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Commerzbank AG — Interim / Quarterly Report 2018
Aug 7, 2018
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Interim / Quarterly Report
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Commerzbank Aktiengesellschaft Frankfurt am Main Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 Kennzahlen scroll Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Operatives Ergebnis (Mio. €) 689 505 Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,55 0,40 Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 689 -302 Konzernergebnis2 (Mio. €) 533 -414 Ergebnis je Aktie (€) 0,43 -0,33 Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CETI3,4 (%) 6,1 4,3 Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis7 (%) 4,3 -3,2 Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 81,3 80,5 scroll Bilanz 30.6.2018 31.12.2017 Bilanzsumme (Mrd. €) 487,5 452,5 Risikoaktiva (Mrd. €) 175,5 171,4 Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 29,1 30,0 Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 37,7 40,1 scroll Regulatorische Kennzahlen 30.6.2018 31.12.2017 Kernkapitalquote (%) 13,5 15,2 Harte Kernkapitalquote5 (%) 13,0 14,9 Harte Kernkapitalquote5 (fully phased-in, %) 13,0 14,1 Eigenkapitalquote (%) 16,5 18,3 Verschuldungsquote (%) 4,7 5,5 Verschuldungsquote (fully phased-in, %) 4,5 5,1 scroll Mitarbeiter 30.6.2018 31.3.2018 Inland 36 266 36 374 Ausland 12 513 12 369 Gesamt 48 779 48 743 scroll Ratings6 30.6.2018 31.3.2018 Moody's Investors Service, New York8 A1/A1/P-1 A2/Baa1/P-1 S&P Global, New York9 A/A-/A-2 A-/A-/A-2 Fitch Ratings, New York/London8 A-/BBB+/F2 A-/BBB+/F2 Scope Ratings, Berlin8 -/A/S-1 -/A/S-1 1 Anpassung Vorjahr. 2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. 3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. 4 Auf das Jahr hochgerechnet. 5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Fully-phased-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen. 6 Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de). 7 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne Nicht beherrschende Anteile. 8 Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten. Heraufstufung Moody's vom 3. August 2018 bereits umgesetzt. 9 Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 Kernaussagen ― Die Commerzbank ist im ersten Halbjahr 2018 mit der Umsetzung ihrer Strategie "Commerzbank 4.0" weiter vorangekommen. Mit der Vereinbarung über den Verkauf ihres Equity-Markets-&-Commodities-Geschäfts an die Société Générale hat die Commerzbank einen weiteren Meilenstein bei der Vereinfachung ihres Geschäftsmodells erreicht. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden setzte sich das Kundenwachstum mit leicht verminderter Geschwindigkeit fort. Im Segment Firmenkunden wurden die Kreditvolumina weiter gesteigert. ― Das Operative Ergebnis für das erste Halbjahr 2018 lag bei 689 Mio. Euro, nach 505 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug 533 Mio. Euro, nach - 414 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. ― Das Risikoergebnis im Konzern in Höhe von - 161 Mio. Euro profitierte weiterhin von der Qualität des Kreditportfolios; die Non-Performing-Loans-(NPL-)Quote für Problemkredite lag bei 0,9 %. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen insbesondere aufgrund von höheren Investitionen in Digitalisierung und Wachstum sowie aufgrund von gestiegenen Kosten für regulatorische Projekte und Abgaben, wie Einlagensicherungsfonds und polnische Bankensteuer. ― Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag bei 13,0 %, die Leverage Ratio bei 4,5 % ("fully phased-in"). ― Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 6,1 %, nach 4,3 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte; Return on Tangible Equity) lag bei 4,3 %, nach - 3,2 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote stieg auf 81,3 %. ― Für das Geschäftsjahr 2018 strebt die Commerzbank wie angekündigt die Ausschüttung einer Dividende an. Entwicklung der Commerzbank-Aktie Das internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2018 durch eine Vielzahl geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter die sich zuspitzenden Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie Europa, Wahlen in Russland, Italien und der Türkei, die Bildung einer Großen Koalition im deutschen Bundestag sowie die anhaltenden politischen Spannungen im Nahen Osten und in Nordkorea. Die Ende Januar anziehende Volatilität setzte einem noch zu Jahresbeginn positiven Verlauf am deutschen Aktienmarkt deutlich zu, der im Zuge steigender Risikoaversion aber erhebliche Rücksetzer hinnehmen musste. Entsprechend waren vor allem deutsche Bundesanleihen gefragt, deren Renditen im Gegenzug nachgaben. Die Unsicherheiten zeigten sich auch in den Leitwährungen, einem gestiegenen US-Dollar stand ein schwächerer Eurokurs gegenüber. In einem Umfeld sinkender Zinserwartungen verzeichneten insbesondere europäische Banken und Aktien konjunkturnaher Branchen zum Teil deutliche Kursabschläge. In den ersten sechs Monaten 2018 ging der EURO-STOXX-Bankenindex um - 15,4 % zurück, wohingegen die Commerzbank-Aktie seit Jahresbeginn - 34,3 % einbüßte. Diese Entwicklung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die allgemeinen Erwartungen an einen Zinsanstieg gegenüber dem Jahresende ermäßigten, ein Aspekt, den Investoren in Bezug auf die Ertragslage der Commerzbank überdurchschnittlich gewichten. Zudem traten die noch im Vorjahr im Vordergrund stehenden Übernahmefantasien in der ersten Jahreshälfte 2018 deutlich zurück. scroll Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.6.) 1 252,4 1 252,4 Xetra-Intraday-Kurse in € Hoch 13,82 10,59 Tief 7,92 6,97 Schlusskurs (30.6.) 8,21 10,43 Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück Hoch 29,1 46,0 Tief 4,0 5,4 Durchschnitt 10,4 14,0 Indexgewicht in % (30.6.) DAX 0,9 1,2 EURO STOXX Banken 1,3 1,7 Ergebnis je Aktie in € 0,43 - 0,33 Buchwert je Aktie2 in € (30.6.) 22,36 22,56 Net Asset Value je Aktie3 in € (30.6.) 21,14 21,36 Marktwert/Net Asset Value (30.6.) 0,39 0,49 1 Deutsche Börsen gesamt. 2 Ohne Nicht beherrschende Anteile. 3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wichtige geschäftspolitische Ereignisse Weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" Am 3. Juli hat die Commerzbank eine Vereinbarung mit der Société Générale über den Verkauf des Konzernbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) getroffen. Das EMC-Geschäft der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten Handels- und Anlageprodukten, die etablierte Marke für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ComStage sowie die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking. Nicht Bestandteil der Transaktion sind das Eigenkapitalmarktgeschäft, das das Begleiten von Unternehmen bei der Emission von Aktien und aktienbasierten Finanzierungsinstrumenten ("ECM - Equity Capital Markets") sowie den Aktienhandel ("Equity Trading") und den Aktienvertrieb ("Equity Sales/Brokerage") umfasst. Dies gilt auch für das Geschäft mit Absicherungsprodukten für Rohstoffrisiken. Diese Aktivitäten werden als Teil des strategischen Kundengeschäfts bei der Commerzbank bleiben. Im Rahmen der Transaktion sollen Handelsbücher, Kundengeschäft, Mitarbeiter und Teile der IT-Infrastruktur übertragen werden. Die EMC-Frontoffice-Mitarbeiter sowie einige Mitarbeiter aus nachgelagerten Einheiten sollen zur Societe Generale wechseln. Die Übertragung der Handelsbücher und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanz und Erträge werden schrittweise erfolgen und voraussichtlich Ende 2018 beginnen. Daher werden aller Voraussicht nach die EMC-Erträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung der Commerzbank im Laufe des Jahres 2019 auslaufen. Der Abbau von Aufwendungen, die in Zusammenhang mit EMC stehen, soll die Kostenbasis der Commerzbank bis Ende 2020 um mindestens 200 Mio. Euro entlasten und so zum Erreichen des 2016 im Rahmen der "Commerzbank 4.0"-Strategie formulierten Kostenziels beitragen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Abstimmung mit den zuständigen Steuerbehörden, der Zustimmung weiterer zuständiger Behörden und Arbeitnehmervertretergremien sowie des Abschlusses der rechtlichen Dokumentation. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Die Weltwirtschaft hat auch im ersten Halbjahr 2018 ordentlich zugelegt. Kräftige Impulse kamen weiterhin aus den Schwellenländern, auch wenn es in China erste Anzeichen für eine erneute Wachstumsabschwächung gibt. In den USA fiel die Wachstumsdelle zu Jahresbeginn kleiner aus als im Vorjahr und für das zweite Quartal zeichnet sich bereits wieder ein höheres Wachstum ab. Die Arbeitslosenquote ist inzwischen niedriger als vor der tiefen Rezession 2007 bis 2009. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank seit Jahresbeginn den Zielkorridor für die Leitzinsen um weitere 50 Basispunkte auf 1,75 % bis 2,00 % erhöht. Im Euroraum hat der Aufschwung dagegen merklich an Kraft verloren. Maßgeblich hierfür ist die Aufwertung des Euro um zwischenzeitlich knapp 9 % in den zurückliegenden zwölf Monaten, die in der stark vom Export abhängigen Industrie ihre Wirkung hinterlassen hat. Die deutsche Wirtschaft hat in den ersten drei Monaten 2018 gegenüber dem Schlussquartal 2017 deutlich schwächer expandiert als in den Quartalen zuvor und auch für das zweite Vierteljahr zeichnet sich kein stärkeres Wachstum ab. An den Finanzmärkten hat die Volatilität zuletzt spürbar zugenommen. Noch aber stützt die immer noch expansive Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente" an. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Eine Anpassung der Vergleichszahlen wurde gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 nicht vorgenommen. Erläuterungen zu den Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den Erstanwendungseffekten IFRS 9 finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 45 ff. beziehungsweise auf Seite 47 ff. Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns Im ersten Halbjahr 2018 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe von 689 Mio. Euro erzielt, nach 505 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2 207 Mio. Euro um 7,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden legte der um Sondereffekte aus Purchase-Price-Allocation-(PPA-)Abschreibungen bereinigte Zinsüberschuss, in erster Linie bedingt durch höhere Kreditvolumina, signifikant zu. Vor allem das Konsumentenkreditgeschäft in Deutschland wirkte sich dabei positiv aus. Neben Zinserträgen aus dem vom Joint-Venture-Partner übernommenen Portfolio erwirtschaftete die Commerzbank Zinseinnahmen aus Neugeschäft über die seit Mitte 2017 aufgebaute eigene Ratenkreditplattform. Im Inland konnte der Ertragsrückgang infolge des andauernden Niedrigzinsumfeldes durch aktive Gegenmaßnahmen gestoppt werden. Bei der mBank hält die gute Entwicklung an: Höhere Zinserträge wurden sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft durch weiteren Margenanstieg und Volumenwachstum erwirtschaftet. Im Segment Firmenkunden wirkten Belastungen aus dem Zinsumfeld, die verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten sowie der intensive Preiswettbewerb dämpfend auf die Entwicklung der Ertragslage. Das Segment Asset & Capital Recovery wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang des Zinsüberschusses aus, der im Zusammenhang mit dem weiteren Portfolioabbau stand. Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2 % auf 1 562 Mio. Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden stand der Rückgang des Provisionsüberschusses insbesondere im Zusammenhang mit der Beendigung des Joint Ventures "Commerz Finanz GmbH". Im ersten Halbjahr 2017 vermittelte die Commerzbank das Konsumentenkreditgeschäft noch ausschließlich an das Joint Venture. Daraus resultierende Provisionserträge sind mit Aufgabe des Joint Ventures vollständig entfallen, werden aber seitdem durch über die eigene Ratenkreditplattform und das vom Joint-Venture-Partner übernommene Portfolio generierte Zinserträge mehr als kompensiert. Im Inland gingen ferner die Erträge im Wertpapiergeschäft zurück. Im Berichtszeitraum machten sich regulatorische Änderungen mit Einführung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II zu Jahresbeginn in relativ verhaltenen Kundenaktivitäten ertragsbelastend bemerkbar. Das Wachstum des Provisionsüberschusses der mBank schwächte sich im Berichtszeitraum aufgrund der weggefallenen Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft ab. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 625 Mio. Euro, nach 693 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist überwiegend auf Bewertungseffekte im Bereich Sonstige und Konsolidierung zurückzuführen. Mit - 14 Mio. Euro lag das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 83 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum waren im Wesentlichen negative Bewertungseffekte aus dem Public-Finance-Portfolio enthalten. Demgegenüber waren im Vorjahr noch positive Einmaleffekte aus der Veräußerung von Anleihen zu verzeichnen. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 105 Mio. Euro, nach 5 Mio. Euro im Vorjahr. Der deutliche Anstieg um 101 Mio. Euro war maßgeblich bedingt durch die Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat und Unternehmerkunden sowie einer Beteiligung im Segment Firmenkunden. Außerdem wirkten sich Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus. Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 161 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden spiegelte sich einerseits die Aufnahme des inländischen Ratenkreditgeschäfts in die eigenen Bücher und zum anderen der höhere Vorsorgeaufwand im Kreditgeschäft mit Firmenkunden der mBank wider. Insgesamt zeigt es sich aber in Relation zu den Gesamterträgen sowie gemessen an historischen Maßstäben weiterhin unauffällig. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte im Wesentlichen von der Auflösung von Wertberichtigungen für Einzelengagements sowie vom weiterhin sehr guten Risikoprofil des Kreditportfolios. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 3 684 Mio. Euro um 2,8 % über dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren Investitionen in Digitalisierung und Wachstum sowie aus gestiegenen Kosten für regulatorische Projekte und Abgaben, wie Einlagensicherungsfonds und polnische Bankensteuer. Während die Personalaufwendungen mit 1 746 Mio. Euro um 4,4 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, was insbesondere auf den eingeleiteten Stellenabbau zurückzuführen war, stiegen die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um 10,3 % auf 1 938 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren IT-Investitionen, aus gestiegenen Pflichtbeiträgen - darin enthalten die europäische Bankenabgabe und die polnische Bankensteuer - sowie planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte. Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern in den ersten sechs Monaten 2018 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 689 Mio. Euro, nach 505 Mio. Euro im Vorjahr. Hierin enthalten waren im Berichtszeitraum Bewertungseffekte aus Kontrahentenrisiken in Höhe von - 19 Mio. Euro, nach 26 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern betrug 689 Mio. Euro, nach - 302 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro enthalten, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" standen. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von lediglich 99 Mio. Euro an, nach 67 Mio. Euro im Vorjahr. Steuerquotenreduzierend haben sich insbesondere Einmaleffekte ausgewirkt, die aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung im Inland resultierten, sowie geringere Steuersätze an ausländischen Lokationen auf die dort erzielten operativen Gewinne. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 591 Mio. Euro, gegenüber - 369 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären für das erste Halbjahr 2018 ein Konzernergebnis von 533 Mio. Euro zuzurechnen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,55 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,43 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,26 Euro beziehungsweise - 0,33 Euro. Bilanz des Commerzbank-Konzerns Die Anwendung des International Financial Reporting Standard 9 (IFRS 9) führte zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte sowie dem Impairment finanzieller Vermögenswerte. Bei der Kommentierung der Bilanzposten stellen wir auf die Vergleichswerte zum 1. Januar 2018 ab. Die Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2017 (nach IAS 39) zum 1. Januar 2018 (nach IFRS 9) findet sich im Zwischenabschluss auf Seite 47 ff. Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2018 bei 487,5 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresbeginn 2018 war dies ein Anstieg um 8,1 % beziehungsweise 36,3 Mrd. Euro. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist leicht um 1,0 Mrd. Euro auf 56,2 Mrd. Euro angestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2018 stand insbesondere im Zusammenhang mit der konditionsbedingten Umschichtung von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken in den Kassenbestand. Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2018 um 15,0 Mrd. Euro auf 280,2 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber der IFRS-9-Eröffnungsbilanz resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen bei Darlehen und Krediten. Mit 50,7 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 18,5 Mrd. Euro über dem Stichtag 1. Januar 2018. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash-Collaterals. Die Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen nahmen im Vergleich zum Jahresbeginn 2018 um 10 Mio. Euro auf 171 Mio. Euro ab. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Beteiligung. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 339 Mio. Euro und lagen damit 261 Mio. Euro höher als zum Stichtag 1. Januar 2018. Ursächlich für den deutlichen Anstieg war im Wesentlichen der für das zweite Halbjahr 2018 zwischen der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarte Verkauf der ebase GmbH. Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 350,2 Mrd. Euro um 14,3 Mrd. Euro über dem Niveau zum Stichtag 1. Januar 2018. Sowohl die begebenen Schuldverschreibungen als auch die Einlagen nahmen im Vergleich zum Stichtag 1. Januar 2018 zu. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresbeginn 2018 um 22,7 Mrd. Euro auf 43,1 Mrd. Euro. Der deutliche Anstieg war im Wesentlichen auf die saisonale Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Kreditinstituten und Finanzdienstleistern zurückzuführen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 56,1 Mrd. Euro um 0,5 Mrd. Euro unter dem Stichtag 1. Januar 2018. Während die Negativen Marktwerte aus Zinsderivaten um 3,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die Negativen Marktwerte aus Währungsderivaten um 1,2 Mrd. Euro an. Eigenkapital Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2018 ausgewiesene Eigenkapital (vor nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,0 Mrd. Euro und damit leicht über dem Niveau zum Stichtag 1. Januar 2018. Die Risikoaktiva ("fully phased-in") per 30. Juni 2018 lagen bei 175,5 Mrd. Euro und damit 4,5 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2017. Die Erhöhung basiert auf einem wachstumsbedingten Anstieg der Kreditrisikoaktiva, der nur teilweise durch Reduktionen aus IFRS-9-Anpassungen und weiterer Reduzierung von Abbauportfolios sowie reduzierten Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken kompensiert wurde. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schrittes und der Umstellung auf IFRS 9 gegenüber dem Jahresultimo 2017 um rund 2,3 Mrd. Euro auf 23,7 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist dadurch auf 13,5 % gesunken. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 22,8 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 13,0 %. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,5 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,7 % ("phase-in") beziehungsweise bei 4,5 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis. Refinanzierung und Liquidität Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im ersten Halbjahr 2018 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 4,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Mit dem Fokus auf langlaufende Emissionen lag die durchschnittliche Laufzeit der bislang 2018 begebenen Emissionen bei rund 8 Jahren. Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Halbjahr eine Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren emittiert. Des Weiteren wurden 0,4 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen. Die mBankplatzierte eine Kapitalmarkttransaktion über 180 Mio. Schweizer Franken. Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt 3 Mrd. Euro emittiert. Bei diesen Benchmarkemissionen entfallen 1 Mrd. Euro auf die Laufzeit von 5 Jahren, 1,5 Mrd. Euro auf 7 Jahre und 500 Mio. Euro auf 10 Jahre. Mit einem Anteil von über 40 % sind alle Pfandbriefemissionen auch bei ausländischen Investoren auf großes Interesse gestoßen. Die mBank emittierte umgerechnet rund 0,4 Mrd. Euro Covered Bonds nach polnischem Recht. Die Bank wies zum Berichtsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 80,5 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Halbjahresultimo 10,3 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat mit 140,99 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Zwischenabschluss unter Note 48. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen. Entwicklung der Segmente Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für das erste Halbjahr 2018 basiert auf der im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 55 und 233 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Weitere Informationen hierzu finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 94 ff. Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 43 f. Privat- und Unternehmerkunden scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränderung in %/%-Punkten Erträge vor Risikoergebnis 2 439 2 280 7,0 Risikoergebnis - 121 n/a . Risikovorsorge im Kreditgeschäft n/a - 75 . Verwaltungsaufwendungen 1 945 1 868 4,1 Operatives Ergebnis 373 336 11,0 Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 654 4 366 6,6 Operative Eigenkapitalrendite (%) 16,0 15,4 0,6 Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 79,7 82,0 - 2,2 1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sich im ersten Halbjahr 2018 das erfreuliche Wachstum des Geschäftsvolumens sowohl in Deutschland als auch bei der polnischen Tochter mBank fortgesetzt. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum resultierte daraus eine deutliche Steigerung der Erträge. Zunehmende Kundenzahlen in beiden Kernmarktregionen leisteten dazu erneut einen positiven Beitrag, auch wenn die Anzahl gewonnener Nettoneukunden im Inland nicht mehr an die außerordentlich hohe Größenordnung des ersten Halbjahres 2017 heranreichte. Insgesamt wies das Segment mit 373 Mio. Euro ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant höheres Operative Ergebnis aus. Damit konnte der Ertragszuwachs sowohl zunehmende Risikokosten im Kreditgeschäft als auch den Anstieg beim Verwaltungsaufwand überkompensieren. Die Erträge vor Risikoergebnis wuchsen im Berichtszeitraum um 159 Mio. Euro auf 2 439 Mio. Euro. Darin enthaltene Sondereffekte heben sich gegenseitig auf: Veräußerungsgewinnen des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse in Höhe von 52 Mio. Euro standen im Inland aufwandswirksame sogenannte Purchase-Price-(PPA-)Allocation-Abschreibungen in Höhe von 51 Mio. Euro gegenüber. Die im Zinsüberschuss enthaltenen PPA-Abschreibungen verteilen Bewertungsdifferenzen im Zuge der Übernahme des Ratenkreditportfolios vom früheren Joint-Venture-Partner über die Restlaufzeit der im August vergangenen Jahres übertragenen Konsumentenfinanzierungen. Der um Sondereffekte bereinigte Zinsüberschuss legte, in erster Linie bedingt durch höhere Krediterträge, um 170 Mio. Euro auf 1 312 Mio. Euro zu. Vor allem das Konsumentenkreditgeschäft in Deutschland sowie das weitere Wachstum im Baufinanzierungsgeschäft wirkten sich dabei positiv aus. Neben Zinserträgen aus dem vom Joint-Venture-Partner übernommenen Portfolio erwirtschaftete die Commerzbank Zinseinnahmen aus Neugeschäft über die seit Mitte 2017 aufgebaute eigene Ratenkreditplattform. Im Inland konnte der Ertragsrückgang infolge des andauernden Niedrigzinsumfeldes durch aktive Gegenmaßnahmen gestoppt werden, so dass der Zinsertrag aus dem Einlagengeschäft leicht über dem Vorjahreswert lag. Bei der mBank hält die gute Entwicklung an: Höhere Zinserträge wurden sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft durch weiteren Margenanstieg und Volumenwachstum erwirtschaftet. Der Provisionsüberschuss des Segments hat sich gegenüber dem Vorjahr um - 41 Mio. Euro auf 981 Mio. Euro verringert. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die Beendigung des Joint Ventures "Commerz Finanz GmbH" zurückzuführen, wodurch die im ersten Halbjahr 2017 aus der Vermittlung von Ratenkrediten noch vereinnahmten Provisionserträge vollständig entfallen sind. Da die zusätzlichen Zinserträge im Vergleich der beiden Halbjahre die fehlenden Provisionserträge überstiegen, leistete das Ratenkreditgeschäft in seiner heutigen Aufstellung per Saldo einen deutlich positiven Ertragseffekt. Im Inland gingen des Weiteren die Provisionserträge im Wertpapiergeschäft zurück. Nach wie vor machen sich regulatorische Änderungen mit Einführung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II zu Jahresbeginn in relativ verhaltenen Kundenaktivitäten ertragsbelastend bemerkbar. Das Wachstum des Provisionsüberschusses der mBank schwächte sich im Berichtszeitraum aufgrund der weggefallenen Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft ab. Das Risikoergebnis in Höhe von - 121 Mio. Euro spiegelte einerseits die Aufnahme des inländischen Ratenkreditgeschäfts in die eigenen Bücher und zum anderen höheren Vorsorgeaufwand im Kreditgeschäft mit Firmenkunden der mBank wider. Insgesamt bleibt das Risikoergebnis in Relation zu den Gesamterträgen sowie gemessen an historischen Maßstäben unauffällig. Der Verwaltungsaufwand nahm im Vorjahresvergleich um 76 Mio. Euro auf 1 945 Mio. Euro zu. Während der Personalaufwand stabil blieb, gab es beim Sachaufwand sowie bei indirekten Verwaltungsaufwendungen einen Anstieg. Neben nochmals gestiegenen regulatorischen Kosten, blieben Investitionen in die künftige Ertragskraft bewusst auf hohem Niveau. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im ersten Halbjahr 2018 ein Ergebnis vor Steuern von 373 Mio. Euro, nach 336 Mio. Euro im Vorjahr. Firmenkunden scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränderung in %/%-Punkten Erträge vor Risikoergebnis 1 914 2 043 - 6,3 Risikoergebnis - 56 n/a . Risikovorsorge im Kreditgeschäft n/a - 76 . Verwaltungsaufwendungen 1 502 1 466 2,5 Operatives Ergebnis 357 501 - 28,8 Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 10 769 11 825 - 8,9 Operative Eigenkapitalrendite (%) 6,6 8,5 - 1,9 Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 78,4 71,7 6,7 1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Die ersten sechs Monate 2018 waren für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen verbunden. Das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie das regulatorische Umfeld belasteten die Ergebnisentwicklung. Darüber hinaus hatten zunehmende geopolitische Unsicherheitsfaktoren - darunter Befürchtungen an eine Verschärfung der internationalen Handelsbeziehungen - geringere Kundenaktivitäten zur Folge. Dies spiegelte sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Das Segment Firmenkunden hat in den ersten sechs Monaten ein Operatives Ergebnis von 357 Mio. Euro erzielt, nach 501 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist wesentlich auf das Wettbewerbsumfeld mit entsprechendem Druck auf die Margen sowie eine deutlich geringere Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten zurückzuführen. Der Bereich Mittelstand profitierte von der soliden Marktposition des Segments, was sich in einem höheren Kreditvolumen widerspiegelt. Jedoch wirkte sich die Beeinträchtigung durch das Zinsumfeld, die verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten sowie der intensive Preiswettbewerb dämpfend auf die Ertragssituation aus. Im Bereich International Corporates war die Ertragsentwicklung ebenfalls von einer hohen Wettbewerbsintensität im Kreditgeschäft sowie geringeren Kundenaktivitäten im Kapitalmarktgeschäft geprägt, die Erträge blieben aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einem stabilen Niveau. Die Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions zeigte in den ersten sechs Monaten 2018 eine positive Tendenz im Geschäftsverlauf. Trotz einer gegenüber dem Vorjahr reduzierten Kundenbasis verzeichnete der Ergebnisbeitrag eine stabile Entwicklung. Die Ergebnisentwicklung im Bereich Equity Markets & Commodities war im ersten Halbjahr 2018 durch das sehr herausfordernde Marktumfeld sowie eine deutlich geringere Nachfrage nach strukturierten Produkten gekennzeichnet, die sich in einem spürbaren Ertragsrückgang gegenüber dem Vorjahr niederschlug. Demgegenüber profitierte der Bereich Others insbesondere von einem deutlich positiven Ergebnis aus Restrukturierungen. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 1 914 Mio. Euro um 129 Mio. Euro beziehungsweise 6,3 % unter denen des Vorjahres. Mit 789 Mio. Euro verzeichnete der Zinsüberschuss einen Rückgang um 99 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem geringeren Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss lag mit 592 Mio. Euro um 67 Mio. Euro unter dem des Vorjahres, was insbesondere auf einen ermäßigten Beitrag aus Kapitalmarktprodukten zurückzuführen ist. Das Risikoergebnis profitierte weiterhin von der Qualität des Kreditportfolios. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 56 Mio. Euro, in dem die Auflösung von Wertberichtigungen für Einzelengagements enthalten sind. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 502 Mio. Euro um 36 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Darin enthalten sind zunehmend Investitionen in die strategische Weiterentwicklung sowie höhere regulatorische Aufwendungen. Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 357 Mio. Euro, gegenüber 501 Mio. Euro im Vorjahr. Asset & Capital Recovery scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränderung in %/%-Punkten Erträge vor Risikoergebnis 107 153 - 30,6 Risikoergebnis 13 n/a . Risikovorsorge im Kreditgeschäft n/a - 211 . Verwaltungsaufwendungen 44 57 - 23,7 Operatives Ergebnis 76 - 115 . Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 2 367 3 139 - 24,6 Operative Eigenkapitalrendite (%) 6,4 - 7,3 . Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 41,2 37,4 3,7 1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hat seit Jahresbeginn den bestehenden Abbauauftrag fortgesetzt und wies per Ende des ersten Halbjahres 2018 ein Gesamtvolumen (Exposure at Default, EaD, inklusive Problemkrediten und Fair-Value-Positionen mit Ausfallkennzeichen) an nicht mehr zum Kerngeschäft der Commerzbank zählenden Aktiva in Höhe von 9,8 Mrd. Euro auf. Auf die risikoträchtigeren Teilportfolios in den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie Schiffskredite entfiel eine Größenordnung von 2,2 Mrd. Euro. Das stark verbesserte positive Operative Ergebnis lag im ersten Halbjahr 2018 bei 76 Mio. Euro, nach einem Verlust in Höhe von - 115 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erträge vor Risikoergebnis gingen um 47 Mio. Euro auf 107 Mio. Euro zurück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres profitierte das Segment von einem Einmalertrag in Höhe von 68 Mio. Euro aus der Wertaufholung einer abgeschriebenen Position aus Gegenparteirisiken. Infolge der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 zum 1. Januar 2018 werden die Kredit- und Wertpapierbestände im Segment ACR in einem höherem Ausmaß als zuvor zum Fair Value bilanziert. Die zeitnahe Bewertung zu Marktwerten erleichtert grundsätzlich die strategisch angestrebte weitere wertschonende Reduktion der Restportfolios, zum Beispiel über Verkäufe. Auf Quartalsbasis beeinflussen Wertschwankungen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, in Abhängigkeit von der Situation an den zugrunde liegenden Marktsegmenten, die Ertragslage in einem beträchtlichen Ausmaß. Aufgrund der erhöhten Ertragsvolatilität können Berichtszeiträume mit einem im Saldo negativen Ertragsausweis somit auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Seit Jahresbeginn wird das Schiffsfinanzierungsportfolio erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Marktwertschwankungen der Schiffskredite wirken sich daher nicht mehr im Risikoergebnis aus. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Halbjahr 2017 von - 211 Mio. Euro betraf noch nahezu ausschließlich Wertberichtigungen auf dieses im Vorjahr noch erheblich größere Portfolio. Im ersten Halbjahr 2018 wurden im Risikoergebnis im Wesentlichen Rückstellungen für das Restportfolio gewerblicher Immobilienkredite aufgelöst. Der Verwaltungsaufwand wird strategiekonform weiter im Einklang mit dem Portfolioabbau reduziert. Infolgedessen sanken die operativen Kosten signifikant um 14 Mio. Euro auf 44 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern von 76 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat es sich somit um 191 Mio. Euro verbessert. Sonstige und Konsolidierung Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden. Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf - 117 Mio. Euro, gegenüber - 217 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 100 Mio. Euro basiert unter anderem auf rückläufigen Belastungen aus den Effekten der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie einem Rückgang der dem Bereich Sonstige und Konsolidierung zugeordneten externen Fundingkosten. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung betrug im ersten Halbjahr 2018 ebenfalls - 117 Mio. Euro und verbesserte sich damit im Vorjahresvergleich um 907 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahrs waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro zur Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" angefallen. Prognosebericht Künftige gesamtwirtschaftliche Situation Die Entwicklung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2018 wird sowohl von geopolitischen Risiken als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer geprägt sein. Im Fokus steht dabei weiterhin China. Dort wird sich das Wachstum voraussichtlich wohl etwas verlangsamen. Zum einen dürfte die in China wichtige Bauwirtschaft schwächer expandieren, nachdem die Immobilienpreise kaum noch steigen, zum anderen werden die hoch verschuldeten Unternehmen, allen voran die staatseigenen Betriebe, ihre Investitionen langsamer steigern. In den USA sind die Chancen gut, dass sich der Aufschwung, befeuert durch die Steuersenkungen, fortsetzt. Gestützt durch die steigende Beschäftigung und höhere Lohnzuwächse sollte der private Konsum weiter kräftig zulegen. Gleiches gilt für die Unternehmensinvestitionen, die von den günstigen Absatzperspektiven profitieren. Zudem werden die höheren Rohölpreise die Investitionen in die Öl- und Gasförderung wieder stärker anschieben. Mit 2,7 % dürfte die US-Wirtschaft auch 2018 stärker wachsen als das Produktionspotenzial. Das größte Risiko stellt die protektionistische Politik der US-Regierung dar. Unter einem Handelskrieg würde auch die US-Wirtschaft leiden. Im Euroraum überschatten der Handelsstreit, das Ende des Immobilienbooms in China, die vorangegangene Aufwertung des Euro und der gestiegene Ölpreis den Konjunkturausblick. Die Wirtschaft dürfte auch im zweiten Halbjahr nur verhalten expandieren. Ein Ende des Aufschwungs ist angesichts der sehr expansiven Geldpolitik der EZB aber nicht zu erwarten. Zwar wird die EZB ihre Anleihekäufe zum Jahresende einstellen, das bedeutet aber nicht das Ende der lockeren Geldpolitik. Der EZBEinlagensatz dürfte noch längere Zeit bei - 0,4 % liegen. Zwar mehren sich die Anzeichen, dass sich der Lohnauftrieb langsam verstärkt. Doch bis sich dies in der Inflationsrate widerspiegelt, wird noch einige Zeit vergehen. In Deutschland dürfte das schwache Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn den Beginn einer Wachstumsdelle markieren. Im Jahresdurchschnitt 2018 wird wohl nur noch ein Plus von 1,8 % zu Buche stehen, was im historischen Vergleich aber immer noch ein guter Wert ist. Vor allem der private Konsum bleibt ein Treiber für die Konjunktur. Die Zinswende in den USA und die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der EZB werden weiterhin das Bild an den Finanzmärkten prägen. Das Auslaufen der EZB-Anleihekäufe zum Jahresende wird die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen nicht wesentlich steigen lassen. Der Höhenflug an den Aktienmärkten ist noch nicht vorüber, auch wenn die Volatilität deutlich zugenommen hat. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sollte sich weiter tendenziell seitwärts bewegen - auch weil die EZB Rückflüsse aus fällig werdenden Anleihen nach einem Ende des Kaufprogramms noch lange reinvestieren wird. Künftige Situation der Bankbranche Unsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen und strukturellen Entwicklungstendenzen in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht 2017 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Allerdings sind die kurzfristigen Aussichten für das bankgeschäftliche Umfeld in den vergangenen Monaten unsicherer geworden. Im deutschen Unternehmenssektor hat sich die Stimmung nach vorangegangenen Rekordständen eingetrübt und an wichtigen Finanzmärkten rücken Sorgen über mögliche negative Auswirkungen von zunehmendem Protektionismus, anhaltend hohe geopolitische Spannungen und gestiegene politische Unsicherheiten in einigen Ländern des Euroraums wie auch in der Europäischen Union in den Fokus. Aber auch die Banken selbst, ihre Aktien und Anleihen sind von den unklaren Folgen der globalen Handelskonflikte betroffen. An den Kapitalmärkten wird befürchtet, dass die Banken mehr Geld für die Risikovorsorge zurücklegen müssen, wenn die Gewinne ihrer Kunden unter schlechteren Geschäften wegen neuer Zölle und anderen Handelseinschränkungen leiden. Nach der spürbaren Abschwächung des Wachstums im Winterhalbjahr 2017/2018 wurden Prognosen für das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland und im Euroraum zuletzt verbreitet zurückgenommen und Abwärtsrisiken betont. Auch der Welthandel und die gesamte Weltwirtschaft expandierten in den vergangenen Monaten längst nicht mehr so dynamisch wie im zweiten Halbjahr 2017. Für das wichtige Auslandsgeschäft der Firmenkunden des Finanzsektors ist dabei beeinträchtigend, dass die Auslandsnachfrage nur noch einen geringen Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung leisten wird, der Zuwachs der Absatzmärkte deutscher Exporteure allmählich nachlässt und die vorangegangene Euroaufwertung die deutschen Unternehmen darüber hinaus Marktanteile im Ausland verlieren lässt. Es ist zu befürchten, dass dadurch auch die - für das Firmenkunden-Kreditgeschäft wichtige - gewerbliche Investitionsbereitschaft leidet, zumal die Firmenkunden angesichts der verschärften Handelskonflikte um ihre in den vergangenen zwanzig Jahren aufgebauten globalen Wertschöpfungsketten bangen. Die Verunsicherung an den Finanzmärkten und das Auseinanderdriften der Geldpolitik der US-Notenbank und der EZB könnten Wertpapierkunden in ihren Dispositionen zögern lassen, was sich einerseits negativ auf das Provisionsgeschäft der Finanzinstitute auswirken würde. Andererseits würden höhere Volatilitäten in wichtigen Börsensegmenten den Absicherungsbedarf verstärken und dem Provisionsergebnis Impulse geben können. Seit dem Beschluss des Rates der Europäischen Zentralbank, das Anleihekaufprogramm einzustellen, ist absehbar, dass die Leitzinsen mindestens bis zum Sommer 2019 auf den derzeitigen Tiefständen verbleiben. Die Zinsmargen der Banken im Euroraum dürften vor diesem Hintergrund weiterhin unter Druck bleiben. Dagegen könnte sich die erwartete leichte Steigung der Zinsstrukturkurve positiv auf die Nettozinsmargen europäischer Banken auswirken. In der Summe wird das Zinsumfeld auf kurze Sicht die grundlegende Rentabilität des Bankensektors nicht wesentlich verbessern können. Vielmehr dürften das Geschäftsmodell, die operative Effizienz sowie die Fähigkeit zur Kundengewinnung und -bindung wesentlicher sein. Denn: Hohe Tilgungsleistungen der Kunden und die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen werden zusammen mit dem scharfen Wettbewerb das Wachstum der Erträge begrenzen. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns Geplante Finanzierungsmaßnahmen Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten. Geplante Investitionen Bei den Investitionen haben sich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 91 bis 93 aufgeführten Planungen ergeben. Die aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank stehen im Zusammenhang mit Maßnahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Dabei werden wir unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren konsequent fokussieren, digital transformieren und die Effizienz steigern. Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im zweiten Quartal 2018 weiterhin durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt. Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB weiterhin zusätzliche Liquidität zur Verfügung. In der EZB-Sitzung Mitte Juni beschloss die EZB, das Ankaufsprogramm mit monatlich 30 Mrd. Euro bis Ende September 2018 fortzuführen. Von Oktober bis Dezember 2018 ist vorgesehen, das Ankaufsprogramm von 30 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro zu reduzieren und zum Jahresende einzustellen. Die Leitzinsen sollen bis über den Sommer 2019 hinaus, soweit erforderlich, unverändert bleiben. Die Überschussliquidität per Ende Juni 2018 lag bei rund 1 781 Mrd. Euro. Vor diesem Hintergrund wird die EZB auch 2018 netto mehr Wertpapiere kaufen als fällig werden. Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus, wobei die EZB sowie die nationalen Zentralbanken über diverse Wertpapierleiheprogramme dem Markt zusätzliches Collateral zur Verfügung stellen, was einen gegenläufigen positiven Effekt hat. Mit einer weiteren Verknappung an Collaterals ist durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-)Derivategeschäft zu rechnen. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten ist weiterhin durch die Aktivitäten der EZB gekennzeichnet. Die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten wird aufgrund der EZBAktivitäten weiter verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit negativen Bundrenditen im Bereich bis zu 5 Jahren sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns An unseren im Geschäftsbericht 2017 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns halten wir weitgehend fest. Anpassungen ergeben sich bei den Verwaltungsaufwendungen, dem Risikoergebnis und der Ertragsentwicklung im Segment Firmenkunden. Als Folge der höher als ursprünglich erwartet angefallenen Pflichtabgaben, regulatorischen Anforderungen und Projektkosten haben wir unser Kostenziel für das Gesamtjahr 2018 auf rund 7,1 Mrd. Euro leicht angepasst. Das im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" kommunizierte Kostenziel von 6,5 Mrd. Euro für 2020 bleibt unverändert. Aufgrund des aktuell sehr guten Risikoprofils des Kreditportfolios reduzieren wir unsere Erwartungen für das Risikoergebnis des Gesamtjahres 2018 auf weniger als 500 Mio. Euro - vorbehaltlich möglicher Auswirkungen, die sich aus dem aktuellen geopolitischen Umfeld oder einer weiteren Zuspitzung der Handelskonflikte ergeben können. Während wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie im Konzern auf bereinigter Basis einen Ertragsanstieg erwarten, gehen wir für das Segment Firmenkunden aufgrund der durch die makroökonomischen Unsicherheiten belasteten Marktstimmung, des Margendrucks und der geringen Kapitalmarktaktivitäten davon aus, dass die für das Geschäftsjahr 2018 geplanten leicht höheren Erträge nicht mehr zu erreichen sind. Insgesamt rechnen wir aber vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen und Risikofaktoren für das Geschäftsjahr 2018 nach wie vor mit einem im Vergleich zum Vorjahr signifikanten Anstieg des Konzernüberschusses. Zwischenrisikobericht Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts. Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken. Organisation des Risikomanagements Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement Core, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement. In allen Segmenten außer im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet. Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2017 dargestellt. Risikotragfähigkeit und Stresstesting Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank mit dem Ziel, jederzeit eine angemessene Kapitalausstattung sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt. Der Konzernrisikobericht 2017 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik. Die Überwachung und Steuerung anhand der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im bisherigen Jahresverlauf lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 192 % per 30. Juni 2018. Der Rückgang des Risikodeckungspotenzials im ersten Halbjahr 2018 ist im Wesentlichen auf die Einführung von IFRS 9, auf Restlaufzeiteffekte bei Nachrangkapital sowie auf die marktinduzierte Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau. scroll Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.6.2018 31.12.2017 Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 27 30 Ökonomisch erforderliches Kapital2 14 14 davon für Adressenausfallrisiko 10 10 davon für Marktrisiko3 3 3 davon für operationelles Risiko 2 2 davon Diversifikationseffekte - 2 - 2 RTF-Quote (%)4 192 217 1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko. 2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko. 3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko. 4 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer). Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko. Commerzbank-Konzern Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery hat die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD), Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 30. Juni 2018 wie folgt dar: scroll Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte CVaR Mrd. € Mio. € Bp. Mio. € Privat- und Unternehmerkunden 159 412 26 2 447 Firmenkunden 188 441 23 5 498 Sonstige und Konsolidierung1 73 29 4 1 821 Asset & Capital Recovery 9 153 167 720 Konzern 430 1 036 24 10 487 1 Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury. Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 84 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind. scroll Ratingverteilung per 30.6.2018 EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8 Privat- und Unternehmerkunden 31 51 14 3 1 Firmenkunden 20 61 15 3 1 Sonstige und Konsolidierung 55 44 2 0 0 Asset & Capital Recovery 4 70 10 1 15 Konzern 30 54 12 2 1 Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, jeweils 7 % auf Nordamerika und Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. scroll Konzernportfolio nach Regionen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Deutschland 227 456 20 Westeuropa 86 122 14 Mittel- und Osteuropa 41 200 49 Nordamerika 31 67 21 Asien 32 47 15 Sonstige 13 143 114 Konzern 430 1 036 24 Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 lag das RusslandExposure bei 2,8 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,5 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 7,5 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des ersten Halbjahres 2018 bei 8,5 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 1,0 Mrd. Euro. Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 161 Mio. Euro. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte im Wesentlichen von einer Auflösung in Verbindung mit einem Einzelengagement. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Berechnung des Risikoergebnisses wesentliche Veränderungen durch die Einführung von IFRS 9. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 5 des Zwischenabschlusses (Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) werden Details zu den Stages erläutert; in Note 10 (Risikoergebnis) findet sich die Definition zum Risikoergebnis. Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. scroll Q1-Q2 2018 Q2 2018 Risikoergebnis2 Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 Gesamt Stage 1 Stage 2 Privat- und Unternehmerkunden - 16 32 105 121 14 - 11 Firmenkunden 10 40 6 56 9 36 Sonstige und Konsolidierung 5 - 3 - 5 - 3 2 - 3 Asset & Capital Recovery - 8 1 - 6 - 13 - 7 0 Konzern - 9 69 101 161 19 22 scroll Q2 2018 Q1 2018 Risikoergebnis2 Mio. € Stage 3 Gesamt Stage 1 Stage 2 Stage 3 Gesamt Privat- und Unternehmerkunden 67 70 - 30 43 38 52 Firmenkunden - 12 33 0 4 19 23 Sonstige und Konsolidierung - 5 - 5 3 0 0 2 Asset & Capital Recovery - 6 - 14 - 1 1 0 0 Konzern 44 84 - 28 48 57 77 scroll Q1-Q2 20171 Risikoergebnis2 Mio. € Gesamt Privat- und Unternehmerkunden 75 Firmenkunden 76 Sonstige und Konsolidierung 0 Asset & Capital Recovery 211 Konzern 362 1 Risikovorsorge 2017 gemäß IAS 39. 2 Stage 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired). Aufgrund des aktuell sehr guten Risikoprofils des Kreditportfolios reduzieren wir unsere Erwartungen für das Risikoergebnis des Gesamtjahres 2018 auf weniger als 500 Mio. Euro - vorbehaltlich möglicher Auswirkungen, die sich aus dem aktuellen geopolitischen Umfeld oder einer weiteren Zuspitzung der Handelskonflikte ergeben können. Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns lag zum 30. Juni 2018 bei 3 989 Mio. Euro. Die nachfolgende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). Der Rückgang der Kennzahlen ist überwiegend auf die Umklassifizierung des Schiffsportfolios im Rahmen der IFRS-9-Umstellung zum Jahresbeginn zurückzuführen. Das Exposure der Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 451 Mio. Euro. scroll 30.6.2018 31.12.20171 Default-Portfolio Konzern Kredite Wertpapiere Gesamt Gesamt Mio. € Default-Portfolio 3 902 88 3 989 5 569 LLP2 1 723 13 1 734 2 770 Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)3 44 15 43 50 Sicherheiten 926 0 926 1 578 Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)3 68 15 67 78 NPL-Ratio (%)4 0,9 1,3 1 Bis 31. Dezember 2017 nur Kredite. 2 Loan Loss Provision. 3 Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio. 4 NPL-Ratio: Default-Portfolio (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL). Segment Privat- und Unternehmerkunden Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 78 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 20 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 14 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im zweiten Quartal 2018 resultierte überwiegend aus der privaten Baufinanzierung. Die Risikodichte liegt gegenüber dem Jahresultimo 2017 unverändert bei 26 Basispunkten. scroll Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Private Kunden 94 168 18 Unternehmerkunden 28 68 24 comdirect bank 4 6 15 Commerz Real 1 1 27 mBank 32 168 52 Privat- und Unternehmerkunden 159 412 26 Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2018 mit 121 Mio. Euro weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2018 bei 1 829 Mio. Euro. scroll 30.6.2018 31.12.2017 Default-Portfolio Segment PUK Kredite Wertpapiere Gesamt Gesamt Mio. € Default-Portfolio 1 829 0 1 829 1 864 LLP 914 0 914 951 Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 50 0 50 51 Sicherheiten 555 0 555 564 Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 80 0 80 81 NPL-Ratio (%) 1,1 1,2 Segment Firmenkunden In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt. scroll Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Mittelstand 75 164 22 International Corporates 65 141 22 Financial Institutions 25 69 28 Equity Markets & Commodities 4 3 9 Sonstige 20 64 33 Firmenkunden 188 441 23 Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 180 Mrd. Euro auf 188 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 23 Basispunkten stabil. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 22. Getragen von einem weiterhin robusten konjunkturellen Gesamtumfeld lag das Risikoergebnis im Segment Firmenkunden im ersten Halbjahr 2018 mit 56 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2018 bei 1 911 Mio. Euro. Das Exposure der Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 67 Mio. Euro. scroll 30.6.2018 31.12.2017 Default-Portfolio Segment FK Kredite Wertpapiere Gesamt Gesamt Mio. € Default-Portfolio 1 823 88 1 911 2 592 LLP 716 13 729 1 243 Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 39 15 38 48 Sicherheiten 276 0 276 543 Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 54 15 53 69 NPL-Ratio (%) 1,0 1,4 Segment Asset & Capital Recovery Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) beinhaltet Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance (PF). Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Der EaD des Segments ACR im Weißbuch belief sich per 30. Juni 2018 auf 9 Mrd. Euro und ist damit gegenüber dem Ende des Vorjahres aufgrund der IFRS-9-Umstellung und fortgesetzten Portfolioabbaus um 4 Mrd. Euro zurückgegangen. scroll Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Commercial Real Estate 1 6 82 Ship Finance 1 94 1 199 Public Finance 8 53 69 Asset & Capital Recovery 9 153 167 Commercial Real Estate Das Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Die Risikodichte ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 185 Basispunkten auf 82 Basispunkte gesunken. Ship Finance Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde vor allem aufgrund der IFRS-9-Umstellung gegenüber dem 31. Dezember 2017 um insgesamt 1 Mrd. Euro reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Einführung des Fair-Value-Ansatzes gemäß IFRS 9 zum Jahresanfang 2018 getrieben. Insgesamt setzt sich unser Portfolio im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (0,5 Mrd. Euro), Tanker (0,2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,2 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente. Auf den Schifffahrtsmärkten erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 ein leicht höheres Charterratenniveau für Bulker und Container im Vergleich zu 2017. Bei Tankern sind die Charterraten aufgrund der unverändert hohen Ablieferungen jedoch im ersten Halbjahr dieses Jahres weiter rückläufig gewesen. Zwar dürfte das Überangebot an Tonnage weiter abnehmen, es bleibt aber bei einem signifikanten Tonnageüberhang. Die positive Entwicklung, die im Jahr 2017 einsetzte, wird durch das vom Internationalen Währungsfond (IWF) prognostizierte weltweite Wirtschafts- und Handelswachstum unterstützt. Im Rahmen des unverminderten Portfolioabbaus wird die Bank auch weiterhin fokussiert die Reduktion problembehafteter und leistungsgestörter Kreditengagements fortsetzen. Public Finance Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (2,9 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Port-folio (3,4 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,3 Mrd. Euro EaD). Im Segment ACR lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2018 bei - 13 Mio. Euro Das Default-Portfolio des Segments ACR lag zum 30. Juni 2018 bei 249 Mio. Euro. Der Rückgang der Kennzahlen ist überwiegend auf die Umklassifizierung des Schiffsportfolios im Rahmen der IFRS-9-Umstellung zum Jahresbeginn zurückzuführen. Das Exposure der Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 384 Mio. Euro. Das Default-Portfolio des Teilportfolios Ship Finance lag zum 31. Dezember 2017 bei 729 Mio. Euro. scroll 30.6.2018 31.12.2017 Default-Portfolio Segment ACR Kredite Wertpapiere Gesamt Gesamt Mio. € Default-Portfolio 249 0 249 1 113 LLP 95 0 95 571 Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 38 0 38 51 Sicherheiten 95 0 95 471 Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 76 0 76 94 NPL-Ratio (%) 2,6 7,9 Weitere Portfolioanalysen Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach Branchen Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: scroll Corporates-Portfolio nach Branchen per 30.6.2018 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Energieversorgung/Abfallwirtschaft 18 34 19 Konsum 14 47 33 Großhandel 13 48 38 Technologie/Elektronik 12 30 24 Transport/Tourismus 11 26 23 Dienstleistungen/Medien 10 27 26 Grundstoffe/Metall 10 48 48 Chemie/Verpackung 10 40 40 Automobil 10 23 24 Maschinenbau 9 25 28 Bau 6 15 26 Pharma/Gesundheitswesen 4 12 26 Sonstige 6 14 25 Gesamt 133 347 26 Financial-Institutions-Portfolio Mit unserem Korrespondenzbanken-Netz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Fokus. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten. Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten. scroll 30.6.2018 31.12.2017 FI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp. Deutschland 4 4 10 5 5 11 Westeuropa 15 13 9 13 9 7 Mittel- und Osteuropa 4 16 39 4 16 42 Nordamerika 2 1 3 2 1 9 Asien 13 26 20 11 27 25 Sonstige 6 20 34 5 19 40 Gesamt 44 80 18 38 77 20 Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten. Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter PortfoliomanagementGesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. scroll 30.6.2018 31.12.2017 NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp. Deutschland 18 27 15 17 25 15 Westeuropa 13 19 15 12 20 16 Mittel- und Osteuropa 1 8 82 1 5 56 Nordamerika 7 38 51 7 41 58 Asien 2 2 15 1 1 10 Sonstige 1 1 20 1 1 16 Gesamt 41 96 23 40 94 24 Originatorenpositionen Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 6,9 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2018 wurden Risikopositionen in Höhe von 6,4 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 6,2 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. scroll Volumen Commerzbank1 Verbriefungspool Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Gesamtvolumen1 Gesamtvolumen1 Mrd. € Piece 30.6.2018 31.12.2017 Corporates 2025 - 2036 6,2 <0,1 0,1 6,9 7,6 Gesamt 6,2 <0,1 0,1 6,9 7,6 1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte1 im Conduit Silver Tower sind im ersten Halbjahr 2018 leicht gesunken und lagen mit 3,9 Mrd. Euro zum 30. Juni 2018 etwa 0,1 Mrd. Euro unter dem Niveau zum 31. Dezember 2017. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im bisherigen Jahresverlauf 2018 auf 4,4 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,5 Mrd. Euro), die Risikowerte sind auf 4,3 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,4 Mrd. Euro) gesunken. Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 3,5 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2017: 2,9 Mrd. Euro). Generell wurde in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,3 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2017: 1,6 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,4 Mrd. Euro (Dezember 2017: 0,7 Mrd. Euro). Marktrisiken Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen grundsätzlich in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/ Reserven berücksichtigt. Risikosteuerung Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2017 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis. Für das Gesamtbuch stieg der VaR im ersten Halbjahr 2018 um 20 Mio. Euro auf 75 Mio. Euro an. Ursache war die hohe Unsicherheit an den Märkten hinsichtlich der Wahlen und der Regierungsbildung in Italien, die zu einem Anstieg und einer hohen Volatilität der Credit Spreads auf italienische Staatsanleihen geführt hat. Diese Marktbewegungen wirkten auf das Staatsanleihenportfolio im Geschäftsbereich Treasury. 1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cash-Instrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen. scroll VaR-Beitrag | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Gesamtbuch 75 54 davon Handelsbuch 7 9 Handelsbuch Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR sank im ersten Halbjahr 2018 von 9 Mio. Euro auf 7 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund von Positionsänderungen im Segment Firmenkunden. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich auf historischen Tiefstständen. scroll VaR der Portfolios im Handelsbuch Mio. € Q1-Q2 2018 2017 Minimum 6 9 Mittelwert 9 15 Maximum 12 25 VaR-Endziffer Berichtsperiode 7 9 Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert, lediglich das Rohwarenrisiko spielt eine weniger bedeutende Rolle in Bezug auf die VaR-Ergebnisse. scroll VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Credit Spreads 2 1 Zinsen 1 3 Aktien 2 2 Währung 2 3 Rohwaren 0 1 Gesamt 7 9 Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im ersten Halbjahr 2018 blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR stieg von 31 Mio. Euro per Ende 2017 geringfügig auf 33 Mio. Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2018 an. Dies ist vor allem auf Positionsveränderungen in den Geschäftsbereichen Firmenkunden und Treasury zurückzuführen. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert. Rohwaren sind auch für den Stressed VaR von untergeordneter Bedeutung. scroll Stressed VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Credit Spreads 10 8 Zinsen 10 8 Aktien 5 5 Währung 6 8 Rohwaren 1 1 Gesamt 33 31 Darüber hinaus werden mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity-Event-VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg zum Ende des ersten Halbjahres 2018 um 8 Mio. Euro auf 51 Mio. Euro an und betraf fast ausschließlich das Segment Firmenkunden. Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean-P&"- und "Dirty-P&"- Back-testing unterschieden. Beim Clean-P&-Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty-P&-Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P& berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 haben wir keinen negativen Clean-P&- und keinen negativen Dirty-P&-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch möglicher Ereignisse ausgesetzt sein könnte. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Des Weiteren werden Szenarios für Inflationsveränderungen berücksichtigt. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Anlagebuch Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende des ersten Halbjahres 2018 stabil bei 43 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die als Hold to Collect (HtC) klassifiziert waren. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Die Berechnungsmethodik wurde zum 30. Juni 2018 von den Vorgaben der BaFin auf die Vorgaben der EZB umgestellt. Die Veränderung zum Jahresende 2017 ist im Wesentlichen auf die geänderte Berechnungsmethodik zurückzuführen. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2018 ein potenzieller Verlust von 1 064 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 127 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches beliefen sich zum 30. Juni 2018 stabil auf 3,4 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet. Marktliquiditätsrisiken In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Marktliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Dabei liegt ein Konfidenzniveau von 99,91 % zugrunde. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 hielt die Commerzbank 0,1 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte wiesen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf. Liquiditätsrisiken Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können. Risikosteuerung Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. Quantifizierung und Stresstesting Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren Anforderungen gemäß den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)", die seit Ende 2017 in einer überarbeiteten Version vorliegen, mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus. Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario zum Ende des ersten Halbjahres 2018 eine Nettoliquidität von 9,4 Mrd. Euro beziehungsweise 13,7 Mrd. Euro. Die Liquiditätsausstattung der Commerzbank ist komfortabel. scroll Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd € 30.6.2018 1 Monat 17,1 Idiosynkratisches Szenario 3 Monate 20,5 1 Monat 19,6 Marktweites Szenario 3 Monate 20,8 1 Monat 9,4 Kombiniertes Szenario 3 Monate 13,7 Liquiditätsreserven Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 80,5 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 10,3 Mrd. Euro. scroll Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € 30.6.2018 Bestand an hochliquiden Aktiva 80,5 davon Level 1 69,4 davon Level 2A 10,2 davon Level 2B 0,9 Liquiditätskennzahlen Im laufenden Geschäftsjahr 2018 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period". Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Im ersten Halbjahr 2018 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Halbjahresultimo lag der Mittelwert für die LCR der vergangenen zwölf Berichtsperioden der CommerzbankGruppe bei 140,99%. Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 48 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses. Operationelle Risiken Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart gesteuert. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes ist das Cyber-Risiko eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank und wird ebenfalls als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken und Cyber-Risiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein. Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2018 auf dieser Basis 21,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2017: 21,0 Mrd. Euro, 99,9 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2017: 1,7 Mrd. Euro, 99,91 %-Quantil). Am 7. Dezember 2017 beschloss das Baseler Komitee für Bankenaufsicht die Finalisierung des Basel-3-Reformpakets. Für operationelle Risiken ist ein neuer Standardansatz zur Berechnung des OpRisk-Kapitals vorgesehen. Die Implementierung in nationales Recht soll bis 2022 vollzogen werden. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Back-testing unterzogen. Bei Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 28 Mio. Euro (Gesamtjahr 2017: 38 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Interner Betrug" geprägt. scroll OpRisk-Ereignisse1 | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Interner Betrug 4 4 Externer Betrug 4 7 Sachschäden und Systemausfälle 3 0 Produkte und Geschäftspraktiken 3 2 Prozessbezug 14 24 Arbeitsverhältnis 0 1 Konzern 28 38 1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen. Sonstige Risiken Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance- und Personalrisiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2017 dargestellten Stand. Rechtliche Risiken Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 abgeschlossen wurde und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank noch andauert. Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMFSchreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (43) zu den Rückstellungen und der Note (44) zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden. Compliance-Risiken Im März 2015 hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden Vergleiche bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen geschlossen und sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance-relevanten Prozesse umzusetzen. Ferner wurde mit den involvierten Staatsanwaltschaften eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vereinbart, die im März 2018 beziehungsweise Mai 2018 nach Konsultation mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben worden ist. Auf Grundlage der Vergleiche hat die Bank einen unabhängigen Monitor beauftragt, der vom New York State Department of Financial Services (DFS) nach dessen alleinigem Ermessen ausgewählt wurde. Gegenstand dieses Auftrags ist eine umfassende Prüfung der Compliance-Standards der Commerzbank am Maßstab der Vorgaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC), des Bank Secrecy Act (BSA) sowie der Anti-Money-Laundering-Gesetze (AML), soweit sie Aktivitäten der New Yorker Niederlassung betreffen oder diese beeinflussen. Die Bank kooperiert in vollem Umfang mit dem Monitor, indem sie ihm unter anderem sofortigen Zugang zu relevanten Bankdaten, -unterlagen und -mitarbeitern gewährt und seine Arbeit bestmöglich unterstützt. Es ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen, dass der Commerzbank aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen. Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Juni 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte Skilled Person mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Bank hat einen Maßnahmenplan erarbeitet, zu dessen Umsetzung das Beratungsunternehmen halbjährlich an die FCA berichtet. Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. Gesamtergebnisrechnung Gewinn-und-Verlust-Rechnung scroll Mio. € Notes 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet (8) 3 588 3 852 . Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet (8) 652 378 . Zinserträge (8) 4 240 4 230 0,2 Zinsaufwendungen (8) 2 033 2 177 - 6,6 Zinsüberschuss (8) 2 207 2 053 7,5 Dividendenerträge (9) 21 55 - 62,2 Bewertungsergebnis (10) - 163 n/a Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (10) 2 n/a Risikoergebnis (10) - 161 n/a Risikovorsorge im Kreditgeschäft (11) n/a - 362 Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis (12) n/a - 17 Provisionserträge (13) 1 924 2 038 - 5,6 Provisionsaufwendungen (13) 362 373 - 2,9 Provisionsüberschuss (13) 1 562 1 666 - 6,2 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (14) 625 693 - 9,8 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (15) 20 - 89 . Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten (16) - 14 69 . Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 9 15 - 44,3 Sonstiges Ergebnis (17) 105 5 . Verwaltungsaufwendungen (18) 3 684 3 583 2,8 Restrukturierungsaufwendungen (19) - 807 . Ergebnis vor Steuern 689 - 302 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) 99 67 46,5 Konzernergebnis 591 - 369 . den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 57 45 26,5 den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 533 - 414 . 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Ergebnis je Aktie (21) 0,43 - 0,33 . 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandeloder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Konzernergebnis 591 - 369 . Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 165 178 . Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1 n/a Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos 52 - 81 . Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 113 97 . Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) . Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 4 n/a Erfolgsneutrale Wertänderung - 28 n/a Veränderung der Neubewertungsrücklage (AFS) . Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung n/a - 70 Erfolgsneutrale Wertänderung n/a 145 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges . Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15 17 - 11,2 Erfolgsneutrale Wertänderung 12 6 96,8 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung . Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 2 - . Erfolgsneutrale Wertänderung - 152 22 . Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - - . Erfolgsneutrale Wertänderung - - 2 . Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 2 . In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 158 116 . Sonstiges Periodenergebnis - 271 213 . Gesamtergebnis 320 - 156 . den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis 11 92 - 87,9 den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis 308 - 248 . 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar: scroll Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos 47 5 52 - 84 3 - 81 Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1 - 0 1 - - - Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 244 78 - 165 255 - 77 178 Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) - 20 - 12 - 32 n/a n/a n/a Veränderung der Neubewertungsrücklage (AFS) n/a n/a n/a 85 - 10 75 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 32 - 5 27 32 - 9 23 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 154 0 - 154 21 1 22 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen 0 0 0 - 2 0 - 2 Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1 - 2 0 - 2 Sonstiges Periodenergebnis - 337 66 - 271 305 - 92 213 Im zweiten Quartal entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.4.-30.6.2018 1.4.-30.6.2017 Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos 8 0 8 - 65 2 - 63 Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) - 2 0 - 2 - - - Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 96 29 - 66 399 - 125 274 Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) - 21 - 4 - 25 n/a n/a n/a Veränderung der Neubewertungsrücklage (AFS) n/a n/a n/a 142 - 24 118 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 4 - 1 2 15 - 5 10 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 100 0 - 100 - 114 1 - 113 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - 3 0 3 Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 0 - 1 - 3 0 - 3 Sonstiges Periodenergebnis - 207 24 - 182 377 - 151 226 Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung) scroll Mio. € 2018 20172 2. Quartal 1. Quartal1,2 4. Quartal 3. Quartal 2. Quartal 1. Quartal Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 1 827 1 761 n/a n/a n/a n/a Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 336 316 n/a n/a n/a n/a Zinserträge 2 163 2 077 2 139 2 054 2 093 2 137 Zinsaufwendungen 1 001 1 031 1 038 1 016 1 089 1 088 Zinsüberschuss 1 162 1 045 1 101 1 038 1 004 1 049 Dividendenerträge 6 14 34 17 27 28 Bewertungsergebnis - 83 - 80 n/a n/a n/a n/a Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet - 1 4 n/a n/a n/a n/a Risikoergebnis - 84 - 77 n/a n/a n/a n/a Risikovorsorge im Kreditgeschäft n/a n/a - 251 - 168 - 167 - 195 Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis n/a n/a - 29 - 29 - 14 - 3 Provisionserträge 948 975 960 925 983 1 056 Provisionsaufwendungen 184 178 186 187 204 169 Provisionsüberschuss 765 797 774 738 779 887 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 268 356 168 222 294 399 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 36 - 16 10 - 8 - 55 - 34 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 5 - 19 85 105 19 50 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 6 2 5 9 7 Sonstiges Ergebnis - 24 129 44 417 2 3 Verwaltungsaufwendungen 1 748 1 936 1 782 1 714 1 718 1 865 Restrukturierungsaufwendungen - - 0 - 0 807 - Ergebnis vor Steuern 389 301 156 623 - 628 326 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 94 5 41 134 - 13 81 Konzernergebnis 295 296 115 489 - 615 246 den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 23 34 27 21 25 20 den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 272 262 88 467 - 640 226 1 Die Werte gegenüber dem 31. März 2018 wurden angepasst, in der Darstellung sind nun die Vorfälligkeitsentschädigungen von 24 Mio. Euro in dem Posten Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet enthalten. 2 Anpassung Vorquartal und Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Bilanz Aktiva scroll Mio. € Notes 30.6.2018 1.1.20181 Veränd. in % 31.12.20172 Kassenbestand und Sichtguthaben 56 243 55 222 1,8 55 733 Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost (22,32) 280 210 265 241 5,6 n/a darunter: als Sicherheit übertragen 2 901 n/a n/a Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (23) n/a n/a 265 712 darunter: als Sicherheiten übertragen n/a n/a 2 655 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (25) 26 770 25 205 6,2 n/a darunter: als Sicherheit übertragen 2 763 n/a n/a Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale (26) n/a n/a 31 155 darunter: als Sicherheit übertragen n/a n/a 924 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (27) - - . 23 745 darunter: als Sicherheit übertragen - n/a 0 Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L (29) 50 735 32 242 57,4 n/a darunter: als Sicherheit übertragen - n/a n/a Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (30) 60 790 60 716 0,1 63 666 darunter: als Sicherheit übertragen 3 516 n/a 1 072 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 162 153 6,3 153 Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 346 1 463 - 8,0 1 464 Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 171 181 - 5,3 181 Immaterielle Vermögenswerte (37) 3 268 3 312 - 1,3 3 312 Sachanlagen (38) 1 502 1 600 - 6,1 1 600 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 16 - 0,4 16 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (39) 339 78 . 78 Tatsächliche Ertragsteueransprüche 807 767 5,2 767 Latente Ertragsteueransprüche 3 130 3 032 3,2 2 970 Sonstige Aktiva (41) 2 047 1 961 4,4 1 961 Gesamt 487 537 451 190 8,1 452 513 1 Eröffnungsbilanz nach IFRS 9. 2 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Passiva scroll Mio. € Notes 30.6.2018 1.1.20181 Veränd. in % 31.12.20172 Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (24) 350 230 335 978 4,2 341 287 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (28) 43 092 20 385 . 14 940 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (31) 56 105 56 593 - 0,9 56 484 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 475 451 5,5 491 Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 464 1 872 - 21,8 2 255 Rückstellungen (43) 3 315 3 373 - 1,7 3 291 Tatsächliche Ertragsteuerschulden 577 673 - 14,2 673 Latente Ertragsteuerschulden 7 9 - 28,6 34 Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen (40) 447 - . - Sonstige Passiva (42) 2 687 3 024 - 11,1 3 024 Eigenkapital 29 138 28 833 1,1 30 035 Gezeichnetes Kapital 1 252 1 252 - 1 252 Kapitalrücklage 17 192 17 192 - 17 192 Gewinnrücklagen 9 837 9 410 4,5 11 243 Andere Rücklagen (mit Recycling) - 274 - 165 66,0 - 817 Andere Rücklagen (ohne Recycling) 0 3 - 90,7 n/a Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 28 008 27 692 1,1 28 870 Nicht beherrschende Anteile 1 130 1 141 - 0,9 1 164 Gesamt 487 537 451 190 8,1 452 513 1 Eröffnungsbilanz nach IFRS 9. 