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Commerzbank AG Interim / Quarterly Report 2015

May 15, 2015

81_10-q_2015-05-15_593686e5-06b5-4d0e-98f1-f41d76545e63.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 31. März 2015

Kennzahlen

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.– 31.3.2015 1.1.– 31.3.2014
Operatives Ergebnis (Mio. €) 685 324
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,60 0,28
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 619 324
Konzernergebnis1 (Mio. €) 366 200
Ergebnis je Aktie (€) 0,32 0,18
Operative Eigenkapitalrendite2 (%) 10,0 4,8
Operative Eigenkapitalrendite abzüglich
Immaterieller Vermögenswerte3 (%)
11,2 5,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 69,7 75,1
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1,2,4 (%) 5,5 3,1
Bilanz 31.3.2015 31.12.2014
Bilanzsumme (Mrd. €) 605,3 557,6
Risikoaktiva (Mrd. €) 222,4 215,2
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 28,1 27,0
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,6 39,3
Kapitalquoten5
Kernkapitalquote (%) 11,3 11,7
Harte Kernkapitalquote6 (%) 11,3 11,7
Eigenkapitalquote (%) 14,2 14,6
Mitarbeiter 31.3.2015 31.3.2014
Inland 39 352 40 058
Ausland 12 465 11 864
Gesamt 51 817 51 922
Lang-/Kurzfrist-Rating
Moody's Investors Service, New York Baa1/P-2 Baa1/P-2
Standard & Poor's, New York A-/A-2 A-/A-2
Fitch Ratings, New York/London A+/F1+ A+/F1+

1 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

3 Die Eigenkapitalbasis bildet das durchschnittliche Konzernkapital abzüglich des Kapitalabzugpostens "Immateriellen Vermögenswerte" gemäß Basel 3.

4 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital.

5 Zahlen zum 31. März 2015 vorläufig (einschließlich thesaurierbarem Zwischengewinn).

6 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital und Rücklagen) und der gewichteten Risikoaktiva.

Operatives Ergebnis (Mio. €) Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1,2,4 (%)

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

  • 4 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 6 Unsere Aktie

8 Zwischenlagebericht

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 14 Entwicklung der Segmente
  • 18 Nachtragsbericht
  • 18 Prognosebericht

23 Zwischenrisikobericht

  • 24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 24 Adressenausfallrisiken
  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken
  • 37 Operationelle Risiken
  • 38 Sonstige Risiken

39 Zwischenabschluss

  • 40 Gesamtergebnisrechnung
  • 44 Bilanz
  • 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 49 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
  • 50 Anhang (ausgewählte Notes)
  • 92 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
  • 94 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

95 Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Martin Blessing Vorstandsvorsitzender

vor dem Hintergrund eines für Banken weiterhin schwierigen Marktumfelds ist die Commerzbank sehr gut in das laufende Jahr gestartet. In allen kundenorientierten Kernsegmenten stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum und reflektierten das erfolgreiche Geschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden.

Im Segment Privatkunden konnte das Operative Ergebnis im Berichtszeitraum gegenüber der Vorjahresperiode deutlich gesteigert werden, was den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung des Segments belegt. Der Zuwachs ist unter anderem auf die gesteigerten Volumina bei Vermögensverwaltungsprodukten und Premium-Depots zurückzuführen. Gestützt wurde die positive Ertragsentwicklung durch eine nachhaltig hohe Kundenzufriedenheit und die anhaltende Kundenachfrage. So konnten das Neufinanzierungsgeschäft in der Baufinanzierung gegenüber der Vorjahresperiode nochmals gesteigert werden.

In unserer Mittelstandsbank hat das Kreditvolumen in allen Konzernbereichen weiter erfreulich zugelegt. Spürbar in der Ertragsentwicklung haben sich Zuwächse aus Dokumenten- und Währungsabsicherungsgeschäften unserer Kunden ausgewirkt. Das Operative Ergebnis legte gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres insgesamt leicht zu.

Das Segment Central & Eastern Europe profitierte im ersten Quartal 2015 vom Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe. Strukturell verzeichnete das Segment trotz des deutlich schwächeren polnischen Zinsniveaus im Vergleich zum Vorjahr einen stabilen Zinsüberschuss. Der Verwaltungsaufwand war von gestiegenen regulatorischen Kosten belastet. Das Operative Ergebnis entwickelte sich im Vergleich zu den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres positiv.

Im Segment Corporates& Markets hat sich das Operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresergebnis sehr erfreulich entwickelt, was unter anderem auf das starke Geschäft in den Bereichen Equity Markets& Commodities und Fixed Income & Currencies aufgrund verstärkter Kundenaktivitäten – insbesondere im Aktienderivatebereich und zur Absicherung von Währungsschwankungen – zurückzuführen war.

4 Brief des Vorstandsvorsitzenden 6 Unsere Aktie

Im Segment Non-Core Assets haben wir das Portfolio weiter abgebaut. Hier wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein geringerer Verlust als im Vorjahresvergleichszeitraum erzielt. Die vorgenommene Abschreibung auf die österreichische HETA Asset Resolution AG (HETA) wurde durch positive Bewertungseffekte kompensiert.

Insgesamt konnte das Operative Ergebnis mit 685 Mio. Euro, nach 324 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, mehr als verdoppelt werden. Auch das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis lag mit 366 Mio. Euro signifikant über dem Vorjahreswert von 200 Mio. Euro, und dies trotz der Belastungen aus der Abschreibung auf die HETA und die neu eingeführte Europäische Bankenabgabe. Im niedrigen Risikovorsorgebedarf spiegelten sich die Qualität des Kreditbuchs, die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft sowie auch der geringere Wertberichtigungen für gewerbliche Immobilienfinanzierungen im Segment Non-Core Assets wider.

Unsere Kapitalquote unter voller Anrechnung der Basel-3-Kriterien liegt nach Abschluss des ersten Quartals bei 9,5% – inklusive des Zwischengewinns des ersten Quartals 2015 und einer Dividendenabgrenzung. Durch die Platzierung von 113,85 Millionen neuer Stückaktien aus Genehmigten Kapital im Rahmen des Ende April durchgeführte Accelerated Bookbuildings können wir diese Quote auf über 10 % steigern. Damit wird schneller als geplant das vom Kapitalmarkt geforderte Niveau für die harte Kernkapitalquote erreicht und unsere Stellung im europäischen Marktvergleich weiter gefestigt. Unverändert bleibt die fortlaufende organische Stärkung unserer Kapitalbasis eines der wichtigsten strategischen Ziele der Bank.

Die Entwicklung des ersten Quartals bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die konsequente Umsetzung unserer strategischen Agenda ist auch weiterhin wesentlicher Erfolgsfaktor für die Commerzbank. Auch für das laufende Jahr 2015 streben wir ein Wachstum der Erträge und des Marktanteils in der Kernbank an. Wir planen für das Jahr 2015 wieder eine Dividende auszuschütten.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im März hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden eine Einigung bezüglich Sanktions- und Geldwäscheverstößen erzielt. Wir im Vorstand und in der Bank unternehmen alles, damit sich solche Fälle nicht wiederholen. In den vergangenen Jahren haben wir unsere internen Kontrollsysteme verbessert. Abgeschlossen ist dieser Prozess aber noch nicht. Wir müssen weiter konsequent daran arbeiten und Defizite für die Zukunft ausschließen. Als international tätige Geschäftsbank haben wir ein klares Interesse daran, weltweit überall dort, wo wir tätig sind, die höchsten Branchenstandards einzuhalten.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

Im ersten Quartal 2015 konnten die Börsen in den USA und Europa neue Rekordstände verzeichnen. Obwohl die Börsen zum Jahreswechsel und in der ersten Januarhälfte noch durch die Krise in der Ukraine und die Wahlen in Griechenland verunsichert waren, setzten sie nach der Bekanntgabe neuer EZB-Maßnahmen zu einem neuen Höhenflug an. Die EZB kündigte in ihrer Sitzung Mitte Januar ein Maßnahmenpaket an, um die niedrige Inflation in der Eurozone zu bekämpfen. Insbesondere gab die EZB bekannt, ab März Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euroländern aufkaufen zu wollen. Die EZB erklärte zudem, den Leitzins für die Eurozone auf dem historischen Tiefstand von 0,05% halten zu wollen.

Die Ankündigung zum Ankauf von Staatsanleihen wirkte euphorisierend auf die Börsen in Europa. Der DAX erreichte ein Rekordhoch am 16. März bei 12 219 Punkten, ein Zugewinn von über 24% gegenüber dem Jahresendstand 2014. Dieser Anstieg wurde unter anderem sowohl von der starken Nachfrage nach Fondsprodukten als auch von Käufen durch US-Investoren getrieben, insbesondere aufgrund der vergleichsweise günstigen Bewertung deutscher Aktien. Unterstützend für diese Entwicklung wirkten zusätzlich der niedrige Ölpreis sowie der starke US-Dollar, der gegenüber dem Vorjahr um fast 30% gegen den Euro angestiegen war. In einem Marktumfeld, in dem Renditen für festverzinsliche Wertpapiere Rekordtiefs erreichten, blieben Aktien eine der wenigen attraktiven Anlagealternativen. Die Rendite auf Bundesobligationen sank Mitte März auf – 0,12% und die Rendite auf 10- Jahres-Bundesanleihen bis auf + 0,18%. Noch am Jahresende hatte die 10-Jahres-Rendite des Bundes bei + 0,55% gelegen. Insgesamt stieg der DAX um 22,0% im ersten Quartal auf 11 966 Punkte. Es handelt sich hier um den stärksten Anstieg in einem Quartal seit zwölf Jahren.

Insbesondere die Kurse von Bankaktien wurden positiv von diesem Marktumfeld beeinflusst. Zusätzlich stützten die kurzfristige Entspannung der Lage in Griechenland und die generell bessere Ertragslage der Banken die Kurse. Während auch die Commerzbank am 12. Februar deutlich verbesserte Ertragszahlen veröffentlichte, belasteten die mittlerweile abgeschlossenen Rechtsstreitigkeiten in den USA den Aktienkurs der Commerzbank und er blieb auch am Tag der Zahlenveröffentlichung praktisch unverändert. Erst die Bekanntgabe der Einigung mit den US-Behörden hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten Mitte März sorgte für einen Kursanstieg um 5,25% auf 12,67 Euro. Der Commerzbank-Aktienkurs stieg bis auf ein Quartalshoch von 13,19 Euro am 25. März an.

Gegen Ende März wurden die Märkte durch die Spannungen im Jemen zunehmend verunsichert und es kam zu Gewinnmitnahmen durch Anleger. Die Börsen sowie auch Kurse von Bankaktien fielen zum Quartalsende wieder etwas zurück.

In den ersten drei Monaten 2015 stieg der Commerzbank-Kurs um 17,0%, während der EURO-STOXX-Bankenindex im selben Zeitraum um 17,2% zulegte. Der Schlusskurs der Commerzbank-Aktie lag am Quartalsende bei 12,85 Euro.

Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen in den ersten drei Monaten 2015 – gemessen an der Stückzahl – knapp unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Im Schnitt betrug der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 11,6 Millionen Aktien, nach 12,0 Millionen Aktien in den ersten drei Quartalen 2014. Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag zum Ende des ersten Quartals 2015 bei 14,6 Mrd. Euro.

4 Brief des Vorstandsvorsitzenden

6 Unsere Aktie

Zum 31. März 2015 befanden sich unverändert rund 53% der Commerzbank-Anteile im Besitz unserer Großaktionäre SoFFin, Capital Group und BlackRock sowie unserer überwiegend in Deutschland ansässigen Privataktionäre. Rund 47% aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren. BlackRock hat seinen Anteil gegenüber dem Jahresende 2014 von knapp unter 5% auf knapp über 5% angehoben.

Im Verlauf des ersten Quartals 2015 haben 13 Analysten empfohlen, die Commerzbank-Aktie zu kaufen. Der Anteil der Kaufempfehlungen lag bei 34% und damit rund 10%-Punkte höher als zum Jahresende 2014. 15 Analysten haben eine Empfehlung abgeben die Aktie zu halten, und 10 Analysten haben zum Verkauf der Aktie geraten.

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.3.) 1 138,5 1 138,5
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 13,19 13,92
Tief 10,31 11,08
Schlusskurs (31.3.) 12,85 13,34
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 26,1 24,1
Tief 6,3 4,6
Durchschnitt 11,6 12,0
Indexgewicht in % (31.3.)
DAX 1,2 1,6
EURO STOXX Banken 2,1 2,8
Ergebnis je Aktie in € 0,32 0,18
Buchwert je Aktie2 in € (31.3.) 23,84 22,97
Net Asset Value je Aktie3 in € (31.3.) 22,22 21,43
Marktwert/Net Asset Value (31.3.) 0,58 0,62

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Zwischenlagebericht

9 Geschäft und Rahmenbedingungen

  • 9 Gesamtwirtschaftliche Situation
  • 9 Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

  • 10 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 11 Bilanz
  • 12 Refinanzierung und Liquidität
  • 13 Kennzahlen

14 Entwicklung der Segmente

  • 14 Privatkunden
  • 15 Mittelstandsbank
  • 15 Central & Eastern Europe
  • 16 Corporates & Markets
  • 17 Non-Core Assets
  • 18 Sonstige und Konsolidierung

18 Nachtragsbericht

18 Prognosebericht

  • 18 Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
  • 19 Künftige Situation der Bankbranche
  • 20 Erwartete Finanzlage
  • 21 Voraussichtliche Entwicklung

9 Geschäft und Rahmenbedingungen 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 14 Entwicklung der Segmente

18 Nachtragsbericht 18 Prognosebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft ist in den ersten Monaten des laufenden Jahres in ihrer Entwicklung etwas unter den Erwartungen geblieben. Dies lag unter anderem an der schwächeren Expansion in den Schwellenländern. Vor allem die chinesische Wirtschaft ist relativ schwach ins Jahr 2015 gestartet. Angesichts der Probleme auf dem Immobilienmarkt und der stark gestiegenen privaten Verschuldung hat die chinesische Regierung ihr Wachstumsziel von 7,5% für 2015 inzwischen nach unten korrigiert.

Auch in den USA haben die Konjunkturindikatoren zuletzt in der Summe enttäuscht. Im ersten Vierteljahr ist die US-Wirtschaft um nicht mehr als 0,1% gegenüber dem Schlussquartal 2014 gewachsen sein. Im vierten Quartal 2014 hatte das Plus noch 0,5% betragen. Neben der ungewöhnlich kalten Witterung dürfte auch die Aufwertung des US-Dollar das Wachstum gebremst haben.

Dagegen hat sich die Wirtschaft im Euroraum weiter aus der Krise herausgearbeitet. Im Schlussquartal 2014 legte sie um 0,3% gegenüber dem dritten Vierteljahr zu. In den ersten drei Monaten 2015 dürfte das Wachstum nach den bislang vorliegenden Daten noch etwas stärker gewesen sein.

Die Wirtschaft im Euroraum profitiert vor allem vom Einbruch des Rohölpreises und der merklichen Abwertung des Euro. Beides wirkt wie ein Konjunkturprogramm. Die niedrigeren Energiepreise stärken die Kaufkraft der privaten Haushalte und beflügeln damit deren Konsum. Von der Abwertung des Euro profitieren vor allem die Unternehmen. Denn sie verbessert deren preisliche Wettbewerbsfähigkeit und erhöht die Gewinnmargen im Auslandsgeschäft.

Innerhalb des Euroraums ist die deutsche Wirtschaft weiterhin der Wachstumsmotor. Sie wuchs im Schlussquartal 2014 gegenüber dem dritten Vierteljahr 2014 um 0,7%. Und auch im ersten Quartal 2015 dürfte die deutsche Wirtschaft stärker gewachsen sein als die Wirtschaft in den übrigen Euroländern. Grund hierfür ist, dass es in Deutschland im Gegensatz zu anderen Euroländern keine Übertreibungen am Immobilienmarkt oder Exzesse bei der Verschuldung gab, die jetzt korrigiert werden müssten.

Trotz der leichten Erholung der Konjunktur ist der Preisauftrieb im Euroraum weiterhin sehr schwach. Der Einbruch der Rohölpreise hat die Inflationsrate in den negativen Bereich gedrückt und die langfristigen Inflationserwartungen aus der Verankerung gelöst. Deshalb hat die Europäische Zentralbank (EZB) weitere expansive Maßnahmen beschlossen. Seit März kauft sie Staatsanleihen in großem Umfang.

Die Nullzinspolitik der EZB drängt die Anleger weiter sowohl in risikoreichere Anlageformen wie Staatsanleihen der Peripherieländer, Aktien und Unternehmensanleihen als auch in Sachwerte wie Immobilien und Rohstoffe. Im März kletterte der DAX auf neue historische Höchststände, während die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen auf neue Rekordtiefs nahe null fiel.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse im ersten Quartal 2015

Commerzbank erzielt Einigung mit US-Behörden hinsichtlich Sanktions- und Geldwäscheverstößen

Mitte März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktionssowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt.

Die Commerzbank hat über mehrere Jahre mit US-Behörden und Behörden in New York kooperiert und ihnen ausführliche Dokumentationen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Die Bank hat in den vergangenen Jahren ihre Compliance-Funktion verbessert und Maßnahmen umgesetzt, um die Mängel zu beheben, die den Maßnahmen der US-Behörden zugrunde liegen. Seit 2013 hat die Bank auch Veränderungen bei ihrem Compliance-Führungspersonal vorgenommen und plant, die Zahl der in den USA tätigen Compliance-Mitarbeiter bis 2016 mehr als zu verdoppeln. In der Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse der Bank, übernommen. Erste Maßnahmen zur weltweiten Umsetzung von noch umfassenderen Compliance-Richtlinien sind bereits eingeleitet. In der Einigung ist ferner eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen.

Die Commerzbank hat im Laufe der Verhandlungen mit den US-Behörden kontinuierlich angemessene Rückstellungen gebildet. Am 12. Februar 2015 hatte die Bank angekündigt, dass eine weitere Erhöhung der Rückstellungen möglich sein könne, die dann in dem endgültigen Jahresabschluss 2014 berücksichtigt würde. Neben den bereits gebildeten Rückstellungen hat die Bank daher für diese Vergleiche eine zusätzliche Einmalbelastung in Höhe von 338 Mio. Euro gebucht und in dem endgültigen Jahresabschluss 2014 berücksichtigt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Commerzbank ist vor dem Hintergrund eines für Banken weiterhin schwierigen Marktumfeldes sehr gut in das laufende Jahr gestartet. Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der in immer kürzeren Abständen umzusetzenden regulatorischen Vorgaben, die zu entsprechenden Ergebnisbelastungen führten, hat der Commerzbank-Konzern im Berichtszeitraum ein Operatives Ergebnis von 685 Mio. Euro erzielt. Dies bedeutet im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres einen Anstieg auf mehr als das Doppelte. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 366 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme lag zum 31. März 2015 mit 605,3 Mrd. Euro um 8,5% über dem Jahresultimo 2014. Dies beruhte auf der Bestandserhöhung bei Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sowie auf gestiegenen Handelsaktiva. Die Risikoaktiva erhöhten sich auf 222,4 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Markt- und Kreditrisiken. Entsprechend ging per Ende März 2015 die Common-Equity-Tier-1-Quote auf 11,3% zurück.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wie folgt entwickelt:

Das Zins- und Handelsergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 31,1% auf 2 017 Mio. Euro. Dabei nahm der Zinsüberschuss in den ersten drei Monaten 2015 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 368 Mio. Euro auf 1 498 Mio. Euro zu, während das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen im Vergleich zum Vorjahr um 111 Mio. Euro auf 519 Mio. Euro anstieg. Im Segment Privatkunden wirkte das anhaltende Niedrigzinsumfeld weiterhin belastend auf das Zinsergebnis. Die erfreuliche Entwicklung des Kreditgeschäfts auf der Aktivseite, konnte dabei eine zunehmende Einengung der Passivseite nicht vollständig ausgleichen. Positiv auf die Entwicklung des Zinsüberschusses wirkte die Zunahme des Kreditvolumens im Segment Mittelstandsbank, die allerdings durch Belastungen im Einlagengeschäft kompensiert wurde. Auch im Segment Central & Eastern Europe blieb der Zinsüberschuss stabil, obwohl der Referenzzinssatz der polnischen Nationalbank nach Zinssenkungen im Oktober 2014 und März 2015 in Summe um 100 Basispunkte gesenkt wurde. Der negative Einfluss des Zinsumfeldes konnte dabei maßgeblich durch ein Wachstum des Kredit- und Einlagevolumens sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden kompensiert werden. Das Segment Corporates & Markets verzeichnete beim Zinsund Handelsergebnis eine deutliche Steigerung. Demgegenüber spiegelte der im Segment Non-Core Assets deutlich erhöhte Zinsüberschuss überwiegend Einmalerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung der Refinanzierungsmittel wider. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Zinsüberschusses sowie des Handelsergebnisses finden sich im Anhang des Zwischenabschlusses auf den Seiten 53 und 54.

Der Provisionsüberschuss stieg in der Berichtsperiode um 10,4% auf 900 Mio. Euro gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies war im Wesentlichen auf die dynamische Entwicklung der Aktienmärkte im ersten Quartal 2015 zurückzuführen, was sich im Segment Privatkunden in einem Anstieg sowohl der transaktionsabhängigen als auch der bestandsorientierten Provisionserträge zeigte. Im Segment Mittelstandsbank war ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen, der insbesondere auf Zuwächse aus Dokumenten- und Währungsabsicherungsgeschäften unserer Kunden zurückzuführen war.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich in den ersten drei Monaten 2015 auf – 128 Mio. Euro, nach – 38 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Rückgang um 90 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus Wertkorrekturen auf die HETA Asset Resolution AG.

Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum – 21 Mio. Euro, nach – 68 Mio. Euro im Vorjahr. Die Belastungen im Vorjahreszeitraum resultierten im Wesentlichen aus Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechts- und Prozessrisiken.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 33,6% auf – 158 Mio. Euro. Der Rückgang beruhte sowohl auf einem geringeren Vorsorgeerfordernis in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank als auch auf geringeren Wertberichtigungen für gewerbliche Immobilienfinanzierungen im Segment Non-Core Assets. Das Segment Corporates& Markets wies für die ersten drei Monate 2015 eine Nettoauflösung aus, die höher als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausfiel. Dies resultierte insbesondere aus einem Einmaleffekt im Zusammenhang mit beigelegten Rechtsfällen.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 1 939 Mio. Euro um 14,2 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während der Personalaufwand mit 984 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag, stieg der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um rund ein Drittel auf 955 Mio. Euro. Der Anstieg um 233 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe sowie einer Zunahme der IT-Kosten.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Operatives Ergebnis von 685 Mio. Euro, gegenüber 324 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 66 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen im Segment Corporates& Markets.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich für die ersten drei Monate des laufenden Jahres auf 619 Mio. Euro, nach 324 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 218 Mio. Euro an, nach 95 Mio. Euro für den Vorjahreszeitraum. Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die Neubewertung von latenten Steueransprüchen auf steuerliche Verlustvorträge infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen ausgewirkt. Nach Steuern belief sich das Konzernergeb-

9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 14 Entwicklung der Segmente 18 Nachtragsbericht 18 Prognosebericht

nis auf 401 Mio. Euro gegenüber 229 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 35 Mio. Euro war den Commerzbank-Aktionären ein Konzernergebnis von 366 Mio. Euro zuzurechnen.

