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Commerzbank AG — Annual Report 2018
Apr 9, 2019
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Annual Report
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COMMERZBANK Aktiengesellschaft Frankfurt am Main Geschäftsbericht Konzern 2018
Geschäftsbericht 2018 Kennzahlen
Gewinn- und-Verlust-Rechnung
| 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2017¹ | |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 1.245 | 1.149 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,99 | 0,92 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | 1.245 | 341 |
| Konzernergebnis²(Mio. €) | 865 | 128 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,69 | 0,10 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET1³(%) | 5,4 | 4,9 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis⁸(%) | 3,4 | 0,5 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 80,3 | 78,0 |
Bilanz
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 462,4 | 452,5 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 180,5 | 171,4 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 29,4 | 30,0 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 38,5 | 40,1 |
Regulatorische Kennzahlen
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Kernkapitalquote (%) | 13,4 | 15,2 |
| Harte Kernkapitalquote⁴(%) | 12,9 | 14,9 |
| Harte Kernkapitalquote⁴(Fully Gewinn- und, %) | 12,9 | 14,1 |
| Eigenkapitalquote (%) | 16,3 | 18,3 |
| Verschuldungsquote (%) | 5,0 | 5,5 |
| Verschuldungsquote (Fully Gewinn- und, %) | 4,8 | 5,1 |
Mitarbeiter
| 31.12.2018 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| Inland | 36.009 | 36.431 |
| Ausland | 13.401 | 12.743 |
| Gesamt | 49.410 | 49.174 |
Ratings⁵
| 31.12.2018 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| Moody's Investors Service, New York⁶ | A1/A1/P-1 | A1/A1/P-1 |
| S&P Global, New York⁷ | A/A-/A-2 | A/A-/A-2 |
| Fitch Ratings, New York/London⁶ | A-/BBB+/F2 | A-/BBB+/F2 |
| Scope Ratings, Berlin⁶ | -/A/S-1 | -/A/S-1 |
- Anpassung Vorjahr.
- Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
- Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.
- Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Gewinn- undd-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
- Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.
- Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
- Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
- Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne Nicht beherrschende Anteile. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
An unsere Aktionäre
Brief des Vorstandsvorsitzenden
Frankfurt am Main, im März 2019
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Abschluss des Geschäftsjahres 2018 ist ein guter Zeitpunkt, um ein Zwischenfazit bezüglich der Umsetzung unserer Strategie "Commerzbank 4.0" zu ziehen. Die zeitliche Hälfte des von uns eingeschlagenen Weges haben wir hinter uns - und die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt: Unsere Strategie ist richtig und funktioniert. Wir sind auch 2018 gut vorangekommen.
In den vergangenen beiden Jahren der Strategieumsetzung haben wir bereits viel erreicht, obgleich das Umfeld äußerst anspruchsvoll war. Mit der Digitalisierung der Bank haben wir erhebliche Fortschritte gemacht. So waren zum Ende des Berichtsjahres rund 60 % aller Kernprozesse digital verfügbar. Dies zeigt, dass wir mit unserer Strategie, den "Digital Campus" als Ideengeber und Motor für unsere digitale Ausrichtung zu implementieren, die richtige Entscheidung getroffen haben. In unserem Kerngeschäft sind wir durch das stetige Gewinnen neuer Kunden und den Anstieg der Assets under Management sowie des Kreditvolumens weiter gewachsen und auch die hohe Service- und Beratungsqualität wurde von externer Seite erneut bestätigt. Dies drückt sich auch in der Kundenzufriedenheit aus, die konstant auf einem sehr guten Niveau liegt.
Auch das strategische Ziel, den Konzern weiter zu vereinfachen, wurde im vergangenen Jahr wie geplant vorangetrieben: Wir haben den Geschäftsbereich Equity Markets & Commodities verkauft und damit unsere Handelsaktivitäten vereinfacht. Zudem betreuen wir im Segment Firmenkunden nun Großkunden und institutionelle Kunden aus einer Hand und haben im Segment Asset S Capital Recovery den Abbau von Problemportfolios nahezu abgeschlossen. Darüber hinaus wurde auch das Fundament der Bank mit einer komfortablen Kapitalausstattung, einem niedrigen Risikoprofil und hohen Compliance-Standards weiter gestärkt.
Insgesamt hat sich das Wachstum ausgezahlt. Im Geschäftsjahr 2018 sind die um positive Einmalerträge und Bewertungseffekte bereinigten Erträge vor Risikovorsorge um 5 % auf 8,6 Mrd. Euro angestiegen. Mit rund 450 Mio. Euro wurde im Berichtsjahr ein deutlich geringeres Risikoergebnis ausgewiesen als im Vorjahreszeitraum. Anhaltenden strategischen Investitionen in Digitalisierung und Technologie sowie gestiegenen regulatorischen Belastungen und Pflichtabgaben konnten wir mit striktem Kostenmanagement entgegenwirken. Die Verwaltungsaufwendungen lagen 2018 mit 6,9 Mrd. Euro im Rahmen unserer Erwartungen.
Das Operative Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2018 mit 1,2 Mrd. Euro rund 8,4 % über dem Vorjahreswert. Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen erzielte die Commerzbank damit zur Halbzeit der Strategieumsetzung ein Konzernergebnis in Höhe von 865 Mio. Euro, nach 128 Mio. Euro im Vorjahr, das sich jedoch durch den damals gebuchten Restrukturierungsaufwand belastet zeigte.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Berichtsjahr 2018 ein erfreuliches Wachstum des Geschäftsvolumens sowohl in Deutschland als auch bei der polnischen Tochter mBank verzeichnet. Darüber hinaus wurde 2018 ein wichtiges strategisches Etappenziel in Bezug auf Neukundenwachstum erreicht: Seit Start der Strategie "Commerzbank 4.0" hat das Segment eine Million Nettoneukunden hinzugewonnen; allein im Jahr 2018 waren es knapp 420.000. Damit liegen wir auf Kurs zu unserem Ziel von zwei Millionen Nettoneukunden bis Ende 2020. Zudem haben wir seit 2016 rund 46 Mrd. Euro an Vermögenswerten hinzugewonnen. Das Neugeschäft mit Baufinanzierungen erreichte im Berichtsjahr ein Volumen von 13,4 Mrd. Euro. Das Konsumentenkreditgeschäft betreiben wir nunmehr auf unserer Gewinn- und Plattform und haben das Volumen weiter ausgeweitet. Insgesamt erzielte das Segment ein Operatives Ergebnis von 735 Mio. Euro, nach 858 Mio. Euro im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Erträgen mit Einmalcharakter im Vorjahr sowie eines Sonderfaktors im laufenden Jahr wäre es jedoch im Einklang mit der positiven Ertragsentwicklung signifikant angestiegen.
Das Firmenkundengeschäft ist Kerngeschäft für die Bank. Wir sind hier Marktführer und genießen ein hohes Ansehen in der deutschen Wirtschaft. Im Segment Firmenkunden haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Grundlagen für Wachstum und Neugeschäft gelegt und einen Transformationsprozess angestoßen, der noch nicht abgeschlossen ist. Mit dem Transfer der kleineren mittelständischen Firmenkunden in den Bereich Unternehmerkunden sowie der Einführung des neuen Betreuungsmodells im Mittelstand haben wir wichtige Meilensteine erreicht. In den vergangenen zwei Jahren konnte die Bank rund 8.900 neue Firmenkunden überwiegend im deutschen Mittelstand gewinnen, davon mehr als 3.500 im vergangenen Jahr. Das Kreditvolumen mit Firmenkunden erhöhte sich um rund 4 Mrd. Euro auf 82 Mrd. Euro. Dennoch war das abgelaufene Geschäftsjahr mit einigen Herausforderungen verbunden. Das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie das regulatorische Umfeld belasteten die Ergebnisentwicklung. Darüber hinaus hatten zunehmende geopolitische Unsicherheitsfaktoren geringere Kundenaktivitäten zur Folge. Insgesamt erzielte das Segment Firmenkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Operatives Ergebnis von 629 Mio. Euro, gegenüber 676 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Segment Asset S Capital Recovery (ACR) hat im Berichtsjahr den bestehenden Abbauauftrag fortgesetzt und die Portfolios der Schiffsfinanzierung und der gewerblichen Immobilienfinanzierung um 2,8 Mrd. Euro wertschonend auf rund 1,3 Mrd. Euro reduziert. Das Operative Ergebnis des Segments betrug 34 Mio. Euro, nach -264 Mio. Euro im Vorjahr.
Mit einer harten Kernkapitalquote von 12,9 % per Ende Dezember ist unsere Kapitalausstattung komfortabel und wir liegen deutlich über allen geltenden regulatorischen Anforderungen. Unsere Risikokosten sind durch die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland, die Qualität des Kreditbuches und den konsequenten und wertschonenden Abbau von nicht strategischen Portfolios weiterhin niedrig, was sich in der nochmals niedrigeren Quote für Problemkredite von lediglich 0,9 % widerspiegelt. Den EBA-Stresstest haben wir im vergangenen Jahr trotz eines nochmals verschärften Krisenszenarios mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Dies sehen wir als weiteren Beleg für das gesunde Risikoprofil und die hohe Stressresistenz der Bank.
Der Hauptversammlung werden wir die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Aktie vorschlagen.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im vergangenen Jahr haben wir einiges erreicht und den Umbau der Commerzbank weiter vorangetrieben. Dennoch ist für uns nicht alles erfreulich verlaufen. Dass wir im September 2018 unseren Platz im DAX verloren haben, ändert nichts für unsere Kunden, unser Geschäftsmodell und die Bedeutung der Bank für die deutsche Volkswirtschaft. Und es spornt uns an, unsere Strategie weiter konsequent umzusetzen und damit die Bewertung der Bank am Kapitalmarkt wieder zu verbessern. Im laufenden Jahr 2019 bleibt das Umfeld herausfordernd und wir haben trotz vieler Fortschritte noch einige Aufgaben vor uns. Im Privat- und Firmenkundengeschäft wollen wir unser Wachstum unvermindert fortsetzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen und unsere bereinigten Erträge zu steigern. Unsere Erfahrungen mit dem digitalen Campus werden wir auf weite Teile der zentralen Organisation übertragen.# Bericht des Vorstands
Hier wollen wir das Tempo erhöhen, um dem Vertrieb viel schneller als bisher funktionsfähige Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden an die Hand zu geben. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank - auch im Namen des gesamten Vorstands - allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank für ihren Einsatz und ihr Engagement. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Commerzbank weiterhin auf ihrem Weg begleiten. Zu unserer Hauptversammlung am 22. Mai 2019 in Wiesbaden lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Martin Zielke
Vorstandsvorsitzender
Das Vorstandsteam
- Martin Zielke
56 Jahre, Vorsitzender
Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010 - Dr. Marcus Chromik
46 Jahre, Chief Risk Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.1.2016 - Stephan Engels
57 Jahre, Chief Financial Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012 - Jörg Hessenmüller
48 Jahre, Chief Operating Officer
Mitglied des Vorstands seit 15.1.2019 - Michael Mandel
52 Jahre, Privat- und Unternehmerkunden
Mitglied des Vorstands seit 23.5.2016 - Dr. Bettina Orlopp
48 Jahre, Compliance, Human Resources, Legal
Mitglied des Vorstands seit 1.11.2017 - Michael Reuther
59 Jahre, Firmenkunden
Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006
Bericht des Aufsichtsrats
Frankfurt am Main, im März 2019
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
in der Hauptversammlung 2018 haben Sie mich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank gewählt. Für das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken und Ihnen nunmehr in meiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender über die Arbeit des Aufsichtsrats berichten.
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr fanden insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen sowie zusätzlich eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die jeweils eingehend mit dem Vorstand erörtert wurde. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie und deren Umsetzungsstand, die Planung, Compliance-Themen, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem wurden vertieft behandelt. Inhaltliche Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Ferner wurde der Aufsichtsrat fortlaufend über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor informiert. Die Vorstandsberichte wurden vom Aufsichtsrat kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu seiner Zufriedenheit erteilt wurden. Zudem hat sich der Aufsichtsrat auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und sich dazu ein Urteil gebildet. Soweit zwischen den Sitzungen Beschlüsse erforderlich waren, fasste der Aufsichtsrat diese im Umlaufverfahren.
Die Sitzung am 7. Februar 2018 wurde im "Digital Campus" der Commerzbank abgehalten, den die Aufsichtsratsmitglieder am 6. und 7. Februar 2018 besucht haben, um sich vor Ort ein Bild von der Campusarbeit zu machen. In dieser Sitzung stand - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage und zu dem vorläufigen Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 - der Bericht zum Umsetzungsstand der Strategie "Commerzbank 4.0" im Mittelpunkt der Erörterungen. Der Aufsichtsrat diskutierte und beschloss zudem die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 und wurde über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor sowie über den Stand interner Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank informiert. Auch befasste sich der Aufsichtsrat mit den Risikostrategien für das Jahr 2018. Des Weiteren behandelte er den Bericht des Aufsichtsrats und den Corporate-Governance-Bericht.
In der Bilanzsitzung am 21. März 2018 prüfte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2017 und billigte diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses. Auch verabschiedete er die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2018 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags sowie der Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder. Die Schwerpunkte der Aufsicht im Jahr 2018 wurden dem Aufsichtsrat durch Vertreter des Senior-Managements des Single Supervisory Mechanism der Europäischen Zentralbank präsentiert, mit denen der Aufsichtsrat verschiedene Themen diskutierte. Ferner nahm der Aufsichtsrat den IT-Fortschrittsbericht der Bank entgegen und wurde über den aktuellen Stand in Bezug auf Compliance- und Steuerthemen informiert. Zudem behandelte er die "4.0-Filialstrategie" für das Segment Privat- und Unternehmerkunden. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungsbericht sowie mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht 2017 für den Geschäftsbericht befasst. Schließlich hat der Aufsichtsrat die Verlängerung der Bestellung von Herrn Dr. Marcus Chromik zum Vorstandsmitglied beschlossen und wurde zur Neubestellung des Vergütungsbeauftragten sowie seiner Stellvertreterin angehört.
