum Stichtag um 66,3 Mio € auf 2.163,2 Mio€ (Vj. 2.096,9 Mio€). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 105,2 Mio€ auf 1.297,2 Mio€ (Vj. 1.192,0 Mio€).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.492,8 Mio€ (Vj. 4.418,6 Mio €) auf und lagen damit um 74,2 Mio€ über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 78,7 Mio€ auf 4.023,4 Mio€ (Vj. 3.944,7 Mio€). Der Goodwill wirkte gegenläufig und verringerte sich um 2,0 Mio€ auf 205,2 Mio€ (Vj. 207,2 Mio€). Diese Reduzierung ist auf Wechselkurseffekte in Höhe von 5,1 Mio€ und eine gegenläufig wirkende Kaufpreisanpassung in Höhe von 3,1 Mio € zurückzuführen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 17,0 Mio€ auf 129,3 Mio€ (Vj. 146,3 Mio€). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 19,5 Mio€ (Vj. 10,7 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte.
Im Rahmen von mehreren Asset Deals und einer Kaufpreisanpassung stiegen die operativen Aktiva um insgesamt 5,7 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Reifen um 145,9 Mio€ erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 353,7 Mio€ vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Reifen stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 530,3 Mio€ auf 6.143,0 Mio€ (Vj. 5.612,7 Mio€).
Der Bilanzzugang der Division Reifen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 35,1 Mio€ auf 847,0 Mio€ (Vj. 882,1 Mio€). Die Investitionsquote beträgt 7,5 % (Vj. 8,2 %).
In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Europa, Nordamerika sowie in Asien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Hefei, China; Mount Vernon und Sumter, USA; Púchov, Slowakei; und Lousado, Portugal. Darüber hinaus wurde in die Werkneubauten in Rayong, Thailand, und Clinton, USA, investiert. Des Weiteren wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.
Die Mitarbeiterzahl der Division Reifen erhöhte sich um 1.754 auf 53.811 Personen (Vj. 52.057). In den Produktionsgesellschaften führte der kontinuierliche Ausbau der Werke in Lousado, Portugal; Otrokovice, Tschechien; Púchov, Slowakei; sowie Hefei, China; Sumter und Mount Vernon, USA; zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Des Weiteren ist die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl auf Expansionsprojekte im Bereich der Vertriebs- und Handelsgesellschaften, insbesondere durch den Erwerb der Vaysse S.A.S., Frankreich, und den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weltweit zurückzuführen.
2017 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,4 % auf 6.246,4 Mio € (Vj. 5.462,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 8,1 %. Starke Umsatzzuwächse ergeben sich im Industriebereich, insbesondere durch gestiegene Nachfrage im Minen- und Ölfördergeschäft. Darüber hinaus konnte der Umsatz sowohl bei der Automobilerstausrüstung als auch im Ersatzgeschäft deutlich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech verringerte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio € bzw. 0,7 % auf 515,4 Mio € (Vj. 519,2 Mio €) und entspricht 8,8 % (Vj. 9,5 %) des bereinigten Umsatzes.
Die Division ContiTech verzeichnete 2017 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 43,0 Mio€ bzw. 10,8 % auf 442,2 Mio€ (Vj. 399,2 Mio€). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 7,1 % (Vj. 7,3 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 93,2 Mio€ (Vj. 82,7 Mio €).
Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 13,9 % (Vj. 13,5 %).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von insgesamt 2,4 Mio€.
Daneben resultierte aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio€.
In der Division ContiTech ergab sich ein Aufwand aus dem Abgang von Gesellschaften und Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 1,6 Mio€.
Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2017 insgesamt 3,8 Mio €.
Aufgrund der Marktsituation 2016 ergaben sich für die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group und Industrial Fluid Solutions Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,1 Mio €.
Eine nachträgliche Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Akquisition von Veyance Technologies führte zu einem Ertrag in Höhe von 27,0 Mio €.
Eine weitere Kaufpreisanpassung führte zu einem Aufwand in Höhe von 0,9 Mio €.
Aus der Veräußerung des Stahlcordgeschäfts in Brasilien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Kartellauflagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 15,9 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einem Veräußerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio €, Marktwertanpassungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio € sowie aus nicht mehr nutzbaren Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 0,6 Mio €.
Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 11,2 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
In Chile entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,1 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio €.
Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio €.
Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt.
Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 in Höhe von insgesamt 37,4 Mio €.
| ContiTech in Mio € | 2017 | 2016 | ∆ in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 6.246,4 | 5.462,5 | 14,4 |
| EBITDA | 750,9 | 730,9 | 2,7 |
| in % vom Umsatz | 12,0 | 13,4 | |
| EBIT | 442,2 | 399,2 | 10,8 |
| in % vom Umsatz | 7,1 | 7,3 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) | 138,4 | 119,7 | 15,6 |
| in % vom Umsatz | 2,2 | 2,2 | |
| Abschreibungen1 | 308,7 | 331,7 | –6,9 |
| davon Wertminderungen2 | 2,4 | 37,0 | |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 3.077,9 | 2.868,5 | 7,3 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 3.182,1 | 2.948,7 | 7,9 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 13,9 | 13,5 | |
| Investitionen3 | 213,2 | 212,0 | 0,6 |
| in % vom Umsatz | 3,4 | 3,9 | |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 46.938 | 42.909 | 9,4 |
| Umsatz bereinigt5 | 5.848,2 | 5.459,0 | 7,1 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 515,4 | 519,2 | –0,7 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 8,8 | 9,5 |
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Im Zuge der anziehenden Nachfrage auf den Rohstoffmärkten verzeichnete die Division ContiTech in einem sehr volatilen Umfeld steigende Preise für zahlreiche Rohmaterialien. Insbesondere die Preise für Kautschuke und Ruße wiesen deutliche Erhöhungen gegenüber dem Vorjahr auf. Die Preise für Kautschuke und das Vormaterial Butadien kletterten im ersten Quartal 2017 von Spekulationen getrieben auf den höchsten Wert seit Jahren. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Rohölpreise zogen deutlich gestiegene Rußpreise nach sich. Im zweiten Halbjahr sanken die Preise für Kautschuke merklich.
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Mio € bzw. 15,6 % auf 138,4 Mio € (Vj. 119,7 Mio €) und lagen damit wie im Vorjahr bei 2,2 % vom Umsatz.
Die Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um 23,0 Mio€ auf 308,7 Mio€ (Vj. 331,7 Mio€) und betragen 4,9 % vom Umsatz (Vj. 6,1 %). Darin enthalten sind im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 2,4 Mio€ (Vj. 37,0 Mio€).
Die operativen Aktiva der Division ContiTech erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 209,4 Mio€ auf 3.077,9 Mio€ (Vj. 2.868,5 Mio€).
Das Working Capital erhöhte sich um 118,3 Mio€ auf 1.021,8 Mio€ (Vj. 903,5 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau um 90,0 Mio € auf 720,1 Mio € (Vj. 630,1 Mio€). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 114,3 Mio€ auf 1.061,1 Mio€ (Vj. 946,8 Mio€). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 86,0 Mio€ auf 759,4 Mio€ (Vj. 673,4 Mio €).
Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 2.439,3 Mio€ (Vj. 2.295,9 Mio €) auf und lagen damit um 143,4 Mio€ über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 61,2 Mio€ auf 486,5 Mio€ (Vj. 425,3 Mio€). Diese Erhöhung resultierte mit einem Anteil von 91,8 Mio€ aus dem Erwerb der Hornschuch Gruppe und mit einem Anteil von 4,0 Mio € aus einem Share Deal. Gegenläufig wirkten Wechselkurseffekte in Höhe von 34,6 Mio€. Das Sachanlagevermögen lag mit 1.388,6 Mio € um 57,8 Mio€ über dem Vorjahresniveau (Vj. 1.330,8 Mio€). Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 16,4 Mio€ auf 532,8 Mio€ (Vj. 516,4 Mio€). Hierin enthalten ist der Erwerb der Hornschuch Gruppe mit einem Anteil von 163,3 Mio€, während Wechselkurseffekte in Höhe von 54,5 Mio€ wertmindernd wirkten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 93,2 Mio€ (Vj. 82,7 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte.
Der Erwerb der Hornschuch Gruppe sowie ein Share Deal trugen mit 463,0 Mio€ und 14,9 Mio€ zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division ContiTech bei. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge.
Während im Vorjahr Wechselkurseffekte den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division ContiTech um 30,8 Mio€ erhöhten, wirkten sie sich im Berichtsjahr mit 196,4 Mio€ vermindernd aus.
Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division ContiTech erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um 233,4 Mio€ auf 3.182,1 Mio€ (Vj. 2.948,7 Mio€).
Der Bilanzzugang der Division ContiTech erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio € auf 213,2 Mio€ (Vj. 212,0 Mio€). Die Investitionsquote beträgt 3,4 % (Vj. 3,9 %).
In der Division ContiTech wurden die Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, den USA, in Mexiko und Ungarn aus- und aufgebaut. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems, Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group), Power Transmission Group und Conveyor Belt Group erweitert. In allen Geschäftsbereichen wurden Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.
Die Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4.029 Personen auf 46.938 (Vj. 42.909). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auf Volumenanstiege in den Geschäftsbereichen Mobile Fluid Systems und Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group) zurückzuführen. Zudem ist der Anstieg der Mitarbeiterzahl durch die Übernahme der Hornschuch Gruppe bedingt.
Der Jahresabschluss der Continental AG wird – anders als der Konzernabschluss – nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. Der Lagebericht der Continental AG wird gemäß §315 Abs. 5 HGB mit dem des Continental-Konzerns zusammengefasst, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die nachfolgende Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis für den Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung.
Die Continental AG übt eine reine Leitungs- und Holdingfunktion für den Continental-Konzern aus.
Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 264,5 Mio€ auf 18.801,5 Mio € (Vj. 19.066,0 Mio€). Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf den Rückgang der flüssigen Mittel um 322,0 Mio€ zurückzuführen. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 74,5 Mio€ auf 7.442,5 Mio € (Vj. 7.368,0 Mio €).
Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 4,7 Mio€ auf 10.995,4 Mio€ (Vj. 10.990,7 Mio€) und bildet nunmehr einen Anteil von 58,5 % an der Bilanzsumme, nach 57,6 % im Vorjahr. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Zugang von Wertpapieren des Anlagevermögens.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verminderten sich um 2,6 Mio€ auf 28,6 Mio€ (Vj. 31,2 Mio€). Der Rückgang resultierte aus der linearen Auflösung der für den syndizierten Kredit abgegrenzten Kosten sowie aus der Verminderung der sonstigen Kostenabgrenzungen.
Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 575,5 Mio€ auf 9.208,1 Mio€ (Vj. 9.783,6 Mio€). Ebenso verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 257,5 Mio€ auf 214,0 Mio€ (Vj. 471,5 Mio€) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 7,5 Mio€ auf 25,5 Mio€ (Vj. 33,0 Mio €).
| Vermögens- und Finanzlage der Continental AG | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Aktiva in Mio € | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 26,4 | 40,2 |
| Sachanlagen | 6,8 | 3,2 |
| Finanzanlagen | 10.995,4 | 10.990,7 |
| Anlagevermögen | 11.028,6 | 11.034,1 |
| Vorräte | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 7.487,1 | 7.421,5 |
| Flüssige Mittel | 257,2 | 579,2 |
| Umlaufvermögen | 7.744,3 | 8.000,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 28,6 | 31,2 |
| Bilanzsumme | 18.801,5 | 19.066,0 |
| Passiva in Mio € | ||
| Gezeichnetes Kapital | 512,0 | 512,0 |
| Kapitalrücklage | 4.179,1 | 4.179,1 |
| Gewinnrücklagen | 54,7 | 54,7 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 253,1 | 264,1 |
| Jahresüberschuss | 1.217,3 | 839,0 |
| Eigenkapital | 6.216,2 | 5.848,9 |
| Rückstellungen | 963,1 | 755,6 |
| Verbindlichkeiten | 11.622,2 | 12.461,5 |
| Bilanzsumme | 18.801,5 | 19.066,0 |
| Gearing Ratio in % | 65,1 | 78,4 |
| Eigenkapitalquote in % | 33,1 | 30,7 |
Die Rückstellungen erhöhten sich um 207,5 Mio € auf 963,1 Mio€ (Vj. 755,6 Mio €), bedingt durch den Anstieg der Steuerrückstellungen um 181,1 Mio€ auf 697,0 Mio€ (Vj. 515,9 Mio€) sowie der Pensionsrückstellungen um 8,8 Mio€ auf 175,3 Mio€ (Vj. 166,5 Mio€). Ebenso erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um 17,6 Mio€ auf 90,8 Mio€ im Berichtsjahr.
Das Eigenkapital erhöhte sich von 5.848,9 Mio€ im Vorjahr auf 6.216,2 Mio€. Die Minderung aufgrund der Dividendenzahlung für 2016 in Höhe von 850,0 Mio€ wurde durch den im Geschäftsjahr 2017 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 1.217,3 Mio€ ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich durch das gestiegene Eigenkapital sowie durch die gesunkene Bilanzsumme von 30,7 % auf 33,1 %.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 36,7 Mio€ auf 237,7 Mio€ (Vj. 201,0 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Umsatzerlöse aus Konzerndienstleistungen in Höhe von 36,1 Mio€.
Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 607,6 Mio€ auf 1.737,1 Mio€ (Vj. 1.129,5 Mio€). Wie im Vorjahr setzt sich das Beteiligungsergebnis überwiegend aus den Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen zusammen. Die Erträge aus Gewinnabführung resultierten vor allem aus der Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, in Höhe von 989,0 Mio€, der Continental Automotive GmbH, Hannover, in Höhe von 560,9 Mio€ sowie der Formpolster GmbH, Hannover, in Höhe von 196,5 Mio€. Gegenläufig hierzu entstanden Aufwendungen aus der Verlustübernahme der UMG Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, in Höhe von 36,0 Mio€.
Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2017 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Mio€ auf 85,6 Mio€ (Vj. 95,7 Mio€). Die Zinsaufwendungen reduzierten sich dabei um 15,2 Mio€ auf 118,3 Mio€ (Vj. 133,5 Mio€), im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen an verbundene Unternehmen.
Die Zinserträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mio€ auf 32,7 Mio€ (Vj. 37,8 Mio €). Dabei entfielen auf Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen Unternehmen 1,3 Mio € und auf Zinsen und ähnliche Erträge aus übrigen Unternehmen 3,8 Mio€.
Der Steueraufwand in Höhe von 265,6 Mio€ (Vj. 67,2 Mio€) resultierte im Wesentlichen aus laufendem Aufwand in Deutschland, aus Aufwand für Vorjahre aufgrund von Betriebsprüfungen sowie aus nicht anrechenbarer ausländischer Quellensteuer.
Nach Berücksichtigung dieser Steueraufwendungen weist die Continental AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.217,3 Mio € (Vj. 839,0 Mio €) aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 19,6 % (Vj. 14,3 %).
Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 253,1 Mio€ ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.470,4 Mio€. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Auszahlung einer Dividende von 4,50 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 900.026.923,50 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir stabile Erträge aus Ergebnisabführungen und Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften.
| Geschäftsverlauf der Continental AG in Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 237,7 | 201,0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | –230,9 | –194,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 6,8 | 6,2 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –182,3 | –144,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 35,8 | 36,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –39,2 | –36,6 |
| Beteiligungsergebnis | 1.737,1 | 1.129,5 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 10,3 | 10,4 |
| Zinsergebnis | –85,6 | –95,7 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 1.482,9 | 906,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –265,6 | –67,2 |
| Jahresüberschuss | 1.217,3 | 839,0 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 253,1 | 264,1 |
| Bilanzgewinn | 1.470,4 | 1.103,1 |
Die Continental AG war im Geschäftsjahr 2017 ein von der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Continental AG hat deshalb gemäß §312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:
"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2017 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden."
die Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds der Aufsichtsrat zuständig. Er entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt im Fall einer Bestellung diese Mehrheit nicht zustande, so hat der sogenannte Vermittlungsausschuss innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu unterbreiten. Neben dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses können dem Aufsichtsrat auch andere Vorschläge unterbreitet werden. Bei Abstimmung über die dem Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschläge ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Für den Fall, dass die Abstimmung Stimmengleichheit ergibt, hat der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG bei einer erneuten Abstimmung zwei Stimmen.
b) Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 20 Abs. 3 der Satzung von der in §179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Beschlüsse der Hauptversammlung zu einer Satzungsänderung werden gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, sofern nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes oder besondere Regelungen der Satzung jeweils etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz schreibt zwingende Kapitalmehrheiten von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals z.B. für Satzungsänderungen vor, die mit wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, wie etwa Beschlüsse über die Schaffung von genehmigtem oder bedingtem Kapital.
piererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gemeinsam handelnde Personen infolge Erwerbs oder als Ergebnis einer Verschmelzung oder einer anderen Form des Zusammenschlusses unter Beteiligung der Continental AG. Das Halten von Stimmrechten durch die Schaeffler GmbH (nach konzerninternen rechtlichen Umstrukturierungen im Jahr 2015 firmierend unter IHO Verwaltungs GmbH), ihre Rechtsnachfolger oder mit ihr verbundene Unternehmen ist kein Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen.
Sollte ein Kontrollwechsel im Sinne der vorstehend beschriebenen Vereinbarungen eintreten und ein Vertragspartner oder Anleihegläubiger seine entsprechenden Rechte ausüben, könnten dann erforderlich werdende Anschlussfinanzierungen möglicherweise nicht zu den jetzt bestehenden Konditionen abgeschlossen werden und zu höheren Finanzierungskosten führen.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um eine Festvergütung, variable Vergütungselemente einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Nebenleistungen und eine betriebliche Altersversorgung. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisierten Bezüge enthält der Vergütungsbericht, der im Corporate-Governance-Bericht auf den Seiten 24 ff. zu finden ist. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f HGB ist den Aktionären auch unter www.continental-corporation.com auf unserer Internetseite in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance zugänglich.
Die Unternehmenssteuerung des Continental-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Mehrwert zu schaffen. Dies bedeutet für uns, den Unternehmenswert jedes einzelnen Geschäftsbereichs und des Gesamtkonzerns nachhaltig zu steigern. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir sich uns bietende Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab.
Unter Risiko verstehen wir die Möglichkeit des Eintretens interner oder externer Ereignisse, die das Erreichen unserer strategischen und operativen Ziele negativ beeinflussen können. Als weltweit tätiger Konzern ist Continental vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft beeinträchtigen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die sich überschauen und handhaben lassen, akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Unter Wertsteigerung verstehen wir die im Kapitel Unternehmenssteuerung beschriebene Systematik der Continental Value Contribution (CVC).
Um in einem komplexen Geschäftsumfeld als Unternehmen erfolgreich agieren zu können und dabei die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorschriften zu sichern, hat Continental ein Governance-System geschaffen, das in seiner Gesamtheit alle relevanten Geschäftsprozesse umfasst. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem sowie das Compliance-Management-System, das ausführlich in der Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 23) beschrieben ist, sind Bestandteile des Governance-Systems. Dabei umfasst das Risikomanagementsystem auch das Risikofrüherkennungssystem nach §91 Abs. 2 AktG.
Verantwortlich für das Governance-System, welches sämtliche Tochtergesellschaften umfasst, ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen seine Wirksamkeit.
Gemäß §§289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB müssen die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben werden. In die Berichterstattung sind alle Teile des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahres- und Konzernabschluss haben können.
Die konzernweiten Steuerungssysteme haben als wesentliche Elemente eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und systemimmanente Kontrollen bei der Abschlusserstellung. Das Vieraugenprinzip und die Funktionstrennung sind grundlegende Prinzipien der Organisation. Darüber hinaus stellt die Geschäftsleitung von Continental durch Richtlinien zur Abschlusserstellung und Bilanzierung, Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie Regelungen zur Einbeziehung von internen und externen Spezialisten eine gesetzeskonforme Rechnungslegung sicher.
Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (Financial Reporting Internal Control System, Financial Reporting ICS) wird in wesentlichen Bereichen durch quartalsweise durchgeführte Effektivitätstests der berichtenden Einheiten beurteilt. Bei etwaigen Schwächen leitet das Konzernmanagement die erforderlichen Maßnahmen ein.
Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Konjunkturanalysen sowie die Veränderung rechtlicher Vorschriften (z.B. hinsichtlich Verbrauchs-, Abgasnormen und Sicherheitsvorschriften) aus. Darüber hinaus befassen wir uns mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Automobilbranche und andere für uns relevante Märkte, unsere Produktionsfaktoren und die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios.
In der vom Vorstand verabschiedeten GRC Policy hat Continental die Rahmenbedingungen für ein integriertes GRC als wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsystems definiert, das die Identifikation, die Bewertung sowie die Berichterstattung und Dokumentation von Risiken regelt. Dadurch wird zusätzlich das konzernweite Risikobewusstsein weiter erhöht und der Rahmen für eine einheitliche Risikokultur geschaffen. Die Einhaltung und Umsetzung wird durch das GRC Committee sichergestellt.
Im Rahmen des GRC-Systems sind alle Komponenten der Risikoberichterstattung sowie der Wirksamkeitsprüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems integriert. Die Identifizierung, Bewertung und Berichterstattung von Risiken erfolgt dabei auf der organisatorischen Ebene, die auch für die Steuerung der identifizierten Risiken verantwortlich ist. Über einen mehrstufigen Bewertungsprozess werden die übergeordneten organisatorischen Einheiten ebenfalls mit eingebunden. Somit umfasst das GRC-System alle Berichtsebenen, von der Gesellschafts- bis hin zur obersten Konzernebene.
Auf Konzernebene ist das GRC Committee unter Vorsitz des für Finanzen, Controlling, Compliance, Recht und IT zuständigen Vorstandsmitglieds u. a. dafür verantwortlich, die für den Konzern wesentlichen Risiken zu identifizieren. Der Vorstand sowie der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden durch das GRC Committee regelmäßig über die wesentlichen Risiken, etwaige Kontrollschwächen und ergriffene Maßnahmen informiert. Darüber hinaus ist der Abschlussprüfer verpflichtet, dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über wesentliche Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem zu berichten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit festgestellt hat.
Grundsätzlich gilt für die Einschätzung der Chancen und Risiken ein Betrachtungszeitraum von einem Jahr. Die Beurteilung der Risiken und ihrer Auswirkungen erfolgt vornehmlich nach quantitativen Kriterien in verschiedenen Kategorien nach dem Netto-Prinzip, d. h. nach risikominimierenden Maßnahmen. Ist eine quantitative Bewertung eines Risikos nicht möglich, so erfolgt die Bewertung qualitativ auf Basis der potenziellen negativen Auswirkungen des Risikoeintritts auf die Erreichung der strategischen Konzernziele sowie anhand weiterer qualitativer Kriterien, wie z.B. der Auswirkung auf die Reputation von Continental.
Auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenhöhe im Betrachtungszeitraum werden aus der Gesamtheit aller berichteten Risiken die für den Konzern wesentlichen Einzelrisiken identifiziert.
Diese von Continental als wesentlich eingestuften Einzelrisiken und die zu Risikokategorien aggregierten Risiken werden im Risiko- und Chancenbericht beschrieben, sofern der potenzielle negative EBIT-Effekt des Einzelrisikos oder der summierte potenzielle negative EBIT-Effekt der in der Kategorie enthaltenen Einzelrisiken 100 Mio € im Betrachtungszeitraum überschreitet oder eine wesentliche negative Auswirkung auf das Erreichen der strategischen Konzernziele besteht.
Bei der Risikobewertung kann das lokale Management auf verschiedene Instrumente zurückgreifen. Dazu zählen vordefinierte Risikokategorien (z. B. Wechselkursrisiken, Produkthaftungsrisiken, rechtliche Risiken) und Bewertungskriterien, zentral entwickelte funktionsspezifische Fragebogen sowie die Prozess- und Kontrollbeschreibungen des Financial Reporting ICS. Damit werden die wesentlichen Kontrollen in den Geschäftsprozessen (Purchase to Pay, Order to Cash, Asset Management, HR, IT-Berechtigungen und Abschlusserstellungsprozess) im Hinblick auf ihre Effektivität getestet.
In der IT-gestützten Risikomanagementanwendung des GRC-Systems erfolgen durch alle wesentlichen Konzerngesellschaften eine halbjährliche Bewertung von geschäftsbezogenen Risiken sowie eine jährliche Bewertung von Compliance-Risiken. Bei der Bewertung dieser Risiken werden ergänzend auch tatsächlich eingetretene Qualitäts-, Rechts- und Compliance-Fälle berücksichtigt. Das quartalsweise durchgeführte Financial Reporting ICS komplettiert die regelmäßige GRC-Berichterstattung.
Darüber hinaus werden strategische Risiken u. a. im Rahmen einer SWOT-Analyse durch das GRC Committee identifiziert und bewertet. Kommt es spontan zu neuen wesentlichen Risiken außerhalb
der Regelberichterstattung, sind diese umgehend zu melden und vom GRC Committee zu berücksichtigen. Hierunter fallen auch die Risiken, die im Rahmen der Audits durch Konzernfunktionen identifiziert worden sind.
Ergänzend zu den von den Berichtseinheiten, im Rahmen des integrierten GRC, durchgeführten Risikoanalysen erfolgen Prüfungen durch die Konzernrevision. Um Auswirkungen möglicher Risiken zu beurteilen, analysiert das zentrale Controlling die im Rahmen des Reporting berichteten Kennzahlen zusätzlich auf Konzern- und Divisionsebene.
Um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen zu melden, hat Continental eine Compliance & Antikorruptions-Hotline eingerichtet. Über die Hotline können, soweit gesetzlich zulässig auch anonym, Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen wie Bestechung oder kartellrechtswidrigem Verhalten, aber auch zu Manipulationen im Rahmen der Rechnungslegung mitgeteilt werden. Hinweise an diese Hotline werden von der Konzernrevision und der Compliance-Abteilung geprüft, weiterverfolgt und, soweit erforderlich, mit Unterstützung anderer Funktionen abschließend bearbeitet.
Für jedes identifizierte und als erheblich eingeschätzte Einzelrisiko leitet das verantwortliche Management geeignete Gegenmaßnahmen ein, die auch im GRC-System dokumentiert werden. Die identifizierten Risiken und die entsprechenden Gegenmaßnahmen werden durch das GRC Committee auf Konzernebene überwacht und konsolidiert. Es berichtet dem Vorstand regelmäßig und empfiehlt ggf. weitere Maßnahmen. Der Vorstand erörtert und beschließt die Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die Konzernrevision überprüft regelmäßig den Risikomanagementprozess, wodurch dessen Effizienz und Weiterentwicklung sichergestellt sind.
Die Reihenfolge der dargestellten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken innerhalb der vier Risikogruppen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Continental wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken. Sind keine quantitativen Angaben zur Schadenhöhe gemacht, so erfolgt die Bewertung auf Basis qualitativer Kriterien. Sofern keine Division explizit hervorgehoben wird, betreffen die Risiken alle Divisionen.
Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Finanzierungsvereinbarungen ausgesetzt. Risiken ergeben sich aus den Anleihen, die die Continental AG oder ihre Tochtergesellschaften unter ihrem Rahmen-Emissionsprogramm begeben haben. Diese Finanzierungsvereinbarungen enthalten Bedingungen, die Continental in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken könnten, sowie Bestimmungen für den Fall eines Kontrollwechsels.
Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, ihrer Investitionen und Zahlungsverpflichtungen hat Continental im April 2014, zuletzt angepasst im April 2016, einen syndizierten Kreditvertrag geschlossen, aus dem sich Risiken ergeben können. Die Kreditgeber haben nach dem syndizierten Kreditvertrag im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG das Recht, die Rückzahlung des Kredits zu verlangen. Die Voraussetzungen und Folgen eines Kontrollwechsels nach den Bedingungen der Anleihen bzw. des syndizierten Kreditvertrags sind im Einzelnen im Kapitel Ergänzende Angaben und Erläuterungen gemäß §289a und §315a HGB (Seite 96 f.) beschrieben. Die hier genannten Kredite und Anleihen könnten außerdem unverzüglich fällig gestellt werden, wenn andere Finanzierungsvereinbarungen in Höhe von mehr als 75,0 Mio€ nicht fristgerecht bedient oder vorzeitig zur Rückzahlung fällig gestellt werden.
Des Weiteren muss Continental nach diesem syndizierten Kreditvertrag neben anderen Pflichten auch eine finanzielle Kennzahl (Financial Covenant) einhalten. Diese sieht eine Verschuldungsobergrenze von 3,00 vor und errechnet sich aus dem Verhältnis von konsolidierten Netto-Finanzschulden zu konsolidiertem bereinigten EBITDA.
Aufgrund der nachstehend dargelegten Markt- und operativen Risiken ist nicht auszuschließen, dass es Continental unter sehr widrigen Umständen nicht möglich ist, die zuvor beschriebene Kennzahl einzuhalten. Sollte Continental gegen diese Verpflichtung verstoßen, sind die Gläubiger berechtigt, den Kredit und die Anleihen vorzeitig fällig zu stellen. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits besteht aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 3,0 Mrd € (Fälligkeit April 2021). Sie wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2017 nicht genutzt.
Zum 31. Dezember 2017 lag die Kennzahl für die Verschuldung bei 0,23. Der Financial Covenant wurde jederzeit eingehalten.
Continental ist Risiken in Verbindung mit Wechselkursveränderungen und Kurssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.
Continental ist weltweit tätig und damit finanziellen Risiken aufgrund von Wechselkursveränderungen ausgesetzt. Daraus können Verluste entstehen, wenn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren und/ oder Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden. Wechselkursschwankungen können zudem Schwankungen der Rohstoffpreise in Euro verstärken oder reduzieren, da Continental einen großen Teil ihres Rohstoffbedarfs in fremden Währungen einkauft. Aufgrund dieser Faktoren können Kursschwankungen die Ertragslage der Continental beeinflussen.
Externe und interne Transaktionen, bei denen Produkte und Leistungen an Dritte und an Unternehmen des Continental-Konzerns geliefert werden, können mit Barmittelzu- und -abflüssen verbunden sein, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden (Transaktionsrisiko). Soweit Barmittelabflüsse der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Netto-Wechselkursrisiko im Einzelfall durch entsprechende derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, abgesichert.
Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken in Verbindung mit externen und internen Kreditvereinbarungen ausgesetzt, aus denen Barmittelzu- und -abflüsse entstehen, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch geeignete derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps, abgesichert. Grundsätzlich können alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Sicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Das im Ausland gebundene Netto-Vermögen von Continental wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Zudem berichten einige Konzerngesellschaften ihre Ergebnisse in anderen Währungen als dem Euro, sodass Continental die betreffenden Posten bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Euro umrechnen muss (Umrechnungsrisiko). Umrechnungsrisiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.
Für die Quantifizierung der möglichen Auswirkungen des transaktionsbezogenen Wechselkursrisikos aus Finanzinstrumenten auf die Ertragslage des Continental-Konzerns wurden mithilfe eines mathematischen Modells auf Basis der historischen Volatilitäten die Transaktionswährungen mit einem signifikanten Wechselkursrisiko innerhalb der kommenden zwölf Monate bestimmt. Sofern sich die Wechselkurse dieser Währungen alle gleichzeitig für Continental nachteilig entwickeln, beläuft sich der aus einer Veränderung um 10 % des aktuellen Stichtagskurses ermittelte hypothetische negative Effekt auf die Ertragslage des Konzerns auf 200 bis 300 Mio€.
Continental könnte erheblichen Risiken in Verbindung mit einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt sein. Continental generiert einen großen Teil (72 %) ihres Umsatzes mit Automobilherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEMs). Der übrige Continental-Umsatz wird in den Ersatz- oder Industriemärkten erzielt, vor allem über das Ersatzgeschäft für Pkw- sowie Lkw-Reifen und, in geringerem Umfang, in den nicht zum Kfz-Bereich gehörenden Endmärkten der anderen Divisionen.
Während der weltweiten Wirtschaftskrise 2008/2009 gingen der Verkauf und die Produktion von Kraftfahrzeugen stark zurück, was zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei den Produkten von Continental aufseiten ihrer OEM-Kunden führte. Aus heutiger Sicht ist ungewiss, ob die aktuelle Wirtschaftslage nachhaltig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Automobilproduktion wieder sinken und über längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren. Insbesondere in Europa, wo Continental 49 % ihres Umsatzes im Jahr 2017 erzielte, würde dies Auswirkungen auf die Geschäftsund Ertragslage haben. Bei einer dauerhaften Schwäche oder einer Verschlechterung des europäischen Automobilmarkts müsste Continental mit Umsatz- und Ertragseinbußen rechnen. Darüber hinaus wurden 2017 ca. 41 % des Konzernumsatzes von Continental durch die fünf größten OEM-Kunden (Daimler, Fiat Chrysler, Ford, Renault-Nissan-Mitsubishi und VW) generiert. Sollte Continental einen oder mehrere ihrer OEM-Kunden verlieren oder sollten Zulieferverträge vorzeitig gekündigt werden, könnten die von Continental zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen.
Die sich zusätzlich aus den aktuellen politischen Entwicklungen in der Europäischen Union, z.B. dem Brexit, und in Nordamerika ergebenden potenziellen Handelserschwernisse könnten darüber hinaus ebenfalls negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von Continental haben.
Auf Basis einer Szenarioanalyse, die einen Volumenrückgang von 20 % im Geschäftsjahr 2018 unterstellt, rechnen wir unter Berücksichtigung von daraus erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen mit einer Verschlechterung der EBIT-Marge um etwa sechs Prozentpunkte und der bereinigten EBIT-Marge um drei bis vier Prozentpunkte.
Die weltweite Fahrzeugproduktion und damit auch der Verkauf an OEM-Kunden (über den Continental derzeit 72 % ihres Umsatzes generiert) sind zum Teil deutlichen Schwankungen unterworfen. Sie sind u. a. abhängig von den allgemeinen Konjunkturbedingungen, dem verfügbaren Einkommen sowie von den Konsumausgaben und -präferenzen der Haushalte, die von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den Kraftstoffkosten, der Verfügbarkeit und den Kosten von Verbraucherkrediten beeinflusst werden können. Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten von Continental unregelmäßig, da sich OEMs in der Regel gegenüber ihren Zulieferern nicht zu Mindestabnahmemengen oder Fixpreisen verpflichten. Die
weitere Entwicklung in den von Continental bedienten Märkten ist schwer vorherzusagen, was auch die Planung der benötigten Produktionskapazitäten erschwert. Das Geschäft von Continental ist von hohen Fixkosten geprägt. Daher besteht für Continental bei stark zurückgehender Nachfrage und einer damit einhergehenden ungenügenden Auslastung ihrer Werke (insbesondere in der Automotive Group) das Risiko einer Fixkostenunterdeckung. Sollten hingegen die Märkte, in denen Continental tätig ist, schneller als erwartet wachsen, könnte es zu Kapazitätsengpässen kommen. Zur Reduzierung der Auswirkungen des aus dieser Abhängigkeit von der Automobilindustrie resultierenden möglichen Risikos stärkt Continental ihr Ersatz- und Industriegeschäft u. a. durch Akquisitionen.
2017 erwirtschaftete Continental 49 % des Gesamtumsatzes in Europa, 20 % allein in Deutschland. Im Vergleich dazu wurden 25 % des Gesamtumsatzes 2017 in Nordamerika, 22 % in Asien und 4 % in anderen Ländern generiert. So könnte z.B. eine Rezession in Europa und insbesondere in Deutschland die Geschäfts- und Ertragslage von Continental stärker beeinträchtigen als die ihrer Wettbewerber. Zudem sind der Automobil- und der Reifenmarkt in Europa und in Nordamerika zu einem großen Teil gesättigt. Continental strebt deshalb den Ausbau des Umsatzes in Schwellenländern an, vorrangig in Asien, um die Auswirkungen der starken Konzentration auf Europa und Deutschland zu mildern. In der heutigen weltweiten Wirtschaftslage könnte Continental außerdem unter einer nachteiligen Änderung der geografischen Verteilung der Automobilnachfrage leiden. Das aktuelle Niveau der Automobilproduktion wird wesentlich von einer guten Nachfrage auf den Märkten in Europa und Asien getrieben, während sich die Nachfrage in Nordamerika zuletzt auf hohem Niveau konsolidierte und sogar leicht sank. Ob die aktuelle Entwicklung in Europa und Asien nachhaltig ist, bleibt ungewiss. Ein weiterer Rückgang der Nachfrage in Nordamerika, der nicht durch eine Steigerung auf einem anderen regionalen Markt ausgeglichen wird, könnte auch die Nachfrage nach den Produkten von Continental beeinträchtigen. Zur Minimierung dieser Risiken strebt Continental eine Verbesserung der regionalen Umsatzverteilung an, wie sie im Rahmen der Konzernstrategie beschrieben ist.
Continental generiert 72 % des Umsatzes mit OEMs, vor allem innerhalb der Automotive Group. In der weltweiten Fahrzeugproduktion und infolgedessen dem Geschäft mit OEM-Kunden gibt es derzeit eine Reihe von Markttrends und technischen Entwicklungen, die sich auf den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge auswirken könnten:
› Aufgrund zunehmend verschärfter Verbrauchs- und Abgasnormen in der gesamten industrialisierten Welt, darunter in der EU und in Asien, sind Automobilhersteller heute vermehrt zur Entwicklung umweltschonender Technologien gezwungen, die den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Partikelausstoß senken. Diese Entwicklungen haben einen Trend zu verbrauchsärmeren Fahrzeugen ausgelöst. In den Schwellenländern steht dabei das Kleinwagensegment als Eintritt in die Mobilität stark im Fokus.
Infolge der zuvor aufgeführten Markttrends und technischen Entwicklungen hat sich der von den Kunden von Continental verkaufte Fahrzeugmix in den vergangenen Jahren stark verändert und kann sich auch künftig weiter verändern. Als Technologieführer reagiert Continental mit einem ausgewogenen und innovativen Produktportfolio auf diese Entwicklung.
Für die Divisionen der Automotive Group können sich insbesondere aus höheren Preisen für Rohstoffe und Elektronikbauteile Kostensteigerungen ergeben. Die Divisionen der Rubber Group sind im Wesentlichen von der Entwicklung der Öl-, Naturkautschukund Synthesekautschukpreise abhängig. Die Preise für diese Rohmaterialien und Komponenten sind weltweit zum Teil erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Außerdem werden sich die Kosten für bestimmte Synthesekautschuke aller Voraussicht nach erhöhen, da in China, einem der wichtigsten Herkunftsländer, ab dem Jahr 2018 verschärfte Umweltauflagen für die betriebenen Anlagen gelten. Dies kann zur Schließung von Werken und damit zum Wegfall von Kapazitäten und folglich zu Preissteigerungen führen. Continental sichert derzeit das Risiko steigender Preise für Elektronikbauteile oder Rohstoffe nicht mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten ab. Sollte es dem Unternehmen nicht möglich sein, die steigenden Kosten auszugleichen oder an die Kunden weiterzugeben, könnten diese Preissteigerungen die Erträge von Continental mit 100 Mio€ bis 200 Mio€ belasten.
Continental bietet in Deutschland, in den USA, im Vereinigten Königreich und in bestimmten anderen Ländern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Zum 31. Dezember 2017 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 6.379,7 Mio€. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. 2006 richtete Continental zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestimmter deutscher Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandvereinbarungen rechtlich unabhängige Treuhandfonds (Contractual Trust Arrangements,
CTA) ein. 2007 übernahm Continental in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO zusätzliche CTA. Zum 31. Dezember 2017 beliefen sich die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental (Anwartschaftsbarwerte abzüglich des Fondsvermögens zum Zeitwert) auf 3.830,6 Mio€.
Das extern investierte Fondsvermögen wird von extern gemanagten Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Continental legt zwar die grundsätzlichen Vorgaben für die Anlagestrategien dieser Fonds fest, jedoch nicht deren Investmententscheidungen im Einzelnen. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte des extern investierten Fondsvermögens unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten, auf die Continental keinen Einfluss hat. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten bei diesen Pensionsverpflichtungen zu erheblichen Deckungsausfällen führen und die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental deutlich steigern.
Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist Continental Risiken im Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt, da sich eine Zinssenkung negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verbindlichkeiten von Continental auswirken könnte. Ferner haben sich einige Tochtergesellschaften von Continental in den USA dazu verpflichtet, Beiträge zu den Gesundheitsvorsorgekosten ihrer ehemaligen Mitarbeiter bzw. Pensionäre zu leisten. Insofern besteht für Continental das potenzielle Risiko, dass sich diese Kosten künftig erhöhen.
Sollten sich ceteris paribus die für die Ermittlung der Netto-Pensionsverpflichtungen zu verwendenden Diskontierungssätze am Jahresende um 0,5 Prozentpunkte verringern, hätte dies einen Anstieg der Netto-Pensionsverpflichtungen in einer Bandbreite von 500 Mio€ bis 600 Mio € zur Folge, der sich nicht durch risikominimierende Maßnahmen reduzieren ließe. Eine Auswirkung auf das EBIT hätte dies jedoch nicht.
