Quarterly Report • May 15, 2024
Quarterly Report
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| Gewinn-und Verlust-Rechnung | 1.1.–31.3.2024 | 1.1.– 31.3.2023 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 1 084 | 875 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,90 | 0,70 |
| Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) |
747 | 580 |
| Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) |
747 | 580 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,62 | 0,46 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET1¹ (%) | 16,9 | 14,6 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis¹, ² (%) |
10,5 | 8,3 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 54,5 | 54,9 |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 57,8 | 64,6 |
| Bilanz | 31.3.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 552,0 | 517,2 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 173,1 | 175,1 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 33,2 | 33,0 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 39,8 | 39,7 |
| Regulatorische Kennzahlen | 31.3.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Kernkapitalquote (%) | 16,7 | 16,5 |
| Harte Kernkapitalquote3 (%) | 14,9 | 14,7 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 19,5 | 19,3 |
| Verschuldungsquote (%) | 4,6 | 4,9 |
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach VZK (Stammpersonal und Nachwuchs) | 31.3.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Inland | 25 287 | 25 552 |
| Ausland | 13 226 | 13 013 |
| Gesamt | 38 513 | 38 565 |
| Ratings⁴ | 31.3.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Moody's Investors Service, New York⁵ | A1/A2/P–1 | A1/A2/P–1 |
| S&P Global, New York⁶ | A/A–/A–2 | A–/A–/A–2 |
¹ Auf das Jahr hochgerechnet.
2 Quotient aus Commerzbank-Aktionärinnen und Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis abzüglich Abgrenzung für Ausschüttungen und potenzielle (vollständig diskretionäre) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.
³ Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva.
⁴ Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de/konzern/.
⁵ Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
⁶ Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
17 Bilanz
18 Eigenkapitalveränderungsrechnung
Die Commerzbank ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2024 gestartet. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat die Commerzbank ihr bestes Konzernergebnis seit mehr als zehn Jahren erzielt. Treiber waren insbesondere das starke Kundengeschäft und das immer noch günstige Zinsumfeld. Bei der Umsetzung ihres Strategieprogramms bis 2027 macht die Bank weiter gute Fortschritte. Vor allem auf der Ertragsseite zeigt sich, dass das kundenzentrierte Geschäftsmodell auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld trägt.
Nachfolgend die Eckdaten der Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2024:
• Insgesamt hat die Commerzbank im Berichtszeitraum ihr Operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 209 Mio. Euro auf 1 084 Mio. Euro gesteigert.
Das Risikoergebnis im Konzern war mit – 76 Mio. Euro auszuweisen, nach – 68 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Top-Level-Adjustment (TLA) für Sekundäreffekte besteht weiterhin und reduzierte sich infolge von Neuberechnungen in beiden Kundensegmenten im Vergleich zum Jahresende 2023 leicht auf 423 Mio. Euro. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,8%.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund gestiegener Kosten bei der mBank durch das anhaltende Geschäftswachstum sowie Fremdwährungseffekte leicht um 2,2% auf 1 496 Mio. Euro. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge lagen insbesondere aufgrund der deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe mit 91 Mio. Euro um rund 65% unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.
Anfang März 2024 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihr zweites Aktienrückkaufprogramm erfolgreich beendet, welches die Bank am 10. Januar 2024 gestartet hatte. Seitdem kaufte die Bank insgesamt 55 554 320 eigene Aktien im Volumen von rund 600 Mio. Euro zu einem Durchschnittspreis von rund 10,80 Euro je Aktie zurück. Das entspricht einem Anteil von 4,48% am Grundkapital der Bank. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen.
Das zweite abgeschlossene Aktienrückkaufprogramm ergänzt die von der Hauptversammlung am 30. April 2024 beschlossene Dividendenzahlung von 0,35 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023. Damit hat die Bank insgesamt rund 1 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgegeben. Das entspricht 50% des Konzerngewinns 2023 nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen. Für das Geschäftsjahr 2024 strebt die Bank eine Ausschüttungsquote von mindestens 70% an, jedoch nicht mehr als das Konzernergebnis nach Abzug der AT-1- Kuponzahlungen.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat in seiner Sitzung am 13. März 2024 Christiane Vorspel-Rüter als COO in den Vorstand berufen. Sie folgt auf Jörg Oliveri del Castillo-Schulz, der als COO seit Anfang 2022 unter anderem für die Bank-IT und die digitale Transformation zuständig ist. Er war im Februar mit dem Aufsichtsrat übereingekommen, seinen Ende September dieses Jahres auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der Wechsel soll spätestens zum 1. Oktober 2024 vollzogen werden.
Christiane Vorspel-Rüter kommt von der Landesbank Baden-Württemberg. Dort verantwortet sie seit 2018 als Bereichsvorständin die IT. Für sie bedeutet die Berufung in den Vorstand eine Rückkehr zur Commerzbank, wo sie zuvor mehr als 20 Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen im IT-Bereich im In- und Ausland gearbeitet hatte, unter anderem als Chief Information Officer für das Investmentbanking und das Commercial Banking. Die Berufung in den Vorstand erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsicht.
Eine Beschreibung der zum 31. März 2024 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich unter "Zusätzliche Informationen" auf Seite 20.
Die Commerzbank erzielte in den ersten drei Monaten 2024 trotz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegener Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank ein den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 747 Mio. Euro, nach 580 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 1 084 Mio. Euro, nach 875 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die wesentlichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss stieg im Berichtszeitraum um 9,2% auf 2 126 Mio. Euro deutlich. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Inland der Zinsüberschuss sowohl aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus deutlich zugelegt – insbesondere getrieben durch das Einlagengeschäft – als auch aufgrund von im vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen, mit entsprechend gegenläufigen Effekten im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Auch der Zinsüberschuss der mBank ist aufgrund des nach wie vor hohen Zinsniveaus weiter kräftig angestiegen. Im Segment Firmenkunden lag der Zinsüberschuss ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, auch hier maßgeblich getrieben durch höhere Einlagenerträge.
Der Provisionsüberschuss zeigte mit Blick auf die Vorjahresquartale insgesamt eine gute Entwicklung. Mit 920 Mio. Euro lag er auf dem Niveau des starken Ergebnisses der ersten drei Monate 2023. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden war der Grund für den Rückgang des Provisionsüberschusses insbesondere das durch Sondereffekte beeinflusste außergewöhnlich starke Ergebnis der Sachwertetochter Commerz Real im ersten Quartal 2023 sowie ein geringeres Geschäft in Vorsorgeprodukten. Ohne den Vorjahreseffekt bei der Commerz Real hat sich im Inland das bestandsabhängige Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht positiv entwickelt, während das umsatzgetriebene Wertpapiergeschäft aufgrund der positiven Börsenentwicklung eine stabile Entwicklung zeigte. Die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr lagen gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres auf einem stabilen Niveau. Demgegenüber war bei der mBank im Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überwiegend währungsbedingt ein Zuwachs zu verzeichnen. Im Segment Firmenkunden lag der Provisionsüberschuss erfreulich über dem Wert der ersten drei Monate des Vorjahres. Gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen konnten hier die rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei – 53 Mio. Euro, nach – 72 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Ergebnis des Berichtszeitraums sind sowohl Belastungen aus Bewertungseffekten als auch positive Währungseffekte enthalten.
Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von – 287 Mio. Euro sind unter anderem Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank in Höhe von – 318 Mio. Euro enthalten, nach – 173 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Das Risikoergebnis lag mit – 76 Mio. Euro nur leicht höher als im Vorjahreszeitraum, für den – 68 Mio. Euro auszuweisen waren. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag die für die ersten drei Monate 2024 erforderliche Risikovorsorge bei – 26 Mio. Euro, nach – 128 Mio. Euro im Vorjahresquartal, in dem Belastungen insbesondere aufgrund von Zuführungen aus der Überprüfung des Sekundäreffekte-TLAs sowie aus Ratingdowngrades enthalten waren. Im Segment Firmenkunden lag das Risikoergebnis aufgrund von Vorsorgen für Einzelengagements bei – 54 Mio. Euro, nach einem positiven Wert in Höhe von 54 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Sekundäreffekte-TLA hat sich im ersten Quartal 2024 um 30 Mio. Euro reduziert und beläuft sich per 31. März 2024 auf 423 Mio. Euro.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 1 496 Mio. Euro. Der moderate Kostenanstieg um 2,2% war insbesondere auf höhere Kosten bei der mBank durch das anhaltende Geschäftswachstum sowie Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der Personalkosten um 2,1% auf 918 Mio. Euro resultierte maßgeblich aus höheren laufenden Löhnen und Gehaltszahlungen. Die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte stiegen um 2,2% auf 578 Mio. Euro, unter anderem aufgrund höherer Abschreibungen auf Software.
Die Belastungen aus den separat ausgewiesenen Pflichtbeiträgen reduzierten sich um 169 Mio. Euro auf 91 Mio. Euro. Der Rückgang um knapp 65% resultierte insbesondere aus einer deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe, da das Zielvolumen des europäischen Abwicklungsfonds zur Abwicklung in Notlage geratener Banken in diesem Jahr erreicht wurde.
Im Berichtszeitraum beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen auf 1 Mio. Euro, nach 4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis vor Steuern betrug 1 083 Mio. Euro, nach 871 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 322 Mio. Euro auszuweisen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 761 Mio. Euro, gegenüber 592 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2024 ein Konzernergebnis von 747 Mio. Euro zuzurechnen, nach 580 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,90 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,62 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,70 Euro beziehungsweise auf 0,46 Euro.
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. März 2024 bei 552,0 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2023 war dies ein Anstieg um 34,8 Mrd. Euro. Der Zuwachs um 6,7% resultierte insbesondere aus dem Anstieg der Sichtguthaben bei Zentralbanken aufgrund der Anlage der Liquidität aus weiteren Einlagenzuflüssen von Privatkunden und Finanzdienstleistern sowie einem Anstieg der besicherten Wertpapierpensionsgeschäfte nach dem saisonalen Rückgang im Rahmen der Ressourcensteuerung zum Vorjahresende.
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. März 2024 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 29,1 Mrd. Euro um 0,2 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2023. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich auf Seite 18 f.
Die Risikoaktiva per 31. März 2024 lagen bei 173,1 Mrd. Euro und damit um 2,0 Mrd. Euro niedriger als zum Jahresende 2023. Diese Entwicklung ist primär auf einen Rückgang der Risikoaktiva aus Kredit- und Marktrisiken zurückzuführen. Für das geringere Kreditrisiko sind im Wesentlichen Rückgänge aufgrund verbesserten Ausfallwahrscheinlichkeiten bei großen Firmenkunden im Rahmen von Neu- und Re-Ratings verantwortlich sowie ein reduziertes Volumen bei Wertpapierpensionsgeschäften und Derivaten. Teilweise gegenläufig wirkte vor allem eine Vorwegnahme antizipierter Effekte aus weiteren Modellanpassungen im Kontext des von der Bankenaufsicht aufgesetzten Programms "IRB Repair". Geringere Risikoaktiva aus Marktrisiken resultierten hauptsächlich aus dem Zins- und CO2- Emmissionsgeschäft. Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken lagen nur leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2023.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) betrug zum Berichtsstichtag 25,8 Mrd. Euro, gegenüber 25,7 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2023. Der Anstieg des harten Kernkapitals resultierte im Wesentlichen aus positiven Entwicklungen der Währungs- und Neubewertungsrücklage und wurde teilweise durch höhere regulatorische Kapitalabzüge kompensiert. Die harte Kernkapitalquote (Common-Equity-Tier-1-Quote) betrug 14,9%, gegenüber 14,7% zum 31. Dezember 2023. Die Kernkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,7%, gegenüber 16,5% zum Jahresende 2023. Das Ergänzungskapital reduzierte sich aufgrund von Amortisationseffekten im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,1 Mrd. Euro auf 4,8 Mrd. Euro. Die Gesamtkapitalquote (unter Anwendung der Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag 19,5%, gegenüber 19,3% zum Jahresende 2023. Die Eigenmittel reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,1 Mrd. Euro und lagen zum Berichtsultimo bei 33,8 Mrd. Euro.
Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Ratio Exposure zeigt, lag bei 4,6%.
Im ersten Quartal 2024 zeigten sich die Geld- und Kapitalmärkte in einer stabilen und aufnahmefähigen Verfassung. Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Bank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Der Commerzbank-Konzern hat in den ersten drei Monaten 2024 langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von 4,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat bei besicherten Anleihen insgesamt drei Pfandbrief-Benchmarktransaktionen und eine Aufstockung mit einem Volumen von insgesamt 3,15 Mrd. Euro und Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren begeben. Der durchschnittliche Re-offer Spread lag 33 Basispunkte über der Swapmitte.
Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank eine Non-preferred-Senior-Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. Euro emittiert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren mit einem Kündigungstermin im Januar 2030 und einem Kupon von 4,625 % pro Jahr. Daneben wurde eine variabel verzinsliche Preferred-Senior-Anleihe über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren, kündbar nach zwei Jahren emittiert. Die Verzinsung orientiert sich am 3-Monats Euribor plus 70 Basispunkte.
Des Weiteren wurden Privatplatzierungen in Höhe von rund 300 Mio. Euro in besicherten und unbesicherten Emissionen begeben.
Ende des ersten Quartals 2024 hat die Commerzbank die restlichen Gelder aus dem Targeted-Longer-Term-Refinancing-Operations-III-Programm (TLTRO III) zurückgezahlt.
