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Compagnie de Saint-Gobain Audit Report / Information 2010

Mar 7, 2012

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Audit Report / Information

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Publication

SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft

Ludwigshafen a. Rh.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2010 war in Deutschland von einer unerwartet guten Konjunkturentwicklung geprägt. Die starke Rezession des Vorjahres mit einem realen Rückgang des BIP von 4,7 % konnte bereits im ersten Jahr danach zum größten Teil wieder kompensiert werden. Bereits im 1. Quartal 2010 hat sich die Konjunktur mit +2 % leicht belebt und dann im Jahresverlauf kräftig an Fahrt gewonnen. Das 2. + 3. Quartal lagen um +4 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Als Folge einer guten Exportentwicklung hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert und auch der Konsum hat wieder zugelegt. Für das Gesamtjahr 2010 gehen die Wirtschaftsinstitute heute von einem realen Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von +3,5 % aus. Damit wird das Jahr 2010 wohl als das „kleine Wirtschaftswunder“ in die Historie der Bundesrepublik eingehen.

Auch der Bausektor hat trotz des schwierigen Starts in das Jahr 2010 von den positiven Rahmenbedingungen profitiert. Im 1. Quartal gab es verstärkt witterungsbedingte Nachfrageausfälle. In den Folgemonaten setzten dann die Bauunternehmen alles daran, diese wieder aufzuholen. Selbst in den Ferienmonaten im Sommer wurde auf vielen Baustellen in vollem Umfang weiter gearbeitet. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts nahmen die Bauinvestitionen preisbereinigt um +2,8 % zu. Das Wachstum wurde vor allem vom Wohnungsbau mit +4,4 % und dem Öffentlichen Hochbau mit +12,6 % bestimmt. Dieser hat - wie schon in 2009 - vor allem vom Konjunkturpaket II der Bundesregierung profitiert.

Der von jahrelangem Rückgang gebeutelte Wohnungsneubau hat 2010 die Talsohle durchschritten. Die Anzahl der fertig gestellten Wohnungen dürfte um +5 % über dem Vorjahr liegen und ein Niveau von etwa 170.000 Einheiten erreichen. Die Zunahme kommt nach unserer Einschätzung sowohl aus dem Eigenheimbau als auch dem Mehrfamilienhausbau. Absolut geht es hier wohl lediglich um 10.000 Wohnungen mehr, aber immerhin ein positives Signal.

Bei den Neubauten im Nichtwohnbau ist der Aufschwung im Jahr 2010 noch nicht so recht angekommen. Der dramatische Rückgang der Baugenehmigungen in 2009 von mehr als 20 % hat noch nachgewirkt. Der fertig gestellte umbaute Raum im Nichtwohnbau dürfte 2010 nochmals leicht rückläufig gewesen sein. Die Baugenehmigungen 2010 haben dagegen in Summe wieder leicht zugenommen, wobei die Entwicklung in den einzelnen Gebäudetypen sehr unterschiedlich war. Während sich die Büro- und Verwaltungsgebäude noch mit 40 % sehr stark im Minus bewegten, nahmen die Handels- und Lagergebäude schon wieder um rund 14 % zu.

Zugpferd im Bausektor war auch im Jahr 2010 zweifelsfrei wieder der Modernisierungssektor. Wie in den Vorjahren war dieser Markt sehr stark von den öffentlichen Förderprogrammen von Bund, Ländern und Gemeinden positiv beeinflusst. Für die Wohnbaumodernisierung ist hier z.B. das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu sehen, das so stark genutzt wurde, dass die in 2010 verfügbaren Fördergelder im 4. Quartal erschöpft waren. Im Nichtwohnbau hat das Konjunkturpaket II gegriffen, mit dem Öffentliche Gebäude vor allem in energetischer Sicht modernisiert wurden.

Der Dämmstoffmarkt hat sich in 2010 infolge der guten Baukonjunktur ebenfalls besser entwickelt als noch zu Jahresbeginn eingeschätzt. Nach einem witterungsbedingt sehr schwachen Start im 1. Quartal hat sich die Nachfrage dann kontinuierlich verstärkt. Im Dezember wurde die gute Nachfrage dann allerdings durch den frühen Wintereinbruch und das lang anhaltende bundesweite Winterchaos gebremst. Die Bautätigkeiten im Außenbereich wurden komplett eingestellt. Auch der Innenausbau lief nur sehr eingeschränkt weiter, da die Straßenverhältnisse teilweise zu massiven Auslieferungsproblemen führten. Der Dämmstoffmarkt hat nach unserer Einschätzung im Jahr 2010 um gut 3 % zugenommen, wobei das 2. Halbjahr deutlich besser war.