Continental sieht sich ständig Produkthaftungsansprüchen und Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgehalten werden, sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufen oder staatlichen Verfahren. Alle diese Prozesse, Verfahren und sonstigen Ansprüche könnten für Continental zusätzliche Kosten bedeuten. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsatz, Kunden- und Marktakzeptanz bewirken. Continental hat für solche Risiken Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachtet wird, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnte jeder Mangel an einem Produkt von Continental (insbesondere an Reifen und anderen sicherheitsrelevanten Produkten) ebenfalls erhebliche negative Folgen für den Ruf der Gesellschaft und die Art und Weise haben, wie diese am Markt
wahrgenommen wird. Das könnte wiederum nachteilig für Umsatz und Ertrag von Continental sein. Darüber hinaus verlangen Fahrzeughersteller inzwischen von ihren Lieferanten immer häufiger einen Beitrag zu potenziellen Produkthaftungs-, Gewährleistungsund Rückrufansprüchen. Ferner ist Continental seit Langem Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Gewährleistungsfällen und Rückrufmaßnahmen zu ändern. Darüber hinaus stellt Continental viele Produkte nach den Spezifikationen und Qualitätsvorgaben von OEM-Kunden her. Wenn die von Continental produzierten und gelieferten Produkte die von den OEM-Kunden gestellten Vorgaben zum vereinbarten Liefertermin nicht erfüllen, wird die Fertigung der betroffenen Produkte in der Regel so lange gestoppt, bis der Fehler ermittelt und beseitigt ist. Dies kann unter Umständen zu Umsatz- und Ergebnisausfällen führen. Außerdem könnten OEM-Kunden Schadenersatzforderungen stellen, auch wenn die Fehlerursache später behoben wird. Abgesehen davon könnte die Nichterfüllung von Qualitätsvorgaben die Marktakzeptanz der anderen Produkte von Continental und den Ruf der Gesellschaft in verschiedenen Marktsegmenten beeinträchtigen.
Die möglichen, quantifizierbaren Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen belaufen sich zum 31. Dezember 2017 unter Berücksichtigung bereits zurückgestellter Beträge auf 100 Mio€ bis 200 Mio€.
Für Continental besteht das potenzielle Risiko, dass gewisse Rohund Produktionsmaterialien nicht verfügbar sind. Wenngleich Continental grundsätzlich die Strategie verfolgt, Produktkomponenten von mehreren Anbietern zu beziehen, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ein Produkt nur bei einer Bezugsquelle eingekauft wird. Folglich ist Continental in der Rubber Group und auch im Hinblick auf bestimmte von der Automotive Group hergestellte Produkte abhängig von einigen Lieferanten. Da Continental ihre Beschaffungslogistik größtenteils auf Just-in-time- oder Just-insequence-Basis organisiert hat, können Lieferverzögerungen, -stornierungen, Streiks, Fehlmengen und Qualitätsmängel zu Produktionsunterbrechungen führen und sich damit negativ auf den Geschäftsbetrieb von Continental in diesen Bereichen auswirken. Continental ist darum bemüht, diese Risiken durch sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überwachung der Lieferanten zu verringern. Sollte jedoch ein Lieferant seinen Lieferverpflichtungen aus irgendeinem Grund nicht nachkommen können (beispielsweise wegen Insolvenz, Beschädigung von Produktionsanlagen oder infolge einer Leistungsverweigerung nach einem Kontrollwechsel), kann Continental unter Umständen die für die Herstellung ihrer eigenen Erzeugnisse benötigten Produkte kurzfristig nicht in den benötigten Mengen von anderen Lieferanten beziehen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, aber auch die Naturkatastrophen in Japan und Thailand haben gezeigt, wie schnell Finanzkraft und Lieferfähigkeit einiger Automobilzulieferer stark beeinträchtigt werden und sogar zur Insolvenz führen können. Das betraf vor allem Tier-2- und Tier-3-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte an Tier-1- bzw. Tier-2-Lieferanten verkaufen), während Tier-1-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte direkt an OEMs verkaufen) nicht in gleichem Maße betroffen waren. Grundsätzlich können solche Entwicklungen und Ereignisse Verzögerungen bei der Auslieferung oder Fertigstellung
von Continental-Produkten oder -Projekten mit sich bringen und dazu führen, dass Continental Produkte oder Dienstleistungen zu höheren Kosten von Dritten beziehen oder sogar ihre eigenen Zulieferer finanziell unterstützen muss. Darüber hinaus haben OEM-Kunden in vielen Fällen ein Einspruchsrecht bezüglich der von Continental eingesetzten Zulieferer, wodurch es unmöglich werden könnte, die zu verbauenden Produkte kurzfristig von anderen Lieferanten zu beziehen, wenn der betreffende OEM-Kunde nicht bereits früher eine Freigabe für andere Lieferanten erteilt hat. All dies könnte zu Auftragsstornierungen oder sogar zu Schadenersatzforderungen führen. Zudem könnte die Reputation von Continental gegenüber OEM-Kunden leiden, mit der möglichen Folge, dass diese entscheiden, andere Zulieferer auszuwählen.
Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Produktionseinrichtungen oder innerhalb der Lieferkette von Continental – bei Kunden oder Zulieferern – können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Solche weitreichenden nachteiligen Folgen können auch aufgrund politischer Unruhen oder Instabilität entstehen. Continental hat für Risiken, die aus Geschäftsunterbrechungen, Produktionsverlusten oder Anlagenfinanzierungen hervorgehen, Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht angemessener Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnten durch solche Ereignisse Menschen, das Eigentum Dritter oder die Umwelt zu Schaden kommen, wodurch Continental u. a. Kosten in erheblicher Höhe entstehen könnten.
Continental und Compagnie Financière Michelin SCmA, Granges-Paccot, Schweiz (Michelin), sind zu je 50 % an MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, beteiligt, einem Unternehmen, in das Michelin die Rechte an der Marke Uniroyal für Europa sowie für gewisse außereuropäische Länder eingebracht hat. MC Projects B.V. ihrerseits hat Continental bestimmte Lizenzrechte für die Verwendung der Marke Uniroyal auf oder in Verbindung mit Reifen in Europa und anderswo erteilt. Nach dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Vertrag kann sowohl der Vertrag als auch die Uniroyal-Lizenz gekündigt werden, wenn ein bedeutender Konkurrent im Reifengeschäft mehr als 50 % der stimmberechtigten Anteile an der Continental AG bzw. an deren Reifenaktivitäten erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an MC Projects B.V. zu erwerben und MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb von Continental Barum s.r.o., Otrokovice, Tschechien, (einem der größten Continental-Reifenwerke in Europa) auf 51 % zu erhöhen. Diese Ereignisse könnten negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage der Division Reifen von Continental haben.
Als weltweit operierender Konzern ist Continental in zahlreichen Ländern einer großen Zahl unterschiedlicher gesetzlicher und untergesetzlicher Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und ggf. verschärft werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Des Weiteren fallen hierunter Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die allesamt in jüngster Zeit durch neue Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU und den USA. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe von Continental Genehmigungen unterschiedlichster Art erforderlich, deren Auflagen erfüllt werden müssen. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen in erheblichem Umfang notwendig, und Continental geht davon aus, dass dies auch künftig so bleiben wird.
Die Produkte und Leistungen von Continental sind in hohem Maße abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens sowie von Umfang und Grenzen der Schutzrechte daran. Continental ist Eigentümerin einer Vielzahl von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten (bzw. hat solche beantragt), die für das Geschäft der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind. Das Verfahren zur Erlangung eines Patents kann langwierig und teuer sein. Zudem könnte laufenden oder künftigen Patentanmeldungen u. U. letztlich nicht stattgegeben werden, oder es könnte sein, dass der Patentschutz nicht ausreichend weit gefasst oder nicht stark genug ist, um Continental einen wirksamen Schutz oder einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Darüber hinaus besteht zwar die Vermutung der Gültigkeit von Patenten; das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das betreffende Patent wirksam ist oder dass eventuelle Patentansprüche im erforderlichen oder angestrebten Umfang durchgesetzt werden können.
Ein Großteil des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental ist entweder nicht patentiert oder kann nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden. Folglich besteht die Gefahr, dass bestimmte Teile des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental an Kooperationspartner, Kunden und Zulieferer (u. a. auch an die Maschinen- und Anlagenlieferanten von Continental) weitergegeben werden. Wettbewerber könnten dieses Know-how infolgedessen kopieren, ohne dass ihnen dadurch eigene Ausgaben entstehen. Zudem hat Continental eine Reihe von Lizenz-, Lizenzaustausch-, Kooperations- und Entwicklungsvereinbarungen mit Kunden, Wettbewerbern und anderen Dritten abgeschlossen, in deren Rahmen Continental Rechte an gewerblichen-Schutzrechten und/oder Know-how solcher Drittparteien eingeräumt werden. Solche Lizenzvereinbarungen könnten u. U. bei Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Lizenzpartners und/oder Kontrollwechsel bei einer Partei gekündigt werden, wodurch der Zugang von Continental zu Rechten an geistigem Eigentum für die Kommerzialisierung ihrer eigenen Technologien eingeschränkt wäre.
Es besteht das Risiko, dass Continental gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt, da auch ihre Wettbewerber, Zulieferer und Kunden eine große Zahl von Erfindungen als gewerbliches Schutzrecht anmelden. Es lässt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, ob gewisse Prozesse, Methoden oder Anwendungen unter dem Schutz wirksamer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte Dritter stehen. Deshalb könnten Dritte gegen Continental (auch nicht gerechtfertigte) Ansprüche wegen der angeblichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte geltend machen. Infolgedessen könnte Continental in bestimmten Ländern zur Einstellung der Produktion, Nutzung oder Vermarktung der relevanten Technologien oder Produkte oder zur Abänderung der Herstellungsprozesse und/oder Produkte gezwungen werden. Darüber hinaus könnte Continental wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Ferner ist Continental Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Streitigkeiten wegen angeblicher Schutzrechtsverletzungen zu ändern.
Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Indústria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,0 Mio€) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 2,7 Mio€) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt, auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.
Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Tochterunternehmen von Continental. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.
Im Oktober 2012 erhielten die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, und zwei südkoreanische Tochtergesellschaften von Continental Kenntnis von Untersuchungen des amerikanischen Department of Justice (DOJ) und der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht bzw. südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 gab die KFTC bekannt, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea (CAE), ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 36 Mio€) auferlegt hat. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die von der KFTC verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die dagegen von der KFTC eingelegte Berufung hat der koreanische Supreme Court am 31. Mai 2017 abgewiesen. Es ist offen, in welcher Höhe die KFTC das Bußgeld neu festsetzen wird. Am 13. November 2014 hatte außerdem das zuständige koreanische Strafgericht eine Buße in Höhe von 200 Mio KRW (rund 157.000€) verhängt. Dieser Betrag wurde auf die Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 78.000€) reduziert. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Am 24. November 2014 sind die CAE und die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, eine Vereinbarung eingegangen, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekennen und zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund 3,3 Mio€) verpflichten. Das zuständige US-Gericht hat die Vereinbarung am 1. April 2015 bestätigt. Das Risiko von Ermittlungen anderer Kartellbehörden wegen dieses Sachverhalts und die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bleiben durch die Festsetzung der Bußgelder unberührt. Zur Überprüfung der Einhaltung des Kartellrechts hat Continental interne Untersuchungen bestimmter Geschäftsbereiche durchgeführt. Diese Untersuchungen haben wettbewerbswidriges Verhalten im Hinblick auf Produktgruppen offengelegt. Continental hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Verhalten abzustellen. Es besteht das Risiko, dass Kartellbehörden wegen dieses Verhaltens Untersuchungen vornehmen und Bußgelder verhängen und dass Dritte, insbesondere Kunden, Schadenersatzforderungen geltend machen. Die Höhe solcher Bußgelder und etwaiger Folgeansprüche ist aus heutiger Sicht ungewiss, könnte jedoch erheblich sein. Darüber hinaus lässt es sich nicht ausschließen, dass zukünftige interne Prüfungen weitere tatsächliche oder potenzielle Verstöße gegen das Kartellrecht aufdecken, die wiederum zu Bußgeldern und Schadenersatzforderungen führen könnten. Außerdem könnte angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidriges Verhalten die Beziehungen zu Geschäftspartnern ernsthaft stören. Im September 2014 führte die Europäische Kommission eine Durchsuchung bei einer Tochtergesellschaft von Continental durch. Mittlerweile hat die Kommission das in diesem Zusammenhang eingeleitete Verfahren beendet und mitgeteilt, dass sie gegen die Continental AG, die Continental Teves
AG & Co. oHG, Frankfurt, Deutschland, und die Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, ein Bußgeld in Höhe von 44,0 Mio€ wegen eines rechtswidrigen Informationsaustauschs verhängt. Betroffen davon waren bestimmte Bremskomponenten. Die von Continental gebildete Vorsorge deckt das Bußgeld ab. Continental kann nicht ausschließen, dass Kunden unter Verweis auf die Entscheidung der Kommission Schadenersatzansprüche geltend machen werden. Ob und ggf. in welchem Umfang solche Ansprüche geltend gemacht werden, lässt sich derzeit nicht einschätzen – unbeschadet der Frage, ob sie begründet wären. Daher ist nicht auszuschließen, dass die entstehenden Aufwendungen insgesamt die dafür gebildete Vorsorge überschreiten. Weitergehende Angaben zu den Verfahren und den damit verbundenen Maßnahmen unterbleiben nach IAS 37.92, um die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Continental-Konzerngesellschaften sind in eine Reihe von Gerichtsund Schiedsgerichtsverfahren eingebunden und könnten künftig in weitere solche Verfahren involviert werden. Diese Verfahren könnten insbesondere in den USA mit Schadenersatzforderungen und Zahlungen in erheblicher Höhe verbunden sein. Weitere Informationen über Rechtsstreitigkeiten finden Sie im Anhang unter Kapitel 32.
Sofern keine Division explizit hervorgehoben wird, betreffen die Chancen alle Divisionen.
Sollten sich die allgemeinen Konjunkturbedingungen besser als von uns erwartet entwickeln, gehen wir davon aus, dass sich die weltweite Nachfrage nach Fahrzeugen, Ersatzreifen und Industrieprodukten ebenfalls besser entwickeln wird als von uns angenommen. Aufgrund der dadurch erwarteten verstärkten Nachfrage nach Produkten von Continental durch die Fahrzeughersteller, Industriekunden sowie im Ersatzgeschäft könnten die Umsätze stärker als erwartet steigen und positive Effekte bei der Fixkostendeckung entstehen.
Sollte sich die Nachfrage nach Automobilen und Ersatzreifen insbesondere auf dem europäischen Markt besser als von uns erwartet entwickeln, hätte dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region (49 %) positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage von Continental.
Die Ertragslage von Continental wird maßgeblich von den Kosten für Rohstoffe, Elektronikbauteile und Energie beeinflusst. Für die Divisionen der Automotive Group sind dies insbesondere die Kosten für Stahl und Elektronikbauteile. Sollte es uns noch besser als bisher gelingen, mögliche Kostensteigerungen auszugleichen oder durch höhere Preise für unsere Produkte zu kompensieren, dann hätte dies positive Effekte auf die Ertragslage von Continental. Die Ertragslage der Divisionen der Rubber Group ist wesentlich von den Kosten für Öl, Natur- und Synthesekautschuke beeinflusst. Sollte sich insbesondere das Niveau der Preise für Natur- und Synthesekautschuke auf dem Niveau der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2017 einpendeln, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage
von Continental auswirken. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Preise, insbesondere für Kautschuke, aufgrund der unterstellten Nachfragesteigerung auf den weltweiten Reifenersatz- und Industriemärkten im Verlauf des Jahres 2018 wieder ansteigen.
Die weitere Verschärfung der regulatorischen Vorschriften zu den Verbrauchs- und Abgasnormen für Kraftfahrzeuge, auch in den sich entwickelnden Märkten, könnte eine höhere Nachfrage nach Produkten von Continental auslösen. Mit unserem umfangreichen Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren, Abgasnachbehandlung und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe, aber auch durch rollwiderstandsoptimierte Reifen und Reifen für Hybridfahrzeuge, stellen wir bereits heute Lösungen bereit, die die Einhaltung solcher Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, und können damit schnell auf sich abzeichnende Änderungen der regulatorischen Vorschriften reagieren. Eine Erhöhung der Einbauraten dieser Produkte aufgrund erhöhter regulatorischer Vorschriften hätte einen positiven Einfluss auf unseren Umsatz und unsere Ertragslage.
Zusätzliche gesetzliche Vorschriften mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, böten ebenfalls die Chance auf eine Steigerung der Nachfrage nach Produkten von Continental. Bereits heute zählen wir zu den führenden Anbietern von elektronischen Bremssystemen sowie von Steuerungselektronik für Airbags und Sitzgurte. Aufgrund unseres breiten Produktportfolios für aktive Fahrzeugsicherheit haben wir in den vergangenen Jahren weiterführende Sicherheitssysteme entwickelt. Hierzu zählen u. a. Notbremsassistenz-, Spurhalteassistenz- und Totwinkelerkennungssysteme ebenso wie das Head-up-Display. Diese Systeme werden aktuell im Wesentlichen optional in den Fahrzeugen der Oberklasse verbaut.
Sollte sich der Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen verstärken und sich damit die Hybridtechnik aufgrund von Größendegressionseffekten früher als bisher erwartet als kostengünstige Alternative darstellen, hätte dies positive Auswirkungen auf Continental, da Continental auf diesen Zukunftsmärkten bereits heute gut mit ihren Produkten positioniert ist.
Durch die intelligente Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen untereinander und mit dem Internet schaffen wir die Voraussetzung, in den kommenden Jahren schrittweise das automatisierte Fahren zu ermöglichen. Über Kooperationen mit führenden Anbietern aus der Technologie- und Internetbranche planen wir darüber hinaus, das vollautomatisierte Fahren für das kommende Jahrzehnt zu realisieren. Hierfür entwickeln wir neue, divisionsübergreifende System-, Service- und Software-Lösungen, die für Continental ein erhebliches Wachstumspotenzial mit positiven Auswirkungen auf den zukünftigen Umsatz und die erzielbaren Margen bieten können. Drittstudien beziffern das Marktpotenzial aus der Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit dem Internet auf 70 bis 110 Mrd US-Dollar im Jahr 2025. Dazu zählen auch die intelligente Nutzung automobiler Daten. Durch diese Digitalisierung eröffnet sich ein neuer Markt für Mobilitätsdienste (Mobility Services), der Continental mit ihrer Continental.cloud und dem eHorizon als Wegbereiter für solche Dienste neue Geschäftsfelder erschließen lässt. Zusätzlich bietet uns die zunehmende Digitalisierung unserer Produkte die Möglichkeit, unseren Kunden neben dem reinen Produkt softwarebasierte Zusatzdienste (Servitization) anzubieten. Mit zusätzlichem Umsatz auf diesen Gebieten würde Continental zudem dem strategischen Ziel, eine größere Unabhängigkeit von der Automobilproduktion zu erreichen, näherkommen.
In den vergangenen Jahren hat sich der Trend vom assistierten Fahren hin zum vollautomatisierten Fahren deutlich verstärkt. Einige OEM gehen davon aus, diese Funktion bereits in wenigen Jahren bereitstellen zu können. Wesentliche Voraussetzung für das vollautomatisierte Fahren ist die Ausstattung von Fahrzeugen mit Sensoren. Heute wird im Schnitt pro Fahrzeug ein Sensor für das assistierte Fahren verbaut. Bereits für das teilautomatisierte Fahren werden im Schnitt 16 Sensoren benötigt. Hierzu zählen Radar, Laser und Kamerasensoren. OEM beziffern den Bedarf an Sensoren auf bis zu 44, um das vollautomatisierte Fahren zu realisieren. Continental zählt bereits heute zu den führenden Anbietern bei Fahrerassistenzsystemen. Nach eigener Einschätzung beziffern wir das Marktvolumen für Sensoren für das assistierte/automatisierte Fahren im Jahr 2025 auf 35 Mrd €. Diese Einschätzung unterstellt dabei weit weniger Sensoren pro Fahrzeug als aktuell von unseren Kunden angenommen. Sollte sich der Trend zum automatisierten Fahren in den kommenden Jahren weiter beschleunigen und sich die von uns unterstellten Daten zur Sensorausstattung pro Fahrzeug als zu konservativ erweisen, würden sich hieraus erhebliche Umsatz- und Ertragschancen für Continental ergeben.
Prognosen zufolge werden im Jahr 2050 mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in Großstädten leben. Die Fahrzeugflotte wird dann auf über 2 Mrd Fahrzeuge angewachsen sein. Der Großteil dieser Fahrzeuge wird in den Großstädten unterwegs sein. Dies bedeutet enorme Herausforderungen für die Infrastruktur, die Sicherheit und die Emissionseigenschaften von Fahrzeugen. Mit unserem breiten Portfolio von Sicherheitstechnologien, Produkten zur emissionsfreien Mobilität und Konzepten zur intelligenten Vernetzung von Fahrzeugen untereinander oder mit der Infrastruktur bietet dieser Trend Chancen für künftig erzielbaren Umsatz. Gleichzeitig unterstützt er die Chancen, die sich aus der Digitalisierung, Elektrifizierung und dem automatisierten Fahren ergeben.
Die Risikolage des Continental-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung des Vorstands nicht wesentlich verändert.
Für das laufende Jahr muss sich noch zeigen, wie sich die weitere politische Entwicklung in Nordamerika, Europa (z.B. Brexit) und China auf die Konjunktur und unsere Geschäftsentwicklung auswirken wird. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die volatilen Umfeldfaktoren unser Geschäft beeinflussen.
Mit den Veränderungen der Einzelrisiken haben sich in der Analyse im konzernweiten Risikomanagementsystem für das Berichtsjahr jedoch keine Risiken gezeigt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft oder des Konzerns gefährden. Bestandsgefährdende Risiken sind auch in absehbarer Zeit nach Einschätzung des Vorstands nicht erkennbar.
Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage des Continental-Konzerns eine angemessene Risikound Chancensituation, auf die unsere strategischen Ziele entsprechend ausgerichtet sind.
Für Deutschland und die Eurozone erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update vom Januar 2018 für das aktuelle Geschäftsjahr eine Fortsetzung des Wachstums, insbesondere durch eine anhaltend gute Binnennachfrage. Dagegen dürfte sich die Aufwertung des Euro dämpfend auf die Exporte und den Außenhandel auswirken. Für 2018 prognostiziert der IWF einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Deutschland um 2,3 % und der Eurozone um 2,2 %.
Für die USA rechnet der IWF für das laufende Jahr mit einem deutlichen Anstieg des BIP-Wachstums auf 2,7 %. Hier dürften die beschlossenen Steuersenkungen für Unternehmen zu einer stärkeren Investitionstätigkeit und einer Belebung der Binnennachfrage führen. Bremsend auf die wirtschaftliche Aktivität könnten sich 2018 vor allem weitere Zinserhöhungen der US-amerikanischen Notenbank Fed und ein höheres Außenhandelsdefizit durch steigende Importe auswirken.
Für Japan erwartet der IWF für 2018 ein moderates Wachstum von 1,2 %. Der Grund für das im Vergleich zu 2017 niedrigere Wachstum liegt vor allem in einem erwarteten geringeren Anstieg des Außenhandelsüberschusses. Positiv wirken weiterhin das niedrige Zinsumfeld, welches private Investitionen begünstigt, sowie steigende Konsumausgaben privater und öffentlicher Haushalte.
Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden 2018 gemäß IWF voraussichtlich ein BIP-Wachstum von 4,9 % erreichen. Wesentlicher Treiber für die Wachstumszunahme ist dabei Indien, dessen Wirtschaft nach den umfassenden Reformen der letzten Jahre wieder an Dynamik gewinnen dürfte. Für 2018 erwartet der IWF für Indien ein Wachstum von 7,4 %. Auch in Brasilien wird sich voraussichtlich im laufenden Jahr die wirtschaftliche Erholung fortsetzen. Hier rechnet der IWF für 2018 mit einem Anstieg des BIP um 1,9 %. Dagegen erwartet er für China und Russland eine leichte Abnahme des Wachstums. Für 2018 prognostiziert der IWF für China einen BIP-Zuwachs von 6,6% und für Russland einen BIP-Anstieg um 1,7%.
Auf Basis dieser Einschätzungen erwartet der IWF für die Weltwirtschaft für das Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg des Wachstums um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 %.
Der IWF weist dabei allerdings darauf hin, dass die Wachstumsbeschleunigung maßgeblich auf kurzfristig wirkenden Faktoren beruht. Risiken sieht der IWF u. a. in einem Anstieg der Inflation, die eine Straffung der expansiven Geldpolitik vieler Notenbanken erforderlich machen würde. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Verschuldung von Staaten und Unternehmen sowie angesichts des hohen Bewertungsniveaus an vielen Kapitalmärkten könnte dies erhebliche negative Effekte zur Folge haben. Ferner sieht der IWF weiterhin Risiken in handelshemmenden Tendenzen sowie in geopolitischen Spannungen zwischen einzelnen Ländern. Außerdem weist er auf anhaltende strukturelle Probleme und eine wachsende Einkommensungleichheit in verschiedenen Volkswirtschaften hin und mahnt entsprechende Reformen an.
Chancen sieht der IWF für 2018 vor allem – vor dem Hintergrund der aktuell günstigen Finanzierungsbedingungen und positiven Konjunkturaussichten – durch eine stärkere Ausweitung der Investitionstätigkeit der Unternehmen als erwartet.
Quellen: IWF – World Economic Outlook Update Januar 2018, Eurostat, statistische Ämter der genannten Länder, Bloomberg.
Für die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t rechnen wir für das Jahr 2018 derzeit mit einem Wachstum von mehr als 1 % auf 96,5 Mio Einheiten.
Den größten absoluten Zuwachs des Produktionsvolumens erwarten wir 2018 erneut für Asien. Steigende Produktionsvolumina sollten nach unserer Einschätzung insbesondere Indien, Südkorea und der Iran aufweisen. Auch für China halten wir aktuell eine Fertigung leicht über dem Rekordniveau des Vorjahres für wahrscheinlich, während wir für Japan einen geringen Rückgang erwarten. Für Asien insgesamt gehen wir von einem Produktionsanstieg um 2 % auf rund 52,5 Mio Einheiten aus. Für Europa rechnen wir für 2018 mit einem Zuwachs der Pkw-Produktion um 2 %. Für den westlichen Teil Europas erwarten wir dabei eine stabile Entwicklung der Binnennachfrage mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs. Jedoch dürfte der höhere Eurokurs zu niedrigeren Exportzahlen führen. In Osteuropa sollte sich die Erholung der Pkw-Nachfrage und -Produktion fortsetzen. Dagegen dürfte sich in Nordamerika die Nachfrage voraussichtlich weiter abkühlen. Wir halten hier einen Rückgang der Produktion um 2 % für wahrscheinlich. Für Südamerika rechnen wir infolge der wirtschaftlichen Belebung mit einem Produktionsanstieg um 8 %.
Die weltweite Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t wird 2018 nach unserer Einschätzung unter das Vorjahresniveau sinken.
Nach dem starken Anstieg im Vorjahr erwarten wir für China 2018 einen deutlichen Rückgang der Fertigung. Infolgedessen rechnen wir für Asien mit einer um 5 % niedrigeren Produktion. Dagegen dürfte die erwartete konjunkturelle Entwicklung in den meisten Ländern zu steigender Nachfrage und zunehmender
Produktion führen. Für Europa erwarten wir einen Anstieg der Fertigung um 2 % und für Nordamerika eine Zunahme um 9 %. Für Südamerika rechnen wir derzeit mit einem Zuwachs um 10 %.
Der positive Nachfragetrend für Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t wird sich voraussichtlich auch 2018 in allen Regionen fortsetzen. Weltweit erwarten wir einen Anstieg des Bedarfs um 3 %.
Rund 60 % dürfte hierzu der asiatische Markt mit einem Wachstum von 5 % beitragen. Wesentlicher Treiber ist wie in den letzten Jahren die steigende Nachfrage in China infolge des weiter wachsenden Fahrzeugbestands. Dazu steigt der Bedarf in Indien, Indonesien und Südkorea. Für Europa rechnen wir 2018 mit einem Anstieg der Ersatzreifennachfrage für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge insbesondere in Osteuropa, wodurch der Absatz in Europa insgesamt um 2 % steigen dürfte. In Nordamerika sollte sich 2018 die Nachfrage, die 2017 stagnierte, auch infolge der weiter steigenden Fahrleistung wieder beleben und um 2 % erhöhen. Für Südamerika erwarten wir derzeit einen Anstieg des Reifenabsatzes um 4 %.
Die weltweite Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge > 6 t dürfte 2018 aufgrund der wachsenden Wirtschaft in allen Regionen weiter zunehmen und insgesamt um über 2 % steigen.
Knapp die Hälfte des erwarteten Nachfrageanstiegs dürfte dabei Asien aufweisen. Infolge der steigenden Transportvolumina rechnen wir aktuell mit einer Zunahme des Bedarfs an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 2 %. Auch für Europa erwarten wir derzeit eine Absatzsteigerung um 2 %. Für Nordamerika halten wir momentan ein Wachstum der Nachfrage um 3 % für realistisch. Für Südamerika gehen wir gegenwärtig von einen Anstieg des Bedarfs an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 5 % aus.
| Fahrzeugproduktion | Absatz im Reifenersatzgeschäft | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Mio Stück |
von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen in Tsd Stück |
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Mio Stück |
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge in Mio Stück |
||||||
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | ||
| Europa | 22,5 | 22,1 | 673 | 660 | 358 | 351 | 25,8 | 25,3 | |
| Nordamerika | 16,8 | 17,1 | 559 | 513 | 290 | 285 | 25,3 | 24,5 | |
| Südamerika | 3,6 | 3,3 | 112 | 102 | 76 | 73 | 16,4 | 15,7 | |
| Asien | 52,5 | 51,5 | 2.033 | 2.140 | 475 | 453 | 91,0 | 89,2 | |
| Übrige Märkte | 1,1 | 1,1 | 0 | 0 | 48 | 47 | 7,8 | 7,8 | |
| Weltweit | 96,5 | 95,1 | 3.377 | 3.415 | 1.247 | 1.208 | 166,3 | 162,5 |
Quellen:
Fahrzeugproduktion: IHS Inc. (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei; Asien inkl. Kasachstan, Usbekistan, Naher Osten und Ozeanien mit Australien). Reifenersatzgeschäft: LMC International Ltd.
Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
Bereits im Januar des laufenden Geschäftsjahres gibt Continental ihre Einschätzung zur Entwicklung der wichtigen Produktions- und Absatzmärkte bekannt. Hierauf basiert unsere Prognose für wichtige Steuerungsgrößen des Konzerns, die wir zeitgleich veröffentlichen. Dazu zählen der Umsatz und die bereinigte EBIT-Marge für den Konzern. Zusätzlich informieren wir über die Einschätzung zu wichtigen Einflussgrößen auf das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT). Hierzu gehören die erwartete Be- oder Entlastung aus dem geschätzten Verlauf der Rohstoffpreise für das laufende Jahr sowie die erwartete Entwicklung von Sondereffekten und die Höhe der Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen. Damit ermöglichen wir Investoren, Analysten und anderen Interessierten die Überleitung auf das EBIT des Konzerns. Darüber hinaus geben wir eine Einschätzung zur Entwicklung der Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie der Steuerquote für den Konzern bekannt. Dies erlaubt wiederum die Überleitung auf das Konzernergebnis. Außerdem veröffentlichen wir eine Prognose zu den für das laufende Jahr geplanten Sachinvestitionen und dem Free Cashflow vor Akquisitionen. Im Februar des laufenden Geschäftsjahres ergänzen wir diese Prognose für den Konzern um die Prognose für den Umsatz und die bereinigte EBIT-Marge der beiden Kerngeschäftsfelder Automotive Group und Rubber Group. Wir veröffentlichen sie im März im Rahmen der Jahrespressekonferenz und unseres Geschäftsberichts für das vergangene Jahr. Diese Prognose für das laufende Jahr wird kontinuierlich überprüft. Mögliche Änderungen der Prognose werden spätestens in den Finanzberichten zum jeweiligen Quartal beschrieben. Zu Beginn des Folgejahres, d. h. mit der Erstellung des Geschäftsberichts für das vergangene Jahr, erfolgt ein Abgleich mit der im Geschäftsbericht des Vorjahres veröffentlichten Prognose.
Neben den Zielen für das laufende Jahr hat Continental 2015 eine Mittelfristprognose aufgestellt. Diese setzt sich aus der Konzernstrategie, dem Auftragseingang in der Automotive Group und den Mittelfristzielen der Rubber Group zusammen. Demgemäß wollen
wir im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 50 Mrd € und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von mindestens 20 % erzielen. Diese Mittelfristziele wurden auch nach der im Jahr 2017 erfolgten Überprüfung abermals bestätigt.
Die im Februar 2017 aufgestellte Prognose konnten wir in Bezug auf alle Bestandteile erreichen und zum Teil sogar deutlich übertreffen.
Die Prognose für den Konzernumsatz wurde aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Rahmen der Berichterstattung zum ersten Quartal im Mai 2017 und im Rahmen der Berichterstattung zum ersten Halbjahr im August 2017 angehoben. Mit 44,0 Mrd € Konzernumsatz wurde die ursprünglich aufgestellte Prognose um mehr als 1 Mrd € übertroffen.
Die Prognose für die bereinigte Konzern-EBIT-Marge von mehr als 10,5 % wurde über den gesamten Prognosezeitraum beibehalten. Sie lag am Ende des Berichtsjahres bei 10,9 % und damit deutlich über dem prognostizierten Zielwert.
Die Umsatzprognose für die Automotive Group wurde im Verlauf des Berichtsjahres ebenfalls zweimal nach oben korrigiert. Zunächst im Rahmen der Berichterstattung zum ersten Quartal im Mai 2017 und danach im Rahmen der Berichterstattung zum ersten Halbjahr im August 2017. Mit 26,6 Mrd € lag der Umsatz der Automotive Group deutlich über der ursprünglich aufgestellten Prognose von rund 26 Mrd €. Grund dafür war die – im Vergleich zu den Erwartungen – bessere Volumenentwicklung in allen Divisionen der Automotive Group.
Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge der Automotive Group wurde über den Prognosezeitraum beibehalten. Mit 8,4% lag sie im Rahmen der Erwartung von rund 8,5 %.
| Konzern | Automotive Group | Rubber Group | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz1 | bereinigte EBIT-Marge |
Investitionen in % vom Umsatz |
Free Cashflow2 |
Umsatz1 | bereinigte EBIT-Marge |
Umsatz1 | bereinigte EBIT-Marge |
|
| Januar 2017 | > 43 Mrd € | > 10,5 % | ~ 6,5 % | ~ 2 Mrd € | ||||
| Geschäftsbericht 2016 | > 43 Mrd € | > 10,5 % | ~ 6,5 % | ~ 2 Mrd € | ~ 26 Mrd € | ~ 8,5 % | > 17 Mrd € | > 15 % |
| Finanzbericht zum 31. März 2017 |
> 43,5 Mrd € | > 10,5 % | ~ 6,5 % | ~ 2 Mrd € | > 26 Mrd € | ~ 8,5 % | > 17 Mrd € | > 15 % |
| Halbjahres-Finanzbericht zum 30. Juni 2017 |
> 44 Mrd € | > 10,5 % | ~ 6,5 % | ~ 2 Mrd € | ~ 26,5 Mrd € | ~ 8,5 % | > 17 Mrd € | > 15 % |
| Finanzbericht zum 30. September 2017 |
> 44 Mrd € | > 10,5 % | ~ 6,5 % | ~ 2 Mrd € | ~ 26,5 Mrd € | ~ 8,5 % | > 17 Mrd € | > 15 % |
| 2017 berichtet | 44,0 Mrd € | 10,9 % | 6,5 % | 2,3 Mrd € | 26,6 Mrd € | 8,4 % | 17,5 Mrd € | 15,6 % |
1 Unter Annahme konstanter Wechselkurse im Jahresvergleich. Die Belastung durch Wechselkurseinflüsse lag für den Konzern 2017 bei 435 Mio €. Etwa zwei Drittel davon entfallen auf die Automotive Group, rund ein Drittel auf die Rubber Group.
2 Vor Akquisitionen.
Die Prognose von mehr als 17 Mrd € Umsatz für die Rubber Group wurde im Verlauf des Berichtsjahres durchgehend beibehalten. Mit 17,5 Mrd € Umsatz wurde die ursprünglich aufgestellte Prognose übertroffen. Grund dafür war zum einen die früher als erwartet durchgeführte Erstkonsolidierung der Hornschuch Gruppe und zum anderen die gute Volumenentwicklung in den Divisionen Reifen und ContiTech.
Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge der Rubber Group wurde über den Prognosezeitraum beibehalten. Mit 15,6 % lag sie letztlich über der ursprünglichen Erwartung von mehr als 15 %.
Das negative Finanzergebnis stieg, trotz der guten Entwicklung des Free Cashflow, im Berichtsjahr an. Ursächlich hierfür waren Effekte aus Währungsumrechnung sowie Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte. Diese wirkten sich im Jahr 2017 in Summe mit 98,6 Mio € negativ (Vj. positiv 90,4 Mio€) auf das berichtete Finanzergebnis aus. Bereinigt um diese Effekte lag das negative Finanzergebnis mit 187,1 Mio € im Rahmen unserer zum Jahresanfang aufgestellten Prognose von rund 200 Mio€ bei konstanten Wechselkursen. Die Steuerquote lag mit 28,7 % leicht unter unserer Prognose von weniger als 30 %.
Der Free Cashflow vor Akquisitionen lag, trotz der leicht gestiegenen Investitionsquote und trotz der Teilabflüsse für im Jahr 2016 gebildete Rückstellungen für Gewährleistungsfälle in der Automotive Group, wie im Vorjahr bei 2,3 Mrd €.
Die Auftragslage in der Automotive Group hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. Alle drei Automotive-Divisionen konnten ihren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhen. In Summe akquirierten die Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior Aufträge, die sich über die Gesamtdauer der Belieferung in die Fahrzeuge wertmäßig auf fast 40 Mrd € summieren. Diese sogenannten Lifetime Sales basieren im Wesentlichen auf Annahmen über die Produktionsvolumina der jeweiligen Fahrzeug- oder Motorenplattformen, die vereinbarten Kostenreduzierungen und die Preisentwicklung wichtiger Rohmaterialien. Der hierdurch ermittelte Auftragsbestand stellt eine Richtgröße für den auf mittlere Sicht erzielbaren Umsatz dar, der bei einer Änderung der genannten Einflussgrößen Abweichungen aufweisen kann. Sollten sich die getroffenen Annahmen als richtig erweisen, stellen die Lifetime Sales eine gute Richtgröße für das in vier bis fünf Jahren erreichbare Umsatzvolumen der Automotive Group dar.
Aufgrund des hohen Anteils des Ersatzreifengeschäfts am Umsatz der Division Reifen ist eine Ermittlung eines aussagekräftigen Auftragsbestands nicht möglich. Ähnliches trifft auf die Division ContiTech zu. Sie besteht seit Januar 2018 aus sieben Geschäftsbereichen, die in unterschiedlichen Märkten und Industriezweigen, die wiederum eigenen Einflussfaktoren unterliegen, tätig sind. Eine Konsolidierung der Auftragsbestände der verschiedenen Geschäftsbereiche der Division ContiTech hätte daher nur begrenzte Aussagekraft.
Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) um mehr als 1% auf 96,5 Mio Einheiten. Für unsere bedeutenden Pkw-Ersatzreifenmärkte Europa und Nordamerika gehen wir von einem Anstieg der Nachfrage um insgesamt 12 Mio Ersatzreifen bzw. einem Nachfrageplus in Höhe von jeweils 2 % aus. Auf Basis dieser Marktannahmen und unter der Voraussetzung konstanter Wechselkurse rechnen wir mit einem Anstieg des Konzernumsatzes 2018 auf rund 47 Mrd €.
Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2018 das Ziel gesetzt, auf Konzernebene eine bereinigte EBIT-Marge von rund 10,5 % zu erreichen. Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Erwartung an die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge ist dabei im Wesentlichen durch die erwartete Mehrbelastung aufgrund steigender Fixkosten in der Division Reifen und zusätzlich durch steigende Rohstoffkostenbelastungen in der Rubber Group zu erklären. Die Fixkostensteigerung im Reifenbereich resultiert im Wesentlichen aus dem deutlichen Kapazitätsausbau über die vergangenen Jahre. Bereits 2017 führte dies zu einem Anstieg der Abschreibungen um rund 60 Mio€ im Vergleich zum Vorjahr. Für das laufende Jahr ist wegen des Hochlaufens der Reifenwerke in Clinton, USA, und in Rayong, Thailand, mit einem weiteren Anstieg der Abschreibungen, aber auch anderer Fixkosten zu rechnen, bevor diese beiden Werke ihre ersten Umsätze generieren. Allein diese Belastungen schätzen wir auf rund 120 Mio€. Für die Automotive Group rechnen wir, bei konstanten Wechselkursen, mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 7 % auf rund 28,5 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 8,5 %. Für die Rubber Group erwarten wir, bei konstanten Wechselkursen, ein Umsatzwachstum auf rund 18,5 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 15 %.