In der Sitzung am 8. Mai 2018 erörterte der Aufsichtsrat den Ablauf der Hauptversammlung. In der am 8. Mai 2018 im Anschluss an die Hauptversammlung stattfindenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde ich zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem wurden mein Stellvertreter sowie die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats gewählt. Des Weiteren wurde Herr Klaus-Peter Müller zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt.
In der Sitzung am 20. Juni 2018 hat sich der Aufsichtsrat - neben dem Bericht zur aktuellen Geschäftslage -nochmals intensiv mit der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie mit dem Projekt "Campus 2.0" beschäftigt. Zudem betrachtete der Aufsichtsrat die Gesamtentwicklung des Konzerns anhand einer Gegenüberstellung der Performance im Geschäftsjahr 2015 zum Geschäftsjahr 2017, die Entwicklung der Neukunden im Segment Firmenkunden und die Ertragsentwicklung im Segment Privat- und Unternehmerkunden. Der Aufsichtsrat wurde über aktuelle Compliance-Themen sowie über regulatorische Prüfungen informiert.
In der Sitzung am 5. September 2018 erläuterte der Vorstand die Geschäftslage und berichtete unter anderem über den geplanten Verkauf des Equity Markets-& -Commodities-Geschäfts sowie über Compliance-Themen. Der Aufsichtsrat beschloss die Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2018 und wurde über den Markenstatus der Commerzbank informiert. Er stimmte der Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands zu und beschloss Änderungen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Ferner wurde der Aufsichtsrat über die Ausgestaltung der Vergütungsmodelle der Mitarbeiter der Commerzbank informiert. Die Institutsvergütungsverordnung 3.0 und deren Anforderungen an das Vorstandsvergütungssystem wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Zudem hat der Aufsichtsrat die Bestellungen von Frau Dr. Bettina Orlopp und von Herrn Michael Mandel zu Vorstandsmitgliedern verlängert.
Am 26. September 2018 haben die Vertreter der Arbeitnehmer und am 27. September die Anteilseignervertreter jeweils die Strategie der Commerzbank eingehend mit dem Vorstand diskutiert.
In der Sitzung am 7. November 2018 berichtete der Vorstand im Rahmen seines Berichts zur Geschäftslage unter anderem über die erste Green-Bond-Emission der Commerzbank, regulatorische Prüfungen sowie über Auswirkungen verschiedener Brexitszenarien auf die Bank sowie Maßnahmen der Commerzbank in Bezug auf diese. Die Geschäfts-, Risiko-, IT- und Outsourcingstrategien hat der Aufsichtsrat diskutiert und zur Kenntnis genommen. Des Weiteren hat er sich intensiv mit der Erarbeitung eines neuen Vorstandsvergütungssystems beschäftigt und ein solches mit Wirkung vom 1. Januar 2019 beschlossen. Auch setzte sich der Aufsichtsrat mit der gesetzlich geforderten Prüfpflicht der nichtfinanziellen Erklärung (CSR-Bericht) auseinander und beauftragte in diesem Zusammenhang die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, mit der Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts für die Commerzbank AG und den Konzern zum 31. Dezember 2018. Zudem wurde ein weiterer Prüfungsschwerpunkt für die Prüfung des Jahresabschlusses 2018 sowie des Zwischenberichts des ersten Quartals 2019 beschlossen.# Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere hat der Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet, sich Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt und Diversitätskonzepte für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 23 bis 28.
Schließlich beriet sich der Aufsichtsrat zu verschiedenen Themen ohne Anwesenheit des Vorstands. In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 27. November 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat darüber, dass die Commerzbank im Bieterverfahren für die NordLB kein verbindliches Angebot abgegeben hat und erläuterte die Gründe dafür. In der letzten Sitzung des Jahres am 5. Dezember 2018 diskutierte der Aufsichtsrat die Mehrjahresplanung bis 2022 und befasste sich mit dem US-Geschäft der Commerzbank. Ferner beriet und verabschiedete er die Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über Compliance- und steuerrechtliche Themen informiert.
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, die Bestellung von Herrn Frank Annuscheit zum Vorstandsmitglied einvernehmlich zum Ablauf des 28. Februar 2019 zu beenden. Als Nachfolger wurde Herr Jörg Hessenmüller bestellt, der mit Wirkung vom 15. Januar 2019 Mitglied des Vorstands geworden ist.
Ausschüsse
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt acht Ausschüsse gebildet. Um den Wandel der Bank zu einem Digitalen Technologieunternehmen und insbesondere die Veränderungen des Geschäftsmodells, die Entwicklung digitaler Produkte und Prozesse und die damit einhergehenden Änderungen der Organisationsstruktur angemessen zu begleiten sowie den Vorstand bei der Beratung und Überwachung der Digitalisierungsfortschritte der Bank und des damit verbundenen IT- und Investitionsbudgets zu unterstützen, hat der Aufsichtsrat im Jahr 2018 den Ausschuss für Digitalisierung und Technologie neu gebildet.
Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 15 dieses Geschäftsberichts ersichtlich. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter https://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2018 zu sieben Sitzungen zusammen. Er ließ sich vom Abschlussprüfer die Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Commerzbank und die hierzu erstellten Prüfungsberichte erläutern. Zudem ließ er sich fortlaufend vom Abschlussprüfer über den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung einschließlich der Prüfungsschwerpunkte berichten. Gleiches galt für die Ergebnisse der prüferischen Durchsichten der Zwischenberichte. Ein besonderes Augenmerk legte der Ausschuss hierbei auf die Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 9.
Der Ausschuss erörterte mit dem Finanzvorstand den Konzern- und Jahresabschluss sowie die Zwischenabschlüsse, die Entwicklung der Finanzkennzahlen, die wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Grundlagen der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses sowie den Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung. Auf dieser Grundlage beschloss der Ausschuss die Empfehlungen an den Aufsichtsrat hinsichtlich der Feststellung des Jahresabschlusses, der Billigung des Konzernabschlusses und der Gewinnverwendung.
Zur Wahrung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers holte der Prüfungsausschuss dessen Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, nahm die Stellungnahme des Bereichs Group Compliance hierzu entgegen und erörterte diese. Dabei befasste sich der Prüfungsausschuss auch mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen und beschloss hierzu eine konzernweit anzuwendende Policy. Außerdem unterbreitete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers, für die Höhe des Honorars und für die Schwerpunkte der Abschlussprüfung sowie die Bestellung eines Prüfers für den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht.
Die Arbeit der Bereiche Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand eingehender Erörterungen. Beide Bereiche berichteten regelmäßig über die Arbeitsergebnisse sowie über Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeit. Ergänzend dazu informierte sich der Ausschuss anhand der Compliance-Business-Reports der Segmente sowie zahlreicher Berichte zu Sonderthemen über den Stand der Arbeiten zur Weiterentwicklung der Compliance. Der Prüfungsausschuss wurde dabei unter anderem regelmäßig über die Entwicklungen des Monitorships in den USA und die Fortschritte bei der Abarbeitung der seitens des Monitors getroffenen Feststellungen einschließlich dessen Abschlussbericht informiert.
Ein weiterer Augenmerk bei der Arbeit des Ausschusses lag auf der Tax Compliance. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über sonstige interne und externe (regulatorische) Untersuchungen und ließ sich ebenfalls regelmäßig über den Stand der Umsetzungsarbeiten zu Feststellungen berichten. Der Prüfungsausschuss überprüfte zudem die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und hierbei insbesondere des internen Kontrollsystems. Er nahm ferner den Bericht des Abschlussprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln entgegen und beschäftigte sich mit dem algorithmischen Handel und den Projekten MiFiD II/MiFiR.
Risikoausschuss
Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt sechsmal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2018, den Teilrisikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, Counterparty- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios.
Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit wichtigen Unternehmenstransaktionen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios und befasste sich in diesem Rahmen insbesondere mit dem Verkauf des Equity-Markets-&-Commodities-Geschäfts. Außerdem wurde er über Maßnahmen der Bank zum Schutz vor Cybercrime-Aktivitäten und über den Recovery Plan der Bank informiert. Ferner wurde überprüft, ob die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Ebenso erörtert wurden verschiedene Stresstests und ihre Ergebnisse, insbesondere der EBA-Stresstest 2018.
Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die Prüfungen und die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe vergebenen Groß- und den Organkrediten sowie risikoreichen Einzelengagements.
Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr achtmal sowie einmal gemeinsam mit dem Vergütungskontrollausschuss. Gegenstand der Beratungen des Präsidialausschusses waren die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäfts- und Kapitalmarktlage sowie der Strategie der Commerzbank. Zudem beschloss der Ausschuss Anpassungen des Musteranstellungsvertrags sowie bestehender Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder. Er stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu und befasste sich mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter sowie Organmitglieder der Bank. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt. Gemeinsam mit dem Vergütungskontrollausschuss beschäftigte sich der Präsidialausschuss mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandsbestellung von Herrn Frank Annuscheit.
Vergütungskontrollausschuss
Zusätzlich zu der genannten gemeinsamen Sitzung des Präsidial- und Vergütungskontrollausschusses trat der Vergütungskontrollausschuss zu fünf Sitzungen zusammen. Er setzte sich intensiv mit der Änderung des Vorstandsvergütungssystems nach der Institutsvergütungsverordnung 3.0 auseinander und bereitete hierzu die Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum vor. Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2017. Ferner wurde der Ausschuss zur Neubestellung des Vergütungsbeauftragten und seiner Stellvertreterin angehört. Der Ausschuss befasste sich des Weiteren mit der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 auseinander.
Sozialausschuss
Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen. Er beschäftigte sich mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung. Zudem befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus, der personalwirtschaftlichen Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie der Neuorganisation der Konzernzentrale inklusive der personalwirtschaftlichen Umsetzung im Rahmen von "Campus 2.0". Auch behandelte er Themen des Diversity-Managements, der betrieblichen Altersversorgung und allgemeine personalwirtschaftliche Kennzahlen.
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr achtmal getagt. Er hat sich intensiv mit der Neubesetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse für die Zeit nach der Hauptversammlung 2018 beschäftigt.# Aufsichtsrat
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Nominierungsausschuss hat sich mit der zukünftigen Nachfolge von Herrn Frank Annuscheit und Herrn Michael Reuther befasst und dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Empfehlungen unterbreitet. Zudem setzte er sich mit den Aufgaben nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand. Der Ausschuss erarbeitete und beschloss eine Suitability Guideline für den Vorstand und Aufsichtsrat und überprüfte die Grundsätze und den Prozess des Vorstands für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Leitungsebene.
Der Ausschuss für Digitalisierung und Technologie traf sich zu zwei Sitzungen, in denen er den Stand des Digitalisierungsfortschritts im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" und "Campus 2.0" intensiv behandelte, einschließlich Aspekten wie Cultural Change. Des Weiteren vertiefte der Ausschuss das Thema Big Data und Advanced Analytics, erhielt einen IT-Statusbericht und befasste sich mit den IT-Investitionen und dem IT-Budget der Bank.
Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig über deren Arbeit.
Interessenkonflikte
Aufsichtsratsmitglieder haben potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden oder dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen. Dieser veranlasst eine Beratung im Präsidialausschuss und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat. Im Berichtszeitraum hat kein Aufsichtsratsmitglied einen potenziellen Interessenkonflikt offengelegt.
Aus- und Fortbildungsmaßnahmen
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt.
Im Jahr 2018 fand eine zweitägige Onboardingveranstaltung für neu gewählte Aufsichtsratsmitglieder statt. Individuell zugeschnittene interne Qualifizierungs- und Einführungsmaßnahmen wurden angeboten. Bereiche wie Risk und Compliance vermittelten vertiefte Einblicke. Vereinzelt wurden Filialen besucht und der Gewinn- und Customer-Prozess vorgestellt.
Regelmäßige Weiterbildungen umfassten Vorträge zu Themen wie "Institutsvergütungsverordnung (IVV) 3.0 - Anforderungen an das Vorstandsvergütungssystem", "Big Data & Advanced Analytics" und ein Workshop zum Thema "Modellierung der Einlagen und Kredite und der Einfluss auf das Refinanzierungsmodell". Verschiedene Aufsichtsratsmitglieder nahmen zudem an in- und externen Fortbildungsmaßnahmen teil.
Es wurde angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen. Regelmäßig veranstaltete Abendessen ermöglichten den Austausch zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und Personen der ersten Führungsebene.
Sitzungsteilnahme
Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums teilgenommen.
- Frau Beate Mensch, Herr Stefan Burghardt, Herr Dr. Rainer Hillebrand und Herr Nicholas Teller nahmen jeweils an einer Sitzung nicht teil.
- Herr Dr. Markus Kerber nahm an drei von insgesamt neun Sitzungen des Aufsichtsrats während seiner jeweiligen Amtsperioden nicht teil und fehlte bei einer Sitzung des Präsidialausschusses.
- Herr Stefan Burghardt hat an einer Sitzung des Risikoausschusses nicht teilgenommen.
- Herr Dr. Rainer Hillebrand fehlte an einer Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung und Technologie und an zwei Sitzungen des Risikoausschusses.
- Herr Stefan Wittmann hat an einer Sitzung des Sozialausschusses nicht teilgenommen.
Ansonsten waren die Mitglieder des Aufsichtsrats bei allen Aufsichtsrats- und den jeweiligen Ausschusssitzungen im Rahmen ihrer entsprechenden Amtszeiten anwesend.
In der Regel geben Aufsichtsratsmitglieder, die an der Teilnahme einer Sitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft ab.
Jahres- und Konzernabschluss
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), hat den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt.
Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen.
Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 20. März 2019 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Im Aufsichtsratsplenum wurden der Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte am 22. März 2019 ebenfalls behandelt und gebilligt.
Die Abschlussprüfer nahmen an den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen mit dem Vorstand und den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.
Nach abschließender Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben sich ferner mit dem vom Vorstand erstellten zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für die Commerzbank AG und den Konzern zum 31. Dezember 2018 befasst. EY hat eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat sorgfältig geprüft. Der Vorstand erläuterte die Berichte, und Vertreter des Prüfers berichteten über wesentliche Ergebnisse und beantworteten Fragen. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Frau Beate Mensch und die Herren Klaus-Peter Müller, Hans-Hermann Altenschmidt, Karl-Heinz Flöther, Stefan Jennes, Oliver Leiberich, Dr. Stefan Lippe, Dr. Helmut Perlet und Mark Roach sind mit dem Ablauf der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 aus dem Aufsichtsrat der Commerzbank ausgeschieden.
