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Commerzbank AG Interim / Quarterly Report 2016

Nov 4, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Commerzbank Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Zwischenbericht zum 30. September 2016

Zwischenbericht

zum 30. September 2016

Kennzahlen

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Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 062 1 558
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,85 1,30
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 338 1 464
Konzernergebnis2 (Mio. €) 96 891
Ergebnis je Aktie (€) 0,08 0,75
Operative Eigenkapitalrendite3, 4 (%) 6,1 9,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 76,1 71,6
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis2,3,4 (%) 0,6 5,4

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Bilanz 30.9.2016 31.12.2015
Bilanzsumme (Mrd. €) 513,4 532,7
Risikoaktiva (Mrd. €) 195,4 198,2
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 29,4 30,3
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,8 42,1

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Kapitalquoten 30.9.2016 31.12.2015
Kernkapitalquote (%) 13,6 13,8
Harte Kernkapitalquote5 (%) 13,6 13,8
Harte Kernkapitalquote5 (fully phased-in, %) 11,8 12,0
Eigenkapitalquote (%) 16,6 16,5

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Mitarbeiter 30.9.2016 30.9.2015
Inland 37 919 39 041
Ausland 12 404 12 581
Gesamt 50 323 51 622

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Lang-/Kurzfrist-Rating 30.9.2016 30.9.2015
Moody's Investors Service, New York Baa1/P-1 Baa1/P-2
Standard & Poor's, New York BBB+/A-2 BBB+/A-2
Fitch Ratings, New York/London BBB+/F2 BBB/F2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements.

2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

4 Die Eigenkapitalbasis bildet das durchschnittliche harte Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.

5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Fully-phased-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.

Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. September 2016

Kernaussagen

In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld hat die Commerzbank ihre starke Marktposition im Firmenkundengeschäft behauptet und im Privatkundengeschäft und bei der mBank ist sie weiter gewachsen.
In den ersten neun Monaten 2016 erzielte die Commerzbank ein Operatives Ergebnis im Konzern von 1 062 Mio. Euro und ein den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis von 96 Mio. Euro, nach 1 558 Mio. Euro beziehungsweise 891 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Erträge vor Risikovorsorge lagen bei 7 000 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 7 555 Mio. Euro). Insbesondere das Negativzinsumfeld und die Kundenzurückhaltung infolge der schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklung führten zu dem Ertragsrückgang um rund 7 %.
Die Risikovorsorge im Konzern ist mit - 610 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau; Die NPL-Quote für Problemkredite lag bei niedrigen 1,7 %. Die Verwaltungsaufwendungen sind mit 5 328 Mio. Euro leicht gesunken.
Die Common-Equity-Tier-1-Quote (gemäß des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerks) lag bei 11,8 %, die Leverage Ratio bei 4,5 %.
Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 6,1 %, nach 9,5 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis lag bei 0,6 %, nach 5,4 % im Vorjahr. Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte (Return on Tangible Equity) verringerte sich auf 5,3 %, nach 8,1 % im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote ist aufgrund des Rückgangs der Operativen Erträge auf 76,1 % gestiegen, nach 71,6 % im Vorjahreszeitraum.

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

In den ersten neun Monaten 2016 prägten unverändert geopolitische Ereignisse - darunter die Entscheidung in Großbritannien, aus der Europäischen Union auszutreten -, aber auch Sorgen um die gesamtwirtschaftliche Entwicklung das internationale Börsengeschehen. Die Aktien des Bankensektors wurden dabei zusätzlich aufgrund der erwarteten negativen Ertragseffekte aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld sowie Unsicherheiten in Bezug auf das italienische Bankensystem belastet. In der Folge wurden die Gewinnerwartungen für die europäischen Banken größtenteils deutlich reduziert. Entsprechend ging der EURO-STOXX-Bankenindex in den ersten neun Monaten 2016 um 24 % zurück. Der Kurs der Commerzbank-Aktie gab um 39 % nach. Aufgrund des verhältnismäßig hohen Einlagevolumens und der aktuellen strukturellen Rahmenbedingungen gehen die Märkte für die Commerzbank von einer überdurchschnittlichen Ergebnisbelastung aus. In Verbindung mit ihrem neuen strategischen Programm "Commerzbank 4.0" stehen Restrukturierungskosten von rund 1,1 Mrd. Euro, zu deren Finanzierung vorerst auf weitere Dividendenzahlungen verzichtet wird. Erwartungsgemäß trug die Ankündigung zum Aussetzen der Dividende zu einer relativ schwächeren Aktienperformance bei.

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Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.9.) 1 252,4 1 252,4
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 6,70 13,39
Tief 5,16 9,05
Schlusskurs (30.9.) 5,74 9,42
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 39,0 40,9
Tief 4,8 4,0
Durchschnitt 12,9 9,9
Indexgewicht in % (30.9.)
DAX 0,7 1,3
EURO STOXX Banken 1,7 2,0
Ergebnis je Aktie in € 0,08 0,75
Buchwert je Aktie2 in € (30.9.) 22,64 23,23
Net Asset Value je Aktie3 in € (30.9.) 21,55 21,72
Marktwert/Net Asset Value (30.9.) 0,27 0,43

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wichtige geschäftspolitische und personelle Ereignisse im dritten Quartal 2016

Commerzbank stärkt Profitabilität durch Fokussierung und Digitalisierung

Ende September hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Im Rahmen der Strategie wird sich die Commerzbank konsequent auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, 80 % ihrer relevanten Prozesse digitalisieren und dadurch signifikante Effizienzgewinne realisieren und bis Ende 2020 ihre Profitabilität nachhaltig erhöhen.

Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets werden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Durch die Verkleinerung des Handelsgeschäfts werden Ergebnisvolatilität und Risiken aus regulatorischen Änderungen verringert sowie Kapital freigesetzt und in das Kerngeschäft mit Kunden investiert.

Die Nettoeigenkapitalrendite (RoTE) der Commerzbank soll Ende 2020 über 6 % liegen. Dieses Ziel spiegelt die Erwartung eines weiter herausfordernden Zinsumfeldes wider. Bei einer Normalisierung ist eine Nettoeigenkapitalrendite über 8 % erreichbar. Insgesamt erwartet die Commerzbank für das Jahr 2020 Erträge von 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro. Durch eine auf 6,5 Mrd. Euro reduzierte Kostenbasis wird die Aufwandsquote unter 66 % sinken. Sollte sich das Zinsumfeld normalisieren, können die Erträge auf über 11 Mrd. Euro steigen und die Aufwandsquote auf rund 60 % sinken. Die Common-Equity-Tier-1-Quote nach voller Anwendung von Basel 3 wird im aktuell absehbaren regulatorischen Umfeld fortlaufend bei rund 12 % erwartet und 2018 über 12 % liegen. Für das Jahr 2020 erwartet die Bank eine Quote von über 13 %.

Zur Finanzierung der Restrukturierungskosten von rund 1,1 Mrd. Euro wird die Commerzbank vorerst keine weiteren Dividendenzahlungen vornehmen und ihre Ergebnisse in die Gewinnrücklage einstellen.

Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen werden zu einem Stellenabbau in Höhe von rund 9 600 Vollzeitkräften führen. Die Bank wird zeitnah die vorbereitenden Gespräche mit den entsprechenden Arbeitnehmergremien aufnehmen. Gleichzeitig werden rund 2 300 neue Stellen in Wachstumsfeldern entstehen. Damit beläuft sich der Nettostellenabbau auf rund 7 300 Vollzeitkräfte.

Konzentration auf Stärken

Mit den zwei Segmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden" konzentriert sich die Commerzbank künftig noch stärker auf ihr Kerngeschäft. Die Bank fokussiert sich auf die Bereiche, in denen sie ihren Kunden einen besonderen Mehrwert liefert und sich so vom Wettbewerb abheben kann und trennt sich konsequent von Geschäftsfeldern, in denen sie keine Zukunft sieht. Das betrifft vor allem das Investmentbanking. Dessen Handelsaktivitäten werden vereinfacht und auf die Bedürfnisse der Kernkunden der Bank ausgerichtet. Das bisherige Segment Corporates & Markets wird in das Firmenkunden-Segment integriert. Für Firmenkunden wichtige Dienstleistungen, wie Kapitalmarktfinanzierungen auf der Eigen- und Fremdkapitalseite und Absicherungsgeschäfte, bleiben dabei weiter Kernbestandteil des Commerzbank-Leistungsportfolios. Die Commerzbank wird das Geschäft mit Anlage- und Finanzprodukten und das dazugehörige Marketmaking aus dem Bereich Equity Markets & Commodities zunächst in eine Tochtergesellschaft überführen. Details sind abhängig von Gremienverhandlungen. Die neue Tochtergesellschaft wird sich voll auf ihr Kerngeschäft als einer der führenden europäischen und asiatischen Anbieter und Marketmaker für Finanzprodukte konzentrieren und weiterhin attraktive Produkte und Dienstleistungen sowie dazugehörige Technologien anbieten. Mittelfristig soll die neue Tochtergesellschaft dann an den Markt gebracht werden. Das exotische Derivategeschäft im Zinshandel wird eingestellt, während der Anleihehandel in Fixed Income & Currencies reduziert wird. Die Kapitalentlastung durch diesen Rückzug soll in das Segment "Privat- und Unternehmerkunden" reinvestiert werden. Bis 2020 will die Bank durch Fokussierung, Abschaffung von Redundanzen, Vereinfachung von Infrastruktur sowie durch Digitalisierung Kosteneinsparungen von 1,1 Mrd. Euro erreichen.

Privat- und Unternehmerkunden: starke Position weiter ausbauen

Das neue Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank sowie die comdirect, die Commerz Real und die mBank. In der Kundengruppe Unternehmerkunden werden die Geschäftskunden und kleineren Mittelstandskunden zusammengeführt. In Privat- und Unternehmerkunden will die Bank bis 2020 im deutschen Markt netto zwei Millionen Neukunden gewinnen. Insbesondere der weitere Ausbau der digitalen Multikanalbank und innovative Produkte wie eine neue digitale Ratenkreditplattform und ein digitales Asset Management inklusive Robo-Advising sollen das Wachstum vorantreiben. Zudem setzt die Commerzbank weiterhin auf ein dichtes Filialnetz. Neben den großen Flagship-Filialen in den Ballungszentren wird die Commerzbank mit den kleinen und modernen "City-Filialen" einen neuen Filialtyp einführen. Durch die gute regionale Erreichbarkeit, passgenaue Produktportfolios, digitale Lösungen und die Möglichkeit, private und geschäftliche Angebote aus einer Hand anzubieten, plant die Bank, ihren Marktanteil bei Unternehmerkunden über die nächsten vier Jahre deutlich auf 8 % zu steigern. Im neuen Segment Privat- und Unternehmerkunden wird über diese Maßnahmen ein Ertragswachstum von mindestens 1,1 Mrd. Euro bis Ende 2020 angestrebt.

Firmenkunden: aus führender Position national und international wachsen

Im Firmenkundengeschäft will die Bank ihre führende Position in der Handelsfinanzierung weiter ausbauen. Dabei setzt sie auf fokussiertes Wachstum in den wichtigsten Handelskorridoren für deutsche und europäische Firmenkunden. Aufgrund ihrer tiefen Durchdringung der deutschen Schlüsselindustrien Automobil und Transport, Chemie und Pharma, Maschinenbau, Energie und Infrastruktur sowie Konsumgüter und Handel verfügt die Commerzbank über eine umfassende Sektorkompetenz, die sie vom Wettbewerb abhebt. Diese wird sie künftig verstärkt auch ihren internationalen Kunden in Europa zur Verfügung stellen. Auch beim Mittelstand mit einem Umsatz zwischen 15 und 50 Mio. Euro möchte die Commerzbank ihre Marktposition durch internationale Kompetenz und Digitalisierung weiter ausbauen. Dafür wird sie ihr Leistungsangebot weiterentwickeln und neue digitale Produkte und Dienstleistungen einführen. Die Zusammenarbeit zwischen Kundenbetreuern und Produktexperten soll durch die Bündelung von Mittelstandsbank und Corporates & Markets weiter verstärkt werden. Im neuen Segment wird mit diesen Maßnahmen ein Ertragswachstum von über 300 Mio. Euro bis Ende 2020 angestrebt.

Entwicklung zum digitalen Technologieunternehmen

In den nächsten vier Jahren will sich die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen entwickeln. Ohne ihren Gesamtinvestitionsaufwand zu erhöhen, investiert die Bank durch die Reallokation vorhandener Mittel rund 700 Mio. Euro pro Jahr in die Digitalisierung und in ihre IT. Auf einem "Digital Campus" sollen künftig agile Projektteams Digitalisierungsprojekte vorantreiben und Prozesse automatisieren und optimieren. Bis zum Jahr 2020 werden 80 % der relevanten Geschäftsprozesse digitalisiert. Die Bank erwartet dadurch signifikante Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen.

Änderung im Vorstand der Commerzbank

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat in seiner Sitzung Ende September 2016 mit Bedauern dem Wunsch von Markus Beumer entsprochen, ihn von seinem bis 31. Dezember 2020 laufenden Vertrag als Vorstand für das Segment Mittelstandsbank mit Wirkung vom 31. Oktober 2016 zu entbinden. Markus Beumer hat in den vergangenen neun Jahren als Vorstand maßgeblich daran mitgearbeitet, das Profil der Commerzbank als führende Firmenkundenbank in Deutschland und Europa weiter zu schärfen. Die Leitung der Firmenkundensparte übernimmt Michael Reuther.

Der Hauptversammlung 2018 soll Dr. Stefan Schmittmann als Nachfolger des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Peter Müller vorgeschlagen werden

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung im Mai 2018 vorzuschlagen, Dr. Stefan Schmittmann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Der Hauptversammlung soll zudem mitgeteilt werden, dass Dr. Stefan Schmittmann als Kandidat für den Vorsitz des Aufsichtsrats vorgeschlagen wird. Dr. Stefan Schmittmann ist Ende des Jahres 2015 aus dem Vorstand der Bank ausgeschieden und würde somit die gesetzlich vorgeschriebene Abkühlungsphase von zwei Jahren für den Wechsel in den Aufsichtsrat einhalten.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank beabsichtigt zudem, der Hauptversammlung im Mai 2017 vorzuschlagen, Dr. Tobias Guldimann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Dr. Roger Müller würde mit dem Ende der Hauptversammlung 2017 aus dem Aufsichtsrat der Bank ausscheiden. Sollte Dr. Tobias Guldimann in den Aufsichtsrat gewählt werden, plant der Aufsichtsrat, ihn für die Dauer seiner Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied zum Mitglied des Prüfungsausschusses zu bestellen.

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtszeitraum hat sich gegenüber den im Halbjahresbericht 2016 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Im vierten Quartal des Berichtsjahres 2015 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion erfolgreich eingeführt, was zu rückwirkenden Ergebnisanpassungen geführt hat. Ausführliche Erläuterungen zu diesen und weiteren Anpassungen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 48 ff.

Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wie folgt entwickelt:

Das Zins- und Handelsergebnis ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 16,7 % auf 4 126 Mio. Euro zurück. Dabei nahm der Zinsüberschuss im Berichtszeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 363 Mio. Euro auf 3 821 Mio. Euro ab und das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ermäßigte sich um 462 Mio. Euro auf 305 Mio. Euro. Während das Kreditvolumen im Segment Privatkunden, insbesondere im Baufinanzierungsneugeschäft, zugelegt hat und sich das Kreditvolumen in der Mittelstandsbank in den Konzernbereichen Mittelstand Inland und Großkunden & International stabil entwickelte beziehungsweise der Wachstumskurs fortgesetzt wurde, war der Zinsüberschuss aus dem Einlagengeschäft in beiden Segmenten weiterhin durch das Marktzinsniveau belastet. Im Segment Central & Eastern Europe stieg der Zinsüberschuss gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hier wirkte sich das Geschäftsvolumenwachstum positiv auf die Ertragsentwicklung aus.

Das Segment Corporates & Markets verzeichnete beim Zins- und Handelsergebnis, insbesondere aufgrund der marktbedingten Kundenzurückhaltung und der dadurch deutlich niedrigeren Erträge im Aktiengeschäft, einen spürbaren Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der rückläufige Zinsüberschuss im Segment ACR ist maßgeblich auf den Entfall eines positiven Sondereffekts aus dem Vorjahr aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmittel zurückzuführen. Im Berichtszeitraum waren im Handelsergebnis insgesamt positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 488 Mio. Euro enthalten, nach 116 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Zinsüberschusses sowie des Handelsergebnisses finden sich im Anhang des Zwischenabschlusses auf den Seiten 53 und 54.

Der Provisionsüberschuss ging in den ersten neun Monaten 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,3 % auf 2 379 Mio. Euro zurück. Die im Berichtszeitraum sehr volatilen Aktienmärkte sorgten für eine anhaltende Unsicherheit bei den Marktteilnehmern und entsprechende Kundenzurückhaltung im Segment Privatkunden. Positiv wirkten sich hingegen die anhaltend starke Kundennachfrage nach Ratenkrediten sowie die Anpassung der Preispolitik aus. Im Segment Mittelstandsbank resultierte der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigere Provisionsüberschuss insbesondere aus einem Rückgang im Dokumentengeschäft, was sowohl mit der strategischen Fokussierung im Konzernbereich Financial Institutions als auch mit der insgesamt schwachen Weltkonjunktur und dem dadurch beeinträchtigten Außenhandel zusammenhing. Zudem sind die Erträge aus Zins- und Währungsabsicherungsgeschäften gesunken.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich in den ersten neun Monaten 2016 auf 257 Mio. Euro, nach - 106 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Ergebnis des laufenden Jahres ist ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro enthalten. Das negative Ergebnis des Vorjahres resultierte in erster Linie aus Wertkorrekturen auf die HETA Asset Resolution AG. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 96 Mio. Euro, nach 69 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag mit - 610 Mio. Euro um - 26 Mio. Euro höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während insbesondere im Segment Mittelstandsbank die Vorsorgeerfordernisse im Wesentlichen im Zusammenhang mit Einzelengagements anstiegen, reduzierte sich die Kreditrisikovorsorge im Segment Asset & Capital Recovery.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 5 328 Mio. Euro um 1,6 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Personalaufwand betrug 2 761 Mio. Euro und lag damit insbesondere aufgrund geringerer variabler Gehaltskomponenten um 5,8 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte betrug 2 567 Mio. Euro und lag damit leicht über dem Niveau der ersten neun Monate 2015.

Im Zusammenhang mit der Reduzierung von Handelsaktivitäten im Rahmen der strategischen Neuausrichtung fielen im dritten Quartal 2016 Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte in Höhe von 627 Mio. Euro an. Darüber hinaus belasteten im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 97 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen an den Standorten London und New York sowie mit der Optimierung interner Abläufe.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 338 Mio. Euro, nach 1 464 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 161 Mio. Euro an, nach 489 Mio. Euro für den Vorjahreszeitraum. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 177 Mio. Euro, gegenüber 975 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären für den Berichtszeitraum ein Konzernergebnis von 96 Mio. Euro zuzurechnen.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,85 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,08 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 1,30 Euro beziehungsweise 0,75 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2016 mit 513,4 Mrd. Euro um 3,6 % unter dem Niveau des Jahresultimos 2015.

Das Volumen der Barreserve ist um 2,4 Mrd. Euro auf 26,1 Mrd. Euro zurückgegangen, was insbesondere aus einem Rückgang bei Schatzwechsel und -anweisungen resultierte. Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 69,0 Mrd. Euro um 3,9 % unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Dabei stand einem Volumenanstieg im Bereich der täglich fälligen Forderungen ein Rückgang bei den Forderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr gegenüber.

Die Forderungen an Kunden lagen mit 221,3 Mrd. Euro um 2,5 Mrd. Euro über dem Stand zum Jahresende 2015. Der Volumenzuwachs resultierte insbesondere aus einem Anstieg der Kundenforderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 229,2 Mrd. Euro und lag damit auf dem Niveau des Jahresultimos 2015. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 19,6 Mrd. Euro um 3,0 Mrd. Euro zurückgingen, lag das Kundenkreditgeschäft mit 209,6 Mrd. Euro leicht über dem Jahresultimo 2015. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 104,5 Mrd. Euro, ein Rückgang um 8,9 % gegenüber dem Stand zum Jahresende 2015. Während die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds - vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes für Aktienprodukte und der damit einhergehenden Kundenzurückhaltung - um 4,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind, verringerten sich die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten im Vergleich zum Vorjahresultimo um 4,9 Mrd. Euro. Die Finanzanlagen ermäßigten sich gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 7,8 % auf 75,5 Mrd. Euro. Der Rückgang resultierte aus geringeren Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren.

Auf der Passivseite beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 78,2 Mrd. Euro; damit lagen sie um 5,0 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Während Repos und Cash Collaterals um 3,1 Mrd. Euro gestiegen sind, gingen die Sichteinlagen im Zusammenhang mit der aktiven Einlagenreduzierung um 2,4 Mrd. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Zentralnotenbanken um 3,4 Mrd. Euro zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 2,8 % auf 250,5 Mrd. Euro, was durch einen Volumenrückgang sowohl bei Termin- als auch bei Sichteinlagen bedingt war, der durch einen Anstieg bei Repos und Cash Collaterals zum Teil kompensiert wurde. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 41,3 Mrd. Euro um 0,7 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Während die begebenen Schuldverschreibungen leicht um 0,6 Mrd. Euro auf 35,1 Mrd. Euro - insbesondere aufgrund eines niedrigeren Volumens an Öffentlichen Pfandbriefen - zurückgingen, stiegen die begebenen Geldmarktpapiere um 1,2 Mrd. Euro auf 6,2 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Volumenrückgang um 5,4 Mrd. Euro auf 81,0 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang von währungsbezogenen derivativen Geschäften sowie bei Short-Sales-Bonds und Short-Sales-Aktien, dem ein Anstieg bei den übrigen derivativen Geschäften gegenüberstand.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2016 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,4 Mrd. Euro und damit 3,1 % unter dem Niveau des Jahresultimos 2015. Der leichte Rückgang beruhte auf reduzierten Gewinnrücklagen, die sich um 0,6 Mrd. Euro auf 11,0 Mrd. Euro verringert haben.

Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage - 802 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresultimo war dies ein Anstieg um - 205 Mrd. Euro, was insbesondere auf höhere Kreditrisikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von - 1,1 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach - 0,8 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Die Risikoaktiva per 30. September 2016 lagen bei 195,4 Mrd. Euro und damit leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2015. Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf voranschreitender Fokussierung des Geschäfts, verstärkt um Entlastungseffekte aus Währungsveränderungen sowie Verbriefungen. Diese Effekte wurden zum Teil durch gestiegene risikogewichtete Aktiva bei Marktpreisrisiken und operationellen Risiken kompensiert. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schritts gegenüber dem Jahresultimo 2015 um rund 0,8 Mrd. Euro auf 26,5 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist auf 13,6 % gesunken. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 26,5 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,6 %. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt des nach unserer Interpretation 2019 umzusetzenden regulatorischen Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 11,8 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 5,2 % ("phase-in") beziehungsweise bei 4,5 % ("fully phased-in").

Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein.

Refinanzierung und Liquidität

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.

In den ersten neun Monaten 2016 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 6,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Das gute Kapitalmarktumfeld im dritten Quartal wurde genutzt, um insgesamt Refinanzierungsmittel von 3,9 Mrd. Euro zu attraktiven Spreads aufzunehmen.

Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Quartal eine Benchmark-Nachranganleihe mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro emittiert. Diese Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren.

Des Weiteren wurde im September eine 7-jährige Senior-Unsecured-Benchmarkanleihe begeben. Darüber hinaus wurden 1,4 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen, unter anderem eine 400-Mio.-US-Dollar-Nachranganleihe mit 12-jähriger Laufzeit. Die polnische Tochter mBank emittierte ebenfalls im September eine Senior-Unsecured-Anleihe im Benchmarkvolumen von 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 4 Jahren.

Im besicherten Bereich wurden rund 2,9 Mrd. Euro aufgenommen. Im Juni wurde ein 500-Mio.-Euro-Hypothekenpfandbrief mit 10 Jahren Laufzeit begeben, der im dritten Quartal um weitere 500 Mio. Euro aufgestockt wurde. Es folgte ein 8-jähriger Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro sowie ein Hypothekenpfandbrief über 750 Mio. Euro und einer Laufzeit von etwas über 10 Jahren.

Die Platzierung der Pfandbriefe erfolgte überwiegend in Deutschland, aber auch ausländische Investoren zeigten ein sehr starkes Interesse an den Hypothekenpfandbriefen. Des Weiteren hat die polnische Hypothekenbank-Tochtergesellschaft der mBank Privatplatzierungen im Volumen von 0,1 Mrd. Euro begeben.

Die durchschnittliche Laufzeit sämtlicher Emissionen lag bei rund 9 Jahren.

Die Bank wies zum Quartalsultimo nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von 78,8 Mrd. Euro im Laufzeitband bis zu einem Tag aus. Davon werden 22,8 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio in Höhe von 8,3 Mrd. Euro.

Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,57 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate 2016 basiert noch auf der im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 198 ff. beschriebenen früheren Segmentstruktur.