9 Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,60 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,32 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,28 Euro beziehungsweise 0,18 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. März 2015 bei 605,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2014 war dies ein Zuwachs um 8,5% beziehungsweise 47,6 Mrd. Euro, was insbesondere auf höheren Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sowie auf gestiegenen Handelsaktiva beruhte.

Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 86,3 Mrd. Euro um 6,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während im täglich fälligen Bereich ein deutlicher Anstieg um 15,6 Mrd. Euro zu verzeichnen war, gingen die Forderungen im Laufzeitbereich bis zu einem Jahr um 12,3 Mrd. Euro zurück. Die Forderungen aus dem besicherten Geldmarktgeschäft stiegen um 3,5 Mrd. Euro. Die Forderungen an Kunden lagen mit 237,0 Mrd. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahresultimos. Einem Volumenrückgang im kurzfristigen Bereich stand dabei ein entsprechender Anstieg im längerfristigen Laufzeitbereich gegenüber. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 243,7 Mrd. Euro und lag damit um 1,2 % über dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 24,0 Mrd. Euro um 1,2 Mrd. Euro zurückgingen, legte das Kundenkreditgeschäft mit 219,8 Mrd. Euro um 1,9 % gegenüber dem Jahresultimo 2014 zu. Dabei wurde der Anstieg des Kreditvolumens in den Kernsegmenten durch den Abbau des nicht strategischen Geschäfts im Segment NCA überkompensiert. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 165,6 Mrd. Euro, ein Anstieg gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014 um 35,2 Mrd. Euro oder 27,0%. Hierzu haben im Wesentlichen um 9,0 Mrd. Euro höhere Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere sowie insbesondere – vor dem Hintergrund des positiven Marktumfeldes für Aktienprodukte und der damit einhergehend hohen Kundennachfrage – um 10,3 Mrd. Euro gestiegene Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds beigetragen. Ebenfalls zugelegt haben die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die im Vergleich zum Vorjahresultimo um 15,8 Mrd. Euro angestiegen sind. Die Finanzanlagen lagen mit 90,5 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahresultimos.

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – insbesondere im täglich fälligen Bereich – um 6,0 Mrd. Euro auf 105,4 Mrd. Euro. Der Volumenanstieg insgesamt entfiel ausschließlich auf Kreditinstitute im Ausland. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen gegenüber dem Jahresende 2014 um 5,0% auf 261,3 Mrd. Euro, was durch Volumenzuwächse von 7,9 Mrd. Euro im kurzfristigen Bereich bedingt war. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 48,1 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Rückgang bei den begebenen Schuldverschreibungen um 4,0 Mrd. Euro auf 41,7 Mrd. Euro resultierte zum einen aus dem Rückgang von Hypothekenpfandbriefen um 0,5 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund von Fälligkeiten bei der Hypothekenbank Frankfurt AG, zum anderen ging das Volumen der Öffentlichen Pfandbriefe um 1,4 Mrd. Euro zurück. Nahezu kompensiert wurde dieser Rückgang durch einen Anstieg der Begebenen Geldmarktpapiere um 3,2 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Volumenzuwachs um 26,8 Mrd. Euro auf 124,0 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Zuwachs von Währungs- und Zinsbezogenen derivativen Geschäften und aus einem Anstieg bei Short-Sales-Bonds und Short-Sales-Aktien.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. März 2015 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag mit 27,1 Mrd. Euro um 1,1 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014 nicht verändert. Zum Berichtsstichtag betrug sie 15,9 Mrd. Euro. Ebenfalls unverändert blieb mit 1,1 Mrd. Euro das Gezeichnete Kapital. Die Gewinnrücklagen lagen mit 10,7 Mrd. Euro um 0,3 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014. Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage – 0,5 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2014 war dies eine Entlastung um 0,5 Mrd. Euro, was insbesondere auf die Marktwertverbesserungen italienischer Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war damit eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von – 0,6 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach – 1,4 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Die Risikoaktiva stiegen per 31. März 2015 gegenüber dem Jahresultimo 2014 um 7,2 Mrd. Euro auf 222,4 Mrd. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Kreditrisiken bedingt durch signifikante Wechselkursveränderungen sowie aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Marktrisiken und Operationellen Risiken. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital blieb gegenüber dem Jahresultimo 2014 unverändert bei 25,1 Mrd. Euro. In Verbindung mit den gestiegenen Risikoaktiva ist dadurch die Kernkapitalquote auf 11,3% zurückgegangen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital belief sich auf 25,1 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 14,2%. Der Rückgang um 0,4%-Punkte ist hauptsächlich durch den Anstieg der Risikoaktiva verursacht.

Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag zum Berichtsstichtag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 4,3% ("phase-in").

Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Die aufsichtsrechtlichen Angaben beinhalten den thesaurierbaren Teil des Zwischenergebnisses und sind aufgrund des unterschiedlichen Aufstellungs- und Meldefristtermins für diesen Zwischenabschluss vorläufig.

Refinanzierung und Liquidität

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.

1 Basierend auf Bilanzwerten.

Im ersten Quartal 2015 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 2,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Im besicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Januar einen Hypothekenpfandbrief als Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 0,5 Mrd. Euro und mit einer Laufzeit von sieben Jahren platziert. Ende März wurde diese Emission um weitere 0,5 Mrd. Euro auf 1 Mrd. Euro aufgestockt. Die Hypothekenpfandbriefe sind mit privaten deutschen Baufinanzierungskrediten der Commerzbank besichert. Zusätzlich wurden einige Hypothekenpfandbriefe als Privatplatzierungen emittiert. Des Weiteren begab die polnische Tochtergesellschaft mBank Privatplatzierungen im Volumen von 0,1 Mrd. Euro.

Im unbesicherten Bereich wurde im März eine dreijährige Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 0,8 Mrd. Euro emittiert. Weitere 0,7 Mrd. Euro wurden über Privatplatzierungen aufgenommen, davon entfielen rund 70% auf strukturierte Anleihen. Die Emissionen hatten eine durchschnittliche Laufzeit von fünf Jahren. Die Refinanzierungsspreads liegen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Kapitalmarktfunding des Konzerns in den ersten drei Monaten 2015 Volumen 2,7 Mrd. €

9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 14 Entwicklung der Segmente 18 Nachtragsbericht 18 Prognosebericht

Die Bank weist zum Quartalsultimo nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von 89,2 Mrd. Euro aus. Davon werden 45,8 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio in Höhe von 10,6 Mrd. Euro.

9 Geschäft und Rahmenbedingungen

Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,37 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.

Kennzahlen des Commerzbank-Konzerns

Für die ersten drei Monate 2015 haben sich die wesentlichen operativen Renditekennzahlen des Commerzbank-Konzerns gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres – insbesondere bedingt durch den beschriebenen Ergebnisanstieg – deutlich verbessert.

Die Operative Eigenkapitalrendite stieg von 4,8 % im Vorjahreszeitraum auf 10,0%. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis lag bei 5,5%, nach 3,1% im Vorjahr. Ebenfalls verbessert hat sich die Aufwandsquote, die aufgrund des Anstiegs der Operativen Erträge auf 69,7% gesunken ist, nach 75,1% im Vorjahreszeitraum.

Ergänzend zu den bereits bekannten Leistungskennzahlen weisen wir erstmals die immer stärker in den Fokus der Investoren rückende Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte (Return on tangible equity) aus. Im ersten Quartal 2015 lag diese Kennziffer bei 11,2%, nach 5,4% im Vorjahreszeitraum.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten drei Monate 2015 basiert auf der zum Jahresende 2014 gültigen Segmentstruktur. Weitere Informationen zur Segmentberichterstattung finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 57 ff.

Die Kernbank erzielte im Berichtszeitraum ein Operatives Ergebnis in Höhe von 771 Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Anstieg um 54,8%. In den kundenorientierten Kernsegmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zum Teil deutlich, was das erfolgreiche Geschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden reflektiert. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung verzeichnete im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ebenfalls eine spürbare Ergebnisverbesserung.

Im Segment Non-Core Assets haben sich die operativen Verluste gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 aufgrund höherer Erträge und rückläufiger Risikovorsorge für das Kreditgeschäft im Zusammenhang mit dem weiteren Portfolioabbau merklich reduziert. Die Belastungen aus der vorgenommene Abschreibung auf die österreichische HETA Asset Resolution AG (HETA) wurden durch positive Bewertungseffekte kompensiert.

Privatkunden

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 914 873 4,7
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 13 – 36 – 63,9
Verwaltungsaufwendungen 740 726 1,9
Operatives Ergebnis 161 111 45,0
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 144 4 266 – 2,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) 15,5 10,4 5,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 81,0 83,2 – 2,2

Das Segment Privatkunden konnte im ersten Quartal an den positiven Trend des abgelaufenen Geschäftsjahres anknüpfen. Auszeichnungen, Siege in regionalen und bundesweiten Bankentests und die zunehmende Bereitschaft der Kunden, die Commerzbank weiterzuempfehlen, sind ein Ergebnis der konsequenten Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts. Somit konnten in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres 66 000 Nettoneukunden gewonnen werden. Ebenso spiegelt auch die Ertragsentwicklung des Segments den positiven Effekt des eingeschlagenen Kurses wider. Wesentliche Treiber waren im ersten Quartal das anhaltend starke Kreditneugeschäft sowie die aktuelle Haussephase der Aktienmärkte. Die Nachfrage nach Produkten und Services aus dem Wertpapierbereich und den Depotmodellen hält weiterhin an. Das Operative Ergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum um 50 Mio. Euro auf 161 Mio. Euro.

Die Erträge vor Risikovorsorge konnten in den ersten drei Monaten des Berichtszeitraums um 4,7% auf 914 Mio. Euro gesteigert werden. Allerdings wirkte das anhaltende Niedrigzinsumfeld weiterhin belastend auf das Zinsergebnis, das 3,1% auf 435 Mio. Euro nachgab. Die erfreuliche Entwicklung des Kreditgeschäfts konnte dabei einen zunehmenden Margendruck auf der Passivseite nicht vollständig ausgleichen. Konträr verlief der deutliche Anstieg des Provisionsergebnisses um 52 Mio. Euro auf 459 Mio. Euro. Die dynamische Entwicklung der Aktienmärkte im ersten Quartal 2015 spiegelte sich sowohl in den transaktionsabhängigen als auch in den bestandsorientierten Provisionserträgen wider. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres ist das Volumen in PremiumDepots und Vermögensmanagement-Produkten auf 36 Mrd. Euro angestiegen. Dies entspricht einer Durchdringung des Wertpapier-Depotvolumens von rund 40%.

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft lag mit – 13 Mio. Euro um 23 Mio. Euro unter der Vergleichsperiode des Vorjahreszeitraums.

Der Verwaltungsaufwand stieg um 1,9% auf 740 Mio. Euro. Hierin enthalten sind in diesem Jahr zum ersten Mal die Aufwendungen zur Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 15 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung dieses Sachverhalts bewegte sich der Verwaltungsaufwand auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Das Segment Privatkunden erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres somit ein Vorsteuerergebnis von 161 Mio. Euro, gegenüber 111 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 4,1 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 15,5% (Vorjahreszeitraum: 10,4%). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 22,4 %, nach 14,9% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote lag mit 81,0% unter dem Niveau der ersten drei Monate 2014 von 83,2%.

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

  • 18 Nachtragsbericht

  • 18 Prognosebericht

Mittelstandsbank

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 763 719 6,1
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 35 – 57 – 38,6
Verwaltungsaufwendungen 383 322 18,9
Operatives Ergebnis 345 340 1,5
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 8 191 7 335 11,7
Operative Eigenkapitalrendite (%) 16,8 18,5 – 1,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 50,2 44,8 5,4

Das Segment Mittelstandsbank ist vor dem Hintergrund unverändert schwieriger Marktbedingungen gut in das laufende Jahr gestartet und hat in den ersten drei Monaten 2015 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 345 Mio. Euro erzielt, nach 340 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Profitiert hat die Ergebnisentwicklung der Mittelstandsbank dabei von gestiegenen Erträgen sowie einer saisonal niedrigen Risikovorsorge für das Kreditgeschäft. Der Ausbau des Kreditvolumens konnte auch im ersten Quartal 2015 weiter fortgesetzt werden.

Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen im Berichtszeitraum mit 763 Mio. Euro um 6,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss lag mit 443 Mio. Euro auf dem Niveau der ersten drei Monate des Vorjahres. Während das Kreditvolumen in allen Konzernbereichen zugelegt hat und der Zinsergebnisbeitrag hieraus gestiegen ist, war der Zinsüberschuss weiterhin durch Effekte aus dem Einlagengeschäft belastet. Der Provisionsüberschuss nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 292 Mio. Euro um 6,2% zu. Dieser erfreuliche Anstieg war insbesondere auf Zuwächse aus Dokumenten- und Währungsabsicherungsgeschäften unserer Kunden zurückzuführen. Das Handelsergebnis lag bei 29 Mio. Euro, nach 4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Ergebnisanstieg war hauptsächlich durch

Central&Eastern Europe

positive Bewertungseffekte aus Kontrahentenrisiken aus dem Derivategeschäft mit unseren Kunden bedingt.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich für die ersten drei Monate 2015 auf – 35 Mio. Euro, nach – 57 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements zurückzuführen.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 383 Mio. Euro um 61 Mio. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 322 Mio. Euro. Der Anstieg um 18,9% resultierte im Wesentlichen aus der erstmals auszuweisenden Europäischen Bankenabgabe und einem Anstieg der indirekten Kosten.

Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtszeitraum 2015 ein Ergebnis vor Steuern von 345 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Anstieg um 1,5%.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 8,2 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 16,8% (Vorjahreszeitraum: 18,5%). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 18,7 %, nach 20,9% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote lag bei 50,2%, nach 44,8% im Vorjahreszeitraum.

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 254 224 13,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 23 – 21 9,5
Verwaltungsaufwendungen 115 105 9,5
Operatives Ergebnis 116 98 18,4
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 1 843 1 693 8,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) 25,2 23,2 2,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 45,3 46,9 – 1,6

Das Segment Central & Eastern Europe (CEE) umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die mBank repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate- und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und in der Slowakei an. Mit einem Marktanteil von rund 8% war die mBank Ende 2014 die viertgrößte Bank Polens.

Das wirtschaftliche Umfeld in Polen, das sich bereits im Geschäftsjahr 2014 gegenüber den Euroländern besser entwickelte, hat sich im ersten Quartal 2015 verstetigt. Das Zinsumfeld dagegen wurde durch eine erneute Zinssenkung im März 2015 weiter belastet. In den ersten drei Monaten 2015 steigerte das Segment das Operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Mio. Euro auf 116 Mio. Euro.

Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 254 Mio. Euro und lagen damit um 30 Mio. Euro über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres. Hierin enthalten war der erfolgreiche Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe mit einem Erlös von rund 46 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss blieb mit 135 Mio. Euro stabil, obwohl der Referenzzinssatz der polnischen Nationalbank nach Zinssenkungen im Oktober 2014 und März 2015 in Summe um 100 Basispunkte gesenkt wurde. Dieser negative Einfluss des aktuellen Zinsumfeldes konnte maßgeblich durch ein Wachstum des Kredit- und Einlagevolumens sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund der durch regulatorische Vorgaben reduzierten Gebühren im Kartengeschäft in Polen um 10 Mio. Euro auf 47 Mio. Euro verringert. Insgesamt trägt die weiterhin erfreulich steigende Zahl von Neukunden zur stetigen Entwicklung des Segments CEE bei. Im ersten Quartal 2015 stieg die Anzahl der Kunden der mBank um rund 115 000 auf 4,8 Millionen.

Die Risikovorsorge erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht um 2 Mio. Euro auf – 23 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 115 Mio. Euro um 10 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg reflektiert die gestiegenen regulatorischen Kosten.

Das Segment Central & Eastern Europe erzielte im ersten Quartal 2015 insgesamt ein Vorsteuerergebnis von 116 Mio. Euro, nach 98 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 1,8 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 25,2% (Vorjahreszeitraum: 23,2%). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 30,7 %, nach 28,7% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote betrug 45,3%, nach 46,9% in der Vorjahresperiode.

Corporates&Markets

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 666 541 23,1
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 47 9
Verwaltungsaufwendungen 413 336 22,9
Operatives Ergebnis 300 214 40,2
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 624 4 552 1,6
Operative Eigenkapitalrendite (%) 26,0 18,8 7,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 62,0 62,1 – 0,1

Die ersten drei Monate 2015 waren durch ein insgesamt freundliches Kapitalmarktumfeld geprägt, das vor allem von einer zunehmenden Volatilität an den Devisenmärkten, den Effekten des neuen Anleihekaufprogramms der EZB und einem haussierenden Aktienmarkt begünstigt wurde. Dies führte zu einer verstärkten Nachfrage nach Absicherungsprodukten und Anlagelösungen bei unseren Kunden und zu einer Belebung entsprechender Handelsumsätze.

Im Berichtszeitraum erzielte das Segment Corporates & Markets ein Operatives Ergebnis von 300 Mio. Euro, nach einem Vorjahresergebnis von 214 Mio. Euro, in dem positive Bewertungseffekte aus restrukturierten Krediten enthalten waren. Das Ergebnis schließt positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken in Höhe von 40 Mio. Euro als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 7 Mio. Euro ein, während im Vorjahr ein Nettoeffekt von 12 Mio. Euro verzeichnet wurde, davon 17 Mio. Euro aus Kontrahentenrisiken. Im Konzernbereich Corporate Finance leistete insbesondere das Primärmarktgeschäft mit Anleihen und syndizierten Krediten einen wesentlichen Beitrag zu den Erträgen, während niedrigere Zinsen einen Rückgang des Einlagengeschäfts zur Folge hatten. Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities konnte weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Anlagelösungen im Aktienderivatebereich sowie angesichts stark schwankender Rohölpreise von einem höheren Absicherungsbedarf bei Rohstoffen profitieren und entsprechende Erträge ausbauen. Die Ertragslage im Konzernbereich Fixed Income&Currencies – ohne Bewertungseffekte aus eigenen Verbindlichkeiten sowie Kontrahentenrisiken im Derivategeschäft – profitierte insbesondere von deutlich höheren

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 14 Entwicklung der Segmente
  • 18 Nachtragsbericht 18 Prognosebericht

Kundenaktivitäten zur Absicherung von Währungsschwankungen, aber auch vom Handel mit Anleihen und Kreditderivaten. Im Konzernbereich Credit Portfolio Management, dem Steuerung und Optimierung der Kreditportfolios sowie das Management von Kontrahentenrisiken unterliegen, entwickelten sich die Erträge zufriedenstellend, wozu Wertaufholungen bei Bestandsportfolios wesentlich beitrugen.

Mit 666 Mio. Euro lagen die Erträge vor Risikovorsorge in den ersten drei Monaten um 125 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Bereinigt um die Veränderung von Bewertungseffekten ergab sich ein Zuwachs von 90 Mio. Euro. Beim Ertrag verzeichnete das Zinsund Handelsergebnis eine deutliche Steigerung um 107 Mio. Euro auf 571 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss um 26 Mio. Euro auf 102 Mio. Euro zulegen konnte.

Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im ersten Quartal 2015 eine Nettoauflösung in Höhe von 47 Mio. Euro auszuweisen, nach 9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einem Einmaleffekt im Zusammenhang mit beigelegten Rechtsfällen.

Mit 413 Mio. Euro lag der Verwaltungsaufwand um 77 Mio. Euro über dem Vorjahr. Der Anstieg resultierte nahezu vollständig aus dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 36 Mio. Euro auf 250 Mio. Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen von 50 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen stehen.

Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital in Höhe von 4,6 Mrd. Euro stieg die Operative Eigenkapitalrendite auf 26,0% (Vorjahr: 18,8%). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 26,8%, nach 19,5% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote betrug 62,0%, nach 62,1% im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten und Kontrahentenrisiken im Derivategeschäft läge die Operative Eigenkapitalrendite bei 21,9 % (Vorjahr: 17,7%). Die bereinigte Aufwandsquote beliefe sich auf 66,7%, nach 63,5% im Vorjahr.

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 116 41
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 97 – 134 – 27,6
Verwaltungsaufwendungen 105 81 29,6
Operatives Ergebnis – 86 – 174 – 50,6
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 7 559 8 514 – 11,2
Operative Eigenkapitalrendite (%) – 4,6 – 8,2 3,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 90,5 197,6

Non-Core Assets

In den ersten drei Monaten 2015 wies das nicht strategische Segment Non-Core Assets (NCA) ein negatives Operatives Ergebnis in Höhe von – 86 Mio. Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der operative Verlust damit um 88 Mio. Euro verringert. Der Abbau von bilanziellen Aktiva und damit einhergehend die Verbesserung des Risikoprofils setzte sich im Berichtszeitraum trotz Gegenwindes von der Währungsseite in allen Teilsegmenten fort. Der Rückgang des Exposure at Default (inklusive Problemkrediten) um gut 2 Mrd. Euro auf 82 Mrd. Euro wäre ohne die Abschwächung des Euro vor allem gegenüber dem US-Dollar rund 4 Mrd. Euro höher ausgefallen. Das erste Quartal 2015 zeigte für die Konzernbereiche ein differenziertes Bild hinsichtlich der zugrunde liegenden Rahmenbedingungen. Die für Investoren zinsbedingt immer schwieriger werdende Suche nach renditetragenden Aktiva führte zu unvermindert starker Nachfrage nach gewerblichen Immobilienengagements und ließ zusammen mit den Käufen der EZB auch die Risikoaufschläge europäischer Staatsanleihen beschleunigt sinken. Dagegen zeichnete sich an den internationalen Schiffsmärkten aufgrund der in vielen Marktsegmenten nachlassenden Transportnachfrage sowie neuer an den Markt drängender Schiffskapazitäten noch immer keine durchgreifende Wende zum Besseren ab.

Im Berichtszeitraum wurden Erträge vor Risikovorsorge in Höhe von 116 Mio. Euro erzielt, nach 41 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der um 90 Mio. Euro auf 149 Mio. Euro deutlich gestiegene Zinsüberschuss spiegelt in hohem Maß Zusatzerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung der Refinanzierungsmittel wider. Aufgrund der Zielsetzung des Bestandsabbaus ohne Neugeschäft lieferte der Provisionsüberschuss mit 5 Mio. Euro erwartungsgemäß keinen signifikanten Ertragsbeitrag mehr. Das Handelsergebnis hat sich ebenfalls deutlich auf 157 Mio. Euro verbessert, nach 60 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Es profitierte signifikant von Marktwertveränderungen aus der Bewertung von Derivaten. Das mit – 203 Mio. Euro negative Ergebnis aus Finanzanlagen beinhaltet in erster Linie Wertkorrekturen auf die HETA Asset Resolution AG. Der Ergebnisausweis von – 88 Mio. Euro im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus Effekten aus dem konzerninternen Verkauf von Public-Finance-Beständen in den Bereich Treasury.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag mit – 97 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von – 134 Mio. Euro. Die Verbesserung ist maßgeblich auf geringere Wertberichtigungen für gewerbliche Immobilienfinanzierungen zurückzuführen. Der Verwaltungsaufwand lag mit 105 Mio. Euro – bedingt durch die erstmals angefallene Europäische Bankenabgabe – um 24 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Zusammenhang mit der weiteren Reduktion der operationellen Komplexität wurde im ersten Quartal 2015 eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 16 Mio. Euro gebildet. In den ersten drei Monaten 2015 verzeichnete das Segment NCA insgesamt einen Verlust vor Steuern von – 102 Mio. Euro, nach – 174 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das durchschnittlich gebundene Eigenkapital lag bei 7,6 Mrd. Euro, nach 8,5 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme von Restrukturierungskosten – im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme von Restrukturierungskosten – ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden.

