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Commerzbank AG Interim / Quarterly Report 2013

May 16, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Q1/2013

Zwischenbericht zum 31. März 2013

Kennzahlen

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.– 31.3.2013 1.1.– 31.3.20121
Operatives Ergebnis (Mio. €) 469 576
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,08 0,10
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) – 24 542
Konzernergebnis2 (Mio. €) – 94 355
Ergebnis je Aktie (€) – 0,02 0,06
Operative Eigenkapitalrendite3 (%) 6,5 8,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 70,1 69,4
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis2,3,4 (%) – 1,4 5,2
Bilanz 31.3.2013 31.12.2012
Bilanzsumme (Mrd. €)1 647,3 636,0
Risikoaktiva (Mrd. €) 209,8 208,1
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €)1 26,4 26,3
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €)1 39,9 40,2
Kapitalquoten
Kernkapitalquote (%) 12,6 13,1
Harte Kernkapitalquote5 (%) 11,5 12,0
Equity-Tier-I-Quote6 (%) 10,7 11,2
Gesamtkapitalquote (%) 17,2 17,8
Mitarbeiter 31.3.2013 31.3.2012
Inland 42 101 43 654
Ausland 11 967 13 479
Gesamt 54 068 57 133
Lang-/Kurzfrist-Rating
Moody's Investors Service, New York Baa1/P-27 A2/P-1
Standard & Poor's, New York A/A-18 A/A-1
Fitch Ratings, New York/London A+/F1+ A+/F1+

1 Anpassung Vorjahr aufgrund Erstanwendung geänderter IAS 19. 2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. 3 Auf das Jahr hochgerechnet. 4 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges (Investorenkapital). 5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (Stammaktien, Gewinnrücklagen und Stille Einlagen) und der Risikoaktiva. 6 Die Equity-Tier-I-Quote berechnet sich als Quotient aus dem Equity-Tier-I-Kapital (hartes Kernkapital ohne Berücksichtigung der Stillen Einlagen) und der Risikoaktiva. 7 Ausweis enthält bereits die am 23. April 2013 vorgenommene Herabstufung im Langfrist-Rating. 8 Rating seit Februar 2013 auf "Credit Watch Negative".

Operatives Ergebnis1 (Mio. €) Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1,2,3,4 (%)

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

  • 4 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 6 Unsere Aktie

8 Zwischenlagebericht

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 17 Segmentberichterstattung
  • 24 Prognosebericht
  • 29 Nachtragsbericht

30 Zwischenrisikobericht

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

54 Zwischenabschluss

  • 55 Gesamtergebnisrechnung
  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)
  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)
  • 107 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
  • 108 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

109 Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Martin Blessing Vorstandsvorsitzender

für die Commerzbank wird das laufende Jahr ganz im Zeichen der Umsetzung unserer strategischen Agenda stehen. Ein Jahr, in dem wir sehr diszipliniert unsere Aufgabenliste abarbeiten werden. Maßgebliche Erfolge unserer strategischen Wachstumsinitiativen können wir, wenige Monate nach Ankündigung, selbstverständlich noch nicht verbuchen, aber erste Initiativen – insbesondere im Privatkundengeschäft – zeigen bereits Wirkung. So ist das Neugeschäftsvolumen in der Baufinanzierung in den ersten Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen.

Die operative Ergebnisentwicklung der ersten drei Monate liegt im Rahmen unserer für das Gesamtjahr 2013 getroffenen Erwartungen. Obwohl zu Jahresbeginn die Verunsicherung unserer Kunden sowie der Kapitalmarktteilnehmer insgesamt etwas nachgelassen hat und wir einen Provisionsüberschuss fast auf Vorjahresniveau erreichen konnten, ist es noch zu früh, von einer grundlegenden Trendwende zu sprechen. Belastend für die Ergebnisentwicklung der Kernbank war weiterhin das anhaltend niedrige Zinsniveau. Für das erste Quartal 2013 erzielten wir ein Operatives Ergebnis in Höhe von 469 Mio. Euro, nach 576 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Segment Non-Core Assets haben wir erfreuliche Fortschritte erzielt und Bestände und Risiken strategiekonform weiter abgebaut. Wir konnten die guten Rahmenbedingungen nutzen, um das Portfolio langfristiger Finanzierungen wertschonend zu reduzieren. Wir befinden uns unverändert auf gutem Weg, mittelfristig Kapital aus den Nichtkerngeschäftsfeldern freizusetzen, um es mit einem besseren Ertrags-Risiko-Verhältnis in der Kernbank profitabilitätssteigernd einzusetzen.

Im Rahmen unserer strategischen Agenda haben wir klar formuliert, dass wir die bestehenden Personalkapazitäten an das veränderte Marktumfeld und die derzeit schwache Kundennachfrage anpassen. Der erforderliche Stellenabbau wird sich auf alle Bereiche der Bank erstrecken. Nachdem die Commerzbank den Gesamtbetriebsrat im Januar über die Pläne zur Umsetzung der strategischen Agenda bis 2016 informiert hat, haben wir Anfang April die

  • 4 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 6 Unsere Aktie

offiziellen Verhandlungen für die AG Inland begonnen. Wie bereits im Rahmen der Berichterstattung zum vierten Quartal 2012 kommuniziert, haben wir im Zusammenhang mit dem Stellenabbau im Konzern Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund 500 Mio. Euro im ersten Quartal gebucht. Dies hat unser Ergebnis vor Steuern entsprechend belastet.

Gleichzeitig werden wir bis 2016 aber auch Investitionen in Höhe von 2 Mrd. Euro vornehmen und in einigen Bereichen der Bank mit einem ausgewiesenen Wachstumspotenzial die Mitarbeiterzahl sogar erhöhen.

Zusätzlich haben wir in unserer Hauptversammlung am 19. April 2013 die Weichen für den Einstieg in den Ausstieg des Staates gestellt – und ich und meine Vorstandskollegen wissen, dass wir Ihnen damit eine Menge abverlangen.

Mit der Kapitalmaßnahme werden wir all diejenigen Bestandteile des Engagements des Bundes zurückführen, die wir aktiv ablösen können. Dadurch entfallen zum einen jährliche Kuponzahlungen, was direkt auf die künftige Ausschüttungsfähigkeit der Bank wirkt, zum anderen führt die Umsetzung der Kapitalmaßnahme zu einer weiteren Verbesserung der Kapitalausstattung. Damit einher geht aber auch eine Normalisierung unserer Aktionärsstruktur.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, auch wenn es bis zur vollständigen Umsetzung unserer strategischen Wachstumsziele noch ein weiter Weg ist: Die ersten Schritte sind gemacht und wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit den eingeleiteten Maßnahmen auf dem richtigen und für Ihre Bank erfolgreichen Weg sind. Über die erreichten Meilensteine werden wir Sie regelmäßig informieren.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender

Entwicklung der Commerzbank-Aktie

Die seit dem zweiten Halbjahr des Vorjahres positive Marktstimmung – auch begünstigt durch die an Fahrt gewinnende US-Wirtschaft – hat sich auch zu Beginn des Jahres 2013 fortgesetzt. Dabei wurde die Börsenentwicklung im Januar 2013 durch gute Konjunkturdaten aus China sowie vorsichtig optimistische Aussagen der Europäischen Zentralbank zur Konjunktur im Euroraum unterstützt. Die Commerzbank-Aktie erreichte vor diesem Hintergrund Mitte Januar mit 1,73 Euro ihr Quartalshoch. Im Februar belasteten allerdings politische Sorgen in der Eurozone die Börsen und den Bankenindex. Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung sowie Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs der Parlamentswahlen in Italien beziehungsweise der Unsicherheiten hinsichtlich der möglichen Regierungsbildung sorgten dafür, dass der DAX Anfang Februar die Gewinne vom Januar wieder komplett abgab. Auch der EURO-STOXX-Banken-Index sowie der Commerzbank-Aktienkurs entwickelten sich im Februar rückläufig. Nach der Veröffentlichung von vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2012, die unter den Erwartungen lagen, fiel die Commerzbank-Aktie am 4. Februar um fast 6% auf 1,51 Euro.

Eine zwischenzeitliche Stabilisierung der Aktienmärkte wurde durch die sich Ende des Quartals zuspitzende Finanzkrise Zyperns wieder leicht gedämpft. Die Verunsicherung der Kapitalmarktteilnehmer zeigte sich in der Entwicklung des EURO-STOXX-Banken-Index, der zum Quartalsende um 8,8% fiel. Der DAX, der am 14. März bei 8 058 Punkten ein neues 6-Jahres-Hoch markiert hatte, stieg demgegenüber um 2,4%.

Am 13. März gab die Commerzbank bekannt, dass sie eine gemischte Bar-/Sachkapitalerhöhung mit Bezugsrecht im Volumen von 2,5 Mrd. Euro plant, um die Stillen Einlagen des SoFFin sowie der Allianz vorzeitig komplett zurückzuführen. Die Kapitalerhöhung war Tagesordnungspunkt der ordentlichen Hauptversammlung der Commerzbank am 19. April 2013. Gleichzeitig wurde von der Hauptversammlung auch eine Kapitalherabsetzung durch die Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 10 : 1 beschlossen (siehe Nachtragsbericht Seite 29). In den Tagen nach der Ankündigung der geplanten Kapitalerhöhung Mitte März ging der Kurs der Commerzbank-Aktie um rund 15% zurück und bewegte sich um die Marke von 1,20 Euro. Insgesamt belief sich der Rückgang der Commerzbank-Aktie im ersten Quartal 2013 auf 19,6%. Zum Quartalsultimo lag der Kurs der Commerzbank-Aktie bei 1,15 Euro.

4 Brief des Vorstandsvorsitzenden

6 Unsere Aktie

Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien sind – gemessen an der Stückzahl – in den ersten drei Monaten 2013 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel gefallen. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz bei 63,6 Millionen Aktien (erstes Quartal 2012: 85,0 Millionen Aktien). In der Spitze wurden am 13. März 2013 rund 321 Millionen Aktien an den deutschen Börsen gehandelt.

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag zum Ende des ersten Quartals bei 6,7 Mrd. Euro.

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.3.) 5 829,5 5 594,1
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 1,73 2,21
Tief 1,12 1,17
Schlusskurs (31.3.) 1,15 1,90
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 320,8 208,5
Tief 21,8 22,2
Durchschnitt 63,6 85,0
Indexgewicht in % (31.3.)
DAX 0,7 1,3
EURO STOXX Banken 1,8 3,0
Ergebnis je Aktie in € – 0,02 0,06
Buchwert je Aktie2 in € (31.3.) 3,98 4,13
Net Asset Value je Aktie3 in € (31.3.) 3,72 3,90
Marktwert/Net Asset Value (31.3.) 0,31 0,49

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Stille Einlagen und Minderheitenanteile.

3 Ohne Stille Einlagen, Minderheitenanteile sowie Cash Flow Hedges und abzüglich Geschäfts- oder Firmenwerte.

Zwischenlagebericht

9 Geschäft und Rahmenbedingungen

  • 9 Gesamtwirtschaftliche Situation
  • 10 Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

  • 11 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 13 Bilanz
  • 14 Refinanzierung und Liquidität
  • 16 Kennzahlen

17 Segmentberichterstattung

  • 17 Privatkunden
  • 18 Mittelstandsbank
  • 19 Central & Eastern Europe
  • 20 Corporates & Markets
  • 21 Non-Core Assets
  • 23 Sonstige und Konsolidierung

24 Prognosebericht

  • 24 Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
  • 25 Künftige Situation der Bankbranche
  • 26 Erwartete Finanzlage
  • 28 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

29 Nachtragsbericht

9 Geschäft und Rahmenbedingungen 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 17 Segmentberichterstattung 24 Prognosebericht 29 Nachtragsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal des Jahres 2013 weiter leicht erholt. Nach wie vor ist aber ein großflächiger und kräftiger Aufschwung nicht zu erkennen. Die stärksten Zuwachsraten verzeichnen weiterhin die Emerging Markets, wo sich die Lockerung der Geldpolitik zunehmend positiv bemerkbar macht. Allerdings liegen die Wachstumsraten noch unter den vor ein oder zwei Jahren erreichten Werten. In China hat sich die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr in den ersten drei Monaten sogar leicht abgeschwächt.

Weiter an Fahrt gewonnen hat – trotz der zum Jahresanfang in Kraft getretenen Abgabenerhöhungen – die US-Wirtschaft. Auch wenn das sich für das erste Quartal abzeichnende Plus von mehr als 3% die zugrunde liegende Tendenz überzeichnen dürfte, mehren sich die Zeichen, dass die US-Wirtschaft die Nachwirkungen der Übertreibungen der Vergangenheit – Blase am Immobilienmarkt, hohe Verschuldung der privaten Haushalte – mehr und mehr überwindet.

Die Wirtschaft im Euroraum dürfte im ersten Quartal hingegen bestenfalls stagniert haben, was jedoch gegenüber dem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im Vorquartal schon eine Verbesserung darstellen würde. Während in Deutschland wohl nur die ungewöhnlich kalte Witterung einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes verhindert hat, ist die Wirtschaft in den südeuropäischen Ländern der Währungsunion weiter geschrumpft.

Insbesondere in den Peripherieländern wird die Konjunktur weiterhin von der Staatsschuldenkrise belastet. Hieran hat auch nichts geändert, dass sich die Lage an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn in der Tendenz weiter beruhigt hat. So deuten die Salden der länderübergreifenden Zentralbanküberweisungen (TARGET-2-Salden) der einzelnen Euroländer darauf hin, dass trotz der zwischenzeitlichen Unruhe wegen der unsicheren politischen Lage in Italien und der Diskussion um das Rettungsprogramm für Zypern bis zuletzt wieder Kapital in die Peripherieländer geflossen ist. An den Finanzmärkten ließ dies zunächst die Risikobereitschaft der Anleger merklich steigen, sodass der DAX zwischenzeitlich ein neues 6-Jahres-Hoch markierte, der Euro gegenüber dem US-Dollar kräftig zulegen konnte und auch die Risikoaufschläge der Peripherieanleihen weiter fielen. Das politische Patt in Italien und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Zypern ließen dann aber DAX und Euro wieder zurückfallen und die Risikoaufschläge legten wieder etwas zu. Wenig geändert hat sich an den äußerst niedrigen Renditen zehnjähriger Bundesanleihen.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Commerzbank zahlt Liquidität aus 3-Jahres-Tender der EZB zurück

Die Commerzbank hat Ende Januar 2013 die im ersten 3-Jahres-Tender (LTRO) der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgenommene Liquidität in Höhe von 10 Mrd. Euro vollständig zurückgezahlt. Im Dezember 2011 hatte die Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt AG erstmals am EZB-Tenderverfahren teilgenommen.

Ende Februar 2013 wurde auch die im zweiten 3-Jahres-Tender (LTRO II) der EZB aufgenommene Liquidität in Höhe von rund 6 Mrd. Euro vollständig zurückgezahlt. Im Februar 2012 hatten Einheiten der Bank an Tenderoperationen der EZB teilgenommen, um den Bedarf an konzerninterner Refinanzierung zu reduzieren und die Refinanzierung von europäischen Staatsanleihen im Bestand der Bank direkt in Commerzbank-Auslandseinheiten vorzunehmen.

Aufgrund der stabilisierenden Maßnahmen der EZB hat die Bank, wie angekündigt, diese Liquidität deutlich vor Ablauf der Fälligkeit zurückgezahlt.

Commerzbank-Vorstand beschließt Grundsatzerklärung zum geplanten Stellenabbau

Im Rahmen der im November 2012 angekündigten Kosteneinsparungen im Sach- und Personalbereich geht die Bank derzeit im Konzern von einem Stellenabbau in einer Größenordnung von 4 000 bis 6 000 Vollzeitkapazitäten bis zum Jahr 2016 aus.

Gemäß einer am 22. Februar 2013 veröffentlichten Grundsatzerklärung soll in der Filialbank des Privatkundengeschäfts bis spätestens 31. Dezember 2015 ein Abbau von 1 800 Stellen erfolgen. Die Bank wird sich Ende 2014 gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern zusammensetzen, um auf der Grundlage der bis zu diesem Zeitpunkt erreichten strategischen Wachstumsziele über gegebenenfalls notwendige weitergehende Maßnahmen Gespräche aufzunehmen.

An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenrisikobericht Zwischenabschluss 11

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 17 Segmentberichterstattung
  • 24 Prognosebericht
  • 29 Nachtragsbericht

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Start in das Jahr 2013 war mit Blick auf die europäische Staatsschuldenkrise nach wie vor durch Unsicherheit geprägt. Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für die ersten drei Monate auf 469 Mio. Euro. Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres aufgrund geringerer Erträge. Der verbuchte Restrukturierungsaufwand von knapp einer halben Milliarde Euro führte zu einem negativen Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten in Höhe von – 94 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme betrug zum Ende des ersten Quartals 647,3 Mrd. Euro, die Risikoaktiva 209,8 Mrd. Euro. Beide Volumengrößen verzeichneten somit einen geringfügigen Anstieg gegenüber dem Jahresende 2012. Demgegenüber wurde der Portfolioabbau im Segment Non-Core Assets in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mit einem Volumen von 7,3 Mrd. Euro beschleunigt weitergeführt. Per Ende März 2013 wies die Commerzbank eine Core-Tier-I-Quote von 11,5% und eine Kernkapitalquote von 12,6% aus. Die Liquiditätsausstattung der Bank war jederzeit komfortabel, weshalb wir im ersten Quartal des Berichtsjahres die Gelder aus den Tenderverfahren der EZB jeweils zwei Jahre vor Ablauf der Fälligkeit zurückgezahlt haben.

Mit Beginn des ersten Quartals 2013 wurden im Commerzbank-Konzern verschiedene neue IFRS-Anforderungen umgesetzt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst und eine Vergleichbarkeit zum Vorjahreszeitraum hergestellt. Eine betragsmäßig große Umklassifizierung resultierte daraus, dass Zinsen aus Handelsaktivitäten nicht mehr wie bisher im Handelsergebnis, sondern im Zinsüberschuss ausgewiesen werden. Ausführliche Erläuterungen zu den Anpassungen finden sich im Anhang des Zwischenabschlusses auf Seite 64 ff.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Der Zinsüberschuss ging im ersten Quartal des laufenden Jahres gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 20,0% auf 1 356 Mio. Euro zurück, wovon alle Segmente betroffen waren. Dabei war der ausschlaggebende Faktor das im Vergleich zum Vorjahr nochmals niedrigere Zinsumfeld. Dies führte besonders in der Mittelstandsbank, aber auch in den Segmenten Privatkunden und Central & Eastern Europe, zu rückläufigen Margen im Einlagenbereich. Diese Entwicklung konnte durch erhöhte Beiträge des Kreditgeschäfts bei Weitem nicht kompensiert werden. Daneben machte sich auch die Reduktion der Kreditportfolios in den Segmenten Corporates & Markets sowie Non-Core Assets bemerkbar. Schließlich spielten auch geringere Zinserträge aus Handelsaktivitäten nach der Ausweisänderung eine Rolle.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 25,9% auf 267 Mio. Euro. Die erwartete Zunahme in der Kernbank betraf die Segmente Privatkunden und Mittelstandsbank. Letzteres wies im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch eine Nettoauflösung aus. Die Risikovorsorge des Abbausegments Non-Core Assets blieb gegenüber dem Vergleichsquartal 2012 weitgehend konstant.

Der Provisionsüberschuss ging in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres leicht um 2,0% auf 847 Mio. Euro zurück. Dies beruhte sowohl auf der Einstellung des Neugeschäfts in Non-Core Assets als auch auf geringeren Aktivitäten im Corporate-Finance-Geschäft in Corporates & Markets. Demgegenüber nahmen die Provisionserträge in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank zu. Die nachlassende Unsicherheit an den Finanzmärkten bedingte eine leichte Erholung der Kundenaktivitäten und somit eine erhöhte Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten. Als Folge stiegen die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft.

Das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 93,3% auf 317 Mio. Euro. Diese Zunahme wurde von den Segmenten Corporates& Markets sowie Non-Core Assets getragen. Demgegenüber blieb das Handelsergebnis der Group Treasury – ausgewiesen im Bereich Sonstige und Konsolidierung – deutlich hinter dem sehr hohen Niveau des Vorjahresquartals zurück. Im Segment Corporates& Markets führte die mit 25 Mio. Euro positive Marktbewertung eigener Verbindlichkeiten gemäß IFRS zu einem deutlichen Ergebnisanstieg um 182 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren aus dieser Bewertung Belastungen in Höhe von – 157 Mio. Euro angefallen. Daneben trugen der Konzernbereich Equity Markets&Commodities aufgrund erhöhter Kundenaktivitäten, das Credit-Portfolio-Management sowie die Umklassifizierung rückläufiger Zinserträge aus Handelsaktivitäten zu dem gestiegenen Ergebnis bei. Im Segment Non-Core Assets führte insbesondere der Wegfall von Verlusten aus der Derivatebewertung und bei Credit Default Swaps zu einem deutlich geringeren negativen Handelsergebnis.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug – 6 Mio. Euro. Für den Ausweis von – 176 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren Veräußerungsverluste aus dem Abbau des Staatsfinanzierungsportfolios ursächlich.

Das Sonstige Ergebnis belief sich auf – 62 Mio. Euro nach 21 Mio. Euro im Vorjahr. Die Belastung im Berichtszeitraum resultierte auch aus einer Nettoneubildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Prozessrisiken.

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 3,7% auf 1 724 Mio. Euro ab. Der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen verringerte sich um 5,6%. Dies beruhte vor allem auf niedrigeren Raumkosten. Der Personalaufwand ging leicht um 2,3% zurück, bedingt in erster Linie durch geringere Aufwendungen für leistungsbezogene Vergütungen.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern im ersten Quartal des laufenden Jahres ein Operatives Ergebnis von 469 Mio. Euro, gegenüber 576 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im ersten Quartal des Berichtsjahres sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 493 Mio. Euro angefallen. Grund ist der geplante Stellenabbau wegen der Anpassung der Personalkapazitäten an das veränderte Marktumfeld bis 2016. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren im Zusammenhang mit der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Hypothekenbank Frankfurt AG Restrukturierungsaufwendungen von 34 Mio. Euro auszuweisen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug – 24 Mio. Euro nach 542 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 17 Segmentberichterstattung 24 Prognosebericht
  • 29 Nachtragsbericht

Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 45 Mio. Euro an, nach 159 Mio. Euro für das erste Quartal im Vorjahr. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf – 69 Mio. Euro gegenüber 383 Mio. Euro im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Minderheitenanteile in Höhe von 25 Mio. Euro war den Commerzbank-Aktionären ein Verlust von – 94 Mio. Euro zuzurechnen.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,08 Euro, das Ergebnis je Aktie – 0,02 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,10 Euro beziehungsweise 0,06 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns belief sich zum 31. März 2013 auf 647,3 Mrd. Euro. Der leichte Anstieg um 1,8 % beziehungsweise 11,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresultimo beruhte auf dem Anstieg besicherter Geldmarktgeschäfte, der teilweise durch den Rückgang der Barreserve – insbesondere von Guthaben bei Zentralbanken – kompensiert wurde.

Auf der Aktivseite zeigte sich der Volumenanstieg im Wesentlichen bei den Forderungen an Kreditinstituten. Diese lagen mit 102,6 Mrd. Euro deutlich über dem Wert des Vorjahresultimos in Höhe von 88,0 Mrd. Euro. Der Anstieg um 14,6 Mrd. Euro war insbesondere durch Bestandserhöhungen der Reverse Repos sowie der Cash Collaterals bestimmt. Die Forderungen an Kunden nahmen im Vergleich zum Vorjahresultimo leicht um 1,6 Mrd. Euro auf 280,1 Mrd. Euro zu. Während das Kundenkreditgeschäft um 7,3 Mrd. Euro zurückging, stiegen die Geldhandelsgeschäfte um 9,1 Mrd. Euro. Die Handelsaktiva lagen mit 144,1 Mrd. Euro auf dem Niveau zum Jahresende 2012. Während die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere um 1,8 Mrd. Euro sowie die Schuldscheindarlehen und Aktien um 7,2 Mrd. Euro anstiegen, verringerten sich die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten – im Wesentlichen bei zinsbezogenen Derivaten – um 9,1 Mrd. Euro. Die Finanzanlagen blieben mit 89,1 Mrd. Euro gegenüber dem Stand zum Jahresultimo 2012 ebenfalls unverändert.

