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Commerzbank AG — Annual Report 2019
Apr 1, 2020
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Annual Report
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COMMERZBANK Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Geschäftsbericht Konzern 2019
Geschäftsbericht 2019
Kennzahlen
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 1.1.-31.12.2019 | 1.1.-31.12.2018¹ |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 1,00 | 0,99 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | 1.129 | 1.242 |
| Konzernergebnis ² (Mio. €) | 644 | 862 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,51 | 0,69 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET1 ³ (%) | 5,3 | 5,4 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis ⁸ (%) | 2,3 | 3,1 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 73,0 | 75,4 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 78,3 | 80,3 |
Bilanz
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 181,8 | 180,5 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 30,7 | 29,4 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 38,6 | 38,5 |
Regulatorische Kennzahlen
| Kernkapitalquote (%) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Harte Kernkapitalquote ⁴ (%) | 13,4 | 12,9 |
| Harte Kernkapitalquote ⁴ (fully loaded, %) | 13,4 | 12,9 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,8 | 16,3 |
| Verschuldungsquote (%) | 5,3 | 5,0 |
| Verschuldungsquote (fully loaded, %) | 5,1 | 4,8 |
Mitarbeiter
| Gesamt | 31.12.2019 | 30.09.2019 |
|---|---|---|
| Inland | 34.584 | 34.728 |
| Ausland | 13.928 | 13.829 |
| Gesamt | 48.512 | 48.557 |
Ratings⁵
| Moody's Investors Service, New York ⁶ | S&P Global, New York ⁷ | Fitch Ratings, New York/London ⁶ | Scope Ratings, Berlin ⁶ |
|---|---|---|---|
| A1/A1/P-1 | A/A-/A-2 | A-/BBB+/F1 | -/A/S-1 |
¹ Anpassung Vorjahr.
² Soweit den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbar.
³ Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) fully loaded.
⁴ Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
⁵ Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.
⁶ Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
⁷ Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
⁸ Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potenziellen (komplett diskretionären) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangeben geringfügige Abweichungen ergeben.
Brief des Vorstandsvorsitzenden
Frankfurt am Main, im März 2020
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2019 war für die Bankenbranche erneut kein einfaches Jahr: negative Zinsen und mehr Regulierung, schwächere Konjunktur und harter Wettbewerb - die Herausforderungen an Banken sind groß. Aber es gilt, das Umfeld anzunehmen und die Chancen zu nutzen. Und mit unserer im September 2019 vorgestellten neuen Strategie wollen wir genau das tun. Mit "Commerzbank 5.0" machen wir die Bank wetterfest. Wir stellen sie so auf, dass sie auch in einem schwierigen Marktumfeld mit ihren Kunden erfolgreich ist.
Das bedeutet: Wir verringern unsere Kostenbasis deutlich. Gleichzeitig investieren wir kräftig in den Vertrieb und eine schnellere Digitalisierung. Vor allem wollen wir noch mehr Kunden mit einem attraktiven Produkt- und Dienstleistungsangebot überzeugen. Die Commerzbank soll für Bankkunden die erste Wahl sein.
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden werden wir den Ausbau des Mobilkanals vorantreiben und mit der geplanten Integration der comdirect unsere digitalen Kompetenzen bündeln. Unser Filialnetz bleibt dabei eine starke Säule der Strategie. Im Segment Firmenkunden werden wir den Vertrieb, insbesondere unsere Marktpräsenz in der Mittelstandsbank, stärken. Darüber hinaus wollen wir auch international in ausgewählten Märkten wachsen.
Wir planen, umfangreich in Technologie zu investieren, um die Digitalisierung voranzutreiben, das Erlebnis für unsere Kunden damit zu verbessern und letztlich mit einer Vereinfachung der Prozesse Einsparungen zu erzielen. Vorgesehen ist insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Mrd. Euro. Davon sollen rund 750 Mio. Euro auf zusätzliche Investitionen in Digitalisierung, IT-Infrastruktur und Wachstum und weitere rund 850 Mio. Euro auf Restrukturierungskosten für den erforderlichen Stellenabbau sowie geplante Anpassungen im Filialnetz entfallen.
Ein weiterer konzernweiter Stellenabbau ist leider unvermeidbar, um im Wettbewerbsumfeld Kosten zu sparen und dem zunehmenden Margendruck zu begegnen. Es werden voraussichtlich rund 4.300 Vollzeitstellen im Konzern wegfallen. Durch den geplanten Aufbau von rund 2.000 Vollzeitstellen in strategischen Bereichen wird sich der Stellenabbau im Konzern voraussichtlich netto auf rund 2.300 Vollzeitstellen belaufen. Die Details werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam mit den Arbeitnehmergremien besprechen. Ziel ist es, den geplanten Stellenabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten.
Die Strategie sieht zudem eine Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung der Commerzbank an der polnischen mBank vor. Damit kann die Bank Finanzmittel generieren, die eine zügige Umsetzung der Strategie und die damit verbundenen Investitionen erleichtern. Voraussetzung ist aber, dass der Angebotspreis und die Transaktionsstruktur passen müssen.
Die Weiterentwicklung der Strategie soll dazu beitragen, dass die Bank auch in einem sich nochmals verschärfenden Marktumfeld weiteres Wachstum bei Kunden und Assets sowie steigende Erträge erzielen kann. Die Commerzbank strebt für 2023 ein im Vergleich zum laufenden Jahr um rund 600 Mio. Euro verringertes Kostenniveau an. Nach Veräußerung der mBank ist im Jahr 2023 eine Kostenbasis von höchstens 5,5 Mrd. Euro geplant. Die Zielkapitalquote bleibt unverändert bei 12 % bis 13 %. Mit unserer Strategie stellen wir den langfristigen Erfolg über kurzfristige Renditeziele. Das ist mutig, daran werden wir aber auch gemessen werden. Und dafür werden wir hart arbeiten.
Zudem werden wir mit der Strategie "Commerzbank 5.0" unsere unternehmerische Verantwortung noch stärker in unserem Geschäftsmodell verankern. Dieses lebt von der gesellschaftlichen Akzeptanz, die Grundvoraussetzung für unseren ökonomischen Erfolg ist. Dafür stehen wir auch als "Die Bank an Ihrer Seite" - Fair, kompetent und nachhaltig. Um dies zu untermauern, haben wir uns im September 2019 als einer der Erstunterzeichner den Principles for Responsible Banking der Vereinten Nationen verpflichtet, deren Prinzipien die Ziele des Pariser Klimaabkommens und der Sustainable Development Goals unterstützen.
Eine verbindliche und verbindende Unternehmenskultur ist Grundstein für die unternehmerische, aber auch für die individuelle Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters in der Commerzbank. Gemeinsame Werte, wie Kundenorientierung, Integrität, Mut, Leistung und Teamgeist prägen unseren Umgang sowohl innerhalb der Bank als auch im Verhalten gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und der Gesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2019 lagen die Erträge der Commerzbank vor Risikovorsorge mit 8,6 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Mit - 620 Mio. Euro war im Berichtsjahr ein höheres Risikoergebnis auszuweisen als im Vorjahreszeitraum. Im Schlussquartal sind Einzelfälle vor allem im internationalen Firmenkundengeschäft aufgetreten. Mit Blick auf spezifische Branchen und einzelne Länder lässt sich bislang keine Risikokonzentration in unserem gut diversifizierten Kreditbuch erkennen. Die Quote für Problemkredite verbesserte sich per Ende 2019 weiter auf niedrige 0,9 %, was das starke Risikoprofil der Bank unterstreicht.
Die Kosten insgesamt - also Verwaltungsaufwendungen und regulatorische Pflichtbeiträge - konnten wir wie angekündigt unterhalb von 6,8 Mrd. Euro halten. Das Operative Ergebnis lag bei 1.258 Mio. Euro und damit leicht über Vorjahresniveau. Nach Abzug von Restrukturierungsaufwendungen für den ersten Teil des geplanten Stellenabbaus sowie Steuern und Minderheitsanteilen erzielte die Commerzbank damit ein Konzernergebnis in Höhe von 644 Mio. Euro, nach 862 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Berichtsjahr 2019 eine positive Entwicklung gezeigt und das Wachstum bei Kunden und Assets fortgesetzt. Insgesamt erzielte das Segment ein Operatives Ergebnis von 846 Mio. Euro, nach 735 Mio. Euro im Vorjahr. Unterstützt wurde das Ergebnis von einen Veräußerungsgewinn von rund 100 Mio. Euro aus dem Verkauf der comdirect-Tochtergesellschaft ebase.
Das Firmenkundengeschäft verzeichnete ein robustes Kundengeschäft. Wir sind Marktführer in Deutschland und haben eine hohe Bedeutung im deutschen Mittelstand. Insgesamt erzielte das Segment Firmenkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des Niedrigzinsniveaus, des intensiven Preiswettbewerbs auf dem deutschen Markt sowie eines von Unsicherheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfelds allerdings ein rückläufiges Operatives Ergebnis von 328 Mio. Euro, gegenüber 597 Mio. Euro im Vorjahr.
Mit einer harten Kernkapitalquote von 13,4 % per Ende Dezember ist unsere Kapitalausstattung komfortabel und wir liegen deutlich über allen geltenden regulatorischen Anforderungen. Der Hauptversammlung werden wir die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote auf Vorjahresniveau. Diese streben wir auch für das laufende Geschäftsjahr 2020 an.
Im laufenden Jahr 2020 bleibt das Umfeld herausfordernd und wir haben trotz vieler Fortschritte noch einige Aufgaben vor uns. Für die geplante Integration der comdirect haben wir zwischenzeitlich mehr als 90 % der Aktien der comdirect erworben. Damit hat die Commerzbank die erforderliche Beteiligungsschwelle für einen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out erreicht.# Bericht des Vorstands
Auch ohne die mit der Veräußerung der mBank im Zusammenhang stehenden Effekte gehen wir für das Geschäftsjahr 2020 davon aus, einen Gewinn ausweisen zu können. Unsere besser als erwartete operative Performance und die starke Kapitalquote im vierten Quartal 2019 geben uns Spielraum. Diesen werden wir für unser Geschäft und die Umsetzung unserer Strategie nutzen. Wenn wir weiter solche Fortschritte machen, halte ich perspektivisch auch eine höhere Rendite für möglich, als wir sie im Rahmen unserer Strategiekommunikation prognostiziert haben.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ich freue mich, Sabine Schmittroth und Roland Boekhout im Vorstand der Commerzbank begrüßen zu dürfen. Für die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind wir damit als Vorstandsteam bestens aufgestellt. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank - auch im Namen des gesamten Vorstands - allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank für ihren Einsatz und ihr Engagement.
Das laufende Jahr 2020 ist aber auch in anderer Hinsicht ein besonderes für Ihre Commerzbank: In diesem Jahr feiern wir unser 150-jähriges Bestehen. Wir freuen uns alle gemeinsam, dass wir unserer Bank zu diesem runden Geburtstag gratulieren dürfen. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Commerzbank weiterhin auf ihrem Weg begleiten. Zu unserer Hauptversammlung am 7. Mai 2020 in Wiesbaden lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender
Das Vorstandsteam
- Martin Zielke 57 Jahre, Vorsitzender
Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010 - Roland Boekhout 56 Jahre, Firmenkunden
Mitglied des Vorstands seit 1.1.2020 - Dr. Marcus Chromik 47 Jahre, Chief Risk Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.1.2016 - Stephan Engels 58 Jahre, Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012 (bis 31.3.2020)
- Jörg Hessenmüller 49 Jahre, Chief Operating Officer
Mitglied des Vorstands seit 15.1.2019 - Michael Mandel 53 Jahre, Privat- und Unternehmerkunden
Mitglied des Vorstands seit 23.5.2016 - Dr. Bettina Orlopp 49 Jahre, Chief Financial Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.11.2017 - Sabine Schmittroth 54 Jahre, Compliance, Human Resources, Customer Process & Data Management, Mitglied des Vorstands seit 1.1.2020
Bericht des Aufsichtsrats
Frankfurt am Main, im März 2020
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, während des abgelaufenen Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen.
Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", die Neuorganisation im Rahmen von "Campus 2.0", Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses, das Thema Nachhaltigkeit sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Sowohl über die Gespräche mit der Deutschen Bank zur Prüfung einer Fusion als auch die Entwicklung der Strategie "Commerzbank 5.0" wurde der Aufsichtsrat umfassend informiert und beratend einbezogen.
Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, strategische Überlegungen, die Risikolage, das Risikomanagement, Compliance-Themen und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen.
Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr fanden insgesamt elf Aufsichtsratssitzungen sowie zusätzlich eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich an beiden Strategiesitzungen teilgenommen. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die jeweils eingehend mit dem Vorstand erörtert wurde. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie und deren Umsetzungsstand, die Planung, Compliance-Themen, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem wurden vertieft behandelt. Inhaltliche Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Schließlich beriet sich der Aufsichtsrat regelmäßig zu verschiedenen Themen ohne Anwesenheit des Vorstands.
Die Vorstandsberichte wurden vom Aufsichtsrat kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu seiner Zufriedenheit erteilt wurden. Zudem hat sich der Aufsichtsrat auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und sich dazu ein Urteil gebildet. Soweit zwischen den Sitzungen Beschlüsse erforderlich waren, fasste der Aufsichtsrat diese im Umlaufverfahren.
In der Sitzung am 13. Februar 2019 berichtete der Vorstand ausführlich zur aktuellen Geschäftslage und zu dem vorläufigen Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018. Der Aufsichtsrat diskutierte und beschloss zudem die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 und wurde über den Stand verschiedener regulatorischer Prüfungen informiert. Auch befasste sich der Aufsichtsrat mit den Risikostrategien für das Jahr 2019 und dem Thema Brexit. Des Weiteren behandelte er den Bericht des Aufsichtsrats und den Corporate-Governance-Bericht. Schließlich wurden die Ergebnisse der Evaluierung und Effizienzprüfung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 präsentiert und diskutiert.
In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 17. März 2019, die als Telefonkonferenz abgehalten wurde, informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Aufnahme ergebnisoffener Gespräche zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank zu einem eventuellen Zusammenschluss der beiden Banken (Projekt "Carl"). Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand eingehend über das Projekt und die Art und Weise der Einbindung des Aufsichtsrats.
In der Bilanzsitzung am 21. März 2019 prüfte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2018 und billigte diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses. Auch verabschiedete er die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2019 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Ferner informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Gespräche mit der Deutschen Bank und diskutierte mit den Aufsichtsratsmitgliedern über den Verlauf des Projekts Carl. Der Aufsichtsrat beschloss, für die Beratung und Überwachung des Vorstands in Bezug auf das Projekt Carl einen temporären Sonderausschuss zu bilden, und wählte die Mitglieder für diesen Ausschuss. Zudem beschloss der Aufsichtsrat, eine Rechtsanwaltskanzlei sowie eine Investmentbank zur Unterstützung des Aufsichtsrats bei der Begleitung und Überwachung des Vorstands in Bezug auf das Projekt Carl zu mandatieren. Ferner wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand in Bezug auf Compliance- und Steuerthemen informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungsbericht sowie mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht 2018 für den Geschäftsbericht befasst und die Pensionszusagen für die Vorstandsmitglieder behandelt.
In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 25. April 2019, die als Telefonkonferenz abgehalten wurde, informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Beendigung der Gespräche zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank zu einem eventuellen Zusammenschluss. Die Gründe für diese Entscheidung und die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Der temporäre Sonderausschuss zur Beratung und Überwachung des Vorstands in Bezug auf das Projekt Carl wurde aufgelöst.
In der Sitzung am 21. Mai 2019 berichtete der Vorstand nochmals ausführlich über das Projekt Carl. Zudem bewerteten die Aufsichtsratsmitglieder die Einbindung des Aufsichtsrats in das Projekt und besprachen mit dem Vorstand das weitere Vorgehen, insbesondere den Prozess zur Erarbeitung der neuen Strategie. Schließlich erörterte der Aufsichtsrat den Ablauf der Hauptversammlung 2019.
In der Sitzung am 12. Juni 2019 berichtete der Vorstand zur aktuellen Geschäftslage sowie über Compliance-Themen und regulatorische Prüfungen. Das Thema Zahlungsverkehr wurde intensiv behandelt und diskutiert. Zudem wurde der Aufsichtsrat über die Aktualisierung der Risikostrategie 2019 und ausgewählter Teilrisikostrategien 2019 sowie über die Entwicklung und Maßnahmen zur zahlenmäßigen Reduktion externer Mitarbeiter informiert. Des Weiteren beriet der Aufsichtsrat den Vorstand zu strategischen Fragen und gab Anregungen zu Strategieüberlegungen.
In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 11. Juli 2019, die als Telefonkonferenz abgehalten wurde, verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Michael Reuther zum Vorstandsmitglied bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019. Des Weiteren bestellte der Aufsichtsrat Herrn Roland Boekhout zum Mitglied des Vorstands.
In der Sitzung am 5. September 2019 erläuterte der Vorstand die Geschäftslage und berichtete unter anderem über die Rentabilität der einzelnen Geschäftsfelder, die Entwicklung der Erträge sowie des Operativen Ergebnisses im Segment Privat- und Unternehmerkunden nach Geschäftsfeldern und präsentierte eine Peeranalyse. Zudem wurden die Branchenanteile des Kreditportfolios der Commerzbank betrachtet.# Ferner wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand verschiedener regulatorischer Prüfungen und insbesondere über die offizielle Beendigung des US-Monitorships informiert.
Des Weiteren erläuterte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main, die Ergebnisse ihrer forensischen Analyse in Bezug auf Cum-Ex-Geschäfte der Commerzbank AG und der ehemaligen Dresdner Bank AG.
Der Aufsichtsrat beauftragte die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, mit der Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den Konzern zum 31. Dezember 2019 und wurde ausführlich über den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie informiert.
Am 25. September 2019 haben die Vertreter der Arbeitnehmer und am 26. September 2019 die Anteilseignervertreter jeweils die Strategie der Commerzbank eingehend mit dem Vorstand diskutiert.
In der außerordentlichen Sitzung am 26. September 2019 hat der Aufsichtsrat der Integration der comdirect bank Aktiengesellschaft in die Commerzbank AG sowie dem Verkauf der Anteile an der mBank S. A. zugestimmt. Zudem bestellte der Aufsichtsrat Frau Sabine Schmittroth zum Mitglied des Vorstands und zur Arbeitsdirektorin. Der zukünftige Geschäftsverteilungsplan wurde dem Aufsichtsrat erläutert.
In der Sitzung am 6. November 2019 berichtete der Vorstand im Rahmen seines Berichts zur Geschäftslage unter anderem über die Ergebnisse des dritten Quartals 2019, die Ertragsentwicklung in den Geschäftsfeldern sowie über den aktuellen Stand zu verschiedenen Steuer- und Compliance-Themen. Zudem wurde der Aufsichtsrat über das Feedback von Analysten und Investoren informiert. Die Risikostrategie 2020 hat der Aufsichtsrat diskutiert und zur Kenntnis genommen. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere hat der Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet, sich mit der Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder beschäftigt, sich Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt und Diversitätskonzepte für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 23 bis 28. Schließlich diskutierte der Aufsichtsrat über den Entwurf einer Organisationsrichtlinie zum Vorstandsvergütungssystem.
In der letzten Sitzung des Jahres am 4. Dezember 2019 diskutierte der Aufsichtsrat die Mehrjahresplanung bis 2023 sowie die Geschäfts-, IT- und Outsourcingstrategien, die er zur Kenntnis nahm. Ferner wurde der Aufsichtsrat über die Ausgestaltung und Angemessenheit der Vergütungssysteme der Commerzbank informiert und der Aufsichtsrat beschloss eine Organisationsrichtlinie für das Vorstandsvergütungssystem.
Die Schwerpunkte der Aufsicht im Jahr 2020 wurden dem Aufsichtsrat durch Vertreter des Senior-Managements des Single Supervisory Mechanism der Europäischen Zentralbank präsentiert, mit denen der Aufsichtsrat verschiedene Themen diskutierte. Des Weiteren beriet und verabschiedete der Aufsichtsrat die Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2020. Ferner beschloss er, mit Herrn Michael Reuther einen Vertrag zur Beratung des Executive Pension Committee der Commerzbank abzuschließen.
Ausschüsse
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt acht permanente Ausschüsse gebildet. Zudem hat er zur Beratung und Überwachung des Vorstands in Bezug auf das Projekt Carl am 21. März 2019 einen temporären Sonderausschuss gebildet, der am 25. April 2019 wieder aufgelöst wurde. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 15 dieses Geschäftsberichts ersichtlich. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter https://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Der Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2019 zu sieben Sitzungen zusammen. Er erörterte mit dem Finanzvorstand den Konzern- und Jahresabschluss sowie die Zwischenabschlüsse, die Entwicklung der Finanzkennzahlen, die wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Grundlagen der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses sowie den Ausblick über die weitere Geschäftsentwicklung. Auf dieser Grundlage beschloss der Ausschuss die Empfehlungen an den Aufsichtsrat hinsichtlich der Feststellung des Jahresabschlusses, der Billigung des Konzernabschlusses und der Gewinnverwendung.
Der Ausschuss ließ sich vom Abschlussprüfer die Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Commerzbank und die hierzu erstellten Prüfungsberichte erläutern. Zudem ließ er sich fortlaufend vom Abschlussprüfer über den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung berichten. Gleiches galt für die Ergebnisse der prüferischen Durchsichten der Zwischenberichte. Besondere Schwerpunkte der Erörterungen im Ausschuss waren die Prüfungsschwerpunkte und die vom Abschlussprüfer benannten besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matter).
Zusätzlich zu den oben genannten sieben Sitzungen nahmen die Mitglieder des Prüfungsausschusses auch an zwei gemeinsamen Sitzungen mit den Mitgliedern des Ausschusses für Digitalisierung und Technologie teil und erörterten hierbei insbesondere die Ergebnisse der Abschlussprüfung im Hinblick auf die Stabilität der IT-Funktion.
Zur Wahrung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers holte der Ausschuss dessen Unabhängigkeitserklärung ein und erörterte diese. Dabei befasste sich der Prüfungsausschuss auch mit den Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen und ließ sich hierzu von dem mit der Überwachung beauftragten Bereich Group Finance berichten. Der Ausschuss diskutierte zudem intern und gemeinsam mit dem Abschlussprüfer über die Qualität der Abschlussprüfung und Maßnahmen zu deren Verbesserung. Er unterbreitete auf dieser Basis dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers, für die Höhe des Honorars und für die Schwerpunkte der Abschlussprüfung sowie die Bestellung eines Prüfers für den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht.
Die Arbeit der Bereiche Group Audit und Group Compliance der Bank waren Gegenstand eingehender Erörterungen des Ausschusses. Beide Bereiche berichteten regelmäßig (mindestens quartalsweise) über die Ergebnisse ihrer Arbeit, über Maßnahmen zu deren Optimierung und die Planung ihrer weiteren Aktivitäten. Ergänzend dazu informierte sich der Ausschuss anhand der Compliance-Business-Reports der Segmente sowie zahlreicher Berichte zu Sonderthemen über den Stand der Arbeiten zur Weiterentwicklung der Compliance.
Der Prüfungsausschuss ließ sich dabei insbesondere regelmäßig über die Ergebnisse diverser interner und externer Prüfungen zur Einhaltung lokaler Vorschriften berichten, die weltweit von den jeweiligen Niederlassungen und Tochtergesellschaften der Commerzbank einzuhalten sind. Der Ausschuss verschaffte sich in diesem Zusammenhang auch regelmäßig (mindestens quartalsweise) durch Berichte der betroffenen Geschäftsbereiche sowie von Group Audit und Group Compliance einen Überblick zum Stand der Arbeiten zur Beseitigung festgestellter Mängel.
Ein weiteres Augenmerk bei der Arbeit des Ausschusses lag auf der Tax Compliance. Der Bereich Group Tax legte hierzu seinen Tax-Compliance-Bericht vor. Der Ausschuss überprüfte zudem die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und hierbei insbesondere des internen Kontrollsystems. Er stützte sich dabei unter anderem auf entsprechende Berichte des Abschlussprüfers, von Group Risk Management und Group Audit. Er nahm ferner den Bericht des Abschlussprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln entgegen und beschäftigte sich mit dem algorithmischen Handel.
Der Risikoausschuss
Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt fünfmal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2019, den Teilrisikostrategien 2019 und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, Counterparty- und operationellen Risiken sowie den Reputations-, Compliance- und Cyber-Risiken. Auch beschäftigte sich der Risikoausschuss mit den regulatorischen Risiken, insbesondere mit den TRIM (Targeted Review of Internal Models)-Prüfungen.
Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit wichtigen Unternehmenstransaktionen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios. Außerdem wurde er über den Recovery Plan der Bank informiert und hat Änderungen der Schwellenwerte bestimmter Recovery-Plan-Indikatoren zugestimmt. Ferner wurde überprüft, ob die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Ebenso erörtert wurden verschiedene Stresstests und ihre Ergebnisse, insbesondere der EBA-Stresstest 2018. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die Prüfungen und die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe vergebenen Großkrediten und den Unternehmensorgankrediten sowie risikoreichen Einzelengagements.
Der Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr siebenmal sowie einmal gemeinsam mit dem Vergütungskontrollausschuss. Gegenstand der Beratungen des Präsidialausschusses waren die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäfts- und Kapitalmarktlage sowie der strategischen Ausrichtung der Commerzbank.# Jahresbericht 2019
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr 2019 seine Aufgaben gemäß Gesetz und Satzung wahr. Er überwachte und beratierte den Vorstand. Dies erfolgte in den Plenarsitzungen sowie in den Ausschüssen, in denen der Aufsichtsrat jeweils Mitglied ist.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Arbeit folgende Ausschüsse gebildet:
- Präsidialausschuss
- Vergütungskontrollausschuss
- Sozialausschuss
- Nominierungsausschuss
- Ausschuss für Digitalisierung und Technologie
- Prüfungsausschuss
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit.
Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen. Er fasste insbesondere Beschlüsse über die Zustimmung zu Mandaten von Vorstandsmitgliedern bei anderen Unternehmen, über die Begebung nachrangiger Schuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre sowie über die Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank. Gemeinsam mit dem Vergütungskontrollausschuss beschäftigte sich der Präsidialausschuss auch mit den Konditionen des Vorstandsanstellungs- sowie des Pensionsvertrages von Herrn Roland Boekhout. Auch stimmte er dem Abschluss des Vorstandsanstellungs- und des Pensionsvertrages mit Frau Sabine Schmittroth zu. Eilbedürftige Beschlüsse des Präsidialausschusses wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Vergütungskontrollausschuss
Zusätzlich zu der genannten gemeinsamen Sitzung des Präsidial- und Vergütungskontrollausschusses trat der Vergütungskontrollausschuss zu sieben Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2018. Der Ausschuss befasste sich des Weiteren mit der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands und den Vorstands-Pensionszusagen. Zudem wurde der Vergütungskontrollbericht des Vergütungsbeauftragten behandelt. Der Ausschuss bewertete die Auswirkungen der Vergütungssysteme auf die Risiko-, Kapital- und Liquiditätssituation der Bank und stellte sicher, dass die Vergütungssysteme an der Geschäfts-, Risiko- und Vergütungsstrategie der Bank ausgerichtet sind. Ferner überwachte der Ausschuss den Prozess der Identifizierung der Risikoträger sowie der Gruppen-Risikoträger. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 sowie mit der Organisationsrichtlinie zum Vorstandsvergütungssystem auseinander. Darüber hinaus behandelte der Ausschuss die Transparenz- und Offenlegungsanforderungen zum Vorstandsvergütungssystem nach der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex, des Umsetzungsgesetzes zur zweiten Aktionärsrechterichtlinie sowie den Leitlinien für eine nachhaltige Vorstandsvergütung.
Sozialausschuss
Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen. Er beschäftigte sich mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung. Zudem befasste sich der Sozialausschuss mit Personalmarketing, der personalwirtschaftlichen Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie der Neuorganisation der Konzernzentrale inklusive der personalwirtschaftlichen Umsetzung im Rahmen von "Campus 2.0". Auch behandelte er Themen des Diversity-Managements, des Health-Managements, der Weiterentwicklung der Arbeitswelt in der Commerzbank und allgemeine personalwirtschaftliche Kennzahlen.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr sechsmal getagt. Er hat sich mit der kollektiven Eignung des Aufsichtsrats und Vorstands sowie mit der individuellen Eignung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beschäftigt. Zudem hat der Ausschuss über die Verlängerungen von Vorstandsbestellungen beraten sowie intensiv die Nachfolge von Herrn Michael Reuther und von Herrn Stephan Engels behandelt und dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen unterbreitet. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand.
Ausschuss für Digitalisierung und Technologie
Der Ausschuss für Digitalisierung und Technologie traf sich zu drei Sitzungen sowie zusätzlich zu der vorgenannten gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses. Der Stand des Digitalisierungsfortschrittes der Bank im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" und "Campus 2.0" wurden regelmäßig intensiv diskutiert und Aspekte wie Cultural Change und Cyber-Risk vertieft. Der Ausschuss ließ sich zudem regelmäßig Bericht über den IT-Status und dessen Entwicklung erstatten und befasste sich mit den Investitionen in die Infrastruktur der Bank. Das Umfeld von Banken im Zahlungsverkehr sowie Zukunftstechnologie und Roadmaps für Geschäftsbereiche wurden ebenfalls thematisiert.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss traf sich zu sieben Sitzungen. Der Ausschuss hat sich mit der Effizienz der internen Kontrollsysteme, des Risikomanagementsystems und der internen Revision befasst. Er hat zudem die Ordnungsmäßigkeit und Integrität der Rechnungslegung sowie die Überwachung der externen Abschlussprüfer intensiv thematisiert.
Vermittlungsausschuss
Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Interessenkonflikte
Nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats haben Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, der wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlasst. Im Berichtszeitraum hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.
Aus- und Fortbildungsmaßnahmen
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Es fanden regelmäßig Weiterbildungen statt. Im Jahr 2019 wurde unter anderem das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie im Aufsichtsratsplenum vorgestellt, das Thema "Blockchain" im Ausschuss für Digitalisierung und Technologie vertieft behandelt sowie ein Workshop zum Thema "Balance Sheet Modelling" mit den Mitgliedern des Risikoausschusses abgehalten. Zusätzlich fand im Rahmen der Ausschusssitzung im Juni eine interne Fortbildungsmaßnahme zum Thema "Risikomanagement" statt. Daneben haben verschiedene Aufsichtsratsmitglieder an in- und externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Den Mitgliedern wurde des Weiteren angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen. Im Rahmen von regelmäßig abgehaltenen Veranstaltungen wurde außerdem ein Austausch zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und verschiedenen Personen der ersten Führungsebene ermöglicht.
Sitzungsteilnahme
Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen seiner entsprechenden Amtszeit an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums teilgenommen. In der Regel geben Aufsichtsratsmitglieder, die an der Teilnahme einer AufsRats- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft ab. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen wie folgt an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, in denen sie jeweils Mitglied waren, teil:
| Name | Sitzungen (inkl. Ausschüsse und Strategietag) | Sitzungen (Plenum und Strategietag) | Teilnahme (Plenum und Strategietag) | Sitzungen (Ausschüsse) | Teilnahme (Ausschüsse) |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Stefan Schmittmann | 42 | 13 | 13 | 29 | 28 |
| Heike Anscheit | 17 | 12 | 12 | 5 | 5 |
| Stefan Burghardt | 19 | 12 | 11 | 7 | 7 |
| Alexander Boursanoff | 12 | 12 | 12 | 0 | 0 |
| Gunnar de Buhr | 24 | 12 | 11 | 12 | 12 |
| Sabine U. Dietrich | 19 | 12 | 12 | 7 | 7 |
| Monika Fink | 21 | 12 | 10 | 9 | 9 |
| Dr. Tobias Guldimann | 29 | 12 | 12 | 17 | 17 |
| Dr. Rainer Hillebrand | 22 | 12 | 11 | 10 | 10 |
| Christian Höhn | 36 | 12 | 11 | 24 | 23 |
| Kerstin Jerchel | 12 | 12 | 10 | 0 | 0 |
| Dr. Markus Kerber | 41 | 12 | 10 | 29 | 22 |
| Alexandra Krieger | 12 | 12 | 12 | 0 | 0 |
| Anja Mikus | 26 | 12 | 11 | 14 | 14 |
| Dr. Victoria Ossadnik | 20 | 12 | 12 | 8 | 8 |
| Robin J. Stalker | 26 | 12 | 12 | 14 | 14 |
| Nicholas Teller | 26 | 12 | 11 | 14 | 14 |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | 23 | 12 | 11 | 11 | 11 |
| Uwe Tschäge | 38 | 12 | 12 | 26 | 26 |
| Stefan Wittmann | 14 | 12 | 9 | 2 | 2 |
| Name | Teilnahme (alle Sitzungen) |
|---|---|
| Dr. Stefan Schmittmann | 41 (98%) |
| Heike Anscheit | 17 (100%) |
| Stefan Burghardt | 18 (95%) |
| Alexander Boursanoff | 12 (100%) |
| Gunnar de Buhr | 23 (96%) |
| Sabine U. Dietrich | 19 (100%) |
| Monika Fink | 19 (90%) |
| Dr. Tobias Guldimann | 29 (100%) |
| Dr. Rainer Hillebrand | 21 (95%) |
| Christian Höhn | 34 (94%) |
| Kerstin Jerchel | 10 (83%) |
| Dr. Markus Kerber | 32 (78%) |
| Alexandra Krieger | 12 (100%) |
| Anja Mikus | 25 (96%) |
| Dr. Victoria Ossadnik | 20 (100%) |
| Robin J. Stalker | 26 (100%) |
| Nicholas Teller | 25 (96%) |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | 22 (96%) |
| Uwe Tschäge | 38 (100%) |
| Stefan Wittmann | 11 (79%) |
1 Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sind es 13 Sitzungen, da zwei Strategietage (ein Tag für die Arbeitnehmer und ein Tag für die Anteilseignervertreter) zu berücksichtigen sind.
Jahres- und Konzernabschluss
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), Eschborn/Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen.
Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 17. März 2020 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Im Aufsichtsratsplenum wurden der Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in der Bilanzsitzung am 18. März 2020 ebenfalls behandelt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.
Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und das Aufsichtsratsplenum erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.# Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben sich ferner mit dem vom Vorstand erstellten zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für die Commerzbank AG und den Konzern zum 31. Dezember 2019 befasst. EY hat eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 17. März 2020 und vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 18. März 2020 sorgfältig geprüft. Der Vorstand erläuterte die Berichte in beiden Sitzungen eingehend. Vertreter des Prüfers nahmen an beiden Sitzungen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen im Aufsichtsrat der Commerzbank. Wie bereits im letzten Geschäftsbericht mitgeteilt, ist Herr Jörg Hessenmüller seit dem 15. Januar 2019 Mitglied im Vorstand der Commerzbank und Herr Frank Annuscheit mit Ablauf des 28. Februar 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden. Herr Michael Reuther ist mit Ablauf des 31. Dezember 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden und Herr Stephan Engels wird mit Ablauf des 31. März 2020 ausscheiden. Frau Sabine Schmittroth und Herr Roland Boekhout sind seit dem 1. Januar 2020 Mitglieder im Vorstand der Commerzbank.
Wir danken den Herren Reuther, Engels und Annuscheit für ihre ausgezeichneten Leistungen und ihr hohes Engagement für die Commerzbank. Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2019.
Für den Aufsichtsrat
Dr. Stefan Schmittmann, Vorsitzender
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Präsidialausschuss
Dr. Stefan Schmittmann Vorsitzender
Vergütungskontrollausschuss
Dr. Tobias Guldimann Vorsitzender
Prüfungsausschuss
Nicholas Teller Vorsitzender
Christian Höhn
Gunnar de Buhr
Stefan Burghardt
Dr. Markus Kerber
Monika Fink
Dr. Tobias Guldimann
Uwe Tschäge
Anja Mikus
Dr. Rainer Hillebrand
Robin J. Stalker
Dr. Markus Kerber
Nominierungsausschuss
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Robin J. Stalker
Dr. Stefan Schmittmann Vorsitzender
Christian Höhn
Sozialausschuss
Dr. Markus Kerber
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Vorsitzende
Sabine U. Dietrich
Uwe Tschäge
Stefan Burghardt
Heike Anscheit
Sabine U. Dietrich
Gunnar de Buhr
Anja Mikus
Dr. Rainer Hillebrand
Ausschuss für Digitalisierung und Technologie
Nicholas Teller
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Vorsitzende
Sabine U. Dietrich
Uwe Tschäge
Stefan Burghardt
Heike Anscheit
Sabine U. Dietrich
Gunnar de Buhr
Anja Mikus
Dr. Rainer Hillebrand
Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)
Uwe Tschäge
Anja Mikus
Stefan Wittmann
Dr. Stefan Schmittmann Vorsitzender
Dr. Viktoria Ossadnik
Christian Höhn
Dr. Stefan Schmittmann
Nicholas Teller
Uwe Tschäge
Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
- Dr. Stefan Schmittmann 63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
- Uwe Tschäge 1 52 Jahre, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann
- Heike Anscheit 1 49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.1.2017, Bankkauffrau
- Alexander Boursanoff 1 56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkaufmann
- Gunnar de Buhr 1 52 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann
- Stefan Burghardt 1 60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Niederlassungsleiter Mittelstandsbank Bremen
- Sabine U. Dietrich 59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europa SE
- Monika Fink 1 50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkauffrau
- Dr. Tobias Guldimann 58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 3.5.2017, selbstständiger Berater in der Finanzbranche
- Dr. Rainer Hillebrand 63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands der Otto Group
- Christian Hohn 1 58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkaufmann
- Kerstin Jerchel 1 48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bereichsleiterin Mitbestimmung ver.di-Bundesverwaltung
- Dr. Markus Kerber 56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat
- Alexandra Krieger 1 49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Bereichsleiterin Controlling Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
- Anja Mikus 61 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Vorstandsvorsitzende/Chief Investment Officer KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung - Stiftung des öffentlichen Rechts
- Dr. Victoria Ossadnik 51 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Vorsitzende der Geschäftsführung der E.ON Energie Deutschland GmbH und der E.ON Energie Holding GmbH
- Robin J. Stalker 62 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, ehemaliges Mitglied des Vorstands der adidas AG
- Nicholas Teller 60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Vorsitzender des Beirats der E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
- Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 67 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.6.2012, ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
- Stefan Wittmann 51 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Detaillierte Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf unserer Konzernseite im Internet unter der Rubrik "Management".
Unsere Aktie
Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes
Das internationale Börsengeschehen war im Berichtsjahr 2019 durch eine Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter der Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen gegenüber dem Iran, politische und wirtschaftliche Unsicherheit im Zusammenhang mit den Auswirkungen eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie anhaltende Unruhen und politische Auseinandersetzungen im Nahen Osten.
Vor dem Hintergrund eines schwächeren globalen Konjunkturumfeldes und zunehmender Risiken im Außenhandel vollzog die US-Notenbank im Berichtsjahr einen deutlichen Kurswechsel, indem sie von der Normalisierung ihrer Geldpolitik abrückte und die US-Leitzinsen wiederholt senkte, was insbesondere die Aktienmärkte und das internationale Investorenvertrauen stützte.
Im Euroraum blieb die Europäische Zentralbank (EZB) ihrem expansiven Kurs treu und senkte schließlich sogar den Einlagensatz um weitere 10 Basispunkte auf - 0,5 %, was insbesondere Druck auf die Einlagensätze der Banken auslöste. Mit einer verschärften Wiederaufnahme ihres Anleihekaufprogramms im viertem Quartal wahrte die EZB auch unter neuer Führung Kontinuität bei der mittelfristigen Ausrichtung ihrer geldpolitischen Zielsetzung, was nicht zuletzt eine Stabilisierung der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen einleitete, die zuvor deutliche Abgaben auf ein Niveau von - 72 Basispunkten zu verzeichnen hatte.
Sämtlichen geopolitischen Herausforderungen und Unsicherheiten zum Trotz verzeichneten die internationalen Aktienmärkte 2019 eine insgesamt höchst erfreuliche Entwicklung, einmal mehr angeführt von neuen Rekordständen an den US-Leitbörsen. Während DAX und EuroStoxx 50 im Umfeld eines schwächeren EuroWechselkurses mit jeweils rund + 26 % deutliche Zugewinne verzeichnen konnten, blieb der europäische Bankenindex infolge sinkender Zinserwartungen sowie eines drohenden Konjunkturabschwungs hinter der Entwicklung des breiten Aktienmarktes zurück.
Commerzbank-Aktie
Der Aktienkurs der Commerzbank verzeichnete im Jahresverlauf ein überaus gemischtes Bild. Gespräche mit der Deutschen Bank über einen möglichen Zusammenschluss und Übernahmephantasien im europäischen Bankensektor im ersten Quartal hatten deutliche Kursaufschläge ausgelöst. Mit Beendigung der Gespräche und schwindender Euphorie bezüglich paneuropäischer Konsolidierungstendenzen im zweiten Quartal folgte breite Ernüchterung.
Geringere Zinserwartungen und Sorgen um einen drohenden Handelskrieg dämpften im Weiteren die Aussicht auf mittelfristige Zinserträge, was in Verbindung mit ihrer hohen Zinssensitivität für die Commerzbank mit überdurchschnittlichen Ertragsrevisionen verbunden war. Während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bis September 2019 deutlich nachgab und mit einem Niveau von - 72 Basispunkten ein neues Jahrestief markierte, leitete die Ankündigung der EZB zu erhöhten Anleihekäufen ab November 2019 eine Stabilisierung der Zinserwartungen ein, was auch die Commerzbank Aktie im weiteren Jahresverlauf unterstützte.
Insgesamt notierte die Commerzbank-Aktie Ende 2019 bei einem Schlusskurs von 5,52 Euro. Im Jahresvergleich ist dies ein Rückgang um 4,6 %. Aufgrund des unterjährigen Kursverlustes verringerte sich die Marktkapitalisierung der Commerzbank zum Jahresende auf 6,9 Mrd. Euro (Maximum: 10,2 Mrd. Euro; Minimum: 5,9 Mrd. Euro), verglichen mit 7,2 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Gemessen an ihrem Preis-Buch-Verhältnis wies die Commerzbank im Jahresverlauf eine Bewertung von 0,2 bis 0,4 auf. Im Vergleich dazu betrug das Preis-Buch-Verhältnis im EURO-STOXX-Bankenindex 0,6 bis 0,8.
Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen - gemessen an der Stückzahl - unter dem Niveau des Jahres 2018. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 8,2 Millionen Aktien, nach 9,3 Millionen Aktien im Jahr 2018.
Wertpapierkürzel
| Inhaberaktien | Reuters | Bloomberg | ISIN |
|---|---|---|---|
| CBK100 | CBKG.DE | CBK GR | DE000CBK1001 |
Aktienkennzahlen
Bei einer unveränderten Aktienanzahl verringerte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2019 von 0,69 auf 0,51 Euro.# Maßgeblich waren hierfür im Wesentlichen ein erhöhtes Risikoergebnis, vorgezogene Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Strategieprogramm "Commerzbank 5.0" sowie eine höhere Steuerbelastung. Für das Geschäftsjahr 2018 hatte die Commerzbank im Berichtsjahr eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Aktie gezahlt.
Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie
| Kennzahlen | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) | 1.252,4 | 1.252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 8,26 | 13,82 |
| Tief | 4,66 | 5,50 |
| Schlusskurs (31.12.) | 5,52 | 5,78 |
| Börsenumsätze pro Tag ¹ in Mio. Stück | ||
| Hoch | 21,6 | 32,2 |
| Tief | 2,8 | 3,7 |
| Durchschnitt | 8,2 | 9,9 |
| Indexgewicht in % (31.12.) | ||
| MDAX | 2,1 | 2,8 |
| EURO STOXX Banken | 0,5 | 0,8 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,51 | 0,69 |
| Buchwert je Aktie ² in € (31.12.) | 22,75 | 22,53 |
| Net Asset Value je Aktie ³ in € (31.12.) | 21,54 | 21,34 |
| Marktwert/Net Asset Value (31.12.) | 0,26 | 0,27 |
¹ Deutsche Börsen gesamt.
² Ohne Nicht beherrschende Anteile.
³ Ohne Nicht beherrschende Anteile und der Rücklage aus Cashflow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Die Gewichtung der Commerzbank im MDAX betrug rund 2,1 % gegenüber einer vorjährigen Gewichtung von rund 2,8 %. Neben dem europäischen Branchenindex EURO STOXX Banken war die Bank im Geschäftsjahr 2019 weiterhin in mehreren Nachhaltigkeitsindizes vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.
Ausgewählte Indizes, die die Commerzbank-Aktie enthalten
- Blue-Chip-Indizes: MDAX, EURO STOXX Banken
- Nachhaltigkeitsindizes: FTSE4GOOD, ECPI Ethical EMU Equity, ECPI Ethical Euro Equity, ECPI Euro ESG Equity, ECPI World ESG Equity
Aktionärsstruktur und Analystenempfehlungen
Zum 31. Dezember 2019 befanden sich rund 40 % der Commerzbank-Anteile im Besitz der Großaktionäre Bundesrepublik Deutschland und Cerberus sowie unserer überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Rund 60 % aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren, darunter insbesondere der über die Norges Bank beteiligte norwegische Staat und BlackRock. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei knapp 80 %.
Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2019
Im Jahr 2019 berichteten etwa 28 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Zum Jahresende 2019 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 19 %, nach 45 % im Vorjahr. Weitere 50 % der Analysten empfahlen das Halten unserer Aktie. Zum Verkauf unserer Aktie rieten 31 %, gegenüber 10 % im Vorjahr. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten betrug zum Jahresende 5,97 Euro gegenüber 10,12 Euro im Vorjahr.
Ratingsituation der Commerzbank
Die Ratingagenturen Moody's, S&P und Fitch beurteilen den deutschen Bankenmarkt seit dem zweiten Halbjahr 2019 generell kritischer. Die Agenturen sehen erhöhte ökonomische Risiken wie eine schwächere Konjunktur und eine Verlängerung des Niedrigzinsumfeldes, was die Gefahr von weiterem Margendruck und potenziell steigenden Risikokosten mit sich bringt. Die Profitabilität deutscher Banken erscheint trotz niedriger Risikovorsorge eher gering. Grundsätzlich weisen die Ratingagenturen auch auf erhöhte Umsetzungsrisiken hin, die sich in Zusammenhang mit der Einführung der neuen Strategie "Commerzbank 5.0" ergeben können.
Ratingereignisse im Berichtsjahr 2019
- Moody's stufte im Mai 2019 das Rating des Non-preferred Senior unsecured Debt der Commerzbank um 1 Notch auf "Baa2" herunter. Die Herabstufung spiegelte die Reduktion des Volumens dieser Instrumentenklasse wider. Moody's rechnet damit generell mit einer höheren Verlustrate bei Ausfall der Verbindlichkeiten im Rahmen der von der Agentur angewendeten Loss-given-Failure-Analyse. Im Oktober 2019 veränderte Moody's das Makroprofil für den deutschen Bankensektor von "very strong-" auf "strong+". Der Ausblick für das deutsche Bankensystem wurde zudem einen Monat später auf negativ gestellt. Das hatte Auswirkungen auf einige deutsche Banken, deren Ratings zum Teil gesenkt wurden beziehungsweise deren Ausblick auf negativ gestellt wurde. Für die Commerzbank ergaben sich in diesem Zusammenhang keine Auswirkungen auf die Ratings (Kontrahentenrating, Einlagenrating sowie Preferred Senior unsecured Debt: "A1" stabil).
- S&P versah im September 2019 das "Banking Industry and Country Risk Assessment" (BICRA) von Deutschland mit einem negativen Ausblick (vorher: stabil). Deutschland verblieb aber als weltweit einziges Land mit einem ökonomischen Risiko von 1 am besten bewertet (Skala von 1 bis 10), während die Bankindustrie in Deutschland selbst mit 3 bewertet wurde. Dies hatte zur Folge, dass der Ratingausblick einiger deutscher Banken auf negativ gestellt wurde. Der Ausblick des Commerzbank-Emittentenratings ("A-") verblieb unverändert bei negativ.
- Fitch hob im Mai 2019 aufgrund einer methodischen Änderung das Rating der Commerzbank für kurzfristige Verbindlichkeiten von "F2" auf "F1" an. Im Oktober 2019 bestätigte Fitch das Emittentenrating der Commerzbank mit "BBB+" und stufte den Ausblick auf negativ (vorher stabil). Dies ist möglichen Ausführungsrisiken bei der Umsetzung der neuen Strategie in einem sich verschlechternden Umfeld in Deutschland geschuldet. Im November stellte Fitch den Ausblick für das gesamte deutsche Bankensystem auf negativ. Das Einlagen- und Kontrahentenrating wurde mit "A-" unverändert belassen.
- Scope hat im Oktober 2019 das Emittentenrating und Preferred-Senior-unsecured-Debt-Rating mit "A" und das Non-preferred-Senior-unsecured-Debt-Rating mit "A-" bestätigt und den Ausblick auf negativ gestellt (vorher stabil). Die Vertragsbeziehung mit Scope wurde von der Commerzbank nach Auslaufen des Vertrags am 31. Dezember 2019 beendet.
Unternehmerische Verantwortung
― Wir bekennen uns zu den Grundsätzen verantwortungsvoller und transparenter Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind, und erfüllen nahezu alle dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 23 bis 28 Auskunft.
― Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 49 bis 64.
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB
Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank Aktiengesellschaft seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der im Geschäftsjahr 2019 geltenden Fassung vom 17. Februar 2017. Die Empfehlungen des am 9. Mai 2019 beschlossenen, zum 31. Dezember 2019 noch nicht in Kraft getretenen neuen Deutschen Corporate Governance Kodex werden jedoch - soweit wie möglich - bereits umgesetzt. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB.
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre gesetzlich dazu verpflichteten Tochtergesellschaften erklären jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird, und erläutern, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat werden auf den Internetseiten der jeweiligen Gesellschaft veröffentlicht, die der Commerzbank Aktiengesellschaft auf der Seite https://www.commerzbank.de. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde im November 2019 abgegeben. Die Commerzbank Aktiengesellschaft erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:
- Nummer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise werden die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung im Vorstand sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und so in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht.
- Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Kernbestandteile des Vorstandsvergütungssystems der Bank sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Bei der variablen Vergütung ermittelt der Aufsichtsrat nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis vorab vereinbarter Ziele einen Gesamtzielerreichungsbetrag. Für diesen Gesamtzielerreichungsbetrag gilt eine Obergrenze in Höhe des 1,4-Fachen der nach den Bestimmungen der Institutsvergütungsverordnung ermittelten Fixvergütung. Bis zu 50 % des Gesamtzielerreichungsbetrages werden in virtuellen Commerzbank-Aktien geleistet; dafür gelten überwiegend ein Zurückbehaltungszeitraum von fünf Jahren und eine Wartefrist von weiteren zwölf Monaten.# Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Am Ende der Wartefrist wird der Gegenwert der virtuellen Commerzbank-Aktien - vorbehaltlich verschiedener Prüfschritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit - in bar ausgezahlt. Kursveränderungen der Aktie während dieses Zeitraumes lassen die Zahl der zu gewährenden virtuellen Aktien unberührt und verändern somit den Auszahlungsbetrag, der höhenmäßig nicht begrenzt ist. Nach dem Konzept des Vergütungssystems sollen die Vorstandsmitglieder als Element einer nachhaltigen Vergütung ab Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages im Hinblick auf die Entwicklung der virtuellen Aktien im Risiko sein. Die Begrenzung der Chance auf Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung wäre insbesondere vor dem Hintergrund, dass keine Begrenzung für Kursverluste vorgesehen ist, nicht angemessen.
― Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex soll eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter für die variablen Teile der Vorstandsvergütung ausgeschlossen sein. Nach dem Aktiengesetz soll der Aufsichtsrat jedoch für außerordentliche Entwicklungen die Möglichkeit vereinbaren, die variable Vergütung des Vorstands zu begrenzen. Demgemäß ist der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstige Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren, wobei in jedem Fall die Obergrenze der variablen Vergütung zu beachten ist.
― Der Kodex empfiehlt in Nummer 4.2.3 Abs. 3, dass der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen zugunsten des Vorstands das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll. Die Altersversorgung des Vorstands beruht auf einer beitragsorientierten Leistungszusage, für die kein konkretes Versorgungsniveau definiert wird. Vielmehr hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf einen jährlichen Versorgungsbaustein, dessen Höhe sich nach einem Prozentsatz des pensionswirksamen Jahresgrundgehaltes des einzelnen Vorstandsmitglieds bemisst. Dadurch erhält der Aufsichtsrat ein Bild von dem jährlichen und langfristigen Aufwand für die Gesellschaft, der im Hinblick auf die Bildung von Rücklagen auch von versicherungsmathematischen Einflüssen abhängt. Der Verzicht auf die Definition eines angestrebten Versorgungsniveaus im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine beitragsorientierte Leistungszusage entspricht weitgehend der Unternehmenspraxis.
― Gemäß Nummer 4.2.5 Satz 5 und 6 des Kodex sollen im Vergütungsbericht bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden. Allerdings berücksichtigen die Mustertabellen des Kodex nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung und sind daher für Institute wie die Commerzbank Aktiengesellschaft weniger geeignet. Deshalb weicht die Commerzbank Aktiengesellschaft seit dem Vergütungsbericht für das Jahr 2017 von dieser Empfehlung ab und tut dies auch in ihrem Vergütungsbericht für das Jahr 2019. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex - neben den von ihr entworfenen sowie nach den Rechnungslegungsvorschriften erforderlichen Tabellen - hat die Commerzbank Aktiengesellschaft abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde.
― Nach Nummer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz soll der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung von Stellen in der Geschäftsleitung bei Kreditinstituten unterstützen. Diese Aufgabe wurde bei der Commerzbank Aktiengesellschaft früher vom Präsidialausschuss wahrgenommen, dem auch Arbeitnehmervertreter angehörten. Um die in der Commerzbank Aktiengesellschaft etablierte Praxis der Beteiligung von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern bei der Auswahl von Bewerbern für den Vorstand beizubehalten, sind zwei Mitglieder des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft Arbeitnehmervertreter.
Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Commerzbank Aktiengesellschaft erfüllt auch weitestgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in einem Punkt davon ab:
― Abweichend von Nummer 2.3.2 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
Unternehmenswerte und Führungspraktiken der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns
Die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bekennen sich zu ihrer unternehmerischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung. Um eine nachhaltige Unternehmensführung sicherzustellen, wurden umfangreiche Standards in unterschiedlichen Handlungsfeldern festgelegt, die auf der Homepage der Commerzbank Aktiengesellschaft unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht sind. So schaffen die Com Werte eine verbindliche und verbindende Unternehmenskultur. Sie sind der Grundstein für die unternehmerische, aber auch für die individuelle Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters im Commerzbank-Konzern. Aufbauend auf den ComWerten hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Verhaltensgrundsätze für integres Verhalten festgelegt, die allen Mitarbeitern des Commerzbank-Konzerns einen verbindlichen Orientierungsrahmen für ethisches und gesetzestreues Verhalten in der täglichen Arbeit geben. Zudem hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung als Orientierung für die nachhaltige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit des Commerzbank-Konzerns festgelegt. Eine der sechs Leitlinien ist das Bekenntnis zu den Prinzipien des UN Global Compact, einer Initiative der Vereinten Nationen von vielen renommierten Unternehmen, die sich für aktiven Umweltschutz, den verantwortlichen Umgang mit Mitarbeitern, die Achtung der Menschenrechte sowie den Kampf gegen Korruption und Bestechlichkeit starkmacht. Als wichtiger Finanzierer der deutschen Wirtschaft hat die Commerzbank Aktiengesellschaft für ihr Kerngeschäft ferner verschiedene Positionen und Richtlinien festgelegt. So hat sie unter anderem spezielle Umweltleitlinien formuliert. Sie sind wichtige Orientierungspunkte für die Ausrichtung des Kerngeschäfts ebenso wie für das Management der betriebsökologischen Auswirkungen.
Vorstand
Der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand leitet als Konzernvorstand den CommerzbankKonzern nach einheitlichen Richtlinien und übt allgemeine Kontrolle über alle Konzerngesellschaften aus. Der Vorstand führt die Geschäfte nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank Aktiengesellschaft und den Arbeitnehmervertretern sowie mit den Organen der Konzerngesellschaften vertrauensvoll zusammen. Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 5 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 bis 42 ausführlich dargestellt.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die namentliche Besetzung seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 15 bis 17 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, zu seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 14. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten. Nach Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex sollen die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung die Zielsetzung des Aufsichtsrats berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Der Stand der Umsetzung soll im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:
Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Die Aufsichtsratsmitglieder müssen in der Lage sein, Entscheidungen des Vorstands zu hinterfragen und zu überwachen. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens acht von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft angehören. Die Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Mitglieder zum Aufsichtsrat soll in der Regel einen Zeitraum von 15 Jahren nicht überschreiten, wobei die Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes für die Arbeitnehmervertreter zu beachten und vorrangig sind. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden.
Der Aufsichtsrat hat ein ausführliches Kompetenzprofil für seine Zusammensetzung beschlossen, auf das hier ergänzend verwiesen wird und das auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die dort genannten Ziele und Anforderungen berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung sowie bei der regelmäßigen Bewertung des Aufsichtsrats als Gesamtgremium und seiner Mitglieder. Kein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied überschreitet die Regelzugehörigkeitsdauer; die konkrete Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich aus ihren Lebensläufen, die auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter https://www.commerzbank.de abrufbar sind. Auch alle vom Aufsichtsrat im Hinblick auf seine Zusammensetzung gesetzten weiteren Ziele sowie das Kompetenzprofil waren zum 31. Dezember 2019 umgesetzt.
Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex soll der Corporate-Governance-Bericht zudem über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren. Nach Nummer 5.4.2 des Kodex ist ein Aufsichtsratsmitglied insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Die Arbeitnehmervertreter werden bei dieser Selbsteinschätzung nicht betrachtet.
Bei Zugrundelegung des zuvor genannten Maßstabs sind alle zehn Vertreter der Anteilseignerseite als "unabhängig" zu qualifizieren, namentlich also Dr. Stefan Schmittmann, Sabine U. Dietrich, Dr. Tobias Guldimann, Dr. Rainer Hillebrand, Dr. Markus Kerber, Anja Mikus, Dr. Victoria Ossadnik, Robin Stalker, Nicholas Teller und Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell. Da anteilseignerseitig somit 100 % der Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig gelten, ist die Selbsteinschätzung gerechtfertigt, dass dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört.
Im Geschäftsjahr 2019 überprüfte der Aufsichtsrat mithilfe eines externen Beraters gemäß Nummer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung. Zu diesem Zweck haben alle Aufsichtsratsmitglieder zunächst einen Fragebogen ausgefüllt und wurden anschließend persönlich interviewt. Die sich daraus ergebenden Analysen wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und insgesamt ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.
Gemäß Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen solchen Interessenkonflikt offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 42 bis 44 detailliert erläutert.
Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats überprüft gemäß § 25 Abs. 11 Nr. 5 KWG die Grundsätze des Vorstands für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Leitungsebene. Dabei ermittelt er auch, ob es auf dieser Ebene grundsätzlich geeignete Nachfolgekandidaten gibt. Unter anderem zu diesem Zweck findet im Rahmen von regelmäßigen Veranstaltungen ein Austausch zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und den Personen der ersten Führungsebene statt. Die Nachfolgeplanung wird zudem durch das Kompetenzprofil und die Eignungsmatrix für den Vorstand unterstützt.
Diversity
Sowohl in der Commerzbank Aktiengesellschaft als auch in den Konzerngesellschaften wird bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Damit soll der Gefahr von "Gruppendenken" und Voreingenommenheit entgegengewirkt werden. Zudem trägt Vielfalt innerhalb des Vorstands und Aufsichtsrats zu einem breiteren Erfahrungsschatz sowie einer größeren Bandbreite in Bezug auf Kenntnisse, Sachkunde und Fähigkeiten bei.
Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus 20 Mitgliedern. Wie bereits bei der Beschreibung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats dargelegt, sollen dem Aufsichtsrat stets mindestens acht von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter) im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft angehören. Die Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Mitglieder zum Aufsichtsrat soll in der Regel einen Zeitraum von 15 Jahren nicht überschreiten, wobei die Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes für die Arbeitnehmervertreter zu beachten und vorrangig sind. Zudem hat sich der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren gesetzt und strebt eine breite Altersstruktur innerhalb des Gesamtgremiums an. Ferner ist der Aufsichtsrat um unterschiedliche Ausbildungs- und Berufshintergründe der Aufsichtsratsmitglieder im angemessenen Rahmen bemüht. Dem Aufsichtsrat soll außerdem stets zumindest ein internationaler Vertreter angehören. Des Weiteren achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind ebenfalls bestrebt, einen Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter in Höhe von mindestens 30 % auch zukünftig aufrechtzuerhalten.
Am 31. Dezember 2019 gehörten dem Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft drei internationale Vertreter und acht Frauen an, davon vier Frauen aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 40 %. Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, haben diese eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festgelegt.
Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Vorstand
Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern. Hierbei berücksichtigt er die Ausgewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aller Mitglieder des Vorstands, entwirft eine Stellenbeschreibung mit Bewerberprofil und gibt den mit der Aufgabe verbundenen Zeitaufwand an. Bei der Zusammensetzung des Vorstands ist der Aufsichtsrat bestrebt, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) insbesondere auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, geografische Herkunft, Bildungs- und Berufshintergrund verstärkt Rechnung zu tragen und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. In der Regel sollen die Vorstandsmitglieder nicht über 65 Jahre alt sein.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Im Hinblick auf die gesetzlich festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße von mindestens einem weiblichen Mitglied bis zum 31. Dezember 2021 festgelegt. Dieses Mindestziel wurde bereits am 1. November 2017 erreicht: Seitdem ist Dr. Bettina Orlopp Vorstandsmitglied der Commerzbank Aktiengesellschaft. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Frauenanteil damit 14,3 %. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es mit Sabine Schmittroth ein weiteres weibliches Vorstandsmitglied in der Commerzbank Aktiengesellschaft. Mit dem Ausscheiden von Stephan Engels aus dem Vorstand zum 31. März 2020 beträgt der Frauenanteil im Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft somit 28,6 %. Die Konzerngesellschaften haben, sofern gesetzlich vorgesehen, eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt.
Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene
Der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen. Spätestens zum 30. September 2015 mussten nach § 25 Abs. 1 EGAktG die Zielquoten und Fristen erstmals festgelegt und dokumentiert werden. Diese Fristen durften nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern. Für alle folgenden Fristen gilt nach § 76 Abs. 4 AktG ein maximaler Zeitraum von fünf Jahren. Der Gesamtvorstand hat zuletzt im Mai 2017 neue Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank Aktiengesellschaft (bezogen auf das Inland) festgelegt. Für die erste Führungsebene liegt die Zielquote bei 17,5 %, für die zweite Führungsebene bei 20 %. Als Fristende wurde der 31. Dezember 2021 festgelegt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich damit ambitionierte Ziele gesetzt. Denn für die Bank und den Konzern insgesamt ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern.
In der Commerzbank Aktiengesellschaft gehörten am 31. Dezember 2019 zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 41 Personen, von denen 34 männliche und 7 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit 17,1 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 314 Personen, von denen 262 männliche und 52 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin 16,6 %.
Von der Festlegung von Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene auf Konzernebene hat der Vorstand abgesehen. Die jeweiligen Konzerngesellschaften haben im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vielmehr eigene Zielquoten bestimmt. Im Konzern gehörten zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 42 Personen, von denen 35 männliche und sieben weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 16,7 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 359 Personen, von denen 301 männliche und 58 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug somit 16,2 %.
Bilanzierung
Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft vermittelt unter Beachtung der jeweiligen Rechnungslegungsstandards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt; Jahresabschluss und Lagebericht der Commerzbank Aktiengesellschaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Konzernabschluss sowie Jahresabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Zum Konzernlagebericht gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 97 bis 134 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation
Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 AktG vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrags der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Das an die Vorgaben des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) angepasste Vorstandsvergütungssystem, das insbesondere eine Maximalvergütung für die Vorstandsmitglieder vorsieht, wird der Hauptversammlung 2020 zur Billigung vorgelegt.
Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Bei der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - viermal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter https://www.commerz-bank.de werden umfangreiche Informationen über den Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung. Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Bericht ist an die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angelehnt und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.
Vorstand
Vorstandsvergütungssystem
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 das seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anpassung des Vergütungssystems an die Neufassung der Institutsvergütungsverordnung vom 4. August 2017 hat der Aufsichtsrat am 7. November 2018 beschlossen. Ferner hat er beschlossen, variable Vergütungsbestandteile teilweise in fixe Vergütungsbestandteile umzuwandeln. Die Änderungen gelten seit dem 1. Januar 2019 und sind mit allen Vorstandsmitgliedern vertraglich vereinbart.
| Bestandteil | Wesentlicher Inhalt |
|---|---|
| Feste Vergütung | Einheitlicher Betrag für ordentliche Mitglieder des Vorstands in Höhe von 990 Tsd. Euro und erhöhter Betrag für den Vorsitzenden in Höhe von 1.674 Tsd. Euro. |
| Sachbezüge | Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträge (Unfallversicherung) sowie Übernahme der darauf anfallenden Steuern. |
| Kurz- und langfristige variable Vergütung (Short Term Incentive "STI" und Long Term Incentive "LTI") | Zielbeträge für die variable Vergütung für ordentliche Mitglieder des Vorstands 660 Tsd. Euro und für den Vorsitzenden 1.116 Tsd. Euro. STI und LTI basieren zum einen auf der Zielerreichung des Mitglieds des Vorstands (Konzern-, Ressort- und individuelle Zielerreichung) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Zum anderen fließt die unternehmensbezogene Zielerreichung der beiden Vorjahre ein. Das STI (40 % des Zielbetrages) wird hälftig nach Abschluss des Geschäftsjahres als Geldbetrag ausgezahlt. Die andere Hälfte wird aktienbasiert nach einer Wartezeit von 12 Monaten gewährt. |
Begrenzung der Höhe der variablen Vergütung
Um das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden, ist die variable Vergütung auf maximal 140 % der Festvergütung begrenzt. Ferner ist die Gesamtzielerreichung auf maximal 150 % beschränkt.
Eingriffsmöglichkeiten des Aufsichtsrats in den Bonuspool der variablen Vergütung
Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, den Bonuspool für die variable Vergütung insbesondere bei unzureichenden Kennziffern für Risikotragfähigkeit, Kapital, Ertrag oder Liquidität zu reduzieren, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu berücksichtigen. Dies kann auch zu einem vollständigen Entfall der variablen Vergütung führen.
Korrektur der Konzernzielerreichung bei Eintritt außergewöhnlicher Rahmenbedingungen
Der Aufsichtsrat kann die Konzernzielerreichung beim Eintritt außergewöhnlicher Rahmenbedingungen um bis zu 20 %-Punkte erhöhen oder reduzieren, um positive wie negative Effekte zu neutralisieren. Voraussetzung ist insbesondere, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen außerhalb des Einflussbereichs der Bank liegt und unvorhersehbar war (zum Beispiel "Windfall Profits" oder Ergebnisrückgang wegen Schäden aufgrund extremer Naturkatastrophen). Mit dieser Regelung kann der Aufsichtsrat außergewöhnliche Effekte, die nicht mit der Leistung eines Vorstandsmitglieds zusammenhängen, bei der Ermittlung der Zielerreichung berücksichtigen.
Malus und Clawback
Sofern sich die durch die variable Vergütung honorierten Erfolge nicht als nachhaltig erwiesen haben, hat der Aufsichtsrat durch die nachträgliche Leistungsbewertung die Möglichkeit, seine ursprüngliche Bewertung der Zielerreichung rückblickend nach Ablauf von regelmäßig 5 Jahren zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Dies kann zu einer Reduzierung bis zu einem vollständigen Entfall des LTIs führen. Ferner hat der Aufsichtsrat insbesondere bei schwerwiegendem Fehlverhalten eines Vorstandsmitglieds die Möglichkeit, bereits ausgezahlte variable Vergütung (STI und LTI) vom Vorstandsmitglied zurückzufordern beziehungsweise noch nicht ausgezahlte Anteile erlöschen zu lassen.
Alters- und Hinterbliebenenversorgung
Die Vorstandsmitglieder erhalten eine beitragsorientierte Leistungszusage. Der Jahresbaustein beträgt 40 % des pensionswirksamen Jahresgrundgehaltes (nur ein Teilbetrag des Jahresgrundgehaltes wird für die Berechnung des Jahresbausteins berücksichtigt, derzeit 788 Tsd. Euro) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor. Der Jahresbeitrag wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot für das Vorstandsmitglied eingebracht. Die Gesamtleistung entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch der Summe der Jahresbausteine bei Eintritt des Versorgungsfalls. Die Versorgungszusage sieht ferner eine Hinterbliebenenversorgung vor, die nach versicherungsmathematischen Regeln aus dem Alterskapital ermittelt wird.
Begrenzung der Vergütung bei Vertragsbeendigung vor Ablauf der Bestellungsperiode
Bei Vertragsbeendigung vor Ablauf der Bestellungsperiode auf Veranlassung der Bank werden die vertraglichen Zusagen bis zum Beendigungstermin erfüllt, es sei denn, es würden Gründe vorliegen, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen könnten. Die Höhe der Vergütung ist dabei zum einen auf maximal 2 Jahresvergütungen begrenzt. Zum anderen ist die Vergütung auf den Betrag begrenzt, der bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit zu zahlen gewesen wäre.
Grundzüge des Vergütungssystems
Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehaltes und der variablen Vergütung wird regelmäßig im Abstand von zwei Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze der variablen Vergütung von maximal 140 % der fixen Vergütung gebilligt. Das zum 1. Januar 2019 angepasste Vergütungssystem wird der Hauptversammlung 2020 zur Billigung vorgelegt.
Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 990 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Der Vorstandsvorsitzende erhält 1.674.247 Euro. Es wird in zwölf gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern. Die Vorstandsmitglieder haben ferner Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung, die in Pensionsverträgen geregelt ist und nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt beschrieben wird.
Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)
Das Vergütungssystem sieht eine variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütung wird ermittelt aus (i) der Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns, (ii) der Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, und (iii) der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen. Der Gesamtzielerreichungsgrad, der aus diesen drei Komponenten ermittelt wird, ist jedoch auf höchstens 150 % begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung. Der Gesamtzielerreichungsbetrag ist daher auf maximal 150 % des Zielbetrages des Vorstandsmitglieds begrenzt.
Zielbetrag
Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 660 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder und 1.116.165 Euro für den Vorstandsvorsitzenden bei einer Zielerreichung von 100 %.
Zielfestlegung
Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest. Die Zielfestlegung orientiert sich an der Unternehmensstrategie sowie der Mehrjahresplanung und zielt auf eine erfolgsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung:
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Unternehmensbezogene Ziele
Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist. -
Konzernziel
Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat das Konzernziel für sämtliche Vorstandsmitglieder einheitlich auf Basis von EVA-Werten als Performancegerade festgelegt. Das Konzernziel ist mit einer Gewichtung von 70 % der unternehmensbezogenen Zielerreichung der maßgebliche Faktor für die Gesamtzielerreichung der Vorstände für ein Geschäftsjahr. Die variable Vergütung ist damit zum größten Teil an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns geknüpft. -
Ressortziele
Neben dem Konzernziel werden mit jedem Vorstand gemäß der im Geschäftsverteilungsplan definierten Verantwortlichkeiten Ressortziele vereinbart. Die Ressortziele fließen insgesamt zu 30 % in die unternehmensbezogene Zielerreichung ein und leiten sich aus der Unternehmens- und Segmentstrategie sowie der Mehrjahresplanung ab. Um die Ziele der jeweiligen Verantwortungsbereiche der einzelnen Vorstände zu berücksichtigen, können ein oder mehrere Ziele pro Ressort definiert werden. Der Aufsichtsrat legt auf Vorschlag des Vergütungskontrollausschusses quantitative und qualitative Ziele sowie entsprechende Bemessungsgrundlagen fest. Für die Segmente bemessen sich die Ziele zudem nach Performancegeraden auf Basis von EVA-Werten oder einer anderen vom Aufsichtsrat bestimmten Kennzahl. Für die vom Vorstandsvorsitzenden Martin Zielke verantworteten Ressorts Group Management Communications (GM-C) und Group Management Audit (GM-A) wurden jeweils ressortspezifische Ziele sowie übergreifende Ziele im Rahmen der Chief-Executive-Officer-(CEO-)Funktion definiert. Beispielhafte Ziele im Rahmen der CEO-Funktion sind unter anderem die "Führungs- und Kommunikationsstärke", sowie die "weitere konsequente Umsetzung der Strategie ,Commerzbank 4.0' zur Schaffung eines DTU (digitales Technologieunternehmen) für Kunden und Mitarbeiter". Für das Ressort GM-C wird beispielsweise die interne "kommunikative Vermittlung und Etablierung von Innovationen und neuen Arbeitsweisen" berücksichtigt. Hinsichtlich der Verantwortung für den Ressortbereich GM-A wurde auch die "Weiterentwicklung der Expertise im Rahmen neuer gesetzlicher Anforderungen" als Ziel aufgenommen.# Vorstandsvergütung
Für den vom Chief Operating Officer Frank Annuscheit verantworteten Unternehmensbereich Group Services wurden unter anderem folgende Ziele für das Geschäftsjahr 2019 bis zu seinem Ausscheiden als Mitglied des Vorstands am 28. Februar 2019 durch den Aufsichtsrat festgelegt: Mit der "Etablierung des ,Campus 2.0'", der "Reduzierung der Run-the-Bank-Kosten" und der "Sicherstellung von Compliance und Cybersecurity" sollen gleichermaßen Effizienzziele in der Bank erreicht und die nötigen Rahmenbedingungen in der IT sichergestellt werden. Jörg Hessenmüller, zum 15. Januar 2019 als Chief Operating Officer neu in den Vorstand der Commerzbank AG berufen, hat weitestgehend die Ziele für Group Services von Herrn Annuscheit übernommen und darüber hinaus auch die Verantwortlichkeit für das Ressort Group Digital Transformation & Strategy (GM-DTS) mit dem entsprechenden Ziel der "strategischen Weiterentwicklung der Commerzbank-Gruppe" übernommen.
Für die durch den Chief Risk Officer, Dr. Marcus Chromik, verantworteten Ressorts Group Risk Management (GRM), Big Data & Advanced Analytics (BDAA) und Asset & Capital Recovery (ACR) hat der Aufsichtsrat beispielsweise die folgenden ressortspezifischen Ziele festgelegt: Für das Segment ACR hat der Aufsichtsrat die "konsequente Fortführung des wertschonenden Portfolioabbaus in Ship Finance, Commercial Real Estate und Public Finance" als Ziel definiert. Die Ziele für das Ressort GRM hat der Aufsichtsrat entsprechend des Geschäftsauftrags und in Einklang mit der Geschäftsstrategie abgeleitet. Er hat als Ziel beispielsweise die "Steuerung des Gesamtrisikos unter Berücksichtigung von operativem Ergebnis, regulatorischer und ökonomischer Kapitalbindung" gesetzt. Weitere Ziele sind der "Aufbau des Data Lake" und der "Ausbau von Application Programming Interfaces (APIs)". Diese Ziele dienen als Voraussetzung für die "Automatisierung von Prozessen" und die "Monetarisierung von Daten", die wesentliche Ziele des Ressorts BDAA sind.
Wesentliche durch den Aufsichtsrat gesetzte Ziele für den Chief Financial Officer Stephan Engels sind unter anderem die "Koordination und das Tracking aller zur Erreichung der im Rahmen der Strategie ,Commerzbank 4.0' festgelegten Ertragsmaßnahmen und Kostenziele". Hinsichtlich der Verantwortung für die polnische Tochtergesellschaft mBank hat der Aufsichtsrat beispielsweise die Werte aus der Mehrjahresplanung als Ziele gesetzt. Die Ziele für das Ressort Group Management Treasury (GM-T) sind mittels einer Performancegerade abgebildet.
Für Michael Mandel, Vorstand für das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK), hat der Aufsichtsrat die ressortabhängigen Ziele stark von dem Segmentergebnis abhängig gemacht und eine entsprechende Performancegerade festgelegt. Die Performancegerade für das Segment PUK ist dabei auf die Renditeerwartung des Segments ausgerichtet und nicht auf einjährige Ziele oder Vertriebsziele. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat auch für das Segment PUK weitere qualitative und quantitative Ziele im Rahmen der Commerzbank-Strategie festgelegt, die neben der "Erreichung des Zwischenziels von 1,5 Millionen Nettoneukunden" auch die "Verstetigung einer hohen Kundenzufriedenheit" beinhalten.
Im Rahmen der Ressortziele für Dr. Bettina Orlopp hat der Aufsichtsrat Ziele wie die "personalwirtschaftliche Umsetzung von ,Campus 2.0'" und den "Ausbau des Digital Mindset bei Führungskräften und Mitarbeitern" gesetzt. Darüber hinaus hat er spezifische Compliance-Ziele, die unter anderem die Verankerung eines neuen Target Operating Model vorsehen, festgelegt.
Für den Firmenkundenvorstand Michael Reuther wurden die Ressortziele ebenfalls stark vom Ergebnis des Segments Firmenkunden (FK) abhängig gemacht und über eine entsprechende Performancegerade definiert. Auch hier ist die Performancegerade auf die Renditeerwartung des Segments ausgerichtet und nicht auf einjährige Ziele oder Vertriebsziele. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat qualitative Ziele gesetzt, wie den "Verkauf des Equity Markets & Commodities-Geschäfts" und "Kostensenkungen durch Ausbau der Digitalisierung".
Individuelle Ziele
Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuelle Ziele und legt entsprechende Bemessungsgrundlagen fest. Die Zielerreichung der individuellen Ziele fließt über einen Faktor von 0,7 bis 1,3 in die Gesamtzielerreichung ein. Für das Performancejahr 2019 waren dies beispielsweise "die Förderung der Innovationskraft des Konzerns", "die Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen", die "Kundenzufriedenheit" und die "Einhaltung der definierten Kostenbudgets".
Zielerreichung
Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Vergütungskontrollausschusses, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied verantworteten Ressorts an. Die Zielerreichung für die einzelnen Kennzahlen beziehungsweise Ziele wird zum einen anhand der Performancegeraden (für das Konzernziel und Segmentziele) und zum anderen auf Basis festgelegter Bemessungsgrundlagen ermittelt.
Um die Anforderung einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage der variablen Vergütung zu erfüllen, wird zur Ermittlung der unternehmensbezogenen Zielerreichung grundsätzlich der Prozentsatz der unternehmensbezogenen Zielerreichung (bestehend aus der Konzern- und Ressortzielerreichung) des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vorvorjahres mit 1/6 berücksichtigt.
Für neu bestellte Vorstandsmitglieder besteht für die ersten zwei Jahre eine Übergangsregelung: Bei ihnen richtet sich die unternehmensbezogene Zielerreichung im ersten Jahr ihrer Vorstandsbestellung ausschließlich nach der unternehmensbezogenen Zielerreichung des Geschäftsjahres (zum Ausgleich verlängert sich der Zurückbehaltungszeitraum für das LTI der variablen Vergütung um zwei Jahre auf sieben Jahre). Für das Folgejahr wird zu 2/6 auf die unternehmensbezogene Zielerreichung im ersten Geschäftsjahr der Bestellung und zu 4/6 auf die unternehmensbezogene Zielerreichung im Folgejahr abgestellt (Zurückbehaltungszeitraum für das LTI verlängert sich um ein auf sechs Jahre).
Das Ergebnis dieser mehrjährigen unternehmensbezogenen Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. Der Faktor 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Die Systematik ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
Als Bemessungsgrundlage für die Konzernzielerreichung hat der Aufsichtsrat eine über EVA-Werte definierte Performancegerade genutzt. Dies gilt ebenso für die Performancegeraden für die Segmente PUK und FK sowie Treasury. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat für die Bemessung der Ressort- und individuellen Ziele im Wesentlichen die zur Strategie "Commerzbank 4.0" definierten Kennzahlen sowie die in der Mehrjahresplanung verankerten Planzahlen herangezogen. Für projektbezogene Ziele hat der Aufsichtsrat einen Abgleich des Status mit den a priori vereinbarten Projektzielen durchgeführt. Daneben hat der Aufsichtsrat unterschiedliche Formate genutzt, um auch die in den Zielen enthaltenen qualitativen Kriterien bewerten zu können. So nutzt der Aufsichtsrat beispielsweise Kundenzufriedenheitsabfragen, um sogenannte Net Promoter Scores für die Marktbereiche zu erheben und die entsprechende Weiterempfehlungsbereitschaft von Kunden über die Zeit zu messen. Auch extern verfügbare Daten wie Studien und Statistiken hat der Aufsichtsrat unter anderem im Rahmen der Messung der Markenwahrnehmung sowie der Arbeitgeberattraktivität verwendet. Wichtige Bemessungsgrundlagen für die Zielerreichung lassen sich auch durch interne Reports der Ressorts ableiten, so können beispielsweise die Anzahl und Kritikalität von Störungen in der IT oder von Feststellungen im Bereich Compliance beziehungsweise Revision als Indikatoren herangezogen werden.
Poolvorbehaltsprüfung/Anpassungsvorbehalte
Der Aufsichtsrat kann die variable Vergütung herabsetzen oder entfallen lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit, die mehrjährige Kapitalplanung oder die Ertragslage der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des Kreditwesengesetzes dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen (sogenannte "Poolvorbehaltsprüfung").
Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds reduzieren oder entfallen lassen, wenn sich das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Tätigkeit im maßgeblichen Geschäftsjahr sitten- oder pflichtwidrig verhalten hat. Darüber hinaus entfällt die variable Vergütung, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr an einem Verhalten, das für die Bank zu erheblichen Verlusten oder einer wesentlichen regulatorischen Sanktion geführt hat, maßgeblich beteiligt oder dafür verantwortlich war oder relevante externe oder interne Regelungen in Bezug auf Eignung und Verhalten in schwerwiegendem Maß verletzt hat. In diesen Fällen kann die Bank bereits ausgezahlte variable Vergütung bis zu zwei Jahre nach Ablauf des Zurückbehaltungszeitraums für den jeweiligen LTI-Anteil der variablen Vergütung für das entsprechende Geschäftsjahr zurückfordern (sogenannter "Clawback").# Vergütungssystem für Vorstandsmitglieder
Grundsätze der variablen Vergütung
Sollten außergewöhnliche Rahmenbedingungen eintreten, die außerhalb des Einflussbereichs der Bank liegen, kann der Aufsichtsrat die Zielerreichung für den Konzern um bis zu 20 %-Punkte erhöhen oder reduzieren, um positive wie negative Auswirkungen auf die Konzernzielerreichung in angemessener Weise zu neutralisieren.
Short Term Incentive (STI)
Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrages der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag ausgezahlt, die andere Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von zwölf Monaten ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit der Auszahlung des Baranteils gekoppelt.
Long Term Incentive (LTI)
Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch auf das LTI entsteht, unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung, erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von fünf Jahren. Mit der nachträglichen Leistungsbewertung prüft der Aufsichtsrat, ob die Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages auch rückblickend noch zutreffend ist, zum Beispiel ob Risiken unterschätzt oder nicht erkannt wurden oder unerwartete Verluste eingetreten sind. Ferner passt der Aufsichtsrat das LTI an, sofern dies aufgrund der erneut durchzuführenden Poolvorbehaltsprüfung erforderlich ist. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann daher zu einer Reduzierung bis zur vollständigen Streichung des gesamten LTIs führen. Das sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von zusätzlichen zwölf Monaten ebenfalls in bar ausgezahlt. Ebenso wie beim aktienbasierten Anteil des STI wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit der Auszahlung des Baranteils des STI des betreffenden Performancejahres berücksichtigt. Somit wird bei der aktienbasierten Hälfte des LTIs die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie während des Zurückbehaltungszeitraums von fünf Jahren und der sich anschließenden Wartezeit berücksichtigt.
Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen
Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.
Altersversorgung
Regelung für bis einschließlich 2011 bestellte Vorstandsmitglieder
Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits bestellte Vorstandsmitglieder, dies waren im Geschäftsjahr 2019 noch Martin Zielke, Frank Annuscheit und Michael Reuther, eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar. Seit dem Jahr 2015 führen Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nur dann zu einem erhöhten Versorgungsbaustein, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Hinsichtlich der teilweisen Gehaltsumwandlung von variabler Vergütung in fixe Vergütung zum 1. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Grundgehaltserhöhung zu 5,1 % pensionswirksam werden zu lassen. Dies entspricht der Entwicklung der außertariflichen Vergütung für Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft von 2011 bis 2019. Der Jahresbeitrag, der in einen Versorgungsbaustein umgewandelt wird, hat sich folglich ab dem 1. Januar 2019 um 5,1 % erhöht. Die bis zur Überleitung in dieses System erworbenen Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung aus dem abgelösten System sind mit einem Initialbaustein in dieses neue System überführt worden. Der Initialbaustein wird nach Maßgabe des Pensionsvertrages dynamisiert, da das abgelöste System eine endgehaltsabhängige Leistungszusage vorsah.
Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer lebenslangen Pension unter den nachfolgenden Voraussetzungen, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist:
* als Alterspension, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat, oder
* als vorzeitige Alterspension, wenn (i) das Vorstandsmitglied das 62. aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat oder (ii) nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder (iii) nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
* als Invalidenpension bei dauernder Dienstunfähigkeit.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.
Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in neun Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.
Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.
Die Hinterbliebenenpension für einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Hinterbliebenenpension an einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Hinterbliebenenpension eines überlebenden Ehegatten oder Lebenspartners.
Regelungen für nach 2011 bestellte Vorstandsmitglieder
Die Altersversorgung für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge für außertariflich vergütete Mitarbeiter der Commerzbank AG ausgerichtet. Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist und das Vorstandsmitglied
* das 65. Lebensjahr vollendet hat (Alterskapital) oder
* das 62., aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder
* vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauernd dienstunfähig ist.
Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen. Die Kapitalleistung wird in diesem Fall nach versicherungsmathematischen Regeln verrentet. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung bestellten Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des pensionsfähigen festen Jahresgrundgehaltes (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Auch in diesem System werden Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes seit dem Jahr 2015 nur dann im Jahresbaustein berücksichtigt, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Hinsichtlich der teilweisen Gehaltsumwandlung von variabler Vergütung in fixe Vergütung zum 1. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat auch für das aktuelle Altersversorgungssystem beschlossen, die Grundgehaltserhöhung zu 5,1 % pensionswirksam werden zu lassen. Dies entspricht der Entwicklung der außertariflichen Vergütung für Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft von 2011 bis 2019. Der Jahresbeitrag hat sich folglich ab dem 1. Januar 2019 um 5,1 % erhöht. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des jeweils vorangegangenen Jahresschlussstands des Versorgungskontos gutgeschrieben.
Der Jahresbeitrag wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist.
Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehaltes.Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden. Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens fünf Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter eine Hinterbliebenenrente, die nach versicherungsmathematischen Regeln aus dem Alterskapital ermittelt wird. Bezog das Vorstandsmitglied bereits eine Rente, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 % der zuletzt an das Vorstandsmitglied gezahlten Rente. In der nachstehenden Tabelle sind für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2019 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2019 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2019 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:
| Tsd. € | |||
|---|---|---|---|
| Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres | Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften | Dienstzeitaufwendungen⁵ | |
| Stand zum jeweiligen 31.12. | Stand zum jeweiligen 31.12. | Stand zum jeweiligen 31.12. | |
| Martin Zielke | 2019 | 317 | 9.488 |
| 2018 | 276 | 7.090 | |
| Frank Annuscheit ¹ | 2019 | 263 | 7.715 |
| 2018 | 244 | 6.140 | |
| Dr. Marcus Chromik | 2019 | 77 | 4 |
| 2018 | 62 | 4 | |
| Stephan Engels | 2019 | 127 | 4 |
| 2018 | 119 | 4 | |
| Jörg Hessenmüller ² | 2019 | 17 | 4 |
| 2018 | - | - | |
| Michael Mandel | 2019 | 62 | 4 |
| 2018 | 48 | 4 | |
| Dr. Bettina Orlopp | 2019 | 40 | 4 |
| 2018 | 23 | 4 | |
| Michael Reuther ³ | 2019 | 304 | 8.961 |
| 2018 | 279 | 7.432 | |
| Summe | 2019 | 32.917 | |
| 2018 | 25.224 |
¹ Die Bestellung von Frank Annuscheit zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 28. Februar 2019. Werte sind bis zum 31. Dezember 2019 berücksichtigt.
² Jörg Hessenmüller ist seit dem 15. Januar 2019 Mitglied des Vorstands.
³ Die Bestellung von Michael Reuther zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31.Dezember 2019.
⁴ Kapitalleistung verrentet.
⁵ Von der Grundgehaltserhöhung zum 1. Januar 2019 sind lediglich 5,1 % pensionswirksam.
Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank PensionTrust e. V. übertragen. Zum 31. Dezember 2019 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligations) für im Geschäftsjahr 2019 aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 32,9 Mio. Euro (Vorjahr: 25,2 Mio. Euro).
Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung
Für den Fall der Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:
Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich sechs Monate später (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) über das Ende des Anstellungsvertrages hinaus bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter bezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von maximal sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt (sogenanntes "Übergangsgeld"). Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält. In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen ¹ gezahlt (Cap).
Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet.
Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfallen die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.
Aufhebungsvereinbarung mit Vorstandsmitglied
Die Bestellung von Herrn Frank Annuscheit zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 28. Februar 2019. Der wesentliche Inhalt der Aufhebungsvereinbarung ist im Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2018 dargestellt.
Sonstiges
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Darstellung der Vorstandsvergütung in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
Gemäß Nummer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 (die Entsprechenserklärung der Commerzbank Aktiengesellschaft für 2019 ist auf Basis der im Jahr 2019 geltenden Kodexfassung abgegeben; auf die Empfehlungen des am 9. Mai 2019 beschlossenen, zum 31. Dezember 2019 noch nicht in Kraft getretenen neuen Deutschen Corporate Governance Kodex, wird daher im Folgenden nicht eingegangen) sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge) für das Berichtsjahr ausgewiesen werden. Dabei soll insbesondere in Festvergütung, Nebenleistungen, einjährige sowie mehrjährige variable Vergütung unterschieden werden.
Da die vom DCGK empfohlenen Mustertabellen nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung berücksichtigen und daher für Institute wie die Commerzbank weniger geeignet sind, hat die Commerzbank eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex hat die Commerzbank abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde. Dies hat die Commerzbank auch in ihrer Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG angegeben.
Sowohl in der nachfolgenden Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle wird wie im Vorjahr nicht zwischen einjähriger und mehrjähriger variabler Vergütung, sondern zwischen kurz- und langfristiger Vergütung unterschieden. Der Grund hierfür ist, dass in die gesamte variable Vergütung regelmäßig die unternehmensbezogene Zielerreichung über einen Zeitraum von drei Jahren einfließt. Ausnahmen bestehen nur aufgrund einer Übergangsregelung für neu bestellte Vorstandsmitglieder im ersten und zweiten Jahr ihrer Vorstandstätigkeit.
Die kurzfristige variable Vergütung ist der Short Term Incentive nach dem Vergütungssystem. Er wird zur Hälfte als Barbetrag nach Ablauf des Geschäftsjahres und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von zwölf Monaten und somit kurzfristig ausgezahlt. Auf den langfristigen Anteil, den Long Term Incentive, entsteht ein Anspruch nur unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung und erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von fünf Jahren.
Der Versorgungsaufwand für die Altersversorgung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in der vorhergehenden Tabelle in der Spalte "Dienstzeitaufwendungen" ausgewiesen. Der Versorgungsaufwand wird daher sowohl in der Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle nicht nochmals ausgewiesen.
Die folgenden Tabellen zeigen die tatsächlichen Zuflüsse für das Jahr 2019 und zum Vergleich die Vorjahreswerte für jedes einzelne Mitglied des Vorstands. Der Zufluss "für" das Jahr bedeutet, dass beispielsweise das STI 2019 in bar, das für das Jahr 2019 geleistet wird und bei dem alle Parameter am Schluss des Jahres feststehen, als Zufluss für 2019 dargestellt wird, obwohl die Auszahlung erst im Jahr 2020 erfolgen wird. Entsprechend ist das STI 2018 in bar, das 2019 ausgezahlt wurde, als Zufluss für 2018 dargestellt.# Compensation
The cap is calculated as twice the annual base salary, including fringe benefits (in particular, company car use with driver, security measures and insurance contributions (accident insurance) as well as the taxes incurred thereon), plus the average disclosed variable remuneration for generally the three preceding fiscal years before the termination of the supervisory board position.
| Zufluss | Martin Zielke | Frank Annuscheit | ||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Vorsitzender | Chief Operating Officer (bis 28. Feb 2019) | ||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Grundgehalt | 1.674 | 1.313 | 165 | 750 |
| Nebenleistungen¹ | 170 | 213 | 14 | 134 |
| Zwischensumme | 1.844 | 1.526 | 179 | 884 |
| Kurzfristige variable Vergütung | 326 | 416 | 106 | 270 |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | 328 | - | 216 |
| STI 2017 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | 165 | - | 91 | - |
| STI 2018 in bar | - | 88 | - | 54 |
| STI 2019 in bar | 161 | - | 15 | - |
| Langfristige variable Vergütung² | 102 | 100 | 104 | 95 |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | 100 | - | 95 |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | 102 | - | 104 | - |
| Summe | 2.272 | 2.042 | 390 | 1.249 |
| Zufluss | Dr. Marcus Chromik | Stephan Engels | Jörg Hessenmüller | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Chief Risk Officer | Chief Financial Officer | Chief Operating Officer (seit 15. Jan 2019) | |||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Grundgehalt | 990 | 750 | 990 | 750 | 953 | - |
| Nebenleistungen¹ | 74 | 68 | 120 | 129 | 51 | - |
| Zwischensumme | 1.064 | 818 | 1.110 | 879 | 1.004 | - |
| Kurzfristige variable Vergütung | 209 | 260 | 196 | 273 | 94 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | 206 | - | 219 | - | - |
| STI 2017 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | 107 | - | 98 | - | - | - |
| STI 2018 in bar | - | 54 | - | 54 | - | - |
| STI 2019 in bar | 102 | - | 98 | - | 94 | - |
| Langfristige variable Vergütung² | - | - | 97 | 87 | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | 87 | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | 97 | - | - | - |
| Summe | 1.273 | 1.078 | 1.403 | 1.239 | 1.098 | - |
| Zufluss | Michael Mandel | Dr. Bettina Orlopp | Michael Reuther | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Privat- und Unternehmerkunden (seit 23. Mai 2016) | Group Compliance, Group Human Resources, Group Legal (seit 1. Nov 2017) | Firmenkunden | |||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Grundgehalt | 990 | 750 | 990 | 750 | 990 | 750 |
| Nebenleistungen¹ | 105 | 114 | 88 | 92 | 151 | 141 |
| Zwischensumme | 1.095 | 864 | 1.078 | 842 | 1.141 | 891 |
| Kurzfristige variable Vergütung | 184 | 193 | 113 | 54 | 148 | 226 |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | 133 | - | - | - | 178 |
| STI 2017 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | 98 | - | 17 | - | 73 | - |
| STI 2018 in bar | - | 60 | - | 54 | - | 48 |
| STI 2019 in bar | 86 | - | 96 | - | 75 | - |
| Langfristige variable Vergütung² | - | - | - | - | 99 | 95 |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | 95 |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | 99 | - |
| Summe | 1.279 | 1.057 | 1.191 | 896 | 1.388 | 1.212 |
¹ Under fringe benefits, the benefits in kind granted, taxes attributable to benefits in kind, and employer contributions to the BVV are disclosed.
² Inflows from long-term variable remuneration for performance years from 2015 onwards will only be made from 2021.
The following table shows the benefits granted, consisting of fixed remuneration (base salary and fringe benefits) and variable remuneration in the amount of the determined total target achievement amount, the short-term and long-term components of variable remuneration, and the minimum and maximum amount of total variable remuneration for each individual member of the Management Board. Deviating from the DCGK model table for the benefits granted, the allocated variable remuneration is not stated at the target value, i.e., the value at a target achievement of 100% or a comparable value of a medium probability scenario. Instead, the total target achievement amounts determined by the Supervisory Board for each Management Board member are disclosed. The table takes into account the actual target achievement of the Management Board members and therefore has a higher informative value with regard to variable remuneration for the past fiscal year than the disclosure at a hypothetical target achievement of 100%.
40% of the total target achievement amount or the disclosed minimum and maximum values are attributable to short-term variable remuneration (STI). 60% of the total target achievement amount or the disclosed minimum and maximum values are attributable to long-term variable remuneration (LTI). Both remuneration components are based on shares to the extent of half. In its meeting on February 12, 2020, the Supervisory Board set the total target achievement amounts for variable remuneration for the 2019 fiscal year for the individual members of the Management Board. The total target achievement amount does not necessarily correspond to a later payout amount. On the one hand, the Supervisory Board may reduce the portion attributable to LTI within the scope of subsequent performance assessment if the original determination has not proven to be accurate in retrospect. On the other hand, half of the variable remuneration is share-based. Changes in the price of Commerzbank shares compared to the conversion rate will therefore lead to changes in the payout amounts.
| Zuwendungen | Feste Vergütung | Variable Vergütung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Grundgehalt | Nebenleistungen² | kurzfristig | STI in bar | STI in virtuellen Aktien |
| Martin Zielke | |||||
| 2019 | 1.674 | 170 | 161 | 161 | |
| 2018 | 1.313 | 213 | 88 | 88 | |
| Frank Annuscheit | |||||
| 2019 | 165 | 14 | 15 | 15 | |
| 2018 | 750 | 134 | 54 | 54 | |
| Dr. Marcus Chromik | |||||
| 2019 | 990 | 74 | 102 | 102 | |
| 2018 | 750 | 68 | 54 | 54 | |
| Stephan Engels | |||||
| 2019 | 990 | 120 | 98 | 98 | |
| 2018 | 750 | 129 | 54 | 54 | |
| Jörg Hessenmüller | |||||
| 2019 | 953 | 51 | 94 | 94 | |
| 2018 | - | - | - | - | - |
| Michael Mandel | |||||
| 2019 | 990 | 105 | 86 | 86 | |
| 2018 | 750 | 114 | 60 | 60 | |
| Dr. Bettina Orlopp | |||||
| 2019 | 990 | 88 | 96 | 96 | |
| 2018 | 750 | 92 | 54 | 54 | |
| Michael Reuther | |||||
| 2019 | 990 | 151 | 75 | 75 | |
| 2018 | 750 | 141 | 48 | 48 | |
| Summe | |||||
| 2019 | 7.742 | 773 | 727 | 727 | |
| 2018 | 5.813 | 891 | 412 | 412 |
| Zuwendungen | Variable Vergütung | Zugewendete Gesamtvergütung¹ | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | langfristig | Gesamtzielerreichungsbetrag | LTI in bar | LTI in virtuellen Aktien | Min |
| Martin Zielke | |||||
| 2019 | 241 | 804 | 1.674 | 2.648 | 132 |
| 2018 | 132 | 440 | 0 | 2.443 | 1.966 |
| Frank Annuscheit | |||||
| 2019 | 23 | 77 | 165 | 256 | 81 |
| 2018 | 81 | 270 | 0 | 1.500 | 1.154 |
| Dr. Marcus Chromik | |||||
| 2019 | 152 | 508 | 990 | 1.572 | 81 |
| 2018 | 81 | 270 | 0 | 1.500 | 1.088 |
| Stephan Engels | |||||
| 2019 | 146 | 488 | 990 | 1.598 | 81 |
| 2018 | 81 | 270 | 0 | 1.500 | 1.149 |
| Jörg Hessenmüller | |||||
| 2019 | 141 | 470 | 953 | 1.474 | - |
| 2018 | - | - | - | - | - |
| Michael Mandel | |||||
| 2019 | 129 | 429 | 990 | 1.524 | 90 |
| 2018 | 90 | 300 | 0 | 1.500 | 1.164 |
| Dr. Bettina Orlopp | |||||
| 2019 | 145 | 482 | 990 | 1.560 | 81 |
| 2018 | 81 | 270 | 0 | 1.500 | 1.112 |
| Michael Reuther | |||||
| 2019 | 113 | 376 | 990 | 1.517 | 72 |
| 2018 | 72 | 240 | 0 | 1.500 | 1.131 |
| Summe | |||||
| 2019 | 1.090 | 3.634 | 7.742 | 12.149 | 618 |
| 2018 | 618 | 2.060 | 0 | 11.443 | 8.764 |
¹ The total remuneration does not include pension expenses. These are already presented in the section on retirement benefits.
² Under fringe benefits, the benefits in kind granted, taxes attributable to benefits in kind, and employer contributions to the BVV are disclosed.
³ Maximum amount in the reporting year, i.e., without any price increases of the share-based component.
4 The appointment of Frank Annuscheit as a member of the Management Board ended on February 28, 2019.
5 Jörg Hessenmüller has been a member of the Management Board since January 15, 2019.
Presentation of Management Board Remuneration According to German Accounting Standard No. 17 (DRS 17)
The following presentation shows the Management Board remuneration in accordance with the provisions of DRS 17. The amounts shown differ from those shown above based on the DCGK. The reason for this is that the presentation according to DRS 17 provides for special regulations. The main differences leading to deviating values are:
- The LTI components of the remuneration system are to be disclosed according to DRS 17 only after the subsequent performance assessment has been carried out and the five-year retention period has expired. They are therefore not included in the DRS 17 table, in contrast to the benefits table, which is based on the DCGK regulations.
- The value of the share-based STI component in the DRS 17 table is to be stated at the price on the day the Supervisory Board determines the total target achievement amounts. This means that a price development of Commerzbank shares from the beginning of the year to the day of determination is included in the value disclosure. In the benefits table, which is based on the DCGK, this component is stated at 20% of the total target achievement amount. This is the value before conversion into a number of virtual shares and thus without any price development, which regularly results in a deviating value.
| Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd.€ | mit kurzfristiger Anreizwirkung | Grundgehalt | Nebenleistungen³ | STI in bar⁴ | STI in virtuellen Aktien⁵ |
| Martin Zielke | |||||
| 2019 | 1.674 | 170 | 161 | 175 | 29.546 |
| 2018 | 1.313 | 213 | 88 | 73 | 11.742 |
| Frank Annuscheit | |||||
| 2019 | 165 | 14 | 15 | 17 | 2.825 |
| 2018 | 750 | 134 | 54 | 45 | 7.210 |
| Dr. Marcus Chromik | |||||
| 2019 | 990 | 74 | 102 | 111 | 18.684 |
| 2018 | 750 | 68 | 54 | 45 | 7.210 |
| Stephan Engels | |||||
| 2019 | 990 | 120 | 98 | 106 | 17.956 |
| 2018 | 750 | 129 | 54 | 45 | 7.210 |
| Jörg Hessenmüller | |||||
| 2019 | 953 | 51 | 94 | 102 | 17.281 |
| 2018 | - | - | - | - | - |
| Michael Mandel | |||||
| 2019 | 990 | 105 | 86 | 93 | 15.773 |
| 2018 | 750 | 114 | 60 | 50 | 8.011 |
| Dr. Bettina Orlopp | |||||
| 2019 | 990 | 88 | 96 | 105 | 17.714 |
| 2018 | 750 | 92 | 54 | 45 | 7.210 |
| Michael Reuther | |||||
| 2019 | 990 | 151 | 75 | 82 | 13.831 |
| 2018 | 750 | 141 | 48 | 40 | 6.409 |
| Summe | |||||
| 2019 | 7.742 | 773 | 727 | 791 | 133.610 |
| 2018 | 5.813 | 891 | 412 | 343 | 55.002 |
| Erfolgsabhängige Komponenten | Gesamtbezüge gemäß DRS 17² | |
|---|---|---|
| Tsd.€ | mit langfristiger Anreizwirkung¹ | |
| Martin Zielke | ||
| 2019 | - | 2.180 |
| 2018 | - | 1.687 |
| Frank Annuscheit | ||
| 2019 | - | 211 |
| 2018 | - | 983 |
| Dr. Marcus Chromik | ||
| 2019 | - | 1.277 |
| 2018 | - | 917 |
| Stephan Engels | ||
| 2019 | - | 1.314 |
| 2018 | - | 978 |
| Jörg Hessenmüller | ||
| 2019 | - | 1.200 |
| 2018 | - | - |
| Michael Mandel | ||
| 2019 | - | 1.274 |
| 2018 | - | 974 |
| Dr. Bettina Orlopp | ||
| 2019 | - | 1.279 |
| 2018 | - | 941 |
| Michael Reuther | ||
| 2019 | - | 1.298 |
| 2018 | - | 979 |
| Summe | ||
| 2019 | - | 10.033 |
| 2018 | - | 7.459 |
¹ The long-term incentive components are granted only after the subsequent performance assessment by the Supervisory Board has been completed and the retention period has expired. This is generally five years, or seven years for Jörg Hessenmüller due to his appointment in 2019.
² The amounts to be presented as total remuneration according to DRS 17 for the 2019 fiscal year include only those components for which a legally binding claim has already arisen on the part of the Management Board members.# Weitere Pflichtangaben gemäß IFRS 2
Nach IFRS 2 sind aufgrund des 3-Jahres-Zeitraums, der dem Vergütungssystem zugrunde liegt und für die Ermittlung der Zielerreichung maßgeblich ist, bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr anteilige Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre zu erfassen. Die im Folgenden dargestellten Aufwendungen für das Jahr 2019 spiegeln daher weder die nach DRS 17 darzustellenden Bezüge noch tatsächliche Erwartungswerte oder Auszahlbeträge wider.
Die als Aufwand erfassten aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 betragen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 1.595 Tsd. Euro; davon für Jörg Hessenmüller 433 Tsd. Euro, für Martin Zielke 327 Tsd. Euro, für Dr. Bettina Orlopp 247 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 202 Tsd. Euro, für Stephan Engels 198 Tsd. Euro, für Michael Mandel 163 Tsd. Euro, für Michael Reuther 42 Tsd. Euro sowie für Frank Annuscheit - 17 Tsd. Euro.
Im Vorjahr waren als Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 insgesamt 342 Tsd. Euro zu erfassen; davon für Dr. Bettina Orlopp 289 Tsd. Euro für Martin Zielke 97 Tsd. Euro, für Michael Mandel 63 Tsd. Euro, für Stephan Engels 58 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 53 Tsd. Euro sowie für Frank Annuscheit - 173 Tsd. Euro und für Michael Reuther - 45 Tsd. Euro.
Kredite an Mitglieder des Vorstands
Kredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2043 sowie zu Zinssätzen zwischen 0,7 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 9,5 %, herausgelegt. Die Kredite, hauptsächlich Immobilienfinanzierungen, sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 5.549 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3.494 Tsd. Euro. Im Jahr 2019 sind Tilgungen in Höhe von 424 Tsd. Euro erfolgt. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.
Aufsichtsrat
Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2019
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 20. April 2016 beschlossen. Nach dem Vergütungssystem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 80 Tsd. Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte dieser Vergütung. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und für die Mitgliedschaft im Risikoausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder jeweils zusätzlich eine Vergütung von jährlich 30 Tsd. Euro. Für die Mitgliedschaft in einem anderen Aufsichtsratsausschuss, der mindestens einmal im Kalenderjahr tagt, erhalten die Ausschussmitglieder zusätzlich eine Vergütung von jährlich 20 Tsd. Euro. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte dieser Beträge. Diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt, wobei die drei am höchsten vergüteten Ämter herangezogen werden. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem Aufsichtsratsausschuss angehört haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine im Verhältnis der Zeit geringere anteilige Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung oder Telefonkonferenz des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Für mehrere Sitzungen oder Telefonkonferenzen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Grundvergütung, die Ausschussvergütung und das Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zahlbar. Die Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung oder den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden werden in angemessenem Umfang personelle und sachliche Ausstattung zur Verfügung gestellt sowie insbesondere Reisekosten für durch seine Funktion veranlasste Repräsentationsaufgaben und Kosten für aufgrund seiner Funktion gebotene Sicherheitsmaßnahmen erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2019 damit eine Vergütung von netto insgesamt 3.321,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.174,0 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grundvergütung 1.840,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.842,2 Tsd. Euro) und auf die Ausschussvergütung 983,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 910,3 Tsd. Euro). Auf das Sitzungsgeld entfallen 498,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 421,5 Tsd. Euro).
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
| Tsd. € | Grundvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Stefan Schmittmann (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 240,0 | 120,0 | 31,5 | 391,5 |
| 2018 | 155,3 | 77,7 | 15,0 | 248,0 |
| Klaus-Peter Müller (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 85,3 | 42,7 | 9,0 | 137,0 |
| Uwe Tschäge | ||||
| 2019 | 160,0 | 60,0 | 28,5 | 248,5 |
| 2018 | 160,0 | 60,0 | 22,5 | 242,5 |
| Hans-Hermann Altenschmidt (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | 24,9 | 15,0 | 68,3 |
| Heike Anscheit | ||||
| 2019 | 80,0 | 20,0 | 22,5 | 122,5 |
| 2018 | 80,0 | 12,9 | 13,5 | 106,4 |
| Alexander Boursanoff (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | - | 18,0 | 98,0 |
| 2018 | 51,8 | - | 10,5 | 62,3 |
| Gunnar de Buhr | ||||
| 2019 | 80,0 | 50,0 | 28,5 | 158,5 |
| 2018 | 80,0 | 50,0 | 24,0 | 154,0 |
| Stefan Burghardt | ||||
| 2019 | 80,0 | 50,0 | 25,5 | 155,5 |
| 2018 | 80,0 | 50,0 | 19,5 | 149,5 |
| Sabine Ursula Dietrich | ||||
| 2019 | 80,0 | 60,0 | 21,0 | 161,0 |
| 2018 | 80,0 | 45,9 | 15,0 | 140,9 |
| Monika Fink (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 30,0 | 25,5 | 135,5 |
| 2018 | 51,8 | 19,4 | 15,0 | 86,2 |
| Karl-Heinz Flöther (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | 10,7 | 10,5 | 49,6 |
| Dr. Tobias Guldimann (seit 3. Mai 2017) | ||||
| 2019 | 80,0 | 91,3 | 34,5 | 205,8 |
| 2018 | 80,0 | 68,9 | 27,0 | 175,9 |
| Dr. Rainer Hillebrand (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 50,0 | 25,5 | 155,5 |
| 2018 | 51,8 | 32,3 | 10,5 | 94,6 |
| Christian Höhn (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 60,0 | 24,0 | 164,0 |
| 2018 | 51,8 | 38,8 | 13,5 | 104,1 |
| Stefan Jennes (1. Februar 2017 bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | - | 4,5 | 32,9 |
| Kerstin Jerchel (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | - | 15,0 | 95,0 |
| 2018 | 51,8 | - | 10,5 | 62,3 |
| Dr. Markus Kerber | ||||
| 2019 | 80,0 | 70,0 | 25,5 | 175,5 |
| 2018 | 80,0 | 70,0 | 25,5 | 175,5 |
| Alexandra Krieger | ||||
| 2019 | 80,0 | - | 18,0 | 98,0 |
| 2018 | 80,0 | - | 13,5 | 93,5 |
| Oliver Leiberich (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | - | 4,5 | 32,9 |
| Dr. Stefan Lippe (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | 10,7 | 7,5 | 46,6 |
| Beate Mensch (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | - | 3,0 | 31,4 |
| Anja Mikus | ||||
| 2019 | 80,0 | 70,0 | 27,0 | 177,0 |
| 2018 | 80,0 | 62,9 | 25,5 | 168,4 |
| Dr. Victoria Ossadnik (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 21,3 | 25,5 | 126,8 |
| 2018 | 51,8 | 12,9 | 10,5 | 75,2 |
| Dr. Helmut Perlet (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | 32,0 | 10,5 | 70,9 |
| Mark Roach (bis 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | - | - | - | - |
| 2018 | 28,4 | - | 4,5 | 32,9 |
| Robin J. Stalker (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 60,0 | 30,0 | 170,0 |
| 2018 | 51,8 | 38,8 | 18,0 | 108,6 |
| Nicholas Teller | ||||
| 2019 | 80,0 | 81,3 | 31,5 | 192,8 |
| 2018 | 80,0 | 80,0 | 25,5 | 185,5 |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | ||||
| 2019 | 80,0 | 70,0 | 25,5 | 175,5 |
| 2018 | 80,0 | 55,9 | 25,5 | 161,4 |
| Stefan Wittmann (seit 8. Mai 2018) | ||||
| 2019 | 80,0 | 20,0 | 15,0 | 115,0 |
| 2018 | 51,8 | 12,9 | 12,0 | 76,7 |
| Summe | ||||
| 2019 | 1.840,0 | 983,9 | 498,0 | 3.321,9 |
| 2018 | 1.842,2 | 910,3 | 421,5 | 3.174,0 |
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2019 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,0 und 2,3 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 9,4 %, herausgelegt. Die Kredite, hauptsächlich Immobilienfinanzierungen, sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 1.468 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 1.578 Tsd. Euro. Im Jahr 2019 sind Tilgungen in Höhe von 113 Tsd. Euro erfolgt. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.
Sonstige Angaben
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.
Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft
Nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen sowie von Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 und § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuches (HGB)
Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des Grundkapitals
Das Grundkapital der Commerzbank betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1.252.357.634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1.252.357.634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, mit denen die gleichen Rechte und Pflichten verbunden sind. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen; Art der Stimmrechtskontrolle bei Mitarbeiterbeteiligung
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Mitarbeiter, die Aktien der Commerzbank halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe von Gesetz und Satzung aus.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands; Änderungen der Satzung
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 AktG und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern muss der BaFin, der Deutschen Bundesbank und der EZB nachgewiesen werden, dass diese zuverlässig, fachlich geeignet und in ausreichendem Maße zeitlich verfügbar sind. Die fachliche Eignung setzt voraus, dass sie in ausreichendem Maße theoretische und praktische Kenntnisse in den Geschäften der Bank sowie Leitungserfahrung haben (§ 24 Abs. 1 Nr. 1, § 25c Abs. 1 KWG, Art. 93 EU-Verordnung Nr. 468/2014 (SSM-Rahmenverordnung)).
Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt.
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 626.178.817,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 und Abs. 4 (Genehmigtes Kapital 2019/I und Genehmigtes Kapital 2019/II) der am 31. Dezember 2019 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 den Vorstand zur Ausgabe von Genussrechten und anderen hybriden Schuldverschreibungen gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 5.000.000.000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auf die Finanzinstrumente in bestimmten Fällen auszuschließen. Für die Einzelheiten des Genehmigten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Note 62 auf Seite 253 ff.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots
Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels aufgrund einer Verschmelzung oder Vermögensübertragung bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind weder mit Vorstandsmitgliedern noch mit Mitarbeitern der Commerzbank getroffen worden.
Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte
Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.
Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander verknüpft. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS" ("Internes Kontrollsystem") verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 100 bis 101 entnommen werden.
Das Ziel einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Rechnungslegungsprozessen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von wesentlichen Informationen im Rahmen der Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der Finanzberichterstattung zu gewährleisten.
Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien
In § 315 Abs. 4 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (Ma-Risk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt. Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
― Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse,
― Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften und
― Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung.
Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standard on Auditing (ISA) 315".# Organisation
Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist die Schriftlich Fixierte Ordnung (SFO). Die SFO ist als die nachvollziehbare sowie laufend zu aktualisierende Darstellung der Aufbau-und Ablauforganisation einschließlich des Kompetenzgefüges eines Unternehmens definiert. Der verbindliche, regulatorisch geforderte Standard für die Ablauforganisation wird mit der SFO-Policy sowie dem Process Framework gesetzt. Diese bilden den Rahmen für Prozessbeschreibungen und weitere Anweisungen. Die Dokumentation und Aktualisierung der Aufbauorganisation wird als Teil der SFO verstanden und gibt als Governance Framework für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen vor. Primäres Merkmal ist das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Sachkostenkompetenz auf den darunterliegenden Führungsebenen.
Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
* Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand,
* Geschäftsordnungen,
* Organigramme,
* Geschäftsaufträge und
* Regelungen für Sachkostenkompetenzen.
Die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente zur Sicherstellung eines funktionsfähigen und effizienten Kontrollgefüges werden in der Commerzbank AG in drei hintereinandergeschalteten Ebenen eingeordnet. Das "Three Lines of Defence"-Modell ist als zentraler Bestandteil in der Unternehmensverfassung verankert. Zudem sind inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.
In Anlehnung an die MaRisk liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS beim Gesamtvorstand. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des konzernweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem Gesamtvorstand obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.
In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel im Rahmen der Mängelverfolgung und Berichterstattung durch die Interne Revision.
Die Interne Revision (Group Audit) unterrichtet den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse und Komitees entsprechend den regulatorischen Anforderungen sowie mittels zusammenfassender Berichte quartalsweise über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.
Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung von Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. Seit Mitte des Jahres werden der Betrieb und die fortlaufende technische und fachliche Weiterentwicklung der Infrastruktur für die Finance-Kernprozesse in den in GM-F angesiedelten Key Areas der Cluster-Lieferorganisation verantwortet.
Kontrollen zur Risikominimierung
Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Darüber hinaus existieren weitere Maßnahmen wie Kompetenzregelungen, Funktionstrennung und die Vergabe von IT-Berechtigungen, die ebenso zur Erhöhung der Datenqualität beitragen. In der weiteren Datenverarbeitung existieren zusätzliche Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten prüfen.
Überwachung durch Group Audit
Group Audit (GM-A) erbringt als Interne Revision im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.
GM-A ist ein Instrument des gesamten Vorstands, ihm unmittelbar unterstellt und berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten (einschließlich Projekten) und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig und kann diese in die Prüfungstätigkeiten einbinden.
Die Interne Revision hat risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des IKS im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse zu prüfen und zu beurteilen. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein vollständiges und uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der internen und externen Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der berichteten Mängel. Bei nicht fristgerecht abgestelltem Handlungsbedarf kommt ein mehrstufiges Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die Einhaltung des Prüfungsplans, die wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.
Prozess der Finanzberichterstattung
Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland erfolgt mit einer Finanzarchitektur - bestehend aus einem Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und einer SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten.
Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt.
Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.
Die IFRS-Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten erfolgt durch ein separates IT-System. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.# Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung
Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurde das Control Environment Finance (CEF) fest in Group Finance implementiert. Basis für CEF ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
- Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
- Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
- Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt. Durch diese Vorgehensweise werden Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden.
Sonstiges
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.
Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht
Der unternehmerische Erfolg der Commerzbank wird auch von nichtfinanziellen Faktoren beeinflusst. Diese berichten wir für den Konzern und die Commerzbank Aktiengesellschaft mit dem nachfolgenden "zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht" (im Folgenden "nichtfinanzieller Bericht") nach den Vorgaben des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Informationen auf den Konzern. Neben der Muttergesellschaft Commerzbank Aktiengesellschaft wurden dabei die wesentlichen Tochtergesellschaften comdirect bank AG, Commerz Real AG, mBank S. A. und Commerzbank Finance & Covered Bond S. A. einbezogen.
Unsere Verantwortung
Das Geschäftsmodell der Commerzbank lebt von der gesellschaftlichen Akzeptanz. Sie ist Grundvoraussetzung für unseren ökonomischen Erfolg. Deshalb verfolgen wir gesellschaftliche Entwicklungen und politische Megatrends aufmerksam und bewerten sie hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken. Unsere Stakeholder erwarten von uns einen verantwortungsvollen Umgang mit den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit. Dieser Verantwortung stellen wir uns: Wir haben verbindliche Regelungen für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken definiert. Transparenz und Fairness gegenüber unseren Kunden bilden eine tragende Säule für die nachhaltige Geschäftsentwicklung. Eine weitere ist der partnerschaftliche Umgang mit unseren Mitarbeitern - auch und gerade in Zeiten großer Umbrüche und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Strategie weiterentwickelt
Mit der im September 2019 veröffentlichten Strategie "Commerzbank 5.0" verankert die Bank unternehmerische Verantwortung künftig noch stärker im Geschäftsmodell. Verantwortungsvolles Banking steht hierbei für den Dreiklang aus Integrität, Datensicherheit und Nachhaltigkeit: Integrität und Compliance sind wesentliche Bestandteile unseres Geschäftsmodells. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Daten unserer Kunden ist seit jeher Kernkompetenz der Commerzbank - und im Zuge der Digitalisierung von zunehmender Bedeutung. Darüber hinaus wollen wir einen größeren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten, indem wir Klimarisiken bei Finanzierungen stärker berücksichtigen, das Angebot umweltfreundlicher Produkte deutlich ausbauen und den Anteil erneuerbarer Energien am durch uns finanzierten Energiemix erweitern. Zum nachhaltigen Bankgeschäft gehört außerdem, dass wir unseren eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten. Im Dezember 2019 veröffentlichte zudem die mBank als eigenständiges Institut ihre neue Strategie "Growth fuelled by our clients" für die Jahre 2020 bis 2023. Durch die Einbindung von Fragen der Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie bekräftigt die mBank ihre Absicht, sich an den für sie relevanten Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zu orientieren.
Kräfte bündeln
Um das mit "Commerzbank 5.0" formulierte Versprechen von verantwortungsvollem Banking zu untermauern, hat sich die Commerzbank Aktiengesellschaft im September 2019 als einer der Erstunterzeichner zu den Principles for Responsible Banking der Vereinten Nationen verpflichtet. Deren sechs Prinzipien unterstützen die Ziele des Pariser Klimaabkommens und der UN Sustainable Development Goals. Ebenfalls im September erfolgte das Commitment zu den Green Investment Principles for the Belt and Road Initiative. Hier geht es darum, Infrastrukturprojekte in den Ländern entlang der "neuen Seidenstraße" möglichst emissionsarm und nachhaltig zu gestalten. Das sind zwei aktuelle Beispiele aus einer Vielzahl von Initiativen, in denen sich Unternehmen des Konzerns für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. Commerzbank Aktiengesellschaft und mBank sind außerdem Unterzeichner des UN Global Compact und berücksichtigen als solche die dort formulierten zehn Prinzipien für Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umwelt sowie gegen Korruption.
Erfolg bewerten
Bei der Entwicklung der neuen Strategie konnte die Commerzbank auf langjährige Erfahrung und vielfältige Maßnahmen für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung aufbauen: Die dafür relevanten Bereiche - Kundensegmente ebenso wie Compliance, Human Resources, Datenschutz, Umweltmanagement oder Einkauf und IT - haben bereits 2017 gemeinsam ein Nachhaltigkeitsprogramm mit 100 Zielen formuliert, an deren Erreichung oder Weiterentwicklung wir seither arbeiten. Der Erfolg dieses Programms spiegelt sich auch in der Bewertung von Nachhaltigkeitsratings und in der Berücksichtigung in entsprechenden Indizes wider. Wesentliche Ratingagenturen für Nachhaltigkeit bewerteten die Commerzbank Aktiengesellschaft 2019 über dem Branchendurchschnitt: ISS-oekom mit C und damit Prime-Status, MSCI mit A, CDP mit B, imug ebenfalls mit B "positive" und bei Sustainalytics sind wir mit 75 von 100 Punkten "Outperformer". Die Commerzbank Aktiengesellschaft wurde im Juli 2019 in den Nachhaltigkeitsindex FTSE4Good aufgenommen und wird in vier Ethical- und ESG-Equity-Indizes von ECPI geführt (ESG steht für den Dreiklang aus "Environment, Social, Governance"). Außerdem bewertete das MSCI-ESG-Rating im Berichtsjahr comdirect mit BB und die mBank mit A. Die mBank wurde darüber hinaus in den neuen WIG-ESG-Index der Warschauer Börse aufgenommen. Die Commerzbank erhält immer wieder Auszeichnungen für ihr Engagement für Umwelt und Gesellschaft. Dazu gehörte 2019 die Aufnahme in den "Global 100 Most Sustainable Corporations in the World Index" durch die kanadische Organisation Corporate Knights. Unter den fünf hier gelisteten deutschen Unternehmen nimmt die Commerzbank die zweite Stelle ein. Nachfolgend erläutern wir im Detail, wie wir unsere Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft sowie Kunden und Mitarbeitern konkret wahrnehmen. Welche Erfolge wir dabei erzielt haben und woran wir noch arbeiten. Wofür wir stehen und uns engagieren. Heute und in Zukunft.
Unser Beitrag für ein nachhaltiges Finanzwesen
Finanzinstituten kommt eine besondere Rolle zu bei der Begrenzung der Erderwärmung, zu der sich die Staatengemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 verpflichtet hat. Dort wurde als eines von drei Zielen vereinbart, die globalen Finanzströme in Projekte und Technologien zu lenken, die Treibhausgasemissionen vermindern und eine klimaresistente Entwicklung fördern. Ziel ist eine schrittweise Dekarbonisierung der Industrie mithilfe finanzwirtschaftlicher Instrumente. Das kann beispielsweise durch Förderung erneuerbarer Energien erfolgen oder durch den Verzicht auf bestimmte Geschäfte wie die Kohlefinanzierung. Dieser "Sustainable Finance" genannte Beitrag der Finanzindustrie für eine nachhaltige Entwicklung bietet uns als Bank zahlreiche Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse von Investoren und Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Deswegen entwickeln wir Produkte und Dienstleistungen, die diesen Veränderungen gerecht werden und dabei ökologischen oder sozialen Nutzen entfalten. Gleichzeitig wollen wir negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft verhindern und Risiken vermeiden oder verringern, die sich daraus ergeben könnten.
Ganzheitliches Risikomanagement
Von großer Bedeutung für ein nachhaltiges Finanzwesen ist die Integration nichtfinanzieller Aspekte in das Risikomanagement der Bank. Dazu gehören Risiken, die aus dem Klimawandel resultieren. Sie sind Bestandteil des Gesamtrisikomanagements und werden im Zuge von "Commerzbank 5.0" künftig noch stärker in der Risikostrategie verankert. Das Kreditrisikomanagement bezieht Klimafragen schon heute in die Länder- und Branchenanalyse und bei der Risikobewertung mit ein.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Zu den physischen Risiken gehören etwa steigende Meeresspiegel und Überschwemmungen für den Immobiliensektor sowie Ernteausfälle in der Landwirtschaft oder Niedrigwasser in Flüssen mit Auswirkungen auf Transportwesen und chemische Industrie. Übergangsrisiken wie Änderungen in der Energiepolitik werden ebenfalls bei der Analyse berücksichtigt. Die Kreditentscheidung für Unternehmen und institutionelle Kunden basiert somit neben einer individuellen Risikobewertung auch - sofern relevant - auf der Betroffenheit durch Klimarisiken und der Widerstandsfähigkeit dagegen. Falls ein Kunde mit einer gesteigerten Wahrscheinlichkeit einem physischen Klimarisiko ausgesetzt ist, wird eine Szenarioanalyse erstellt und die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingten Phänomenen getestet. Haltung zeigen Risiken für Umwelt und Gesellschaft, die sich aus unserem Kerngeschäft ergeben, werden dagegen im Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft bewertet. Die Bank hat eine klare Haltung zu kontrovers diskutierten Themen wie Waffen, umweltbelastenden Energieträgern oder spekulativen Geschäften mit Grundnahrungsmitteln: Im "Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft", das im Internet veröffentlicht ist, beschreiben wir detailliert den Prozess, wie wir diese Risiken steuern. Zudem enthält das Rahmenwerk alle branchenspezifischen Anforderungen, beispielsweise zu Bergbau, Energie sowie Öl und Gas. Branchenübergreifende Anforderungen betreffen Menschenrechte und indigene Völker. Für besonders kritische Produkte, Geschäfte oder Geschäftsbeziehungen wurden Ausschlusskriterien formuliert. Hierzu gehören Projekte mit Bezug zu Fracking oder Teersanden, aber auch die konzernweite Entscheidung, keine neuen Kohleminen oder -kraftwerke zu finanzieren. Nachdem sich die Muttergesellschaft bereits mit ihrer Kohleposition 2018 dazu entschlossen hat, folgte im April 2019 eine entsprechende Richtlinie der polnischen Tochter mBank.
Bei der Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken beschränkt sich die Commerzbank Aktiengesellschaft nicht auf das rechtlich Mögliche, sondern stellt auch bei legalen Geschäften die Frage nach der Legitimität. Ein Beispiel dafür ist die Waffenrichtlinie: Wir erkennen zwar grundsätzlich das Selbstverteidigungsrecht von Staaten an und stellen die Notwendigkeit einer angemessenen Ausrüstung der Bundeswehr oder von Nato-Partnern nicht infrage. Dennoch machen wir die Finanzierung von Rüstungsgütern von den involvierten Ländern und von der zu finanzierenden Waffenart abhängig. Wir beteiligen uns generell nicht an Finanztransaktionen, die einen Bezug zu sogenannten "kontroversen Waffen" haben. Außerdem sind Rüstungsexporte in Konflikt- und Spannungsgebiete durch unsere Waffenrichtlinie ausgeschlossen. Hier sind wir restriktiver als es regulatorisch vorgeschrieben ist und nehmen auch Länder auf die Ausschlussliste, die nicht von Sanktionen oder Embargos betroffen sind. Die Länderliste wird quartalsweise sowie anlassbezogen geprüft und angepasst.
Grenzen setzen
Das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft legt somit die Voraussetzungen und Grenzen für die Geschäftstätigkeit fest und bewertet Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen differenziert. Der Prüfprozess startet auf der Marktseite: Sobald ein von der Bank als sensibel definiertes Themenfeld tangiert wird, ist das Reputationsrisiko-Management einzubinden. Dort wird eine intensive Recherche möglicher ökologischer oder sozialer Risiken durchgeführt, die mit den bestehenden oder potenziellen Geschäftspartnern beziehungsweise dem Geschäftsinhalt verbunden sein könnten. Hierbei greift die Abteilung auf Informationen und Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Analysten ebenso zurück wie auf Medienberichte und Unternehmensveröffentlichungen. Die Analyse wird durch ein differenziertes Votum abgeschlossen. Die Bewertung erfolgt anhand einer fünfpoligen Skala und kann bis zur Ablehnung führen.
― Wesentliche Kennzahl: 2019 prüfte das ReputationsrisikoManagement der Commerzbank Aktiengesellschaft rund 5.450 Geschäfte, Geschäftsbeziehungen und Produkte mit Bezug zu besonderen ökologischen, sozialen und ethischen Themen (2018: 5.900 Voten, 2017: 6.000 Voten). Der Rückgang bei der Anzahl der Voten ergab sich durch eine Adjustierung des Votierungs-Scopes sowie einen restriktiveren Umgang mit Geschäften in kontroversen Branchen. Aufgrund der besonderen Risiken, die mit den Branchen Energie und Rüstung verbunden sind, hat die Commerzbank Aktiengesellschaft zu den Bereichen Rüstung und Kohle jeweils eine eigene Richtlinie verabschiedet, die viele entsprechende Geschäfte und Geschäftsbeziehungen als prüfpflichtig definiert. So unterzieht das Reputationsrisiko-Management beispielsweise jede Transaktion, die im Zusammenhang mit Lieferungen einzelner Kohlekraftwerkskomponenten steht, einer kritischen Einzelfallprüfung. Auch die Finanzierungen von Rüstungslieferungen werden gemäß Richtlinie auf Einzelfallbasis geprüft.
Verteilung der Risikobewertung 2019 auf verschiedene Branchen
| Branche | Anzahl Voten |
|---|---|
| Öl und Gas | 1.184 |
| Energie | 1.130 |
| Rüstung | 1.090 |
| Land- und Forstwirtschaft | 526 |
| Bergbau | 480 |
| Textil | 304 |
| andere Branchen | 735 |
| Gesamt | 5.449 |
Als eine Abteilung des Konzernbereichs Group Communications liegt das Reputationsrisiko-Management im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Steuerung von Reputationsrisiken ist zudem Teil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank (für weitere Informationen siehe Konzernrisikobericht, Abschnitt "Sonstige Risiken"). Stellt das ReputationsrisikoManagement im Rahmen einer Prüfung ein erhebliches Reputationsrisiko fest, wird stets ein Bereichsvorstand involviert. In gravierenden Fällen ist eine Eskalation zum Konzernvorstand möglich. Im Rahmen des Reportings werden alle erheblichen und hohen Reputationsrisiko-Voten vierteljährlich dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats vorgestellt. Um das Reputationsrisiko-Management weiterzuentwickeln, beobachtet die Commerzbank Aktiengesellschaft fortlaufend potenziell ökologisch und sozial relevante Themen und prüft deren mögliche Einbettung in die Prozesse und Bewertungskriterien der Bank. So erfolgte 2019 die Veröffentlichung einer neuen Position zur Tabak- und Zigarettenproduktion. Alle sensiblen Themenfelder, Positionen und Richtlinien werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Auch die Votierungs- und Reportingprozesse werden bedarfsweise angepasst. Formale Anforderungen des Konzerns - wie etwa das Erfordernis definierter Votierungs- und Entscheidungsregeln - gelten grundsätzlich auch für die wesentlichen Töchter und werden mit dem Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft als Global Funktional Lead abgestimmt. Inhaltliche Schwerpunkte definieren die Konzerngesellschaften nach den Anforderungen ihres jeweiligen Geschäftsmodells, beispielsweise anhand der Anlässe für Kundenbeschwerden. Die mBank in Polen betreibt ihr Reputationsrisiko-Management auf Basis des Bekenntnisses zum Global Compact der Vereinten Nationen. Die "Policy on Providing Services and Financing to Entities Operating in Areas that are Particularly Sensitive in Terms of mBank's Reputation Risk" dient der Umsetzung dieses Bekenntnisses und kann zur Ablehnung bestimmter Kreditgeschäfte oder Kontoeröffnungen führen. Die Reputationsrisiko-Strategie der mBank wird jährlich überprüft und mit der Muttergesellschaft abgestimmt.
Nachhaltigkeitseffekte der Kreditvergabe
Für die weltweiten Bestrebungen, den Klimawandel einzudämmen, braucht es neben geeigneten politischen Rahmenbedingungen und neuen Technologien vor allem auch ausreichend finanzielle Mittel. Damit sind Geschäftschancen für die Commerzbank verbunden. Zugleich leisten wir mit der Finanzierung grüner Technologien und klimaschonender Geschäftsideen aber auch einen konkreten Beitrag für den Erfolg der Transformation in eine CO2-arme und nachhaltige Wirtschaft. In Umsetzung der Strategie "Commerzbank 5.0" entwickeln wir derzeit eine Methodik, wie das Kreditportfolio der Commerzbank Aktiengesellschaft künftig unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten gesteuert werden kann. Fokusthema ist dabei zunächst die mit der Geschäftstätigkeit verbundene CO2-Emission. Die CO2-Intensität des Kreditportfolios der Bank soll über individuelle Zielwerte und Maßnahmen reduziert werden. Dazu zählen unter anderem die Förderung von emissionsreduzierenden Technologien und die aktive Steuerung von Finanzierungen in CO2-intensiven Branchen.
Erneuerbare Energien fördern
Hier kann die Bank auf weitreichende Erfahrungen aufbauen: So gehören Unternehmens- und Projektfinanzierungen entlang der Wertschöpfungskette erneuerbarer Energien bereits seit den 1980er-Jahren zum Portfolio. Kerngeschäft des Center of Competence (CoC) Energy der Commerzbank Aktiengesellschaft mit seinen Standorten in Hamburg und New York ist die weltweite Finanzierung von Wind- und Solarparks, die von institutionellen Investoren, Stadtwerken und Energiekonzernen, aber auch Privatinvestoren betrieben werden. Heute zählen wir zu den größten Finanzierern erneuerbarer Energien in Europa und treiben die Internationalisierung verstärkt auch außerhalb Europas voran. 2019 hat das CoC Energy fünf Offshore-Windparks in Taiwan, Großbritannien und Frankreich als Konsortialführer und Hedging-Bank begleitet. In den Segmenten Wind-onshore und Fotovoltaik wurde im Berichtsjahr neben Projektfinanzierungen in Europa (unter anderem Spanien, Frankreich, Schweden, Finnland und Polen) auch eine Vielzahl von Transaktionen in den USA getätigt.
― Wesentliche Kennzahl: Das Kreditengagement des CoC Energy (Exposure at Default) umfasste 2019 rund 5,1 Mrd. Euro (2018 und 2017 jeweils 4,6 Mrd. Euro). Die mBank in Polen will sich ebenfalls stärker für umweltfreundliche Produktlösungen engagieren und hat Ende 2018 zunächst rund 118 Mio. Euro (500 Mio. Zloty) in Projekte im Bereich erneuerbare Energien investiert.Im Juli 2019 beschloss die mBank, diesen Finanzierungspool zu verdoppeln. Bisher flossen rund drei Viertel der Mittel für Investitionen in den Windsektor, der Rest trug zur Entwicklung von Solarparks bei. Im Juli 2019 genehmigte die Europäischen Investitionsbank (EIB) eine Finanzierungslinie für die mBank und ihre Tochtergesellschaft mLeasing mit einem Gesamtwert von 250 Mio. Euro zur Unterstützung polnischer KMU und Mid-Caps bei Klimaschutzmaßnahmen mit Fokus auf Fotovoltaik-Anlagen. Seit April 2019 gilt eine neue Kohlerichtlinie in der mBank, der zufolge keine neuen Kohleminen oder -kraftwerke mehr finanziert werden. Die mBank wird auch keine neuen Beziehungen zu Unternehmen aufbauen, bei denen der Stromanteil aus Kohle über 50 % liegt. Darüber hinaus hat die mBank im Oktober 2019 eine neue Kreditvergabepolitik insbesondere für die Branchen Bergbau, Energie und Verkehr verabschiedet, die auf der Klima- und Energiepolitik der EU basiert.
Energieeffizienz fördern
Die Commerzbank Aktiengesellschaft bezieht Nachhaltigkeitsaspekte auch bei der Entwicklung klassischer Finanzierungslösungen ein, indem sie Firmenkunden über die Vorteile öffentlicher Förderkredite für Energieeffizienzprojekte berät. Mit einem Anteil von rund 9 % an den gewerblichen Energieeffizienzprogrammen der KfW sind wir in Deutschland eine der führenden Banken bei der Nutzung öffentlicher Fördermittel für entsprechende Investitionen des Mittelstands. Auch Privat- und Unternehmerkunden erhalten attraktive Finanzierungskonditionen für energieeffiziente Gebäude: Die im September 2019 eingeführte "Grüne Baufinanzierung" gibt einen Zinsrabatt auf Kredite für den Bau, die Modernisierung oder den Erwerb eigen- oder fremdgenutzter Gebäude, deren Endenergiebedarf unter 75 kWh pro Quadratmeter Nutzfläche liegt.
Überschuldung vermeiden
Verantwortung im Kreditgeschäft geht für das Privatkundensegment aber noch weiter: "Responsible Lending" ist ein ganzheitlicher Beratungsansatz, der auch auf mögliche Veränderungen der wirtschaftlichen Situation der Kunden achtet. Für diesen Fall gibt es im Risikobereich der Bank spezielle Einheiten, die sich mit der Risikofrüherkennung beschäftigen. Zu ihrer Aufgabe gehört es, Kunden mit sich abzeichnenden finanziellen Problemen frühzeitig - und damit möglichst vor dem Auftreten existenzieller Probleme -zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zu vereinbaren, die im Idealfall in einen geregelten Rückzahlungsprozess münden.
Nachhaltige Geldanlage und Kapitalmarktprodukte
Auch im Anlagegeschäft wollen wir unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten und die damit verbundenen Geschäftschancen nutzen, etwa durch das Angebot nachhaltiger Fonds, die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Vermögensverwaltung sowie durch nachhaltige Kapitalmarktinstrumente.
Nachhaltige Bonds und Loans entwickeln
2007 war die damalige Dresdner Kleinwort Konsortialführer des weltweit ersten Green Bonds. Seither haben wir zahlreiche Kunden bei der Vorbereitung und Platzierung von "grünen" Anleihen unterstützt. So begleitete die Commerzbank Aktiengesellschaft alleine im Berichtsjahr die Emission von 18 Green und Social Bonds als Lead Arranger. Außerdem arbeiten wir in entsprechenden Interessenvereinigungen und Fachverbänden mit und tragen so aktiv zur Weiterentwicklung des Marktes für nachhaltige Anleihen bei. Ende 2019 wurde die Bank beispielsweise Partner der Climate Bonds Initiative, einer Organisation mit dem Ziel, einen 100 Bio. US-Dollar großen Markt für Klimaschutzlösungen zu schaffen.
― Wesentliche Kennzahl: Das Gesamtvolumen aller Green und Social Bonds, deren Emission die Commerzbank Aktiengesellschaft 2019 federführend begleitet hat, betrug 12 Mrd. Euro (2018: 11,4 Mrd. Euro, 2017: 5,8 Mrd. Euro).
Daneben arrangiert, strukturiert und platziert die Commerzbank Aktiengesellschaft für Unternehmen unterschiedlichster Branchen nachhaltige Schuldscheindarlehen und Konsortialkredite in Form von Green Loans oder ESG-linked Loans. ESG-linked Loans, auch Positive Incentive Loans genannt, sind eine vergleichsweise neue, aber sehr dynamisch wachsende Produktkategorie. Bei dieser Art von Konsortialkrediten werden die Konditionen an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft, etwa das ESG-Rating des Kreditnehmers. Je besser sich die Kriterien entwickeln, desto geringer fallen die Zinsen aus - und umgekehrt. 2019 war die Commerzbank Aktiengesellschaft an 20 Green oder ESG-linked Loans mit einem Gesamtvolumen von 27,3 Mrd. Euro beteiligt. Seit 2017 nehmen wir an Arbeitsgruppen der Loan Market Association teil, um die Implementierung von Nachhaltigkeit im Konsortialkreditgeschäft aktiv mitzugestalten.
Nachhaltigkeitsaspekte spielen auch bei den Eigenanlagen der Bank eine immer wichtigere Rolle. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung investiert die Commerzbank Aktiengesellschaft vermehrt in nachhaltige Anleihen und baut ein eigenes ESG-Portfolio auf. Zu diesem Zwecke plant die Bank, vermehrt Eigenanlagen in Green und Social Bonds zu investieren. Bis Ende 2019 betrug das Volumen bereits rund 430 Mio. Euro. Bei der betrieblichen Altersvorsorge berücksichtigt der Commerzbank-Konzern im Inland insofern Nachhaltigkeitsaspekte, als dass bei der Auswahl der Asset Manager für den Pensionsplan deren Unterzeichnung der UN Principles for Responsible Investment (PRI) Grundvoraussetzung ist.
Kundengelder nachhaltig anlegen
Daneben bietet der Konzern seinen Kunden bei der Geldanlage zunehmend Möglichkeiten, am wachsenden Markt verantwortungsvoller Investments teilzuhaben, etwa über Nachhaltigkeitsfonds verschiedener Anbieter für private und institutionelle Kunden. Vermögende Privat- und Firmenkunden können bei der Commerzbank Aktiengesellschaft eine individuelle nachhaltige Vermögensverwaltung vereinbaren, bei der auf der Aktienseite ausschließlich in Einzelwerte investiert wird, die ein hohes Nachhaltigkeitsrating aufweisen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Anteil der nachhaltigen Anlagen am gesamten Volumen der für das Privatkundengeschäft durch die Vermögensverwaltung gemanagten Assets bis 2020 zu verdreifachen (Basisjahr 2017). Diesen Anteil konnten wir bis Ende 2019 mehr als verdoppeln.
Seit November 2019 erhalten außerdem institutionelle Investoren, die ihr Aktienresearch von der Commerzbank Aktiengesellschaft beziehen, auch quantitative Nachhaltigkeitskennziffern von Arabesque S-Ray. Das Datenanalyseunternehmen bewertet Unternehmen in Bezug auf die Erfüllung der Prinzipien des UN Global Compact und erstellt einen ESG-Score. Diese Informationen werden den Kunden zusätzlich zu den fundamentalen Aktienvoten zur Verfügung gestellt.
Beim Motiv-Investing der comdirect können Kunden gezielt in Megatrends investieren, unter anderem in das Thema Nachhaltigkeit. Für ein solches Nachhaltigkeitsdepot stellt comdirect ausgewählte nachhaltige Fonds, Exchange-traded Funds (ETFs) und Aktien bereit, aus denen der Kunde sein Wunschdepot zusammenstellen kann. Bei anderen Anlageformaten wie Sparplänen oder ETFs stehen comdirect-Kunden ebenfalls nachhaltige Produkte zur Wahl.
Auch die mBank engagiert sich neu in diesem Segment: Im September 2019 lancierte die Bank die erste ESG-Anlagestrategie auf dem polnischen Markt. Private-Banking-Kunden können nun in ETF-basierte Portfolios mit Aktien und Anleihen investieren, die sich positiv auf Umwelt und Gesellschaft auswirken.
Die Commerz Real verbindet nachhaltige Investmentmöglichkeiten mit einem direkten Beitrag zur Gestaltung der Energiewende: Sie hat bereits 2005 erstmals in Solarenergie investiert und seither Investments in zahlreiche Solaranlagen über Fonds für Privatinvestoren zugänglich gemacht. Seit 2016 haben professionelle Investoren außerdem die Möglichkeit, in Windenergieanlagen an Land und seit 2019 in solche auf See zu investieren. Mit rund 949 Megawatt jährlicher Gesamtleistung von 50 Freiflächen-Solarkraftwerken und 13 On- beziehungsweise Offshore-Windparks gehört die Commerz Real heute zu den großen deutschen Asset Managern in diesem Segment. Das gesamte Transaktionsvolumen in erneuerbare Energien lag Ende 2019 bei rund 3 Mrd. Euro. Daneben achtet die Commerz Real bei der Verwaltung ihrer Immobilien-Assets auf Nachhaltigkeit, etwa durch Strombezug bei erneuerbaren Energien. Nachhaltigkeitskriterien sind zudem Bestandteil der Due Diligence beim Kauf von Immobilien und Infrastruktur-Assets. Im "hausInvest", der mit rund 15,7 Mrd. Euro Fondsvermögen (Stand Ende 2019) zu den größten offenen Immobilienpublikumsfonds Deutschlands gehört, machen Objekte mit gebäudebezogenen Nachhaltigkeitszertifikaten mittlerweile knapp 35 % des bilanzierten Immobilienvermögens aus.
Emissionen handeln oder kompensieren
Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist Teilnehmer am europäischen Emissionsrechtehandel (ETS). Sie berät Unternehmen und Staaten bei der Beschaffung von Emissionsrechten beziehungsweise -zertifikaten sowie im damit verbundenen Risikomanagement und setzt daraus resultierende Handelsstrategien für Kunden um. Hinzu kommt die Möglichkeit zur freiwilligen Kompensation des CO2-Fußabdrucks eines Unternehmens, das nicht dem verpflichtenden ETS unterliegt. Hier hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Herbst 2019 ein Pilotprojekt gestartet, um ihren Firmenkunden klimaneutrales Wirtschaften zu ermöglichen. Als Mitglied der Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) der Weltbank beteiligt sich die Bank darüber hinaus an den weltweiten Diskussionen zur CO2-Bepreisung.
Unsere Verantwortung gegenüber Kunden
Kundenorientierung ist einer der fünf "ComWerte", die uns Orientierung für die tägliche Arbeit geben. Denn nur mit zufriedenen Kunden kann der Commerzbank-Konzern nachhaltig erfolgreich sein. Deshalb richtet er sein Angebot an Kundeninteressen aus und zählt Kundenzufriedenheit zu den wichtigsten Kennzahlen in der Bewertung des Geschäftserfolgs. Daneben sind der Schutz der Kundendaten und die Wahrung des Bankgeheimnisses in Zeiten zunehmender Digitalisierung von größter Bedeutung.# Datensicherheit
Deshalb wurde Datensicherheit als eines von drei Schwerpunktthemen für verantwortungsvolles Banking in die Strategie "Commerzbank 5.0" aufgenommen.
Sicherheit der Daten
Das Security Board der Commerzbank legt die Sicherheitsstrategie des Konzerns fest. Die Umsetzung des internationalen Datenschutzes erfolgt durch ein Governance-Modell mit definierten Rollen und Verantwortlichkeiten, Policies und Richtlinien, standardisierten Prozessen sowie Kontrollmechanismen.
Cyber-Kriminalität verhindern
Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wird das Thema Cyber-Sicherheit und -widerstandsfähigkeit immer wichtiger. Dabei betrachtet die Commerzbank nicht nur die eigenen Informationen, Räumlichkeiten und IT-Systeme, sondern auch die der Kunden und Dienstleister inklusive gegebenenfalls unabhängiger Transportwege. Cyber-Sicherheit ist ein starker Treiber von Kundenvertrauen und damit auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Die Finanzindustrie als Teil der kritischen Infrastruktur unterliegt erweiterten gesetzlichen Anforderungen. Auch deshalb ist das Sicherheitsniveau bei der Commerzbank im Vergleich zu realwirtschaftlichen Unternehmen sehr hoch. Im Konzern sorgt der Bereich Information Security dafür, dass die Bank aktuelle Angriffswege und -techniken kennt und diesen effektiv begegnen kann. Zu den Services des Bereichs zählen unter anderem Gefährdungsanalysen, forensische Untersuchungen und Penetrationstests, Sicherheitsberatung und -überwachung sowie die Einhaltung der Vorgaben zur Informationssicherheit. Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist Gründungsmitglied des Vereins German Competence Centre against Cybercrime (G4C), der 2014 seine Arbeit aufgenommen hat und mit dem Bundeskriminalamt kooperiert. Ziel des Vereins ist es, Schutzmaßnahmen vor Cyber-Kriminalität aufzubauen und zu optimieren, um Schaden von seinen Mitgliedern und deren Kunden abzuwenden.
Datenschutz sicherstellen
Grundlage für den rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten und kundenbezogenen Informationen bildet die Konzern-Datenschutz-Policy. Sie enthält unter anderem konzernweit geltende Grundsätze für das Erheben, Verarbeiten, Verwenden und internationale Übermitteln von personenbezogenen Daten. Es liegt in der Verantwortung der Einzelgesellschaften diese Grundsätze umzusetzen, da aus Datenschutzgründen keine konzernweite Erhebung erfolgt. Die Mitarbeiter des betrieblichen Datenschutzbeauftragten der Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützen die Geschäftseinheiten im In- und Ausland und überwachen das gesetzeskonforme Einhalten datenschutzrechtlicher Bestimmungen. Dazu zählte 2019 insbesondere die weitere Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Damit unsere Mitarbeiter für die Themenfelder Datenschutz und Datensicherheit sensibilisiert und informiert bleiben, gibt es regelmäßige Schulungen, wie obligatorische Lernprogramme zum Datenschutz und zur Sicherheitsunterweisung sowie ein Seminar zur Datenschutzpraxis oder das Angebot individueller Informationsveranstaltungen. Bei comdirect ist neben dem betrieblichen Datenschutzbeauftragten als etablierte zentrale Überwachungsinstanz im Berichtsjahr eine Datenschutz-Managementeinheit entstanden, die eine aktive Steuerung aller Datenschutzaktivitäten im Hause zur Aufgabe hat. comdirect verfolgt damit den Ansatz, Datenschutz als gestaltendes Thema für Kunden- und Mitarbeitervertrauen zu nutzen. Unter dem neuen Datenschutz-Leitbild werden sukzessive Zielbilder für Managementbausteine entwickelt und implementiert. Ziel ist es, Datenschutz in agile Projekt- und Prozessabläufe zu integrieren, ohne Innovationsgeschwindigkeit zu verlieren. In Polen unterstützen der Datenschutzbeauftragte der mBank und das dazugehörige Team die Geschäftseinheiten der Bank. Im Verhältnis zur Zahl von rund 16,9 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden inklusive multinationaler Konzerne, Finanzdienstleister und institutioneller Kunden weltweit, gab es auch 2019 eine vergleichsweise geringe Zahl von Beschwerden zum Datenschutz. Bei der Commerzbank Aktiengesellschaft im Inland beispielsweise gingen im Berichtsjahr genau 298 Kundenbeschwerden beim Datenschutzbeauftragten ein. In den meisten Fällen wurde reklamiert, dass Kundendaten unbefugt genutzt oder an Dritte zur Kenntnis gelangt seien.
Big Data verantwortungsvoll nutzen
Der Einsatz von Big Data und Advanced Analytics (BDAA) ist für die Commerzbank von zentraler strategischer Bedeutung. Das effiziente und ganzheitliche Verarbeiten von Daten bietet allen Segmenten und Konzernbereichen große Chancen: als Entscheidungsgrundlage bei der Steuerung operativer Prozesse, für detailliertere und schnellere Analysen, für verbesserten Kundenservice und Cross-Selling. Um den hohen Datenschutzstandards Rechnung zu tragen, arbeitet die Bank mit Pseudonymisierung, Anonymisierung und Mikrosegmentierung. Zudem hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ein Privacy Council etabliert, um grundsätzliche Fragen der Datentypisierung insbesondere für neue Anwendungsfälle für die Bank einheitlich zu regeln. Er setzt sich aus Vertretern der Markteinheiten, Legal, Informationssicherheit und Datenschutz sowie Strategie und dem Konzernbereich BDAA zusammen. Großen Nutzen für Kunden haben zum Beispiel datenbasierte Präventionsmaßnahmen, mit denen Überweisungsbetrug und die damit verbundenen Schäden vermieden werden. Damit können Betrugsversuche frühzeitig aufgedeckt und Verluste minimiert werden. Für das Betrugsmuster CEO Fraud, bei dem Firmenkunden betrügerisch veranlasst werden, Zahlungen zu leisten, hält die Commerzbank Aktiengesellschaft unter anderem ein Schulungsangebot für Kunden in Deutschland und an ausgewählten europäischen Standorten bereit.
Datensicherheit ausgezeichnet
Sicherheit war eines der Bewertungskriterien im Onlinebanking Test 2019 der Fachzeitschrift "Chip". In dieser Kategorie überzeugte die Commerzbank Aktiengesellschaft mit "sehr gut", com-direct erreichte insgesamt ein "gut" sowie ein "sehr gut" für die Banking-App. Die mBank erhielt ihrerseits zwei Auszeichnungen im Wettbewerb "Golden Banker 2019" in der Kategorie "Best Practices für sichere Banken" sowie für Verhaltensbiometrie - eine Lösung zur Identifizierung von Benutzern über ihrer Interaktion mit dem Computer.
Transparenz und Fairness in Kundenbeziehungen
Fairness gegenüber dem Kunden bedeutet für uns eine ganzheitliche und verständliche Beratung zu Finanzprodukten, ihren Risiken und möglichen Alternativen entlang der langfristigen Bedürfnisse des Kunden sowie eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation des Beratungsprozesses. Die Commerzbank Aktiengesellschaft beispielsweise verfolgt ihren Anspruch, fair und kompetent zu beraten, mit der Finanzplanungssoftware "Kunden-Kompass". Zudem hat die Commerzbank in den vergangenen Jahren neue Produkte und Dienstleistungen mit besonderem Kundennutzen eingeführt. Dazu zählen unter anderem Konten mit Zufrieden- und Sicherheitsgarantie, der "Ratenkredit Online", die anbieterunabhängige Baufinanzierung oder der Strom- und Gasanbietervergleich "sparCheck", den comdirect anbietet.
Zufriedenheit messen
Die Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden spielt eine wichtige Rolle in der Vertriebssteuerung der Commerzbank Aktiengesellschaft und im Vergütungssystem der comdirect. Als Messgröße dient dabei im Privatkundensegment der Net Promoter Score (NPS), ein international anerkannter Standard zur Bewertung von Kundenzufriedenheit. Monatlich werden rund 15.000 Kunden der Commerzbank Aktiengesellschaft in einem kurzen Telefoninterview gefragt, ob sie ihre Filiale weiterempfehlen würden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Kundenservice verbessern und damit auch die Kundenzufriedenheit dauerhaft steigern. Der Anteil von Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Aktiengesellschaft mit hoher Weiterempfehlungsbereitschaft - sogenannte "Promotoren" -, lag 2019 erneut bei 60 %. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit über weitere Kontaktkanäle wie Kundencenter, Onlinebanking oder Mobile-App gemessen, um dort das Kundenerlebnis positiv zu beeinflussen. comdirect-Kunden sind ebenfalls mehrheitlich Promotoren ihrer Bank im Sinne des NPS (54 %). Kundenzufriedenheit hat auch für die mBank hohe Priorität. Projekte wie "mSatisfaction" zielen darauf ab, die Kundenloyalität weiter zu stärken. Mit dem NPS misst die mBank dabei im Retail-und Corporate Banking die Zufriedenheit mit der generellen Zusammenarbeit sowie mit bestimmten Prozessen und Produkten. Im Berichtsjahr lagen die Ergebnisse in beiden Kundensegmenten deutlich über dem polnischen Branchendurchschnitt. Anfang 2019 wurde die mBank im Rahmen einer branchenübergreifenden Verbraucherumfrage zur Kundenzufriedenheit des polnischen Service-Quality-Programms mit einen "Service Quality Star" ausgezeichnet. Die hohe Kundenzufriedenheit spiegelt sich in der wachsenden Zahl von Neukunden wider: Das Privatkundensegment hat 2019 die Marke von 1,5 Millionen Nettoneukunden seit dem vierten Quartal 2016 überschritten. Damit liegt das Segment weiterhin gut im Plan bezogen auf das formulierte Ziel von 2 Millionen Nettoneukunden bis Ende 2020.
― Wesentliche Kennzahl: Das Privatkundensegment hat 2019 in Deutschland mehr als 470.000 Kunden netto hinzugewonnen (2018: 420.000, 2017: 502.000).
Regelmäßige Kundenbefragungen geben auch dem Firmenkundensegment der Commerzbank Aktiengesellschaft Auskunft darüber, wie zufrieden Kunden mit der Betreuung sind und welche Wünsche und Erwartungen sie an die Zusammenarbeit haben. Laut den Umfragen beabsichtigt der größte Teil unserer Firmenkunden, das Leistungs- und Serviceangebot der Bank im gleichen Umfang zu nutzen und ist bereit, uns weiterzuempfehlen.
Kunden einbinden
Alle Unternehmen des Konzerns binden ihre Kunden aktiv ein, um deren Interessen systematisch zu berücksichtigen.Experten tauschen sich in verschiedenen Formaten mit Kunden aus, damit Ideen und Anregungen in die (Weiter-)Entwicklung von Services und Produkten einfließen können. Eines davon ist das "UX-Studio" - ein Testlabor, in dem Kunden und Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft schon bei der Entwicklung digitaler Produkte und Services mitwirken. UX steht für User Experience und damit für das Erlebnis, das ein Kunde vor, während und nach der Nutzung eines Produktes hat. Ähnlich geht die mBank mit dem "mLab" vor. Hier treffen sich Bankexperten mit Kunden, um neue Services zu entwerfen und zu testen. Nach der Methode des "Design Thinking" werden Kunden Teil des Prozesses, indem sie uns bei der Entwicklung von Lösungen und beim Testen von Prototypen unterstützen. comdirect setzt für die Kundeneinbindung auf die Interne-tPlattform "comdirect community", auf der sich Kunden und Finanzmarktinteressierte über Produkte und andere Finanzthemen mit der Bank austauschen können. Im Firmenkundensegment der Commerzbank Aktiengesellschaft werden für die Weiterentwicklung des Angebots regelmäßig themenspezifische Kundenbefragungen genutzt. So gewinnen wir Erkenntnisse über Kundenwünsche und -anforderungen, die in die Gestaltung von Produkten und Prozessen einfließen. Ziel ist es dabei, Produktoptimierungen und Innovationen, etwa im Rahmen der Digitalisierung, am Kundennutzen auszurichten. Auch bei der Commerz Real erfolgt eine direkte Ansprache von Mietern ihrer Immobilien durch das Asset Management. Deren Anregungen fließen in die Optimierung des Immobilienportfolios ein.
Barrierefreiheit herstellen
Um die Angebote der Commerzbank für alle Interessierten zugänglich zu machen, legen wir großen Wert auf die barrierefreie Gestaltung unserer Filialen und des Onlineangebotes. 2019 waren rund 65 % unserer Filialen barrierefrei zugänglich. Bei jeder Umbaumaßnahme in einer Filiale und der Einrichtung von Geldautomaten achten wir auf einen Zugang für möglichst alle Nutzergruppen. Für den Auszahlungsvorgang sind alle Selbstbedienungsgeräte der Commerzbank Aktiengesellschaft mit einer Vorlesefunktion für sehbehinderte Kunden ausgestattet. Weitere Informationen zu unseren Bemühungen um Inklusion auch von Mitarbeitern finden sich im folgenden Kapitel unter "Vielfalt und Chancengleichheit".
Unsere Verantwortung als Arbeitgeber
Basis für den unternehmerischen Erfolg des Commerzbank-Konzerns sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Weltweit brachten 48.512 Kolleginnen und Kollegen 2019 ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Arbeitsabläufe ein. Das Grundverständnis für Fairness und respektvollen Umgang sowie gelebte Vielfalt ist in unseren "ComWerten" und in den Verhaltensgrundsätzen verankert, die Umsetzung liegt in unserer Verantwortung als Arbeitgeber.
Arbeitgeberattraktivität
Die Commerzbank möchte ihren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld bieten, das von Partnerschaft geprägt ist. Unsere Personalpolitik bildet einen Rahmen, der die Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters ebenso wie die kollegiale Zusammenarbeit im Konzern fördert - auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld. Zugleich muss sich die Bank den Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung stellen, um zukunftsfähig zu bleiben. Der in diesem Kontext beschlossene Stellenabbau bei der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2019 weiter sozialverträglich umgesetzt. Trotz Personalaufbaus in strategisch wichtigen Bereichen ist infolge des Umbaus zur "Commerzbank 5.0" eine zusätzliche konzernweite Reduzierung von brutto 4.300 und netto 2.300 Vollzeitstellen unvermeidbar. Die Bank ist bestrebt, auch diesen Stellenabbau durch einen verantwortungsbewussten Einsatz von personalwirtschaftlichen Instrumenten möglichst sozialverträglich zu gestalten. Eine der großen Herausforderungen der Personalarbeit im Konzern besteht aktuell darin, den Abbau fair umzusetzen und gleichzeitig Mitarbeiter in einem anspruchsvollen Arbeitnehmermarkt zu halten sowie neue Experten für den digitalen Wandel zu gewinnen. Initiativen zur Nachwuchssicherung sind in der strategischen Agenda der Personalarbeit verankert. Dazu gehören beispielsweise neue Traineeprogramme, die den Fokus auf Digitalisierung oder eine eher generalistische Entwicklung legen. Aber auch steigende Ausbildungszahlen, innovative Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Möglichkeit verschiedener Entwicklungswege sollen die Bank für Nachwuchstalente attraktiv machen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Berichtsjahr ihre Konzernzentrale weitreichend umgebaut. Alle Produkte und Services werden seither im "Campus 2.0" von klar definierten Organisationseinheiten entwickelt und verantwortet. In diesen sogenannten Clustern arbeiten Kollegen von Fach- und IT-Seite in hierarchiefreien Teams und mit agilen Arbeitsmethoden direkt zusammen, um schneller und beweglicher am Markt und für unsere Kunden zu werden.
Mitarbeiter entwickeln
Um die Mitarbeiter für den Wandel durch die Digitalisierung des Bankwesens zu qualifizieren und ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln, bietet die Commerzbank Aktiengesellschaft zahlreiche fakultative und obligatorische Qualifizierungsbausteine (Seminare, Workshops oder E-Learnings). Die unterschiedlichen Anforderungen erfordern zielgruppenadäquate Lern- und Informationsformate. Dazu gehören bedarfsorientierte Lernsprints für Führungskräfte oder Digi-Session für alle Mitarbeiter. Auch unsere Performance-Instrumente wie Leistungsbeurteilung oder Kompetenzmanagement und die individuellen Entwicklungskonzepte wurden im Hinblick auf die digitale Strategie neu ausgerichtet. Darüber hinaus begegnen wir der zunehmend digitalen Arbeitswelt im Konzern mit einer angepassten Arbeitsorganisation: Mobile technische Anwendungen, agiles Arbeiten sowie Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeiten sind nur einige Stichworte hierfür.
Beruf und Privatleben vereinen
Neben der beruflichen Entwicklung ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein wichtiges Ziel, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Die Umsetzung in der Commerzbank Aktiengesellschaft erfolgt durch lebensphasenorientierte Konzepte mit speziellen Angeboten wie flexiblen Arbeitszeitmodellen, Sabbaticals oder einem erleichterten beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit dem Programm "Keep in Touch". Hinzu kommen Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu Kinderbetreuung sowie Home- und Eldercare durch den pme-Familienservice. Mit einer älter werdenden Belegschaft gewinnt die Pflege von Angehörigen an Bedeutung. Entsprechend wurden unsere Workshops und Beratungsangebote zur Pflege 2019 stärker nachgefragt. Im Berichtsjahr hat der Gruner & Jahr-Verlag dieses Engagement mit der Auszeichnung "Bester Arbeitgeber für Frauen" gewürdigt. Auch comdirect-Mitarbeiter sollen Beruf und Privates gut vereinbaren können und erhalten Unterstützung durch Kindernotfall- und Ferienbetreuung sowie das Angebot eines Eltern-Kind-Büros. Außerdem ist comdirect Mitglied im Netzwerk "Erfolgsfaktor Familie" des Bundesfamilienministeriums und setzt sich für innovative Arbeitsmodelle ein, die die vielfältige Lebensrealität von Familien unterstützen.
Gesundheit erhalten
Health Management ist ein weiteres wesentliches Anliegen in der Personalarbeit der Commerzbank Aktiengesellschaft: Ziel ist es, die psychische und physische Gesundheit sowie das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. Mit dem gesetzlich geforderten Instrument der Gefährdungsbeurteilung analysieren wir die Arbeitsbedingungen kontinuierlich und ganzheitlich. Dafür werden wesentliche Veränderungen an Arbeitsplätzen - beispielsweise bei der Neueinführungen von Software - präventiv betrachtet. Darüber hinaus befragen wir regelmäßig Mitarbeiter und Führungskräfte zu unterschiedlichen Aspekten wie der Arbeitsorganisation oder Führungs- und Teamthemen. Auf diesen Grundlagen werden dann zielgerichtet Maßnahmen entwickelt und ihre Wirksamkeit anschließend überprüft. Die Anforderungen an die Arbeitswelt verändern sich. Wir wollen Mitarbeiter und Führungskräfte befähigen, damit eigenverantwortlich umzugehen. Dafür bieten wir eine Vielzahl von Präventionsmaßnahmen wie professionelle Beratungsangebote (zum Beispiel Employee Assistance Program) oder Qualifizierungen - etwa zum Umgang mit Beanspruchung - und Bewegungsaktionen. 2019 wurde eine Pilotreihe zum Thema "Deeskalation im Kundenkontakt" fortgeführt, um Mitarbeitern konkrete Handlungsempfehlungen für Belastungssituationen zu vermitteln. Daneben stehen den Mitarbeitern der Commerzbank Aktiengesellschaft in den bundesweit rund 150 Betriebssportgruppen mehr als 50 Sportarten zur Verfügung. 2019 nutzten circa 11.000 Mitarbeiter diese Angebote. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verfolgt das Thema Gesundheit seit 2006 strategisch und hat bereits 2013 als erstes Unternehmen in Deutschland das betriebliche Gesundheitsmanagement nach dem "Corporate Health Standard" durch den TÜV Süd zertifizieren lassen. Die Grundlagen der Personalarbeit gelten konzernweit, bei der Ausgestaltung gibt es aber durchaus unternehmensspezifische Besonderheiten. Commerzbank Aktiengesellschaft und Commerz Real führen die meisten Konzepte gemeinsam durch. comdirect engagiert sich ihrerseits für die Mitarbeitergesundheit, unter anderem durch Sport- und Entspannungskurse, ein Mitarbeiterunterstützungsprogramm über spezialisierte Dienstleister mit Beratungsangeboten auch zu gesundheitlichen und psychischen Themen sowie eine betriebsärztliche Betreuung.
Mitarbeiter befragen
Die Zufriedenheit der Mitarbeiter in Zeiten des Unternehmensumbaus ist ein wichtiger Gradmesser für die Beurteilung der Frage, ob zentrale Ziele unserer Strategie bei den Mitarbeitern ankommen. Dafür hat die Commerzbank Aktiengesellschaft erstmals im Juli 2019 eine Kurzbefragung unter 3.500 zufällig ausgewählten Mitarbeitern durchgeführt. Im Ergebnis geht die große Mehrheit der Mitarbeiter gerne zur Arbeit, auch wenn ihnen der Personalabbau der vergangenen Jahre viel abverlangt hat.# "Pulse Check"
Diese "Pulse Check" genannte Befragung soll künftig zwei Mal pro Jahr mit jeweils rund 10 % der Belegschaft stattfinden. Mit dem Employee Engagement Survey ermittelt auch die mBank jährlich ein Bild der Mitarbeiterzufriedenheit in anonymer Form.
Fair vergüten und attraktive Zusatzleistungen bieten
Mit attraktiven Zusatzleistungen wollen wir ein gutes Arbeitsumfeld schaffen, Anerkennung zeigen und uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. So ergänzt die Commerzbank Aktiengesellschaft die gesetzliche Rente seit Jahren durch eine betriebliche Altersversorgung. Mitarbeiter können zusätzlich weitere Angebote der betrieblichen Altersversorgung zu Sonderkonditionen wahrzunehmen. Daneben bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, Autos, hochwertige Fahrräder oder IT-Geräte auch für den privaten Gebrauch über die Bank zu leasen.
Die Beschreibung der Vergütungssysteme sowie die aggregierte Offenlegung der Vergütungsdaten der Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird jährlich auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht. Informationen zu Personalrisiken wie Motivations-, Austritts- und Engpassrisiken werden regelmäßig an den Vorstand berichtet (siehe Konzernrisikobericht Abschnitt "Sonstige Risiken").