Für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG war 2010 ein schwieriges Jahr, welches dennoch erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es ist uns in einem schwierigen Marktumfeld mit steigenden Produktionskapazitäten und teilweise ruinösen Preisen der Wettbewerber gelungen, unsere Mengenziele zu erreichen und die Position als Marktführer bei Mineralwolledämmstoffen zu behaupten.

Die ISOVER-Aktivitäten wurden auch 2010 im Markt sehr positiv bewertet. Die beiden großen Baustoff-Kooperationen Eurobaustoff und Hagebau haben zum Jahresende wieder die wichtigsten Lieferanten des Jahres 2010 prämiert. ISOVER G+H hat bei beiden Kooperationen einen der von der Baustoffindustrie begehrten Preise gewonnen. Diese Auszeichnungen sehen wir für uns als klare Verpflichtung, dem Baustoff Fachhandel gegenüber auch in der Zukunft ein verlässlicher Partner in Sachen Innovation, Qualität und Lieferservice zu bleiben.

Ertragslage

SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 34,3 Mio. € (i. V. 175,1 Mio. €), das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeführt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist das in 2010 um 122,4 Mio. € niedrigere außerordentliche Ergebnis im Wesentlichen durch den in 2009 erfolgten Verkauf von Beteiligungen hervorgerufen.

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr von 362,1 Mio. € auf 354,3 Mio. € zurück. Aufgrund der Wettbewerbssituation konnte das Preisniveau, in Verbindung mit rückläufigen Verkaufsmengen, als Folge weiter gestiegener Überkapazitäten, nicht auf dem Niveau des Jahres 2009 gehalten werden.

Das Rohergebnis (ohne periodenfremde und neutrale Erträge) erreichte zwar prozentual das Niveau des Jahres 2009, sank allerdings absolut im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio. € auf 198,3 Mio. €. Lediglich ein streng umgesetztes Kosteneinsparungsprogramm in Verbindung mit geringeren Zukäufen von Schwestergesellschaften und gesunkenen Einkaufspreisen für Strom ermöglichte dies. Als Resultat konnte der Materialaufwand bei 178,1 Mio. € (Vorjahr 178,2 Mio. €) gehalten werden, trotz gestiegener Produktionsmenge und eines Anstiegs der Einkaufspreise für Rohstoffe und Gas. Dies drückt sich auch in der um +1,1 Mio. €. positiven Bestandsveränderung aus, die bei gleichem Materialaufwand im Vorjahr -3,1 Mio. € betrug. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insgesamt auf 27,1 Mio. € angestiegen. Der Anstieg resultiert mit 4,3 Mio. € aus einem Ertrag aus der unterjährigen Anpassung der Berechnungsparameter für die Pensionsrückstellungen. Gegenläufig sanken durch die zum 1.10.2010 erfolgte Ausgliederung des eigenen IT-Bereichs in die Gesellschaft Saint-Gobain Information Systems GmbH (SGIS) die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,0 Mio. €.

Auch die Personalaufwendungen sanken um 8,0 Mio. € auf jetzt 78,6 Mio. €. Der starke Rückgang ist auf drei Faktoren zurückzuführen: eine deutlich geringere Zuführung zur Pensionsrückstellung (-9,7 Mio. €, davon -5,5 Mio. € Zinsaufwendungen), ein um 75 Personen reduzierter Mitarbeiterstand sowie einen geringeren Beitrag zum Pensionssicherungsverein.

Die Abschreibungen erhöhten sich nur geringfügig um 0,3 Mio €, hier kompensierten die deutlich niedrigeren Investitionen des Jahres 2010 die Überhänge aus dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten wegen einer geringeren Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit, geringeren Transportkosten sowie weiteren Einsparungsmaßnahmen um insgesamt 3,4 Mio. € reduziert werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (ohne periodenfremde und neutrale Erträge und Aufwendungen) liegt mit 32,6 Mio. € deutlich unter dem des Vorjahres (50,9 Mio. €). Unterteilt man das Ergebnis in ein Ergebnis aus Beteiligungen, so ergibt sich hier eine negative Auswirkung von 23,6 Mio. € (5,0 Mio. € zu 28,6 Mio. €), während das operative Ergebnis aus dem eigenen Geschäft der ISOVER G+H mit einem Plus von 5,3 Mio. € abschließt. Die negative Veränderung der Beteiligungserträge ist eine Folge der in den Vorjahren erfolgten Beteiligungsverkäufe, zumal aus den verbliebenen Beteiligungen die Erträge um 2,2 Mio. € stiegen. Das positive Ergebnis aus dem eigenen operativen Anteil von 5,3 Mio. € resultiert überwiegend aus den erzielten Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen.