Auf der Passivseite war im Wesentlichen ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden zu verzeichnen, der durch einen Rückgang bei den Verbrieften Verbindlichkeiten und den Handelspassiva zum Teil kompensiert wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich deutlich um 18,3 Mrd. Euro auf 128,5 Mrd. Euro, in erster Linie aufgrund eines Anstiegs der Repos und des Cash-Collateral-Geschäfts. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen im Vergleich zum Jahresultimo 2012 um 7,1 Mrd. Euro auf 272,9 Mrd. Euro, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Der Rückgang der Verbrieften Verbindlichkeiten um 6,3 Mrd. Euro gegenüber dem Jahresende 2012 auf 73,0 Mrd. Euro beruhte auf fällig werdenden Hypotheken- und öffentlichen Pfandbriefen der Hypothekenbank Frankfurt AG. Die Handelspassiva lagen mit 110,0 Mrd. Euro um 6,1 Mrd. Euro unter dem Wert zum Jahresultimo 2012. Dies war insbesondere auf gesunkene negative Marktwerte bei zinsbezogenen Derivaten zurückzuführen. Demgegenüber stiegen die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapieren.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. März 2013 ausgewiesene Eigenkapital lag mit 26,4 Mrd. Euro nur leicht über dem Niveau des angepassten Jahresultimos 2012. Die geringfügige Zunahme um 0,1 Mrd. Euro resultierte im Wesentlichen aus der rechnungszinsinduzierten Reduzierung der versicherungsmathematischen Verluste sowie einer Entlastung aus der Neubewertungsrücklage. Erläuterungen zu den Auswirkungen der Anpassungen finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 65 ff.

Sowohl die Kapitalrücklage als auch die Gewinnrücklagen lagen mit 8,7 Mrd. Euro beziehungsweise 10,9 Mrd. Euro auf dem Niveau des Jahresultimos 2012. Die gesamten Stillen Einlagen betrugen zum Bilanzstichtag noch 2,4 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 1,6 Mrd. Euro auf die Stille Einlage des SoFFin.

Die Neubewertungsrücklage sowie die Rücklagen aus Cash Flow Hedges und der Währungsumrechnung lagen zum Berichtsstichtag bei – 2,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2012 war dies eine Entlastung um 0,1 Mrd. Euro.

Die Risikoaktiva stiegen per 31. März 2013 gegenüber dem Jahresultimo 2012 leicht um 1,7 Mrd. Euro auf 209,8 Mrd. Euro. Der Anstieg um rund 1,0 % resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Markt- und Kreditrisiken. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital nahm gegenüber dem nicht angepassten Jahresultimo 2012 um 0,8 auf 26,5 Mrd. Euro ab. In Verbindung mit den geringfügig gestiegenen Risikoaktiva sank die Kernkapitalquote auf 12,6 %. Das Core-Tier-I-Kapital belief sich auf 24,2 Mrd. Euro beziehungsweise auf eine Quote von 11,5%. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,2%.

Refinanzierung und Liquidität

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und wies im ersten Quartal 2013 eine komfortable Liquiditätsausstattung auf.

  • 9 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 17 Segmentberichterstattung
  • 24 Prognosebericht
  • 29 Nachtragsbericht

Im ersten Quartal 2013 emittierte die Commerzbank Anleihen von insgesamt 1,2 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Darin enthalten ist ein im Februar erfolgreich von der Commerzbank emittierter "Small- and Mid-sized Enterprises (SME) Structured Covered Bond" mit einem Volumen von 0,5 Mrd. Euro. Bei diesem Refinanzierungsinstrument handelt es sich um ein pfandbriefähnliches vertragliches Konstrukt, das durch ein hochwertiges Portfolio ausgewählter Mittelstandskredite besichert ist. Die Emission der Commerzbank hat eine Laufzeit von 5 Jahren und ist die erste Transaktion dieser Art am Kapitalmarkt.

Zusätzlich wurden im unbesicherten Bereich Privatplatzierungen von 0,7 Mrd. Euro mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 5 Jahren emittiert. Rund 75% entfielen auf strukturierte Anleihen.

Nachdem sich die Refinanzierungsspreads im zweiten Halbjahr 2012 deutlich eingeengt hatten, lagen sie im ersten Quartal 2013 zwar unterhalb des Durchschnitts von 2012, sind jedoch aufgrund des allgemeinen Marktverlaufs während des ersten Quartals wieder geringfügig angestiegen.

Kapitalmarktfunding des Konzerns in den ersten drei Monaten 2013 Volumen 1,2 Mrd. €

Zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse unterhält die Commerzbank ein zentrales Liquiditätsportfolio hoch liquider und zentralbankfähiger Wertpapiere. Dieses zentral gemanagte Liquiditätsportfolio, ergänzt um frei verfügbare Barmittel, Zentralbankguthaben und sonstige liquide Wertpapierpositionen, bildet die durch die Commerzbank vorgehaltene Liquiditätsreserve. Diese Liquiditätsreserve ist zum Quartalsultimo gegenüber dem Jahresultimo 2012 um rund 14 Mrd. Euro auf 97,3 Mrd. Euro gestiegen. Sie belief sich damit auf rund 15% der Bilanzsumme.

Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Quartalsultimo für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,32 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00.

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone wurde im Berichtszeitraum im Wesentlichen durch die vorzeitige Rückzahlung der von der EZB angebotenen 3-Jahres-Tender vom Dezember 2011 und Februar 2012 sowie verschiedene 3-Monats-Tender geprägt. Auch die Commerzbank hat im Januar 2013 die in Anspruch genommenen Gelder des ersten 3-Jahres-Tenders (LTRO) durch die Hypothekenbank Frankfurt zurückgeführt. Ende Februar wurde auch die im zweiten 3-Jahres-Tender (LTRO II) der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgenommene Liquidität in Höhe von rund 6 Mrd. Euro vollständig zurückgezahlt.

Aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie ist die Commerzbank auch weiterhin nicht auf die Inanspruchnahme von Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken angewiesen.

Kennzahlen des Commerzbank-Konzerns

In den ersten drei Monaten 2013 lagen die wesentlichen Rentabilitätskennzahlen des Commerzbank-Konzerns – insbesondere bedingt durch die beschriebenen Ertragsrückgänge – insgesamt niedriger als Vergleichszeitraum 2012. Die Operative Eigenkapitalrendite ging von 8,2% im Vorjahreszeitraum auf 6,5% zurück. Die Eigenkapitalrendite auf den Konzernüberschuss lag bei – 1,4%, nach 5,2% im Vorjahr. Trotz des Ertragsrückgangs hat sich die Aufwandsquote aufgrund reduzierter Kosten nur leicht auf 70,1% erhöht, nach 69,4% im Vorjahreszeitraum.

An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenrisikobericht Zwischenabschluss 17

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Segmentberichterstattung

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente in den ersten drei Monaten 2013 basiert auf der zum Jahresende 2012 gültigen Segmentstruktur. Mit Beginn des Jahres 2013 wurden im Commerzbank-Konzern verschiedene neue IFRS-Anforderungen umgesetzt, deren Wirkungen sich auch in der Segmentberichterstattung widerspiegeln. Zu Vergleichszwecken wurden die entsprechenden Vorjahreszahlen angepasst. Erläuterungen hierzu sowie zu den Auswirkungen aus Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 64 ff.

Die Kernbank erzielte im Berichtszeitraum ein Operatives Ergebnis in Höhe von 556 Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Rückgang um 310 Mio. Euro, der insbesondere aus dem anhaltend niedrigen Marktzinsniveau sowie aus einem weiteren Anstieg der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft resultierte. Darüber hinaus waren im Vorjahresergebnis noch deutlich höhere Erträge der Group Treasury enthalten. Im Segment Non-Core Assets haben sich die Verluste gegenüber den ersten drei Monaten 2012 deutlich reduziert.

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 858 905 – 5,2
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 35 – 8
Verwaltungsaufwendungen 753 760 – 0,9
Operatives Ergebnis 70 137 – 48,9
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 002 3 976 0,7
Operative Eigenkapitalrendite (%) 7,0 13,8 – 6,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 87,8 84,0 3,8

Privatkunden

Das Segment Privatkunden verzeichnete im ersten Quartal 2013 insbesondere im Bereich der Kapitalmarktgeschäfte eine leichte Zunahme der Kundenaktivitäten. So nahmen sowohl die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft als auch aus Vermögensverwaltungsprodukten in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Gleichwohl sind die Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes im europäischen Währungsraum anhaltend spürbar und überlagern die Ergebniszuwächse. Das Operative Ergebnis sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 48,9% auf 70 Mio. Euro.

Die Erträge vor Risikovorsorge beliefen sich für die ersten drei Monate im laufenden Geschäftsjahr auf 858 Mio. Euro, gegenüber 905 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Zinsüberschuss lag mit 431 Mio. Euro um 40 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die weiterhin positive Entwicklung der Kreditnachfrage kann dabei jedoch den vorherrschenden Belastungsfaktor eines niedrigen Marktzinsniveaus im Einlagenbereich nicht kompensieren. Das Provisionsergebnis stieg im Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,6 % auf 427 Mio. Euro an. Die Erholung der Kundenaktivitäten spiegelt dabei wider, dass die Unsicherheit an den Kapitalmärkten gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr nachgelassen hat.

Die Risikovorsorge erhöhte sich wie erwartet in der laufenden Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Mio. Euro auf – 35 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 753 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, was auf ein kontinuierliches und aktives Kostenmanagement zurückzuführen war.

Das Segment Privatkunden erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres somit ein Vorsteuerergebnis von 70 Mio. Euro, gegenüber 137 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 4,0 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 7,0% (Vorjahreszeitraum: 13,8%). Die Aufwandsquote lag mit 87,8% über dem Niveau der ersten drei Monate 2012 (84,0%).

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 728 790 – 7,8
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 78 35
Verwaltungsaufwendungen 325 339 – 4,1
Operatives Ergebnis 325 486 – 33,1
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 5 829 5 974 – 2,4
Operative Eigenkapitalrendite (%) 22,3 32,5 – 10,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 44,6 42,9 1,7

Mittelstandsbank

Das Segment Mittelstandsbank konnte vor dem Hintergrund eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus und einer wie erwartet gestiegenen Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ein Operatives Ergebnis in Höhe von 325 Mio. Euro erzielen, gegenüber 486 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 728 Mio. Euro um 7,8% unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Während aus dem direkten Kundengeschäft in bestimmten Produktfeldern Ertragszuwächse zu verzeichnen waren, belastete insbesondere das niedrige Zinsniveau die Ergebnisentwicklung. Der Zinsüberschuss lag mit 457 Mio. Euro um 15,7% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2012. Im Einlagengeschäft führten gestiegene Volumina und gleichzeitig marktzinsbedingt niedrigere Margen zu einem deutlichen Rückgang des Zinsüberschusses, während sich der Beitrag des Kreditgeschäfts am Zinsüberschuss aufgrund im Vergleich zum Vorjahr gestiegener Aktivmargen erhöht hat. Insgesamt ist das allgemeine Ziehungsverhalten der Firmenkunden bei Kreditlinien nach wie vor gedämpft. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich auch in den ersten drei Monaten erfreulich; im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm er um 3,7% auf 280 Mio. Euro zu. Insbesondere im Dokumentengeschäft und aus der Nachfrage unserer Kunden nach Kapitalmarktprodukten war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs zu verzeichnen.

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Das Handelsergebnis lag mit 1 Mio. Euro um 13 Mio. Euro über dem Wert der ersten drei Monate des Vorjahres, im Wesentlichen bedingt durch Bewertungseffekte aus Kreditsicherungsgeschäften. Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug für den Berichtszeitraum – 12 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum waren – 1 Mio. Euro auszuweisen. Das Sonstige Ergebnis belief sich auf 2 Mio. Euro, gegenüber – 9 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich auf –78 Mio. Euro und liegt damit um 113 Mio. Euro über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das erste Quartal 2013 war durch Risikovorsorgezuführungen bei Einzelengagements getrieben, wohingegen das erste Quartal 2012 von einer positiven Entwicklung der Portfoliorisikovorsorge infolge guter Portfolioqualität sowie von Parameteraktualisierungen geprägt war.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 325 Mio. Euro um 4,1% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 339 Mio. Euro. Der Kostenrückgang resultierte sowohl aus rückläufigem Personalals auch Sachaufwand, im Wesentlichen jedoch aus dem Bereich der indirekten Kosten.

Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 325 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um rund ein Drittel.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 5,8 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 22,3% (Vorjahreszeitraum: 32,5%). Die Aufwandsquote lag bei 44,6%, nach 42,9% im Vorjahreszeitraum.

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 185 220 – 15,9
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 6 – 18 – 66,7
Verwaltungsaufwendungen 104 115 – 9,6
Operatives Ergebnis 75 87 – 13,8
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 1 717 1 893 – 9,3
Operative Eigenkapitalrendite (%) 17,5 18,4 – 0,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 56,2 52,3 3,9

Central&Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst seit dem Verkauf der ukrainischen Bank Forum in der zweiten Jahreshälfte des vergangen Geschäftsjahres die Aktivitäten der polnischen Tochter BRE Bank im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in Polen, in Tschechien und in der Slowakei. In den Vergleichszahlen des Vorjahres sind die Aktivitäten der Bank Forum noch enthalten.

Im ersten Quartal dieses Jahres setzte sich das gedämpfte Wirtschaftswachstum in Mittelund Osteuropa fort. Auch die polnische Nationalbank reagierte auf die konjunkturelle Situation mit geldpolitischen Lockerungen. Insbesondere im Geschäft mit Firmenkunden ist eine zurückhaltende Investitionsneigung zu spüren. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erzielte das Segment ein Operatives Ergebnis von 75 Mio. Euro, nach 87 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 185 Mio. Euro und lagen damit 35 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der rückläufige Zinsüberschuss spiegelt dabei die signifikanten Referenzzinssenkungen der polnischen Nationalbank im ersten Quartal des laufenden Jahres wider. Lag der Referenzzinssatz Ende des Vorjahresquartals noch bei 4,50%, wurde dieser bis Ende März 2013 in fünf Schritten seit November 2012 auf 3,25% gesenkt. Zusätzlich enthielten die Erträge im ersten Quartal 2012 einen wechselkursbedingten Bewertungseffekt der Verkaufsoption in Höhe von 15 Mio. Euro auf die russische Promsvyazbank.

Die Risikovorsorge konnte unter anderem aufgrund von Auflösungen um 12 Mio. Euro auf – 6 Mio. Euro reduziert werden.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 104 Mio. Euro um 9,6% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 115 Mio. Euro. Der Rückgang resultierte aus der Veräußerung der Bank Forum, während die BRE Bank einen moderaten Anstieg der Kosten zu verzeichnen hatte.

Das Segment Central &Eastern Europe erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres somit ein Vorsteuerergebnis von 75 Mio. Euro, nach 87 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 1,7 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 17,5% (Vorjahreszeitraum: 18,4%). Die Aufwandsquote stieg auf 56,2%, nach 52,3% in der Vorjahresperiode.

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 583 398 46,5
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 26 – 27
Verwaltungsaufwendungen 338 341 – 0,9
Operatives Ergebnis 271 30
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3 254 3 244 0,3
Operative Eigenkapitalrendite (%) 33,3 3,7 29,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 58,0 85,7 – 27,7

Corporates&Markets

Das erste Quartal 2013 war durch ein sich leicht verbesserndes Kapitalmarktumfeld geprägt, mit einer sich abzeichnenden Zunahme des Investorenvertrauens und anziehenden Kundenaktivitäten. Vor diesem Hintergrund erzielte das Segment Corporates& Markets im ersten Quartal 2013 ein Operatives Ergebnis von 271 Mio. Euro, nach 30 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Ergebnis enthalten ist ein positiver Bewertungseffekt eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 25 Mio. Euro, nach einem negativen Effekt von – 157 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2012.

Der Konzernbereich Corporate Finance erzielte aufgrund einer geringeren Transaktionsaktivität, vor allem bei Großkrediten und strukturierten Unternehmenslösungen, geringere Erträge als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Konzernbereich Equity Markets& Commodities konnte seine Erträge im ersten Quartal 2013 dank eines deutlichen Anstiegs der Kundenaktivität im Aktien- und Derivategeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Die Erträge im Konzernbereich Fixed Income&Currencies lagen im Berichtszeitraum trotz einer besseren Performance im Zinshandel aufgrund schwächerer Ergebnisse im Währungs-

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handel und Handel mit Kreditprodukten unter dem Vorjahr. Der seit Mitte 2012 separat ausgewiesene Konzernbereich Credit Portfolio Management, der die Steuerung und Optimierung der Kreditportfolios und Counterparty-Risiken verantwortet, konnte seine Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2012 steigern. Positiv wirkte hier auch der Beitrag des aus der ehemaligen Portfolio Restructuring Unit übernommenen Structured-Credit-Legacy-Portfolios, der im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch nicht enthalten war.

Insgesamt stiegen die Erträge vor Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahresquartal um 185 Mio. Euro auf 583 Mio. Euro. Das Zinsergebnis sank auch aufgrund einer Reduktion des Kreditportfolios sowie einer geringeren Transaktionsaktivität bei strukturierten Unternehmenslösungen um 99 Mio. Euro auf 196 Mio. Euro. Das Provisionsergebnis ging hauptsächlich aufgrund einer geringeren Aktivität im Corporate-Finance-Geschäft um 22 Mio. Euro auf 82 Mio. Euro zurück. Das Handelsergebnis lag mit 307 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von – 2 Mio. Euro. Der Anstieg um 309 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der sich verbesserten Bewertung eigener Verbindlichkeiten sowie aus dem positiven Beitrag aus dem Structured-Credit-Legacy-Portfolio.

In der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft war für das erste Quartal eine Nettoauflösung von 26 Mio. Euro auszuweisen, während es im gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Nettozuführung von – 27 Mio. Euro gab.

Der Verwaltungsaufwand sank gegenüber dem ersten Quartal 2012 leicht um 3 Mio. Euro auf 338 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 271 Mio. Euro, nach 30 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital in Höhe von 3,3 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 33,3% (Vorjahr: 3,7%). Die Aufwandsquote betrug 58,0%, nach 85,7% im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten würde die Operative Eigenkapitalrendite bei 30,2% (Vorjahr: 23,1%) liegen. Die bereinigte Aufwandsquote würde sich auf 60,6% belaufen, nach 61,4% im Vorjahr.

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 171 – 178
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 175 – 178 – 1,7
Verwaltungsaufwendungen 83 98 – 15,3
Operatives Ergebnis – 87 – 454 – 80,8
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 10 058 10 226 – 1,6
Operative Eigenkapitalrendite (%) – 3,5 – 17,8 14,3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 48,5 – 55,1

Non-Core Assets

Im ersten Quartal 2013 wies das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) ein erheblich verbessertes, wenngleich weiterhin negatives Operatives Ergebnis in Höhe von – 87 Mio. Euro aus. Der entsprechende Vorjahreswert lag bei – 454 Mio. Euro.

Die gut voranschreitende Portfolioreduktion vollzog sich in einem insgesamt weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Im Startquartal 2013 weiteten sich die bonitätsbedingten Zinsaufschläge bei Staatsanleihen aus Peripherieländern angesichts der unbefriedigenden politischen Lage in Italien und der notwendigen Rettungsmaßnahmen für Zypern wieder aus, blieben aber aufgrund der aus Sicht des Kapitalmarktes vertrauensbildenden Maßnahmen der EZB auf einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigeren Niveau. Die meisten internationalen gewerblichen Immobilienmärkte verzeichneten eine relativ stabile Entwicklung, wenn auch mit anhaltender Schwächetendenz in einigen Märkten wie zum Beispiel Spanien. Wegen der wenig dynamischen globalen Konjunkturentwicklung und entsprechend verhaltenen Handelsvolumina bei gleichzeitig hohen Flottenüberkapazitäten zeichnet sich aktuell keine nachhaltige Erholung der globalen Schiffsmärkte ab.

Im Berichtszeitraum beliefen sich die Erträge vor Risikovorsorge auf 171 Mio. Euro, gegenüber – 178 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dank deutlicher Konditionsanpassungen in Fällen, in denen an Zinsanpassungsterminen aus ökonomischen Gründen eine Kreditverlängerung gewährt wurde, verlangsamte sich der Rückgang des Zinsüberschusses (– 8,6% auf 169 Mio. Euro). Wegen der vollständigen Einstellung des Neugeschäfts lag der Provisionsüberschuss mit 19 Mio. Euro rund 37% unter dem Vorjahresniveau. Im Handelsergebnis in Höhe von – 43 Mio. Euro, nach – 215 Mio. Euro im Vorjahr, spiegeln sich geringere Bewertungsverluste aus Derivaten gemäß IAS 39 wider. Das Ergebnis aus Finanzanlagen war mit 8 Mio. Euro positiv. Das mit – 203 Mio. Euro negative Finanzanlageergebnis des Vorjahreszeitraums enthielt im Wesentlichen Veräußerungsverluste aus dem Verkauf des Restbestands griechischer Staatsanleihen sowie negative Effekte aus dem gezielten Abbau anderer europäischer Staatsanleihen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf – 175 Mio. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau (– 178 Mio. Euro). Im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank lag die Nettorisikovorsorge mit – 138 Mio. Euro im ersten Quartal 2013 leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums ( – 114 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand sank infolge strikten Kostenmanagements um 15,3% auf 83 Mio. Euro.

Im ersten Quartal 2013 verzeichnete das Segment NCA einen Verlust vor Steuern von – 87 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: – 488 Mio. Euro).

Das durchschnittlich gebundene Eigenkapital lag bei 10,1 Mrd. Euro.

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Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Das Operative Ergebnis des ersten Quartals 2013 betrug – 185 Mio. Euro gegenüber 126 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Operativen Erträge vor Risikovorsorge sanken von 251 Mio. Euro im ersten Quartal 2012 auf – 65 Mio. Euro im ersten Quartal 2013. Der Rückgang um 316 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Entwicklung der Group Treasury zurückzuführen, die das sehr gute Vorjahresergebnis nicht wiederholen konnte. Der Verwaltungsaufwand blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Unter Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 493 Mio. Euro belief sich das Ergebnis vor Steuern des ersten Quartals 2013 auf – 678 Mio. Euro, nach 126 Mio. Euro im ersten Quartal 2012.

Prognosebericht

Die folgenden Ausführungen sind in Verbindung mit dem Abschnitt Geschäft und Rahmenbedingungen dieses Zwischenberichts sowie dem Prognosebericht des Geschäftsberichts 2012 zu lesen.

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Ausblick für die Weltwirtschaft – und insbesondere für die Wirtschaft in Deutschland und den anderen Euroländern – hängt in hohem Maße von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum ab. Sollte sich trotz der jüngsten Diskussionen um Italien, Slowenien und Zypern die seit dem Sommer 2012 zu beobachtende Beruhigung der Krise als nachhaltig erweisen – wofür die in den vergangenen Monaten auszumachende zunehmende Rückkehr von Kapital in die Europeripherie spricht – ist von einer wieder stärker wachsenden Weltwirtschaft auszugehen.

So haben die Notenbanken weltweit ihre Geldpolitik weiter gelockert und verfolgen größtenteils einen sehr expansiven Kurs. Insbesondere in den Emerging Markets dürfte dies die Wirtschaft in den Jahren 2013 und 2014 wieder schneller wachsen lassen.

Auch in den USA dürfte der Aufschwung an Dynamik gewinnen. Denn die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung der privaten Haushalte und am Immobilienmarkt sind weitgehend korrigiert und werden die Wirtschaft wohl immer weniger beeinträchtigen.

Auch im Euroraum besteht die Chance, dass sich die Wirtschaft im Laufe dieses Jahres aus der Rezession befreit. Denn bei einem nachhaltigen Abebben der Staatsschuldenkrise bekämen die Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit, womit gerade in den Kernländern die größte Konjunkturbremse gelöst würde, und in den Peripherieländern würden die Finanzierungskosten wohl sinken. Die zuletzt wieder schwächeren Frühindikatoren deuten allerdings darauf hin, dass es noch einige Zeit dauern kann, bis sich dies in der Realwirtschaft bemerkbar machen wird. Aber auch dann werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Euroländern weiterhin sehr groß sein. Während die Wirtschaft in Deutschland und seinen kleineren Nachbarländern in den kommenden Quartalen wohl wieder wachsen wird, werden sich die Peripherieländer nur allmählich aus der Rezession lösen können. Denn dort wird die Wirtschaft noch einige Zeit von einer sehr restriktiven Finanzpolitik gebremst werden. Hinzu kommt die – anders als in den USA – noch lange nicht abgeschlossene Korrektur der Übertreibungen der Vergangenheit.