Die Damen Monika Fink, Kerstin Jerchel und Dr. Victoria Ossadnik sowie die Herren Alexander Boursanoff, Dr. Rainer Hillebrand, Robin J. Stalker, Stefan Wittmann und Dr. Stefan Schmittmann sind seit dem Ablauf der Hauptversammlung am 8. Mai neue Mitglieder im Aufsichtsrat der Commerzbank.
Herr Jörg Hessenmüller ist seit dem 15. Januar 2019 neues Mitglied im Vorstand der Commerzbank. Herr Frank Annuscheit ist mit Ablauf des 28. Februar 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir danken Herrn Annuscheit für seine ausgezeichnete Leistung und sein großes Engagement. Allen ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern danken wir ebenfalls für ihre engagierte Mitarbeit und hervorragende Leistung.
Unser besonderer Dank gilt Herrn Klaus-Peter Müller, der fast 52 Jahre in verschiedenen Funktionen für die Commerzbank tätig war. Am 8. Mai 2018 wurde Herr Müller zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt.
Dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern danken wir für ihren persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2018.
Für den Aufsichtsrat
Dr. Stefan Schmittmann, Vorsitzender
Ausschüsse des Aufsichtsrats
| Ausschuss | Vorsitzender | Mitglieder |
|---|---|---|
| Präsidialausschuss | Dr. Stefan Schmittmann | Dr. Tobias Guldimann, Nicholas Teller, Christian Höhn, Gunnar de Buhr, Stefan Burghardt, Dr. Markus Kerber, Monika Fink, Dr. Tobias Guldimann, Uwe Tschäge |
| Vergütungskontrollausschuss | Anja Mikus | Dr. Rainer Hillebrand |
| Prüfungsausschuss | Robin J. Stalker | Dr. Markus Kerber, Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell |
| Risikoausschuss | Robin J. Stalker | |
| Nominierungsausschuss |
Dr. Stefan Schmittmann 62 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
Uwe Tschäge1 51 Jahre, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann
Heike Anscheit1 48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.1.2017, Bankkauffrau
Alexander Boursanoff1 55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkaufmann
Gunnar de Buhr1 51 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann
Stefan Burghardt1 59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Niederlassungsleiter Mittelstandsbank Bremen
Sabine U. Dietrich 58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europa SE
Monika Fink1 49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkauffrau
Dr. Tobias Guldimann 57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 3.5.2017, Selbst. Berater in der Finanzbranche
Dr. Rainer Hillebrand 62 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Otto Group
Christian Höhn1 57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bankkaufmann
Kerstin Jerchel1 47Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Bereichsleiterin Mitbestimmung ver.di-Bundesverwaltung
Dr. Markus Kerber 55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat
Alexandra Krieger1 48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Anja Mikus 60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, CEO/CIO Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Stiftung des öffentlichen Rechts
Dr. Victoria Ossadnik 50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Vorsitzende der Geschäftsführung der E.ON Energie Deutschland GmbH
Robin J. Stalker 61 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der adidas AG
Nicholas Teller 59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Vorsitzender des Beirats der E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 66 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.6.2012, Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
Stefan Wittmann1 50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2018, Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung
1 Von den Arbeitnehmern gewählt. Detaillierte Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf unserer Konzernseite im Internet unter der Rubrik "Management".
Unsere Aktie
Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes
Das internationale Börsengeschehen war im Berichtsjahr 2018 durch eine Vielzahl geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter anhaltende Spannungen im globalen Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Europa, politische Wahlen insbesondere in Italien und der Türkei, anhaltende Unsicherheit über ein mögliches Brexit-Abkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sowie fortdauernde politische Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Innenpolitische Entwicklungen, wie die langwierigen Budgetverhandlungen der EU mit Italien, aber auch gesellschaftspolitische Herausforderungen wie beispielsweise in Frankreich, erwiesen sich zudem als Belastungsfaktoren im Kontext der europäischen Börsen. Mit der schrittweisen Eintrübung der konjunkturellen Entwicklung Europas sowie einer schwindenden Aussicht auf einen ersten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2019 gerieten vor allem Banken und zyklische Werte unter Druck. Nicht zuletzt bedingte die wechselseitige Ankündigung von Handelszöllen vermehrt nervöse Entwicklungen und schwindendes Vertrauen.
Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete im Jahresverlauf zunehmend Schwäche und auch der Eurowechselkurs gab in Anbetracht eines stärkeren US-Dollars nach. Während der DAX im Jahresverlauf -18,3 % einbüßte und damit seine schwächste Performance seit dem Jahr 2008 verzeichnete, verringerte sich der EURO-STOXX 50 um -14,3 %. Sinkende Zinserwartungen - und geringere Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung - führten insbesondere bei europäischen Banken und bei Aktien konjunkturnaher Branchen zu erheblichen Kursabschlägen. Nicht zuletzt profitierten deutsche Bundesanleihen von einer steigenden Risikoaversion im Zusammenhang mit der Schuldenproblematik Italiens, was vor allem europäische Bankaktien und insbesondere die Commerzbank-Aktie belastete.
Commerzbank-Aktie
Der Aktienkurs der Commerzbank verzeichnete im Jahresverlauf einen anhaltenden und sich im Zuge des vierten Quartals zunehmend verschärfenden Abwärtstrend, der zu einer Jahresperformance von -53,8 % führte. Geringere Zinserwartungen dämpften die Aussicht auf mittelfristige Zinserträge, was für die Commerzbank aufgrund ihrer hohen Zinssensitivität Ertragsrevisionen auslöste. Handelskonflikte und globale Risikofaktoren wiederum trübten den Ausblick der deutschen Exportindustrie und insofern die Ertragsperspektiven der internationalen Handelsfinanzierung. Insbesondere die anhaltend kontroverse Budgetsituation Italiens löste einen deutlichen Anstieg der italienischen Renditen aus und setzte dem Bankensektor erheblich zu, der nicht zuletzt im Zusammenhang mit einem möglicherweise ungeregelten Brexit unter erhöhtem Abgabedruck stand. Damit traten auch Übernahmephantasien im europäischen Bankensektor zunehmend in den Hintergrund, wovon die Commerzbank-Aktie noch im Vorjahr überdurchschnittlich profitieren konnte.
Seit dem 24. September 2018 notiert die Commerzbank-Aktie im MDAX. Das Ausscheiden der Commerzbank aus dem deutschen Aktienindex DAX zum regulären Überprüfungstermin im September war im Vorfeld weitestgehend erwartet worden. Insofern führte das Ereignis selbst zu keinen bemerkenswerten Kursveränderungen. Mit einem Schlusskurs von 5,78 Euro notierte die Commerzbank-Aktie Ende 2018 unmittelbar nah bei ihrem 12-Monats-Tief von 5,50 Euro. Aufgrund des signifikanten Kursverlustes verringerte sich die Marktkapitalisierung der Commerzbank zum Jahresende auf 7,2 Mrd. Euro (Maximum: 17,2 Mrd. Euro; Minimum: 6,9 Mrd. Euro), verglichen mit 15,7 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Gemessen an ihrem Preis-Buch-Verhältnis wies die Commerzbank im Jahresverlauf eine Bewertung von 0,3 bis 0,7 auf. Im Vergleich dazu betrug das Preis-Buch-Verhältnis im EURO-STOXX-Bankenindex 0,8 bis 1,2. Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen im Jahr 2018 - gemessen an der Stückzahl - unter dem Niveau des Vorjahres. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 9,3 Millionen Aktien, nach 11,9 Millionen Aktien im Jahr 2017. Die geringeren Börsenumsätze sind insbesondere im Zusammenhang mit der unterjährigen Indexentnahme aus dem DAX zu sehen, dessen Aktien im Schnitt höhere Börsenumsätze aufweisen als Aktien aus dem MDAX.
Wertpapierkürzel
| scroll | Inhaberaktien |
| CBK100 | Reuters |
| CBKG.DE | Bloomberg |
| CBK GR | ISIN |
| DE000CBK1001 |
Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass mehr als 95 % des Börsenumsatzes der Commerzbank-Aktie auf die Frankfurter Börse entfällt (Parketthandel und Xetra), hat die Bank zum Ende des Berichtsjahres entschieden, den Handel ihrer Aktien zukünftig in Frankfurt zu bündeln und die Listings an den Regionalbörsen in Deutschland, der Schweizer Börse und der Londoner Börse zu beenden. Unverändert bestehen bleibt hingegen das ADR-Programm (American Depositary Receipt) in den USA.
Aktienkennzahlen
Bei einer unveränderten Aktienanzahl verbesserte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2018 von 0,10 auf 0,69 Euro. Restrukturierungskosten in Höhe von 808 Mio. Euro hatten das Ergebnis im Vorjahr noch deutlich belastet. Aufgrund des im Zusammenhang mit der erfolgreichen Umsetzung von "Commerzbank 4.0" verbesserten Operativen Ergebnisses und ihrer komfortablen Kapitalisierung konnte die Bank Erträge und Risikoprofil im Berichtsjahr steigern.
scroll
Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) | 1.252,4 | 1.252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 13,82 | 12,96 |
| Tief | 5,50 | 6,97 |
| Schlusskurs (31.12.) | 5,78 | 12,51 |
| Börsenumsätze pro Tag1in Mio. Stück | ||
| Hoch | 32,2 | 46,0 |
| Tief | 3,7 | 2,6 |
| Durchschnitt | 9,9 | 11,9 |
| Indexgewicht in % (31.12.) | ||
| MDAX | 2,8 | . |
| EURO STOXX Banken | 0,8 | 1,7 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,69 | 0,10 |
| Buchwert je Aktie2in € (31.12.) | 22,53 | 23,04 |
| Net Asset Value je Aktie3in € (31.12.) | 21,34 | 21,88 |
| Marktwert/Net Asset Value (31.12.) | 0,27 | 0,57 |
1 Deutsche Börsen gesamt.
2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.
3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und der Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Die Gewichtung der Commerzbank im MDAX betrug rund 2,8 % gegenüber einer vorjährigen Gewichtung von rund 0,9 % im DAX. Neben dem europäischen Branchenindex EURO STOXX Banken war die Bank im Geschäftsjahr 2018 weiterhin in mehreren Nachhaltigkeitsindizes vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.
Ausgewählte Indizes, die die Commerzbank-Aktie enthalten
- Blue-Chip-Indizes
- MDAX
- EURO STOXX Banken
- Nachhaltigkeitsindizes
- ECPI EMU Ethical Equity
- ECPI Euro Ethical Equity
- ECPI Euro ESG Equity
- ECPI World ESG Equity
Aktionärsstruktur und Analystenempfehlungen
Zum 31.# Ratingsituation der Commerzbank
Durch das vor zwei Jahren in Kraft getretene Abwicklungsmechanismusgesetz (AbwMechG) wurde die Gläubigerbeteiligung in Deutschland über die Abschreibung von Verbindlichkeiten oder deren Umwandlung in Eigenkapital ("Gewinn- und") konkretisiert. Die bisherige Haftungskaskade für Gewinn- und-Debt wurde neu geregelt, indem bislang gleichrangige Kapitalinstrumente zueinander vor- beziehungsweise nachrangig gestellt sind. Insbesondere komplex strukturierte Verbindlichkeiten, deren Verlustteilnahme nur schwer durchsetzbar ist, sind nun gegenüber einfachen Kapitalinstrumenten bevorrechtigt. Ratingagenturen haben die unterschiedliche Wahrscheinlichkeit verschiedener Kapitalinstrumente, die im Abwicklungsfall zur Abdeckung von Verlusten herangezogen werden, bereits in den beiden Vorjahren durch Überarbeitung ihrer Ratingmethodologie weitgehend berücksichtigt. Insgesamt kam es einerseits zu einer zum Teil deutlichen Spreizung der Ratings für bislang einheitlich behandelte unbesicherte Verbindlichkeiten eines Emittenten. Andererseits nahm die Zahl der Ratings zu, um unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten und den unterschiedlichen Umfang der Verlustteilnahme im Abwicklungsfall für verschiedene Verbindlichkeitenklassen zu reflektieren ("Verbindlichkeiten-Wasserfall"). Die Commerzbank profitierte von der Etablierung neuer Ratingklassen. Ratings für Preferred-Gewinn- und-Debt sowie Ratings für nicht der Einlagensicherung unterliegende Einlagen liegen bei den Agenturen in der Regel auf gleichem Niveau und im Fall der Commerzbank im "A"-Bereich. Agenturen geben nun mit Kontrahentenratings auch erstmals Einschätzungen für nicht verbriefte vertragliche Verpflichtungen wie die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Bank als Gegenpartei im Derivategeschäft sowie Rückkaufverpflichtungen ab, die sich für die Commerzbank ebenfalls im "A"-Bereich bewegen. Gemeinsam ist die Grundannahme, dass bestimmte Kernaktivitäten einer insolventen Bank auch im Abwicklungsfall aufrechterhalten werden, um die Systemstabilität des Bankensektors zu sichern.
Ratingereignisse im Berichtsjahr 2018
- Moody's:
- Im Juni 2018 vergab Moody's erstmals das neue Counterparty Risk Rating (CRR). Es zeigt die Ausfallwahrscheinlichkeit und den erwarteten Verlust im potenziellen Insolvenzfall einer Bank und greift für eine begrenzte Form von Verbindlichkeiten, speziell für den unbesicherten Teil bestimmter finanzieller Verpflichtungen von Kontrahenten, wie unbesicherte Derivateverbindlichkeiten.
- Im August wurden das Kontrahentenrating, Einlagenrating und Rating für Preferred-Gewinn- und-Verbindlichkeiten von ursprünglich "A2" auf "A1" sowie das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten auf "Baa3" heraufgestuft. Hintergrund war die Anhebung des Gewinn- und-Ratings um 1 Stufe auf "baa2" infolge der verbesserten Risikosituation der Bank, Fortschritten bei der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie der soliden Kapitalausstattung.
- Aufgrund methodischer Veränderungen wurde das Emittentenrating auf Höhe des Ratings für Preferred-Gewinn- und-Verbindlichkeiten platziert und stieg damit um 3 Stufen auf "A1".
