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Commerzbank AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 5, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Commerzbank Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Zwischenbericht zum 30. Juni 2020

Zwischenbericht zum 30. Juni 2020

Kennzahlen

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191
Operatives Ergebnis (Mio. €) - 74 555
Operatives Ergebnis je Aktie (€) - 0,06 0,44
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) - 74 555
Konzernergebnis2(Mio. €) - 96 401
Ergebnis je Aktie (€) - 0,08 0,32
Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13,4(%) - 0,6 4,7
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis4,9(%) - 1,0 3,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 73,5 73,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 82,5 81,1

Bilanz

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30.6.2020 31.12.20191
Bilanzsumme (Mrd. €) 550,6 463,6
Risikoaktiva (Mrd. €) 187,1 181,8
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 31,8 30,6
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,0 38,5

Regulatorische Kennzahlen

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30.6.2020 31.12.2019
Kernkapitalquote (%) 14,8 14,3
Harte Kernkapitalquote5(%) 13,4 13,4
Harte Kernkapitalquote5(fully loaded, %) 13,4 13,4
Gesamtkapitalquote (%) 17,6 16,8
Verschuldungsquote (%) 4,8 5,3
Verschuldungsquote (fully loaded, %) 4,7 5,1

Mitarbeiter

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30.6.2020 31.03.2020
Inland 33 417 33 775
Ausland 14 132 14 122
Gesamt 47 549 47 897

Ratings6

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30.6.2020 31.03.2020
Moody's Investors Service, New York7 A1/A1/P-1 A1/A1/P- 1
S&P Global, New York8 A-/BBB+/A- 2 A-/BBB+/A- 2
Fitch Ratings, New York/London7 BBB+/BBB/F2 BBB+/BBB/F2

1 Anpassung Vorjahr.

2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) fully loaded.

4 Auf das Jahr hochgerechnet.

5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.

6 Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.

7 Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.

8 Kontrahentenrating /Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten. Das im April 2020 erfolgte Downgrade des Kontrahentenrating/ Einlagenrating und Emittentenrating ist hierbei bereits dargestellt.

9 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potenziellen (komplett diskretionären) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

Kernaussagen

Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Commerzbank im Kundengeschäft eine positive Entwicklung. So stieg im Konzern der Zins- und Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 6 %. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) verzeichnete die Bank vor allem über ihre digitalen Angebote weiteres Wachstum bei Kunden sowie Kredit- und Wertpapiervolumen. Die bereinigten Erträge im Segment PUK konnten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres leicht gesteigert werden, während sie im Segment Firmenkunden nahezu auf Vorjahresniveau lagen. Aufgrund eines deutlich gestiegenen Risikoergebnisses sowie Ergebnisbelastungen aus Bewertungseffekten, war trotz der um rund 4 % geringeren Kosten ein operativer Verlust von -74 Mio. Euro auszuweisen.
Das Risikoergebnis im Konzern war mit -795 Mio. Euro auszuweisen. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum stand insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie aus der unerwarteten Wertberichtigung eines einzelnen Kreditengagements im zweiten Quartal 2020. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,8 %.
Die Verwaltungsaufwendungen konnten dank konsequentem Kostenmanagement um 3,7 % auf 3 030 Mio. Euro reduziert werden. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegenen Bilanzvolumens und veränderter Kalkulationsparameter auf 374 Mio. Euro.
Das den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug - 96 Mio. Euro, nach 401 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag bei 13,4 %, die Leverage Ratio bei 4,7 % (fully loaded).
Die Operative Eigenkapitalrendite betrug - 0,6 %, nach 4,7 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und ATl-bezogener Posten) lag bei - 1,0 %, nach 3,2 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote ohne Pflichtbeiträge lag bei 73,5 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Aufwandsquote 82,5 %.

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

Das internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2020 durch die Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie überschattet. Vor diesem Ereignis traten vormals beherrschende geopolitische Ereignisse in den Hintergrund, darunter Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen gegenüber dem Iran sowie anhaltende Unruhen im Nahen Osten. Ein deutlicher Rückgang der Geschäftstätigkeit in Verbindung mit der allgemeinen Ausgangsbeschränkung sowie der phasenweise Stillstand ganzer Industriezweige verursachten nicht zuletzt einen deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Unsicherheiten über eine mögliche konjunkturelle Erholung belasteten die mittelfristigen Zins- und Inflationserwartungen sowohl in der Eurozone als auch weltweit. Indes verzeichneten führende Leitbörsen nach einem dramatischen Einbruch im ersten Quartal 2020 im weiteren Verlauf bereits wieder eine positive Trendwende, was nicht zuletzt maßgeblich auf umfangreiche geldpolitische Maßnahmen, wie beispielsweise die den Banken zur Verfügung gestellten langfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Long-Term Refinancing Operations) sowie die Ankündigung breit angelegter staatlicher finanzieller Soforthilfen für durch Corona geschädigte Unternehmen zurückzuführen ist. Während der DAX in den ersten sechs Monaten um rund 7 % einbüßte, verlor der EuroStoxx 50 rund 13 %. Zunehmende Risikokosten sowie damit auch deutlich reduzierte Gewinnerwartungen für 2020 trugen insbesondere dazu bei, dass sich europäische Banken weitaus schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten. Während der EuroStoxx-Bankenindex in den ersten sechs Monaten um 35,0 % zurückging, ermäßigte sich der Kurs der Commerzbank-Aktie um 28,1 %.

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Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.6.) 1 252,4 1 252,4
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 6,83 8,26
Tief 2,80 5,59
Schlusskurs (30.6.) 3,97 6,32
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 38,1 19,7
Tief 4,5 3,1
Durchschnitt 15,3 7,8
Indexgewicht in % (30.6.)
MDAX 1,4 2,6
EuroStoxx Banken 0,3 0,7
Ergebnis je Aktie in € - 0,08 0,32
Buchwert je Aktie2 in € (30.6.) 22,67 22,40
Net Asset Value je Aktie3 in € (30.6.) 21,42 21,20
Marktwert/Net Asset Value (30.6.) 0,19 0,30

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse im zweiten Quartal

Änderungen im Aufsichtsrat der Commerzbank

Die Aufsichtsratsmitglieder Anja Mikus und Dr. Markus Kerber haben ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung zur Hauptversammlung am 13. Mai 2020 niedergelegt. Die Hauptversammlung am 13. Mai 2020 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Dr. Jutta Dönges (Geschäftsführerin Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH) und Dr. Frank Czichowski in den Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt.

Am 3. Juli 2020 hat der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank Dr. Stefan Schmittmann angekündigt, dass er sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung vom 3. August 2020 niederlegt. In seiner Sitzung am 3. August 2020 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank Hans-Jörg Vetter zum künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Mit seiner gerichtlichen Bestellung am 4. August 2020 ist diese Wahl wirksam geworden.

Ausführliche Informationen zum Aufsichtsrat sowie zur Besetzung der einzelnen Ausschüsse finden sich auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de/aufsichtsrat.

Änderungen im Vorstand der Commerzbank

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Martin Zielke hat dem Präsidial- und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats am 3. Juli 2020 angeboten, auf Basis einer einvernehmlichen Aufhebung vorzeitig aus dem Vorstand auszuscheiden, falls dies aus Sicht des Aufsichtsrats im Interesse der Bank liegen sollte. Auf Empfehlung des Präsidial- und Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 8. Juli 2020 die einvernehmliche Aufhebung von Bestellung und Anstellungsvertrag des Vorstandsvorsitzenden Martin Zielke beschlossen. Martin Zielke hat sich bereit erklärt, bis zur Klärung der Nachfolge die Geschäfte der Bank in vollem Umfang weiterzuführen. Er wird spätestens zum 31. Dezember 2020 aus dem Amt scheiden.

Commerzbank begibt erfolgreich Additional-Tier-1-Anleihe

Anfang Juni 2020 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft erfolgreich die erste Additional-Tier-1-Anleihe aus ihrem neuen Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital, AT 1) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1,25 Mrd. Euro und einen festen Kupon von 6,125 % pro Jahr. Das Orderbuch war mit 9,5 Mrd. Euro mehrfach überzeichnet, was das breite Interesse der Investoren widerspiegelt.

Mit der Ausgabe der AT-1-Anleihe stärkt und optimiert die Commerzbank ihre Kapitalstruktur. Sie nutzt damit auch die jüngsten regulatorischen Veränderungen, durch die AT 1 nun stärker für die Erfüllung der Kapitalanforderungen eingesetzt werden kann. Ende Mai 2020 hatte die Bank ein Emissionsprogramm aufgelegt, mit dem sie sukzessive in den nächsten Jahren nachrangige Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro begeben kann.

Die neue AT-1-Anleihe hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im Zeitraum von Oktober 2025 bis April 2026. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Weltwirtschaft in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit gestürzt. Mit der Lockerung der Beschränkungen hat die wirtschaftliche Aktivität allerdings wieder zugenommen.

In China konnte die Wirtschaft bereits im zweiten Quartal 2020 den Einbruch in den ersten drei Monaten wieder weitgehend wettmachen. Viele Branchen sind bereits wieder so hoch ausgelastet wie vor der Krise. Im Euroraum ist die Wirtschaft im März/April noch stärker eingebrochen als ursprünglich befürchtet, konnte sich aber im Mai aber wieder deutlich erholen. So ist in Deutschland die Wirtschaft im zweiten Quartal um 10,1 % gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres geschrumpft. In den USA ist die gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Vierteljahr um 9,5 % gefallen.

Um den Abschwung abzufedern, haben die Notenbanken weltweit ihre Geldpolitik massiv gelockert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Anfang Juni das Volumen der Anleihekäufe im Rahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) um weitere 600 Mrd. Euro auf 1 350 Mrd. Euro aufgestockt. Darüber hinaus haben die großen Industrienationen Hilfspakete in noch nie da gewesenem Umfang geschnürt, um ihre Volkswirtschaften zu stützen.

Mit dem Rückgang der Neuinfektionen in Europa haben sich die Märkte seit Ende März wieder spürbar erholt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Eine Beschreibung der zum 30. Juni 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden findet sich im Zwischenabschluss in Note 5. Informationen zu Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr des laufenden Jahres war zum einen von einem stabilen Kundengeschäft gekennzeichnet, zum anderen führten die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu deutlich negativen Bewertungseffekten sowie zu einer höheren Risikovorsorge. In den ersten sechs Monaten 2020 lag das Operative Ergebnis bei - 74 Mio. Euro, nach 555 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die wesentlichen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2 597 Mio. Euro um 3,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte einen nahezu stabilen Zinsüberschuss erzielen. In Deutschland vermochten weitere Volumenzuwächse -insbesondere im Bestandsportfolio privater Baufinanzierungen -Margeneffekte sowie rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig zu kompensieren. Die mBank erzielte erneut eine Steigerung ihres Zinsüberschusses, maßgeblich bedingt durch Volumenwachstum im Kreditgeschäft. Im Segment Firmenkunden lag der Zinsüberschuss leicht unter dem Vorjahresniveau.

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,7 % auf 1 668 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden war der Provisionsüberschuss mit einem deutlichen Anstieg der wesentliche Ertragstreiber in der Berichtsperiode. Maßgeblich getrieben wurden die Provisionserträge durch das hohe Aktivitätsniveau der Kunden im inländischen Wertpapiergeschäft, in Verbindung mit der zeitweisen zum Teil äußerst volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten. Besonders stark legten die transaktionsabhängigen Erträge bei der Tochtergesellschaft comdirect zu. Auch bei der mBank wurde der Provisionsüberschuss vor allem aufgrund deutlich zunehmender Erträge aus dem Wertpapier- und dem Kartengeschäft signifikant gesteigert. Im Segment Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabile Entwicklung.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 141 Mio. Euro, nach 113 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Rückgang beruhte im Wesentlichen auf Bewertungsschwankungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die zum großen Teil im Bereich Sonstige und Konsolidierung ausgewiesen wurden.

Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 795 Mio. Euro, nach - 256 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Anstieg resultierte unter anderem aus der Berücksichtigung eines sogenannten Top-Level-Adjustments (TLA) in Höhe von - 154 Mio. Euro, das aufgrund der Corona-Pandemie gebildet wurde. Weitere Informationen zum TLA finden sich im Zwischenrisikobericht auf Seite 20 ff. sowie im Zwischenabschluss in Note 26. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Effekte aus der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum auf - 70 Mio. Euro. Im Segment Firmenkunden ist der Anstieg des Risikoergebnisses im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres zum einen auf den Ausfall eines großen Einzelengagements im zweiten Quartal zurückzuführen. Zum anderen wurde das Segment von den Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet. Diese resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen die Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum auf - 82 Mio. Euro.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum dank weiterhin konsequentem Kostenmanagement mit 3 030 Mio. Euro um 3,7 % unter dem Vorjahreszeitraum. Während die Personalaufwendungen mit 1 720 Mio. Euro - unter anderem aufgrund weiterer Fortschritte beim Stellenabbau - um 2,0 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 5,9 % auf 1 310 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter in Projekten sowie niedrigeren Kosten für Werbung.

Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - lagen mit 374 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg beruhte insbesondere auf dem gestiegenen Bilanzvolumen und veränderten Kalkulationsparametern.

Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug - 74 Mio. Euro, nach 555 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 51 Mio. Euro an, nach 122 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns und der comdirect bank AG für die Berichtsperiode.

Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf - 125 Mio. Euro, gegenüber 433 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug 50 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Societe Generale verkauften Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC).

Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2020 ein Konzernergebnis von - 96 Mio. Euro zuzurechnen, nach 401 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug - 0,06 Euro, das Ergebnis je Aktie - 0,08 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,44 Euro beziehungsweise auf 0,32 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2020 bei 550,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2019 war dies ein Anstieg um 87,1 Mrd. Euro. Der deutliche Zuwachs um 18,8 % resultierte insbesondere aus der Teilnahme am Targeted-Longer-Term Refinancing-Operations-III-Programm (TLTRO III) der EZB, der saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte sowie dem gestiegenen Kreditgeschäft.

Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 42,7 Mrd. Euro auf 83,8 Mrd. Euro gestiegen. Der kräftige Zuwachs gegenüber dem Jahresultimo 2019 stand insbesondere im Zusammenhang mit einem Anstieg von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken im Zusammenhang mit der Nutzung des Targeted-Longer-Term-Refinancing-Operations-III-Programms (TLTRO III), das die EZB den Banken zur Verfügung gestellt hat.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende 2019 um 14,9 Mrd. Euro auf 308,5 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2019 resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts im Privat- und Firmenkundengeschäft, sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Kreditinstituten und öffentlichen Haushalten.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 40,2 Mrd. Euro und damit um 9,2 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2019. Der Anstieg um 29,8 % resultierte aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente.

Mit 44,7 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 14,6 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 55,4 Mrd. Euro - insbesondere aufgrund höherer positiver Matktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten - um 10,6 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2019. Während die positiven Marktwerte aus zinsbezogenen Produkten um 5,8 Mrd. Euro gestiegen sind, nahmen die positiven Marktwerte aus währungsbezogenen Produkten und Aktienderivaten um insgesamt 1,8 Mrd. Euro zu.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 2,2 Mrd. Euro, nach 8,0 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale.

Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 417,5 Mrd. Euro um 65,6 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Ursächlich für den Zuwachs im Vergleich zum Jahresende 2019 war ein deutlicher Anstieg der Einlagen und sonstigen Verbindlichkeiten - insbesondere im Zusammenhang mit dem Geldhandel und bei Kundeneinlagen.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo 2019 um 16,4 Mrd. Euro auf 36,3 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 0,7 Mrd. Euro nur leicht zugelegt haben, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten deutlich um 15,7 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten zurückzuführen.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 47,0 Mrd. Euro um 7,6 Mrd. Euro über dem Jahresende 2019. Der Zuwachs resultierte aus den negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus zinsbezogenen derivativen Geschäften, die um 7,0 Mrd. Euro angestiegen sind.

Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 3,9 Mrd. Euro, nach 8,5 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2020 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 28,4 Mrd. Euro auf dem Niveau zum Jahresende 2019. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 44 ff.

Die Risikoaktiva per 30. Juni 2020 lagen bei 187,1 Mrd. Euro und damit 5,3 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2019. Die Entwicklung resultierte vor allem aus höheren Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen und aus dem Kreditanstieg in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden, verstärkt durch ein höheres Exposure gegenüber Zentralregierungen. Leicht höhere Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken wurden durch geringere Risikoaktiva aus operationellen Risiken kompensiert.

Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 25,1 Mrd. Euro, gegenüber 24,4 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2019. Der Anstieg des harten Kernkapitals um 0,7 Mrd. Euro konnte zum einen dadurch erzielt werden, dass der Empfehlung der EZB folgend, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 per 30. Juni 2020 keine Dividendenzahlung berücksichtigt wurde, zum anderen war im ersten Halbjahr ein Rückgang der regulatorischen Kapitalabzüge zu verzeichnen. Der Anstieg des harten Kernkapitals wurde durch den Verlust des ersten Halbjahres 2020 teilweise kompensiert. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,4 %. Die Kernkapitalquote (with transitional provisions) betrug zum Berichtsstichtag 14,8 %, gegenüber 14,3 % zum Jahresende 2019. Ursächlich für den Anstieg der Kernkapitalquote waren das gestiegene harte Kernkapital als auch das, durch die Emission eines AT1-Kapitalinstruments, gestiegene zusätzliche Kernkapital. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,6 %, gegenüber 16,8 % zum Jahresende 2019. Der Anstieg der Eigenmittel resultierte zum einen aus dem beschriebenen Anstieg des Kernkapitals und zum anderen aus der Emission eines Tier-2-Kapitalinstruments. Durch einen Anstieg der Risikoaktiva wurde die Zunahme der regulatorischen Kapitalquoten abgeschwächt.

Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,8 % (with transitional provisions) beziehungsweise bei 4,7 % (fully loaded).

Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.

Refinanzierung und Liquidität

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum jederzeit Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Commerzbank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie ist die Liquiditätssituation der Bank komfortabel und erfüllt die internen Limite sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen.

Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt1

zum 30. Juni 2020

1 Basierend auf Bilanzwerten.

Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2020 mehr als zwei Drittel der Planung für langfristige Refinanzierungen umgesetzt. Die Kapitalmärkte sind aufgrund der anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie sehr volatil. Nach der besonders hohen Verunsicherung in den Monaten März und April mit gestiegenen Kreditaufschlägen haben sich die Märkte in den Folgemonaten wieder stabilisiert. Dies konnte die Commerzbank zur Platzierung diverser Emissionen inklusive zweier Kapitaltransaktionen nutzen. Der Commerzbank-Konzern hat langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 5,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit der im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei über neun Jahren.

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Juni die erste AT-1-Anleihe aus ihrem neuen Emissionsprogramm (Programmvolumen 3 Mrd. Euro) für zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1 -Kapital) begeben. Die Anleihe hat ein Emissionsvolumen von 1,25 Mrd. Euro und einen festen Kupon von 6,125 % pro Jahr. Sie hat eine unbestimmte Laufzeit und der frühestmögliche Kündigungstermin liegt im Zeitraum von Oktober 2025 bis April 2026. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Außerdem wurde im Mai eine Nachranganleihe (Tier 2) mit einem Volumen von 750 Mio. Euro emittiert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 10,5 Jahren mit einem frühestmöglichen Kündigungstermin im Zeitraum von September bis Dezember 2025 und einen festen Kupon in Höhe von 4 % jährlich. Beide Kapitalemissionen waren mehrfach überzeichnet und fanden mit mehr als 90 % der Nachfrage großes Interesse bei ausländischen Investoren. Des Weiteren wurden zwei Non-preferred-Senior-Anleihen über 750 Mio. Euro und erstmals über 400 Mio. Britischen Pfund mit Laufzeiten von sieben beziehungsweise fünf Jahren platziert, sowie eine Preferred-Senior-Benchmarkanleihe um 500 Mio. Euro aufgestockt. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,2 Mrd. Euro emittiert.

Im besicherten Bereich wurde im März ein 10-jähriger Hypothekenpfandbrief über 1,25 Mrd. Euro begeben.

Kapitalmarktfunding des Konzerns im ersten Halbjahr 2020

Volumen 5,1 Mrd. €

Auch die Geldmärkte der Eurozone waren im zweiten Quartal 2020 weiterhin maßgeblich durch die sich rasant entwickelnde Corona-Pandemie und deren Auswirkungen beeinflusst.

In diesem Zusammenhang befindet sich die EZB in der Umsetzung der von ihr im März 2020 beschlossenen umfangreichen Maßnahmen zur Bekämpfung des wirtschaftlichen Einbruchs in der Eurozone und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Finanzsektor. Obwohl es laut des EZB-Rats bislang keine wesentlichen Spannungen im Geldmarkt oder Liquiditätsengpässe im Bankensystem gab, wurden den Banken zusätzliche Refinanzierungsmöglichkeiten (Long-Term Refinancing Operations) zur Verfügung gestellt, um insbesondere die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.

Im Rahmen des TLTRO III hat die EZB den Banken zusätzliche Liquidität von rund 1 300 Mrd. Euro bereitgestellt. Die Commerzbank nahm an diesem Programm mit einem Volumen von 32,3 Mrd. Euro teil. Durch die damit weiter ansteigende Überschussliquidität wäre auch eine Anhebung des Tierings für Zentralbankguthaben möglich. Die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagenfazilität blieben unverändert.

Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 98,3 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jeder-zeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,0 Mrd. Euro. Die im ersten Quartal 2020 neu aufgelegten Fazilitäten der EZB in Euro und US-Dollar hat die Commerzbank in Anspruch genommen.

Die Commerzbank hat mit 127,27 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Zwischenabschluss in Note 42. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten sechs Monate 2020 basiert auf der im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 67 und 247 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Das bis zur Auflösung vom Segment Asset & Capital Recovery erzielte Vorjahresergebnis wird in der Segmentberichterstattung im Zwischenabschluss weiterhin ausgewiesen.

Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note 39.

Privat- und Unternehmerkunden

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränderung
in %/%-Punkten
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Erträge vor Risikoergebnis 2 510 2 422 3,6
Risikoergebnis - 313 - 100 .
Verwaltungsaufwendungen 1 735 1 743 - 0,5
Pflichtbeiträge 201 179 12,5
Operatives Ergebnis 261 400 - 34,6
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 5 700 5 175 10,2
Operative Eigenkapitalrendite (%) 9,2 15,4 - 6,3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge 69,1 72,0 - 2,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen 77,1 79,4 - 2,2

1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39).

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten Halbjahr 2020 trotz erheblicher konjunkturell bedingter Einbrüche die Operativen Erträge im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum steigern können. Gleichzeitig lag der Verwaltungsaufwand leicht unter dem Vorjahresniveau. Das stark gestiegene Risikoergebnis ist somit primärer Grund dafür, dass das Segment mit 261 Mio. Euro das Vorjahresniveau beim Operativen Ergebnis signifikant verfehlte. Die infolge der stark eingetrübten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterte Risikosituation sowie das ungünstige Zinsumfeld haben das Potenzial, die Ergebnisentwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte spürbar zu belasten.

Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis übertrafen im Berichtszeitraum mit 2 510 Mio. Euro den Vorjahreswert um 88 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht um 25 Mio. Euro auf 1 330 Mio. Euro. In Deutschland vermochten weitere Volumenzuwächse - insbesondere im Bestandsportfolio privater Baufinanzierungen - Margeneffekte sowie rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig zu kompensieren. Die mBank erzielte erneut eine Steigerung ihres Zinsüberschusses, maßgeblich bedingt durch Volumenwachstum im Kreditgeschäft. Der Provisionsüberschuss war mit einem deutlichen Anstieg um 160 Mio. auf 1 087 Mio. Euro der wesentliche Ertragstreiber in der Berichtsperiode. Maßgeblich getrieben wurden die Provisionserträge durch das hohe Aktivitätsniveau der Kunden im inländischen Wertpapiergeschäft, in Verbindung mit der zeitweisen zum Teil äußerst volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten. Besonders stark legten die transaktionsabhängigen Erträge bei der Tochtergesellschaft comdirect zu. Auch bei der mBank wurde der Provisionsüberschuss vor allem aufgrund deutlich zunehmender Erträge aus dem Wertpapier- und dem Kartengeschäft signifikant gesteigert. In den übrigen Ergebniskomponenten, die sich im Berichtszeitraum auf 93 Mio. Euro, nach 139 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, summierten, ist im zweiten Quartal 2020 eine Zuführung zu Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Baufinanzierung in Fremdwährung bei der mBank in Höhe von - 42 Mio. Euro enthalten.

Das Risikoergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf - 313 Mio. Euro, nach - 100 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Effekte aus der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum auf - 70 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag im Berichtszeitraum bei 1 735 Mio. Euro, nach 1 743 Mio. Euro in der ersten Jahreshälfte 2019.

Während sich im Inland, bedingt durch fortlaufende Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz, ein leichter Rückgang zeigte, war bei der mBank aufgrund des organischen Wachstums ein leichter Kostenzuwachs zu verzeichnen. Der gesamte Aufwand für Pflichtbeiträge belief sich auf 201 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Mio. Euro.

Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern von 261 Mio. Euro, nach 400 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Firmenkunden

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikoergebnis 1 537 1 637 - 6,1
Risikoergebnis - 456 - 155 .
Verwaltungsaufwendungen 1 174 1 240 - 5,3
Pflichtbeiträge 111 101 9,5
Operatives Ergebnis - 203 141 .
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) 11 742 11 798 - 0,5
Operative Eigenkapitalrendite (%) - 3,5 2,4 - 5,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge 76,4 75,7 0,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen 83,6 81,9 1,7

1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39).

Die ersten sechs Monate 2020 waren für das Segment Firmenkunden mit großen Herausforderungen verbunden, darunter Marktverwerfungen und allgemeine Verunsicherung aufgrund der Corona-Pandemie, die erhöhte Kundenaktivitäten insbesondere in Form sprunghaft steigender Finanzierungsanfragen auslösten. Trotz eines weitreichenden zwischenzeitlichen Stillstands in großen Teilen der Wirtschaft sowie des öffentlichen Lebens, der auf den Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa folgte und deren Eindämmung weiter ungewiss erscheint, konnte das Segment noch eine vergleichsweise stabile Entwicklung im direkten Geschäft mit Kernkunden verzeichnen. Dem standen jedoch negative Bewertungseffekte sowie ein signifikant höheres Risikoergebnis gegenüber, die das Ergebnis deutlich belasteten. Demnach war für das Segment Firmenkunden in den ersten sechs Monaten 2020 ein Operatives Ergebnis von - 203 Mio. Euro auszuweisen, nach 141 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund deutlicher Spreadausweitungen zu Beginn des laufenden Jahres, die insbesondere ein höheres Kreditrisiko mit Kontrahenten im Derivategeschäft reflektieren, ergaben sich negative Bewertungseffekte in Höhe von - 50 Mio. Euro, die sich im Vorjahr auf 3 Mio. Euro beliefen.

Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, verzeichnete jedoch insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie etwas geringere Erträge aus dem Transaction Banking. Vor dem Hintergrund eines höheren Kreditvolumens verbuchte der Bereich International Corporates einen positiven Beitrag aus dem bilateralen Kreditgeschäft, während insbesondere das Kapitalmarktgeschäft von erhöhten Absicherungen im Kundengeschäft, aber auch höheren Gebühreneinnahmen aus dem Primärmarktgeschäft mit Anleihen deutlich profitierte. Der Bereich Institutionals zeigte eine insgesamt stabile Entwicklung, in der geringere Erträge aus dem Transaction Banking durch höhere Erträge aus dem Kapitalmarktgeschäft weitestgehend kompensiert wurden.

Der Bereich Others war im Zuge der Corona-Pandemie insbesondere von einer massiven Ausweitung der Credit Spreads betroffen, die sich im Kontrahentengeschäft in negativen Bewertungseffekten niederschlugen. Darüber hinaus ist im Ergebnis des Berichtszeitraums eine Strafzahlung an die britische Finanzaufsicht in Höhe von rund 41 Mio. Euro enthalten.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten sechs Monaten mit 1 537 Mio. Euro um 100 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 894 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss leicht unter dem Vorjahresniveau von 920 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss mit 600 Mio. Euro das Vorjahresniveau erreichte. Deutlich zurückgegangen ist hingegen das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 33 Mio. Euro um 64 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums lag, in dem Erträge aus Restrukturierungen enthalten waren.

Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im Berichtszeitraum bei - 456 Mio. Euro, nach - 155 Mio. Euro im Vorjahr. Die Erhöhung im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ist zum einen auf den Ausfall eines großen Einzelengagements im zweiten Quartal zurückzuführen. Zum anderen wurde das Segment von den Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet. Diese resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen die Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum auf - 82 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 174 Mio. Euro um 65 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte sowohl aus geringeren Personal- als auch Sachkosten im Zusammenhang mit dem strikten Kostenmanagement.

Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 111 Mio. Euro stehen insbesondere in Verbindung mit der Europäischen Bankenabgabe. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich hier ein Anstieg um 10 Mio. Euro.

Insgesamt lag das Ergebnis vor Steuern bei - 203 Mio. Euro, gegenüber 141 Mio. Euro im Vorjahr.

Sonstige und Konsolidierung

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden.

Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf - 132 Mio. Euro, gegenüber - 17 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahreszeitraum waren positive Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen und Beteiligungsbewertungen der Commerz Ventures enthalten, die sich im Berichtszeitraum nicht in gleicher Höhe wiederholten.

Zusätzlich wurde Risikovorsorge für ein Restportfolio des aufgelösten Segments Asset & Capital Recovery gebildet. In Group Treasury belastete eine höhere Bankenabgabe das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im ersten Halbjahr 2020 betrug ebenfalls - 132 Mio. Euro.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2020 hängt stark vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Auch wenn es nicht zu einer massiven zweiten Infektionswelle kommt, wird die Wirtschaft im Euroraum das Vorkrisenniveau so schnell nicht wieder erreichen. Zum einen braucht es Zeit, die Lieferketten neu zu organisieren. Zum anderen wird die globale Nachfrage weiterhin durch den fortgesetzten Kampf gegen die Ausbreitung des Virus gebremst. Für das Gesamtjahr 2020 haben wir unsere Wachstumsprognose auf - 7 % gesenkt. In Deutschland dürfte das Minus mit 5,5 % etwas geringer ausfallen. Auch in den USA ist kein V-förmiger Aufschwung zu erwarten, zumal die Zahl der Neuinfektionen in einigen Bundesstaaten wieder deutlich gestiegen ist. Die dramatische Zunahme der Arbeitslosigkeit wird die Erholung des privaten Konsums bremsen. Entsprechend dürfte 2020 beim US-Bruttoinlandsprodukt ein Minus in ähnlicher Größenordnung wie in Deutschland zu Buche stehen.

Im Fall einer zweiten Infektionswelle dürfte es zwar nicht mehr zu ähnlich umfassenden Beschränkungen wie im März und April kommen. Aber die wirtschaftliche Erholung würde sich verzögern und die Rückkehr zu den Vorkrisenniveaus weiter in die Zukunft verschieben. In einem solchen Umfeld wird es immer wieder auch zu Rückschlägen an den Märkten kommen. Ein neuerlicher Einbruch, wie anfangs der Krise, ist aber aufgrund des heute viel besseren Informationsstandes - und der entsprechend verringerten Unsicherheit - wenig wahrscheinlich.

Künftige Situation der Bankbranche

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und die Banken in Deutschland sind nach wie vor gravierend. Insbesondere die Planungsunsicherheiten und Risiken haben sich massiv erhöht. Für die Weltwirtschaft ist weiteres Ansteigen der Infektionsraten das zentrale Prognoserisiko der nächsten Monate. Diese Unsicherheit führt zu erheblich höheren Volatilitäten bei der Bewertung von Vermögenstiteln als bisher. Weltweit sehen sich Banken derzeit vor völlig neue Herausforderungen gestellt, insbesondere mit Blick auf Ertragserwartungen sowie Risikovorsorge- und Kapitalbedarf.

Gegenwärtig scheint der Bankensektor angesichts hoher Kapitalpuffer robust aufgestellt. Allerdings müssen die Banken in den kommenden Quartalen verstärkt mit Kreditausfällen und einer steigenden Zahl von Firmen- und Privatinsolvenzen rechnen. Das liegt unter anderem auch an der Aussetzung der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bis Ende September 2020, sofern die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit auf den Folgen der Corona-Pandemie beruht. Wegen der bereits seit Längerem umgesetzten Maßnahmen zur Kapitalstärkung dürfte der deutsche Bankensektor jedoch höhere Ausfallquoten bewältigen können.

Die Nettozinsmargen des Bankensektors stehen überall in Europa, vor allem aber in Deutschland, weiter unter erheblichem Druck. Das Kreditwachstum ist hoch, wird jedoch vom Einlagenzuwachs seitens privater Haushalte und Nichtfinanzunternehmen noch übertroffen. Gleichzeitig sind die Kosten bei der Marktrefinanzierung gestiegen. Zusätzlich margenverengend wirken die staatlichen Kreditprogramme, auch wenn dafür das jeweilige Kreditrisiko bei den nicht staatlichen Banken spürbar reduziert oder sogar vollständig ausgeschaltet ist. Insgesamt besteht dadurch für die Banken kaum Spielraum, ihre Margen passivseitig zu verbessern.

Bereits vor der Corona-Krise galten die Aussichten auf langanhaltend niedrige Zinsen als eine zentrale Herausforderung für den Bankensektor. Angesichts der weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und der Reaktionen der Zentralbanken in Form einer massiven Ausweitung von Anleihekaufprogrammen, Nullzinspolitik sowie umfangreicher Liquiditätsbereitstellung werden die Kapitalmarktzinsen auf absehbare Zeit sehr niedrig bleiben. Um die Erlöse im besonders wichtigen zinsabhängigen Geschäft zu steigern, müssten nicht nur Kreditzinsen und Gebühren erhöht, sondern auf breiter Basis Negativzinsen auf Kundeneinlagen eingeführt werden. Denn selbst die von der EZB beschlossene Umsetzung eines zweistufigen Systems für die Verzinsung von Reserveguthaben, wodurch ein Teil der Überschussliquidität der Banken vom negativen Einlagezins befreit wird, ändert kaum etwas an den Negativfolgen des Niedrigzinsumfeldes.

Aufgrund der Ertragsproblematik und des anhaltenden Wettbewerbsdrucks bleibt die Reduzierung der Kosten das Hauptanliegen deutscher Banken. Deshalb werden insbesondere die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Verwertung der dabei generierten Daten rasant voranschreiten. Finanzinstitute, die ihren Kunden umfangreiche Onlinebanking-Möglichkeiten und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, werden hier zukünftig deutlich besser aufgestellt sein. Umso wichtiger ist es, verstärkt auf die Nutzung der Multimedia-Kanäle durch die Kunden zu setzen und hier auch entsprechend mehr Ressourcen und erweiterte digitale Angebote zur Verfügung zu stellen.

Steigende Risiken zeichnen sich auch beim Brexit ab, da die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über ein Handelsabkommen bisher nicht vorangekommen sind. Ein No-Deal-Brexit könnte nicht unerhebliche Risiken für den europäischen Bankensektor in sich bergen. Sollte die britische Regierung die Aufsichtsstandards aufweichen, um das Londoner Finanzzentrum zu stärken, wäre die Konkurrenzfähigkeit der Banken in den verbleibenden EU-Ländern beeinträchtigt. Wenn darüber hinaus das europäische Finanzzentrum London seinen uneingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt verliert, würde im Bereich des Investmentbankings die Fragmentierung zunehmen und darunter deren Profitabilität leiden.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Aufgrund der Teilnahme am TLTRO III (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) wurde der Fundingplan für 2020 auf ein Volumen von rund 7 Mrd. Euro reduziert. Die Commerzbank hat mit einer breiten Produktpalette Zugang zum Kapitalmarkt. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Non-preferred-Senior-Anleihen, Tier-2-Nachrangkapital sowie Additional-Tier-1-Kapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.

Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine stabile Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Bei den Investitionen haben sich in den sechs Monaten des laufenden Jahres keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 89 bis 91 aufgeführten Planungen ergeben. Die für das Geschäftsjahr 2020 geplanten Investitionen stehen im Zusammenhang mit zentralen Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0", insbesondere der Fortführung der Digitalisierung von Produkten und Prozessen im Konzern. Dies ermöglicht der Commerzbank, die Leistungen zukünftig effizienter und schneller zu erbringen. Weitere Investitionen entfallen auf Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Die EZB hat mit dem TLTRO III den Banken gezielte längerfristige Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Mit der Teilnahme hat sich die Commerzbank für die nächsten drei Jahre stabile Refinanzierungsmittel gesichert. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt bleibt das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt in Wertpapiere hoher Qualität wie Staatsanleihen, Supranationale sowie gedeckte Anleihen (High Quality Liquid Assets, HQLA) funktioniert hingegen auch während der Corona-Pandemie reibungslos und spielt eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte.

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Erhöhung des Liquiditäts- und Finanzierungsbedarfs des Bundes und seiner Sondervermögen wurde der Emissionskalender für das zweite Quartal 2020 angepasst. Die Antizipation der Repomärkte auf das erhöhte Wertpapiervolumen resultiert seit März in einer generellen Verbilligung der Reposätze über alle HQLA-Märkte hinweg. Die Situation an den Bondmärkten ist weiterhin durch das Wertpapierankaufprogramm der EZB und die hohe Überschussliquidität, die anhaltenden Handelskonflikte sowie die politischen Unsicherheiten geprägt. Dies führt zu einer weiterhin konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen Zinsniveaus kommt es zu einer zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach Rendite.

Die vor diesem Hintergrund bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten wird somit weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen trotz der steigenden Staatsverschuldung weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis fast 30 Jahre negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Unsere im Zwischenbericht zum 30. März 2020 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 des Commerzbank-Konzerns haben wir nochmals angepasst. Insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die anhaltenden schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich im Jahresverlauf fortgesetzt und sich in unserer Ergebnisentwicklung zum ersten Halbjahr 2020 weiter spürbar niedergeschlagen.

Unter der Annahme, dass es zu keiner weiteren Verschärfung der Situation kommt, erwarten wir weitgehend stabile Erträge im Kundengeschäft des Segments Privat- und Unternehmerkunden, während im Segment Firmenkunden mit stärkeren Corona-Effekten zu rechnen ist.

Unsere Bemühungen auf der Kostenseite werden wir im zweiten Halbjahr unvermindert fortsetzen. Zum Jahresende 2020 streben wir eine Kostenbasis inklusive IT-Investitionen an, die leicht unterhalb des Vorjahresniveaus liegt.

Aufgrund eines Einzelvorsorgefalls im zweiten Quartal 2020 haben wir auch unsere Erwartungen hinsichtlich des für das Gesamtjahr 2020 anfallenden Risikoergebnisses nochmals angepasst. Aktuell gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einem Risikoergebnis von - 1,3 Mrd. Euro bis - 1,5 Mrd. Euro aus.

Unabhängig von offenen Entscheidungen zur Weiterentwicklung unserer Strategie streben wir an, noch in diesem Jahr auf Basis der bestehenden Strategie, Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen zu bilden. Die Bildung und die Höhe hängt davon ab, wie weit entsprechende Gremienverhandlungen fortgeschritten sind.

Insgesamt rechnen wir vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen und Risikofaktoren, des erhöhten Risikoergebnisses aufgrund eines Einzelvorsorgefalls im ersten Halbjahr sowie den angestrebten Restrukturierungsrückstellungen, für das Geschäftsjahr 2020 mit einem negativen Konzernüberschuss.

Zwischenrisikobericht

Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.

Zwischenrisikobericht

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management, Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.

Zum 1. Januar 2020 hat die Commerzbank den neuen Konzernbereich "Group Cyber Risk & Information Security" gegründet, der ebenfalls zur Risikomanagement-Organisation gehört und eine direkte Berichtslinie an den CRO hat.

Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.

Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2019 dargestellt.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.

Das Risikotragfähigkeitskonzept basiert im ökonomischen Ansatz entsprechend der aufsichtlichen Vorgaben auf einem Fortführungsansatz.

Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt. Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten durchgeführt.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Im ersten Halbjahr 2020 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 149 % per 30. Juni 2020. Der Anstieg des ökonomisch erforderlichen Kapitals gegenüber Dezember 2019 reflektiert im Adressenausfallrisiko Volumensausweitungen sowie erhöhte Risikoaufschläge an den Finanzmärkten, die sich auf die Abbildung von Emittenten- und Kontrahentenrisiken (als Teil des Adressenausfallrisikos) auswirken und zusammen mit der gestiegenen Volatilität der Märkte auch das höhere Marktrisiko verursachen. Das ökonomische Risikodeckungspotenzial ist über die Bemessung von Neubewertungsrücklage und stillen Lasten ebenfalls vom Marktumfeld beeinflusst. Die RTF-Quote liegt weiterhin deutlich über dem Mindestanspruch.

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Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.6.2020 31.12.2019
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 24 24
Ökonomisch erforderliches Kapital1 16 15
davon für Adressenausfallrisiko 11 10
davon für Marktrisiko2 5 4
davon für operationelles Risiko 1 1
davon Diversifikationseffekte - 2 - 2
RTF-Quote (%)3 149 161

1 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko und für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Goodwill und Intangibles.

2 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.

3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Infektionen hatte im März und April in vielen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und Produktionstopps geführt. Im Verlauf des zweiten Quartals gelang es damit in Europa, die Pandemie zunehmend einzudämmen. Außerhalb Europas bleibt die Situation weiter kritisch. Insbesondere in den USA und in Lateinamerika steigen die Fallzahlen weiterhin stark an. Ein Ende der Ausbreitung ist dort derzeit nicht absehbar. Aufgrund des großen Drucks aus der Bevölkerung wurden jedoch auch in diesen Ländern die Einschränkungen gelockert.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Commerzbank-Konzern

Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.

Die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Infektionen hatte im März und April in vielen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und Produktionsstopps geführt. Im Verlauf des zweiten Quartals gelang es damit in Europa, die Pandemie zunehmend einzudämmen. Außerhalb Europas bleibt die Situation weiter kritisch.

Dieser Entwicklung wurde im Risikoergebnis insbesondere mit einem Top-Level-Adjustment Rechnung getragen. In den restlichen Risikokennzahlen ist diese negative Entwicklung größtenteils noch nicht ablesbar, da sie sich hier erst zeitverzögert im Laufe des Jahres bemerkbar machen wird.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie unterstützen Regierungen und Institutionen parallel in nie dagewesenem Ausmaß mit Liquiditätshilfen, Stützungs- und Hilfsprogrammen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden und im Segment Firmenkunden wurden jeweils rund 1 Mrd. Euro KfW-Kredite (Unternehmer-/ Gründerkredit sowie Schnellkredit) per 30. Juni 2020 von unseren Kunden gezogen. Darüber hinaus wurden zum gleichen Stichtag für rund 32 500 Kunden Stundungen gewährt, davon rund 90 % unter privaten Moratorien. Die Qualität der Portfolios ist insgesamt stabil geblieben.

Kreditrisikokennzahlen

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) - im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 30. Juni 2020 wie folgt dar:

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30.6.2020
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte CVaR
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Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
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Privat- und Unternehmerkunden 186 406 22 1 737
Firmenkunden 194 471 24 4 954
Sonstige und Konsolidierung1 116 147 13 3 815
Konzern 496 1 025 21 10 505

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31.12.2019
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte CVaR
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Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
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Privat- und Unternehmerkunden 178 425 24 2 207
Firmenkunden 184 473 26 4 607
Sonstige und Konsolidierung1 83 120 14 3 003
Konzern 445 1 017 23 9 817

1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios des Treasury sowie seit dem 1. Juli 2019 die Restportfolios aus dem geschlossenen Segment ACR.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 85 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.

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30.6.2020
Ratingverteilung EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
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Privat- und Unternehmerkunden 31 52 13 3 1
Firmenkunden 19 61 16 3 2
Sonstige und Konsolidierung 49 49 2 0 0
Konzern 31 55 12 2 1

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31.12.2019
Ratingverteilung EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
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Privat- und Unternehmerkunden 31 51 14 3 1
Firmenkunden 20 60 16 3 2
Sonstige und Konsolidierung 51 46 3 1 0
Konzern 30 54 13 2 1

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, 7 % auf Nordamerika und 8 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder.

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30.6.2020 31.12.2019
Konzernportfolio nach Regionen Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risiko dichte Bp. Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 247 460 19 235 526 22
Westeuropa 112 225 20 90 191 21
Mittel- und Osteuropa 50 209 42 49 207 42
Nordamerika 37 41 11 34 32 9
Asien 39 54 14 27 32 12
Sonstige 11 36 33 10 29 29
Konzern 496 1 025 21 445 1 017 23

Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf - 795 Mio. Euro. (Vorjahreszeitraum: - 256 Mio. Euro).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. Etwaige Marktwertschwankungen aus Fair Value Krediten sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

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1.1.-30.6.2020
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
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Privat- und Unternehmerkunden - 7 - 75 - 231 - 313
Firmenkunden - 16 - 63 - 377 - 456
Sonstige und Konsolidierung - 4 7 - 30 - 27
Konzern - 27 - 130 - 637 - 795

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1.4.-30.6.2020
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 2 - 54 - 97 - 153
Firmenkunden - 11 - 17 - 261 - 289
Sonstige und Konsolidierung - 3 1 - 26 - 27
Konzern - 16 - 69 - 385 - 469

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1.1.-31.3.2020
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 6 - 21 - 133 - 160
Firmenkunden - 5 - 46 - 116 - 166
Sonstige und Konsolidierung - 1 6 - 4 0
Konzern - 12 - 61 - 253 - 326

1 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).