Die durchschnittlichen Einlagenvolumen im ersten Quartal 2024 zeigten gegenüber dem vierten Quartal 2023 einen positiven beziehungsweise stabilen Verlauf. Bei Privat- und Unternehmerkunden belief sich das durchschnittliche Einlagenvolumen auf 208 Mrd. Euro (viertes Quartal 2023: 198 Mrd. Euro), wobei die Einlagen im Inland zu mehr als 90% gesichert sind. Im Bereich Firmenkunden lag das durchschnittliche Einlagenvolumen in den ersten drei Monaten 2024 bei 96 Mrd. Euro (viertes Quartal 2023: 95 Mrd. Euro) und die Besicherung bei mehr als 55%.
Die Bank wies zum Quartalsultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 140,6 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,2 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 144,9% die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100% deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte lag mit 138,3% deutlich über der Mindestquote. Damit war die Liquiditätssituation der Commerzbank zum Berichtsultimo aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel und erfüllte die internen und externen Limits sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen.
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten drei Monate 2024 basiert auf der im Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 185 und 369 ff. beschriebenen Segmentstruktur.
Übersichten zur Ergebnisentwicklung der Segmente finden sich unter "Zusätzliche Informationen" auf Seite 22 f.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten Quartal 2024 sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern – trotz höherer Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank – gegenüber dem Vergleichsquartal 2023 um 116 Mio. Euro auf 505 Mio. Euro gesteigert.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 1 508 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr signifikant um 153 Mio. Euro auf 1 244 Mio. Euro. Im Inland ist der Zinsüberschuss sowohl aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus deutlich angestiegen – insbesondere getrieben durch das Einlagengeschäft – als auch aufgrund von im vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen, die gegenläufig dazu zu einem Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige und Konsolidierung führten. Auch der Zinsüberschuss der mBank ist aufgrund der unverändert sehr positiven Bedingungen im Einlagengeschäft weiter kräftig angestiegen.
Der Provisionsüberschuss gab in den ersten drei Monaten 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2% auf 573 Mio. Euro nach. Grund hierfür war insbesondere das durch Sondereffekte beeinflusste außergewöhnlich starke Ergebnis der Sachwertetochter Commerz Real im ersten Quartal 2023 sowie ein geringeres Geschäft in Vorsorgeprodukten. Ohne den Vorjahreseffekt bei der Commerz Real hat sich im Inland das bestandsabhängige Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht positiv entwickelt, während das umsatzgetriebene Wertpapiergeschäft aufgrund der positiven Börsenentwicklung eine stabile Entwicklung zeigte. Die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr lagen gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres auf einem stabilen Niveau. Demgegenüber war bei der mBank im Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überwiegend währungsbedingt ein Zuwachs zu verzeichnen.
Die übrigen Ertragskomponenten beliefen sich insgesamt auf – 310 Mio. Euro, nach – 181 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisbelastung im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank sowie aus einem negativen Fair-Value-Ergebnis.
Das Risikoergebnis des Segments Privat- und Unternehmerkunden verzeichnete mit – 26 Mio. Euro eine Entlastung um 102 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Inland ist das Risikoergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zurückgegangen. Im Risikoergebnis des Vorjahres waren Belastungen insbesondere aufgrund von Zuführungen aus der Überprüfung des Sekundäreffekte-TLAs sowie aus Ratingdowngrades enthalten. Auch die mBank verzeichnete bei den Risikokosten der ersten drei Monate 2024 eine geringere Belastung als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Der Verwaltungsaufwand ist im Berichtszeitraum insgesamt um 40 Mio. Euro auf 886 Mio. Euro angestiegen. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der mBank, bei der der Verwaltungsaufwand aufgrund von Investitionen in künftiges Geschäftswachstum sowie Währungseffekten über dem Niveau des Vergleichsquartal des Vorjahres lag. Während im Inland die Personalaufwendungen leicht zurückgegangen sind, haben sich die Sachaufwendungen geschäftsbedingt unter anderem durch gestiegene Ausgaben im Zusammenhang mit der Neukundengewinnung erhöht. Der Aufwand für Pflichtbeiträge ist gegenüber den ersten drei Monaten 2023 um 49 Mio. Euro auf 91 Mio. Euro zurückgegangen, was insbesondere aus einer geringeren europäischen Bankenabgabe resultierte.
Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden zeigte in den ersten drei Monaten 2024 auch vor dem Hintergrund eines volatilen Marktumfelds eine positive Entwicklung.
Für den Berichtszeitraum belief sich sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern im Segment Firmenkunden auf 661 Mio. Euro, nach 541 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Bereich Mittelstand zeigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine deutlich positive Ertragsentwicklung. Im Kreditgeschäft konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. Im Cash-Management und in Financial Markets profitierte der Bereich von deutlich gestiegenen Einlagenerträgen. Der Bereich International Corporates verzeichnete insbesondere höhere Erträge aus dem Kredit- und Einlagengeschäft. Der Bereich Institutionals zeigte einen deutlichen Ertragszuwachs, ebenfalls aus dem Einlagengeschäft sowie aus dem Anleiheemissionsgeschäft. Die im Bereich Others ausgewiesenen Erträge, die insbesondere Hedging- und Bewertungseffekten zuzuordnen sind, lagen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten drei Monaten 2024 mit 1 224 Mio. Euro um 145 Mio. Euro über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Zu dem Ertragsanstieg um 13,4 % haben alle operativen Kundenbereiche des Segments beigetragen. Mit 713 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss um 86 Mio. Euro über dem Wert der ersten drei Monate 2023. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis um 26 Mio. Euro auf 361 Mio. Euro zulegen. Gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen konnten hier die rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen. Verbessert zeigte sich zudem das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 152 Mio. Euro um 14,8% über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag.
Für das erste Quartal 2024 lag das Risikoergebnis aufgrund von Vorsorgen für Einzelengagements bei – 54 Mio. Euro, nach einem positiven Wert in Höhe von 54 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 508 Mio. Euro um 6 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der leichte Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Kostenallokationen aus den Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, während die Personalkosten angestiegen sind. Der Rückgang der ausgewiesenen Pflichtbeiträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 78 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro steht insbesondere in Verbindung mit einer niedrigeren europäischen Bankenabgabe.
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Kosten der Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die anschließend auf die Segmente verrechnet werden. Außerdem werden die Restrukturierungsaufwendungen für den Konzern zentral in diesem Bereich ausgewiesen.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Quartal 2024 auf – 82 Mio. Euro, gegenüber – 54 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang beruhte in erster Linie auf einem niedrigeren Ergebnis von Group Treasury, insbesondere aufgrund eines gesunkenen Zinsüberschusses nach im vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen des Segments Privat- und Unternehmerkunden, die gegenläufig dazu zu einem Anstieg des Zinsüberschusses im Segment Privat- und Unternehmerkunden führten. Darüber hinaus ergab sich eine Ergebnisreduktion aus der Nichtverzinsung der EZB-Mindestreserve sowie aus residualen Bewertungseffekten im Bankbuch nach Anwendung von Hedge Accounting in Group Treasury. Ergebnissteigernd wirkten dagegen eine niedrigere Belastung von Group Treasury aus der europäischen Bankenabgabe sowie im restlichen Bereich Sonstige und Konsolidierung eine geringere Nettobelastung aus der Bildung und Auflösung von Rückstellungen und ein Ertragsanstieg aus Bewertungseffekten.
Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Quartal 2024 auf – 83 Mio. Euro. Darin enthalten sind geringfügige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der "Strategie 2024" standen.
Entgegen unseren noch zu Jahresbeginn kommunizierten Erwartungen hat sich der globale Konjunkturausblick leicht aufgehellt.
So zeichnet sich im Euroraum eine Erholung der Konjunktur ab. Schon im ersten Quartal 2024 ist die Wirtschaft wieder gewachsen. Doch ein kräftiger Aufschwung ist weiterhin nicht zu erwarten. Angesichts der weiterhin hohen Inflation wird die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen wohl nur moderat lockern. Zudem leidet die Wirtschaft nach wie vor unter strukturellen Problemen sowie dauerhaft hohen Energiepreisen.
Auch in Deutschland konnte die Wirtschaft den Rückschlag im Schlussquartal 2023 teilweise wieder wettmachen. Für das laufende Jahr erwarten wir im Jahresdurchschnitt gegenüber 2023 keinen Rückgang der Wirtschaftsleistung mehr. Wir rechnen aber weiterhin nur mit einer moderaten Erholung im Verlauf der zweiten Jahreshälfte.
In den USA scheint sich das Wirtschaftswachstum zwar zu verlangsamen. Aber angesichts des weiterhin angespannten Arbeitsmarktes und der immer noch deutlich erhöhten Inflation dürfte die US-Notenbank die Leitzinsen wohl später senken als bislang angenommen. Wir erwarten die erste Zinssenkung um 25 Basispunkte nunmehr im Dezember des laufenden Jahres. Bis zum Sommer nächsten Jahres dürften sich die Zinssenkungen auf 75 Basispunkte summieren.
In China haben die Konjunkturindikatoren zu Jahresbeginn mehrheitlich positiv überrascht. Doch die chinesische Wirtschaft hat nach wie vor mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu zählen der Einbruch des Immobilienmarktes sowie die hohen Schulden von Bauträgern und Kommunalverwaltungen. Gleichwohl erwarten wir wegen des guten Starts in das Jahr mit 4,7% für 2024 ein leicht höheres Wachstum als im Geschäftsbericht 2023 prognostiziert.
An den Finanzmärkten ist die von uns erwartete moderate Zinswende der großen Notenbanken inzwischen weitgehend in den Anleihekursen eingepreist. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erwarten wir mit 2,4% zum Jahresende 2024 etwas höher als bislang prognostiziert.
Die Liquiditätsausstattung der Bank ist unverändert hoch, sodass keine Notwendigkeit besteht, eigene Portfolios zu refinanzieren. Somit ist die Commerzbank als Cash-Provider beziehungsweise opportunistisch auch als Collateral Provider im Repomarkt aktiv. Die seit Mitte des Jahres 2023 bestehende erhöhte Nachfrage nach Refinanzierungen im Repomarkt hält weiter an. Die Liquiditätssituation der Commerzbank lässt die Bedienung dieser erhöhten Nachfrage zu und hat zu einer Geschäftsausweitung in diesem Bereich geführt.
Die Commerzbank weist eine hohe Position Kassenbestand und Sichtguthaben – im Wesentlichen bei Zentralbanken – aus. Diese betrug zum Berichtsultimo 109,1 Mrd. Euro. Dieser Bestand ist einerseits Resultat der immer noch hohen Überschussliquidität im Eurosystem, andererseits der breit diversifizierten Kundenbasis und der bestehenden Geschäftsbeziehungen im Cash-Management sowie dem professionellen Einlagengeschäft geschuldet. Aufgrund des nur langsamen Abschmelzens der Bestände unter dem Asset Purchase Programme (APP) durch ausbleibende Reinvestitionen sowie der demgegenüber fortgesetzten Reinvestition des Pandemic Emergency Purchase Programme erwarten wir eine weiterhin ausreichende Überschussliquidität und damit eine unterstützende Wirkung hinsichtlich der Liquiditätssituation der Commerzbank.
Die Mittelaufnahme der Commerzbank am Kapitalmarkt ist von der Geschäftsentwicklung beziehungsweise -planung und der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva beeinflusst. Der Fundingplan 2024 sieht ein Volumen von rund 10 Mrd. Euro vor, davon entfällt die Hälfte auf Pfandbriefe. Im ersten Quartal wurde bereits rund die Hälfte des Fundingplans umgesetzt.
Die für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen überprüfen und passen wir regelmäßig an. Dadurch trägt die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung und gewährleistet eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur.
An unseren im Geschäftsbericht 2023 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns im Geschäftsjahr 2024 halten wir weiterhin fest.
Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal 2024 sowie der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, eine Anpassung der Leitzinsen wohl erst im zweiten Halbjahr vorzunehmen, rechnet die Bank nun mit einem Zinsüberschuss für das Gesamtjahr 2024 in Höhe von rund 8,1 Mrd. Euro. Der Provisionsüberschuss wird für das laufende Jahr weiterhin um 4 % höher als im Vorjahr erwartet. Das Risikoergebnis sieht die Bank bei niedriger als –800 Mio. Euro im Gesamtjahr unter der Verwendung von TLA. Der Verwaltungsaufwand inklusive Pflichtbeiträge wird strikt entlang der Cost-Income-Ratio gesteuert. Das Ziel 2024 für die Cost-Income-Ratio beträgt rund 60%.
Für das Jahr 2024 rechnet die Commerzbank weiterhin mit einer Common-Equity-Tier-1-Quote von mehr als 14%. Diese Zielgröße berücksichtigt bereits eine geplante Ausschüttung von mindestens 70% des Nettoergebnisses nach Abzug von vollständig diskretionären AT-1-Kupons für das Geschäftsjahr 2024.
Insgesamt gehen wir angesichts der Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2024 und unseren Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf weiterhin davon aus, das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu übertreffen.
Die Erwartungen sind abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank.
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgen monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Per 31. März 2024 betrug die RTF-Quote 200%. Der Anstieg des Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2023 resultiert vor allem aus dem Rückgang von ökonomischen Kapitalabzügen im Risikodeckungspotenzial. Der Rückgang des ökonomisch erforderlichen Kapitals für Adressenausfallrisiken ist im Wesentlichen auf Veränderungen im Portfolio zurückzuführen. Haupttreiber für den Anstieg des operationellen Risikos ist eine Modelländerung im Bezug auf die Schweizer-Franken-Thematik. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.
| Risikotragfähigkeit Konzern Mrd. € | 31.3.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial |
25 | 24 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital1 | 12 | 13 |
| davon für Adressenausfallrisiko2 | 8 | 9 |
| davon für Marktrisiko3 | 3 | 3 |
| davon für operationelles Risiko4 | ||
| davon Diversifikationseffekte | 3 – 2 |
2 – 2 |
| RTF-Quote (%)5 | 200 | 191 |
1 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko, für die Quantifizierung potenzieller Wert-
schwankungen von Intangibles sowie für Umweltrisiken.