Vermögens- und Finanzlage

(in Mio. €) 31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
Anlagevermögen 127,1 134,2 -7,1
Vorräte 32,9 30,6 2,3
Forderungen 14,3 12,8 1,5
Finanzmittel 135,3 88,1 47,2
Eigenkapital 93,4 93,3 0,1
Sonderposten 5,4 4,7 0,7
Langfristiges Fremdkapital 83,9 82,6 1,3
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 126,9 85,1 41,8
Bilanzsumme 309,6 265,7 43,9

Das Eigenkapital betrug 93,4 Mio. € zum 31.12.2010; die Eigenkapitalquote sank von 35,1 % auf 30,2 % aufgrund der starken Veränderung der Bilanzsumme.

Die höhere Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die teilweise Umstellung der Führung des zentralen Geldpools von Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland auf die Saint-Gobain Benelux SA zurückzuführen, da zum 31. Dezember 2010 sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool bestehen, für welche die Voraussetzung zur Verrechnung nicht gegeben waren.

Die Position „Finanzmittel“ beinhaltet den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe, der zur Optimierung der kurzfristigen Geldmittel dient. Dieser Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien geführt. Die Verzinsung erfolgte zu banküblichen Konditionen.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2010 betrugen 8,8 Mio. € (i.V. 16,7 Mio. €). Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage lag der Schwerpunkt in 2010 auf Ersatzinvestitionen.

Durch eine Vielzahl von kleineren qualitativen Verbesserungen im Herstellungsprozess ist es gelungen, die Kompression der Hauptproduktgruppen deutlich zu erhöhen und somit eine wesentliche Reduktion der Transportkosten zu erreichen.

Weiterhin konnte durch den Ausbau der Drahtmattenanlage in den Werken Lübz und Ladenburg das Sortiment in der technischen Isolierung wesentlich erweitert werden. Als Ergebnis steht jetzt neben den bewährten technischen Isolierprodukten aus Steinwolle auch eine umfangreiche Produktpalette aus ULTIMATE für unterschiedlichste Anwendungen zur Verfügung.

An allen Standorten lag ein wesentlicher Schwerpunkt in der Vorbereitung zur industriellen Umsetzung der Bindemittel-optimierten Mineralwolle G3 touch, die ab April 2011 im Markt eingeführt wird.

Technik - Forschung und Entwicklung

Das Produktportfolio konnte in 2010 in Richtung niedrigerer Wärmeleitfähigkeit und weiter verbesserter bauphysikalischer Eigenschaften deutlich erweitert werden. Das betrifft die Erweiterung des Angebots an 032-Produkten aus Glaswolle und ULTIMATE, genauso wie die Einführung neuer Komponenten in der Vario-Familie. In 2010 konnten auch im Bereich der Steinwolle völlig neue Produkte entwickelt werden. Eine Flachdach-Dämmplatte in der Wärmeleitfähigkeitsklasse 037 und eine WDVS-Platte in der Wärmeleitfähigkeitsklasse 033 als Weltneuheit konnten auf der BAU im Januar 2011 in München präsentiert werden.

Im Bereich der Produkt- und Prozessentwicklung lag ein Schwerpunkt auf der Entwicklung der neuen Glaswollegeneration G3 touch, die für den Endverarbeiter noch komfortabler einzusetzen sein wird. Hier war die enge Kooperation mit der zentralen Entwicklungsabteilung des Lizenzgebers SAINT-GOBAIN ISOVER, Paris, und dem zentralen Forschungszentrum der Compagnie de Saint-Gobain, SGR in Aubervilliers, sehr erfolgreich.

In dieser Zusammenarbeit wurden unter anderem folgende Projekte bearbeitet:

Optimierung des ULTIMATE-Gemenges im Werk Bergisch Gladbach,
Glasentwicklung für Steinwolle,
Patentanmeldungen und Entwicklungen sowie die technische Unterstützung zur Verteidigung bestehender Patente.

Ein Highlight war die Integration der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Saint-Gobain Rigips in Bodenwerder. Alle baulichen und organisatorischen Voraussetzungen konnten fristgemäß abgeschlossen und die neuen Kolleginnen und Kollegen in das gemeinsame „Ladenburg Development Center“ (LDC) aufgenommen werden.

Umwelt und Arbeitssicherheit

Im Jahr 2010 ist die Anzahl der Unfälle mit Arbeitszeitausfall (TF1 und TF2-Unfälle) um 20 % zum Vorjahr weiter gesunken. Damit wurde die geringste je registrierte Zahl an Unfällen mit Arbeitszeitausfall erreicht. Bis zum Jahresende waren drei Werke (TF1) unfallfrei, nach den strengen internen Regeln (kein Arbeitsausfall eines Mitarbeiters mit einem Ausfall von mehr als 24 Stunden). Im Werk Ladenburg wurde erfolgreich ein EHS Audit (Umwelt, industrielle Hygiene und Arbeitssicherheit Audit) durchgeführt.

