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Commerzbank AG — Interim / Quarterly Report 2020
May 13, 2020
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Interim / Quarterly Report
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Commerzbank Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Zwischenbericht zum 31. März 2020
Zwischenbericht zum 31. März 2020
Kennzahlen
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| Gewinn- und Verlustrechnung | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | - 277 | 246 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | - 0,22 | 0,20 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | - 277 | 246 |
| Konzernergebnis2 (Mio. €) | - 295 | 122 |
| Ergebnis je Aktie (€) | - 0,24 | 0,10 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13, 4 (%) | - 4,6 | 4,2 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis4, 9 (%) | - 4,9 | 1,9 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 81,1 | 72,7 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 97,4 | 85,0 |
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| Bilanz | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 517,3 | 463,6 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 183,8 | 181,8 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 30,4 | 30,7 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 38,4 | 38,6 |
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| Regulatorische Kennzahlen | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kernkapitalquote (%) | 14,0 | 14,3 |
| Harte Kernkapitalquote5 (%) | 13,2 | 13,4 |
| Harte Kernkapitalquote5 (fully loaded, %) | 13,2 | 13,4 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,4 | 16,8 |
| Verschuldungsquote (%) | 4,8 | 5,3 |
| Verschuldungsquote (fully loaded, %) | 4,7 | 5,1 |
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| Mitarbeiter | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Inland | 33 775 | 34 584 |
| Ausland | 14 122 | 13 928 |
| Gesamt | 47 897 | 48 512 |
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| Ratings6 | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Moody's Investors Service, New York7 | A1/A1/P-1 | A1/A1/P-1 |
| S&P Global, New York8 | A-/BBB+/A-2 | A/A-/A-2 |
| Fitch Ratings, New York/London7 | BBB+/BBB/F2 | A-/BBB+/F1 |
1 Anpassung Vorjahr.
2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) fully loaded.
4 Auf das Jahr hochgerechnet.
5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
6 Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.
7 Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
8 Kontrahentenrating /Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten. Das im April 2020 erfolgte Downgrade des Kontrahentenrating/ Einlagenrating und Emittentenrating ist hierbei bereits dargestellt.
9 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potenziellen (komplett diskretionären) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 31. März 2020
Kernaussagen
| ― | Der Start in das Geschäftsjahr 2020 verlief für die Commerzbank ausgesprochen positiv. Im Kundengeschäft verzeichnete die Bank eine starke Entwicklung. So steigerte sie im Konzern den Zins- und Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 % - ein starker Beweis für die strategische Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells. Mit dem Ausbruch der Krise Mitte März haben dann substanzielle, aber temporäre negative Bewertungseffekte zu Buche geschlagen. Zudem haben wir uns für mögliche Kreditausfälle gewappnet. Beides zusammen, ergänzt um die höhere jährliche Bankenabgabe für den einheitlichen europäischen Abwicklungsfonds, hat die Ergebnisse des ersten Quartals 2020 belastet. Infolgedessen mussten wir trotz der starken Kundenerträge und der um rund 4 % geringeren Kosten einen operativen Verlust von - 277 Mio. Euro hinnehmen - bedingt durch Corona-Effekte in Höhe von - 479 Mio. Euro. |
| ― | Das Risikoergebnis im Konzern war mit - 326 Mio. Euro auszuweisen. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultierte neben der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements insbesondere aus drohenden Kreditausfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, denen durch ein sogenanntes Top-Level-Adjustment Rechnung getragen wurde. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,8 %. |
| ― | Die Verwaltungsaufwendungen konnten dank konsequentem Kostenmanagement um 4,1 % auf 1 503 Mio. Euro reduziert werden. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegenem Bilanzvolumen und veränderten Kalkulationsparametern auf 301 Mio. Euro. |
| ― | Das den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug - 295 Mio. Euro, nach 122 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. |
| ― | Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag bei 13,2 %, die Leverage Ratio bei 4,7 % (fully loaded). |
| ― | Die Operative Eigenkapitalrendite betrug - 4,6 %, nach 4,2 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT1-bezogener Posten) lag bei - 4,9 %, nach 1,9 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote ohne Pflichtbeiträge lag bei 81,1 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Aufwandsquote 97,4 %. |
Entwicklung der Commerzbank-Aktie
Das internationale Börsengeschehen war in den ersten drei Monaten 2020 maßgeblich durch die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie überschattet. Vor diesem Ereignis traten vormals beherrschende geopolitische Ereignisse zunehmend in den Hintergrund, darunter Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen gegenüber dem Iran sowie anhaltende Unruhen im Nahen Osten. Die unerwartet dynamische Ausbreitung des Corona-Virus und die hierüber ausgelöste allgemeine Verunsicherung führten zu einem drastischen Einbruch an den Finanz- und Rohstoffmärkten weltweit, der sämtliche Notenbanken auf den Plan rief, die wiederum umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität erließen. Darüber hinaus wurden weitreichende Regierungsprogramme aufgesetzt, darunter Haftungsgarantien, staatliche Zuschüsse und arbeitspolitische Sofortmaßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise insbesondere aufseiten des Privat- und Unternehmenssektors größtmöglich abzufedern. Nicht zuletzt führten die einstweilige Schließung zahlreicher Geschäftsbetriebe in Verbindung mit einer Ausgangsbeschränkung der Öffentlichkeit sowie der wirtschaftliche Stillstand ganzer Industriezweige zu einem deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Vor dem Hintergrund eines drohenden Konjunkturabschwungs sowie zunehmender Risiken im Unternehmenssektor ermäßigten sich die Zins- und Inflationserwartungen für die Eurozone, aber auch weltweit. Darüber hinaus sorgte der spürbare Nachfragerückgang bei Energieträgern wie Öl und Gas zu einem deutlichen Preisverfall.
Damit sie ihrer volkswirtschaftlichen Funktion nachkommen und betroffene Kunden mit Finanzmitteln und Überbrückungskrediten versorgen können, gelten für Banken übergangsweise gelockerte Kapital- und Liquiditätsstandards. Auch soll mithilfe umfangreicher staatlicher Haftungsübernahmen (KfW-Darlehen) sichergestellt werden, dass Banken drohende Risiken aus Neugeschäft im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nur zum Teil selbst übernehmen müssen. Dennoch ist der Bankensektor aufgrund seiner hohen zyklischen Ausrichtung mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit Blick auf Ertragserwartungen, Risikovorsorge- und Kapitalbedarf. Während der EuroStoxx 50 in den ersten drei Monaten um - 25,6 % einbüßte (DAX - 25,0 %), fiel der EuroStoxx-Bankenindex um - 43,8 %. Im Vergleich dazu ermäßigte sich der Kurs der Commerzbank-Aktie um - 40,0 %. Hintergrund der unterdurchschnittlichen Entwicklung des Sektors wie auch der Commerzbank-Aktie waren ein unmittelbar drohender Konjunktureinbruch im Geschäftsjahr 2020, zunehmende Risikokosten sowie deutlich schwächere Gewinnerwartungen für 2020. Das Aussetzen der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr steht im Einklang mit den Empfehlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gegenüber dem Bankensektor, Kapitalreserven vor dem Hintergrund der Krise proaktiv zu stärken.
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| Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.3.) | 1 252,4 | 1 252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 6,83 | 7,70 |
| Tief | 2,80 | 5,59 |
| Schlusskurs (31.3.) | 3,31 | 6,90 |
| Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück | ||
| Hoch | 38,1 | 19,7 |
| Tief | 4,5 | 4,4 |
| Durchschnitt | 14,7 | 8,6 |
| Indexgewicht in % (31.3.) | ||
| M DAX | 1,9 | 2,9 |
| EURO STOXX Banken | 0,5 | 0,8 |
| Ergebnis je Aktie in € | - 0,24 | 0,10 |
| Buchwert je Aktie2 in € (31.3.) | 22,65 | 22,51 |
| Net Asset Value je Aktie3 in € (31.3.) | 21,41 | 21,31 |
| Marktwert/Net Asset Value (31.3.) | 0,15 | 0,32 |
1 Deutsche Börsen gesamt.
2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.
3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse im ersten Quartal
Veränderungen im Vorstand der Commerzbank
Mit Wirkung vom 1. März 2020 hat Dr. Bettina Orlopp die Nachfolge als Finanzvorständin von Stephan Engels angetreten. Gleichzeitig hat sie auch die Zuständigkeit für Group Tax, Group Treasury und Group Investor Relations übernommen. Die Zuständigkeit für die mBank liegt nunmehr bei Michael Mandel. Ebenfalls mit Wirkung vom 1. März 2020 hat Sabine Schmittroth, die seit dem 1. Januar 2020 Group Human Resources sowie Customer Process & Data Management verantwortet, zusätzlich die Zuständigkeit für Group Compliance übernommen.
Hauptversammlung der comdirect beschließt Verschmelzung mit der Commerzbank
Am 5. Mai 2020 hat die Hauptversammlung der comdirect den "umwandlungsrechtlichen Squeeze-out" gegen Zahlung einer angemessenen Barabfindung beschlossen. Für Ende Juni/Anfang Juli 2020 ist die Eintragung in das Handelsregister geplant. Die comdirect geht dann als eigene Organisationseinheit in die Commerzbank über.
Verkauf des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities wirtschaftlich abgeschlossen
Anfang Mai 2020 hat die Commerzbank den Verkauf des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) an die Société Générale wirtschaftlich abgeschlossen. Neben Handelsbüchern, Kundengeschäft und Mitarbeitern hat die Commerzbank seit Anfang 2019 schrittweise auch Teile der IT-Landschaft an den französischen Finanzdienstleister übertragen. Juristisch verbleiben noch wenige Bestände temporär in der Commerzbank, die über Derivate wirtschaftlich bereits übertragen wurden. Mit dem wirtschaftlichen Abschluss hat die Bank einen wesentlichen Meilenstein ihrer Strategie umgesetzt, die Komplexität der Bank reduziert und Kapital für die Kerngeschäftsfelder der Commerzbank freigesetzt. Am Angebot für Kunden ändert sich nichts. Bestehende Commerzbank-Produkte wurden zur Société Générale übertragen. Damit ist die Société Générale der neue Emittent von Zertifikaten und Optionsscheinen, die bisher von der Commerzbank angeboten wurden. Die Papiere können nach dem Übergang unverändert gehandelt werden.
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Situation
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres hat sich gegenüber den im Geschäftsbericht 2019 getroffenen Aussagen dramatisch geändert. Die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben eine scharfe globale Rezession verursacht. Die Notenbanken reagierten mit einer spürbaren Lockerung der Geldpolitik. Die US-amerikanische Notenbank senkte den Leitzinskorridor um 150 Basispunkte auf 0,0 % bis 0,25 %. Zudem hat sie Käufe von Staatsanleihen und von hypothekengedeckten Anleihen in jeder nötigen Höhe angekündigt. Die Europäische Zentralbank will bis zum Jahresende zusätzliche Anleihen im Gesamtumfang von 870 Mrd. Euro kaufen. Darüber hinaus haben die Regierungen Hilfspakete in noch nie da gewesenem Umfang geschnürt, um ihre Volkswirtschaften zu stützen.
Die Aktienmärkte verzeichneten weltweit massive Kursrückschläge. Gefragt waren vor allem US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen. 10-jährige US-Papiere rentierten zweitweise nur noch mit 0,55 %. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel bis auf - 0,86 %.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Eine Beschreibung der zum 31. März 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden findet sich im Zwischenabschluss in Note 5. Informationen zu Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
Die Ergebnisentwicklung der ersten drei Monate des laufenden Jahres war zum einen von einem starken Kundengeschäft gekennzeichnet, zum anderen führte die Krise zu deutlich negativen Bewertungseffekten sowie zu einer höheren Risikovorsorge. In den ersten drei Monaten 2020 lag das Operative Ergebnis bei - 277 Mio. Euro, nach 246 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die wesentlichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 1 321 Mio. Euro um 7,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Im Inland konnte das Zinsergebnis aufgrund weiterer Volumenzuwächse insbesondere in der privaten Baufinanzierung nahezu gehalten werden, auch wenn die Ausweitung der Kreditportfolios deutlich rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig kompensierte. Die mBank erzielte eine signifikante Steigerung ihres Zinsüberschusses, sowohl durch Volumenwachstum als auch durch eine gestiegene Kreditmarge. Das Segment Firmenkunden konnte aufgrund erhöhter Kundenaktivitäten einen nahezu stabilen Zinsüberschuss erzielen.
Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,3 % auf 877 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden sind die Erträge aus dem provisionstragenden Geschäft gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres deutlich gestiegen. Die zum Teil äußerst volatile Entwicklung an den Kapitalmärkten beflügelte die Provisionserträge im inländischen Wertpapiergeschäft. Besonders stark fiel der Ertragsanstieg bei der Tochtergesellschaft comdirect aus, wo die transaktionsabhängigen Erträge kräftig zulegten. Höhere Erträge erzielten zudem Zahlungsverkehrsdienstleistungen sowie das Vorsorgegeschäft. Auch bei der mBank nahm der Provisionsüberschuss maßgeblich bedingt durch steigende Ertragsbeiträge aus dem Karten- und dem Kreditgeschäft zu. Im Segment Firmenkunden zeigte auch der Provisionsüberschuss eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stabile Entwicklung.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf - 304 Mio. Euro, nach 85 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Rückgang beruhte im Wesentlichen auf Bewertungsschwankungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die zum großen Teil im Bereich Sonstige und Konsolidierung ausgewiesen wurden.
Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 326 Mio. Euro, nach - 78 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Anstieg resultierte auch aus der Berücksichtigung eines sogenannten Top-Level-Adjustments (TLA), das aufgrund der Corona-Pandemie gebildet wurde. Weitere Informationen zum TLA finden sich im Zwischenrisikobericht auf Seite 20 ff. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau. Ein erheblicher Teil des Anstiegs entfällt auf die mBank. Größter Treiber für die Erhöhung waren dort Effekte aus der Corona-Pandemie. Diese resultierten zum einen aus einem TLA aufgrund veränderter makroökonomischer Erwartungen und zum anderen aus größeren Einzelengagements, bei denen die Krise zu einem gestiegenen Risikovorsorgebedarf führte. Die höhere Risikovorsorge im Inland war ebenfalls zum Teil auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Diese wurde als TLA erfasst. Im Segment Firmenkunden ist der Anstieg des Risikoergebnisses im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nahezu vollständig auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Belastungen resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Des Weiteren wurden Effekte als TLA berücksichtigt. Als Basis wurden aufgrund der Krise die Ausfallwahrscheinlichkeit für bereits vor der Corona-Pandemie kritische Teilportfolios kleinerer Unternehmen und für Teile des Firmenkundenportfolios außerhalb Deutschlands höher eingeschätzt, sowie die makroökonomischen Erwartungen geändert.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum dank konsequentem Kostenmanagement mit 1 503 Mio. Euro um 4,1 % unter dem Vorjahreszeitraum. Während die Personalaufwendungen mit 851 Mio. Euro - unter anderem aufgrund weiterer Fortschritte beim Stellenabbau - um 2,3 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 6,3 % auf 653 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter in Projekten sowie niedrigeren Beratungskosten.
Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - lagen mit 301 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg beruhte insbesondere auf dem gestiegenen Bilanzvolumen und veränderten Kalkulationsparametern.
Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug - 277 Mio. Euro, nach 246 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 54 Mio. Euro an, nach 97 Mio. Euro in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf - 331 Mio. Euro, gegenüber 150 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug 44 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Société Générale verkauften Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC).
Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2020 ein Konzernergebnis von - 295 Mio. Euro zuzurechnen, nach 122 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug - 0,22 Euro, das Ergebnis je Aktie - 0,24 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,20 Euro beziehungsweise auf 0,10 Euro.
Bilanz des Commerzbank-Konzerns
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. März 2020 bei 517,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2019 war dies ein Anstieg um 11,6 % beziehungsweise 53,6 Mrd. Euro.
Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 14,4 Mrd. Euro auf 55,6 Mrd. Euro gestiegen. Der Zuwachs gegenüber dem Jahresultimo 2019 stand insbesondere im Zusammenhang mit einem Anstieg von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende 2019 um 18,2 Mrd. Euro auf 311,9 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2019 resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts, insbesondere im Firmenkundengeschäft, sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Kreditinstituten aus der saisonalen Ausweitung des Repo-Geschäfts.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 33,5 Mrd. Euro und damit um 2,5 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2019. Der Anstieg um 8,1 % resultierte aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente.
Mit 40,0 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 9,8 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 55,7 Mrd. Euro um 10,8 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2019. Während die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten um 5,5 Mrd. Euro gestiegen sind, nahmen die positiven Marktwerte aus Währungs- und Aktienderivaten um insgesamt 4,6 Mrd. Euro zu.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 4,8 Mrd. Euro, nach 8,0 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale.
Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 388,7 Mrd. Euro um 36,8 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 3,0 Mrd. Euro zugelegt haben, stiegen die Sichteinlagen - sowohl von Privat- und Firmenkunden als auch Kreditinstituten - im Vergleich zum Jahresende 2019 deutlich an.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo 2019 um 9,0 Mrd. Euro auf 29,0 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen leicht zurückgegangen sind, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten deutlich um 9,3 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten zurückzuführen.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 49,3 Mrd. Euro um 9,9 Mrd. Euro über dem Jahresende 2019. Der Zuwachs resultierte aus den negativen Marktwerten aus Derivaten, die um 10,4 Mrd. Euro angestiegen sind. Die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen sind hingegen um 0,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresultimo zurückgegangen.
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 5,4 Mrd. Euro, nach 8,5 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale.
Eigenkapital
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. März 2020 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 28,4 Mrd. Euro auf dem Niveau zum Jahresende 2019. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 42 ff.
Die Risikoaktiva per 31. März 2020 lagen bei 183,8 Mrd. Euro und damit 2,0 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2019. Die Entwicklung resultierte vor allem aus höheren Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen und aus dem Kreditanstieg in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden. Leicht höhere Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken wurden durch geringere Risikoaktiva aus operationellen Risiken kompensiert.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Com-mon-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 24,2 Mrd. Euro, gegenüber 24,4 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2019. Der Rückgang des harten Kernkapitals um 0,2 Mrd. Euro resultierte im Wesentlichen aus dem Quartalsverlust und konnte teilweise dadurch ausgeglichen werden, dass, der Empfehlung der EZB folgend, der Hauptversammlung vorgeschlagen wird, den Bilanzgewinn 2019 nicht als Dividende auszuschütten, sondern in die Gewinnrücklagen einzustellen. Per 31. März 2020 wurde für das Geschäftsjahr 2020 keine Dividendenabgrenzung berücksichtigt. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,2 %. Die Kernkapitalquote (with transitional provisions) betrug zum Berichtsstichtag 14,0 %, gegenüber 14,3 % zum Jahresende 2019. Ursächlich für den Rückgang der Kernkapitalquote waren sowohl die gestiegenen Risikoaktiva als auch ein Rückgang von anrechenbarem zusätzlichen Kernkapital, aufgrund von schrittweise auslaufenden Übergangsbestimmungen. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,4 %.
Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,8 % (with transitional provisions) beziehungsweise bei 4,7 % (fully loaded).
Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
Refinanzierung und Liquidität
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum jederzeit Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Commerzbank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie ist die Liquiditätssituation der Bank stabil und erfüllt die internen Limite sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen.
Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt1
zum 31. März 2020

1 Basierend auf Bilanzwerten.
Die Commerzbank hat im ersten Quartal 2020 fast ein Drittel der Planung für langfristige Refinanzierungen umgesetzt. Seit Anfang März sind die Kapitalmärkte durch die Reaktionen auf die Corona-Pandemie geprägt. Es ist zu erwarten, dass sich die Refinanzierungskosten dadurch erhöhen werden. Der Commerzbank-Konzern hat langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 3,0 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit aller im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei acht Jahren.
Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtszeitraum zwei Non-Preferred Senior Anleihen über 750 Mio. Euro und erstmals über 400 Mio. Britischen Pfund mit Laufzeiten von sieben beziehungsweise fünf Jahren platziert. Weiterhin wurde eine Preferred-Senior-Benchmarkanleihe um 500 Mio. Euro aufgestockt. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,1 Mrd. Euro emittiert.
Im besicherten Bereich wurde im März ein 10-jähriger Hypothekenpfandbrief über 1,25 Mrd. Euro begeben.
Kapitalmarktfunding des Konzerns in den ersten drei Monaten 2020
Volumen 3,0 Mrd. €

Die Bank wies zum ersten Quartalsultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 83,4 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,4 Mrd. Euro. An den im ersten Quartal 2020 neu aufgelegten Fazilitäten der EZB in Euro und US-Dollar hat die Commerzbank teilgenommen.
Die Commerzbank hat mit 129,94 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Zwischenabschluss in Note 42. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie weiterhin stabil.