Das Operative Ergebnis des ersten Quartals 2015 betrug – 151 Mio. Euro gegenüber – 265 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 114 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Entwicklung der Group Treasury zurückzuführen, die das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen konnte. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten Quartal 2015 auf – 151 Mio. Euro, nach – 265 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Nachtragsbericht

Commerzbank erhöht Grundkapital um 113,85 Millionen Aktien im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens

Ende April hat der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital zu erhöhen. Dafür wurden 113.850.693 neue Aktien im Wege eines sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis betrug 12,10 Euro pro Aktie. Der Bruttoemissionserlös belief sich insgesamt auf rund 1,4 Mrd. Euro.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalmaßnahme steigt die harte Kernkapitalquote unter voller Anwendung von Basel 3 auf 10,2% (pro forma per Ende März 2015). Damit wird schneller als geplant das vom Kapitalmarkt mittlerweile geforderte Niveau für die harte Kernkapitalquote erreicht.

Hauptversammlung wählt neue Aufsichtsratsmitglieder

Die Hauptversammlung am 30. April 2015 hat wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Sabine U. Dietrich als Nachfolgerin für Petra Schadeberg-Hermann und Anja Mikus als Nachfolgerin für Dr. Nikolaus von Bomhard in den Aufsichtsrat gewählt. Sabine U. Dietrich ist Mitglied des Vorstands der BP Europe SE. Anja Mikus ist Chief Investment Officer bei Arabesque Asset Management. Die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat wurden nötig, da Petra Schadeberg-Hermann und Dr. Nikolaus von Bomhard ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung vom Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 niedergelegt haben. Solms U. Wittig wurde von der Hauptversammlung auch als Ersatzmitglied für die beiden neuen Aufsichtratsmitglieder gewählt.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft dürfte in diesem Jahr nicht viel stärker wachsen als 2014. Die größten Risiken kommen dabei aus den Schwellenländern. Dort hat die Politik des billigen Geldes zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten und bei der Verschuldung geführt, die korrigiert werden müssen. Zudem dürften die Schwellenländer unter einem Kapitalabfluss leiden, falls die amerikanische Notenbank beginnt, die Zinsen zu erhöhen. In China ist damit zu rechnen, dass sich das Wirtschaftswachstum 2015 auf 6,5% abschwächt.

9 Geschäft und Rahmenbedingungen 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

14 Entwicklung der Segmente

18 Nachtragsbericht 18 Prognosebericht

Die USA dürften dagegen weiterhin ihrer Rolle als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft gerecht werden. Der schwache Start ins Jahr 2015 ist in erster Linie auf temporäre Faktoren wie den strengen Winter zurückzuführen. Entsprechend dürfte die US-Konjunktur im Frühjahr wieder an Schwung gewinnen, auch wenn die schleppende Weltwirtschaft und der starke US-Dollar die Exporte noch länger bremsen werden und sich der niedrigere Ölpreis erst allmählich positiv auswirken wird. Insgesamt dürfte die US-Wirtschaft 2015 um 2,8% wachsen. Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken und die Löhne allmählich stärker anziehen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die amerikanische Notenbank deshalb beginnen, die Zinsen zu erhöhen. Zum Jahresende erwarten wir den Leitzins bei 0,75%.

Anders als in den USA wird die Wirtschaft im Euroraum weiterhin nur verhalten wachsen. Der niedrige Rohölpreis und die Abwertung des Euro werden das Wachstum nur vorübergehend anfachen. Denn die in einigen Ländern weiterhin bestehenden Übertreibungen am Immobilienmarkt und bei der Verschuldung werden das Wachstum weiterhin belasten. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte auch 2015 mit 1,2% nur unterdurchschnittlich zunehmen. Die deutsche Wirtschaft sollte im Jahresverlauf 2015 weiter zulegen. Mit 1,8% dürfte sie 2015 ähnlich stark wachsen wie 2014.

Trotz des etwas stärkeren Wachstums in der ersten Jahreshälfte und der wieder in Richtung null steigenden Inflationsrate wird die EZB Anleihen vermutlich im geplanten Umfang kaufen.

Die divergierenden Geldpolitiken in den USA und im Euroraum sprechen dafür, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter abwerten sollte. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen sollten in der zweiten Jahreshälfte im Falle höherer US-Leitzinsen etwas steigen. Aktien würden ebenfalls unter der Zinswende der USamerikanischen Notenbank leiden. Aber deutsche und europäische Aktien dürften per saldo davon profitieren, dass die EZB Anleger mit ihrer Nullzinspolitik weiterhin in risikoreichere Anlagen drängt.

Künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht für das Jahr 2014 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert.

Das Umfeld der Kapitalmärkte und der Realwirtschaft zeigt sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres weiterhin robust. Wichtige große Vermögensklassen und Finanzmärkte sind mit zum Teil sehr kräftigen Gewinnen in das Jahr gestartet.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland dürfte nach der unerwartet starken Expansion Ende 2014 im ersten Quartal 2015 stärker gewachsen sein als die Wirtschaft in den übrigen Euroländern. Es festigte sich hierzulande das Bild einer Volkswirtschaft mit Rückenwind, die sich in einem lebhaften Aufschwung befindet. Hinzu kommt, dass sich die Voraussetzungen für ein stärkeres Wachstum auch im Euroraum – unter anderem getrieben von der Euroabwertung und den gesunkenen Rohölpreisen – verbessert haben. Für eine Entwarnung ist es allerdings unverändert noch zu früh. Denn die Eurokonjunktur wird derzeit von den eben genannten Sonderfaktoren angeschoben und die Eurokrise ist angesichts ihrer Komplexität aus Staatsschulden-, Finanz- und Strukturkrise nicht so leicht zu überwinden. Die politische Krise in Griechenland zeigt, dass Unsicherheit und Volatilitäten wieder ansteigen können, auch wenn die Systemstabilität selbst nicht infrage gestellt wird. Die notwendige Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet weiter auf der Ertragslage der europäischen Banken.

Der Bankensektor im Euroraum steckt noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre und höhere regulatorische Anforderungen ausgelöst wurde. Unterschiedliche Regeln für Kapital, Liquidität, Derivate und Bankstruktur könnten zu weiteren Rückschlägen bei der globalen Finanzmarktintegration führen. Der neue stärker regel- statt prinzipienbasierte Regulierungsrahmen lässt den Banken nur wenig Zeit zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle. Er zwingt sie zu einer regelmäßigen Neubewertung ihrer Geschäftsfelder und die Gesamtbelastung kann dazu führen, dass bestimmte Geschäftsaktivitäten zurückgefahren werden.

Einer mittlerweile gestärkten Kapitalausstattung stehen zukünftig abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Die Prüfung der Bankbilanzen und der Bankenstresstest durch die EZB im vergangenen Jahr reduzieren zwar das Potenzial für größere Verunsicherungen im Bankenumfeld. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva bleiben für den Bankensektor jedoch eine wichtige Voraussetzung, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen.

Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird zudem dadurch erschwert, dass wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit, wie beispielsweise hohes Kreditwachstum sowie stark rückläufige Kreditausfallraten, für künftige Gewinnsteigerungen in geringerem Maße zur Verfügung stehen. Im laufenden Jahr dürfte die unternehmerische Investitionstätigkeit der Kreditnachfrage hierzulande allmählich zwar wieder Impulse geben, nachdem der Aufschwung der Unternehmensinvestitionen 2014 zeitweise unterbrochen war. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen steht einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden jedoch im Wege. Positiv für das Geschäft mit Firmenkunden wird sicherlich die für das Jahr 2015 erwartete Steigerung des deutschen Außenhandels sein. Der nunmehr fünf Jahre andauernde Rückgang der Unternehmensinsolvenzen dürfte im laufenden Jahr zum Stillstand kommen. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis trotz der immer noch vorherrschenden Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen und der geringen Neigung zum direkten Wertpapierkauf wachsen können, insbesondere da die Aktivitäten aufgrund der Marktvolatilitäten zunehmen. Impulse für die Sparte kommen hierzulande zudem von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft.

Das historisch niedrige Zinsniveau, eine wachsende Preissensibilität der Kunden sowie der zunehmende Wettbewerb von Onlinebanken und technologiegetriebenen Akteuren mit Banklizenzen erschweren grundsätzlich die Ausweitung von Ertragspotenzialen. Unter dem Strich bleibt der Spielraum für Ertragssteigerungen bei den Banken im Euroland 2015 trotz der verbesserten makroökonomischen Rahmenbedingungen eher eng bemessen.

Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in unserem zweiten Kernmarkt Polen ist weiterhin besser als der für die Euroländer. Das erwartete Wirtschaftswachstum sollte zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die sich verbessernde Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln – vor Sondereffekten aus der aktuell diskutieren Konversion von Baufinanzierungen in polnische Zloty, die zu empfindlichen Belastungen führen würde. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern dürften Firmenkredite zählen, aber auch im Privatkundensegment ist dank des höheren verfügbaren Einkommens und der anhaltend niedrigen Zinsen ein Anstieg zu erwarten.

Insgesamt werden die Spuren der Finanzkrise – durch Entschuldung flaches Wirtschaftswachstum, ein nach wie vor sehr niedriges Zinsniveau, zuletzt wieder eine Einengung des Zinsgefälles, eine moderate Entwicklung der Kreditvergabe sowie Vorsicht und eine ausgeprägte Liquiditätspräferenz bei den Kunden – sichtbar bleiben. Der Wettbewerb auf dem nationalen Bankenmarkt wird sich vor diesem Hintergrund noch verschärfen – besonders mit Blick auf international tätige Firmenkunden und auf deutsche mittelständische Unternehmen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem weiterhin geringen Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt. Die Commerzbank verfügt über die Möglichkeit, Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe sowie Structured Covered Bonds, die durch SME-Kredite besichert sind, zu emittieren. Besonders durch die besicherten Refinanzierungsinstrumente haben wir einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Diese Emissionen bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Auch künftig wird die Commerzbank unbesicherte Emissionen am Kapitalmarkt aufnehmen: vornehmlich Privatplatzierungen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, und gegebenenfalls zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis. Die Hypothekenbank Frankfurt AG hat aufgrund der Abbaustrategie keinen Fundingbedarf. Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Bei den Investitionen haben sich nach den ersten drei Monaten 2015 keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2014 auf den Seiten 100 bis 102 aufgeführten Planungen ergeben.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im ersten Quartal 2015 durch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt.

Nachdem es zu Jahresbeginn Bedenken im Markt bezüglich der weiteren Entwicklung der Überschussliquidität durch die fortlaufende Rückführung der bestehenden 3-Jahres-Tender (LTRO) gab, haben sich diese Bedenken durch die Ankündigung der EZB über eine Ausweitung des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten und deren Umsetzung ab März sowie die überraschend starke Nachfrage nach dem TLTRO im März nicht manifestiert. Engpässe in der Überschussliquidität traten nicht auf und mit der Umsetzung des erweiterten Programms zum Ankauf von Vermögenswerten wird die Überschussliquidität nun monatlich weiter ansteigen.

Die kurzen Zinsen bewegen sich in Richtung Verzinsung der Einlagenfazilität. Der Eonia dürfte damit weiter negativ werden und sich in Richtung – 15 Basispunkte bewegen. Die kürzeren Euribor-Fixings bis drei Monate sind vor diesem Hintergrund ebenfalls negativ und auch für die Entwicklung des 3-Monats-Euribors erwarten wir, dass dieser im zweiten Quartal 2015 negativ wird.

Im Bereich der Credit Spreads konnte man nach Ankündigung der EZB zur Erweiterung des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten zum Jahresbeginn 2015 ein weiteres Einengen der Credit Spreads in Irland, Italien, Portugal und Spanien feststellen. Das hohe Volumen an Staatsanleihen dieser Länder konnte im bisherigen Jahresverlauf gut refinanziert werden. Mit Umsetzung der erweiterten EZB-Maßnahmen im März beobachten wir eine Seitwärtsentwicklung dieser Credit Spreads und erwarten diesen Trend auch für die nächsten Monate. Auch bezogen auf die Eurokernländer ist eine Einengung der Credit Spreads zu beobachten. 9 Geschäft und Rahmenbedingungen

  • 9 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 14 Entwicklung der Segmente 18 Nachtragsbericht
  • 18 Prognosebericht

Diese Entwicklung trifft nicht nur auf die Staaten, sondern auch auf die Regionen, Länder sowie Emittenten mit Förderauftrag und europäische Institutionen zu. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Monaten mit dem fortlaufenden Ankauf dieser Vermögenswerte fortsetzen.

Die Umsetzung weiterer regulatorischer Vorhaben wie zum Beispiel der "Liquidity Coverage Ratio (LCR)" und der "Leverage Ratio" werden weiterhin auf die Entwicklung der Märkte ausstrahlen. So haben sich die Refinanzierungskosten für Collaterals, die einen LCR-Abfluss verursachen, im Verhältnis zu LCR-fähigen Wertpapieren grundsätzlich verteuert und es hat sich in den vergangenen Monaten auch ein neuer bilateraler Repo-Markt entwickelt, der diese Collateral Up-/Downgrades verstärkt handelt. Für den gesamten bilateralen Repo-Markt gehen wir von einem weiterhin rückläufigen Volumen aus.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.

Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse eine Liquiditätsreserve, die aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

An unseren zum Jahresende 2014 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 halten wir weiterhin fest.

Wir sind weiterhin davon überzeugt, durch die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells bis 2016 ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau erreichen zu können. Ungeachtet des guten Starts seit Jahresbeginn gehen wir von weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Jahr 2015 aus. Mit einer Kombination von Wachstumsinitiativen und fortgesetzt striktem Management der Kosten und Risiken wollen wir weitere Fortschritte erzielen. Im laufenden Geschäftsjahr streben wir an, das Geschäftsvolumen in der Kernbank weiter zu steigern und die Operativen Erträge sowohl in der Kernbank als auch im Konzern zu erhöhen. Das extreme Zinsumfeld, das sich unter anderem in über einen breiten Laufzeitenbereich negativen Zinssätzen für deutsche Staatsanleihen widerspiegelt, sowie die unverändert noch nicht als ausreichend robust eingeschätzte Konjunkturerholung in Europa werden sich voraussichtlich über weite Strecken des Jahres als Belastungsfaktoren erweisen. Die erwartete leichte Steigerung der gesamten Konzernerträge resultiert nach unserer Erwartung wesentlich aus der sich fortsetzenden Verbesserung der Marktposition im Kerngeschäft.

Die Entwicklung des Zinsüberschusses wird im Jahr 2015 maßgeblich davon bestimmt werden, in welchem Ausmaß es gelingt, die Auswirkungen des nochmals deutlich anspruchsvoller gewordenen Zinsumfeldes durch steigende Kreditvolumina und aktive Gegenmaßnahmen zu kompensieren. In der Kernbank beabsichtigt die Commerzbank, die gestärkte Wettbewerbsposition im Privat- und Firmenkundengeschäft für weitere Marktanteilsgewinne zu nutzen und insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen sowie Mittelstandskrediten zu wachsen. Die in verhaltener Kreditnachfrage zum Ausdruck kommende geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen sollte sich im Jahresverlauf langsam lösen. Durch Konditionenanpassungen werden wir die Refinanzierungskosten der Passivseite nochmals senken, auch wenn hier der Spielraum zunehmend geringer wird. Im Segment Non-Core Assets gehen wir trotz des stark vorangeschrittenen Portfolioabbaus von einem steigenden Zinsüberschuss aus. Zusätzlich zu Erträgen aus der Neustrukturierung der Refinanzierung werden sich auch Margenerhöhungen im Fall von Kreditprolongationen entsprechend auswirken. Zudem entfällt ein negativer Sondereffekt des vergangenen Jahres im Zusammenhang mit einer Portfoliotransaktion. Insgesamt gehen wir für das laufende Jahr auf Konzernebene maximal von einer leichten Steigerung des Zinsüberschusses aus.

Beim Provisionsüberschuss streben wir im Jahr 2015 eine leichte Zunahme an. Im Privatkundengeschäft erwarten wir weitere positive Auswirkungen unseres noch stärker kundenorientiert ausgerichteten Beratungsansatzes. Hält sich die Volatilität an den Kapitalmärkten im erwarteten Rahmen, sollte der Trend wachsender Kundenaktivitäten im Wertpapiergeschäft anhalten. Bei Mittelstandskunden erwarten wir durch die starke internationale Marktposition zunehmende Provisionserträge, unter anderem im Auslandsgeschäft und im Cash-Management. Eine Prognose des Handelsergebnisses ist aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Gerade in einem Umfeld mit wieder deutlich gestiegener Kapitalmarktvolatilität sollte sich der risikoorientierte Ansatz der Commerzbank, zu dem der bewusste Verzicht auf Eigenhandelsaktivitäten zählt, auszahlen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sehen wir 2015 für den Gesamtkonzern auf einem vergleichbaren Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. In der Kernbank erwarten wir eine Normalisierung, das heißt eine von einem sehr niedrigen Niveau ansteigende Risikovorsorge. Dazu trägt auch bei, dass sich im Segment Corporates& Markets auf Gesamtjahressicht Nettoauflösungen von Wertberichtigungen wie 2014 voraussichtlich nicht wiederholen werden. Im Segment NCA sollten die verbesserte Portfolioqualität sowie der erheblich reduzierte Bestand an gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungen eine nochmals deutlich geringere Risikovorsorgebelastung als 2014 ermöglichen. Der Großteil der Risikokosten wird wie bereits im Vorjahr die Schiffsfinanzierung betreffen, wo eine nachhaltige Verbesserung des schwierigen Umfeldes noch nicht erkennbar ist.

Auch 2015 führt die Commerzbank ihr striktes Kostenmanagement fort. Aufgrund zunehmender regulatorischer Anforderungen und wegen der Europäischen Bankenabgabe sind jedoch signifikante zusätzliche Anstrengungen erforderlich, um die Kostenbasis mit rund 7,0 Mrd. Euro stabil zu halten.

Hinsichtlich unserer Kapitalisierung streben wir an, die durch die Kapitalmaßnahme im zweiten Quartal 2015 gestärkte Basel-3- Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt nach unserer Interpretation des ab 2019 gültigen regulatorischen Regelwerks) bis zum Jahresende 2015 durch Gewinnthesaurierung auf eine Quote von deutlich über 10% zu heben. Allerdings können im Quartalsverlauf temporäre Schwankungen dieser Kapitalquote, zum Beispiel bedingt durch Änderungen im regulatorischen Umfeld, nicht ausgeschlossen werden.

An unserer bisherigen Prognose für das Gesamtjahr 2015 halten wir weiter fest, auch wenn die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2015 deutlich besser war als erwartet. Sowohl vor als auch nach Steuern erwarten wir ein deutlich verbessertes Konzernergebnis. Dementsprechend rechnen wir für die Operative Eigenkapitalrendite im Konzern ebenfalls mit einer deutlichen Verbesserung, während die Aufwandsquote leicht zurückgehen dürfte. Wir planen für das Jahr 2015 wieder eine Dividende auszuschütten.

Zwischenrisikobericht

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 24 Organisation des Risikomanagements
  • 24 Risikotragfähigkeit und Stresstesting

24 Adressenausfallrisiken

  • 24 Commerzbank-Konzern
  • 26 Kernbank
  • 27 Segment Privatkunden
  • 28 Segment Mittelstandsbank
  • 28 Segment Central & Eastern Europe
  • 28 Segment Corporates & Markets
  • 29 Non-Core Assets
  • 31 Weitere Portfolioanalysen

34 Marktrisiken

  • 34 Risikosteuerung
  • 34 Handelsbuch
  • 35 Anlagebuch
  • 36 Marktliquiditätsrisiken

36 Liquiditätsrisiken

  • 36 Risikosteuerung
  • 37 Quantifizierung und Stresstesting

37 Operationelle Risiken

38 Sonstige Risiken

Aufgrund von Rundungen können sich im nachfolgenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputationsrisiken.

Organisation des Risikomanagements

Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets (NCA), Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement. Für die Segmente der Kernbank ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment NCA über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Die Organisation des Risikomanagements der Commerzbank ist im Geschäftsbericht 2014 detailliert dargestellt.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Wir überwachen die Risikotragfähigkeit der Commerzbank mittels eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Dies soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet sein. Die Gone-Concern-Analyse ist ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt. Der Geschäftsbericht 2014 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik.

Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit (RTF) gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100% liegt. Im ersten Quartal 2015 lag die RTF-Quote stets über 100% und betrug 189% per 31. März 2015 aufgrund des deutlichen Anstiegs des ökonomischen Risikodeckungspotenzials.

Risikotragfähigkeit Konzern Mrd. € 31.3.2015 31.12.2014
Ökonomisches
Risikodeckungspotenzial1
31 28
Ökonomisch erforderliches Kapital2 16 16
davon für Adressenausfallrisiko 12 12
davon für Marktrisiko 3 3
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte – 2 – 2
RTF-Quote3 189 % 172 %

1 Einschließlich potenzieller Abzugsposition für Geschäftsrisiko.

2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.

3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Die Commerzbank subsumiert unter den Adressenausfallrisiken neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Commerzbank-Konzern

Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD)1 , Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91% und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

1 Erwarteter Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen.

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 24 Adressenausfallrisiken
  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken 37 Operationelle Risiken
  • 38 Sonstige Risiken
Kreditrisiko
kennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
CVaR
Mio. €
Kernbank 375 1 005 27 8 302
Non-Core Assets 76 619 81 3 304
Konzern 451 1 624 36 11 606

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 79% in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen sind.

Ratingverteilung
per 31.3.2015
EaD %
1.0 –1.8 2.0 –2.8 3.0 –3.8 4.0 –4.8 5.0 –5.8
Kernbank 33 48 14 4 1
Non-Core Assets 29 41 17 7 5
Konzern 32 47 15 4 2

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 6% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine stehen die Russland- und Ukraine-Exposures derzeit im besonderen Fokus der Risikoüberwachung. Im ersten Quartal 2015 wurde das Russland-Exposure von 5,7 Mrd. Euro auf 4,9 Mrd. Euro reduziert. Das Ukraine-Exposure blieb per Ende März 2015 mit 0,1 Mrd. Euro unverändert.

Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.