Im Rahmen der Ende September kommunizierten neuen Strategie konzentriert die Commerzbank ihre Kundenaktivitäten in zwei Vertriebssegmenten: Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Die Ergebniskommentierung der Segmente auf Basis dieser neuen Segmentstruktur wird erstmals für das Gesamtjahr 2016 erfolgen. Im Zwischenabschluss auf Seite 61 haben wir als ergänzende Information eine Tabelle mit den Ergebnissen für die ersten neun Monate 2016 auf Basis der neuen Segmentstruktur aufgenommen. Danach liegt das Operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2016 des Segments Privat- und Unternehmerkunden bei 845 Mio. Euro, die Operative Eigenkapitalrendite bei 26,8 % und die Aufwandsquote bei 74,0 %. Im Segment Firmenkunden liegen das Operative Ergebnis bei 923 Mio. Euro, die Operative Eigenkapitalrendite bei 10,6 % und die Aufwandsquote bei 66,0 %. Weitere Informationen zur neuen strategischen Ausrichtung und zur Segmentberichterstattung im Allgemeinen finden sich im Kapitel "Highlights der Geschäftsentwicklung" auf Seite 5 f. beziehungsweise im Zwischenabschluss auf Seite 57 ff.

Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 48 ff.

Privatkunden

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränderung in

%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 2 823 2 870 - 1,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 11 - 51 - 78,4
Verwaltungsaufwendungen 2 232 2 264 - 1,4
Operatives Ergebnis 580 555 4,5
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 2 390 2 984 - 19,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) 32,4 24,8 7,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 79,1 78,9 0,2

1 Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements und Strukturänderungen (siehe Zwischenabschluss Seite 48 ff.).

Das Segment Privatkunden erzielte in den ersten neun Monaten 2016 ein solides Operatives Ergebnis. Auch das dritte Quartal spiegelt den anhaltenden Wachstumstrend der vergangenen ersten beiden Quartale wider. Insbesondere die Entwicklung beim Kreditvolumen mit einer Steigerung um rund 8 % gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres verlief sehr erfreulich. Hingegen wirkt sich das Zinsumfeld weiterhin belastend auf die Ergebnisentwicklung des Segments aus.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 2 823 Mio. Euro auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Rückgang um knapp 9 % auf 1 338 Mio. Euro. Das Baufinanzierungsneugeschäft konnte allein im dritten Quartal einen sehr guten Zuwachs von 16 % gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnen, das jedoch nur teilweise zur Kompensation der Ertragsrückgänge aus Einlagen beitragen konnte. Der Provisionsüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 85 Mio. Euro auf 1 268 Mio. Euro. Ein leicht gestiegenes Wertpapiergeschäft im dritten Quartal konnte jedoch den verhaltenen Jahresauftakt an den Börsen nicht ausgleichen. Positiv wirkten sich hingegen die anhaltend starke Kundennachfrage nach Ratenkrediten, mit einer Steigerung um 37 % gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sowie die Anpassung der Preispolitik aus. Im Ergebnis aus Finanzanlagen ist ein einmaliger Sonderertrag aus dem Verkauf der Commerzbank International S. A. Luxemburg in Höhe von 25 Mio. Euro sowie ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 58 Mio. Euro enthalten. Ferner ist im Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen ein positiver Effekt aus der Neubewertung von Vermögenswerten der Gesellschaft Commerz Real enthalten, der die sehr gute Marktsituation gewerblich genutzter Immobilen reflektiert.

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft lag mit - 11 Mio. Euro um 40 Mio. Euro unter der Vergleichsperiode des Vorjahreszeitraums. Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 32 Mio. Euro auf 2 232 Mio. Euro, was auf ein weiterhin striktes Kostenmanagement bei Personal- und Sachaufwendungen zurückzuführen war. Hierin bereits enthalten sind sowohl im laufenden als auch im Vorjahr die Aufwendungen für die Europäische Bankenabgabe in Höhe von jeweils 16 Mio. Euro.

Insgesamt erzielte das Segment Privatkunden im Berichtszeitraum 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 580 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Anstieg um 4,5 %.

Mittelstandsbank

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränderung in

%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 2 091 2 215 - 5,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 213 - 110 93,6
Verwaltungsaufwendungen 1 238 1 195 3,6
Operatives Ergebnis 640 910 - 29,7
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 7 971 8 376 - 4,8
Operative Eigenkapitalrendite (%) 10,7 14,5 - 3,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 59,2 54,0 5,2

1 Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements und Strukturänderungen (siehe Zwischenabschluss Seite 48 ff.).

Das Segment Mittelstandsbank hat vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger Markt- sowie sich verschärfender Wettbewerbsbedingungen in den ersten neun Monaten 2016 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 640 Mio. Euro erzielt. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr war wesentlich auf das negative Marktzinsniveau, Effekte aus der strategischen Fokussierung im Konzernbereich Financial Institutions sowie auf den Anstieg der Verwaltungsaufwendungen aufgrund erhöhter regulatorischer Anforderungen und höherer Risikovorsorge für das Kreditgeschäft zurückzuführen.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 2 091 Mio. Euro um 5,6 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss belief sich auf 1 343 Mio. Euro und lag damit um 5,4 % unter dem Niveau der ersten neun Monate des Vorjahres. Während im Konzernbereich Mittelstand Inland das Kreditvolumen eine weitgehend stabile Entwicklung mit leicht steigenden Margen aufwies, konnte im Konzernbereich Großkunden & International das Kreditwachstum fortgesetzt werden. Im Konzernbereich Financial Institutions war der Kreditzinsergebnisbeitrag insbesondere durch die niedrigere Marge rückläufig. Der weitere Abbau des vom Segment ACR übertragenen Portfolios führte zu einem erwarteten rückläufigen Kreditzinsergebnis. Die Einlagenmargenentwicklung ist bedingt durch das negative Zinsumfeld insgesamt weiter unter Druck.

Der Provisionsüberschuss nahm mit 727 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 % deutlich ab. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einem Rückgang im Dokumentengeschäft, der sowohl mit der strategischen Fokussierung im Konzernbereich Financial Institutions als auch mit der insgesamt schwachen Weltkonjunktur und dem dadurch beeinträchtigten Außenhandel zusammenhing. Zudem sind die Erträge aus Zins- und Währungsabsicherungsgeschäften gesunken. Das Handelsergebnis war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch den Rückgang positiver Bewertungseffekte aus Kontrahentenrisiken aus dem Derivategeschäft mit unseren Kunden belastet und lag bei 3 Mio. Euro, nach 49 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die deutliche Verbesserung im Ergebnis aus Finanzanlagen resultiert aus einer Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung im Vorjahreszeitraum.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich für die ersten neun Monate 2016 auf - 213 Mio. Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen auf einem deutlich höheren Niveau als im Berichtszeitraum des Vorjahres. Die Vorsorgeerfordernisse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 238 Mio. Euro um 43 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg um 3,6 % resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Compliance-Aufwendungen, höheren IT-Kosten sowie gestiegenen Zuführungen zur Europäischen Bankenabgabe.

Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtszeitraum 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 640 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um 29,7 %.

Central & Eastern Europe

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränderung in

%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 720 687 4,8
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 74 - 75 - 1,3
Verwaltungsaufwendungen 403 358 12,6
Operatives Ergebnis 243 254 - 4,3
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 1 664 1 691 - 1,6
Operative Eigenkapitalrendite (%) 19,5 20,0 - 0,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 56,0 52,1 3,9

1 Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements und Strukturänderungen (siehe Zwischenabschluss Seite 48 ff.).

Das Segment Central & Eastern Europe, das durch die mBank repräsentiert wird, erreichte im Berichtszeitraum Erträge vor Risikovorsorge in Höhe von 720 Mio. Euro. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres war dies ein Anstieg um 33 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahr wird der Ergebnisbeitrag 2016 der mBank durch die Abwertung des Zloty gegenüber dem Euro belastet.

Im Ergebnis der ersten neun Monate 2016 war ein positiver Einmaleffekt aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 65 Mio. Euro enthalten, während im Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums der positive Einmaleffekt aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe in Höhe von 46 Mio. Euro ausgewiesen wurde. Bereinigt um diese beiden Effekte sowie den Wechselkurseffekt konnten die Erträge in den ersten neun Monaten 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 45 Mio. Euro gesteigert werden. Im Wesentlichen resultierte der um den Wechselkurseffekt bereinigte Anstieg aus dem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5 % gesteigerten Zinsüberschuss. Vor dem Hintergrund des weiterhin niedrigen Referenzzinssatzes der polnischen Nationalbank wirkte sich das Wachstum im Geschäftsvolumen positiv auf die Ertragsentwicklung aus. Darüber hinaus konnte die mBank die Zinsmarge trotz der letzten Zinssenkung der polnischen Nationalbank im März 2015 unter anderem durch Wachstum in Produkten mit höheren Margen weiter steigern. Der Provisionsüberschuss ging - insbesondere wechselkursbedingt - um 7 Mio. Euro auf 152 Mio. Euro zurück. Positiv entwickelten sich kreditbezogene Gebühren sowie Provisionen aus dem Versicherungsgeschäft, während sich die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft aufgrund schlechterer Marktbedingungen in Polen ermäßigten. Die mBank hat im dritten Quartal 2016 ihr dynamisches Kundenwachstum fortgesetzt und die Anzahl der Kunden in den ersten neun Monaten 2016 auf 5,3 Millionen gesteigert. Gegenüber der Vorjahresperiode beträgt der Zuwachs rund 388 000 Kunden.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2016 mit -74 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Verwaltungsaufwand ist in den ersten neun Monaten 2016 um 45 Mio. Euro auf 403 Mio. Euro gestiegen. Treiber dieses Anstiegs ist die Belastung aus der im Februar 2016 neu eingeführten polnischen Bankensteuer von rund 54 Mio. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg der Verwaltungsaufwand um 63 Mio. Euro.

Insgesamt erzielte das Segment Central & Eastern Europe im Berichtszeitraum 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 243 Mio. Euro und lag damit um 11 Mio. Euro unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraumes.

Corporates & Markets

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränderung in

%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 1 368 1 647 - 16,9
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 22 25 .
Verwaltungsaufwendungen 1 041 1 129 - 7,8
Operatives Ergebnis 305 543 - 43,8
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3 778 4 167 - 9,3
Operative Eigenkapitalrendite (%) 10,8 17,4 - 6,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 76,1 68,5 7,6

1 Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements und Strukturänderungen (siehe Zwischenabschluss Seite 48 ff.).

Die ersten neun Monate 2016 waren von einem sehr herausfordernden Kapitalmarktumfeld geprägt. Globale Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, aber auch eine Vielzahl geopolitischer Ereignisse dominierten das internationale Börsengeschehen und insbesondere die Entwicklung im europäischen Bankensektor - darunter die Entscheidung in Großbritannien, aus der Europäischen Union auszutreten -, aber auch anhaltende Sorgen um die Stabilität des italienischen Bankensektors. Erhöhte Volatilität und Verunsicherung resultierte in zunehmendem Maße in einer spürbaren Zurückhaltung auf Kundenseite, was sich auch im Operativen Ergebnis des Segments Corporates & Markets niederschlug.

Im Konzernbereich Advisory & Primary Markets verzeichnete das Primärmarktgeschäft mit Anleihen und syndizierten Krediten einen wichtigen Ergebnisbeitrag, während niedrigere Zinsen einen Rückgang der Erträge aus dem Einlagengeschäft zur Folge hatten und damit das Commercial Banking belasteten. Sprunghafte Entwicklungen am Aktienmarkt führten im Konzernbereich Equity Markets & Commodities zu deutlich geringeren Kundenaktivitäten sowie schwächeren Handelsumsätzen, die noch im Vorjahr von einem sehr freundlichen Aktienmarkt unterstützt waren. Besonders von der hohen Volatilität an den globalen Kapitalmärkten betroffen war das Geschäft mit strukturierten Produkten für institutionelle Kunden. Auch die Entscheidung, das Wertpapierleihe- und Collateral-Management-Geschäft neu auszurichten und an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, führt zu einem schwächeren Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr.

Im Konzernbereich Fixed Income & Currencies waren insbesondere Zinsabsicherungen im Zuge geldpolitischer Entscheidungen gefragt, während der Kredithandel von einer vergleichsweise verhaltenen Nachfrage geprägt war. Weiterhin verzeichnete der Konzernbereich Credit Portfolio Management eine stabile Ertragsentwicklung, während Wertaufholungen und Restrukturierungserfolge im Vorjahr eine hohe Vergleichsbasis darstellen.

Mit 1 368 Mio. Euro lagen die Erträge vor Risikovorsorge in den ersten neun Monaten 2016 um 279 Mio. Euro unter denen des Vorjahres. Das Zins- und Handelsergebnis zeigte einen Rückgang um 316 Mio. Euro auf 1 042 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss um 18 Mio. Euro auf 252 Mio. Euro zurückging. Die geringeren Erträge stehen insbesondere im Zusammenhang mit einem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag im Geschäft mit strukturierten Anlageprodukten sowie der Neuausrichtung des Wertpapierleihe- und Collateral-Management-Geschäfts.

Für Risikovorsorge für das Kreditgeschäft waren für den Berichtszeitraum - 22 Mio. Euro auszuweisen, nach einer Nettoauflösung von 25 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Verwaltungsaufwand ermäßigte sich gegenüber dem Vorjahr um 88 Mio. Euro auf 1 041 Mio. Euro, wofür unter anderem geringere Aufwendungen für die Europäische Bankenabgabe, sowie reduzierte Personalkosten verantwortlich waren.

Im Zusammenhang mit der neuen strategischen Ausrichtung waren im dritten Quartal des laufenden Jahres Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 138 Mio. Euro auszuweisen.

Darüber hinaus fielen für die ersten neun Monate 2016 Restrukturierungsaufwendungen von 22 Mio. Euro an, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen an den Standorten London und New York stehen.

Insgesamt erzielte das Segment Corporates & Markets im Berichtszeitraum 2016 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 145 Mio. Euro; gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 70,2 %.

Asset & Capital Recovery

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränderung in

%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 30 62 - 51,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 292 - 311 - 6,1
Verwaltungsaufwendungen 97 150 - 35,3
Operatives Ergebnis - 359 - 399 - 10,0
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3 346 4 359 - 23,2
Operative Eigenkapitalrendite (%) - 14,3 - 12,2 - 2,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 323,3 241,9 81,4

1 Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements und Strukturänderungen (siehe Zwischenabschluss Seite 48 ff.).

Seit der Übertragung von Aktiva hoher Kreditqualität und niedriger Ertragsvolatilität mit Wirkung vom 1. Januar 2016 aus dem früheren Segment Non-Core Assets (NCA) in verschiedene Banksegmente sind die im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) verbliebenen Aktiva - im Wesentlichen komplexere Teilportfolios mit langen Restlaufzeiten - weiter abgebaut worden. Der EaD (inklusive Non-Performing-Loans) reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2016 um gut 1 Mrd. auf 17,2 Mrd. Euro

Ein erheblicher Teil der ACR-Portfolios, insbesondere aus dem Bereich Public Finance, unterliegt Marktwertschwankungen. Daher trugen Bewertungseffekte maßgeblich zu den Erträgen vor Risikovorsorge in Höhe von 30 Mio. Euro bei.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von - 292 Mio. Euro, nach - 311 Mio. Euro nach neun Monaten 2015, ging ausschließlich auf Schiffsfinanzierungen zurück. Bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen konnte nach Nettozuführungen im Vorjahreszeitraum Risikovorsorge aufgelöst werden.

Der um 35,3 % stark verringerte Verwaltungsaufwand in Höhe von 97 Mio. Euro spiegelt das im Jahresvergleich substanziell verringerte ACR-Portfolio sowie erheblich angepasste Mitarbeiterkapazitäten wider.

Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum 2016 ein Ergebnis vor Steuern von - 359 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Verbesserung um 13,5 %.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden.

Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden.

Das Operative Ergebnis der ersten neun Monate 2016 betrug - 347 Mio. Euro gegenüber - 305 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang um 42 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Entwicklung der Group Treasury zurückzuführen, die das sehr gute Vorjahresergebnis nicht wieder erreichen konnte. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 75 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Optimierung interner Abläufe sowie einer Überleitungsposition zum Konzernergebnis bezüglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - betreffend das neue Firmenkundensegment - in Höhe von 489 Mio. Euro belief sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung in den ersten neun Monaten 2016 auf - 911 Mio. Euro, nach - 326 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2015.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftlichen Situation sowie künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der für die letzten Monate des laufenden Geschäftsjahres zu erwartenden Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sowie der künftigen Situation der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Halbjahresbericht 2016 getroffenen Prognosen nicht wesentlich verändert.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf vergleichbar mit dem diesjährigen Volumen am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Fundinginstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch haben wir einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen, um die individuelle Nachfrage der Investoren zu decken sowie zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis. Durch regelmäßiges Überprüfen und Anpassen der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Bei den Investitionen haben sich in den ersten neun Monaten 2016 keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 101 bis 102 aufgeführten Planungen ergeben.

Die aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank stehen im Zusammenhang mit dem eingeschlagenen Wachstumskurs. Durch Anpassungen im Geschäftsmodell an die neuen Rahmenbedingungen in der Finanzbranche will die Bank fokussiert wachsen und investiert in die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts. In den nächsten vier Jahren will sich die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen entwickeln. Ohne ihren Gesamtinvestitionsaufwand zu erhöhen, investiert die Bank durch die Reallokation vorhandener Mittel rund 700 Mio. Euro pro Jahr in die Digitalisierung und in ihre IT.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im Verlauf des dritten Quartals 2016 weiterhin durch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt.

Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB pro Monat zusätzlich 60 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung und erhöhte ab April den Betrag auf monatlich 80 Mrd. Euro. Zusätzlich begab die EZB im Rahmen ihrer längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte per Ende September 2016 im Rahmen des TLTRO II (Targeted Longer-Term Refinancing Operation) die zweite Tranche und stellte dem Bankensektor netto weitere rund 45 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Somit steigt die Überschussliquidität im System kontinuierlich weiter an. Sie betrug zum Berichtsstichtag 1 040 Mrd. Euro.

Im Verlauf des dritten Quartals 2016 war eine weitere moderate Verflachung der Zinskurve am langen Ende festzustellen, was im Wesentlichen auf das andauernde EZB-Ankaufprogramm für Wertpapiere und die Suche der Investoren nach Anleihen mit positiver Rendite zurückzuführen ist. Für den weiteren Verlauf 2016 sehen wir eine Seitwärtsentwicklung. Allerdings dürfte dies in hohem Maße von der weiteren Umsetzung des EZB-Ankaufprogramms bestimmt sein. Im zurückliegenden Quartal war eine Einengung der Credit Spreads an den Märken für europäische Staatsanleihen und hier insbesondere bei den südeuropäischen Ländern zu verzeichnen. Die Unsicherheit an den europäischen Märkten für Staatsanleihen besteht allerdings weiterhin und das Umfeld bleibt fragil. Covered Bonds werden weiterhin auf sehr engen Spreads gehandelt. Für diese Anlageklasse halten wir aufgrund der stetigen Nachfrage der EZB im Rahmen ihres Ankaufprogramms weiterhin eine seitwärts gerichtete Spreadentwicklung für 2016 für wahrscheinlich.

Insgesamt rechnen wir mit einer weiter abnehmenden Sekundärmarktliquidität für die europäischen Bondmärkte aufgrund der starken EZB-Aktivitäten und des anhaltenden Negativzinsumfeldes für viele Staatsanleihen.

Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin stark limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus. Das Ankaufprogramm der EZB führt zu einer weiteren Verknappung an Collaterals. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen von längerfristigen Wertpapierpensionsgeschäften stark eingeschränkt.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse ein Liquiditätsreserveportfolio, das aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht.

Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Ende September hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Im Rahmen der Strategie wird sich die Commerzbank konsequent auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, 80 % ihrer relevanten Prozesse digitalisieren und dadurch signifikante Effizienzgewinne realisieren und bis Ende 2020 ihre Profitabilität nachhaltig erhöhen.

Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets werden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Durch die Verkleinerung des Handelsgeschäfts werden Ergebnisvolatilität und Risiken aus regulatorischen Änderungen verringert sowie Kapital freigesetzt und in das Kerngeschäft mit Kunden investiert. Ein Ergebnisausblick der Segmente auf Basis dieser neuen Segmentstruktur wird erstmals für das Geschäftsjahr 2017 erfolgen. Ausführliche Informationen zur neuen strategischen Ausrichtung finden sich im Kapitel "Highlights der Geschäftsentwicklung" auf Seite 5 ff.

Die Prognose der voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns für das Gesamtjahr 2016 konzentriert sich auf die wesentlichen Änderungen gegenüber der zur Jahresmitte getroffenen Einschätzung.

In den verbleibenden Monaten des laufenden Jahres werden wir unsere Strategie fortsetzen, den Marktanteil im Geschäft mit Privatkunden auszubauen und unsere führende Wettbewerbsposition insbesondere mit Mittelstandskunden zu stärken sowie das Kreditvolumen weiter zu steigern. Eine materielle Abweichung vom bislang für das Geschäftsjahr 2016 erwarteten Ertragspfad, der Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld und der anhaltenden Kundenzurückhaltung in Anbetracht geopolitischer Unsicherheiten berücksichtigt, sehen wir nicht.

Das sehr gute Risikoprofil der Bank wird sich nach unserer Erwartung in bei historischer Betrachtung weiterhin niedrigen Risikokosten widerspiegeln. Gleichwohl dürften geringere Nettoauflösungen von Wertberichtigungen im Kreditgeschäft und weiterhin schwierige Schiffsmärkte zu einem Anstieg der Risikovorsorgeposition führen. Nach unserer aktuellen Einschätzung bleibt diese aber unter 1 Mrd. Euro.

Hinsichtlich der Entwicklung des Verwaltungsaufwands gehen wir davon aus, dass die Kostenbasis trotz des erhöhten Aufwands durch die polnische Bankensteuer auf dem Niveau des Jahres 2015 stabil gehalten werden kann.

Maßgeblich auf das prognostizierte Jahresergebnis wirkt die im dritten Quartal vorgenommene Goodwill-Abschreibung; diese steht im Zusammenhang mit der im Rahmen der strategischen Neuausrichtung umgesetzten Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Trotz dieser Belastung gehen wir für das Gesamtjahr 2016 davon aus, dass wir ein positives Konzernergebnis erzielen.

Nach unserer aktuellen Einschätzung wird sich die Basel-3-Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt, des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerks) weiter verbessern und zum Jahresende rund 12 % erreichen.

Zwischenrisikobericht

Aufgrund von Rundungen können sich im nachfolgenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputationsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement. In allen Segmenten außer im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den Bereichsvorständen der Risikomanagement-Organisation bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Geschäftsbericht 2015 dargestellt.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Wir überwachen die Risikotragfähigkeit der Commerzbank mittels eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Dies soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet sein. Die Gone-Concern-Analyse ist um Elemente ergänzt, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt. Der Geschäftsbericht 2015 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik. Zum Jahresanfang 2016 wurden die Ergebnisse der jährlichen Validierung des Risikotragfähigkeitskonzepts umgesetzt. Dies beinhaltete die turnusmäßige Aktualisierung der Risikoparameter des ökonomischen Kapitalmodells.

Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit (RTF) gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im bisherigen Jahresverlauf lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 166 % per 30. September 2016. Der Rückgang der RTF-Quote gegenüber Dezember 2015 ist im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung von Marktrisikomethoden sowie die marktinduzierte Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio zurückzuführen. Trotz des Rückgangs gegenüber dem 31. Dezember 2015 liegt die RTF-Quote weiterhin auf hohem Niveau.

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Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.9.2016 31.12.2015
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 29 30
Ökonomisch erforderliches Kapital2 17 15
davon für Adressenausfallrisiko 11 11
davon für Marktrisiko 5 3
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 2
RTF-Quote3 166 % 193 %

1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.

2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.

3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Commerzbank-Konzern

Ende September hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets werden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert.

Die Kreditrisikokennzahlen stellen sich in dieser neuen Struktur zum Stichtag 30. September 2016 wie folgt dar:

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 139 305 22
Firmenkunden 195 581 30
Asset & Capital Recovery 15 332 220
Sonstige und Konsolidierung1 77 108 14
Konzern 426 1 325 31

1 Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury.

Auf Basis dieser Struktur verteilen sich die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern in den Ratingstufen 1,0 bis 5,8 wie folgt:

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Ratingverteilung

per 30.9.2016

EaD | %
1,0- 1,8 2,0- 2,8 3,0- 3,8 4,0- 4,8 5,0- 5,8
Privat- und Unternehmerkunden 33 51 12 3 1
Firmenkunden 21 55 18 4 2
Asset & Capital Recovery 4 58 7 17 14
Konzern1 31 51 14 3 2

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns der ersten drei Quartale 2016 verteilt sich auf Basis der neuen Segmentstruktur wie folgt auf die Segmente:

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Risikovorsorge | Mio. € Q1-Q3 2016
Privat- und Unternehmerkunden 100
Firmenkunden 220
Asset & Capital Recovery 292
Sonstige und Konsolidierung - 2
Konzern 610

Die vollständige Kommentierung der Risikokennzahlen auf Basis der neuen Segmentstruktur wird erstmals für das Gesamtjahr 2016 erfolgen. Im Zwischenlagebericht auf Seite 13 sowie in den Notes des Zwischenabschlusses haben wir Informationen für die ersten neun Monate 2016 auf Basis der neuen Segmentstruktur aufgenommen.

Im Folgenden wird die Entwicklung der Adressenausfallrisiken der Commerzbank auf Basis der alten Segmentstruktur beschrieben.