Ein Ende der Staatsschuldenkrise und ein etwas stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft würden an den Kapitalmärkten Risikoanlagen begünstigen. So dürften die Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend fortsetzen und die Risikoaufschläge von Anleihen der Peripherieländer des Euroraums weiter fallen, wenn sie auch weit höher bleiben dürften als vor Ausbruch der Staatsschuldenkrise. Im Gegenzug werden die Renditen der Staatsanleihen von Ländern mit der besten Bonität zulegen. Allerdings dürfte dieser Anstieg eher moderat ausfallen, da in den wichtigsten Währungsgebieten die Notenbanken in den kommenden beiden Jahren ihre Leitzinsen kaum anheben werden. Allerdings rechnen wir damit, dass die US-Notenbank im späteren Verlauf des Jahres zumindest ihre Anleihekäufe zurückfahren wird, sodass der US-Dollar dann gegenüber dem Euro voraussichtlich wieder an Boden gewinnen wird.

9 Geschäft und Rahmenbedingungen 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

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Künftige Situation der Bankbranche

An unserer Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht 2012 getroffenen Aussagen nichts Wesentliches geändert.

Der schleppende Regierungsbildungsprozess in Italien, die Zypernrettung, einige Dämpfer für den bislang vorherrschenden Optimismus über die deutsche Konjunktur und sogar die Zuspitzung der Koreakrise haben zuletzt keinen tiefen Abdruck an den Märkten für Aktien und Renten hinterlassen können. Allerdings hat die Entscheidung der Eurogruppe im Fall Zypern, die Gläubiger, Anteilseigner und Inhaber größerer Einlagen an Abwicklungsverlusten der Bank Laiki zu beteiligen, die Märkte zu einer Neubewertung von Bankrisiken veranlasst. Bankaktien wurden so an vielen europäischen Börsen in letzter Zeit deutlich schlechter bewertet als die Titel anderer Unternehmen und am Markt für Kreditausfallversicherungen kam es zu einer spürbaren Erhöhung der Risikoprämien für Kreditinstitute. So war im Berichtsquartal die Abhängigkeit der Banken in der Peripherie von der EZB-Liquidität weiter hoch und das Gewicht der grenzüberschreitenden Interbankenkredite unverändert gering. Für eine vorzeitige Entwarnung hinsichtlich des bankgeschäftlichen Umfeldes ist es also immer noch zu früh. Die Eingriffe der Notenbank und der europäischen Politik verfehlen ihre stabilisierende Wirkung zwar nicht, sie beeinträchtigen aber gleichzeitig die Funktion der Marktpreise als verlässliches Risikomaß. Die Erwartungen an das gesamtwirtschaftliche Wachstum mussten in einigen Industrieländern zuletzt zurückgenommen werden und die vollen Effekte der außerordentlichen geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken auf die Realwirtschaft lassen sich erst mit der Zeit abschätzen.

Ein Ende der Verunsicherung bezüglich der mittel- bis längerfristigen Stabilitätskultur in der Währungsunion ist vor dem Hintergrund des ungewissen Ausgangs der unkonventionellen Geldpolitik so schnell nicht zu erwarten. Das Jahr 2013 wird alles in allem noch ein Jahr des Übergangs werden. Wenn es der Politik gelingt, die Weichen für die weitere Integration in Europa richtig zu stellen, wird sich das Vertrauen weiter festigen können, mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf das Bankgeschäft im Jahr 2014. Für die Branche wird sich zudem entlastend auswirken, dass im Trend der Jahre 2013/2014 die hohen Kursschwankungen an den Finanzmärkten der vergangenen Jahre vermutlich nachlassen werden.

Die Ertragslage der europäischen Banken dürfte sich – bei anhaltend unterschiedlicher Lage in den einzelnen Ländern – vor diesem Hintergrund in nächster Zeit nur graduell verbessern können. Denn bereits angestoßene Regulierungsprozesse und fortbestehender hoher Wettbewerbsdruck beschränken Ertragspotenziale. Belastend wirken die restriktive Fiskalpolitik und die insgesamt hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone. Der eingeleitete Entschuldungsprozess in vielen Staaten und Haushalten führt zu einer zunächst noch rückläufigen Kreditnachfrage und wird den Druck im Einlagengeschäft erhöhen. In diesem Jahr dürften die unternehmerischen Investitionen und damit auch die Kreditnachfrage noch schwach bleiben. Das Zinsergebnis wird durch das flache Zinsgefälle und den damit verbundenen engen Spielraum zur Erwirtschaftung eines (Fristen-)Strukturbeitrags auch in diesem Jahr belastet. Der reichlichen Liquiditätsversorgung mit Zentralbankgeld stehen unter der Bedingung der Risikoreduktion nur eingeschränkte Verwendungsmöglichkeiten auf der Aktivseite der Bankbilanz gegenüber. Vor allem steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und die Liquidität werden die Branche im Zuge einer – trotz der vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossenen Lockerung der Liquiditätsvorgaben – verschärften Regulierung weiterhin belasten. In diesem und dem nächsten Jahr werden einige neue Regelwerke für den gesamten Finanzmarkt umgesetzt werden, die teilweise erhebliche Wechselwirkungen haben.

Vor dem Hintergrund des gestiegenen Erneuerungsdrucks, der aus Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb resultiert, stehen die Banken in Europa unverändert vor der Herausforderung, ihre Eigenkapitalausstattung zu stärken und ihre Bilanzvolumina zu reduzieren. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren zudem hohe Volumina von Bankanleihen fällig, die mit dem weiter starken Finanzbedarf der Staaten kollidieren werden. Wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit wie beispielsweise Kreditwachstum und rückläufige Kreditausfallraten werden zudem für Gewinnsteigerungen in deutlich geringerem Maße als bisher ausschlaggebend sein. Im Zuge der noch anhaltenden schwachen Wirtschaftsentwicklung wird die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft – auch aufgrund rückläufiger Risikovorsorgeauflösungen – zunächst eher wieder zu einer Belastung führen, was die Ergebniszuwächse im Firmenkundengeschäft begrenzen wird. Hinzu kommen dämpfende Impulse von der Nachfrageseite für das Kreditneugeschäft mit inländischen Firmenkunden. Erst im Jahr 2014 dürfte die unternehmerische Investitionstätigkeit durch die erwartete Belebung der Weltkonjunktur und den vorhergesagten konjunkturellen Rückenwind auch im Euroraum zunehmen und der Kreditnachfrage damit Impulse geben. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis angesichts der noch immer relativ starken Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen tendenziell unter Druck bleiben. Aggressiver Preiswettbewerb vor allem um Einlagen, niedrige Zinsen, wachsende Preissensibilität der Kunden sowie die zunehmende Konkurrenz von Onlinebanken erschweren zudem die Ausweitung von Ertragspotenzialen. Im Investmentbanking sehen wir angesichts weiter zurückhaltender Aktivitäten besonders bei Fusionen und Übernahmen keine schnelle Erholung und erwarten global eine Marktbereinigung durch Fokussierung auf Kernkompetenzen und auf die jeweilige Heimatregion. Zu Unsicherheiten führt derzeit auch die wiederbelebte Diskussion über die Einführung eines Trennbankensystems, das heißt die rechtlich-organisatorische Abtrennung des Kapitalmarktgeschäfts vom klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft.

Insgesamt wird sich die Wettbewerbslage vor diesem Hintergrund weiter verschärfen – sowohl hinsichtlich des Wettbewerbs um Einlagen als Grundpfeiler einer vom Interbankenmarkt unabhängigen Refinanzierung als auch mit Blick auf deutsche mittelständische Unternehmen, die als vergleichsweise krisenresistente Kunden zunehmend umworben werden und deren Ergebnisbeiträge durch ausbleibende Wertberichtigungen in den vergangenen Jahren begünstigt worden sind. An der fragmentierten und teilweise von Überkapazitäten gekennzeichneten Marktstruktur wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, was die Wettbewerbslage nicht erleichtert, und die Möglichkeit, Kapital aus einbehaltenen Gewinnen zu generieren, begrenzt. Insgesamt werden die Aussichten – insbesondere in den Kerngeschäftsfeldern – stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, verloren gegangenes Kundenvertrauen wieder aufzubauen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Mittelfristig rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt von weniger als 10 Mrd. Euro pro Jahr. Den überwiegenden Teil wollen wir in besicherter Form, hauptsächlich durch eigene Pfandbriefe der Commerzbank Aktiengesellschaft, aufnehmen. Eine erste Emission von Commerzbank-Pfandbriefen ist im laufenden Jahr 2013 vorgesehen.

Besicherte Refinanzierungsinstrumente haben durch die Finanzkrise und die damit verbundenen neuen regulatorischen Anforderungen an Bedeutung gewonnen, was sich unter anderem in einer gestiegenen Investorennachfrage nach diesen Produkten niederschlägt.

  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 17 Segmentberichterstattung
  • 24 Prognosebericht 29 Nachtragsbericht

Emittenten bieten sie einen relativ stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Auch künftig wird die Commerzbank unbesicherte Kapitalmarktemissionen vornehmen: Zum einen Privatplatzierungen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, und zum anderen in Form von Produkten, die der weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis dienen.

Bei der Hypothekenbank Frankfurt AG wird es für das Jahr 2013 aufgrund der angepassten Geschäftsausrichtung zu keinem nennenswerten Fundingbedarf am Kapitalmarkt kommen.

Durch regelmäßiges Überprüfen und Adjustieren der getroffenen Annahmen für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hat die Commerzbank neben Wachstumsinitiativen auch Kostensenkungsprogramme aufgesetzt. Damit soll der Verwaltungsaufwand bis 2016 trotz der Investitionen in das Kerngeschäft, der zu erwartenden Gehaltssteigerungen und steigender Sachkosten bei etwa 7,1 bis 7,3 Mrd. Euro liegen. Die Bank wird ihr striktes Kostenmanagement fortsetzen und in den kommenden Jahren unter anderem durch die effizientere Gestaltung von Prozessen, die Einführung der neuen Filialstruktur und die Anpassung der Personalkapazitäten Kosten einsparen. Die Bank geht derzeit von einem Stellenabbau in einer Größenordnung von 4 000 bis 6 000 Vollzeitkapazitäten im Konzern bis zum Jahr 2016 aus. In diesem Zusammenhang wurden im ersten Quartal 2013 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 493 Mio. Euro auf Konzernebene gebucht. Diese Aufwendungen werden im Wesentlichen auf das Segment Privatkunden sowie die Service- und Konzernsteuerungseinheiten entfallen.

Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2012 auf den Seiten 122 bis 125 aufgeführten Investitionsplanungen ergeben.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Die deutliche Entspannung an den Liquiditäts- und Kapitalmärkten setzte sich auch zum Jahresbeginn 2013 fort. Auch nach der Rückzahlung von knapp 30% der von der EZB zur Verfügung gestellten 3-Jahres-Tender ist der Markt weiterhin liquide. Das Zinsniveau im Geldmarkt erhöhte sich nur marginal. Nach den historischen Tiefständen im Dezember 2012 lag der 3-Monats-Euribor zum Quartalsende bei 0,21% (Jahresultimo 2012: 0,19%).

Trotz einer neuerlichen Verschärfung der Eurokrise durch die Ereignisse in Zypern blieben die Liquiditäts- und Kreditmärkte für Staatsanleihen der Eurozone hiervon relativ unberührt. Gleichwohl beobachtet die EZB die weitere Entwicklung in der Eurozone kritisch und diskutiert weitere Maßnahmen, um den Auswirkungen der Eurokrise entgegenzuwirken. Hierunter fällt unter anderem auch eine erhebliche Erleichterung beziehungsweise Ausweitung für das Einliefern von Wirtschaftskrediten, um das Kreditwachstum in der Eurozone anzukurbeln.

Wie schon im Dezember 2012 angekündigt, steht die EZB auch im weiteren Jahresverlauf 2013 für erneute Zinssenkungen bereit, wenn sich die wirtschaftliche Lage in Europa weiter verschärfen sollte. Eine Senkung des Spitzen- und Hauptrefinanzierungssatzes um 25 Basispunkte halten wir für wahrscheinlich, wobei die EZB die Einlagenfazilität bei 0% belassen dürfte. Für den weiteren Jahresverlauf 2013 erwarten wir eine Seitwärtsentwicklung an den Zinsmärkten. Gleiches gilt für die Refinanzierungskosten in den Hauptfremdwährungen, da für die Cross-Currency-Basis-Swaps ebenfalls von einer Seitwärtsentwicklung auf niedrigem Niveau ausgegangen wird. Für die Kreditmärkte erwartet die Bank trotz der jüngsten Krise um Zypern eine weitere Entspannung. In einem sehr niedrigen Zinsumfeld werden sich die Kreditrisikoaufschläge durch die steigende Nachfrage der Investoren nach Renditen weiter einengen; dies wird insbesondere für gute Kreditqualitäten erwartet. Die Nachfrage wird hierbei zusätzlich getrieben durch die lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank sowie Überlegungen der EZB, Maßnahmen zu ergreifen, um die Kreditkonditionen für Unternehmenskredite in den Peripherieländern der Eurozone zu senken.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und den MaRisk bewegt.

Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse einen Liquiditätspuffer, der aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die aus unserer Sicht den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten angemessene Liquiditätsausstattung beibehalten werden kann. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt für besicherte und unbesicherte Anleihen gestützt.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hat die Commerzbank Wachstumsinitiativen und Kostenprogramme aufgesetzt, die wir im Jahr 2013 und in den Folgejahren konsequent umsetzen werden. Die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells wird von einem im weiteren Jahresverlauf nach wie vor herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld begleitet. Eine verlässliche Aussage zur Ergebnisentwicklung für das laufende Jahr 2013 gestaltet sich deshalb weiter schwierig. Wir gehen aber davon aus, dass die die Ertragslage belastenden Faktoren, insbesondere das Niedrigzinsumfeld, aber auch die immer noch in großen Teilen vorherrschende Kundenzurückhaltung im Kapitalmarkt- und Kreditgeschäft noch für einige Zeit die Erfolge der im letzten Jahr gestarteten strategischen Neuausrichtung und Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells überdecken werden.

Beim Zinsüberschuss geht die Commerzbank im Jahr 2013 von einer weiteren leichten Abschwächung aus. Er bleibt durch die spürbar geringe Kreditnachfrage unserer Firmenkundschaft sowie das anhaltend niedrige Marktzinsniveau mit dem daraus resultierenden Druck auf die Einlagenmargen belastet. Darüber hinaus werden wir im Segment NCA den wertschonenden Abbau der Risiken und damit auch der zinstragenden Aktiva aktiv fortsetzen. Für den Provisionsüberschuss erwarten wir trotz wahrscheinlich nur langsam zurückkehrender Kundenaktivität positive Auswirkungen durch unseren noch stärker kundenorientierten Beratungsansatz im Privatkundengeschäft sowie das vor allem im Auslandsgeschäft und im Cash Management ausgeweitete Dienstleistungsspektrum der Mittelstandsbank.

Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir gegenüber 2012 im Konzern insgesamt einen leichten Anstieg der Risikovorsorge. Wir gehen unverändert davon aus, dass die Risikovorsorge der Kernbank im Jahr 2013 auf höherem Niveau als im Vorjahr liegen wird, da sich die für das sehr gute Risikovorsorgeergebnis 2012 maßgeblich hohen Auflösungen nicht fortsetzen werden. Für das Segment Non-Core Assets wird aufgrund der anhaltenden Krise am Schiffsmarkt eine weiterhin hohe Belastung aus der Risikovorsorge erwartet.

Auf der Kostenseite werden aufwandswirksame Investitionen mit dem Ziel der Steigerung des künftigen Ertragspotenzials dazu führen, dass die gesamten Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr zunehmen werden. Die Commerzbank wird ihr strik11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 17 Segmentberichterstattung

  • 24 Prognosebericht
  • 29 Nachtragsbericht

tes Kostenmanagement aber konsequent fortführen, um den möglichen Anstieg in engen Grenzen zu halten.

Insgesamt gehen wir vor dem Hintergrund eines nach wie vor herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeldes für das Gesamtjahr 2013 davon aus, dass im Vergleich zum Vorjahr der anhaltende Ertragsdruck, die steigende Risikovorsorge sowie der investitionsbedingte Kostenanstieg auf das Operative Ergebnis wirken werden. Das Vorsteuerergebnis des Commerzbank-Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 wird durch den im ersten Quartal 2013 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwand im Zusammenhang mit den beschlossenen Effizienzsteigerungsmaßnahmen belastet.

Unverändert streben wir während des gesamten Jahres 2013 den Ausweis einer Basel-III-Kernkapitalquote gemäß "phase-in", das heißt unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen, von deutlich über 9 % an.

Nachtragsbericht

Commerzbank-Hauptversammlung stimmt Kapitalerhöhung zur vollständigen und vorzeitigen Rückzahlung der Stillen Einlagen von SoFFin und Allianz zu

Die Aktionäre der Commerzbank haben bei der Hauptversammlung am 19. April 2013 mit großer Mehrheit der geplanten Kapitalerhöhung zur vollständigen und vorzeitigen Rückzahlung der Stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und der Allianz zugestimmt. Durch die Transaktion wird sich die Kapitalstruktur der Commerzbank weiter deutlich verbessern. Im Zuge der geplanten Rückführung der Stillen Einlagen wird der Aktienanteil des Bundes an der Commerzbank von derzeit rund 25% voraussichtlich unter 20% sinken. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung unter anderem dem Vorschlag der Verwaltung zur Neuwahl der Mitglieder und Ersatzmitglieder des Aufsichtsrats sowie zur Herabsetzung des Grundkapitals mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Commerzbank hat die von der Hauptversammlung beschlossene Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10 : 1 planmäßig umgesetzt. Neben dem Einzug von 7 Aktien zur Glättung des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft ist die Aktienzusammenlegung ins Handelsregister eingetragen worden. Dadurch sinkt die Anzahl der ausgegebenen Aktien von rund 5,83 Milliarden Stück auf rund 583 Millionen Stück. Die konvertierten Anteilsscheine werden seit dem 24. April 2013 unter der neuen Wertpapierkennnummer WKN CBK100 (ISIN DE000CBK1001) an der Börse gehandelt.

Moody's senkt Rating der Commerzbank

Am 23. April 2013 hat die Ratingagentur Moody's das Rating für langfristige Verbindlichkeiten der Commerzbank von A3 um eine Stufe auf Baa1 mit stabilem Ausblick gesenkt. Das Rating für kurzfristige Verbindlichkeiten blieb mit P–2 unverändert. Das Finanzkraftrating sank um eine Stufe von Baa3 auf Ba1. Haupttreiber für die Herabstufung sind nach Meinung von Moody's das anhaltend herausfordernde Umfeld im deutschen Privatkundenmarkt sowie weiterhin hohe Risiken in Teilen des Segments Non-Core Assets, vor allem in der Schiffsfinanzierung sowie in Bezug auf italienische und spanische Exposures.

Weitere Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind nicht aufgetreten.

Zwischenrisikobericht

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 31 Organisation des Risikomanagements
  • 31 Risikotragfähigkeit und Stresstesting

33 Adressenausfallrisiken

  • 33 Commerzbank-Konzern
  • 35 Kernbank
  • 36 Segment Privatkunden
  • 37 Segment Mittelstandsbank
  • 38 Segment Central & Eastern Europe
  • 39 Segment Corporates & Markets
  • 41 Non-Core Assets
  • 44 Weitere Portfolioanalysen

47 Marktrisiken

  • 47 Marktrisiken im Handelsbuch
  • 49 Marktrisiken im Anlagebuch
  • 49 Marktliquiditätsrisiken

50 Liquiditätsrisiken

  • 50 Steuerung und Überwachung
  • 50 Quantifizierung und Stresstesting
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

Aufgrund von Rundungen können sich im nachfolgenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken 53 Sonstige Risiken

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Organisation des Risikomanagements

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren – also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren – und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagementaktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. Dabei sind im Segment NCA, abweichend von den anderen Bereichen, die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt, sondern das Kreditrisikomanagement über alle Ratingstufen hinweg in einer Einheit zusammengeführt. Alle Bereiche haben eine konzernweite Ausrichtung und eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Detaillierte Ausführungen zur Risikomanagementorganisation der Commerzbank sind dem Geschäftsbericht 2012 zu entnehmen.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich unter Zugrundelegung makroökonomischer Stressszenarien beurteilt. Details zu der angewendeten Methodik können dem Konzernrisikobericht des Geschäftsberichts 2012 entnommen werden.

Zum Jahresanfang 2013 wurden die Ergebnisse der jährlichen Aktualisierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes umgesetzt. Dies beinhaltete unter anderem die Berücksichtigung von Objektwertänderungsrisiken als eigenständige Risikoart im ökonomisch erforderlichen Kapital. Unter dem Objektwertänderungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich die Marktwerte von Objekten (insbesondere Immobilien) des Konzerns verschlechtern. Das Objektwertänderungsrisiko umfasst auch das Immobilienrisiko, das bis Ende 2012 im Marktrisiko enthalten war.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikotragfähigkeit im ersten Quartal des Jahres 2013.

Risikotragfähigkeit Konzern Mrd. € 31.3.2013 31.12.2012
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 28 29
Ökonomisch erforderliches Kapital 18 17
davon für Kreditrisiko 13 13
davon für Marktrisiko 5 4
davon für Objektwertänderungsrisiko2 0
davon für OpRisk 2 2
davon Diversifikationseffekte – 2 – 2
RTF-Quote3 152% 161%

1 Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. 2

Einschließlich Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen.

3 RTF-Quote = Ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Im Mai 2012 wurde die sogenannte Enhanced Disclosure Task Force (EDTF) durch das Financial Stability Board (FSB) mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Risikoberichterstattung von Banken zu verbessern. Die EDTF veröffentlichte dazu ein umfangreiches Papier mit zahlreichen Grundprinzipien und Empfehlungen für die Berichterstattung zu allen Bereichen des Risikomanagements. Die Commerzbank hat die Empfehlungen im Geschäftsbericht 2012 und im Offenlegungsbericht 2012 zu einem großen Teil bereits umgesetzt. Weitere Punkte sind für die Berichte im Jahr 2013 geplant, einzelne Themen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt.

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

In den folgenden Kapiteln berichten wir detailliert über die Risiken, denen die Commerzbank ausgesetzt ist, beginnend mit dem bedeutendsten, dem Adressenausfallrisiko.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Commerzbank-Konzern

Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns werden wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio eingehen. Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken werden die folgenden Risikokennzahlen genutzt: Exposure at Default (EaD)1 , Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91% und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken der "All-in".

Kreditrisikokennzahlen Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Expected
Loss
Risiko
dichte
CVaR
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
Kernbank 322 884 28 7 343
Non-Core Assets 132 949 72 5 824
Konzern 453 1 834 40 13 167

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Konzernportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Ratingverteilung per 31.3.2013
EaD in %
1.0 –1.8 2.0 –2.8 3.0 –3.8 4.0 –4.8 5.0 –5.8
Kernbank 31 48 15 4 2
Non-Core Assets 31 35 20 8 6
Konzern 31 44 17 5 3

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine

1 Erwarteter Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestands wird als

EaD das Nominal ausgewiesen.

Konzernportfolio nach
Regionen per 31.3.2013
Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte
Bp.
Deutschland 228 560 25
Westeuropa 111 475 43
Mittel- und Osteuropa 41 211 52
Nordamerika 30 69 23
Sonstige 44 519 117
Konzern 453 1 834 40

große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes. Das Exposure in Zypern beläuft sich zum 31. März 2013 auf 0,3 Mrd. Euro, wobei nur ein geringer Anteil auf Sovereign und Banken entfällt.

EaD1 per 31.3.2013
Mrd. €
Sovereign2 Banken CRE Corporates/
Sonstige
Gesamt
31.3.2013
Gesamt
2012
Griechenland 0,0 0,0 0,2 0,1 0,3 0,2
Irland 0,0 0,6 0,1 1,1 1,8 1,6
Italien 9,2 0,7 2,0 2,3 14,3 14,2
Portugal 0,9 0,3 1,5 0,3 2,9 3,0
Spanien 2,5 3,7 3,5 2,5 12,2 12,8

1 Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen.

2 Inklusive Subsovereigns.

Risikovorsorge Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Konzernrisikovorsorge:

2013 2012
Risikovorsorge Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Kernbank 92 283 102 47 116 18
Non-Core Assets 175 1 374 512 383 301 178
Konzern1 267 1 660 614 430 404 212

1 Inklusive Risikovorsorge der PRU in Höhe von insgesamt 3 Mio. Euro im Jahr 2012.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013 auf 267 Mio. Euro und lag damit um 55 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das erste Quartal 2012 von einer Nettoauflösung von Portfoliowertberichtigungen in Höhe von 91 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung im Rahmen der Rekalibrierung der Ratingsysteme geprägt war.

Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir gegenüber 2012 im Konzern insgesamt einen leichten Anstieg der Risikovorsorge. Wir gehen unverändert davon aus, dass die Risikovorsorge der Kernbank im Jahr 2013 auf höherem Niveau als im Vorjahr liegen wird, da sich die für das sehr gute Risikovorsorgeergebnis 2012 maßgeblichen hohen Auflösungen nicht fortsetzen werden. Für NCA wird aufgrund der anhaltenden Krise am Schiffsmarkt eine weiterhin hohe Belastung aus der Risikovorsorge erwartet.

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken

Die Risiken für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin hoch. Sollte es durch Auswirkungen der anhaltenden Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft zu einem massiven Konjunktureinbruch oder zu Ausfällen von Finanzadressen kommen, kann unter Umständen eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Default-Portfolios im Konzern:

31.3.2013 31.12.2012
Default-Portfolio Mio. € Konzern Kernbank NCA Konzern Kernbank NCA
Default-Volumen 18 077 6 242 11 836 18 926 6 799 12 128
Risikovorsorgebestand 6 962 3 219 3 744 7 148 3 264 3 884
GLLP 880 470 409 887 470 417
Sicherheiten 8 858 1 302 7 556 9 296 1 451 7 845
Coverage Ratio exkl.
GLLP (%)
88 72 95 87 69 97
Coverage Ratio inkl.
GLLP (%)
92 80 99 92 76 100
NPL-Ratio (%)1 3,8 1,9 8,3 4,0 2,1 8,1

1 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans − NPL) im Verhältnis zu Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio konnte im ersten Quartal 2013 gegenüber dem 31. Dezember 2012 im Konzern um 849 Mio. Euro reduziert werden. Das Volumen entspricht den ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit.

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central&Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen Die Kreditrisikokennzahlen verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 wie folgt auf die Segmente der Kernbank:

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Expected
Loss
Risikodichte CVaR
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. €
Privatkunden 77 205 27 820
Mittelstandsbank 113 325 29 2 968
Central & Eastern Europe 25 150 59 550
Corporates & Markets 66 144 22 1 954
Sonstige und Konsolidierung 40 61 15 1 051
Kernbank 322 884 28 7 343

In der Kernbank blieben im ersten Quartal 2013 das Exposure mit 322 Mrd. Euro (31. Dezember 2012: 321 Mrd. Euro) und die Risikodichte mit 28 Basispunkten (31. Dezember 2012: 27 Basispunkte) nahezu stabil.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kernbankportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Ratingverteilung per 31.3.2013
EaD in %
1.0–1.8 2.0–2.8 3.0–3.8 4.0–4.8 5.0–5.8
Privatkunden 28 49 17 4 2
Mittelstandsbank 12 61 20 5 2
Central & Eastern Europe 27 40 22 9 3
Corporates & Markets 45 41 10 2 1
Kernbank1 31 48 15 4 2

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge in den Segmenten der Kernbank:

2013 2012
Risikovorsorge Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Privatkunden 35 95 16 45 26 8
Mittelstandsbank 78 30 42 – 9 32 – 35
Central & Eastern Europe 6 105 24 28 35 18
Corporates & Markets – 26 52 19 – 17 23 27
Sonstige und Konsolidierung – 1 1 1 0 0 0
Kernbank 92 283 102 47 116 18

Im ersten Quartal 2013 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 92 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 74 Mio. Euro, der hauptsächlich daraus resultiert, dass die Risikovorsorge im ersten Quartal 2012 durch Auflösung von Portfoliorisikovorsorge in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank (unter anderem aufgrund der Parameteraktualisierungen) außergewöhnlich niedrig war.

Default-Portfolio Das Default-Portfolio der Kernbank profitierte von hohen Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen, insbesondere in Corporates& Markets.

Default-Portfolio Kernbank Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 6 242 6 799
Risikovorsorgebestand 3 219 3 264
GLLP 470 470
Sicherheiten 1 302 1 451
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 72 69
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 80 76
NPL-Ratio (%) 1,9 2,1

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, unter dem das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst sind, das Direct Banking und die Commerz Real.

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

Die Risiken im Privatkundengeschäft sind im Wesentlichen vom wirtschaftlichen Umfeld, der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise abhängig. Die Steuerung der Risiken erfolgt unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes und ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus werden auffällige Kredite über ausgewählte Trigger identifiziert und im Bereich Risikofrüherkennung spezialisiert bearbeitet.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Private Baufinanzierung 46 95 20
Renditeobjekte 5 12 22
Individualkredite 12 46 40
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 9 39 41
Inländische Tochtergesellschaften 3 7 27
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 1 6 52
Privatkunden 77 205 27

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von 52 Mrd. Euro). Weitere Hauptaktivität ist die Sicherstellung der Kreditversorgung unserer Geschäftskunden (Individualkredite 12 Mrd. Euro). Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten 9 Mrd. Euro).

Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum insbesondere in der Baufinanzierung fortgesetzt. Die Risikodichte blieb im Vergleich zum Jahresende mit 27 Basispunkten stabil.

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft lag im ersten Quartal 2013 bei 35 Mio. Euro und ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 27 Mio. Euro angestiegen. Bereinigt um die Effekte aus der Parameteraktualisierung im ersten Quartal 2012, liegt die Risikovorsorge insgesamt leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Das Default-Volumen im Privatkundengeschäft ist um 60 Mio. Euro leicht zurückgegangen.

Default-Portfolio Segment Privatkunden Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 1 075 1 135
Risikovorsorgebestand 419 392
GLLP 134 128
Sicherheiten 506 527
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 86 81
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 98 92
NPL-Ratio (%) 1,4 1,5

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit schwerpunktmäßig mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden (sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind). Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Entsprechend der Ausrichtung des Segments Mittelstandsbank auf deutsche Firmenkunden und internationale Firmenkunden mit Konnektivität zu Deutschland als Kerngeschäft, ist in den genannten Bereichen Wachstum angestrebt. Der Risikoappetit orientiert sich zum einen an der Einschätzung der jeweiligen Branche, zum anderen aber auch an den Umfeldbedingungen für die Unternehmen in den Hauptländern ihrer Tätigkeit. Unabhängig von diesen Umfeldbedingungen unterliegt jedes Engagement der Einzelanalyse im Hinblick auf Bonität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells des Kunden.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Financial Institutions 22 64 29
Corporates Inland 76 218 29
Corporates Ausland 15 42 29
Mittelstandsbank 113 325 29

Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland blieb im ersten Quartal 2013 weiterhin zufriedenstellend. Dies drückt sich im Teilportfolio Corporates Inland durch nach wie vor überdurchschnittlich gute Risikokennziffern aus. Die Risikodichte in diesem Bereich liegt per 31. März 2013 auf einem vergleichsweise niedrigen Wert von 29 Basispunkten.

Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 31. März 2013 auf 15 Mrd. Euro. Die Risikodichte lag hier ebenfalls bei 29 Basispunkten.

Trotz einer nach wie vor eher geringen Kreditnachfrage blieb der EaD der Mittelstandsbank im ersten Quartal 2013 insgesamt mit 113 Mrd. Euro relativ konstant. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 45.

Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank beläuft sich im ersten Quartal 2013 auf 78 Mio. Euro und liegt damit um 113 Mio. Euro über dem ersten Quartal 2012. Das erste Quartal 2013 war getrieben durch Risikovorsorgezuführungen bei Einzelfällen, wohingegen das erste Quartal 2012 von einer positiven Entwicklung der Portfoliorisikovorsorge infolge guter Portfolioqualität sowie von Parameteraktualisierungen geprägt war.

Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist im Vergleich zum 31. Dezember 2012 nahezu konstant geblieben.

Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 2 609 2 632
Risikovorsorgebestand 1 422 1 439
GLLP 234 232
Sicherheiten 429 482
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 71 73
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 80 82
NPL-Ratio (%) 2,3 2,3

Segment Central & Eastern Europe

Das Segment CEE umfasst hauptsächlich die Aktivitäten der operativen Einheit BRE Bank in Polen. Die Hauptgeschäftsfelder der BRE-Bank-Gruppe umfassen das Privatkundengeschäft mit ergänzenden Direktbankeinheiten in Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie das Corporate-Geschäft mit einem breiten modernen Produktangebot inklusive

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

Corporate Finance, Corporate Treasury Sales sowie Leasing und Factoring. Der strategische Fokus des Segments liegt auf organischem Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Central & Eastern Europe 25 150 59

Nach mehreren Jahren eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums verliert die Konjunktur in Polen aktuell an Dynamik. Seit Mitte letzten Jahres beobachten wir zugleich eine sinkende Kreditnachfrage sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Unternehmen. Trotz der wirtschaftlichen Abkühlung erwarten wir weiterhin ein positives Wirtschaftswachstum in Polen.

Durch ein konsequentes Risikomanagement konnte die Risikodichte im Vergleich zum Jahresende 2012 auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Bis Ende 2013 erwarten wir, unter Berücksichtigung des aktuellen konjunkturellen Umfeldes, eine leichte Verschlechterung der Portfolioqualität.

Im ersten Quartal 2013 belief sich die Risikovorsorge für das Segment Central&Eastern Europe auf 6 Mio. Euro und reduzierte sich damit um 12 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies resultiert im Wesentlichen aus Auflösungen infolge erfolgreicher Restrukturierungen.

Im Segment Central&Eastern Europe blieb das Default-Volumen im Vergleich zum 31. Dezember 2012 nahezu konstant.

Default-Portfolio Segment CEE Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 1 050 1 069
Risikovorsorgebestand 552 579
GLLP 51 54
Sicherheiten 357 383
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 87 90
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 91 95
NPL-Ratio (%) 4,0 4,0

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) inklusive des kommerziellen Geschäfts mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) des Konzerns.

Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich knapp drei Viertel des Exposures befinden; der Anteil Nordamerikas lag Ende März 2013 bei rund 9 Mrd. Euro. Der EaD per Ende des ersten Quartals 2013 lag mit 66 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahreswert (erstes Quartal 2012) von 65 Mrd. Euro, jedoch unter dem Wert per Ende Dezember 2012 von 68 Mrd. Euro.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure at
Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 23 50 22
Westeuropa 26 62 23
Mittel- und Osteuropa 2 5 27
Nordamerika 9 23 24
Sonstige 6 4 7
Corporates & Markets 66 144 22

Corporates& Markets ist unter anderem darauf fokussiert, seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten (zum Beispiel Equity, Bonds, Syndicated Loans) mithilfe seiner Serviceleistungen bezüglich Underwriting und Marktbegebung aktiv zu begleiten. Die erforderliche Begrenzung des Underwriting-Risikos für alle Produktarten erfolgt durch stringente Richtlinien und definierte Limite. Die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, werden unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten sowohl auf Kontrahenten- als auch Portfolioebene streng überwacht.

Ein Augenmerk liegt weiterhin auf dem gezielten Abbau von Klumpenrisiken, insbesondere bei Banken. Das Risikomanagement bezüglich Börsen und Clearinghäusern ist aufgrund der geänderten regulatorischen Anforderungen für Derivate ebenfalls stärker in den Fokus gerückt.

Seit Jahresbeginn ist das Nominalvolumen des Teilportfolios Structured Credit um 0,3 auf 10,5 Mrd. Euro gesunken und die Risikowerte1 haben sich um 0,2 auf 5,2 Mrd. Euro (jeweils inklusive Default-Portfolio) verringert. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Zusammensetzung und Entwicklung des Structured-Credit-Portfolios.

31.3.2013 31.12.2012
Structured-Credit
Portfolio
Nominal
werte
Mrd. €
Risiko
werte
Mrd. €
Markdown
Ratio1
%
Nominal
werte
Mrd. €
Risiko
werte
Mrd. €
Markdown
Ratio1
%
RMBS 1,6 1,1 28 1,6 1,1 30
CMBS 0,2 0,1 50 0,2 0,1 51
CDO 4,3 3,0 30 4,5 3,1 30
Sonstige ABS 1,2 1,0 22 1,3 1,1 20
Andere Structured
Credit-Positionen
3,2 0,0 3,2 0,0
Gesamt 10,5 5,2 50 10,8 5,4 50

1 Markdown Ratio = 1 − (Risikowert/Nominalwert).

Der größte Teil des Portfolios entfällt auf Collateralised Debt Obligations (CDO). Diese verbriefen überwiegend Unternehmenskredite in den USA und in Europa (CLO). Bei Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) handelt es sich um Verbriefungen von privaten, überwiegend europäischen Immobilienkrediten.

Über die Restlaufzeit des Portfolios werden weitere Wertaufholungen erwartet. Mögliche zukünftige Wertverluste, zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen US-RMBS, werden durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich kompensiert, sind aber auch aufgrund des deutlichen Abbaus in den letzten Jahren limitiert. Der zwischenzeitlich lange Zeitraum seit Emission der Strukturen bildet eine zunehmend

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

verlässliche Basis für die Prognose der künftigen Portfolio-Performance. Zudem verläuft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften im Rahmen unserer Risikoeinschätzung.

In dem stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägten Segment Corporates & Markets wird für das erste Quartal 2013 bei der Risikovorsorge eine Nettoauflösung von 26 Mio. Euro ausgewiesen, die maßgeblich aus der Restrukturierung eines großen Einzelfalles resultiert. Die Risikovorsorge liegt damit deutlich niedriger als im Vorjahresquartal (27 Mio. Euro).

Das Default-Volumen des Segments Corporates& Markets konnte im ersten Quartal 2013, insbesondere aufgrund des vorgenannten Einzelfalls, um 454 Mio. Euro abgebaut werden.

Default-Portfolio Segment Corporates & Markets Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 1 507 1 961
Risikovorsorgebestand 826 853
GLLP 51 54
Sicherheiten 10 59
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 55 47
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 59 49
NPL-Ratio (%) 2,2 2,8

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Der EaD des Segments beläuft sich per 31. März 2013 auf 132 Mrd. Euro und liegt damit um 7 Mrd. Euro unter dem Wert per Ende 2012.

Kreditrisikokennzahlen
per 31.3.2013
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
CVaR
Mio. €
Commercial Real Estate 44 272 62
Deutsche Schiffsbank 14 451 329
Public Finance 74 226 30
Non-Core Assets 132 949 72 5 824

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge im Segment Non-Core Assets:

2013 2012
Risikovorsorge l Mio. € Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Commercial Real Estate 38 625 224 213 131 57
Deutsche Schiffsbank 138 741 296 160 170 114
Public Finance – 2 8 – 9 10 0 7
Non-Core Assets 175 1 374 512 383 301 178

In dem Segment Non-Core Assets beläuft sich die Risikovorsorge im ersten Quartal 2013 auf 175 Mio. Euro, getrieben insbesondere durch unverändert hohe Ausfälle im Schiffsportfolio infolge der anhaltend schwierigen Umfeldbedingungen am Schiffsmarkt.

Das Default-Volumen für Non-Core Assets ist im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 292 Mio. Euro gesunken.

Default-Portfolio Segment Non-Core Assets Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Default-Volumen 11 836 12 128
Risikovorsorgebestand 3 744 3 884
GLLP 409 417
Sicherheiten 7 556 7 845
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 95 97
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 99 100
NPL-Ratio (%) 8,3 8,1

Commercial Real Estate

Im ersten Quartal 2013 wurden die Bestände, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt, strategiekonform reduziert. Der EaD im Weißbuch konnte um 3 auf 44 Mrd. Euro verringert werden. Die relative Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsarten ist unverändert. Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (16 Mrd. Euro), Handel (14 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (7 Mrd. Euro).

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum bleibt insgesamt bislang hinter den Erwartungen zurück. Damit ist auch an den CRE-Vermietungsmärkten eine zumeist verhaltene Aktivität zu konstatieren. Bei den CRE-Investmentmärkten verzeichnet neben den USA aber insbesondere Deutschland einen guten Jahresstart, entsprechend der risikoorientierten Fokussierung der Investoren auf etablierte und liquide Märkte. Zudem wird aufgrund des dort knappen Angebots an hochwertigen Objekten der Anlagehorizont allmählich breiter. CRE-Marktwerte bleiben zwar in den meisten Ländern stabil, in den südlichen Krisenländern geben sie jedoch weiter nach.

CRE-Portfolio nach Regionen EaD in Mrd. € 31.3.2013 31.12.2012
Deutschland 21 22
Westeuropa 16 18
Mittel- und Osteuropa 4 4
Nordamerika 2 2
Sonstige 1 1
Commercial Real Estate 44 47

Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte die Risikovorsorge im ersten Quartal 2013 für Commercial Real Estate um 19 Mio. Euro reduziert werden, und liegt damit bei 38 Mio. Euro.

Das Default-Portfolio für den Konzernbereich Commercial Real Estate ist im Vergleich zum 31. Dezember 2012 gesunken.

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken
31.12.2012
Default-Portfolio CRE nach
Ländern Mio. €
Gesamt Deutschland Spanien UK USA Gesamt
Default-Volumen 7 253 2 497 1 737 1 305 496 7 643
Risikovorsorgebestand 2 390 690 743 289 76 2 672
GLLP 141 40 19 9 7 130
Sicherheiten 4 841 1 761 1 003 1 017 403 5 056
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 100 98 100 100 97 101
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 102 100 102 101 98 103
NPL-Ratio (%) 14,2 10,7 32,5 22,3 25,0 14,0

Deutsche Schiffsbank

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist gegenüber dem 31. Dezember 2012 mit 14 Mrd. Euro weitgehend unverändert.

Das Exposure verteilt sich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (5 Mrd. Euro), Tanker (3 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (3 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die Marktentwicklung im ersten Quartal 2013 war geprägt von weiteren Charterratenrückgängen im Tanker- und Massengutfrachter-Markt sowie im Container-Markt.

Die weitere konsequente Reduzierung des Risikos im Bestandsgeschäft steht im Rahmen der definierten wertschonenden Abbaustrategie auch im Jahr 2013 im Fokus unser Aktivitäten. Eine Erholung an den Schifffahrtsmärkten ist für das Jahr 2013 nicht abzusehen.

Die Nettorisikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank lag mit 138 Mio. Euro im ersten Quartal 2013 über dem Niveau des Vorjahresquartals mit 114 Mio. Euro. Weitere Ausfälle mit entsprechender Risikovorsorge werden für die Folgequartale aufgrund der anhaltend schwierigen Umfeldbedingungen erwartet.

Das Default-Portfolio ist im Vergleich zum 31. Dezember 2012 leicht angestiegen.

31.12.2012
Default-Portfolio DSB nach
Schiffstypen Mio. €
Gesamt Container Tanker Bulker Gesamt
Default-Volumen 4 580 2 118 1 244 627 4 482
Risikovorsorgebestand 1 353 612 395 155 1 211
GLLP 255 139 69 33 272
Sicherheiten 2 715 1 257 700 443 2 789
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 89 88 88 95 89
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 94 95 94 101 95
NPL-Ratio (%) 25,1 31,7 28,6 18,0 23,7

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil der Positionen im Staatsfinanzierungsgeschäft sowie insbesondere als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen vorgehaltene besicherte und unbesicherte Bankenanleihen/Darlehen. Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen, die in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK) gehalten werden.

Im dritten Quartal 2012 wurde das vorher in der Portfolio Restructuring Unit angesiedelte Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (3 Mrd. Euro EaD) in das Segment NCA übertragen. Es umfasst die langfristige Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben in Großbritannien. Das PFI-Portfolio ist weitgehend besichert und soll über die Zeit wertschonend abgebaut werden.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (48 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (23 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 93%) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Der Public-Finance-EaD, der bereits in den Jahren 2010 bis 2012 überwiegend durch die Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung um 52 auf 77 Mrd. Euro abgebaut werden konnte, wurde per 31. März 2013 weiter auf 74 Mrd. Euro reduziert. Es ist geplant, das Portfolio bis Ende 2016 auf rund 55 Mrd. Euro zu reduzieren.

Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance sowohl im ersten Quartal 2012 als auch 2013 ist ausschließlich getrieben durch Portfoliorisikovorsorge. Mit einer Nettoauflösung von 2 Mio. Euro im ersten Quartal 2013 lag die Risikovorsorge um 9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Weitere Portfolioanalysen

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken
31.3.2013 31.12.2012
Teilportfolio
Corporates
nach Branchen
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Grundstoffe/Energie/
Metall
25 117 47 25 130 51
Konsum 21 88 41 22 85 39
Chemie/Verpackung 11 49 44 11 48 43
Transport/Tourismus 11 25 23 11 22 20
Automobil 9 24 27 9 21 23
Dienstleistungen/
Medien
8 27 33 8 29 35
Technologie/Elektronik 8 23 29 9 25 27
Maschinen 8 18 23 8 20 26
Bau 4 20 46 4 17 39
Sonstige 13 27 21 15 34 23
Gesamt 119 419 35 122 430 35

Financial-Institutions-Portfolio

Im Teilportfolio Financial Institutions lag der Fokus im ersten Quartal 2013 unverändert auf einer kritischen Beobachtung des Euroraums, der risikogetriebenen Würdigung von Länderrisiken und Berücksichtigung dieser Risiken im Rahmen der Geschäftsstrategie. Auch wenn sich zu Jahresbeginn die Ansicht durchzusetzen schien, die Eurokrise habe sich beruhigt, unterstrichen die Vorkommnisse in Zypern die Angemessenheit unseres konservativen Ansatzes. Einer proaktiven Risikoreduzierung im Teilportfolio standen dabei Neugeschäft aus dem Bereich Trade Finance der Mittelstandsbank sowie Kapitalmarktaktivitäten aus Corporates & Markets gegenüber. Die Klumpenrisiken im Teilportfolio konnten weiter reduziert werden.

31.3.2013
FI-Portfolio
nach Regionen1
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 15 9 6 14 8 6
Westeuropa 29 49 17 28 49 18
Mittel- und Osteuropa 9 24 27 9 22 25
Nordamerika 2 1 4 1 < 1 3
Asien 10 27 26 7 19 27
Sonstige 7 25 37 6 21 35
Gesamt 72 135 19 65 121 19

1 Ohne Ausnahmeschuldner.

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Im Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio stehen sowohl attraktives Neugeschäft mit Adressen guter Bonität als auch die weitere Portfoliooptimierung im Fokus. Trotz überwiegend positiver Ergebnisse im operativen Geschäft unserer Kunden erachten wir die Unsicherheiten aus der in Europa weiterhin bestehenden Staatsschuldenkrise als Belastungsfaktor für die Branche.

31.3.2013 31.12.2012
NBFI-Portfolio
nach Regionen
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 10 18 18 11 24 22
Westeuropa 17 45 27 18 41 23
Mittel- und Osteuropa 1 4 31 1 4 27
Nordamerika 8 19 24 8 22 29
Sonstige 2 4 23 2 4 23
Gesamt 38 91 24 40 96 24

Originatorenpositionen

Überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements haben Commerzbank und Hypothekenbank Frankfurt im Laufe der letzten Jahre Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 7,4 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. März 2013 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,0 Mrd. Euro zurückbehalten, der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,8 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.

Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool
Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss
Piece
Gesamt
volumen1
31.3.2013
Gesamt
volumen1
31.12.2012
Corporates 2020 – 2022 4,5 0,1 < 0,1 5,0 5,0
MezzCAP 2036 < 0,1 < 0,1 < 0,1 0,1 0,1
RMBS 2048 < 0,1 < 0,1 < 0,1 0,1 0,1
CMBS 2013 – 2084 0,3 < 0,1 < 0,1 2,2 2,3
Gesamt 4,8 0,1 0,1 7,4 7,5

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower" und arrangiert darüber die Verbriefung von Forderungen von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates& Markets, im Wesentlichen Handels- und Leasingforderungen. Die Geschäfte werden entweder durch die Emission von Asset-backed Commercial Paper (ABCP) oder – wenn kein ABCP platziert wird – durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert.

Bei den sonstigen Asset-backed Exposures handelt es sich überwiegend um staatsgarantierte ABS-Papiere der Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance und der Commerz Europe (Ireland).

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken
31.3.2013 31.12.2012
Conduit und sonstige Asset-backed
Exposures Mrd. €
Nominal
werte
Risiko
werte
Nominal
werte
Risiko
werte
Conduit Exposure 3,1 3,1 3,1 3,1
Sonstige Asset-backed Exposures 5,5 5,4 5,5 5,4
Gesamt 8,7 8,5 8,6 8,5

Marktrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Anlagebuchpositionen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden.

Marktrisiken im Handelsbuch

Zur internen Steuerung des Marktrisikos wird ein einheitliches Value-at-Risk-Marktrisikomodell verwendet, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5% und eine Haltedauer von 1 Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen und ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99% und eine Haltedauer von 10 Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer 1-Tages-Halteperiode berechnet. Um eine konsistente Darstellung der Risikokennziffern im Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99% und eine Haltedauer von 1 Tag.