Für das Jahr 2018 rechnen wir mit einer Belastung aus steigenden Rohmaterialpreisen in der Rubber Group in Höhe von rund 50 Mio€. Dabei unterstellen wir einen Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) in Höhe von 1,84 US-Dollar/kg (2017: 1,67 US-Dollar/kg) und für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien in Höhe von 1,60 US-Dollar/kg (2017: 1,51 US-Dollar/kg). Außerdem rechnen wir mit Kostensteigerungen bei Rußen und anderen Chemikalien von mindestens 10 % im Vergleich zu den Durchschnittspreisen des Jahres 2017. Für die Rubber Group errechnet sich je 10 US-Dollar Steigerung des Durchschnittspreises für Rohöl ein jährlicher negativer Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im Jahr 2017 bei rund 54 US-Dollar.
Das negative Finanzergebnis vor Effekten aus Währungsumrechnung sowie vor Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen Bewertungseffekten erwarten wir für 2018 bei weniger als 180 Mio€. Die Steuerquote sollte im Jahr 2018 wiederum unter 30 % liegen.
Für 2018 rechnen wir mit negativen Sondereffekten in Höhe von 100 Mio€. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies (Erwerb
2015), Elektrobit Automotive (Erwerb 2015) und der Hornschuch Gruppe (Erwerb 2017) resultieren, werden voraussichtlich bei rund 180 Mio€ liegen und hauptsächlich die Divisionen ContiTech und Interior betreffen.
Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr 2018 steigen und bei rund 7 % vom Umsatz liegen. Die Verteilung zwischen der Automotive und der Rubber Group wird etwa 60 % zu 40 % betragen.
Die größten Projekte innerhalb der Division Chassis & Safety sind im Jahr 2018 weiterhin der weltweite Ausbau der Fertigungskapazitäten im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics für die Bremsengenerationen MK 100 und MK C1. Ferner sind umfangreiche Investitionen im Geschäftsbereich Advanced Driver Assistance Systems in den weltweiten Ausbau der Kapazitäten für Fernbereichs- und Kurzstrecken-Radarsensoren sowie für Umgebungs- und Multifunktionskameras geplant. Daneben werden auch erste Investitionen in den Aufbau der Produktion von hochauflösenden 3D-Lidar-Sensoren getätigt. Die Division Powertrain plant Investitionen in ein neues Werk in China. Daneben bilden Investitionen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den Schwerpunkt des Investitionsprogramms. Neben Investitionen in Kapazitäten für Elektromotoren sind Ausgaben für den Aufbau der Produktion von 48-V-Riemen-Startergeneratoren geplant. Die Division Interior investiert in den Aufbau neuer Werke in Osteuropa und Nordamerika und den Ausbau von F&E-Kapazitäten an einigen europäischen Standorten.
Die Investitionsschwerpunkte im Jahr 2018 in der Division Reifen sind der Ausbau der Pkw-Reifenproduktion in Süd- und Osteuropa, Asien und Nordamerika. Im Bereich Nutzfahrzeugreifen liegt der Fokus im Ausbau der Fertigungskapazitäten in Osteuropa und Nordamerika. In der Division ContiTech bilden 2018 weiterhin eine Werkverlagerung im Geschäftsbereich Mobile Fluid Systems und die Produktionserweiterung im Geschäftsbereich Benecke-Hornschuch Surface Group in China die Investitionsschwerpunkte.
Continental weist zum Jahresende 2017 Netto-Finanzschulden von 2,0 Mrd € aus. Auch in Zukunft wollen wir, im Einklang mit unserem Ziel, die Abhängigkeit von der Automobilerstausrüstung zu verringern, insbesondere das Industriegeschäft weiter stärken. Hierfür sind auch Unternehmenszukäufe nicht ausgeschlossen. Ein weiterer Fokus liegt auf der gezielten Verstärkung unserer Technologiekompetenz in Zukunftsfeldern innerhalb der Automotive Group.
Wir planen, für das Jahr 2018 einen Free Cashflow vor Akquisitionen von rund 2 Mrd € zu erreichen. Der Grund für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist zum einen im Anstieg der Investitionsquote zu sehen. Zum anderen rechnen wir damit, dass der restliche Anteil der 2016 gebildeten Gewährleistungsrückstellungen und die 2016 gebildete Rückstellung für mögliche Kartellstrafen 2018 vollständig abfließen.
Der Start in das Jahr 2018 bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr.
| Erklärung des Vorstands | 115 |
|---|---|
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers |
116 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 120 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 121 |
| Konzernbilanz | 122 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 124 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 125 | |
| Konzernanhang | 126 |
| Segmentberichterstattung | 126 |
| Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze | |
| der Rechnungslegung | 133 |
| Neue Rechnungslegungsvorschriften | 141 |
| Konsolidierungskreis und Informationen zu Tochterunternehmen und Beteiligungen |
147 |
| Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
148 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und | |
| Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz |
151 156 |
Der Vorstand der Continental AG ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet, wie sie in der EU anzuwenden sind, und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs zu geben sind.
Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch die Konzernrevision. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, Deutschland, ist von der Hauptversammlung der Continental AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 bestellt worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat den Prüfungsauftrag erteilt. KPMG hat den nach den IFRS erstellten Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geprüft. Der Abschlussprüfer wird den Bestätigungsvermerk erteilen.
Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Konzernabschluss, den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Prüfungsbericht und das Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG eingehend erörtern. Anschließend werden diese Jahresabschlussunterlagen und diese Berichte ebenfalls in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem gesamten Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung erörtert.
Hannover, 8. Februar 2018
Der Vorstand
An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover
Wir haben den Konzernabschluss der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Continental Aktiengesellschaft ("Konzernlagebericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
› entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
› vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Kapitel 2. Angaben zur Höhe des Goodwill finden sich im Konzernanhang unter Kapitel 11.
Der Goodwill beträgt 7.010,1 Mio € zum 31. Dezember 2017 und stellt mit 19 % der Bilanzsumme einen erheblichen Anteil an den Vermögenswerten dar.
Die Werthaltigkeit des Goodwill wird jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 30. November 2017.
Die Werthaltigkeitsprüfung des Goodwill ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die nächsten fünf Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz.
Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfung hat die Gesellschaft keinen Wertminderungsbedarf festgestellt. Die Sensitivitätsberechnungen der Gesellschaft ergaben, dass eine für möglich gehaltene Änderung des Abzinsungssatzes, der nachhaltigen Wachstumsrate oder des Umsatzes in der ewigen Rente keine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag erfordern würde.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wird. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht oder nicht vollständig sind.
Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Plausibilisierungen der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat gebilligten Jahresplanung bzw. vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Langfristplanung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Da sich bereits geringfügige Änderungen des Abzinsungssatzes in wesentlichem Umfang auf die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests auswirken können, haben wir die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung Rechnung zu tragen, haben wir mögliche Veränderungen der Umsatzerlöse, des Abzinsungssatzes bzw. der EBIT-Marge auf den erzielbaren Betrag untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben. Der risikoorientierte Schwerpunkt unserer Analysen lag dabei auf drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die wir detaillierte Analysen durchgeführt haben.
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit des Goodwill sachgerecht sind. Dies umfasste auch die Beurteilung der Angemessenheit der Anhangangaben nach IAS 36.134(f) zu Sensitivitäten bei einer für möglich gehaltenen Änderung wesentlicher der Bewertung zugrunde liegender Annahmen.
Die der Werthaltigkeitsprüfung des Goodwill zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft liegen innerhalb akzeptabler Bandbreiten und sind insgesamt ausgewogen.
Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
› den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
› gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
› beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. April 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. Dezember 2017 vom Prüfungsausschuss beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit mehr als dreißig Jahren als Konzernabschlussprüfer der Continental Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
Neben der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie der prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses der Continental Aktiengesellschaft haben wir verschiedene Jahresabschlussprüfungen sowie prüferische Durchsichten von Halbjahresabschlüssen bei Tochterunternehmen durchgeführt. Es erfolgten projektbegleitende IT-Prüfungen, Prüfungen diverser IT-Systeme und IT-Prozesse sowie Migrationsprüfungen. Ferner haben wir andere Bestätigungsleistungen erbracht, wie die Erteilung eines Comfort Letters, gesetzliche oder vertragliche Prüfungen wie z.B. die Prüfungen nach dem EEG, EMIR-Prüfungen nach §20 WpHG, die Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts sowie Performance-Indikatoren im Bereich Nachhaltigkeit und die Prüfung von Transferpreisen. Wir haben Bestätigungen über die Einhaltung vertraglicher Bedingungen erteilt. Wir haben in Verbindung mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze, wie IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16, qualitätssichernd die Umsetzung regulatorischer Anforderungen unterstützt. Des Weiteren wurden Workshops zu rechnungslegungsrelevanten Fragestellungen sowie steuerlichen Sachverhalten durchgeführt. Von uns erbrachte Steuerberatungsleistungen umfassen zudem Unterstützungsleistungen bei der Erstellung von Steuererklärungen sowie die ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Papenberg.
Hannover, 22. Februar 2018
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ufer Papenberg Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Mio € | Kapitel | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 44.009,5 | 40.549,5 | |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | –32.635,0 | –29.783,0 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 11.374,5 | 10.766,5 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | –3.103,7 | –2.811,5 | |
| Vertriebs- und Logistikkosten | –2.430,2 | –2.251,0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –1.144,3 | –1.012,6 | |
| Sonstige Erträge1 | 6 | 584,5 | 316,0 |
| Sonstige Aufwendungen1 | 6 | –796,6 | –981,8 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 8 | 76,8 | 69,7 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 8 | 0,5 | 0,5 |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 | |
| Zinserträge | 9 | 94,4 | 101,4 |
| Zinsaufwendungen | 9 | –281,5 | –308,8 |
| Effekte aus Währungsumrechnung | 9 | –138,8 | 157,1 |
| Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte |
9 | 40,2 | –66,7 |
| Finanzergebnis2 | 9 | –285,7 | –117,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.275,8 | 3.978,8 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10 | –1.227,5 | –1.096,8 |
| Konzernergebnis | 3.048,3 | 2.882,0 | |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | –63,7 | –79,5 | |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 | |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 34 | 14,92 | 14,01 |
| Ergebnis pro Aktie in €, verwässert | 34 | 14,92 | 14,01 |
1 Zur Erhöhung der Transparenz sind die sonstigen Erträge und Aufwendungen ab dem Geschäftsjahr 2017 separat dargestellt. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
2 Zur Erhöhung der Transparenz sind die Bestandteile des Finanzergebnisses (früher: Zinsergebnis) ab dem Geschäftsjahr 2017 separat dargestellt. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 3.048,3 | 2.882,0 |
| Ergebnisneutrale Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals | — | 0,4 |
| Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden | ||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne1 | 64,1 | –363,9 |
| Zeitwertveränderungen1 | 117,4 | –520,6 |
| Umgliederungen aus Abgängen der Pensionsverpflichtungen | — | –0,4 |
| Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen2 | 0,0 | 0,0 |
| Währungsumrechnung1 | 39,6 | –1,0 |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | –92,9 | 158,1 |
| Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten | ||
| Währungsumrechnung1 | –641,6 | –97,2 |
| Effekte aus Währungsumrechnung1 | –639,0 | –103,1 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | 1,1 | — |
| Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen2 | –3,7 | 5,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2,1 | 1,2 |
| Zeitwertveränderungen | 3,9 | 1,5 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | –1,8 | –0,3 |
| Cashflow Hedges | 0,2 | 8,9 |
| Zeitwertveränderungen | 63,3 | –8,0 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | –63,1 | 16,9 |
| Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen2 | 0,0 | 0,0 |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | –21,2 | 20,2 |
| Sonstiges Ergebnis | –596,4 | –430,8 |
| Gesamtergebnis | 2.451,9 | 2.451,6 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | –42,1 | –75,8 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.409,8 | 2.375,8 |
1 Inklusive Fremdanteile.
2 Inklusive Steuern.
| Mio € | Kapitel | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Goodwill | 11 | 7.010,1 | 6.857,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 11 | 1.607,3 | 1.514,1 |
| Sachanlagen | 12 | 11.202,1 | 10.538,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 13 | 10,5 | 10,3 |
| Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 14 | 414,8 | 384,8 |
| Sonstige Finanzanlagen | 15 | 51,0 | 43,1 |
| Aktive latente Steuern | 16 | 1.517,2 | 1.836,1 |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung | 24 | 16,0 | 24,3 |
| Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 28 | 113,3 | 19,7 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17 | 68,8 | 66,4 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 18 | 27,3 | 26,8 |
| Langfristige Vermögenswerte | 22.038,4 | 21.321,0 | |
| Vorräte | 19 | 4.128,2 | 3.753,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 7.669,3 | 7.392,7 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17 | 529,5 | 455,5 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 18 | 954,3 | 989,0 |
| Ertragsteuerforderungen | 178,2 | 124,7 | |
| Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 28 | 47,6 | 27,8 |
| Flüssige Mittel | 21 | 1.881,5 | 2.107,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 22 | 13,5 | 4,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.402,1 | 14.853,9 | |
| Bilanzsumme | 37.440,5 | 36.174,9 |
| Mio € | Kapitel | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 512,0 | 512,0 | |
| Kapitalrücklage | 4.155,6 | 4.155,6 | |
| Kumulierte einbehaltene Gewinne | 13.669,3 | 11.534,7 | |
| Erfolgsneutrale Rücklagen | –2.508,5 | –1.932,3 | |
| Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital | 15.828,4 | 14.270,0 | |
| Anteile in Fremdbesitz | 461,9 | 464,8 | |
| Eigenkapital | 23 | 16.290,3 | 14.734,8 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 24 | 4.394,1 | 4.392,3 |
| Passive latente Steuern | 16 | 348,5 | 371,5 |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 25 | 139,6 | 204,2 |
| Langfristige Finanzschulden | 27 | 2.017,8 | 2.803,7 |
| Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 29 | 36,1 | 97,1 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 31 | 25,4 | 17,1 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 6.961,5 | 7.885,9 | |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 24 | 1.490,6 | 1.314,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 6.798,5 | 6.248,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 26 | 889,7 | 783,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 25 | 943,0 | 1.146,4 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 27 | 2.072,2 | 2.148,6 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 29 | 1.276,8 | 1.187,3 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 31 | 717,9 | 726,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 14.188,7 | 13.554,2 | |
| Bilanzsumme | 37.440,5 | 36.174,9 |
| Mio € | Kapitel | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 3.048,3 | 2.882,0 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10 | 1.227,5 | 1.096,8 |
| Finanzergebnis | 9 | 285,7 | 117,0 |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 | |
| Gezahlte Zinsen | –131,5 | –136,1 | |
| Erhaltene Zinsen | 26,1 | 24,2 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | 10, 26 | –1.122,1 | –1.047,3 |
| Erhaltene Dividenden | 40,7 | 45,1 | |
| Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen | 6, 11, 12, 13 | 2.117,4 | 1.961,6 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen |
8, 14 | –77,3 | –70,2 |
| Gewinne/Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen | –34,6 | –15,3 | |
| Veränderungen der | |||
| Vorräte | 19 | –484,3 | –326,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20 | –737,1 | –631,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 737,6 | 748,1 |
| Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen | 24 | 94,4 | 384,8 |
| übrigen Aktiva und Passiva | 229,7 | –94,4 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.220,5 | 4.938,1 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 11, 12 | 59,3 | 53,0 |
| Investitionen in Sachanlagen und Software | 11, 12 | –2.849,7 | –2.592,5 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige | 11 | –101,4 | –115,7 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 5 | 20,4 | 4,6 |
| Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 5 | –596,3 | –516,2 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –3.467,7 | –3.166,8 | |
| Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) | 1.752,8 | 1.771,3 | |
| Zahlungswirksame Netto-Veränderung kurzfristiger Finanzschulden1 | 27 | –879,0 | –1.006,8 |
| Zahlungswirksame Veränderung langfristiger Finanzschulden1 | 27 | –117,8 | 659,7 |
| Sonstige zahlungswirksame Veränderungen1 | 14,1 | 7,1 | |
| Sukzessive Erwerbe | –0,7 | –109,7 | |
| Gezahlte Dividende | –850,0 | –750,0 | |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern |
–46,5 | –55,6 | |
| Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis | 0,7 | 0,6 | |
| Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit | –1.879,2 | –1.254,7 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel | –126,4 | 516,6 | |
| Flüssige Mittel am 01.01. | 2.107,0 | 1.621,5 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel | –99,1 | –31,1 | |
| Flüssige Mittel am 31.12. | 21 | 1.881,5 | 2.107,0 |
1 Der Ausweis wurde an die Vorgaben der Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnungen (Angabeninitiative), angepasst. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Gezeichnetes Kapital1 |
Kapital rücklage |
Kumulierte einbehaltene Gewinne |
Sukzessive Erwerbe2 |
Neubewertung leistungsorien tierter Versor gungspläne3 |
Währungs umrech nung4 |
Finanz instru menten5 |
Summe | Anteile in Fremd besitz |
Gesamt |
| Stand 01.01.2016 | 512,0 | 4.155,6 | 9.481,8 | –39,8 | –1.420,6 | 101,0 | –3,7 | 12.786,3 | 427,6 | 13.213,9 |
| Konzernergebnis | — | — | 2.802,5 | — | — | — | — | 2.802,5 | 79,5 | 2.882,0 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital |
— | — | 0,4 | — | –363,2 | –71,0 | 7,1 | –426,7 | –3,7 | –430,4 |
| Konzerngesamtergebnis | — | — | 2.802,9 | — | –363,2 | –71,0 | 7,1 | 2.375,8 | 75,8 | 2.451,6 |
| Gezahlte Dividende | — | — | –750,0 | — | — | — | — | –750,0 | –48,0 | –798,0 |
| Sukzessive Erwerbe | — | — | — | –142,3 | — | — | — | –142,3 | –13,3 | –155,6 |
| Sonstige Veränderung6 | — | — | — | 0,2 | — | — | — | 0,2 | 22,7 | 22,9 |
| Stand 31.12.2016 | 512,0 | 4.155,6 | 11.534,7 | –181,9 | –1.783,8 | 30,0 | 3,4 | 14.270,0 | 464,8 | 14.734,8 |
| Konzernergebnis | — | — | 2.984,6 | — | — | — | — | 2.984,6 | 63,7 | 3.048,3 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital |
— | — | — | — | 63,1 | –640,2 | 2,3 | –574,8 | –21,6 | –596,4 |
| Konzerngesamtergebnis | — | — | 2.984,6 | — | 63,1 | –640,2 | 2,3 | 2.409,8 | 42,1 | 2.451,9 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende |
— | — | –850,0 | — | — | — | — | –850,0 | –48,6 | –898,6 |
| Sukzessive Erwerbe | — | — | — | –1,4 | — | — | — | –1,4 | 0,3 | –1,1 |
| Sonstige Veränderung6 | — | — | — | 0,0 | — | — | — | 0,0 | 3,3 | 3,3 |
| Stand 31.12.2017 | 512,0 | 4.155,6 | 13.669,3 | –183,3 | –1.720,7 | –610,2 | 5,7 | 15.828,4 | 461,9 | 16.290,3 |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang in den Kapiteln 2, 5 und 23.
1 Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.
2 Beinhaltet einen Anteil von -0,3 Mio € (Vj. -70,8 Mio €) aus sukzessiven Erwerben von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen, von 0,1 Mio € (Vj. -2,3 Mio €) aus einer nachträglichen Kaufpreisanpassung sowie einen Anteil von 0,0 Mio € (Vj. 0,2 Mio €) aus Effekten infolge der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen. Die Berichtsperiode beinhaltet zudem die Wertänderung einer Put-Option von -1,2 Mio € (Vj. Zugang Put-Option von -54,0 Mio € sowie Call-Option von -15,2 Mio €) für den Erwerb von Restanteilen einer vollkonsolidierten Gesellschaft.
3 Beinhaltet einen Anteil von 0,0 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) des Anteilseigners an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
4 Beinhaltet einen Anteil von -3,7 Mio € (Vj. 5,9 Mio €) des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
5 Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultierte im Wesentlichen aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Cashflow Hedges von 0,3 Mio € (Vj. 5,9 Mio €) zur Zins- und Währungssicherung sowie aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 2,0 Mio € (Vj. 1,2 Mio €).
6 Sonstige Veränderungen der Anteile in Fremdbesitz durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhungen.
Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung der Continental AG auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation ab. Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten.
Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst. Diese zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen und Distributionskanälen.
Die Aktivitäten des Continental-Konzerns sind in folgende Segmente aufgeteilt:
Chassis & Safety entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Systeme zur Verbesserung der Fahrsicherheit und Fahrdynamik.
Powertrain bündelt innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von heute und morgen.
Interior ist spezialisiert auf das Informationsmanagement, entwickelt und produziert Informations-, Kommunikations- und Vernetzungslösungen für Pkw und Nutzfahrzeuge.
Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken.
ContiTech entwickelt, produziert und vermarktet Funktionsteile, intelligente Komponenten und Systeme aus Kautschuk, Kunststoff, Metall und Gewebe für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Agrarindustrie, die Automobilindustrie sowie für weitere wichtige Industrien.
Hier sind die direkt geführten Beteiligungen wie Holding-, Finanzund Versicherungsgesellschaften sowie die Holdingfunktion der Continental AG und die Auswirkungen aus Konsolidierungen enthalten. Dieser Bereich beinhaltet auch die Ergebnisauswirkungen aus ungewissen Risiken, insbesondere aus vertraglichen und ähnlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen, die u. a. Beteiligungsrisiken darstellen, die zurzeit operativen Bereichen nicht zugeordnet werden können.
Die interne Steuerung und Berichterstattung im Continental-Konzern basieren auf den in Kapitel 2 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS). Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente einerseits als bereinigte Umsatzrendite anhand des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt), bezogen auf den bereinigten Umsatz, andererseits als Kapitalrendite (ROCE), ermittelt als EBIT in Prozent der durchschnittlichen operativen Aktiva. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Bei Verwaltungsleistungen von Gesellschaften mit übernommener Zentralfunktion oder von der Konzernführung werden die Kosten entsprechend der Inanspruchnahme wie Dienstleistungen für fremde Dritte berechnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden leistungsgerechte Verteilungen vorgenommen.
Das Segmentvermögen umfasst die operativen Aktiva der Aktivseite der Bilanz zum Stichtag. Die Segmentschulden weisen die Bestandteile der operativen Aktiva auf der Passivseite der Bilanz aus.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen und Software sowie Zugänge aktivierter Sachverhalte aus Finanzierungsleasing und aktivierter Fremdkapitalkosten nach IAS 23. Die Abschreibungen zeigen den planmäßigen Werteverzehr und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Wertminderungen auf Goodwill. Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.
Unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträgen werden im Wesentlichen Veränderungen der Pensionsrückstellungen, außer Einzahlungen in die bzw. Entnahmen aus den zugehörigen Fonds, sowie die Ergebnisse aus und Wertminderungen und -aufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen zusammengefasst.
Für die Angaben der Segmentberichterstattung nach Ländern und Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt.
Continental erwirtschaftete im Berichtsjahr, über alle Segmente betrachtet, mit einer Gruppe von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung Umsatzerlöse in Höhe von 6.179,9 Mio € (Vj. 5.608,5 Mio €).
Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 20 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Des Weiteren gibt es im Berichtsjahr außer den USA und China kein Land, in dem mehr als 10 % der Umsätze realisiert wurden.
Hinsichtlich der Angaben zu den Zielen, Methoden und Prozessen des Kapitalmanagements verweisen wir auf das Kapitel Unternehmenssteuerung im Lagebericht.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 9.743,7 | 7.535,8 | 9.276,4 | 11.303,4 | 6.150,2 | — | 44.009,5 |
| Konzerninterner Umsatz | 24,1 | 125,1 | 28,8 | 22,4 | 96,2 | –296,6 | — |
| Umsatz (Gesamt) | 9.767,8 | 7.660,9 | 9.305,2 | 11.325,8 | 6.246,4 | –296,6 | 44.009,5 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 897,7 | 439,9 | 749,2 | 2.151,3 | 442,2 | –118,8 | 4.561,5 |
| in % vom Umsatz | 9,2 | 5,7 | 8,1 | 19,0 | 7,1 | — | 10,4 |
| davon Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
22,2 | 4,7 | 30,5 | 18,5 | 0,1 | 0,8 | 76,8 |
| Investitionen1 | 682,5 | 653,7 | 453,3 | 847,0 | 213,2 | 4,7 | 2.854,4 |
| in % vom Umsatz | 7,0 | 8,5 | 4,9 | 7,5 | 3,4 | — | 6,5 |
| Abschreibungen2 | 403,9 | 414,9 | 390,8 | 597,4 | 308,7 | 1,7 | 2.117,4 |
| davon Wertminderungen3 | 0,5 | 18,6 | 18,2 | 0,5 | 2,4 | — | 40,2 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | — | 51,8 | 40,2 | — | — | 0,1 | 92,1 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge |
9,7 | –37,1 | –4,2 | 3,4 | –20,8 | 7,4 | –41,6 |
| Segmentvermögen | 7.350,9 | 5.430,1 | 7.669,4 | 8.432,1 | 4.342,8 | 32,0 | 33.257,3 |
| davon Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
112,4 | 59,9 | 132,3 | 100,2 | 1,7 | 8,3 | 414,8 |
| Segmentschulden | 2.805,3 | 2.029,3 | 2.428,6 | 2.436,4 | 1.264,9 | 79,2 | 11.043,7 |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 4.545,6 | 3.400,8 | 5.240,8 | 5.995,7 | 3.077,9 | –47,2 | 22.213,6 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 4.519,6 | 3.325,6 | 5.028,9 | 6.143,0 | 3.182,1 | –26,8 | 22.172,4 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 19,9 | 13,2 | 14,9 | 35,0 | 13,9 | — | 20,6 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 47.788 | 40.492 | 46.006 | 53.811 | 46.938 | 438 | 235.473 |
| Umsatz bereinigt5 | 9.767,8 | 7.652,9 | 9.234,3 | 11.194,7 | 5.848,2 | –296,6 | 43.401,3 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 |
898,1 | 473,5 | 850,5 | 2.128,2 | 515,4 | –118,8 | 4.746,9 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,2 | 6,2 | 9,2 | 19,0 | 8,8 | — | 10,9 |
1 Investitionen in Sachanlagen und Software.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 8.958,4 | 7.219,1 | 8.308,6 | 10.696,2 | 5.367,2 | — | 40.549,5 |
| Konzerninterner Umsatz | 19,2 | 100,4 | 16,1 | 21,2 | 95,3 | –252,2 | — |
| Umsatz (Gesamt) | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.717,4 | 5.462,5 | –252,2 | 40.549,5 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 580,8 | 378,0 | 567,8 | 2.289,4 | 399,2 | –119,4 | 4.095,8 |
| in % vom Umsatz | 6,5 | 5,2 | 6,8 | 21,4 | 7,3 | — | 10,1 |
| davon Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
22,6 | 3,8 | 27,0 | 15,3 | 0,2 | 0,8 | 69,7 |
| Investitionen1 | 523,7 | 544,4 | 428,9 | 882,1 | 212,0 | 1,9 | 2.593,0 |
| in % vom Umsatz | 5,8 | 7,4 | 5,2 | 8,2 | 3,9 | — | 6,4 |
| Abschreibungen2 | 373,8 | 378,2 | 336,4 | 539,3 | 331,7 | 2,2 | 1.961,6 |
| davon Wertminderungen3 | 1,5 | 8,3 | 11,6 | 0,2 | 37,0 | — | 58,6 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 0,0 | 57,4 | 48,6 | — | — | –0,1 | 105,9 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge |
30,9 | –20,6 | 4,6 | 8,1 | –8,8 | 13,5 | 27,7 |
| Segmentvermögen | 7.107,9 | 5.120,1 | 7.059,7 | 8.086,5 | 3.973,7 | 31,0 | 31.378,9 |
| davon Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
113,2 | 54,3 | 113,7 | 94,1 | 1,8 | 7,7 | 384,8 |
| Segmentschulden | 2.598,4 | 1.894,9 | 2.300,8 | 2.314,6 | 1.105,2 | 96,3 | 10.310,2 |
| Operative Aktiva (zum 31.12.) | 4.509,5 | 3.225,2 | 4.758,9 | 5.771,9 | 2.868,5 | –65,3 | 21.068,7 |
| Operative Aktiva (Durchschnitt) | 4.448,7 | 3.015,8 | 4.513,8 | 5.612,7 | 2.948,7 | –86,6 | 20.453,1 |
| Kapitalrendite (ROCE) | 13,1 | 12,5 | 12,6 | 40,8 | 13,5 | — | 20,0 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12.)4 | 43.907 | 37.502 | 43.344 | 52.057 | 42.909 | 418 | 220.137 |
| Umsatz bereinigt5 | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.716,6 | 5.459,0 | –252,2 | 40.545,2 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 |
582,6 | 398,1 | 632,7 | 2.296,6 | 519,2 | –119,4 | 4.309,8 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 6,5 | 5,4 | 7,6 | 21,4 | 9,5 | — | 10,6 |
1 Investitionen in Sachanlagen und Software.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
| Mio€ | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 9.767,8 | 7.660,9 | 9.305,2 | 11.325,8 | 6.246,4 | –296,6 | 44.009,5 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | –8,0 | –70,9 | –131,1 | –398,2 | — | –608,2 |
| Umsatz bereinigt | 9.767,8 | 7.652,9 | 9.234,3 | 11.194,7 | 5.848,2 | –296,6 | 43.401,3 |
| EBITDA | 1.301,6 | 854,8 | 1.140,0 | 2.748,7 | 750,9 | –117,1 | 6.678,9 |
| Abschreibungen2 | –403,9 | –414,9 | –390,8 | –597,4 | –308,7 | –1,7 | –2.117,4 |
| EBIT | 897,7 | 439,9 | 749,2 | 2.151,3 | 442,2 | –118,8 | 4.561,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) |
0,0 | 11,9 | 46,1 | 19,5 | 93,2 | — | 170,7 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | 3,6 | 39,5 | –18,6 | –23,8 | — | 0,7 |
| Sondereffekte | |||||||
| Wertminderungen3 | 0,5 | 18,8 | 23,0 | 0,5 | 2,4 | — | 45,2 |
| Restrukturierung4 | –0,1 | –0,7 | –5,4 | –10,0 | –0,2 | — | –16,4 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
— | — | — | –14,0 | 1,6 | — | –12,4 |
| Sonstiges | — | — | –1,9 | –0,5 | — | — | –2,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 898,1 | 473,5 | 850,5 | 2.128,2 | 515,4 | –118,8 | 4.746,9 |
| Mio€ | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.717,4 | 5.462,5 | –252,2 | 40.549,5 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | — | — | –0,8 | –3,5 | — | –4,3 |
| Umsatz bereinigt | 8.977,6 | 7.319,5 | 8.324,7 | 10.716,6 | 5.459,0 | –252,2 | 40.545,2 |
| EBITDA | 954,6 | 756,2 | 904,2 | 2.828,7 | 730,9 | –117,2 | 6.057,4 |
| Abschreibungen2 | –373,8 | –378,2 | –336,4 | –539,3 | –331,7 | –2,2 | –1.961,6 |
| EBIT | 580,8 | 378,0 | 567,8 | 2.289,4 | 399,2 | –119,4 | 4.095,8 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) |
0,3 | 11,5 | 38,4 | 10,7 | 82,7 | — | 143,6 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | — | — | — | 0,2 | –0,1 | — | 0,1 |
| Sondereffekte | |||||||
| Wertminderungen3 | 1,3 | 7,6 | 0,0 | 0,2 | 33,1 | — | 42,2 |
| Restrukturierung5 | 0,2 | 2,1 | 26,4 | — | 14,5 | — | 43,2 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
— | –1,1 | 0,1 | –3,9 | 10,2 | — | 5,3 |
| Sonstiges | — | — | — | — | –20,4 | — | –20,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 582,6 | 398,1 | 632,7 | 2.296,6 | 519,2 | –119,4 | 4.309,8 |
1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
4 Hierin enthalten sind Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio € (Powertrain 0,2 Mio €; Interior 4,8 Mio €).
5 Hierin enthalten sind Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 16,4 Mio € (Chassis & Safety 0,2 Mio €; Powertrain 0,7 Mio €; Interior 11,6 Mio €; ContiTech 3,9 Mio €).
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Chassis & Safety | 897,7 | 580,8 |
| Powertrain | 439,9 | 378,0 |
| Interior | 749,2 | 567,8 |
| Reifen | 2.151,3 | 2.289,4 |
| ContiTech | 442,2 | 399,2 |
| Sonstiges/Konsolidierung | –118,8 | –119,4 |
| EBIT | 4.561,5 | 4.095,8 |
| Finanzergebnis | –285,7 | –117,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.275,8 | 3.978,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –1.227,5 | –1.096,8 |
| Konzernergebnis | 3.048,3 | 2.882,0 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | –63,7 | –79,5 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 |
| Mio € | Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Nordamerika | Asien | Übrige Länder |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz 2017 | 8.927,2 | 12.839,0 | 10.823,2 | 9.618,5 | 1.801,6 | 44.009,5 |
| Außenumsatz 2016 | 8.410,2 | 11.599,9 | 10.394,6 | 8.604,9 | 1.539,9 | 40.549,5 |
| Investitionen 20171 | 690,5 | 818,7 | 589,0 | 685,3 | 70,9 | 2.854,4 |
| Investitionen 20161 | 648,4 | 794,4 | 572,4 | 501,0 | 76,8 | 2.593,0 |
| Segmentvermögen zum 31.12.2017 | 10.717,3 | 8.298,2 | 6.944,9 | 6.627,9 | 669,0 | 33.257,3 |
| Segmentvermögen zum 31.12.2016 | 10.038,5 | 7.716,2 | 7.259,5 | 5.664,5 | 700,2 | 31.378,9 |
| Anzahl Mitarbeiter zum 31.12.20172 | 61.029 | 75.186 | 43.585 | 45.683 | 9.990 | 235.473 |
| Anzahl Mitarbeiter zum 31.12.20162 | 57.105 | 69.972 | 40.850 | 42.475 | 9.735 | 220.137 |
1 Investitionen in Sachanlagen und Software.
2 Ohne Auszubildende.
| Mio€ | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva / Bilanzsumme | 7.330,8 | 5.413,4 | 7.619,0 | 8.421,1 | 4.348,0 | 4.308,2 | 37.440,5 |
| Flüssige Mittel | — | — | — | — | — | 1.881,5 | 1.881,5 |
| Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen |
— | — | — | — | — | 160,9 | 160,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 10,0 | 39,4 | 18,7 | 23,3 | 6,6 | 2,9 | 100,9 |
| Abzüglich finanzieller Vermögenswerte | 10,0 | 39,4 | 18,7 | 23,3 | 6,6 | 2.045,3 | 2.143,3 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte |
–30,1 | –56,1 | –69,1 | –34,3 | –1,4 | 535,5 | 344,5 |
| Aktive latente Steuern | — | — | — | — | — | 1.517,2 | 1.517,2 |
| Ertragsteuerforderungen | — | — | — | — | — | 178,2 | 178,2 |
| Abzüglich Ertragsteuervermögen | — | — | — | — | — | 1.695,4 | 1.695,4 |
| Segmentvermögen | 7.350,9 | 5.430,1 | 7.669,4 | 8.432,1 | 4.342,8 | 32,0 | 33.257,3 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 4.003,1 | 2.835,8 | 3.083,3 | 3.315,4 | 1.797,7 | 6.114,9 | 21.150,2 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | — | — | — | — | — | 4.090,0 | 4.090,0 |
| Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 81,8 | 81,8 |
| Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 4.171,8 | 4.171,8 |
| Passive latente Steuern | — | — | — | — | — | 348,5 | 348,5 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 889,7 | 889,7 |
| Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen | — | — | — | — | — | 1.238,2 | 1.238,2 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten |
1.197,8 | 806,5 | 654,7 | 879,0 | 532,8 | 625,7 | 4.696,5 |
| Segmentschulden | 2.805,3 | 2.029,3 | 2.428,6 | 2.436,4 | 1.264,9 | 79,2 | 11.043,7 |
| Operative Aktiva | 4.545,6 | 3.400,8 | 5.240,8 | 5.995,7 | 3.077,9 | –47,2 | 22.213,6 |
| Mio€ | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Aktiva / Bilanzsumme | 7.118,5 | 5.163,0 | 7.030,2 | 8.095,8 | 3.986,8 | 4.780,6 | 36.174,9 |
| Flüssige Mittel | — | — | — | — | — | 2.107,0 | 2.107,0 |
| Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen |
— | — | — | — | — | 47,5 | 47,5 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 10,6 | 42,5 | 14,7 | 20,4 | 7,2 | 18,0 | 113,4 |
| Abzüglich finanzieller Vermögenswerte | 10,6 | 42,5 | 14,7 | 20,4 | 7,2 | 2.172,5 | 2.267,9 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte |
— | 0,4 | –44,2 | –11,1 | 5,9 | 616,3 | 567,3 |
| Aktive latente Steuern | — | — | — | — | — | 1.836,1 | 1.836,1 |
| Ertragsteuerforderungen | — | — | — | — | — | 124,7 | 124,7 |
| Abzüglich Ertragsteuervermögen | — | — | — | — | — | 1.960,8 | 1.960,8 |
| Segmentvermögen | 7.107,9 | 5.120,1 | 7.059,7 | 8.086,5 | 3.973,7 | 31,0 | 31.378,9 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 3.877,4 | 2.766,6 | 2.990,4 | 3.295,3 | 1.644,7 | 6.865,7 | 21.440,1 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | — | — | — | — | — | 4.952,3 | 4.952,3 |
| Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 101,9 | 101,9 |
| Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 5.054,2 | 5.054,2 |
| Passive latente Steuern | — | — | — | — | — | 371,5 | 371,5 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | — | — | — | — | — | 783,6 | 783,6 |
| Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen | — | — | — | — | — | 1.155,1 | 1.155,1 |
| Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten |
1.279,0 | 871,7 | 689,6 | 980,7 | 539,5 | 560,1 | 4.920,6 |
| Segmentschulden | 2.598,4 | 1.894,9 | 2.300,8 | 2.314,6 | 1.105,2 | 96,3 | 10.310,2 |
| Operative Aktiva | 4.509,5 | 3.225,2 | 4.758,9 | 5.771,9 | 2.868,5 | –65,3 | 21.068,7 |
Die Continental Aktiengesellschaft (Continental AG) mit Sitz in Hannover, Vahrenwalder Straße 9, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen (HR B 3527). Die Continental AG ist ein weltweit operierender Zulieferer der Automobilindustrie. Die Art der Geschäftstätigkeit und die Hauptaktivitäten der Continental AG sind im Abschnitt Segmentberichterstattung (Kapitel 1) näher erläutert. Der Konzernabschluss der Continental AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 8. Februar 2018 aufgestellt und wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Die Continental AG wird in den Konzernabschluss der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.
Der Konzernabschluss der Continental AG zum 31. Dezember 2017 ist gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle für das Geschäftsjahr 2017 verbindlichen IFRS-Standards wurden vorbehaltlich der Anerkennung durch die Europäische Union angewendet.
Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt. Ausnahmen sind die als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die die Continental AG nach den Bestimmungen des IFRS 10 beherrscht, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Dazu muss die Continental AG die Entscheidungsmacht zur Steuerung der relevanten Tätigkeiten und ein Recht auf variable Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen haben. Des Weiteren muss sie ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen können, die Höhe dieser Rückflüsse zu bestimmen. Daher kann der Konsolidierungskreis auch Gesellschaften umfassen, die unabhängig von den Stimmrechtsverhältnissen durch andere substanzielle Rechte, wie vertragliche Vereinbarungen, von der Continental AG beherrscht werden, wie es bei in den Konzernabschluss einbezogenen strukturierten Einheiten der Fall ist.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Netto-Reinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden auch immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht erfasst wurden. Bei einem Unternehmenserwerb identifizierte immaterielle Vermögenswerte, darunter z. B. Markennamen, Patente, Technologien, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände, werden zum Erwerbszeitpunkt nur dann separat angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für die Aktivierung eines immateriellen Vermögenswerts vorliegen. Die Bewertung zum Erwerbszeitpunkt kann in der Regel nur vorläufig erfolgen. Sind Anpassungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb zugunsten bzw. zulasten der Vermögenswerte und Schulden notwendig, so werden diese entsprechend retrospektiv zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Wesentliche Anpassungen werden im Anhang dargestellt.
Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill aktiviert. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird mit dem anteiligen (neubewerteten) Netto-Vermögen des Tochterunternehmens bewertet. Um die Werthaltigkeit des Goodwill aus einer noch nicht vollständig abgeschlossenen Bewertung und demnach vorläufigen Kaufpreisaufteilung sicherzustellen, wird zum Bilanzstichtag eine vorläufige Aufteilung des vorläufigen Goodwill auf die betroffenen Geschäftsbereiche vorgenommen. Diese vorläufige Aufteilung kann deutlich von der endgültigen Verteilung abweichen. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden innerhalb der sonstigen Erträge realisiert.