Vielfalt und Chancengleichheit
Ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld, geprägt von gegenseitigem Respekt und Akzeptanz ist eine Grundvoraussetzung für ein leistungsfähiges Klima. Wir dulden in der Commerzbank keine Diskriminierung. Jede Form von benachteiligender Behandlung von Personen aufgrund von Abstammung, Alter, Behinderungen, Geschlecht, Herkunft, körperlichen Fähigkeiten, Nationalität, politischen Betätigungen, Religion oder sexueller Identität stellt einen Verstoß gegen die Menschenwürde dar und verletzt Persönlichkeitsrechte.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft und der Gesamtbetriebsrat haben sich deshalb bereits 2004 in einer Betriebsvereinbarung verständigt, Diskriminierung ebenso wie Mobbing und sexuelle Belästigung zu unterbinden. Dafür wurden gemeinsam Maßnahmen zur Vorbeugung, Verfahren zum Umgang mit Beschwerden und Sanktionen definiert.
In Polen ist die mBank Unterzeichner der "Diversity Charter" des Responsible Business Forum. Damit verpflichtet sich die Bank ebenfalls, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu verhindern und Maßnahmen zur Schaffung und Förderung von Vielfalt zu ergreifen.
Unser Diversity Management arbeitet seit fast 30 Jahren für ein konzernweites offenes, faires und wertschätzendes Umfeld. Schwerpunkte bilden hierbei die Themen Gleichstellung der Geschlechter und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie die Förderung der kulturellen Vielfalt im Konzern. Wir sehen die Vielfalt als einen Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Bank. Weltweit sind Mitarbeiter aus rund 120 Nationen im Konzern beschäftigt. Die unterschiedliche Herkunft belebt und bereichert das Miteinander. Verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen führen zu neuen Ideen.
Frauen fördern
Vielfältige Teams zeigen häufig bessere Leistungen und sind auch mit Blick auf die Internationalisierung und den demografischen Wandel für den Unternehmenserfolg unverzichtbar. Obwohl mit circa 53 % eine knappe Mehrheit der Commerzbank-Belegschaft aus Frauen besteht, sind diese auf den Führungsebenen noch nicht in gleichem Maße vertreten. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter verbessert, um insbesondere Frauen neue Karrieremöglichkeiten zu eröffnen. Hierzu gehören der Ausbau der Kinderbetreuung, innovative Teilzeitmodelle - auch für Führungskräfte - und ein bankweites Mentoring-Programm.
In den vergangenen Jahren konnte die Commerzbank ihren Frauenanteil in Führungspositionen damit konzernweit auf über 30 % steigern. Einen Anteil von 35 % über alle Führungsebenen bis Ende 2021 hat sich die Bank als nächstes Ziel gesetzt.
Alle Bereiche der Commerzbank Aktiengesellschaft haben die explizite Aufgabe, im Rahmen von Stellenbesetzungen geeignete Mitarbeiterinnen aktiv anzusprechen. Ziel ist es, die Quote weiblicher Kandidaten für Managementpositionen bei Neubesetzungen weiter zu erhöhen. Gleiches gilt im Gegenzug für die Ansprache von Männern, sollten sich nur Frauen auf eine Führungsposition bewerben. Auch comdirect fördert Frauen in Führungspositionen mit spezifischen Angeboten wie Seminaren und einem internen Netzwerk.
Weitere Informationen zum Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie der folgenden ersten und zweiten Führungsebene finden sich im Corporate-Governance-Bericht im Abschnitt "Diversity".
― Wesentliche Kennzahl: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag Ende 2019 konzernweit bei 32,5 % (2018: 30,8 %, 2017: 30,7 %).
Inklusion vorantreiben
Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist ein weiterer Bestandteil unserer Diversity-Strategie. Nachdem die Commerzbank Aktiengesellschaft 2018 als erste Bank in Deutschland einen "Aktionsplan zur Inklusion" auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht hat, haben wir 2019 klare Umsetzungsschwerpunkte gesetzt. Barrierefreier Zugang zum Arbeitsplatz und zu den Arbeitsmitteln haben dabei ebenso hohe Priorität wie die Umsetzung von Barrierefreiheit in unseren digitalen Angeboten auf Kundenseite. Im UX-Studio der Bank nehmen zum Beispiel auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit verschiedenen Einschränkungen an Tests teil, um die barrierefreie Verwendbarkeit unserer digitalen Innovationen sicherzustellen.
2019 konnten zudem Rahmenverträge mit dem Landesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz und der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (GDW Mitte) abgeschlossen werden. Damit verbessern wir einerseits die Verfügbarkeit von Gebärdensprachdolmetschern für gehörlose Mitarbeiter und standardisieren andererseits die Bestellung von Dienstleistungen und Produkten von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bundesweit, um inklusive Betriebe zu fördern.
Die gesetzliche Vorgabe von 5 % Mitarbeiter mit schwerer Behinderung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft in den Jahren 2014 bis 2018 stets übertroffen und keine Ausgleichszahlungen leisten müssen.
Einander respektvoll begegnen
Die Commerzbank Aktiengesellschaft engagiert sich seit rund 20 Jahren für einen offenen Umgang mit dem Thema sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Um ein sichtbares Zeichen dafür zu setzen, haben wir 2019 unter anderem während der "Pride Season" das Commerzbank-Hochhaus sowie das Logo der Bank in Regenbogenfarben gezeigt und uns an zahlreichen weiteren Initiativen beteiligt.
Gleichgesinnte vernetzen
Die sieben Mitarbeiternetzwerke der Commerzbank Aktiengesellschaft leisten einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer lebendigen und vielfältigen Unternehmenskultur und unterstützen damit unsere Ziele im Diversity Management. Sie beteiligen sich regelmäßig an internen Veranstaltungen und öffentlichen Aktionen und bieten den Kollegen die Gelegenheit, sich über alle Ebenen hinweg zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr waren rund 1.500 Mitarbeiter in den Netzwerken engagiert.
Unsere Verantwortung in der Unternehmensführung
Zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung gehört für uns das Versprechen, "Die Bank an Ihrer Seite" zu sein. Wir wollen unseren Stakeholdern ein zuverlässiger Partner sein und richten unser Handeln an ethischen Werten wie Integrität und Fairness aus. Als aktiver Teil der Gesellschaft wollen wir unser Umfeld mitgestalten. Dies geschieht vor allem durch die positiven Effekte unserer Finanzdienstleistungen auf die Wirtschaft sowie die Rolle der Bank als Arbeitgeber und Steuerzahler. Darüber hinaus betrachten wir das Angebot hochwertiger Finanzdienstleistungen als wichtigen infrastrukturellen Beitrag unserer Bank für die Gesellschaft. Hinzu kommen im Commerzbank-Konzern und durch seine Stiftungen ein umfangreiches freiwilliges Engagement für gemeinnützige Zwecke, etwa durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte sowie die Unterstützung von Mitarbeitern in solchen Programmen.
Integrität und Compliance
Integrität ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und erfordert das verantwortungsvolle Handeln jedes Einzelnen, damit seine Tätigkeiten für die Bank im Einklang mit den maßgeblichen Gesetzen, freiwilligen Selbstverpflichtungen und internen Richtlinien stehen.
Die 2019 vom Magazin "Compliance Manager" ausgezeichneten global verbindlichen Verhaltensgrundsätze ("Code of Conduct") geben Mitarbeitern eine Handlungsorientierung für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit. Sie machen deutlich, was die Commerzbank von den Mitarbeitern im Konzern erwartet: nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch, sich innerhalb unseres Wertegerüsts zu bewegen.
Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten liegen im Verhindern und Aufdecken von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Marktmissbrauch (Insiderhandel und Marktmanipulation), Betrug, Korruption und anderen kriminellen Aktivitäten im Umfeld der Geschäftstätigkeit sowie dem Anlegerschutz. Darüber hinaus sorgen wir für den Schutz von Insiderinformationen und sonstigen vertraulichen Daten über unsere Kunden und ihre Geschäfte nach dem Need-to-Know-Prinzip.
Der Compliance-Bereich der Commerzbank Aktiengesellschaft hat umfangreiche Weisungs- und Eskalationsrechte sowie Informations- und Untersuchungsbefugnisse, um seine Vorgaben konzernweit durchzusetzen.
Anspruch verdeutlichen
Mit dem segmentübergreifenden Netzwerk "Culture of Integrity" vermittelt die Commerzbank Aktiengesellschaft ihren Mitarbeitern, worauf es im Arbeitsalltag ankommt: im Einklang mit unseren "ComWerten" kompetent und fair zu handeln.# Compliance
Diese Werte sind Leitplanken und geben Orientierung in einem dynamischen Umfeld. Gleichzeitig geht es darum, Compliance-Risiken mit der gleichen Relevanz und Professionalität zu behandeln wie etwa Kredit- oder Marktrisiken. In einer bankweiten Kommunikationskampagne berichten wir regelmäßig über Praxisbeispiele für richtiges Verhalten in Grauzonen, geben Hinweise für mögliche Rechtsverstöße und wie man darauf reagiert. Begleitet wird dies durch Plakate in Deutschland und an den internationalen Standorten. Die Commerz Real nimmt an der Initiative teil und hat eigene Führungsgrundsätze entwickelt, die 2019 in die Zielvereinbarungen mit Führungskräften aufgenommen wurden. Damit wird die gemeinsame Zielorientierung in Compliance-Fragen verbessert. Um besonders integres Verhalten zu fördern und Mitarbeiter mit Vorbildfunktion auszuzeichnen, hat die Commerzbank Aktiengesellschaft den Culture of Integrity Award ins Leben gerufen. Prämiert werden Mitarbeiter oder Teams, die sich beim Thema Integrität und Schutz von Kunden- und Bankinteressen besonders hervortun. Preisträger 2019 waren Mitarbeiter der Filiale Brüssel, die mit ihrem Engagement einen Schaden von rund 5,6 Mio. Euro durch "Chef-Betrug" (CEO Fraud) von einem Firmenkunden abwenden konnten. Die rund 20 Nominierungen aus verschiedenen Teilen der Bank weltweit umfassten unter anderem vorbildliches Verhalten bei der Aufdeckung von Geldwäsche- oder Betrugsaktivitäten sowie in Bezug auf weitere Integritäts- und Compliance-Themen.
Korruption bekämpfen
Im Kampf gegen Korruption und Bestechung berücksichtigen wir nicht nur gesetzliche Verpflichtungen wie das Strafgesetzbuch, den UK Bribery Act oder den US Foreign Corrupt Practices Act. Daneben richten wir uns auch nach den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und halten die OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr ein. Diese externen Standards werden um interne Richtlinien ergänzt: Mit der Global Anti-Bribery and Corruption Policy (ABC-Policy) wendet sich die Commerzbank gegen aktive und passive Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption. Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der Richtlinien zu geben, werden ABC-Trainings durchgeführt. Die Antikorruptions-Pflichtschulung wird von allen Mitarbeitern und Führungskräften jährlich absolviert. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen in Funktionen der Commerzbank Aktiengesellschaft, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten zudem bedarfsorientiert gezielte Trainings. Im Jahr 2019 wurden so 40 Mitarbeiter der Londoner Filiale bei Präsenztrainings zu den Themen Fraud und ABC geschult. Zusätzlich fanden für international tätige Firmenkundenbetreuer "Compliance Bootcamps" als dreitägige Intensivtrainings in Kleingruppen statt. Daneben steht den Mitarbeitern ein Antikorruptionsteam jederzeit für Fragen zur Verfügung. Korruption und sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern werden von der Commerzbank ausdrücklich nicht toleriert. Aufgedeckte strafbare Handlungen verfolgt die Bank nach dem "Nulltoleranzprinzip". Jeder Mitarbeiter, der nachweislich gegen diesen Grundsatz verstößt, muss die arbeits-, zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen tragen.
― Wesentliche Kennzahl: Für 2019 sind keine Korruptionsfälle im Commerzbank-Konzern bekannt (2018: -, 2017: -).
Geldwäsche unterbinden
Zu den Kernaufgaben von Compliance gehört außerdem die Erfüllung regulatorischer Anforderungen zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Neben lokal gültigen Gesetzen, regulatorischen Vorgaben sowie Industriestandards berücksichtigen wir international anerkannte Standards wie die Empfehlungen der "Financial Action Task Force on Money Laundering" (FATF) oder die "Wolfsberg Anti-Money Laundering Principles". Die Commerzbank verfährt nach dem "Know-Your-Customer"-Prinzip: Es umfasst eine genaue Kenntnis und Prüfung der Kunden, um größtmögliche Transparenz in den Geschäftsbeziehungen und einzelnen Transaktionen zu erlangen. Hierbei setzt die Commerzbank entsprechende Monitoringsysteme ein. Im September 2019 wurde die "Anti Financial Crime Alliance" von der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), dem Bundeskriminalamt sowie diversen Banken einschließlich der Commerzbank Aktiengesellschaft gegründet. Diese Allianz von öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft hat eine dauerhafte strategische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Deutschland zum Ziel.
Sanktionen beachten
Aufgabe von Compliance ist es auch, dafür zu sorgen, dass die für die Bank maßgeblichen Finanz- und Wirtschaftssanktionen sowie ergänzende regulatorische Anforderungen eingehalten werden. Hierfür erlassen wir Richtlinien und Anweisungen, informieren die Segmente und Konzernbereiche sowie die Tochtergesellschaften über sanktionsbezogene Beschränkungen der Geschäftspolitik, beraten sie beim Umsetzen und überwachen das Einhalten. Sollten Geschäftsbeziehungen in von Sanktionen betroffenen Staaten bestehen, überwacht die Commerzbank Aktiengesellschaft diese eng und begleitet sie mit Maßnahmen, die bis zum Beenden von Geschäftsbeziehungen reichen können.
Betrug verhindern oder melden
Der Konzern trifft umfassende Vorkehrungen zur Betrugsprävention. Compliance hat zahlreiche Maßnahmen definiert, um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, aufzudecken und adäquat zu behandeln, mit dem Ziel, das Vermögen unserer Kunden und das der Bank zu schützen. Auch relevante Geschäftspartner, von denen die Bank Produkte und Dienstleistungen erwirbt, durchlaufen eine Compliance-Prüfung auf korruptions- oder betrugsrelevante Hinweise. Es ist oberste Maxime, Betrugsversuchen mit null Toleranz zu begegnen. Dies bedeutet auch, dass wir offen für Hinweise sind. Neben den bewährten Kontaktwegen etwa über die Compliance- oder Revisionsabteilungen hat die Commerzbank mit dem Business Keeper Monitoring System (BKMS) eine Whistleblowing-Plattform eingerichtet. Darüber können die Kunden, Mitarbeiter und Dritte online einen Verdacht auf wirtschaftskriminelles Verhalten sowie Verstöße gegen regulatorische Vorschriften und Richtlinien oder gegen interne Anweisungen und sonstige Vorschriften in der Commerzbank geben - auf Wunsch auch anonym.
Markt und Kunden schützen
Nicht minder wichtig ist der Markt- und Kundenschutz. Denn Verstöße können neben rechtlichen Konsequenzen auch zu Reputationsschäden und Profitabilitätseinbußen führen. Deshalb informieren wir unsere Kunden, klären über Risiken auf und erfüllen Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten, um die Regelkonformität unseres Handelns nachvollziehbar zu dokumentieren. Mit dem Ziel, mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden oder angemessen zu lösen, haben wir ein System zum Interessenkonflikt-Management eingeführt. Im Firmenkundengeschäft setzt die Commerzbank Aktiengesellschaft beispielsweise ein Conflict-of-Interest-Tool ein. Damit werden weltweit Daten zu relevanten Transaktionen im Firmenkunden- oder Kapitalmarktgeschäft gesammelt und die Transaktionen auf potenzielle Interessenkonflikte geprüft. Wir treten Versuchen von Marktmanipulation entschieden entgegen und setzen uns für die Wahrung der Integrität der Märkte sowie des Schutzbedürfnisses unserer Kunden ein.
Compliance-Risiken managen
Group Compliance verantwortet als proaktiver Risikomanager die konzernweite systematische Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Anspruch des Konzernbereichs ist es, Compliance-Risiken zu erkennen, bevor sie sich materialisieren, beziehungsweise sie effektiv zu managen, falls sie zutage treten. Grundlage für die Einschätzung und Minimierung potenzieller Compliance-Risiken ist die Risikoanalyse. Sie wird einmal jährlich durchgeführt und erstreckt sich auf alle konzernangehörigen Unternehmen und deren Unternehmensbereiche, Zweigstellen und sonstigen gebundenen beziehungsweise abhängigen Unternehmen im In- und Ausland, die als Compliance-relevant eingestuft werden. Die aus der Analyse abgeleiteten Maßnahmen zur Prävention überprüfen wir regelmäßig und ergänzen sie bei Bedarf. Um der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze und Regelungen gerecht zu werden, entwickelt der Konzern seine Compliance-Risikosteuerung ständig weiter und passt diese an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an. Weitere zentrale Präventionssysteme sind Kontrollen zur Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit relevanter Prozesse, Training von Mitarbeitern, Begleitung und Beratung der Geschäftseinheiten durch Compliance bei Prozessentwicklung und Transaktionen, Compliance-Hotlines und Komitees unter Compliance-Einbindung, Einzelfallgenehmigungen durch die Compliance-Funktion, Genehmigungspflicht von Wertpapiertransaktionen in insiderrelevanten Bereichen, Pflichtabwesenheiten (Mandatory Time Away) und Zuverlässigkeitsprüfungen von potenziellen Mitarbeitern, die Due-Diligence-Prüfung Dritter, eine von allen Lieferanten und Dienstleistern zu unterzeichnende Integritätsklausel sowie das Hinweisgebersystem (BKMS).
Regelverstöße dokumentieren
Das Konsequenzen-Management der Bank dient dazu, Verstöße gegen Regelwerke sowie gesetzliche oder regulatorische Bestimmungen im Konzern global möglichst einheitlich ahnden zu können. Fehlverhalten von Mitarbeitern, die mindestens eine schriftliche Ermahnung erfordern, werden zentral dokumentiert. Die anonymisierte Auswertung der Fälle hilft zu erkennen, welche Fehlverhalten vorkommen und gegen welche Regelwerke oder regulatorischen Bestimmungen verstoßen wurde. Die Transparenz macht es möglich, aus Fehlern zu lernen und Regeln und Prozesse entsprechend anzupassen.# Weitere Informationen zur Compliance-Funktion und zu Compliance-Risiken
Weitere Informationen zur Compliance-Funktion und zu Compliance-Risiken finden sich im Konzernlagebericht im Abschnitt "Wichtige geschäftspolitische und personelle Ereignisse" sowie im Konzernrisikobericht im Abschnitt "Sonstige Risiken".
Stakeholder-Dialog
Unternehmerische Verantwortung zu leben bedeutet auch, den regelmäßigen Austausch mit externen und internen Anspruchsgruppen zu suchen. Die Commerzbank pflegt Beziehungen zu zahlreichen Organisationen und Gruppen, die Ansprüche, Wünsche oder Anregungen an das Unternehmen herantragen. Prioritär verfolgen wir dabei den Dialog mit Anspruchsgruppen, die die ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Leistung der Commerzbank merklich beeinflussen oder davon stark betroffen sind. Dazu gehören neben den Mitarbeitern auch Kunden und der Kapitalmarkt, Lieferanten, Medien, Nichtregierungsorganisationen, Politik, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie die Wissenschaft. Dem Diskurs über wichtige gesellschafts-, wirtschafts- und finanzpolitische Fragen kommt für uns eine große Bedeutung zu. Im aktiven und transparenten Dialog versucht die Commerzbank, den Erwartungen und Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen gerecht zu werden, sie in ihre Unternehmensstrategie einfließen zu lassen und die eigenen Sichtweisen darzulegen. So erörtern wir beispielsweise mögliche Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt regelmäßig mit Nichtregierungsorganisationen.
Meinungsbildung fördern
Überdies stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit nationalen wie internationalen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie den Verantwortlichen in der Politik, um auf die Klarheit und Verlässlichkeit von Regelungen zu Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken - im Interesse unserer Kunden sowie einer langfristigen Planungsfähigkeit. Als Schnittstelle zwischen Bank und Politik formuliert der Bereich Public Affairs der Commerzbank Aktiengesellschaft Positionen zu relevanten politischen und regulatorischen Themen. Vor Ort unterstützen die beiden Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel sowie eine Verbindungsstelle zum internationalen Bankenverband Institute of International Finance (IIF) in Washington. Mit ihrer Interessenvertretung ist die Bank Bestandteil des demokratischen Meinungsbildungsprozesses und will am Gemeinwohl orientierte, sachgerechte und fundierte Entscheidungen fördern. Im Vordergrund steht hierbei, Banken- und Finanzmarktthemen zu erläutern. So unterstützen wir Politik und Verwaltung beim Auf- und Ausbau branchenbezogenen Wissens als Grundlage für sachgerechte Entscheidungen. Wir sind im Transparenzregister der EU erfasst und berichten über dortige Aktivitäten, handelnde Personen und jährliche Aufwendungen im Rahmen der politischen Meinungsbildung. Die Commerzbank tätigt gemäß ihrer konzernweit gültigen Spendenrichtlinie keine Spenden an Parteien, parteinahe Institutionen oder Politiker.
Für den Dialog mit politischen Vertretern haben wir verschiedene Veranstaltungsformate etabliert. Dazu zählt das "Politische Frühstück" in Berlin. Während der parlamentarischen Sitzungswochen tauschen sich Gastredner mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen aus. Bei "Commerzbank im Dialog" debattiert der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank mit hochkarätigen Gesprächspartnern aus Politik oder Wirtschaft. Die "Mittags:werkstatt" dient dem fachspezifischen Wissenstransfer und Austausch zu aktuellen Themen mit Abgeordneten und Referenten. "SHE VIP" ist ein Netzwerkformat von und mit erfolgreichen Frauen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Medien oder Kultur. Unter #cobapolitics können diese Aktivitäten über die sozialen Medienkanäle verfolgt werden.
Kundenthemen beleuchten
Die Themen des Mittelstands stehen im Fokus der Commerzbank-Initiative "Unternehmerperspektiven". Einmal jährlich befragt sie 2.000 Eigentümer und Manager der ersten Führungsebene aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen und Branchen. Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft diskutieren die Ergebnisse im Rahmen interaktiver Veranstaltungen. 2019 stand das Thema Internationalisierung im Fokus. Die Studie "Wie sicher sind die Märkte: Risiken managen im internationalen Geschäft" zeigte, wie der Mittelstand mit den geopolitischen Unsicherheiten umgeht. Bei bundesweit zwölf Veranstaltungen sowie je einer in der Schweiz und in Belgien hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich dazu auszutauschen, Ideen für erfolgreiche Internationalisierungsprojekte zu bekommen und neue Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen einer weiteren Studie ging es 2019 um Herausforderungen für Gründer. Befragt wurden rund 3.000 Freiberufler, Handwerker sowie Gewerbetreibende in ganz Deutschland, die ihr Unternehmen innerhalb der vergangenen sechs Jahre gegründet haben. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Frauen bei der Gründung eines eigenen Unternehmens in der Minderheit sind und ein Großteil der Gründer nur mit Eigenkapital in die Selbstständigkeit startet. Bürokratie macht Gründern das Leben schwer und auch die Kundenakquisition sowie steuerliche Themen stellen für viele Herausforderungen dar.
Gesellschaftliches Engagement
Für sein gesellschaftliches Engagement ist der Konzern auf vielfältige Weise mit seinem Umfeld vernetzt. Zahlreiche Projekte und Initiativen, die gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft umgesetzt werden, leisten Beiträge zur Lösung aktueller Problemstellungen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft fokussiert sich dabei auf die Themenschwerpunkte Bildung und Sport. Ein Beispiel dafür ist das bereits 1990 gemeinsam mit den deutschen Nationalparks ins Leben gerufene Umweltpraktikum. Es vermittelt jährlich bis zu 75 Studierenden in deutschen Schutzgebieten praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wird das Umweltpraktikum durch die Commerzbank organisiert und finanziert, die Schutzgebiete sorgen im Gegenzug für die fachliche Betreuung und Begleitung. Seit Beginn des Programms haben mehr als 1.700 Praktikanten daran teilgenommen. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen anschließend in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder im Umweltschutz ein. Noch länger - seit mehr als 30 Jahren - gibt es die Initiative "Das Grüne Band": Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund prämiert die Commerzbank Aktiengesellschaft jährlich 50 Sportvereine, die sich durch vorbildliche Talent- beziehungsweise Jugendförderung auszeichnen, mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro. Bis heute haben mehr als 1.900 Sportvereine von der Initiative profitiert. Die Unterstützung des Breitensports steht auch im Fokus des Kooperationsprojekts DFB-Junior-Coaches. Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Jugendliche an Schulen für eine Tätigkeit als Nachwuchstrainer ausbildet, unterstützen Commerzbank-Paten bei der Berufsvorbereitung: Sie organisieren Bewerbertrainings und vermitteln Schülerpraktika in Commerzbank-Filialen. Seit dem Projektstart im Jahr 2013 wurden fast 20.000 Jugendliche zu DFB-Junior-Coaches ausgebildet.
Mitarbeiterengagement fördern
Einen Schwerpunkt in ihrem gesellschaftlichen Engagement legt die Commerzbank außerdem auf das Corporate Volunteering: Mitarbeiter werden durch Freistellungen und die Bereitstellung von Infrastruktur ermutigt und befähigt, sich ehrenamtlich für gemeinnützige Zwecke zu engagieren. Dieser persönliche Einsatz nützt der gesellschaftlichen Entwicklung und verbessert die Lebensbedingungen von Benachteiligten. Gleichzeitig haben die Projekte auch einen positiven Effekt auf die teilnehmenden Kollegen und fördern ein verständnisvolles Miteinander. Unsere Mitarbeiter können sich in vielfältigen Projekten einbringen, in Deutschland etwa für benachteiligte Jugendliche mit dem Commerzbank-Bildungspaten-Programm oder im sozialen Bereich beim Malteser Social Day. Hinzu kommen gemeinnützige Sportprojekte, die Initiative business@school oder verschiedene Weihnachtsaktionen für soziale Einrichtungen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem insgesamt rund 380.000 Euro an verschiedene Institutionen und Organisationen gespendet. Die mBank war 2019 zum zweiten Mal exklusiver Bankpartner und Sponsor der 27. Ausgabe der größten Spendenaktion Polens, dem Großen Orchester der Weihnachtshilfe. Für jeden Tag zwischen Weihnachten 2018 und dem Finale Mitte Januar 2019, an dem mindestens 100 Zahlungen von mBank-Kunden an die Stiftung registriert wurden, überwies die Bank zusätzlich 100.000 Zloty. Insgesamt spendete die mBank dem Orchester so rund 470.000 Euro (2 Mio. Zloty). Darüber hinaus wurden mehr als 40 Kunstwerke aus der bankeigenen Sammlung zur Verfügung gestellt und für rund 400.000 Euro (1,7 Mio. Zloty) versteigert.
Stiftungen gestalten Zukunft
Einen wichtigen Beitrag leisten auch verschiedene vom Konzern unterstützte Stiftungen. So fördert die Commerzbank-Stiftung bundesweit zentrale Einrichtungen und vorbildhafte Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Soziales. Dabei geht es um Anreize für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Vermittlung von kulturellem Erbe und gesellschaftliche Teilhabe für benachteiligte Menschen. Hinzu kommen sechs Sozialstiftungen, die Mitarbeiter der Bank in unverschuldeten Notfällen finanziell unterstützen. Das gemeinsame Ziel aller Stiftungen ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützte 2019 diese Stiftungen mit insgesamt 841.000 Euro unter anderem für Personal, Arbeitsplätze und sonstige Sachkosten. Als Gründungsstifter engagiert sich comdirect gemeinsam mit der Börse Stuttgart für die Stiftung Rechnen. Die Stiftung, die 2019 ihr zehnjähriges Bestehen feierte, setzt sich dafür ein, die Bedeutung des Rechnens als grundlegende Kulturtechnik bewusst zu machen und die Rechenkompetenz in Deutschland zu stärken. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt in Polen die mFoundation.# Nichtfinanzieller Bericht
Für die Jahre 2014 bis 2020 legt sie einen Schwerpunkt auf ihre "m for mathematics"-Strategie, die sich an Schulen, Universitäten und Bibliotheken wendet, um die Rechenkompetenz im Land zu stärken. Das Fördervolumen der mFoundation lag 2019 bei umgerechnet rund 673.000 Euro (2,88 Mio. Zloty). Hinzu kommen die Unterstützungen des Employee Benefits Fund, mit dem die mBank ihren Mitarbeitern, Ruheständlern und deren Angehörigen in gesundheitlichen Notfällen finanziell hilft.
Über diesen Bericht
Die Commerzbank ist nach dem "Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten" (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, kurz CSR-RUG) dazu verpflichtet, eine nichtfinanzielle Erklärung aufzustellen (§ 340a Abs. 1a HGB). Dieser Verpflichtung kommen wir mit diesem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für Commerzbank Aktiengesellschaft und Konzern gemäß § 340i Abs. 5 in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB und § 340a Abs. 1a HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 bis 4 und die §§ 289c bis 289e HGB nach.
Das CSR-RUG schreibt mindestens Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung vor. Die Commerzbank berichtet darüber hinaus über Kundenbelange als sechsten wesentlichen Aspekt, weil Kundenorientierung für uns eine entscheidende nichtfinanzielle Einflussgröße auf den Erfolg der Commerzbank Aktiengesellschaft und auf den Konzernerfolg darstellt.
Für die Identifizierung der Themen wurden im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse zehn nichtfinanzielle Sachverhalte analysiert, die maßgeblich für das Verständnis von Geschäftsverlauf und der Lage der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Konzerns sind und auf die unsere Geschäftstätigkeit signifikante Auswirkungen hat (siehe Tabelle "Inhalte des nichtfinanziellen Berichts"). Die gesetzlich geforderte Beschreibung des Geschäftsmodells erfolgt im (Konzern-)Lagebericht, Kapitel "Struktur und Organisation".
In vielen Bereichen - beispielsweise Compliance, Personalführung oder Reputationsrisiko-Management - gelten Richtlinien der Commerzbank Aktiengesellschaft über den sogenannten "Global Functional Lead" für den gesamten Konzern. Sofern relevante Regelungen bei den Tochterunternehmen von denjenigen der Konzernmutter abweichen, sind sie in diesem Bericht entsprechend erläutert. Die Commerzbank Finance & Covered Bond S. A., die Ende 2019 mit nur noch zehn Mitarbeitern ausschließlich ein Abbauportfolio betreute, hat für 2019 keine ergänzenden Informationen zu wesentlichen nichtfinanziellen Belangen beizutragen.
Auf die gesetzlich gegebene Möglichkeit zur Nutzung eines Berichtsrahmenwerks wurde im Interesse einer fokussierten Information der Adressaten unserer Finanzberichterstattung verzichtet. Gleichwohl orientiert sich der nichtfinanzielle Bericht an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI), sofern sie für die zehn Sachverhalte relevant sind. Ausführliche Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Commerzbank Aktiengesellschaft, den Zielen ihres Nachhaltigkeitsprogramms und weiteren nichtfinanziellen Leistungen enthalten die umfangreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex, zu finden unter http://nachhaltigkeit.commerzbank.de. Abgesehen von der Beschreibung des Geschäftsmodells sind Verweise auf weiterführende Informationen nicht Bestandteil dieses nichtfinanziellen Berichts.
Bei der Anwendung der Nettomethode sind uns keine wesentlichen Risiken aus eigener Geschäftstätigkeit oder mit Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen bekannt, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte haben oder haben werden. Weiterführende Informationen zu unserem Risikomanagement finden sich im Konzernrisikobericht.
Der nichtfinanzielle Bericht wurde einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unterzogen. Der Vermerk über die betriebswirtschaftliche Prüfung findet sich im Geschäftsbericht des Konzerns unter "Weitere Informationen".
Inhalte des nichtfinanziellen Berichts
| Wesentliche Aspekte nach CSR-RUG | Dazugehörige Sachverhalte gemäß Wesentlichkeitsanalyse | Aufgenommen im Kapitel |
|---|---|---|
| Umweltbelange | • Ganzheitliches Risikomanagement • Unser Beitrag für ein nachhaltiges Finanzwesen • Nachhaltigkeitseffekte in der Kreditvergabe • Nachhaltige Geldanlage und Kapitalmarktprodukte |
|
| Achtung der Menschenrechte | ||
| Kundenbelange | • Sicherheit der Daten • Unsere Verantwortung gegenüber Kunden • Transparenz und Fairness in Kundenbeziehungen |
|
| Arbeitnehmerbelange | • Arbeitgeberattraktivität • Unsere Verantwortung als Arbeitgeber • Diversity und Chancengleichheit |
|
| Anti-Korruption | • Integrität und Compliance • Unsere Verantwortung in der Unternehmensführung |
|
| Sozialbelange | • Stakeholder-Dialog • Gesellschaftliches Engagement |
Konzernlagebericht
Im Konzernlagebericht erläutern wir ausführlich die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung des Commerzbank-Konzerns im laufenden Jahr 2020 sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen.
Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2019 trotz der sich nochmals verschärfenden Rahmenbedingungen ihr Operatives Ergebnis mit 1,3 Mrd. Euro stabil gehalten. Das Kundengeschäft entwickelte sich auf Basis des Wachstums bei Kunden und Assets weiter robust.
Grundlagen des Commerzbank-Konzerns
Struktur und Organisation
Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank. Sie verfügt im Inland mit aktuell noch rund 1.000 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 16,9 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden inklusive multinationaler Konzerne, Finanzdienstleister und institutioneller Kunden weltweit.
Im Rahmen ihrer Strategie fokussiert die Commerzbank ihre Geschäftstätigkeiten in den zwei Segmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden, mit denen sie ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Die Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt.
Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Tax, Group Treasury, Group Customer Process & Data Management sowie Big Data & Advanced Analytics und die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Digital Transformation & Strategy, Group Banking & Market Operations, Group Technology Foundation, Group Operations Credit, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.
Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 20 operativen Auslandsniederlassungen und 30 Repräsentanzen in knapp 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.
Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Ziele und Strategie
Die Commerzbank versteht sich als faire und kompetente Bank, die ihren Kunden ein langfristiger und zuverlässiger Partner sein will. Wir richten unser Handeln an höchsten ethischen Werten, Integrität und Fairness aus und verpflichten uns, alle geltenden Gesetze, Richtlinien und Marktstandards einzuhalten. Das ist für uns die Basis, auf der wir mit unseren Privat- und Geschäftskunden, institutionellen Kunden, Partnern und Stakeholdern vertrauensvoll zusammenarbeiten. "Die Bank an Ihrer Seite" - an diesem Versprechen lassen wir uns bei allem, was wir tun, messen: in unserer Beratung, in unseren Angeboten und unserem Verhalten.
In den vergangenen Jahren haben wir die richtigen Themen vorangetrieben: Wir haben die Bank am Kunden ausgerichtet und komplett umgebaut. In beiden Marktsegmenten haben wir viele neue Kunden gewonnen. Und wir haben wichtige Grundsteine in der Digitalisierung gelegt sowie mit "Campus 2.0" eine agile Lieferorganisation aufgebaut.
Die Commerzbank hat seit 2016 viel erreicht. Es ist aber gleichzeitig unabdingbar, dass wir auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren. Die Wünsche unserer Kunden hinsichtlich digitaler und mobiler Angebote sowie persönlicher Beratung ändern sich rasant. Zusätzlich verschärfen das Zinsniveau und die verhaltenen Konjunkturerwartungen die Lage -und zwar für die gesamte Branche. Vor diesem Hintergrund ist unser Ziel klar: Wir wollen unsere Zukunft auch weiterhin aktiv und selbstbewusst gestalten.# Commerzbank 5.0 Strategy: Investing in Technology and Core Business
The new "Commerzbank 5.0" strategy sees the bank investing in technological innovation and its core business. This will accelerate digitalization, create growth, and increase efficiency. The key points are as follows:
In the Private and Small Business Customers segment, Commerzbank is focusing primarily on the rapid expansion of mobile banking. At the same time, the branch network remains a firm pillar of customer offerings. The bank expects additional revenue potential through the increased use of data, which enables individually tailored products and services. In the future, Commerzbank will also price services more differentiatedly. With the planned integration of comdirect, the bank will consolidate its digital expertise.
In the Corporate Clients segment, the bank is strengthening its market presence, particularly in the Mittelstandsbank. Further digitalization and a more efficient platform are intended to create greater scope in sales. In Germany, sales will be strengthened by additional sales staff. This will allow for more intensive customer support in the future. The bank aims to better leverage the potential of existing customer relationships. Improved capital efficiency will also be a focus.
As part of the strategy program, the bank will invest a total of approximately €1.6 billion in digitalization and further improving its cost efficiency. Of this amount, €750 million will be allocated as additional funds for digitalization, IT infrastructure, and growth. The remaining €850 million will cover restructuring costs for the planned reduction of 4,300 gross and 2,300 net full-time positions, as well as for the announced adjustments to the branch network. Commerzbank aims to reduce its cost level by approximately €600 million by 2023 compared to the current year. With investments in the ongoing modernization of the Group-wide IT infrastructure, the bank intends to reduce its IT costs to €1 billion. Costs in central areas and segments are also to be further reduced.
The planned divestment of the majority stake in mBank S.A. in Poland is intended to generate the financial resources that will enable faster implementation of the strategy and the associated investments. A prerequisite for the sale of mBank is that the offer price and transaction structure are suitable.
Private and Small Business Customers: Expansion of Mobile Banking Combined with Continued Strong Branch Presence
In the Private and Small Business Customers segment, the bank is pursuing a "mobile first" strategy, focusing on the consistent expansion of mobile banking. Already, 1.2 million out of a total of 1.7 million daily customer contacts are handled via mobile and online channels. Through the expected increased use of the mobile channel, Commerzbank aims to gather significantly more data points in the future and thus unlock further business potential. The use of algorithms is intended to enable products and services that are precisely tailored to the individual needs of customers. At the same time, the more intensive use of algorithms and data is expected to increase efficiency in acquiring new customers.
After significantly expanding the customer base in previous years, Commerzbank will continue to grow at a measured pace in the Private and Small Business Customers segment. In recent years, Commerzbank has increased its active customer base by a net of 1.3 million customers. Now, in Germany, more than 1 million new customers are to be acquired by the end of 2023. Following the sale of ebase with 1 million customers and a cleanup of mostly inactive customer accounts totaling another 1 million, the bank will continue its growth on an active customer base of 11.3 million.
Commerzbank also intends to systematically exploit additional revenue potential from existing customers. The bank is introducing a new pricing strategy, offering customers more choice in their service and pricing options. Specifically, the basic offering will be supplemented by a modular offering. For free basic products, inactivity will also be priced in the future in line with a fair-use policy.
Commerzbank will maintain its comprehensive presence throughout Germany with approximately 800 branches in the future. With the successive closure of around 200 branches and a suitable combination of branch types, the bank is adapting to changing customer needs. As customers will increasingly use digital channels in the future, the bank is adjusting the branch network to the expected utilization in different regions. The bank's real estate expertise will be consolidated in 50 new regional real estate centers in the future.
Consolidation of Digital Expertise Through Planned Integration of comdirect
Business with private and small business customers will also be strengthened through the planned integration of comdirect into Commerzbank. Since its founding in 1994, comdirect has set standards in online banking through innovative products, services, and advice. Commerzbank intends to make this recognized expertise accessible to all customers in the future and to leverage comdirect's high digital expertise more directly and strongly than before for the entire Group. comdirect is set to become part of a strong, innovative multichannel bank. It will thus benefit from economies of scale and growth opportunities within the Group.
For comdirect customers, the familiar range of services will be maintained, while they will also benefit from Commerzbank's branch presence in the future. Conversely, Commerzbank customers could gain access to comdirect's excellent brokerage offering, which will continue to be operated under the same product brand.
Corporate Clients: Strengthening Sales and Increasing Efficiency
In the Corporate Clients segment, Commerzbank is consistently expanding its position. The balance between additional business, risk appetite, and capital efficiency is clearly prioritized. Furthermore, the bank is focusing on increasing its sales and platform efficiency.
In the corporate client business, Commerzbank aims to better leverage the potential of existing customer relationships and to continue acquiring new customers. Therefore, it is strengthening sales in Germany with additional sales staff. Sales are also to be selectively expanded in selected European markets. Furthermore, further digitalization and the targeted higher efficiency of the platform will create greater scope in sales. Combined with personnel expansion, this will enable an even higher intensity of customer support.
Commerzbank is also expanding its proven sector approach. In the future, more than 500 corporate clients in Germany and selected countries in the Eurozone will be served accordingly, compared to around 100 previously. Experience since its introduction in 2016 shows that comprehensive industry expertise in customer service leads to more profitable existing customer relationships.
Platform efficiency for corporate client business will also be increased. The bank aims to consolidate platforms. Thus, in the future, as many international transactions as possible are to be processed on the German IT platform. Furthermore, increased utilization of platforms through new business is planned. Overall, capital efficiency and cost discipline are key for further growth in corporate client business to increase the return on invested capital. The bank is also supporting this growth trajectory with a further strengthening of its credit risk expertise.
Societal Responsibility Further Embedded in the Business Model
The basis for Commerzbank's economic success is and remains the societal acceptance of its daily actions. As a responsible bank, Commerzbank has long held a clear stance on controversial issues such as weapons, environmentally harmful energy sources, or speculative trading in basic foodstuffs. Responsible action also includes careful handling of customer data and high data security.
In the future, the bank will be even more ambitious in matters of sustainability and ecology and will pursue the achievement of the Paris climate goals more proactively. Commerzbank already operates in a climate-neutral manner. It has also recently signed the UN Principles for Responsible Banking as one of the world's first signatories.
This consistent stance also leads to business opportunities: Commerzbank will additionally support its customers on their path to greater sustainability with a greener product offering. For example, private customers now have the option of concluding green mortgage financing. In corporate client business, Commerzbank will increasingly align its loan portfolio with sustainability criteria.
Release of Equity Through Planned Divestment of mBank
As part of its strategy, Commerzbank plans to divest its majority stake in mBank S.A. ("mBank") in Poland, thereby realizing the high value of mBank. This is intended to generate the financial resources that will enable faster implementation of the strategy and the associated investments. The divestment would lead to a significant reduction in risk-weighted assets and a release of equity at Commerzbank.
A prerequisite for the sale of mBank is that the offer price and transaction structure are suitable.
Detailed explanations of the "Commerzbank 5.0" strategy can be found on the Commerzbank website at https://www.commerzbank.de.
Corporate Governance
Corporate governance in the Commerzbank Group is based on a value-oriented management concept.# Die Ausgestaltung dieses Konzepts beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen mit dem Ziel an, langfristig den Unternehmenswert zu steigern. Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie werden dort durch den Vorstand Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Segmenten unter Einbeziehen der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses operationalisieren die Segmente die Planvorgaben. Das Einhalten der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Abweichungen werden durch ein monatliches Managementreporting frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Zur Steuerung des Konzerns und der Segmente verwendet die Bank die nachfolgend beschriebenen branchentypischen Controllingkennzahlen. Diese decken alle wesentlichen Dimensionen der Konzernsteuerung ab. Ihre Entwicklung wird im Rahmen des regelmäßigen Managementreportings überwacht.
Die Bank berücksichtigt in ihrer Unternehmenssteuerung die beiden Säulen der Kapitalanforderung. Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, werden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Common-Equity-Tier-1-Ratio ist für die Bank eine wesentliche Kennzahl in der Kapitalsteuerung. Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolges dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten sowie die Kennzahlen Aufwandsquote, Eigenkapitalrendite und, daraus abgeleitet, der Economic Value Added. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis von Verwaltungsaufwand (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und Restrukturierungsaufwendungen) zu Erträgen vor Risikoergebnis definiert. Die Aufwandsquote wird in zwei Varianten ermittelt: mit und ohne Einbezug der Pflichtbeiträge in die Messgröße "Aufwand". Die Eigenkapitalrendite der Segmente errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich regulatorisch gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird - wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich - aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet. Dabei steht auf Konzernebene die Nettoeigenkapitalrendite "Return on tangible equity" im Fokus. Für die Messung der Konzernperformance wird die Kennzahl Economic Value Added verwendet. Sie ist definiert als Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite des Konzerns und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem Konzernkapital. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht dem Verhältnis des Konzernüberschusses nach Steuern und Minderheiten zum durchschnittlichen CET-1-Kapital des Konzerns. Die Ermittlung des Kapitalkostensatzes basiert auf dem kapitalmarktorientierten "Capital Asset Pricing Model (CAPM)" und wird jährlich einer Überprüfung unterzogen. Die oben genannten Controllinggrößen sind als Konzernkennzahlen eingebettet in ein System weiterer segmentspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftsstrategie der einzelnen Segmente unterschiedlich sind.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht
Die Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315d HGB
Die Angaben gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind im "Corporate-Governance-Bericht" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Corporate-Governance-Bericht ist zu finden unter https://www.commerzbank.de/geschaeftsbericht2019.
Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB
Die Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" als zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht enthalten beziehungsweise zu finden unter htpps://www.commerzbank.de/NFE2019.
Wichtige geschäftspolitische und personelle Ereignisse
Ende September hat die Commerzbank die Eckpunkte des neuen Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" vorgestellt. Mit der neuen Strategie investiert die Bank in technologische Innovation und in ihr Kerngeschäft. Damit beschleunigt sie die Digitalisierung, schafft Wachstum und erhöht ihre Effizienz. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Aufstockung des Anteils an der comdirect auf mehr als 90 %. Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel "Ziele und Strategie" auf Seite 67 ff. Zu Beginn des Berichtsjahres haben die Commerzbank und die Deutsche Bank Gespräche geführt, ob ein Zusammenschluss beider Häuser die Synergien und die Größe einbringen, um signifikante Renditesteigerungen erwarten zu können. Ergebnis der Prüfung war, dass ein Zusammenschluss nicht sinnvoll ist. Ebenfalls auf der Agenda stand die Optimierung der Kapitalstruktur der Bank. Mit der Cluster Lieferorganisation wollen wir Bankgeschäfte für den Kunden einfach, besser und schneller machen. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf bei der Zusammensetzung des Vorstands. Darüber hinaus hat die Bank ihre Compliance-Funktion weiter gestärkt.
Commerzbank in Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank
Mitte März 2019 haben die Commerzbank und die Deutsche Bank bekannt gegeben, dass offiziell Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss beider Häuser aufgenommen wurden. Am 25. April 2019 haben Commerzbank und Deutsche Bank entschieden, die Gespräche über einen Zusammenschluss beider Institute nicht fortzusetzen. Nach gründlicher Prüfung hat sich herausgestellt, dass ein solcher Zusammenschluss nicht im Interesse der Aktionäre beider Unternehmen sowie anderer Interessengruppen wäre. Es war sinnvoll, diese Option einer innerdeutschen Konsolidierung zu prüfen. Für die Commerzbank war aber von Anfang an klar: Mit einem Zusammenschluss müssen höhere und nachhaltigere Renditen für die Aktionäre der Commerzbank erreicht und die Leistungen für die Kunden verbessert werden. Nach gründlicher Analyse ist die Commerzbank zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss mit der Deutschen Bank keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde - auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen würden.
Veränderungen im Vorstand der Commerzbank
In seiner Sitzung am 11. Juli 2019 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank Roland Boekhout in den Vorstand berufen. Dieser hat zum 1. Januar 2020 die Verantwortung für das Firmenkundengeschäft der Commerzbank übernommen. Roland Boekhout, bislang Mitglied des Management Board Banking der ING Group, tritt damit die Nachfolge von Michael Reuther an. Michael Reuther hat, wie vereinbart und bereits im Dezember 2018 angekündigt, die Bank zum Jahresende 2019 verlassen. Am 5. September 2019 hat Finanzvorstand Stephan Engels Vorstand und Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen bis April 2020 laufenden Vertrag gern erfüllen, aber ein mögliches Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. Stephan Engels ist seit 1. April 2012 Finanzvorstand der Commerzbank, verantwortlich für Group Finance, Group Tax, Group Treasury, Group Investor Relations und für die mBank. In seiner Sitzung am 26. September hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass Dr. Bettina Orlopp spätestens zum 31. März 2020 Nachfolgerin von Stephan Engels als Finanzvorstand wird. Dann übernimmt sie auch Group Tax, Group Treasury und Group Investor Relations. Die Zuständigkeit für die mBank geht auf Michael Mandel über. In der gleichen Sitzung hat der Aufsichtsrat Sabine Schmittroth - bislang Bereichsvorständin im Segment Privat- und Unternehmerkunden -zum 1. Januar 2020 als künftige Arbeitsdirektorin in den Vorstand berufen. Sabine Schmittroth, die seit dem 1. Januar 2020 zunächst Group Human Resources verantwortet, erhält spätestens zum 31. März 2020 zusätzlich die Zuständigkeit für Group Compliance. Group Legal liegt dann bei Martin Zielke.
"Campus 2.0" - neue Lieferorganisation
Nach den erfolgreichen Erfahrungen mit der agilen Arbeitsweise im "Digital Campus" werden seit Mitte des Jahres 2019 digitale Produkte und Services für unsere Kunden in einer neuen sogenannten Cluster-Lieferorganisation entwickelt. In der Cluster Lieferorganisation haben wir uns zum Ziel gesetzt, Bankgeschäfte für den Kunden einfach, besser und schneller zu machen. Hier arbeiten jeweils Kollegen von Fach- und IT-Seite zusammen in einem Team mit agilen Arbeitsmethoden.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Commerzbank erwirbt comdirect-Aktienpaket und hält mehr als 90 % an comdirect
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 30. Oktober 2019 die Angebotsunterlage zum freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft veröffentlicht. Die Commerzbank hielt bereits rund 82 % der Anteile der comdirect. Die übrigen 18 % befanden sich im Streubesitz. Die Annahmefrist des freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebots der Commerzbank Aktiengesellschaft für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft ist am 6. Dezember 2019 zu Ende gegangen. Bis zum Ende der Annahmefrist haben comdirect-Aktionäre in Summe 457.343 Aktien angedient. Einschließlich der von der Commerzbank bereits gehaltenen comdirect-Aktien entsprach dies einer Anteilsquote von circa 82,63 %. Anfang Januar 2020 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft bekannt gegeben, dass sie über ihre Tochtergesellschaft Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH ein Aktienpaket an der comdirect bank Aktiengesellschaft vom institutionellen Investor Petrus Advisers Ltd. erwerben wird. Die Commerzbank hält nach dem Ende Januar erfolgten Abschluss der Transaktion mehr als 90 % der Aktien der comdirect. Damit hat die Commerzbank die erforderliche Beteiligungsschwelle für einen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out erreicht. Im Zuge des angestrebten Squeeze-outs erhalten comdirect-Aktionäre eine Barabfindung für ihre Aktien.
Commerzbank begibt erfolgreich Additional-Tier-1-Anleihe
Anfang Juli 2019 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe erfolgreich begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Orderbuch war mehrfach überzeichnet, was das breite Interesse der Investoren widerspiegelt. Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet. Mit der Emission optimiert die Bank ihre Kapitalstruktur, auch vor dem Hintergrund veränderter regulatorischer Anforderungen durch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde. Die nachrangige Anleihe erfüllt die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) als zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital, AT 1). Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt.
Weitere Stärkung der Compliance-Funktion
Auch im Geschäftsjahr 2019 hat die Bank ihre Aktivitäten zur weiteren Stärkung der Compliance-Funktion fortgesetzt. Dies betrifft unverändert nicht nur strukturelle Veränderungen. Auch der interne Personalaufbau, die Personalweiterentwicklung sowie die erfolgreiche Rekrutierung weiterer, geeigneter Compliance-Experten in der Zentrale und an ausländischen Standorten wurden weiterhin nachdrücklich betrieben. Nach Etablierung eines dedizierten Compliance-Trainee-Programms 2017 wurden nach 2018 auch 2019 sieben Hochschulabsolventen als Nachwuchskräfte für dieses international ausgerichtete Programm rekrutiert. Die acht Trainees aus dem Programm 2018 wurden 2019 als Spezialisten übernommen. Um die Steuerung der Compliance-Risiken zu verbessern, hat die Compliance-Funktion verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Global Financial Crime, Global Markets Compliance sowie Anti-Bribery and Corruption umgesetzt. Auch sind Maßnahmen getroffen worden, um die Compliance-Governance im In- und Ausland weiter zu stärken. Unter anderem wird die Stärkung der globalen Compliance-Systemlandschaft, basierend auf den aktuellsten Marktstandards, konsequent weiter vorangetrieben. Zum Beispiel konnte 2019 ein globales Upgrade der Systeme und Modelle zur Überwachung der Transaktionen in Hinblick auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung weitgehend abgeschlossen werden, das die Einhaltung der global gesetzten Standards - basierend auf einem vereinheitlichten Regel-Set bei gleichzeitiger Berücksichtigung lokaler Spezifika in der Parametrisierung - ermöglicht.
Global Markets Compliance führte 2019 das 2018 begonnene "Global Surveillance Implementation Programme (GSIP)", das den Ausbau der globalen Handels- und Kommunikationsüberwachung zum Ziel hat, fort. Neben der Festlegung der zukünftigen IT-Zielarchitektur sowie erster Implementierungen wurde ebenfalls ein Target Operating Model für die Kommunikations- und Handelsüberwachung erarbeitet. Ebenfalls wurde die Etablierung einer einheitlichen Geschäftspartner Due Diligence 2019 realisiert und das entsprechende IT-System ausgerollt. Dieser globale rollout wird auch 2020 an wenigen Standorten noch fortgeführt. Daneben hat die Commerzbank ihre Aktivitäten zum Ausbau der Strukturen sowie zur weiteren Verbesserung bestehender Compliance-Prozesse in den Geschäftseinheiten, unter anderem durch globale Projekte fortgesetzt. Beispielhaft nennen wir hier die Weiterentwicklung des Group Compliance Frameworks, die neue aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllt und ein Projekt, in dem sowohl bereichs- als auch risikotyp-übergreifend Kontrollen aufgenommen und entsprechend implementiert wurden.
Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden das Deferred Prosecution Agreement mit dem District Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement mit dem US-Justizministerium im März 2018 beziehungsweise im Mai 2018 nach Konsultation mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie am 15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Der US-Monitor hat seine Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des Engagement Letters zwischen der Bank und dem Monitor endete das Monitorship am 24. Juni 2019. Die offizielle Bestätigung des DFS, dass die Commerzbank nach dem Monitorship-Verfahren wieder in der regulären Bankenaufsicht beaufsichtigt wird, steht noch aus.
Weitere Informationen zu Compliance sowie zu Integrität und Compliance in der Commerzbank finden sich im Konzernrisikobericht auf Seite 129 ff beziehungsweise im zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht auf Seite 59 ff.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliches Umfeld
Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat 2019 in der Weltwirtschaft deutliche Bremsspuren hinterlassen. China verzeichnete das schwächste Wirtschaftswachstum seit knapp 30 Jahren. Das Land litt dabei nicht nur unter höheren US-Zöllen und der Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Handelskonfliktes. Auch strukturelle Probleme wie die hohe Verschuldung der Unternehmen belasteten die Wirtschaft. Sie verhinderten, dass die von der chinesischen Regierung im Frühjahr ergriffenen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ihre volle Wirkung entfalteten.
Auch an der US-Wirtschaft ging der Handelskonflikt nicht spurlos vorüber. Angesichts der handelspolitischen Unsicherheit hielten sich die Unternehmen mit Investitionen merklich zurück. Zudem ließ der Impuls der Steuersenkungen 2018 spürbar nach. Trotzdem fiel das Wirtschaftswachstum vor dem Hintergrund des immer knapper werdenden Arbeitskräfteangebots mit 2,3 % immer noch sehr ordentlich aus. Gleichwohl hat die US-Notenbank in der zweiten Jahreshälfte ihre Leitzinsen um insgesamt 75 Basispunkte gesenkt, um etwaigen Konjunkturrisiken vorzubeugen.
Im Euroraum hat das Wirtschaftswachstum im Verlauf von 2019 weiter nachgelassen. Für das Gesamtjahr 2019 reichte es gerade noch zu einem Plus von 1,2 %. Die globale Nachfrageschwäche hat vor allem der Industrie schwer zugesetzt. Der Dienstleistungssektor zeigte sich dagegen erstaunlich robust. Dies dürfte vor allem der sehr expansiven Geldpolitik der EZB zu verdanken sein. Denn von der hierdurch angefachten Binnennachfrage profitiert neben der Bauwirtschaft vor allem der Dienstleistungssektor. Mit der fortgesetzten Wachstumsverlangsamung ist auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Stillstand gekommen. Mit 7,4 % ist die Arbeitslosenquote aber inzwischen wieder fast so niedrig wie vor dem Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008. Mit den knapper werdenden Arbeitskräften hat sich 2019 der Lohnauftrieb verstärkt, der sich langsam auch in einer leicht höheren unterliegenden Inflation widerspiegelt. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresrate des Verbraucherpreisindex ohne die stark schwankenden Preise für Energie sowie Nahrungs- und Genussmittel - lag im Dezember 2019 bei 1,3 % und damit 0,3 %-Punkte höher als Ende 2018. Aus Sicht der EZB ist der Preisauftrieb aber immer noch viel zu schwach. Deshalb hat sie im September den Einlagensatz um 0,1 %-Punkte auf - 0,5 % gesenkt und kauft seit Dezember wieder monatlich netto Anleihen im Wert von 20 Mrd. Euro.
Die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft litt in besonderem Maße von der schwächeren Auslandsnachfrage. Hinzu kamen die Probleme in der Automobilindustrie. Mit 0,6 % fiel das Wirtschaftswachstum 2019 deutlich schwächer aus als 2018 mit 1,5 %. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit kam zum Stillstand.
An den Finanzmärkten sorgten die Zinssenkungen der US-Notenbank und der EZB für Erleichterung.# Die zehnjährige Bundesanleihe lag zum Jahresende 2019 mit - 0,3 % klar im negativen Bereich, nachdem sie Ende August mit - 0,7 % zwischenzeitlich sogar ein neues Allzeittief markiert hatte. Auch die Aktienkurse legten trotz der handelspolitischen Unsicherheit kräftig zu. Der DAX verzeichnete 2019 ein Plus von 25 %. Obwohl die US-Notenbank die Geldpolitik deutlich stärker lockerte als die EZB, wertete der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter leicht auf.
Branchenumfeld
Für die Finanzindustrie war auch 2019 wieder ein herausforderndes Jahr. Zwar erwies sich neben dem Dienstleistungssektor die Binnennachfrage bislang als Stütze der Konjunktur im Euroraum, die weiterhin von günstigen Finanzierungsbedingungen und steigenden Arbeitnehmereinkommen profitierte. Sorgenkind blieb dagegen die Industrie. Vor allem der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Dauerkonflikte im Nahen Osten belasteten die internationalen Handelsströme nachhaltig, worunter gerade auch die Exportfinanzierungen des Bankensektors litten. Darüber hinaus hatte die für den Bankensektor bedeutende Branche der Automobilhersteller nach wie vor mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Zusätzlich zu den Handelsproblemen sah sie sich mit Herausforderungen insbesondere hinsichtlich des Klimaschutzes konfrontiert, die auch auf andere Industriebranchen ausstrahlten. Unsicherheiten ergaben sich zudem daraus, dass auf Autoimporte aus der EU zukünftig hohe US-Strafzölle drohen, wozu eine endgültige Entscheidung der US-Regierung allerdings noch aussteht. Zu den Handelsproblemen kamen in Europa die unabsehbaren Folgen des Brexits und das latente Risiko eines generellen Vertrauensverlustes in die Stabilität der italienischen Staatsfinanzen, was die gesamtwirtschaftlichen Impulse erheblich dämpfte. Dies gilt vor allem für die Exportindustrie, die für die deutsche Wirtschaftsentwicklung und damit für die Bankenbranche eine große Bedeutung hat. Vor diesem Hintergrund steht das Geschäft mit Firmen- und Unternehmenskunden hierzulande weiterhin unter spürbarem Druck. Günstiger als das Geschäft mit Firmen- und Unternehmenskunden entwickelte sich hierzulande das Privatkundengeschäft der Banken. Es profitierte von einer robusten Inlandsnachfrage, die sich auf einen weiter wachsenden Konsum stützen konnte. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich - trotz eines drohenden Arbeitsplatzabbaus in der Industrie - weiterhin in einem stabilen Zustand. Darüber hinaus erlebt Deutschland den dritten Immobilienboom seit den 1970er-Jahren. Die Preise für Wohnimmobilien steigen seit 2010 mit Raten, die deutlich über Vergleichsgrößen wie Verbraucherpreisen, Mieten und verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte liegen. Das Kreditgeschäft des deutschen Bankensektors konnte so erneut ausgeweitet werden: Die Wohnungsbaukredite sind per September 2019 um über 5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im gleichen Zeitraum legten die Ratenkredite für Konsumzwecke um nahezu 2,5 % zu. Vergleichsweise günstig waren auch die Perspektiven für das Wertpapierprovisionsgeschäft der Banken. Denn angesichts der Konjunkturschwäche in der deutschen Industrie haben sich die Kapitalmärkte überraschend stark entwickelt. Der DAX erhöhte sich 2019 im Vergleich zum Jahresanfang um ca. 25 %. Drei Leitzinssenkungen der Fed beflügelten den Aktienmarkt in den USA, was auch auf die EU und Deutschland ausstrahlte. Auch die Zahl der privaten Aktienbesitzer dürfte sich 2019 hierzulande weiter erhöht haben. Die zukünftigen Impulse für die Aktienkurse werden sich jedoch in Grenzen halten. Hinzu kommen hierzulande Pläne zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die ähnlich der bereits in Frankreich seit 2012 bestehenden ausgestaltet werden soll. Den Börsenmarkt in Frankreich hat diese Steuer verändert: Handel und Umsatz mit den betroffenen Aktien haben spürbar abgenommen, die Spannen zwischen Kauf- und Verkaufspreisen sind gestiegen. In Polen sind die Geschäftsaussichten für den Bankensektor aus volkswirtschaftlicher Sicht derzeit günstiger als in Deutschland. Hier wächst die gesamtwirtschaftliche Leistung unterstützt vom privaten Konsum immer noch deutlich stärker. Aber auch die polnische Wirtschaft hat in den vergangenen Monaten an Schwung verloren. Für 2020 erwarten wir deshalb ein spürbar reduziertes Wirtschaftswachstum. Der Ausgang bei der Parlamentswahl im Herbst 2019 hat die Wahrscheinlichkeit einer Ausgabenoffensive und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Haushaltslage erhöht. Ferner sorgt insbesondere der schwelende Konflikt mit der EU über politische Grundsatzfragen für Unsicherheit. Die EZB plant, ihre Anleihekäufe erst zu beenden, kurz bevor sie mit einer Erhöhung der Leitzinsen beginnt. Das verbessert einerseits die Liquiditätsposition und die Finanzierungsbedingungen der Banken, übt andererseits aber weiteren Druck auf deren Nettozinsmarge aus und belastet somit die Ertragslage des Finanzsektors. Durch den Finanzierungsbedarf des geplanten Green Deals der EU-Kommission könnte es zudem zu einem sogenannten "Green Quantitative Easing" kommen. Das ist neu, denn bislang betreibt keine Notenbank der Welt eine stark an Klimaschutzzielen ausgerichtete Geldpolitik.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2019 die IFRS-16-"Leasingbilanzierung" an. Aus der Anwendung von IFRS 16 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Erläuterungen zu den Änderungen beziehungsweise Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden siehe Konzernabschluss Note 2 beziehungsweise Note 4. Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für das Berichtsjahr auf 1.258 Mio. Euro und blieb damit im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres stabil. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 644 Mio. Euro. Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2019 bei 463,6 Mrd. Euro, nach 462,4 Mrd. Euro. zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg der Risikoaktiva auf 181,8 Mrd. Euro basierte im Wesentlichen auf der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel und einem wachstumsbedingten Anstieg der Kreditrisikoaktiva. Dieser Zuwachs wurde durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund gezielten Abbaus von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios sowie zweier Verbriefungstransaktionen im ersten und vierten Quartal 2019 teilweise gemindert. Darüber hinaus wirkten niedrigere Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken sowie geringere Risikoaktiva aus operationellen Risiken größtenteils kompensierend. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 24,4 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 13,4 %.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtsjahr 2019 wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 5.074 Mio. Euro um 6,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat-und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Der Zinsüberschuss im Inland legte gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Erfreulich entwickelte sich hierbei die private Baufinanzierung mit deutlich gestiegenen Neugeschäftsvolumina. Die mBank verzeichnete im Berichtsjahr eine erfreuliche Entwicklung des Zinsüberschusses, sowohl durch einen Anstieg der Margen als auch der Volumina im Kredit- und im Einlagengeschäft. Im Segment Firmenkunden konnten Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld sowie aus dem intensiven Preiswettbewerb durch höhere Zinserträge, insbesondere im Kreditgeschäft, mehr als kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,1 % auf 3.056 Mio. Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden stiegen die Erträge im inländischen Wertpapiergeschäft im Jahresverlauf auch aufgrund der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten stetig und übertrafen insgesamt das Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus stiegen die Erträge aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen, allerdings lagen die Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft signifikant niedriger als im Vorjahr. Der Provisionsüberschuss der mBank lag auf Vorjahresniveau. Im Segment Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabile Entwicklung. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 244 Mio. Euro, nach 366 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist insbesondere auf Bewertungseffekte im Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie auf positive Erträge aus Restrukturierungen im Segment Firmenkunden im Vorjahr zurückzuführen.
| Ergebnisrechnung | Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 5.074 | 4.748 | 326 | |
| Dividendenerträge | 35 | 36 | - 1 | |
| Risikoergebnis | - 620 | - 446 | - 174 | |
| Provisionsüberschuss | 3.056 | 3.089 | - 34 | |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 348 | 415 | - 66 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis | 130 | 283 | - 153 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 6.313 | 6.459 | - 146 | |
| Pflichtbeiträge | 453 | 423 | 30 | |
| Operatives Ergebnis | 1.258 | 1.242 | 15 | |
| Goodwill-Abschreibungen | 28 | - 28 | ||
| Restrukturierungsaufwendungen | 101 | - 101 | ||
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.129 | 1.242 | - 113 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 367 | 268 | 99 | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - 18 | - 10 | - 8 | |
| Konzernergebnis | 744 | 964 | - 221 | |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 644 | 862 | - 219 |
¹ Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4). Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 93 Mio. Euro, nach 245 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind 103 Mio. Euro aus dem abgeschlossenen Verkauf der ebase GmbH.Im Ergebnis des Vorjahres waren Erträge aus der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie aus einer Beteiligung im Segment Firmenkunden enthalten. Außerdem wirkten sich im Vorjahr Erträge aus Immobilienverkäufen sowie Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus. Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 620 Mio. Euro, nach - 446 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis um 8,6 % über dem Vorjahresniveau. Während im Inland die Risikovorsorge im Kreditgeschäft geringer als im Vorjahr ausfiel, resultierte der Anstieg der Kreditwertberichtigungen bei der mBank zum überwiegenden Teil aus Firmenkundenkrediten. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden erhöhte sich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum trotz anhaltender Investitionen in Digitalisierung und Wachstum mit 6.313 Mio. Euro um 2,3 % unter dem Vorjahreszeitraum. Während die Personalaufwendungen mit 3.543 Mio. Euro - unter anderem aufgrund von Tarifanpassungen - um 3,0 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 8,2 % auf 2.770 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter in Projekten sowie niedrigeren Beratungskosten. Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - stiegen um 7,1 % auf 453 Mio. Euro. Der Anstieg um 30 Mio. Euro basierte im Wesentlichen auf höheren regulatorischen Anforderungen in Polen. Im Segment Firmenkunden fielen im Berichtszeitraum Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 28 Mio. Euro an. Darüber hinaus belasteten im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 101 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese standen im Zusammenhang mit einem vorgezogenen Stellenabbauprogramm im Rahmen der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 5.0". Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug 1.129 Mio. Euro, nach 1.242 Mio. Euro im Vorjahr. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 367 Mio. Euro an, nach 268 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Bevorsorgung von steuerlichen Risiken sowie aus Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche im vierten Quartal 2019. Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 762 Mio. Euro, gegenüber 975 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug - 18 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Société Générale verkauften Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC). Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für das Geschäftsjahr 2019 ein Konzernergebnis von 644 Mio. Euro zuzurechnen, nach 862 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2019 ist vorgesehen, sämtliche gewinnabhängige Kapitalinstrumente der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 zu bedienen. Der Hauptversammlung werden wir die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 Euro vorschlagen. Das zusammengefasste Gesamtergebnis, das neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2019 auf 626 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von - 118 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage FVOCImR (15 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (13 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (106 Mio. Euro), der Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen (- 4 Mio. Euro), der erfolgsneutralen Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen (- 180 Mio. Euro), der Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten FVOCIoR (8 Mio. Euro) sowie aus der erfolgsneutralen Veränderung aus Own Credit Spreads bei Verbindlichkeiten FVO (- 75 Mio. Euro) zusammen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,00 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,51 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,99 Euro beziehungsweise 0,69 Euro.
Bilanz des Commerzbank-Konzerns
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2019 bei 463,6 Mrd. Euro und damit auf dem Niveau des Jahresultimos 2018. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 12,8 Mrd. Euro auf 41,2 Mrd. Euro gesunken. Die Ermäßigung gegenüber dem Jahresultimo 2018 stand insbesondere im Zusammenhang mit einem Rückgang von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken. Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende 2018 um 14,5 Mrd. Euro auf 293,7 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2018 resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden. Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 30,9 Mrd. Euro und damit um 4,3 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg um 16,1 % resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente. Mit 30,2 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 3,9 Mrd. Euro unter dem Vorjahresultimo. Der Rückgang beruhte vornehmlich auf um 16,6 % geringeren Darlehen und Forderungen, insbesondere gegenüber Zentralnotenbanken. Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 44,8 Mrd. Euro um 2,3 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2018. Während die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten um 2,8 Mrd. Euro sowie die Darlehen und Forderungen um 0,7 Mrd. Euro gestiegen sind, gingen die positiven Marktwerte aus Währungs- und Aktienderivaten um insgesamt 1,1 Mrd. Euro zurück. Die verbrieften Schuldinstrumente lagen mit 1,5 Mrd. Euro um 8,6 % unter dem Vorjahresniveau. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 8,0 Mrd. Euro, nach 13,4 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale sowie aus dem Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG an die FNZ Group.
Aktiva
| I Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 293.658 | 279.160 | 5,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 30.942 | 26.659 | 16,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 30.196 | 34.073 | - 11,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 44.840 | 42.501 | 5,5 |
| Übrige Aktiva | 64.000 | 79.993 | - 20,0 |
| Gesamt | 463.636 | 462.386 | 0,3 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4).
Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 351,9 Mrd. Euro um 5,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 3,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die Sichteinlagen - sowohl von Privat- als auch Firmenkunden - im Vergleich zum Jahresende 2018 deutlich an. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" reduzierten sich gegenüber dem Jahresultimo 2018 um 2,0 Mrd. Euro auf 20,0 Mrd. Euro. Die Einlagen reduzierten sich dabei um 1,9 Mrd. Euro, insbesondere aufgrund rückläufiger besicherter Geldmarktgeschäfte in Form von Repos. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 39,4 Mrd. Euro um 4,0 Mrd. Euro unter dem Jahresende 2018. Der Rückgang um 9,3 % resultierte aus den negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten, die um 2,5 Mrd. Euro rückläufig waren. Ermäßigt haben sich auch die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, die um 1,5 Mrd. Euro zurückgegangen sind. Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 8,5 Mrd. Euro, nach 12,9 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale sowie aus dem Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG an die FNZ Group.
Passiva
| I Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 351.909 | 346.668 | 1,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 19.964 | 21.949 | - 9,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 39.366 | 43.404 | - 9,3 |
| Übrige Passiva | 21.730 | 20.953 | 3,7 |
| Eigenkapital | 30.667 | 29.412 | 4,3 |
| Gesamt | 463.636 | 462.386 | 0,3 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4).
Eigenkapital
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2019 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag bei 28,5 Mrd. Euro, nach 28,2 Mrd. Euro zum Jahresende 2018. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Konzernabschluss auf Seite 143 ff. Die Risikoaktiva per 31. Dezember 2019 lagen bei 181,8 Mrd. Euro und damit 1,3 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2018. Die Entwicklung resultierte aus sich weitestgehend kompensierenden Effekten: Der Anstieg im Kreditrisiko reflektierte unter anderem die Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel und das Kreditwachstum in den Kernsegmenten, inklusive mBank. Zudem führten Parametereffekte (vor allem Effekte aus der Überprüfung von internen Kreditrisikomodellen durch die Aufsicht) zu höheren Kreditrisikoaktiva. Dieser Zuwachs wurde durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund gezielten Abbaus von nicht zum Kerngeschäft zählenden Portfolios sowie zweier Verbriefungstransaktionen im ersten und vierten Quartal 2019 teilweise gemindert.# Finanzergebnisse
Darüber hinaus wirkten niedrigere Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken sowie geringere Risikoaktiva aus operationellen Risiken größtenteils kompensierend, Letzteres aufgrund einer Modellanpassung zur Verbesserung der Prognosegüte sowie einer Aktualisierung der internen und externen Verlustdaten. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Com-mon-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 24,4 Mrd. Euro, gegenüber 23,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2018. Dieser Anstieg in Höhe von 1,2 Mrd. Euro resultierte im Wesentlichen aus dem regulatorisch anrechenbaren Gewinn und reduzierten regulatorischen Abzügen. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,4 %. Mit der Anfang Juli begebenen Emission einer Additional-Tier-1-Anleihe über 1 Mrd. US-Dollar stieg das Kernkapital (with transitional provisions) auf 26,0 Mrd. Euro und die entsprechende Kernkapitalquote auf 14,3 %. Ursächlich für den Rückgang in Höhe von 0,8 Mrd. Euro im Ergänzungskapital waren nachrangige Verbindlichkeiten, die restlaufzeitenbedingt nicht mehr voll anrechenbar waren, Endfälligkeiten von Emissionen sowie die vorzeitige Rückzahlung von Instrumenten (Kündigung). Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,8 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 5,3 % (with transitional provisions) beziehungsweise bei 5,1 % (fully loaded). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns
Das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt. Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/ -abflüsse, die Planung der kurzfristig erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie das Management des Liquiditätsreserveportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernrisikobericht im Kapitel "Liquiditätsrisiken". Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung und Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt anhand eines internen Modells, in dem die voraussichtlichen Zahlungsmittelzuflüsse den voraussichtlichen Zahlungsmittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.
Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt 1 zum 31. Dezember 2019
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Harde Kernkapitalquote (CET 1 Quote) | 13,4 % | 13,1 % |
| Kernkapitalquote (Tier 1 Quote) | 14,3 % | 13,9 % |
| Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) | 16,8 % | 17,1 % |
| Leverage Ratio (fully loaded) | 5,1 % | 5,3 % |
1 Basierend auf Bilanzwerten.
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 9,0 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit aller im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei rund acht Jahren. Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtszeitraum Preferred-Senior-Benchmarkanleihen mit einem Volumen von insgesamt 2,75 Mrd. Euro und Laufzeiten von fünf Jahren beziehungsweise sieben Jahren emittiert. Darüber hinaus wurden zwei Non-preferred-Senioranleihen über jeweils 500 Mio. Euro und Laufzeiten von fünf sowie sieben Jahren platziert. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,9 Mrd. Euro emittiert. Die mBank hat eine Preferred-Senioranleihe über 125 Mio. Schweizer Franken begeben. Im Juli hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe begeben. Die Anleihe hatte ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Die Anleihe hat eine unbefristete Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Die Emission dient dazu, das regulatorische Eigenkapital weiter zu stärken und strukturell zu optimieren. Die nachrangige Anleihe erfüllt die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) als zusätzliches Kernkapital. Die Anleihe wurde mit einem Anteil von 96 % hauptsächlich von ausländischen Investoren gekauft. Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt 3,1 Mrd. Euro emittiert, davon im Januar zwei Benchmarkemissionen über jeweils 1 Mrd. Euro mit Laufzeiten von fünf beziehungsweise fünfzehn Jahren, sowie im Dezember eine neunjährige Anleihe über 0,5 Mrd. Euro. Der Anteil von Privatplatzierungen betrug 0,5 Mrd. Euro. Darüber hinaus hat die mBank polnische Covered Bonds über 0,3 Mrd. Euro begeben. Die Commerzbank konnte ihre Emissionen bei einem breiten Kreis von inländischen und ausländischen Investoren platzieren.
Kapitalmarktfunding des Konzerns 2019
| Volumen | 9,0 Mrd. € |
|---|---|
Die Bank wies zum Jahressultimo 2019 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 72,4 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Jahresultimo 6,3 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat mit 132,72 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Konzernabschluss Note 65. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.
Resümee Geschäftslage 2019
Das Geschäftsjahr 2019 war für die Bankenbranche und damit auch für die Commerzbank erneut kein einfaches Jahr: zum einen wegen der makroökonomischen Unsicherheiten, insbesondere den sich weiter verschärfenden globalen Handelskonflikten, zum anderen wegen der von der Europäischen Zentralbank im September beschlossenen weiteren Lockerung der Geldpolitik und des daraus resultierenden Margendrucks. Vor diesem Hintergrund ist es uns dennoch gelungen, in beiden Marktsegmenten neue Kunden zu gewinnen und unser Kredit- und Wertpapiervolumen auszuweiten. Auch das strategische Ziel, den Konzern weiter zu vereinfachen, wurde im vergangenen Jahr wie geplant vorangetrieben: Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Zudem werden seit Mitte des Jahres digitale Produkte und Services in der neuen Cluster-Lieferorganisation entwickelt. Damit liefern wir unserem Vertrieb schneller als bisher funktionsfähige Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden. Darüber hinaus haben wir mit der Emission einer Additional-Tier-1-Anleihe die Kapitalstruktur der Bank - auch vor dem Hintergrund der veränderten regulatorischen Anforderungen durch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde - weiter gestärkt. Insgesamt war es aber trotz aller geschäftspolitischen Fortschritte offensichtlich, dass wir auf die veränderten beziehungsweise sich verschärfenden Rahmenbedingungen reagieren müssen. Denn die Welt dreht sich immer schneller und Innovationszyklen werden immer kürzer. Die Wünsche unserer Kunden hinsichtlich digitaler und mobiler Angebote sowie persönlicher Beratung ändern sich rasant. In einem schwieriger werdenden Umfeld haben wir unsere für das Geschäftsjahr 2019 gesetzten Kernziele - sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite - nahezu beziehungsweise voll erreicht. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden ist im Geschäftsjahr 2019 mit der Umsetzung seiner strategischen Maßnahmen gut vorangekommen: Fortschritte konnten bei der Digitalisierung von Leistungen und Prozessen sowie beim Ausbau und der Vernetzung der Vertriebskanäle erzielt werden. Im inländischen Filialgeschäft startete im November das neue Betreuungsmodell für Privatkunden.# Trotz der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen konnte die Wachstumsstrategie auch im Jahr 2019 erfolgreich vorangetrieben werden. Mit mehr als 473.000 Nettoneukunden und einem Wachstum des Kredit- und Depotvolumens in Höhe von 35 Mrd. Euro ist 2019 als erfolgreiches Jahr zu Ende gegangen. So betrug das Bestandsvolumen in Krediten und Wertpapieren in Deutschland zum Jahresende insgesamt 261 Mrd. Euro. Das Ziel, die Assets under Control in Deutschland auf über 400 Mrd. Euro bis Ende 2020 zu steigern, konnte trotz des Verkaufs der comdirect-Tochter ebase und des damit verbundenen Abflusses von Assets 2019 bereits nahezu erreicht werden. Auch beim Kernziel Wachstum machte die Bank 2019 Fortschritte und lag im Ergebnis deutlich über dem Vorjahr. So konnte das Neugeschäftsvolumen in der Baufinanzierung gegenüber 2018 um rund 5 % auf rund 14,0 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Segment hat sich gegenüber den widrigen Rahmenbedingungen insbesondere vonseiten des Zinsumfeldes und wegen der nachlassenden konjunkturellen Dynamik robust gezeigt und im Geschäftsjahr 2019 die Summe der Operativen Erträge steigern können. Zudem gelang es, den Verwaltungsaufwand zu senken, was zu einer deutlichen Verbesserung der Aufwandsquote führte. Das Risikoergebnis verzeichnete zwar einen deutlichen Zuwachs, lag aber weiterhin auf einem im historischen Vergleich niedrigen Niveau. Insgesamt erhöhte sich das Operative Ergebnis im Segment wie prognostiziert. Die Operative Eigenkapitalrendite hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Das Berichtsjahr 2019 war für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen verbunden, darunter das verschärfte Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie ein von Unsicherheit geprägtes gesamtwirtschaftliches Umfeld, das vor allem die internationalen Handelsbeziehungen belastete. Unsere Erwartungen hinsichtlich leicht steigender Erträge waren im Jahresverlauf vor diesem Hintergrund nicht mehr zu erreichen. Höheren Zinserträgen im Kreditgeschäft stand insbesondere ein geringeres Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber. Wie erwartet stieg das Risikoergebnis aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements deutlich an und führte - abweichend zu unserer Prognose - zu einem deutlichen Rückgang des Operativen Ergebnisses. Die erwartete und erreichte leichte Reduktion der Kostenbasis erwies sich als nicht ausreichend, um die Aufwandsquote stabil zu halten; sie verzeichnete einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Auf Konzernebene lagen die Erträge vor Risikovorsorge, bereinigt um Einmaleffekte wie unter anderem der Verkauf der ebase im Berichtsjahr beziehungsweise die Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts im Vorjahr, mit 8,6 Mrd. Euro zwar leicht unter unseren Erwartungen, vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen war das Erreichen des Vorjahresniveaus aber mit einer weiteren Verbesserung der Ertragsqualität verbunden. Dank des strikten Kostenmanagements gelang es, höhere Belastungen durch regulatorische Aufwendungen zu kompensieren. Der gesamte Verwaltungsaufwand lag mit 6.766 Mio. Euro wie geplant unter dem Niveau des Vorjahres. Die Nettoeigenkapitalrendite lag mit 2,4 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,4 %, während die Aufwandsquote inklusive Pflichtbeiträgen eine in etwa im Rahmen der Erwartungen liegende Verbesserung um 2,0 %-Punkte auf 78,3 % verzeichnete. Zum Jahresultimo 2019 ist die Common-Equity-Tier-1-Quote auf 13,4 % gestiegen. Nach 12,9 % zum Jahresende 2018 lag sie damit deutlich über unserer für das Berichtsjahr erwarteten Zielquote. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem regulatorisch anrechenbaren Gewinn und reduzierten regulatorischen Abzügen.
Entwicklung der Segmente
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente basiert auf der im Anhang des Konzernabschlusses auf den Seiten 67 und 247 ff. beschriebenen Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Das bis zur Auflösung vom Segment Asset & Capital Recovery erzielte Ergebnis wird in der Segmentberichterstattung im Anhang des Konzernabschlusses Note 61 ausgewiesen. Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Anhang des Konzernabschlusses Note 4 beziehungsweise Note 61.
Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst das inländische Filialgeschäft, die comdirect-Gruppe, die Commerz Real sowie die mBank-Gruppe. Das Segment ist im Hinblick auf Nettoneukunden und verwaltetes Vermögen auch im Jahr 2019 gewachsen. Mit rund 11,3 Millionen Kunden in Deutschland und rund 5,6 Millionen Kunden in Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei gehört die Commerzbank zu einer der führenden Banken für Privat- und Unternehmerkunden in diesen Märkten.
