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Commerzbank AG — Interim / Quarterly Report 2017
Aug 2, 2017
81_10-q_2017-08-02_0bacb5d2-5fa2-4ce1-91df-2d64c08cffe6.pdf
Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht zum 30. Juni 2017
Kennzahlen
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 1.1.– 30.6.2017 | 1.1.– 30.6.20161 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 515 | 633 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,41 | 0,51 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | –292 | 593 |
| Konzernergebnis 2 (Mio. €) | –406 | 384 |
| Ergebnis je Aktie (€) | –0,32 | 0,31 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13, 4 (%) | 4,4 | 5,4 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis 7 (%) | –3,1 | 3,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 80,3 | 78,8 |
| Bilanz | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 487,3 | 480,5 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 178,8 | 190,5 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 29,4 | 29,6 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 40,5 | 40,6 |
| Regulatorische Kennzahlen | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Kernkapitalquote (%) | 14,1 | 13,9 |
| Harte Kernkapitalquote5 (%) | 13,9 | 13,9 |
| Harte Kernkapitalquote5 (fully phased-in, %) | 13,0 | 12,3 |
| Eigenkapitalquote (%) | 17,4 | 16,9 |
| Verschuldungsquote (%) | 5,1 | 5,4 |
| Verschuldungsquote (fully phased-in, %) | 4,6 | 4,8 |
| Mitarbeiter | 30.6.2017 | 31.3.2017 |
| Inland | 36 399 | 36 584 |
| Ausland | 12 471 | 13 414 |
| Gesamt | 48 870 | 49 998 |
| Ratings6 | 30.6.2017 | 31.3.2017 |
| Moody's Investors Service, New York | A2/Baa1/P–1 | A2/Baa1/P–1 |
| S&P Global, New York | A–/A–/A–2 | A–/A–/A–2 |
| Fitch Ratings, New York/London | A–/BBB+/F2 | A–/BBB+/F2 |
| Scope Ratings, Berlin | –/A/S–1 | –/A/S–1 |
1 Anpassung Vorjahr.
2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.
4 Auf das Jahr hochgerechnet.
5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Fully-phased-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
6 Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de).
7 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne Nicht beherrschende Anteile.
Inhalt
4 Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2017
6 Zwischenlagebericht
- 7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- 7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 11 Entwicklung der Segmente
- 14 Prognosebericht
17 Zwischenrisikobericht
- 18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
- 18 Adressenausfallrisiken
- 24 Marktrisiken
- 26 Liquiditätsrisiken
- 28 Operationelle Risiken
- 28 Sonstige Risiken
31 Zwischenabschluss
- 32 Gesamtergebnisrechnung
- 37 Bilanz
- 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 42 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
- 43 Anhang (ausgewählte Notes)
- 90 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
- 91 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- 92 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
93 Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen
Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2017
Kernaussagen
- Die Commerzbank kommt bei der Umsetzung ihrer Strategie "Commerzbank 4.0" weiter gut voran: Die Bank hat sich mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den möglichst sozialverträglichen Stellenabbau der Bank, den sie im Herbst 2016 als Teil der Strategie "Commerzbank 4.0" angekündigt hatte. Damit konnten die angekündigten Restrukturierungsaufwendungen bereits im ersten Halbjahr 2017 vollständig gebucht werden.
- Das Operative Ergebnis für das erste Halbjahr 2017 fiel im erwarteten Transformationsjahr und im Zuge verhaltener Märkte im zweiten Quartal niedriger aus als im Vorjahreszeitraum und lag bei 515 Mio. Euro. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug – 406 Mio. Euro, nach 384 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
- Die Risikovorsorge im Konzern ist insbesondere durch Vorsorgeerfordernisse im Bereich Schiffsfinanzierungen auf – 362 Mio. Euro gestiegen; die NPL-Quote für Problemkredite lag bei 1,5%. Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit 3583 Mio. Euro stabil – trotz gestiegener Investitionen in die strategische Weiterentwicklung.
- Die Common-Equity-Tier-1-Quote (gemäß dem vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerk) lag bei 13,0%, die Leverage Ratio bei 4,6%.
- Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 4,4%, nach 5,4% im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte; Return on Tangible Equity) lag bei – 3,1%, nach 3,0% im Vorjahr. Die Aufwandsquote stieg leicht auf 80,3%, nach 78,8% im Vorjahreszeitraum.
Entwicklung der Commerzbank-Aktie
Das internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2017 durch eine Vielzahl geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter die Parlamentswahlen in den Niederlanden und Frankreich, die Entscheidung Großbritanniens zum Austritt aus der EU sowie die politischen Spannungen im Nahen Osten und in Nordkorea. Mehrheitlich stabile politische Verhältnisse, die im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten waren, und verbesserte Konjunkturaussichten in Europa trugen zu einer freundlichen Entwicklung an den Kapitalmärkten bei, die insgesamt von einer sehr geringen Volatilität gekennzeichnet war. Selbst die fortschreitende Konsolidierung des italienischen Bankensektors, der kleinere Institute zum Opfer fielen, wurde vom Markt nicht als systemkritisch aufgenommen, woran auch die erste geordnete Abwicklung eines spanischen Kreditinstituts durch die europäischen Bankenaufsicht keinen wesentlichen Einfluss hatte. Nicht zuletzt profitierte der europäische Bankensektor von zunehmenden Erwartungen an ein höheres Zinsumfeld sowie einer sich verstetigenden konjunkturellen Erholung im Euroraum. Mit der Aussicht auf ein früheres Ende der Negativzinsen und wachsender Zuversicht in die wirtschaftliche Stabilisierung der Eurozone verzeichnete der EURO-STOXX-Bankenindex in den ersten sechs Monaten 2017 einen Zuwachs von gut 11%, während der Kurs der Commerzbank-Aktie im Vergleich
4 Highlights der Geschäftsentwicklung
zum europäischen Sektor weit überdurchschnittlich um rund 44% stieg. Diese Entwicklung ist insbesondere dadurch begründet, dass ein möglicher Zinsanstieg aufgrund der hohen Zinssensitivität der Bank positive Auswirkungen auf die Ertragslage der Commerzbank haben wird.
| Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.6.) | 1 252,4 | 1 252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 10,59 | 8,65 |
| Tief | 6,97 | 5,65 |
| Schlusskurs (30.6.) | 10,43 | 5,82 |
| Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück |
||
| Hoch | 46,0 | 42,3 |
| Tief | 5,4 | 3,2 |
| Durchschnitt | 14,0 | 11,5 |
| Indexgewicht in % (30.6.) | ||
| DAX | 1,2 | 0,8 |
| EURO STOXX Banken | 1,7 | 1,9 |
| Ergebnis je Aktie in € | – 0,32 | 0,31 |
| Buchwert je Aktie2 in € (30.6.) |
22,57 | 22,68 |
| Net Asset Value je Aktie3 in € (30.6.) |
21,45 | 21,13 |
| Marktwert/Net Asset Value (30.6.) | 0,49 | 0,28 |
1 Deutsche Börsen gesamt.
2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.
3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse im zweiten Quartal 2017
Änderung in der Besetzung des Aufsichtsrats
Die Hauptversammlung am 3. Mai 2017 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Dr. Tobias Guldimann in den Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt. Dr. Guldimann hat die Nachfolge des 2013 verstorbenen Prof. Dr. Ulrich Middelmann angetreten. Für ihn war Dr. Roger Müller in den Aufsichtsrat nachgerückt. Mit der Wahl des Nachfolgers endete die Amtszeit von Dr. Müller und er erlangte seine Stellung als Ersatzmitglied zurück.
Fortschritte bei der Umsetzung des Stellenabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0"
Im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung hat die Commerzbank am 23. Juni darüber informiert, dass sich die Commerzbank in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien zur Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" befindet und auf dieser Basis sowie vorbehaltlich der Zustimmung des Konzernbetriebsrats und des Gesamtbetriebsrats im zweiten Quartal 2017 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von voraussichtlich rund 810 Mio. Euro buchen wird. Bislang hatte die Bank Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. Euro prognostiziert. Gründe für die niedrigere Belastung sind der bereits erreichte Stellenabbau, Mitarbeiterfluktuation und voraussichtlich effizientere Wechsel- und Versetzungsketten. Am 13. Juli hat sich die Commerzbank mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den möglichst sozialverträglichen Stellenabbau der Bank, den sie im Herbst 2016 als Teil der Strategie "Commerzbank 4.0" angekündigt hatte. Die Details des Stellenabbaus in den einzelnen Konzernbereichen werden auf Basis der Vereinbarungen in den kommenden Monaten beraten und in Teilinteressenausgleichen geregelt. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende dieses Jahres abzuschließen.
Zwischenlagebericht
7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
7 Gesamtwirtschaftliche Situation
7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 7 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- 8 Bilanz
- 9 Refinanzierung und Liquidität
11 Entwicklung der Segmente
- 11 Privat- und Unternehmerkunden
- 12 Firmenkunden
- 13 Asset&Capital Recovery
- 13 Sonstige und Konsolidierung
14 Prognosebericht
- 14 Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
- 14 Künftige Situation der Bankbranche
- 15 Erwartete Finanzlage
- 16 Voraussichtliche Entwicklung
- 16 Zwischenrisikobericht
7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11 Entwicklung der Segmente 14 Prognosebericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Situation
Die Weltwirtschaft hat im ersten Halbjahr 2017 weiter an Schwung gewonnen. Hierzu beigetragen hat die konjunkturelle Erholung in den Schwellenländern. Selbst in China, das weiterhin mit erheblichen Überkapazitäten kämpft, hat sich die Wirtschaft stabilisiert.
Auch in den Industrieländern setzte sich die wirtschaftliche Erholung fort. In den USA fiel zwar das Wachstum im ersten Quartal wie schon so häufig in den vergangenen Jahren relativ schwach aus. Doch der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin in einer sehr guten Verfassung befindet: Die Arbeitslosenquote ist auf 4,4% gefallen. Die zunehmende Konkurrenz um Arbeitskräfte lässt die Löhne inzwischen wieder etwas stärker steigen. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im März und Juni den Zielkorridor für die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte auf nunmehr 1,00% bis 1,25% erhöht.
Im Euroraum hat die wirtschaftliche Erholung im ersten Halbjahr an Schwung gewonnen. Die Stimmung in der Wirtschaft ist auf einen mehrjährigen Höchststand gestiegen. Impulse erhielt die Wirtschaft im Euroraum nicht nur durch die globale Nachfrage. Auch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint allmählich in der Realwirtschaft anzukommen, nachdem sie sich zuvor ausschließlich an den Finanz- und Immobilienmärkten in steigenden Preisen ausgewirkt hatte.
Die deutsche Wirtschaft hat ihr hohes Wachstumstempo im ersten Halbjahr gehalten. Gleichzeitig hat sich die Stimmung weiter verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima, das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, ist auf den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung gestiegen. Mit dem kräftigen Wirtschaftswachstum hat auch die Beschäftigung weiter merklich zugenommen. Die Arbeitslosenquote ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als 25 Jahren gesunken.
Die Finanzmärkte wurden auch im ersten Halbjahr 2017 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer. Der Euro konnte zur Jahresmitte gegenüber dem US-Dollar wieder an Wert gewinnen. Mit 1,14 US-Dollar je Euro notierte er wieder auf dem Niveau vom Sommer 2016.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
Im ersten Halbjahr 2017 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe von 515 Mio. Euro erzielt, nach 633 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wie folgt entwickelt:
Das Zins- und Handelsergebnis (inklusive Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen) stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 3,5% auf 2 707 Mio. Euro. Während der Zinsüberschuss im Berichtszeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 559 Mio. Euro auf 2 121 Mio. Euro abnahm, stieg das Handelsergebnis (inklusive Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen) um 651 Mio. Euro auf 586 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden konnten im inländischen Kreditgeschäft wachsende Zinserträge aufgrund steigender Bestandsvolumen die durch das Niedrig- beziehungsweise Negativzinsumfeld bedingt deutlich geringeren Erträge aus dem Einlagengeschäft nur zum Teil ausgleichen. Darüber hinaus war der Vorjahreswert durch eine Sonderdividende in Höhe von 44 Mio. Euro begünstigt. Die mBank steigerte den Zinsüberschuss sowohl durch Wachstum im Konsumentenkreditgeschäft als auch durch höhere Beiträge aus dem Einlagengeschäft. Im Segment Firmenkunden verzeichnete der Bereich Mittelstand einerseits eine ermäßigte Kreditnachfrage gegenüber dem Vorjahr, profitierte jedoch andererseits von einer anhaltend soliden Nachfrage nach Kapitalmarktlösungen. Im Bereich International Corporates konnte das Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht ausgebaut werden, während bei strukturierten Kreditprodukten eine geringere Nachfrage zu verzeichnen war. Der Bereich Equity Markets&Commodities verzeichnete weiterhin stabile Kundenaktivitäten und eine solide Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Investmentprodukten. Das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegene Zins- und Handelsergebnis im Segment Asset & Capital Recovery ist neben sinkenden Refinanzierungskosten infolge des Portfolioabbaus auf einen Einmalertrag zurückzuführen. Dieser resultierte aus der Wertaufholung einer abgeschriebenen Position mit einer Gegenpartei, mit der die Commerzbank Absicherungsgeschäfte im Bereich Public Finance abgeschlossen hat.
Im Berichtszeitraum waren im Handelsergebnis insgesamt positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 26 Mio. Euro enthalten, nach 207 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Zinsüberschusses sowie des Handelsergebnisses finden sich im Anhang des Zwischenabschlusses auf den Seiten 49 und 50.
Der Provisionsüberschuss legte im Berichtszeitraum gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres um 3,7% auf 1666 Mio. Euro zu. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sich der Anstieg im Inland sowohl saisonal bedingt als auch durch die Abgrenzung von Kundenakquisitionskosten im Jahresverlauf abgeflacht. Demgegenüber konnte die mBank einen zweistelligen Zuwachs in vielen Bereichen des Privatkundengeschäfts, aber auch im Geschäft mit Firmenkunden erzielen. Der positiven Ertragsentwicklung aus Kapitalmarktprodukten im Segment Firmenkunden standen insbesondere rückläufige Erträge aus dem Dokumentengeschäft gegenüber, die mit der strategischen Fokussierung im Bereich Financial Institutions und geringeren Kundenaktivitäten zusammenhingen.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich in den ersten sechs Monaten 2017 auf 65 Mio. Euro, nach 163 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Ergebnis der ersten sechs Monate 2016 war ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile an der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro enthalten. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 7 Mio. Euro, nach 116 Mio. Euro im Vorjahr bedingt durch die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechts- und Prozessrisiken.
Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag mit – 362 Mio. Euro um – 27 Mio. Euro höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während im Segment Firmenkunden die Vorsorgeerfordernisse im Zusammenhang mit geringeren Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements zurückgingen, stieg die Kreditrisikovorsorge insbesondere im Segment Asset&Capital Recovery im Zusammenhang mit Schiffsfinanzierungen.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 3 583 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Personalaufwand betrug 1827 Mio. Euro, nach 1818 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte betrug 1 756 Mio. Euro und lag damit ebenfalls auf dem Niveau der ersten sechs Monate 2016.
Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese standen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" und der dabei erfolgten Einigung mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan.
Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen war für den Commerzbank-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von – 292 Mio. Euro auszuweisen, nach 593 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 69 Mio. Euro an, nach 147 Mio. Euro für den Vorjahreszeitraum. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf –361 Mio. Euro, gegenüber 446 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären für den Berichtszeitraum ein Konzernergebnis von – 406 Mio. Euro zuzurechnen.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,41 Euro, das Ergebnis je Aktie – 0,32 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,51 Euro beziehungsweise 0,31 Euro.
Bilanz des Commerzbank-Konzerns
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2017 mit 487,3 Mrd. Euro um 1,4% über dem Niveau des Jahresultimos 2016.
Das Volumen der Barreserve ist um 19,5 Mrd. Euro auf 54,3 Mrd. Euro gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2016 stand insbesondere im Zusammenhang mit höheren Anlagen bei Zentralbanken. Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 64,1 Mrd. Euro um 9,6% über dem Niveau des Vorjahresultimos. Dabei stand einem Volumenanstieg im Bereich der Reverse Repos sowie aus übrigen Forderungen ein leichter Rückgang bei den Cash Collaterals gegenüber. Die Forderungen an Kunden lagen mit 215,8 Mrd. Euro um 3,0 Mrd. Euro über dem Stand zum Jahresende 2016. Während der Portfolioabbau im Segment Asset&Capital Recovery zu einem Volumenrückgang führte, stiegen die Kundenforderungen in den operativen Segmenten. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 225,6 Mrd. Euro und lag damit auf dem Niveau des Jahresultimos 2016. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 17,8 Mrd. Euro um 2,1 Mrd. Euro zurückgingen, lag das Kundenkreditgeschäft mit 207,7 Mrd. Euro um knapp 1,8% über dem Jahresultimo 2016. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 77,5 Mrd. Euro, ein Rückgang um 12,8% gegenüber dem Stand zum Jahresende 2016. Während die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds um 3,3 Mrd. Euro zurückgegangen sind, verringerten sich die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten – insbesondere aus zins- und währungsbezogenen derivativen Geschäften – im Vergleich zum Vorjahresultimo deutlich um 8,4 Mrd. Euro. Die Finanzanlagen ermäßigten sich gegenüber dem Jahresultimo 2016 um 13,7% auf 60,6 Mrd. Euro. Der Rückgang resultierte aus geringeren Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren.
7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11 Entwicklung der Segmente 14 Prognosebericht
Auf der Passivseite beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 76,1 Mrd. Euro; damit lagen sie um 9,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während Repos und Cash Collaterals um 1,1 Mrd. Euro angestiegen sind, legten die Sichteinlagen um 5,3 Mrd. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Zentralnotenbanken um 2,0 Mrd. Euro zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen gegenüber dem Jahresende 2016 um 3,3% auf 259,2 Mrd. Euro zu, was insbesondere durch einen Anstieg der Einlagen im Privatkundengeschäft bedingt war. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 35,3 Mrd. Euro um 3,2 Mrd. Euro unter dem Vorjahresultimo. Während die begebenen Schuldverschreibungen leicht um 1,1 Mrd. Euro auf 31,8 Mrd. Euro – insbesondere aufgrund eines niedrigeren Volumens an Öffentlichen Pfandbriefen und sonstigen Schuldverschreibungen – zurückgingen, reduzierten sich die begebenen Geldmarktpapiere um 2,1 Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Volumenrückgang um 6,7 Mrd. Euro auf 64,9 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang von währungs- und zinsbezogenen derivativen Geschäften, dem ein Anstieg bei den Aktienderivaten gegenüberstand.
Eigenkapital
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2017 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,3 Mrd. Euro und damit 1,0% unter dem Niveau des Jahresultimos 2016. Dies beruhte insbesondere auf dem Rückgang des Konzernergebnisses. Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage – 0,7 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresultimo war dies ein Rückgang um – 0,1 Mrd. Euro, was insbesondere auf eine positive Entwicklung der Kreditrisikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war analog zum Vorjahresultimo eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von – 0,9 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach – 1,0 Mrd. Euro zum Jahresende 2016.
Die Risikoaktiva ("phase-in") per 30. Juni 2017 lagen bei 178,8 Mrd. Euro und damit 11,7 Mrd. Euro unter dem Niveau zum Jahresende 2016. Der Rückgang basiert im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Risikoaktiva aus Kreditrisiken durch ein aktives Portfoliomanagement sowie aus Entlastungseffekten aus Währungsveränderungen. Darüber hinaus reduzierten sich auch die risikogewichteten Aktiva aus Marktrisiken sowie aus operationellen Risiken. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phasein-Schritts gegenüber dem Jahresultimo 2016 um rund 1,3 Mrd. Euro auf 25,2 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist aufgrund des Rückgangs der Risikoaktiva auf 14,1% gestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 24,8 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 13,9%. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,4%. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt nach vollständiger Anwendung der Basel-3-Regelung zum Eigenkapital) belief sich zum Berichtsstichtag auf 13,0%. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 5,0% ("phase-in") beziehungsweise bei 4,6% ("fully phased-in").
Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein.
Refinanzierung und Liquidität
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.
1 Basierend auf Bilanzwerten.
Im ersten Halbjahr 2017 hat der Commerzbank-Konzern bisher langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 3,4 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.
Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Quartal eine Benchmarknachranganleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro emittiert. Diese Emission hat eine Laufzeit von gut 10 Jahren. Die Bank hat erstmals eine Nachranganleihe über 500 Mio. Singapur-Dollar in den asiatischen Markt platziert. Die Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren und ein Kündigungsrecht des Emittenten nach 5 Jahren. Der Großteil der Investorennachfrage kam mit über 90% von Investoren aus Singapur. Damit wurde eine weitere Diversifikation der Investorenbasis für die Commerzbank erreicht. Darüber hinaus hat die Commerzbank im Mai eine Senior-Unsecured-Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 7 Jahren begeben. Des Weiteren wurden 1,1 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen. Außerdem emittierte die polnische Tochter mBank eine Senior-Unsecured-Anleihe über 200 Mio. Schweizer Franken mit einer Laufzeit von 6 Jahren.
Im besicherten Bereich wurde ein Hypothekenpfandbrief mit 6-jähriger Laufzeit um 500 Mio. Euro auf nun 1 Mrd. Euro aufgestockt.
Die durchschnittliche Laufzeit sämtlicher Emissionen lag bei rund 8 Jahren.
Kapitalmarktfunding des Konzerns in den ersten sechs Monaten 2017 Volumen 3,4 Mrd. €
Die Bank wies zum Bewertungsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 98,5 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio besteht aus hochliquiden Vermögensgegenständen und gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 8,6 Mrd. Euro. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,47 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.
- 7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- 7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 11 Entwicklung der Segmente
- 14 Prognosebericht
Entwicklung der Segmente
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten sechs Monate 2017 basiert auf der im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 50 und 173 ff. beschriebenen Segmentstruktur.