Konzernportfolio
nach Regionen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 225 536 24
Westeuropa 110 330 30
Mittel- und Osteuropa 41 250 61
Nordamerika 29 38 13
Asien 21 51 24
Sonstige 25 418 169
Konzern 451 1 624 36

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes:

31.3.2015 31.12.2014
EaD1
Mrd. €
Sove
reign2
Banken CRE Corpo
rates/
Sonstige
Gesamt Gesamt
Griechen
land
0,0 0,1 0,1 0,1 0,3 0,3
Irland 0,7 0,2 0,0 1,9 2,8 2,6
Italien 9,4 0,5 1,0 2,1 13,0 13,2
Portugal 1,4 0,2 1,0 0,2 2,9 2,9
Spanien 5,3 2,9 0,1 2,1 10,4 11,0

1 Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen.

2 Inklusive Subsovereigns.

Risikovorsorge Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Quartal 2015 auf 158 Mio. Euro. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 80 Mio. Euro und somit um ein Drittel unter dem Vorjahreswert.

Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note 5 des Zwischenabschlusses liefert hierzu weitere Details. Auf das Engagement bei der österreichischen HETA wurde eine Wertkorrektur von 209 Mio. Euro vorgenommen.

2015 2014
Risikovorsorge Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Kernbank 61 490 104 90 192 104
Non-Core Assets 97 654 204 251 65 134
Konzern 158 1 144 308 341 257 238

Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir, dass die Konzernrisikovorsorge auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beispielsweise aufgrund einer negativen Entwicklung der Krise in der Ukraine unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann aber auch eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio Das Default-Portfolio lag per Ultimo März 2015 bei 11,4 Mrd. Euro und war gegenüber dem Jahresende 2014 um 0,5 Mrd. Euro leicht rückläufig. Die Reduzierung resultierte maßgeblich aus erfolgreichen Abbaumaßnahmen im Segment NCA.

Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:

31.3.2015 31.12.2014
Default-Portfolio LaR Kredit Mio. € Konzern Kernbank NCA Konzern Kernbank NCA
Default-Volumen 11 391 5 532 5 859 11 843 5 610 6 233
Risikovorsorgebestand 4 918 2 771 2 146 5 145 2 950 2 196
GLLP 842 528 314 822 513 309
Sicherheiten 5 521 1 456 4 064 5 526 1 454 4 072
Coverage Ratio exklusive GLLP (%)1 92 76 106 90 79 101
Coverage Ratio inklusive GLLP (%)1 99 86 111 97 88 105
NPL-Ratio (%)2 2,5 1,5 7,1 2,7 1,6 7,4

1 Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.

2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans − NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen Das Exposure der Kernbank in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 stieg zum 31. März 2015 auf 375 Mrd. Euro an (31. Dezember 2014: 355 Mrd. Euro), die Risikodichte blieb mit 27 Basispunkten konstant.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Expected
Loss
Risiko
dichte
CVaR
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
Privatkunden 91 176 19 943
Mittelstandsbank 140 439 31 4 059
Central & Eastern Europe 28 163 59 739
Corporates & Markets 73 188 26 1 750
Sonstige und
Konsolidierung1 44 40 9 810
Kernbank 375 1 005 27 8 302

Rund 80% des Kernbankportfolios liegen im Investment-Grade-Bereich. Dieser entspricht auf Basis von PD-Ratings unseren internen Ratingklassen 1.0 bis 2.8.

Ratingverteilung 1.0–1.8 2.0–2.8 3.0–3.8 4.0–4.8 5.0–5.8
per 31.3.2015
EaD %
Privatkunden 36 47 13 3 1
Mittelstandsbank 13 60 20 5 2
Central & Eastern
Europe 5 60 23 10 3
Corporates & Markets 54 37 7 1 1
Kernbank1 33 48 14 4 1

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge Im ersten Quartal 2015 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 61 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Belastung somit um 43 Mio. Euro zurück.

1 Im Wesentlichen Positionen der Treasury.

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 24 Adressenausfallrisiken
  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken
  • 37 Operationelle Risiken 38 Sonstige Risiken
2015 2014
Risikovorsorge Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Privatkunden 13 79 11 16 16 36
Mittelstandsbank 35 342 107 36 142 57
Central & Eastern Europe 23 123 27 37 38 21
Corporates & Markets – 47 – 55 – 41 0 – 5 – 9
Sonstige und Konsolidierung 37 1 0 1 1 – 1
Kernbank 61 490 104 90 192 104

Default-Portfolio Das Default-Portfolio der Kernbank liegt mit 5,5 Mrd. Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des Jahresendes 2014.

Default-Portfolio Kernbank Mio. € 31.3.2015 31.12.2014
Default-Volumen 5 532 5 610
Risikovorsorgebestand 2 771 2 950
GLLP 528 513
Sicherheiten 1 456 1 454
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 76 79
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 86 88
NPL-Ratio (%) 1,5 1,6

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst.

Die Risiken im Privatkundengeschäft werden vom wirtschaftlichen Umfeld sowie der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise wesentlich beeinflusst. Wir steuern die Risiken unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes sowie ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus identifizieren wir auffällige Kredite über ausgewählte Trigger und bearbeiten diese im Bereich Risikofrüherkennung.

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 58 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 13 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 10 Mrd. Euro).

Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung, im ersten Quartal fortgesetzt. Die Risikodichte ist im Vergleich zum Jahresende 2014 um 2 auf 19 Basispunkte gesunken.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Private Baufinanzierung 53 84 16
Renditeobjekte 5 6 11
Individualkredite 13 33 25
Verfügungskredite/Raten
kredite/Kreditkarten
10 26 28
Inländische
Tochtergesellschaften
4 8 23
Ausländische Tochter
gesellschaften und Sonstige
7 19 29
Privatkunden 91 176 19

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 Mio. Euro auf 13 Mio. Euro zurück und lag damit auf einem sehr niedrigen Niveau.

Das Default-Portfolio des Segments konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 50 Mio. Euro abgebaut werden.

Default-Portfolio Segment
Privatkunden Mio. €
31.3.2015 31.12.2014
Default-Volumen 704 754
Risikovorsorgebestand 239 258
GLLP 106 113
Sicherheiten 336 361
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 82 82
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 97 97
NPL-Ratio (%) 0,8 0,8

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Bei inländischen Corporates sowie ausländischen Corporates mit Bezug zu Deutschland wollen wir weiter wachsen und investieren in einzelne neue Märkte. Der Risikoappetit orientiert sich dabei an der Einschätzung der jeweiligen Branche, aber auch an dem konjunkturellen und wettbewerblichen Umfeld des Unternehmens. Wir analysieren für jedes Engagement die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die strategische Ausrichtung und die Bonität des Unternehmens.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Corporates Inland 91 286 31
Corporates Ausland 21 41 19
Financial Institutions 28 112 40
Mittelstandsbank 140 439 31

Das Kreditvolumen ist im ersten Quartal, insbesondere durch die von der Mittelstandsbank initiierte Kreditinitiative, gestiegen. So konnte der EaD der Mittelstandsbank im Vergleich zum Vorjahresende um 6 Mrd. Euro auf 140 Mrd. Euro erhöht werden. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Die Risikodichte im Bereich Corporates Inland belief sich per 31. März 2015 auf 31 Basispunkte. Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 31. März 2015 auf 21 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 19 Basispunkte. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 32.

Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 35 Mio. Euro und ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Mio. Euro zurückgegangen. Die Reduktion resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle.

Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist seit dem 31. Dezember 2014 um insgesamt 225 Mio. Euro gesunken.

Default-Portfolio Segment
Mittelstandsbank Mio. €
31.3.2015 31.12.2014
Default-Volumen 2 358 2 583
Risikovorsorgebestand 1 279 1 429
GLLP 288 276
Sicherheiten 418 441
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 72 72
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 84 83
NPL-Ratio (%) 1,7 1,9

Segment Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittelund Osteuropa. Das Segment wird durch die "mBank" repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an. Der strategische Fokus des Segments Central & Eastern Europe liegt auf organischem Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich in den Kernmärkten der mBank.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Central & Eastern Europe 28 163 59

Der EaD des Segments Central & Eastern Europe ist zum 31. März 2015 mit 28 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresende leicht gestiegen. Die Risikodichte belief sich auf 59 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken betrug circa 5 Mrd. Euro. Es handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden.

Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe stieg leicht um 2 Mio. Euro auf 23 Mio. Euro an.

Das Default-Volumen stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 202 Mio. Euro an.

Default-Portfolio Segment 31.3.2015 31.12.2014
Central & Eastern Europe Mio. €
Default-Volumen 1 413 1 212
Risikovorsorgebestand 655 604
GLLP 70 67
Sicherheiten 549 649
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 85 103
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 90 109
NPL-Ratio (%) 4,9 4,5

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst das Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) sowie die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) des Konzerns.

Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt mit knapp drei Vierteln des Gesamtexposures in Deutschland und Westeuropa, der Anteil Nordamerikas lag Ende März 2015 bei rund 15%. Insgesamt lag der EaD mit 73 Mrd. Euro per Ende März 2015 rund 12 Mrd. Euro über dem Wert per Ende Dezember 2014.

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

24 Adressenausfallrisiken

34 Marktrisiken 36 Liquiditätsrisiken

37 Operationelle Risiken

38 Sonstige Risiken

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 27 94 35
Westeuropa 27 63 24
Mittel- und Osteuropa 1 3 23
Nordamerika 11 12 11
Asien 3 5 14
Sonstige 4 11 29
Corporates & Markets 73 188 26

Corporates& Markets begleitet seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten, insbesondere durch seine Serviceleistungen bei Underwriting und Emissionen (zum Beispiel Equity, Bonds und Syndicated Loans). Stringente Richtlinien und definierte Limite begrenzen dabei das Underwriting-Risiko für alle Produktarten. Unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten werden die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, sowohl auf Kontrahenten- als auch auf Portfolioebene streng überwacht. Insbesondere die zunehmende Dynamik im "Leveraged-Buy-out"-Markt stellt derzeit hohe Anforderungen an das Kreditrisikomanagement.

Ein Augenmerk liegt darüber hinaus auf dem engen Monitoring von Counterparties (zum Beispiel Banken und Broker Dealer) in Ländern mit erhöhten Risiken, vor allem hinsichtlich besicherten Handelsgeschäften. Ziel ist es, unsere Kunden auch dort weiter zu unterstützen und uns dabei auf die Begleitung von hoch reagiblem Geschäft zu fokussieren. Die Strategie von Corporates & Markets mit Large-Corporate-Kunden in diesen kritischen Ländern bleibt unverändert. Vor allem die angespannte geopolitische Situation in Russland und der Ukraine steht weiterhin im Fokus des Kreditrisikomanagements.

Während sich die Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit zum Jahresende 2014 auf 1,2 Mrd. Euro beliefen, stieg das Volumen im ersten Quartal 2015 um weitere 0,4 Mrd. Euro auf insgesamt 1,6 Mrd. Euro an. Die seit 2014 getätigten Investitionen bestehen aus den Assetklassen Consumer (Auto) ABS, UK-RMBS und CLO, die Unternehmenskredite in den USA und Europa verbriefen. Generell wird vorrangig in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen investiert, deren Strukturen vor, während und nach der Krise geringe Verluste oder ein moderates Risikoprofil aufgewiesen haben.

Das gesamte Structured-Credit-Portfolio erhöhte sich damit im ersten Quartal 2015 auf ein Volumen von 8,2 Mrd. Euro, während die Risikowerte1 gegenüber dem Jahresende 2014 mit 2,4 Mrd. Euro gleich geblieben sind. Dabei entfällt ein wesentlicher Anteil des Portfolios auf andere Structured-Credit-Positionen, die sich aus Total-Return-Swap-Positionen zusammensetzen, sowie auf CDO, die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen und US-Subprime-RMBS (CDO auf ABS). Bei den RMBS handelt es sich um Verbriefungen von privaten, überwiegend europäischen Immobilienkrediten.

Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägt. Die Netto-Risikovorsorgeauflösung von 47 Mio. Euro im ersten Quartal 2015 war im Wesentlichen auf die erfolgreiche Restrukturierung eines Einzelfalls zurückzuführen. Damit lag die Risikovorsorgeauflösung um 38 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Im Vergleich zum Jahresende 2014 ging das Default-Portfolio im Segment Corporates & Markets im ersten Quartal 2015 um 17 Mio. Euro leicht zurück.

Default-Portfolio Segment 31.3.2015 31.12.2014
Corporates & Markets Mio. €
Default-Volumen 955 972
Risikovorsorgebestand 525 625
GLLP 64 56
Sicherheiten 153 3
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 71 65
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 78 70
NPL-Ratio (%) 1,3 1,6

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate (CRE), Deutsche Schiffsbank (DSB) und Public Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 31. März 2015 auf 76 Mrd. Euro und lag damit um 2 Mrd. Euro unter dem Wert per Ende 2014.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2015
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
CVaR
Mio. €
Commercial Real Estate 15 155 107
Deutsche Schiffsbank 10 367 377
Public Finance 52 96 19
Non-Core Assets 76 619 81 3 304

Im Segment Non-Core Assets belief sich die Risikovorsorge auf 97 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 37 Mio. Euro reduziert.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar. Bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

2015 2014
Risikovorsorge l Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Commercial Real Estate 25 73 1 82 – 72 62
Deutsche Schiffsbank 73 588 205 173 137 74
Public Finance – 1 – 7 – 2 – 3 0 – 2
Non-Core Assets 97 654 204 251 65 134

Im Vergleich zum Jahresultimo 2014 wurde das Default-Volumen im ersten Quartal 2015 um 375 Mio. Euro weiter reduziert. Der Rückgang gründete im Wesentlichen auf aktiv von der Bank herbeigeführten Rückzahlungen.

Default-Portfolio Segment NCA
LaR Kredit Mio. €
31.3.2015 31.12.2014
Default-Volumen 5 859 6 233
Risikovorsorgebestand 2 146 2 196
GLLP 314 309
Sicherheiten 4 064 4 072
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 106 101
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 111 105
NPL-Ratio (%) 7,1 7,4

Commercial Real Estate

Im ersten Quartal 2015 wurden die Bestände, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt AG, weiter reduziert. Der EaD wurde um 2 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro verringert. Der Rückgang des Exposures im Betrachtungszeitraum ist insbesondere auf (Teil-) Rückzahlungen von Darlehen zurückzuführen.

Die Wirtschaft im Euroraum erholt sich nur sehr langsam und uneinheitlich. Das Wachstum bleibt deutlich niedriger als in den USA. Auch die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr stärker wachsen als der Rest des Euroraums. Ziel ist gleichwohl auch für 2015 die Fortsetzung des wertschonenden Abbaus mit Fokus auf der Reduzierung der höher risikobehafteten Teilportfolios.

CRE-Portfolio nach Regionen
EaD Mrd. €
31.3.2015 31.12.2014
Deutschland 8 10
Westeuropa 4 4
Mittel- und Osteuropa 2 2
Nordamerika 0 0
Asien 0 0
Sonstige 0 0
Commercial Real Estate 15 17

Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 konnte die Risikovorsorge im Konzernbereich Commercial Real Estate um 36 Mio. Euro reduziert werden und lag mit 25 Mio. Euro auf niedrigem Niveau.

Für 2015 gehen wir davon aus, dass sich die im Vorjahr durch Sondereinflüsse stark begünstigte Netto-Risikovorsorge wieder moderat erhöhen wird.

Das Default-Portfolio für Commercial Real Estate konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 336 Mio. Euro auf 3 Mrd. Euro reduziert werden. Treiber für die Reduzierung waren aktiv von der Bank herbeigeführte Rückzahlungen.

Default-Portfolio CRE Mio. € 31.3.2015 31.12.2014
Default-Volumen 2 999 3 335
Risikovorsorgebestand 847 900
GLLP 87 80
Sicherheiten 2 497 2 523
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 111 103
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 114 105
NPL-Ratio (%) 17,1 16,7

Deutsche Schiffsbank

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist trotz unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2014 von 9,2 Mrd. Euro auf 9,7 Mrd. Euro gestiegen. Diese Erhöhung beruhte ausschließlich auf einem Anstieg des US-Dollar-Wechselkurses, der den erreichten Abbau überkompensierte.

Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (3 Mrd. Euro), Tanker (3 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (2 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.

Die Märkte für Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker waren im ersten Quartal 2015 weiterhin von Überkapazitäten geprägt. Allerdings waren die Tankermärkte zuletzt fester aufgrund der hohen Rohölproduktion; die Märkte für Containerschiffe zeigten stärkere Raten für Panamax- und kleinere Containerschiffe, während sich die Märkte für Postpanamax-Schiffe negativ entwickelten, was durch die verstärkte Ablieferung von sehr großen Containerschiffen bedingt ist. Die Märkte für Massengutschiffe waren ebenfalls schwach, sowohl hinsichtlich der Charterraten als auch der Schiffswerte. Eine nachhaltige Markterholung über alle Assetklassen hinweg erwarten wir nicht vor 2016, wobei aus heutiger Sicht Containerschiffe eine leichte nachhaltige Verbesserung zeigen könnten. Unserer Strategie des wertschonenden Abbaus entsprechend reduzieren wir weiterhin konsequent die Risiken im Bestandsgeschäft.

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

24 Adressenausfallrisiken

  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken
  • 37 Operationelle Risiken 38 Sonstige Risiken

Die Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank lag im ersten Quartal 2015 mit 73 Mio. Euro auf dem Niveaus des Vorjahres.

Das Default-Portfolio lag zum 31. März 2015 mit 2,9 Mrd. Euro nahezu unverändert auf dem Niveau zum Jahresende 2014.

31.12.2014
Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen Mio. € Gesamt Container Tanker Bulker Gesamt
Default-Volumen 2 855 1 195 668 298 2 893
Risikovorsorgebestand 1 300 589 144 132 1 296
GLLP 222 91 18 28 224
Sicherheiten 1 567 537 520 161 1 549
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 100 94 99 98 98
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 108 102 102 108 106
NPL-Ratio (%) 22,7 25,6 19,7 12,2 24,0

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil des Staatsfinanzierungsgeschäfts sowie besicherte und unbesicherte Bankenanleihen/Darlehen, die insbesondere als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen vorgehalten werden. Die Forderungen und Wertpapiere des Public-Finance-Portfolios werden unter anderem in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank gehalten. Das Management des NCA-Public-Finance-Portfolios wird zu etwa gleichen Teilen vom zentralen Segment Corporates& Markets sowie von Group Treasury durchgeführt.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (44 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Europa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (8 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Europa liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren und Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Gewährträgerhaftungen, Anstaltslasten oder anderen Unterstützungsmechanismen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Im Bereich Public Finance ist auch das Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio angesiedelt. Es umfasst die langfristige Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Das PFI-Portfolio ist weitgehend besichert und soll – im Einklang mit der NCA-Strategie – über die Zeit wertschonend abgebaut werden.

Das Public-Finance-Portfolio in NCA wurde im ersten Quartal 2015 um insgesamt 0,5 Mrd. Euro weiter reduziert.

Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance lag mit –1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note 5 des Zwischenabschlusses liefert hierzu weitere Details.

Das Default-Portfolio von Public Finance blieb mit 4 Mio. Euro gegenüber dem Jahresultimo 2014 nahezu unverändert.

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

31.3.2015 31.12.2014
Corporates-Portfolio nach Branchen Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Versorgung/Umwelt 18 95 54 17 74 44
Transport/Tourismus 14 28 20 13 26 21
Konsum 14 41 30 12 37 31
Großhandel 12 53 44 11 49 43
Grundstoffe/Metall 11 41 36 11 42 39
Technologie/Elektronik 10 26 26 9 26 28
Maschinenbau 10 28 28 9 26 28
Dienstleistungen/Medien 10 37 39 9 35 39
Automobil 9 31 34 8 29 36
Chemie/Verpackung 9 51 58 9 54 63
Bau 5 58 119 5 47 100
Pharma/Gesundheitswesen 5 11 24 4 10 23
Sonstige 11 31 28 10 30 29
Gesamt 136 531 39 127 487 38

Financial-Institutions-Portfolio

Unverändert gegenüber den Vorquartalen konzentrieren wir uns im Neugeschäft der Kernbank auf Adressen mit guter Bonität. Hervorzuheben sind hier insbesondere unsere Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten in Corporates& Markets. Im Public-Finance-Geschäft wurden Risiken weiter verringert. Die Risiken im Geschäft in Osteuropa, verursacht durch den Russland-Ukraine-Konflikt, überwachen wir eng und tragen diesen durch verstärktes Monitoring und Portfoliomanagement Rechnung.

31.3.2015 31.12.2014
FI-Portfolio nach Regionen1 Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 11 7 6 11 6 5
Westeuropa 24 53 23 26 54 21
Mittel- und Osteuropa 6 30 51 9 31 35
Nordamerika 2 2 12 2 2 9
Asien 13 39 29 13 37 29
Sonstige 8 39 48 8 34 43
Gesamt 64 170 27 69 165 24

1 Ohne Ausnahmeschuldner.

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Im Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio liegt unser Fokus auf attraktivem Neugeschäft mit Adressen guter Bonität, was wir im Interesse unserer institutionellen Kunden durchführen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um diversifizierte Versicherungsgesellschaften, Asset Manager und regulierte Fonds, wobei der regionale Schwerpunkt bei Kunden in Deutschland und Westeuropa liegt.

24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 24 Adressenausfallrisiken
  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken 37 Operationelle Risiken
  • 38 Sonstige Risiken
31.3.2015 31.12.2014
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 10 17 17 8 18 22
Westeuropa 16 31 20 17 32 19
Mittel- und Osteuropa 1 5 74 1 6 88
Nordamerika 10 6 6 8 5 6
Asien 1 1 11 1 1 11
Sonstige 1 2 12 1 3 21
Gesamt 39 63 16 37 65 18

Originatorenpositionen

Die Commerzbank und die Hypothekenbank Frankfurt haben im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 4,7 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. März 2015 wurden Risikopositionen in Höhe von 4,3 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,1 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.

Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool
Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss
Piece
Gesamtvolumen1
31.3.2015
Gesamtvolumen1
31.12.2014
Corporates 2020– 2036 3,6 0,1 < 0,1 4,1 4,1
Banken 2015– 2021 0,4 < 0,1 < 0,1 0,5 0,4
RMBS 2048 < 0,1 < 0,1 < 0,1 0,1 < 0,1
CMBS 2046– 2084 0,0 < 0,1 < 0,1 < 0,1 1,0
Gesamt 4,1 0,2 0,1 4,7 5,5

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen – insbesondere Handels- und Leasingforderungen – von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im ersten Quartal 2015 leicht um 0,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken und lagen zum 31. März 2015 bei 3,3 Mrd. Euro.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance und Handelsbuchpositionen der Commerzbank Aktiengesellschaft. Das Volumen ist durch Neugeschäft der AG im Vergleich zum Jahresende 2014 von 4,7 Mrd. Euro auf 5,0 Mrd Euro und die Risikowerte sind von 4,5 Mrd. Euro auf 4,9 Mrd. Euro entsprechend gestiegen.

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.