2 Einschließlich Puffer (zum Beispiel für geplante Methodenänderungen). 3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
4 Einschließlich Cyber- und Compliance-Risiko.
5 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
| 31.3.2024 31.12.2023 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko dichte |
CVaR | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko dichte |
CVaR |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 210 | 503 | 24 | 2 138 | 211 | 468 | 22 | 2 095 |
| Firmenkunden | 178 | 376 | 21 | 4 270 | 176 | 406 | 23 | 4 470 |
| Sonstige und Konsolidierung1 | 174 | 224 | 13 | 1 584 | 149 | 236 | 16 | 1 716 |
| Konzern | 562 | 1 103 | 20 | 7 992 | 536 | 1 110 | 21 | 8 281 |
1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios der Treasury.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 88% in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.
| 31.3.2024 | 31.12.2023 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ratingverteilung EaD % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 31 | 54 | 11 | 3 | 1 | 31 | 55 | 11 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 24 | 57 | 14 | 3 | 1 | 20 | 60 | 14 | 4 | 1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 83 | 15 | 1 | 0 | 0 | 77 | 21 | 1 | 0 | 0 |
| Konzern | 45 | 43 | 9 | 2 | 1 | 40 | 47 | 9 | 2 | 1 |
Im ersten Quartal 2024 wurde weiterhin eine Anpassung des IFRS-9-ECL-Modellergebnisses mittels Top-Level-Adjustment (TLA) als notwendig erachtet. Die geopolitischen Spannungen führen weiterhin zu hohen ökonomischen krisenbedingten Unsicherheiten. Die für die Risikovorsorgeermittlung verwendeten modellbasierten Parameter reflektieren diese Auswirkungen noch nicht vollständig.
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 31. März 2024 wie folgt dar:
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
| 31.3.2024 | 31.12.2023 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernportfolio nach Regionen |
Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko dichte |
Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko dichte |
|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | ||
| Deutschland Westeuropa |
341 84 |
436 172 |
13 21 |
314 86 |
401 180 |
13 21 |
|
| Mittel- und Osteuropa | 57 | 400 | 70 | 61 | 416 | 68 | |
| Nordamerika | 50 | 33 | 7 | 46 | 45 | 10 | |
| Asien | 19 | 24 | 12 | 18 | 25 | 14 | |
| Sonstige | 12 | 38 | 33 | 11 | 43 | 38 | |
| Konzern | 562 | 1 103 | 20 | 536 | 1 110 | 21 |
Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich zum 31. März 2024 auf – 76 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: – 68 Mio. Euro). Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im Segment Firmenkunden, getrieben, welches gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen profitierte.
Das Sekundäreffekte-TLA auf Konzernebene hat sich im ersten Quartal 2024 um 30 Mio. Euro reduziert und belief sich per 31. März 2024 auf 423 Mio. Euro. Die Methodik zur Ermittlung des Anpassungsbedarfs des ECL-Modellergebnisses entspricht der Methodik des Vorquartals.
| 31.3.2024 | 31.3.2023 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Risikoergebnis Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI1 | Gesamt | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI1 | Gesamt |
| Privat- und Unternehmerkunden | – 57 | 90 | – 58 | 0 | – 26 | – 2 | – 58 | – 72 | 4 | – 128 |
| Firmenkunden | – 6 | 51 | – 130 | 31 | – 54 | – 5 | 54 | – 25 | 31 | 54 |
| Sonstige und Konsolidierung | 1 | 2 | 1 | 1 | 5 | 6 | 1 | – 2 | 1 | 6 |
| Konzern | – 62 | 143 | – 187 | 31 | – 76 | – 1 | – 3 | – 99 | 35 | – 68 |
1 POCI – Purchased or Originated Credit-impaired.
Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns ist in den ersten drei Monaten 2024 um 168 Mio. Euro gestiegen und lag zum 31. März 2024 bei 4 924 Mio. Euro.
Der VaR im Handelsbuch ging zum Ende des ersten Quartals 2024 von 14 Mio. Euro per Dezember 2023 auf 7 Mio. Euro zurück. Ursache hierfür ist der Wegfall von Krisenszenarios aus März 2023 in der Berechnungszeitreihe.
Der Stressed VaR stieg zum Ende des ersten Quartals 2024 von 21 Mio. Euro per Dezember 2023 auf 22 Mio. Euro an.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurden zum 31. März 2024 ein potenzieller ökonomischer Verlust von 2 339 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 061 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Verlust) und im Szenario – 200 Basispunkte ein potenzieller ökonomischer Gewinn von 1 165 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 1 169 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Gewinn) ermittelt.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 31. März 2024 auf 3,3 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2,0 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.
Die dem Liquiditätsrisikomodell zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Zum 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Punkt verbleibt für das kombinierte Stressszenario per Quartalsultimo März 2024 eine Nettoliquidität von 30,0 Mrd. Euro beziehungsweise 28,6 Mrd. Euro. Die Bank wies zum Quartalsultimo März 2024 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 140,6 Mrd. Euro aus.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Quartalsultimo März 2024 6,2 Mrd. Euro.
Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 144,9% die geforderte Mindestquote bei der Liquidity Coverage Ratio (LCR) in Höhe von 100% deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten 12 Monatsendwerte lag mit 138,3% deutlich über der Mindestquote.
Die Commerzbank misst seit dem vierten Quartal 2021 das regulatorische Kapital mittels des Standardansatzes (SA) und das ökonomische Kapital für operationelle Risiken weiterhin mittels eines dedizierten internen Modells (OpRisk-ErC-Modell, in Anlehnung an das vorherige AMA-(Advanced Measurement Approach) Modell). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Quartals 2024 auf dieser Basis 22,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 22,8 Mrd. Euro).
Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 2,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 2,2 Mrd. Euro). Das hierfür verwendete interne Modell baut weiterhin auf der Methodik des fortgeschrittenen Messansatzes (Advanced Measurement Approach – AMA) auf.
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Quartals 2024 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 300 Mio. Euro (Gesamtjahr 2023: 1 176 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" und maßgeblich durch das Verlustereignis der Darlehensverträge in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen bei der mBank geprägt.
Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei den Rechtsrisiken gab es im ersten Quartal 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 dargestellten Stand.
Aktuelle Entwicklungen bei den Rechtsrisiken Bei der mBank ergeben sich wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen zahlreiche juristische Einzelsachverhalte.
In einer gegen die mBank anhängigen Sammelklage hatte das erstinstanzliche Gericht die Klage im ersten Quartal 2022 abgewiesen; am 29. Januar 2024 hat das Berufungsgericht die Klage an die erste Instanz zurückverwiesen. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben der Sammelklage sind zum 31. März 2024 22 953
Einzelverfahren zu auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen (31. Dezember 2023: 22 602) anhängig. Die mBank tritt den Klagen entgegen.