Ergebnisentwicklung
| Mio. € | 2019 | 20181 | Veränderung in %/%-Punkten | |
|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 4.913 | 4.806 | 2,2 | |
| Risikoergebnis | - 253 | - 233 | 8,6 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 3.529 | 3.586 | - 1,6 | |
| Pflichtbeiträge | 285 | 252 | 13,1 | |
| Operatives Ergebnis | 846 | 735 | 15,1 | |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 5.361 | 4.751 | 12,8 | |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 15,8 | 15,5 | 0,3 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 71,8 | 74,6 | - 2,8 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 77,6 | 79,9 | - 2,2 |
1 Anpassung aufgrund von geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4 und Note 61).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sich gegenüber den widrigen Rahmenbedingungen insbesondere vonseiten des Zinsumfelds und nachlassender konjunktureller Dynamik robust gezeigt und im Geschäftsjahr 2019 die Summe der Operativen Erträge steigern können. Zudem gelang es, den Verwaltungsaufwand zu senken. Das Risikoergebnis verzeichnete zwar einen Zuwachs der Kreditwertberichtigungen, lag aber weiterhin auf einem im historischen Vergleich niedrigen Niveau. Insgesamt erhöhte sich das Operative Ergebnis im Segment um 111 Mio. Euro auf 846 Mio. Euro. Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis übertrafen im Berichtsjahr mit 4.913 Mio. Euro den Vorjahreswert um 107 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss im Inland legte gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Erfreulich entwickelte sich hierbei die private Baufinanzierung mit deutlich gestiegenen Neugeschäftsvolumina. Die mBank verzeichnete im Berichtsjahr eine erfreuliche Entwicklung des Zinsüberschusses, sowohl durch einen Anstieg der Margen als auch der Volumina im Kredit- und im Einlagengeschäft. In Summe legte der Zinsüberschuss des Segments deutlich um 144 Mio. Euro auf 2.722 Mio. Euro zu. Der Provisionsüberschuss lag mit 1.914 Mio. Euro nahezu auf Vorjahreshöhe. Im inländischen Wertpapiergeschäft stiegen die Erträge im Jahresverlauf auch aufgrund der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten stetig und übertrafen insgesamt das Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus stiegen die Erträge aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen, allerdings lagen die Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft signifikant niedriger als im Vorjahr. Der Provisionsüberschuss der mBank lag auf Vorjahresniveau. Die übrigen Ergebniskomponenten, zu denen das Fair-Value- sowie das Sonstige Ergebnis zählen, lagen mit insgesamt 277 Mio. Euro um 23 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Während im Berichtsjahr Erträge aus der Veräußerung der comdirect-Tochtergesellschaft ebase GmbH in Höhe von 103 Mio. Euro enthalten waren, profitierte die mBank im Vorjahr von einem Gewinn aus der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts ihrer Tochter mFinanse in Höhe von 52 Mio. Euro. Das Sonstige Ergebnis der mBank war im Berichtszeitraum geprägt von einer Zuführung in Höhe von 79 Mio. Euro zu Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung. Das Risikoergebnis in Höhe von - 253 Mio. Euro lag um 8,6 % über dem Vorjahresniveau. Während im Inland die Risikovorsorge im Kreditgeschäft geringer als im Vorjahr ausfiel, resultierte der Anstieg der Kreditwertberichtigungen bei der mBank zum überwiegenden Teil aus Firmenkundenkrediten. In dem um 57 Mio. Euro auf 3.529 Mio. Euro verringerten Verwaltungsaufwand spiegelten sich in erster Linie die Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz im Inland wider. Bei der mBank blieb der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitestgehend stabil. Der im Vorjahresvergleich um 33 Mio. Euro auf 285 Mio. Euro stark erhöhte Aufwand für gesondert ausgewiesene Pflichtbeiträge des Segments ging überwiegend auf die mBank zurück, wo die Europäische Bankenabgabe sowie die polnischen Bankensteuer insgesamt um 32 Mio. Euro gestiegen sind. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 846 Mio. Euro, nach 735 Mio. Euro im Vorjahr.
Firmenkunden
Das Segment Firmenkunden gliederte sich im Jahr 2019 in vier Reportingbereiche. In den drei Bereichen Mittelstand, International Corporates und Financial Institutions wird das Geschäft mit unseren jeweiligen Kernkunden abgebildet: Im Bereich Mittelstand werden die mittelständischen Kunden und die inländischen Großkunden mit entsprechendem Produktbedarf gebündelt. Der Bereich International Corporates betreut die Firmenkunden mit Sitz im Ausland und große deutsche multinationale Unternehmen. Der Bereich Financial Institutions verantwortet die Betreuung von in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken.# Unternehmensberichterstattung
Bericht über die Geschäftssegmente
Das Segment bietet den Kunden das vollständige Produktspektrum einer international aufgestellten Universalbank - angefangen bei klassischen Kreditprodukten und individuell angepassten Finanzierungslösungen sowie Produkten aus den Bereichen Cash-Management und Trade Finance, Anlage- und Absicherungsprodukte bis hin zu maßgeschneiderten Kapitalmarktlösungen. Im Bereich "Other Result" sind Geschäfte zusammengefasst, die entweder segmentübergreifende Risikomanagementfunktionen haben oder nicht im strategischen Fokus des Segments Firmenkunden stehen. Im Wesentlichen handelt es sich um Assets, die aus den ehemaligen Abbausegmenten Non-Core Assets und Portfolio Restructuring Unit übertragen wurden, sowie um Effekte aus Absicherungspositionen. Die Entwicklung des Bereichs Equity Markets & Commodities (EMC) wird vor dem Hintergrund des Verkaufs gesondert ausgewiesen.
Ergebnisentwicklung
| scroll | Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 3.241 | 3.414 | - 5,1 | |
| Risikoergebnis | - 342 | - 194 | 76,2 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 2.453 | 2.503 | - 2,0 | |
| Pflichtbeiträge | 118 | 119 | - 0,9 | |
| Operatives Ergebnis | 328 | 597 | - 45,0 | |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 11.895 | 10.770 | 10,4 | |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 2,8 | 5,5 | - 2,8 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 75,7 | 73,3 | 2,3 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 79,3 | 76,8 | 2,5 |
¹ Anpassung aufgrund von geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4 und Note 61).
Das Berichtsjahr 2019 war für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen verbunden, darunter das verschärfte Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie ein von Unsicherheit geprägtes gesamtwirtschaftliches Umfeld, das vor allem die internationalen Handelsbeziehungen belastete. Einer positiven Ergebnisentwicklung im Kundengeschäft standen deutlich geringere Erträge aus dem Bereich Others gegenüber, dessen Vorjahresergebnis unter anderem von positiven Effekten aus Restrukturierungen begünstigt war. Im Berichtsjahr erzielte das Segment Firmenkunden ein Operatives Ergebnis von 328 Mio. Euro, nach 597 Mio. Euro im Vorjahr. Höheren Zinserträgen im Kreditgeschäft stand insbesondere ein geringeres Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber. Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, was sich im Wesentlichen in einem höheren Kreditvolumen und einer soliden Ertragsentwicklung widerspiegelte. Eine positive Entwicklung verzeichnete der Bereich International Corporates. Ertragssteigerungen konnten insbesondere im Kreditgeschäft, aber beispielweise auch durch den Abschluss von Absicherungsgeschäften unserer Kunden verzeichnet werden. Der Bereich Financial Institutions profitierte im Berichtsjahr von wachsenden Erträgen insbesondere im Bereich der internationalen Handelsfinanzierung. Im Bereich Others führte ein positives Ereignis aus Restrukturierungen im Vorjahr zu einer hohen Vergleichsbasis der Erträge, die im Berichtsjahr nicht erreicht wurde. Im Vorjahresergebnis enthalten waren zudem Erträge aus nicht strategischen Portfolios wie unter anderem Commercial Real Estate, die weiter abgebaut wurden.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 3.241 Mio. Euro um 172 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 1.861 Mio. Euro verzeichnete der Zinsüberschuss einen Zuwachs um 84 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem höheren Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss zeigte mit 1.177 Mio. Euro eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Deutlich zurückgegangen ist das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 187 Mio. Euro um - 237 Mio. Euro unter dem des Vorjahreszeitraums lag, in dem positive Erträge aus Restrukturierungen enthalten waren. Das Risikoergebnis erhöhte sich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 342 Mio. Euro, nach - 194 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verwaltungsaufwand lag mit 2.453 Mio. Euro um 50 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Investitionen in die strategische Weiterentwicklung konnten erfolgreich kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwand mittels strenger Kostendisziplin schneller als geplant erreicht, woraus ein maßgeblicher Ergebnisbeitrag resultierte. Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 118 Mio. Euro standen im Zusammenhang mit regulatorischen Aufwendungen und entwickelten sich im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum fielen Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 28 Mio. Euro an. Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 301 Mio. Euro, gegenüber 597 Mio. Euro im Vorjahr.
Sonstige und Konsolidierung
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im Jahr 2019 auf 53 Mio. Euro, gegenüber - 124 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf gestiegenen Erträgen in Group Treasury, die hauptsächlich auf ein verbessertes Zins- und Währungsrisikomanagement aufgrund positiver Marktentwicklung zurückzuführen waren, auf einem per saldo entlastenden Effekt aus der Bildung und Auflösung von Rückstellungen sowie auf einer positiven Beteiligungsbewertung. Gegenläufig wirkten unter anderem im Jahr 2018 angefallene Einmalerträge aus Immobilienverkäufen und das Ergebnis aus den im Jahr 2019 in den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragenen Beständen des aufgelösten Segments Asset & Capital Recovery.
Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im Jahr 2019 betrug - 48 Mio. Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 101 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 5.0".
Prognose- und Chancenbericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Die Weltwirtschaft wird wohl auch 2020 nur verhalten wachsen. Die positiven konjunkturellen Einflussfaktoren werden teilweise von bremsenden Faktoren neutralisiert. Auf der Habenseite steht eine lockere Geldpolitik, die in vielen Ländern die Konjunktur antreibt. Zudem zeichnet sich nach der Einigung auf ein erstes Teilabkommen zwischen den USA und China an der Handelsfront eine vorsichtige Annäherung ab. Die De-Eskalation sollte die handelspolitische Unsicherheit 2020 etwas reduzieren, was für die Konjunktur verglichen mit 2019 positiv ist. Doch die Unternehmen dürften grundsätzlich misstrauisch bleiben. Der Konflikt zwischen der etablierten Macht USA und der aufstrebenden Macht China lässt sich kaum lösen, sodass der Handelskonflikt nach den Präsidentschaftswahlen im November 2020 unabhängig vom Wahlausgang wieder eskalieren könnte. Denn auch die Demokraten unterstützen grundsätzlich die protektionistische Politik des amtierenden Präsidenten. Darüber hinaus bleibt China ein Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft. Das Land leidet nicht nur unter höheren US-Zöllen und der Unsicherheit, wie der Handelskonflikt langfristig weitergeht, sondern auch unter der hohen Verschuldung vor allem der Staatsunternehmen, die seit geraumer Zeit sparen müssen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen des Coronavirus das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal vermutlich bremsen, weshalb China auch 2020 als Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft ausfallen dürfte. In den USA wird sich der Aufschwung 2020 zwar fortsetzen. Aber auch hier dürfte das Wachstum mit 1,7 % schwächer ausfallen als 2019, auch weil die vollbeschäftigte Wirtschaft immer stärker an Produktionsgrenzen stößt.
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| Reales Bruttoinlandsprodukt | Veränderung ggü. Vorjahr | 2019 | 2020¹ | 2021¹ |
|---|---|---|---|---|
| USA | 2,3 % | 1,7 % | 1,8 % | |
| Euroraum | 1,2 % | 0,9 % | 1,1 % | |
| Deutschland | 0,6 % | 0,8 % | 0,8 % | |
| Mittel- und Osteuropa | 1,8 % | 1,9 % | 2,0 % | |
| Polen | 4,3 % | 3,1 % | 3,7 % |
¹ Werte für die Jahre 2020 und 2021 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Die Wirtschaft im Euroraum dürfte wegen der geringeren Abhängigkeit von der Außenwirtschaft 2020 mit 0,9 % erneut stärker wachsen als die deutsche Wirtschaft. Mit der Ratifizierung des Brexit-Abkommens hat das Europäische Parlament den Weg für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) frei gemacht. Dies sorgt kurzfristig für Erleichterung, wobei die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU allerdings erst noch verhandelt werden müssen. Die Zeit dafür ist sehr eng bemessen, da die Übergangsfrist Ende 2020 ausläuft. Wir erwarten ein umfangreiches Freihandelsabkommen, womit sich zumindest für den Warenverkehr zwischen Großbritannien und der EU nichts Grundlegendes ändern würde. Das schwächere Wachstum in wichtigen Exportmärkten lässt für Deutschland 2020 nur eine unwesentliche Aufwärtsbewegung erwarten. Mit Blick auf die noch immer nach unten gerichteten Frühindikatoren dürfte die deutsche Wirtschaft auch in den ersten Monaten des neuen Jahres weitgehend stagnieren. Vom Frühjahr an sollten sich dann wieder leicht positive Zuwachsraten einstellen. Für das Jahr 2020 dürfte das Plus 0,8 % betragen.# Makroökonomischer Ausblick
Gegen ein Abgleiten der deutschen Wirtschaft in eine Rezession spricht die weiterhin robuste Inlandsnachfrage. Die höheren Lohnsteigerungen stärken die Kaufkraft der Arbeitnehmerhaushalte. Zudem dürfte die Beschäftigung trotz eines Arbeitsplatzabbaus in der Industrie weiter steigen. Beides spricht für eine weiterhin lebhafte Konsumnachfrage. Gleichzeitig schieben die niedrigen Zinsen die Investitionen weiter an. Die expansive Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks wird auch 2020 das Bild an den Finanzmärkten prägen. Das Ausbleiben eines klassischen Konjunkturaufschwungs und das fortgesetzte Verfehlen des Inflationsziels von knapp 2 % sprechen für eine unverändert expansive Geldpolitik der EZB 2020. Sie wird auch weiterhin Anleihen im Umfang von netto 20 Mrd. Euro pro Monat kaufen. Die US-Notenbank könnte zur Absicherung des Aufschwungs im Frühjahr die Leitzinsen sogar noch einmal um 25 Basispunkte senken. An dem Niedrigzinsumfeld wird sich somit 2020 nichts ändern. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen dürfte sich 2020 weiterhin zwischen - 0,5 % und - 0,2 % bewegen. Der Euro sollte gegenüber dem US-Dollar 2020 eher aufwerten. Das liegt jedoch nicht an einer Eurostärke, sondern daran, dass der Dollar etwas von seiner Stärke einbüßt. An den Aktienmärkten dürfte das verhaltene Wirtschaftswachstum das Kurspotenzial beschränken. So erwarten wir den DAX Ende 2020 mit 13.700 Punkten nur wenig höher als Ende 2019.
| Wechselkurse | 31.12.2019 | 31.12.2020¹ | 31.12.2021¹ |
|---|---|---|---|
| Euro/US-Dollar | 1,12 | 1,10 | 1,14 |
| Euro/Pfund | 0,85 | 0,87 | 0,86 |
| Euro/Zloty | 4,25 | 4,20 | 4,30 |
¹ Werte für die Jahre 2020 und 2021 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Künftige Situation der Bankbranche
Laut den jüngsten Finanzstabilitätsberichten der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank vom November 2019 bleibt das deutsche Finanzsystem verwundbar gegenüber einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung. Zwar gebe es nach wie vor keine alarmierenden Anzeichen für nachlassende Kreditvergabestandards oder ein überbordendes Kreditwachstum, dennoch könnten zukünftige Risiken unterschätzt und die Werthaltigkeit von Kreditsicherheiten wie beispielsweise Immobilien überschätzt werden. Ein unerwarteter Konjunktureinbruch und abrupt steigende Risikoprämien hätten erhebliche Verluste durch Forderungsausfälle zur Folge und könnten den Bankensektor empfindlich treffen. Darüber hinaus bestehen hierzulande spürbare Risiken aus abrupt steigenden Zinsen. Das liegt an der Ausweitung der Fristentransformation, die die Banken getätigt haben, um ihre Erträge im Zinsgeschäft zu stabilisieren. So weist nahezu die Hälfte der 2019 neu vergebenen Wohnungsbaukredite eine Zinsbindungsfrist von über zehn Jahren auf. Aus den Finanzstabilitätsberichten geht zudem hervor, dass der deutsche Bankensektor nach wie vor eine vergleichsweise geringe Rentabilität aufweist. Die Aufwandsquote der deutschen Banken wird als die entscheidende Schwäche bei der Beurteilung ihrer Ertragslage identifiziert. Ursache hierfür ist laut Daten aus der jüngsten Risikobewertung der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) weniger ein Kosten- als vielmehr im Wesentlichen ein Ertragsproblem. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssten hierzulande noch weitere Ausgabensenkungen realisiert werden, die angesichts der wettbewerbsintensiven Bankenstruktur und der zwingend erforderlichen Investitionen in neue Technologien jedoch nur schwer darstellbar sind. Im Gegensatz zur Kostensituation sind die Erträge deutscher Banken im Verhältnis zu ihrer Bilanzsumme die niedrigsten im Euroraum. Den wichtigsten Beitrag zu den operativen Bankerträgen liefert generell das zinsabhängige Geschäft. Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen stieg zuletzt zwar im Vorjahresvergleich, liegt aber weiterhin unter seinem langfristigen Mittelwert. Um die Erlöse zu steigern, müssten nicht nur die Kreditzinsen und die Gebühren erhöht werden, sondern auf breiter Basis Negativzinsen auf Kundeneinlagen eingeführt werden. Denn selbst die von der EZB beschlossene Einführung eines zweistufigen Systems für die Verzinsung von Reserveguthaben, wodurch ein Teil der Überschussliquidität der Banken vom negativen Einlagezins befreit wird, ändert kaum etwas an den Negativfolgen des Niedrigzinsumfeldes. Daher wird überlegt, für eine wachsende Zahl insbesondere vermögender Kunden negative Zinssätze einzuführen. Die Stabilisierung der Nettozinseinnahmen gelang 2019 nur über Mengenwachstum und nicht über eine Ausweitung der engen Margen. Auch daran wird sich in den kommenden Monaten nichts ändern. Die Möglichkeiten zur Generierung von Einnahmen aus Handelstätigkeit bleiben eng begrenzt. Alles in allem stellen Ertragssteigerungen hierzulande angesichts des scharfen Verdrängungswettbewerbs eine große Herausforderung dar. Dasselbe gilt für die Verbesserung der Qualität der Einnahmen und nicht nur ihres Volumens. Daher dürften die Gewinne deutscher Banken in absehbarer Zeit im Schnitt nicht steigen. Generell steht der deutsche Bankenmarkt vor einem großen Umbruch. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wird sich die Zahl der Institute drastisch reduzieren und der Wettbewerb wird weiter zunehmen. Denn immer mehr globale Technologiekonzerne, Fin-Techs, Auslandsbanken und auch Marktinfrastrukturanbieter wie Börsen, Clearinghäuser oder Informationsdienstleister bieten Produkte des klassischen Bankengeschäfts an. Aufgrund der Ertragsproblematik bleibt die Reduzierung der Kosten das Hauptanliegen deutscher Banken. Deshalb wird die Digitalisierung der Geschäftsprozesse rasant voranschreiten. Dies nicht zuletzt auch, um im Wettbewerb um Kunden mithalten zu können, die einfach zu bedienende und nahtlos miteinander verknüpfte Produktlösungen erwarten. Bislang konzentrieren sich viele Institute in der Regel mehr auf die reine Digitalisierung der Prozesse als auf die Verwertung der Daten und den möglichen Mehrwert, der sich aus ihnen ergibt. In Zukunft wird deshalb Big Data im Finanzdienstleistungssektor massiv an Bedeutung gewinnen. Dasselbe gilt für die IT-Sicherheit. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter sind eine Daueraufgabe für den Bankensektor. Dasselbe gilt, wenn es darum geht, die Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sicherzustellen. Mit dem aktuellen EU-Bankenpaket werden nun weitere wesentliche Bestandteile des Basel-3-Rahmenwerkes auf europäischer Ebene durch Änderungen der Capital Requirements Regulation (CRR II) und Capital Requirements Directive (CRD V) umgesetzt. Die neuen Regeln sehen unter anderem risikosensiblere Kapitalanforderungen, insbesondere im Hinblick auf das Marktrisiko, sowie die Einführung einer verbindlichen Verschuldungsquote und einer verbindlichen strukturellen Liquiditätsquote vor. Ferner müssen Banken zukünftig einen Mindestbetrag an Kapital halten, das im Sanierungs- beziehungsweise Abwicklungsfall zur Deckung von Verlusten zur Verfügung steht. Eine Erleichterung entsteht bei der Erfüllung der zusätzlichen Eigenmittelanforderung der Säule 2. Diese kann ab 2021 zu insgesamt rund 44 % auch mit Instrumenten des zusätzlichen Kernkapitals (sogenanntes AT1-Kapital) und des Ergänzungskapitals (Tier-2-Kapital) erfolgen, statt wie bisher ausschließlich mit hartem Kernkapital. Mit dem Inkrafttreten des angesprochenen EU-Bankenpakets ist die Überarbeitung der europäischen Bankenregulierung aber noch nicht abgeschlossen. So hat die Europäische Kommission bereits mit den Arbeiten zur CRR III und CRD VI begonnen. Umgesetzt werden sollen neue Ansätze zur Ermittlung der risikogewichteten Aktiva und damit der Eigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken, die Abschaffung des Modellansatzes beim operationellen Risiko, das überarbeitete Verfahren für die Berechnung der Credit Value Adjustments im Derivategeschäft sowie die Einführung einer Untergrenze für die Eigenkapitalanforderung (Output-Floor) für Institute, die ihre Risiken mit internen Modellen berechnen. Laut EBA wird dieser Output-Floor insbesondere bei systemrelevanten, global agierenden EU-Banken den Kapitalbedarf spürbar erhöhen. Dem Ziel, die Verlustabsorptionsfähigkeit der Banken zu stärken, dienen zudem die unter Basel 3 erstmals eingeführten Kapitalpuffer. Solche makroprudenziellen Maßnahmen sollen das Finanzsystem insgesamt krisenfester machen und dadurch die Realwirtschaft besser schützen. Eines dieser Instrumente ist der antizyklische Kapitalpuffer. Er soll einer übermäßigen Einschränkung der Kreditvergabe in Abschwungphasen und einer übermäßigen Ausweitung in Aufschwungphasen entgegenwirken. Als Reaktion auf die vorhandenen zyklischen Systemrisiken hat die BaFin zum 1. Juli 2019 diesen antizyklischen Kapitalpuffer von zuvor 0 % auf nunmehr 0,25 % der risikogewichteten inländischen Forderungen angehoben. Banken müssen diesen Aufschlag vom 1. Juli 2020 an bei der Berechnung ihrer institutsspezifischen Pufferquote berücksichtigen. Während der deutsche Immobiliensektor und damit auch der Bau momentan boomen, blickt vor allem die Industrie pessimistisch auf die kommenden Monate. Wie bereits im Kapitel zum wirtschaftlichen Branchenumfeld ausgeführt, setzt sich die Schwäche besonders beim exportorientierten verarbeitenden Gewerbe fort, das für die deutsche Wirtschaftsentwicklung eine große Bedeutung hat. Unter den weiter nachlassenden Ausfuhren werden dabei sowohl das Zins- als auch das Provisionsgeschäft der Banken leiden. Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass das Geschäft mit Firmen- und Unternehmenskunden hierzulande unter zunehmenden Druck gerät. Das hiesige Privatkundengeschäft dagegen profitiert zunächst weiterhin vom robusten privaten Verbrauch und der unverändert hohen Nachfrage nach Wohnhypotheken. Bei Letzteren wirkt neben dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und dem damit einhergehenden Neubauboom vor allem das anhaltend niedrige Zinsniveau stark stimulierend.Auch die Arbeitsmarktsituation erweist sich derzeit noch als günstig, auch wenn sich die Vorboten für eine allmähliche Eintrübung mehren. So hat inzwischen eine Reihe von Großunternehmen angekündigt, künftig Stellen streichen zu wollen. Gleichzeitig bleibt das Ertragspotenzial des Privatkundengeschäfts angesichts des starken nationalen Wettbewerbs unter den Kreditinstituten und aufgrund der engen Zinsmargen begrenzt. Hinzu kommt, dass sich im Euroraum auch 2020 kein klassischer Zinserhöhungszyklus herausbilden wird. Eine Wende der Geldpolitik und eine spürbar steilere Zinsstrukturkurve sind nicht in Sicht. Die Banken bleiben dadurch von dieser Seite her anfällig und die Anreize für Marktteilnehmer, in zu riskante Anlagen zu investieren, werden nicht geringer. Trotz Ratifizierung des Brexit-Abkommens bestehen für den europäischen Bankensektor vom weiteren Brexit-Prozess nicht unerhebliche Risiken. Zum einen: Sollte die britische Regierung die Aufsichtsstandards aufweichen, um das Londoner Finanzzentrum zu stärken, wäre die Konkurrenzfähigkeit der Banken in den verbleibenden EU-Ländern beeinträchtigt. Zum anderen: Wenn das europäische Finanzzentrum London seinen uneingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt verliert, würde im Bereich des Investmentbankings die Fragmentierung zunehmen und darunter die Profitabilität leiden. Aufgrund von Engpässen, Friktionen und fehlenden Zulassungen könnten manche Aktivitäten nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank schlimmstenfalls ganz eingestellt werden müssen. Der polnische Bankensektor schließlich hat sich bei der Bewertung der Finanzstabilität als vergleichsweise robust erwiesen. Risiken resultieren allerdings aus wachsenden Volumina bei unbesicherten Konsumentenkrediten sowie bei Hypothekenschulden in Zloty. Zur Unterstützung von notleidenden privaten Kreditnehmern wurde im Juli 2019 ein Gesetz verabschiedet, das es ihnen beginnend im Januar 2020 ermöglicht, im Vergleich zum bisher bestehenden Unterstützungsfonds einfacher Hilfe bei der Rückzahlung ihrer sowohl auf polnische Zloty als auch auf Fremdwährung lautenden Immobiliendarlehen zu erhalten. Darüber hinaus wurden unter anderem auch die monatlichen Unterstützungszahlungen sowohl erhöht als auch verlängert. Zurzeit sind in Polen zahlreiche Klagen aufgrund von Schweizer-Franken-Immobilienkrediten mit Indexierungsklauseln anhängig. Anfang Oktober 2019 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Urteil gefällt. Es ging um die Frage, welche Folgen eine missbräuchliche Indexierungsklausel nach polnischem Recht hat. Eine rechtliche Entscheidung, wann eine Indexierungsklausel im Einzelfall missbräuchlich ist, hat der EuGH nicht getroffen. Auch nach der Entscheidung des EuGH im Oktober 2019 ist die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der seitdem ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus. Auf den Bankensektor in Polen - und damit auch auf die Commerzbank über ihre derzeit vorhandene Mehrheitsbeteiligung an der mBank -können vor diesem Hintergrund unter Umständen erhebliche Kosten insbesondere für Prozessverbindlichkeiten zukommen; die Rückstellung für diese Risiken muss zukünftig möglicherweise wesentlich angepasst werden. Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählt der Klimawandel. Aus Sicht der makroprudenziellen Aufsicht ist entscheidend, dass sich das Finanzsystem als hinreichend widerstandsfähig gegenüber Unsicherheiten und Risiken des Klimawandels erweist und sich keine systemischen Risiken aufbauen. Deshalb denkt die Europäische Bankenaufsichtsbehörde darüber nach, in den nächsten Jahren stärker Klima- und Umweltrisiken im Risikomanagement der Banken zu verankern. Insgesamt wird sich die grundlegende Transformation des europäischen Bankensystems fortsetzen. Die Branche ist heute kleiner, deutlicher auf ihre Kernfunktionen ausgerichtet, weniger profitabel, wohl aber robuster und widerstandsfähiger gegenüber künftigen Krisen. Weitere Schritte auf dem Weg zur europäischen Bankenunion werden folgen. Dazu gehören auch Vorschläge, in multinationalen Bankkonzernen Kapital- und Liquiditätsbeschränkungen zu lockern. Die politischen Bestrebungen, die europäische Bankenunion voranzubringen, werden auch von einem Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts von Ende Juli 2019 gestützt. Demnach ist die Europäische Bankenunion und damit die Verantwortung der Europäischen Zentralbank in der Bankenaufsicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Traditionell waren Finanzdienstleistungen von integrierten Universalbanken erbracht worden, die die gesamte Wertschöpfungskette von Distribution, Produktion und Infrastruktur abdeckten. Im Zuge der Digitalisierung wird nun auch in der Financial-Services-Industrie eine vereinfachte Kombination von Teilleistungen verschiedenster Anbieter in der Wertschöpfungskette offeriert. Durch passgenaue Modularisierung der Angebote können Kunden ein Kauferlebnis ohne Brüche und ohne störende Übergänge zwischen den unterschiedlichen beteiligten Anbietern nutzen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend auch in der Finanzindustrie durchsetzen wird. Bei der Modularisierung kommt der Schnittstelle zum Kunden eine überragende Bedeutung zu. Wer sie besetzt, wird künftig zum primären Ansprechpartner.
Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns
Geplante Finanzierungsmaßnahmen
Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Non-preferred-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt.
| Fälligkeit | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026–2029 | 2030 und später | Total |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 3,6 | 4,6 | 3,3 | 3,3 | 3,1 | 3,0 | 6,1 | 4,8 | 31,8 |
Mr. E.
Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Geplante Investitionen
Für das Geschäftsjahr 2020 plant die Commerzbank mit Investitionen in Höhe von rund 0,7 Mrd. Euro. Zwei Drittel der Investitionen fließen in die Fortführung der Digitalisierung von Produkten und Prozessen im Konzern. Dies ermöglicht der Commerzbank, die Leistungen zukünftig effizienter und schneller zu erbringen. Das verbleibende Drittel entfällt auf Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik.
Privat- und Unternehmerkunden
Maßgebend für die Investitionen in der Filialbank für 2020 sind die zentralen Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0". Im Segment Privat- und Unternehmerkunden setzt die Commerzbank mit einer "Mobile first"-Strategie auf den Ausbau des Mobilebankings. Zudem sollen die Potenziale der erfolgreich vergrößerten Kundenbasis besser genutzt werden. Dafür werden durch den gezielten Einsatz von Daten und Algorithmen individualisierte Angebote für Cross- und Up-Selling ermöglicht. Auch im Jahr 2020 will das Segment weiter neue Kunden gewinnen. Die Commerzbank wird zudem Produkte und Prozesse digitalisieren und die Produktpalette weiter vereinfachen. Gleichzeitig wird die Bank weiterhin persönlich mit ihren Filialen bundesweit präsent bleiben sowie das bestehende Betreuungsmodell weiterentwickeln. Im Rahmen der "Mobile first"-Strategie erfolgt der Ausbau der Abschlussfähigkeit von Produkten auf der Digitalplattform ONE mit dem Ziel, über alle relevanten Touchpoints hinweg ein einheitliches digitales und persönliches Kundenerlebnis zu ermöglichen. Ein weiterer großer Teil der Investitionen fließt in den weiteren Ausbau der Ratenkreditplattform und in die Digitalisierung des Anlagegeschäfts. Die Banking-App wird hierbei durch Wertpapier-Brokerage-Funktionalitäten erweitert. Ein wichtiger Bestandteil der Investitionen ist der Aufbau der Marketing- und Sales-Kompetenzen auf den digitalen Kanälen mit einer automatisierten Daten- und Steuerungsintelligenz zur Ermöglichung einer zielgenauen Ansprache des Kunden und zur Fortsetzung des Neukundenwachstums. Eine neue Pricing- und Premiumstrategie soll dafür sorgen, den Kunden mehr Wahlmöglichkeiten zu geben und das profitable Wachstum zu unterstützen. Eine zentrale Komponente der Strategie ist es, den Kunden "digitaler zu machen". Dies beinhaltet die Möglichkeit, Serviceanliegen zunehmend digital, insbesondere über die App, zu lösen und diese zu einem vollwertigen Kanal mit höchsten Nutzungs- und Interaktionszahlen auszubauen. Im Geschäftsjahr 2020 wird auch weiter in eine effizientere Aufstellung des Filialgeschäfts und in die Weiterentwicklung des Betreuungsmodells investiert. Der Umbau des Filialnetzes mit Fokus auf der Eröffnung weiterer City-Filialen wird weitergeführt. Unverändert steht hierbei die Differenzierung des Leistungsangebotes an den einzelnen Standorten mit einer Aufrechterhaltung der Präsenz vor Ort im Fokus. Des Weiteren wird das Kundencenter weiter ausgebaut. Auch im laufenden Jahr steht Umsetzung verschiedenster regulatorischer Anforderungen auf der Agenda. Hierbei gilt es, das Compliance-Risiko weiter zu minimieren.# Commerzbank AG
Management Report
Hierzu werden insbesondere Investitionen in die Umsetzung der EU-Preisverordnung, weitere Anforderungen aus der Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) und die Digitalisierung des Know-your-Customer-Prozesses im Mittelpunkt stehen. Weitere Schwerpunkte für Investitionen liegen im Umbau der Wertpapierprozesse und Anpassungen in der Wertpapieranlageberatung, um Anforderungen aus neuen Suitability-und Sustainability-Regelungen gerecht zu werden. Darüber hinaus gilt es, die Tax Compliance im Inland und Ausland durch fristgerechte und vorgabenkonforme Umsetzung der regulatorischen Vorgaben durch automatisierte Prozesse sicherzustellen. Ferner soll nach erfolgreichem Squeeze-out die comdirect-Integration im vierten Quartal 2020 beginnen. Dies wird mit entsprechenden Investitionen verbunden sein.
Die mBank plant im Geschäftsjahr 2020 Investitionen zur Stärkung ihrer führenden Wettbewerbsposition sowie der fortgeführten Optimierung und Automatisierung von kundenbezogenen und internen Prozessen. Basierend auf der Geschäftsstrategie der mBank sind unter anderem Investitionen in die Weiterentwicklung von Banktransaktionen, wie zum Beispiel Expressüberweisungen, "Payment Assistant" zur Unterstützung bei der Erstellung von Daueraufträgen und "Personal Finance Manager" mit einer erweiterten Ausgabenanalyse geplant. Darüber hinaus soll die Mobilebanking-Anwendung um Funktionalitäten für Geldanlagen und einen neuen Brokerage-Service erweitert werden, deren Entwicklung bereits im Jahr 2019 begonnen wurde. Der Ausbau der Onlinebanking-Plattform der mBank wird im Jahr 2020 fortgesetzt. Dabei sollen die Navigation überarbeitet, Überweisungen sowohl innerhalb von Polen als auch in EU-Länder vereinfacht sowie die Plattform um Bedienungshilfen für Menschen mit Sehbehinderung erweitert werden. Auch ein Projekt zur Forcierung des Wachstums im Privatkundengeschäft in der Tschechischen Republik und in der Slowakei soll 2020 fortgeführt werden. Weiterhin stehen Projekte zur kontinuierlichen Steigerung der Prozesseffizienz sowie zur Kostenoptimierung im Fokus, zum Beispiel die Digitalisierung der Vertriebsabläufe im Firmenkundengeschäft. Des Weiteren investiert die mBank 2020 in Maßnahmen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen.
Firmenkunden
Im Geschäftsjahr 2020 konzentrieren sich die Investitionen im Segment Firmenkunden auf die im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0" beschlossenen Programme. Zur Unterstützung des Wachstums in den Kernbereichen des Segments - Mittelstand, International Corporates und Institutionals - werden die Investitionen hauptsächlich im Ausbau der Vertriebsorganisation und der Backoffice-Bereiche im Inland sowie im europäischen Ausland liegen. Insbesondere der Ausbau der europäischen IT-Plattform wird zur Erhaltung und zur Entwicklung von wettbewerbsfähigen Produkten vorangetrieben. Das Programm zielt auf den Ausbau der Marktposition in Deutschland und im europäischen Ausland sowie die Gewinnung von Marktanteilen mit der Ausrichtung der Wachstumsmaßnahmen an den Anforderungen von Vertrieb und Kunden. Darüber hinaus werden Investitionen in die Erweiterung des bereits erfolgreich etablierten Sektoransatzes in der Betreuung von kapitalmarktfähigen Firmenkunden vorgenommen. Die Projekte zur Digitalisierung werden fortgesetzt mit dem Ziel, den Digitalisierungsgrad weiter zu erhöhen und mit der Reduzierung administrativer Tätigkeiten im Vertrieb mehr Betreuungszeit für Kunden zu schaffen. Die aktive Steuerung von Compliance-Risiken wird mit der Erweiterung von Compliance-bezogenen Prozessen im Kundengeschäft ebenfalls weiterentwickelt.
IT & Operations
Auch im Jahr 2020 wird die Commerzbank die bereits begonnene Optimierung der IT-Infrastruktur fortführen. Wesentliche Investitionen fließen weiterhin in die Themen Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwicklung. Im Rahmen der Zahlungsverkehrsabwicklung ist die Commerzbank Mitte 2018 eine strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsverkehrsanbieter equensWorldline eingegangen. Teile der geplanten Integration der Direktbank-Tochter comdirect werden dabei im Rahmen der in Umsetzung befindlichen Partnerschaft mit der HSBC Transaction Services GmbH umgesetzt. Mit diesen beiden IT-Infrastrukturthemen setzt die Commerzbank ihre Verschlankung fort und kann sich somit voll auf den strategischen Umbau konzentrieren. Hierbei stehen IT-seitig die Modernisierung der IT-Architektur sowie die weitere Professionalisierung der technologischen Basis im Fokus. Zudem sind Investitionen zur weiteren Automatisierung und Erhöhung der IT- und Betriebsstabilität vorgesehen. Aufgrund stetig wachsender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank 2020 weitere erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig.
Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität
Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im vierten Quartal 2019 durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone sowie politische Unsicherheiten aufgrund der Handelskonflikte und des Brexits geprägt. Ende September 2019 hat die EZB aufgrund der Eintrübung der Konjunktur sowie rückläufiger Inflationserwartungen weitere Zentralbankmaßnahmen beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Senkung der Einlagenfazilität um weitere 10 Basispunkte auf - 0,50 %, eine vorerst unbegrenzte Wiederaufnahme des Wertpapierankaufprogramms seit 1. November 2019 über 20 Mrd. Euro monatlich, Anpassungen der Laufzeit und der Verzinsung des TLTRO III (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) sowie die Einführung eines Tiering-Systems für die Mindestreservevergütung. Im Rahmen des Tiering-Systems werden die Mindestreserve selbst sowie weitere Zentralbankeinlagen bis zum 6-Fachen der Mindestreserve von der negativen Einlagenfazilität befreit, wobei die Verzinsung wie auch der Multiplikator jederzeit durch die EZB geändert werden können. Durch letztere Maßnahme werden die negativen Auswirkungen der Negativzinspolitik auf die Ertragslage der Banken zumindest abgemildert.
Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt funktioniert hingegen reibungslos und spielt eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte. Weiterhin ist mit einer Verknappung an Collaterals durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-) Derivategeschäft zu rechnen. Diese Verpflichtung wird für alle betroffenen Marktteilnehmer Ende 2020 voll wirksam. Die Situation an den Bondmärkten ist im Wesentlichen durch die hohe Überschussliquidität, die anhaltenden Handelskonflikte sowie die politischen Unsicherheiten gekennzeichnet. Dies führt zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen Zinsniveaus kommt es zu einer zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach Rendite. Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis 15 Jahre negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.
Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch durch die weiteren Unsicherheiten aufgrund der Brexit-Entscheidung erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.
Chancenmanagement in der Commerzbank
In den vergangenen Jahren haben sich sowohl die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft als auch die Rahmenbedingungen spürbar verändert. Während früher die persönliche Kundenbetreuung zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten die Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren mit unserer strategischen Ausrichtung reagiert: In beiden Marktsegmenten - Privat-und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - haben wir Kunden gewonnen, Digitalisierungsprojekte vorangetrieben sowie mit "Campus 2.0" eine agile Lieferorganisation implementiert.
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und der verhaltenen Konjunkturerwartungen haben wir im September 2019 das neue Strategieprogramm "Commerzbank 5.0" gestartet. Die dabei beschlossenen Maßnahmen bieten uns die Chance, unsere Zukunft weiterhin aktiv zu gestalten. Im Zentrum stehen der Ausbau des Mobilebankings in Kombination mit starker Filialpräsenz, die Bündelung digitaler Kompetenzen mittels Integration der comdirect, die Stärkung des Vertriebs und die Erhöhung der Effizienz im Firmenkundengeschäft. Geplant sind darüber hinaus umfangreiche Investitionen in Digitalisierung, IT-Infrastruktur und Wachstum, eine deutliche Reduzierung der Kostenbasis im Konzern bis 2023 sowie die stärkere Verankerung der gesellschaftlichen Verantwortung im Geschäftsmodell. Die Weiterentwicklung der Strategie soll dazu beitragen, bis 2023 auch in einem sich nochmals verschärfenden Marktumfeld weiteres Wachstum bei Kunden und Assets sowie bei den Erträgen zu erzielen.
Informationen zu den geplanten strategischen Maßnahmen in den beiden Segmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden siehe Kapitel "Ziele und Strategie" auf Seite 67 ff. Über alle Segmente hinweg werden wir die Bank weiter zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. Dieser Umbau betrifft Strategie, Technologie, Kompetenz und Kultur.# Digitale Transformation und Nachhaltigkeit
Wir werden die Digitalisierung im Bankgeschäft aktiv vorantreiben, um unseren Kunden Schnelligkeit, Sicherheit und Bequemlichkeit bei technologischen Anwendungen anbieten zu können. Seit einiger Zeit bereits engagieren wir uns sowohl direkt als auch über unsere Töchter Commerz-Ventures und main incubator sowie die Digitalisierungsplattform "#openspace" im Start-up-Bereich. Wir unterstützen Gründer und sind dadurch nah dran an den Innovationen von morgen. #openspace ist Digitalisierungspartner für den deutschen Mittelstand. Neben den Kunden der Commerzbank unterstützt #openspace auch andere Mittelständler dabei, die Herausforderungen der digitalen Welt zu meistern sowie die sich bietenden Chancen zu ihrem Erfolg zu machen. Für alle Phasen der digitalen Transformation werden den Kunden maßgeschneiderte Lösungen geboten. Des Weiteren agiert die 100 %ige Commerzbank-Tochter main incubator als Forschungs- und Entwicklungseinheit der Commerzbank. Sie befasst sich mit Zukunftstechnologien und deren Auswirkungen auf die Financial Services. Über drei Bereiche werden dabei technische Innovationen in den Konzern eingeführt: Ventures (strategische (Frühphasen-)Investments in technologiegetriebenen Start-ups), Prototyping (Entwicklung eigener Prototypen auf Basis der als relevant erachteten Zukunftstechnologien) sowie Community Building (hier werden frühzeitig Tech-Trends aufgespürt; derzeit wird an Themen wie Artificial Intelligence, Biometrics, Big Data, Cloud, Internet of Things, Machine Learning, Robotics oder auch Quantum Computing gearbeitet). Die Commerzbank arbeitet daran, unternehmerisches Denken, wie man es aus Start-ups kennt, auch unter den eigenen Mitarbeitern zu wecken. Der digitale Campus ist dabei zum Motor für den Umbau der Commerzbank geworden; in diesem erproben und entwickeln wir neue, agile Arbeitsmethoden sowie moderne Formen der Zusammenarbeit. Mit den gewonnenen Erfahrungen startete am 1. Juli 2019 das Projekt "Campus 2.0". Dazu wurde in der Zentrale die sogenannte Cluster-Lieferorganisation eingeführt. An die Stelle klassischer Hierarchien treten agil arbeitende Teams (Cells). Die Cells sind multifunktional besetzt, vereinen sowohl fachliche als auch IT-Expertise und arbeiten eigenständig und themenbezogen in zahlreichen Clustern, um neue Produkte und Prozesse zu entwickeln. Mit dieser neuen Cluster-Organisation gibt es weniger Schnittstellen, weniger Komplexität, weniger Abhängigkeiten und der Vertrieb erhält schneller funktionierende Lösungen, er kann sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren. Auch Fragen der Nachhaltigkeit und Ökologie sowie das Erreichen der Pariser Klimaziele rücken für die Commerzbank noch stärker in den Fokus als bisher. Unsere Kunden unterstützen wir künftig zusätzlich mit einem grüneren Produktangebot für mehr Nachhaltigkeit. So haben Privatkunden seit Kurzem die Möglichkeit, eine grüne Baufinanzierung abzuschließen. Im Firmenkundengeschäft werden wir unser Kreditportfolio schließlich noch stärker an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten und unseren Kunden dabei behilflich sein, ihr Geschäftsmodell ebenfalls nachhaltiger zu gestalten.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
Im Herbst 2019 hat die Commerzbank mit der Verabschiedung des neuen Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" die Weichen gestellt, um ihre Wettbewerbsposition im Kernmarkt Deutschland dauerhaft zu sichern und langfristig weiter auszubauen. Mit Investitionen in die fortschreitende Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie die Modernisierung der IT-Infrastruktur legt die Commerzbank die Basis für weiteres geschäftliches Wachstum - bei Kundenzahlen, Geschäftsvolumina und in der Konsequenz bei den Operativen Erträgen. Zusätzlich plant die Commerzbank, in allen Geschäftsfeldern Effizienzpotenziale zu nutzen und die Kostenbasis im Konzern nachhaltig deutlich zu verringern. In der Summe zielen diese Maßnahmen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit gegenüber einem sich absehbar nochmals verschärfenden Markt- und Bankenumfeld weiter zu erhöhen und daraus auf lange Sicht verstärkt hervorzugehen.
Auch über den Prognosezeitraum 2020 hinaus rechnet die Commerzbank mit keinen nennenswerten Verbesserungen der sehr herausfordernden Rahmenbedingungen für den deutschen Bankensektor. Dies manifestiert sich unter anderem in der Annahme, dass das äußerst niedrige beziehungsweise negative Zinsniveau sowohl im laufenden als auch in den Folgejahren ein substanzieller Belastungsfaktor bleiben und, in Verbindung mit anhaltend hoher Wettbewerbsintensität, fortgesetzten Margendruck ausüben wird. Angesichts der voraussichtlich vergleichsweise schwach ausgeprägten konjunkturellen Dynamik kommt einem effektiven Management sämtlicher Risiken eine unvermindert sehr hohe Bedeutung zu.
Der folgenden Prognose für das Geschäftsjahr 2020 liegt die Annahme zugrunde, dass die geplante Veräußerung der polnischen Tochtergesellschaft mBank im laufenden Jahr abgeschlossen und per Jahresende 2020 wirksam wird. Gemäß dieser Annahme bleibt die Ergebnisrechnung der mBank nochmals für volle 12 Monate des Geschäftsjahres 2020 im Commerzbank-Konzernabschluss abgebildet. Auf eine separate detaillierte Prognose der Ergebnisbestandteile der mBank wird jedoch im Folgenden sowohl bei der Kommentierung der voraussichtlichen Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten als auch der voraussichtlichen Entwicklung der Segmente verzichtet. Auch einmalige, mit der Veräußerung der mBank im Zusammenhang stehende Effekte sind nicht Bestandteil dieser Prognose. Insgesamt rechnen wir für die mBank im Geschäftsjahr 2020 mit einer positiven Ertragsentwicklung, einem im Vergleich zur Ertragssteigerung unterproportionalen Zuwachs des Verwaltungsaufwands sowie mit einem zunehmenden Risikoergebnis. Somit rechnet die Commerzbank insgesamt mit einem im Vorjahresvergleich deutlich höheren Beitrag der mBank zum Operativen Ergebnis des Konzerns.
Trotz des sehr herausfordernden Umfeldes strebt die Commerzbank im laufenden Geschäftsjahr eine mindestens stabile Entwicklung der gesamten Operativen Erträge an. Ein strategisches Hauptaugenmerk gilt nach wie vor der Kompensation nachteiliger Ertragsauswirkungen aus sich weiter rückläufig entwickelnden Zinssätzen im inländischen Kreditbestand sowie aus der Belastung von Negativzinsen auf bei der EZB angelegte Liquiditätsbestände. Wie in den vergangenen Jahren verfolgen daher beide Kerngeschäftsfelder die Zielsetzung, positive Ertragseffekte aus dem Neugeschäft über weiteres Wachstum zu generieren. Hinsichtlich des Risikoergebnisses geht die Commerzbank von einem Anstieg aus, worin sich auch das erwartete Volumenwachstum der Kreditbestände widerspiegelt. Angesichts der unverändert als robust eingeschätzten Qualität der breit diversifizierten Kreditportfolios sollte aber der Zuwachs begrenzt ausfallen, sofern es zu keiner unerwartet starken Eintrübung der globalen Konjunkturperspektiven kommt.
Bei den gesamten Operativen Aufwendungen (einschließlich Pflichtbeiträgen) werden zwei gegenläufige Entwicklungen erwartet. Einerseits sollen aus der Digitalisierung des Leistungsangebots und der Geschäftsprozesse weitere Effizienzfortschritte erwachsen. Andererseits resultieren aus der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Strategieprogramm "Commerzbank 5.0" hohe Investitionserfordernisse, in deren Folge die gesamten Verwaltungsaufwendungen voraussichtlich über das Niveau des Geschäftsjahres 2019 ansteigen werden. Insgesamt strebt die Commerzbank - auch ohne Berücksichtigung von Effekten im Zusammenhang mit der Veräußerung der mBank - im Geschäftsjahr 2020 an, ein Operatives Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahresniveaus zu erreichen.
Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten
Als wichtigster Ertragsquelle kommt der Entwicklung des Zinsüberschusses eine wichtige Bedeutung zu. Trotz der Annahme eines anhaltenden negativen Zinsumfeldes strebt die Commerzbank aufgrund der geplanten weiteren Ausweitung des Kreditvolumens mindestens das Vorjahresniveau an. Wie in den Vorjahren werden in beiden Kernsegmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden Wachstumsraten der Kreditbestände mindestens auf Marktniveau angestrebt - und somit für Teile des Gesamtportfolios weitere leichte Marktanteilsgewinne. Die Zunahme der Kreditvolumina begegnet dem anhaltenden Margendruck im Inland. Sowohl im Privat- als auch Firmenkundengeschäft dürften auslaufende höherverzinsliche Kredite zumeist nur mit geringer verzinslichem Neugeschäft ersetzt werden können. Neben wettbewerbsbedingt niedrigeren Aktivmargen dürfte es zunehmend schwerfallen, durch Maßnahmen im Rahmen des Aktiv-Passiv-Managements höhere Erträge im Einlagengeschäft zu generieren. Zinsverluste aus dem Einlagengeschäft sollen durch die Weiterbelastung von Negativzinsen auf sehr hohe Guthabensalden von Privat- und Firmenkunden kompensiert werden.
Für den Provisionsüberschuss erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr eine leichte Zunahme. Sofern - nach der sehr guten Entwicklung im Jahr 2019 - Phasen übermäßiger Volatilität an den Finanzmärkten ausbleiben, sollten Provisionserträge im Wertpapier- und Vermögensverwaltungsgeschäft mit Privat- und Unternehmerkunden mindestens an das Niveau des Vorjahres anknüpfen. Vergleichbares sollte für das Kapitalmarktgeschäft mit institutionellen und Firmenkunden an den Primär- und Sekundärmärkten gelten. Deutliche Ertragszugewinne erwarten wir im Zahlungsverkehr aufgrund neuer Produktangebote, die Kunden Mehrwerte zu leistungsgerechten Preisen ermöglichen.
Mit Blick auf das Ergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird die Commerzbank ihrem risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz treu bleiben, um einen möglichst hohen und stabilen Ertragsbeitrag zu erreichen. Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung und der Volatilität an den globalen Kapitalmärkten erschweren allerdings die Planbarkeit dieser Ergebnisgröße.# Zudem können ähnliche Sachverhalte in einem Zeitabschnitt im Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, während in einer anderen Periode die Zinskomponente dominiert, sodass Verschiebungen im Zeitvergleich zum Zinsüberschuss - und umgekehrt - möglich sind. Die übrigen Ertragspositionen, darunter das Realisierungsergebnis aus Finanzinstrumenten sowie das Sonstige Ergebnis, werden erfahrungsgemäß oft durch nicht prognostizierbare Einmalerträge und Bewertungseffekte beeinflusst. Im Jahr 2019 erreichten solche Ertragskomponenten ohne nachhaltigen Charakter kein materielles Niveau. Im Jahr 2020 wird mit einer ähnlichen Entwicklung dieser Ertragsgrößen wie im Vorjahr gerechnet. Das Risikoergebnis wird weiterhin auf einem an historischen Maßstäben gemessen, günstigen Niveau prognostiziert. Im Basisszenario wird eine Größenordnung von mehr als 650 Mio. Euro erwartet, die das abgeschwächte Konjunkturumfeld berücksichtigt. Dieser Einschätzung liegen das sehr geringe Niveau an Problemkrediten, unverändert strikte Standards im Kreditneugeschäft, der dominante Anteil hoch besicherter Kredite im Privatkundengeschäft sowie das über Jahre mit gutem Erfolg bewährte Risikomanagement im Firmenkundengeschäft zugrunde. Der Verwaltungsaufwand (inklusive Pflichtbeiträgen) soll 2020 erneut von fortgesetztem stringentem Kostenmanagement profitieren und grundsätzlich einerseits leicht abnehmen. Voraussichtlich mindestens vergleichbar hohe Belastungen wie im Vorjahr durch regulatorische Kosten dürften auf diese Weise kompensiert werden können. Andererseits gilt es, mit der Umsetzung der geplanten strategischen investiven Maßnahmen zur Stärkung des künftigen Wachstums- und Ertragspotenzials sowie zur Nutzung erheblicher Effizienzpotentiale möglichst frühzeitig in diesem Jahr zu beginnen. Umfangreiche Investitionen, die sich auch über die Folgejahre erstrecken werden, zielen unter anderem auf die fortzusetzende Digitalisierung des Leistungsangebots, der Vertriebswege und der zugrunde liegenden Prozesse sowie die grundlegende Modernisierung der IT-Infrastruktur ab. Während ein Teil der geplanten Maßnahmen bereits im laufenden Geschäftsjahr direkt aufwandswirksam wird, kann ein Teil der Aufwendungen aktiviert und über die Lebensdauer der geschaffenen Vermögenswerte abgeschrieben werden. Auswirkungen auf die Kostenbasis durch strategische Investitionen werden im Jahr 2020 in der Summe auf eine Größenordnung von bis zu 0,2 Mrd. Euro geschätzt. Somit werden die gesamten Operativen Verwaltungsaufwendungen im Gesamtkonzern voraussichtlich leicht über dem Niveau des Jahres 2019 liegen. Vor allem für unumgängliche Anpassungen der künftigen Personalkapazitäten auf der einen und der Verkleinerung des Geschäftsstellennetzes infolge der sich in kommenden Jahren vollziehenden Verlagerung auf den Mobilebanking-Vertriebsweg auf der anderen Seite, plant die Commerzbank zudem, in der laufenden Berichtsperiode Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen zu bilden. In Abhängigkeit vom Fortgang der im Jahresverlauf stattfindenden Gremiengespräche mit Arbeitnehmervertretern ist es möglich, dass der Großteil der aus dem Strategieprogramm "Commerzbank 5.0" resultierenden Belastungen für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung bereits im Geschäftsjahr 2020 anfallen wird. Damit wird die Basis gelegt, die Profitabilität in den kommenden Jahren sowohl durch Ertragsfortschritte als auch Entlastungen auf der Kostenseite zunehmend und nachhaltig zu verbessern.
Voraussichtliche Entwicklung der Segmente
In Bezug auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) beschränkt sich die nachfolgende Kommentierung der voraussichtlichen Entwicklung im Wesentlichen auf die inländischen Aktivitäten; auf detaillierte Prognosen für die mBank wird aufgrund des bis Jahresende geplanten Verkaufs verzichtet. Für die mBank wird jedoch auch im Geschäftsjahr 2020 mit einem nochmals wesentlichen und im Vorjahresvergleich relativ höheren Beitrag zum Operativen Ergebnis des Segments PUK gerechnet. Grundlage dafür ist die Erwartung deutlich steigender Erträge bei der polnischen Tochtergesellschaft, die die Zunahme sowohl beim Risikoergebnis als auch der Verwaltungsaufwendungen (einschließlich Pflichtbeiträgen) der mBank voraussichtlich werden mehr als ausgleichen können. In diesem Jahr stehen wichtige strategische Weichenstellungen an, um das Geschäftsmodell im Segment PUK weiterzuentwickeln, die Position im deutschen Bankenmarkt weiter zu festigen und sowohl Rentabilität als auch Effizienz über stetige Ertragszuwächse und mittelfristig fallende Operative Kosten zu stärken. Im Rahmen des Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" werden 2020 - und in den Folgejahren - hohe Investitionsmittel bereitgestellt, um nach den Fortschritten beim Aufbau einer Multikanalbank den Fokus zukünftig stark auf die digitalen Vertriebswege zu legen. Die "Mobile-First"-Strategie zielt darauf ab, das bereits hohe und beschleunigt wachsende Interaktionsniveau des rund um die Uhr erreichbaren Mobilekanals zum gegenseitigen Vorteil für Kunden und die Commerzbank zu nutzen. Auswertungen der infolge der hohen Anzahl an Kontaktpunkten zur Verfügung stehenden Informationen werden es zunehmend erlauben, allen Kundengruppen in hohem Maß individuelle Lösungen mit zur jeweiligen Situation des Kunden passenden Produkten und Dienstleistungen anzubieten. Auf diese Weise sollen zum einen weitere Ertragspotenziale durch ein höheres Aktivitätsniveau und bessere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis gehoben werden. Zum anderen bleibt die Commerzbank mit der Kombination aus einfachen, transparenten Produkten sowie persönlicher Betreuung auch für neue Kunden attraktiv. Leistungsangebot und Preis stehen künftig noch besser miteinander im Einklang. So erhalten Kunden erweiterte Wahlmöglichkeiten, zum Teil kostenlos bleibende Basisangebote nach ihren Bedürfnissen um spezifische, im Verhältnis zum Nutzen angemessen bepreiste Leistungen zu ergänzen. Noch stärkeres Augenmerk gilt Unternehmer- und Wealth-Management-Kunden, die Zugang zu besonders anspruchsvollen, persönlich maßgeschneiderten Premiumleistungen erwarten und bekommen. Auch in diesem Geschäftsjahr soll anhaltendem Margendruck im Inland mit im Wettbewerbsvergleich schnellerem Wachstum von Kundenzahlen und Geschäftsvolumen aktiv begegnet werden. Mit mehr als 200.000 inländischen Nettoneukunden wird der jährliche Nettozugewinn niedriger als im Zeitabschnitt 2016 bis 2019 erwartet, weshalb neu generierte Erträge infolge der prognostizierten Zunahme bei Kredit- und Depotvolumina in einem höheren relativen Maß als in den Vorjahren auf den bestehenden Kundenstamm entfallen werden. Im Kreditgeschäft soll insbesondere signifikant steigendes Neugeschäft bei margenträchtigeren Konsumentenfinanzierungen, unterstützt durch die verstärkte Nutzung des Onlinevertriebswegs, einen höheren Ertragsbeitrag leisten. Immobilienfinanzierungen, die in den vergangenen Jahren erheblich über dem Marktwachstum liegende Zuwachsraten verzeichneten, werden aber ein maßgeblicher Eckpfeiler der Wachstumsstrategie des Segments PUK bleiben. Höhere Erträge werden auch mit Unternehmerkunden erwartet. Wachsende Geschäftsvolumina, vor allem hinsichtlich der betrieblichen Belange der Kunden, werden durch das neue Betreuungsmodell erwartet, das sich auch an kleinere Mittelständler mit jährlichem Umsatzvolumen bis 15 Mio. Euro richtet. Bei Zahlungsverkehrsdienstleistungen soll der Anteil höherwertiger Produktangebote deutlich zulegen und in Verbindung mit ausgeweiteten Kundenaktivitäten für mehr Erträge sorgen. Insbesondere das Wertpapiergeschäft und die Vermögensverwaltung für vermögende Kunden und im Wealth-Management soll von einer stärkeren Durchdringung mit Premiumprodukten profitieren, die persönliche Betreuung mit dem Einsatz fortschrittlicher Technologien verbinden. Zusätzliches Neugeschäft ist auch von Kunden mit sehr hohen Einlagenbeständen zu erwarten, die ihre Liquidität zur Vermeidung von Guthabengebühren in Depotanlagen umschichten. Alternativ wird die Commerzbank über individuelle Vereinbarungen in Abhängigkeit von der Guthabenhöhe von der EZB auferlegte Negativzinsen weiterbelasten. Auf längere Sicht wird das Wertpapiergeschäft auch von der besonderen Kompetenz der comdirect in diesem Geschäftsfeld profitieren, von der über die Zeit alle Kunden im Segment PUK profitieren sollen. Aufgrund der voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte beginnenden Integration der comdirect dürfte der aus einer vertieften Zusammenarbeit resultierende Ertragsbeitrag allerdings zunächst noch nicht nennenswert ausfallen. Insgesamt geht das Segment PUK für das Geschäftsjahr 2020 von leicht steigenden Operativen Erträgen aus. Die geplanten strategischen Maßnahmen zielen in diesem Jahr auch darauf ab, den für die künftig erwarteten Ertragssteigerungen notwendigen Investitionsaufwand zu einem signifikanten Teil durch weitere Effizienzgewinne zu kompensieren. Neben der kontinuierlichen Digitalisierung von Produkten und Prozessen, weiteren Schritten zur Fertigstellung, der zentralen Vertriebsplattform "ONE" und der Straffung und Vereinfachung der Produktpalette zählt dazu auch die weitere Optimierung des Zweigstellennetzes. Im Einklang mit der Erwartung einer sich schnell intensivierenden Nutzung digitaler Kanäle - insbesondere der Mobilevertriebsweg wird seinen Leistungsumfang mittelfristig signifikant ausbauen - werden sich die relativen Gewichte zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen im Zeitablauf verschieben. Erste Schritte in Richtung einer nachhaltigen Senkung der Kostenbasis durch Straffung des Filialnetzes sind 2020 zu erwarten; dennoch werden Kunden auch zukünftig auf eine weitgehend flächendeckende Filialpräsenz nicht verzichten müssen. Auch positive Synergieeffekte aus der Integration der comdirect ab der zweiten Jahreshälfte dürften voraussichtlich noch gering ausfallen.# Overall Statement on Expected Development
For the fiscal year 2020, Commerzbank aims to implement key strategic initiatives, even though these will initially burden the earnings situation overall. The external framework conditions, which remain challenging, are also expected to dampen business and earnings development this year; changes regarding the unfavorable interest rate and competitive environment are considered unlikely, as is an end to margin pressure, especially in the lending business. Overall, Commerzbank still expects at least stable earnings in the current fiscal year. Due to the significant influence of investment expenses, a slight increase is planned for total administrative expenses (including mandatory contributions). We also expect a slight increase in the risk result. Depending on the earnings development, this results in an operating result that continues at the previous year's level, with a corresponding impact on the cost-to-income ratio. Items not attributable to the operating result primarily concern provisions for restructuring measures. While a significant burden on earnings is fundamentally possible, the exact amount depends on the course of committee negotiations. If the discussions are successfully concluded, the full booking of restructuring expenses in the estimated amount of approximately €850 million over the 2-year period 2019 and 2020 cannot be ruled out; a provision of €101 million was already made in the reporting year. The result from discontinued operations, which will again include contributions from the former Equity Markets & Commodities division, is expected to make a low positive contribution. Even without the effects related to the sale of mBank, we expect to report a profit for the fiscal year 2020. Depending on the amount of restructuring expenses booked, the consolidated net profit may be significantly lower than in the previous year. Accordingly, both the return on equity and the Economic Value Added would also be lower than in the previous year.
Commerzbank's Common Equity Tier 1 (CET1) ratio is largely determined by the capital requirements from the European Central Bank (ECB), the responsible supervisory authority, as part of the Supervisory Review and Evaluation Process (SREP), plus a buffer deemed appropriate by Commerzbank's management to cover potential stress situations. Regarding the capital buffer for other systematically important institutions ("D-SIB") set by the German banking supervisory authority, which is currently 1.5% and part of the SREP requirement, Commerzbank anticipates a reduction. If the sale of the stake in mBank is completed as planned by the end of 2020, Commerzbank considers a reduction of the D-SIB capital buffer by half a percentage point to 1.0%, effective for the fiscal year 2021, to be possible. By the end of 2020, Commerzbank aims for an unchanged target value for the CET1 ratio of at least 12.75%, which is significantly above the ECB's regulatory requirement. The annual result planned for 2020 is primarily intended to further strengthen the capital base through profit retention. Given the capitalization, which is considered sufficiently comfortable, Commerzbank also expects to propose a dividend for the fiscal year 2020, in line with the 2019 ratio.
Commerzbank has strengthened its resilience in recent years, partly through a significant capital increase. Nevertheless, numerous risk factors could negatively impact the forecasted earnings for 2020 to a considerable, not reliably quantifiable extent. These include, among others, the geopolitical situation, which is characterized by persistent uncertainty, and increased global economic risks – particularly against the backdrop of the as yet unforeseeable economic impact of the coronavirus. Furthermore, trade conflicts between the economic blocs of Europe, North America, and Asia remain a latent threat, while the consequences of Great Britain's withdrawal from the EU depend on further negotiations. Sharp increases in volatility and strong corrections in the capital markets cannot be ruled out. Following the significant gains in 2019, valuation levels in both international bond and equity markets are very high by historical standards. A significant factor influencing financial stability, as well as the outlook for the banking sector, remains central banks.# Konzernrisikobericht
Ihr zukünftiger Spielraum, selbst mit unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen Inflationsraten und -erwartungen im gewünschten Maß und ohne schädliche Nebenwirkungen zu beeinflussen, erscheint zunehmend erschöpft. Eine starke Eintrübung der mittlerweile weniger positiv eingeschätzten konjunkturellen Aussichten könnte insbesondere die stark international verflochtene deutsche Wirtschaft treffen und erheblich höhere Risikokosten im Kreditgeschäft als geplant nach sich ziehen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen auch ungünstige Entwicklungen im regulatorischen oder rechtlichen Umfeld, die die Wirkung der angestrebten Kostenentlastungen verzögern, oder eine nochmalige Verschärfung der Wettbewerbssituation im Inland. Weiter sinkende Margen auf aus Risiko-Ertrags-Sicht unattraktive Niveaus könnten den Ertragsspielraum der Commerzbank empfindlich einschränken. Weitere Informationen zu sonstigen Risiken siehe Konzernrisikobericht Seite 127 ff.
Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.
Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind. Wir geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden.
Executive Summary 2019
Risikotragfähigkeitsquote betrug 161 % per 31. Dezember 2019
- Die Risikotragfähigkeits-(RTF)-Quote liegt weiterhin über dem Mindestanspruch.
- Der Rückgang des Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2018 ist im Wesentlichen auf methodische Anpassungen zurückzuführen, die auf Basis des neuen ICAAP-Leitfadens der EZB vorgenommen wurden.
| Risikotragfähigkeit | Mrd. € |
|---|---|
Auflösung des Segments Asset & Capital Recovery
- Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst.
- Die Restportfolios wurden in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
| EaD | Mrd. € |
|---|---|
Risikoergebnis für den Konzern belief sich auf - 620 Mio. Euro
- Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf - 620 Mio. Euro.
- Für das Gesamtjahr 2020 wird das Risikoergebnis aus heutiger Sicht nicht unter 650 Mio. Euro liegen.
| Risikoergebnis | Mio. € |
|---|---|
Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2019 zurückgegangen
- Der VaR ging im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 von 10 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro zurück.
- Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich auf historischen Tiefstständen.
| VaR | Mio. € |
|---|---|
Operationelle Risiken im Jahresvergleich zurückgegangen
- Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken sind im Jahr 2019 von 21,4 Mrd. Euro auf 18,7 Mrd. Euro zurückgegangen, was auch auf die von der Aufsicht genehmigte Modellanpassung bei der Berechnung der Risikoaktiva für operationelle Risiken zurückzuführen ist.
- Die Gesamtbelastung aus OpRisk-Ereignissen ist im Vergleich zum Vorjahr von 30 Mio. Euro auf 127 Mio. Euro angestiegen.
| Risikoaktiva aus operationellen Risiken | Mrd. € |
|---|---|
Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und Reputationsrisiken.
Organisation des Risikomanagements
Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management, Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Zum 1. Januar 2020 hat die Commerzbank den neuen Konzernbereich "Group Cyber Risk & Information Security" gegründet, der ebenfalls zur Risikomanagement-Organisation gehört und eine direkte Berichtslinie an den CRO hat.
Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.
Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des zentralen Asset Liability Committees. Hier besteht bei bestimmten Themen (zum Beispiel Liquiditätsrisikothemen) ebenso ein Vetorecht des CRO.
Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:
- Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.
- Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken konzernweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Optimierung des RenditeRisiko-Profils.
- Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe. Details zum IKS sind im Abschnitt zu den operationellen Risiken zu finden.
- Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoarten-übergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel, Risiken auf Portfolioebene zu überwachen und zu steuern. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.
- Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie des Zinsüberschusses unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das ALCO überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Das ALCO beschließt den Recovery-Plan. Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt. Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle hinsichtlich der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.
Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk & Analytics Executive Committee Risikothemen behandelt:
- Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus mindestens 5 Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss bestimmt Art, Umfang, Format und Häufigkeit der Informationen, die der Vorstand zum Thema Strategie und Risiko vorlegen muss.
- Das Risk & Analytics Executive Committee dient als Diskussions- und Entscheidungsgremium für die Risikofunktion sowie für den Bereich Big Data & Advanced Analytics und ist insbesondere für die Organisation und strategische Entwicklung des Risikomanagements verantwortlich sowie dafür, eine einheitliche Risikokultur zu schaffen und einzuhalten. Ebenfalls stellt es die Umsetzung der Konzernrisikostrategie und der Beschlüsse des Gesamtvorstands in der Risikofunktion sicher.
- Compliance-Risiken werden insbesondere auch im Global Compliance Board (GCB) behandelt. Das GCB wurde als Forum für den Austausch von Informationen zu wichtigen Compliance-Themen und Aufsichtsmaßnahmen im Hinblick auf Compliance in der Bank eingerichtet. Darüber hinaus dient der GCB als Informationsplattform für Segmente und Funktionen über Compliance-Kultur, Änderungen von Compliance-Vorschriften, Aktualisierungen von Compliance-bezogenen Richtlinien und deren Auswirkungen.# Risikostrategie und Risikosteuerung
Die Gesamtrisikostrategie regelt, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategische Ausrichtung des Commerzbank-Konzerns. Sie legt den Risikoappetit als maximales Risiko fest, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquidität abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Indikatorschwellen des Recovery-Plans.
Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen (bis zum Verkauf der mBank), einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien, wobei der Brexit nicht als Ausfall bewertet wird) oder ein Ausfall der USA. Hierbei nimmt Italien auf Grund des großen Legacy Exposures zum italienischen Staat eine idiosynkratische Sonderstellung ein, während bei den anderen Ländern die Existenzbedrohung durch die Auswirkungen eines Staatsdefaults auf die Banken, Unternehmen und Rückwirkungen auf die anderen EU-Länder entstehen würde. Des Weiteren zählen zu den inhärenten Risiken eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ein "Bank-Run" sowie ein Zusammenbruch globaler Clearinghäuser oder des Fremdwährungsmarktes, gegebenenfalls ausgelöst durch eine Cyber-Attacke. Generell umfasst Cyber Risk im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes bestimmte Szenarios, die unter bestimmten Umständen Schäden verursachen können und damit für die Commerzbank bedeutsam sein könnten.
Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Ändert sich die Einschätzung des Gesamtvorstandes zu dieser Bedrohung für die Commerzbank nachhaltig, sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stellt sich die Commerzbank frühzeitig auf absehbare, anstehende Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards ein. Allerdings können derartige Änderungen beziehungsweise deren (rückwirkende) Auslegung nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für das Geschäftsmodell der Commerzbank haben. Diese regulatorischen Risiken werden von der Commerzbank in Kauf genommen, da in vielen Fällen keine Möglichkeit besteht, diese Risiken zu mitigieren oder zu steuern.
Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird jährlich beziehungsweise bei Bedarf ad hoc aktualisiert, in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im vorgelagert durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.
Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.
Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart (Intra-Risikokonzentrationen) als auch über verschiedene Risikoarten hinweg (Inter-Risikokonzentrationen) entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen im Risikomanagement berücksichtigt werden.
Mithilfe von Stresstests wird regelmäßig Transparenz über Risikokonzentrationen geschaffen. Die Ausgestaltung der Szenarien und das ganzheitliche Vorgehen stellen dabei sicher, dass die Wirkung adverser Szenarien auf die Portfolioschwerpunkte und Risikokonzentrationen zielgerichtet untersucht wird. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert, sodass potenzielle Verlustgefahren rechtzeitig vermieden werden können.
Der Group Risk & Capital Monitor ist der monatliche steuerungsorientierte Risikobericht zu Kapital-, Kreditrisiko-, Marktrisiko-, Liquiditätsrisiko- und OpRisk-Themen des Commerzbank Risikomanagements. Er stellt gesamthaft alle genannten Risikoarten inklusive der ökonomischen und regulatorischen Risikotragfähigkeit für den Commerzbank-Konzern dar. Ziel des Berichts ist es, unter anderem den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrates über diese Risiken transparent und umfassend zu informieren, aus Risikosicht wichtige Entwicklungen aufzuzeigen sowie Steuerungsimpulse zu setzen. Insbesondere werden mit dem Bericht Limite und Leitplanken der Gesamtrisikostrategie überwacht. Die Genehmigung von Gesamtrisikostrategie und Group Risk & Capital Monitor erfolgt durch den Gesamtvorstand.
Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes, couragiertes und integres Verhalten wird aktiv gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Prozessuale Erweiterungen gewährleisten eine einheitliche und faire Beurteilung von Fehlverhalten und stärken damit das Konsequenzen-Management nachhaltig.
Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der Three Lines of Defence, das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß dem Prinzip der Three Lines of Defence ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen.
Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie. Dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen.
Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.
Risikokennziffern
Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:
Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,90 %) ausreicht. Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.
Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Der EaD wird im Folgenden auch als Exposure bezeichnet.
Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.# Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar. Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel 1 Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird. Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR (Unerwarteter Verlust - Unexpected Loss) eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann. Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Zum Jahresanfang 2019 wurde das Risikotragfähigkeitskonzept an die neuen Vorgaben der am 9. November 2018 von der EZB veröffentlichten ICAAP- und ILAAP-Leitfäden angepasst. Insbesondere wurde der ökonomische Ansatz vom bisherigen Gone-Concern-Ansatz zu einem Fortführungsansatz weiterentwickelt. Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Zur Bestimmung des ökonomischen Risikodeckungspotenzials werden nur Eigenkapitalbestandteile mit ihrem ökonomischen Wert berücksichtigt, die in der Fortführungsperspektive Verluste absorbieren. Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau der ökonomischen Kapitalbedarfsermittlung beträgt 99,90% und harmoniert mit dem Fortführungsansatz. Die quantifizierbaren wesentlichen Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der Tabelle auf Seite 104 nicht separat ausgewiesenes) Geschäftsrisiko sowie Objektwertänderungsrisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Das Geschäftsrisiko wird zur Substantiierung eines die Reagibilität der Kapitalsteuerung gewährleistenden, übergeordneten Management Puffers verwendet. Im Objektwertänderungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten 12 Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien), abgebildet. In der Risikoinventur 2019 wurde das Beteiligungsrisiko für nicht-börsennotierte Beteiligungen von einer vormals eigenständigen wesentlichen Risikoart zu einer wesentlichen Sub-Risikoart unterhalb des Marktrisikos umklassifiziert und ist daher fortan im Marktrisiko enthalten. Reserverisiko fiel unter die Wesentlichkeitsschwelle und wurde nun als nicht-wesentliche Risikounterart klassifiziert. Es ist in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung weiterhin mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Im Jahr 2019 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 161 % per 31. Dezember 2019. Der Rückgang des Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2018 ist im Wesentlichen auf methodische Anpassungen zurückzuführen, die auf Basis des neuen ICAAP-Leitfadens der EZB vorgenommen wurden (unter anderem die Nichtberücksichtigung von nachrangigen Kapitalbestandteilen). Die RTF-Quote liegt weiterhin deutlich über dem Mindestanspruch.
Risikotragfähigkeit Konzern
| 31.12.2019¹ | 31.12.2018¹ | Mrd. € | |
|---|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial | 24 | 27 | |
| Ökonomisch erforderliches Kapital | 15 | 14 | |
| davon für Adressenausfallrisiko | 10 | 10 | |
| davon für Marktrisiko | 3 | 4 | |
| davon für operationelles Risiko | 1 | 2 | |
| davon Diversifikationseffekte | -2 | -2 | |
| RTF-Quote (%) | 161 | 193 |
¹ Konfidenzniveau ab 31. März 2019: 99,90 %; zum 31. Dezember 2018: 99,91 %.
² Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko und (ab 2019) für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Goodwill und Intangibles.
³ Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
⁴ RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom ALCO verabschiedet. Die Szenarios beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte (zum Beispiel exportorientierte Branchen in Deutschland) und Geschäftsstrategien. Die Stresstests umfassen in der ökonomischen Perspektive einen Zeithorizont von 12 Monaten. Die Szenario-Simulation erfolgt quartalsweise auf Konzernebene unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Während die RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank verankert ist, sind für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld Leitplanken als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung der Limite und Leitplanken ist fester Bestandteil des internen Berichtswesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst. Das Risikotragfähigkeits- und Stresstest-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarios und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.
Im Jahr 2019 stiegen die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 180 Mrd. Euro auf 182 Mrd. Euro. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:
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31.12.2019
| Risikoaktiva Mrd. € | Adressenausfallrisiko | Marktrisiko | Operationelles Risiko | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 41 | 1 | 5 | 47 |
| Firmenkunden | 82 | 5 | 8 | 96 |
| Asset & Capital Recovery | ||||
| Commercial Real Estate | 29 | 5 | 5 | 39 |
| Ship Finance | ||||
| Public Finance | ||||
| Sonstige und Konsolidierung | ||||
| Konzern | 152 | 11 | 19 | 182 |
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31.12.2018
| Risikoaktiva Mrd. € |
| :------------------ |# Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Privat- und Unternehmerkunden | 36 | 1 | 5 | 41
Firmenkunden | 79 | 6 | 11 | 97
Asset & Capital Recovery | 9 | 2 | 1 | 12
Commercial Real Estate | 1 | 0 | 1 | 2
Ship Finance | 0 | 0 | 0 | 1
Public Finance | 8 | 2 | 0 | 9
Sonstige und Konsolidierung | 23 | 3 | 4 | 30
Konzern | 147 | 12 | 21 | 180
Regulatorisches Umfeld
Mit Basel 3 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 sind Capital Requirements Directive & Regulation als europäische Umsetzung von Basel 3 in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgte stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
Die Commerzbank hat die erhöhten Kapitalanforderungen durch eine Reihe von Maßnahmen mitigiert. Zusätzlich wurde im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.
Einen wesentlichen Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar, die mittlerweile abgeschlossen ist. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures auch für 2019 in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Den Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" hat die BaFin für die Commerzbank weiterhin auf 1 % für das Jahr 2019 belassen.
Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Baseler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR wurde im Rahmen der sogenannten Capital Requirements Regulation II (CRR II) in europäisches Recht überführt und wird ab 2021 verbindlich. Die Commerzbank ermittelt beide Kennziffern bereits im Zuge ihrer regulatorischen Meldeprozesse, kommuniziert diese in der internen Berichterstattung und meldet sie an die Aufsicht.
Die CRR II wurde zusammen mit der Capital Requirements Directive (CRD V) als Teil des sogenannten Risikoreduzierungspakets am 7. Juni 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die CRD V erfordert als europäische Richtlinie eine Umsetzung in nationales Recht innerhalb von 18 Monaten. Die Regulierungen setzen unter anderem die Vorgaben des Basler Ausschusses zu Leverage Ratio, Net Stable Funding Ratio, Regelungen zu Handelsbuch und Großkredit sowie die Behandlung von Investmentfonds um. Während manche Regelungen bereits unmittelbar wirksam sind, werden große Teile der Regulierung final erst im Jahr 2020 oder später bindend. Zudem sind noch zahlreiche Konkretisierungen durch die EBA ausstehend.
Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) hat als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraums den jährlichen Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen je Institut festgelegt. Ziel des EZB-Projektes ist eine Harmonisierung der RWA-relevanten Modelle für Markt-, Counterparty- und Kreditrisiken im SSM-Zuständigkeitsbereich. Insbesondere sollen die Auslegungsspielräume, die die Regulatorik grundsätzlich erlaubt oder die aus der unterschiedlichen nationalen Anwendung resultierten, künftig deutlich eingeschränkt werden. Über die relevanten "Guides" werden teilweise zukünftige Vorschriften antizipiert sowie weitreichende eigenständige Interpretationen vorgenommen. Neben einer thematischen Aufnahme der "General Topics" wurden von 2017 bis 2019 Prüfungen zum Kontrahentenrisiko, zum internen Marktrisikomodell und den Portfolios Retail, Baufinanzierungen, KMU, Large Corporates und Banken durchgeführt. Bis auf das Thema Banken wurden die finalen Berichte zugestellt. Für Markt- und Kontrahentenrisiken sind die finalen Beschlüsse eingegangen, für Retail, Baufinanzierung und KMU hat die Commerzbank nach Beendigung des Überprüfungsverfahrens beim Administrativen Prüfungsausschuss der EZB neue Beschlussentwürfe erhalten und zu diesen fristgerecht Stellung genommen, die finalen Beschlüsse stehen noch aus. Für Large Corporates und Banken erwarten wir die finalen Beschlüsse im Jahr 2020.
Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Seit dem 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums. Das SRB legt die formale "Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (MREL)"-Anforderung für die in seiner Zuständigkeit liegenden Banken auf konsolidierter und individueller Basis fest.
Die gesetzlichen Grundlagen zur Festsetzung von MREL und TLAC wurden auf europäischer Ebene überarbeitet und am 7. Juni 2019 als Teil des Risikoreduktionspakets in Form der Single Resolution Mechanism Regulation (SRMR II), der Bank Recovery and Resolution Directive II (BRRD II) und der CRR II veröffentlicht. Die BRRD II erfordert als europäische Richtlinie eine Umsetzung in nationales Recht innerhalb von 18 Monaten. Die Änderungen beinhalten unter anderem Anpassungen der Berechnungslogik und für bestimmte Banken ein gesetzlich vorgeschriebenes Nachrangerfordernis für Teile der MREL. Die neuen Vorschriften werden überwiegend im Dezember 2020 in Kraft treten.
Der konzernweite Recovery-Plan wurde 2019 aktualisiert, um den regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarios die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen.
Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben.
Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken sowie die Überarbeitung der Rahmenwerke für operationelle Risiken und Kreditrisiken einschließlich der dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen ("Basel 4"). Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank unter anderem die Umsetzung von Basel 4 sowie Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion.
Auch bezüglich Compliance-Risiken bleibt das regulatorische Umfeld weiterhin anspruchsvoll. Unverändert liegt hier der Fokus auf den Themenfeldern Anti-Geldwäscheprävention (unter anderem Umsetzung der 5. und 6. EU-Geldwäscherichtlinie) und Sanktionen. Darüber hinaus rücken mit Anti-Bestechung und Korruption (hier unter anderem United Kingdom Bribery Act und United States Foreign Corrupt Practices Act) und Markets Compliance (vorrangig US-Vorgaben, zum Beispiel Dodd-Frank Act, CFTC Regulations) weitere Risikotypen in den regulatorischen Fokus.
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Strategie und Organisation
Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns fest eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet damit einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben. Das Kreditrisikomanagement ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der Marktseite und der Risikofunktion auf Basis einer konzernweit einheitlichen Kreditrisikokultur. Gesetzestreues und regelkonformes sowie moralisch und ethisch einwandfreies Verhalten ist fester Bestandteil einer Kultur der Integrität und gehört zum Selbstverständnis der Kreditrisikokultur.# Risk management
Dabei werden Adressenausfallrisiken unabhängig von Segmentgrenzen nach einheitlichen Standards beurteilt. Gemäß dem Prinzip der Three Lines of Defence stellt die Marktseite die erste Verteidigungslinie dar und hat bei Geschäftsentscheidungen Risikoaspekte zu berücksichtigen. Zweite Verteidigungslinie ist die Risikofunktion (Marktfolge und Risikocontrolling), deren Aufgabe in der Steuerung, Begrenzung und Überwachung von Risiken liegt. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Deren Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen der Bank und somit auch die Beurteilung der Aktivitäten der ersten und zweiten Verteidigungslinie. Das Group Credit Committee ist das oberste Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen und ist grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken zuständig. Das Group Credit Committee agiert dabei auf Basis der gültigen Kreditrisikostrategie. Unterhalb des Group Credit Committee sind Subkreditkomitees angesiedelt, die jeweils auf Basis ihrer Geschäftsordnung und innerhalb der vom Gesamtvorstand verabschiedeten Kompetenzen agieren. Sie setzen sich aus mindestens zwei Vertretern der Segmente und zwei Vertreten aus Group Risk Management zusammen. Die Subkreditkomitees sind grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken der jeweils verantworteten Teilportfolios zuständig und ihrerseits berechtigt, im Rahmen der Kompetenzvorgaben bestimmte Kreditentscheidungen weiterzudelegieren. Für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallebene sind eigenständige Marktfolgeeinheiten verantwortlich. Die Zuständigkeiten sind nach Weißbereich und intensivbetreutes Geschäft getrennt. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditentscheidungsprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden. Risikoauffällige Kunden werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Aufgabensektor Intensive Care sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Die Funktion Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Aufgabensektor Intensive Care zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.