- S&P:
- S&P hat im Juni 2018 das neue Resolution-Counterparty-Rating (RCR) für deutsche Banken vergeben. Für die Commerzbank liegt es bei "A" und damit 1 Stufe über dem Emittentenrating ("A-" negativer Ausblick).
- Fitch:
- Fitch hat im Rahmen turnusgemäßer Ratingüberprüfungen die Ratings der Commerzbank im Berichtsjahr bestätigt. Diese liegen für das Derivate-Counterparty-Rating und Einlagenrating bei "A-", für das Emittentenrating bei "BBB+" mit einem stabilen Ausblick und "bbb+" für das Gewinn- und-Rating.
Scope
Das Emittentenrating ("Issuer-Credit-Strength-Rating") liegt unverändert bei "A" mit stabilem Ausblick. Unbesicherte Verbindlichkeiten, die im Abwicklungsfall der Gläubigerbeteiligung unterliegen, werden eine Stufe niedriger mit "A-" bewertet.
Unternehmerische Verantwortung
- Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind, und folgen nahezu allen dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 23 bis 28 Auskunft.
- Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 48 bis 60.
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB
Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank AG seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir -Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank AG gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB.
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Commerzbank AG und ihre gesetzlich dazu verpflichteten Tochtergesellschaften erklären jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird, und erläutern, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat werden auf den Internetseiten der jeweiligen Gesellschaft veröffentlicht, die der Commerzbank AG auf der Seite https://www.commerzbank.de. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde im November 2018 abgegeben.
Die Commerzbank AG erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:
- Nummer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung im Vorstand sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und so in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank AG unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht.
- Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Kernbestandteile des Vorstandsvergütungssystems der Bank sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Bei der variablen Vergütung ermittelt der Aufsichtsrat nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis vorab vereinbarter Ziele einen Gesamtzielerreichungsbetrag. Für diesen Gesamtzielerreichungsbetrag gilt eine Obergrenze in Höhe des 1,4-Fachen der nach den Bestimmungen der Institutsvergütungsverordnung ermittelten Fixvergütung. Bis zu 50 % des Gesamtzielerreichungsbetrages werden in virtuellen Commerzbank-Aktien geleistet; dafür gelten überwiegend ein Zurückbehaltungszeitraum von 5 Jahren und eine Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Am Ende der Wartefrist wird der Gegenwert der virtuellen Commerzbank-Aktien - vorbehaltlich verschiedener Prüfschritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit - in bar ausgezahlt. Kursveränderungen der Aktie während dieses Zeitraumes lassen die Zahl der zu gewährenden virtuellen Aktien unberührt und verändern somit den Auszahlungsbetrag, der höhenmäßig nicht begrenzt ist. Nach dem Konzept des Vergütungssystems sollen die Vorstandsmitglieder als Element einer nachhaltigen Vergütung ab Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages im Hinblick auf die Entwicklung der virtuellen Aktien im Risiko sein. Die Begrenzung der Chance auf Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung wäre insbesondere vor dem Hintergrund, dass keine Begrenzung für Kursverluste vorgesehen ist, nicht angemessen.
- Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex soll eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter für die variablen Teile der Vorstandsvergütung ausgeschlossen sein. Nach dem Aktiengesetz soll der Aufsichtsrat jedoch für außerordentliche Entwicklungen die Möglichkeit vereinbaren, die variable Vergütung des Vorstands zu begrenzen.# Demgemäß ist der Aufsichtsrat der Commerzbank AG berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstige Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren, wobei in jedem Fall die Obergrenze der variablen Vergütung zu beachten ist.
Der Kodex empfiehlt in Nummer 4.2.3 Abs. 3, dass der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen zugunsten des Vorstands das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll.
Die Altersversorgung des Vorstands beruht auf einer beitragsorientierten Leistungszusage, für die kein konkretes Versorgungsniveau definiert wird. Vielmehr hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf einen jährlichen Versorgungsbaustein, dessen Höhe sich nach einem Prozentsatz des Jahresgrundgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds bemisst. Dadurch erhält der Aufsichtsrat ein Bild von dem jährlichen und langfristigen Aufwand für die Gesellschaft, der im Hinblick auf die Bildung von Rücklagen auch von versicherungsmathematischen Einflüssen abhängt. Der Verzicht auf die Definition eines angestrebten Versorgungsniveaus im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine beitragsorientierte Leistungszusage entspricht weitgehend der Unternehmenspraxis.
Gemäß Nummer 4.2.5 Satz 5 und 6 des Kodex sollen im Vergütungsbericht bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden. Allerdings berücksichtigen die Mustertabellen des Kodex nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung und sind daher für Institute wie die Commerzbank AG weniger geeignet. Deshalb ist die Commerzbank AG von dieser Empfehlung bereits in ihrem Vergütungsbericht für das Jahr 2017 abgewichen und tut dies auch in ihrem Vergütungsbericht für das Jahr 2018. Die Commerzbank AG hat eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex - neben den von ihr entworfenen sowie nach den Rechnungslegungsvorschriften erforderlichen Tabellen - hat die Commerzbank AG abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde.
Nach Nummer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz soll der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung von Stellen in der Geschäftsleitung bei Kreditinstituten unterstützen. Diese Aufgabe wurde bei der Commerzbank AG früher vom Präsidialausschuss wahrgenommen, dem auch Arbeitnehmervertreter angehörten. Um die in der Commerzbank AG etablierte Praxis der Beteiligung von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern bei der Auswahl von Bewerbern für den Vorstand beizubehalten, sind zwei Mitglieder des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Commerzbank AG Arbeitnehmervertreter.
Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG benennt für seine Zusammensetzung regelmäßig konkrete Ziele und berücksichtigt dabei die in Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 genannten Kriterien in angemessener Weise. Lediglich eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hatte der Aufsichtsrat bislang nicht festgelegt, da aus Sicht des Aufsichtsrats über die Fortsetzung der Zugehörigkeit häufig individuell in Bezug auf das jeweilige Aufsichtsratsmitglied zu entscheiden ist. Dem wird nun durch eine Regelgrenze Rechnung getragen, die dem Aufsichtsrat in begründeten Einzelfällen Ausnahmen gestattet und die Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes für die Arbeitnehmervertreter vorrangig beachtet. Damit wird nunmehr und künftig der Kodexempfehlung nach Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 vollständig entsprochen.
Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Commerzbank AG erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:
- Abweichend von Nummer 2.3.2 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
- In Nummer 2.3.3 wird angeregt, den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über das Internet zu ermöglichen. Bis einschließlich zum Geschäftsjahr 2018 hat die Commerzbank AG die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte übertragen. So hatten die Aktionäre die Möglichkeit, unbelastet von einer weitgehend öffentlichen Übertragung mit der Verwaltung zu diskutieren. Ab dem Geschäftsjahr 2019 wird die Commerzbank AG die Hauptversammlung für Aktionäre vollständig im Internet übertragen und damit der Anregung in Nummer 2.3.3 voll entsprechen.
Unternehmenswerte und Führungspraktiken der Commerzbank AG und des Commerzbank-Konzerns
Die Commerzbank AG und ihre Tochtergesellschaften bekennen sich zu ihrer unternehmerischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung. Um eine nachhaltige Unternehmensführung sicherzustellen, wurden umfangreiche Standards in unterschiedlichen Handlungsfeldern festgelegt, die auf der Homepage der Commerzbank AG unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht sind. So schaffen die ComWerte eine verbindliche und verbindende Unternehmenskultur. Sie sind der Grundstein für die unternehmerische, aber auch für die individuelle Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters im Commerzbank-Konzern. Aufbauend auf den ComWerten hat die Commerzbank AG Verhaltensgrundsätze für integres Verhalten festgelegt, die allen Mitarbeitern des Commerzbank-Konzerns einen verbindlichen Orientierungsrahmen für ethisches und gesetzestreues Verhalten in der täglichen Arbeit geben. Zudem hat die Commerzbank AG Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung als Orientierung für die nachhaltige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit des Commerzbank-Konzerns festgelegt. Eine der sechs Leitlinien ist das Bekenntnis zu den Prinzipien des UN Global Compact, einer Initiative der Vereinten Nationen von vielen renommierten Unternehmen, die sich für aktiven Umweltschutz, den verantwortlichen Umgang mit Mitarbeitern, die Achtung der Menschenrechte sowie den Kampf gegen Korruption und Bestechlichkeit starkmacht. Als wichtiger Finanzierer der deutschen Wirtschaft hat die Commerzbank AG für ihr Kerngeschäft ferner verschiedene Positionen und Richtlinien festgelegt. Unter anderem hat die Commerzbank AG mit speziellem Fokus auf die Umwelt AG Umweltleitlinien formuliert. Sie sind wichtige Orientierungspunkte für die Ausrichtung des Kerngeschfts ebenso wie für das Management der betriebsökologischen Auswirkungen.
Vorstand
Der Vorstand der Commerzbank AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand leitet als Konzernvorstand den Commerzbank-Konzern nach einheitlichen Richtlinien und übt allgemeine Kontrolle über alle Konzerngesellschaften aus. Der Vorstand führt die Geschäfte nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank AG und den Arbeitnehmervertretern sowie mit den Organen der Konzerngesellschaften vertrauensvoll zusammen. Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 5 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 bis 39 ausführlich dargestellt.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 15 bis 17 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 14. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de eingesehen werden kann. Nummer 5.4.1 Abs.# 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet.
Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten. Nach Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex sollen die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung die Zielsetzung des Aufsichtsrats berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Der Stand der Umsetzung soll im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden
Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:
Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Die Aufsichtsratsmitglieder müssen in der Lage sein, Entscheidungen des Vorstands zu hinterfragen und zu überwachen. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens acht von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG angehören. Die Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Mitglieder zum Aufsichtsrat soll in der Regel einen Zeitraum von 15 Jahren nicht überschreiten, wobei die Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes für die Arbeitnehmervertreter zu beachten und vorrangig sind. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden.
Der Aufsichtsrat hat ein ausführliches Kompetenzprofil für seine Zusammensetzung beschlossen, auf das hier ergänzend verwiesen wird und das auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die dort genannten Ziele und Anforderungen berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung sowie bei der regelmäßigen Bewertung des Aufsichtsrats als Gesamtgremium und seiner Mitglieder. Kein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied überschreitet die Regelzugehörigkeitsdauer. Auch waren zum 31. Dezember 2018 alle vom Aufsichtsrat im Hinblick auf seine Zusammensetzung gesetzten weiteren Ziele sowie das Kompetenzprofil umgesetzt.
Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex soll der Corporate-Governance-Bericht zudem über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren. Nach Nummer 5.4.2 des Kodex ist ein Aufsichtsratsmitglied insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Die Arbeitnehmervertreter werden bei dieser Selbsteinschätzung nicht betrachtet. Bei Zugrundelegung des zuvor genannten Maßstabs sind alle zehn Vertreter der Anteilseignerseite als "unabhängig" zu qualifizieren, namentlich also Dr. Stefan Schmittmann, Sabine U. Dietrich, Dr. Tobias Guldimann, Dr. Rainer Hillebrand, Dr. Markus Kerber, Anja Mikus, Dr. Victoria Ossadnik, Robin Stalker, Nicholas Teller und Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell. Da anteilseignerseitig somit 100 % der Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig gelten, ist die Selbsteinschätzung gerechtfertigt, dass dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört.
Im Geschäftsjahr 2018 überprüfte der Aufsichtsrat gemäß Nummer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und insgesamt ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.
Gemäß Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen solchen Interessenkonflikt offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AG ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 40 bis 42 detailliert erläutert.
Diversity
In der Commerzbank AG und in den Konzerngesellschaften wird sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Damit soll der Gefahr von "Gruppendenken" und Voreingenommenheit entgegengewirkt werden. Zudem trägt Vielfalt innerhalb des Vorstands und Aufsichtsrats zu einem breiteren Erfahrungsschatz sowie einer größeren Bandbreite in Bezug auf Kenntnisse, Sachkunde und Fähigkeiten bei.
Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG besteht aus 20 Mitgliedern. Wie bereits bei der Beschreibung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats dargelegt, sollen dem Aufsichtsrat stets mindestens acht von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter) im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG angehören. Die Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Mitglieder zum Aufsichtsrat soll in der Regel einen Zeitraum von 15 Jahren nicht überschreiten, wobei die Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes für die Arbeitnehmervertreter zu beachten und vorrangig sind. Zudem hat sich der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren gesetzt und strebt eine breite Altersstruktur innerhalb des Gesamtgremiums an. Ferner ist der Aufsichtsrat um unterschiedliche Ausbildungs- und Berufshintergründe der Aufsichtsratsmitglieder im angemessenen Rahmen bemüht. Dem Aufsichtsrat soll außerdem stets zumindest ein internationaler Vertreter angehören. Des Weiteren achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, zumindest den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind bestrebt, einen Frauenanteil aufseiten der Arbeitnehmervertreter in Höhe von mindestens 30 % zu erfüllen.
Am 31. Dezember 2018 gehörten dem Aufsichtsrat der Commerzbank AG drei internationale Vertreter und acht Frauen an, davon vier Frauen aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 40 %. Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, haben diese eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festgelegt.
Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Vorstand
Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Commerzbank AG unterstützt den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern. Hierbei berücksichtigt er die Ausgewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aller Mitglieder des Vorstands, entwirft eine Stellenbeschreibung mit Bewerberprofil und gibt den mit der Aufgabe verbundenen Zeitaufwand an. Bei der Zusammensetzung des Vorstands ist der Aufsichtsrat bestrebt, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) insbesondere auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, geografische Herkunft, Bildungs- und Berufshintergrund verstärkt Rechnung zu tragen und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. In der Regel sollen die Vorstandsmitglieder nicht über 65 Jahre alt sein. Im Hinblick auf die gesetzlich festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank AG hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße von mindestens einem weiblichen Mitglied bis zum 31. Dezember 2021 festgelegt. Dieses Mindestziel wurde bereits erreicht: Frau Dr. Bettina Orlopp, zuständig für die Themen Compliance, Human Resources und Legal, ist seit dem 1. November 2017 Vorstandsmitglied der Commerzbank AG. Der Frauenanteil im Vorstand der Commerzbank AG betrug damit 14,3 %. Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, haben diese eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt.
Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene
Der Vorstand der Commerzbank AG ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen. Spätestens zum 30. September 2015 mussten nach § 25 Abs. 1 EGAktG die Zielquoten und Fristen erstmals festgelegt und dokumentiert werden. Diese Fristen durften nicht länger als bis zum 30.Juni 2017 dauern. Für alle folgenden Fristen gilt nach § 76 Abs. 4 AktG ein maximaler Zeitraum von fünf Jahren. Der Gesamtvorstand hat zuletzt im Mai 2017 neue Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank AG (bezogen auf das Inland) festgelegt. Für die erste Führungsebene liegt die Zielquote bei 17,5 %, für die zweite Führungsebene bei 20 %. Als Fristende wurde der 31. Dezember 2021 festgelegt. Die Commerzbank AG hat sich damit ambitionierte Ziele gesetzt. Denn für die Bank und den Konzern insgesamt ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern.
In der Commerzbank AG gehörten am 31. Dezember 2018 zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 35 Personen, von denen 30 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit 14,3 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 360 Personen, von denen 298 männliche und 62 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin 17,2 %.
Von der Festlegung von Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene auf Konzernebene hat der Vorstand abgesehen. Die jeweiligen Konzerngesellschaften haben im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vielmehr eigene Zielquoten bestimmt. Im Konzern gehörten zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 41 Personen, von denen 36 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 12,2 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 431 Personen, von denen 363 männliche und 68 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug somit 15,8 %.
Bilanzierung
Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns sowie der Commerzbank AG vermittelt unter Beachtung der jeweiligen Rechnungslegungsstandards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt; Jahresabschluss und Lagebericht der Commerzbank AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB).
Konzernabschluss sowie Jahresabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Zum Konzernlagebericht gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 107 bis 142 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.
Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation
Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 AktG vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrags der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Das ab dem 1. Januar 2019 geltende überarbeitete Vorstandsvergütungssystem ist im Vergütungsbericht auf Seite 39 näher beschrieben und wird der Hauptversammlung 2019 vorgestellt und erläutert.
Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Bei der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.
Die Commerzbank AG informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - viermal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter https://www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung. Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Bericht ist an die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angelehnt und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.
Vorstand
Vorstandsvergütungssystem
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 das seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der Capital Requirements Directive IV, des Kreditwesengesetzes sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das Vergütungssystem vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen.
Für Komponenten des alten Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen dieses Vergütungssystems, das im Vergütungsbericht 2014 dargestellt ist. Dies betrifft nur noch den Aktienanteil aus den langfristigen Vergütungskomponenten (LTI-Komponenten) des Geschäftsjahrs 2014, der im April 2019 ausgezahlt wird.
Die Anpassung des Vergütungssystems an die Neufassung der Institutsvergütungsverordnung vom 4. August 2017 hat der Aufsichtsrat am 7. November 2018 beschlossen. Ferner hat er beschlossen, variable Vergütungsbestandteile teilweise in fixe Vergütungsbestandteile umzuwandeln. Die Änderungen gelten seit dem 1. Januar 2019 und sind mit allen Vorstandsmitgliedern vertraglich vereinbart. Ein Überblick über wesentliche Anpassungen findet sich am Ende dieses Abschnitts.
Die nachfolgende Darstellung beschreibt das Vergütungssystem wie es für das Geschäftsjahr 2018 noch zur Anwendung kam.
Grundzüge des Vergütungssystems
Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung wird regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze der variablen Vergütung von maximal 140 % der fixen Vergütung gebilligt.
Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache hiervon, das heißt 1.312.500 Euro. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern. Die Vorstandsmitglieder haben ferner Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung, die in Pensionsverträgen geregelt ist und nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt beschrieben wird.
Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)
Das Vergütungssystem sieht eine variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele geknüpft ist.# Die variable Vergütung wird ermittelt aus (i) der EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns, (ii) der Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, und (iii) der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen. Der Gesamtzielerreichungsgrad, der aus diesen drei Komponenten ermittelt wird, ist jedoch auf höchstens 150 % begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung. Der Gesamtzielerreichungsbetrag ist daher auf maximal 150 % des Zielbetrags des Vorstandsmitglieds begrenzt.
Zielbetrag
Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 Mio. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder und 1.628.640 Euro für den Vorstandsvorsitzenden bei einer Zielerreichung von 100 %. Der Aufsichtsrat kann den Zielbetrag reduzieren, wenn dies erforderlich ist, um das maximale Verhältnis zwischen variabler und fixer Vergütung einzuhalten. Dieser Fall kann eintreten, wenn sich die Sachbezüge oder der Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern verringern, da beide Komponenten in die fixe Vergütung einbezogen sind.
Zielfestlegung
Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:
Unternehmensbezogene Ziele
Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist. Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat das Konzernziel für sämtliche Vorstandsmitglieder auf Basis von EVA-Werten als Performancegerade festgelegt. Ebenso hat der Aufsichtsrat unter anderem für die Segmente Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden entsprechende Performancegeraden festgelegt. Die Performancegeraden sind dabei auf die Renditeerwartung des Konzerns beziehungsweise der Segmente ausgerichtet und nicht auf einjährige Ziele oder Vertriebsziele. Neben den quantitativen Zielen hat der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern ressortspezifische qualitative Ziele gesetzt. Dies sind insbesondere Ziele zur Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", wie beispielsweise die Förderung der kulturellen Veränderungsbereitschaft oder die Umsetzung der neuen Betreuungsmodelle in den Kundensegmenten der Bank. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat Ziele im Hinblick auf die beabsichtigten Ertragssteigerungen und Kostenreduktionen wie beispielsweise die Steigerung des Neukundengeschäftsvolumens im Segment Privat- und Unternehmerkunden und die Steigerung des Marktanteils im Firmenkundengeschäft oder Ziele hinsichtlich der Digitalisierung und Automatisierung gesetzt. Schließlich hat der Aufsichtsrat auch spezifische Compliance- und Risikoziele festgelegt.
Individuelle Ziele
Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuelle Ziele. Für das Geschäftsjahr 2018 waren dies beispielsweise Ziele wie das Erreichen der Digital-Change-Ziele, die Förderung der Innovationskraft des Konzerns und das Erreichen der maximalen Leistungsfähigkeit des digitalen Campus der Bank. Weitere Ziele waren die Förderung, Entwicklung und Motivation von Führungskräften und Mitarbeitern, die nachhaltige Umsetzung und Einhaltung eines angemessenen Compliance- sowie die Sicherung eines hohen Risikomanagementstandards. Schließlich hat der Aufsichtsrat die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, auch durch die Wahrnehmung der Bank als digitales Technologieunternehmen, als individuelle Ziele definiert.
Zielerreichung
Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum. Hierfür werden die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet. Für neu bestellte Vorstandsmitglieder besteht für die ersten zwei Jahre eine Übergangsregelung. Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Die individuelle Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2018 lag in einem Korridor zwischen 100 % und 130 % und führte zu entsprechenden Faktoren zwischen 1,0 und 1,2. Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt. Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des Kreditwesengesetzes dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Organtätigkeit im maßgeblichen Geschäftsjahr bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat. Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat den sich jeweils rechnerisch ergebenden Gesamtzielerreichungsgrad und damit die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder unter Anwendung eines im Vorstandsvergütungssystem vorgesehenen Anpassungsvorbehalts reduziert. Statt des sich jeweils ergebenden rechnerischen Gesamtzielerreichungsgrads hat der Aufsichtsrat, auch auf Wunsch der Vorstandsmitglieder, entschieden, diesen Wert auf die jeweiligen Dotierungsquoten der variablen Vergütung der Mitarbeiter in den unterschiedlichen Ressorts anzupassen. Dies führt zu einer Reduzierung des rechnerischen Gesamtzielerreichungsgrads auf Werte zwischen 24 % und 30 %.
Short Term Incentive (STI)
Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag ausgezahlt, die andere Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von 12 Monaten ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird.
Long Term Incentive (LTI)
Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht, unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung, erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur vollständigen Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt oder sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund geschäftsjahresbezogener Umstände signifikant verschlechtert hat. Dies kommt ferner in Betracht, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartezeit eine Zahlung nicht zulassen würde. Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von zusätzlichen 12 Monaten ebenfalls in bar ausgezahlt. Ebenso wie beim aktienbasierten Anteil des STI wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird. Somit wird bei der aktienbasierten Hälfte des LTI die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie während des Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren und der sich anschließenden Wartezeit berücksichtigt.
Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen
Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.
Altersversorgung
Regelung für im Jahr 2011 bestellte Vorstandsmitglieder
Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar.Seit dem Jahr 2015 führen Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nur dann zu einem erhöhten Versorgungsbaustein, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Die bis zur Überleitung in dieses System erworbenen Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung aus dem abgelösten System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder sind mit einem Initialbaustein in dieses neue System überführt worden. Der Initialbaustein wird nach Maßgabe des Pensionsvertrags dynamisiert, da das abgelöste System eine endgehaltsabhängige Leistungszusage vorsah.
Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer lebenslangen Pension unter den nachfolgenden Voraussetzungen, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist:
- als Alterspension, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat, oder
- als vorzeitige Alterspension, wenn (i) das Vorstandsmitglied das 62. aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat oder (ii) nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder (iii) nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
- als Invalidenpension bei dauernder Dienstunfähigkeit.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt. Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds. Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet. Die Hinterbliebenenpension für einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Hinterbliebenenpension an einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Hinterbliebenenpension eines überlebenden Ehegatten oder Lebenspartners.
Regelungen für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder
Die Altersversorgung für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet. Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist und das Vorstandsmitglied
- das 65. Lebensjahr vollendet hat (Alterskapital) oder
- das 62., aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder
- vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauernd dienstunfähig ist.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung bestellten Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Auch in diesem System werden Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes seit dem Jahr 2015 nur dann im Jahresbaustein berücksichtigt, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des jeweils vorangegangenen Jahresschlussstands des Versorgungskontos gutgeschrieben. Der Jahresbeitrag wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist. Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen. Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts. Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden. Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter eine Hinterbliebenenrente, die nach versicherungsmathematischen Regeln aus dem Alterskapital ermittelt wird. Bezog das Vorstandsmitglied bereits eine Rente, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 % der zuletzt an das Vorstandsmitglied gezahlten Rente.
In der nachstehenden Tabelle sind für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2018 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2018 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2018 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:
| Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres | Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften | Dienstzeitaufwendungen | ||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Stand zum jeweiligen 31.12. | Stand zum jeweiligen 31.12. | ||
| Martin Zielke | ||||
| 2018 | 7.090 | 1.044 | ||
| 2017 | 5.999 | 1.095 | ||
| Frank Annuscheit | ||||
| 2018 | 6.140 | 506 | ||
| 2017 | 5.525 | 536 | ||
| Dr. Marcus Chromik | ||||
| 2018 | 1.027 | 335 | ||
| 2017 | 682 | 342 | ||
| Stephan Engels | ||||
| 2018 | 2.296 | 317 | ||
| 2017 | 1.945 | 321 | ||
| Michael Mandel | ||||
| 2018 | 850 | 323 | ||
| 2017 | 519 | 329 | ||
| Dr. Bettina Orlopp² | ||||
| 2018 | 389 | 332 | ||
| 2017 | 56 | 56 | ||
| Michael Reuther | ||||
| 2018 | 7.432 | 545 | ||
| 2017 | 6.711 | 569 | ||
| Summe | ||||
| 2018 | 25.224 | 3.402 | ||
| 2017 | 21.437 | 3.248 |
¹ Kapitalleistung verrentet.
² Dr. Bettina Orlopp ist seit dem 1. November 2017 Mitglied des Vorstands.
Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen. Zum 31. Dezember 2018 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligations) für im Geschäftsjahr 2018 aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 25,2 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro).
Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung
Für den Fall der Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:
Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich 6 Monate später (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) über das Ende des Anstellungsvertrags hinaus bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter bezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.# Anstellungsvertrag
Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von maximal 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält. In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen¹ gezahlt (Cap).
Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet. Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfallen die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.
¹ Der Cap berechnet sich aus dem Zweifachen des Jahresgrundgehalts einschließlich Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern) zuzüglich des Durchschnitts der mitgeteilten variablen Vergütung der grundsätzlich drei vorausgegangenen Geschäftsjahre vor Beendigung der Organstellung.
Aufhebungsvereinbarung mit Vorstandsmitglied
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat mit Frank Annuscheit am 5. Dezember 2018 eine Aufhebungsvereinbarung abgeschlossen, nach der die Bestellung von Herrn Annuscheit zum Mitglied des Vorstands mit Ablauf des 28. Februar 2019 geendet hat. Für die Zeit bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode am 31. Dezember 2020 (ursprüngliches Beendigungsdatum) stehen Herrn Annuscheit alle vertragsgemäßen Ansprüche zu. Er hat insbesondere Anspruch auf die vertragsgemäßen Vergütungsansprüche, die durch den oben beschriebenen Cap begrenzt sind. In die Berechnung des Cap fließt nicht das ab dem 1. Januar 2019 erhöhte feste Jahresgrundgehalt, sondern das feste Jahresgrundgehalt in der bisherigen Höhe von 750 Tsd. Euro ein. Bis zum ursprünglichen Beendigungsdatum erhält Herr Annuscheit weiterhin die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung nach seinem Pensionsvertrag. Die Beiträge werden ebenfalls auf Basis des bisherigen festen Jahresgrundgehalts von 750 Tsd. Euro berechnet. Die Nebenleistungen gemäß dem Anstellungsvertrag erhält Herr Annuscheit grundsätzlich, soweit sie dort auch für die Zeit nach dem Ende der Organstellung vorgesehen sind. Der Wert der Nebenleistungen wird auf den Cap angerechnet. Der Cap beläuft sich auf 2.888 Tsd. Euro.
Sonstiges
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Darstellung der Vorstandsvergütung in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
Gemäß Nummer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge) für das Berichtsjahr ausgewiesen werden. Dabei soll insbesondere in Festvergütung, Nebenleistungen, einjährige sowie mehrjährige variable Vergütung unterschieden werden. Da die vom DCGK empfohlenen Mustertabellen nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung berücksichtigen und daher für Institute wie die Commerzbank weniger geeignet sind, hat die Commerzbank eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex hat die Commerzbank abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde. Dies hat die Commerzbank auch in ihrer Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG angegeben.