Zum 31. März 2024 lagen zu 5 288 auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die mBank vor, von denen 109 zugunsten der mBank und 5 179 zuungunsten der mBank entschieden wurden.
Der polnische Oberste Gerichtshof hat am 25. April 2024 unter anderem entschieden, dass die Verjährungsfrist für den Anspruch der Bank auf Rückzahlung in der Regel beginnt, wenn der Kreditnehmer die Unwirksamkeit geltend macht. Dies kann in einigen Fällen dazu führen, dass die Forderung der Bank auf Rückzahlung des Kapitals verjährt sein könnte.
Die schriftlichen Urteilsgründe liegen noch nicht vor. Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung in Folge der Entscheidung des polnischen Obersten Gerichtshofs, den weiteren Verlauf der Diskussion über die Auslegung der Entscheidung sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative beobachten und mögliche Auswirkungen auf die Vorsorge fortlaufend prüfen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH in Zukunft erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des rechtlichen Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen haben können.
Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein Programm aufgelegt, in welchem den Kunden angeboten wird, ihre auf Schweizer Franken indexierten Darlehen in Zloty-Darlehen mit einem festen oder variablen Zinssatz umzuwandeln, sowie einen individuell zu verhandelnden Teil der noch ausstehenden Darlehensvaluta zu erlassen. Die mBank hat für das Vergleichsprogramm zum Stichtag eine Vorsorge in Höhe von 246 Mio. Euro getroffen.
Das zum 31. März 2024 bestehende Portfolio von nicht vollständig zurückgeführten, auf Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen Buchwert in Höhe von 2,9 Mrd. polnischen Zloty; das Portfolio von vollständig zurückgezahlten Darlehen und Darlehen, für die ein Vergleich oder rechtskräftiges Urteil vorliegt, betrug bei Ausreichung 11,9 Mrd. polnische Zloty. Insgesamt bestand im Konzern für die aus dem Komplex entstehenden Risiken, einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen und der Sammelklage, zum 31. März 2024 eine bilanzielle Vorsorge in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 1,9 Mrd. Euro). Die Methodik zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Insbesondere Entscheidungen der polnischen Gerichte und des EuGH können dazu führen, dass die Vorsorge zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.
Die Bank wurde im Juni 2023 vor einem Gericht in Russland vom Begünstigten einer Garantie, die sie im Auftrag eines Kunden in Deutschland herausgelegt hat, auf Zahlung in Anspruch genommen. In Folge des geltenden Sanktionsregimes ist die Bank daran
gehindert, ihre Verpflichtungen aus der Garantie zu erfüllen. Die Commerzbank verteidigt sich gegen die Klage.
Im März 2024 erging ein erstinstanzliches Urteil eines russischen Gerichts, in dem die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft Commerzbank (Eurasija) AO zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt wurden. Der Kläger ist nicht Kunde der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaft, sondern Kunde eines Kontoinhabers der Commerzbank. Aufgrund geltender Sanktionen hat der Kläger keinen Zugriff auf die Kontoguthaben. Die Commerzbank verteidigt sich gegen die Klage. Darüber hinaus sind weitere Gerichtsverfahren in Russland zu vergleichbaren Sachverhalten eingeleitet worden.
Die Verfahren in Russland sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die wesentliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die Tochtergesellschaft und damit auf die Commerzbank haben können.
Bei den sonstigen wesentlichen Risiken gab es im ersten Quartal 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 dargestellten Stand mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei den Compliance-Risiken.
Aktuelle Entwicklungen bei den Compliance-Risiken Insgesamt besteht weiterhin ein verstärkter Fokus auf der Sicherstellung der Umsetzung von Sanktionsvorgaben sowie der Verfolgung von möglichen Sanktionsverstößen.
Die politische und regulatorische Aufmerksamkeit hinsichtlich Russland-bezogener Sanktionen ist weiterhin ungebrochen, dies zeigte sich insbesondere im 12. und mittlerweile 13. Sanktionspaket der EU sowie weiteren Sanktionsmaßnahmen der USA. Aktuelle geopolitische Entwicklungen, aber auch die sich ändernden Erwartungshaltungen der Regulatoren im Hinblick auf die Umsetzung von Sanktionsvorgaben werden fortlaufend beobachtet, um zeitnah auf Änderungen reagieren zu können.
Zuletzt sind zur Umsetzung der Sanktionsziele insbesondere Export-Kontrollanforderungen in den Fokus gerückt. Die Commerzbank hat dementsprechend verstärkte Prüfroutinen insbesondere im Bereich der Handelsfinanzierung etabliert, um den Anforderungen gerecht zu werden. Zudem wird ein Fokus auf die Aufdeckung von möglichen Sanktions-Umgehungsgeschäften gelegt.
Die Rechtstexte des AML-Pakets, die in den EU-Trilogverhandlungen beschlossen wurden, werden voraussichtlich im Mai 2024 final veröffentlicht. Sie werden jedoch erst Mitte 2027 Geltung erlangen. Detaillierte Vorgaben (regulatory technical standards) werden sukzessive für einzelne Themenfelder veröffentlicht. Parallel analysiert die Bank mögliche Auswirkungen und Maßnahmen im Umgang mit diesen zukünftigen regulatorischen Anforderungen. Das Angriffsvolumen aus externem Fraud ist im Jahr 2023 deutlich angestiegen. Es wird ein weiter steigendes Angriffsvolumen erwartet, insbesondere durch "Fraud as a Service" unter Nutzung von generativer künstlicher Intelligenz durch die Betrüger. Group Compliance legt daher für das Jahr 2024 weiterhin einen Fokus auf die Betrugsprävention.
Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
| Mio. € | 31.3.2024 | 31.3.2023 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 4 375 | 3 340 | 31,0 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 950 | 451 | |
| Zinserträge | 5 325 | 3 791 | 40,5 |
| Zinsaufwendungen | 3 199 | 1 845 | 73,4 |
| Zinsüberschuss | 2 126 | 1 947 | 9,2 |
| Dividendenerträge | 8 | – 0 | |
| Risikoergebnis | – 76 | – 68 | 10,8 |
| Provisionserträge | 1 103 | 1 073 | 2,8 |
| Provisionsaufwendungen | 183 | 158 | 16,0 |
| Provisionsüberschuss | 920 | 915 | 0,5 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
– 53 | – 72 | – 26,2 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | – 12 | – 3 | |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | – 5 | – 7 | – 25,3 |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortge führten Anschaffungskosten bewertet |
51 | 10 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 45 | 3 | |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | – 0 | 1 | |
| Sonstiges Ergebnis | – 287 | – 123 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 496 | 1 464 | 2,2 |
| Pflichtbeiträge | 91 | 260 | – 64,9 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 1 | 4 | – 86,2 |
| Ergebnis vor Steuern | 1 083 | 871 | 24,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 322 | 279 | 15,5 |
| Konzernergebnis | 761 | 592 | 28,5 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 14 | 12 | 16,9 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis |
747 | 580 | 28,8 |
| € | 31.3.20241 | 31.3.2023 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | 0,62 | 0,46 | 33,6 |
1 Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien nach Aktienrückkaufprogramm im ersten Quartal 2024 (siehe auch Eigenkapitalveränderungsrechnung).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandeloder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
| Mio. € | 31.3.2024 | 31.3.2023 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 761 | 592 | 28,5 |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsori entierten Versorgungsplänen |
– 4 | 118 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlich keiten FVO |
– 67 | 30 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstü cken und Gebäuden |
– | – | |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | – 71 | 148 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
|||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 6 | 5 | 27,3 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 31 | 119 | – 74,0 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 0 | 0 | – 53,0 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 10 | 30 | – 65,0 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 70 | – 60 | |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge | – | – | |
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 3 | – 2 | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | – 1 | 1 | |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 120 | 92 | 31,0 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 49 | 239 | – 79,4 |
| Gesamtergebnis | 810 | 831 | – 2,5 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis | 26 | 41 | – 38,2 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis |
785 | 790 | – 0,6 |
| Aktiva Mio. € | 31.3.2024 | 31.12.2023 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 109 084 | 93 126 | 17,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost | 304 280 | 298 689 | 1,9 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 3 558 | 3 791 | – 6,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI | 43 582 | 40 143 | 8,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 14 529 | 9 651 | 50,5 |
| Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily Fair Value P&L | 58 790 | 48 359 | 21,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | – | – | |
| Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading | 27 389 | 28 334 | – 3,3 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 2 725 | 1 618 | 68,4 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | – 2 286 | – 2 305 | – 0,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1 595 | 1 497 | 6,6 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 178 | 142 | 25,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 425 | 1 394 | 2,2 |
| Sachanlagen | 2 326 | 2 352 | – 1,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 219 | 53 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 62 | 62 | – |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 164 | 138 | 19,1 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2 269 | 2 505 | – 9,4 |
| Sonstige Aktiva | 2 899 | 2 677 | 8,3 |
| Gesamt | 551 977 | 517 166 | 6,7 |
| Passiva Mio. € | 31.3.2024 | 31.12.2023 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost | 433 700 | 419 809 | 3,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten – Fair Value Option | 59 895 | 36 941 | 62,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading | 16 686 | 18 927 | – 11,8 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | – 3 277 | – 3 311 | – 1,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2 965 | 3 100 | – 4,3 |
| Rückstellungen | 3 640 | 3 553 | 2,4 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 535 | 535 | 0,0 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 4 | 3 | 16,6 |
| Sonstige Passiva | 4 610 | 4 599 | 0,2 |
| Eigenkapital | 33 220 | 33 009 | 0,6 |
| Gezeichnetes Kapital | 1 185 | 1 240 | – 4,5 |
| Kapitalrücklage | 10 087 | 10 087 | – |
| Gewinnrücklagen | 18 157 | 18 026 | 0,7 |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | – 366 | – 475 | – 22,9 |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 29 063 | 28 878 | 0,6 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 3 114 | 3 114 | – |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 042 | 1 016 | 2,5 |
| Gesamt | 551 977 | 517 166 | 6,7 |
| Mio. € | Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rück lagen |
Neu bewer tungs rück lage |
Andere Rücklagen Rücklage aus Cashflow Hedges |
Rücklage aus der Währungs umrechnung |
Commerz bank Aktionären zurechen bares Eigen kapital |
Zusätz liche Eigen kapital bestand teile1 |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 1.1.2024 | 1 240 | 10 087 | 18 026 | – 145 | – 52 | – 278 | 28 878 | 3 114 | 1 016 | 33 009 |
| Gesamtergebnis | – | – | 676 | 35 | 8 | 66 | 785 | – | 26 | 810 |
| Konzernergebnis | 747 | 747 | 14 | 761 | ||||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
– 67 | – 67 | – | – 67 | ||||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
– 4 | – 4 | – | – 4 | ||||||
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden |
– | – | – | |||||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) |
– | – | – | |||||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
35 | 35 | 3 | 37 | ||||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges |
8 | 8 | 2 | 10 | ||||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungs umrechnung |
64 | 64 | 6 | 70 | ||||||
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
3 | 3 | – | 3 | ||||||
| Veränderung bei at-Equity bewerteten Unternehmen |
– 1 | – 1 | – | – 1 | ||||||
| Aktienrückkauf | – 56 | – 544 | – 600 | – | – 600 | |||||
| Dividendenausschüttung | – | – | – | |||||||
| Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichts rechtlichen Kernkapitals |
– | – | – | |||||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
– | – | – | |||||||
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||
| Eigenkapital zum 31.3.2024 | 1 185 | 10 087 | 18 157 | – 110 | – 43 | – 213 | 29 063 | 3 114 | 1 042 | 33 220 |
1 Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen darstellen und nach IFRS
als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen keine Rückkäufe vor.
| Mio. € | Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rück lagen1 |
Neu bewer tungs rück lage |
Andere Rücklagen Rücklage aus Cashflow Hedges |
Rücklage aus der Währungs umrechnung |
Commerz bank Aktionären zurechen bares Eigen kapital1 |
Zusätz liche Eigen kapital bestand teile2 |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2022 (vor Anpassungen) |
1 252 | 10 075 | 16 466 | – 447 | – 117 | – 327 | 26 903 | 3 114 | 888 | 30 905 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen |
– | – | 28 | – | – | – | 28 | – | – | 28 |
| Eigenkapital zum 1.1.2023 | 1 252 | 10 075 | 16 495 | – 447 | – 117 | – 327 | 26 931 | 3 114 | 888 | 30 934 |
| Gesamtergebnis | – | – | 727 | 106 | 21 | – 65 | 789 | – | 41 | 831 |
| Konzernergebnis | 580 | 580 | 12 | 592 | ||||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
30 | 30 | – | 30 | ||||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
118 | 118 | – 0 | 118 | ||||||
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden |
– | – | – | |||||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) |
– | – | – | |||||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
106 | 106 | 17 | 124 | ||||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges |
21 | 21 | 9 | 30 | ||||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungs umrechnung |
– 63 | – 63 | 3 | – 60 | ||||||
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
– 2 | – 2 | – | – 2 | ||||||
| Veränderung bei at-Equity bewerteten Unternehmen |
– | – | – | |||||||
| Dividendenausschüttung | 1 | 1 | – 0 | 0 | ||||||
| Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals |
– | – | – | |||||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
– | – | – | |||||||
| Sonstige Veränderungen Eigenkapital zum 31.3.2023 |
1 252 | 10 075 | 1 17 223 |
– 341 | – 96 | – 391 | 1 27 722 |
3 114 | 0 929 |
1 31 766 |
1 Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Korrekturen nach IAS 8).
2 Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen darstellen
und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen keine Rückkäufe vor.