Risikosteuerung
Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Hierbei ist der Grundsatz der Beibehaltung des Low-Risk-Profils in allen Geschäftsentscheidungen eng verknüpft mit dem Anspruch der Risikofunktion, die Marktseite angemessen zu unterstützen. Besonders präferiert wird das Kreditwachstum im granularen Kreditgeschäft mit guten Bonitäten. Vorzug erhalten ferner Geschäfte und Produkte mit einem niedrigen Komplexitätsgrad, ein weiteres Augenmerk liegt auf der Reagibilität einer Kreditlinie beziehungsweise eines Engagements. Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement), ferner für ausgewählte Teilportfolios mit hohem Risikogewicht oder regulatorischer Relevanz und gegebenenfalls auch für einzelne Produkte mit hohem Portfolioanteil. Details zur Operationalisierung der Leitplanken für ausgewählte Teilportfolios sind in separaten Portfolio-Policies geregelt. Ergänzend definieren qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert. Konzernleitplanken basieren auf risikoorientierten Trendanalysen (zum Beispiel zur Entwicklung schwächerer Bonitäten im Zeitverlauf) unter Einwertung externer Rahmenbedingungen und interner Vorgaben. Portfolioleitplanken werden insbesondere aus risikoorientierten Stichtagsanalysen (zum Beispiel aus dem Ratingprofil einzelner Assetklassen) abgeleitet. Wesentliche Bestimmungsfaktoren von Produktleitplanken sind Trendanalysen produktspezifischer Risikotreiber (zum Beispiel zum Beleihungsauslauf von Baufinanzierungen). Die Erstellung der Credit-und Portfolio-Policies dagegen beruht primär auf einem mehrstufigen Abstimmungsprozess zwischen den Produkt- und Portfolioverantwortlichen aus Markt und Marktfolge unter Einwertung interner und externer Informationsquellen. Zur Überwachung der Einhaltung kreditrisikostrategischer Vorgaben ist ferner ein laufendes Monitoring und Reporting auf der Ebene des Gesamtkonzerns und der Segmente beziehungsweise der Teilportfolios etabliert. Asset Quality Reviews der Risikofunktion leisten hierbei wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung und Risikofrüherkennung. Schwerpunkte der Überwachung variieren je nach Themengebiet und Adressatenkreis, Ad-hoc-Berichtsprozesse sind etabliert. Ferner können Krisenereignisse die Angemessenheit der Kapital- und Liquiditätsausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gefährden. Im Krisenfall sorgt die Task Force Risk Mitigation für die flexible Steuerung konzernweit abgestimmter Entscheidungen. Etablierte Notfallpläne gewährleisten eine schnelle und effiziente Umsetzung risikomitigierender Maßnahmen. Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.
Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung
Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle relevanten Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Forecast-Werte der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Kapitallimitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene wird verzichtet.
Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick
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- Risikostrategien und Policies
- Limit- und Leitplankensysteme
- Portfolioüberwachung und Reporting
- Aufbau- und Gremienstrukturen
| Gesamtbank |
|---|
| ↓ |
| Gesamtrisikostrategie nebst Teilrisikostrategien für wesentliche Risikoarten |
| Verankerung allgemeines Risikoverständnis und Schaffung einer einheitlichen Risikokultur |
| Definition risikoartenübergreifender Gesamtbanklimite zur Kapital- und Liquiditätssteuerung |
| Zusätzliche Definition von Leitplanken als Eckpunkte des angestrebten Zielportfolios |
| Group Risk & Capital Monitor nebst risikoartenspezifischen Gesamtbankformaten (inkl. |
Ratingklassifizierung
Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kunden (1,0 bis 5,8) und 5 Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ausfallwahrscheinlichkeit genau eine zeitstabile Ratingklasse zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und bei Bedarf rekalibriert, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Spannweiten der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind für alle Portfolios gleich. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet.
Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR indikativ gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich.
Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind unter anderem nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.
| Rating | Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint % | PD- und EL-Bereich % | S&P-Skala | Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR1 |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 | 0 | 0 | AAA | AAA I |
| 1,2 | 0,01 | 0 -0,02 | AAA | AAA I |
| 1,4 | 0,02 | 0,02 -0,03 | AA+ | AA I |
| 1,6 | 0,04 | 0,03 -0,05 | AA, AA- | AA II |
| 1,8 | 0,07 | 0,05 -0,08 | A+, A | A II |
| 2,0 | 0,11 | 0,08 -0,13 | A- | A II |
| 2,2 | 0,17 | 0,13 -0,21 | BBB+ | BBB III |
| 2,4 | 0,26 | 0,21 -0,31 | BBB | BBB III |
| 2,6 | 0,39 | 0,31 - 0,47 | BBB | BBB III |
| 2,8 | 0,57 | 0,47 - 0,68 | BBB- | BBB III |
| 3,0 | 0,81 | 0,68 -0,96 | BB+ | BB IV |
| 3,2 | 1,14 | 0,96 -1,34 | BB | BB IV |
| 3,4 | 1,56 | 1,34 -1,81 | BB | BB IV |
| 3,6 | 2,10 | 1,81 -2,40 | BB- | BB IV |
| 3,8 | 2,74 | 2,40 -3,10 | BB- | BB IV |
| 4,0 | 3,50 | 3,10 -3,90 | B+ | B V |
| 4,2 | 4,35 | 3,90 -4,86 | B | B V |
| 4,4 | 5,42 | 4,86 - 6,04 | B | B V |
| 4,6 | 6,74 | 6,04 - 7,52 | B | B V |
| 4,8 | 8,39 | 7,52 -9,35 | B- | B V |
| 5,0 | 10,43 | 9,35 -11,64 | B- | B V |
| 5,2 | 12,98 | 11,64 -14,48 | CCC+ | CCC VI |
| 5,4 | 16,15 | 14,48 -18,01 | CCC+ | VI |
| 5,6 | 20,09 | 18,01 -22,41 | CCC, CCC- | CC, C VI |
| 5,8 | 47,34 | 22,41 - 99,99 | CC, C | VI |
| 6,1 | 100 | Überziehung > 90 Tage | D | D |
| 6,2 | 100 | Drohende Zahlungsunfähigkeit | D | D |
| 6,3 | 100 | 100 | Sanierung mit Sanierungsbeiträgen | D |
| 6,4 | 100 | Kündigung ohne Insolvenz | D | D |
| 6,5 | 100 | Insolvenz | D | D |
1 CRR = Capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.
Risikominderung
Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten für die Positionen im Performing-Portfolio veränderten sich im Berichtszeitraum von 104,5 Mrd. auf 114,1 Mrd. Euro und im Default-Portfolio von 0,9 Mrd. Euro auf 1,0 Mrd. Euro. In der Commerzbank findet Kreditrisikominderung unter anderem in Form von Sicherheiten und Aufrechnungsverfahren (Netting) Anwendung. Bei den Sicherheiten handelt es sich insbesondere um Grundschulden, finanzielle Sicherheiten, Garantien, Ausfallbürgschaften, Kreditderivate, Lebensversicherungen, sonstige Registerpfandrechte und sonstige Sachsicherheiten.
Kreditrisikominderungseffekte aus der Hereinnahme anerkennungsfähiger Gewährleistungen (Garantien/Bürgschaften, vergleichbare Ansprüche gegenüber Dritten) berücksichtigt die Bank durch Verwendung der Risikoparameter (PD und LGD) des Gewährleistungsgebers beziehungsweise durch die Verwendung der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Risikogewichte. Zum Berichtszeitpunkt wurde für Geschäfte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 5,3 Mrd. Euro) aufgrund der vollständigen Besicherung keine Risikovorsorge gebildet.
Sofern regulatorisch angerechnet, unterliegen Garantiegeber im Rahmen der Bewertung ihrer Haftungserklärung einer Bonitätsprüfung und Ratingfeststellung gemäß ihrer Branchen- und Geschäftszugehörigkeit. Ziel der Bonitätsprüfung ist dabei neben der Bonität auch die Feststellung der maximalen Zahlungsfähigkeit des Garanten. Die Qualität der Besicherung wird gemäß regulatorischer Vorgaben streng überprüft und laufend überwacht. Dies umfasst insbesondere die Prüfung der rechtlichen Durchsetzbarkeit und die regelmäßige Bewertung der Sicherheiten. Beides erfolgt in Abhängigkeit von der Sicherheitenart in angemessenen Abständen, mindestens jährlich, ansonsten anlassbezogen. Positive Korrelationen zwischen der Bonität des Schuldners und dem Wert der Sicherheit oder Garantie werden im Kredit- und Sicherheitenbearbeitungsprozess festgestellt. Die Sicherheitenbearbeitung für Firmenkunden erfolgt außerhalb der Marktseite.
Die Bank nimmt für alle Kreditsicherheiten (Sach- und Personensicherheiten) Analysen in Bezug auf Sicherheitenkonzentrationen vor. Hierbei werden verschiedene Dimensionen wie beispielsweise Sicherheitenkategorien, Ratingklassen des Kreditnehmers oder regionale Zuordnungen der Sicherheiten überprüft. Der Gesamtvorstand wird regelmäßig in den oben beschriebenen Dimensionen über die Entwicklung des Sicherheitenbestands und mögliche Auffälligkeiten/Konzentrationen informiert.
Die Bewertung und Bearbeitung von Sicherheiten wird durch allgemeingültige Standards sowie sicherheitenartenspezifische Anweisungen (Richtlinien, Prozessbeschreibungen, EDV-Anweisungen) geregelt. Wo möglich, werden rechtlich geprüfte Standardverträge und Muster genutzt. Die zur Absicherung oder Risikominderung von Krediten aufgestellten Standards beinhalten unter anderem:
- Rechtliche und operationelle Standards für Dokumentation und Datenerfassung sowie Bewertungsstandards.
- Einheitlichkeit und Aktualität der Sicherheitenbewertung durch die Festlegung von Bewertungsprozessen, die Vorgabe einheitlicher Bewertungsmethoden, Parameter und definierter Sicherheitsabschläge, die klare Festlegung von Zuständigkeiten und Verantwortung für den Bearbeitungs- und Bewertungsprozess sowie die Vorgabe regelmäßiger Neubewertungsfrequenzen.
- Sonstige Standards zur Berücksichtigung bestimmter Risiken, zum Beispiel operationelle Risiken, Korrelations- und Konzentrationsrisiken, Marktpreisänderungsrisiken (zum Beispiel bei Währungsschwankungen), Länderrisiken, Rechts- und Rechtsänderungsrisiken sowie Risiken eines unzureichenden Versicherungsschutzes.
Commerzbank-Konzern
Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
Kreditrisikokennzahlen
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf die Segmente:
| Kreditrisikokennzahlen | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR | |||
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | |||
| Privat- und Unternehmerkunden | 178 | 425 | 24 | 2.207 | 165 | 420 | 25 | 2.476 | ||
| Firmenkunden | 184 | 473 | 26 | 4.607 | 187 | 467 | 25 | 5.458 | ||
| Asset & Capital Recovery | 8 | 46 | 57 | 643 | ||||||
| Sonstige und Konsolidierung | 1 | 83 | 120 | 14 | 3.003 | 1 | 72 | 35 | 5 | 1.790 |
| Konzern | 445 | 1.017 | 23 | 9.817 | 432 | 968 | 22 | 10.366 |
1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios des Treasury sowie seit dem 1. Juli 2019 die Restportfolios aus dem geschlossenen Segment ACR. Die Positionen zum 31. Dezember 2018 wurden nicht rückwirkend angepasst.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 84 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.# 31.12.2019
Ratingverteilung EaD | %
| 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 31 | 51 | 14 | 3 |
| Firmenkunden | 20 | 60 | 16 | 3 |
| Asset & Capital Recovery | ||||
| Sonstige und Konsolidierung | 51 | 46 | 3 | 1 |
| Konzern | 30 | 54 | 13 | 2 |
31.12.2018
Ratingverteilung EaD | %
| 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 32 | 51 | 14 | 3 |
| Firmenkunden | 20 | 59 | 16 | 3 |
| Asset & Capital Recovery | 27 | 56 | 8 | 9 |
| Sonstige und Konsolidierung | 45 | 53 | 1 | 0 |
| Konzern | 29 | 55 | 13 | 2 |
Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis von auf Länderebene definierter Transferrisikorahmen. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, werden gesondert im Credit Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
31.12.2019
Konzernportfolio nach Regionen
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 235 | 526 | 22 |
| Westeuropa | 90 | 191 | 21 |
| Mittel- und Osteuropa | 49 | 207 | 42 |
| Nordamerika | 34 | 32 | 9 |
| Asien | 27 | 32 | 12 |
| Sonstige | 10 | 29 | 29 |
| Konzern | 445 | 1.017 | 23 |
31.12.2018
Konzernportfolio nach Regionen
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 227 | 477 | 21 |
| Westeuropa | 84 | 162 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 41 | 197 | 48 |
| Nordamerika | 32 | 54 | 17 |
| Asien | 37 | 44 | 12 |
| Sonstige | 10 | 34 | 33 |
| Konzern | 432 | 968 | 22 |
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 6 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des vierten Quartals 2019 lag das Russland-Exposure bei 2,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 2,6 Mrd. Euro), das Türkei-Exposure bei 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,7 Mrd. Euro) sowie das Exposure in China bei 3,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 6,4 Mrd. Euro). Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des vierten Quartals 2019 bei 9,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 8,4 Mrd. Euro) und das Sovereign Exposure von Spanien bei 2,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro).
Risikoergebnis
Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf - 620 Mio. Euro. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 32 des Konzernabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste) werden Details zu den Stages erläutert; in Note 11 (Risikoergebnis) findet sich die Definition zum Risikoergebnis. Etwaige Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2020 wird das Risikoergebnis aus heutiger Sicht nicht unter 650 Mio. Euro liegen.
2019
Risikoergebnis | Mio. €
| Stage 1 | Stage 2² | Stage 3² | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | - 21 | - 9 | - 223 | - 253 |
| Firmenkunden | 20 | 38 | - 401 | - 342 |
| Asset & Capital Recovery | 0 | 2 | - 25 | - 24 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 6 | 57 | - 52 | 0 |
| Konzern | - 6 | 88 | - 701 | - 620 |
2018¹
Risikoergebnis | Mio. €
| Stage 1 | Stage 2² | Stage 3² | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 9 | - 63 | - 180 | - 233 |
| Firmenkunden | - 26 | - 46 | - 121 | - 194 |
| Asset & Capital Recovery | 9 | 0 | - 18 | - 8 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 5 | - 6 | 0 | - 11 |
| Konzern | - 13 | - 115 | - 318 | - 446 |
¹ Rückwirkend angepasst (siehe Konzernabschluss Note 4).
² Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio war gegenüber dem Vorjahr um 104 Mio. Euro rückläufig und lag zum 31. Dezember 2019 bei 3.735 Mio. Euro. Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). Die Kredite sind hierbei nahezu ausschließlich der Kategorie Amortised Cost zuzuordnen. Der weitaus überwiegende Anteil von 3,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 3,6 Mrd. Euro) entfällt dabei auf die Klasse Darlehen und Forderungen, 187 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 171 Mio. Euro) entfallen auf Off-balance-Geschäfte. Zum 31. Dezember 2019 sind keine ausgefallenen Wertpapiere zu berichten, die der Klasse Verbriefte Schuldinstrumente zuzuordnen wären (31. Dezember 2018: 67 Mio. Euro Kategorie Fair Value OCI). Die gezeigten Sicherheiten haften in vollem Umfang für Kredite der Kategorie Amortised Cost, dabei entfallen 940 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 876 Mio. Euro) auf Darlehen und Forderungen und 27 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 37 Mio. Euro) auf Offbalance-Geschäfte. Das Default-Portfolio für Kreditgeschäfte in der Kategorie Fair Value OCI beläuft sich auf 1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: -).
31.12.2019
Default-Portfolio Konzern | Mio. €
| Kredite | Wertpapiere | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Default-Portfolio | 3.735 | 0 | 3.735 |
| LLP¹ | 1.745 | 0 | 1.745 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)² | 47 | - | 47 |
| Sicherheiten | 968 | 0 | 968 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)² | 73 | - | 73 |
| NPE-Ratio (%)³ | 0,9 | 1,0 | 1 |
31.12.2018
Default-Portfolio Konzern | Mio. €
| Kredite | Wertpapiere | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Default-Portfolio | 3.769 | 71 | 3.839 |
| LLP¹ | 1.606 | 3 | 1.609 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)² | 43 | 4 | 42 |
| Sicherheiten | 913 | 0 | 913 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)² | 67 | 4 | 66 |
| NPE-Ratio (%)³ | 0,9 | 1,0 | 1 |
¹ Loan Loss Provision.
² Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.
³ NPE-Ratio: Notleidende Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard.
Als Kriterium für den Kreditausfall (Default) zieht die Commerzbank die Definition gemäß Artikel 178 CRR heran. Die EBA Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 werden dabei berücksichtigt. Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Default-Kriteriums in folgende 5 Klassen unterteilt:
― Ratingklasse 6,1: mehr als 90 Tage überfällig.
― Ratingklassen 6,2/6,3: Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay) beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden oder krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen.
― Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die 5 Ratingklassen:
31.12.2019
Ratingklassen Konzern
| 6,1 | 6,2/6,3 | 6,4/6,5 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | ||||
| Default-Portfolio | 522 | 1.312 | 1.901 | 3.735 |
| LLP | 252 | 476 | 1.016 | 1.745 |
| Sicherheiten | 214 | 353 | 401 | 968 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 89 | 63 | 75 | 73 |
31.12.2018
Ratingklassen Konzern
| 6,1 | 6,2/6,3 | 6,4/6,5 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | ||||
| Default-Portfolio | 454 | 1.280 | 2.106 | 3.839 |
| LLP | 169 | 395 | 1.045 | 1.609 |
| Sicherheiten | 173 | 314 | 426 | 913 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 75 | 55 | 70 | 66 |
Überziehungen im Weißbuch
Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due"-Trigger-Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2019. Die Veränderungen können auch auf kurzfristige Überziehungen zurückzuführen sein:
31.12.2019
EaD Mio. €
| >0 s 30 Tage | >30 s 60 Tage | >60 s 90 Tage | >90 Tage | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 1.040 | 169 | 51 | 2 | 1.262 |
| Firmenkunden | 3.946 | 182 | 0 | 0 | 4.128 |
| Asset & Capital Recovery | |||||
| Konzern¹ | 4.986 | 351 | 51 | 2 | 5.390 |
31.12.2018
EaD Mio. €
| >0 s 30 Tage | >30 s 60 Tage | >60 s 90 Tage | >90 Tage | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 787 | 107 | 57 | 1 | 952 |
| Firmenkunden | 1.948 | 50 | 40 | 0 | 2.039 |
| Asset & Capital Recovery | 10 | 0 | 0 | 0 | 10 |
| Konzern¹ | 2.746 | 157 | 97 | 1 | 3.000 |
¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.
Segment Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 87 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 23 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den vergangenen 12 Monaten resultierte überwiegend aus der Baufinanzierung. Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber dem Vorjahr um 1 Basispunkt auf 24 Basispunkte gesunken.
31.12.2019
Kreditrisikokennzahlen
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Private Kunden | 104 | 159 | 15 |
| Unternehmerkunden | 31 | 73 | 23 |
| comdirect bank | 3 | 7 | 23 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 43 |
| mBank | 39 | 183 | 47 |
| PUK | 178 | 425 | 24 |
31.12.2018
Kreditrisikokennzahlen
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Private Kunden | 99 | 177 | 18 |
| Unternehmerkunden | 29 | 67 | 23 |
| comdirect bank | 4 | 6 | 17 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 29 |
| mBank | 33 | 167 | 50 |
| PUK | 165 | 420 | 25 |
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das Risikoergebnis im Geschäftsjahr 2019 auf - 253 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2018: - 233 Mio. Euro) und bewegte sich somit weiterhin auf einem niedrigen Niveau.Das Default-Portfolio des Segments lag zum 31. Dezember 2019 bei 1.795 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.751 Mio. Euro).
| Default-Portfolio | Segment | PUK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | ||||
| Default-Portfolio | 1.795 | 0 | 1.795 | 1.751 | 0 | 1.751 | |||
| LLP | 895 | 0 | 895 | 850 | 0 | 850 | |||
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 50 | - | 50 | 49 | - | 49 | |||
| Sicherheiten | 575 | 0 | 575 | 531 | 0 | 531 | |||
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 82 | - | 82 | 79 | - | 79 |
Segment Firmenkunden
Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | |
| Mittelstand | 79 | 257 | 33 | 74 | 198 | 27 |
| International Corporates | 68 | 112 | 16 | 68 | 149 | 22 |
| Financial Institutions | 20 | 54 | 27 | 23 | 69 | 30 |
| Sonstige | 17 | 49 | 29 | 22 | 50 | 23 |
| FK | 184 | 473 | 26 | 187 | 467 | 25 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 187 Mrd. Euro auf 184 Mrd. Euro gesunken. Die Risikodichte stieg von 25 Basisipunkten auf 26 Basispunkte. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 116 f.
Geprägt von größeren Einzelfällen im internationalen Firmenkreditgeschäft lag das Risikoergebnis im Segment Firmenkunden im Geschäftsjahr 2019 mit - 342 Mio. Euro wie erwartet über dem niedrigen Wert des Vorjahres (Geschäftsjahr 2018: - 194 Mio. Euro), in dem das Segment von größeren Auflösungen profitieren konnte.
Das Default-Portfolio des Segments lag zum 31. Dezember 2019 bei 1.707 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.736 Mio. Euro).
| Default-Portfolio | Segment | FK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | ||||
| Default-Portfolio | 1.707 | 0 | 1.707 | 1.669 | 67 | 1.736 | |||
| LLP | 755 | 0 | 755 | 636 | 3 | 639 | |||
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 44 | - | 44 | 38 | 4 | 37 | |||
| Sicherheiten | 306 | 0 | 306 | 251 | 0 | 251 | |||
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 62 | - | 62 | 53 | 4 | 51 |
Weitere Portfolioanalysen
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Corporates-Portfolio nach Branchen
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | |
| Energieversorgung/Umwelt | 21 | 82 | 40 | 18 | 62 | 34 |
| Technologie/Elektronik | 15 | 31 | 21 | 13 | 31 | 24 |
| Konsum | 15 | 49 | 34 | 14 | 54 | 37 |
| Großhandel | 14 | 47 | 35 | 13 | 48 | 37 |
| Transport/Tourismus | 12 | 37 | 31 | 11 | 30 | 26 |
| Grundstoffe/Metall | 11 | 46 | 41 | 11 | 42 | 40 |
| Dienstleistungen/Medien | 10 | 28 | 27 | 10 | 30 | 29 |
| Automobil | 10 | 38 | 39 | 10 | 27 | 28 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 46 | 49 | 9 | 41 | 43 |
| Maschinenbau | 9 | 26 | 29 | 9 | 24 | 28 |
| Bau | 6 | 16 | 28 | 6 | 16 | 28 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 9 | 20 | 4 | 10 | 24 |
| Sonstige | 7 | 14 | 21 | 5 | 7 | 13 |
| Gesamt | 142 | 470 | 33 | 133 | 421 | 32 |
Financial-Institutions-Portfolio
Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.
Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege", Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | |
| Deutschland | 6 | 4 | 7 | 5 | 6 | 12 |
| Westeuropa | 15 | 11 | 8 | 15 | 12 | 8 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 15 | 55 | 3 | 17 | 56 |
| Nordamerika | 2 | 0 | 2 | 2 | 1 | 4 |
| Asien | 9 | 19 | 22 | 12 | 24 | 21 |
| Sonstige | 5 | 19 | 38 | 6 | 23 | 40 |
| Gesamt | 40 | 70 | 18 | 43 | 83 | 19 |
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien.
Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung.
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2018 | |
| Deutschland | 18 | 38 | 21 | 18 | 25 | 14 |
| Westeuropa | 12 | 23 | 20 | 12 | 23 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 2 | 19 | 100 | 1 | 8 | 65 |
| Nordamerika | 9 | 12 | 13 | 9 | 24 | 28 |
| Asien | 2 | 2 | 13 | 2 | 2 | 13 |
| Sonstige | 1 | 2 | 23 | 1 | 2 | 31 |
| Gesamt | 43 | 96 | 22 | 42 | 84 | 20 |
Originatorenpositionen
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 5,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 5,9 Mrd. Euro) vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurde die Transaktion CoCo Finance III-3 mit einem Volumen vom 1,5 Mrd. Euro platziert, der hauptsächlich Forderungen an europäische Unternehmen und KMU zugrunde liegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 5,5 Mrd. Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 5,3 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
| Volumen Commerzbank¹ Verbriefungspool | Mrd. € | Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Corporates | 2025-2036 | 4,8 | < 0,1 | 0,2 | 5,4 | |
| Gesamt | 31.12.2019 | 4,8 | < 0,1 | 0,2 | 5,4 | |
| Gesamt | 31.12.2018 | 5,3 | < 0,1 | 0,1 | 5,9 |
¹ Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden bereit. Hierbei fungiert die Commerzbank im Wesentlichen als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen über das von der Commerzbank gesponserte Multiseller-Conduit Silver Tower. Im Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen der Sitzverlegung des Conduits Silver Tower nach Luxemburg erfolgt seit 2019 eine Finanzierung der Geschäfte durch direkten Ankauf von Namensschuldverschreibungen auf die Bilanz der Bank.
Das Volumen sowie die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind im Jahr 2019 von 3,9 Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro gesunken. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im Jahresverlauf 2019 auf 4,2 Mrd. Euro (Dezember 2018: 4,0 Mrd. Euro), die Risikowerte¹ sind auf 4,2 Mrd. Euro (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro) gestiegen.
Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 4,9 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro). Generell wurde in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Zum Jahresende 2019 befinden sich ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 0,7 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,3 Mrd. Euro (Dezember 2018: 0,4 Mrd. Euro).# Forbearance-Portfolio
Die Definition der EBA von Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Die Forbearance-Definition gilt unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:
| | 31.12.2019 | | | 31.12.2018 | | |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Forbearance-Portfolio nach Segmenten | Forborne Exposure Mio. € | LLP Mio. € | LLP Coverage Ratio % | Forborne Exposure Mio. € | LLP Mio. € | LLP Coverage Ratio % |
| Privat- und Unternehmerkunden | 1.007 | 198 | 20 | 1.062 | 178 | 17 |
| Firmenkunden | 1.556 | 178 | 11 | 1.507 | 177 | 12 |
| Sonstige und Konsolidierung | 176 | 78 | 45 | 902 | 296 | 33 |
| Konzern | 2.739 | 454 | 17 | 3.471 | 651 | 19 |
Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.
Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:
| | 31.12.2019 | | | 31.12.2018 | | |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Forbearance-Portfolio nach Regionen | Forborne Exposure Mio. € | LLP Mio. € | LLP Coverage Ratio % | Forborne Exposure Mio. € | LLP Mio. € | LLP Coverage Ratio % |
| Deutschland | 1.587 | 189 | 12 | 1.927 | 381 | 20 |
| Westeuropa | 218 | 6 | 3 | 720 | 73 | 10 |
| Mittel- und Osteuropa | 873 | 257 | 29 | 744 | 183 | 25 |
| Nordamerika | 6 | 0 | 2 | 12 | 3 | 23 |
| Asien | 6 | 2 | 26 | 5 | 1 | 22 |
| Sonstige | 48 | 1 | 1 | 62 | 9 | 15 |
| Konzern | 2.739 | 454 | 17 | 3.471 | 651 | 19 |
Zusätzlich zur LLP in Höhe von 454 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 651 Mio. Euro) werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 816 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.095 Mio. Euro) abgedeckt.
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Regel in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.
Strategie und Organisation
Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung auf.
Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken in der gesamten Commerzbank-Gruppe verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen.
Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition der Commerzbank-Gruppe. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen.
Das Segment Market Risk Committee hat seinen Fokus auf dem Segment Firmenkunden und dem Bereich Group Treasury.
Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos.
In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunterliegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung.
Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet.
Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.
Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt.
Sollte es in Einzelfällen zu Limitüberschreitungen kommen, werden diese in einem separaten Eskalationsprozess behandelt. Nach Identifikation der Limitüberschreitung werden von FrontOffice und Risikoeinheiten adäquate Gegenmaßnahmen erarbeitet. Sollte die Limitüberschreitung nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums behoben werden können, wird sie von der Marktrisikofunktion unter Einbindung der nächsten Hierarchieebene eskaliert.
Regulatorische Risikomaße, die in der ökonomischen Risikotragfähigkeit nicht enthalten sind, werden separat limitiert und gesteuert. Darunter fallen beispielweise Stressed VaR und Incremental Risk Charge. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis.
Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. Für das Gesamtbuch stieg der VaR im Jahr 2019 um 54 Mio. Euro auf 89 Mio. Euro. Der Anstieg des VaR resultiert aus der stark gestiegenen Volatilität auf den Zinsmärkten in Verbindung mit einer ausgeweiteten Zinsposition der Treasury im Anlagebuch, die zu Extremszenarios in der VaR-Berechnung geführt hat.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| **VaR-Beitrag | Mio. €** | |
| Gesamtbuch | 89 | 34 |
| davon Handelsbuch | 6 | 10 |
Handelsbuch
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR ging im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 von 10 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro zurück. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich auf historischen Tiefstständen.# Ursache hierfür ist hauptsächlich der im Jahr 2019 bereits zum Teil vollzogene Verkauf des Aktiengeschäfts sowie eine Risikoreduzierung im Investmentbanking durch Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden und des Treasury.
| VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € | |
|---|---|---|
| 2019 | 2018 | |
| Minimum | 4 | 6 |
| Mittelwert | 7 | 9 |
| Maximum | 11 | 12 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 6 | 10 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Credit Spreads | 1 | 1 |
| Zinsen | 1 | 2 |
| Aktien | 1 | 3 |
| Währung | 2 | 2 |
| Rohwaren | 1 | 1 |
| Gesamt | 6 | 10 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR fiel von 35 Mio. Euro per Ende 2018 auf 26 Mio. Euro per Jahresende 2019. Ursache hierfür ist hauptsächlich der im Jahr 2019 bereits zum Teil vollzogene Verkauf des Aktiengeschäfts sowie eine Risikoreduzierung im Investmentbanking durch Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden und des Treasury. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
| Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Credit Spreads | 5 | 5 |
| Zinsen | 5 | 12 |
| Aktien | 5 | 10 |
| Währung | 5 | 4 |
| Rohwaren | 5 | 4 |
| Gesamt | 26 | 35 |
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge im Commerzbank-Konzern ging 2019 um 5 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro zurück. Dies resultierte hauptsächlich aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.
Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean PSL" und "Dirty PSL" Backtesting unterschieden. Beim Clean PSL Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultierten also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty PSL Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean PSL berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2019 haben wir keinen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean PSL und Dirty PSL) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende 2019 bei 49 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 41 Mio. Euro). Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Im Szenario - 200 Basispunkte wird ein Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative Abschnitte der Zinskurve werden unverändert belassen). Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2019 ein potenzieller Verlust von 2.635 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.651 Mio. Euro potenzieller Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 614 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 230 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 9,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 6,3 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete EuroInflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der Risikodeckungsmasse.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Strategie und Organisation
Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk.# Risikosteuerung
Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Hierbei wird das ALCO von verschiedenen Subkomitees unterstützt.
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns".
Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Liquiditätsrisikomodell
Zentraler Bestandteil der Liquiditätsrisikosteuerung ist die tägliche Berechnung der Liquiditätsablaufbilanz. Gegenstand der Liquiditätsablaufbilanz ist die stichtagsbezogene portfolioübergreifende Darstellung von zukünftig erwarteten deterministischen oder stochastischen Mittelzu- und -abflüssen, auf deren Grundlage der Liquiditätsbedarf oder Liquiditätsüberschuss je Laufzeitband ermittelt wird. Dies beinhaltet auch die Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen.
Die Liquiditätsablaufbilanz wird auch genutzt, um die Emissionsstrategie der Commerzbank-Gruppe abzuleiten, die durch den Bereich Group Treasury operationalisiert wird. Der Bereich Group Finance ist für die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz verantwortlich, die dann in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Segmente mit einfließen. Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für die Liquiditätsablaufbilanz bestehen Limite in allen Laufzeitbereichen. Die Konzernlimite sind auf einzelne Konzerneinheiten und Währungen heruntergebrochen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher adverser, reverser und historischer Stressszenarios vervollständigt.
Quantifizierung und Stresstesting
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.
Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet das differenzierte Darstellen deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie das Einbeziehen von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten zum Jahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verblieb für das kombinierte Stressszenario zum Jahresultimo 2019 eine Nettoliquidität von 11,7 Mrd. Euro beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro (Jahresultimo 2018: 11,0 Mrd. Euro beziehungsweise 11,7 Mrd. Euro).
| Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Idiosynkratisches Szenario | 1 Monat | 18,4 | 16,6 |
| 3 Monate | 20,1 | 19,2 | |
| Marktweites Szenario | 1 Monat | 20,7 | 21,6 |
| 3 Monate | 20,2 | 22,7 | |
| Kombiniertes Szenario | 1 Monat | 11,7 | 11,0 |
| 3 Monate | 11,2 | 11,7 |
Liquiditätsreserven
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Jahresultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 72,4 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2018: 77,3 Mrd. Euro). Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 6,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 10,0 Mrd. Euro).
| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 72,4 | 77,3 | |
| davon Level 1 | 59,6 | 61,9 | |
| davon Level 2A | 11,5 | 14,1 | |
| davon Level 2B | 1,3 | 1,3 |
Liquiditätskennzahlen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den Ma-Risk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period". Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen.# Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Jahresultimo 2019 lag der Durchschnitt der LCR der jeweils letzten 12 Monatsendwerte bei 132,72 % (zum Jahresultimo 2018: 135,66 %). Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 65 (Liquidity Coverage Ratio) des Konzernabschlusses.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (Capital Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken, während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht in dieser Definition enthalten sind. Das Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen jedoch in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.
Strategie und Organisation
In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Weiterentwicklung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken. Dementsprechend wurde im Zuge der Campus 2.0 Neuausrichtung die Governance des IKS angepasst, um die neue Struktur zu reflektieren. Des Weiteren fand eine Flexibilisierung statt, um auch künftig eine effiziente Durchführung des Regelkreises zu ermöglichen. Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vier Mal jährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Management Boards beziehungsweise die Segment-Gremien mit Zuständigkeit für operationelle Risiken befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen. Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank. Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinandergeschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zur Erreichung der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.
Risikosteuerung
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern. Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des vierten Quartals 2019 auf dieser Basis 18,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 21,4 Mrd. Euro, 99,90 %-Quantil); hierbei profitierte die Commerzbank neben der aktualisierten Verlusthistorie von einer durch die Aufsicht genehmigten Modellanpassung bei der Berechnung der Risikoaktiva für operationelle Risiken. Der Rückgang spiegelt auch die Fortschritte in der Strategieumsetzung, hin zu einem noch effizienteren Geschäftsmodell, mit klarem Fokus auf die Kernsegmente PUK und FK sowie der Risikoreduzierung im Investmentbanking, und die einhergehende Verbesserung des operationellen Risikoprofils wider. Das ökonomisch erforderliche Kapital 1,5 Mrd. Euro (seit Q1.2019: 99,90 %-Quantil; 31. Dezember 2018: 1,8 Mrd. Euro, 99,91 %-Quantil).
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital | |
| Mrd. € | ||
| PUK | 5,2 | 0,4 |
| Firmenkunden | 8,3 | 0,7 |
| Asset & Capital Recovery | 1,3 | 0,1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 5,3 | 0,4 |
| Konzern | 18,7 | 1,5 |
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des vierten Quartals 2019 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 127 Mio. Euro (Gesamtjahr 2018: 30 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt. Hierbei ist unter anderem die Rückstellung der mBank für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit CHF-Kreditverträgen zu nennen, welche einen wesentlichen Treiber für den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
| OpRisk-Ereignisse¹ | I Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Interner Betrug | 6 | 4 | |
| Externer Betrug | 12 | 7 | |
| Sachschäden und Systemausfälle | 2 | 5 | |
| Produkte und Geschäftspraktiken | 103 | - | |
| Prozessbezug | 6 | 30 | |
| Arbeitsverhältnis | - | 1 | |
| Konzern | 127 | 30 |
¹ Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder des OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden quartalsbezogen erstellt. Sie beinhalten eine Darstellung der Entwicklung der OpRisk-Verluste, der wesentlichen Verlustereignisse der Segmente, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen. Zudem sind operationelle Risiken Teil der regelmäßigen Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Der Umsetzungsplan des Basel Committees sieht die Einführung des Standardised Approach zur Berechnung des regulatorischen OpRisk-Kapitalbedarfs ab dem 1. Januar 2022 vor. Dieser basiert auf der Multiplikation zweier Komponenten. Die erste Komponente beruht auf dem Geschäftsindikator, der sich additiv aus einer Zins-, einer Dienstleistungs- und einer Finanzkomponente zusammensetzt, und einem Koeffizienten, der durch die Größe des Geschäftsindikators bestimmt wird. Die zweite Komponente, der risikosensitive interne Verlustmultiplikator, berücksichtigt die internen operationellen Verluste der Bank.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko und ab 1. Januar 2020 auch das Cyber-Risiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.
Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat.# Risks and Risk Management
Operational Risks
Legal Risks
Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passivprozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktivprozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktivprozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet. Organisation Group Legal obliegt in der Commerzbank funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.
Risk Management
Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Prozessrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren. Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt. Quartalsweise informiert Group Legal im Litigation Report über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.
Current Developments
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.
Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, begannen vor etlichen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt. Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Die Vorgänge sind bis auf eine Ausnahme nicht mehr aktiv; in diesem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen wurde. Für die steuerlichen Risiken ist entsprechende Vorsorge gebildet. Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden. Die Commerzbank hat keine Kenntnisse über etwaige Untersuchungsergebnisse. Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Commerzbank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden.
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche statt. Ferner wurden im Rahmen der Veranlagungen der Jahre 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer entsprechend gekürzt. Die Commerzbank AG hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation angemessen zu reflektieren. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1.731 Kläger angeschlossen. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank. Neben der Sammelklage sind zum 31. Dezember 2019 2.902 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen. Auch nach der Entscheidung des EuGH im Oktober 2019 ist die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der seitdem ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus.# Abweichend von der bisherigen Methodik und in Folge des beobachteten Anstiegs der Gesamtzahl der Einzelgerichtsverfahren sowie der Änderung der von den Gerichten in solchen Rechtsfällen gefällten Urteile hat der Konzern/die Tochtergesellschaft zum vierten Quartal 2019 entschieden, neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung zu berücksichtigen.
Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bezüglich bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHF-Indexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode. Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 31. Dezember 2019 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,2 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,3 Mrd. polnische Zloty. Im Berichtsjahr wurde die Rückstellung insgesamt um 79 Mio. Euro erhöht, die Rückstellung zum 31. Dezember 2019 für Einzelklagen beläuft sich damit auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.
Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 58 zu den Rückstellungen und der Note 60 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Konzernabschlusses entnommen werden.
Compliance-Risiken
Compliance-Risiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Die Commerzbank versteht und erkennt die Existenz von inhärenten Compliance-Risiken in ihren globalen Geschäften, die insgesamt und speziell von der Finanzkriminalität missbraucht werden können. Das Compliance Risiko umfasst insbesondere die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption und Bekämpfung der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.
Der Vorstand der Commerzbank fördert aktiv die Compliance-Kultur und hat entsprechende Werte in Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) festgeschrieben und kommuniziert.
Organisation
Group Compliance wird durch den Bereichsvorstand Group Compliance gesteuert; er berichtet direkt an den Vorstand. Der Bereichsvorstand Group Compliance ist gemäß der § 87 (5) WpHG, MaComp (Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion) Abschnitt BT 1.1 sowohl der "Compliance-Beauftragte" als auch gemäß § 25h (7) des KWG (Kreditwesengesetz), §§ 7 und 9 GwG (Geldwäschegesetz) der "Geldwäschebeauftragte" des Konzerns und wird als solcher von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt.
Group Compliance ist verantwortlich für:
A. die vier Compliance-Risikotypen:
(1) Anti-Geldwäsche/Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung,
(2) Sanktionen und Embargos,
(3) Betrug, Anti-Bestechung und Korruption,
(4) Markets Compliance
B. weitere Aufgaben:
― Verantwortlich für die Koordination der Anforderungen aus MaRisk Abschnitt AT 4.4.2 ("MaRisk Compliance-Funktion"),
― Festlegung und Überwachung der methodischen Standards des QI/FATCA/CRS Compliance-Programms (Qualified Intermediary (QI) regime, Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) und Common Reporting Standard (CRS)),
― Einhaltung der Anti-Tax Evasion Facilitation (TEF) Verpflichtungen der Bank gemäß dem "UK Corporate Criminal Offences (UK CCO) of failure to prevent the facilitation of tax evasion" (gemeinsam mit Group Tax) und
― Unabhängige Durchführung interner Sonderuntersuchungen mit Compliance-Relevanz.
Risikosteuerung
Zur Verhinderung von Compliance-Risiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben wird als Compliance-Management-System bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an internationalen Marktstandards sowie den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Management-System kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Gemäß dem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Compliance-Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliance-Funktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Die Einheiten der ersten Verteidigungslinie (1 st Line of Defence, LoD) übernehmen die Hauptverantwortung für die Identifikation und das Management von Risiken sowie für die Einhaltung von Regelungen des eigenen Geschäftsbetriebs und verantworten die Einrichtung prozessorientierter Kontrollmechanismen. Group Compliance als zweite Verteidigungslinie (2 nd LoD) überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit der Verfahren und Kontrollen der ersten Verteidigungslinie und bewertet sowie kommuniziert festgestellte Mängel. Die Interne Revision als dritte Verteidigungslinie (3 rd LoD) überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit der Compliance sowohl in der 1 st LoD als auch der 2 nd LoD auf Basis regelmäßiger und unabhängiger Prüfungen.
Die Steuerung der Compliance-Risiken folgt einem strukturierten Regelkreis, dessen Elemente in Wechselwirkung stehen. Die Commerzbank überwacht kontinuierlich relevante regulatorische Anforderungen sowie die Definition beziehungsweise Anpassung korrespondierender interner Standards, die eine Einhaltung der Anforderungen gewährleisten sollen. Sofern infolge geänderter Anforderungen und Standards erforderlich, werden interne Schulungsmaßnahmen definiert beziehungsweise angepasst und die Einheiten der Bank bezüglich einer effektiven Implementierung beraten. Die Implementierung umfasst die Erstellung sowie Durchführung geeigneter tagesgeschäftlicher Prozesse und Kontrollen, deren Qualitätssicherung und Funktionsprüfung. Ein Monitoring der Compliance-Risiken erfolgt anhand von Kennzahlen und ist Gegenstand regelmäßiger interner Berichterstattung. Eskalationen erfolgen, sofern erforderlich, in Abhängigkeit von deren Dringlichkeit und Schweregrad.
Eine systematische Risikoanalyse (Compliance Risk Assessment) fungiert als Kernelement der Risikosteuerung. Sie bewertet das inhärente Risiko, das sich aus den Geschäftsaktivitäten mit unterschiedlichen Kundengruppen und Produkten ergibt, und stellt diesem eine Bewertung des korrespondierenden Kontrollumfeldes gegenüber. Als Summe hieraus wird ein Residualrisiko ermittelt und hinsichtlich des Risikogehalts eingewertet. Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Risikosteuerung (beispielsweise die Einführung zusätzlicher Kontrollen) werden im Bedarfsfall definiert und deren Umsetzung nachverfolgt.
Aktuelle Entwicklungen
Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden das Deferred Prosecution Agreement mit dem District Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement mit dem US-Justizministerium im März 2018 beziehungsweise im Mai 2018 nach Konsultation mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie am 15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Der US-Monitor hat seine Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des Engagement Letters zwischen der Bank und dem Monitor endete das Monitorship am 24. Juni 2019. Die offizielle Bestätigung des DFS, dass die Commerzbank nach dem Monitorship-Verfahren wieder in der regulären Bankenaufsicht beaufsichtigt wird, steht noch aus.# Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert.
Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein umfassendes Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet. Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt und das in der Commerzbank London durchgeführte Abarbeitungsprojekt abgeschlossen. Die ausstehenden Themen wurden zur weiteren Abarbeitung in Kleinprojekte und in die Linienfunktion übergeben.
Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. Am 8. November 2018 hat sich die Commerzbank mit der CFTC im Rahmen einer "Consent Order" auf die Beilegung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Verletzung von US-Swap-Dealer-Vorschriften aus dem U.S. Commodity Exchange Act und aus Verordnungen der CFTC geeinigt. In Übereinstimmung mit dieser Einigung hat die Commerzbank einen von der CFTC genehmigten externen Berater (sogenannter "Compliance Consultant") für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem, wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Der Compliance Consultant hat seine Arbeit im April 2019 aufgenommen und wird seinen ersten Bericht voraussichtlich bis Mai 2020 vorlegen.
Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hongkong einen externen Berater mit einer Überprüfung der Umsetzung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen (Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen zur Verfügung gestellt; die Abarbeitung der einzeln adressierten Feststellungen ist abgeschlossen. Das Branch-Projekt zur Implementierung eines regulatorischen Inventars als Übersicht bestehender beziehungsweise relevanter lokaler regulatorischer Anforderungen dauert noch an.
Reputationsrisiken
Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlusts der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird vor allem durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten (ökologische, ethische oder soziale Risiken) im Kundengeschäft der Marktsegmente bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.
Strategie und Organisation
Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als bedeutenden Teil ihres Unternehmenswertes zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus der Abteilung Reputationsrisiko-Management im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Die Abteilung steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank. Dem Reputationsrisiko-Management kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).
Risikosteuerung
Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kundengeschäft der Marktsegmente mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und damit mögliche Kommunikationsrisiken zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünf-poligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Diese Bewertung kann Auflagen oder auch eine negative Beurteilung enthalten, die gegebenenfalls zu einer Ablehnung führt. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank bei Bedarf darüber unterrichtet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen sowohl in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken als auch in den Quartalsreport über erhebliche und hohe Reputationsrisiken (Nachhaltigkeitsrisiken) ein, die jeweils an den Gesamtvorstand sowie den Risikoausschuss des Aufsichtsrats adressiert sind.
IT-Risiken
IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken verstehen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:
- Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
- Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Art und Weise sowie frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
- Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
- Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.
Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt.
IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden relevante IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarios bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Szenarios "Cyber-Crime" und "Advanced Persistent Threat (APT)¹"), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten. Siehe dazu auch die Ausführungen zu Cyber-Risiken. Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte. Der Bedeutung des Faktors Mensch für die IT-Sicherheit und CyberSicherheit haben wir durch Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Rechnung getragen.
Cyber-Risiken
Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb der Cyber-Raums. In Abgrenzung zu den Informationssicherheitsrisiken, deren Aktionsfeld sich auf die Bank und Drittunternehmen mit Geschäftsbezug beschränkt, erweitern Cyber-Risiken das Aktionsfeld auf Fremde, um dem Anspruch nach Vertrauensschutz bei der Nutzung des Cyber-Raums vollständig Rechnung zu tragen. Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie.# Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen Risiko-Reporting über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS) ein Cyber Security Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein. Die Steuerung der Cyber-Risiken erfolgt durch Group Organisation & Security und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO). Zum 1. Januar 2020 hat die Commerzbank den neuen Konzernbereich "Group Cyber Risk & Information Security" zur Steuerung der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken gegründet. Cyber-Risiken wirken sich in der Regel auf die anderen wesentlichen Risikoarten der Bank aus ebenso wie auch die Operationellen Risiken. Dabei ist zwischen direkten und indirekten Auswirkungen zu unterscheiden. Sämtliche Auswirkungen werden in der Cyber-Teilrisikostrategie dokumentiert und fortlaufend aktualisiert.
Personalrisiken
Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:
Anpassungsrisiko
Ein Anpassungsrisiko entsteht, wenn sich aufbau- und ablauforganisatorische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Umstrukturierungen, Veränderungen der Führungskultur, Qualifizierungsbedarfe) verändern, sich diese auf die Wirkungsbereiche der Mitarbeiter auswirken und damit eine erhöhte Veränderungsbereitschaft der Belegschaft erfordern. Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter den aktuellen Anforderungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
Motivationsrisiko
Motivationsrisiken entstehen daraus, dass demotivierende Faktoren nicht abgestellt und motivierende Faktoren in nicht ausreichendem Maße bei der Belegschaft wahrgenommen werden (zum Beispiel Führung, Vergütung). Die Auswirkungen (zum Beispiel zurückgehaltene Leistung der Mitarbeiter) können sich direkt auf die Arbeitsatmosphäre und Produktivität der Organisation auswirken. Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
1 Ein Advanced Persistent Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines APT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (Internetspionage) oder anderweitig Schaden anzurichten.
Austrittsrisiko
Austrittsrisiken berücksichtigen die Folgen ungewollter Austritte von Mitarbeitern (zum Beispiel Arbeitnehmerkündigungen), insbesondere bei Leistungsträgern. Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Engpassrisiko
Im Engpassrisiko werden die Folgen einer nicht ausreichenden Personalausstattung (zum Beispiel fehlende Nachwuchsplanung) sowie daraus folgender Konsequenzen (operative Engpässe, erhöhte Arbeitslast, geringere Produktivität, Krankheit) berücksichtigt. Die angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.
Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Mit dem durch Group Human Resources gesteuerten systematischen Personalrisikomanagement verfolgen wir das Ziel, Risiken zu identifizieren, zu beurteilen und unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente zu steuern. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Die Einführung erfolgt seit 2015 sukzessive in den strategisch relevanten Geschäftsbereichen der Bank. Insgesamt ist die Personalrisikosituation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0" verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet.
Geschäftsstrategische Risiken
Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel resultierend aus Veränderungen von Marktumfeld, Wettbewerbsumfeld, Kapitalmarktanforderungen, Regulatorik/Politik oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie (primäre Risikotreiber). Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 300 Mio. Euro) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.
Modellrisiko
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/ -implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt. Aktuell gibt es eine Reihe von regulatorischen Initiativen mit starken Auswirkungen auf das Management der Modellrisiken:
- Ziel des als "Basel 4" bezeichneten Regulierungswerks ist insbesondere die Einschränkung der Vorteilhaftigkeit bei Verwendung interner Modelle. Die neuen Regeln beziehen sich auf alle Risikoarten (Kredit-, Markt-, Kontrahenten- und operationelle Risiken) und schränken auch die Zulässigkeit bestimmter Modelle für die Ermittlung der risikogewichteten Aktiva ein.
- Mehrere Regularien (Guidelines/RTS) der EBA wirken sich auf nahezu alle Aspekte des IRB-Ansatzes aus und haben zum Ziel, mögliche ungerechtfertigte RWA-Variabilität aus der Verwendung interner Modelle zu verringern und die Güte der verwendeten Modelle zu erhöhen. Für Kreditrisiken wird ebenfalls eine neue Ausfalldefinition vorgeschrieben.
- Auch das EZB-Projekt Targeted Review of Internal Models (TRIM) zielt ab auf eine Harmonisierung der RWA-relevanten Modelle für Kredit,- Markt- und Kontrahentenrisiken im SSM-Zuständigkeitsbereich. Insbesondere sollen die Auslegungsspielräume, welche die Regulatorik grundsätzlich erlaubt oder die aus der unterschiedlichen nationalen Auslegungen resultierten, künftig deutlich eingeschränkt werden. Dabei berücksichtigt die EZB insbesondere die oben erwähnten neuen regulatorischen Anforderungen. Im Rahmen von TRIM wurden die Modelle für Kredit,- Markt- und Kontrahentenrisiken einer Reihe von Vorortprüfungen unterzogen. Abweichungen von regulatorischen Vorgaben oder deren Auslegung führen zu Feststellungen, die abhängig von Schwere und Materialität auch zu Kapitalaufschlägen führen können. Für das Kreditrisiko wird die Umsetzung der TRIM-Anforderungen in der Commerzbank im Rahmen der Initiative "Future of the IRB" abgedeckt.
- Die ICAAP- und ILAAP-Leitfäden der EZB beinhalten ebenfalls Anforderungen an das Management der Modellrisiken.
Disclaimer
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.# Konzernabschluss ― Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2019 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
Abschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. Dezember 2019
Gesamtergebnisrechnung
| Mio. € | Notes | 1.1.-31.12.2019 | 1.1.-31.12.20181 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | (9) | 7.560 | 7.318 | 3,3 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | (9) | 1.216 | 1.351 | - 10,0 |
| Zinserträge | (9) | 8.776 | 8.670 | 1,2 |
| Zinsaufwendungen | (9) | 3.702 | 3.922 | - 5,6 |
| Zinsüberschuss | (9) | 5.074 | 4.748 | 6,9 |
| Dividendenerträge | (10) | 35 | 36 | - 1,3 |
| Risikoergebnis | (11) | - 620 | - 446 | 38,9 |
| Provisionserträge | (12) | 3.706 | 3.751 | - 1,2 |
| Provisionsaufwendungen | (12) | 650 | 662 | - 1,7 |
| Provisionsüberschuss | (12) | 3.056 | 3.089 | - 1,1 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | (13) | 244 | 366 | - 33,4 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (14) | 105 | 48 | . |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 32 | 40 | - 20,7 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 5 | - 14 | - 65,5 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | (15) | 27 | 26 | 4,0 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | (16) | 10 | 12 | - 12,9 |
| Sonstiges Ergebnis | (17) | 93 | 245 | - 62,2 |
| Verwaltungsaufwendungen | (18) | 6.313 | 6.459 | - 2,3 |
| Pflichtbeiträge | (19) | 453 | 423 | 7,1 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | (20) | 28 | - | . |
| Restrukturierungsaufwendungen | (21) | 101 | - | . |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.129 | 1.242 | - 9,1 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (22) | 367 | 268 | 37,1 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 762 | 975 | - 21,8 | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - 18 | - 10 | 78,4 | |
| Konzernergebnis | 744 | 964 | - 22,9 | |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 100 | 102 | - 2,1 | |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 2 | 644 | 862 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4).
2 Postenbezeichnung angepasst.
| € | 1.1.- 31.12.2019 | 1.1.- 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (24) | 0,51 | 0,69 | - 25,3 |
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
| Mio. € | 1.1.- 31.12.2019 | 1.1.-31.12.20181 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 744 | 964 | - 22,9 |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -180 | -287 | -37,1 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | - 0 | 1 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 8 | -4 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -75 | 96 | . |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | - 248 | -194 | 27,8 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - 33 | -6 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 48 | -87 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 4 | 19 | - 80,6 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 9 | 28 | - 67,7 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - 2 | -6 | - 66,6 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 108 | -96 | . |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | - | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 4 | 0 | . |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 130 | -148 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | - 118 | -342 | - 65,4 |
| Gesamtergebnis | 625 | 622 | 0,5 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis | 111 | 79 | 41,7 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Periodenergebnis | 2 | 514 | 544 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4).
2 Postenbezeichnung angepasst.
Sonstiges Periodenergebnis
| I Mio. € | 1.1.-31.12.2019 |
|---|---|
| Vor Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -75 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 8 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -137 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 25 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 16 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 106 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 4 |
| Sonstiges Periodenergebnis | - 61 |
Sonstiges Periodenergebnis
| I Mio. € | 1.1.-31.12.2018 |
|---|---|
| Vor Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 91 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | -3 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -416 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -117 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 57 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -102 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 |
| Sonstiges Periodenergebnis | -491 |
Bilanz
Aktiva
| Mio. € | Notes | 31.12.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 41.164 | 53.914 | - 23,6 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (25) | 293.658 | 279.160 | 5,2 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1.814 | 3.637 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (27) | 30.942 | 26.659 | 16,1 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1.355 | 2.377 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (29) | 30.196 | 34.073 | - 11,4 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 0 | - | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (30) | 44.840 | 42.501 | 5,5 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 842 | 1.246 | ||
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 959 | 199 | . | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (43) | 1.992 | 1.457 | 36,7 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (44) | 177 | 173 | 2,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (45, 46) | 3.053 | 3.246 | - 5,9 |
| Sachanlagen | (47) | 3.487 | 1.547 | . |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (48) | 13 | 13 | . |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | (49, 50) | 7.955 | 13.433 | - 40,8 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (52) | 439 | 783 | - 44,0 |
| Latente Ertragsteueransprüche | (52) | 3.011 | 3.111 | - 3,2 |
| Sonstige Aktiva | (54) | 1.752 | 2.119 | - 17,3 |
| Gesamt | 463.636 | 462.386 | 0,3 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Passiva
| Mio. € | Notes | 31.12.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (26) | 351.909 | 346.668 | 1,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (28) | 19.964 | 21.949 | - 9,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (31) | 39.366 | 43.404 | - 9,3 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1.212 | 532 | . | |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (43) | 4.402 | 1.462 | . |
| Rückstellungen | (58, 59) | 2.704 | 3.158 | - 14,4 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | (53) | 439 | 472 | - 7,0 |
| Latente Ertragsteuerschulden | (53) | 27 | 20 | 33,1 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | (49, 51) | 8.528 | 12.914 | - 34,0 |
| Sonstige Passiva | (55) | 4.418 | 2.394 | 84,5 |
| Eigenkapital | (62) | 30.667 | 29.412 | 4,3 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.252 | 1.252 | . | |
| Kapitalrücklage | 17.192 | 17.192 | . | |
| Gewinnrücklagen | 10.211 | 10.059 | 1,5 | |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | - 169 | - 287 | - 41,2 | |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 2 | 28.487 | 28.216 | 1,0 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 885 | - | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.296 | 1.197 | 8,3 | |
| Gesamt | 463.636 | 462.386 | 0,3 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
2 Postenbezeichnung angepasst.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | 1.252 | 17.192 | 11.225 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 1.252 | 17.192 | 9.404 |
| Gesamtergebnis | - | - | 669 |
| Konzernergebnis | 862 | ||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 96 | ||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - | - | - 286 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - | - | - 3 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | |||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | 3 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 12 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - | - | |
| Sonstige Veränderungen | - | - | |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 | 1.252 | 1 | 7.192 |
| ## Andere Rücklagen | |||
| Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungsumrechnung | |
| :-------------------- | :-------------------------- | :--------------------------------- | |
| - 571 | - 54 | - 192 | |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | 657 | - 2 | |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 86 | - 55 | |
| Gesamtergebnis | - 94 | 41 | |
| Konzernergebnis | - 72 | ||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | |||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | |||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 94 | ||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 41 | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 72 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | ||
| Dividendenausschüttung | |||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | |||
| Sonstige Veränderungen | - 9 | - 15 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 | - 264 |
Commerzbank Aktionären zurechenbares Eigenkapital
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital
| Commerzbank Aktionären zurechenbares Eigenkapital¹ | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile² | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital¹ | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | 28.853 | - 1.162 | 30.015 | |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - 1.166 | - | - 24 | - 1.190 |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 27.686 | - 1.138 | 28.825 | |
| Gesamtergebnis | 544 | - 79 | 622 | |
| Konzernergebnis | 862 | - 102 | 964 | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 96 | - | 96 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 286 | - | 0 | - 287 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - 3 | - | 0 | - 3 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 94 | - 2 | - 93 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 41 | - 6 | 47 | |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 72 | - | - 30 | - 102 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | - | - | 0 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 22 | - 22 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 3 | - | - | - 3 |
| Sonstige Veränderungen | - 12 | - 2 | - 10 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 | 28.216 | - 1.197 | 29.412 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
² Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
³ Postenbezeichnung angepasst. Die Sonstigen Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie aus Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern.
Gezeichnetes Kapital
| Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapital zum 1.1.2019 |
|---|---|---|
| 1.252 | 17.192 | 10.059 |
| Gesamtergebnis | - | 396 |
| Konzernergebnis | - | 644 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - | - 75 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - | - 179 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 6 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | ||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | ||
| Dividendenausschüttung | - | - 250 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 2 | |
| Sonstige Veränderungen | 5 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2019 | 1.252 | 17.192 |
| Andere Rücklagen | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | - 9 | - 15 | - 264 |
| Gesamtergebnis | 19 | 10 | 90 |
| Konzernergebnis | |||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | |||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | |||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - | ||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 19 | ||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 10 | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 94 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - 4 | |
| Dividendenausschüttung | |||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | |||
| Sonstige Veränderungen | - 5 | - 174 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2019 | 10 |
Commerzbank Aktionäen zurechenbares Eigenkapital
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital
| Commerzbank Aktionäen zurechenbares Eigenkapital² | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile¹ | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | 28.216 | - 1.197 | 29.412 | |
| Gesamtergebnis | 514 | - 111 | 625 | |
| Konzernergebnis | 644 | 100 | 744 | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 75 | - | - 75 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 179 | - 1 | - 180 | |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 6 | 1 | 8 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 19 | - 4 | 15 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 10 | - 3 | 13 | |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 94 | 12 | 106 | |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 4 | - | - 4 | |
| Dividendenausschüttung | - 250 | - 6 | - 257 | |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 2 | - 2 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 5 | 885 | - 4 | 886 |
| Eigenkapital zum 31.12.2019 | 28.487 | 885 | 1.296 | 30.667 |
¹ Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
² Postenbezeichnung angepasst.
AT1-Anleihe
Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank AG ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.
Sonstige Veränderungen
Zum 31. Dezember 2019 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß und war in 1.252.357.634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie zu zahlen. Bei 1.252.357.634 ausgegebenen Aktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 188 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie ausgeschüttet. Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 31. Dezember 2019, wie auch im Vorjahr, keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Anteil aktiver Sicherungsbeziehungen in der Cashflow-Hedge-Rücklage - 9 Mio. Euro (Vorjahr: - 12 Mio. Euro), auf den Anteil inaktiver Sicherungsbeziehungen entfallen 4 Mio. Euro (Vorjahr: - 2 Mio. Euro). Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten. Die Veränderungen im Anteilsbesitz von 2 Mio. Euro (Vorjahr: - 3 Mio. Euro) ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften.
Kapitalflussrechnung
| 2019 | 2018¹ | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 744 | 964 |
| Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting | 3.558 | 1.496 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | - 2.626 | - 5.873 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen | (17) | 8 |
| Sonstige Anpassungen | - 5.316 | - 4.375 |
| Zwischensumme | - 3.632 | - 7.688 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (25) -14.399 | -14.796 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (29) 3.706 | - 1.650 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (27) - 4.284 | - 1.453 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (30) - 3.071 | 12.855 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | 6.378 | -13.613 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (26) 6.457 | 11.641 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (28) - 1.896 | 1.534 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (31) 204 | - 1.981 |
| Mittelveränderung aus Zahlungen in das Planvermögen | (58) 80 | 65 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | - 5.997 | 10.619 |
| Erhaltene Zinsen | (9) 8.741 | 7.532 |
| Erhaltene Dividenden | (10) 35 | 36 |
| Gezahlte Zinsen | (9) - 3.106 | - 3.193 |
| Ertragsteuerzahlungen | (22) - 3 | - 310 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | - 10.787 | - 402 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von: | ||
| Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (44) 30 | 28 |
| Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | (47) 55 | - 55 |
| Auszahlungen für den Erwerb von: | ||
| Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (44) - 31 | - 5 |
| Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | (47) - 699 | - 534 |
| Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises | ||
| Cashflow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel | - 7 | |
| Cashflow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel | - 192 | 9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 844 | - 558 |
| Dividendenausschüttung Vorjahr | - 250 | 0 |
| Aufnahme/Tilgung nachrangiger Verbindlichkeiten | - 572 | - 967 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | - 354 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| 53.914 55.733 | ||
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| -10.787 - 402 | ||
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| - 844 - 558 | ||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| - 1.177 - 967 | ||
| Effekte aus Wechselkursänderungen | ||
| 58 107 | ||
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | ||
| 41.164 53.914 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 4).
Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen und ist damit identisch mit dem Bilanzposten Kassenbestand und Sichtguthaben:
| scroll Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand | 9.530 | 9.763 | - 2,4 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 30.689 | 43.597 | - 29,6 |
| Täglich fällige Sichtguthaben bei Kreditinstituten | 944 | 554 | 70,4 |
| Gesamt | 41.164 | 53.914 | - 23,6 |
Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2019 waren 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten. Zum 31. Dezember 2019 waren 483 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) aus Entkonsolidierungen enthalten.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen und Krediten sowie aus Wertpapieren und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Einlagen, aus begebenen Schuldverschreibungen und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder. Die Veränderungen des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften.
Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.
| scroll Aktiva | Mio. € | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 96 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 108 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | - | |
| Sachanlagen | 9 | |
| Sonstige Aktivposten | 24 |
| scroll Passiva | Mio. € | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 536 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 56 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | - | |
| Sonstige Passivposten | 54 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungsvorgänge für Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie at-Equity bewertete Unternehmen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrangige Einlagen und Schuldinstrumente. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.
Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, der sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie täglich fälligen Sichtguthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.
Die Kapitalflussrechnung enthält sowohl Cashflows aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen als auch Cashflows aus dem aufgegebenem Geschäftsbereich (Details siehe Note 49). Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nettoschulden dargestellt.
| scroll Mio. € | 2019 | 20181 |
|---|---|---|
| Nettoschulden zum 1.1. | 9.136 | 10.046 |
| Veränderungen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 1.177 | - 967 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Wechselkursveränderungen | 90 | 130 |
| Andere nicht zahlungswirksame Veränderungen | 757 | - 73 |
| Nettoschulden zum 31.12. | 8.805 | 9.136 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 4).
Anhang (Notes)
Allgemeine Grundlagen
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank.
Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Alle für das Geschäftsjahr 2019 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2020 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.
Die Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 (Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben) werden teilweise im Anhang (siehe Notes 33 und 34) und teilweise im Konzernlagebericht ausgewiesen. Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 65 bis 134 unseres Geschäftsberichts veröffentlicht.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500.000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
(1) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards
Erstmals anzuwendende Standards
Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung ("Leases"). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal 2017. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der bisherige Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 wurden abgelöst. Zum 1. Januar 2019 erhöhte sich durch die Anwendung des IFRS 16 die Bilanzsumme um 2.307 Mio. Euro. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden im Geschäftsjahr 2019 statt der bisher erfassten Sachaufwendungen zukünftig Abschreibungen auf die aktivierten Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten anfallen. Die Überleitungstabelle zum 1. Januar 2019 gemäß IFRS 16 stellen wir in diesem Geschäftsbericht in Note 2 dar.
Am 7. Juni 2017 wurde die IFRIC Interpretation 23 (Uncertainty over Income Tax Treatments) veröffentlicht. Mit der Interpretation soll Klarheit hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung bezüglich Ertragsteuern gemäß IAS 12 geschaffen werden, wenn Unsicherheit in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Die IFRIC Interpretation ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Daraus resultierten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Überarbeitete Standards
Aus den im Rahmen des Annual Improvement Projects 2015-2017 überarbeiteten Standards IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 und aus der Überarbeitung des Standards IAS 19 ergaben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Der überarbeitete Standard IFRS 3 befasst sich mit genaueren Spezifizierungen zur Bestimmung, ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder den Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten handelt. Bei der Überarbeitung der Standards IAS 1 und IAS 8 handelt es sich um Änderungen, welche die Definition von Wesentlichkeit für die Aufnahme von Informationen in den Abschluss schärfen und im Rahmenkonzept und den unterschiedlichen Standards vereinheitlichen. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
Aus der am 11. Februar 2019 veröffentlichten Änderung des IAS 28 (Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) ergab sich keine Änderung auf den Konzernabschluss.
Das Endorsement der Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards erfolgte im November 2019 (EU-Amtsblatt VO EU/2019/2075). Mit dieser Verordnung werden Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS Standards übernommen. Die Änderungen haben Auswirkungen auf die Standards IAS1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32 sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
Neue Standards
Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge geschaffen werden.# Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IBOR-Reform
Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform (IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze sowie der EONIA durch den Euro Short Term Rate (€STR) abgelöst. Die Ablösung wird spätestens am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Die Commerzbank hat dazu ein IBOR-Reformprogramm implementiert, mit dem Ziel, die Vorbereitung und Durchführung eines Aktionsplanes für einen reibungslosen Übergang auf alternative Referenzzinssätze zu gewährleisten. Verlässlich können die Auswirkungen auf den Commerzbank Konzern erst zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt werden. Aufgrund der Änderungen durch die IBOR Reform wurden die Standards IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 überarbeitet. Die Überarbeitungen sind in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (2) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Mit Ausnahme der Anwendung des IFRS 16, der angepassten Postenbezeichnungen aufgrund der Emission der AT1-Anleihe und der in Note 4 beschriebenen Änderungen, wenden wir in diesem Konzernabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 an (vergleiche Geschäftsbericht 2018 Seite 159 ff.).
Erstanwendung IFRS 16
Nachfolgend werden die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 erläutert und die ab 1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden dargestellt. Die erstmalige Anwendung erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsregelungen des IFRS 16 nach der modifizierten retrospektiven Methode. Die Zahlen für die Vergleichsperiode wurden nicht angepasst. Es entstanden keine im Eigenkapital zu erfassenden Effekte. Mit Anwendung des IFRS 16 erfasste der Commerzbank-Konzern zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese Verbindlichkeiten wurden zum Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,22 % p.a.. Für den Leasingnehmer entfällt damit die bisherige Klassifizierung nach Operating und Finance Lease. Die Regelungen für den Leasinggeber bleiben dagegen im Wesentlichen unverändert. Im Rahmen der Erstanwendung machen wir von der Vereinfachungsregelung Gebrauch, etwaige Rückstellungen für belastende Verträge in das Nutzungsrecht einzubeziehen. Für bislang als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wurde der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt als Grundlage herangezogen. Auf die rückwirkende Ermittlung und Berücksichtigung von anfänglichen direkten Kosten wurde verzichtet. Weiterhin wurde die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen nach der aktuellen Faktenlage beurteilt und nicht nach der rückwirkend zu ermittelnden Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Außerdem wählten wir die optionale Vereinfachungsregelung, Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände von geringem Wert (low value) vom bilanziellen Ansatz auszunehmen. Wir haben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender Vertrag im Ganzen oder in Teilen als Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren ist. Die nach den bisherigen Vorschriften IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen wurden übernommen. Das Nutzungsrecht je Leasingverhältnis wurde entsprechend der Leasingverbindlichkeit unter Berichtigung von vorausbezahlten oder abgegrenzten Zahlungen angesetzt. Zukünftig wird für sämtliche Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand (Right of Use-Asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit erfasst. Das Nutzungsrecht weisen wir als Teil der Sachanlagen aus und schreiben es linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ab. Vorhandene Laufzeit- und Kaufoptionen werden berücksichtigt, sobald deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird. Die Leasingverbindlichkeit passivieren wir in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wir machen von der Möglichkeit Gebrauch, Leasingverhältnisse von geringem Wert (low value) von der Bilanzierung auszunehmen und direkt im Aufwand zu erfassen. Die nachfolgende Tabelle stellt, basierend auf den Leasingverpflichtungen aus Operating Lease zum 31. Dezember 2018, die Überleitung auf die passivierte Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 dar.
| scroll | Mio. € |
|---|---|
| Außerbilanzielle Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 | 2.657 |
| davon nicht IFRS 16-relevant | 130 |
| Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | 55 |
| Sonstiges | 0 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 | 2.472 |
| Abzinsung | 154 |
| Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 | 2.317 |
Zum 31. Dezember 2019 beliefen sich die aktivierten Nutzungsrechte auf 2.034 Mio. Euro und beinhalteten im Wesentlichen Leasingverträge für Grundstücke und Gebäude.
(3) Wesentliche Grundsätze und Schätzungsunsicherheiten
Wesentliche Grundsätze
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die IFRS Standards verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IFRS 9, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss aus. Negative Zinsen weisen wir separat im Zinsüberschuss aus (siehe Note 9). Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit dem vollständigen Erbringen einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung leistungsabhängiger Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften im Kundenauftrag weisen wir im Provisionsüberschuss aus. Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens zwölf Monate beträgt. Grundsätzlich sind Vermögenswerte und Schulden brutto (unsaldiert) in der Bilanz auszuweisen. In Übereinstimmung mit IAS 32.42 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem selben Geschäftspartner aber gegeneinander saldiert und entsprechend in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit dem Begleichen der Verbindlichkeit erfolgt. Neben dem Aufrechnen positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten mit Clearingvereinbarungen und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten und bilateralen Kontrahenten, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2019 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt. Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften und at-Equity-bewerteten Unternehmen sowie für aufgegebene Geschäftsbereiche, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 49, 50 und 51) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen. Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 38 vor. Ebenfalls in dieser Note erfolgt die Angabe der Fristigkeiten für alle passivischen Finanzinstrumente, Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um.# Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern die Stichtagskurse keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst. Nicht monetäre Posten werden grundsätzlich zum Stichtagskurs umgerechnet. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteter Unternehmen erfolgt für monetäre und nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs des jeweiligen Bilanzstichtags. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Effekte, die aus der zu historischen Kursen erfolgenden Umrechnung von in die Kapitalkonsolidierung einfließenden Kapitalbestandteilen von Tochtergesellschaften resultieren, weisen wir erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen grundsätzlich erfolgswirksam im sonstigen Ergebnis erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst.
Schätzungsunsicherheiten
Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrundeliegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzungsverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse für die nachstehend aufgeführten Sachverhalte von den Einschätzungen abweichen.
Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderem bei der Ermittlung der Fair Values beziehungsweise den erwarteten Zahlungsströmen von Finanzinstrumenten und im Rahmen der Bildung von Risikovorsorge. Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir zudem auf den Konzernlagebericht. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten bezüglich der Ermittlung der Fair Values als Finanzinvestition gehaltener Immobilien, bei der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes und Pensionsverpflichtungen sowie bei Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den Rechnungszins, den langfristigen Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzungsannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen von den tatsächlichen Jahreseffekten werden als Neubewertung erfolgsneutral in der Gewinnrücklage abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 58). Die Bilanzierung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken erfolgt unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse aus der laufenden Betriebsprüfung und Rechtsprechung (siehe Note 53).
Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten bei der Bildung aktiver latenter Steuern. Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbaren Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite verschiedener potenzieller Wertansätze führen, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements.
Des Weiteren lassen sich nachfolgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:
- Die Wertminderung von Krediten und Wertpapieren sowie die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Ermittlung der erwarteten Cashflows einschließlich Ansatz, Höhe und Verwertungszeitpunkt von Sicherheiten (siehe Note 32).
- Die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zur Veräußerung gehaltener Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird) (siehe Note 50).
- Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der Value-in-use-Methode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des Fair Values von Finanzinstrumenten findet sich in den Notes 36 und 45.
- Die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann (siehe Notes 52 und 53) sowie der Abbildung steuerlicher Risikopositionen. Die Einschätzung der Nutzbarkeit von Steueransprüchen erfolgt vor allem auf Basis des zukünftigen steuerlichen Ertragspotentials basierend auf unserer Mehrjahresplanung.
- Die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (siehe Note 58).
- Die Bewertung von Rechtsrisiken (siehe Note 60).
(4) Anpassungen
Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen, geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher künftig außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Die Vergleichsangaben in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen Anhangsangaben haben wir für 2018 geändert. Durch die Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie. Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine retrospektive Anpassung in den Pflichtbeiträgen von 3 Mio. Euro vorgenommen. Durch diese Anpassung reduzierte sich das Konzernergebnis in gleicher Höhe. Die Sonstige Passiva erhöhte sich aufgrund steuerlicher Auswirkungen um 10 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
Im dritten Quartal 2019 ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen für Risiken aus Darlehen und Forderungen -Amortised Cost aufgrund der systematischen Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche eine Reduktion des Wertberichtigungsbestands zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang ergab sich auch eine Korrektur bei den latenten Ertragsteueransprüchen und in den sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte. Für das Geschäftsjahr 2018 erfolgte eine Anpassung der Wertberichtigungsbestände (siehe Note 32). Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
In der Kapitalflussrechnung und in den Nettoschulden wurden für das Geschäftsjahr 2018 abgehende Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten (nachrangige Verbindlichkeiten) über 1.295 Mio. Euro, die im Vorjahr noch im operativen Cashflow gezeigt wurden, in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.
Aufgrund einer Fehlerkorrektur wurde in Note 43 (Sicherungsbeziehungen) die Angabe zu Grundgeschäften aus Sicherungsbeziehungen angepasst. Die Aktivposition der Buchwerte der Grundgeschäfte aus Portfolio Fair Value Hedges zum 31. Dezember 2018 von 21 Mrd. Euro wurde nicht berücksichtigt und nun aufgenommen. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
scroll
Mio.veröffentlichter Konzernabschluss 1.1.-31.12.2018 Anpassungen gemäß IAS 8 angepasster Konzernabschluss 1.1.-31.12.2018
Zinserträge | 8.670 | - | 8.670
Zinsaufwendungen | 3.922 | - | 3.922
Zinsüberschuss | 4.748 | - | 4.748
Dividendenerträge | 36 | - | 36
Risikoergebnis | - 446 | - | - 446
Provisionserträge | 3.751 | - | 3.751
Provisionsaufwendungen | 662 | - | 662
Provisionsüberschuss | 3.089 | - | 3.089
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 366 | - | 366
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 48 | - | 48
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 26 | - | 26
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 12 | - | 12
Sonstiges Ergebnis | 245 | - | 245
Verwaltungsaufwendungen | 6.879 | - | 420 | 6.459
Pflichtbeiträge | - | 423 | 423
Restrukturierungsaufwendungen | - | - | -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.245 | - | 3 | 1.242
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 268 | - | 268
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 978 | - | 3 | 975
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | - 10 | - | - 10
Konzernergebnis | 968 | - | 3 | 964
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 103 | - | 1 | 102
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 1.865 | - | 2 | 862
1 Postenbezeichnung angepasst.
Aktiva Mio. €
veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 | Anpassungen | angepasster Konzernabschluss 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 279.137 | 23 | 279.160
Darlehen und Forderungen | 247.387 | 23 | 247.410
Latente Ertragsteueransprüche | 3.116 | - | 5 | 3.111
Gesamt | 462.369 | 17 | 462.386
Passiva Mio. €
veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 | Anpassungen | angepasster Konzernabschluss 31.12.2018
Rückstellungen | 3.153 | 5 | 3.158
Sonstige Rückstellungen | 2.069 | 5 | 2.074
Sonstige Passiva | 2.384 | 10 | 2.394
Eigenkapital | 29.411 | 2 | 29.412
Gewinnrücklagen | 10.054 | 5 | 10.059
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 28.211 | 5 | 28.216
Nicht beherrschende Anteile | 1.200 | - | 3 | 1.197
Gesamt | 462.369 | 17 | 462.386
1 Postenbezeichnung angepasst.
Konsolidierungsgrundsätze
Sämtliche konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus Transaktionen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert. Die Fähigkeit des Commerzbank-Konzerns zum Zugang zu oder der Nutzung von Vermögenswerten sowie zur Begleitung von Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen sowie assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen kann gesetzlichen, regulatorischen und vertraglichen Beschränkungen unterliegen.
(5) Tochterunternehmen und Unternehmenszusammenschlüsse
Tochterunternehmen sind Beteiligungsunternehmen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden, weil die Commerzbank die Entscheidungsmacht hat, die relevanten Tätigkeiten zu steuern, ein Anrecht auf die signifikanten variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen besitzt und ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen kann, die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Rahmen der Konsolidierungsentscheidung prüfen wir verschiedene Faktoren wie Stimmrechte, Zweck und Ausgestaltung des Unternehmens und unsere Einflussmöglichkeiten. Sind die Stimmrechte unmittelbar und ausschließlich der dominante Faktor zur Steuerung der relevanten Aktivitäten, kann in diesen Fällen die Beherrschung einfacher abgeleitet und ermittelt werden. Dennoch ist zu prüfen, ob es Faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Bestimmungen oder vertragliche Vereinbarungen gibt, die trotz Stimmrechtsmehrheit nicht zur Beherrschung führen. Außerdem können weitere Faktoren zur Beherrschung führen, beispielsweise das Vorliegen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung. In einem solchen Fall handelt eine andere Partei mit Entscheidungsrechten als Agent für die Commerzbank, beherrscht aber das Beteiligungsunternehmen nicht, da sie lediglich Entscheidungsrechte ausübt, die durch die Commerzbank (Prinzipal) delegiert wurden. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag, wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, werden zum Fair Value in der Kategorie mFVPL ausgewiesen. Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.
(6) Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, diese aber nicht beherrscht. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % vermutet. Weitere Faktoren für einen maßgeblichen Einfluss können beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder wesentliche Geschäftsvorfälle mit der Gesellschaft sein. Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Parteien vertraglich die gemeinschaftliche Beherrschung über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinsame Vereinbarung kann ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit sein. Im Commerzbank-Konzern existieren ausschließlich Gemeinschaftsunternehmen. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften an. Sofern assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wesentlich sind, nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes entsprechend der jeweiligen anteiligen Entwicklung des Eigenkapitals der Unternehmen vor. Zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen werden nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes berücksichtigt (siehe Note 44). Übersteigende Verluste werden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit nicht erfassten Verlusten verrechnet. Die Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode endet zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss auf das assoziierte Unternehmen entfallen ist. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Beherrschung.
(7) Strukturierte Unternehmen
Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so zum Beispiel wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Beispiele für strukturierte Unternehmen sind Verbriefungsgesellschaften, Leasingobjektgesellschaften und einige Investmentfonds. Die Commerzbank tritt dabei auch als Sponsor strukturierter Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn es durch den CommerzbankKonzern initiiert und/oder strukturiert wurde, Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat, vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung strukturierter Unternehmen erforderlich, wenn die Commerzbank das Unternehmen beherrscht. Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung strukturierter Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist Bestandteil der Note 71.
(8) Konsolidierungskreis
In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden. Hierzu zählen auch wesentliche strukturierte Unternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.# Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern zum Fair Value bewertet und in den Finanziellen Vermögenswerten - Mandatorily Fair Value P&L ausgewiesen. Für die Struktur des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns verweisen wir auf Note 74.
Verkauf ebase GmbH
Am 16. Juli 2019 hat unsere Tochtergesellschaft comdirect bank AG, Quickborn, die ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) verkauft. Der im Juli 2018 vertraglich vereinbarte Verkauf der hundertprozentigen Tochter der comdirect bank AG an den Finanztechnologieanbieter FNZ Group, London, wurde nach der nun erfolgten Zustimmung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden, somit abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 154 Mio. Euro. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 17).
Akquisition LeaseLink Sp. z o.o.
Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern, eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf Leasing-Zahlungsdienstleistungen spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 6 Mio. Euro woraus ein positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) von 6 Mio. Euro entstand. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und Schulden ersichtlich, die zum 31.12.2019 mit vorläufigen Werten konsolidiert wurden:
| Mio. € | |
|---|---|
| 2019 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 17 |
| Immaterielle Anlagewerte | 1 |
| Sachanlagen | 0 |
| Sonstige Aktiva | 1 |
| Summe der identifizierten Vermögenswerte | 19 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 17 |
| Summe der identifizierten Schulden | 17 |
| Nettovermögen zum Zeitwert | 0 |
| Kaufpreis/Gegenleistung | 6 |
| Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) | 6 |
Sonstige Veränderungen
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurde die Kenstone GmbH in den Konsolidierungskreis einbezogen. An dieser Gesellschaft ist mit 100 % die in den Konsolidierungskreis einbezogene Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beteiligt. Der positive Unterschiedsbetrag (Goodwill) für diese Gesellschaft beträgt 11 Mio. Euro.
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden sämtliche Anteile an der bisher in den Konsolidierungskreis einbezogenen Commerz Funds Solutions S.A., Luxemburg, veräußert. Diese Transaktion ist einer der Schritte der Übertragung des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) an die Société Générale Group. Zu weiteren Details der Übertragung des Geschäftsbereichs EMC verweisen wir auf Note 49.
Abgesehen von den dargestellten Sachverhalten wurden keine wesentlichen Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis einbezogen. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurde die at-Equity bewertete Beteiligung an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert. Daraus resultierte ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 17).
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(9) Zinsüberschuss
In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierende Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten.
| Mio. € | Mio. € | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | ||
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 7.560 | 7.318 | 3,3 |
| Zinserträge - Amortised Cost | 7.106 | 6.891 | 3,1 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 6.315 | 6.056 | 4,3 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 792 | 835 | -5,2 |
| Zinserträge - Fair Value OCI | 325 | 312 | 4,0 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 24 | 26 | -6,7 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 301 | 286 | 5,0 |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 129 | 115 | 12,1 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1.216 | 1.351 | -10,0 |
| Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L | 758 | 801 | -5,3 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 708 | 760 | -6,9 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 51 | 41 | 24,1 |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 458 | 551 | -16,7 |
| Zinsaufwendungen | 3.702 | 3.922 | -5,6 |
| Zinsaufwendungen - Amortised Cost | 2.491 | 2.667 | -6,6 |
| Einlagen | 1.574 | 1.638 | -3,9 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 917 | 1.029 | -10,9 |
| Zinsaufwendungen - Fair Value Option | 719 | 625 | 15,1 |
| Einlagen | 694 | 605 | 14,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 25 | 20 | 24,4 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 452 | 609 | -25,9 |
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | 25 | n/a | |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 15 | 20 | -25,2 |
| Gesamt | 5.074 | 4.748 | 6,9 |
(10) Dividendenerträge
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das Laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet.
| Mio. € | Mio. € | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | ||
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI | 3 | 1 | |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 13 | 19 | -33,2 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 19 | 15 | 26,2 |
| Gesamt | 35 | 36 | -1,3 |
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. Im Geschäftsjahr 2019 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 3 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt.
(11) Risikoergebnis
Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 60).
| Mio. € | Mio. € | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | -560 | -477 | 17,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 21 | 2 | |
| Finanzgarantien | 0 | 1 | -85,3 |
| Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | -81 | 29 | |
| Gesamt | -620 | -446 | 38,9 |
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts (siehe Seite 100 ff.) entnommen werden.