Sowohl in der nachfolgenden Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle wird wie im Vorjahr nicht zwischen einjähriger und mehrjähriger variabler Vergütung, sondern zwischen kurz- und langfristiger Vergütung unterschieden. Der Grund hierfür ist, dass in die gesamte variable Vergütung regelmäßig die unternehmensbezogene Zielerreichung über einen Zeitraum von drei Jahren einfließt. Ausnahmen bestehen nur aufgrund einer Übergangsregelung für neu bestellte Vorstandsmitglieder im ersten und zweiten Jahr ihrer Vorstandstätigkeit.
Die kurzfristige variable Vergütung ist der Short Term Incentive nach dem Vergütungssystem. Er wird zur Hälfte als Barbetrag nach Ablauf des Geschäftsjahres und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von 12 Monaten und somit kurzfristig ausgezahlt. Auf den langfristigen Anteil, den Long Term Incentive, entsteht ein Anspruch nur unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung und erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren.
Der Versorgungsaufwand für die Altersversorgung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in der vorhergehenden Tabelle in der Spalte "Dienstzeitaufwendungen" ausgewiesen. Der Versorgungsaufwand wird daher sowohl in der Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle nicht nochmals ausgewiesen.
Die folgenden Tabellen zeigen die tatsächlichen Zuflüsse für das Jahr 2018 und zum Vergleich die Vorjahreswerte für jedes einzelne Mitglied des Vorstands. Der Zufluss "für" das Jahr bedeutet, dass beispielsweise der STI 2018 in bar, der für das Jahr 2018 geleistet wird und bei dem alle Parameter am Schluss des Jahres feststehen, als Zufluss für 2018 dargestellt wird, obwohl die Auszahlung erst im Jahr 2019 erfolgen wird. Entsprechend ist der STI 2017 in bar, der 2018 ausgezahlt wurde, als Zufluss für 2017 dargestellt.
Zufluss
| Martin Zielke | Frank Annuscheit | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Vorsitzender | Chief Operating | Officer | |
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| Grundgehalt | 1.313 | 1.313 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen¹ | 213 | 129 | 134 | 92 |
| Zwischensumme | 1.526 | 1.442 | 884 | 842 |
| Kurzfristige variable Vergütung | 416 | 415 | 270 | 273 |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | 128 | - | 115 |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | 328 | - | 216 | - |
| STI 2017 in bar | - | 287 | - | 158 |
| STI 2018 in bar | 88 | - | 54 | - |
| Langfristige variable Vergütung² | 100 | 178 | 95 | 182 |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | 178 | - | 182 |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | 100 | - | 95 | - |
| Summe | 2.042 | 2.035 | 1.249 | 1.297 |
| Dr. Marcus Chromik | Stephan Engels | ||
|---|---|---|---|
| Tsd. € | Chief Risk Officer | (seit 1. Januar 2016) | Chief Financial Officer |
| 2018 | 2017 | 2018 | |
| Grundgehalt | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen¹ | 68 | 71 | 129 |
| Zwischensumme | 818 | 821 | 879 |
| Kurzfristige variable Vergütung | 260 | 186 | 273 |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | 206 | - | 219 |
| STI 2017 in bar | - | 186 | - |
| STI 2018 in bar | 54 | - | 54 |
| Langfristige variable Vergütung² | - | - | 87 |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | 87 |
| Summe | 1.078 | 1.007 | 1.239 |
| Michael Mandel | Dr. Bettina Orlopp | Michael Reuther | |
|---|---|---|---|
| Tsd. € | Privat- und Unternehmerkunden (seit 23. Mai 2016) | Group Compliance, Group Human Resources, Group Legal (seit 1. November 2017) | Firmenkunden |
| 2018 | 2017 | 2018 | |
| Grundgehalt | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen¹ | 114 | 102 | 92 |
| Zwischensumme | 864 | 852 | 842 |
| Kurzfristige variable Vergütung | 193 | 170 | 54 |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | 133 | - | - |
| STI 2017 in bar | - | 170 | - |
| STI 2018 in bar | 60 | - | 54 |
| Langfristige variable Vergütung² | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - |
| Summe | 1.057 | 1.022 | 896 |
¹ Unter Nebenleistungen sind die zugewendeten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
² Zuflüsse aus der langfristigen variablen Vergütung für die Performancejahre ab 2015 erfolgen erst ab dem Jahr 2021.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuwendungen, bestehend aus fixer Vergütung (Grundgehalt und Nebenleistungen) und variabler Vergütung in Höhe des festgesetzten Gesamtzielerreichungsbetrags, die kurzfristigen sowie die langfristen Anteile der variablen Vergütung sowie den Minimal- und Maximalbetrag der gesamten variablen Vergütung für jedes einzelne Mitglied des Vorstands. Abweichend von der Mustertabelle des DCGK für die gewährten Zuwendungen wird die zugeteilte variable Vergütung nicht mit dem Zielwert angegeben, das heißt, dem Wert bei einer Zielerreichung von 100 % beziehungsweise einem vergleichbaren Wert eines mittleren Wahrscheinlichkeitsszenarios. Stattdessen sind die vom Aufsichtsrat festgesetzten Gesamtzielerreichungsbeträge für jedes Vorstandsmitglied ausgewiesen. Die Tabelle berücksichtigt die tatsächliche Zielerreichung der Vorstandsmitglieder und hat daher im Hinblick auf die variable Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr einen höheren Aussagewert als die Angabe bei einer fiktiven Zielerreichung von 100 %.
40 % des Gesamtzielerreichungsbetrags beziehungsweise der angegebenen Minimal- und Maximalwerte entfallen auf die kurzfristige variable Vergütung (STI). 60 % des Gesamtzielerreichungsbetrags beziehungsweise der angegebenen Minimal- und Maximalwerte entfallen auf die langfristige variable Vergütung (LTI). Beide Vergütungsbestandteile sind jeweils zur Hälfte aktienbasiert.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13.Februar 2019 die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 für die einzelnen Mitglieder des Vorstands festgesetzt. Der Gesamtzielerreichungsbetrag entspricht dabei nicht zwingend einem späteren Auszahlbetrag. Zum einen kann der Aufsichtsrat den Anteil, der auf den LTI entfällt, im Rahmen der nachträglichen Leistungsbewertung verringern, sofern sich in der Rückschau die ursprüngliche Festsetzung nicht als zutreffend erwiesen hat. Zum anderen ist die Hälfte der variablen Vergütung aktienbasiert. Änderungen des Kurses der Commerzbank-Aktie gegenüber dem Umrechnungskurs führen daher zu Veränderungen der Auszahlbeträge.
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Zuwendungen
| Tsd. € | Grundgehalt | Nebenleistungen2 | kurzfristig STI in bar | STI in virtuellen Aktien |
|---|---|---|---|---|
| Martin Zielke | ||||
| 2018 | 1.313 | 213 | 88 | 88 |
| 2017 | 1.313 | 129 | 287 | 287 |
| Frank Annuscheit | ||||
| 2018 | 750 | 134 | 54 | 54 |
| 2017 | 750 | 92 | 158 | 158 |
| Dr. Marcus Chromik | ||||
| 2018 | 750 | 68 | 54 | 54 |
| 2017 | 750 | 71 | 186 | 186 |
| Stephan Engels | ||||
| 2018 | 750 | 129 | 54 | 54 |
| 2017 | 750 | 122 | 170 | 170 |
| Michael Mandel | ||||
| 2018 | 750 | 114 | 60 | 60 |
| 2017 | 750 | 102 | 170 | 170 |
| Dr. Bettina Orlopp | ||||
| 2018 | 750 | 92 | 54 | 54 |
| 20174 | 125 | 20 | 30 | 30 |
| Michael Reuther | ||||
| 2018 | 750 | 141 | 48 | 48 |
| 2017 | 750 | 130 | 128 | 128 |
| Summe | ||||
| 2018 | 5.813 | 891 | 412 | 412 |
| 2017 | 5.188 | 666 | 1.129 | 1.129 |
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Zuwendungen
| Tsd. € | Variable Vergütung | Gewinn- und LTI in bar | LTI in virtuellen Aktien | Min | Max3 |
|---|---|---|---|---|---|
| Martin Zielke | |||||
| 2018 | 132 | 132 | 440 | 0 | 2.443 |
| 2017 | 430 | 430 | 1.433 | 0 | 2.443 |
| Frank Annuscheit | |||||
| 2018 | 81 | 81 | 270 | 0 | 1.500 |
| 2017 | 237 | 237 | 790 | 0 | 1.500 |
| Dr. Marcus Chromik | |||||
| 2018 | 81 | 81 | 270 | 0 | 1.500 |
| 2017 | 279 | 279 | 930 | 0 | 1.500 |
| Stephan Engels | |||||
| 2018 | 81 | 81 | 270 | 0 | 1.500 |
| 2017 | 255 | 255 | 850 | 0 | 1.500 |
| Michael Mandel | |||||
| 2018 | 90 | 90 | 300 | 0 | 1.500 |
| 2017 | 255 | 255 | 850 | 0 | 1.500 |
| Dr. Bettina Orlopp | |||||
| 2018 | 81 | 81 | 270 | 0 | 1.500 |
| 20174 | 44 | 44 | 148 | 0 | 250 |
| Michael Reuther | |||||
| 2018 | 72 | 72 | 240 | 0 | 1.500 |
| 2017 | 192 | 192 | 640 | 0 | 1.500 |
| Summe | |||||
| 2018 | 618 | 618 | 2.060 | 0 | 11.443 |
| 2017 | 1.692 | 1.692 | 5.641 | 0 | 10.193 |
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Zuwendungen
| Tsd. € | Zugewendete Gesamtvergütung1 |
|---|---|
| Martin Zielke | |
| 2018 | 1.966 |
| 2017 | 2.875 |
| Frank Annuscheit | |
| 2018 | 1.154 |
| 2017 | 1.632 |
| Dr. Marcus Chromik | |
| 2018 | 1.088 |
| 2017 | 1.751 |
| Stephan Engels | |
| 2018 | 1.149 |
| 2017 | 1.722 |
| Michael Mandel | |
| 2018 | 1.164 |
| 2017 | 1.702 |
| Dr. Bettina Orlopp | |
| 2018 | 1.112 |
| 20174 | 293 |
| Michael Reuther | |
| 2018 | 1.131 |
| 2017 | 1.520 |
| Summe | |
| 2018 | 8.764 |
| 2017 | 11.495 |
1 Die Gesamtvergütung enthält keinen Versorgungsaufwand. Dieser wird bereits im Abschnitt Altersversorgung dargestellt.
2 Unter Nebenleistungen sind die zugewendeten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
3 Maximalwert im Betrachtungsjahr, das heißt ohne etwaige Kurssteigerungen des aktienbasierten Anteils.
4 Dr. Bettina Orlopp ist seit dem 1. November 2017 Mitglied des Vorstands.
Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 17 (DRS 17)
Die folgende Darstellung weist die Vorstandsvergütung gemäß den Regelungen des DRS 17 aus. Die ausgewiesenen Beträge unterscheiden sich von denjenigen, die oben angelehnt an den DCGK ausgewiesen sind. Die Ursache liegt darin, dass der Ausweis nach DRS 17 besondere Regelungen vorsieht. Die Hauptunterschiede, die zu abweichenden Werten führen, sind:
― Die LTI-Komponenten des Vergütungssystems sind nach DRS 17 erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums anzugeben. Sie sind daher in der DRS-17-Tabelle im Gegensatz zu der Zuwendungstabelle, die an die Regelungen des DCGK angelehnt ist, nicht enthalten.
― Der Wert der aktienbasierten STI-Komponente ist in der DRS-17-Tabelle mit dem Kurs am Tag der Festsetzung der Gesamtzielerreichungsbeträge durch den Aufsichtsrat anzugeben. Damit ist eine Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie vom Beginn des Jahres bis zum Tag der Festsetzung in der Wertangabe enthalten. In der Zuwendungstabelle, die an den DCGK angelehnt ist, ist diese Komponente hingegen mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies ist der Wert vor der Umrechnung in eine Stückzahl virtueller Aktien und damit ohne eine Kursentwicklung, sodass sich dadurch regelmäßig ein abweichender Wert ergibt.
Die Angabe der Gesamtbezüge nach DRS 17 ist daher nicht mit dem Ausweis der zugewendeten Vergütung in der Tabelle, die an den DCGK angelehnt ist, vergleichbar. Die Angabe spiegelt weder eine vom Aufsichtsrat festgesetzte variable Vergütung für das Berichtsjahr wider noch stellt sie einen Auszahlbetrag dar. Die Angabe ist jedoch aus Rechnungslegungsgründen erforderlich.
Die Bezüge sind nach DRS 17 erst anzugeben, wenn die Zusage rechtsverbindlich ist. Das ist sowohl bei der Barkomponente als auch bei der aktienbasierten Komponente des LTI des Vergütungssystems erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums der Fall. Für den LTI des Geschäftsjahres 2018 führt der Aufsichtsrat die nachträgliche Leistungsbewertung somit erst am Ende des Jahres 2023 durch. Daher sind die Barkomponente und die aktienbasierte Komponente des LTI des Vergütungssystems in der Tabelle nicht enthalten.
Die STI-Komponenten sind hingegen im Sinne des DRS 17 bereits mit der Festsetzung der Zielerreichung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres zugesagt. Die Barkomponente des STI ist mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies entspricht dem Auszahlbetrag. Die aktienbasierte STI-Komponente ist an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt. Nach DRS 17 sind aktienbasierte Bezüge mit dem Wert zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage anzugeben, also zum Zeitpunkt der Festsetzung durch den Aufsichtsrat. Da die aktienbasierte STI-Komponente erst nach Ablauf der 12-monatigen Wartezeit ausgezahlt wird und von der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie abhängig ist, stellt die Tabelle dementsprechend für diese Komponente nur theoretische Werte und keine Auszahlbeträge dar. Die Auszahlbeträge ergeben sich aus der Multiplikation der angegebenen Stückzahlen der virtuellen Aktien des STI mit dem sich ergebenden Umrechnungskurs am Ende der Wartezeit. Das Vergütungssystem sieht keine tatsächliche Gewährung von Aktien vor, sondern eine Barvergütung auf der Basis virtueller Aktien, das heißt eine Barvergütung, die auf Basis der Entwicklung des Kurses der Commerzbank-Aktie berechnet wird.