Weitere Informationen hierzu und zur Segmentberichterstattung im Allgemeinen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 53 ff. Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 45 ff.
Privat- und Unternehmerkunden
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.20161 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikovorsorge | 2 279 | 2 427 | – 6,1 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 75 | – 65 | 15,4 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 868 | 1 790 | 4,4 |
| Operatives Ergebnis | 336 | 572 | – 41,3 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 4 002 | 4 172 | – 4,1 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 16,8 | 27,4 | – 10,6 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 82,0 | 73,8 | 8,2 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 45 ff.).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sein operatives Wachstum im ersten Halbjahr 2017 sowohl in Deutschland als auch bei der mBank fortgesetzt. Bereinigt um Einmalerträge im Vorjahreszeitraum wie die Sonderdividende der Gesellschaft EURO Kartensysteme GmbH (EKS) sowie Veräußerungsgewinne aus Anteilen an der Visa Europe ergibt sich im laufenden Jahr ein leichter Ertragsanstieg sowie die erwartete verbesserte Ergebnisqualität. In Deutschland wirkten ein deutliches Kreditwachstum in Verbindung mit höheren bestandsbezogenen Wertpapiererträgen ertragsstabilisierend – trotz nochmals etwas höheren Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld. Bei der mBank setzte sich die positive Ertragsentwicklung, unterstützt durch einen erneut signifikanten Nettoneukundenzuwachs, fort. Bereinigt um den Visa-Effekt im Vorjahr konnten die deutlich gestiegenen Erträge die höheren Belastungen aus der 2017 in Polen eingeführten europäischen Bankenabgabe sowie der polnischen Bankensteuer mehr als ausgleichen. Insgesamt verringerte sich das Operative Ergebnis im Segment um 236 Mio. Euro auf 336 Mio. Euro.
Die gesamten Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 2 279 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2 427 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss verringerte sich um 58 Mio. Euro auf 1 187 Mio. Euro. Der Vorjahreswert war durch die EKS-Sonderdividende in Höhe von 44 Mio. Euro begünstigt. Im inländischen Kreditgeschäft konnten wachsende Zinserträge aufgrund steigender Bestandsvolumen die durch das Niedrig- beziehungsweise Negativzinsumfeld bedingt deutlich geringeren Erträge aus dem Einlagengeschäft nur zum Teil ausgleichen. Die mBank steigerte den Zinsüberschuss sowohl durch Wachstum im Konsumentenkreditgeschäft als auch durch höhere Beiträge aus dem Einlagengeschäft. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 62 Mio. Euro auf 1 022 Mio. Euro. Während sich der Anstieg im Inland sowohl saisonal bedingt als auch durch die Abgrenzung von Kundenakquisitionskosten im Jahresverlauf abflachte, konnte die mBank einen zweistelligen Zuwachs in vielen Bereichen des Privatkundengeschäfts, aber auch im Geschäft mit Firmenkunden erreichen.
Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft nahm zwar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Mio. Euro auf – 75 Mio. Euro zu, spiegelt aber unverändert geringe Kreditausfälle und die sehr gute Qualität der Kreditportfolios wider – sowohl im Inland als auch bei der mBank.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 1868 Mio. Euro um 78 Mio. Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einem etwas gesunkenen Personalaufwand standen ein Zuwachs beim Sachaufwand sowie höhere indirekte Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Ein Teil des Anstiegs steht mit Investitionen zur Ausweitung der zukünftigen Ertragsbasis im Zusammenhang. Zudem ist der Anstieg der regulatorischen Kosten in Polen in Höhe von 27 Mio. Euro nur beschränkt beeinflussbar. Maßgeblich hierfür sind die europäische Bankenabgabe sowie die Bankensteuer.
Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im ersten Halbjahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern von 336 Mio. Euro, nach 572 Mio. Euro im Vorjahr.
Firmenkunden
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.20161 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikovorsorge | 2 043 | 2 240 | – 8,8 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 76 | – 128 | – 40,6 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 465 | 1 512 | – 3,1 |
| Operatives Ergebnis | 502 | 600 | – 16,3 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 10 839 | 11 708 | – 7,4 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 9,3 | 10,2 | – 1,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 71,7 | 67,5 | 4,2 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 45 ff.).
In Anbetracht zahlreicher geopolitischer Ereignisse und richtungsweisender Wahlen in Europa, eines anspruchsvollen Kapitalmarktumfeldes sowie der Herausforderungen aus dem Niedrigzinsumfeld vermeldete das Segment Firmenkunden in den ersten sechs Monaten 2017 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 502 Mio. Euro, nach 600 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Gegenüber den ersten sechs Monaten 2016 verzeichnete der Bereich Mittelstand einerseits eine ermäßigte Kreditnachfrage, profitierte jedoch andererseits von einer anhaltend soliden Nachfrage nach Kapitalmarktlösungen. Im Bereich International Corporates konnte das Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht ausgebaut werden, während bei strukturierten Kreditprodukten eine geringere Nachfrage zu verzeichnen war. Die im Geschäftsjahr 2016 erfolgte strategische Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions, die sich an höheren internen Risikound Compliance-Anforderungen orientiert, bedingte erwartungsgemäß eine geringere Kunden- und Ertragsbasis gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Bereich Equity Markets&Commodities verzeichnete weiterhin stabile Kundenaktivitäten und eine solide Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Investmentprodukten.
Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 2 043 Mio. Euro um 8,8% unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Zins- und Handelsergebnis belief sich auf 1 348 Mio. Euro und lag damit um 11,2% unter dem Niveau des Vorjahres. Mit 659 Mio. Euro lag das Provisionsergebnis auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Der positiven Ertragsentwicklung aus Kapitalmarktprodukten standen insbesondere rückläufige Erträge aus dem Dokumentengeschäft gegenüber, die mit der strategischen Fokussierung im Bereich Financial Institutions und geringeren Kundenaktivitäten zusammenhingen.
Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft lag in den ersten sechs Monaten 2017 bei – 76 Mio. Euro und damit um 52 Mio. Euro niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die geringeren Vorsorgeerfordernisse standen im Zusammenhang mit geringeren Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 465 Mio. Euro um 47 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert – bei stetigen Investitionen in die strategische Weiterentwicklung. Der Rückgang um 3,1% resultierte im Wesentlichen aus einem stringenten Kostenmanagement und einer Verringerung der Personalkosten, womit insbesondere höhere regulatorische Aufwendungen kompensiert werden konnten.
Insgesamt erzielte das Segment Firmenkunden in den ersten sechs Monaten 2017 ein Ergebnis vor Steuern von 502 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Rückgang um 14,6%.
- 7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- 7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 11 Entwicklung der Segmente
- 14 Prognosebericht
Asset&Capital Recovery
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.20161 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikovorsorge | 154 | – 42 | |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 211 | – 145 | 45,5 |
| Verwaltungsaufwendungen | 58 | 64 | – 9,4 |
| Operatives Ergebnis | – 115 | – 251 | – 54,2 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 3 139 | 3 382 | – 7,2 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | – 7,3 | – 14,8 | 7,5 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 37,7 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 45 ff.).
Seit der Übertragung von Aktiva hoher Kreditqualität und niedriger Ertragsvolatilität mit Wirkung vom 1. Januar 2016 aus dem früheren Segment Non-Core Assets (NCA) in verschiedene Banksegmente bestehen die im Segment Asset&Capital Recovery (ACR) verbliebenen Aktiva im Wesentlichen aus komplexeren Teilportfolios mit zum Teil sehr langen Restlaufzeiten. Erneut konnten im bisherigen Jahresverlauf insbesondere Aktiva in den Bereichen Gewerbliche Immobilien- und Schiffsfinanzierungen reduziert werden; das Gesamtvolumen (Exposure at Default, inklusive Problemkredite) belief sich zum Halbjahresultimo noch auf 15,3 Mrd. Euro und hat sich damit gegenüber dem Jahresende 2016 um 0,9 Mrd. Euro verringert.
Die Erträge vor Risikovorsorge summierten sich nach den ersten sechs Monaten 2017 auf 154 Mio. Euro, nach – 42 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu dieser erheblichen Verbesserung hat neben sinkenden Refinanzierungskosten infolge des weiter fortschreitenden Abschmelzens des Kreditportfolios ein im ersten Quartal erzielter einmaliger Ertrag in Höhe von 68 Mio. Euro einen wesentlichen Beitrag geleistet. Er resultierte aus der Wertaufholung einer abgeschriebenen Position mit einer Gegenpartei, mit der die Commerzbank Absicherungsgeschäfte im Bereich Public Finance abgeschlossen hat.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von – 211 Mio. Euro, nach –145 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres, betrifft ausschließlich den Vorsorgeaufwand für Schiffsfinanzierungen.
Der Verwaltungsaufwand wurde im Einklang mit dem rückläufigen Bestandsportfolio weiter um 6 Mio. Euro auf 58 Mio. Euro verringert.
Insgesamt erzielte das Segment ACR im ersten Halbjahr 2017 ein negatives Ergebnis vor Steuern von – 115 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat sich der Verlust damit um 136 Mio. Euro mehr als halbiert.
Sonstige und Konsolidierung
In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte berichtet. Zusätzlich sind hier die Kosten der Unterstützungsfunktionen abgebildet, die im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Ferner wird Group Treasury, ebenfalls Bestandteil von Sonstige, als interner Dienstleister im Rahmen der Verrechnung berücksichtigt. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Außerdem sind hier die Kosten der Stabsund Steuerungsfunktionen abgebildet, die ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Sowohl für die Unterstützungsfunktionen als auch für die Stabs- und Steuerungsfunktionen stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme im Rahmen der Verrechnung dar.
Das Operative Ergebnis des ersten Halbjahres 2017 betrug – 208 Mio. Euro gegenüber – 288 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 80 Mio. Euro basiert unter anderem auf geringeren Belastungseffekten der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro zur Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" belief sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im ersten Halbjahr 2017 auf – 1 015 Mio. Euro, nach – 316 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016.
Prognosebericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Für das zweite Halbjahr 2017 sind die Chancen für eine fortgesetzte Erholung der Weltwirtschaft günstig. Risiken gehen allenfalls von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern aus. Im Fokus steht dabei China. Dort mehren sich die Anzeichen für ein wieder nachlassendes Wirtschaftswachstum. Die im vergangenen Jahr von der chinesischen Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Dämpfung des Immobilienmarkts zeigen Wirkung. Der Anstieg der Immobilienpreise scheint gestoppt. In der Folge dürfte die für China wichtige Bauwirtschaft schwächer wachsen. Auch die hoch verschuldeten Staatsunternehmen werden ihre politisch verordnete Investitionsoffensive nicht dauerhaft durchhalten können. Allein in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, dürfte sich die wirtschaftliche Lage aufhellen. Denn sie sollten von der Erholung der Rohstoffpreise profitieren.
In den USA rechnen wir in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit einem weitgehend unveränderten Wachstumstempo von etwa 2%. Von dem erhofften Rückenwind durch die Finanzpolitik ist bislang nichts zu spüren. Die im Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen lassen weiter auf sich warten. Auch die Nachfragewirkungen der geplanten Infrastrukturinvestitionen werden sich in Grenzen halten. Der Lohnauftrieb dürfte weiter zunehmen und eine mittelfristig höhere Inflation signalisieren. Vor diesem Hintergrund wird die amerikanische Notenbank wohl die Leitzinsen im Dezember um weitere 25 Basispunkte erhöhen. Zudem dürfte sie im Herbst beginnen, die ihr aus fälligen Wertpapieren zufließenden Mittel nicht mehr vollständig zu reinvestieren.
Im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Erholung zunächst mit unvermindertem Tempo fortsetzen, denn die lockere Geldpolitik der EZB kommt mehr und mehr in der Realwirtschaft an. So machen die niedrigen Zinsen die immer noch hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte tragbarer. Dank des ordentlichen Wirtschaftswachstums wird die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Der Lohnauftrieb dürfte hierdurch aber nur leicht angefacht werden. Entsprechend wird auch der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben. Das Votum der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der EU wird die Konjunktur im Euroraum nicht stärker beeinträchtigen. Zum einen wird bis zum tatsächlichen Austritt noch einige Zeit vergehen. Zum anderen gehen wir davon aus, dass es am Ende zu einer Einigung mit der EU kommt, die die wirtschaftlichen Verwerfungen in Grenzen hält.
Die deutsche Wirtschaft dürfte angesichts der sehr guten Rahmenbedingungen weiter ordentlich wachsen. Getragen wird der Aufschwung nach wie vor vom Konsum, der von der steigenden Beschäftigung und ordentlichen Lohnzuwächsen profitiert. Weitere Impulse kommen von den Bauinvestitionen, die von der hohen Nachfrage nach Immobilien angefacht werden. Dagegen zeichnet sich bei den Ausrüstungsinvestitionen keine nachhaltige Wende zum Besseren ab, auch weil die Gewinnmargen der Unternehmen wegen des stärkeren Lohnanstiegs unter Druck stehen. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 1,6%, wobei diese Rate durch eine geringere Zahl Arbeitstage als im Vorjahr etwas nach unten gedrückt wird.
Die Entwicklungen an den Finanzmärkten in den nächsten Monaten dürften maßgeblich von der EZB geprägt werden. Wenn deutlich wird, dass die EZB die Zinsen länger niedrig halten wird als am Markt erwartet, dürfte der Euro seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar teilweise wieder abgeben. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen dürften auf dem aktuellen Niveau von 0,5% bis zum Jahresende verharren. Der DAX profitiert davon, dass die Analysten wegen des ordentlichen Wirtschaftswachstums ihre Schätzungen für die Unternehmensgewinne anheben. Allerdings sind die Kurse in der ersten Jahreshälfte stark gestiegen und somit anfällig für eine zwischenzeitliche Korrektur.
Künftige Situation der Bankbranche
Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht für das Jahr 2016 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert:
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden wichtige Anlageklassen, darunter auch Bankaktien, zum Teil deutlich höher bewertet, dennoch prägen das niedrige Zinsniveau und das relativ moderate globale Wirtschaftswachstum weiterhin das Umfeld des Bankgeschäfts. Zwar hat sich aus Sicht der Marktteilnehmer an den Finanzmärkten der Informationsgehalt der politischen Signale offensichtlich vermindert, sodass den politischen Risiken zuletzt weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. Dennoch haben politische Entwicklungen und Ereignisse für das Umfeld des Bankgeschäfts alles in allem nicht an Bedeutung verloren, trotz der überraschend guten konjunkturellen Entwicklung im Euroraum in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Zu der Finanz- und Schuldenkrise und den wachsenden geopolitischen Risiken sind gesellschaftliche Entwicklungen wie Desintegration und Nationalismus hinzugekommen, die das Potenzial haben, wichtige Kunden der Finanzwirtschaft wie (private und unternehmerische) Investoren und Exporteure immer wieder zu verunsichern, zumal sie fundamentale Grundausrichtungen der Wirtschaftspolitik – wie den freien Welthandel und die europäische Integration – infrage stellen und disruptive Risiken schaffen.
7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 7 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 11 Entwicklung der Segmente
- 14 Prognosebericht
An den Märkten halten sich zudem Unsicherheiten über die Kapitalausstattung und insbesondere die Ertragslage der europäischen Banken. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. Es bleibt eine wesentliche Herausforderung der Banken, ihre Geschäftsmodelle – angesichts fortbestehender Überkapazitäten in einigen Ländern, auch im Zusammenspiel mit neuen technologiegetriebenen Wettbewerbern – den veränderten Bedingungen anzupassen, Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Hierzu ist es erforderlich, die Modernisierung des Bankbetriebes konsequent voranzutreiben und ausreichende Kapazitäten für die Digitalisierung bereitzustellen.
Der Bankensektor im Euroraum steckt alles in allem noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva in der immer digitalisierteren und automatisierteren Branche bleiben für den Bankensektor wichtige Voraussetzungen, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen.
Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns
Geplante Finanzierungsmaßnahmen
Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.
Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Geplante Investitionen
Bei den Investitionen haben sich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 85 bis 86 aufgeführten Planungen ergeben. Die aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank stehen im Zusammenhang mit Maßnahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Dabei werden wir unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren konsequent fokussieren, digital transformieren und die Effizienz steigern.
Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität
Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im zweiten Quartal 2017 durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone und der Vermeidung von deflationären Tendenzen geprägt.
Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB bis Ende Juni 2017 pro Monat zusätzlich 60 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Im Rahmen der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung Anfang Juni 2017 hat die EZB erneut die Beibehaltung der Ankaufpolitik bis Dezember 2017 oder – sofern notwendig – auch darüber hinaus bekräftigt. Die Überschussliquidität per Ende Juni 2017 stieg auf gut 1 600 Mrd. Euro weiter an. Aufgrund der Fortführung des Ankaufprogramms mindestens bis Ende 2017 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Überschussliquidität im Euroraum. Die Transformation in Kreditnachfrage wird weiterhin verhalten bleiben.
Insgesamt rechnen wir mit einer weiter abnehmenden Sekundärmarktliquidität für die europäischen Bondmärkte aufgrund der starken EZB-Aktivitäten und des anhaltenden Negativzinsumfeldes für viele Staatsanleihen. Diskussionen über den Zeitpunkt und die Auswirkungen eines möglichen Endes des Ankaufprogramms werden im Laufe des Jahres zunehmen. Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin stark limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus. Das Ankaufprogramm der EZB führt zu einer weiteren Verknappung an Collaterals. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte stark eingeschränkt. Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten wird ebenfalls im Wesentlichen durch die Aktivitäten der EZB gekennzeichnet bleiben. Die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten wird aufgrund der Situation in den Repo-Märkten sowie aufgrund der EZB-Aktivitäten weiter schwach bleiben. Wir rechnen weiterhin mit negativen Zinsen im Bereich bis 3 Jahre sowie mit engen Credit Spreads.
Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.
Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
An unseren im Geschäftsbericht 2016 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns halten wir weitgehend fest.
Eine Änderung in unseren Prognosen ergibt sich aus dem fortschreitenden Stand der Verhandlungen zwischen Vorstand und Arbeitnehmergremien über die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0". Aufgrund der Mitte Juli erfolgten Einigung zum Rahmeninteressenausgleich und Sozialplan hat die Commerzbank bereits im zweiten Quartal 2017 den vollständigen Aufwand zur Umsetzung des Personalabbaus gebucht. Die vorgenommenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro belasten damit in voller Größenordnung das Ergebnis im Geschäftsjahr 2017.
Eine Konkretisierung betrifft unsere Erwartungen hinsichtlich der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft. Unsere Einschätzung einer nochmals weiter verbesserten Kreditqualität im Konzern spiegelt sich in unserer Erwartung wider, dass nun der untere Rand der bisher angenommenen Bandbreite für Risikokosten von 450 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro zur Deckung der gesamten Kreditrisiken im Segment Asset&Capital Recovery ausreichen sollte. Ferner gehen wir davon aus, dass einschließlich der voraussichtlich für die Kernbanksegmente Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden notwendigen Wertberichtigungen die gesamte Konzernrisikovorsorge per Jahresende in einer Größenordnung von etwa 800 Mio. Euro liegen wird. Darin enthalten sind mögliche Vorsorgeerfordernisse aus dem Ratenkreditgeschäft, das die Commerzbank wie angekündigt wieder auf die eigenen Bücher nehmen wird.
Insgesamt rechnen wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2017 mit einem leicht positiven Konzernergebnis.
Wir streben – einschließlich des Effekts aus der Einführung von IFRS 9 ab 1. Januar 2018 – eine harte Kernkapitalquote ("fully phased-in") von rund 12,5% an.
Zwischenrisikobericht
Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.
Zwischenrisikobericht
18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
- 18 Organisation des Risikomanagements
- 18 Risikotragfähigkeit und Stresstesting
18 Adressenausfallrisiken
- 19 Commerzbank-Konzern
- 20 Segment Privat- und Unternehmerkunden
- 21 Segment Firmenkunden
- 21 Segment Asset&Capital Recovery
- 22 Weitere Portfolioanalysen
24 Marktrisiken
- 24 Risikosteuerung
- 24 Handelsbuch
- 25 Anlagebuch
- 26 Marktliquiditätsrisiken
26 Liquiditätsrisiken
- 26 Risikosteuerung
- 27 Quantifizierung und Stresstesting
- 27 Liquiditätsreserven
- 28 Liquiditätskennzahlen
28 Operationelle Risiken
28 Sonstige Risiken
Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.
Organisation des Risikomanagements
Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.
Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement Core, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement. In allen Segmenten außer im Segment Asset&Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den Bereichsvorständen der Risikomanagement-Organisation bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.
Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2016 dargestellt.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.
Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).
Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt. Der Konzernrisikobericht 2016 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik. Zum Jahresanfang 2017 wurden die Ergebnisse der jährlichen Validierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes umgesetzt. Dies beinhaltete neben der turnusmäßigen Aktualisierung der Risikoparameter des ökonomischen Kapitalmodells auch die Berücksichtigung des Einlagenmodellrisikos. Das Einlagenmodellrisiko beschreibt das Risiko, das sich aus dem von der Commerzbank verwendeten Einlagenmodell sowie aus der Modellierung der Sondertilgungsrechte im kommerziellen Kreditgeschäft ergibt.
Die Überwachung und Steuerung anhand der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100% liegt. Im ersten Halbjahr 2017 lag die RTF-Quote stets über 100% und betrug 207% per 30. Juni 2017. Der Anstieg der RTF-Quote gegenüber Dezember 2016 ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Marktrisikos aufgrund geringerer Marktvolatilitäten sowie ein aktives Portfoliomanagement bei Kreditrisiken zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.
| Risikotragfähigkeit Konzern Mrd. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 |
29 | 30 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital2 | 14 | 17 |
| davon für Adressenausfallrisiko | 10 | 11 |
| davon für Marktrisiko3 | 3 | 5 |
| davon für operationelles Risiko | 2 | 2 |
| davon Diversifikationseffekte | – 2 | – 2 |
| RTF-Quote4 | 207 % | 178 % |
Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.
3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
2
4RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital.
