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Commerzbank AG Interim / Quarterly Report 2019

Nov 7, 2019

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Interim / Quarterly Report

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Commerzbank Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Zwischenbericht zum 30. September 2019

Kennzahlen

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Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.2018
Operatives Ergebnis (Mio. €) 990 1 005
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,79 0,80
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 990 1 005
Konzernergebnis2 (Mio. €) 684 751
Ergebnis je Aktie (€) 0,55 0,60
Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13,4 (%) 5,6 5,9
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis4,9 (%) 3,5 4,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (exl. Pflichtbeiträge) (%) 72,8 74,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 79,0 80,1
Bilanz 30.9.2019 31.12.2018
Bilanzsumme (Mrd. €) 513,3 462,4
Risikoaktiva (Mrd. €) 189,4 180,5
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 30,7 29,4
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 38,8 38,5
Regulatorische Kennzahlen 30.9.2019 31.12.2018
Kernkapitalquote (%) 13,7 13,4
Harte Kernkapitalquote5 (%) 12,8 12,9
Harte Kernkapitalquote5 (fully loaded, %) 12,8 12,9
Gesamtkapitalquote (%) 16,3 16,3
Verschuldungsquote (%) 4,9 5,0
Verschuldungsquote (fully loaded, %) 4,7 4,8
Mitarbeiter 30.9.2019 30.6.2019
Inland 34 728 34 903
Ausland 13 829 13 741
Gesamt 48 557 48 644
Ratings6 30.9.2019 30.6.2019
Moody's Investors Service, New York7 A1/A1/P-1 A1/A1/P-1
S&P Global, New York8 A/A-/A- 2 A/A-/A- 2
Fitch Ratings, New York/London7 A-/BBB+/F1 A-/BBB+/F2
Scope Ratings, Berlin7 -/A/S- 1 -/A/S- 1

1 Anpassung Vorjahr.

2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) fully loaded.

4 Auf das Jahr hochgerechnet.

5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.

6 Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.

7 Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.

8 Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.

9 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potenziellen (komplett diskretionären) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. September 2019

Kernaussagen

Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten 2019 mit 990 Mio. Euro ein Operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Neben stabilen Erträgen hat die Bank die Kosten weiter gesenkt: Im Berichtszeitraum wurden bei steigenden Pflichtabgaben Einsparungen von rund 130 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum realisiert.
Das den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug 684 Mio. Euro, nach 751 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Das Risikoergebnis im Konzern in Höhe von - 370 Mio. Euro profitierte weiterhin von der Qualität des Kreditportfolios; die Non-Performing-Loans-(NPL-)Quote für Problemkredite lag bei 0,8 %. Die Verwaltungsaufwendungen konnten trotz anhaltender Investitionen in Digitalisierung und Wachstum um 3,5 % reduziert werden. Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge -die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten -stiegen um 11,5 % auf 398 Mio. Euro.
Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag bei 12,8 %, die Leverage Ratio bei 4,7 % (fully loaded).
Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 5,6 %, nach 5,9 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT1-bezogener Posten) lag bei 3,5 %, nach 4,0 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote ohne Pflichtbeiträge lag bei 72,8 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Aufwandsquote 79,0 %.

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

Das internationale Börsengeschehen war in den ersten neun Monaten 2019 durch eine Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter zunehmende Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen gegenüber dem Iran sowie anhaltende Unruhen im Nahen Osten. Vor dem Hintergrund eines schwächeren globalen Konjunkturumfeldes und zunehmender Risiken im Außenhandel ermäßigten sich die Zins- und Inflationserwartungen führender Notenbanken, allen voran der US-Notenbank, die aktuell eine weitere Leitzinssenkung vorgenommen hat. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat im September eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschlossen und unter anderem den Einlagensatz um weitere 10 Basispunkte gesenkt. Sämtlichen geopolitischen Herausforderungen und Unsicherheiten zum Trotz, darunter der weiterhin ungelöste Brexit sowie die zukünftige Rolle Großbritanniens in Europa, verzeichneten die Aktienmärkte in den ersten neun Monaten 2019 eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung. Allerdings wirkten sich sinkende Zinserwartungen im Euroraum in Verbindung mit einem erneuten Anleihekaufprogramm der EZB zumindest für den europäischen Bankensektor vergleichsweise negativ aus. Während der EuroStoxx 50 in den ersten neun Monaten um 18,9 % zulegen konnte (DAX: +17,7 %), stieg der Euro-Stoxx-Bankenindex lediglich um 0,8 %. Im Vergleich dazu gab der Kurs der Commerzbank-Aktie um 8 % nach. Hintergrund der unterdurchschnittlichen Entwicklung waren insbesondere das deutlich negative Zinsumfeld sowie der hiermit verbundene mittelfristig zu erwartende Ertragsrückgang.

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Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.2018
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.9.) 1 252,4 1 252,4
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 8,26 13,82
Tief 4,66 7,92
Schlusskurs (30.9.) 5,32 8,21
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 21,6 29,1
Tief 3,1 4,0
Durchschnitt 8,1 10,4
Indexgewicht in % (30.9.)
MDAX 2,1 .
EURO STOXX Banken 0,5 1,3
Ergebnis je Aktie in € 0,55 0,60
Buchwert je Aktie2 in € (30.9.) 22,79 22,66
Net Asset Value je Aktie3 in € (30.9.) 21,58 21,48
Marktwert/Net Asset Value (30.9.) 0,25 0,38

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse im dritten Quartal

Veränderungen im Vorstand der Commerzbank

Am 5. September hat Finanzvorstand Stephan Engels Vorstand und Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen bis April 2020 laufenden Vertrag gern erfüllen, aber ein mögliches Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. Stephan Engels ist seit 1. April 2012 Finanzvorstand der Commerzbank, verantwortlich für Group Finance, Group Tax, Group Treasury, Group Investor Relations und für die mBank. In seiner Sitzung am 26. September hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass Dr. Bettina Orlopp spätestens zum 31. März 2020 Nachfolgerin von Stephan Engels als Finanzvorstand wird. Dann übernimmt sie auch Group Tax, Group Treasury und Group Investor Relations. In der gleichen Sitzung hat der Aufsichtsrat Sabine Schmittroth -gegenwärtig Bereichsvorständin im Segment Privat- und Unternehmerkunden -zum 1. Januar 2020 als künftige Arbeitsdirektorin in den Vorstand berufen. Sabine Schmittroth, die ab dem 1. Januar 2020 zunächst Group Human Resources verantwortet, erhält spätestens zum 31. März 2020 zusätzlich die Zuständigkeit für Group Compliance. Group Legal liegt dann bei Martin Zielke. Die Entscheidung über die Berufung von Sabine Schmittroth steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht.

Commerzbank präsentiert Strategieprogramm "Commerzbank 5.0"

Ende September hat die Commerzbank die Eckpunkte des neuen Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" vorgestellt. Mit der neuen Strategie investiert die Bank in technologische Innovation und in ihr Kerngeschäft. Damit beschleunigt sie die Digitalisierung, schafft Wachstum und erhöht ihre Effizienz.

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden setzt die Commerzbank vor allem auf einen zügigen Ausbau des Mobile Bankings. Gleichzeitig bleibt das Filialnetz eine feste Säule des Kundenangebots. Mit künftig rund 800 Filialen bietet die Commerzbank auch weiterhin eine breite Präsenz in Deutschland. Zusätzliche Ertragspotenziale erwartet die Bank durch die verstärkte Nutzung von Daten, die individuell zugeschnittene Produkte und Services ermöglicht. Künftig wird die Commerzbank zudem Leistungen differenzierter bepreisen. Mit der geplanten Integration der comdirect bündelt die Bank ihre digitalen Kompetenzen.

Im Segment Firmenkunden stärkt die Bank insbesondere in der Mittelstandsbank ihre Marktpräsenz: Die weitere Digitalisierung und eine effizientere Plattform sollen größere Freiräume im Vertrieb eröffnen. Dieser soll alleine in Deutschland durch über 150 neue Vertriebskräfte verstärkt werden. Kunden können dadurch künftig noch intensiver betreut werden. Die Bank will so das Potenzial bestehender Kundenverbindungen besser ausschöpfen. Dabei wird der Fokus auch auf einer verbesserten Kapitaleffizienz liegen.

Im Rahmen des Strategieprogramms wird die Bank insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro in die Digitalisierung und in die weitere Verbesserung ihrer Kosteneffizienz investieren. Hiervon fließen 750 Mio. Euro als zusätzliche Mittel in die Digitalisierung, die IT-Infrastruktur und in Wachstum. Die verbleibenden 850 Mio. Euro entfallen auf Restrukturierungskosten für den geplanten Abbau von brutto 4300 und netto 2300 Vollzeitstellen sowie für die angekündigten Anpassungen im Filialnetz. Mit der geplanten Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung an der mBank S.A. ("mBank") in Polen will die Bank die Finanzmittel generieren, die eine schnellere Umsetzung der Strategie und die damit verbundenen Investitionen ermöglichen.

Die Weiterentwicklung der Strategie soll dazu beitragen, dass die Bank bis 2023 auch in einem sich nochmals verschärfenden Marktumfeld weiteres Wachstum bei Kunden und Assets sowie steigende Erträge erreicht. Die Commerzbank strebt an, dass sich das Kostenniveau bis 2023 im Vergleich zum laufenden Jahr um rund 600 Mio. Euro verringert. Mit den Investitionen in die fortschreitende Modernisierung der konzernweiten IT-Infrastruktur will die Bank ihre IT-Kosten auf 1 Mrd. Euro reduzieren. Auch in den Zentralbereichen und Segmenten sollen die Kosten weiter gesenkt werden. Nach Veräußerung der mBank soll sich die Kostenbasis im Jahr 2023 auf höchstens 5,5 Mrd. Euro belaufen. Wie angekündigt wird ein weiterer konzernweiter Stellenabbau von brutto rund 4300 und netto rund 2300 Vollzeitstellen leider unvermeidbar sein. Von den rund 2 000 neu geschaffenen Stellen wird ein wesentlicher Teil in strategisch wichtigen Bereichen aufgebaut. Die Details sollen in den nächsten Monaten ausgearbeitet und gemeinsam mit den Arbeitnehmergremien beraten werden. Ziel ist es, den geplanten Stellenabbau wie in der Vergangenheit möglichst sozialverträglich zu gestalten.

Nach der Umsetzungsphase der Strategie soll mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von mehr als 4 % erwirtschaftet werden. Diese Mittelfristplanung berücksichtigt jüngste Entscheidungen der Europäischen Zentralbank. Die Zielkapitalquote bleibt unverändert bei 12 % bis 13 %. Zusammen mit der angestrebten Eigenkapitalrendite soll dies der Bank die Zahlung regelmäßiger Dividenden ermöglichen. Weitergehende Informationen zur Strategie "Commerzbank 5.0" finden sich unter https://www.commerzbank.com.

Commerzbank veröffentlicht freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot für comdirect

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 30. Oktober die Angebotsunterlage zum freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft ("comdirect") veröffentlicht. Die Commerzbank hält bereits rund 82 % der Anteile der comdirect. Die übrigen 18 % befinden sich im Streubesitz. Angestrebt wird eine Verschmelzung auf die Commerzbank, um die hohe Digitalkompetenz und Innovationskraft der comdirect künftig für alle Kunden des Konzerns zu nutzen. Der comdirect eröffnet die Integration die Möglichkeit, ihr Angebot über die Commerzbank zu skalieren. Die Commerzbank bietet den Aktionären der comdirect 11,44 Euro je Aktie in bar. Dies entspricht einer Prämie von 25 % auf den Xetra-Schlusskurs der comdirect-Aktie vom 19. September 2019, dem Tag vor Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung zum Strategieentwurf "Commerzbank 5.0". Die Angebotsfrist für das Erwerbsangebot läuft bis zum 6. Dezember 2019 und steht unter der Vollzugsbedingung einer Mindestannahmequote von 90 % (einschließlich der von der Commerzbank bereits gehaltenen comdirect-Aktien).

Für die Kunden der comdirect soll die gewohnte Produkt- und Servicequalität erhalten bleiben, während sie künftig zusätzlich von der Filialpräsenz der Commerzbank profitieren. Im Gegenzug könnten Commerzbank-Kunden Zugang zum ausgezeichneten Brokerage-Angebot der comdirect erhalten, das unter der bisherigen Produktmarke weitergeführt wird.

Die Angebotsunterlage und alle weiteren Informationen zum Angebot sind im Internet auf folgender Webseite abrufbar: www.commerzbank-offer.com.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtszeitraum hat sich gegenüber den im Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 getroffenen Aussagen nicht wesentlich geändert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen, geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Die Vergleichsangaben 2018 in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen Anhangangaben haben wir geändert. Informationen hierzu sowie zu weiteren Anpassungen siehe Zwischenabschluss Note 3.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

In den ersten neun Monaten 2019 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe von 990 Mio. Euro erzielt, nach 1 005 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die einzelnen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 3 764 Mio. Euro um 7,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Der Zinsüberschuss im Inland legte aufgrund fortgesetzten Kreditwachstums zu, vor allem in der privaten Baufinanzierung. Er profitierte auch von Maßnahmen zur Steigerung der Zinserträge aus dem Einlagengeschäft, sodass weiter rückläufige Kreditmargen ausgeglichen wurden. Bei der mBank entwickelte sich das Wachstum des Zinsüberschusses, getragen vom Konsumentenkreditgeschäft mit Privatkunden und höheren Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, dynamischer als im Inland. Im Segment Firmenkunden konnten Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld sowie aus dem intensiven Preiswettbewerb durch höhere Zinserträge, insbesondere im Kreditgeschäft, mehr als kompensiert werden.

Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,8 % auf 2 270 Mio. Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden ist der Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Im Inland beginnen sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft zunehmend zu stabilisieren, lagen in der Summe jedoch noch unter Vorjahresniveau. Der stetige Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen konnte dies sowie sinkende Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft nicht ausgleichen. Auch bei der mBank war der Provisionsüberschuss rückläufig, unter anderem wegen der weggefallenen Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft. Im Segment Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stabile Entwicklung.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 127 Mio. Euro, nach 488 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist insbesondere auf Bewertungseffekte im Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie auf positive Erträge aus Restrukturierungen im Segment Firmenkunden im Vorjahreszeitraum zurückzuführen.

Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 159 Mio. Euro, nach 145 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind 103 Mio. Euro aus dem abgeschlossenen Verkauf der ebase GmbH. Im Ergebnis des Vorjahreszeitraums waren Erträge aus der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie aus einer Beteiligung im Segment Firmenkunden enthalten. Außerdem wirkten sich im Vorjahr Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus.

Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 370 Mio. Euro, nach - 292 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis leicht über dem Vorjahresniveau. Im Inland sanken die Risikokosten nochmals signifikant und machten knapp ein Drittel des gesamten Risikoergebnisses aus. Der deutlich größere Teil entfiel somit auf die mBank; hier war -bei weiterhin insgesamt guter Kreditportfolioqualität -insbesondere ein Anstieg der Kreditwertberichtigungen im Privatkundengeschäft zu verzeichnen. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden erhöhte sich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum trotz anhaltender Investitionen in Digitalisierung und Wachstum mit 4 710 Mio. Euro um 3,5 % unter dem Vorjahreszeitraum. Während die Personalaufwendungen mit 2 647 Mio. Euro -unter anderem aufgrund von Tarifanpassungen -um 2,9 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 10,6 % auf 2 063 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter in Projekten sowie niedrigeren Beratungskosten.

Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge -die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten -stiegen um 11,5 % auf 398 Mio. Euro.

Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug 990 Mio. Euro, nach 1 005 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 231 Mio. Euro an, nach 185 Mio. Euro im Vorjahr.

Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 759 Mio. Euro, gegenüber 820 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug 9 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Societe Generale verkauften Geschäftsbereichs Equity Markets 8 Commodities (EMC).

Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2019 ein Konzernergebnis von 684 Mio. Euro zuzurechnen, nach 751 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,79 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,55 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,80 Euro beziehungsweise auf 0,60 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2019 bei 513,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2018 war dies ein Anstieg um 11,0 % beziehungsweise 51,0 Mrd. Euro.

Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 0,9 Mrd. Euro auf 53,0 Mrd. Euro leicht gesunken. Die Ermäßigung gegenüber dem Jahresultimo 2018 stand insbesondere im Zusammenhang mit einem Rückgang von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende 2018 um 23,3 Mrd. Euro auf 302,5 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2018 resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Kreditinstituten aus der saisonalen Ausweitung des Repo-Geschäfts.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 30.3 Mrd. Euro und damit um 3,7 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg um 13,7 % resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente.

Mit 47,0 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P8L" um 12,9 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 54,7 Mrd. Euro um 12,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2018. Während die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten um 8,5 Mrd. Euro gestiegen sind, nahmen die positiven Marktwerte aus Währungs- und Aktienderivaten um insgesamt 2,3 Mrd. Euro zu. Die verbrieften Schuldinstrumente stiegen um 1,6 Mrd. Euro.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 9,4 Mrd. Euro, nach 13.4 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale sowie aus dem Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG an die FNZ Group.

Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 369,7 Mrd. Euro um 23,0 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 2,4 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die Sichteinlagen -sowohl von Privat- und Firmenkunden als auch Kreditinstituten -im Vergleich zum Jahresende 2018 deutlich an.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo 2018 um 14,3 Mrd. Euro auf 36,3 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen leicht zurückgegangen sind, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten deutlich um 14,4 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten zurückzuführen.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 53,6 Mrd. Euro um 10,2 Mrd. Euro über dem Jahresende 2018. Der Zuwachs resultierte aus den negativen Marktwerten aus Zins- und Währungsderivaten, die um 11,9 Mrd. Euro angestiegen sind. Rückläufig waren dagegen die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, die um 1,5 Mrd. Euro zurückgegangen sind.

Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 11,1 Mrd. Euro, nach 12,9 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale sowie aus dem Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG an die FNZ Group.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2019 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag bei 28,5 Mrd. Euro, nach 28,2 Mrd. Euro zum Jahresende 2018. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Konzernabschluss auf Seite 42 f.

Die Risikoaktiva per 30. September 2019 lagen bei 189,4 Mrd. Euro und damit 8,9 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2018. Der Anstieg resultierte unter anderem aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel und aus Kreditwachstum in den Kernsegmenten, inklusive mBank. Zudem führten Parametereffekte (vor allem Effekte aus der Überprüfung von internen Kreditrisikomodellen durch die Aufsicht) zu höheren Kreditrisikoaktiva. Dieser Zuwachs wird nur leicht durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund einer Verbriefungstransaktion im ersten Quartal 2019 sowie gezieltem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios gemindert. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 24,2 Mrd. Euro. Es erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des regulatorisch anrechenbaren Gewinns und reduzierter regulatorischer Abzüge gegenüber dem Jahresultimo 2018 um 1,0 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote betrug 12,8 %. Der durch die Erhöhung der Risikoaktiva verursachte negative Effekt auf die CET1-Quote wurde durch das gestiegene harte Kernkapital teilweise kompensiert. Mit der Anfang Juli begebenen Emission einer Additional-Tier-1-Anleihe über 1 Mrd. US-Dollar stieg das Kernkapital (with transitional provisions) auf 25,9 Mrd. Euro und die entsprechende Kernkapitalquote auf 13,7 %. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,3 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,9 % (with transitional provisions) beziehungsweise bei 4,7 % (fully loaded).

Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.

Refinanzierung und Liquidität

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.

Im den ersten drei Quartalen 2019 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 7,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit aller im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei über acht Jahren.

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtszeitraum zwei Preferred-Senior-Benchmarkanleihen mit einem Volumen von insgesamt 2,25 Mrd. Euro und Laufzeiten von fünf Jahren beziehungsweise sieben Jahren emittiert. Es wurden ebenfalls zwei Non-preferred-Senioranleihen über jeweils 500 Mio. Euro und Laufzeiten von fünf und sieben Jahren platziert. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,8 Mrd. Euro emittiert. Die mBank hat eine Preferred-Senioranleihe über 125 Mio. Schweizer Franken begeben. Im Juli hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe begeben. Die Anleihe hatte ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Die Anleihe hat eine unbefristete Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Die Emission dient dazu, das regulatorische Eigenkapital weiter zu stärken und strukturell zu optimieren. Die nachrangige Anleihe erfüllt die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) als zusätzliches Kernkapital. Die Anleihe wurde mit einem Anteil von 96 % hauptsächlich von ausländischen Investoren gekauft.

Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt 2,5 Mrd. Euro emittiert, davon im Januar zwei Benchmarkemissionen über jeweils 1 Mrd. Euro mit Laufzeiten von fünf beziehungsweise fünfzehn Jahren begeben.

Der Anteil von Privatplatzierungen betrug 0,5 Mrd. Euro. Die Commerzbank konnte ihre Emissionen bei einem breiten Kreis von inländischen und ausländischen Investoren platzieren.

Die Bank wies zum Berichtsultimo 2019 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 83,0 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsultimo 7,1 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat mit 135,20 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Konzernabschluss Note 43. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate 2019 basiert auf der im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 63 und 268 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset 8 Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Das bis zur Auflösung vom Segment Asset 8 Capital Recovery erzielte Ergebnis wird in der Segmentberichterstattung im Zwischenabschluss weiterhin ausgewiesen.

Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note 40.

Privat- und Unternehmerkunden

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikoergebnis 3 751 3 641 3,0
Risikoergebnis - 187 - 184 1,4
Verwaltungsaufwendungen 2 616 2 696 - 3,0
Pflichtbeiträge 240 197 21,8
Operatives Ergebnis 707 563 25,6
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 5 263 4 701 12,0
Operative Eigenkapitalrendite (%) 17,9 16,0 1,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge 69,7 74,0 - 4,3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen 76,2 79,5 - 3,3

1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40).

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden zeigte in den ersten neun Monaten 2019 eine im Trend positive Entwicklung und erwies sich als widerstandsfähig gegenüber dem weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Auch unterstützt durch den Veräußerungsgewinn von 103 Mio. Euro aus dem im Juli vollzogenen Verkauf der comdirect-Tochtergesellschaft ebase GmbH verzeichnete das Operative Ergebnis einen Anstieg um 144 Mio. Euro auf 707 Mio. Euro. Im Operativen Ergebnis des Vergleichszeitraums des Vorjahres war ein Veräußerungsgewinn aus dem Gruppenversicherungsgeschäft der mBank in Höhe von 52 Mio. Euro enthalten. Insbesondere Volumeneffekte aus weiter wachsenden Kredit- und Einlagenbeständen konnten den anhaltenden Margendruck im inländischen Kreditgeschäft sowie schwächere Provisionserträge im Inland und bei der mBank kompensieren, sodass sich auch unter Ausklammerung der erwähnten Einmaleffekte ein leichter Ertragsanstieg ergab.

Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis stiegen im Berichtszeitraum deutlich um 110 Mio. Euro auf 3 751 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss im Inland legte aufgrund fortgesetzten Kreditwachstums zu, vor allem in der privaten Baufinanzierung. Er profitierte auch von Maßnahmen zur Steigerung der Zinserträge aus dem Einlagengeschäft, sodass weiter rückläufige Kreditmargen ausgeglichen wurden. Bei der mBank entwickelte sich das Wachstum des Zinsüberschusses, getragen vom Konsumentenkreditgeschäft mit Privatkunden und höheren Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, dynamischer als im Inland. In Summe verzeichnete der Zinsüberschuss einen deutlichen Anstieg um 132 Mio. Euro auf 2 042 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss fiel im Vorjahresvergleich um 48 Mio. Euro auf 1 413 Mio. Euro. Im Inland beginnen sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft zunehmend zu stabilisieren, lagen in der Summe jedoch noch unter Vorjahresniveau. Der stetige Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen konnte dies sowie sinkende Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft nicht ausgleichen. Auch bei der mBank war der Provisionsüberschuss rückläufig, unter anderem wegen der weggefallenen Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft.

Das Risikoergebnis in Höhe von - 187 Mio. Euro lag leicht über dem Vorjahresniveau. Im Inland sanken die Risikokosten nochmals signifikant und machten knapp ein Drittel des gesamten Risikoergebnisses aus. Der deutlich größere Teil entfiel somit auf die mBank; hier war -bei weiterhin insgesamt guter Kreditportfolioqualität -insbesondere ein Anstieg der Kreditwertberichtigungen im Privatkundengeschäft zu verzeichnen.

In dem um 80 Mio. Euro auf 2 616 Mio. Euro verringerten Verwaltungsaufwand spiegelten sich in erster Linie die Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz im Inland wider, wo der Sachaufwand in einem größeren Ausmaß zurückging als der ebenfalls rückläufige Personalaufwand. Bei der mBank blieb der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitestgehend stabil. Der im Vorjahresvergleich um 43 Mio. auf 240 Mio. Euro stark erhöhte Aufwand für gesondert ausgewiesene Pflichtbeiträge ging überwiegend auf die mBank zurück. Hier erklärte sich das Plus von 36 Mio. Euro maßgeblich mit der um 23 Mio. Euro höheren Europäische Bankenabgabe sowie der um 18 Mio. Euro gestiegenen polnischen Bankensteuer.

Insgesamt nahm das Ergebnis vor Steuern im Segment Privat- und Unternehmerkunden nach drei Quartalen 2019 um 25,6 % auf 707 Mio. zu.

Firmenkunden

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikoergebnis 2 418 2 620 - 7,7
Risikoergebnis - 186 - 121 53,3
Verwaltungsaufwendungen 1 834 1 899 - 3,4
Pflichtbeiträge 109 110 - 0,4
Operatives Ergebnis 289 489 - 40,9
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) 11 899 10 625 12,0
Operative Eigenkapitalrendite (%) 3,2 6,1 - 2,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) -ohne Pflichtbeiträge 75,8 72,5 3,3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) -inkl. Pflichtbeiträgen 80,4 76,7 3,7

1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40).

Die ersten neun Monate 2019 waren für das Segment Firmenkunden mit Herausforderungen verbunden, darunter das verschärfte Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie ein von Unsicherheit geprägtes gesamtwirtschaftliches Umfeld. Einer positiven Ergebnisentwicklung im Kundengeschäft standen insbesondere deutlich geringere Erträge aus dem Bereich Others gegenüber, dessen Vorjahresergebnis unter anderem von Sondereffekten begünstigt war. In den ersten neun Monaten 2019 erzielte das Segment Firmenkunden ein Operatives Ergebnis von 289 Mio. Euro, nach 489 Mio. Euro im Vorjahr. Höheren Zinserträgen im Kreditgeschäft stand insbesondere ein geringeres Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber.

Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, was sich im Wesentlichen in einem höheren Kreditvolumen und einer soliden Ertragsentwicklung widerspiegelt. Eine ausgesprochen positive Entwicklung verzeichnete der Bereich International Corporates. Ertragssteigerungen konnten insbesondere im Kreditgeschäft verzeichnet werden. Zudem wurden von unseren Kunden zunehmend Absicherungsgeschäfte nachgefragt. Weiterhin zeigte der Bereich Financial Institutions auch in Anbetracht der bestehenden Handelskonflikte einen positiven Geschäftsverlauf, insbesondere mit wachsenden Erträgen im Bereich Handelsfinanzierung.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 2 418 Mio. Euro um 201 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 1 381 Mio. Euro verzeichnete der Zinsüberschuss einen Zuwachs um 72 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem höheren Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss zeigte mit 881 Mio. Euro eine nahezu stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Deutlich zurückgegangen ist das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 114 Mio. Euro um - 286 Mio. Euro unter dem des Vorjahreszeitraums lag, in dem positive Erträge aus Restrukturierungen enthalten waren.

Das Risikoergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements zum Vorjahr. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 186 Mio. Euro, nach - 121 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 834 Mio. Euro um 65 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Kostenumlagen und administrativen Aufwendungen. Investitionen in die strategische Weiterentwicklung konnten erfolgreich kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwand mittels strenger Kostendisziplin schneller als geplant erreicht, woraus ein maßgeblicher Ergebnisbeitrag resultierte.

Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 109 Mio. Euro standen im Zusammenhang mit regulatorischen Aufwendungen.

Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 289 Mio. Euro, nach 489 Mio. Euro im Vorjahr, was einem Rückgang von rund 41 % entspricht.

Sonstige und Konsolidierung

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden.

Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich in den ersten neun Monaten 2019 auf - 37 Mio. Euro, gegenüber - 137 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruhte zu einem wesentlichen Teil auf einer positiven Beteiligungsbewertung und auf gestiegenen Erträgen in Group Treasury, die hauptsächlich auf ein verbessertes Zins- und Währungsrisikomanagement aufgrund positiver Marktentwicklung zurückzuführen sind. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung betrug in den ersten neun Monaten 2019 ebenfalls - 37 Mio. Euro.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf sind nach wie vor hoch. Die globalen Handelskonflikte nehmen an Schärfe zu: Die USA und China überziehen sich mit immer neuen Zöllen und auch der Handel zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) wird wohl bald durch weitere protektionistische Maßnahmen erschwert werden. Vor diesem Hintergrund ist eine baldige Erholung der Weltwirtschaft nicht in Sicht. Mit der erneuten Verschiebung des Brexit-Termins auf den 31. Januar 2020 ist die Gefahr eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der EU vorerst gebannt.

Künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen und strukturellen Entwicklungstendenzen in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Insbesondere die Risiken für den kurzfristigen Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld sind nach wie vor hoch. Gerade der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet die internationalen Handelsströme nachhaltig. Im Zuge des Urteils der Welthandelsorganisation gegen die Europäische Union (EU) wegen illegaler Subventionen im Luftfahrtsektor dürfte nun aber auch der Handel zwischen den USA und der EU durch die Verhängung von gegenseitigen Strafzöllen stärker beeinträchtigt werden. Darüber hinaus drohen ohnehin hohe US-Strafzölle auf Autoimporte aus der EU, wozu eine endgültige Entscheidung allerdings noch aussteht.

Zu den Handelsproblemen kommen in Europa die Gefahren eines ungeregelten Brexits und das latente Risiko, dass Investoren ihr Vertrauen in die Stabilität der italienischen Staatsfinanzen verlieren. Zusätzlich zeigt sich im Nahen Osten ein Konflikt, der die globale Erdölversorgung empfindlich treffen könnte. Vor diesem Hintergrund blickt der deutsche Unternehmenssektor weiterhin ausgesprochen pessimistisch auf die kommenden Monate. Dies gilt vor allem für die exportorientierte Industrie, die für die deutsche Wirtschaftsentwicklung eine große Bedeutung hat.

Die im Berichtszeitraum gestiegenen Abwärtsrisiken und ihre schärfere Wahrnehmung bergen alles in allem die Gefahr, dass die privaten Haushalte ihre Konsum- und die Unternehmen ihre Investitionsaktivitäten zurückfahren. Das wird das Firmen- genauso wie das Privatkundengeschäft sowohl auf der Ebene des Zins- als auch des Provisionsgeschäfts stärker als bisher angenommen belasten. Zwar profitiert das hiesige Privatkundengeschäft von der unverändert hohen Nachfrage nach Wohnhypotheken, die vom Wohnraummangel und dem Niedrigzinsniveau befeuert wird. Doch andererseits leidet die Bankenprofitabilität erheblich unter den inzwischen sehr engen Zinsmargen.

In Polen gibt es zur Zeit zahlreiche Klagen aufgrund von Fremdwährungsdarlehen (CHF) mit Indexierungsklauseln. Die derzeitige Rechtsprechung zu diesen Fällen ist uneinheitlich, so dass die weitere Rechtsfortbildung zur Beurteilung der Erfolgsaussichten dieser Klagen abzuwarten bleibt. Auf den Bankensektor in Polen können vor diesem Hintergrund unter Umständen erhebliche Kosten zukommen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Non-preferred-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt.

Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Bei den Investitionen haben sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 99 bis 101 aufgeführten Planungen ergeben. Sowohl die aktuellen als auch die im Zusammenhang mit der Strategie "Commerzbank 5.0" geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank betreffen vornehmlich Digitalisierungs- und Wachstumsinitiativen sowie die IT-Architektur.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im dritten Quartal 2019 durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone sowie politische Unsicherheiten aufgrund der Handelskonflikte und des Brexits geprägt.

Nachdem die EZB das Ankaufprogramm für Wertpapiere Ende 2018 eingestellt hat und nur noch die fälligen Wertpapiere ersetzt wurden, hat sie nun aufgrund der Eintrübung der Konjunktur sowie rückläufiger Inflationserwartungen Ende September 2019 weitere Zentralbankmaßnahmen beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Senkung der Einlagenfazilität um weitere 10 Basispunkte auf - 0,50 %, eine vorerst unbegrenzte Wiederaufnahme des Wertpapierankaufprogramms zum 1. November 2019 über 20 Mrd. Euro monatlich, Anpassungen der Laufzeit und der Verzinsung des TLTRO III (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) sowie die Einführung eines Tiering-Systems für die Mindestreservevergütung. Im Rahmen des Tiering-Systems wird die Mindestreserve selbst sowie weitere Zentralbankeinlagen bis zum 6-Fachen der Mindestreserve von der negativen Einlagenfazilität befreit, wobei die Verzinsung wie auch der Multiplikator jederzeit durch die EZB geändert werden können. Durch letztere Maßnahme werden die negativen Auswirkungen der Negativzinspolitik auf die Ertragslage der Banken zumindest abgemildert.

Die Überschussliquidität per Ende September 2019 lag bei rund 1 700 Mrd. Euro. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt funktioniert hingegen reibungslos und spielt eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte. Weiterhin ist mit einer Verknappung an Collaterals durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-)Derivategeschäft zu rechnen. Diese Verpflichtung wird für alle betroffenen Marktteilnehmer Ende 2020 voll wirksam. Die Situation an den Bondmärkten ist im Wesentlichen durch die anhaltenden Handelskonflikte sowie die politischen Unsicherheiten rund um den Brexit gekennzeichnet. Dies führt zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen Zinsniveaus kommt es zu einer zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach Rendite.

Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis 25 Jahren negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.

Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Wie bereits im Rahmen unseres Strategieupdates Ende September kommuniziert, haben wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 angepasst. Ausschlaggebend für die Anpassung waren zum einen die makroökonomischen Unsicherheiten, insbesondere die sich weiter verschärfenden globalen Handelskonflikte. Zum anderen führt die von der EZB im September beschlossene weitere Lockerung der Geldpolitik und der daraus resultierende Margendruck ebenfalls zu Ergebnisbelastungen. Wir rechnen deshalb nicht mehr damit, im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere Konzernerträge erzielen zu können. Die insgesamt schwierigen gesamtwirtschaftlichen und geschäftspolitischen Rahmenbedingungen sowie das aktuelle Zinsumfeld sind -wie im Strategieupdate bereits kommuniziert - Basis für die Finanzplanung. Auch vor dem Hintergrund, dass wir im vierten Quartal mit einer deutlich höheren Steuerquote rechnen, gehen wir davon aus, dass sich der Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2019 gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Unsere Prognose für die per Jahresende angestrebte harte Kernkapitalquote von mindestens 12,75 % bleibt unverändert.

Zwischenrisikobericht

Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management, Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.

Für die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Group Compliance die zweite Verteidigungslinie. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.

Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2018 dargestellt.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Sie verfolgt das Ziel einer jederzeit angemessenen Kapitalausstattung.