2 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Eigenkapitalveränderungsrechnung scroll Mio. € Andere Rücklagen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn- rücklagen1 Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung Eigenkapital zum 31.12.2016 1 252 17 192 11 117 - 781 - 97 - 137 Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - 9 - - - Eigenkapital zum 1.1.2017 1 252 17 192 11 126 - 781 - 97 - 137 Gesamtergebnis - - - 317 66 23 - 20 Konzernergebnis - 414 - - - Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 81 Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 178 Veränderung aus der Neubewertungsrücklage (Available for Sale) - 68 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 23 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 18 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 2 Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - 2 Dividendenausschüttung - Veränderungen im Anteilsbesitz - 6 Sonstige Veränderungen - 46 Eigenkapital zum 30.6.2017 1 252 17 192 10 757 - 715 - 74 - 157 scroll Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen1 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital1 Eigenkapital zum 31.12.2016 28 547 1 027 29 573 Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen 9 - 9 Eigenkapital zum 1.1.2017 28 556 1 027 29 583 Gesamtergebnis - 248 92 - 156 Konzernergebnis - 414 45 - 369 Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 81 - - 81 Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 178 178 Veränderung aus der Neubewertungsrücklage (Available for Sale) 68 7 75 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 23 - 23 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 18 40 22 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 2 - - 2 Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 2 - - 2 Dividendenausschüttung - - 8 - 8 Veränderungen im Anteilsbesitz - 6 - 6 - 12 Sonstige Veränderungen - 46 2 - 44 Eigenkapital zum 30.6.2017 28 255 1 107 29 362 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll Mio. € Andere Rücklagen Gezeich- netes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen1 Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung Eigenkapital zum 31.12.2017 (vor Anpassungen) 1 252 17 192 11 249 - 571 - 54 - 192 Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - - 6 - - - Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) 1 252 17 192 11 243 - 571 - 54 - 192 Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 - - - 1 833 657 - 2 - Eigenkapital zum 1.1.2018 1 252 17 192 9 410 86 - 55 - 192 Gesamtergebnis 420 - 32 27 - 106 Konzernergebnis 533 Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 52 Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 165 Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 0 1 Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 33 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 27 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 107 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 Dividendenausschüttung - Veränderungen im Anteilsbesitz - Sonstige Veränderungen 7 Eigenkapital zum 30.6.2018 1 252 17 192 9 837 53 - 28 - 298 scroll Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen1 Nicht beherrschende Anteile Eigen- kapital1 Eigenkapital zum 31.12.2017 (vor Anpassungen) 28 877 1 164 30 041 Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - 6 - - 6 Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) 28 870 1 164 30 035 Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 - 1 178 - 24 - 1 202 Eigenkapital zum 1.1.2018 27 692 1 141 28 833 Gesamtergebnis 308 11 320 Konzernergebnis 533 57 591 Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO 52 - 52 Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 165 - 0 - 165 Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) 1 0 1 Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) - 33 1 - 32 Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 27 - 27 Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 107 - 47 - 154 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1 Dividendenausschüttung - - 22 - 22 Veränderungen im Anteilsbesitz - - - Sonstige Veränderungen 7 1 8 Eigenkapital zum 30.6.2018 28 008 1 130 29 138 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2018 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Veränderungen im Anteilsbesitz an bereits konsolidierten Gesellschaften. Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung) scroll Mio. € 2018 20171 Veränd. in % Zahlungsmittelbestand 1.1. 55 222 36 179 52,6 Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1 181 20 317 - 94,2 Cash Flow aus Investitionstätigkeit - 49 - 327 - 84,9 Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 144 - 304 - 52,6 Cash Flow insgesamt 988 19 686 - 95,0 Effekte aus Wechselkursänderungen 34 - 86 . Zahlungsmittelbestand zum 30.6. 56 243 55 779 0,8 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditätsbeziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (ausgewählte Notes) Allgemeine Grundlagen (1) Rechnungslegungsgrundsätze Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Alle für das Geschäftsjahr 2018 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2019 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen. Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 6 bis 30 unseres Zwischenberichts veröffentlicht. Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2018 erstellte Abschlüsse. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. (2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Commerzbank-Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2018 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für uns relevant waren. Alle Änderungen der Standards wurden entsprechend der jeweils geltenden Übergangsvorschriften berücksichtigt. Die für uns relevanten und wesentlichen neuen Standards werden nachfolgend dargestellt. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente", die neben IFRS 9 auch weitere Standards betraf (insbesondere IFRS 7 und IAS 1). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) wurde weitgehend abgelöst. Gegenüber IAS 39 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital um 1,2 Mrd. Euro. Dies resultiert aus einer im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik sowie aus der vorzunehmenden Neuklassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente. Eine Reihe finanzieller Vermögenswerte, beispielsweise Kredite, die vorwiegend der Schiffsfinanzierung dienen beziehungsweise Kredite britischer Körperschaften, werden nun erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, was eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge hatte. Die Überleitungstabellen für die Bilanz, das Eigenkapital und die Risikovorsorge zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 stellen wir in diesem Zwischenbericht in Note 6 dar. Die Anwendung der im März 2018 in europäisches Recht übernommenen Ergänzungen des IFRS 9 hinsichtlich vorzeitiger Rückzahlungen von Krediten liefern Klarstellungen zur SPPI-Konformität dieser Zins- und Tilgungszahlungen. Aus diesen Ergänzungen ergeben sich keine Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss. Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wurde ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus der Anwendung des IFRS 15 ergaben sich zum 30. Juni 2018 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal 2017. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung zur Leistung von Mietzahlungen darstellt. Für die Klassifizierung der Leasingverträge im Finanzierungs- und Operating-Leasing beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangsangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. IFRS 16 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Das Konzernprojekt zur Vorbereitung auf die neuen Anforderungen wurde unter der Verantwortung von Group Finance Ende letzten Jahres gestartet. Die notwendigen Analysen wurden mit Experten aus den Bereichen des Real Estate Managements und der Vertragsverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Fachkonzepten aufgenommen und werden bis 2019 in die konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtinien übernommen. Die IT-seitige Umsetzung zur korrekten Berechnung der neuen Bilanzansätze wurde im April abgeschlossen und befindet sich derzeit in der Testphase. In den Test sind alle relevanten in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften involviert. Den wesentlichen Anteil der neu zu bilanzierenden Verbindlichkeiten und Nutzungsrechte bilden die angemieteten Immobilien des Konzerns. Daher wird das IFRS 16 Modul der SAP-Anwendung zum Vertragsmanagement von Immobilien für die Bewertung aller relevanten Leasingobjekte im Konzern eingesetzt. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen führt die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einer Erhöhung der Bilanzsumme um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag. Abschließend und verlässlich können die Effekte jedoch erst nach Produktivsetzung des neuen Bewertungstools im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2018 ermittelt werden. (3) Anpassungen Im Geschäftsjahr 2017 wurden Zinserträge und Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit vorzeitigen Rückzahlungen von Verbindlichkeiten stehen, teilweise saldiert ausgewiesen. Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich für die ersten sechs Monate 2017 sowohl die Zinserträge als auch Zinsaufwendungen um 48 Mio. Euro erhöhten. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Im Geschäftsjahr 2018 wurde aufgrund einer fehlerhaften Währungsumrechnung einer in Schweizer Franken begebenen konzerninternen Emission eine rückwirkende Korrektur der Schuldenkonsolidierung vorgenommen. Zum 1. Januar 2017 verminderte sich die Gewinnrücklage um 2 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend. Für die ersten sechs Monate 2017 verminderte sich das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten um 5 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend. Das Konzernergebnis verminderte sich um 5 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0 Euro. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt 11 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend. Zum 31. März 2018 ergab sich daraus eine Erhöhung von 11 Mio. Euro im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden für zwei in Fremdwährung emittierte Schuldscheindarlehen falsche Zinsabgrenzungen vorgenommen. Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich zum 1. Januar 2017 die Gewinnrücklage um 5 Mio. Euro verminderte. Die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich um 7 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche um 2 Mio. Euro. Für die ersten sechs Monate 2017 erhöhten sich die Zinsaufwendungen um 4 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost entsprechend. Darüber hinaus verminderten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag um 1 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche erhöhten sich entsprechend. Das Konzernergebnis verminderte sich um 3 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um weniger als 0 Euro. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt 11 Mio. Euro, die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich um 16 Mio. Euro sowie die Latenten Ertragsteueransprüche um 5 Mio. Euro. Aufgrund eines Fehlers in der latenten Steuerberechnung der Vorjahre wurde rückwirkend eine Fehlerkorrektur vorgenommen. Dadurch erhöhten sich zum 1. Januar 2017 die saldierten Latenten Ertragsteueransprüche um 16 Mio. Euro und die Gewinnrücklage korrespondierend. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2017 über strukturelle Änderungen der Bilanz- und Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Struktur hinaus, Anpassungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung vorgenommen (siehe hierzu Geschäftsbericht 2017 Note 3, S. 152 ff.). Bisher im Zinsüberschuss dargestellte laufende Erträge und Aufwendungen aus Derivaten und aus anderen Handelsbeständen der Kategorie Held for Trading werden nun im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ökonomisch ist eine Unterscheidung in laufende Erträge und Aufwendungen und Bewertungs- und Realisierungseffekte bei Handelsbeständen nicht sachgerecht. Der geänderte Ausweis spiegelt daher auch die ökonomische Steuerung der Handelsbestände besser wider und liefert somit zuverlässigere und relevantere Informationen. Für die ersten sechs Monate 2017 beliefen sich die Umgliederungen aus dem Zinsüberschuss in das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf - 23 Mio. Euro (Saldo aus um 253 Mio. Euro verminderten Zinserträgen und 230 Mio. Euro verminderten Zinsaufwendungen). Durch die Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Zudem haben wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung den Posten "Zinserträge" in "Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet" und "Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet" aufgegliedert. (4) Nachtragsbericht Am 3. Juli 2018 hat die Commerzbank eine Vereinbarung mit der Société Générale über den Verkauf des Konzernbereichs Equity Markets S Commodities (EMC) getroffen. Das EMC-Geschäft der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten Handels- und Anlageprodukten, die etablierte Marke für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ComStage sowie die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking. Die Übertragung der Handelsbücher und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden schrittweise erfolgen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Abstimmung mit den zuständigen Steuerbehörden, der Zustimmung weiterer zuständiger Behörden und Arbeitnehmervertretergremien sowie des Abschlusses der rechtlichen Dokumentation. Die comdirect bank Aktiengesellschaft hat am 10. Juli 2018 mit dem Finanztechnologieanbieter FNZ Group, mit Sitz in London, Großbritannien, einen Verkauf der hundertprozentigen Tochter ebase (European Bank for Financial Services GmbH) vereinbart. Wir erwarten daraus einen positiven Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Geschäftsjahr 2018. Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (5) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente" in der Fassung an, die vom IASB im Juli 2014 veröffentlicht wurde. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Zum 30. Juni 2017 haben wir bereits einen Teil von IFRS 9 vorzeitig und rückwirkend zum 1. Januar 2017 angewendet. Der Bewertungseffekt aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird seither nicht mehr ergebniswirksam, sondern erfolgsneutral im Sonstigen Periodenergebnis erfasst. Mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen bei der Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wenden wir die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Geschäftsbericht 2017 an. Wir sehen gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 davon ab, die Vergleichszahlen anzupassen. Daher werden die Vergleichsinformationen für 2017 nach IAS 39 in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 auf den Seiten 150 ff. dargestellt sind, berichtet. Diese sind nicht unmittelbar mit den nach IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2018 dargestellten Informationen vergleichbar. Alle Änderungen der Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden zum Erstanwendungszeitpunkt in den Gewinnrücklagen beziehungsweise Anderen Rücklagen berücksichtigt. Aufgrund des im Standard enthaltenen Wahlrechts zum Hedge Accounting haben wir uns entschieden, die bisherigen Regelungen des IAS 39 weiter anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 9 führte zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie dem Impairment finanzieller Vermögenswerte. Ebenso führt diese bei Finanzinstrumenten zu weiteren Standardänderungen, hier ist im Wesentlichen IFRS 7 zu nennen. Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten Die im Rahmen der Anwendung von IFRS 9 erforderliche Klassifizierung aller nach IAS 32 als Finanzinstrumente definierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten soll die Adressaten des Abschlusses in die Lage versetzen, eine bessere Einschätzung der Höhe, des Zeitpunkts und der Ungewissheit von zukünftigen Cashflows vornehmen zu können. Zum Zeitpunkt des Zugangs sind alle Finanzinstrumente grundsätzlich mit ihrem Fair Value zu erfassen. Dieses Zugangsprinzip gilt unabhängig von der Klassifizierung eines Finanzinstruments. Der IFRS 9 sieht vier Arten der Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte vor, die von dem jeweiligen Geschäftsmodell (Business Model) beziehungsweise der Erfüllung des SPPI-Kriteriums (Solely Payment of Principal and Interest) abhängig sind: ― Bewertung zu Amortised Cost (AC) ― Erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value mit Recycling (Fair Value OCI mit Recycling/ FVOCImR) ― Erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value ohne Recycling (Fair Value OCI ohne Recycling/FVOCIoR) ― Erfolgswirksame Bewertung zum Fair Value (Fair Value through P&L/FVPL) untergliedert in Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL) und Held for Trading (HFT). Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu einem der nachfolgenden Business Models wird auf Managementebene vorgenommen und leitet sich daraus ab, wie die finanziellen Vermögenswerte zur Erzielung von Cashflows gesteuert werden: ― Business Model "Halten": Vereinnahmung vertraglicher Cashflows mit nur seltenen oder im Wert unbedeutenden Verkaufsaktivitäten. ― Business Model "Halten & Verkaufen": Vereinnahmung von Cashflows sowohl durch Bestandshaltung als auch durch Verkäufe. ― Residuales Business Model: Alle Portfolios, die nicht dem Business Model "Halten" beziehungsweise "Halten & Verkaufen" zugeordnet sind. Insbesondere zählen hierzu Handelsportfolios und Portfolios mit Steuerung auf Fair-Value-Basis, die Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Cashflows ist nebensächlich. Hauptziel ist die Maximierung von Cashflows durch Käufe und Verkäufe. Das zweite Kriterium der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte sind die Eigenschaften ihrer Cashflows. Bei deren Beurteilung ist entscheidend, ob es sich ausschließlich um ungehebelte Zins- und Tilgungszahlungen auf das ausstehende Kapital handelt; das sogenannte SPPI-Kriterium. Prinzipiell ist ein Finanzinstrument nur dann als SPPI-konform anzusehen, wenn seine vertraglichen Cashflows denjenigen einer einfachen Kreditfinanzierung entsprechen. Die Zuordnung zum Business Model erfolgt auf Portfoliobasis, während das SPPI-Kriterium grundsätzlich für jedes einzelne Finanzinstrument zu prüfen ist, das dem Business Model "Halten" oder "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurde. Eine Bewertung zu Amortised Cost (AC) setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert dem SPPI-Kriterium entsprechende Cashflows aufweist und einem Portfolio mit dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde. Die damit verbundenen Buchungsvorgänge entsprechen grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie Loans and Receivables (LAR). Eine erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value mit Recycling (FVOCImR) findet auf finanzielle Vermögenswerte Anwendung, deren Cashflows ebenfalls dem SPPI-Kriterium entsprechen und die einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurden. Die damit verbundene Bilanzierung entspricht grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie Available for Sale (AFS). Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (FVPL) ist zwingend vorzunehmen, sofern entweder das Finanzinstrument nicht einem Portfolio der beiden oben genannten Business Models zugeordnet wurde oder aber deren Cashflows nicht SPPI-konform sind. Diese Bewertungsklasse hat somit subsidiären Charakter. Wenn also eine Zuordnung zu einer der beiden anderen Bewertungsklassen nicht eindeutig möglich ist, muss auf diese Bewertung zurückgegriffen werden. Innerhalb dieser Bewertungsklasse wird im Ausweis unterschieden zwischen Finanzinstrumenten, die zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading/HFT) und sonstigen Finanzinstrumenten, die verpflichtend zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung führen (Mandatorily FVPL/mFVPL). Daneben besteht nach der Fair Value Option (FVO) auch die Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte freiwillig bei Zugang nach mFVPL zu designieren, sofern eine Ansatz- und Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) vermieden werden kann. Die Systematik für die Bewertung finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus der Zuordnung zu einer der drei nachfolgenden Gruppen: ― Derivate: Finanzinstrumente, deren Zuordnungskriterien sich gegenüber dem IAS 39 nicht verändert haben. Da Derivate keine festen Rückzahlungsbeträge haben, scheidet die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) aus. Sie sind immer zum Fair Value mit Buchung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu bewerten. Sofern Derivate nicht in einem Sicherungszusammenhang (Hedge Accounting) stehen, sind sie stets dem Handelsbestand (HFT) zuzuordnen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte im Ganzen beurteilt, wodurch keine Trennung mehr zwischen dem originären Trägerinstrument (Host) und dem eingebetteten Derivat stattfindet. Stattdessen werden finanzielle Vermögenswerte basierend auf dem Business Model und ihrer vertraglichen Bedingungen klassifiziert. Die Bilanzierung von Derivaten, die in finanzielle Verbindlichkeiten und in nicht finanzielle Basisverträge eingebettet sind, hat sich gegenüber IAS 39 nicht geändert. ― Eigenkapitalinstrumente: Finanzinstrumente, die beim emittierenden Unternehmen der Eigenkapitaldefinition des IAS 32 entsprechen. Da Eigenkapitalinstrumente zu keinen festen Rückzahlungen führen und mit Ihnen lediglich ein Anteilsrecht verbunden ist, ist das SPPI-Kriterium nicht erfüllt. Eine AC- oder FVOCImR-Bewertung ist ausgeschlossen. Allerdings kann bei Zugang eines Eigenkapitalinstruments unwiderruflich eine Entscheidung getroffen werden, dieses stattdessen nach der FVOCI ohne Recycling-Methode zu bewerten. Sämtliche Wertschwankungen werden im Eigenkapital erfasst und auch bei Abgang des Finanzinstruments nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen (ohne Recycling). Wir machen von diesem Wahlrecht Gebrauch und haben mehrere Portfolios dieser Gruppe zugeordnet. Dieses Wahlrecht gilt nicht bei Finanzinstrumenten die mit Handelsabsicht oder aber im Rahmen eines Unternehmenserwerbs als bedingte Kaufpreiszahlung erworben wurden. Diese sind zwingend FVPL zu bewerten. ― Fremdkapitalinstrumente: Die Bewertung aller Finanzinstrumente, die nicht Derivate im Sinne des IFRS 9 sind und nicht der Eigenkapitaldefinition des IAS 32 entsprechen, richtet sich nach den oben beschriebenen Kriterien Business Model und SPPI, beziehungsweise bei einem Accounting Mismatch, nach der Fair Value Option. Damit ergeben sich für die Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite folgende Möglichkeiten der Folgebilanzierung: ― Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ist vorzunehmen, wenn zum Einen das Finanzinstrument gehalten wird, um lediglich die vertraglich vereinbarten Cashflows zu erzielen (Business Model "Halten") und zum Anderen zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 darstellen (SPPI-konform). ― Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCImR) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten S Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen. Somit gilt das Finanzinstrument als SPPI-konform. Bei Abgang des Finanzinstruments sind die im OCI erfassten kumulierten Wertschwankungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen (mit Recycling). ― Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (FVPL) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio des residualen Business Models zugeordnet wurde. Dies gilt auch bei Vorliegen nicht SPPI-konformer Zahlungsströme sowie bei Ausübung der Fair Value Option. Finanzielle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Fair Value Option anzuwenden. Der Bewertungseffekt aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie sämtliche Derivate sind in der Bilanz jeweils in einem eigenen Posten auszuweisen und erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten. Impairment Die Anwendung von IFRS 9 hat die Regelungen zur Bilanzierung erwarteter Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge) grundlegend geändert, indem das Incurred-Loss-Modell nach IAS 39 durch einen Expected-Credit-Loss-Modell (ECL) ersetzt wurde. IFRS 9 sieht vor, dass eine Wertberichtigung für ECLs für alle Kredite, außerbilanziellen Geschäfte und Finanzgarantien zu bilden ist, die nicht FVPL-bewertet werden. Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden, vielmehr ist für finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum Fair Value zu bewerten sind, der erwartete Verlust für ein Jahr bereits bei Zugang als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, so ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Cashflows zu ermitteln. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste basiert grundsätzlich auf der Zuordnung der nicht direkt erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente und außerbilanzielle Kreditzusagen und Finanzgarantien zu drei Stages. Stage 1 und Stage 2 beinhalten dabei Finanzinstrumente, die keine Ausfallkriterien aufweisen. Stage 3 beinhaltet Finanzinstrumente, die als ausgefallen (Default) identifiziert wurden. Finanzinstrumente, die bereits zum Zugangszeitpunkt des Geschäfts ausgefallen sind (Purchased or Originated Credit-Impaired Financial-Assets, POCI), werden keiner der drei Stages zugeordnet, sondern gesondert behandelt und ausgewiesen. Grundsätzlich wird jedes Finanzinstrument beim erstmaligen Zugang in Stage 1 erfasst (Ausnahme POCI). Darüber hinaus enthält Stage 1 alle Geschäfte, die ein geringes Kreditausfallrisiko aufweisen. Ein geringes Kreditausfallrisiko ist in Fällen gegeben, deren internes Bonitätsrating im Bereich des Investmentgrade (Rating 2,8 oder besser) liegt. Die Bevorsorgung für Geschäfte in Stage 1 erfolgt in Höhe des erwarteten Kreditverlustes für die nächsten 12 Monate (12-month Expected Credit Loss, 12-m ECL). In Stage 2 werden Finanzinstrumente abgebildet, deren Kreditausfallrisiko sich seit dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat und die nicht als Fälle mit geringem Kreditausfallrisiko eingestuft werden. Basis für die Wertberichtigungs- beziehungsweise Rückstellungsbildung ist in Stage 2 der erwartete Kreditverlust der gesamten Restlaufzeit (Lifetime Expected Credit Loss, LECL). Für ausgefallene Finanzinstrumente aus Stage 3 bildet ebenfalls der LECL auf Basis individueller Cashflow Schätzungen die Grundlage für die Wertberichtigungs- beziehungsweise Rückstellungsbildung. Für als POCI klassifizierte Finanzinstrumente wird zum Zeitpunkt des Zugangs keine Wertberichtigung beziehungsweise Rückstellung gebildet. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value. In der Folgebewertung entspricht die Bevorsorgung der kumulierten Veränderung des LECL seit Zugangszeitpunkt. Ein als POCI klassifiziertes Finanzinstrument verbleibt bis zu seiner Ausbuchung in diesem Ansatz. Auch im Falle einer eventuellen Ratingverbesserung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung. Für Finanzielle Vermögenswerte, die Stage 1 und Stage 2 zugeordnet sind, werden die Zinserträge effektivzinsgerecht auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte aus Stage 3 werden effektivzinsgerecht basierend auf dem Nettobuchwert (abzüglich der Risikovorsorge) kalkuliert. Für die detaillierte Beschreibung verweisen wir auf Note 32. Hedge Accounting Der Commerzbank-Konzern hat entschieden, die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 bei der Übernahme von IFRS 9 weiterhin anzuwenden. Für weitere Details zur Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2017 nach IAS 39 zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 verweisen wir auf Note 6. (6) Erstanwendung IFRS 9 Die nachfolgenden Tabellen leiten die Buchwerte zum 31. Dezember 2017 basierend auf den IAS-39-Vorschriften auf die neuen Buchwerte zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 über. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 wurde gegenüber der Darstellung in Note 74 des Geschäftsberichts 2017 das Eigenkapital um 24 Mio. Euro (davon: 30 Mio. Euro IFRS 9 Erstanwendungseffekt und - 6 Mio. Euro aufgrund retrospektiver Anpassungen, siehe Seite 43) angepasst. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wurden bisher als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesene Vorzugsaktien von 38 Mio. Euro an einem Kreditkartenanbieter von der Kategorie FVOCI (ohne Recycling) in die Kategorie mFVPL umgegliedert, da sie gemäß IAS 32 nicht als Eigenkapitalinstrumente klassifizieren und folglich als Fremdkapitalinstrumente darzustellen sind. Die Vorzugsaktien erfüllen nicht das SPPI-Kriterium und sind folglich der Kategorie mFVPL zuzuordnen. Daraus ergab sich eine Verschiebung in der Eröffnungsbilanz von 10 Mio. Euro zwischen Gewinnrücklagen und Anderen Rücklagen. a) Überleitung der finanziellen Vermögenswerte scroll Aktiva | Mio. € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.20171 Ausweis IFRS 9 Anpassungen2 Reklassifizierung Neubewertung Kassenbestand und Sichtguthaben 55 733 - 55 733 - LAR - AC - 55 222 - LAR - mFVPL - 511 - Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 265 712 - 265 712 - 3 Darlehen und Forderungen 241 708 - 241 708 - 293 LAR - AC - 233 123 - 202 LAR - FVOCImR - 2 027 2 LAR - mFVPL - 6 558 - 94 Verbriefte Schuldinstrumente 24 004 - 24 004 290 LAR - AC - 22 420 298 LAR - FVOCImR - 1 352 3 LAR - mFVPL - 232 - 11 Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 31 155 - 31 154 599 Verbriefte Schuldinstrumente 30 661 196 30 857 599 AFS - AC - 9 003 599 AFS - FVOCImR - 21 498 - AFS - mFVPL - 356 - Eigenkapitalinstrumente 493 - 196 297 - AFS - FVOCIoR - 30 - AFS - mFVPL - 267 - Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 23 745 - 23 745 - Darlehen und Forderungen FVO 23 000 mFVPL - 23 000 - Verbriefte Schuldinstrumente 393 352 746 - FVO - FVOCImR - 293 - FVO - mFVPL - 452 - Eigenkapitalinstrumente 352 - 352 - - FVO - FVOCIoR - - - FVO - mFVPL - - - Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 63 666 - 63 666 - 1 980 Darlehen und Forderungen HFT 1 080 HFT - 1 080 - Verbriefte Schuldinstrumente 2 955 2 364 5 319 - HFT - mFVPL - 970 - HFT - HFT - 4 349 - Eigenkapitalinstrumente HFT 11 302 HFT - 2 364 8 938 - Derivate und Sonstige HFT 48 328 HFT - 48 328 - 1 980 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 - 153 - 0 Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 464 - 1 464 - 1 Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 181 - 181 - Immaterielle Vermögenswerte 3 312 - 3 312 - Sachanlagen 1 600 - 1 600 - Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 - 16 - Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 78 - 78 0 Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 - 767 - Latente Ertragsteueransprüche 2 970 - 2 970 62 Sonstige Aktiva 1 961 - 1 961 - Gesamt 452 513 - 452 513 - 1 323 scroll Aktiva | Mio. € Buchwert IFRS 9 1.1.2018 Kassenbestand und Sichtguthaben 55 733 55 222 511 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 265 709 Darlehen und Forderungen 241 415 232 921 2 029 6 464 Verbriefte Schuldinstrumente 24 294 22 718 1 354 221 Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 31 753 Verbriefte Schuldinstrumente 31 456 9 602 21 498 356 Eigenkapitalinstrumente 297 30 267 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 23 745 Darlehen und Forderungen 23 000 Verbriefte Schuldinstrumente 746 293 452 Eigenkapitalinstrumente 0 - - Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 61 686 Darlehen und Forderungen 1 080 Verbriefte Schuldinstrumente 5 319 970 4 349 Eigenkapitalinstrumente 8 938 Derivate und Sonstige 46 349 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 463 Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 181 Immaterielle Vermögenswerte 3 312 Sachanlagen 1 600 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 78 Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 Latente Ertragsteueransprüche 3 032 Sonstige Aktiva 1 961 Gesamt 451 190 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). 2 Die Anpassung ist erforderlich, da mit IFRS 9 die Einwertung von Eigen- und Fremdkapital auf Basis der des Emittenten erfolgt. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene Fondsanteile und Genussrechte und Vorzugsaktien an einem Kreditkartenanbieter wurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert und den Bewertungskategorien mFVPL oder HFT zugeordnet. scroll Aktiva Mio. € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.20171 Ausweis IFRS 9 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018 Kassenbestand und Sichtguthaben an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL - 511 - - 511 Gesamt LAR 55 733 AC - 511 - 511 55 222 Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - von: Darlehen und Forderungen - LAR 233 123 - 202 232 921 von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR 22 420 298 22 718 von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS 9 003 599 9 602 Gesamt n/a AC 264 546 695 265 241 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables - an: Darlehen und Forderungen - AC - 233 123 - 233 123 an: Darlehen und Forderungen - FVOCImR - 2 027 - 2 027 an: Darlehen und Forderungen - mFVPL - 6 558 - 6 558 an: Verbriefte Schuldinstrumente - AC - 22 420 - 22 420 an: Verbriefte Schuldinstrumente -FVOCImR - 1 352 - 1 352 an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL - 232 - 232 Gesamt LAR 265 712 n/a - 265 712 - n/a Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI von: Darlehen und Forderungen - LAR 2 027 2 2 029 von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR 1 352 3 1 354 von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS 21 498 - 21 498 von: Eigenkapitalinstrumente - AFS 30 - 30 von: Verbriefte Schuldinstrumente - FVO 293 - 293 Gesamt n/a FVOCI 25 200 5 25 205 Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale an: Verbriefte Schuldinstrumente - AC - 9 003 - 9 003 an: Verbriefte Schuldinstrumente - FVOCImR - 21 498 - 21 498 an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL - 356 - 356 an: Eigenkapitalinstrumente - FVOCIoR - 30 - 30 an: Eigenkapitalinstrumente - mFVPL - 267 - 267 Gesamt AFS 31 155 n/a - 31 154 - n/a Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option an: Darlehen und Forderungen - mFVPL - 23 000 - - 23 000 an: Verbriefte Schuldinstrumente - FVOCI - 293 - - 293 an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL - 452 - - 452 Gesamt FVO 23 745 FVO - 23 745 - - Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L von: Kassenbestand und Sichtguthaben - LAR 511 - 511 von: Darlehen und Forderungen - LAR 6 558 - 94 6 464 von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR 232 - 11 221 von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS 356 - 356 von: Eigenkapitalinstrumente - AFS 267 - 267 von: Darlehen und Forderungen - FVO 23 000 - 23 000 von: Verbriefte Schuldinstrumente - FVO 452 - 452 von: Verbriefte Schuldinstrumente - HFT 970 - 970 Gesamt n/a - mFVPL 32 346 - 104 32 242 Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading an: Darlehen und Forderungen - mFVPL - - 1 980 - 1 980 an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL - 970 - 970 Gesamt HFT 63 666 HFT - 970 - 1 980 60 716 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 153 - 0 153 Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 464 1 464 - 1 1 463 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Die nachfolgenden Erklärungen beschreiben die wesentlichen Effekte, die in der Überleitungstabelle für die finanziellen Vermögenswerte enthalten sind. Für alle Neubewertungen wurden jeweils latente Steuereffekte entsprechend berücksichtigt, die nachfolgenden Angaben bezogen auf das Eigenkapital sind jeweils vor latenten Steuern dargestellt. Es wurden im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten der Eurozone emittierte Wertpapiere von 9,0 Mrd. Euro, die bislang der IAS-39-Kategorie AFS einer erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value unterlagen, in die Bewertungskategorie AC (IFRS 9) reklassifiziert, da für sie das Business Model "Halten" zur Anwendung kommt. Hierdurch stieg der Buchwert dieser Vermögenswerte um 0,6 Mrd. Euro und das Eigenkapital erhöhte sich um 0,6 Mrd. Euro. Außerdem waren im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten emittierte Wertpapiere von 22,4 Mrd. Euro der Bewertungskategorie LAR (IAS 39) zugeordnet und mit IFRS 9 kommt das Business Model "Halten" zur Anwendung. Dies hat eine Bewertung zu AC zur Folge. Beide Bewertungskategorien folgen prinzipiell der gleichen Systematik zur bilanziellen Abbildung, dennoch weichen in diesem Fall die Buchwerte im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 um 0,3 Mrd. Euro ab. Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese Wertpapiere im Rahmen der Finanzmarktkrise aus der IAS-39-Kategorie AFS in LAR umgewidmet wurden. Hierbei wurde der zum Zeitpunkt der Umwidmung ermittelte Fair Value als Ausgangswert für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten zugrunde gelegt. Die aus diesen Finanzinstrumenten resultierende negative Neubewertungsrücklage von 0,3 Mrd. Euro wurde gegen den Buchwert ausgebucht, wodurch sich das Eigenkapital um 0,3 Mrd. Euro erhöhte. Kredite mit einem IAS-39-Buchwert von 2,7 Mrd. Euro, die zur Finanzierung von Schiffen dienen, wurden aufgrund der Absicht, diese im Falle günstiger Gelegenheiten zu veräußern, dem Business Model "Other" zugeordnet und daher aus der Bewertungskategorie LAR in die IFRS-9-Bewertungskategorie mFVPL umgebucht. Dadurch reduzierte sich ihr Buchwert um 0,7 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 0,7 Mrd. Euro. Aus dem gleichen Grund wurden mehrere Kreditportfolios zur Finanzierung inländischer und ausländischer Gewerbeimmobilien von 0,6 Mrd. Euro umgebucht; der Buchwert reduzierte sich dabei um 0,1 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 0,1 Mrd. Euro. Ebenso wurde ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit besonderen Kündigungsoptionen mit einem Buchwert von 2,5 Mrd. Euro in die Bewertungskategorie mFVPL umgegliedert. Bisher nach IAS 39 trennungspflichtige Derivate von 1,7 Mrd. Euro gehen in diesem Zusammenhang bei der Full-Fair-Value-Bewertung des Gesamtinstruments im Buchwert mFVPL auf. Der Buchwert dieser Schuldscheindarlehen verminderte sich dadurch in Summe um 1,1 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 1,1 Mrd. Euro. b) Überleitung der finanziellen Verbindlichkeiten scroll Passiva Mio. € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.20171 Ausweis IFRS 9 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018 Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 341 287 341 287 135 341 422 Einlagen 297 907 297 907 - 34 297 872 AC - AC 297 667 - 297 667 AC - FVO 239 - 34 205 Begebene Schuldverschreibungen 43 380 43 380 170 43 550 AC - AC 38 317 - 6 38 311 AC - FVO 5 064 176 5 239 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 14 940 14 940 - 14 940 Einlagen FVO 14 279 FVO 14 279 - 14 279 Begebene Schuldverschreibungen FVO 661 FVO 661 - 661 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 56 484 56 484 110 56 593 Begebene Schuldverschreibungen HFT 5 565 HFT 5 565 - 5 565 Derivate und sonstige Handelspassiva HFT 50 919 HFT 50 919 110 51 028 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 491 491 - 41 451 Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 255 2 255 - 383 1 872 Rückstellungen 3 291 3 291 82 3 373 Tatsächliche Ertragsteuerschulden 673 673 - 673 Latente Ertragsteuerschulden 34 34 - 24 9 Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - - Sonstige Passiva 3 024 3 024 - 3 024 Eigenkapital 30 035 30 035 - 1 202 28 833 Gezeichnetes Kapital 1 252 1 252 - 1 252 Kapitalrücklage 17 192 17 192 - 17 192 Gewinnrücklagen 11 243 11 243 - 1 833 9 410 Andere Rücklagen - 817 - 817 655 - 162 Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 28 870 28 870 - 1 178 27 692 Nicht beherrschende Anteile 1 164 1 164 - 24 1 141 Gesamt 452 513 452 514 - 1 323 451 190 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll Passiva Mio. € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.20171 Ausweis IFRS 9 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018 Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost an: Einlagen - FVO - 239 - 239 an: Begebene Schuldverschreibungen - FVO - 5 064 - 5 064 an: Begebene Schuldverschreibungen - AC - 6 - 6 Gesamt AC 341 287 AC - 5 303 - 6 335 978 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option von: Einlagen - AC 239 - 34 205 von: Begebene Schuldverschreibungen - AC 5 064 176 5 239 Gesamt FVO 14 940 FVO 5 303 141 20 385 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading an: Derivate und sonstige Handelspassiva 110 110 Gesamt HFT 56 484 HFT - 110 56 593 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 491 491 - 41 451 Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 255 2 255 - 383 1 872 Rückstellungen 3 291 3 291 82 3 373 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für eigene strukturierte Emissionen wurde die Fair Value Option mit IFRS 9 neu ausgeübt, um einen Accounting Mismatch zwischen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Sicherungsderivaten und der strukturierten Emission zu vermeiden. Es ergab sich daraus eine Minderung des Eigenkapitals von 0,1 Mrd. Euro. c) Überleitung des Eigenkapitals scroll Mio. € Ausweis IAS 39 Ausweis IFRS 9 Gewinnrücklage Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Stand 31.12.2017 (IAS 39) 11 2431 - 571 - 54 Finanzielle Vermögenswerte FVO FVOCI - 2 2 - AFS mFVPL 33 - 33 - AFS FVOCImR - 12 12 - AFS AC - 8 607 - LAR mFVPL - 105 0 - LAR FVOCImR - 5 8 - LAR AC - 270 367 - Finanzielle Verbindlichkeiten AC AC - 141 - - AC FVO 6 - - Marktwerte aus Derivaten HFT HFT - 1 707 - - Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 41 - - Rückstellungen aus dem außerbilanziellen Kreditgeschäft - 82 - - Latente Ertragsteueransprüche/-verbindlichkeiten 402 - 312 - 2 Nicht beherrschende Anteile (Abzugsposten) 18 6 - Stand 1.1.2018 (IFRS 9) 9 410 86 - 55 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). d) Überleitung der Risikovorsorge scroll Mio. € Ausweis IAS 39 Ausweis IFRS 9 Risikovorsorge und Wertpapier-Impairments IAS 39 Reklassifizierung Neubewertung Risikovorsorge IFRS 9 31.12.2017 1.1.2018 Bilanzielle Risikovorsorge - Darlehen und Kredite 3 125 - 640 - 354 2 131 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 3 125 - 640 - 354 2 131 LAR AC 2 481 - - 358 2 124 AFS FVOCI 4 - 4 7 LAR mFVPL 640 - 640 - - kumuliertes Bewertungsergebnis - Wertpapiere1 94 - 82 87 99 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 16 - 1 68 83 LAR AC 15 - 68 83 LAR FVOCI 1 - - 0 0 LAR mFVPL 1 - 1 - - Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale 79 - 82 18 15 AFS AC - - 7 7 AFS FVOCI - 3 - 11 8 AFS mFVPL 82 - 82 - - Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value Option - - 1 1 FVO FVOCI - - 1 1 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen LAR mFVPL 9 - 9 Risikovorsorge für außerbilanzielles Kreditgeschäft 211 - 82 293 Gesamt 3 440 - 732 - 185 2 523 scroll Mio. € davon Stage 1 davon Stage 2 davon Stage 3 davon POCI Bilanzielle Risikovorsorge - Darlehen und Kredite 245 247 1 640 - Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables 245 247 1 640 - 240 244 1 640 - 5 3 - - - - - - kumuliertes Bewertungsergebnis - Wertpapiere1 26 71 2 - Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 13 70 - - 13 70 - - - - - - - - - - Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 13 1 2 - 7 0 - - 5 1 2 - - - - - Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 1 - - - 1 - - - Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Risikovorsorge für außerbilanzielles Kreditgeschäft 73 103 92 24 Gesamt 344 421 1 733 24 1 Nicht Bestandteil der Risikovorsorge zum 31. Dezember 2017. Die Bestandveränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reklassifizierung des Ship Finance Portfolios, das unter Ausbuchung der Risikovorsorge in die Fair Value Bewertung übernommen wurde. In der Neubewertung ergab sich darüber hinaus eine Bestandsreduzierung aus der Ausbuchung von Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die unter IFRS 9 als POCI klassifiziert wurden und für die daher kein initialer Risikovorsorgebestand zu berücksichtigen war, sondern stattdessen eine Korrekturbuchung gegen den Buchwert erfolgte. Gegenläufig kam es in geringerem Umfang zu Bestandserhöhungen für finanzielle Vermögenswerte, die unter IFRS 9 mit dem LECL zu bevorsorgen sind. Insgesamt sind wesentliche Teile des Portfolios dem Investment Grade zugeordnet, so dass nur 17 % der Risikovorsorge auf Stage 2 entfallen. (7) Konsolidierungskreis Bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 ist die at-Equity bewertete Beteiligung an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert worden. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 17). Weitere Verkäufe sowie Akquisitionen haben in diesem Berichtszeitraum nicht stattgefunden. Im ersten Halbjahr 2017 erwarb unser Tochterunternehmen comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, vollständig die Anteile an der onvista Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main und deren verbundene Unternehmen von der Boursorama S.A.. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (8) Zinsüberschuss In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 3 588 3 852 Zinserträge - Amortised Cost 3 383 n/a Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 2 964 n/a Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 419 n/a Zinserträge - Loans and Receivables n/a 3 456 Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft n/a 3 182 Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft n/a 273 Zinserträge - Available for Sale n/a 333 Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft n/a 333 Zinserträge - Fair Value OCI 148 n/a Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 13 n/a Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 136 n/a Vorfälligkeitsentschädigung 57 54 5,4 Unwinding n/a 10 Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 652 378 Zinserträge - Fair Value Option 0 154 - 100,0 Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 0 154 - 100,0 Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft - 0 . Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L 365 n/a Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 355 n/a Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft 10 n/a Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten 287 224 28,2 Zinsaufwendungen 2 033 2 177 - 6,6 Zinsaufwendungen - Amortised Cost 1 334 1 711 - 22,0 Einlagen 815 1 034 - 21,1 Begebene Schuldverschreibungen 519 678 - 23,5 Zinsaufwendungen - Fair Value Option 356 174 . Einlagen 266 142 87,4 Begebene Schuldverschreibungen 89 32 . Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten 332 281 18,4 Sonstige Zinsaufwendungen 11 11 - 0,8 Gesamt 2 207 2 053 7,5 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (9) Dividendenerträge In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Im Vorjahr enthielten die Erträge auch Ausschüttungen auf Genussscheine und Gewinnschuldverschreibungen sowie Fondsausschüttungen, soweit diese Anteile als Eigenkapital einzustufen waren. Die Anpassung ist erforderlich, da mit IFRS 9 die Einwertung von Eigen- und Fremdkapital auf Basis der des Emittenten erfolgt. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene Fondsanteile und Genussrechte wurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert und den Bewertungskategorien mFVPL oder HFT zugeordnet. Daher werden die daraus korrespondierenden Erträge ab dem Geschäftsjahr 2018 in den Zinserträgen ausgewiesen. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Available for Sale n/a 20 Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI 1 n/a Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value Option - 19 . Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 14 n/a Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 6 16 - 61,9 Gesamt 21 55 - 62,2 Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft, die vormals der IAS 39-Kategorie Available for Sale zugeordnet waren. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 1 Mio. Euro in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt. (10) Risikoergebnis Das Risikoergebnis setzt sich aus dem Bewertungs- und dem Abgangsergebnis zusammen. Das Bewertungsergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 44). Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 282 Mrd. Euro mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt. Entsprechende Ergebniseffekte werden im Bewertungsergebnis ausgewiesen. Das Abgangsergebnis beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen). Mit Anwendung von IFRS 9 ist eine Vergleichbarkeit mit den im Geschäftsbericht 2017 aufgeführten Posten Risikovorsorge (Note 10) sowie Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis (Note 11) nicht gegeben. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-31.3.20181 1.1.-30.6.2017 Bewertungsergebnis - 163 - 80 n/a Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - 182 - 89 n/a Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI - 0 3 n/a Außerbilanzielles Kreditgeschäft 19 5 n/a Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten -Amortised Cost 2 4 n/a Ergebnis aus substantieller Modifikation 3 3 n/a Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) - 1 0 n/a Gesamt - 161 - 77 n/a 1 Die Darstellung des Risikoergebnis für das erste Quartal 2018 wurde angepasst. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) in Höhe von - 1 Mio. Euro resultierte aus dem Verkauf von Wertpapieren aus dem Liquiditätsbestand im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Wertpapieren. Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 6 ff.) entnommen werden. (11) Risikovorsorge im Kreditgeschäft Dieser Posten enthielt im Geschäftsjahr 2017 die Risikovorsorge für das bilanzielle und außerbilanzielle Kreditgeschäft. Mit Anwendung von IFRS 9 ist der bisherige Posten nun Teil des Risikoergebnisses, eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Zuführung zur Risikovorsorge1 n/a - 783 Auflösung von Risikovorsorge1 n/a 476 Direktabschreibungen n/a - 149 Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen n/a 93 Gesamt n/a - 362 1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert). (12) Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis In diesem Posten wurde im Vorjahr gemäß IAS 39 das Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte - Loans and Receivables beziehungsweise Finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale, ausgewiesen. Im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis wurden im Vorjahr ebenfalls Realisierungsergebnisse aus dem Verkauf von Forderungen und Wertpapieren der Kategorie Loans and Receivables unabhängig davon dargestellt, ob die Gewinne beziehungsweise Verluste bonitätsinduziert oder nicht bonitätsinduziert waren. Mit Anwendung von IFRS 9 ist der bisherige Posten nun Teil des Risikoergebnis, eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables n/a - 26 Bewertungsergebnis n/a - 6 Realisierungsergebnis n/a - 20 Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale n/a 9 Bewertungsergebnis n/a 9 Gesamt n/a - 17 (13) Provisionsüberschuss Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Provisionserträge 1 924 2 038 - 5,6 Wertpapiergeschäft 591 612 - 3,4 Vermögensverwaltung 179 169 5,5 Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 678 703 - 3,6 Bürgschaften 106 105 1,2 Ergebnis aus Syndizierungen 128 155 - 17,5 Vermittlungsgeschäft 109 180 - 39,5 Treuhandgeschäfte 13 7 72,2 Übrige Erträge 120 107 12,6 Provisionsaufwendungen 362 373 - 2,9 Wertpapiergeschäft 142 142 0,1 Vermögensverwaltung 32 28 14,9 Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 76 74 2,4 Bürgschaften 11 10 10,1 Ergebnis aus Syndizierungen 0 0 - 57,5 Vermittlungsgeschäft 68 92 - 26,0 Treuhandgeschäfte 9 2 . Übrige Aufwendungen 24 24 0,5 Provisionsüberschuss 1 562 1 666 - 6,2 Wertpapiergeschäft 449 469 - 4,4 Vermögensverwaltung 147 142 3,6 Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 602 629 - 4,3 Bürgschaften 95 95 0,3 Ergebnis aus Syndizierungen 128 155 - 17,4 Vermittlungsgeschäft 41 88 - 53,7 Treuhandgeschäfte 4 5 - 16,0 Übrige Erträge 96 83 16,0 Gesamt 1 562 1 666 - 6,2 Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten, auf Grundlage des IFRS 15, stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern Wertpapiergeschäft 588 10 0 - 8 591 Vermögensverwaltung 152 26 0 0 179 Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 319 369 1 - 10 678 Bürgschaften 13 93 0 0 106 Ergebnis aus Syndizierungen 1 113 4 10 128 Vermittlungsgeschäft 92 17 0 0 109 Treuhandgeschäfte 13 0 0 0 13 Übrige Erträge 94 22 1 4 120 Gesamt 1 272 651 5 - 4 1 924 (14) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein: ― Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten ― realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen, ― erhaltene Dividenden aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten, ― Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung, ― Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, ― Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie ― Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading 382 695 - 45,1 Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option 153 - 2 . Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L 89 n/a Gesamt 625 693 - 9,8 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (15) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cashflow Hedges. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Fair Value Hedges Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten 329 287 14,4 Micro Fair Value Hedges 224 257 - 13,1 Portfolio Fair Value Hedges 105 30 . Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften - 308 - 375 - 17,7 Micro Fair Value Hedges - 205 - 366 - 44,1 Portfolio Fair Value Hedges - 104 - 9 . Cash Flow Hedges Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow Hedges (nur ineffektiver Teil) 0 - 1 . Gesamt 20 - 89 . (16) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus. Im Vorjahr wurde hier das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale ausgewiesen. Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Dies galt im Vorjahr ebenso für die Kategorie Available for Sale. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen sowie Bewertungsergebnisse aus nicht substantiellen Modifikationen ausgewiesen. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Fair Value OCI (mit Recycling) 4 n/a Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale n/a 70 Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost 6 - 1 . Bewertungsergebnis aus nicht substantiellen Modifikationen - 2 - . Ergebnis aus Schätzungsänderungen - 23 - Gesamt - 14 69 . 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (17) Sonstiges Ergebnis Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen. scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Wesentliche Sonstige Erträge 273 301 - 9,3 Auflösungen von Rückstellungen 51 67 - 24,1 Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 84 94 - 11,5 Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 0 1 - 96,7 Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 4 4 - 15,1 Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1 1 - 5,7 Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - - . Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 1 7 - 81,8 Erträge aus Wechselkursveränderungen 23 10 . Übrige sonstige Erträge 110 117 - 6,2 Wesentliche Sonstige Aufwendungen 208 263 - 21,0 Zuführungen zu Rückstellungen 66 61 7,9 Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 60 59 2,4 Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 0 15 - 98,9 Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 2 2 - 0,2 Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 0 - 1,3 Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 0 . Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 1 2 - 58,1 Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 23 17 35,8 Übrige sonstige Aufwendungen 55 106 - 48,1 Sonstige Steuern (saldiert) 7 - 31 . Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) 34 - 2 . Sonstiges Ergebnis 105 5 . Bereits im ersten Quartal 2018 ergab sich im Zusammenhang mit dem Gruppenversicherungsgeschäft innerhalb des mBank-Teilkonzern ein positiver Sondereffekt von 52 Mio. Euro in den übrigen sonstigen Erträgen (siehe hierzu Zwischenlagebericht Seite 7). (18) Verwaltungsaufwendungen scroll Personalaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Löhne und Gehälter 1 620 1 700 - 4,7 Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 126 127 - 0,5 Gesamt 1 746 1 827 - 4,4 scroll Sachaufwendungen | Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Raumaufwendungen 295 276 7,2 IT-Aufwendungen 324 278 16,4 Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 136 127 7,6 Pflichtbeiträge 302 288 4,9 Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 222 230 - 3,5 Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 138 131 6,1 Personalinduzierte Sachaufwendungen 80 54 48,0 Übrige Sachaufwendungen 104 84 23,6 Gesamt 1 602 1 468 9,2 Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 187 Mio. Euro (Vorjahr: 186 Mio. Euro) und die polnische Bankensteuer von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 43 Mio. Euro) enthalten. scroll Abschreibungen | Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Betriebs- und Geschäftsausstattung 62 61 1,7 Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen 8 8 - 1,2 Immaterielle Vermögenswerte 265 219 21,0 Gesamt 335 288 16,2 (19) Restrukturierungsaufwendungen scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017 Veränd. in % Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen - 807 . Gesamt - 807 . Die Restrukturierungsaufwendungen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres standen in Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" im Inland und Ausland. (20) Steuern vom Einkommen und Ertrag Zum 30. Juni 2018 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 99 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 689 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von 14,4 % (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft im Ausland für die Berichtsperiode. Steuerquotenreduzierend haben sich insbesondere Einmaleffekte, die aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung im Inland resultieren, sowie geringere Steuersätze in ausländischen Lokationen auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt. (21) Ergebnis je Aktie scroll 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.20171 Veränd. in % Operatives Ergebnis (Mio. €) 689 505 36,4 Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) 533 - 414 . Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1 252 357 634 1 252 357 634 - Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,55 0,40 36,4 Ergebnis je Aktie (€) 0,43 - 0,33 . 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (Note 45) definiert. Erläuterungen zur Bilanz Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Gemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern. Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (mark-to-model). Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt am Markt beobachtet oder, falls nicht am Markt beobachtbar, mittels Expertenschätzung festgelegt werden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt. a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen finanzieller Vermögenswerte fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Commerzbank-Konzern erfolgt für reguläre Kassakäufe und -verkäufe finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Held for Trading und für Fremdkapitalinstrumente der Kategorie Fair Value OCI bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Handelstag. Für alle anderen IFRS 9-Kategorien werden Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Erfüllungstag bilanziert. Die Abgangsvorschriften des IFRS 9 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt. Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel infolge von Forbearance-Maßnahmen oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments. In gleicher Weise ist eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen eines vorhandenen Schuldinstruments wie eine Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit zu behandeln. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führt liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Cashflows gemäß den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10 % vom abgezinsten Barwert der restlichen Cashflows des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht. b) Kategorisierung von Finanzinstrumenten und ihre Bewertung Der Commerzbank-Konzern untergliedert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in die jeweiligen IFRS 9-Kategorien: Finanzielle Vermögenswerte ― Amortised Cost (AC) ― Fair Value OCI (FVOCI) ― Fair Value Option (FVO) ― Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL) ― Held for Trading (HFT) Finanzielle Verbindlichkeiten ― Amortised Cost ― Fair Value Option ― Held for Trading Die IFRS 9-Kategorien unterteilen wir nach folgenden Klassen: Finanzielle Vermögenswerte ― Darlehen und Forderungen ― Verbriefte Schuldinstrumente ― Eigenkapitalinstrumente ― Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate) ― Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren ― Finanzgarantien Finanzielle Verbindlichkeiten ― Einlagen ― Begebene Schuldverschreibungen ― Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate) ― Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren ― Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen c) Nettoerfolge Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IFRS 9. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikoergebnis, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt. d) Finanzgarantien Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen. Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist. e) Eingebettete Derivate Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente eingebunden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Nach IAS 39 wurden Derivate, die in finanziellen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und nicht finanziellen Basisverträgen eingebettet waren, wie freie Derivate behandelt und zum Fair Value erfasst, wenn sie die Definition eines Derivats erfüllten und ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden waren. Im Einklang mit IFRS 9 trennen wir seit 1. Januar 2018 nur noch solche Derivate, die in finanzielle Verbindlichkeiten und nicht finanzielle Basisverträge eingebettet sind. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte im Ganzen beurteilt, womit keine getrennte Bilanzierung mehr zwischen Trägerinstrument und eingebettetem Derivat stattfindet. Stattdessen werden finanzielle Vermögenswerte basierend auf dem Business Model und ihren Vertragsbedingungen klassifiziert. Eine bilanzielle Trennungspflicht ist nur dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind: ― Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden, ― ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IFRS 9 und ― die originäre finanzielle Verbindlichkeit wird nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht kumulativ erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der die finanzielle Verbindlichkeit zugeordnet wurde. (22) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 32 Kreditrisiken und Kreditverluste). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Darlehen und Forderungen 248 830 n/a Zentralnotenbanken 1 478 n/a Kreditinstitute 35 291 n/a Firmenkunden 91 307 n/a Privatkunden 96 357 n/a Finanzdienstleister 12 163 n/a Öffentliche Haushalte 12 235 n/a Verbriefte Schuldinstrumente 31 379 n/a Kreditinstitute 2 768 n/a Firmenkunden 3 309 n/a Finanzdienstleister 4 495 n/a Öffentliche Haushalte 20 808 n/a Gesamt 280 210 n/a (23) Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables Dieser Kategorie wurden gemäß IAS 39 im Vorjahr nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt bestand. Dies galt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder am Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt war dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig, zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker, zur Verfügung gestellt wurden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten waren. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wurde diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien wurden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Für Wertpapiere wurde eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 178 ff.). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente wurden im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis erfasst und direkt vom Bilanzposten gekürzt. Waren die Indikatoren für eine Wertminderung einzelner Wertpapiere nicht mehr gegeben beziehungsweise haben nicht mehr auf eine Wertminderung hingedeutet, so wurden diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben. Ebenso konnte ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Darlehen und Forderungen n/a 241 708 Zentralnotenbanken n/a 906 Kreditinstitute n/a 29 502 Firmenkunden n/a 90 468 Privatkunden n/a 93 476 Finanzdienstleister n/a 10 389 Öffentliche Haushalte n/a 16 967 Verbriefte Schuldinstrumente n/a 24 004 Kreditinstitute n/a 2 256 Firmenkunden n/a 3 799 Finanzdienstleister n/a 3 834 Öffentliche Haushalte n/a 14 115 Gesamt n/a 265 712 (24) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die Ausnahmen von dieser grundsätzlichen Klassifizierung haben wir in den vorstehenden Posten innerhalb der Note 6 erläutert. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.20171 Veränd. in % Einlagen 309 623 297 907 3,9 Zentralnotenbanken 2 354 4 427 - 46,8 Kreditinstitute 52 781 44 468 18,7 Firmenkunden 78 332 86 297 - 9,2 Privatkunden 120 098 114 087 5,3 Finanzdienstleister 35 349 33 072 6,9 Öffentliche Haushalte 20 708 15 555 33,1 Begebene Schuldverschreibungen 40 607 43 380 - 6,4 Geldmarktpapiere 6 337 4 428 43,1 Pfandbriefe 17 740 17 237 2,9 Sonstige emittierte Schuldtitel 16 529 21 716 - 23,9 Gesamt 350 230 341 287 2,6 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Im ersten Halbjahr 2018 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 2,6 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 2,6 Mrd. Euro und von Rückzahlungen auf 0,5 Mrd. Euro. (25) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral im OCI erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 32 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Darlehen und Forderungen (mit Recycling) 1 592 n/a Zentralnotenbanken - n/a Kreditinstitute 198 n/a Firmenkunden 546 n/a Privatkunden - n/a Finanzdienstleister 40 n/a Öffentliche Haushalte 808 n/a Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) 25 131 n/a Kreditinstitute 9 883 n/a Firmenkunden 1 199 n/a Finanzdienstleister 4 626 n/a Öffentliche Haushalte 9 423 n/a Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) 47 n/a Firmenkunden 45 n/a Finanzdienstleister 2 n/a Gesamt 26 770 n/a Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft, die vormals der IAS 39-Kategorie Available for Sale zugeordnet waren. Zum 30. Juni 2018 betrug der Fair Value dieser Aktien 47 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2018 wurden aus diesen Aktien Dividendenzahlungen in Höhe von 1 Mio. Euro im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Ergebnis von 0 Mio. Euro erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. (26) Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale Diese Kategorie umfasste nach IAS 39 alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der sonstigen Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation in die Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale erfolgte. Dabei handelte es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien, Genussrechte und Anteile an Investmentfonds. Als zur Veräußerung verfügbar wurden insbesondere festverzinsliche Wertpapiere klassifiziert, die an einem aktiven Markt notiert waren, für die aber keine kurzfristige Veräußerungsabsicht bestand. Die Bewertung erfolgte zum Fair Value. Konnte der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, wurden die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen) bewertet. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Verbriefte Schuldinstrumente n/a 30 661 Kreditinstitute n/a 8 373 Firmenkunden n/a 1 894 Finanzdienstleister n/a 3 585 Öffentliche Haushalte n/a 16 809 Eigenkapitalinstrumente n/a 493 Kreditinstitute n/a 11 Firmenkunden n/a 269 Finanzdienstleister n/a 213 Gesamt n/a 31 155 (27) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Wenn erworbene Schuldinstrumente SPPI-konform sind und den Business Models "Halten" oder "Halten S Verkaufen" zugeordnet wurden, kann für sie die Fair Value Option ausgeübt werden. Dies hat zur Folge, dass die Vermögenswerte nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise nicht erfolgsneutral zum Fair Value, sondern erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden. Das Wahlrecht zur Bewertung zum Fair Value kann nur beim Erstansatz ausgeübt werden. Voraussetzung dafür ist, dass dadurch eine sogenannte Rechnungsanomalie (Accounting Mismatch) beseitigt oder verringert werden kann, die beispielsweise dadurch entsteht, dass Vermögenswerte gemäß der Klassifizierungskriterien zu Amortised Cost bewertet würden, während damit in Zusammenhang stehende Verbindlichkeiten zum Fair Value bewertet werden. Nach dem Klassifizierungsmodell des IFRS 9 bestehen die bisherigen Möglichkeiten, die Fair Value Option bei Steuerung von Vermögenswerten auf Fair-Value-Basis sowie zur Vermeidung einer Abtrennung eingebetteter Derivate anzuwenden, nicht mehr. Strukturierte Produkte werden somit aufgrund des Entfallens der Trennungspflicht eingebetteter Derivate hinsichtlich des SPPI-Kriteriums ganzheitlich beurteilt. Bei schuldrechtlichen Instrumenten, die als Bestandteil eines Portfolios auf Fair-Value-Basis gesteuert werden, erfolgt die Bewertung unter IFRS 9 (anders als unter IAS 39) verpflichtend zum Fair Value, so dass die Fair Value Option nicht zur Verfügung steht. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Darlehen und Forderungen - 23 000 . Zentralnotenbanken - 4 113 . Kreditinstitute - 9 181 . Firmenkunden - 574 . Privatkunden - 3 . Finanzdienstleister - 7 121 . Öffentliche Haushalte - 2 009 . Verbriefte Schuldinstrumente - 393 . Kreditinstitute - 91 . Firmenkunden - 151 . Finanzdienstleister - 114 . Öffentliche Haushalte - 38 . Eigenkapitalinstrumente - 352 . Finanzdienstleister - 352 . Gesamt - 23 745 . (28) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Die Regelungen zur Ausübung der Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten sind gegenüber IAS 39 unverändert. Neben dem Vorliegen eines Accounting Mismatchs können auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Risk) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Einlagen 39 367 14 279 . Zentralnotenbanken 5 243 2 445 . Kreditinstitute 11 760 5 020 . Firmenkunden 1 441 1 027 40,3 Privatkunden 159 153 3,6 Finanzdienstleister 20 588 5 517 . Öffentliche Haushalte 176 116 51,3 Begebene Schuldverschreibungen 3 725 661 . Sonstige emittierte Schuldtitel 3 725 661 . Gesamt 43 092 14 940 . Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im ersten Halbjahr 2018 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values - 48 Mio. Euro (Vorjahr: 83 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 18 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro). Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst. Im ersten Halbjahr 2018 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,4 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum gab es keine wesentlichen Rückkäufe und fälligen Emissionen. (29) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 25). scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Darlehen und Forderungen 48 104 n/a Zentralnotenbanken 8 699 n/a Kreditinstitute 19 132 n/a Firmenkunden 2 918 n/a Privatkunden 418 n/a Finanzdienstleister 12 028 n/a Öffentliche Haushalte 4 908 n/a Verbriefte Schuldinstrumente 2 315 n/a Kreditinstitute 71 n/a Firmenkunden 90 n/a Finanzdienstleister 1 554 n/a Öffentliche Haushalte 600 n/a Eigenkapitalinstrumente 316 n/a Kreditinstitute 11 n/a Firmenkunden 276 n/a Finanzdienstleister 29 n/a Gesamt 50 735 n/a (30) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust- Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (LeadManagern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Darlehen und Forderungen 1 239 1 080 14,7 Kreditinstitute 745 702 6,1 Firmenkunden 293 310 - 5,5 Finanzdienstleister 7 13 - 45,1 Öffentliche Haushalte 194 55 . Verbriefte Schuldinstrumente 5 897 2 955 99,6 Kreditinstitute 751 596 26,0 Firmenkunden 142 287 - 50,5 Finanzdienstleister 3 298 1 106 . Öffentliche Haushalte 1 706 966 76,5 Eigenkapitalinstrumente 10 152 11 302 - 10,2 Kreditinstitute 715 646 10,7 Firmenkunden 8 694 7 770 11,9 Finanzdienstleister 743 2 887 - 74,3 Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 42 937 47 783 - 10,1 Zinsbezogene Produkte 28 463 33 467 - 15,0 Währungsbezogene Produkte 9 851 9 992 - 1,4 Aktienbezogene Derivate 3 357 3 145 6,7 Kreditbezogene Derivate 526 720 - 26,8 Übrige derivative Geschäfte 740 459 61,3 Sonstige Handelsbestände 565 546 3,5 Gesamt 60 790 63 666 - 4,5 (31) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Zertifikate und andere Emissionen 6 148 5 565 10,5 Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 2 649 2 467 7,4 Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 47 308 48 452 - 2,4 Zinsbezogene derivative Geschäfte 30 297 33 279 - 9,0 Währungsbezogene derivative Geschäfte 10 700 9 514 12,5 Aktienderivate 4 273 3 927 8,8 Kreditderivate 976 1 102 - 11,5 Übrige derivative Geschäfte 1 062 629 68,9 Gesamt 56 105 56 484 - 0,7 Kreditrisiken und Kreditverluste (32) Kreditrisiken und Kreditverluste Grundsätze und Bewertungen Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, welche nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente: ― Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost); ― Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI); ― Forderungen aus Leasingverhältnissen; ― Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden; ― Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben: In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate ("12-month ECL") zu erfassen. Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL"). Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein: ― Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig); ― Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge/n; ― Die Bank kündigt die Forderungen; ― Der Kunde ist in Insolvenz. Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt. Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung. Ermittlung Expected Credit Loss Die Commerzbank ermittelt den LECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit (einschließlich Verlängerungsoptionen) über die die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden. Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei: ― die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD); ― die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD); ― die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD). Die PD ergibt sich aus der Anwendung interner Ratingverfahren, die auf die jeweilige Kundengruppe ausgerichtet sind. In die Ermittlung fließen unterschiedlichste qualitative und quantitative Variablen ein, deren Berücksichtigung beziehungsweise Gewichtung vom jeweiligen Verfahren abhängt. Die Zuordnung der PD-Bandbreiten zu den internen Ratingklassen sowie die Überleitung zu externen Ratings können der Masterskala (siehe hierzu Konzernlagebericht) entnommen werden. Der LGD ist der prognostizierte Verlust bei Ausfall in Prozent des Forderungsbetrages zum Zeitpunkt des Ausfalls (EaD) unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Wiedergewinnung auf den unbesicherten Anteil. Die Schätzung erfolgt spezifisch für unterschiedliche Sicherheitenarten und Kundengruppen. Basis für die Ermittlung sind sowohl beobachtete historische Portfoliodaten als auch diverse externe Informationen wie beispielsweise Indizes und Daten zur Entwicklung der Kaufkraft. Der EaD ist die zum Ausfallzeitpunkt erwartete Kreditinanspruchnahme unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-) Ziehung von offenen Linien. Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt. Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor. Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen. Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische Parameter ergänzt wird. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen, die gegebenenfalls durch expertenbasierte Annahmen ergänzt werden. Potentielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Alle im Rahmen der ECL-Ermittlung verwendeten Parameter werden einer regelmäßigen Validierung durch eine unabhängige Einheit unterzogen (in der Regel jährlich) und bei Bedarf entsprechend angepasst. Beurteilung signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos In den Ratingsystemen der Commerzbank werden sämtliche verfügbaren quantitativen und qualitativen Informationen mit Relevanz für die Prognose des Ausfallrisikos zur PD verdichtet. Dieser Größe liegt insbesondere eine statistisch fundierte Auswahl und Gewichtung aller verfügbaren Indikatoren zugrunde. Weiterhin fließen in der gemäß den IFRS-9-Anforderungen adjustierten PD neben historischen Informationen und dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld insbesondere auch zukunftsbezogene Informationen wie zum Beispiel die Prognose der Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen ein. Folgerichtig verwendet die Commerzbank ausschließlich die PD als Messgröße für die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat. Durch die Verankerung der Überprüfung des relativen Transferkriteriums in den robusten Verfahren und Prozessen des konzernweiten Kreditrisikomanagement Frameworks der Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung, Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess) wird sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zuverlässig und zeitnah nach objektiven Kriterien erfolgt. Für weiterführende Informationen zu Verfahren und Prozessen sowie der Governance im Kreditrisikomanagement der Commerzbank verweisen wir auf die Ausführungen im Zwischenlagebericht (Seite 6 ff.). Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, erfolgt zum Berichtsstichtag grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten Ausfallwahrscheinlichkeit über die Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im Zugangszeitpunkt erwarteten Lifetime-PD über denselben Zeitraum. Im Einklang mit den IFRS-Anforderungen erfolgt in bestimmten Teilportfolien der Vergleich zwischen ursprünglicher und aktueller PD auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag ("12-month PD"). In diesen Fällen erbringt die Bank mithilfe von Äquivalenzanalysen den Nachweis dass keine materiellen Abweichungen gegenüber einer Beurteilung anhand der Lifetime-PD auftreten. Zur Bestimmung ob eine PD-Erhöhung gegenüber dem Zugangszeitpunkt als "signifikant" einzustufen ist, werden mit einem statistischen Verfahren differenziert nach Ratingmodellen Schwellwerte festgelegt, die einen kritischen Abweichungsgrad von der mittleren PD-Entwicklung repräsentieren. Um eine ökonomisch fundierte Stagezuordnung sicherzustellen werden dabei transaktionsspezifische Einflussgrößen, wie die Höhe der PD im Zugangszeitpunkt, die bisherige Laufzeit sowie die Restlaufzeit des Geschäfts berücksichtigt. Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2 nach Stage 1 wird vorgenommen, wenn am Berichtsstichtag das Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht mehr signifikant erhöht ist. scroll Mio. € Stand 1.1.20181 Netto-Zuführung / Auflösung2 Verbrauch2 Veränderung im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ Umbuchungen Stand 30.6.2018 Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 2 230 182 318 - - 23 2 071 Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost 2 214 182 318 - - 24 2 054 Darlehen und Forderungen 2 124 176 317 - - 25 1 957 Verbriefte Schuldinstrumente 90 6 0 - 1 97 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 16 0 1 - 1 17 Darlehen und Forderungen 7 - 1 0 - 0 6 Verbriefte Schuldinstrumente 9 1 1 - 1 10 Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 293 - 19 0 - - 0 274 Gesamt 2 523 163 318 - - 23 2 345 1 Angepasste Werte, siehe Seite 47. 