Der VaR im Handelsbuch verringerte sich zum Ende des ersten Quartals 2013 von 28 auf 26 Mio. Euro. Der leichte Rückgang des Value at Risk stammt vor allem aus den zinsbezogenen Handelsaktivitäten im Geschäftsbereich Corporates&Markets. Die Marktturbulenzen nach den Wahlen in Italien hatten nur geringen Einfluss auf das Marktrisiko der Commerzbank.

VaR der Portfolios im Handelsbuch1 Mio. € Q1 2013 2012
Minimum 21 21
Mittelwert 26 39
Maximum 32 70
Quartals-/Jahresendziffer 26 28

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Zins- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen. Die Entwicklung des Value-at-Risk im ersten Quartal 2013 ist in den verschiedenen Risikoarten weitestgehend stabil, lediglich in der Risikoart Zinsen ist der Value at Risk rückläufig. In dieser Risikoklasse sind auch Basis- und Inflationsrisiken enthalten. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1 Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Credit Spreads 8 7
Zinsen 11 15
Aktien 2 2
FX 4 3
Rohwaren 1 1
Gesamt 26 28

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden im Rahmen der sogenannten Basel-2.5- Berichterstattung weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR, bei der das Risiko aus der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode bewertet wird. Der Stressed VaR stieg im ersten Quartal 2013 um 4 auf 39 Mio. Euro. Der hierbei angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Eine entsprechende Anpassung erfolgte zuletzt im ersten Halbjahr 2012.

Durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren wird die Verlässlichkeit des internen Modells auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden die sich aufgrund der am Markt tatsächlich eingetretenen Preisänderungen ergebenden Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dies liefert die Basis zur Bewertung der internen Risikomodelle durch die Aufsichtsbehörden. Man spricht von einem sogenannten negativen Backtest-Ausreißer, wenn der sich tatsächlich ergebende Verlust den auf Basis des Value-at-Risk-Modells prognostizierten Verlustbetrag überschreitet. Im umgekehrten Fall spricht man von einem positiven Backtest-Ausreißer, wenn der sich ergebende Gewinn den prognostizierten Ertrag überschreitet.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Darüber hinaus werden alle negativen Ausreißer im Rahmen eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und auf Gruppenebene unter Angabe von Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Im ersten Quartal 2013 wurden keine negativen Ausreißer gemessen.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund außergewöhnlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen, Aktienkursen sowie Rohwarenpreisen. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken

  • 50 Liquiditätsrisiken

  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

Die VaR- und Stresstest-Modelle werden permanent validiert. Im ersten Quartal 2013 wurden Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Marktrisiken im Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Konzernbereichs Public Finance mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Dieser Bereich wurde im Jahr 2012 dem Segment Non-Core Assets zugeordnet und wird systematisch weiter abgebaut. Darüber hinaus beeinflussen insbesondere die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch.

Das nachstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns. Die Credit-Spread-Sensitivitäten liegen per Ende des ersten Quartals wenig verändert bei 57 Mio. Euro. Knapp 80% der Credit-Spread-Sensitivitäten entfallen auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Marktliquiditätsrisiken

Das Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Das Marktliquiditätsrisiko wird gemessen, indem für jedes Portfolio ein Abbauprofil erstellt wird, sodass eine Klassifikation der Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen Marktliquiditätsfaktor vorgenommen werden kann. Zur Berechnung des Marktliquiditätsrisikos wird das Marktrisiko auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Ende des ersten Quartals 2013 setzte die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch an. Bei Wertpapieren, die in höherem Maße dem Marktliquiditätsrisiko unterliegen, handelt es sich insbesondere um Asset-backed Securities und andere Abbauportfolios.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung und nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Steuerung und Überwachung

Zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung trifft das zentrale Asset Liability Committee mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand. Auf operativer Ebene gibt es weitere Subkomitees, die Liquiditätsrisikofragen auf lokaler Ebene sowie methodische Fragen zur Quantifizierung und Limitierung von Liquiditätsrisiken mit geringerer Bedeutung für den Konzern behandeln.

Quantifizierung und Stresstesting

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das bankinterne Liquiditätsrisikomodell. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL – Available Net Liquidity) für die nächsten zwölf Monate auf Grundlage verschiedener Szenarien. Die verfügbare Nettoliquidität der Commerzbank wird für verschiedene Stressszenarien aus folgenden drei Bestandteilen ermittelt: deterministische, das heißt vertraglich vereinbarte Zahlungsströme, statistisch erwartete ökonomische Cashflows für das jeweilige Szenario und die im jeweiligen Szenario liquidierbaren Vermögenswerte.

Das Liquiditätsrisikomanagement findet zentral im Rahmen der bestehenden Liquiditätsrisikolimitstruktur und unter Berücksichtigung der Liquiditätsrisikotoleranz statt. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Die Parametrisierung des Stressszenarios leitet sich aus der Risikotoleranz ab, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie festgelegt wurde. Dazu gehört auch die Definition von Szenarien, die nicht von der Risikotoleranz abgedeckt sind.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko führen. Risikokonzentrationen können im Umfeld der Liquiditätsrisikosteuerung in vielfältiger Form auftreten, zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen. Unterstützt durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung können hierdurch Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt werden.

Weitere Bestandteile des Liquiditätsrisikomanagements sind eine Survival-Period-Berechnung im Sinne der MaRisk sowie die Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien.

  • 31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
  • 33 Adressenausfallrisiken
  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken 53 Sonstige Risiken
  • Die steuerungsrelevanten Stressszenarien des ANL-Modells werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und die gesetzten Limite werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Die beschriebenen Stressszenarien bilden darüber hinaus die Grundlage für die oben dargestellte Notfallplanung, im Rahmen derer das zentrale Asset Liability Committee verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen kann.

Die nachfolgende Darstellung der ANL zeigt, dass im berechneten steuerungsrelevanten Stressszenario per Ende März 2013 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells

Auch im ersten Quartal 2013 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank stets deutlich oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für das Erfüllen der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung sowie der von den MaRisk vorgegebenen Survival-Period-Berechnung.

In der Liquiditätssteuerung profitiert die Commerzbank weiterhin von den Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich sowie von den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt. Zur Absicherung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen verfügt die Bank über einen Liquiditätspuffer an zentralbankfähigen Aktiva und Cash-Reserven, deren Höhe, Zusammensetzung und freie Verfügbarkeit täglich überprüft und berichtet werden. Bei den regelmäßigen Analysen liegt besonderes Augenmerk auf der Qualität der enthaltenen Aktiva und einer angemessenen Diversifikation. Ende März 2013 betrug das Volumen der frei verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva nach Haircut, die in die ANL-Modellierung einfließen, inklusive Zentralbankguthaben 97,3 Mrd. Euro. Darüber hinaus hat die Bank Maßnahmen getroffen, um auf einen potenziell möglichen Euro-Break-up zu reagieren und die damit verbundenen Liquiditätseffekte zu mitigieren.

Das interne ANL-Modell mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr wird durch das Stable-Funding-Konzept mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr ergänzt. Das Stable-Funding-Konzept bildet die Basis für die interne Verrechnung von Liquiditätskosten und ist die Grundlage zur Ermittlung der Emissionsplanung im Kapitalmarkt. Hierbei wird der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kernaktivgeschäft der Bank den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln, inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen, gegenübergestellt.

Die Bank beschäftigt sich eingehend mit den zentralen Fragestellungen aus Basel III, der Liquiditätskostenverrechnung und der Steuerung der Liquiditätsrisiken im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells. Die Weiterentwicklung des Steuerungsinstrumentariums wird im Rahmen eines strategischen Projektes konsequent betrieben. In diesem Rahmen erweitert die Bank die vorhandenen Analysemöglichkeiten im Liquiditätsrisikoberichtswesen durch die fortlaufende Weiterentwicklung der hierfür genutzten Infrastruktur.

Operationelle Risiken

Die Commerzbank misst und steuert das operationelle Risiko (OpRisk) aktiv auf Basis eines konzernweit konsistenten Rahmenwerks mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigierung zu definieren und priorisieren. Dabei wird das operationelle Risiko in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten.

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden. Diese Verzahnung erfolgt vor dem Hintergrund, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein wirksames IKS dazu bei, operationelle Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS risikoorientiert und konsistent zum OpRisk-Management auszurichten.

Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheiden sich systematisch von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Der Fokus liegt in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und deren spezifische Ausprägungen.

Die Steuerung der OpRisk-Kennzahlen auf Konzernebene erfolgt über die Kenngrößen ökonomisches und regulatorisches Kapital. Zur OpRisk-Steuerung verwendet die Commerzbank verschiedene Methoden, darunter:

  • jährliche Bewertung des IKS der Bank und Durchführung von Risk Scenario Assessments;
  • kontinuierliche Analyse der OpRisk-Schadensfälle;
  • Durchführung von Lessons-Learned-Aktivitäten bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro;
  • systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern.

Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des ersten Quartals wie bereits zum 31. Dezember 2012 auf Basis des internen AMA-Modells 22,6 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 96% auf die Kernbank. Das integrierte AMA-Modell ermöglicht die Steuerung des ökonomischen und regulatorischen Kapitals für operationelle Risiken aus einem Modellansatz.

31 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 47 Marktrisiken
  • 50 Liquiditätsrisiken
  • 52 Operationelle Risiken
  • 53 Sonstige Risiken

Sonstige Risiken

Bezüglich aller weiteren Risiken gab es im ersten Quartal 2013 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2012 dargestellten Stand.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Zwischenabschluss

55 Gesamtergebnisrechnung

  • 55 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 56 Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
  • 57 Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)
  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

64 Anhang (ausgewählte Notes)

  • 64 Allgemeine Angaben
  • 71 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 82 Erläuterungen zur Bilanz
  • 91 Sonstige Erläuterungen

107 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

108 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

55 Gesamtergebnisrechnung

  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. € Notes 1.1.–31.3.2013 1.1.-31.3.20121 Veränd. in %
Zinserträge 3 292 4 403 – 25,2
Zinsaufwendungen 1 936 2 709 – 28,5
Zinsüberschuss (1) 1 356 1 694 – 20,0
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (2) – 267 – 212 25,9
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 089 1 482 – 26,5
Provisionserträge 984 984 0,0
Provisionsaufwendungen 137 120 14,2
Provisionsüberschuss (3) 847 864 – 2,0
Handelsergebnis (4) 276 171 61,4
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 41 – 7
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
317 164 93,3
Ergebnis aus Finanzanlagen (5) – 6 – 176 – 96,6
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
8 11 – 27,3
Sonstiges Ergebnis (6) – 62 21
Verwaltungsaufwendungen (7) 1 724 1 790 – 3,7
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen (8) 493 34
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen
Ergebnis vor Steuern – 24 542
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) 45 159 – 71,7
Konzernergebnis – 69 383
den Minderheitenanteilen zurechenbares
Konzernergebnis
25 28 – 10,7
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares
Konzernergebnis
– 94 355

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Ergebnis je Aktie € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie – 0,02 0,06

Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.-31.3.20121 Veränd. in %
Konzernergebnis – 69 383
Erfolgsneutrale Veränderung der versicherungs
mathematischen Gewinne/Verluste
150 – 153
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 150 – 153
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung – 32 8
Erfolgsneutrale Wertänderung 145 717 – 79,8
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 47 47 0,0
Erfolgsneutrale Wertänderung 5 13 – 61,5
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 22 – 100,0
Erfolgsneutrale Wertänderung – 58 67
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 108 874 – 87,6
Sonstiges Periodenergebnis 258 721 – 64,2
Gesamtergebnis 189 1 104 – 82,9
den Minderheitenanteilen zurechenbares Gesamtergebnis 5 80 – 93,8
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Gesamtergebnis 184 1 024 – 82,0

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Sonstiges Periodenergebnis Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.-31.3.20121
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Veränderung der versicherungs
mathematischen Gewinne/Verluste
200 – 50 150 – 211 58 – 153
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
153 – 40 113 986 – 261 725
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
73 – 21 52 81 – 21 60
Veränderung der Rücklage
aus der Währungsumrechnung
– 58 – 58 89 89
Veränderung bei at-Equity
bewerteten Unternehmen
1 1
Sonstiges Periodenergebnis 369 – 111 258 945 – 224 721

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

55 Gesamtergebnisrechnung

58 Bilanz

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)

Mio. € 2013 20121
1. Quartal 4. Quartal 3. Quartal 2. Quartal 1. Quartal
Zinsüberschuss 1 356 1 728 1 281 1 784 1 694
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 267 – 614 – 430 – 404 – 212
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 089 1 114 851 1 380 1 482
Provisionsüberschuss 847 764 852 769 864
Handelsergebnis 276 – 411 218 103 171
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 41 28 6 – 19 – 7
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
317 – 383 224 84 164
Ergebnis aus Finanzanlagen – 6 250 30 – 23 – 176
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
8 12 16 7 11
Sonstiges Ergebnis – 62 – 22 – 33 – 43 21
Verwaltungsaufwendungen 1 724 1 775 1 732 1 732 1 790
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 493 9 34
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen – 185 3 – 86
Ergebnis vor Steuern – 24 – 225 211 347 542
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 45 477 118 52 159
Konzernergebnis – 69 – 702 93 295 383
den Minderheitenanteilen zurechenbares Konzernergebnis 25 24 26 25 28
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis – 94 – 726 67 270 355

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Bilanz

Aktiva Mio. € Notes 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in % 1.1.20121
Barreserve 11 051 15 755 – 29,9 6 075
Forderungen an Kreditinstitute (11,13,14) 102 622 88 028 16,6 87 790
darunter: als Sicherheit übertragen 47 45 4,4 77
Forderungen an Kunden (12,13,14) 280 136 278 546 0,6 296 586
darunter: als Sicherheit übertragen
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 182 202 – 9,9 147
Positive Marktwerte aus
derivativen Sicherungsinstrumenten 5 222 6 057 – 13,8 5 132
Handelsaktiva (15) 144 091 144 144 0,0 155 700
darunter: als Sicherheit übertragen 28 382 12 680 16 025
Finanzanlagen (16) 89 133 89 142 0,0 94 523
darunter: als Sicherheit übertragen 2 807 2 495 12,5 3 062
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 738 744 – 0,8 694
Immaterielle Anlagewerte (17) 3 054 3 051 0,1 3 038
Sachanlagen (18) 1 737 1 372 26,6 1 399
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 727 637 14,1 808
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen 793 757 4,8 1 759
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 810 790 2,5 716
Latente Ertragsteueransprüche 3 304 3 216 2,7 4 229
Sonstige Aktiva (19) 3 700 3 571 3,6 3 242
Gesamt 647 300 636 012 1,8 661 838

1 Der 1. Januar 2012 entspricht dem 31. Dezember 2011 nach Anpassung aufgrund der Erstanwendung

des geänderten IAS 19 sowie Anpassungen des Eigenkapitalausweises (siehe Seite 65 ff.).

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung

  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)
Passiva Mio. € Notes 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in % 1.1.20121
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 128 547 110 242 16,6 98 481
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 272 946 265 842 2,7 255 344
Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 72 994 79 332 – 8,0 105 673
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 188 1 467 – 19,0 938
Negative Marktwerte aus
derivativen Sicherungsinstrumenten
10 580 11 739 – 9,9 11 427
Handelspassiva (23) 110 001 116 111 – 5,3 137 847
Rückstellungen (24) 4 250 4 099 3,7 4 107
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 286 324 – 11,7 680
Latente Ertragsteuerschulden 248 91 189
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung
gehaltenen Veräußerungsgruppen
2 2 0,0 592
Sonstige Passiva (25) 6 385 6 523 – 2,1 6 568
Nachrangkapital (26) 11 814 12 316 – 4,1 13 285
Hybridkapital (27) 1 610 1 597 0,8 2 175
Eigenkapital 26 449 26 327 0,5 24 532
Gezeichnetes Kapital 5 827 5 828 0,0 5 113
Kapitalrücklage 8 732 8 730 0,0 8 232
Gewinnrücklagen 10 854 10 860 – 0,1 11 477
Stille Einlagen 2 376 2 376 0,0 2 687
Andere Rücklagen – 2 225 – 2 353 – 5,4 – 3 676
Gesamt vor Minderheitenanteilen 25 564 25 441 0,5 23 833
Minderheitenanteile 885 886 – 0,1 699
Gesamt 647 300 636 012 1,8 661 838

1 Der 1. Januar 2012 entspricht dem 31. Dezember 2011 nach Anpassung aufgrund der Erstanwendung des

geänderten IAS 19 sowie Anpassungen des Eigenkapitalausweises (siehe Seite 65 ff.).

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Mio. € Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rück
lagen
Stille
Einlagen
Neu
bewer
tungs
rück
lage
Andere Rücklagen
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
Gesamt
vor
Minder
heiten
anteilen
Minder
heiten
anteile
Eigen
kapital
Eigenkapital zum 31.12.2011 5 113 11 158 8 822 2 687 – 2 511 – 810 – 355 24 104 699 24 803
Veränderung aufgrund
retrospektiver Anpassungen
– 2 926 2 655 – 271 – 271
Eigenkapital zum 1.1.2012 5 113 8 232 11 477 2 687 – 2 511 – 810 – 355 23 833 699 24 532
Gesamtergebnis – 422 813 194 142 727 206 933
Konzernergebnis – 34 – 34 103 69
Veränderung der
versicherungsmathema
tischen Gewinne/Verluste
– 388 – 388 – 1 – 389
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
813 813 51 864
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
194 194 194
Veränderung der Rücklage
aus der Währungs
umrechnung
137 137 53 190
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
5 5 5
Ausschüttung Stille
Einlagen
– 221 – 221 – 221
Dividendenausschüttung – 16 – 16
Kapitalerhöhungen 717 498 1 215 – 2 1 213
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille
Einlagen
– 311 – 311 – 311
Veränderungen im
Anteilsbesitz
– 5 – 5 – 2 – 7
Sonstige Veränderungen1 – 2 31 – 1 175 203 1 204
Eigenkapital zum 31.12.2012 5 828 8 730 10 860 2 376 – 1 699 – 616 – 38 25 441 886 26 327

1 Einschließlich Veränderung eigene Aktien, Veränderung Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente und

Veränderungen im Konsolidierungskreis.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung

  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)
Mio. € Gezeich Kapital Gewinn Stille Andere Rücklagen Gesamt Minder Eigen
netes
Kapital
rücklage rück
lagen
Einlagen Neu
bewer
tungs
rück
lage
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
vor
Minder
heiten
anteilen
heiten
anteile
kapital
Eigenkapital zum 31.12.2012 5 828 8 730 10 860 2 376 – 1 699 – 616 – 38 25 441 886 26 327
Gesamtergebnis 56 115 52 – 39 184 5 189
Konzernergebnis – 94 – 94 25 – 69
Veränderung der
versicherungsmathema
tischen Gewinne/Verluste
150 150 150
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
115 115 – 2 113
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
52 52 52
Veränderung der Rücklage
aus der Währungs
umrechnung
– 40 – 40 – 18 – 58
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
1 1 1
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung
Nennwertumstellung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille
Einlagen
Veränderungen im
Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen1 – 1 2 – 62 – 61 – 6 – 67
Eigenkapital zum 31.3.2013 5 827 8 732 10 854 2 376 – 1 584 – 564 – 77 25 564 885 26 449

1 Einschließlich Veränderung eigene Aktien, Veränderung Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente und

Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Die Anpassung der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2012 resultierte zum einen aus der retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19. Zum anderen wurden die Gewinnrücklagen und die Kapitalrücklage durch die geänderte Bilanzierung bestimmter Sachverhalte innerhalb des Eigenkapitals geändert (siehe Seite 65 ff.).

Zum 31. März 2013 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 5 830 Mio. Euro und war in 5 829 513 857 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien betrug 5 827 510 114 Stück (31. März 2012: 5 232 551 891 Stück).

Auf die anderen Rücklagen entfielen zum 31. März 2013 keine Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 ergaben sich keine Veränderungen im Anteilsbesitz, da weder ein Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter Gesellschaften noch ein Erwerb von weiteren Anteilen bereits konsolidierter Gesellschaften stattgefunden hat.

Nachrichtlich: Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. März 2012

Mio. € Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rück
lagen
Stille
Einlagen
Neu
bewer
tungs
rück
lage
Andere Rücklagen
Rücklage
aus
Cash
Flow
Hedges
Rücklage
aus der
Währungs
umrech
nung
Gesamt
vor
Minder
heiten
anteilen
Minder
heiten
anteile
Eigen
kapital
Eigenkapital zum 31.12.2011 5 113 11 158 8 822 2 687 – 2 511 – 810 – 355 24 104 699 24 803
Veränderung aufgrund
retrospektiver Anpassungen1
– 2 926 2 655 – 271 – 271
Eigenkapital zum 1.1.2012 5 113 8 232 11 477 2 687 – 2 511 – 810 – 355 23 833 699 24 532
Gesamtergebnis 203 713 60 48 1 024 80 1 104
Konzernergebnis 355 355 28 383
Veränderung der
versicherungsmathema
tischen Gewinne/Verluste
– 152 – 152 – 1 – 153
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
713 713 12 725
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
60 60 60
Veränderung der Rücklage
aus der Währungs
umrechnung
48 48 41 89
Veränderung bei
at-Equity-bewerteten
Unternehmen
Ausschüttung Stille
Einlagen
Dividendenausschüttung
Nennwertumstellung
Kapitalerhöhungen 481 440 921 921
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
Verminderung Stille Einlagen – 231 – 231 – 231
Veränderungen im
Anteilsbesitz
1 1
Sonstige Veränderungen1,2 – 1 68 67 2 69
Eigenkapital zum 31.3.2012 5 593 8 672 11 748 2 456 – 1 798 – 750 – 307 25 614 782 26 396

1 Nach Anpassung aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Anpassungen des Eigenkapital-

ausweises (siehe Seite 65 ff.).

2 Einschließlich Veränderung eigene Aktien, Veränderung Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente und Veränderungen im Konsolidierungskreis.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung

  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

Mio. € 2013 20121
Zahlungsmittelbestand zum 1.1. 15 755 6 075
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit – 3 407 – 3 066
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 902 2 648
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 488 86
Cashflow insgesamt – 4 797 – 332
Effekte aus Wechselkursänderungen 118 – 71
Effekte aus Minderheitenanteilen – 25 – 29
Zahlungsmittelbestand zum 31.3. 11 051 5 643

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands im Commerzbank-Konzern. Dieser entspricht dem Bilanzposten Barreserve und setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (ausgewählte Notes)

Allgemeine Angaben

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Zwischenabschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. März 2013 wurde in Einklang mit § 315 a Absatz 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zur Anwendung. Er berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 31. März 2013 erstellte Abschlüsse. Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der verkürzten Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Anwendung neuer und geänderter Standards sowie Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Wir haben in diesem Abschluss die gleichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 angewendet (vergleiche Geschäftsbericht 2012 Seite 190 ff.). Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2013 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Abschluss berücksichtigt.

Die neuen Standards IFRS 10, 11, und 12 sowie die geänderten Standards IAS 27 und 28 wurden im laufenden Geschäftsjahr erstmalig freiwillig, der neue Standard IFRS 13 und die geänderten Standards IAS 1 und 19 sowie

Auswirkungen aus neuen und geänderten Standards

Aufgrund der Anwendung des geänderten IAS 1 wurde die Gesamtergebnisrechnung um Angaben zur erfolgswirksamen Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (sogenanntes Recycling) entsprechend erweitert.

Der neue Standard IFRS 10 (Konzernabschlüsse) enthält Vorschriften für die Konsolidierung von Unternehmen und löst den bisherigen Standard IAS 27 und die Interpretation SIC 12 ab. Die wesentlichste Änderung resultiert aus der neuen Definition des Begriffs Kontrolle (Control) im Rahmen des Mutter-Tochter-Verhältnisses. Nach IFRS 10 liegt Kontrolle vor, wenn das Unternehmen

IFRS 7 verpflichtend angewendet. Sofern eine retrospektive Anwendung aus den neuen beziehungsweise geänderten Standards gefordert ist, haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst und eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr beziehungsweise zum Vergleichszeitraum hergestellt. Daneben haben wir einige Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden vorgenommen. Die Vorjahreszahlen wurden, sofern erforderlich, entsprechend angepasst. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr stellen wir im Folgenden dar.

  • die Entscheidungsmacht besitzt, die Aktivitäten des anderen Unternehmens zu steuern,
  • ein Anrecht auf oder die Verfügungsgewalt über die signifikanten variablen Rückflüsse hat, und
  • die Fähigkeit besitzt, seine Entscheidungsmacht zu nutzen, um die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen.