Entwicklung der Segmente
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten drei Monate 2020 basiert auf der im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 67 und 247 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Das bis zur Auflösung vom Segment Asset & Capital Recovery erzielte Vorjahresergebnis wird in der Segmentberichterstattung im Zwischenabschluss weiterhin ausgewiesen.
Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note 39.
Privat- und Unternehmerkunden
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 317 | 1 201 | 9,7 |
| Risikoergebnis | - 160 | - 52 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | 871 | 870 | 0,1 |
| Pflichtbeiträge | 137 | 125 | 9,0 |
| Operatives Ergebnis | 150 | 153 | - 2,3 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 5 680 | 5 102 | 11,3 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 10,6 | 12,0 | - 1,5 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 66,1 | 72,5 | - 6,4 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 76,5 | 82,9 | - 6,4 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten Quartal 2020 die Operativen Erträge im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum deutlich steigern können und dabei die Verwaltungsaufwendungen auf dem Vorjahresniveau gehalten. Trotz des signifikant höher ausgefallenen Risikoergebnisses, erzielte das Segment mit 150 Mio. Euro ein Operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Damit hat das Segment eine gute Basis für den weiteren Verlauf des Jahres gelegt, auch wenn die stark eingetrübte konjunkturelle Lage, das anhaltend ungünstige Zinsumfeld sowie eine mögliche abnehmende Volatilität an den Kapitalmärkten eine Wiederholung des Operativen Ergebnisses in der Größenordnung des ersten Quartals unter Umständen erschweren.
Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis übertrafen im Berichtszeitraum mit 1 317 Mio. Euro den Vorjahreswert um rund 10 %. Der Zinsüberschuss legte gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 25 Mio. Euro auf 689 Mio. Euro zu. Im Inland konnte das Zinsergebnis aufgrund weiterer Volumenzuwächse insbesondere in der privaten Baufinanzierung nahezu gehalten werden, auch wenn die Ausweitung der Kreditportfolios deutlich rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig kompensierte. Die mBank erzielte eine signifikante Steigerung ihres Zinsüberschusses, sowohl durch Volumenwachstum als auch durch eine gestiegene Kreditmarge. Der Provisionsüberschuss des Segments war mit einem erheblichen Anstieg um 118 Mio. auf 586 Mio. Euro der wesentliche Ertragstreiber in der Berichtsperiode. Die zum Teil äußerst volatile Entwicklung an den Kapitalmärkten beflügelte die Provisionserträge im inländischen Wertpapiergeschäft. Besonders stark fiel der Ertragsanstieg bei der Tochtergesellschaft comdirect aus, wo die transaktionsabhängigen Erträge kräftig zulegten. Höhere Erträge erzielten zudem Zahlungsverkehrsdienstleistungen sowie das Vorsorgegeschäft. Auch bei der mBank nahm der Provisionsüberschuss, maßgeblich bedingt durch steigende Ertragsbeiträge aus dem Karten- und dem Kreditgeschäft, zu. Bei den übrigen Ergebniskomponenten, die sich im Berichtszeitraum auf 42 Mio. Euro, nach 68 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, summierten, gab maßgeblich das Fair-Value-Ergebnis sowohl im Inland als auch bei der mBank nach.
Das Risikoergebnis belastete mit - 160 Mio. Euro erheblich stärker als im Vorjahreszeitraum mit - 52 Mio. Euro. Ein erheblicher Teil des Anstiegs entfällt auf die mBank. Größter Treiber für die Erhöhung waren dort Effekte aus der Corona-Pandemie. Diese resultierten zum einen aus einem TLA aufgrund veränderter makroökonomischer Erwartungen und zum anderen aus größeren Einzelengagements, bei denen die Krise zu einem gestiegenen Risikovorsorgebedarf führte. Die höhere Risikovorsorge im Inland war ebenfalls zum Teil auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Diese wurde als TLA erfasst.
Der Verwaltungsaufwand lag im Berichtszeitraum bei 871 Mio. Euro. Während sich im Inland, bedingt durch fortlaufende Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz, ein leichter Rückgang zeigte, war bei der mBank aufgrund des organischen Wachstums ein leichter Kostenzuwachs zu verzeichnen. Der Aufwand für Pflichtbeiträge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 137 Mio. Euro.
Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern von 150 Mio. Euro, nach 153 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Firmenkunden
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 747 | 860 | - 13,2 |
| Risikoergebnis | - 166 | - 28 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | 591 | 620 | - 4,6 |
| Pflichtbeiträge | 103 | 93 | 11,5 |
| Operatives Ergebnis | - 114 | 119 | . |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | 11 544 | 11 589 | - 0,4 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | - 4,0 | 4,1 | - 8,1 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 79,2 | 72,1 | 7,1 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 93,0 | 82,9 | 10,2 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39).
Die ersten drei Monate 2020 waren für das Segment Firmenkunden mit großen Herausforderungen verbunden, darunter Marktverwerfungen und allgemeine Verunsicherung aufgrund der Corona-Pandemie, die deutlich erhöhte Kundenaktivitäten insbesondere in Form sprunghaft steigender Finanzierungsanfragen auslösten. Trotz eines zunehmenden Stillstands in großen Teilen der Wirtschaft sowie des öffentlichen Lebens, der auf den Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa erfolgte, konnte das Segment eine vergleichsweise stabile Entwicklung im direkten Geschäft mit Kernkunden verzeichnen, was sich in einem nahezu stabilen Zins- und Provisionsergebnis zeigt. Dem standen jedoch deutlich negative Bewertungseffekte sowie ein höheres Risikoergebnis gegenüber, die das Ergebnis belasteten. Demnach erzielte das Segment Firmenkunden in den ersten drei Monaten 2020 ein Operatives Ergebnis von - 114 Mio. Euro, nach 119 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund massiver Spreadausweitungen, die insbesondere ein höheres Kreditrisiko mit Kontrahenten im Derivategeschäft reflektieren, ergaben sich negative Bewertungseffekte von - 78 Mio. Euro, die sich im Vorjahr auf - 8 Mio. Euro beliefen.
Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments und konnte entlang seiner Produktpalette eine stabile Entwicklung verzeichnen. Der Bereich International Corporates verbuchte einen stabilen Beitrag aus dem bilateralen Kreditgeschäft, erzielte jedoch auf der anderen Seite einen geringeren Beitrag aus Trade Finance und kapitalmarktbezogenen Finanzierungen, die von einer geringeren Kundenaktivität betroffen waren. Seit Beginn der Corona-Pandemie in Europa im März verzeichnen wir im Geschäft im Firmenkunden sowohl im In- als auch im Ausland einen deutlichen Anstieg des Kreditvolumens. Der Bereich Institutionals vermeldete eine positive Entwicklung, die von erhöhten Absicherungen im Kundengeschäft, darunter insbesondere in Bezug auf Währungen, profitierte. Der Bereich Others war im Zuge der Corona-Pandemie von einer massiven Ausweitung der Credit Spreads betroffen, die sich im Kontrahentengeschäft in negativen Bewertungseffekten niederschlugen sowie den Handel am Sekundärmarkt belasteten.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten drei Monaten mit 747 Mio. Euro um 113 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 445 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 467 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss mit 299 Mio. seinen Vorjahreswert von 307 Mio. Euro annähernd erreichte. Deutlich zurückgegangen ist das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit - 41 Mio. Euro um 115 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums lag, in dem positive Erträge aus Restrukturierungen enthalten waren.
Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im Berichtszeitraum bei - 166 Mio. Euro, nach - 28 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg ist nahezu vollständig auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Belastungen resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Des Weiteren wurden Effekte als TLA berücksichtigt. Als Basis wurden aufgrund der Krise die Ausfallwahrscheinlichkeit für bereits vor der Corona-Pandemie kritische Teilportfolios kleinerer Unternehmen und für Teile des Firmenkundenportfolios außerhalb Deutschlands höher eingeschätzt, sowie die makroökonomischen Erwartungen geändert.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 591 Mio. Euro um 29 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategische Weiterentwicklung konnten erfolgreich kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwand mittels strenger Kostendisziplin schneller als geplant erreicht, woraus ein maßgeblicher Ergebnisbeitrag resultierte.
Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 103 Mio. Euro stehen insbesondere in Verbindung mit der Europäischen Bankenabgabe. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich hier ein Anstieg um 11 Mio. Euro.
Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von - 114 Mio. Euro, gegenüber 119 Mio. Euro im Vorjahr.
Sonstige und Konsolidierung
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Quartal 2020 auf - 313 Mio. Euro, gegenüber - 19 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf gesunkenen Erträgen in Group Treasury, die hauptsächlich auf Bewertungsschwankungen aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Hiervon betroffen sind hauptsächlich Absicherungsgeschäfte, die zur langfristigen Fremdwährungsliquiditäts- und Zinsrisikosicherung gehalten werden und zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen sind. Darüber hinaus waren im Vorjahreszeitraum positive Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen und einer Beteiligungsbewertung enthalten, die sich im Berichtszeitraum nicht wiederholt haben. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im ersten Quartal 2020 betrug ebenfalls - 313 Mio. Euro.
Prognosebericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Wie es nach dem unvermeidlichen Einbruch im ersten Halbjahr 2020 weitergeht, hängt stark vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. In China, wo zuletzt nur noch wenige neue Infektionen gemeldet wurden, sind die Beschränkungen inzwischen merklich gelockert worden. Aber das Land muss sich nun mit der stark gestiegenen Arbeitslosigkeit und dem globalen Nachfrageeinbruch auseinandersetzen.
Auch in Europa haben die ersten Länder damit begonnen, die Beschränkungen schrittweise aufzuheben. In der Folge dürfte sich die Wirtschaft im Euroraum zwar wieder spürbar erholen. Dennoch wird für das gesamte Jahr 2020 wohl ein Minus von 7 % zu Buche stehen. Die deutsche Wirtschaft dürfte um 5,5 % schrumpfen. Für die USA haben wir unsere Wachstumsprognose für 2020 auf - 4,5 % nach unten korrigiert.
Mit der Eindämmung der Pandemie werden sich auch die Finanzmärkte wieder beruhigen. Dann dürfte sich die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen wieder bei - 0,5 % einpendeln.
Künftige Situation der Bankbranche
Unsere Einschätzung insbesondere hinsichtlich des kurzfristigen Ausblicks auf das bankgeschäftliche Umfeld haben wir aufgrund der Corona-Pandemie angepasst. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation verblassen Aspekte wie der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie den USA und Europa, die Gefahren eines ungeregelten Brexits oder die Konfliktherde im Nahen Osten. Andere Probleme wie das ohnehin schon vorhandene Misstrauen gegenüber der Stabilität der Staatsfinanzen in Europa - insbesondere in Italien - dürften sich weiter verschärfen. Insgesamt haben sich Planungsunsicherheiten und Risiken durch die Corona-Pandemie massiv erhöht. Diese Unsicherheit führt zu erheblich niedrigeren Bewertungen von Vermögenstiteln und weitaus höheren Volatilitäten als bisher. Weltweit sehen sich Banken derzeit vor völlig neue Herausforderungen gestellt, insbesondere mit Blick auf Ertragserwartungen, Risikovorsorge- und Kapitalbedarf.
Durch die Schließung von Geschäften, die nicht der lebensnotwendigen Versorgung der Bevölkerung dienen, durch die einschneidende Reduzierung der Industrieproduktion, durch Einkommenseinbußen auf Arbeitnehmerseite und durch den immensen Nachfrageausfall im Dienstleistungssektor werden zahlreiche Kreditkunden in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Eine fundierte Abschätzung der künftigen Bonität bestehender Kreditnehmer ist damit kaum möglich. Alles in allem ist damit zu rechnen, dass die privaten Haushalte ihre Konsum- und die Unternehmen ihre Investitionsaktivitäten massiv zurückfahren, was das Firmen- genauso wie das Privatkundengeschäft der Finanzinstitute erheblich belasten dürfte. Auch die Schließung von Filialen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern wird sich in der Entwicklung der Geschäftsvolumina des Bankensektors in diesem Jahr entsprechend niederschlagen. Die enorme Ausweitung bei den Handelsaktivitäten an den Börsen, von denen auch das Provisionsgeschäft mit Wertpapieren profitiert, wird die drohenden Verluste im Filialgeschäft nicht kompensieren können. Finanzinstitute, die ihren Kunden umfangreiche Onlinebanking-Möglichkeiten und agile Lösungen anbieten, werden hier zukünftig deutlich besser aufgestellt sein. Umso wichtiger wird es sein, verstärkt auf die Nutzung des Onlinebanking durch die Kunden zu setzen und hier auch entsprechend mehr Ressourcen und erweiterte digitale Angebote zur Verfügung zu stellen. Die Unsicherheit für die Ergebnisentwicklung ist erheblich, zumal die Bankenprofitabilität schon längere Zeit unter sehr engen Zinsmargen leidet.
Die operationellen Risiken sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Angesichts veränderter Arbeitsmuster, wie Homeoffice oder dem Verteilen von Teams auf unterschiedliche Standorte, wird die Robustheit der Banken-Notfallpläne, insbesondere im IT-Bereich, auf eine harte Probe gestellt. Störungen im gewohnten Betriebsablauf könnten unmittelbar sowohl Auswirkungen auf die Reputation der Institute als auch auf ihre Finanzsituation haben. Sollten Mitarbeiter in Schlüsselpositionen von Erkrankungen betroffen sein, würden zusätzliche Herausforderungen hinzukommen.
Mittel- bis langfristig dürften sich die jetzt massiv auftretenden negativen Auswirkungen allerdings durch eine entsprechend zu erwartende kräftige Wirtschaftserholung zumindest teilweise kompensieren lassen.
Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns
Geplante Finanzierungsmaßnahmen
Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Non-preferred-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.
Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine stabile Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Geplante Investitionen
Bei den Investitionen haben sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 89 bis 91 aufgeführten Planungen ergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie gehen wir jedoch insgesamt von einem etwas geringeren Investitionsvolumen aus. Die für das Geschäftsjahr 2020 geplanten Investitionen stehen im Zusammenhang mit zentralen Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0", insbesondere der Fortführung der Digitalisierung von Produkten und Prozessen im Konzern. Dies ermöglicht der Commerzbank, die Leistungen zukünftig effizienter und schneller zu erbringen. Weitere Investitionen entfallen auf Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik.
Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität
Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war im ersten Quartal 2020 maßgeblich durch die sich rasant entwickelnde Corona-Pandemie beeinflusst.
Vor diesem Hintergrund beschloss die EZB im März 2020 weitere umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung des zu erwartenden wirtschaftlichen Einbruchs in der Eurozone und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Finanzsektor. Obwohl der EZB-Rat bislang keine wesentlichen Spannungen im Geldmarkt oder Liquiditätsengpässe im Bankensystem sieht, wurden den Banken zusätzliche langfristige Refinanzierungsgeschäfte (Long-Term Refinancing Operations) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die Konditionen für den im Juni 2020 startenden TLTRO III (Targeted Longer-Term Refinancing Operation) maßgeblich verbessert, um insbesondere die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Zusätzlich wurde das Wertpapierankaufsprogramm um weitere 120 Mrd. Euro bis mindestens Ende Dezember 2020 erhöht und die Anforderungen hierfür gelockert. Die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagenfazilität wurden bestätigt.
Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt in Wertpapiere hoher Qualität wie Staatsanleihen, Supranationale sowie gedeckte Anleihen (High Quality Liquid Assets - HQLA) funktioniert hingegen reibungslos und spielt eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte.
Durch die Corona-Pandemie bedingte Erhöhung des Liquiditäts- und Finanzierungsbedarfs des Bundes und seiner Sondervermögen wurde der Emissionskalender für das zweite Quartal 2020 angepasst. Die Antizipation der Repomärkte auf das erhöhte Wertpapiervolumen resultierte schon im März in einer generellen Verbilligung der Reposätze über alle HQLA-Märkte hinweg. Die Situation an den Bondmärkten ist im Wesentlichen durch die hohe Überschussliquidität, die anhaltenden Handelskonflikte sowie die politischen Unsicherheiten gekennzeichnet. Dies führt zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen Zinsniveaus kommt es zu einer zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach Rendite.
Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis über 20 Jahre negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
Die umfangreichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, sowohl auf die individuelle Situation jedes Einzelnen als auch auf die gesamtwirtschaftliche Situation, stellt alle Branchen vor bislang nicht geahnte Herausforderungen. Die spürbaren Folgen zeigen sich auch in unserer Geschäfts- und Ergebnisentwicklung. Insgesamt ist zum heutigen Zeitpunkt aber eine konkrete Prognose zum Jahresergebnis 2020 ausgesprochen schwierig. Die bereits eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Umsetzung unserer Strategie "Commerzbank 5.0" werden wir dessen ungeachtet weiter vorantreiben. Gerade in den letzten Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, auf dem Weg zur weiteren Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und der Modernisierung unserer IT-Infrastruktur weiter konsequent voranzugehen, um unseren Kunden auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.
An unserem mittelfristigen Ziel, in allen Kundengeschäftsfeldern Effizienzpotenziale zu nutzen und die Kostenbasis nachhaltig deutlich zu verringern, werden wir auch im laufenden Jahr konsequent arbeiten. Unter der Annahme, dass der Lockdown des gesellschaftlichen und wirtschaftliches Lebens Schritt für Schritt gelockert werden kann und es zu keiner weiteren Verschärfung der Situation kommt, erwarten wir, ohne Sonder- und Bewertungseffekte, weitgehend stabile Erträge im Kundengeschäft.
Die bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres sichtbaren Erfolge unseres Kostenmanagements geben uns den notwendigen Schub, unsere Bemühungen auf der Kostenseite weiter über alle Bereiche der Bank zu intensivieren. Zum Jahresende 2020 streben wir eine Kostenbasis inklusive IT-Investitionen auf Höhe des Vorjahres an.
Im Zusammenhang mit der bereits in den ersten Monaten angefallenen Risikovorsorge sowie den sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, setzen wir unsere Erwartungen hinsichtlich des für das Gesamtjahr 2020 anfallenden Risikoergebnisses nach oben. Aktuell gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einem Risikoergebnis von - 1 Mrd. Euro bis - 1,4 Mrd. Euro aus.
In Abhängigkeit vom Fortgang der im Jahresverlauf geplanten Gremiengespräche mit Arbeitnehmervertretern werden darüber hinaus Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen die Ergebnisentwicklung belasten. Unser Ziel, für das Geschäftsjahr 2020 einen Gewinn ausweisen zu können, halten wir vor diesem Hintergrund sowie mit Blick auf die Entwicklung im ersten Quartal 2020 für sehr ambitioniert.
Angesichts der Reduktion der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen passen wir unser Ziel für die harte Kernkapitalquote von mindestens 12,75 % auf mindestens 12,5 % zum Jahresende 2020 an. Dies gibt der Bank mit Blick auf die aktuelle Kernkapitalquote von 13,2 % Spielräume, um zusätzliche Geschäftschancen zu nutzen.
Zwischenrisikobericht
Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.
Zwischenrisikobericht
Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.
Organisation des Risikomanagements
Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.
Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management, Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.
Zum 1. Januar 2020 hat die Commerzbank den neuen Konzernbereich "Group Cyber Risk & Information Security" gegründet, der ebenfalls zur Risikomanagement-Organisation gehört und eine direkte Berichtslinie an den CRO hat.
Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.
Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2019 dargestellt.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.
Das Risikotragfähigkeitskonzept basiert im ökonomischen Ansatz entsprechend der aufsichtlichen Vorgaben auf einem Fortführungsansatz.
Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt. Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten durchgeführt.
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im ersten Quartal 2020 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 149 % per 31. März 2020. Der Anstieg des ökonomisch erforderlichen Kapitals gegenüber Dezember 2019 reflektiert erhöhte Risikoaufschläge und die gestiegene Volatillität im März 2020 an den Finanzmärkten. Diese wirken sich auf die Abbildung von Emittenten- und Kontrahentenrisiken (als Teil des Adressenausfallrisikos) sowie das Marktrisiko aus. Gleiches gilt auch für die Kapitalbasis. Die Bemessung von Neubewertungsrücklage und stillen Lasten im ökonomischen Risikodeckungspotential spiegelt ebenfalls das Marktumfeld wider. Die RTF-Quote liegt weiterhin deutlich über dem Mindestanspruch.
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| Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial | 23 | 24 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital1 | 16 | 15 |
| davon für Adressenausfallrisiko | 10 | 10 |
| davon für Marktrisiko2 | 4 | 4 |
| davon für operationelles Risiko | 1 | 1 |
| davon Diversifikationseffekte | - 2 | - 2 |
| RTF-Quote (%)3 | 149 | 161 |
1 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko und für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Goodwill und Intangibles.