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital werden unter "Anteile in Fremdbesitz" im Eigenkapital ausgewiesen.
Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile in den erfolgsneutralen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet.
Im Falle eines sukzessiven Erwerbs und einer damit verbundenen Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert für die bereits im Besitz befindlichen Anteile zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung erfolgswirksam innerhalb der sonstigen Erträge und Aufwendungen realisiert.
Wesentliche Beteiligungen werden, wenn die Continental AG einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen werden
entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig vorliegen, erfolgt die Berücksichtigung der anteiligen Gewinne oder Verluste auf Basis einer zuverlässigen Schätzung. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Equity-Ansatz ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert von nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, die wegen ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns sind. Die Bilanzierung erfolgt im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten, wenn keine Notierungen an Kapitalmärkten gegeben sind und aus der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts keine signifikante Verbesserung der Darstellung des Abschlusses zu erwarten ist.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt, die aus der Höhe der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung des Konzerns abgeleitet sind.
Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag (Stichtagskurs), die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital ohne Berücksichtigung latenter Steuern erfasst.
In den Einzelabschlüssen der Continental AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungsgewinne und -verluste werden – mit Ausnahme bestimmter Finanzierungsvorgänge – erfolgswirksam erfasst. Wechselkursdifferenzen aufgrund der Stichtagsumrechnung konzerninterner Finanzierungen, die in der jeweiligen funktionalen Währung einer der Vertragsparteien auftreten, werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst, sofern die Rückzahlung dieser konzerninternen Kredite in absehbarer Zeit nicht erwartet wird.
Ein Goodwill aus Unternehmenserwerben wird als Vermögenswert ausgewiesen und ggf. mit dem Mittelkurs in Euro zum Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:
| Währungen | Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 € in | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 2017 | 2016 | |
| Brasilien | BRL | 3,97 | 3,43 | 3,61 | 3,86 |
| Schweiz | CHF | 1,17 | 1,07 | 1,11 | 1,09 |
| China | CNY | 7,80 | 7,32 | 7,63 | 7,35 |
| Tschechien | CZK | 25,56 | 27,02 | 26,33 | 27,03 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,89 | 0,86 | 0,88 | 0,82 |
| Ungarn | HUF | 310,45 | 310,45 | 309,30 | 311,47 |
| Japan | JPY | 134,83 | 123,23 | 126,67 | 120,31 |
| Südkorea | KRW | 1.277,29 | 1.267,91 | 1.275,94 | 1.284,96 |
| Mexiko | MXN | 23,60 | 21,85 | 21,34 | 20,67 |
| Malaysia | MYR | 4,86 | 4,73 | 4,85 | 4,58 |
| Philippinen | PHP | 59,69 | 52,37 | 56,95 | 52,57 |
| Rumänien | RON | 4,66 | 4,54 | 4,57 | 4,49 |
| USA | USD | 1,20 | 1,05 | 1,13 | 1,11 |
| Südafrika | ZAR | 14,74 | 14,43 | 15,05 | 16,29 |
Als Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe und Dienstleistungen ausgewiesen. Continental realisiert die Umsätze für Produktverkäufe bei Nachweis bzw. Vorliegen einer Vereinbarung, dass die Lieferung erfolgt ist und die Gefahren auf den Kunden übergegangen sind. Außerdem muss die Höhe des Umsatzes verlässlich ermittelbar sein und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgegangen werden können.
Bei Auftragsfertigungen werden Umsätze grundsätzlich nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) realisiert. Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zum geschätzten gesamten Kostenvolumen des Vertrags. Erwartete Verluste aus diesen Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Die Percentage-of-Completion-Methode ist für den Continental-Konzern von unwesentlicher Bedeutung.
Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden auf der Grundlage von Erfahrungswerten sowie unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Fristen gebildet. Darüber hinaus werden für identifizierte Einzelfälle zusätzliche Rückstellungen angesetzt.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten auch die Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Prototypen und Versuche. Zuschüsse oder Kostenerstattungen von Kunden werden mit den Aufwendungen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung saldiert. Ferner werden die Aufwendungen um den Anteil, der auf die Anwendung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte entfällt, reduziert, soweit dieser Anteil nach den Voraussetzungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 zu aktivieren ist. Dieser Anteil wird als Vermögenswert aktiviert und ab dem Zeitpunkt der Veräußerbarkeit der entwickelten Produkte über einen Zeitraum von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Jedoch gelten grundsätzlich Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen oder Testkosten für bereits vermarktete Produkte – das sogenannte Application Engineering – als nicht aktivierungsfähige Entwicklungsleistungen. Ebenfalls werden Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Ingangsetzung neuer Produktionsanläufe oder Werke entstehen, nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst.
Neue Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft werden erst vermarktbar, nachdem die Continental AG für Fahrzeugplattformen bzw. Modelle als Lieferant nominiert und anhand von Freigabestufen zugelassen ist. Diese Freigaben setzen ferner aufgrund der besonderen Anforderungen an Sicherheits- und Komforttechnologien die technische Realisierbarkeit voraus. Demnach erfolgt eine Aktivierung von Entwicklungskosten ausschließlich erst ab dem Zeitpunkt der Nominierung und mit Erreichen einer bestimmten Freigabestufe. Mit dem Erreichen der endgültigen Freigabe für die unbegrenzte Serienfertigung gilt die Entwicklung als abgeschlossen. Nur bei wenigen Entwicklungsprojekten sind die Kriterien für eine Aktivierung erfüllt.
Nominierungen von Erstausrüstern führen in aller Regel zu einer Belieferungspflicht über die gesamte Lebensdauer der jeweiligen Modelle oder Plattformen. Dabei entsprechen diese Liefervereinbarungen weder langfristigen Fertigungsaufträgen noch festen Verpflichtungen, insbesondere wegen der fehlenden Zusage der Erstausrüster für Abnahmemengen. Deshalb werden sämtliche Aufwendungen für Vorserienleistungen – mit Ausnahme der zuvor beschriebenen aktivierten Entwicklungsaufwendungen – sofort ergebniswirksam erfasst.
Zinsaufwendungen und Zinserträge werden zeitanteilig erfasst. Ausschüttungen aus als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumenten werden zum Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt.
Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Entstehens des rechtlichen Anspruchs erfasst.
Das Ergebnis pro Aktie wird auf der Basis des gewogenen Durchschnitts der ausgegebenen Aktien ermittelt. Aktien werden für den Zeitraum, in dem sie sich im eigenen Bestand befinden, hiervon abgesetzt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt zusätzlich die aufgrund von Options- oder Umtauschrechten potenziell auszugebenden Aktien. Darüber hinaus werden Aufwendungen, die aufgrund einer Wandlung oder eines Umtauschs entfallen würden, eliminiert.
Vermögenswerte und Schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ausgewiesen, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben; entsprechend kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Schulden gelten generell als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, die Erfüllung der Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Die Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen und andere Leistungen an Arbeitnehmer sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte oder Schulden ausgewiesen. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Ein Goodwill entspricht dem aktivischen Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Rahmen des Unternehmenserwerbs. Der Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, vielmehr erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden immaterielle Vermögenswerte linear über ihre Nutzungsdauer, in der Regel drei bis acht Jahre, abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit (Impairment-Test) überprüft.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen von Wertminderungen.
Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen.
Teile der Fremdkapitalkosten werden unter bestimmten Voraussetzungen als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Dies betrifft auch Finanzierungsleasingsachverhalte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Sobald ein Anlagegut betriebsbereit ist, können weitere Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur aktiviert werden, wenn diese zu einer Veränderung des Nutzungszwecks des Anlageguts führen oder durch die Änderung ein zusätzlicher Mehrwert des Anlageguts entsteht und die Kosten eindeutig identifizierbar sind. Alle sonstigen nachträglichen Aufwendungen werden als laufender Instandhaltungsaufwand gebucht.
Sachanlagen werden auf der niedrigsten Ebene in Komponenten aufgeteilt, sofern diese Komponenten wesentlich voneinander abweichende Nutzungsdauern haben und ein Ersatz bzw. eine Überholung dieser Komponenten während der Gesamtlebensdauer der Anlage wahrscheinlich ist. Wartungs- und Reparaturkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Im Konzern sind keine Anlagen vorhanden, die aufgrund ihrer Nutzungsart nur in mehrjährigen Abständen gewartet werden können. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: bis zu 25 Jahre bei Grundstückseinrichtungen und Gebäuden, bis zu 20 Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und bis zu zwölf Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Eine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, sofern eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die im Zusammenhang mit den Zuwendungen bestehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Monetäre Zuwendungen, die dem abschreibungsfähigen Anlagevermögen direkt zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögenswerte abgezogen. Alle übrigen monetären Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag erfasst und den korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt. Nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht zur Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern, welche denen von eigengenutzten Immobilien entsprechen.
Continental ist Leasingnehmer von Sachanlagen, insbesondere von Gebäuden. Sofern die Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjekts Continental zuzurechnen sind, liegt ein Finanzierungsleasing (finance lease) vor und der Leasinggegenstand sowie die dazugehörige Verbindlichkeit werden bilanziert. Beim Mietleasing (operating lease) liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, die Leasingraten sind laufender Aufwand. Als Leasinggeschäfte gelten auch Ansprüche bzw. Verpflichtungen, insbesondere aus Dienstleistungsverträgen, zu deren Erfüllung die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts erforderlich ist und die ein Recht auf Nutzung dieses Vermögenswerts auf den Anspruchsberechtigten übertragen.
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Barwert des zurechenbaren künftigen Cashflow durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der sich ergebenden Differenz vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Der aktivierte Goodwill wird grundsätzlich jährlich im vierten Quartal auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating unit, CGU) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind grundsätzlich die strategischen Geschäftsbereiche, welche unterhalb der Segmente liegen (Sub-Segmente) und die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten darstellen, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Dies ist die niedrigste Ebene, auf der für interne Managementzwecke gesteuert wird. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwerts des Geschäftsbereichs einschließlich des zuzurechnenden Goodwill und des erzielbaren Betrags des Geschäftsbereichs bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist grundsätzlich der auf der Basis der diskontierten Cashflows vor Zinsen und Steuern ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag eines Geschäftsbereichs, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Entfallen die hierfür verantwortlichen Gründe in der Zukunft, wird ein außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill nicht wieder durch Zuschreibungen berichtigt.
Der erwartete Cashflow der Geschäftsbereiche wird aus deren Langfristplanung abgeleitet, die einen Zeithorizont von fünf Jahren umfasst und vom Management verabschiedet wird. Der Planung liegen dabei insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklungen sowie der Entwicklung von Verkaufspreisen, Rohstoffpreisen und Wechselkursen zugrunde. Neben diesen aktuellen Marktprognosen werden auch Entwicklungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit einbezogen. Für die über den Zeithorizont von fünf Jahren hinausgehende ewige Rente wird der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten nachhaltigen Wachstumsrate des einzelnen Geschäftsbereichs extrapoliert. Für die beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten High Voltage Power Applications und Low Voltage & Control Unit Applications des Geschäftsbereichs Hybrid Electric Vehicle (HEV) wurde aufgrund der individuellen Situation eines Start-ups ein detaillierteres Modell mit längerfristiger Detailplanung zugrunde gelegt.
Die wesentlichen Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate.
Der jährliche Impairment-Test wurde grundsätzlich basierend auf dem in der Berichtsperiode vom Management verabschiedeten Bottom-up-Business-Plan für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Automotive Group wurden im Berichtsjahr die Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern in Höhe von 11,3 % (Vj. 11,5 %) diskontiert, und für die Rubber Group wurde ein Zinssatz von 9,6 % (Vj. 9,3 %) verwendet. Diesen beiden Vorsteuer-WACC liegt die Kapitalstruktur der jeweils relevanten Peer Group im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zugrunde. Der risikofreie Zinssatz beträgt einheitlich 1,2 % und die Marktrisikoprämie einheitlich 6,5 %. Die Fremdkapitalkosten wurden als Summe des risikolosen Zinssatzes zuzüglich der "Credit Spreads" der von Standard & Poor's, Moody's oder Fitch eingestuften Peer-Group-Unternehmen ermittelt. Quellen dieser Informationen waren Daten von Bloomberg.
Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Interior, Chassis & Safety und Powertrain lag im Berichtsjahr bei 1,5 % (Vj. 1,5 %). Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Reifen und ContiTech lag die nachhaltige Wachstumsrate bei 0,5 % (Vj. 0,5 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Geschäftsfelder, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwill im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests für das Jahr 2017 ergab keinen Impairment-Bedarf.
Die Unterstellung eines um 0,5 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes von 11,8 % vor Steuern für die Automotive Group und 10,1 % vor Steuern für die Rubber Group würde zu keinem Goodwill Impairment führen. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozentpunkte hätte zu keinem Goodwill Impairment geführt. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben. Würde sich der Umsatz in der ewigen Rente um 5,0 % verringern, würde dies zu keinem Goodwill Impairment führen. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben.
Einzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte.
Ein Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere oder auch Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten; andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen eingesetzt werden.
Der Ansatz von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch die Continental AG geliefert wird.
Originäre finanzielle Vermögenswerte werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt
werden. Im Konzernabschluss der Continental AG werden grundsätzlich sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Hierbei werden in der Regel neben den Anschaffungskosten Rückzahlungen, Emissionskosten und die Amortisation eines Agios oder Disagios berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten auf der Grundlage des bei Abschluss des Leasingvertrags angewendeten Zinssatzes ausgewiesen. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen.
Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend den in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie.
Finanzinstrumente, die sowohl eine Fremd- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthalten, werden ihrem Charakter entsprechend in unterschiedlichen Bilanzposten angesetzt. Zu den hier relevanten Eigenkapitalinstrumenten gehören im Wesentlichen Options- und Wandelanleihen. Der beizulegende Zeitwert von Wandlungsrechten wird bereits bei der Emission einer Wandelanleihe in die Kapitalrücklage eingestellt und gleichzeitig von der Anleiheverbindlichkeit abgesetzt. Beizulegende Zeitwerte von Wandlungsrechten aus unterverzinslichen Anleihen werden anhand des kapitalisierten Unterschiedsbetrags aus dem Zinsvorteil ermittelt. Für die Laufzeit der Anleihe wird der Zinsaufwand der Fremdkapitalkomponente aus dem Marktzins zum Zeitpunkt der Emission für eine vergleichbare Anleihe ohne Wandlungsrecht errechnet. Der Differenzbetrag zwischen dem berechneten und dem gezahlten Zins erhöht den Buchwert der Anleiheverbindlichkeit. Bei Fälligkeit oder Wandlung der Wandelanleihe wird gemäß dem Wahlrecht in IAS 32 die in der Kapitalrücklage bei der Emission eingestellte Eigenkapitalkomponente mit den kumulierten einbehaltenen Gewinnen aufgerechnet.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt; die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen wurde, angesetzt.
Änderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente, die zur Steuerung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zum Einsatz kommen (Fair Value Hedges), werden zusammen mit den Wertänderungen des korrespondierenden Grundgeschäfts im Konzernergebnis erfasst. Zeitwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme dienen
(Cashflow Hedges) und deren Absicherung sich als effektiv erwiesen hat, werden im Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital angesetzt, bis das zugehörige Grundgeschäft eintritt.
Bei Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Netto-Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Hedge einer Netto-Investition) wird der effektive Teil der Wertänderung der Sicherungsgeschäfte gemeinsam mit dem Effekt aus der Währungsumrechnung der Netto-Investition ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital gezeigt. Erst bei einer Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Währungseffekt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Werden die für das Hedge Accounting notwendigen Kriterien bei derivativen Finanzinstrumenten nicht erfüllt oder erweist sich die Absicherung als nicht effektiv, erfolgt die Buchung der jeweiligen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts im Konzernergebnis unabhängig vom Grundgeschäft.
Nicht derivative Basisverträge werden im Konzern regelmäßig auf eingebettete derivative Finanzinstrumente untersucht, wie z. B. vertragliche Zahlungsvereinbarungen, die weder in der funktionalen Währung einer der Vertragsparteien noch in einer handelsüblichen Währung bestehen. Eingebettete derivative Finanzinstrumente sind vom Basisvertrag zu trennen, wenn die Beurteilung ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten derivativen Finanzinstruments nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Trennungspflichtige eingebettete derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechende Wertänderungen im Konzernergebnis erfasst.
Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Die auf gesonderten Posten erfassten Wertberichtigungen werden entsprechend den in Einzelfällen bekannten Ausfallrisiken bzw. aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen. Ausfallrisiken, welche zu einem geringeren Zahlungsmittelzufluss führen, äußern sich im Regelfall durch Zahlungsschwierigkeiten, Nichterfüllung, wahrscheinliche Insolvenz oder Vertragsbruch der Kunden.
Continental verkauft teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen mit Banken. Diese Forderungen werden in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt, wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen werden. Die Rückzahlungsverpflichtungen aus diesen Verkäufen sind in der Regel kurzfristige Finanzschulden.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Netto-Veräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken aufgrund von eingeschränkter Verwertbarkeit oder erheblicher Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Bilanzierung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen, werden berücksichtigt.
Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist.
Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.
Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens (substantially enacted) der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.
Die betriebliche Altersversorgung im Konzern ist auf der Basis sowohl von leistungs- als auch von beitragsorientierten Zusagen geregelt.
Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Der hierbei verwendete Diskontierungssatz richtet sich nach den Verhältnissen für langfristige Anleihen am jeweiligen Kapitalmarkt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital in den erfolgsneutralen Rücklagen erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Erträge aus den Pensionsfonds werden gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen.
Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer im Finanzergebnis ausgewiesen. Mehrere Konzerngesellschaften führen Pensionsfonds zur Deckung der Verpflichtungen. Als Planvermögen gelten zudem sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich für Zahlungen an Pensionsberechtigte und nicht zur Deckung von Ansprüchen anderer Gläubiger verwendet werden können. Pensionsverpflichtungen und Planvermögen werden in der Bilanz saldiert dargestellt.
Die insbesondere in den USA und Kanada bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Krankheitskosten an Mitarbeiter nach deren Pensionierung werden wegen ihres Versorgungscharakters den Leistungen an Arbeitnehmer zugeordnet.
Für beitragsorientierte Zusagen zahlt das Unternehmen vertraglich festgelegte Beträge, die bis zum Renteneintritt des betroffenen Mitarbeiters bei unabhängigen externen Vermögensverwaltern hinterlegt werden. Die Beiträge sind zum Teil davon abhängig, inwieweit der Mitarbeiter eigene Beiträge leistet. Das Unternehmen übernimmt keine Garantie für die Entwicklung des Vermögenswerts bis zum Renteneintritt oder darüber hinaus. Folglich sind alle Ansprüche durch die im Jahr geleisteten Beiträge abgegolten.
Rückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem künftigen Mittelabfluss führt und deren Höhe sich zuverlässig ermitteln oder einschätzen lässt. Die Bewertung der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Wert, zu dem die Verpflichtungen wahrscheinlich erfüllt bzw. auf Dritte übertragen werden könnten. Langfristige Rückstellungen, wie z. B. für Prozess- oder Umweltrisiken, werden auf ihren Barwert diskontiert. Der entsprechend entstehende Zinsaufwand bei Aufzinsung der Rückstellungen wird inklusive eines Zinsänderungseffekts im Finanzergebnis ausgewiesen.
Kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Verwendung einer Monte-Carlo-Simulation. Die Verbindlichkeiten werden bis zum Ablauf der Haltefrist in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passiviert.
Zur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen.
Die wichtigsten Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit des Goodwill und des Anlagevermögens, besonders die dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Diskontierungszinssätze, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen, die finanzmathematischen Einflussgrößen auf Aktienoptionspläne sowie die Bilanzierung und Bewertung von Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen, insbesondere die versicherungsmathematischen Parameter für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Höhe von Gewährleistungs-, Prozess- und Umweltrisiken.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beruhen. Die Prämissen werden regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, den tatsächlichen Entwicklungen angepasst.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Dabei umfassen die Zahlungsmittelbestände sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind flüssige Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden.
Finanzinvestitionen gehören nur dann zu den Zahlungsmitteläquivalenten, wenn sie eine Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten besitzen.
Die Rechnungslegung im Konzernabschluss der Continental AG nach IFRS erfolgt entsprechend der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315e Abs. 1 HGB auf der Grundlage der von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Anerkennungsverfahrens für die Europäische Union übernommenen IFRS. Eine verpflichtende Anwendung der IFRS ergibt sich dementsprechend nur nach einer Anerkennung der neuen Standards durch die EU-Kommission.
Die Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnungen (Angabeninitiative), zielen auf eine Verbesserung der gewährten Informationen in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens ab. Es werden daher erweiterte Angaben zur Entwicklung von Fremdkapitalposten in der Bilanz gefordert, bei denen damit verbundene Zahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden oder zukünftig auszuweisen sind. Die entsprechenden Angaben sind auch zur Entwicklung des Bilanzwerts finanzieller Vermögenswerte zu tätigen, bei denen damit verbundene Zahlungen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden oder zukünftig auszuweisen sind. Veränderungen des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, Änderungen aus der Übernahme oder dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe, Auswirkungen von Wechselkursänderungen, Auswirkungen aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und sonstige Änderungen sind anzugeben. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG.
Die Änderungen an IAS 12, Ertragsteuern (Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste), adressieren die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf unrealisierte Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Form von Schuldinstrumenten. In Bezug auf Schuldinstrumente, die zum Fair Value bewertet werden, deren steuerliche Basis jedoch Anschaffungskosten sind, stellen die Änderungen klar, dass nicht realisierte Verluste zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Dies gilt unabhängig davon, ob erwartet wird, das Schuldinstrument bis zur Endfälligkeit zu halten oder zu veräußern. Die Änderungen präzisieren außerdem die Ermittlung künftig zu versteuernder Einkommen für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern. Weiterhin wird klargestellt, dass die Beurteilung, ob voraussichtlich künftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, grundsätzlich für alle abziehbaren temporären Differenzen gemeinsam erfolgt. Wenn das Steuerrecht zwischen verschiedenen steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist die Beurteilung in Kombination mit anderen latenten Steueransprüchen der gleichen Art vorzunehmen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG.
Im Rahmen des Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRS, Dezember 2016, Zyklus 2014–2016) werden folgende Änderungen anwendbar:
› Die Änderungen an IFRS 12, Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (Klarstellung des Anwendungsbereichs des Standards), stellen klar, dass, mit Ausnahme der zusammengefassten Finanzinformationen gemäß IFRS 12.B17, sämtliche anderen Angabepflichten des IFRS 12 für Anteile gelten, die nach IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG.
Die Änderungen an IFRS 4, Versicherungsverträge (Anwendung von IFRS 9, Finanzinstrumente, gemeinsam mit IFRS 4, Versicherungsverträge), adressieren die Thematik der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte des IFRS 9 und des neuen Standards für Versicherungsverträge. Die Änderungen führen zwei mögliche optionale Lösungen ein: die zeitweise Aussetzung der Anwendung des IFRS 9 für Versicherungsunternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen, und das Übergangsverfahren (overlay approach). Letzteres erlaubt Unternehmen, die IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, Gewinne und Verluste bestimmter finanzieller Vermögenswerte, die nach IFRS 9 erfolgswirksam zu erfassen sind, insoweit in die erfolgsneutralen Rücklagen umzubuchen, als sie nach IAS 39 nicht erfolgswirksam zu erfassen gewesen wären. Mit Blick auf das Verfahren der zeitweisen Aussetzung der Anwendung des IFRS 9 sind die Änderungen für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Beide Lösungsansätze sind spätestens zum Zeitpunkt der Erstanwendung des neuen Standards für Versicherungsverträge anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
IFRS 9, Finanzinstrumente, ersetzt die Vorschriften des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Konzern wird IFRS 9 erstmalig im Geschäftsjahr 2018 anwenden.
IFRS 9 enthält neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, insbesondere von finanziellen Vermögenswerten, basierend auf dem Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, und den Eigenschaften ihrer Cashflows. IFRS 9 ersetzt die bisherigen Kategorien des IAS 39 für finanzielle Vermögenswerte ("bis zur Endfälligkeit zu halten", "Kredite und Forderungen", "zur Veräußerung verfügbar" sowie "zu Handelszwecken gehalten") durch die Bewertungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust" (FVTPL) sowie "zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis" (FVOCI). In der letztgenannten Bewertungskategorie gibt es je nach Finanzinstrument noch Unterschiede hinsichtlich der Reklassifizierbarkeit des sonstigen Ergebnisses. Derivative Finanzinstrumente, die in finanzielle Vermögenswerte eingebettet sind, werden nach IFRS 9 nicht mehr getrennt bilanziert, sondern insgesamt im Hinblick auf die Einstufung in eine Bewertungskategorie beurteilt. Die Regelungen des IAS 39 für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten werden vom IFRS 9 weitestgehend unverändert übernommen. Im Unterschied zu IAS 39 werden nach IFRS 9 bei Ausübung der Fair-Value-Option Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Änderungen des Kreditrisikos der Verbindlichkeit zurückzuführen sind, im sonstigen Ergebnis dargestellt.
Es ist nicht zu erwarten, dass der Standard und die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns haben werden.
Neben der grundsätzlich veränderten Kategorisierung werden mit der Umstellung zum 1. Januar 2018 für die zum 31. Dezember 2017 bilanzierten Sachverhalte hinsichtlich deren Zuordnung zu Bilanzposten keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. Die im Eigenkapital in den erfolgsneutralen Rücklagen angesammelten Gewinne einschließlich darauf entfallender latenter Steuereffekte aus der bisherigen Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar" in Höhe von rund 3,4 Mio € werden innerhalb des Eigenkapitals in die kumulierten einbehaltenen Gewinne umgegliedert.
Es ist davon auszugehen, dass im Konzernabschluss der Continental AG für den überwiegenden Teil finanzieller Vermögenswerte das Geschäftsmodell zur Anwendung gelangt, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zu halten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen (hold to collect). Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Cashflows der finanziellen Vermögenswerte im Konzernabschluss der Continental AG überwiegend die im IFRS 9 beschriebenen Kriterien erfüllen, d. h. als Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag charakterisiert werden können. Eine Anwendung der Fair-Value-Option bei der Continental AG ist momentan nicht vorgesehen.
Nur in einigen wenigen Fällen erwartet der Konzern Auswirkungen durch eine Abweichung in Bezug auf die Steuerung von Finanzinstrumenten im Vergleich zum zuvor beschriebenen Geschäftsmodell (hold to collect). Für Wechselforderungen einiger chinesischer Konzerngesellschaften wird erwartet, dass das Geschäftsmodell, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht (hold to collect and sell), einschlägig ist. Für diese Schuldinstrumente wird die Erfüllung der Kriterien des IFRS 9 in Bezug auf Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag erwartet, sodass diese zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) mit Reklassifizierung zu bewerten wären. Für bilanzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, die zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen eines Forderungsverkaufsprogramms mit bilanzwirksamer Ausbuchung (true sale) verkauft werden, wird erwartet, dass das Geschäftsmodell "other" als Auffangkategorie, einschlägig ist. Für diese Schuldinstrumente wird entsprechend erwartet, dass diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) zu bewerten wären. Demgegenüber werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, die im Rahmen eines Forderungsverkaufsprogramms ohne bilanzwirksame Ausbuchung (on balance) verkauft wurden oder werden (hold-to-collect-Geschäftsmodell), zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da erwartet wird, dass diese die Kriterien des IFRS 9 in Bezug auf Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag erfüllen.
Für die Ermittlung von Wertminderungen ersetzt der Standard das Modell der Berücksichtigung eingetretener Verluste (incurred loss model) durch das Modell der Berücksichtigung erwarteter Verluste (expected loss model). Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet werden (mit Ausnahme von Eigenkapitalinstrumenten), auf vertragliche Vermögenswerte, die sich aus IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, ergeben werden, auf Leasingforderungen, auf unwiderrufliche Kreditzusagen und auf Garantievereinbarungen. Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen entweder auf der Grundlage der erwarteten Zwölf-Monats-Kreditausfälle oder auf der Grundlage der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit des Vermögenswerts bewertet (im Folgenden "lebenslange Kreditausfälle"). Unter Zwölf-Monats-Kreditausfällen werden die erwarteten Kreditausfälle innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag verstanden. Bei lebenslangen Kreditausfällen handelt es sich um die erwarteten Kreditausfälle während der Gesamtlaufzeit eines Finanzinstruments. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der Zwölf-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ausnahmeregelungen bestehen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für vertragliche Vermögenswerte, die sich aus IFRS 15 ergeben werden, sowie für Leasingforderungen. Für diese Posten müssen (bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglichen Vermögenswerten nach IFRS 15 ohne wesentliche Finanzierungskomponente) bzw. dürfen (bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglichen Vermögenswerten nach IFRS 15 mit wesentlicher Finanzierungskomponente und Leasingforderungen) bereits mit Zugang sämtliche erwarteten Verluste Berücksichtigung finden.
Es ist zu erwarten, dass der Standard und die Folgeänderungen Auswirkungen auf die Wertminderungen im Konzernabschluss der Continental AG haben werden. Es wird erwartet, dass sich gegenüber dem Stand der relevanten Instrumente zum 31. Dezember 2017 zum Übergangszeitpunkt die bilanzierten Wertminderungen um bis zu 10 Mio€ verringern.
Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 hat der Konzern das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden. Die Continental AG wird die neuen Anforderungen des IFRS 9 für Sicherungsgeschäfte mit dem Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 anwenden.
Durch die Regelungen des IFRS 9 wird ein neues (allgemeines) Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen eingeführt mit dem Ziel, das Risikomanagement und die bilanzielle Abbildung enger zu verknüpfen. IFRS 9 enthält neue Anforderungen bezüglich der Effektivitätsbeurteilung und untersagt die freiwillige Beendigung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Ferner ist es zukünftig möglich, dass zusätzliche Risikomanagementstrategien, die eine Teilrisikoabsicherung (mit Ausnahme des Fremdwährungsrisikos) eines nichtfinanziellen Postens beinhalten, die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen. Die Continental AG führt derzeit keine Absicherungen solcher Teilrisiken durch.
Weiterhin kann der Konzern bei Anwendung des IFRS 9 künftig fallweise zu Beginn einer Sicherungsbeziehung entscheiden, die Forward Points sowie Fremdwährungsbasis-Spreads von Sicherungsinstrumenten separat als Kosten der Absicherung zu bilanzieren. In diesem Fall werden diese Komponenten in den erfolgsneutralen Rücklagen erfasst, dort in einem separaten Bestandteil als Rücklage für Kosten der Absicherung ausgewiesen und nachfolgend wie Gewinne und Verluste in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen bilanziert. Die Anwendung dieses Wahlrechts ist für die zum 31. Dezember 2017 bestehenden Sicherungsbeziehungen, die ab 1. Januar 2018 nach IFRS 9 fortgeführt werden, nicht vorgesehen.
Es ist nicht zu erwarten, dass der Standard und die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Konzernabschluss der Continental AG haben werden. Es wird erwartet, dass die derzeit bilanzierten Sicherungsbeziehungen die Anforderungen des IFRS 9 erfüllen. Bilanzielle Auswirkungen auf die zum 31. Dezember 2017 bestehenden Sicherungsbeziehungen sind zum Übergangszeitpunkt nicht zu erwarten.
IFRS 9 führt neue Ausweisvorschriften und Anhangangaben ein, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen. Die Identifizierung der erforderlichen Datenbasis, der Abgleich mit dem bisherigen Verfahren und die Anpassungen in Systemen, Prozessen und Kontrollabläufen sind im Konzern nahezu abgeschlossen.
Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich rückwirkend angewendet. Der Konzern wird von der Ausnahme Gebrauch machen, keine Anpassung von Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich des Ausweises und der Bewertung (einschließlich der Wertminderung) zum Erstanwendungszeitpunkt vorzunehmen. Zu Beginn der ersten Berichtsperiode (1. Januar 2018) wären dann Differenzen zwischen den bisherigen Buchwerten und den Buchwerten zu Beginn der ersten Berichtsperiode aufgrund der Anwendung des IFRS 9 erfolgsneutral zu erfassen. Weiterhin sind die neuen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte grundsätzlich prospektiv anzuwenden. Die Bestimmung des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird, sowie die Ausübung des Wahlrechts, Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) zu bilanzieren, sind auf Grundlage der Tatsachen und Umstände vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestehen.
IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, ersetzt die existierenden Regelungen zur Erlösrealisierung und löst die Verlautbarungen IAS 11, Fertigungsaufträge, IAS 18, Umsatzerlöse, IFRIC 13, Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15, Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18, Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden, und SIC-31, Umsatzerlöse – Tausch von Werbedienstleistungen, ab. Nach IFRS 15 ist der Betrag als Erlös aus Kundenverträgen zu erfassen, der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erhalten wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts bzw. des Zeitraums wird auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden abgestellt (control approach). Für die Bestimmung, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird ein Fünf-Stufen-Modell angewendet. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Im Rahmen des Projekts zur Implementierung der Anforderungen des IFRS 15 und der daraus resultierenden Folgeänderungen im Continental-Konzern wurde eine Auswirkungsanalyse, insbesondere im Hinblick auf Güter ohne alternativen Nutzen, die Abbildung unserer verschiedenen Leistungen im Produktlebenszyklus, variable Kaufpreisbestandteile und Mehrkomponentenverträge sowie den Kontrollübergang an den Kunden durchgeführt.
Bei der Anwendung und Implementierung des Fünf-Stufen-Modells im Continental-Konzern auf die Verträge mit Kunden werden die vorhandenen unterscheidbaren (distinct) Leistungsverpflichtungen identifiziert. Der Transaktionspreis wird gemäß den Regeln des IFRS 15 ermittelt und ggf. auf die vorhandenen Leistungsverpflichtungen allokiert. Es werden insbesondere variable Preisbestandteile aus den Kundenverträgen, wie z. B. Rabatte, Kundenboni und sonstige Preisnachlässe, analysiert, ermittelt und für die Erlöserfassung berücksichtigt. Bei der Allokation des Transaktionspreises auf – falls vorhanden – mehrere Leistungsverpflichtungen würden, soweit möglich, beobachtbare Einzelveräußerungspreise verwendet werden; ansonsten wäre auf adjustierte Marktpreise (adjusted market assessment approach) oder Kosten zuzüglich einer erwarteten
Marge (cost plus a margin approach) abzustellen. Für jede Leistungsverpflichtung, die gemäß IFRS 15 abstrakt und im Vertragskontext unterscheidbar (distinct) ist, wird die Art der Erlösrealisierung in zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Erfassung festgelegt.
Mehrkomponentenverträge, die unterscheidbare (distinct) Leistungsverpflichtungen enthalten, deren Erlöse zu verschiedenen Zeitpunkten realisiert werden, sind gemäß der bisher getätigten Analysen im Continental-Konzern gegenwärtig unwesentlich.
Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ergeben sich voraussichtlich nur unwesentliche Effekte. Im Seriengeschäft mit Automobilherstellern der Automotive Group und des Segments ContiTech werden aufgrund der Anwendung einer outputbasierten Bewertungsmethode innerhalb der zeitraumbezogenen Erlöserfassung keine wesentlichen Veränderungen zur bisherigen Bilanzierung erwartet. Das Geschäft des Segments Reifen und das Industriegeschäft des Segments ContiTech bestehen überwiegend aus Leistungen, die zeitpunktbezogen abgebildet werden. Für diese werden ebenfalls keine wesentlichen Bilanzierungsauswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 erwartet. Erlöse aus Forschung und Entwicklung werden zukünftig nicht mehr gemeinsam mit den entsprechenden Kosten ausgewiesen. In kleineren Geschäftsfeldern wird zukünftig eine zeitraumbezogene Erlöserfassung einschlägig sein, die grundsätzlich zu einer vorgezogenen Erfassung von Erlösen führt.
Durch die Umstellungen wird in der Eröffnungsbilanz 2018 eine Erhöhung der Vorräte von ca. 15 Mio€ erwartet. Vertragsvermögenswerte (contract assets) werden sich voraussichtlich in der Eröffnungsbilanz auf bis zu 20 Mio€ belaufen. Forderungen gegenüber Dritten werden um ca. 5 Mio€ reduziert. Ferner werden Umgliederungen von sonstigen Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in die Vertragsverbindlichkeiten (contract liabilities) erwartet. Die mit der Anpassung der Eröffnungsbilanz entstehenden latenten Steuern belaufen sich voraussichtlich auf unter 10 Mio€.
Die nach bisher angewandten Bilanzierungsregeln innerhalb der Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesenen Erlöse aus Erstattungen von Kunden für Forschungs- und Entwicklungskosten werden aufgrund der Anwendung des IFRS 15 zukünftig unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen.
Die Anwendung des IFRS 15 im Continental-Konzern wird ab 1. Januar 2018 erfolgen. Als Übergangsmethode werden die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 auf Verträge, deren gegenseitige Leistungsverpflichtungen noch nicht vollständig erbracht sind, als kumulierter Effekt in der Eröffnungsbilanz zum selbigen Datum dargestellt. Als praktische Erleichterung für den Übergang zu IFRS 15 wird IFRS 15.C5 (c) in Anspruch genommen.
Mit den Klarstellungen zum IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, formuliert das IASB gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifikation von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung als Prinzipal oder Agent und Erlöse aus Lizenzen. Die Klarstellungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die hieraus erwarteten Effekte auf die zukünftigen Konzernabschlüsse der Continental AG wurden im vorstehenden Abschnitt dieses Kapitels zu IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, beschrieben.
IFRS 16, Leasingverhältnisse, ersetzt die bestehenden Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und löst die Verlautbarungen IAS 17, Leasingverhältnisse, IFRIC 4, Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15, Operating-Leasingverhältnisse – Anreize, sowie SIC-27, Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen, ab. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Leasingverhältnissen aus Sicht von Leasingnehmer und Leasinggeber sowie diesbezügliche Anhangangaben.
IFRS 16 verändert die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer wesentlich durch Aufhebung der Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnis sowie der grundsätzlichen Abbildung aller Leasingverhältnisse in der Bilanz. Nach IFRS 16 bilanziert der Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (right-of-use-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Der Standard gewährt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich unwesentlicher Vermögenswerte. Continental beabsichtigt zum gegenwärtigen Zeitpunkt, die Ausnahmeregelungen in Anspruch zu nehmen.
Bezogen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber übernimmt der Standard grundsätzlich die Regelungen des IAS 17, sodass der Leasinggeber unverändert Leasingverhältnisse als Finance- oder Operating-Leasingverhältnisse einzustufen hat.
Der Standard und die Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Beim Übergang auf die neue Rechnungslegungsvorschrift kann zwischen dem retrospektiven Ansatz und dem modifizierten retrospektiven Ansatz mit optionalen praktischen Vereinfachungsregeln gewählt werden. Es wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt beabsichtigt, IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 anzuwenden und dabei den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen.
Continental hat mit einer Analyse der Effekte auf ihren Konzernabschluss begonnen. Bislang wurde als wesentlichste Auswirkung identifiziert, dass Continental als Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für ihre Operating-Leasingverhältnisse über Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäude erfassen wird. Darüber hinaus sind Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu erwarten, da die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten ersetzt werden. In der Folge ist eine positive Auswirkung auf das EBIT zulasten des Finanzergebnisses zu erwarten.
Die quantitativen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf die Vermögens- und Ertragslage von Continental können noch nicht beziffert werden. Diese sind u. a. abhängig von den noch zu treffenden Entscheidungen bezüglich praktischer Vereinfachungsund Ausnahmeregelungen sowie von den möglichen zusätzlichen Leasingverhältnissen, die der Konzern bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung noch eingehen wird. Es ist zu erwarten, dass der Standard wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Zu den quantitativen Auswirkungen werden voraussichtlich noch vor der Erstanwendung des Standards Angaben gemacht.