(12) Provisionsüberschuss
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank. Bei einmaligen Gebühren und Provisionen, zum Beispiel des Zahlungsverkehrs-, des Vermittlungs- sowie des Kreditgeschäftes, die nicht im Effektivzins enthalten sind, erfolgt die Vereinnahmung der Provisionserträge zum Erfüllungszeitpunkt. Für Leistungen, die über einen bestimmten 'Zeitraum erbracht werden, wie beispielsweise im Bereich des Zahlungsverkehrs (Jahresgebühren im Kreditkartengeschäft und Girogeschäft), erfolgt die Vereinnahmung der Erträge am Bilanzstichtag entsprechend dem Grad der Erfüllung.
| Mio. € | Mio. € | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | ||
| Provisionserträge | 3.706 | 3.751 | -1,2 |
| Wertpapiergeschäft | 1.056 | 1.155 | -8,5 |
| Vermögensverwaltung | 366 | 314 | 16,6 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 1.417 | 1.384 | 2,4 |
| Bürgschaften | 224 | 206 | 8,6 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 211 | 240 | -11,8 |
| Vermittlungsgeschäft | 154 | 200 | -23,1 |
| Treuhandgeschäfte | 22 | 22 | 0,2 |
| Übrige Erträge | 255 | 231 | 10,6 |
| Provisionsaufwendungen | 650 | 662 | -1,7 |
| Wertpapiergeschäft | 192 | 257 | -25,6 |
| Vermögensverwaltung | 34 | 30 | 13,1 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 155 | 156 | -0,7 |
| Bürgschaften | 23 | 21 | 8,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 0 | 0,5 |
| Vermittlungsgeschäft | 178 | 147 | 20,9 |
| Treuhandgeschäfte | 12 | 13 | -0,5 |
| Übrige Aufwendungen | 56 | 37 | 51,4 |
| Provisionsüberschuss | 3.056 | 3.089 | -1,1 |
| Wertpapiergeschäft | 865 | 897 | -3,6 |
| Vermögensverwaltung | 333 | 284 | 17,0 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 1.262 | 1.228 | 2,8 |
| Bürgschaften | 201 | 185 | 8,6 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 211 | 240 | -11,8 |
| Vermittlungsgeschäft | -25 | 52 | |
| Treuhandgeschäfte | 10 | 10 | 1,0 |
| Übrige Erträge | 199 | 193 | 2,7 |
| Gesamt | 3.056 | 3.089 | -1,1 |
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten, auf Grundlage des IFRS 15, stellt sich wie folgt dar:
| 2019 | |
|---|---|
| Mio. € |
In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein: ― Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten, ― realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen, ― Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung, ― Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, ― Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie ― Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading | 163 | 131 | 23,8 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option | -89 | 31 | . |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 171 | 204 | -16,5 |
| Gesamt | 244 | 366 | - 33,4 |
(14) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cashflow-Hedges.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Fair Value Hedges | |||
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten | -12 | 518 | . |
| Micro Fair Value Hedges | -205 | 291 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | 192 | 227 | -15,4 |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | 117 | -470 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 283 | -249 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | -166 | -221 | -24,9 |
| Cashflow-Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) | -0 | 1 | . |
| Gesamt | 105 | 48 | . |
| darunter Hedge-Ineffektivität aus Micro Fair Value Hedges | 78 | 41 | 90,1 |
| darunter Hedge-Ineffektivität aus Portfolio Fair Value Hedges | 26 | 6 | . |
(15) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus. Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen). Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 32 | 40 | - 20,7 |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Fair Value OCI (mit Recycling) | 33 | 6 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 16 | 0 | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost | -2 | -4 | - 40,6 |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost | -15 | 38 | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | -5 | -14 | - 65,5 |
| Gewinne aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | 42 | 7 | . |
| Verluste aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | 47 | 21 | . |
| Gesamt | 27 | 26 | 4,0 |
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 296 Mrd. Euro mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Krediten. Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgereichter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichen Ansatz verglichen. Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Modifikation betrugen 194 Mio. Euro.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Modifizierte Vermögenswerte während des Geschäftsjahres, die nach der Modifikation mit LECL bevorsorgt sind | |||
| Bruttobuchwert vor Modifikation | 194 | 52 | . |
| Korrespondierender ECL | 8 | 6 | 33,3 |
| Bruttobuchwert nach Modifikation | 215 | 52 | . |
| Korrespondierender ECL | 8 | 6 | 33,3 |
| Ergebnis aus Modifikation | 21 | 1 | |
| Modifizierte Vermögenswerte, die (seit der erstmaligen Erfassung) zum LECL bewertet und im Geschäftsjahr wieder in Stage 1 (12mECL) transferiert wurden. | |||
| Bruttobuchwert zum Ende des Geschäftsjahres | 132 | 39 | . |
| Korrespondierender ECL | 8 | 1 | . |
(16) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 10 Mio. Euro (Vorjahr: 12 Mio. Euro). Einschließlich des im Sonstigen Ergebnis enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von 3 Mio. Euro (Vorjahr: 35 Mio. Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen auf 13 Mio. Euro (Vorjahr: 47 Mio. Euro). Im Vorjahr war ein Einmaleffekt aus dem Verkauf der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan im Sonstigen Ergebnis enthalten.
(17) Sonstiges Ergebnis
Im Sonstigen Ergebnis sind im Wesentlichen Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Wesentliche Sonstige Erträge | 583 | 631 | - 7,6 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 155 | 142 | 9,4 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 170 | 174 | - 2,5 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 0 | - 76,5 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 13 | 10 | 28,2 |
| Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1 | 1 | 1,0 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 24 | 42 | - |
| Übrige sonstige Erträge | 209 | 151 | |
| Wesentliche Sonstige Aufwendungen | 515 | 453 | |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 109 | 94 | |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 144 | 130 | |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | 11 | 0 | . |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 4 | 4 | |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | |
| Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 3 | 10 | - |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 32 | 41 | - |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 211 | 173 | |
| Sonstige Steuern (saldiert) | 22 | 32 | - |
| Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) | 3 | 35 | - |
| Sonstiges Ergebnis | 93 | 245 | - |
In den Übrigen sonstigen Erträgen sind Realisierungsgewinne aus dem Verkauf der ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) von 103 Mio. Euro enthalten.
(18) Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen von 6.313 Mio. Euro (Vorjahr: 6.459 Mio. Euro im Konzern setzen sich zusammen aus Personalaufwendungen, Sachaufwendungen und Abschreibungen. Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| Personalaufwendungen | Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 3.315 | 3.188 | 4,0 | |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 228 | 253 | - 9,7 | |
| Gesamt | 3.543 | 3.441 | 3,0 |
In den Löhnen und Gehältern sind 452 Mio. Euro (Vorjahr: 446 Mio. Euro) Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten. Diese beinhalten auch die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von 220 Mio. Euro (Vorjahr: 216 Mio. Euro). Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich aus Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne (siehe Note 58), Altersteilzeit und Vorruhestand sowie aus sonstigen pensionsnahen Aufwendungen zusammen.
| Sachaufwendungen | Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Raumaufwendungen | 233 | 581 | - 59,9 | |
| IT-Aufwendungen | 530 | 556 | - 4,6 | |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 234 | 248 | - 5,7 | |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 245 | 386 | - 36,5 | |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 244 | 275 | - 11,3 | |
| Personalinduzierte Sachaufwendungen | 121 | 146 | - 16,9 | |
| Übrige Sachaufwendungen | 161 | 164 | - 1,7 | |
| Gesamt | 1.768 | 2.356 | - 24,9 | |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von geändertem Ausweis (siehe Note 4). |
Konzernabschlussprüfer der Commerzbank ist die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland. Verantwortliche Prüfungspartner gemäß § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB für diesen Auftrag sind Herr Claus-Peter Wagner und Herr Marcus Binder. Herr Wagner und Herr Binder sind im zweiten Jahr als verantwortliche Prüfungspartner tätig. Der für die Auftragsdurchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer im Sinne der Berufssatzung ist im Falle der Commerzbank Herr Claus-Peter Wagner. Die für den Konzernabschlussprüfer als Aufwendungen erfassten Honorare und Auslagen (exklusive Umsatzsteuer) betragen 15.146 Tsd. Euro für das Geschäftsjahr 2019.
| Honorare des Abschlussprüfers | Tsd. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 13.378 | 14.324 | - 6,6 | |
| Andere Bestätigungsleistungen | 1.682 | 278 | . | |
| Steuerberatungsleistungen | - | - | . | |
| Sonstige Leistungen | 86 | 555 | - 84,5 | |
| Gesamt | 15.146 | 15.157 | - 0,1 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet gemäß IDW RS HFA 36 die Jahresabschlussprüfungen der Commerzbank Aktiengesellschaft und der Tochterunternehmen, die Konzernabschlussprüfungen und die prüferischen Durchsichten der Quartalfinanzberichte. In den anderen Bestätigungsleistungen sind insbesondere Honorare für gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Prüfungs- und Bestätigungsleistungen enthalten. Hierzu gehören auch Prüfungen nach § 89 WpHG, die Prüfung des nichtfinanziellen Berichts nach §§ 340a i.V.m. 289b HGB sowie die Erteilung von Comfort Letter. Die Honorare für Sonstige Leistungen umfassen im Wesentlichen Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.
| Abschreibungen | Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 116 | 123 | - 5,5 | |
| Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen | 6 | 11 | - 41,3 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 525 | 529 | - 0,8 | |
| Nutzungsrechte | 354 | n/a | ||
| Gesamt | 1.002 | 663 | 51,2 |
Die Abschreibungen beinhalten neben planmäßigen Abschreibungen auch Wertminderungen und Zuschreibungen. In den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte sind 1 Mio. Euro Wertminderungen (Vorjahr: 3 Mio. Euro) enthalten; für Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen wurden Zuschreibungen von 5 Mio. Euro (Vorjahr: Zuschreibungen von 3 Mio. Euro) erfasst. Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte entfallen im Wesentlichen auf Grundstücke und Gebäude.
(19) Pflichtbeiträge
| Pflichtbeiträge | Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Einlagensicherungsfonds | 142 | 147 | - 3,0 | |
| Polnische Bankensteuer | 106 | 97 | 9,1 | |
| Europäische Bankenabgabe | 205 | 179 | 14,2 | |
| Gesamt | 453 | 423 | 7,1 | |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4). |
(20) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Kundenstamm | 28 | - | . | |
| Gesamt | 28 | - | . |
Den bisher bilanzierten Kundenstamm des Segments Firmenkunden, der aus der Verschmelzung der Commerzbank mit der Dresdner Bank resultierte, haben wir zum 31. Dezember 2019 im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung der Segmente (CGUs) über die planmäßigen Abschreibungen hinaus vollständig abgeschrieben, da wir infolge der wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr von seiner Werthaltigkeit ausgehen (siehe dazu auch Note 46).
(21) Restrukturierungsaufwendungen
| Restrukturierungsaufwendungen | Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen | 101 | - | . | |
| Gesamt | 101 | - | . |
Die Restrukturierungsaufwendungen im Berichtsjahr 2019 standen überwiegend im Zusammenhang mit dem Altersteilzeit-Sprinterprogramm im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0".
(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 323 | 205 | 57,3 | |
| Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr | 322 | 285 | 12,8 | |
| Steueraufwand/-ertrag Vorjahre | 1 | -80 | . | |
| Latente Ertragsteuern | 44 | 63 | - 30,2 | |
| Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen | 71 | 150 | - 52,7 | |
| Steuersatzdifferenzen | - 50 | -101 | - 50,5 | |
| Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern | 77 | 14 | ||
| Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen und temporären Differenzen | - | 54 | - | |
| Gesamt | 367 | 268 | 36,7 |
Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,5 %. Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,7 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,5 % (Vorjahr: 31,5 %). Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0,0 % (Dubai) und 45,0 % (Brasilien). Zum 31. Dezember 2019 betrug die Konzernsteuerquote 32,5 % (Vorjahr: 21,5 %). Die erhöhte Steuerquote resultiert unter anderem aus der Bevorsorgung von steuerlichen Risiken.
| Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS | 1.129 | 1.242 | - 9,1 | |
| Konzernertragsteuersatz (%) | 31,5 | 31,5 | . | |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr | 356 | 392 | - 9,3 | |
| Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen | - 33 | - 99 | - 66,7 | |
| Auswirkungen aus der Bewertung von latenten Steuern | 23 | 14 | 64,3 | |
| Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen | 15 | 73 | - 79,5 | |
| Nicht angesetzte latente Steuern | - 30 | - 58 | - 48,3 | |
| Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden | - 3 | - 7 | - 57,1 | |
| Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer | 8 | 8 | ||
| Nicht anrechenbare Quellensteuern | 24 | 16 | 50,0 | |
| Periodenfremde Steuern | - 2 | - 101 | - 98,0 | |
| Sonstige Auswirkungen | 9 | 30 | - 69,0 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 367 | 268 | 36,9 | |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4). |
Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden:
| Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern | Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | - | - | . | |
| Latente Ertragsteuern | 743 | 809 | - 8,2 | |
| Bewertungsunterschiede aus Cashflow-Hedges | - 3 | 1 | . | |
| Neubewertungsrücklage | - 3 | 7 | . | |
| Verlustvorträge | 140 | 149 | - 6,4 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 610 | 653 | - 6,5 | |
| Sonstiges | - 1 | - 1 | - 20,0 | |
| Gesamt | 743 | 809 | - 8,2 |
(23) Nettoergebnis je Bewertungskategorie
Das Nettoergebnis setzt sich aus Fair-Value-Bewertungen, Zinsergebnis, Dividendenerträgen, Fremdwährungseffekten, Wertminderungen, Zuschreibungen, Realisierungsergebnissen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutralen Wertänderungen der Neubewertungsrücklage zusammen.
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam erfasstes Nettoergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen aus Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - Held for Trading | 267 | 180 | 48,7 | |
| Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value Option | - | - | . | |
| Finanziellen Verbindlichkeiten - Fair Value Option | - | 548 | - 208 | |
| Finanziellen Vermögenswerten - Amortised Cost | 6.396 | 6.348 | 0,8 | |
| Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost | - 2.274 | - 2.503 | - 9,2 | |
| Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value OCI | 361 | 318 | 13,6 | |
| Erfolgswirksam erfasstes Nettoergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 126 | 240 | - 47,4 | |
| Erfolgsneutral erfasstes Nettoergebnis aus Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value OCI - Fremdkapitalinstrumente | 48 | - 87 | . | |
| Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value OCI - Eigenkapitalinstrumente | 8 | - 3 | . | |
| Finanziellen Verbindlichkeiten - Fair Value Option (Own Credit Spread) | - 75 | 96 | . | |
| (24) Ergebnis je Aktie scroll | 2019 | 2018¹ | Veränd. in % | |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 1.258 | 1.242 | 1,3 | |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) | 644 | 862 | - 25,3 | |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1.252.357.634 | 1.252.357.634 | - | |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 1,00 | 0,99 | 1,3 | |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,51 | 0,69 | - 25,3 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 61) definiert.
Erläuterungen zur Bilanz
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9
Allgemeine Klassifizierung und Bewertung
Gemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern.
Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (mark-to-model). Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt am Markt beobachtet oder, falls nicht am Markt beobachtbar, mittels Expertenschätzung festgelegt werden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt.
a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten
Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen finanzieller Vermögenswerte fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im CommerzbankKonzern erfolgt die Bilanzierung regulärer Kassakäufe und -verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag.
Die Abgangsvorschriften des IFRS 9 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt.
Eine finanzielle Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.
Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel infolge von Forbearance-Maßnahmen oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments. In gleicher Weise ist eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen eines vorhandenen Schuldinstruments wie eine Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit zu behandeln. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führt, liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Cashflows gemäß den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10 % vom abgezinsten Barwert der restlichen Cashflows des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht.
b) Kategorisierung von Finanzinstrumenten und ihre Bewertung
Der Commerzbank-Konzern untergliedert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in die jeweiligen IFRS 9-Kategorien:
Finanzielle Vermögenswerte
* Amortised Cost (AC)
* Fair Value OCI (FVOCI)
* Fair Value Option (FVO)
* Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL)
* Held for Trading (HFT)
Finanzielle Verbindlichkeiten
* Amortised Cost (AC)
* Fair Value Option (FVO)
* Held for Trading (HFT)
Die IFRS 9-Kategorien unterteilen wir nach folgenden Klassen:
Finanzielle Vermögenswerte
* Darlehen und Forderungen
* Verbriefte Schuldinstrumente
* Eigenkapitalinstrumente
* Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate)
* Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren
* Finanzgarantien
Finanzielle Verbindlichkeiten
* Einlagen
* Begebene Schuldverschreibungen
* Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate)
* Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren
* Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen
c) Nettoergebnis
Das Nettoergebnis umfasst erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IFRS 9. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikoergebnis, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt.
d) Finanzgarantien
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen.
Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value des Erfassungszeitpunkts. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.
e) Eingebettete Derivate
Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente eingebunden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Im Einklang mit IFRS 9 trennen wir nur solche Derivate, die in finanzielle Verbindlichkeiten und nicht finanzielle Basisverträge eingebettet sind.# Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte werden im Ganzen beurteilt, womit keine getrennte Bilanzierung zwischen Trägerinstrument und eingebettetem Derivat stattfindet. Stattdessen werden finanzielle Vermögenswerte basierend auf dem Business Model und ihren Vertragsbedingungen klassifiziert. Eine bilanzielle Trennungspflicht bei finanziellen Verbindlichkeiten ist nur dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind: ― Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden, ― ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IFRS 9 und ― die originäre finanzielle Verbindlichkeit wird nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht kumulativ erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der die finanzielle Verbindlichkeit zugeordnet wurde.
(25) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost
Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 32). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 260.354 | 247.410 | 5,2 |
| Zentralnotenbanken | 876 | 93 | |
| Kreditinstitute | 24.418 | 31.798 | - 23,2 |
| Firmenkunden | 97.419 | 92.090 | 5,8 |
| Privatkunden | 109.700 | 100.902 | 8,7 |
| Finanzdienstleister | 13.007 | 11.369 | 14,4 |
| Öffentliche Haushalte | 14.934 | 11.159 | 33,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 33.304 | 31.750 | 4,9 |
| Kreditinstitute | 2.432 | 2.563 | - 5,1 |
| Firmenkunden | 5.363 | 3.506 | 53,0 |
| Finanzdienstleister | 4.706 | 5.529 | - 14,9 |
| Öffentliche Haushalte | 20.803 | 20.152 | 3,2 |
| Gesamt | 293.658 | 279.160 | 5,2 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt und wird ab dem 1. Januar 2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch Note 61). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt. Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind ab dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des Managements erfolgt somit auch nicht auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 dar. Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8 %. Im Geschäftsjahr 2019 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio 63 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen 0 Mio. Euro. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,1 Mrd. Euro. Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert - 106 Mio. Euro ergeben, das überwiegend aus Credit Spread Effekten resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung sind die Cashflows der Grundgeschäfte dieses Portfolio im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.
(26) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 309.489 | 301.144 | 2,8 |
| Zentralnotenbanken | 4.006 | 2.955 | 35,6 |
| Kreditinstitute | 40.434 | 45.076 | - 10,3 |
| Firmenkunden | 84.602 | 80.618 | 4,9 |
| Privatkunden | 139.350 | 125.899 | 10,7 |
| Finanzdienstleister | 29.395 | 30.993 | - 5,2 |
| Öffentliche Haushalte | 11.701 | 15.603 | - 25,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 42.421 | 45.524 | - 6,8 |
| Geldmarktpapiere | 1.580 | 5.648 | - 72,0 |
| Pfandbriefe | 18.670 | 18.869 | - 1,1 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 22.171 | 21.006 | 5,5 |
| Gesamt | 351.909 | 346.668 | 1,5 |
(27) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI
Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins-und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 32 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, sofern diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (mit Recycling) | 779 | 1.300 | - 40,1 |
| Kreditinstitute | 151 | 148 | 2,2 |
| Firmenkunden | 229 | 539 | - 57,5 |
| Finanzdienstleister | 86 | 38 | |
| Öffentliche Haushalte | 312 | 574 | - 45,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) | 30.115 | 25.328 | 18,9 |
| Kreditinstitute | 12.411 | 10.448 | 18,8 |
| Firmenkunden | 564 | 749 | - 24,7 |
| Finanzdienstleister | 5.933 | 5.001 | 18,7 |
| Öffentliche Haushalte | 11.206 | 9.131 | 22,7 |
| Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) | 49 | 31 | 57,6 |
| Firmenkunden | 47 | 30 | 58,6 |
| Finanzdienstleister | 2 | 1 | 33,0 |
| Gesamt | 30.942 | 26.659 | 16,1 |
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Fair Value dieser Aktien 49 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro). Aus diesen Aktien wurden Dividendenzahlungen von 3 Mio. Euro (Vorjahr 1 Mio. Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 0 Mio. Euro (Vorjahr: - 1 Mio. Euro) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.
(28) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. |
| :--------- | :---------- | :---------- | :------ |Einlagen 19.202 21.083 - 8,9
Zentralnotenbanken 2.075 2.734 - 24,1
Kreditinstitute 4.224 8.498 - 50,3
Firmenkunden 791 1.015 - 22,1
Privatkunden 151 157 - 3,9
Finanzdienstleister 11.730 8.511 37,8
Öffentliche Haushalte 231 167 38,4
Begebene Schuldverschreibungen 761 866 - 12,1
Sonstige emittierte Schuldtitel 761 866 - 12,1
Gesamt 19.964 21.949 - 9,0
Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den Finanziellen Verbindlichkeiten - Fair Value Option folgende Wertansätze:
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 1.413 | 1.269 | 11,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 761 | 866 | - 12,1 |
| Gesamt | 2.174 | 2.135 | 1,8 |
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2019 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values 74 Mio. Euro (Vorjahr: - 91 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf 13 Mio. Euro (Vorjahr: - 61 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 2.083 Mio. Euro (Vorjahr 2.224 Mio. Euro). Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr wurden keine erfolgsneutralen Umgliederungen in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Die kreditrisikobedingten Änderungen der Fair Values der Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der Fair Values abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt. Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unseren Risiko-und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair Value Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen:
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 17.789 | 19.814 | - 10,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Gesamt | 17.789 | 19.814 | - 10,2 |
(29)
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 27).
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 26.181 | 31.386 | - 16,6 |
| Zentralnotenbanken | 4.152 | 8.266 | - 49,8 |
| Kreditinstitute | 10.254 | 10.785 | - 4,9 |
| Firmenkunden | 1.409 | 2.053 | - 31,4 |
| Privatkunden | 182 | 262 | - 30,6 |
| Finanzdienstleister | 10.167 | 6.082 | 67,2 |
| Öffentliche Haushalte | 17 | 3.938 | - 99,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3.642 | 2.350 | 55,0 |
| Kreditinstitute | 66 | 73 | - 8,7 |
| Firmenkunden | 14 | 116 | - 87,9 |
| Finanzdienstleister | 1.326 | 1.407 | - 5,8 |
| Öffentliche Haushalte | 2.236 | 754 | . |
| Eigenkapitalinstrumente | 373 | 337 | 10,8 |
| Kreditinstitute | 9 | 9 | - 0,4 |
| Firmenkunden | 291 | 283 | 2,5 |
| Finanzdienstleister | 73 | 44 | 66,6 |
| Gesamt | 30.196 | 34.073 | - 11,4 |
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen. Darüber hinaus weisen wir hier derivative Finanzinstrumente aus, die sich nicht für Hedge Accounting qualifizieren. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder internen Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 1.683 | 1.028 | 63,7 |
| Kreditinstitute | 506 | 628 | - 19,4 |
| Firmenkunden | 408 | 254 | 60,7 |
| Privatkunden | - | - | . |
| Finanzdienstleister | 769 | 3 | . |
| Öffentliche Haushalte | - | 143 | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.481 | 1.621 | - 8,6 |
| Kreditinstitute | 326 | 523 | - 37,6 |
| Firmenkunden | 174 | 61 | . |
| Finanzdienstleister | 409 | 390 | 5,1 |
| Öffentliche Haushalte | 572 | 648 | - 11,7 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.413 | 1.021 | 38,4 |
| Kreditinstitute | 3 | 10 | - 71,9 |
| Firmenkunden | 1.409 | 1.011 | 39,4 |
| Finanzdienstleister | 1 | - | . |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 39.328 | 38.067 | 3,3 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 30.124 | 27.302 | 10,3 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 6.975 | 7.442 | - 6,3 |
| Aktienderivate | 879 | 1.518 | - 42,1 |
| Kreditderivate | 303 | 511 | - 40,7 |
| Übrige derivative Geschäfte | 1.047 | 1.294 | - 19,1 |
| Sonstige Handelsbestände | 935 | 764 | 22,5 |
| Gesamt | 44.840 | 42.501 | 5,5 |
(30)
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zertifikate und andere Emissionen | 28 | 49 | - 43,4 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1.574 | 3.091 | - 49,1 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 37.764 | 40.264 | - 6,2 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 29.398 | 29.464 | - 0,2 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 7.240 | 8.512 | - 14,9 |
| Aktienderivate | 422 | 743 | - 43,1 |
| Kreditderivate | 344 | 923 | - 62,7 |
| Übrige derivative Geschäfte | 360 | 622 | - 42,0 |
| Gesamt | 39.366 | 43.404 | - 9,3 |
(31)
Kreditrisiken und Kreditverluste
Grundsätze und Bewertungen
Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im CommerzbankKonzern folgende Finanzinstrumente:
― Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost).
― Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI).
― Forderungen aus Leasingverhältnissen.
― Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.
― Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:
In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser, siehe Konzernlagebericht Seite 110) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate ("12-month ECL") zu erfassen.
Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL").
Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Im Jahr 2016 veröffentlichte die EBA neue Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die verbindliche Anwendung hat spätestens zum 1. Januar 2021 zu erfolgen. In der Commerzbank erfolgte die Umsetzung bereits im vierten Quartal 2019. Die Anpassung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Verlusterwartung der Bank, daher ergaben sich auch keine nennenswerten Auswirkungen für die Impairmentermittlung bzw. das Konzernergebnis.
(32)# Anhang zum Konzernabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zu den einzelnen Posten
Wertminderung von Finanzinstrumenten
Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
* Überziehung größer 90 Tage.
* Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay).
* Sanierung/krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen.
* Die Bank kündigt die Forderungen.
* Der Kunde ist insolvent.
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Szenarien und Wahrscheinlichkeiten basieren auf Einschätzungen von Sanierungs- und Abwicklungsspezialisten. Für jedes Szenario - unabhängig davon, ob es sich um ein Fortführungs- oder Verwertungsszenario handelt - werden Zeitpunkte und Höhe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme geschätzt. Hierbei werden zukunftsgerichtet sowohl die kundenspezifische als auch die makroökonomische Situation (zum Beispiel Devisenbeschränkungen, Devisenwertschwankungen, Rohstoffpreisentwicklungen) und das Branchenumfeld berücksichtigt. Basis der Schätzung sind auch externe Informationen. Als Quellen sind hier unter anderem Indices (zum Beispiel World Corruption Index), Prognosen (zum Beispiel des IWF), Informationen globaler Vereinigungen von Finanzdienstleistern (zum Beispiel Institute of International Finance) und Veröffentlichungen von Ratingagenturen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu nennen.
Liegt kein Ausfallkriterium mehr vor, gesundet das Finanzinstrument und wird nicht mehr Stage 3 zugeordnet. Nach Gesundung erfolgt auf Basis aktualisierter Ratinginformationen erneut die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Bilanzansatz signifikant erhöht hat und die entsprechende Zuordnung zu Stage 1 oder Stage 2.
Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.
Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald diese uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.
Ermittlung Expected Credit Loss
Die Commerzbank ermittelt den ECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit (einschließlich Verlängerungsoptionen) über die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden.
Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:
* die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD);
* die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD);
* die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD).
Die PD ergibt sich aus der Anwendung interner Ratingverfahren, die auf die jeweilige Kundengruppe ausgerichtet sind. In die Ermittlung fließen unterschiedlichste qualitative und quantitative Variablen ein, deren Berücksichtigung beziehungsweise Gewichtung vom jeweiligen Verfahren abhängt. Die Zuordnung der PD-Bandbreiten zu den internen Ratingklassen sowie die Überleitung zu externen Ratings können der Masterskala (siehe Konzernlagebericht) entnommen werden.
Der LGD ist der prognostizierte Verlust bei Ausfall in Prozent des Forderungsbetrages zum Zeitpunkt des Ausfalls (EaD) unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Wiedergewinnung auf den unbesicherten Anteil. Die Schätzung erfolgt spezifisch für unterschiedliche Sicherheitenarten und Kundengruppen. Basis für die Ermittlung sind sowohl beobachtete historische Portfoliodaten als auch diverse externe Informationen wie beispielsweise Indizes und Daten zur Entwicklung der Kaufkraft.
Der EaD ist die zum Ausfallzeitpunkt erwartete Kreditinanspruchnahme unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-) Ziehung von offenen Kreditlinien. Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt.
Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor.
Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (point-intime Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen. Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische Parameter ergänzt wird. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Gegebenenfalls werden diese durch expertenbasierte Annahmen ergänzt, deren Erhebung im Rahmen eines Panels durch eine Policy geregelt ist. Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert.
Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind außerdem unter Umständen zusätzliche Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf das IFRS 9 ECL-Modellergebnis zu berücksichtigen, die aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im Rahmen der Modellierung des dargestellten IFRS 9 ECL Parameter-Sets abgebildet werden (dies kann singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel materielle politische Entscheidungen, militärische Konflikte). Die Prüfung der Notwendigkeit solcher Top Level Adjustments unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy geregelt. Die ECL-Ermittlung ist in umfangreichen fachlichen und technischen Konzepten dokumentiert. Alle im Rahmen der ECL-Ermittlung verwendeten Parameter werden einer regelmäßigen Validierung durch eine unabhängige Einheit unterzogen (in der Regel jährlich) und bei Bedarf entsprechend angepasst. Die maßgeblichen Policies werden anlassbezogen überprüft.
Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos
In den Ratingsystemen der Commerzbank werden sämtliche verfügbaren quantitativen und qualitativen Informationen mit Relevanz für die Prognose des Ausfallrisikos zur PD verdichtet. Dieser Größe liegt insbesondere eine statistisch fundierte Auswahl und Gewichtung aller verfügbaren Indikatoren zugrunde.Weiterhin fließen in die gemäß den IFRS-9-Anforderungen adjustierten PD neben historischen Informationen und dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld insbesondere auch zukunftsbezogene Informationen wie zum Beispiel die Prognose der Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen ein. Folgerichtig verwendet die Commerzbank ausschließlich die PD als Messgröße für die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat. Durch die Verankerung der Überprüfung des relativen Transferkriteriums in den robusten Verfahren und Prozessen des konzernweiten Kreditrisikomanagement Frameworks der Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung, Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess) wird sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zuverlässig und zeitnah nach objektiven Kriterien erkannt wird. Für Fälle mit einer Überziehung größer als 30 Tage wurde nachgewiesen, dass dieser Trigger bereits über die Ratings und/oder den Rating-Prozess abgedeckt ist. Der überwiegende Teil des Portfolios mit Überziehungen größer als 30 Tage befindet sich im Ausfall oder wird durch eine signifikante PD-Erhöhung Stage 2 zugeordnet. Nur ein unwesentlicher Teil liegt in Stage 1. Für diesen Teil hat die Bank durch ein entsprechendes Ratingergebnis nachgewiesen, dass trotz der Überziehung größer als 30 Tage keine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit vorliegt. Für weiterführende Informationen zu Verfahren und Prozessen sowie der Governance im Kreditrisikomanagement der Commerzbank verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht (Seite 106 ff.). Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, erfolgt zum Berichtsstichtag grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten Ausfallwahrscheinlichkeit über die Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im Zugangszeitpunkt erwarteten Lifetime-PD über denselben Zeitraum. Im Einklang mit den IFRS-Anforderungen erfolgt in bestimmten Teilportfolios der Vergleich zwischen ursprünglicher und aktueller PD auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag ("12-month PD"). In diesen Fällen erbringt die Bank mithilfe von Äquivalenzanalysen den Nachweis dass keine materiellen Abweichungen gegenüber einer Beurteilung anhand der Lifetime-PD auftreten. Zur Bestimmung ob eine PD-Erhöhung gegenüber dem Zugangszeitpunkt als "signifikant" einzustufen ist, werden mit einem statistischen Verfahren differenziert nach Ratingmodellen Schwellwerte festgelegt, die einen kritischen Abweichungsgrad von der mittleren PD-Entwicklung repräsentieren. Um eine ökonomisch fundierte Stagezuordnung sicherzustellen werden dabei transaktionsspezifische Einflussgrößen, wie die Höhe der PD im Zugangszeitpunkt, die bisherige Laufzeit sowie die Restlaufzeit des Geschäftsberücksichtigt. Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2 nach Stage 1 wird vorgenommen, wenn am Berichtsstichtag das Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht mehr signifikant erhöht ist. In der Netto-Position aus Zuführungen und Auflösungen sind Zuschreibungen aus Eingängen für abgeschriebene Forderungen enthalten.
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| Mio. € | Stand 1.1.2019 | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | Stand 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2.206 | 538 | 702 | - | 151 | 2.193 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2.190 | 560 | 714 | - | 150 | 2.185 |
| Darlehen und Forderungen | 2.083 | 586 | 689 | - | 149 | 2.130 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 107 | - | 27 | 26 | - | 1 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | - | 21 | - | 12 | - |
| Darlehen und Forderungen | 7 | - | 6 | - | - | 0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | - | 16 | - | 12 | - |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 9 | - | 0 | - | - | 0 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 136 | 25 | - | - | 0 | 161 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 124 | 56 | - | - | 1 | 182 |
| Gesamt | 2.476 | 620 | 702 | - | 152 | 2.546 |
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| Mio. € | Stand 1.1.2018¹ | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | Stand 31.12.2018¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2.203 | 475 | 466 | - | - | 6 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2.187 | 477 | 467 | - | - | 7 |
| Darlehen und Forderungen | 2.096 | 462 | 467 | - | - | 9 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 90 | 15 | 0 | - | - | 2 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | - | 2 | - | 1 | - |
| Darlehen und Forderungen | 7 | - | 0 | - | - | 0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | - | 1 | - | 1 | - |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 10 | - | 1 | - | - | 0 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 127 | 9 | - | - | - | 0 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 161 | - | 38 | 0 | - | 1 |
| Gesamt | 2.501 | 446 | 466 | - | - | 5 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Die Veränderung der Wertberichtigungen nach Stages stellte sich wie folgt dar:
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| Wertberichtigung für Risiken aus Darlehen, Forderungen und Rückstellungen | Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 1.1.2019 | 243 | 317 | 1.469 | 61 | 2.090 | |
| Neugeschäft | 112 | 33 | 96 | 27 | 268 | |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | ||||||
| aus Stage 1 | - | 89 | 357 | 99 | - | |
| aus Stage 2 | 112 | - | 376 | 215 | - | |
| aus Stage 3 | 12 | 12 | - | 44 | - | |
| Abgänge | 95 | 73 | 244 | 32 | 443 | |
| Parameteränderungen / Modellveränderungen | - | 58 | 21 | 377 | 77 | |
| Verbrauch | - | - | 465 | 182 | 647 | |
| Wechselkursänderungen / Umbuchungen | 3 | 2 | 18 | 125 | 149 | |
| Wertberichtigungen zum 31.12.2019 | 239 | 295 | 1.521 | 76 | 2.130 | |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 2 | 3 | 3 | 9 | |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 81 | 56 | 14 | 10 | 161 | |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 77 | 89 | 15 | 182 | |
| Rückstellungen zum 31.12.2019 | 84 | 135 | 106 | 28 | 352 |
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| Wertberichtigung für Risiken aus verbrieften Schuldinstrumenten | Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 1.1.2019 | 30 | 83 | 2 | 1 | 116 | |
| Neugeschäft | 9 | 0 | - | 0 | - | |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | ||||||
| aus Stage 1 | - | 0 | 4 | - | - | |
| aus Stage 2 | 1 | - | 51 | 26 | - | |
| aus Stage 3 | - | 1 | - | - | 1 | |
| Abgänge | 4 | 2 | - | 1 | 7 | |
| Parameteränderungen / Modellveränderungen | - | 1 | - | 8 | - | |
| Verbrauch | - | - | 2 | - | 2 | |
| Wechselkursänderungen / Umbuchungen | 0 | 1 | 0 | 1 | 2 | |
| Wertberichtigungen zum 31.12.2019 | 34 | 28 | 0 | 0 | 62 |
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| Wertberichtigung für Risiken aus Darlehen, Forderungen und Rückstellungen | Mio. €¹ | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 1.1.2018 | 239 | 227 | 1.637 | - | 2.104 | |
| Neugeschäft | 123 | 19 | 54 | 14 | 210 | |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | ||||||
| aus Stage 1 | - | 82 | 342 | 75 | - | |
| aus Stage 2 | 74 | - | 303 | 245 | - | |
| aus Stage 3 | 4 | 13 | - | 28 | - | |
| Abgänge | 98 | 86 | 400 | 52 | 636 | |
| Parameteränderungen / Modellveränderungen | - | 17 | 108 | 415 | 118 | |
| Verbrauch | - | - | 510 | 33 | 543 | |
| Wechselkursänderungen / Umbuchungen | - | 1 | - | 3 | - | |
| Wertberichtigungen zum 31.12.2018 | 243 | 317 | 1.469 | 61 | 2.090 | |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 1 | 2 | 4 | 9 | |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 70 | 48 | 13 | 5 | 136 | |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 72 | 37 | 15 | 124 | |
| Rückstellungen zum 31.12.2018 | 73 | 121 | 51 | 24 | 270 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
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| Wertberichtigung für Risiken aus verbrieften Schuldinstrumenten | Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 1.1.2018 | 26 | 71 | 2 | - | 99 | |
| Neugeschäft | 2 | 0 | - | - | 2 | |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | ||||||
| aus Stage 1 | - | 0 | 4 | - | - | |
| aus Stage 2 | 0 | - | 5 | - | - | |
| aus Stage 3 | 0 | - | - | - | 0 | |
| Abgänge | 1 | 0 | - | - | 1 | |
| Parameteränderungen / Modellveränderungen | 3 | 10 | 1 | 0 | 14 | |
| Verbrauch | - | - | - | 1 | 1 | |
| Wechselkursänderungen / Umbuchungen | - | 0 | 2 | - | 0 | |
| Wertberichtigungen zum 31.12.2018 | 30 | 83 | 2 | 1 | 116 |
Ein Finanzinstrument wird in dieser Darstellung als Neugeschäft definiert, sofern das für die Beurteilung der signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos maßgebliche Datum in der Berichtsperiode liegt. Diese Grundgesamtheit kann daher von sonstigen Neugeschäftserhebungen, beispielsweise zur Vertriebssteuerung, abweichend sein. Die Bestandsveränderungen aus Stagetransfers zeigen die Zuführungen und Auflösungen, die sich in der Berichtsperiode durch eine veränderte Stagezuordnung ergeben haben. Beim Transfer wird dabei der Bestand in der bisherigen Stage vollständig aufgelöst und der Zielbestand wird in der neuen Stage vollständig zugeführt. Als Abgänge werden Risikovorsorgeauflösungen für Geschäfte dargestellt, die in der Berichtsperiode bilanziell abgegangen sind. In der Zeile Parameteränderungen/ Modellveränderungen sind Bestandsveränderungen enthalten, die auf veränderte Risikovorsorgeparameter zurückzuführen sind. Dies umfasst sowohl die Veränderungen der Inanspruchnahme (beispielweise aus Tilgungen), als auch der haftenden Sicherheiten sowie Veränderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit, die nicht zu einem Stagewechsel geführt haben. Des Weiteren zeigen sich hier Anpassungseffekte aus turnusmäßigen Parameterüberprüfungen und aus veränderten makroökonomischen Erwartungen. Der Verbrauch spiegelt wider, in welcher Höhe der Risikovorsorgebestand durch erfolgsneutrale Abschreibungen reduziert wurde. In der Zeile Wechselkursänderungen/Umbuchungen werden Währungseffekte und, sofern zutreffend, Bestandsübertragungen aus Reklassifizierungen gezeigt. Der Darstellung liegen Buchungen am Einzelgeschäft zugrunde. Auf Kundenebene kann es daher dazu kommen, dass mehrere Positionen des Spiegels angesprochen werden. Beispielsweise können sowohl Neugeschäfte als auch Abgänge enthalten sein. Eine Verrechnung erfolgt nicht. Von dem Gesamtbestand der Rückstellungen entfallen 156 Mio. Euro auf außerbilanzielle Geschäfte, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive), die aber im Rahmen des Impairmentmodells mit dem Lifetime Expected Credit Loss bevorsorgt werden (siehe Note 60). In der Berichtsperiode wurden Forderungen von 163 Mio. Euro (teil)abgeschrieben, für die weiterhin Beitreibungsaktivitäten durchgeführt werden.Die Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte, für die Wertberichtigungen gebildet wurden, haben sich im Berichtszeitraum wie folgt verändert:
Darlehen und Forderungen | Mio. €
| Stand | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 | 237.967 | 9.572 | 2.628 | 625 | 250.793 |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | |||||
| Transfer aus Stage 1 | - | 7.454 | 6.844 | 610 | - |
| Transfer aus Stage 2 | 2.821 | - | 3.087 | 266 | - |
| Transfer aus Stage 3 | 9 | 35 | - | 44 | - |
| Sonstige Bestandsveränderungen | 16.685 | - | 3.515 | - | 661 |
| 31.12.2019 | 250.029 | 9.848 | 2.799 | 585 | 263.262 |
Verbriefte Schuldinstrumente | Mio. €
| Stand | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 | 55.974 | 1.158 | 12 | 42 | 57.185 |
| Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | |||||
| Transfer aus Stage 1 | - | 139 | 139 | - | - |
| Transfer aus Stage 2 | 240 | - | 240 | - | - |
| Transfer aus Stage 3 | - | - | - | - | - |
| Sonstige Bestandsveränderungen | 6.462 | - | 128 | - | 12 |
| 31.12.2019 | 62.537 | 928 | 0 | 10 | 63.475 |
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, für die Wertberichtigungen gebildet wurden, verteilen sich wie folgt auf die Ratingklassen:
31.12.2019 Darlehen und Forderungen | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 80.543 | 0 | 11 | 80.554 |
| 2,0 - 2,8 | 124.941 | 300 | 52 | 125.293 |
| 3,0 - 3,8 | 36.649 | 4.536 | 29 | 41.215 |
| 4,0 - 4,8 | 6.290 | 2.545 | 19 | 8.853 |
| 5,0 - 5,8 | 1.606 | 2.564 | 126 | 4.297 |
| 6,1 - 6,5 | 0 | 2.702 | 348 | 3.050 |
| Gesamt | 250.029 | 12.648 | 585 | 263.262 |
31.12.2019 Verbriefte Schuldinstrumente | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 37.481 | 0 | 0 | 37.481 |
| 2,0 - 2,8 | 24.616 | 0 | 9 | 24.625 |
| 3,0 - 3,8 | 385 | 690 | 0 | 1.075 |
| 4,0 - 4,8 | 4 | 218 | 0 | 222 |
| 5,0 - 5,8 | 50 | 19 | 0 | 70 |
| 6,1 - 6,5 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Gesamt | 62.537 | 928 | 10 | 63.475 |
31.12.2019 Finanzgarantien, Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 33.739 | 3.901 | 2 | 37.642 |
| 2,0 - 2,8 | 92.637 | 21.607 | 8 | 114.252 |
| 3,0 - 3,8 | 15.664 | 6.806 | 8 | 22.478 |
| 4,0 - 4,8 | 1.709 | 1.791 | 10 | 3.510 |
| 5,0 - 5,8 | 789 | 1.026 | 1 | 1.816 |
| 6,1 - 6,5 | 4 | 224 | 91 | 319 |
| Gesamt | 144.543 | 35.355 | 120 | 180.018 |
31.12.2018 Darlehen und Forderungen | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 60.185 | 0 | 11 | 60.196 |
| 2,0 - 2,8 | 111.756 | 0 | 76 | 111.832 |
| 3,0 - 3,8 | 34.949 | 4.142 | 34 | 39.125 |
| 4,0 - 4,8 | 4.968 | 3.113 | 21 | 8.102 |
| 5,0 - 5,8 | 1.375 | 2.317 | 139 | 3.831 |
| 6,1 - 6,5 | 0 | 2.628 | 344 | 2.972 |
| Gesamt | 213.233 | 12.200 | 625 | 226.058 |
31.12.2018 Verbriefte Schuldinstrumente | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 29.081 | 0 | 0 | 29.081 |
| 2,0 - 2,8 | 24.473 | 0 | 0 | 24.473 |
| 3,0 - 3,8 | 1.718 | 988 | 0 | 2.706 |
| 4,0 - 4,8 | 14 | 69 | 0 | 83 |
| 5,0 - 5,8 | 0 | 100 | 0 | 100 |
| 6,1 - 6,5 | 0 | 12 | 42 | 54 |
| Gesamt | 55.285 | 1.169 | 42 | 56.497 |
31.12.2018 Finanzgarantien, Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | Mio. €
| Ratingklasse | 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 - 1,8 | 32.607 | 3.450 | 6 | 36.063 |
| 2,0 - 2,8 | 84.693 | 21.208 | 45 | 105.946 |
| 3,0 - 3,8 | 13.799 | 6.664 | 21 | 20.483 |
| 4,0 - 4,8 | 1.178 | 1.749 | 23 | 2.950 |
| 5,0 - 5,8 | 418 | 900 | 3 | 1.320 |
| 6,1 - 6,5 | 0 | 204 | 85 | 290 |
| Gesamt | 132.694 | 34.174 | 183 | 167.051 |
(33) Kreditrisikokonzentration
Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und dem Anwenden einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen gegenüber einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Darlehen und Forderungen sowie der Kreditzusagen, Finanzgarantien und sonstigen Gewährleistungen stellten sich nach Bruttobuchwerten wie folgt dar:
Darlehen und Forderungen | Mio. €
| 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | |
|---|---|---|
| Kreditinstitute und Kunden in Deutschland | 169.413 | 164.698 |
| Kreditinstitute | 5.136 | 7.666 |
| Firmenkunden | 55.571 | 54.336 |
| Verarbeitendes Gewerbe | 18.995 | 18.115 |
| Baugewerbe | 683 | 792 |
| Handel | 9.021 | 8.778 |
| Dienstleistungen und Übrige | 26.872 | 26.651 |
| Privatkunden | 96.578 | 89.599 |
| Finanzdienstleister | 2.775 | 2.588 |
| Öffentliche Haushalte | 9.352 | 10.509 |
| Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands | 121.713 | 118.508 |
| Kreditinstitute | 35.254 | 44.078 |
| Firmenkunden | 45.284 | 41.962 |
| Privatkunden | 13.985 | 12.223 |
| Finanzdienstleister | 21.276 | 14.937 |
| Öffentliche Haushalte | 5.914 | 5.309 |
| Zwischensumme | 291.125 | 283.207 |
| abzüglich Wertberichtigungen auf Darlehen und Forderungen | -2.130 | -2.083 |
| Gesamt | 288.996 | 281.123 |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Unwiderrufliche Kreditzusagen, Finanzgarantien und Sonstige Gewährleistungen | Mio. €
| 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | |
|---|---|---|
| Kreditinstitute und Kunden in Deutschland | 51.752 | 49.686 |
| Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands | 70.252 | 67.352 |
| Zwischensumme | 122.004 | 117.038 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -300 | -217 |
| Gesamt | 121.704 | 116.821 |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Die in den vorstehenden Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Darlehen und Forderungen sowie im Bereich der Kreditzusagen, Finanzgarantien und sonstigen Gewährleistungen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.
(34) Maximales Kreditrisiko
Die maximale Kreditrisikoexposition - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Finanzgarantien den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buchbeziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 293.658 | 279.160 | 5,2 |
| Darlehen und Forderungen | 260.354 | 247.410 | 5,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 33.304 | 31.750 | 4,9 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 30.893 | 26.627 | 16,0 |
| Darlehen und Forderungen | 779 | 1.300 | -40,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30.115 | 25.328 | 18,9 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 29.823 | 33.736 | -11,6 |
| Darlehen und Forderungen | 26.181 | 31.386 | -16,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3.642 | 2.350 | 55,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 43.427 | 41.480 | 4,7 |
| Darlehen und Forderungen | 1.683 | 1.028 | 63,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.481 | 1.621 | -8,6 |
| Derivate | 39.328 | 38.067 | 3,3 |
| Sonstige Handelsbestände | 935 | 764 | 22,5 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1.992 | 1.457 | 36,7 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 80.980 | 78.471 | 3,2 |
| Finanzgarantien | 2.163 | 2.369 | -8,7 |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt (siehe Kapitel Adressenausfallrisiken im Konzernlagebericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.
(35) Absicherung von Krediten
Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swaps (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:
― Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),
― Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen erreicht) und
― Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).
Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 hatte die Commerzbank Aktiengesellschaft fünf Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt. Die vertragliche Laufzeit liegt bei 5-10 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2019 Kundenkredite mit einem Volumen von 5,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 5,1 Mrd. Euro) abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 1,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro).
| Name der Transaktion | Sicherungsnehmer | Jahr des Abschlusses | Laufzeit der Transaktion in Jahren | Forderungsart | Kreditvolumen Mio. € | Entlastung der gewichteten Risikoaktiva Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CoCo Finance III- 1 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2017 | 9 | Firmenkunden | 690 | -1 |
| CoCo Finance III- 2 | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2019 | 10 | Firmenkunden | 1.771 | 510 |
| CoCo Finance III- 3 | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2019 | 5 | Firmenkunden | 1.785 | 415 |
| CoSMO Finance III- 1 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2015 | 10 | Firmenkunden | 272 | -27 |
| CoSMO Finance III- 2 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2016 | 10 | Firmenkunden | 1.004 | 86 |
| Gesamt | 5.521 | 982 |
(36) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten
Hierarchie der Fair Values
Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
― Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
― Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.# Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Cashflows, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle.
Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.
Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.
Angabepflichten
Im Folgenden wird unterschieden in:
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.
Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente
Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.
Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads).
Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.
Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.
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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2019
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,8 | 0,0 | 0,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 20,4 | 9,7 | 0,0 | 30,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 23,7 | 2,4 | 26,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,9 | 1,6 | 1,1 | 3,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,4 | 0,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | 0,8 | 0,8 | 0,0 | 1,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,8 | 0,6 | 0,0 | 1,5 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1,4 | 0,0 | 0,0 | 1,4 |
| Derivate | - | 37,7 | 1,6 | 39,3 |
| Sonstige | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Hedge Accounting | - | 2,0 | - | 2,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,1 | 0,1 | 0,0 | 1,2 |
| Eigenkapitalinstrumente | 3,6 | 0,1 | 0,0 | 3,6 |
| Derivate | - | 2,6 | 0,2 | 2,9 |
| Gesamt | 30,1 | 79,8 | 5,8 | 115,8 |
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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2018¹
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 15,4 | 9,7 | 0,2 | 25,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 26,6 | 4,8 | 31,4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,6 | 0,7 | 1,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,3 | 0,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | 0,2 | 0,9 | - | 1,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,9 | 0,7 | 0,0 | 1,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1,0 | - | - | 1,0 |
| Derivate | - | 34,7 | 3,4 | 38,1 |
| Sonstige | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Hedge Accounting | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2,3 | 0,1 | 0,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 7,8 | - | - | 7,8 |
| Derivate | - | 2,2 | 0,1 | 2,3 |
| Gesamt | 29,1 | 78,4 | 10,0 | 117,5 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2019
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 19,2 | - | 19,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||
| Derivate | - | 36,7 | 1,0 | 37,8 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1,2 | 0,3 | - | 1,6 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting | - | 4,4 | - | 4,4 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | 2,2 | - | 2,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | 2,0 | 0,3 | 2,3 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 3,2 | - | - | 3,2 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,4 | 0,0 | - | 0,4 |
| Gesamt | 5,7 | 64,9 | 1,4 | 72,0 |
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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2018
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 21,1 | - | 21,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||
| Derivate | - | 37,0 | 3,3 | 40,3 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 2,7 | 0,4 | 0,0 | 3,1 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | 3,3 | - | 3,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | 3,4 | 0,3 | 3,7 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 4,5 | - | - | 4,5 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,5 | 0,0 | - | 0,5 |
| Gesamt | 8,6 | 66,5 | 3,7 | 78,8 |
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben. Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT und mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen. Darüber hinaus wurden 2,6 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,6 Mrd.Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, mit 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 0,8 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:
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Finanzielle Vermögenswerte Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt
---|---|---|---|---|---
Fair Value zum 1.1.2019 | 215 | 6.208 | 3.415 | 125 | 9.962
Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 8 | - 261 | 1.007 | 61 | 799
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | 8 | - 261 | 1.007 | 73 | 812
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | -
Käufe | 25 | 877 | 100 | 44 | 1.046
Verkäufe | - 101 | - 1.146 | - | 0 | - 20 | - 1.268
Emissionen | - | - | - | - | -
Rückzahlungen | - | - | 2.790 | - | 17 | - 2.807
Umbuchungen in Level 3 | 142 | 1.089 | 41 | 84 | 1.356
Umbuchungen aus Level 3 | - 244 | - 74 | - 148 | - 40 | - 507
IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - | 2.762 | - | - | 2.762
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | -
Fair Value zum 31.12.2019 | 29 | 3.931 | 1.625 | 237 | 5.822
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Finanzielle Vermögenswerte Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt
---|---|---|---|---|---
Fair Value zum 1.1.2018 | 36 | 6.319 | 3.754 | - | 10.109
Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 1 | - 90 | - 158 | - | 249
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/ Verlusten | - | 1 | - 88 | - 153 | - | 242
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | -
Käufe | - | 2.164 | - | 9 | 1 | 2.155
Verkäufe | - 31 | - 2.592 | - | 51 | - | - | 2.674
Emissionen | - | - | - | - | -
Rückzahlungen | - | - | - | - | -
Umbuchungen in Level 3 | 288 | 542 | 109 | 2 | 941
Umbuchungen aus Level 3 | - 78 | - 135 | - 108 | - | - | 321
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | 122 | 122 | 0
Fair Value zum 31.12.2018 | 215 | 6.208 | 3.415 | 125 | 9.962
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in Level 3 reklassifiziert (siehe Note 25). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI und von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie HFT vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobchatbare Parameter vorlagen. Umgliederungen von Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9 Kategorie FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen.
Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € | Finanzielle Verbindlichkeiten -Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt
---|---|---|---|---
Fair Value zum 1.1.2019 | - | 3.330 | 334 | 3.665
Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 442 | - 41 | 401
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | 442 | 101 | 543
Käufe | - | 282 | 16 | 298
Verkäufe | - | - | 101 | - | - | 101
Emissionen | - | - | - | -
Rückzahlungen | - | - | 2.873 | - | 18 | - 2.890
Umbuchungen in Level 3 | - | - | 16 | 70 | 54
Umbuchungen aus Level 3 | - | - | 14 | - | 27 | - 41
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | -
Fair Value zum 31.12.2019 | - | 1.050 | 336 | 1.385
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Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. € | Finanzielle Verbindlichkeiten -Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt
---|---|---|---|---
Fair Value zum 1.1.2018 | 100 | 3.897 | - | 3.997
Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | - | 126 | - | - | 126
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | - | 104 | - | - | 104
Käufe | - | 120 | - | 120
Verkäufe | - | 100 | - | 2 | - | - | 102
Emissionen | - | - | - | -
Rückzahlungen | - | - | 13 | - | - | 13
Umbuchungen in Level 3 | - | 49 | - | 49
Umbuchungen aus Level 3 | - | - | 261 | - | - | 261
Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | 334 | 334
Fair Value zum 31.12.2018 | - | 3.330 | 334 | 3.665
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil der Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vor.
Sensitivitätsanalyse
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3).
Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet.
Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:
-
Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Cashflows eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
-
Credit Spread: Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind.# Bewertungstechniken
Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
Zins-Währungs-Korrelation
Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.
Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten
Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Cashflows, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
Repo-Kurve
Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).
Preis
Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.
Investmentfonds-Volatilität
Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden. Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:
Überblick über nicht beobachtbare Parameter und Bandbreiten
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Mio. € 31.12.2019
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 2.502 | - | - | - |
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 1.586 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-Modell | 64 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow-Modell | 852 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.148 | 16 | - | - |
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell | 1.148 | 16 | Credit Spread (Basispunkte) |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell | 802 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Eigenkapitalinstrumente | 355 | - | - | - |
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 355 | - | Preis (%) |
| Derivate | 1.817 | 1.369 | - | - |
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 289 | 368 | IRR (%) |
| Optionspreismodell | - | - | Investmentfonds-Volatilität | 1 % - 4 % |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | Discounted-Cashflow-Modell | 1.528 | 836 | Credit Spread (Basispunkte) |
| Verwertungsquote (%) | 20 % - 40 % | |||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 165 | Zins-Währungs-Korrelation (%) |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - |
| Summe | 5.822 | 1.385 |
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Mio. € 31.12.2018
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 4.830 | - | - | - |
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 1.528 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-Modell | 479 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Forderungen | Preis basiert | 2.823 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.267 | - | - | - |
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell | 1.267 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell | 1.072 | - | Credit Spread (Basispunkte) |
| Eigenkapitalinstrumente | 328 | - | - | - |
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 328 | - | Preis (%) |
| Derivate | 3.537 | 3.665 | - | - |
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 122 | 334 | IRR (%), Preis (%), InvestmentfondsVolatilität |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | Discounted-Cashflow-Modell | 3.415 | 3.152 | Credit Spread (Basispunkte) |
| Verwertungsquote (%) | 40 % - 80 % | |||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 179 | Zins-WährungsKorrelation (%) |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - |
| Summe | 9.962 | 3.665 |
Sensitivitätsanalyse für Level-3-Finanzinstrumente
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:
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Mio. € 31.12.2019
| Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter | |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 20 | - | 20 |
| Repo-Kurve | 14 | - | 14 |
| Schiffsfinanzierungen | 0 | - | 0 |
| Sonstige Forderungen | 6 | - | 6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 25 | - | 25 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 25 | - | 25 |
| davon: ABS | 21 | - | 21 |
| Eigenkapitalinstrumente | 4 | - | 4 |
| Aktienbezogene Geschäfte | 4 | - | 4 |
| Derivate | 18 | - | 18 |
| Aktienbezogene Geschäfte | 12 | - | 13 |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 4 | - | 4 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 1 | - | 1 |
| Sonstige | - | - | - |
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Mio. € 31.12.2018
| Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter | |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 76 | - | 76 |
| Repo-Kurve | 15 | - | 15 |
| Schiffsfinanzierungen | 5 | - | 5 |
| Sonstige Forderungen | 56 | - | 56 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 52 | - | 52 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 52 | - | 52 |
| davon: ABS | 33 | - | 33 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1 | - | 1 |
| Aktienbezogene Geschäfte | 1 | - | 1 |
| Derivate | 19 | - | 19 |
| Aktienbezogene Geschäfte | 9 | - | 9 |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 10 | - | 10 |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - | - |
| Sonstige | - | - | - |
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.# Day-One Profit or Loss
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten. Die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | |
|---|---|
| Day-One Profit or Loss | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | |
| Gesamt | |
| Bestand am 1.1.2018 | -34 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | 35 |
| Erfolgswirksame Auflösungen | -11 |
| Bestand am 31.12.2018 | -58 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - |
| Erfolgswirksame Auflösungen | -34 |
| Bestand am 31.12.2019 | -24 |
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente
Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten. Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung. Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar. Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden. Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.
| 31.12.2019 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 337,3 | 336,0 | 1,3 | 12,2 | 83,1 | 242,0 | |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 41,2 | 41,2 | - | - | 41,2 | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 295,9 | 293,7 | 2,3 | 12,2 | 41,7 | 242,0 | |
| Darlehen und Forderungen | 265,1 | 260,4 | 4,7 | - | 25,0 | 240,1 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30,8 | 33,3 | -2,5 | 12,2 | 16,8 | 1,9 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,0 | -1,0 | - | - | - | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - | |
| Darlehen und Forderungen | 0,2 | 0,2 | - | - | 0,2 | - | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - | |
| Passiva | 354,4 | 353,4 | 1,1 | 29,9 | 321,4 | 3,1 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost | 354,2 | 351,9 | 2,3 | 29,9 | 321,1 | 3,1 | |
| Einlagen | 309,3 | 309,5 | -0,1 | - | 309,3 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | 44,8 | 42,4 | 2,4 | 29,9 | 11,8 | 3,1 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,2 | -1,2 | - | - | - | |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - | |
| Einlagen | 0,3 | 0,3 | - | - | 0,3 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2018 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 332,0 | 333,9 | -2,0 | 10,8 | 102,4 | 218,8 | |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53,9 | 53,9 | - | - | 53,9 | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 277,4 | 279,2 | -1,8 | 10,8 | 48,0 | 218,6 | |
| Darlehen und Forderungen | 1 248,9 | 247,4 | 1,5 | - | 32,1 | 216,8 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2 28,5 | 31,8 | -3,3 | 10,8 | 15,9 | 1,8 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,2 | -0,2 | - | - | - | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,7 | 0,7 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 | |
| Darlehen und Forderungen | 0,6 | 0,6 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | - | |
| Passiva | 348,5 | 348,0 | 0,5 | 24,3 | 321,1 | 3,1 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost | 347,7 | 346,7 | 1,1 | 24,3 | 320,3 | 3,1 | |
| Einlagen | 300,9 | 301,1 | -0,3 | - | 300,9 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | 2 46,8 | 45,5 | 1,3 | 24,3 | 19,4 | 3,1 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,5 | -0,5 | - | - | - | |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - | |
| Einlagen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
2 Angepasste Werte. Die Methodik zur Einordnung in die Levelhierarchie wurde bei verbrieften Schuldinstrumenten sowie bei begebenen Schuldverschreibungen der Kategorie Amortised Cost angepasst. Dadurch erfolgte eine Umgliederung von Level 2 nach Level 1.
(37) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die ― gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und ― die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II). Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Netting-Prozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleart werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.
Aktiva | Mio.## € 31.12.2019 31.12.2018 Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 49.270 | 145.892 | 49.781 | 93.485 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 14.695 | 2.918 | 7.997 | 5.018 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 34.575 | 142.973 | 41.784 | 88.467 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I 1 | 24.900 | 101.709 | 24.565 | 51.657 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 9.675 | 41.264 | 17.219 | 36.810 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen 2 | 1.724 | 25.570 | 4.345 | 24.928 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind 3 | ||||
| Unbare Sicherheiten 4 | 5.529 | 45 | 9.709 | 58 |
| Barsicherheiten | 98 | 8.653 | 2 | 7.790 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 2.324 | 6.996 | 3.163 | 4.033 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 154 | 0 | 1.258 | 147 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 2.169 | 6.996 | 1.904 | 3.886 |
1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 5.118 Mio. Euro (Vorjahr: 2.708 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
Passiva | Mio. € 31.12.2019 31.12.2018 Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 43.512 | 144.775 | 43.793 | 95.193 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 9.948 | 1.951 | 2.505 | 4.324 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 33.564 | 142.824 | 41.288 | 90.869 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I 1 | 24.900 | 100.260 | 24.565 | 49.754 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 8.664 | 42.564 | 16.723 | 41.115 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen 2 | 1.724 | 25.570 | 4.345 | 24.928 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind 3 | ||||
| Unbare Sicherheiten 4 | - | 277 | 10.780 | 730 |
| Barsicherheiten | 3.712 | 11.427 | 1.445 | 12.161 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 3.229 | 5.291 | 153 | 3.296 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 3.007 | 2 | 114 | 568 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 221 | 5.289 | 38 | 2.728 |
1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 6.569 Mio. Euro (Vorjahr: 4.611 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
(38) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden (einschließlich finanzieller Verpflichtungen)
Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte derivativer Finanzinstrumente) in kurzfristig und langfristig vor. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 58.
Mio. € 31.12.2019 31.12.20181 Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 41.164 | - | 53.914 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 88.318 | 205.340 | 92.405 | 186.755 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 4.058 | 26.885 | 5.329 | 21.330 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 26.149 | 4.047 | 26.938 | 7.134 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 40.725 | 4.115 | 40.745 | 1.756 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 177 | - | 173 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 3.053 | - | 3.246 |
| Sachanlagen | - | 3.487 | - | 1.547 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 13 | - | 13 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 7.955 | - | 13.433 | - |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 439 | - | 783 | - |
| Latente Ertragsteueransprüche | - | 3.011 | - | 3.111 |
| Sonstige Aktivposten | 2.685 | 26 | 2.292 | 26 |
| Gesamt | 211.491 | 250.154 | 235.837 | 225.091 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 275.621 | 76.289 | 269.366 | 77.302 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 17.861 | 2.103 | 19.762 | 2.187 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 38.475 | 892 | 40.887 | 2.517 |
| Rückstellungen | 1.990 | 713 | 2.074 | 1.084 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 439 | - | 472 | - |
| Latente Ertragsteuerschulden | - | 27 | - | 20 |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 8.528 | - | 12.914 | - |
| Sonstige Passivposten | 5.256 | 374 | 2.547 | 379 |
| Gesamt | 348.170 | 80.397 | 348.023 | 83.489 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4.)
In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht derivative finanzielle Verpflichtungen dar, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen. Die Werte sind auf Basis undiskontierter Cashflows dargestellt, daher ist eine Abstimmung mit den Bilanzwerten grundsätzlich nicht möglich. Für derivative Verpflichtungen-Held for Trading, erfolgt die Darstellung im kürzesten Laufzeitband. Für die Negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten erfolgt die Darstellung auf Basis der Fair Values im Laufzeitband der Fälligkeiten. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken stellen wir im Konzernlagebericht dar.
31.12.2019 Restlaufzeiten Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 257.681 | 19.832 | 40.259 | 41.904 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 17.404 | 491 | 367 | 1.617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 1.588 | 11 | 1 | 2 |
| Derivate - Held for Trading | 37.764 | - | - | - |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 3 | 7 | 97 | 4.295 |
| Finanzgarantien | 2.163 | - | - | - |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 80.980 | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 88 | 349 | 959 | 888 |
| Gesamt | 397.672 | 20.691 | 41.683 | 48.706 |
31.12.20181 Restlaufzeiten Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 242.812 | 28.987 | 42.678 | 42.421 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 19.720 | 536 | 615 | 1.538 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 3.117 | 20 | 1 | 2 |
| Derivate - Held for Trading | 40.264 | - | - | - |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 4 | 9 | 132 | 1.317 |
| Finanzgarantien | 2.369 | - | - | - |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 78.471 | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 2 | - | - | - |
| Gesamt | 386.756 | 29.552 | 43.426 | 45.278 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
2 Auf die Erhebung der Restlaufzeiten für die Leasingverbindlichkeiten wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet.
(39) Übertragene finanzielle Vermögenswerte sowie Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten
Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrundeliegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte. Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IFRS 9 kategorisiert und bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash-Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash-Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash-Collaterals im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt oder hereingenommen. Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt.
Mio. € 31.12.2019 31.12.2018 Veränd.## (40) Erhaltene Sicherheiten
Der Fair Value der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiter zu veräußern oder zu verpfänden beinhalten im wesentlichen Repo-Geschäfte und Wertpapierleihegeschäft und stellten sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten | 64.303 | 71.903 | - 10,6 |
| darunter: weiterveräußert oder weiterverpfändet | 49.637 | 57.045 | - 13,0 |
(41) Übertragene, nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)
Die übertragenen, nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte des Eigenbestandes setzen sich aus Reverse-Repo-Geschäften und Wertpapierleihegeschäften zusammen und stellten sich wie folgt dar:
31.12.2019
| Mio. € | Held for Trading | Mandatorily Fair Value P&L | Fair Value OCI | Amortised Cost |
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 842 | 0 | 1.238 | 1.754 |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 818 | - | 1.236 | 1.479 |
| Fair Value der übertragenen Wertpapiere | 842 | 0 | 1.238 | 1.971 |
| Fair Value der zugehörigen Verbindlichkeiten | 818 | - | 1.236 | 1.479 |
| Nettoposition | 24 | 0 | 2 | 276 |
31.12.2018
| Mio. € | Held for Trading | Mandatorily Fair Value P&L | Fair Value OCI | Amortised Cost |
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 1.230 | - | 2.315 | 3.566 |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.172 | - | 2.288 | 3.184 |
| Fair Value der übertragenen Wertpapiere | 1.230 | - | 2.315 | 3.669 |
| Fair Value der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.172 | - | 2.288 | 3.184 |
| Nettoposition | 58 | - | 27 | 382 |
(42) Derivate und Sicherungsbeziehungen
Derivate
Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Kontrahenten ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen. Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise den Kontrahenten für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat. Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten. Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/ -verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2019 betrug insgesamt 106.828 Mio. Euro (Vorjahr: 54.365 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 101.710 Mio. Euro (Vorjahr: 51.657 Mio. Euro) und auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen 5.118 Mio. Euro (Vorjahr: 2.708 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 100.259 Mio. Euro (Vorjahr: 49.754 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 6.569 Mio. Euro (Vorjahr: 4.611 Mio. Euro). Das Volumen, bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.266 Mio. Euro (Vorjahr: 13.279 Mio. Euro) beziehungsweise 8.764 Mio. Euro (Vorjahr: 10.623 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt.
(43) Sicherungsbeziehungen
IFRS 9 beinhaltet Neuerungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Durch diese neuen Regeln soll eine weitere Harmonisierung der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen mit dem (ökonomischen) Risikomanagement erreicht werden. Das IASB hat mit der Verabschiedung von IFRS 9 die Überarbeitung dieses Regelungsbereichs aber noch nicht abgeschlossen. Das Bilanzierungsmodell für Macro Hedges wird vom IASB in einem eigenen Projekt entwickelt. IFRS 9 sieht daher ein Wahlrecht vor, die bisherigen Regelungen des IAS 39 zum Hedge Accounting weiter anzuwenden. Die Commerzbank hat die Vor- und Nachteile beider Ansätze abgewogen. Aus unserer Sicht ist mit IFRS 9 die Überarbeitung der Regeln zum Hedge Accounting noch nicht ausreichend vorangeschritten. Aufgrund ihres vorläufigen Charakters und unter Berücksichtigung der Kosten einer Umstellung bieten sie gegenüber den bisherigen Regeln des IAS 39 keinen substanziellen Vorteil. Die Commerzbank nimmt daher das Wahlrecht in Anspruch, die nachfolgend dargestellten Regeln des IAS 39 zum Hedge Accounting weiter anzuwenden.
IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden. Dabei werden zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:
- Fair Value Hedge Accounting: IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings zur Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate vor, die der Absicherung des zum Fair Value bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet. Darüber hinaus werden Swaptions, Inflation Swaps, Forwards und im geringen Umfang andere strukturierte Derivate eingesetzt. Die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente werden zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Fair Value-Änderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Micro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:
- Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.# Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet.
Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktivbeziehungsweise Passivposten in der Bilanz erfasst.
Cashflow-Hedge Accounting:
Auch die Anwendung des Cashflow-Hedge Accountings dient der Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Zur Absicherung dieser Zahlungsströme werden im Wesentlichen Zinsswaps verwendet. Im Rahmen des Cashflow-Hedge Accountings eingesetzte Derivate werden zum Fair Value bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird, sofern effektiv, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Rücklage aus Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrunde liegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.
Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden.
Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme. Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung.
Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite von 0,8 bis 1,25 liegen.
Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Micro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.
Das Zinsrisiko (IRR) des kommerziellen Geschäftes entsteht hauptsächlich dadurch, dass die meist bis zum Laufzeitende gehaltenen aktivischen und passivischen Bestände aus variablen und fixen Zahlungsströmen bestehen, die bei Zinsänderungen zu einem schwankenden Zinsergebnis führen.
Das Zinsrisiko wird auf Basis einer aggregierten Netto-Zinsrisikoposition zentral in der Treasury Funktion der Commerzbank gesteuert. Dazu wird es täglich unter Nutzung eines internen Zinsverrechnungspreises zur Treasury übertragen. Die Absicherung erfolgt durch meist intern gehandelte Zinsderivate mit dem Ziel, das Zinsrisiko innerhalb vorgegebener Risikolimite zu halten. Entstehende Risiken aus intern gehandelten Derivaten können durch den zentralen Swaphandel des Firmenkundensegmentes externalisiert werden, um deren Zinsrisikoposition auf Limitvorgaben zu begrenzen.
Die Commerzbank wendet Mikro Fair Value Hedge Accounting (MFVH) an, wenn die Treasury das Zinsrisiko auch ökonomisch auf Mikroebene absichert. Grundsätzlich orientieren sich die Absicherungsverhältnisse innerhalb der IFRS Mikro Fair Value Hedge Beziehungen an den ökonomischen Sicherungsbeziehungen. Für die verbleibende Zinsrisikoposition wird Portfolio Fair Value Hedge Accounting (PFVH) angewendet. Hierbei werden, basierend auf der Derivate Nettorisikoposition (NRP), externe Derivate ausgewählt, deren Marktwertänderungen mit den Marktwertänderungen - ebenfalls auf Basis der NRP - zugeordneter Grundgeschäftspositionen abgeglichen werden.
Die Commerzbank wendet Mikro und Makro Fair Value Hedge Accounting nur für Zinsrisiken an. Maßstab für das abzusichernde Risiko ist die 3M Euribor-Kurve. Das Zinsrisiko des kommerziellen Geschäftes der Bank ist durch Makro Fair Value Hedges abgesichert, wobei die zukünftigen Zahlungsströme vom internen Zinsverrechnungspreis (IZV) abgeleitet werden. Andere Marktwertbestandteile, wie Kredit/Margen- und Liquiditätskomponenten, sind nicht im IZV berücksichtigt. Für das Mikro Fair Value Hedge Accounting wird ein zinsrisikobezogener Marktwert ermittelt, wobei die künftigen Zins- und Nominalzahlungen mit der definierten Zinsrisikokurve diskontiert werden.
Das Makro Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank ist eng an der ökonomischen Zinsrisikosteuerung orientiert. Die abzusichernden Grundgeschäfte sind vorwiegend aus dem kommerziellen Geschäft der Bank abgeleitet und formen ein dynamisches Portfolio, welches sich in den einzelnen Laufzeitbändern fortlaufend durch Neugeschäfte oder das Abschmelzen des Gesamtbestandes in kürzere Laufzeitbänder ändert. Die Derivate-Nettorisikoposition generiert pro Laufzeitband entweder Zahler- oder Empfänger-Positionen, welchen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten der jeweiligen Laufzeitbänder zugeordnet werden. Die Makro Hedge Beziehungen sind im Regelfall für eine 2-Wochen Periode designiert. Danach erfolgt eine Schließung und Neudesignation auf Basis des geänderten Gesamtportfolios.
Innerhalb des Mikro und Makro Fair Value Hedge Accountings der Commerzbank liegen die Ineffektivitätsursachen der Sicherungsbeziehungen vor allem in dem Risiko, welches in der Marktwertermittlung der Sicherungsinstrumente überwiegend Zinsswaps enthalten ist, in die Bestimmung der Grundgeschäftsmarktwerte aber nicht einfließen darf. Dies führt dazu, dass die Marktwertänderungen des jeweiligen Sicherungsgeschäftes nicht komplett durch die Marktwertänderungen des Grundgeschäfts ausgeglichen werden, obwohl die Sicherungsbeziehung wirtschaftlich komplett abgesichert ist. Das in diesem Zusammenhang wesentlichste Risiko ist das Basisrisiko, insbesondere das Tenorbasisrisiko.
Die Commerzbank hält ein Portfolio von Inflationsanleihen, begeben von Versorgungsunternehmen im Rahmen der UK Private Finance Initiative (PFI), deren Risikomanagement auf Veränderungen des Fair Value zielt, die aus Schwankungen von GBP Zinssätzen und impliziten Inflationserwartungen des UK Retail Price Index (UK RPI) resultieren. Das Risikomanagement basiert auf der Nutzung eines Portfolio einfacher Fixed-for-Float GBP Zinsswaps und einfacher Zero-coupon Inflations-Swaps, jeweils grundsätzlich verrechnet über das London Clearing House. Die primäre Sensitivität von Zero-coupon Inflations-Swaps bezieht sich auf Schwankungen von UK RPI Swap-Sätzen, und sie werden zur Absicherung von Wertänderungen der Inflationsanleihen genutzt, die von Schwankungen in den Inflationswartungen stammen. Jeder Inflations-Swap hat nur einen Zahlungsstrom bei Endfälligkeit. So wie sich die Inflationserwartungen nach oben oder unten bewegen, werden die erwarteten Zahlungsströme bei Endfälligkeit steigen beziehungsweise fallen, um die Wertänderungen in den Inflationsanleihen auszugleichen. Die Zinsswaps werden verwendet, um die Sensitivität der Inflationsanleihen gegenüber dem Zinsrisiko abzusichern, wobei die Zahlungszeitpunkte grundsätzlich mit denen der Inflationsanleihen während der Laufzeit übereinstimmen.
Positive und negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In diesen Posten werden die Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden.
| scroll Mio. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | Nominalbetrag | Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | Nominalbetrag | |
| Micro Fair Value Hedge Accounting | 1.187 | 4.027 | 87.051 | 1.030 | 1.413 | 77.055 |
| Zinsswaps | 1.025 | 1.501 | 78.118 | 965 | 1.051 | 73.349 |
| Übrige | 162 | 2.525 | 8.933 | 65 | 362 | 3.706 |
| Portfolio Fair Value Hedge Accounting | 748 | 358 | 71.082 | 387 | 33 | 82.436 |
| Zinsswaps | 76 | 247 | 57.254 | 124 | 1 | 19.376 |
| Übrige | 671 | 111 | 13.828 | 263 | 32 | 63.060 |
| Cashflow Hedge Accounting | 56 | 17 | 3.503 | 40 | 16 | 2.597 |
| Zinsswaps | 56 | 17 | 3.503 | 40 | 16 | 2.597 |
| Übrige | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 1.992 | 4.402 | 161.637 | 1.457 | 1.462 | 162.088 |
Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente
| Mrd. € | |||
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | Veränd. In % | |
| Cashflow-Hedge Accounting | |||
| Derivate | 4 | 3 | 35 |
| Bis drei Monate | 0 | 0 | -70 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | -70 |
| Übrige | - | - | . |
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 1 | 0 | . |
| Zinsswaps | 1 | 0 | . |
| Übrige | - | - | . |
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 3 | 2 | 8 |
| Zinsswaps | 3 | 2 | 25 |
| Übrige | - | 0 | . |
| Mehr als fünf Jahre | 0 | - | . |
| Zinsswaps | 0 | 0 | -53 |
| Übrige | - | 0 | . |
| Micro Fair Value Hedge Accounting | 87 | 77 | 13 |
| Bis drei Monate | 1 | 2 | -52 |
| Zinsswaps | 1 | 2 | -58 |
| Übrige | 0 | - | . |
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 3 | 6 | -42 |
| Zinsswaps | 3 | 5 | -36 |
| Übrige | 0 | 0 | 35 |
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 28 | 26 | 9 |
| Zinsswaps | 28 | 26 | 8 |
| Übrige | 0 | 0 | . |
Buchwerte der Grundgeschäfte | Mio. €
| 2019 | 20181 | 2019 | 20181 | 2019 | 20181 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mikro Fair Value Hedge | ||||||
| Portfolio Fair Value Hedge | ||||||
| Wertänderungen als Grundlage zur Messung der Unwirksamkeit für die Periode | ||||||
| Aktiva - Buchwerte der Grundgeschäfte | 44.455 | 25.735 | 2.334 | 39.243 | 20.505 | 242 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost | 29.278 | 25.735 | 2.186 | 26.042 | 20.505 | 179 |
| Darlehen und Forderungen | 6.217 | 25.735 | 1.149 | 6.290 | 20.505 | 157 |
| Schuldinstrumente | 23.061 | - | 1.037 | 19.752 | - | 22 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 15.177 | - | 149 | 13.201 | - | 62 |
| Darlehen und Forderungen | 394 | - | 4 | 654 | - | 0 |
| Schuldinstrumente | 14.784 | - | 144 | 12.546 | - | 62 |
| Passiva - Buchwerte der Grundgeschäfte | 42.821 | 46.219 | 2.230 | 39.004 | 59.930 | 643 |
| -Amortised Cost | 42.821 | 46.219 | 2.230 | 39.004 | 59.930 | 643 |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 14.164 | 46.219 | 1.025 | 14.856 | 59.930 | 303 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 28.657 | - | 1.206 | 24.148 | - | 340 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund Restatements (siehe Note 4).
Kumulierte Buchwertanpassungen | Mio. €
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Mikro Fair Value Hedge | ||||
| Portfolio Fair Value Hedge | ||||
| Aktiva - Kumulierter Betrag der Buchwertanpassungen | 6.318 | 959 | 5.394 | 199 |
| aktiver Sicherungsbeziehungen | 6.228 | 959 | 5.248 | 199 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 6.079 | n/a | 5.118 | n/a |
| Darlehen und Forderungen | 1.228 | n/a | 1.088 | n/a |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 4.852 | n/a | 4.030 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 149 | n/a | 130 | n/a |
| Darlehen und Forderungen | 12 | n/a | 10 | n/a |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 137 | n/a | 120 | n/a |
| inaktiver Sicherungsbeziehungen | 89 | n/a | 146 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 89 | n/a | 143 | n/a |
| Darlehen und Forderungen | 37 | n/a | 58 | n/a |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 52 | n/a | 86 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 1 | n/a | 3 | n/a |
| Darlehen und Forderungen | 0 | n/a | - | n/a |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 | n/a | 3 | n/a |
| Passiva - Kumulierter Betrag der Buchwertanpassungen | - | 2.449 | - | 1.212 |
| aktiver Sicherungsbeziehungen | - | 2.309 | - | 1.212 |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 1.642 | n/a | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | 667 | n/a | - |
| inaktiver Sicherungsbeziehungen | - | 140 | n/a | - |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 114 | n/a | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | 26 | n/a | - |
Die Wertänderungen von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften durch Cashflow Hedges betrug 16 Mio. Euro.
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
In diesen Posten erfassen wir die abgesicherten zinsinduzierten Wertänderungen auf aktivische beziehungsweise passivische Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird. Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsinstrumente wird auf der Aktivseite beziehungsweise Passivseite in den Marktwerten aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.
Angaben zu at-Equity-bewerteten Unternehmen (44)
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | Mio. €
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Assoziierte Unternehmen | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| Equity-Buchwert zum 1.1. | 173 | 180 | 1 | 1 |
| Anschaffungskosten zum 1.1. | 128 | 133 | 17 | 17 |
| Wechselkursveränderungen | 1 | 2 | - | - |
| Zugänge | - | 8 | - | - |
| Abgänge | - | -16 | - | - |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | -21 | 1 | - | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12. | 109 | 128 | 17 | 17 |
| Zuschreibungen | 18 | 23 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 27 | 26 | - | - |
| Wechselkursveränderungen | - | - | - | - |
| Zugänge | - | 0 | - | - |
| Abgänge | - | - | - | - |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | -3 | 1 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 24 | 27 | - | - |
| Kumulierte Veränderungen aus der At-Equity-Bewertung | 74 | 48 | -17 | -17 |
| Equity-Buchwert zum 31.12. | 177 | 173 | 1 | 1 |
| darunter: Anteile an Kreditinstituten | 84 | 82 | - | - |
Bei den Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen handelt es sich um nicht strategische Beteiligungen des Commerzbank-Konzerns, die im Wesentlichen im Finanzdienstleistungssektor sowie im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind. Die Angaben in dieser Note erfolgen daher aggregiert, und zwar jeweils für die assoziierten Unternehmen und für die Gemeinschaftsunternehmen. Eine vollständige Aufzählung aller at-Equity-bewerteten Unternehmen ist der Note 74 zu entnehmen.
Im Geschäftsjahr 2019 sind 9 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) Dividenden von at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen geflossen. Wie auch im Vorjahr flossen keine Dividenden von at-Equity-bewerteten Gemeinschaftsunternehmen direkt oder indirekt an die Commerzbank Aktiengesellschaft.
Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von at-Equity-bewerteten Unternehmen oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt.
Im Commerzbank-Konzern gibt es keine assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern von wesentlicher Bedeutung sind.
Immaterielle Vermögenswerte (45)
Geschäfts- oder Firmenwert
a) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 62. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft.
Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt. Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation zu den Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt.
Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß den vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Aufgrund der geplanten Veräußerung der mBank S.A. wurden daraus resultierende Effekte in Form des erwarteten Nettoveräußerungswerts (Fair Value less Cost of Disposal) berücksichtigt. Etwaige nicht beherrschende Anteile sind in der Ableitung des Buchwerts und des erzielbaren Betrags der CGU und damit in der unten dargestellten Überdeckung enthalten.
b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cashflows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann.
Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Detailplanungsjahre beinhaltet und in diesem Berichtsjahr erstmalig um ein fünftes Planjahr fortgeschrieben wurde. Darüberhinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor bei 1,5 %.
Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung regulatorischer Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikoergebnis sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen. Insbesondere bei den Zinsannahmen finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen.Zusätzlich wurden Effekte aus dem überarbeiteten Rahmenwerk des Baseler Ausschusses zu den bisherigen Basel III Regelungen - aufgrund weitreichender Änderungen häufig als "Basel IV" bezeichnet - in der Mehrjahresplanung untersucht. Das Reformpaket zur standardisierten Berechnung von risikogewichteten Aktiva und Capital Floors soll einheitlich zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Bezüglich des sogenannten "Output Floors" ist gleichwohl ein Übergangszeitraum mit stufenweiser Einführung bis 2027 vorgesehen. Auf Konzernebene wird mit keinem signifikanten Effekt aus der Einführung von Basel IV gerechnet, so dass ebenfalls eine separate Berücksichtigung bei der Ermittlung des Nutzungswerts des Segments Privat- und Unternehmerkunden nicht erforderlich war. Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cashflow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für das Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar:
Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privat- und Unternehmerkunden
Mit Commerzbank 5.0 schließt die Bank an Commerzbank 4.0 an und entwickelt das Segment Privat- und Unternehmerkunden konsequent weiter:
* Zentrale Annahmen basieren auf internen Analysen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes
* "Mobile First"-Strategie: Konsequenter Ausbau des Mobile Banking
* Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten
* Nutzung der Potenziale der erfolgreich vergrößerten Kundenbasis durch den gezielten Einsatz von Daten und Algorithmen ("Kundenintelligenz") und somit Ermöglichung individualisierter Angebote für Cross- und Up-Selling
* Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit
* Effiziente und gezielte Neukundengewinnung durch den Einsatz von Daten und neuen Technologien
* Einbeziehung von unabhängigen Benchmarkanalysen
* Mehr Wahlmöglichkeiten für den Kunden durch neue Pricing- und Premiumstrategie
* Initiativen im Rahmen der Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen
* Konsequente Digitalisierung von Produkten und Prozessen und weiterhin Vereinfachung der Produktpalette. Ausbau der Abschlussfähigkeit von Produkten auf der Digitalplattform ONE mit dem Ziel, über alle relevanten Touchpoints hinweg ein einheitliches digitales und persönliches Kundenerlebnis zu ermöglichen
* Sukzessive Anpassung des Filialnetzes auf eine Zielgröße von ca. 800 Filialen
* Weiterentwicklung des Betreuungsmodells im Einklang mit voranschreitender Digitalisierung
* Weiterentwicklung Kundencenter und Ausbau zum Vertriebskanal
* Das Persönliche wird das Besondere: Ausbau von Premiumangeboten und des Geschäfts mit vermögenden Kunden und Unternehmerkunden
* Umsetzung aller regulatorischen Anforderungen
* Ausbau und Stärkung der Marktposition der Commerz Real, v. a. durch die Vorreiterrolle als nachhaltiger digitaler Assetmanager und integrierter Investmentdienstleister
* Verkauf der Mehrheitsanteile an der mBank S.A.
* Integration der comdirect bank AG zur Hebung von Synergien und Stärkung des Multikanalbank-Ansatzes um sowohl für comdirect als auch Commerzbank-Kunden ein ganzheitliches und innovatives Banking-Erlebnis zu bieten (Rückstellungen für die geplante Restrukturierung wurden bisher nicht gebildet, so dass etwaige Kostensynergien im Rahmen des Werthaltigkeitstest nicht zu berücksichtigen waren
Aufgrund der den Cashflow-Prognosen zugrundeliegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt -nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cashflow-Prognosen der CGUs haben:
* Schlechter als erwartete Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes
* Entwicklungen der Zinsniveaus im Rahmen der volkswirtschaftlichen Prognosen bzw. Erwartungen der Bank bestätigen sich nicht
* Unsicherheiten in Bezug auf das regulatorische Umfeld, insbesondere die Umsetzung neuer Vorschriften auf europäischer Ebene
* Über das angenommene Maß hinausgehende nachteilige Entwicklung der Wettbewerbsintensität
* Schlechter als erwartete Ergebnisse aus geplanten strategischen Maßnahmen aus Commerzbank 5.0, zum Beispiel. Abweichung des erwarteten Nettoveräußerungswerts vom tatsächlichen Nettoveräußerungwert der mBank S.A.
Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen.
c) Veränderung Geschäfts- oder Firmenwert
Der zum Jahresende 2019 planmäßig durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu keinem Abschreibungsbedarf. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden weist eine Überdeckung aus.
| Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery1 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Buchwert zum 1.1. | 1.507 | 1.507 | - | - | - | - |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 1.543 | 1.543 | 592 | 592 | 725 | 725 |
| Wechselkursveränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Zugänge | 15 | - | - | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 1.558 | 1.543 | 592 | 592 | 725 | 725 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 36 | 36 | 592 | 592 | 725 | 725 |
| Wechselkursveränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Zugänge | - | - | - | - | - | - |
| darunter: außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 36 | 36 | 592 | 592 | 725 | 725 |
| Buchwert zum 31.12. | 1.522 | 1.507 | - | - | - | - |
1 Das Segment Asset & Capital Recovery wurde zum 1. Juli 2019 aufgelöst.
| Konzern | Mio. € | |
|---|---|---|
| 2019 | 2018 | |
| Buchwert zum 1.1. | 1.507 | 1.507 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 2.860 | 2.860 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | 15 | - |
| Abgänge | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 2.875 | 2.860 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 1.353 | 1.353 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | - | - |
| darunter: außerplanmäßig | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 1.353 | 1.353 |
| Buchwert zum 31.12. | 1.522 | 1.507 |
Zur weiteren Validierung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Für die CGU Privat- und Unternehmerkunden wurde daraus kein potenzieller Wertminderungsbedarf identifiziert. Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um -25 beziehungsweise +25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überdeckung und Buchwert für die CGU Privat- und Unternehmerkunden, eine Unterdeckung lag im Berichtsjahr nicht vor. Im Rahmen der Ermittlung der Sensitivitäten wurden etwaige nicht beherrschende Anteile berücksichtigt.
| Privat- und Unternehmerkunden | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Basisszenario | 36,1 % | 78,8 % |
| Sensitivierung 1 Risikoadäquater Zinssatz -25 Basispunkte (vorteilhaft) | 40,4 % | 85,5 % |
| Sensitivierung 1 Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) | 32,0 % | 72,6 % |
| Sensitivierung 1 Wachstumsrate +25 Basispunkte (vorteilhaft) | 38,3 % | 84,0 % |
| Sensitivierung 1 Wachstumsrate -25 Basispunkte (nachteilig) | 33,9 % | 74,0 % |
1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.
Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU Privat- und Unternehmerkunden, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen:
| Privat- und Unternehmerkunden | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf | 8,6 % / 11,6 % | 7,6 % / 10,8 % |
| Wachstumsrate von/auf | 1,5 % / negativ 1 | 1,6 % / negativ 1 |
| Risikoergebnis/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase von/auf | 58 BP / 184 BP | 72 BP / 188 BP |
1 Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.
(46) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten bilanzieren wir insbesondere erworbene und selbsterstellte Software sowie Kundenbeziehungen. Bei der Beurteilung, ob Entwicklungskosten selbst erstellter Software zu aktivieren sind, berücksichtigen wir neben der Wahrscheinlichkeit des künftigen Nutzenzuflusses vor allem die verlässliche Ermittlung der Herstellungskosten. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer über ihre vorraussichtliche Nutzungsdauer ab.
| Voraussichtliche Nutzungsdauer |
|---|
| Jahre |
| Software bis 10 |
| Kundenbeziehungen bis 15 |
| Kundenbeziehungen | Selbst erstellte Software | Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| 2019 | 2018 | 2019 | |
| Buchwert zum 1.1. | 159 | 200 | 1.163 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 983 | 983 | 2.472 |
| Wechselkursveränderungen | 0 | - | 0 |
| Zugänge | - | - | 223 |
| Abgänge | - | - | 10 |
| Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | 1 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 983 | 983 | 2.685 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 824 | 783 | 1.309 |
| Wechselkursveränderungen | 0 | - | 0 |
| Zugänge | 69 | 41 | 338 |
| darunter: außerplanmäßig | 28 | - | 1 |
| Abgänge | - | - | 10 |
| Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | |||
| Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben: |
Voraussichtliche Nutzungsdauer (Jahre)
* Gebäude: 25-50
* Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-25
* Operating Lease - at cost - Bewertung: 1-25
* Nutzungsrechte: 1-15
Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen werden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.
| Mio. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Grundstücke und Gebäude | ||||||
| Buchwert zum 1.1. | 322 | 422 | 458 | 490 | 766 | 688 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 677 | 899 | 2.021 | 2.014 | 1.249 | 1.102 |
| Wechselkursveränderungen | 0 | - | 3 | 14 | -8 | 24 |
| Zugänge | 12 | 3 | 102 | 113 | 50 | 161 |
| Abgänge | 5 | 82 | 212 | 94 | 61 | 53 |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 2 | - | 140 | - | - | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | 0 | - | 0 | 3 | -5 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 687 | 677 | 1.928 | 2.021 | 1.263 | 1.249 |
| Zuschreibungen | 6 | 3 | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 355 | 477 | 1.562 | 1.524 | 483 | 414 |
| Wechselkursveränderungen | 0 | - | 1 | 12 | -6 | 8 |
| Zugänge | 13 | 14 | 117 | 124 | 103 | 78 |
| darunter: außerplanmäßig | 1 | 0 | 1 | 1 | 14 | - |
| Abgänge | 1 | 70 | 190 | 77 | 32 | 26 |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | 62 | - | 2 | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 2 | -3 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 367 | 358 | 1.503 | 1.562 | 562 | 483 |
| Buchwert zum 31.12. | 326 | 322 | 425 | 458 | 701 | 766 |
| Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte | ||
| Buchwert zum 1.1. | 2.289 | n/a |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 2.213 | n/a |
| Wechselkursveränderungen | 9 | n/a |
| Zugänge | 196 | n/a |
| Abgänge | 19 | n/a |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | n/a | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | -8 | n/a |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 2.391 | n/a |
| Zuschreibungen | - | n/a |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | - | n/a |
| Wechselkursveränderungen | 1 | n/a |
| Zugänge | 354 | n/a |
| darunter: außerplanmäßig | - | n/a |
| Abgänge | 0 | n/a |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | n/a | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 2 | n/a |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 357 | n/a |
| Buchwert zum 31.12. | 2.034 | n/a |
Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 3.487 Mio. Euro (Vorjahr: 1.547 Mio. Euro). Davon wurden, wie auch im Vorjahr, keine Sachanlagen als Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte.
(48) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der CommerzbankKonzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) sowie Gebäude im Besitz des Commerzbank-Konzerns, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden als Finanzinvestition aus. Es handelt sich hauptsächlich um Gewerbeimmobilien. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. In der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum Fair Value bewertet. Die Ermittlung des Fair Values basiert im Wesentlichen auf Bewertungen von externen und internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Für die ertragswertorientierte Bewertung der Immobilien werden grundsätzlich ortsübliche Mieten mit Abschlägen für Bewirtschaftung, Akquisitionsmaßnahmen und Leerstand sowie Restnutzungsdauern und Bodenwerte herangezogen. Teilweise werden auch vertraglich vereinbarte Mieten zugrunde gelegt. Der ebenfalls in die Bewertung eingehende Liegenschaftszins berücksichtigt das Marktzinsniveau und das den Immobilien anhaftende Objekt- und Standortrisiko. Die wesentlichen am Markt beobachtbaren Parameter sind ortsübliche Mieten und Liegenschaftszinsen. Laufende Erträge und Aufwendungen weisen wir im Sonstigen Ergebnis aus. Veränderungen aus der Neubewertung durch die Änderung des Fair Values werden ebenfalls im Sonstigen Ergebnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 13 Mio. Euro) sind der Fair-Value-Bewertungshierarchie Level 3 zugeordnet und entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Buchwert zum 1.1. | 13 | 16 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 194 | 195 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | - | - |
| Abgänge | - | 0 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Umbuchungen | - | - |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 194 | 194 |
| Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum Fair Value | -182 | -182 |
| Buchwert zum 31.12. | 13 | 13 |
Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien rettungshalber erworben. In den Zugängen waren keine nachträglichen Anschaffungskosten enthalten. Es liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor, noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären. Für die Sensitivitätsanalyse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien greifen wir auf die länderspezifischen Mietindizes für Handel- und Büroimmobilien des vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.) für mindestens 18 Jahre zurück. Für die Berechnung der möglichen Wertänderung unserer Immobilien nutzen wir die auf dieser Basis ermittelte mittlere Schwankungsbreite.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (49)
Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich
Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Société Générale Group, Paris, Frankreich, haben Ende 2018 einen Kaufvertrag hinsichtlich des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden geschlossen. Die Transaktion ist ein Meilenstein in der Umsetzung der im Jahr 2016 begonnenen Strategie "Commerzbank 4.0". Die Transaktion wird in mehreren Schritten durchgeführt. Wesentliche Teile des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind bereits bis zum 31. Dezember 2019 übertragen worden. Aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Geschäfte und Mitarbeiter sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse wurden jedoch nicht alle Transfers im Jahr 2019 abgeschlossen. Der Übertragungsprozess wurde planmäßig im ersten Quartal 2019 begonnen und im zweiten Quartal 2019 mit der vollständigen Übertragung der Anteile im Bereich Asset Management fortgesetzt. Darüber hinaus wurden im zweiten, im dritten und im vierten Quartal 2019 wesentliche Teile des Bereichs Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte transferiert, wobei die Chancen und Risiken aus den zugehörigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zunächst "synthetisch", das heißt durch den Abschluss entsprechender derivativer Geschäfte auf die die Société Générale Group übertragen wurden. Die juristische Übertragung der betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Zum 31. Dezember 2019 betragen die Vermögenswerte 8,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 8,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,4 Mrd. Euro). Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value. Im Zuge dessen wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs EMC im Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des IFRS 5 umgegliedert. EMC stellt einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, da die Geschäftsfelder von EMC, namentlich die Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte sowie das Asset Management, sich durch besonders komplexe Produkte und Sicherungsgeschäfte auszeichnen.# H1
These businesses are neither comparable to the other business activities of the Corporate Clients segment nor to the other business activities of the entire bank. Therefore, these business areas were isolated in internal management and reporting and prepared for divestment. The results of this business area are therefore reported separately in the profit and loss statement. To achieve an economically appropriate presentation of the discontinued operation, intra-group performance relationships between continuing operations and the discontinued operation are eliminated in the continuing operations. The prior-year figures have been adjusted accordingly. The income results in particular from valuation and realization results from the portfolios to be transferred and thus from original results from financial assets and liabilities measured at fair value through profit or loss. The expenses include the relevant administrative expenses. Detailed information on the discontinued operation is provided below.
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Mio. € | 1.1.-31.12.2019 | 1.1.-31.12.2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Erträge | 187 | 231 | - 19,1
Aufwendungen | 203 | 246 | - 17,4
Ergebnis vor Steuern | - 17 | - 15 | 7,4
Steuern vom Einkommen und Ertrag | 2 | - 5 |
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - 18 | - 10 | 78,4
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | - 18 | - 10 | 78,4
The profit attributable to Commerzbank shareholders from continuing operations is EUR 662 million (previous year: EUR 873 million).
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Mio. € | 1.1.- 31.12.2019 | 1.1.- 31.12.2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich | - 0,01 | - 0,01 | 78,4
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Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | - 18 | - 10 | 78,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit | - | - |
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - | (50)
H1
Assets and liabilities held for sale and assets of disposal groups
Long-term assets and disposal groups that can be sold in their current condition and whose sale is highly probable are to be classified as held for sale. The corresponding assets are to be measured at their fair value less costs to sell, provided this is lower than the carrying amount. However, for interest-bearing and non-interest-bearing financial instruments, as well as for investment properties, only a change in presentation according to IFRS 5 is made, thus a reclassification into the corresponding balance sheet items. The valuation continues to be carried out according to IFRS 9 or IAS 40, respectively. If measurement according to IFRS 5 results in impairments, these are to be recognized in the corresponding item of the profit and loss statement, depending on the underlying transaction. A subsequent reversal of impairment is limited to the sum of previously recognized impairments. We generally recognize the current results from long-term assets and disposal groups held for sale in the same items of the profit and loss statement as without such classification. Disposal gains and losses from disposal groups are generally allocated and recognized in the associated items of the profit and loss statement. Income and expenses from the discontinued operation are reported in a separate item of the profit and loss statement (see Note 49).
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Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 187 | 665 | - 71,8
Darlehen und Forderungen | 187 | 642 | - 70,8
Verbriefte Schuldinstrumente | - | 23 | .
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 76 | 325 | - 76,7
Darlehen und Forderungen | 76 | 241 | - 68,7
Verbriefte Schuldinstrumente | - | 83 |
Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 |
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 7.742 | 12.444 | - 37,8
Darlehen und Forderungen | - | - | .
Verbriefte Schuldinstrumente | 1.248 | 2.294 | - 45,6
Eigenkapitalinstrumente | 3.631 | 7.847 | - 53,7
Derivate | 2.863 | 2.304 | 24,3
Immaterielle Vermögenswerte | 6 | 13 | - 50,4
Sachanlagen | - | 23 | .
Sonstige Aktivposten | - 57 | - 38 | 50,1
Gesamt | 7.955 | 13.433 | - 40,8
The assets of disposal groups are predominantly related to the discontinuation of the EMC business segment (see Note 49) and the sale of ebase GmbH. The sale of ebase GmbH has since been completed (see Note 8).
(51)
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Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 258 | 815 | - 68,4
Einlagen | 258 | 815 | - 68,4
Begebene Schuldverschreibungen | - | - | .
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 2.205 | 3.267 | - 32,5
Einlagen | 2.205 | 3.267 | - 32,5
Begebene Schuldverschreibungen | - | - | .
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 6.027 | 8.726 | - 30,9
Zertifikate und andere Emissionen | 3.249 | 4.543 | - 28,5
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 435 | 470 | - 7,5
Derivate | 2.344 | 3.713 | - 36,9
Sonstige Passivposten | 38 | 105 | - 64,0
Gesamt | 8.528 | 12.914 | - 34,0
The liabilities of disposal groups are related to the discontinuation of the EMC business segment (see Note 49) and the sale of ebase GmbH. The sale of ebase GmbH has since been completed (see Note 8).
H1
Tax receivables and tax liabilities
Actual income tax receivables and liabilities are determined based on the tax regulations of the respective countries with the currently applicable tax rates to the extent that reimbursement from or payment to the respective tax authority is expected. Active and passive deferred taxes are formed for differences between the IFRS carrying amounts of assets or liabilities and their tax values, insofar as future income tax relief or burden effects are likely to result from these (temporary differences) and there is no prohibition on recognition. In addition, active deferred taxes are also formed for tax loss carryforwards and unused tax credits. For the measurement of deferred taxes, the income tax rates applicable at the time of realization of the differences, which have already been resolved as of December 31, 2019, are decisive. Active deferred taxes on tax-relieving temporary differences, on unused tax losses, and on unused tax credits are recognized only to the extent that it is probable that taxable income of the same tax entity and relating to the same tax authority will arise in the foreseeable future. To substantiate the recoverability, detailed tax income planning for a period of five years is carried out based on the multi-year plan approved by the Management Board. In addition, recognition is justified if it is probable that sufficient taxable income will be available even after five years. The recognition and continuation of active and passive deferred taxes are recognized – depending on the treatment of the underlying transaction – either through profit or loss in income taxes or neutral to equity. We report income tax expenses or income in the consolidated profit and loss statement as income taxes. Deferred income tax receivables and liabilities are netted to the extent that a right to offset actual income taxes exists and the active and passive deferred taxes relate to income taxes levied by the same tax authority for the same tax entity. Taxable temporary differences related to interests in Commerzbank Group companies, for which no significant deferred tax liabilities have been recognized, amounted to EUR 268 million (previous year: EUR 185 million). A distinction is made between actual and deferred income tax receivables, and between actual and deferred income tax liabilities, in the balance sheet and in the notes.
(52)
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Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018¹ | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 439 | 783 | - 44,0
in Deutschland | 350 | 677 | - 48,3
außerhalb Deutschlands | 89 | 106 | - 16,1
Latente Ertragsteueransprüche | 3.011 | 3.111 | - 3,2
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche | 2.748 | 2.731 | 0,6
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche | 263 | 380 | - 30,7
Gesamt | 3.450 | 3.894 | - 11,4
¹ Prior-year adjustment due to restatements (see Note 4).
Active deferred taxes represent the potential income tax relief from temporary differences between the carrying amounts of assets and liabilities in the consolidated financial statements under IFRS and the tax values according to local tax regulations of the Group companies, as well as future income tax relief from tax loss carryforwards and unused tax credits. For the following tax loss carryforwards as of December 31, 2019, no deferred tax assets were recognized or existing deferred tax assets were impaired due to the limited planning horizon and the resulting insufficient probability of utilization. When accounting for actual income tax receivables, the uncertainty due to potential tax disputes was taken into account.
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Steuerliche Verlustvorträge | Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax | | 8.338 | 7.933 | 5,1
Unbegrenzt vortragsfähig | | 5.149 | 4.669 | 10,3
Begrenzt vortragsfähig¹ | | 3.189 | 3.264 | - 2,3
darunter: Verfall in der Folgeperiode | | 7 | 7 | .
Gewerbesteuer/Lokale Steuer | | 4.411 | 3.999 | 10,3
Unbegrenzt vortragsfähig | | 964 | 566 | 70,3
Begrenzt vortragsfähig¹ | | 3.447 | 3.433 | 0,4
darunter: Verfall in der Folgeperiode | | 7 | 7 | .
¹ Expiration twenty years after the respective date of origin.Daneben wurden für unbegrenzt vortragsfähige abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) keine latenten Steueransprüche gebildet. Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 675 | 527 | 28,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading | 2.155 | 2.023 | 6,5 |
| Übrige Finanzielle Vermögenswerte | 497 | 498 | -0,2 |
| Rückstellungen (ohne Pensionsverpflichtungen) | 52 | 40 | 30,0 |
| Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten | 229 | 173 | 32,4 |
| Pensionsverpflichtungen | 1.146 | 1.158 | -1,0 |
| Übrige Bilanzposten | 2.680 | 747 | . |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.141 | 1.181 | -3,4 |
| Latente Ertragsteueransprüche brutto | 8.575 | 6.347 | 35,1 |
| Saldierung mit Latenten Ertragsteuerschulden | -5.564 | -3.236 | 71,9 |
| Gesamt | 3.011 | 3.111 | -3,2 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Ertragsteuerschulden
| Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 439 | 472 | -7,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern | 39 | 67 | -40,7 |
| Rückstellungen für Ertragsteuern | 400 | 406 | -1,5 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 27 | 20 | 35,0 |
| Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden | 27 | 20 | 35,0 |
| Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden | - | - | . |
| Gesamt | 466 | 492 | -5,3 |
Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden. Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading | 2.241 | 163 | . |
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 576 | 493 | 16,8 |
| Übrige Finanzielle Vermögenswerte | 550 | 823 | -33,2 |
| Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten | 17 | 294 | -94,2 |
| Übrige Bilanzposten | 2.207 | 1.483 | 48,8 |
| Latente Ertragsteuerschulden brutto | 5.591 | 3.256 | 71,7 |
| Saldierung mit Latenten Ertragsteueransprüchen | -5.564 | -3.236 | 71,9 |
| Gesamt | 27 | 20 | 35,0 |
Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten
In diesen Posten werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, die für sich allein betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung sind und nicht anderen Posten zugeordnet werden können.
Sonstige Aktiva
| Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.2018 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Edelmetalle | 26 | 26 | -0,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 229 | 220 | 4,0 |
| Aktiviertes Planvermögen | 96 | 377 | -74,5 |
| Übrige Aktiva | 1.401 | 1.496 | -6,4 |
| Gesamt | 1.752 | 2.119 | -17,3 |
Sonstige Passiva
| Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.20181 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 316 | 313 | 1,0 |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 57 | 66 | -12,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 292 | 312 | -6,5 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.094 | 0 | . |
| Übrige Passiva | 1.658 | 1.703 | -2,6 |
| Gesamt | 4.418 | 2.394 | 84,5 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Sonstige Verpflichtungen
Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden im laufenden Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr in unwesentlicher Höhe. Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 9.902 Mio. Euro (Vorjahr: 9.129 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.
Leasing
Leasing
Mit Anwendung des IFRS 16 erfasste der Commerzbank-Konzern zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese Verbindlichkeiten wurden zum Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,22 % p.a.. Für den Leasingnehmer entfällt damit die bisherige Klassifizierung nach Operating und Finance Lease. Die Regelungen für den Leasinggeber bleiben dagegen im Wesentlichen unverändert. Im Rahmen der Erstanwendung haben wir von der Vereinfachungsregelung, etwaige Rückstellungen für belastende Verträge in das Nutzungsrecht einzubeziehen, Gebrauch gemacht. Für bislang als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wurde der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt als Grundlage herangezogen. Auf die rückwirkende Ermittlung und Berücksichtigung von anfänglichen direkten Kosten wurde verzichtet. Weiterhin wurde die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen nach der aktuellen Faktenlage beurteilt und nicht nach der rückwirkend zu ermittelnden Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Außerdem wählten wir die optionale Vereinfachungsregelung, Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände von geringem Wert (low value) vom bilanziellen Ansatz auszunehmen. Wir haben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender Vertrag im Ganzen oder in Teilen als Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren ist. Die nach den bisherigen Vorschriften IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen wurden übernommen. Das Nutzungsrecht je Leasingverhältnis wurde entsprechend der Leasingverbindlichkeit unter Berichtigung von vorausbezahlten oder abgegrenzten Zahlungen angesetzt.
Konzern als Leasingnehmer - Nutzungsrechte
Mit Anwendung des IFRS 16 wird für Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand (Right of Use-Asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit erfasst. Das Nutzungsrecht weisen wir als Teil des Anlagevermögens in den Sachanlagen (siehe Note 47) aus und schreiben es linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ab. Die Abschreibungen des Nutzungsrechts weisen wir in den Verwaltungsaufwendungen aus (siehe Note 18). Vorhandene Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen werden berücksichtigt, sobald deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird. Etwa die Hälfte der Leasingverträge sind mit diesen Optionen belegt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verlängerungsoptionen. Der Commerzbank Konzern erwartet künftig keine nennenswerten Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit unberücksichtigt geblieben sind. Die Leasingverbindlichkeit passivieren wir in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen in der Sonstigen Passiva (siehe Note 55). Im Zinsaufwand werden die Aufzinsungen der Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wir machen von der Möglichkeit Gebrauch, Leasingverhältnisse von geringem Wert (low value) von der Bilanzierung auszunehmen und direkt im Aufwand zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 0 Mio. Euro. Der Aufwand für geringwertige Leasingverhältnisse betrug 2 Mio. Euro. In den Leasingverbindlichkeiten nicht enthaltene variable Leasingzahlungen beliefen sich auf 0 Mio. Euro, zudem wurden in der Berichtsperiode Erträge von 13 Mio. Euro aus Unter-Leasingverträgen erfasst. Die gesamten Leasingzahlungen beliefen sich auf 350 Mio. Euro.
Konzern als Leasinggeber
Ein Leasinggeschäft klassifizieren wir als Operating-Leasing-Verhältnis, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber klassifizieren wir als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Cashflows. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing.
Operating Leasing
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. Zu den Leasingobjekten gehören insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge). In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart. Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:
| Fälligkeit | Mio. € 31.12.2019 | Mio. € 31.12.2018 |
|---|---|---|
| in bis zu einem Jahr | 131 | 128 |
| in einem bis fünf Jahren | 366 | 442 |
| in mehr als fünf Jahren | 63 | 98 |
| Gesamt | 560 | 669 |
Angaben als Leasinggeber - Finanzierungsleasing
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Büromaschinen) und in geringem Umfang vermietete Immobilien. Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:# Leasingverpflichtungen
€ 31.12.2019 31.12.2018
Ausstehende Leasingzahlungen 7.290 5.189
+ Garantierte Restwerte 113 104
= Mindestleasingzahlungen 7.403 5.293
+ Nicht garantierte Restwerte - 4
= Bruttoinvestitionen 7.403 5.297
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen - 555 -
Nicht realisierter Finanzertrag 360 262
= Nettoinvestitionen 7.043 5.036
- Barwert der nicht garantierten Restwerte - 4
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 7.043 5.032
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen - 495
Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich des garantierten Restwertes. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende. Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gliederten sich folgendermaßen:
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Bruttoinvestitionen Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 2.302 | 1.528 | |
| von einem bis zu fünf Jahren | 4.665 | 3.353 | |
| von mehr als fünf Jahren | 436 | 416 | |
| Gesamt | 7.403 | 5.297 |
Finanzerträge auf die Nettoinvestition in das Leasingverhältnis von 172 Mio. Euro haben wir in den Zinserträgen vereinnahmt. In der Berichtsperiode wurden keine Erträge aus variablen Leasingzahlungen vereinnahmt. Forderungen aus Leasingverträgen sind in der Risikosteuerung innerhalb des konzernweiten Risikomanagements enthalten.
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Barwert der Mindestleasingzahlungen Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 2.166 | 1.436 | |
| von einem bis zu fünf Jahren | 4.477 | 3.216 | |
| von mehr als fünf Jahren | 400 | 381 | |
| Gesamt | 7.043 | 5.032 |
Rückstellungen und Leistungen an Arbeitnehmer
Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Schulden gegenüber Dritten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen. Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten (unter anderem bezüglich der tatsächlichen Höhe der Kosten zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme sowie möglicher Kostensteigerungen bei längerfristigen Rückstellungen) sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden den Risikovorsorgeaufwendungen und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet und zugunsten des Sonstigen Ergebnisses aufgelöst.
Die Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns sind sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern an Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (Prozesse) sowie außergerichtlichen und aufsichtsbehördlichen Verfahren (Regresse) als Beklagte, Kläger oder in anderer Weise beteiligt. Ferner können auch Rechtsstreitigkeiten, an denen die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften nicht unmittelbar beteiligt sind, wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Kreditwirtschaft Auswirkungen auf den Konzern haben. Der Konzern bildet angemessene Rückstellungen für Prozesse und Regresse zulasten des Sonstigen Ergebnisses, wenn ein Verlust wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar ist. Regressrückstellungen betreffen unter anderem Rückerstattungen von unwirksamen Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten oder mögliche Ansprüche aus der Falschberatung von Kunden. Bei Prozessrückstellungen wird danach unterschieden, ob eine Gesellschaft des Konzerns Klägerin (Aktivprozess) oder Beklagte (Passivprozess) ist. Bei Aktivprozessen werden grundsätzlich die Anwalts-, Gerichts- und Nebenkosten zurückgestellt, wobei hier Landesspezifika berücksichtigt werden. Bei Passivprozessen werden zusätzlich an jedem Stichtag nach jeweiliger Verlustwahrscheinlichkeit für den Streitwert Rückstellungen gebildet. Die endgültigen Verbindlichkeiten des Konzerns können jedoch von den gebildeten Rückstellungen abweichen, da für eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit und die Bezifferung von ungewissen Verbindlichkeiten aus solchen rechtlichen Verfahren in großem Umfang Wertungen und Einschätzungen erforderlich sind, die sich im weiteren Verlauf des jeweiligen Verfahrens als nicht zutreffend erweisen können. Rechtsrisiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 60).
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die wichtigsten betroffenen Standorte, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert worden sein, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung kann weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen enthalten, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gebildet. Diese setzt sich aus Versorgungszusagen zusammen, denen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionspläne zugrunde liegen. Leistungsorientierte Pensionspläne bestehen für Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der überwiegend die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Pläne werden Rückstellungen gebildet. Die Beiträge für beitragsorientierte Pensionspläne werden direkt in den Personalaufwendungen erfasst.
(58) Rückstellungen
| Mio. € | 2019 | 2018¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 713 | 1.084 | - 34,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.990 | 2.074 | - 4,0 |
| Gesamt | 2.704 | 3.158 | - 14,4 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus Rückstellungen für Anwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre von 621 Mio. Euro (Vorjahr: 1.000 Mio. Euro) und Rückstellungen für Vorruhestand von 70 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro) zusammen. Die Zins- und Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich insgesamt aus folgenden Komponenten zusammen:
| Mio. € | 2019 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 78 | 92 | - 15,7 |
| Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne | 87 | 92 | - 5,3 |
| Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) | 39 | 53 | - 25,5 |
| Sonstige pensionsnahe Aufwendungen | 28 | 21 | 33,6 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 232 | 258 | - 9,9 |
Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt ("buy-in"). Im Zuge dieser Transaktion wurden dem Versicherungsunternehmen Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 1.123 Mio. Euro übertragen. Damit sind zukünftig etwa 83 % unserer leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Großbritannien durch Versicherungsverträge abgedeckt. Insgesamt resultiert daraus eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um umgerechnet 260 Mio. Euro.
a) Leistungsorientierte Pläne
Die Pensionsverpflichtungen, pensionsähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand) und Verpflichtungen für Jubiläen sowie die Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Aktuare beziehen neben biometrischen Annahmen, den aktualisierten Heubeck-Richttafeln 2018 G im Inland und länderspezifischen Tafeln im Ausland, insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen sowie künftig zu erwartende Rentensteigerungsraten in die Berechnung mit ein. Aus der Anwendung der aktualisierten Heubeck-Richttafeln ergab sich im Vorjahr ein einmaliger Bewertungseffekt aufgrund der Änderung demografischer Annahmen, der zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtung führte. Daraus resultiert im Vorjahr ein negativer Bewertungseffekt von 84 Mio. Euro, der erfolgsneutral im Sonstigen Periodenergebnis erfasst wurde.# Anhang
Personalaufwand
Die erwarteten Rentenanpassungen wurden in 2019 auf 1,4 % (Vorjahr: 1,6 %) gesenkt. Durch die Senkung der erwarteten Rentenanpassungen entstand ein einmaliger Effekt von 183 Mio. Euro vor Steuern, der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurde. Die künftige Gehaltsentwicklung hat aufgrund der Struktur der jeweiligen Pensionspläne sowohl im Inland als auch im Ausland keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Pensionsverpflichtung, so dass auf eine Angabe des Parameters sowie der zugehörigen Sensitivitäten aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird. Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank eigenen Modells bestimmt, der aus fristenkongruenten Eurozonen-Swap-Sätzen, adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen, abgeleitet wird. Die Ermittlung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis gewichteter Durchschnitte unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.
| Parameter der Pensionspläne in Deutschland für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 1,1 | 1,9 |
| Erwartete Rentenanpassung | 1,4 | 1,6 |
| für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr | ||
| Diskontierungszinssatz | 1,9 | 1,9 |
| Erwartete Rentenanpassung | 1,6 | 1,6 |
| (Gewichtete) Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 2,1 | 2,8 |
| Erwartete Rentenanpassung | 2,7 | 2,9 |
| für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr | ||
| Diskontierungszinssatz | 2,8 | 2,5 |
| Erwartete Rentenanpassung | 2,9 | 2,9 |
Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein - gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen; sie sind als lebenslange Rente mit Kapitalwahlrecht ausgestaltet. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzliche Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds. Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt. Darüber hinaus bestehen leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Neben der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.
Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.8 qualifiziert. Die zwischen dem CPT und der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie weiteren inländischen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Treuhandverträge begründen zugleich eine Insolvenzsicherung der mit Planvermögen unterlegten unmittelbaren betrieblichen Versorgungszusagen. Die Insolvenzsicherung umfasst alle unverfallbaren Versorgungsanwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie alle laufenden Leistungen für Pensionäre. Sie erstreckt sich auch auf diejenigen Teile der Versorgungsanwartschaften beziehungsweise -leistungen, die jenseits der Einstandspflicht des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) liegen.
Die Treuhandverträge sehen keine Dotierungspflicht der Treugebergesellschaften vor. Das Planvermögen muss jedoch zu jeder Zeit die nicht vom PSV gesicherten Ansprüche decken. Die Gesellschaften können nur bis zu dieser Untergrenze Rückübertragungen aus dem Planvermögen zur Erstattung von erbrachten Versorgungsleistungen verlangen. Die Anlagerichtlinien für das Planvermögen in Deutschland werden gemeinsam vom Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft und dem CPT festgelegt. Für deren Ausgestaltung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagensteuerung erfolgt über das Executive Pension Committee (EPC), das im Rahmen des Asset-Liability-Managements einen Liability-Driven-Investment-(LDI)-Ansatz verfolgt und auch die Grundlagen für die Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen entwickelt. Hauptziel der verfolgten Anlagestrategie ist eine Nachbildung der zukünftigen Cashflows (Pensionsverpflichtungen) mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten (Zins, Inflation und Credit Spread) zur Reduzierung der Risiken, die sich unmittelbar aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergeben. Neben den gewöhnlichen Pensionsplanrisiken wie beispielsweise Inflationsrisiken und biometrischen Risiken liegen in der Commerzbank keine erkennbaren ungewöhnlichen Risiken vor. Das Portfolio des Planvermögens ist breit gestreut und setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie alternativen Anlageinstrumenten zusammen.
Die Pensionspläne außerhalb Deutschlands haben eigene und vom CPT unabhängige Trust-Strukturen. In Summe stellen sie aktuell etwa 12 % der gesamten Pensionsverpflichtungen im Konzern dar. Das EPC ist als Steuerungsgremium auch für die Planvermögen der ausländischen Pensionspläne zuständig. Außerhalb Deutschlands gelten zudem noch jeweils nationale Regelungen. Grundsätzlich wird aber auch hier ein LDI-Ansatz verfolgt. Den größten Anteil der Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands stellen die Einheiten in London (rund 85 %), New York und Amsterdam, die zusammen rund 95 % ausmachen. Größtenteils handelt es sich um mit entsprechenden Planvermögen unterlegte leistungsorientierte Pensionspläne. Teilweise und in geringem Umfang bestehen außerhalb Deutschlands auch Pensionsverpflichtungen, denen kein Planvermögen gegenübersteht.
In der Bilanz ist die Nettoschuld (beziehungsweise der Nettovermögenswert) anzusetzen, die sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen abzüglich des Zeitwertes des Planvermögens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Regelungen zur Vermögensobergrenze, ergibt. Die in den Personalaufwendungen und im Zinsüberschuss zu erfassenden Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne setzen sich aus dem Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwendungen beziehungsweise -erträgen zusammen. Der Dienstzeitaufwand umfasst den laufenden Dienstzeitaufwand, welcher die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, sowie den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag. Nettozinsaufwendungen/-erträge berechnen sich aus der Zinsdifferenz zwischen dem Barwert der Verpflichtung und dem Fair Value des Planvermögens. Für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs auf die leistungsorientierte Nettoverbindlichkeit beziehungsweise das Nettovermögen wird der Diskontierungszinssatz herangezogen. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ebenso wie der Ertrag aus dem Planvermögen (mit Ausnahme der Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen enthalten sind) unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich folgendermaßen entwickelt:
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. des Jahres | 9.227 | 9.421 | - | 8.604 | 8.982 | 623 | 439 | ||
| Dienstzeitaufwand | 74 | 80 | - | 2 | - | 76 | 80 | ||
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | 11 | - | - | - | 11 | - | ||
| Plankürzungen/Abgeltungen | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Zinsaufwand/-ertrag | 185 | 183 | - | 179 | 179 | 6 | 4 | ||
| Neubewertung | 1.089 | - | - | 2 | - | 957 | 418 | 132 | |
| Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen erfasste Beträge | - | - | - | 957 | 418 | -957 | -418 | ||
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | - | 6 | - | 8 | - | 6 | 8 | ||
| Anpassungen der finanziellen Annahmen | 1.149 | - | 78 | - | - | 1.149 | -78 | ||
| Anpassungen der demografischen Annahmen | - | 54 | 83 | - | - | 54 | 83 | ||
| Pensionsleistungen | - | 376 | - | 356 | 103 | 91 | -272 | -264 | |
| Gezahlte Beträge in Verbindung mit Abgeltungen | - | 6 | - | 44 | - | -6 | -44 | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 2 | 1 | - | 2 | - | 0 | 0 | 1 | |
| Wechselkursänderungen | 54 | - | 5 | - | 73 | 9 | -18 | 3 | |
| Arbeitgeberbeiträge | - | - | - | 23 | - | 26 | -23 | -26 | |
| Arbeitnehmerbeiträge | 1 | 2 | - | 1 | - | 2 | 0 | 0 | |
| Umbuchungen/Sonstige Veränderungen | 8 | - | 63 | 0 | 22 | 8 | -41 | ||
| Stand zum 31.12. des Jahres | 10.259 | 9.227 | - | 9.734 | 8.604 | 525 | 623 | ||
| davon: Pensionsrückstellung | 621 | 1.000 | |||||||
| davon: Aktiviertes Planvermögen | -96 | -377 |
Für das Jahr 2019 erwarten wir für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 16 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 274 Mio. Euro. In der Commerzbank ergeben sich keine Effekte aufgrund der Begrenzung des Vermögenswertes (sogenanntes Asset Ceiling), so dass die Nettoschuld mit dem Finanzierungsstatus gleichzusetzen ist.# Die Pensionsverpflichtungen inklusive des Geschäftsbereichs EMC waren folgenden Regionen zuzuordnen:
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Deutschland | 9.030 | 8.078 |
| Großbritannien | 1.057 | 1.006 |
| Amerika | 91 | 86 |
| Sonstige | 95 | 87 |
| Gesamt | 10.273 | 9.257 |
Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen der Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Auswirkungen der Annahmenänderungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wurden die gleichen Methoden - insbesondere das Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) - verwendet wie bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Jahresende.
Eine Änderung der entsprechenden Annahmen zum 31. Dezember 2019 würde sich wie folgt auf die Verpflichtung auswirken:
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Zinssensitivität | ||
| Diskontierungszinssatz +50 Basispunkte | - 859 | - 765 |
| Diskontierungszinssatz -50 Basispunkte | 988 | 882 |
| Rentenanpassungssensitivität | ||
| Rentenanpassung +50 Basispunkte | 569 | 520 |
| Rentenanpassung -50 Basispunkte | - 517 | - 475 |
| Sensitivität bei Anpassung der Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung) | ||
| Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 % | 1.393 | 340 |
1 Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit für jedes Alter um 10 % führt zu einer im Durchschnitt um etwa ein Jahr erhöhten Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren.
Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:
| % | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Aktiver Markt | Inaktiver Markt | |
| Festverzinsliche Wertpapiere/Rentenfonds | 32,9 | 25,1 |
| Aktien/Aktienfonds | 7,5 | 2,4 |
| Sonstige Fondsanteile | 0,3 | 0,3 |
| Liquide Mittel | 2,5 | 0,0 |
| Asset-backed Securities | 4,0 | 1,0 |
| Derivate | 12,4 | 1,0 |
| Sonstige | 0,2 | 10,1 |
Per 31. Dezember 2019 sind im Planvermögen weder materielle Beträge von vom Konzern emittierten Wertpapieren noch sonstige Forderungen gegen den Konzern enthalten. Ebenso sind keine vom Konzern genutzten Immobilienwerte enthalten.
Die gewichtete durchschnittliche Bindungsdauer der Pensionsverpflichtungen liegt bei 18,1 Jahren (Vorjahr: 18,1 Jahre).
Die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025-2029 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zu erwartende Rentenzahlung | 311 | 307 | 315 | 320 | 334 | 1.715 |
b) Beitragsorientierte Pläne
Die Commerzbank ist zusammen mit anderen Finanzinstituten in Deutschland Mitgliedsunternehmen des BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (BVV), welcher Altersvorsorgeleistungen an berechtigte Mitarbeiter in Deutschland leistet. Die Beiträge an den BVV werden sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer regelmäßig geleistet. Von der Commerzbank geleistete Beiträge werden in den Personalaufwendungen erfasst. Die Tarife des BVV sehen feste Rentenzahlungen mit Überschussbeteiligungen vor. Diese Pläne werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt, da uns keine ausreichenden Informationen über unseren Anteil an der gesamten leistungsorientierten Verpflichtung des jeweiligen BVV-Plans sowie des auf uns entfallenden Anteils am jeweiligen Planvermögen zur Verfügung stehen.
Für den BVV gilt die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers in Bezug auf die betriebliche Altersvorsorge der eigenen Mitarbeiter. Auch durch die zusätzliche Verpflichtung, Anpassungen zum Ausgleich der Inflation zugunsten der Leistungsberechtigten vorzunehmen, kann ein Anstieg der Pensionsleistungen entstehen. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen waren weder im laufenden Geschäftsjahr noch in den Vorjahren zu bilden, da eine Inanspruchnahme aus dieser gesetzlichen Haftung als unwahrscheinlich angesehen wird.
Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Von den Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne entfielen 75 Mio. Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro) auf Zahlungen an den BVV. Für 2020 wird ein Betrag in gleicher Größenordnung erwartet.
Sonstige Rückstellungen
a) Rückstellungen für außerbilanzielles Kreditgeschäft und Finanzgarantien
Für die Grundsätze, nach denen wir die Rückstellungen für das außerbilanzielle Kreditgeschäft und Finanzgarantien bilden, verweisen wir auf Notes 32 bis 35 Kreditrisiken und Kreditverluste.
b) Übrige Rückstellungen
Die Übrigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Mio. € | Stand 1.1.2019 | Zuführungen | Verbrauch | Auflösungen | Aufzinsung | Umbuchung/ Veränderung | Kondolidierungskreis/ Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Personalbereich | 514 | 316 | 241 | 56 | 0 | 3 | |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 564 | 102 | 177 | 37 | 2 | - | 53 |
| Prozesse und Regresse | 233 | 110 | 44 | 37 | 0 | 1 | |
| Übrige | 485 | 194 | 207 | 55 | 0 | 11 | |
| Gesamt | 1.796 | 722 | 669 | 186 | 3 | - | 40 |
| Mio. € | Stand 31.12.2019 |
|---|---|
| Personalbereich | 536 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 401 |
| Prozesse und Regresse | 261 |
| Übrige | 428 |
| Gesamt | 1.627 |
Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Daneben sind auch Rückstellungen für die langfristige Barkomponente des Commerzbank-Incentive-Plans (CIP) enthalten, die nach Ablauf des dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums verbraucht werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf den Bereich Organisation. Die Zuführungen im Berichtsjahr 2019 standen überwiegend im Zusammenhang mit dem Altersteilzeit-Sprinterprogramm im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0".
Rechtsstreitigkeiten
Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen unter Prozesse und Regresse ausgewiesen sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge und Sensitivitäten wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
― Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
― Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt-und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
― Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wurde die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Die entsprechenden Rückerstattungsbegehren sind inzwischen weitgehend erledigt. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Bislang haben nur wenige Firmenkunden in der Vergangenheit entrichtete Entgelte zurück gefordert. Die Commerzbank rechnet derzeit nicht damit, dass es in Zukunft noch zu erheblichen Rückforderungen kommen wird.
― Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.
― Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen.## Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen (Litigation and Provisions)
Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds hatten diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Im September 2019 konnte mit den Klägern ein Vergleich geschlossen werden; das Verfahren ist damit beendet.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1.731 Kläger angeschlossen. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank. Neben der Sammelklage sind zum 31. Dezember 2019 2.902 weitere Einzelverfahren anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen. Auch nach der Entscheidung des EuGH im Oktober 2019 ist die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der seitdem ergangenen Urteile reicht für eine verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus. Abweichend von der bisherigen Methodik und in Folge des beobachteten Anstiegs der Gesamtzahl der Einzelgerichtsverfahren sowie der Änderung der von den Gerichten in solchen Rechtsfällen gefällten Urteile hat der Konzern/die Tochtergesellschaft zum vierten Quartal 2019 entschieden, neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der Ermittlung der Rückstellung zu berücksichtigen. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet die Rückstellung für Einzelklagen bzgl. bestehender und bereits zurückgezahlter Darlehen mit CHF-Indexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode. Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 31. Dezember 2019 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in Höhe von 3,2 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,3 Mrd. polnische Zloty. Im Berichtsjahr wurde die Rückstellung insgesamt um 79 Mio. Euro erhöht, die Rückstellung zum 31. Dezember 2019 für Einzelklagen beläuft damit auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens einer Kundin macht deren Insolvenzverwalter Ansprüche gegenüber der Commerzbank geltend. Nachdem keine vergleichsweise Einigung zwischen der Bank und dem Insolvenzverwalter erzielt werden konnte, hat der Insolvenzverwalter im Juni 2018 Klage gegen die Bank erhoben. Ende Januar 2019 hat die Bank mit dem Insolvenzverwalter einen Vergleich zur Beilegung des Rechtsstreits geschlossen. Nach Zahlung des Vergleichsbetrags wurde die Klage zurückgenommen.
Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Aktienbasierte Vergütungspläne (Share-based Remuneration Plans)
Wesentliche aktienbasierte Vergütungspläne (Significant Share-based Remuneration Plans)
a) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)
Der im Jahr 2011 erstmals aufgelegte Commerzbank-Incentive-Plan (CIP), regelt alle Details zur variablen Vergütung und gilt grundsätzlich für den gesamten Commerzbank-Konzern. Bei dem CIP handelt es sich um einen Vergütungsplan mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (Equity-Settled-Plan), mit einem Erfüllungswahlrecht in bar beim Arbeitgeber, der in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fällt. In einzelnen Lokationen gelten abweichende beziehungsweise ergänzende CIP-Regelungen unter Berücksichtigung lokaler (arbeits-) rechtlicher Anforderungen.
Auf Basis des CIP können sogenannte Risk Taker Teile ihrer individuellen variablen Vergütung als Barkomponente und als aktienbezogene Komponente erhalten, die an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt sind. Die variable Vergütung besteht grundsätzlich aus einer kurzfristigen Komponente (Short Term Incentive, STI) sowie bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze übersteigt, aus einer langfristigen Komponente (Long Term Incentive, LTI). Ein Risk Taker ist ein Mitarbeiter, dessen Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank nehmen. Kriterien sind unter anderem die Funktion, die der Mitarbeiter inne hat, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder das Erfüllen bestimmter Kriterien, die von der Bank festgelegt wurden. In Abhängigkeit von der Hierarchieebene und der Risikorelevanz der Tätigkeit des Mitarbeiters unterscheidet die Bank zwischen Risk Taker I und Risk Taker II.
Der Status Risk Taker I gilt für Mitarbeiter, deren Tätigkeiten eine höhere Risikorelevanz beinhalten. Die Risk-Taker-Freigrenze ist der Betrag, bis zu dem die Auszahlung der gesamten variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr von Risk Takern als STI in bar unter Berücksichtigung des allgemeinen Lohnniveaus im Bankensektor aufsichtsrechtlich geduldet wird. Bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze nicht übersteigt, und bei Mitarbeitern ohne Risk-Taker-Status (Non-Risk Taker) wird die variable Vergütung in vollem Umfang als STI nicht in Aktien, sondern in bar vergütet. Nur bei Überschreiten der Risk-Taker-Freigrenze unterliegt die gesamte variable Vergütung der Aufteilung in STI und LTI und den für diese Komponenten geltenden Regelungen des CIP.
Die Überschreitung der Risk-Taker-Freigrenze führt zu folgender Unterscheidung:
- Bei Risk Takern I beträgt der STI-Anteil 40 % und der LTI-Anteil 60 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
- Bei Risk Takern II beträgt der STI-Anteil 60 % und der LTI-Anteil 40 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
Die individuelle variable Vergütung wird auf Grundlage des jährlichen Zielerreichungsgesprächs (Performancebewertung I) in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres festgelegt. Die Zahl der zu gewährenden Commerzbank-Aktien wird sowohl für STI als auch für LTI ebenfalls mit der Festsetzung der variablen Vergütung festgelegt. Sofern Risk Taker aktienbasierte Vergütungskomponenten erhalten, wird die jeweilige Anzahl der Commerzbank-Aktien so ermittelt, dass 50 % des auf STI und 50 % des auf LTI entfallenden und umzuwandelnden Eurobetrags durch den Bezugspreis geteilt werden. Ergibt sich ein Bruchteilsbetrag wird die Stückzahl aufgerundet.
Der Bezugspreis ist für bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzte variable Vergütung der einfache Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum (Dezember sowie die Monate Januar und Februar des Folgejahres). Für variable Vergütung, die ab dem Geschäftsjahr 2019 festgesetzt wird, umfasst der Referenzzeitraum für den Bezugspreis den Monat Januar des auf das Geschäftsjahr folgenden Jahres.
Im Rahmen der rechtlichen Gestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten hat die Commerzbank das Recht, statt in Aktien einen Barausgleich vorzunehmen. Diese Option wird in der Regel in Anspruch genommen. Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich unterlagen für bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzte variable Vergütung beim STI einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Ab dem Geschäftsjahr 2019 beträgt die Dauer der Retention Period mindestens 12 Monate. Dies bedeutet, dass die STI-Aktienkomponente des Geschäftsjahres (n) künftig grundsätzlich im April des übernächsten Geschäftsjahres (n+2) zur Auszahlung kommt.
Beim LTI kann der Erwerbsanspruch für variable Vergütung, die für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2018 festgesetzt wurde, frühestens nach Ablauf des dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums (Deferral Period) entstehen, sofern sich im Rahmen der Performancebewertung II keine sonstigen Hinderungsgründe ergeben. Ab dem Geschäftsjahr 2019 kann der Erwerbsanspruch für Risk Taker I frühestens nach fünf Jahren und für Risk Taker II frühestens nach drei Jahren entstehen. Die Performancebewertung II erfolgt nach Ablauf der Deferral Period und beinhaltet die Überprüfung der jeweils zugrunde liegenden Performance Bewertung I, der Erfüllung konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale während der Deferral Period.Sofern ein Anspruch entsteht, unterliegen die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich beim LTI ebenfalls einer Sperrfrist (Retention Period) analog dem STI. Bislang kommt der LTI im Oktober des vierten Jahres nach dem zugrundeliegenden Geschäftsjahr zur Auszahlung. Die Auszahlung einer variablen Vergütung, die ab dem Geschäftsjahr 2019 festgesetzt wird, erfolgt nach Abschluss der Performance-Bewertung II für Risk Taker I für das LTI Cash im November des sechsten Jahres (n+6) bzw. für das LTI Equity im Oktober des siebten Jahres (n+7). Für Risk Taker II erfolgt die Auszahlung des LTI Cash im November des vierten Jahres (n+4) und des LTI Equity im Oktober des fünften Jahres (n+5). Bei einem Barausgleich der Aktienkomponente ermittelt sich der Barzahlungsbetrag auf Basis des einfachen Durchschnitts der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum. Der Referenzzeitraum für Ansprüche aus variabler Vergütung, die bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzt wurde, ist der Monat September, der der Fälligkeit der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Der Referenzzeitraum für Ansprüche ab dem Geschäftsjahr 2019 ist der letzte volle Kalendermonat, der dem Ende der Retention Period der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Wurden während der Laufzeit des CIP durch die Commerzbank eine Dividende ausgeschüttet oder Kapitalmaßnahmen durchgeführt, wird für Equity-Bestandteile aus variabler Vergütung, die bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzt wurde, bei Fälligkeit von STI-und LTI-Komponenten zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividenden je Aktie beziehungsweise ein Barausgleich für die Kapitalmaßnahme ausgeschüttet. Ab dem Geschäftsjahr 2019 entsteht in der Deferral Period anders als in der Retention Period kein Anspruch auf Ausgleich für Dividenden oder Bezugsrechte, die an Aktionäre gezahlt bzw. eingeräumt wurden. Auf Basis von Planrechnungen werden im zugrundeliegenden Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und über die Laufzeit ratierlich Rückstellungen gebildet. Außerdem erfolgen während der Laufzeit des CIP turnusmäßige Überprüfungen, Neubewertungen aufgrund von Aktienkursentwicklungen und/oder Adjustierungen der Bestände.
b) Aktienbasierte Vergütungspläne mBank S.A.
Im Jahr 2012 wurde ein aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2017 teilnehmen konnten. Bis 2013 beinhaltete dieses Programm zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente, die zum ratierlichen Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre berechtigte. Im Jahr 2014 ist eine Modifizierung des Programms vorgenommen worden, die für beide Komponenten sowohl Barauszahlungen als auch den Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre vorsieht. Diese wurden jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und konnten von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis erworben werden. Zudem wurde dieses Programm ab 2015 um eine bedeutende Anzahl an Risk Takern erweitert. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des mBank-Teilkonzerns geknüpft. Die langfristige Komponente des Programms aus dem Jahre 2012 (modifiziert in 2014) ist zusätzlich an die Performancebewertung der Teilnehmer gekoppelt. Im Jahr 2018 wurde das Programm technisch angepasst und die langfristige Komponente für Vorstände von drei auf fünf Jahre (ratierlich) verlängert. Beide Programme, die zum Bezug von mBank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2012, modifiziert im Jahr 2014 und die technische Anpassung 2018) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen.
c) Vorstandsvergütung
Für die detaillierte Darstellung der Bezüge der Vorstandsmitglieder verweisen wir auf den gesondert dargestellten Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts.
Bilanzierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungs- und Bonuspläne
Die Bilanzierung der Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment) und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. Es wird zwischen aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich unterschieden. Für beide Vergütungstypen gilt jedoch, dass die Gewährung aktienbasierter Vergütungen zum Fair Value im Konzernabschluss zu erfassen ist.
Bilanzierung
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente:
Der Fair Value aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) zu erfassen. Der Fair Value wird grundsätzlich zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Sofern Rechte infolge des Nichterreichens bestimmter Ausübungsbedingungen (Marktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge. Sollten die Rechte jedoch aufgrund des Nichterreichens anderer Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen und Nichtmarktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich:
Der Anteil des Fair Values aktienbasierter Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird in den Personalaufwendungen mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der Fair Value wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich zum Auszahlungstag neu ermittelt. Jede Änderung des Fair Values der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Das betrifft den Teil der aktienbasierten variablen Vergütung, der mithilfe eines Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie bestimmt wurde. Der Kurs selbst wird als durchschnittlicher Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar sowie Dezember des Vorjahres bestimmt.
Bewertung
Für die Bewertung der Rückstellung des Commerzbank-Incentive-Plans wird die Anzahl der erdienten Aktien mit dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres multipliziert. Für die Berechnung des Gegenwertes der Commerzbank-Aktien für das zweite Programm der mBank aus dem Jahr 2008 werden durchschnittliche Marktpreise der Commerzbank-Aktie zum Gewährungszeitpunkt herangezogen. Der Aufwand für die Zuführungen zu den Rückstellungen wird - in Abhängigkeit vom Vergütungsplan - auch über den Erdienungszeitraum von vier bis sechs Jahren verteilt. Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen im Geschäftsjahr 2019 Aufwendungen für nicht aktienbasierte Vergütungen von 181 Mio. Euro (Vorjahr: 135 Mio. Euro) und Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:
| Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Pläne mit Barausgleich (Commerzbank-Incentive-Plan) | 11 | 4 |
| Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten | 2 | 3 |
| Gesamt | 14 | 7 |
Die Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungspläne sowie die Rücklagen im Eigenkapital für aktienbasierte Vergütungspläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen Commerzbank-Incentive-Plan | 54 | 68 |
| Rücklagen im Eigenkapital | 6 | 6 |
Commerzbank-Incentive-Plan.
Die Aktienanzahl entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:
| Anzahl der Rechte Stücke | Commerzbank-Incentive-Plan |
|---|---|
| Bestand zum 1.1.2018 | 3.874.376 |
| Im Jahresverlauf gewährt | 1.380.223 |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 2.023.877 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2018 | 3.230.722 |
| Im Jahresverlauf gewährt | 1 642.495 |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 1.888.439 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2019 | 1.984.778 |
1 Der Zuteilungskurs im Geschäftsjahr beträgt 6,51 Euro.
(60) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen
Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um im Kundenauftrag abgegebene Bürgschaften, die uns im Fall einer Inanspruchnahme ein Rückgriffsrecht auf den Kunden (Auftraggeber) gewähren. Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden eingeräumte Kreditlinien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbestand zuzuordnen sind, werden dagegen in den Finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading beziehungsweise Finanziellen Verbindlichkeiten - Held for Trading bilanziert. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem außerbilanziellen Kreditgeschäft gezeigt. Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.# Contingent Liabilities
We also report legal risks in contingent liabilities for which a loss cannot be ruled out but for which no provisions have been made due to the overwhelming improbability of being incurred. To assess the probability of occurrence, we consider a variety of factors, including the nature of the claim and decisions on comparable cases. The Commerzbank Group provides its customers with fast access to funds through credit facilities, which customers need to meet their short-term obligations as well as their long-term financing needs. Credit facilities can take various forms, which we list as examples below:
- Guarantees, with which the Group guarantees the repayment of a loan taken out by a customer from a third party.
- Stand-by Letters of Credit, which increase the customer's creditworthiness and facilitate their foreign trade financing at lower costs.
- Documentary credits for payments in foreign trade, which are made on behalf of a customer and are later reimbursed to the Group.
- Stand-by facilities for short-term debt securities and debt securities issued on a revolving basis, with which customers can issue money market paper or medium-term debt securities as needed, without going through the usual issuance procedure each time.
Existing collateral may be used for the total exposure of customers from loans and guarantees. In addition, there are third-party sub-participations in irrevocable credit commitments and guarantees. Contingent liabilities also include the irrevocable payment obligation that was granted to partially cover the bank levy contribution from the Single Resolution Board (SRB) after the Bank's application for collateral was granted. The figures shown in the following table are presented without taking collateral into account and would only have to be written off in the event of full utilization of credit facilities by all customers and the subsequent payment default of all customers – assuming no collateral is in place. In fact, the vast majority of these commitments expire without being drawn upon. In this respect, the amounts are not representative of the risk assessment, the actual future credit exposure, or the resulting liquidity requirements. Further information on credit risk, as well as liquidity risks and their management and monitoring, can be found in the Group Management Report. Provisions for off-balance sheet liabilities have been deducted from the corresponding items in these statements.
| mio. € | 31.12.2019 | 31.12.20181 | Change in % | |
|---|---|---|---|---|
| Contingent liabilities | 40,832 | 38,433 | 6.2 | |
| Credit institutions | 6,101 | 6,269 | -2.7 | |
| Corporate clients | 31,503 | 28,681 | 9.8 | |
| Retail clients | 197 | 256 | -23.3 | |
| Financial service providers | 2,954 | 3,145 | -6.1 | |
| Public sector | 78 | 84 | -7.2 | |
| Credit commitments | 80,871 | 78,387 | 3.2 | |
| Credit institutions | 1,563 | 1,337 | 16.9 | |
| Corporate clients | 62,189 | 58,239 | 6.8 | |
| Retail clients | 10,167 | 9,969 | 2.0 | |
| Financial service providers | 6,425 | 8,657 | -25.8 | |
| Public sector | 527 | 185 | . | |
| Total | 121,704 | 116,821 | 4.2 |
1 Prior-year adjustment due to restatements (see Note 4).
In addition to the credit facilities listed above, the Commerzbank Group may incur losses from legal and tax risks, the occurrence of which is not predominantly probable, so no provisions have been made. However, as their occurrence is not entirely improbable, they are reported under contingent liabilities. Reliable assessments of neither the timing of occurrence nor possible reimbursements can be made. Depending on the outcome of the legal and tax proceedings, our assessment of the loss risk may prove to be too low or too high. For the vast majority of contingent liabilities from legal risks, however, there is no utilization, and thus the amounts are not representative of actual future losses. As of December 31, 2019, contingent liabilities from legal risks amounted to €511 million (previous year: €1,038 million) and related to the following significant matters:
- Several lawsuits have been filed against a subsidiary of Commerzbank by customers of a former, now insolvent, business client who maintained their business accounts with this subsidiary. The objective of the lawsuits is to claim damages due to alleged support of the management of the insolvent business client in their unfair practices in the context of account management. The claims of various customers were subsequently acquired by a company, and are being asserted collectively by this acquirer. These damage claims were dismissed in the first instance. The plaintiff has appealed. In addition, eight further damage claims have been filed against this subsidiary. In seven cases, the lawsuits were dismissed with final legal effect. The eighth damage claim was withdrawn by the plaintiff.
- The former Dresdner Bank held shares in a US-based company that were sold as part of a leveraged buyout. In the insolvency proceedings of this company, several lawsuits were filed in the USA, among others against Commerzbank as the legal successor of Dresdner Bank, seeking the repayment of the proceeds received in connection with the sale of shares. The lawsuits filed by bondholders, pensioners, and the insolvency administrator of the company were each dismissed in the first instance, inter alia, in favor of the Bank. Applications for review of first-instance decisions are currently pending before the competent appellate courts and have not yet been decided.
- In April 2016, Commerzbank was sued for damages in Hungary by a former borrower. After the borrower failed to remedy multiple breaches of the loan agreement, Commerzbank terminated the loan agreement and made no further disbursements. The plaintiff was liquidated in January 2019. As a result, the competent court in February 2019 dismissed the claims for non-material damages and suspended the proceedings otherwise. A company from the shareholder group of the Hungarian borrower filed an application in February 2019 to continue the proceedings based on allegedly assigned rights in the amount of 75% of the claim, which was rejected in September 2019. The company has appealed. Irrespective of the lawsuit described above, the Bank was sued for damages in November 2017 by this company from the shareholder group of the Hungarian borrower. The lawsuit was dismissed in its entirety in the first instance in March 2019. The plaintiff appealed the judgment in April 2019, which was dismissed in September 2019. The judgment is legally binding.
- In April 2016, Commerzbank was served with a payment lawsuit by a customer. The plaintiff is demanding, among other things, the repayment of interest allegedly paid to Commerzbank unjustly. Furthermore, she seeks the release of collateral securing a claim of Commerzbank against the plaintiff. Commerzbank and the plaintiff are disputing the existence of the secured claim. Commerzbank is defending itself against the lawsuit.
- By a lawsuit filed in May 2019, a Commerzbank customer seeks a declaration that the Bank is to compensate the plaintiff for material damages due to alleged incorrect advice in connection with derivatives in the form of swap contracts. Commerzbank considers the lawsuit to be unfounded and has opposed it.
Contingent liabilities from tax risks relate to the following significant matters:
- With a decree dated July 17, 2017, the Federal Central Tax Office (BMF) commented on the treatment of "Cum-Cum transactions". It intends to critically examine these for the past from the perspective of "abuse of tax advantages". According to the BMF's interpretation in the letter, an abuse of tax advantages within the meaning of § 42 AO is to be assumed if there is no economically reasonable ground for the transaction undertaken and the overall transaction exhibits a tax-induced structure (tax arbitrage). The letter contains a non-exhaustive list of scenarios that are to be assessed for tax purposes by the BMF. In this context, Commerzbank is exposed to claims for compensation from third parties due to the denial of withholding tax credits in connection with Cum-Cum securities lending transactions. Commerzbank estimates the success prospects of such claims to be rather low based on the analyses carried out, but they are not excluded. In these cases, based on our estimates, financial impacts in the high double-digit million range plus back taxes could arise. It cannot be completely ruled out that a different assessment could result from further developments, for example, from the evaluation by the tax authorities and the financial/civil courts.
- The Frankfurt public prosecutor's office is investigating in connection with share transactions around the dividend record date (so-called Cum-Ex transactions) by Commerzbank and the former Dresdner Bank. Commerzbank had already commissioned a forensic analysis of Cum-Ex transactions at the end of 2015, which was completed in early 2018 with regard to Commerzbank's share transactions and in September 2019 with regard to the former Dresdner Bank's share transactions. Appropriate provisions have been made for the tax risks.# Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden. Die Commerzbank hat keine Kenntnisse über etwaige Untersuchungsergebnisse. Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Bank vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden.
(61) Segmentberichterstattung
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im CommerzbankKonzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Halbjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen.
Die Anpassungen der Kundenbetreuung im Rahmen der Strategie Commerzbank 4.0 führten im dritten Quartal 2018 zu rückwirkenden Kundentransfers zwischen den Segmenten Firmenkunden und Privat- und Unternehmerkunden. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note 49). Seit dem ersten Quartal 2019 werden die Pflichtbeiträge für europäische Bankenabgabe, Bankensteuer und Einlagensicherung nicht mehr innerhalb der Verwaltungsaufwendungen, sondern separat ausgewiesen.
Aus dem Segment Firmenkunden wurde im ersten Quartal 2019 ein Portfolio aus Verbriefungen und Unternehmensanleihen an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die Vorjahreswerte wurden jeweils entsprechend angepasst. Ferner wurden im ersten Quartal 2019 im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset & Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde aufgrund der Spezifika eines Abbauportfolios verzichtet. Die verbliebenen Bestände des zum 1. Juli 2019 eingestellten Segments Asset & Capital Recovery wurden in das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen.
Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Commerzbank zum 1. Juli 2019 Produktentwicklung und -betrieb in der sogenannten Lieferorganisation durch Verbindung von Fach- und IT-Seite in agilen Teams neu aufgestellt. Hieraus ergeben sich keine Veränderungen auf den bisherigen Segmentausweis.
Zum Stichtag 31. Dezember 2019 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten Forderungen auf einen Bilanzwert von 4,6 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt:
- 58 Mio. Euro Zinsüberschuss
- 17 Mio. Euro Risikoergebnis
-
- 59 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
- 7 Mio. Euro Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
- 1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis
- 7 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis
- 24 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis
- 6 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen
- 18 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern
Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset & Capital Recovery entfallen zum Stichtag 31. Dezember 2019 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie 11,6 Mrd. Euro auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die wesentlichen Ergebnistreiber für das zweite Halbjahr gliedern sich dabei wie folgt:
Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen
-
- 2 Mio. Euro Zinsüberschuss
- 3 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
- 6 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis
- 7 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis
- 7 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis
- 1 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen
- 6 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern
Auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung entfallen
-
- 10 Mio. Euro Zinsüberschuss
-
- 31 Mio. Euro Risikoergebnis
- 15 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
- 5 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
- 6 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis
- 16 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis
-
- 15 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis
- 8 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen
-
- 24 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern
Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts enthalten.
Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde bis zu seiner Einstellung mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 unterlegt.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge. Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.
Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen.
Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert.
Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3.# Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Vollkosten oder Marktpreisen.
scroll 2019
| Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery² | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 2.722 | 1.861 | - 23 | 514 | 5.074 |
| Dividendenerträge | 10 | 11 | - | 15 | 35 |
| Risikoergebnis | - 253 | - 342 | - 24 | - 0 | - 620 |
| Provisionsüberschuss | 1.914 | 1.177 | 0 | - 35 | 3.056 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 213 | 187 | 111 | - 267 | 244 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 3 | 16 | 10 | 76 | 105 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 24 | - 2 | - 19 | 23 | 27 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 3 | 8 | - 0 | - 0 | 10 |
| Sonstiges Ergebnis | 25 | - 16 | - 0 | 84 | 93 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 4.913 | 3.241 | 79 | 410 | 8.643 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 4.660 | 2.899 | 55 | 410 | 8.024 |
| Verwaltungsaufwendungen | 3.529 | 2.453 | 15 | 316 | 6.313 |
| Pflichtbeiträge | 285 | 118 | 9 | 41 | 453 |
| Operatives Ergebnis | 846 | 328 | 31 | 53 | 1.258 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - 28 | - | - | - | - 28 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | 101 | 101 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 846 | 301 | 31 | - 48 | 1.129 |
| Aktiva | 150.316 | 178.844 | - | 134.476 | 463.636 |
| davon nicht fortgeführte Aktiva | - | - | - | 7.955 | 7.955 |
| Passiva | 186.537 | 173.118 | - | 103.981 | 463.636 |
| davon nicht fortgeführte Passiva | - | - | - | 8.528 | 8.528 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 28 | 149 | - 1 | 1 | 177 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital¹ | 5.361 | 11.895 | 1.620 | 5.064 | 23.940 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 15,8 | 2,8 | 1,9 | - 5,3 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 71,8 | 75,7 | 19,3 | - 73,0 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 77,6 | 79,3 | 30,7 | - 78,3 |
¹ Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
² Das Segment Asset & Capital Recovery wurde zum 1.Juli 2019 aufgelöst. Bis zum Jahresende 2019 wird das zum Halbjahr erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.
scroll 2018¹
| Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 2.579 | 1.777 | 61 | 332 | 4.748 |
| Dividendenerträge | 10 | 14 | 0 | 12 | 36 |
| Risikoergebnis | - 233 | - 194 | - 8 | - 10 | - 446 |
| Provisionsüberschuss | 1.928 | 1.191 | 1 | - 30 | 3.089 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 160 | 424 | 35 | - 253 | 366 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 1 | 4 | 1 | 45 | 48 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 48 | - 22 | - 7 | 6 | 26 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | 12 | - 0 | - | - 12 |
| Sonstiges Ergebnis | 83 | 14 | 23 | 125 | 245 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 4.806 | 3.414 | 114 | 236 | 8.570 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 4.573 | 3.220 | 106 | 226 | 8.124 |
| Verwaltungsaufwendungen | 3.586 | 2.503 | 62 | 308 | 6.459 |
| Pflichtbeiträge | 252 | 119 | 10 | 42 | 423 |
| Operatives Ergebnis | 735 | 597 | 34 | - 124 | 1.242 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 735 | 597 | 34 | - 124 | 1.242 |
| Aktiva | 138.435 | 175.289 | 18.904 | 129.758 | 462.386 |
| davon nicht fortgeführte Aktiva | - | - | - | 12.996 | 12.996 |
| Passiva | 170.028 | 179.291 | 16.877 | 96.190 | 462.386 |
| davon nicht fortgeführte Passiva | - | - | - | 12.375 | 12.375 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 23 | 150 | 1 | - | 173 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital² | 4.751 | 10.770 | 2.174 | 5.191 | 22.886 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 15,5 | 5,5 | 1,6 | - 5,4 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 74,6 | 73,3 | 54,3 | - 75,4 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 79,9 | 76,8 | 63,2 | - 80,3 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie Restatements (siehe Note 4).
² Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
scroll
| Mio. € | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung | |
| Zinsüberschuss | 496 | 18 | 514 |
| Dividendenerträge | 13 | 2 | 15 |
| Risikoergebnis | - 0 | - | - 0 |
| Provisionsüberschuss | - 31 | - 4 | - 35 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 306 | 39 | - 267 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 76 | - | 76 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 27 | - 4 | 23 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 0 | - 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 96 | - 12 | 84 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 372 | 39 | 410 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 371 | 39 | 410 |
| Verwaltungsaufwendungen | 331 | - 15 | 316 |
| Pflichtbeiträge | 41 | 0 | 41 |
| Operatives Ergebnis | - 1 | 53 | 53 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | 101 | - | 101 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 102 | 53 | - 48 |
| Aktiva | 134.299 | 178 | 134.476 |
| Passiva | 103.758 | 223 | 103.981 |
scroll 2018¹
| Mio. € | Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 300 | 31 | 332 |
| Dividendenerträge | 8 | 4 | 12 |
| Risikoergebnis | - 10 | - | - 10 |
| Provisionsüberschuss | - 26 | - 4 | - 30 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 267 | 15 | - 253 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 45 | - | 45 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 2 | 4 | 6 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 142 | - 17 | 125 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 203 | 33 | 236 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 193 | 33 | 226 |
| Verwaltungsaufwendungen | 328 | - 20 | 308 |
| Pflichtbeiträge | 42 | 0 | 42 |
| Operatives Ergebnis | - 177 | 53 | - 124 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 177 | 53 | - 124 |
| Aktiva | 129.277 | 482 | 129.758 |
| Passiva | 95.882 | 309 | 96.190 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um folgende Sachverhalte:
- Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
- Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen Segmenten.
- Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
- Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktionen, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind.
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:
scroll 2019
| Mio. € | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 6.258 | 2.008 | 142 | 235 | 0 | 8.643 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 94.928 | 47.172 | 5.674 | 4.129 | - | 151.903 |
scroll 2018
| Mio. € | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 5.918 | 2.309 | 97 | 247 | - | 8.570 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 88.247 | 47.235 | 4.959 | 6.269 | - | 146.710 |
Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa (ohne Deutschland) entfielen rund 18 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 26 %), 59 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 50 %) und 10 % auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 13 %). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.
Sonstige Erläuterungen
Bilanzielles und regulatorisches Eigenkapital (62)
Zusammensetzung des Eigenkapitals nach IFRS
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet. Das Gezeichnete Kapital belief sich auf 1.252 Mio. Euro, da zum 31. Dezember 2019 keine eigenen Aktien im Bestand gehalten wurden. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Bedingtes Kapital
Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:
scroll
Mio.
Bedingtes Kapital
| € Bedingtes Kapital 1.1.2019 | Zugänge | Verfall/ Verbrauch | Aufhebung gemäß Satzung | Bedingtes Kapital 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|
| belegtes Bedingtes Kapital | ||||
| Wandel-/Optionsanleihen/ Genussrechte | 569 | - | - | 569 |
| Gesamt | 569 | - | - | 569 |
| noch verfügbares Bedingtes Kapital | ||||
| Wandel-/Optionsanleihen/ Genussrechte | - | - | ||
| Gesamt | - | - |
Die von der Hauptversammlung am 30. April 2015 beschlossene Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und anderen hybriden Schuldverschreibungen (die Genussrechte und hybriden Schuldverschreibungen mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) wurde mit Beschluss der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 aufgehoben.
Genehmigtes Kapital
| scroll | Datum der Beschlussfassung | Ursprünglicher Betrag Mio. € | In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht Mio. € | 2019 für Kapitalerhöhungen verbraucht Mio. € | Aufhebung gemäß Satzung Mio. € | verbleibender Betrag Mio. € | Befristung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.4.2015 | 569 | - | - | 569 | - | 29.4.2020 | |
| 22.5.2019 | 626 | - | - | - | 626 | 21.5.2024 | |
| Gesamt | 1.195 | - | - | 569 | 626 |
Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2019 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 26. Juli 2019.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 500.943.054,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019/I). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Absatz 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen,
― um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 AktG) bis zu einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 15.000.000,00 Euro auszugeben.
Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen i. S. v. § 18 Absatz 1 AktG gegen Bareinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 3 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Auf diese 3 %-Grenze ist das anteilige Grundkapital anzurechnen, das auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 125.235.763,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019/II). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Absatz 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen,
― um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen i. S. v. § 18 Absatz 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
― um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet.
Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Absatz 1, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2019/II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2019/II unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind - vorbehaltlich einer von einer nachfolgenden Hauptversammlung etwa zu beschließenden erneuten Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss - die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden.
Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Konzernunternehmen i. S. v. § 18 Absatz 1 AktG gegen Sacheinlage durch die Einbringung von Ansprüchen auf variable Vergütungsbestandteile, Gratifikationen oder ähnlichen Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzernunternehmen ausgegeben werden, darf der Vorstand nur bis zu einer Höhe von insgesamt maximal 3 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals von der Ermächtigung Gebrauch machen. Auf diese 3 %-Grenze ist das anteilige Grundkapital anzurechnen, das auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen i. S. v. § 18 Absatz 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Der Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Bedingtes Kapital 2015) ist aufgehoben. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
(63) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen
Die CRD-IV-Richtlinie (Capital Requirements Directive IV), die Capital Requirements Regulation (CRR) - eine europäische Verordnung, die im Gegensatz zur CRD-IV-Richtlinie unmittelbare Rechtswirkung für alle europäischen Banken entfaltet - sowie die SSM-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank) beinhalten die wesentlichen Vorgaben zur Einhaltung der vorgeschriebenen regulatorischen Mindestkapitalquoten unter Solvabilitätsbetrachtungen. National ergänzt werden diese Umsetzungen durch weiterführende Regelungen im Kreditwesengesetz, der Solvabilitätsverordnung sowie weiteren Kodifikationen. Daneben werden besonders komplexe Regelungssachverhalte durch Implementing Technical Standards (ITS) und Regulatory Technical Standards (RTS) ausgelegt. Im Vergleich zu früheren Regelungen wurden mit Einführung des neuen Regelwerks im Jahr 2014 die Qualität des bankaufsichtsrechtlichen Kapitals gestärkt, die Kapitalanforderungen erhöht und schlussendlich auch höhere Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung der Banken implementiert. Damit all diese Anforderungen nicht zu einem Stichtag vollständig wirksam wurden, unterliegen bestimmte Teile dieser in 2014 wirksam gewordenen Regelungsänderungen fest definierten Übergangsregelungen (with transitional provisions). Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018 endete die stufenweise Einführung der Regelungen für Kapitalabzüge.Somit ergeben sich, aus der in 2013 veröffentlichten CRR Verordnung, Übergangsbestimmungen nur noch für das zusätzliche Kernkapital und für das Ergänzungskapital, wodurch die Anrechnung nicht CRR-konformer Kapitalemissionen schrittweise bis 2022 reduziert wird. Das sogenannte "harte Kernkapital" (Common Equity Tier 1, CET 1) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen und den Nicht beherrschenden Anteilen. Anpassungen hierauf beruhen unter anderem aus der Berücksichtigung von Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, Abschlägen für eine aus regulatorischer Sicht nicht ausreichend vorsichtigen Bewertung von Aktiva, Unterdeckungen aus dem Vergleich von "Erwarteten Verlusten" und den hierfür gebildeten Risikovorsorgen sowie aus der Korrektur von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Hinzurechnung von sogenannten zusätzlichen Kernkapitalbestandteilen (Additional Tier 1, AT 1), die nachrangige Schuldinstrumente mit bestimmten Bedingungen beinhalten können, errechnet sich das Kernkapital (Tier 1). Zum Ergänzungskapital gehören weiterhin im Wesentlichen nachrangige Schuldinstrumente, die nicht als zusätzliches Kernkapital anrechenbar sind. Die Höhe der Anrechnungsmöglichkeit dieser Eigenkapitalbestandteile wurde reduziert. Im Ergebnis können diese Ergänzungskapitalbestandteile in den letzten fünf Jahren ihrer Laufzeit nur noch linear amortisierend berücksichtigt werden. Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:
― Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,
― Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EZB/EBA,
― Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,
― strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.
Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen harten Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert. Die Allokation des harten Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden. Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen sowie die Anforderungen der EZB und der EBA jederzeit eingehalten. Bei der Pro-forma-Berechnung für die Vollumsetzung (fully loaded) der Anforderungen nach CRR werden die oben genannten Übergangsregelungen vollständig außer Ansatz gelassen. Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Darstellung "with transitional provisions" (IST) auch eine "fully loaded" Betrachtung, die sich nur noch im zusätzlichen Kernkapital und im Ergänzungskapital unterscheiden.
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| Position | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| with transitional provisions | with transitional provisions | fully loaded4 | fully loaded4 | |
| Bilanzielles Eigenkapital | 30.667 | 29.411 | 30.667 | 29.411 |
| darin enthaltene zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 1 885 | - | 885 | - |
| Bilanzielles Eigenkapital ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 29.782 | 29.411 | 29.782 | 29.411 |
| Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren | - 79 | - 159 | - 79 | - 159 |
| Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten | 13 | - 61 | 13 | - 61 |
| Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) | - 557 | - 440 | - 557 | - 440 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - 1.522 | - 1.507 | - 1.522 | - 1.507 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 1.174 | - 1.328 | - 1.174 | - 1.328 |
| Aktivüberhang des Planvermögens | - 73 | - 307 | - 73 | - 307 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen | - 533 | - 784 | - 533 | - 784 |
| Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) | - 270 | - 205 | - 270 | - 205 |
| Prudential Valuation | - 185 | - 459 | - 185 | - 459 |
| Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) | - 171 | - 199 | - 171 | - 199 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen | - 382 | - 453 | - 382 | - 453 |
| nicht angesetzter Gewinn | - 218 | - 250 | - 218 | - 250 |
| Sonstiges und Rundungen | - 265 | - 53 | - 265 | - 53 |
| Hartes Kernkapital (CET 1) | 2 24.366 | 23.206 | 24.366 | 23.206 |
| Zusätzliches Kernkapital (AT 1) | 3 1.649 | 904 | 977 | - |
| Kernkapital (Tier 1) | 26.015 | 24.110 | 25.343 | 23.206 |
| Ergänzungskapital (Tier 2) | 4.583 | 5.389 | 4.491 | 5.564 |
| Eigenmittel | 30.598 | 29.499 | 29.834 | 28.770 |
| Risikogewichtete Aktiva | 181.765 | 180.498 | 181.765 | 180.498 |
| davon: Kreditrisiko | 151.903 | 146.710 | 151.903 | 146.710 |
| davon: Marktrisiko | 3 11.134 | 12.395 | 11.134 | 12.395 |
| davon: Operationelles Risiko | 18.728 | 21.393 | 18.728 | 21.393 |
| Harte Kernkapitalquote (CET- 1-Ratio, %) | 13,4 % | 12,9 % | 13,4 % | 12,9 % |
| Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio, %) | 14,3 % | 13,4 % | 13,9 % | 12,9 % |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,8 % | 16,3 % | 16,4 % | 15,9 % |
1 AT 1 Emission die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches Kernkapital angerechnet wird.
2 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechenbare Konzernergebnis.
3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
4 Gemäß Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013.
Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 24,4 Mrd. Euro gegenüber 23,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2018. Dieser Anstieg in Höhe von 1,2 Mrd. Euro resultierte im Wesentlichen aus dem regulatorisch anrechenbaren Gewinn und reduzierter regulatorischer Abzüge. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,4 %. Mit der Anfang Juli begebenen Emission einer Additional-Tier-1-Anleihe über 1 Mrd. US-Dollar stieg das Kernkapital (fully loaded) auf 25,3 Mrd. Euro und die entsprechende Kernkapitalquote auf 13,9 %. Ursächlich für den Rückgang in Höhe von 1,1 Mrd. Euro im Ergänzungskapital sind nachrangige Verbindlichkeiten, die restlaufzeitenbedingt nicht mehr voll anrechenbar sind, Endfälligkeiten von Emissionen sowie die vorzeitige Rückzahlung von Instrumenten (Kündigung). Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,4 %. Die Risikoaktiva lagen aufgrund kompensierender Effekte nur leicht über dem Vorjahresniveau. Die Reduktionen bei den RWA aus operationellen Risiken und Marktrisiken kompensierten dabei weitestgehend die Anstiege bei den Kreditrisiko-RWA. Letztere ergaben sich unter anderem aus der Einführung von IFRS 16, dem Kreditwachstum in den Kernsegmenten und Parametereffekten (v. a. Effekte aus der Überprüfung von internen Kreditrisikomodellen durch die Aufsicht), abgemildert durch zwei Verbriefungstransaktionen und dem gezielten Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählenden Portfolios.