2 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
Seit Mitte März 2020 führte die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Pandemie in diversen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und Produktionsstopps. Das öffentliche Leben ist in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft waren im ersten Quartal bereits selektiv spürbar, eine Ausweitung zeichnet sich ab. Regierungen und Institutionen intervenieren parallel in nie dagewesenem Ausmaß mit Liquiditätshilfen, Stützungs- und Hilfsprogrammen. Die Situation ist dynamisch, die weitere Entwicklung mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Commerzbank-Konzern
Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
Die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Pandemie führte seit Mitte März in diversen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und Produktionsstopps. Das öffentliche Leben ist in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft waren im ersten Quartal bereits selektiv spürbar, eine Ausweitung zeichnet sich ab.
Dieser Entwicklung wurde im Risikoergebnis mit einem Top-Level-Adjustment Rechnung getragen. In den restlichen Risikokennzahlen ist diese negative Entwicklung größtenteils noch nicht ablesbar, da sie sich hier erst zeitverzögert im Laufe des Jahres bemerkbar machen wird.
Kreditrisikokennzahlen
Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) - im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 31. März 2020 wie folgt dar:
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| 31.3.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | 181 | 415 | 23 | 1 688 |
| Firmenkunden | 196 | 517 | 26 | 5 248 |
| Sonstige und Konsolidierung1 | 90 | 175 | 19 | 3 293 |
| Konzern | 467 | 1 107 | 24 | 10 228 |
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| 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | 178 | 425 | 24 | 2 207 |
| Firmenkunden | 184 | 473 | 26 | 4 607 |
| Sonstige und Konsolidierung1 | 83 | 120 | 14 | 3 003 |
| Konzern | 445 | 1 017 | 23 | 9 817 |
1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios des Treasury sowie seit dem 1. Juli 2019 die Restportfolios aus dem geschlossenen Segment ACR.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 85 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.
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| 31.3.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingverteilung EaD | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | 31 | 52 | 14 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 20 | 61 | 15 | 2 | 2 |
| Sonstige und Konsolidierung | 51 | 46 | 2 | 0 | 0 |
| Konzern | 30 | 54 | 12 | 2 | 1 |
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| 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingverteilung EaD | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | 31 | 51 | 14 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 20 | 60 | 16 | 3 | 2 |
| Sonstige und Konsolidierung | 51 | 46 | 3 | 1 | 0 |
| Konzern | 30 | 54 | 13 | 2 | 1 |
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, 9 % auf Nordamerika und 6 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernportfolio nach Regionen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 242 | 491 | 20 | 235 | 526 | 22 |
| Westeuropa | 99 | 265 | 27 | 90 | 191 | 21 |
| Mittel- und Osteuropa | 47 | 213 | 45 | 49 | 207 | 42 |
| Nordamerika | 40 | 43 | 11 | 34 | 32 | 9 |
| Asien | 27 | 60 | 22 | 27 | 32 | 12 |
| Sonstige | 11 | 35 | 31 | 10 | 29 | 29 |
| Konzern | 467 | 1 107 | 24 | 445 | 1 017 | 23 |
Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Quartal 2020 auf - 326 Mio. Euro. (Vorjahreszeitraum - 78 Mio. Euro).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. Etwaige Marktwertschwankungen aus Fair Value Krediten sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
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| 1.1.-31.3.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 1 | Stage 21 | Stage 31 | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | -6 | -21 | -133 | -160 |
| Firmenkunden | -5 | -46 | -116 | -166 |
| Asset & Capital Recovery | - | - | - | - |
| Sonstige und Konsolidierung | -1 | 6 | -4 | 0 |
| Konzern | -12 | -61 | -253 | -326 |
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| 1.1.-31.3.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 1 | Stage 21 | Stage 31 | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Privat- und Unternehmerkunden | - 2 | - 5 | - 44 | - 52 |
| Firmenkunden | 0 | - 17 | - 12 | - 28 |
| Asset & Capital Recovery | 0 | 2 | - 2 | - 1 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 1 | 4 | 0 | 2 |
| Konzern | - 3 | - 17 | - 58 | - 78 |
1 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).
Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres hat sich das Risikoergebnis deutlich erhöht. Hauptursache hierfür sind Effekte in Höhe von - 185 Mio. Euro aus der Corona-Pandemie.
Die weltweit massive Ausbreitung der Infektion führte seit Mitte März in diversen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und Produktionstopps. Das öffentliche Leben ist in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft waren im ersten Quartal bereits selektiv spürbar, eine Ausweitung zeichnet sich ab. Regierungen und Institutionen intervenieren parallel in nie dagewesenem Ausmaß mit Liquiditätshilfen, Stützungs- und Hilfsprogrammen. Die Situation ist dynamisch, die weitere Entwicklung mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Durch das angewendete IFRS-9-ECL-(Expected-Credit-Loss-)Modell wird dies zum Berichtsstichtag nicht vollständig erfasst. Im Risikoergebnis wurde daher ein Top-Level-Adjustment in Höhe von - 111 Mio. Euro (im Folgenden TLA, siehe auch Zwischenabschluss Note 26 - Kreditrisiken und Kreditverluste) berücksichtigt. Das TLA basiert auf einer ersten Einschätzung der Bank und Annahmen zum Zeitpunkt der Berichterstellung. Die Angemessenheit dieser Annahmen wird unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung bis zum nächsten Reportingstichtag überprüft. Insbesondere die Wirksamkeit der aufgelegten Stützungsmaßnahmen und Hilfsprogramme, sowie die Annahmen zu betroffenen Sektoren und Teilportfolios sind dabei von wesentlicher Bedeutung.
Weitere Treiber des Risikoergebnisses im ersten Quartal 2020 sowie der anteilige TLA-Betrag finden sich in den Erläuterungen zu den Segmenten.
Die Corona-Pandemie wird das Risikoergebnis des Konzerns 2020 negativ beeinflussen. Das Ausmaß kann jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Wir gehen derzeit davon aus, dass mit den erheblichen Einschränkungen die Eindämmung der Pandemie bis zum Sommer weitgehend gelingt. Nach dem zweimonatigen Lockdown erwarten wir eine schrittweise Erholung der Wirtschaft und gehen nicht davon aus, dass ein zweiter Lockdown notwendig wird. Basierend auf diesen Annahmen wird das Risikoergebnis für das Gesamtjahr 2020 aus heutiger Sicht zwischen - 1,0 bis - 1,4 Mrd. Euro liegen.
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio des Konzerns ist im ersten Quartal 2020 um 199 Mio. Euro gestiegen und lag zum 31. März 2020 bei 3 934 Mio. Euro.
Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income).
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio Konzern | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Default-Portfolio | 3 921 | 13 | 3 934 | 3 735 | 0 | 3 735 |
| LLP1 | 1 845 | 2 | 1 846 | 1 745 | 0 | 1 745 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)2 | 47 | 13 | 47 | 47 | - | 47 |
| Sicherheiten | 1 018 | 0 | 1 018 | 968 | 0 | 968 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)2 | 73 | 13 | 73 | 73 | - | 73 |
| NPE-Ratio (%)3 | 0,8 | 0,9 |
1 Loan Loss Provision.
2 Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.
3 NPE-Ratio: Notleidende Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard.
Segment Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab.
Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 89 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 23 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den vergangenen drei Monaten resultierte überwiegend aus der Baufinanzierung.
Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber Dezember 2019 um einen Basispunk auf 23 Basispunkte gesunken.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Private Kunden | 106 | 149 | 14 | 104 | 159 | 15 |
| Unternehmerkunden | 32 | 70 | 22 | 31 | 73 | 23 |
| comdirect bank | 3 | 6 | 19 | 3 | 7 | 23 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 49 | 1 | 2 | 43 |
| mBank | 39 | 188 | 48 | 39 | 183 | 47 |
| PUK | 181 | 415 | 23 | 178 | 425 | 24 |
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das Risikoergebnis im ersten Quartal 2020 auf - 160 Mio. Euro (erstes Quartal 2019: - 52 Mio. Euro). Mit - 53 Mio. Euro entfällt ein erheblicher Teil des Anstiegs auf die mBank. Größter Treiber für die Erhöhung waren dort Effekte in Höhe von - 31 Mio. Euro aus der Corona-Pandemie. Diese resultierten zum einen aus einem TLA in Höhe von - 17 Mio. Euro aufgrund veränderter makroökonomischer Erwartungen und zum anderen aus größeren Einzelengagements, bei denen die Krise zu einem gestiegenen Risikovorsorgebedarf führte. Die höhere Risikovorsorge für die Commerzbank-Portfolios war ebenfalls zum Teil auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Diese wurde als TLA in Höhe von - 31 Mio. Euro erfasst. Basis waren ebenfalls geänderte makroökonomische Erwartungen sowie eine aufgrund der Krise höher eingeschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit für bereits vor der Corona-Pandemie kritische Teilportfolios von Unternehmerkunden aus dem Ratingbereich > 4,8. Eine weitere Ursache des Anstiegs gegenüber dem Vorjahreszeitraum war außerdem die neue Ausfalldefinition, die seit Ende November 2019 in der Commerzbank angewendet wird. Unter anderem aufgrund der dreimonatigen Wohlverhaltensphase führt diese zu einer Erhöhung des Schwarzbuchs mit entsprechender Risikovorsorge.
Das Default-Portfolio des Segments lag zum 31. März 2020 bei 1 921 Mio. Euro.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Default-Portfolio | 1 921 | 0 | 1 921 | 1 795 | 0 | 1 795 |
| LLP | 936 | 0 | 936 | 895 | 0 | 895 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 49 | - | 49 | 50 | - | 50 |
| Sicherheiten | 637 | 0 | 637 | 575 | 0 | 575 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 82 | - | 82 | 82 | - | 82 |
Segment Firmenkunden
Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mittelstand | 81 | 220 | 27 | 79 | 257 | 33 |
| International Corporates | 76 | 154 | 20 | 68 | 112 | 16 |
| Financial Institutions | 20 | 78 | 40 | 20 | 54 | 27 |
| Sonstige | 19 | 64 | 33 | 17 | 49 | 29 |
| FK | 196 | 517 | 26 | 184 | 473 | 26 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 184 Mrd. Euro auf 196 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 26 Basispunkten konstant.
Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 23.
Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im ersten Quartal 2020 bei - 166 Mio. Euro (erstes Quartal 2019: - 28 Mio. Euro). Die Erhöhung im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ist nahezu vollständig auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Belastungen resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Des Weiteren wurden Effekte in Höhe von - 62 Mio. Euro als TLA berücksichtigt. Als Basis wurden aufgrund der Krise die Ausfallwahrscheinlichkeit für bereits vor der Corona-Pandemie kritische Teilportfolios kleinerer Unternehmen aus dem Ratingbereich > 4,8 und für Teile des Firmenkundenportfolios außerhalb Deutschlands höher eingeschätzt, sowie die makroökonomischen Erwartungen geändert.
Das Default-Portfolio des Segments lag zum 31. März 2020 bei 1 795 Mio. Euro.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio Segment FK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Default-Portfolio | 1 782 | 13 | 1 795 | 1 707 | 0 | 1 707 |
| LLP | 809 | 2 | 810 | 755 | 0 | 755 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 45 | 13 | 45 | 44 | - | 44 |
| Sicherheiten | 301 | 0 | 301 | 306 | 0 | 306 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 62 | 13 | 62 | 62 | - | 62 |
Weitere Portfolioanalysen
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Corporates-Portfolio nach Branchen
Seit dem Auftreten der Virusinfektion in China und der dann folgenden weltweiten Ausbreitung hat sich gezeigt, dass alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens von den Auswirkungen betroffen sind, zum Teil in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Der Einzelhandel (ohne Lebensmittel), der Handel mit Kraftfahrzeugen, der Tourismus, die Unterhaltungsindustrie und bestimmte Dienstleister sind aufgrund der verordneten Kontaktsperre und dem Verbot, bestimmten wirtschaftlichen Aktivitäten nachzugehen, direkt betroffen. Das produzierende Gewerbe, wie zum Beispiel die Chemie- und Automobilindustrie, stehen vor der Herausforderung, Lieferketten zu ersetzen beziehungsweise aufrechtzuhalten. Auch wenn einzelne Branchen zur Zeit noch nicht direkt von der Pandemie betroffen sind (Lebensmitteleinzelhandel, Paketzustellung, Baugewerbe), ist davon auszugehen, dass bei einem länger andauernden Verlauf der Pandemie auch in diesen Sektoren negative Einflüsse festzustellen sein werden.
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Energieversorgung/Umwelt | 22 | 89 | 41 | 21 | 82 | 40 |
| Technologie/Elektronik | 16 | 35 | 22 | 15 | 31 | 21 |
| Konsum | 15 | 53 | 36 | 15 | 49 | 34 |
| Transport/Tourismus | 14 | 41 | 30 | 12 | 37 | 31 |
| Großhandel | 13 | 48 | 36 | 14 | 47 | 35 |
| Grundstoffe/Metall | 12 | 48 | 41 | 11 | 46 | 41 |
| Automobil | 11 | 46 | 42 | 10 | 38 | 39 |
| Dienstleistungen/Medien | 11 | 30 | 28 | 10 | 28 | 27 |
| Chemie/Verpackung | 10 | 42 | 44 | 9 | 46 | 49 |
| Maschinenbau | 9 | 28 | 30 | 9 | 26 | 29 |
| Bau | 6 | 17 | 27 | 6 | 16 | 28 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 4 | 11 | 27 | 5 | 9 | 20 |
| Sonstige | 7 | 7 | 10 | 7 | 14 | 21 |
| Gesamt | 149 | 495 | 33 | 142 | 470 | 33 |
Financial-Institutions-Portfolio
Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.
Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.
Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege", Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Dies gilt insbesondere auch für die Verwerfungen aus der Corona-Pandemie sowie der Ölpreisentwicklung, die sich stark auf das operative Umfeld unserer Korrespondenzbanken sowohl in Industrieländern als auch Entwicklungsländern auswirken wird. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 7 | 16 | 23 | 6 | 4 | 7 |
| Westeuropa | 17 | 18 | 11 | 15 | 11 | 8 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 12 | 45 | 3 | 15 | 55 |
| Nordamerika | 3 | 1 | 3 | 2 | 0 | 2 |
| Asien | 8 | 37 | 49 | 9 | 19 | 22 |
| Sonstige | 6 | 21 | 37 | 5 | 19 | 38 |
| Gesamt | 42 | 106 | 25 | 40 | 70 | 18 |
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien.
Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken aufgrund globaler Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung. Derzeit stehen insbesondere die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie im Fokus, die sich auf das operative Umfeld der NBFI-Kunden auswirken, wobei wir derzeit daraus Sekundäreffekte erwarten, die für die betroffenen Adressen insbesondere durch die staatlichen Hilfspakete für die Realwirtschaft trotz erheblicher Herausforderungen bewältigbar sein sollten.
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| 31.3.2020 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risikodichte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 18 | 27 | 15 | 18 | 38 | 21 |
| Westeuropa | 14 | 45 | 31 | 12 | 23 | 20 |
| Mittel- und Osteuropa | 2 | 25 | 121 | 2 | 19 | 100 |
| Nordamerika | 10 | 16 | 16 | 9 | 12 | 13 |
| Asien | 2 | 3 | 13 | 2 | 2 | 13 |
| Sonstige | 1 | 3 | 29 | 1 | 2 | 23 |
| Gesamt | 48 | 119 | 25 | 43 | 96 | 22 |
Originatorenpositionen
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 4,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 5,4 Mrd. Euro) vorgenommen.
Zum Stichtag 31. März 2020 wurden Risikopositionen in Höhe von 4,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 5,0 Mrd. Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 4,8 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
Wir sehen für die Risikopositionen im ersten Quartal 2020 keine Auswirkungen aus der Corona-Pandemie.
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| Volumen Commerzbank1 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbriefungspool Mrd. € |
Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen1 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Corporates | 2025-2036 | 4,3 | < 0,1 | 0,1 | 4,8 |
| Gesamt 31.3.2020 | 4,3 | < 0,1 | 0,1 | 4,8 | |
| Gesamt 31.12.2019 | 4,8 | < 0,1 | 0,2 | 5,4 |
1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden bereit. Hierbei fungiert die Commerzbank im Wesentlichen als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen über das von der Commerzbank gesponserte Multiseller-Conduit Silver Tower. Im Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen der Sitzverlegung des Conduits Silver Tower nach Luxemburg erfolgt seit 2019 eine Finanzierung der Geschäfte durch direkten Ankauf von Namensschuldverschreibungen auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind im ersten Quartal 2020 stabil bei 3,5 Mrd. Euro geblieben.
Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen blieb im ersten Quartal 2020 mit 4,2 Mrd. Euro stabil (Dezember 2019: 4,2 Mrd. Euro), ebenso die Risikowerte1 mit 4,2 Mrd. Euro (Dezember 2019: 4,2 Mrd. Euro).
Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 5,0 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2019: 4,9 Mrd. Euro). Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Während sich die Marktliquidität und die Qualität und Menge der beobachtbaren Preise aufgrund der Corona-Pandemie verschlechterten, bieten uns die inhärenten strukturellen Merkmale und die Kreditunterstützung genügend Komfort, um unsere bestehende Strategie aufrechtzuerhalten. Zum 31. März 2020 befinden sich (wie bereits zum Jahresabschluss 2019) ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 0,5 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2019: 0,7 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,2 Mrd. Euro (Dezember 2019: 0,3 Mrd. Euro).
1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cash-Instrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Regel in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.
Risikosteuerung
Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2019 dargestellt.
In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.
Die Entwicklung der Zahlen des ersten Quartals ist geprägt von den außergewöhnlich starken Marktbewegungen im März vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.
Für das Gesamtbuch stieg der VaR im ersten Quartal 2020 um 30 Mio. Euro auf 119 Mio. Euro. Der Anstieg des VaR resultiert aus der stark gestiegenen Volatilität auf den Zinsmärkten, die zu Extremszenarios in der VaR-Berechnung geführt hat.
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| VaR-Beitrag | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Gesamtbuch | 119 | 89 |
| davon Handelsbuch | 14 | 6 |
Handelsbuch
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.
Der VaR stieg im ersten Quartal 2020 von 6 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro an. Ursache hierfür sind auch für das Handelsbuch die starken Marktbewegungen im Kontext der Corona-Pandemie, die zu neuen Extremszenarios in der VaR-Berechnung geführt haben. Alle relevanten Extremszenarios der historischen Simulation stammen aus dem März 2020. Gegenläufig zu den Marktbewegungen wirkte der weitere Abbau des Aktiengeschäftes.
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| VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Minimum | 5 | 4 |
| Mittelwert | 11 | 7 |
| Maximum | 31 | 11 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 14 | 6 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Zinsen, Währungen und Credit Spreads sind dabei die dominierenden Anlageklassen.
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| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Credit Spreads | 3 | 1 |
| Zinsen | 6 | 1 |
| Aktien | 1 | 1 |
| Währung | 4 | 2 |
| Rohwaren | 0 | 1 |
| Gesamt | 14 | 6 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR stieg moderat von 26 Mio. Euro per Ende 2019 auf 28 Mio. Euro zum Ende des ersten Quartals 2020. Der Einfluss der Marktschwankungen aufgrund der Corona-Pandemie auf den Stressed VaR ist gering, da der Stressed-VaR-Berechnung ausschließlich historische Marktdaten zugrunde liegen.
Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
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| Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Credit Spreads | 5 | 5 |
| Zinsen | 8 | 5 |
| Aktien | 5 | 5 |
| Währung | 6 | 5 |
| Rohwaren | 4 | 5 |
| Gesamt | 28 | 26 |
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge im Commerzbank-Konzern stieg im ersten Quartal 2020 um 16 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro an. Dies resultierte hauptsächlich aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden sowie stark ausgeweiteten Credit-Spread-Kurven im Kontext der Corona-Pandemie.
Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultierten also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.
Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse dient zur Überwachung der Angemessenheit des internen Marktrisikomodells. Im ersten Quartal 2020 wurden drei negative Clean-P&L- und zwei negative Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ausreißer stehen alle im Zusammenhang mit außergewöhnlich starken Marktbewegungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie, welche naturgemäß nicht durch historisch kalibrierte VaR Modelle prognostiziert werden konnten. Die für die an diesen Tagen beobachtete P&L ursächlichen Marktbewegungen überstiegen teilweise deutlich die historische Schwankungsbreite im der historischen Simulation zugrundeliegenden 1-Jahreszeitraum.
Es wurde überprüft, dass keiner der beobachteten Backtesting-Ausreißer durch Modellschwächen verursacht wurde. Dennoch wird untersucht, inwieweit das Modell für derzeit beobachtbare Marktbewegungen (zum Beispiel extreme Gold-Spot-Future-Volatilität, negative Öl-Future-Preise) im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie zu verbessern ist.
Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels einer von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Methodik klassifiziert. Alle Backtesting-Ausreißer, die zu Verlusten geführt haben (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen im Detail analysiert und den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Es bestand keine Notwendigkeit, die von der EZB im ersten Quartal zugelassenen temporären Erleichterungen in Bezug auf Backtesting-Ausreißer und die entsprechende Kapitalunterlegung in Anspruch zu nehmen.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.
Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.
In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende des ersten Quartals 2020 bei 53 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 49 Mio. Euro).
Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In Folge der Corona-Pandemie kam es zu einer deutlichen Ausweitung der Credit Spreads sowie Cross Currency Basis Spreads und führte bei den zum Fair Value bewerteten Positionen des Anlagebuchs zu Verlusten im sonstigen Ergebnis (OCI) sowie der Gewinn- und Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Im Szenario - 200 Basispunkte wird ein Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative Abschnitte der Zinskurve werden unverändert belassen).
Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. März 2020 ein potenzieller Verlust von 2 669 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 2 635 Mio. Euro potenzieller Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 685 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 614 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum März 2020 auf 9,8 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 9,4 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der Risikodeckungsmasse. Insbesondere Asset-backed Securities (zum Beispiel CLOs) und strukturierte Produkte weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf. Die inhärente Struktur und zugrundeliegende Kreditqualität unserer CLO-Portfolios erlaubt es, die bestehende Strategie für diese Portfolios aufrechtzuerhalten.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.
Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Nähere Informationen zu den aktuellen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten Entwicklungen finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns".
Quantifizierung und Stresstesting
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet das differenzierte Darstellen deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie das Einbeziehen von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten zum Jahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verblieb für das kombinierte Stressszenario zum ersten Quartalsultimo 2020 eine Nettoliquidität von 6,7 Mrd. Euro beziehungsweise 7,5 Mrd. Euro (Jahresultimo 2019: 11,7 Mrd. Euro beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro).
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| Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| Idiosynkratisches | 1 Monat | 14,4 | 18,4 |
| Szenario | 3 Monate | 18,0 | 20,1 |
| Marktweites Szenario | 1 Monat | 15,7 | 20,7 |
| 3 Monate | 16,5 | 20,2 | |
| 1 Monat | 6,7 | 11,7 | |
| 3 Monate | 7,5 | 11,2 |
Liquiditätsreserven
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum ersten Quartalsultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 83,4 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2019: 72,4 Mrd. Euro). Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 6,3 Mrd. Euro).
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| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 83,4 | 72,4 |
| davon Level 1 | 70,1 | 59,6 |
| davon Level 2A | 12,6 | 11,5 |
| davon Level 2B | 0,7 | 1,3 |
Liquiditätskennzahlen
Im ersten Quartal 2020 befand sich die regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite.
Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten.
Die Commerzbank hat im ersten Quartal 2020 mit 129,94 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der LCR in Höhe von 100 % deutlich überschritten (zum Jahresultimo 2019: 132,72 %).
Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 42 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (Capital Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken, während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht in dieser Definition enthalten sind. Das Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen jedoch in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.
Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen.
Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Quartals 2020 auf dieser Basis 18,2 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 18,7 Mrd. Euro). Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 1,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 1,5 Mrd. Euro).
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Quartals 2020 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 1 Mio. Euro (Gesamtjahr 2019: 127 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Prozessbezug" und Rückstellungsauflösungen in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt. Im Berichtszeitraum resultieren aus der Corona-Pandemie keine nennenswerten Schäden, insbesondere ist die Entwicklung der Schäden in der der Kategorie "Externer Betrug" - unter welcher mögliche realisierte Cyber-Risiken subsummiert werden - auf vergleichbarem Niveau wie in den Vorjahren. Wir erwarten für das zweite Quartal durch die Corona-Pandemie bedingte Schäden aus Kostenpositionen, welche als OpRisk zu klassifizieren sind. Darunter fallen zum Beispiel Stornierungen (Dienstreisen, Veranstaltungen), zusätzliche Hygienemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden und IT-Maßnahmen im Kontext der verstärkten Online-Verfügbarkeit.
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| OpRisk-Ereignisse1 | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Interner Betrug | 1 | 6 |
| Externer Betrug | 2 | 12 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 1 | 2 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | - 6 | 103 |
| Prozessbezug | 3 | 6 |
| Arbeitsverhältnis | 0 | - 1 |
| Konzern | 1 | 127 |
1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance-, Cyber-, und Modellrisiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Quartal 2020 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2019 dargestellten Stand.
Rechtliche Risiken
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, begannen vor etlichen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt. Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Die Vorgänge sind bis auf eine Ausnahme nicht mehr aktiv; in diesem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Alle Steuernachforderungen durch die Finanzbehörden wurden beglichen.
Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden.
Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Commerzbank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden.
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche statt. Ferner wurden im Rahmen der Veranlagungen der Jahre 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer entsprechend gekürzt. Die Commerzbank AG hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation angemessen zu reflektieren. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.
Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Im März 2020 hat das Berufungsgericht das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Die Tochtergesellschaft prüft Rechtsmittel gegen diese Entscheidung. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank. Neben der Sammelklage sind zum 31. März 2020 3 409 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen.
Die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt ist bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus.
Abweichend von der bisherigen Methodik und in Folge des beobachteten Anstiegs der Gesamtzahl der Einzelgerichtsverfahren sowie der Änderung der von den Gerichten in solchen Rechtsfällen gefällten Urteile hat der Konzern/die Tochtergesellschaft zum vierten Quartal 2019 entschieden, neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung zu berücksichtigen. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bezüglich bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHF-Indexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode. Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 31. März 2020 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,2 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,4 Mrd. polnische Zloty. Die Rückstellung zum 31. März 2020 für Einzelklagen beläuft sich damit auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.
Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 37 zu den Rückstellungen und der Note 38 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden.
Compliance-Risiken
Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden das Deferred Prosecution Agreement mit dem District Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement mit dem US-Justizministerium im März 2018 beziehungsweise im Mai 2018 nach Konsultation mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie am 15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Der US-Monitor hat seine Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des Engagement Letters zwischen der Bank und dem Monitor endete das Monitorship am 24. Juni 2019. Die offizielle Bestätigung des DFS, dass die Commerzbank nach dem Monitorship-Verfahren wieder in der regulären Bankenaufsicht beaufsichtigt wird, steht noch aus.
Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein umfassendes Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet. Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt und das in der Commerzbank London durchgeführte Abarbeitungsprojekt abgeschlossen. Die ausstehenden Themen wurden zur weiteren Abarbeitung in Kleinprojekte und in die Linienfunktion übergeben.
Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. Am 8. November 2018 hat sich die Commerzbank mit der CFTC im Rahmen einer "Consent Order" auf die Beilegung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Verletzung von US-Swap-Dealer-Vorschriften aus dem U.S. Commodity Exchange Act und aus Verordnungen der CFTC geeinigt. In Übereinstimmung mit dieser Einigung hat die Commerzbank einen von der CFTC genehmigten externen Berater (sogenannter "Compliance Consultant") für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem, wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Der Compliance Consultant hat seine Arbeit im April 2019 aufgenommen und wird seinen ersten Bericht voraussichtlich bis Mai 2020 vorlegen.
Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hongkong einen externen Berater mit einer Überprüfung der Umsetzung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen (Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen zur Verfügung gestellt; die Abarbeitung der einzeln adressierten Feststellungen ist abgeschlossen. Das Branch-Projekt zur Implementierung eines regulatorischen Inventars als Übersicht bestehender beziehungsweise relevanter lokaler regulatorischer Anforderungen hat das regulatorische Inventar sowie die Abdeckungsanalyse plangemäß finalisiert. Die entsprechende Umsetzung in der schriftlich fixierten Ordnung sowie den Kontrollen soll bis zum Ende des dritten Quartals 2020 abgeschlossen sein.
Cyber-Risiken
Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb der Cyber-Raums.
In Abgrenzung zu den Informationssicherheitsrisiken, deren Aktionsfeld sich auf die Bank und Drittunternehmen mit Geschäftsbezug beschränkt, erweitern Cyber-Risiken das Aktionsfeld auf Fremde, um dem Anspruch nach Vertrauensschutz bei der Nutzung des Cyber-Raums vollständig Rechnung zu tragen.
Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie.
Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen Risiko-Reporting über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS) ein Cyber Security Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein.
Seit 1. Januar 2020 erfolgt die Steuerung der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken durch den neuen Konzernbereich "Group Risk Management - Cyber Risk & Information Security" und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO).
Cyber-Risiken wirken sich in der Regel auf die anderen wesentlichen Risikoarten der Bank aus ebenso wie auch die Operationellen Risiken. Dabei ist zwischen direkten und indirekten Auswirkungen zu unterscheiden.
Im Rahmen der Corona-Pandemie gibt es aktuell keine konkreten Corona-spezifischen Angriffsmuster oder andere Anomalien gegen unser Institut, andere Finanzdienstleister oder Finanzmarktinfrastrukturen. Darüber hinaus sehen wir derzeit keine zusätzlichen Angriffsmethoden oder eine Ausweitung der Angriffsoberfläche im Zusammenhang mit der verstärkten "remote"- Nutzung von Bankressourcen, etwa im Zusammenhang mit "split operations" oder "home office".
Jedoch gibt es eine Reihe von Angriffsvektoren, die darauf abzielen, die Ängste der Bürger zu nutzen, um kriminelle Aktivitäten durchzuführen (zum Beispiel mutmaßliche Emails der WHO über Vorsichtsmaßnahmen). Dieser Ansatz firmiert medial unter der Bezeichnung "Fearware" und meint konkret die häufigste Durchführungsform, nämlich eine Kombination aus Schadsoftware (Malware) und sozialer Manipulation (Social Engineering), die auf die Angst des jeweiligen Betroffenen setzt.
Hinsichtlich unserer Kunden achten wir über das normale Maß hinaus auf transaktionale Anomalien, insbesondere im Kontext betrügerischer Absichten mit Corona-Bezug.
Modellrisiko
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt.
Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.
Aktuell gibt es eine Reihe von regulatorischen Initiativen mit starken Auswirkungen auf das Management der Modellrisiken.
Die aktuelle Corona-Pandemie mit ihren erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen stellt die eingesetzten Risikomodelle vor große Herausforderungen. Die Commerzbank hat eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um dem erhöhten Modellrisiko zu begegnen und eine angemessene Steuerung auch in der aktuellen Phase sicherstellen zu können. Dazu wurde unter anderem die laufende Überwachung der Leistungsfähigkeit der Modelle ausgeweitet und wurden Prozesse zum Einsatz der Modelle teilweise angepasst.
Disclaimer
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Zwischenabschluss
Gesamtergebnisrechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| Mio. € | Notes | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | (7) | 1 815 | 1 912 | - 5,1 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | (7) | 288 | 303 | - 4,7 |
| Zinserträge | (7) | 2 103 | 2 215 | - 5,0 |
| Zinsaufwendungen | (7) | 782 | 983 | - 20,4 |
| Zinsüberschuss | (7) | 1 321 | 1 232 | 7,2 |
| Dividendenerträge | (8) | 2 | 1 | 4,3 |
| Risikoergebnis | (9) | - 326 | - 78 | . |
| Provisionserträge | (10) | 1 034 | 939 | 10,1 |
| Provisionsaufwendungen | (10) | 157 | 171 | - 8,4 |
| Provisionsüberschuss | (10) | 877 | 768 | 14,3 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | (11) | - 304 | 85 | . |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (12) | - 70 | 50 | . |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 18 | - 15 | . | |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 5 | - 5 | 10,4 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | (13) | 13 | - 20 | . |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 5 | - 49,7 | |
| Sonstiges Ergebnis | (14) | 12 | 37 | - 67,5 |
| Verwaltungsaufwendungen | (15) | 1 503 | 1 567 | - 4,1 |
| Pflichtbeiträge | (16) | 301 | 265 | 13,4 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 277 | 246 | . | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (17) | 54 | 97 | - 44,1 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | - 331 | 150 | . | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 44 | - 13 | . | |
| Konzernergebnis | - 287 | 136 | . | |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 8 | 14 | - 40,9 | |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | - 295 | 122 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
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| € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | (18) | - 0,24 | 0,10 | . |
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | - 287 | 136 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 515 | - 224 | . |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | - 1 | 0 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - 3 | 4 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 220 | - 10 | . |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 731 | - 231 | . |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - 17 | - 12 | 35,4 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - 280 | 19 | . |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 1 | 1 | - 49,7 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 57 | 5 | . |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 1 | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - 256 | 55 | . |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | - | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | 0 | . |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | - 495 | 68 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | 236 | - 163 | . |
| Gesamtergebnis | - 52 | - 27 | 92,6 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis | - 45 | 11 | . |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis | - 6 | - 38 | - 83,5 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Für die ersten drei Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:
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| Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 238 | - 17 | 220 | - 10 | - 0 | - 10 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - 5 | 0 | - 5 | 4 | - 0 | 4 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 720 | - 205 | 515 | - 264 | 40 | - 224 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 375 | 78 | - 297 | 12 | - 5 | 7 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 73 | - 15 | 58 | 8 | - 2 | 6 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 256 | 0 | - 255 | 55 | - 0 | 55 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | - | - 1 | 0 | - | 0 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 393 | - 158 | 236 | - 196 | 33 | - 163 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)
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| Mio. € | 2020 | 20191 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 4. Quartal | 3. Quartal | 2. Quartal | 1. Quartal | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1 815 | 1 815 | 1 912 | 1 920 | 1 912 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 288 | 292 | 305 | 317 | 303 |
| Zinserträge | 2 103 | 2 107 | 2 218 | 2 237 | 2 215 |
| Zinsaufwendungen | 782 | 800 | 957 | 961 | 983 |
| Zinsüberschuss | 1 321 | 1 307 | 1 260 | 1 275 | 1 232 |
| Dividendenerträge | 2 | 19 | 5 | 10 | 1 |
| Risikoergebnis | - 326 | - 250 | - 114 | - 178 | - 78 |
| Provisionserträge | 1 034 | 933 | 903 | 931 | 939 |
| Provisionsaufwendungen | 157 | 147 | 139 | 192 | 171 |
| Provisionsüberschuss | 877 | 786 | 763 | 739 | 768 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 304 | 116 | 15 | 28 | 85 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 70 | - 27 | 36 | 46 | 50 |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 18 | 19 | - 5 | 33 | - 15 |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 5 | 17 | - 15 | - 2 | - 5 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 13 | 36 | - 20 | 31 | - 20 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 2 | 2 | 2 | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | 12 | - 65 | 122 | - 2 | 37 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 503 | 1 608 | 1 559 | 1 579 | 1 567 |
| Pflichtbeiträge | 301 | 65 | 60 | 63 | 265 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | 28 | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | 101 | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 277 | 122 | 450 | 311 | 246 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 54 | 136 | 108 | 26 | 97 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | - 331 | - 14 | 342 | 284 | 150 |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 44 | - 27 | - 3 | 26 | - 13 |
| Konzernergebnis | - 287 | - 42 | 339 | 310 | 136 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 8 | 13 | 43 | 30 | 14 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | - 295 | - 54 | 296 | 280 | 122 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Bilanz
Aktiva
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| Aktiva | Mio. € | Notes | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 55 582 | 41 164 | 35,0 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (19) | 311 873 | 293 658 | 6,2 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 876 | 1 814 | - 51,7 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (21) | 33 459 | 30 942 | 8,1 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 2 408 | 1 355 | 77,7 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (23) | 40 040 | 30 196 | 32,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | - | 0 | . | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (24) | 55 688 | 44 840 | 24,2 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1 019 | 842 | 21,0 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 552 | 959 | 61,8 | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2 326 | 1 992 | 16,8 | |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 182 | 177 | 2,4 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (30) | 2 986 | 3 053 | - 2,2 |
| Sachanlagen | (31) | 3 345 | 3 487 | - 4,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 13 | 13 | . | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | (33) | 4 752 | 7 955 | - 40,3 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 423 | 439 | - 3,5 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2 824 | 3 011 | - 6,2 | |
| Sonstige Aktiva | (35) | 2 224 | 1 752 | 27,0 |
| Gesamt | 517 270 | 463 636 | 11,6 |
Passiva
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| Passiva | Mio. € | Notes | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (20) | 388 747 | 351 909 | 10,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (22) | 29 001 | 19 964 | 45,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (25) | 49 250 | 39 366 | 25,1 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 346 | 1 212 | 11,1 | |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 5 909 | 4 402 | 34,2 | |
| Rückstellungen | (37) | 1 940 | 2 704 | - 28,3 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 440 | 439 | 0,3 | |
| Latente Ertragsteuerschulden | 34 | 27 | 25,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | (34) | 5 364 | 8 528 | - 37,1 |
| Sonstige Passiva | (36) | 4 793 | 4 418 | 8,5 |
| Eigenkapital | 30 445 | 30 667 | - 0,7 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1 252 | 1 252 | - | |
| Kapitalrücklage | 17 192 | 17 192 | - | |
| Gewinnrücklagen | 10 538 | 10 211 | 3,2 | |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | - 611 | - 169 | . | |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 28 371 | 28 487 | - 0,4 | |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 885 | 885 | . | |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 189 | 1 296 | - 8,2 | |
| Gesamt | 517 270 | 463 636 | 11,6 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen1 | Andere Rücklagen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Neubewertungs- rücklage |
Rücklage aus Cashflow- Hedges |
Rücklage aus der Währungs- umrechnung |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 (nach Anpassungen) | 1 252 | 17 192 | 10 047 | - 9 | - 15 | - 264 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | 12 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | 1 252 | 17 192 | 10 059 | - 9 | - 15 | - 264 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 109 | 12 | 4 | 55 |
| Konzernergebnis | - | - | 122 | - | - | - |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 10 | - | - | - | ||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 224 | - | - | - | ||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 3 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - | - | - | 12 | - | - |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | - | - | 4 | - | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - | - | - | 55 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | - | 0 | ||
| Dividendenausschüttung | - | - | - | - | ||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 0 | - | - | - | ||
| Sonstige Veränderungen | 7 | - | - | - | ||
| Eigenkapital zum 31.3.2019 | 1 252 | 17 192 | 9 957 | 3 | - 11 | - 209 |
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| Mio. € | Commerzbank Aktionären zurechenbares Eigenkapital1 |
Zusätzliche Eigenkapital bestandteile2 |
Nicht beherrschende Anteile1 |
Eigenkapital1 |
|---|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 (nach Anpassungen) | 28 204 | - | 1 197 | 29 400 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | 12 | - | - | 12 |
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | 28 216 | - | 1 197 | 29 412 |
| Gesamtergebnis | - 38 | - | 11 | - 27 |
| Konzernergebnis | 122 | - | 14 | 136 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 10 | - | - 10 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 224 | - 0 | - 224 | |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 3 | 1 | 4 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 12 | - | - 5 | 7 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 4 | - | 2 | 6 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 55 | - | 0 | 55 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | - | - | 0 |
| Dividendenausschüttung | - | - 0 | - 0 | |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 0 | 0 | - 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 7 | - 2 | 5 | |
| Eigenkapital zum 31.3.2019 | 28 185 | - | 1 206 | 29 391 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
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| Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Andere Rücklagen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Neubewertungs- rücklage |
Rücklage aus Cashflow- Hedges |
Rücklage aus der Währungs- umrechnung |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 1.1.2020 | 1 252 | 17 192 | 10 211 | 10 | - 5 | - 174 |
| Gesamtergebnis | 436 | - 300 | 39 | - 181 | ||
| Konzernergebnis | - 295 | |||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 220 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 515 | |||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - 4 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 300 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - | 39 | - |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 180 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | ||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | |||||
| Dividendenausschüttung | - | |||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 112 | |||||
| Sonstige Veränderungen | 2 | |||||
| Eigenkapital zum 31.3.2020 | 1 252 | 17 192 | 10 538 | - 290 | 34 | - 355 |
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| Mio. € | Commerzbank Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
Zusätzliche Eigenkapital bestandteile1 |
Nicht beherrschende Anteile |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 1.1.2020 | 28 487 | 885 | 1 296 | 30 667 |
| Gesamtergebnis | - 6 | - | - 45 | - 52 |
| Konzernergebnis | - 295 | 8 | - 287 | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 220 | - | 220 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 515 | 0 | 515 | |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - 4 | - 1 | - 5 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 300 | 3 | - 297 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 39 | - | 19 | 58 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 180 | - 75 | - 255 | |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | - | - | - 1 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 112 | - 61 | - 173 | |
| Sonstige Veränderungen | 2 | 0 | 2 | |
| Eigenkapital zum 31.3.2020 | 28 371 | 885 | 1 189 | 30 445 |
1 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
AT1-Anleihe
Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank AG ihre erste Addi-tional-Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.
