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Commerzbank AG

Quarterly Report Aug 7, 2024

81_rns_2024-08-07_db0acac2-5bc2-415c-8aa3-e1ac06d70352.html

Quarterly Report

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Finanzbericht: 34764601

COMMERZBANK Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Kennzahlen

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Gewinn- und Verlust-Rechnung 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 954 1 764
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,63 1,41
Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €)
1 285 1 145
Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) 1 090 950
Ergebnis je Aktie (€) 0,91 0,76
Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET1 1 (%) 15,2 14,5
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis 1, 2(%) 8,9 8,1
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 55,8 55,6
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 58,8 61,5

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30.6.2024 31.12.2023
Bilanzsumme (Mrd. €) 560,1 517,2
Risikoaktiva (Mrd. €) 172,9 175,1
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 33,4 33,0
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,8 39,7

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Regulatorische Kennzahlen 30.6.2024 31.12.2023
Kernkapitalquote (%) 16,6 16,5
Harte Kernkapitalquote 3 (%) 14,8 14,7
Gesamtkapitalquote (%) 19,8 19,3
Verschuldungsquote (%) 4,5 4,9

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach VZK

(Stammpersonal und Nachwuchs)
30.6.2024 31.12.2023
Inland 25 319 25 552
Ausland 13 389 13 013
Gesamt 38 708 38 565

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Ratings 4 30.6.2024 31.12.2023
Moody's Investors Service, New York 5 A1/​A2/​P-1 A1/​A2/​P-1
S&P Global, New York 6 A/​A-/​A-2 A/​A-/​A-2

1 Auf das Jahr hochgerechnet.

2 Quotient aus Commerzbank-Aktionärinnen und Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis abzüglich Abgrenzung für Ausschüttungen und potenzielle (vollständig diskretionäre) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.

3 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva.

4 Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de/​konzern/​.

5 Kontrahenten- und Einlagenrating/​Emittentenrating/​kurzfristige Verbindlichkeiten.

6 Kontrahentenrating/​Einlagenrating und Emittentenrating/​kurzfristige Verbindlichkeiten.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2024

Kernaussagen

Die Commerzbank hat ihre positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt und ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2024 bestätigt. Und auch bei der Umsetzung ihrer Strategie 2027 ist die Commerzbank im zweiten Quartal 2024 weiter vorangekommen: Den Kauf der Mehrheitsbeteiligung an der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH schloss die Bank im Juni erfolgreich ab, womit sie ihr Angebot im nachhaltigen Asset-Management ausbaut. Fortschritte machte die Bank auch bei ihrem Produkt- und Serviceangebot. So startete im Mai der Vertrieb der Commerz Globalpay GmbH, das Joint Venture von Commerzbank und Global Payments. Die Commerz Globalpay GmbH bietet moderne digitale Bezahlprodukte für Unternehmerkunden.

Nachfolgend die Eckdaten der Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten 2024:

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Insgesamt hat die Commerzbank im Berichtszeitraum ihr Operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 191 Mio. Euro auf 1 954 Mio. Euro gesteigert. Dies trotz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung und Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija.
Die Erträge legten, getragen von einem starken Kundengeschäft, in beiden Kundensegmenten zu. So stieg der Zinsüberschuss um 3,1 % auf 4 204 Mio. Euro und auch der Provisionsüberschuss lag mit einem Zuwachs um 2,4 % auf 1 799 Mio. Euro im Rahmen unserer Erwartungen. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete der Provisionsüberschuss im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal einen Anstieg um rund 5 %.
Das Risikoergebnis im Konzern war mit - 274 Mio. Euro auszuweisen, nach - 276 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Top-Level-Adjustment (TLA) für Sekundäreffekte auf Konzernebene belief sich per 30. Juni 2024 auf 336 Mio. Euro, nach 453 Mio. Euro zum Jahresultimo 2023. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,8 %.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund angepasster Löhne und Gehälter sowie gestiegener Kosten bei der mBank aufgrund des anhaltenden Geschäftswachstums sowie Fremdwährungseffekten leicht um 2,6 % auf 3 021 Mio. Euro. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge lagen insbesondere aufgrund der deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe mit 166 Mio. Euro um rund 47 % unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die Cost-Income-Ratio ohne Pflichtbeiträge lag bei 55,8 %, inklusive Pflichtbeiträge betrug die Cost-Income-Ratio 58,8 %. Die entsprechenden Vorjahreswerte lagen bei 55,6 % beziehungsweise bei 61,5 %.
Das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug 1 285 Mio. Euro, nach 1 145 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT-1-bezogener Posten) lag bei 8,9 %, nach 8,1 % im Vorjahr.
Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag zum Stichtag 30. Juni 2024 bei 14,8 %, nach 14,7 % zum Jahresende 2023. Die Leverage Ratio betrug 4,5 %, gegenüber 4,9 % zum Vorjahresultimo.

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

Das internationale Börsengeschehen zeigte in den ersten sechs Monaten 2024 einen insgesamt erfreulichen Verlauf - trotz der anhaltend schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unter anderem der Russland-Ukraine-Krieg sowie der drohende Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und China dämpften die Konjunktur. Der Preisanstieg, der zum Jahresende 2023 noch 3,7 % betrug, konnte durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni 2024 bis auf 2,2 % abgesenkt werden. In der Folge hatte die EZB Zinssenkungen in Aussicht gestellt, aber aufgrund der nur langsam absinkenden Inflationsraten später als erwartet, mit der Umsetzung erster Schritte begonnen. Erst mit Wirkung vom 12. Juni 2024 senkte die EZB die drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte. Dementsprechend wurden der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 4,25 % sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität auf 4,50 % beziehungsweise 3,75 % reduziert.

Das Kursgeschehen für Bankaktien wurde im Berichtszeitraum von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Während in den ersten Monaten des laufenden Jahres durch die sich verzögernden Zinsentscheide der EZB die Kurse negativ tendierten, konnten sich die Notierungen im zweiten Quartal 2024 deutlich erholen. Haupttreiber war dabei insbesondere die erfreuliche Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2024, begleitet von den nochmals ansteigenden Gewinnerwartungen für 2024.

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Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.6.) 1 184,7 1 252,4
Zum Zweck der Einbeziehung zurückerworbene Aktien (30.6.) - 12,1
In Umlauf befindliche Aktien (30.6.) 1 184,7 1 240,2
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 15,83 12,01
Tief 10,15 8,31
Schlusskurs (30.6.) 14,19 10,15
Börsenumsätze pro Tag 1 in Mio. Stück
Hoch 25,3 40,3
Tief 2,5 2,6
Durchschnitt 7,2 8,3
Ergebnis je Aktie in € 0,91 0,76
Buchwert je Aktie 2 in € (30.6.) 24,61 22,46
Net Asset Value je Aktie 3 in € (30.6.) 24,64 22,53
Marktwert/​Net Asset Value (30.6.) 0,58 0,45

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges.

In den ersten sechs Monaten 2024 bewegten sich der deutsche Leitindex DAX und der EuroStoxx 50 mit einem Plus von rund 9 % klar oberhalb ihrer Jahresausgangsniveaus. Der europäische Bankenindex konnte sich im Vergleich dazu um 15,6 % gegenüber dem Jahresanfang überproportional verbessern. Vor dem Hintergrund der positiven Stimmung im Bankensektor vollzog die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie auf Sicht der ersten sechs Monate 2024 mit einem Zuwachs um knapp 32 % eine noch deutlich bessere Entwicklung. Hier trieb das stabile Zinsumfeld sowohl die Ergebniserwartung als auch eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Dividende sowie die angekündigten Aktienrückkäufe die Fantasie der Aktionärinnen und Aktionäre.

Der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft hat Anfang Januar 2024 beschlossen, einen Aktienrückkauf zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 600 Mio. Euro vorzunehmen. Der Rückkauf über den Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte zwischen dem 10. Januar und dem 5. März 2024. In diesem Zeitraum wurden 55 554 320 eigene Aktien erworben und eingezogen. Dies entspricht rund 4,5 % des Grundkapitals. Der an der Börse gezahlte Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich rund 10,80 Euro. Im Zeitraum der vergangenen zwölf Monate wurden damit zwei Aktienrückkaufprogramme im Volumen von insgesamt 722 Mio. Euro durchgeführt. Insgesamt wurden 67 688 625 Aktien zurückgekauft, was einem Anteil von 5,4 % der Aktien vor dem ersten Rückkaufprogramm entspricht.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse nach Ende des letzten Berichtszeitraums

Commerzbank hat Mehrheitsbeteiligung an Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH übernommen

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat 74,9 % an der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH übernommen. Beide Unternehmen hatten diesen Schritt im Januar 2024 angekündigt. Nachdem die zuständigen deutschen und europäischen Behörden die erforderlichen Genehmigungen inzwischen erteilt haben, wurde das Closing erfolgreich abgeschlossen. Die Kooperation zielt auf Wachstum sowohl für die Commerzbank als auch die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbh ab.

Mit der Transaktion forciert die Commerzbank ihr Wachstum im Nachhaltigkeitsgeschäft. Denn der Hamburger Asset-Manager Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH verwaltet nachhaltige Sachwerteportfolios mit dem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien für mehr als 300 hauptsächlich institutionelle Kunden. Über die starke Marke und das globale Vertriebsnetz der Commerzbank kann die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH ihren Zugang zu Privat- und Unternehmerkunden sowie zu einer großen Zahl institutioneller Kunden zukünftig erweitern. Durch die Kooperation soll sich die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH zu einem führenden Asset-Manager für nachhaltige Anlagestrategien in Europa entwickeln.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft hat sich insbesondere aufgrund einer geringeren Belastung durch die Energiepreise und die Geldpolitik der westlichen Notenbanken zuletzt etwas belebt. So ist die Wirtschaft im Euroraum im ersten Halbjahr 2024 wieder recht deutlich gewachsen. Auch die chinesische Wirtschaft hat wieder etwas stärker zugelegt, wobei die Wachstumsraten aber noch weit von früheren Werten entfernt sind. Hingegen hat sich die Konjunktur in den USA in der ersten Jahreshälfte 2024 abgekühlt, ohne dass es allerdings Anzeichen für eine Rezession gäbe.

Die Inflationsraten sind bis zuletzt im Trend gefallen, liegen aber zumeist noch über dem Ziel der jeweiligen Notenbank. Auch wenn die unterliegende Preisdynamik seit Jahresbeginn sogar wieder etwas zugenommen hat, hat die EZB die Zinsen im Juni zum ersten Mal gesenkt. Bei der US-Notenbank steht dieser erste Zinsschritt nach unten noch aus. Angesichts der zuletzt schwächeren Konjunktur dürfte dieser aber bald erfolgen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Eine Beschreibung der zum 30. Juni 2024 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden findet sich im Zwischenabschluss in Note 4.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die Commerzbank erzielte in den ersten sechs Monaten 2024 ein den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 1 285 Mio. Euro, nach 1 145 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 1 954 Mio. Euro, nach 1 764 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höhere Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung und Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija.

Die wesentlichen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss stieg in den ersten sechs Monaten 2024 um 3,1 % auf 4 204 Mio. Euro. Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden ist im Inland der Zinsüberschuss aufgrund des im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Zinsniveaus deutlich angestiegen. Ursächlich hierfür waren sowohl das Einlagengeschäft als auch im vierten Quartal 2023 vorgenommene Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen, die gegenläufig dazu zu einem Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige und Konsolidierung führten. Darüber hinaus ist der Zinsüberschuss der mBank aufgrund der unverändert sehr positiven Bedingungen im Einlagengeschäft weiter kräftig angestiegen. Im Firmenkundengeschäft lag der Zinsüberschuss ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, auch hier maßgeblich getrieben durch höhere Einlagenerträge.

Der Provisionsüberschuss zeigte mit Blick auf die Vorjahresquartale insgesamt eine gute Entwicklung. Mit 1 799 Mio. Euro lag er um 2,4 % leicht über dem Niveau des starken Ergebnisses der ersten sechs Monate 2023. Im Privat- und Unternehmerkundengeschäft hat das bestandsabhängige Wertpapiergeschäft im Inland im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres aufgrund der positiven Börsenentwicklung erfreulich zugelegt. Aber auch das umsatzgetriebene Wertpapiergeschäft konnte von dieser Entwicklung profitieren. Die Provisionserträge aus Vorsorgeprodukten erreichten hingegen nicht die Ergebnisse des Vorjahreszeitraums, während die Erträge aus dem Zahlungsverkehr auf Vorjahresniveau lagen. Für die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbedingt höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen. Im Geschäft mit Firmenkunden konnten gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen die rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 58 Mio. Euro, nach - 90 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Ergebnis des Berichtszeitraums sind sowohl Belastungen aus Bewertungseffekten als auch positive Währungseffekte enthalten.

Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 559 Mio. Euro sind unter anderem Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung in Höhe von - 558 Mio. Euro bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija enthalten.

Im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten, das im Berichtszeitraum mit 39 Mio. Euro auszuweisen war, sind Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank in Höhe von - 60 Mio. Euro enthalten.

Das Risikoergebnis lag mit - 274 Mio. Euro auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums, für den - 276 Mio. Euro auszuweisen waren. Das Risikoergebnis wurde überwiegend durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen insbesondere im Segment Firmenkunden getrieben, das gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen profitierte. Als weiterer Ergebnistreiber sind Modell- und Methodeneffekte inklusive der Abbildung der Makroökonomie zu nennen. Der Bestand des Sekundäreffekte-TLA auf Konzernebene belief sich per 30. Juni 2024 auf 336 Mio. Euro, nach 453 Mio. Euro per 31. Dezember 2023.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 3 021 Mio. Euro. Der moderate Kostenanstieg um 2,6 % war insbesondere auf höhere Kosten bei der mBank durch das anhaltende Geschäftswachstum sowie Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der Personalkosten um 4,0 % auf 1 838 Mio. Euro resultierte maßgeblich aus der Anpassung der laufenden Löhne und Gehaltszahlungen. Die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte lagen mit 1 183 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Belastungen aus den separat ausgewiesenen Pflichtbeiträgen reduzierten sich um 146 Mio. Euro auf 166 Mio. Euro. Der Rückgang um knapp 47 % resultierte insbesondere aus einer deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe, da das Zielvolumen des europäischen Fonds zur Abwicklung in Notlage geratener Banken in diesem Jahr bereits erreicht wurde.

Im Berichtszeitraum beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen auf 2 Mio. Euro, nach 8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 1 953 Mio. Euro, nach 1 756 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 611 Mio. Euro auszuweisen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses im ersten Halbjahr 2024.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 1 342 Mio. Euro, gegenüber 1 139 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum ein Konzernergebnis von 1 285 Mio. Euro zuzurechnen, nach 1 145 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,63 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,91 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 1,41 Euro beziehungsweise auf 0,76 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2024 bei 560,1 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2023 war dies ein Anstieg um 42,9 Mrd. Euro.

Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 11,0 Mrd. Euro auf 104,1 Mrd. Euro gestiegen. Der Zuwachs gegenüber dem Jahresultimo 2023 beruhte auf einem Anstieg der Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken im Zusammenhang mit weiteren Einlagenzuflüssen.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende 2023 um 10,2 Mrd. Euro auf 308,8 Mrd. Euro an. Im Vergleich zum Vorjahresultimo war im Kreditgeschäft mit Institutionellen und Mittelstandskunden im Firmenkundensegment ein Anstieg um rund 4 Mrd. Euro zu verzeichnen. Die mBank zeigte insbesondere im Zusammenhang mit der Ausweitung besicherter Wertpapierpensionsgeschäfte sowie gestiegener Kredite an Firmenkunden ebenfalls einen deutlichen Zuwachs.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 46,9 Mrd. Euro und damit um 6,8 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2023. Der Anstieg um 16,9 % resultierte aus einem höheren Volumen an Schuldinstrumenten im Rahmen des Zins- und Liquiditätsmanagements.

Mit 62,0 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 13,6 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einer Ausweitung der besicherten Wertpapierpensionsgeschäfte mit Banken und Finanzdienstleistern. Dabei stiegen die Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute und Finanzdienstleister um insgesamt 14,4 Mrd. Euro.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 29,9 Mrd. Euro um 5,6 % über dem Niveau zum Jahresende 2023. Während die positiven Marktwerte aus zins- und währungsbezogenen Produkten um 3,0 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die verbrieften Schuld- und Eigenkapitalinstrumente im Vergleich zum Jahresultimo 2023 um 3,7 Mrd. Euro.

Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 438,0 Mrd. Euro um 18,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Ursächlich für den Zuwachs im Vergleich zum Jahresende 2023 war ein deutlicher Anstieg der Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 15,9 Mrd. Euro, insbesondere bei Privatkundeneinlagen. Im Zusammenhang mit der Neuemission von Pfandbriefen stiegen die begebenen Schuldverschreibungen im Vergleich zum Vorjahresultimo um 2,3 Mrd. Euro.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" lagen mit 62,2 Mrd. Euro um 25,2 Mrd. Euro über dem Bestand zum Jahresultimo 2023. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung der besicherten Wertpapierpensionsgeschäfte.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 17,5 Mrd. Euro um 1,4 Mrd. Euro unter dem Jahresende 2023. Der Rückgang resultierte aus den negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus zins- und währungsbezogenen derivativen Geschäften, die um 2,7 Mrd. Euro zurückgegangen sind.

Die Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen lagen insgesamt mit 131,2 Mrd. Euro um 2,5 % über dem Niveau des Vorjahresultimos. Weitere Informationen zu den Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken finden sich im Zwischenabschluss in Note 36.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2024 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 29,2 Mrd. Euro um 0,3 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2023. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich auf Seite 41 f.

Die Risikoaktiva per 30. Juni 2024 lagen bei 172,9 Mrd. Euro und damit um 2,2 Mrd. Euro niedriger als zum Jahresende 2023. Diese Entwicklung ist primär auf einen Rückgang der Risikoaktiva aus Kredit- und Marktrisiken zurückzuführen. Für das geringere Kreditrisiko sind im Wesentlichen Rückgänge aufgrund von Parametereffekten, teilweise kompensiert von Volumeneffekten, sowie weitere Reduktionen unter anderem bei aktiven latenten Steuern und im Wertpapierportfolio verantwortlich. Teilweise gegenläufig wirkten vor allem Anstiege aus mBank Positionen und Währungsrisiken. Geringere Risikoaktiva aus Marktrisiken resultierten hauptsächlich aus dem Wegfall von relevanten Verlust-Szenarien aus der Zeitreihe des regulatorischen Value at Risk, sowie aus reduziertem Marktrisiko aus dem Zinsgeschäft. Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken lagen nur leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2023.

Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) reduzierte sich um 0,2 Mrd. Euro und betrug zum Berichtsstichtag 25,5 Mrd. Euro, gegenüber 25,7 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2023. Die erneute positive Entwicklung der Währungs- und Neubewertungsrücklage wurde durch höhere regulatorische Kapitalabzüge, die im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH resultieren, mehr als kompensiert. Die harte Kernkapitalquote (Common-Equity-Tier-1-Quote) betrug 14,8 % (ohne Anrechnung des Konzernergebnisses der ersten sechs Monate 2024), gegenüber 14,7 % zum 31. Dezember 2023. Die Kernkapitalquote lag zum Berichtsstichtag bei 16,6 %, gegenüber 16,5 % zum Jahresende 2023. Das Ergänzungskapital erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,5 Mrd. Euro auf 5,4 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund einer Neuemission. Die Gesamtkapitalquote (unter Anwendung der Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag 19,8 %, gegenüber 19,3 % zum Jahresende 2023. Die anrechenbaren Eigenmittel stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,3 Mrd. Euro und lagen zum Berichtsultimo bei 34,2 Mrd. Euro.

Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Ratio Exposure zeigt, lag bei 4,5 %.

Refinanzierung und Liquidität

Auch in der zweiten Hälfte des ersten Halbjahres 2024 waren die Geld- und Kapitalmärkte in einer stabilen und sehr aufnahmefähigen Verfassung - trotz besonderen Augenmerks auf die Zinserwartungen in der Eurozone, die geopolitischen Spannungen und die Entwicklungen bei den internationalen Handelsbeziehungen. Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Bank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.

Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt 1

zum 30. Juni 2024

1 Basierend auf Bilanzwerten.

Der Commerzbank-Konzern hat im ersten Halbjahr 2024 langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von 6,3 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat bei besicherten Anleihen Pfandbrief-Benchmarktransaktionen und eine Aufstockung mit einem Volumen von insgesamt 3,15 Mrd. Euro und Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren begeben. Der durchschnittliche Re-offer Spread lag 33 Basispunkte über der Swapmitte.

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank eine variabel verzinsliche Preferred-Senior-Anleihe über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren, kündbar nach zwei Jahren emittiert. Die Verzinsung orientiert sich am 3-Monats-Euribor plus 70 Basispunkte. Außerdem wurde eine Non-preferred-Senior-Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. Euro emittiert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren mit einem Kündigungstermin im Januar 2030 und einem Kupon von 4,625 % pro Jahr. Im zweiten Quartal wurde eine Nachrang-Tier-2-Anleihe über 750 Mio. Euro mit Fälligkeit im Oktober 2034 und einem Kündigungsrecht von Juli 2029 bis Oktober 2029 mit fester Verzinsung von 4,875 % platziert.

Des Weiteren wurden Privatplatzierungen in Höhe von rund 1,2 Mrd. Euro in besicherten und unbesicherten Emissionen begeben.

Ende des ersten Quartals 2024 hat die Commerzbank die restlichen Gelder aus dem Targeted-Longer-Term-Refinancing-Operations-III-Programm (TLTRO III) zurückgezahlt.

Die durchschnittlichen Einlagenvolumina im zweiten Quartal 2024 zeigten gegenüber dem ersten Quartal 2024 einen positiven beziehungsweise stabilen Verlauf. Bei Privat- und Unternehmerkunden belief sich das durchschnittliche Einlagenvolumen auf 217 Mrd. Euro (erstes Quartal 2024: 208 Mrd. Euro), wobei die Einlagen im Inland zu mehr als 95 % gesichert waren. Im Bereich Firmenkunden lag das durchschnittliche Einlagenvolumen im zweiten Quartal 2024 bei 96 Mrd. Euro (erstes Quartal 2024: 96 Mrd. Euro) und die Besicherung bei knapp 60 %.