(64) Verschuldungsquote
Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des Geschäftsjahres 2019 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. Group Finance berichtet dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote hin analysiert.# Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.
Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote
| Mio. € Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt.
Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) Mio. €
| 31.3.2019 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | ||||
| 1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 117.593 | 121.225 | 124.862 | 128.364 |
| Mittelabflüsse | ||||
| 2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 80.985 | 83.057 | 85.126 | 87.611 |
| 3 stabile Einlagen | 36.608 | 38.167 | 39.736 | 40.753 |
| 4 weniger stabile Einlagen | 104.951 | 105.354 | 106.800 | 107.793 |
| 5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 35.106 | 34.886 | 35.377 | 36.132 |
| 6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 68.258 | 69.060 | 70.120 | 70.487 |
| 7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 1.587 | 1.408 | 1.303 | 1.174 |
| 8 unbesicherte Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 besicherte Großhandelsfinanzierung | 84.900 | 84.785 | 85.033 | 85.115 |
| 10 zusätzliche Anforderungen | 8.642 | 8.161 | 7.716 | 7.158 |
| 11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 272 | 325 | 421 | 416 |
| 12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 75.985 | 76.299 | 76.896 | 77.541 |
| 13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 4.080 | 4.412 | 4.233 | 4.036 |
| 14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 109.418 | 108.364 | 106.847 | 105.908 |
| 15 sonstige Eventualverbindlichkeiten | ||||
| 16 Gesamtmittelabflüsse | ||||
| Mittelzuflüsse | ||||
| 17 Besicherte Kredite (z. B. Reverse Repos) | 65.868 | 65.431 | 66.572 | 66.964 |
| 18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 25.954 | 25.239 | 25.056 | 25.231 |
| 19 Sonstige Mittelzuflüsse | 5.740 | 6.545 | 6.860 | 6.724 |
| (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder EU- | ||||
| 19a die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) | ||||
| EU- | ||||
| 19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | ||||
| 20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 97.561 | 97.216 | 98.488 | 98.919 |
| EU- | ||||
| 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- | ||||
| 20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- | ||||
| 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 91.424 | 90.868 | 91.939 | 92.227 |
| 21 Liquiditätspuffer | ||||
| 22 Gesamte Nettomittelabflüsse | ||||
| 23 Liquidity Coverage Ratio |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3.2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für März 2019 und Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) Mio. €
| 31.3.2019 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | ||||
| 1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 85.519 | 86.066 | 86.557 | 85.942 |
| Mittelabflüsse | ||||
| 2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 8.006 | 8.279 | 8.564 | 8.800 |
| 3 stabile Einlagen | 4.049 | 4.153 | 4.256 | 4.381 |
| 4 weniger stabile Einlagen | 3.956 | 4.125 | 4.307 | 4.419 |
| 5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 52.661 | 52.756 | 53.070 | 53.114 |
| 6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 8.745 | 8.688 | 8.809 | 8.995 |
| 7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 42.329 | 42.660 | 42.958 | 42.945 |
| 8 unbesicherte Verbindlichkeiten | 1.587 | 1.408 | 1.303 | 1.174 |
| 9 besicherte Großhandelsfinanzierung | 5.614 | 5.808 | 5.807 | 5.936 |
| 10 zusätzliche Anforderungen | 23.123 | 22.612 | 22.221 | 21.527 |
| 11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 7.885 | 7.442 | 7.038 | 6.538 |
| 12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 272 | 325 | 421 | 416 |
| 13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 14.966 | 14.845 | 14.763 | 14.572 |
| 14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 3.026 | 3.384 | 3.272 | 3.054 |
| 15 sonstige Eventualverbindlichkeiten | 680 | 1.063 | 2.196 | 3.286 |
| 16 Gesamtmittelabflüsse | 93.110 | 93.901 | 95.130 | 95.716 |
| Mittelzuflüsse | ||||
| 17 Besicherte Kredite (z. B. Reverse Repos) | 5.551 | 6.208 | 6.635 | 6.528 |
| 18 Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 18.699 | 18.070 | 17.775 | 17.845 |
| 19 Sonstige Mittelzuflüsse | 5.528 | 6.323 | 6.599 | 6.489 |
| (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht EU- | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 19a konvertierbare Währungen lauten) | ||||
| EU- | ||||
| 19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 29.778 | 30.600 | 31.009 | 30.863 |
| EU- | ||||
| 20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- | ||||
| 20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- | ||||
| 20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 29.778 | 30.600 | 31.009 | 30.863 |
| 21 Liquiditätspuffer | 85.519 | 86.066 | 86.557 | 85.942 |
| 22 Gesamte Nettomittelabflüsse | 63.332 | 63.301 | 64.121 | 64.853 |
| 23 Liquidity Coverage Ratio | 135,02 % | 136,02 % | 135,20 % | 132,72 % |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3.2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für März 2019 und Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau und überschreiten die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:
Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) Mio. €
| Q1/2019 | Q2/2019 | Q3/2019 | Q4/2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt: | 85.519 | 86.066 | 86.557 | 85.942 |
| davon Level 1 | 76.658 | 76.846 | 77.440 | 76.271 |
| davon Level 2A | 7.805 | 7.938 | 7.746 | 8.269 |
| davon Level 2B | 1.056 | 1.283 | 1.372 | 1.402 |
1 Auf Basis einer notwendigen Neuberechnung in Q3.2019 weichen die davor veröffentlichen Werte für März 2019 und Juni 2019 geringfügig von den danach veröffentlichen Werten ab.
Die Commerzbank meldet im Dezember 2019 die LCR zusätzlich in US-Dollar und polnischen Zloty, da diese gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen sind. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen. Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019 zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO).
(66) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Die Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Mitarbeiter sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung gewesenen Mitarbeiter nicht enthalten.
| 2019 | 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich | |
| Im Konzern | 47.568 | 22.244 | 25.324 | 47.977 | 22.532 | 25.445 |
| In Deutschland | 34.173 | 16.185 | 17.988 | 35.550 | 16.874 | 18.676 |
| Außerhalb Deutschlands | 13.395 | 6.059 | 7.336 | 12.427 | 5.658 | 6.769 |
(67) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen.
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 410 Mio. Euro (Vorjahr: 284 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 195 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 27 Mio. Euro (Vorjahr: 28 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen sowie dem Handels- und Bewertungsergebnis und die Aufwendungen von 71 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 85 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt und Garantien und Sicherheiten in Höhe von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 81 Mio. Euro) erhalten.
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen
Im Berichtjahr lagen keine Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen vor. Im Vorjahr wiesen wir 0 Mio. Euro an Erträgen mit Gemeinschaftsunternehmen aus.# Transaktionen mit assoziierten Unternehmen
Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie Finanzanlagen aus Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie mFVPL. In den Passivposten waren von den 34 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 15 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie Zinserträgen. Im Berichtsjahr lagen keine wesentlichen Aufwendungen vor (Vorjahr: 82 Mio. Euro). Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 39 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) gewährt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ Personen
Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 27 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen Wertpapiere der Kategorie HFT. In den Passivposten von 209 Mio. Euro (Vorjahr: 208 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Die Erträge von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen. Die Aufwendungen von 9 Mio. Euro (Vorjahr: 14 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden wie im Vorjahr keine Garantien und Sicherheiten gewährt.
Transaktionen mit Bundesunternehmen
Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 20.535 Mio. Euro (Vorjahr: 25.065 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 17.770 Mio. Euro (Vorjahr: 20.891 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 12.260 Mio. Euro (Vorjahr: 12.718 Mio. Euro) waren 12.247 Mio. Euro (Vorjahr: 12.624 Mio. Euro) Einlagen. Zum 31. Dezember 2019 wurden Garantien und Sicherheiten von 260 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro) an Bundesunternehmen gewährt. Im Berichtsjahr lagen keine wesentlichen Erträge (Vorjahr: 49 Mio. Euro) und Aufwendungen (Vorjahr: 114 Mio. Euro) vor.
Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen
Die Aktivposten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2019 Darlehen und Forderungen. Im Wesentlichen handelte es sich hierbei um Hypothekendarlehen. In den Passivposten von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) waren Einlagen von Personen in Schlüsselpositionen enthalten. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 21 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern. Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen teilten sich wie folgt auf:
| Vorstand | Aufsichtsrat | |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Forderungen (Tsd. €)¹ | 5.549 | 3.494 |
| Letzte Fälligkeit² | 2043 | 2051 |
| Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)³ | 0,68-2,8 | 0,68-2,8 |
¹ Es sind Tilgungen von den Mitgliedern des Vorstands von 424 Tsd. Euro (Vorjahr: 308 Tsd. Euro) und von den Mitgliedern des Aufsichtsrats von 113 Tsd. Euro (Vorjahr: 34 Tsd. Euro) erfolgt.
² Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
³ In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 9,5 % (Vorjahr: 9,5 %) und des Aufsichtsrats bis zu 9,4 % (Vorjahr: 9,5 %) berechnet.
Die Besicherung der Kredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns. Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und eine individualisierte Darstellung der Vergütung nach den Vorschriften des DRS 17 sowie der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands wird im Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts (siehe Seite 29 ff.) wiedergegeben.
Vorstand
In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst. Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten unter anderem auch die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge.
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 9.242 | 7.116 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Dienstzeitaufwendungen) | 3.808 | 3.402 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 1.090 | 618 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses¹ | - | 2.888 |
| Anteilsbasierte Vergütung² | 1.595 | 342 |
| Gesamtvergütung gemäß IAS 24,17 | 15.735 | 14.366 |
| abzüglich Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3.808 | 3.402 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | 2.888 |
| Sonstige Unterschiede zwischen IFRS und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 1 HGB³ | 1.894 | 617 |
| Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 1 HGB | 10.033 | 7.459 |
¹ Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Geschäftsjahr 2018 betreffen Frank Annuscheit. Wir verweisen auf den Abschnitt "Aufhebungsvereinbarung mit Vorstandsmitglied" im Vergütungsbericht 2018.
² Das Vergütungssystem bewirkt auch eine anteilige Erfassung der anteilsbasierten Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre, wie im Vergütungsbericht dargestellt.
³ Nach dem Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung der Ansprüche, was insbesondere im Geschäftsjahr 2019 zu einer deutlichen Verminderung der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 1 HGB führt, da letztere nicht die langfristigen Vergütungskomponenten enthalten.
Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsmitglieder betrug 32.917 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 25.224 Tsd. Euro). Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Planvermögen) waren zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder von 3.711 Tsd. Euro auszuweisen (Vorjahr: 3.733 Tsd. Euro). Für variable Vergütungsbestandteile aktiver Vorstandsmitglieder waren zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen von 14.200 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.800 Tsd. Euro) gebildet. Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt über ein Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 7.390 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.993 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 111.680 Tsd. Euro (Vorjahr: 105.232 Tsd. Euro).
Aufsichtsrat
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2019 eine gesamte Vergütung von netto 3.322 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.174 Tsd. Euro), die gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert wird.
Sonstige Angaben
(68) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 28. Februar 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Konzernabschlusses 2019 wurden vom Vorstand am 10. Februar 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
(69) Corporate Governance Kodex
Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank AG wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
(70) Länderspezifische Berichterstattung
Die nachstehenden Angaben gemäß § 26 a KWG beziehen sich auf den IFRS-Konsolidierungskreis des Commerzbank-Konzerns. Die Kapitalrendite für den Konzern betrug 0,16 % zum 31. Dezember 2019. Für die Angabe des Geschäftszwecks verweisen wir auf unseren Anteilsbesitz (Note 74) in der elektronischen Version des Geschäftsberichts im Internet "Commerzbank > Investor Relations" (www.commerzbank.de). Die Angabe des Umsatzes basiert auf dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und umfasst die Erträge vor Risikoergebnis. Das Ergebnis vor Steuern sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach IFRS entnommen. Die Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen beinhaltet sowohl Vollzeitkräfte als auch in Vollzeitäquivalente umgerechnete Teilzeitkräfte.
| 31.12.2019 | |
|---|---|
| Umsatz Mio. € | |
| Ergebnis vor Steuern Mio. € | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag¹ Mio. € | |
| Maximales Verlustrisiko per 31.12.2019 | |
| Vermögenswerte 13.017 1.745 78 12 359 1.094 | |
| Kreditzusagen - 558 - - - - | |
| Garantien - 16 - - 0 - | |
| Umfang 1 63.894 4.679 11.737 12 2.754 1.094 |
scroll Mio. €
Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost 400
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI 49
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L 0
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading 12
Übrige Vermögenswerte -
Schulden per 31.12.2019 26
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 1
Finanzielle Verbindlichkeiten -Fair Value Option -
Übrige Schulden 25
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.- 31.12.2019
Zinsüberschuss nach Risikoergebnis 9
Provisionsüberschuss 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 3
Sonstiges Ergebnis -
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2019
Vermögenswerte 462
Kreditzusagen 130
Garantien -
Umfang 1 195.696
1 Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt.
scroll Mio. €
| ABS | Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform CFS | Fonds Business | Hedgefonds | Leasingobjektgesellschaften | PFI und SCL | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte per 31.12.2018 | 11.301 | 2.266 | 134 | 169 | 425 | 1.145 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost | 7.325 | 2.264 | - | 68 | 410 | 2 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI | 3.805 | - | - | - | - | 57 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | 167 | - | - | - | 13 | 860 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading | 3 | 1 | 134 | 101 | 2 | 226 |
| Übrige Vermögenswerte - | - | - | - | - | - | - |
| Schulden per 31.12.2018 | - | 1.065 | 15 | 15 | 43 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost | - | 1.063 | 13 | 15 | 43 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Schulden | - | 2 | 2 | - | - | 0 |
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2018
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 209 - 52 - 1 - 24 45
Provisionsüberschuss - 3 0 - 7 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 6 14 - 4 2 - 2 4
Sonstiges Ergebnis - - - - - 2 - 1
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2018
Vermögenswerte 11.301 2.266 134 169 425 1.145
Kreditzusagen - 2.451 - - - -
Garantien - 16 - - 0 -
Umfang 1 64.835 4.265 11.080 169 2.895 1.145
scroll Mio. €
Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost 274
Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI 42
Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L 0
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading 16
Übrige Vermögenswerte -
Schulden per 31.12.2018 27
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 2
Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading 0
Übrige Schulden 25
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2018
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 9
Provisionsüberschuss 1
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 10
Sonstiges Ergebnis -
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2018
Vermögenswerte 332
Kreditzusagen 128
Garantien -
Umfang 1 200.532
1 Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt. Die Commerzbank tritt auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn ― dies durch die Commerzbank initiiert und/oder strukturiert wurde; ― dies Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat; ― dies vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder es durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die Bruttoerträge des Commerzbank-Konzerns aus gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen - 34 Mio. Euro (Vorjahr: - 16 Mio. Euro). Die Buchwerte der Vermögensgegenstände des Commerzbank-Konzerns gegenüber gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betrugen in Summe 1.214 Mio. Euro (Vorjahr: 2.871 Mio. Euro).
(72) Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
Die Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellten sich innerhalb des Segments Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar. Dabei berücksichtigen wir die Tochterunternehmen mBank S. A. und den Teilkonzern comdirect bank.
scroll
| mBank S.A., Warschau, Polen | comdirect bank Teilkonzern, Quickborn, Deutschland | |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar: | ||
| Kapital (%) | 31 | 31 |
| Stimmrechte (%) | 31 | 31 |
| Konzernergebnis (Mio. €) | 59 | 67 |
| Eigenkapital (Mio. €) | 1.041 | 960 |
| Dividendenausschüttung (in Mio. €) | - | 16 |
| Vermögenswerte (Mio. €) | 1 10.756 | 9.793 |
| Schulden (Mio. €) | 1 9.623 | 8.749 |
| Gewinn/Verlust (Mio. €) | 1 82 | 75 |
| Sonstiges Periodenergebnis (Mio. €) | 1 9 | - |
| Gesamtergebnis (Mio. €) | 1 91 | 57 |
| Cashflows (Mio. €) | 1 - 90 | 101 |
1 Vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte.
(73) Patronatserklärung
Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.
scroll
| Name | Sitz |
|---|---|
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn |
| Commerzbank (Eurasija) AO | Moskau |
| Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo | São Paulo |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. | Luxemburg |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerz Markets LLC | New York |
| LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH | Eschborn |
(74) Anteilsbesitz
Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 und IFRS 12.21 zum Konzernabschluss vor. Die Angaben zum Eigenkapital und dem Jahresergebnis der Gesellschaften sind den Abschlüssen der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften entnommen. Fußnoten, Erläuterungen zum Geschäftszweck und weitere Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.
- Verbundene Unternehmen
a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
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| Name | Sitz | Geschäftszweck | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | Währung |
|---|---|---|---|---|---|
| Asekum Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | |
| Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| BDH Development Sp. z o.o. | Lódz, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | |
| Bridge Re Limited | Hamilton, Bermuda | SOFDL | 100,0 | USD | |
| CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| CERI International Sp. z o.o. | Lódz, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | |
| Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn, Deutschland | KREDI | 82,3 | EUR | |
| comdirect Versicherungsmakler AG | Quickborn, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerz (East Asia) Limited | Hong Kong, Hongkong | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerz Business Consulting GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerz Direktservice GmbH | Duisburg, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 90,0 | EUR | |
| Commerz Markets LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | |
| Commerz Real AG | Wiesbaden, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | |
| Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | |
| Commerz Real Mobilienleasing GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerz Securities Hong Kong Limited | Hong Kong, Hongkong | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerz Service-Center Intensive GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerz Services Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank (Eurasija) AO | Moskau, Russland | KREDI | 100,0 | RUB | |
| Commerzbank Brasil S.A. -Banco Múltiplo | São Paulo , Brasilien | KREDI | 100,0 | BRL | |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. | Luxemburg, Luxemburg | KREDI | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Finance 3 S.à r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOUNT | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Finance BV | Amsterdam-Zuidoost, Niederlande | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Finance Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Holdings (UK) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Holdings France | Paris, Frankreich | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | |
| Commerzbank Leasing 6 S.à r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing December (1) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing December (3) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing Holdings Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing March (3) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank Leasing September (5) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | |
| Commerzbank U.S. Finance, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | |
| Commerzbank Zrt. | Budapest, Ungarn | KREDI | 100,0 | HUF | |
| CommerzFactoring GmbH | Mainz, Deutschland | SOFDL | 50,1 | EUR | |
| CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. | |||||
| ``` | Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | |
| :------------------------------------------------------------------- | :--------------------------------- | :-------------- | :------------------------ | ||
| CommerzVentures GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 99,5 | EUR | ||
| ComTS Finance GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS Logistics GmbH | Magdeburg, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS Mitte GmbH | Erfurt, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS Nord GmbH | Magdeburg, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS Ost GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS Rhein-Ruhr GmbH | Duisburg, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| ComTS West GmbH | Hamm, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG | Düsseldorf, Deutschland | 0,1 | 0,3 EUR | ||
| Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG | Düsseldorf, Deutschland | 6,0 | 7,0 EUR | ||
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Dresdner Capital LLC I | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | ||
| Dresdner Capital LLC IV | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | JPY | ||
| Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | ||
| Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| FABA Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety | Warszawa, Polen | 99,0 | PLN | ||
| Garbary Sp. z o.o. | Poznan, Polen | 100,0 | PLN | ||
| Greene Elm Trading VII LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | ||
| Gresham Leasing March (2) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | ||
| KENSTONE GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | München, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,2 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,2 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 73,9 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | ||
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | ||
| Leaselink Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | 100,0 | PLN | ||
| LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Main Incubator GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| mBank Hipoteczny S.A. | Warszawa, Polen | 100,0 | PLN | ||
| mBank S.A. | Warszawa, Polen | 69,3 | PLN | ||
| mFaktoring S.A. | Warszawa, Polen | 100,0 | PLN | ||
| mFinance France S.A. | Paris, Frankreich | 100,0 | EUR | ||
| mFinanse S.A. | Lódz, Polen | 100,0 | PLN | ||
| mLeasing Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | 100,0 | PLN | ||
| MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 75,0 | EUR | ||
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| NOVELLA GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| OLEANDRA GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG | Grünwald, Deutschland | 85,0 | 93,0 EUR | ||
| onvista media GmbH | Köln, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| SECUNDO GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Tele-Tech Investment Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | 100,0 | PLN | ||
| TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | ||
| Zelos Luxembourg S.C.S. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | EUR |
scroll Name Eigenkapital* Tsd. Jahresergebnis* Tsd.
Asekum Sp. z o.o. 10.592,0 4.896,0
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 122.133,0 -
BDH Development Sp. z o.o. 89.141,0 - 882,0
Bridge Re Limited 620,0 - 58,0
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH 2.137,0 -
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 70.629,0 - 29,0
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG 16.735,0 5.654,0
CERI International Sp. z o.o. 58.702,0 21.426,0
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 26,0 -
comdirect bank Aktiengesellschaft 542.661,0 44.530,0
comdirect Versicherungsmakler AG 33.094,0 6.340,0
Commerz (East Asia) Limited 4.346,0 - 75,0
Commerz Business Consulting GmbH 164,0 -
Commerz Direktservice GmbH 1.205,0 -
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 15.167,0 752,0
Commerz Markets LLC 213.895,0 12.356,0
Commerz Real AG 408.394,0 -
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH 151,0 -
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH 21.968,0 -
Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH 5.000,0 -
Commerz Real Mobilienleasing GmbH 5.382,0 -
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH 26,0 -
Commerz Securities Hong Kong Limited 11.031,0 76,0
Commerz Service-Center Intensive GmbH 419,0 -
Commerz Services Holding GmbH 15.979,0 -
Commerzbank (Eurasija) AO 10.063.954,0 1.597.033,0
Commerzbank Brasil S.A. -Banco Múltiplo 232.663,0 - 18.325,0
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. 1.130.465,0 64.463,0
Commerzbank Finance 3 S.à r.l. 732,0 - 23,0
Commerzbank Finance BV 1.051,0 - 37,0
Commerzbank Finance Limited 374.341,0 29.458,0
Commerzbank Holdings (UK) Limited 16.043,0 637,0
Commerzbank Holdings France 38.925,0 -
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 462.597,0 -
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH 1.534.051,0 -
Commerzbank Leasing 6 S.à r.l. 93,0 5,0
Commerzbank Leasing December (1) Limited 314,0 2,0
Commerzbank Leasing December (3) Limited 266,0 125,0
Commerzbank Leasing Holdings Limited 1.244,0 8,0
Commerzbank Leasing Limited 26,0 535,0
Commerzbank Leasing March (3) Limited 14,0 44,0
Commerzbank Leasing September (5) Limited 27,0 36,0
Commerzbank U.S. Finance, Inc. 351,0 6,0
Commerzbank Zrt. 28.730.901,0 725.978,0
CommerzFactoring GmbH 1.099,0 -
CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG 45.990,0 1.887,0
CommerzVentures GmbH 51.313,0 118,0
ComTS Finance GmbH 1.550,0 -
ComTS Logistics GmbH 1.550,0 -
ComTS Mitte GmbH 2.714,0 -
ComTS Nord GmbH 1.492,0 -
ComTS Ost GmbH 1.550,0 -
ComTS Rhein-Ruhr GmbH 1.050,0 -
ComTS West GmbH 1.256,0 -
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG - 1.354,0 1.130,0
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG - 833,0 149,0
Dr. Gubelt GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG - 3.094,0 1.306,0
Dr. Gubelt GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG - 962,0 338,0
Dresdner Capital LLC I 1.868,0 41,0
Dresdner Capital LLC IV 17.934,0 - 2.772,0
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. 18.692,0 2.899,0
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft 32.109,0 -
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 25,0 -
FABA Vermietungsgesellschaft mbH 26,0 -
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 439,0 - 2,0
Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety 220.405,0 - 6.923,0
Garbary Sp. z o.o. 6.625,0 18.453,0
Greene Elm Trading VII LLC 15.382,0 - 1,0
Gresham Leasing March (2) Limited - 406,0 406,0
KENSTONE GmbH 442,0 -
Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 74.830,0 -
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. 22.469,0 3.926,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. 37.879,0 4.818,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. 21.466,0 3.353,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. 31.625,0 3.670,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. 48.153,0 4.834,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. 35.981,0 3.938,0
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. 22.133,0 3.691,0
Leaselink Sp. z o.o. 7.449,0 - 471,0
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH 37.067,0 -
Main Incubator GmbH 10.544,0 1.048,0
mBank Hipoteczny S.A. 1.044.710,0 41.237,0
mBank S.A. 3.786.963,0 1.388.080,0
mFaktoring S.A. 84.475,0 16.609,0
mFinance France S.A. 239,0 - 232,0
mFinanse S.A. 154.710,0 295.110,0
mLeasing Sp. z o.o. 373.145,0 42.842,0
MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH 8.870,0 358,0
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH 32.124,0 53.745,0
NOVELLA GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH 11.176,0 -
OLEANDRA GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG 8.933,0 6.508,0
onvista media GmbH 1.829,0 - 122,0
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH 934,0 - 19,0
SECUNDO GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH 5.811,0 -
Tele-Tech Investment Sp. z o.o. - 17.380,0 - 52.289,0
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 22.778,0 -
Zelos Luxembourg S.C.S. - 32.007,0 - 4.726,0
Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
scroll Name Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte %
1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 81,4
2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Balingen KG Düsseldorf, Deutschland 75,8 75,9
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.Objekt Heilbronn KG
Düsseldorf, Deutschland
78,1
78,3
-
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0 -
CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABALINGA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABELLANA Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABODA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG
Düsseldorf, Deutschland
-
85,0
ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Grünwald, Deutschland
100,0
ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ACILIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ACONITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Actium Leasobjekt Gesellschaft mbH
Wiesbaden, Deutschland
100,0
a) ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADMEO Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADRUGA Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AFORTUNA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AGUSTO Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AHOIH Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALEMONA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALICANTE NOVA Shipping Limited
Monrovia, Liberia
100,0
ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALLATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
94,0
ALLORUM Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L.
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALVARA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ALWIGA Netzbeteiligungen GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMATA Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMOJA Netzbesitz GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ANCONA NOVA Shipping Limited
Monrovia, Liberia
100,0
ANDINO Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) ANDINO Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) ANDINO Fünfte Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ANDINO Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ANDINO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) ANET GmbH & Co. GESCHLOSSENE INVESTMENT KG
Düsseldorf, Deutschland
82,6
100,0
ANET Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Antellux S.à r.l.
Luxembourg, Luxemburg
100,0
APTEMUS Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARAUNA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARBITRIA Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARIBELLA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARINGO Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Ariondaz SAS
Paris, Frankreich
100,0
ARKAMA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ARMILLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Arvilla Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Arvillux S.à r.l.
Luxembourg, Luxemburg
100,0
ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
ASTRADA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Grünwald, Deutschland
100,0
c) ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AVANTLA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Avantlux S.à r.l.
Luxembourg, Luxemburg
100,0
AVENTIMOLA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
Avestlux S.à r.l.
Luxembourg, Luxemburg
100,0
AVIO Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
AVOLO Flugzeugleasinggesellschaft mbH
Karlsruhe, Deutschland
100,0
AWINTO Verwaltungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
BENE Verwaltung und Treuhand GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L.
Grünwald, Deutschland
100,0
19,0
1) BILBAO NOVA Shipping Limited
Monrovia, Liberia
100,0
Blue Amber Fund Management S.A.
Luxembourg, Luxemburg
100,0
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichshafen KG
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) Bot4Business Sp. z o.o.
Warszawa, Polen
c) BRE Property Partner Sp. z o.o.
Warszawa, Polen
100,0
CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH
Frankfurt am Main, Deutschland
100,0
Centrum Bezpieczenstwa Cyfrowego S.A.
Warszawa, Polen
c) CFB-Fonds Transfair GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) CG Japan GmbH
Wiesbaden, Deutschland
100,0
CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH
Wiesbaden, Deutschland
100,0
CGI Victoria Square Limited
London, Großbritannien
100,0
CGI Victoria Square Nominees Limited
London, Großbritannien
100,0
CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation GmbH
Glashütten, Deutschland
100,0
a) Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd
Singapore, Singapur
100,0
Commerz Building and Management GmbH
Essen, Deutschland
100,0
a) Commerz Equipment Leasing Limited
London, Großbritannien
100,0
Commerz GOA Realty Associates LLC
New York, USA
100,0
c) Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd.
Johannesburg, Südafrika
100,0
Commerz Nederland N.V.
Amsterdam, Niederlande
100,0
Commerz Nominees Limited
London, Großbritannien
100,0
Commerz Real Asia Pacific Limited
Hong Kong, Hongkong
100,0
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH
Grünwald, Deutschland
100,0
a) Commerz Real Baumanagement GmbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) Commerz Real Beteiligungsgesellschaft mbH
Düsseldorf, Deutschland
100,0
c) Commerz Real Digitale Vertriebs- und Service GmbH
Wiesbaden, Deutschland
100,0
a) Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH i.L.
Düsseldorf, Deutschland
100,0
a) Commerz Real France & South EURL
Paris, Frankreich
100,0
Commerz Real Fund Management S.à r.l.Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA SICAV-RAIF Luxembourg, Luxemburg 100,0 Commerz Real Institutional Infrastructure Multi-Asset Fund II SCA SICAV-RAIF Luxembourg, Luxemburg 100,0 Commerz Real Institutional Renewable Energies Fund II SCA SICAV-RAIF Luxembourg, Luxemburg 100,0 Commerz Real Institutional Warsaw Invest S.à r.l. Luxembourg, Luxemburg 100,0 Commerz Real North Ltd. London, Großbritannien 100,0 Commerz Real Southern Europe GmbH i.L. Wiesbaden, Deutschland 100,0 3) Commerz Real West BV Amsterdam, Niederlande 100,0 Commerz Real Western Europe GmbH i.L. Wiesbaden, Deutschland 100,0 Commerz Realty Associates GP V, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 Commerz Trade Services Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100,0 Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapore, Singapur 100,0 Commerzbank Auslandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) b) Commerzbank Capital Investment Company Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Investments (UK) Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Leasing December (12) Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Leasing December (13) Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Leasing December (26) Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Leasing December (6) Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Pension Trustees Limited London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Representative Office Nigeria Limited Lagos, Nigeria 100,0 Commerzbank Representative Office Panama, S.A. City of Panama, Panama 100,0 Commerzbank Securities Ltd London, Großbritannien 100,0 Commerzbank Securities Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 CommerzKommunalbau GmbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 CommerzLeasing Anlagen-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) CommerzLeasing GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 CommerzStiftungsTreuhand GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 CommerzVentures Beteiligungsverwaltungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 CommerzVentures II Beteiligungs GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 99,2 COMUNITHY Immobilien GmbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 51,0 4) Copernicus Germany GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) CR KaiserKarree Holding Luxembourg, Luxemburg 100,0 CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 CRI Wohnen GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 5) CSK Sp. z o.o. in liquidation Lódz, Polen 100,0 6) CyberRescue Sp. z o.o. Warszawa, Polen c) DAUNUS Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c) Delphi I Eurohypo LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 Digital Teammates S.A. Warszawa, Polen c) Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG i.L. Düsseldorf, Deutschland - 0,4 c) Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwerin KG Grünwald, Deutschland 100,0 92,0 c) DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited London, Großbritannien 100,0 Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0 Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0 DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c) EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) EuREAM GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 EVIDENTIA Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 Fernwärmenetz Leipzig GmbH Leipzig, Deutschland 100,0 FLOR Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c) FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) Galbraith Investments Limited London, Großbritannien 100,0 General Leasing (No.16) Limited London, Großbritannien 100,0 Gesellschaft für Kreditsicherung mbH Berlin, Deutschland 63,3 GIE Dresdner Kleinwort France Paris, Frankreich 100,0 GRABINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 GRADARA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Sendlinger Alm KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRALANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRALIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG Grünwald, Deutschland 100,0 GRALIDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRAMOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG i.L. Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRECORA Aviation GmbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRECORA Aviation GmbH & Co. geschlossene Investment KG Grünwald, Deutschland 100,0 Greene Elm Trading IX LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 Greene Elm Trading VIII LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 Greene Elm Trading X LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRENDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRESELA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0 Gresham Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 100,0 GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRILISA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRINA Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Marzahn KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Weißensee KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dreieich KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover EXPO Park KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover Hauptbetrieb KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarlouis KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) HAJOBANTA GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOBURGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOGA-US Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOLENA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOLINDA Beteiligungsgesellschaft GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOLUCA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOMA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOMINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJORALDIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOSOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 Haus am Kai 2 O.O.O. Moskau, Russland 100,0 HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0 HIMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c) Histel Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o Prag, Tschechien 100,0 IMMOFIDUCIA Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0 IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG i.L. Köln, Deutschland 95,1 IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH Köln, Deutschland 100,0 Japanturm Betriebsgesellschaft mbH i.L.Wiesbaden, Deutschland 100,0 LIVIDA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Erfurt, Deutschland 100,0
c) Lixa Office Building Kasprzaka 2 Warsaw Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Warszawa, Polen 100,0
LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
c) LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
LUTEA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 100,0
c) MARBARDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARBINO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MARLINTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) Marseille Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0
Max Lease S.à r.l. Luxembourg, Luxemburg 100,0
mBOX Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0
mElements S.A. Warszawa, Polen 100,0
mInvestment Banking S.A. Warszawa, Polen 100,0
7) MOLANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLANDA Vermietungsgesellschaft mbH München, Deutschland 100,0
c) MOLANGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLANKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLANZIO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARELLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLAREZZO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Geschäftsführungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Grundstücksverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Immobilienverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Managementgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARIS Objektverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARISA Vermögensverwaltung mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Detmold KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 87,0
c) MOLARONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLAROSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLASSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLATHINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBAKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBAMBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
c) MOLBOLLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBRIENZA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLBURGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLCAMPO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLCENTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLCOCO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf , Deutschland 100,0
c) MOLCORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lünen KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDICMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLDORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLENDRA Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLETUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLFENNA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLFINO Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Berlin, Deutschland 100,0
c) MOLFOKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLFRIEDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLFUNDA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 100,0
c) MOLGABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLGEDI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLGEKA Vermietungsgesellschaft mbH Meerbusch, Deutschland 100,0
c) MOLGERBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLGERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLIGELA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLIGO Vermietungsgesellschaft mbH Rostock, Deutschland 100,0
c) MOLISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH Hannover, Deutschland 100,0
c) MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaltenkichen KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLKIRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLKRIMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLMARTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLMIRA Vermietungsgesellschft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLNERA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 100,0
c) MOLOTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPETTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLPURA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRAWIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLRESTIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLRISTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRITA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLRONDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLROSSI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSANTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSCHORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSI WA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
c) MOLSTEFFA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTANDO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTERAMO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTIVOLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLTUNIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLUGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLVANI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLVINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLVINCA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLVORRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schweinfurt KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 87,0
c) MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ottensen KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 87,0
MONATA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MORANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) MS "PUCCINI" Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
mServices Sp. z o.o.Lódz, Polen 100,0
NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG i.L. Hamburg, Deutschland 93,6 93,7
NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NERVUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NEUGELB STUDIOS GmbH Berlin, Deutschland 100,0
a) NOLICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG Düsseldorf, Deutschland - 85,0
c) NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Number X Real Estate GmbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0
NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
a) Octopus Investment Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haar KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
c) openspace GmbH Berlin, Deutschland 100,0
OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
OPTIONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
PALERMO Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Leipzig, Deutschland 100,0
PATELLA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 100,0
PATULA Beteiligungsgesellschaft mbH Stuttgart, Deutschland 100,0
Pisces Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
Property Partner Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0
PRUNA Betreiber GmbH Grünwald, Deutschland 51,0
quatron Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RALTO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RANA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAVENNA Kraków Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0
RAYMO Vierte Portfolio GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RIVALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Rood Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt ISF Sindlingen KG Düsseldorf, Deutschland - 85,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte TANK & RAST KG Düsseldorf, Deutschland - 85,0
ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
SENATORSKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
SILVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Smart Living Immobiliengesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Smart Living Verwaltungsgesellschaft mbH i .Gr. Düsseldorf, Deutschland 100,0
SOLTRX Transaction Services GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
a) TALORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
TASKABANA erste Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG Grünwald, Deutschland 100,0
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Burscheid KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kleve KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNARIS Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0
TOULON NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
T-Rex Verwaltungs GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
Unitop Sp. z o.o. Lódz, Polen 100,0
Urban Invest Holding GmbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0
VALENCIA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Watling Leasing March (1) London, Großbritannien 100,0
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0
Windpark Duben Süd Verwaltungs GmbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Fläming 1 Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Karche 2 Verwaltungs GmbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Klosterkumbd Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windpark Ottweiler-Bexbach Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Parchim Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
10) Windpark Rayerschied Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windpark Schenkendöbern Eins Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Schöneseiffen Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windpark Sien Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Spechenwald Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Wustermark Eins Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windsor Asset Management GP Ltd. Toronto, Ontario, Kanada 100,0
Windsor Canada Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
2. Assoziierte Unternehmen
a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | Währung | Eigenkapital Tsd. | Jahresergebnis Tsd. |
|--------------------------------------------------------|---------------------------------------|-----------------|---------------------------|---------|--------------------|----------------------|
| AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 31,6 | | EUR | 234.632 | 12.040 |
| Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main, Deutschland | 40,0 | | EUR | 87.169 | 2.093 |
| CR Hotel Target Pty Ltd | Sydney NSW, Australien | 50,0 | | AUD | 21.522 | - 1.195 |
| DTE Energy Center, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 50,0 | | USD | 64.164 | 9.605 |
| ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldor | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | | EUR | 29.249 | 7.707 |
| mbH | | | | | | |
| c) b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbi | | | | | | |
| lanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen | | | | | | |
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | | | |
| AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & C | München, Deutschland | 47,4 | 47,5 | | | |
| o. KG | | | | | | |
| AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. | Düsseldorf, Deutschland | 24,3 | 29,8 | | | |
| Objekt Düsseldorf KG | | | | | | |
| ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. | Düsseldorf, Deutschland | 5,2 | 25,0 | | | |
| Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG | | | | | | |
| ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | - | | | |
| ATISHA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Paris | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | - | | | |
| KG | | | | | | |
| EVA Société par Actions Simplifiée | Paris, Frankreich | 50,0 | - | | | |
| Film & Entertainment VIP MEDIENFONDS 3 GmbH & Co. KG i | Grünwald, Deutschland | 44,7 | - | | | |
| .L. | | | | | | |
| FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0 | - | | | |
| FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. | | | | | | |## 3. Gemeinschaftsunternehmen
a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | Währung | Eigenkapital* Tsd. | Jahresergebnis* Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Delphi I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 33,3 | - | EUR | 553.563 | -553.999 |
| FV Holding S.A. | Bruxelles, Belgien | 60,0 | - | EUR | 1.188 | -35 |
b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehme
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % |
|---|---|---|---|
| Bonitos Verwaltungs GmbH i.L. | Frankfurt am Main, Deutschland | 50,0 | - |
| NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH | Luxembourg, Luxemburg | 49,5 | - |
4. Strukturierte Unternehmen
a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/11 einbezogene Strukturierte Unternehmen
| Name | Sitz | Segment | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | Währung | Eigenkapital* Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Agate Assets S.A. | Luxembourg, Luxemburg | S014 | FK | - | EUR | 42,0 |
| Bosphorus Capital DAC | Dublin, Irland | FK | - | - | EUR | 75,0 |
| Bosphorus Investments DAC | Dublin, Irland | FK | - | - | EUR | 13,0 |
| Justine Capital SRL | Mailand, Italien | FK | - | - | EUR | - |
| Plymouth Capital Limited | St. Helier, Jersey | FK | - | - | GBP | - |
b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/11 in den Konzernabschluss einbezogene Strukturierte Unternehmen
| Name | Sitz | Segment |
|---|---|---|
| Caduceus Compartment 5 | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| MezzCAP Limited Partnership | St. Helier, Jersey | CB |
| MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG i.L. | Grünwald, Deutschland | SuK |
5. Investmentfonds
a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene Investmentfonds
| Name | Sitz | Segment | Anteil am Fondsvolumen % | Fondswährung | Fondsvolumen Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| CDBS-Cofonds | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 144.351 |
| CDBS-Cofonds II | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 96.678 |
| CDBS-Cofonds III | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 133.728 |
| CDBS-Cofonds IV | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 134.116 |
| CDBS-Cofonds V | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 112.016 |
| Olympic Investment Fund II | Grevenmacher, Luxemburg | FK | 97,8 | EUR | 2.468.933 |
| Premium Management Immobilien-Anlagen | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 98,4 | EUR | 40.809 |
| VFM Mutual Fund AG & Co. KG | Gamprin-Bendern, Liechtenstein | FK | 61,0 | CHF | 239.172 |
b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene Investmentfonds
| Name | Sitz | Segment |
|---|---|---|
| Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF B | London, Großbritannien | FK |
| Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF C | London, Großbritannien | FK |
| Commerzbank Wertsicherungsfonds plus I | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| Commerzbank Wertsicherungsfonds plus II | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK 10Y US-Treasury Future Short UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK 10Y US-Treasury Future UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Double Short TR UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Commerzbank Bund-Future Leveraged UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Commerzbank Bund-Future UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage EURO STOXX 50(r) UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage FTSE 100 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Germany Covered Capped Overall UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 15+ UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 10+ UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 1-5 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 5-10 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Italy UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Japan 100 % Daily Hedged Euro UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Taiwan UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Media UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Retail UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Telecommunications UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Vermögensstrategie Defensiv ETF | Frankfurt am Main, Deutschland | FK |
| ComStage Vermögensstrategie Offensiv ETF | Frankfurt am Main, Deutschland | FK |
6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % |
|---|---|---|---|
| Deutsche Börse Commodities GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 16,2 | 14,5 |
| EURO Kartensysteme GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 15,4 | - |
| SCHUFA Holding AG | Wiesbaden, Deutschland | 18,6 | - |
Fußnoten
1) Umfirmiert: von BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG in BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L.
2) Umfirmiert: von OnVista Aktiengesellschaft in comdirect Versicherungsmakler AG
3) Umfirmiert: von Commerz Real Southern Europe GmbH in Commerz Real Southern Europe GmbH i.L.
4) Umfirmiert: von COMUNITHY Immobilien GmbH in COMUNITHY Immobilien GmbH i.L.
5) Umfirmiert: von T-Rex Baugesellschaft mbH in CRI Wohnen GmbH
6) Umfirmiert: von CSK Sp. z o.o. in CSK Sp. z o.o. in liquidation
7) Umfirmiert: von mCorporate Finance S.A. in mInvestment Banking S.A.
8) Umfirmiert: von NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen in NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen i.L.
9) Umfirmiert: von ADORA Vermietungsgesellschaft mbH in ShareYourSpace GmbH
10) Umfirmiert: von Windpark Streu & Saale Verwaltungsgesellschaft mbH in Windpark Parchim Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH
Anmerkungen und Erläuterungen
a) Beherrschungs- und/oder Ergebnisabführungsvertrag
b) Von den § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB wurde Gebrauch gemacht.
c) Agent-Beziehung
- Kennzahlen aus dem letzten veröffentlichten Abschluss
| Kürzel | Erläuterung |
|---|---|
| BETGE | Beteiligungsgesellschaften |
| KAFOG | Kapitalanlage- und Fondsgesellschaften |
| KREDI | Kreditinstitute |
| SOFDL | Sonstige Finanzdienstleistungsunternehmen |
| SOUNT | Sonstige Unternehmen |
| VERSI | Versicherung |
| ACR | Asset & Capital Recovery |
| FK | Firmenkunden |
| PUK | Privat- und Unternehmerkunden |
| SuK | Sonstige und Konsolidierung |
Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2019
| Land | Währung | Kurs |
|---|---|---|
| Australien | AUD | 1,5995 |
| Brasilien | BRL | 4,5157 |
| Großbritannien | GBP | 0,8508 |
| Polen | PLN | 4,2568 |
| Russland | RUB | 69,9563 |
| Schweiz | CHF | 1,0854 |
| Ungarn | HUF | 330,5300 |
| USA | USD | 1,1234 |
Nachtragsbericht
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Januar 2020 über ihre Tochtergesellschaft Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH ein Aktienpaket an der comdirect bank Aktiengesellschaft ("comdirect") vom institutionellen Investor Petrus Advisers Ltd. erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Commerzbank hält damit nach Abschluss der Transaktion mehr als 90 Prozent der Aktien der comdirect. Damit hat die Commerzbank die erforderliche Beteiligungsschwelle für einen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out erreicht. Im Zuge des angestrebten Squeeze-Outs erhalten comdirect-Aktionäre eine Barabfindung für ihre Aktien.
Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
- Dr. Stefan Schmittmann Vorsitzender
- Uwe Tschäge 1 Stellv. Vorsitzender Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Heike Anscheit 1 Bankkauffrau Commerzbank Aktiengesellschaft
- Alexander Boursanoff 1 Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Gunnar de Buhr 1 Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Stefan Burghardt 1 Niederlassungsleiter Mittelstandsbank Bremen Commerzbank Aktiengesellschaft
- Sabine U. Dietrich Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europa SE
- Monika Fink 1 Bankkauffrau Commerzbank Aktiengesellschaft
- Dr. Tobias Guldimann Selbst. Berater in der Finanzbranche
- Dr. Rainer Hillebrand Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands der Otto Group
- Christian Höhn 1 Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Kerstin Jerchel 1 Bereichsleiterin Mitbestimmung ver.di Bundesverwaltung
- Dr. Markus Kerber Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
- Alexandra Krieger 1 Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/ Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
- Anja Mikus CEO/CIO KENFO-Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung Stiftung des öffentlichen Rechts
- Dr. Victoria Ossadnik Vorsitzende der Geschäftsführung EON Energie Deutschland GmbH
- Robin J. Stalker Ehemaliges Mitglied des Vorstands der adidas AG
- Nicholas Teller Vorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
- Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
- Stefan Wittmann 1 Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung
- Klaus-Peter Müller Ehrenvorsitzender
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
- Martin Zielke Vorsitzender
- Frank Annuscheit (bis 28.2.2019)
- Roland Boekhout (ab 1.1.2020)
- Dr. Marcus Chromik
- Stephan Engels (bis 31.3.2020)
- Jörg Hessenmüller (ab 15.1.2019)
- Michael Mandel
- Dr.Bettina Orlopp Michael Reuther (bis 31.12.2019) Sabine Schmittroth (ab 1.1.2020)
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenen Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 28. Februar 2020
Der Vorstand
Martin Zielke
Roland Boekhout
Marcus Chromik
Stephan Engels
Jörg Hessenmüller
Michael Mandel
Bettina Orlopp
Sabine Schmittroth
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019, der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Der in Abschnitt "Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB" des Konzernlageberichts enthaltene zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht und der in Abschnitt "Angaben gemäß § 315d HGB" enthaltene Corporate-Governance-Bericht und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des in Abschnitt "Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB" des Konzernlageberichts enthaltenen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts und des in Abschnitt "Angaben gemäß § 315d" enthaltenen Corporate-Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-AprVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
-
Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts
-
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Im Konzernabschluss der Commerzbank AG wird ein Geschäfts- oder Firmenwert für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Privat- und Unternehmerkunden (PUK) ausgewiesen. Die im September 2019 veröffentlichten Eckpunkte der Strategie "Commerzbank 5.0" sind mit wesentlichen Veränderungen in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PUK verbunden. Diese Eckpunkte wurden in der im November 2019 vom Vorstand verabschiedeten Mehrjahresplanung konkretisiert. Die Mehrjahresplanung stellt die Basis für den Werthaltigkeitstest dar. Die verwendeten Bewertungsparameter und Erwartungen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung sind ermessensbehaftet und haben einen wesentlichen Einfluss auf die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts. Vor dem Hintergrund der Ermessensspielräume war die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts bei unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. -
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen haben wir den Prozess zur Erstellung der Mehrjahresplanung im Konzern und für die zahlungsmittelgenerierende Einheit PUK aufgenommen und hinsichtlich der Einhaltung interner Vorgaben untersucht. Weiterhin haben wir die wesentlichen Prämissen und Werttreiber mit besonderem Fokus auf die geplanten strategischen Maßnahmen sowie hinsichtlich wesentlicher Veränderungen der Planannahmen im Vergleich zum Vorjahr analysiert. Hierbei haben wir die Konsistenz und Nachvollziehbarkeit der wesentlichen Annahmen der Mehrjahresplanung beurteilt und diese zusätzlich mit externen Markterwartungen verglichen. Bei der Analyse der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PUK haben wir die Geschäftsplanung mit der Planung des vorherigen Geschäftsjahres und den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert. Weiterhin haben wir untersucht, inwieweit die Annahmen zur volkswirtschaftlichen Entwicklung im Detailplanungszeitraum und in der ewigen Rente innerhalb von Bandbreiten extern verfügbarer Prognosen liegen. Die im Rahmen der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendeten Bewertungsparameter, wie beispielsweise geschätzte Wachstumsraten, Kapitalkostensätze und Steuersätze, haben wir mit extern verfügbaren Parametern abgeglichen. Für die Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts haben wir interne Spezialisten hinzugezogen, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung verfügen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ergeben. -
Verweis auf zugehörige Angaben
Angaben zum Geschäfts- oder Firmenwert sind im Anhang des Konzernabschlusses in Note 45 enthalten.
-
-
Bewertung der aktiven latenten Steuern
-
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Bewertung der aktiven latenten Steueransprüche ist ermessensbehaftet und erfordert neben der Berücksichtigung objektiver Faktoren insbesondere auch Schätzungen über die zukünftige steuerliche Ertragssituation sowie die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge. Basis für die Bewertung aktiver latenter Steuern bilden die IFRS-Planergebnisse aus der Mehrjahresplanung des Konzerns. In diese Planung fließen Einschätzungen und Annahmen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung des Konzerns unter Beachtung der strategischen Maßnahmen aus "Commerzbank 5.0" ein. Die im Rahmen der Mehrjahresplanung verwendeten Parameter sind ermessensbehaftet und haben einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der aktiven latenten Steuern. Vor diesen Hintergrund war die Bewertung der aktiven latenten Steuern bei unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. -
Prüferisches Vorgehen
Ausgehend von der Mehrjahresplanung des Konzerns haben wir die steuerlichen Organkreise identifiziert, die wesentliche aktive latente Steuerbestände vor Wertberichtigung und Saldierung mit passiven latenten Steuern aufweisen. Für diese Konzerneinheiten haben wir die wesentlichen Annahmen der Geschäftsplanung mit der Planung des vorherigen Geschäftsjahres und den im Geschäftsjahr tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert.# Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
-
An die Commerzbank Aktiengesellschaft
Urteil
Wir haben den Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft (die Gesellschaft), der die konsolidierten Finanzinformationen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2020 und für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr umfasst, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr geprüft.
Nach unserer Beurteilung hat die Kapitalrücklage nach den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung in allen wesentlichen Belangen ihre Tätigkeit gemäß § 315 Abs. 2 und 3 HGB mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und ist in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Grundlage für unsere Urteile
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Ferner haben wir die International Standards on Auditing (ISA) beachtet. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Weiteren in dem Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unserer Bescheinigung beschrieben.
Wir sind unabhängig von der Gesellschaft und haben unsere sonstigen beruflichen Verpflichtungen in Übereinstimmung mit den für uns geltenden ethischen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, eine Grundlage für unsere Urteile zu bilden.
Wesentliche Prüfungssachverhalte
Wesentliche Prüfungssachverhalte sind Sachverhalte, die nach unserer Beurteilung im Geschäftsjahr am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses waren. Sie sind die Sachverhalte, denen wir bei unserer Prüfung die größte Aufmerksamkeit gewidmet haben. Wir verbinden unsere Beurteilung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts mit diesen wesentlichen Prüfungssachverhalten. Wir geben keine gesonderten Urteile zu diesen Sachverhalten ab.
1. Bewertung von latenten Steuern (aktive latente Steuern)
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Bewertung von aktiven latenten Steuern ist ein komplexer Prozess, der auf einer Vielzahl von Annahmen und Prognosen beruht. Insbesondere die zugrunde liegenden Darlehen und die damit verbundenen Zahlungsströme werden von externen Faktoren beeinflusst. Die Ermittlung der latenten Steuern ist daher von hoher materieller Bedeutung und bedarf einer sorgfältigen Prüfung.
Prüferisches Vorgehen:
Wir haben die Methodik zur Berechnung der latenten Steuern nach IFRS und den einschlägigen deutschen gesetzlichen Vorschriften beurteilt. Weiterhin haben wir die getroffenen wesentlichen Annahmen und die mit ihnen verbundenen Planungsrechnungen geprüft. Dies beinhaltete eine Plausibilisierung der Mehrjahresplanung, die Einbeziehung externer Markterwartungen sowie die Überprüfung der volkswirtschaftlichen Annahmen im Hinblick auf externe Prognosen. Zur Beurteilung der Konsistenz und Nachvollziehbarkeit der Annahmen sowie zur Einschätzung der Auswirkungen auf die Bewertung der latenten Steuern haben wir interne Spezialisten mit besonderen Fachkenntnissen auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung hinzugezogen. Wir haben die Konsistenz und Nachvollziehbarkeit der wesentlichen Annahmen der Mehrjahresplanung beurteilt und diese zusätzlich mit externen Markterwartungen verglichen. Weiterhin haben wir untersucht, ob die Annahmen zur volkswirtschaftlichen Entwicklung über den Planungszeitraum innerhalb von Bandbreiten extern verfügbarer Prognosen liegen. Hierfür haben wir interne Spezialisten hinzugezogen, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung verfügen. Die Überleitung der IFRS-Planergebnisse auf die steuerlichen Ergebnisse haben wir im Hinblick auf die Vereinbarkeit der Methodik zur Ermittlung der latenten Steuern mit IAS 12 und die rechnerische Richtigkeit der Berechnung aktiver latenter Steuern beurteilt. Hierzu haben wir interne Spezialisten mit besonderen Fachkenntnissen im Bereich Steuern hinzugezogen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der aktiven latenten Steuern ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Angaben zur Bewertung der aktiven latenten Steuern sind im Anhang des Konzernabschlusses in Note 22 und 52 enthalten.
2. Bewertung des Kreditportfolios Firmenkunden - Automotive
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Bewertung von Kreditportfolios und die darauf basierende Einschätzung zu gegebenenfalls notwendigen Einzelwertberichtigungen der Kredite ist ein wesentlicher Bereich, in dem das Management Ermessensentscheidungen trifft. Die Identifizierung von wertgeminderten Krediten sowie die Schätzung des erzielbaren Nettoerlöses sind mit Unsicherheiten verbunden und basieren auf verschiedenen ermessenbehafteten Annahmen. Geringe Veränderungen in den Annahmen können zu deutlich voneinander abweichenden Bewertungen führen. Das Kreditportfolio Firmenkunden - Automotive macht einen bedeutenden Anteil am gesamten Kundenkreditvolumen der Commerzbank aus. In einigen Bereichen der Automobilindustrie bestehen anhaltend negative Marktgegebenheiten. Vor diesem Hintergrund war die Bewertung des Kreditportfolios Firmenkunden - Automotive bei unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen:
Wir haben die Konzeption und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems in Bezug auf die wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Kreditprozesse beurteilt. Im Fokus standen dabei die Prozesse der Wertminderungsberechnungen einschließlich der dabei verwendeten Parameter. Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen vorgenommen und hierbei die Notwendigkeit und Angemessenheit der Einzelrisikovorsorge auf Basis einer Stichprobe von Kreditengagements beurteilt. Die Stichprobenauswahl haben wir risikoorientiert, insbesondere anhand von Kriterien, wie dem Führen von Krediten auf Überwachungslisten für latente und akute Ausfallrisiken, der Ratingklasse, der Höhe des Exposures oder gebildeter Einzelwertberichtigungen, vorgenommen. Bei den in der Stichprobe enthaltenen ausgefallenen Einzelengagements haben wir die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes im Rahmen des Wertberichtigungsprozesses im Hinblick auf die maßgeblichen Anforderungen des IFRS 9 gewürdigt. Dies beinhaltete die Analyse der Schätzung zu den erwarteten künftigen Cashflows von Kunden, einschließlich der Cashflows aus der Realisierung gehaltener Sicherheiten und Schätzungen zur Einbringlichkeit bei Zahlungsausfällen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung des Kreditportfolios Firmenkunden - Automotive keine Einwendungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Kreditportfolios (inklusive Kreditportfolios Firmenkunden - Automotive) sind in Note 32 im Anhang sowie im Abschnitt "Adressenausfallrisiken" des Lageberichts zum Konzernabschluss enthalten.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für seinen jährlichen Bericht verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den in Abschnitt "Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB" des Konzernlageberichts enthaltenen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht, den in Abschnitt "Angaben gemäß § 315d" enthaltenen Corporate-Governance-Bericht und der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB. Darüber hinaus umfassen die sonstigen Informationen weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere den Abschnitt "U2-U4" bestehend aus "Kennzahlen", "Wesentliche Konzerngesellschaften und Commerzbank weltweit" und "Finanzkalender, Kontaktadressen" sowie den Abschnitt "An unsere Aktionäre" bestehend aus "Brief des Vorstandsvorsitzenden", "Das Vorstandsteam", "Ausschüsse und Aufsichtsrat" und "Unsere Aktie". Ferner den Abschnitt "Weitere Informationen" bestehend aus "Mandate", "Angaben zur Belastung von Vermögenswerten", "Quartalsergebnisse nach Segmenten" und "Fünfjahresübersicht" sowie den Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter".
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.# Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Commerzbank Aktiengesellschaft
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der „Konzern“), bestehend aus dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019, den konsolidierten Finanzberichten, dem Lagebericht und der Erklärung zur Unternehmensführung, geprüft.
Nach unserem Beurteilungsgrundsatz vermitteln die beigefügten konsolidierten Finanzberichte unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in allen wesentlichen Belangen und erstatten im Einklang damit einen Lagebericht über die entsprechenden Angaben.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Bestimmungen über die Prüfung und die vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Bestimmungen und Grundsätzen ist im Weiteren unter „Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ beschrieben.
Wir sind unabhängig von der Gesellschaft nach den in Deutschland für die Wirtschaftsprüfer geltenden Berufsvorschriften und wir haben unsere sonstigen wirtschaftsprüferlichen Berufspflichten erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besondere Prüfungssachverhalte
Besondere Prüfungssachverhalte sind Sachverhalte, die nach unserem beruflichen Ermessen am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des laufenden Geschäftsjahres waren. Wir bestimmen diese Sachverhalte aus den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben. Wir geben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk nicht an, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Wir haben keine besonderen Prüfungssachverhalte für die Prüfung des Konzernabschlusses des laufenden Geschäftsjahres bestimmt.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung der konsolidierten Finanzberichte verantwortlich, die den IFRS in der jeweils geltenden Fassung, den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und den Übrigen Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln und in denen die nach den genannten Vorschriften erforderlichen Angaben gemacht sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter für die die tatsächlichen Verhältnisse unter Darlegung der wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung sowie der Absehbarkeit der Risiken zutreffend darstellenden Berichterstattung im Konzernlagebericht verantwortlich.
Die gesetzlichen Vertreter sind ferner verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung der konsolidierten Finanzberichte sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, und unter Beachtung der Grundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit offenzulegen, ob die Fortführung der Unternehmenstätigkeit relevant ist, sowie die Umstände im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit offenzulegen. Ferner sind sie dafür verantwortlich, die Grundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, solange dem keine entgegenstehenden tatsächlichen oder rechtlichen Umstände entgegenstehen.
Die für die Überwachung Verantwortlichen sind für die Überwachung des Berichtsprozesses der Gesellschaft zur Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts verantwortlich.
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu gewinnen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Lage des Konzerns vermittelt, die Gesetzesentsprechung des Konzernlageberichts gegeben ist und die von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht die von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollziehbar darstellen und aus diesen Annahmen sachgerecht abgeleitet sind, sowie ein Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zu den Konzernabschlüssen und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Irrtümern entstehen und sind dann wesentlich, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder in ihrer Gesamtheit die wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern, die sich auf die konsolidierten Finanzberichte und den Konzernlagebericht stützen, beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
- holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der COMMERZBANK Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Claus-Peter Wagner.
Eschborn/Frankfurt am Main, 2. März 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Claus-Peter Wagner,
Wirtschaftsprüfer
Marcus Binder,
Wirtschaftsprüfer
Weitere Informationen
Wir informieren über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir über das Ergebnis der Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts sowie über die Angaben zur Belastung von Vermögenswerten und über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.
Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien
Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
| a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland) | b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien | |
|---|---|---|
| Martin Zielke | b) CommerzVentures GmbH 1 (bis 31.12.2019) | |
| Frank Annuscheit (bis 28.2.2019) | a) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender | b) comdirect bank Aktiengesellschaft 1 stellv. Vorsitzender |
| b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. stellv. Vorsitzender | ||
| Commerz Services Holding GmbH 1 Vorsitzender (bis 31.1.2019) | ||
| Roland Boekhout (seit 1.1.2020) | b) CommerzVentures GmbH 1 (seit 1.1.2020) | |
| Dr. Marcus Chromik | b) mBank S.A. 1 | |
| Stephan Engels (bis 31.3.2020) | b) CommerzVentures GmbH 1 stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2019) | |
| EIS Einlagensicherungsbank GmbH Vorsitzender (bis 31.12.2019) | ||
| mBank S.A. 1 stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2019) | ||
| Jörg Hessenmüller (seit 15.1.2019) | b) Commerz Business Consulting GmbH 1 Vorsitzender (bis 30.4.2019) | |
| Commerz Services Holding GmbH 1 Vorsitzender (seit 1.2.2019) | ||
| CommerzVentures GmbH 1 Vorsitzender | ||
| EUREX Deutschland AöR (ab 23.1.2020) | ||
| Frankfurter Wertpapierbörse AöR (ab 23.1.2020) | ||
| Main Incubator GmbH 1 Vorsitzender | ||
| mBank S.A. 1 | ||
| openspace GmbH 1 stellv. Vorsitzender (bis 30.4.2019) | ||
| Michael Mandel | a) comdirect bank Aktiengesellschaft 1 | b) Commerz Real AG 1 stellv. Vorsitzender |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH 1 stellv. Vorsitzender | ||
| CommerzVentures GmbH 1 | ||
| mBank S.A. 1 | ||
| Dr. Bettina Orlopp | a) Commerz Real AG 1 | b) CommerzVentures GmbH 1 stellv. Vorsitzende (seit 1.1.2020) |
| EIS Einlagensicherungsbank GmbH Vorsitzende (seit 1.1.2020) | ||
| Michael Reuther (bis 31.12.2019) | b) EUREX Deutschland AöR | |
| Frankfurter Wertpapierbörse AöR | ||
| Landwirtschaftliche Rentenbank AöR | ||
| Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | ||
| Sabine Schmittroth (seit 1.1.2020) | a) comdirect bank Aktiengesellschaft 1 | b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH 1 |
| Commerz Direktservice GmbH 1 | ||
| Commerz Real AG 1 |
Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
| a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland) | b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien | |
|---|---|---|
| Dr. Stefan Schmittmann | a) Commerz Real AG, Wiesbaden 1 Vorsitzender | b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH, Wiesbaden 1 Vorsitzender |
| HETA ASSET RESOLUTION AG, Klagenfurt (Österreich) stellv. Vorsitzender | ||
| Uwe Tschäge | ||
| Heike Anscheit | ||
| Alexander Boursanoff | a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG, Berlin | b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V., Berlin |
| BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., Berlin | ||
| Gunnar de Buhr | ||
| Stefan Burghardt | ||
| Sabine U. Dietrich | a) H&R GmbH und Co. KGaA, Salzbergen (seit 24.5.2019) | |
| Monika Fink | ||
| Dr. Tobias Guldimann | b) Edmond de Rothschild Holding S.A., Chambésy (Schweiz) | |
| Edmond de Rothschild (Suisse) S.A., Genf (Schweiz) | ||
| Edmond de Rothschild (Monaco) S.A., Monaco (Fürstentum Monaco) | ||
| Fedafin AG, Widnau (Schweiz) Vorsitzender | ||
| Dr. Rainer Hillebrand | b) Vorwerk & Co. KG Wuppertal | |
| Otto Group (Otto GmbH & Co. KG), Hamburg (seit 1.6.2019) | ||
| Christian Höhn | ||
| Kerstin Jerchel | a) Allianz Deutschland AG, München |
1 Konzernmandat.# Markus Kerber Alexandra Krieger
a) AbbVie Komplementär GmbH, Wiesbaden Evonik Resource Efficiency GmbH, Essen stellv. Vorsitzende
Anja Mikus
Dr. Victoria Ossadnik
a) Linde AG, München (bis 8.8.2019) Linde Intermediate Holding AG, München (bis 8.8.2019) Innogy SE, Essen (seit 5.10.2019)
b) Linde plc, Guildford (UK)
Robin J. Stalker
a) Schaeffler AG, Herzogenaurach Schmitz Cargobull AG, Horstmar stellv. Vorsitzender
Nicholas Teller
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
b) OMV Aktiengesellschaft, Wien (Österreich) Vienna Insurance Group AG, Wien (Österreich) AT & S AG, Leoben (Österreich), (seit 4.7.2019)
Stefan Wittmann
1 Konzernmandat. Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB
Stichtag: 31.12.2019
| Ulrich Coenen | Commerz Direktservice GmbH |
| 1 Vorsitzender | |
| Volker Ergler | Stadtwerke Viernheim GmbH |
| Gerold Fahr | Stadtwerke Ratingen GmbH |
| Vorsitzender | |
| Martin Fischedick | Borgers SE & Co. KGaA |
| Sven Gohlke | Bombardier Transportation GmbH |
| Andrea Habermann | Delta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München |
| Marcus König | N-ERGIE Aktiengesellschaft Nürnberg |
| Messe GmbH | |
| VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft | |
| Stefan Nodewald | SCHWÄLBCHEN MOLKEREI |
| Jakob Berz | Aktiengesellschaft |
| Vorsitzender | |
| Andreas Schimmele | Commerz Direktservice GmbH |
| 1 | |
| Roman Schmidt | Commerz Real AG |
| 1 | |
| Carsten Schmitt | Commerz Real AG |
| 1 | |
| Sabine Schmittroth (bis 31.12.2019) | comdirect bank Aktiengesellschaft |
| 1 | Commerz Direktservice GmbH |
| Commerz Real AG | |
| 1 | |
| Benedikt Winzen | Wohnstätte Krefeld, WohnungsAktiengesellschaft |
| 1 |
Konzernmandat. Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Berichterstattung
An die Commerzbank AG, Frankfurt am Main
Wir haben den nichtfinanziellen Bericht der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, im Sinne der §§ 340a i. V. m. 289b HGB, der mit dem nichtfinanziellen Bericht des Konzerns im Sinne der §§ 340i i. V. m. 315b HGB zusammengefasst ist, zusätzlich bestehend aus dem durch Verweisung als Bestandteil qualifizierten Abschnitt "Struktur und Organisation" des Lageberichts und des Konzernlageberichts für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (nachfolgend: nichtfinanzieller Bericht) einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Angaben für Vorjahre waren nicht Gegenstand unseres Auftrags.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 340a i. V. m. 289c bis 289e HGB und §§ 340i i. V. m. 315c HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Angaben ist.
Erklärungen des Wirtschaftsprüfers in Bezug auf die Unabhängigkeit und Qualitätssicherung
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1).
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den nichtfinanziellen Bericht abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB), durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, ob der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 340a i. V. m. 289c bis 289e HGB und §§ 340i i. V. m. 315c HGB aufgestellt worden ist.
Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung, die wir im Wesentlichen in den Monaten Dezember 2019 bis Februar 2020 durchgeführt haben, haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
- Befragung von Mitarbeitern und Einsichtnahme in Dokumente hinsichtlich der Auswahl der Themen für den nichtfinanziellen Bericht, der Risikoeinschätzung und der Konzepte der Commerzbank AG und des Commerzbank-Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen,
- Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung des nichtfinanziellen Berichts betraut sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben im nichtfinanziellen Bericht relevant sind,
- Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben im nichtfinanziellen Bericht,
- Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Aggregation und Validierung der Daten aus den relevanten Bereichen wie z. B. Compliance und Personal im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung,
- analytische Beurteilung von Angaben des nichtfinanziellen Berichts auf Ebene des Mutterunternehmens und des Konzerns,
- Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Daten und
- Beurteilung der Darstellung der Angaben des nichtfinanziellen Berichts.
Prüfungsurteil
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Commerzbank AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 340a i. V. m. 289c bis 289e HGB und §§ 340i i. V. m. 315c HGB aufgestellt worden ist.
Verwendungszweck des Vermerks
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Commerzbank AG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Dieser Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen.
Auftragsbedingungen und Haftung
Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
Eschborn/Frankfurt am Main, den 2. März 2020
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Claus-Peter Wagner, Wirtschaftsprüfer
Nicole Richter, Wirtschaftsprüferin
Angaben zur Belastung von Vermögenswerten
Die nachstehende Offenlegung erfolgt nach Artikel 100 in Verbindung mit Artikel 443 der Capital Requirements Regulation (CRR) unter Berücksichtigung der Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken über die Refinanzierung von Kreditinstituten (ESRB 2012/2). Nach den zugehörigen Leitlinien der Europäische Bankenaufsichtsbehörde (GL/2014/03) ist ein Vermögenswert als belastet zu behandeln, wenn er verpfändet wurde oder Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäfts ist, von dem er nicht frei abgezogen werden kann. Verpfändete Vermögenswerte, die Freigabebeschränkungen unterliegen, wie Vermögenswerte, die vor der Verwendung einer Zustimmung Dritter oder eines Ersatzes durch andere Vermögenswerte bedürfen, sind als belastet anzusehen. Darüber hinaus wird für belastete und unbelastete Vermögenswerte sowie erhaltene Sicherheiten beziehungsweise ausgegebene eigene Schuldtitel der Qualitätsindikator (Extremely) High Quality Liquid Assets angegeben.# Commerzbank-Konzern
Dabei erfolgt eine Einstufung in Level 1 und Level 2 Vermögenswerte gemäß den Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 zu den Liquiditätsdeckungsanforderungen an Kreditinstitute. In der Offenlegung erfolgt ein aggregierter Ausweis. Die Commerzbank-Gruppe bietet vielfältige standardisierte wie kundenspezifische Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden sowie öffentliche und institutionelle Kunden an. Die Belastung von Vermögenswerten der Bank hat damit folgende wesentlichen Auslöser: ― Ergänzung der Refinanzierung des Kreditgeschäfts der Bank durch gedeckte Schuldverschreibungen (insbesondere Pfandbriefe) und Verbriefungen, ― Wertpapierleihe und Repo-Geschäfte zur Refinanzierung von Wertpapiergeschäft, ― Derivategeschäft und damit verbundene Sicherheitenstellung, ― Besicherung von Drittmitteln, die von Förderbanken für förderfähige Aktiva bereitgestellt werden (Fördergeschäft). OTC-Derivategeschäfte werden unter international standardisierten Rahmenverträgen wie dem ISDA Master Agreement oder dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Die teilweise durch EU-Regulierung vorgeschriebene, teilweise auf Wunsch der Parteien erfolgende Besicherung basiert grundsätzlich auf handelsüblichen und bilateral ausgehandelten Besicherungsvereinbarungen. Diese beinhalten im Derivatgeschäftsbereich in der Regel die Besicherung der jeweiligen Verpflichtung aus der Gesamtheit aller Transaktionen zwischen den Parteien eines Rahmenvertrags durch Vollrechtsübertragung von Sicherheiten an den Sicherungsnehmer. Demgegenüber erfolgt unter den Rahmenverträgen für Wertpapierdarlehen sowie Wertpapierpensionsgeschäften in der Regel keine zusätzliche Besicherung, da die Besicherung bereits inhärenter Bestandteil der Transaktion ist. Die Commerzbank als Sicherheitennehmerin hat regelmäßig das Recht, derartige Sicherheit zu verwerten oder weiter zu verpfänden, sofern sie bei Beendigung der Transaktion gleichwertige Wertpapiere zurückgibt. Gedeckte Schuldverschreibungen der Kernbank erfüllen neben den Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung höhere Übersicherungsanforderungen der Ratingagenturen. Die Übersicherung für gedeckte Schuldverschreibungen aus Programmen, die sich im Abbau befinden, wurde auf die Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung reduziert und jeweils öffentlich gemacht. Es bestehen keine nicht extern platzierten gedeckten Schuldverschreibungen. Im Rahmen der besicherten Refinanzierung bestehen neben dem EUR-Geschäft keine relevanten Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu belasteten und unbelasteten Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns nach CRR. Der Konsolidierungskreis nach CRR weicht nicht wesentlich von den konsolidierten Werten nach den Liquiditätsanforderungen unter Teil 6 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 ab. Für die Berechnung der hier veröffentlichten Zahlen wird der Medianwert der vergangenen vier Quartale des Geschäftsjahres 2019 verwendet.
Belastete Vermögenswerte
| 31.12.2019 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | davon: theoretisch EHQLA & HQLA | davon: theoretisch EHQLA & HQLA |
|---|---|---|---|---|
| Mio € | ||||
| Aktiva | 82.320 | 10.370 | ||
| Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere | 3.375 | 2.254 | ||
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 16.010 | 8.116 | 16.057 | 8.039 |
| davon: gedeckte Schuldverschreibungen | 498 | 442 | 498 | 442 |
| davon: Asset-backed securities | 131 | 1 | 131 | 1 |
| davon: begeben durch öffentliche Haushalte | 8.766 | 5.417 | 8.812 | 5.320 |
| davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen | 4.942 | 1.886 | 4.942 | 1.903 |
| davon: begeben durch Firmenkunden | 2.302 | 813 | 2.302 | 816 |
| Sonstige Vermögenswerte | 62.934 | 0 | ||
| davon: Darlehen und Kredite außer tgl. fällige | 62.335 | 0 |
Unbelastete Vermögenswerte
| 31.12.2019 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | davon: EHQLA & HQLA | davon: EHQLA & HQLA |
|---|---|---|---|---|
| Mio € | ||||
| Aktiva | 421.405 | 85.313 | ||
| Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere | 3.501 | 2.323 | ||
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 53.699 | 26.762 | 52.660 | 26.479 |
| davon: gedeckte Schuldverschreibungen | 7.287 | 6.552 | 7.280 | 6.538 |
| davon: Asset-backed securities | 9.745 | 62 | 9.615 | 62 |
| davon: begeben durch öffentliche Haushalte | 26.067 | 16.107 | 25.114 | 15.726 |
| davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen | 26.393 | 10.209 | 26.225 | 10.279 |
| davon: begeben durch Firmenkunden | 1.239 | 446 | 1.320 | 475 |
| Sonstige Vermögenswerte | 364.205 | 56.228 | ||
| davon: Darlehen und Kredite außer tgl. fällige | 247.741 | 0 |
Mehr als 50 % der unbelasteten Sonstigen Vermögenswerte können mittelbar ebenfalls zur Besicherung herangezogen werden. Zu den nicht belastbaren Vermögenswerten zählen im Wesentlichen Forderungen mit Wertpapierhinterlegung, Derivate ohne Collaterals sowie nicht finanzielle Vermögenswerte.
Die erhaltenen Sicherheiten beziehungsweise ausgegebenen eigenen Schuldtitel setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 | Beizulegender Zeitwert der belasteten erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel | Beizulegender Zeitwert der erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel, die zur Belastung infrage kommen | davon: theoretisch EHQLA &HQLA | davon: EHQLA & HQLA |
|---|---|---|---|---|
| Mio € | ||||
| Erhaltene Sicherheiten | 67.712 | 39.015 | 13.208 | 7.564 |
| täglich fällige Kredite | 0 | 0 | 45 | 45 |
| Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere | 175 | 112 | 664 | 438 |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 67.537 | 38.902 | 12.500 | 7.082 |
| davon: gedeckte Schuldverschreibungen | 1.342 | 1.190 | 424 | 386 |
| davon: Asset-backed securities | 907 | 6 | 110 | 1 |
| davon: begeben durch öffentliche Haushalte | 59.140 | 35.708 | 9.504 | 5.872 |
| davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen | 7.241 | 2.786 | 2.339 | 974 |
| davon: begeben durch Firmenkunden | 1.156 | 408 | 657 | 236 |
| Begebene eigene Schuldverschreibungen außer eigenen gedeckten Schuldverschreibungen oder forderungsunterlegten Wertpapieren | 0 | 0 | 1.253 | 0 |
| Zurückbehaltene, begebene gedeckte Schuldverschreibungen | 357 | 0 | ||
| Vermögenswerte, entgegengenommene Sicherheiten und begebene eingene Schuldverschreibungen | 150.032 | 49.385 |
Die mit belasteten Vermögenswerten verbundenen beziehungsweise besicherten Verbindlichkeiten stellten sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| 31.12.2019 | Mio € |
|---|---|
| Deckung der Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten oder ausgeliehenen Wertpapiere | |
| Vermögenswerte, erhaltene Sicherheiten und andere ausgegebene eigene Schuldtitel als belastete Pfandbriefe und Asset-backed Securities | 103.579 |
| Buchwert ausgewählter Verbindlichkeiten | 137.237 |
Es bestehen keine wesentlichen Belastungen von Vermögenswerten, die nicht im Zusammenhang mit bilanzierten Verbindlichkeiten stehen. Auf Basis der Medianwerte hat im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Bilanz nicht zu einer Erhöhung der Belastung von Vermögenswerten geführt. Die obigen Angaben beziehen sich auf die konsolidierten Werte des Commerzbank-Konzerns. Damit sind alle innerhalb des Konzerns durchgeführten Transaktionen ohne Auswirkung auf die Angaben zur Belastung.
Quartalsergebnisse nach Segmenten
1. Quartal 2019
| Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 665 | 467 | - 15 | 115 | 1.232 |
| Dividendenerträge | 1 | 1 | - | 0 | 1 |
| Risikoergebnis | - 52 | - 28 | - 1 | 2 | - 78 |
| Provisionsüberschuss | 468 | 307 | 0 | - 8 | 768 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 57 | 75 | 51 | - 98 | 85 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 6 | - 3 | 46 | 50 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 7 | 0 | - 27 | - 0 | - 20 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 3 | 2 | - | 0 | - 5 |
| Sonstiges Ergebnis | - 1 | 3 | 5 | 30 | 37 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1.201 | 860 | 11 | 85 | 2.157 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1.150 | 831 | 10 | 87 | 2.079 |
| Verwaltungsaufwendungen | 870 | 619 | 9 | 70 | 1.567 |
| Pflichtbeiträge | 125 | 93 | 9 | 38 | 265 |
| Operatives Ergebnis | 154 | 120 | - 7 | - 20 | 246 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 154 | 120 | - 7 | - 20 | 246 |
2. Quartal 2019
| Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 692 | 453 | - 8 | 139 | 1.275 |
| Dividendenerträge | 4 | 3 | - | 3 | 10 |
| Risikoergebnis | - 48 | - 127 | - 23 | 21 | - 178 |
| Provisionsüberschuss | 461 | 286 | - 0 | - 8 | 739 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 48 | 22 | 60 | - 101 | 28 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 6 | 13 | 26 | 46 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 5 | 2 | 8 | 15 | 31 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 2 | - | 0 | - 2 |
| Sonstiges Ergebnis | 14 | 1 | - 5 | - 11 | - 2 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1.224 | 775 | 68 | 63 | 2.130 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 1.176 | 648 | 45 | 83 | 1.953 |
| Verwaltungsaufwendungen | 873 | 619 | 7 | 81 | 1.579 |
| Pflichtbeiträge | 53 | 8 | 0 | 1 | 63 |
| Operatives Ergebnis | 250 | 21 | 38 | 2 | 311 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 250 | 21 | 38 | 2 | 311 |
3. Quartal 2019
| Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 686 | 460 | 0 | 114 | 1.260 |
| Dividendenerträge | 0 | 4 | - | 0 | 5 |
| Risikoergebnis | - 87 | - 31 | 0 | 4 | - 114 |
| Provisionsüberschuss | 485 | 286 | - | - 8 | 763 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 51 | 18 | - 0 | - 54 | 15 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 9 | - | 27 | 36 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 11 | - 2 | 0 | - 29 | - 20 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 2 | - | - | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | 93 | 4 | - | 25 | 122 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1.328 | 781 | - 0 | 74 | 2.183 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1.241 | 750 | - 0 | 78 | 2.069 |
| Verwaltungsaufwendungen | 873 | 596 | - | 89 | 1.559 |
| Pflichtbeiträge | 51 | 8 | - | 1 | 60 |
| Operatives Ergebnis | 317 | 146 | - 0 | - 12 | 450 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 317 | 146 | - 0 | - 12 | 450 |
4.# Quartal 2019 Mio. €
| Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 679 | 481 | - | 0 | 146 |
| Dividendenerträge | 5 | 4 | - | 11 | 19 |
| Risikoergebnis | -67 | -156 | 0 | -27 | -250 |
| Provisionsüberschuss | 500 | 297 | - | -11 | 786 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 57 | 72 | - | 0 | -13 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | -5 | 0 | -23 | -27 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 1 | -2 | - | 0 | 37 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 0 | 2 | - | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | -81 | -24 | - | 41 | -65 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1.160 | 825 | - | 0 | 188 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 1.093 | 669 | - | 0 | 161 |
| Verwaltungsaufwendungen | 913 | 619 | - | 0 | 77 |
| Pflichtbeiträge | 55 | 9 | - | 1 | 65 |
| Operatives Ergebnis | 126 | 42 | 0 | 83 | 250 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | -28 | - | - | -28 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | 101 | 101 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 126 | 14 | 0 | -18 | 122 |
Fünfjahresübersicht
Gewinn-und-Verlust-Rechnung | Mio. €
| 2019 | 2018¹ | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 5.074 | 4.748 | 4.295 | 4.165 | 4.272 |
| Dividendenerträge | 35 | 36 | 106 | 164 | 316 |
| Risikoergebnis | -620 | -446 | n/a | n/a | n/a |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | n/a | -781 | -900 | -696 |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | n/a | n/a | -76 | 40 | -248 |
| Provisionsüberschuss | 3.056 | 3.089 | 3.192 | 3.212 | 3.424 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 244 | 366 | 598 | 1.019 | 1.509 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 105 | 48 | -85 | -37 | -60 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 27 | 26 | 244 | 393 | 440 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 10 | 12 | 23 | 150 | 82 |
| Sonstiges Ergebnis | 93 | 245 | 466 | 293 | 28 |
| Verwaltungsaufwendungen | 6.313 | 6.459 | 6.834 | 7.100 | 7.157 |
| Pflichtbeiträge | 453 | 423 | |||
| Operatives Ergebnis | 1.258 | 1.242 | 1.149 | 1.399 | 1.909 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 28 | - | - | 627 | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | 101 | - | 808 | 128 | 114 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.129 | 1.242 | 341 | 643 | 1.796 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 367 | 268 | 215 | 261 | 619 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 762 | 975 | 126 | 382 | 1.177 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | - | 18 | -10 | 96 | n/a |
| Konzernergebnis | 744 | 964 | 222 | 382 | 1.177 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 100 | 102 | 94 | 103 | 115 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 644 | 862 | 128 | 279 | 1.062 |
Bilanz | Mrd. €
| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 463,6 | 462,4 | 452,5 | 480,4 | 532,6 |
| Eigenkapital | 30,7 | 29,4 | 30,0 | 29,6 | 30,4 |
Kapitalquoten | %
| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kernkapitalquote | 14,3 | 13,4 | 15,2 | 13,9 | 13,8 |
| Eigenkapitalquote | 16,8 | 16,3 | 18,3 | 16,9 | 16,5 |
Ratings²
| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Moody's Investors Service, New York | A1/P-1 | A1/P-1 | A2/P-1 | A2/P-1 | Baa1/P-2 |
| S&P Global, New York | A-/A-2 | A-/A-2 | A-/A-2 | BBB+/A-2 | BBB+/A-2 |
| Fitch Ratings, New York/London | A-/F1 | A-/F2 | A-/F2 | A-/F2 | BBB/F2 |
| Scope Ratings, Berlin | -/A/S-1 | -/A/S-1 | -/A/S-1 | - | - |
¹ Anpassung Vorjahr.
² Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de). 2014-2015 Rating für lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten.
Herausgeber
Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de
Absatzkontrolle
Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.
Fotografie
Alexandra Lechner (S. 2)
Timo Volz (S. 6)
Produktion
Inhouse produziert mit firesys
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.
Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 20. März 2020
Wesentliche Konzerngesellschaften
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Commerz Real AG, Wiesbaden
Ausland
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Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
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mBank S.A., Warschau
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Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich
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- Repräsentanzen: 30
- Wesentliche Konzerngesellschaften im Ausland: 6
- Inlandsfilialen im Privatkundengeschäft: ~ 1.000
- Auslandsfilialen: 445
- Mitarbeiter weltweit: 48.512
- Mitarbeiter Ausland: 13.928
- Mitarbeiter Inland: 34.584
Finanzkalender 2020
-
- Mai 2020: Hauptversammlung
-
- Mai 2020: Zwischenbericht zum 31. März 2020
-
- August 2020: Zwischenbericht zum 30. Juni 2020
-
- November 2020: Zwischenbericht zum 30. September 2020
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