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
18 Adressenausfallrisiken
26 Liquiditätsrisiken 28 Operationelle Risiken
24 Marktrisiken
28 Sonstige Risiken
Commerzbank-Konzern
Ende September 2016 hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates&Markets wurden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert.
Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD), Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91% und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellen sich zum Stichtag 30. Juni 2017 wie folgt dar:
| Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2017 |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unter nehmerkunden |
149 | 322 | 22 | 2 299 |
| Firmenkunden | 197 | 506 | 26 | 5 615 |
| Sonstige und Konsolidierung1 |
75 | 66 | 9 | 1 598 |
| Asset & Capital Recovery | 13 | 284 | 214 | 745 |
| Konzern | 434 | 1 178 | 27 | 10 256 |
1Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 83% in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.
| Ratingverteilung per 30.6.2017 EaD % |
1,0–1,8 2,0–2,8 3,0–3,8 4,0–4,8 5,0–5,8 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unter nehmerkunden |
33 | 50 | 13 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 24 | 56 | 15 | 3 | 2 |
| Sonstige und Konsolidierung |
48 | 47 | 5 | 0 | 0 |
| Asset & Capital | |||||
| Recovery | 4 | 62 | 6 | 11 | 17 |
| Konzern | 31 | 52 | 12 | 3 | 2 |
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und jeweils 7% auf Nordamerika und Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.
| Konzernportfolio nach Regionen per 30.6.2017 |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 220 | 396 | 18 |
| Westeuropa | 100 | 157 | 16 |
| Mittel- und Osteuropa | 40 | 186 | 47 |
| Nordamerika | 30 | 82 | 28 |
| Asien | 29 | 38 | 13 |
| Sonstige | 16 | 319 | 205 |
| Konzern | 434 | 1 178 | 27 |
Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Ukraine, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des zweiten Quartals 2017 lag das Russland-Exposure bei 2,4 Mrd. Euro, das Ukraine-Exposure bei 0,1 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,2 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 4,4 Mrd. Euro.
Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des zweiten Quartals 2017 bei 9,1 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 1,7 Mrd. Euro.
Risikovorsorge Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf 362 Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 entspricht dies einem Anstieg um 27 Mio. Euro, der auf die vor allem im ersten Quartal höhere Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen zurückzuführen ist.
Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note (5) des Zwischenabschlusses liefert hierzu weitere Details.
| 2017 | 2016 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Risikovorsorge Mio. € | Q1–Q2 | Q2 | Q1 | Gesamt | Q4 | Q3 | Q1–Q2 | Q2 | Q1 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 75 | 42 | 33 | 119 | 14 | 40 | 65 | 42 | 23 |
| Firmenkunden | 76 | 33 | 43 | 185 | – 30 | 87 | 128 | 72 | 56 |
| Sonstige und Konsolidierung | 0 | 0 | 0 | – 3 | – 1 | 1 | – 3 | – 2 | – 1 |
| Asset & Capital Recovery | 211 | 92 | 119 | 599 | 307 | 147 | 145 | 75 | 70 |
| Konzern | 362 | 167 | 195 | 900 | 290 | 275 | 335 | 187 | 148 |
Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir einen Risikovorsorgebedarf von rund 800 Mio. Euro, von denen aus heutiger Sicht etwa 450 Mio. Euro auf das Segment ACR entfallen werden. Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.
Default-Portfolio Das Default-Portfolio war im ersten Halbjahr 2017 um 0,4 Mrd. Euro rückläufig.
Die nachfolgende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:
| Default-Portfolio Konzern Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Default-Portfolio | 6 504 | 6 914 |
| SLLP1 | 3 093 | 3 243 |
| GLLP2 | 603 | 673 |
| Sicherheiten | 2 091 | 2 256 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%)3 | 80 | 80 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%)3 | 89 | 89 |
| NPL-Ratio (%)4 | 1,5 | 1,6 |
1Specific Loan Loss Provision.
2 General Loan Loss Provision.
3Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Portfolio.
4NPL-Ratio: Default-Portfolio (Non-Performing Loans − NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).
Segment Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab.
Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 72 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 18 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 10 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im ersten Halbjahr resultierte überwiegend aus dem konsequenten Wachstum in der privaten Baufinanzierung.
Die Risikodichte war gegenüber dem Jahresende mit 22 Basispunkten nahezu unverändert.
| Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2017 |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Private Kunden | 89 | 110 | 12 |
| Unternehmerkunden | 25 | 60 | 24 |
| comdirect bank | 4 | 8 | 22 |
| Commerz Real | 0 | 3 | 63 |
| mBank | 30 | 141 | 46 |
| Privat- und Unternehmerkunden |
149 | 322 | 22 |
Die Risikovorsorge im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag im ersten Halbjahr 2017 mit 75 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Erhöhung um 10 Mio. Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 ist überwiegend auf Einzelfälle im Corporate Banking der mBank zurückzuführen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Risikovorsorge in diesem Bereich im ersten Halbjahr 2016 aufgrund von Auflösungen außerordentlich niedrig war.
Das Default-Portfolio des Segments ging gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 66 Mio. Euro auf 1 671 Mio. Euro zurück.
| Default-Portfolio Segment Privat und Unternehmerkunden Mio. € |
30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Default-Portfolio | 1 671 | 1 737 |
| SLLP | 847 | 834 |
| GLLP | 160 | 155 |
| Sicherheiten | 615 | 675 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 87 | 87 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 97 | 96 |
| NPL-Ratio (%) | 1,1 | 1,2 |
18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
18 Adressenausfallrisiken
- 24 Marktrisiken 26 Liquiditätsrisiken
- 28 Operationelle Risiken
- 28 Sonstige Risiken
Segment Firmenkunden
In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa.
Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
| Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2017 |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Mittelstand | 79 | 177 | 22 |
| International Corporates | 66 | 118 | 18 |
| Financial Institutions | 35 | 118 | 34 |
| Equity Markets & Commodities |
4 | 4 | 10 |
| Sonstige | 13 | 90 | 69 |
| Firmenkunden | 197 | 506 | 26 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 195 Mrd. Euro auf 197 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 26 Basispunkten konstant.
Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland entwickelte sich im ersten Halbjahr 2017 positiv, das Geschäftsklima befindet sich auf Rekordniveau. Darüber hinaus waren die ersten sechs Monate 2017 unter anderem geprägt von politischen Unsicherheiten, welche aber ohne größere Auswirkungen für unser Kreditportfolio blieben.
Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 23.
Getragen von einem weiterhin robusten konjunkturellen Gesamtumfeld lag die Risikovorsorge im Segment Firmenkunden im ersten Halbjahr 2017 mit 76 Mio. Euro nochmals sehr deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von 128 Mio. Euro.
Das Default-Portfolio des Segments sank gegenüber dem 31. Dezember 2016 ebenfalls deutlich um 522 Mio. Euro.
| Default-Portfolio Segment Firmenkunden Mio. € |
30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Default-Portfolio | 2 841 | 3 363 |
| SLLP | 1 438 | 1 563 |
| GLLP | 312 | 323 |
| Sicherheiten | 443 | 780 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 66 | 70 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 77 | 79 |
| NPL-Ratio (%) | 1,4 | 1,7 |
Segment Asset & Capital Recovery
Das Segment Asset&Capital Recovery beinhaltet Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.
Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 30. Juni 2017 auf 13 Mrd. Euro und ist damit gegenüber dem Ende des Vorjahres um 1,1 Mrd. Euro zurückgegangen.
| Kreditrisikokennzahlen per 30.6.2017 |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 1 | 26 | 197 |
| Ship Finance | 2 | 206 | 839 |
| Public Finance | 10 | 52 | 55 |
| Asset & Capital Recovery | 13 | 284 | 214 |
Commercial Real Estate Das Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Auffällige Risikoentwicklungen waren nicht zu verzeichnen. Die Risikodichte ist gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 23 Basispunkte auf 197 Basispunkte gestiegen. Das Default-Portfolio blieb mit 0,6 Mrd. Euro nahezu unverändert.
Es werden stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet.
Ship Finance Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2016 um insgesamt 1,1 Mrd. Euro reduziert, während das Default-Portfolio um 0,2 Mrd. Euro anstieg.
Insgesamt setzt sich unser Portfolio im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (1,4 Mrd. Euro), Tanker (0,8 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,9 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.
Eine nachhaltige Markterholung über alle Assetklassen hinweg erwarten wir im Jahr 2017 nicht.
Public Finance Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (4,4 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-) Portfolio (3,7 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,4 Mrd. Euro EaD).
Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Europa und den USA, abhängig.
| 2017 | 2016 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Risikovorsorge l Mio. € | Q1–Q2 | Q2 | Q1 | Gesamt | Q4 | Q3 | Q1–Q2 | Q2 | Q1 |
| Commercial Real Estate | 0 | – 3 | 3 | 42 | 68 | 5 | – 31 | – 26 | – 5 |
| Ship Finance | 212 | 96 | 116 | 559 | 240 | 146 | 173 | 99 | 74 |
| Public Finance | 0 | 0 | 0 | – 1 | 0 | – 4 | 3 | 3 | 0 |
| Asset & Capital Recovery | 211 | 92 | 119 | 599 | 307 | 147 | 145 | 75 | 70 |
Im Segment ACR lag die Risikovorsorge im ersten Halbjahr 2017 bei 211 Mio. Euro und war damit um 66 Mio. Euro höher als der entsprechende Vorjahreswert. Die Risikovorsorge entfiel vollständig auf das Schiffsportfolio.
| 30.6.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio Segment ACR Mio. € | ACR | CRE | SF | ACR | CRE | SF |
| Default-Portfolio | 1 983 | 555 | 1 428 | 1 805 | 562 | 1 243 |
| SLLP | 797 | 146 | 650 | 838 | 210 | 628 |
| GLLP | 128 | 11 | 116 | 192 | 20 | 172 |
| Sicherheiten | 1 034 | 357 | 676 | 800 | 334 | 466 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 92 | 91 | 93 | 91 | 97 | 88 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 99 | 93 | 101 | 101 | 101 | 102 |
| NPL-Ratio (%) | 13,0 | 29,9 | 36,8 | 11,2 | 22,7 | 26,2 |
Weitere Portfolioanalysen
Corporates-Portfolio nach Branchen
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
| Corporates-Portfolio nach Branchen per 30.6.2017 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 17 | 34 | 20 |
| Konsum | 15 | 39 | 26 |
| Technologie/Elektronik | 12 | 27 | 22 |
| Großhandel | 12 | 39 | 34 |
| Transport/Tourismus | 11 | 27 | 24 |
| Grundstoffe/Metall | 10 | 36 | 37 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 37 | 39 |
| Maschinenbau | 9 | 23 | 26 |
| Dienstleistungen/Medien | 9 | 23 | 26 |
| Automobil | 9 | 19 | 21 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 15 | 29 |
| Bau | 5 | 12 | 26 |
| Sonstige | 5 | 15 | 28 |
| Gesamt | 128 | 347 | 27 |
- 18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
18 Adressenausfallrisiken 24 Marktrisiken 26 Liquiditätsrisiken
- 28 Operationelle Risiken
- 28 Sonstige Risiken
Financial-Institutions-Portfolio
Nachdem wir im Jahr 2016 die Anzahl unserer Korrespondenzbanken reduziert haben, sind auch für das laufende Geschäftsjahr weiterhin Kapitalmarktaktivitäten sowie Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse unserer Firmenkunden durchführen, im Fokus. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den neuen EMIR-Standards abgeschlossen.
Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine Strategie der Reduzierung des Exposures, das im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnte.
Die Entwicklung einiger Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
| 30.6.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
| Deutschland | 5 | 5 | 10 | 6 | 6 | 11 |
| Westeuropa | 15 | 15 | 10 | 17 | 21 | 12 |
| Mittel- und Osteuropa | 5 | 18 | 38 | 5 | 21 | 43 |
| Nordamerika | 2 | 3 | 15 | 2 | 3 | 15 |
| Asien | 10 | 26 | 26 | 10 | 27 | 27 |
| Sonstige | 5 | 24 | 44 | 6 | 36 | 58 |
| Gesamt | 42 | 91 | 22 | 46 | 114 | 25 |
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten.
Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.
Der Anstieg des Expected Loss in Nordamerika ist auf die Gesundung eines abgeschriebenen Engagements im Absicherungsgeschäft bei Staatsfinanzierungen zurückzuführen.
| 30.6.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko dichte Bp. |
| Deutschland | 17 | 24 | 14 | 17 | 26 | 15 |
| Westeuropa | 14 | 25 | 17 | 12 | 24 | 20 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 5 | 61 | 1 | 4 | 65 |
| Nordamerika | 7 | 43 | 60 | 8 | 10 | 14 |
| Asien | 1 | 1 | 10 | 1 | 1 | 11 |
| Sonstige | 1 | 2 | 19 | 1 | 1 | 14 |
| Gesamt | 41 | 99 | 24 | 39 | 67 | 17 |
Originatorenpositionen
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 7,6 Mrd. Euro vorgenommen. Darüber hinaus hat die Commerzbank im vergangenen Quartal eine neue synthetische Verbriefungstransaktion, "CoCo III-1", mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro begeben. Der Transaktion liegen Forderungen an europäische Unternehmen zugrunde.
Zum Stichtag 30. Juni 2017 wurden Risikopositionen in Höhe von 7,1 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 7,0 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
| Volumen Commerzbank1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbriefungspool Mrd. € |
Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece |
Gesamtvolumen1 30.6.2017 |
Gesamtvolumen1 31.12.2016 |
|
| Corporates | 2025–2036 | 7,0 | <0,1 | 0,1 | 7,6 | 6,1 | |
| Gesamt | 7,0 | <0,1 | 0,1 | 7,6 | 6,1 |
1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen – insbesondere Handels- und Leasingforderungen – von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im ersten Halbjahr 2017 stabil geblieben und lagen mit 4,1 Mrd. Euro per Ende Juni 2017 auf dem Niveau vom 31. Dezember 2016.
Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance&Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im bisherigen Jahresverlauf 2017 mit 4,7 Mrd. Euro (Dezember 2016: 5,3 Mrd. Euro) zurückgegangen, ebenso wie die Risikowerte mit 4,5 Mrd. Euro (Dezember 2016: 5,2 Mrd. Euro).
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen grundsätzlich in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/ Reserven berücksichtigt.
Risikosteuerung
Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Konzernrisikobericht 2016 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99% und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.
In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis.
Für das Gesamtbuch ging der VaR aufgrund rückläufiger Marktvolatilität bis zum Ende des ersten Halbjahres um 21 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro zurück. Der VaR des Handelsbuchs sank seit Jahresbeginn leicht von 15 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro.
| VaR-Beitrag Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Gesamtbuch | 64 | 85 |
| davon Handelsbuch | 14 | 15 |
Handelsbuch
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Treasury.
Der Vergleich der Mittel- und Extremwerte zeigt, dass die Schwankungen des VaRs im ersten Halbjahr 2017 deutlich unter denen im Jahr 2016 lagen.
18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung 18 Adressenausfallrisiken
- 24 Marktrisiken
- 26 Liquiditätsrisiken
- 28 Operationelle Risiken
- 28 Sonstige Risiken
| VaR der Portfolios im Handelsbuch Mio. € |
Q1–Q2 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Minimum | 12 | 14 |
| Mittelwert | 16 | 30 |
| Maximum | 25 | 46 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 14 | 15 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskurs-, Zins- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen. Es folgen Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value-at-Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst.
Die Entwicklung des VaR im ersten Halbjahr 2017 zeigt einen Rückgang der Credit-Spread-Risiken und einen Anstieg der Zinsrisiken. Dies resultiert vor allem aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch Mio. € |
30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Credit Spreads | 2 | 5 |
| Zinsen | 5 | 3 |
| Aktien | 2 | 2 |
| Währung | 4 | 4 |
| Rohwaren | 1 | 1 |
| Gesamt | 14 | 15 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Stressed VaR ging im ersten Halbjahr 2017 von 48 Mio. Euro per Ende 2016 auf 27 Mio. Euro zum Berichtsstichtag zurück. Ursachen sind Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden und in dem Geschäftsbereich Treasury.
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.
Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L"- und "Dirty P&L"-Backtesting unterschieden. Beim Clean-P&L-Backtesting werden in der Gewinnund-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty-P&L-Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.
Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im ersten Halbjahr 2017 haben wir einen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15%, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.
Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Im ersten Halbjahr 2017 wurden auch vor diesem Hintergrund regulatorische und interne Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessern.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset&Capital Recovery (ACR) – Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance&Covered Bond S.A.
In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) gingen im Jahresverlauf von 50 Mio. Euro auf 46 Mio. Euro zurück.
Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarios für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/–200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.
Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2017 ein potenzieller Verlust von 2583 Mio. Euro und im Szenario –200 Basispunkte ein potenzieller Verlust von 340 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20% der regulatorischen Eigenmittel betragen
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.
Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produktund Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Marktliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte wiesen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeig-
18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung 18 Adressenausfallrisiken
24 Marktrisiken
26 Liquiditätsrisiken 28 Operationelle Risiken
28 Sonstige Risiken
nete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Quantifizierung und Stresstesting
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisiko-Modellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren Anforderungen gemäß den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Commerzbank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.
Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von einem beziehungsweise drei Monaten. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monatsbeziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario eine Nettoliquidität von 16,0 Mrd. Euro beziehungsweise 18,1 Mrd. Euro per 30. Juni 2017.
| Nettoliquidität im Stressszenario Mrd. € | 30.6.2017 | |
|---|---|---|
| 1 Monat | 21,4 | |
| Idiosynkratisches Szenario | 3 Monate | 26,0 |
| 1 Monat | 24,7 | |
| Marktweites Szenario | 3 Monate | 26,9 |
| 1 Monat | 16,0 | |
| Kombiniertes Szenario | 3 Monate | 18,1 |
Liquiditätsreserven
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Bewertungsstichtag somit eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 98,5 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 8,6 Mrd. Euro.
| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva Mrd. € |
30.6.2017 |
|---|---|
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 98,5 |
| davon Level 1 | 85,9 |
| davon Level 2A | 10,8 |
| davon Level 2B | 1,9 |
Liquiditätskennzahlen
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer nach Liquiditätsverordnung (LiqV) betrug zum Halbjahresultimo 1,47.
Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100% einzuhalten. Mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017 betrug die einzuhaltende Quote 80%.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 80% durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner hohen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken fließen jedoch gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitalbedarfs für operationelle Risiken ein.
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.
Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2017 auf dieser Basis 20,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2016: 23,9 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2016: 2,0 Mrd. Euro).
Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt.
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2017 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 33 Mio. Euro (Gesamtjahr 2016: 36 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt.
| OpRisk-Ereignisse1 Mio. € |
30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Interner Betrug | 1 | 1 |
| Externer Betrug | 4 | 26 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 0 | 1 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | 13 | – 21 |
| Prozessbezug | 14 | 29 |
| Arbeitsverhältnis | 1 | 0 |
| Konzern | 33 | 36 |
1Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance- und Personalrisiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2017 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2016 dargestellten Stand.
18 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
24 Marktrisiken 26 Liquiditätsrisiken
28 Operationelle Risiken
28 Sonstige Risiken
Rechtliche Risiken Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte). Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die noch andauert.
Wie bereits im Konzernrisikobericht 2016 erläutert, hat die Finanzverwaltung im Dezember 2016 gegenüber der Commerzbank eine geänderte Verfügung bezüglich der Anrechnung von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag im Rahmen sogenannter "Cum-Cum-Geschäfte" für das Jahr 2009 erlassen. Gegen die somit versagte Steueranrechnung hat die Commerzbank Einspruch eingelegt, über den noch nicht entschieden ist. Dem auf Grundlage dieser Rechtsauffassung gestellten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzverwaltung stattgegeben. Im Hinblick auf ähnliche Verfügungen gegen Dritte sieht sich die Commerzbank Ansprüchen ausgesetzt, die streitig sind.
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Nach derzeitigem Stand der bereits für Cum-Cum Geschäfte allgemein durchgeführten Analysen kommt die Bank zu dem Ergebnis, dass für die von der Bank insgesamt getätigten Aktiengeschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO gewählt wurden, so dass mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht von einem Gestaltungsmissbrauch auszugehen ist. Dementsprechend sind keine Rückstellungen für finanzielle Belastungen aus der nachträglich infrage gestellten Anrechnung von Kapitalertragssteuern gebildet worden. Es kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanzgerichte eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Eine ausreichend verlässliche Schätzung der finanziellen Auswirkung ist aus den vorgenannten Gründen derzeit nicht möglich.
Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (25) zu den Rückstellungen und der Note (29) zu den Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen des Zwischenabschlusses entnommen werden.
Compliance-Risiken Im Rahmen der im März 2015 zwischen der Commerzbank und verschiedenen US-Behörden geschlossenen Vergleiche bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen wurde, wie im Konzernrisikobericht 2016 dargestellt, eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Diesbezüglich gilt fort, dass auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen ist, dass der Commerzbank im Rahmen der Wohlverhaltensperiode und aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen.
Personalrisiken Insgesamt ist die Personalrisikosituation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet.
Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Zwischenabschluss
32 Gesamtergebnisrechnung
- 32 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- 33 Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
- 36 Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)
37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
43 Anhang (ausgewählte Notes)
- 43 Allgemeine Angaben
- 49 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- 59 Erläuterungen zur Bilanz
- 68 Sonstige Erläuterungen
- 90 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
- 91 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- 92 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
Gesamtergebnisrechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Mio. € | Notes | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 4 545 | 5 136 | – 11,5 | |
| Zinsaufwendungen | 2 424 | 2 456 | – 1,3 | |
| Zinsüberschuss | (1) | 2 121 | 2 680 | – 20,9 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | (2) | – 362 | – 335 | 8,1 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 759 | 2 345 | – 25,0 | |
| Provisionserträge | 2 038 | 1 917 | 6,3 | |
| Provisionsaufwendungen | 372 | 311 | 19,6 | |
| Provisionsüberschuss | (3) | 1 666 | 1 606 | 3,7 |
| Handelsergebnis | (4) | 675 | – 8 | |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | – 89 | – 57 | 56,1 | |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
586 | – 65 | ||
| Ergebnis aus Finanzanlagen | (5) | 65 | 163 | – 60,1 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
15 | 63 | – 76,2 | |
| Sonstiges Ergebnis | (6) | 7 | 116 | – 94,0 |
| Verwaltungsaufwendungen | (7) | 3 583 | 3 595 | – 0,3 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte |
– | – | ||
| Restrukturierungsaufwendungen | (8) | 807 | 40 | |
| Ergebnis vor Steuern | – 292 | 593 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (9) | 69 | 147 | – 53,1 |
| Konzernergebnis | – 361 | 446 | ||
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis |
45 | 62 | – 27,4 | |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
– 406 | 384 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
| Ergebnis je Aktie € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | – 0,32 | 0,31 |
Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Anpassung der Vorjahreszahlen hatte keine Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie des Vorjahres.