Kapitalmarktfunding des Konzerns in den ersten sechs Monaten 2024

Volumen 6,3 Mrd. €

Die Bank wies zum Halbjahresultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 142,0 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,3 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 149,1 % die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte lag mit 142,1 % deutlich über der Mindestquote. Damit war die Liquiditätssituation der Commerzbank zum Berichtsultimo aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel und erfüllte die internen und externen Limits sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten sechs Monate 2024 basiert auf der im Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 75 und 262 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Weitere Informationen finden sich im Zwischenabschluss in Note 37.

Privat- und Unternehmerkunden

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 1 Veränderung

in %/​%-Punkten
Erträge vor Risikoergebnis 2 987 2 778 7,5
Risikoergebnis - 75 - 177 - 57,2
Verwaltungsaufwendungen 1 784 1 726 3,3
Pflichtbeiträge 165 201 - 18,2
Operatives Ergebnis 963 674 42,9
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 6 912 6 808 1,5
Operative Eigenkapitalrendite (%) 27,9 19,8 8,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge 59,7 62,1 - 2,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen 65,2 69,4 - 4,2

1 Anpassung aufgrund von IFRS 8.29 (siehe Zwischenabschluss Note 5).

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten Halbjahr 2024 sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern - trotz höherer Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung sowie Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen bei der mBank - gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 um 289 Mio. Euro auf 963 Mio. Euro gesteigert.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 2 987 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr signifikant um 211 Mio. Euro auf 2 421 Mio. Euro. Im Inland ist der Zinsüberschuss aufgrund des im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Zinsniveaus deutlich angestiegen. Ursächlich hierfür waren sowohl das Einlagengeschäft als auch im vierten Quartal 2023 vorgenommene Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen, die gegenläufig dazu zu einem Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige und Konsolidierung führten. Darüber hinaus ist der Zinsüberschuss der mBank aufgrund der unverändert sehr positiven Bedingungen im Einlagengeschäft weiter kräftig angestiegen.

Der Provisionsüberschuss lag in den ersten sechs Monaten 2024 mit 1 135 Mio. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Inland hat das bestandsabhängige Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der positiven Börsenentwicklung erfreulich zugelegt. Aber auch das umsatzgetriebene Wertpapiergeschäft konnte von dieser Entwicklung profitieren. Die Provisionserträge aus Vorsorgeprodukten erreichten hingegen nicht die Ergebnisse der ersten sechs Monate des Vorjahres, während die Erträge aus dem Zahlungsverkehr auf Vorjahresniveau lagen. Für die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbedingt höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen.

Die übrigen Ertragskomponenten beliefen sich insgesamt auf - 568 Mio. Euro, nach - 554 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisbelastung im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung sowie aus Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank. Die Belastungen aus dem Fair-Value-Ergebnis haben sich hingegen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres deutlich reduziert.

Das Risikoergebnis des Segments Privat- und Unternehmerkunden verzeichnete mit - 75 Mio. Euro eine Entlastung um 101 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die insbesondere aus deutlich geringeren Vorsorgeaufwendungen im Inland resultierte. Wesentliche Treiber waren die Reduzierung des TLA für Sekundäreffekte, Modell- und Methodeneffekte sowie makroökonomische Effekte. Auch die mBank verzeichnete bei den Risikokosten der ersten sechs Monate 2024 eine geringere Belastung als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Maßgeblich hierfür waren die gute Performance des Retail-Portfolios, das Fehlen negativer Einmaleffekte sowie Verkäufe von Default-Portfolioteilen und die Aktualisierung der Risikoparameter.

Der Verwaltungsaufwand ist im Berichtszeitraum insgesamt um 57 Mio. Euro auf 1 784 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der mBank, bei der der Verwaltungsaufwand aufgrund von Investitionen in künftiges Geschäftswachstum sowie Währungseffekten über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres lag. Dagegen lagen die Kosten im Inland auf Vorjahresniveau. Der Aufwand für Pflichtbeiträge ist gegenüber den ersten sechs Monaten 2023 um 37 Mio. Euro auf 165 Mio. Euro zurückgegangen, was insbesondere aus einer geringeren europäischen Bankenabgabe resultierte.

Firmenkunden

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränderung

in %/​%-Punkten
Erträge vor Risikoergebnis 2 420 2 207 9,7
Risikoergebnis - 175 - 115 52,0
Verwaltungsaufwendungen 1 033 1 028 0,5
Pflichtbeiträge 1 72 - 98,1
Operatives Ergebnis 1 211 992 22,1
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 10 338 10 458 - 1,2
Operative Eigenkapitalrendite (%) 23,4 19,0 4,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge 42,7 46,6 - 3,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen 42,7 49,9 - 7,1

Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden hat in den ersten sechs Monaten 2024 auch vor dem Hintergrund eines volatilen und wettbewerbsintensiven Marktumfeldes eine positive Entwicklung gezeigt. Für den Berichtszeitraum belief sich sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern im Segment Firmenkunden auf 1 211 Mio. Euro, nach 992 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Bereich Mittelstand zeigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine deutlich positive Ertragsentwicklung. Im Kreditgeschäft konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. Im Cash-Management und in Financial Markets profitierte der Bereich von deutlich gestiegenen Einlagenerträgen. Der Bereich International Corporates verzeichnete insbesondere höhere Erträge aus dem Kredit- und Einlagengeschäft. Der Bereich Institutionals zeigte einen deutlichen Ertragszuwachs, ebenfalls aus dem Einlagengeschäft sowie aus dem Anleiheemissionsgeschäft. Die im Bereich Others ausgewiesenen Erträge, die insbesondere Hedging- und Bewertungseffekten zuzuordnen sind, lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten sechs Monaten 2024 mit 2 420 Mio. Euro um 213 Mio. Euro über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Zu dem Ertragsanstieg um 9,7 % haben alle operativen Kundenbereiche des Segments beigetragen. Mit 1 389 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss um 66 Mio. Euro über dem Wert der ersten sechs Monate 2023. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis um 34 Mio. Euro auf 690 Mio. Euro erfreulich zulegen. Gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen konnten hier die rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen. Verbessert zeigte sich zudem das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 322 Mio. Euro um 23,9 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag.

Für das erste Halbjahr 2024 lag das Risikoergebnis aufgrund von Vorsorgen für Einzelengagements bei - 175 Mio. Euro, nach - 115 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Wertberichtigungen des Segments wurden im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und Nachbildungen bei ausgefallenen Einzeladressen getrieben. Gleichzeitig profitierte das Segment von Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen. Das Risikoergebnis enthält außerdem Belastungen aus Modell- und Methodeneffekten.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 033 Mio. Euro auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Rückgang der ausgewiesenen Pflichtbeiträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Mio. Euro auf 1 Mio. Euro steht insbesondere in Verbindung mit dem Wegfall der europäischen Bankenabgabe.

Sonstige und Konsolidierung

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Kosten der Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die anschließend auf die Segmente verrechnet werden. Außerdem werden die Restrukturierungsaufwendungen für den Konzern zentral in diesem Bereich ausgewiesen.

Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf - 220 Mio. Euro, gegenüber 98 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang beruhte in erster Linie auf einem niedrigeren Ergebnis von Group Treasury, insbesondere aufgrund eines gesunkenen Zinsüberschusses nach Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen des Segments Privat- und Unternehmerkunden, die gegenläufig dazu zu einem Anstieg des Zinsüberschusses im Segment Privat- und Unternehmerkunden führten. Darüber hinaus ergab sich eine Ergebnisreduktion aus der Nichtverzinsung der EZB-Mindestreserve, gesunkenen Erträgen aus dem Management der Zinsrisikoposition sowie aus residualen Bewertungseffekten im Bankbuch nach Anwendung von Hedge Accounting in Group Treasury. Hinzu kam eine höhere Nettobelastung aus der Bildung und Auflösung von Rückstellungen im restlichen Bereich Sonstige und Konsolidierung, unter anderem aufgrund von Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija. Dagegen profitierte der Bereich von einem per saldo entlastenden Effekt aus Konsolidierungssachverhalten und von einem Ertragsanstieg aus Bewertungseffekten. Im gesamten Bereich Sonstige und Konsolidierung war außerdem eine Ergebnisentlastung aus dem Wegfall der europäischen Bankenabgabe zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf - 222 Mio. Euro. Darin enthalten sind geringfügige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der "Strategie 2024" standen.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Trotz einer zuletzt wieder etwas schlechteren Stimmung bei den Unternehmen gehen wir nach wie vor davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euroraum in der zweiten Jahreshälfte weiter beleben wird. Denn die Belastung durch die Energiepreise hat deutlich nachgelassen und die Wirtschaft dürfte sich inzwischen weitgehend an die höheren Leitzinsen angepasst haben. Ein kräftiger Aufschwung ist allerdings nicht zu erwarten. Denn angesichts der weiterhin hohen Inflation wird die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen auch nach der ersten Zinssenkung im Juni wohl nur moderat lockern. Zudem leidet die Wirtschaft nach wie vor unter strukturellen Problemen.

Auch in Deutschland dürfte sich die Wirtschaft im weiteren Verlauf dieses Jahres aus der Stagnation lösen. Für das laufende Jahr erwarten wir trotzdem im Jahresdurchschnitt nur eine Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Auch im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaft nur moderat zulegen und im Jahresdurchschnitt um 0,8 % wachsen.

In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, mit einer Rezession ist aber nicht zu rechnen. Die schwächere Konjunktur dürfte aber zusammen mit einer zuletzt wieder etwas schwächeren Teuerung die US-Notenbank dazu veranlassen, ihren Leitzins im September erstmals um 25 Basispunkte zu senken. Bis zum Sommer nächsten Jahres dürften sich die Zinssenkungen auf 100 Basispunkte summieren.

In China haben die Konjunkturindikatoren seit Jahresbeginn eher positiv überrascht. Doch die chinesische Wirtschaft hat nach wie vor mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu zählen der Einbruch des Immobilienmarktes sowie die hohen Schulden von Bauträgern und Kommunalverwaltungen. Mit 4,7 % dürfte das Wachstum leicht unter dem Wachstumsziel der Regierung liegen.

An den Finanzmärkten ist die erwartete moderate Zinswende der großen Notenbanken in den Anleihekursen weitgehend eingepreist. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erwarten wir zum Jahresende 2024 weiter bei 2,4 %. Der Euro dürfte gegenüber dem US-Dollar in den kommenden Monaten eher etwas an Wert verlieren. Ende des Jahres dürfte 1 Euro 1,04 US-Dollar wert sein.

Künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der kurz- und mittelfristigen sowie strukturellen Entwicklungstendenzen in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Jahresbericht 2023 getroffenen Aussagen nicht grundlegend geändert.

Grundsätzlich positive Impulse für das Bankgeschäft kommen aus den Chancen, die sich aus der Unterstützung und Begleitung von Unternehmen bei der Transformation zu einer CO 2-armen Wirtschaft ergeben. Zudem eröffnen die massiven Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz die Möglichkeit, Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten einzusparen und sich als digitales Finanztechnologieunternehmen aufzustellen.

Herausforderungen für die Bankbranche bestehen in der digitalen Transformation sowie dem fortschreitenden Wandel in der Arbeitswelt. Cyberkriminalität, zunehmender Fachkräftemangel und hybrides Arbeiten sind zentrale Themen. Man bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen hohen regulatorischen Anforderungen und dynamischen Wettbewerbern, auch außerhalb des Bankenumfeldes.

Die Kreditvergabe an Firmen im Euroraum erweist sich derzeit als verhalten. In Deutschland fällt das Kreditneugeschäft uneinheitlich aus. Während sich die Wohnbaukredite laut Bundesbank nach vorübergehender Talfahrt auf spürbarem Erholungskurs befinden und auch die Konsumentenkredite in den ersten Monaten des laufenden Jahres zulegen konnten, sind die Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften nur leicht gewachsen, was mittelfristig die Ertragsaussichten schmälert. Ohnehin ist in den meisten europäischen Ländern einschließlich Deutschland in diesem Jahr nur ein Wirtschaftswachstum auf Vorjahresniveau zu erwarten. Dieses wird sich auf die Ertragslage des Bankensektors dämpfend auswirken, was sowohl das Zins- als auch das Provisionsergebnis betrifft.

Infolge höherer Schuldzinsen und gestiegener Lebenshaltungskosten sind in den kommenden Monaten weiter steigende Firmen- und Privatinsolvenzen nicht auszuschließen. In den vergangenen Jahren haben viele Kreditnehmer ihre Nettoverschuldung angesichts sehr günstiger Finanzierungsbedingungen stark erhöht. Dadurch sind seit Juni 2023 im Vorjahresvergleich durchgängig zweistellige Zuwachsraten bei der Zahl der beantragten Regelinsolvenzen von Unternehmen und Selbstständigen in Deutschland zu beobachten. Auch die Verbraucherinsolvenzen legten im bisherigen Jahresverlauf zu. Der daraus resultierende Wertberichtigungsbedarf wird das Firmen- wie auch das Privatkundengeschäft betreffen. Dagegen sind umfangreichere Zahlungsausfälle bei Wohnhypotheken privater Haushalte aufgrund der langen Zinsbindungsfristen auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Weitaus anfälliger für die negativen Folgen des allgemeinen Zinsanstiegs sind die Gewerbeimmobilienmärkte. Dort haben sowohl die Preise als auch die Transaktionsvolumen spürbar nachgegeben. Wegen der fallenden Immobilienpreise und der dadurch bedingten bilanziellen Bewertungsverluste sind die Gewinne der gewerblichen Immobilienunternehmen signifikant gesunken.

Im Zusammenhang mit den in den nächsten Monaten zu erwartenden Zinssenkungen sowohl der US-Notenbank als auch der Europäischen Zentralbank sowie aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um Kundeneinlagen dürften sich die Margen der Banken leicht verengen. Um Mindereinnahmen im Zinsgeschäft zu kompensieren, werden die Banken deshalb ihre zinsunabhängigen Erträge in den kommenden Monaten stärker priorisieren. Alles in allem bleiben die Perspektiven für die Zinsmarge des Bankensektors aber durchaus positiv, zumal die hohe Staatsverschuldung in Europa den langfristigen Hypothekenzins stützt.

In Polen erweisen sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit als günstig. In den nächsten Monaten kann von einem weiter robusten Privatkonsum und einer wachsenden Investitionstätigkeit ausgegangen werden. Daraus resultiert ein im europäischen Vergleich überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, das dem Ertragspotenzial des polnischen Bankensektors zugutekommt. Mit dem Verfehlen des Inflationsziels von 2,5 % der Polnischen Nationalbank erscheint eine geldpolitische Lockerung in den nächsten Monaten unwahrscheinlich. Das dürfte die Zinsmargen für den polnischen Bankensektor stützen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob mögliche Einbußen bei der Qualität der Kreditportfolios angesichts der anhaltend hohen Inflation zu signifikant höheren Risikokosten und auch verstärkten Kreditausfällen führen. Das größte Risiko resultiert aus den Rechtsentwicklungen und ihren Auswirkungen auf die Fremdwährungs-Hypothekendarlehen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Die Mittelaufnahme der Commerzbank am Kapitalmarkt ist von der Geschäftsentwicklung beziehungsweise -planung und der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva beeinflusst. Der Fundingplan 2024 sieht ein Volumen von rund 10 Mrd. Euro vor, davon entfällt die Hälfte auf Pfandbriefe. Anfang Juli waren davon rund 70 % umgesetzt, inklusive einer Ende Juni 2024 begebenen Additional-Tier-1-Anleihe über 750 Mio. Euro mit Wertstellung nach dem Berichtsstichtag.

Die Commerzbank hat mit einer breiten Produktpalette Zugang zum Kapitalmarkt. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Non-preferred-Senior-Anleihen, Tier-2-Nachrangkapital sowie Additional-Tier-1-Kapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.

Die für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen überprüfen und passen wir regelmäßig an. Dadurch trägt die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung und gewährleistet eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur.

Geplante Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit 0,5 Mrd. Euro Direktkosten für IT-Investitionen. Knapp ein Drittel dieser Investitionen fließen in den Umbau des Geschäftsmodells beziehungsweise die Digitalisierung im Privatkundengeschäft. Rund ein Viertel der Investitionen betrifft die weitere Digitalisierung von Prozessen im Firmenkundengeschäft. Die verbleibenden Mittel investieren wir in IT-Infrastruktur und Operations. Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik sind in den genannten Themenfeldern enthalten.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Die Liquiditätsausstattung der Bank ist unverändert hoch, sodass keine Notwendigkeit besteht, eigene Portfolios zu refinanzieren. Somit ist die Commerzbank als Cash-Provider beziehungsweise opportunistisch auch als Collateral-Provider im Repomarkt aktiv. Die seit Mitte des Jahres 2023 bestehende erhöhte Nachfrage nach Refinanzierungen im Repomarkt hält auch im ersten Halbjahr 2024 weiter an. Die Liquiditätssituation der Commerzbank lässt die Bedienung dieser erhöhten Nachfrage zu und hat zu einer Geschäftsausweitung in diesem Bereich geführt.

Die Commerzbank weist eine hohe Position als Kassenbestand und Sichtguthaben - im Wesentlichen bei Zentralbanken - aus. Diese betrug zum Berichtsultimo 104,1 Mrd. Euro. Dieser Bestand ist einerseits das Resultat der immer noch hohen Überschussliquidität im Eurosystem, andererseits der breit diversifizierten Kundenbasis und der bestehenden Geschäftsbeziehungen im Cashmanagement sowie dem professionellen Einlagengeschäft geschuldet. Trotz des langsamen Abschmelzens der Bestände unter dem Asset Purchase Programme (APP) durch ausbleibende Reinvestitionen sowie der ab dem zweiten Halbjahr 2024 startenden Reduktion des Pandemic Emergency Purchase Programme erwarten wir eine weiterhin ausreichende Überschussliquidität und damit eine unterstützende Wirkung hinsichtlich der Liquiditätssituation der Commerzbank. Am 18. September 2024 startet die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem neuen "Operational Framework". Mit den Instrumenten unter diesem Rahmenwerk sichert die EZB bereits heute potenzielle künftige Volatilität in der Liquiditätsversorgung des Bankensystems vorausschauend ab.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

An unseren im Geschäftsbericht 2023 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns im Geschäftsjahr 2024 halten wir weiterhin fest.

Aufgrund der Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 sowie der Einschätzung, dass die Europäischen Zentralbank eine weitere Anpassung der Leitzinsen wohl erst im Herbst des laufenden Jahres vornehmen wird, rechnet die Bank weiterhin mit einem Zinsüberschuss für das Gesamtjahr 2024 in Höhe von rund 8,1 Mrd. Euro. Der Provisionsüberschuss wird für das laufende Jahr nach wie vor um 4 % höher als im Vorjahr erwartet. Das Risikoergebnis sieht die Bank nach wie vor bei niedriger als - 800 Mio. Euro im Gesamtjahr unter der Verwendung von TLA. Der Verwaltungsaufwand inklusive Pflichtbeiträge wird strikt entlang der Cost-Income-Ratio gesteuert. Das Ziel 2024 für die Cost-Income-Ratio beträgt rund 60 %.

Für das Jahr 2024 rechnet die Commerzbank weiterhin mit einer Common-Equity-Tier-1-Quote von mehr als 14 %. Diese Zielgröße berücksichtigt bereits eine geplante Ausschüttung von mindestens 70 % des Nettoergebnisses nach Abzug von vollständig diskretionären AT-1-Kupons für das Geschäftsjahr 2024. Die erste Tranche über 600 Mio. Euro vom nächsten Aktienrückkauf wird die Bank am 7. August 2024 auf Basis des Halbjahresergebnisses 2024 bei der Europäischen Zentralbank und der Finanzagentur beantragen. Den Antrag für eine zweite Tranche plant die Bank auf Basis des Ergebnisses des dritten Quartals 2024 zu stellen.

Insgesamt gehen wir angesichts der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2024 und unseren Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf weiterhin davon aus, das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu übertreffen.

Die Erwartungen sind abhängig von der Entwicklung der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank sowie der Belastungen in Russland.

Zwischenrisikobericht

Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.

Zwischenrisikobericht

Risikoorientierte

Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Vorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet dem Vorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management, Group Risk Control, Group Cyber Risk & Information Security, Group Big Data & Advanced Analytics sowie Group Validation.

Darüber hinaus ist der CRO für den Bereich Group Compliance zuständig. Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group Compliance. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert.

Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.

Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2023 dargestellt.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Das Risikotragfähigkeitskonzept wird jährlich überprüft und weiterentwickelt. Das Risikotragfähigkeitskonzept umfasst die normative (regulatorische) und die ökonomische Perspektive. Zu den Kennzahlen der normativen Perspektive siehe Note 38 (Ausgewählte regulatorische Angaben) des Zwischenabschlusses.

Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgen monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Per 30. Juni 2024 betrug die RTF-Quote 200 %. Der Anstieg des ökonomischen Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2023 ist vor allem auf den Rückgang von ökonomischen Kapitalabzügen im Risikodeckungspotenzial zurückzuführen. Der Rückgang des ökonomisch erforderlichen Kapitals für Adressenausfallrisiken gegenüber Dezember 2023 resultiert im Wesentlichen aus Rating- und Volumensänderungen im Kundenportfolio sowie der regulären Fortschreibung der Parameter im Kreditrisikomodell. Haupttreiber für den Anstieg des operationellen Risikos ist eine Modelländerung in Bezug auf die Schweizer-Franken-Thematik. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.

Die ökonomische Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt. Die Szenariosimulationen werden grundsätzlich quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten durchgeführt.

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Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.6.2024 31.12.2023
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 25 24
Ökonomisch erforderliches Kapital 1 13 13
davon für Adressenausfallrisiko 2 8 9
davon für Marktrisiko 3 3 3
davon für operationelles Risiko 4 3 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 2
RTF-Quote (%)5 200 191

1 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko, für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Intangibles sowie für Umweltrisiken.

2 Einschließlich Puffer (zum Beispiel für geplante Methodenänderungen).

3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.