Im laufenden Jahr wurden gemäß den Saint-Gobain-Richtlinien personenbezogene Expositionsmessungen am Arbeitsplatz sowie die Risikobewertung von Arbeitsplätzen durchgeführt.

Am 25.10.2010 wurden die von SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG hergestellten Fasern bei der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) für REACH registriert.

Im Dezember wurde die Verifizierung zur Berichterstattung im CO2-Emissionshandel für das abgelaufene Jahr begonnen. Die offizielle Meldung an die Behörde erfolgt im 1. Quartal 2011.

Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) nahm von 1.220 auf 1.149 Mitarbeiter zum Jahresende 2010 ab. Neben strukturellen Anpassungen trug die Auslagerung des eigenen IT-Bereiches in die Saint-Gobain Information Systems GmbH mit 40 Personen zu dem Abbau bei. Im Jahresdurchschnitt waren 593 Angestellte (i. V. 622) und 592 gewerbliche Mitarbeiter (i. V. 629) beschäftigt. Mit insgesamt 46 Auszubildenden in neun verschiedenen Berufen betrug die Ausbildungsquote im Unternehmen 3,8 %. Frei werdende Stellen wurden nur zum Teil wieder besetzt. Die Umstrukturierungen in den Bereichen IT, Marketing/Akademie und Werksmanagement boten die Gelegenheit, qualifizierte Nachwuchskräfte aus eigenen Reihen in die frei werdenden Führungs- und Fachfunktionen zu versetzen bzw. zu befördern.

Risikofrüherkennung sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Ein Risiko geht von den bereits erfolgten bzw. geplanten Kapazitätserhöhungen des Wettbewerbs aus. Es ist davon auszugehen, dass die auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten die Nachfrage übersteigen werden und der starke Druck auf die Verkaufspreise somit anhalten wird.

Chancen sehen wir in den steigenden Energiepreisen und den staatlichen Förderprogrammen zur CO2-Reduzierung, die Anreize zur Sanierung von Gebäude-Altbeständen bieten sollten.

Die bereits angestoßenen Sparprogramme werden wir fortsetzen und dadurch einen Teil der Risiken intern kompensieren. Dies betrifft alle Bereiche des Unternehmens von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb.

Entsprechend der Risikomanagementrichtlinie wurden auch im Geschäftsjahr 2010 alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt. An der Erfassung und Erstellung der Risiken bzw. des Berichtes waren wie in den Vorjahren alle Unternehmensbereiche beteiligt. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken weist der Bericht nicht auf.

Teil unseres Risikomanagements ist es ebenfalls, die bereits identifizierten Risiken sowohl auf der Markt- als auch auf der Kostenseite kontinuierlich zu beobachten und ebenso wie eventuell neu auftretende Risiken zeitnah in unsere Planungs- und Anpassungsprozesse einzubeziehen.

Ausblick

Alle Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass sich der konjunkturelle Aufschwung in 2011 fortsetzt. Wachstumsraten beim BIP von 1,5 % bis 2 % machen die Runde. Das Eintreffen dieser Prognosen wird aus unserer Sicht sehr stark davon abhängen, wie sich die großen Exportmärkte entwickeln. Andererseits ist positiv zu werten, dass wesentliche Impulse für unser Wirtschaftswachstum verstärkt auch aus dem Inland kommen. Das betrifft insbesondere die steigenden Konsumausgaben. Die weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, der Ausblick auf sichere Arbeitsplätze und der Rückgang der Arbeitslosenzahlen werden hier entscheidend dazu beitragen.

Wie schon in 2010 wird voraussichtlich die Bauwirtschaft auch 2011 einen wesentlichen Beitrag zur positiven Konjunkturentwicklung leisten. Das Ifo Institut, München, prognostiziert für die Bauinvestitionen eine weitere Zunahme von gut 2 %, die erneut vom Wohnungsbau und in 2011 auch wieder vom Gewerblichen Bau getragen werden. Rückläufig wird lediglich der Öffentliche Bau gesehen, der sich nach dem Auslaufen des Konjunkturpakets II auf ein „Normalniveau“ zurück bewegt.

Sehr erfreuliche Signale kommen vor allem aus dem für unser Geschäft bedeutenden Wohnungsneubau. Der für 2011 wichtigste Frühindikator, die Baugenehmigungen, weisen im aktuell vorliegenden Berichtszeitraum Januar-November 2010 ein Plus von 7 % aus. Also beste Chancen, dass in 2011 wieder 180.000 Wohnungen gebaut werden. Im europäischen Vergleich ist das allerdings immer noch ein sehr bescheidenes Niveau. In Frankreich z.B. werden jährlich fast doppelt so viele Wohnungen neu erstellt.