Im Rahmen des Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRS, Dezember 2016, Zyklus 2014–2016) werden folgende Änderungen zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (Planänderungen, Kürzungen und Abgeltungen), stellen die Bilanzierung von Planänderungen, Kürzungen und Abgeltungen klar. In Fällen einer Planänderung, Kürzung oder Abgeltung ist die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen unter Berücksichtigung aktueller versicherungsmathematischer Annahmen neu zu bewerten, um den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand oder Gewinne oder Verluste aus der Abgeltung zu bestimmen. Für solche Fälle legen die Änderungen fest, dass der laufende Dienstzeitaufwand und der Netto-Zinsaufwand für den Zeitraum nach einer Planänderung, Kürzung und Abgeltung ebenfalls auf Basis der aktualisierten versicherungsmathematischen Annahmen zu ermitteln sind. Der Netto-Zinsaufwand für den Zeitraum nach einer Planänderung, Kürzung oder Abgeltung ist auf Grundlage der neubewerteten Nettoschuld (Vermögenswert) zu bestimmen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen), stellen klar, dass IFRS 9, Finanzinstrumente, auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt, die aber dem wirtschaftlichem Gehalt nach einen Teil der Netto-Investitionen in das assoziierte Unternehmen oder das Gemeinschaftsunternehmen darstellen. Die Änderungen stellen klar, dass IFRS 9 vor Erfassung von Verlustanteilen und vor der Anwendung der Wertminderungsvorschriften für die Netto-Investition nach IAS 28 anzuwenden ist. Darüber hinaus sind bei der Anwendung des IFRS 9 keine Anpassungen des Buchwerts zu berücksichtigen, die sich aus der Anwendung von IAS 28 auf die langfristigen Anteile ergeben. Als vorgeschlagene Änderungen im Rahmen des Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRS, Dezember 2017, Zyklus 2015–2017) geplant, wurde letztlich entschieden, diese Änderungen an IAS 28 separat zu verabschieden. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien), stellen klar, dass eine Übertragung in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur dann vorzunehmen ist, wenn eine Nutzungsänderung der Immobilie vorliegt. Eine Nutzungsänderung liegt vor, wenn die Immobilie die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllt oder nicht mehr erfüllt und diese Nutzungsänderung belegbar ist. Die Änderungen stellen klar, dass die Aufzählung der Nachweise einer Nutzungsänderung im Standard eine nicht abschließende Aufzählung von Beispielen ist. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018
beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung (Klassifizierung und Bewertung von aktienbasierten Vergütungen), adressieren die Bewertung von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich und die Bilanzierung von Modifikationen, die eine Zusage mit anteilsbasierter Vergütungstransaktion mit Barausgleich in eine anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente umwandeln. Ferner führen die Änderungen eine Ausnahmevorschrift für Vergütungstransaktionen ein, bei denen Eigenkapitalinstrumente gewährt werden, von denen ein Teil zwecks Begleichung einer Steuerschuld des Begünstigten einbehalten wird. Die aufgrund der anteilsbasierten Vergütung beim Begünstigten anfallende Steuer ist vom Unternehmen an die zuständige Steuerbehörde zu zahlen. Die Änderungen sehen vor, dass derartige Zusagen in ihrer Gesamtheit als anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu behandeln sind, sofern eine derartige Klassifizierung ohne den Steuereinbehalt einschlägig gewesen wäre. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IFRS 9, Finanzinstrumente (Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung), legen fest, dass für bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit vorzeitiger Rückzahlungsoption, bei denen eine Partei bei vorzeitiger Kündigung eine angemessene Entschädigung erhält oder zahlt (angemessenes negatives Entgelt), die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert erfolgen kann. Hinsichtlich der Bilanzierung einer Modifikation oder eines Austauschs einer zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeit, die nicht zur Ausbuchung führt, stellen die Änderungen in den Grundlagen für Schlussfolgerungen (basis for conclusion) klar, dass Anpassungen der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zum Zeitpunkt der Modifikation oder des Austauschs zu erfassen sind. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, und IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen), beseitigen eine bestehende Inkonsistenz zwischen beiden Standards. Die Änderungen stellen klar, dass die bilanzielle Behandlung von Veräußerungen oder von Einlagen von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen abhängig davon ist, ob die von der Transaktion betroffenen Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, darstellen. Liegt ein solcher Geschäftsbetrieb vor, wären Gewinne und Verluste in voller Höhe beim Investor zu erfassen. Sofern jedoch die von der Transaktion betroffenen Vermögenswerte keinen Geschäftsbetrieb darstellen, ist der anteilige Erfolg in Höhe des Fremdanteils der anderen Investoren zu erfassen. Durch die
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28, Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28, wird der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
IFRS 17, Versicherungsverträge, ersetzt IFRS 4, Versicherungsverträge, und schafft Grundsätze für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen in Bezug auf Ansatz, Bewertung, Ausweis und Angaben. IFRS 17 sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 17 sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
IFRIC 22, Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen, beschäftigt sich mit der Frage, welcher Wechselkurs bei der erstmaligen Erfassung einer Fremdwährungstransaktion in der funktionalen Währung eines Unternehmens zu verwenden ist, wenn das Unternehmen Vorauszahlungen auf die der Transaktion zugrunde liegenden empfangenen Vermögenswerte, Aufwendungen oder Erträge (oder Teile hiervon) leistet oder erhält. Die Interpretation stellt klar, dass für Zwecke der Bestimmung des Wechselkurses als Transaktionszeitpunkt auf jenen Zeitpunkt abzustellen ist, zu dem der nicht monetäre Vermögenswert aus der Vorauszahlung oder die nicht monetäre Schuld aus aufgeschobenem Ertrag erstmals erfasst wird. Wenn es im Voraus mehrere Zahlungen oder Erhalte gibt, wird ein Transaktionszeitpunkt für jede Zahlung und jeden Erhalt bestimmt. Die Interpretation ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Interpretation wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird.
IFRIC 23, Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern, stellt die Anwendung der Ansatz- und Bewertungsregeln des IAS 12, Ertragsteuern, bei Vorliegen von Steuerrisikopositionen klar. Nach IFRIC 23 können risikobehaftete Steuersachverhalte einzeln oder zusammengefasst angesetzt werden, abhängig davon, welcher dieser Ansätze die erwartete Klärung der Unsicherheit zutreffender abbildet. Bei der Einschätzung ist davon auszugehen, dass die Steuerbehörde alle Sachverhalte untersucht, auf deren Prüfung sie ein Recht hat, und dass sie vollständige Kenntnis aller zugehörigen Informationen besitzt. In Abhängigkeit davon, welcher Wert die Erwartung des Unternehmens auf Klärung des Sachverhalts am besten widerspiegelt, kann der wahrscheinlichste Wert oder der Erwartungswert für die Bewertung der Steuerrisikoposition genutzt werden. Die Interpretation stellt klar, dass sich risikobehaftete Steuersachverhalte sowohl auf die Ermittlung der tatsächlichen als auch die Ermittlung der latenten Steuern auswirken können, sodass einheitliche Annahmen und Schätzungen zu verwenden sind. Außerdem enthält die Interpretation Anwendungsleitlinien zur Berücksichtigung von Änderungen im Hinblick auf Tatsachen und Umstände und nimmt Bezug auf existierende Anhangangabenerfordernisse für Steuerrisikopositionen. Die Interpretation ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es ist
nicht zu erwarten, dass die Interpretation wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird.
Im Rahmen des Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRS, Dezember 2017, Zyklus 2015–2017) werden folgende Änderungen zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Konsequenzen von Dividendenzahlungen aus Finanzinstrumenten, die als Eigenkapital klassifiziert werden, dort zu erfassen sind, wo die für die Erwirtschaftung der ausschüttungsfähigen Gewinne ursächlichen vergangenen Transaktionen und Ereignisse originär erfasst wurden. Dieses Erfordernis gilt für alle einkommensteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen. Im Zusammenhang mit den Änderungen an IAS 12 wurden auch die Grundlagen für Schlussfolgerungen (basis for conclusion) des IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, erweitert.
› Die Änderungen an IAS 23, Fremdkapitalkosten (Aktivierbare Fremdkapitalkosten), stellen klar, dass noch nicht zurückgezahltes Fremdkapital, welches speziell für einen qualifizierten Vermögenswert aufgenommen wurde, ab dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert im Wesentlichen für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf hergerichtet ist, Teil der allgemein aufgenommenen Fremdmittel wird. Diese Mittel werden dann in die Bestimmung des allgemeinen Finanzierungskostensatzes für qualifizierte Vermögenswerte einbezogen, für die keine speziellen Fremdmittel aufgenommen wurden.
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 527 (Vj. 510) inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 412 (Vj. 396) vollkonsolidiert und 115 (Vj. 114) nach der Equity-Methode bilanziert.
Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt 17 Gesellschaften erhöht. Zwölf Gesellschaften wurden neu gegründet, 16 Gesellschaften wurden erworben und eine bislang nicht konsolidierte Einheit wurde erstmals konsolidiert. Zudem wurden zwei strukturierte Unternehmen gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert. Vier Gesellschaften wurden liquidiert, eine Gesellschaft wurde entkonsolidiert und eine Gesellschaft wurde verkauft. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um acht Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen.
Die Zugänge 2017 zum Konsolidierungskreis resultierten im Wesentlichen aus dem Erwerb der Hornschuch Gruppe im Segment ContiTech.
45 (Vj. 42) Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden, Aufwendungen und Erträge jeweils und insgesamt für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Hiervon sind 44 (Vj. 41) Gesellschaften verbundene Unternehmen, von denen zurzeit drei (Vj. 5) inaktiv sind. Eine weitere (Vj. 1) nicht konsolidierte Gesellschaft ist ein assoziiertes Unternehmen. Diese Einheit ist aktiv.
Informationen zu Tochterunternehmen und Beteiligungen Zum 31. Dezember 2017 waren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von unwesentlicher Bedeutung für den Konzern. Erhebliche Beschränkungen bezüglich des Zugangs zu oder der Nutzung von Vermögenswerten des Konzerns durch gesetzliche, vertragliche oder aufsichtsrechtliche Beschränkungen oder Schutzrechte nicht beherrschender Gesellschafter bestehen nicht.
Die Noisetier SAS, Paris, Frankreich, die Continental Teves Taiwan Co., Ltd., Tainan, Taiwan, und die e.solutions GmbH, Ingolstadt, Deutschland, mit einem Stimmrechtsanteil von je 51 %, sowie die Carrel Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, Deutschland, mit einem Stimmrechtsanteil von 94 % werden nicht vollkonsolidiert, da aufgrund der Statuten der Gesellschaften diese Anteile nicht ausreichen, um die wesentlichen Tätigkeiten dieser Beteiligungsunternehmen zu bestimmen.
Die Continental AG konsolidiert zwölf (Vj. 10) strukturierte Unternehmen. Diese strukturierten Unternehmen sind u. a. durch limitierte Aktivitäten und einen eng begrenzten Geschäftszweck gekennzeichnet. An den vollkonsolidierten strukturierten Unternehmen hält die Continental keine Stimmrechte oder Beteiligungen. Die Continental bestimmt jedoch auf Basis vertraglicher Rechte die Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen. Die Anteilseigner können dadurch keinen Einfluss nehmen. Darüber hinaus ist die Continental auch variablen Rückflüssen aus diesen Unternehmen ausgesetzt und kann diese durch die Bestimmung der Geschäftstätigkeit beeinflussen. Wesentliche Anteile und Rechte an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen bestehen nicht.
Weitere Informationen über die Beteiligungen sowie eine Übersicht über die inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. §264b HGB in Anspruch genommen haben, sind in Kapitel 38 enthalten.
Am 1. März 2017 hat die ContiTech AG, Hannover, Deutschland, 100 % der Anteile an der Hornschuch Group GmbH, Weißbach, Deutschland, erworben. Die Hornschuch Gruppe ist ein führender Hersteller für Design-, Funktions-, Schaum- und Kompaktfolien sowie Kunstleder im Industriegeschäft (Möbel- und Bauindustrie) und in der Automobilbranche. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit mehr als 1.800 Mitarbeitern an vier Produktionsstandorten in Deutschland sowie den USA einen Umsatz von 436,2 Mio€. Durch den Erwerb beabsichtigt der Geschäftsbereich Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group), sein Industriegeschäft weiter auszubauen und neue Absatzmärkte, insbesondere in Nordamerika, zu erschließen. Der Kaufpreis für die Hornschuch Gruppe beträgt 245,8 Mio € und wurde aus Barmitteln beglichen. Die insgesamt angefallenen Anschaffungsnebenkosten in
Höhe von 4,7 Mio€ wurden im Geschäftsjahr 2016 mit 2,3 Mio € und im Geschäftsjahr 2017 mit 2,4 Mio€ als sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Aus der finalen Kaufpreisallokation ergaben sich im Segment ContiTech ein Goodwill in Höhe von 91,8 Mio€ sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 162,9 Mio€. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2017 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 3,4 Mio€ und der Umsatz um 75,1 Mio€ erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 1. März 2017 hat die Hornschuch Gruppe einen Umsatz von 393,3 Mio € erwirtschaftet und unter Berücksichtigung von Effekten aus der Kaufpreisallokation mit einem Ergebnis nach Steuern von 5,7 Mio€ zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Im Rahmen der Übernahme der Hornschuch Group GmbH, Weißbach, Deutschland, wurden erstmals in der Konzernbilanz berücksichtigte Vermögenswerte und Schulden mit folgenden Werten angesetzt:
| Übernommenes Netto-Vermögen in Mio € | Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt |
|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte1 | 163,3 |
| Sachanlagen | 124,5 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1,1 |
| Aktive latente Steuern | 7,3 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,5 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 0,1 |
| Vorräte | 86,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44,9 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,7 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 8,4 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,0 |
| Flüssige Mittel | 21,3 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | –14,1 |
| Passive latente Steuern | –69,8 |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | –0,9 |
| Langfristige Finanzschulden | –138,1 |
| Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | –7,2 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | –13,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –31,6 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | –2,5 |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | –11,6 |
| Kurzfristige Finanzschulden | –11,8 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | –1,3 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | –1,9 |
| Erworbenes Netto-Vermögen | 154,0 |
| Kaufpreis | 245,8 |
| Goodwill | 91,8 |
1 Hierin enthalten ist ein Betrag in Höhe von 0,4 Mio € für erworbene Software.
Im Segment ContiTech erfolgte ein weiterer Share Deal. Der Kaufpreis in Höhe von 13,4 Mio€ wurde vollständig aus Barmitteln beglichen. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 4,1 Mio€ und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4,8 Mio€. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Im Segment Reifen erfolgten vier Asset Deals. Die Kaufpreise in Höhe von insgesamt 2,6 Mio€ wurden aus Barmitteln beglichen. Aus den Kaufpreisallokationen resultierten immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,8 Mio€. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Der Kaufpreis aus dem Erwerb der Anteile an der Hoosier Racing Tire Corp., Lakeville, USA, vom 3. Oktober 2016 erhöhte sich um 3,1 Mio€. Aus der finalen Kaufpreisallokation ergibt sich im Segment Reifen somit ein Goodwill in Höhe von 17,0 Mio €. Darüber
hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Im Segment Interior erfolgte aus dem Erwerb der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA, vom 1. November 2016 im Rahmen der finalen Kaufpreisabrechnung eine Reduzierung des Kaufpreises um 0,7 Mio€ auf 238,4 Mio€. Aus der finalen Kaufpreisallokation ergibt sich somit ein Goodwill in Höhe von 144,1 Mio€. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Im Segment Interior erwarb die Continental Automotive Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, am 3. November 2017 100 % der Anteile an der Argus Cyber Security Ltd, Tel Aviv, Israel, einem der weltweit führenden Anbieter für IT-Sicherheit für Fahrzeuge. Damit baut das Segment Interior seine Kompetenz in diesem Bereich aus. Zum Erwerbszeitpunkt waren etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von 319,1 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,7 Mio€ als sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Aus der aufgrund der Stichtagsnähe vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich ein Goodwill in Höhe von 177,5 Mio€ sowie immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 179,4 Mio €. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2017 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 4,8 Mio€ verringert und der Umsatz um 1,1 Mio€ erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 3. November 2017 hat Argus Cyber Security einen Umsatz von 0,2 Mio€ erwirtschaftet und unter Berücksichtigung von Effekten aus der Kaufpreisallokation mit einem Ergebnis nach Steuern von -23,5 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Im Segment Interior erfolgten zwei weitere Share Deals. Die Kaufpreise in Höhe von 29,2 Mio€ wurden aus Barmitteln beglichen. Aus den Kaufpreisallokationen resultierten ein Goodwill in Höhe von 23,4 Mio€ und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 9,6 Mio€. Dieser Goodwill wurde im Geschäftsbereich Intelligent Transportation Systems im Jahr 2017 in voller Höhe wertberichtigt. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2017.
Die im Rahmen der zuvor genannten Übernahmen (ohne Berücksichtigung der Übernahme der Hornschuch Group GmbH, Weißbach, Deutschland) erstmals in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden mit folgenden Werten angesetzt:
| Übernommenes Netto-Vermögen in Mio € | Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt |
|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 194,6 |
| Sachanlagen | 4,6 |
| Sonstige Finanzanlagen | 0,3 |
| Aktive latente Steuern | 1,6 |
| Vorräte | 2,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4,1 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,2 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 0,7 |
| Flüssige Mittel | 15,7 |
| Passive latente Steuern | –44,4 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | –0,3 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | –1,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –6,8 |
| Kurzfristige Finanzschulden | –1,8 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | –5,6 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | –2,9 |
| Erworbenes Netto-Vermögen | 161,4 |
| Kaufpreis | 366,7 |
| Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile | 2,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,0 |
| Goodwill | 207,4 |
Im Segment ContiTech wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Elastomer Coatings veräußert. Aus diesen Transaktionen resultierte ein Aufwand von 2,0 Mio € sowie ein Ertrag von 0,4 Mio€.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | 584,5 | 316,0 |
| Sonstige Aufwendungen | –796,6 | –981,8 |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen | –212,1 | –665,8 |
Die Struktur der sonstigen Erträge wurde ab dem Berichtsjahr 2017 zur Erhöhung der Transparenz geändert. Bisher saldierte Posten sind nun separat ausgewiesen. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 194,6 | 122,6 |
| Erstattungen für Kundenwerkzeuge | 81,2 | 17,5 |
| Kompensation von Ansprüchen gegenüber Kunden und Lieferanten | 31,9 | 37,2 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken | 29,7 | 13,5 |
| Erträge aus Anlageverkäufen | 28,1 | 22,7 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 25,0 | 32,7 |
| Erträge aus der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 14,4 | 5,0 |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | 5,9 | 4,0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Abfindungen | 2,5 | — |
| Übrige | 171,2 | 60,8 |
| Sonstige Erträge | 584,5 | 316,0 |
Die sonstigen Erträge erhöhten sich in der Berichtsperiode um 268,5 Mio€ auf 584,5 Mio€ (Vj. 316,0 Mio€).
Aus der Auflösung von Rückstellungen für spezifizierte Gewährleistungen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen ergaben sich in der Berichtsperiode Erträge in Höhe von 194,6 Mio€ (Vj. 122,6 Mio€).
Aus Erstattungen für Kundenwerkzeuge resultierten im Jahr 2017 Erträge in Höhe von 81,2 Mio€ (Vj. 17,5 Mio€).
Aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken sind Erträge in Höhe von 29,7 Mio€ (Vj. 13,5 Mio €) entstanden.
Der Verkauf von Anlagen führte im Berichtszeitraum zu Erträgen in Höhe von 28,1 Mio€ (Vj. 22,7 Mio €).
Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen lagen bei 25,0 Mio€ (Vj. 32,7 Mio€).
Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führten im Jahr 2017 zu Erträgen in Höhe von 14,4 Mio€ (Vj. 5,0 Mio€).
Aus der Wertaufholung von Sachanlagen resultierte insgesamt ein Ertrag in Höhe von 5,9 Mio€ (Vj. 4,0 Mio€).
Im Jahr 2017 entstanden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von 2,5 Mio € (Vj. —).
Die übrigen Erträge beinhalten u. a. Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen aufgrund von Beschädigungen von Sachanlagen durch höhere Gewalt. Zudem wurden staatliche Zuschüsse, die nicht für Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt waren, in Höhe von insgesamt 12,9 Mio€ (Vj. 13,7 Mio€) ergebniswirksam in dem Posten Übrige vereinnahmt.
Die Struktur der sonstigen Aufwendungen wurde ab dem Berichtsjahr 2017 zur Erhöhung der Transparenz geändert. Bisher saldierte Posten sind nun separat ausgewiesen. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zuführungen zu spezifizierten Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen |
326,0 | 526,6 |
| Zuführungen zu Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken | 101,8 | 137,8 |
| Aufwendungen für Kundenwerkzeuge | 59,2 | — |
| Aufwendungen für Abfindungen | 51,2 | 56,3 |
| Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen | 38,5 | 49,6 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnung | 29,7 | 59,1 |
| Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 23,1 | 62,6 |
| Wertminderungen auf Goodwill | 23,0 | — |
| Verluste aus Anlageverkäufen und Verschrottungen | 14,1 | 12,4 |
| Kompensationen von Kunden- und Lieferantenansprüchen | 4,3 | 2,6 |
| Anschaffungsnebenkosten aus dem Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 3,3 | 3,4 |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 2,0 | 10,3 |
| Übrige | 120,4 | 61,1 |
| Sonstige Aufwendungen | 796,6 | 981,8 |
Die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich in der Berichtsperiode um 185,2 Mio€ auf 796,6 Mio€ (Vj. 981,8 Mio€).
Zuführungen zu spezifizierten Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen führten zu Aufwendungen von insgesamt 326,0 Mio€ (Vj. 526,6 Mio €).
Im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken entstanden Aufwendungen in Höhe von 101,8 Mio€ (Vj. 137,8 Mio €).
Im Jahr 2017 entstanden Aufwendungen für Kundenwerkzeuge in Höhe von 59,2 Mio€ (Vj. —).
Personalanpassungsmaßnahmen, die nicht restrukturierungsbedingt sind, führten zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 51,2 Mio€ (Vj. 56,3 Mio€).
Die Aufwendungen aus bonitätsbedingten Wertberichtigungen auf Forderungen lagen bei 38,5 Mio€ (Vj. 49,6 Mio€).
Aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, die nicht Finanzschulden sind, ergaben sich im Berichtszeitraum Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 29,7 Mio€ (Vj. 59,1 Mio€).
Aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entstand in der Berichtsperiode ein Aufwand in Höhe von 23,1 Mio€ (Vj. 62,6 Mio€).
Unabhängig vom jährlichen Impairment-Test wurden im Segment Interior Wertminderungen in Höhe von 23,0 Mio€ auf Goodwill erfasst, der im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer Mobility-Services-Aktivitäten im Geschäftsbereich Intelligent Transportation Systems entstanden war.
Im Jahr 2017 entstanden Verluste aus Anlageverkäufen und Verschrottungen in Höhe von 14,1 Mio€ (Vj. 12,4 Mio €).
Kompensationen von Kunden- und Lieferantenansprüchen, die nicht Gewährleistung sind, führten in der Berichtsperiode zu Aufwendungen in Höhe von 4,3 Mio € (Vj. 2,6 Mio €).
Für den Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,3 Mio€ (Vj. 3,4 Mio€) angefallen.
Aus der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen entstanden Verluste in Höhe von 2,0 Mio€ (Vj. 10,3 Mio€).
Der Posten Übrige beinhaltet u. a. Aufwendungen für sonstige Steuern sowie für Schäden aufgrund höherer Gewalt.
Innerhalb der Funktionskosten der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen enthalten:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.641,2 | 7.890,8 |
| Soziale Abgaben | 1.685,4 | 1.517,9 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 360,7 | 287,0 |
| Personalaufwendungen | 10.687,3 | 9.695,7 |
Gegenüber dem Berichtsjahr 2016 stiegen die Personalaufwendungen um 991,6 Mio € auf 10.687,3 Mio€ (Vj. 9.695,7 Mio€). Diese Erhöhung ist insbesondere auf den weltweiten Personalaufbau und Akquisitionen im Segment ContiTech sowie im Segment Interior zurückzuführen.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2017 lag bei 230.656 (Vj. 216.019). Zum Jahresende waren 235.473 (Vj. 220.137) Mitarbeiter im Continental-Konzern beschäftigt. Wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Lagebericht.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 76,8 | 69,7 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 0,5 | 0,5 |
Das Beteiligungsergebnis beinhaltet insbesondere die anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 76,8 Mio€ (Vj. 69,7 Mio €).
Zur Erhöhung der Transparenz sind die Bestandteile des Finanzergebnisses (früher: Zinsergebnis) ab dem Geschäftsjahr 2017 separat dargestellt. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 26,6 | 25,5 |
| Erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds | 67,8 | 75,9 |
| Zinserträge | 94,4 | 101,4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –123,3 | –138,2 |
| Aufwendungen aus Finanzierungsleasing | –1,1 | –2,0 |
| Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –5,6 | –0,4 |
| Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer | –151,5 | –168,2 |
| Zinsaufwendungen | –281,5 | –308,8 |
| Effekte aus Währungsumrechnung | –138,8 | 157,1 |
| Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | 38,4 | –67,0 |
| Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 1,8 | 0,3 |
| Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | ||
| und sonstige Bewertungseffekte | 40,2 | –66,7 |
| Finanzergebnis | –285,7 | –117,0 |
Das negative Finanzergebnis erhöhte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 168,7 Mio € auf 285,7 Mio€ (Vj. 117,0 Mio€). Dies ist im Wesentlichen auf die Summe der Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus Währungsumrechnung zurückzuführen.
Die Zinserträge im Jahr 2017 reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio € auf 94,4 Mio € (Vj. 101,4 Mio€). Davon entfielen insgesamt 67,8 Mio€ (Vj. 75,9 Mio €) auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds. Hierin sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der Pensionskassen nicht enthalten.
Die Zinsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2017 auf insgesamt 281,5 Mio€ und lagen damit um 27,3 Mio€ unter dem Vorjahresvergleichswert von 308,8 Mio€. Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 130,0 Mio€ um 10,6 Mio€ unter dem Vorjahreswert von 140,6 Mio€. Der wesentliche Anteil entfiel mit 70,7 Mio€ (Vj. 86,1 Mio€) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen. Der Rückgang des Aufwands gegenüber dem Vorjahr ist auf die am 20. März 2017 erfolgte Rückzahlung der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V.,
Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio€ zurückzuführen. Die 3,5 jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a. verzinst. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte 2017 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 151,5 Mio€ (Vj. 168,2 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht enthalten.
Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im Jahr 2017 zu einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 138,8 Mio€ (Vj. positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 157,1 Mio€). Gegenläufig entwickelten sich die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte im Jahr 2017 mit einem Ertrag in Höhe von insgesamt 40,2 Mio€ (Vj. Aufwand in Höhe von 66,7 Mio€). Hiervon entfiel auf die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ein Ertrag in Höhe von 1,8 Mio € (Vj. 0,3 Mio€). Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im Jahr 2017 eine Ergebnisbelastung in Höhe von 100,4 Mio€ (Vj. Ertrag in Höhe von 90,1 Mio€). Dies resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar, die im Vorjahr zu einem positiven Ergebnisbeitrag führte, und des brasilianischen Real gegenüber dem Euro.
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Deutschland | –335,5 | –136,7 |
| Laufende Steuern Ausland | –852,4 | –1.043,2 |
| Latente Steuern Deutschland | 46,6 | –106,0 |
| Latente Steuern Ausland | –86,2 | 189,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –1.227,5 | –1.096,8 |
Der durchschnittliche Steuersatz im Jahr 2017 lag im Inland bei 30,6 % (Vj. 30,6 %). Dieser wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % (Vj. 15,0 %) sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und eines Gewerbesteuersatzes von 14,8 % (Vj. 14,8 %) ermittelt.
Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich wie folgt:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.275,8 | 3.978,8 |
| Erwarteter Steueraufwand zum inländischen Steuersatz | –1.308,4 | –1.217,5 |
| Besteuerungsunterschiede Ausland | 253,3 | 202,4 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen und nicht anrechenbare Quellensteuern | –171,7 | –179,2 |
| Förderungen und befristete Befreiungen | 133,5 | 119,9 |
| Unterlassener Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund nicht hinreichend wahrscheinlicher Realisierung | –91,0 | –78,6 |
| Steuern für Vorjahre | –59,7 | –28,2 |
| Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 22,5 | 20,4 |
| Lokale Ertragsteuern mit abweichender Bemessungsgrundlage | –19,5 | –31,7 |
| Realisierung von bisher nicht angesetzten latenten Steuern | 11,3 | 33,5 |
| Effekte aus Änderungen des Steuersatzes | 5,1 | –15,5 |
| Erstmaliger Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund wahrscheinlicher Realisierung | — | 80,8 |
| Effekte aus Veräußerung bzw. Wertminderungen von Beteiligungen | — | –1,3 |
| Sonstiges | –2,9 | –1,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –1.227,5 | –1.096,8 |
| Steuerquote in % | 28,7 | 27,6 |
Die durch den ausländischen Besteuerungsunterschied hervorgerufene Minderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf den Geschäftsumfang in Osteuropa und Asien zurückzuführen.
Im Berichtsjahr wirkten sich wie im Vorjahr Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote wurde durch nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 91,0 Mio€ (Vj. 78,6 Mio€) belastet, davon 40,2 Mio€ (Vj. 11,7 Mio€) für Vorjahre. Zusätzlich wurde die Steuerquote wie im Vorjahr durch nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern belastet. Des Weiteren verweisen wir auf Kapitel 16.
Die Steuerminderungen durch staatliche Förderprogramme und befristete Steuerbefreiungen sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Neben der wie im Vorjahr laufenden Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen in Europa und Asien führte im Berichtsjahr darüber hinaus die Inanspruchnahme staatlicher Förderprogramme in den USA zu einer weiteren Entlastung. Im Berichtsjahr sind lokale Ertragsteuern mit abweichender Bemessungsgrundlage in Höhe von 19,5 Mio€ (Vj. 31,7 Mio €) hauptsächlich in Ungarn und den USA angefallen.
Das im Konzernergebnis enthaltene Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen führte im Berichtsjahr zu einer Steuerentlastung von 22,5 Mio€ (Vj. 20,4 Mio€).
Die Effekte aus der Änderung des Steuersatzes betreffen die erforderlich gewordene Umbewertung von aktiven und passiven latenten Steuern im Rahmen von effektiv bereits in Kraft getretenen Gesetzesänderungen bezüglich des zukünftig anzuwendenden Steuersatzes. Die Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes in den USA ab 2018 auf 21 % hat auf den Continental-Konzern zum 31. Dezember 2017 keinen wesentlichen Einfluss.
Die Summe der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet auch die Posten, die im Eigenkapital in den erfolgsneutralen Rücklagen berücksichtigt wurden, und gliedert sich wie folgt:
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) | –1.227,5 | –1.096,8 |
| Erfolgsneutraler Steuerertrag auf das Sonstige Ergebnis | –114,0 | 178,4 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | –92,9 | 158,1 |
| Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 0,1 | 0,1 |
| Währungsumrechnung | –21,6 | 23,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | — | 0,0 |
| Cashflow Hedges | 0,4 | –3,2 |
| Summe der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –1.341,5 | –918,4 |
| Aktivierte Entwicklungs |
Übrige immaterielle |
Geleistete | Summe sonstige immaterielle |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € Stand zum 01.01.2016 |
Goodwill | leistungen1 | Vermögenswerte | Anzahlungen | Vermögenswerte |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 9.210,4 | 322,5 | 2.090,4 | 10,2 | 2.423,1 |
| Kumulierte Abschreibungen | –2.569,8 | –165,3 | –921,4 | — | –1.086,7 |
| Buchwerte | 6.640,6 | 157,2 | 1.169,0 | 10,2 | 1.336,4 |
| Netto-Entwicklung 2016 | |||||
| Buchwerte | 6.640,6 | 157,2 | 1.169,0 | 10,2 | 1.336,4 |
| Wechselkursveränderungen | 36,7 | –0,7 | 29,4 | 0,1 | 28,8 |
| Zugänge | — | 105,9 | 61,3 | 17,2 | 184,4 |
| Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | 180,0 | — | 274,7 | — | 274,7 |
| Umbuchungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | — | — | 0,0 | — | 0,0 |
| Umbuchungen | — | — | 7,6 | –7,6 | 0,0 |
| Abgänge | — | 0,0 | –0,7 | –0,1 | –0,8 |
| Abschreibungen | — | –54,3 | –222,0 | — | –276,3 |
| Wertminderungen2 | — | — | –33,1 | — | –33,1 |
| Buchwerte | 6.857,3 | 208,1 | 1.286,2 | 19,8 | 1.514,1 |
| Stand zum 31.12.2016 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 9.429,1 | 310,1 | 2.446,1 | 19,8 | 2.776,0 |
| Kumulierte Abschreibungen | –2.571,8 | –102,0 | –1.159,9 | — | –1.261,9 |
| Buchwerte | 6.857,3 | 208,1 | 1.286,2 | 19,8 | 1.514,1 |
| Netto-Entwicklung 2017 | |||||
| Buchwerte | 6.857,3 | 208,1 | 1.286,2 | 19,8 | 1.514,1 |
| Wechselkursveränderungen | –123,4 | –3,3 | –95,2 | –0,2 | –98,7 |
| Zugänge | — | 92,1 | 51,7 | 13,0 | 156,8 |
| Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen3 | 299,2 | — | 359,3 | — | 359,3 |
| Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | — | — | –0,1 | — | –0,1 |
| Umbuchungen | — | — | 15,2 | –15,2 | — |
| Abgänge | — | — | –1,7 | –0,1 | –1,8 |
| Abschreibungen | — | –74,5 | –247,8 | — | –322,3 |
| Wertminderungen2 | –23,0 | — | 0,0 | — | 0,0 |
| Buchwerte | 7.010,1 | 222,4 | 1.367,6 | 17,3 | 1.607,3 |
| Stand zum 31.12.2017 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 9.597,7 | 393,5 | 2.705,7 | 17,3 | 3.116,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | –2.587,6 | –171,1 | –1.338,1 | — | –1.509,2 |
| Buchwerte | 7.010,1 | 222,4 | 1.367,6 | 17,3 | 1.607,3 |
1 Exklusive Entwicklungsleistungen für selbst erstellte Software.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Inklusive nachträglicher Anpassungen auf Kaufpreisallokationen. In den Zugängen aus Konsolidierungskreisveränderungen sind Zugänge von übrigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1,4 Mio € einer erstmals konsolidierten Einheit, die bislang nicht konsolidiert wurde, enthalten.
Aus den Erwerben von Gesellschaften im Jahr 2017 resultierte ein Zugang des Goodwill in Höhe von insgesamt 299,2 Mio€ (Vj. 180,0 Mio €). Der ausgewiesene Buchwert des Goodwill entstand im Wesentlichen aus den Erwerben der Siemens VDO
(2007), der Continental Teves (1998), des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (2006), dem Erwerb von Elektrobit Automotive (2015), von Veyance Technologies (2015) und der Continental Temic (2001).
Die nachfolgende Tabelle weist den Goodwill je zahlungsmittelgenerierende Einheit, entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr aktuellen Organisationsstruktur, aus:
| Goodwill | |||
|---|---|---|---|
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Vehicle Dynamics | 1.254,4 | Vehicle Dynamics | 1.305,6 |
| Hydraulic Brake Systems | 405,4 | Hydraulic Brake Systems | 415,4 |
| Passive Safety & Sensorics | 591,1 | Passive Safety & Sensorics | 552,5 |
| Advanced Driver Assistance Systems | 362,8 | Advanced Driver Assistance Systems | 366,5 |
| Continental Engineering Services | 17,0 | Continental Engineering Services | 17,4 |
| Chassis & Safety | 2.630,7 | Chassis & Safety | 2.657,4 |
| Engine Systems | 451,3 | Engine Systems | 460,5 |
| Fuel & Exhaust Management | 78,5 | Fuel & Exhaust Management | 79,4 |
| Sensors & Actuators | 207,3 | Sensors & Actuators | 212,3 |
| Transmission | 249,2 | Transmission | 252,6 |
| Powertrain | 986,3 | Powertrain | 1.004,8 |
| Instrumentation & Driver HMI | 773,0 | Instrumentation & Driver HMI | 598,1 |
| Infotainment & Connectivity | 563,8 | Infotainment & Connectivity | 572,3 |
| Body & Security | 712,2 | Body & Security | 722,3 |
| Commercial Vehicles & Aftermarket | 652,4 | Commercial Vehicles & Aftermarket | 669,8 |
| Interior | 2.701,4 | Interior | 2.562,5 |
| Pkw-Reifen-Erstausrüstung | 2,0 | Pkw-Reifen-Erstausrüstung | 2,0 |
| Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft EMEA | 133,6 | Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft EMEA | 133,9 |
| Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft The Americas | 15,9 | Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft The Americas | 13,9 |
| Nutzfahrzeugreifen | 53,7 | Nutzfahrzeugreifen | 57,4 |
| Reifen | 205,2 | Reifen | 207,2 |
| Air Spring Systems | 23,1 | Air Spring Systems | 23,7 |
| Benecke-Hornschuch Surface Group | 102,2 | Benecke-Kaliko Group1 | 11,2 |
| Compounding Technology2 | 1,8 | Compounding Technology | 1,8 |
| Conveyor Belt Group | 109,8 | Conveyor Belt Group | 119,7 |
| Elastomer Coatings3 | 14,2 | Elastomer Coatings | 14,2 |
| Mobile Fluid Systems | 49,4 | Mobile Fluid Systems | 51,5 |
| Industrial Fluid Solutions | 140,0 | Industrial Fluid Systems4 | 152,1 |
| Power Transmission Group | 43,0 | Power Transmission Group | 48,3 |
| Vibration Control | 0,6 | Vibration Control | 0,6 |
| CT Other2 | 2,4 | CT Other | 2,3 |
| ContiTech | 486,5 | ContiTech | 425,4 |
| Continental-Konzern | 7.010,1 | Continental-Konzern | 6.857,3 |
1 Seit Juni 2017: Benecke-Hornschuch Surface Group.
2 Seit Januar 2018: Special Technologies and Solutions.
3 Seit Januar 2018: Teil der Benecke-Hornschuch Surface Group.
4 Seit Januar 2017: Industrial Fluid Solutions.
Die Zugänge zu den erworbenen immateriellen Vermögenswerten aus Konsolidierungskreisveränderungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenstamm sowie Know-how. Die restlichen Zugänge betreffen vor allem Software in Höhe von 42,3 Mio€ (Vj. 51,6 Mio€). Von den im Jahr 2017 insgesamt angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 92,1 Mio € (Vj. 105,9 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38.
Die für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 322,3 Mio€ (Vj. 276,3 Mio€) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 257,9 Mio€ (Vj. 221,0 Mio€) in den Herstellungskosten und mit 64,4 Mio€ (Vj. 55,3 Mio €) in den Verwaltungskosten enthalten.
In den übrigen immateriellen Vermögenswerten sind um Wechselkurseffekte bereinigte Buchwerte in Höhe von 112,2 Mio€ enthalten, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen.
Diese betreffen insbesondere den Markennamen VDO in Höhe von 71,2 Mio€, den Markennamen Elektrobit mit 30,4 Mio€, den Markennamen Phoenix in Höhe von 4,2 Mio€ und den Markennamen Matador in Höhe von 3,2 Mio€. Des Weiteren enthalten die erworbenen immateriellen Vermögenswerte Buchwerte für Software in Höhe von 114,4 Mio€ (Vj. 130,2 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden.
Die Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisveränderungen resultierten im Wesentlichen aus den Übernahmen der Hornschuch Gruppe (124,5 Mio€). Hierzu verweisen wir auf Kapitel 5.
Der Schwerpunkt der Investitionen im Segment Chassis & Safety lag sowohl auf dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa als auch auf der Erweiterung der Standorte in Nordamerika sowie in Asien. Hierbei wurden die Produktionskapazitäten für alle Geschäftsbereiche erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische Bremssysteme.
Im Segment Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten an deutschen Standorten, in China, den USA sowie in Tschechien und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Geschäftsbereiche Engine Systems und Sensors & Actuators. Im Geschäftsbereich Engine Systems wurden die Fertigungskapazitäten für Motoreinspritzsysteme ausgebaut.
Wesentliche Investitionen im Segment Interior entfielen auf den Ausbau der Produktionskapazitäten an deutschen Standorten sowie in China, Tschechien, Mexiko, Rumänien und den USA. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Instrumentation & Driver HMI sowie Body & Security. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI wurden die Fertigungskapazitäten für Bedienund Displaylösungen ausgebaut.
Im Segment Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Europa, Nordamerika sowie in Asien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Hefei, China; Mount Vernon und Sumter, USA; Púchov, Slowakei; und Lousado, Portugal. Darüber hinaus wurde in die Werkneubauten in Rayong, Thailand, und Clinton, USA, investiert. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.
Der Investitionsschwerpunkt im Segment ContiTech lag auf der Ausweitung der Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, den USA, in Mexiko und Ungarn. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems, Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group), Power Transmission Group und Conveyor Belt Group ausgebaut. Weiterhin wurden in allen Geschäftsbereichen Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.
Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertaufholungen verweisen wir auf Kapitel 6.
Direkt von den Anschaffungskosten wurden insgesamt 37,5 Mio € (Vj. 6,6 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen abgesetzt, im Wesentlichen für das Werk in Clinton, USA.
Im Rahmen der Anwendung des IAS 23 wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
Zu den Umbuchungen der Periode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte verweisen wir auf Kapitel 22.
Die Sachanlagen enthalten Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungs- und Fertigungsgebäude. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von bis zu 20 Jahren für Gebäude und von fünf bis zehn Jahren für technische Anlagen. Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 2,7 % und 9,8 % (Vj. 4,6 % und 8,7 %). In einigen wesentlichen Leasingverträgen sind Verlängerungs- oder Kaufoptionen enthalten.