4 Einschließlich Cyber- und Compliance-Risiko.

5 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/​ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Commerzbank-Konzern

Die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank umfassen die beiden Kundensegmente Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden und den Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Das ökonomische Umfeld ist weiterhin von krisenbedingten Unsicherheiten geprägt. Die für die Risikovorsorgeermittlung verwendeten modellbasierten Parameter reflektieren diese Auswirkungen noch nicht vollständig. Das für diesen Sachverhalt gebildete Sekundäreffekte-TLA wurde unterjährig jeweils zu den Quartalsstichtagen überprüft und bildet nach Einschätzung der Commerzbank weiterhin die vorausschauend erwarteten Effekte angemessen ab.

Kreditrisikokennzahlen

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) - im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/​EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva.

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 30. Juni 2024 wie folgt dar:

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30.6.2024 31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte CVaR Exposure

at Default
Expected

Loss
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. € Mrd. € Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 211 498 24 1 889 211 468
Firmenkunden 183 383 21 4 047 176 406
Sonstige und Konsolidierung 1 169 211 13 1 619 149 236
Konzern 562 1 092 19 7 556 536 1 110

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31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Risikodichte CVaR
--- --- ---
Bp. Mio. €
--- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 22 2 095
Firmenkunden 23 4 470
Sonstige und Konsolidierung 1 16 1 716
Konzern 21 8 281

1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios der Treasury.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 87 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.

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30.6.2024 31.12.2023
Ratingverteilung EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8 1,0-1,8
--- --- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 30 53 11 3 1 31
Firmenkunden 26 57 12 3 2 20
Sonstige und Konsolidierung 81 16 1 0 1 77
Konzern 44 43 8 2 1 40

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31.12.2023
Ratingverteilung EaD | % 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 55 11 3 1
Firmenkunden 60 14 4 1
Sonstige und Konsolidierung 21 1 0 0
Konzern 47 9 2 1

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Mehr als die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein Viertel auf andere Länder in Europa, 9 % auf Nordamerika und 3 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder.

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30.6.2024 31.12.2023
Konzernportfolio nach Regionen Exposure

at Default
Expected Loss Risiko

dichte
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko

dichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 337 439 13 314 401 13
Westeuropa 89 197 22 86 180 21
Mittel- und Osteuropa 56 358 64 61 416 68
Nordamerika 49 35 7 46 45 10
Asien 19 27 14 18 25 14
Sonstige 12 37 30 11 43 38
Konzern 562 1 092 19 536 1 110 21

Risikoergebnis Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 27 des Zwischenabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste) werden Details zu den Stages erläutert. In Note 9 (Risikoergebnis) findet sich die Definition des Risikoergebnisses.

Etwaige Marktwertschwankungen aus Fair-Value-Krediten sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

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30.6.2024 30.6.2023
Risikoergebnis | Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI 1 Gesamt Stage 1
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Privat- und Unternehmerkunden - 30 132 - 176 - 1 - 75 - 5
Firmenkunden 33 29 - 259 23 - 175 1
Sonstige und Konsolidierung 0 - 28 3 1 - 24 12
Konzern 3 133 - 433 22 - 274 8

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30.6.2023
Risikoergebnis | Mio. € Stage 2 Stage 3 POCI 1 Gesamt
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Privat- und Unternehmerkunden - 38 - 139 5 - 177
Firmenkunden - 29 - 77 - 10 - 115
Sonstige und Konsolidierung 4 - 2 1 15
Konzern - 62 - 218 - 4 - 276

1 POCI - Purchased or Originated Credit-impaired.

Das Risikoergebnis lag im ersten Halbjahr mit - 274 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (- 276 Mio. Euro) auf vergleichbarem Niveau. Das Ergebnis wurde hierbei überwiegend durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im Segment Firmenkunden getrieben, welches gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen profitierte. Als weitere Ergebnistreiber sind Modell- und Methodeneffekte inklusive der Abbildung der Makroökonomie zu nennen.

Der Bestand des Sekundäreffekte-TLA auf Konzernebene belief sich per 30. Juni 2024 auf 336 Mio. Euro (453 Mio. Euro per 31. Dezember 2023).

Das ökonomische Umfeld ist weiterhin von krisenbedingten Unsicherheiten geprägt. Die für die Risikovorsorgeermittlung verwendeten modellbasierten Parameter reflektieren diese Auswirkungen noch nicht vollständig. Das für diesen Sachverhalt gebildete Sekundäreffekte-TLA wurde unterjährig jeweils zu den Quartalsstichtagen überprüft und bildet nach Einschätzung der Commerzbank weiterhin die vorausschauend erwarteten Effekte angemessen ab. Das dem TLA zugrunde liegende Baseline-Szenario beinhaltet unter anderem folgende Annahmen:

Die Weltwirtschaft gewinnt aufgrund der positiven Auswirkungen der Inflationsabfederung und leicht rückläufiger kurzfristiger Zinssätze allmählich an Dynamik. Dennoch bergen die verschiedenen geopolitischen Krisen die Gefahr erheblicher wirtschaftlicher Rückschläge.

In der Eurozone (einschließlich Deutschland) belasten ungünstige Finanzierungsbedingungen die Investitionstätigkeiten. Der Dienstleistungssektor zeigt bereits Anzeichen für eine Erholung. Gestützt durch sinkende Zinssätze erholt sich das Wirtschaftswachstum langsam in der zweiten Jahreshälfte 2024. Die langfristigen Zinssätze beginnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Aussichten zu steigen.

Dabei wird die wirtschaftliche Entwicklung durch potenzielle Risiken wie beispielsweise einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen, der Ausweitung des Konflikts zwischen Israel und der Hamas, eine zunehmende Aggression Chinas gegen Taiwan, strukturelle Probleme in Deutschland sowie hohe Energiepreise oder Fachkräftemangel weiterhin gefährdet.

Die Angemessenheit des TLA wird fortlaufend überprüft. (Details zu den Hintergründen und der Anpassung des TLA siehe auch Note 27 des Zwischenabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste).)

Weitere Treiber des Risikoergebnisses im Berichtszeitraum finden sich in den nachfolgenden Erläuterungen zu den Segmenten.

Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 616 Mio. Euro gestiegen und lag per 30. Juni 2024 bei 5 372 Mio. Euro. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultierte insbesondere aus Zugängen von Einzelengagements aus dem Default-Portfolio im Segment Firmenkunden.

Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income).

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30.6.2024 31.12.2023
Default-Portfolio Konzern | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 5 355 18 5 372 4 730 27 4 756
LLP 1 2 514 4 2 518 2 250 5 2 255
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 2 47 24 47 48 19 47
Sicherheiten 1 573 0 1 573 1 373 0 1 373
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 2 76 24 76 77 19 76
NPE-Ratio (%) 3 0,8 0,8

1 Loan Loss Provision.

2 Coverage Ratio: LLP (mit/​ohne Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.

3 NPE-Ratio: notleidende Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA-Risk-Dashboard.

Segment Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten mit Privat- und Unternehmerkunden sowie mit Kundinnen und Kunden der Marke comdirect und der Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet.

Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 101 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Unternehmerkunden stellen wir im Wesentlichen über Individualkredite mit einem Volumen von 28 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kundinnen und Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 14 Mrd. Euro).

Die Risikodichte des Portfolios ist mit 24 Basispunkten gegenüber dem Jahresende 2023 etwas gestiegen.

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30.6.2024 31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Exposure

at Default
Expected Loss Risiko-

dichte
Exposure

at Default
Expected Loss Risiko-

dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Private Kunden 127 184 15 127 178 14
Unternehmerkunden 29 71 24 30 55 19
Commerz Real 0 0 4 0 0 10
mBank 54 243 45 55 234 43
PUK 211 498 24 211 468 22

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2024 auf - 75 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum -177 Mio. Euro). Als wesentlicher Treiber sind die Reduzierung des TLA-Adjustments für Sekundäreffekte, Modell- und Methodeneffekte sowie makroökonomische Effekte zu nennen.

Die Notwendigkeit des Sekundäreffekte-TLA ist weiterhin aufgrund der krisenbedingten Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung gegeben und bestand auch im ersten Halbjahr 2024 fort. Der TLA-Bestand belief sich zum 30. Juni 2024 auf 147 Mio. Euro (175 Mio. Euro per 31. Dezember 2023).

Das Risikoergebnis der mBank lag zum 30. Juni 2024 bei - 51 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 76 Mio. Euro). Eine bessere Performance des Retail-Portfolios, das Fehlen negativer Einmaleffekte sowie Verkäufe von Default-Portfolioteilen und die Aktualisierung der Risikoparameter führten zu einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierten Risikoergebnis. Im Unternehmerkundenportfolio wurden Belastungen durch den Ausfall von Einzeladressen durch positive Einmaleffekte ausgeglichen.

Das Default-Portfolio des Segments lag zum Berichtszeitpunkt mit 2 282 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 053 Mio. Euro) über dem Niveau des Vorjahres.

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30.6.2024 31.12.2023
Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 2 282 0 2 282 2 053 0 2 053
LLP 1 058 0 1 058 971 0 971
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 46 - 46 47 - 47
Sicherheiten 806 0 806 698 0 698
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 82 - 82 81 - 81

Segment Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.

Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 176 Mrd. Euro auf 183 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte ist von 23 auf 21 Basispunkte gesunken.

Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 23 f.

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30.6.2024 31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Exposure

at Default
Expected Loss Risiko

dichte
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko

dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Mittelstand 83 200 24 80 187 23
International Corporates 62 114 19 62 140 23
Financial Institutions 26 55 21 22 64 29
Sonstige 11 13 12 12 16 13
FK 183 383 21 176 406 23

Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im ersten Halbjahr 2024 bei - 175 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 115 Mio. Euro). Die Wertberichtigungen des Segments wurden im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und Nachbildungen bei ausgefallenen Einzeladressen getrieben. Gleichzeitig profitierte das Segment von Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen. Das Risikoergebnis enthält außerdem Belastungen aus Modell- und Methodeneffekten, wie beispielsweise der Einführung der zusätzlichen Backstop-Indikatoren "Creditwatchlist" oder "Intensiv Care" sowie der kollektiven Stage-2-Zuordnung für Kunden der Zugehörigkeit zu einer Subbranche der Branchenampelfarbe gelb oder rot. Gegenläufige Effekte ergeben sich aus der Reduzierung des TLA-Adjustments für Sekundäreffekte sowie aus makroökonomischen Effekten.

Der TLA-Bestand belief sich zum 30. Juni 2024 auf 187 Mio. Euro (274 Mio. Euro per 31. Dezember 2023). Die Notwendigkeit des Sekundäreffekte-TLA ist weiterhin aufgrund der krisenbedingten Unsicherheit der konjunkturellen Entwicklung gegeben und bestand auch für das erste Halbjahr 2024 fort.

Das Default-Portfolio des Segments lag zum Berichtszeitpunkt bei 2 855 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 459 Mio. Euro). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultierte insbesondere aus Zugängen von Einzelengagements aus dem Default-Portfolio im Mittelstandsportfolio.

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30.6.2024 31.12.2023
Default-Portfolio Segment FK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 2 855 0 2 855 2 459 0 2 459
LLP 1 231 0 1 231 1 054 0 1 054
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 43 - 43 43 - 43
Sicherheiten 767 0 767 675 0 675
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 70 - 70 70 - 70

Das Risikoergebnis im Bereich Sonstige und Konsolidierung ist im ersten Halbjahr 2024 hauptsächlich durch die Ratinganpassung für ein Einzelengagement aus dem Abbauportfolio von Group Treasury geprägt. Das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2024 belief sich auf - 24 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 15 Mio. Euro).

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Zahlreiche Branchen profitierten bislang von einem hohen Auftragsbestand und einer guten Ergebnislage, allerdings zeichnet sich im Auftragseingang ein branchenübergreifender Rückgang ab. Die infolge des hohen Zinsniveaus gesunkene Kaufkraft sowie Umschichtungen im Konsumverhalten führen zu sinkenden Roherträgen bei gleichzeitig steigenden Kosten. Hierdurch ist eine sinkende Rentabilität in diversen Sektoren, insbesondere jedoch in den konsumnahen Sektoren, zu beobachten.

Das derzeitige konjunkturelle Umfeld in Deutschland sowie die fragile geopolitische Lage beeinflussen die Investitionstätigkeit negativ. Fachkräftemangel, Inflation, höhere Material- und Personalkosten, schwerfällige Bürokratie und gesunkene (Konsumgüter-) Nachfrage belasten unsere Kunden.

Für Investitionen in den Umweltschutz und CO 2-neutrale Produktion werden unverändert erhebliche Finanzierungen benötigt. Auch die Reduzierung von Abhängigkeiten und die Sicherstellung einer stabilen Lieferkette führen zu Kostenbelastungen. Wir sehen unsere Kunden aber hier in der Breite gut aufgestellt.

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

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30.6.2024 31.12.2023
Corporates-Portfolio nach Branchen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko-

dichte
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko-

dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Konsum 22 59 27 22 60 28
Technologie/​Medien/​Telekommunikation 17 38 22 17 36 21
Chemie/​Verpackung 15 36 24 14 40 27
Automobil 15 30 21 14 32 23
Bau/​Metall 14 46 33 14 41 30
Energieversorgung/​Umwelt 12 62 53 11 33 30
Maschinenbau 11 22 19 12 26 22
Transport/​Tourismus/​Dienstleistungen 11 35 32 10 31 30
Sonstige 22 62 28 22 64 29
Gesamt 139 390 28 137 362 27

Financial-Institutions-Portfolio

Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit nach internen Richtlinien ausgewählte Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.

Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.

Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (derzeit insbesondere die Lage in Nahost sowie zunehmend Handelsstreitigkeiten mit China) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Dies gilt auch für die Auswirkungen auf die Kreditportfolios der Banken aufgrund Inflation und Zinsanstiegen in den letzten Jahren sowie die Entwicklung von Energiepreisen und des Commercial Real Estate Marktes. All dies wirkt sich auf unsere Korrespondenzbanken sowohl in Industrieländern als auch in Entwicklungsländern aus.

Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.

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30.6.2024 31.12.2023
FI-Portfolio nach Regionen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko

dichte
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko

dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Deutschland 6 3 5 5 3 6
Westeuropa 18 6 3 17 8 4
Mittel- und Osteuropa 2 34 191 2 9 50
Nordamerika 4 1 1 3 1 2
Asien 6 14 24 4 11 27
Sonstige 6 19 33 6 25 44
Gesamt 42 76 18 37 57 15

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst nach Einschätzung der Commerzbank hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien.

Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei aus Sicht der Bank eine Fokussierung auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung erfolgt.

Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken aufgrund globaler Ereignisse wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (derzeit insbesondere die Lage in Nahost sowie zunehmende Handelsstreitigkeiten mit China) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung. Dies gilt auch für die seit einigen Quartalen aktuellen Themen des im Vergleich zu den Vorjahren höheren Zinsniveaus sowie Auswirkungen der anhaltenden Inflation.

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30.6.2024 31.12.2023
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko-

dichte
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risiko-

dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Deutschland 22 20 9 21 22 10
Westeuropa 18 26 14 16 28 18
Mittel- und Osteuropa 3 15 60 2 15 61
Nordamerika 8 11 14 7 9 12
Asien 1 4 26 1 3 27
Sonstige 1 5 64 1 3 34
Gesamt 52 82 16 48 80 16

Originatorenpositionen

Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre aus Gründen des Kapitalmanagements Verbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 12,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 14,7 Mrd. Euro) vorgenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2024 wurden Risikopositionen in Höhe von 11,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 13,1 Mrd. Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 11,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 12,9 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut intern geratet sind. Die Commerzbank wird im zweiten Halbjahr 2024 eine weitere synthetische STS-(Simple, Transparent and Standardised) Transaktion mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro begeben. Ihr werden Unternehmensforderungen aus Deutschland und Europa zugrunde liegen. Zudem wird die polnische Tochtergesellschaft der Commerzbank mBank im zweiten Halbjahr 2024 eine synthetische Transaktion mit einem Volumen von 1,2 Mrd. Euro begeben. Ihr werden polnische Unternehmensforderungen zugrunde liegen.

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Volumen Commerzbank 1
Verbriefungspool | Mrd. € Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamt-

volumen
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Corporates 2025 - 2036 9,3 < 0,1 0,1 10,0
Privatkunden 2023 - 2036 2,1 - < 0,1 2,3
Gesamt 30.6.2024 11,4 < 0,1 0,1 12,3
Gesamt 31.1 2.2023 12,9 < 0,1 0,1 14,7

1 Tranchen/​Rückbehalte (nominal) im Anlagebuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden bereit. Hierbei fungiert die Commerzbank im Wesentlichen als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen über das von der Commerzbank gesponserte Multi-Seller Conduit Silver Tower. Das Volumen sowie die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind im ersten Halbjahr 2024 durch Neugeschäft und interne Umgruppierung bestehenden Geschäftes um 1,9 Mrd. Euro auf 7,1 Mrd. Euro gestiegen.

Dabei wird ein langjährig bestehendes, hochklassiges Teilportfolio zur Verbriefung von Autokredit- und Leasing-Forderungen mit Risikowerten in Höhe von 1,1 Mrd. Euro (Höhe unverändert gegenüber 31. Dezember 2023) seit dem 1. Januar 2024 zur Vereinheitlichung und Zusammenfassung ähnlicher Risikoprofile aufgrund eines starken Relationship-Bezugs im Firmenkundensegment mit im "Conduit Exposure" berichtet.

Das Liquiditätsrisiko subsumiert das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Bei variabel ausnutzbaren Geschäften wird unterstellt, dass die den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten für die Dauer ihrer Laufzeit nahezu vollständig und bis zur Fälligkeit der letzten finanzierten Forderung durch die Commerzbank refinanziert werden müssen. Verbriefungen werden nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ging im ersten Halbjahr auf 2,9 Mrd. Euro zurück (Dezember 2023: 3,0 Mrd. Euro), die Risikowerte 1 betrugen 3,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 3,0 Mrd. Euro).

Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 7,5 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2023: 7,3 Mrd. Euro). Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-)ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die nach Meinung der Bank eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Zum 30. Juni 2024 befanden sich (wie zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023) ausschließlich CLO-Positionen mit AAA-Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 0,1 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2023: 0,2 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,1 Mrd. Euro (Dezember 2023: 0,1 Mrd. Euro).

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen grundsätzlich in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/​Reserven berücksichtigt.

Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cash-Instrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

Risikosteuerung

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (historische Simulation) gesteuert, in das die verschiedensten relevanten Positionen und Instrumente einfließen und über eine einheitliche Kennzahl, nämlich den Value-at-Risk, gemessen und limitiert werden. Für Tochterunternehmen innerhalb der Commerzbank-Gruppe ohne eigenes internes Modell wird im Rahmen eines Partial Use das Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2023 dargestellt.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zins- und Credit-Spread-Risiken im Anlagebuch auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.

Handelsbuch

Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Tochterunternehmen der Commerzbank wenden im Rahmen eines Partial Use das Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.

Der VaR ging zum 30. Juni 2024 auf 6 Mio. Euro zurück (31. Dezember 2023: 14 Mio. Euro). Hintergrund ist der Wegfall von Krisenszenarien aus März 2023 aus der Kalkulationszeitreihe. Die Szenarios standen im Kontext von Spannungen um die Banken Silicon Valley Bank und Credit Suisse.

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VaR der Portfolios im

Handelsbuch | Mio. €
1.1.-30.6.2024 2023
Minimum 5 8
Mittelwert 9 11
Maximum 19 21
VaR-Endziffer Berichtsperiode 6 14

Das Marktrisikoprofil des Value at Risk verteilt sich über die Anlageklassen, Zins (inklusive Inflation)-, Währungskurs- sowie Credit-Spread- und Rohwarenrisiken.

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VaR-Beitrag nach Risikoarten

im Handelsbuch | Mio. €
30.6.2024 31.12.2023
Credit Spreads 1 4
Zinsen 2 8
Aktien 0 0
Währung 1 2
Rohwaren 1 1
Gesamt 6 14

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert.

Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR verteilt sich ebenfalls über die verschiedenen Anlageklassen. Die dominierenden Anlageklassen sind dabei Zinsen und Credit Spreads. Der Anstieg des Stressed VaR resultiert insbesondere aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.

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Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten

im Handelsbuch | Mio. €
30.6.2024 31.12.2023
Credit Spreads 7 4
Zinsen 9 9
Aktien 0 0
Währung 4 4
Rohwaren 5 5
Gesamt 25 21

Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR (Komponente der VaR-Berechnung) das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg im ersten Halbjahr 2024 von 76 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro an. Der Anstieg resultiert aus einem ausgeweiteten Anleihen Portfolio in der Treasury.

Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Rückvergleichsverfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei die tatsächlich eingetretenen Änderungen des Portfoliowertes (Gewinne und Verluste) gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten Rückvergleich der hypothetischen Änderung des Portfoliowertes (Clean P&L) und Rückvergleich der tatsächlichen Änderung des Portfoliowertes (Dirty P&L) unterschieden. Beim Clean-P&L-Rückvergleich werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty-P&L-Rückvergleich zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt.

Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Rückvergleichsausreißer. Die Analyse der Rückvergleichsergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur potenziellen Verbesserung des Marktrisikomodells. Zum 30. Juni 2024 wurden für einen Zeithorizont von einem Jahr keine negativen Clean-P&L- und keine negativen Dirty-P&L-Ausreißer auf Gruppenebene gemessen.

Auf Basis der Rückvergleiche bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Negative Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Rückvergleichsausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests für das Gesamtportfolio (Bank- und Handelsbuch) wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve.

Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung validiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite und Pensionsfonds) lagen zum Ende des zweiten Quartals 2024 bei 34 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 30 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Positionsveränderungen in Group Treasury.

Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher der Gruppe werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Europäische Zentralbank für alle Institute zwei Szenarios für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/​- 200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Im Szenario - 200 Basispunkte wird ein Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative Abschnitte der Zinskurve werden unverändert belassen).

Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2024 ein potenzieller ökonomischer Verlust von 3 341 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 061 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller ökonomischer Gewinn von 1 368 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 1 169 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Gewinn) ermittelt. Ursache für den Anstieg sind Positionsveränderungen im Bereich Group Treasury und im Pensionsfond. Die Commerzbank ist nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.

Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) stiegen zum 30. Juni 2024 auf 7,8 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2,0 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Der Anstieg resultiert überwiegend aus Positionsveränderungen in Group Treasury.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Das Pensionsfond Portfolio besteht aus Sicht der Commerzbank aus einem gut diversifizierten Anlageteil und den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

Das Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen Bewertungsanpassungen (Prudent Valuation) für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der Risikodeckungsmasse. Im Rahmen der Prudent-Valuation-Berechnung definiert unter anderem der Liquiditätshorizont die Höhe der Kapitalabzugsposten.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dieser Ansatz verfolgt das Ziel, eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicherzustellen, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht 2023 im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns".

Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Fremdwährungsrisiken beziehungsweise Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen werden durch die etablierte Limitierung von Liquiditätsrisiko überwacht. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.

Im Falle einer marktgetrieben und/​oder idiosynkratischen Liquiditätskrise sieht der Liquidity Contingency Plan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise entweder durch die erweiterte Handlungskompetenz der Treasury oder durch den Recovery Prozess des Recovery Plans eingeleitet werden können. Der Liquidity Contingency Plan ist eigenständiger Bestandteil der Notfallplanung und dem Recovery Plan vorgeschaltet. Sowohl der Liquidity Contingency Plan als auch der Recovery Plan der Commerzbank werden mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Maßnahmen des Recovery Plans regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Liquidity Contingency Plan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken limitiert sind und überwacht werden.

Die internen Regelwerke und die verwendeten Modelle werden mindestens jährlich überprüft und regelmäßig durch die interne Revision, den Wirtschaftsprüfer und die Aufsicht (EZB) geprüft.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Vorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.

Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise 2007/​2008 abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.

Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Netto-liquiditäts-position) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von einem beziehungsweise drei Monaten zum Halbjahresultimo 2024. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario per Halbjahresultimo 2024 eine Nettoliquidität von 29,3 Mrd. Euro beziehungsweise 24,9 Mrd. Euro.

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Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € 30.6.2024 31.12.2023
Idiosynkratisches Szenario 1 Monat 37,2 34,7
3 Monate 35,5 32,2
Marktweites Szenario 1 Monat 41,7 35,7
3 Monate 37,3 30,9
Kombiniertes Szenario 1 Monat 29,3 27,0
3 Monate 24,9 22,2

Liquiditätsreserven

Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten, vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen, die über die regulatorisch notwendige Reserveperiode hinausgeht.

Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Die Höhe des Stress-Liquiditätsreserve-Portfolios wird im Rahmen der täglichen Liquiditätsrisiko-Berechnung überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 30. Juni 2024 6,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 6,1 Mrd. Euro). Die Bank wies zum Halbjahresende 2024 hochliquide Aktiva in Höhe von 142,0 Mrd. Euro aus. Diese Liquiditätsreserve wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten, vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen, die über die regulatorisch notwendige Reserveperiode hinausgeht.

Die Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva setzten sich aus den folgenden drei Bestandteilen zusammen:

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Liquiditätsreserven aus

hochliquiden Aktiva | Mrd. €
30.6.2024 31.12.2023
Bestand an hochliquiden Aktiva 142,0 134,3
davon Level 1 128,1 124,4
davon Level 2A 12,4 9,2
davon Level 2B 1,5 0,8

Liquiditätskennzahlen

Im ersten Halbjahr 2024 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der mindestens jährlich vom Vorstand festgelegten Limite.

Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.

Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 149,1 % (31. Dezember 2023: 145,4 %) die geforderte Mindestquote bei der LCR in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten 12 Monatsendwerte lag mit 142,1 % deutlich über der Mindestquote (zum Jahresultimo 2023: 136,2 %).

Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet unter anderem rechtliche Risiken, Personalrisiken, IT-Risiken, Auslagerungsrisiken, Lieferantenrisiken oder Steuerrisiken sowie Ablauf- und Organisationsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken stehen in dieser Definition nicht im Fokus. Das Compliance-Risiko sowie das Cyberrisiko werden in der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyberrisiken fließen in das Modell zur Ermittlung des ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Risikosteuerung

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.

Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.

Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/​Risikotoleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird.

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung der IKS-Schlüsselkontrollen der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken und einem zeitnahen Maßnahmenmanagement wurde ein überarbeiteter Ad-Hoc-Meldeprozess für Großverluste etabliert.

Quantifizierung

Die Commerzbank misst seit dem vierten Quartal 2021 das regulatorische Kapital mittels des Standardansatzes (SA) und das ökonomische Kapital für operationelle Risiken weiterhin mittels eines dedizierten internen Modells (OpRisk-ErC-Modell, in Anlehnung an das vorherige AMA- (Advanced Measurement Approach) Modell). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des zweiten Quartals 2024 auf dieser Basis 22,6 Mrd. Euro und liegen damit im Rahmen des Vorjahreswertes (31. Dezember 2023: 22,8 Mrd. Euro). Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 2,5 Mrd. Euro. Ein Vergleich zum Vorjahreswert (31. Dezember 2023: 2,2 Mrd. Euro) zeigt einen Anstieg um rund 0,3 Mrd. Euro, hauptsächlich verursacht durch eine Modelländerung zur konservativeren Betrachtung der Restrisiken aus den in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen indexierten Darlehen der mBank.

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des zweiten Quartals 2024 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 694 Mio. Euro (Gesamtjahr 2023: 1 176 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt. In erster Linie sind hier die Verluste und Rückstellungen der mBank für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit auf Schweizer Franken indexierten Darlehen zu nennen.

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OpRisk-Ereignisse 1 | Mio. € 30.6.2024 31.12.2023
Interner Betrug 0 2
Externer Betrug - 23 45
Sachschäden und Systemausfälle 2 2
Produkte und Geschäftspraktiken 709 1 158
Prozessbezug 5 - 33
Arbeitsverhältnis 2 3
Konzern 694 1 176

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Unterrisikoarten des operationellen Risikos

Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei den Rechtsrisiken gab es im ersten Halbjahr 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 dargestellten Stand.

Rechtliche Risiken Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Handelsgeschäften, Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche/​kartellrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch Aufsichtsbehörden. Geltende Sanktionsregimes können dazu führen, dass die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften daran gehindert ist, Verpflichtungen gegenüber Kunden oder Geschäftspartnern zu erfüllen; infolgedessen kann die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften gerichtlichen Klagen ausgesetzt sein. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht.

Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatz- oder Bußgeldzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.

Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden. Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Commerzbank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden.

Auf Basis des im Jahr 2017 veröffentlichten Schreibens des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) zu "Cum-Cum-Geschäften" hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Die Anrechnung der Kapitalertragsteuer wurde seitens des Finanzamtes entsprechend gekürzt. Die Commerzbank hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation vollumfänglich angemessen zu reflektieren. Nunmehr ist das BMF-Schreiben zu "Cum-Cum-Geschäften" mit Datum vom 9. Juli 2021 neu gefasst worden. Im Hinblick auf die potenziellen Auswirkungen des BMF-Schreibens wurde im zweiten Quartal 2021 die Rückstellung angepasst. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind die steuerlichen Risiken aus diesem Themenkomplex damit ausreichend bevorsorgt. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich über die von der Bank gebildete Rückstellung hinaus weitere Belastungen ergeben.

Im Hinblick auf Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank (auch gerichtlichen) Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Im Rahmen dieser Wertpapierleihegeschäfte waren die Vertragspartner verpflichtet, der Commerzbank Dividenden und einbehaltene Kapitalertragsteuern zu erstatten. Die spätere Anrechnung auf die Körperschaftsteuer haben die Finanzämter verschiedener Vertragspartner jedoch teilweise abgelehnt oder nachträglich aberkannt.

Gegen die mBank wurde in 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken zugelassen. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Die Kläger hatten gegen das abweisende Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Rechtsmittel eingelegt. Das Berufungsgericht hat den Fall im Januar 2024 zur erneuten Verhandlung an das erstinstanzliche Gericht zurückverwiesen.

Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer von auf Fremdwährungen indexierten Darlehen aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben der Sammelklage sind zum 30. Juni 2024 23 099 weitere Einzelverfahren anhängig (31. Dezember 2023: 22 602). Die mBank tritt den Klagen entgegen.

Zum 30. Juni 2024 lagen zu 5 876 auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die mBank vor, von denen 114 zugunsten der mBank und 5 762 zuungunsten der mBank entschieden wurden.

Der polnische Oberste Gerichtshof hat am 25. April 2024 unter anderem entschieden, dass die Verjährungsfrist für den Anspruch der Bank auf Rückzahlung in der Regel beginnt, wenn der Kreditnehmer die Unwirksamkeit geltend macht. Dies kann in einigen Fällen dazu führen, dass die Forderung der Bank auf Rückzahlung des Kapitals verjährt sein könnte.

Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung in Folge der Entscheidung des polnischen Obersten Gerichtshofs, den weiteren Verlauf der Diskussion über die Auslegung der Entscheidung sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative beobachten und mögliche Auswirkungen auf die Vorsorge fortlaufend prüfen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH in Zukunft erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des rechtlichen Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen haben können.

Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein Vergleichsprogramm aufgelegt, welches sich an alle Kunden mit aktiven, auf Schweizer Franken indexierten Darlehen richtet, einschließlich derer, die bereits gegen die Bank klagen. Den Kunden wird angeboten, ihre Darlehen in Zloty-Darlehen mit einem festen oder variablen Zinssatz umzuwandeln, sowie der Erlass eines individuell zu verhandelnden Teils der noch ausstehenden Darlehensvaluta. Zum Stichtag hat die mBank die Risiken im Zusammenhang mit künftigen Vergleichszahlungen mit 223 Mio. Euro berücksichtigt.

Die mBank prüft die Auswirkungen der Rechtsprechung fortlaufend und passt die Parameter des Modells, wie die erwartete Anzahl von Kreditnehmern, die noch klagen werden, die Art der erwarteten Gerichtsurteile, die Höhe des Verlustes der Bank im Falle eines Urteils sowie die Annahmequote für Vergleiche soweit erforderlich an. Die Methodik zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen und Entscheidungen der polnischen Gerichte und des EuGH können dazu führen, dass die Vorsorge zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.

Das zum 30. Juni 2024 bestehende Portfolio von nicht vollständig zurückgeführten, auf Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen Buchwert in Höhe von 2,4 Mrd. polnischen Zloty. Das Portfolio von vollständig zurückgezahlten Darlehen und Darlehen, für die ein Vergleich oder rechtskräftiges Urteil vorliegt, betrug bei Ausreichung 12,6 Mrd. polnische Zloty. Insgesamt wurde im Konzern für die aus dem Komplex entstehenden Risiken, einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen und der Sammelklage, eine bilanzielle Vorsorge in Höhe von 2,0 Mrd. Euro gebildet (31. Dezember 2023: 1,9 Mrd. Euro), die fast ausschließlich auf Schweizer Franken indexierte Darlehen entfällt. Bei noch nicht vollständig zurückgeführten Darlehen werden die rechtlichen Risiken unmittelbar bei der Schätzung der Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen berücksichtigt.

Im April 2021 hat der Bundesgerichtshof in einem Verfahren gegen eine andere Bank über den sogenannten AGB-Änderungsmechanismus entschieden und die entsprechenden Ziffern der AGBBanken für unwirksam erklärt. Dieser Mechanismus sah vor, dass die Zustimmung des Kunden zu bestimmten Vertragsänderungen nach einer bestimmten Frist angenommen wurde, wenn der Kunde nicht widersprochen hatte. Die Bank hat die Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf ihre Geschäftsbereiche und Produkte geprüft, da aufgrund des AGB-Änderungsmechanismus eingeführte oder erhöhte Entgelte für Verbraucher möglicherweise unwirksam sein können.

Im Juni 2023 wurde die Bank vor einem russischen Gericht vom Begünstigten einer Garantie verklagt, die die Bank auftrags eines Kunden in Deutschland ausgestellt hatte. Im Jahr 2021 hatte die Bank eine Vertragserfüllungsgarantie zugunsten eines russischen Unternehmens ausgestellt, um die Verbindlichkeiten des Kunden der Bank im Rahmen eines Bauvertrags zu sichern. Aufgrund der geltenden Sanktionsregelung konnte der Kunde der Bank seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das russische Unternehmen verlangte daraufhin von der Bank Zahlung aus der Garantie. Die geltenden Sanktionsregelungen hindern die Bank an der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Garantie. Im Juni 2024 hat das russische Gericht die Bank sowie zwei Tochtergesellschaften der Bank in Russland zur Zahlung der Garantiesumme nebst Zinsen gesamtschuldnerisch verurteilt. Die Bank wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das russische Gericht hatte bereits im Mai 2024 einen Arrest von Vermögenswerten der Bank und einer der beiden Tochtergesellschaften, der Commerzbank (Eurasija), angeordnet. Die Bank hat ein Verfahren beim Internationalen Schiedsgerichtshof eingeleitet, mit dem sie die Feststellung beantragt hat, dass die Commerzbank aufgrund der Garantie nicht zur Zahlung verpflichtet ist; das Ergebnis steht noch aus. Außerdem hat die Bank vor einem Gericht in London eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem russischen Unternehmen untersagt, das Verfahren in Russland fortzusetzen, da die Klage gegen die Schiedsvereinbarung im Rahmen der Garantie verstößt.

Die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft Commerzbank (Eurasija) sind in Russland von Kunden eines russischen Zentralverwahrers verklagt worden. Dieser unterhält ein Konto bei der Commerzbank in Deutschland, auf dem angeblich unter anderem Gelder der Kläger liegen. Der Zentralverwahrer und seine Vermögenswerte (einschließlich des Guthabens auf dem Konto) unterliegen geltenden Sanktionen. Daher können die Kläger nicht auf ihre Gelder bei dem Zentralverwahrer zugreifen, und verlangen stattdessen in Russland von der Commerzbank Schadensersatz. Im März 2024 erließ ein Gericht erster Instanz in einem Verfahren ein Urteil, mit dem die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt wurden. Die Commerzbank hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. In einem anderen Fall hat das Gericht zunächst einen Arrest verfügt und dann im Juli 2024 die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Commerzbank wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Auch gegen die übrigen Ansprüche verteidigt sich die Commerzbank weiter.

Die Verfahren in Russland sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Vermögenswerte der Bank und der Commerzbank (Eurasija) beschlagnahmt werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass auf der Grundlage weiterer Ansprüche zusätzliche Verfahren eingeleitet werden und/​oder in diesem Zusammenhang weitere Kosten entstehen, die zu erheblich höheren Verlusten führen.

Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 35 zu den Rückstellungen und der Note 36 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden.

Sonstige wesentliche Risiken

Bei den sonstigen wesentlichen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 dargestellten Stand mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei den Compliance-Risiken und Cyberrisiken.

Compliance-Risiken Insgesamt besteht weiterhin ein verstärkter Fokus auf der Sicherstellung der Umsetzung von Sanktionsvorgaben sowie der Verfolgung von möglichen Sanktionsverstößen.

Die politische und regulatorische Aufmerksamkeit hinsichtlich Russland-bezogener Sanktionen ist weiterhin ungebrochen. Die jüngsten Verschärfungen im Rahmen des nunmehr 14. Sanktionspaketes der EU sowie weitere Ausweitungen der US-Sanktionen zeigen dies deutlich. Aktuelle geopolitische Entwicklungen, aber auch die sich ändernden Erwartungshaltungen der Regulatoren im Hinblick auf die Umsetzung von Sanktionsvorgaben werden fortlaufend beobachtet, um zeitnah auf Änderungen reagieren zu können.

Auch bei den jüngsten Verschärfungen der Sanktionen standen insbesondere Export-Kontrollanforderungen im Fokus. Wobei im 14. Sanktionspaket in erster Linie die Realwirtschaft in die Pflicht genommen wird. Die Commerzbank hat bereits verstärkte Prüfroutinen insbesondere im Bereich der Handelsfinanzierung etabliert, um den Anforderungen der Exportkontrolle und auch der Verhinderung von Sanktionsumgehungsgeschäften gerecht zu werden.

Die Rechtstexte des AML-Pakets, die in den EU-Trilogverhandlungen beschlossen wurden, wurden im Juni 2024 final veröffentlicht und werden weitgehend zum 10. Juli 2027 Geltung erlangen. Detaillierte Vorgaben (regulatory technical standards) werden sukzessive für einzelne Themenfelder veröffentlicht. Parallel analysiert die Bank mögliche Auswirkungen und Maßnahmen im Umgang mit diesen zukünftigen regulatorischen Anforderungen.

Das Angriffsvolumen aus externem Fraud ist im ersten Halbjahr 2024 weiter angestiegen. Group Compliance legt daher für das Jahr 2024 weiterhin einen Fokus auf die Weiterentwicklung der systemunterstützten Betrugsprävention.

Cyber-Risiken Cyberrisiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyberraum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyberraums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyberrisiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb des Cyberraums.

Für Cyberrisiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Konzernrisikostrategie, der Informationssicherheitsstrategie sowie der Teilrisikostrategie Cyberrisiko. Dabei insbesondere ein erweitertes Identity- und Access-Management, die Implementierung des Zero-Trust-Modells, die breite Anwendung von MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung), die Stärkung der Cyberresilienz sowie weiterhin die Durchführung von umfangreichen Awareness-Maßnahmen.

Die Steuerung der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken erfolgt durch den Konzernbereich GRM-CRIS (Group Risk Management - Cyber Risk & Information Security). Den Bereich verantwortet der Group CISO (Chief Information Security Officer). Neben bereits etablierten Sicherheitsfunktionen wie dem nach ISO 27001 zertifizierten ISMS (Information-Security-Management-System) liegt der Fokus auf dem Cyberrisikomanagement sowie der Stärkung der Cyberresilienz der Commerzbank.

Die aktuelle Cyberrisikolage ist von den geopolitischen Spannungen rund um den Krieg in der Ukraine geprägt und unverändert hoch. Nach wie vor präsent im Rahmen des Russland-Ukraine-Krieges ist die Gefahr von Angriffen durch staatliche Akteure auf kritische Infrastrukturen und daraus resultierender Kollateraleffekte auf die Bank.

Ransomware ist ein etablierter Angriffsvektor im Bereich der organisierten Cyberkriminalität, der vor allem mittelständische Unternehmen bedroht. Im Bereich der Verfügbarkeitsangriffe (DDoS -Distributed Denial of Service) beobachten wir eine zunehmende Verlagerung von der Netzwerk- auf die Anwendungsebene.

Ein verbesserter Schutz gegen diese Bedrohungen wurde im Rahmen der verabschiedeten Investitions- und Maßnahmenpakete bereits auf den Weg gebracht. Die Entwicklungen im Cyberumfeld werden in der Commerzbank von einer interdisziplinären Taskforce (Top-Management und Spezialisten aus GRM-CRIS und GS-TF -Group Technology Foundations) kontinuierlich beobachtet.

Durch eine enge Verzahnung der 1st und 2nd Line-of-Defense-(LoD-)Aktivitäten im Bereich der Cyberbedrohungsanalyse inklusive der entsprechenden Schutzmaßnahmen und Incident-Management-Prozesse ist die Bank weiterhin angemessen vor solchen Attacken geschützt.

Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

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Mio. € Notes 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet (7) 8 766 7 088 23,7
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet (7) 2 008 1 134 77,0
Zinserträge (7) 10 773 8 222 31,0
Zinsaufwendungen (7) 6 570 4 146 58,5
Zinsüberschuss (7) 4 204 4 076 3,1
Dividendenerträge (8) 13 3 .
Risikoergebnis (9) - 274 - 276 - 0,7
Provisionserträge (10) 2 182 2 085 4,6
Provisionsaufwendungen (10) 383 329 16,3
Provisionsüberschuss (10) 1 799 1 756 2,4
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten

finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
(11) - 58 - 90 - 35,8
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (12) - 25 7 .
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 59 - 16 .
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
98 34 .
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten (13) 39 18 .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2 3 - 42,2
Sonstiges Ergebnis (14) - 559 - 477 17,1
Verwaltungsaufwendungen (15) 3 021 2 945 2,6
Pflichtbeiträge (16) 166 312 - 46,8
Restrukturierungsaufwendungen (17) 2 8 - 76,6
Ergebnis vor Steuern 1 953 1 756 11,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 611 617 -1,1
Konzernergebnis 1 342 1 139 17,8
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 57 -6 .
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis
1 285 1 145 12,2

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1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie 1 (19) 0,91 0,76 20,0

1 Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien nach jeweiligen Aktienrückkaufprogrammen (siehe auch Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Ergebnis Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis Note 19). Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte (siehe je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Konzernergebnis 1 342 1 139 17,8
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 89 57 56,1
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 100 67 .
Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 11 124 .
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 7 9 - 16,2
Erfolgsneutrale Wertänderung 85 145 - 41,2
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 0 1 - 53,5
Erfolgsneutrale Wertänderung 20 52 - 62,0
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - 21 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 120 90 32,7
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung 3 -3 .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 0 .
In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 233 314 -25,7
Sonstiges Periodenergebnis 222 438 - 49,4
Gesamtergebnis 1 564 1 577 - 0,8
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 77 85 -9,8
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis
1 487 1 492 - 0,3

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 139 38 - 100 49 18 67
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 129 - 40 89 84 - 28 57
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 131 - 38 92 165 - 11 154
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 26 - 6 20 63 - 11 52
Veränderung aus Net Investment Hedge 4 - 1 3 - 4 1 - 3
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 120 - 120 111 - 111
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - - 1 0 - 0
Sonstiges Periodenergebnis 269 - 47 222 469 - 30 438

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.4.-30.6.2024 1.4.-30.6.2023
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 47 13 -33 20 18 37
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 134 - 42 93 - 87 26 - 61
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 75 - 20 55 37 -7 30
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 13 - 3 9 28 -5 22
Veränderung aus Net Investment Hedge - - - - 0 0 - 0
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 49 - 49 170 - 170
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - 0 - 0 - - 0
Sonstiges Periodenergebnis 224 - 51 173 167 32 198

Bilanz

Aktiva

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| Mio. € Notes 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Kassenbestand und Sichtguthaben 104 092 93 126 11,8
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost (20) 308 842 298 689 3,4
darunter: als Sicherheit übertragen 3 470 3 791 - 8,5
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (22) 46 926 40 143 16,9
darunter: als Sicherheit übertragen 15 981 9 651 65,6
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L (24) 61 953 48 359 28,1
darunter: als Sicherheit übertragen - - .
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (25) 29 931 28 334 5,6
darunter: als Sicherheit übertragen 2 930 1 618 81,1
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 2 562 - 2 305 11,1
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 460 1 497 - 2,5
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 172 142 21,2
Immaterielle Vermögenswerte (31) 1 686 1 394 20,9
Sachanlagen (32) 2 283 2 352 - 3,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 226 53 .
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 62 62 -
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 159 138 15,0
Latente Ertragsteueransprüche 2 083 2 505 - 16,8
Sonstige Aktiva (33) 2 774 2 677 3,6
Gesamt 560 087 517 166 8,3

Passiva

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| Mio. € Notes 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (21) 438 031 419 809 4,3
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (23) 62 167 36 941 68,3
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (26) 17 521 18 927 - 7,4
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 3 095 - 3 311 - 6,5
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 324 3 100 - 25,0
Rückstellungen (35) 3 553 3 553 - 0,0
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 527 535 -1,5
Latente Ertragsteuerschulden 46 3 .
Sonstige Passiva (34) 5 621 4 599 22,2
Eigenkapital 33 393 33 009 1,2
Gezeichnetes Kapital 1 185 1 240 - 4,5
Kapitalrücklage 10 143 10 087 0,6
Gewinnrücklagen 18 090 18 026 0,4
Andere Rücklagen (mit Recycling) - 262 - 475 - 44,9
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 29 156 28 878 1,0
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 3 114 3 114 -
Nicht beherrschende Anteile 1 123 1 016 10,5
Gesamt 560 087 517 166 8,3

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Andere Rücklagen
Neubewertungs-

rücklage
Rücklage aus

Cashflow-Hedges
Rücklage aus der

Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 1.1.2024 1 240 10 087 18 026 - 145 - 52 - 278
Gesamtergebnis - - 1 273 86 14 114
Konzernergebnis 1 285
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 100
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 89
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 86
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 14
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 112
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1
Aktienrückkauf - 56 56 - 600
Dividendenausschüttung - 415
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 195
Veränderungen im Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen - 0
Eigenkapital zum 30.6.2024 1 185 10 143 18 090 - 59 - 38 - 165

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Mio. € Commerzbank-

Aktionären

zurechenbares

Eigenkapital
Zusätzliche

Eigenkapital-

bestandteile 1
Nicht

beherrschende

Anteile
Eigen-

kapital
--- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 1.1.2024 28 878 3 114 1 016 33 009
Gesamtergebnis 1 487 - 77 1 564
Konzernergebnis 1 285 57 1 342
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 100 - - 100
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 89 - 89
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 86 7 92
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 14 6 20
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 112 7 120
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge 3 - 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - - 1
Aktienrückkauf - 600 - - 600
Dividendenausschüttung - 415 - 1 - 415
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 195 - - 195
Veränderungen im Anteilsbesitz - - -
Sonstige Veränderungen - 0 30 30
Eigenkapital zum 30.6.2024 29 156 3 114 1 123 33 393

1 Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen darstellen und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen keine Rückkäufe vor.

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Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen 1
Andere Rücklagen
Neubewertungs-

rücklage
Rücklage aus

Cashflow-Hedges
Rücklage aus der

Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2022 (vor Korrekturen nach IAS 8) 1 252 10 075 16 466 - 447 - 117 - 327
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - 28 - - -
Eigenkapital zum 1.1.2023 1 252 10 075 16 495 - 447 - 117 - 327
Gesamtergebnis - - 1 269 131 36 56
Konzernergebnis 1 145
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 67
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 57
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 131
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 36
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 58
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge - 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0
Aktienrückkauf - 12 - 110
Dividendenausschüttung - 250
Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 194
Veränderungen im Anteilsbesitz - 0
Sonstige Veränderungen - 0
Eigenkapital zum 30.6.2023 1 240 10 075 17 209 - 316 - 81 - 271

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Mio. € Commerzbank-

aktionären

zurechenbares

Eigenkapital 1
Zusätzliche

Eigenkapital-

bestandteile 2
Nicht

beherrschende

Anteile
Eigenkapital 1
--- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2022 (vor Korrekturen nach IAS 8) 26 903 3 114 888 30 905
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen 28 - - 28
Eigenkapital zum 1.1.2023 26 931 3 114 888 30 934
Gesamtergebnis 1 492 - 85 1 577
Konzernergebnis 1 145 - 6 1 139
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 67 - 67
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 57 -0 57
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 131 23 154
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 36 16 52
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 58 53 111
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge - 3 - - 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 - 0
Aktienrückkauf - 122 - - 122
Dividendenausschüttung - 250 - 0 - 251
Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 194 - - 194
Veränderungen im Anteilsbesitz - 0 0 -
Sonstige Veränderungen - 0 1 1
Eigenkapital zum 30.6.2023 27 856 3 114 974 31 944

1 Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 5).

AT-1-Anleihe

Ende Juni 2024 wurde die vierte AT-1-Anleihe aus dem Emissionsprogramm mit Wertstellung nach dem Berichtsstichtag 30. Juni 2024 erfolgreich begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 750 Mio. Euro und einen festen, jedoch diskretionären Kupon von 7,875 % pro Jahr. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin durch die Commerzbank im Zeitraum von Oktober 2031 bis April 2032. Im Vorjahr wurden keine AT-1-Anleihen begeben.

Sonstige Veränderungen

Zum 30. Juni 2024 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft 1 185 Mio. Euro (Vorjahr: 1 240 Mio. Euro) und war in 1 184 669 009 Stückaktien (Vorjahr: 1 240 223 329) (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro) eingeteilt.

Durch ein Aktienrückkaufprogramm wurden im ersten Quartal 2024 55 554 320 Stückaktien mit einem Anteil von 4,48 % am Grundkapital zurückgekauft. Der an der Börse gezahlte Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 10,80 Euro. Zweck des Aktienrückkaufs war die Verringerung des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die zurückgekauften Aktien wurden im zweiten Quartal 2024 eingezogen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,35 Euro je Aktie vorgenommen.

Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel.

In der Zeile Sonstige Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

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Mio. € 2024 2023 Veränd.

in %
Zahlungsmittelbestand 1.1. 93 126 75 233 23,8
Cashflow aus

operativer

Geschäftstätigkeit
11 748 10 327 13,8
Cashflow aus

Investitionstätigkeit
- 879 - 443 98,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 431 - 3 .
Cashflow insgesamt 10 438 9 881 5,6
Effekte aus Wechselkursänderungen 529 - 155 .
Zahlungsmittelbestand

zum 30.6.
104 092 84 959 22,5

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Grundlagen

(1) Rechnungslegungsgrundsätze

Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/​2002 (IAS -Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Alle für das Geschäftsjahr 2024 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.

Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 34 unseres Zwischenberichts veröffentlicht.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2024 erstellte Abschlüsse.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

Für allgemeine Erläuterungen und Beschreibungen der einzelnen Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und der Bilanz verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2023.

(2) Neue und geänderte Standards

Die Änderung den IAS 21 betreffend wurde bereits im Geschäftsbericht 2023, Seite 276 f. erwähnt. Das Endorsement spezifiziert die Bestimmung des Wechselkurses bei langfristig fehlender Umtauschbarkeit, welche bisher nicht geregelt war. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen.

Der IFRS 18 beinhaltet Anforderungen zur Darstellung und zu Angaben im Abschluss. Der geänderte Standard soll ab dem 1. Januar 2027 anzuwenden sein. Das Endorsement steht noch aus.

Alle von uns nicht explizit erläuterten Standardänderungen haben nach jetzigem Stand keinen wesentlichen Einfluss auf unseren Konzernabschluss.

(3) Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(4) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zum 1. Januar 2024 sind die überarbeiteten Standards IAS 1 und IFRS 16 in Kraft getreten. Bei beiden Anpassungen handelt es sich um Klarstellungen zur Klassifizierung von Schulden mit Kreditbedingungen beziehungsweise zu Sale-and-Lease-Back-Geschäften. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Ebenfalls zum 1. Januar 2024 gelten die Änderungen von IAS 7 und IFRS 7, welche unter dem Titel Supplier Finance Arrangement veröffentlicht wurden. Die Anpassungen betreffen Vorschriften zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen. Auch hieraus ergeben sich für die Commerzbank keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungsmethodik.

Ansonsten wenden wir in diesem Zwischenbericht die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 an (vergleiche Geschäftsbericht 2023, Seite 277 ff.).

(5) Korrekturen nach IAS 8

Über die Korrektur im Zusammenhang mit einer Methodenänderung für Wertberichtigungen wurde bereits zuletzt im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 berichtet (siehe Note 4, Seite 279).

(6) Konsolidierungskreis

Erstkonsolidierung Aquila Capital Investment

Ein Tochterunternehmen der Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 3. Juni 2024 74,9 % der Anteile und Stimmrechte an der auf essenzielle Sachwertanlagen wie erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastrukturprojekte spezialisierten, in Hamburg ansässigen Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH (ACI) erworben. Die Mehrheit der Stimmrechte sowie besondere gesellschaftsvertragliche Regelungen für den Fall eines Dissenses gewähren der Commerzbank Aktiengesellschaft beziehungsweise dem erwerbenden Tochterunternehmen der Commerzbank Aktiengesellschaft die Beherrschung über die ACI.

Mit der Transaktion wird die Angebotspalette für unsere Kundinnen und Kunden im nachhaltigen Assetmanagement deutlich erweitert. Die ACI wird einen wichtigen Beitrag zum geplanten Wachstum der Provisionserträge des Konzerns liefern. Das Vertriebsnetzwerk der ACI und der Zugang zur Projektentwicklung der Aquila-Gruppe bieten internationale Wachstumschancen und gleichzeitig die wesentliche Grundlage des erworbenen Geschäfts- und Firmenwerts. Mit dem Anteilserwerb wurden gleichzeitig diverse Dienstleistungsverträge zwischen Commerzbank Aktiengesellschaft und ACI sowie mit der Aquila-Gruppe abgeschlossen, die zukünftig zu Provisionserträgen und -aufwendungen führen werden.

Die folgende Tabelle zeigt jeweils die Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden:

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Mio. € 3.6.2024
Kassenbestand und Sichtguthaben 14
Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost 4
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L 30
Immaterielle Anlagewerte 128
Übrige Aktiva 31
Summe der identifizierten Vermögenswerte 208
Rückstellungen 24
Latente Ertragsteuerschulden 41
Übrige Passiva 25
Summe der identifizierten Schulden 90
Nettovermögen zum Zeitwert 118
Nicht beherrschende Anteile 30
Summe ohne nicht beherrschende Anteile 88
Kaufpreis/​ Gegenleistung 200
Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) 112

Der angesetzte Betrag der Nicht beherrschenden Anteile betrug im Erwerbszeitpunkt 30 Mio. Euro, was dem anteiligen erworbenen Nettovermögen der ACI entspricht.

Die Provisionserträge beziehungsweise der Gewinn der ACI seit Anfang Juni 2024 betragen 5 Mio. Euro beziehungsweise 0 Mio. Euro. Die nicht im Konzernergebnis enthaltenen Provisionserträge beziehungsweise der nicht im Konzernergebnis enthaltene Gewinn der ACI für den Zeitraum vor dem 3. Juni 2024 betragen 27 Mio. Euro beziehungsweise 2 Mio. Euro.

Im Gesamtjahr 2023 wurden 84 Mio. Euro Provisionserträge sowie ein Gewinn von 17 Mio. Euro erzielt. Auf Grund des saisonalen Geschäftsverlaufs, den wir in 2023 beobachten konnten, erwarten wir für das Gesamtjahr 2024 sowohl in den Provisionserträgen als auch beim Gewinn eine Steigerung gegenüber dem Gesamtjahr 2023.

Entkonsolidierung Banco Múltiplo

Im zweiten Quartal 2023 wurde die Tochtergesellschaft Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, Brasilien aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert. Die Banklizenz wurde im April 2023 zurückgegeben. Aus der Entkonsolidierung resultierte ein Effekt von - 24 Mio. Euro, der im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen wurde.

Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung

(7) Zinsüberschuss

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd.

in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 8 766 7 088 23,7
Zinserträge - Amortised Cost 8 145 6 623 23,0
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 7 572 6 110 23,9
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 574 513 11,8
Zinserträge - Fair Value OCI 618 450 37,3
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 1 2 - 36,5
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 617 448 37,6
Vorfälligkeitsentschädigung 2 15 - 83,9
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 2 008 1 134 77,0
Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L 2 007 1 101 82,4
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 1 916 1 050 82,4
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 91 50 80,9
Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten 1 33 - 98,1
Zinsaufwendungen 6 570 4 146 58,5
Zinsaufwendungen - Amortised Cost 4 481 2 951 51,9
Einlagen 3 901 2 482 57,1
Begebene Schuldverschreibungen 580 469 23,8
Zinsaufwendungen - Fair Value Option 2 018 1 109 81,9
Einlagen 1 865 1 019 82,9
Begebene Schuldverschreibungen 153 90 70,0
Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten 18 15 16,4
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 14 11 23,5
Sonstige Zinsaufwendungen 40 60 - 33,6
Gesamt 4 204 4 076 3,1

(8) Dividendenerträge

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI - - .
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 12 4 .
Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 1 -0 .
Gesamt 13 3 .

(9) Risikoergebnis

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - 322 - 337 - 4,3
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI - 1 5 .
Finanzgarantien - 10 2 .
Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen 60 53 12,4
Gesamt - 274 - 276 - 0,7

(10) Provisionsüberschuss

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Provisionserträge 2 182 2 085 4,6
Wertpapiergeschäft 599 576 4,1
Vermögensverwaltung 192 182 6,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 821 814 0,8
Bürgschaften 135 130 4,0
Syndizierungen 153 122 25,7
Vermittlungsgeschäft 83 80 4,3
Treuhandgeschäfte 26 30 - 15,2
Übrige Erträge 172 152 13,0
Provisionsaufwendungen 383 329 16,3
Wertpapiergeschäft 83 72 14,3
Vermögensverwaltung 24 23 3,1
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 118 103 15,0
Bürgschaften 10 11 - 10,1
Syndizierungen 2 3 - 53,4
Vermittlungsgeschäft 75 48 55,3
Treuhandgeschäfte 20 24 - 19,7
Übrige Aufwendungen 53 44 18,8
Provisionsüberschuss 1 799 1 756 2,4
Wertpapiergeschäft 517 503 2,7
Vermögensverwaltung 169 159 6,4
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 702 711 -1,2
Bürgschaften 126 119 5,3
Syndizierungen 152 119 27,9
Vermittlungsgeschäft 8 32 - 73,7
Treuhandgeschäfte 6 6 3,2
Übrige Erträge 119 108 10,6
Gesamt 1 799 1 756 2,4

Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst Risikovorsorgezuführungen und -auflösungen unter anderem aus Neugeschäften, Stagewechseln, bilanziellen Abgängen aus Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen.

Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 17 ff. und Note 27) entnommen werden.

Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar:

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1.1.-30.6.2024 | Mio. € Privat- und

Unternehmerkunden
Firmenkunden Sonstige und

Konsolidierung 1
Konzern
Wertpapiergeschäft 593 17 - 11 599
Vermögensverwaltung 187 5 0 192
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 410 418 - 8 821
Bürgschaften 16 127 -7 135
Syndizierungen 0 153 0 153
Vermittlungsgeschäft 80 3 0 83
Treuhandgeschäfte 23 3 0 26
Übrige Erträge 146 36 - 11 172
Gesamt 1 456 763 - 37 2 182

1 Bei den Posten im Bereich Sonstige und Konsolidierung handelt es sich im Wesentlichen um Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.

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1.1.-30.6.2023 | Mio. € 2 Privat- und

Unternehmerkunden
Firmenkunden Sonstige und

Konsolidierung 1
Konzern
Wertpapiergeschäft 571 16 - 11 576
Vermögensverwaltung 179 3 0 182
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 388 434 - 9 814
Bürgschaften 15 129 - 14 130
Syndizierungen 0 122 0 122
Vermittlungsgeschäft 77 8 -5 80
Treuhandgeschäfte 27 4 0 30
Übrige Erträge 133 25 - 6 152
Gesamt 1 390 740 - 45 2 085

1 Bei den Posten im Bereich Sonstige und Konsolidierung handelt es sich im Wesentlichen um Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.

2 Korrektur Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29 (siehe Note 37).

(11) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading - 139 - 130 7,6
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option 113 -7 .
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L - 31 47 .
Gesamt - 58 - 90 - 35,8

(12) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten 875 32 .
Micro Fair Value Hedges 495 133 .
Portfolio Fair Value Hedges 379 - 101 .
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften - 900 - 25 .
Micro Fair Value Hedges - 504 - 115 .
Portfolio Fair Value Hedges - 396 90 .
Cashflow-Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) 0 1 - 73,6
Net Investment Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Net Investment Hedges (nur ineffektiver Teil) - - .
Gesamt - 25 7 .

(13) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 59 - 16 .
Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte -Fair Value OCI (mit Recycling) - 7 - 9 - 16,2
Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten -Amortised Cost 1 -1 .
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost - 55 - 8 .
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost 2 1 .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) 98 34 .
Gewinne aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) 237 49 .
Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) 139 15 .
Gesamt 39 18 .

(14) Sonstiges Ergebnis

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Wesentliche Sonstige Erträge 238 341 -30,2
Auflösungen von Rückstellungen 44 47 -6,3
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 49 128 - 62,2
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 7 8 - 6,6
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 5 1 .
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 13 10 36,7
Erträge aus Wechselkursveränderungen 30 98 - 69,1
Übrige sonstige Erträge 89 49 81,9
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 785 798 - 1,7
Zuführungen zu Rückstellungen 445 137 .
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 36 42 - 14,5
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 4 2 54,3
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 5 11 - 57,2
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 0 0 12,6
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 29 92 - 69,0
Übrige sonstige Aufwendungen 266 513 - 48,2
Sonstige Steuern (saldiert) - 14 - 5 .
Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) 2 - 15 .
Sonstiges Ergebnis - 559 - 477 17,1

Im Sonstigen Ergebnis ist im Wesentlichen der Aufwand im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank enthalten. Diese betragen im aktuellen Geschäftsjahr 558 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 520 Mio. Euro).

(15) Verwaltungsaufwendungen

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Personalaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Löhne und Gehälter 1 750 1 660 5,4
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 88 108 - 18,1
Gesamt 1 838 1 767 4,0

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Sachaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Raumaufwendungen 118 127 -6,8
IT-Aufwendungen 263 260 1,2
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 98 92 6,6
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 106 102 3,3
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 97 92 4,7
Personalinduzierte Sachaufwendungen 39 38 0,9
Übrige Sachaufwendungen 72 79 -9,2
Gesamt 791 790 0,2

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Abschreibungen | Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 48 44 10,0
Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen 4 4 -1,4
Immaterielle Vermögenswerte 195 198 -1,6
Nutzungsrechte 144 142 1,5
Gesamt 391 388 0,8

(16) Pflichtbeiträge

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Einlagensicherungsfonds 47 45 4,2
Polnische Bankensteuer 85 80 6,5
Europäische Bankenabgabe 34 187 - 81,9
Gesamt 166 312 -46,8

(17) Restrukturierungsaufwendungen

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Mio. € 1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 2 8 - 76,6
Gesamt 2 8 - 76,6

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 30. Juni 2024 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 611 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 617 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 1 953 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 756 Mio. Euro) ergab sich eine Konzernsteuerquote von 31,3 % (Vorjahreszeitraum: 35,2 %) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand im laufenden Geschäftsjahr 2024 resultiert im Wesentlichen aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses der Berichtsperiode.

(19) Ergebnis je Aktie

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1.1.-30.6.2024 1.1.-30.6.2023 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 954 1 764 10,8
Den Commerzbank-Aktionären und den Investoren

in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile

zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €)
1 285 1 145 12,2
Ausschüttungen zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile (Mio.€)
195 194 0,2
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) 1 090 950 14,7
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener

Stammaktien (Stück) 1
1 195 809 316 1 251 266 052 - 4,4
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,63 1,41 16,0
Ergebnis je Aktie (€) 0,91 0,76 20,0

1 Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien nach jeweiligen Aktienrückkaufprogrammen (siehe auch Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbaren Konzernergebnis abzüglich tatsächlich gezahlter AT-1-Kupons und wird als Quotient aus diesem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 37) definiert.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 5,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 4,8 Mrd. Euro) begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 2,7 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 1,7 Mrd. Euro). Im aktuellen Geschäftsjahr sowie im Vorjahreszeitraum gab es keine wesentlichen Rückzahlungen.

Die Commerzbank nahm seit 2020 an der dritten Reihe gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III) teil. Von den insgesamt 35,9 Mrd. Euro wurden 26,9 Mrd. Euro im vierten Quartal 2022, 5,4 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2023 und schließlich die restlichen 3,6 Mrd. Euro im ersten Quartal 2024 zurückgeführt.

Die Verzinsung hing von der Entwicklung des Kreditvolumens in einem Benchmark Portfolio ab, das bei Erreichen eines Schwellenwerts zu einer Zinsvergünstigung führt. Die Commerzbank hatte im Jahr 2021 den Schwellenwert erreicht und Zinsvergünstigungen in Anspruch genommen.

Die Vereinnahmung der Zinsen erfolgte grundsätzlich ratierlich im Zinsergebnis bei korrespondierender Kürzung der Refinanzierungsverbindlichkeit. Durch mehrfache Leitzinsanhebungen seit der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 entfiel die Erfassung einer Zinsvergünstigung nach IAS 20 für die Restlaufzeit. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 entstanden dadurch insgesamt Zinsaufwendungen von 29 Mio. Euro (Vorjahr: 197 Mio. Euro).