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1.1.-30.6.2019
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
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Privat- und Unternehmerkunden - 3 15 - 112 - 100
Firmenkunden 1 - 10 - 146 - 155
Asset & Capital Recovery 0 2 - 25 - 24
Sonstige und Konsolidierung - 3 52 - 26 23
Konzern - 5 58 - 309 - 256

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1.4.-30.6.2019
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 1 20 - 68 - 48
Firmenkunden 0 7 - 134 - 127
Asset & Capital Recovery 0 0 - 23 - 23
Sonstige und Konsolidierung - 2 48 - 26 21
Konzern - 2 75 - 250 - 178

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1.1.-31.3.2019
Risikoergebnis Mio. € Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 2 - 5 - 44 - 52
Firmenkunden 0 - 17 - 12 - 28
Asset & Capital Recovery 0 2 - 2 - 1
Sonstige und Konsolidierung - 1 4 0 2
Konzern - 3 - 17 - 58 - 78

1 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).

Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres hat sich das Risikoergebnis deutlich erhöht. Hauptursachen hierfür sind Effekte in Höhe von - 315 Mio. Euro aus der Corona-Pandemie (davon - 154 Mio. Euro in Form eines Top-Level-Adjustments, im Folgenden TLA), sowie der Ausfall eines großen Einzelengagements im Segment Firmenkunden.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hatte die Commerzbank bereits im ersten Quartal ein TLA in Höhe von - 111 Mio. Euro im Risikoergebnis berücksichtigt, das im zweiten Quartal einer Überprüfung unterzogen wurde. Der Teilbetrag des TLA in Höhe von - 41 Mio. Euro (davon - 17 Mio. Euro mBank), der im ersten Quartal aufgrund stark veränderter makroökonomischer Erwartungen berücksichtigt worden war, ist im zweiten Quartal nicht mehr erforderlich. Die veränderten Rahmenbedingungen sind durch das verwendete aktuelle Baseline-Szenario im Modellergebnis angemessen reflektiert. Im Risikoergebnis wird die Auflösung des TLA-Teilbetrags durch entsprechende Belastungen daher kompensiert. Die Schätzungen erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeiten wurden im Vergleich zum ersten Quartal teilweise angepasst. Daraus ergab sich im zweiten Quartal ein Risikovorsorgemehrbedarf in Höhe von - 30 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden die für die Risikovorsorgeermittlung maßgeblichen Point-in-Time-Parameter anlassbezogen neu kalibriert. Beide Effekte sind mit einer TLA-Zuführung von insgesamt - 84 Mio. Euro als Belastung im Risikoergebnis des zweiten Quartals berücksichtigt (Details zur Anpassung des TLA siehe auch Note 26 Kreditrisiken und Kreditverluste). Die Notwendigkeit beziehungsweise Angemessenheit des TLA wird zum nächsten Berichtsstichtag erneut überprüft. Dabei ist insbesondere die beobachtete weitere Entwicklung des Portfolios von wesentlicher Bedeutung.

Weitere Treiber des Risikoergebnisses im ersten Halbjahr 2020 sowie die anteiligen TLA-Beträge finden sich in den nachfolgenden Erläuterungen zu den Segmenten.

Wesentliche Annahmen unserer Schätzung der Auswirkungen der Krise auf die Ausfallwahrscheinlichkeiten waren, dass weitere weltweite Lockdowns im Umfang von März und April vermieden werden können und dass sich die schrittweise weitere Erholung der Wirtschaft fortsetzt. Wir gehen außerdem davon aus, dass sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen im Verlauf der Krise weiterhin als effektiv erweisen und eine massive Insolvenzwelle in 2020 verhindern beziehungsweise erheblich abfedern werden. Basierend auf diesen Annahmen wird das Risikoergebnis für das Gesamtjahr 2020 aus heutiger Sicht zwischen - 1,3 bis - 1,5 Mrd. Euro liegen.

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio des Konzerns ist im ersten Halbjahr 2020 um 725 Mio. Euro gestiegen und lag zum 30. Juni 2020 bei 4 460 Mio. Euro.

Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income).

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30.6.2020 31.12.2019
Default-Portfolio Konzern | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 4 457 3 4 460 3 735 0 3 735
LLP1 2 090 3 2 093 1 745 0 1 745
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)2 47 100 47 47 - 47
Sicherheiten 1 180 0 1 180 968 0 968
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)2 73 100 73 73 - 73
NPE-Ratio (%)3 0,8 0,9

1 Loan Loss Provision.

2 Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.

3 NPE-Ratio: Notleidende Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard.

Segment Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab.

Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 90 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 24 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den vergangenen sechs Monaten resultierte überwiegend aus der Baufinanzierung.

Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber Dezember 2019 um zwei Basispunkte auf 22 Basispunkte gesunken.

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30.6.2020 31.12.2019
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risiko dichte Bp. Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risiko dichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Private Kunden 108 145 13 104 159 15
Unternehmerkunden 33 69 21 31 73 23
comdirect bank 3 6 20 3 7 23
Commerz Real 1 3 50 1 2 43
mBank 42 184 44 39 183 47
PUK 186 406 22 178 425 24

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2020 auf - 313 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: - 100 Mio. Euro). Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Effekte aus der Corona-Pandemie zurückzuführen, die sich im ersten Halbjahr insgesamt auf - 122 Mio. Euro (davon - 37 Mio. Euro mBank) beliefen. Das im ersten Quartal gebuchte anteilige TLA für geänderte makroökonomische Erwartungen wurde im zweiten Quartal wie bereits erläutert aufgelöst. In der mBank besteht damit zum Berichtszeitpunkt kein weiteres TLA. Für das Commerzbank-Portfolio wurde das im ersten Quartal gebuchte TLA für höher eingeschätzte Ausfallwahrscheinlichkeiten überprüft. Aufgrund geänderter Annahmen ergab sich aus dieser Überprüfung gegenüber dem ersten Quartal eine TLA-Erhöhung um - 19 Mio. Euro. Diese resultierte überwiegend daraus, dass für das Teilportfolio Unternehmerkunden schon bei Kunden im Ratingbereich > 4,0 (erstes Quartal > 4,8 ) eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit angenommen wurde. Davon ausgenommen wurden Kunden, die seit Beginn der Krise über staatliche Hilfskredite bereits mit zusätzlicher Liquidität versorgt wurden, da hier ein grundsätzlich über die Krise hinaus tragfähiges Geschäftsmodell unterstellt wurde. Darüber hinaus führte die aufgrund der Corona-Pandemie durchgeführte Adjustierung von Point-in-time-Parametern im zweiten Quartal für das Segment ebenfalls zu zusätzlichem TLA-Bedarf in Höhe von - 36 Mio. Euro. Für das Segmentportfolio besteht zum Berichtszeitpunkt damit insgesamt ein TLA in Höhe von - 70 Mio. Euro, von dem - 54 Mio. Euro im zweiten Quartal ergebniswirksam zugeführt wurden.

Weitere Ursachen des Anstiegs gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren außerdem die neue Ausfalldefinition, die seit Ende November 2019 in der Commerzbank angewendet wird. Unter anderem aufgrund der dreimonatigen Wohlverhaltensphase führt diese zu einer Erhöhung des Schwarzbuchs mit entsprechender Risikovorsorge. Außerdem beinhaltete das Risikoergebnis im erstem Halbjahr 2019 eine Risikovorsorgeauflösung von 10 Mio. Euro bei der Commerz Real, sowie leicht höhere Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen.

Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2020 bei 2 049 Mio. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2019 ist auf ein um 124 Mio. Euro höheres Default-Portfolio der mBank sowie auf Effekte aus der Anwendung der neuen Ausfalldefiniton zurückzuführen.

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30.6.2020 31.12.2019
Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 2 049 0 2 049 1 795 0 1 795
LLP 981 0 981 895 0 895
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 48 - 48 50 - 50
Sicherheiten 713 0 713 575 0 575
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 83 - 83 82 - 82

Segment Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.

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30.6.2020 31.12.2019
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Mittelstand 82 203 25 79 257 33
International Corporates 73 141 19 68 112 16
Financial Institutions 22 67 30 20 54 27
Sonstige 17 59 34 17 49 29
FK 194 471 24 184 473 26

Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 184 Mrd. Euro auf 194 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte ist von 26 Basispunkten auf 24 Basispunkte zurückgegangen.

Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 24.

Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im ersten Halbjahr 2020 bei - 456 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: - 155 Mio. Euro). Die Erhöhung im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ist zum einen auf den Ausfall eines großen Einzelengagements im zweiten Quartal zurückzuführen. Darüber hinaus wurde das Segment von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Höhe von insgesamt - 167 Mio. Euro belastet. Diese resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen die Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten. Das im ersten Quartal

gebuchte anteilige TLA für geänderte makroökonomische Erwartungen wurde im zweiten Quartal wie eingangs erläutert aufgelöst. Das im ersten Quartal gebuchte TLA für höher eingeschätzte Ausfallwahrscheinlichkeiten wurde überprüft. Aus den geänderten Annahmen ergab sich ein Mehrbedarf von insgesamt - 10 Mio. Euro. Die aufgrund der Corona-Pandemie im zweiten Quartal durchgeführte Adjustierung von Point-in-time-Parametern führte für das Segment ebenfalls zu zusätzlichem TLA-Bedarf in Höhe von - 18 Mio. Euro. Zum Berichtszeitpunkt wird für das Segment damit ein TLA von insgesamt - 82 Mio. Euro berücksichtigt, von dem - 28 Mio. Euro im zweiten Quartal ergebniswirksam zugeführt wurden.

Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2020 bei 2 198 Mio. Euro. Der Anstieg im ersten Halbjahr resultiert maßgeblich aus dem Ausfall größerer Einzeladressen, insbesondere im zweiten Quartal.

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30.6.2020 31.12.2019
Default-Portfolio Segment FK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 2 194 3 2 198 1 707 0 1 707
LLP 984 3 987 755 0 755
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 45 100 45 44 - 44
Sicherheiten 388 0 388 306 0 306
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 63 100 63 62 - 62

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2020 bei - 27 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 1 Mio. Mio. Euro). Treiber für die Erhöhung gegenüber dem Vergleichszeitraum war die durch die Corona-Pandemie verursachte negative Entwicklung eines Bestandsengagements, die eine Erhöhung der bestehenden Risikovorsorge erforderte. Darüber hinaus wurden im Rahmen der TLA-Überprüfung leicht geänderte Annahmen zur Entwicklung der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Staaten und Finanzinstituten getroffen, die für das Segment zu einem TLA-Bedarf von - 2 Mio. Euro im zweiten Quartal führten, die auch dem Bestand für den Bereich zum Berichtszeitpunkt entsprechen.

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Seit dem Auftreten der Virusinfektion in China und der dann folgenden weltweiten Ausbreitung hat sich gezeigt, dass alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens von den Auswirkungen betroffen sind, zum Teil in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Der Einzelhandel (ohne Lebensmittel), der Handel mit Kraftfahrzeugen, der Tourismus, die Unterhaltungsindustrie und bestimmte Dienstleister sind aufgrund der verordneten Kontaktsperre und dem Verbot, bestimmten wirtschaftlichen Aktivitäten nachzugehen, direkt betroffen. Das produzierende Gewerbe, wie zum Beispiel die Chemie- und Automobilindustrie, stehen vor der Herausforderung, Lieferketten zu ersetzen beziehungsweise aufrechtzuhalten. Auch wenn einzelne Branchen zur Zeit noch nicht direkt von der Pandemie betroffen sind (Lebensmitteleinzelhandel, Paketzustellung, Baugewerbe), ist davon auszugehen, dass bei einem länger andauernden Verlauf der Pandemie auch in diesen Sektoren negative Einflüsse festzustellen sein werden.

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

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30.6.2020 31.12.2019
Corporates-Portfolio nach Branchen Exposure at Default Expected Loss Risiko dichte Exposure at Default Expected Loss Risiko dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Energieversorgung/Umwelt 22 88 39 21 82 40
Technologie/Elektronik 15 34 23 15 31 21
Konsum 15 52 34 15 49 34
Transport/Tourismus 13 30 23 12 37 31
Großhandel 13 46 35 14 47 35
Grundstoffe/Metall 12 38 31 11 46 41
Automobil 12 46 37 10 38 39
Dienstleistungen/Medien 11 34 30 10 28 27
Maschinenbau 9 31 33 9 26 29
Chemie/Verpackung 9 41 44 9 46 49
Bau 6 16 27 6 16 28
Pharma/Gesundheitswesen 5 27 52 5 9 20
Sonstige 6 6 11 7 14 21
Gesamt 151 489 32 142 470 33

Financial-Institutions-Portfolio

Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.

Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.

Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege", Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Dies gilt insbesondere auch für die Verwerfungen aus der Corona-Pandemie sowie der Ölpreisentwicklung, die sich stark auf das operative Umfeld unserer Korrespondenzbanken sowohl in Industrieländern als auch Entwicklungsländern auswirken wird. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.

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30.6.2020 31.12.2019
FI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risiko dichte Exposure at Default Expected Loss Risiko dichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Deutschland 7 7 9 6 4 7
Westeuropa 15 13 9 15 11 8
Mittel- und Osteuropa 3 13 41 3 15 55
Nordamerika 3 1 3 2 0 2
Asien 8 38 48 9 19 22
Sonstige 6 20 37 5 19 38
Gesamt 42 92 22 40 70 18

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien.

Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken aufgrund globaler Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung. Derzeit stehen insbesondere die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie im Fokus, die sich auf das operative Umfeld der NBFI-Kunden auswirken, wobei wir derzeit daraus Sekundäreffekte erwarten, die für die betroffenen Adressen insbesondere durch die staatlichen Hilfspakete für die Realwirtschaft trotz erheblicher Herausforderungen bewältigbar sein sollten.

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30.6.2020 31.12.2019
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 17 23 13 18 38 21
Westeuropa 14 17 12 12 23 20
Mittel- und Osteuropa 3 23 92 2 19 100
Nordamerika 9 10 11 9 12 13
Asien 2 3 15 2 2 13
Sonstige 1 4 31 1 2 23
Gesamt 46 80 17 43 96 22

Originatorenpositionen

Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 3,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 5,4 Mrd. Euro) vorgenommen.

Zum Stichtag 30. Juni 2020 wurden Risikopositionen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 5,0 Mrd. Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 2,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 4,8 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. Im Berichtszeitraum wurden zwei Transaktionen mit einem ursprünglichen Forderungsvolumen von insgesamt 3,5 Mrd. Euro vertragsgemäß zurückgezahlt. Für das dritte Quartal 2020 plant die Commerzbank die Auflegung einer weiteren Verbriefungstransaktion mit einem voraussichtlichen Volumen von 3,0 Mrd. Euro.

Wir sehen für die Risikopositionen auch im zweiten Quartal 2020 keine Auswirkungen aus der Corona-Pandemie.

Volumen Commerzbank1

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Verbriefungspool Mrd. € Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen1
Corporates 2025-2036 2,7 < 0,1 0,1 3,1
Gesamt 30.6.2020 2,7 < 0,1 0,1 3,1
Gesamt 31.12.2019 4,8 < 0,1 0,2 5,4

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden bereit. Hierbei fungiert die Commerzbank im Wesentlichen als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen über das von der Commerzbank gesponserte Multiseller-Conduit Silver Tower. Im Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen der Sitzverlegung des Conduits Silver Tower nach Luxemburg erfolgt seit 2019 eine Finanzierung der Geschäfte durch direkten Ankauf von Namensschuldverschreibungen auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind im ersten Halbjahr 2020 stabil bei 3,5 Mrd. Euro geblieben.

Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen stieg im ersten Halbjahr 2020 auf 4,8 Mrd. Euro an (Dezember 2019: 4,2 Mrd. Euro), ebenso die Risikowerte1 mit 4,8 Mrd. Euro (Dezember 2019: 4,2 Mrd. Euro).

Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 5,0 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2019: 4,9 Mrd. Euro). Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Auch wenn sich die Marktliquidität und die Qualität und Menge der beobachtbaren Preise aufgrund der Corona-Pandemie zeitweise verschlechtert hatten und sich nur ein Stück weit normalisiert haben, bieten uns die inhärenten strukturellen Merkmale und die Kreditunterstützung genügend Komfort, um unsere bestehende Strategie aufrechtzuerhalten. Zum 30. Juni 2020 befinden sich (wie zum Jahresabschluss 2019) vorwiegend CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 0,4 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2019: 0,7 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,2 Mrd. Euro (Dezember 2019: 0,3 Mrd. Euro).

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Regel in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.

Risikosteuerung

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2019 dargestellt.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Anlagebuch auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.

Die Entwicklung der Zahlen des ersten Halbjahres 2020 ist geprägt von den außergewöhnlich starken Marktbewegungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Aufgrund eines geänderten Steuerungsansatzes auf Gruppenebene wird auf die Darstellung eines VaR für das Gesamtbuch verzichtet, da die Vergleichbarkeit zu den Vorberichten nicht gegeben ist.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cash-Instrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

Handelsbuch

Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.

Der VaR stieg im ersten Halbjahr 2020 von 6 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro an. Ursache hierfür sind auch für das Handelsbuch die starken Marktbewegungen im Kontext der Corona-Pandemie, die zu neuen Extremszenarios in der VaR-Berechnung geführt haben. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 blieb der VaR weitestgehend stabil.

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VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € 1.1.-30.6.2020 2019
Minimum 5 4
Mittelwert 12 7
Maximum 31 11
VaR-Endziffer Berichtsperiode 14 6

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Zinsen, Währungen und Credit Spreads sind dabei die dominierenden Anlageklassen.

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VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.6.2020 31.12.2019
Credit Spreads 3 1
Zinsen 4 1
Aktien 1 1
Währung 5 2
Rohwaren 1 1
Gesamt 14 6

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR stieg von 26 Mio. Euro per Ende 2019 auf 32 Mio. Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2020. Zum Ende des ersten Quartals lag der Stressed VaR bei 28 Mio. Euro. Der Einfluss der durch die Corona-Pandemie versursachten Marktschwankungen auf den Stressed VaR ist geringer als im regulatorischen VaR, da der Stressed VaR Berechnung ausschließlich historische Marktdaten zugrunde liegen.

Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.

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Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.6.2020 31.12.2019
Credit Spreads 10 5
Zinsen 7 5
Aktien 1 5
Währung 7 5
Rohwaren 7 5
Gesamt 32 26

Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge im Commerzbank-Konzern stieg im ersten Halbjahr 2020 um 10 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro an. Dies resultierte hauptsächlich aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden sowie ausgeweiteten Credit Spread-Kurven im Kontext der Corona-Pandemie. Im Vergleich zum ersten Quartal ergibt sich hier ein Rückgang um 5 Mio. Euro aufgrund wieder rückläufiger Credit-Spread-Kurven.

Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultierten also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse dient zur Überwachung der Angemessenheit des internen Marktrisikomodells. Im ersten Halbjahr 2020 wurden drei negative Clean-P&L- und zwei negative Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ausreißer stehen alle im Zusammenhang mit außergewöhnlich starken Marktbewegungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie, welche naturgemäß nicht durch historisch kalibrierte VaR Modelle prognostiziert werden konnten. Die für die an diesen Tagen beobachtete P&L ursächlichen Marktbewegungen überstiegen teilweise deutlich die historische Schwankungsbreite im der historischen Simulation zugrundeliegenden 1-Jahreszeitraum.

Es wurde überprüft, dass keiner der beobachteten Backtesting-Ausreißer durch Modellschwächen verursacht wurde. In diesem Zusammenhang wurde untersucht, inwieweit während der Corona-Pandemie beobachtete außergewöhnliche Marktbewegungen durch das Modell und somit im regulatorischen Kapital abgebildet sind. So wurde zum Beispiel für die seit Ausbruch der Corona-Pandemie beobachtbare signifikante Edelmetall-Future-Forward-Basis-Volatilität im zweiten Quartal ein Kapitalpuffer gebildet, um diesen Effekt im regulatorischen Kapital hinreichend zu berücksichtigen. Dieser Kapitalpuffer wird regelmäßig kalibriert.

Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels einer von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Methodik klassifiziert. Alle Backtesting-Ausreißer, die zu Verlusten (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene geführt haben, müssen im Detail analysiert und den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Es wird geprüft, ob aufgrund der von der EZB zugelassenen temporären Erleichterungen die Corona-bedingten Backtesting-Ausreißer nicht mehr berücksichtigt werden müssen. Dies hätte jedoch derzeit keinen Einfluss auf die Kapitalunterlegung.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende des ersten Halbjahres 2020 bei 53 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 49 Mio. Euro).

Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung. In Folge der Corona-Pandemie kam es zu einer deutlichen Ausweitung von Credit Spreads, Cross Currency Basis Spreads und führte bei zum Fair Value bewerteten Positionen des Anlagebuchs zu Verlusten im sonstigen Ergebnis (OCI) sowie der Gewinn- und-Verlust-Rechnung.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Im Szenario - 200 Basispunkte wird ein Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative Abschnitte der Zinskurve werden unverändert belassen).

Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2020 ein potenzieller Verlust von 3 303 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 2 635 Mio. Euro potenzieller Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 296 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 614 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.

Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich am 30. Juni 2020 auf 8,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 9,4 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete EuroInflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der Risikodeckungsmasse. Insbesondere Asset-backed Securities (zum Beispiel CLOs) und strukturierte Produkte weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf. Die inhärente Struktur und zugrundeliegende Kreditqualität unserer CLO Portfolios erlaubt es, die bestehende Strategie für diese Portfolios aufrechtzuerhalten.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.

Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Nähere Informationen zu den aktuellen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten Entwicklungen finden sich im Zwischenlagebericht.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auchdie bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.

Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem RatingDowngrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet das differenzierte Darstellen deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie das Einbeziehen von Prolongationen auf der anderen Seite.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten zum Halbjahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verblieb für das kombinierte Stressszenario zum Halbjahresultimo 2020 eine Nettoliquidität von 13,1 Mrd. Euro beziehungsweise 11,8 Mrd. Euro (Jahresultimo 2019: 11,7 Mrd. Euro beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro).

Die aufgeführten Beträge zur Liquidität der Bank dokumentieren, dass sich die Netto-Liquiditätssituation der Commerzbank im zweiten Quartal sogar leicht verbessert hat, obwohl die Commerzbank während der Corona-Pandemie ihren Kunden überproportional Liquidität zur Verfügung stellt.

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Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € 30.6.2020 31.12.2019
Idiosynkratisches Szenario 1 Monat 20,8 18,4
3 Monate 21,3 20,1
Marktweites Szenario 1 Monat 21,3 20,7
3 Monate 20,0 20,2
Kombiniertes Szenario 1 Monat 13,1 11,7
3 Monate 11,8 11,2

Liquiditätsreserven

Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.

Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 98,3 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2019: 72,4 Mrd. Euro). Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 6,3 Mrd. Euro).

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Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € 30.6.2020 31.12.2019
Bestand an hochliquiden Aktiva 98,3 72,4
davon Level 1 78,9 59,6
davon Level 2A 19,2 11,5
davon Level 2B 0,3 1,3

Liquiditätskennzahlen

Im ersten Halbjahr 2020 befand sich die regulatorische Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite.

Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten.

Die Commerzbank hat mit 127,27 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der LCR in Höhe von 100 % deutlich überschritten (zum Jahresultimo 2019: 132,72 %).

Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 42 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (Capital Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken, während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht in dieser Definition enthalten sind. Das Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen jedoch in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen.

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf dieser Basis 18,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 18,7 Mrd. Euro). Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 1,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 1,5 Mrd. Euro).

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2020 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 98 Mio. Euro (Gesamtjahr 2019: 127 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt.

Die Ausnahmesituation während der Corona-Pandemie führt grundsätzlich zu erhöhtem OpRisk insbesondere durch Änderungen der internen Prozesse und des Marktumfelds. Bisherige Schäden sind allerdings nicht materiell und beschränken sich auf Kostenpositionen wie Stornierungen (Dienstreisen, Veranstaltungen), zusätzliche Hygienemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden sowie IT-Maßnahmen im Kontext der verstärkten Online-Verfügbarkeit.

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OpRisk-Ereignisse1 | Mio. € 30.6.2020 31.12.2019
Interner Betrug 1 6
Externer Betrug 5 12
Sachschäden und Systemausfälle 7 2
Produkte und Geschäftspraktiken 85 103
Prozessbezug 1 6
Arbeitsverhältnis 0 - 1
Konzern 98 127

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance-, Cyber-, und Modellrisiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2020 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2019 dargestellten Stand.

Rechtliche Risiken

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, begannen vor etlichen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt. Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Die Vorgänge sind bis auf eine Ausnahme nicht mehr aktiv; in diesem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Alle Steuernachforderungen durch die Finanzbehörden wurden beglichen.

Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden.

Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Commerzbank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden.

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche statt. Ferner wurde im Rahmen der Veranlagungen der Jahre 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer entsprechend gekürzt. Die Commerzbank AG hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation angemessen zu reflektieren. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Für die steuerlichen Risiken ist entsprechende Vorsorge gebildet.

Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Im März 2020 hat das Berufungsgericht das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Die Tochtergesellschaft prüft Rechtsmittel gegen diese Entscheidung. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Anfang Juni 2020 hat das Berufungsgericht eine einstweilige Verfügung über die Aufhebung von Zinszahlungs- und Tilgungsverpflichtungen erlassen und es der Tochtergesellschaft untersagt, Fälligkeitsmitteilungen oder Kündigungserklärungen zu erteilen. Die Tochtergesellschaft hat Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank. Neben der Sammelklage sind zum 30. Juni 2020 4 596 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen.

Die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt ist bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus.

Vor diesem Hintergrund werden neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bezüglich bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHFIndexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode. Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 30. Juni 2020 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,1 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,5 Mrd. polnische Zloty. Die Rückstellung zum 30. Juni 2020 für Einzelklagen beläuft sich auf 137,2 Mio. Euro.

Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.

Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 37 zu den Rückstellungen und der Note 38 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden.

Compliance-Risiken

Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden das Deferred Prosecution Agreement mit dem District Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement mit dem US-Justizministerium im März 2018 beziehungsweise im Mai 2018 nach Konsultation mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie am 15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Der US-Monitor hat seine Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des Engagement Letters zwischen der Bank und dem Monitor endete das Monitorship am 24. Juni 2019. Die offizielle Bestätigung des DFS, dass die Commerzbank nach dem Monitorship-Verfahren wieder in der regulären Bankenaufsicht beaufsichtigt wird, steht noch aus.

Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein umfassendes Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluierte und dazu halbjährlich an die FCA berichtete. Nach Abschluss der vierten und letzten Phase wurden wesentliche Fortschritte erzielt. Entsprechend informierte die FCA die Bank am 16. Juni 2020 vorab via Email, dass der "Skilled-Person"-Prozess zum Abschluß gekommen ist. Eine geringe Anzahl von abzuarbeitenden Themen ist in die Linie übergeleitet worden, deren Erledigung seitens Group Audit überprüft wird. Bereits am 14. Mai 2020 erhielt die Bank eine sogenannte "warning notice" von der FCA. Diese bezog sich auf seitens der FCA im Jahr 2017 identifizierte Schwachstellen in den Jahren 2012 bis 2017 (Geldwäscheprävention, Know-your-Customer (KYC) und Transaktionsmonitoring). Die Bank erzielte am 17. Juni 2020 eine Einigung mit der FCA über eine Strafzahlung in Höhe von 37,8 Mio. britische Pfund.

Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. Am 8. November 2018 hat sich die Commerzbank mit der CFTC im Rahmen einer "Consent Order" auf die Beilegung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Verletzung von US-Swap-Dealer-Vorschriften aus dem U.S. Commodity Exchange Act und aus Verordnungen der CFTC geeinigt. In Übereinstimmung mit dieser Einigung hat die Commerzbank einen von der CFTC genehmigten externen Berater (sogenannter "Compliance Consultant") für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem, wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Der Compliance Consultant hat seine Arbeit im April 2019 aufgenommen und seinen ersten Bericht am 17. Juni der CFTC zur Verfügung gestellt. Der finale Bericht enthält 51 Empfehlungen sowie 25 Beobachtungen, welche Abarbeitung beziehungsweise Verbesserungen erfordern.

Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hongkong einen externen Berater mit einer Überprüfung der Umsetzung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen (Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen zur Verfügung gestellt; die Abarbeitung der einzeln adressierten Feststellungen ist abgeschlossen. Das Branch-Projekt zur Implementierung eines regulatorischen Inventars als Übersicht bestehender beziehungsweise relevanter lokaler regulatorischer Anforderungen hat das regulatorische Inventar sowie die Abdeckungsanalyse plangemäß finalisiert. Die entsprechende Umsetzung in der schriftlich fixierten Ordnung sowie den Kontrollen soll bis zum Ende des dritten Quartals 2020 abgeschlossen sein.

Cyber-Risiken

Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb des Cyber-Raums.

Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie.

Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen RisikoReporting über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS) ein Cyber-Security-Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein.

Seit 1. Januar 2020 erfolgt die Steuerung der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken durch den neuen Konzernbereich "Group Risk Management - Cyber Risk & Information Security" und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO).

Cyber-Risiken wirken sich in der Regel auf die anderen wesentlichen Risikoarten der Bank aus ebenso wie auch die Operationellen Risiken. Dabei ist zwischen direkten und indirekten Auswirkungen zu unterscheiden.

Im Rahmen der Corona-Pandemie gibt es aktuell keine konkreten Corona-spezifischen Angriffsmuster oder andere Anomalien gegen unser Institut, andere Finanzdienstleister oder Finanzmarktinfrastrukturen. Darüber hinaus sehen wir derzeit keine zusätzlichen Angriffsmethoden oder eine Ausweitung der Angriffsoberfläche im Zusammenhang mit der verstärkten "remote"-Nutzung von Bankressourcen, etwa im Zusammenhang mit "split operations" oder "home office".

Jedoch gibt es eine Reihe von Angriffsvektoren, die darauf abzielen, die Ängste der Bürger zu nutzen, um kriminelle Aktivitäten durchzuführen (zum Beispiel mutmaßliche Emails der WHO über Vorsichtsmaßnahmen). Dieser Ansatz firmiert medial unter der Bezeichnung "Fearware" und meint konkret die häufigste Durchführungsform, nämlich eine Kombination aus Schadsoftware (Malware) und sozialer Manipulation (Social Engineering), die auf die Angst des jeweiligen Betroffenen setzt.

Hinsichtlich unserer Kunden achten wir über das normale Maß hinaus auf transaktionale Anomalien, insbesondere im Kontext betrügerischer Absichten mit Bezug zur Corona-Pandemie.

Modellrisiko

Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks beziehungsweise ökonomisch gemessener Kapitalbedarf) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt.

Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Sicherheitsmargen beziehungsweise Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.

Die aktuelle Corona-Pandemie mit ihren erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie der mitigierenden Unterstützung durch die Staaten stellt die eingesetzten Risikomodelle vor große Herausforderungen. Die Commerzbank hat eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um dem erhöhten Modellrisiko zu begegnen und eine angemessene Steuerung auch in der aktuellen Phase sicherstellen zu können. Dazu wurde unter anderem die laufende Überwachung der Leistungsfähigkeit der Modelle ausgeweitet und es wurden Prozesse zum Einsatz der Modelle teilweise geschärft beziehungsweise angepasst.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

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Mio. € Notes 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet (7) 3 509 3 830 - 8,4
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet (7) 490 619 - 20,9
Zinserträge (7) 3 999 4 450 - 10,1
Zinsaufwendungen (7) 1 402 1 944 - 27,9
Zinsüberschuss (7) 2 597 2 505 3,7
Dividendenerträge (8) 13 11 16,5
Risikoergebnis (9) - 795 - 256 .
Provisionserträge (10) 1 972 1 870 5,4
Provisionsaufwendungen (10) 303 364 - 16,6
Provisionsüberschuss (10) 1 668 1 507 10,7
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (11) - 141 113 .
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (12) 64 96 - 32,9
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 28 18 56,9
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet - 13 - 7 89,1
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten (13) 15 11 36,1
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 7 - 28,7
Sonstiges Ergebnis (14) - 97 35 .
Verwaltungsaufwendungen (15) 3 030 3 146 - 3,7
Pflichtbeiträge (16) 374 328 14,0
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern - 74 555 .
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) 51 122 - 57,9
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern - 125 433 .
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 50 12 .
Konzernergebnis - 75 445 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 21 44 - 51,6
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis - 96 401 .

Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

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1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie (18) - 0,08 0,32 .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Konzernergebnis - 75 445 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 351 - 240 .
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR)
Umbuchung in die Gewinnrücklage - 1 - 0 .
Erfolgsneutrale Wertänderung - 3 5 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 90 - 47 .
Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 437 - 282 .
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - 17 - 25 - 30,7
Erfolgsneutrale Wertänderung - 54 69 .
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 1 2 - 53,7
Erfolgsneutrale Wertänderung 77 7 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 1 - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - 225 56 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - 0 .
In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 218 108 .
Sonstiges Periodenergebnis 219 - 174 .
Gesamtergebnis 144 272 - 47,2
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 7 57 - 87,0
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis 136 214 - 36,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

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Mio. € 1.4.-30.6.2020 1.4.-30.6.20191 Veränd. in %
Konzernergebnis 233 309 - 24,6
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 149 - 16 .
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR)
Umbuchung in die Gewinnrücklage - -
Erfolgsneutrale Wertänderung - 1
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 130 - 36 .
Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 279 - 51 .
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - 1 - 13
Erfolgsneutrale Wertänderung 226 50
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 0 1 - 57,8
Erfolgsneutrale Wertänderung 20 2 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung 31 1 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 0 .
In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 277 41 .
Sonstiges Periodenergebnis - 1 - 10 - 86,2
Gesamtergebnis 231 298 - 22,4
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 53 46 14,2
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis 179 252 - 29,1

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 101 - 10 90 - 47 - 0 - 47
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) - 5 0 - 5 5 - 0 5
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 505 - 154 351 - 290 50 - 240
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 94 22 - 71 56 - 12 44
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 97 - 19 78 12 - 3 9
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 225 0 - 225 56 0 56
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - 0 - 0 - - 0
Sonstiges Periodenergebnis 379 - 161 219 - 208 34 - 174

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Im zweiten Quartal entwickelte sich das sonstige Periodenergebnis wie folgt:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.4.-30.6.2020 1.4.-30.6.2019
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 137 7 - 130 - 37 0 - 36
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) - - - 1 - 0 1
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 215 66 - 149 - 25 10 - 16
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 282 - 56 226 45 - 7 37
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 25 - 5 20 4 - 1 3
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 31 - 0 31 1 0 1
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1 - 0 - - 0
Sonstiges Periodenergebnis - 14 12 - 1 - 12 1 - 10

Gewinn- und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)

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Mio. € 2020 20191
2. Quartal 1. Quartal2 4. Quartal 3. Quartal 2. Quartal 1. Quartal
--- --- --- --- --- --- ---
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 1 696 1 814 1 814 1 911 1 918 1 912
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 202 288 292 305 317 303
Zinserträge 1 897 2 102 2 106 2 216 2 235 2 215
Zinsaufwendungen 620 782 800 957 961 983
Zinsüberschuss 1 277 1 320 1 305 1 259 1 274 1 231
Dividendenerträge 12 2 19 5 10 1
Risikoergebnis - 469 - 326 - 250 - 114 - 178 - 78
Provisionserträge 938 1 034 933 903 931 939
Provisionsaufwendungen 146 157 147 139 192 171
Provisionsüberschuss 791 877 786 763 739 768
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 163 - 304 116 15 28 85
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 135 - 70 - 27 36 46 50
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 10 18 19 - 5 33 - 15
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet - 8 - 5 17 - 15 - 2 - 5
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 2 13 36 - 20 31 - 20
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 2 2 2 2 5
Sonstiges Ergebnis - 109 12 - 65 122 - 2 37
Verwaltungsaufwendungen 1 526 1 503 1 608 1 559 1 579 1 567
Pflichtbeiträge 73 301 65 60 63 265
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - - 28 - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - 101 - - -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 205 - 278 120 449 309 246
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 22 74 95 108 26 97
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern 227 - 352 25 341 283 149
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 6 44 - 27 - 3 26 - 13
Konzernergebnis 233 - 308 - 2 338 309 136
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 13 8 13 43 30 14
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis 220 - 316 - 15 295 279 122

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Angepasste Werte.

Bilanz

Aktiva | Mio. €

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Notes 30.6.2020 31.12.20191 Veränd. in %
Kassenbestand und Sichtguthaben 83 843 41 164 .
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost (19) 308 510 293 658 5,1
darunter: als Sicherheit übertragen 1 277 1 814 - 29,6
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (21) 40 161 30 942 29,8
darunter: als Sicherheit übertragen 1 984 1 355 46,5
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L (23) 44 747 30 196 48,2
darunter: als Sicherheit übertragen - 0 .
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (24) 55 414 44 840 23,6
darunter: als Sicherheit übertragen 2 903 842 .
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 850 959 92,9
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 328 1 992 16,9
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 180 177 1,2
Immaterielle Vermögenswerte (30) 2 978 3 053 - 2,4
Sachanlagen (31) 3 268 3 487 - 6,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 13 13 -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen (33) 2 179 7 955 - 72,6
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 424 439 - 3,3
Latente Ertragsteueransprüche 2 765 2 946 - 6,1
Sonstige Aktiva (35) 1 970 1 739 13,3
Gesamt 550 628 463 557 18,8

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Passiva | Mio. €

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Notes 30.6.2020 31.12.20191 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (20) 417 516 351 909 18,6
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (22) 36 321 19 964 81,9
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (25) 46 990 39 366 19,4
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 471 1 212 21,4
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 5 868 4 402 33,3
Rückstellungen (37) 1 910 2 704 - 29,4
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 392 438 - 10,5
Latente Ertragsteuerschulden 32 27 17,6
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen (34) 3 878 8 528 - 54,5
Sonstige Passiva (36) 4 494 4 418 1,7
Eigenkapital 31 758 30 589 3,8
Gezeichnetes Kapital 1 252 1 252 -
Kapitalrücklage 17 192 17 192 -
Gewinnrücklagen 10 320 10 133 1,8
Andere Rücklagen (mit Recycling) - 374 - 169 .
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 28 390 28 409 - 0,1
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 2 126 885 .
Nicht beherrschende Anteile 1 242 1 296 - 4,1
Gesamt 550 628 463 557 18,8

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen1 Andere Rücklagen
Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cashflow -Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2018 1 252 17 192 10 054 - 9 - 15 - 264
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - - 148 - - 0
Eigenkapital zum 31.12.2018 (nach Anpassungen) 1 252 17 192 9 906 - 9 - 15 - 264
Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 - - 12 - - -
Eigenkapital zum 1.1.2019 1 252 17 192 9 918 - 9 - 15 - 264
Gesamtergebnis - - 119 47 6 42
Konzernergebnis - - 401 - - -
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 47 - - -
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 239 - -
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 4 - - -
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - - - 47 - -
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges - - 6 -
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - - 42
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - - 0
Dividendenausschüttung - 250 - - -
Veränderungen im Anteilsbesitz 2 - - -
Sonstige Veränderungen 7 - - -
Eigenkapital zum 30.6.2019 1 252 17 192 9 796 38 - 9 - 221

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Mio. € Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital1 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile2 Nicht beherrschende Anteile1 Eigenkapital1
--- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2018 28 211 - 1 200 29 411
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - 148 - - 3 - 151
Eigenkapital zum 31.12.2018 (nach Anpassungen) 28 063 - 1 197 29 260
Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 12 - - 12
Eigenkapital zum 1.1.2019 28 075 - 1 197 29 272
Gesamtergebnis 214 - 57 272
Konzernergebnis 401 - 44 445
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 47 - - 47
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 239 - 1 - 240
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 4 1 5
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 47 - - 3 44
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 6 - 3 9
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 42 - 13 56
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - - 0
Dividendenausschüttung - 250 - 6 - 257
Veränderungen im Anteilsbesitz 2 - 5 - 3
Sonstige Veränderungen 7 1 7
Eigenkapital zum 30.6.2019 28 048 - 1 243 29 291

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen
Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cashflow-Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2019 (vor Anpassungen) 1 252 17 192 10 211 10 - 5 - 174
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - 78
Eigenkapital zum 1.1.2020 1 252 17 192 10 133 10 - 5 - 174
Gesamtergebnis 341 - 85 53 - 173
Konzernergebnis - 96
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 90
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 351
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) - 4 -
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 85
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges - - - - 53 -
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 173
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0
Kapitalerhöhungen
Kapitalherabsetzungen
Dividendenausschüttung -
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 48
Veränderungen im Anteilsbesitz - 112
Sonstige Veränderungen 6
Eigenkapital zum 30.6.2020 1 252 17 192 10 320 - 75 48 - 347

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Mio. € CommerzbankAktionären zurechenbares Eigenkapital Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital2
--- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2019 (vor Anpassungen) 28 487 885 1 296 30 667
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - 78 - 78
Eigenkapital zum 1.1.2020 28 409 885 1 296 30 589
Gesamtergebnis 136 - 7 144
Konzernergebnis - 96 21 - 75
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 90 - 90
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 351 0 351
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) - 4 - 1 - 5
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 85 14 - 71
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 53 - 25 78
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 173 - 52 - 225
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - - 0
Kapitalerhöhungen - - -
Kapitalherabsetzungen - - -
Dividendenausschüttung - - 0 - 0
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 48 - 0 - 48
Veränderungen im Anteilsbesitz - 112 - 61 - 173
Sonstige Veränderungen 6 1 241 1 1 248
Eigenkapital zum 30.6.2020 28 390 2 126 1 242 31 758

1 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.

2 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

AT1-Anleihe

Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.

Im zweiten Quartal 2020 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ein Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital (Addi-tional-Tier-1-Kapital, AT1) aufgelegt, mit dem sie sukzessive in den nächsten Jahren nachrangige Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro begeben kann. Bis zum 30. Juni 2020 wurde eine AT1-Anleihe mit einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro und einem festen Kupon von 6,125 % pro Jahr begeben. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im Oktober 2025. Ansonsten sind die Anleihebedingungen im Vergleich zur ersten AT1-Anleihe unverändert. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS ebenfalls als Eigenkapital klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. Euro gesondert im Posten "Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.

Sonstige Veränderungen

Die Hauptversammlung der Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 13. Mai 2020 entschieden keine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Damit folgt die Commerzbank der Empfehlung der Europäischen Zentralbank vom 27. März 2020, angesichts der Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie bis zumindest 1. Oktober 2020 für die Jahre 2019 und 2020 keine Dividende auszuschütten. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 wird die Commerzbank solange keine Dividendenzahlung vorsehen, bis die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie beendet sind. Danach wird der Vorstand darüber gegebenenfalls neu entscheiden.

Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2020 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund russischer Rubel und brasilianischer Real. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.

Die Veränderungen im Anteilsbesitz von - 173 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich ausschließlich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an der bereits konsolidierten Gesellschaft comdirect bank Aktiengesellschaft.

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

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Mio. € 2020 20191 Veränd. in %
Zahlungsmittelbestand 1.1. 41 164 53 914 - 23,6
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 41 035 12 733 .
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 217 - 180 20,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1 950 - 1 588 .
Cashflow insgesamt 42 768 10 964 .
Effekte aus Wechselkursänderungen - 89 69 .
Zahlungsmittelbestand zum 30.6. 83 843 64 947 29,1

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Grundlagen

(1) Rechnungslegungsgrundsätze

Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Alle für das Geschäftsjahr 2020 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.

Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 35 unseres Zwischenberichts veröffentlicht.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2020 erstellte Abschlüsse.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

(2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards und Interpretationen

Erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen

IBOR-Reform

Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform (IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze sowie der EONIA durch den Euro Short Term Rate (€STR) abgelöst. Die Ablösung wird voraussichtlich bis spätestens zum Jahresende 2021 erfolgt sein und ist zudem abhängig von der Akzeptanz und Etablierung der neuen Referenzzinssätze im Markt.

Die Commerzbank hat ein IBOR-Reformprogramm implementiert, mit dem Ziel, einen reibungslosen Übergang auf alternative Referenzzinssätze sicherzustellen.

Aufgrund der Änderungen durch die IBOR Reform wurden in Phase eins die Standards IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 überarbeitet und veröffentlicht. Diese Überarbeitungen sind in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen und betreffen den Zeitraum bis zur eigentlichen Umstellung. Die Commerzbank hat entschieden, die im Rahmen der Überarbeitungen durch das IASB gewährten Erleichterungen für Sicherungsbeziehungen in Anspruch zu nehmen und keine Änderungen an der bisherigen Vorgehensweise vorzunehmen. Damit hat die Commerzbank die für die erste Phase des Projekts IBOR Reform notwendigen Entscheidungen getroffen.

Im Rahmen der zweiten Phase steht die Umstellung bestimmter Produkte von EONIA auf €STR Diskontierung im zweiten Halbjahr 2020 an, für die die Bank gegenwärtig alle Vorbereitungen durchführt. Darüber hinaus wird im Laufe des weiteren Jahres die Analyse für die anstehende Diskontierungsänderung von Effective Federal Fund Rate (EFFR) auf Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ausgeweitet.

European Single Electronic Format (ESEF)

Die EU-Kommission hat einen technischen Regulierungsstandard, European Single Electronic Format(ESEF), vorgegeben, wonach alle Unternehmen verpflichtet sind ihre Jahresabschlüsse in einem einheitlichen Format, Extensible Hypertext Markup Language (xhtml) zu berichten. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft bereitet aktuell die Erfüllung dieser Vorgaben vor und wird den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020 entsprechend den ESEF Vorgaben veröffentlichen.