Dieser Grundsatz ist ebenfalls auf Zweckgesellschaften anzuwenden. Für die aus der erstmaligen Anwendung dieses Standards resultierenden Erst- und Entkonsolidierungen 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

verweisen wir auf die Angaben zum Konsolidierungskreis (Seite 69 f.).

Der neue Standard IFRS 11 (Bilanzierung von Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftlichen Tätigkeiten, wenn mindestens zwei Unternehmen die gemeinschaftliche Führung ausüben. Der bisherige Standard IAS 31 und die Interpretation SIC 13 werden somit ersetzt. Aufgrund der durch IFRS 11 geänderten Definitionen gibt es nunmehr zwei Arten gemeinschaftlicher Vereinbarungen:

  • Gemeinschaftsunternehmen und
  • gemeinschaftliche Tätigkeiten.

Die wesentlichste Änderung resultiert aus dem Wegfall der Quotenkonsolidierung. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmens haben nun verpflichtend die At-Equity-Bewertung anzuwenden.

Unternehmen, die an gemeinschaftlichen Tätigkeiten beteiligt sind, unterliegen Regelungen, die mit den bisher geltenden Bilanzierungsvorschriften für gemeinschaftliche Vermögenswerte oder gemeinschaftliche Tätigkeiten vergleichbar sind (anteilige Einbeziehung der Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge).

Aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergab sich kein Anpassungsbedarf für den Kreis der at-Equitybewerteten Unternehmen.

Der neue Standard IFRS 12 (Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen) umfasst die Offenlegungspflichten für IFRS 10 und IFRS 11, die vollumfänglich erst zum 31. Dezember 2013 anzuwenden sind.

Die Standards IFRS 10, 11 und 12 werden erstmalig und prospektiv im aktuellen Geschäftsjahr angewendet. Die Anpassung in den Gewinnrücklagen betrug – 69 Mio. Euro und resultierte ausschließlich aus den Konsolidierungskreisänderungen. Die Erst- und Entkonsolidierungen wirkten sich saldiert mit 0,2 Mrd. Euro erhöhend auf die Bilanzsumme aus.

Durch den neuen, prospektiv anzuwendenden Standard IFRS 13 wurden die Regelungen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte vereinheitlicht, die bislang in verschiedenen Standards zu finden waren. Zudem wurden die entsprechenden Anhangangaben harmonisiert und erweitert (siehe Note 31).

Der beizulegende Zeitwert ist nunmehr definiert als Veräußerungspreis; dabei handelt es sich um den Preis für ein Finanzinstrument, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Geschäftsabwicklung beim Verkauf erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen würden. Für die Bewertung ist wie bisher auch die 3-stufige Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 7 anzuwenden. Für die Bewertung von Schulden sind zudem die Berücksichtigung des Ausfallrisikos sowie die Anwendung eines abgestuften Bewertungsverfahrens verpflichtend vorgeschrieben. Wenn die Bewertung einer Schuld anhand von notierten Marktpreisen nicht möglich ist, kann für die Bewertung stattdessen auf ein identisches Instrument, welches von einem Dritten als Vermögenswert gehalten wird, zurückgegriffen werden. Sollte auch dies nicht möglich sein, ist eine geeignete Bewertungsmethode zu verwenden. Daneben wird unter bestimmten Voraussetzungen eine Gruppenbewertung für finanzielle Vermögenswerte und Schulden ermöglicht, die hinsichtlich des Markt- und Kreditrisikos auf Nettobasis gesteuert werden. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergaben sich im Vergleich zu den bisherigen Regelungen (siehe auch Geschäftsbericht 2012 Seite 274 ff.) keine nennenswerten Effekte auf die Gesamtergebnisrechnung und die Bilanz.

Die Anwendung des geänderten IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) führt insbesondere zur geänderten Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten.

Wie bisher auch sind Pensionsverpflichtungen auf der Basis verschiedener Parameter (unter anderem Pensionierungsalter, Lebenserwartung, Fluktuation) zu bewerten. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Die bisher im Commerzbank-Konzern genutzte Option der Korridormethode für die Bilanzierung der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste entfällt. Stattdessen sind diese sofort im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen zu erfassen.

Daneben ist ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von rückwirkenden Planänderungen sofort und vollständig erfolgswirksam zu erfassen. Bislang konnte dieser bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Ansprüche linear verteilt werden. Zudem werden Alterteilzeitaufstockungszahlungen linear bis zum Ende der Aktivphase angesammelt statt wie bisher zum Zusagezeitpunkt in voller Höhe erfasst.

Die Saldierung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen führt unter Berücksichtigung der Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zur Bilanzierung der tatsächlichen Nettopensionsverpflichtung.

Zudem sind nach dem geänderten IAS 19 im Fall der Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen Nettozinskosten zu ermitteln. Hierbei handelt sich um eine Verzinsung der Nettoschuld beziehungsweise des Nettovermögens (leistungsorientierte Verpflichtung abzüglich beizulegender Zeitwert des Planvermögens) unter Nutzung eines einheitlichen Zinssatzes. Im bisherigen Standard wichen die Vorschriften für die Ermittlung des Zinssatzes zur Diskontierung der Verpflichtung und für die Ermittlung des erwarteten Ertrags aus dem Planvermögen ab.

Mit vorstehend beschriebenen Änderungen sind bestimmte Vorgaben für den Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung verbunden. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen sind zwingend erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Dagegen ist der Effekt aus der Neubewertung (versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust) zwingend erfolgsneutral im sonstigen Periodenergebnis auszuweisen.

Die retrospektiven Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 betrafen im ersten Quartal 2012 die Zinsaufwendungen mit 5 Mio. Euro, die Verwaltungsaufwendungen mit 3 Mio. Euro sowie die Steuern von Einkommen und Ertrag mit 6 Mio. Euro und führten zu einer Reduzierung des Konzernüberschusses zum 31. März 2012 von 369 Mio. Euro um –14 Mio. Euro auf 355 Mio. Euro; für die weiteren Quartale des Geschäftsjahres 2012 stellte sich die retrospektive Anpassung des den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses wie folgt dar:

Mio. € Veröffent
lichter
Konzern
abschluss
Anpassung Ange
passter
Konzern
abschluss
1.1.-31.3.2012 369 – 14 355
1.4.-30.6.2012 275 – 5 270
1.7.-30.9.2012 78 – 11 67
1.10.-31.12.2012 – 716 – 10 – 726

Für das Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Gewinn je Aktie von –0,05 Euro gegenüber dem im Vorjahr ausgewiesenen Gewinn je Aktie von –0,04 Euro; für das erste Quartal 2012 belief sich das Ergebnis je Aktie unverändert auf 0,06 Euro. Die Gewinnrücklagen verminderten sich um 271 Mio. Euro zum 1. Januar 2012 und um 705 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich saldiert um 346 Mio. Euro zum 1. Januar 2012 (davon –7 Mio. Euro für Altersteilzeitrückstellungen) und um 840 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012 (davon –2 Mio. Euro für Altersteilzeitrückstellungen). Daneben haben sich zum 31. Dezember 2012 die Sonstige Aktiva um 67 Mio. Euro und die Minderheitenanteile um 2 Mio. Euro vermindert. Die Latenten Ertragsteueransprüche haben sich um 201 Mio. Euro (+75 Mio. Euro zum 1. Januar 2012) und die Latenten Ertragsteuerschulden um 1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012 erhöht.

Die Anpassungen betrafen die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Segmentberichterstattung und weitere Notes.

Aus den Ergänzungen des Standard IFRS 7 ergeben sich zusätzliche Anhangangaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten für das Geschäftsjahr 2013 und für das Vorjahr. Anzugeben sind Brutto- und Nettobeträge für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus der Verrechnung sowie Beträge für bestehende Saldierungsrechte, welche nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen (siehe Note 34). Hierdurch wird eine erhöhte Vergleichbarkeit bei der Saldierung von Finanzinstrumenten gegenüber US-GAAP-Anwendern hergestellt.

An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenrisikobericht Zwischenabschluss 67

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In den IFRS gibt es weder spezielle Vorschriften für die Gliederung des Eigenkapitals noch eine eindeutige Bestimmung für die Zuordnung bestimmter Sachverhalte. Zu diesen Sachverhalten zählen die Berücksichtigung von Transaktionskosten im Rahmen von Kapitalmaßnahmen, die Bilanzierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente sowie Entnahmen aus den Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften.

Für die Gliederung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern haben wir eine in unserem Rechtskreis übliche Gliederung gewählt. Für die Kapitalbestandteile mit gesellschaftsrechtlicher Haftungsfunktion (Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage) verwenden wir im Konzern nun analog zum Einzelabschluss nach HGB die Definition gemäß § 272 Abs. 1 und 2 HGB. Die Transaktionskosten im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen, die gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren sind, kürzen wir daher seit dem 1. Januar 2013 von den Gewinnrücklagen statt wie bisher von der Kapitalrücklage.

Gemäß IFRS 2.10 sind die beizulegenden Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten ab dem Zusagezeitpunkt im Eigenkapital zu berücksichtigen. Auch diese Instrumente bilanzieren wir seit dem 1. Januar 2013 in den Gewinnrücklagen statt wie bisher in der Kapitalrücklage. Die Berücksichtigung im Gezeichneten Kapital und in der Kapitalrücklage erfolgt erst, wie auch nach HGB, mit der endgültigen Inanspruchnahme durch die Berechtigten.

Sofern nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften ein Jahresfehlbetrag entstanden ist und dieser teilweise oder in voller Höhe aus der Kapitalrücklage entnommen wird, erfolgt eine Entnahme des entsprechenden Betrags auch aus der Kapitalrücklage im Konzernabschluss (IFRS) und eine spiegelbildliche Zuführung in die Gewinnrücklagen des Konzern.

Damit stehen Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage im Einklang mit der Definition des deutschen Aktien- und Handelsgesetzes und erhöhen die Transparenz.

Die Vorjahreswerte haben wir in der Bilanz und der Eigenkapitalveränderungsrechnung entsprechend angepasst. Die Umgliederung von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklagen belief sich zum 1. Januar 2012 auf 2 926 Mio. Euro und zum 1. Januar 2013 auf 2 951 Mio. Euro. Durch die Anpassungen ergaben sich für die Geschäftsjahre 2011 und

2012 jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und auf das Ergebnis je Aktie.

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Bildung von Counterparty Default Adjustments (CDA), die den erwarteten Verlust aus einem möglichen Ausfall des Kontrahenten insbesondere bei OTC-Derivaten berücksichtigen, verfeinert. Seit dem 1. Januar 2013 wird das Ausfallrisiko der Kontrahenten durch Bildung von Credit Valuation Adjustments (CVA) für positive Derivatepositionen beziehungsweise Debit Value Adjustments (DVA) für negative Derivatepositionen berücksichtigt. Aus dieser Umstellung resultierte im laufenden Geschäftsjahr ein Ertrag von 41 Mio. Euro im Handelsergebnis.

IAS 1.82 fordert den gesonderten Ausweis von Finanzierungsaufwendungen. Bis zum 31. Dezember 2012 haben wir diese Aufwendungen im Zinsüberschuss beziehungsweise im Handelsergebnis als Zinsaufwendungen erfasst. Mittlerweile werden Zinsen aus Handelsaktivitäten aber marktüblich als Bestandteil des Zinsüberschusses gezeigt. Um Zinseffekte im Commerzbank-Konzern einheitlich darzustellen, haben wir uns daher entschieden, sowohl Zinsen des Bankbuchs wie auch des Handelsbuchs ab dem 1. Januar 2013 im Zinsüberschuss auszuweisen.

Dabei werden nur solche laufenden Erträge und Aufwendungen aus Handelsgeschäften den Zinserträgen und -aufwendungen zugeordnet, die zweifelsfrei Zinscharakter haben und nicht in das Bewertungsergebnis des Instrumentes eingehen. Dies betrifft auch Zinseffekte aus dem Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten der Handelsgeschäfte, die im weiteren Sinne in Zusammenhang mit der Kapitalüberlassung stehen.

Um im Handelsergebnis nur noch Bewertungs- und Realisierungsergebnisse aus Handelsgeschäften auszuweisen, haben wir ebenfalls beschlossen, auch im Handelsergebnis erfasste Provisionserträge aus dem Syndizierungsgeschäft in den Provisionsüberschuss umzugliedern.

Für das erste Quartal 2012 beliefen sich die Umgliederungen von 293 Mio. Euro aus dem Handelsergebnis in den Zinsüberschuss auf 272 Mio. Euro (Saldo aus 452 Mio. Euro Zinserträgen und 180 Mio. Euro Zinsaufwendungen) und in den Provisionsüberschuss auf 21 Mio. Euro. Durch die Anpassungen ergaben sich jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Für die einheitliche Darstellung von Zinserträgen und -aufwendungen haben wir daneben entschieden, auch die Zinskomponenten des IAS 19 (Nettozins) ab dem 1. Januar

2013 im Zinsüberschuss statt wie bisher in den Verwaltungsaufwendungen auszuweisen. Die Umgliederung für das erste Quartal 2012 betrug 2 Mio. Euro und erhöhte die Zinsaufwendungen. Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich entsprechend. Durch die Anpassungen ergaben sich jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Darüber hinaus weisen wir seit dem 1. Januar 2013 alle Effekte aus der Dedesignation des Hedge Accountings in den sonstigen Zinsaufwendungen aus. Das betrifft zum einen die Amortisationen der Effekte aus Grundgeschäften und die Auflösung von Sicherungsgeschäften aus beendetem Fair Value Hedge Accounting. Zum anderen werden auch die Rücklage aus Cash Flow Hedges und die zugehörigen Sicherungsinstrumente aus dem im Geschäftsjahr 2009 beendeten Cash Flow Hedge Accounting verrechnet. Die Effekte aus beendetem Hedge Accounting werden je nach Saldo in den sonstigen Zinserträgen oder in den sonstigen Zinsaufwendungen erfasst. Für das erste Quartal 2012 betrug der Saldo in den Sonstigen Zinsaufwendungen insgesamt 5 Mio. Euro. Bislang wurden davon 89 Mio. Euro als Zinserträge der Kategorie Kredite und Forderungen und 68 Mio. Euro als sonstige Zinsaufwendungen ausgewiesen. Weitere – 26 Mio. Euro wurden mit Zinserträgen aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten verrechnet. Durch diese Anpassungen ergaben sich jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Des Weiteren bilanzieren wir seit dem 1. Januar 2013 Provisionserträge aus Electronic Banking in den Provisionen für Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft statt wie bisher in den übrigen Provisionen. Die Umgliederung für das erste Quartal 2012 betrug 16 Mio. Euro. Zudem weisen wir Provisionen aus Syndizierungen und ähnlichen Transaktionen seit dem 1. Januar 2013 konzerneinheitlich im Provisionsergebnis aus Syndizierungen aus. Die Umgliederung aus den Vermittlungsprovisionen für das erste Quartal 2012 belief sich auf 9 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen ergaben sich jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und das Ergebnis je Aktie.

In nachfolgender Tabelle stellen wir die wesentlichen Anpassungen für das Gesamtjahr 2012 (aufgeteilt auf die Quartale 2012) einschließlich der Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dar:

Mio. € Veröffent
lichter
Konzern
abschluss
Anpassung
1.1.-
31.12.2012
1.1.-
31.3.2012
1.4.-
30.6.2012
1.7.-
30.9.2012
1.10.-
31.12.202
1.1.-
31.12.2012
1.1.-
31.12.2012
Zinsüberschuss 5 539 265 451 – 98 330 948 6 487
Zinserträge 14 559 389 711 174 547 1 821 16 380
Zinsaufwendungen 9 020 124 260 272 217 873 9 893
Provisionsüberschuss1 3 191 21 12 12 13 58 3 249
Handelsergebnis 1 113 – 293 – 471 78 – 346 – 1 032 81
Verwaltungsaufwendungen 7 025 1 1 2 4 7 029
Ergebnis vor Steuern 905 – 8 – 9 – 8 – 5 – 30 875
Steuern vom Einkommen
und Ertrag
796 6 – 4 3 5 10 806
Konzernergebnis 109 – 14 – 5 – 11 – 10 – 40 69
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis
6 – 14 – 5 – 11 – 10 – 40 – 34

1 Betrifft nur Provisionserträge.

Die Vorjahreswerte für die vorstehend genannten Anpassungen im Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und in den Verwaltungsaufwendungen haben wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, den betroffenen Notes und der Segmentberichterstattung angepasst.

55 Gesamtergebnisrechnung

58 Bilanz 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Konsolidierungskreis

Folgende Gesellschaften wurden bis zum 31. März 2013 neu in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Gesellschaften Kapitalanteil und
Stimmrechte
Anschaffungs
kosten
Vermögenswerte Schulden
% Mio. € Mio. € Mio. €
Aspiro S.A., Lodz, Polen 69,7 12,4 37,2 5,0
BRE Centrum Operacji Sp. z o.o,
Aleksandrów Lódzki, Polen
69,7 7,5 13,9 3,1
BRE Wealth Management S.A., Warschau, Polen 69,7 2,9 6,8 0,8
ComStage ETF S&P SMIT 40 Index TRN,
Luxemburg
77,6 0,0 30,3 30,3
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG,
Düsseldorf1
0,0 0,0 218,9 218,9
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG,
Düsseldorf1
0,0 0,0 219,0 219,0
Dr. Gubelt Grundstücks
Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt
Frankfurt Neue Mainzer Straße KG, Düsseldorf1
0,0 0,0 113,9 191,0
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Halle am Markt KG, Düsseldorf1
0,0 0,0 7,5 10,9
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Erfurt KG, Düsseldorf1
0,0 0,0 20,1 22,8
Dr.Gubelt Grundstücks-Vermietungsges.mbH &
Co. Objekt Schwabing KG, Düsseldorf1
0,0 0,0 37,3 39,4
Dr.Gubelt Grundstücks-Vermietungsges.mbH &
Co. Objekt Essen, Linden KG, Düsseldorf1
0,0 0,0 11,6 17,6
Garbary Sp. z o.o., Poznan, Polen 69,7 13,6 11,1 2,1
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH,
Grünwald1
50,0 0,0 0,0 0,0
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH &
Co. Objekt Frankfurt KG, Grünwald1,2
97,0 0,0 80,3 80,4
MOLARIS Verwaltungs- und
Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf1
0,0 0,0 12,6 12,4
Number X Bologna S.r.l., Mailand, Italien 100,0 7,5 11,3 4,3
SME Commerz SCB GmbH, Frankfurt am Main 100,0 0,0 605,4 605,2

1 Aus der Erstanwendung IFRS 10.

2 Abweichende Stimmrechte 70,0%.

Bei den in der Übersicht aufgeführten Gesellschaften handelt es sich, neben der Konsolidierung aufgrund der Erstanwendung des IFRS 10, um Neugründungen oder Zukäufe unter anderem im Rahmen strukturierter Finanzierungen.

Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden liquidiert, haben unsere Wesentlichkeitsgrenze für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten oder werden aufgrund der Erstanwendung des IFRS 10 nicht mehr konsolidiert:

  • Asset Securitisation Programme for Insured Receivables Ltd. (ASPIRE), Dublin, Irland1
  • Classic I (Netherlands) BV 2008– 1, Amsterdam, Niederlande
  • EH MoLu IV, LLC, Dover, Delaware, USA2
  • FAF Inc., George Town, Grand Cayman1
  • Idilias SPC Inc., George Town, Grand Cayman1
  • Loxodrome Inc., George Town, Grand Cayman1
  • MORE Global Inc., George Town, Grand Cayman1
  • Semper Finance 2006–1 Ltd., St. Helier, Jersey1
  • Semper Finance 2007–1 GmbH, Frankfurt am Main1
  • Steel Finance Inc., George Town, Grand Cayman1
  • Truckman Inc, George Town, Grand Cayman1

Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen ist die Gesellschaft Captain Holdings S.à.r.l., Luxemburg, ausgeschieden. Darüber hinaus gab es keine Veränderungen.

Die Gesellschaften

  • CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH,
  • Wiesbaden und
  • GO German Office GmbH, Wiesbaden3 ,

werden gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen, da eine Verkaufsabsicht besteht und sie mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden.

In den Segmenten Non-Core Assets und Privatkunden werden zudem Forderungen und Fondsanteile und im Segment Sonstige und Konsolidierung ein Bürokomplex zur Veräußerung gehalten.

Bis zur endgültigen Übertragung der Anteile bewerten wir die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen sowie Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen in Übereinstimmung mit IFRS 5 und weisen diese in den entsprechenden Bilanzposten und in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat aus.

1 Entkonsolidierung aufgrund der Erstanwendung IFRS 10.

2 Unterschreitung der Wesentlichkeitsgrenzen. 3 Die Gesellschaft CG New Venture 4 GmbH & Co. KG, Wiesbaden, wurde auf die Gesellschaft

GO German Office GmbH, Wiesbaden verschmolzen.

55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(1) Zinsüberschuss

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.-31.3.20121 Veränd. in %
Zinserträge 3 292 4 403 – 25,2
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte)
255 261 – 2,3
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen)
2 689 3 537 – 24,0
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option)
67 208 – 67,8
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (zu Handelszwecken gehalten)
120 23
Vorfälligkeitsentschädigungen 33 26 26,9
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten
sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten
70 59 18,6
Dividenden aus Wertpapieren 9 18 – 50,0
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
8 3
Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien
16 20 – 20,0
Sonstige Zinserträge 25 248 – 89,9
Zinsaufwendungen 1 936 2 709 – 28,5
Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital sowie
Verbriefte und sonstige Verbindlichkeiten
1 763 2 462 – 28,4
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option 100 176 – 43,2
Zinsaufwendungen für zu Handelszwecken gehaltene verbriefte
Verbindlichkeiten
26 27 – 3,7
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten
sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten
15 17 – 11,8
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
14 12 16,7
Sonstige Zinsaufwendungen 18 15 20,0
Gesamt 1 356 1 694 – 20,0

1 Anpassung Vorjahr (siehe Seite 65 ff.). Vor Anpassung betrugen die Zinserträge 4 014 Mio. Euro,

die Zinsaufwendungen 2 585 Mio. Euro und der Zinsüberschuss 1 429 Mio. Euro.

Der sogenannte Unwinding-Effekt belief sich vom 1. Januar bis 31. März 2013 auf 37 Mio. Euro (Vorjahr: 50 Mio. Euro).

ten Zinsen aus Derivaten (Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den sonstigen Zinserträgen oder in den sonstigen Zinsaufwendungen erfasst.

Die sonstigen Zinsaufwendungen enthalten unter anderem die Nettozinsaufwendungen für Pensionen. Die saldier-

(2) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 – 871 – 855 1,9
Auflösung von Risikovorsorge1 617 658 – 6,2
Saldo Direktabschreibungen, Zuschreibungen und
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen
– 13 – 15 – 13,3
Gesamt – 267 – 212 25,9

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).

(3) Provisionsüberschuss

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Wertpapiergeschäft 260 228 14,0
Vermögensverwaltung 48 40 20,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft1 308 328 – 6,1
Immobilienkreditgeschäft 21 36 – 41,7
Bürgschaften 47 44 6,8
Ergebnis aus Syndizierungen1 68 73 – 6,8
Vermittlungsgeschäft1 44 58 – 24,1
Treuhandgeschäfte 1 1 0,0
Übrige1 50 56 – 10,7
Gesamt2 847 864 – 2,0

1 Anpassung Vorjahr (siehe Seite 65 ff.). Vor Anpassung betrugen die Provisionserträge 963 Mio. Euro

und der Provisionsüberschuss 843 Mio. Euro.

2 Davon Provisionsaufwendungen: 137 Mio. Euro (Vorjahr: 120 Mio. Euro).

(4) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis haben wir in zwei Komponenten aufgeteilt:

  • Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren),
  • Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option (einschließlich Wertänderungen der dazugehörigen Derivate).

Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Für die Bewertung kommen sowohl Börsenkurse als auch interne Preismodelle (insbesondere Barwert- und Optionspreismodelle) zum Einsatz. Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen.

55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Ergebnis aus dem Handel1,2 247 262 – 5,7
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option 29 – 91
Gesamt 276 171 61,4

1 Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

2 Anpassung Vorjahr (siehe Seite 65 ff.). Vor Anpassung betrugen das Ergebnis aus dem Handel 555 Mio. Euro

und das gesamte Handelsergebnis 464 Mio. Euro.

(5) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungsund Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Tochterunternehmen aus.