(20) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 278 400 268 935 3,5
Verbriefte Schuldinstrumente 30 442 29 754 2,3
Gesamt 308 842 298 689 3,4

(21) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Einlagen 395 204 379 311 4,2
Begebene Schuldverschreibungen 42 827 40 498 5,7
Geldmarktpapiere 1 346 1 089 23,6
Pfandbriefe 23 895 22 119 8,0
Sonstige emittierte Schuldtitel 17 586 17 290 1,7
Gesamt 438 031 419 809 4,3

(22) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen (mit Recycling) 215 232 -7,1
Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) 46 711 39 911 17,0
Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) - - .
Gesamt 46 926 40 143 16,9

(23) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Einlagen 54 470 30 859 76,5
Begebene Schuldverschreibungen (Sonstige emittierte Schuldtitel) 7 697 6 082 26,5
Gesamt 62 167 36 941 68,3

Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values 139 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 49 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf 259 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 109 Mio. Euro).

Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde sowohl in der aktuellen Periode als auch im Vorjahreszeitraum keine erfolgsneutrale Umgliederung in der Gewinnrücklage erfasst.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro begeben (Vorjahreszeitraum: 1,0 Mrd. Euro). Ein nennenswertes Volumen fälliger Emissionen sowie Rückzahlungen gab es in der aktuellen Berichtsperiode sowie im Vorjahreszeitraum nicht.

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 58 313 43 867 32,9
Verbriefte Schuldinstrumente 2 743 3 621 - 24,2
Eigenkapitalinstrumente 898 871 3,0
Gesamt 61 953 48 359 28,1

(25) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 1 601 1 172 36,5
Verbriefte Schuldinstrumente 4 084 2 170 88,2
Eigenkapitalinstrumente 4 267 2 505 70,3
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 17 529 20 486 - 14,4
Zinsbezogene derivative Geschäfte 7 828 9 096 - 13,9
Währungsbezogene derivative Geschäfte 7 506 9 236 - 18,7
Aktienderivate 922 821 12,3
Kreditderivate 181 166 8,9
Übrige derivative Geschäfte 1 091 1 168 - 6,6
Sonstige Handelsbestände 2 452 2 001 22,5
Gesamt 29 931 28 334 5,6

(26) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Zertifikate und andere Emissionen 1 158 1 021 13,5
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1 862 1 016 83,2
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 14 501 16 890 - 14,1
Zinsbezogene derivative Geschäfte 6 614 7 568 - 12,6
Währungsbezogene derivative Geschäfte 6 852 8 578 - 20,1
Aktienderivate 230 143 61,1
Kreditderivate 207 162 28,1
Übrige derivative Geschäfte 597 440 35,8
Gesamt 17 521 18 927 - 7,4

Kreditrisiken und Kreditverluste

(27) Kreditrisiken und Kreditverluste

Grundsätze und Bewertungen

Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines dreistufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst.

In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:

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Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost).
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI).
Forderungen aus Leasingverhältnissen.
Kreditzusagen (Unwiderrufliche und Widerrufliche), die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.
Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.

Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines dreistufigen Modells nach folgenden Vorgaben:

In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus macht die Commerzbank vom Wahlrecht nach IFRS 9 B 5.5.23 Gebrauch (sogenannte Low Credit Risk Exemption oder LCRE) und klassifiziert Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, in Stage 1. Dies sind Wertpapiere sowie Finanzinstrumente mit Staaten, lokalen oder regionalen Gebietskörperschaften der OECD, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste aus möglichen Ausfallereignissen über die Laufzeit des Geschäftes, längstens für zwölf Monate ("12-month Expected Credit Loss (ECL)") zu erfassen.

Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht der LCRE unterliegen. Neben der kundenspezifischen Probability of Default (PD)-Entwicklung definiert die Commerzbank weitere Kriterien, bei deren Vorliegen eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos angenommen wird. Die Zuordnung zu Stage 2 erfolgt dann unabhängig von der individuellen PD-Entwicklung. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL"). Für unbefristet zugesagte Finanzinstrumente (b.a.w.-Geschäfte) erfolgt ein Topdown-Approach, mit dem auf Basis von realisierten historischen Verlusten der LECL als Prozentsatz des aktuellen Loss at Default (LaD) ermittelt wird.

Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank ihre Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß des Artikels 178 CRR sowie der ergänzenden EBA Leitlinie zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/​2013 heran. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

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Überziehung größer 90 Tage.
Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay).
Sanierung /​ krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen.
Die Bank kündigt die Forderungen.
Der Kunde ist in Insolvenz.

Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 10 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 10 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Szenarien und Wahrscheinlichkeiten basieren auf Einschätzungen von Sanierungs- und Abwicklungsspezialisten. Für jedes Szenario - unabhängig davon, ob es sich um ein Fortführungs- oder Verwertungsszenario handelt - werden Zeitpunkte und Höhe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme geschätzt. Hierbei werden zukunftsgerichtet sowohl die kundenspezifische als auch die makroökonomische Situation (zum Beispiel Devisenbeschränkungen, Devisenwertschwankungen, Rohstoffpreisentwicklungen) und das Branchenumfeld berücksichtigt. Basis der Schätzung sind auch externe Informationen. Als Quellen sind hier unter anderem Indizes (zum Beispiel World Corruption Index), Prognosen (zum Beispiel des IWF), Informationen globaler Vereinigungen von Finanzdienstleistern (zum Beispiel Institute of International Finance) und Veröffentlichungen von Ratingagenturen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu nennen.

Liegt kein Ausfallkriterium mehr vor, gesundet das Finanzinstrument und wird nach Einhaltung der maßgeblichen Wohlverhaltensphase nicht mehr Stage 3 zugeordnet. Nach Gesundung erfolgt auf Basis aktualisierter Ratinginformationen erneut die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Bilanzansatz signifikant erhöht hat und darauf basierend die entsprechende Zuordnung zu Stage 1 oder Stage 2.

Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired" beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des dreistufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung, jedoch unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die erfolgswirksam erfasste Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.

Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist und diese somit uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erwarteten erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.

Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos

In den Ratingsystemen der Commerzbank werden sämtliche verfügbaren quantitativen und qualitativen Informationen mit Relevanz für die Prognose des Ausfallrisikos zur kundenspezifischen Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) verdichtet. Dieser Größe liegt insbesondere eine statistisch fundierte Auswahl und Gewichtung aller verfügbaren Indikatoren zugrunde. Weiterhin fließen in die gemäß den IFRS 9-Anforderungen adjustierten PD neben historischen Informationen und dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld insbesondere auch zukunftsbezogene Informationen wie zum Beispiel die Prognose der Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen ein.

Die Commerzbank verwendet grundsätzlich die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) als Messgröße für die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat. Durch die Verankerung der Überprüfung des relativen Transferkriteriums in den robusten Verfahren und Prozessen des konzernweiten Kreditrisikomanagement-Frameworks der Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung, Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess) wird sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zuverlässig und zeitnah nach objektiven Kriterien erkannt wird.

Darüber hinaus wendet die Commerzbank für die Zuordnung zu Stage 2 (im Wesentlichen) zusätzliche Kriterien an. Diese sind:

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Kunden bei denen ein Finanzinstrument länger als 20 Tage wesentlich überzogen ist,
Kunden, die im Rahmen der Risikofrüherkennungsprozesse auf die Credit Watchlist überführt wurden,
Kunden in der Betreuung von Intensive Care,
Kunden, deren Commerzbank Kredit-Rating am Berichtsstichtag bei 4,6 oder schlechter liegt,
Kunden, deren Commerzbank Kredit-Rating am Berichtsstichtag bei 4,0 oder schlechter und deren Bonitäts-Rating bei 5,0 oder schlechter liegt,
Kunden, denen eine Forbearance-Maßnahme nach Artikel 47b CRR zugestanden wird, welche aber nicht zum Ausfall (Stage 3) führt,
Finanzinstrumente, deren PD am Berichtsstichtag sich gegenüber der PD bei Bilanzzugang mindestens verdreifacht hat und die am Berichtsstichtag ein Bonitätsrating größer als 2.8 ausweisen (Threefold-PD),
Kollektive Stufenzuordnung für einzelne Teilportfolien, zum aktuellen Berichtsstichtag umfasst dies Kunden mit Zugehörigkeit zu einer Sub-Branche, für welche am Berichtsstichtag eine Branchen-Ampel der Farbe gelb oder rot vergeben wurde.

Aus der Implementierung von zusätzlichen Stage 2 Kriterien Credit Watchlist und Betreuung in Intensiv Care im zweiten Quartal 2024 ergab sich eine Erhöhung der Risikovorsorge in Höhe von 28 Mio. Euro.

Für weiterführende Informationen zu Verfahren und Prozessen sowie der Governance im Kreditrisikomanagement der Commerzbank verweisen wir auf die Ausführungen im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (Seite 17 ff.).

Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, erfolgt zum Berichtsstichtag grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten Ausfallwahrscheinlichkeit über die Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im Zugangszeitpunkt erwarteten Lifetime-PD über denselben Zeitraum. Im Einklang mit den IFRS-Anforderungen erfolgt der Vergleich zwischen ursprünglicher und aktueller PD auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag ("12-month PD"). In diesen Fällen erbringt die Bank mithilfe von Äquivalenzanalysen den Nachweis, dass keine materiellen Abweichungen gegenüber einer Beurteilung anhand der Lifetime-PD auftreten.

Zur Bestimmung, ob eine PD-Erhöhung gegenüber dem Zugangszeitpunkt als "signifikant" einzustufen ist, werden mit einem statistischen Verfahren differenziert nach Ratingmodellen zunächst ein Quantil und danach Schwellwerte in Form von Ratingstufen festgelegt, die einen kritischen Abweichungsgrad von der Erwartung über die mittlere PD-Entwicklung repräsentieren. Übersteigt die aktuelle PD diesen Schwellwert, liegt eine kritische Abweichung vor und führt zu einer Zuordnung in Stage 2. Um eine ökonomisch fundierte Stagezuordnung sicherzustellen, werden dabei transaktionsspezifische Einflussgrößen wie die Höhe der PD im Zugangszeitpunkt, die (bisherige) Laufzeit sowie die Restlaufzeit des Geschäfts berücksichtigt.

Auf die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, verzichtet die Commerzbank grundsätzlich für diejenigen Geschäfte, bei denen am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko vorliegt (Wahlrecht des IFRS 9 B 5.5.23). Dies sind Wertpapiere sowie Finanzinstrumente mit Staaten, lokalen- oder regionalen Gebietskörperschaften der OECD, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt.

Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2 nach Stage 1 wird vorgenommen, wenn am Berichtsstichtag das Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht mehr signifikant erhöht ist.

Ermittlung Expected Credit Loss (ECL)

Die Commerzbank ermittelt den ECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments.

Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden.

Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden.

Wesentliche Hauptparameter sind dabei:

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die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (PD),
die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD),
die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD).

Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS 9-Anforderun-gen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt.

Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS 9-Anforderun-gen sicherzustellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor.

Zur frühzeitigen Abbildung erwarteter Effekte enthält das Risikoergebnis per 30. Juni 2024 analog zu 31. Dezember 2023 eine unterjährige Belastung aus der erwarteten Anpassung der LGD-Modelle für die Commerzbank Ratingverfahren CORES, COSCO und R-CORP auf den neuen regulatorischen Standard ("Future of IRB'). Der überwiegende Teil des Umstellungseffektes wurde bereits im Risikoergebnis vorangegangener Perioden GuV wirksam reflektiert. Für die PD-Modelle erfolgte im ersten Quartal 2024 die systemseitige Implementierung, die Effekte werden sich im Rahmen des turnusmäßigen Ratingzyklus auf Kundenebene materialisieren, die in vorangegangenen Perioden hierfür gebildete zusätzliche Vorsorge wird dementsprechend sukzessive aufgelöst.

Grundsätzlich werden bei der IFRS 9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen.

Hierfür wird eine aus dem makroökonomischen Szenario abgeleitete Expertenschätzung zugrunde gelegt, welche Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum, Inflation, langfristige Zinsentwicklung und Arbeitslosenquote berücksichtigt. Das Baseline-Szenario gibt dabei Bandbreiten vor.

Das Baseline-Szenario wurde hinsichtlich der wesentlichen Annahmen mit dem Baseline-Szenario der mBank auf Konsistenz geprüft. Die seitens der mBank getroffenen Annahmen für Polen wurden entsprechend in das Baseline-Szenario übernommen.

Das Baseline-Szenario spiegelt die konjunkturellen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen wider und beinhaltet folgende wesentliche Annahmen:

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Die Weltwirtschaft gewinnt aufgrund der positiven Auswirkungen der Inflationsabfederung und leicht rückläufiger kurzfristiger Zinssätze allmählich an Dynamik. Dennoch bergen die verschiedenen geopolitischen Krisen die Gefahr erheblicher wirtschaftlicher Rückschläge.
In der Eurozone (einschließlich Deutschland) belasten ungünstige Finanzierungsbedingungen die Investitionstätigkeiten. Der Dienstleistungssektor zeigt bereits Anzeichen für eine Erholung. Gestützt durch sinkende Zinssätze erholt sich das Wirtschaftswachstum langsam in der zweiten Jahreshälfte 2024.
Die langfristigen Zinssätze beginnen mit der Verbesserung wirtschaftlicher Aussichten zu steigen.

Dabei wird die wirtschaftliche Entwicklung durch potenzielle Risiken wie beispielsweise einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen, der Ausweitung des Konflikts zwischen Israel und der Hamas, eine zunehmende Aggression Chinas gegen Taiwan, strukturelle Probleme in Deutschland sowie hohe Energiepreise oder Fachkräftemangel weiterhin gefährdet.

Das Baseline-Szenario berücksichtigt folgende Annahmen zu Wachstum, Inflation, langfristiger Zinsentwicklung und Arbeitslosenquote:

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Baseline Szenario 2025 2026-2027
BIP-Wachstum
Deutschland 0,3 % bis 1,3 % gleichbleibend
Eurozone 0,6 % bis 1,6 % gleichbleibend
Inflation
Deutschland 2,3 % bis 3,3 % gleichbleibend
Eurozone 2,5 % bis 3,5 % gleichbleibend
Arbeitslosenquote
Deutschland 6,5 % bis 6,9 % gleichbleibend
Eurozone 6,3 % bis 6,7 % gleichbleibend
Zinssätze (10 Jahre)
Deutschland 2,7 % bis 3,1 % moderat steigend
USA 4,6 % bis 5,0 % gleichbleibend

Die Commerzbank erwartet damit leicht schlechtere wirtschaftliche Entwicklungen als die von EZB und Deutsche Bundesbank im März 2024 prognostizierten.

Zum Berichtsstichtag beläuft sich der auf Grundlage des zuvor beschriebenen Baseline-Szenarios ermittelte Expected Credit Loss Stage 1 und 2 (inklusive des darin enthaltenen Sekundäreffekte-TLA (336 Mio. Euro)) auf 1,5 Mrd. Euro.

Für die Ermittlung dieser Effekte wurde eine ausreichende Einbindung der relevanten Experten im Rahmen der existierenden Policies sichergestellt.

Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem LECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Dieser Faktor wurde im zweiten Quartal 2024 überprüft und ist im Vergleich zur Vorperiode von 1.05 auf 1.06 geringfügig angehoben worden. In die Ermittlung des Faktors sind das Base-line-Szenario sowie ein pessimistisches und ein optimistisches Szenario eingeflossen. Die Festlegung der Gewichtungen für die einzelnen Szenarien erfolgt grundsätzlich ebenfalls durch relevante Experten und ist im Rahmen einer Policy geregelt.

Das pessimistische Szenario beinhaltet als wesentliche Annahmen, dass der Druck auf die europäischen Energiemärkte in 2024 zurückkehrt und steigende Energiepreise energieintensive Industrien, den Verkehrssektor und private Haushalte erheblich belasten. Die steigenden Energiekosten erhöhen die Inflation, einhergehend mit einem zusätzlichen Kaufkraftverlust. Angesichts der anhaltend hohen Zinssätze und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten werden die Unternehmen immer vorsichtiger und verschieben beziehungsweise reduzieren ihre Investitionen. Die Deutsche Industrie leidet unter steigenden Beschaffungs- und Produktionskosten, verschärften Refinanzierungskonditionen und einer sich abschwächenden Auslandsnachfrage. Die Eurozone gerät 2024 in eine Rezession.

In diesem pessimistischen Szenario würde sich der geschätzte Expected Credit Loss Stage 1 und 2 um 0,5 Mrd. Euro erhöhen. Die angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Szenarios beträgt zum Berichtsstichtag 35 %. Die Methodik zur Ermittlung des ECL-Modellergebnisses entspricht der Methodik zur Ermittlung des Sekundäreffekte-TLA im Baseline-Szenario.

Dem optimistischen Szenario liegen als wesentliche Annahmen zugrunde, dass sich die Weltwirtschaft stark erholt, da die negativen Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten, hoher Inflationsdruck und restriktives monetäres Umfeld allmählich abnehmen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine endet und Friedensverhandlungen beginnen. In China wird das Wirtschaftswachstum durch die Erholung der globalen Nachfrage angetrieben. Das Risiko einer europäischen Energiekrise sinkt weiter.

In diesem optimistischen Szenario würde sich der geschätzte Expected Credit Loss Stage 1 und 2 um 0,3 Mrd. Euro reduzieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Szenarios beträgt zum Berichtsstichtag 5 %.

Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten zugrundeliegenden makroökonomischen Parameter im optimistischen und im pessimistischen Szenario, die in der Folge expertenbasiert in Notch-Annahmen übersetzt wurden:

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2025 Optimistisches

Szenario
Baseline

Szenario
Pessimistisches

Szenario
BIP-Wachstum
Deutschland 2,3 % 0,3 % bis 1,3 % 0,8 %
Eurozone 2,5 % 0,6 % bis 1,6 % 0,6 %
Inflation
Deutschland 2,5 % 2,3 % bis 3,3 % 3,5 %
Eurozone 2,6 % 2,5 % bis 3,5 % 3,5 %
Arbeitslosenquote
Deutschland 5,9 % 6,5 % bis 6,9 % 7,0 %
Eurozone 6,1 % 6,3 % bis 6,7 % 7,4 %
Zinssätze (10 Jahre)
Deutschland 3,2 % 2,7 % bis 3,1 % 2,4 %
USA 4,5 % 4,6 % bis 5,0 % 3,8 %

IFRS 9 gibt für die Ermittlung des Expected Credit Loss die Einbeziehung zukunftsgerichteter Informationen vor. Das in der Commerzbank implementierte IFRS 9-ECL-Modellergebnis berücksichtigt jedoch keine zukunftsgerichteten Effekte, die aus unvorhersehbaren, singulären Ereignissen resultieren wie zum Beispiel Naturkatastrophen, materielle politische Entscheidungen oder militärische Konflikte. Derartige Risiken können über ein Top-Level-Adjustment (TLA) bevorsorgt werden. Die Prüfung der Notwendigkeit solcher TLA unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy geregelt.

Im zweiten Quartal 2024 wurde eine solche Anpassung des IFRS 9-ECL-Modellergebnisses weiter als notwendig erachtet, da die im Baseline Szenario erwarteten negativen Auswirkungen durch die in den entsprechenden Modellen verwendeten Parameter nicht in vollem Umfang abgedeckt werden.

Die Methodik zur Ermittlung des Anpassungsbedarfs des ECL-Modellergebnisses entspricht der Methodik zur Ermittlung des Sekundäreffekte-TLA in 2023.

Die Auswirkungen der Anpassungen auf die Stufenzuordnung wurden bei der Ermittlung des TLA berücksichtigt. Die Buchung erfolgte portfoliobasiert. Sie wird in der Darstellung der Risikovorsorgeentwicklung in der Zeile "Parameterveränderungen/​ Modellveränderungen" ausgewiesen. Pauschale Stufentransfers von Einzelgeschäften wurden nicht vorgenommen.

IFRS 9 erlaubt, sofern für die Überprüfung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zum Berichtsstichtag keine angemessenen und belastbaren Informationen auf Einzelinstrumentebene vorliegen, eine Überprüfung auf kollektiver Basis. In diesem Fall können Finanzinstrumente anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften in geeigneten Gruppen zusammengefasst werden.

Im zweiten Quartal 2024 wurde für Kunden mit Zugehörigkeit zu einer Sub-Branche, für welche zum Berichtsstichtag im Rahmen der strategischen Portfolio Planung eine Branchen-Ampel der Farbe gelb (beherrschbare Risiken) oder rot (deutliche Risiken) vergeben wurde, ein kollektiver Transfer nach Stufe 2 für notwendig erachtet. Hintergrund hierfür sind die im Rahmen der strategischen Portfolio Planung identifizierten strukturellen Schwierigkeiten dieser Sektoren.

Die Anwendung der kollektiven Stufenzuordnung führt zum Berichtsstichtag zu einem Stufentransfer von 15 Mrd. Euro Exposure at default (EAD) in Verbindung mit einer Erhöhung der Risikovorsorge in Höhe von 34 Mio. Euro.

Weitere Informationen zum Thema ECL und TLA enthält der Risikobericht im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 17 ff.). Zur Ermittlung der gesamten Risikovorsorge im Konzern ist es erforderlich Annahmen zu treffen, die insbesondere in einem dynamischen Umfeld hohen Schätzunsicherheiten unterliegen.