Seit dem ersten Quartal 2019 erfolgt die Überwachung der Risikotragfähigkeit (RTF) in der ökonomischen Perspektive des ICAAP auf Basis des aufsichtlich vorgegebenen Fortführungsansatzes (ICAAP-Leitfaden der EZB vom November 2018). Das Konfidenzniveau der ökonomischen Kapitalbedarfsermittlung beträgt 99,90 % und harmoniert mit dem Fortführungsansatz. Zur Bestimmung des ökonomischen Risikodeckungspotenzials werden nur Eigenkapitalbestandteile mit ihrem ökonomischen Wert berücksichtigt, die in der Fortführungsperspektive Verluste absorbieren.

Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt. Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten durchgeführt.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Die RTF-Quote betrug 146 % per 30. September 2019 (193 % per 31. Dezember 2018). Die Veränderung der RTF-Quote ist im Wesentlichen auf die im ersten Quartal erfolgten methodischen Anpassungen auf Basis des neuen ICAAP-Leitfadens der EZB zurückzuführen (unter anderem die Nichtberücksichtigung von nachrangigen Kapitalbestandteilen), die zu einem Rückgang des Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2018 führte. Marktschwankungen führten im dritten Quartal zu einem höheren ökonomisch erforderlichen Kapital. Die RTF-Quote liegt weiterhin deutlich über dem Mindestanspruch.

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Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.9.20191 31.12.20181
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 24 27
Ökonomisch erforderliches Kapital2 17 14
davon für Adressenausfallrisiko 10 10
davon für Marktrisiko3 6 3
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 2
RTF-Quote (%)4 146 193

1 Konfidenzniveau ab 31. März 2019: 99,90 %; zum 31. Dezember 2018: 99,91 %.

2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko und die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Goodwill und Intangibles.

3 Ab 30. September 2019 einschließlich Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen.

4 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Die finalen Beschlüsse für die TRIM-Kreditrisikomodellprüfungen aus dem Jahr 2017 ("Baufinanzierungen" und "Unternehmen KMU") wurden der Commerzbank am 17. September 2019 zugestellt. Einzelheiten der Beschlüsse sind derzeit noch in Diskussion mit der EZB. Nach erfolgter Klärung mit der EZB ergeben sich gegebenenfalls Adjustierungen der bereits in den Q3-Zahlen reflektierten TRIM-Auswirkung nach oben oder unten.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Commerzbank-Konzern

Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.

Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) -im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 30. September 2019 wie folgt dar:

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30.9.2019 31.12.2018
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte CVaR Exposure at Default Expected Loss
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Mrd. € Mio. € Bp. Mio. € Mrd. € Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 175 441 25 2 118 165 420
Firmenkunden 189 482 26 4 615 187 467
Asset & Capital Recovery 8 46
Sonstige und Konsolidierung1 73 89 12 3 146 72 35
Konzern 437 1 012 23 9 878 432 968

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31.12.2018
Kreditrisikokennzahlen Risikodichte CVaR
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Bp. Mio. €
--- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 25 2 476
Firmenkunden 25 5 458
Asset & Capital Recovery 57 643
Sonstige und Konsolidierung1 5 1 790
Konzern 22 10 366

1 Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury sowie seit dem 1. Juli 2019 die Restportfolios aus dem Segment ACR. Die Positionen zum 31. Dezember 2018 wurden nicht rückwirkend angepasst.

Der Rückgang des CVaR resultiert aus der Anpassung des Konfidenzniveaus von 99,91 % auf 99,90 % im ersten Quartal 2019.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 83 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.

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30.9.2019 31.12.2018
Ratingverteilung EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8 1,0-1,8
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Privat- und Unternehmerkunden 31 51 14 3 1 32
Firmenkunden 19 61 16 3 1 20
Asset & Capital Recovery 27
Sonstige und Konsolidierung 60 36 3 1 0 45
Konzern 31 53 13 2 1 29

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31.12.2018
Ratingverteilung EaD | % 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
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Privat- und Unternehmerkunden 51 14 3 1
Firmenkunden 59 16 3 1
Asset & Capital Recovery 56 8 9 1
Sonstige und Konsolidierung 53 1 0 0
Konzern 55 13 2 1

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 4 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder.

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30.9.2019 31.12.2018
Konzernportfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Deutschland 235 502 21 227 477 21
Westeuropa 92 181 20 84 162 19
Mittel- und Osteuropa 45 203 45 41 197 48
Nordamerika 36 52 14 32 54 17
Asien 19 39 21 37 44 12
Sonstige 10 36 36 10 34 33
Konzern 437 1 012 23 432 968 22

Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des dritten Quartals 2019 lag das Russland-Exposure bei 3,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 2,6 Mrd. Euro), das Türkei-Exposure bei 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,7 Mrd. Euro) sowie das Exposure in China bei 4,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 6,4 Mrd. Euro).

Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des dritten Quartals 2019 bei 9,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 8,4 Mrd. Euro) und das Sovereign Exposure von Spanien bei 2,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro).

Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich in den ersten neun Monaten 2019 auf - 370 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2019 wird das Risikoergebnis aus heutiger Sicht nicht unter 550 Mio. Euro liegen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 27 des Zwischenabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste) werden Details zu den Stages erläutert; in Note 10 (Risikoergebnis) findet sich die Definition zum Risikoergebnis.

Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

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1.7.-30.9.2019 1.4.-30.6.2019
Risikoergebnis Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt Stage 1 Stage 21
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Mio. €
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Privat- und Unternehmerkunden - 8 - 16 - 62 - 87 - 1 20
Firmenkunden 7 34 - 72 - 31 0 7
Asset & Capital Recovery 0 0 0 0 0 0
Sonstige und Konsolidierung - 1 7 - 3 4 - 2 48
Konzern - 2 25 - 137 - 114 - 2 75

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1.4.-30.6.2019 1.1.-31.3.2019
Risikoergebnis Stage 31 Gesamt Stage 1 Stage 21 Stage 31 Gesamt
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Mio. €
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Privat- und Unternehmerkunden - 68 - 48 - 2 - 5 - 44 - 52
Firmenkunden - 134 - 127 0 - 17 - 12 - 28
Asset & Capital Recovery - 23 - 23 0 2 - 2 - 1
Sonstige und Konsolidierung - 26 21 - 1 4 0 2
Konzern - 250 - 178 - 3 - 17 -58 - 78

1 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).

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1.7.-30.9.2018 1.4.-30.6.2018
Risikoergebnis1 Stage 1 Stage 22 Stage 32 Gesamt Stage 1 Stage 22
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Mio. €
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Privat- und Unternehmerkunden - 3 - 21 - 45 - 69 - 14 12
Firmenkunden - 14 5 - 53 - 61 - 8 - 37
Asset & Capital Recovery - 2 2 2 2 7 3
Sonstige und Konsolidierung 2 - 4 - 2 - 3 - 3 1
Konzern - 17 - 17 - 98 - 133 - 18 - 22

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1.4.-30.6.2018 1.1.-31.3.2018
Risikoergebnis1 Stage 32 Gesamt Stage 1 Stage 22 Stage 32 Gesamt
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Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 63 - 66 30 - 42 - 36 - 49
Firmenkunden 9 - 35 0 - 4 - 21 - 25
Asset & Capital Recovery 6 16 1 - 3 0 - 2
Sonstige und Konsolidierung 5 3 - 3 2 0 - 1
Konzern - 43 - 82 27 - 48 - 57 - 77

1 Rückwirkend angepasst (siehe Zwischenabschluss Note 3).1 1

2 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).2 2

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1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181
Risikoergebnis | Mio. € Stage 1 Stage 22 Stage 32 Gesamt Stage 1 Stage 22
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Privat- und Unternehmerkunden - 11 - 1 - 174 - 187 13 - 52
Firmenkunden 8 24 - 218 - 186 - 22 - 36
Asset & Capital Recovery 0 2 - 25 - 24 6 1
Sonstige und Konsolidierung - 4 59 - 29 27 - 4 0
Konzern - 7 83 - 446 - 370 - 7 - 87

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1.1.-30.9.20181
Risikoergebnis | Mio. € Stage 32 Gesamt
--- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden - 145 - 184
Firmenkunden - 64 - 121
Asset & Capital Recovery 8 15
Sonstige und Konsolidierung 3 - 2
Konzern - 198 - 292

1 Rückwirkend angepasst (siehe Zwischenabschluss Note 3).

2 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).

Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns war in den ersten neun Monaten 2019 um 272 Mio. Euro rückläufig und lag zum 30. September 2019 bei 3 568 Mio. Euro.

Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und

Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). Die von der Bank gehaltenen als ausgefallen klassifizierten Fair Value Kredite aus den Bereichen Ship Finance und CRE in Höhe von insgesamt 176 Mio. Euro sind nicht enthalten.

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30.9.2019 31.12.2018
Default-Portfolio Konzern | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 3 568 0 3 568 3 769 71 3 839
LLP1 1 629 0 1 629 1 606 3 1 609
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)2 46 0 46 43 4 42
Sicherheiten 859 0 859 913 0 913
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)2 70 0 70 67 4 66
NPL-Ratio (%)3 0,8 0,9

1 Loan Loss Provision.

2 Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.

3 NPL-Ratio: Default-Portfolio (NPL - Non-Performing Loans) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Segment Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab.

Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 86 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 22 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den ersten neun Monaten resultierte überwiegend aus der Baufinanzierung.

Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber dem Jahresultimo mit 25 Basispunkten konstant geblieben.

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30.9.2019 31.12.2018
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Private Kunden 103 169 16 99 177 18
Unternehmerkunden 31 77 25 29 67 23
comdirect bank 3 19 63 4 6 17
Commerz Real 1 2 39 1 2 29
mBank 37 174 47 33 167 50
PUK 175 441 25 165 420 25

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis in den ersten neun Monaten 2019 bei - 187 Mio. Euro.

Das Default-Portfolio des Segments belief sich per 30. September 2019 auf 1 757 Mio. Euro.

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30.9.2019 31.12.2018
Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
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Default-Portfolio 1 757 0 1 757 1 751 0 1 751
LLP 931 0 931 850 0 850
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 53 0 53 49 0 49
Sicherheiten 531 0 531 531 0 531
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 83 0 83 79 0 79
NPL-Ratio (%) 1,0 1,1

Segment Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.

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30.9.2019 31.12.2018
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Mittelstand 79 232 29 74 198 27
International Corporates 72 134 18 68 149 22
Financial Institutions 21 62 30 23 69 30
Sonstige 17 54 32 22 50 23
FK 189 482 26 187 467 25

Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 187 Mrd. Euro auf 189 Mrd. Euro leicht gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 26 Basispunkten nahezukonstant.

Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 23.

Mit - 186 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2019 lag das Risikoergebnis im Segment Firmenkunden geprägt von Einzelfällen wie erwartet über dem niedrigen Wert des Vorjahresvergleichszeitraums, in dem das Segment von größeren Auflösungen profitiert hatte.

Das Default-Portfolio des Segments belief sich per 30. September 2019 auf 1 566 Mio. Euro.

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30.9.2019 31.12.2018
Default-Portfolio Segment FK | Mio. € Kredite Wertpapiere Gesamt Kredite Wertpapiere Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Default-Portfolio 1 566 0 1 566 1 669 67 1 736
LLP 628 0 628 636 3 639
Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 40 0 40 38 4 37
Sicherheiten 239 0 239 251 0 251
Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 55 0 55 53 4 51
NPL-Ratio (%) 0,8 0,9

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

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30.9.2019 31.12.2018
Corporates-Portfolio nach Branchen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
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Energieversorgung/Abfallwirtschaft 19 57 29 18 62 34
Technologie/Elektronik 15 35 23 13 31 24
Konsum 15 50 34 14 54 37
Großhandel 14 50 35 13 48 37
Transport/Tourismus 12 40 34 11 30 26
Grundstoffe/Metall 12 40 34 11 42 40
Dienstleistungen/Medien 11 29 27 10 30 29
Automobil 10 36 36 10 27 28
Chemie/Verpackung 9 46 49 9 41 43
Maschinenbau 9 27 29 9 24 28
Bau 6 16 25 6 16 28
Pharma/Gesundheitswesen 5 11 22 4 10 24
Sonstige 7 9 13 5 7 13
Gesamt 145 446 31 133 421 32

Financial-Institutions-Portfolio

Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.

Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.

Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege", Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.

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30.9.2019 31.12.2018
FI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 5 3 7 5 6 12
Westeuropa 15 11 7 15 12 8
Mittel- und Osteuropa 3 16 62 3 17 56
Nordamerika 2 0 2 2 1 4
Asien 10 21 22 12 24 21
Sonstige 5 21 39 6 23 40
Gesamt 40 73 18 43 83 19

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika.

Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung.

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30.9.2019 31.12.2018
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
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Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 18 27 15 18 25 14
Westeuropa 12 34 29 12 23 19
Mittel- und Osteuropa 2 12 66 1 8 65
Nordamerika 9 20 22 9 24 28
Asien 2 3 14 2 2 13
Sonstige 1 2 27 1 2 31
Gesamt 43 97 23 42 84 20

Originatorenpositionen

Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 4,4 Mrd. Euro vorgenommen. Die Transaktion CoCo Finance II 2 wurde im dritten Quartal 2019 vertagsgemäß zurückgezahlt.

Zum Stichtag 30. September 2019 wurden Risikopositionen in Höhe von 4,1 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 3,9 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.

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Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen1
--- --- --- --- --- ---
Mrd. €
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Corporates 2025-2036 3,9 < 0,1 0,1 4,4
Gesamt 30.9.2019 3,9 < 0,1 0,1 4,4
Gesamt 31.12.2018 5,3 < 0,1 0,1 5,9

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen -insbesondere Handels- und Leasingforderungen -von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Im Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen des Umzuges des Conduits Silver Tower nach Luxemburg erfolgt seit Jahresbeginn auch ein Teil der Finanzierung durch direkten Ankauf von Funding Notes auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 leicht von 3,9 Mrd. Euro auf 4,1 Mrd. Euro gestiegen.

Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance 8 Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen blieb im dritten Quartal 2019 mit 4,2 Mrd. Euro relativ stabil (Dezember 2018: 4,0 Mrd. Euro), die Risikowerte1 blieben mit 4,0 Mrd. Euro (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro) ebenfalls nahezu unverändert.

Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 4,9 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro). Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Zum 30. September 2019 befinden sich (wie bereits zum Jahresabschluss 2018) ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,1 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,4 Mrd. Euro (Dezember 2018: 0,4 Mrd. Euro).

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.

Risikosteuerung

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2018 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis.

Für das Gesamtbuch stieg der VaR in den ersten neun Monaten 2019 um 47 Mio. Euro auf 81 Mio. Euro. Der Anstieg des VaR resultiert aus der stark gestiegenen Volatilität auf den Zinsmärkten, die zu Extremszenarios in der VaR-Berechnung führt.

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VaR-Beitrag | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Gesamtbuch 81 34
davon Handelsbuch 8 10

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cash-Instrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

In der EU trat am 1. Januar 2018 die Benchmark-Verordnung in Kraft. Ziel der Verordnung ist die Verbesserung der Transparenz und Integrität der Ermittlung und Verwendung von Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden. Die EU hat kürzlich eine Verlängerung der Übergangszeit bis Ende 2021 beschlossen, um den betroffenen Instituten die Möglichkeit zu geben, sich auf die bevorstehenden Entwicklungen einzustellen und dem Markt Zeit zu geben, entsprechende Verfahren zu entwickeln, die mit der Verordnung konform sind. Darüber hinaus hat das European Money Market Institute (EMMI) als Administrator des Euribor die Zulassung des zuständigen Regulators für den Einsatz des sogenannten "Hybrid Ansatzes" erhalten. Damit kann dieser Index weiterhin verwendet werden. Die Umstellungsaufwände werden damit für die Banken deutlich reduziert. Die Bank hat zur Vorbereitung ein Konzernprojekt etabliert und in die seit 1. Juli 2019 in Kraft getretene "Delivery Organisation" (Campus 2.0) integriert, in dem alle betroffenen Einheiten eingebunden sind. Im Rahmen dieser strategischen Initiative werden die notwendigen Anpassungserfordernisse identifiziert und in einem Umsetzungsplan berücksichtigt, so dass die Bank zeitgerecht auf die Umstellung der Geschäfts- und IT-Prozesse vorbereitet ist und Aufwände für die Folgejahre entsprechend einplanen kann.

Ein erster Meilenstein wurde Anfang Oktober mit der Einführung der neuen Risk-Free-Rate (RFR) "€STR" sowie der Umsetzung des EONIA Fixings auf eine neue Methodik erfolgreich abgeschlossen. Die Neuerung hatte keine materielle Auswirkung auf Ertrags- oder Risikozahlen der betroffenen Geschäfte.

Handelsbuch

Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.

Der VaR sank im Verlauf der ersten drei Quartale 2019 geringfügig von 10 Mio. Euro auf 8 Mio. Euro. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich im historischen Vergleich auf niedrigem Niveau.

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VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € 1.1.-30.9.2019 2018
Minimum 6 6
Mittelwert 7 9
Maximum 11 12
VaR-Endziffer Berichtsperiode 8 10

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert.

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VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Credit Spreads 1 1
Zinsen 2 2
Aktien 2 3
Währung 2 2
Rohwaren 1 1
Gesamt 8 10

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. In den ersten neun Monaten 2019 blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR fiel von 35 Mio. Euro per Ende 2018 auf 28 Mio. Euro per September 2019.

Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei ist das Zinsrisiko die dominierende Anlageklasse.

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Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Credit Spreads 6 5
Zinsen 8 12
Aktien 4 10
Währung 6 4
Rohwaren 3 4
Gesamt 28 35

Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 2 Mio. Euro auf 21 Mio. Euro und befindet sich im historischen Vergleich auf niedrigem Niveau.

Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P8L" und "Dirty P8L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. In den ersten neun Monaten 2019 haben wir keinen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen den Aufsichtsbehörden unter Angabe von Ausmaß und Ursache gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende des dritten Quartals 2019 bei 50 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 41 Mio. Euro).

Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. September 2019 ein potenzieller Verlust von 2 873 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1 651 Mio. Euro potenzieller Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 316 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 230 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.

Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 30. September 2019 auf 8,2 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast

90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der Risikodeckungsmasse.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.

Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.

Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten zum Quartalsultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario zum Ende des dritten Quartals 2019 eine Nettoliquidität von 20,6 Mrd. Euro beziehungsweise 22,8 Mrd. Euro.

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Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € 30.9.2019 31.12.2018
Idiosynkratisches Szenario 1 Monat 27,6 16,6
3 Monate 32,2 19,2
Marktweites Szenario 1 Monat 29,9 21,6
3 Monate 32,0 22,7
Kombiniertes Szenario 1 Monat 20,6 11,0
3 Monate 22,8 11,7

Liquiditätsreserven

Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.

Die Bank wies zum Ende des dritten Quartals eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 83,0 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2018: 77,3 Mrd. Euro). Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 7,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 10,0 Mrd. Euro).

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Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € 30.9.2019 31.12.2018
Bestand an hochliquiden Aktiva 83,0 77,3
davon Level 1 77,9 61,9
davon Level 2A 3,9 14,1
davon Level 2B 1,1 1,3

Liquiditätskennzahlen

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period".

Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum dritten Quartalsultimo des Jahres 2019 lag der Durchschnitt der LCR der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte bei 135,20 % (zum Jahresultimo 2018: 135,66 %).

Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 43 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist konform zur aufsichtlichen Vorgabe (Capital Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet auch Rechtsrisiken, während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht enthalten sind. Das Compliance-Risiko wird in der Commerzbank als wesentliche Risikoart separat gesteuert. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes ist das Cyber-Risiko eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank und wird ebenfalls als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken und Cyber-Risiken fließen jedoch in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, das Risikoprofil und potenzielle Konzentrationen systematisch zu bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikomitigation festzulegen.

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals 2019 auf dieser Basis 21,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 21,4 Mrd. Euro, 99,90 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,7 Mrd. Euro (seit Q1 2019: 99,90 %-Quantil; 31. Dezember 2018: 1,8 Mrd. Euro, 99,91 %-Quantil).

Der Umsetzungsplan des Basel Committees sieht die Einführung des Standardised Approach zur Berechnung des regulatorischen OpRisk Kapitalbedarfs ab dem 1. Januar 2022 vor. Dieser basiert auf der Multiplikation zweier Komponenten. Die erste Komponente beruht auf dem Geschäftsindikator, welcher sich additiv aus einer Zins-, einer Dienstleistungs- und einer Finanzkomponente zusammensetzt, und einem Koeffizienten, der durch die Größe des Geschäftsindikators bestimmt wird. Die zweite Komponente, der risikosensitive Interne Verlustmultiplikator, berücksichtigt die internen operationellen Verluste der Bank.

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden Op-Risk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt.

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten Quartals 2019 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 37 Mio. Euro (Gesamtjahr 2018: 30 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt.

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OpRisk-Ereignisse1Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Interner Betrug 5 4
Externer Betrug 8 7
Sachschäden und Systemausfälle 1 5
Produkte und Geschäftspraktiken 15 - 17
Prozessbezug 8 30
Arbeitsverhältnis 0 0
Konzern 37 30

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts- und Compliance-Risiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2019 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2018 dargestellten Stand.

Rechtliche Risiken

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, begannen vor einigen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt. Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. In einem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Mitte September 2019 fanden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden.

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der mit externer Unterstützung durchgeführten Analysen der Cum-Cum-Geschäfte hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche in den kommenden Wochen statt. Ferner wurden im Rahmen der Veranlagungen des Jahres 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer gemäß BMF Schreiben gekürzt.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben.

Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen.

Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Im Zusammenhang mit Indexierungsklauseln von Darlehen in Schweizer Franken (CHF) an polnische Privatkunden hat ein Warschauer Gericht in einem Verfahren gegen eine andere Bank ein Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestellt. Es geht um die Frage, welche Folgen eine im Einzelfall missbräuchliche Indexierungsklausel eines Fremdwährungsdarlehens nach polnischem Recht hat. Eine rechtliche Entscheidung, wann eine Indexierungsklausel im Einzelfall missbräuchlich ist, hat der EuGH nicht getroffen; diese obliegt weiterhin den polnischen Gerichten.

Die Entwicklung der Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Verträgen mit Indexierungsklauseln sowie die zur Beurteilung der Erfolgsaussichten von Klagen erforderliche Rechtsfortbildung bleibt abzuwarten. Die Anzahl der seit dem EuGH-Urteil ergangenen Gerichtsurteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der weiteren Rechtsprechung und deren Auswirkung nicht aus. Je nach Entscheidung der Polnischen Gerichte könnte es zu finanziellen Belastungen für die betroffenen Banken in Polen, darunter eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, und demnach auch zu erheblichen negativen Auswirkungen für die Commerzbank kommen, die derzeit nicht verlässlich bestimmbar sind. Das noch im Bestand befindliche Portfolio beläuft sich zum 30. September 2019 auf 3,3 Mrd. Euro.

Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließen-

den Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 38 zu den Rückstellungen und der Note 39 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden.

Compliance-Risiken

Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Vor diesem Hintergrund hat der Monitor seine Tätigkeit abgeschlossen, die Bestellung endete am 24. Juni 2019.

Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" manda-tiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein vollumfängliches Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet. Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt. Im dritten Quartal 2019 hat die "Skilled Person" die vierte Phase ihrer Prüfungen auf Basis des vereinbarten Interim Statement of Work plangemäß begonnen.

Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. In Übereinstimmung mit einer am 8. November 2018 durch die CFTC eingegangenen Consent Order hat die Commerzbank einen von der CFTC genehmigten externen Berater für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Während des Überprüfungszeitraums wird der externe Berater jährliche Berichte erstellen, in denen er die Einhal-Einhaltung der Vorgaben des Commodity Exchange Act und der CFTC durch den Swap Dealer beurteilt. Zudem wird der Bericht Empfehlungen zur Verbesserung der Praktiken, Policies und Procedures des Swap Dealers enthalten. Der externe Berater hat seine Arbeit im April 2019 begonnen und wird seinen ersten Bericht voraussichtlich im ersten Quartal 2020 vorlegen.

Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hong Kong einen externen Berater mit einer Überprüfung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen (Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen zur Verfügung gestellt; die Abarbeitung der adressierten Feststellungen dauert an.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

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Mio. € Notes 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet (8) 5 741 5 454 5,3
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet (8) 925 937 - 1,3
Zinserträge (8) 6 666 6 391 4,3
Zinsaufwendungen (8) 2 902 2 881 0,7
Zinsüberschuss (8) 3 764 3 511 7,2
Dividendenerträge (9) 16 30 - 44,6
Risikoergebnis (10) - 370 - 292 26,6
Provisionserträge (11) 2 773 2 819 - 1,6
Provisionsaufwendungen (11) 503 484 4,0
Provisionsüberschuss (11) 2 270 2 336 - 2,8
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (12) 127 488 - 73,9
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (13) 132 26 .
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 12 - 7 .
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet - 22 - 2 .
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten (14) - 9 - 9 3,3
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 9 9 - 7,8
Sonstiges Ergebnis (15) 159 145 9,9
Verwaltungsaufwendungen (16) 4 710 4 880 - 3,5
Pflichtbeiträge (17) 398 357 11,5
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 990 1 005 - 1,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 231 185 24,8
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern 759 820 - 7,4
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 9 13 - 26,5
Konzernergebnis 768 832 - 7,7
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 84 81 3,4
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 684 751 - 8,9
Ergebnis je Aktie (19) 0,55 0,60 - 8,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Postenbezeichnung angepasst.

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Konzernergebnis 768 832 - 7,7
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 195 - 86 .
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) .
Umbuchung in die Gewinnrücklage - 0 - 0 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 6 1 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 61 88 .
Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 250 2 .
Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - 18 - 3 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 72 - 31 .
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 3 17 - 82,9
Erfolgsneutrale Wertänderung 14 13 13,0
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - 2 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 31 - 81 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 1 .
In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 102 - 86 .
Sonstiges Periodenergebnis - 149 - 84 77,5
Gesamtergebnis 620 749 - 17,2
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis 67 57 17,1
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Periodenergebnis2 552 691 - 20,1

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Postenbezeichnung angepasst.

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Mio. € 1.7.-30.9.2019 1.7.-30.9.20181 Veränd. in %
Konzernergebnis 337 242 39,2
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 45 79 - 43,0
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR)
Umbuchung in die Gewinnrücklage - 0 - 0
Erfolgsneutrale Wertänderung 1 0
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 14 36 .
Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 32 115 - 72,5
Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 7 2
Erfolgsneutrale Wertänderung 3 - 4
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung 1 2 - 64,4
Erfolgsneutrale Wertänderung 8 1 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - 25 71 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - 0 .
In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 7 72 .
Sonstiges Periodenergebnis 25 187 - 86,7
Gesamtergebnis 361 429 - 15,8
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis 13 46 - 72,3
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Periodenergebnis2 349 383 - 8,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Postenbezeichnung angepasst.

Für die ersten neun Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
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Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 61 - 0 - 61 83 4 88
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 6 - 0 6 1 - 0 1
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 220 26 - 195 - 125 39 - 86
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 70 - 16 54 - 45 11 - 34
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 23 - 5 17 35 - 6 30
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 31 - 0 31 - 83 0 - 83
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - 0 1 - 1
Sonstiges Periodenergebnis - 148 - 0 - 149 - 132 49 - 84

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Im dritten Quartal entwickelte sich das sonstige Periodenergebnis wie folgt:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.7.-30.9.2019 1.7.-30.9.20181
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 14 - 0 - 14 37 - 1 36
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1 - 0 1 0 0 0
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 70 - 24 45 118 - 39 79
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 13 - 3 10 - 2 - 0 - 2
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 11 - 2 8 4 - 1 3
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 25 - 0 - 25 71 - 71
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - 0 - 0 - - 0
Sonstiges Periodenergebnis 59 - 35 25 229 - 42 187

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Gewinn- und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)

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Mio. € 2019 20181
3. Quartal 2. Quartal 1. Quartal 4. Quartal 3. Quartal 2. Quartal
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Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 1 911 1 919 1 911 1 864 1 866 1 827
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 305 317 303 414 335 298
Zinserträge 2 217 2 235 2 214 2 278 2 201 2 125
Zinsaufwendungen 957 961 983 1 041 978 936
Zinsüberschuss 1 259 1 274 1 231 1 237 1 223 1 190
Dividendenerträge 5 10 1 6 9 6
Risikoergebnis - 114 - 178 - 78 - 154 - 133 - 82
Provisionserträge 903 931 939 931 909 941
Provisionsaufwendungen 139 192 171 178 138 178
Provisionsüberschuss 763 739 768 754 771 763
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 15 28 85 - 121 85 200
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 36 46 50 22 6 36
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 5 33 - 15 47 8 4
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet - 15 - 2 - 5 - 12 - 2 - 1
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 20 31 - 20 35 6 3
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2 2 5 2 1 3
Sonstiges Ergebnis 124 - 1 37 101 40 - 24
Verwaltungsaufwendungen 1 560 1 581 1 569 1 579 1 607 1 636
Pflichtbeiträge 61 72 265 63 55 58
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 448 298 244 240 346 401
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 108 26 97 82 94 99
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern 340 272 147 158 252 302
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern - 3 26 - 13 - 23 - 10 - 7
Konzernergebnis 337 298 134 135 242 295
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 43 27 14 22 24 23
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 294 271 120 113 218 272

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Mio. € 20181
1. Quartal
--- ---
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 1 761
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 304
Zinserträge 2 065
Zinsaufwendungen 967
Zinsüberschuss 1 098
Dividendenerträge 14
Risikoergebnis - 77
Provisionserträge 970
Provisionsaufwendungen 169
Provisionsüberschuss 802
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 203
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 16
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 19
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 19
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 6
Sonstiges Ergebnis 129
Verwaltungsaufwendungen 1 638
Pflichtbeiträge 244
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 258
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 7
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern 265
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 30
Konzernergebnis 296
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 34
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 262

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Postenbezeichnung angepasst.

Bilanz

Aktiva

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Mio. € Notes 30.9.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Kassenbestand und Sichtguthaben 53 018 53 914 - 1,7
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost (20) 302 482 279 160 8,4
darunter: als Sicherheit übertragen 3 173 3 637 - 12,8
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (22) 30 323 26 659 13,7
darunter: als Sicherheit übertragen 1 950 2 377 - 18,0
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L (24) 46 962 34 073 37,8
darunter: als Sicherheit übertragen - - .
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (25) 54 660 42 501 28,6
darunter: als Sicherheit übertragen 1 983 1 246 59,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 526 199 .
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 329 1 457 59,8
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 181 173 4,5
Immaterielle Vermögenswerte (31) 3 102 3 246 - 4,4
Sachanlagen (32) 3 591 1 547 .
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 13 13 -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen (34) 9 395 13 433 - 30,1
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 733 783 - 6,4
Latente Ertragsteueransprüche 3 100 3 111 - 0,3
Sonstige Aktiva (36) 1 928 2 119 - 9,0
Gesamt 513 343 462 386 11,0

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Passiva

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Mio. € Notes 30.9.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (21) 369661 346 668 6,6
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (23) 36 250 21 949 65,2
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (26) 53 570 43 404 23,4
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 773 532
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 457 1 462 68,1
Rückstellungen (38) 2 708 3 158 - 14,2
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 409 472 - 13,3
Latente Ertragsteuerschulden 34 20 66,9
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen (35) 11 101 12 914 - 14,0
Sonstige Passiva (37) 4 705 2 384 97,4
Eigenkapital 30 674 29 423 4,3
Gezeichnetes Kapital 1 252 1 252 -
Kapitalrücklage 17 192 17 192 -
Gewinnrücklagen 10 260 10 066 1,9
Andere Rücklagen (mit Recycling) - 168 - 287 - 41,4
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital2 28 535 28 223 1,1
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 885 -
Nicht beherrschende Anteile 1 254 1 200 4,5
Gesamt 513343 462 386 11,0

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Postenbezeichnung angepasst.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Gewinn-rücklagen1 Andere Rücklagen
Neu-

bewer-

tungs-rück-

lage
Rücklage aus Cashflow -Hedges Rücklage aus der Währungs-umrech-nung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) 1 252 17 192 11 230 - 571 - 54 - 192
Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 - - - 1 821 657 - 2 -
Eigenkapital zum 1.1.2018 1 252 17 192 9 409 86 - 55 - 192
Gesamtergebnis - - 754 - 34 30 - 58
Konzernergebnis 751 - - -
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 88 - - -
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 86 - - -
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 34
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges - - 30 -
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - - - - 58
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - 1
Dividendenausschüttung - - - -
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1 - - -
Sonstige Veränderungen - 3 - - -
Eigenkapital zum 30.9.2018 1 252 17 192 10 159 52 - 26 - 250

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Mio. € Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital1,3 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile2 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital1
Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) 28 858 - 1 164 30 022
Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 - 1 166 - - 24 - 1 190
Eigenkapital zum 1.1.2018 27 692 - 1 141 28 832
Gesamtergebnis 691 - 57 749
Konzernergebnis 751 - 81 832
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 88 - - 88
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 86 - - 0 - 86
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1 - 0 1
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 34 - 0 - 34
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 30 - - 30
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 58 - - 24 - 83
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - - 1
Dividendenausschüttung - - - 22 - 22
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1 - - - 1
Sonstige Veränderungen - 3 - 1 - 2
Eigenkapital zum 30.9.2018 28 379 - 1 176 29 555

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note3).

2 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.

3 Postenbezeichnung angepasst.

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gewinn-rücklagen Andere Rücklagen
Neubewertungs-rücklage Rücklage aus Cashflow-Hedges Rücklage aus der Währungs-umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 1.1.2019 1 252 17 192 10 066 - 9 - 15 - 264
Gesamtergebnis 434 56 12 50
Konzernergebnis 684
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 61
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Ve rsorgungsplänen - 194
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 5 -
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 56
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 12 -
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 51
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0
Dividendenausschüttung - 250
Veränderungen im Anteilsbesitz 4
Sonstige Veränderungen 6
Eigenkapital zum 30.9.2019 1 252 17 192 10 260 48 - 3 - 213

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Mio. € Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital2 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 1.1.2019 28 223 - 1 200 29 423
Gesamtergebnis 552 - 67 620
Konzernergebnis 684 - 84 768
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 61 - - - 61
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Ve rsorgungsplänen - 194 - - 1 - 195
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 5 - 1 6
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 56 - - 3 54
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 12 - 5 17
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 51 - - 20 31
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - - 0
Dividendenausschüttung - 250 - - 7 - 257
Veränderungen im Anteilsbesitz 4 - - 2 2
Sonstige Veränderungen 6 885 - 4 887
Eigenkapital zum 30.9.2019 28 535 885 1 254 30 674

1 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.

2 Postenbezeichnung angepasst.

AT1-Anleihe

Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank AG ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.

Sonstige Veränderungen

Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. September 2019 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund, russischer Rubel und brasilianischer Real. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.

Die Veränderungen im Anteilsbesitz von 2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften.

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

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Mio. € 2019 20181 Veränd. in %
Zahlungsmittelbestand 1.1. 53 914 55 222 - 2,4
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit - 2 088 2 738 .
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 164 - 296 - 44,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1 282 153 .
Cashflow insgesamt - 969 2 595 .
Effekte aus Wechselkursänderungen 73 87 - 15,8
Zahlungsmittelbestand zum 30.9. 53 018 57 904 - 8,4

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Grundlagen

(1) Rechnungslegungsgrundsätze

Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss zum 30. September 2019 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Alle für das Geschäftsjahr 2019 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2020 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.

Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 32 unseres Zwischenberichts veröffentlicht.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. September 2019 erstellte Abschlüsse.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

(2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards und Interpretationen

Erstmalig anzuwendende Standards und Interpretationen

Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung ("Leases"). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal 2017. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der bisherige Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 wurden abgelöst.

Zum 1. Januar 2019 erhöhte sich durch die Anwendung des IFRS 16 die Bilanzsumme um 2 307 Mio. Euro. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung werden im Geschäftsjahr 2019 statt der bisher erfassten Sachaufwendungen zukünftig Abschreibungen auf die aktivierten Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten anfallen.

Die Überleitungstabelle zum 1. Januar 2019 gemäß IFRS 16 stellen wir in diesem Zwischenbericht in Note 6 dar.

Am 7. Juni 2017 wurde die IFRIC Interpretation 23 (Uncertainty over Income Tax Treatments) veröffentlicht. Mit der Interpretation soll Klarheit hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung bezüglich Ertragsteuern gemäß IAS 12 geschaffen werden, wenn Unsicherheit in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Die IFRIC Interpretation ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Daraus resultierten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Überarbeitete Standards

Aus den im Rahmen des Annual Improvement Projects 2015 -2017 überarbeiteten Standards IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 ergaben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.

Neue Standards

Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Rahmen der Interest Rate Benchmark Reform wurden die Standards IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 überarbeitet. Die Überarbeitungen sind in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

(3) Anpassungen

Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wurde zum 31. Dezember 2018 als Unterposten des Risikoergebnisses herausgelöst und als Unterposten des Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt. Daraus resultierte eine sachgerechtere Darstellung, es erfolgte eine konsequente Trennung in Bewertungs- und Realisierungskomponenten für Amortised Cost und Fair Value OCI bewertete Finanzinstrumente. Die Vergleichszahlen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurden entsprechend angepasst. Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen, geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher künftig außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Die Vergleichsangaben in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen Anhangsangaben haben wir für 2018 geändert. Durch die Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Des Weiteren wurden die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlust-Rechnung für den aufgegebenen Geschäftsbereich EMC entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 angepasst (siehe Note 33).

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Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 1.1.-30.9.2018 Anpassungen gemäß IAS 8 Anpassungen aufgegebener Geschäftsbereich1 angepasster Konzernabschluss 1.1.-30.9.2018
Zinserträge 6 441 - - 49 6 391
Zinsaufwendungen 3 036 - - 155 2 881
Zinsüberschuss 3 405 - 106 3 511
Dividendenerträge 30 - - 30
Risikoergebnis - 295 3 - - 292
Provisionserträge 2 864 - - 45 2 819
Provisionsaufwendungen 535 - - 52 484
Provisionsüberschuss 2 329 - 7 2 336
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 791 - - 303 488
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 26 - - 26
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 6 - 3 - - 9
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 9 - - 9
Sonstiges Ergebnis 144 - 1 145
Verwaltungsaufwendungen 5 412 - 364 - 168 4 880
Pflichtbeiträge - 364 - 7 357
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 1 020 - - 15 1 005
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 187 - - 2 185
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 832 - - 13 820
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern - - 13 13
Konzernergebnis 832 - - 0 832
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 81 - - 81
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis 751 - - 0 751

1 EMC-Geschäft, welches an Sociĕtĕ Gĕnĕrale veräußert wird (siehe Note 33).

Im dritten Quartal 2019 ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen für Risiken aus Darlehen und Forderungen -Amortised Cost aufgrund der systematischen Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche eine Reduktion des Wertberichtigungsbestands zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang ergab sich auch eine Korrektur bei den latenten Ertragsteueransprüchen und in den sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte. Für das Geschäftsjahr 2018 erfolgte eine Anpassung der Wertberichtigungsbestände (siehe Note 27). Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

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Aktiva | Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 Anpassungen gemäß IAS 8 angepasster Konzernabschluss 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost
Darlehen und Forderungen 247 387 23 247 410
Latente Ertragsteueransprüche 3 116 - 5 3 111

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Passiva | Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 Anpassungen gemäß IAS 8 angepasster Konzernabschluss 31.12.2018
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2 069 5 2 074
Eigenkapital
Gewinnrücklagen 10 054 12 10 066

(4) Nachtragsbericht

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 30. Oktober die Angebotsunterlage zum freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn ("comdirect") veröffentlicht. Die Commerzbank hält bereits rund 82 % der Anteile der comdirect. Die übrigen 18 % befinden sich im Streubesitz. Angestrebt wird eine Verschmelzung auf die Commerzbank, um die hohe Digitalkompetenz und Innovationskraft der comdirect künftig für alle Kunden des Konzerns zu nutzen. Weitere Erläuterungen können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(5) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Mit Ausnahme der Anwendung des IFRS 16 (siehe Note 6) und der in Note 3 beschriebenen Änderungen wenden wir in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 an (vergleiche Geschäftsbericht 2018 Seite 159 ff.).

(6) Erstanwendung IFRS 16

Nachfolgend werden die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 erläutert und die ab 1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden dargestellt.

Die erstmalige Anwendung erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsregelungen des IFRS 16 nach der modifizierten retrospektiven Methode. Die Zahlen für die Vergleichsperiode wurden nicht angepasst. Es entstanden keine im Eigenkapital zu erfassenden Effekte.

Mit Anwendung des IFRS 16 erfasste der Commerzbank-Konzern zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese Verbindlichkeiten wurden zum Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,22 % p.a..

Für den Leasingnehmer entfällt damit die bisherige Klassifizierung nach Operating und Finance Lease. Die Regelungen für den Leasinggeber bleiben dagegen im Wesentlichen unverändert.

Im Rahmen der Erstanwendung machen wir von der Vereinfachungsregelung Gebrauch, etwaige Rückstellungen für belastende Verträge in das Nutzungsrecht einzubeziehen. Für bislang als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wurde der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt als Grundlage herangezogen.

Auf die rückwirkende Ermittlung und Berücksichtigung von anfänglichen direkten Kosten wurde verzichtet. Weiterhin wurde die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen nach der aktuellen Faktenlage beurteilt und nicht nach der rückwirkend zu ermittelnden Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Außerdem wählten wir die optionale Vereinfachungsregelung, Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände von geringem Wert (low value) vom bilanziellen Ansatz auszunehmen. Wir haben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender Vertrag im Ganzen oder in Teilen als Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren ist. Die nach den bisherigen Vorschriften IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen wurden übernommen. Das Nutzungsrecht je Leasingverhältnis wurde entsprechend der Leasingverbindlichkeit unter Berichtigung von vorausbezahlten oder abgegrenzten Zahlungen angesetzt.

Zukünftig wird für sämtliche Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand (Right of Use-Asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit erfasst. Das Nutzungsrecht weisen wir als Teil der Sachanlagen aus und schreiben es linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ab. Vorhandene Laufzeit- und Kaufoptionen werden berücksichtigt, sobald deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird. Die Leasingverbindlichkeit passivieren wir in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wir machen von der Möglichkeit Gebrauch, Leasingverhältnisse von geringem Wert ("low value") von der Bilanzierung auszunehmen und direkt im Aufwand zu erfassen.

Die nachfolgende Tabelle stellt, basierend auf den Leasingverpflichtungen aus Operating Lease zum 31. Dezember 2018, die Überleitung auf die passivierte Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 dar.

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Mio. €
Außerbilanzielle Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 2 657
davon nicht IFRS 16-relevant 130
Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte 55
Sonstiges 0
Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 2 472
Abzinsung 154
Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 2 317

Zum 30. September 2019 beliefen sich die aktivierten Nutzungsrechte auf 2 118 Mio. Euro und beinhalteten im Wesentlichen Leasingverträge für Grundstücke und Gebäude.

(7) Konsolidierungskreis

Verkauf ebase GmbH

Am 16. Juli 2019 hat unsere Tochtergesellschaft comdirect bank AG, Quickborn, die ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) verkauft. Der im Juli 2018 vertraglich vereinbarte Verkauf der hundertprozentigen Tochter der comdirect bank AG an den Finanztechnologieanbieter FNZ Group, London, wurde nach der nun erfolgten Zustimmung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden, somit abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 154 Mio. Euro. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn- und-Verlustrechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 15).

Akquisition LeaseLink Sp. z o.o.

Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern, eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf Leasing-Zahlungsdienstleistungen spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 7 Mio. Euro.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und Schulden ersichtlich, die zum 30. September 2019 mit vorläufigen Werten konsolidiert wurden:

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Mio. € 30.9.2019
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 16
Immaterielle Anlagewerte 1
Sachanlagen 0
Sonstige Aktiva 1
Summe der identifizierten Vermögenswerte 18
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 17
Summe der identifizierten Schulden 17
Nettovermögen zum Zeitwert 0
Kaufpreis/Gegenleistung 7
Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) 7

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden sämtliche Anteile an der bisher in den Konsolidierungskreis einbezogenen Commerz Funds Solutions S.A., Luxemburg, veräußert. Diese Transaktion ist einer der Schritte der Übertragung des Geschäftsbereichs Equity Markets 8 Commodities (EMC) an die Societe Generale Group. Zu weiteren Details der Übertragung des Geschäftsbereichs EMC verweisen wir auf Note 33.

Abgesehen von den dargestellten Sachverhalten wurden keine wesentlichen Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis einbezogen. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurde die at-Equity bewertete Beteiligung an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert. Daraus resultierte ein positiver Effekt in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 15).

Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung

(8) Zinsüberschuss

In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand resultieren.

Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren.

Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft.

In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 5 741 5 454 5,3
Zinserträge - Amortised Cost 5 395 5 135 5,1
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 4 773 4 500 6,1
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 622 635 - 2,1
Zinserträge - Fair Value OCI 252 233 8,1
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 18 18 - 2,7
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 235 215 9,0
Vorfälligkeitsentschädigung 94 86 9,6
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 925 937 - 1,3
Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L 591 518 14,0
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 549 510 7,7
Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 42 8
Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten 334 419 - 20,3
Zinsaufwendungen 2 902 2 881 0,7
Zinsaufwendungen - Amortised Cost 1 925 1 997 - 3,6
Einlagen 1 208 1 226 - 1,4
Begebene Schuldverschreibungen 717 771 - 7,0
Zinsaufwendungen - Fair Value Option 581 400 45,1
Einlagen 557 376 48,1
Begebene Schuldverschreibungen 24 24 - 1,5
Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten 364 469 - 22,3
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 19 - .
Sonstige Zinsaufwendungen 13 15 - 14,3
Gesamt 3 764 3 511 7,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(9) Dividendenerträge

In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten -mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen -ausgewiesen.

Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P8L zugeordnet.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.2018 Veränd. in %
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI 2 1 84,5
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten -Mandatorily Fair Value P&L 10 17 - 43,6
Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 5 11 - 60,3
Gesamt 16 30 - 44,6

Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt.

(10) Risikoergebnis

Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 39).

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - 355 - 325 9,2
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 11 0
Finanzgarantien - 0 - 10 - 99,7
Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen - 26 43
Gesamt - 370 - 292 26,6

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden.

(11) Provisionsüberschuss

Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Provisionserträge 2 773 2 819 - 1,6
Wertpapiergeschäft 814 876 - 7,1
Vermögensverwaltung 253 231 9,5
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 056 1 028 2,7
Bürgschaften 167 155 7,4
Ergebnis aus Syndizierungen 162 185 - 12,3
Vermittlungsgeschäft 117 152 - 23,6
Treuhandgeschäfte 16 17 - 6,5
Übrige Erträge 189 174 8,7
Provisionsaufwendungen 503 484 4,0
Wertpapiergeschäft 165 194 - 14,7
Vermögensverwaltung 24 22 9,2
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 116 115 0,2
Bürgschaften 17 16 9,7
Ergebnis aus Syndizierungen 0 0 - 11,1
Vermittlungsgeschäft 132 101 30,6
Treuhandgeschäfte 9 11 - 11,6
Übrige Aufwendungen 39 25 57,1
Provisionsüberschuss 2 270 2 336 - 2,8
Wertpapiergeschäft 648 683 - 5,0
Vermögensverwaltung 229 209 9,5
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 940 913 3,0
Bürgschaften 149 140 7,1
Ergebnis aus Syndizierungen 162 185 - 12,3
Vermittlungsgeschäft - 15 51 .
Treuhandgeschäfte 7 7 1,7
Übrige Erträge 149 149 0,5
Gesamt 2 270 2 336 - 2,8

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar:

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1.1.-30.9.2019 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung1 Konzern
Wertpapiergeschäft 809 32 0 - 27 814
Vermögensverwaltung 250 3 - - 253
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 484 581 0 - 10 1 056
Bürgschaften 21 151 0 - 5 167
Ergebnis aus Syndizierungen 1 161 0 0 162
Vermittlungsgeschäft 115 53 0 - 51 117
Treuhandgeschäfte 11 6 - - 16
Übrige Erträge 162 43 -0 - 17 189
Gesamt 1 852 1 031 0 - 110 2 773

1 Bei den Posten im Bereich Sonstige und Konsolidierung handelt es sich im Wesentlichen um Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.

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1.1.-30.9.2018 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden2 Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung1 Konzern
Wertpapiergeschäft 873 37 - - 34 876
Vermögensverwaltung 229 3 - - 231
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 468 568 1 - 9 1 028
Bürgschaften 20 145 - - 9 155
Ergebnis aus Syndizierungen 2 183 - - 185
Vermittlungsgeschäft 153 49 - - 49 152
Treuhandgeschäfte 12 6 - - 17
Übrige Erträge 141 47 1 - 15 174
Gesamt 1 897 1 038 1 - 117 2 819

1 Bei den Posten im Bereich Sonstige und Konsolidierung handelt es sich im Wesentlichen um Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.

2 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(12) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein:

Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten,
realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen,
Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung,
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten,
Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie
Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading 45 439 - 89,7
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option - 138 51 .
Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 220 - 3 .
Gesamt 127 488 - 73,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(13) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cashflow-Hedges.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.2018 Veränd. in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten - 344 333 .
Micro Fair Value Hedges - 434 289 .
Portfolio Fair Value Hedges 90 44 .
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften 476 - 307 .
Micro Fair Value Hedges 543 - 265 .
Portfolio Fair Value Hedges - 67 - 42 61,4
Cashflow-Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) 0 - 0 .
Gesamt 132 26 .

(14) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten

In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus.

Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen).

Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst.

Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten.

Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 12 - 7 .
Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte -Fair Value OCI (mit Recycling) 18 3 .
Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost 11 1 .
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost - 2 - 3 - 50,6
Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen -Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost - 15 - 7 .
Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) - - .
Ergebnis aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) - 22 - 2 .
Gewinne aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) 124 0 .
Verluste aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) 146 3 .
Gesamt - 9 - 9 3,3

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 305 Mrd. Euro (Vorjahr: 281 Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt.

Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Krediten.

Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgereichter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichen Ansatz verglichen.

(15) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.

Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Wesentliche Sonstige Erträge 453 395 14,5
Auflösungen von Rückstellungen 101 93 9,4
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 131 125 4,2
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 0 0 - 78,3
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 11 8 36,7
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1 1 - 6,4
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - - .
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 3 14 - 78,2
Erträge aus Wechselkursveränderungen 18 31 - 42,4
Übrige sonstige Erträge 188 123 52,5
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 311 307 1,0
Zuführungen zu Rückstellungen 53 87 - 39,3
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 109 93 18,1
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 11 0 .
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 6 4 71,6
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 0 - 6,2
Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - - .
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 2 1 37,4
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 23 34 - 30,5
Übrige sonstige Aufwendungen 106 89 19,6
Sonstige Steuern (saldiert) 14 22 - 35,9
Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) 3 35 - 91,6
Sonstiges Ergebnis 159 145 9,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

In den Übrigen sonstigen Erträgen sind Realisierungsgewinne aus dem Verkauf der ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) von 103 Mio. Euro enthalten.

(16) Verwaltungsaufwendungen

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Personalaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Löhne und Gehälter 2 470 2 384 3,6
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 177 188 - 5,8
Gesamt 2 647 2 572 2,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

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Sachaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Raumaufwendungen 166 431 - 61,6
IT-Aufwendungen 390 456 - 14,5
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 176 185 - 4,9
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 193 304 - 36,6
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 171 200 - 14,6
Personalinduzierte Sachaufwendungen 86 108 - 20,3
Übrige Sachaufwendungen 128 130 - 1,9
Gesamt 1 309 1 815 - 27,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

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Abschreibungen | Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 85 91 - 7,0
Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen 8 8 0,5
Immaterielle Vermögenswerte 390 394 - 1,1
Nutzungsrechte 271 n/a
Gesamt 754 494 52,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

(17) Pflichtbeiträge

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Pflichtbeiträge | Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Einlagensicherungsfonds 106 108 - 1,7
Polnische Bankensteuer 88 70 25,1
Europäische Bankenabgabe 204 179 14,0
Gesamt 398 357 11,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 30. September 2019 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 231 Mio. Euro (Vorjahr: 185 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 990 Mio. Euro (Vorjahr: 1 005 Mio. Euro) ergab sich eine Konzernsteuerquote von 23,3 % (Vorjahr: 18,5 %) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft für die Berichtsperiode. Steuerquotenmindernd im Vergleich zum Konzernertragsteuersatz haben sich im Wesentlichen aperiodische Steuererträge sowie geringere Steuersätze in ausländischen Lokationen auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt.

(19) Ergebnis je Aktie

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1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 990 1 005 - 1,5
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) 684 751 - 8,9
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1 252 357 634 1 252 357 634 -
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,79 0,80 - 1,5
Ergebnis je Aktie (€) 0,55 0,60 - 8,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 40) definiert.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

(20) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost

Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 27 Kreditrisiken und Kreditverluste).

Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 269 720 247 410 9,0
Zentralnotenbanken 851 93 .
Kreditinstitute 32 946 31 798 3,6
Firmenkunden 99 668 92 090 8,2
Privatkunden 107343 100 902 6,4
Finanzdienstleister 14 790 11 369 30,1
Öffentliche Haushalte 14 121 11 159 26,5
Verbriefte Schuldinstrumente 32 762 31 750 3,2
Kreditinstitute 2 464 2 563 - 3,8
Firmenkunden 4 263 3 506 21,6
Finanzdienstleister 5 042 5 529 - 8,8
Öffentliche Haushalte 20 992 20 152 4,2
Gesamt 302 482 279 160 8,4

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt und wird ab dem 01.01.2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch Note 40). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt. Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind ab dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des Managements erfolgt somit auch nicht auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 dar.

Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8 %. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio 54 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen 0 Mio. Euro.

Zum Stichtag 30. September 2019 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,2 Mrd. Euro. Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert - 186 Mio. Euro ergeben, das überwiegend aus Credit Spread Effekten auf den britischen Pfund resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung ist dieses Portfolio im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.

(21) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost

Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten.

In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten.

In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Einlagen 326 572 301 144 8,4
Zentralnotenbanken 4 760 2 955 61,1
Kreditinstitute 50 563 45 076 12,2
Firmenkunden 82 871 80 618 2,8
Privatkunden 135 603 125 899 7,7
Finanzdienstleister 36 795 30 993 18,7
Öffentliche Haushalte 15 980 15 603 2,4
Begebene Schuldverschreibungen 43 090 45 524 - 5,3
Geldmarktpapiere 3 145 5 648 - 44,3
Pfandbriefe 18 207 18 869 - 3,5
Sonstige emittierte Schuldtitel 21 737 21 006 3,5
Gesamt 369 661 346 668 6,6

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 9,6 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 13,2 Mrd. Euro und von Rückzahlungen auf 0,6 Mrd. Euro.

(22) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI

Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind.

Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 27 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.

Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen (mit Recycling) 1 204 1 300 - 7,3
Zentralnotenbanken - - .
Kreditinstitute 159 148 7,4
Firmenkunden 482 539 - 10,6
Privatkunden - - .
Finanzdienstleister 89 38 .
Öffentliche Haushalte 474 574 - 17,4
Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) 29 074 25 328 14,8
Kreditinstitute 11 181 10 448 7,0
Firmenkunden 681 749 - 9,0
Finanzdienstleister 6 004 5 001 20,1
Öffentliche Haushalte 11 208 9 131 22,8
Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) 45 31 44,1
Firmenkunden 43 30 44,7
Finanzdienstleister 2 1 29,4
Gesamt 30 323 26 659 13,7

Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft.

Zum 30. September 2019 betrug der Fair Value dieser Aktien 45 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro). Aus diesen Aktien wurden Dividendenzahlungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.

(23) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option

Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung sein.

Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Einlagen 35 445 21 083 68,1
Zentralnotenbanken 4 155 2 734 52,0
Kreditinstitute 11 234 8 498 32,2
Firmenkunden 865 1 015 - 14,8
Privatkunden 153 157 - 2,6
Finanzdienstleister 18 803 8 511 .
Öffentliche Haushalte 236 167 41,1
Begebene Schuldverschreibungen 805 866 - 7,0
Sonstige emittierte Schuldtitel 805 866 - 7,0
Gesamt 36 250 21 949 65,2

Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values 61 Mio. Euro (Vorjahr: - 88 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 2 Mio. Euro (Vorjahr: - 59 Mio. Euro).

Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,0 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro und das Volumen fälliger Emissionen ebenfalls auf 0,1 Mrd. Euro.

(24) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L

In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten 8 Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden.

Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften.

Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 22).

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 43 525 31 386 38,7
Zentralnotenbanken 4 335 8 266 - 47,6
Kreditinstitute 16 161 10 785 49,9
Firmenkunden 1 851 2 053 - 9,9
Privatkunden 192 262 - 26,8
Finanzdienstleister 20 957 6 082 .
Öffentliche Haushalte 30 3 938 - 99,2
Verbriefte Schuldinstrumente 3 068 2 350 30,5
Kreditinstitute 123 73 68,6
Firmenkunden 120 116 3,4
Finanzdienstleister 1 342 1 407 - 4,6
Öffentliche Haushalte 1 483 754 96,6
Eigenkapitalinstrumente 369 337 9,6
Kreditinstitute 9 9 -
Firmenkunden 301 283 6,2
Finanzdienstleister 58 44 33,5
Gesamt 46 962 34 073 37,8

(25) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading

In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen.

Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen).

Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Darlehen und Forderungen 909 1 028 - 11,6
Kreditinstitute 529 628 - 15,7
Firmenkunden 379 254 49,1
Finanzdienstleister - 3 .
Öffentliche Haushalte 0 143 - 99,7
Verbriefte Schuldinstrumente 3 238 1 621 99,7
Kreditinstitute 644 523 23,1
Firmenkunden 181 61 .
Finanzdienstleister 449 390 15,3
Öffentliche Haushalte 1 965 648
Eigenkapitalinstrumente 1 415 1 021 38,7
Kreditinstitute 13 10 29,9
Firmenkunden 1 400 1 011 38,5
Finanzdienstleister 3 - .
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 48 297 38 067 26,9
Zinsbezogene Produkte 35 851 27 302 31,3
Währungsbezogene Produkte 9 707 7 442 30,4
Aktienbezogene Derivate 797 1 518 - 47,5
Kreditbezogene Derivate 527 511 3,1
Übrige derivative Geschäfte 1 415 1 294 9,4
Sonstige Handelsbestände 801 764 4,9
Gesamt 54 660 42 501 28,6

(26) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Zertifikate und andere Emissionen 46 49 - 5,7
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1 555 3 091 - 49,7
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 51 968 40 264 29,1
Zinsbezogene derivative Geschäfte 39 033 29 464 32,5
Währungsbezogene derivative Geschäfte 10 853 8 512 27,5
Aktienderivate 507 743 - 31,8
Kreditderivate 981 923 6,3
Übrige derivative Geschäfte 595 622 - 4,3
Gesamt 53 570 43 404 23,4

Kreditrisiken und Kreditverluste

(27) Kreditrisiken und Kreditverluste

Grundsätze und Bewertungen

Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:

Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost);
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI);
Forderungen aus Leasingverhältnissen;
Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden;
Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.

Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:

In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen.

Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL").

Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig);
Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge/n;
Die Bank kündigt die Forderungen;
Der Kunde ist in Insolvenz.

Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.

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Mio. € Stand 1.1.2019 Netto-Zuführung / Auflösung Verbrauch Veränderung im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ Umbuchungen Stand 30.9.2019
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 2 206 344 547 - 126 2 130
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 2 190 355 559 - 126 2 112
Darlehen und Forderungen 2 083 387 534 - 124 2 061
Verbriefte Schuldinstrumente 107 - 32 26 - 1 50
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 16 - 11 - 12 - 1 18
Darlehen und Forderungen 7 4 - - - 0 11
Verbriefte Schuldinstrumente 9 - 15 - 12 - 1 7
Rückstellungen für Finanzgarantien 9 0 - - 0 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 136 - 7 - - - 0 129
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 124 33 - - 2 159
Gesamt 2 476 370 547 - 129 2 427

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Mio. € Stand 1.1.20181 Netto-Zuführung / Auflösung Verbrauch Veränderung im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ 3' Umbuchungen Stand .12.20181
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 2 203 475 466 - - 6 2 206
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 2 187 477 467 - - 7 2 190
Darlehen und Forderungen 2 096 462 467 - - 9 2 083
Verbriefte Schuldinstrumente 90 15 0 - 2 107
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 16 - 2 - 1 - 1 16
Darlehen und Forderungen 7 - 0 - - 0 7
Verbriefte Schuldinstrumente 9 - 1 - 1 - 1 9
Rückstellungen für Finanzgarantien 10 - 1 - - 0 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 127 9 - - - 0 136
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 161 - 38 0 - 1 124
Gesamt 2 501 446 466 - - 5 2 476

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 281 321 1 453 74 2 130
Darlehen und Forderungen 248 297 1 453 74 2 072
Verbriefte Schuldinstrumente 33 24 0 - 57
Rückstellungen für Finanzgarantien 2 2 3 3 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 72 42 6 8 129
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 1 81 62 15 159
Gesamt 356 447 1 524 101 2 427

Zum 31. Dezember 2018 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar:

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Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt1
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 273 400 1 471 62 2 206
Darlehen und Forderungen 243 317 1 469 61 2 090
Verbriefte Schuldinstrumente 30 83 2 1 116
Rückstellungen für Finanzgarantien 2 1 2 4 9
Rückstellungen für Kreditzusagen 70 48 13 5 136
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen 1 72 37 15 124
Gesamt 346 521 1 523 86 2 476

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(28) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.

Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.

Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Angabepflichten

Im Folgenden wird unterschieden in:

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.

Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente

Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.

Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDSSpreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.

Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 30.9.2019 31.12.2018
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2
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Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 1,2 0,0 1,2 - 1,3
Verbriefte Schuldinstrumente 20,1 8,9 0,1 29,1 15,4 9,7
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - - 0,0 0,0 -
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen - 41,5 2,1 43,5 - 26,6
Verbriefte Schuldinstrumente 0,7 1,1 1,3 3,1 0,6 0,7
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - 0,4 0,4 0,0 -
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
Darlehen und Forderungen 0,0 0,8 0,1 0,9 0,2 0,9
Verbriefte Schuldinstrumente 1,8 1,5 0,0 3,2 0,9 0,7
Eigenkapitalinstrumente 1,4 0,0 0,0 1,4 1,0 -
Derivate - 43,9 4,4 48,3 - 34,7
Sonstige 0,8 - - 0,8 0,8 -
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 2,3 - 2,3 - 1,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Darlehen und Forderungen - 0,2 - 0,2 - 0,2
Verbriefte Schuldinstrumente 1,2 0,3 0,0 1,5 2,3 0,1
Eigenkapitalinstrumente 3,7 0,0 0,0 3,7 7,8 -
Derivate - 3,1 0,2 3,3 - 2,2
Gesamt 29,7 104,6 8,5 142,9 29,1 78,4

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2018
Level 3 Gesamt
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Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI
Darlehen und Forderungen - 1,3
Verbriefte Schuldinstrumente 0,2 25,3
Eigenkapitalinstrumente - 0,0
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L
Darlehen und Forderungen 4,8 31,4
Verbriefte Schuldinstrumente 1,0 2,4
Eigenkapitalinstrumente 0,3 0,3
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
Darlehen und Forderungen - 1,0
Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 1,6
Eigenkapitalinstrumente - 1,0
Derivate 3,4 38,1
Sonstige - 0,8
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Hedge Accounting - 1,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Darlehen und Forderungen - 0,2
Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 2,4
Eigenkapitalinstrumente - 7,8
Derivate 0,1 2,3
Gesamt 10,0 117,5

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 30.9.2019 31.12.2018
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2
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Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen - 35,4 - 35,4 - 21,1
Begebene Schuldverschreibungen 0,8 - - 0,8 0,9 -
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate - 47,9 4,1 52,0 - 37,0
Zertifikate und andere Emissionen 0,0 - 0,0 0,0 0,0 -
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 1,5 0,1 - 1,6 2,7 0,4
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 2,5 - 2,5 - 1,5
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
Einlagen - 2,8 - 2,8 - 3,3
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -
Derivate - 2,7 0,3 3,0 - 3,4
Zertifikate und andere Emissionen 3,6 0,0 - 3,6 4,5 -
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 0,5 0,1 - 0,6 0,5 0,0
Gesamt 6,4 91,5 4,4 102,3 8,6 66,5

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2018
Level 3 Gesamt
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Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Einlagen - 21,1
Begebene Schuldverschreibungen - 0,9
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Derivate 3,3 40,3
Zertifikate und andere Emissionen 0,0 0,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 0,0 3,1
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Hedge Accounting - 1,5
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
Einlagen - 3,3
Begebene Schuldverschreibungen - -
Derivate 0,3 3,7
Zertifikate und andere Emissionen - 4,5
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen - 0,5
Gesamt 3,7 78,8

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.

Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor.

In den ersten neun Monates des Geschäftsjahres 2019 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 2,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,6 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und mit 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 0,8 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.

Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

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Finanzielle Vermögenswerte Mio. € Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2019 215 6 208 3 415 125 9 962
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 11 - 193 1 006 - 7 795
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 11 - 193 1 006 49 851
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 25 579 100 44 748
Verkäufe - 1 - 923 - 0 - 20 - 944
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - - 0 - 0
Umbuchungen in Level 3 142 817 38 62 1 060
Umbuchungen aus Level 3 - 215 - 24 - 56 - 36 - 331
IFRS 9 Reklassifizierungen - - 2 762 - - - 2 762
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - -
Fair Value zum 30.9.2019 155 3 702 4 503 168 8 528

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Finanzielle Vermögenswerte Mio. € Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2018 36 6 319 3 754 - 10 109
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 1 - 90 - 158 - - 249
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 1 - 88 - 153 - - 242
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe - 2 164 - 9 1 2 155
Verkäufe - 31 - 2 592 - 51 - - 2 674
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - - - -
Umbuchungen in Level 3 288 542 109 2 941
Umbuchungen aus Level 3 - 78 - 135 - 108 - - 321
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - 122 122 0
Fair Value zum 31.12.2018 215 6 208 3 415 125 9 962

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in Level 3 reklassifiziert (siehe Note 20). In den ersten neun Monates des Geschäftsjahres 2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Umgliederungen von Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2019 - 3 330 334 3 665
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 787 - 4 783
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 786 74 860
Käufe - 57 16 73
Verkäufe - - 61 - - 61
Emissionen - - - -
Rückzahlungen - - - 55 - 55
Umbuchungen in Level 3 - - 45 45
Umbuchungen aus Level 3 - - 4 - 18 - 22
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - -
Fair Value zum 30.9.2019 - 4 109 318 4 427

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2018 100 3 897 - 3 997
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - - 126 - - 126
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - - 104 - - 104
Käufe - 120 - 120
Verkäufe - 100 - 2 - - 102
Emissionen - - - -
Rückzahlungen - - 13 - - 13
Umbuchungen in Level 3 - 49 - 49
Umbuchungen aus Level 3 - - 261 - - 261
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - 334 334 -
Fair Value zum 31.12.2018 - 3 330 334 3 665

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vor.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.

Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.

Zins-Währungs-Korrelation:

Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.

Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:

Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.

In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.

Repo-Kurve:

Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).

Preis:

Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.

Investmentfonds-Volatilität:

Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

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Mio. € 30.9.2019 30.9.2019
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
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Darlehen und Forderungen 2 160 - - -
Repo-Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 1 345 - Repo-Kurve (Basispunkte) 240 265
Schiffsfinanzierungen Discounted-Cashflow-Modell 174 - Credit Spread (Basispunkte) 150 4 150
Sonstige Forderungen Discounted-Cashflow-Modell 641 - Credit Spread (Basispunkte) 70 700
Verbriefte Schuldinstrumente 1 415 18 - -
Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1 415 18 Credit Spread (Basispunkte) 100 550
davon: ABS Spread basiertes Modell 893 - Credit Spread (Basispunkte) 100 550
Eigenkapitalinstrumente 355 - - -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 355 - Preis (%) 90 % 110 %
Derivate 4 598 4 409
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 221 342 IRR (%) 5 % 20 %
Optionspreismodell - - I nvestmentfonds-Volatilität 1 % 4 %
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted-Cashflow-Modell 4 377 3 900 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
- - Verwertungsquote (%) 0 % 80 %
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 167 Zins-Währungs-Korrelation (%) - 30 % 52 %
Übrige Geschäfte - - - -
Summe 8 528 4 427

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Mio. € 31.12.2018 31.12.2018
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 4 830 - - -
Repo-Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 1 528 - Repo-Kurve (Basispunkte) 126 257
Schiffsfinanzierungen Discounted-Cashflow-Modell 479 - Credit Spread (Basispunkte) 600 1 200
Sonstige Forderungen Discounted-Cashflow-Modell 2 823 - Credit Spread (Basispunkte) 70 700
Verbriefte Schuldinstrumente 1 267 - - -
Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1 267 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
davon: ABS Spread basiertes Modell 1 072 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Eigenkapitalinstrumente 328 - - -
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 328 - Preis (%) 90 % 110 %
Derivate 3 537 3 665
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 122 334 IRR (%), Preis (%), I nvestmentfonds-Volatilität 1 % 9 %
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted-Cashflow-Modell 3 415 3 152 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
- - Verwertungsquote (%) 40 % 80 %
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 179 Zins-Währungs-Korrelation (%) - 30 % 52 %
Übrige Geschäfte - - - -
Summe 9 962 3 665

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:

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Mio. € 30.9.2019
Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 16 - 16
Repo-Geschäfte 13 - 13 Repo-Kurve
Schiffsfinanzierungen 1 - 1 Credit Spread
Sonstige Forderungen 2 - 2 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 42 - 42
Zinsbezogene Geschäfte 42 - 42 Preis
davon: ABS 21 - 21 IRR, Verwertungsquote, Credit Spread
Eigenkapitalinstrumente 2 - 2
Aktienbezogene Geschäfte 2 - 2 Preis
Derivate 23 - 23
IRR, Preis basiert, Investmentfonds-
Aktienbezogene Geschäfte 11 - 11 Volatilität
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) 11 - 11 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Preis, Zins-Währungs-Korrelation
Sonstige - -

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Mio. € 31.12.2018
Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
--- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 76 - 76
Repo-Geschäfte 15 - 15 Repo-Kurve
Schiffsfinanzierungen 5 - 5 Credit Spread
Sonstige Forderungen 56 - 56 Credit Spread
Verbriefte Schuldinstrumente 52 - 52
Zinsbezogene Geschäfte 52 - 52 Preis
davon: ABS 33 - 33 IRR, Verwertungsquote, Credit Spread
Eigenkapitalinstrumente 1 - 1
Aktienbezogene Geschäfte 1 - 1 Preis
Derivate 19 - 19
Aktienbezogene Geschäfte 9 - 9 IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility
Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) 10 - 10 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis
Zinsbezogene Geschäfte - - Preis, Zins-Währungs-Korrelation
Sonstige - -

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten.