Überarbeitete Standards

Bei der Überarbeitung der Standards IAS 1 und IAS 8 handelt es sich um Änderungen, welche die Definition von Wesentlichkeit für die Aufnahme von Informationen in den Abschluss schärfen und im Rahmenkonzept und den unterschiedlichen Standards vereinheitlichen. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.

Das Endorsement der Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards erfolgte im November 2019. Mit dieser Verordnung werden Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS Standards übernommen. Die Änderungen haben Auswirkungen auf die Standards IAS1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32 sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.

Der überarbeitete Standard IFRS 3 befasst sich mit genaueren Spezifizierungen zur Bestimmung, ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder den Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten handelt. Der Endorsement Prozess ist abgeschlossen. Die Änderung ist für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.

Die Corona-Pandemie bedingte Änderung des IFRS 16 soll den Leasingnehmern die Bilanzierung von Zugeständnissen, die in Verbindung mit der Corona-Pandemie stehen, bei Stundung von Mietraten und Mietpreisnachlässen erleichtern. Aus dieser Änderung ergibt sich keine materielle Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss. Der überarbeitete Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen. Das EU-Endorsement ist noch ausstehend.

Die Änderungen des IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen beziehen sich auf die Definition und Inhalte der Erfüllungskosten eines Vertrages welche ein Unternehmen bei der Beurteilung einzubeziehen hat. Der Überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen

Die jährlichen Verbesserungen 2018-2020 führen zu geringfügigen Änderungen des IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 9 Finanzinstrumente, und IFRS 16 Leasingsverhältnisse. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen.

Alle weiteren verabschiedeten Standardänderungen haben nach jetzigem Stand keinen wesentlichen Einfluss auf unseren Konzernabschluss.

Neue Standards

Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

(3) Anpassungen

Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine retrospektive Anpassung der Nutzungsrechte für Leasing vorgenommen. Durch diese Änderung erhöhten sich die Zinserträge um 2 Mio. Euro, die Abschreibungen verminderten sich um 3 Mio. Euro und das Sonstige Ergebnis erhöhte sich marginal. Zudem stiegen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte - Darlehen und Forderungen zum 30. Juni 2019 um 66 Mio. Euro an, dagegen verminderten sich die Sachanlagen um 61 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen erhöhte sich das Konzernergebnis im zweiten Quartal um 5 Mio. Euro. Korrespondierend dazu erhöhten sich die Gewinnrücklagen in gleicher Höhe. Diese Anpassung wurde bereits im Konzernabschluss zum 31.12.2019 berücksichtigt. Wesentliche Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine retrospektive Anpassung in den Pflichtbeiträgen vorgenommen. Dadurch verminderten sich die die Pflichtbeiträge um 9 Mio. Euro und das Konzernergebnis erhöhte sich dagegen in gleicher Höhe. Durch diese Anpassungen erhöhte sich das Ergebnis je Aktie zum 30. Juni 2019 um 0,01 Euro. Die Sonstige Passiva zum 30. Juni 2019 erhöhte sich aufgrund steuerlicher Auswirkungen um 1 Mio. Euro. Dagegen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 1 Mio. Euro und die Nicht beherrschten Anteile um 0 Mio. Euro. Durch diese Anpassung verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 5 Mio. Euro und die Nicht beherrschenden Anteile um 3 Mio. Euro.

Des Weiteren ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen für Risiken aus Darlehen und Forderungen - Amortised Cost aufgrund der systematischen Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche eine Reduktion des Wertberichtigungsbestands zum 30. Juni 2019 von 23 Mio. Euro zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang verminderten sich die latenten Ertragsteueransprüche zum 30. Juni 2019 um 5 Mio. Euro. Dagegen erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte um 5 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 12 Mio. Euro. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie. Durch die Anpassungen erhöhten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 12 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich um Veränderungen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9.

In der Kapitalflussrechnung wurden abgehende Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten (nachrangige Verbindlichkeiten) über 1 608 Mio. Euro, 152 Mio. Euro aus Investitionstätigkeiten sowie 176 Mio. Euro aus Leasingverhältnissen, die im Vorjahr noch im operativen Cashflow gezeigt wurden, in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Weiterhin ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den latenten Steuern für eine nachrangige Anleihe. In diesem Zusammenhang verminderten sich die latenten Ertragsteueransprüche zum 31. Dezember 2019 um 69 Mio. Euro. Korrespondierend dazu verringerten sich die Gewinnrücklagen in gleicher Höhe. Durch diese Anpassung ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis zum 30. Juni 2019. Jedoch erhöhte sich das Konzernergebnis zum 31. Dezember 2019 um 40 Mio. Euro. Korrespondierend dazu erhöhte sich das Gesamtergebnis in gleicher Höhe. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 um 0,03 Euro. Durch die Anpassungen verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 135 Mio. Euro.

Darüber hinaus wurde aufgrund von doppelt erfassten Bereitstellungszinsen in den Vorjahren eine retrospektive Anpassung der Gewinnrücklagen vorgenommen. Durch diese Änderung verminderten sich die Zinserträge zum 30. Juni 2019 um 2 Mio. Euro und die Steuern vom Einkommen und Ertrag um 1 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2019 wurden die Gewinnrücklagen um 9 Mio. Euro, die Sonstigen Aktiva um 13 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden um 1 Mio. Euro verringert. Dagegen stiegen die Latenten Ertragsteueransprüche um 3 Mio. Euro an. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie. Durch die Anpassung verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 6 Mio. Euro.

Die gesamte Veränderung der genannten Anpassungen auf unsere veröffentlichte Gewinn- und-Verlust-Rechnung zum 30. Juni 2019 und unsere veröffentlichte Bilanz zum 31. Dezember 2019 sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst:

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Mio. € veröffentlichter Konzernzwischenabschluss 1.1.-30.6.2019 Anpassungen gemäß IAS 8 angepasster Konzernzwischenabschluss 1.1.-30.6.2019
Zinserträge 4 449 0 4 450
Zinsaufwendungen 1 944 - 1 944
Zinsüberschuss 2 505 0 2 505
Dividendenerträge 11 - 11
Risikoergebnis - 256 - - 256
Provisionserträge 1 870 - 1 870
Provisionsaufwendungen 364 - 364
Provisionsüberschuss 1 507 - 1 507
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 113 - 113
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 96 - 96
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 11 - 11
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 7 - 7
Sonstiges Ergebnis 36 - 0 35
Verwaltungsaufwendungen 3 150 - 3 3 146
Pflichtbeiträge 337 - 9 328
Restrukturierungsaufwendungen - - -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 542 13 555
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 123 - 1 122
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern 419 13 433
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern 12 - 12
Konzernergebnis 432 13 445
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 41 3 44
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis 391 11 401

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Aktiva | Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2019 Anpassungen angepasster Konzernabschluss 31.12.2019
Kassenbestand und Sichtguthaben 41 164 - 41 164
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 293 658 - 293 658
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 30 942 - 30 942
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L 30 196 - 30 196
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 44 840 - 44 840
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 959 - 959
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 992 - 1 992
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 177 - 177
Immaterielle Vermögenswerte 3 053 - 3 053
Sachanlagen 3 487 - 3 487
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 13 - 13
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 7 955 - 7 955
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 439 - 439
Latente Ertragsteueransprüche 3 011 - 66 2 946
Sonstige Aktiva 1 752 - 13 1 739
Gesamt 463 636 - 79 463 557

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Passiva | Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2019 Anpassungen angepasster Konzernabschluss 31.12.2019
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 351 909 - 351 909
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 19 964 - 19 964
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 39 366 - 39 366
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 212 - 1 212
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 4 402 - 4 402
Rückstellungen 2 704 - 2 704
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 439 - 1 438
Latente Ertragsteuerschulden 27 - 27
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen 8 528 - 8 528
Sonstige Passiva 4 418 - 4 418
Eigenkapital 30 667 - 78 30 589
Gezeichnetes Kapital 1 252 - 1 252
Kapitalrücklage 17 192 - 17 192
Gewinnrücklagen 10 211 - 78 10 133
Andere Rücklagen (mit Recycling) - 169 - - 169
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 28 487 - 78 28 409
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 885 885
Nicht beherrschende Anteile 1 296 - 1 296
Gesamt 463 636 - 79 463 557

(4) Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(5) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat im 1. Halbjahr 2020 die deutsche Wirtschaft sowie die gesamte Weltwirtschaft stark beeinflusst und hat somit auch Auswirkungen auf den Zwischenabschluss des Commerzbank Konzerns. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Projekten wurden die Auswirkungen der Pandemie für die verschiedenen Bereiche des Commerzbank Konzerns geprüft und entsprechende Maßnahmen beschlossen. Neben den Ausführungen im Zwischenlagebericht (siehe Seite 17 ff.) finden sich Beschreibungen zu den aktuellen Auswirkungen der Pandemie im Wesentlichen in unserer Note Kreditrisiken und Kreditverluste (siehe Note 26), sowie in der Note Eigenkapitalveränderungsrechnung, weitere Ausführungen sind in den Notes 9, 27, 30, 37 und 42 zu finden.

Davon abgesehen und mit Ausnahme der in Note 2 beschriebenen Änderungen wenden wir in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 an (vergleiche Geschäftsbericht 2019 Seite 149 ff.).

(6) Konsolidierungskreis

Verschmelzung comdirect bank Aktiengesellschaft

Am 5. Mai 2020 hat die Hauptversammlung der comdirect bank Aktiengesellschaft den "umwandlungsrechtlichen Squeeze-out" beschlossen. Durch diesen erhalten die bisherigen Aktionäre der comdirect eine angemessene Barabfindung für ihre Aktien. Im zweiten Halbjahr 2020 ist die Eintragung in das Handelsregister geplant. Die comdirect geht dann grundsätzlich als eigene Organisation in die Commerzbank über.

Akquisition LeaseLink Sp. z o.o.

Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern, eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf LeasingZahlungsdienstleistungen spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 7 Mio. Euro woraus ein positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) von 6 Mio. Euro entstand.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und Schulden ersichtlich, die mit folgenden Werten konsolidiert wurden:

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Mio. € 8.3.2019
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 17
Immaterielle Anlagewerte 1
Sachanlagen 0
Sonstige Aktiva 1
Summe der identifizierten Vermögenswerte 19
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 18
Summe der identifizierten Schulden 18
Nettovermögen zum Zeitwert 2
Kaufpreis/Gegenleistung 7
Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) 6

Zwischen der Bilanzierung zum Erwerbszeitpunkt und dem Abschluss der Purchase Price Allokation ergaben sich nur unwesentliche Unterschiede wodurch sich eine geringe Änderung des Goodwills ergab.

Im ersten Halbjahr 2020 sind keine wesentlichen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert.

Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung

(7) Zinsüberschuss

In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand resultieren.

Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren.

Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft.

In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 3 509 3 830 - 8,4
Zinserträge - Amortised Cost 3 323 3 612 - 8,0
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 2 924 3 198 - 8,6
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 399 414 - 3,7
Zinserträge - Fair Value OCI 130 167 - 22,2
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 6 12 - 51,8
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 124 155 - 19,9
Vorfälligkeitsentschädigung 57 51 10,4
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 490 619 - 20,9
Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L 227 393 - 42,3
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 191 363 - 47,3
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 35 30 16,6
Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten 263 226 16,5
Zinsaufwendungen 1 402 1 944 - 27,9
Zinsaufwendungen - Amortised Cost 1 049 1 311 - 20,0
Einlagen 630 818 - 22,9
Begebene Schuldverschreibungen 419 494 - 15,1
Zinsaufwendungen - Fair Value Option 183 377 - 51,6
Einlagen 166 361 - 53,9
Begebene Schuldverschreibungen 16 16 2,2
Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten 156 235 - 33,4
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 10 13 - 22,2
Sonstige Zinsaufwendungen 4 9 - 55,1
Gesamt 2 597 2 505 3,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(8) Dividendenerträge

In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen.

Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI 1 2 - 35,2
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 4 5 - 30,7
Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 9 4 92,1
Gesamt 13 11 16,5

Im Geschäftsjahr 2019 wurde in einem Tochterunternehmen des Commerzbank-Konzerns ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen Aktien keine Dividendenerträge erfolgswirksam vereinnahmt.

(9) Risikoergebnis

Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 38).

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - 759 - 249 .
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI - 11 8 .
Finanzgarantien 0 - 0 - 84,1
Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen - 25 - 15 73,4
Gesamt - 795 - 256 .

Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Zwischenlagebericht-dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 sind Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie in Höhe von - 315 Mio. Euro, davon - 154 Mio. Euro Top-Level-Adjustment, enthalten (siehe Note 26 und im Risikobericht Seite 20 ff).

(10) Provisionsüberschuss

Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Provisionserträge 1 972 1 870 5,4
Wertpapiergeschäft 650 566 14,9
Vermögensverwaltung 170 155 9,5
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 680 696 - 2,3
Bürgschaften 116 110 5,2
Ergebnis aus Syndizierungen 136 119 14,6
Vermittlungsgeschäft 81 82 - 0,5
Treuhandgeschäfte 7 13 - 42,1
Übrige Erträge 132 130 0,9
Provisionsaufwendungen 303 364 - 16,6
Wertpapiergeschäft 78 138 - 43,1
Vermögensverwaltung 17 15 14,7
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 76 75 1,3
Bürgschaften 13 12 14,5
Ergebnis aus Syndizierungen 0 0 .
Vermittlungsgeschäft 76 90 - 15,0
Treuhandgeschäfte 3 8 - 60,6
Übrige Aufwendungen 39 26 47,2
Provisionsüberschuss 1 668 1 507 10,7
Wertpapiergeschäft 572 428 33,6
Vermögensverwaltung 153 140 8,9
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 603 620 - 2,7
Bürgschaften 103 98 4,1
Ergebnis aus Syndizierungen 136 119 14,5
Vermittlungsgeschäft 5 - 8 .
Treuhandgeschäfte 4 5 - 9,1
Übrige Erträge 93 104 - 10,8
Gesamt 1 668 1 507 10,7

Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar:

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1.1.-30.6.2020 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Wertpapiergeschäft 639 23 - - 12 650
Vermögensverwaltung 168 2 - - 170
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 314 373 - - 7 680
Bürgschaften 13 103 - - 1 116
Ergebnis aus Syndizierungen 1 135 - - 136
Vermittlungsgeschäft 81 35 - - 35 81
Treuhandgeschäfte 6 2 - - 7
Übrige Erträge 110 32 - - 11 132
Gesamt 1 331 705 - - 65 1 972

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1.1.-30.6.2019 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Wertpapiergeschäft 565 21 0 - 20 566
Vermögensverwaltung 153 2 - 0 155
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 316 386 0 - 6 696
Bürgschaften 14 100 0 - 4 110
Ergebnis aus Syndizierungen 0 118 0 0 119
Vermittlungsgeschäft 81 38 0 - 37 82
Treuhandgeschäfte 9 4 - 0 13
Übrige Erträge 108 34 - 0 - 11 130
Gesamt 1 245 703 0 - 79 1 870

(11) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein:

Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten,
realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen,
Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung,
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten,
Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjust-ment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie
Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading - 166 89 .
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option - 34 - 102 - 67,0
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 58 125 - 53,3
Gesamt - 141 113 .

(12) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven CashflowHedges.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten - 1 563 148 .
Micro Fair Value Hedges - 983 - 139 .
Portfolio Fair Value Hedges - 580 287 .
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften 1 627 - 52 .
Micro Fair Value Hedges 1 065 197 .
Portfolio Fair Value Hedges 562 - 250 .
Cashflow-Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) 0 0 .
Gesamt 64 96 - 32,9

In der Berichtsperiode wurde erstmals Cash Flow Hedge Accounting für die Absicherung von Zinsrisiken aus Hypothekendarlehen mit einem Nominal von 287 Mio. Euro und der Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Hypothekenanleihen mit einem Nominal von 300 Mio. Euro durch ein Cross Currency Swap angewendet. Im Rahmen dessen wurde der Rücklage für Cash Flow Hedges ein Betrag von 1 Mio. Euro zugeführt.

(13) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten

In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus.

Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen).

Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst.

Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten.

Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 28 18 56,9
Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte -Fair Value OCI (mit Recycling) 17 25 - 30,7
Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten -Amortised Cost 11 13 - 16,4
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost - 4 - 3 42,1
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen -Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost 4 - 17 .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) - 13 - 7 89,1
Gewinne aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) 3 14 - 75,5
Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) 17 21 - 20,7
Gesamt 15 11 36,1

Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 309 Mrd. Euro (Vorjahr: 298 Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt.

Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Krediten.

Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgerichteter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichem Ansatz verglichen.

Aufgrund gesetzlicher und privater Moratorien im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Zahlungsströme ausgereichter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen angepasst. Die bestehenden Moratorien führten im Ergebnis nicht zu einem wesentlichen Effekt.

(14) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.

Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Wesentliche Sonstige Erträge 242 220 9,9
Auflösungen von Rückstellungen 40 75 - 46,8
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 77 85 - 9,2
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 0 0 - 6,4
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 6 7 - 14,1
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 0 - 25,8
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - - .
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 1 2 - 68,2
Erträge aus Wechselkursveränderungen 42 9 .
Übrige sonstige Erträge 75 41 84,7
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 328 181 81,6
Zuführungen zu Rückstellungen 98 27 .
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 63 76 - 17,7
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen - - .
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 3 4 - 17,9
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 0 .
Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - - .
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 1 1 - 29,9
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 75 7 .
Übrige sonstige Aufwendungen 88 65 36,1
Sonstige Steuern (saldiert) - 13 - 7 84,6
Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) 2 3 - 35,9
Sonstiges Ergebnis - 97 35 .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(15) Verwaltungsaufwendungen

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Personalaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Löhne und Gehälter 1 604 1 640 - 2,2
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 116 114 1,9
Gesamt 1 720 1 754 - 2,0

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Sachaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Raumaufwendungen 119 115 3,7
IT-Aufwendungen 282 270 4,6
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 116 119 - 2,5
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 111 133 - 16,8
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 85 114 - 25,7
Personalinduzierte Sachaufwendungen 41 60 - 30,7
Übrige Sachaufwendungen 83 82 0,2
Gesamt 837 893 - 6,3

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Abschreibungen | Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 54 57 - 5,7
Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen 6 6 8,6
Immaterielle Vermögenswerte 240 260 - 7,9
Nutzungsrechte 174 176 - 1,5
Gesamt 473 499 - 5,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(16) Pflichtbeiträge

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Pflichtbeiträge | Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Einlagensicherungsfonds 73 73 - 0,5
Polnische Bankensteuer 60 51 17,6
Europäische Bankenabgabe 241 204 18,3
Gesamt 374 328 14,0

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 30. Juni 2020 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 51 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von - 74 Mio. Euro (Vorjahr: 555 Mio. Euro; Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements, siehe Note 3) ergab sich eine Konzernsteuerquote von - 68,9 % (Vorjahr: 22,0 %) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns und der comdirect bank Aktiengesellschaft für die Berichtsperiode. Die negative Steuerquote resultiert aus einem negativen Vorsteuerergebnis sowie einem Steueraufwand aufgrund nicht abzugsfähiger Betriebsausgaben und Veränderungen der latenten Steueransprüche.

(18) Ergebnis je Aktie

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1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.20191 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) - 74 555 .
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) - 96 401 .
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1 252 357 634 1 252 357 634 -
Operatives Ergebnis je Aktie (€) - 0,06 0,44 .
Ergebnis je Aktie (€) - 0,08 0,32 .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 39) definiert.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

(19) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost

Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 26 Kreditrisiken und Kreditverluste).

Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 272 844 260 354 4,8
Zentralnotenbanken 1 259 876 43,8
Kreditinstitute 25 422 24 418 4,1
Firmenkunden 102 592 97 419 5,3
Privatkunden 112 788 109 700 2,8
Finanzdienstleister 14 254 13 007 9,6
Öffentliche Haushalte 16 529 14 934 10,7
Verbriefte Schuldinstrumente 35 666 33 304 7,1
Kreditinstitute 2 758 2 432 13,4
Firmenkunden 6 730 5 363 25,5
Finanzdienstleister 5 826 4 706 23,8
Öffentliche Haushalte 20 352 20 803 - 2,2
Gesamt 308 510 293 658 5,1

Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt und seit dem 1. Januar 2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch Note 39). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt. Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind seit dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des Managements erfolgt nicht mehr auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 dar.

Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8%. Für die ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio 44 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 35 Mio. Euro). Zinsaufwendungen sind weder im ersten Halbjahr 2020 noch im Vorjahreszeitraum angefallen.

Zum Stichtag 30. Juni 2020 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr 3,1 Mrd. Euro). Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert - 541 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum - 65 Mio. Euro) ergeben, das hauptsächlich aus Credit Spread Effekten resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung ist dieses Portfolio im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.

(20) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost

Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten.

In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten.

In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Einlagen 372 451 309 489 20,3
Zentralnotenbanken 38 133 4 006 .
Kreditinstitute 47 372 40 434 17,2
Firmenkunden 93 161 84 602 10,1
Privatkunden 146 280 139 350 5,0
Finanzdienstleister 35 674 29 395 21,4
Öffentliche Haushalte 11 831 11 701 1,1
Begebene Schuldverschreibungen 45 064 42 421 6,2
Geldmarktpapiere 1 432 1 580 - 9,4
Pfandbriefe 19 851 18 670 6,3
Sonstige emittierte Schuldtitel 23 781 22 171 7,3
Gesamt 417 516 351 909 18,6

Die Commerzbank hat in der Berichtsperiode an der dritten Reihe gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III) mit einem Höchstbetrag von 32,3 Mrd. Euro teilgenommen,. Die Verzinsung hängt von der Entwicklung des Kreditvolumens in einem Benchmark Portfolio ab, das bei günstiger Entwicklung zu einer Zinsvergünstigung führt.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 4,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 9,0 Mrd. Euro) begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 2,6 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 7,1 Mrd. Euro) und von Rückzahlungen auf 0,2 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 0,5 Mrd. Euro).

(21) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI

Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind.

Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 26 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.

Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen (mit Recycling) 852 779 9,5
Zentralnotenbanken - - .
Kreditinstitute 162 151 7,5
Firmenkunden 340 229 48,3
Privatkunden - - .
Finanzdienstleister 78 86 - 9,6
Öffentliche Haushalte 272 312 - 12,8
Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) 39 308 30 115 30,5
Kreditinstitute 14 722 12 411 18,6
Firmenkunden 1 229 564 .
Finanzdienstleister 6 104 5 933 2,9
Öffentliche Haushalte 17 253 11 206 54,0
Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) - 49 .
Firmenkunden - 47 .
Finanzdienstleister - 2 .
Gesamt 40 161 30 942 29,8

Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft.