Insgesamt entwickelten sich die Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte wie folgt:

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Mio. € Stand

1.1.2024
Nettozuführung /​

Auflösung
Verbrauch Veränderung im

Konsolidierungskreis
Wechselkurs-

änderungen/​

Umbuchungen
Stand

30.6.2024
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 3 349 324 191 - 50 3 532
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 3 331 322 191 - 50 3 511
Darlehen und Forderungen 3 295 289 191 - 49 3 442
Verbriefte Schuldinstrumente 36 34 - - 0 69
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 19 1 - - 0 20
Darlehen und Forderungen 0 - 0 - - 0 0
Verbriefte Schuldinstrumente 19 1 - - 0 20
Rückstellungen für Finanzgarantien 10 10 - - - 1 19
Rückstellungen für Kreditzusagen 375 - 37 - - - 0 337
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 138 - 22 - - 1 116
Gesamt 3 872 274 191 - 50 4 005

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Mio. € Stand

1.1.2023 1
Nettozuführung /​

Auflösung
Verbrauch Veränderung im

Konsolidierungskreis
Wechselkurs-

änderungen/​

Umbuchungen
Stand

31.12.2023
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen
Vermögenswerten 3 092 670 493 - 81 3 349
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 3 068 673 493 - 82 3 331
Darlehen und Forderungen 3 019 687 493 - 82 3 295
Verbriefte Schuldinstrumente 49 - 14 - - 0 36
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 23 - 3 - - - 1 19
Darlehen und Forderungen 0 - 0 - - -0 0
Verbriefte Schuldinstrumente 23 - 3 - - - 1 19
Rückstellungen für Finanzgarantien 11 - 2 - - 0 10
Rückstellungen für Kreditzusagen 360 14 - - 1 375
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 203 - 64 - - - 1 138
Gesamt 3 666 618 493 - 80 3 872

1 Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Geschäftsbericht 2023, Note 4, S. 279).

Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 311 902 2 249 69 3 532
Darlehen und Forderungen 281 847 2 245 69 3 442
Verbriefte Schuldinstrumente 30 55 4 - 90
Rückstellungen für Finanzgarantien 1 1 16 1 19
Rückstellungen für Kreditzusagen 77 169 60 31 337
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 10 17 66 24 116
Gesamt 398 1 089 2 391 126 4 005

Zum 31. Dezember 2023 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 298 1 004 1 964 83 3 349
Darlehen und Forderungen 268 985 1 959 83 3 295
Verbriefte Schuldinstrumente 30 19 5 - 54
Rückstellungen für Finanzgarantien 1 4 3 1 10
Rückstellungen für Kreditzusagen 91 189 64 31 375
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 9 21 82 26 138
Gesamt 399 1 218 2 113 141 3 872

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 30.6.2024 31.12.2023
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 0,2 - 0,2 - 0,2
Verbriefte Schuldinstrumente 33,1 12,7 0,9 46,7 22,1 17,5
Eigenkapitalinstrumente - - - - - -
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen - 57,5 0,8 58,3 - 43,1
Verbriefte Schuldinstrumente 0,4 1,9 0,5 2,7 0,2 2,8
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - 0,9 0,9 - 0,0
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading
Darlehen und Forderungen - 1,6 0,0 1,6 - 1,1
Verbriefte Schuldinstrumente 2,2 1,8 0,0 4,1 0,7 1,5
Eigenkapitalinstrumente 4,3 0,0 0,0 4,3 2,5 0,0
Derivate 0,0 16,5 1,0 17,5 0,0 19,5
Sonstige - 2,5 - 2,5 - 2,0
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 1,5 - 1,5 - 1,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen - - - - - -
Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - -
Eigenkapitalinstrumente - - 0,1 0,1 - -
Derivate - - - - - -
Gesamt 40,0 96,1 4,2 140,3 25,5 89,2

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2023
Level 3 Gesamt
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 0,2
Verbriefte Schuldinstrumente 0,3 39,9
Eigenkapitalinstrumente - -
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen 0,8 43,9
Verbriefte Schuldinstrumente 0,6 3,6
Eigenkapitalinstrumente 0,9 0,9
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading
Darlehen und Forderungen 0,1 1,2
Verbriefte Schuldinstrumente - 2,2
Eigenkapitalinstrumente 0,0 2,5
Derivate 1,0 20,5
Sonstige - 2,0
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 1,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen - -
Verbriefte Schuldinstrumente - -
Eigenkapitalinstrumente 0,1 0,1
Derivate - -
Gesamt 3,7 118,4

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 30.6.2024 31.12.2023
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen - 54,5 - 54,5 - 30,4
Begebene Schuldverschreibungen 3,7 4,0 - 7,7 2,4 3,7
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate 0,0 14,2 0,3 14,5 0,0 16,7
Zertifikate und andere Emissionen 0,2 1,0 - 1,2 - 1,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1,6 0,3 0,0 1,9 0,7 0,3
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 2,3 - 2,3 - 3,1
Gesamt 5,5 76,3 0,3 82,0 3,1 55,3

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2023
Level 3 Gesamt
--- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen 0,4 30,9
Begebene Schuldverschreibungen - 6,1
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate 0,2 16,9
Zertifikate und andere Emissionen - 1,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen - 1,0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 3,1
Gesamt 0,6 59,0

Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(28) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten

Hierarchie der Fair Values

Die Commerzbank stuft Finanzinstrumente in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value wie folgt ein:

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Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value als notierter Preis für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Es findet eine laufende Bewertung des Marktes statt, um festzustellen, ob der Markt aktiv oder nicht aktiv ist. Der Markt wird aufgrund der Anzahl der verfügbaren Preise als aktiv angesehen, d.h. wenn genügend Preisquellen vorhanden sind, damit der Parameter als beobachtbar angesehen werden kann. Wenn der Markt aktiv ist, werden die Preise verwendet (Level 1). Im Falle eines inaktiven Marktes kann ein Modell-Ansatz gewählt werden.

Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.

Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Cashflows, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Risikofunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Model Validation und Senior-Management überprüft.

Angabepflichten

Im Folgenden wird unterschieden in:

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading),

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.

Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab.

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente

Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.

Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt größtenteils durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer und abgeleiteter Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Darüber hinaus werden die Residualkosten/​-erträge, welche aus der Stellung beziehungsweise dem Erhalt von Sicherheiten unter Besicherungsanhängen entstehen, in der ColVA (Collateral Valuation Adjustments) abgebildet. Wie für CVA/​DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer und abgeleiteter Marktdaten bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS 9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.

Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI von Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Dagegen wurden 8,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 7,9 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI und 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL von Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Dagegen wurden 0,7 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente in der Kategorie mFVPL von Level 1 nach Level 3 umgegliedert, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Des Weiteren wurden 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente in der Kategorie FVOCI und 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente in der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 3 umgegliedert, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Dagegen wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente in der Kategorie mFVPL von Level 3 nach Level 2 umgegliedert, da wieder am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

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Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Finanzielle

Vermögenswerte

- Mandatorily Fair

Value P&L
Finanzielle

Vermögenswerte

- Held for Trading
Zur Veräußerung

gehaltene langfristige

Vermögenswerte
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2024 338 2 286 1 024 62 3 710
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/​Verluste der Periode - 24 - 21 - 113 - - 158
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/​Verlusten - 24 - 21 - 112 - - 157
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/​Verluste - - - - -
Käufe 321 25 375 - 720
Verkäufe - 9 - 19 - 343 - - 371
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - 0 - - 0
Umbuchungen in Level 3 263 73 103 - 439
Umbuchungen aus Level 3 - 1 - 133 - 8 - - 142
IFRS 9 Reklassifizierungen - - - - -
Umbuchungen aus/​in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - -
Fair Value zum 30.6.2024 888 2 211 1 039 62 4 199

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Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € Finanzielle

Vermögenswerte

- Fair Value OCI
Finanzielle

Vermögenswerte

- Mandatorily

Fair Value P&L
Finanzielle

Vermögenswerte

- Held for Trading
Zur Veräußerung

gehaltene langfristige

Vermögenswerte
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2023 1 321 2 472 1 070 - 3 862
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/​Verluste der Periode 17 - 39 - 120 - - 143
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/​Verlusten 17 - 39 - 120 - - 143
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/​Verluste - - - - -
Käufe - 367 130 - 497
Verkäufe - - 357 - 44 - - 401
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - 6 - - 6
Umbuchungen in Level 3 - 120 83 62 265
Umbuchungen aus Level 3 - - 277 - 89 - - 365
IFRS 9 Reklassifizierungen - - - - -
Umbuchungen aus/​in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - -
Fair Value zum 31.12.2023 338 2 286 1 024 62 3 710

1 Angepasste Werte.

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle

Verbindlichkeiten

- Fair Value Option
Finanzielle

Verbindlichkeiten

- Held for Trading
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2024 428 194 622
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/​Verluste der Periode - 19 19
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/​Verlusten - 10 10
Käufe 10 364 374
Verkäufe - - 346 - 346
Emissionen - - -
Rückzahlungen - 1 1
Umbuchungen in Level 3 - 44 44
Umbuchungen aus Level 3 - 438 - 3 - 441
Fair Value zum 30.6.2024 - 274 274

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle

Verbindlichkeiten

- Fair Value Option
Finanzielle

Verbindlichkeiten

- Held for Trading
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2023 - 147 147
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/​Verluste der Periode - - 41 - 41
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/​Verlusten - - 26 - 26
Käufe 428 186 614
Verkäufe - - 88 - 88
Emissionen - - -
Rückzahlungen - - -
Umbuchungen in Level 3 - - -
Umbuchungen aus Level 3 - - 10 - 10
Fair Value zum 31.12.2023 428 194 622

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 0,1 Mrd. Euro zur Veräußerung gehaltene Eigenkapitalinstrumente und 0,1 Mrd. Euro Eigenkapitalinstrumente in der Aktiva Kategorie mFVPL von Level 1 nach Level 3 umgegliedert, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Des Weiteren wurden 0,1 Mrd. Euro Derivate in der Aktiva Kategorie HFT von Level 2 nach Level 3 umgegliedert, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Dagegen wurden 0,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente in der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro Derivate in der Aktiva Kategorie HFT von Level 3 nach Level 2 umgegliedert, da wieder am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden 0,4 Mrd. Euro Einlagen in der Passiva Kategorie FVO von Level 3 nach Level 2 umgegliedert, da wieder am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Im Vorjahr wurden keine nennenswerten Umgliederungen von oder nach Level 3 vorgenommen.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Cashflows eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.

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Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.

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Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:

Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Cashflows, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.

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Repo-Spread:

Repo-Sätze dienen der Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Bei der Einstufung in die Fair Value Hierarchie wird die Beobachtbarkeit der zur näherungsweisen Bestimmung verwendeten Parameter beurteilt. Eine analoge

Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).

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Preis:

Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.

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Inflations-Volatilität:

Die Inflations-Volatilität stellt das Ausmaß der Schwankung von Finanzinstrumenten dar, die das Inflationsrisiko zwischen Parteien übertragen. Diese basiert auf einer historischen Zeitreihe von Zahlungsströmen, gekoppelt an die Inflationsentwicklung.

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Aktien-Währungs-Korrelation:

Die Korrelation ist ein Parameter, der die Bewegungen zwischen zwei Instrumenten misst. Sie wird anhand eines Korrelationskoeffizienten gemessen. Im konkreten Fall bezieht sich der Parameter auf die Korrelation zwischen Aktien und Währung.

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Mean Reversion:

Mean Reversion stellt die langfristige Tendenz der Kurse und Renditen zu einem Mittelkurs oder Durchschnitt dar. Dieser langfristige Mittelwert kann entweder ein historisches Mittel eines Kurses oder einer Rendite sein oder ein anderer maßgeblicher Mittelwert.

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Abgabequote:

Die Abgabequote bezieht sich auf den Prozentsatz der Versicherungsnehmer, die ihre Lebensversicherungspolicen vor ihrem regulären Ablauf kündigen und einen Teil der bezahlten Prämie erhalten.

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Rücklaufquote:

Die Rücklaufquote bezieht sich auf den Prozentsatz der Versicherungsnehmer, die ihre Deckung durch Nichtbezahlung von Prämien auslaufen lassen. Im Allgemeinen ist die Rücklaufquote bei Policen mit höheren Prämien, längeren Laufzeiten und einer geringeren Akkumulation des Barwerts höher.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

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Mio. € 30.6.2024 30.6.2024
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht

beobachtbare Parameter
Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 814 -
Repo-Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell
526 - Repo-Spread

(Basispunkte)
322 509
Sonstige Forderungen Discounted-

Cashflow-

Modell
288 - Credit Spread

(Basispunkte)
62 354
Verbriefte Schuldinstrumente 1 418 -
Zinsbezogene Geschäfte Spread

basiertes

Modell
1 418 - Credit Spread

(Basispunkte)
170 293
Discounted-

Cashflow-

Modell
- - Preis (%) 0% 218%
davon: ABS Discounted-

Cashflow-

Modell
615 - Preis (%) 0% 218%
Eigenkapitalinstrumente 960 -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell
960 - Preis (%) 90% 110%
Derivate 1 008 272
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell/​ Optionspreismodell
826 279 IRR (%) 10% 20%
- - Rücklaufquote (%) 1,1% 1,3%
- - Abgabequote (%) 0,0% 4,1 %
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted-

Cashflow-

Modell
17 - 28 Credit Spread

(Basispunkte)
72 97
Zinsbezogene Geschäfte Options-

preismodell
164 22 Mean Reversion (%) 1,00% 1,20%
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen Spread

basiertes

Modell
- 1 Credit Spread

(Basispunkte)
170 293
Summe 4 199 274

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Mio. € 31.12.2023 31.12.2023
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht

beobachtbare Parameter
Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 863 428
Repo-Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell
511 428 Repo -Spread

(Basispunkte)
267 495
Sonstige Forderungen Discounted-

Cashflow-

Modell
353 - Credit Spread

(Basispunkte)
108 626
Verbriefte Schuldinstrumente 955 -
Zinsbezogene Geschäfte Spread

basiertes

Modell
955 - Credit Spread

(Basispunkte)
178 287
Discounted-

Cashflow-

Modell
- - Preis (%) 0% 222%
davon: ABS Discounted-

Cashflow-

Modell
404 - Preis (%) 0% 222%
Eigenkapitalinstrumente 933 -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell
933 - Preis (%) 90% 110%
Derivate 959 194
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-

Cashflow-

Modell/​ Options-

preismodell
732 163 IRR (%) 10% 20%
- - Rücklaufquote (%) 0,9% 1,1%
- - Abgabequote (%) 0,0% 4,5%
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted-

Cashflow-

Modell
21 5 Credit Spread

(Basispunkte)
36 55 800
Zinsbezogene Geschäfte Options-

preismodell
206 26 Mean Reversion (%) - 1,83% - 1,45%
- - Inflationsvolatilität - 25,66% 20,28%
Summe 3 710 622

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:

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Mio. € 30.6.2024
Positive

erfolgswirksame

Effekte
Negative

erfolgswirksame

Effekte
Geänderte

Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 8 - 8
Repo-Geschäfte 5 - 5 Repo-Spread
Sonstige Forderungen 2 - 2 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 23 - 23
Zinsbezogene Geschäfte 23 - 23 Preis
davon: ABS 12 - 12 Preis
Eigenkapitalinstrumente 9 - 9
Aktienbezogene Geschäfte 9 - 9 Preis
Derivate 20 - 21
Aktienbezogene Geschäfte 19 - 20 IRR, Preis,

Rücklaufquote,

Abgabequote
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) - - Credit Spread, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Mean Reversion,

Inflationsvolatilität

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Mio. € 31.12.2023
Positive

erfolgswirksame

Effekte
Negative

erfolgswirksame

Effekte
Geänderte

Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 4 - 4
Repo-Geschäfte 1 - 1 Repo-Spread
Sonstige Forderungen 3 - 3 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 24 - 24
Zinsbezogene Geschäfte 24 - 24 Preis
davon: ABS 12 - 12 Preis
Eigenkapitalinstrumente 9 -9
Aktienbezogene Geschäfte 9 - 9 Preis
Derivate 22 - 23
Aktienbezogene Geschäfte 21 - 22 IRR, Preis,

Rücklaufquote,

Abgabequote
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) 0 - 0 Credit Spread, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Mean Reversion,

Inflationsvolatilität

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird grundsätzlich nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion, in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level 3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus Finanzinstrumenten der Kategorie HFT.

Die Beträge entwickelten sich wie folgt:

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Day-One Profit or Loss
Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Finanzielle

Verbindlichkeiten -

Held for Trading
Gesamt
--- --- --- ---
Bestand am 1.1.2023 - 3 3
Erfolgsneutrale Zuführungen - 14 14
Erfolgswirksame Auflösungen - - 5 - 5
Bestand am 31.12.2023 - 13 13
Erfolgsneutrale Zuführungen - 5 5
Erfolgswirksame Auflösungen - - 1 - 1
Bestand am 30.6.2024 - 17 17

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente

Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.

Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen.

Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow (DCF)-Modell zur Anwendung.

Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.

Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht.

Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar.

Für die in der IFRS 9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Andernfalls sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente.

Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein DCF-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten sind keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen.

Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen und das eigene Kreditrating, berücksichtigt.

Für die vorangegangenen Erläuterungen gilt jeweils, dass bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen ist. Ansonsten wird in Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorgenommen.

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30.6.2024 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 401,9 410,4 - 8,4 11,8 139,1 251,0
Kassenbestand und Sichtguthaben 104,1 104,1 - - 104,1 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 297,9 308,8 - 11,0 11,8 35,0 251,0
Darlehen und Forderungen 268,7 278,4 - 9,7 - 20,4 248,3
Verbriefte Schuldinstrumente 29,1 30,4 - 1,3 11,8 14,6 2,7
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - - 2,6 2,6 - - -
Passiva 438,1 434,9 3,2 31,4 404,3 2,4
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 438,1 438,0 0,1 31,4 404,3 2,4
Einlagen 395,0 395,2 - 0,2 - 394,1 0,9
Begebene Schuldverschreibungen 43,1 42,8 0,3 31,4 10,2 1,5
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - - 3,1 3,1 - - -

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31.12.2023 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 381,7 389,5 -7,8 10,4 125,0 246,3
Kassenbestand und Sichtguthaben 93,1 93,1 - - 93,1 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 288,6 298,7 - 10,1 10,4 31,9 246,3
Darlehen und Forderungen 260,6 268,9 - 8,4 - 16,8 243,8
Verbriefte Schuldinstrumente 28,0 29,8 -1,8 10,4 15,1 2,5
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - - 2,3 2,3 - - -
Passiva 419,9 416,5 3,4 20,2 396,7 2,9
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 419,9 419,8 0,0 20,2 396,7 2,9
Einlagen 379,1 379,3 -0,2 - 377,2 1,9
Begebene Schuldverschreibungen 40,8 40,5 0,3 20,2 19,6 0,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - - 3,3 3,3 - - -

(29) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die:

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gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

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Aktiva | Mio. € 30.6.2024 31.12.2023
Reverse

Repos
Positive Marktwerte

aus derivativen

Finanzinstrumenten
Reverse

Repos
Positive Marktwerte

aus derivativen

Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 92 825 129 404 88 497 132 352
Nicht nettingfähige Buchwerte 24 564 1 920 27 357 1 666
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 68 261 127 484 61 140 130 686
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I 1 31 561 110 416 43 863 110 369
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 36 700 17 068 17 276 20 317
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42

nicht oder nur zum Teil erfüllen 2
8 467 10 600 6 400 12 393
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen

Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind 3
Unbare Sicherheiten 4 27 051 18 8 463 2
Barsicherheiten 43 3 529 2 006 4 102
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 1 139 2 921 407 3 820
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 470 - - 14
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 668 2 921 407 3 805

1 Für Positive Marktwerte fallen zusätzlich 6 926 Mio. Euro (Vorjahr: 7 136 Mio. Euro) Ausgleichszahlungen an.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechten aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

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Passiva | Mio. € 30.6.2024 31.12.2023
Repos Negative Marktwerte

aus derivativen

Finanzinstrumenten
Repos Negative Marktwerte

aus derivativen

Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der

Finanzinstrumente
86 356 124 887 75 160 129 069
Nicht nettingfähige Buchwerte 17 774 1 185 14 811 1 019
a) Bruttobetrag der

Finanzinstrumente I und II
68 582 123 702 60 349 128 050
b) Bilanziell genetteter

Betrag für Finanzinstrumente I 1
31 561 108 062 43 863 109 079
c) Nettobetrag der

Finanzinstrumente

I und II = a) - b)
37 021 15 640 16 486 18 971
d) Master Agreements, die

nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die

die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder

nur zum Teil erfüllen 2
8 467 10 600 6 400 12 393
Fair Value der auf Finanzinstrumente I

und II entfallenden

finanziellen Sicherheiten,

die nicht bereits in b) enthalten sind 3
Unbare Sicherheiten 4 6 541 - - -
Barsicherheiten 133 3 138 144 4 325
e) Nettobetrag der

Finanzinstrumente I und II = c) - d)
21 880 1 901 9 942 2 253
f) Fair Value der auf

Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit

zentralen Kontrahenten
21 572 - 9 535 44
g) Nettobetrag der

Finanzinstrumente I und II = e) - f)
308 1 901 407 2 209

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1 Für Negative Marktwerte fallen zusätzlich 9 280 Mio. Euro (Vorjahr: 8 426 Mio. Euro) Ausgleichszahlungen an.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechten aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

(30) Derivate

Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2024 betrug insgesamt 117 342 Mio. Euro (Vorjahr: 117 505 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 110 416 Mio. Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 110 369 Mio. Euro) und 6 926 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 7 136 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 108 062 Mio. Euro (Vorjahr: 109 079 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 9 280 Mio. Euro (Vorjahr: 8 426 Mio. Euro).

Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente

(31) Immaterielle Vermögenswerte

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 112 - .
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 574 1 394 12,9
Kundenbeziehungen 130 4 .
Selbst erstellte Software 1 188 1 151 3,2
Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte 256 240 6,8
Gesamt 1 686 1 394 20,9

Die Zugänge bei Geschäfts- oder Firmenwerten und den Kundenbeziehungen sind auf die Erstkonsolidierung der Aquila Capital Investmentgesellschaft zurückzuführen (siehe dazu Note 6).

(32) Sachanlagen

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Grundstücke und Gebäude 175 181 -3,6
Nutzungsrechte (Leasing) 1 369 1 426 - 4,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 351 357 -1,7
Leasinggegenstände (Operating Lease) 388 388 -0,2
Gesamt 2 283 2 352 - 3,0

(33) Sonstige Aktiva

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Barsicherheiten für unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen 181 287 - 36,9
Edelmetalle 198 138 43,7
Rechnungsabgrenzungsposten 296 241 22,7
Aktiviertes Planvermögen 658 655 0,5
Übrige Aktiva 1 441 1 356 6,3
Gesamt 2 774 2 677 3,6

(34) Sonstige Passiva

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 81 81 -
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 130 55 .
Rechnungsabgrenzungsposten 484 462 4,7
Leasingverbindlichkeiten 1 601 1 674 - 4,3
Übrige Passiva 3 325 2 328 42,8
Gesamt 5 621 4 599 22,2

(35) Rückstellungen

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 619 657 -5,8
Sonstige Rückstellungen 2 934 2 895 1,3
Gesamt 3 553 3 553 - 0,0

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (siehe Geschäftsbericht 2023, Seite 355 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 30. Juni 2024 ein Diskontierungszinssatz von 4,0 % (Vorjahr: 3,7 %) und eine erwartete Rentenanpassung von 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) zugrunde gelegt.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen, Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen.