Im Nichtwohnbau sehen wir die Talsohle ebenfalls durchschritten. Hier dürfte der Neubau in 2011 wieder leicht zunehmen, vor allem bei den Handels- und Lagergebäuden.

Die Modernisierung wird aber sicher wieder das Geschehen - vor allem im Dämmstoffmarkt - am stärksten bestimmen. Das Potenzial für die energetische Modernisierung ist gewaltig. Das hat auch die Bundesregierung klar erkannt. Im neuen Energiekonzept für Deutschland spielt die energetische Verbesserung des Wohnungsbestandes eine zentrale Rolle.

Damit wird die Gebäudesanierung zum entscheidenden Hebel, um die Treibhausgas-Emissionen zu senken und die umweltpolitischen Ziele in Deutschland überhaupt erreichen zu können.

Im Zuge dessen ist vorgesehen, dass die Fördermittel für CO2 senkende Maßnahmen wieder erhöht und möglicherweise zusätzliche steuerliche Abschreibungen ermöglicht werden. Von diesen positiven Rahmenbedingungen im Neubau und der Modernisierung wird die Dämmstoffindustrie profitieren. Wir gehen von einer weiter wachsenden Nachfrage aus.

Als Risiken sehen wir für uns neben dem weiteren Kapazitätsausbau unserer Wettbewerber vor allem die Marktpreisentwicklung und die Kostensteigerungen, die uns auf der Einkaufsseite für Energie und Rohstoffe 2011 bevorstehen. Die Energiekosten werden sich für uns aufgrund von zusätzlichen steuerlichen Belastungen drastisch erhöhen.

Wir haben uns auf die Jahre 2011 und 2012 in allen Unternehmensbereichen bestens vorbereitet und klare Zielsetzungen definiert.

Besondere Ereignisse im neuen Geschäftsjahr sind nicht eingetreten. Für die Jahre 2011 und 2012 erwarten wir positive Ergebnisse.

Ludwigshafen am Rhein, den 4. März 2011

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

Anhang 31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
ANLAGEVERMÖGEN (2)
Immaterielle Vermögensgegenstände 220 620
Sachanlagen 90.441 97.191
Finanzanlagen 36.419 36.341
127.080 134.152
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte (3) 32.856 30.608
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4) 149.045 100.528
Wertpapiere (5) 36 36
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3 90
181.940 131.262
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (5) 548 302
SUMME AKTIVA 309.568 265.716
PASSIVA
Anhang 31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital (6) 82.000 82.000
Kapitalrücklage (7) 11.124 11.124
Gewinnrücklagen (7) 302 167
93.426 93.291
SONDERPOSTEN (8) 5.373 4.664
RÜCKSTELLUNGEN (9) 148.294 141.744
VERBINDLICHKEITEN (10) 62.475 26.017
SUMME PASSIVA 309.568 265.716

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010

Anhang 2010

T€
2009

T€
Umsatzerlöse (13) 354.312 362.052
Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen + 1.093 - 3.122
Andere aktivierte Eigenleistungen 135 105
Sonstige betriebliche Erträge (14) 27.093 23.787
Materialaufwand (15) - 178.138 - 178.221
Rohergebnis 204.495 204.601
Personalaufwand (16) - 78.629 - 86.585
Abschreibungen (17) - 14.680 - 14.340
Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) - 77.242 - 80.629
Erträge aus Beteiligungen (19) 4.951 28.602
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (20) 470 85
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (21) - 6.180 - 224
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 33.185 51.510
Außerordentliches Ergebnis (22) 9.954 132.304
Steuern (23) - 8.846 - 8.731
Ausgleichszahlungen gem. § 304 AktG - 14 - 14
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (24) - 34.279 - 175.069
Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Vorjahreszahlen

Eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erfolgte in Anwendung des Wahlrechts in Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht. Damit ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Alle Bilanzposten wurden unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze und in Übereinstimmung mit den steuerlich zulässigen Möglichkeiten vorsichtig bewertet. Die Bewertungsmethoden wurden, abgesehen von den Änderungen, die sich durch die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergaben, im Wesentlichen unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt. Bei Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 999,99 € erfolgt eine lineare Abschreibung über 5 Jahre.

Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst.

Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Auf Ersatzteile für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100%ige Einzelwertberichtigung gebildet worden.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Dem Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Als Sonderposten werden Sonderposten mit Rücklageanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. In dem Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen zum Anlagevermögen aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Hierbei wird das Beibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB für Sonderposten mit Rücklageanteil vor dem 1. Januar 2010 ausgeübt. Die Auflösung der Wertberichtigungen erfolgt analog den Abschreibungen auf die angeschafften Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen für Pensionen beruhen auf versicherungsmathematischen Berechnungen. Im Geschäftsjahr wurde die Bewertung der Pensionsverpflichtungen an die geänderten Vorschriften des § 253 Abs. 1 HGB n.F. angepasst.

Statt des bislang angewandten steuerlichen Teilwertverfahrens nach § 6 a EStG erfolgt die Bewertung ab 2010 nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method).

Der Ermittlung der handelsrechtlichen Werte liegen die Richttafeln Prof. Dr. Klaus Heubeck 2005 G zugrunde. Die Diskontierung erfolgte mit einem Zinssatz von 5,13 %, wesentliche weitere Parameter sind ein Gehaltstrend von 2,6 % für außertarifliche Mitarbeiter bzw. 2,4 % für Mitarbeiter im Tarifbereich sowie ein Rententrend von 1,5 %. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt.

Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB n.F. ergab sich zum 1.1.2010 ein Differenzbetrag in Höhe von 25,9 Mio. €. Hiervon wurden im Berichtsjahr 10 % (2,6 Mio. €) als Zuführung zur Rückstellung für Pensionen aufwandswirksam als außerordentlicher Aufwand gebucht. Der verbleibende Betrag wird in den nächsten Jahren zugeführt.

Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,13 % p.a.) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,13 % p.a.) ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 4,94 % berücksichtigt. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags gem. BilMoG angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag.

(2) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tausend Euro
Anschaffungs- u. Herstellkosten (Stand 01.01.2010) Zugänge Abgänge Umbuch-

ungen
kumulierte Abschrei-

bungen
Buchwerte 31.12.2010 Buchwerte 31.12.2009 Abschrei-

bungen des Geschäfts-

jahres 2010
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.297 54 1.462 128 2.888 129 499 198
Geleistete Anzahlungen 121 358 273 -115 - 91 121 -
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.418 412 1.735 13 2.888 220 620 198
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.480 79 939 2 110.522 23.100 25.431 2.413
Technische Anlagen und Maschinen 260.101 2.351 773 4.819 209.448 57.050 61.123 10.876
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.794 543 3.865 759 36.550 4.681 4.822 1.193
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 5.814 5.389 - -5.593 - 5.610 5.815 -
Sachanlagen 444.189 8.362 5.577 -13 356.520 90.441 97.191 14.482
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.335 - - - - 36.335 36.335 -
Sonstige Beteiligungen 3 - - - - 3 3 -
Sonstige Ausleihungen 3 85 7 - - 81 3 -
Finanzanlagen 36.341 85 7 - - 36.419 36.341 -
Insgesamt 484.948 8.859 7.319 - 359.408 127.080 134.152 14.680

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital

%
Eigenkapital

T€
Jahresergebnis

T€
Saint-Gobain Isover A/S, Vamdrup (Dänemark) *) 100,00 41.362 5.328
über Saint-Gobain Isover a/s
Saint-Gobain UK Ltd. 1,23 - -
Saint-Gobain Isover CZ s.r.o., Castolovice (Tschechien) 25,75 x x
Grünzweig+Hartmann-Fürsorge-GmbH Unterstützungskasse, Ludwigshafen 100,00 26 0
EnergieSparNetzwerk ESN GmbH, Ludwigshafen *) 33,33 45 4
Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar-Dreieck gGmbH, Ludwigshafen 4,50 152 47

x Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB

*) Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschuss 2009

(3) Vorräte

31.12.2010

T€
31.12.2009

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Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.113 15.410
Unfertige Erzeugnisse 266 399
Fertige Erzeugnisse 11.286 10.060
Waren 5.191 4.739
Insgesamt 32.856 30.608

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2010

T€
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2009

T€
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.015 - 5.658 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 137.876 - 92.011 -
Sonstige Vermögensgegenstände 4.154 439 2.859 489
Insgesamt 149.045 439 100.528 489

Bei den "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" geht die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.470 4.304
Cash Pool 135.338 88.017
Sonstige Vermögensgegenstände 403 368
abzüglich verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -335 -678
Insgesamt 137.876 92.011

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht.

(5) Wertpapiere/Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um "Sonstige Wertpapiere" bzw. "Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten".

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 82.000 T € und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien.

(7) Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen

Die "Kapitalrücklage" beläuft sich unverändert auf 11.124 T €.