Es bestehen Beschränkungen von Verfügungsrechten sowie als Sicherheiten für Schulden verpfändete Sachanlagen in Höhe von 14,1 Mio€ (Vj. 14,7 Mio€).
| Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und |
Technische Anlagen und |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Bauten1 | Maschinen | ausstattung | im Bau | Gesamt |
| Stand zum 01.01.2016 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 4.157,3 | 15.053,0 | 2.458,6 | 1.365,8 | 23.034,7 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.620,1 | –10.063,9 | –1.804,7 | –7,1 | –13.495,8 |
| Buchwerte | 2.537,2 | 4.989,1 | 653,9 | 1.358,7 | 9.538,9 |
| davon Finanzierungsleasing | 24,7 | 0,8 | 0,2 | — | 25,7 |
| Netto-Entwicklung 2016 | |||||
| Buchwerte | 2.537,2 | 4.989,1 | 653,9 | 1.358,7 | 9.538,9 |
| Wechselkursveränderungen | 48,9 | 39,0 | 4,5 | 0,8 | 93,2 |
| Zugänge | 182,2 | 752,4 | 179,5 | 1.410,1 | 2.524,2 |
| Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | 18,8 | 36,7 | 15,5 | 0,5 | 71,5 |
| Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | — | — | –0,1 | — | –0,1 |
| Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | –4,2 | — | — | — | –4,2 |
| Umbuchungen | 158,3 | 823,8 | 73,6 | –1.055,9 | –0,2 |
| Abgänge | –6,1 | –22,4 | –3,5 | –1,4 | –33,4 |
| Abschreibungen | –167,0 | –1.239,8 | –219,5 | — | –1.626,3 |
| Wertminderungen2 | –12,4 | –11,2 | –1,9 | — | –25,5 |
| Buchwerte | 2.755,7 | 5.367,6 | 702,0 | 1.712,8 | 10.538,1 |
| Stand zum 31.12.2016 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 4.546,2 | 16.376,7 | 2.613,7 | 1.720,8 | 25.257,4 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.790,5 | –11.009,1 | –1.911,7 | –8,0 | –14.719,3 |
| Buchwerte | 2.755,7 | 5.367,6 | 702,0 | 1.712,8 | 10.538,1 |
| davon Finanzierungsleasing | 17,3 | 1,6 | 0,1 | — | 19,0 |
| Netto-Entwicklung 2017 | |||||
| Buchwerte | 2.755,7 | 5.367,6 | 702,0 | 1.712,8 | 10.538,1 |
| Wechselkursveränderungen | –112,3 | –221,7 | –24,6 | –80,2 | –438,8 |
| Zugänge | 153,1 | 929,8 | 179,8 | 1.536,4 | 2.799,1 |
| Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen3 | 43,2 | 65,5 | 9,5 | 11,7 | 129,9 |
| Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | — | –0,1 | –0,2 | — | –0,3 |
| Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | –13,3 | –0,4 | — | — | –13,7 |
| Umbuchungen | 160,1 | 924,4 | 116,2 | –1.201,6 | –0,9 |
| Abgänge | –2,7 | –32,3 | –2,7 | –1,8 | –39,5 |
| Abschreibungen | –182,4 | –1.327,5 | –244,7 | — | –1.754,6 |
| Wertminderungen2 | 5,0 | –18,6 | –0,8 | –2,8 | –17,2 |
| Buchwerte | 2.806,4 | 5.686,7 | 734,5 | 1.974,5 | 11.202,1 |
| Stand zum 31.12.2017 | |||||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | 4.701,4 | 17.266,2 | 2.727,5 | 1.984,2 | 26.679,3 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.895,0 | –11.579,5 | –1.993,0 | –9,7 | –15.477,2 |
| Buchwerte | 2.806,4 | 5.686,7 | 734,5 | 1.974,5 | 11.202,1 |
| davon Finanzierungsleasing | 20,2 | 0,6 | 0,0 | — | 20,8 |
1 Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden in Kapitel 13 gesondert dargestellt.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 In den Zugängen aus Konsolidierungskreisveränderungen sind Zugänge von Sachanlagevermögen in Höhe von 0,8 Mio € einer erstmals konsolidierten Einheit, die bislang nicht konsolidiert wurde, enthalten.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 01.01. | 20,2 | 29,2 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01. | –9,9 | –13,2 |
| Netto-Entwicklung | ||
| Buchwerte zum 01.01. | 10,3 | 16,0 |
| Wechselkursveränderungen | –0,2 | –0,1 |
| Zugänge | — | 0,0 |
| Abgänge | — | –5,3 |
| Umbuchungen | 0,7 | 0,1 |
| Abschreibungen | –0,3 | –0,4 |
| Buchwerte zum 31.12. | 10,5 | 10,3 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 20,7 | 20,2 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | –10,2 | –9,9 |
Die Marktwerte – nach dem Ertragswertverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten – der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude zum 31. Dezember 2017 lagen bei 16,0 Mio€ (Vj. 16,2 Mio€). Die Mieterträge im Jahr 2017 beliefen sich auf 2,7 Mio€ (Vj. 2,7 Mio €), während zuzurechnende Instandhaltungskosten in Höhe von 1,2 Mio€ (Vj. 1,4 Mio€) angefallen sind.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 384,8 | 345,8 |
| Zugänge | 7,6 | 8,5 |
| Änderungen in der Konsolidierungsmethode und Umbuchungen | –7,6 | –0,7 |
| Anteiliges Ergebnis | 76,8 | 69,7 |
| Erhaltene Dividenden | –40,2 | –44,6 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen des sonstigen Ergebnisses | –3,8 | 6,0 |
| Wechselkursveränderungen | –2,8 | 0,1 |
| Stand 31.12. | 414,8 | 384,8 |
In den Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sind Beteiligungsbuchwerte an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 260,4 Mio€ (Vj. 241,7 Mio €) sowie an assoziierten Unternehmen in Höhe von 154,4 Mio€ (Vj. 143,1 Mio€) enthalten.
Als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen im Segment Reifen innerhalb des Geschäftsbereichs Pkw-Reifen-Erstausrüstung ist die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, nebst den jeweiligen Tochtergesellschaften zu nennen. Das gemeinschaftlich von der Continental Global Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, und der Compagnie Financière Michelin SCmA, Granges-Paccot, Schweiz, mit je 50 % der Stimmrechte geführte Unternehmen ist im Wesentlichen auf dem Gebiet der Montage und Lieferung von Radreifen für die Automobilhersteller tätig. Michelin hat
die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental.
Folgende Anteile an wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden innerhalb der Automotive Group gehalten:
› Die Continental AG, Hannover, Deutschland, hält 49 % der Stimmrechte an der mit der Huayu Automotive Systems Co., Ltd., Shanghai, China, gemeinschaftlich geführten Shanghai Automotive Brake Systems Co., Ltd., Shanghai, China. Der wesentliche Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Produktion von hydraulischen Bremssystemen für den chinesischen Markt; sie ist den Geschäftsbereichen Hydraulic Brake Systems und Vehicle Dynamics zuzuordnen.
› Die SAS Autosystemtechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe, Deutschland, wird gemeinschaftlich von der Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, und der Faurecia Automotive GmbH, Stadthagen, Deutschland, geführt. Beide Anteilseigner halten 50 % der Stimmrechte. Gegenstand des Unternehmens sowie seiner Tochtergesellschaften sind im Wesentlichen die Entwicklung, Montage und der Vertrieb von Cockpits und anderen Modulen für die Automobilindustrie. Damit gehört die Gesellschaft zum Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI.
Für die zuvor genannten wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden und nach IFRS aufgestellten Jahresabschlüssen (2016 und 2015) die folgenden Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung des anteiligen Netto-Vermögens auf den jeweiligen Beteiligungsbuchwert. Sämtliche Anteile sind nach der Equity-Methode bilanziert.
| MC Projects B.V. | Shanghai Automotive Brake Systems Co., Ltd. |
SAS Autosystemtechnik GmbH & Co. KG |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Erhaltene Dividenden | 6,0 | 10,0 | 18,3 | 19,2 | 15,0 | 15,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 166,7 | 149,9 | 308,6 | 252,8 | 393,7 | 420,8 |
| davon flüssige Mittel | 39,6 | 28,4 | 64,3 | 53,8 | 127,8 | 113,3 |
| Langfristige Vermögenswerte | 77,6 | 72,2 | 105,1 | 103,1 | 89,3 | 82,5 |
| Vermögenswerte gesamt | 244,3 | 222,1 | 413,7 | 355,9 | 483,0 | 503,3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 109,9 | 97,5 | 209,3 | 156,0 | 368,5 | 389,3 |
| davon kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 2,4 | — | — | 0,6 | 0,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5,9 | 7,1 | 20,2 | 23,0 | 4,6 | 5,9 |
| davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,3 | 1,3 | — | — | — | — |
| Verbindlichkeiten gesamt | 115,8 | 104,6 | 229,5 | 179,0 | 373,1 | 395,2 |
| Umsatzerlöse | 153,5 | 139,2 | 527,6 | 484,4 | 3.315,6 | 3.419,3 |
| Zinserträge | 0,2 | 0,6 | 1,2 | 3,0 | 0,5 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | 0,5 | 0,4 | — | — | 0,3 | 0,4 |
| Abschreibungen | 9,9 | 11,2 | 13,0 | 13,0 | 19,7 | 20,6 |
| Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten | 23,6 | 14,7 | 50,7 | 45,4 | 34,0 | 39,6 |
| Sonstiges Ergebnis | –0,5 | –0,9 | — | — | –2,3 | 0,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9,1 | 7,4 | 7,7 | 6,8 | 10,5 | 13,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 23,0 | 13,8 | 50,7 | 45,4 | 31,7 | 40,0 |
| Eventualverbindlichkeiten | — | — | — | — | 42,7 | 49,7 |
| Netto-Vermögen | 128,5 | 117,5 | 184,2 | 176,9 | 109,9 | 108,2 |
| Anteiliges Netto-Vermögen | 64,3 | 58,7 | 90,3 | 86,7 | 55,0 | 54,1 |
| Goodwill | — | — | 10,6 | 10,6 | 20,3 | 20,3 |
| Wechselkursveränderungen | — | — | –10,7 | –10,7 | — | — |
| Erfolgsneutrale Veränderung sonstiges Ergebnis Vorjahr | — | — | 3,0 | –4,9 | 1,1 | –0,2 |
| Anteiliges Ergebnis Vorjahre | –6,5 | –3,2 | 0,0 | 0,0 | — | — |
| Beteiligungsbuchwert | 57,8 | 55,5 | 93,2 | 81,7 | 76,3 | 74,1 |
Als wesentliches assoziiertes Unternehmen ist die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Berlin, Deutschland, zu nennen. Die Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, hält 20 % der Anteile und Stimmrechte. Die Gesellschaft nebst ihren Tochterunternehmen erbringt im Wesentlichen Entwicklungsdienstleistungen für die Automobilindustrie und ist dem Geschäftsbereich Engine Systems zuzuordnen.
Für die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Berlin, Deutschland, lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden und nach IFRS aufgestellten Jahresabschlüssen (2016 und 2015) die folgenden Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung des anteiligen Netto-Vermögens auf den Beteiligungsbuchwert, der nach der Equity-Methode bilanziert wird.
| IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2016 | 2015 | ||
| Erhaltene Dividenden | 0,2 | 0,2 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 289,6 | 265,5 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 230,0 | 208,4 | ||
| Vermögenswerte gesamt | 519,6 | 473,9 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 213,7 | 191,8 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | 94,7 | 90,7 | ||
| Verbindlichkeiten gesamt | 308,4 | 282,5 | ||
| Umsatzerlöse | 734,1 | 696,8 | ||
| Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten | 20,6 | 17,0 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 0,3 | 1,8 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 20,9 | 18,8 | ||
| Eventualverbindlichkeiten | 56,5 | 102,1 | ||
| Netto-Vermögen | 211,2 | 191,4 | ||
| Anteiliges Netto-Vermögen | 42,2 | 38,3 | ||
| Goodwill | 12,7 | 12,7 | ||
| Erfolgsneutrale Veränderung sonstiges Ergebnis Vorjahr | –0,1 | –0,4 | ||
| Anteiliges Ergebnis Vorjahre | –0,8 | –0,4 | ||
| Beteiligungsbuchwert | 54,3 | 50,3 |
Für die aus Konzernsicht unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen (2016 und
2015) die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt entsprechend der Beteiligungsquote.
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten | 13,2 | 7,2 | –4,1 | –1,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 13,2 | 7,2 | –4,1 | –1,2 |
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 14,3 | 6,4 |
| Sonstige Beteiligungen | 36,7 | 36,7 |
| Sonstige Finanzanlagen | 51,0 | 43,1 |
Die sonstigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, da für diese Anteile keine Notierungen an den Kapitalmärkten gegeben sind und aus der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
keine signifikante Verbesserung für die Darstellung des Abschlusses zu erwarten ist. Eine Veräußerungsabsicht liegt derzeit nicht vor.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Goodwill | — | 397,1 | 66,9 | 542,8 |
| Sachanlagen | 190,4 | 261,2 | 133,0 | 318,0 |
| Vorräte | 310,0 | 81,5 | 310,9 | 95,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 215,7 | 257,5 | 207,3 | 297,1 |
| Leistungen an Arbeitnehmer abzgl. aktiver Saldo aus Pensionsbewertung |
947,3 | 6,6 | 1.137,9 | 32,1 |
| Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 137,7 | 9,9 | 251,6 | 24,7 |
| Finanzschulden und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 215,5 | 32,3 | 229,0 | 44,7 |
| Sonstige Unterschiede | 193,9 | 213,9 | 229,0 | 187,7 |
| Anrechenbare Steuerguthaben | 18,0 | — | 23,5 | — |
| Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge | 200,2 | — | 418,2 | — |
| Saldierung (IAS 12.74) | –911,5 | –911,5 | –1.171,2 | –1.171,2 |
| Bilanzausweis | 1.517,2 | 348,5 | 1.836,1 | 371,5 |
| Nettobetrag der latenten Steuern | 1.168,7 | — | 1.464,6 | — |
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.
Die Entwicklung der latenten Steuern ist im Berichtsjahr insbesondere durch diverse Erwerbe sowie die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beeinflusst. Wir verweisen auf Kapitel 5 und 24.
Die aktiven latenten Steuern sind um 318,9 Mio€ auf 1.517,2 Mio€ (Vj. 1.836,1 Mio€) gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der latenten Steuern auf Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 190,6 Mio € zurückzuführen, der aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen resultierte, sowie auf den Rückgang der steuerlichen Verlust- und Zinsvorträge um 218,0 Mio€. Gegenläufig wirkte sich die Verringerung der Saldierung der latenten Steuern in Höhe von 259,7 Mio€ aus.
Die passiven latenten Steuern verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 Mio€ auf 348,5 Mio € (Vj. Erhöhung um 10,3 Mio€). Diese Veränderung resultierte insbesondere aus den latenten Steuern auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Goodwill.
Die zum 31. Dezember 2017 im Konzern bestehenden in- und ausländischen körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge betragen 2.294,1 Mio€ (Vj. 2.745,7 Mio€). Der überwiegende Teil der im
Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften im Ausland und ist zum größten Teil in der Vortragsfähigkeit begrenzt.
Latente Steueransprüche wurden im Hinblick auf folgende Posten nicht erfasst, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird:
| Anrechenbare Steuerguthaben | 46,1 | 35,1 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge | 362,0 | 323,0 |
| Temporäre Differenzen | 54,2 | 51,8 |
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
Zum 31. Dezember 2017 sind in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen, die einen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Summe von 69,0 Mio€ (Vj. 68,9 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten, Verlustvorträgen und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergaben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt.
Die temporären Differenzen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen beliefen sich insgesamt auf 587,2 Mio € (Vj. 587,0 Mio €). Da nicht davon auszugehen ist, dass der Muttergesellschaft kurz- oder mittelfristig Beträge zufließen werden, wurden passive latente Steuern hierfür nicht berücksichtigt.
Die Bewertungsunterschiede aus zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten sind in den Posten sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Unterschiede berücksichtigt.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | ||
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | 176,4 | 1,8 | 93,8 | 0,3 | ||
| Ausleihungen an Dritte | — | 60,5 | — | 57,4 | ||
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern | 19,7 | — | 18,8 | — | ||
| Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen | 232,4 | — | 229,4 | — | ||
| Übrige finanzielle Forderungen | 101,0 | 6,5 | 113,5 | 8,7 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 529,5 | 68,8 | 455,5 | 66,4 |
Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betrafen insbesondere Forderungen aus dem operativen Leistungsgeschäft mit nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und Gesellschaftern sowie Darlehen an assoziierte Unternehmen.
Die Ausleihungen an Dritte betrafen im Wesentlichen Mieterdarlehen für einzelne Liegenschaften und Ausleihungen an Kunden mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Die Forderungen gegenüber Mitarbeitern betrafen vor allem Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse.
Die Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen betrafen noch nicht abgerechnete Kosten.
Die übrigen finanziellen Forderungen beinhalten insbesondere noch nicht in Anspruch genommene Investitionsförderungen für Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Forderungen gegenüber Lieferanten. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Ausfallrisiken der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 22,8 Mio€ (Vj. 15,5 Mio€) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind hierfür Aufwendungen in Höhe von 7,3 Mio € (Vj. 1,1 Mio €) angefallen.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Steuererstattungsansprüche (Umsatz- und sonstige Steuern) |
530,8 | — | 607,2 | — | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 199,4 | — | 177,9 | — | |
| Übrige | 224,1 | 27,3 | 203,9 | 26,8 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 954,3 | 27,3 | 989,0 | 26,8 |
Die Steuererstattungsansprüche resultierten im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Einkauf von Produktionsmaterialien.
Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen insbesondere vorausgezahlte Mieten und Wartungsleistungen sowie Lizenzgebühren.
Der Posten Übrige beinhaltet u. a. sonstige abgegrenzte bzw. verauslagte Kosten.
Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 5,2 Mio€ (Vj. 5,3 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind wie im Vorjahr weder Aufwendungen noch Erträge in wesentlicher Höhe angefallen.
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.415,4 | 1.338,8 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 563,2 | 502,4 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.149,6 | 1.912,0 |
| Vorräte | 4.128,2 | 3.753,2 |
Die Wertberichtigungen auf Vorräte erhöhten sich um 31,9 Mio€ auf 435,2 Mio € (Vj. 403,3 Mio€).
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.779,7 | 7.505,1 |
| Wertberichtigungen | –110,4 | –112,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.669,3 | 7.392,7 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Kundenbeziehungen werden in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Dabei wird bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Einzelwertberichtigung und Portfoliowertberichtigung differenziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Einzelwertberichtigungen zu bilden sind, werden bei der Ermittlung der Portfoliowertberichtigung nicht berücksichtigt.
Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst im wesentlichen Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Bonität des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird anhand des Zahlungsverhaltens und seiner Zahlungsfähigkeit beurteilt.
Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen, wenn der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Insolvenz vorliegt. Entsprechende Aufwendungen werden auf ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei
nachgewiesener Uneinbringlichkeit wird eine Ausbuchung der Forderung vorgenommen. Bei Bonitätsverbesserung erfolgt eine Wertaufholung.
Im Berichtsjahr entwickelten sich dementsprechend die Einzelwertberichtigungen sowie die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgendermaßen:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 112,4 | 108,8 |
| Zuführung | 38,5 | 49,5 |
| Inanspruchnahmen | –12,0 | –14,0 |
| Auflösungen | –25,0 | –32,7 |
| Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen | –0,3 | — |
| Wechselkursveränderungen | –3,2 | 0,8 |
| Stand zum 31.12. | 110,4 | 112,4 |
Im Continental-Konzern werden mehrere Forderungsverkaufsprogramme genutzt. Wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen wurden, werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt.
Im Rahmen bestehender Forderungsverkaufsprogramme wurden vertragliche Rechte auf den Erhalt der Zahlungsmittelzuflüsse an die entsprechenden Vertragspartner abgetreten. Die übertragenen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in Höhe von 1.799,2 Mio € (Vj. 1.937,0 Mio €) in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die dazugehörigen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 513,7 Mio€ (Vj. 487,1 Mio€) stellen den aus dem Forderungsverkauf erhaltenen Liquiditätserlös dar. Dieser entspricht wie im Vorjahr näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Das zugesagte Finanzierungsvolumen im Rahmen dieser Forderungsverkaufsprogramme beträgt 894,5 Mio€ (Vj. 1.069,3 Mio€).
Die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zu den Abschlussstichtagen in folgende Laufzeitbänder:
| davon in den folgenden Zeiträumen überfällig | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Buchwert | davon nicht überfällig |
weniger als 15 Tage |
15–29 Tage | 30–59 Tage | 60–89 Tage | 90–119 Tage | 120 Tage und mehr |
| 31.12.2017 | ||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 |
7.350,8 | 6.753,9 | 219,2 | 100,2 | 86,9 | 36,0 | 30,5 | 124,1 |
| 31.12.2016 | ||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 |
6.042,5 | 5.513,0 | 184,3 | 85,2 | 71,2 | 29,6 | 26,9 | 132,3 |
1 Die Differenz zur ersten Tabelle in diesem Kapitel in Höhe von 428,9 Mio € (Vj. 1.462,6 Mio €) resultiert aus einzelwertberichtigten Forderungen.
Der Continental-Konzern geht, basierend auf historischem Zahlungsverhalten und Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden, davon aus, dass die überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen sowie auch die nicht überfälligen Forderungen in voller Höhe
beglichen werden und keine Wertberichtigung erforderlich ist. Die Forderungen zum 31. Dezember 2017 enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode.
Die als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zum Bilanzstichtag bestanden flüssige Mittel in Höhe von
1.881,5 Mio€ (Vj. 2.107,0 Mio€). Davon waren 1.726,7 Mio€ (Vj. 1.673,9 Mio €) unbeschränkt verfügbar.
Bezüglich des Zinsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf Kapitel 28.
| Vermögenswerte einer Veräußerungsgruppe Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte |
— 13,5 |
— 4,0 |
|---|---|---|
| Einzelne zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 13,5 | 4,0 |
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
In den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten in Höhe von 13,5 Mio€ (Vj. 4,0 Mio €) sind insbesondere Vermögenswerte aus der Werkschließung in Melbourne, Australien, in Höhe von 11,4 Mio€ enthalten.
| Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien in Stück | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Am 01.01. | 200.005.983 | 200.005.983 |
| Veränderung der Periode | — | — |
| Am 31.12. | 200.005.983 | 200.005.983 |
Das gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie.
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 1.470,4 Mio € (Vj. 1.103,1 Mio €). Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Auszahlung einer Dividende von 4,50 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Stückaktien 900.026.923,50 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Leistungen an Arbeitnehmer gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig |
| Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds) |
— | 3.847,8 | — | 3.871,9 |
| Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen | — | 209,3 | — | 232,6 |
| Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen | 1,6 | 45,9 | 0,8 | 45,5 |
| Andere Leistungen an Arbeitnehmer | — | 266,3 | — | 160,9 |
| Verbindlichkeiten für Berufsgenossenschaft | 41,1 | 24,8 | 35,1 | 81,4 |
| Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen | 1.025,3 | — | 880,2 | — |
| Personalabfindungen | 44,7 | — | 37,3 | — |
| Verbindlichkeiten für Sozialkosten | 177,1 | — | 171,2 | — |
| Verbindlichkeiten für Urlaub | 200,8 | — | 189,5 | — |
| Leistungen an Arbeitnehmer | 1.490,6 | 4.394,1 | 1.314,1 | 4.392,3 |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung (Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und |
||||
| zugehörigen Fonds) | 16,0 | 24,3 |
Pensionspläne
Zusätzlich zur gesetzlichen Altersversorgung stehen der Mehrzahl der Mitarbeiter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu.
Im Mittelpunkt unserer Pensionsstrategie steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Versorgungspläne, um sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen ein zukunftsfähiges und transparentes Versorgungssystem zu bieten. Viele leistungsorientierte Zusagen wurden für Neueintritte oder zukünftige Dienstzeiten geschlossen und durch beitragsorientierte Pläne abgelöst.
In Ländern, in denen beitragsorientierte Zusagen aus rechtlichen oder ökonomischen Gründen nicht möglich sind, wurden leistungsorientierte Pläne optimiert bzw. umgestellt, um die hiermit verbundenen Risiken aus Langlebigkeit, Inflation und Gehaltssteigerungen zu minimieren.
Leistungsorientierte Pläne umfassen Pensionspläne, Abfindungszahlungen unabhängig vom Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Durch den signifikanten Anstieg der Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren und die starke Akquisitionstätigkeit beziehen sich die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen auf aktive Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pensionspläne umfassen 160.632 Anspruchsberechtigte, einschließlich 117.105 aktiver Mitarbeiter, 16.545 ehemaliger Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen und 26.982 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Pensionsverpflichtungen sind auf vier Länder konzentriert: Deutschland, USA, Vereinigtes Königreich und Kanada, die mehr als 90 % der gesamten Pensionsverpflichtungen ausmachen.
Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtungen gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt rund 18 Jahre.
In Deutschland gewährt Continental Pensionsleistungen durch den Kapitalkontenplan (Cash Balance Plan), Altzusagen und Entgeltumwandlungen.
Die für die aktiven Mitarbeiter gültige Versorgungsregelung beruht im Wesentlichen auf dem Kapitalkontenplan und damit auf Leistungsbausteinen. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben in Abhängigkeit von der Höhe des Versorgungsguthabens als Einmalleistung, in Raten oder als Rente ausgezahlt. Wesentliche Mindestgarantien, bezogen auf eine bestimmte Versorgungshöhe, bestehen nicht.
Pensionspläne, die im Rahmen von Akquisitionen zu Continental transferiert bzw. übernommen wurden (Siemens VDO, Temic, Teves, Phoenix), wurden in den Kapitalkontenplan aufgenommen. Für die wesentlichen deutschen Gesellschaften ist der Kapitalkontenplan teilweise mit Sondervermögen im Rahmen von Treuhandstrukturen (Contractual Trust Arrangements, CTA) gedeckt. In Deutschland bestehen keine rechtlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen.
Die CTA sind rechtlich unabhängig vom Unternehmen und verwalten die Planvermögen als Treuhänder im Einklang mit den jeweiligen Treuhandverträgen.
Einige Altzusagen werden durch zwei rechtlich selbstständige Pensionskassen gewährt. Die Pensionskasse für Angestellte der Continental Aktiengesellschaft VVaG und die Pensionskasse von 1925 der Phoenix AG VVaG sind seit dem 1. März 1984 bzw. 1. Juli
1983 geschlossen. Die Pensionskassen sind kleinere Vereine im Sinne des § 53 des VAG und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Anlagevorschriften sind im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen und der Risikostruktur der Verpflichtungen. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 2,6 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich Continental für den Durchführungsweg der Pensionskasse. Gemäß IAS 19 handelt es sich daher bei den durch die Pensionskasse gedeckten Pensionsverpflichtungen um leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2017 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Beträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt.
Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die private Vorsorge durch Entgeltumwandlung.
Entgeltumwandlung wird im Wesentlichen durch eine überbetriebliche Pensionskasse (Höchster Pensionskasse VVaG) für Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung angeboten. Die Pensionskasse sagt eine garantierte Mindestverzinsung zu, für die letztendlich Continental gemäß Betriebsrentengesetz haftet. Das Unternehmen haftet nicht für Garantien gegenüber Mitarbeitern anderer Unternehmen. Da es sich bei der Höchster Pensionskasse VVaG um einen gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Unternehmen handelt und Continental kein Recht hat, die für die Bilanzierung als leistungsorientierter Plan notwendigen Informationen zu erhalten, wird dieser Plan als beitragsorientierter Plan bilanziert.
Für Entgeltumwandlungsbeiträge oberhalb von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze können anspruchsberechtigte Mitarbeiter den Kapitalkontenplan nutzen. Für diesen Anteil erfolgt die Finanzierung über Rückdeckungsversicherungen.
Aufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental verschiedene leistungsorientierte Pläne in den USA, die für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche in einem Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen wurden. Im Vorjahr wurde im Rahmen von Akquisitionen ein offener leistungsorientierter Plan für gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter erworben.
Die geschlossenen leistungsorientierten Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts für Reifen- und Automotive-Angestellte sowie Kapitalkontenzusagen für ehemalige Siemens VDO-Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pläne, sowohl für die gewerkschaftlich als auch für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter, basieren auf einem Pensionsmultiplikator pro Dienstjahr.
Geschlossene leistungsorientierte Pläne wurden durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. Beitragsorientierte Pläne gelten für die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter in den USA.
Die Planvermögen der leistungsorientierten Pläne werden in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Die Aufsicht über die Kapitalanlage wurde an das Pension Committee, ein konzernintern besetztes Gremium, delegiert. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Basierend auf diesem Gesetz ist eine Bewertung des Finanzierungsniveaus erforderlich. Der verwendete Rechnungszins für diese Bewertung ist der durchschnittliche Zins über eine Periode von 25 Jahren und daher aktuell höher als der Rechnungszins zur Diskontierung der Verpflichtungen unter IAS 19. Die gesetzliche Bewertung führt daher zu einer niedrigeren Verpflichtung als die entsprechende Bewertung gemäß IAS 19. Es gibt eine regulatorische Anforderung, in den leistungsorientierten Plänen ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungseinschränkungen zu vermeiden.
Im Jahr 2017 ist es zu Planabgeltungen in den USA gekommen. Hierbei wurde ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Pensionsansprüchen ein Abfindungsangebot der Pensionsansprüche unterbreitet. Die Auszahlungen an Mitarbeiter, welche dieses Angebot angenommen haben, erfolgten im Dezember 2017.
Resultierend aus der Akquisitionshistorie unterhält Continental vier leistungsorientierte Pläne im Vereinigten Königreich. Alle Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen oder letzten Endgehalts. Die vier Pläne wurden im Zeitraum zwischen 1. April 2002 und 30. November 2004 für Neueintritte geschlossen. Für alle seitdem eingetretenen Mitarbeiter bietet Continental beitragsorientierte Pläne an.
Zum 5. April 2016 wurde der Continental Group Pension and Life Assurance Scheme für die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen. Der Plan wurde zum 6. April 2016 durch einen beitragsorientierten Plan abgelöst.
Zum 31. Juli 2017 wurde der Mannesmann UK Pension Scheme für die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen. Der Plan wurde zum 1. August 2017 durch einen beitragsorientierten Plan abgelöst.
Der Fokus unserer Pensionsstrategie im Vereinigten Königreich liegt auf der Reduktion der Risiken und inkludiert die Option einer teilweisen oder vollständigen Ausfinanzierung durch den Erwerb von Annuitäten.
Dieser Strategie folgend hat der Continental Group Pension and Life Assurance Scheme durch den Erwerb von Annuitäten im ersten Quartal die Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktuellen Rentenempfängern vollzogen.
Die Finanzierungsbedingungen werden von der Regulierungsbehörde für Pensionen und den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften bestimmt. Die leistungsorientierten Pläne werden von Treuhandgesellschaften verwaltet, deren geschäftsführende Organe (Board of Trustees) durch die Treuhandvereinbarung und das Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind.
Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch technische Bewertungen nach Maßgabe der lokalen Vorschriften bestimmt. Dabei werden die Verpflichtungen mit einem Diskontierungssatz basierend auf Staatsanleihen sowie mit weiteren konservativ gewählten versicherungsmathematischen Annahmen bewertet. Im Vergleich zur IAS 19-Bewertung, die den Diskontierungszinssatz von erstrangigen Unternehmensanleihen ableitet, führt dies in der Regel zu einer höheren Verpflichtung. Drei von vier leistungsorientierten Plänen zeigen auf Basis der letzten technischen Bewertung ein Finanzierungsdefizit. Treuhänder (Trustees) und Unternehmen haben sich jeweils auf einen "Recovery Plan" geeinigt, der zusätzliche zeitlich begrenzte jährliche Zahlungen vorsieht. Der Bewertungsprozess muss innerhalb von 15 Monaten nach dem Bewertungsstichtag abgeschlossen werden. Die technischen Bewertungen wurden für zwei Pläne im Jahr 2016 und für die beiden anderen Pläne im Jahr 2017 abgeschlossen.
Die letzten technischen Bewertungen der vier leistungsorientierten Pensionspläne haben mit Bewertungsstichtag zwischen Dezember 2014 und März 2016 stattgefunden und führten zum folgenden Ergebnis:
Aufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne. Die Pensionspläne sind hauptsächlich Pläne auf Basis eines Pensionsmultiplikators pro Dienstjahr. Im Jahr 2017 wurden drei Pläne (Bowmanville, Collingwood und Owen Sound) vollständig durch den Erwerb von Annuitäten ausfinanziert, sodass keine Pensionsverpflichtungen aus diesen Plänen mehr für die Continental-Gesellschaften bestehen.
Die Schwankungen in der Höhe der Pensionsverpflichtung, die aus den Wechselkurseffekten resultierten, unterliegen den gleichen Risiken wie die Gesamtgeschäftsentwicklung. Diese Schwankungen beziehen sich hauptsächlich auf die Währungen der USA, Kanadas und des Vereinigten Königreichs und sind für Continental unwesentlich. Zu Auswirkungen der Zinsrisiken sowie des Langlebigkeitsrisikos auf die Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die nachfolgend im Kapitel aufgeführten Sensitivitäten.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich sowie die übrigen Länder und die Gesamtwerte für den Continental-Konzern.
| 2017 | 2016 | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | |
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 4.416,5 | 1.247,0 | 151,3 | 402,2 | 311,7 | 6.528,7 | 3.814,1 | 1.199,0 | 140,4 | 378,6 | 275,3 | 5.807,4 | |
| Wechselkursdifferenzen | — | –147,3 | –7,5 | –13,7 | –7,9 | –176,4 | — | 41,6 | 9,4 | –57,1 | –3,0 | –9,1 | |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche |
223,2 | 5,5 | 1,5 | 2,5 | 24,2 | 256,9 | 148,5 | 5,7 | 1,9 | 2,8 | 22,0 | 180,9 | |
| Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen |
— | — | — | — | 0,0 | 0,0 | — | 4,2 | — | 1,5 | 0,0 | 5,7 | |
| Plankürzungen und -abgeltungen | — | –4,8 | 1,6 | –0,1 | –1,8 | –5,1 | — | — | — | –6,4 | –5,7 | –12,1 | |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
77,2 | 48,0 | 5,4 | 10,0 | 7,7 | 148,3 | 86,5 | 51,5 | 5,8 | 12,6 | 8,7 | 165,1 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in demografischen Annahmen |
20,5 | 5,8 | — | –11,3 | –0,9 | 14,1 | — | –17,2 | 0,6 | –3,4 | –0,1 | –20,1 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen |
–89,2 | 74,3 | 7,0 | 10,5 | –27,2 | –24,6 | 445,0 | 32,2 | 5,2 | 84,5 | 29,8 | 596,7 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse |
–44,9 | 13,8 | –0,6 | –0,7 | 3,8 | –28,6 | 22,9 | –2,1 | –0,3 | 0,6 | –1,4 | 19,7 | |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
12,2 | — | — | — | 0,2 | 12,4 | — | — | — | — | 0,7 | 0,7 | |
| Einzahlungen durch die Arbeitnehmer |
— | — | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,7 | — | — | 0,3 | 0,3 | 0,0 | 0,6 | |
| Übrige Veränderungen | — | — | — | –0,5 | 0,1 | –0,4 | 0,1 | — | — | –0,6 | 0,0 | –0,5 | |
| Pensionszahlungen | –97,0 | –175,3 | –48,3 | –12,7 | –13,0 | –346,3 | –100,6 | –67,9 | –12,0 | –11,2 | –14,6 | –206,3 | |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 4.518,5 | 1.067,0 | 110,7 | 386,4 | 297,1 | 6.379,7 | 4.416,5 | 1.247,0 | 151,3 | 402,2 | 311,7 | 6.528,7 |
Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:
Die Überleitung der Veränderungen des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:
| 2017 2016 |
||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Fondsvermögen zum Zeitwert am 01.01. |
1.123,0 | 904,4 | 133,9 | 391,5 | 131,6 | 2.684,4 | 1.065,8 | 870,5 | 124,5 | 386,7 | 124,4 | 2.571,9 |
| Wechselkursdifferenzen | — | –105,2 | –6,3 | –13,4 | –4,2 | –129,1 | — | 30,1 | 8,3 | –57,3 | –0,8 | –19,7 |
| Zinserträge des Pensionsfonds | 29,8 | 34,5 | 4,9 | 10,1 | 3,7 | 83,0 | 28,5 | 37,3 | 5,2 | 13,4 | 4,3 | 88,7 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Fondsvermögen |
15,9 | 71,7 | –0,5 | –15,4 | 5,5 | 77,2 | 7,9 | 18,6 | 4,5 | 36,6 | –2,2 | 65,4 |
| Einzahlungen durch die Arbeitgeber | 45,7 | 17,8 | 7,2 | 18,7 | 16,0 | 105,4 | 44,8 | 17,7 | 3,4 | 23,7 | 17,6 | 107,2 |
| Einzahlungen durch die Arbeitnehmer | — | — | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,7 | — | — | 0,3 | 0,3 | 0,3 | 0,9 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
— | — | — | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Übrige Veränderungen | –2,2 | –1,3 | –0,5 | –0,5 | –0,2 | –4,7 | — | –1,9 | –0,3 | –0,7 | –4,3 | –7,2 |
| Pensionszahlungen | –23,2 | –175,3 | –48,3 | –12,7 | –8,3 | –267,8 | –24,0 | –67,9 | –12,0 | –11,2 | –7,7 | –122,8 |
| Fondsvermögen zum Zeitwert am 31.12. |
1.189,0 | 746,6 | 90,7 | 378,5 | 144,3 | 2.549,1 | 1.123,0 | 904,4 | 133,9 | 391,5 | 131,6 | 2.684,4 |
Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Mio€ verringert. Dies resultierte im Wesentlichen aus Schließungen von Plänen und den damit verbundenen Planabgeltungen in den USA und Kanada. Der aktive Saldo aus Pensionsbewertung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Mio€. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang des Planvermögens im Vereinigten Königreich aufgrund versicherungsmathematischer Verluste des Fondsvermögens.
Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2017 bezog sich mit 6.262,5 Mio€ (Vj. 6.403,3 Mio€) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus Fonds finanziert sind, und mit 117,2 Mio€ (Vj. 125,4 Mio€) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind.
Der Rückgang des Anwartschaftsbarwerts um 149,0 Mio€ gegenüber dem 31. Dezember 2016 resultierte insbesondere aus Planabgeltungen und daraus resultierenden Pensionszahlungen.
Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der CTA in Höhe von 815,2 Mio€ (Vj. 744,5 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 264,0 Mio€ (Vj. 275,1 Mio €), der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 109,5 Mio€ (Vj. 101,0 Mio€) sowie Planvermögen in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 2,4 Mio €).
Das Fondsvermögen verringerte sich im Berichtsjahr um 135,3 Mio€ auf 2.549,1 Mio€. Wesentliche Ursache hierfür ist die Abgeltung von Pensionsansprüchen in den USA und Kanada.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des Fondsvermögens in Deutschland resultieren aus den versicherungsmathematischen Gewinnen der CTA mit 15,9 Mio€ (Vj. 7,9 Mio€).
Innerhalb des Continental-Konzerns gibt es in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2017 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2017 einen beizulegenden Zeitwert von 264,0 Mio€ (Vj. 275,1 Mio€) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 2,6 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, weshalb es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Finanzierungsstatus1 | –3.329,5 | –320,4 | –20,0 | –7,9 | –152,8 | –3.830,6 | –3.293,5 | –342,6 | –17,4 | –10,7 | –180,1 | –3.844,3 |
| Begrenzung des Vermögenswerts | — | — | 0,0 | — | –1,2 | –1,2 | — | — | –1,9 | — | –1,4 | –3,3 |
| Bilanzansatz | –3.329,5 | –320,4 | –20,0 | –7,9 | –154,0 | –3.831,8 | –3.293,5 | –342,6 | –19,3 | –10,7 | –181,5 | –3.847,6 |
1 Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert.
Der Bilanzansatz ist in folgenden Bilanzposten enthalten:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung | — | — | 1,1 | 11,7 | 3,2 | 16,0 | — | — | 0,7 | 22,7 | 0,9 | 24,3 |
| Pensionsrückstellungen | –3.329,5 | –320,4 | –21,1 | –19,6 | –157,2 | –3.847,8 | –3.293,5 | –342,6 | –20,0 | –33,4 | –182,4 | –3.871,9 |
| Bilanzansatz | –3.329,5 | –320,4 | –20,0 | –7,9 | –154,0 | –3.831,8 | –3.293,5 | –342,6 | –19,3 | –10,7 | –181,5 | –3.847,6 |
Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen – insbesondere die Abzinsungsfaktoren zur Bestimmung der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen und der
erwarteten Verzinsung des Fondsvermögens sowie die langfristigen Entgeltsteigerungsraten und der langfristige Rententrend – werden länderspezifisch festgelegt.
In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet:
| 2017 | 2016 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % | D1 | USA | CAN | GB | Übrige | D1 | USA | CAN | GB | Übrige |
| Abzinsungsfaktor | 1,90 | 3,70 | 3,40 | 2,45 | 3,17 | 1,80 | 4,25 | 3,80 | 2,70 | 2,47 |
| Langfristige Entgeltsteigerungsraten | 3,00 | 0,00 | 2,85 | 3,80 | 3,49 | 3,00 | 3,50 | 3,50 | 4,15 | 3,31 |
1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen.