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft – 6 – 160 – 96,3
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte
– 4 15
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
30 94 – 68,1
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
– 26 – 81 – 67,9
Bewertungsergebnis1 – 8 2
der Kategorie Kredite und Forderungen – 2 – 175 – 98,9
Veräußerungsgewinne 1 12 – 91,7
Veräußerungsverluste – 3 – 185 – 98,4
Bewertungsergebnis2 – 2 – 100,0
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten – 16 – 100,0
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte
7 6 16,7
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
7 6 16,7
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden
17
Bewertungsergebnis1 – 1
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
– 23 – 22 4,5
Gesamt – 6 – 176 – 96,6

1 Hierin sind Umbuchungen aus im Geschäftsjahr 2013 entstandener Neubewertungsrücklage saldiert

in Höhe von – 6 Mio. Euro (Vorjahr: 53 Mio. Euro) enthalten.

2 Hierin sind Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: Zuführung 2 Mio. Euro)

für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Wesentliche sonstige Aufwendungen 158 104 51,9
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 33 43 – 23,3
Zuführungen zu Rückstellungen 125 61
Wesentliche sonstige Erträge 69 110 – 37,3
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 40 65 – 38,5
Auflösungen von Rückstellungen 29 45 – 35,6
Übrige sonstige Erträge und Aufwendungen (saldiert) 27 15 80,0
Gesamt – 62 21

Von dem Anstieg der Zuführungen zu Rückstellungen im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entfiel der Großteil auf Änderungen unserer Verlusteinschätzung im Zusammenhang mit Prozessrisiken.

(7) Verwaltungsaufwendungen

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Personalaufwendungen1 1 022 1 046 – 2,3
Sachaufwendungen 611 646 – 5,4
Abschreibungen auf Sachanlagen und
sonstige immaterielle Anlagewerte 91 98 – 7,1
Gesamt 1 724 1 790 – 3,7

1 Anpassung Vorjahr (siehe Seite 65 ff.). Vor Anpassung betrugen die Personalaufwendungen 1 045 Mio. Euro

und die gesamten Verwaltungsaufwendungen 1 789 Mio. Euro.

(8) Restrukturierungsaufwendungen

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 493 34
Gesamt 493 34

Die Restrukturierungsaufwendungen in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 entstanden aufgrund der neuen Strategie der Commerzbank und der damit verbundenen geplanten Anpassung der Personalkapazitäten. Die Aufwendungen im Vorjahr resultierten aus der Neuausrichtung des Konzerns im Zusammenhang mit der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Hypothekenbank Frankfurt (vormals Eurohypo).

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zum 31. März 2013 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 45 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von – 24 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von – 187,5 % (Konzernertragsteuersatz: 31,23 %). Die Steueraufwendungen des ersten Quartals 2013 resultierten im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen der BRE Bank und der Commerzbank Aktiengesellschaft in Luxemburg.

55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(10) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der im Commerzbank-Konzern eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über fünf berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die per 1. Juli 2012 eingestellte Portfolio Restructuring Unit (PRU) wird mit ihrem Vorjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. In 2013 wurde die Segmentierung der Aktiva weiter verfeinert. Geringfügige Anpassungen der Geschäftsmodelle der Segmente führten zu kleinen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden jeweils entsprechend angepasst. In 2013 wurden im Commerzbank-Konzern verschiedene neue IFRS-Anforderungen umgesetzt (siehe Seite 65 ff.), deren Wirkungen sich auch in der Segmentberichterstattung widerspiegeln.

• Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Direct Banking sowie Commerz Real. Im Konzernbereich Private Kunden ist das klassische Filialgeschäft mit Privat-, Private-Bankingund Geschäftskunden gebündelt. Basierend auf einer flächendeckenden Filialpräsenz vor Ort umfasst das Leistungsspektrum ein Vollbankangebot aus Kredit-, Einlagen-, Wertpapier-, Zahlungsverkehrs- sowie Vorsorgeprodukten. Im Wealth Management werden vermögende Kunden im In- und Ausland betreut, ebenso ist hier die Vermögensverwaltung angesiedelt. Angebote wie Wertpapiermanagement/Vermögensverwaltung, Kreditmanagement und Finanzierungen sowie Immobilienmanagement stehen im Vordergrund. Hinzu kommen die Betreuung in Stiftungs- und Nachlassangelegenheiten sowie die Beratung bei unternehmerischen Beteiligungen. Dem Konzernbereich ist ferner die Commerz Direktservice GmbH zugeordnet, die Callcenterleistungen für Commerzbank-Kunden erbringt. Das Joint Venture Commerz Finanz (insbesondere Vertrieb von Ratenkrediten) wird aus dem Konzernbereich Private Kunden heraus zentral gesteuert und auch ergebnismäßig dort abgebildet. Seit dem 1. Juli 2012 zählt das Teilportfolio "Private Immobilien" des Privatkunden-Portfolios der Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (ehemals Eurohypo Aktiengesellschaft) zum Konzernbereich Private Kunden. Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect-Gruppe. Das dort konzentrierte B2B- (ebase) beziehungsweise B2C-Business (comdirect) ist charakterisiert durch standardisierte, primär über das Internet verfügbare Beratungs- und Serviceangebote für die Kunden. Commerz Real ist seit Juli 2012 als Konzernbereich in das Segment Privatkunden integriert (mit Ausnahme des Leistungsbereichs Warehouse). Die Produktpalette umfasst offene Immobilienfonds (hausinvest), unternehmerische Beteiligungen (geschlossene Fonds) in Immobilien, Flugzeugen, Schiffen und regenerativen Energien, institutionelle Anlageprodukte und Structured Investments sowie Mobilienleasing.

• Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr sowie Cash-Management-Lösungen, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Im Konzernbereich Großkunden & International konzentrieren wir uns auf die Betreuung von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als Multinational Corporate im Rahmen des Client-Relationship-Managements im Segment Corporates &Markets betreut werden). Kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie solche mit wesentlichen ausländischen Aktivitäten werden hier ebenfalls betreut. Für unsere Kunden sind wir durch unsere ausländischen Niederlassungen der strategische Partner – sowohl für internationale Aktivitäten deutscher Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem deutschen Heimatmarkt. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Sektor Erneuerbare Energien in diesem Konzernbereich angesiedelt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf der bevorzugten Einschaltung der Commerzbank in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein weltweites Korrespondenzbankennetzwerk sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die Finanzierung und Abwicklung der weltweiten Außenhandelsaktivitäten aller Kunden des Commerzbank-Konzerns und unterstützt damit auch andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien.

  • Das Segment Central & Eastern Europe umfasst im Berichtsjahr die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in dieser Region. Hierzu gehört insbesondere die polnische Tochter BRE Bank. Diese bietet einerseits Bankprodukte für Firmenkunden und andererseits unter den Marken mBank und MultiBank Finanzdienstleistungen für Privatkunden in Polen, in Tschechien und in der Slowakei. Zum Segment CEE gehört zudem noch eine Beteiligung an einer Mikrofinanzbank, deren Veräußerung noch nicht erfolgt ist.
  • Corporates & Markets umfasst vier wesentliche Säulen: Equity Markets & Commodities beinhaltet den Handel und den Vertrieb von aktien- und rohstoffbezogenen Finanzprodukten. Fixed Income & Currencies umfasst die Handels- und Vertriebsaktivitäten von Zins-, Kredit- und Währungsinstrumenten. Corporate Finance erstreckt sich auf Arrangierungs- und Beratungsleistungen mit Blick auf Eigenkapital-, Hybridkapital- und Fremdkapitalinstrumente, Verbriefungslösungen sowie Fusionen und Übernahmen. Das Credit-Portfolio-Management verantwortet die global einheitliche Steuerung und das aktive Management des Kreditrisikos für Corporates &Markets. Hier werden auch die aus der Portfolio Restructuring Unit übertragenen Bestände wertschonend abgebaut. Zusätzlich gehört das Client-Relationship-Management zu Corporates & Markets, dessen Aufgabe in der Betreuung deutscher multinationaler Industrieunternehmen, deutscher und internationaler Versicherungsunternehmen, Finanzinvestoren (Private-Equity-Investoren), Sovereign Wealth Funds und Kunden der öffentlichen Hand besteht.
  • Das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) wurde zum 1. Juli 2012 neu gebildet. Im Segment NCA werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE) Inland, Commercial Real Estate (CRE) Ausland, Public Finance (inklusive Private Finance Initiatives,

die zum 1. Juli 2012 aus der PRU übertragen wurden) sowie dem Konzernbereich Deutsche Schiffsbank (DSB) zusammengefasst. Dabei liegen CRE Inland, CRE Ausland sowie Public Finance nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft. Der Bereich DSB umfasst die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe. Darin enthalten sind auch sämtliche Ship-Finance-Aktivitäten der ehemaligen Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft sowie die Warehouse-Assets der Commerz Real Aktiengesellschaft.

  • Das Segment Portfolio Restructuring Unit wurde zum 1. Juli 2012 aufgelöst. Die verbleibenden Bestände wurden in das Segment Corporates & Markets beziehungsweise in das Segment Non-Core Assets (NCA) übertragen. Das Segment Portfolio Restructuring Unit war verantwortlich für die Rückführung von Aktiva, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandelsund Investmentaktivitäten standen und nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank passten. Die Zielsetzung des Segments bestand in der kapitaloptimierenden Rückführung des Portfolios. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet wurden, beinhalteten zu Beginn nicht staatlich gesicherte Assetbacked Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie exotische Kreditderivate. Diese Positionen wurden primär aus den Segmenten Corporates & Markets sowie ehemals Commercial Real Estate auf die Portfolio Restructuring Unit übertragen.
  • Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der operativen Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden unter anderem Beteiligungen, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind und die Group Treasury ausgewiesen. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Die Restrukturierungsaufwendungen für die Umsetzung der strategischen Agenda bis 2016 werden unter Sonstige berichtet. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis einschließlich Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-II-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Investorenkapital gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 9 %. Die durch die EBA geforderte Kapitalunterlegung von Risiken aus Staatsanleihen von EU-Ländern wird im Segment NCA abgebildet.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Bei der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäftsoder Firmenwerte sowie Markennamen werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 738 Mio. Euro (Vorjahr: 694 Mio. Euro) verteilen sich auf die Segmente Privatkunden mit 362 Mio. Euro (Vorjahr: 285 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 95 Mio. Euro (Vorjahr: 94 Mio. Euro), Corporates & Markets mit 92 Mio. Euro (Vorjahr: 89 Mio. Euro), Non-Core Assets mit 105 Mio. Euro (Vorjahr: 145 Mio. Euro) sowie Sonstige und Konsolidierung mit 84 Mio. Euro (Vorjahr: 81 Mio. Euro).

Für das aufgelöste Segment Portfolio Restructuring Unit entfallen per Stichtag 31. März 2013 Bilanzwerte in Höhe von 7,2 Mrd. Euro auf Corporates & Markets sowie 917 Mio. Euro auf Non-Core Assets. Die wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: Auf das Segment Corporates & Markets entfallen 48 Mio. Euro Handelsergebnis, –4,5 Mio. Euro Risikovorsorge sowie 39 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf das Segment NCA entfallen –48 Mio. Euro Handelsergebnis und –49 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten per 31. März 2013 sowie zu den Vergleichswerten des Vorjahres.

1.1.–31.3.2013 Privat
kunden
Mittel
stands
Central &
Eastern
Corporates
& Markets
Non
Core
Sonstige
und Kon
Konzern
Mio. € bank Europe Assets solidierung
Zinsüberschuss 431 457 103 196 169 1 356
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 35 – 78 – 6 26 – 175 1 – 267
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge
396 379 97 222 – 6 1 1 089
Provisionsüberschuss 427 280 47 82 19 – 8 847
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
1 1 23 307 – 43 28 317
Ergebnis aus Finanzanlagen 5 – 12 – 6 8 – 1 – 6
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
9 2 – 2 – 1 8
Sonstiges Ergebnis – 15 2 12 2 20 – 83 – 62
Erträge vor Risikovorsorge 858 728 185 583 171 – 65 2 460
Erträge nach Risikovorsorge 823 650 179 609 – 4 – 64 2 193
Verwaltungsaufwendungen 753 325 104 338 83 121 1 724
Operatives Ergebnis 70 325 75 271 – 87 – 185 469
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 493 493
Ergebnis aus dem Verkauf von
Veräußerungsgruppen
Ergebnis vor Steuern 70 325 75 271 – 87 – 678 – 24
Aktiva 67 663 78 110 24 620 232 151 158 749 86 007 647 300
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital
4 002 5 829 1 717 3 254 10 058 3 814 28 674
Operative
Eigenkapitalrendite1 (%)
7,0 22,3 17,5 33,3 – 3,5 6,5
Aufwandsquote im
operativen Geschäft (%)
87,8 44,6 56,2 58,0 48,5 70,1
Eigenkapitalrendite des
Ergebnisses vor Steuern1 (%)
7,0 22,3 17,5 33,3 – 3,5 – 0,3
Mitarbeiterdurchschnitt 16 846 5 417 7 727 1 871 667 17 984 50 512

1 Auf das Jahr hochgerechnet.

55 Gesamtergebnisrechnung

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

1.1.–31.3.20121 Privat
kunden
Mittel
stands
bank
Central &
Eastern
Europe
Corporates
& Markets
Non
Core
Assets
Portfolio
Restruc
turing
Sonstige
und Kon
solidierung
Konzern
Mio. € Unit2
Zinsüberschuss 471 542 124 295 185 36 41 1 694
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 8 35 – 18 – 27 – 178 – 16 – 212
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge 463 577 106 268 7 20 41 1 482
Provisionsüberschuss 416 270 50 104 30 – 6 864
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
1 – 12 34 – 2 – 215 138 220 164
Ergebnis aus Finanzanlagen 2 – 1 1 3 – 203 17 5 – 176
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
7 6 – 1 – 1 11
Sonstiges Ergebnis 8 – 9 11 – 8 26 1 – 8 21
Erträge vor Risikovorsorge 905 790 220 398 – 178 192 251 2 578
Erträge nach Risikovorsorge 897 825 202 371 – 356 176 251 2 366
Verwaltungsaufwendungen 760 339 115 341 98 12 125 1 790
Operatives Ergebnis 137 486 87 30 – 454 164 126 576
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 34 34
Ergebnis aus dem Verkauf von
Veräußerungsgruppen
Ergebnis vor Steuern 137 486 87 30 – 488 164 126 542
Aktiva 68 283 85 954 23 365 224 480 182 433 12 175 94 449 691 139
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital
3 976 5 974 1 893 3 244 10 226 1 704 1 236 28 253
Operative
Eigenkapitalrendite3 (%)
13,8 32,5 18,4 3,7 – 17,8 8,2
Aufwandsquote im
operativen Geschäft (%)
84,0 42,9 52,3 85,7 69,4
Eigenkapitalrendite des
Ergebnisses vor Steuern3 (%)
13,8 32,5 18,4 3,7 – 19,1 7,7
Mitarbeiterdurchschnitt 17 330 5 554 9 100 1 861 768 24 19 048 53 685

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

2 Die Bestände des Segments Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurden zum 1. Juli 2012 in das Segment Corporates & Markets

beziehungsweise in das Segment Non-Core Assets (NCA) übertragen. Das bis dahin erzielte Ergebnis wird weiterhin berichtet. 3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.-31.3.20121
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige
und Kon
solidierung
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige
und Kon
solidierung
Zinsüberschuss 13 – 13 66 – 25 41
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 1 1
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 14 – 13 1 66 – 25 41
Provisionsüberschuss – 8 – 8 – 6 – 6
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
22 6 28 214 6 220
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 – 2 – 1 2 3 5
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
– 1 – 1 – 1 – 1
Sonstiges Ergebnis – 79 – 4 – 83 – 8 – 8
Erträge vor Risikovorsorge – 52 – 13 – 65 267 – 16 251
Erträge nach Risikovorsorge – 51 – 13 – 64 267 – 16 251
Verwaltungsaufwendungen 129 – 8 121 129 – 4 125
Operatives Ergebnis – 180 – 5 – 185 138 – 12 126
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 493 493
Ergebnis aus dem Verkauf von
Veräußerungsgruppen
Ergebnis vor Steuern – 673 – 5 – 678 138 – 12 126
Aktiva 86 007 86 007 94 449 94 449

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Unter Konsolidierung berichten wir über Konsolidierungsund Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

  • Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.
  • Das dem Segment Corporates&Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete

Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert.

  • In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen und eigene Aktien werden unter Konsolidierung eliminiert.
  • Über sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte wird ebenfalls hier berichtet.
  • Integrations- und Restrukturierungskosten der Konzernsteuerungseinheiten werden unter Konsolidierung ausgewiesen.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Die Zuordnung zu den Segmenten nach dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens (geografische Märkte) ergab nachfolgende Verteilung:

1.1.–31.3.2013 Deutschland Europa Amerika Asien Sonstige Gesamt
Mio. € ohne
Deutschland
Zinsüberschuss 953 371 17 15 1 356
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 225 – 56 16 – 2 – 267
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 728 315 33 13 1 089
Provisionsüberschuss 711 107 12 17 847
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
– 1 287 15 16 317
Ergebnis aus Finanzanlagen 11 – 17 – 6
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
9 – 2 1 8
Sonstiges Ergebnis – 81 19 – 62
Erträge vor Risikovorsorge 1 602 765 45 48 2 460
Erträge nach Risikovorsorge 1 377 709 61 46 2 193
Verwaltungsaufwendungen 1 363 305 32 24 1 724
Operatives Ergebnis 14 404 29 22 469
Risikoaktiva für Kreditrisiken 113 097 55 559 3 670 3 323 175 649

Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

1.1.–31.3.20121 Deutschland Europa
ohne
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Mio. € Deutschland
Zinsüberschuss 1 191 445 36 22 1 694
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 89 – 112 6 – 17 – 212
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 102 333 42 5 1 482
Provisionsüberschuss 740 103 12 9 864
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
15 128 24 – 3 164
Ergebnis aus Finanzanlagen – 199 23 – 176
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
6 4 1 11
Sonstiges Ergebnis – 104 126 1 – 2 21
Erträge vor Risikovorsorge 1 649 829 74 26 2 578
Erträge nach Risikovorsorge 1 560 717 80 9 2 366
Verwaltungsaufwendungen 1 387 339 38 26 1 790
Operatives Ergebnis 173 378 42 – 17 576
Risikoaktiva für Kreditrisiken 112 442 55 431 6 238 3 418 177 529

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 sowie weiterer Ausweisänderungen (siehe Seite 65 ff.).

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Diese Informationen liegen weder der internen Steuerung noch dem Managementreporting zugrunde.

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Forderungen an Kreditinstitute

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Täglich fällig 39 914 34 492 15,7
Mit einer Restlaufzeit 62 804 53 642 17,1
bis drei Monate 42 703 34 180 24,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 11 511 10 597 8,6
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 8 089 8 125 – 0,4
mehr als fünf Jahre 501 740 – 32,3
Gesamt 102 718 88 134 16,5
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 68 323 55 861 22,3
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 54 910 53 453 2,7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
47 808 34 681 37,9

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 102 622 Mio. Euro (Vorjahr: 88 028 Mio. Euro).

(12) Forderungen an Kunden

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Mit unbestimmter Restlaufzeit 31 409 29 308 7,2
Mit einer Restlaufzeit 256 160 256 892 – 0,3
bis drei Monate 43 270 45 564 – 5,0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 42 422 37 340 13,6
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 83 808 84 913 – 1,3
mehr als fünf Jahre 86 660 89 075 – 2,7
Gesamt 287 569 286 200 0,5
darunter: Reverse Repos und Cash Collaterals 43 067 33 924 27,0
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 246 441 255 157 – 3,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
41 128 31 043 32,5

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 280 136 Mio. Euro (Vorjahr: 278 546 Mio. Euro).

55 Gesamtergebnisrechnung

  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung
  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(13) Kreditvolumen

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Kredite an Kreditinstitute 21 746 21 041 3,4
Kredite an Kunden 244 506 251 807 – 2,9
Gesamt 266 252 272 848 – 2,4

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

(14) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkannten Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-II-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt.

Entwicklung der Risikovorsorge  Mio. € 2013 2012 Veränd. in %
Stand am 1.1. 8 092 8 663 – 6,6
Zuführungen 871 855 1,9
Abgänge 1 084 1 038 4,4
Inanspruchnahmen 467 380 22,9
Auflösungen 617 658 – 6,2
Veränderungen im Konsolidierungskreis 6 – 100,0
Wechselkursänderungen/Umbuchungen/Unwinding – 37 – 11
Stand am 31.3. 7 842 8 475 – 7,5

Die ergebniswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 267 Mio. Euro (31. März 2012: 212 Mio. Euro) (siehe Note 2).

Bestand der Risikovorsorge Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Einzelwertberichtigungen 6 771 6 993 – 3,2
Portfoliowertberichtigungen 758 767 – 1,2
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 7 529 7 760 – 3,0
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Einzelrisiken) 192 212 – 9,4
Rückstellungen im Kreditgeschäft (Portfoliorisiken) 121 120 0,8
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 313 332 – 5,7
Gesamt 7 842 8 092 – 3,1

Für Forderungen an Kreditinstitute belief sich der Bestand der Risikovorsorge auf 96 Mio. Euro (Vorjahr: 106 Mio. Euro), für Forderungen an Kunden auf 7 433 Mio. Euro (Vorjahr: 7 654 Mio. Euro).

(15) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

  • Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
  • Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds,
  • Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen,
  • Devisen und Edelmetallen,
  • derivativen Finanzinstrumenten und
  • Sonstigen Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden Krediten, Emissionsrechten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen. Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeit-

wert (Fair Value) bilanziert.

In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 20 222 18 381 10,0
Schuldscheindarlehen 1 507 1 366 10,3
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere
und Anteile an Investmentfonds
24 784 17 759 39,6
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 97 333 106 400 – 8,5
Währungsbezogene derivative Geschäfte 12 278 12 939 – 5,1
Zinsbezogene derivative Geschäfte 80 150 89 139 – 10,1
Übrige derivative Geschäfte 4 905 4 322 13,5
Sonstige Handelsaktiva 245 238 2,9
Gesamt 144 091 144 144 0,0

Die Übrigen Geschäfte mit positivem Marktwert aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich überwiegend aus 2 100 Mio. Euro (Vorjahr: 1 917 Mio. Euro) Aktienderivaten und 2 461 Mio. Euro (Vorjahr: 2 104 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(16) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) und den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 87 689 87 548 0,2
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und
Anteile an Investmentfonds
1 181 1 299 – 9,1
Beteiligungen 128 138 – 7,2
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 135 157 – 14,0
Gesamt 89 133 89 142 0,0
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen1 51 106 52 427 – 2,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 35 402 34 268 3,3
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 254 423 – 40,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
2 625 2 447 7,3

1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 147 Mio. Euro (Vorjahr: 149 Mio. Euro).

In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestands, die keinen aktiven Markt aufwiesen, aus der IAS-39-Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisiert. Der beizulegende Zeitwert zu den Umkategorisierungszeitpunkten wurde als neuer Buchwert der Wertpapierbestände angesetzt.

Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 31. März 2013 auf –0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: –0,7 Mrd. Euro). Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen hätte sich für diese Bestände zum 31. März 2013 eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern von –3,6 Mrd. Euro (Vorjahr: –4,2 Mrd. Euro) ergeben; der Buchwert dieser Bestände zum Bilanzstichtag betrug 48,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 50,0 Mrd. Euro), der Fair Value belief sich auf 44,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 45,0 Mrd. Euro).

(17) Immaterielle Anlagewerte

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 080 2 080 0,0
Sonstige immaterielle Anlagewerte 974 971 0,3
Kundenbeziehungen 426 438 – 2,7
Markennamen
Selbst erstellte Software 368 349 5,4
Übrige 180 184 – 2,2
Gesamt 3 054 3 051 0,1

(18) Sachanlagen

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Grundstücke und Gebäude 1 238 851 45,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 499 521 – 4,2
Gesamt 1 737 1 372 26,6

(19) Sonstige Aktiva

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Einzugspapiere 13 311 – 95,8
Edelmetalle 685 666 2,9
Leasinggegenstände 857 851 0,7
Rechnungsabgrenzungsposten 461 256 80,1
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 307 296 3,7
Übrige Aktiva1 1 377 1 191 15,6
Gesamt 3 700 3 571 3,6

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 (siehe Seite 65 ff.).