Rechtsstreitigkeiten

Bei rechtlichen Verfahren oder möglichen Regressansprüchen Dritter, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen unter Prozesse und Regresse ausgewiesen sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab.

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Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadensersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile abgewickelten südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Bank hat in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. Von einer Einzeldarstellung der Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der Verfahren nicht zu beeinflussen.
Gegen die mBank wurde in 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken zugelassen. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Die Kläger hatten gegen das abweisende Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Rechtsmittel eingelegt. Das Berufungsgericht hat den Fall im Januar 2024 zur erneuten Verhandlung an das erstinstanzliche Gericht zurückverwiesen.

Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer von auf Fremdwährungen indexierten Darlehen aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Zum 30. Juni 2024 sind neben der Sammelklage 23 099 weitere Einzelverfahren (Vorjahr: 22 602) anhängig. Die mBank tritt den Klagen entgegen.

Zum 30. Juni 2024 lagen zu 5 876 auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die mBank vor, von denen 114 zugunsten der mBank und 5 762 zuungunsten der mBank entschieden wurden. Der polnische Oberste Gerichtshof hat am 25. April 2024 unter anderem entschieden, dass die Verjährungsfrist für den Anspruch der Bank auf Rückzahlung in der Regel beginnt, wenn der Kreditnehmer die Unwirksamkeit geltend macht. Dies kann in einigen Fällen dazu führen, dass die Forderung der Bank auf Rückzahlung des Kapitals verjährt sein könnte.

Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung in Folge der Entscheidung des polnischen Obersten Gerichtshofs, den weiteren Verlauf der Diskussion über die Auslegung der Entscheidung sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative beobachten, und mögliche Auswirkungen auf die Vorsorge fortlaufend prüfen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH in Zukunft erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des rechtlichen Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen haben können.

Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein Vergleichsprogramm aufgelegt, welches sich an alle Kunden mit aktiven, auf Schweizer Franken indexierten Darlehen richtet, einschließlich derer, die bereits gegen die Bank klagen. Den Kunden wird angeboten, ihre Darlehen in Zloty-Darlehen mit einem festen oder variablen Zinssatz umzuwandeln, sowie der Erlass eines individuell zu verhandelnden Teils der noch ausstehenden Darlehensvaluta. Zum Stichtag hat die mBank die Risiken im Zusammenhang mit künftigen Vergleichszahlungen mit 223 Mio. Euro berücksichtigt.

Die mBank prüft die Auswirkungen der Rechtsprechung fortlaufend und passt die Parameter des Modells, wie die erwartete Anzahl von Kreditnehmern, die noch klagen werden, die Art der erwarteten Gerichtsurteile, die Höhe des Verlustes der Bank im Falle eines Urteils sowie die Annahmequote für Vergleiche soweit erforderlich an. Die Methodik zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen und Entscheidungen der polnischen Gerichte und des EuGH können dazu führen, dass die Vorsorge zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.

Das zum 30. Juni 2024 bestehende Portfolio von nicht vollständig zurückgeführten, auf Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen Buchwert von 2,4 Mrd. polnischen Zloty. Das Portfolio von vollständig zurückgezahlten Darlehen und Darlehen, für die ein Vergleich oder rechtskräftiges Urteil vorliegt, betrug bei Ausreichung 12,6 Mrd. polnische Zloty. Insgesamt wurde im Konzern für die aus dem Komplex entstehenden Risiken, einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen und der Sammelklage, eine bilanzielle Vorsorge in Höhe von 2,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,9 Mrd. Euro) gebildet. Bei noch nicht vollständig zurückgeführten Darlehen werden die rechtlichen Risiken unmittelbar bei der Schätzung der Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen berücksichtigt.

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Im April 2021 hat der Bundesgerichtshof in einem Verfahren gegen eine andere Bank über den sogenannten AGB-Änderungsmechanismus entschieden und die entsprechenden Ziffern der AGB-Banken für unwirksam erklärt. Dieser Mechanismus sah vor, dass die Zustimmung des Kunden zu bestimmten Vertragsänderungen nach einer bestimmten Frist angenommen wurde, wenn der Kunde nicht widersprochen hatte. Die Bank hat die Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf ihre Geschäftsbereiche und Produkte geprüft, da aufgrund des AGB-Änderungsmechanismus eingeführte oder erhöhte Entgelte für Verbraucher möglicherweise unwirksam sein können. In einigen Fällen wird die Bank auf Rückzahlung in Anspruch genommen. Von der Nennung der Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um die Verfahren nicht zu beeinträchtigen.
Auf Basis des im Jahr 2017 veröffentlichten Schreibens des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) zu Cum-Cum Geschäften hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Die Anrechnung der Kapitalertragsteuer wurde seitens des Finanzamtes entsprechend gekürzt. Die Commerzbank hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation vollumfänglich angemessen zu reflektieren. Nunmehr ist das BMF-Schreiben zu Cum-Cum Geschäften mit Datum vom 9. Juli 2021 neu gefasst worden. Im Hinblick auf die potenziellen Auswirkungen des BMF-Schreibens wurde im zweiten Quartal 2021 die Rückstellung angepasst. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind die steuerlichen Risiken aus diesem Themenkomplex damit ausreichend bevorsorgt. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich über die von der Bank gebildete Rückstellung hinaus weitere Belastungen ergeben.
Im Hinblick auf Wertpapierleihgeschäfte sieht sich die Commerzbank (auch gerichtlichen) Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Im Rahmen dieser Wertpapierleihgeschäfte waren die Vertragspartner verpflichtet, der Commerzbank Dividenden und einbehaltene Kapitalertragsteuern zu erstatten. Die spätere Anrechnung auf die Körperschaftsteuer haben die Finanzämter verschiedener Vertragspartner jedoch teilweise abgelehnt oder nachträglich aberkannt. Von einer Nennung der Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der Verfahren nicht zu beeinflussen.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Im Mai 2024 wurde die Beschwerde der Tochtergesellschaft zurückgewiesen. Die Tochtergesellschaft hat den beantragten Betrag bezahlt, das Verfahren wurde damit beendet.
Im Juni 2023 wurde die Bank vor einem russischen Gericht vom Begünstigten einer Garantie verklagt, die die Bank auftrags eines Kunden in Deutschland ausgestellt hatte. Im Jahr 2021 hatte die Bank eine Vertragserfüllungsgarantie zugunsten eines russischen Unternehmens ausgestellt, um die Verbindlichkeiten des Kunden der Bank im Rahmen eines Bauvertrags zu sichern. Aufgrund der geltenden Sanktionsregelung konnte der Kunde der Bank seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das russische Unternehmen verlangte daraufhin von der Bank Zahlung aus der Garantie. Die geltenden Sanktionsregelungen hindern die Bank an der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Garantie.

Im Juni 2024 hat das russische Gericht die Bank sowie zwei Tochtergesellschaften der Bank in Russland zur Zahlung der Garantiesumme nebst Zinsen gesamtschuldnerisch verurteilt. Die Bank wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das russische Gericht hatte bereits im Mai 2024 einen Arrest von Vermögenswerten der Bank und einer der beiden Tochtergesellschaften, der Commerzbank (Eurasija), angeordnet. Die Bank hat ein Verfahren beim Internationalen Schiedsgerichtshof eingeleitet, mit dem sie die Feststellung beantragt hat, dass die Commerzbank aufgrund der Garantie nicht zur Zahlung verpflichtet ist; das Ergebnis steht noch aus. Außerdem hat die Bank vor einem Gericht in London eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem russischen Unternehmen untersagt, das Verfahren in Russland fortzusetzen, da die Klage gegen die Schiedsvereinbarung im Rahmen der Garantie verstößt.

(36) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen

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Mio. € 30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Eventualverbindlichkeiten 49 899 47 824 4,3
Kreditzusagen 81 306 80 204 1,4
Gesamt 131 205 128 028 2,5

Zum 30. Juni 2024 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 583 Mio. Euro (Vorjahr: 429 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

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Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht aus einer Vergleichsvereinbarung an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern, sowie die Rückerstattung von Gebühren. Der Klage liegt eine komplexe Steuerstruktur für Firmenkunden zugrunde. Nachdem die Finanzverwaltung die Anerkennung der Struktur abgelehnt hatte, hat die Klägerin mehrere erfolglose Steuerverfahren geführt. Gerichtlich hat die Bank in der ersten Instanz gewonnen, die Klägerin hat Berufung eingelegt. Die Commerzbank setzt sich weiter gegen die Klage zur Wehr.
Im Februar 2020 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich unlauterer Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Klägerin wirft den Beklagten vor, an unlauteren Absprachen im Zusammenhang mit Kreditkartenzahlungen beteiligt gewesen zu sein, und damit gegen nationales und europäisches Wettbewerbs- und Verbraucherschutzrecht verstoßen zu haben. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage.
Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Klägerin wirft den Beklagten vor, an unlauteren Absprachen im Zusammenhang mit Kreditkartenzahlungen beteiligt gewesen zu sein, und damit gegen nationales und europäisches Wettbewerbs- und Verbraucherschutzrecht verstoßen zu haben. Gegen das zweitinstanzliche Urteil zugunsten der Banken ist noch ein Rechtsmittel möglich.
In 2018 ist eine Tochtergesellschaft der Commerzbank von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Forderung beruht auf einer Sicherheitenverwertung im Jahr 2012, die zur Befriedigung fälliger Forderungen der Tochtergesellschaft aus Währungszinsgeschäften erfolgte. Der Kunde behauptet, dass die Verwertung seine weitere Geschäftstätigkeit unmöglich gemacht hat. Die Tochtergesellschaft tritt der Klage entgegen.
Im Mai 2023 ist eine Tochtergesellschaft der Bank auf Schadensersatz verklagt worden. Ein Kunde hatte der Tochtergesellschaft Forderungen zur Sicherung von Verbindlichkeiten abgetreten. Der Kläger ist Gesellschafter des Drittschuldners, dieser Drittschuldner ist insolvent. Der Kläger wirft der Beklagten vor, für die Insolvenz verantwortlich zu sein, und fordert Schadenersatz. Die Tochtergesellschaft setzt sich gegen die Klage zur Wehr.
Die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft Commerzbank (Eurasija) sind in Russland von Kunden eines russischen Zentralverwahrers verklagt worden. Dieser unterhält ein Konto bei der Commerzbank in Deutschland, auf dem angeblich unter anderem Gelder der Kläger liegen. Der Zentralverwahrer und seine Vermögenswerte (einschließlich des Guthabens auf dem Konto) unterliegen geltenden Sanktionen. Daher können die Kläger nicht auf ihre Gelder bei dem Zentralverwahrer zugreifen, und verlangen stattdessen in Russland von der Commerzbank Schadensersatz. Im März 2024 erließ ein Gericht erster Instanz in einem Verfahren ein Urteil, mit dem die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt wurden. Die Commerzbank hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. In einem anderen Fall hat das Gericht zunächst einen Arrest verfügt und dann im Juli 2024 die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Commerzbank wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Auch gegen die übrigen Ansprüche verteidigt sich die Commerzbank weiter.
Die Commerzbank war im Juni 2023 beziehungsweise im Juni 2024 aus drei Avalen in Anspruch genommen worden, die sie auftrags eines Kunden zugunsten dessen Geschäftspartner in Russland herausgelegt hatte. Die Bank hat unter anderem aufgrund sanktionsrechtlicher Bestimmungen die Zahlung aus den Avalen abgelehnt. Bisher ist kein Klageverfahren anhängig.

Die Risiken aus Steuersachverhalten betreffen folgende Fälle:

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Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden.

Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Bank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden.

Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen für die EU-Bankenabgabe und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken betragen gegenüber dem 31. Dezember 2023 unverändert 287 Mio. Euro (siehe auch im Geschäftsbericht 2023, Seite 368).

Segmentberichterstattung

(37) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider.

Änderungen an der Struktur der internen Organisation, die die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente verändern, sind im Jahr 2024 nicht erfolgt.

Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten.

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1.1.-30.6.2024 | Mio. € Privat- und

Unternehmer-

kunden
Firmenkunden Sonstige und

Konsolidierung
Konzern
Zinsüberschuss 2 421 1 389 394 4 204
Dividendenerträge 12 2 -1 13
Risikoergebnis - 75 - 175 - 24 - 274
Provisionsüberschuss 1 135 690 - 26 1 799
Ergebnis aus

erfolgswirksam

zum Fair Value

bewerteten finanziellen

Vermögenswerten und

Verbindlichkeiten
- 36 322 - 343 - 58
Ergebnis aus

Sicherungszusammenhängen
4 - 0 - 28 - 25
Übriges Ergebnis aus

Finanzinstrumenten
- 52 2 89 39
Laufendes Ergebnis aus

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
-1 3 - 2
Sonstiges Ergebnis - 495 12 - 76 - 559
Erträge vor Risikoergebnis 2 987 2 420 8 5 415
Erträge nach Risikoergebnis 2 911 2 245 - 16 5 141
Verwaltungsaufwendungen 1 784 1 033 204 3 021
Pflichtbeiträge 165 1 -0 166
Operatives Ergebnis 963 1 211 - 220 1 954
Restrukturierungsaufwendungen - - 2 2
Ergebnis vor Steuern 963 1 211 - 222 1 953
Aktiva 181 355 139 483 239 248 560 087
Passiva 243 088 171 786 145 213 560 087
Buchwerte der at-Equity-

bewerteten Unternehmen
49 123 - 172
Durchschnittlich

gebundenes Eigenkapital 1
6 912 10 338 8 453 25 704
Operative Eigenkapitalrendite (%) 2 27,9 23,4 15,2
Cost-Income-Ratio im operativen

Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%)
59,7 42,7 55,8
Cost-Income-Ratio im operativen

Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%)
65,2 42,7 58,8

1 D

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

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1.1.-30.6.2023 | Mio. €1 Privat- und

Unternehmer-

kunden
Firmenkunden Sonstige und

Konsolidierung
Konzern
Zinsüberschuss 2 209 1 323 544 4 076
Dividendenerträge 1 3 -0 3
Risikoergebnis - 177 - 115 15 - 276
Provisionsüberschuss 1 123 656 - 22 1 756
Ergebnis aus erfolgswirksam

zum Fair Value bewerteten

finanziellen Vermögenswerten

und Verbindlichkeiten
- 80 260 - 270 - 90
Ergebnis aus

Sicherungszusammenhängen
- 3 - 1 10 7
Übriges Ergebnis

aus Finanzinstrumenten
- 17 - 3 37 18
Laufendes Ergebnis aus

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
- 1 4 - 3
Sonstiges Ergebnis - 456 - 35 13 - 477
Erträge vor Risikoergebnis 2 778 2 207 312 5 297
Erträge nach Risikoergebnis 2 602 2 092 328 5 021
Verwaltungsaufwendungen 1 726 1 028 191 2 945
Pflichtbeiträge 201 72 39 312
Operatives Ergebnis 674 992 98 1 764
Restrukturierungsaufwendungen - - 8 8
Ergebnis vor Steuern 674 992 90 1 756
Aktiva 173 963 135 282 192 358 501 603
Passiva 211 608 163 647 126 348 501 603
Buchwerte der at-Equity-

bewerteten Unternehmen
30 133 - 163
Durchschnittlich

gebundenes Eigenkapital 2
6 808 10 458 7 124 24 391
Operative Eigenkapitalrendite (%) 3 19,8 19,0 14,5
Cost-Income-Ratio im operativen

Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%)
62,1 46,6 55,6
Cost-Income-Ratio im operativen

Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%)
69,4 49,9 61,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Sonstige Erläuterungen

(38) Ausgewählte regulatorische Angaben

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel und risikogewichteten Aktiva sowie die Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß CRR einschließlich angewendeter Übergangsregelungen.

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30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Hartes Kernkapital (CET1) (Mrd. €) 25,5 25,7 -0,8
Kernkapital (Tier-1) (Mrd. €) 28,7 28,9 -0,7
Eigenmittel (Mrd. €) 34,2 33,9 0,9
Risikogewichtete Aktiva (Mrd. €) 172,9 175,1 -1,3
davon : Kreditrisiko 142,7 144,0 -1,0
davon : Marktrisiko 1 7,6 8,3 - 7,9
davon : Operationelles Risiko 22,6 22,8 -0,9
Harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio, %) 14,8 14,7 0,5
Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio, %) 16,6 16,5 0,6
Gesamtkapitalquote (%) 19,8 19,3 2,2

1 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das Kernkapital Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den (Tier-1-Kapital) gemäß CRR ins Verhältnis zum Leverage Ratio außerbilanziellen Positionen besteht.

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30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
Leverage Ratio Exposure (Mrd. €) 641 592 8,3
Leverage Ratio (%) 4,5 4,9 - 9,4

Die Non-Performing-Exposure-Ratio (NPE Ratio) wird aus den notleidenden Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard ermittelt.

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30.6.2024 31.12.2023 Veränd.

in %
NPE Ratio (%) 0,8 0,8 - 2,7

(39) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/​oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen (für weitere Informationen siehe Geschäftsbericht 2023, Seite 378 f.).

Wesentliche Veränderungen

Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen betragen zum 30. Juni 2024 78 731 Mio. Euro (Vorjahr: 61 470 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 76 786 Mio. Euro (Vorjahr: 60 175 Mio. Euro). Die Erträge gegenüber Bundesunternehmen betragen zum 30. Juni 2024 1 705 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 068 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegenen Forderungen und dem gestiegenen Zinsniveau.

Weitere wesentliche Transaktionen oder Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Personen oder Unternehmen lagen im Berichtszeitraum nicht vor.

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Dr. Jens Weidmann

Vorsitzender

Ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank

und Professor of Practice in Central

Banking der Frankfurt School of

Finance & Management

Uwe Tschäge 1

Stellv. Vorsitzender

Bankkaufmann

Commerzbank Aktiengesellschaft

Heike Anscheit 1

Bankkauffrau

Commerzbank Aktiengesellschaft

Gunnar de Buhr 1

Bankkaufmann

Commerzbank Aktiengesellschaft

Harald Christ

Geschäftsführender Gesellschafter

der Christ & Company Consulting GmbH

Dr. Frank Czichowski

Ehemaliger Senior Vice President /​

Treasurer KfW Bankengruppe

Sabine U. Dietrich

Ehemaliges Mitglied des Vorstands

BP Europa SE

Dr. Jutta A. Dönges

Chief Financial Officer

Uniper SE

Kerstin Jerchel 1

Arbeitsdirektorin und Geschäftsführerin der

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main GmbH

(bis 30.4.2024)

Burkhard Keese

Chief Financial Officer

Lloyd's of London

Maxi Leuchters 1

Referatsleiterin für Unternehmensrecht

und Unternehmensführung

Hans-Böckler-Stiftung

Daniela Mattheus

Rechtsanwältin und Managementberaterin

Nina Olderdissen 1

Bankkauffrau

Commerzbank Aktiengesellschaft

Sandra Persiehl 1

Bankangestellte Commerzbank

Aktiengesellschaft

Michel Schramm 1

Bankkaufmann

Commerzbank Aktiengesellschaft

Caroline Seifert

Unternehmensberaterin für Transformation

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Ehemaliges Mitglied des

Direktoriums Europäische Zentralbank

Sascha Uebel 1

Bankkaufmann Commerzbank

Aktiengesellschaft

Frederik Werning 1

Gewerkschaftssekretär

Fachgruppe Bankgewerbe ver.di

Bezirk Münsterland (seit 30.4.2024)

Frank Westhoff

Ehemaliges Mitglied des Vorstands DZ BANK AG

Stefan Wittmann 1

Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung

Klaus-Peter Müller

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

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Dr. Manfred Knof

Vorsitzender
Dr. Bettina Orlopp

Stellv. Vorsitzende
Michael Kotzbauer
Sabine Mlnarsky Dr. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz

(bis 30.6.2024)
Thomas Schaufler
Bernhard Spalt

(seit 1.1.2024)

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 5. August 2024

Der Vorstand

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Manfred Knof Bettina Orlopp Michael Kotzbauer
Sabine Mlnarsky Thomas Schaufler Bernhardt Spalt

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und-Verlust-Rechnung, Zusammengefasster Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung) und dem Anhang (ausgewählte Notes) - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 5. August 2024

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Gero Wiechens Burkhard Böth
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften

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Inland Ausland
Commerz Real AG, Wiesbaden Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered

Bond S.A., Luxemburg
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau
Operative Auslandsniederlassungen Amsterdam, Brünn (Office), London, Madrid,

Mailand, New York, Paris, Peking, Prag,

Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Amman, Aschgabat,

Bangkok, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen

Union), Buenos Aires, Casablanca, Dhaka, Dubai,

Ho-Chi-Minh-Stadt, Istanbul, Johannesburg, Kairo,

Kiew, Lagos, Luanda, Melbourne, Moskau (FI-Desk),

Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking

(FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul,

Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tokio (FI-Desk),

Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

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Finanzkalender 2024/​2025
6. November 2024 Zwischenmitteilung zum 30. September 2024
13. Februar 2025 Bilanzpressekonferenz
Ende März 2025 Geschäftsbericht 2024
9. Mai 2025 Zwischenmitteilung zum 31. März 2025
15. Mai 2025 Hauptversammlung
6. August 2025 Zwischenbericht zum 30. Juni 2025
6. November 2025 Zwischenmitteilung zum 30. September 2025

Commerzbank AG

Zentrale

Kaiserplatz

Frankfurt am Main

www.commerzbank.de/​konzern/​

Postanschrift 60261

Frankfurt am Main

[email protected]

Investor Relations

www.investor-relations.commerzbank.com/​de

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