Ein weiterer Parameter für die Bewertung der Pensionsverpflichtung ist der langfristige Rententrend. Folgender gewichteter durchschnittlicher langfristiger Rententrend wurde zum 31. Dezember 2017 für die wesentlichen Länder verwendet: Deutschland 1,75 %
(Vj. 1,75 %), Kanada 1,6 % (Vj. 1,6 %), Vereinigtes Königreich 3,4 % (Vj. 3,0 %). Für die USA stellt der langfristige Rententrend keinen wesentlichen Bewertungsparameter dar.
Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2017 | 2016 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche |
223,2 | 5,5 | 1,5 | 2,5 | 24,2 | 256,9 | 148,5 | 5,7 | 1,9 | 2,8 | 22,0 | 180,9 |
| Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen |
— | — | — | — | 0,0 | 0,0 | — | 4,2 | — | 1,5 | 0,0 | 5,7 |
| Plankürzungen und -abgeltungen | — | –4,8 | 1,6 | –0,1 | –1,8 | –5,1 | — | — | — | –6,4 | –5,7 | –12,1 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
77,2 | 48,0 | 5,4 | 10,0 | 7,7 | 148,3 | 86,5 | 51,5 | 5,8 | 12,6 | 8,7 | 165,1 |
| Erwartete Erträge der Pensionsfonds | –29,8 | –34,5 | –4,9 | –10,1 | –3,7 | –83,0 | –28,5 | –37,3 | –5,2 | –13,4 | –4,3 | –88,7 |
| Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert |
— | — | 0,1 | — | 0,2 | 0,3 | — | — | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,3 |
| Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen |
— | 1,2 | 0,5 | — | –0,1 | 1,6 | — | 1,9 | 0,3 | — | –0,1 | 2,1 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 270,6 | 15,4 | 4,2 | 2,3 | 26,5 | 319,0 | 206,5 | 26,0 | 2,9 | –2,8 | 20,7 | 253,3 |
Die Plankürzungen und -abgeltungen des Jahres 2017 ergeben sich insbesondere aus Abgeltungen in den USA und der daraus resultierenden Reduzierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung.
| 2017 | 2016 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste am 01.01. |
–1.989,3 | –283,6 | –7,6 | –85,1 | –93,4 | –2.459,0 | –1.529,3 | –289,3 | –6,1 | –44,9 | –62,2 | –1.931,8 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Anwartschaftsbarwert |
113,6 | –93,9 | –6,4 | 1,5 | 24,3 | 39,1 | –467,9 | –12,9 | –5,5 | –81,7 | –28,3 | –596,3 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Fondsvermögen |
15,9 | 71,7 | –0,5 | –15,4 | 5,5 | 77,2 | 7,9 | 18,6 | 4,5 | 36,6 | –2,2 | 65,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Begrenzung des Vermögenswerts |
— | — | 1,9 | — | 0,2 | 2,1 | — | — | –0,5 | 4,9 | –0,7 | 3,7 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste am 31.12. |
–1.859,8 | –305,8 | –12,6 | –99,0 | –63,4 | –2.340,6 | –1.989,3 | –283,6 | –7,6 | –85,1 | –93,4 | –2.459,0 |
In der folgenden Tabelle ist die Überleitung der Veränderungen in versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten am Beginn und am Ende des Berichtsjahres dargestellt:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung aufgrund von Änderungen in den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen. Zum einen führte der Rückgang des Abzinsungsfaktors in den USA, in Kanada und im Vereinigten Königsreich gegenüber dem Jahr 2016 in der Berichtsperiode 2017 zu versicherungsmathematischen Verlusten in diesen Ländern. Andererseits wurden diese Verluste durch den Anstieg des Abzinsungsfaktors in Deutschland und den übrigen Ländern und daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinnen überkompensiert. Des Weiteren entstanden versicherungsmathematische Gewinne im Wesentlichen aufgrund abweichender Ereignisse in Deutschland. Die in der Berichtsperiode
2016 aufgelaufenen versicherungsmathematischen Verluste aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen waren hingegen auf einen Rückgang des Abzinsungsfaktors gegenüber dem Jahr 2015 zurückzuführen.
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.
Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte unter Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D1 | USA | CAN | GB | Übrige | D1 | USA | CAN | GB | Übrige |
| 0,5 % Erhöhung | ||||||||||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit und Zinsaufwendungen |
–14,9 | –1,8 | –0,2 | 0,3 | –0,5 | –17,6 | –2,0 | –0,3 | 0,6 | –0,4 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
–407,7 | –59,2 | –7,8 | –21,8 | –15,7 | –404,3 | –66,0 | –10,3 | –35,7 | –18,3 |
| 0,5 % Verminderung | ||||||||||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit und Zinsaufwendungen |
17,0 | 1,5 | 0,1 | –0,3 | 0,8 | 20,2 | 1,7 | 0,3 | –0,8 | 0,4 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
475,5 | 65,4 | 8,7 | 24,9 | 17,2 | 472,4 | 72,6 | 11,5 | 40,5 | 20,4 |
1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen.
Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA1 | CAN | GB | D | USA1 | CAN | GB | ||
| 0,5 % Erhöhung | ||||||||||
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
6,8 | — | 0,8 | 2,3 | 1,8 | — | 0,8 | 2,7 | ||
| 0,5 % Verminderung | ||||||||||
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
–6,2 | — | –0,7 | –2,2 | –1,7 | — | –0,8 | –2,5 |
1 Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate hat keinen Einfluss auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts.
Eine Veränderung des langfristigen Rententrends um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | D | USA1 | CAN | GB | D | USA1 | CAN | GB |
| 0,5 % Erhöhung | ||||||||
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
162,2 | — | 3,8 | 24,4 | 173,9 | — | 4,3 | 23,9 |
| 0,5 % Verminderung | ||||||||
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert |
–147,2 | — | –3,5 | –22,9 | –157,5 | — | –3,9 | –23,4 |
1 Eine Veränderung des langfristigen Rententrends hat keinen Einfluss auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts.
Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich.
Zusätzlich zu den oben genannten Sensitivitäten wurde der Einfluss einer um ein Jahr höheren Lebenserwartung auf den Anwartschaftsbarwert der wesentlichen Länder ermittelt. Eine um ein Jahr steigende Lebenserwartung würde zu einem um 206,1 Mio€ (Vj. 216,3 Mio €) höheren Anwartschaftsbarwert führen, der sich wie folgt verteilt: Deutschland 160,9 Mio€ (Vj. 166,9 Mio€), USA 28,8 Mio€ (Vj. 31,7 Mio€), Vereinigtes Königreich 13,8 Mio€ (Vj. 13,8 Mio€) und Kanada 2,6 Mio€ (Vj. 3,9 Mio€). Dabei wurde in Deutschland im Rahmen der versicherungsmathematischen
Bewertung von vermehrten Auszahlungen in Renten- anstatt in Kapitalform ausgegangen, was sich erhöhend auf den Anwartschaftsbarwert auswirkt. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht die Lebenserwartung bei den inländischen Plänen auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die ausländischen Pensionspläne werden vergleichbare landesübliche Bewertungsgrundlagen herangezogen.
Die Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch die Anlageausschüsse unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensionsverpflichtungen überprüft. Dabei überprüfen die Anlageausschüsse regelmäßig die Investitionsentscheidungen, die zugrunde liegenden Renditeerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager.
Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen:
| % | 2017 | 2016 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenskategorie | D1 | USA | CAN | GB | Übrige | D1 | USA | CAN | GB | Übrige |
| Aktien | 1 | 54 | 55 | 17 | 11 | 1 | 52 | 46 | 22 | 10 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 60 | 45 | 43 | 43 | 72 | 60 | 43 | 53 | 41 | 51 |
| Immobilien | 7 | — | — | 1 | 2 | 7 | 4 | — | 1 | 0 |
| Absolute Return2 | 16 | — | — | 17 | 14 | 16 | — | — | 23 | 25 |
| Flüssige Mittel und Sonstige3 | 16 | 1 | 2 | 1 | 1 | 16 | 1 | 1 | 4 | 14 |
| Annuitäten3 | — | — | — | 21 | — | — | — | — | 9 | — |
| Summe | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 |
1 Die Portfoliostruktur des Fondsvermögens in Deutschland ist ohne die Pensionskassen aufgestellt, deren Vermögensanlage hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren und Aktien erfolgt.
2 Hierbei handelt es sich um Investmentprodukte, die eine marktunabhängige Rendite anstreben.
3 Bei Annuitäten handelt es sich um Versicherungsverträge, die Rentenzahlungen absichern. Diese wurden zuvor in Flüssige Mittel und Sonstige ausgewiesen. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst.
Die folgende Tabelle zeigt die aus Barmitteln geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds für 2017 und 2016 sowie die erwarteten Einzahlungen für 2018:
| Mio € | 2018 (erwartet) | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| D | 41,4 | 45,7 | 44,8 |
| USA | 16,1 | 17,8 | 17,7 |
| CAN | 2,8 | 7,2 | 3,4 |
| GB | 18,9 | 18,7 | 23,7 |
| Übrige | 12,5 | 16,0 | 17,6 |
| Gesamt | 91,7 | 105,4 | 107,2 |
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geleistete Pensionszahlungen | ||||||
| 2016 | 100,6 | 67,9 | 12,0 | 11,2 | 14,6 | 206,3 |
| 2017 | 97,0 | 175,3 | 48,3 | 12,7 | 13,0 | 346,3 |
| Erwartete Pensionszahlungen | ||||||
| 2018 | 117,3 | 59,6 | 5,4 | 9,0 | 14,0 | 205,3 |
| 2019 | 113,6 | 60,9 | 5,4 | 9,9 | 14,5 | 204,3 |
| 2020 | 119,5 | 61,1 | 5,5 | 10,5 | 14,2 | 210,8 |
| 2021 | 126,5 | 62,5 | 5,7 | 11,5 | 16,3 | 222,5 |
| 2022 | 134,9 | 62,8 | 5,7 | 12,0 | 18,1 | 233,5 |
| Summe der Jahre 2023–2027 | 706,0 | 317,7 | 33,2 | 74,9 | 119,6 | 1.251,4 |
Die Pensionszahlungen ab 2016 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen als auch kontinuierliche Rentenzahlungen. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der frühestmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später sein und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen.
Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, des Fondsvermögens und des Finanzierungsstatus sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden und des Planvermögens lauten wie folgt:
| Mio € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert | 6.379,7 | 6.528,7 | 5.807,4 | 5.265,6 | 4.052,2 |
| Fondsvermögen | 2.549,1 | 2.684,4 | 2.571,9 | 2.035,7 | 1.882,2 |
| Finanzierungsstatus | –3.830,6 | –3.844,3 | –3.235,5 | –3.229,9 | –2.170,0 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden |
–39,1 | 596,3 | 51,9 | 981,6 | –117,5 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens |
77,2 | 65,4 | –21,6 | 55,5 | 112,7 |
Einige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten. Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen.
Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt rund zehn Jahre.
Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Finanzierungsstatus am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 232,6 | 229,9 |
| Wechselkursdifferenzen | –25,1 | 9,3 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche | 1,4 | 1,5 |
| Plankürzungen und -abgeltungen | –0,1 | –0,1 |
| Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen | 8,9 | 9,7 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in demografischen Annahmen | –1,6 | –2,1 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen | 10,7 | –0,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse | –2,8 | 0,4 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | — | — |
| Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen | –14,7 | –15,6 |
| Anwartschaftsbarwert/Bilanzbetrag am 31.12. | 209,3 | 232,6 |
Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Hierzu wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet:
| % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 3,71 | 4,24 |
| Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen im folgenden Jahr | 4,77 | 5,58 |
| Langfristige Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen | 3,77 | 4,64 |
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche | 1,4 | 1,5 |
| Plankürzungen und -abgeltungen | –0,1 | –0,1 |
| Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen | 8,9 | 9,7 |
| Netto-Aufwendungen | 10,2 | 11,1 |
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 0,5-prozentigen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsverpflichtungen:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| 0,5 % Erhöhung | ||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen | 0,1 | 0,4 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert | 2,6 | 4,6 |
| 0,5 % Verminderung | ||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen | –0,1 | 0,1 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert | –2,4 | –0,2 |
Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem halben Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Netto-Aufwendungen ausgewirkt:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| 0,5 % Erhöhung | ||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen | 0,5 | 0,7 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert | –10,2 | –8,9 |
| 0,5 % Verminderung | ||
| Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen | –0,5 | –0,2 |
| Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert | 11,3 | 14,2 |
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):
| Mio € | |
|---|---|
| Geleistete Zahlungen für Versorgungsleistungen | |
| 2016 | 15,6 |
| 2017 | 14,7 |
| Erwartete Zahlungen für Versorgungsleistungen | |
| 2018 | 14,6 |
| 2019 | 14,6 |
| 2020 | 14,7 |
| 2021 | 14,7 |
| 2022 | 14,7 |
| Summe der Jahre 2023–2027 | 72,8 |
Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, des Finanzierungsstatus sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden lauten wie folgt:
| Mio € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert | 209,3 | 232,6 | 229,9 | 212,0 | 173,8 |
| Finanzierungsstatus | –209,3 | –232,6 | –229,9 | –212,0 | –173,8 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden | 6,3 | –2,1 | –22,2 | 21,2 | –22,9 |
Einige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 1,3 Mio€ (Vj. Ertrag in Höhe von 0,2 Mio€) betragen.
Der Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von beitragsorientierten Plänen, insbesondere in den USA, im Vereinigten Königreich, in Japan und China. Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, lag im Geschäftsjahr bei 86,6 Mio € (Vj. 81,8 Mio €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus neu abgeschlossenen Kompensationsplänen, Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie aus Wechseln von leistungsorientierten zu beitragsorientierten Plänen.
Andere Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Rückstellungen für Altersteilzeitprogramme sowie Jubiläumsboni. Dabei sind die Altersteilzeitrückstellungen mit einem Diskontierungszinssatz von 0,98 % (Vj. 0,35 %) berechnet. Die Jubiläumsrückstellungen sind mit einem Diskontierungszinssatz von 1,9 % (Vj. 1,8 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen beinhalten auch die langfristigen Bonuszusagen (Long-Term-Incentive-Pläne, LTI-Pläne) sowie die in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder (Performance-Bonus, Deferral).
Sämtliche LTI-Pläne bis 2013 werden nach IAS 19 als "andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" klassifiziert und bewertet. Die LTI-Pläne ab 2014 sowie das Deferral sind als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich zu klassifizieren, sodass die Bilanzierung nach IFRS 2 jeweils zum Fair Value erfolgt.
Die Aufwendungen aus LTI-Plänen von 45,5 Mio€ (Vj. 32,0 Mio€) wurden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.
› LTI-Plan 2013: Im Jahr 2013 erfolgte die Ausgabe der LTI-Tranche 2013/17 mit einer Laufzeit von vier Jahren an die oberen Führungskräfte des Continental-Konzerns und an die Mitglieder des Vorstands. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die LTI-Tranche 2013/17 wurde am 24. Juni 2013 durch den Vorstand für die oberen Führungskräfte und am 25. September 2013 vom Aufsichtsrat für die Mitglieder des Vorstands beschlossen.
Für jeden Begünstigten der LTI-Tranche 2013/17 wird durch den Vorstand der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad, der zwischen 0 % (keine
Auszahlung) und 300 % (maximale Auszahlung) liegen kann. Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt der Continental Value Contribution (CVC) des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Die Eckdaten zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads werden für jedes Zielkriterium mit Ausgabe einer LTI-Tranche festgelegt. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Addition der beiden gleichgewichteten Zielkriterien. Basis für die Berechnung des LTI-Bonus ist der bei Ausgabe einer LTI-Tranche für einen Zielerreichungsgrad von 100 % individuell zugesagte Bonusbetrag. Der LTI-Bonus wird als Brutto-Einmalzahlung in der Regel spätestens am Ende des zweiten vollen Kalendermonats nach Ablauf der LTI-Tranche, nicht jedoch vor Ende des Monats Juli gezahlt.
Nach Ablauf der LTI-Tranche 2013/17 im Juni 2017 erfolgte die Auszahlung des Bonus im August 2017.
› LTI-Plan 2014, 2015, 2016 und 2017: Ab dem Jahr 2014 wird den oberen Führungskräften des Continental-Konzerns und den Mitgliedern des Vorstands ein neuer, in der Grundstruktur veränderter Bonus zugesagt, der weiterhin eine Partizipation an der langfristigen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und der Profitabilität ermöglichen soll. Der LTI-Bonus ist weiterhin in der Höhe grundsätzlich von der Positionsbewertung und dem Zielerreichungsgrad abhängig und wird in jährlichen Tranchen ausgegeben.
Die Laufzeit der Tranche 2014/17, die der Aufsichtsrat am 12. März 2014 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 23. Juni 2014 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2014 und beträgt vier Jahre.
Die Laufzeit der Tranche 2015/18, die der Aufsichtsrat am 18. März 2015 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 4. Juni 2015 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2015 und beträgt vier Jahre.
Die Laufzeit der Tranche 2016/19, die der Aufsichtsrat am 18. März 2016 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 21. April 2016 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2016 und beträgt vier Jahre.
Die Laufzeit der Tranche 2017/20, die der Aufsichtsrat am 27. Januar 2017 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 2. Juni 2017 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2017 und beträgt vier Jahre.
Für jeden Begünstigten einer LTI-Tranche wird durch den Aufsichtsrat (für die Vorstände) bzw. durch den Vorstand (für die oberen Führungskräfte) der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100% Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad. Der LTI-Bonus kann zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 200 % (maximale Auszahlung) liegen.
Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gleichgewichtete Durchschnitt des CVC über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gleichgewichtete Durchschnitt errechnet sich durch Addition von jeweils 25 % des CVC der vier Geschäftsjahre der Laufzeit der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist der Total Shareholder Return (TSR) der Continental-Aktie zum Ende der Laufzeit in Relation zum Beginn der LTI-Tranche. Der für die Ermittlung des TSR maßgebliche Aktienkurs ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder des Nachfolgesystems) an den Börsenhandelstagen in den drei Monaten von Oktober bis Dezember jeweils vor Ausgabe und vor Ablauf der LTI-Tranche. Zusätzlich werden für den TSR sämtliche Dividenden, die während der Laufzeit der LTI-Tranche gezahlt werden, berücksichtigt.
Die Zielskala zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads legt der Aufsichtsrat bzw. der Vorstand mit Ausgabe der jeweiligen LTI-Tranche fest. Diese Eckdaten sind für die Mitglieder des Vorstands und für die oberen Führungskräfte identisch. Der Zielerreichungsgrad kann beim ersten Zielkriterium zwischen 0 % und 200 % variieren. Dazwischen wird die Zielerreichung linear ermittelt. Für das zweite Zielkriterium besteht keine Höchstbegrenzung. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Multiplikation der Erreichungsgrade der beiden Zielkriterien. Der zu zahlende LTI-Bonus resultiert aus der Multiplikation des Zielerreichungsgrads mit dem Zielbonus. Der insgesamt maximal erreichbare LTI-Bonus beträgt 200 % des Zielbonus.
Für die Bewertung des Zielkriteriums TSR kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. In der Monte-Carlo-Simulation werden die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum, die gezahlten Dividenden im Rahmen des TSR und die Begrenzung des Auszahlungsbetrags berücksichtigt.
Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017 wurde mit folgenden Parametern für den TSR gerechnet:
› Kontinuierliche Zero-Zinssätze zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017:
LTI-Plan 2014: in Höhe von -0,86 % zum Fälligkeitstag und -0,79 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2015: in Höhe von -0,74 % zum Fälligkeitstag und -0,69 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2016: in Höhe von -0,65 % zum Fälligkeitstag und -0,57 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt; LTI-Plan 2017: in Höhe von -0,51 % zum Fälligkeitstag und -0,41 % zum voraussichtlichen Auszahlungszeitpunkt.
Die Fair Values der Tranchen haben sich wie folgt entwickelt: LTI-Plan 2014: 36,4 Mio € (Vj. 28,1 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 100 %; LTI-Plan 2015: 36,3 Mio € (Vj. 28,9 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 75 %; LTI-Plan 2016: 27,6 Mio € (Vj. 23,8 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 50 %; LTI-Plan 2017: 37,2 Mio€, der Grad der Erdienung liegt bei 25 %.
Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen für LTI führten in der Berichtsperiode zu Aufwendungen in Höhe von 13,8 Mio € für den LTI-Plan 2014 (Vj. 5,6 Mio €), 11,5 Mio € für den LTI-Plan 2015 (Vj. 7,0 Mio €), 7,2 Mio € (Vj. 6,7 Mio €) für den LTI-Plan 2016 und 9,3 Mio € für den LTI-Plan 2017.
Performance-Bonus (Deferral): Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum, die gezahlten Dividenden sowie die Unterund Obergrenze des Auszahlungsbetrags.
Die Aufwendungen aus dem Performance-Bonus wurden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.
Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2017 wurde mit folgenden Parametern für den Performance-Bonus gerechnet:
Für am Abschlussstichtag aktive Vorstandsmitglieder bestehen zum 31. Dezember 2017 Zusagen mit einem Fair Value von 14,8 Mio €; dies entspricht 63.617 Stück virtueller Aktien (Vj. 14,9 Mio €; 77.925 Stück).
Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen Der Continental Value Sharing Bonus ist eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter von Continental am Konzernergebnis. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung wird anhand von konzerninternen Kennzahlen berechnet. Für den Berichtszeitraum wurde innerhalb der Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen eine Rückstellung in Höhe von 184,2 Mio € (Vj. 174,9 Mio €) berücksichtigt.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Strukturrückstellungen | 17,2 | 8,4 | 62,1 | 14,2 | |
| Prozess- und Umweltrisiken | 182,9 | 94,0 | 131,7 | 145,5 | |
| Gewährleistungen | 526,1 | — | 752,4 | — | |
| Übrige Rückstellungen | 216,8 | 37,2 | 200,2 | 44,5 | |
| Rückstellungen für sonstige Risiken | 943,0 | 139,6 | 1.146,4 | 204,2 |
Die Rückstellungen für sonstige Risiken haben sich wie folgt entwickelt:
| Mio € | Struktur rückstellungen |
Prozess- und Umweltrisiken |
Gewähr leistungen |
Übrige Rück stellungen |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 76,3 | 277,2 | 752,4 | 244,7 |
| Zuführungen | 0,1 | 101,8 | 546,5 | 228,9 |
| Inanspruchnahmen | –38,6 | –59,4 | –518,6 | –109,8 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | — | 0,3 | 9,3 | 2,8 |
| Auflösungen | –11,5 | –27,8 | –235,2 | –99,8 |
| Aufzinsungen | 0,1 | 4,6 | — | 0,2 |
| Wechselkursveränderungen | –0,8 | –19,8 | –28,3 | –13,0 |
| Stand 31.12.2017 | 25,6 | 276,9 | 526,1 | 254,0 |
Die Inanspruchnahmen der Strukturrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Abwicklung der in vorherigen Jahren verabschiedeten Restrukturierungsmaßnahmen an dem französischen Standort Clairox, an dem australischen Standort Melbourne sowie an dem deutschen Standort Wetzlar.
Die Auflösungen der Strukturrückstellungen sind insbesondere auf den Standort Clairox, Frankreich, zurückzuführen.
Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken betreffen wie im Vorjahr im Besonderen Produkthaftungsrisiken aus dem Reifenbereich in den USA. Wir verweisen auf Kapitel 32.
Die Inanspruchnahmen beinhalten hauptsächlich die zuvor genannten Produkthaftungsrisiken im Reifenbereich.
Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 518,6 Mio€ (Vj. 304,0 Mio€) sowie Auflösungen in Höhe von 235,2 Mio€ (Vj. 124,8 Mio€), denen Zuführungen in Höhe von 546,5 Mio€ (Vj. 714,8 Mio€), insbesondere für spezifizierte Einzelfälle innerhalb der Automotive Group, gegenüberstehen.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, u. a. Kompensationen aus Kunden- und Lieferantenansprüchen, die nicht Gewährleistung sind. Ebenfalls enthalten sind Rückstellungen für Reifen-Recycling-Verpflichtungen.
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 783,6 | 719,8 |
| Zuführungen | 733,5 | 628,1 |
| Inanspruchnahmen sowie Vorauszahlungen für das laufende Geschäftsjahr | –567,1 | –539,1 |
| Auflösungen | –49,7 | –24,7 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis und Umgliederungen | 2,5 | 0,8 |
| Wechselkursveränderungen | –13,1 | –1,3 |
| Stand 31.12. | 889,7 | 783,6 |
Für die Überleitung zu den in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten gezahlten Ertragsteuern sind zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Inanspruchnahmen sowie laufenden Vorauszahlungen die zahlungswirksamen Veränderungen der Ertragsteuerforderungen einzubeziehen.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Gesamt | Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | Kurzfristig | Langfristig |
| Anleihen | 2.639,4 | 748,5 | 1.890,9 | 3.383,5 | 751,0 | 2.632,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1 | 859,7 | 757,6 | 102,1 | 931,9 | 807,0 | 124,9 |
| Derivative Finanzinstrumente | 16,9 | 16,9 | 0,0 | 62,9 | 51,1 | 11,8 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 16,4 | 4,2 | 12,2 | 28,9 | 8,5 | 20,4 |
| Verbindlichkeiten aus Forderungsverkaufsprogrammen | 513,7 | 513,7 | — | 487,1 | 487,1 | — |
| Sonstige Finanzschulden2 | 43,9 | 31,3 | 12,6 | 58,0 | 43,9 | 14,1 |
| Finanzschulden | 4.090,0 | 2.072,2 | 2.017,8 | 4.952,3 | 2.148,6 | 2.803,7 |
1 Davon durch Grundschulden, Hypotheken und vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 13,9 Mio € (Vj. 3,8 Mio €).
2 In den sonstigen Finanzschulden sind im Jahr 2017 Begebungen unter einem Commercial-Paper-Programm mit einem Buchwert von 12,6 Mio € (Vj. 20,5 Mio €) enthalten.
| Mio € Emittent/Typ |
Emissions betrag 31.12.17 |
Buchwert 31.12.17 |
Börsenwert 31.12.17 |
Emissions betrag 31.12.16 |
Buchwert 31.12.16 |
Börsenwert 31.12.16 |
Kupon p. a. |
Ausgabe/ Fälligkeit und Zinsbindung bis |
Ausgabekurs |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CGF Euro-Anleihe | — | — | — | 750,0 | 749,5 | 754,3 | 2,500 % | 2013/03.2017 | 99,595 % |
| CAG Euro-Anleihe | 750,0 | 748,5 | 763,3 | 750,0 | 745,8 | 785,3 | 3,000 % | 2013/07.2018 | 98,950 % |
| CRoA Euro-Anleihe | 500,0 | 498,9 | 503,9 | 500,0 | 498,0 | 505,4 | 0,500 % | 2015/02.2019 | 99,739 % |
| CAG Euro-Anleihe | 600,0 | 596,3 | 601,4 | 600,0 | 594,6 | 598,5 | 0,000 % | 2016/02.2020 | 99,410 % |
| CAG Euro-Anleihe | 750,0 | 745,7 | 812,0 | 750,0 | 744,1 | 832,7 | 3,125 % | 2013/09.2020 | 99,228 % |
| Gesamt | 2.600,0 | 2.589,4 | 2.680,6 | 3.350,0 | 3.332,0 | 3.476,2 |
› CAG, Continental Aktiengesellschaft, Hannover, Deutschland
› CGF, Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande
› CRoA, Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA
Der Buchwert der Anleihen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 744,1 Mio€ von 3.383,5 Mio € auf 2.639,4 Mio€ zum Ende des Geschäftsjahres 2017. Dieser Abbau ist auf die Rückzahlung der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio€ zurückzuführen. Die 3,5-jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a. verzinst und bei ihrer Fälligkeit am 20. März 2017 zu einem Kurs von 100,00% zurückgezahlt.
Für die im November 2015 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierte Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio€ wurden Zins-Währungsswaps abgeschlossen. Durch diese erfolgt zum einen die Sicherung der Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro und zum anderen ein Tausch des Euro-Festzinses von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz von durchschnittlich 2,365 % p. a. (bezüglich der Bilanzierung der Zins-Währungsswaps verweisen wir auf Kapitel 28).
Der Buchwert der Anleihen beinhaltet ferner eine Ende August 2013 von der Continental AG zu 100,0 % begebene Privatplatzierung mit einem Volumen von 50,0 Mio €, einem Zinssatz von 3,9 % p. a. und einer Laufzeit von zwölf Jahren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2017 bei 859,7 Mio€ (Vj. 931,9 Mio€) und damit 72,2 Mio€ unter dem Vorjahresniveau. Am 31. Dezember 2017 bestanden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten in Höhe von 4.556,5 Mio€ (Vj. 4.831,0 Mio€). Zum Stichtag waren davon nominal 3.686,8 Mio€ (Vj. 3.888,4 Mio €) ungenutzt. Davon entfallen wie im Vorjahr 3.000,0 Mio€ auf die revolvierende Tranche des syndizierten Kredits, die wie am Vorjahresende nicht in Anspruch genommen wurde. Zur Deckung des kurzfristigen Kreditbedarfs hat der Continental-Konzern im Berichtsjahr Commercial-Paper-Programme, die Forderungsverkaufsprogramme und die diversen Banklinien genutzt.
Der syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche über 3.000,0 Mio €. Diese Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung. Ausnutzungen dieser Tranche können sowohl in Euro als auch in anderen Währungen auf Basis variabler Zinssätze vorgenommen werden. In Abhängigkeit von der Währung erfolgt die Verzinsung entweder mit dem Euribor- oder dem entsprechenden Libor-Satz, jeweils zuzüglich einer Marge.
Neben dem syndizierten Kredit entfiel der wesentliche Anteil der Finanzierungszusagen von Kreditinstituten wie im Vorjahr auf überwiegend variabel verzinsliche kurzfristige Kreditaufnahmen.
Wie im Vorjahr wurden auch im Jahr 2017 die vereinbarten Financial Covenants zum jeweiligen Quartalsstichtag eingehalten. Zur Struktur der Fälligkeiten der Finanzschulden verweisen wir auf Kapitel 28.
Die aus den Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen zeigt die folgende Tabelle:
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 4,2 | 2,6 | 2,3 | 2,3 | 2,2 | 2,8 | 16,4 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsanteil | 0,6 | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,1 | 0,2 | 1,6 |
| Mindestleasingzahlungen | 4,8 | 2,9 | 2,5 | 2,5 | 2,3 | 3,0 | 18,0 |
| 31.12.2017/Mio € | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | ab 2023 | Gesamt |
| 31.12.2016/Mio € | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | ab 2022 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 9,6 | 5,8 | 3,7 | 3,5 | 3,5 | 6,3 | 32,4 |
| Zinsanteil | 1,1 | 0,9 | 0,6 | 0,4 | 0,2 | 0,3 | 3,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 8,5 | 4,9 | 3,1 | 3,1 | 3,3 | 6,0 | 28,9 |
Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt 16,6 Mio € (Vj. 30,3 Mio €). Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 2,7 % und 9,8 % (Vj. zwischen 4,6 % und 8,7 %).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die (Netto-) Veränderung kurzfristiger und langfristiger Finanzschulden zur Erläuterung der Konzern-Kapitalflussrechnung:
| Zahlungs wirksam |
Nicht zahlungswirksam |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | 31.12.2017 | Wechselkurs veränderungen |
Um gliederungen |
Änderungen des beizu legenden Zeitwerts |
Konsolidierungs kreisverän derungen |
Sonstiges | 31.12.2016 | |
| Veränderung derivativer Finanzinstrumente und verzinslicher Anlagen |
160,9 | 45,5 | –6,0 | –8,8 | 81,7 | — | 1,0 | 47,5 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden |
–2.072,2 | 833,5 | 65,7 | –793,8 | –14,5 | –13,5 | –1,0 | –2.148,6 |
| Veränderung langfristiger Finanzschulden |
–2.017,8 | 117,8 | 5,2 | 802,5 | 0,1 | –138,1 | –1,6 | –2.803,7 |
Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Posten zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | Bewertungs kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2017 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2017 |
Buchwert 31.12.2016 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 51,0 | 51,0 | 43,1 | 43,1 |
| Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 51,5 | 51,5 | — | — |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 18,5 | 18,5 | 12,3 | 12,3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 37,8 | 37,8 | 16,8 | 16,8 |
| Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter | LaR | 53,1 | 53,1 | 18,4 | 18,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 7.669,3 | 7.669,3 | 7.392,7 | 7.392,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 598,3 | 598,3 | 521,9 | 521,9 |
| Flüssige Mittel | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 1.682,1 | 1.682,1 | 2.044,4 | 2.044,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 199,4 | 199,4 | 62,6 | 62,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 10.361,0 | 10.361,0 | 10.112,2 | 10.112,2 | |
| Finanzschulden | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | — | — | 13,6 | 13,6 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 16,9 | 16,9 | 49,3 | 49,3 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 16,4 | 16,6 | 28,9 | 30,3 |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 4.056,7 | 4.155,3 | 4.860,5 | 5.015,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | OL | 6.798,5 | 6.798,5 | 6.248,0 | 6.248,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen aus Finanzierungsleasing |
n. a. | 7,3 | 7,1 | — | — |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 1.305,6 | 1.305,5 | 1.284,4 | 1.283,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 12.201,4 | 12.299,9 | 12.484,7 | 12.640,5 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten (HfT) | 18,5 | 12,3 | |||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 10.002,8 | 9.977,4 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten (HfT) |
288,2 16,9 |
122,5 49,3 |
|||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten (OL) |
12.160,8 | 12.392,9 |
› AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar
› HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten
› LaR, loans and receivables, Kredite und Forderungen
› n. a., not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen
› OL, other liability, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten
Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprechen, werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da sie explizit aus den einzelnen Bewertungskategorien ausgeschlossen sind.
Die derivativen Finanzinstrumente, für die kein effektives Hedge Accounting angewendet wird, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten kategorisiert.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da die Bilanzierung anhand IAS 17 erfolgt.
Die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernanhang unter Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung (Kapitel 2) erläutert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen Finanzanlagen sind wie im Vorjahr zu Anschaffungskosten bewertet.
Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Finanzschulden sowie der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Bonitätsspread ermittelt.
Die Summe der positiven Buchwerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko des Continental-Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten.
Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie die jeweils für deren Ermittlung relevanten Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13.
Neben den Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, enthält die Tabelle auch Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und einen hiervon abweichenden beizulegenden Zeitwert haben. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente, deren Buchwerte näherungsweise ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen, werden nicht in der Tabelle dargestellt.
| Mio € | 31.12.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Anschaffungs kosten |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 237,2 | 227,7 | 9,5 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 51,5 | — | 51,5 | — |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 18,5 | — | 18,5 | — |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 307,2 | 227,7 | 79,5 | 0,0 | |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 16,9 | — | 16,9 | — |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 16,9 | — | 16,9 | — | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 16,6 | — | 16,6 | — |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 4.155,3 | 2.680,6 | 298,9 | 1.175,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen aus Finanzierungsleasing | n. a. | 7,1 | — | 7,1 | — |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 1.305,5 | — | 4,9 | 1.300,6 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 5.484,5 | 2.680,6 | 327,5 | 2.476,4 |
| Mio € | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Anschaffungs kosten |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 79,4 | 69,9 | 9,5 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 12,3 | — | 12,3 | — |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 91,7 | 69,9 | 21,8 | 0,0 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 13,6 | — | 13,6 | — |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 49,3 | — | 49,3 | — |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 62,9 | — | 62,9 | — | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 30,3 | — | 30,3 | — |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 5.015,4 | 3.477,7 | 513,6 | 1.024,1 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 1.283,9 | — | 23,1 | 1.260,8 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6.329,6 | 3.477,7 | 567,0 | 2.284,9 |
Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die gemäß Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden.
Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der eine Änderung eingetreten ist. Im Jahr 2017 wurden wie im Vorjahr keine Transfers zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie vorgenommen.
| aus der Folgebewertung | Netto-Ergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | aus Zinsen | zum bei zulegenden Zeitwert |
Währungs umrechnung |
Wert berichtigung |
2017 | 2016 | |
| Kredite und Forderungen | 26,4 | — | –50,6 | –13,5 | –37,7 | –26,5 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 1,8 | — | — | 1,9 | 0,4 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten |
— | 38,3 | — | — | 38,3 | –67,1 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | –123,3 | — | 56,7 | — | –66,6 | –119,0 | |
| Netto-Gewinne und -Verluste | –96,8 | 40,1 | 6,1 | –13,5 | –64,1 | –212,2 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis (Kapitel 9) ausgewiesen. Es wurden keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten erwirtschaftet.
Die Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen resultierte im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein.
Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, betragen im Berichtsjahr 3,7 Mio€ (Vj. 1,5 Mio€); des Weiteren wurde ein Betrag in Höhe von 1,8 Mio€ (Vj. 0,3 Mio€) ergebniswirksam erfasst.
Insgesamt werden zum 31. Dezember 2017 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 1.896,6 Mio € (Vj. 2.190,6 Mio€) gestellt. Im Berichtsjahr umfassen die Sicherheiten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; der Rest betrifft verpfändete Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte.
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Continental-Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Sofern die Fremdwährungsrisiken aus gegenseitigen Liefer- und Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Wechselkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Weiterhin werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesteuert. Somit ermöglichen derivative Zins- und
Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jeder gewünschten Zins- und Währungsausstattung, unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs.
Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Regelwerke, deren Einhaltung regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Interne Abwicklungsrisiken werden durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert.
Die internationale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung von Zahlungseingängen und -ausgängen aus konzernexternen und -internen Lieferungen und Leistungen in den einzelnen Währungen ergibt (operatives Währungs-Exposure), wird bei Continental regelmäßig erfasst und bewertet. Im Continental-Konzern wird ein Natural-Hedge-Ansatz zur Reduzierung des Wechselkursrisikos verfolgt, sodass der Saldo zwischen Ein- und Auszahlungen in den jeweiligen Fremdwährungen möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Wechselkurse beobachtet, analysiert und prognostiziert. Verbleibende Wechselkursrisiken werden im Einzelfall mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Rahmen dieses Währungsmanagements sind enge Grenzen für offene Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Zur Absicherung dürfen ausschließlich zuvor in den konzernweiten Regelwerken definierte derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist grundsätzlich nicht erlaubt. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken aus externen und internen Netto-Finanzschulden ausgesetzt. Diese
Wechselkursrisiken werden in der Regel durch zuvor in den konzernweiten Regelwerken definierte derivative Finanzinstrumente abgesichert. Das im Ausland gebundene Netto-Vermögen des Konzerns wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert.
Im Rahmen des operativen Währungsmanagements werden bekannte und erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese zukünftigen Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölf-Monats-Basis. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt im Einzelfall vorzunehmende Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölf-Monats-Exposure je Währung nicht überschreiten.
Netto-Exposures aus Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert und die nicht den Netto-Finanzschulden zuzuordnen sind, bestehen zum 31. Dezember 2017 in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von -198,2 Mio€ (Vj. -104,7 Mio€) und US-Dollar in Höhe von -476,0 Mio € (Vj. -482,3 Mio€).
Daneben entstehen Währungsrisiken aus konzernexternen und konzerninternen Netto-Finanzschulden, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert sind. Zum 31. Dezember 2017 bestand das Netto-Exposure in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von -987,8 Mio€ (Vj. -770,6 Mio€) sowie US-Dollar in Höhe von 620,0 Mio€ (Vj. 983,3 Mio€). Diese Währungsrisiken werden in der Regel durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Zins-Währungsswaps, abgesichert.
IFRS 7 verlangt mittels Sensitivitätsanalyse eine Darstellung der Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Wechselkursen auf Ergebnis und Eigenkapital. Die Änderungen der Wechselkurse werden im Continental-Konzern auf den Bestand aller Finanzinstrumente am Abschlussstichtag bezogen. Erwartete Transaktionen werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Zur Ermittlung des transaktionsbezogenen Netto-Fremdwährungsrisikos werden die Finanzinstrumente identifiziert, die von funktionalen Währungen abweichende Transaktionswährungen aufweisen, und es wird hierfür eine 10-prozentige Auf- bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften gegenüber den identifizierten abweichenden Transaktionswährungen unterstellt. Die nachfolgende Übersicht zeigt den nach dieser Systematik berechneten Gesamteffekt sowie die Einzeleffekte aus den wesentlichen Transaktionswährungen Euro und US-Dollar vor Ertragsteuern auf den Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Konzernergebnis.