Die Commerzbank hat alle Portfolios (inklusive Non-Performing Loans - NPL) im Segment Non-Core Assets (NCA) seit dem dritten Quartal 2012 von 160 Mrd. Euro auf 63 Mrd. Euro per Ende 2015 reduziert. Aufgrund des erfolgreichen Abbaus im Segment Non-Core Assets (NCA) hat die Commerzbank im ersten Quartal 2016 eine neue Segmentstruktur eingeführt und die Kapitalallokation neu ausgerichtet. Portfolios im Volumen von rund 8 Mrd. Euro mit hoher Qualität und niedrigem Risiko aus den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung wurden in das Segment Mittelstandsbank übertragen. Das restliche Portfolio an Hypothekenkrediten von rund 1,6 Mrd. Euro wurde in das Segment Privatkunden überführt. Das Konzern-Geschäftsfeld Treasury, das Bestandteil des Segments Sonstige und Konsolidierung ist, nahm den größeren Teil des Portfolios Staatsfinanzierungen von rund 35 Mrd. Euro auf. Kriterien für den Übertrag der Aktiva waren gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie die Eignung für das Liquiditätsportfolio. Die verbleibenden Bestände von etwa 17 Mrd. Euro wurden im neuen Segment Asset & Capital Recovery (ACR) gebündelt. Im nachfolgenden Bericht sind die Vorjahresvergleichszahlen an die vorgenannte Segmentstruktur angepasst worden.

Kreditrisikokennzahlen

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD)1 , Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".

Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1,0 bis 5,8 wie folgt auf die Segmente:

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte CVaR
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
--- --- --- --- ---
Privatkunden 108 156 14 1 323
Mittelstandsbank 143 390 27 4 265
Central & Eastern Europe 29 132 45 880
Corporates & Markets 54 208 39 1 584
Sonstige und Konsolidierung1 77 108 14 2 197
Asset & Capital Recovery 15 332 220 783
Konzern 426 1 325 31 11 032

1 Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 82 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.

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Ratingverteilung

per 30.9.2016

EaD | %
1,0-1,8 2,0- 2,8 3,0- 3,8 4,0- 4,8 5,0- 5,8
Privatkunden 38 50 9 2 1
Mittelstandsbank 13 59 21 5 1
Central & Eastern Europe 13 55 24 5 2
Corporates & Markets 42 44 10 2 2
Asset & Capital Recovery 4 58 7 17 14
Konzern1 31 51 14 3 2

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 6 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Ukraine, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des dritten Quartals 2016 lag das Russland-Exposure bei 3,3 Mrd. Euro, das Ukraine-Exposure bei 0,1 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,1 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 3,7 Mrd. Euro.

Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des dritten Quartals 2016 bei 11,1 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 4,1 Mrd. Euro.

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Konzernportfolio

nach Regionen
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
per 30.9.2016 Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Deutschland 220 399 18
Westeuropa 103 282 27
Mittel- und Osteuropa 38 174 45
Nordamerika 28 50 18
Asien 19 39 21
Sonstige 18 381 211
Konzern 426 1 325 31

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich in den drei ersten Quartalen 2016 auf 610 Mio. Euro und lag damit um 26 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note 5 des Zwischenabschlusses liefert hierzu weitere Details.

1 Erwarteter Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird.

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2016 2015
Risikovorsorge | Mio. € Q1-Q3 Q3 Q2 Q1 Gesamt Q4
--- --- --- --- --- --- ---
Privatkunden 11 0 2 9 27 - 24
Mittelstandsbank 213 67 93 53 187 77
Central & Eastern Europe 74 32 29 13 97 22
Corporates & Markets 22 29 - 12 5 - 36 - 11
Sonstige und Konsolidierung - 2 0 0 - 2 60 - 2
Asset & Capital Recovery 292 147 75 70 361 50
Konzern 610 275 187 148 696 112

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2015
Risikovorsorge | Mio. € Q1-Q3 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- ---
Privatkunden 51 13 24 14
Mittelstandsbank 110 31 55 24
Central & Eastern Europe 75 28 24 23
Corporates & Markets - 25 11 11 - 47
Sonstige und Konsolidierung 62 1 26 35
Asset & Capital Recovery 311 62 140 109
Konzern 584 146 280 158

Für die Konzernrisikovorsorge erwarten wir in den nicht strategischen Teilportfolios weiterhin hohe Belastungen bei den Schiffsfinanzierungen. Hier ist nach wie vor keine umfassende Verbesserung des zum Teil sehr schwierigen Umfeldes erkennbar. In den Segmenten Corporates & Markets, Mittelstandsbank und Privatkunden gehen wir von deutlich geringeren Nettoauflösungen von Wertberichtigungen aus. Insgesamt erwarten wir, dass die Konzernrisikovorsorge im Jahr 2016 trotz der schwierigen Situation an den Schiffsmärkten unter 1 Mrd. Euro liegen wird.

Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio lag zum Ende des dritten Quartals 2016 bei 7,5 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Jahresende 2015 um 0,3 Mrd. Euro gestiegen.

Die nachfolgende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:

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Default-Portfolio Konzern | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Default-Volumen 7 468 7 124
Risikovorsorgebestand 3 317 3 371
GLLP 682 800
Sicherheiten 2 349 2 556
Coverage Ratio exklusive GLLP (%)1 76 83
Coverage Ratio inklusive GLLP (%)1 85 94
NPL-Ratio (%)2 1,7 1,6

1 Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.

2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst.

Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 66 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 15 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 9 Mrd. Euro).

Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung, auch im dritten Quartal fortgesetzt. Die Risikodichte ist leicht auf 14 Basispunkte gesunken.

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Private Baufinanzierung 61 64 11
Renditeobjekte 5 5 9
Individualkredite 15 36 24
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 9 19 20
Inländische Tochtergesellschaften 4 8 22
Sonstige 14 24 17
Privatkunden 108 156 14

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ging im Vergleich zum Vorjahr um 40 Mio. Euro auf 11 Mio. Euro zurück.

Das Default-Volumen des Segments reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 104 Mio. Euro.

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Default-Portfolio Segment Privatkunden | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Default-Volumen 553 657
Risikovorsorgebestand 174 205
GLLP 89 90
Sicherheiten 275 324
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 81 81
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 97 94
NPL-Ratio (%) 0,5 0,6

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment - teilweise gemeinsam mit dem Segment Corporates & Markets - die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken.

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Corporates Inland 95 223 24
Corporates Ausland 27 85 32
Financial Institutions 21 82 38
Mittelstandsbank 143 390 27

Der EaD der Mittelstandsbank stieg in den ersten neun Monaten 2016 von 140 Mrd. Euro auf 143 Mrd. Euro leicht an. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Die Risikodichte im Bereich Corporates Inland belief sich per 30. September 2016 auf 24 Basispunkte.

Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 30. September 2016 auf 27 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 32 Basispunkte. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 28.

Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 213 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 110 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer höheren Risikovorsorge für neue Ausfälle.

Das Default-Volumen der Mittelstandsbank war gegenüber Jahresultimo 2015 um 307 Mio. Euro höher.

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Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Default-Volumen 2 662 2 355
Risikovorsorgebestand 1 249 1 224
GLLP 290 306
Sicherheiten 566 415
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 68 70
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 79 83
NPL-Ratio (%) 1,8 1,6

Segment Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die "mBank" repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings in Polen sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an.

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Kreditrisikokennzahlen per 30.9.2016 Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Central & Eastern Europe 29 132 45

Der EaD des Segments Central & Eastern Europe ist zum 30. September 2016 mit 29 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresende konstant geblieben. Die Risikodichte belief sich auf 45 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken belief sich auf 4,7 Mrd. Schweizer Franken. Es handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden.

Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe belief sich auf 74 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 75 Mio. Euro).

Das Default-Volumen war im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 54 Mio. Euro höher.

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Default-Portfolio Segment Central & Eastern Europe | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Default-Volumen 1 176 1 123
Risikovorsorgebestand 687 643
GLLP 64 67
Sicherheiten 415 393
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 94 92
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 99 98
NPL-Ratio (%) 3,9 3,8

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst das Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) sowie die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) des Konzerns.

Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten lag mit 69 % des Gesamtexposures in Deutschland und Westeuropa, der Anteil Nordamerikas lag bei 17 %. Insgesamt ist das EaD mit 54 Mrd. Euro per Ende September 2016 gegenüber dem Wert per Ende Dezember 2015 um 6 Mrd. Euro gesunken.

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Deutschland 17 61 36
Westeuropa 20 90 45
Mittel- und Osteuropa 2 5 30
Nordamerika 9 15 16
Asien 3 2 9
Sonstige 4 36 102
Corporates & Markets 54 208 39

Die ersten neun Monate im Jahr 2016 waren unter anderem geprägt durch eine zunehmende politische Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem in Großbritannien abgehaltenen Referendum über den EU-Austritt des Landes. Das erhöhte Unsicherheitsniveau schlug sich in zum Teil starken Kursschwankungen am Markt nieder, blieb jedoch ohne größere Auswirkungen für unser Kreditportfolio.

Das Volumen der bestehenden Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit blieb im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Jahresende 2015 mit insgesamt 2,4 Mrd. Euro leicht unter Vorjahresniveau. Generell wurde bisher vorrangig in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen.

In den ersten neun Monaten 2016 reduzierte sich das Volumen des Structured-Credit-Portfolios um 1,9 Mrd. Euro auf insgesamt 4,0 Mrd. Euro (Dezember 2015: 5,9 Mrd. Euro) und die Risikowerte1 um 0,6 Mrd. Euro auf 1,1 Mrd. Euro (Dezember 2015: 1,7 Mrd. Euro). Dabei entfällt nach wie vor ein wesentlicher Anteil des Portfolios auf Total-Return-Swap-Positionen (1,5 Mrd. Euro) sowie CDOs (1,2 Mrd. Euro), die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen.

Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägt. In den ersten drei Quartalen 2016 betrug diese 22 Mio. Euro (Vorjahr -25 Mio. Euro).

Im Vergleich zum Jahresende 2015 ist das Default-Volumen im Segment Corporates & Markets in den ersten drei Quartalen 2016 um 209 Mio. Euro gestiegen.

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Default-Portfolio Segment Corporates & Markets | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Default-Volumen 891 682
Risikovorsorgebestand 476 464
GLLP 68 76
Sicherheiten 57 40
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 60 74
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 68 85
NPL-Ratio (%) 1,6 1,1

Segment Asset & Capital Recovery

Nach der Neusegmentierung im ersten Quartal 2016 beinhaltet das Segment Asset &Capital Recovery Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Deutsche Schiffsbank (DSB) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 30. September 2016 auf 15 Mrd. Euro und ging damit gegenüber dem Wert per Ende 2015 um 1,3 Mrd. Euro zurück.

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Kreditrisikokennzahlen

per 30.9.2016
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Commercial Real Estate 2 42 205
Deutsche Schiffsbank 4 267 757
Public Finance 9 22 24
Asset & Capital Recovery 15 332 220

Commercial Real Estate

Aufgrund von Gesundungen im Default-Portfolio ist das verbliebene Portfolio gegenüber dem 31. Dezember 2015 trotz Tilgungen und Rückzahlungen mit 2,0 Mrd. Euro nahezu konstant geblieben. Auffällige Risikoentwicklungen waren nicht zu verzeichnen.

1 Der Risikowert stellt den Bilanzwert von Cashinstrumenten dar. Bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

Deutsche Schiffsbank

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2015 um insgesamt 1,4 Mrd. Euro reduziert.

Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (1,1 Mrd. Euro), Tanker (0,9 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,9 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.

Eine nachhaltige Markterholung über alle Assetklassen hinweg erwarten wir kurzfristig nicht.

Public Finance

Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (5,3 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (2,6 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,6 Mrd. Euro EaD).

Im Segment ACR belief sich die Risikovorsorge auf 292 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Mio. Euro reduziert. Dabei verzeichnete der Konzernbereich Commercial Real Estate eine Nettoauflösung von 26 Mio. Euro und reduzierte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 Mio. Euro. Im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank belief sich die Risikovorsorge zum Berichtsstichtag auf 319 Mio. Euro und lag damit um 63 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres.

Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden grundsätzlich nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt.

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2016 2015
Risikovorsorge l Mio. € Q1-Q3 Q3 Q2 Q1 Gesamt Q4
--- --- --- --- --- --- ---
Commercial Real Estate - 26 5 - 26 - 5 36 - 19
Deutsche Schiffsbank 319 146 99 74 325 69
Public Finance - 1 - 4 3 0 0 0
Asset & Capital Recovery 292 147 75 70 361 50

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2015
Risikovorsorge l Mio. € Q1-Q3 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- ---
Commercial Real Estate 55 - 10 40 25
Deutsche Schiffsbank 256 72 100 84
Public Finance 0 0 0 0
Asset & Capital Recovery 311 62 140 109

Im Vergleich zum Jahresultimo 2015 wurde das Default-Volumen in den ersten drei Quartalen 2016 um 25 Mio. Euro weiter reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Rückzahlungen zurückzuführen. Im Bereich Public Finance besteht derzeit kein Default-Portfolio.

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30.9.2016 31.12.2015
Default-Portfolio Segment ACR | Mio. € ACR CRE DSB ACR CRE DSB
--- --- --- --- --- --- ---
Default-Volumen 2 175 704 1 471 2 200 1 038 1 160
Risikovorsorgebestand 723 156 567 733 193 540
GLLP 169 21 147 262 45 213
Sicherheiten 1 035 418 617 1 383 780 604
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 81 82 80 96 94 99
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 89 85 90 108 98 117
NPL-Ratio (%) 12,6 25,8 29,4 11,9 33,2 18,9

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

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Corporates-Portfolio nach Branchen per 30.9.2016 Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- ---
Energieversorgung/Abfallwirtschaft 18 41 22
Konsum 15 46 31
Transport/Tourismus 12 28 23
Großhandel 12 44 37
Technologie/Elektronik 11 28 25
Grundstoffe/Metall 11 40 37
Maschinenbau 10 30 31
Dienstleistungen/Medien 10 68 70
Chemie/Verpackung 9 39 43
Automobil 9 21 23
Bau 5 17 34
Pharma/Gesundheitswesen 5 13 25
Sonstige 5 6 13
Gesamt 132 420 32

Financial-Institutions-Portfolio

Auch nach Reduzierung der Anzahl unserer Korrespondenzbanken sind weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Fokus, die wir im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten in Corporates & Markets.

Die Auswirkungen der neuen aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine Strategie der Reduzierung des Exposures, das im Falle eines Bail-in zur Verlustabsorption beziehungsweise Rekapitalisierung des betroffenen Instituts herangezogen werden könnte. Die generelle Sorge um die Entwicklung der Emerging Markets hat sich gelegt, mit Ausnahme von Ländern mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder dem Ölpreisverfall. Dort reagierten wir mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung.

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30.9.2016 31.12.2015
FI-Portfolio nach Regionen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 5 8 15 5 6 12
Westeuropa 17 23 13 20 46 23
Mittel- und Osteuropa 4 22 53 5 23 48
Nordamerika 2 3 17 2 3 17
Asien 10 27 27 13 36 28
Sonstige 6 30 49 8 32 43
Gesamt 45 114 25 52 146 28

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich diversifizierte Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten.

Neugeschäft erfolgt im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.

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30.9.2016 31.12.2015
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 17 25 15 16 23 14
Westeuropa 13 23 18 15 48 33
Mittel- und Osteuropa 1 4 64 1 3 58
Nordamerika 7 9 13 8 5 6
Asien 1 1 12 1 2 16
Sonstige 1 1 8 2 1 8
Gesamt 40 64 16 43 83 19

Originatorenpositionen

Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 6,1 Mrd. Euro vorgenommen.

Zum Stichtag 30. September 2016 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,7 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 5,6 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.

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Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool

Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen1

30.9.2016
Gesamtvolumen1

31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Corporates 2025 - 2036 5,6 <0,1 0,1 6,1 4,1
RMBS 2048 0,0 0,0 0,0 <0,1 0,1
CMBS 2046 0,0 0,0 0,0 <0,1 <0,1
Gesamt 5,6 <0,1 0,1 6,1 4,2

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind aufgrund von Neugeschäften und Erhöhungen bestehender Transaktionen im dritten Quartal 2016 gestiegen und lagen mit 3,8 Mrd. Euro per Ende September 2016 rund 0,6 Mrd. Euro über dem Wert zum 31. Dezember 2015.

Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert.

Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance &Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist in den ersten neun Monaten 2016 mit 5,1 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte sind mit 5,0 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,6 Mrd. Euro) im Vergleich zum Jahresende 2015 leicht angestiegen.

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwarenpreise, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/ Reserven berücksichtigt.

Risikosteuerung

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Geschäftsbericht 2015 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis.

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VaR-Beitrag | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Gesamtbuch 94 118
davon Handelsbuch 27 29

Für das Gesamtbuch ging der VaR bis zum Ende des dritten Quartals 2016 um 24 Mio. Euro auf 94 Mio. Euro zurück. Der VaR des Handelsbuchs zeigt sich zum Ende des dritten Quartals im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Dies resultierte vor allem aus methodischen Verbesserungen bezüglich Pensionfunds sowie einem US-Dollar-Währungsabsicherungsgeschäft. Hiermit wurde auch die gestiegene Volatilität an den Märkten kompensiert, welche durch Marktereignisse wie zum Beispiel starke Zins- und Credit-Spread-Bewegungen als Reaktion auf Erwartungen über die Geldpolitik der Zentralbanken, Sorgen um das weltweite Wachstum wie auch das Referendum über einen Austritt Großbritanniens resultierte. Ebenfalls VaR reduzierend wirkte, dass Szenariotage des dritten Quartals 2015, die eine vergleichsweise hohe Volatilität aufweisen, die VaR-Berechung nicht mehr beeinflussen, da diese länger als ein Jahr zurück- und somit außerhalb der Modellzeitreihe liegen.

Handelsbuch

Der Value at Risk sank in den ersten drei Quartalen moderat von 29 Mio. Euro auf 27 Mio. Euro. Der Mittelwert lag mit 33 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 25 Mio. Euro. Dies zeigt die höhere Marktvolatilität gegenüber dem Jahr 2015. Im dritten Quartal konnte der VaR durch die oben beschriebenen Faktoren deutlich zurückgeführt werden.

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VaR der Portfolios im Handelsbuch

Mio. €
Q1-Q3 2016 2015
Minimum 20 17
Mittelwert 33 25
Maximum 46 39
VaR-Endziffer Berichtsperiode 27 29

Das Marktrisikoprofil ist über alle Risikoklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskurs- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Risikoklassen. Es folgen Zins- und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value at Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst. In der Risikoart Zinsen werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

Die Entwicklung des VaR in den ersten neun Monaten 2016 zeigt einen deutlichen Anstieg der Credit-Spread-Risiken. Die starken Marktschwankungen bei den Credit Spreads wirkten hier insbesondere auf das Portfolio der Firmenkundenanleihen und entsprechende Indexpositionen. Das rückläufige Währungsrisiko ist hauptsächlich auf eine neue US-Dollar-Absicherungsposition zurückzuführen.

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VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Credit Spreads 12 6
Zinsen 3 4
Aktien 2 4
Währung 9 14
Rohwaren 1 1
Gesamt 27 29

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der Stressed VaR entwickelte sich in den ersten neun Monaten leicht rückläufig und lag zum Berichtsstichtag bei 25 Mio. Euro. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum nicht verändert.

Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.

Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L"- und "Dirty P&L"-Backtesting unterschieden. Beim Clean-P&L-Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty-P&L-Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. In den ersten neun Monaten 2016 haben wir zwei negative Clean-P&L-Ausreißer gemessen. Einen Dirty-P&L-Ausreißer gab es im gleichen Zeitraum nicht. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert und auf Angemessenheit überprüft. Bis zum Ende des dritten Quartals 2016 wurde fortlaufend an Modellanpassungen gearbeitet, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessern.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaften Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) gingen bis zum Ende des dritten Quartals moderat um 4 Mio. Euro zurück und beliefen sich am Stichtag auf 51 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarien für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde zum 30. September 2016 ein potenzieller Verlust von 2 070 Mio. Euro und im Szenario -200 Basispunkte ein potenzieller Verlust von 754 Mio. Euro ermittelt.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Nähere Details zur angewendeten Methodik sind im Geschäftsbericht 2015 dargestellt.

Zum Ende des dritten Quartals 2016 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities und strukturierte Produkte wiesen ein erhöhtes Marktliquiditätsrisiko auf.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Recovery- und Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen Asset Liability Committee eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wurde im laufenden Geschäftsjahr wieder aktualisiert und vom Vorstand verabschiedet. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Quantifizierung und Stresstesting

Das Parametrisieren der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung sind im Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk der Commerzbank beschrieben. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung wird der Liquiditätsrisikoappetit der Commerzbank, der im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie steht, quantitativ festgelegt.

Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen, während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes Neugeschäft in das Kalkül miteinbezogen wird.

Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Die Liquiditätsablaufbilanz ist für alle Laufzeitbänder bis zu 30 Jahren limitiert, wobei der Fokus in der täglichen Steuerung auf den kurzfristigen Laufzeitbändern bis zu einem Jahr liegt. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten heruntergebrochen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 befanden sich die intern als Recovery-Indikatoren festgelegten Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets innerhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period" sowie der regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Quartalsultimo 1,57.

Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert von Group Treasury gehalten und überwacht, um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.

Die Bank wies zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von 78,8 Mrd. Euro im Laufzeitband bis zu einem Tag aus. Davon wurden 22,8 Mrd. Euro in dem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio in Höhe von 8,3 Mrd. Euro.

Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher Stressszenarien vervollständigt.

Die LCR wurde im Rahmen des Delegierten Rechtsakts am 17. Januar 2015 von der Europäischen Union verabschiedet und trat für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 70 % von der Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich übertroffen und lag dabei stets über 100 %. Somit befindet sich die LCR-Kennziffer der Commerzbank auch weiterhin sehr komfortabel über den gesetzlichen Mindestanforderungen.

Operationelle Risiken

Das Operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliancerisiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart durch die Compliancefunktion gesteuert. Die Verluste aus Compliancerisiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals 2016 auf dieser Basis 23,8 Mrd. Euro. Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 2,0 Mrd. Euro. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso werden externe OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern systematisch ausgewertet.

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten Quartals 2016 eine Belastung in Höhe von 26,4 Mio. Euro (Gesamtjahr 2015: Belastung in Höhe von 130 Mio. Euro). Die Belastung seit Jahresbeginn 2016 ist im Wesentlichen geprägt durch eine Rückstellungserhöhung in der Kategorie "Externer Betrug" sowie Zahlungen und Rückstellungen in der Kategorie "Prozessbezug". Dem standen Auflösungen von Rückstellungen in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" gegenüber.

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OpRisk-Ereignisse1 | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Interner Betrug 1 1
Externer Betrug 23 - 1
Sachschäden und Systemausfälle 1 9
Produkte und Geschäftspraktiken - 25 90
Prozessbezug 27 45
Arbeitsverhältnis - 1 - 14
Konzern 26 130

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechtsrisiken aufgeführt. Die am 30. September 2016 veröffentlichte Strategie "Commerzbank 4.0" und die hiermit verbundenen strukturellen Veränderungen sowie der angekündigte Personalabbau können sich zukünftig negativ auf die Personalrisiken auswirken. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2016 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Stand.

Rechtliche Risiken

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.

Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte). Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die noch andauert.

Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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Mio. € Notes 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Zinserträge 7 447 8 975 - 17,0
Zinsaufwendungen 3 626 4 791 - 24,3
Zinsüberschuss (1) 3 821 4 184 - 8,7
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (2) - 610 - 584 4,5
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 211 3 600 - 10,8
Provisionserträge 2 848 3 065 - 7,1
Provisionsaufwendungen 469 470 - 0,2
Provisionsüberschuss (3) 2 379 2 595 - 8,3
Handelsergebnis (4) 335 823 - 59,3
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 30 - 56 - 46,4
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 305 767 - 60,2
Ergebnis aus Finanzanlagen (5) 257 - 106 .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 142 46 .
Sonstiges Ergebnis (6) 96 69 39,1
Verwaltungsaufwendungen (7) 5 328 5 413 - 1,6
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte (8) 627 0 .
Restrukturierungsaufwendungen (9) 97 94 3,2
Ergebnis vor Steuern 338 1 464 - 76,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) 161 489 - 67,1
Konzernergebnis 177 975 - 81,8
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 81 84 - 3,6
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 96 891 - 89,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

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Ergebnis je Aktie | € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie 0,08 0,75 - 89,3

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum

waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Konzernergebnis 177 975 - 81,8
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 538 294 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 0 .
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 538 294 .
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 115 - 11 .
Erfolgsneutrale Wertänderung - 26 320 .
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 43 63 - 31,7
Erfolgsneutrale Wertänderung - 1 - 3 - 66,7
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 7 - 100,0
Erfolgsneutrale Wertänderung - 125 139 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 89 - 1 .
Erfolgsneutrale Wertänderung - 0 .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 7 - 100,0
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 313 521 .
Sonstiges Periodenergebnis - 851 815 .
Gesamtergebnis - 674 1 790 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 44 76 - 42,1
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis - 718 1 714 .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Die zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung für das dritte Quartal stellt sich wie folgt dar:

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3. Quartal | Mio. € 1.7.-30.9.2016 1.7.-30.9.20151 Veränd. in %
Konzernergebnis - 269 266 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 150 23 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 0 .
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 150 23 .
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 42 41 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 227 52 .
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 12 19 - 36,8
Erfolgsneutrale Wertänderung 4 - 2 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung 51 - 86 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 5 .
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 253 19 .
Sonstiges Periodenergebnis 103 42 .
Gesamtergebnis - 166 308 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 39 21 85,7
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis - 205 287 .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Für die ersten neun Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 761 223 - 538 427 - 133 294
darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 - 0 - - -
darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - 32 - 109 - 141 400 - 91 309
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 62 - 20 42 88 - 28 60
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 124 - 1 - 125 147 - 1 146
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 96 7 - 89 - 1 - 1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - 7 - 7
Sonstiges Periodenergebnis - 951 100 - 851 1 068 - 253 815

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Im dritten Quartal entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt:

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Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € 1.7.-30.9.2016 1.7-30.9.20151
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
Vor

Steuern
Steuern Nach

Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 195 45 - 150 18 5 23
darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 - 0 0 - 0
darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage 209 - 24 185 160 - 67 93
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 21 - 5 16 26 - 9 17
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 59 - 8 51 - 86 - - 86
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - - - - -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1 - 5 - - 5
Sonstiges Periodenergebnis 95 8 103 113 - 71 42

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)

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Mio. € 2016 2015
3. Quartal 2. Quartal1 1. Quartal1 4. Quartal1 3. Quartal1 2. Quartal1
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 1 141 1 349 1 331 1 543 1 175 1 583
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 275 - 187 - 148 - 112 - 146 - 280
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 866 1 162 1 183 1 431 1 029 1 303
Provisionsüberschuss 777 781 821 829 825 855
Handelsergebnis 340 - 73 68 - 264 296 - 104
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 27 - 2 - 55 - 4 - 2 17
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 367 - 75 13 - 268 294 - 87
Ergebnis aus Finanzanlagen 94 131 32 99 - 39 61
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 79 14 49 36 15 17
Sonstiges Ergebnis - 21 40 77 1 47 15
Verwaltungsaufwendungen 1 733 1 702 1 893 1 744 1 719 1 737
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte 627 - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen 57 40 - 20 28 -
Ergebnis vor Steuern - 255 311 282 364 424 427
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14 58 89 140 158 91
Konzernergebnis - 269 253 193 224 266 336
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 19 38 24 31 31 24
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis - 288 215 169 193 235 312

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Mio. € 2015
1. Quartal1
--- ---
Zinsüberschuss 1 426
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 158
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 268
Provisionsüberschuss 915
Handelsergebnis 631
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 71
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 560
Ergebnis aus Finanzanlagen - 128
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 14
Sonstiges Ergebnis 7
Verwaltungsaufwendungen 1 957
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte -
Restrukturierungsaufwendungen 66
Ergebnis vor Steuern 613
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 240
Konzernergebnis 373
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 29
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 344

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Bilanz

Aktiva

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Mio. € Notes 30.9.2016 31.12.20151 Veränd.in%
Barreserve 26 126 28 509 - 8,4
Forderungen an Kreditinstitute (12,14,15) 68 989 71 810 - 3,9
darunter: als Sicherheit übertragen - - .
Forderungen an Kunden (13,14,15) 221 344 218 875 1,1
darunter: als Sicherheit übertragen - - .
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 711 284 .
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3 107 3 031 2,5
Handelsaktiva (16) 104 475 114 684 - 8,9
darunter: als Sicherheit übertragen 4 505 2 876 56,6
Finanzanlagen (17) 75 516 81 939 - 7,8
darunter: als Sicherheit übertragen 4 199 508 .
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 712 735 - 3,1
Immaterielle Anlagewerte (18) 2 959 3 525 - 16,1
Sachanlagen (19) 1 706 2 294 - 25,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 106 - 84,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 1 002 846 18,4
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 619 512 20,9
Latente Ertragsteueransprüche 3 051 2 891 5,5
Sonstige Aktiva (20) 3 111 2 655 17,2
Gesamt 513 444 532 696 - 3,6

1 Anpassung Vorjahr erfolgt aufgrund der Umgliederung von Leasinggegenständen aus der Sonstigen Aktiva in die Sachanlagen.

Passiva

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Mio. € Notes 30.9.2016 31.12.20151 Veränd. in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 78 167 83 154 - 6,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (22) 250 523 257 615 - 2,8
Verbriefte Verbindlichkeiten (23) 41 271 40 605 1,6
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 333 1 137 17,2
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 6 041 7 406 - 18,4
Handelspassiva (24) 81 022 86 443 - 6,3
Rückstellungen (25) 3 773 3 326 13,4
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 451 404 11,6
Latente Ertragsteuerschulden 37 106 - 65,1
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - 1 073 - 100,0
Sonstige Passiva (26) 10 043 9 286 8,2
Nachrangige Schuldinstrumente (27) 11 385 11 858 - 4,0
Eigenkapital 29 398 30 283 - 2,9
Gezeichnetes Kapital 1 252 1 252 .
Kapitalrücklage 17 192 17 192 .
Gewinnrücklagen 10 972 11 616 - 5,5
Andere Rücklagen - 1 058 - 781 35,5
Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen 28 358 29 279 - 3,1
Nicht beherrschende Anteile 1 040 1 004 3,6
Gesamt 513 444 532 696 - 3,6

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der retrospektiven Korrekturen in den Ertragsteuerschulden sowie in der Sonstigen Passiva (siehe Seite 48 ff.).

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen
Neubewertungs-

rücklage
Rücklage

aus Cash

Flow

Hedges
Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 462 - 963 - 246 - 193
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen1 - 146 - -
Eigenkapital zum 1.1.2015 1 139 15 928 10 316 - 963 - 246 - 193
Gesamtergebnis - - 1 295 366 87 168
Konzernergebnis 1 084
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 211
Veränderung der Neubewertungsrücklage 432
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 87
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 161
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 66 - 1
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
8
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhungen 113 1 264 - 5
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1
Sonstige Veränderungen2 11
Eigenkapital zum 31.12.2015 1 252 17 192 11 616 - 597 - 159 - 25

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Mio. € Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen Nicht

beherrschende

Anteile
Eigenkapital
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2014 26 127 906 27 033
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen1 - 146 - - 146
Eigenkapital zum 1.1.2015 25 981 906 26 887
Gesamtergebnis 1 916 118 2 034
Konzernergebnis 1 084 115 1 199
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 211 1 212
Veränderung der Neubewertungsrücklage 432 1 433
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 87 - 87
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 161 1 162
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 67 - - 67
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
8 - 8
Dividendenausschüttung - - 11 - 11
Kapitalerhöhungen 1 372 - 1 372
Entnahme aus den Gewinnrücklagen - - -
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1 - 2 - 3
Sonstige Veränderungen2 11 - 7 4
Eigenkapital zum 31.12.2015 29 279 1 004 30 283

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

2 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern.

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Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen
Neubewertungs-

rücklage
Rücklage

aus Cash

Flow

Hedges
Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2015 1 252 17 192 11 616 - 597 - 159 - 25
Gesamtergebnis - - - 441 - 205 42 - 114
Konzernergebnis 96
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 537
Veränderung der Neubewertungsrücklage - 135
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 42
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung1 - 114
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 70
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
Dividendenausschüttung - 250
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Veränderungen im Anteilsbesitz 6
Sonstige Veränderungen2 41
Eigenkapital zum 30.9.2016 1 252 17 192 10 972 - 802 - 117 - 139

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Mio. € Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen Nicht

beherrschende

Anteile
Eigenkapital
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2015 29 279 1 004 30 283
Gesamtergebnis - 718 44 - 674
Konzernergebnis 96 81 177
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 537 - 1 - 538
Veränderung der Neubewertungsrücklage - 135 - 6 - 141
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 42 - 42
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung1 - 114 - 11 - 125
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 70 - 19 - 89
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
- -
Dividendenausschüttung - 250 - 11 - 261
Kapitalerhöhungen - -
Entnahme aus den Gewinnrücklagen - -
Veränderungen im Anteilsbesitz 6 2 8
Sonstige Veränderungen2 41 1 42
Eigenkapital zum 30.9.2016 28 358 1 040 29 398

1 Einschließlich Veränderungen im Konsolidierungskreis; die Veränderung im laufenden Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel.

2 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern.

Zum 30. September 2016 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 1 252 Mio. Euro und war in 1 252 357 634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien betrug 1 252 357 634 Stück (30. September 2015: 1 195 432 288 Stück).

Auf die anderen Rücklagen entfielen zum 30. September 2016 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

Die Veränderung im Anteilsbesitz von 8 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ergab sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen aus einer bereits konsolidierten Gesellschaft. Ein Effekt aus dem Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter Gesellschaften ist in Höhe von -2 Mio. Euro entstanden.

Nachrichtlich: Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 30. September 2015

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Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen
Neubewertungs-

rücklage
Rücklage

aus Cash

Flow

Hedges
Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 462 - 963 - 246 - 193
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen1 - 146 - -
Eigenkapital zum 1.1.2015 1 139 15 928 10 316 - 963 - 246 - 193
Gesamtergebnis - - 1 184 322 60 148
Konzernergebnis 891
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 293
Veränderung der Neubewertungsrücklage 322
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 60
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 142
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 1
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
7
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhungen 113 1 264 - 5
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Verminderung Stille Einlagen
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1
Sonstige Veränderungen2 27
Eigenkapital zum 30.9.2015 1 252 17 192 11 521 - 641 - 186 - 45

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Mio. € Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen Nicht

beherrschende

Anteile
Eigenkapital
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2014 26 127 906 27 033
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen1 - 146 - - 146
Eigenkapital zum 1.1.2015 25 981 906 26 887
Gesamtergebnis 1 714 76 1 790
Konzernergebnis 891 84 975
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 293 1 294
Veränderung der Neubewertungsrücklage 322 - 13 309
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 60 - 60
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 142 4 146
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 1 - - 1
Veränderung bei

at-Equity-bewerteten

Unternehmen
7 - 7
Dividendenausschüttung - - 11 - 11
Kapitalerhöhungen 1 372 - 1 372
Entnahme aus den Gewinnrücklagen - - -
Verminderung Stille Einlagen - - -
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1 - 2 - 3
Sonstige Veränderungen2 27 3 30
Eigenkapital zum 30.9.2015 29 093 972 30 065

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

2 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis, sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern.

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

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Mio. € 2016 20151
Zahlungsmittelbestand zum 1.1. 28 509 4 897
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit - 9 765 2 791
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 6 486 5 938
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 1 157 509
Cash Flow insgesamt - 2 122 9 238
Effekte aus Wechselkursänderungen - 180 144
Effekte aus nicht beherrschenden Anteilen - 81 - 84
Zahlungsmittelbestand zum 30.9. 26 126 14 195

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands im Commerzbank-Konzern. Dieser entspricht dem Bilanzposten Barreserve und setzt sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammen.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Angaben

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Der Zwischenabschluss des Commerzbank-Konzerns zum 30. September 2016 wurde in Einklang mit § 315 a Absatz 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Er berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30. September 2016 erstellte Abschlüsse. Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der verkürzten Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Anwendung neuer und geänderter Standards

Wir haben in diesem Abschluss, mit Ausnahme des neu eingefügten Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Posten "Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte", die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewendet (vergleiche Geschäftsbericht 2015 Seite 158 ff.). Standards und Interpretationen, die in geänderter Fassung ab dem 1. Januar 2016 in der EU verpflichtend anzuwenden sind (IAS 1, 16, 27, 28, 38 und 41, sowie IFRS 10, 11 und 12, sowie Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für die Zyklen 2012 bis 2014), wurden in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss.

Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden, neuen und überarbeiteten Standards (IAS 7, 12 und 28 sowie IFRS 2, 4, 9, 10, 14, 15 und 16) sowie Interpretationen stellen wir im Folgenden dar.

Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente". Durch IFRS 9 wird der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) abgelöst. IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten der Aktivseite vor. Grundsätzlich sind demnach alle finanziellen Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten und die Bewertungseffekte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung auszuweisen. Eine andere Folgebilanzierung ist bei einem schuldrechtlichen Instrument der Aktivseite nur dann vorgesehen, wenn es einem Portfolio mit dem Geschäftsmodell "Halten" beziehungsweise "Halten und Verkaufen" zugeordnet wurde. Außerdem darf das jeweilige Finanzinstrument grundsätzlich nur Zahlungsströme aufweisen, die typisch für einen Standardkreditvertrag sind. Unabhängig davon ist weiter eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert möglich, wenn dadurch eine Ausweis- oder Bewertungsinkongruenz (sogenannter "Accounting Mismatch") beseitigt oder wesentlich reduziert wird. Ein getrennter Ausweis von eingebetteten Derivaten ist bei den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr möglich.

Bei finanziellen Verbindlichkeiten ist wie bislang ebenfalls eine freiwillige Bewertung zum beizulegenden Zeitwert möglich. Der Bewertungseffekt, der hierbei auf der Veränderung der eigenen Bonität beruht, soll allerdings anders als bisher nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern direkt im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen werden, es sei denn dadurch würde in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein Accounting Mismatch kreiert oder wesentlich erhöht.

IFRS 9 ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge). Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden. Vielmehr ist für jedes Finanzinstrument, das zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist, bereits bei Zugang der erwartete Verlust über ein Jahr (Expected Loss) als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Cash Flows zu ermitteln. Die Übernahme in europäisches Recht wird im vierten Quartal 2016 erwartet und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aufgrund der derzeit noch bestehenden Unsicherheiten und Interpretationsmöglichkeiten ist noch keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich.

Durch IFRS 15 wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standardumfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss werden derzeit geprüft. Die Übernahme in europäisches Recht ist im Oktober 2016 erfolgt und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Danach sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung der Mietzahlungen darstellt. Für den Leasinggeber gelten die Leasingverträge, ähnlich zu den bisherigen Regelungen des IAS 17, entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Der neue Standard tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzern werden derzeit geprüft.

Aus den anderen, nachfolgend beschriebenen, derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen (einschließlich der Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Rahmen der Disclosure Initiative wurde die Änderung zum Standard IAS 7 Kapitalflussrechnung veröffentlicht. Zielsetzung ist, die Informationen über die Verschuldung des Unternehmens zu verbessern.

Änderungen im Standard IAS 12 stellen den Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten klar.

Die im September 2014 veröffentlichten Änderungen der Standards IAS 28 und IFRS 10 regeln, dass nicht realisierte Erfolge aus Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen.

Die Klarstellungen im IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass jetzt Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des Fair Values der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen. Die Übernahme in europäisches Recht wird im zweiten Halbjahr 2017 erwartet und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Die Anpassung für den bestehenden Standard IFRS 4 für Versicherungsverträge zielt darauf ab, die Auswirkungen der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze (Überlagerungsansatz oder Aufschubansatz), die von Versicherern bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen genutzt werden können. Die Übernahme in europäisches Recht wird in 2017 erwartet und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der Standard IFRS 14, der nur für IFRS-Erstanwender und somit nicht für den Commerzbank-Konzern relevant ist, regelt die weitere Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten, die aufgrund bisher angewendeter Rechnungslegungsgrundsätze erfasst wurden.

Anpassungen

Durch das im vierten Quartal 2015 in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) eingeführte neue Datenverarbeitungssystem ergaben sich retrospektiv zu berücksichtigende Anpassungen von Vorjahresvergleichswerten. Wir verweisen dazu auf die ausführlichen Erläuterungen im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 161 ff.

Für die ersten neun Monate 2015 ergaben sich daraus folgende Änderungen gegenüber der bisherigen Darstellung:

Bei der Bewertung der Wertpapiere des Handelsbestands erfolgt nun eine Differenzierung in zinsähnliche Amortisationsbestandteile und laufende Wertentwicklungen. Die Amortisationsbestandteile werden nun in den Zinserträgen beziehungsweise -aufwendungen ausgewiesen, anstatt wie bisher zusammen mit den laufenden Wertentwicklungen im Handelsergebnis. Für die ersten neun Monate 2015 belief sich die Umgliederung vom Zinsüberschuss in das Handelsergebnis auf 61 Mio. Euro (Saldo aus 40 Mio. Euro geringeren Zinserträgen und 21 Mio. Euro höheren Zinsaufwendungen). Die Verschiebung innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung hatte keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie.
Amortisationen von Agien und Disagien bei Wertpapieren und Schuldscheindarlehen des Nichthandelsbestands werden nun effektivzinsbasiert vorgenommen, während bisher eine lineare Verteilung erfolgte. Für die ersten neun Monate 2015 erhöhten sich die Zinsaufwendungen um 8 Mio. Euro und die Zinserträge reduzierten sich um 3 Mio. Euro. Nach Abzug eines positiven Effektes aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1 Mio. Euro verminderte sich das Konzernergebnis damit um 10 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0,01 Euro.
Ebenfalls erfolgt nun der saldierte Ausweis von Zinserträgen und -aufwendungen aus nicht verkauften beziehungsweise zurückgekauften eigenen Bankbuch-Emissionen der Commerzbank. Bisher wurden diese unsaldiert als Zinserträge sowie Zinsaufwendungen gezeigt. Die Zinserträge und -aufwendungen für die ersten neun Monate 2015 wurden entsprechend um jeweils 19 Mio. Euro reduziert. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie.
Erhaltene Bearbeitungsgebühren und Bereitstellungszinsen sowie gezahlte Vermittlungsprovisionen werden nunmehr in die Effektivverzinsung ausgereichter Kredite einbezogen anstatt wie bisher sofort ertrags- beziehungsweise aufwandswirksam erfasst. Für die ersten neun Monate 2015 wurden die Zinserträge um 18 Mio. Euro und die Provisionsaufwendungen um 46 Mio. Euro reduziert. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 5 Mio. Euro erhöhte sich das Konzernergebnis um 23 Mio. Euro. Die Gewinnrücklage erhöhte sich aufgrund latenter Steuern um 1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich damit um 0,02 Euro.
Der Ausweis von Zahlungen im Zusammenhang mit Kreditderivaten innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde korrigiert. Die Zinsaufwendungen und das Handelsergebnis für die ersten neun Monate 2015 erhöhten sich um jeweils 164 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie.

Die Commerzbank hat bestimmte eigene Emissionen, die von einer ihrer Tochtergesellschaften erworben wurden, zunächst erfolgsneutral konsolidiert. Der Differenzbetrag, der sich aus einem geringeren anteiligen Buchwert der betreffenden Emissionen seitens der Commerzbank ergab, wurde im Geschäftsjahr 2015 im Rahmen einer retrospektiven Anpassung ausgebucht. Dabei wurden auch Ergebniseffekte aus zugehörigen Sicherungsderivaten berücksichtigt. Die Verbrieften Verbindlichkeiten reduzierten sich per 30. September 2015 zu Gunsten des Handelsergebnisses um 4 Mio. Euro. Dadurch erhöhte sich das Konzernergebnis für die ersten neun Monate 2015 um 4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich damit um weniger als 0,01 Euro.

Seit dem vierten Quartal 2015 weisen wir den Beitrag zur deutschen gesetzlichen Einlagensicherung für die Beitragsjahre bis 2015 in geänderter Form aus. Der gesamte Aufwand wird für das jeweilige Abrechnungsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres vollständig im vierten Quartal erfasst (anstatt wie bisher quartalsweise), da die Verpflichtung zur Zahlung ausschließlich daran anknüpfte, ob am 1. Oktober eine Banklizenz vorlag. Für die ersten neun Monate 2015 verringerten sich die Verwaltungsaufwendungen dadurch um 21 Mio. Euro. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3 Mio. Euro erhöhte sich das Konzernergebnis dadurch um 18 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,02 Euro. Nach der neuen Beitragsverordnung erfolgt seit dem Abrechnungsjahr 2016 eine quartalsweise Aufwandserfassung.

Gemäß IFRIC 21 weisen wir den Beitrag zur polnischen gesetzlichen Einlagensicherung für das Beitragsjahr 2015 nunmehr in geänderter Form aus. Der gesamte Aufwand wird abweichend zur deutschen Regelung für das jeweilige Kalenderjahr, das dem Abrechnungsjahr entspricht, vollständig im ersten Quartal erfasst (anstatt wie bisher quartalsweise), da die Verpflichtung zur Zahlung ausschließlich daran anknüpfte, ob am 1. Januar eine Banklizenz vorlag. Für die ersten neun Monate 2015 erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen um 8 Mio. Euro. Nach Abzug eines positiven Effektes aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 2 Mio. Euro verringerte sich das Konzernergebnis um 6 Mio. Das den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Ergebnis verminderte sich dadurch um 2 Mio. Euro und das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis um 4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie verminderte sich um 0,01 Euro. Nach der neuen Beitragsverordnung erfolgt seit dem Abrechnungsjahr 2016 eine quartalsweise Aufwandserfassung.

Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich Sachverhalte, die aufgrund eines Ermittlungsfehlers sowie aufgrund einer Fehlerkorrektur aus Kapitalertragsteuer im Rahmen einer retrospektiven Anpassung zu berücksichtigen waren.

Dadurch erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 2015 um 9 Mio. Euro und das Konzernergebnis verminderte sich entsprechend. Das Ergebnis je Aktie reduzierte sich dadurch um 0,01 Euro.
Die Gewinnrücklage verminderte sich zum 1. Januar 2015 um 40 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden erhöhten sich korrespondierend. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Laufende Erträge und Aufwendungen aus zur Veräußerung beziehungsweise aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden jetzt im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen anstatt wie bisher in den Zinserträgen beziehungsweise -aufwendungen. Dadurch reduzierten sich für die ersten neun Monate 2015 die Zinserträge um 59 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen um 8 Mio. Euro; das Sonstige Ergebnis erhöhte sich entsprechend um 51 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie.

Bei zwei als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Immobilienobjektgesellschaften haben wir die Bewertung von Kommanditanteilen, die als Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen sind, korrigiert.

Dadurch erhöhten sich zum 1. Januar 2015 die Sonstige Passiva um 214 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche um 67 Mio. Euro, die Gewinnrücklagen verminderten sich entsprechend um 147 Mio. Euro.
Zum 30. September 2015 verminderten sich die Sonstigen Aufwendungen um 29 Mio. Euro und die Sonstige Passiva reduzierten sich entsprechend. Des Weiteren erhöhten sich die Steuern vom Einkommen Ertrag um 9 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche verminderten sich entsprechend. Das Konzernergebnis erhöhte sich damit um 20 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0,02 Euro.

Im Rahmen von Sale-and-leaseback-Transaktionen (Operating Lease) ist eine etwaige Differenz zwischen Kaufpreis und Fair Value des Objektes abzugrenzen und über die erwartete Restlaufzeit des Leasingvertrages zu amortisieren. Aus zwei Transaktionen resultierte eine retrospektive Anpassung, da der damalige Kaufpreis dem Fair-Value entsprach und damit markt-konforme Transaktionsbedingungen vorlagen. Folglich haben wir den zugrunde gelegten Fair-Value auf die Höhe des Kaufpreises angepasst.

Zum 1. Januar 2015 verminderten sich dadurch die Sonstigen Passiva um 45 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden stiegen um 4 Mio. Euro, die Gewinnrücklagen erhöhten sich entsprechend um 41 Mio. Euro.
Zum 30. September 2015 verminderten sich die Sonstigen Erträge um 4 Mio. Euro und die Sonstigen Passiva erhöhten sich enstprechend. Das Konzernergebnis reduzierte sich damit um 4 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie reduzierte sich um weniger als 0,01 Euro.

Die Ergebnisse aus der Abrechnung von Finanzierungsleasingverträgen werden jetzt netto im Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. Bisher erfolgte teilweise ein Ausweis der erhaltenen Gegenleistung (abzgl. eventuell an den Leasingnehmer weitergeleiteter Beträge) im Zinsertrag sowie der Ausbuchung des Forderungsbuchwertes im Zinsaufwand. Für die ersten neun Monate 2015 wurden die Zinserträge und -aufwendungen entsprechend um jeweils 72 Mio. Euro reduziert. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie.

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die wesentlichen Anpassungen zum 30. September 2015 in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und im Eigenkapital zusammenfassend dar:

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Mio. € Veröffentlichter

Konzernabschluss
Anpassung Angepasster

Konzernabschluss
1.1.-

30.9.2015
1.1.-

30.9.2015
--- --- --- --- ---
Zinserträge 9 186 - 211 8 975
Zinsaufwendungen 4 697 94 4 791
Zinsüberschuss 4 489 - 305 4 184
Provisionserträge 3 065 - 3 065
Provisionsaufwendungen 516 - 46 470
Provisionsüberschuss 2 549 46 2 595
Handelsergebnis 594 229 823
Sonstiges Ergebnis - 7 76 69
Verwaltungsaufwendungen 5 426 - 13 5 413
Ergebnis vor Steuern 1 405 59 1 464
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 466 23 489
Konzernergebnis 939 36 975
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 86 - 2 84
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis s 853 38 891

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Mio. € Veröffentlichter

Konzernabschluss
Anpassung Angepasster

Konzernabschluss
1.1.-

30.9.2015
1.1.-

30.9.2015
--- --- --- ---
Eigenkapital 30 102 - 37 30 065
darunter: Gewinnrücklagen 11 549 - 28 11 521
darunter: Andere Rücklagen - 865 - 7 - 872
Nicht beherrschende Anteile 974 - 2 972

Durch die Anpassungen erhöhte sich die Bilanzsumme zum 30. September 2015 um 3 965 Mio. Euro.