Risikosteuerung

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell gesteuert, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5% und eine Haltedauer von einem Tag zugrunde gelegt. Das Valueat-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Es ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99% und eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer Halteperiode von einem Tag berechnet. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99% und eine Haltedauer von einem Tag.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis. Der VaR für das Gesamtbuch stieg um 20 Mio. Euro auf 118 Mio. Euro an. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist eine gestiegene Volatilität an den Märkten. Dies wirkt insbesondere auf den VaR in den Geschäftsbereichen Corporates & Markets, Non-Core Assets und Mittelstandsbank.

VaR-Beitrag1 Mio. € 31.3.2015 31.12.2014
Gesamtbuch 118 98
davon Handelsbuch 27 16

1 99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Handelsbuch

Der VaR stieg im ersten Quartal 2015 um 11 Mio. Euro auf 27 Mio. Euro. Ursache waren die gestiegene Volatilität an den Märkten sowie die Umwandlung einer marktrisikorelevanten Zinsswapposition in einen Kredit im Rahmen einer Restrukturierung. Aus der Auflösung der Swapposition resultierte eine Änderung des Zinsrisikos im Geschäftsbereich Corporates & Markets, die zu einem höheren Gesamt-VaR führte.

VaR der Portfolios im Handelsbuch1 Q1 2015 2014
Mio. €
Minimum 17 11
Mittelwert 20 15
Maximum 28 37
VaR-Endziffer Berichtsperiode 27 16

1 99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskurs- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen, gefolgt von Zinsrisiken. In der Risikoart Zinsen werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

Die Entwicklung des VaR im ersten Quartal 2015 zeigte, dass der Anstieg des VaR vor allem aus Veränderungen der Credit-Spread-, Zins-, und Währungsrisiken resultierte. Die übrigen Risikoarten blieben im ersten Quartal 2015 stabil.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im
Handelsbuch1 Mio. €
31.3.2015 31.12.2014
Credit Spreads 9 5
Zinsen 6 3
Aktien 2 2
Währung 8 5
Rohwaren 1 1
Gesamt 27 16

1 99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

  • 24 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 24 Adressenausfallrisiken
  • 34 Marktrisiken
  • 36 Liquiditätsrisiken
  • 37 Operationelle Risiken
  • 38 Sonstige Risiken

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der oben beschriebenen VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der Stressed VaR lag zum Berichtsstichtag mit 34 Mio. Euro um 4 Mio. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2014. Ursache waren hauptsächlich Positionsveränderungen in den Geschäftsbereichen Treasury und Corporates & Markets. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum nicht verändert.

Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.

Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinnund-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im ersten Quartal 2015 haben wir im Clean-P&L- und im Dirty-P&L-Prozess keinen negativen Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe dieser Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Währungskursen, Aktienkursen sowie Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15%, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Im ersten Quartal 2015 wurden Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Non-Core Assets – Public Finance mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Unsere in diesem Bereich seit Jahren verfolgte strikte Abbaustrategie setzten wir systematisch fort. Darüber hinaus beeinflussen die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Risiken der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapierund Derivatepositionen ohne Kredite stiegen im ersten Quartal 2015 von 63 Mio. Euro per 31. Dezember 2014 auf 70 Mio. Euro an. Ursache für diese Entwicklung waren deutlich gesunkene Zinsen und Credit Spreads, die zu höheren Marktwerten im Anleiheportfolio und in der Folge zu höheren Credit-Spread-Sensitivitäten führten. Darüber hinaus erhöhten Positionsveränderungen in den Geschäftsbereichen Treasury und Corporates& Markets die Credit-Spread-Sensitivitäten.

Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies ist in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Wir bestimmen zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Ende des ersten Quartals 2015 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities, strukturierte Produkte und Restrukturierungsportfolios weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird jährlich aktualisiert. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

34 Marktrisiken 36 Liquiditätsrisiken 37 Operationelle Risiken 38 Sonstige Risiken

24 Adressenausfallrisiken

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank hat im vergangenen Geschäftsjahr das Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk überarbeitet und an die aktuellen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen angepasst. Wichtige Punkte waren die Einführung einer neuen Methodik und die Parametrisierung der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung konnte ein quantitatives Ausgestalten unserer Liquiditätsrisikotoleranz erzielt werden, die in Einklang mit der Gesamtrisikostrategie steht.

Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen, während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes Neugeschäft in das Kalkül mit einbezogen wird. Die Limitierung erfolgt auf Stufe 5.

Basierend auf der Liquiditätsablaufbilanz werden Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht.

Des Weiteren werden für den Zeitraum bis zu einem Jahr harte Limite definiert, wohingegen für Zeiträume über einem Jahr Review Trigger existieren, um das Liquiditätsrisiko entsprechend unserer Refinanzierungskapazität zu limitieren. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten heruntergebrochen.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets innerhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Quartalsultimo 1,37.

Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.

Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert von Treasury gehalten und überwacht, um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß der Liquiditätsrisikotoleranz refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.

Die Bank weist zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von bis zu 89,2 Mrd. Euro im Laufzeitband bis einem Tag aus. Davon werden 45,8 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bei Fortschreibung der Bestände unter den derzeitigen Modellierungsannahmen würde sich eine Liquiditätsunterdeckung erst nach fünf Jahren ergeben, wohingegen die Limitierung des internen Modells eine Fristentransformationsposition bereits im Laufzeitband über einem Jahr zulassen würde.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 10,6 Mrd. Euro.

Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien vervollständigt.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirement Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten.

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.

Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.

Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert. Es wird durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert.

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approachs (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Quartals 2015 auf dieser Basis 23,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 21,6 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital betrug 1,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 1,8 Mrd. Euro).

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:

31.3.2015 31.12.2014
Mrd. € Risiko
aktiva
Ökonom.
erforderl.
Kapital
Risiko
aktiva
Ökonom.
erforderl.
Kapital
Privatkunden 6,9 0,6 9,0 0,8
Mittelstandsbank 3,8 0,3 3,3 0,3
Central & Eastern
Europe
0,8 0,1 0,4 0,0
Corporates & Markets 5,7 0,5 4,7 0,4
Non-Core Assets 2,0 0,1 1,3 0,1
Sonstige und
Konsolidierung
3,9 0,3 2,9 0,2
Konzern 23,1 1,9 21,6 1,8

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS) der Bank und der Risk Scenario Assessments statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt.

Sonstige Risiken

Mitte März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Die Commerzbank kooperierte über mehrere Jahre mit den US-Behörden und den Behörden in New York und hat ihnen ausführliche Dokumentationen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt.

Die Bank hat in den vergangenen Jahren ihre Compliance-Funktion verbessert und zur Mängelbehebung erste Maßnahmen umgesetzt, die der erzielten Einigung mit den US-Behörden zugrunde liegen. In der Einigung ist ferner eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Weitere Informationen über die erzielte Einigung können dem Kapitel "Wichtige geschäftspolitische Ereignisse im ersten Quartal 2015" im Zwischenlagebericht und der Note 24 des Zwischenabschlusses (Rückstellungen) entnommen werden.

Bezüglich aller weiteren sonstigen Risiken gab es im ersten Quartal 2015 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2014 dargestellten Stand.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

40 Gesamtergebnisrechnung

  • 40 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 41 Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
  • 43 Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)
  • 44 Bilanz
  • 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 49 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

50 Anhang (ausgewählte Notes)

  • 50 Allgemeine Angaben
  • 53 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 64 Erläuterungen zur Bilanz
  • 74 Sonstige Erläuterungen
  • 92 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
  • 94 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. € Notes 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Zinserträge 2 987 2 994 – 0,2
Zinsaufwendungen 1 489 1 864 – 20,1
Zinsüberschuss (1) 1 498 1 130 32,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (2) – 158 – 238 – 33,6
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 340 892 50,2
Provisionserträge 1 067 956 11,6
Provisionsaufwendungen 167 141 18,4
Provisionsüberschuss (3) 900 815 10,4
Handelsergebnis (4) 590 422 39,8
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen – 71 – 14
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
519 408 27,2
Ergebnis aus Finanzanlagen (5) – 128 – 38
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
14 13 7,7
Sonstiges Ergebnis (6) – 21 – 68 – 69,1
Verwaltungsaufwendungen (7) 1 939 1 698 14,2
Restrukturierungsaufwendungen (8) 66
Ergebnis vor Steuern 619 324 91,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) 218 95
Konzernergebnis 401 229 75,1
den nicht beherrschenden Anteilen
zurechenbares Konzernergebnis
35 29 20,7
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis
366 200 83,0
Ergebnis je Aktie € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie 0,32 0,18 77,8

Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.

40 Gesamtergebnisrechnung

  • 44 Bilanz 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 49 Kapitalflussrechnung
  • 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Konzernergebnis 401 229 75,1
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Versorgungsplänen
– 97 – 190 – 48,9
Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten – 97 – 190 – 48,9
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung – 26 3
Erfolgsneutrale Wertänderung 503 139
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 22 36 – 38,9
Erfolgsneutrale Wertänderung – 8 4
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung – 1 – 100,0
Erfolgsneutrale Wertänderung 349 – 23
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung – 1
Erfolgsneutrale Wertänderung 0
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 12 0
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 851 158
Sonstiges Periodenergebnis 754 – 32
Gesamtergebnis 1 155 197
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 79 27
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis 1 076 170

Für die ersten drei Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:

Sonstiges Periodenergebnis Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Veränderung aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Versorgungsplänen
– 119 22 – 97 – 289 99 – 190
darunter: bei at-Equity-bewerteten
Unternehmen
0 0
darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
Veränderung der Neubewertungsrücklage 592 – 115 477 208 – 66 142
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
23 – 9 14 57 – 17 40
Veränderung der Rücklage
aus der Währungsumrechnung
350 – 1 349 – 24 – 24
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten oder
Veräußerungsgruppen
– 1 – 1
Veränderung bei at-Equity
bewerteten Unternehmen
12 12 0 0
Sonstiges Periodenergebnis 857 – 103 754 – 48 16 – 32

40 Gesamtergebnisrechnung

44 Bilanz 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)

Mio. € 2015 2014
1. Quartal 4. Quartal 3. Quartal 2. Quartal 1. Quartal
Zinsüberschuss 1 498 1 376 1 495 1 606 1 130
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 158 – 308 – 341 – 257 – 238
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 340 1 068 1 154 1 349 892
Provisionsüberschuss 900 809 799 782 815
Handelsergebnis 590 60 79 – 184 422
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen – 71 5 21 4 – 14
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen 519 65 100 – 180 408
Ergebnis aus Finanzanlagen – 128 64 15 41 – 38
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen 14 2 19 10 13
Sonstiges Ergebnis – 21 – 469 – 22 – 18 – 68
Verwaltungsaufwendungen 1 939 1 779 1 722 1 727 1 698
Restrukturierungsaufwendungen 66 61
Ergebnis vor Steuern 619 – 301 343 257 324
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 218 – 67 93 132 95
Konzernergebnis 401 – 234 250 125 229
den nicht beherrschenden Anteilen
zurechenbares Konzernergebnis 35 27 25 25 29
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis 366 – 261 225 100 200

Bilanz

Aktiva Mio. € Notes 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Barreserve 6 362 4 897 29,9
Forderungen an Kreditinstitute (11,13,14) 86 256 80 036 7,8
darunter: als Sicherheit übertragen
Forderungen an Kunden (12,13,14) 237 031 232 867 1,8
darunter: als Sicherheit übertragen
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 470 415 13,3
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten 4 514 4 456 1,3
Handelsaktiva (15) 165 559 130 343 27,0
darunter: als Sicherheit übertragen 14 708 5 532
Finanzanlagen (16) 90 514 90 358 0,2
darunter: als Sicherheit übertragen 779 569 36,9
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 706 677 4,3
Immaterielle Anlagewerte (17) 3 344 3 330 0,4
Sachanlagen (18) 1 913 1 916 – 0,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 608 620 – 1,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen 263 421 – 37,5
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 716 716 0,0
Latente Ertragsteueransprüche 3 168 3 358 – 5,7
Sonstige Aktiva (19) 3 828 3 199 19,7
Gesamt 605 252 557 609 8,5

40 Gesamtergebnisrechnung

  • 44 Bilanz 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 49 Kapitalflussrechnung
  • 50 Anhang (ausgewählte Notes)
Passiva Mio. € Notes 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 105 425 99 443 6,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 261 342 248 977 5,0
Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 48 099 48 813 – 1,5
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 347 1 278 5,4
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten 10 558 9 355 12,9
Handelspassiva (23) 123 953 97 163 27,6
Rückstellungen (24) 4 257 5 251 – 18,9
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 289 239 20,9
Latente Ertragsteuerschulden 151 131 15,3
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung
gehaltenen Veräußerungsgruppen 80 142 – 43,7
Sonstige Passiva (25) 9 177 7 499 22,4
Nachrangige Schuldinstrumente (26) 12 445 12 358 0,7
Eigenkapital 28 129 26 960 4,3
Gezeichnetes Kapital 1 139 1 139 0,0
Kapitalrücklage 15 928 15 928 0,0
Gewinnrücklagen 10 670 10 383 2,8
Andere Rücklagen – 590 – 1 396 – 57,7
Gesamt vor Nicht beherrschenden Anteilen 27 147 26 054 4,2
Nicht beherrschende Anteile 982 906 8,4
Gesamt 605 252 557 609 8,5

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Mio. € Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tungs
rück
lage
Andere Rücklagen
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
Gesamt
vor Nicht
beherr
schenden
Anteilen
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Eigenkapital zum 1.1.2014 1 139 15 928 10 660 – 1 195 – 357 – 192 25 983 950 26 933
Gesamtergebnis – 301 238 111 – 1 47 108 155
Konzernergebnis 264 264 106 370
Veränderung aus der
Neubewertung von
leistungsorientierten
Versorgungsplänen
– 565 – 565 – 1 – 566
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
238 238 24 262
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
111 111 111
Veränderung der Rücklage aus
der Währungsumrechnung
– 5 – 5 – 21 – 26
Veränderung aus zur
Veräußerung gehaltenen lang
fristigen Vermögenswerten
oder Veräußerungsgruppen
– 1 – 1 – 1
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
5 5 5
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung – 62 – 62
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille Einlagen
Veränderungen im Anteilsbesitz – 5 – 5 – 89 – 94
Sonstige Veränderungen1 29 29 – 1 28
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 383 – 957 – 246 – 193 26 054 906 26 960

1 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis,

Veränderung des Bestands eigener Aktien und Veränderung von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente.

40 Gesamtergebnisrechnung

44 Bilanz 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Mio. € Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tungs
rück
lage
Andere Rücklagen
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
Gesamt
vor Nicht
beherr
schenden
Anteilen
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 383 – 957 – 246 – 193 26 054 906 26 960
Gesamtergebnis 270 468 14 324 1 076 79 1 155
Konzernergebnis 366 366 35 401
Veränderung aus der
Neubewertung von
leistungsorientierten
Versorgungsplänen
– 96 – 96 – 1 – 97
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
468 468 9 477
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
14 14 14
Veränderung der Rücklage aus
der Währungsumrechnung1
313 313 36 349
Veränderung aus zur
Veräußerung gehaltenen lang
fristigen Vermögenswerten oder
Veräußerungsgruppen
– 1 – 1 – 1
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
12 12 12
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille Einlagen
Veränderungen im Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen2 17 17 – 3 14
Eigenkapital zum 31.3.2015 1 139 15 928 10 670 – 489 – 232 131 27 147 982 28 129

1 Einschließlich Veränderungen im Konsolidierungskreis.

2 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis,

Veränderung des Bestands eigener Aktien und Veränderung von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente.

Zum 31. März 2015 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 1 139 Mio. Euro und war in 1 138 506 941 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien betrug 1 138 506 941 Stück (31. März 2014: 1 138 506 941 Stück).

Am 27. April 2015 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft per Ad-Hoc-Mitteilung angekündigt, das Grundkapital um 113 850 693 neue Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts zu erhöhen. Die Aktien wurden im Wege eines so genannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens am 28. April 2015 bei institutionellen Anlegern platziert und sind für das laufende Geschäftsjahr voll dividendenberechtigt. Der Ausgabepreis betrug 12,10 Euro pro Aktie und führte zu einer Erhöhung des Gezeichneten Kapitals um 113 Mio. Euro und einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 1 264 Mio. Euro.

Auf die anderen Rücklagen entfielen zum 31. März 2015 keine Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

Im ersten Quartal 2015 sind weder aus dem Erwerb von weiteren Anteilen bereits konsolidierter Gesellschaften noch aus dem Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter Gesellschaften nennenswerte Effekte entstanden.

Mio. € Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tungs
rück
lage
Andere Rücklagen
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
Gesamt
vor Nicht
beherr
schenden
Anteilen
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Eigenkapital zum 1.1.2014 1 139 15 928 10 660 – 1 195 – 357 – 192 25 983 950 26 933
Gesamtergebnis 10 142 40 – 22 170 27 197
Konzernergebnis 200 200 29 229
Veränderung aus der
Neubewertung von
leistungsorientierten
Versorgungsplänen
– 190 – 190 – 190
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
142 142 142
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
40 40 40
Veränderung der Rücklage aus
der Währungsumrechnung
– 22 – 22 – 2 – 24
Veränderung aus zur
Veräußerung gehaltenen lang
fristigen Vermögenswerten
oder Veräußerungsgruppen
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung – 52 – 52
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille Einlagen
Veränderungen im Anteilsbesitz 1 1 – 29 – 28
Sonstige Veränderungen1 2 1 3 – 2 1
Eigenkapital zum 31.3.2014 1 139 15 928 10 673 – 1 053 – 317 – 213 26 157 894 27 051

Nachrichtlich: Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. März 2014

1 Sofern für die Berichtsperiode relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis, Veränderung des Bestands eigener Aktien und Veränderung von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

Mio. € 2015 20141
Zahlungsmittelbestand zum 1.1. 4 897 12 397
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 1 710 – 3 501
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 290 – 797
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 166 – 171
Cashflow insgesamt 1 254 – 4 469
Effekte aus Wechselkursänderungen 246 12
Effekte aus nicht beherrschenden Anteilen – 35 – 29
Zahlungsmittelbestand zum 31.3. 6 362 7 911

1 Vorjahr angepasst.

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands im Commerzbank-Konzern. Dieser entspricht dem Bilanzposten Barreserve und setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Angaben

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Zwischenabschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. März 2015 wurde in Einklang mit § 315 a Absatz 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zur Anwendung. Er berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 31. März 2015 erstellte Abschlüsse. Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der verkürzten Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Anwendung neuer und geänderter Standards

Wir haben in diesem Abschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewendet (vergleiche Geschäftsbericht 2014 Seite 158 ff.). Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2015 in der EU verpflichtend anzuwenden sind (geänderter IAS 19 sowie Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für die Zyklen 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013), wurden in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss.

Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden neuen und überarbeiteten Standards (IAS 1, 16, 27, 28, 38 und 41 sowie IFRS 9, 10, 11, 12, 14 und 15) und Interpretationen stellen wir im Folgenden dar.

Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 (IFRS 9 geändert 2014). Durch IFRS 9 wird der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) abgelöst. IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten der Aktivseite vor und ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge). Die EU-Kommission hat im Dezember 2014 den Prozess zur Umsetzung in europäisches Recht angestoßen und die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) um Stellungnahme gebeten. Nach den bislang vorliegenden Informationen kann der Prozess zur Übernahme bis Ende 2015 abgeschlossen werden. Aufgrund des langen Zeitraums bis zum wahrscheinlichen Inkrafttreten (1. Januar 2018) und der derzeit noch bestehenden Unsicherheiten und Interpretationsmöglichkeiten ist keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich.

Durch IFRS 15, der noch nicht durch die EU übernommen wurde, wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfang-

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

reiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.

Aus den anderen, nachfolgend beschriebenen derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen (einschließlich der Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der geänderte Standard IAS 1 enthält Klarstellungen zur Wesentlichkeit, Aggregation und möglichen Reihenfolge von Angaben. Die geänderten Standards IAS 16 und 38 stellen klar, welche Abschreibungsmethoden für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte zulässig sind. Die Änderungen der Standards IAS 16 und 41 stehen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von sogenannten produzierenden Pflanzen. Die Änderungen des Standards IAS 27 erlauben die Anwendung der Equity-Methode für Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in einem IFRS-Einzelabschluss und sind somit für den Commerzbank-Konzernabschluss nicht anwendbar. Die Änderungen der Standards IAS 28 und IFRS 10 regeln, dass nicht realisierte Erfolge aus Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der geänderte Standard IFRS 11 stellt klar, dass der erstmalige Erwerb und der Zukauf von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit nach den Prinzipien des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht Regelungen des IFRS 11 widersprechen. Eine weitere Änderung der Standards IFRS 10 und 12 sowie IAS 28 betrifft die Klarstellung zur Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften. Der Standard IFRS 14, der nur für IFRS-Erstanwender und somit nicht für den Commerzbank-Konzern relevant ist, regelt die weitere Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten, die aufgrund bisher angewendeter Rechnungslegungsgrundsätze erfasst wurden. Im September 2014 wurden Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für den Zyklus 2012 bis 2014 veröffentlicht, die insbesondere Klarstellungen von Definitionen sowie kleinere Änderungen von Ansatz, Bewertung und Ausweis von Geschäftsvorfällen umfassen.

Konsolidierungskreis

Folgende Gesellschaften wurden bis zum 31. März 2015 neu in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Gesellschaften Kapitalanteil und
Stimmrechte
Anschaffungs
kosten
Vermögenswerte Schulden
% Mio. € Mio. € Mio. €
COCO Finance II–2 Ltd., Dublin, Irland 171,7 171,7
ComStage LevDAX® x2 UCITS ETF,
Luxemburg, Luxemburg
93,0 34,0 35,8 5,7
ComStage MSCI Italy TRN UCITS ETF,
Luxemburg, Luxemburg
99,8 21,5 22,5 1,3
ComStage MSCI Spain TRN UCITS ETF,
Luxemburg, Luxemburg
99,5 21,5 22,4 1,5
ComStage ShortMDAX TR UCITS ETF,
Luxemburg, Luxemburg
95,0 44,7 46,6 – 2,8
MS "SCHUMANN" Schiffahrtsgesellschaft
mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
98,0
MS "TSCHAIKOWSKY" Schiffahrtsgesellschaft
mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
98,0

Bei den in der Übersicht aufgeführten erstkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um Neugründungen oder um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben. Für Zukäufe wenden wir die Vorschriften des IFRS 3 an, sobald wir die erworbene Gesellschaft beherrschen. Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäftsoder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Negative Unterschiedsbeträge werden zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert oder haben unsere Wesentlichkeitsgrenze für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten:

  • Veräußerung
  • BRE Ubeczpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A., Warschau, Polen
  • Transfinance a.s., Prag, Tschechien
  • Gesellschaften, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten haben
  • gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus, Eschborn, Deutschland
  • NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH MS & Co "NEDLLOYD JULIANA" KG, Hamburg, Deutschland
  • Space Park GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland

Folgende Gesellschaften wurden auf im Konzern konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:

  • BRE Agent Ubezpieczeniowy Sp. z.o.o., Warschau, Polen
  • BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o., Warschau, Polen

  • Westend Grundstücksgesellschaft mbH, Eschborn, Deutschland

  • Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt, Deutschland

Im ersten Quartal 2015 wurde die Gesellschaft Apartamenty Molo Rybackie Sp. z o.o., Gdynia, Polen in den Kreis der at-Equitybewerteten Gesellschaften aufgenommen. Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen ist in den ersten drei Monaten 2015 die sich in der Abwicklung befindliche Gesellschaft RECAP/ Commerz AMW Investment, L. P. – New York, USA, ausgeschieden.