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | – 361 | 446 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos2 |
– 81 | – | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
178 | – 388 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– | – | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 0 | |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 97 | – 388 | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – 80 | – 162 | – 50,6 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 155 | – 75 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 17 | 31 | – 45,2 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 6 | – 5 | |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 22 | – 176 | |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
|||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | – 2 | – 89 | – 97,8 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | – 2 | – 1 | 100,0 |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 116 | – 477 | |
| Sonstiges Periodenergebnis | 213 | – 865 | |
| Gesamtergebnis | – 148 | – 419 | – 64,7 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis | 92 | 5 | |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis | – 240 | – 424 | – 43,4 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2 Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
| 2. Quartal Mio. € | 1.4.–30.6.2017 | 1.4–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | – 612 | 253 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos2 |
– 63 | – | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
274 | – 138 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– | – | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | – | |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 211 | – 138 | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – 49 | – 128 | – 61,7 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 167 | – 66 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 8 | 13 | – 38,5 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 2 | – 2 | |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | – 113 | – 93 | 21,5 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
|||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | – | – | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 3 | – 98 | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | – 3 | 1 | |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 15 | – 373 | |
| Sonstiges Periodenergebnis | 226 | – 511 | |
| Gesamtergebnis | – 386 | – 258 | 49,6 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis | 29 | – 25 | |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis | – 415 | – 233 | 78,1 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:
| Sonstiges Periodenergebnis Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Steuern |
Steuern | Nach Steuern |
Vor Steuern |
Steuern | Nach Steuern |
|
| Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos1 |
– 84 | 3 | – 81 | – | – | – |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
255 | – 77 | 178 | – 566 | 178 | – 388 |
| darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
0 | – | 0 | 0 | – | 0 |
| darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen |
– | – | – | – | – | – |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
85 | – 10 | 75 | – 152 | – 85 | – 237 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
32 | – 9 | 23 | 41 | – 15 | 26 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
21 | 1 | 22 | – 183 | 7 | – 176 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– 2 | 0 | – 2 | – 96 | 7 | – 89 |
| Veränderung bei at-Equity bewerteten Unternehmen |
– 2 | – | – 2 | – 1 | 0 | – 1 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 305 | – 92 | 213 | – 957 | 92 | – 865 |
1 Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46). Die Vergleichszahlen wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 angepasst.
Im zweiten Quartal entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt:
| Sonstiges Periodenergebnis Mio. € | 1.4–30.6.2017 | 1.4–30.6.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Steuern |
Steuern | Nach Steuern |
Vor Steuern |
Steuern | Nach Steuern |
|
| Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos1 |
– 65 | 2 | – 63 | – | – | – |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
399 | – 125 | 274 | – 196 | 58 | – 138 |
| darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
0 | – | 0 | 0 | – | 0 |
| darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen |
– | – | – | – | – | – |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
142 | – 24 | 118 | – 104 | – 90 | – 194 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
15 | – 5 | 10 | 18 | – 7 | 11 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
– 114 | 1 | – 113 | – 101 | 8 | – 93 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
3 | 0 | 3 | – 109 | 11 | – 98 |
| Veränderung bei at-Equity bewerteten Unternehmen |
– 3 | – | – 3 | 1 | – | 1 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 377 | – 151 | 226 | – 491 | – 20 | – 511 |
1Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)
| Mio. € | 2017 | 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Quartal | 1. Quartal2 | 4. Quartal1 | 3. Quartal1 | 2. Quartal1 | 1. Quartal1 | |
| Zinsüberschuss | 1 039 | 1 082 | 1 256 | 1 141 | 1 349 | 1 331 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 167 | – 195 | – 290 | – 275 | – 187 | – 148 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 872 | 887 | 966 | 866 | 1 162 | 1 183 |
| Provisionsüberschuss | 779 | 887 | 825 | 781 | 783 | 823 |
| Handelsergebnis | 259 | 416 | 28 | 337 | – 75 | 67 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
– 55 | – 34 | – 7 | 27 | – 2 | – 55 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
204 | 382 | 21 | 364 | – 77 | 12 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 34 | 31 | 87 | 94 | 131 | 32 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
8 | 7 | 8 | 79 | 14 | 49 |
| Sonstiges Ergebnis | 4 | 3 | 202 | – 22 | 40 | 76 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 718 | 1 865 | 1 772 | 1 733 | 1 702 | 1 893 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte |
– | – | – | 627 | – | – |
| Restrukturierungsaufwendungen | 807 | – | 32 | 57 | 40 | – |
| Ergebnis vor Steuern | – 624 | 332 | 305 | – 255 | 311 | 282 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – 12 | 81 | 100 | 14 | 58 | 89 |
| Konzernergebnis | – 612 | 251 | 205 | – 269 | 253 | 193 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis |
25 | 20 | 22 | 19 | 38 | 24 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
– 637 | 231 | 183 | – 288 | 215 | 169 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung
43 Anhang (ausgewählte Notes)
Bilanz
| Aktiva Mio. € | Notes | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 54 273 | 34 802 | 55,9 | |
| Forderungen an Kreditinstitute | (11,13,14) | 64 123 | 58 529 | 9,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | – | – | ||
| Forderungen an Kunden | (12,13,14) | 215 803 | 212 848 | 1,4 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | – | – | ||
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 142 | 310 | – 54,2 | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
1 615 | 2 075 | – 22,2 | |
| Handelsaktiva | (15) | 77 505 | 88 862 | – 12,8 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 4 645 | 1 917 | ||
| Finanzanlagen | (16) | 60 589 | 70 180 | – 13,7 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 5 405 | 3 175 | 70,2 | |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 175 | 180 | – 2,8 | |
| Immaterielle Anlagewerte | (17) | 3 125 | 3 047 | 2,6 |
| Sachanlagen | (18) | 1 626 | 1 723 | – 5,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 16 | 16 | 0,0 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen |
(19) | 1 265 | 1 188 | 6,5 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 839 | 629 | 33,4 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | 3 012 | 3 049 | – 1,2 | |
| Sonstige Aktiva | (20) | 3 152 | 3 012 | 4,6 |
| Gesamt | 487 260 | 480 450 | 1,4 |
| Passiva Mio. € | Notes | 30.6.2017 | 31.12.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (21) | 76 133 | 66 948 | 13,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (22) | 259 241 | 250 920 | 3,3 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (23) | 35 258 | 38 494 | – 8,4 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 666 | 1 001 | – 33,5 | |
| Negative Marktwerte aus derivativen | ||||
| Sicherungsinstrumenten | 2 400 | 3 080 | – 22,1 | |
| Handelspassiva | (24) | 64 945 | 71 644 | – 9,4 |
| Rückstellungen | (25) | 3 695 | 3 436 | 7,5 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 568 | 627 | – 9,4 | |
| Latente Ertragsteuerschulden | 53 | 49 | 8,2 | |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung | ||||
| gehaltenen Veräußerungsgruppen | 14 | – | ||
| Sonstige Passiva | (26) | 3 836 | 3 695 | 3,8 |
| Nachrangige Schuldinstrumente | (27) | 11 076 | 10 969 | 1,0 |
| Eigenkapital | 29 375 | 29 587 | – 0,7 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1 252 | 1 252 | 0,0 | |
| Kapitalrücklage | 17 192 | 17 192 | 0,0 | |
| Gewinnrücklagen | 10 770 | 11 131 | – 3,2 | |
| Andere Rücklagen | – 946 | – 1 015 | – 6,8 | |
| Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen | 28 268 | 28 560 | – 1,0 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 107 | 1 027 | 7,8 | |
| Gesamt | 487 260 | 480 450 | 1,4 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Mio. € | Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rück lagen1 |
Neu bewer tungs rücklage |
Andere Rücklagen Rücklage aus Cash Flow Hedges |
Rücklage aus der Währungs umrech nung |
Gesamt vor nicht beherr schenden Anteilen1 |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 1 252 | 17 192 | 11 458 | – 597 | – 159 | – 25 | 29 121 | 1 004 | 30 125 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen |
– 53 | – 53 | – 53 | ||||||
| Eigenkapital zum 1.1.2016 | 1 252 | 17 192 | 11 405 | – 597 | – 159 | – 25 | 29 068 | 1 004 | 30 072 |
| Gesamtergebnis | – | – | – 99 | – 184 | 62 | – 112 | – 333 | 32 | – 301 |
| Konzernergebnis | 279 | 279 | 103 | 382 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos2 |
– | – | – | – | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
– 378 | – 378 | – 1 | – 379 | |||||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
– 114 | – 114 | – 21 | – 135 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
62 | 62 | 0 | 62 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungs umrechnung |
– 113 | – 113 | – 30 | – 143 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– 70 | – 70 | – 19 | – 89 | |||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten |
|||||||||
| Unternehmen | 1 | 1 | – | 1 | |||||
| Dividendenausschüttung | – 250 | – 250 | – 13 | – 263 | |||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 6 | 6 | 2 | 8 | |||||
| Sonstige Veränderungen | 69 | 69 | 2 | 71 | |||||
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 1 252 | 17 192 | 11 131 | – 781 | – 97 | – 137 | 28 560 | 1 027 | 29 587 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2 Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
Die Vergleichszahlen wurden rückwirkend zum 1.Januar 2017 angepasst.
Die Sonstigen Veränderungen weisen im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern aus.
| Mio. € | Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rück lagen1 |
Neu bewer tungs rück lage |
Andere Rücklagen Rücklage aus Cash Flow Hedges |
Rücklage aus der Währungs umrech nung |
Gesamt vor nicht beherr schenden Anteilen1 |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 1 252 | 17 192 | 11 131 | – 781 | – 97 | – 137 | 28 560 | 1 027 | 29 587 |
| Gesamtergebnis | – | – | – 309 | 66 | 23 | – 20 | – 240 | 92 | – 148 |
| Konzernergebnis | – 406 | – 406 | 45 | – 361 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos2 |
– 81 | – 81 | – | – 81 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
178 | 178 | – | 178 | |||||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
68 | 68 | 7 | 75 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
23 | 23 | 0 | 23 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungs umrechnung |
– 18 | – 18 | 40 | 22 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– 2 | – 2 | – | – 2 | |||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
– 2 | – 2 | – | – 2 | |||||
| Dividendenausschüttung | – | – 8 | – 8 | ||||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | – 6 | – 6 | – 6 | – 12 | |||||
| Sonstige Veränderungen | – 46 | – 46 | 2 | – 44 | |||||
| Eigenkapital zum 30.6.2017 | 1 252 | 17 192 | 10 770 | – 715 | – 74 | – 157 | 28 268 | 1 107 | 29 375 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
Die Vergleichszahlen wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 angepasst.
Zum 30. Juni 2017 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung, unverändert gegenüber dem 31.Dezember 2016, 1252 Mio. Euro und war in 1252357634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro).
Auf die anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2017 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.
Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel.
In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
Die Veränderungen im Anteilsbesitz von –12 Mio. Euro, in den ersten sechs Monaten 2017, ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an einer bereits konsolidierten Gesellschaft.
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Nachrichtlich: Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2016
| Mio. € | Gezeich | Kapital | Gewinn | Andere Rücklagen | Gesamt | Nicht | Eigen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| netes Kapital |
rücklage | rück lagen1 |
Neu bewer tungs rücklage |
Rücklage aus Cash Flow Hedges |
Rücklage aus der Währungs umrech nung |
vor nicht beherr schenden Anteilen1 |
beherr schende Anteile |
kapital1 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 1 252 | 17 192 | 11 458 | – 597 | – 159 | – 25 | 29 121 | 1 004 | 30 125 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen |
– 53 | – 53 | – 53 | ||||||
| Eigenkapital zum 1.1.2016 | 1 252 | 17 192 | 11 405 | – 597 | – 159 | – 25 | 29 068 | 1 004 | 30 072 |
| Gesamtergebnis | – | – | – 3 | – 304 | 26 | – 143 | – 424 | 5 | – 419 |
| Konzernergebnis | 384 | 384 | 62 | 446 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos2 |
– | – | – | – | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
– 387 | – 387 | – 1 | – 388 | |||||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
– 234 | – 234 | – 3 | – 237 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
26 | 26 | 0 | 26 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
– 142 | – 142 | – 34 | – 176 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen |
– 70 | – 70 | – 19 | – 89 | |||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
– 1 | – 1 | – | – 1 | |||||
| Dividendenausschüttung | – 250 | – 250 | – 11 | – 261 | |||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 9 | 9 | – | 9 | |||||
| Sonstige Veränderungen | – 3 | – 3 | 1 | – 2 | |||||
| Eigenkapital zum 30.6.2016 | 1 252 | 17 192 | 11 158 | – 901 | – 133 | – 168 | 28 400 | 999 | 29 399 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 46).
Die Vergleichszahlen wurden rückwirkend zum 1.Januar 2017 angepasst.
In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
| Mio. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand zum 1.1. | 34 802 | 28 509 |
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 10 216 | – 16 970 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | 9 695 | 2 121 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | – 308 | 283 |
| Cash Flow insgesamt | 19 603 | – 14 566 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | – 87 | – 180 |
| Effekte aus nicht beherrschenden Anteilen | – 45 | – 62 |
| Zahlungsmittelbestand zum 30.6. | 54 273 | 13 701 |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands im Commerzbank-Konzern. Dieser entspricht dem Bilanzposten Barreserve und setzt sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammen.
Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Die Anpassung der Vorjahreszahlen hatte keine Auswirkung auf die Kapitalflussrechnung.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Anhang (ausgewählte Notes)
Allgemeine Angaben
Rechnungslegungsgrundsätze
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Der Zwischenabschluss des Commerzbank-Konzerns zum 30. Juni 2017 wurde in Einklang mit § 315 a Absatz 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.
Anwendung neuer und geänderter Standards
Wir haben in diesem Abschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 mit Ausnahme der unten aufgeführten Änderung der vorzeitigen teilweisen Anwendung von IFRS 9 angewendet (vergleiche Konzernabschluss 2016 Seite 136 ff.). Standards und Interpretationen, die in geänderter Fassung ab dem 1. Januar 2017 in der EU verpflichtend anzuwenden sind (IFRS 14), wurden in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss.
Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden, neuen und überarbeiteten Standards (IAS 28, 40 sowie IFRS 2, 4, 9, 10, 15 und 16) sowie Interpretationen (IFRIC Interpretationen 22 und 23) stellen wir im Folgenden dar.
Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente". Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, eine frühere Anwendung ist jedoch möglich. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) wird weitgehend abgelöst.
IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten vor. Alle finanziellen Vermögenswerte sind grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten. Die Bewer-
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2017 erstellte Abschlüsse. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der verkürzten Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.
tungseffekte sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung auszuweisen. Eine abweichende Bilanzierung ist bei einem schuldrechtlichen Instrument der Aktivseite nur dann vorgesehen, wenn es einem Portfolio des Geschäftsmodells "Halten" beziehungsweise "Halten und Verkaufen" zugeordnet wurde und das jeweilige Finanzinstrument grundsätzlich nur Zahlungsströme aufweist, die typisch für einen Standardkreditvertrag (sogenanntes SPPI-Kriterium) sind. Eine Bewertung zum Fair Value ist jedoch auch in diesen Fällen weiterhin möglich, wenn dadurch eine Ausweisoder Bewertungsinkongruenz (sogenannter "Accounting Mismatch") beseitigt oder wesentlich reduziert wird. Ein getrennter Ausweis von eingebetteten Derivaten ist bei den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr zulässig.
Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten bleibt gegenüber den derzeitigen Regelungen des IAS 39 nahezu unverändert. Wie bislang ist eine freiwillige Bewertung unter bestimmten Bedingungen zum Fair Value möglich. Der Bewertungseffekt, der hierbei aus der Veränderung der eigenen Bonität resultiert, wird allerdings anders als bisher nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Eine Ausnahme davon besteht, wenn dadurch in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein Accounting Mismatch entsteht oder wesentlich erhöht wird. Der Commerzbank-Konzern wendet diesen Teil des neuen IFRS 9 bereits zum 30. Juni 2017 vorzeitig an. Die Vergleichszahlen zum 31.März 2017 wurden rückwirkend angepasst (siehe Anpassungen Seite 45 f.).
IFRS 9 ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken finanzieller Vermögenswerte (Risikovorsorge). Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden. Vielmehr ist für jedes Fremdkapitalinstrument, das zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum Fair Value zu bewerten ist, der erwartete Verlust über ein Jahr (12 Month Expected Loss) bereits bei Zugang als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein und liegt noch kein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge barwertig auf Basis der noch zu erwartenden Cash Flows zu ermitteln.
IFRS 9 beinhaltet zudem Neuerungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Durch diese neuen Regeln soll eine weitere Harmonisierung der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen mit dem (ökonomischen) Risikomanagement erreicht werden. Der neue Standard sieht jedoch ein Wahlrecht vor, die bisherigen Regelungen des IAS 39 können weiter verwendet werden. Die Commerzbank wird für das Hedge Accounting dieses Wahlrecht in Anspruch nehmen.
Das im Jahr 2014 in der Commerzbank konzernweit unter der Verantwortung von Group Finance aufgesetzte Projekt "IFRS 9" hat die neuen Anforderungen mit Unterstützung von Experten aus den Bereichen Finance, Risk und IT für die Themen Methodik, Datenbeschaffung und Prozesse analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen wurden in Fachkonzepten detailliert beschrieben und in die konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinien eingearbeitet. Einige methodisch-inhaltliche Fragestellungen befinden sich aktuell noch in der Diskussion, wie zum Beispiel die Festlegung des Business Models für die jeweiligen Portfolios entlang der Vorgaben des IFRS 9 in Abstimmung mit den Geschäftssegmenten.
Nachdem die Umsetzungsphase, in der die von der Umstellung betroffenen Prozesse und IT-Systeme angepasst wurden, weitestgehend abgeschlossen ist, befinden wir uns nun in einer Testphase. In diese sind die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften involviert. Durch die im Vergleich zu IAS 39 geänderte Risikovorsorgemethodik erwarten wir eine moderate Erhöhung des Risikovorsorgebestandes zum Umstellungszeitpunkt. Die zum 1. Januar 2018 vorzunehmende neue Klassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente führt für eine Reihe finanzieller Vermögenswerte zusätzlich zu einer Bewertung zum Fair Value. Dies wird voraussichtlich eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge haben. Unter Berücksichtigung des aktuellen regulatorischen Regelwerks werden die Umstellungseffekte aus Klassifizierung und Risikovorsorge insgesamt die harte Kernkapitalquote moderat belasten. Abschließend und verlässlich können diese Umstellungseffekte jedoch erst im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2017 ermittelt werden.
Als Ausblick für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 weisen wir darauf hin, dass wir strukturelle Änderungen hinsichtlich der Bilanz- und Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Posten vornehmen werden. Zukünftig orientieren wir unseren Ausweis an den jeweiligen Bewertungskategorien. Zum 31. Dezember 2017 erfolgt der Ausweis basierend auf den IAS 39 Bewertungskategorien und ab 1. Januar 2018 auf Basis der dann anzuwendenden IFRS 9-Bewertungskategorien.
Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung zur Leistung von Mietzahlungen darstellt. Für die Klassifizierung der Leasingverträge im Finanzierungs- und Operating-Leasing beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. IFRS 16 tritt – entsprechendes Endorsement in der EU vorausgesetzt – für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen dürfte die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einer Erhöhung der Bilanzsumme um einen kleinen bis mittleren einstelligen Milliardenbetrag führen.
Aus den anderen, nachfolgend beschriebenen, derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen (einschließlich der Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRIC Interpretationen 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Die im September 2014 veröffentlichten Änderungen der Standards IAS 28 und IFRS 10 regeln, dass nicht realisierte Erfolge aus
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Das Endorsement ist auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Klarstellungen im IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass jetzt Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des Fair Values der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen. Die Übernahme in europäisches Recht wird im zweiten Halbjahr 2017 erwartet. Die Änderung tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Derzeit prüfen wir die Auswirkungen der Klarstellungen von IFRS 2.
Die Klarstellung im IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bezieht sich auf die Klassifizierung von Immobilien bei Nutzungsänderung, Die bisherige Aufzählung wurde um den Hinweis ergänzt, dass diese nicht abschließend ist. Die Änderung tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Die Interpretation des IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" definiert, dass der Zeitpunkt der erhaltenen oder geleisteten Vorauszahlung maßgeblich für die Verwendung des Wechselkurses bei Transaktionen in Fremdwährung ist. Die Interpretation ist ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden.
Mit der Interpretation IFRIC 23 "Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf Ertragsteuern" wird die Regelungslücke aus IAS 12.5 in Bezug auf die Bilanzierung unsicherer Steuerwerte, klargestellt. Die Interpretation ist ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Die Anpassung für den bestehenden Standard IFRS 4 für Versicherungsverträge zielt darauf ab, die Auswirkungen der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 und dem neuen Standard von Versicherungsverträgen, in Form von erhöhten Ergebnisvolatilitäten und doppelten Umstellungsaufwand zu vermeiden. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze (Überlagerungsansatz oder Aufschubansatz), die von Versicherern bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen genutzt werden können. Die Übernahme in europäisches Recht wird im vierten Quartal 2017 erwartet und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Das IASB veröffentlichte im Mai 2017 den neuen Standard IFRS 17 "Versicherungsverträge". Dieser regelt den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Versicherungsverträgen. Die einheitliche Darstellung bewirkt eine höhere Vergleichbarkeit und Transparenz von Versicherungsverträgen weltweit. Die Änderung tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Der IFRS 17 löst somit den bisherigen Standard IFRS 4 ab. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus.