Konsolidierungskreis

Folgende Gesellschaften wurden bis zum 30. September 2016 neu in den Konsolidierungskreis einbezogen:

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Gesellschaften Kapitalanteil und Stimmrechte Anschaffungskosten Vermögenswerte Schulden
% Mio. € Mio. € Mio. €
--- --- --- --- ---
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland 100,0 - 11,0 11,0
ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland 100,0 - 14,9 15,0
ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland 100,0 - - -
AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland 100,0 - 15,1 15,0
ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH, Düsseldorf, Deutschland 100,0 - - -
CERI International Sp. z o.o., Lódz, Polen 100,0 4,2 14,2 2,5
Commerz Transaction Services Logistics GmbH, Magdeburg, Deutschland 100,0 1,6 2,8 1,2
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo, Brasilien 100,0 64,5 65,1 3,0
CommerzVentures Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland 99,5 21,9 22,0 -
CommerzVentures GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 24,4 25,2 0,8
Greene Elm Trading VII LLC, Wilmington, Delaware, USA 100,0 13,8 13,8 -
Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München, Deutschland 100,0 306,4 445,6 139,2
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG, Grünwald, Deutschland 100,0 - 26,8 25,8

Bei den in der Übersicht aufgeführten, erstkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um Neugründungen, Käufe oder um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben. Für Zukäufe wenden wir die Vorschriften des IFRS 3 an, sobald wir die erworbene Gesellschaft beherrschen. Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Negative Unterschiedsbeträge werden zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine negativen Unterschiedsbeträge.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert:

Veräußerung

Number X Bologna S.r.l., Mailand, Italien
Commerzbank International S.A. Luxemburg, Luxemburg,

Liquidation

CoSMO Finance II- 2 Ltd., Dublin, Irland
Hurley Investments No.3 Limited, George Town, Cayman Islands
Thurlaston Finance Limited, George Town, Cayman Islands
Yarra Finance Limited, George Town, Cayman Islands

Gesellschaften, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten haben oder für die die Beherrschung (Control) entfallen ist:

AVOLO Aviation GmbH & Co. Geschlossene Investment KG, Karlsruhe, Deutschland
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada, Rio de Janeiro, Brasilien
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited, Mumbai, Indien
EHY Real Estate Fund I, LLC, Wilmington, Delaware, USA
Eurohypo Capital Funding LLC II, Wilmington, Delaware, USA
Eurohypo Capital Funding Trust II, Wilmington, Delaware, USA
Groningen Urban Invest B.V., Amsterdam, Niederlande
MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG, Grünwald, Deutschland
Netherlands Urban Invest B.V., Amsterdam, Niederlande
Number X Real Estate GmbH, Eschborn, Deutschland
Urban Invest Holding GmbH, Eschborn, Deutschland
Viaduct Invest FCP-SIF Luxfund-1, Luxemburg, Luxemburg
WebTek Software Private Limited, Bangalore, Indien

Folgende Gesellschaften wurden auf eine im Konzern konsolidierte Gesellschaft verschmolzen:

Dom Maklerski mBanku S.A., Warschau, Polen
Greene Elm Trading I LLC, Wilmington, Delaware, USA
Greene Elm Trading IV LLC, Wilmington, Delaware, USA
mWealth Management S.A., Warschau, Polen
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG, Grünwald, Deutschland

Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Gesellschaften ist im Geschäftsjahr 2016 die Gesellschaft COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf, Deutschland ausgeschieden.

Im Segment Privat-- und Unternehmerkunden (bis zum 30. September 2016 das Segment Privatkunden) werden die Gesellschaften Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg, sowie bestimmte Fondsanteile als zur Veräußerung gehalten eingestuft.

Im April 2016 wurde ein Portfolio von Hypothekenkrediten aus dem Segment Firmenkunden (bis zum 30. September 2016 das Segment Corporates & Markets) in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert.

Im dritten Quartal klassifizieren Immobilien aus den Sachanlagen und aus den Als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien als Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.

Nachtragsbericht

Im Rahmen der Banken-Abwicklung Heta hat das Bundesland Kärnten ein Angebot zum Rückkauf von Anleihen der ehemaligen Hypo Alpe Adria vorgelegt. Die Angebotsfrist endete am 07. Oktober 2016. Die Commerzbank hat das Angebot angenommen und wird über die Auswirkungen im vierten Quartal berichten.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(1) Zinsüberschuss

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Zinserträge 7 447 8 975 - 17,0
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand

(zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)
625 599 4,3
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen) 5 508 6 336 - 13,1
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) 169 236 - 28,4
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zu Handelszwecken gehalten) 553 1 083 - 48,9
Vorfälligkeitsentschädigungen 89 96 - 7,3
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 126 321 - 60,7
Dividenden aus Wertpapieren 45 96 - 53,1
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen 67 117 - 42,7
Sonstige Zinserträge 265 91 .
Zinsaufwendungen 3 626 4 791 - 24,3
Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente sowie verbriefte und sonstige Verbindlichkeiten 2 993 3 652 - 18,0
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option 258 339 - 23,9
Zinsaufwendungen für zu Handelszwecken gehaltene verbriefte Verbindlichkeiten 79 105 - 24,8
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 52 136 - 61,8
Sonstige Zinsaufwendungen 244 559 - 56,4
Gesamt 3 821 4 184 - 8,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Für gekündigte Engagements und für wertberichtigte gewerbliche Immobilienfinanzierungen belief sich der Unwinding-Effekt vom 1. Januar bis 30. September 2016 auf 15 Mio. Euro (Vorjahr: 28 Mio. Euro).

Die Sonstigen Zinsaufwendungen enthalten unter anderem die Nettozinsaufwendungen für Pensionen sowie negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten (1. Januar bis 30. September 2016: 230 Mio. Euro; Vorjahr: 157 Mio. Euro). In den Sonstigen Zinserträgen weisen wir unter anderem positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten (1. Januar bis 30. September 2016: 180 Mio. Euro; Vorjahr: 91 Mio. Euro) aus. Die saldierten Zinsen aus Derivaten (Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen erfasst.

(2) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 - 1 142 - 1 503 - 24,0
Auflösung von Risikovorsorge1 533 1 073 - 50,3
Saldo Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen - 1 - 154 - 99,4
Gesamt - 610 - 584 4,5

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).

(3) Provisionsüberschuss

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Wertpapiergeschäft 640 724 - 11,6
Vermögensverwaltung 158 145 9,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 918 996 - 7,8
Immobilienkreditgeschäft 14 24 - 41,7
Bürgschaften 149 161 - 7,5
Ergebnis aus Syndizierungen 202 221 - 8,6
Vermittlungsgeschäft 180 193 - 6,7
Treuhandgeschäfte 7 6 16,7
Übrige 111 125 - 11,2
Gesamt2 2 379 2 595 - 8,3

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

2 Davon Provisionserträge 2 848 Mio. Euro (Vorjahr: 3 065 Mio. Euro) und Provisionsaufwendungen: 469 Mio. Euro (Vorjahr: 470 Mio. Euro).

(4) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis haben wir in zwei Komponenten aufgeteilt:

Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren),
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option (einschließlich Wertänderungen der dazugehörigen Derivate).

Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Für die Bewertung kommen sowohl Börsenkurse, als auch interne Preismodelle (insbesondere Barwert- und Optionspreismodelle) zum Einsatz. Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen.

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Ergebnis aus dem Handel2 259 819 - 68,4
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option 76 4 .
Gesamt 335 823 - 59,3

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

2 Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

(5) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Tochterunternehmen aus.

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft 58 - 86 .
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 54 88 - 38,6
Veräußerungsgewinne

(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
74 94 - 21,3
Veräußerungsverluste

(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
- 22 - 25 - 12,0
Bewertungsergebnis 2 19 - 89,5
der Kategorie Kredite und Forderungen 4 - 174 .
Veräußerungsgewinne 24 31 - 22,6
Veräußerungsverluste - 30 - 19 57,9
Bewertungsergebnis1 10 - 186 .
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten 199 - 20 .
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 162 3 .
Veräußerungsgewinne

(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
162 5 .
Veräußerungsverluste

(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
- - 2 - 100,0
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden 41 48 - 14,6
Bewertungsergebnis - 4 - 71 - 94,4
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - .
Gesamt 257 - 106 .

1 Hierin sind Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen von 16 Mio. Euro (Vorjahr: Auflösung 10 Mio. Euro) für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

(6) Sonstiges Ergebnis

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Wesentliche sonstige Aufwendungen 240 235 2,1
Zuführungen zu Rückstellungen 90 67 34,3
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 120 85 41,2
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 18 17 5,9
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 7 7 0,0
Aufwendungen aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 2 18 - 88,9
Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 1 38 - 97,4
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 2 3 - 33,3
Wesentliche sonstige Erträge 354 354 0,0
Auflösungen von Rückstellungen 164 111 47,7
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 134 130 3,1
Erträge aus dem Versicherungsgeschäft - 6 .
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 2 1 100,0
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 18 21 - 14,3
Erträge aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 7 58 - 87,9
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 6 22 - 72,7
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 23 5 .
Wechselkursveränderungen (saldiert) 3 - 31 .
Sonstige Steuern (saldiert) - 36 - 19 89,5
Übrige sonstige Aufwendungen und Erträge (saldiert) 15 0 .
Sonstiges Ergebnis 96 69 39,1

1 Änderung Vorjahr aufgrund von retrospektiven Anpassungen (siehe Seite 48 ff.).

(7) Verwaltungsaufwendungen

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151 Veränd. in %
Personalaufwendungen 2 761 2 932 - 5,8
Sachaufwendungen 2 147 2 124 1,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte 420 357 17,6
Gesamt 5 328 5 413 - 1,6

1 Änderung Vorjahr aufgrund von retrospektiven Anpassungen (siehe Seite 48 ff.).

Im laufenden Geschäftsjahr ist in den Sachaufwendungen Bankenabgaben von 155 Mio. Euro (Vorjahr: 165 Mio. Euro) enthalten.

(8) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 592 - .
Sonstige immaterielle Anlagewerte 35 - .
Gesamt 627 - .

Durch die im Rahmen von "Commerzbank 4.0" per 30. September 2016 geänderte Segmentstruktur führte der durchgeführte Werthaltigkeitstest zu einem Wertminderungsbedarf von 592 Mio. Euro auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Firmenkunden beziehungsweise im ehemaligen Segment Corporate & Markets (siehe Note 18). Mit 35 Mio. Euro haben wir den Kundenstamm des neuen Segments Firmenkunden wertgemindert. Diese Wertminderung stand ausschließlich im Zusammenhang mit dem Werthaltigkeitstest.

(9) Restrukturierungsaufwendungen

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 97 94 3,2
Gesamt 97 94 3,2

Die Restrukturierungsaufwendungen von 97 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2016 stehen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden (bis zum 30. September 2016 das Segment Corporates & Markets) an den Standorten London und New York sowie zusätzlich mit der Umstrukturierung diverser Backoffice-Einheiten in Deutschland. Die Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres entstanden aufgrund der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden (bis zum 30. September 2016 das Segment Corporates & Markets) an den Standorten London und New York, der Bildung von globalen Kompetenzzentren sowie der Neuordnung des Standortes in Luxemburg.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 30. September 2016 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 161 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 338 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von 47,6 % (Konzernertragsteuersatz: 31,42 %). Der Konzernsteueraufwand resultierte im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft in Luxemburg für die Berichtsperiode. Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die steuerliche Nichtabziehbarkeit der im laufenden Quartal vorgenommenen Wertberichtigung des Firmenwertes ausgewirkt.

Die Steuerquote wurde weiterhin durch die Neubewertung von latenten Steueransprüchen infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten weiteren Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen und einem gegenläufigen Steuerertrag aus der Berücksichtigung der Mehrjahresplanung 2017 bis 2020 beeinflusst. Steuerquotenreduzierend hat sich weiterhin der geringere Steuersatz in Polen und Großbritannien auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt.

(11) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

Im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" hat der Vorstand zum 30. September 2016 eine neue Segmentstruktur beschlossen. Da aus technischen Gründen für die neue Struktur kurzfristig keine Vorjahreszahlen darstellbar sind, berichten wir die neue Struktur mit Ist-Zahlen. Die Segmentberichterstattung zum 30. September 2016 erfolgt zusätzlich in der alten Struktur inklusive der Vorjahreszahlen. Zum 31. Dezember 2016 werden wir in der neuen Segmentstruktur mit Vergleichszahlen berichten.

Die Segmentberichterstattung folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. In der Segmentberichterstattung wurden rückwirkende Anpassungen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz gemäß IAS 8 (siehe Seite 48 ff.) entsprechend der Verantwortlichkeit den Segmenten zugeordnet.

In unserer neuen Segmentberichterstattung berichten wir über drei berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. In den zwei neuen Segmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden konzerntriert sich die Commerzbank auf ihr Kerngeschäft.

Segment Privat- und Unternehmerkunden:

Das neue Segment bündelt die bisherigen Segmente Privatkunden und Central & Eastern Europe sowie die Unternehmerkunden der Commerzbank. In der Kundengruppe Unternehmerkunden werden die Geschäftskunden und kleineren Firmenkunden, die bisher Teil der Mittelstandsbank waren, zusammengeführt. Das Segment umfasst die Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank sowie die Tochtergesellschaften comdirect bank, Commerz-Real und mBank.
Segment Firmenkunden:

Im neuen Segment Firmenkunden werden das bisherige Segment Corporates & Markets sowie die großen Firmenkunden des bisherigen Segments Mittelstandsbank zusammengefasst. Wir bauen auf die Stärke der Mittelstandsbank auf und integrieren die für unsere Kunden relevanten Produkte und Dienstleistungen aus dem Kapitalmarktgeschäft.
Segment Asset & Capital Recovery:

(siehe Beschreibung unter bisherige Segmentstruktur).
Sonstige und Konsolidierung:

(siehe Beschreibung unter bisherige Segmentstruktur).

Im Rahmen der Überleitungsrechnung wurden die Verrechnungsverfahren auf die Segmente entsprechend der neuen Struktur angepasst. Dabei wurden teilweise Vereinfachungen bei den Verrechnungen angewendet.

Bisherige Segmentstruktur:

In unserer bisherigen Segmentberichterstattung haben wir über fünf berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung berichtet.

Die Commerzbank verfolgt im Privatkundengeschäft eine Zweimarkenstrategie. Das Segment Privatkunden besteht aus den Konzernbereichen Private Kunden mit der Filialbank unter der Marke Commerzbank und Direct Banking mit der comdirect bank Aktiengesellschaft. Darüber hinaus wird das Segment Privatkunden durch den Asset Manager Commerz Real Aktiengesellschaft als weiterem Konzernbereich ergänzt. Die Filialbank betreut in Deutschland Privat-, Geschäfts- und inländische Wealth-Management-Kunden in fünf Marktregionen. Dabei konzentriert sie sich auf die vier Kompetenzfelder Anlage, insbesondere Wertpapiermanagement und Vermögensverwaltung, Finanzierung mit den Schwerpunkten Baufinanzierung und Ratenkredite, Zahlungsverkehr sowie Vorsorge. Die Betreuung internationaler Wealth-Management-Kunden erfolgt durch das International Wealth Management (IWM). Am 04. Juli 2016 erfolgte der Verkauf der Luxemburger IWM-Aktivitäten. Vertriebskanäle sind zum einen der Filialkanal mit einem flächendeckenden Filialnetz. Zum anderen investiert die Commerzbank seit 2013 systematisch in den Ausbau ihrer digitalen Plattform und hat die Funktionalitäten ihres Onlinebanking-Portals stetig weiterentwickelt. In diesem Sinne wird auch das Mobile Banking im Rahmen des Multikanalansatzes im Privatkundengeschäft der Bank weiter vorangetrieben. Die Weiterentwicklung und Steuerung der Filialbank erfolgen gebündelt im Stab Private Kunden. Dem Konzernbereich ist auch die Commerz Direktservice GmbH zugeordnet, die Callcenter-Leistungen für Commerzbank-Kunden erbringt. Auch das Joint Venture mit der BNP Paribas für den Vertrieb von Ratenkrediten, die Commerz Finanz GmbH, wird aus dem Stab Private Kunden heraus zentral gesteuert und ergebnismäßig dort abgebildet. Das ergebnismäßig bereits bisher dem Konzernbereich Private Kunden zugeordnete Teilportfolio "Private Immobilien" des Privatkunden-Portfolios der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft wurde im Zuge von deren vollständiger Abwicklung zum 13. Mai 2016 ergebnisneutral auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Der Konzernbereich Direct Banking umfasst das B2C-Business (comdirect) sowie B2B-Aktivitäten (ebase) und ist charakterisiert durch standardisierte, primär über das Internet verfügbare Beratungs- und Serviceangebote. Die Commerz Real Aktiengesellschaft ist als weiterer Konzernbereich in das Segment Privatkunden integriert (mit Ausnahme des Schiffsportfolios). Die Produktpalette umfasst offene Immobilienfonds (hausInvest), Asset Structuring von Anlageprodukten für private und institutionelle Investoren (Immobilien, Infrastruktur inklusive Tanker, Flugzeuge, Rolling Stock und regenerative Energien), Asset Structuring von Finanzierungsprodukten sowie Mobilienleasing.
Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr sowie Cash-Management-Lösungen, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Im Konzernbereich Großkunden & International konzentrieren wir uns auf die Betreuung von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als Multinational Corporate im Rahmen von Advisory & Primary Markets im Segment Corporates & Markets betreut werden). Kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität werden hier ebenfalls betreut. Im Jahr 2015 haben wir unsere Kernmärkte auf Europa ausgeweitet. Dies ist ein weiterer Schritt, um unsere Marktposition in Europa durch die internationale Begleitung unserer Kunden als strategischer Partner zu stärken. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Energiesektor sowie ein weiteres Kompetenzzentrum (Center of Competence Immobilien Firmenkunden) etabliert, das unseren Firmenkunden unser Know-how in der gewerblichen Immobilienfinanzierung zur Verfügung stellt. Damit verfolgt die Mittelstandsbank konsequent ihre Strategie als Vollanbieter für ihre Firmenkunden in Deutschland mit einem klaren Fokus auf der Finanzierung der Realwirtschaft. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf der bevorzugten Einschaltung der Commerzbank in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein weltweites Korrespondenzbankennetzwerk stellt Financial Institutions sicher, dass wir unseren Kunden als verlässlicher Partner zur Verfügung stehen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette der Firmenkunden der Commerzbank ab.
Das Segment Central & Eastern Europe (CEE) umfasst im Berichtsjahr die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in dieser Region. Hierzu gehört insbesondere die polnische Tochter mBank. Diese bietet einerseits Bankprodukte für Firmenkunden und andererseits Finanzdienstleistungen für Privatkunden in Polen, in Tschechien und in der Slowakei an.
Corporates & Markets umfasst vier wesentliche Säulen: Equity Markets & Commodities beinhaltet den Handel und den Vertrieb von aktien- und rohstoffbezogenen Finanzprodukten. Fixed Income & Currencies umfasst die Handels- und Vertriebsaktivitäten von Zins-, Kredit- und Währungsinstrumenten. Advisory & Primary Markets erstreckt sich auf Arrangierungs- und Beratungsleistungen mit Blick auf Eigenkapital-, Hybridkapital- und Fremdkapitalinstrumente, Verbriefungslösungen, Fusionen und Übernahmen sowie auf die Betreuung deutscher multinationaler Industrieunternehmen, deutscher und internationaler Versicherungsunternehmen, Finanzinvestoren (Private-Equity-Investoren), Sovereign Wealth Funds und Kunden der öffentlichen Hand. Das Credit-Portfolio-Management verantwortet die global einheitliche Steuerung und das aktive Management der Adressenrisiken aus Kredit- und Handelsgeschäften für Corporates & Markets. Hier werden auch die aus der Portfolio Restructuring Unit übertragenen Bestände wertschonend abgebaut.
Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) bündelt die verbleibenden ehemaligen Non-Core-Assets-Anteile der Konzernbereiche Commercial Real Estate, Public Finance (inklusive Private Finance Initiatives) sowie Deutsche Schiffsbank (DSB), die nicht auf die anderen Segmente übertragen wurden. Auf diese wurden ausnahmslos nicht wertberichtigte Aktiva transferiert. ACR umfasst im Wesentlichen komplexe Teilportfolios mit langen Laufzeiten, die die oben genannten Abgrenzungskriterien (nicht wertberichtigte Aktiva) nicht oder nur teilweise erfüllen. Die Aktiva von Commercial Real Estate und Public Finance, die nicht in den anderen Segmenten abgebildet werden, lagen bis zum 13. Mai 2016 überwiegend bei der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft. Die Commerzbank hat die vollständige Abwicklung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (HF), ehemals Eurohypo Aktiengesellschaft, zum 13. Mai 2016 durchgeführt. Die ergebnismäßig bereits bisher dem Segment ACR zugeordneten Portfolios der HF aus den Bereichen gewerbliche Immobilien- und Staatsfinanzierung wurden auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Der Konzernbereich DSB umfasst die Schiffsfinanzierungen des Commerzbank-Konzerns, die im Segment ACR verbleiben. Darin enthalten sind auch die Ship-Finance-Aktivitäten der ehemaligen Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft. Daneben ist im Segment ACR das Schiffsportfolio der Warehouse-Assets der Commerz Real Aktiengesellschaft enthalten.
In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und die Group Treasury berichtet. Methodische Weiterentwicklungen und differenziertere Verrechnungsverfahren führten im ersten Quartal 2016 zu einer Kostenverrechnung von bisher nicht verrechneten Sachverhalten auf die Segmente. Darüber hinaus wurde der Charakter des Group Treasury als interner Dienstleister im Rahmen der Verrechnung berücksichtigt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungskosten - im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Außerdem sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden.

Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-3-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Common Equity Tier 1 (CET1)-Kapital unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital und dem CET1-Kapital erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Im Rahmen der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen von 712 Mio. Euro (Vorjahr: 703 Mio. Euro) verteilten sich auf die Segmente Privatkunden mit 476 Mio. Euro (Vorjahr: 431 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 108 Mio. Euro (Vorjahr: 104 Mio. Euro), Central & Eastern Europe mit 2 Mio. Euro (Vorjahr: - Mio. Euro), Corporates & Markets mit 125 Mio. Euro (Vorjahr: 124 Mio. Euro) sowie Asset & Capital Recovery mit 1 Mio. Euro (Vorjahr: 44 Mio. Euro).

Nachstehend zeigen wir die Überleitung der Segmentzahlen in neuer Struktur.

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1.1.-30.9.2016

Mio. €
Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1 851 2 372 14 - 416 3 821
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 100 - 220 - 292 2 - 610
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 751 2 152 - 278 - 414 3 211
Provisionsüberschuss 1 452 947 2 - 22 2 379
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 43 - 45 31 276 305
Ergebnis aus Finanzanlagen 148 52 - 5 62 257
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 124 18 - - 142
Sonstiges Ergebnis 18 22 - 12 68 96
Erträge vor Risikovorsorge 3 636 3 366 30 - 32 7 000
Erträge nach Risikovorsorge 3 536 3 146 - 262 - 30 6 390
Verwaltungsaufwendungen 2 691 2 223 97 317 5 328
Operatives Ergebnis 845 923 - 359 - 347 1 062
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - 627 - - 627
Restrukturierungsaufwendungen - 22 - 75 97
Ergebnis vor Steuern 845 274 - 359 - 422 338
Aktiva 117 073 229 317 30 875 136 179 513 444
Passiva 137 620 239 310 22 465 114 049 513 444
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 4 203 11 600 3 346 4 032 23 181
Operative Eigenkapitalrendite2 (%) 26,8 10,6 - 14,3 - 11,5 6,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 74,0 66,0 76,1
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern2 (%) 26,8 3,1 - 14,3 - 14,0 1,9
Mitarbeiterdurchschnitt 23 704 7 245 1 18 049 48 999

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Angaben zum durchschnittlichen harten Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3 beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zur bisherigen Segmentstruktur per 30. September 2016 sowie zu den Vergleichswerten des Vorjahreszeitraums.

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1.1.-30.9.2016

Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung3
Zinsüberschuss 1 338 1 343 452 1 090 14 - 416
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 11 - 213 - 74 - 22 - 292 2
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 327 1 130 378 1 068 - 278 - 414
Provisionsüberschuss 1 268 727 152 252 2 - 22
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 3 43 - 48 31 276
Ergebnis aus Finanzanlagen 84 3 64 49 - 5 62
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 124 7 - 11 - -
Sonstiges Ergebnis 9 8 9 14 - 12 68
Erträge vor Risikovorsorge 2 823 2 091 720 1 368 30 - 32
Erträge nach Risikovorsorge 2 812 1 878 646 1 346 - 262 - 30
Verwaltungsaufwendungen 2 232 1 238 403 1 041 97 317
Operatives Ergebnis 580 640 243 305 - 359 - 347
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - 138 - 489
Restrukturierungsaufwendungen - - - 22 - 75
Ergebnis vor Steuern 580 640 243 145 - 359 - 911
Aktiva 85 161 91 975 29 997 139 257 30 875 136 179
Passiva 106 601 131 956 25 789 112 584 22 465 114 049
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 2 390 7 971 1 664 3 778 3 346 4 032
Operative Eigenkapitalrendite2 (%) 32,4 10,7 19,5 10,8 - 14,3 - 11,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 79,1 59,2 56,0 76,1 . .
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern2 (%) 32,4 10,7 19,5 5,1 - 14,3 - 30,1
Mitarbeiterdurchschnitt 15 236 5 678 8 159 1 876 1 18 049

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1.1.-30.9.2016

Mio. €
Konzern
Zinsüberschuss 3 821
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 610
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 211
Provisionsüberschuss 2 379
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 305
Ergebnis aus Finanzanlagen 257
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 142
Sonstiges Ergebnis 96
Erträge vor Risikovorsorge 7 000
Erträge nach Risikovorsorge 6 390
Verwaltungsaufwendungen 5 328
Operatives Ergebnis 1 062
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte 627
Restrukturierungsaufwendungen 97
Ergebnis vor Steuern 338
Aktiva 513 444
Passiva 513 444
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 23 181
Operative Eigenkapitalrendite2 (%) 6,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 76,1
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern2 (%) 1,9
Mitarbeiterdurchschnitt 48 999

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Angaben zum durchschnittlichen harten Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3 beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

3 Beinhaltet eine Überleitungsposition zum Konzernergebnis bezüglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte in Höhe von 489 Mio. Euro des neuen Segments Firmenkunden.