Im Segment Privatkunden wird die Gesellschaft Avolo Aviation GmbH & Co. KG, Karlsruhe zur Veräußerung gehalten. Im selben Segment werden zudem Fondsanteile zur Veräußerung gehalten. Bis zur endgültigen Übertragung der Anteile bewerten wir die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IFRS 5 und weisen diese in dem entsprechenden Bilanzposten aus.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(1) Zinsüberschuss

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Zinserträge 2 987 2 994 – 0,2
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte)
180 210 – 14,3
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen)
2 240 2 415 – 7,2
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option)
57 148 – 61,5
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (zu Handelszwecken gehalten)
186 105 77,1
Vorfälligkeitsentschädigungen 29 34 – 14,7
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie
aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten
241 37
Dividenden aus Wertpapieren 27 26 3,8
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
3 1
Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien
24 18 33,3
Sonstige Zinserträge
Zinsaufwendungen 1 489 1 864 – 20,1
Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente sowie
verbriefte und sonstige Verbindlichkeiten
1 280 1 517 – 15,6
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option 83 190 – 56,3
Zinsaufwendungen für zu Handelszwecken gehaltene verbriefte
Verbindlichkeiten
29 27 7,4
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie
aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten
54 27
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
11 12 – 8,3
Sonstige Zinsaufwendungen 32 91 – 64,8
Gesamt 1 498 1 130 32,6

Der sogenannte Unwinding-Effekt belief sich vom 1. Januar bis 31. März 2015 auf 13 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro).

Die Sonstigen Zinsaufwendungen enthalten unter anderem die Nettozinsaufwendungen für Pensionen. Die saldierten Zinsen aus

Derivaten (Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen erfasst.

(2) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 – 561 – 667 – 15,9
Auflösung von Risikovorsorge1 416 445 – 6,5
Saldo Direktabschreibungen, Zuschreibungen und
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen – 13 – 16 – 18,8
Gesamt – 158 – 238 – 33,6

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).

(3) Provisionsüberschuss

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Wertpapiergeschäft 264 230 14,8
Vermögensverwaltung 51 45 13,3
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 348 312 11,5
Immobilienkreditgeschäft 8 12 – 33,3
Bürgschaften 55 57 – 3,5
Ergebnis aus Syndizierungen 84 67 25,4
Vermittlungsgeschäft 48 43 11,6
Treuhandgeschäfte 1 2 – 50,0
Übrige 41 47 – 12,8
Gesamt1 900 815 10,4

1 Davon Provisionsaufwendungen: 167 Mio. Euro (Vorjahr: 141 Mio. Euro).

(4) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis haben wir in zwei Komponenten aufgeteilt:

  • Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren),
  • Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option (einschließlich Wertänderungen der dazugehörigen Derivate).

Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Für die Bewertung kommen sowohl Börsenkurse als auch interne Preismodelle (insbesondere Barwert- und Optionspreismodelle) zum Einsatz. Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen.

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Ergebnis aus dem Handel1 605 470 28,7
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option – 15 – 48 – 68,8
Gesamt 590 422 39,8

1 Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(5) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Tochterunternehmen aus.

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft – 176 – 32
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte
36 – 6
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
41 17
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
– 2 – 20 – 90,0
Bewertungsergebnis – 3 – 3 0,0
der Kategorie Kredite und Forderungen – 212 – 26
Veräußerungsgewinne 7 3
Veräußerungsverluste – 20 – 13 53,8
Bewertungsergebnis1 – 199 – 16
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten 48 – 6
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte
1
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
1 4 – 75,0
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)
– 4 – 100,0
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden
47 5
Bewertungsergebnis
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
– 11 – 100,0
Gesamt – 128 – 38

1 Hierin sind Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: Zuführung 13 Mio. Euro) für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

Das Bewertungsergebnis aus zinstragendem Geschäft wurde im ersten Quartal 2015 durch die Wertminderung unseres Engagements gegenüber der HETA ASSET RESOLUTION AG geprägt. Im Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten ist im Wesentlichen das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf der Gesellschaft BRE Ubeczpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A., Warschau, enthalten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Wesentliche sonstige Aufwendungen 51 168 – 69,6
Zuführungen zu Rückstellungen 22 125 – 82,4
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 25 30 – 16,7
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 2
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 3 3 0,0
Aufwendungen aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 1 3 – 66,7
Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 5
Wesentliche sonstige Erträge 80 99 – 19,2
Auflösungen von Rückstellungen 24 42 – 42,9
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 40 36 11,1
Erträge aus dem Versicherungsgeschäft 6 5 20,0
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 2
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 7 8 – 12,5
Erträge aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 5
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 3 1
Wechselkursveränderungen (saldiert) – 38 – 1
Sonstige Steuern (saldiert) – 6 – 6 0,0
Übrige sonstige Aufwendungen und Erträge (saldiert) – 6 8
Sonstiges Ergebnis – 21 – 68 – 69,1

(7) Verwaltungsaufwendungen

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Personalaufwendungen 984 976 0,8
Sachaufwendungen 843 619 36,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und
sonstige immaterielle Anlagewerte 112 103 8,7
Gesamt 1 939 1 698 14,2

(8) Restrukturierungsaufwendungen

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 66
Gesamt 66

Die Restrukturierungsaufwendungen von 66 Mio. Euro im ersten Quartal 2015 stehen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsfelds Corporate Markets am Standort London und der Bildung von globalen Kompetenzzentren, sowie der Neuordnung des Standortes in Luxemburg. Ziel dieser Maßnahmen ist die Reduktion von Kosten durch die Verlagerung von Tätigkeiten an alternative Standorte bei vergleichbarer Qualität. Die Kostensenkungen entfallen zum überwiegenden Teil auf den Personalbereich.

  • 44 Bilanz
  • 46 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Zum 31. März 2015 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 218 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 619 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von 35,2 % (Konzernertragsteuersatz: 31,23 %). Der Konzernsteueraufwand resultierte im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank AG sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland und in Luxemburg für die Berichtsperiode. Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die Neubewertung von latenten Steueransprüchen auf steuerliche Verlustvorträge infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen ausgewirkt.

(10) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über fünf berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Geringfügige Anpassungen der Geschäftsmodelle der Segmente führten zu kleinen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten.

• Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Direct Banking sowie Commerz Real. Im Konzernbereich Private Kunden ist das klassische Filialgeschäft mit Privat-, Private-Banking- und Geschäftskunden gebündelt. Basierend auf einer flächendeckenden Filialpräsenz vor Ort umfasst das Leistungsspektrum ein Vollbankangebot aus Kredit-, Einlagen-, Wertpapier-, Zahlungsverkehrs- sowie Vorsorgeprodukten. Im Wealth Management werden vermögende Kunden im In- und Ausland betreut, ebenso ist hier die Vermögensverwaltung angesiedelt. Angebote wie Wertpapiermanagement/Vermögensverwaltung, Kreditmanagement und Finanzierungen sowie Immobilienmanagement stehen im Vordergrund. Hinzu kommen die Betreuung in Stiftungs- und Nachlassangelegenheiten sowie die Beratung bei unternehmerischen Beteiligungen. Dem Konzernbereich ist ferner die Commerz Direktservice GmbH zugeordnet, die Callcenterleistungen für CommerzbankKunden erbringt. Das Joint Venture Commerz Finanz (insbesondere Vertrieb von Ratenkrediten) wird aus dem Konzernbereich Private Kunden heraus zentral gesteuert und auch ergebnismäßig dort abgebildet. Seit 1. Juli 2012 zählt das Teilportfolio "Private Immobilien" des Privatkunden-Portfolios der Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft zum Konzernbereich Private Kunden. Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect-bank-Gruppe. Das dort konzentrierte B2B- (ebase) beziehungsweise B2C-Business (comdirect) ist charakterisiert durch standardisierte, primär über das Internet verfügbare Beratungs- und Serviceangebote für die Kunden. Commerz Real ist seit Juli 2012 als Konzernbereich in das Segment Privatkunden integriert (mit Ausnahme des Leistungsbereichs Warehouse). Die Produktpalette umfasst offene Immobilienfonds (hausInvest), unternehmerische Beteiligungen (geschlossene Fonds) in Immobilien, Flugzeugen, Schiffen und regenerativen Energien, institutionelle Anlageprodukte und Structured Investments sowie Mobilienleasing.

• Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr sowie Cash-Management-Lösungen, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Im Konzernbereich Großkunden & International konzentrieren wir uns auf die Betreuung von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als Multinational Corporate im Rahmen des Client-Relationship-Managements im Segment Corporates& Markets betreut werden). Kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität werden hier ebenfalls betreut. Für unsere Kunden sind wir durch unsere ausländischen Niederlassungen der strategische Partner – sowohl für internationale Aktivitäten deutscher Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem deutschen Heimatmarkt. Darüber hinaus stehen wir mittelständischen Kunden in ausgewählten Kernmärkten auch für das lokale Geschäft, ganz ohne Deutschlandbezug, zur Verfügung. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Energiesektor in diesem Konzernbereich angesiedelt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf der bevorzugten Einschaltung der Commerzbank in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein weltweites Korrespondenzbankennetzwerk sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die Finanzierung und Abwicklung der weltweiten Außenhandelsaktivitäten aller Kunden des Commerzbank-Konzerns und unterstützt damit auch andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien.

  • Das Segment Central & Eastern Europe (CEE) umfasst im Berichtsjahr die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in dieser Region. Hierzu gehört insbesondere die polnische Tochter mBank. Diese bietet einerseits Bankprodukte für Firmenkunden und andererseits Finanzdienstleistungen für Privatkunden in Polen, in Tschechien und in der Slowakei.
  • Corporates & Markets umfasst vier wesentliche Säulen: Equity Markets & Commodities beinhaltet den Handel und den Vertrieb von aktien- und rohstoffbezogenen Finanzprodukten. Fixed Income&Currencies umfasst die Handels- und Vertriebsaktivitäten von Zins-, Kredit- und Währungsinstrumenten. Corporate Finance erstreckt sich auf Arrangierungs- und Beratungsleistungen mit Blick auf Eigenkapital-, Hybridkapitalund Fremdkapitalinstrumente, Verbriefungslösungen sowie Fusionen und Übernahmen. Das Credit-Portfolio-Management verantwortet die global einheitliche Steuerung und das aktive Management der Adressenrisiken aus Kredit- und Handelsgeschäften für Corporates& Markets. Hier werden auch die aus der Portfolio Restructuring Unit übertragenen Bestände wertschonend abgebaut. Zusätzlich gehört das Client-Relationship-Management zu Corporates& Markets, dessen Aufgabe in der Betreuung deutscher multinationaler Industrieunternehmen, deutscher und internationaler Versicherungsunternehmen, Finanzinvestoren (Private-Equity-Investoren), Sovereign Wealth Funds und Kunden der öffentlichen Hand besteht.
  • Im Segment Non-Core Assets (NCA) werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate, Public Finance (inklusive Private Finance Initiatives) sowie dem Konzernbereich Deutsche Schiffsbank (DSB) zusammengefasst. Dabei liegen Commercial Real Estate nahezu vollständig sowie Public Finance überwiegend bei der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft. Der Bereich DSB umfasst die

Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe. Darin enthalten sind auch sämtliche Ship-Finance-Aktivitäten der ehemaligen Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft. Daneben sind im Segment NCA die Warehouse-Assets der Commerz Real Aktiengesellschaft enthalten.

• In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und die Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme von Restrukturierungskosten – im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme von Restrukturierungskosten – ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden.

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie den Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Ergänzend zu den bereits bekannten Leistungskennzahlen weisen wir erstmals die immer stärker in den Fokus der Investoren rückende Operative Eigenkapitalrendite abzüglich Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte aus. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tat-

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

sächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-3- Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das IFRS-Kapital gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital und dem IFRS-Kapital erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt ab 2015 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 10%. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Aufgrund des fortschreitenden Portfolioabbaus im Segment NCA wurde ein Teil des dort ausgewiesenen, durch die EBA ursprünglich geforderten Kapitalbetrags für die Unterlegung von Risiken aus Staatsanleihen von EU Ländern im ersten Quartal 2014 in die Kernbank zurückgegeben. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein dem Nachsteuer

ergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Im Rahmen der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert. Bei der Abbildung von Zwischenergebniseliminierungen aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 706 Mio. Euro (Vorjahr: 684 Mio. Euro) verteilten sich auf die Segmente Privatkunden mit 428 Mio. Euro (Vorjahr: 417 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 100 Mio. Euro (Vorjahr: 104 Mio. Euro), Corporates & Markets mit 58 Mio. Euro (Vorjahr: 49 Mio. Euro), Non-Core Assets mit 39 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro) sowie den Bereich Sonstige und Konsolidierung mit 81 Mio. Euro (Vorjahr: 68 Mio. Euro).

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten per 31. März 2015 sowie zu den Vergleichswerten des Vorjahreszeitraums.

1.1.–31.3.2015
Mio. €
Privat
kunden
Mittel
standsbank
Central &
Eastern
Europe
Corporates
& Markets
Non
Core
Assets
Sonstige
und Kon
solidierung
Konzern
Zinsüberschuss 435 443 135 350 149 – 14 1 498
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 13 – 35 – 23 47 – 97 – 37 – 158
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge
422 408 112 397 52 – 51 1 340
Provisionsüberschuss 459 292 47 102 5 – 5 900
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
29 20 221 157 92 519
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 1 47 2 – 203 24 – 128
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
14 2 – 2 14
Sonstiges Ergebnis 5 – 2 5 – 11 10 – 28 – 21
Erträge vor Risikovorsorge 914 763 254 666 116 69 2 782
Erträge nach Risikovorsorge 901 728 231 713 19 32 2 624
Verwaltungsaufwendungen 740 383 115 413 105 183 1 939
Operatives Ergebnis 161 345 116 300 – 86 – 151 685
Restrukturierungsaufwendungen 50 16 66
Ergebnis vor Steuern 161 345 116 250 – 102 – 151 619
Aktiva 74 150 91 487 30 182 222 391 100 303 86 739 605 252
Passiva 100 702 141 181 25 093 193 601 52 898 91 777 605 252
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital
4 144 8 191 1 843 4 624 7 559 1 163 27 524
Operative
Eigenkapitalrendite1 (%)
15,5 16,8 25,2 26,0 – 4,6 10,0
Operative Eigenkapitalrendite
abzüglich Immaterieller
Vermögenswerte (%)
22,4 18,7 30,7 26,8 – 4,6 11,2
Aufwandsquote im
operativen Geschäft (%) 81,0 50,2 45,3 62,0 90,5 69,7
Eigenkapitalrendite des
Ergebnisses vor Steuern1 (%)
15,5 16,8 25,2 21,6 – 5,4 9,0
Mitarbeiterdurchschnitt 15 638 5 909 8 053 1 922 490 17 804 49 816

1 Auf das Jahr hochgerechnet.

40 Gesamtergebnisrechnung 44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

1.1.–31.3.2014
Mio. €
Privat
kunden
Mittel
standsbank
Central &
Eastern
Europe
Corporates
& Markets
Non
Core
Assets
Sonstige
und Kon
solidierung
Konzern
Zinsüberschuss 449 439 132 146 59 – 95 1 130
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 36 – 57 – 21 9 – 134 1 – 238
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 413 382 111 155 – 75 – 94 892
Provisionsüberschuss 407 275 57 76 5 – 5 815
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
1 4 24 318 60 1 408
Ergebnis aus Finanzanlagen 2 – 2 2 – 5 – 88 53 – 38
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
9 1 2 1 13
Sonstiges Ergebnis 5 2 9 4 5 – 93 – 68
Erträge vor Risikovorsorge 873 719 224 541 41 – 138 2 260
Erträge nach Risikovorsorge 837 662 203 550 – 93 – 137 2 022
Verwaltungsaufwendungen 726 322 105 336 81 128 1 698
Operatives Ergebnis 111 340 98 214 – 174 – 265 324
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 111 340 98 214 – 174 – 265 324
Aktiva 68 846 83 007 25 882 197 665 115 299 83 564 574 263
Passiva 94 241 130 042 21 079 182 333 57 025 89 543 574 263
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital
4 266 7 335 1 693 4 552 8 514 717 27 077
Operative Eigenkapitalrendite1 (%) 10,4 18,5 23,2 18,8 – 8,2 4,8
Operative Eigenkapitalrendite
abzüglich Immaterieller
Vermögenswerte (%)
14,9 20,9 28,7 19,5 – 8,2 5,4
Aufwandsquote im
operativen Geschäft (%)
83,2 44,8 46,9 62,1 197,6 75,1
Eigenkapitalrendite des
Ergebnisses vor Steuern1 (%)
10,4 18,5 23,2 18,8 – 8,2 4,8
Mitarbeiterdurchschnitt 16 032 5 748 7 642 1 957 611 17 919 49 909

1 Auf das Jahr hochgerechnet.

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige
und Kon
solidierung
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige
und Kon
solidierung
Zinsüberschuss – 7 – 7 – 14 – 86 – 9 – 95
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 37 – 37 1 1
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge – 44 – 7 – 51 – 85 – 9 – 94
Provisionsüberschuss – 4 – 1 – 5 – 3 – 2 – 5
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
93 – 1 92 – 2 3 1
Ergebnis aus Finanzanlagen 29 – 5 24 – 12 65 53
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
1 1
Sonstiges Ergebnis – 25 – 3 – 28 – 89 – 4 – 93
Erträge vor Risikovorsorge 86 – 17 69 – 191 53 – 138
Erträge nach Risikovorsorge 49 – 17 32 – 190 53 – 137
Verwaltungsaufwendungen 190 – 7 183 134 – 6 128
Operatives Ergebnis – 141 – 10 – 151 – 324 59 – 265
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern – 141 – 10 – 151 – 324 59 – 265
Aktiva 86 739 86 739 83 564 83 564
Passiva 91 777 91 777 89 543 89 543

Unter Konsolidierung berichten wir über Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

  • Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf segmentübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.
  • Das dem Segment Corporates& Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert.
  • In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen und eigene Aktien werden unter Konsolidierung eliminiert.
  • Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte sind ebenfalls hier enthalten.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung des Ergebnisses, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:

1.1.–31.3.2015
Mio. €
Deutschland Europa
ohne
Deutschland
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 756 693 78 – 29 1 498
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 120 – 43 5 – 158
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 636 650 83 – 29 1 340
Provisionsüberschuss 739 129 15 17 900
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
444 – 47 122 519
Ergebnis aus Finanzanlagen – 148 20 – 128
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
12 1 1 14
Sonstiges Ergebnis – 21 13 – 10 – 3 – 21
Erträge vor Risikovorsorge 1 782 856 37 107 2 782
Erträge nach Risikovorsorge 1 662 813 42 107 2 624
Verwaltungsaufwendungen 1 523 345 35 36 1 939
Operatives Ergebnis 139 468 7 71 685
Risikoaktiva für Kreditrisiken 115 764 53 926 4 138 3 051 176 879

Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

1.1.–31.3.2014
Mio. €
Deutschland Europa
ohne
Deutschland
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 788 298 18 26 1 130
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 162 – 72 – 3 – 1 – 238
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 626 226 15 25 892
Provisionsüberschuss 670 121 9 15 815
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
89 297 – 8 30 408
Ergebnis aus Finanzanlagen – 36 – 6 4 – 38
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
11 1 1 13
Sonstiges Ergebnis – 85 13 4 – 68
Erträge vor Risikovorsorge 1 437 724 28 71 2 260
Erträge nach Risikovorsorge 1 275 652 25 70 2 022
Verwaltungsaufwendungen 1 314 321 33 30 1 698
Operatives Ergebnis – 39 331 – 8 40 324
Risikoaktiva für Kreditrisiken 115 559 50 836 3 205 3 463 173 063

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Kostengründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Forderungen an Kreditinstitute

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Täglich fällig 44 702 29 070 53,8
Mit einer Restlaufzeit 41 669 51 078 – 18,4
bis drei Monate 25 215 22 944 9,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 9 857 22 164 – 55,5
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 6 191 5 587 10,8
mehr als fünf Jahre 406 383 6,0
Gesamt 86 371 80 148 7,8
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 51 554 48 096 7,2
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 58 665 52 458 11,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
27 706 27 690 0,1

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 86 256 Mio. Euro (Vorjahr: 80 036 Mio. Euro).

(12) Forderungen an Kunden

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Mit unbestimmter Restlaufzeit 29 876 26 368 13,3
Mit einer Restlaufzeit 212 604 212 162 0,2
bis drei Monate 36 316 37 407 – 2,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 24 128 25 732 – 6,2
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 67 174 65 371 2,8
mehr als fünf Jahre 84 986 83 652 1,6
Gesamt 242 480 238 530 1,7
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 22 705 22 886 – 0,8
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 225 666 219 565 2,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
16 814 18 965 – 11,3

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 237 031 Mio. Euro (Vorjahr: 232 867 Mio. Euro).

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(13) Kreditvolumen

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Kredite an Kreditinstitute 23 960 25 203 – 4,9
Kredite an Kunden 219 782 215 650 1,9
Gesamt 243 742 240 853 1,2

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

(14) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkannten Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt.

Entwicklung der Risikovorsorge  Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Stand am 1.1. 6 013 7 019 – 14,3
Zuführungen 561 667 – 15,9
Abgänge 1 102 723 52,4
Inanspruchnahmen 686 278
Auflösungen 416 445 – 6,5
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 3
Wechselkursänderungen/Umbuchungen/Unwinding 332 – 94
Stand am 31.3. 5 801 6 869 – 15,5

Die ergebniswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 158 Mio. Euro (31. März 2014: 238 Mio. Euro) (siehe Note 2).

Bestand der Risikovorsorge Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Einzelwertberichtigungen 4 852 5 079 – 4,5
Portfoliowertberichtigungen 712 696 2,3
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 5 564 5 775 – 3,7
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Einzelrisiken) 108 111 – 2,7
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Portfoliorisiken) 129 127 1,6
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 237 238 – 0,4
Gesamt 5 801 6 013 – 3,5

Für Forderungen an Kreditinstitute belief sich der Bestand der Risikovorsorge auf 115 Mio. Euro (Vorjahr: 112 Mio. Euro), für Forderungen an Kunden auf 5 449 Mio. Euro (Vorjahr: 5 663 Mio. Euro).

(15) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

  • Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
  • Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds,
  • Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen,
  • Devisen und Edelmetallen,
  • derivativen Finanzinstrumenten und
  • Sonstigen Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden Krediten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen.

Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 23 067 14 059 64,1
Schuldscheindarlehen 1 121 1 102 1,7
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere
und Anteile an Investmentfonds
35 203 24 936 41,2
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 105 156 89 315 17,7
Währungsbezogene derivative Geschäfte 24 255 16 707 45,2
Zinsbezogene derivative Geschäfte 74 489 66 587 11,9
Übrige derivative Geschäfte 6 412 6 021 6,5
Sonstige Handelsaktiva 1 012 931 8,7
Gesamt 165 559 130 343 27,0

Die Übrigen Geschäfte mit positivem Marktwert aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich überwiegend aus 2 270 Mio. Euro (Vorjahr: 2 083 Mio. Euro) Aktienderivaten und 1 972 Mio. Euro (Vorjahr: 1 712 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(16) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) und den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 89 012 89 076 – 0,1
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und
Anteile an Investmentfonds
1 038 993 4,5
Beteiligungen 326 177 84,2
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 138 112 23,2
Gesamt 90 514 90 358 0,2
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen1 44 350 45 154 – 1,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 43 601 42 756 2,0
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 347 309 12,3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
2 563 2 448 4,7

1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 39 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro).

In den Finanzanlagen zum 31. März 2015 waren 347 Mio. Euro (Vorjahr: 309 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten.

In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestands, die keinen aktiven Markt aufwiesen, aus der IAS-39-Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die IAS-

39-Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisiert. Der beizulegende Zeitwert zu den Umkategorisierungszeitpunkten wurde als neuer Buchwert der Wertpapierbestände angesetzt.

Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 31. März 2015 auf –0,5 Mrd. Euro (Vorjahr: – 0,5 Mrd. Euro). Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen hätte sich für diese Bestände zum 31. März 2015 eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern von –2,4 Mrd. Euro (Vorjahr: – 2,7 Mrd. Euro) ergeben; der Buchwert dieser Bestände zum Bilanzstichtag betrug 41,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 42,7 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 39,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 39,5 Mrd. Euro).

(17) Immaterielle Anlagewerte

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 076 2 076 0,0
Sonstige immaterielle Anlagewerte 1 268 1 254 1,1
Kundenbeziehungen 345 355 – 2,8
Selbst erstellte Software 626 616 1,6
Übrige 297 283 4,9
Gesamt 3 344 3 330 0,4

(18) Sachanlagen

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Grundstücke und Gebäude und übrige Sachanlagen 1 456 1 457 – 0,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 457 459 – 0,4
Gesamt 1 913 1 916 – 0,2

(19) Sonstige Aktiva

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Einzugspapiere 11 17 – 35,3
Edelmetalle 226 177 27,7
Leasinggegenstände 864 795 8,7
Rechnungsabgrenzungsposten 409 219 86,8
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 190 194 – 2,1
Aktiviertes Planvermögen 359 342 5,0
Übrige Aktiva 1 769 1 455 21,6
Gesamt 3 828 3 199 19,7

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Täglich fällig 48 228 43 629 10,5
Mit einer Restlaufzeit 57 197 55 814 2,5
bis drei Monate 25 913 24 850 4,3
mehr als drei Monate bis ein Jahr 6 169 5 824 5,9
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 13 948 14 040 – 0,7
mehr als fünf Jahre 11 167 11 100 0,6
Gesamt 105 425 99 443 6,0
darunter: Repos und Cash Collaterals 31 817 33 410 – 4,8
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 77 265 72 893 6,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option) 28 160 26 550 6,1

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Spareinlagen 6 813 6 760 0,8
Mit vereinbarter Kündigungsfrist von
drei Monaten 6 762 6 701 0,9
mehr als drei Monaten 51 59 – 13,6
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 254 529 242 217 5,1
Täglich fällig 155 384 151 727 2,4
Mit einer Restlaufzeit 99 145 90 490 9,6
bis drei Monate 37 384 33 814 10,6
mehr als drei Monate bis ein Jahr 26 427 20 482 29,0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 12 691 13 336 – 4,8
mehr als fünf Jahre 22 643 22 858 – 0,9
Gesamt 261 342 248 977 5,0
darunter: Repos und Cash Collaterals 22 448 20 204 11,1
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 237 093 225 906 5,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
24 249 23 071 5,1

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Schiffs- und Hypothekenpfandbriefe sowie öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Begebene Schuldverschreibungen 41 686 45 664 – 8,7
darunter:
Hypothekenpfandbriefe
13 504 13 973 – 3,4
Öffentliche Pfandbriefe 11 981 13 353 – 10,3
Begebene Geldmarktpapiere 6 361 3 136
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 52 13
Gesamt 48 099 48 813 – 1,5
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 46 650 47 346 – 1,5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
1 449 1 467 – 1,2
Restlaufzeiten der Verbrieften Verbindlichkeiten Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Täglich fällig
Mit einer Restlaufzeit 48 099 48 813 – 1,5
bis drei Monate 4 819 5 031 – 4,2
mehr als drei Monate bis ein Jahr 11 976 10 245 16,9
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 22 625 24 888 – 9,1
mehr als fünf Jahre 8 679 8 649 0,3
Gesamt 48 099 48 813 – 1,5

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015 wurden wesentliche neue Emissionen mit einem Volumen von 5,5 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen/Rückkäufe auf 1,8 Mrd. Euro und der fälligen Emissionen auf 5,5 Mrd. Euro.

(23) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kreditzusagen mit negativem Marktwert ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Währungsbezogene derivative Geschäfte 27 470 18 637 47,4
Zinsbezogene derivative Geschäfte 71 832 63 648 12,9
Übrige derivative Geschäfte 8 397 6 616 26,9
Zertifikate und andere eigene Emissionen 6 330 5 271 20,1
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative
Marktwerte von Kreditzusagen und Sonstige Handelspassiva 9 924 2 991
Gesamt 123 953 97 163 27,6

Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 5 151 Mio. Euro (Vorjahr: 3 736 Mio. Euro) Aktienderivaten und 2 676 Mio. Euro (Vorjahr: 2 327 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(24) Rückstellungen

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 645 1 590 3,5
Sonstige Rückstellungen 2 612 3 661 – 28,7
Gesamt 4 257 5 251 – 18,9

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2014 Seite 178 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen wurde zum 31. März 2015 ein Diskontierungszinsatz von 1,6% (Vorjahr: 2,3%), eine Gehaltsentwicklung von 2,5% (Vorjahr: 2,5%) und eine Rentenanpassung von 1,5% (Vorjahr: 1,8%) zugrunde gelegt.

Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Für Prozesse und Regresse wurden unter anderem für die folgenden Sachverhalte Rückstellungen gebildet, wobei von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge abgesehen wird, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab:

  • Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Der Konzern ist auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren verwickelt.
  • Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privatkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von – auch gerichtlichen – Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadensersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
  • Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank

von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen.

  • Frühere Mitarbeiter des ehemaligen Dresdner-Bank-Konzerns haben in Deutschland und an verschiedenen Standorten im Ausland Klagen gegen Konzernunternehmen wegen nicht oder nicht im angeblich zugesagten Umfang gezahlter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2008 erhoben. Zu einem Großteil dieser Klagen liegen mittlerweile rechtskräftige gerichtliche Entscheidungen vor. Der Ausgang dieser Verfahren war, abhängig von Jurisdiktion und konkreter Situation, unterschiedlich, die Bank hat teilweise obsiegt, zum Teil wurde sie aber auch zu Zahlungen verurteilt.
  • Der Commerzbank-Konzern hat in den vergangenen Jahren mehrere Tochterunternehmen, Beteiligungen im In- und Ausland sowie einige größere Immobilien veräußert. Die jeweiligen Verträge enthalten Gewährleistungen, bestimmte Haftungsfreistellungen oder auch Finanzierungsverpflichtungen, woraus der Commerzbank-Konzern in Anspruch genommen werden kann. In einigen Fällen wurden angebliche Verstöße gegen solche Vereinbarungen angezeigt.
  • Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung im Wege eines Aktienpaketes durch eine Tochtergesellschaft der Commerzbank hat der Verkäufer die Berechnungsgrundlage des Aktienpreises (Übertragung von Immobilien im Wege der Sacheinlage) in einem gerichtlichen Verfahren angefochten. Das zuständige Berufungsgericht hat im April 2014 entschieden, dass die Übertragung der Immobilien im Wege der Sacheinlage unwirksam war. Die Tochtergesellschaft der Commerzbank hat gegen dieses Urteil Revision eingelegt.
  • Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.

  • Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadensersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Sollten die Kläger in der zweiten Instanz mit ihrer Berufungsklage obsiegen, geht die Commerzbank davon aus, dass aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Regressansprüche gegen andere Mitglieder des Konsortiums sowie gegen Dritte bestehen.

  • Die Commerzbank Aktiengesellschaft wurde als Teil eines Konsortiums im Juli 2005 von einem Kunden, der als Garant für seine Tochtergesellschaft ein fälliges Darlehen vollständig zurückgezahlt hat, im Rahmen seines Insolvenzverfahrens in den USA verklagt. Der Kunde macht geltend, dass verschiedene Rückzahlungen unwirksam seien, weil er zum Zeitpunkt der Finanzierung erkennbar insolvent gewesen sei. Zwei außergerichtliche Schlichtungsversuche blieben erfolglos. Nach Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils wurde im März 2015 vor dem Bezirksgericht ein vorprozessuales Beweisverfahren (Pre-Trial Discovery) durchgeführt. Das Bankenkonsortium hat im Anschluss daran einen Antrag auf ein Urteil im abgekürzten Verfahren (Summary Judgement) gestellt.
  • Im Zusammenhang mit Zahlungsverkehrsgeschäften wurde die Commerzbank von dem Vertrauensschadensversicherer eines Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich nicht durch den Kunden autorisierter Auslandsüberweisungen verklagt. Die Klage wurde im November 2014 zugestellt. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage verteidigen.

  • Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadensersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden sei, verklagt. Ein Verhandlungstermin ist für 2015 geplant.

  • Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.

Anfang 2010 wurde die Commerzbank von US-Behörden aufgefordert, wegen Verstößen des Konzerns gegen US-amerikanische Sanktionsbestimmungen eine interne Untersuchung durchzuführen und dabei eng mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten. Außerdem ermittelten US-Behörden gegen die Commerzbank wegen Verstößen gegen US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention. Die Commerzbank kooperierte über mehrere Jahre mit den US-Behörden und hat ihnen umfangreiche Unterlagen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Nachdem das US-amerikanische Justizministerium im Oktober 2014 entschieden hatte, für die beiden Verfahren einen gemeinsamen Vergleich anzustreben, kam es Anfang März 2015 mit den beteiligten US-Behörden hinsichtlich der Embargo- und Geldwäschepräventionsverstöße zu einer Einigung. Teil dieser Einigung ist die Zahlung eines Betrages von insgesamt 1 452 Mio. US-Dollar. Hierfür waren entsprechende Rückstellungen gebildet. In der Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse der Bank übernommen. In der Einigung ist ferner eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

(25) Sonstige Passiva

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1 474 1 470 0,3
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 5 268 3 965 32,9
Rechnungsabgrenzungsposten 382 388 – 1,5
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen
für Börsentermingeschäfte
181 138 31,2
Übrige Passiva 1 872 1 538 21,7
Gesamt 9 177 7 499 22,4

(26) Nachrangige Schuldinstrumente

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Nachrangige Schuldinstrumente 12 791 12 635 1,2
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien – 1 160 – 1 010 14,9
Bewertungseffekte 814 733 11,1
Gesamt 12 445 12 358 0,7
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 12 437 12 350 0,7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option) 8 8 0,0

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015 belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 0,2 Mrd. Euro. Darüber hinaus waren keine wesentliche Veränderungen zu verzeichnen.

Sonstige Erläuterungen

(27) Eigenkapitalanforderungen und Verschuldungsquote

Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-Loaded-Betrachtung.

Position Mio. € 31.3.20151 31.12.2014 31.3.20151 31.12.2014
Phase-in Phase-in Fully Loaded Fully Loaded
Bilanzielles Eigenkapital 28 129 26 960 28 129 26 960
Effekt aus Debit Valuation Adjustments – 87 – 38 – 219 – 188
Korrektur der Neubewertungsrücklage 474 906
Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges 232 246 232 246
Korrekur zum Phase-in (IAS 19) 824 1 022
Korrektur der Nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) – 243 – 135 – 446 – 426
Geschäfts- oder Firmenwerte – 2 090 – 2 090 – 2 090 – 2 090
Immaterielle Vermögenswerte – 982 – 969 – 982 – 969
Aktivüberhang des Planvermögens – 120 – 57 – 299 – 283
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen – 189 – 128 – 473 – 639
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) – 640 – 496 – 914 – 827
Prudential Valuation – 458 – 469 – 458 – 469
Eigene Aktien – 26 – 17 – 59 – 68
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) – 341 – 360 – 341 – 360
Vorleistungsrisiken
Abzug verrechneter Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) 1 018 935
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen,
die den 10-%-Schwellenwert übersteigen
– 172 – 89 – 771 – 886
Sonstiges und Rundungen – 181 – 98 – 181 – 99
Hartes Kernkapital (CET 1) 25 148 25 123 21 128 19 902
Zusätzliches Kernkapital (AT 1)
Kernkapital (Tier 1) 25 148 25 123 21 128 19 902
Ergänzungskapital (Tier 2) 6 458 6 353 6 314 6 404
Eigenkapital 31 606 31 476 27 442 26 306
Gewichtete Risikoaktiva 222 402 215 178 221 547 214 072
Harte Kernkapitalquote (CET– 1-Ratio, %) 11,3 11,7 9,5 9,3
Eigenkapitalquote (%) 14,2 14,6 12,4 12,3

1 Zahlen vorläufig (einschließlich thesaurierbarem Zwischengewinn).

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Das folgende Bild zeigt die aktuellen gewichteten Risikoaktiva, sowie das Kapital und die Quoten:

Mio. € 31.3.20151 31.12.2014 Veränd. in %
Kreditrisiko 176 879 173 563 1,9
Marktrisiko2 22 470 20 055 12,0
Operationelles Risiko 23 053 21 560 6,9
Gesamt 222 402 215 178 3,4
Hartes Kernkapital (Core Tier 1) 25 148 25 123
Kernkapital (Tier 1) 25 148 25 123
Eigenkapital (Total Capital) 31 606 31 476
Harte Kernkapitalquote (%) 11,3 11,7
Kernkapitalquote (%) 11,3 11,7
Eigenkapitalquote (%) 14,2 14,6

1 Zahlen vorläufig (einschließlich thesaurierbarem Zwischengewinn).

2 Einschließlich Eigenmittelanforderungen für das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein neues Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des ersten Quartals 2015 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.

Leverage Ratio gemäß der überarbeiteten CRR (Delegated Act) 31.3.2015
Leverage Exposure "Phase-in" (Mio. €) 579 676
Leverage Exposure "Fully Loaded" (Mio. €) 576 877
Leverage Ratio "Phase-in" (zum Quartalsende; %) 4,3
Leverage Ratio "Fully Loaded" (zum Quartalsende; %) 3,7

(28) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 37 351 37 147 0,5
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 7 7 0,0
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 37 271 37 069 0,5
aus sonstigen Verpflichtungen 73 71 2,8
Unwiderrufliche Kreditzusagen 65 281 59 850 9,1

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wurde von den entsprechenden Posten gekürzt.

Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechtsrisiken entstehen, deren Eintritt nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 31. März 2015 betrug die Eventualverbindlichkeit aus Rechtsrisiken 1 038 Mio. Euro (Vorjahr: 992 Mio. Euro) und betraf die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

  • Infolge der Insolvenz des Vertragspartners kündigte die Commerzbank 2008 vorzeitig das zwischen den Vertragsparteien bestehende ISDA Master Agreement, was zu einem sogenannten Close-out einer Vielzahl von Transaktionen führte. Im Mai 2013 erhielt die Commerzbank eine Benachrichtigung zur alternativen Streitbeilegung (ADR Notice) zur Einigung über die Kalkulation der Close-out-Werte einiger dieser Transaktionen. Im Rahmen des sich daran anschließenden Mediationsverfahrens lagen die Forderungen der Parteien so weit auseinander, dass die Bank den unterbreiteten Vergleichsvorschlag ablehnte. Nach längeren Vergleichsgesprächen konnten im März 2015 bis auf eine Ausnahme alle angestrebten Vergleiche geschlossen werden. Die Gespräche über den ausstehenden Vergleich dauern an.
  • Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
  • Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen dieses Urteil haben die Kläger Berufung eingelegt.

  • Die Commerzbank wurde auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich unwirksamer Verpfändung und Verwertung global verbriefter Aktien verklagt. Die Klage wurde 2010 erstinstanzlich abgewiesen. 2013 wurde die Berufung zurückgewiesen. Da die Revision nicht zugelassen wurde, ist klägerseits inzwischen Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt worden.

  • Im Nachgang zur Veräußerung der Beteiligung an der Public Joint Stock Company "Bank Forum", Kiew, Ukraine (Bank Forum) im Jahr 2012 hat die Commerzbank Mitteilungen von den Käufern erhalten, nach denen die Käufer Ansprüche aus dem Veräußerungsvertrag geltend machen und den Veräußerungsvertrag als solchen wegen Arglist infrage stellen. Die Parteien führen derzeit ein Schiedsverfahren auf der Grundlage der vertraglichen Schiedsvereinbarungen. Die Käufer begehren die Feststellung der Unwirksamkeit des Veräußerungsvertrags, Rückabwicklung der Veräußerung, Rückerstattung von Kaufpreisraten und Ersatz der ihnen in diesem Zusammenhang entstandenen Schäden. Die Commerzbank bestreitet diese Ansprüche und macht gegenüber den Käufern und der den Kaufpreis sichernden Garantin ihre Restzahlungsansprüche und Garantieansprüche geltend. Die Commerzbank hat zwischenzeitlich ihre Klageerwiderung beim Schiedsgericht eingereicht.
  • Der Commerzbank-Konzern war Inhaber von Anteilen an einer Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buyouts veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden mehrere Klagen gegen den Commerzbank-Konzern auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden abgewiesen, sind jedoch derzeit in der Berufungsinstanz.

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(29) Derivative Geschäfte

Aus dem Geschäft mit Derivaten ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte nach Berücksichtigung der Saldierung der Derivatemarktwerte und darauf entfallender Ausgleichszahlungen.

Das Nettingvolumen zum 31. März 2015 betrug insgesamt 96 328 Mio. Euro (Vorjahr: 98 917 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 93 953 Mio. Euro auf positive Marktwerte und 2 375 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichzahlungen. Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 95 466 Mio. Euro und Verbindlichkeiten aus Ausgleichzahlungen mit 862 Mio. Euro.

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
31.3.2015
Mio. €
täglich
fällig
bis
3 Monate
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungs
abhängige
Termingeschäfte
4 251 657 162 720 204 405 127 332 746 118 24 255 27 668
Zinsabhängige
Termingeschäfte
6 407 121 1 411 218 992 042 1 137 240 3 947 627 172 956 177 658
Sonstige
Termingeschäfte
1 852 75 280 70 826 122 516 25 422 295 896 6 412 8 397
Gesamt 1 862 734 058 1 644 764 1 318 963 1 289 994 4 989 641 203 623 213 723
darunter:
börsengehandelt
50 578 63 582 28 065 8 732 150 957
Nettoausweis in der
Bilanz
109 670 118 257
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
31.12.2014
Mio. €
täglich
fällig
bis
3 Monate
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungs
abhängige
Termingeschäfte
4 249 095 148 242 191 380 122 093 710 814 17 185 18 808
Zinsabhängige
Termingeschäfte
6 512 331 1 223 260 1 072 946 1 222 229 4 030 772 166 939 171 169
Sonstige
Termingeschäfte
1 796 53 869 66 884 111 164 17 619 251 332 6 021 6 615
Gesamt 1 806 815 295 1 438 386 1 375 490 1 361 941 4 992 918 190 145 196 592
darunter:
börsengehandelt
38 557 57 378 20 003 4 147 120 085
Nettoausweis in der
Bilanz
93 771 98 256

(30) Marktwerte (Fair Value) und Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, so dass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet.

Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten – mit Ausnahme unwesentlicher Parameter – aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen, dass diese der Situation an

gemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größtmöglichen Umfang beobachtbare Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden.

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen unter anderem auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level 3).

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen.

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Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente angewandt werden:

• Börsengehandelte Derivate werden anhand ihrer auf aktiven Märkten erhältlichen Geld- oder Briefkurse bewertet. Unter Umständen können auch theoretische Preise zugrunde gelegt werden. Der beizulegende Zeitwert von im Freiverkehr (OTC) gehandelten Derivaten wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die sich allgemein an den Finanzmärkten bewährt haben. Einerseits können Modelle genutzt werden, die die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme bestimmen und durch Abzinsung den Barwert der Finanzinstrumente ermitteln. Andererseits können alternativ Modelle verwendet werden, die den Wert ermitteln, zu dem zwischen einem Instrument und anderen, damit verbundenen gehandelten Instrumenten keine Arbitragemöglichkeit besteht. Bei einigen Derivaten können die an Finanzmärkten angewandten Bewertungsmodelle sich insofern unterscheiden als sie den beizulegenden Zeitwert modellieren und andere Eingangsparameter verwenden oder identische Eingangsparameter verwenden, aber in anderem Maßstab. Diese Modelle werden regelmäßig auf die aktuellen Marktkurse kalibriert.

Soweit möglich, werden die Eingangsparameter für diese Modelle aus beobachtbaren Daten, wie Kursen oder Indizes, hergeleitet. Diese werden durch die jeweilige Börse, unabhängige Makler oder Einrichtungen, die allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung stellen, veröffentlicht. Wenn die Eingangsparameter nicht direkt beobachtbar sind, können sie mittels Extrapolation oder Interpolation aus beobachtbaren Daten abgeleitet oder unter Hinzuziehen historischer oder korrelierter Daten geschätzt werden. Als Eingangsparameter für die Bewertung von Derivaten dienen im Allgemeinen Kassa- oder Terminkurse der Basiswerte, Volatilität, Zinssätze und Devisenkurse.

Der beizulegende Zeitwert von Optionen setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Die Faktoren, die der Ermittlung des Zeitwertes dienen, umfassen den Ausübungspreis im Vergleich zum Basiswert, die Volatilität des Basiswertes, die Restlaufzeit und die Korrelationen zwischen den Basiswerten und den zugrunde liegenden Währungen.

• Aktien, Schuldverschreibungen und Asset-backed Securities (ABS) werden anhand der Marktkurse bewertet, die an den maßgeblichen Börsen bei unabhängigen Maklern oder Einrichtungen erhältlich sind. Diese stellen allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung. Wenn Kurse dieser Art nicht erhältlich sind, wird der Kurs für ein vergleichbares, notiertes Instrument zugrunde gelegt und entsprechend unter Beachtung der vertraglichen Unterschiede zwischen diesen Instrumenten angepasst. Bei komplexeren Schuldverschreibungen, die an inaktiven Märkten gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert anhand eines Bewertungsmodells ermittelt, das den Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme berechnet. In diesen Fällen spiegeln die Eingangsparameter das mit diesen Zahlungsströmen verbundene Kreditrisiko wider. Nicht börsennotierte Aktien werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, wenn es nicht möglich ist, eine Kursnotierung an einem aktiven Markt oder die entsprechenden Parameter für das Bewertungsmodell zu ermitteln.