Gegenstand dieser Zwischenmitteilung zum 31. März 2024 sind die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Die Bestandteile "Gewinn- und- Verlust-Rechnung", ,,Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung", "Bilanz" und "Eigenkapitalveränderungsrechnung" sind in Übereinstimmung mit den hierfür anwendbaren Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen der IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Bei der Zwischenmitteilung handelt es sich nicht um einen vollständigen Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung. Die Ertragsteueraufwendungen werden in den Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes von der Commerzbank für das Gesamtjahr ermittelt. Die Zwischenmitteilung wurde am 13. Mai 2024 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Im ersten Quartal 2024 lagen keine für den Commerzbank Konzern anzuwendenden wesentlichen neuen oder geänderten Standards vor. Für weitere Informationen zu neuen und geänderten Standards verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2023 Seite 276 ff.
In dieser Zwischenmitteilung wenden wir die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 an (vergleiche Geschäftsbericht 2023 Seite 277 ff.).
Über die Korrektur im Zusammenhang mit einer Methodenänderung für Wertberichtigungen wurde bereits zuletzt im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 berichtet (siehe Note 4 auf Seite 279).
Am 7. Mai 2024 wurde eine durch den polnischen Präsidenten am 6. Mai unterschriebene Verordnung zur Verlängerung der sogenannten "Credit Holidays" veröffentlicht. Die Commerzbank erwartet daraus einen Aufwand von rund 80 Mio. Euro und wird diesen im zweiten Quartal 2024 ergebniswirksam erfassen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel und risikogewichteten Aktiva sowie die Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß CRR einschließlich angewendeter Übergangsregelungen.
| 31.3.2024 | 31.12.2023 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Hartes Kernkapital (CET1) (Mrd. €) | 25,8 | 25,7 | 0,2 |
| Kernkapital (Tier-1) (Mrd. €) | 29,0 | 28,9 | 0,2 |
| Eigenmittel (Mrd. €) | 33,8 | 33,9 | – 0,2 |
| Risikogewichtete Aktiva (Mrd. €) | 173,1 | 175,1 | – 1,2 |
| davon: Kreditrisiko | 142,7 | 144,0 | – 0,9 |
| davon: Marktrisiko1 | 7,8 | 8,3 | – 6,2 |
| davon: Operationelles Risiko | 22,6 | 22,8 | – 0,9 |
| Harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio, %) | 14,9 | 14,7 | 1,4 |
| Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio, %) | 16,7 | 16,5 | 1,4 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 19,5 | 19,3 | 0,9 |
.
1 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) gemäß CRR ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht.
| 31.3.2024 | 31.12.2023 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Leverage Ratio Exposure (Mrd. €) | 631 | 592 | 6,5 |
| Leverage Ratio (%) | 4,6 | 4,9 | – 5,9 |
Die Non-Performing-Exposure-Ratio (NPE-Ratio) wird aus den notleidenden Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard ermittelt.
| 31.3.2024 | 31.12.2023 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| NPE-Ratio (%) | 0,8 | 0,8 | 0,2 |
Als Kreditinstitut ist die Commerzbank Aktiengesellschaft verpflichtet, einen Offenlegungsbericht gemäß CRR quartalsweise zu erstellen. Hinsichtlich des Kapitalmanagements sowie weiterer Informationen zum Eigenkapital verweisen wir auf den jeweils aktuellen veröffentlichten Offenlegungsbericht gemäß CRR.
| 1.1.-31.3.2024 Mio. € | Privat- und Unternehmer kunden |
Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 244 | 713 | 169 | 2 126 |
| Dividendenerträge | 10 | 0 | – 2 | 8 |
| Risikoergebnis | – 26 | – 54 | 5 | – 76 |
| Provisionsüberschuss | 573 | 361 | – 14 | 920 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
– 13 | 152 | – 192 | – 53 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | – 0 | – 13 | – 12 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 2 | – 0 | 43 | 45 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
– 1 | 0 | 0 | – 0 |
| Sonstiges Ergebnis | – 309 | – 2 | 24 | – 287 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 508 | 1 224 | 15 | 2 747 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1 482 | 1 170 | 20 | 2 671 |
| Verwaltungsaufwendungen | 886 | 508 | 102 | 1 496 |
| Pflichtbeiträge | 91 | 0 | 0 | 91 |
| Operatives Ergebnis | 505 | 661 | – 82 | 1 084 |
| Restrukturierungsaufwendungen | – | – | 1 | 1 |
| Ergebnis vor Steuern | 505 | 661 | – 83 | 1 083 |
| Aktiva | 178 399 | 134 392 | 239 185 | 551 977 |
| Passiva | 236 522 | 174 731 | 140 724 | 551 977 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 49 | 130 | – | 178 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CET1)1 |
6 891 | 10 378 | 8 424 | 25 694 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)2 | 29,3 | 25,5 | 16,9 | |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
58,7 | 41,5 | 54,5 | |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) |
64,8 | 41,6 | 57,8 |
1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
2 Auf das Jahr hochgerechnet.
| 1.1.-31.3.20231 Mio. € | Privat- und Unternehmer kunden |
Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 091 | 627 | 229 | 1 947 |
| Dividendenerträge | 0 | 0 | – 1 | – 0 |
| Risikoergebnis | – 128 | 54 | 6 | – 68 |
| Provisionsüberschuss | 592 | 334 | – 11 | 915 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
– 34 | 132 | – 170 | – 72 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | – 0 | – 0 | – 2 | – 3 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | – 12 | – 2 | 16 | 3 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
– 0 | 1 | – 0 | 1 |
| Sonstiges Ergebnis | – 134 | – 14 | 26 | – 123 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 502 | 1 079 | 86 | 2 668 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1 374 | 1 133 | 92 | 2 599 |
| Verwaltungsaufwendungen | 846 | 514 | 104 | 1 464 |
| Pflichtbeiträge | 140 | 78 | 42 | 260 |
| Operatives Ergebnis | 389 | 541 | – 54 | 875 |
| Restrukturierungsaufwendungen | – | – | 4 | 4 |
| Ergebnis vor Steuern | 389 | 541 | – 59 | 871 |
| Aktiva | 172 230 | 135 005 | 190 122 | 497 357 |
| Passiva | 208 616 | 161 953 | 126 788 | 497 357 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 31 | 137 | – | 167 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) |
||||
| (auf Basis CET1)2 | 6 804 | 10 393 | 6 851 | 24 048 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)3 | 22,9 | 20,8 | 14,6 | |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
56,3 | 47,6 | 54,9 | |
| Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) |
65,6 | 54,9 | 64,6 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.
2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3 Auf das Jahr hochgerechnet.
Commerz Real AG, Wiesbaden
Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau
Amsterdam, Brünn (Office), London, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Amman, Aschgabat, Bangkok, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Casablanca, Dhaka, Dubai, Ho-Chi-Minh-Stadt, Istanbul, Johannesburg, Kairo, Kiew, Lagos, Luanda, Melbourne, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tokio (FI-Desk), Zagreb
Diese Zwischenmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

| Finanzkalender 2024 | |
|---|---|
| 7. August 2024 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 |
| 6. November 2024 | Zwischenmitteilung zum 30. September 2024 |
Commerzbank AG
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