Zum 30. Juni 2020 liegen keine Aktienbestände vor. Im Vorjahr betrug der Fair Value des Aktienbestands 49 Mio. Euro. Aus den bereits veräußerten Aktienbeständen wurden nachträglich Dividendenzahlungen von 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.

(22) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option

Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung sein.

Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Einlagen 34 898 19 202 81,7
Zentralnotenbanken 1 879 2 075 - 9,4
Kreditinstitute 8 547 4 224 .
Firmenkunden 1 051 791 32,8
Privatkunden 146 151 - 2,8
Finanzdienstleister 23 055 11 730 96,5
Öffentliche Haushalte 221 231 - 4,5
Begebene Schuldverschreibungen 1 423 761 86,9
Sonstige emittierte Schuldtitel 1 423 761 86,9
Gesamt 36 321 19 964 81,9

Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values - 101 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 88 Mio. Euro (Vorjahr:- 47 Mio. Euro).

Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 2,2 Mrd. Euro begeben (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mrd. Euro). Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen auf 0,0 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,2 Mrd. Euro), ein nennenswertes Volumen fälliger Emissionen gab es in diesem Zeitraum sowie im Vorjahreszeitraum nicht.

(23) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L

In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden.

Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften.

Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 21).

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 37 917 26 181 44,8
Zentralnotenbanken 3 726 4 152 - 10,3
Kreditinstitute 11 921 10 254 16,3
Firmenkunden 1 252 1 409 - 11,1
Privatkunden 144 182 - 20,8
Finanzdienstleister 20 841 10 167 .
Öffentliche Haushalte 33 17 93,5
Verbriefte Schuldinstrumente 6 377 3 642 75,1
Kreditinstitute 164 66 .
Firmenkunden 95 14 .
Finanzdienstleister 1 236 1 326 - 6,8
Öffentliche Haushalte 4 882 2 236 .
Eigenkapitalinstrumente 452 373 21,3
Kreditinstitute 9 9 -
Firmenkunden 374 291 28,8
Finanzdienstleister 69 73 - 5,7
Gesamt 44 747 30 196 48,2

(24) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading

In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen.

Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (LeadManagern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen).

Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 1 952 1 683 16,0
Kreditinstitute 669 506 32,3
Firmenkunden 403 408 - 1,4
Finanzdienstleister 830 769 7,9
Öffentliche Haushalte 50 - .
Verbriefte Schuldinstrumente 3 835 1 481 .
Kreditinstitute 304 326 - 6,9
Firmenkunden 318 174 83,3
Finanzdienstleister 461 409 12,7
Öffentliche Haushalte 2 752 572 .
Eigenkapitalinstrumente 1 081 1 413 - 23,5
Kreditinstitute 2 3 - 22,8
Firmenkunden 1 072 1 409 - 23,9
Finanzdienstleister 6 1 .
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 47 594 39 328 21,0
Zinsbezogene Produkte 35 911 30 124 19,2
Währungsbezogene Produkte 8 065 6 975 15,6
Aktienbezogene Derivate 1 572 879 78,7
Kreditbezogene Derivate 305 303 0,7
Übrige derivative Geschäfte 1 741 1 047 66,3
Sonstige Handelsbestände 953 935 1,9
Gesamt 55 414 44 840 23,6

(25) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Zertifikate und andere Emissionen 12 28 - 56,6
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1 581 1 574 0,4
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 45 397 37 764 20,2
Zinsbezogene derivative Geschäfte 36 353 29 398 23,7
Währungsbezogene derivative Geschäfte 7 498 7 240 3,6
Aktienderivate 696 422 64,8
Kreditderivate 278 344 - 19,2
Übrige derivative Geschäfte 572 360 58,8
Gesamt 46 990 39 366 19,4

Kreditrisiken und Kreditverluste

(26) Kreditrisiken und Kreditverluste

Grundsätze und Bewertungen

Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:

Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost);
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI);
Forderungen aus Leasingverhältnissen;
Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden;
Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.

Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:

In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen.

Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL").

Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Im Jahr 2016 veröffentlichte die EBA neue Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die verbindliche Anwendung hat spätestens zum 1. Januar 2021 zu erfolgen. In der Commerzbank erfolgte die Umsetzung bereits im vierten Quartal 2019. Die Anpassung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Verlusterwartung der Bank, daher ergaben sich auch keine nennenswerten Auswirkungen für die Impairmentermittlung bzw. das Konzernergebnis. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

Überziehung größer 90 Tage
Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay)
Sanierung/krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen
Die Bank kündigt die Forderungen
Der Kunde ist in Insolvenz.

Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.

Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald diese uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.

Ermittlung Expected Credit Loss

Die Commerzbank ermittelt den ECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit (einschließlich Verlängerungsoptionen) über die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden.

Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:

die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD);
die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD);
die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD).

Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt.

Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor.

Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen.

Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische Parameter ergänzt wird. In der aktuellen Berichtsperiode wurde das Baseline-Szenario unter Berücksichtigung der EZB-Prognose vom 04.06.2020 erstellt. Für die mBank erfolgte lokal die Anpassung auf ein Polen-spezifisches Szenario. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Der aktuellen Situation Rechnung tragend, haben wir eine ausreichende Einbindung der relevanten Experten im Rahmen der existierenden Policies sichergestellt. Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Die Angemessenheit dieses Anpassungsfaktors wurde zum Berichtsstichtag überprüft und bestätigt.

Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind außerdem unter Umständen zusätzliche Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf das IFRS 9 ECL-Modellergebnis zu berücksichtigen, die aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im Rahmen der Modellierung des dargestellten IFRS 9 ECL Parameter-Sets abgebildet werden (dies kann singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel materielle politische Entscheidungen, militärische Konflikte). Die Prüfung der Notwendigkeit solcher Top Level Adjustments unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy geregelt.

Im ersten Quartal 2020 wurde eine solche Anpassung des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses aufgrund der Corona-Pandemie als notwendig erachtet. Die im Standardmodell verwendeten Parameter reflektierten zum damaligen Zeitpunkt weder die ökonomischen Auswirkungen der weltweiten Lockdowns noch die massiven Stützungs- und Hilfsmaßnahmen der Staaten und Institutionen. Dieses Top Level Adjustment wurde im zweiten Quartal 2020 im Hinblick auf seine Notwendigkeit und Angemessenheit überprüft. Hierbei wurde berücksichtigt, inwiefern die Auswirkungen der Krise bereits ausreichend in den zur ECL-Ermittlung verwendeten Parametern reflektiert sind. Dies gilt insbesondere für die Annahmen zum makroökonomischen Umfeld. Das im zweiten Quartal 2020 für die ECL-Ermittlung verwendete Baseline-Szenario unter Berücksichtigung der Veröffentlichung der EZB spiegelt die erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits wider. Es beinhaltet folgende wesentliche Annahmen:

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Baseline Szenario 2020
GDP-Wachstum
Deutschland - 7,1%
Eurozone - 8,7%
Polen - 4,2%
Arbeitslosenquote
Deutschland 6,1%
Eurozone 9,8%
Polen 7,0%

Die Notwendigkeit eines TLA aufgrund geänderter makroökonomischer Rahmenbedingungen besteht aufgrund des neuen Baseline-Szenarios im zweiten Quartal 2020 nicht mehr. Entsprechend wurde das TLA um den im ersten Quartal gebildeten Teilbetrag, der aus geänderten Makroannahmen resultierte, im zweiten Quartal 2020 reduziert. Dies gilt auch für die mBank, die die IFRS 9 Risikovorsorge lokal im Rahmen der Konzernvorgaben mit einer eigenen Infrastruktur und spezifischen makroökonomischen Annahmen ermittelt. Im ersten Quartal 2020 wurde auch dort ein TLA aufgrund geänderter makroökonomischer Rahmenbedingungen berücksichtigt. ,Da im zweiten Quartal 2020 entsprechende Annahmen bereits in das ECL-Modell eingeflossen sind, bestand dafür keine weitere Notwendigkeit.

Darüber hinaus erfolgte im ersten Quartal 2020 eine Erhöhung des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses, weil für Teile des Portfolios im Verlauf der Pandemie eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit erwartet wurde. Im zweiten Quartal 2020 wurde dies weiterhin als notwendig erachtet. Es erfolgte eine Überprüfung und teilweise Anpassung der zur Herleitung getroffenen Annahmen. Gegenüber dem ersten Quartal 2020 wurden die als betroffen angenommenen Sektoren bzw. Teilportfolien erweitert und die geschätzten Auswirkungen stärker differenziert. Im Ergebnis wurde dadurch für einen größeren Anteil des Portfolios eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Verlauf der Pandemie angenommen, allerdings zum Teil in anderem Ausmaß als im ersten Quartal. Die neuen Einschätzungen erfolgten auf Basis der im Verlauf der Krise bereits beobachteten Portfolioentwicklung unter Einbeziehung diverser Einzelfallanalysen. Es zeigte sich, dass die staatlichen Programme insgesamt gut greifen und dass unsere Kunden Gebrauch von angebotenen Stützungs- und Hilfsmaßnahmen machen und bisher davon profitieren. Die weitere Entwicklung sehen wir jedoch teilportfoliospezifisch heterogen. Beispielsweise gehen wir davon aus, dass es bei bonitätsschwachen Verbrauchern, die überwiegend gesetzliche Stundungen in Anspruch genommen haben, nach dem Auslaufen der Maßnahmen vermehrt zu Ausfällen kommen kann. Für das Teilportfolio Unternehmerkunden wurde außerdem im zweiten Quartal für die TLA-Ermittlung schon bei Kunden im Ratingbereich > 4,0 (erstes Quartal > 4,8) eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit angenommen. Davon ausgenommen wurden Kunden, die seit Beginn der Krise bereits staatliche Hilfskredite erhalten haben, da hier ein grundsätzlich über die Krise hinaus tragfähiges Geschäftsmodell unterstellt wurde. Die Auswirkungen für das Bankenportfolio in Schwellenländern wurden im Vergleich zum ersten Quartal negativer eingeschätzt. Für deutsche und internationale Firmenkunden erhöhte sich der TLA-Bedarf im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ebenfalls, da eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Verlauf der Pandemie für größere Teile des Portfolios angenommen wurde. Für die potenziell am stärksten betroffenen Kunden sind die erwarteten Auswirkungen der Krise unter Einbeziehung der staatlichen Hilfen weitgehend durch die verwendeten Ratingsysteme und die starke Fokussierung der Marktfolge kreditnehmerspezifisch bereits verarbeitet worden, dies wurde bei der portfoliobasierten Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Rahmen der TLA-Ermittlung berücksichtigt.

Wesentliche Grundlage der Schätzung über alle Sektoren und Teilportfolien hinweg war die Annahme, dass weitere weltweite Lockdowns im Umfang von März/April vermieden werden können und dass im Falle von steigenden Infektionszahlen effektive lokale Eindämmungsstrategien gefunden werden können.

Im zweiten Quartal 2020 erfolgte aufgrund der Corona-Pandemie außerdem anlassbezogen die Überprüfung und ggf. Anpassung der IFRS-9-spezifischen Point-in-time-Faktoren. Dies erforderte ebenfalls die Erhöhung des ECL-Modellergebnisses durch ein Top-Level-Adjustment.

Die Auswirkungen der Anpassungen auf die Stufenzuordnung wurden bei der Ermittlung des TLA berücksichtigt.

Weitere Informationen zum Thema ECL und TLA enthält der Risikobericht (siehe Seite 19 ff.).

Insgesamt entwickelten sich die Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte wie folgt:

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Mio. € Stand 1.1.2020 NettoZuführung / Auflösung Verbrauch Veränderung im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ Umbuchungen Stand 30.6.2020
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 2 193 770 343 - 57 2 677
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 2 185 759 343 - 58 2 659
Darlehen und Forderungen 2 130 765 343 - 58 2 610
Verbriefte Schuldinstrumente 56 - 6 - - - 1 49
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 8 11 - 0 - - 1 18
Darlehen und Forderungen 1 7 - - 0 8
Verbriefte Schuldinstrumente 6 4 - 0 - - 1 10
Rückstellungen für Finanzgarantien 9 0 - - 0 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 161 49 - - - 1 210
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 182 - 24 - - 1 160
Gesamt 2 546 795 343 - 57 3 056

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Mio. € Stand 1.1.2019 NettoZuführung / Auflösung Verbrauch Veränderung im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ 31 Umbuchungen Stand .12.2019
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 2 206 538 702 - 151 2 193
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 2 190 560 714 - 150 2 185
Darlehen und Forderungen 2 083 586 689 - 149 2 130
Verbriefte Schuldinstrumente 107 - 27 26 - 1 56
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 16 - 21 - 12 - 1 8
Darlehen und Forderungen 7 - 6 - - 0 1
Verbriefte Schuldinstrumente 9 - 16 - 12 - 1 6
Rückstellungen für Finanzgarantien 9 - 0 - - 0 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 136 25 - - - 0 161
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 124 56 - - 1 182
Gesamt 2 476 620 702 - 152 2 546

Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 295 437 1 894 51 2 677
Darlehen und Forderungen 257 419 1 891 51 2 618
Verbriefte Schuldinstrumente 38 19 3 - 59
Rückstellungen für Finanzgarantien 2 1 3 3 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 82 72 17 39 210
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 1 78 78 2 159
Gesamt 380 589 1 992 94 3 056

Zur Ermittlung der Risikovorsorge ist es erforderlich Annahmen zu treffen, die insbesondere in einem dynamischen Umfeld hohen Schätzunsicherheiten unterliegen. Zum Berichtsstichtag beläuft sich der auf Grundlage des Baseline-Szenarios unter Berücksichtigung der Veröffentlichung der EZB ermittelte Expected Credit Loss Stage 1/2 auf 1,0 Mrd. Euro. In einem Stressszenario, in dem die langsam einsetzende wirtschaftliche Erholung im vierten Quartal durch eine massive weitere Infektionswelle abrupt beendet wird, was weitere Lockdowns und eine anhaltende globale Rezession zur Folge hat, ergäbe sich, als einer von mehreren das Ergebnis belastenden Effekten in so einem Szenario, ein Anstieg des Expected Credit Loss Stage 1/2 um 0,4 Mrd. Euro.

Zum 31. Dezember 2019 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 273 323 1 521 76 2 192
Darlehen und Forderungen 239 295 1 521 76 2 130
Verbriefte Schuldinstrumente 34 28 0 - 62
Rückstellungen für Finanzgarantien 2 2 3 3 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 81 56 14 10 161
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 1 77 89 15 182
Gesamt 357 458 1 627 104 2 546

Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(27) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die drei-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.

Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.

Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Riskfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Angabepflichten

Im Folgenden wird unterschieden in:

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.

Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente

Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.

Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.

Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 30.6.2020
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 0,9 - 0,9
Verbriefte Schuldinstrumente 28,9 10,1 0,3 39,3
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen - 35,8 2,1 37,9
Verbriefte Schuldinstrumente 1,7 3,7 1,0 6,4
Eigenkapitalinstrumente 0,1 - 0,4 0,5
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading
Darlehen und Forderungen 1,0 0,8 0,2 2,0
Verbriefte Schuldinstrumente 2,8 1,0 0,0 3,8
Eigenkapitalinstrumente 1,1 0,0 0,0 1,1
Derivate - 47,2 0,4 47,6
Sonstige 1,0 - - 1,0
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 2,3 - 2,3
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Darlehen und Forderungen - 0,0 - 0,0
Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,1 - 0,1
Eigenkapitalinstrumente 0,0 0,0 0,0 0,0
Derivate - 2,0 0,2 2,1
Gesamt 36,5 103,7 4,6 144,9

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2019
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 0,8 0,0 0,8
Verbriefte Schuldinstrumente 20,4 9,7 0,0 30,1
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - - 0,0
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen - 23,7 2,4 26,2
Verbriefte Schuldinstrumente 0,9 1,6 1,1 3,6
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - 0,4 0,4
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading
Darlehen und Forderungen 0,8 0,8 0,0 1,7
Verbriefte Schuldinstrumente 0,8 0,6 0,0 1,5
Eigenkapitalinstrumente 1,4 0,0 0,0 1,4
Derivate - 37,7 1,6 39,3
Sonstige 0,9 - - 0,9
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 2,0 - 2,0
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Darlehen und Forderungen - 0,1 - 0,1
Verbriefte Schuldinstrumente 1,1 0,1 0,0 1,2
Eigenkapitalinstrumente 3,6 0,1 0,0 3,6
Derivate - 2,6 0,2 2,9
Gesamt 30,1 79,8 5,8 115,8

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 30.6.2020
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen - 34,9 - 34,9
Begebene Schuldverschreibungen 1,4 - - 1,4
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate - 44,7 0,7 45,4
Zertifikate und andere Emissionen 0,0 - 0,0 0,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1,5 0,1 - 1,6
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 5,9 - 5,9
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
Einlagen - 1,0 - 1,0
Begebene Schuldverschreibungen - - - -
Derivate - 2,1 0,1 2,2
Zertifikate und andere Emissionen 0,5 - 0,1 0,7
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen - - - -
Gesamt 3,5 88,6 0,9 93,0

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2019
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen - 19,2 - 19,2
Begebene Schuldverschreibungen 0,8 - - 0,8
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate - 36,7 1,0 37,8
Zertifikate und andere Emissionen 0,0 - 0,0 0,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1,2 0,3 - 1,6
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 4,4 - 4,4
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
Einlagen - 2,2 - 2,2
Begebene Schuldverschreibungen - - - -
Derivate - 2,0 0,3 2,3
Zertifikate und andere Emissionen 3,2 - - 3,2
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 0,4 0,0 - 0,4
Gesamt 5,7 64,9 1,4 72,0

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.

Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Dagegen wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT und mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen.

Darüber hinaus wurden 2,6 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,6 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

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Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2020 29 3 931 1 625 237 5 822
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 9 - 128 58 - 15 - 94
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 9 - 128 42 - 6 - 101
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 549 246 11 - 806
Verkäufe - 28 - 489 - 54 - 0 - 571
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - 1 212 - 25 - 1 237
Umbuchungen in Level 3 4 589 47 258 55 4 950
Umbuchungen aus Level 3 - 4 847 - 52 - 43 - 84 - 5 027
IFRS 9 Reklassifizierungen - - - - -
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - -
Fair Value zum 30.6.2020 282 3 555 643 168 4 648

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Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2019 215 6 208 3 415 125 9 962
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 8 - 261 1 007 61 799
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 8 - 261 1 007 73 812
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 25 877 100 44 1 046
Verkäufe - 101 - 1 146 - 0 - 20 - 1 268
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - 2 790 - 17 - 2 807
Umbuchungen in Level 3 142 1 089 41 84 1 356
Umbuchungen aus Level 3 - 244 - 74 - 148 - 40 - 507
IFRS 9 Reklassifizierungen - 2 762 - 2 762
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - -
Fair Value zum 31.12.2019 29 3 931 1 625 237 5 822

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Im ersten Quartal 2020 wurde eine Umgliederung für verbriefte Schuldinstrumente, mit Rating AAA besicherte Collaterised Loan Obligations, der Kategorie FVOCI in Höhe von 4,8 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 3 vorgenommen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich im März 2020 verschiedene Marktteilnehmer vom Sekundärmarkt für Collaterised Loan Obligations zurückgezogen. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum nahezu keine Primärmarktemissionen getätigt. Die Bank stufte die nur noch vereinzelt stattgefundenen Transaktionen als nicht geordnet ein und verwendete die Preise dieser Transaktionen entsprechend nicht mehr als Inputparameter zur Fair Value Ermittlung. Die Bewertungstechnik wurde auf einen Mark-to-Model-Ansatz umgestellt, bei dem wesentliche Inputparameter auf Schätzungen basierten. Dieser Bestand wurde im zweiten Quartal 2020 wieder nach Level 2 umgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen.

Zudem wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen und 0,2 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie HFT vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von Level 3 in Level 2 vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in Level 3 reklassifiziert (siehe Note 19). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI und von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie HFT vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Umgliederungen von Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9 Kategorie FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2020 - 1 050 336 1 386
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 35 8 43
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 39 8 48
Käufe - 28 - 28
Verkäufe - - 31 - - 31
Emissionen - - - -
Rückzahlungen - - 647 - 53 - 700
Umbuchungen in Level 3 - 228 359 588
Umbuchungen aus Level 3 - - 6 - 373 - 379
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - -
Fair Value zum 30.6.2020 - 658 276 934

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2019 - 3 330 334 3 665
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 442 - 41 401
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 442 101 543
Käufe - 282 16 298
Verkäufe - - 101 - - 101
Emissionen - - - -
Rückzahlungen - - 2 873 - 18 - 2 890
Umbuchungen in Level 3 - - 16 70 54
Umbuchungen aus Level 3 - - 14 - 27 - 41
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - -
Fair Value zum 31.12.2019 - 1 050 336 1 385

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden Umgliederungen von 0,2 Mrd. Euro für Derivate Verbindlichkeiten der Kategorie HFT, 0,1 Mrd. Euro für Zertifikate und anderen Emissionen der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen von Level 2 in Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 3 in Level 2 von 0,3 Mrd. Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparamenter vorhanden waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
Zins-Währungs-Korrelation:

Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.
Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:

Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.