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1.1.-30.9.20151

Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung
Zinsüberschuss 1 469 1 419 409 1 225 132 - 470
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 51 - 110 - 75 25 - 311 - 62
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 418 1 309 334 1 250 - 179 - 532
Provisionsüberschuss 1 353 820 159 270 14 - 21
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 49 60 133 86 438
Ergebnis aus Finanzanlagen - - 61 46 6 - 202 105
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 36 3 - 11 - 2 - 2
Sonstiges Ergebnis 11 - 15 13 2 34 24
Erträge vor Risikovorsorge 2 870 2 215 687 1 647 62 74
Erträge nach Risikovorsorge 2 819 2 105 612 1 672 - 249 12
Verwaltungsaufwendungen 2 264 1 195 358 1 129 150 317
Operatives Ergebnis 555 910 254 543 - 399 - 305
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - 57 16 21
Ergebnis vor Steuern 555 910 254 486 - 415 - 326
Aktiva 79 618 101 078 29 735 192 699 23 776 140 911
Passiva 102 599 148 203 25 364 164 368 12 941 114 342
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 2 984 8 376 1 691 4 167 4 359 305
Operative Eigenkapitalrendite3 (%) 24,8 14,5 20,0 17,4 - 12,2 .
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 78,9 54,0 52,1 68,5 . .
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern3 (%) 24,8 14,5 20,0 15,6 - 12,7 .
Mitarbeiterdurchschnitt 15 617 5 865 8 156 1 929 . 18 255

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1.1.-30.9.20151

Mio. €
Konzern
Zinsüberschuss 4 184
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 584
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 600
Provisionsüberschuss 2 595
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 767
Ergebnis aus Finanzanlagen - 106
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 46
Sonstiges Ergebnis 69
Erträge vor Risikovorsorge 7 555
Erträge nach Risikovorsorge 6 971
Verwaltungsaufwendungen 5 413
Operatives Ergebnis 1 558
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte -
Restrukturierungsaufwendungen 94
Ergebnis vor Steuern 1 464
Aktiva 567 817
Passiva 567 817
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 21 882
Operative Eigenkapitalrendite3 (%) 9,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 71,6
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern3 (%) 8,9
Mitarbeiterdurchschnitt 49 822

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.) und der Strukturänderung der Segmente.

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Angaben zum durchschnittlichen harten Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3 beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.20151
Sonstige Konsolidierung2 Sonstige und Konsolidierung Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss - 263 - 153 - 416 - 436 - 34 - 470
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2 - 2 - 62 - - 62
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge - 261 - 153 - 414 - 498 - 34 - 532
Provisionsüberschuss - 18 - 4 - 22 - 16 - 5 - 21
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 245 31 276 428 10 438
Ergebnis aus Finanzanlagen 78 - 16 62 104 1 105
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - - - - 2 - - 2
Sonstiges Ergebnis 80 - 12 68 31 - 7 24
Erträge vor Risikovorsorge 122 - 154 - 32 109 - 35 74
Erträge nach Risikovorsorge 124 - 154 - 30 47 - 35 12
Verwaltungsaufwendungen 341 - 24 317 337 - 20 317
Operatives Ergebnis - 217 - 130 - 347 - 290 - 15 - 305
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - 489 489 - - -
Restrukturierungsaufwendungen 69 6 75 21 - 21
Ergebnis vor Steuern - 286 - 625 - 911 - 311 - 15 - 326
Aktiva 135 935 244 136 179 140 911 - 140 911
Passiva 113 900 149 114 049 114 342 - 114 342

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.) und der Strukturänderung der Segmente.

2 Beinhaltet eine Überleitungsposition zum Konzernergebnis bezüglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte in Höhe von 489 Mio. € des neuen Segments Firmenkunden.

Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf segmentübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.
In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen und eigene Aktien werden unter Konsolidierung eliminiert.
Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte sind ebenfalls hier enthalten.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung des Ergebnisses, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:

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1.1.-30.9.2016

Mio. €
Deutschland Europa

ohne

Deutschland
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 2 619 1 015 64 123 - 3 821
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 425 - 186 9 - 8 - - 610
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 194 829 73 115 - 3 211
Provisionsüberschuss 1 997 325 36 21 - 2 379
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 152 421 - 14 50 - 305
Ergebnis aus Finanzanlagen 115 137 3 2 - 257
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 133 5 4 - - 142
Sonstiges Ergebnis 51 43 3 - 1 - 96
Erträge vor Risikovorsorge 4 763 1 946 96 195 - 7 000
Erträge nach Risikovorsorge 4 338 1 760 105 187 - 6 390
Verwaltungsaufwendungen 4 176 950 94 108 - 5 328
Operatives Ergebnis 162 810 11 79 - 1 062
Risikoaktiva für Kreditrisiken 96 892 47 173 4 029 2 935 - 151 029

Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

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1.1.-30.9.20151

Mio. €
Deutschland Europa

ohne

Deutschland
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 2 198 1 702 136 148 - 4 184
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 376 - 219 7 4 - - 584
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 822 1 483 143 152 - 3 600
Provisionsüberschuss 2 125 384 37 49 - 2 595
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 769 14 - 77 61 - 767
Ergebnis aus Finanzanlagen - 105 - 2 - 1 - - 106
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 36 4 3 3 - 46
Sonstiges Ergebnis 71 19 - 16 - 5 - 69
Erträge vor Risikovorsorge 5 094 2 121 83 257 - 7 555
Erträge nach Risikovorsorge 4 718 1 902 90 261 - 6 971
Verwaltungsaufwendungen 4 220 995 96 102 - 5 413
Operatives Ergebnis 498 907 - 6 159 - 1 558
Risikoaktiva für Kreditrisiken 108 450 56 312 3 979 3 041 - 171 782

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 48 ff.).

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Kostengründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Erläuterungen zur Bilanz

(12) Forderungen an Kreditinstitute

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Täglich fällig 26 631 23 553 13,1
Mit einer Restlaufzeit 42 435 48 341 - 12,2
bis drei Monate 23 086 25 122 - 8,1
mehr als drei Monate bis ein Jahr 12 692 15 891 - 20,1
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 6 171 6 855 - 10,0
mehr als fünf Jahre 486 473 2,7
Gesamt 69 066 71 894 - 3,9
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 43 268 43 774 - 1,2
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 48 068 49 274 - 2,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 20 998 22 620 - 7,2

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 68 989 Mio. Euro (Vorjahr: 71 810 Mio. Euro).

(13) Forderungen an Kunden

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Mit unbestimmter Restlaufzeit 24 006 23 778 1,0
Mit einer Restlaufzeit 201 073 198 959 1,1
bis drei Monate 32 952 29 472 11,8
mehr als drei Monate bis ein Jahr 22 044 23 666 - 6,9
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 61 398 64 810 - 5,3
mehr als fünf Jahre 84 679 81 011 4,5
Gesamt 225 079 222 737 1,1
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 15 516 14 980 3,6
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 213 084 211 350 0,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 11 995 11 387 5,3

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 221 344 Mio. Euro (Vorjahr: 218 875 Mio. Euro).

(14) Kreditvolumen

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Kredite an Kreditinstitute 19 638 22 617 - 13,2
Kredite an Kunden 209 562 207 757 0,9
Gesamt 229 200 230 374 - 0,5

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

(15) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkannten Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt.

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Entwicklung der Risikovorsorge | Mio. € 2016 2015 Veränd. in %
Stand am 1.1. 4 192 6 013 - 30,3
Zuführungen 1 142 1 503 - 24,0
Abgänge 1 304 2 777 - 53,0
Inanspruchnahmen 771 1 704 - 54,8
Auflösungen 533 1 073 - 50,3
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - 12 - 100,0
Wechselkursänderungen/Umbuchungen/Unwinding - 7 - 150 - 95,3
Stand am 30.9. 4 023 4 577 - 12,1

Die ergebniswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 610 Mio. Euro (30. September 2015: 584 Mio. Euro) (siehe Note 2).

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Bestand der Risikovorsorge | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Einzelwertberichtigungen 3 256 3 282 - 0,8
Portfoliowertberichtigungen 556 664 - 16,3
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 3 812 3 946 - 3,4
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Einzelrisiken) 84 110 - 23,6
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Portfoliorisiken) 127 136 - 6,6
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 211 246 - 14,2
Gesamt 4 023 4 192 - 4,0

Für Forderungen an Kreditinstitute belief sich der Bestand der Risikovorsorge auf 77 Mio. Euro (Vorjahr: 84 Mio. Euro), für Forderungen an Kunden auf 3 735 Mio. Euro (Vorjahr: 3 862 Mio. Euro).

(16) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds,
Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen,
Devisen und Edelmetallen,
derivativen Finanzinstrumenten und
Sonstigen Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden Krediten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen.

Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 8 833 9 150 - 3,5
Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen 1 010 1 542 - 34,5
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 22 348 26 410 - 15,4
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 71 857 76 711 - 6,3
Zinsbezogene derivative Geschäfte 51 777 56 088 - 7,7
Währungsbezogene derivative Geschäfte 11 627 15 174 - 23,4
Übrige derivative Geschäfte 8 453 5 449 55,1
Sonstige Handelsaktiva 427 871 - 51,0
Gesamt 104 475 114 684 - 8,9

Die Übrigen Geschäfte mit positivem Marktwert aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich überwiegend aus 5 722 Mio. Euro (Vorjahr: 1 450 Mio. Euro) Aktienderivaten und 1 639 Mio. Euro (Vorjahr: 1 650 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

(17) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich aus Wesentlichkeitsgründen nicht at-Equity-bewerteter assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) und den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 74 419 80 798 - 7,9
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 715 746 - 4,2
Beteiligungen 224 232 - 3,4
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 158 163 - 3,1
Gesamt 75 516 81 939 - 7,8
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen1 32 742 36 486 - 10,3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 41 907 43 026 - 2,6
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 217 307 - 29,3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 867 2 427 - 64,3

1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 23 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro).

In den Finanzanlagen zum 30. September 2016 waren 217 Mio. Euro (Vorjahr: 307 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten vorlagen. Wir beabsichtigen, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten.

In den ersten neun Monaten 2016 wurden aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, mit einem Buchwert von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 99 Mio. Euro) ausgebucht. Daraus resultierte ein Ergebnis von 8 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro).

Für die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisierten Wertpapiere belief sich die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern zum 30. September 2016 auf - 0,4 Mrd. Euro (Vorjahr: - 0,5 Mrd. Euro). Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen hätte sich für diese Bestände zum 30. September 2016 eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern von - 2,6 Mrd. Euro (Vorjahr: - 2,3 Mrd. Euro) ergeben; der Buchwert dieser Bestände zum Bilanzstichtag betrug 30,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 34,4 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 27,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 31,8 Mrd. Euro).

(18) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Bei der Beurteilung, ob Entwicklungskosten selbst erstellter Software zu aktivieren sind, berücksichtigen wir neben der Wahrscheinlichkeit des künftigen Nutzenzuflusses vor allem die verlässliche Ermittlung der Herstellungskosten. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Zudem erfolgt zu jedem Bilanzstichtag eine Prüfung, ob die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen. In diesen Fällen wird eine Wertminderung erfasst. Für Geschäfts- oder Firmenwerte erwarten wir, dass hieraus unbegrenzt Cash Flows generiert werden können. Deshalb werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen.

a) Geschäfts- oder Firmenwert

Im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" wurde die neue Struktur der Segmente zum 30. September 2016 beschlossen. Für den Werthaltigkeitstest stellte neben der Ankündigung umfassender Restrukturierungsmaßnahmen und der damit einhergehenden Resegmentierung insbesondere die Erhöhung der von der Commerzbank unterstellten Marktrisikoprämie als Bewertungsparameter der Cash Generating Units (CGUs) ein sogenanntes Trigger-Event dar. Infolgedessen musste die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowohl auf Basis der bisherigen CGUs (Segmente) als auch auf Basis der neuen Segmentstruktur geprüft werden.

Der Vergleich von erzielbarem Betrag (Nutzungswert) und Buchwert führte im ersten Schritt in der bisherigen Segmentstruktur bei der CGU Corporates & Markets zu einem Wertminderungsbedarf von 138 Mio. Euro bei einem erzielbaren Betrag von 0,95 Mrd. Euro. Für die übrigen CGUs ergaben sich Überdeckungen, da die erzielbaren Beträge über den jeweiligen Buchwerten lagen. Die Zuordnung von Kunden aus der bisherigen CGU Mittelstandsbank in die neue CGU Privat- und Unternehmerkunden zog eine anteilige Übertragung des Geschäfts- oder Firmenwerts der bisherigen CGU Mittelstandsbank in Höhe von 179 Mio. Euro nach sich. Die danach aus dem Geschäfts- oder Firmenwert der bisherigen CGU Mittelstandsbank verbliebenen 454 Mio. Euro wurden der neuen CGU Firmenkunden zugeordnet. Darüber hinaus erfolgte die Übertragung des bisher der CGU Central & Eastern Europe zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 226 Mio. Euro auf die neue CGU Privat- und Unternehmerkunden.

Unmittelbar nach der Neustrukturierung der Segmente erfolgte ein weiterer Werthaltigkeitstest auf Basis der neu gebildeten CGUs. Durch die Übertragung des bisherigen Segments Corporates & Markets auf die neu geschaffene CGU Firmenkunden bestand eine Unterdeckung, da der erzielbare Betrag von 11,64 Mrd. Euro unter dem Buchwert lag. Dies führte zur Vollabschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts für die CGU Firmenkunden von 454 Mio. Euro.

b) Veränderung der sonstigen immaterielle Anlagewerte

Im Rahmen des im 3. Quartal 2016 durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte sowie weitere nicht-finanzielle Vermögenswerte auf Werthaltigkeit untersucht. Die Bewertung, basierend auf der bisherigen Segmentstruktur, führte zu einer Wertminderung für die CGU Corporates & Markets. Der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 138 Mio. Euro wurde vollständig abgeschrieben. Weitere Wertminderungen für nicht-finanzielle Vermögenswerte lagen für diese CGU nicht vor.

Der aus der neuen Struktur resultierenden CGU Firmenkunden zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 454 Mio. Euro war ebenfalls nicht mehr werthaltig und wurde vollständig wertberichtigt. Da der Wertminderungsbedarf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert überstieg, ergibt sich daraus ein Trigger-Event für nicht-finanzielle Vermögenwerte. Dieser führte zu einer Abschreibung des aktivierten Kundenstamms um 35 Mio. Euro. Basis für die Abschreibung des Kundenstamms war dessen beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3). Die Aufwendungen daraus, die ausschließlich im Zusammenhang mit dem Werthaltigkeitstest stehen, wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte erfasst.

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 1 484 2 076 - 28,5
Sonstige immaterielle Anlagewerte 1 475 1 449 1,8
Kundenbeziehungen 250 315 - 20,6
Selbst erstellte Software 826 738 11,9
Erworbene Software 381 377 1,1
Übrige 18 19 - 5,3
Gesamt 2 959 3 525 - 16,1

Zuordnung Geschäfts- oder Firmenwerte auf Segmente:

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Mio. € 30.09.2016
Privat- und Unternehmerkunden 1 484
Firmenkunden -
Gesamt 1 484

c) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die CGUs alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 11. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder darüber hinaus sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft. Aufgrund der zum 30. September 2016 erfolgten Reorganisation der Segmentstruktur musste der jährlich durchzuführende Werthaltigkeitstest sowohl für die bisherige als auch für die neue Segmentstruktur durchgeführt werden. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt. Dabei werden vorab sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, danach erfolgt eine Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente in Relation zur Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden darüber hinaus die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

d) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte

Für die Ertragswertberechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cash Flows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Planjahre beinhaltet. Darüber hinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im neuen Segmenten Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor bei 1,6% und im neuen Segment Firmenkunden bei 1,5%. In der bisherigen Segmentstruktur lag der Faktor für die Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank und Corporates & Markets bei 1,5% (Vorjahr: 1,5%) und im Segment Central & Eastern Europe bei 1,8% (Vorjahr: 1,8%). Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung von regulatorischen Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen.

Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cash Flow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für die bisherige Segmentstruktur wie folgt dar:

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Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privatkunden Neue Privatkundenstrategie - strategische Investition in

Wachstum bei gleichzeitiger Stabilisierung der Kosten:

• Weiterentwicklung von der Filialbank zur Multikanalbank

• Wachstum schaffen durch neue Wege im Neukundenwachstum und durch zielgerichtete Bearbeitung der Bestandskunden über digitale Kundenansprachelogik

• Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse, Straffung der Produktpalette sowie durch aktives Kostenmanagement über die Optimierung von Organisationsstrukturen

• Ausbau und Stärkung der Marktposition der Commerz Real u.a. durch Vorreiterrolle als erster digitaler Assetmanager und integrierter Investmentdienstleister

• Wachstumskurs der comdirect durch Ausbau smartes und innovatives Vermögensmanagement mit Wertpapieren
• Zentrale Annahmen basieren auf internen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes

• Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten

• Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit
Mittelstandsbank Strategisch weiterer Ausbau und Stärkung der Position

durch:

• Gewinnen neuer Kunden vor allem im kleineren Mittelstand, Erhöhung des Marktanteils im größeren Mittelstand und bei Großkunden

• internationales Wachstum durch Skalierung des bestehenden Geschäftsmodells

• weiteren Ausbau des Kreditgeschäfts und damit Steigerung des Zinsüberschusses

• Stärkung des kommerziellen Geschäfts mit dem Ziel, die Marktposition der Commerzbank im Trade-Service-Geschäft weiter auszubauen

• Umsetzung einer übergreifenden, systematischen Digitalisierungsstrategie durch Modernisierung beziehungsweise Neuaufbau von Zugangskanälen, Produkten und Dienstleistungen inklusive dahinterstehender Prozesse und IT-Infrastruktur

• Tätigung von Investitionen zur Umsetzung der strategischen Ziele vor allem in IT-Infrastruktur

• Effizienzmaßnahmen zur Reduktion des Kostenanstiegs

• Profitabilisierung durch Kapitalmanagement und Reduktion der Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes
• Nutzung interner und externer Quellen für wesentliche volkswirtschaftliche Annahmen

• Stabilisierung der Kosten beruht auf bislang erzielten Fortschritten

• Managementeinschätzungen zu den geplanten Ertragsausweitungen beruhen auf bereits getätigten und geplanten Investitionen

• Potenzialanalysen als Basis zur Ausschöpfung von Marktanteilen und Gewinnung von Neukunden

• Überproportionale Wachstumschancen in den internationalen Standorten

• Marktanalysen und Kundenbefragungen zu kundenrelevanten Digitalisierungsthemen

• Berücksichtigung der Auswirkungen regulatorischer Änderungen
Central & Eastern Europe Fortlaufende Umsetzung der im Juni 2016 angekündigten

Mobile-Bank-Strategie 2016-2020 für organisches Wachstum

durch:

• Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie mit Multikanalansatz, insbesondere im Privatkundengeschäft (Ausbau der Führungsposition im Mobile & Transaction Banking)

• Stärkere Ausschöpfung des vorhandenen Geschäftspotenzials insb. durch Ausbau des Konsumentenkreditgeschäftes und Einlagengeschäfts mit Privatkunden

• Verbreitete Nutzung des Neukundenpotenzials insb. bei den neu in den Bankenmarkt einsteigenden jungen Kunden (Alter 17-20) sowie durch verstärkte Akquisitionen in Städten mit einer Bevölkerungsanzahl von weniger als

200 Tausend

• Kooperation mit AXA im Bereich innovativer Versicherungsprodukte

• Ausbau der Position im Geschäft mit mittelgroßen Firmenkunden sowie Ausweitung des Cross-Border-Geschäfts mit Firmenkunden

• Steigerung von mobilen Angeboten für Firmenkunden.

• Diversifizierung des Fundings insbesondere durch Kundeneinlagen und Nutzung des Kapitalmarktes

• Weitere Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse sowie durch aktives Kostenmanagement
• Zentrale Annahmen basieren auf internen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Wachstum des Bankensektors

• Managementeinschätzung für Potenzial aus Neugeschäftsakquise, Cross-Selling und Effizienzmaßnahmen

• Alle Initiativen im Rahmen der Mobile-Bank-Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen
Corportes & Markets • Allmähliche Stabilisierung der Kapitalmärkte bei Anfälligkeit für kurzfristig höhere Schwankungen und internationale Verwerfungen

• Generieren von Erträgen in Corporate Finance durch Unterstützung unserer Kunden bei der Unternehmensfinanzierung und Optimierung ihrer Bilanzstruktur

• Ertragsstabilität im Bereich Fixed Income & Currencies

• anhaltende Kostensenkung durch Vereinfachung und Vereinheitlichung von Prozessen

• Konzentration des Produktportfolios auf die Bedürfnisse unserer Kernkunden

• Weitere Verschlankung der Strukturen und Prozesse zur Erreichung weiterer Synergien/ Einsparungen
• Nutzung interner und externer Quellen für wesentliche volkswirtschaftliche und finanzmarktrelevante Annahmen

• Analyse des Kundenbedarfs für Absicherungs- und Liquiditätsprodukte

• Einbeziehen der Marktsituation in die Ermittlung von Volumen und Margen

• Materialisierung der Ergebnisse von Optimierungs- und Rationalisierungsprojekten sowie Kompensation regulatorischer Kosten

• breite und balancierte Aufstellung des Segmentes zum Management temporärer Schwankungen in den verschiedenen Kapitalmärkten

Auf Basis der neuen Segmentstruktur sahen die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cash Flow-Prognosen der jeweiligen CGU basierten, wie folgt aus:

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Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privat- und Unternehmerkunden Neue Privatkundenstrategie - strategische Investition in

Wachstum bei gleichzeitiger Stabilisierung der Kosten

• Weiterentwicklung von der Filialbank zur Multikanalbank

• Wachstum schaffen durch neue Wege im Neukundenwachstum und durch zielgerichtete Bearbeitung der Bestandskunden über die digitale Kundenansprachelogik

• Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse und Aufbau einer kanalunabhängigen Plattform zur Produktion digitaler Ratenkredite im eigenen Kreditbuch, Straffung der Produktpalette sowie durch aktives Kostenmanagement über die Optimierung von Organisationsstrukturen

• Ausbau und Stärkung der Marktposition der Commerz Real u.a. durch Vorreiterrolle als erster digitaler Assetmanager und integrierter Investmentdienstleister

• Wachstumskurs der comdirect durch Ausbau smartes und innovatives Vermögensmanagement mit Wertpapieren

• mBank mit fortlaufender Umsetzung der im Juni 2016 angekündigten Mobile-Bank-Strategie 2016-2020 für organisches Wachstum durch:

- Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie mit Multikanalansatz, insbesondere im Privatkundengeschäft (Ausbau der Führungsposition im Mobile & Transaction Banking)

- Stärkere Ausschöpfung des vorhandenen Geschäftspotenzials insb. durch Ausbau des Konsumentenkreditgeschäftes und Einlagengeschäfts mit Privatkunden

- Ausbau der Position im Geschäft mit mittelgroßen Firmenkunden sowie Ausweitung des Cross-Border-Geschäfts mit Firmenkunden

- Weitere Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse sowie durch aktives Kostenmanagement
• Zentrale Annahmen basieren auf internen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes

• Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten

• Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit

• Alle Initiativen im Rahmen der Mobile-Bank-Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen
Firmenkunden • Gewinnung neuer Firmenkunden in Deutschland und Ausbau des Marktanteils im Mittelstand und bei Großkunden

• Internationales Wachstum durch Skalierung des bestehenden Geschäftsmodells

• Weiterer Ausbau des Kreditgeschäfts und damit Steigerung des Zinsüberschusses

• Stärkung des kommerziellen Geschäfts mit dem Ziel, die Marktposition der Commerzbank im Trade Service-Geschäft weiter auszubauen

• Generierung von Erträgen in Corporate Finance durch Unterstützung unserer Kunden bei der Unternehmensfinanzierung und Optimierung ihrer Bilanzstruktur

• Ertragsstabilität im Bereich Fixed Income & Currencies

• Umsetzung einer übergreifenden, systematischen Digitalisierungsstrategie durch Modernisierung bzw. Neuaufbau von Zugangskanälen, Produkten und Dienstleistungen sowie der dahinterstehenden Prozesse und IT-Infrastruktur

• Tätigung von Investitionen zur Umsetzung der strategischen Ziele vor allem in IT-Infrastruktur sowie anhaltende Kostensenkung durch Vereinfachung und Vereinheitlichung von IT Systemen und Prozessen im Front- und Back-Office

• Profitabilisierung durch Kapitalmanagement und Reduktion der Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes
• Nutzung interner und externer Quellen für wesentliche volkswirtschaftliche Annahmen

• Analyse des Kundenbedarfs für Absicherungs- und Liquiditätsprodukte unter Einbeziehung der Marktsituation in die Ermittlung von Volumen und Margen

• Managementeinschätzungen zu den geplanten Kostensenkungen beruhen auf bereits umgesetzten und geplanten Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen

• Managementeinschätzungen zu den geplanten Ertragsausweitungen beruhen auf bereits getätigten und geplanten Investitionen

• Potenzialanalysen als Basis zur Ausschöpfung von Marktanteilen und Gewinnung von Neukunden

• Überproportionale Wachstumschancen in den internationalen Standorten

• Marktanalysen und Kundenbefragungen zu kundenrelevanten Digitalisierungsthemen

• Berücksichtigung der Auswirkungen regulatorischer Änderungen

• Breite und balancierte Aufstellung des Segmentes zum Management temporärer Schwankungen in den verschiedenen Kapitalmärkten sowie sich änderndem volkswirtschaftlichen Umfeld

Aufgrund der den Cash-Flow-Prognosen zugrunde liegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt - nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-Flow-Prognosen der CGUs haben:

schlechter als erwartete Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes
Entwicklungen der Zinsniveaus im Rahmen der volkswirtschaftlichen Prognosen bestätigen sich nicht
Unsicherheiten in Bezug auf das regulatorische Umfeld, insbesondere die Umsetzung neuer Vorschriften auf europäischer Ebene
über das angenommene Maß hinausgehende nachteilige Entwicklung der Wettbewerbsintensität

Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze (vor Steuern) haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen.