• Strukturierte Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die die Merkmale von festverzinslichen und eigenkapitalbezogenen Wertpapieren auf sich vereinen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen wird für strukturierte Schuldverschreibungen im Allgemeinen eine variable Rendite ausgezahlt, die sich an der Wertentwicklung eines Basiswertes orientiert. Diese Rendite kann erheblich höher (oder niedriger) sein als die des Basiswertes. Abgesehen von den Zinszahlungen können der Rücknahmewert und die Endfälligkeit der strukturierten Schuldverschreibungen auch von den Derivaten, die in einer strukturierten Schuldverschreibung eingebettet sind, beeinflusst werden. Die Methode, die eingesetzt wird, um den beizulegenden Zeitwert einer strukturierten Schuldverschreibung zu bestimmen, kann sehr unterschiedlich sein, da jede einzelne Schuldverschreibung maßgeschneidert ist und die Konditionen einer jeden Schuldverschreibung einzeln zu betrachten sind. Strukturierte Schuldverschreibungen bieten die Möglichkeit, ein Engagement in nahezu jeder Anlageklasse aufzubauen, darunter Aktien, Rohstoffe sowie Devisen-, Zins-, Kredit- und Fondsprodukte.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die 3-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

  • Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value anhand von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
  • Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird.
  • Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in den nachfolgenden Tabellen nach Bilanzposten und Kategorien gruppiert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level 1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren.

Finanzielle Vermögenswerte Mrd. € 31.3.2015 31.12.2014
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Forderungen an
Kreditinstitute
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
27,7 27,7 27,7 27,7
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
16,4 0,4 16,8 18,5 0,5 19,0
Positive Marktwerte aus
derivativen Sicherungs
Hedge Accounting
instrumenten 4,5 4,5 4,5 4,5
Handelsaktiva Zu Handelszwecken gehalten 54,5 105,6 5,5 165,6 32,5 92,7 5,1 130,3
darunter:
Positive Marktwerte aus
Derivaten
101,0 4,2 105,2 85,4 3,9 89,3
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
1,4 1,1 0,1 2,6 2,4 2,4
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
38,7 4,5 0,1 43,3 37,9 4,5 0,1 42,5
Gesamt 94,6 159,8 6,1 260,5 72,8 147,9 5,7 226,4
Finanzielle Verbindlichkeiten Mrd. € 31.3.2015 31.12.2014
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
28,2 28,2 26,6 26,6
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
24,2 24,2 23,1 23,1
Verbriefte
Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
1,4 1,4 1,5 1,5
Negative Marktwerte aus
derivativen Sicherungs
instrumenten
Hedge Accounting 10,6 10,6 9,4 9,4
Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten 15,7 105,5 2,8 124,0 7,8 86,9 2,5 97,2
darunter:
Negative Marktwerte aus
Derivaten
104,9 2,8 107,7 86,3 2,5 88,8
Nachrangige
Schuldinstrumente
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
Gesamt 17,1 168,5 2,8 188,4 9,3 146,0 2,5 157,8

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb der 3-stufigen Fair-Value-Bewer– tungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.

Im ersten Quartal 2015 wurden Umgliederungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,9 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Anleihen und Forderungen sowie mit 1,6 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltenen Anleihen und Forderungen. Von Anleihen, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind 1,1 Mrd. Euro umgegliedert worden. Darüber hinaus wurden zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten von 0,3 Mrd. Euro umgegliedert. Für zur Veräußerung verfügbare Anleihen erfolgte gegenläufig eine Umgliederung von 1,3 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 1, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren.

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Zudem wurden von Level 2 nach Level 1 zu Handelszwecken gehaltenen Anleihen von 4,1 Mrd. Euro und zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten von 0,2 Mrd. Euro umgegliedert. Die Umgliederungen wurden auf Basis der Endbestände zum 31. Dezember 2014 ermittelt. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Die dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

Finanzielle
Vermögenswerte
Mio. €
Forderungen an
Kunden
Handelsaktiva darunter:
Positive
Marktwerte
aus Derivaten
Finanzanlagen Gesamt
Erfolgswirksam
zum beizu
legenden Zeitwert
bewertet
Zu Handels
zwecken
gehalten
Zu Handels
zwecken
gehalten
Erfolgswirksam
zum beizu
legenden Zeitwert
bewertet
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Fair Value zum 1.1.2014 284 1 813 775 25 59 2 181
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der Periode
– 2 194 169 192
darunter: aus unrealisierten
Gewinnen/Verlusten
– 2 206 180 204
In der Neubewertungsrücklage
erfasste Gewinne/Verluste
– 1 – 1
Käufe 251 7 89 340
Verkäufe – 225 – 152 – 225
Emissionen
Rückzahlungen – 13 – 10 – 28 – 41
Umbuchungen in Level 3 184 3 376 3 161 11 289 3 860
Umbuchungen aus Level 3 – 15 – 249 – 31 – 6 – 312 – 582
Fair Value zum 31.12.2014 451 5 147 3 919 2 124 5 724
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der
Periode 18 440 340 – 5 453
darunter: aus unrealisierten
Gewinnen/Verlusten
18 445 342 – 5 458
In der Neubewertungsrücklage
erfasste Gewinne/Verluste
– 2 – 2
Käufe 32 1 50 3 85
Verkäufe – 44 – 32 – 76
Emissionen
Rückzahlungen – 30 – 5 – 15 – 3 – 48
Umbuchungen in Level 3 17 50 282 349
Umbuchungen aus Level 3 – 19 – 73 – 6 – 280 – 372
Fair Value zum 31.3.2015 450 5 489 4 249 50 124 6 113

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen.

Im ersten Quartal 2015 gab es keine nennenswerten Umbuchungen in oder aus Level 3.

Finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. €
Handelspassiva
darunter:
Negative Marktwerte
aus Derivaten
Gesamt
Zu Handelszwecken
gehalten
Zu Handelszwecken
gehalten
Fair Value zum 1.1.2014 633 528 633
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 28 28 28
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten – 2 – 2 – 2
Käufe 45 45 45
Verkäufe – 7 – 7
Emissionen
Rückzahlungen – 17 – 17 – 17
Umbuchungen in Level 3 2 088 2 030 2 088
Umbuchungen aus Level 3 – 235 – 81 – 235
Fair Value zum 31.12.2014 2 535 2 533 2 535
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 278 278 278
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 264 264 264
Käufe 25 25 25
Verkäufe – 1 – 1
Emissionen
Rückzahlungen – 1 – 1 – 1
Umbuchungen in Level 3 14 4 14
Umbuchungen aus Level 3 – 34 – 27 – 34
Fair Value zum 31.3.2015 2 816 2 812 2 816

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel.

Im ersten Quartal 2015 gab es keine nennenswerten Umbuchungen in oder aus Level 3.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vor– liegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

• Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.

• Aktienkorrelation:

Die Korrelation ist ein Parameter, der die Bewegung zwischen zwei Instrumenten misst. Sie wird anhand eines Korrelationskoeffizienten gemessen, der zwischen –1 und +1 schwanken kann.

Viele beliebte Aktienderivate beziehen sich auf eine Reihe unterschiedlicher Basiswerte (Korrelation in einem Aktienkorb). Anhand des Durchschnitts der Aktienkörbe, der Erfassung der besten (oder schlechtesten) Performer in bestimmten Zeitabständen oder der Auswahl des besten (oder schlechtesten) Performers bei Fälligkeit wird die Wertentwicklung ermittelt.

Die Wertentwicklung von Korbprodukten, wie beispielsweise Indexkörben, kann an verschiedene Indizes gekoppelt sein. Eingangswerte, die zur Bewertung herangezogen werden, umfassen Zinssätze, Indexvolatilität, Indexdividende und Korrelationen zwischen Indizes. Korrelationskoeffizienten werden im Allgemeinen von unabhängigen Datenanbietern zur Verfügung gestellt. Bei korrelierten Entwicklungen kann der Durchschnittswert des Korbs dann anhand von zahlreichen Stichproben (Monte-Carlo-Simulation) geschätzt werden.

Ein Quanto-Swap (Quantity Adjusting Options) ist ein Swap aus verschiedenen Kombinationen von Zins-, Währungs- und Aktienswapmerkmalen, dessen Renditespread auf den Zinssätzen zweier unterschiedlicher Länder basiert. Zahlungen werden in derselben Währung vorgenommen.

Für die Bewertung eines Quanto-Aktien-Swaps werden Eingangswerte wie die Korrelation zwischen Basisindex und Devisenterminkurs, Volatilität des Basisindex, Volatilität des Devisenterminkurses und Restlaufzeit benötigt.

• Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.

• Diskontierungssatz:

Der Diskontierungssatz dient zur Messung der prozentualen Rendite einer Anleihe. Meistens wird der Diskontierungssatz herangezogen, um die Rendite auf kurzfristige Anleihen und Schatzwechsel zu berechnen, die zu einem Abschlag verkauft wurden. Diese Zinsberechnungsmethode basiert auf einem Zinsmonat von 30 Tagen und einem Zinsjahr von 360 Tagen. Für die Bestimmung des Diskontierungssatzes werden Eingangswerte wie Nennwert, Kaufpreis und Tage bis zur Fälligkeit benötigt.

• Kreditkorrelation:

Kreditderivatprodukte, beispielsweise Collateralised Debt Obligations (CDOs), Credit-Default-Swap-Indizes wie iTraxx und CDX sowie First-to-Default-Swaps (FTD) eines Korbs (Erstausfall-Kreditderivate) beziehen ihren Wert allesamt aus einem zugrunde liegenden Portfolio von Kreditengagements.

Die Korrelation ist ein wesentlicher Faktor zur Bewertung von FTD-Swaps. Standardkorrelationen, die als Erwartungswerte dienen, können die Verlustverteilung eines Kreditportfolios erheblich beeinflussen. Die Verlustverteilung erfasst die Standardparameter eines Kreditportfolios und ist letztlich ausschlaggebend für die Bewertung des FTD-Swaps.

Bei einer niedrigen Korrelation sind die Vermögenswerte praktisch unabhängig voneinander. Bei einem extrem niedrigen Erwartungswert für die Standardkorrelation ist die Verteilung fast symmetrisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige wenige Verluste auftreten, ist groß, eine sehr hohe Zahl von Verlusten ist jedoch recht unwahrscheinlich. Auch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass gar keine Verluste auftreten. Bei einem mittleren Erwartungswert für die Standardkorrelation wird die Verteilung asymmetrischer. Die Wahrscheinlichkeit ist nun größer, dass keine Ausfälle auftreten. Es steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine große Zahl Verluste auftritt. Ein kollektiver Ausfall von Vermögenswerten liegt daher nun eher im Bereich des Möglichen. Das lange Ende ("Tail") der Verlustverteilung im Portfolio wird weiter nach außen verlagert und trägt somit zu einem höheren Risiko in der Senior-Tranche bei.

Bei einer hohen Korrelation verhält sich das Portfolio praktisch wie ein einziger Vermögenswert, der entweder ausfällt oder nicht.

• Mean Reversion bei Zinsen:

Hierbei handelt es sich um eine Theorie, der zufolge Kurse und Renditen langfristig zu einem Mittelkurs oder Durchschnitt zurückkehren. Bei diesem Mittelwert oder Durchschnitt kann es sich um das historische Mittel eines Kurses oder einer Rendite oder um einen anderen maßgeblichen Mittelwert, wie durchschnittliches Wirtschaftswachstum oder Durchschnittsrendite einer Branche, handeln.

Ein Ein-Faktor-Zinsmodell, das zur Bewertung von Derivaten herangezogen wird, ist das Hull-White-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass kurzfristige Zinsen eine Normalverteilung aufweisen und der Mean Reversion unterliegen. Die Volatilität sollte niedrig sein, wenn die kurzfristigen Zinsen fast bei null liegen, was in dem Modell durch eine größere Mean Reversion widergespiegelt wird. Das Hull-White-Modell stellt eine Erweiterung der Vasicek- und Cox-Ingersoll-Ross- (CIR)-Modelle dar.

• Zins-Währungs-Korrelation:

Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung von exotischen Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen.

Datenanbieter stellen einen Service für Quanto-Swaps sowie für CMS-Quanto-Spreadoptionen in den gleichen Währungspaaren zur Verfügung. Wir nehmen an diesem Service teil und erhalten mittlere Konsenspreise für diese Produkte sowie Spreads und Standardabweichungen der Preisverteilung, die von allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden.

Als Eingangswerte werden unter anderem Modellparameter benötigt wie zum einen Zins-Zins-Korrelationen (eigene und ausländische Währung) und zum anderen Zins-Währungs-Korrelationen (eigene Währung und ausländische Währung). Diese sind nicht direkt am Markt beobachtbar, können jedoch aus Konsenspreisen abgeleitet und dann zur Bewertung dieser Transaktionen herangezogen werden.

Zur Berechnung der Sensitivitäten von Korrelationen werden die unterschiedlichen Korrelationstypen (Zinssatz/Zinssatz und Zinssatz/Währung) nacheinander verschoben. Dabei wird das exotische Zinsswap-Portfolio jedes Mal neu bewertet. Die Sensitivitätswerte für jeden Korrelationstyp ergeben sich aus den berechneten Preisunterschieden gegenüber den jeweiligen Basispreisen. Diese Berechnungen werden für die verschiedenen Währungspaare durchgeführt.

• Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Einbringungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %.

Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit somit geringer.

Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.

In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.

44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

Mio. € 31.3.2015 31.3.2015
Bewertungs
techniken
Aktiva Passiva
Wesentliche nicht
beobachtbare Parameter
Bandbreite
Derivate 4 250 2 812
Aktienbezogene
Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 217 186 IRR (%) 3,0 3,2
Kreditderivate Discounted-Cash-Flow-Modell 3 934 2 431 Credit Spread Basispunkte) 100 500
Wiedergewinnungsfaktor (%) 40 80
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell 99 195 Zins-Währungs-Korrelation (%) – 29 69
Übrige Geschäfte
Wertpapiere 1 814 1
Zinsbezogene Geschäfte Preisbasiertes Modell 1 814 1 Preis (%) 100
davon: ABS Preisbasiertes Modell 1 752 Preis (%) 228
Aktienbezogene Geschäfte
Kredite Preisbasiertes Modell 51 Preis (%) 95 100
Summe 6 115 2 813

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten:

Mio. € 2015
Positive
erfolgswirksame
Effekte
Negative
erfolgswirksame
Effekte
Geänderte Parameter
Derivate 62 – 64
Aktienbezogene Geschäfte 20 – 19 IRR
Kreditderivate 37 – 40 Credit Spread, Wiedergewinnungsfaktor
Zinsbezogene Geschäfte 5 – 5 Korrelation
Übrige Geschäfte
Wertpapiere 126 – 93
Zinsbezogene Geschäfte 126 – 93 Preis
davon: ABS 49 – 16 Diskontierungssatz, Wiedergewinnungsfaktor,
Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte
Kredite 5 – 5 Preis

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente

übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10% angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde und nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Mio. € Day-One Profit or Loss
Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
Bestand zum 1.1.2014 1 1
Erfolgsneutrale Zuführungen
Erfolgswirksame Auflösungen
Bestand zum 31.12.2014 1 1
Erfolgsneutrale Zuführungen 1 1
Erfolgswirksame Auflösungen 1 1
Bestand zum 31.3.2015 1 1

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden im Abschnitt zu den Bewertungshierarchien dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swapkurve), Risikoaufschlägen und einem laufzeitbasierten Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar. Bei der Verwendung von Credit Spreads sind weder Liquiditätsspreads noch Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten einzubeziehen, da diese implizit im Kreditrisiko enthalten sind.

Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt. Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird das Discounted-Cash-Flow-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven, Risiko- und Liquiditätsspreads sowie Aufschläge für Verwaltungsund Eigenkapitalkosten.

Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve wird zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Im Falle von Banken emittierten Schuldscheindarlehen sind auch Eigenkapitalkosten für die Bewertung heranzuziehen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrang- und Hybridkapital ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt.

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49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

Fair Value Buchwert Differenz
Mrd. € 31.3.2015 31.12.2014 31.3.2015 31.12.2014 31.3.2015 31.12.2014
Aktiva
Barreserve 6,4 4,9 6,4 4,9
Forderungen an Kreditinstitute 86,3 80,0 86,3 80,0
Forderungen an Kunden 239,6 235,7 237,0 232,9 2,6 2,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 0,5 0,4 – 0,5 – 0,4
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
4,5 4,5 4,5 4,5
Handelsaktiva 165,6 130,3 165,6 130,3
Finanzanlagen 87,8 87,3 90,5 90,4 – 2,7 – 3,1
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
0,1 0,2 0,1 0,2
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105,4 99,4 105,4 99,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 262,0 249,5 261,3 249,0 0,7 0,5
Verbriefte Verbindlichkeiten 51,5 52,0 48,1 48,8 3,4 3,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 1,3 1,3 – 1,3 – 1,3
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
10,6 9,4 10,6 9,4
Handelspassiva 124,0 97,2 124,0 97,2
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung
gehaltenen Veräußerungsgruppen
0,1 0,1 0,1 0,1
Nachrangige Schuldinstrumente 13,2 13,1 12,4 12,4 0,8 0,7

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

(31) Eigene Aktien

Anzahl Aktien
Stück
Rechnerischer
Wert1 in Tsd. €
Anteil am
Grundkapital in %
Bestand am 31.3.2015
Höchster erworbener Bestand im laufenden Geschäftsjahr
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.3.2015 3 491 609 3 492 0,31
Im laufenden Geschäftsjahr erworbene Aktien
Im laufenden Geschäftsjahr veräußerte Aktien

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

(32) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es im Commerzbank-Konzern zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, at-Equity-bewertete Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Neben dem der Anteilsbesitz des Bundes als Träger der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), die den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen (Bundesunternehmen) weiterhin zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.

Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen.

Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) stellten sich folgendermaßen dar:

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 28 41 – 31,7
Forderungen an Kunden 1 196 1 118 7,0
Handelsaktiva 7 13 – 46,2
Finanzanlagen 44 40 10,0
Sonstige Aktiva 53 51 3,9
Gesamt 1 328 1 263 5,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 745 665 12,0
Handelspassiva 3 – 100,0
Nachrangige Schuldinstrumente 399 394 1,3
Sonstige Passiva 24 26 – 7,7
Gesamt 1 172 1 088 7,7
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 116 220 – 47,3
Erhaltene Garantien und Sicherheiten 5 6 – 16,7

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Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge:

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Erträge
Zinserträge 24 24 0,0
Provisionserträge 31 17 82,4
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis 1 – 100,0
Sonstige
Aufwendungen
Zinsaufwendungen 9 12 – 25,0
Provisionsaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen 19 18 3,4
Abschreibungen/Wertminderungen 11 – 100,0
Sonstige 1 4 – 75,0

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit Bundesunternehmen haben sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € 31.3.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Barreserve 1 803 247
Forderungen an Kreditinstitute 163 154 5,8
Forderungen an Kunden 1 440 1 438 0,1
Handelsaktiva 6 907 970
Finanzanlagen 3 498 3 484 0,4
Gesamt 13 811 6 293
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 190 13 255 – 8,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 209 89
Handelspassiva 3 801 845
Gesamt 16 200 14 189 14,2
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 229 242 – 5,4
Erhaltene Garantien und Sicherheiten

Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 1.1.–31.3.2015 1.1.–31.3.2014 Veränd. in %
Erträge
Zinserträge 53 96 – 44,8
Provisionserträge
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis 2 – 100,0
Aufwendungen
Zinsaufwendungen 25 74 – 66,2
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft 8 11 – 27,3
Provisionsaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen 8
Abschreibungen/Wertminderungen

(33) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

  • gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I) und
  • die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

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Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten.

Aktiva Mio. € 31.3.2015 31.12.2014
Reverse Repos Positive Markt
werte aus deri
vativen Finanz
instrumenten
Reverse Repos Positive Markt
werte aus deri
vativen Finanz
instrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 58 104 203 623 52 874 190 145
Nicht nettingfähige Buchwerte 5 851 10 033 5 588 8 430
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 52 253 193 590 47 286 181 715
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 25 258 93 953 15 036 96 374
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) – b) 26 995 99 637 32 250 85 341
d) Master Agreements, die nicht bereits in b)
berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die Kriterien nach
IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2
1 918 73 501 1 793 63 067
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden
finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 11 105 2 456 15 950 2 043
Barsicherheiten 26 12 514 16 10 738
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) – d) 13 946 11 166 14 491 9 493
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden
Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten
13 867 815 14 479 664
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) – f) 79 10 351 12 8 829

1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 862 Mio. Euro (Vorjahr: 581 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen. 2

Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Passiva Mio. € 31.3.2015 31.12.2014
Repos Negative Markt
werte aus deri
vativen Finanz
instrumenten
Repos Negative Markt
werte aus deri
vativen Finanz
instrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 54 446 213 723 49 883 196 592
Nicht nettingfähige Buchwerte 1 986 8 084 1 123 6 284
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 52 460 205 639 48 760 190 308
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 25 258 95 466 15 036 98 336
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) – b) 27 202 110 173 33 724 91 972
d) Master Agreements, die nicht bereits in b)
berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die Kriterien nach
IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2
1 918 73 501 1 793 63 067
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden
finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 22 745 3 750 17 804 2 165
Barsicherheiten 14 26 129 3 22 058
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) – d) 2 525 6 793 14 124 4 682
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden
Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten
2 518 815 14 072 664
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) – f) 7 5 978 52 4 018

1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 2 375 Mio. Euro (Vorjahr: 2 543 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender Uwe Tschäge1

stellv. Vorsitzender

Hans-Hermann Altenschmidt1

Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015)

Gunnar de Buhr1

Stefan Burghardt1

Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015)

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Blessing Vorsitzender

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Karl-Heinz Flöther Dr. Markus Kerber Alexandra Krieger1 Oliver Leiberich1 Dr. Stefan Lippe Beate Mensch1 Anja Mikus (seit 30.4.2015) Dr. Roger Müller Dr. Helmut Perlet

Barbara Priester1 Mark Roach1 Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015) Margit Schoffer1 Nicholas Teller Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Stephan Engels Michael Reuther Dr. Stefan Schmittmann Martin Zielke

40 Gesamtergebnisrechnung 44 Bilanz

46 Eigenkapitalveränderungsrechnung

49 Kapitalflussrechnung 50 Anhang (ausgewählte Notes)

Frankfurt am Main, 4. Mai 2015 Der Vorstand

Martin Blessing Frank Annuscheit Markus Beumer

Martin Zielke

Stephan Engels Michael Reuther Stefan Schmittmann

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalfluss– rechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausge– wählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzern– zwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2015, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37x Absatz 3 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, 5. Mai 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Goldschmidt Caroline Gass

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Inland

Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main comdirect bank AG, Quickborn

  • Commerz Real AG, Eschborn
  • Hypothekenbank Frankfurt AG, Eschborn
Ausland
Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau
Commerzbank International S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Markets LLC, New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank
Aktiengesellschaft in Luxemburg, Luxemburg
mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Finanzkalender 2015/2016
3. August 2015 Zwischenbericht zum 30. Juni 2015
2. November 2015 Zwischenbericht zum 30. September 2015
Ende März 2016 Geschäftsbericht 2015
Anfang Mai 2016 Zwischenbericht zum 31. März 2016

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