2 Die Darstellung gegenüber dem 31. März 2018 wurde angepasst (siehe Note 10). Die Aufteilung nach Stages stellte sich wie folgt dar: scroll Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten 258 364 1 395 53 2 071 Darlehen und Forderungen 226 290 1 394 53 1 964 Verbriefte Schuldinstrumente 32 74 0 1 107 Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 70 117 52 34 274 Gesamt - 481 1 447 88 2 345 Die Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft nach IAS 39 für das Geschäftsjahr 2017 stellte sich wie folgt dar: scroll Entwicklung der Risikovorsorge | Mio. € 2018 2017 Stand 1.1. n/a 3 934 Zuführungen n/a 783 Abgänge n/a 942 darunter: Inanspruchnahmen n/a 466 darunter: Auflösungen n/a 476 Veränderungen im Konsolidierungskreis n/a - Wechselkursänderungen/Umbuchungen/Unwinding n/a - 58 Stand 30.6. n/a 3 716 scroll Bestand der Risikovorsorge | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Einzelwertberichtigungen n/a 2 672 Portfoliowertberichtigungen n/a 454 Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft n/a 3 125 Rückstellungen im Kreditgeschäft (Einzelrisiken) n/a 112 Rückstellungen im Kreditgeschäft (Portfoliorisiken) n/a 99 Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft n/a 211 Gesamt n/a 3 336 Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (33) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten Hierarchie der Fair Values Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft: ― Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird. ― Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen. ― Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst. Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Angabepflichten Im Folgenden wird unterschieden in: a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading); b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente. Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben und Gründe für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich. a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Ausfallrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Mit einem Bewertungseffekt von - 17 Mio. Euro hat die Commerzbank in der Berichtsperiode die Berechnung der Marktwerte der Derivateportfolios an aktuelle Entwicklungen der Marktstandards angepasst. Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt. scroll Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 30.6.2018 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Verbriefte Schuldinstrumente 21,0 4,2 0,0 25,1 Eigenkapitalinstrumente 0,0 - - 0,0 Darlehen und Forderungen - 1,6 - 1,6 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Verbriefte Schuldinstrumente - - - - Eigenkapitalinstrumente - - - - Darlehen und Forderungen - - - - Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L Verbriefte Schuldinstrumente 1,1 0,2 1,0 2,3 Eigenkapitalinstrumente 0,3 - 0,0 0,3 Darlehen und Forderungen - 42,8 5,3 48,1 Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Derivate - 39,2 3,8 42,9 Verbriefte Schuldinstrumente 5,1 0,8 - 5,9 Eigenkapitalinstrumente 10,2 - 0,0 10,2 Darlehen und Forderungen - 1,2 - 1,2 Sonstige Handelsaktiva 0,6 - - 0,6 Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Hedge Accounting - 1,3 - 1,3 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 - - 0,0 Eigenkapitalinstrumente - - - - Darlehen und Forderungen - - - - Gesamt 38,2 91,3 10,1 139,7 scroll Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2017 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale Verbriefte Schuldinstrumente 24,1 6,5 0,1 30,7 Eigenkapitalinstrumente 0,4 - 0,0 0,4 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,4 0,0 0,4 Eigenkapitalinstrumente 0,4 - - 0,4 Darlehen und Forderungen - 22,5 0,5 23,0 Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Derivate - 43,5 4,3 47,8 Verbriefte Schuldinstrumente 1,3 0,7 0,9 3,0 Eigenkapitalinstrumente 11,3 - 0,0 11,3 Darlehen und Forderungen - 1,1 - 1,1 Sonstige 0,5 - - 0,5 Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 1,5 - 1,5 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 - - 0,0 Eigenkapitalinstrumente 0,1 - - 0,1 Darlehen und Forderungen 0,0 - - - Gesamt 38,1 76,1 5,9 120,1 scroll Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 30.6.2018 31.12.2017 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Einlagen - 39,4 - 39,4 - Begebene Schuldverschreibungen 3,7 - 0,0 3,7 0,7 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Derivate - 43,8 3,5 47,3 - Zertifikate und andere Emissionen 6,1 - - 6,1 5,6 Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 2,5 0,2 - 2,6 2,2 Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 1,5 - 1,5 - Gesamt 12,4 84,8 3,5 100,7 8,4 scroll Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2017 Level 2 Level 3 Gesamt Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 14,2 0,1 14,3 - - 0,7 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 44,5 3,9 48,5 - - 5,6 0,3 - 2,5 Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2,3 - 2,3 Gesamt 61,2 4,0 73,7 Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 2 nach Level 1 vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen. Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt: scroll Finanzielle Vermögenswerte Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI1 Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L1 Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt Fair Value zum 1.1.2018 36 6 319 4 183 - 10 538 Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 1 328 - 394 - - 67 darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 1 330 - 389 - - 60 In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - - Käufe - 666 - 10 - 656 Verkäufe - - 1 140 - 0 - - 1 140 Emissionen - - - - - Rückzahlungen - - - - - Umbuchungen in Level 3 4 261 2 - 267 Umbuchungen aus Level 3 - 31 - 112 - 11 - - 154 Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - - Fair Value zum 30.6.2018 8 6 321 3 770 - 10 099 1 Angepasste Werte. scroll Finanzielle Vermögenswerte Mio. € Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt Fair Value zum 1.1.2017 140 944 6 179 68 7 332 Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 14 - 31 - 338 - 2 - 385 darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 14 - 31 - 348 - 2 - 395 In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - - Käufe 4 413 164 - 581 Verkäufe - - 158 - 751 - 66 - 975 Emissionen - - - - - Rückzahlungen - - - 16 - - 16 Umbuchungen in Level 3 12 7 85 - 105 Umbuchungen aus Level 3 - 7 - 661 - 78 - - 747 Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - - Fair Value zum 31.12.2017 135 514 5 245 - 5 894 Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Gesamt Fair Value zum 1.1.2018 100 3 930 4 030 Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - - 404 - 404 darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - - 382 - 382 Käufe - 85 85 Verkäufe - 100 0 - 100 Emissionen - - - Rückzahlungen - - 13 - 13 Umbuchungen in Level 3 - 6 6 Umbuchungen aus Level 3 - - 78 - 78 Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - Fair Value zum 30.6.2018 0 3 526 3 526 scroll Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Gesamt Fair Value zum 1.1.2017 - 4 171 4 171 Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - - 97 - 97 darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - - 76 - 76 Käufe 100 154 255 Verkäufe - - 65 - 65 Emissionen - - - Rückzahlungen - - 33 - 33 Umbuchungen in Level 3 - 63 63 Umbuchungen aus Level 3 - - 263 - 263 Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - Fair Value zum 31.12.2017 100 3 930 4 030 Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vor. Sensitivitätsanalyse Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen: ― Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab. ― Credit Spread: Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads. ― Zins-Währungs-Korrelation: Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar. ― Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen. ― Repo-Kurve: Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds). ― Preis: Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird. • ― Investmentfonds-Volatilität: Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden. Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll Mio. € 30.6.2018 30.6.2018 Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite Derivate 3 771 3 526 Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 104 389 IRR (%), Preis (%), Investmentfonds-Volatilität 1 % 9 % Kreditderivate Discounted-Cash-Flow-Modell 3 666 2 958 Credit Spread (Basispunkte) 100 500 - - Verwertungsquote (%) 40 % 80 % Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 179 Zins-Währungs-Korrelation (%) - 30 % 52 % Übrige Geschäfte - - - - Verbriefte Schuldinstrumente 1 053 0 - - Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1 053 0 Credit Spread (Basispunkte) 100 500 davon: ABS Spread basiertes Modell - - Credit Spread (Basispunkte) 100 500 Eigenkapitalinstrumente 3 - 0 - - Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 3 - 0 Preis (%) 90 % 110 % Darlehen und Forderungen 5 272 - - - Repo-Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 773 - Repo-Kurve (Basispunkte) 126 257 Schiffsfinanzierungen Discounted-Cash-Flow-Modell 1 463 - Credit Spread (Basispunkte) 600 1 200 Sonstige Forderungen Discounted-Cash-Flow-Modell 3 036 - Credit Spread (Basispunkte) 70 700 Summe 10 099 3 526 In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten: scroll Mio. € 30.6.2018 Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter Derivate 28 - 27 Aktienbezogene Geschäfte 17 - 16 IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility Kreditderivate 10 - 10 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis Zinsbezogene Geschäfte 1 - 1 Preis, Zins-Währungs-Korrelation Sonstige - - Wertpapiere 59 - 59 Zinsbezogene Geschäfte 54 - 54 Preis davon: ABS 5 - 5 IRR, Verwertungsquote, Credit Spread Aktienbezogene Geschäfte 5 - 5 Preis Darlehen & Forderungen 99 - 99 Repo-Geschäfte 4 - 4 Repo-Kurve Schiffsfinanzierungen 20 - 20 Credit Spread Sonstige Forderungen 75 - 75 Credit Spread Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or Loss Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten. Die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll Mio. € Day-One Profit or Loss Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Gesamt Bestand am 1.1.2017 - 4 4 Erfolgsneutrale Zuführungen - 37 37 Erfolgswirksame Auflösungen - - 8 - 8 Bestand am 31.12.2017 - 34 34 Erfolgsneutrale Zuführungen - 11 11 Erfolgswirksame Auflösungen - - - Bestand am 30.6.2018 - 45 45 b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten. Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein sogenanntes Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swap-Kurve), zuzüglich Risikoaufschlägen, laufzeitabhängigen Aufschlägen zur Abdeckung von Fundingspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden. Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden. scroll 30.6.2018 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3 Aktiva 332,0 336,8 - 4,8 - 120,9 211,1 Kassenbestand und Sichtguthaben 56,2 56,2 - - 56,2 - Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 275,6 280,2 - 4,7 - 64,4 211,1 Darlehen und Forderungen 247,4 248,8 - 1,4 - 37,3 210,1 Verbriefte Schuldinstrumente 28,2 31,4 - 3,2 - 27,1 1,0 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,2 - 0,2 - - - Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,2 0,2 - - 0,2 - Darlehen und Forderungen 0,2 0,2 - - 0,2 - Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,0 - - 0,0 - Passiva 352,6 351,1 1,5 0,1 349,2 3,3 Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 352,2 350,2 1,9 0,1 348,8 3,3 Einlagen 309,6 309,6 - 0,0 - 309,6 0,0 Begebene Schuldverschreibungen 42,6 40,6 1,9 0,1 39,2 3,3 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,5 - 0,5 - - - Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 0,4 0,4 - - 0,4 - Einlagen 0,4 0,4 - - 0,4 - Begebene Schuldverschreibungen - - - - - - scroll 31.12.2017 | Mrd. € Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3 Aktiva 319,1 321,6 - 2,5 - 109,5 209,7 Kassenbestand und Sichtguthaben 55,7 55,7 - - 55,7 - Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 263,4 265,7 - 2,3 - 53,7 209,7 Darlehen und Forderungen 241,3 241,7 - 0,4 - 32,5 208,8 Verbriefte Schuldinstrumente 22,1 24,0 - 1,9 - 21,2 0,9 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,2 - 0,2 - - - Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,0 0,0 - - - 0,0 Darlehen und Forderungen 0,0 0,0 - - - 0,0 Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - - Passiva 344,6 341,8 2,8 0,2 339,2 5,2 Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost1 344,6 341,3 3,3 0,2 339,2 5,2 Einlagen 298,3 297,9 0,4 - 298,3 - Begebene Schuldverschreibungen 46,3 43,4 2,9 0,2 40,9 5,2 Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,5 - 0,5 - - - (34) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die ― gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und ― die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II). Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multi currency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen. scroll Aktiva | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Bruttobetrag der Finanzinstrumente 53 759 95 713 33 195 101 586 Nicht nettingfähige Buchwerte 12 901 2 570 5 784 4 514 a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 40 859 93 143 27 411 97 072 b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 14 201 51 429 13 912 52 339 c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 26 657 41 714 13 499 44 733 d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 1 665 28 633 379 29 662 Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 Unbare Sicherheiten4 21 937 15 12 227 43 Barsicherheiten 24 7 269 3 8 990 e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 3 032 5 797 890 6 038 f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 3 031 890 - g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 1 5 797 - 6 038 1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 2 683 Mio. Euro (Vorjahr: 2 553 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen. 2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. 3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten. 4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos). scroll Passiva | Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Bruttobetrag der Finanzinstrumente 50 999 98 540 26 091 101 810 Nicht nettingfähige Buchwerte 6 816 811 5 248 675 a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 44 182 97 729 20 843 101 135 b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 14 201 49 768 13 912 51 103 c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 29 981 47 961 6 931 50 032 d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 1 665 28 633 379 29 662 Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 Unbare Sicherheiten4 16 416 699 6 320 934 Barsicherheiten 7 000 12 022 1 13 358 e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 4 900 6 607 231 6 078 f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 4 813 - 231 - g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 86 6 607 - 6 078 1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 4 344 Mio. Euro (Vorjahr: 3 789 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen. 2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. 3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten. 4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos). (35) Derivate Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2018 betrug insgesamt 54 112 Mio. Euro (Vorjahr: 54 892 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 51 429 Mio. Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 52 339 Mio. Euro) und 2 683 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 553 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 49 768 Mio. Euro (Vorjahr: 51 103 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 4 344 Mio. Euro (Vorjahr: 3 789 Mio. Euro). (36) Fristigkeiten der Schulden In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht derivative finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis undiskontierter Cashflows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der Fair Values im Laufband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten ergeben sich auch in den Laufzeitbändern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden. scroll 30.6.2018 Restlaufzeiten Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 249 691 24 483 41 100 45 371 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 40 378 843 834 1 037 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 1 670 2 632 1 751 95 Derivate 2 804 4 801 11 437 26 942 Finanzgarantien 2 339 - - - Unwiderrufliche Kreditzusagen 79 289 - - - Gesamt 376 171 32 759 55 123 73 444 scroll 31.12.20171 Restlaufzeiten Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 228 069 27 384 38 651 33 586 Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 12 494 541 326 1 356 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 1 610 2 388 1 435 132 Derivate 3 237 3 823 11 707 28 704 Finanzgarantien 2 024 - - - Unwiderrufliche Kreditzusagen 79 965 - - - Gesamt 327 399 34 135 52 120 63 777 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente (37) Immaterielle Vermögenswerte scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Geschäfts- oder Firmenwerte 1 507 1 507 - Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 762 1 806 - 2,4 Kundenbeziehungen 198 219 - 9,2 Selbst erstellte Software 1 135 1 121 1,2 Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte 428 466 - 8,1 Gesamt 3 268 3 312 - 1,3 (38) Sachanlagen scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Grundstücke und Gebäude 333 422 - 21,1 Betriebs- und Geschäftsausstattung 454 490 - 7,3 Leasinggegenstände 715 688 3,9 Gesamt 1 502 1 600 - 6,1 (39) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 213 - . Darlehen und Forderungen 203 Verbriefte Schuldinstrumente 10 Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables - 7 . Darlehen und Forderungen n/a 7 Verbriefte Schuldinstrumente n/a - Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale - 54 . Verbriefte Schuldinstrumente n/a - Eigenkapitalinstrumente n/a 54 Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option - 18 . Darlehen und Forderungen - - . Verbriefte Schuldinstrumente - 18 . Eigenkapitalinstrumente - - . Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L 22 - . Darlehen und Forderungen - n/a Verbriefte Schuldinstrumente 22 n/a Eigenkapitalinstrumente - n/a Sachanlagen 78 - . Sonstige Aktivposten 26 - . Gesamt 339 78 . Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht unmittelbar bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2018 erfolgen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im vierten Quartal 2017 die Platzierung von Anteilen an geschlossenen Investmentfonds beschlossen. Diese Transaktion wurde im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die Anteile wurden ausgebucht. Im Segment Firmenkunden wurden im dritten Quartal 2017 Kredite der Kategorie Amortised Cost (vormals Loans and Receivables) als zur Veräußerung gehalten eingestuft und entsprechend umgegliedert. Diese Transaktion wurde im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Asset & Capital Recovery wurde im ersten Quartal 2018 ein Kreditportfolio der Kategorie Mandatorily Fair Value P&S als zur Veräußerung gehalten neu eingestuft und entsprechend umgegliedert. Diese Transaktion wurde im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen und die Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im zweiten Quartal 2018 der Verkauf der ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) mit Sitz in Aschheim bei München, einer 100-prozentigen Tochter der comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, an das Finanztechnologieunternehmen FNZ Group London, Großbritannien, vereinbart. Die ebase GmbH bietet Finanzvertrieben, Versicherungen, Banken und Vermögensverwaltern mandantenfähige Brokerage- und Bankinglösungen zur Vermögensbildung und Geldanlage. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2018 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Außerdem klassifizieren im Geschäftsjahr Immobilien aus den Sachanlagen als Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte. (40) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 430 - . Sonstige Passivposten 17 - . Gesamt 447 - . Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen stehen in Zusammenhang mit dem Verkauf der ebase GmbH (siehe Note 39). (41) Sonstige Aktiva scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Edelmetalle 18 23 - 21,5 Rechnungsabgrenzungsposten 252 218 15,8 Aktiviertes Planvermögen 403 390 3,3 Übrige Aktiva 1 374 1 331 3,3 Gesamt 2 047 1 961 4,4 (42) Sonstige Passiva scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Verbindlichkeiten für Filmfonds 310 1 004 - 69,1 Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 65 100 - 35,0 Rechnungsabgrenzungsposten 286 274 4,6 Übrige Passiva 2 025 1 646 23,0 Gesamt 2 687 3 024 - 11,1 (43) Rückstellungen scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 040 890 16,8 Sonstige Rückstellungen 2 275 2 401 - 5,2 Gesamt 3 315 3 291 0,7 Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2017 Seite 220 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 30. Juni 2018 ein Diskontierungszinssatz von 1,8 % (Vorjahr: 1,9 %) und unverändert zum Vorjahr eine Rentenanpassung von 1,6 % zugrunde gelegt. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen von 773 Mio. Euro (Vorjahr: 850 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den Jahren 2018 bis 2020. Rechtsstreitigkeiten Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von 305 Mio. Euro (Vorjahr: 301 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen. ― Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern. ― Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Die Commerzbank rechnet mit Rückforderungen von entsprechenden Entgelten durch ihre Kunden. ― Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen. ― Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. ― Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadenersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Das Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg wurde im Mai 2018 durch einen Vergleich beendet. ― Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-VentureProjektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Erstinstanzlich hat das Gericht der Klage gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank stattgegeben. Hiergegen hat die Tochtergesellschaft der Commerzbank Berufung eingelegt. Das Verfahren dauert an. ― Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. ― Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 eine Sammelklage zugelassen und eine Bekanntmachung über die Einleitung des Sammelklageverfahrens veröffentlicht. Gegenstand der Klage ist die angebliche Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Fremdwährung. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. ― Ein Kunde hat die Commerzbank wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit einem Zinsderivat verklagt. Die Commerzbank ist der Klage entgegengetreten. ― Im Rahmen des Insolvenzverfahrens einer Kundin macht deren Insolvenzverwalter Ansprüche gegenüber der Commerzbank geltend. Nachdem keine vergleichsweise Einigung zwischen der Bank und dem Insolvenzverwalter erzielt werden konnte, hat der Insolvenzverwalter im Juni 2018 Klage gegen die Bank erhoben (44) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. scroll Mio. € 30.6.2018 31.12.2017 Veränd. in % Eventualverbindlichkeiten 37 193 36 179 2,8 Kreditinstitute 7 752 6 669 16,2 Firmenkunden 26 317 26 570 - 1,0 Privatkunden 287 291 - 1,2 Finanzdienstleister 2 727 2 531 7,7 Öffentliche Haushalte 109 117 - 6,6 Kreditzusagen 79 216 79 896 - 0,9 Kreditinstitute 1 261 1 382 - 8,8 Firmenkunden 57 306 59 543 - 3,8 Privatkunden 10 378 10 618 - 2,3 Finanzdienstleister 9 938 8 130 22,2 Öffentliche Haushalte 334 222 50,1 Gesamt 116 409 116 074 0,3 Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, sodass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2018 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 1 052 Mio. Euro (Vorjahr: 558 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte: ― Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet. ― Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen das Berufungsurteil aus Mai 2016 haben die Kläger Revision eingelegt. Eine Entscheidung hierüber wird im Laufe diesen Jahres erwartet. ― Die Commerzbank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden in der Berufungsinstanz abgewiesen. Über die Zulassung der Revision wurde noch nicht entschieden. Die dritte Klage wurde zwischenzeitlich zugunsten des Bankenkonsortiums abgewiesen. Dagegen wurde Berufung eingelegt. ― Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Vertragsverletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage verteidigen. Unabhängig von der zuvor beschriebenen Klage wurde die Bank im November 2017 von einem aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammenden Unternehmen auf Schadensersatz verklagt. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und wird sich entsprechend verteidigen. ― Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage zur Wehr setzen. ― Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern untersuchen seit einiger Zeit Manipulationen und Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte: Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMFSchreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank per Ende 2017 vorsorglich Rückstellungen von 12 Mio. Euro für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt, wobei in einem Fall zunächst Klage erhoben wurde. Diese wurde zwischenzeitlich zurückgenommen. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich inklusive Nachzahlungszinsen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Segmentberichterstattung (45) Segmentberichterstattung In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im CommerzbankKonzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden und Asset & Capital Recovery sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Eine Anpassung im Geschäftsmodell des Segments Firmenkunden führte im ersten Quartal 2018 zu geringfügigen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten: Aufgaben der Vertriebsassistenzen wurden an die Unterstützungsfunktionen übertragen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Im Jahr 2018 wurden im Commerzbank-Konzern die neuen Anforderungen des IFRS 9 umgesetzt (siehe Seite 45 ff.), deren Wirkung sich auch in der Segmentberichterstattung widerspiegelt. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wird unverändert mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 unterlegt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnis und des Ergebnis vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis in 2018 ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträge, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Im Operativen Ergebnis sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen nicht enthalten. Der Ausweis des Vorjahres erfolgt wie zum 31. Dezember 2017 auf Basis der IAS 39 Bewertungskategorien. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich für 2018 aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Für 2017 errechnet sie sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1(CET 1)-Kapital gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten. scroll 1.1-30.6.2018 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern Zinsüberschuss 1 260 789 31 127 2 207 Dividendenerträge 4 6 - 10 21 Risikoergebnis - 121 - 56 13 3 - 161 Provisionsüberschuss 981 592 1 - 12 1 562 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 85 522 119 - 102 625 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 1 1 - 2 22 20 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 31 - - 54 9 - 14 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 8 - - 9 Sonstiges Ergebnis 78 - 4 12 20 105 Erträge vor Risikoergebnis 2 439 1 914 107 74 4 534 Erträge nach Risikoergebnis 2 317 1 859 120 77 4 373 Verwaltungsaufwendungen 1 945 1 502 44 194 3 684 Operatives Ergebnis 373 357 76 - 117 689 Restrukturierungsaufwendungen - - - - - Ergebnis vor Steuern 373 357 76 - 117 689 Aktiva 131 706 187 351 19 446 149 034 487 537 Passiva 161 074 195 450 17 296 113 717 487 537 Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 22 148 1 - 171 Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 4 654 10 769 2 367 4 766 22 557 Operative Eigenkapitalrendite (%)2 16,0 6,6 6,4 - 6,1 Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 79,7 78,4 41,2 - 81,3 1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung. 2 Auf das Jahr hochgerechnet. scroll 1.1-30.6.20171 Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern Zinsüberschuss 1 142 888 81 - 57 2 053 Dividendenerträge 11 21 - 23 55 Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 75 - 76 - 211 - - 362 Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis - 3 - 11 - 6 3 - 17 Provisionsüberschuss 1 022 660 1 - 17 1 666 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 75 467 80 71 693 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 1 - 5 - 20 - 62 - 89 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 11 1 - 57 69 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2 14 - - 15 Sonstiges Ergebnis 21 9 18 - 44 5 Erträge vor Risikovorsorge 2 280 2 043 153 - 26 4 450 Erträge nach Risikovorsorge 2 204 1 967 - 58 - 25 4 088 Verwaltungsaufwendungen 1 868 1 466 57 191 3 583 Operatives Ergebnis 336 501 - 115 - 217 505 Restrukturierungsaufwendungen - - - 807 807 Ergebnis vor Steuern 336 501 - 115 - 1 024 - 302 Aktiva 123 025 198 222 24 876 141 142 487 265 Passiva 148 388 229 965 19 368 89 544 487 265 Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 170 1 - 175 Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 4 366 11 825 3 139 4 070 23 400 Operative Eigenkapitalrendite (%)3 15,4 8,5 - 7,3 - 4,3 Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 82,0 71,7 37,4 - 80,5 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). 2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung. 3 Auf das Jahr hochgerechnet. Detailangaben sonstige und Konsolidierung: scroll Mio. € 1.1.-30.6.2018 Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung Zinsüberschuss 105 23 127 Dividendenerträge 8 3 10 Risikoergebnis 3 - 3 Provisionsüberschuss - 10 - 2 - 12 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 108 6 - 102 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 22 - 22 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 10 - 1 9 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - Sonstiges Ergebnis 27 - 8 20 Verwaltungsaufwendungen 203 - 9 194 Operatives Ergebnis - 146 29 - 117 Aktiva 148 580 454 149 034 Passiva 113 429 288 113 717 scroll Mio. € 1.1.-30.6.20171 Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung Zinsüberschuss - 69 12 - 57 Dividendenerträge 23 - 23 Risikovorsorge im Kreditgeschäft - - - Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis - 8 11 3 Provisionsüberschuss - 15 - 2 - 17 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 62 9 71 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 62 - - 62 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 59 - 2 57 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - Sonstiges Ergebnis - 32 - 11 - 44 Verwaltungsaufwendungen 210 - 18 191 Operatives Ergebnis - 251 35 - 217 Aktiva 140 823 319 141 142 Passiva 89 254 290 89 544 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet: ― Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen. ― Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten. ― Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen. ― Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktion, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind. Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (Phase-in). Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll 1.1.-30.6.2018 Mio. € Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt Erträge vor Risikoergebnis 3 035 1 302 48 149 - 4 534 Risikoaktiva für Kreditrisiken (Phase-in) 85 877 46 668 4 574 5 477 - 142 596 Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll 1.1.-30.6.20171 Mio. € Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt Erträge vor Risikovorsorge 3 039 1 241 68 103 - 4 450 Risikoaktiva für Kreditrisiken (Phase-in) 86 918 46 251 4 050 4 124 - 141 343 1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Sonstige Erläuterungen (46) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert. scroll Position 30.6.2018 31.12.2017 30.6.2018 31.12.2017 Mio. € Phase-in Phase-in Fully phased-in Fully phased-in Bilanzielles Eigenkapital 29 138 30 041 29 138 30 041 Effekt aus Debit Valuation Adjustments - 171 - 86 - 171 - 108 Korrektur der Neubewertungsrücklage - 114 - - Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges 28 54 28 54 Korrektur zum Phase-in (IAS 19) - 260 - - Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) - 396 - 421 - 396 - 495 Geschäfts- oder Firmenwerte - 1 507 - 1 507 - 1 507 - 1 507 Immaterielle Vermögenswerte - 1 337 - 1 381 - 1 337 - 1 381 Aktivüberhang des Planvermögens - 327 - 257 - 327 - 322 Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen - 628 - 566 - 628 - 707 Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) - 420 - 608 - 420 - 676 Prudential Valuation - 521 - 264 - 521 - 264 Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in eigenen Instrumenten des harten Kernkapitals - 25 - 49 - 25 - 60 Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) - 196 - 213 - 196 - 213 Vorleistungsrisiken - 1 - - 1 - Verrechnung der Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) - 647 - - Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen - 649 - 110 - 649 - 278 Dividendenabgrenzung - 125 - - 125 - Sonstiges und Rundungen - 45 - 47 - 45 - 45 Hartes Kernkapital (CET 1)1 22 818 25 607 22 818 24 039 Zusätzliches Kernkapital (AT 1)2 903 378 - - Kernkapital (Tier 1) 23 721 25 985 22 818 24 039 Ergänzungskapital (Tier 2) 5 179 5 404 5 375 5 808 Eigenkapital 28 900 31 389 28 193 29 847 Gewichtete Risikoaktiva 175 508 171 369 175 508 171 019 davon: Kreditrisiko 142 596 137 486 142 596 137 136 davon: Marktrisiko3 11 615 12 842 11 615 12 842 davon: Operationelles Risiko 21 297 21 041 21 297 21 041 Harte Kernkapitalquote (CET- 1 -Ratio, %) 13,0 % 14,9 % 13,0 % 14,1 % Kernkapitalquote (Tier 1 -Ratio, %) 13,5 % 15,2 % 13,0 % 14,1 % Eigenkapitalquote (%) 16,5 % 18,3 % 16,1 % 17,5 % 1 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis. 2 Im Rahmen der Übergangsregelungen anrechenbarer Altbestand an zusätzlichem Kernkapital; bis 31. Dezember 2017 nach Verrechnung der darauf entfallenden Abzugspositionen. 3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk). Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2017 ergaben sich im CET 1 zum einen durch die Einführung des IFRS 9 in Höhe von rund - 1,8 Mrd. Euro und zum anderen durch den Abschluss der Basel-3-Übergangsregelungen in Höhe von - 1,4 Mrd. Euro. Der Rückgang der Kapitalquoten gegenüber dem Jahresende ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang des regulatorischen Eigenkapitals, getrieben durch die oben genannten Effekte verstärkt durch den Anstieg der risikogewichteten Aktiva. (47) Verschuldungsquote Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des ersten Halbjahres 2018 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns, des Leverage Exposures der Segmente und deren Haupttreiber. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposures und der Leverage Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen. scroll Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote Anzusetzende Werte Mio. € 30.6.2018 Summe der Aktiva laut veröffentlichtem Abschluss 487 537 Anpassung für Unternehmen, die für Rechnungslegungszwecke konsolidiert werden, aber nicht dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis angehören - 163 (Anpassung für Treuhandvermögen, das nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen in der Bilanz angesetzt wird, aber gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleibt) - Anpassungen für derivative Finanzinstrumente - 30 327 Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) 3 191 Anpassungen für außerbilanzielle Posten (d.h. Umrechnung außerbilanzieller Risikopositionen in Kreditäquivalenzbeträge) 51 913 (Anpassung für gruppeninterne Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) - (Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) - Sonstige Anpassungen Phase-in - 2 471 Fully phased-in - 2 471 Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote Phase-in 509 680 Fully phased-in 509 680 scroll Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote Mio. € 30.6.2018 Bilanzwirksame Risikopositionen (ohne Derivate und SFT) Bilanzwirksame Posten (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen, aber einschließlich Sicherheiten) 402 442 (Bei der Ermittlung des Kernkapitals abgezogene Aktivabeträge) Phase-in - 5 152 Fully phased-in - 5 152 Summe der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen) Phase-in 397 290 Fully phased-in 397 290 Risikopositionen aus Derivaten Wiederbeschaffungswert aller Derivatgeschäfte (d.h. ohne anrechenbare, in bar erhaltene Nachschüsse) 7 347 Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert (PFE) in Bezug auf alle Derivatgeschäfte (Marktbewertungsmethode) 19 858 Risikoposition gemäß Ursprungsrisikomethode - Hinzurechnung des Betrags von im Zusammenhang mit Derivaten gestellten Sicherheiten, die nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen von den Bilanzaktiva abgezogen werden - (Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivatgeschäften) - 14 865 (Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) kundengeclearter Handelsrisikopositionen) - 2 533 Angepasster effektiver Nominalwert geschriebener Kreditderivate 12 690 (Aufrechnungen der angepassten effektiven Nominalwerte und Abzüge der Aufschläge für geschriebene Kreditderivate) - 8 541 Summe der Risikopositionen aus Derivaten 13 956 Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) Brutto-Aktiva aus SFT (ohne Anerkennung von Netting), nach Bereinigung um als Verkauf verbuchte Geschäfte 57 531 (Aufgerechnete Beträge von Barverbindlichkeiten und -forderungen aus Brutto-Aktiva aus SFT) - 14 201 Gegenparteiausfallrisikoposition für SFT-Aktiva 3 191 Abweichende Regelung für SFT: Gegenparteiausfallrisikoposition gemäß Artikel 429b Absatz 4 und Artikel 222 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 - Risikopositionen aus als Beauftragter getätigten Geschäften - (Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) von kundengeclearten SFT-Risikopositionen) - Summe der Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) 46 521 Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert 169 558 (Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) - 117 645 Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen 51 913 (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 7 und 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen (Gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht einbezogene (bilanzielle und außerbilanzielle) gruppeninterne Risikopositionen (Einzelbasis)) - (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen - Eigenkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße Kernkapital Phase-in 23 721 Fully phased-in 22 818 Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote Phase-in 509 680 Fully phased-in 509 680 Verschuldungsquote Phase-In (%) 4,7 Fully phased-in (%) 4,5 Gewählte Übergangsregelung und Betrag ausgebuchter Treuhandpositionen Gewählte Übergangsregelung für die Definition der Kapitalmessgröße Phase-in und Fully phased-in Phase-in - Fully phased-in - Betrag des gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgebuchten Treuhandvermögens - scroll Aufgliederung der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen) Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote Mio. € 30.6.2018 Gesamtsumme der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen), davon: 402 442 Risikopositionen im Handelsbuch 40 723 Risikopositionen im Anlagebuch, davon: 361 719 Gedeckte Schuldverschreibungen 5 043 Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 86 444 Risikopositionen gegenüber regionalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die nicht wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 11 720 Institute 28 437 Durch Grundpfandrechte auf Immobilien besichert 62 576 Risikopositionen aus dem Mengengeschäft 47 673 Unternehmen 81 792 Ausgefallene Risikopositionen 2 273 Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und sonstige Aktiva, die keine Kreditverpflichtungen sind) 35 761 Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("phase-in") belief sich zum 30. Juni 2018 auf 4,7 % (zum 31. März 2018: 4,7 %). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung ("fully phased-in") betrug 4,5 %, nach 4,6 % per 31. März 2018. Sowohl die "fully phased-in" als auch die "phase-in" Leverage Ratio sind nahezu unverändert, da ein leicht gestiegenes Leverage Ratio Exposure durch ein marginal angestiegenes aufsichtlich anrechenbares Tier-1-Kapital unter "fully phased-in Regelungen" beziehungsweise "phase-in Regelungen" weitestgehend ausgeglichen wird. Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 509,7 Mrd. Euro "phase-in" und "fully phased-in", zum 31. März 2018: 495,4 Mrd. Euro "phase-in" und "fully phased-in". "Phase-in" und "fully phased-in" Leverage Ratio Exposure sind seit 2018 identisch, da die Übergangsregelungen bei den vom Leverage Ratio Exposure herauszurechnenden Kapitalabzügen zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem Tier-1-Kapital, gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine "phase-in" Quote anzugeben ist. (48) Liquidity Coverage Ratio Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschuss wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben. Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums und wird seit dem 30. September 2016 in dieser Form an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Gemäß CRR musste für 2017 ein Mindestwert der LCR von 80 % eingehalten werden, seit dem 1. Januar 2018 gilt ein Mindestwert von 100 %. Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden. Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Zwischenrisikobericht dieses Dokuments. Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für das aktuelle Berichtsjahr dargestellt. Zu jedem Quartal des Berichtsjahres werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt. scroll Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) Mio. € 30.9.2017 31.12.2017 31.3.2018 30.6.2018 Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12 Hochwertige liquide Vermögenswerte 1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt Mittelabflüsse 2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 98 744 101 885 104 422 107 120 3 stabile Einlagen 64 724 68 617 71 861 74 749 4 weniger stabile Einlagen 34 013 33 262 32 557 32 369 5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 107 525 107 061 107 041 105 550 6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 31 909 33 722 34 619 35 520 7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 74 184 72 000 71 172 68 686 8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 432 1 340 1 251 1 343 9 besicherte Großhandelsfinanzierung 10 zusätzliche Anforderungen 85 147 85 597 85 719 85 143 11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 10 475 10 404 10 140 9 740 12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 306 182 142 257 13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 74 367 75 011 75 437 75 146 14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 1 786 1 612 1 594 1 720 15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 96 397 98 857 102 231 105 772 16 Gesamtmittelabflüsse Mittelzuflüsse 17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 71 799 69 603 67 758 65 900 18 Zuflüsse von ausgebuchten Positionen 27 852 27 431 27 712 27 556 19 Sonstige Mittelzuflüsse 3 463 3 232 2 934 2 778 EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) 20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 103 114 100 267 98 403 96 234 EU-20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0 EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen 0 0 0 0 EU-20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen 90 375 89 904 90 321 89 822 21 Liquiditätspuffer 22 Gesamte Nettomittelabflüsse 23 Liquidity Coverage Ratio scroll Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) Mio. € 30.9.2017 31.12.2017 31.3.2018 30.6.2018 Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12 Hochwertige liquide Vermögenswerte 1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt 93 004 95 086 93 791 89 955 Mittelabflüsse 2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 6 943 7 043 7 119 7 238 3 stabile Einlagen 3 236 3 431 3 593 3 737 4 weniger stabile Einlagen 3 700 3 606 3 523 3 499 5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 55 309 54 187 53 647 52 302 6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 7 953 8 405 8 631 8 855 7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 45 923 44 442 43 766 42 104 8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1 432 1 340 1 251 1 343 9 besicherte Großhandelsfinanzierung 5 992 5 384 5 188 4 733 10 zusätzliche Anforderungen 24 998 24 915 24 592 24 089 11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 9 871 9 733 9 410 8 953 12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 306 182 142 257 13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 14 821 15 000 15 040 14 880 14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 902 834 950 1 031 15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 606 688 682 677 16 Gesamtmittelabflüsse 94 750 93 051 92 179 90 070 Mittelzuflüsse 17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 4 597 4 126 3 702 3 493 18 Zuflüsse von ausgebuchten Positionen 20 352 19 901 20 160 20 043 19 Sonstige Mittelzuflüsse 3 324 3 093 2 789 2 650 EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) 0 0 0 0 EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) 0 0 0 0 20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 28 273 27 120 26 651 26 186 EU-20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse 0 0 0 0 EU-20 b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen 0 0 0 0 EU-20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen 28 273 27 120 26 651 26 186 21 Liquiditätspuffer 93 004 95 086 93 791 89 955 22 Gesamte Nettomittelabflüsse 66 476 65 931 65 528 63 884 23 Liquidity Coverage Ratio 140,01 % 144,61 % 143,42 % 140,99 % Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau von über 140 % und überschreiten die geforderte Mindestquote in Höhe von 80 % für das Jahr 2017 beziehungsweise 100 % für das Jahr 2018 durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt: scroll Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) in Mio. € 30.9.2017 31.12.2017 31.3.2018 30.6.2018 Gesamt: 93 004 95 086 93 791 89 955 davon Level 1 83 591 86 980 86 720 83 025 davon Level 2A 7 803 6 695 5 893 6 042 davon Level 2B 1 610 1 411 1 178 888 Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen. (49) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören: ― beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, ― Gemeinschaftsunternehmen, ― assoziierte Unternehmen, ― Beteiligungen, ― unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, ― Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige, ― sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 266 Mio. Euro (Vorjahr: 340 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 245 Mio. Euro (Vorjahr: 202 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 14 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 22 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 41 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 34 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit assoziierten Unternehmen Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 44 Mio. Euro (Vorjahr: 3 678 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf Transaktionen mit der Commerz Finanz GmbH zurückzuführen, die inzwischen vollkonsolidiert wird. In den Passivposten waren von den 45 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 93 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie dem Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 43 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ Personen Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 92 Mio. Euro (Vorjahr: 220 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 224 Mio. Euro (Vorjahr: 228 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Zum 30. Juni 2018 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 62 Mio. Euro). Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit Schlüsselpersonen Zum 30. Juni 2018 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen vor. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 8 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern. Transaktionen mit Bundesunternehmen Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 30 948 Mio. Euro (Vorjahr: 28 100 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 26 997 Mio. Euro (Vorjahr: 22 384 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 15 023 Mio. Euro (Vorjahr: 15 211 Mio. Euro) betrafen 13 901 Mio. Euro (Vorjahr: 12 400 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2018 wurden Bundesunternehmen Garantien und Sicherheiten von 94 Mio. Euro (Vorjahr: 230 Mio. Euro) gewährt. Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft Aufsichtsrat Dr. Stefan Schmittmann Vorsitzender (seit 8.5.2018) Klaus-Peter Müller Vorsitzender (bis 8.5.2018) Uwe Tschäge1 Stellv. Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt1 (bis 8.5.2018) Heike Anscheit1 Alexander Boursanoff1 (seit 8.5.2018) Gunnar de Buhr1 Stefan Burghardt1 Sabine U. Dietrich Monika Fink1 (seit 8.5.2018) Karl-Heinz Flöther (bis 8.5.2018) Dr. Tobias Guldimann Dr. Rainer Hillebrand (seit 8.5.2018) Christian Höhn1 (seit 8.5.2018) Stefan Jennes1 (bis 8.5.2018) Kerstin Jerchel1 (seit 8.5.2018) Dr. Markus Kerber Alexandra Krieger1 Oliver Leiberich1 (bis 8.5.2018) Dr. Stefan Lippe (bis 8.5.2018) Beate Mensch1 (bis 8.5.2018) Anja Mikus Dr. Victoria Ossadnik (seit 8.5.2018) Dr. Helmut Perlet (bis 8.5.2018) Mark Roach1 (bis 8.5.2018) Robin J. Stalker (seit 8.5.2018) Nicholas Teller Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Stefan Wittmann1 (seit 8.5.2018) Klaus-Peter Müller Ehrenvorsitzender (seit 8.5.2018) 1 Von den Arbeitnehmern gewählt. Vorstand Martin Zielke Vorsitzender Stephan Engels Michael Reuther Frank Annuscheit Michael Mandel Dr. Marcus Chromik Dr. Bettina Orlopp Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 3. August 2018 Der Vorstand scroll Martin Zielke Frank Annuscheit Marcus Chromik Stephan Engels Michael Mandel Bettina Orlopp Michael Reuther Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eschborn/ Frankfurt am Main, 6. August 2018 Ernst S Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll Claus-Peter Wagner Marcus Binder Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Inland comdirect bank AG, Quickborn Commerz Real AG, Eschborn Ausland Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, Sao Paulo Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg Commerzbank Zrt., Budapest Commerz Markets LLC, New York mBank S.A., Warschau Operative Auslandsniederlassungen Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions Desks Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sao Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb Disclaimer Vorbehalt bei Zukunftsaussagen Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunfts-gerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Finanzkalender 2018/2019 scroll 8. November 2018 Zwischenbericht zum 30. September 2018 Ende März 2019 Geschäftsbericht 2018 Anfang Mai 2019 Zwischenbericht zum 31. März 2019 Anfang August 2019 Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 Anfang November 2019 Zwischenbericht zum 30. September 2019 Commerzbank AG Zentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de Postanschrift 60261 Frankfurt am Main Tel. +49 69 136-20 [email protected] Investor Relations Tel. +49 69 136-21331 Fax +49 69 136-29492 [email protected]