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| Tsd. € | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten mit kurzfristiger Anreizwirkung | STI in bar4 | STI in virtuellen Aktien5 | Anzahl virtueller Aktien in Stück |
|---|---|---|---|---|---|
| Martin Zielke | |||||
| 2018 | 1.313 | 213 | 88 | 73 | 11.742 |
| 2017 | 1.313 | 129 | 287 | 299 | 23.400 |
| Frank Annuscheit | |||||
| 2018 | 750 | 134 | 54 | 45 | 7.210 |
| 2017 | 750 | 92 | 158 | 165 | 12.898 |
| Dr. Marcus Chromik | |||||
| 2018 | 750 | 68 | 54 | 45 | 7.210 |
| 20177 | 750 | 71 | 186 | 194 | 15.184 |
| Stephan Engels | |||||
| 2018 | 750 | 129 | 54 | 45 | 7.210 |
| 2017 | 750 | 122 | 170 | 177 | 13.878 |
| Michael Mandel | |||||
| 2018 | 750 | 114 | 60 | 50 | 8.011 |
| 20178 | 750 | 102 | 170 | 177 | 13.878 |
| Dr. Bettina Orlopp | |||||
| 2018 | 750 | 92 | 54 | 45 | 7.210 |
| 20179 | 125 | 20 | 30 | 31 | 2.422 |
| Michael Reuther | |||||
| 2018 | 750 | 141 | 48 | 40 | 6.409 |
| 2017 | 750 | 130 | 128 | 133 | 10.449 |
| Summe | |||||
| 2018 | 5.813 | 891 | 412 | 343 | 55.002 |
| 201710 | 5.188 | 666 | 1.129 | 1.176 | 92.109 |
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| Tsd. € | Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung1 | Gesamtbezüge gemäß DRS 172 | LTI 2014 in bar6 |
|---|---|---|---|
| Martin Zielke | |||
| 2018 | - | 1.687 | |
| 2017 | 78 | 2.106 | |
| Frank Annuscheit | |||
| 2018 | - | 983 | |
| 2017 | 80 | 1.245 | |
| Dr. Marcus Chromik | |||
| 2018 | - | 917 | |
| 20177 | - | 1.201 | |
| Stephan Engels | |||
| 2018 | - | 978 | |
| 2017 | 74 | 1.293 | |
| Michael Mandel | |||
| 2018 | - | 974 | |
| 20178 | - | 1.199 | |
| Dr. Bettina Orlopp | |||
| 2018 | - | 941 | |
| 20179 | - | 206 | |
| Michael Reuther | |||
| 2018 | - | 979 | |
| 2017 | 76 | 1.217 | |
| Summe | |||
| 2018 | - | 7.459 | |
| 201710 | 308 | 8.467 |
1 Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums gewährt; für das Geschäftsjahr 2018 somit im Jahr 2024.
2 Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2018 darzustellenden Beträge enthalten nur die Komponenten, für die seitens der Vorstandsmitglieder bereits ein rechtsverbindlicher Anspruch entstanden ist. Die gemäß DRS 17 darzustellenden Gesamtbezüge enthalten daher nicht die LTI-Komponenten für das Geschäftsjahr 2018, da für diese vor der nachträglichen Leistungsbewertung und dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums ein solcher Anspruch nicht entsteht.
3 Unter Nebenleistungen sind die zugewendeten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
4 Auszahlbar im Jahr 2019 nach Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags für 2018.
5 Auszahlbar ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar. Die dargestellten Beträge stellen die Werte zum Zeitpunkt der Festsetzung der variablen Vergütung im Februar 2019 dar. Der Auszahlbetrag ist abhängig von der zukünftigen Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Die Anzahl der virtuellen Aktien errechnet sich aus dem anteiligen Gesamtzielerreichungsbetrag und dem Durchschnittskurs der Commerzbank-Aktie in den Monaten November und Dezember 2018.
6 Gemäß DRS 17 ist für das Vorjahr auch der nach Ende des 4-Jahres-Zeitraums 2014 bis 2017 und Feststellung des Jahresabschlusses 2017 fällige Baranteil der LTI-EVA-Komponente 2014 anzugeben. Der Baranteil der LTI-Aktienkomponente 2014 sowie die Aktienanteile dieser beiden LTI-Komponenten sind bereits im Geschäftsbericht 2014 angegeben und sind gemäß DRS 17 nicht erneut zu nennen.
7 Dr. Marcus Chromik ist seit dem 1. Januar 2016 Mitglied des Vorstands.
8 Michael Mandel ist seit dem 23. Mai 2016 Mitglied des Vorstands.
9 Dr. Bettina Orlopp ist seit dem 1. November 2017 Mitglied des Vorstands.
10 Die Summen 2017 für den LTI 2014 in bar sowie für die Gesamtbezüge gemäß DRS 17sind geringer als im Vergütungsbericht 2017 ausgewiesen, da der LTI 2014 in bar für Martin Blessing in Höhe von 136 Tsd. Euro und für Markus Beumer in Höhe von 74 Tsd. Euro in den Summen für 2017 jetzt nicht mehr enthalten ist.## Weitere Pflichtangaben gemäß IFRS 2
Nach IFRS 2 sind aufgrund des Dreijahreszeitraums, der dem Vergütungssystem zugrunde liegt und für die Ermittlung der Zielerreichung maßgeblich ist, bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr anteilige Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre zu erfassen. Die im Folgenden dargestellten Aufwendungen für das Jahr 2018 spiegeln daher weder die nach DRS 17 darzustellenden Bezüge noch tatsächliche Erwartungswerte oder Auszahlbeträge wider.
Die als Aufwand erfassten aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 betragen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 342 Tsd. Euro; davon für Dr. Bettina Orlopp 289 Tsd. Euro, für Martin Zielke 97 Tsd. Euro, für Michael Mandel 63 Tsd. Euro, für Stephan Engels 58 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 53 Tsd. Euro sowie für Frank Annuscheit -173 Tsd. Euro und für Michael Reuther -45 Tsd. Euro. Der Grund für die negativen Aufwendungen für Frank Annuscheit und Michael Reuther ist, dass bereits in den beiden jeweiligen Vorjahren anteilige variable Vergütung für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 in den Rückstellungen erfasst werden mussten. Da Michael Reuther ab dem 1. Oktober 2019 keine neuen Ansprüche auf variable Vergütung – mit Ausnahme der laufenden LTIs – mehr erwirbt und zukünftige Ansprüche von Frank Annuscheit auf variable Vergütung ab dem 1. März 2019 – mit Ausnahme der laufenden LTIs – bilanziell als „Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses“ zu erfassen waren, mussten die Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen anteilig aufgelöst werden.
Im Vorjahr waren als Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 insgesamt 3.503 Tsd. Euro zu erfassen; davon für Martin Zielke 856 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 601 Tsd. Euro, für Michael Mandel 577 Tsd. Euro, für Stephan Engels 485 Tsd. Euro, für Frank Annuscheit 455 Tsd. Euro, für Michael Reuther 370 Tsd. Euro sowie für Dr. Bettina Orlopp 159 Tsd. Euro.
Kredite an Mitglieder des Vorstands
Kredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2051 sowie zu Zinssätzen zwischen 0,7 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 9,5 %, herausgelegt. Die Kredite, hauptsächlich Immobilienfinanzierungen, sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 3.494 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3.129 Tsd. Euro. Im Jahr 2018 sind Tilgungen in Höhe von 308 Tsd. Euro erfolgt. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.
Anpassung des Vorstandsvergütungssystems ab dem 1. Januar 2019
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 7. November 2018 das Vergütungssystem zum einen an die Anforderungen der novellierten Institutsvergütungsverordnung vom 4. August 2017 angepasst. Zum anderen hat er beschlossen, variable Vergütungsbestandteile teilweise in fixe Vergütungsbestandteile umzuwandeln. Die Änderungen gelten seit dem 1. Januar 2019 und sind mit allen Vorstandsmitgliedern vertraglich vereinbart. Hervorzuheben sind folgende Aspekte:
- Im Vergütungssystem ist eine Clawback-Regelung enthalten. Sie ermöglicht eine Rückforderung bereits ausgezahlter variabler Vergütung über einen Zeitraum von bis zu 7 Jahren seit der Auszahlung und ein Erlöschen noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung. Die Regelung greift unter den in § 20 Abs. 6 in Verbindung mit § 18 Abs. 5 Satz 3 Nummer 1 und 2 Institutsvergütungsverordnung geregelten Voraussetzungen ein. Dies ist beispielsweise bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen eines Vorstandsmitglieds oder der Verantwortung für erhebliche Verluste der Fall.
- Alle aufsichtsrechtlich erforderlichen Parameter für die Prüfung, ob ein Gesamtbetrag der variablen Vergütungen zur Verfügung gestellt werden darf, werden einer Gesamtschau unterzogen.
- Bei neu bestellten Vorstandsmitgliedern verlängert sich der Zurückbehaltungszeitraum künftig für das erste Jahr der Bestellung um zwei Jahre auf 7 Jahre und für das zweite Jahr der Bestellung um ein Jahr auf 6 Jahre.
- Die nachträgliche Leistungsbewertung für den LTI erfolgt nicht mehr anhand festgelegter Kriterien mit Materialitätsschwellen, sondern durch eine vollständige Überprüfung der ursprünglichen Entscheidung zur Festsetzung der variablen Vergütung.
- Dividendenzahlungen während des Zurückbehaltungszeitraums werden hinsichtlich der gewährten virtuellen Aktien nicht mehr ausgeglichen.
Ferner hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass variable Vergütungsbestandteile teilweise in fixe Vergütungsbestandteile umgewandelt werden. Das feste Jahresgrundgehalt der ordentlichen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat von 750 Tsd. Euro auf 990 Tsd. Euro erhöht und den Zielbetrag der variablen Vergütung im Gegenzug von 1 Mio. Euro auf 660 Tsd. Euro reduziert. Die Gesamtzielvergütung (festes Jahresgrundgehalt und Zielbetrag der variablen Vergütung) liegt dadurch um 100 Tsd. Euro unter dem bisherigen Betrag. Das feste Jahresgrundgehalt des Vorstandsvorsitzenden wurde von 1.312.500 Euro auf 1.674.247 Euro erhöht und der Zielbetrag der variablen Vergütung von 1.628.640 Euro auf 1.116.165 Euro reduziert. Die Gesamtzielvergütung des Vorstandsvorsitzenden liegt demnach um 150.728 Euro unter dem bisherigen Wert.
Aufsichtsrat
Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2018
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 20. April 2016 beschlossen. Nach dem Vergütungssystem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 80 Tsd. Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte dieser Vergütung.
Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und für die Mitgliedschaft im Risikoausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder jeweils zusätzlich eine Vergütung von jährlich 30 Tsd. Euro. Für die Mitgliedschaft in einem anderen Aufsichtsratsausschuss, der mindestens einmal im Kalenderjahr tagt, erhalten die Ausschussmitglieder zusätzlich eine Vergütung von jährlich 20 Tsd. Euro. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte dieser Beträge. Diese zusätzliche Vergütung wird für maximal 3 Ausschussmandate gezahlt, wobei die drei am höchsten vergüteten Ämter herangezogen werden.
Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem Aufsichtsratsausschuss angehört haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine im Verhältnis der Zeit geringere anteilige Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung oder Telefonkonferenz des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Für mehrere Sitzungen oder Telefonkonferenzen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Grundvergütung, die Ausschussvergütung und das Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zahlbar.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung oder den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden werden in angemessenem Umfang personelle und sachliche Ausstattung zur Verfügung gestellt sowie insbesondere Reisekosten für durch seine Funktion veranlasste Repräsentationsaufgaben und Kosten für aufgrund seiner Funktion gebotene Sicherheitsmaßnahmen erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2018 damit eine Vergütung von netto insgesamt 3.174,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.936,3 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grundvergütung 1.842,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.839,8 Tsd. Euro) und auf die Ausschussvergütung 910,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 765,0 Tsd. Euro). Auf das Sitzungsgeld entfallen 421,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 331,5 Tsd. Euro).