Die "Gewinnrücklagen" betragen 302 T €, davon betreffen 167 T € die "Gesetzliche Rücklage". Anlässlich der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen zum 01.01.2010 durch die erstmalige Anwendung von BilMoG wurden 135 T € in die „anderen Gewinnrücklagen“ eingestellt.

(8) Sonderposten

Sonderposten mit Rücklageanteil Stand 1.1.2010

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Zuführung

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Auflösung

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Stand 31.12.2010

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Wertberichtigung zum Anlagevermögen gemäß
- § 6 b EStG 1.786 0 266 1.520
- R 6.6 EStR 389 0 98 291
- § 4 FördergebietsG 885 0 119 766
3.060 0 483 2.577
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.604 1.312 120 2.796
Insgesamt 4.664 1.312 603 5.373

Bei den Sonderposten mit Rücklageanteil wurde das Wahlrecht zur Fortführung nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen.

(9) Rückstellungen

31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Rückstellungen für Pensionen 82.303 80.792
Steuerrückstellungen 75 83
Sonstige Rückstellungen 65.916 60.869
Insgesamt 148.294 141.744

Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen zum 1.1.2010 bei Anwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG beträgt 25.907 T € (zum 31.12.2010 23.316 T €) und wird jährlich mit 1/10 des Unterschiedsbetrags im außerordentlichen Aufwand berücksichtigt. Der Posten "Sonstige Rückstellungen" betrifft insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Pensions-Sicherungs-Verein aG, Sozialplankosten, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen.

(10) Verbindlichkeiten

bis 1 Jahr

T€
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre

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über 5 Jahre

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INSGESAMT 31.12.2010

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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.076 3 0 21.079
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.146 0 0 38.146
Sonstige Verbindlichkeiten 3.250 0 0 3.250
Insgesamt 62.472 3 0 62.475

Die "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" bestehen hauptsächlich gegenüber der Saint-Gobain Rigips GmbH und der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen.

Der Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthält Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 958 T € (i.V. 1.579 T €) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 1 T € (i.V. 0 T €).

Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt.

Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

bis 1 Jahr

T€
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

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INSGESAMT 31.12.2009

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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11 0 0 11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.202 35 0 20.237
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.637 0 0 1.637
Sonstige Verbindlichkeiten 4.132 0 0 4.132
Insgesamt 25.982 35 0 26.017

Bei den "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" geht die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.638 1.388
Cash Pool 33.713 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.593 1.744
abzüglich verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.412 -1.495
Sonstige Vermögensgegenstände -1.386 0
Insgesamt 38.146 1.637

Die Cash Pool-Verbindlichkeit besteht gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 11.455 T € (i.V. 9.221 T €). Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge.

Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2010 ein Bestellobligo von 1.646 T € (i.V. 1.048 T €).

Aus diesen nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften ergeben sich keine wesentlichen Chancen und Risiken.

(12) Latente Steuern

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft wird mit Hinweis auf DRS 18 auf die Angaben zu den Latenten Steuern im Anhang verzichtet.

(13) Umsatzerlöse

Die "Umsatzerlöse" umfassen im Wesentlichen die Lieferungen von Eigenerzeugnissen in Höhe von 289,1 Mio. € (i.V. 295,1 Mio. €) und Handelswaren von 65,2 Mio. € (i.V. 67,0 Mio. €).

Nach geographischen Gesichtspunkten geordnet, betrugen die Umsätze im Inland 330,1 Mio. € (i.V. 339,9 Mio. €) und die Lieferungen in das Ausland 24,2 Mio. € (i.V. 22,2 Mio. €).

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Aufwendungen für Bonigutschriften von 0,4 Mio. € enthalten.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 27.093 T € (i.V. 23.787 T €) sind Erträge aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen aufgrund der unterjährigen Änderung von Berechnungsparametern, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und der Auflösung von Rückstellungen, Lizenzeinnahmen, Erlöse aus berechneten Leistungen an verbundene Unternehmen und fremde Dritte, Mieterträge, Versicherungsentschädigungen sowie verschiedene sonstige Erträge ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge betrugen insgesamt 6.511 T € (i.V. 2.565 T €).

(15) Materialaufwand

2010

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2009

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 163.564 160.899
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.574 17.322
Insgesamt 178.138 178.221

Von den Materialaufwendungen sind 952 T € (i.V. 67 T €) periodenfremd.

(16) Personalaufwand/Mitarbeiter

2010

T€
2009

T€
Löhne und Gehälter 63.733 65.087
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 12.208 13.361
Aufwendungen für Altersversorgung 2.688 8.137
Insgesamt 78.629 86.585

Im Personalaufwand sind keine periodenfremden Positionen enthalten (i.V. 17 T €).

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 593 (i.V. 622) und bei den gewerblichen Mitarbeitern 592 (i.V. 629).