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Risikoadäquater Zinssatz bisherige Segmentstruktur 30.09.2016 30.09.2015
Privatkunden 9,9% 9,6%
Mittelstandsbank 10,2% 10,8%
Central & Eastern Europe 8,2% 9,2%
Corporates & Markets 12,5% 10,9%

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Risikoadäquater Zinssatz neue Segmentstruktur 30.09.2016
Privat- und Unternehmerkunden 9,4%
Firmenkunden 10,4%

Sensitivitäten

Zum 30. September 2016 entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert (Value in Use) für alle Segmente der Commerzbank. Der im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte angestellte Vergleich von erzielbarem Betrag und Buchwert ergab basierend auf der bisherigen Segmentstruktur zum 30. September 2016 im ersten Schritt einen Wertminderungsbedarf von 138 Mio. Euro für die CGU Corporates & Markets und in einem zweiten Schritt für die neue Segmentstruktur bezüglich der CGU Firmenkunden einen weiteren Wertminderungsbedarf von 454 Mio. Euro. Die Wertminderung der CGU Corporates & Markets (bisherige Struktur) war im Wesentlichen durch die hohe Kapitalbindung und niedrige Profitabilität des Segments Corporates & Markets verursacht. Für die neue CGU Firmenkunden resultierte die Wertminderung aus der übergehenden CGU Corporates & Markets in die neue CGU Firmenkunden.

Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um - 25 beziehungsweise + 25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich für die neue als auch für die bisherige Segmentstruktur die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überbeziehungsweise Unterdeckung und Buchwert:

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Bisherige Segmentstruktur Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets
Realistischer Wert1 Angesetzter risikoadäquater Zinssatz 139,0% 3,4% 48,3% - 83,0%
Sensitivierung1 Risikoadäquater Zinssatz - 25 Basispunkte (vorteilhaft) 152,0% 8,6% 60,1% - 82,6%
Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) 127,2% - 1,4% 37,7% - 83,4%

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

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Neue Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden
Realistischer Wert1 Angesetzter risikoadäquater Zinssatz 120,5% - 31,6%
Sensitivierung1 Risikoadäquater Zinssatz -25 Basispunkte (vorteilhaft) 133,5% - 28,3%
Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) 108,6% - 34,7%

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Auf Basis des realistischen Szenarios wurden weitere Sensitivitäten sowohl für die neue als auch für die bisherige Segmentstruktur für die Wachstumsrate ermittelt:

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Bisherige Segmentstruktur Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets
Sensitivierung1 Wachstumsrate

+25 Basispunkte (vorteilhaft)
147,0% 5,1% 53,9% - 84,3%
Wachstumsrate -25 Basispunkte (nachteilig) 131,7% 1,7% 43,3% - 81,8%

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

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Neue Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden
Sensitivierung1 Wachstumsrate

+25 Basispunkte (vorteilhaft)
128,1% - 31,2%
Wachstumsrate -25 Basispunkte (nachteilig) 113,4% - 32,0%

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte auf Basis der bisherigen Segmentstruktur lagen die erzielbaren Beträge für die CGU Mittelstandsbank um 403 Mio. Euro beziehungsweise um 3,4% über dem Buchwert und für die CGU Central & Eastern Europe um 1 314 Mio. Euro beziehungsweise um 48,3% über dem Bilanzansatz. Für die CGU Privatkunden lag der erzielbare Betrag unverändert deutlich über dem Buchwert.

Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen:

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Bisherige Segmentstruktur Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe
Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf 7,3%/13,0% 7,3%/7,5% 6,8%/8,2%
Wachstumsrate von/auf 1,5%/negativ1 1,5%/1,0% 1,8%/negativ1
Risikovorsorge/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase und die ewige Rente von/auf 73Bp./271 Bp. 46Bp./51 Bp. 80Bp./131 Bp.

1 Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.

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Neue Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden
Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf 7,2%/11,6%
Wachstumsrate von/auf 1,6%/negativ1
Risikovorsorge/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase und die ewige Rente von/auf 84Bp./266Bp.

1 Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.

Die Prognosen sämtlicher CGUs können durch globale sowie branchenspezifische Risiken negativ beeinflusst werden, was zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes führen könnte. Hierbei sind insbesondere politische Unsicherheiten im Rahmen der Einführung neuer beziehungsweise der Umsetzung beschlossener Vorschriften auf deutscher und europäischer Ebene sowie Effekte aus abgeschwächtem Wirtschaftswachstum beziehungsweise anhaltend niedrigem Zinsumfeld hervorzuheben.

(19) Sachanlagen

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Mio. € 30.9.2016 31.12.20151 Veränd. in %
Grundstücke und Gebäude 460 958 - 52,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 453 479 - 5,4
Leasinggegenstände 793 857 - 7,5
Gesamt 1 706 2 294 - 25,6

1 Anpassung Vorjahr erfolgt aufgrund der Umgliederung von Leasinggegenständen aus der Sonstigen Aktiva in die Sachanlagen.

Zum 30. September 2016 wurden Grundstücke und Gebäude von 479 Mio. Euro in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert.

(20) Sonstige Aktiva

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Mio. € 30.9.2016 31.12.20151 Veränd. in %
Einzugspapiere 15 18 - 16,7
Edelmetalle 483 339 42,5
Rechnungsabgrenzungsposten 245 200 22,5
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 797 757 5,3
Aktiviertes Planvermögen 439 448 - 2,0
Übrige Aktiva 1 132 893 26,8
Gesamt 3 111 2 655 17,2

1 Anpassung Vorjahr erfolgt aufgrund der Umgliederung von Leasinggegenständen aus der Sonstigen Aktiva in die Sachanlagen.

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Täglich fällig 32 731 34 516 - 5,2
Mit einer Restlaufzeit 45 436 48 638 - 6,6
bis drei Monate 16 615 19 257 - 13,7
mehr als drei Monate bis ein Jahr 6 295 5 454 15,4
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 10 788 13 341 - 19,1
mehr als fünf Jahre 11 738 10 586 10,9
Gesamt 78 167 83 154 - 6,0
darunter: Repos und Cash Collaterals 21 210 18 076 17,3
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 64 663 69 595 - 7,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 13 504 13 559 - 0,4

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Spareinlagen 7 061 6 961 1,4
Mit vereinbarter Kündigungsfrist von
drei Monaten 7 057 6 906 2,2
mehr als drei Monaten 4 55 - 92,7
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 243 462 250 654 - 2,9
Täglich fällig 156 576 158 846 - 1,4
Mit einer Restlaufzeit 86 886 91 808 - 5,4
bis drei Monate 31 979 32 337 - 1,1
mehr als drei Monate bis ein Jahr 25 651 27 347 - 6,2
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 10 803 1 2 921 - 16,4
mehr als fünf Jahre 18 453 19 203 - 3,9
Gesamt 250 523 257 615 - 2,8
darunter: Repos und Cash Collaterals 9 588 8 479 13,1
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 242 421 248 803 - 2,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 8 102 8 812 - 8,1

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe sowie öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Begebene Schuldverschreibungen 35 055 35 614 - 1,6
darunter: Hypothekenpfandbriefe 11 457 11 091 3,3
Öffentliche Pfandbriefe 7 266 9 233 - 21,3
Begebene Geldmarktpapiere 6 169 4 944 24,8
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 47 47 0,0
Gesamt 41 271 40 605 1,6
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 40 199 39 280 2,3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 1 072 1 325 - 19,1

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Restlaufzeiten der Verbrieften Verbindlichkeiten | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Täglich fällig - - .
Mit einer Restlaufzeit 41 271 40 605 1,6
bis drei Monate 3 767 5 010 - 24,8
mehr als drei Monate bis ein Jahr 9 373 7 925 18,3
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 17 362 19 693 - 11,8
mehr als fünf Jahre 10 769 7 977 35,0
Gesamt 41 271 40 605 1,6

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 wurden wesentliche neue Emissionen mit einem Volumen von 7,3 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen/Rückkäufe auf 3,6 Mrd. Euro und der fälligen Emissionen auf 5,5 Mrd. Euro.

(24) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kredit zusagen mit negativem Marktwert ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 73 464 75 994 - 3,3
Zinsbezogene derivative Geschäfte 51 077 51 138 - 0,1
Währungsbezogene derivative Geschäfte 13 612 17 739 - 23,3
Übrige derivative Geschäfte 8 775 7 117 23,3
Zertifikate und andere eigene Emissionen 4 962 5 011 - 1,0
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative Marktwerte von Kreditzusagen und Sonstige Handelspassiva 2 596 5 438 - 52,3
Gesamt 81 022 86 443 - 6,3

Die übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 5 989 Mio. Euro (Vorjahr: 4 378 Mio. Euro) Aktienderivaten und 2 415 Mio. Euro (Vorjahr: 2 294 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

(25) Rückstellungen

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 613 1 034 56,0
Sonstige Rückstellungen 2 160 2 292 - 5,8
Gesamt 3 773 3 326 13,4

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2015 Seite 182 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurde zum 30. September 2016 ein Diskontierungszinssatz von 1,4 % (Vorjahr: 2,6 %), eine zum Vorjahr unveränderte Gehaltsentwicklung von 2,5 % und eine Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde gelegt.

Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen.
Der Commerzbank-Konzern hat in den vergangenen Jahren mehrere Tochterunternehmen, Beteiligungen in und außerhalb Deutschlands sowie einige größere Immobilien veräußert. Die jeweiligen Verträge enthalten Gewährleistungen, bestimmte Haftungsfreistellungen oder auch Finanzierungsverpflichtungen, woraus der Commerzbank-Konzern in Anspruch genommen werden kann. In einigen Fällen wurden angebliche Verstöße gegen solche Vereinbarungen angezeigt.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung im Wege eines Aktienpaketes durch eine Tochtergesellschaft der Commerzbank hat der Verkäufer die Berechnungsgrundlage des Aktienpreises (Übertragung von Immobilien im Wege der Sacheinlage) in einem gerichtlichen Verfahren angefochten. Das zuständige Berufungsgericht hat im April 2014 entschieden, dass die Übertragung der Immobilien im Wege der Sacheinlage, unwirksam war. Die Tochtergesellschaft der Commerzbank hat gegen dieses Urteil Revision eingelegt. Die Revision wurde im August 2015 abgewiesen, sodass mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. Ausreichend Vorsorge wurde getroffen.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadenersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Sollten die Kläger in der zweiten Instanz mit ihrer Berufungsklage obsiegen, geht die Commerzbank davon aus, dass aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Regressansprüche gegen andere Mitglieder des Konsortiums sowie gegen Dritte bestehen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft wurde als Teil eines Konsortiums im Juli 2005 von einem Kunden, der als Garant für seine Tochtergesellschaft ein fälliges Darlehen vollständig zurückgezahlt hat, im Rahmen seines Insolvenzverfahrens in den USA verklagt. Der Kunde macht geltend, dass verschiedene Rückzahlungen unwirksam seien, weil er zum Zeitpunkt der Finanzierung erkennbar insolvent gewesen sei. Zwei außergerichtliche Schlichtungsversuche blieben erfolglos. Nach Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils wurde im März 2015 vor dem Bezirksgericht ein vorprozessuales Beweisverfahren (Pre-Trial Discovery) durchgeführt. Das Bankenkonsortium hat im Anschluss daran einen Antrag auf ein Urteil im abgekürzten Verfahren (Summary Judgement) gestellt. Im Dezember 2015 wurde dem Antrag des Bankenkonsortiums stattgegeben und die Klage abgewiesen. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt.
Im Zusammenhang mit Zahlungsverkehrsgeschäften wurde die Commerzbank von dem Vertrauensschadensversicherer eines Kunden auf Schadenersatz wegen angeblich nicht durch den Kunden autorisierter Auslandsüberweisungen verklagt. Die Klage wurde im November 2014 zugestellt. Das Verfahren wurde durch Vergleich beendet.
Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Ein Verhandlungstermin ist für 2016 geplant.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Die Commerzbank wurde im Januar 2016 auf Rückerstattung von Versicherungsleistungen verklagt, die aufgrund einer Kreditausfallversicherung für die Commerzbank verkauften Forderungen erbracht wurden. Die Bank wird sich gegen die Klage verteidigen.

Anfang 2010 wurde die Commerzbank von US-Behörden aufgefordert, wegen Verstößen des Konzerns gegen US-amerikanische Sanktionsbestimmungen eine interne Untersuchung durchzuführen und dabei eng mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten. Außerdem ermittelten US-Behörden gegen die Commerzbank wegen Verstößen gegen US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention. Die Commerzbank kooperierte über mehrere Jahre mit den US-Behörden und hat ihnen umfangreiche Unterlagen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Nachdem das US-amerikanische Justizministerium im Oktober 2014 entschieden hatte, für die beiden Verfahren einen gemeinsamen Vergleich anzustreben, kam es Mitte März 2015 mit den beteiligten US-Behörden hinsichtlich der Embargo- und Geldwäschepräventionsverstöße zu einer Einigung. Teil dieser Einigung ist die Zahlung eines Betrages von insgesamt 1 452 Mio. US-Dollar. Hierfür waren entsprechende Rückstellungen gebildet. In der Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse der Bank übernommen. Nach Aufnahme seiner Tätigkeit wird der von der US-Bankenaufsicht benannte Monitor Kosten für die Bank verursachen. In der Einigung ist ferner eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen.

(26) Sonstige Passiva

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Mio. € 30.9.2016 31.12.20151 Veränd. in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1 169 1 334 - 12,4
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 6 031 5 697 5,9
Rechnungsabgrenzungsposten 343 334 2,7
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 1 099 528 .
Übrige Passiva 1 401 1 393 0,6
Gesamt 10 043 9 286 8,2

1 Änderung Vorjahr aufgrund von restrospektiven Anpassungen (siehe Seite 48 ff.).

(27) Nachrangige Schuldinstrumente

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Nachrangige Schuldinstrumente 11 121 11 804 - 5,8
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 - 737 - 751 - 1,9
Bewertungseffekte 1 001 805 24,3
Gesamt 11 385 11 858 - 4,0
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 11 372 11 846 - 4,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 13 12 8,3

1 Einschließlich Effekte aus der Anpassung der Zeitwerte der Nachrangigen Schuldinstrumente zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Schuldinstrumente auf 1,9 Mrd. Euro, der Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro und der Neuemissionen auf 1,4 Mrd. Euro.

Sonstige Erläuterungen

(28) Eigenkapitalanforderungen und Verschuldungsquote

Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung.

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Position | Mio. € 30.09.2016 31.12.2015 30.09.2016 31.12.2015
Phase-in Phase-in Fully phased-in Fully phased-in
--- --- --- --- ---
Bilanzielles Eigenkapital 29 398 30 407 29 398 30 407
Effekt aus Debit Valuation Adjustments - 192 - 96 - 319 - 240
Korrektur der Neubewertungsrücklage 669 511 - -
Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges 117 159 117 159
Korrektur zum Phase-in (IAS 19) 642 640 - -
Korrektur der Nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) - 242 - 230 - 388 - 505
Geschäfts- oder Firmenwerte - 1 496 - 2 088 - 1 496 - 2 088
Immaterielle Vermögenswerte - 1 136 - 1 126 - 1 136 - 1 126
Aktivüberhang des Planvermögens - 225 - 155 - 375 - 387
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen - 269 - 180 - 449 - 451
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) - 609 - 463 - 762 - 661
Prudential Valuation - 378 - 376 - 378 - 376
Eigene Aktien - 24 - 18 - 34 - 35
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) - 290 - 300 - 290 - 300
Vorleistungsrisiken - - 1 - - 1
Abzug verrechneter Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) 1 014 1 008 - -
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen - 184 - - 616 - 316
Dividendenabgrenzung - - 250 - - 250
Sonstiges und Rundungen - 274 - 139 - 274 - 139
Hartes Kernkapital (CET 1) 26 521 27 303 22 998 23 691
Zusätzliches Kernkapital (AT 1) - - - -
Kernkapital (Tier 1) 26 521 27 303 22 998 23 691
Ergänzungskapital (Tier 2) 5 932 5 500 5 979 5 421
Eigenkapital 32 453 32 803 28 977 29 112
Gewichtete Risikoaktiva 195 373 198 232 194 600 197 442
davon: Kreditrisiko 151 029 159 407 150 256 158 617
davon: Marktrisiko1 20 508 17 427 20 508 17 427
davon: Operationelles Risiko 23 836 21 398 23 836 21 398
Harte Kernkapitalquote (CET-1-Ratio, %) 13,6 13,8 11,8 12,0
Kernkapitalquote (T 1-Ratio, %) 13,6 13,8 11,8 12,0
Eigenkapitalquote (%) 16,6 16,5 14,9 14,7

1 Einschließlich Eigenmittelanforderungen für das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein neues Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des dritten Quartals 2016 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.

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Leverage Ratio gemäß der überarbeiteten CRR (Delegated Act) 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Leverage Exposure "Phase-in" (Mio. €) 508 338 531 531 - 4,4
Leverage Exposure "Fully phased-in" (Mio. €) 506 104 529 201 - 4,4
Leverage Ratio "Phase-in" (%) 5,2 5,1
Leverage Ratio "Fully phased-in" (%) 4,5 4,5

(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 34 508 37 159 - 7,1
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 1 7 - 85,7
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34 443 37 108 - 7,2
aus sonstigen Verpflichtungen 64 44 45,5
Unwiderrufliche Kreditzusagen 70 075 72 213 - 3,0

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wurde von den entsprechenden Posten gekürzt.

In den Sonstigen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde.

Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechtsrisiken entstehen, deren Eintritt nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. September 2016 betrug die Eventualverbindlichkeit aus Rechtsrisiken 541 Mio. Euro (Vorjahr: 507 Mio. Euro) und betraf die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen das Berufungsurteil aus Mai 2016 haben die Kläger Revision eingelegt. Eine Entscheidung hierüber wird für Ende 2016 erwartet.
Im Nachgang zur Veräußerung der Beteiligung an der Public Joint Stock Company "Bank Forum", Kiew, Ukraine (Bank Forum) im Jahr 2012 haben die Käufer Ansprüche aus dem Veräußerungsvertrag geltend gemacht und den Veräußerungsvertrag als solchen wegen Arglist infrage gestellt. Die Parteien führen derzeit ein Schiedsverfahren auf der Grundlage der vertraglichen Schiedsvereinbarungen. Die Käufer begehren die Feststellung der Unwirksamkeit des Veräußerungsvertrags, Rückabwicklung der Veräußerung, Rückerstattung von Kaufpreisraten und Ersatz der ihnen in diesem Zusammenhang entstandenen Schäden. Die Commerzbank bestreitet diese Ansprüche und macht gegenüber den Käufern und der den Kaufpreis sichernden Garantin ihre Restzahlungsansprüche und Garantieansprüche geltend. Das Schiedsverfahren dauert an. Im Juni 2016 wurde zwischen den Parteien eine gütliche Einigung erzielt. Die Parteien haben sich geeinigt, die Klage und Widerklage zurückzunehmen.
Der Commerzbank-Konzern war Inhaber von Anteilen an einer Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden mehrere Klagen gegen den Commerzbank-Konzern auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden zwischenzeitlich in der Berufungsinstanz abgewiesen.
Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Vertragsverletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage verteidigen.
Die Commerzbank befindet sich derzeit in mehreren streitigen Verfahren mit der Garantiegeberin eines Darlehensvertrages zur Schiffsfinanzierung. Da die Darlehensnehmerin trotz Fälligkeit ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist, hat die Commerzbank die Garantiegeberin aus der Garantie in Anspruch genommen und Klage in London erhoben. Zur Abwehr dieser Klage begehrt die Garantiegeberin in Piraeus (Griechenland) die (negative) Feststellung, dass sie der Commerzbank keinen Betrag aus der Garantie für die Darlehensnehmerin schuldet. Im Mai 2016 hat schließlich die Garantiegeberin zusammen mit der Schiffsgesellschaft die Commerzbank in Piraeus auf Schadensersatz verklagt. Sie machen geltend, dass ihnen infolge der Arrestierung eines Tankers im Jahr 2014 durch die Commerzbank und des dadurch in der Folge durchgesetzten freihändigen Verkaufs des Schiffes ein Schaden entstanden sei. Im September 2016 wurde die Schadenersatzklage teilweise zurückgenommen. Die Verfahren dauern an.
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage zur Wehr setzen.
Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern untersuchen seit einiger Zeit Manipulationen und Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein.

(30) Derivative Geschäfte

Aus dem Geschäft mit Derivaten ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte nach Berücksichtigung der Saldierung der Derivatemarktwerte und darauf entfallender Ausgleichszahlungen.

Das Nettingvolumen zum 30. September 2016 betrug insgesamt 82 332 Mio. Euro (Vorjahr: 63 666 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 80 134 Mio. Euro auf positive Marktwerte und 2 198 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen. Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 79 841 Mio. Euro und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 2 491 Mio. Euro.

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Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
30.9.2016

Mio. €
täglich

fällig
bis

3 Monate
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
6 980 264 882 153 951 161 400 94 985 682 198
Zinsabhängige

Termingeschäfte
1 579 972 617 438 982 613 948 874 3 128 898
Sonstige

Termingeschäfte
142 85 656 46 057 95 564 15 539 242 958
Gesamt 7 123 930 510 817 446 1 239 577 1 059 398 4 054 054
darunter:

börsengehandelt
- 102 918 85 434 96 029 329 284 710
Nettoausweis in der Bilanz

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Marktwerte
30.9.2016

Mio. €
positiv negativ
--- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
11 627 13 612
Zinsabhängige

Termingeschäfte
135 018 136 959
Sonstige

Termingeschäfte
8 453 8 775
Gesamt 155 098 159 346
darunter:

börsengehandelt
- -
Nettoausweis in der Bilanz 74 964 79 505

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Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
31.12.2015

Mio. €
täglich

fällig
bis

3 Monate
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
16 286 608 194 786 174 297 117 042 772 749
Zinsabhängige

Termingeschäfte
8 299 957 1 053 532 908 239 1 075 474 3 337 210
Sonstige

Termingeschäfte
1 635 51 221 69 494 94 480 12 394 229 224
Gesamt 1 659 637 786 1 317 812 1 177 016 1 204 910 4 339 183
darunter:

börsengehandelt
- 36 553 51 478 16 394 6 867 111 292
Nettoausweis in der Bilanz

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Marktwerte
31.12.2015

Mio. €
positiv negativ
--- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
15 174 17 740
Zinsabhängige

Termingeschäfte
121 084 121 577
Sonstige

Termingeschäfte
5 449 7 117
Gesamt 141 707 146 434
darunter:

börsengehandelt
- -
Nettoausweis in der Bilanz 79 742 83 400

(31) Marktwerte (Fair Value) und Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss der Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, so dass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet.

Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten - mit Ausnahme unwesentlicher Parameter -aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen, dass diese der Situation angemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größt möglichen Umfang beobachtbare Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden.

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen unter anderem auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level 3).

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb Group Finance durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen.

Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente angewandt werden:

Börsengehandelte Derivate werden anhand ihrer auf aktiven Märkten erhältlichen Geld- oder Briefkurse bewertet. Unter Umständen können auch theoretische Preise zugrunde gelegt werden. Der beizulegende Zeitwert von im Freiverkehr (OTC) gehandelten Derivaten wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die sich allgemein an den Finanzmärkten bewährt haben. Einerseits können Modelle genutzt werden, die die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme bestimmen und durch Abzinsung den Barwert der Finanzinstrumente ermitteln. Andererseits können alternativ Modelle verwendet werden, die den Wert ermitteln, zu dem zwischen einem Instrument und anderen, damit verbundenen gehandelten Instrumenten keine Arbitragemöglichkeit besteht. Bei einigen Derivaten können sich die an Finanzmärkten angewandten Bewertungsmodelle insofern unterscheiden als sie den beizulegenden Zeitwert modellieren und andere Eingangsparameter verwenden oder identische Eingangsparameter verwenden, aber in anderem Maßstab. Diese Modelle werden regelmäßig auf die aktuellen Marktkurse kalibriert.

Soweit möglich, werden die Eingangsparameter für diese Modelle aus beobachtbaren Daten, wie Kursen oder Indizes, hergeleitet. Diese werden durch die jeweilige Börse, unabhängige Makler oder Einrichtungen, die allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung stellen, veröffentlicht. Wenn die Eingangsparameter nicht direkt beobachtbar sind, können sie mittels Extrapolation oder Interpolation aus beobachtbaren Daten abgeleitet oder unter Hinzuziehen historischer oder korrelierter Daten geschätzt werden. Als Eingangsparameter für die Bewertung von Derivaten dienen im Allgemeinen Kassa- oder Terminkurse der Basiswerte, Volatilität, Zinssätze und Devisenkurse.