Anpassungen
Aus Fehlerkorrekturen des Vorjahres ergaben sich retrospektiv zu berücksichtigende Anpassungen von Vorjahresvergleichswerten. Wir verweisen dazu auf die ausführlichen Erläuterungen im Konzernabschluss 2016 auf den Seiten 139 ff. Für die ersten sechs Monate 2016 ergaben sich daraus folgende Änderungen gegenüber der bisherigen Darstellung:
- Bei zwei als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Immobilienobjektgesellschaften haben wir die Bewertung von Kommanditanteilen, die als Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen sind, korrigiert. Im ersten Halbjahr 2016 verminderten sich die Sonstigen Aufwendungen um 20 Mio. Euro und die Sonstige Passiva reduzierten sich entsprechend. Des Weiteren erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 6 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche verminderten sich entsprechend. Das Konzernergebnis erhöhte sich damit um 14 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0,01 Euro.
- Im Rahmen von Sale-and-Lease-back-Transaktionen (Operating Leasing) ist eine etwaige Differenz zwischen Kaufpreis und Fair Value des Objektes abzugrenzen und über die erwartete
Restlaufzeit des Leasingvertrages zu amortisieren. Aus zwei Transaktionen resultierte eine retrospektive Anpassung, da der damalige Kaufpreis dem Fair Value entsprach und damit marktkonforme Transaktionsbedingungen vorlagen. Folglich haben wir den zugrunde gelegten Fair Value auf die Höhe des Kaufpreises angepasst. In den ersten sechs Monaten 2016 verminderten sich die Sonstigen Erträge um 2 Mio. Euro und die Sonstigen Passiva erhöhten sich entsprechend. Das Konzernergebnis reduzierte sich damit um 2 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie reduzierte sich um weniger als 0,00 Euro.
• Die Ergebnisse aus der Abrechnung von Finanzierungsleasingverträgen werden jetzt netto im Zinsertrag beziehungsweiseaufwand ausgewiesen. Bisher erfolgte teilweise ein Ausweis der erhaltenen Gegenleistung (abzüglich eventuell an den Leasingnehmer weitergeleiteter Beträge) im Zinsertrag sowie der Ausbuchung des Forderungsbuchwertes im Zinsaufwand. Im ersten Halbjahr 2016 wurden die Zinserträge und -aufwendungen entsprechend um jeweils 53 Mio. Euro reduziert. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie.
• Der Commerzbank-Konzern hat im Rahmen einer Fehlerkorrektur sechs vollkonsolidierte Exchange-traded-funds (ETFs) zum 30. Juni 2016 retrospektiv entkonsolidiert, da die Beherrschung (Control) dauerhaft entfallen war. Im ersten Halbjahr 2016 verminderten sich die Provisionsaufwendungen um 4 Mio. Euro, das Handelsergebnis um 3 Mio. Euro und die Sonstigen Erträge um 1 Mio. Euro. Zudem verminderten sich die Forderungen an Kreditinstitute um 1 Mio. Euro und die Handelsaktiva erhöhten sich um 154 Mio. Euro. Des Weiteren erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 960 Mio. Euro, die Handelspassiva um 55 Mio. Euro und die Sonstigen Passiva verminderten sich um 862 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr 2017 ergab sich zudem eine Fehlerkorrektur aufgrund einer Feststellung aus einer Betriebsprüfung für die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst. Die Gewinnrücklagen verminderten sich zum 1. Januar 2016 wie auch zum 31. Dezember 2016 um 53 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden erhöhten sich korrespondierend. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.
Darüber hinaus wurde eine Anpassung der Vorjahreszahlen in Note 32 vorgenommen.
Der Commerzbank Konzern wendet rückwirkend zum 1. Januar 2017 bereits einen Teil von IFRS 9 vorzeitig an. Der Bewertungseffekt, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird dadurch nicht mehr ergebniswirksam, sondern nun erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst. Damit wird die Volatilität in der Gewinnund-Verlust-Rechnung zukünftig verringert. Zum 31. März 2017 verminderte sich die Gewinnrücklage nach tatsächlichen Ertragsteuerschulden von 4 Mio. Euro um 14 Mio. Euro. Das Handelsergebnis erhöhte sich um 18 Mio. Euro und die Steuern vom Einkommen und Ertrag um 6 Mio. Euro. Das Konzernergebnis stieg dadurch um 12 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0,01 Euro an.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die wesentlichen Anpassungen für die ersten sechs Monate 2016 auf die Gewinnund-Verlust-Rechnung und die Bilanz zum 30. Juni 2016 sowie die Bilanz zum 31. Dezember 2016 zusammenfassend dar:
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mio. € | Veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung | Ange passter Konzern abschluss |
|---|---|---|---|
| 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2016 | ||
| Zinserträge | 5 189 | – 53 | 5 136 |
| Zinsaufwendungen | 2 509 | – 53 | 2 456 |
| Zinsüberschuss | 2 680 | – | 2 680 |
| Provisionserträge | 1 917 | – | 1 917 |
| Provisionsaufwendungen | 315 | – 4 | 311 |
| Provisionsüberschuss | 1 602 | 4 | 1 606 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | – 62 | – 3 | – 65 |
| Sonstiges Ergebnis | 99 | 17 | 116 |
| Ergebnis vor Steuern | 575 | 18 | 593 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 141 | 6 | 147 |
| Konzernergebnis | 434 | 12 | 446 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 62 | – | 62 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 372 | 12 | 384 |
| Bilanz Mio. € | Veröffent lichter Konzern abschluss |
Ange passter Konzern abschluss |
||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2016 | |||
| Eigenkapital | 29 682 | – 323 | 29 359 | |
| darunter: Gewinnrücklagen | 11 441 | – 323 | 11 118 | |
| Bilanzsumme | 532 602 | 207 | 532 809 |
| Bilanz Mio. € | Veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung | Ange passter Konzern abschluss |
|---|---|---|---|
| 1.1.–31.12.2016 | 1.1.–31.12.2016 | ||
| Tatsächliche Ertragssteuerschulden | 574 | 53 | 627 |
| Eigenkapital | 29 640 | – 53 | 29 587 |
| darunter: Gewinnrücklagen | 11 184 | – 53 | 11 131 |
Konsolidierungskreis
Am 3. April 2017 erwarb unser Tochterunternehmen comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, vollständig die Anteile an der onvista Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main und deren verbundene Unternehmen von der Boursorama S.A.. Onvista betreibt in Deutschland eine etablierte Online-Plattform für Brokerage-Geschäfte sowie ein Finanzinformationsportal. Der Kaufpreis betrug 40 Mio. Euro und setzte sich aus Barmitteln von 42 Mio. Euro und einer Forderung aus einer Kaufpreisanpassung von 2 Mio. Euro zusammen. Mit der onvista Gruppe wurden Zahlungsmittel von 421 Mio. Euro erworben. Die onvista bank GmbH wurde inzwischen auf die comdirect bank Aktiengesellschaft verschmolzen. Zum Stichtag 30. Juni 2017 gehört damit neben der onvista Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main noch die onvista media GmbH, Frankfurt am Main dem Konsolidierungskreis zusätzlich an.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt ergaben sich sonstige immaterielle Vermögenswerte von 23 Mio. Euro und passive latente Steuern von 7 Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte resultieren aus dem Kundenstamm der ehemaligen onvista bank GmbH, selbsterstellter Software, dem Portal onvista.de, dem Markennamen und aus einem vorteilhaften Vertrag.
Aus dem Erwerb resultierte ein negativer Unterschiedsbetrag (sogenannter Badwill) von 1 Mio. Euro, der erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Dies ist vor allem auf die zum Zeitpunkt des Erwerbs im Marktumfeld geltenden verhaltenen Bewertungen von Unternehmen aus dem Finanzdienstleitungssektor zurückzuführen.
Die erworbene Gesellschaft hat im Commerzbank Konzern in der Zeit zwischen Akquisition am 3. April 2017 und dem 30. Juni 2017 einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation mit
Nachtragsbericht
Die Commerzbank und BNP Paribas haben sich darauf verständigt, das Gemeinschaftsunternehmen Commerz Finanz GmbH, München, Deutschland, in zwei Teilbetriebe aufzuspalten. Die Commerzbank wird in den folgenden Monaten das ihr zugeordnete Ratenkreditgeschäft der Commerz Finanz GmbH in die eigenen Systeme integrieren. Aus diesem Unternehmenszusammenschluss erwarten wir einen positiven Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine leichte Erhöhung der Bilanzsumme.
1 Mio. Euro zum Konzernüberschuss beigetragen. Bei einer Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2017 hätte sich daraus ein Beitrag zum Konzernergebnis von weniger als 0 Mio. Euro ergeben. Diese Zahlen wurden lediglich zu Vergleichszwecken basierend auf Schätzungen ermittelt und geben weder Aufschluss über die tatsächlichen operativen Ergebnisse noch über zukünftige Ergebnisse.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die zum Erwerbszeitpunkt erworbenen bilanzierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden ersichtlich.
| Mio. € | 3.4.2017 |
|---|---|
| Barreserve | 421 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 147 |
| Forderungen an Kunden | 72 |
| Finanzanlagen | 97 |
| Immaterielle Anlagewerte | 24 |
| Sachanlagen | 1 |
| Sonstige Aktiva | 2 |
| Summe der identifizierten Vermögenswerte | 763 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | 5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 700 |
| Rückstellungen | 4 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 7 |
| Sonstige Passiva | 6 |
| Summe der identifizierten Schulden | 722 |
| Nettovermögen zum Zeitwert | 41 |
| Kaufpreis/Gegenleistung | 40 |
| Negativer Unterschiedsbetrag (Badwill) | 1 |
Am 13. Juli 2017 wurde der angekündigte Verkauf der Anteile an dem Edelmetallverarbeiter Argor-Heraeus SA, Mendrisio, Schweiz, abgeschlossen. Die Ergebniseffekte dieses Verkaufs zeigen wir im dritten Quartal 2017 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Am 26. Juli 2017 wurde der angekündigte Verkauf der Anteile an dem Kreditkartengeschäftdienstleister Concardis GmbH, Eschborn, Deutschland, abgeschlossen. Das Veräußerungsergebnis wird im dritten Quartal 2017 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
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42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(1) Zinsüberschuss
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | 4 545 | 5 136 | – 11,5 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) |
333 | 373 | – 10,7 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen) |
3 456 | 3 722 | – 7,1 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) |
154 | 113 | 36,3 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zu Handelszwecken gehalten) |
253 | 463 | – 45,4 |
| Vorfälligkeitsentschädigungen | 54 | 59 | – 8,5 |
| Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten |
7 | 34 | – 79,4 |
| Dividenden aus Wertpapieren | 39 | 34 | 14,7 |
| Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen |
15 | 65 | – 76,9 |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 224 | 104 | |
| Unwinding | 10 | 11 | – 9,1 |
| Sonstige Zinserträge | – | 158 | – 100,0 |
| Zinsaufwendungen | 2 424 | 2 456 | – 1,3 |
| Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente sowie verbriefte und sonstige Verbindlichkeiten |
1 701 | 1 993 | – 14,7 |
| Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option | 174 | 214 | – 18,7 |
| Zinsaufwendungen für zu Handelszwecken gehaltene verbriefte Verbindlichkeiten |
81 | 54 | 50,0 |
| Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten |
27 | 41 | – 34,1 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 281 | 146 | 92,5 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 160 | 8 | |
| Gesamt | 2 121 | 2 680 | – 20,9 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
Die saldierten Zinsen aus Derivaten (inklusive negativer Zinsen) aus dem Bank- und Handelsbuch werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen erfasst.
(2) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zuführung zur Risikovorsorge1 | – 782 | – 738 | 6,0 |
| Auflösung von Risikovorsorge1 | 476 | 403 | 18,1 |
| Saldo Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen |
– 56 | – | |
| Gesamt | – 362 | – 335 | 8,1 |
1Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).
(3) Provisionsüberschuss
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Wertpapiergeschäft | 469 | 426 | 10,1 |
| Vermögensverwaltung | 142 | 118 | 20,3 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 629 | 615 | 2,3 |
| Bürgschaften | 95 | 101 | – 5,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 155 | 148 | 4,7 |
| Vermittlungsgeschäft | 88 | 122 | – 27,9 |
| Treuhandgeschäfte | 5 | 4 | 25,0 |
| Übrige Erträge | 83 | 72 | 15,3 |
| Gesamt | 1 666 | 1 606 | 3,7 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
Wir haben die Darstellung gegenüber der des Vorjahres geändert. Das Ergebnis aus dem Immobiliengeschäft haben wir zum einen in den Ausweisposten Vermögensverwaltung und zum anderen in den Ausweisposten Bürgschaften umgesetzt.
(4) Handelsergebnis
Das Handelsergebnis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
- Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen und Forderungen des Handelsbestandes, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren) und
- Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option.
Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus dem Handel | 712 | – 81 | |
| Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option | – 37 | 73 | |
| Gesamt | 675 | – 8 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(5) Ergebnis aus Finanzanlagen
Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Tochterunternehmen aus.
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus zinstragendem Geschäft | 57 | 5 | |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller | |||
| Vermögenswerte | 70 | 10 | |
| Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) |
75 | 20 | |
| Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) |
– 17 | – 11 | 54,5 |
| Bewertungsergebnis | 12 | 1 | |
| der Kategorie Kredite und Forderungen | – 13 | – 5 | |
| Veräußerungsgewinne | 4 | 19 | – 78,9 |
| Veräußerungsverluste | – 11 | – 20 | – 45,0 |
| Bewertungsergebnis | – 6 | – 4 | 50,0 |
| Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten | 8 | 158 | – 94,9 |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller | |||
| Vermögenswerte | 14 | 160 | – 91,3 |
| Veräußerungsgewinne | |||
| (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) | 17 | 160 | – 89,4 |
| Veräußerungsverluste | |||
| (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) | – 3 | – | |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller | |||
| Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden | – 3 | – | |
| Bewertungsergebnis | – 2 | – 2 | 0,0 |
| Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity | |||
| bewerteten Unternehmen | – 1 | – | |
| Gesamt | 65 | 163 | – 60,1 |
Das Bewertungsergebnis der Kategorie Kredite und Forderungen beinhaltete Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen von 1 Mio. Euro (Vorjahr: Auflösung 2 Mio. Euro) für umgewidmete Wertpapiere.
(6) Sonstiges Ergebnis
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1–30.6.20161 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Wesentliche sonstige Aufwendungen | 156 | 142 | 9,9 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 61 | 54 | 13,0 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 59 | 59 | 0,0 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | 15 | 14 | 7,1 |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 2 | 5 | – 60,0 |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | – | 1 | |
| Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | – | 1 | |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 2 | 1 | 100,0 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 17 | 7 | |
| Wesentliche sonstige Erträge | 184 | 263 | – 30,0 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 67 | 122 | – 45,1 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 94 | 87 | 8,0 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 1 | 1 | 0,0 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 4 | 12 | – 66,7 |
| Erträge aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 1 | 5 | – 80,0 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | – | 6 | |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 7 | 21 | – 66,7 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 10 | 9 | 11,1 |
| Sonstige Steuern (saldiert) | – 31 | – 30 | 3,3 |
| Übrige sonstige Aufwendungen und Erträge (saldiert) | 10 | 25 | – 60,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 7 | 116 | – 94,0 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
(7) Verwaltungsaufwendungen
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Personalaufwendungen | 1 827 | 1 818 | 0,5 |
| Sachaufwendungen | 1 468 | 1 477 | – 0,6 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte |
288 | 300 | – 4,0 |
| Gesamt | 3 583 | 3 595 | – 0,3 |
Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Sachaufwendungen Bankenabgaben von 186 Mio. Euro (Vorjahr: 155 Mio. Euro) und polnische Bankensteuer von 43 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro) enthalten.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(8) Restrukturierungsaufwendungen
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen | 807 | 40 | |
| Gesamt | 807 | 40 |
Die Restrukturierungsaufwendungen in den ersten sechs Monaten 2017 von 807 Mio. Euro stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" im Inland und Ausland.
(9) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Zum 30. Juni 2017 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 69 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von – 292 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von – 23,6% (Konzernertragsteuersatz: 31,5%). Der Konzernsteueraufwand resultierte im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft in London für die Berichtsperiode. Dieser Steueraufwand führt in
(10) Segmentberichterstattung
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.
In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der zum 30. September 2016 eingeführten Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden und Asset&Capital Recovery sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen ist entsprechend erfolgt. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Eine Anpassung im Geschäftsmodell des Segments Firmenkunden führte im ersten Quartal 2017 zu geringfügigen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten: Aufgaben der Kreditadministration wurden an die Unterstützungs-
Im Vorjahr entstanden Restrukturierungsaufwendungen aufgrund der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden an den Standorten London und New York sowie aufgrund der Umstrukturierung diverser Backoffice-Einheiten in Deutschland.
Verbindung mit einem im Wesentlichen aus der Restrukturierungsrückstellung resultierenden negativen Ergebnis vor Steuern zu einer negativen Steuerquote. Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die Veränderung der latenten Steueransprüche der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland ausgewirkt.
Steuerquotenreduzierend hingegen hat sich der geringere Steuersatz in Polen und Großbritannien auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt.
funktionen übertragen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equitybewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Im Operativen Ergebnis sind Wertminderungen aus Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Anlagewerten und Restrukturierungsaufwendungen nicht enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Firmenkunden in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Firmenkunden deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Im Rahmen der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge.
Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Common Equity Tier 1 (CET 1)-Kapital gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET 1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.
Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten per 30. Juni 2017 sowie zu den Vergleichswerten des Vorjahreszeitraums.
| 1.1.–30.6.2017 Mio. € |
Privat- und Unternehmer kunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Kon solidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 187 | 905 | 150 | – 121 | 2 121 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 75 | – 76 | – 211 | – | – 362 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 112 | 829 | – 61 | – 121 | 1 759 |
| Provisionsüberschuss | 1 022 | 659 | 1 | – 16 | 1 666 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
39 | 443 | – 16 | 120 | 586 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 6 | 12 | 1 | 46 | 65 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen |
2 | 14 | – | – 1 | 15 |
| Sonstiges Ergebnis | 23 | 10 | 18 | – 44 | 7 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 2 279 | 2 043 | 154 | – 16 | 4 460 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 2 204 | 1 967 | – 57 | – 16 | 4 098 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 868 | 1 465 | 58 | 192 | 3 583 |
| Operatives Ergebnis | 336 | 502 | – 115 | – 208 | 515 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte |
– | – | – | – | – |
| Restrukturierungsaufwendungen | – | – | – | 807 | 807 |
| Ergebnis vor Steuern | 336 | 502 | – 115 | – 1 015 | – 292 |
| Aktiva | 123 025 | 198 170 | 25 291 | 140 774 | 487 260 |
| Passiva | 147 775 | 229 070 | 17 043 | 93 372 | 487 260 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen |
4 | 170 | 1 | – | 175 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 Operative Eigenkapitalrendite2 (%) |
4 002 16,8 |
10 839 9,3 |
3 139 – 7,3 |
5 420 | 23 400 4,4 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) |
82,0 | 71,7 | 37,7 | 80,3 |
1Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.
Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
2 Auf das Jahr hochgerechnet.
| 1.1.–30.6.20161 Mio. € |
Privat- und Unternehmer kunden |
Firmenkunden | Asset & Capital Recovery |
Sonstige und Kon solidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 245 | 1 769 | – 46 | – 288 | 2 680 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 65 | – 128 | – 145 | 3 | – 335 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 180 | 1 641 | – 191 | – 285 | 2 345 |
| Provisionsüberschuss | 960 | 660 | 1 | – 15 | 1 606 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
27 | – 251 | – 6 | 165 | – 65 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 122 | 30 | – 3 | 14 | 163 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen |
50 | 13 | – | – | 63 |
| Sonstiges Ergebnis | 23 | 19 | 12 | 62 | 116 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 2 427 | 2 240 | – 42 | – 62 | 4 563 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 2 362 | 2 112 | – 187 | – 59 | 4 228 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 790 | 1 512 | 64 | 229 | 3 595 |
| Operatives Ergebnis | 572 | 600 | – 251 | – 288 | 633 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte |
– | – | – | – | – |
| Restrukturierungsaufwendungen | – | 12 | – | 28 | 40 |
| Ergebnis vor Steuern | 572 | 588 | – 251 | – 316 | 593 |
| Aktiva | 115 166 | 263 921 | 30 494 | 123 228 | 532 809 |
| Passiva | 136 827 | 262 196 | 22 677 | 111 109 | 532 809 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen |
548 | 231 | 1 | – | 780 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 |
4 172 | 11 708 | 3 382 | 4 016 | 23 278 |
| Operative Eigenkapitalrendite3 (%) |
27,4 | 10,2 | – 14,8 | 5,4 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) |
73,8 | 67,5 | 78,8 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
2Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.
Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
3 Auf das Jahr hochgerechnet.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.20161 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige | Konsoli dierung |
Sonstige und Kon solidierung |
Sonstige | Konsoli dierung |
Sonstige und Kon solidierung |
|
| Zinsüberschuss | – 136 | 15 | – 121 | – 130 | – 158 | – 288 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – | – | – | 3 | – | 3 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge |
– 136 | 15 | – 121 | – 127 | – 158 | – 285 |
| Provisionsüberschuss | – 14 | – 2 | – 16 | – 13 | – 2 | – 15 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
95 | 25 | 120 | 136 | 29 | 165 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 51 | – 5 | 46 | 26 | – 12 | 14 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen |
– 1 | – | – 1 | – | – | – |
| Sonstiges Ergebnis | – 33 | – 11 | – 44 | 70 | – 8 | 62 |
| Erträge vor Risikovorsorge | – 38 | 22 | – 16 | 89 | – 151 | – 62 |
| Erträge nach Risikovorsorge | – 38 | 22 | – 16 | 92 | – 151 | – 59 |
| Verwaltungsaufwendungen | 210 | – 18 | 192 | 244 | – 15 | 229 |
| Operatives Ergebnis | – 248 | 40 | – 208 | – 152 | – 136 | – 288 |
| Wertminderungen auf Geschäfts oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte |
– | – | – | – | – | – |
| Restrukturierungsaufwendungen | 807 | – | 807 | 25 | 3 | 28 |
| Ergebnis vor Steuern | – 1 055 | 40 | – 1 015 | – 177 | – 139 | – 316 |
| Aktiva | 140 455 | 319 | 140 774 | 123 000 | 228 | 123 228 |
| Passiva | 93 082 | 290 | 93 372 | 110 983 | 126 | 111 109 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
- Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
- Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte.
Die regionale Aufgliederung des Ergebnisses, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Ver-Verteilung:
| 1.1.–30.6.2017 Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 445 | 619 | 20 | 37 | – | 2 121 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 286 | – 77 | – 2 | 3 | – | – 362 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 159 | 542 | 18 | 40 | – | 1 759 |
| Provisionsüberschuss | 1 398 | 242 | 21 | 5 | – | 1 666 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
156 | 360 | 9 | 61 | – | 586 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 61 | 4 | – | – | – | 65 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen |
13 | – | 2 | – | – | 15 |
| Sonstiges Ergebnis | – 26 | 17 | 17 | – 1 | – | 7 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 3 047 | 1 242 | 69 | 102 | – | 4 460 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 2 761 | 1 165 | 67 | 105 | – | 4 098 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 781 | 660 | 66 | 76 | – | 3 583 |
| Operatives Ergebnis | – 20 | 505 | 1 | 29 | – | 515 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken | 86 918 | 46 251 | 4 050 | 4 124 | – | 141 343 |
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:
| 1.1.–30.6.20161 Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1 801 | 694 | 91 | 94 | – | 2 680 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | – 264 | – 62 | 4 | – 13 | – | – 335 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 537 | 632 | 95 | 81 | – | 2 345 |
| Provisionsüberschuss | 1 348 | 222 | 20 | 16 | – | 1 606 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
– 177 | 155 | – 60 | 17 | – | – 65 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 40 | 120 | 3 | – | – | 163 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen |
56 | 5 | 2 | – | – | 63 |
| Sonstiges Ergebnis | 79 | 37 | 1 | – 1 | – | 116 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 3 147 | 1 233 | 57 | 126 | – | 4 563 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 2 883 | 1 171 | 61 | 113 | – | 4 228 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 807 | 656 | 59 | 73 | – | 3 595 |
| Operatives Ergebnis | 76 | 515 | 2 | 40 | – | 633 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken | 98 939 | 49 536 | 3 846 | 3 141 | – | 155 462 |
1Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 45 ff.).
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Forderungen an Kreditinstitute
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 35 772 | 33 395 | 7,1 |
| Forderungen aus dem Geldhandel | 2 038 | 1 662 | 22,6 |
| Schuldscheindarlehen | 814 | 1 241 | – 34,4 |
| Übrige Forderungen | 25 564 | 22 290 | 14,7 |
| Gesamt | 64 188 | 58 588 | 9,6 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Kredite und Forderungen | 39 739 | 43 033 | – 7,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
24 449 | 15 555 | 57,2 |
Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 64 123 Mio. Euro (Vorjahr: 58 529 Mio. Euro).
(12) Forderungen an Kunden
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 11 529 | 12 362 | – 6,7 |
| Forderungen aus dem Geldhandel | 785 | 522 | 50,4 |
| Schuldscheindarlehen | 12 508 | 13 290 | – 5,9 |
| Bau- und Schiffsfinanzierungen | 93 465 | 92 994 | 0,5 |
| Übrige Forderungen | 100 981 | 97 350 | 3,7 |
| Gesamt | 219 268 | 216 518 | 1,3 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Kredite und Forderungen | 210 733 | 208 095 | 1,3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
8 535 | 8 423 | 1,3 |
Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 215803 Mio. Euro (Vorjahr: 212848 Mio. Euro).
(13) Kreditvolumen
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Kredite an Kreditinstitute | 17 818 | 19 894 | – 10,4 |
| Kredite an Kunden | 207 739 | 204 156 | 1,8 |
| Gesamt | 225 557 | 224 050 | 0,7 |
Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.
(14) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkannten Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt.
| Entwicklung der Risikovorsorge Mio. € | 2017 | 2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Stand am 1.1. | 3 934 | 4 192 | – 6,2 |
| Zuführungen | 783 | 738 | 6,1 |
| Abgänge | 942 | 938 | 0,4 |
| Inanspruchnahmen | 466 | 535 | – 12,9 |
| Auflösungen | 476 | 403 | 18,1 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | – | – | |
| Wechselkursänderungen/Umbuchungen/Unwinding | – 58 | – 13 | |
| Stand am 30.6. | 3 717 | 3 979 | – 6,6 |
Die ergebniswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 362 Mio. Euro (Vorjahr: 335 Mio. Euro) (siehe Note 2).
| Bestand der Risikovorsorge Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | 3 055 | 3 186 | – 4,1 |
| Portfoliowertberichtigungen | 475 | 543 | – 12,5 |
| Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft | 3 530 | 3 729 | – 5,3 |
| Rückstellungen im Kreditgeschäft (Einzelrisiken) | 60 | 76 | – 21,1 |
| Rückstellungen im Kreditgeschäft (Portfoliorisiken) | 127 | 129 | – 1,6 |
| Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft | 187 | 205 | – 8,8 |
| Gesamt | 3 717 | 3 934 | – 5,5 |
Für Forderungen an Kreditinstitute belief sich der Bestand der Risikovorsorge auf 65 Mio. Euro (Vorjahr: 59 Mio. Euro), für Forderungen an Kunden auf 3465 Mio. Euro (Vorjahr: 3670 Mio. Euro).
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(15) Handelsaktiva
Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit
- Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
- Aktien andere eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds,
-
Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen,
-
Devisen und Edelmetallen,
- derivativen Finanzinstrumenten und
- Sonstigen Handelsaktiva.
In den positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die zu Absicherungszwecken genutzt werden, aber nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 5 428 | 4 361 | 24,5 |
| Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen | 780 | 1 044 | – 25,3 |
| Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds |
17 361 | 20 642 | – 15,9 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 53 827 | 62 205 | – 13,5 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 36 344 | 42 551 | – 14,6 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 11 858 | 15 049 | – 21,2 |
| Aktienderivate | 3 626 | 2 328 | |
| Kreditderivate | 1 270 | 1 489 | |
| Übrige derivative Geschäfte | 729 | 788 | – 7,5 |
| Sonstige Handelsaktiva | 109 | 610 | – 82,1 |
| Gesamt | 77 505 | 88 862 | – 12,8 |
(16) Finanzanlagen
Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich aus Wesentlichkeitsgründen nicht at-Equity-bewerteter assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidierten Anteilen an Tochterunternehmen.
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 | 59 674 | 69 094 | – 13,6 |
| Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds |
547 | 712 | – 23,2 |
| Beteiligungen | 222 | 222 | 0,0 |
| Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 146 | 152 | – 3,9 |
| Gesamt | 60 589 | 70 180 | – 13,7 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Kredite und Forderungen1 | 25 382 | 29 698 | – 14,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 34 419 | 39 635 | – 13,2 |
| darunter: mit Anschaffungskosten bewertet | 159 | 188 | 307 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
788 | 847 | – 7,0 |
1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umgewidmete Wertpapiere von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro).
In den Finanzanlagen zum 30. Juni 2017 waren 159 Mio. Euro (Vorjahr: 188 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten.
In den ersten sechs Monaten 2017 wurden aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, mit einem Buchwert von 32 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) ausgebucht. Daraus resultiert kein Ergebnis (Vorjahr: 7 Mio. Euro).
Für die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umgewidmeten Wertpapiere belief sich die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern zum 30. Juni 2017 auf – 0,3 Mrd. Euro (Vorjahr: – 0,4 Mrd. Euro). Ohne die durchgeführten Umwidmungen hätte sich für diese Bestände zum 30. Juni 2017 eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern von – 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr: – 2,2 Mrd. Euro) ergeben; der Buchwert dieser Bestände zum Bilanzstichtag betrug 24,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 28,0 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 21,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 25,3 Mrd. Euro).
(17) Immaterielle Anlagewerte
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1 484 | 1 484 | 0,0 |
| Sonstige immaterielle Anlagewerte | 1 641 | 1 563 | 5,0 |
| Kundenbeziehungen | 234 | 241 | – 2,9 |
| Markennamen | 5 | – | |
| Selbst erstellte Software | 972 | 882 | 10,2 |
| Erworbene Software | 413 | 423 | – 2,4 |
| Übrige | 17 | 17 | 0,0 |
| Gesamt | 3 125 | 3 047 | 2,6 |
Aus dem Erwerb der onvista Aktiengesellschaft resultierte zum 30. Juni 2017 ein Zugang für Markenname von 5 Mio. Euro.
(18) Sachanlagen
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Grundstücke und Gebäude | 431 | 443 | – 2,7 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 460 | 477 | – 3,6 |
| Leasinggegenstände | 735 | 803 | – 8,5 |
| Gesamt | 1 626 | 1 723 | – 5,6 |
(19) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen sowie Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzanlagen | 94 | 94 | 0,0 |
| Sachanlagen | 124 | 520 | – 76,2 |
| Sonstige Aktivposten | 1 047 | 574 | 82,4 |
| Gesamt | 1 265 | 1 188 | 6,5 |
Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2017 erfolgen.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung 42 Kapitalflussrechnung
43 Anhang (ausgewählte Notes)
Aus dem Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde der Verkauf einer Beteiligung beschlossen, die im Zusammenhang mit dem Kreditkartengeschäft steht. Die Transaktion wurde am 26. Juli 2017 abgeschlossen, die Ausbuchung nehmen wir im dritten Quartal 2017 vor. Zudem wurde für eine Beteiligung, die im Ratenkreditgeschäft tätig ist und bei deren Abgang gleichzeitig der Zugang von Vermögenswerten, die aus dem Bankgeschäft resultieren, der Vertrag mit dem Geschäftspartner im Juli 2017 abgeschlossen. Die Abwicklung der Transaktion findet innerhalb des dritten Quartals 2017 statt. Weiterhin wurde im Juni 2017 beschlossen, aus dem Segment Privat- und Unternehmerkunden Anteile an dem vollkonsolidierten Tochterunternehmen mLocum S.A., Lódz, Polen, zu veräußern. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Aufsichtsbehörden und kann bis zum Abschluss Änderungen unterliegen.
Im Segment Firmenkunden wurde für eine Beteiligung aus dem Edelmetallverarbeitungssektor der Verkaufsvertrag im zweiten Quartal 2017 unterzeichnet. Das Closing dieser Transaktion fand am 13. Juli 2017 statt. Zum 31. März 2017 wurden zusätzlich Kredite aus dem Segment Firmenkunden in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im zweiten Quartal 2017, die Kredite wurden ausgebucht. Außerdem klassifizieren zum 30. Juni 2017 Immobilien aus den Sachanlagen und aus den Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien als Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.
In die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen wurden zum 30. Juni 2017 die Verbindlichkeiten der mLocum S.A., Lódz, Polen, von 14 Mio. Euro aufgrund des geplanten Verkaufs umgegliedert, weitere Verbindlichkeiten sind nicht enthalten.
(20) Sonstige Aktiva
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einzugspapiere | 14 | 11 | 27,3 |
| Edelmetalle | 109 | 357 | – 69,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 315 | 236 | 33,5 |
| Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte | 1 102 | 857 | 28,6 |
| Aktiviertes Planvermögen | 453 | 443 | 2,3 |
| Übrige Aktiva | 1 159 | 1 108 | 4,6 |
| Gesamt | 3 152 | 3 012 | 4,6 |
(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Repos und Cash Collaterals | 19 260 | 18 171 | 6,0 |
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 17 525 | 15 051 | 16,4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 39 348 | 33 726 | 16,7 |
| Gesamt | 76 133 | 66 948 | 13,7 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 64 451 | 56 155 | 14,8 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| (Fair Value Option) | 11 682 | 10 793 | 8,2 |
(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Repos und Cash Collaterals | 7 567 | 7 047 | 7,4 |
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 43 258 | 46 985 | – 7,9 |
| Spareinlagen | 7 370 | 7 189 | 2,5 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 201 046 | 189 699 | 6,0 |
| Gesamt | 259 241 | 250 920 | 3,3 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 252 837 | 244 655 | 3,3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
6 404 | 6 265 | 2,2 |
(23) Verbriefte Verbindlichkeiten
Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.
In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe von 11 987 Mio. Euro (Vorjahr: 11 857 Mio. Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe von 4 476 Mio. Euro (Vorjahr 5 203 Mio. Euro) enthalten.
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 31 782 | 32 884 | – 3,4 |
| Begebene Geldmarktpapiere | 3 472 | 5 566 | – 37,6 |
| Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 4 | 44 | – 90,9 |
| Gesamt | 35 258 | 38 494 | – 8,4 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 34 169 | 37 481 | – 8,8 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
1 089 | 1 013 | 7,5 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 wurden wesentliche neue Emissionen mit einem Volumen von 5,5 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen/Rückkäufe auf 1,3 Mrd. Euro und der fälligen Emissionen auf 7,5 Mrd. Euro.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(24) Handelspassiva
In den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die zu Absicherungszwecken genutzt werden, aber nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zertifikate und andere eigene Emissionen | 5 684 | 4 828 | 17,7 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 5 154 | 864 | |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 54 107 | 65 952 | – 18,0 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 35 549 | 42 117 | – 15,6 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 11 972 | 18 561 | – 35,5 |
| Aktienderivate | 4 492 | 2 437 | 84,3 |
| Kreditderivate | 1 726 | 2 225 | – 22,4 |
| Übrige derivative Geschäfte | 368 | 612 | – 39,9 |
| Gesamt | 64 945 | 71 644 | – 9,4 |
(25) Rückstellungen
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1 002 | 1 356 | – 26,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 2 693 | 2 080 | 29,5 |
| Gesamt | 3 695 | 3 436 | 7,5 |
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Konzernabschluss 2016 Seite 204 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurden am 30. Juni 2017 ein Diskontierungszinssatz von 2,1% (Vorjahr: 1,8%) und unverändert zum Vorjahr eine Gehaltsentwicklung von 2,5% sowie eine Rentenanpassung von 1,6% zugrunde gelegt.
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen von 1134 Mio. Euro (Vorjahr: 425 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den Jahren 2017 bis 2020.
Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
- Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
-
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objektund anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von – auch gerichtlichen – Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
-
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Die Commerzbank rechnet mit Rückforderungen von entsprechenden Entgelten durch ihre Kunden.
- Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erloschen ist, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.
- Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften haben in den vergangenen Jahren mehrere Tochtergesellschaften, Beteiligungen in und außerhalb Deutschlands sowie einige größere Immobilien veräußert. Die jeweiligen Verträge enthalten Gewährleistungen, bestimmte Haftungsfreistellungen oder auch Finanzierungsverpflichtungen, woraus der Commerzbank-Konzern in Anspruch genommen werden kann. In einigen Fällen wurden angebliche Verstöße gegen solche Vereinbarungen angezeigt.
- Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung im Wege eines Aktienpaketes durch eine Tochtergesellschaft der Commerzbank hat der Verkäufer die Berechnungsgrundlage des Aktienpreises (Übertragung von Immobilien im Wege der Sacheinlage) in einem gerichtlichen Verfahren angefochten. Das zuständige Berufungsgericht hat im April 2014 entschieden, dass die Übertragung der Immobilien im Wege der Sacheinlage, unwirksam war. Die Tochtergesellschaft der Commerzbank hat gegen dieses Urteil Revision eingelegt. Die Revision wurde im August 2015 abgewiesen, sodass mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. Ausreichend Vorsorge wurde getroffen.
- Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher
Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
- Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadenersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Sollten die Kläger in der zweiten Instanz mit ihrer Berufungsklage obsiegen, geht die Commerzbank davon aus, dass aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Regressansprüche gegen andere Mitglieder des Konsortiums sowie gegen Dritte bestehen.
- Die Commerzbank wurde als Teil eines Konsortiums im Juli 2005 von einem Kunden, der als Garant für seine Tochtergesellschaft ein fälliges Darlehen vollständig zurückgezahlt hat, im Rahmen seines Insolvenzverfahrens in den USA verklagt. Der Kunde macht geltend, dass verschiedene Rückzahlungen unwirksam seien, weil er zum Zeitpunkt der Finanzierung erkennbar insolvent gewesen sei. Zwei außergerichtliche Schlichtungsversuche blieben erfolglos. Nach Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils wurde im März 2015 vor dem Bezirksgericht ein vorprozessuales Beweisverfahren (Pre-Trial Discovery) durchgeführt. Das Bankenkonsortium hat im Anschluss daran einen Antrag auf ein Urteil im abgekürzten Verfahren (Summary Judgement) gestellt. Im Dezember 2015 wurde dem Antrag des Bankenkonsortiums stattgegeben und die Klage abgewiesen. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt. Das Berufungsgericht hat im Juni 2017 das erstinstanzliche Urteil zugunsten der beklagten Banken bestätigt. Ein Antrag auf nochmalige Anhörung vor dem US Supreme Court als letzte mögliche Instanz wurde abgelehnt. Das Verfahren ist somit beendet.
- Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Das Verfahren dauert an.
- Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(26) Sonstige Passiva
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 1 184 | 1 184 | 0,0 |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 67 | 169 | – 60,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 296 | 322 | – 8,1 |
| Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte |
843 | 725 | 16,3 |
| Übrige Passiva | 1 446 | 1 295 | 11,7 |
| Gesamt | 3 836 | 3 695 | 3,8 |
(27) Nachrangige Schuldinstrumente
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Nachrangige Schuldinstrumente | 11 090 | 10 866 | 2,1 |
| Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 | – 722 | – 664 | 8,7 |
| Bewertungseffekte | 708 | 767 | – 7,7 |
| Gesamt | 11 076 | 10 969 | 1,0 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 11 063 | 10 955 | 1,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) |
13 | 14 | – 7,1 |
1 Einschließlich Effekte aus der Anpassung der Zeitwerte der Nachrangigen Schuldinstrumente zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Schuldinstrumente auf 0,9 Mrd. Euro, der Rückzahlungen auf 0,2 Mrd. Euro und der Neuemissionen auf 1,5 Mrd. Euro.
Sonstige Erläuterungen
(28) Eigenkapitalanforderungen und Verschuldungsquote
Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung.
| Position Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Phase-in | Phase-in | Fully phased-in | Fully phased-in | |
| Bilanzielles Eigenkapital | 29 375 | 29 640 | 29 375 | 29 640 |
| Effekt aus Debit Valuation Adjustments | – 146 | – 177 | – 182 | – 295 |
| Korrektur der Neubewertungsrücklage | 144 | 313 | – | – |
| Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges | 74 | 97 | 74 | 97 |
| Korrektur zum Phase-in (IAS 19) | 254 | 578 | – | – |
| Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) | – 398 | – 258 | – 468 | – 426 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | – 1 496 | – 1 496 | – 1 496 | – 1 496 |
| Immaterielle Vermögenswerte | – 1 257 | – 1 206 | – 1 257 | – 1 206 |
| Aktivüberhang des Planvermögens | – 311 | – 231 | – 388 | – 385 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen | – 490 | – 297 | – 613 | – 494 |
| Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) | – 684 | – 420 | – 760 | – 525 |
| Prudential Valuation | – 276 | – 367 | – 276 | – 367 |
| Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in eigenen Instrumenten des harten Kernkapitals |
– 44 | – 33 | – 53 | – 51 |
| Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) | – 244 | – 301 | – 244 | – 301 |
| Vorleistungsrisiken | – | – 1 | – | – 1 |
| Verrechnung der Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) | 627 | 1 066 | – | – |
| Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen |
– 261 | – 166 | – 468 | – 548 |
| Dividendenabgrenzung | – | – | – | – |
| Sonstiges und Rundungen | – 98 | – 247 | – 99 | – 247 |
| Hartes Kernkapital (CET 1)1 | 24 769 | 26 494 | 23 145 | 23 395 |
| Zusätzliches Kernkapital (AT 1) | 407 | – | – | – |
| Kernkapital (Tier 1) | 25 176 | 26 494 | 23 145 | 23 395 |
| Ergänzungskapital (Tier 2) | 5 987 | 5 677 | 5 978 | 5 691 |
| Eigenkapital | 31 163 | 32 171 | 29 123 | 29 086 |
| Gewichtete Risikoaktiva | 178 818 | 190 527 | 178 464 | 189 848 |
| davon: Kreditrisiko3 | 141 343 | 146 880 | 140 989 | 146 201 |
| davon: Marktrisiko2,3 | 16 926 | 19 768 | 16 926 | 19 768 |
| davon: Operationelles Risiko | 20 549 | 23 879 | 20 549 | 23 879 |
| Harte Kernkapitalquote (CET– 1-Ratio, %) | 13,9 | 13,9 | 13,0 | 12,3 |
| Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio, %) | 14,1 | 13,9 | 13,0 | 12,3 |
| Eigenkapitalquote (%) | 17,4 | 16,9 | 16,3 | 15,3 |
1Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
2Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
3Reallokation des Ausweises der Abwicklungsrisiken in Höhe von 12 Mio. Euro vom Marktrisiko zum Kreditrisiko zum 31. Dezember 2016.
Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2016 finden im Phase-in-Kapital statt und werden
durch die Effekte aus den Basel 3-Übergangsregelungen bestimmt. Der Anstieg der Kapitalquoten gegenüber dem Jahresende ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der gewichteten Risikoaktiva.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung
43 Anhang (ausgewählte Notes)
Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1 Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des ersten Halbjahres 2017 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.
Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank Konzerns. Zur Berechnung, Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio gemäß CRD IV-/CRR-Anforderungen hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert.
Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance.
Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen.
Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio und der Segmentengagements sowie über die Haupttreiber und deren Veränderung.
Neben den Ex-post-Analysen der Leverage Ratio wird auch die künftige Entwicklung dieser Kennziffer sowie des Leverage Ratio Exposure im Rahmen des bankinternen Planungsprozesses (MYP) prognostiziert und im unterjährigen Forecasting regelmäßig überprüft. Außerdem werden antizipierte Änderungen regulatorischer Vorschriften sowie deren Einfluss auf die Quote fortlaufend überwacht. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Quote in adversen makroökonomischen Szenarien analysiert und bei der Erstellung der Notfallpläne berücksichtigt.
Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.
| Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote | Anzusetzende Werte |
|---|---|
| Mio. € | 30.6.2017 |
| Summe der Aktiva laut veröffentlichtem Abschluss | 487 260 |
| Anpassung für Unternehmen, die für Rechnungslegungszwecke konsolidiert werden, aber nicht dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis angehören |
– 347 |
| (Anpassung für Treuhandvermögen, das nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen in der Bilanz angesetzt wird, aber gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleibt) |
– |
| Anpassungen für derivative Finanzinstrumente | – 36 406 |
| Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) | 2 353 |
| Anpassungen für außerbilanzielle Posten (d.h. Umrechnung außerbilanzieller Risikopositionen in Kreditäquivalenzbeträge) |
52 931 |
| (Anpassung für gruppeninterne Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) |
– |
| (Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) |
– |
| Sonstige Anpassungen | |
| Phase-in | – 4 642 |
| Fully phased-in | – 5 532 |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote | |
| Phase-in | 501 149 |
| Fully phased-in | 500 259 |
| Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote | Risikopositionen der CRR Verschuldungsquote |
|---|---|
| Mio. € | 30.6.2017 |
| Bilanzwirksame Risikopositionen (ohne Derivate und SFT) | |
| Bilanzwirksame Posten (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen, aber einschließlich Sicherheiten) |
398 605 |
| (Bei der Ermittlung des Kernkapitals abgezogene Aktivabeträge) | |
| Phase-in | – 4 316 |
| Fully phased-in | – 5 206 |
| Summe der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen) | |
| Phase-in | 394 289 |
| Fully phased-in | 393 399 |
| Risikopositionen aus Derivaten | |
| Wiederbeschaffungswert aller Derivatgeschäfte (d.h. ohne anrechenbare, in bar erhaltene Nachschüsse) |
10 140 |
| Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert (PFE) in Bezug auf alle Derivatgeschäfte (Marktbewertungsmethode) |
21 221 |
| Risikoposition gemäß Ursprungsrisikomethode | – |
| Hinzurechnung des Betrags von im Zusammenhang mit Derivaten gestellten Sicherheiten, die nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen von den Bilanzaktiva abgezogen werden |
– |
| (Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivatgeschäften) | – 15 359 |
| (Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) kundengeclearter Handelsrisikopositionen) |
– 1 976 |
| Angepasster effektiver Nominalwert geschriebener Kreditderivate | 23 886 |
| (Aufrechnungen der angepassten effektiven Nominalwerte und Abzüge der Aufschläge für geschriebene Kreditderivate) |
– 18 876 |
| Summe der Risikopositionen aus Derivaten | 19 036 |
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
| Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote (Fortsetzung) | Risikopositionen der CRR Verschuldungsquote |
|---|---|
| Mio. € | 30.6.2017 |
| Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) | |
| Brutto-Aktiva aus SFT (ohne Anerkennung von Netting), nach Bereinigung um als Verkauf verbuchte Geschäfte |
51 182 |
| (Aufgerechnete Beträge von Barverbindlichkeiten und -forderungen aus Brutto-Aktiva aus SFT) |
– 18 642 |
| Gegenparteiausfallrisikoposition für SFT-Aktiva | 2 353 |
| Abweichende Regelung für SFT: Gegenparteiausfallrisikoposition gemäß Artikel 429b Absatz 4 und Artikel 222 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 |
– |
| Risikopositionen aus als Beauftragter getätigten Geschäften | – |
| (Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) von kundengeclearten SFT-Risikopositionen) |
– |
| Summe der Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) | 34 893 |
| Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen | |
| Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert | 170 693 |
| (Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) | – 117 762 |
| Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen | 52 931 |
| (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 7 und 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen |
|
| (Gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht einbezogene (bilanzielle und außerbilanzielle) gruppeninterne Risikopositionen (Einzelbasis)) |
– |
| (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen |
– |
| Eigenkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße | |
| Kernkapital | |
| Phase-in | 25 176 |
| Fully phased-in | 23 145 |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote | |
| Phase-in | 501 149 |
| Fully phased-in | 500 259 |
| Verschuldungsquote | |
| Phase-In (%) | 5,0 |
| Fully phased-in (%) | 4,6 |
| Gewählte Übergangsregelung und Betrag ausgebuchter Treuhandpositionen | |
| Gewählte Übergangsregelung für die Definition der Kapitalmessgröße | Phase-in und Fully phased-in |
| Phase-in | 0 |
| Fully phased-in | 0 |
| Betrag des gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgebuchten Treuhandvermögens |
– |
| Aufgliederung der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen) |
Risikopositionen der CRR Verschuldungsquote |
|---|---|
| Mio. € | 30.6.2017 |
| Gesamtsumme der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen), davon: |
398 605 |
| Risikopositionen im Handelsbuch | 40 080 |
| Risikopositionen im Anlagebuch, davon: | 358 525 |
| Gedeckte Schuldverschreibungen | 5 185 |
| Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden | 95 879 |
| Risikopositionen gegenüber regionalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die nicht wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden |
14 005 |
| Institute | 27 103 |
| Durch Grundpfandrechte auf Immobilien besichert | 62 314 |
| Risikopositionen aus dem Mengengeschäft | 40 035 |
| Unternehmen | 77 502 |
| Ausgefallene Risikopositionen | 3 471 |
| Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und sonstige Aktiva, die keine Kreditverpflichtungen sind) |
33 031 |
Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("phase-in") belief sich zum 30. Juni 2017 auf 5,0% (zum 31. März 2017: 5,1%). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung ("fully phased-in") betrug 4,6%, nach 4,6% per 31. März 2017. Die "fully phasedin" Leverage Ratio ist stabil geblieben aufgrund von lediglich marginal verändertem Leverage Ratio Exposure und aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 Kapital unter "fully phased-in" Regelungen. Die "phase-in" Leverage Ratio ist aufgrund von leicht rückläufigem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 Kapital unter "phasein" Regelungen geringfügig zurückgegangen. Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 501,1 Mrd. Euro "phasein", beziehungsweise 500,3 Mrd. Euro, "fully phased-in" (zum 31. März 2017: 502,8 Mrd. Euro "phase-in", beziehungsweise 501,8 Mrd. Euro "fully phased-in").
(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten | 34 851 | 34 997 | – 0,4 |
| aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | 2 | 2 | 0,0 |
| aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 34 771 | 34 917 | – 0,4 |
| aus sonstigen Verpflichtungen | 78 | 78 | 0,0 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 80 940 | 78 245 | 3,4 |
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wurde von den entsprechenden Posten gekürzt.
In den Sonstigen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde.
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, sodass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch für mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch voraussichtlich keine Inanspruchnahme und somit sind die nachfolgend dargestellten Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2017 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Rechts- und Steuerrisiken 561 Mio. Euro (Vorjahr: 544 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
- Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
- Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen das Berufungsurteil aus Mai 2016 haben die Kläger Revision eingelegt. Eine Entscheidung hierüber wird im Laufe dieses Jahres erwartet.
- Die Commerzbank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden in der Berufungsinstanz abgewiesen. Über die Zulassung der Revision wurde noch nicht entscheiden. Die dritte Klage wurde zwischenzeitlich zugunsten des Bankenkonsortiums abgewiesen. Dagegen wurde Berufung eingelegt.
- Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Vertragsverletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage verteidigen.
- Die Commerzbank befindet sich derzeit in mehreren streitigen Verfahren mit der Garantiegeberin eines Darlehensvertrages zur Schiffsfinanzierung. Da die Darlehensnehmerin trotz Fälligkeit ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist, hat die Commerzbank die Garantiegeberin aus der Garantie in Anspruch genommen und Klage in London erhoben. Zur Abwehr dieser Klage begehrt die Garantiegeberin in Piraeus, Griechenland, die (negative) Feststellung, dass sie der Commerzbank keinen Betrag aus der Garantie für die Dar-
lehensnehmerin schuldet. Im Mai 2016 hat schließlich die Garantiegeberin zusammen mit der Schiffsgesellschaft die Commerzbank in Piraeus, Griechenland, auf Schadensersatz verklagt. Sie machen geltend, dass ihnen infolge der Arrestierung eines Tankers im Jahr 2014 durch die Commerzbank und des dadurch in der Folge durchgesetzten freihändigen Verkaufs des Schiffes ein Schaden entstanden sei. Im September 2016 wurde die Schadenersatzklage teilweise zurückgenommen. Die Verfahren dauern an.
- Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage zur Wehr setzen.
- Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern untersuchen seit einiger Zeit Manipulationen und Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein.
Wie bereits im Geschäftsbericht 2016 erläutert, hat die Finanzverwaltung im Dezember 2016 gegenüber der Commerzbank eine geänderte Verfügung bezüglich der Anrechnung von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag im Rahmen sogenannter "Cum-Cum-Geschäfte" für das Jahr 2009 erlassen. Gegen die somit versagte Steueranrechnung hat die Commerzbank Einspruch eingelegt, über den noch nicht entschieden ist. Dem auf Grundlage dieser Rechtsauffassung gestellten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzverwaltung stattgegeben. Im Hinblick auf ähnliche Verfügungen gegen Dritte sieht sich die Commerzbank Ansprüchen ausgesetzt, die streitig sind.
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Nach derzeitigem Stand der bereits für Cum-Cum Geschäfte allgemein durchgeführten Analysen kommt die Bank zu dem Ergebnis, dass für die von der Bank insgesamt getätigten Aktiengeschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO gewählt wurden, so dass mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht von einem Gestaltungsmissbrauch auszugehen ist. Dementsprechend sind keine Rückstellungen für finanzielle Belastungen aus der nachträglich infrage gestellten Anrechnung von Kapitalertragssteuern gebildet worden. Es kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Eine ausreichend verlässliche Schätzung der finanziellen Auswirkung ist aus den vorgenannten Gründen derzeit nicht möglich.
(30) Derivative Geschäfte
Aus dem Geschäft mit Derivaten ergaben sich die in den folgenden Notes dargestellten Nominalbeträge und Marktwerte nach Berücksichtigung der Saldierung der Derivatemarktwerte und darauf entfallender Ausgleichszahlungen.
Das Nettingvolumen zum 30. Juni 2017 betrug insgesamt 56 061 Mio. Euro (Vorjahr: 62 814 Mio. Euro). Auf der Aktivseite
(31) Fristigkeiten der Schulden
In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nichtderivative finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis undiskontierter Cash Flows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte im Laufzeitband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten ergeben sich auch in den Laufzeitbänentfielen davon auf positive Marktwerte 53 695 Mio. Euro (Vorjahr: 60 544 Mio. Euro) und 2 366 Mio. Euro (Vorjahr: 2 270 Mio. Euro) auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen. Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 52079 Mio. Euro (Vorjahr: 59 868 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 3982 Mio. Euro (Vorjahr: 2946 Mio. Euro).
dern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.
| 30.6.2017 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr |
ein Jahr bis fünf Jahre |
mehr als fünf Jahre |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 50 772 | 3 855 | 8 326 | 12 282 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 215 386 | 15 304 | 10 350 | 16 784 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3 628 | 5 408 | 11 360 | 6 508 |
| Handelspassiva | 1 189 | 2 548 | 990 | 113 |
| Derivate | 2 701 | 5 081 | 13 404 | 31 363 |
| Nachrangige Schuldinstrumente | 569 | 1 538 | 2 414 | 3 557 |
| Finanzgarantien | 2 162 | – | – | – |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 80 940 | – | – | – |
| Gesamt | 357 347 | 33 734 | 46 844 | 70 607 |
| 31.12.2016 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr |
ein Jahr bis fünf Jahre |
mehr als fünf Jahre |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 39 219 | 5 711 | 8 898 | 10 021 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 198 043 | 25 172 | 8 411 | 14 913 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 4 043 | 5 521 | 13 429 | 6 665 |
| Handelspassiva | 1 175 | 2 139 | 756 | 44 |
| Derivate | 4 926 | 6 906 | 17 545 | 36 564 |
| Nachrangige Schuldinstrumente | 409 | 918 | 3 526 | 3 116 |
| Finanzgarantien | 2 393 | – | – | – |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 78 331 | – | – | – |
| Gesamt | 328 539 | 46 367 | 52 565 | 71 323 |
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
(32) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value bewertet sind
Bewertung von Finanzinstrumenten
Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss der Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, sodass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten – mit Ausnahme unwesentlicher Parameter – aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen, dass diese der Situation angemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größtmöglichen Umfang beobachtbare Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden. Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen unter anderem auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level 3). Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb Group Finance durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen. Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente angewandt werden:
- Der beizulegende Zeitwert von im Freiverkehr (OTC) gehandelten Derivaten wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die sich allgemein an den Finanzmärkten bewährt haben. Einerseits können Modelle genutzt werden, die die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme bestimmen und durch Abzinsung den Barwert der Finanzinstrumente ermitteln. Andererseits können alternativ Modelle verwendet werden, die den Wert ermitteln, zu dem zwischen einem Instrument und anderen, damit verbundenen gehandelten Instrumenten keine Arbitragemöglichkeit besteht. Bei einigen Derivaten können sich die an Finanzmärkten angewandten Bewertungsmodelle insofern unterscheiden als sie den beizulegenden Zeitwert modellieren und andere Eingangsparameter verwenden oder identische Eingangsparameter verwenden, aber in anderem Maßstab. Diese Modelle werden regelmäßig auf die aktuellen Marktkurse kalibriert. Soweit möglich, werden die Eingangsparameter für diese Modelle aus beobachtbaren Daten, wie Kursen oder Indizes, hergeleitet. Diese werden durch die jeweilige Börse, unabhängige Makler oder Einrichtungen, die allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung stellen, veröffentlicht. Wenn die Eingangsparameter nicht direkt beobachtbar sind, können sie mittels Extrapolation oder Interpolation aus beobachtbaren Daten abgeleitet oder unter Hinzuziehen historischer oder korrelierter Daten geschätzt werden. Als Eingangsparameter für die Bewertung von Derivaten dienen im Allgemeinen Kassaoder Terminkurse der Basiswerte, Volatilität, Zinssätze und Devisenkurse. Der beizulegende Zeitwert von Optionen setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Die Faktoren, die der Ermittlung des Zeitwertes dienen, umfassen den Ausübungspreis im Vergleich zum Basiswert, die Volatilität des Basiswertes, die Restlaufzeit und die Korrelationen zwischen den Basiswerten und den zugrunde liegenden Währungen.
- Aktien, Schuldverschreibungen und Asset-backed Securities (ABS) werden anhand der Marktkurse bewertet, die an den maßgeblichen Börsen bei unabhängigen Maklern oder Einrichtungen erhältlich sind. Diese stellen allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung. Wenn Kurse dieser Art nicht erhältlich sind, wird der Kurs für ein vergleichbares, notiertes Instrument zugrunde gelegt und entsprechend unter Beachtung der vertraglichen Unterschiede zwischen diesen Instrumenten angepasst. Bei komplexeren Schuldverschreibungen, die an inaktiven Märkten gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert anhand eines Bewertungsmodells ermittelt, das den Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme berechnet. In diesen Fällen spiegeln die Eingangsparameter das mit diesen Zahlungsströmen verbundene Kreditrisiko wider. Nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, wenn es nicht möglich ist, eine Kurs-
notierung an einem aktiven Markt oder die entsprechenden Parameter für das Bewertungsmodell zu ermitteln.
• Strukturierte Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die die Merkmale von festverzinslichen und eigenkapitalbezogenen Wertpapieren auf sich vereinen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen wird für strukturierte Schuldverschreibungen im Allgemeinen eine variable Rendite ausgezahlt, die sich an der Wertentwicklung eines Basiswertes orientiert. Diese Rendite kann erheblich höher (oder niedriger) sein als die des Basiswertes. Abgesehen von den Zinszahlungen können der Rücknahmewert und die Endfälligkeit der strukturierten Schuldverschreibungen auch von den Derivaten, die in einer strukturierten Schuldverschreibung eingebettet sind, beeinflusst werden. Die Methode, die eingesetzt wird, um den beizulegenden Zeitwert einer strukturierten Schuldverschreibung zu bestimmen, kann sehr unterschiedlich sein, da jede einzelne Schuldverschreibung maßgeschneidert ist und die Konditionen einer jeden Schuldverschreibung einzeln zu betrachten sind. Strukturierte Schuldverschreibungen bieten die Möglichkeit, ein Engagement in nahezu jeder Anlageklasse aufzubauen, darunter Aktien, Rohstoffe sowie Devisen-, Zins-, Kredit- und Fondsprodukte.
Hierarchie der Fair Values
Nach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die 3-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
- Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
- Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
- Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.
Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level 1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren.
| Finanzielle Vermögenswerte Mrd. € | 30.6.2017 | 31.12.20161 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | ||
| Forderungen an Kreditinstitute |
Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
– | 23,9 | 0,5 | 24,4 | – | 14,9 | 0,7 | 15,6 |
| Forderungen an Kunden | Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
– | 8,4 | 0,1 | 8,5 | – | 8,2 | 0,2 | 8,4 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungs instrumenten |
Hedge Accounting | – | 1,6 | – | 1,6 | – | 2,1 | – | 2,1 |
| Handelsaktiva | Zu Handelszwecken gehalten |
20,9 | 50,8 | 5,8 | 77,5 | 23,5 | 59,3 | 6,1 | 88,9 |
| darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten |
– | 49,0 | 4,8 | 53,8 | – | 56,9 | 5,3 | 62,2 | |
| Finanzanlagen | Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
0,4 | 0,4 | – | 0,8 | 0,4 | 0,4 | 0,1 | 0,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
26,9 | 7,3 | 0,1 | 34,3 | 31,0 | 8,3 | 0,1 | 39,4 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
– | – | 0,1 | 0,1 | – | – | 0,1 | 0,1 |
| Gesamt | 48,2 | 92,4 | 6,6 | 147,2 | 54,9 | 93,2 | 7,3 | 155,4 |
1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von positiven Marktwerten aus Derivaten angepasst. Es wurde
retrospektiv eine Umgliederung von 1,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Zudem wurden zu Handelszwecken gehaltene
Wertpapiere von 0,1 Mrd. Euro von Level 3 nach Level 2 umgegliedert. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz,
Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
| Finanzielle Verbindlichkeiten Mrd. € | 30.6.2017 | 31.12.20161 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
– | 11,6 | 0,1 | 11,7 | – | 10,8 | – | 10,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
– | 6,4 | – | 6,4 | – | 6,3 | – | 6,3 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten |
Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
1,1 | – | – | 1,1 | 1,0 | – | – | 1,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungs instrumenten |
Hedge Accounting | – | 2,4 | – | 2,4 | – | 3,1 | – | 3,1 |
| Handelspassiva | Zu Handelszwecken gehalten | 10,6 | 50,5 | 3,8 | 64,9 | 5,6 | 61,8 | 4,2 | 71,6 |
| darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten |
– | 50,3 | 3,8 | 54,1 | – | 61,8 | 4,2 | 66,0 | |
| Nachrangige Schuldinstrumente |
Erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 11,7 | 70,9 | 3,9 | 86,5 | 6,6 | 82,0 | 4,2 | 92,8 |
1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von negativen Marktwerten aus Derivaten angepasst. Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 0,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Die Korrektur betrifft Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.
Im zweiten Quartal 2017 wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise mehr verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,2 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere. Gegenläufig wurden zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 2,3 Mrd. Euro von Level 2 in Level 1 umgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.
Die dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:
| Finanzielle Vermögenswerte Mio. € |
Forderungen an Kreditinstitute2 |
Forderungen an Kunden2 |
Handels aktiva1,3 |
darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten1,3 |
Finanz anlagen4 |
Finanz anlagen2 |
Zur Veräuße rung gehaltene langfristige Vermögens werte |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2016 | – | 428 | 5 373 | 4 354 | 50 | 131 | 97 | 6 079 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
– | – 148 | – | – | – | – | – | – 148 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode |
– | – 29 | 2 | 133 | – | – | – 8 | – 35 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten |
– | 1 | 29 | 154 | – | – | – | 30 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Käufe | – | – | 237 | 9 | – | 2 | – | 239 |
| Verkäufe | – | – | – 61 | – 3 | – | – | – 192 | – 253 |
| Emissionen | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Rückzahlungen | – | – 2 | – 174 | – 1 | – | – | – | – 176 |
| Umbuchungen in Level 3 | 746 | 2 | 1 406 | 1 217 | 2 | 12 | 68 | 2 236 |
| Umbuchungen aus Level 3 | – | – | – 604 | – 444 | – 2 | – 5 | – | – 611 |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte |
– | – 103 | – | – | – | – | 103 | – |
| Fair Value zum 31.12.2016 | 746 | 148 | 6 179 | 5 265 | 50 | 140 | 68 | 7 331 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode |
– 15 | – 6 | – 532 | – 444 | – | – 5 | – 2 | – 560 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten |
– 15 | – 6 | – 538 | – 450 | – | – 5 | – 2 | – 566 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Käufe | 309 | – | 149 | 14 | 2 | 1 | – | 461 |
| Verkäufe | – 58 | – | – 23 | – 21 | – | – | – | – 81 |
| Emissionen | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Rückzahlungen | – | – | – 6 | – 6 | – | – | – | – 6 |
| Umbuchungen in Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Umbuchungen in Level 3 | 4 | – | 60 | 43 | 2 | 6 | – | 72 |
| Umbuchungen aus Level 3 | – 527 | – | – 49 | – 44 | – 52 | – 6 | – | – 634 |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte |
– | – | – | – | – | – | – | – |
| Fair Value zum 30.6.2017 | 459 | 142 | 5 778 | 4 807 | 2 | 136 | 66 | 6 584 |
1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von positiven Marktwerten aus Derivaten angepasst. Es wurde retrospektiv eine
Umgliederung von 1,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Zudem wurden zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere von 0,1 Mrd. Euro von Level 3 nach Level 2 umgegliedert. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie
haben sich nicht ergeben. 2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. 3 Zu Handelszwecken gehalten.