(17) Abschreibungen

2010

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2009

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Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
- Planmäßige Abschreibungen 14.627 14.340
- Außerplanmäßige Abschreibungen 53 0
Insgesamt 14.680 14.340

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von 77.242 T € (i.V. 80.629 T €) sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Haftungs-, Prozess- und Gewährleistungsrisiken, Aufwendungen für Lizenzen und Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich auf 25 T € (i.V. 1.135 T €)

(19) Erträge aus verbundenen Unternehmen

2010

T€
2009

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Erträge aus Beteiligungen 4.951 28.602

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2009 von verbundenen Unternehmen.

(20) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2010

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2009

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Aus Abzinsungen 72 -
Aus verbundenen Unternehmen 374 32
Andere 24 53
Insgesamt 470 85

(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2010

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2009

T€
Aus Aufzinsungen von Rückstellungen 5.791 -
An verbundene Unternehmen 11 196
Andere 378 28
Insgesamt 6.180 224

(22) Außerordentliches Ergebnis

2010

T€
2009

T€
Außerordentliche Erträge 12.606 137.514
Außerordentliche Aufwendungen -2.652 -5.210
Außerordentliches Ergebnis 9.954 132.304

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 12.606 T € stehen im Zusammenhang mit einer nachträglichen Kaufpreisanpassung aus dem Verkauf der Anteile an der Saint-Gobain Isover S.A., Lucens (Schweiz), im Vorjahr.

Außerordentliche Aufwendungen

Bei den 2.652 T € handelt es sich um Anpassungen der Rückstellungen aus der Erstanwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG.

(23) Steuern

2010

T€
2009

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Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 3
Vom Organträger für das laufende Jahr belastet 6.792 8.212
Vom Organträger für Vorjahre belastet 1.434 -
Aufwand für Ertragsteuern 8.228 8.215
Sonstige Steuern 441 424
Vom Organträger belastet 177 92
Aufwand für Sonstige Steuern 618 516
Insgesamt 8.846 8.731

(24) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das Jahresergebnis wurde aufgrund des mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt.

(25) Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands

Michael Wörtler, Vorsitzender Michael Wiessner Vorstand Vertrieb

Mitglieder des Aufsichtsrats

Paul Neeteson (Vorsitzender), Generaldelegierter der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa

Wolfgang Minges (stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats

Doris Barnett, Mitglied des Deutschen Bundestages

Andreas Engelhardt, Vorsitzender der Geschäftsführung William Prym GmbH & Co. KG

Jean-Dominique Grégoire, Finanzdirektor der Generaldelegation der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa

Caspar von Hauenschild, Berater

Hans Jürgen Kolbenschlag, Sachbearbeiter Logistik

Suat-Imam Özmen, Maschinenführer

Matthias Zenner, Leiter der Rechtsdirektion der Generaldelegation der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa

(26) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 50 T €.

Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen wurden 178 T € geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 3.048 T € zurückgestellt.

Von dem zum 31.12.2010 noch ausstehenden Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen aufgrund der geänderten Bewertungsmethodik durch BilMoG entfallen 424 T € auf Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands und 669 T € auf ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebenen.

(27) Angaben gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Im Geschäftsjahr sind Zessionslieferungen (Verkäufe) über 35.308 T € (i.V. 34.180 T €) und Einkäufe über 28.882 T € (i.V. 27.242 T €) mit nahestehenden Unternehmen zu konzerneinheitlichen Bedingungen getätigt worden.

(28) Konzernabschluss

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt.

Als Ort der Offenlegung wird angegeben:

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

64, rue du 8 mai 1945

F 92025 Nanterre Cedex

RCS Nanterre B 542 039 532

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes wurde gemäß § 291 Abs. 1 HGB verzichtet, da die ausländische Konzernleitung, die Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, einen nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten, von Wirtschaftsprüfern geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht offenlegen wird.

Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Der befreiende Konzernabschluss wird nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt.

Die Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist im befreienden Konzernabschluss enthalten. Insofern nehmen wir die Befreiungsvorschrift nach § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch.

Ludwigshafen am Rhein, den 4. März 2011

Michael Wörtler

Michael Wiessner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 4. März 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Jenal, Wirtschaftsprüfer

Wetzel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2010 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2010 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr 2010 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems, die organisatorische Zusammenführung der Hauptabteilungen Marketing + Akademie sowie die erste gemeinsame logistische Ausrichtung mit Saint-Gobain Rigips im Lager Nürnberg-Feucht.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 27. Mai 2010 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden.

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt.

Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2010.

Ludwigshafen am Rhein, März 2011

DER AUFSICHTSRAT

Paul Neeteson, Vorsitzender