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Täglich fällig 59 303 43 089 37,6
Mit einer Restlaufzeit 69 244 67 153 3,1
bis drei Monate 37 234 21 670 71,8
mehr als drei Monate bis ein Jahr 7 597 5 382 41,2
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 13 201 27 396 – 51,8
mehr als fünf Jahre 11 212 12 705 – 11,8
Gesamt 128 547 110 242 16,6
darunter: Repos und Cash Collaterals 47 313 23 850 98,4
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 84 610 90 206 – 6,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
43 937 20 036

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Spareinlagen 6 130 12 960 – 52,7
Mit vereinbarter Kündigungsfrist von
drei Monaten 6 020 10 807 – 44,3
mehr als drei Monaten 110 2 153 – 94,9
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 266 816 252 882 5,5
Täglich fällig 149 956 142 377 5,3
Mit einer Restlaufzeit 116 860 110 505 5,8
bis drei Monate 54 831 50 556 8,5
mehr als drei Monate bis ein Jahr 18 694 14 610 28,0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 15 641 16 049 – 2,5
mehr als fünf Jahre 27 694 29 290 – 5,4
Gesamt 272 946 265 842 2,7
darunter: Repos und Cash Collaterals 39 954 31 997 24,9
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 224 156 228 643 – 2,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
48 790 37 199 31,2

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentlicher Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Certificates of Deposit, Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Begebene Schuldverschreibungen 71 125 78 855 – 9,8
darunter:
Hypothekenpfandbriefe
20 632 21 530 – 4,2
Öffentliche Pfandbriefe 21 907 27 758 – 21,1
Begebene Geldmarktpapiere 1 862 466
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 7 11 – 36,4
Gesamt 72 994 79 332 – 8,0
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 69 760 75 903 – 8,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
3 234 3 429 – 5,7
Restlaufzeiten der Verbrieften Verbindlichkeiten Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Täglich fällig
Mit einer Restlaufzeit 72 994 79 332 – 8,0
bis drei Monate 4 408 8 301 – 46,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 12 406 9 662 28,4
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 42 918 47 302 – 9,3
mehr als fünf Jahre 13 262 14 067 – 5,7
Gesamt 72 994 79 332 – 8,0

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 wurden wesentliche neue Emissionen mit einem Volumen von 3,6 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen/Rückkäufe auf 0,5 Mrd. Euro und der fälligen Emissionen auf 9,5 Mrd. Euro.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(23) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kreditzusagen mit negativem Marktwert ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Währungsbezogene derivative Geschäfte 14 243 13 959 2,0
Zinsbezogene derivative Geschäfte 76 814 85 503 – 10,2
Übrige derivative Geschäfte 6 154 5 672 8,5
Zertifikate und andere eigene Emissionen 5 452 5 201 4,8
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative
Marktwerte von Kreditzusagen und Sonstige Handelspassiva 7 338 5 776 27,0
Gesamt 110 001 116 111 – 5,3

Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 3 566 Mio. Euro (Vorjahr: 3 220 Mio. Euro) Aktienderivaten und 2 291 Mio. Euro (Vorjahr: 2 183 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen.

(24) Rückstellungen

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen1 810 1 050 – 22,9
Sonstige Rückstellungen 3 440 3 049 12,8
Gesamt 4 250 4 099 3,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 (siehe Seite 65 ff.).

Nach Anpassung aufgrund retrospektiver Anwendung des geänderten IAS 19 beliefen sich die Rückstellungen auf 4 107 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011 beziehungsweise zum 1. Januar 2012.

(25) Sonstige Passiva

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1 906 1 915 – 0,5
Fremdkapital aus Minderheiten 2 562 2 441 5,0
Rechnungsabgrenzungsposten 571 439 30,1
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen
für Börsentermingeschäfte
161 162 – 0,6
Übrige Passiva 1 185 1 566 – 24,3
Gesamt 6 385 6 523 – 2,1

(26) Nachrangkapital

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Nachrangige Verbindlichkeiten 10 801 11 186 – 3,4
Genussrechtskapital 865 865 0,0
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien – 260 – 161 61,5
Bewertungseffekte 408 426 – 4,2
Gesamt 11 814 12 316 – 4,1
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
Verbindlichkeiten
11 805 12 308 – 4,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
9 8 12,5

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 waren Nachrangige Verbindlichkeiten von 0,3 Mrd. Euro fällig. Weitere wesentliche Veränderungen waren nicht zu verzeichnen.

(27) Hybridkapital

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Hybridkapital 2 079 2 057 1,1
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien – 943 – 969 – 2,7
Bewertungseffekte 474 509 – 6,9
Gesamt 1 610 1 597 0,8
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
Verbindlichkeiten
1 610 1 597 0,8
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 waren keine wesentliche Veränderungen zu verzeichnen.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Sonstige Erläuterungen

(28) Eigenmittelanforderungen und Kapitalquoten

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Hartes Kernkapital (Core Tier I) 24 166 24 986 – 3,3
Hybrides Kapital 2 284 2 259 1,1
Gesamtsumme Kernkapital (Tier I) 26 450 27 245 – 2,9
Ergänzungskapital (Tier II) 9 657 9 878 – 2,2
Gesamtkapital (Total Capital) 36 107 37 123 – 2,7
Eigenmittelanforderungen Gewichtete Risikoaktiva1
Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Kreditrisiko 14 052 13 967 175 649 174 584 0,6
Marktrisiko 924 880 11 554 10 999 5,0
Operationelles Risiko 1 807 1 804 22 593 22 552 0,2
Eigenmittelanforderung
gesamt 16 783 16 651 209 796 208 135 0,8
Hartes Kernkapital
(Core Tier I)
24 166 24 986
Kernkapital (Tier I) 26 450 27 245
Gesamtkapital
(Total Capital)
36 107 37 123
Harte Kernkapitalquote (%) 11,5 12,0
Kernkapitalquote (%) 12,6 13,1
Gesamtkapitalquote (%) 17,2 17,8

1 Die gewichteten Risikoaktiva errechnen sich aus dem Betrag der Eigenmittelanforderungen multipliziert mit 12,5.

(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 35 565 35 837 – 0,8
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 5 5 0,0
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 35 511 35 783 – 0,8
aus sonstigen Verpflichtungen 49 49 0,0
Unwiderrufliche Kreditzusagen 50 669 49 747 1,9

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wurde von den entsprechenden Posten gekürzt.

(30) Derivative Geschäfte

Aus dem Geschäft mit Derivaten ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte nach Berücksichtigung der Saldierung der Derivatemarktwerte und darauf entfallender Ausgleichszahlungen.

Das Nettingvolumen zum 31. März 2013 betrug insgesamt 140 286 Mio. Euro (Vorjahr: 162 271 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 136 517 Mio. Euro und 3 769 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichzahlungen. Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 140 137 Mio. Euro und Verbindlichkeiten aus Ausgleichzahlungen mit 149 Mio. Euro.

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
31.3.2013
Mio. €
täglich
fällig
bis
3 Monate
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungs
abhängige
Termingeschäfte
65 298 655 166 098 177 785 121 059 763 662 12 833 14 393
Zinsabhängige
Termingeschäfte
19 451 693 2 414 183 1 994 932 1 681 248 6 542 075 221 300 227 348
Sonstige
Termingeschäfte
1 262 70 790 64 159 132 542 22 603 291 356 4 939 6 187
Gesamt 1 346 821 138 2 644 440 2 305 259 1 824 910 7 597 093 239 072 247 928
darunter:
börsengehandelt
41 168 64 577 25 397 12 229 143 371
Nettoausweis in
der Bilanz
102 555 107 791
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
31.12.2012
Mio. €
täglich
fällig
bis
3 Monate
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungs
abhängige
Termingeschäfte
6 283 437 159 023 170 519 118 569 731 554 13 592 14 119
Zinsabhängige
Termingeschäfte
16 525 624 2 092 073 2 024 487 1 739 143 6 381 343 253 072 259 183
Sonstige
Termingeschäfte
1 013 44 994 76 422 129 138 17 155 268 722 4 354 5 704
Gesamt 1 035 854 055 2 327 518 2 324 144 1 874 867 7 381 619 271 018 279 006
darunter:
börsengehandelt
30 304 112 507 22 591 11 174 176 576
Nettoausweis in
der Bilanz
112 457 116 873

An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenrisikobericht Zwischenabschluss 93

  • 55 Gesamtergebnisrechnung
  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung
  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(31) Marktwerte (Fair Value) und Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level I). Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet.

Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten soweit möglich aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level II).

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die andere Eingangswerte heranziehen, für die nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach)und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nicht-Finanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungsmethoden unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level III).

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft (vergleiche auch Bewertung von Finanzinstrumenten):

  • Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
  • Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird.
  • Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in den nachfolgenden Tabellen nach Bilanzposten und Kategorien gruppiert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren.

Finanzielle Vermögenswerte Mrd. € 31.3.2013 31.12.2012
Level I Level II Level III Gesamt Level I Level II Level III Gesamt
Forderungen an
Kreditinstitute
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
47,8 47,8 34,7 34,7
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
40,8 0,3 41,1 30,7 0,3 31,0
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting
derivativen Sicherungs
instrumenten
5,2 5,2 6,1 6,1
Handelsaktiva Zu Handelszwecken
gehalten
42,8 99,1 2,2 144,1 34,6 107,3 2,2 144,1
darunter:
Positive Marktwerte
aus Derivaten 96,4 0,9 97,3 105,4 1,0 106,4
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
2,6 2,6 2,3 0,1 2,4
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 31,5 3,2 0,7 35,4 30,7 3,0 0,6 34,3
Gesamt 76,9 196,1 3,2 276,2 67,6 181,8 3,2 252,6
  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung

  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)
Finanzielle Verbindlichkeiten Mrd. € 31.3.2013 31.12.2012
Level I Level II Level III Gesamt Level I Level II Level III Gesamt
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
43,9 43,9 20,0 20,0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
48,8 48,8 37,2 37,2
Verbriefte
Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
3,2 3,2 3,4 3,4
Negative Marktwerte aus
derivativen Sicherungs
instrumenten
Hedge Accounting 10,6 10,6 11,7 11,7
Handelspassiva Zu Handelszwecken
gehalten
12,6 96,5 0,9 110,0 10,8 104,5 0,8 116,1
darunter:
Negative Marktwerte
aus Derivaten
96,5 0,7 97,2 104,5 0,7 105,2
Nachrangkapital Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
Gesamt 15,8 199,8 0,9 216,5 14,2 173,4 0,8 188,4

Im ersten Quartal 2013 wurden 0,4 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Anleihen und Geldmarktgeschäfte sowie 1,4 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere von Level I nach Level II umgegliedert, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Die Umgliederungen wurden auf Basis der Endbestände zum 31. Dezember 2012 ermittelt. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level I, Level II und Level III.

Die dem Level III zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

Finanzielle
Vermögenswerte
Mio. €
Forderungen an
Kunden
Handelsaktiva darunter:
Positive
Marktwerte
aus Derivaten
Finanzanlagen Gesamt
Erfolgswirksam
zum beizu
legenden
Zeitwert bewertet
Zu Handels
zwecken
gehalten
Zu Handels
zwecken
gehalten
Erfolgswirksam
zum beizu
legenden
Zeitwert bewertet
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Fair Value zum 1.1.2012 192 4 224 2 536 163 827 5 406
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der
Periode – 6 – 60 – 48 8 – 58
In der
Neubewertungsrücklage
erfasste Gewinne/Verluste
Käufe 98 3 98
Verkäufe – 1 232 – 760 – 18 – 164 – 1 414
Emissionen
Rückzahlungen – 61 – 1 – 96 – 8 – 165
Umbuchungen 116 – 794 – 776 – 4 – 10 – 692
Fair Value zum
31.12.2012
302 2 175 954 53 645 3 175
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der
Periode – 14 – 53 – 31 – 19 42 – 44
darunter: aus
unrealisierten
Gewinnen/Verlusten
– 1 142 107 1 41 183
In der
Neubewertungsrücklage
erfasste Gewinne/Verluste
Käufe 82 82
Verkäufe
Emissionen
Rückzahlungen
Umbuchung in Level III 31 31
Umbuchungen aus Level III – 60 – 32 – 92
Fair Value zum 31.3.2013 288 2 175 923 34 655 3 152

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen.

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. €
Handelspassiva darunter:
Negative
Marktwerte aus
Derivaten
Gesamt
Zu Zu
Handelszwecken
gehalten
Handelszwecken
gehalten
Fair Value zum 1.1.2012 1 403 1 162 1 403
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode – 48 – 48 – 48
Käufe 89 89 89
Verkäufe 2 2 2
Emissionen
Rückzahlungen – 47 – 47 – 47
Umbuchungen – 559 – 476 – 559
Fair Value zum 31.12.2012 840 682 840
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode – 42 – 42 – 42
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten – 33 – 33 – 33
Käufe 105 6 105
Verkäufe
Emissionen
Rückzahlungen – 5 – 5 – 5
Umbuchung in Level III 63 63 63

Umbuchungen aus Level III – 91 – 91 – 91 Fair Value zum 31.3.2013 870 613 870

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level III), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level III). Dabei liegen diese Parameter an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level III die Auswirkungen auf die Gewinnund-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level III erfolgt nach Arten von Instrumenten:

Mio. € 2013
Positive
erfolgswirksame
Effekte
Negative
erfolgswirksame
Effekte
Geänderte Parameter
Derivate 74 – 76
Aktienbezogene Geschäfte Cashflow
Kreditderivate 54 – 56 Korrelation, Diskontierungssatz
Zinsbezogene Geschäfte 20 – 20 Mean Reversion, Korrelation
Übrige Geschäfte
Wertpapiere 101 – 70
Zinsbezogene Geschäfte 101 – 70 Credit Spread, Diskontierungssatz
davon: ABS 59 – 29 Diskontierungssatz,
Wiedergewinnungsfaktor, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte
Kredite

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde und nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basieren. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-III-Posten aller Kategorien ermittelt.

An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenrisikobericht Zwischenabschluss 99

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung 63 Kapitalflussrechnung

  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Mio. € Day-One Profit or Loss
Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
Bestand zum 1.1.2012 3 3
Erfolgsneutrale Zuführungen 1 1
Erfolgswirksame Auflösungen 2 2
Bestand zum 31.12.2012 2 2
Erfolgsneutrale Zuführungen – 1 – 1
Erfolgswirksame Auflösungen
Bestand zum 31.3.2013 1 1

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden im Abschnitt zu den Bewertungshierarchien dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite und Einlagen stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Die Ermittlung des Fair Values für diese Instrumente erfolgt unter Anwendung finanzmathematisch anerkannter Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern.

Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swapkurve), Risikoaufschlägen und einem laufzeitbasierten Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungsund Eigenkapitalkosten beruhen.

Bei Verbindlichkeiten wird für die Fair-Value-Ermittlung ebenfalls eine risikolose Zinsstrukturkurve herangezogen, wobei das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen gesondert berücksichtigt werden. Daneben werden die marktkonformen Risikoaufschläge für Hypothekenpfandbriefe, für öffentliche Pfandbriefe und für aufgenommene Darlehen herangezogen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrang- und Hybridkapital ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen und das Kreditrating, berücksichtigt. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch finanzmathematische Bewertungsmodelle (Discounted-Cash-Flow-Modell, Optionspreismodelle) ermittelt, die wiederum auf Zinskurven, Volatilitäten, Kreditrating der Commerzbank etc. aufsetzen. Insbesondere in Fällen, bei denen die Bank strukturierte Schuldverschreibungen, die zum Fair Value bewertet werden, emittiert hat, wird im Fair Value das eigene Kreditrisiko berücksichtigt.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

Marktwert (Fair Value) Buchwert Differenz
Mrd. € 31.3.2013 31.12.2012 31.3.2013 31.12.2012 31.3.2013 31.12.2012
Aktiva
Barreserve 11,1 15,8 11,1 15,8
Forderungen an Kreditinstitute 102,7 87,9 102,6 88,0 0,1 – 0,1
Forderungen an Kunden 282,6 281,5 280,1 278,5 2,5 3,0
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 0,2 0,2 – 0,2 – 0,2
Positive Marktwerte aus
derivativen Sicherungsinstrumenten
5,2 6,1 5,2 6,1
Handelsaktiva 144,1 144,1 144,1 144,1
Finanzanlagen 84,9 84,3 89,1 89,1 – 4,2 – 4,8
Sonstige Aktivposten2 14,9 14,1 14,9 14,1
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 128,6 110,3 128,5 110,2 0,1 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 272,8 266,1 272,9 265,8 – 0,1 0,3
Verbriefte Verbindlichkeiten 76,5 83,0 73,0 79,3 3,5 3,7
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 1,2 1,5 – 1,2 – 1,5
Negative Marktwerte aus
derivativen Sicherungsinstrumenten
10,6 11,7 10,6 11,7
Handelspassiva 110,0 116,1 110,0 116,1
Nachrang- und Hybridkapital 13,2 13,2 13,4 13,9 – 0,2 – 0,7
Sonstige Passivposten2 11,2 11,0 11,2 11,0

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten

Finanzinstrumente enthalten.

2 Anpassung Vorjahr aufgrund der Erstanwendung des geänderten IAS 19 (siehe Seite 65 f.)

(32) Eigene Aktien

Anzahl Aktien
Stück
Rechnerischer
Wert1 in Tsd. €
Anteil am
Grundkapital in %
Bestand am 31.3.2013 2 256 263 2 256 0,04
Höchster erworbener Bestand im laufenden Geschäftsjahr 5 368 055 5 368 0,09
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.3.2013 34 582 455 34 582 0,59
Im laufenden Geschäftsjahr erworbene Aktien 60 727 705 60 728
Im laufenden Geschäftsjahr veräußerte Aktien 59 664 795 59 665

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz

60 Eigenkapitalveränderungsrechnung

63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es im Commerzbank-Konzern zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, at-Equity-bewertete Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Der Anteilsbesitz von 25 % plus 1 Aktie gewährt dem Bund als Träger der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), die den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, die Möglichkeit eines maßgeblichen Einflusses auf die Commerzbank Aktiengesellschaft. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen.

Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) stellten sich folgendermaßen dar:

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 144 172 – 16,3
Forderungen an Kunden 1 839 1 569 17,2
Handelsaktiva 36 37 – 2,7
Finanzanlagen 12 188 – 93,6
Sonstige Aktiva 227 271 – 16,2
Gesamt 2 258 2 237 0,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 158 1 145 1,1
Handelspassiva 2
Nachrangkapital 627 620 1,1
Sonstige Passiva 31 21 47,6
Gesamt 1 818 1 786 1,8
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 102 109 – 6,4
Erhaltene Garantien und Sicherheiten 1 8 – 87,5

Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge:

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Erträge
Zinsen1 28 28 0,0
Provisionen 5 4 25,0
Lieferungen und Leistungen 1 1 0,0
Aufwendungen
Zinsen 12 14 – 14,3
Provisionen 9 – 100,0
Verwaltungsaufwendungen 4 2
Lieferungen und Leistungen 12 7 71,4
Abschreibungen/Wertminderungen 23 22 4,5

1 Vorjahr angepasst.

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit Bundesunternehmen haben sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € 31.3.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Barreserve 1 960 5 637 – 65,2
Forderungen an Kreditinstitute 128 129 – 0,8
Forderungen an Kunden 2 100 2 114 – 0,7
Handelsaktiva 2 968 2 761 7,5
Finanzanlagen 4 136 4 066 1,7
Gesamt 11 292 14 707 – 23,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 186 14 866 8,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 97 382 – 74,6
Handelspassiva 2 040 1 312 55,5
Stille Einlage 1 626 1 626 0,0
Gesamt 19 949 18 186 9,7
Außerbilanzielle Posten
Gewährte Garantien und Sicherheiten 331 333 – 0,6
Erhaltene Garantien und Sicherheiten
  • 55 Gesamtergebnisrechnung
  • 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 1.1.–31.3.2013 1.1.–31.3.2012 Veränd. in %
Erträge
Zinsen 98 135 – 27,4
Provisionen 2 2 0,0
Lieferungen und Leistungen 1 – 100,0
Aufwendungen
Zinsen 14 12 16,7
Provisionen 2 – 100,0
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen/Wertminderungen

(34) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, welche nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

  • gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I.), und
  • die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II.).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten.

Aktiva Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Reverse Repos Positive
Marktwerte aus
derivativen
Finanz
instrumenten
Reverse Repos Positive
Marktwerte aus
derivativen
Finanz
instrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 89 801 239 072 71 208 271 018
Nicht nettingfähige Buchwerte 4 652 8 039 4 606 9 244
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I. & II. 85 149 231 033 66 602 261 774
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I. 15 520 136 517 13 323 158 561
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I. & II. = a) – b) 69 629 94 516 53 279 103 213
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt
sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die Kriterien nach IAS
32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen1
9 922 76 036 4 595 82 974
Fair Value der auf Finanzinstrumente I. & II. entfallenden
finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind2
Unbare Sicherheiten3 38 760 1 118 30 891 1 260
Barsicherheiten 69 9 685 23 10 678
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I. & II. = c) – d) 20 878 7 677 17 770 8 301

1 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

2 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechten aus der Übertragung von Sicherheiten. 3

Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung
  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)
Passiva Mio. € 31.3.2013 31.12.2012
Repos Negative
Marktwerte aus
derivativen
Finanz
instrumenten
Repos Negative
Marktwerte aus
derivativen
Finanz
instrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 75 410 247 928 50 185 279 006
Nicht nettingfähige Buchwerte 3 668 5 910 2 843 6 439
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I. & II. 71 742 242 018 47 342 272 567
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I. 15 520 140 137 13 323 162 133
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I. & II. = a) – b) 56 222 101 881 34 019 110 434
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt
sind
Betrag der Finanzinstrumente II., die die Kriterien nach IAS
32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen1
9 922 76 036 4 595 82 974
Fair Value der auf Finanzinstrumente I. & II. entfallenden
finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind2
Unbare Sicherheiten3 28 754 1 497 13 280 1 876
Barsicherheiten 4 21 508 1 22 366
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I. & II. = c) – d) 17 542 2 840 16 143 3 218

1 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

2 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechten aus der Übertragung von Sicherheiten. 3

Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Die ausgewiesenen Nettobeträge der Finanzinstrumente resultieren nahezu komplett aus aktivischen und passivischen Pensionsgeschäften mit zentralen Kontrahenten und sind vollständig durch Sicherheiten gedeckt.

Frankfurt am Main, 29. April 2013 Der Vorstand

Martin Blessing Frank Annuscheit Markus Beumer

Stefan Schmittmann Ulrich Sieber Martin Zielke

Stephan Engels Jochen Klösges Michael Reuther

  • 55 Gesamtergebnisrechnung 58 Bilanz
  • 60 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 63 Kapitalflussrechnung
  • 64 Anhang (ausgewählte Notes)

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender

Uwe Tschäge1 stellv. Vorsitzender

Hans-Hermann Altenschmidt1

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann (bis 19.4.2013)

Dr. Nikolaus von Bomhard

Karin van Brummelen1 (bis 19.4.2013)

Gunnar de Buhr1 (seit 19.4.2013)

Stefan Burghardt1 (seit 19.4.2013)

Astrid Evers1 (bis 19.4.2013)

Karl-Heinz Flöther (seit 19.4.2013)

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Uwe Foullong1 (bis 19.4.2013)

Daniel Hampel1 (bis 19.4.2013)

Dr.-Ing. Otto Happel (bis 19.4.2013)

Beate Hoffmann1 (bis 19.4.2013)

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel

Dr. Markus Kerber (seit 19.4.2013)

Alexandra Krieger1

Oliver Leiberich1 (seit 19.4.2013)

Beate Mensch1 (seit 19.4.2013) Dr. h.c. Edgar Meister (bis 19.4.2013)

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

Dr. Helmut Perlet

Barbara Priester1

Mark Roach1

Petra Schadeberg-Herrmann (seit 19.4.2013)

Dr. Marcus Schenck

Margit Schoffer1 (seit 19.4.2013)

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Dr. Walter Seipp Ehrenvorsitzender

Vorstand

Martin Blessing Vorsitzender

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Stephan Engels Jochen Klösges Michael Reuther Dr. Stefan Schmittmann Ulrich Sieber Martin Zielke

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2013, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37 x Absatz 3 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, 30. April 2013

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Goldschmidt Caroline Gass

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Inland
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH,
Frankfurt am Main
comdirect bank AG, Quickborn
Commerz Real AG, Eschborn
Hypothekenbank Frankfurt AG, Eschborn
Ausland
BRE Bank SA, Warschau
Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau
Commerzbank International S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Europe (Ireland), Dublin
Commerz Markets LLC, New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG,
Luxemburg

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Titel Lena Kuske Leiterin einer Commerzbank-Filiale in Hamburg

Finanzkalender 2013/2014
8. August 2013 Zwischenbericht Q2 2013
7. November 2013 Zwischenbericht Q3 2013
Ende März 2014 Geschäftsbericht 2013
Anfang Mai 2014 Zwischenbericht Q1 2014

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