4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen.
In den ersten sechs Monaten 2017 wurden Umgliederungen von Level 3 in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere und 0,5 Mrd. Euro für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Reverse Repos vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktpreise vorlagen. Gegenläufig wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten vorgenommen.
| Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Handelspassiva1,2 | darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten1,2 |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2016 | – | 2 950 | 2 931 | 2 950 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | – | – | – | – |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode |
– | 288 | 288 | 288 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten |
– | 291 | 291 | 291 |
| Käufe | – | 416 | 416 | 416 |
| Verkäufe | – | – 2 | – 2 | – 2 |
| Emissionen | – | – | – | – |
| Rückzahlungen | – | – 36 | – 34 | – 36 |
| Umbuchungen in Level 3 | – | 845 | 824 | 845 |
| Umbuchungen aus Level 3 | – | – 290 | – 252 | – 290 |
| Fair Value zum 31.12.2016 | – | 4 171 | 4 171 | 4 171 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | – | – | – | – |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode |
– | – 275 | – 275 | – 275 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten |
– | – 287 | – 287 | – 287 |
| Käufe | 100 | 70 | 70 | 170 |
| Verkäufe | – | – 50 | – 50 | – 50 |
| Emissionen | – | – | – | – |
| Rückzahlungen | – | – 26 | – 26 | – 26 |
| Umbuchungen in Level 3 | – | 7 | 7 | 7 |
| Umbuchungen aus Level 3 | – | – 134 | – 134 | – 134 |
| Fair Value zum 30.6.2017 | 100 | 3 763 | 3 763 | 3 863 |
1Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von negativen Marktwerten aus Derivaten angepasst. Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 0,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Die Korrektur betrifft
nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
2 Zu Handelszwecken gehalten.
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel.
zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Weitere nennenswerte Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 lagen nicht vor.
In den ersten sechs Monaten 2017 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2
Sensitivitätsanalyse
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich, wie folgt, zusammenfassen:
- Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):
- Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
- Aktienkorrelation:
Die Korrelation ist ein Parameter, der die Bewegung zwischen zwei Instrumenten misst. Sie wird anhand eines Korrelationskoeffizienten gemessen, der zwischen –1 und +1 schwanken kann.
Viele Aktienderivate beziehen sich auf eine Reihe unterschiedlicher Basiswerte (Korrelation in einem Aktienkorb). Anhand des Durchschnitts der Aktienkörbe, der Erfassung der besten (oder schlechtesten) Performer in bestimmten Zeitabständen oder der Auswahl des besten (oder schlechtesten) Performers bei Fälligkeit wird die Wertentwicklung ermittelt.
Die Wertentwicklung von Korbprodukten, wie beispielsweise Indexkörben, kann an verschiedene Indizes gekoppelt sein. Eingangswerte, die zur Bewertung herangezogen werden, umfassen Zinssätze, Indexvolatilität, Indexdividende und Korrelationen zwischen Indizes. Korrelationskoeffizienten werden im Allgemeinen von unabhängigen Datenanbietern zur Verfügung gestellt. Bei korrelierten Entwicklungen kann der Durchschnittswert des Korbs dann anhand von zahlreichen Stichproben (Monte-Carlo-Simulation) geschätzt werden.
Ein Quanto-Swap (Quantity Adjusting Options) ist ein Swap aus verschiedenen Kombinationen von Zins-, Währungs- und Aktienswapmerkmalen, dessen Renditespread auf den Zinssätzen zweier unterschiedlicher Länder basiert. Zahlungen werden in derselben Währung vorgenommen.
Für die Bewertung eines Quanto-Aktien-Swaps werden Eingangswerte wie die Korrelation zwischen Basisindex und Devisenterminkurs, Volatilität des Basisindex, Volatilität des Devisenterminkurses und Restlaufzeit benötigt.
• Credit Spread:
Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
• Diskontierungssatz:
Der Diskontierungssatz dient zum Messen der prozentualen Rendite einer Anleihe. Meistens wird der Diskontierungssatz herangezogen, um die Rendite auf kurzfristige Anleihen und Schatzwechsel zu berechnen, die zu einem Abschlag verkauft wurden. Diese Zinsberechnungsmethode basiert auf einem Zinsmonat von 30 Tagen und einem Zinsjahr von 360 Tagen. Für die Bestimmung des Diskontierungssatzes werden Eingangswerte wie Nennwert, Kaufpreis und Tage bis zur Fälligkeit benötigt.
• Kreditkorrelation:
Kreditderivatprodukte, beispielsweise Collateralised Debt Obligations (CDOs), Credit-Default-Swap-Indizes wie iTraxx und CDX sowie First-to-Default-Swaps (FTD) eines Korbs (Erstausfall-Kreditderivate) beziehen ihren Wert allesamt aus einem zugrunde liegenden Portfolio an Kreditengagements.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Die Korrelation ist ein wesentlicher Faktor zur Bewertung von FTD-Swaps. Standardkorrelationen, die als Erwartungswerte dienen, können die Verlustverteilung eines Kreditportfolios erheblich beeinflussen. Die Verlustverteilung erfasst die Standardparameter eines Kreditportfolios und ist letztlich ausschlaggebend für die Bewertung des FTD-Swaps.
Bei einer niedrigen Korrelation sind die Vermögenswerte praktisch unabhängig voneinander. Bei einem extrem niedrigen Erwartungswert für die Standardkorrelation ist die Verteilung fast symmetrisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige wenige Verluste auftreten, ist groß, eine sehr hohe Zahl von Verlusten ist jedoch recht unwahrscheinlich. Auch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass gar keine Verluste auftreten. Bei einem mittleren Erwartungswert für die Standardkorrelation wird die Verteilung asymmetrischer. Die Wahrscheinlichkeit ist nun größer, dass keine Ausfälle auftreten. Es steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine große Zahl Verluste auftritt. Ein kollektiver Ausfall von Vermögenswerten liegt daher nun eher im Bereich des Möglichen. Das lange Ende ("Tail") der Verlustverteilung im Portfolio wird weiter nach außen verlagert und trägt somit zu einem höheren Risiko in der Senior-Tranche bei.
Bei einer hohen Korrelation verhält sich das Portfolio praktisch wie ein einziger Vermögenswert, der entweder ausfällt oder nicht.
• Mean Reversion bei Zinsen:
Hierbei handelt es sich um eine Theorie, der zufolge Kurse und Renditen langfristig zu einem Mittelkurs oder Durchschnitt zurückkehren. Bei diesem Mittelwert oder Durchschnitt kann es sich um das historische Mittel eines Kurses oder einer Rendite oder um einen anderen maßgeblichen Mittelwert, wie durchschnittliches Wirtschaftswachstum oder Durchschnittsrendite einer Branche, handeln.
Ein Einfaktor-Zinsmodell, das zur Bewertung von Derivaten herangezogen wird, ist das Hull-White-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass kurzfristige Zinsen eine Normalverteilung aufweisen und der Mean Reversion unterliegen. Die Volatilität sollte niedrig sein, wenn die kurzfristigen Zinsen fast bei null liegen, was in dem Modell durch eine größere Mean Reversion widergespiegelt wird. Das Hull-White-Modell stellt eine Erweiterung der Vasicek- und Cox-Ingersoll-Ross- (CIR)-Modelle dar.
• Zins-Währungs-Korrelation:
Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung von exotischen Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen.
Datenanbieter stellen einen Service für Quanto-Swaps sowie für CMS-Quanto-Spreadoptionen in den gleichen Währungspaaren zur Verfügung. Wir nehmen an diesem Service teil und erhalten mittlere Konsenspreise für diese Produkte sowie Spreads und Standardabweichungen der Preisverteilung, die von allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden.
Als Eingangswerte werden unter anderem Modellparameter benötigt wie zum einen Zins-Zins-Korrelationen (eigene und ausländische Währung) und zum anderen Zins-Währungs-Korrelationen (eigene und ausländische Währung). Diese sind nicht direkt am Markt beobachtbar, können jedoch aus Konsenspreisen abgeleitet und dann zur Bewertung dieser Transaktionen herangezogen werden.
Zur Berechnung der Sensitivitäten von Korrelationen werden die unterschiedlichen Korrelationstypen (Zinssatz/Zinssatz und Zinssatz/Währung) nacheinander verschoben. Dabei wird das exotische Zinsswap-Portfolio jedes Mal neu bewertet. Die Sensitivitätswerte für jeden Korrelationstyp ergeben sich aus den berechneten Preisunterschieden gegenüber den jeweiligen Basispreisen. Diese Berechnungen werden für die verschiedenen Währungspaare durchgeführt.
• Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:
Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40%. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer.
Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.
In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
• Repo-Kurve:
Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Publikumsfonds (Mutual Funds).
• Preis:
Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwerts der Positionen geschätzt wird.
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen.
| Mio. € | 30.6.2017 | 30.6.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungs techniken |
Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter |
Bandbreite | ||
| Derivate | 4807 | 3763 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cash-Flow-Modell | 172 | 506 | IRR (%) | 1% | 9% |
| Kreditderivate | Discounted-Cash-Flow-Modell | 4635 | 3084 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Verwertungsquote (%) | 40% | 80% | ||||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | – | 173 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | –30% | 52% |
| Übrige Geschäfte | – | – | ||||
| Wertpapiere | 1176 | – | ||||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell | 1109 | – | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell | 971 | – | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cash-Flow-Modell | 67 | – | Preis (%) | 90% | 110% |
| Kredite | 601 | 100 | ||||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cash-Flow-Modell | 459 | 100 | Repo-Kurve (Basispunkte) | 126 | 257 |
| Forderungen | Preis basiert | 142 | – | Preis (%) | 90% | 110% |
| Summe | 6584 | 3863 |
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung 42 Kapitalflussrechnung
43 Anhang (ausgewählte Notes)
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten:
| Mio. € | 2017 | ||
|---|---|---|---|
| Positive erfolgswirksame Effekte |
Negative erfolgswirksame Effekte |
Geänderte Parameter | |
| Derivate | 39 | – 40 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 20 | – 20 | IRR, Preis basiert |
| Kreditderivate | 16 | – 16 | Credit Spread, Vewertungsquote |
| Zinsbezogene Geschäfte | 3 | – 4 | Korrelation |
| Übrige Geschäfte | – | – | |
| Wertpapiere | 42 | – 29 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 32 | – 19 | Preis, Repo-Kurve |
| davon: ABS | 20 | – 9 | IRR, Vewertungsquote, Credit Spread |
| Aktienbezogene Geschäfte | 10 | – 10 | Preis |
| Kredite | 6 | – 6 | Preis |
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente
Day-One Profit or Loss
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10% angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.
erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | Day-One Profit or Loss | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Handelsaktiva | Handelspassiva | Gesamt | |||
| Bestand zum 1.1.2016 | – | 5 | 5 | ||
| Erfolgsneutrale Zuführungen | – | 4 | 4 | ||
| Erfolgswirksame Auflösungen | – | – 5 | – 5 | ||
| Bestand zum 31.12.2016 | – | 4 | 4 | ||
| Erfolgsneutrale Zuführungen | – | 15 | 15 | ||
| Erfolgswirksame Auflösungen | – | – 3 | – 3 | ||
| Bestand zum 30.6.2017 | – | 16 | 16 |
Beizulegender Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value bewertet sind
Ermittlung des Fair Values
Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden im Abschnitt zu den Bewertungshierarchien dargelegt.
Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.
Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swapkurve), Risikoaufschlägen und einem laufzeitbasierten Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar. Bei der Verwendung von Credit Spreads sind weder Liquiditätsspreads noch Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten einzubeziehen, da diese implizit im Kreditrisiko enthalten sind.
Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umgewidmeten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt. Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird das Discounted-Cash-Flow-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven, Risiko- und Liquiditätsspreads sowie Aufschläge für Verwaltungsund Eigenkapitalkosten.
Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Im Falle von bankenemittierten Schuldscheindarlehen sind auch Eigenkapitalkosten für die Bewertung heranzuziehen.
Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderen die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt.
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:
| Fair Value | Buchwert | Differenz | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | 30.6.2017 | 31.12.2016 | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Aktiva | ||||||
| Barreserve | 54,3 | 34,8 | 54,3 | 34,8 | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 64,4 | 58,7 | 64,1 | 58,5 | 0,3 | 0,2 |
| Forderungen an Kunden | 216,4 | 213,2 | 215,8 | 212,8 | 0,6 | 0,4 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 | – | – | 0,1 | 0,3 | – 0,1 | – 0,3 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
1,6 | 2,1 | 1,6 | 2,1 | ||
| Handelsaktiva | 77,5 | 88,9 | 77,5 | 88,9 | ||
| Finanzanlagen | 58,4 | 67,4 | 60,6 | 70,2 | – 2,2 | – 2,8 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen |
0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,7 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 76,1 | 66,9 | 76,1 | 66,9 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 259,6 | 251,3 | 259,2 | 250,9 | 0,4 | 0,4 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 36,9 | 40,2 | 35,3 | 38,5 | 1,6 | 1,7 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 | – | – | 0,7 | 1,0 | – 0,7 | – 1,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
2,4 | 3,1 | 2,4 | 3,1 | ||
| Handelspassiva | 64,9 | 71,6 | 64,9 | 71,6 | ||
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen |
– | – | – | – | ||
| Nachrangige Schuldinstrumente | 12,1 | 11,8 | 11,1 | 11,0 | 1,0 | 0,8 |
1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.
(33) Eigene Aktien
| Anzahl Aktien Stück |
Rechnerischer Wert1 in Tsd. € |
Anteil am Grundkapital in % |
|
|---|---|---|---|
| Bestand am 30.6.2017 | – | – | – |
| Höchster erworbener Bestand im laufenden Geschäftsjahr | – | – | – |
| Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 30.6.2017 | 3 402 706 | 3 403 | 0,27 |
| Im laufenden Geschäftsjahr erworbene Aktien | – | – | |
| Im laufenden Geschäftsjahr veräußerte Aktien | – | – |
1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.
(34) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
- gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I) und
- die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).
Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos), OTC-Derivate sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor.
| Aktiva Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|---|
| Reverse Repos | Positive Markt werte aus deri vativen Finanz instrumenten |
Reverse Repos | Positive Markt werte aus deri vativen Finanz instrumenten |
|
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 46 534 | 109 137 | 38 202 | 124 824 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 6 996 | 5 714 | 9 889 | 5 894 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 39 538 | 103 423 | 28 313 | 118 930 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 19 358 | 53 695 | 14 820 | 60 544 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) – b) | 20 180 | 49 728 | 13 493 | 58 386 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind |
||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 |
810 | 33 952 | 304 | 40 928 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 |
||||
| Unbare Sicherheiten4 | 17 932 | 122 | 11 192 | 633 |
| Barsicherheiten | 31 | 9 123 | 30 | 9 671 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) – d) | 1 407 | 6 531 | 1 967 | 7 154 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten |
1 407 | – | 1 967 | 55 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) – f) | – | 6 531 | – | 7 099 |
1 Davon entfallen auf Positive Marktwerte 2 366 Mio. Euro (Vorjahr: 2.270 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
32 Gesamtergebnisrechnung
37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Passiva | Mio. € 30.6.2017 31.12.2016 Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Bruttobetrag der Finanzinstrumente 34 102 108 587 28 184 128 901 Nicht nettingfähige Buchwerte 4 294 1 329 4 593 1 219 a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 29 808 107 258 23 591 127 682 b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 19 358 52 079 14 820 59 869 c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) – b) 10 450 55 179 8 771 67 813 d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 810 33 952 304 40 928 Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 Unbare Sicherheiten4 9 602 1 828 5 432 2 441 Barsicherheiten 3 13 795 4 18 588 e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) – d) 35 5 604 3 031 5 856 f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 35 – 3 031 55 g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) – f) – 5 604 – 5 801
1Davon entfallen auf Negative Marktwerte 3 982 Mio. Euro (Vorjahr: 2.946 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
(35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte sowie Geschäfte mit Bundesunternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) stellten sich folgendermaßen dar:
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 3 363 | 3 158 | 6,5 |
| Forderungen an Kunden | 621 | 696 | – 10,8 |
| Handelsaktiva | 162 | 58 | |
| Finanzanlagen | 91 | 64 | 42,2 |
| Sonstige Aktiva | 1 | 6 | – 83,3 |
| Gesamt | 4 238 | 3 982 | 6,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 145 | 4 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 452 | 432 | 4,6 |
| Handelspassiva | 7 | – | |
| Nachrangige Schuldinstrumente | – | – | |
| Sonstige Passiva | 22 | 21 | 4,8 |
| Gesamt | 626 | 457 | 37,0 |
| Außerbilanzielle Posten | |||
| Gewährte Garantien und Sicherheiten | 43 | 183 | – 76,5 |
| Erhaltene Garantien und Sicherheiten | – | – |
Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge:
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Erträge | |||
| Zinserträge | 58 | 78 | – 25,6 |
| Provisionserträge | 59 | 92 | – 35,9 |
| Bewertungs- und Veräußerungsergebnis | 60 | – | |
| Sonstige | – | – | |
| Aufwendungen | |||
| Zinsaufwendungen | 5 | 12 | – 58,3 |
| Provisionsaufwendungen | – | – | |
| Verwaltungsaufwendungen | 38 | 43 | – 11,6 |
| Bewertungs- und Veräußerungsergebnis | – | 11 | – 100,0 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | 2 | – | |
| Sonstige | 4 | 5 | – 20,0 |
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz
39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Nachstehende Tabelle enthält die bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:
| Mio. € | 30.6.2017 | 31.12.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Barreserve | 22 384 | 18 350 | 22,0 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2 110 | 270 | |
| Forderungen an Kunden | 1 128 | 1 287 | – 12,4 |
| Handelsaktiva | 889 | 308 | |
| Finanzanlagen | 1 589 | 3 612 | – 56,0 |
| Gesamt | 28 100 | 23 827 | 17,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12 400 | 12 614 | – 1,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 92 | 80 | 15,0 |
| Handelspassiva | 2 719 | 115 | |
| Gesamt | 15 211 | 12 809 | 18,8 |
| Außerbilanzielle Posten | |||
| Gewährte Garantien und Sicherheiten | 230 | 310 | – 25,8 |
| Erhaltene Garantien und Sicherheiten | – | – |
Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:
| Mio. € | 1.1.–30.6.2017 | 1.1.–30.6.2016 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Erträge | |||
| Zinserträge | 39 | 69 | – 43,5 |
| Provisionserträge | 1 | 1 | 0,0 |
| Bewertungs- und Veräußerungsergebnis | 148 | 35 | |
| Aufwendungen | |||
| Zinsaufwendungen | 15 | 23 | – 34,8 |
| Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft | – | – | |
| Provisionsaufwendungen | – | – | |
| Bewertungs- und Veräußerungsergebnis | – | – | |
| Verwaltungsaufwendungen | – | – | |
| Abschreibungen/Wertminderungen | – | – |
Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
| Klaus-Peter Müller | Karl-Heinz Flöther | Anja Mikus |
|---|---|---|
| Vorsitzender | Dr. Tobias Guldimann | Dr. Roger Müller |
| Uwe Tschäge1 | (seit 4.5.2017) | (bis 3.5.2017) |
| stellv. Vorsitzender | Stefan Jennes1 | Dr. Helmut Perlet |
| Hans-Hermann Altenschmidt1 | (seit 1.2.2017) | Mark Roach1 |
| Heike Anscheit1 | Dr. Markus Kerber | Margit Schoffer1 |
| (seit 1.1.2017) | Alexandra Krieger1 | (bis 31.1.2017) |
| Gunnar de Buhr1 | Oliver Leiberich1 | Nicholas Teller |
| Stefan Burghardt1 | Dr. Stefan Lippe | Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell |
| Sabine U. Dietrich | Beate Mensch1 |
1Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
| Martin Zielke Vorsitzender |
Dr. Marcus Chromik | Michael Mandel |
|---|---|---|
| Frank Annuscheit | Stephan Engels | Michael Reuther |
32 Gesamtergebnisrechnung 37 Bilanz 39 Eigenkapitalveränderungsrechnung
42 Kapitalflussrechnung 43 Anhang (ausgewählte Notes)
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und
Frankfurt am Main, 31. Juli 2017 Der Vorstand
die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Stephan Engels Michael Mandel Michael Reuther
Martin Zielke Frank Annuscheit Marcus Chromik
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnis-rechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Kon-zernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Frankfurt am Main, 1. August 2017
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Helge Olsson Martin Alt Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen
| Inland | |
|---|---|
| comdirect bank AG, Quickborn | |
| Commerz Finanz GmbH, München | |
| Commerz Real AG, Eschborn |
| Ausland | ||
|---|---|---|
| Commerzbank Brasil S.A. – Banco Múltiplo, São Paulo | ||
| Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau | ||
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg | ||
| Commerzbank Zrt., Budapest | ||
| Commerz Markets LLC, New York | ||
| mBank S.A., Warschau |
Operative Auslandsniederlassungen
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks
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Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
| Finanzkalender 2017/2018 | ||
|---|---|---|
| 9. November 2017 | Zwischenbericht zum 30. September 2017 | |
| Ende März 2018 | Geschäftsbericht 2017 | |
| Anfang Mai 2018 | Zwischenbericht zum 31. März 2018 | |
| Anfang August 2018 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 | |
| Anfang November 2018 | Zwischenbericht zum 30. September 2018 |
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