Die Beträge entwickelten sich wie folgt:

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Mio. € Day-One Profit or Loss
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading Gesamt
--- --- --- ---
Bestand am 1.1.2018 - 34 34
Erfolgsneutrale Zuführungen - 35 35
Erfolgswirksame Auflösungen - - 11 - 11
Bestand am 31.12.2018 - 58 58
Erfolgsneutrale Zuführungen - - -
Erfolgswirksame Auflösungen - - 33 - 33
Bestand am 30.9.2019 - 25 25

b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente

Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.

Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.

Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung.

Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.

Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht.

Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.

Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.

Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden.

Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.

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30.9.2019 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 360,7 357,8 2,8 12,4 103,6 244,8
Kassenbestand und Sichtguthaben 53,0 53,0 - - 53,0 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 306,9 302,5 4,4 12,4 49,7 244,8
Darlehen und Forderungen 276,7 269,7 7,0 - 34,3 242,5
Verbriefte Schuldinstrumente 30,1 32,8 - 2,6 12,4 15,4 2,3
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,5 - 1,5 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,8 0,8 - - 0,8 -
Darlehen und Forderungen 0,8 0,8 - - 0,8 -
Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - -
Passiva 373,0 372,4 0,6 30,2 340,0 2,8
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 372,0 369,7 2,3 30,2 339,0 2,8
Einlagen 326,4 326,6 - 0,2 - 326,4 -
Begebene Schuldverschreibungen 45,6 43,1 2,5 30,2 12,6 2,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,8 - 1,8 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 1,0 1,0 - - 1,0 -
Einlagen 1,0 1,0 - - 1,0 -
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -

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31.12.2018 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 332,0 333,9 - 2,0 10,8 102,4 218,8
Kassenbestand und Sichtguthaben 53,9 53,9 - - 53,9 -
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 277,4 279,2 - 1,8 10,8 48,0 218,6
Darlehen und Forderungen1 248,9 247,4 1,5 - 32,1 216,8
Verbriefte Schuldinstrumente2 28,5 31,8 - 3,3 10,8 15,9 1,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,2 - 0,2 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,7 0,7 0,0 - 0,4 0,2
Darlehen und Forderungen 0,6 0,6 0,0 - 0,4 0,2
Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,0 0,0 - 0,0 -
Passiva 348,5 348,0 0,5 24,3 321,1 3,1
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 347,7 346,7 1,1 24,3 320,3 3,1
Einlagen 300,9 301,1 - 0,3 - 300,9 -
Begebene Schuldverschreibungen2 46,8 45,5 1,3 24,3 19,4 3,1
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,5 - 0,5 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 0,8 0,8 - - 0,8 -
Einlagen 0,8 0,8 - - 0,8 -
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Angepasste Werte.

Die Methodik zur Einordnung in die Levelhierarchie wurde bei verbrieften Schuldinstrumenten sowie bei begebenen Schuldverschreibungen der Kategorie Amortised Cost im zweiten Quartal 2019 angepasst. Dadurch erfolgte eine Umgliederung von Level 2 nach Level 1.

(29) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992

ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Closeout-Netting).

Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.

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Aktiva | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 65 881 162 565 49 781 93 485
Nicht nettingfähige Buchwerte 16 111 5 182 7 997 5 018
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 49 770 157 383 41 784 88 467
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 26 138 108 679 24 565 51 657
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) -b) 23 632 48 704 17 219 36 810
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 2 321 32 086 4 345 24 928
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 20 597 37 9 709 58
Barsicherheiten 2 11 466 2 7 790
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) -d) 712 5 114 3 163 4 033
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 30 - 1 258 147
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) -f) 682 5 114 1 904 3 887

1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 5 455 Mio. Euro (Vorjahr:2 708 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

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Passiva | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018
Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 59 365 163 125 43 793 95 193
Nicht nettingfähige Buchwerte 12 378 4 234 2 505 4 324
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 46 987 158 892 41 288 90 869
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 26 138 105 668 24 565 49 754
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) -b) 20 849 53 223 16 723 41 115
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 2 321 32 086 4 345 24 928
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 7 365 526 10 780 730
Barsicherheiten 8 799 18 451 1 445 12 161
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) -d) 2 363 2 160 153 3 296
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 2 362 - 114 568
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) -f) 2 2 160 38 2 728

1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 8 467 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

(30) Derivate

Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. September 2019 betrug insgesamt 114 135 Mio. Euro (Vorjahr: 54 365 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 108 680 Mio. Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 51 657 Mio. Euro) und 5 455 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 708 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 105 668 Mio. Euro (Vorjahr: 49 754 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 8 467 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro).

Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente

(31) Immaterielle Vermögenswerte

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 1 511 1 507 0,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 591 1 739 - 8,5
Kundenbeziehungen 129 159 - 19,2
Selbst erstellte Software 1 084 1 163 - 6,8
Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte 379 417 - 9,2
Gesamt 3 102 3 246 - 4,4

(32) Sachanlagen

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Grundstücke und Gebäude 319 322 - 0,9
Nutzungsrechte (Leasing) 2 118 n/a
Grundstücke und Gebäude 2 088 n/a
Betriebs- und Geschäftsausstattung 30 n/a
Betriebs- und Geschäftsausstattung 426 458 - 7,0
Leasinggegenstände 727 766 - 5,1
Gesamt 3 591 1 547 .

(33) Angaben zum aufgegebenem Geschäftsbereich

Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Societe Generale Group, Paris, Frankreich, haben Ende 2018 einen Kaufvertrag hinsichtlich des Geschäftsbereichs Equity Markets 8 Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden geschlossen. Die Transaktion ist ein Meilenstein in der Umsetzung der im Jahr 2016 begonnenen Strategie "Commerzbank 4.0".

Die Transaktion wird in mehreren Schritten durchgeführt. Wesentliche Teile des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind bereits bis zum 30. September 2019 übertragen worden oder werden noch im Jahr 2019 übertragen. Aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Geschäfte und Mitarbeiter sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse werden jedoch nicht alle Transfers im Jahr 2019 abgeschlossen sein können. Der Übertragungsprozess wurde planmäßig im 1. Quartal begonnen und im 2. Quartal 2019 mit der vollständigen Übertragung der Anteile im Bereich Asset Management fortgesetzt. Darüber hinaus wurden im 2. und im 3. Quartal 2019 bereits wesentliche Teile des Bereichs Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte transferiert, wobei die Chancen und Risiken aus den zugehörigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zunächst "synthetisch", das heißt durch den Abschluss entsprechender derivativer Geschäfte auf die die Societe Generale Group übertragen wurden. Die juristische Übertragung der betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Die wirtschaftliche Übertragung auf den Erwerber wird dabei weitgehend innerhalb eines Jahres geschehen. Danach werden lediglich noch juristische Übertragungen stattfinden.

Zum 30. September 2019 betragen die Vermögenswerte 9,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 11,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,4 Mrd. Euro). Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value.

Im Zuge dessen wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs EMC im Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des IFRS 5 umgegliedert. EMC stellt einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, da die Geschäftsfelder von EMC, namentlich die Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte sowie das Asset Management, sich durch besonders komplexe Produkte und Sicherungsgeschäfte auszeichnen. Diese Geschäfte sind weder mit der übrigen Geschäftstätigkeit des Segments Firmenkunden noch mit der übrigen Geschäftstätigkeit der gesamten Bank vergleichbar. Daher wurden diese Geschäftsfelder in der internen Steuerung und Berichterstattung isoliert und auf die Ausgliederung vorbereitet. Das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs wird daher separat in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Die Erträge resultieren insbesondere aus Bewertungs- und Realisierungsergebnissen aus den zu übertragenden Beständen und somit aus originärem Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Aufwendungen umfassen die betreffenden Verwaltungsaufwendungen.

Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Erträge 149 190 - 21,3
Aufwendungen 156 175 - 10,5
Ergebnis vor Steuern - 7 15 -
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 16 2 -
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern 9 13 - 26,5
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich 9 13 - 26,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen liegt bei 675 Mio. Euro (Vorjahr: 739 Mio. Euro).

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1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich 0,01 0,01 - 26,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

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Mio. € 1.1.-30.9.2019 1.1.-30.9.20181 Veränd. in %
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 9 13 - 26,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit - - -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - - -

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

(34) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 824 665 23,9
Darlehen und Forderungen 824 642 28,4
Verbriefte Schuldinstrumente - 23 -
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI - - -
Darlehen und Forderungen - - -
Verbriefte Schuldinstrumente - - -
Eigenkapitalinstrumente - - -
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L 219 325 - 32,5
Darlehen und Forderungen 172 241 - 28,8
Verbriefte Schuldinstrumente 47 83 - 43,1
Eigenkapitalinstrumente 0 0 -
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 8 390 12 444 - 32,6
Darlehen und Forderungen - -
Verbriefte Schuldinstrumente 1 426 2 294 - 37,8
Eigenkapitalinstrumente 3 704 7 847 - 52,8
Derivate 3 260 2 304 41,5
Immaterielle Vermögenswerte 21 13 64,5
Sachanlagen - 23 -
Sonstige Aktivposten - 60 - 38 58,5
Gesamt 9 395 13 433 - 30,1

Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen stehen überwiegend in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase GmbH. Der Verkauf der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (siehe Note 7).

(35) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 1 001 815 22,8
Einlagen 1 001 815 22,8
Begebene Schuldverschreibungen - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 2 817 3 267 - 13,8
Einlagen 2 817 3 267 - 13,8
Begebene Schuldverschreibungen - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 7 222 8 726 - 17,2
Zertifikate und andere Emissionen 3 619 4 543 - 20,3
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 571 470 21,6
Derivate 3 032 3 713 - 18,4
Sonstige Passivposten 61 105 - 42,3
Gesamt 11 101 12 914 - 14,0

Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen stehen in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase GmbH. Der Verkauf der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (siehe Note 7).

(36) Sonstige Aktiva

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Edelmetalle 35 26 32,5
Rechnungsabgrenzungsposten 299 220 36,0
Aktiviertes Planvermögen 96 377 - 74,4
Übrige Aktiva 1 498 1 496 0,1
Gesamt 1 928 2 119 - 9,0

(37) Sonstige Passiva

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Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 314 313 0,1
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 64 66 - 3,1
Rechnungsabgrenzungsposten 314 312 0,5
Leasingverbindlichkeiten 2 171 n/a
Übrige Passiva 1 842 1 692 8,9
Gesamt 4 705 2 384 97,4

(38) Rückstellungen

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Mio. € 30.9.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 859 1 084 - 20,8
Sonstige Rückstellungen 1 850 2 074 - 10,8
Gesamt 2 708 3 158 - 14,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2018 Seite 254 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 30. September 2019 ein Diskontierungszinssatz von 0,8 % (Vorjahr: 1,9 %) und eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,6 %) zugrunde gelegt. Durch die Senkung der erwarteten Rentenanpassung entstand ein einmaliger Effekt von 183 Mio. Euro vor Steuern, der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurde.

Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt ("buy-in"). Im Zuge dieser Transaktion wurden dem Versicherungsunternehmen Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 1 123 Mio. Euro übertragen. Damit sind zukünftig etwa 86 % unserer leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Großbritannien durch Versicherungsverträge abgedeckt. Insgesamt resultiert daraus eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um umgerechnet 260 Mio. Euro.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen von 368 Mio. Euro (Vorjahr: 572 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den Jahren 2019 bis 2020.

Rechtsstreitigkeiten

Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von 210 Mio. Euro (Vorjahr: 233 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von -auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wurde die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Die entsprechenden Rückerstattungsbegehren sind inzwischen weitgehend erledigt. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Bislang haben nur wenige Firmenkunden in der Vergangenheit entrichtete Entgelte zurück gefordert. Die Commerzbank rechnet derzeit nicht damit, dass es in Zukunft noch zu erheblichen Rückforderungen kommen wird.
Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds hatten diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Im September 2019 konnte mit den Klägern ein Vergleich geschlossen werden; das Verfahren ist damit beendet.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Fremdwährung zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Unabhängig davon haben zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen weitere Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank erhoben. Die Tochtergesellschaft ist jeder Klage entgegengetreten. Die Einzelklagen wurden überwiegend durch die Bank gewonnen. Die Tochtergesellschaft hat ihre Rückstellung aufgrund weiterer Klageerhebungen sowie aktueller Erfolgsquoten und Schadenshöhen angepasst.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens einer Kundin macht deren Insolvenzverwalter Ansprüche gegenüber der Commerzbank geltend. Nachdem keine vergleichsweise Einigung zwischen der Bank und dem Insolvenzverwalter erzielt werden konnte, hat der Insolvenzverwalter im Juni 2018 Klage gegen die Bank erhoben. Ende Januar 2019 hat die Bank mit dem Insolvenzverwalter einen Vergleich zur Beilegung des Rechtsstreits geschlossen. Nach Zahlung des Vergleichsbetrags wurde die Klage zurückgenommen.
Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft wird sich gegen die Klage verteidigen.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.

(39) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland -Finanzagentur GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind -abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse.

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Mio. € 30.9.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 41 991 38 444 9,2
Kreditinstitute 7 713 6 279 22,8
Firmenkunden 31 175 28 681 8,7
Privatkunden 180 256 - 29,9
Finanzdienstleister 2 844 3 145 - 9,6
Öffentliche Haushalte 79 84 - 6,0
Kreditzusagen 82 670 78 387 5,5
Kreditinstitute 1 659 1 337 24,0
Firmenkunden 61 912 58 239 6,3
Privatkunden 10 600 9 969 6,3
Finanzdienstleister 8 108 8 657 - 6,3
Öffentliche Haushalte 391 185 .
Gesamt 124 661 116831 6,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. September 2019 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 1 023 Mio. Euro (Vorjahr: 1 038 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Forderungen diverser Kunden wurden im Nachgang von einem Unternehmen erworben und werden von diesem Erwerber gesammelt geltend gemacht. Diese Schadenersatzansprüche wurden erstinstanzlich abgewiesen. Der Kläger hat Berufung eingelegt. Daneben wurden gegen diese Tochtergesellschaft weitere acht Schadenersatzklagen erhoben. in sieben Fällen wurden die Klagen rechtskräftig abgewiesen. Die achte Schadenersatzklage wurde klägerseitig zurückgenommen.
Die ehemalige Dresdner Bank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Die Klagen von Anleihegläubiger, Pensionären und dem Insolvenzverwalter der Gesellschaft wurden jeweils in der ersten Instanz unter anderem zu Gunsten der Bank abgewiesen. Anträge zur Überprüfung von erstinstanzlichen Entscheidungen sind derzeit bei zuständigen Berufungsgerichten anhängig und noch nicht entschieden.
Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Verletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Klägerin wurde im Januar 2019 liquidiert. In Folge dessen hat das zuständige Gericht im Februar 2019 die Ansprüche auf immaterielle Schäden zurückgewiesen und das Verfahren im Übrigen unterbrochen. Ein aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammendes Unternehmen hat im Februar 2019 einen Antrag auf Fortsetzung des Verfahrens aus angeblich abgetretenem Recht in Höhe von 75 % der Forderung gestellt, der im September 2019 abgelehnt wurde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Unabhängig von der zuvor beschriebenen Klage wurde die Bank im November 2017 von diesem aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammenden Unternehmen auf Schadensersatz verklagt. Die Klage wurde im März 2019 erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Der Kläger hat gegen das Urteil im April 2019 Berufung eingelegt, die im September 2019 abgewiesen wurde. Es ist noch nicht bekannt, ob der Kläger gegen das Urteil vorgeht.
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage zur Wehr setzen.
Mit Klage aus Mai 2019 begehrt ein Kunde der Commerzbank die Feststellung, dass die Bank dem Kläger den materiellen Schaden wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit Derivaten in Form von Swap-Verträgen zu ersetzen hat. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und ist ihr entgegengetreten.
Im Zusammenhang mit Indexierungsklauseln von Darlehen in Schweizer Franken (CHF) an polnische Privatkunden hat ein Warschauer Gericht in einem Verfahren gegen eine andere Bank ein Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestellt. Es geht um die Frage, welche Folgen eine im Einzelfall missbräuchliche Indexierungsklausel eines Fremdwährungsdarlehens nach polnischem Recht hat. Eine rechtliche Entscheidung, wann eine Indexierungsklausel im Einzelfall missbräuchlich ist, hat der EuGH nicht getroffen; diese obliegt weiterhin den polnischen Gerichten.

Die Entwicklung der Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Verträgen mit Indexierungsklauseln sowie die zur Beurteilung der Erfolgsaussichten von Klagen erforderliche Rechtsfortbildung bleibt abzuwarten. Die Anzahl der seit dem EuGH-Urteil ergangenen Gerichtsurteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der weiteren Rechtsprechung und deren Auswirkung nicht aus. Je nach Entscheidung der Polnischen Gerichte könnte es zu finanziellen Belastungen für die betroffenen Banken in Polen, darunter eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, und demnach auch zu erheblichen negativen Auswirkungen für die Commerzbank kommen, die derzeit nicht verlässlich bestimmbar sind. Das noch im Bestand befindliche Portfolio beläuft sich zum 30. September 2019 auf 3,3 Mrd. Euro.

Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden.

Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der mit externer Unterstützung durchgeführten Analysen der Cum-Cum-Geschäfte hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche in den kommenden Wochen statt. Ferner wurden im Rahmen der Veranlagungen des Jahres 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer gemäß BMF Schreiben gekürzt.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben.

Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen.

Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Segmentberichterstattung

(40) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Halbjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Die Anpassungen der Kundenbetreuung im Rahmen der Strategie Commerzbank 4.0 führten im dritten Quartal 2018 zu rückwirkenden Kundentransfers zwischen den Segmenten Firmenkunden und Privat- und Unternehmerkunden. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note 33). Seit dem ersten Quartal 2019 werden die Pflichtbeiträge für europäische Bankenabgabe, Bankensteuer und Einlagensicherung nicht mehr innerhalb der Verwaltungsaufwendungen, sondern separat ausgewiesen. Aus dem Segment Firmenkunden wurde im ersten Quartal 2019 ein Portfolio aus Verbriefungen und Unternehmensanleihen an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die Vorjahreswerte wurden jeweils entsprechend angepasst.

Ferner wurden im ersten Quartal 2019 im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset & Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde aufgrund der Spezifika eines Abbauportfolios verzichtet. Die verbliebenen Bestände des zum 1. Juli 2019 eingestellten Segments Asset & Capital Recovery wurden in das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen.

Zum Stichtag 30. September 2019 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten Forderungen auf einen Bilanzwert von 4,9 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 41 Mio. Euro Zinsüberschuss, 16 Mio. Euro Risikoergebnis, - 24 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 18 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, - 15 Mio. Euro Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, 1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, - 15 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 5 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie - 4 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset & Capital Recovery entfallen zum Stichtag 30. September 2019 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro. auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie 12,3 Mrd. Euro. auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die wesentlichen Ergebnistreiber für das dritte Quartal gliedern sich dabei wie folgt: Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen - 1 Mio. Euro Zinsüberschuss, 4 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, 3 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 3 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis sowie 3 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung entfallen - 9 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 3 Mio. Euro Risikoergebnis, - 40 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 10 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, 6 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, - 33 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 35 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 5 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie - 40 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde bis zu seiner Einstellung mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 unterlegt.

Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge. Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

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1.1.-30.9.2019 | Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery3 Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 2 042 1 381 - 23 365 3 764
Dividendenerträge 5 7 - 4 16
Risikoergebnis - 187 - 186 - 24 27 - 370
Provisionsüberschuss 1 413 881 0 - 24 2 270
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 156 114 111 - 254 127
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 2 21 10 99 132
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 23 0 - 19 - 14 - 9
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 6 0 0 9
Sonstiges Ergebnis 106 8 0 45 159
Erträge vor Risikoergebnis 3 751 2 418 79 221 6 469
Erträge nach Risikoergebnis 3 564 2 232 55 247 6 098
Verwaltungsaufwendungen 2 616 1 834 15 245 4 710
Pflichtbeiträge 240 109 9 40 398
Operatives Ergebnis 707 289 31 - 37 990
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 707 289 31 - 37 990
Aktiva 147 036 199 425 - 166882 513 343
davon nicht fortgeführte Aktiva - 9 347 - - 9 347
Passiva 182143 202 857 - 128343 513 343
davon nicht fortgeführte Passiva - 11 061 - - 11 061
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 29 152 - 1 181
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital
(aus fortzuführenden Geschäftsbereichen)
(auf Basis CET1)1 5 263 11 899 1 620 5 003 23 785
Operative Eigenkapitalrendite (%)2 17,9 3,2 5,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft
(exkl. Pflichtbeiträge) (%) 69,7 75,8 72,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft
(inkl. Pflichtbeiträge) (%) 76,2 80,4 79,0

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

3 Das Segment Asset & Capital Recovery wurde zum 1. Juli 2019 aufgelöst. Bis zum Jahresende 2019 wird das zum Halbjahr 2019 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.

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1.1.-30.9.2018 | Mio. €1 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1 910 1 308 48 244 3 511
Dividendenerträge 11 11 1 7 30
Risikoergebnis - 184 - 121 15 - 2 - 292
Provisionsüberschuss 1 461 893 1 - 20 2 336
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 134 401 113 - 159 488
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 2 1 0 27 26
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 40 - 5 - 48 3 - 9
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 10 0 - 9
Sonstiges Ergebnis 88 1 19 37 145
Erträge vor Risikoergebnis 3 641 2 620 134 140 6 535
Erträge nach Risikoergebnis 3 457 2 498 150 138 6 243
Verwaltungsaufwendungen 2 696 1 899 50 235 4 880
Pflichtbeiträge 197 110 10 40 357
Operatives Ergebnis 563 489 90 - 137 1 005
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 563 489 90 - 137 1 005
Aktiva 136612 185 400 18 226 152981 493 220
davon nicht fortgeführte Aktiva - - - - -
Passiva 165 452 192 826 16 269 118 673 493 220
davon nicht fortgeführte Passiva - - - - -
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 30 150 1 0 181
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital
(aus fortzuführenden Geschäftsbereichen)
(auf Basis CET1)2 4 701 10 625 2 263 5 157 22 746
Operative Eigenkapitalrendite (%)3 16,0 6,1 5,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft
(exkl. Pflichtbeiträge) (%) 74,0 72,5 74,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft
(inkl. Pflichtbeiträge) (%) 79,5 76,7 80,1

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

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Mio. € 1.1.-30.9.2019
Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
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Zinsüberschuss 347 18 365
Dividendenerträge 2 2 4
Risikoergebnis 27 - 27
Provisionsüberschuss - 21 - 3 - 24
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 292 38 - 254
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 99 - 99
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 10 - 4 - 14
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - 0 - 0
Sonstiges Ergebnis 58 - 13 45
Verwaltungsaufwendungen 259 - 14 245
Pflichtbeiträge 40 0 40
Operatives Ergebnis - 90 52 - 37
Aktiva 166 737 144 166 882
Passiva 128 058 285 128 343

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Mio. € 1.1.-30.9.20181
Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
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Zinsüberschuss 212 32 244
Dividendenerträge 4 3 7
Risikoergebnis - 2 0 - 2
Provisionsüberschuss - 17 - 3 - 20
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 168 9 - 159
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 27 - 27
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 4 - 1 3
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - -
Sonstiges Ergebnis 50 - 13 37
Verwaltungsaufwendungen 251 - 16 235
Pflichtbeiträge 40 0 40
Operatives Ergebnis - 180 42 - 137
Aktiva 152 522 460 152981
Passiva 118 397 276 118 673

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten.
Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungseinheiten, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind.

Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions). Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:

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1.1.-30.9.2019 Mio. Euro Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Erträge vor Risikoergebnis 4 658 1 531 101 179 - 6 469
Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) 96 848 48 450 5 905 4 090 - 155 293

Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

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1.1.-30.9.2018 Mio. Euro1 Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Erträge vor Risikoergebnis 4 419 1 844 73 199 - 6 535
Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) 87 410 47 322 4 469 5 033 - 144 234

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Sonstige Erläuterungen

(41) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen

Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.

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Position | Mio. € 30.9.2019 31.12.2018 30.9.2019 31.12.2018
with transitional provisions with transitional provisions fully loaded fully loaded
--- --- --- --- ---
Bilanzielles Eigenkapital 30 674 29 411 30 674 29 411
darin enthaltene zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 885 - 885 -
Bilanzielles Eigenkapital ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 29 789 29 411 29 789 29 411
Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren - 111 - 159 - 111 - 159
Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten - 2 - 61 - 2 - 61
Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) - 534 - 440 - 534 - 440
Geschäfts- oder Firmenwerte - 1 511 - 1 507 - 1 511 - 1 507
Immaterielle Vermögenswerte - 1 224 - 1 328 - 1 224 - 1 328
Aktivüberhang des Planvermögens - 73 - 307 - 73 - 307
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen - 909 - 784 - 909 - 784
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) - 330 - 205 - 330 - 205
Prudential Valuation - 277 - 459 - 277 - 459
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) - 128 - 199 - 128 - 199
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen - 177 - 453 - 177 - 453
nicht angesetzter Gewinn - 213 - 250 - 213 - 250
Sonstiges und Rundungen - 60 - 53 - 60 - 53
Hartes Kernkapital (CET 1)2 24 241 23 206 24 241 23 206
Zusätzliches Kernkapital (AT 1)3 1 689 904 1 011 -
Kernkapital (Tier 1) 25 929 24 110 25 252 23 206
Ergänzungskapital (Tier 2) 4 981 5 389 4 753 5 564
Eigenmittel 30 910 29 499 30 004 28 770
Risikogewichtete Aktiva 189445 180498 189445 180498
davon: Kreditrisiko 155293 146710 155 293 146710
davon: Marktrisiko3 1 2 293 12 395 1 2 293 12 395
davon: Operationelles Risiko 21 859 21 393 21 859 21 393
Harte Kernkapitalquote (CET- 1-Ratio, %) 12,8 % 12,9 % 12,8 % 12,9 %
Kernkapitalquote (Tier- 1-Ratio, %) 13,7 % 13,4 % 13,3 % 12,9 %
Gesamtkapitalquote (%) 16,3 % 16,3 % 15,8 % 15,9 %

1 AT 1 Emission die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches Kernkapital angerechnet wird.1 1

2 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.2 2

3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).3 3

Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital gegenüber dem 31. Dezember 2018 ergeben sich sowohl aus der Anrechnung des regulatorischen Gewinnes als auch durch eine Reduzierung der regulatorischen Abzüge. Die harte Kernkapitalquote ist gegenüber dem Jahresende um 0,1 % zurückgegangen. Dies ergibt sich trotz einem gestiegenen harten Kernkapital aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva.

Der Anstieg resultierte unter anderem aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel und aus Kreditwachstum in den Kernsegmenten, inklusive mBank. Zudem führten Parametereffekte (vor allem durch TRIM-Effekte) zu höheren Kreditrisikoaktiva. Dieser Zuwachs wird nur leicht durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund einer Verbriefungstransaktion im ersten Quartal 2019 sowie gezieltem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios gemindert.

(42) Verschuldungsquote

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.

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Leverage Ratio gemäß CRR1 30.9.2019 31.12.2018 Veränd. in %
Leverage Ratio Exposure with transitional provisions (Mio. €) 531 643 486335 9,3
Leverage Ratio Exposure fully loaded (Mio. €) 531 643 486335 9,3
Leverage Ratio with transitional provisions (%) 4,9 5,0
Leverage Ratio fully loaded (%) 4,7 4,8

1 Unterschiede zwischen LR fully loaded und LR with transitional provisions nur aus dem Tier-1-Kapital; Übergangsregelungen für das Leverage Ratio Exposure sind Ende 2017 ausgelaufen.

(43) Liquidity Coverage Ratio

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben.

Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums. Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100 % eingehalten werden. Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten.

Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.

Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden.

Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Zwischenrisikobericht dieses Dokuments.

Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt. Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt.

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Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)
Mio.€1 31.12.2018 31.03.2019 30.6.2019 30.9.2019
--- --- --- --- --- ---
Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12
Hochwertige liquide Vermögenswerte
1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt
Mittelabflüsse
2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 113 826 117 593 121 225 124 862
3 stabile Einlagen 78 813 80 985 83 057 85 126
4 weniger stabile Einlagen 35 012 36 608 38 167 39 736
5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 104 841 104 951 105 354 106 800
6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 35 029 35 106 34 886 35 377
7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 68 340 68 258 69 060 70 120
8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 472 1 587 1 408 1 303
9 besicherte Großhandelsfinanzierung
10 zusätzliche Anforderungen 85 202 84 900 84 785 85 033
11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 9 046 8 642 8 161 7 716
12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 199 272 325 421
13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 75 957 75 985 76 299 76 896
14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 3 271 4 080 4 412 4 233
15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 110 193 109 418 108 364 106 847
16 Gesamtmittelabflüsse
Mittelzuflüsse
17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 65 818 65 868 65 431 66 572
18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen 26 519 25 954 25 239 25 056
19 Sonstige Mittelzuflüsse 4 557 5 740 6 545 6 860
EU- 19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten)
EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut)
20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 96 893 97 561 97 216 98 488
EU- 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0
EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen 0 0 0 0
EU- 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen 90 724 91 424 90 868 91 939
21 Liquiditätspuffer
22 Gesamte Nettomittelabflüsse
23 Liquidity Coverage Ratio

1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung weichen die Werte für Dezember 2018, März 2019 und Juni 2019 von den bisher veröffentlichen Werten ab.

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Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)
Mio. €1 31.12.2018 31.03.2019 30.6.2019 30.9.2019
--- --- --- --- --- ---
Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12
Hochwertige liquide Vermögenswerte
1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt 85 621 85 519 86 066 86 557
Mittelabflüsse
2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 7 726 8 006 8 279 8 564
3 stabile Einlagen 3 941 4 049 4 153 4 256
4 weniger stabile Einlagen 3 785 3 956 4 125 4 307
5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 52 296 52 661 52 756 53 070
6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 8 730 8 745 8 688 8 809
7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 42 094 42 329 42 660 42 958
8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 472 1 587 1 408 1 303
9 besicherte Großhandelsfinanzierung 5 262 5 614 5 808 5 807
10 zusätzliche Anforderungen 23 401 23 123 22 61 2 22 221
11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 8 272 7 885 7 442 7 038
12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 199 272 325 421
13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 14 930 14 966 14 845 14 763
14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 2 337 3 026 3 384 3 272
15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 675 680 1 063 2 196
16 Gesamtmittelabflüsse 91 697 93 110 93 901 95 130
Mittelzuflüsse
17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 4 921 5 551 6 208 6 635
18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen 19 306 18 699 18 070 17 775
19 Sonstige Mittelzuflüsse 4 369 5 528 6 323 6 599
EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) 0 0 0 0
EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) 0 0 0 0
20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 28 595 29 778 30 600 31 009
EU- 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0
EU- 20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen 0 0 0 0
EU- 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen 28 595 29 778 30 600 31 009
21 Liquiditätspuffer 85 621 85 519 86 066 86 557
22 Gesamte Nettomittelabflüsse 63 101 63 332 63 301 64 121
23 Liquidity Coverage Ratio 135,66 % 135,02 % 136,02 % 135,20 %

1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung weichen die Werte für Dezember 2018, März 2019 und Juni 2019 von den bisher veröffentlichen Werten ab.

Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau und überschreiten die geforderte Mindestquote von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:

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Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) in Mio. €1 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019
Gesamt: 85 621 85 519 86 066 86 557
davon Level 1 77 690 76 658 76 846 77 440
davon Level 2A 7 075 7 805 7 938 7 746
davon Level 2B 857 1 056 1 283 1 372

1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung weichen die Werte für Dezember 2018, März 2019 und Juni 2019 von den bisher veröffentlichen Werten ab.

Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden.

Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet.

Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen.

Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019 zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO).

(44) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:

beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen,
assoziierte Unternehmen,
Beteiligungen,
unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft,
Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige,
sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen.

Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.

Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen

Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 404 Mio. Euro (Vorjahr: 284 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 204 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.

Die Erträge von 15 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 26 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 55 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen.

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 87 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen

Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 37 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.

Die Erträge von 12 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 27 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie dem Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen.

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 38 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ Personen

Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 32 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 229 Mio. Euro (Vorjahr: 208 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger.

Zum 30. September 2019 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen bei 7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro).

Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden wie im Vorjahr keine Garantien und Sicherheiten gewährt.

Transaktionen mit Schlüsselpersonen

Zum 30. September 2019 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen vor.

Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 11 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 12 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.

Transaktionen mit Bundesunternehmen

Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 40 180 Mio. Euro (Vorjahr: 25 065 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 36 935 Mio. Euro (Vorjahr: 20 891 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 12 281 Mio. Euro (Vorjahr: 12 718 Mio. Euro) betrafen 12 261 Mio. Euro (Vorjahr: 12 624 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. September 2019 wurden Bundesunternehmen Garantien und Sicherheiten von 301 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro) gewährt.

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Dr. Stefan Schmittmann

Vorsitzender

Uwe Tschäge1Stellv. Vorsitzender

Heike Anscheit1

Alexander Boursanoff1

Gunnar de Buhr1

Stefan Burghardt1

Sabine U. Dietrich

Monika Fink1

Dr. Tobias Guldimann

Dr. Rainer Hillebrand

Christian Höhn1

Kerstin Jerchel1

Dr. Markus Kerber

Alexandra Krieger1

Anja Mikus

Dr. Victoria Ossadnik

Robin J. Stalker

Nicholas Teller

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Stefan Wittmann1

Klaus-Peter Müller

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Zielke

Vorsitzender

Stephan Engels

Dr. Bettina Orlopp

Frank Annuscheit (bis 28.02.2019)

Jörg Hessenmüller (seit 15.01.2019)

Michael Reuther

Dr. Marcus Chromik

Michael Mandel

Frankfurt am Main, den 4. November 2019

Der Vorstand

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Martin Zielke Marcus Chromik Stephan Engels Jörg Hessenmüller Michael Mandel Bettina Orlopp Michael Reuther

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2019, die Bestandteile des unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Eschborn/ Frankfurt am Main, 5. November 2019

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Claus-Peter Wagner Marcus Binder
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften

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Inland Ausland
comdirect bank AG, Quickborn Commerzbank Brasil S.A. - Banco Multiplo, Sào Paulo
Commerz Real AG, Wiesbaden Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sào Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Finanzkalender 2020

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13. Februar 2020 Bilanzpressekonferenz
Ende März 2020 Geschäftsbericht 2019
6. Mai 2020 Hauptversammlung
13. Mai 2020 Zwischenbericht zum 31. März 2020
5. August 2020 Zwischenbericht zum 30. Juni 2020
5. November 2020 Zwischenbericht zum 30. September 2020

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