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Eigenkapital | Konzernergebnis | Eigenkapital | Konzernergebnis |
| lokale Währung +10 % | ||||
| Gesamt | 50,8 | 56,6 | 95,0 | –23,9 |
| davon EUR | 50,8 | 14,2 | 50,3 | –14,3 |
| davon USD | — | 20,2 | 44,7 | –1,6 |
| lokale Währung –10 % | ||||
| Gesamt | –50,8 | –56,6 | –95,0 | 23,9 |
| davon EUR | –50,8 | –14,2 | –50,3 | 14,3 |
| davon USD | — | –20,2 | –44,7 | 1,6 |
Auswirkungen von translationsbezogenen Währungsrisiken Viele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung im Konzernabschluss der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro umgerechnet. Im Hinblick auf das Risikomanagement von translationsbezogenen Fremdwährungseffekten wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Netto-Vermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst.
Aus variablen Zinsvereinbarungen resultiert das Risiko steigender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. fallender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Anlagen. Diese Zinsrisiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Netto-Finanzschulden des Konzerns. Alle Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. Einmal im Jahr wird eine Bandbreite für den angestrebten Anteil der festverzinsten im Verhältnis zu den gesamten Brutto-Finanzschulden bestimmt.
Ein Risiko aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die
Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können und die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.
Das Profil der den Netto-Finanzschulden zugeordneten verzinslichen Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Wirkung von derivativen Finanzinstrumenten des Continental-Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | –2.764,3 | –3.542,1 |
| Variabel verzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.972,3 | 2.141,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | –1.308,7 | –1.347,3 |
Gemäß IFRS 7 sind mittels Sensitivitätsanalyse Effekte aus Finanzinstrumenten durch die Änderung von Zinssätzen auf Ergebnis und Eigenkapital darzustellen.
Die wesentlichen Effekte resultierten aus der Änderung der US-Dollar- und Euro-Zinssätze. Es ergeben sich im Jahr 2017 sowie im Vorjahr keine Veränderungen im Finanzergebnis. Die Effekte auf das Eigenkapital werden im Folgenden dargestellt; Steuereffekte wurden bei der Analyse nicht berücksichtigt:
› Ein Rückgang der Euro-Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von 5,8 Mio € (Vj. 11,0 Mio €) geführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Auswirkungen ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte auf das Finanzergebnis hervorgerufen hätte. Die Effekte resultierten im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten. Die Auswirkungen bei dem Szenario des Rückgangs der relevanten Zinssätze wurden für einzelne Gruppen von Finanzinstrumenten unter Berücksichtigung von deren vertraglicher Gestaltung (insbesondere vereinbarte Zinsuntergrenzen) sowie auf Basis von Annahmen über die Veränderung von anwendbaren Zinssätzen dieser Finanzinstrumente in Abhängigkeit von Marktzinsveränderungen ermittelt. Hinsichtlich dieser Annahmen halten wir es analog zum Vorjahr für realistisch, dass lediglich vertraglich vereinbarte Zinsuntergrenzen einen Rückgang der relevanten Zinssätze beschränken. Die Analyse unterstellt wie im Vorjahr, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben.
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Anstieg Zinsen +100 Basispunkte | ||
| Gesamt | 6,8 | 7,9 |
| davon EUR | 0,2 | 0,4 |
| davon CNY | 4,8 | 4,3 |
| davon INR | 0,7 | 1,0 |
| davon KRW | 0,7 | 0,8 |
| davon MXN | 0,3 | 0,5 |
| davon USD | –1,4 | 0,1 |
| Rückgang Zinsen –100 Basispunkte | ||
| Gesamt | –7,3 | –10,2 |
| davon EUR | –0,7 | –2,7 |
| davon CNY | –4,8 | –4,3 |
| davon INR | –0,7 | –1,0 |
| davon KRW | –0,7 | –0,8 |
| davon MXN | –0,3 | –0,5 |
| davon USD | 1,4 | –0,1 |
Ein Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht, soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Die Entwicklung der Bonität der Vertragspartner wird laufend – insbesondere durch Beobachtung der Rating-Einstufungen und der Markteinschätzung der Ausfallrisiken anhand der jeweiligen sogenannten Credit-Default-Swap-Sätze – überwacht.
Das zentrale Cash Management nimmt eine regelmäßige Liquiditätsvorschau vor.
Für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften ist eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs erforderlich. Dafür sorgen verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente. Sie setzen sich im Einzelnen aus Tages- und Termingeldaufnahmen, der Emission von Commercial Paper, der Nutzung von Forderungsverkaufsprogrammen sowie dem syndizierten Kredit mit einem zugesagten Volumen von nominal 3,0 Mrd € (Vj. 3,0 Mrd €) und weiteren bilateralen Krediten zusammen. Darüber hinaus sind rund 65 % der Brutto-Finanzschulden über den Kapitalmarkt in Form von langfristigen Anleihen finanziert. Investitionen der Konzerngesellschaften werden überwiegend durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Sollten bestimmte Ereignisse zu einem unerwarteten Finanzbedarf führen, kann der Continental-Konzern auf vorhandene Liquidität und auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen. Zur detaillierten Erläuterung der bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen wird auf Kapitel 27 verwiesen.
Aus den finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 12.201,4 Mio € (Vj. 12.484,7 Mio€) entstehen in den nächsten fünf Jahren und danach die folgenden undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse:
| 31.12.2017/Mio € | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | danach | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Finanzschulden inkl. Zinszahlungen | –2.091,3 | –604,8 | –1.394,5 | –9,5 | –5,2 | –66,8 | –4.172,1 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | –17,1 | — | — | — | — | — | –17,1 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | –4,8 | –2,9 | –2,5 | –2,5 | –2,3 | –3,0 | –18,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –6.798,5 | — | — | — | — | — | –6.798,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | –1.277,2 | –5,6 | –25,1 | –0,3 | –0,3 | –5,6 | –1.314,1 |
1 Ohne Berücksichtigung von eingebetteten derivativen Finanzinstrumenten, da hieraus keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen.
| 31.12.2016/Mio € | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | danach | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Finanzschulden inkl. Zinszahlungen | –2.134,7 | –840,9 | –602,5 | –1.391,7 | –6,4 | –67,2 | –5.043,4 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | –69,3 | –12,8 | –14,6 | — | — | — | –96,7 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | –9,6 | –5,8 | –3,7 | –3,5 | –3,5 | –6,3 | –32,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –6.248,0 | — | — | — | — | — | –6.248,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | –1.187,7 | –73,4 | –1,8 | –24,8 | — | — | –1.287,7 |
1 Ohne Berücksichtigung von eingebetteten derivativen Finanzinstrumenten, da hieraus keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen.
Bei der Analyse wurden Fremdwährungsbeträge mit den zum Stichtag aktuellen Kassakursen in Euro umgerechnet. Für variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wurden die zukünftigen Zinszahlungsströme unter Anwendung der zuletzt vertraglich fixierten Zinssätze prognostiziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten wurden zur Ermittlung von variablen Zinszahlungen Terminzinssätze zugrunde gelegt. Die Analyse enthält ausschließlich Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Für derivative Finanzinstrumente, die zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden die Netto-Zahlungen ausgewiesen. Zahlungsmittelzuflüsse aus finanziellen Vermögenswerten wurden nicht berücksichtigt.
Es wird nicht erwartet, dass die Zahlungsmittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden.
Global-Netting-Vereinbarungen und ähnliche Vereinbarungen Die Continental AG schließt Geschäfte in Form von derivativen Finanzinstrumenten auf Basis des Deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte ab. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an demselben Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammenzufassen, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist.
Der Deutsche Rahmenvertrag erfüllt nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Dies liegt daran, dass die Continental AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf eine Saldierung ist ausweislich der Regelungen des Deutschen Rahmenvertrags nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie z.B. bei Insolvenz oder bei einem Zahlungsverzug einer Vertragspartei, durchsetzbar. In diesen Fällen werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, wird der beizulegende Zeitwert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.
Es bestehen bei einigen brasilianischen bzw. südkoreanischen Konzerngesellschaften lokale Rahmenvereinbarungen, auf deren Basis diese Gesellschaften derivative Finanzinstrumente abgeschlossen haben. Diese Vereinbarungen erfüllen ebenfalls nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der erfassten freistehenden derivativen Finanzinstrumente, deren Saldierung in der Bilanz sowie das etwaige Potenzial, welches sich aus den genannten Vereinbarungen unter der Bedingung des Eintritts bestimmter zukünftiger Ereignisse ergibt:
| Mio € | Bilanzwerte Brutto |
Bilanzwerte Netto |
Betreffende Finanzinstrumente, die nicht saldiert wurden |
Nettobetrag |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 69,9 | 69,9 | –7,5 | 62,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | –16,9 | –16,9 | 7,5 | –9,4 |
| 31.12.2016 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 12,2 | 12,2 | –8,9 | 3,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | –62,8 | –62,8 | 8,9 | –53,9 |
Beträge, die in Übereinstimmung mit IAS 32.42 zu saldieren sind, lagen zum Stichtag des Berichts- und Vorjahres nicht vor.
Das Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder aus anderen finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Regelmäßig werden Bonität und Zahlungsverhalten der Vertragspartner analysiert. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erwiesener Bonität angenommen werden, Sicherheiten hinterlegt oder Warenkreditversicherungen abgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2017 werden im Konzern keine Sicherheiten gehalten (Vj. Sicherheiten in Form von nicht finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 2,3 Mio €). Zur Ermittlung der Bonität verweisen wir auf Kapitel 20. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, weisen dementsprechend eine erstklassige Kreditqualität auf. Weitere Erläuterungen zu den dargestellten Risiken und zum Risikomanagement finden sich im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht.
Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, welcher in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt wird. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Dabei werden die Bonitätsspreads grundsätzlich berücksichtigt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird.
Zum 31. Dezember 2017 wurden positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,1 Mio€ (Vj. 0,2 Mio €) sowie negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,0 Mio€ (Vj. 0,1 Mio€) für eingebettete derivative Finanzinstrumente bilanziert.
Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte und Nominalwerte der freistehenden derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beizulegende Zeitwerte | Nominalwerte | Beizulegende Zeitwerte | Nominalwerte | |||
| Mio € | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | ||
| Cashflow Hedges (effektiv) | ||||||
| Zins-Währungsswaps | 51,5 | — | 500,0 | — | 9,4 | 500,0 |
| Hedge einer Netto-Investition | ||||||
| Devisenswaps | — | — | — | — | 4,2 | 217,8 |
| Sonstige Geschäfte | ||||||
| Devisenswap-/-termingeschäfte | 18,4 | 16,9 | 1.452,8 | 12,2 | 49,2 | 2.084,0 |
| Summe | 69,9 | 16,9 | 1.952,8 | 12,2 | 62,8 | 2.801,8 |
| langfristig | 51,5 | — | 2,3 | 11,7 | ||
| kurzfristig | 18,4 | 16,9 | 9,9 | 51,1 |
Bei eindeutigen und längerfristigen Sicherungszusammenhängen wird in der Regel von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht.
Der Continental-Konzern hat im Berichtsjahr wie im Vorjahr Devisenswaps als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Absicherungen von Netto-Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe designiert. Diese Sicherungsbeziehung wurde zum 25. August 2017 beendet. Die Devisenswaps dienten der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristig begebenen Fremdwährungs-Interkonzernkrediten, die bis zum 25. August 2017 gemäß IAS 21 als Netto-Investition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert waren. Die wechselkursbedingten Wertschwankungen dieser Kredite wurden bis zu diesem Zeitpunkt durch die Erfassung der Wertänderungen der Devisenswaps in den erfolgsneutralen Rücklagen des Eigenkapitals des Konzerns kompensiert. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand der Dollar-Offset-Methode durch einen Vergleich der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente mit den Wertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte erbracht. Sofern die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % lagen, wurde von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen. Im Berichtsjahr sind aus diesen Sicherungsbeziehungen keine zu bilanzierenden Ineffektivitäten entstanden (Vj. Aufwendungen in Höhe von 9,0 Mio€, die im Finanzergebnis ausgewiesen wurden). Die nach dem 25. August 2017 entstandenen Bewertungseffekte der Kredite und Sicherungsgeschäfte wurden ergebniswirksam erfasst.
Beim Vorliegen eines Cashflow Hedge werden Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente bis zur Erfolgswirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral als übrige Eigenkapitalveränderungen gebucht.
Der Continental-Konzern hat Zins-Währungsswaps als Sicherungsgeschäfte für ein Cashflow Hedge Accounting designiert. Die Cashflow Hedges beziehen sich auf die Absicherung der am 19. November 2015 durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten Anleihe. Dabei werden zum einen die Währungsrisiken der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, aus der Denominierung in Euro gesichert und zum anderen wird der Euro-Festzins in einen US-Dollar-basierten Festzins getauscht. In diesem Zusammenhang ist im Berichtsjahr aus der Marktbewertung dieser Sicherungsgeschäfte ein Aufwand in Höhe
von 0,2 Mio€ vor Steuern bzw. ein Ertrag in Höhe von 0,3 Mio€ nach Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst worden (Vj. Ertrag in Höhe von 9,1 Mio€ vor Steuern bzw. 5,9 Mio€ nach Steuern). Die im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting gesicherten Zins- und Tilgungszahlungen aus den Grundgeschäften werden in den Jahren bis 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung wirksam. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurde die Critical-Term-Match-Methode durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand einer Regressionsanalyse basierend auf der Dollar-Offset-Methode durchgeführt. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung lagen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen wurde. Im Berichtsjahr sind aus diesen Sicherungsbeziehungen wie auch im Vorjahr keine in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassenden Ineffektivitäten entstanden.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 261,6 | 7,4 | 235,1 | 0,5 |
| Zinsverbindlichkeiten | 23,6 | — | 39,3 | — |
| Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen | 922,3 | — | 892,4 | — |
| Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben | 9,8 | 24,6 | 10,8 | 33,3 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 59,5 | 4,1 | 9,7 | 63,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.276,8 | 36,1 | 1.187,3 | 97,1 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus dem operativen Leistungsgeschäft gegenüber assoziierten Unternehmen und Gesellschaftern. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer im Jahr 2010 gegründeten Konzerngesellschaft, die wesentliche Anteile ihrer Ware von einem nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen bezieht.
Die Zinsverbindlichkeiten zum Jahresende 2017 bestehen im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen für die ausgegebenen Anleihen. Der Rückgang im Vergleich zum Jahresende 2016 resultiert insbesondere aus der Rückzahlung der von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Euro-Anleihe über 750,0 Mio€ im ersten Quartal 2017.
Die Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Bonusvereinbarungen mit Kunden sowie gewährte, abgegrenzte Preisnachlässe.
Die Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben setzen sich im Wesentlichen aus in Vorjahren getätigten Übernahmen in Deutschland, Tschechien und den USA zusammen.
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Put-Option für den Erwerb der Restanteile an der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 6.798,5 Mio€ (Vj. 6.248,0 Mio€). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig.
Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge aus der Percentageof-Completion-Methode. Bezüglich des Liquiditätsrisikos, des Währungsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 28.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig |
| Umsatz- und sonstige Steuerverbindlichkeiten | 303,6 | — | 321,2 | — |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 137,9 | 18,4 | 145,3 | 12,5 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 276,4 | 7,0 | 259,7 | 4,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 717,9 | 25,4 | 726,2 | 17,1 |
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen von Kunden für Warenlieferungen sowie für noch zu erbringende Leistungen. Des Weiteren werden hier Zuschüsse der öffentlichen Hand abgegrenzt.
Die Continental AG und ihre Konzerngesellschaften sind weltweit an Prozessen, behördlichen Untersuchungen und Verfahren beteiligt. Solche Prozesse, Untersuchungen und Verfahren könnten auch in der Zukunft eingeleitet oder Ansprüche in anderer Weise geltend gemacht werden.
Insbesondere sieht sich Continental ständig Produkthaftungs- und anderen Ansprüchen ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgeworfen werden, sowie Ansprüchen aus angeblichen Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufaktionen oder staatlichen Verfahren. Dazu gehören Klagen in den USA aufgrund von Sach- und Körperschäden und Todesfällen, die durch angebliche Mängel unserer Produkte verursacht worden sind. Geltend gemacht werden materielle und immaterielle Schäden, teilweise auch Strafschadenersatz. Der Ausgang einzelner dieser Verfahren, die in der Regel in erster Instanz von einer Laienjury entschieden werden, kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund abschließender Urteile oder Vergleiche in einigen dieser Fälle erhebliche Aufwendungen entstehen können, welche die dafür gebildeten Vorsorgen überschreiten. In geringem Umfang sind einzelne Konzerngesellschaften in den USA eingereichten Schadenersatzklagen wegen angeblicher Gesundheitsschäden ausgesetzt, die durch asbesthaltige Produkte verursacht sein sollen. Seit 2006 beliefen sich die Gesamtkosten für die Erledigung aller solcher Verfahren und Ansprüche auf weniger als 50 Mio € jährlich.
Die Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. August 2007 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrags zwischen dieser Gesellschaft als beherrschtem Unternehmen mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland, als herrschendem Unternehmen und über den sogenannten Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre wurden 2009 durch rechtskräftige Abweisung der Klagen abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Abfindung aufgrund des Squeeze-out waren 2012 Teil-Verfahrensvergleiche vor dem Landgericht Hannover protokolliert worden. In diesen Vergleichen wurden eine Zuzahlung von je 3,50€ nebst Zinsen pro Aktie auf die Abfindungen nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und aufgrund des Squeeze-out sowie – nur deklaratorisch – eine erhöhte Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrag vereinbart. Das Landgericht Hannover hatte im Oktober 2012 in diesen Verfahren Zuzahlungen in gleicher Höhe durch Beschluss zugesprochen.
Auf die Beschwerde einzelner Antragsteller hat das Oberlandesgericht Celle die Beschlüsse am 17. Juli 2013 aufgehoben und zur Neuverhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen.
Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Indústria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,0 Mio€) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 2,7 Mio€) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt. Auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.
Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Tochterunternehmen von Continental. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.
In einem Verfahren, das Anfang 2010 aufgrund von Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen bekannt geworden war, hat die Europäische Kommission am 10. Juli 2013 entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland (S-Y), und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio€ zahlen mussten. Continental war bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y beteiligt. Gegen S-Y und andere Unternehmen sind Sammelklagen angeblich Geschädigter in Kanada anhängig. Ein gegen S-Y außergerichtlich geltend gemachter Schadenersatzanspruch wurde durch eine vergleichsweise Zahlung erledigt. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche ist nicht auszuschließen.
Im Oktober 2012 erhielten die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, und zwei südkoreanische Tochtergesellschaften von Continental Kenntnis von Untersuchungen des amerikanischen Department of Justice (DOJ) und der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht bzw. südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 gab die KFTC bekannt, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea (CAE), ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 36 Mio€) auferlegt hat. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die von der KFTC verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die dagegen von der KFTC eingelegte Berufung hat der koreanische Supreme Court am 31. Mai 2017 abgewiesen. Es ist offen, in welcher Höhe die KFTC das Bußgeld neu festsetzen wird. Am 13. November 2014 hatte außerdem das zuständige koreanische Strafgericht eine Buße in Höhe von 200 Mio KRW (rund 157.000€) verhängt. Dieser Betrag wurde auf die Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 78.000€) reduziert. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Am 24. November 2014 sind die CAE und die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, eine Vereinbarung eingegangen, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekennen und zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 4,0 Mio US-
Dollar (rund 3,3 Mio€) verpflichten. Das zuständige US-Gericht hat die Vereinbarung am 1. April 2015 bestätigt. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bleibt durch die Festsetzung der Bußgelder unberührt.
Im September 2014 führte die Europäische Kommission eine Durchsuchung bei einer Tochtergesellschaft von Continental durch. Mittlerweile hat die Kommission das in diesem Zusammenhang eingeleitete Verfahren beendet und mitgeteilt, dass sie gegen die Continental AG, die Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt, Deutschland, und die Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, ein Bußgeld in Höhe von 44,0 Mio € wegen eines rechtswidrigen Informationsaustauschs verhängt. Betroffen davon waren bestimmte Bremskomponenten. Die von Continental gebildete Vorsorge deckt das Bußgeld ab. Continental kann nicht ausschließen, dass Kunden unter Verweis auf die Entscheidung der Kommission Schadenersatzansprüche geltend machen werden. Ob und ggf. in welchem Umfang solche Ansprüche geltend gemacht werden, lässt sich derzeit nicht einschätzen – unbeschadet der Frage, ob sie begründet wären. Daher ist nicht auszuschließen, dass die entstehenden Aufwendungen insgesamt die dafür gebildete Vorsorge überschreiten. Weitergehende Angaben zu den Verfahren und den damit verbundenen Maßnahmen unterbleiben nach IAS 37.92, um die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
| Mio € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien | 9,5 | 24,4 |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 35,6 | 21,2 |
| Risiken aus Steuer- und Zollangelegenheiten | 10,9 | 6,4 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 18,7 | 19,1 |
| Sonstige Haftungsverhältnisse | 14,6 | 14,6 |
| Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen | 89,3 | 85,7 |
Wie in den Vorjahren resultieren die Haftungsverhältnisse auch aus Bürgschaften und Garantien für die Verbindlichkeiten nicht konsolidierter verbundener Unternehmen und Dritter sowie aus vertraglich vereinbarten Gewährleistungen. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich u. a. auf den Erwerb von heute zum Konzern gehörenden Gesellschaften.
In Umweltfragen unterliegt der Continental-Konzern möglichen Verpflichtungen aus staatlichen Auflagen und Gesetzen und verschiedenen Ansprüchen und Verfahren, die gegen den Continental-Konzern anhängig sind oder geltend gemacht bzw. eingeleitet werden könnten. Schätzungen bezüglich zukünftiger Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, so z. B. durch das Inkrafttreten neuer Gesetze und Auflagen, die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, die Erkennung von Sanierungsfällen für Grundstücke oder Gebäude, für die der Continental-Konzern rechtlich verantwortlich ist.
Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen beträgt 740,0 Mio€ (Vj. 615,3 Mio €).
Die Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge beliefen sich im Jahr 2017 auf 255,9 Mio € (Vj. 291,0 Mio€).
Die zukünftigen Verpflichtungen aus Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge, die zum 31. Dezember 2017 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen für 2018 sowie kumulativ für die Jahre 2019 bis 2022 und ebenfalls kumulativ ab 2023.
| 31.12.2017/Mio € | 2018 | 2019-2022 | ab 2023 |
|---|---|---|---|
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 277,3 | 694,1 | 423,1 |
| 31.12.2016/Mio € | 2017 | 2018-2021 | ab 2022 |
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 255,9 | 638,7 | 407,5 |
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im Jahr 2017 auf 14,92€ (Vj. 14,01€) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Verwässerungseffekte wie Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (nach
Steuern) existieren für das Berichtsjahr wie auch für das Vorjahr nicht. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionsplänen oder der unterstellten Ausübung von Wandelanleihen liegen ebenfalls nicht vor.
| Mio €/Mio Aktien | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.984,6 | 2.802,5 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 200,0 | 200,0 |
| Ergebnis pro Aktie in € | 14,92 | 14,01 |
Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 31. Dezember 2017 vor.
Für das Geschäftsjahr 2017 wurde ein weltweites Honorar für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften in Höhe von 11,0 Mio€ (Vj. 10,5 Mio€) vereinbart.
Für den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der Continental AG wurden die folgenden Honorare im Konzernaufwand erfasst.
Nachfolgende Honorare betreffen nur Leistungen im direkten Zusammenhang mit der Continental AG und ihren deutschen Tochtergesellschaften:
| Mio € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 4,4 | 4,2 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,1 | 0,4 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,5 | 0,2 |
| Sonstige Leistungen, die für das Mutterunternehmen oder für Tochterunternehmen erbracht wurden | 0,4 | 0,1 |
| Summe | 5,4 | 4,9 |
Die nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB anzugebenden Werte sind gemäß IDW RS HFA 36 in seiner neuen Fassung vom 8. September 2016 ermittelt. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.
Als Abschlussprüfer gelten die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihre eingetragenen Niederlassungen.
Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.
Die in den jeweiligen Berichtsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:
| Tsd € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 17.339 | 15.540 |
| Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge | 7.166 | 4.708 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 680 | 686 |
| Aktienbasierte Vergütung | 22.058 | 3.732 |
| Summe | 47.243 | 24.666 |
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert, der den Corporate-Governance-Bericht ergänzt und Teil des mit dem Continental-Konzern zusammengefassten Lageberichts ist.
Die im Jahr 2017 gewährten Gesamtbezüge betragen für den Vorstand der Continental AG 35,8 Mio€ (Vj. 25,6 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten, neben kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von 17,3 Mio€ (Vj. 15,5 Mio €), auch die erstmalige Auszahlung der LTI-Tranche 2013/2017 in Höhe von 5,1 Mio €, einen neu
gewährten Long-Term-Incentive-Plan in Höhe von insgesamt 7,3 Mio€ (Vj. 5,7 Mio€) sowie die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 6,1 Mio€ (Vj. 4,4 Mio€), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. Im Jahr 2017 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2016 in 22.339 Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Darüber hinaus wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 6,8 Mio€ (Vj. 6,8 Mio€) gewährt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 121,5 Mio€ (Vj. 128,9 Mio€) zurückgestellt.
Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgeldern belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5,2 Mio € (Vj. 4,9 Mio €).
2017 wie 2016 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind:
| Erbrachte Leistungen Bezogene Leistungen Forderungen |
Verbindlichkeiten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | 23,3 | 23,5 | 15,1 | 14,8 | 14,7 | 11,7 | 10,4 | 11,4 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen |
317,7 | 200,4 | 293,8 | 239,5 | 141,5 | 64,8 | 236,9 | 209,3 |
| Assoziierte Unternehmen | 2,9 | 2,7 | 0,1 | 0,0 | 1,5 | 0,9 | 7,3 | — |
| Schaeffler Gruppe | 84,4 | 85,2 | 117,5 | 115,5 | 20,5 | 16,7 | 14,4 | 14,9 |
| Sonstige nahestehende Personen | — | — | 0,1 | 0,0 | — | — | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt | 428,3 | 311,8 | 426,6 | 369,8 | 178,2 | 94,1 | 269,0 | 235,6 |
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind, sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Die angegebenen Vorschriften des WpHG beziehen sich auf die bis zum 2. Januar 2018 geltende Fassung des WpHG.
Von Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über das Bestehen eines mindestens 3-prozentigen Stimmrechtsanteils zum Bilanzstichtag sind im Internet unter www.continental-ir.de zu finden.
Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, United States, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 30. November 2016 an der Continental AG 3,22 % beträgt.
Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wurde uns mitgeteilt, dass
› der Stimmrechtsanteil der IHO Beteiligungs GmbH (am 31. Dezember 2015 noch firmierend unter Schaeffler Verwaltungs GmbH), Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 an den Stimmrechten der Continental AG 10,01 % beträgt. Weitere 35,99 % der Stimmrechte an der Continental AG werden der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
› der IHO Holding GmbH & Co. KG (am 31. Dezember 2015 noch firmierend unter Schaeffler Holding GmbH & Co. KG), Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 an den Stimmrechten der Continental AG 46,00 % gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.
Infolge des Austritts der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, aus der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 ist die Beteiligung der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG auf die IHO Verwaltungs GmbH (am 31. Dezember 2015 noch firmierend unter Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH), Herzogenaurach, Deutschland, angewachsen. Dementsprechend ist die Beteiligung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, sowie die Beteiligung ihrer Gesellschafter, der Schaeffler Familienholding Eins GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, und der Schaeffler Familienholding Zwei GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG entfallen. Aufgrund einer nachfolgenden weiteren Anwachsung bzw. liquidationslosen Beendigung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, ist am 1. Januar 2016 deren Mitteilungspflicht nach WpHG entfallen.
Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2017 und bis einschließlich 8. Februar 2018 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren Aktien mit einem Anteil von 46,0 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2017 und bis einschließlich 8. Februar 2018 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft.
Weitere Informationen über die Beteiligungen sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns gemäß § 313 HGB enthalten, die als Teil des Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Gleichfalls wird der Konzernabschluss mit der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns von der Einberufung der Hauptversammlung an in den Geschäftsräumen der Hauptverwaltung der Gesellschaft zur Einsicht der Aktionäre ausliegen und ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den sonstigen Unterlagen und Informationen nach § 124a AktG im Internet unter www.continental-ir.de zugänglich sein.
Bei folgenden inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften wurden Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen:
| Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft |
|---|---|
| ADC Automotive Distance Control Systems GmbH | Lindau |
| Alfred Teves Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt a. M. |
| balance GmbH, Handel und Beratungsservice im Gesundheitswesen | Hannover |
| Benecke-Kaliko AG | Hannover |
| CAS München GmbH | Hannover |
| CAS-One Holdinggesellschaft mbH | Hannover |
| co-pace GmbH | Hannover |
| Conseo GmbH | Hamburg |
| Conti Temic microelectronic GmbH | Nürnberg |
| Conti Versicherungsdienst Versicherungsvermittlungsges. mbH | Hannover |
| Continental Aftermarket GmbH | Eschborn |
| Continental Automotive GmbH | Hannover |
| Continental Automotive Grundstücksges. mbH | Frankfurt a. M. |
| Continental Automotive Grundstücksvermietungsges. mbH & Co. KG | Frankfurt a. M. |
| Continental Caoutchouc-Export-GmbH | Hannover |
| Continental Emitec GmbH | Lohmar |
| Continental Engineering Services & Products GmbH | Ingolstadt |
| Continental Engineering Services GmbH | Frankfurt a. M. |
| Continental Finance GmbH | Hannover |
| Continental Mechanical Components Germany GmbH | Roding |
| Continental Reifen Deutschland GmbH | Hannover |
| Continental Safety Engineering International GmbH | Alzenau |
| Continental Teves AG & Co. oHG | Frankfurt a. M. |
| Continental Trading GmbH | Schwalbach am Taunus |
| ContiTech AG | Hannover |
| ContiTech Antriebssysteme GmbH | Hannover |
| ContiTech Elastomer-Beschichtungen GmbH | Hannover |
| ContiTech Kühner Beteiligungsgesellschaft mbH | Hannover |
| ContiTech Kühner GmbH & Cie. KG | Oppenweiler |
| ContiTech Luftfedersysteme GmbH | Hannover |
| ContiTech MGW GmbH | Hannoversch Münden |
| ContiTech Schlauch GmbH | Hannover |
| ContiTech Techno-Chemie GmbH | Karben |
| ContiTech Transportbandsysteme GmbH | Hannover |
| ContiTech Verwaltungs-GmbH | Hannover |
| ContiTech Vibration Control GmbH | Hannover |
| ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH | Hannover |
| Eddelbüttel + Schneider GmbH | Hamburg |
| Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft |
|---|---|
| Elektrobit Automotive GmbH | Erlangen |
| Formpolster GmbH | Hannover |
| Göppinger Kaliko GmbH | Eislingen |
| Hornschuch GmbH | Weißbach |
| Hornschuch Group GmbH | Weißbach |
| Hornschuch Stolzenau GmbH | Weißbach |
| inotec Innovative Technologie GmbH | Kohren-Sahlis |
| kek-Kaschierungen GmbH | Herbolzheim |
| Konrad Hornschuch AG | Weißbach |
| OTA Grundstücks- und Beteiligungsverwaltung GmbH | Frankfurt a. M. |
| Phoenix Beteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg |
| Phoenix Compounding Technology GmbH | Hamburg |
| Phoenix Conveyor Belt Systems GmbH | Hamburg |
| Phoenix Fluid Handling Industry GmbH | Hamburg |
| Phoenix Service GmbH & Co. KG | Hamburg |
| Phoenix Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Hamburg |
| Präzisionstechnik Geithain GmbH | Geithain |
| REG Reifen-Entsorgungsgesellschaft mbH | Hannover |
| Senior Experts Services GmbH | Hannover |
| STEINEBRONN BETEILIGUNGS-GMBH | Oppenweiler |
| TON Tyres Over Night Trading GmbH | Schondra-Schildeck |
| UMG Beteiligungsgesellschaft mbH | Hannover |
| Union-Mittelland-Gummi-GmbH & Co. Grundbesitz KG | Hannover |
| Vergölst GmbH | Bad Nauheim |
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2017 abgegeben und ist den Aktionären im Internet unter www.continental-corporation.com in der Rubrik Unternehmen/Corporate Governance zugänglich.
Bis zum 8. Februar 2018 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schulden zum 31. Dezember 2017 geführt hätten.
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 205 |
|---|---|
| Mitglieder des Vorstands und ihre Mandate | 206 |
| Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Mandate 207 | |
| Zehnjahresübersicht – Konzern | 209 |
| Termine | 210 |
| Impressum | 211 |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, 8. Februar 2018
Continental AG Der Vorstand
Aufstellung der Mandate der aktiven Vorstandsmitglieder in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB:
Vorsitzender Unternehmenskommunikation Qualität und Umwelt Konzern Continental Business System Zentralfunktionen Automotive › ContiTech AG, Hannover* (Vorsitzender)
Division Powertrain
› Vonovia SE, Düsseldorf
Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen gemäß § 285 Nr. 10 HGB:
› KME Germany GmbH, Osnabrück (bis 30. März 2017)
Stellv. Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technologie der Schaeffler AG, Herzogenaurach
Betriebsrat am Standort Frankfurt
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rothschild GmbH
Gesellschafter der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach
› Schaeffler AG, Herzogenaurach** (Vorsitzender)
Gesellschafterin der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach
› Schaeffler AG, Herzogenaurach** (stellv. Vorsitzende)
Betriebsratsvorsitzender Werk Korbach und
Vorsitzender des Euro-Betriebsrats
› Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover
Betriebsrätin Standort Regensburg Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Continental Automotive
GmbH, Hannover Mitglied des Konzernbetriebsrats der Continental AG,
Hannover
Betriebsratsvorsitzende der Continental Automotive GmbH, Standort Dortmund
Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Continental Automotive GmbH, Hannover
Mitglied des Konzernbetriebsrats der Continental AG, Hannover
Mitglied des Betriebsrats der Conti Temic microelectronic GmbH, Ingolstadt (bis 17. Januar 2017) Ingenieur Entwicklungsabteilung Qualitätsmanagement der Conti Temic microelectronic GmbH, Ingolstadt
› Conti Temic microelectronic GmbH, Nürnberg (stellv. Vorsitzender)
› Banque Eric Sturdza SA, Genf, Schweiz
**Konzerngesellschaften im Sinne von § 100 Abs. 2 AktG.
› Jörg Schönfelder
Prüfungsausschuss
› Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher
| 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 20126 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanz | |||||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | Mio € | 22.038,4 | 21.321,0 | 19.666,6 | 16.923,3 | 15.569,5 | 15.685,7 | 15.075,5 | 14.887,9 | 14.724,6 | 16.348,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | Mio € | 15.402.1 | 14.853,9 | 13.169,1 | 13.317,8 | 11.251,3 | 11.764,4 | 10.962,9 | 9.502,6 | 8.324,6 | 8.339,5 |
| Bilanzsumme | Mio € | 37.440,5 | 36.174,9 | 32.835,7 | 30.241,1 | 26.820,8 | 27.450,1 | 26.038,4 | 24.390,5 | 23.049,2 | 24.687,9 |
| Eigenkapital ohne Anteile in Fremdbesitz |
Mio € | 15.828,4 | 14.270,0 | 12.786,3 | 10.672,1 | 9.011,2 | 7.779,0 | 7.146,1 | 5.859,6 | 3.772,6 | 5.265,4 |
| Anteile in Fremdbesitz | Mio € | 461,9 | 464,8 | 427,6 | 352,5 | 311,0 | 377,4 | 397,2 | 343,3 | 289,1 | 264,5 |
| Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz |
Mio € | 16.290,3 | 14.734,8 | 13.213,9 | 11.024,6 | 9.322,2 | 8.156,4 | 7.543,3 | 6.202,9 | 4.061,7 | 5.529,9 |
| Eigenkapitalquote1 | % | 43,5 | 40,7 | 40,2 | 36,5 | 34,8 | 29,7 | 29,0 | 25,4 | 17,6 | 22,4 |
| Investitionen2 | Mio € | 2.854,4 | 2.593,0 | 2.178,8 | 2.045,4 | 1.981,1 | 2.019,4 | 1.711,3 | 1.296,4 | 860,1 | 1.595,2 |
| Netto-Finanzschulden | Mio € | 2.047,6 | 2.797,8 | 3.541,9 | 2.823,5 | 4.289,3 | 5.319,9 | 6.772,1 | 7.317,0 | 8.895,5 | 10.483,5 |
| Gearing Ratio | % | 12,6 | 19,0 | 26,8 | 25,6 | 46,0 | 65,2 | 89,8 | 118,0 | 219,0 | 189,6 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||||||||
| Umsatz | Mio € | 44.009,5 | 40.549,5 | 39.232,0 | 34.505,7 | 33.331,0 | 32.736,2 | 30.504,9 | 26.046,9 | 20.095,7 | 24.238,7 |
| Auslandsanteil | % | 79,7 | 79,3 | 78,6 | 76,6 | 76,2 | 75,4 | 73,7 | 72,8 | 71,0 | 68,5 |
| Herstellungskosten3 | % | 74,2 | 73,4 | 74,1 | 74,9 | 76,6 | 78,3 | 79,0 | 77,8 | 80,0 | 80,4 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten3 |
% | 7,1 | 6,9 | 6,2 | 6,2 | 5,6 | 5,3 | 5,3 | 5,6 | 6,7 | 6,2 |
| Vertriebs- und Logistikkosten3 | % | 5,5 | 5,6 | 5,6 | 5,3 | 5,0 | 4,8 | 4,7 | 5,0 | 5,6 | 4,9 |
| Allgemeine Verwaltungskosten3 | % | 2,6 | 2,5 | 2,4 | 2,2 | 2,1 | 2,0 | 2,1 | 2,5 | 3,0 | 3,2 |
| EBITDA | Mio € | 6.678,9 | 6.057,4 | 6.001,4 | 5.133,8 | 5.095,0 | 4.967,4 | 4.228,0 | 3.587,6 | 1.591,2 | 2.771,4 |
| EBITDA3 | % | 15,2 | 14,9 | 15,3 | 14,9 | 15,3 | 15,2 | 13,9 | 13,8 | 7,9 | 11,4 |
| Personalaufwendungen | Mio € | 10.687,3 | 9.695,7 | 9.164,6 | 7.757,2 | 7.124,5 | 6.813,7 | 6.354,3 | 5.891,7 | 5.199,8 | 5.746,3 |
| Abschreibungen4 | Mio € | 2.117,4 | 1.961,6 | 1.885,8 | 1.789,0 | 1.831,3 | 1.781,2 | 1.631,1 | 1.652,4 | 2.631,6 | 3.067,6 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen |
Mio € | 2.984,6 | 2.802,5 | 2.727,4 | 2.375,3 | 1.923,1 | 1.905,2 | 1.242,2 | 576,0 | –1.649,2 | –1.123,5 |
| Dividende und Ergebnis pro Aktie | |||||||||||
| Dividende für das Geschäftsjahr | Mio € | 900,0 5 | 850,0 | 750,0 | 650,0 | 500,0 | 450,0 | 300,0 | — | — | — |
| Anzahl der Aktien am 31.12. | Mio | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 200,0 | 169,0 | 169,0 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen pro Aktie |
€ | 14,92 | 14,01 | 13,64 | 11,88 | 9,62 | 9,53 | 6,21 | 2,88 | –9,76 | –6,84 |
| Mitarbeiter | |||||||||||
| im Jahresdurchschnitt | Tsd | 230,7 | 216,0 | 204,7 | 186,0 | 175,4 | 169,0 | 159,7 | 142,7 | 133,4 | 148,4 |
1 Inklusive Anteilen in Fremdbesitz.
2 Investitionen in Sachanlagen und Software.
3 Vom Umsatz.
4 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
5 Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. April 2018.
6 Ab 2012 wird IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, angewendet.
| 2018 | |
|---|---|
| Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 | 9. Januar |
| Jahrespressekonferenz | 8. März |
| Analysten- und Investoren-Telefonkonferenz | 8. März |
| Hauptversammlung (inkl. Eckdaten für das erste Quartal 2018) | 27. April |
| Finanzbericht zum 31. März 2018 | 8. Mai |
| Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018 | 2. August |
| Finanzbericht zum 30. September 2018 | 8. November |
| 2019 | |
|---|---|
| Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 | Januar |
| Jahrespressekonferenz | März |
| Analysten- und Investoren-Telefonkonferenz | März |
| Hauptversammlung (inkl. Eckdaten für das erste Quartal 2019) | 26. April |
| Finanzbericht zum 31. März 2019 | Mai |
| Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019 | August |
| Finanzbericht zum 30. September 2019 | November |
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Der Jahresabschluss der Aktiengesellschaft steht ebenfalls in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.
Die oben genannten Informationen können angefordert werden bei:
Postfach 1 69, 30001 Hannover Telefon: +49 511 938 -1146 Telefax: +49 511 938 -1055 E-Mail: [email protected]
Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte sind im Internet abrufbar unter: www.continental-ir.de
Redaktion: Continental Aktiengesellschaft, Hannover
Postfach 1 69, 30001 Hannover Vahrenwalder Straße 9, 30165 Hannover Telefon: +49 511 938 - 01, Telefax: +49 511 938 - 81770 [email protected] www.continental-corporation.com
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