Sonstige Veränderungen
Der Vorstand der Commerzbank wird der Hauptversammlung 2020 keine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 vorschlagen. Damit folgt die Commerzbank der Empfehlung der Europäischen Zentralbank vom 27. März 2020 an die Banken, angesichts der Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie bis zumindest 1. Oktober 2020 für die Jahre 2019 und 2020 keine Dividende auszuschütten. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 wird die Commerzbank solange keine Dividendenzahlung vorsehen, bis die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie beendet sind. Danach wird der Vorstand darüber gegebenenfalls neu entscheiden.
Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 31. März 2020 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.
Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
Die Veränderungen im Anteilsbesitz von -173 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich ausschliesslich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an der bereits konsolidierten Gesellschaft comdirect bank Aktiengesellschaft.
Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
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| Mio. € | 2020 | 20191 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand 1.1. | 41 164 | 53 914 | - 23,6 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 14 715 | 7 888 | 86,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 36 | - 155 | - 77,1 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 157 | - 1 208 | - 87,0 |
| Cashflow insgesamt | 14 522 | 6 525 | . |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | - 103 | 68 | . |
| Zahlungsmittelbestand zum 31.3. | 55 582 | 60 507 | - 8,1 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Anhang (ausgewählte Notes)
Allgemeine Grundlagen
(1) Rechnungslegungsgrundsätze
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss zum 31. März 2020 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.
Alle für das Geschäftsjahr 2020 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.
Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 34 unseres Zwischenberichts veröffentlicht.
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 31. März 2020 erstellte Abschlüsse.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
(2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards und Interpretationen
Erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen
IBOR-Reform
Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform (IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze sowie der EONIA durch den Euro Short Term Rate (€STR) abgelöst. Die Ablösung wird spätestens am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Die Commerzbank hat dazu ein IBOR-Reformprogramm implementiert, mit dem Ziel, die Vorbereitung und Durchführung eines Aktionsplanes für einen reibungslosen Übergang auf alternative Referenzzinssätze zu gewährleisten.
In Vorbereitung auf die anstehende Umstellung von EUR Produkten von EONIA auf €STR Diskontierung führt die Bank gegenwärtig Analyseprozesse durch deren Ergebnisse im Laufe des zweiten Quartals 2020 vorliegen werden. Im Laufe des weiteren Jahres wird die Analyse für die anstehende Änderung der USD Produkte von Effective Federal Fund Rate (EFFR) zu Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ausgeweitet.
Aufgrund der Änderungen durch die IBOR Reform wurden die Standards IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 überarbeitet und veröffentlicht. Damit ist die erste Phase des Projekts IBOR Reform abgeschlossen. Die zweite Phase ist noch ausstehend. Die Überarbeitungen sind in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
European Single Electronic Format (ESEF)
Die EU-Kommission hat einen technischen Regulierungsstandard, European Single Electronic Format(ESEF), vorgegeben, wonach alle Unternehmen verpflichtet sind ihre Jahresabschlüsse in einem einheitlichen Format, Extensible Hypertext Markup Language (xhtml) zu berichten. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft bereitet aktuell die Erfüllung dieser Vorgaben vor und wird den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020 entsprechend den ESEF Vorgaben veröffentlichen.
Überarbeitete Standards
Bei der Überarbeitung der Standards IAS 1 und IAS 8 handelt es sich um Änderungen, welche die Definition von Wesentlichkeit für die Aufnahme von Informationen in den Abschluss schärfen und im Rahmenkonzept und den unterschiedlichen Standards vereinheitlichen. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
Das Endorsement der Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards erfolgte im November 2019 Mit dieser Verordnung werden Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS Standards übernommen. Die Änderungen haben Auswirkungen auf die Standards IAS1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32 sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
Der überarbeitete Standard IFRS 3 befasst sich mit genaueren Spezifizierungen zur Bestimmung, ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder den Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten handelt. Der Endorsement Prozess ist abgeschlossen. Das Inkrafttreten der Verordnung ist noch ausstehend und somit ist die Änderung aktuell noch nicht anzuwenden.
Neue Standards
Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
(3) Anpassungen
Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine retrospektive Anpassung der Nutzungsrechte für Leasing vorgenommen. Durch diese Änderung erhöhten sich die Zinserträge um 1 Mio. Euro, die Abschreibungen verminderten sich um 2 Mio. Euro und das Sonstige Ergebnis erhöhte sich um 0 Mio. Euro. Zudem stiegen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte -Darlehen und Forderungen zum 31. März 2019 um 68 Mio. Euro an, dagegen verminderten sich die Sachanlagen um 66 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen erhöhte sich das Konzernergebnis im ersten Quartal um 3 Mio. Euro. Korrespondierend dazu erhöhten sich die Gewinnrücklagen in gleicher Höhe. Wesentliche Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine unwesentliche retrospektive Anpassung in den Pflichtbeiträgen vorgenommen. Durch diese Anpassung reduzierte sich das Konzernergebnis in gleicher Höhe. Die Sonstige Passiva zum 31. März 2019 erhöhte sich aufgrund steuerlicher Auswirkungen um 11 Mio. Euro. Dagegen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 7 Mio. Euro und die Nicht beherrschten Anteile um 3 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
Im ersten Quartal 2019 ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen für Risiken aus Darlehen und Forderungen - Amortised Cost aufgrund der systematischen Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche eine Reduktion des Wertberichtigungsbestands zum 31. März 2019 von 23 Mio. Euro zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang verminderten sich die latenten Ertragsteueransprüche zum 31. März 2019 um 5 Mio. Euro. Dagegen erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte um 5 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 12 Mio. Euro. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
In der Kapitalflussrechnung wurden abgehende Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten (nachrangige Verbindlichkeiten) über 1 146 Mio. Euro sowie 89 Mio. Euro aus Leasingverhältnissen, die im Vorjahr noch im operativen Cashflow gezeigt wurden, in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
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| Mio. € | veröffentlichter Konzernzwischen- abschluss 1.1.-31.3.2019 |
Anpassungen gemäß IAS 8 |
angepasster Konzernzwischen- abschluss 1.1.-31.3.2019 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | 2 214 | 1 | 2 215 |
| Zinsaufwendungen | 983 | - | 983 |
| Zinsüberschuss | 1 231 | 1 | 1 232 |
| Dividendenerträge | 1 | - | 1 |
| Risikoergebnis | - 78 | - | - 78 |
| Provisionserträge | 939 | - | 939 |
| Provisionsaufwendungen | 171 | - | 171 |
| Provisionsüberschuss | 768 | - | 768 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 85 | - | 85 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 50 | - | 50 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 20 | - | - 20 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 5 | - | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | 37 | - 0 | 37 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 569 | - 2 | 1 567 |
| Pflichtbeiträge | 265 | 0 | 265 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 244 | 3 | 246 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 97 | - | 97 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 147 | 3 | 150 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | - 13 | - | - 13 |
| Konzernergebnis | 134 | 3 | 136 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 14 | - 0 | 14 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 120 | 3 | 122 |
(4) Nachtragsbericht
Am 5. Mai 2020 hat die Hauptversammlung der comdirect bank Aktiengesellschaft den "umwandlungsrechtlichen Squeeze-out" beschlossen. Durch diesen erhalten die bisherigen Aktionäre der comdirect eine angemessenen Barabfindung für ihre Aktien. Für Ende Juni/Anfang Juli 2020 ist die Eintragung in das Handelsregister geplant. Die comdirect geht dann als eigene Organisationseinheit in die Commerzbank über.
Anfang Mai 2020 hat die Commerzbank den Verkauf des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) an die Société Générale wirtschaftlich abgeschlossen. Neben Handelsbüchern, Kundengeschäft und Mitarbeitern hat die Commerzbank seit Anfang 2019 schrittweise auch Teile der IT-Landschaft an den französischen Finanzdienstleister übertragen.
Mit Beschluss vom 11. Mai 2020 hat sich die Commerzbank entschieden, die Mehrheitsbeteiligung von 69,3 % an ihrer Tochter mBank S.A. ("mBank") zu behalten und den Verkaufsprozess zu beenden. Im aktuell von der Corona-Krise geprägten Umfeld erscheint eine Transaktion zu attraktiven Bedingungen nicht erreichbar.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(5) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie hat im 1. Quartal 2020 die deutsche Wirtschaft sowie die gesamte Weltwirtschaft stark beeinflusst und hat somit auch Auswirkungen auf den Zwischenabschluss des Commerzbank Konzerns. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Projekten wurden die Auswirkungen der Pandemie für die verschiedenen Bereiche des Commerzbank Konzerns geprüft und entsprechende Maßnahmen beschlossen. Neben den Ausführungen im Zwischenlagebericht finden sich Beschreibungen zu den aktuellen Auswirkungen der Pandemie im Wesentlichen in unserer Note Kreditrisiken und Kreditverluste (siehe Note 26), sowie in der Note Eigenkapitalveränderungsrechnung, weitere Ausführungen sind in den Notes 9, 27, 30, 37 und 42 zu finden.
Mit Ausnahme der in Note 2 beschriebenen Änderungen wenden wir in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 an (vergleiche Geschäftsbericht 2019 Seite 149 ff.).
(6) Konsolidierungskreis
Akquisition LeaseLink Sp. z o.o.
Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern, eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf Leasing-Zahlungsdienstleistungen spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 7 Mio. Euro woraus ein positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) von 6 Mio. Euro entstand.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und Schulden ersichtlich, die mit folgenden Werten konsolidiert wurden:
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| Mio. € | 8.3.2019 |
|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 17 |
| Immaterielle Anlagewerte | 1 |
| Sachanlagen | 0 |
| Sonstige Aktiva | 1 |
| Summe der identifizierten Vermögenswerte | 19 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 18 |
| Summe der identifizierten Schulden | 18 |
| Nettovermögen zum Zeitwert | 2 |
| Kaufpreis/Gegenleistung | 7 |
| Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) | 6 |
Zwischen der Bilanzierung zum Erwerbszeitpunkt und dem Abschluss der Purchase Price Allokation ergaben sich nur unwesentliche Unterschiede wodurch sich eine geringe Änderung des Goodwills ergab.
Im ersten Quartal 2020 sind keine wesentlichen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(7) Zinsüberschuss
In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand resultieren.
Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren.
Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft.
In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1 815 | 1 912 | - 5,1 |
| Zinserträge - Amortised Cost | 1 719 | 1 807 | - 4,9 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 1 510 | 1 600 | - 5,6 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 209 | 207 | 1,1 |
| Zinserträge - Fair Value OCI | 66 | 81 | - 18,6 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 3 | 6 | - 49,8 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 63 | 75 | - 16,1 |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 30 | 24 | 21,9 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 288 | 303 | - 4,7 |
| Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L | 162 | 188 | - 13,6 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 138 | 174 | - 21,0 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 24 | 13 | 84,4 |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 126 | 115 | 9,8 |
| Zinsaufwendungen | 782 | 983 | - 20,4 |
| Zinsaufwendungen - Amortised Cost | 565 | 668 | - 15,4 |
| Einlagen | 354 | 416 | - 15,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 211 | 252 | - 16,2 |
| Zinsaufwendungen - Fair Value Option | 133 | 181 | - 26,5 |
| Einlagen | 126 | 174 | - 27,6 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 7 | 7 | - 0,4 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 77 | 118 | - 34,6 |
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | 5 | 6 | - 14,7 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 2 | 10 | - 80,3 |
| Gesamt | 1 321 | 1 232 | 7,2 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
(8) Dividendenerträge
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen.
Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI | 1 | 0 | . |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 0 | 0 | - 6,1 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 0 | 1 | - 67,0 |
| Gesamt | 2 | 1 | 4,3 |
Im Geschäftsjahr 2019 wurde in einem Tochterunternehmen des Commerzbank-Konzerns ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen Aktien keine Dividendenerträge erfolgswirksam vereinnahmt.
(9) Risikoergebnis
Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 38).
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | - 332 | - 82 | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | - 3 | 12 | . |
| Finanzgarantien | - 0 | - 3 | - 88,9 |
| Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | 9 | - 6 | . |
| Gesamt | - 326 | - 78 | . |
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden.
Im ersten Quartal 2020 sind Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie in Höhe von - 185 Mio. Euro, davon - 111 Mio. Euro Top-Level-Adjustment, enthalten (siehe Note 26 und im Risikobericht Seite 20 ff).
(10) Provisionsüberschuss
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge | 1 034 | 939 | 10,1 |
| Wertpapiergeschäft | 340 | 273 | 24,8 |
| Vermögensverwaltung | 100 | 84 | 19,6 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 365 | 346 | 5,2 |
| Bürgschaften | 59 | 55 | 6,0 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 49 | 64 | - 23,4 |
| Vermittlungsgeschäft | 49 | 44 | 10,9 |
| Treuhandgeschäfte | 4 | 9 | - 52,4 |
| Übrige Erträge | 68 | 63 | 7,2 |
| Provisionsaufwendungen | 157 | 171 | - 8,4 |
| Wertpapiergeschäft | 40 | 63 | - 36,9 |
| Vermögensverwaltung | 8 | 7 | 13,1 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 41 | 36 | 11,6 |
| Bürgschaften | 8 | 5 | 44,2 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 0 | . |
| Vermittlungsgeschäft | 43 | 42 | 3,0 |
| Treuhandgeschäfte | 2 | 6 | - 64,3 |
| Übrige Aufwendungen | 15 | 12 | 28,9 |
| Provisionsüberschuss | 877 | 768 | 14,3 |
| Wertpapiergeschäft | 301 | 210 | 43,1 |
| Vermögensverwaltung | 92 | 77 | 20,2 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 324 | 310 | 4,5 |
| Bürgschaften | 51 | 50 | 2,0 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 49 | 64 | - 24,0 |
| Vermittlungsgeschäft | 6 | 2 | . |
| Treuhandgeschäfte | 2 | 3 | - 23,4 |
| Übrige Erträge | 52 | 51 | 2,1 |
| Gesamt | 877 | 768 | 14,3 |
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar:
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| 1.1.-31.3.2020 Mio. € |
Privat- und Unternehmerkunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiergeschäft | 332 | 14 | - | - 6 | 340 |
| Vermögensverwaltung | 99 | 1 | - | - | 100 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 167 | 201 | - | - 3 | 365 |
| Bürgschaften | 7 | 52 | - | - 1 | 59 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 49 | - | - | 49 |
| Vermittlungsgeschäft | 49 | 15 | - | - 15 | 49 |
| Treuhandgeschäfte | 3 | 1 | - | - | 4 |
| Übrige Erträge | 56 | 17 | - | - 5 | 68 |
| Gesamt | 713 | 350 | - | - 29 | 1 034 |
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| 1.1.-31.3.2019 Mio. € |
Privat- und Unternehmerkunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiergeschäft | 271 | 12 | 0 | - 11 | 273 |
| Vermögensverwaltung | 83 | 1 | - | - | 84 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 158 | 192 | 0 | - 3 | 346 |
| Bürgschaften | 7 | 51 | 0 | - 2 | 55 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 64 | 0 | - | 64 |
| Vermittlungsgeschäft | 43 | 16 | 0 | - 15 | 44 |
| Treuhandgeschäfte | 6 | 3 | - | - | 9 |
| Übrige Erträge | 55 | 15 | 0 | - 7 | 63 |
| Gesamt | 622 | 354 | 0 | - 38 | 939 |
(11) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein:
| ― | Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten, |
| ― | realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen, |
| ― | Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung, |
| ― | Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, |
| ― | Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie |
| ― | Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen. |
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading | - 237 | 65 | . |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option | - 20 | - 67 | - 70,5 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | - 46 | 87 | . |
| Gesamt | - 304 | 85 | . |
(12) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cashflow-Hedges.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Fair Value Hedges | |||
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten | - 730 | - 121 | . |
| Micro Fair Value Hedges | - 262 | - 92 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | - 468 | - 29 | . |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | 659 | 170 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 243 | 115 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | 416 | 55 | . |
| Cashflow-Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) | 1 | - 0 | . |
| Gesamt | - 70 | 50 | . |
(13) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus.
Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen).
Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst.
Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten.
Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 18 | - 15 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Fair Value OCI (mit Recycling) | 17 | 12 | 35,4 |
| Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 3 | 1 | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost | - 2 | - 1 | 59,0 |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost | 0 | - 27 | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | - 5 | - 5 | 10,4 |
| Gewinne aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 1 | 1 | 47,7 |
| Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 7 | 6 | 15,8 |
| Gesamt | 13 | - 20 | . |
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 313 Mrd. Euro (Vorjahr: 298 Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt.
Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Krediten.
Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertagsbedingungen ausgerichteter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichem Ansatz verglichen.
(14) Sonstiges Ergebnis
Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.
Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Wesentliche Sonstige Erträge | 166 | 120 | 38,6 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 24 | 47 | - 49,7 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 39 | 38 | 1,4 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 0 | 3,0 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 3 | 4 | - 35,8 |
| Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | 28,1 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 0 | 1 | - 63,5 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 46 | 6 | . |
| Übrige sonstige Erträge | 55 | 23 | . |
| Wesentliche Sonstige Aufwendungen | 146 | 82 | 79,2 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 10 | 10 | 2,8 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 32 | 29 | 8,0 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | - | - | . |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 1 | 2 | - 43,0 |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | 21,6 |
| Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 1 | 0 | . |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 69 | 5 | . |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 33 | 35 | - 4,7 |
| Sonstige Steuern (saldiert) | - 10 | - 4 | . |
| Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) | 2 | 3 | - 35,9 |
| Sonstiges Ergebnis | 12 | 37 | - 67,6 |
(15) Verwaltungsaufwendungen
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| Personalaufwendungen | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 799 | 814 | - 1,9 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 52 | 57 | - 8,5 |
| Gesamt | 851 | 871 | - 2,3 |
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| Sachaufwendungen | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Raumaufwendungen | 60 | 59 | 1,2 |
| IT-Aufwendungen | 138 | 140 | - 1,1 |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 59 | 63 | - 6,3 |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 51 | 64 | - 20,5 |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 53 | 56 | - 5,5 |
| Personalinduzierte Sachaufwendungen | 18 | 27 | - 32,3 |
| Übrige Sachaufwendungen | 40 | 39 | 2,9 |
| Gesamt | 419 | 448 | - 6,4 |
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| Abschreibungen | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 27 | 29 | - 6,3 |
| Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen | 3 | 3 | 7,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 116 | 128 | - 8,8 |
| Nutzungsrechte | 87 | 89 | - 2,7 |
| Gesamt | 233 | 248 | - 6,1 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
(16) Pflichtbeiträge
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| Pflichtbeiträge | Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagensicherungsfonds | 33 | 36 | - 7,5 |
| Polnische Bankensteuer | 29 | 25 | 15,8 |
| Europäische Bankenabgabe | 238 | 204 | 16,8 |
| Gesamt | 301 | 265 | 13,4 |
(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Zum 31. März 2020 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 54 Mio. Euro (Vorjahr: 97 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von - 277 Mio. Euro (Vorjahr: 246 Mio. Euro; Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements, siehe Note 3) ergab sich eine Konzernsteuerquote von - 19,5 % (Vorjahr: 39,6 %) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns und der comdirect bank Aktiengesellschaft für die Berichtsperiode. Die negative Steuerquote resultiert im Wesentlichen daraus, dass sich aufgrund aperiodischer Steueraufwände sowie steuerlich nicht abzugsfähiger Betriebsausgaben trotz eines negativen Vorsteuerergebnisses ein Steueraufwand ergibt.
(18) Ergebnis je Aktie
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| 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.20191 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | - 277 | 246 | . |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) | - 295 | 122 | . |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1 252 357 634 | 1 252 357 634 | - |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | - 0,22 | 0,20 | . |
| Ergebnis je Aktie (€) | - 0,24 | 0,10 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 39) definiert.
Erläuterungen zur Bilanz
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
(19) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost
Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 26 Kreditrisiken und Kreditverluste).
Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 277 383 | 260 354 | 6,5 |
| Zentralnotenbanken | 953 | 876 | 8,9 |
| Kreditinstitute | 30 898 | 24 418 | 26,5 |
| Firmenkunden | 104 214 | 97 419 | 7,0 |
| Privatkunden | 111 303 | 109 700 | 1,5 |
| Finanzdienstleister | 15 003 | 13 007 | 15,3 |
| Öffentliche Haushalte | 15 011 | 14 934 | 0,5 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 34 490 | 33 304 | 3,6 |
| Kreditinstitute | 2 651 | 2 432 | 9,0 |
| Firmenkunden | 6 553 | 5 363 | 22,2 |
| Finanzdienstleister | 4 959 | 4 706 | 5,4 |
| Öffentliche Haushalte | 20 326 | 20 803 | - 2,3 |
| Gesamt | 311 873 | 293 658 | 6,2 |
Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset S Capital Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt und seit dem 1. Januar 2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch Note 39). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt. Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind seit dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des Managements erfolgt nicht mehr auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 dar.
Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8 %. Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2020 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio 22 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 16 Mio. Euro). Zinsaufwendungen sind weder im ersten Quartal 2020 noch im Vorjahreszeitraum angefallen.
Zum Stichtag 31. März 2020 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,4 Mrd. Euro (Vorjahr 3,1 Mrd. Euro). Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert - 201 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 19 Mio. Euro) ergeben, das hauptsächlich aus Credit Spread Effekten resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung ist dieses Portfolio im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.
(20) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten.
In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 343 323 | 309 489 | 10,9 |
| Zentralnotenbanken | 13 598 | 4 006 | . |
| Kreditinstitute | 51 640 | 40 434 | 27,7 |
| Firmenkunden | 87 618 | 84 602 | 3,6 |
| Privatkunden | 141 149 | 139 350 | 1,3 |
| Finanzdienstleister | 35 691 | 29 395 | 21,4 |
| Öffentliche Haushalte | 13 626 | 11 701 | 16,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 45 425 | 42 421 | 7,1 |
| Geldmarktpapiere | 1 883 | 1 580 | 19,2 |
| Pfandbriefe | 19 774 | 18 670 | 5,9 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 23 768 | 22 171 | 7,2 |
| Gesamt | 388 747 | 351 909 | 10,5 |
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 4,4 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 5,8 Mrd. Euro) begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 1,3 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 4,4 Mrd. Euro) und von Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 0,2 Mrd. Euro).
(21) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI
Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind.
Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 26 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.
Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (mit Recycling) | 897 | 779 | 15,2 |
| Zentralnotenbanken | - | - | . |
| Kreditinstitute | 159 | 151 | 5,3 |
| Firmenkunden | 380 | 229 | 65,7 |
| Privatkunden | - | - | . |
| Finanzdienstleister | 76 | 86 | - 11,7 |
| Öffentliche Haushalte | 282 | 312 | - 9,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) | 32 563 | 30 115 | 8,1 |
| Kreditinstitute | 13 947 | 12 411 | 12,4 |
| Firmenkunden | 834 | 564 | 47,9 |
| Finanzdienstleister | 6 062 | 5 933 | 2,2 |
| Öffentliche Haushalte | 11 719 | 11 206 | 4,6 |
| Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) | - | 49 | . |
| Firmenkunden | - | 47 | . |
| Finanzdienstleister | - | 2 | . |
| Gesamt | 33 459 | 30 942 | 8,1 |
Im Commerzbank-Konzern wurde im ersten Quartal 2019 in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft.
Zum 31. März 2020 liegen keine Aktienbestände vor. Im Vorjahr betrug der Fair Value des Aktienbestands 49 Mio. Euro. Aus den bereits veräußerten Aktienbeständen wurden nachträglich Dividendenzahlungen von 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.
(22) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung sein.
Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 28 460 | 19 202 | 48,2 |
| Zentralnotenbanken | 1 350 | 2 075 | - 34,9 |
| Kreditinstitute | 8 643 | 4 224 | . |
| Firmenkunden | 1 811 | 791 | . |
| Privatkunden | 149 | 151 | - 0,9 |
| Finanzdienstleister | 16 276 | 11 730 | 38,8 |
| Öffentliche Haushalte | 230 | 231 | - 0,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 541 | 761 | - 28,9 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 541 | 761 | - 28,9 |
| Gesamt | 29 001 | 19 964 | 45,3 |
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values - 238 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 225 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro).
Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,1 Mrd. Euro begeben (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mrd. Euro). Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mrd. Euro), ein nennenswertes Volumen fälliger Emissionen gab es in diesem Zeitraum sowie auch im Vorjahreszeitraum nicht.
(23) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden.
Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften.
Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 21).
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 35 588 | 26 181 | 35,9 |
| Zentralnotenbanken | 3 137 | 4 152 | - 24,5 |
| Kreditinstitute | 12 172 | 10 254 | 18,7 |
| Firmenkunden | 1 688 | 1 409 | 19,8 |
| Privatkunden | 146 | 182 | - 19,4 |
| Finanzdienstleister | 18 381 | 10 167 | 80,8 |
| Öffentliche Haushalte | 64 | 17 | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 4 068 | 3 642 | 11,7 |
| Kreditinstitute | 93 | 66 | 40,5 |
| Firmenkunden | 22 | 14 | 53,0 |
| Finanzdienstleister | 1 174 | 1 326 | - 11,5 |
| Öffentliche Haushalte | 2 780 | 2 236 | 24,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 384 | 373 | 2,9 |
| Kreditinstitute | 9 | 9 | - |
| Firmenkunden | 303 | 291 | 4,3 |
| Finanzdienstleister | 71 | 73 | - 2,1 |
| Gesamt | 40 040 | 30 196 | 32,6 |
(24) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen.
Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen).
Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 1 951 | 1 683 | 15,9 |
| Kreditinstitute | 627 | 506 | 24,1 |
| Firmenkunden | 424 | 408 | 3,8 |
| Finanzdienstleister | 849 | 769 | 10,5 |
| Öffentliche Haushalte | 50 | - | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 828 | 1 481 | 23,4 |
| Kreditinstitute | 210 | 326 | - 35,5 |
| Firmenkunden | 150 | 174 | - 13,8 |
| Finanzdienstleister | 355 | 409 | - 13,3 |
| Öffentliche Haushalte | 1 113 | 572 | 94,5 |
| Eigenkapitalinstrumente | 870 | 1 413 | - 38,4 |
| Kreditinstitute | 2 | 3 | - 44,2 |
| Firmenkunden | 867 | 1 409 | - 38,5 |
| Finanzdienstleister | 2 | 1 | . |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 50 212 | 39 328 | 27,7 |
| Zinsbezogene Produkte | 35 583 | 30 124 | 18,1 |
| Währungsbezogene Produkte | 10 486 | 6 975 | 50,3 |
| Aktienbezogene Derivate | 2 006 | 879 | . |
| Kreditbezogene Derivate | 332 | 303 | 9,4 |
| Übrige derivative Geschäfte | 1 805 | 1 047 | 72,4 |
| Sonstige Handelsbestände | 826 | 935 | - 11,6 |
| Gesamt | 55 688 | 44 840 | 24,2 |
(25) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zertifikate und andere Emissionen | 24 | 28 | - 15,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1 034 | 1 574 | - 34,3 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 48 192 | 37 764 | 27,6 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 35 071 | 29 398 | 19,3 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 11 179 | 7 240 | 54,4 |
| Aktienderivate | 1 030 | 422 | . |
| Kreditderivate | 252 | 344 | - 26,7 |
| Übrige derivative Geschäfte | 661 | 360 | 83,5 |
| Gesamt | 49 250 | 39 366 | 25,1 |
Kreditrisiken und Kreditverluste
(26) Kreditrisiken und Kreditverluste Grundsätze und Bewertungen
Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:
| ― | Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost); |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI); |
| ― | Forderungen aus Leasingverhältnissen; |
| ― | Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden; |
| ― | Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden. |
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:
In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen.
Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL").
Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Im Jahr 2016 veröffentlichte die EBA neue Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die verbindliche Anwendung hat spätestens zum 1. Januar 2021 zu erfolgen. In der Commerzbank erfolgte die Umsetzung bereits im vierten Quartal 2019. Die Anpassung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Verlusterwartung der Bank, daher ergaben sich auch keine nennenswerten Auswirkungen für die Impairmentermittlung bzw. das Konzernergebnis. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
| ― | Überziehung größer 90 Tage. |
| ― | Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay). |
| ― | Sanierung/krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen. |
| ― | Die Bank kündigt die Forderungen. |
| ― | Der Kunde ist in Insolvenz. |
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt.
Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.
Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald diese uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.
Ermittlung Expected Credit Loss
Die Commerzbank ermittelt den ECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit (einschließlich Verlängerungsoptionen) über die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden.
Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:
| ― | die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD); |
| ― | die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD); |
| ― | die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD). |
Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS-9-Anfor-derungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt.
Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor.
Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen.
Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische Parameter ergänzt wird. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Gegebenenfalls werden diese durch expertenbasierte Annahmen ergänzt, deren Erhebung im Rahmen eines Panels durch eine Policy geregelt ist. Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert.
Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind außerdem unter Umständen zusätzliche Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf das IFRS 9 ECL-Modellergebnis zu berücksichtigen, die aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im Rahmen der Modellierung des dargestellten IFRS 9 ECL Parameter-Sets abgebildet werden (dies kann singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel materielle politische Entscheidungen, militärische Konflikte). Die Prüfung der Notwendigkeit solcher Top-Level-Adjustments unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy geregelt.
Die Corona-Pandemie erforderte im ersten Quartal die Anpassung des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses in Form eines Top-Level-Adjustments. Die im Standardmodell verwendeten Parameter reflektieren zum Berichtsstichtag weder die ökonomischen Auswirkungen der weltweiten Lockdowns, noch die massiven Stützungs- und Hilfsmaßnahmen der Staaten und Institutionen. Für bestimmte Teilportfolios wurden daher Auswirkungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit sowie auf die zukünftige Inanspruchnahme von Kreditlinien angenommen. Zur Herleitung wurden Annahmen getroffen, welche Sektoren, Kundengruppen und Teilportfolien von der Krise betroffen sind. Im zweiten Schritt wurde bewertet, in welchem Umfang für diese Hilfsprogramme zur Verfügung stehen. Für den weit überwiegenden Teil des betroffenen Deutschlandportfolios gehen wir zum Berichtszeitpunkt davon aus, dass Kunden die angebotenen umfangreichen Stützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen und davon profitieren werden. Eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit haben wir daher nur für Deutsche Kreditnehmer und kleinere Unternehmen geschätzt, die bereits vor der Krise als kritisch beurteilt wurden. Für internationale Firmenkunden im betroffenen Portfolio konnte der Umfang der Stützungsmaßnahmen nicht abschließend beurteilt werden. Lücken, insbesondere für Unternehmen in kleineren Umsatzklassen, sind nach unserer Auffassung nicht auszuschließen. Für dieses Teilportfolio gehen wir daher von sektorspezifisch geschätzten erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie von einer höheren Ausnutzung bestehender Kreditlinien aus.
Für das Gesamtportfolio (mit Ausnahme der mBank) wurde darüber hinaus ein geändertes Makroökonomisches Szenario auf Grundlage der Veröffentlichungen der EZB angewendet, das unter anderem die durch die Pandemie reduzierten Wachstumsannahmen so wie den deutlich gesunkenen Ölpreis berücksichtigt. Die auf Basis der getroffenen Annahmen und des Makroszenarios ermittelten Effekte werden portfoliobasiert gebucht und haben daher keinen Einfluss auf die Stufenzuordnung des Einzelgeschäfts.
Maßgeblich für den Umfang, in dem das ECL-Modellergebnis angepasst wurde waren die Portfolioabgrenzung und die Annahmen zur Wirksamkeit verfügbarer Hilfsmaßnahmen.
Die mBank ermittelt die IFRS-Risikovorsorge lokal im Rahmen der Konzernvorgaben mit einer eigenen Infrastruktur. Aufgrund der Corona-Pandemie war dort ebenfalls ein Top-Level-Adjustment aufgrund geänderter makroökonomischer Erwartungen erforderlich. Insbesondere die angepassten Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandprodukts und zur Arbeitlosenquote in Polen führten zu einer Erhöhung des ECL.
Weitere Informationen zum Thema ECL und TLA enthält der Risikobericht Seite 20 ff.
Insgesamt entwickelten sich die Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte wie folgt:
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| Mio. € | Stand 1.1.2020 |
Netto- Zuführung / Auflösung |
Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungs- kreis |
Wechselkurs- änderungen/ Umbuchungen |
Stand 31.3.2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2 193 | 335 | 109 | - | - 40 | 2 380 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2 185 | 332 | 109 | - | - 39 | 2 369 |
| Darlehen und Forderungen | 2 130 | 340 | 109 | - | - 39 | 2 321 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 56 | - 8 | - | - | 0 | 47 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 8 | 3 | - 0 | - | 0 | 11 |
| Darlehen und Forderungen | 1 | 2 | - | - | 0 | 4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 6 | 1 | - 0 | - | 0 | 7 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 9 | 0 | - | - | 0 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 161 | - 14 | - | - | - 1 | 147 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 182 | 4 | - | - | 2 | 188 |
| Gesamt | 2 546 | 326 | 109 | - | - 39 | 2 724 |
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| Mio. € | Stand 1.1.2019 |
Netto- Zuführung / Auflösung |
Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungs- kreis |
Wechselkurs- änderungen/ Umbuchungen |
Stand 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2 206 | 538 | 702 | - | 151 | 2 193 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2 190 | 560 | 714 | - | 150 | 2 185 |
| Darlehen und Forderungen | 2 083 | 586 | 689 | - | 149 | 2 130 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 107 | - 27 | 26 | - | 1 | 56 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | - 21 | - 12 | - | 1 | 8 |
| Darlehen und Forderungen | 7 | - 6 | - | - | 0 | 1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | - 16 | - 12 | - | 1 | 6 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 9 | - 0 | - | - | 0 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 136 | 25 | - | - | - 0 | 161 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 124 | 56 | - | - | 1 | 182 |
| Gesamt | 2 476 | 620 | 702 | - | 152 | 2 546 |
Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar:
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| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 288 | 389 | 1 592 | 111 | 2 380 |
| Darlehen und Forderungen | 253 | 372 | 1 590 | 111 | 2 325 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 35 | 18 | 2 | - | 54 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 1 | 3 | 3 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 74 | 46 | 18 | 9 | 147 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 80 | 93 | 15 | 188 |
| Gesamt | 365 | 517 | 1 705 | 138 | 2 724 |
Zum 31. Dezember 2019 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar:
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| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 273 | 323 | 1 521 | 76 | 2 192 |
| Darlehen und Forderungen | 239 | 295 | 1 521 | 76 | 2 130 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 34 | 28 | 0 | - | 62 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 2 | 3 | 3 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 81 | 56 | 14 | 10 | 161 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 77 | 89 | 15 | 182 |
| Gesamt | 357 | 458 | 1 627 | 104 | 2 546 |
Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
(27) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten
Hierarchie der Fair Values
Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
| ― | Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird. |
| ― | Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen. |
| ― | Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst. |
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.
Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.
Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.
Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.
Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Riskfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.
Angabepflichten
Im Folgenden wird unterschieden in:
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.
Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente
Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.
Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.
Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.
Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.
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| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 31.3.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 23,2 | 4,2 | 5,1 | 32,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 33,2 | 2,4 | 35,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,0 | 2,0 | 1,1 | 4,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,4 | 0,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | 1,0 | 0,9 | 0,0 | 2,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,3 | 0,5 | 0,0 | 1,8 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Derivate | - | 49,7 | 0,5 | 50,2 |
| Sonstige | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||
| Hedge Accounting | - | 2,3 | - | 2,3 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,6 | 0,0 | - | 1,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,6 |
| Derivate | - | 2,0 | 0,2 | 2,2 |
| Gesamt | 30,3 | 95,9 | 9,8 | 136,0 |
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| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,8 | 0,0 | 0,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 20,4 | 9,7 | 0,0 | 30,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 23,7 | 2,4 | 26,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,9 | 1,6 | 1,1 | 3,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,4 | 0,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | 0,8 | 0,8 | 0,0 | 1,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,8 | 0,6 | 0,0 | 1,5 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1,4 | 0,0 | 0,0 | 1,4 |
| Derivate | - | 37,7 | 1,6 | 39,3 |
| Sonstige | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||
| Hedge Accounting | - | 2,0 | - | 2,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,1 | 0,1 | 0,0 | 1,2 |
| Eigenkapitalinstrumente | 3,6 | 0,1 | 0,0 | 3,6 |
| Derivate | - | 2,6 | 0,2 | 2,9 |
| Gesamt | 30,1 | 79,8 | 5,8 | 115,8 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 31.3.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 28,5 | - | 28,5 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,5 | - | - | 0,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||
| Derivate | - | 47,8 | 0,4 | 48,2 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,9 | 0,1 | - | 1,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | ||||
| Hedge Accounting | - | 5,9 | - | 5,9 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | 2,1 | 0,5 | 2,6 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,4 | 0,0 | - | 0,5 |
| Gesamt | 2,7 | 85,7 | 0,9 | 89,3 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 19,2 | - | 19,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||
| Derivate | - | 36,7 | 1,0 | 37,8 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1,2 | 0,3 | - | 1,6 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | ||||
| Hedge Accounting | - | 4,4 | - | 4,4 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | 2,2 | - | 2,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | 2,0 | 0,3 | 2,3 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 3,2 | - | - | 3,2 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,4 | 0,0 | - | 0,4 |
| Gesamt | 5,7 | 64,9 | 1,4 | 72,0 |
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.
Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT und mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen.
Darüber hinaus wurden 2,6 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,6 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:
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| Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI |
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L |
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungs- gruppen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2020 | 29 | 3 931 | 1 625 | 237 | 5 822 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | - 145 | 48 | - 5 | - 102 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | - 145 | 33 | - 1 | - 112 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | - |
| Käufe | 549 | 116 | 9 | - | 674 |
| Verkäufe | - | - 25 | - 52 | - 0 | - 77 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - 1 113 | - 12 | - 1 125 |
| Umbuchungen in Level 3 | 4 589 | 5 | 32 | 55 | 4 681 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | - | - 1 | - 45 | - 46 |
| IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.3.2020 | 5 168 | 3 882 | 548 | 230 | 9 828 |
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| Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI |
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L |
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungs- gruppen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2019 | 215 | 6 208 | 3 415 | 125 | 9 962 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - 8 | - 261 | 1 007 | 61 | 799 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - 8 | - 261 | 1 007 | 73 | 812 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | - |
| Käufe | 25 | 877 | 100 | 44 | 1 046 |
| Verkäufe | - 101 | - 1 146 | - 0 | - 20 | - 1 268 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - 2 790 | - 17 | - 2 807 |
| Umbuchungen in Level 3 | 142 | 1 089 | 41 | 84 | 1 356 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - 244 | - 74 | - 148 | - 40 | - 507 |
| IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - 2 762 | - | - | - 2 762 |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.12.2019 | 29 | 3 931 | 1 625 | 237 | 5 822 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Im ersten Quartal 2020 wurde eine Umgliederung für verbriefte Schuldinstrumente, mit Rating AAA besicherte Collaterised Loan Obligations, der Kategorie FVOCI in Höhe von 4,8 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 3 vorgenommen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich im März 2020 verschiedene Marktteilnehmer vom Sekundärmarkt für Collaterised Loan Obligations zurückgezogen. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum nahezu keine Primärmarktemissionen getätigt. Die Bank stuft die nur noch vereinzelt stattgefundenen Transaktionen als nicht geordnet ein und verwendet die Preise dieser Transaktionen entsprechend nicht mehr als Inputparameter zur Fair Value Ermittlung. Die Bewertungstechnik wurde auf einen Mark-to-Model-Ansatz umgestellt, bei dem wesentliche Inputparameter auf Schätzungen basieren.
Zudem wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen.
Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.
Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL in Höhe von 0,0 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in Level 3 reklassifiziert (siehe Note 19). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI und von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie HFT vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Umgliederungen von Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9 Kategorie FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading |
Verbindlichkeiten aus Veräußerungs- gruppen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2020 | - | 1 050 | 336 | 1 386 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | -14 | 14 | -0 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | -10 | 12 | 2 |
| Käufe | - | 7 | - | 7 |
| Verkäufe | - | -19 | - | -19 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | -647 | -19 | -666 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 48 | 216 | 264 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -6 | -71 | -76 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.3.2020 | - | 419 | 476 | 895 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading |
Verbindlichkeiten aus Veräußerungs- gruppen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2019 | - | 3 330 | 334 | 3 665 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 442 | - 41 | 401 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | 442 | 101 | 543 |
| Käufe | - | 282 | 16 | 298 |
| Verkäufe | - | - 101 | - | - 101 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - 2 873 | - 18 | - 2 890 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | - 16 | 70 | 54 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | - 14 | - 27 | - 41 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.12.2019 | - | 1 050 | 336 | 1 385 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden Umgliederungen von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen von Level 2 in Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen.
Dagegen wurden Umgliederungen von Level 3 in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparamenter vorhanden waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen.