In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
Repo-Kurve:

Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).
Preis:

Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.
Investmentfonds-Volatilität:

Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

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Mio. € 30.6.2020 30.6.2020
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 2 354 - - -
Repo-Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 1 248 - Repo-Kurve (Basispunkte) 37 52
Schiffsfinanzierungen Discounted- Cashflow-Modell 36 - Credit Spread (Basispunkte) 550 1 900
Sonstige Forderungen Discounted- Cashflow-Modell 1 070 - Credit Spread (Basispunkte) 150 2 900
Verbriefte Schuldinstrumente 1 313 151 - -
Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1 313 151 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
davon: ABS Discounted- Cashflow-Modell 754 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Eigenkapitalinstrumente 402 - - -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 402 - Preis (%) 90% 110%
Derivate 579 783
Aktienbezogene Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 168 259 IRR (%), Preis (%) 5% 20%
Optionspreismodell - - Investmentfonds Volatilität 1% 40%
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted- Cashflow-Modell 405 355 Credit Spread (Basispunkte) 100 1 500
- - Verwertungsquote (%) 0% 80%
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell 6 169 Zins-Währungs Korrelation (%) - 30% 52%
Übrige Geschäfte - - - -
Summe 4 648 934

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Mio. € 31.12.2019 31.12.2019
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 2 502 - - -
Repo-Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 1 586 - Repo-Kurve (Basispunkte) 240 265
Schiffsfinanzierungen Discounted- Cashflow-Modell 64 - Credit Spread (Basispunkte) 150 4 150
Sonstige Forderungen Discounted- Cashflow-Modell 852 - Credit Spread (Basispunkte) 70 700
Verbriefte Schuldinstrumente 1 148 16 - -
Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1 148 16 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
davon: ABS Spread basiertes Modell 802 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Eigenkapitalinstrumente 355 - - -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 355 - Preis (%) 90% 110%
Derivate 1 817 1 369
Aktienbezogene Geschäfte Discounted- Cashflow-Modell 289 368 IRR (%) 5% 20%
Optionspreismodell - - Investmentfonds-Volatilität 1% 4%
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted- Cashflow-Modell 1 528 836 Credit Spread (Basispunkte) 100 550
- - Verwertungsquote (%) 20% 40%
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 165 Zins-Währungs-Korrelation (%) - 30% 52%
Übrige Geschäfte - - - -
Summe 5 822 1 385

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:

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Mio. € 30.6.2020
Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 19 - 19
Repo-Geschäfte 11 - 11 Repo-Kurve
Schiffsfinanzierungen 0 - 0 Credit Spread
Sonstige Forderungen 8 - 8 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 43 - 43
Zinsbezogene Geschäfte 43 - 43 Preis, Discount Margin
davon: ABS 20 - 20 Preis, Verwertungsquote, Credit Spread
Eigenkapitalinstrumente 4 - 4
Aktienbezogene Geschäfte 4 - 4 Preis
Derivate 20 - 20
Aktienbezogene Geschäfte 14 - 14 IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatilität
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) 5 - 5 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Preis, Zins-Währungs-Korrelation
Sonstige - -

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Mio. € 31.12.2019
Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 20 - 20
Repo-Geschäfte 14 - 14 Repo-Kurve
Schiffsfinanzierungen 0 - 0 Credit Spread
Sonstige Forderungen 6 - 6 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 25 - 25
Zinsbezogene Geschäfte 25 - 25 Preis
davon: ABS 21 - 21 IRR, Verwertungsquote, Credit Spread
Eigenkapitalinstrumente 4 - 4
Aktienbezogene Geschäfte 4 - 4 Preis
Derivate 18 - 18
Aktienbezogene Geschäfte 12 - 13 IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) 4 - 4 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Preis, Zins-Währungs-Korrelation
Sonstige - -

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte

Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten.

Die Beträge entwickelten sich wie folgt:

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Mio. € Day-One Profit or Loss
Finanzielle Vermögenswerte Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading Gesamt
--- --- --- ---
Bestand am 1.1.2019 - 58 58
Erfolgsneutrale Zuführungen - - -
Erfolgswirksame Auflösungen - - 34 - 34
Bestand am 31.12.2019 - 24 24
Erfolgsneutrale Zuführungen - - -
Erfolgswirksame Auflösungen - - 7 - 7
Bestand am 30.6.2020 - 17 17

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente

Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.

Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.

Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung.

Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.

Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht.

Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.

Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.

Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden.

Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.

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30.6.2020 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 394,7 394,2 0,4 12,1 128,0 254,5
Kassenbestand und Sichtguthaben 83,8 83,8 - - 83,8 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 310,8 308,5 2,3 12,1 44,1 254,5
Darlehen und Forderungen 278,3 272,8 5,5 - 26,3 252,1
Verbriefte Schuldinstrumente 32,4 35,7 - 3,2 12,1 17,9 2,5
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,8 - 1,8 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,0 0,0 - - 0,0 -
Darlehen und Forderungen 0,0 0,0 - - 0,0 -
Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - -
Passiva 418,8 419,0 - 0,2 33,6 381,3 3,9
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 418,8 417,5 1,3 33,6 381,3 3,9
Einlagen 372,6 372,5 0,1 0,0 371,4 1,2
Begebene Schuldverschreibungen 46,3 45,1 1,2 33,6 9,9 2,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,5 - 1,5 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 0,0 0,0 - - 0,0 -
Einlagen 0,0 0,0 - - 0,0 -
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -

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31.12.2019 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 337,3 336,0 1,3 12,2 83,1 242,0
Kassenbestand und Sichtguthaben 41,2 41,2 - - 41,2 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 295,9 293,7 2,3 12,2 41,7 242,0
Darlehen und Forderungen 265,1 260,4 4,7 - 25,0 240,1
Verbriefte Schuldinstrumente 30,8 33,3 - 2,5 12,2 16,8 1,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,0 - 1,0 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,2 0,2 - - 0,2 -
Darlehen und Forderungen 0,2 0,2 - - 0,2 -
Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - -
Passiva 354,4 353,4 1,1 29,9 321,4 3,1
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 354,2 351,9 2,3 29,9 321,1 3,1
Einlagen 309,3 309,5 - 0,1 - 309,3 -
Begebene Schuldverschreibungen 44,8 42,4 2,4 29,9 11,8 3,1
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,2 - 1,2 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 0,3 0,3 - - 0,3 -
Einlagen 0,3 0,3 - - 0,3 -
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -

(28) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.

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Aktiva | Mio. € 30.6.2020 31.12.2019
Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 58 042 197 384 49 270 145 892
Nicht nettingfähige Buchwerte 13 208 4 172 14 695 2 918
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 44 833 193 212 34 575 142 973
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 22 21 1 145 317 24 900 101 709
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 22 622 47 895 9 675 41 264
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 3 065 28 803 1 724 25 570
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 17 043 11 5 529 45
Barsicherheiten 8 8 390 98 8 653
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 2 507 10 691 2 324 6 996
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 859 16 154 0
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 1 648 10 675 2 169 6 996

1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 6 578Mio. Euro (Vorjahr:5 118 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

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Passiva | Mio. € 30.6.2020 31.12.2019
Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 55 546 195 898 43 512 144 775
Nicht nettingfähige Buchwerte 8 278 1 934 9 948 1 951
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 47 268 193 964 33 564 142 824
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 22 21 1 142 442 24 900 100 260
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 25 056 51 522 8 664 42 564
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 3 065 28 803 1 724 25 570
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 6 763 6 - 277
Barsicherheiten 8 978 12 390 3 712 11 427
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 6 251 10 323 3 229 5 291
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 6 123 0 3 007 2
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 128 10 323 221 5 289

1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 9 453 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

(29) Derivate

Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2020 betrug insgesamt 151 895 Mio. Euro (Vorjahr: 106 828 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 145 317 Mio. Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 101 710 Mio. Euro) und 6 578 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 5 118 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 142 442 Mio. Euro (Vorjahr: 100 259 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 9 453 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro).

Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente

(30) Immaterielle Vermögenswerte

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 1 521 1 522 - 0,0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 457 1 531 - 4,8
Kundenbeziehungen 81 91 - 11,3
Selbst erstellte Software 986 1 047 - 5,9
Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte 391 393 - 0,5
Gesamt 2 978 3 053 - 2,4

Geschäfts- oder Firmenwert

a) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 39. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft. Als Trigger Event für den Werthaltigkeitstest zum 30. Juni 2020 wurde im Kontext der wirtschaftlichen Eintrübung aufgrund der Corona-Pandemie die Senkung des polnischen Referenzzinssatzes, in mehreren Schritten über wenige Monate, eingestuft, die das Zinsergebnis der mBank negativ beeinflussen wird. Zur Überprüfung der Werthaltigkeiwird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt.

Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation zu den Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäftsoder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß den vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Die mBank S.A. wurde nach Absage der ursprünglich geplanten Veräußerung im Rahmen von Commerzbank 5.0 wieder vollständig in die oben beschriebene Systematik integriert und in den Value in Use einbezogen.

Etwaige nicht beherrschende Anteile sind in der Ableitung des Buchwerts und des erzielbaren Betrags der CGU und damit in der unten dargestellten Überdeckung enthalten.

b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cashflows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Ein etwaiger darüberhinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Detailplanungsjahre beinhaltet. Diese Mehrjahresplanung wurde um ein weiteres Planjahr fortgeschrieben und besteht zum jetzigen Zeitpunkt größtenteils noch aus der Mehrjahresplanung des vergangenen Jahres. Da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresabschlusses noch keine neue verabschiedete Mehrjahresplanung vorlag, wurde die letzte verabschiedete Mehrjahresplanung an die aktuellen volkswirtschaftlichen Rahmenparameter vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie angepasst. Darüberhinausgehende Geschäftsjahre werden auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor bei 1,6%. Da bereits ein zusätzliches Planjahr über den vierjährigen Detailplanungszeitraum hinaus im Rahmen des Planungsprozesses von der Bank erstellt wurde, ging dieses als Ausgangsbasis für den Wachstumsfaktor in die ewige Rente ein. Die angepasste Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung regulatorischer Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikoergebnis sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen. Insbesondere bei den Zinsannahmen finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen.

Zusätzlich wurden Effekte der sogenannten Capital Requirements Directive IV der EU-häufig auch als "Basel IV" bezeichnet -in der Mehrjahresplanung untersucht. Das Reformpaket zur standardisierten Berechnung von risikogewichteten Aktiva und Capital Floors soll einheitlich zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Bezüglich des sogenannten "Output Floors" ist gleichwohl ein Übergangszeitraum mit stufenweiser Einführung bis 2027 vorgesehen. Auf Konzernebene wird mit keinem signifikanten Effekt aus der Einführung von Basel IV gerechnet, so dass ebenfalls eine separate Berücksichtigung bei der Ermittlung des Nutzungswerts des Segments Privat- und Unternehmerkunden nicht erforderlich war.

Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cashflow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für das Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar

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Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privat- und Unternehmerkunden Mit Commerzbank 5,0 schließt die Bank an Commerzbank 4,0 an und entwickelt das Segment Privat- und Unternehmerkunden konsequent weiter: • "Mobile First"-Strategie: Konsequenter Ausbau des Mobile Banking • Nutzung der Potenziale der erfolgreich vergrößerten Kundenbasis durch den gezielten Einsatz von Daten und Algorithmen ("Kundenintelligenz") und somit Ermöglichung individualisierter Angebote für Cross- und Up-Selling • Effiziente und gezielte Neukundengewinnung durch den Einsatz von Daten und neuen Technologien • Mehr Wahlmöglichkeiten für den Kunden durch neue Pricing- und Premiumstrategie • Konsequente Digitalisierung von Produkten und Prozessen und weiterhin Vereinfachung der Produktpalette. Ausbau der Abschlussfähigkeit von Produkten auf der Digitalplattform ONE mit dem Ziel, über alle relevanten Touchpoints hinweg ein einheitliches digitales und persönliches Kundenerlebnis zu ermöglichen • Sukzessive Anpassung des Filialnetzes auf eine Zielgröße von ca. 800 Filialen • Weiterentwicklung des Betreuungsmodells im Einklang mit voranschreitender Digitalisierung • Weiterentwicklung Kundencenter und Ausbau zum Vertriebskanal • Das Persönliche wird das Besondere: Ausbau von Premiumangeboten und des Geschäfts mit vermögenden Kunden und Unternehmerkunden • Umsetzung aller regulatorischen Anforderungen • Ausbau und Stärkung der Marktposition der Commerz Real, v.a. durch die Vorreiterrolle als nachhaltiger digitaler Assetmanager und integrierter Investmentdienstleister • Integration der comdirect bank AG zur Hebung von Synergien und Stärkung des Multikanalbank-Ansatzes um sowohl für comdirect als auch Commerzbank-Kunden ein ganzheitliches und innovatives Banking-Erlebnis zu bieten. • Kostensynergien, die in Abhängigkeit zu geplanten Restrukturierungsrückstellungen aus der comdirect Verschmelzung und aus Coba 5.0 stehen, wurden im Rahmen des Werthaltigkeitstest nicht berücksichtigt • Zentrale Annahmen basieren auf internen Analysen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes • Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten • Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit • Einbeziehung von unabhängigen Benchmarkanalysen • Initiativen im Rahmen der Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen

Aufgrund der den Cashflow-Prognosen zugrundeliegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt - nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-flow-Prognosen der CGUs haben:

Schlechter als erwartete Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes
Entwicklungen der Zinsniveaus im Rahmen der volkswirtschaftlichen Prognosen bzw. Erwartungen der Bank bestätigen sich nicht
Unsicherheiten in Bezug auf das regulatorische Umfeld, insbesondere die Umsetzung neuer Vorschriften auf europäischer Ebene
Über das angenommene Maß hinausgehende nachteilige Entwicklung der Wettbewerbsintensität
Schlechter als erwartete Ergebnisse aus geplanten strategischen Maßnahmen aus Commerzbank 5.0.

Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen.

c) Veränderung Geschäfts- oder Firmenwert

Der zum 30. Juni 2020 außerplanmäßig durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu keinem Abschreibungsbedarf. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden weist eine Überdeckung aus.

Sensitivitäten

Zur weiteren Validierung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Für die CGU Privat- und Unternehmerkunden wurde daraus kein potenzieller Wertminderungsbedarf identifiziert. Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um - 25 beziehungsweise + 25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überdeckung und Buchwert für die CGU Privat- und Unternehmerkunden, eine Unterdeckung lag im Berichtsjahr nicht vor. Im Rahmen der Ermittlung der Sensitivitäten wurden etwaige nicht beherrschende Anteile berücksichtigt.

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Privat- und Unternehmerkunden
30.6.2020 31.12.2019
--- --- --- ---
Basisszenario1 10,1% 36,1%
Sensitivierung1 Risikoadäquater Zinssatz - 25 Basispunkte (vorteilhaft) 14,5% 40,4%
Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) 5,9% 32,0%
Sensitivierung1 Wachstumsrate +25 Basispunkte (vorteilhaft) 11,5% 38,3%
Wachstumsrate - 25 Basispunkte (nachteilig) 8,7% 33,9%

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU Privat- und Unternehmerkunden, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen:

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Privat- und Unternehmerkunden
30.6.2020 31.12.2019
--- --- ---
Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf 9,5% / 10,1% 8,6% / 11,6%
Wachstumsrate von/auf 1,6% / negativ1 1,5% / negativ1
Risikoergebnis/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase von/auf 65 BP /89 BP 58 BP /184 BP

1 Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.

(31) Sachanlagen

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Grundstücke und Gebäude 317 326 - 2,8
Nutzungsrechte (Leasing) 1 897 2 034 - 6,7
Grundstücke und Gebäude 1 873 2 006 - 6,6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 24 28 - 14,7
Betriebs- und Geschäftsausstattung 389 425 - 8,4
Leasinggegenstände 664 701 - 5,2
Gesamt 3 268 3 487 - 6,3

(32) Angaben zum aufgegebenem Geschäftsbereich

Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Societe Generale Group, Paris, Frankreich, haben im zweiten Quartal 2020 die Übertragung des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden wirtschaftlich abgeschlossen. Juristisch verbleiben noch einige Bestände temporär in der Commerzbank, die über Derivate wirtschaftlich bereits übertragen wurden. Die juristische Übertragung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen sein

Zum 30. Juni 2020 betragen die zunächst verbliebenen Vermögenswerte 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 3,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,5 Mrd. Euro). Die Bewertung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value.

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs wird separat in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert.

Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.

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Mio. € 1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Erträge 98 106 - 7,7
Aufwendungen 47 105 - 55,0
Ergebnis vor Steuern 50 0 .
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 - 12 .
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 50 12 .
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich 50 12 .

Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen liegt bei - 147 Mio. Euro (Vorjahr: 389 Mio. Euro) (siehe dazu auch Note 3).

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1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich 0,04 0,01 .

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Mio. € 2020 2019 Veränd. in %
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 50 12 .
Cashflow aus Investitionstätigkeit - - .
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - - .

(33) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 20 187 - 89,2
Darlehen und Forderungen 20 187 - 89,2
Verbriefte Schuldinstrumente - - .
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI - - .
Darlehen und Forderungen - - .
Verbriefte Schuldinstrumente - - .
Eigenkapitalinstrumente - - .
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L 6 76 - 92,1
Darlehen und Forderungen 6 76 - 92,3
Verbriefte Schuldinstrumente - - .
Eigenkapitalinstrumente 0 0 .
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 2 226 7 742 - 71,3
Darlehen und Forderungen - -
Verbriefte Schuldinstrumente 79 1 248 - 93,6
Eigenkapitalinstrumente 0 3 631 - 100,0
Derivate 2 146 2 863 - 25,0
Immaterielle Vermögenswerte - 6 .
Sachanlagen - - .
Sonstige Aktivposten - 73 - 57 28,9
Gesamt 2 179 7 955 - 72,6

Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen des Vorjahres stehen überwiegend in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32).

(34) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 20 258 - 92,3
Einlagen 20 258 - 92,3
Begebene Schuldverschreibungen - - .
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 999 2 205 - 54,7
Einlagen 999 2 205 - 54,7
Begebene Schuldverschreibungen - - .
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 2 852 6 027 - 52,7
Zertifikate und andere Emissionen 660 3 249 - 79,7
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen - 435 .
Derivate 2 192 2 344 - 6,5
Sonstige Passivposten 6 38 - 83,9
Gesamt 3 878 8 528 - 54,5

Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen des Vorjahresstehen in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32).

(35) Sonstige Aktiva

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Mio. € 30.6.2020 31.12.20191 Veränd. in %
Edelmetalle 79 26 .
Rechnungsabgrenzungsposten 304 229 33,0
Aktiviertes Planvermögen 83 96 - 13,4
Übrige Aktiva 1 504 1 387 8,4
Gesamt 1 970 1 739 13,3

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(36) Sonstige Passiva

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 316 316 .
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 60 57 5,2
Rechnungsabgrenzungsposten 317 292 8,5
Leasingverbindlichkeiten 2 007 2 094 - 4,2
Übrige Passiva 1 793 1 658 8,2
Gesamt 4 494 4 418 1,7

(37) Rückstellungen

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 73 713 - 89,7
Sonstige Rückstellungen 1 836 1 990 - 7,7
Gesamt 1 910 2 704 - 29,4

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2019 Seite 233 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 30. Juni 2020 ein Diskontierungszinssatz von 1,2 % (Vorjahr: 1,1 %) und eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,4 %) zugrunde gelegt.

Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt ("buy-in"). Aus dieser Transaktion resultiert eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um 283 Mio. Euro.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen von 346 Mio. Euro (Vorjahr: 401 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den Jahren 2020 bis 2021.

Rechtsstreitigkeiten

Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von 285 Mio. Euro (Vorjahr 261 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag künftig zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge und Sensitivitäten wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von -auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wurde die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Die entsprechenden Rückerstattungsbegehren sind inzwischen weitgehend erledigt. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Bislang haben nur wenige Firmenkunden in der Vergangenheit entrichtete Entgelte zurück gefordert. Die Commerzbank rechnet derzeit nicht damit, dass es in Zukunft noch zu erheblichen Rückforderungen kommen wird.
Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Auch bei nach 2010 abgeschlossenen Verträgen wird versucht, mithilfe des Widerrufsjokers vorzeitig aus den Verträgen auszusteigen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.

Mit Urteil vom 26. März 2020 hat der EuGH entschieden, dass ein in der (gesetzlichen) Musterwiderrufsinformation für Verbraucherdarlehensverträge enthaltener Verweis auf andere gesetzliche Vorschriften für den Verbraucher unklar sei und darin einen Verstoß gegen die Vorgaben der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie gesehen. Die Bank hat in ihren Verbraucherdarlehensverträgen das gesetzliche Muster verwendet, welches der BGH bereits in mehrere Beschlüssen als ordnungsgemäß angesehen hat. Der BGH hat dies überzeugend damit begründet, dass die deutschen Gerichte sich nicht über eine nach Wortlaut und Sinn eindeutige nationale Norm hinwegsetzen können. Der BGH hat seine bisherige Auffassung unter anderem mit Beschluss vom 31. März 2020 bestätigt. Aufgrund dessen sieht sich die Bank durch die Entscheidung des EuGH für den aktuellen Bestand der Verbraucherdarlehen keinen erhöhten Risiken ausgesetzt.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Bank haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Im März 2020 hat das Berufungsgericht das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Die Tochtergesellschaft prüft Rechtsmittel gegen diese Entscheidung. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1731 Kläger angeschlossen. Anfang Juni 2020 hat das Berufungsgericht eine einstweilige Verfügung über die Aussetzung von Zinszahlungs- und Tilgungsverpflichtungen erlassen und es der Tochtergesellschaft untersagt, Fälligkeitsmitteilungen oder Kündigungserklärungen zu erteilen. Die Tochtergesellschaft hat Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt.

Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben der Sammelklage sind zum 30. Juni 2020 4 596 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen.

Die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt ist bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus. Vor diesem Hintergrund werden neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bzgl. bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHF-Indexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode.

Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 30. Juni 2020 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,1 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,5 Mrd. polnische Zloty. Die Rückstellung zum 30. Juni 2020 für Einzelklagen beläuft sich auf 137,2 Mio. Euro.

Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.

Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.

(38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse.

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Mio. € 30.6.2020 31.12.2019 Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 42 218 40 832 3,4
Kreditinstitute 7 012 6 101 14,9
Firmenkunden 31 823 31 503 1,0
Privatkunden 184 197 - 6,3
Finanzdienstleister 3 128 2 954 5,9
Öffentliche Haushalte 71 78 - 8,0
Kreditzusagen 81 752 80 871 1,1
Kreditinstitute 1 516 1 563 - 3,0
Firmenkunden 61 917 62 189 - 0,4
Privatkunden 11 378 10 167 11,9
Finanzdienstleister 6 171 6 425 - 3,9
Öffentliche Haushalte 769 527 45,7
Gesamt 123 970 121 704 1,9

Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2020 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 406 Mio. Euro (Vorjahr: 511 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Forderungen diverser Kunden wurden im Nachgang von einem Unternehmen erworben und werden von diesem Erwerber gesammelt geltend gemacht. Diese Schadenersatzansprüche wurden erstinstanzlich abgewiesen. Der Kläger hat Berufung eingelegt.
Die ehemalige Dresdner Bank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben.

Die Klage des Insolvenzverwalters wurde in der ersten Instanz abgewiesen; ein Antrag zur Überprüfung der Entscheidung ist derzeit beim zuständigen Berufungsgericht anhängig. Die Klagen der Pensionäre und der Anleihegläubiger der Gesellschaft sind vom Berufungsgericht unter anderem zu Gunsten der Bank abgewiesen worden; gegen die Entscheidungen sind noch Rechtsmittel möglich.
Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Verletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Klägerin wurde im Januar 2019 liquidiert. In Folge dessen hat das zuständige Gericht im Februar 2019 die Ansprüche auf immaterielle Schäden zurückgewiesen und das Verfahren im Übrigen unterbrochen. Ein aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammendes Unternehmen hat im Februar 2019 einen Antrag auf Fortsetzung des Verfahrens aus angeblich abgetretenem Recht in Höhe von 75 % der Forderung gestellt, der im September 2019 abgelehnt wurde; die Berufung wurde im Februar 2020 abgelehnt.
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank setzt sich gegen die Klage zur Wehr.
Mit Klage aus Mai 2019 begehrt ein Kunde der Commerzbank die Feststellung, dass die Bank dem Kläger den materiellen Schaden wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit Derivaten in Form von Swap-Verträgen zu ersetzen hat. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und ist ihr entgegengetreten.
Im Februar 2020 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich unlauterer Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage.

Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche statt. Ferner wurde im Rahmen der Veranlagungen der Jahre 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer entsprechend gekürzt. Die Commerzbank AG hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation angemessen zu reflektieren. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Für die steuerlichen Risiken ist entsprechende Vorsorge gebildet.
• Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Alle Steuernachforderungen durch die Finanzbehörden wurden beglichen.

Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden.

Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Bank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden.

Segmentberichterstattung

(39) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden und dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Vorjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note 32).

Im ersten Quartal 2019 wurden im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset & Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die verbliebenen Bestände des zum 1. Juli 2019 eingestellten Segments Asset & Capital Recovery wurden in das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Commerzbank zum 1. Juli 2019 Produktentwicklung und -betrieb in der sogenannten Lieferorganisation durch Verbindung von Fach- und IT-Seite in agilen Teams neu aufgestellt. Hieraus ergaben sich keine Veränderungen im bisherigen Segmentausweis.

Zum Stichtag 30. Juni 2020 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten Forderungen auf einen Bilanzwert von 5,1 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 40 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 1 Mio. Euro Risikoergebnis, - 5 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 30 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, 5 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 4 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie 3 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset & Capital Recovery entfallen zum Stichtag 30. Juni 2020 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie 14,4 Mrd. Euro auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die wesentlichen Ergebnistreiber für das erste Halbjahr gliedern sich dabei wie folgt: Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen - 2 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 2 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 12 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, 8 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 8 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie 7 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung entfallen 5 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 30 Mio. Euro Risikoergebnis, - 1 Mio. Euro Provisionsüberschuss, - 113 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 54 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, 1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, - 54 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 84 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 6 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen, 8 Mio. Euro Pflichtbeiträge sowie - 99 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde bis zu seiner Einstellung mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva unterlegt.

Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge. Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restruktuierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäftsoder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Vollkosten oder Marktpreisen.

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1.1.-30.6.2020 | Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1 330 894 - 374 2 597
Dividendenerträge 12 3 - - 2 13
Risikoergebnis - 313 - 456 - - 27 - 795
Provisionsüberschuss 1 087 600 - - 20 1 668
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 96 33 - - 270 - 141
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 9 - 54 64
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 11 - 3 - 7 15
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 5 - 0 5
Sonstiges Ergebnis - 28 - 3 - - 65 - 97
Erträge vor Risikoergebnis 2 510 1 537 _ 77 4 125
Erträge nach Risikoergebnis 2 197 1 082 _ 51 3 329
Verwaltungsaufwendungen 1 735 1 174 - 121 3 030
Pflichtbeiträge 201 111 - 62 374
Operatives Ergebnis 261 - 203 - - 132 - 74
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 261 - 203 - - 132 - 74
Aktiva 158 896 188 289 - 203 443 550 628
davon: nicht fortgeführte Aktiva - 2 179 - - 2 179
Passiva 194 480 192 141 - 164 008 550 628
davon: nicht fortgeführte Passiva - 3 878 - - 3 878
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 30 149 - 1 180
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CET1)1 5 700 11 742 - 7 012 24 453
Operative Eigenkapitalrendite (%)2 9,2 - 3,5 n/a - 0,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 69,1 76,4 n/a 73,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 77,1 83,6 n/a 82,5

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

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1.1.-30.6.2019 | Mio. €1 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1 355 920 - 23 254 2 505
Dividendenerträge 5 3 - 3 11
Risikoergebnis - 100 - 155 - 24 23 - 256
Provisionsüberschuss 928 595 0 - 16 1 507
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 105 97 111 - 200 113
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 12 10 72 96
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 12 2 - 19 15 11
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 4 - 0 - 7
Sonstiges Ergebnis 13 4 - 0 19 35
Erträge vor Risikoergebnis 2 422 1 637 79 148 4 285
Erträge nach Risikoergebnis 2 322 1 482 55 171 4 029
Verwaltungsaufwendungen 1 743 1 240 15 148 3 146
Pflichtbeiträge 179 101 9 39 328
Operatives Ergebnis 400 141 31 - 17 555
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 400 141 31 - 17 555
Aktiva 144 551 200 721 11 226 161 415 517 912
davon: nicht fortgeführte Aktiva - 13 613 - - 13 613
Passiva 180 932 200 151 10 130 126 699 517 912
davon: nicht fortgeführte Passiva - 12 832 - - 12 832
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 28 149 - 1 177
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CET1)2 5 175 11 798 1 620 5 042 23 635
Operative Eigenkapitalrendite (%)3 15,4 2,4 3,8 4,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 72,0 75,7 19,3 73,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 79,4 81,9 30,7 81,1

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

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Mio. € 1.1.-30.6.2020
Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
--- --- --- ---
Zinsüberschuss 376 - 3 374
Dividendenerträge - 2 0 - 2
Risikoergebnis - 27 - - 27
Provisionsüberschuss - 16 - 4 - 20
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 278 8 - 270
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 54 - 54
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 5 2 7
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 0
Sonstiges Ergebnis - 63 - 3 - 65
Verwaltungsaufwendungen 126 - 6 121
Pflichtbeiträge 62 0 62
Operatives Ergebnis - 139 7 - 132
Aktiva 203 288 155 203 443
Passiva 163 872 135 164 008

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Mio. € 1.1.-30.6.20191
Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
--- --- --- ---
Zinsüberschuss 244 10 254
Dividendenerträge 2 2 3
Risikoergebnis 23 - 0 23
Provisionsüberschuss - 14 - 2 - 16
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 223 24 - 200
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 72 - 72
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 17 - 3 15
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - -
Sonstiges Ergebnis 27 - 8 19
Verwaltungsaufwendungen 157 - 9 148
Pflichtbeiträge 39 0 39
Operatives Ergebnis - 48 32 - 17
Aktiva 161 041 374 161 415
Passiva 126 401 298 126 699

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten.
Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktion, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind.

Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:

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1.1.-30.6.2020 Mio. € Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Erträge vor Risikoergebnis 3 008 910 117 90 0 4 125
Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) 96 245 49 513 6 618 5 110 - 157 486

Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

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1.1.-30.6.20191 Mio. € Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Erträge vor Risikoergebnis 3 019 1 076 67 122 0 4 285
Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) 93 826 48 378 5 456 4 429 - 152089

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Sonstige Erläuterungen

(40) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen

Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.

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Position | Mio. € 30.6.2020 with transitional provisions 31.12.2019 with transitional provisions 30.6.2020 fully loaded4 31.12.2019 fully loaded4
Bilanzielles Eigenkapital 31 758 30 667 31 758 30 667
darin enthaltene zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 2 126 885 2 126 885
Bilanzielles Eigenkapital ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 29 632 29 782 29 632 29 782
Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren - 110 - 79 - 110 - 79
Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegendem Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten - 76 13 - 76 13
Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) - 510 - 557 - 510 - 557
Geschäfts- oder Firmenwerte - 1 521 - 1 522 - 1 521 - 1 522
Immaterielle Vermögenswerte - 1 115 - 1 174 - 1 115 - 1 174
Aktivüberhang des Planvermögens - 57 - 73 - 57 - 73
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen - 403 - 533 - 403 - 533
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) - 63 - 270 - 63 - 270
Prudential Valuation - 226 - 185 - 226 - 185
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) - 70 - 171 - 70 - 171
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen - 196 - 382 - 196 - 382
nicht angesetzter Gewinn - 17 - 218 - 17 - 218
Sonstiges und Rundungen - 204 - 265 - 204 - 265
Hartes Kernkapital (CET 1)2 25 064 24 366 25 064 24 366
Zusätzliches Kernkapital (AT 1)3 2 688 1 649 2 236 977
Kernkapital (Tier 1) 27 752 26 015 27 300 25 343
Ergänzungskapital (Tier 2) 5 188 4 583 5 036 4 491
Eigenmittel 32 940 30 598 32 336 29 834
Risikogewichtete Aktiva 187 051 181 765 187 051 181 765
davon: Kreditrisiko 157 486 151 903 157 486 151 903
davon: Marktrisiko3 11 510 11 134 11 510 11 134
davon: Operationelles Risiko 18 056 18 728 18 056 18 728
Harte Kernkapitalquote (CET- 1-Ratio, %) 13,4% 13,4% 13,4% 13,4%
Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio, %) 14,8% 14,3% 14,6% 13,9%
Gesamtkapitalquote (%) 17,6% 16,8% 17,3% 16,4%

1 AT 1 Emissionen die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches Kernkapital angerechnet wird.

2 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.

3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

4 gemäß Verordnung EU Nr. 575-2013 des europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013.

Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital gegenüber dem 31. Dezember 2019 ergeben sich aus dem Verlust im ersten Halbjahr, der jedoch durch gesunkene regulatorische Abzugsposten, sowie dadurch überkompensiert wurde, dass der Empfehlung der EZB folgend, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 keine Dividendenzahlung berücksichtigt wurde. Der Anstieg des Kernkapitals gegenüber dem Jahresende ergibt sich aus der Zunahme des harten Kernkapitals, sowie dem Anstieg des zusätzlichen Kernkapitals, aufgrund der Emission eines AT1 Kapitalinstruments (Nominalvolumen 1 250 Mio. Euro) im Juni 2020. Das Gesamtkapital wurde zum einen durch die beschriebene Zunahme des Kernkapitals erhöht und zum anderen durch die Emission eines Tier 2 Kapitalinstruments (Nominalvolumen 750 Mio. Euro), das im Mai 2020 begeben wurde. Sowohl der Anstieg der Kernkapitalquote als auch die Zunahme der Gesamtkapitalquote wurde im Wesentlichen durch den Anstieg der risikogewichteten Aktiva abgeschwächt.

Dabei reflektiert der Anstieg der Risikoaktiva vor allem die höheren Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen und den Kreditanstieg in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden. Verstärkt wird dies durch gestiegene Exposure gegenüber Zentralregierungen.

(41) Verschuldungsquote

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.

Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert.

Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance.

Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert.

Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. Group Finance berichtet dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns.

Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung.

Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.

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Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote Anzusetzende Werte
Mio. € 30.6.2020
--- ---
Summe der Aktiva laut veröffentlichtem Abschluss 550 628
Anpassung für Unternehmen, die für Rechnungslegungszwecke konsolidiert werden, aber nicht dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis angehören - 35
(Anpassung für Treuhandvermögen, das nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen in der Bilanz angesetzt wird, aber gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleibt) -
Anpassungen für derivative Finanzinstrumente - 41 904
Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) 4 377
Anpassungen für außerbilanzielle Posten (d.h. Umrechnung außerbilanzieller Risikopositionen in Kreditäquivalenzbeträge) 53 506
(Anpassung für gruppeninterne Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) -
(Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) -
Sonstige Anpassungen
With transitional provisions 12 569
Fully loaded 12 569
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
With transitional provisions 579 142
Fully loaded 579 142

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Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote Risikopositionen der CRR- Verschuldungsquote
Mio. € 30.6.2020
--- ---
Bilanzwirksame Risikopositionen (ohne Derivate und SFT)
Bilanzwirksame Posten (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen, aber einschließlich Sicherheiten) 476 122
(Bei der Ermittlung des Kernkapitals abgezogene Aktivabeträge)
With transitional provisions - 3 478
Fully loaded - 3 478
Summe der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen)
With transitional provisions 472 644
Fully loaded 472 644
Risikopositionen aus Derivaten
Wiederbeschaffungswert aller Derivatgeschäfte (d.h. ohne anrechenbare, in bar erhaltene Nachschüsse) 6 593
Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert (PFE) in Bezug auf alle Derivatgeschäfte (Marktbewertungsmethode) 25 393
Risikoposition gemäß Ursprungsrisikomethode -
Hinzurechnung des Betrags von im Zusammenhang mit Derivaten gestellten Sicherheiten, die nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen von den Bilanzaktiva abgezogen werden -
(Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivatgeschäften) -19 786
(Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) kundengeclearter Handelsrisikopositionen) - 3 553
Angepasster effektiver Nominalwert geschriebener Kreditderivate 10 380
(Aufrechnungen der angepassten effektiven Nominalwerte und Abzüge der Aufschläge für geschriebene Kreditderivate) - 8 864
Summe der Risikopositionen aus Derivaten 10 164
Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT)
Brutto-Aktiva aus SFT (ohne Anerkennung von Netting), nach Bereinigung um als Verkauf verbuchte Geschäfte 60 663
(Aufgerechnete Beträge von Barverbindlichkeiten und -forderungen aus Brutto-Aktiva aus SFT) - 22 21 1
Gegenparteiausfallrisikoposition für SFT-Aktiva 4 377
Abweichende Regelung für SFT: Gegenparteiausfallrisikoposition gemäß Artikel 429b Absatz 4 und Artikel 222 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 -
Risikopositionen aus als Beauftragter getätigten Geschäften -
(Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) von kundengeclearten SFT-Risikopositionen) -
Summe der Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) 42 829
Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen
Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert 181 046
(Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) -127 540
Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen 53 506
(Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 7 und 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen
(Gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht einbezogene (bilanzielle und außerbilanzielle) gruppeninterne Risikopositionen (Einzelbasis)) -
(Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen -
Eigenkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße
Kernkapital
With transitional provisions 27 752
Fully loaded 27 300
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
With transitional provisions 579 142
Fully loaded 579 142
Verschuldungsquote
With transitional provisions (%) 4,8
Fully loaded (%) 4,7
Gewählte Übergangsregelung und Betrag ausgebuchter Treuhandpositionen
Gewählte Übergangsregelung für die Definition der Kapitalmessgröße
With transitional provisions -
Fully loaded -
Betrag des gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgebuchten Treuhandvermögens -

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Aufgliederung der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen) Risikopositionen der CRR- Verschuldungsquote
Mio. € 30.6.2020
--- ---
Gesamtsumme der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen), davon: 476 122
Risikopositionen im Handelsbuch 31 046
Risikopositionen im Anlagebuch, davon: 445 075
Gedeckte Schuldverschreibungen 7 682
Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 128 797
Risikopositionen gegenüber regionalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die nicht wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 10 119
Institute 20 527
Durch Grundpfandrechte auf Immobilien besichert 72 763
Risikopositionen aus dem Mengengeschäft 54 837
Unternehmen 97 525
Ausgefallene Risikopositionen 2 012
Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und sonstige Aktiva, die keine Kreditverpflichtungen sind) 50 812

Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen (with transitional provisions) belief sich zum 30. Juni 2020 auf 4,8% (zum 31. März 2020: 4,8%). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung (fully loaded) betrug 4,7%, nach 4,7% per 31. März 2020.

Sowohl die Leverage Ratio fully loaded als auch die Leverage Ratio with transitional provisions sind unverändert auf Grund von gestiegenem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 -Kapital hauptsächlich aus einer neuen AT1 Anleihe (Volumen 1,25 Mrd. €), die im Juni platziert wurde, kompensiert durch gestiegenes Leverage Ratio Exposure unter fully loaded Regelungen bzw. transitional Regelungen. Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 579,1 Mrd. Euro, zum 31. März 2020 bei 539,2 Mrd. Euro.

Leverage Ratio Exposure with transitional provisions und fully loaded sind seit 2018 identisch, da die Übergangsregelungen bei den vom LR Exposure herauszurechnenden Kapitalabzügen zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem Tier-1-Kapital, gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine Quote with transitional provisions anzugeben ist.

(42) Liquidity Coverage Ratio

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben.

Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den NettoLiquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums. Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100% eingehalten werden. Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten.

Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.

Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden.

Weitere Informationen zur Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen, auch im Zusammenhang mit der Corona Pandemie, finden sich im Lagebericht sowie im Abschnitt Liquiditätsrisiko des Risikoberichts wieder.

Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt. Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt.

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Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)
Mio. € 30.9.2019 31.12.2019 31.3.2020 30.6.2020
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Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12
Hochwertige liquide Vermögenswerte
1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt
Mittelabflüsse
2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 124 862 128 364 131 572 137 112
3 stabile Einlagen 85 126 87 611 90 429 94 182
4 weniger stabile Einlagen 39 736 40 753 41 143 41 084
5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 106 800 107 793 109 098 111 440
6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 35 377 36 132 36 808 37 432
7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 70 120 70 487 71 423 73 346
8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 303 1 174 867 662
9 besicherte Großhandelsfinanzierung
10 zusätzliche Anforderungen 85 033 85 115 85 161 85 115
11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 7 716 7 158 7 273 7 434
12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 421 416 394 261
13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 76 896 77 541 77 495 77 420
14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 4 233 4 036 3 827 3 662
15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 106 847 105 908 104 396 103 423
16 Gesamtmittelabflüsse
Mittelzuflüsse
17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 66 572 66 964 64 569 61 484
18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen 25 056 25 231 25 201 25 091
19 Sonstige Mittelzuflüsse 6 860 6 724 7 027 7 248
EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten)
EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut)
20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 98 488 98 919 96 797 93 823
EU- 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0
EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90% unterliegen 0 0 0 0
EU- 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75% unterliegen 91 939 92 227 90 095 87 846
21 Liquiditätspuffer
22 Gesamte Nettomittelabflüsse
23 Liquidity Coverage Ratio

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Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)
Mio. € 30.9.2019 31.12.2019 31.3.2020 30.6.2020
--- --- --- --- --- ---
Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12
Hochwertige liquide Vermögenswerte
1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt 86 557 85 942 84 993 86 482
Mittelabflüsse
2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 8 564 8 800 8 974 9 145
3 stabile Einlagen 4 256 4 381 4 521 4 709
4 weniger stabile Einlagen 4 307 4 419 4 452 4 436
5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 53 070 53 114 53 612 54 904
6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 8 809 8 995 9 162 9 322
7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 42 958 42 945 43 583 44 920
8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 303 1 174 867 662
9 besicherte Großhandelsfinanzierung 5 807 5 936 6 162 6 777
10 zusätzliche Anforderungen 22 221 21 527 21 134 20 715
11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 7 038 6 538 6 713 6 964
12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln g 421 416 394 261
13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 14 763 14 572 14 026 13 490
14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 3 272 3 054 2 856 2 740
15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 2 196 3 286 4 254 4 694
16 Gesamtmittelabflüsse 95 130 95 716 96 990 97 984
Mittelzuflüsse
17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 6 635 6 528 6 710 6 145
18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen 17 775 17 845 17 952 17 793
19 Sonstige Mittelzuflüsse 6 599 6 489 6 768 6 989
EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) 0 0 0 0
EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) 0 0 0 0
20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 31 009 30 863 31 430 30 928
EU- 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0
EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90% unterliegen 0 0 0 0
EU- 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75% unterliegen 31 009 30 863 31 430 30 928
21 Liquiditätspuffer 86 557 85 942 84 993 86 482
22 Gesamte Nettomittelabflüsse 64 121 64 853 65 560 68 047
23 Liquidity Coverage Ratio 135,20% 132,72% 129,94% 127,27%

Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem hohen Niveau und überschreiten die geforderte Mindestquote von 100% durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:

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Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) | Mio. € Q3/2019 Q4/2019 Q1/2020 Q2/2020
Gesamt 86 557 85 942 84 993 86 482
davon: Level 1 77 440 76 271 73 594 72 979
davon: Level 2A 7 746 8 269 10 113 12 597
davon: Level 2B 1 372 1 402 1 286 906

Die Commerzbank meldet im März 2020 die LCR zusätzlich in US-Dollar und polnische Zloty (PLN), da diese gemäß CRR als bedeutende Fremdwährungen einzustufen sind. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden.

Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet.

Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen. Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019 zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO).

(43) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:

beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen,
assoziierte Unternehmen,
Beteiligungen,
unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft,
Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige,
sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen.

Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.

Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen

Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 358 Mio. Euro (Vorjahr: 410 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 218 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.

Die Erträge von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 13 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 36 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 35 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen.

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 85 Mio. Euro (Vorjahr: 85 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen

Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 18 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 31 Mio. Euro (Vorjahr: 34 Mio. Euro ) im Wesentlichen Einlagen enthalten.

Die Erträge von 7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 10 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie dem Laufenden Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen.

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 32 Mio. Euro (Vorjahr: 39 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ Personen

Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unterneh-men/Personen von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 209 Mio. Euro (Vorjahr: 209 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger.

Zum 30. Juni 2020 betrugen die Erträge 0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen bei 4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 4 Mio. Euro

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden keine Garantien und Sicherheiten gewährt (Vorjahr 0 Mio. Euro).

Transaktionen mit Schlüsselpersonen

Zum 30. Juni 2020 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen vor.

Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 7 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.

Transaktionen mit Bundesunternehmen

Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 45 830 Mio. Euro (Vorjahr: 20 535 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 41 129 Mio. Euro (Vorjahr: 17 770 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 13 946 Mio. Euro (Vorjahr: 12 260 Mio. Euro) betrafen 13 938 Mio. Euro (Vorjahr: 12 247 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2020 wurden Bundesunternehmen Garantien und Sicherheiten von 214 Mio. Euro (Vorjahr: 260 Mio. Euro) gewährt.

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Dr. Stefan Schmittmann

Vorsitzender (bis 3.8.2020)

Uwe Tschäge1

Stellv. Vorsitzender

Heike Anscheit1

Alexander Boursanoff1

Gunnar de Buhr1

Stefan Burghardt1

Dr. Frank Czichowski

(seit 13.5.2020)

Sabine U. Dietrich

Dr. Jutta A. Dönges

(seit 13.5.2020)

Monika Fink1

Dr. Tobias Guldimann

Dr. Rainer Hillebrand

Christian Höhn1

Kerstin Jerchel1

Dr. Markus Kerber

(bis 13.5.2020)

Alexandra Krieger1

Anja Mikus

(bis 13.5.2020)

Dr. Victoria Ossadnik

Robin J. Stalker

Nicholas Teller

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Stefan Wittmann1

Klaus-Peter Müller

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Zielke

Vorsitzender

Stephan Engels

(bis 31.3.2020)

Dr. Bettina Orlopp

Roland Boekhout

(seit 1.1.2020)

Jörg Hessenmüller

Sabine Schmittroth

(seit 1.1.2020)

Dr. Marcus Chromik

Michael Mandel

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 3. August 2020

Der Vorstand

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Martin Zielke Roland Boekhout Marcus Chromik
Jörg Hessenmüller Michael Mandel
Sabine Schmittroth

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalfluss-rechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Eschborn/ Frankfurt am Main, 4. August 2020

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Claus-Peter Wagner Marcus Binder
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften

Inland

comdirect bank AG, Quickborn

Commerz Real AG, Wiesbaden

Ausland

Commerzbank Brasil S.A. - Banco Multiplo, Sao Paulo

Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau

Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg

Commerzbank Zrt., Budapest

Commerz Markets LLC, New York

mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sao Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Finanzkalender 2020/2021

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5. November 2020 Zwischenbericht zum 30. September 2020
11. Februar 2021 Bilanzpressekonferenz
Ende März 2021 Geschäftsbericht 2020
5. Mai 2021 Hauptversammlung
12. Mai 2021 Zwischenbericht zum 31. März 2021
4. August 2021 Zwischenbericht zum 30. Juni 2021
4. November 2021 Zwischenbericht zum 30. September 2021

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