Der beizulegende Zeitwert von Optionen setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Die Faktoren, die der Ermittlung des Zeitwertes dienen, umfassen den Ausübungspreis im Vergleich zum Basiswert, die Volatilität des Basiswertes, die Restlaufzeit und die Korrelationen zwischen den Basiswerten und den zugrunde liegenden Währungen.
Aktien, Schuldverschreibungen und Asset-backed Securities (ABS) werden anhand der Marktkurse bewertet, die an den maßgeblichen Börsen bei unabhängigen Maklern oder Einrichtungen erhältlich sind. Diese stellen allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung. Wenn Kurse dieser Art nicht erhältlich sind, wird der Kurs für ein vergleichbares, notiertes Instrument zugrunde gelegt und entsprechend unter Beachtung der vertraglichen Unterschiede zwischen diesen Instrumenten angepasst. Bei komplexeren Schuldverschreibungen, die an inaktiven Märkten gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert anhand eines Bewertungsmodells ermittelt, das den Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme berechnet. In diesen Fällen spiegeln die Eingangsparameter das mit diesen Zahlungsströmen verbundene Kreditrisiko wider. Nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, wenn es nicht möglich ist, eine Kursnotierung an einem aktiven Markt oder die entsprechenden Parameter für das Bewertungsmodell zu ermitteln.
Strukturierte Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die die Merkmale von festverzinslichen und eigenkapitalbezogenen Wertpapieren auf sich vereinen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen wird für strukturierte Schuldverschreibungen im Allgemeinen eine variable Rendite ausgezahlt, die sich an der Wertentwicklung eines Basiswertes orientiert. Diese Rendite kann erheblich höher (oder niedriger) sein als die des Basiswertes. Abgesehen von den Zinszahlungen können der Rücknahmewert und die Endfälligkeit der strukturierten Schuldverschreibungen auch von den Derivaten, die in einer strukturierten Schuldverschreibung eingebettet sind, beeinflusst werden. Die Methode, die eingesetzt wird, um den beizulegenden Zeitwert einer strukturierten Schuldverschreibung zu bestimmen, kann sehr unterschiedlich sein, da jede einzelne Schuldverschreibung maßgeschneidert ist und die Konditionen einer jeden Schuldverschreibung einzeln zu betrachten sind. Strukturierte Schuldverschreibungen bieten die Möglichkeit, ein Engagement in nahezu jeder Anlageklasse aufzubauen, darunter Aktien, Rohstoffe sowie Devisen-, Zins-, Kredit- und Fondsprodukte.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die 3-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in den nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten und Kategorien gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level 1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren.

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 30.9.2016 31.12.2015
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen an Kreditinstitute Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 21,0 - 21,0 -
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 11,6 0,4 12,0 -
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting 3,1 3,1
Handelsaktiva Zu Handelszwecken gehalten 25,8 73,1 5,6 104,5 30,0
darunter:

Positive Marktwerte aus Derivaten
- 67,2 4,7 71,9 -
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0,5 0,3 0,1 0,9 1,7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 34,5 7,0 0,2 41,7 32,0
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,1 0,1 0,1
Gesamt 60,8 116,1 6,4 183,3 63,8

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2015
Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- ---
Forderungen an Kreditinstitute 22,6 - 22,6
Forderungen an Kunden 11,0 0,4 11,4
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3,0 3,0
Handelsaktiva 79,3 5,4 114,7
darunter:

Positive Marktwerte aus Derivaten
72,3 4,4 76,7
Finanzanlagen 0,6 0,1 2,4
10,6 0,1 42,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,1 0,2
Gesamt 127,1 6,1 197,0

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 30.9.2016 31.12.2015
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 13,5 - 13,5 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 8,1 - 8,1 -
Verbriefte

Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1,1 - - 1,1 1,3
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 6,0 - 6,0 -
Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten 6,8 70,9 3,3 81,0 9,8
darunter:

Negative Marktwerte aus Derivaten
- 70,2 3,3 73,5 -
Nachrangige

Schuldinstrumente
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - -
Gesamt 7,9 98,5 3,3 109,7 11,1

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2015
Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13,6 - 13,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8,8 - 8,8
Verbriefte

Verbindlichkeiten
- - 1,3
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 7,4 - 7,4
Handelspassiva 73,6 3,0 86,4
darunter:

Negative Marktwerte aus Derivaten
73,1 2,9 76,0
Nachrangige

Schuldinstrumente
- - -
Gesamt 103,4 3,0 117,5

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb der 3-stufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.

Im dritten Quartal 2016 wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise mehr verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,1 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie mit 0,1 Mrd. Euro zu Handelzwecken gehaltene Wertpapiere. Gegenläufig wurden zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 0,5 Mrd. Euro sowie zu Handelzwecken gehaltene Wertpapiere von 0,1 Mrd. Euro von Level 2 in Level 1 umgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren.

Des Weiteren wurden im dritten Quartal 2016 zu Handelzwecken gehaltene Verbindlichkeiten von 0,1 Mrd. Euro von Level 1 in Level 2 umgebucht, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Die Umgliederungen wurden basierend auf den Endbeständen per 30. Juni 2016 ermittelt. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Die dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

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Finanzielle

Vermögenswerte

Mio. €
Forderungen an Kunden Handelsaktiva darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten Finanzanlagen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu

Handelszwecken

gehalten
Zu

Handelszwecken

gehalten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung

gehaltene langfristige

Vermögenswerte

und Vermögenswerte

aus Veräußerungs-

gruppen
--- --- --- --- --- --- ---
Fair Value zum 1.1.2015 451 5 147 3 919 2 124 -
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 46 131 - 8 - 3 -
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 176 183 - 8 - -
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - - 3 -
Käufe 1 48 - 50 3 -
Verkäufe - - 216 - 157 - - 282 -
Emissionen - - - - - -
Rückzahlungen - - 130 - 59 - 33 - 17 -
Umbuchungen in Level 3 - 621 586 544 318 97
Umbuchungen aus Level 3 - 24 - 143 - 66 - 505 - 9 -
Fair Value zum 31.12.2015 428 5 373 4 354 50 131 97
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 60 724 771 1 - - 7
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 60 743 790 1 - - 7
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - - -
Käufe - 230 1 - 92 -
Verkäufe - - 62 - 3 - 1 - 1 - 52
Emissionen - - - - - -
Rückzahlungen - - 188 - 14 - - - 44
Umbuchungen in Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 103 - - - - 103
Umbuchungen in Level 3 - 25 13 5 - -
Umbuchungen aus Level 3 - 1 - 485 - 448 - 5 - 4 -
Fair Value zum 30.9.2016 384 5 617 4 674 50 218 97

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Finanzielle

Vermögenswerte

Mio. €
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2015 5 724
Veränderungen im Konsolidierungskreis -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 35
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 168
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - 3
Käufe 102
Verkäufe - 498
Emissionen -
Rückzahlungen - 180
Umbuchungen in Level 3 1 580
Umbuchungen aus Level 3 - 681
Fair Value zum 31.12.2015 6 079
Veränderungen im Konsolidierungskreis -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 778
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 797
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste -
Käufe 322
Verkäufe - 116
Emissionen -
Rückzahlungen - 232
Umbuchungen in Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
Umbuchungen in Level 3 30
Umbuchungen aus Level 3 - 495
Fair Value zum 30.9.2016 6 366

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizugenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen.

In den ersten neun Monaten 2016 wurden positive Marktwerte aus Derivaten von 0,4 Mrd. Euro in Level 2 umgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter verfügbar waren. Eine zum 31. Dezember 2015 in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen umgegliederte Beteiligung an einer Kreditkartengesellschaft wurde im ersten Halbjahr 2016 veräußert. Daraus wurden bisher in der Neubewertungsrücklage erfasste unrealilesierte Gewinne von 123 Mio. Euro vor Steuern erfolgswirksam realisiert. Im Rahmen der Transaktion erworbene Vorzugsaktien hatten zum 30. September 2016 einen Bilanzwert von 29 Mio. Euro und werden in Level 3 ausgewiesen. Daraus resultiert eine positive Neubewertungsrücklage vor Steuern von 2 Mio. Euro.

Ein bisher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetes Forderungsportfolio von 103 Mio. Euro wurde aufgrund der bestehenden Verkaufsvereinbarung in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen umgegliedert. Im dritten Quartal 2016 entstand ein Bewertungsverlust von 7 Mio. Euro.

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Finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. €
Handelspassiva darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten Gesamt
Zu Handelszwecken gehalten Zu Handelszwecken gehalten
--- --- --- ---
Fair Value zum 1.1.2015 2 535 2 533 2 535
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 79 79 79
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 86 86 86
Käufe 38 38 38
Verkäufe - 10 - 9 - 10
Emissionen - - -
Rückzahlungen - 76 - 76 - 76
Umbuchungen in Level 3 666 644 666
Umbuchungen aus Level 3 - 282 - 278 - 282
Fair Value zum 31.12.2015 2 950 2 931 2 950
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 516 516 516
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 519 519 519
Käufe 49 46 49
Verkäufe - 2 - 2 - 2
Emissionen - - -
Rückzahlungen - 33 - 33 - 33
Umbuchungen in Level 3 143 143 143
Umbuchungen aus Level 3 - 274 - 252 - 274
Fair Value zum 30.9.2016 3 349 3 349 3 349

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel.

In den ersten neun Monaten 2016 gab es eine Umbuchung in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für negative Marktwerte aus Derivaten. Gegenläufig wurden negative Marktwerte aus Derivaten von 0,1 Mrd. Euro in Level 3 umgegliedert.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich, wie folgt, zusammenfassen:

Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
Aktienkorrelation:

Die Korrelation ist ein Parameter, der die Bewegung zwischen zwei Instrumenten misst. Sie wird anhand eines Korrelationskoeffizienten gemessen, der zwischen -1 und +1 schwanken kann.

Viele Aktienderivate beziehen sich auf eine Reihe unterschiedlicher Basiswerte (Korrelation in einem Aktienkorb). Anhand des Durchschnitts der Aktienkörbe, der Erfassung der besten (oder schlechtesten) Performer in bestimmten Zeitabständen oder der Auswahl des besten (oder schlechtesten) Performers bei Fälligkeit wird die Wertentwicklung ermittelt.

Die Wertentwicklung von Korbprodukten, wie beispielsweise Indexkörben, kann an verschiedene Indizes gekoppelt sein. Eingangswerte, die zur Bewertung herangezogen werden, umfassen Zinssätze, Indexvolatilität, Indexdividende und Korrelationen zwischen Indizes. Korrelationskoeffizienten werden im Allgemeinen von unabhängigen Datenanbietern zur Verfügung gestellt. Bei korrelierten Entwicklungen kann der Durchschnittswert des Korbs dann anhand von zahlreichen Stichproben (Monte-Carlo-Simulation) geschätzt werden.

Ein Quanto-Swap (Quantity Adjusting Options) ist ein Swap aus verschiedenen Kombinationen von Zins-, Währungs- und Aktienswapmerkmalen, dessen Renditespread auf den Zinssätzen zweier unterschiedlicher Länder basiert. Zahlungen werden in derselben Währung vorgenommen.

Für die Bewertung eines Quanto-Aktien-Swaps werden Eingangswerte wie die Korrelation zwischen Basisindex und Devisenterminkurs, Volatilität des Basisindex, Volatilität des Devisenterminkurses und Restlaufzeit benötigt.
Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
Diskontierungssatz:

Der Diskontierungssatz dient zum Messen der prozentualen Rendite einer Anleihe. Meistens wird der Diskontierungssatz herangezogen, um die Rendite auf kurzfristige Anleihen und Schatzwechsel zu berechnen, die zu einem Abschlag verkauft wurden. Diese Zinsberechnungsmethode basiert auf einem Zinsmonat von 30 Tagen und einem Zinsjahr von 360 Tagen. Für die Bestimmung des Diskontierungssatzes werden Eingangswerte wie Nennwert, Kaufpreis und Tage bis zur Fälligkeit benötigt.
Kreditkorrelation:

Kreditderivatprodukte, beispielsweise Collateralised Debt Obligations (CDOs), Credit-Default-Swap-Indizes wie iTraxx und CDX sowie First-to-Default-Swaps (FTD) eines Korbs (Erstausfall-Kreditderivate) beziehen ihren Wert allesamt aus einem zugrunde liegenden Portfolio an Kreditengagements.

Die Korrelation ist ein wesentlicher Faktor zur Bewertung von FTD-Swaps. Standardkorrelationen, die als Erwartungswerte dienen, können die Verlustverteilung eines Kreditportfolios erheblich beeinflussen. Die Verlustverteilung erfasst die Standardparameter eines Kreditportfolios und ist letztlich ausschlaggebend für die Bewertung des FTD-Swaps.

Bei einer niedrigen Korrelation sind die Vermögenswerte praktisch unabhängig voneinander. Bei einem extrem niedrigen Erwartungswert für die Standardkorrelation ist die Verteilung fast symmetrisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige wenige Verluste auftreten, ist groß, eine sehr hohe Zahl von Verlusten ist jedoch recht unwahrscheinlich. Auch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass gar keine Verluste auftreten. Bei einem mittleren Erwartungswert für die Standardkorrelation wird die Verteilung asymmetrischer. Die Wahrscheinlichkeit ist nun größer, dass keine Ausfälle auftreten. Es steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine große Zahl Verluste auftritt. Ein kollektiver Ausfall von Vermögenswerten liegt daher nun eher im Bereich des Möglichen. Das lange Ende ("Tail") der Verlustverteilung im Portfolio wird weiter nach außen verlagert und trägt somit zu einem höheren Risiko in der Senior-Tranche bei.

Bei einer hohen Korrelation verhält sich das Portfolio praktisch wie ein einziger Vermögenswert, der entweder ausfällt oder nicht.
Mean Reversion bei Zinsen:

Hierbei handelt es sich um eine Theorie, der zufolge Kurse und Renditen langfristig zu einem Mittelkurs oder Durchschnitt zurückkehren. Bei diesem Mittelwert oder Durchschnitt kann es sich um das historische Mittel eines Kurses oder einer Rendite oder um einen anderen maßgeblichen Mittelwert, wie durchschnittliches Wirtschaftswachstum oder Durchschnittsrendite einer Branche, handeln.

Ein Ein-Faktor-Zinsmodell, das zur Bewertung von Derivaten herangezogen wird, ist das Hull-White-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass kurzfristige Zinsen eine Normalverteilung aufweisen und der Mean Reversion unterliegen. Die Volatilität sollte niedrig sein, wenn die kurzfristigen Zinsen fast bei null liegen, was in dem Modell durch eine größere Mean Reversion widergespiegelt wird. Das Hull-White-Modell stellt eine Erweiterung der Vasicek- und Cox-Ingersoll-Ross-(CIR)-Modelle dar.
Zins-Währungs-Korrelation:

Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung von exotischen Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen.

Datenanbieter stellen einen Service für Quanto-Swaps sowie für CMS-Quanto-Spreadoptionen in den gleichen Währungspaaren zur Verfügung. Wir nehmen an diesem Service teil und erhalten mittlere Konsenspreise für diese Produkte sowie Spreads und Standardabweichungen der Preisverteilung, die von allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden.

Als Eingangswerte werden unter anderem Modellparameter benötigt wie zum einen Zins-Zins-Korrelationen (eigene und ausländische Währung) und zum anderen Zins-Währungs-Korrelationen (eigene und ausländische Währung). Diese sind nicht direkt am Markt beobachtbar, können jedoch aus Konsenspreisen abgeleitet und dann zur Bewertung dieser Transaktionen herangezogen werden.

Zur Berechnung der Sensitivitäten von Korrelationen werden die unterschiedlichen Korrelationstypen (Zinssatz/Zinssatz und Zinssatz/Währung) nacheinander verschoben. Dabei wird das exotische Zinsswap-Portfolio jedes Mal neu bewertet. Die Sensitivitätswerte für jeden Korrelationstyp ergeben sich aus den berechneten Preisunterschieden gegenüber den jeweiligen Basispreisen. Diese Berechnungen werden für die verschiedenen Währungspaare durchgeführt.
Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Einbringungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %.

Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer.

Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.

In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen.

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Mio. € 30.9.2016 30.9. 2016
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate 4 674 3 349
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 137 217 IRR (%) 1 8
Kreditderivate Discounted-Cash-Flow-Modell 4 509 2 945 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Wiedergewinnungsfaktor (%) 40 80
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell 28 187 Zins-Währungs-Korrelation (%) - 36 51
Wertpapiere 1 211 -
Zinsbezogene Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 1 179 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
davon: ABS Discounted-Cash-Flow-Modell 938 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Aktienbezogene Geschäfte 32 -
Kredite Preis basiert 481 - Preis (%) 90 110
Summe 6 366 3 349

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten:

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Mio. € 2016
Positive

erfolgswirksame

Effekte
Negative

erfolgswirksame

Effekte
Geänderte Parameter
--- --- --- --- ---
Derivate 37 - 33
Aktienbezogene Geschäfte 17 - 10 IRR, Preis basiert, Stornorate, Investmentfondsvolumen
Kreditderivate 15 - 16 Credit Spread, Wiedergewinnungsfaktor, Inflationskurve
Zinsbezogene Geschäfte 5 - 7 Korrelation
Wertpapiere 48 - 18
Zinsbezogene Geschäfte 45 - 15 Preis
davon: ABS 16 3 Diskontierungssatz, Wiedergewinnungsfaktor, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte 3 - 3 Preis
Kredite 7 - 7 Preis

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

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Mio. € Day-One Profit or Loss
Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
--- --- --- ---
Bestand zum 1.1.2015 - 1 1
Erfolgsneutrale Zuführungen - 4 4
Erfolgswirksame Auflösungen - - -
Bestand zum 31.12.2015 - 5 5
Erfolgsneutrale Zuführungen - 3 3
Erfolgswirksame Auflösungen - 4 4
Bestand zum 30.9.2016 - 4 4

Fair Value Bilanz

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden im Abschnitt zu den Bewertungshierarchien dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swapkurve), Risikoaufschlägen und einem laufzeitbasierten Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar. Bei der Verwendung von Credit Spreads sind weder Liquiditätsspreads noch Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten einzubeziehen, da diese implizit im Kreditrisiko enthalten sind.

Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt. Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird das Discounted-Cash-Flow-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven, Risiko- und Liquiditätsspreads sowie Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.

Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Im Falle von bankenemittierten Schuldscheindarlehen sind auch Eigenkapitalkosten für die Bewertung heranzuziehen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderen die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

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Fair Value Buchwert Differenz
Mrd. € 30.9.2016 31.12.2015 30.9.2016 31.12.2015 30.9.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Barreserve 26,1 28,5 26,1 28,5 - -
Forderungen an Kreditinstitute 69,1 71,8 69,0 71,8 0,1 -
Forderungen an Kunden 223,0 219,3 221,3 218,9 1,7 0,4
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 - - 0,7 0,3 - 0,7 - 0,3
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3,1 3,0 3,1 3,0 - -
Handelsaktiva 104,5 114,7 104,5 114,7 - -
Finanzanlagen 72,2 79,2 75,5 81,9 - 3,3 - 2,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,1 0,5 0,1 0,5 - -
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78,2 83,2 78,2 83,2 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 250,9 258,0 250,5 257,6 0,4 0,4
Verbriefte Verbindlichkeiten 43,9 42,8 41,3 40,6 2,6 2,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 - - 1,3 1,1 - 1,3 - 1,1
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 6,0 7,4 6,0 7,4 - -
Handelspassiva 81,0 86,4 81,0 86,4 - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - 1,1 - 1,1 - -
Nachrangige Schuldinstrumente 11,6 12,6 11,4 11,9 0,2 0,7

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

(32) Eigene Aktien

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Anzahl Aktien Stück Rechnerischer Wert1 in Tsd. € Anteil am Grundkapital in %
Bestand am 30.9.2016 - - -
Höchster erworbener Bestand im laufenden Geschäftsjahr - - -
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 30.9.2016 4 934 171 4 934 0,39
Im laufenden Geschäftsjahr erworbene Aktien - -
Im laufenden Geschäftsjahr veräußerte Aktien - -

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.

Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) stellten sich folgendermaßen dar:

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 4 10 - 60,0
Forderungen an Kunden 803 1 094 - 26,6
Handelsaktiva 97 64 51,6
Finanzanlagen 76 52 46,2
Sonstige Aktiva 96 19 .
Gesamt 1 076 1 239 - 13,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5 12 - 58,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 512 691 - 25,9
Handelspassiva - - .
Nachrangige Schuldinstrumente - 255 - 100,0
Sonstige Passiva 17 22 - 22,7
Gesamt 534 980 - 45,5
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 185 209 - 11,5
Erhaltene Garantien und Sicherheiten - 5 - 100,0

Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge:

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Erträge
Zinserträge 164 68 .
Provisionserträge 137 95 44,2
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis - - .
Sonstige - 1 - 100,0
Aufwendungen
Zinsaufwendungen 12 25 - 52,0
Provisionsaufwendungen - 2 - 100,0
Verwaltungsaufwendungen 60 60 0,0
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis 5 - .
Abschreibungen/Wertminderungen 1 2 - 50,0
Sonstige 8 4 100,0

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab.

Nachstehende Tabelle enthält die bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:

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Mio. € 30.9.2016 31.12.2015 Veränd. in %
Barreserve 20 755 16 089 29,0
Forderungen an Kreditinstitute 196 151 29,8
Forderungen an Kunden 1 298 1 261 2,9
Handelsaktiva 966 928 4,1
Finanzanlagen 3 700 3 402 8,8
Gesamt 26 915 21 831 23,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 699 12 190 4,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 83 87 - 4,6
Handelspassiva 694 1 293 - 46,3
Gesamt 13 476 13 570 - 0,7
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 292 289 1,0
Erhaltene Garantien und Sicherheiten - - .

Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

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Mio. € 1.1.-30.9.2016 1.1.-30.9.2015 Veränd. in %
Erträge
Zinserträge 67 142 - 52,8
Provisionserträge 2 3 - 33,3
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis - 24 - 100,0
Aufwendungen
Zinsaufwendungen 28 69 - 59,4
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft - - .
Provisionsaufwendungen - - .
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis 79 -
Verwaltungsaufwendungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .

(34) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I) und
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten.

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Aktiva | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 44 837 155 098 45 049 141 707
Nicht nettingfähige Buchwerte 8 880 9 641 3 830 7 784
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 35 957 145 457 41 219 133 923
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 12 687 80 134 12 992 61 965
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 23 270 65 323 28 227 71 958
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 3 548 45 317 783 52 479
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 15 247 728 20 663 1 618
Barsicherheiten 13 11 725 65 11 338
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 4 462 7 553 6 716 6 523
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 4 398 1 303 4 718 101
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 64 6 250 1 998 6 422

1 Davon entfallen auf Positive Marktwerte 2 198 Mio. Euro (Vorjahr: 1 701 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

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Passiva | Mio. € 30.9.2016 31.12.2015
Repos Negative

Marktwerte aus

derivativen

Finanzinstrumenten
Repos Negative

Marktwerte aus

derivativen

Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Bruttobetrag der

Finanzinstrumente
27 942 159 346 21 515 146 434
Nicht nettingfähige

Buchwerte
1 363 7 265 265 5 690
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 26 579 152 081 21 250 140 744
b) Bilanziell genetteter Betrag für

Finanzinstrumente I1
12 687 79 841 12 991 63 034
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente

I und II = a) - b)
13 892 72 240 8 259 77 710
d) Master Agreements, die nicht bereits

in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die

Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur

zum Teil erfüllen2
3 548 45 317 783 52 479
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II

entfallenden finanziellen Sicherheiten,

die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 9 560 2 421 7 196 2 566
Barsicherheiten 23 20 276 17 18 884
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente

I und II = c) - d)
761 4 226 263 3 781
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I

entfallenden Sicherheiten mit

zentralen Kontrahenten
752 1 304 236 101
g) Nettobetrag der

Finanzinstrumente I und II = e) - f)
9 2 922 27 3 680

1 Davon entfallen auf Negative Marktwerte 2 491 Mio. Euro (Vorjahr: 631 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller

Vorsitzender

Uwe Tschäge1

stellv. Vorsitzender

Hans-Hermann Altenschmidt1

Gunnar de Buhr1

Stefan Burghardt1

Sabine U. Dietrich

Karl-Heinz Flöther

Dr. Markus Kerber

Alexandra Krieger1

Oliver Leiberich1

Dr. Stefan Lippe

Beate Mensch1

Anja Mikus

Dr. Roger Müller

Dr. Helmut Perlet

Barbara Priester1

Mark Roach1

Margit Schoffer1

Nicholas Teller

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Zielke

Vorsitzender

(seit 1.5.2016)

Martin Blessing

Vorsitzender

(bis 30.4.2016)

Frank Annuscheit

Markus Beumer

(bis 31.10.2016)

Dr. Marcus Chromik

(seit 1.1.2016)

Stephan Engels

Michael Mandel

(seit 23.5.2016)

Michael Reuther

Frankfurt am Main, 1. November 2016

Der Vorstand

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Martin Zielke Frank Annuscheit Marcus Chromik
Stephan Engels Michael Mandel Michael Reuther

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2016, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, 2. November 2016

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Helge Olsson Martin Alt
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

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Inland Ausland
comdirect bank AG, Quickborn Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerz Finanz GmbH, München Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerz Real AG, Eschborn Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Titel

Lena Kuske, Leiterin einer Commerzbank-Filiale in Hamburg

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Finanzkalender 2017
9. Februar 2017 Bilanzpressekonferenz
Ende März 2017 Geschäftsbericht 2016
3. Mai 2017 Hauptversammlung
9. Mai 2017 Zwischenbericht zum 31. März 2017
2. August 2017 Zwischenbericht zum 30. Juni 2017
9. November 2017 Zwischenbericht zum 30. September 2017

Commerzbank AG

Zentrale

Kaiserplatz

Frankfurt am Main

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Postanschrift

60261 Frankfurt am Main

Tel. + 4969136 -20

[email protected]

Investor Relations

Tel. + 4969136 -21331

Fax + 4969136 -29492

[email protected]