Sensitivitätsanalyse
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― | Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab. |
| ― | Credit Spread: Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads. |
| ― | Zins-Währungs-Korrelation: Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar. |
| ― | Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen. |
| ― | Repo-Kurve: Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds). |
| ― | Preis: Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird. |
| ― | Investmentfonds-Volatilität: Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden. |
Im ersten Quartal 2020 wurden zu den in Level 3 bereits vorhandenen Asset Backed Securities weitere verbriefte Schuldinstrumente, mit Rating AAA besicherte Collaterised Loan Obligations, der Kategorie FVOCI in Höhe von 4,8 Mrd. Euro umgeliedert. Für diese Bestände sind folgende wesentliche Eingangsparameter zu nennen:
| ― | Discount Margin: Discount Margin ist die durchschnittliche erwartete Rendite eines variabel verzinslichen Wertpapiers zusätzlich zum zugrunde liegenden Index. |
| ― | Bedingte Rückzahlungsrate (Conditional prepayment rate (CPR)): Dies weist auf die erwartete Rückzahlungsrate eines Kreditportfolios hin, wie zum Beispiel hypothekenversicherte verbriefte Schuldinstrumente (MBS), mit der ausstehender Kapitalbetrag zurückgezahlt wird. Je höher die Bedingte Rückzahlungsrate ist, desto mehr Rückzahlungen werden erwartet und damit die Kapitalbindung der Note verringert. Dies wird als Rückzahlungsrisiko bezeichnet. |
| ― | Konstante Ausfallquote: Mit dieser Quote werden Verluste innerhalb von Asset-Backed Securities bewertet. Berechnet wird diese als die Menge der neuen Kreditausfälle während des Zeitraums in Bezug auf nicht ausgefallenen Teil des Pools zu Beginn einer Periode. |
| ― | Verlustquote: Die Verlustquote oder Verlustrate bei Ausfall (LGD) wird auch als 1- Recovery Rate angegeben. Die Recovery Rate wird als Prozentsatz des im Falle eines Zahlungsverzuges wiederhergestellten Hauptforderung beschrieben. |
| ― | Recovery lag: Diese Annahme wird verwendet, um die erwartete Zeit vom Datum eines Kreditausfalls bis zum Erhalt des angenommenen Wiederherstellungsbetrags bei Kreditausfall zu modellieren. |
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.3.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter |
Bandbreite | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 2 480 | - | ||||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow Modell | 1 642 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | 65 | 75 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow Modell | 54 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 550 | 1 900 |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow Modell | 784 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 150 | 2 200 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 6 289 | 12 | ||||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell |
6 289 | 12 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Discounted-Cashflow Modell | 5 636 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Discount Margin (Basispunkte) | 195 | 240 | ||||
| Bedingte Rückzahlungsrate (%) | 0 % | 20 % | ||||
| Konstante Ausfallquote (%) | 2 % | 19 % | ||||
| Verlustquote (%) | 60 % | 60 % | ||||
| Recovery lag (Monate) | 18 Monate | |||||
| Eigenkapitalinstrumente | 367 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted Cashflow-Modell | 367 | - | Preis (%) | 90 % | 110 % |
| Derivate | 692 | 883 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted Cashflow-Modell | 230 | 483 | IRR (%), Preis (%) | 5 % | 20 % |
| Optionspreismodell | - | - | Investmentfonds-Volatilität | 1 % | 40 % | |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) |
Discounted Cashflow-Modell | 462 | 236 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 750 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 0 % | 80 % | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 164 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - 30 % | 52 % |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 9 828 | 895 |
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| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter |
Bandbreite | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 2 502 | - | - | - | ||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow Modell | 1 586 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | 240 | 265 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow Modell | 64 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 150 | 4 150 |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow Modell | 852 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 70 | 700 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 148 | 16 | - | - | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell |
1 148 | 16 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell |
802 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Eigenkapitalinstrumente | 355 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow Modell | 355 | - | Preis (%) | 90 % | 110 % |
| Derivate | 1 817 | 1 369 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow Modell | 289 | 368 | IRR (%) | 5 % | 20 % |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) |
Discounted-Cashflow Modell | 1 528 | 836 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 550 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 20 % | 40 % | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 165 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - 30 % | 52 % |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 5 822 | 1 385 |
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:
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| Mio. € | 31.3.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Positive erfolgswirksame Effekte |
Negative erfolgswirksame Effekte |
Geänderte Parameter | |
| --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 21 | -21 | |
| Repo-Geschäfte | 15 | -15 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | 0 | -0 | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 6 | -6 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 332 | -332 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 332 | -332 | Preis, Discount Margin |
| davon: ABS | 281 | -281 | Preis, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 4 | -4 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 4 | -4 | Preis |
| Derivate | 23 | -18 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 16 | -16 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatilität |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 5 | 0 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | 2 | -2 | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
| Sonstige | - | - |
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| Mio. € | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|
| Positive erfolgswirksame Effekte |
Negative erfolgswirksame Effekte |
Geänderte Parameter | |
| --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 20 | - 20 | |
| Repo-Geschäfte | 14 | - 14 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | 0 | - 0 | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 6 | - 6 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 25 | - 25 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 25 | - 25 | Preis |
| davon: ABS | 21 | - 21 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 4 | - 4 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 4 | - 4 | Preis |
| Derivate | 18 | - 18 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 12 | - 13 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 4 | - 4 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | 1 | - 1 | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
| Sonstige | - | - |
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.
Day-One Profit or Loss
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten.
Die Beträge entwickelten sich wie folgt:
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| Mio. € | Day-One Profit or Loss | ||
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading |
Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| Bestand am 1.1.2019 | - | 58 | 58 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | - | - |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | - 34 | - 34 |
| Bestand am 31.12.2019 | - | 24 | 24 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | - | - |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | -4 | -4 |
| Bestand am 31.3.2020 | - | 20 | 20 |
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente
Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.
Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.
Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung.
Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.
Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht.
Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.
Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.
Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden.
Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.
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| 31.3.2020 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 369,4 | 369,3 | 0,0 | 11,4 | 105,6 | 252,3 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 55,6 | 55,6 | - | - | 55,6 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 313,5 | 311,9 | 1,6 | 11,4 | 49,7 | 252,3 |
| Darlehen und Forderungen | 282,4 | 277,4 | 5,0 | - | 31,3 | 251,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31,1 | 34,5 | - 3,4 | 11,4 | 18,4 | 1,3 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,6 | - 1,6 | - | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - |
| Darlehen und Forderungen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Passiva | 387,8 | 390,3 | - 2,5 | 32,6 | 349,2 | 6,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 387,6 | 388,7 | - 1,2 | 32,6 | 349,0 | 6,0 |
| Einlagen | 342,7 | 343,3 | - 0,6 | 0,0 | 339,7 | 3,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 44,9 | 45,4 | 0,6 | 32,6 | 9,3 | 2,9 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,3 | - 1,3 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - |
| Einlagen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
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| 31.12.2019 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 337,3 | 336,0 | 1,3 | 12,2 | 83,1 | 242,0 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 41,2 | 41,2 | - | - | 41,2 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 295,9 | 293,7 | 2,3 | 12,2 | 41,7 | 242,0 |
| Darlehen und Forderungen | 265,1 | 260,4 | 4,7 | - | 25,0 | 240,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30,8 | 33,3 | - 2,5 | 12,2 | 16,8 | 1,9 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,0 | - 1,0 | - | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - |
| Darlehen und Forderungen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Passiva | 354,4 | 353,4 | 1,1 | 29,9 | 321,4 | 3,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 354,2 | 351,9 | 2,3 | 29,9 | 321,1 | 3,1 |
| Einlagen | 309,3 | 309,5 | - 0,1 | - | 309,3 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | 44,8 | 42,4 | 2,4 | 29,9 | 11,8 | 3,1 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,2 | - 1,2 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - |
| Einlagen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
(28) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
| ― | gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und |
| ― | die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II). |
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).
Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.
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| Aktiva | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Reverse Repos |
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
Reverse Repos |
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 55 705 | 186 758 | 49 270 | 145 892 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 16 796 | 4 423 | 14 695 | 2 918 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 38 909 | 182 334 | 34 575 | 142 973 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 22 901 | 131 993 | 24 900 | 101 709 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 16 008 | 50 341 | 9 675 | 41 264 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 | 1 901 | 30 663 | 1 724 | 25 570 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 | ||||
| Unbare Sicherheiten4 | 10 443 | 42 | 5 529 | 45 |
| Barsicherheiten | 65 | 8 391 | 98 | 8 653 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 3 599 | 11 245 | 2 324 | 6 996 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 2 273 | 16 | 154 | 0 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 1 327 | 11 229 | 2 169 | 6 996 |
1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 6 203 Mio. Euro (Vorjahr: 5 118 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
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| Passiva | Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 52 062 | 186 069 | 43 512 | 144 775 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 11 781 | 2 757 | 9 948 | 1 951 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 40 280 | 183 312 | 33 564 | 142 824 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 22 901 | 129 389 | 24 900 | 100 260 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 17 380 | 53 923 | 8 664 | 42 564 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 |
1 901 | 30 663 | 1 724 | 25 570 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 |
||||
| Unbare Sicherheiten4 | 1 924 | 5 | - | 277 |
| Barsicherheiten | 7 290 | 13 609 | 3 712 | 11 427 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 6 265 | 9 646 | 3 229 | 5 291 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten |
6 259 | 0 | 3 007 | 2 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 6 | 9 646 | 221 | 5 289 |
1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 8 806 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
(29) Derivate
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. März 2020 betrug insgesamt 138 196 Mio. Euro (Vorjahr: 106 828 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 131 993 Mio. Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 101 710 Mio. Euro) und 6 203 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 5 118 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 129 390 Mio. Euro (Vorjahr: 100 259 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 8 806 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro).
Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente
(30) Immaterielle Vermögenswerte
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1 521 | 1 522 | - 0,0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1 465 | 1 531 | - 4,3 |
| Kundenbeziehungen | 86 | 91 | - 5,6 |
| Selbst erstellte Software | 1 010 | 1 047 | - 3,6 |
| Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte | 369 | 393 | - 6,1 |
| Gesamt | 2 986 | 3 053 | - 2,2 |
Die Commerzbank sieht auf Basis der aktuellen Entwicklungen und der schon bekannten Effekte aus der Corona-Pandemie keine Anhaltspunkte dafür, dass der Geschäfts- oder Firmenwert, der ausschließlich dem Segment Privat- und Unternehmerkunden zugeordnet ist, zum 31. März 2020 wertgemindert sein könnte. Gleichwohl haben wir mit Blick auf die Corona-Pandemie den bisher vorliegenden Überschuss des erzielbaren Betrags gegenüber dem Buchwert anhand verschiedener Szenarien unter anderem mit geänderten Zinsannahmen überprüft. Aus allen Szenario-Berechnungen ergibt sich zum 31. März 2020 ein gegenüber dem 31. Dezember 2019 reduzierter, aber weiterhin ausreichender Überschuss und somit kein Wertberichtigungsbedarf.
(31) Sachanlagen
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Grundstücke und Gebäude | 320 | 326 | - 1,9 |
| Nutzungsrechte (Leasing) | 1 931 | 2 034 | - 5,1 |
| Grundstücke und Gebäude | 1 906 | 2 006 | - 5,0 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25 | 28 | - 11,3 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 402 | 425 | - 5,4 |
| Leasinggegenstände | 692 | 701 | - 1,2 |
| Gesamt | 3 345 | 3 487 | - 4,1 |
(32) Angaben zum aufgegebenem Geschäftsbereich
Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Société Générale Group, Paris, Frankreich, haben im ersten Quartal 2020 die Übertragung des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden fortgesetzt. Die Transaktion wird in mehreren Schritten durchgeführt und wird sich aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Mitarbeiter und Geschäfte sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse planmäßig bis ins Jahr 2021 erstrecken.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde zunächst der Bereich Asset Management übertragen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr wesentliche Teile des Bereichs Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte transferiert, wobei die Chancen und Risiken aus den zugehörigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zunächst "synthetisch", das heißt durch den Abschluss entsprechender derivativer Geschäfte auf die die Société Générale Group übertragen wurden. Die juristische Übertragung der betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Im ersten Quartal 2020 wurden wesentliche Bestände des Bereichs Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte direkt, das heißt ohne Umweg über eine "synthetische" Übertragung, transferiert.
Zum 31. März 2020 betragen die Vermögenswerte 4,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 5,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,5 Mrd. Euro). Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value.
Das Ergebnis des Geschäftsbereichs wird separat in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert.
Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Erträge | 73 | 38 | 89,4 |
| Aufwendungen | 29 | 58 | - 50,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 44 | - 19 | . |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 0 | - 6 | . |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 44 | - 13 | . |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 44 | - 13 | . |
Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen liegt bei - 339 Mio. Euro (Vorjahr: 136 Mio. Euro) (siehe dazu auch Note 3).
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| € | 1.1.-31.3.2020 | 1.1.-31.3.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich | 0,04 | - 0,01 | . |
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| Mio. € | 2020 | 2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 44 | - 13 | . |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - | - | . |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - | . |
(33) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 299 | 187 | 59,7 |
| Darlehen und Forderungen | 299 | 187 | 59,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | - | - | . |
| Darlehen und Forderungen | - | - | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 145 | 76 | 90,8 |
| Darlehen und Forderungen | 144 | 76 | 91,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 4 375 | 7 742 | - 43,5 |
| Darlehen und Forderungen | - | - | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 597 | 1 248 | 28,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 552 | 3 631 | - 84,8 |
| Derivate | 2 227 | 2 863 | - 22,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6 | 6 | 0,4 |
| Sachanlagen | - | - | . |
| Sonstige Aktivposten | - 73 | - 57 | 29,1 |
| Gesamt | 4 752 | 7 955 | - 40,3 |
Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen des Vorjahres stehen überwiegend in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32) sowie dem Verkauf der ebase GmbH.
(34) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 191 | 258 | - 26,0 |
| Einlagen | 191 | 258 | - 26,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 1 312 | 2 205 | - 40,5 |
| Einlagen | 1 312 | 2 205 | - 40,5 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 3 848 | 6 027 | - 36,2 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 819 | 3 249 | - 74,8 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 452 | 435 | 3,9 |
| Derivate | 2 577 | 2 344 | 10,0 |
| Sonstige Passivposten | 13 | 38 | - 65,7 |
| Gesamt | 5 364 | 8 528 | - 37,1 |
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen des Vorjahresstehen in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32) sowie dem Verkauf der ebase GmbH.
(35) Sonstige Aktiva
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Edelmetalle | 72 | 26 | . |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 322 | 229 | 40,6 |
| Aktiviertes Planvermögen | 248 | 96 | . |
| Übrige Aktiva | 1 583 | 1 401 | 13,0 |
| Gesamt | 2 224 | 1 752 | 27,0 |
(36) Sonstige Passiva
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 316 | 316 | . |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 57 | 57 | - 0,2 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 309 | 292 | 5,9 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1 990 | 2 094 | - 5,0 |
| Übrige Passiva | 2 119 | 1 658 | 27,8 |
| Gesamt | 4 793 | 4 418 | 8,5 |
(37) Rückstellungen
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 84 | 713 | - 88,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 1 856 | 1 990 | - 6,8 |
| Gesamt | 1 940 | 2 704 | - 28,3 |
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2019 Seite 233 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 31. März 2020 ein Diskontierungszinssatz von 1,8 % (Vorjahr: 1,1 %) und eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,4 %) zugrunde gelegt. Der deutliche Anstieg des Diskontierungszinssatzes gegenüber dem 31.12.2019 ist vor allem auf einen starken Anstieg der Credit Spreads hochrangiger Unternehmensanleihen bedingt durch die Corona-Pandemie zurückzuführen.
Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt ("buy-in"). Aus dieser Transaktion resultiert eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um 283 Mio. Euro.
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen von 372 Mio. Euro (Vorjahr: 401 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den Jahren 2020 bis 2021.
Rechtsstreitigkeiten
Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von 247 Mio. Euro (Vorjahr: 261 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag künftig zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge und Sensitivitäten wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
| ― | Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert. |
| ― | Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von -auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern. |
| ― | Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wurde die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Die entsprechenden Rückerstattungsbegehren sind inzwischen weitgehend erledigt. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Bislang haben nur wenige Firmenkunden in der Vergangenheit entrichtete Entgelte zurück gefordert. Die Commerzbank rechnet derzeit nicht damit, dass es in Zukunft noch zu erheblichen Rückforderungen kommen wird. |
| ― | Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Auch bei nach 2010 abgeschlossenen Verträgen wird versucht, mithilfe des Widerrufsjokers vorzeitig aus den Verträgen auszusteigen. Die Bank tritt den Klagen entgegen. Mit Urteil vom 26 März 2020 hat der EuGH entschieden, dass ein in der (gesetzlichen) Musterwiderrufsinformation für Verbraucherdarlehensverträge enthaltener Verweis auf andere gesetzliche Vorschriften für den Verbraucher unklar sei und darin einen Verstoß gegen die Vorgaben der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie gesehen. Die Bank hat in ihren Verbraucherdarlehensverträgen das gesetzliche Muster verwendet, welches der BGH bereits in mehrere Beschlüssen als ordnungsgemäß angesehen hat. Der BGH hat dies überzeugend damit begründet, dass die deutschen Gerichte sich nicht über eine nach Wortlaut und Sinn eindeutige nationale Norm hinwegsetzen können. Der BGH hat seine bisherige Auffassung zuletzt mit Beschluss vom 31 März 2020 bestätigt. Aufgrund dessen sieht sich die Bank durch die Entscheidung des EuGH für den aktuellen Bestand der Verbraucherdarlehen keinen erhöhten Risiken ausgesetzt. |
| ― | Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Bank haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. |
| ― | Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
| ― | Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Im März 2020 hat das Berufungsgericht das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Die Tochtergesellschaft prüft Rechtsmittel gegen diese Entscheidung. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben der Sammelklage sind zum 31. März 2020 3 409 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen. Die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt ist bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus. Abweichend von der bisherigen Methodik und in Folge des beobachteten Anstiegs der Gesamtzahl der Einzelgerichtsverfahren sowie der Änderung der von den Gerichten in solchen Rechtsfällen gefällten Urteile hat der Konzern/die Tochtergesellschaft zum vierten Quartal 2019 entschieden, neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung zu berücksichtigen. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bzgl. bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHF-Indexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode. Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 31. März 2020 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,2 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,4 Mrd. polnische Zloty. Die Rückstellung zum 31. März 2020 für Einzelklagen beläuft damit auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss. |
| ― | Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage. |
| ― | Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
(38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen
Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus.
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.
In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde.
Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse.
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| Mio. € | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten | 41 241 | 40 832 | 1,0 |
| Kreditinstitute | 6 408 | 6 101 | 5,0 |
| Firmenkunden | 31 513 | 31 503 | 0,0 |
| Privatkunden | 189 | 197 | - 4,1 |
| Finanzdienstleister | 3 060 | 2 954 | 3,6 |
| Öffentliche Haushalte | 71 | 78 | - 8,5 |
| Kreditzusagen | 76 215 | 80 871 | - 5,8 |
| Kreditinstitute | 1 500 | 1 563 | - 4,0 |
| Firmenkunden | 57 282 | 62 189 | - 7,9 |
| Privatkunden | 10 734 | 10 167 | 5,6 |
| Finanzdienstleister | 5 863 | 6 425 | - 8,7 |
| Öffentliche Haushalte | 835 | 527 | 58,4 |
| Gesamt | 117 457 | 121 704 | - 3,5 |
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 31. März 2020 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 404 Mio. Euro (Vorjahr: 511 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
| ― | Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Forderungen diverser Kunden wurden im Nachgang von einem Unternehmen erworben und werden von diesem Erwerber gesammelt geltend gemacht. Diese Schadenersatzansprüche wurden erstinstanzlich abgewiesen. Der Kläger hat Berufung eingelegt. |
| ― | Die ehemalige Dresdner Bank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Die Klage des Insolvenzverwalters wurde in der ersten Instanz abgewiesen; ein Antrag zur Überprüfung der Entscheidung ist derzeit beim zuständigen Berufungsgericht anhängig. Die Klagen der Pensionäre und der Anleihegläubiger der Gesellschaft sind vom Berufungsgericht unter anderem zu Gunsten der Bank abgewiesen worden; gegen die Entscheidungen sind noch Rechtsmittel möglich. |
| ― | Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Verletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Klägerin wurde im Januar 2019 liquidiert. In Folge dessen hat das zuständige Gericht im Februar 2019 die Ansprüche auf immaterielle Schäden zurückgewiesen und das Verfahren im Übrigen unterbrochen. Ein aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammendes Unternehmen hat im Februar 2019 einen Antrag auf Fortsetzung des Verfahrens aus angeblich abgetretenem Recht in Höhe von 75 % der Forderung gestellt, der im September 2019 abgelehnt wurde; die Berufung wurde im Februar 2020 abgelehnt. |
| ― | Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank setzt sich gegen die Klage zur Wehr. |
| ― | Mit Klage aus Mai 2019 begehrt ein Kunde der Commerzbank die Feststellung, dass die Bank dem Kläger den materiellen Schaden wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit Derivaten in Form von Swap-Verträgen zu ersetzen hat. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und ist ihr entgegengetreten. |
| ― | Im Februar 2020 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich unlauterer Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage. |
Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:
| ― | Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. In diesem Zusammenhang sieht sich die Commerzbank im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher gering ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. |
| ― | Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Für die steuerlichen Risiken ist entsprechende Vorsorge gebildet. Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden. |
| ― | Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Bank vollumfänglich mit den Ermittlungs-behörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden. |
Segmentberichterstattung
(39) Segmentberichterstattung
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.
In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden und dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Vorjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note 32).
Im ersten Quartal 2019 wurden im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset S Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde aufgrund der Spezifika eines Abbauportfolios verzichtet. Die verbliebenen Bestände des zum 1. Juli 2019 eingestellten Segments Asset S Capital Recovery wurden in das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Commerzbank zum 1. Juli 2019 Produktentwicklung und -betrieb in der sogenannten Lieferorganisation durch Verbindung von Fach- und IT-Seite in agilen Teams neu aufgestellt. Hieraus ergaben sich keine Veränderungen im bisherigen Segmentausweis.
Zum Stichtag 31. März 2020 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment Asset S Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten Forderungen auf einen Bilanzwert von 5,1 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 19 Mio. Euro Zinsüberschuss, 14 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 45 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, - 12 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 12 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie - 13 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.
Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset S Capital Recovery entfallen zum Stichtag 31. März 2020 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie 13,9 Mrd. Euro auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die wesentlichen Ergebnistreiber für das erste Quartal gliedern sich dabei wie folgt: Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen - 1 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 2 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 7 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, 4 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 4 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, sowie 4 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung entfallen 10 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 3 Mio. Euro Risikoergebnis, - 92 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 11 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, - 92 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 95 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 3 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen, 8 Mio. Euro Pflichtbeiträge sowie - 107 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.
Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 12 %. Das Segment Asset S Capital Recovery wurde bis zu seiner Einstellung mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva unterlegt.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge. Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen.
Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.
Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Vollkosten oder Marktpreisen.
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| 1.1.-31.3.2020 Mio. € |
Privat- und Unternehmerkunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 689 | 445 | - | 186 | 1 321 |
| Dividendenerträge | 1 | 0 | - | 0 | 2 |
| Risikoergebnis | - 160 | - 166 | - | 0 | - 326 |
| Provisionsüberschuss | 586 | 299 | - | - 9 | 877 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 31 | - 41 | - 294 | - 304 | |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 6 | - | - 77 | - 70 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 6 | - 3 | - | 10 | 13 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 2 | - | 0 | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | 3 | 38 | - | - 29 | 12 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 317 | 747 | - | - 212 | 1 853 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1 157 | 581 | - | - 211 | 1 527 |
| Verwaltungsaufwendungen | 871 | 591 | - | 41 | 1 503 |
| Pflichtbeiträge | 137 | 103 | - | 60 | 301 |
| Operatives Ergebnis | 150 | - 114 | - | - 313 | - 277 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 150 | - 114 | - | - 313 | - 277 |
| Aktiva | 155 278 | 196 210 | - | 165 781 | 517 270 |
| davon: nicht fortgeführte Aktiva | - | 4 752 | - | - | 4 752 |
| Passiva | 186 673 | 192 011 | - | 138 585 | 517 270 |
| davon: nicht fortgeführte Passiva | - | 5 364 | - | - | 5 364 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 29 | 152 | - | 1 | 182 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CET1)1 | 5 680 | 11 544 | 7 046 | 24 269 | |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)2 | 10,6 | - 4,0 | n/a | - 4,6 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 66,1 | 79,2 | n/a | 81,1 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 76,5 | 93,0 | n/a | 97,4 |
1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
2 Auf das Jahr hochgerechnet.
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| 1.1.-31.3.2019 Mio. €1 |
Privat- und Unternehmerkunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 665 | 467 | - 15 | 115 | 1 232 |
| Dividendenerträge | 1 | 1 | - | 0 | 1 |
| Risikoergebnis | - 52 | - 28 | - 1 | 2 | - 78 |
| Provisionsüberschuss | 468 | 307 | 0 | - 8 | 768 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 57 | 75 | 51 | - 98 | 85 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 6 | - 3 | 46 | 50 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 7 | 0 | - 27 | - 0 | - 20 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 3 | 2 | - 0 | - | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | - 1 | 3 | 5 | 30 | 37 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 201 | 860 | 11 | 85 | 2 157 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1 149 | 832 | 10 | 87 | 2 079 |
| Verwaltungsaufwendungen | 870 | 620 | 9 | 68 | 1 567 |
| Pflichtbeiträge | 125 | 93 | 9 | 38 | 265 |
| Operatives Ergebnis | 153 | 119 | - 7 | - 19 | 246 |
| Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 153 | 119 | - 7 | - 19 | 246 |
| Aktiva | 141 420 | 193 853 | 11 155 | 156 839 | 503 266 |
| davon: nicht fortgeführte Aktiva | - | 14 068 | - | - | 14 068 |
| Passiva | 175 928 | 196 809 | 9 880 | 120 650 | 503 266 |
| davon: nicht fortgeführte Passiva | - | 12 774 | - | - | 12 774 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 28 | 149 | - | 1 | 177 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CET1)2 | 5 102 | 11 589 | 1 622 | 5 126 | 23 440 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)3 | 12,0 | 4,1 | - 1,8 | 4,2 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 72,5 | 72,1 | 78,6 | 72,7 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 82,9 | 82,9 | 160,2 | 85,0 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3 Auf das Jahr hochgerechnet.
Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:
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| Mio. € | 1.1.-31.3.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Zinsüberschuss | 188 | - 1 | 186 |
| Dividendenerträge | 0 | 0 | 0 |
| Risikoergebnis | 0 | - | 0 |
| Provisionsüberschuss | - 8 | - 1 | - 9 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 302 | 8 | - 294 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 77 | - | - 77 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 10 | - | 10 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 30 | 0 | - 29 |
| Verwaltungsaufwendungen | 41 | - 0 | 41 |
| Pflichtbeiträge | 60 | 0 | 60 |
| Operatives Ergebnis | - 320 | 7 | -313 |
| Aktiva | 165 639 | 142 | 165 781 |
| Passiva | 138 486 | 99 | 138 585 |
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| Mio. € | 1.1.-31.3.20191 | ||
|---|---|---|---|
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Zinsüberschuss | 114 | 2 | 115 |
| Dividendenerträge | 0 | - | 0 |
| Risikoergebnis | 2 | - | 2 |
| Provisionsüberschuss | - 7 | - 1 | - 8 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 105 | 7 | - 98 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 46 | - | 46 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 0 | - | - 0 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 34 | - 4 | 30 |
| Verwaltungsaufwendungen | 74 | - 6 | 68 |
| Pflichtbeiträge | 38 | 0 | 38 |
| Operatives Ergebnis | - 28 | 9 | - 19 |
| Aktiva | 156 365 | 474 | 156 839 |
| Passiva | 120 335 | 315 | 120 650 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
| ― | Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen. |
| ― | Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten. |
| ― | Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen. |
| ― | Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktion, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind. |
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geo-grafische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:
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| 1.1.-31.3.2020 Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 332 | 433 | 47 | 41 | - | 1 853 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (transitional provisions) | 95 416 | 47 562 | 6 782 | 4 335 | - | 154 095 |
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:
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| 1.1.-31.3.20191 Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 546 | 503 | 34 | 74 | - 0 | 2 157 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (transitional provisions) | 93 816 | 47 013 | 5 572 | 5 567 | - | 151 968 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.
Sonstige Erläuterungen
(40) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen
Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.
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| Position Mio. € |
31.3.2020 with transitional provisions |
31.12.2019 with transitional provisions |
31.3.2020 fully loaded4 |
31.12.2019 fully loaded4 |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzielles Eigenkapital | 30 445 | 30 667 | 30 445 | 30 667 |
| darin enthaltene zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 | 885 | 885 | 885 | 885 |
| Bilanzielles Eigenkapital ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 29 560 | 29 782 | 29 560 | 29 782 |
| Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren | - 148 | - 79 | - 148 | - 79 |
| Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegendem Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten | - 206 | 13 | - 206 | 13 |
| Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) | - 494 | - 557 | - 494 | - 557 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - 1 521 | - 1 522 | - 1 521 | - 1 522 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 1 122 | - 1 174 | - 1 122 | - 1 174 |
| Aktivüberhang des Planvermögens | - 216 | - 73 | - 216 | - 73 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen | - 380 | - 533 | - 380 | - 533 |
| Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) | - 160 | - 270 | - 160 | - 270 |
| Prudential Valuation | - 378 | - 185 | - 378 | - 185 |
| Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) | - 128 | - 171 | - 128 | - 171 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen | - 358 | - 382 | - 358 | - 382 |
| nicht angesetzter Gewinn | - 46 | - 218 | - 46 | - 218 |
| Sonstiges und Rundungen | - 191 | - 265 | - 191 | - 265 |
| Hartes Kernkapital (CET 1)2 | 24 211 | 24 366 | 24 211 | 24 366 |
| Zusätzliches Kernkapital (AT 1)3 | 1451 | 1 649 | 1 000 | 977 |
| Kernkapital (Tier 1) | 25 663 | 26 015 | 25 211 | 25 343 |
| Ergänzungskapital (Tier 2) | 4 528 | 4 583 | 4 376 | 4 491 |
| Eigenmittel | 30 191 | 30 598 | 29 587 | 29 824 |
| Risikogewichtete Aktiva | 183 792 | 181 765 | 183 792 | 181 765 |
| davon: Kreditrisiko | 154 096 | 151 903 | 154 096 | 151 903 |
| davon: Marktrisiko3 | 11 519 | 11 134 | 11 519 | 11 134 |
| davon: Operationelles Risiko | 18 178 | 18 728 | 18 178 | 18 728 |
| Harte Kernkapitalquote (CET- 1 -Ratio, %) | 13,2 % | 13,4 % | 13,2 % | 13,4 % |
| Kernkapitalquote (Tier 1 -Ratio, %) | 14,0 % | 14,3 % | 13,7 % | 13,9 % |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,4 % | 16,8 % | 16,1,% | 16,4 % |
1 AT 1 Emission die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches Kernkapital angerechnet wird.
2 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
4 gemäß Verordnung EU Nr. 575-2013 des europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013
Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital gegenüber dem 31. Dezember 2019 ergeben sich aus dem Verlust im ersten Quartal, der teilweise dadurch kompensiert wurde, dass der Empfehlung der EZB folgend, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 keine Dividendenzahlung berücksichtigt wurde. Der Rückgang der Kernkapitalquote gegenüber dem Jahresende ergibt sich aus diesem leicht rückläufigen harten Kernkapital, dem Rückgang von anrechenbarem zusätzlichen Kernkapital, aufgrund von schrittweise auslaufenden Übergangsbestimmungen sowie im Wesentlichen aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva. Dabei reflektiert der Anstieg der Risikoaktiva vor allem die höheren Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen und den Kreditanstieg in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden.
(41) Verschuldungsquote
Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt.
Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht.
Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet.
Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.
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| Leverage Ratio gemäß CRR1 | 31.3.2020 | 31.12.2019 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Leverage Ratio Exposure with transitional provisions (Mio. €) | 539 225 | 495 070 | 8,9 |
| Leverage Ratio Exposure fully loaded (Mio. €) | 539 225 | 495 070 | 8,9 |
| Leverage Ratio with transitional provisions (%) | 4,8 | 5,3 | |
| Leverage Ratio fully loaded (%) | 4,7 | 5,1 |
1 Unterschiede zwischen LR fully loaded und LR with transitional provisions nur aus dem Tier-1-Kapital; Übergangsregelungen für das Leverage Ratio Exposure sind Ende 2017 ausgelaufen.
(42) Liquidity Coverage Ratio
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben.
Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums. Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100 % eingehalten werden. Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.
Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden.
Weitere Informationen zur Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen, auch im Zusammenhang mit der Corona- Pandemie, finden sich im Lagebericht sowie im Abschnitt Liquiditätsrisiko des Risikoberichts wieder.
Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt. Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt.
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| Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. €1 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | 31.12.2019 | 31.3.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte |
12 | 12 | 12 | 12 | |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | |||||
| 1 | Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | ||||
| Mittelabflüsse | |||||
| 2 | Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: |
121 225 | 124 862 | 128 364 | 131 572 |
| 3 | stabile Einlagen | 83 057 | 85 126 | 87 611 | 90 429 |
| 4 | weniger stabile Einlagen | 38 167 | 39 736 | 40 753 | 41 143 |
| 5 | unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 105 354 | 106 800 | 107 793 | 109 098 |
| 6 | betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken |
34 886 | 35 377 | 36 132 | 36 808 |
| 7 | nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 69 060 | 70 120 | 70 487 | 71 423 |
| 8 | unbesicherte Verbindlichkeiten | 1 408 | 1 303 | 1 174 | 867 |
| 9 | besicherte Großhandelsfinanzierung | ||||
| 10 | zusätzliche Anforderungen | 84 785 | 85 033 | 85 115 | 85 161 |
| 11 | Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen |
8 161 | 7 716 | 7 158 | 7 273 |
| 12 | Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln |
325 | 421 | 416 | 394 |
| 13 | Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 76 299 | 76 896 | 77 541 | 77 495 |
| 14 | sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 4 412 | 4 233 | 4 036 | 3 827 |
| 15 | sonstige Eventualverbindlichkeiten | 108 364 | 106 847 | 105 908 | 104 396 |
| 16 | Gesamtmittelabflüsse | ||||
| Mittelzuflüsse | |||||
| 17 | Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) | 65 431 | 66 572 | 66 964 | 64 569 |
| 18 | Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 25 239 | 25 056 | 25 231 | 25 201 |
| 19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 6 545 | 6 860 | 6 724 | 7 027 |
| EU-19a | (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) |
||||
| EU-19b | (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) |
||||
| 20 | Gesamtmittelzuflüsse | 97 216 | 98 488 | 98 919 | 96 797 |
| EU-20a | Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20b | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20c | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 90 868 | 91 939 | 92 227 | 90 095 |
| 21 | Liquiditätspuffer | ||||
| 22 | Gesamte Nettomittelabflüsse | ||||
| 23 | Liquidity Coverage Ratio |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3 2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
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| Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. €1 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | 31.12.2019 | 31.3.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte |
12 | 12 | 12 | 12 | |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | |||||
| 1 | Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 86 066 | 86 557 | 85 942 | 84 993 |
| Mittelabflüsse | |||||
| 2 | Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: |
8 279 | 8 564 | 8 800 | 8 974 |
| 3 | stabile Einlagen | 4 153 | 4 256 | 4 381 | 4 521 |
| 4 | weniger stabile Einlagen | 4 125 | 4 307 | 4 419 | 4 452 |
| 5 | unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 52 756 | 53 070 | 53 114 | 53 612 |
| 6 | betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken |
8 688 | 8 809 | 8 995 | 9 162 |
| 7 | nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 42 660 | 42 958 | 42 945 | 43 583 |
| 8 | unbesicherte Verbindlichkeiten | 1 408 | 1 303 | 1 174 | 867 |
| 9 | besicherte Großhandelsfinanzierung | 5 808 | 5 807 | 5 936 | 6 162 |
| 10 | zusätzliche Anforderungen | 22 61 2 | 22 221 | 21 527 | 21 134 |
| 11 | Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen |
7 442 | 7 038 | 6 538 | 6 713 |
| 12 | Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln |
325 | 421 | 416 | 394 |
| 13 | Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 14 845 | 14 763 | 14 572 | 14 026 |
| 14 | sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 3 384 | 3 272 | 3 054 | 2 856 |
| 15 | sonstige Eventualverbindlichkeiten | 1 063 | 2 196 | 3 286 | 4 254 |
| 16 | Gesamtmittelabflüsse | 93 901 | 95 130 | 95 716 | 96 990 |
| Mittelzuflüsse | |||||
| 17 | Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) | 6 208 | 6 635 | 6 528 | 6 710 |
| 18 | Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 18 070 | 17 775 | 17 845 | 17 952 |
| 19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 6 323 | 6 599 | 6 489 | 6 768 |
| EU-19a | (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) |
0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-19b | (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) |
0 | 0 | 0 | 0 |
| 20 | Gesamtmittelzuflüsse | 30 600 | 31 009 | 30 863 | 31 430 |
| EU-20a | Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20b | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20c | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 30 600 | 31 009 | 30 863 | 31 430 |
| 21 | Liquiditätspuffer | 86 066 | 86 557 | 85 942 | 84 993 |
| 22 | Gesamte Nettomittelabflüsse | 63 301 | 64 121 | 64 853 | 65 560 |
| 23 | Liquidity Coverage Ratio | 136,02 % | 135,20 % | 132,72 % | 129,94 % |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3 2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau und überschreiten die geforderte Mindestquote von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:
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| Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) | Mio. €1 | Q2/2019 | Q3/2019 | Q4/2019 | Q1/2020 |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 86 066 | 86 557 | 85 942 | 84 993 |
| davon: Level 1 | 76 846 | 77 440 | 76 271 | 73 594 |
| davon: Level 2A | 7 938 | 7 746 | 8 269 | 10 113 |
| davon: Level 2B | 1 283 | 1 372 | 1 402 | 1 286 |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3 2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
Die Commerzbank meldet im März 2020 die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden.
Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet.
Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen. Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019 zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO).
(43) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:
| ― | beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, |
| ― | Gemeinschaftsunternehmen, |
| ― | assoziierte Unternehmen, |
| ― | Beteiligungen, |
| ― | unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, |
| ― | Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige, |
| ― | sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. |
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 422 Mio. Euro (Vorjahr: 410 Mio. Euro) enthielten zum 31. März 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 250 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.
Die Erträge von 3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 16 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 17 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 87 Mio. Euro (Vorjahr: 85 Mio. Euro) gewährt.
Transaktionen mit assoziierten Unternehmen
Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro ) enthielten zum 31. März 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 31 Mio. Euro (Vorjahr: 34 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.
Die Erträge von 4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 8 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie dem Laufenden Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 36 Mio. Euro (Vorjahr: 39 Mio. Euro) gewährt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen
Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 27 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) enthielten zum 31. März 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 211 Mio. Euro (Vorjahr: 209 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger.
Zum 31. März 2020 betrugen die Erträge 0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen bei 2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro).
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden keine Garantien und Sicherheiten gewährt (Vorjahr: 0 Mio. Euro).
Transaktionen mit Schlüsselpersonen
Zum 31. März 2020 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen vor.
Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 4 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.
Transaktionen mit Bundesunternehmen
Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 31 412 Mio. Euro (Vorjahr: 20 535 Mio. Euro) enthielten zum 31. März 2020 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 28 393 Mio. Euro (Vorjahr: 17 770 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 11 955 Mio. Euro (Vorjahr: 12 260 Mio. Euro) betrafen 11 941 Mio. Euro (Vorjahr: 12 247 Mio. Euro) Einlagen. Zum 31. März 2020 wurden Bundesunternehmen Garantien und Sicherheiten von 223 Mio. Euro (Vorjahr: 260 Mio. Euro) gewährt.
Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
Dr. Stefan Schmittmann
Vorsitzender
Uwe Tschäge 1
Stellv. Vorsitzender
Heike Anscheit 1
Alexander Boursanoff
Gunnar de Buhr 1
Stefan Burghardt 1
Sabine U. Dietrich
Monika Fink 1
Dr. Tobias Guldimann
Dr. Rainer Hillebrand
Christian Höhn 1
Kerstin Jerchel 1
Dr. Markus Kerber
Alexandra Krieger 1
Anja Mikus
Dr. Victoria Ossadnik
Robin J. Stalker
Nicholas Teller
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Stefan Wittmann 1
Klaus-Peter Müller
Ehrenvorsitzender
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
Martin Zielke
Vorsitzender
Stephan Engels
(bis 31.3.2020)
Dr. Bettina Orlopp
Roland Boekhout
(seit 1.1.2020)
Jörg Hessenmüller
Sabine Schmittroth
(seit 1.1.2020)
Dr. Marcus Chromik
Michael Mandel
Frankfurt am Main, den 11. Mai 2020
Der Vorstand
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| Martin Zielke | Roland Boekhout | Marcus Chromik |
| Jörg Hessenmüller | Michael Mandel | |
| Sabine Schmittroth |
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2020, die Bestandteile des unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-
zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Eschborn/ Frankfurt am Main, 12. Mai 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Claus-Peter Wagner Wirtschaftsprüfer |
Marcus Binder Wirtschaftsprüfer |
Wesentliche Konzerngesellschaften
Inland
comdirect bank AG, Quickborn
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Ausland
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo
Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau
Operative Auslandsniederlassungen
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Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
Finanzkalender 2020/2021
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| 5. August 2020 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 |
| 5. November 2020 | Zwischenbericht zum 30. September 2020 |
| Ende März 2021 | Geschäftsbericht 2020 |
| Anfang Mai 2021 | Zwischenbericht zum 31. März 2021 |
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