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
| Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung | Gewinn- und Sitzungsgeld | Summe | ||
| Dr. Stefan Schmittmann (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 155,3 | 77,7 | 15,0 |
| 2017 | - | - | - | |
| Klaus-Peter Müller (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 85,3 | 42,7 | 9,0 |
| 2017 | 240,0 | 120,0 | 19,5 | |
| Uwe Tschäge | 2018 | 160,0 | 60,0 | 22,5 |
| 2017 | 160,0 | 60,0 | 15,0 | |
| Hans-Hermann Altenschmidt (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | 24,9 | 15,0 |
| 2017 | 80,0 | 70,0 | 22,5 | |
| Heike Anscheit | 2018 | 80,0 | 12,9 | 13,5 |
| 2017 | 80,0 | - | 12,0 | |
| Alexander Boursanoff (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 51,8 | - | 10,5 |
| 2017 | - | - | - | |
| Gunnar de Buhr | 2018 | 80,0 | 50,0 | 24,0 |
| 2017 | 80,0 | 49,9 | 21,0 | |
| Stefan Burghardt | 2018 | 80,0 | 50,0 | 19,5 |
| 2017 | 80,0 | 46,8 | 18,0 | |
| Sabine Ursula Dietrich | 2018 | 80,0 | 45,9 | 15,0 |
| 2017 | 80,0 | 20,0 | 13,5 | |
| Monika Fink (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 51,8 | 19,4 | 15,0 |
| 2017 | - | - | - | |
| Karl-Heinz Flöther (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | 10,7 | 10,5 |
| 2017 | 80,0 | 30,0 | 19,5 | |
| Dr. Tobias Guldimann (seit 3. Mai 2017) | 2018 | 80,0 | 68,9 | 27,0 |
| 2017 | 52,7 | 15,8 | 10,5 | |
| Dr. Rainer Hillebrand (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 51,8 | 32,3 | 10,5 |
| 2017 | - | - | - | |
| Christian Höhn (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 51,8 | 38,8 | 13,5 |
| 2017 | - | - | - | |
| Stefan Jennes (1. Februar 2017 bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | - | 4,5 |
| 2017 | 73,3 | - | 12,0 | |
| Kerstin Jerchel (seit 8. Mai 2018) | 2018 | 51,8 | - | 10,5 |
| 2017 | - | - | - | |
| Dr. Markus Kerber | 2018 | 80,0 | 70,0 | 25,5 |
| 2017 | 80,0 | 70,0 | 21,0 | |
| Alexandra Krieger | 2018 | 80,0 | - | 13,5 |
| 2017 | 80,0 | - | 12,0 | |
| Oliver Leiberich (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | - | 4,5 |
| 2017 | 80,0 | - | 12,0 | |
| Dr. Stefan Lippe (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | 10,7 | 7,5 |
| 2017 | 80,0 | 30,0 | 13,5 | |
| Beate Mensch (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 28,4 | - | 3,0 |
| 2017 | 80,0 | - | 12,0 | |
| Anja Mikus | 2018 | 80,0 | 62,9 | 25,5 |
| 2017 | 80,0 | 50,0 | 22,5 | |
| Dr. Roger Müller (bis 3. Mai 2017) | 2018 | - | - | - |
| 2017 | 27,1 | - | 3,0 | |
| Dr. Victoria Ossadnik (seit 8.Mai 2018) 2018 51,8 12,9 10,5 75,2 2017 - - - - Dr. Helmut Perlet (bis 8. Mai 2018) 2018 28,4 32,0 10,5 70,9 2017 80,0 90,0 21,0 191,0 Mark Roach (bis 8. Mai 2018) 2018 28,4 - 4,5 32,9 2017 80,0 - 10,5 90,5 Margit Schoffer (bis 31. Januar 2017) 2018 - - - - 2017 6,7 2,5 1,5 10,7 Robin J. Stalker (seit 8. Mai 2018) 2018 51,8 38,8 18,0 108,6 2017 - - - - Nicholas Teller 2018 80,0 80,0 25,5 185,5 2017 80,0 80,0 19,5 179,5 Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 2018 80,0 55,9 25,5 161,4 2017 80,0 30,0 19,5 129,5 Stefan Wittmann (seit 8. Mai 2018) 2018 51,8 12,9 12,0 76,7 2017 - - - - Summe 2018 1.842,2 910,3 421,5 3.174,0 2017 1.839,8 765,0 331,5 2.936,3 |
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2018 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,0 und 4,7 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 9,5 %, herausgelegt. Die Kredite, hauptsächlich Immobilienfinanzierungen, sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 1.578 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3.560 Tsd. Euro. Im Jahr 2018 sind Tilgungen in Höhe von 34 Tsd. Euro erfolgt. Der weitere Rückgang der Kredite ist auf den Wechsel von Aufsichtsratsmitgliedern zurückzuführen. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.
Sonstige Angaben
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.
Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft
Nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen sowie von Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen. Danach sind Eigengeschäfte dieser Personen mit Aktien oder Schuldtiteln der Commerzbank Aktiengesellschaft oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten meldepflichtig, nachdem innerhalb eines Kalenderjahres ein Gesamtvolumen von 5 Tsd. Euro erreicht worden ist. Die Meldepflicht besteht für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die der Commerzbank Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 gemeldeten Geschäfte sind nachfolgend aufgeführt:
| Geschäftstag | Name des Meldepflichtigen | Angehöriger | Teilnehmerkreis | Kauf/ Verkauf | Stückzahl | Preis € | Geschäftsvolumen | € |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 15.5.2018 | Martin Zielke | Vorstand | Kauf | 4.300 | 10,9982 | 47.292,26 | ||
| 15.5.2018 | Frank Annuscheit | Vorstand | Kauf | 4.600 | 10,9982 | 50.591,72 | ||
| 15.5.2018 | Stephan Engels | Vorstand | Kauf | 4.000 | 10,9982 | 43.992,80 | ||
| 15.5.2018 | Michael Reuther | Vorstand | Kauf | 4.600 | 10,9982 | 50.591,72 |
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 und § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuches (HGB)
Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des Grundkapitals
Das Grundkapital der Commerzbank betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1.252.357.634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1.252.357.634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, mit denen die gleichen Rechte und Pflichten verbunden sind. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen; Art der Stimmrechtskontrolle bei Mitarbeiterbeteiligung
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Mitarbeiter, die Aktien der Commerzbank halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe von Gesetz und Satzung aus.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands; Änderungen der Satzung
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 AktG und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern muss der BaFin, der Deutschen Bundesbank und der EZB nachgewiesen werden, dass diese zuverlässig, fachlich geeignet und in ausreichendem Maße zeitlich verfügbar sind. Die fachliche Eignung setzt voraus, dass sie in ausreichendem Maße theoretische und praktische Kenntnisse in den Geschäften der Bank sowie Leitungserfahrung haben (§ 24 Abs. 1 Nr. 1, § 25c Abs. 1 KWG, Art. 93 EU-Verordnung Nr. 468/2014 (SSM Rahmenverordnung)). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569.253.470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2018 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen. Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13.600.000.000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auf die Finanzinstrumente in bestimmten Fällen auszuschließen. Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten mit Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise -pflichten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569.253.470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Für die Einzelheiten des Bedingten und des Genehmigten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Note 66 auf Seite 274 f. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots
Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind weder mit Vorstandsmitgliedern noch mit Mitarbeitern der Commerzbank getroffen worden.
Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte
Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.
Angaben gemäß § 315 Abs.# HGB Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt.
In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander verknüpft. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS" ("Internes Kontrollsystem") verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 110 bis 111 entnommen werden.
Das Ziel einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Rechnungslegungsprozessen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von wesentlichen Informationen im Rahmen der Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der Finanzberichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS unbeabsichtigte Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten.
Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien
In § 315 Abs. 4 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt. Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
- Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse,
- Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften und
- Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung.
Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standard on Auditing (ISA) 315".
Organisation
Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist die Schriftlich Fixierte Ordnung (SFO). Die SFO ist als die nachvollziehbare sowie laufend zu aktualisierende Darstellung der Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich des Kompetenzgefüges eines Unternehmens definiert. Der verbindliche, regulatorisch geforderte Standard für die Ablauforganisation wird mit der SFO-Policy sowie dem Process Framework gesetzt. Diese bilden den Rahmen für Prozessbeschreibungen und weitere Anweisungen.
Die Dokumentation und Aktualisierung der Aufbauorganisation wird als Teil der SFO verstanden und gibt als Governance Framework für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen vor. Primäres Merkmal ist das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelsachkostenkompetenz auf den darunterliegenden Führungsebenen.
Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
- Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand,
- Geschäftsordnungen,
- Organigramme,
- Geschäftsaufträge und
- Kompetenzregelungen für Sachkosten.
Die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente zur Sicherstellung eines funktionsfähigen und effizienten Kontrollgefüges werden in der Commerzbank AG in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Das "Three Lines of Defence"-Modell ist als zentraler Bestandteil in der Unternehmensverfassung verankert. Zudem sind inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.
In Anlehnung an die MaRisk liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS beim Gesamtvorstand. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des konzernweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem Gesamtvorstand obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.
In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel im Rahmen der Mängelverfolgung und Berichterstattung durch die Interne Revision.
Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse. Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung von Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.
Kontrollen zur Risikominimierung
Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Datenverarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.
Überwachung durch Group Audit
Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und diesbezüglich Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.
GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind.# GM-A und die Commerzbank AG Inland
GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.
Prozess der Finanzberichterstattung
Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Der Jahresabschluss der Commerzbank AG Inland erfolgt mit einer Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und einer SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung. Die IFRS-Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.
Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung
Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurde das Control Environment Finance (CEF) fest in Group Finance implementiert. Basis für CEF ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
- Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
- Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
- Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt. Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.
Sonstiges
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.
Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht
Gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB
Der unternehmerische Erfolg der Commerzbank wird auch von nichtfinanziellen Faktoren beeinflusst. Diese berichten wir für den Konzern und die Commerzbank Aktiengesellschaft mit dem vorliegenden "zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht" (im Folgenden "nichtfinanzieller Bericht") nach den Vorgaben des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes. Das Gesetz schreibt mindestens Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen sowie zur Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung vor. Die Commerzbank berichtet darüber hinaus über Kundenbelange als sechsten wesentlichen Aspekt, weil Kundenorientierung eine entscheidende nichtfinanzielle Einflussgröße auf den Konzernerfolg darstellt. Details zu den gesetzlichen Anforderungen, zur Herleitung der wesentlichen Sachverhalte und zum Berichtsformat finden sich am Ende im Kapitel "Über diesen Bericht". Die geforderte Beschreibung des Geschäftsmodells erfolgt im Konzernlagebericht Seite 63 f.
Unser Nachhaltigkeitsverständnis
Finanzinstituten kommt eine besondere Rolle zu bei der Eindämmung des Klimawandels, zu der sich die Staatengemeinschaft mit dem Klimaabkommen von Paris verpflichtet hat. Dort wurde als eines von drei Zielen vereinbart, die globalen Finanzströme in Projekte und Technologien zu lenken, die Treibhausgasemissionen vermindern und eine klimaresistente Entwicklung fördern - etwa erneuerbare Energien. Ebenso wichtig für die Zielerreichung ist es, dass Finanzdienstleister bestimmte Geschäfte nicht mehr begleiten. Dazu zählt zum Beispiel die Entscheidung der Commerzbank Aktiengesellschaft, keine neuen Kohlekraftwerke zu finanzieren. Unter dem Stichwort Sustainable Finance gibt es zahlreiche Initiativen und Arbeitsgruppen, in denen wir uns aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einbringen. Etwa der Arbeitskreis Nachhaltigkeit im Bankenverband, die Sustainable Trade Working Group der International Chamber of Commerce, die Sustainable Finance Working Group der European Banking Federation oder die Sustainable Finance Working Group am Institute of International Finance. Außerdem engagiert sich die Commerzbank seit dessen Gründung 2017 im Green and Sustainable Finance Cluster Germany.
Commerzbank Aktiengesellschaft und mBank sind Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen und berücksichtigen als solche die dort formulierten zehn Prinzipien für Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umwelt sowie gegen Korruption. In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Bekenntnis formuliert, den globalen Herausforderungen als verantwortungsvoller Partner für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zu begegnen. Dafür beobachten wir relevante Megatrends, analysieren aktuelle Entwicklungen und bewerten sie hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken. Die nachhaltigkeitsrelevanten Bereiche der Bank - dazu zählen die Kundensegmente ebenso wie Compliance, Human Resources, Organisationseinheiten oder das Umweltmanagement -haben gemeinsam ein Nachhaltigkeitsprogramm mit 100 Zielen formuliert, an deren Erreichung wir seit 2017 arbeiten. Der Erfolg spiegelt sich in der Bewertung in Nachhaltigkeitsratings und der Berücksichtigung in entsprechenden Indizes wider. Wesentliche Ratingagenturen für Nachhaltigkeit bewerteten die Commerzbank Aktiengesellschaft 2018 über dem Branchendurchschnitt: ISS-oekom mit C und damit Prime-Status, MSCI mit A, CDP mit B und bei Sustainalytics sind wir mit 75 von 100 Punkten "Outperformer". Außerdem wird die Commerzbank Aktiengesellschaft in vier Ethical und ESG Equity Indizes von ECPI geführt. Darüber hinaus wurde comdirect im MSCI ESG Rating mit BB bewertet und die mBank 2018 zum zweiten Mal im Portfolio des Respect Index der Warschauer Börse aufgenommen.
Für die Berücksichtigung von Umwelt- und Gesellschaftsbelangen in Unternehmensentscheidungen hat sich international der Begriff ESG durchgesetzt. ESG steht für den Dreiklang aus "Environment, Social, Governance". Es geht also um einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen oder Maßnahmen für eine 2-Grad-kompatible Entwicklung (Environment). Ebenso um Mitarbeiter- und Sozialbelange, Menschenrechte oder den Einsatz für eine gerechte Gesellschaft (Social). Und nicht zuletzt um Fragen einer nachhaltigen Unternehmensführung, ethischen Wirtschaftens oder transparenter Vergütungsregeln (Governance). Die meisten Ratingagenturen arbeiten bei der Bewertung von Nachhaltigkeit mit einem ESG-Ansatz, viele Fondsgesellschaften berücksichtigen ESG in der Anlagestrategie und eine zunehmende Zahl von Investoren integriert ESG-Kriterien in ihre Analysen.# Commerzbank AG - Nichtfinanzieller Bericht
Auch der Commerzbank-Konzern verfolgt zahlreiche Konzepte für eine nachhaltige Unternehmensführung und die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialrisiken der Geschäftstätigkeit. Sie werden in diesem nichtfinanziellen Bericht nachfolgend vorgestellt.
Unser Beitrag für ein nachhaltiges Finanzwesen
Die wachsende Bedeutung von ESG bietet uns als Bank zahlreiche Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse von Investoren und Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Deswegen entwickeln wir Produkte und Dienstleistungen, die diesen Veränderungen gerecht werden und dabei sozialen oder ökologischen Nutzen entfalten. Gleichzeitig wollen wir negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft verhindern und Risiken vermeiden oder verringern, die sich daraus ergeben könnten.
Diesen Prozess begleitet das "Sustainable Finance Committee", ein Gremium zur Vernetzung von Einheiten und Aktivitäten mit Bezug zu nachhaltigem Finanzwesen von Commerzbank Aktiengesellschaft und Commerz Real. Mit diesem Komitee will die Bank internationale Transformationsprozesse aktiv unterstützen sowie neue und innovative Geschäftsfelder erschließen. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit wird ein übergreifender Informationsaustausch ermöglicht und gefördert, der die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender nachhaltiger Angebote unterstützt.
Ganzheitliches Risikomanagement
Von großer Bedeutung für ein nachhaltiges Finanzwesen ist die Integration nichtfinanzieller Aspekte in das Risikomanagement einer Bank, wie etwa ökologische, soziale oder ethische Risiken, die sich aus dem Kerngeschäft ergeben. Hierzu zählen für uns Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Umwelt- und Sozialbelange eine besondere Rolle spielen - beispielsweise dort, wo Projekte zu einem erhöhten Schadstoffeintrag in Luft, Wasser und Böden führen oder mit dem Übernutzen natürlicher Ressourcen verbunden sein können. Ebenso berücksichtigen wir die Achtung der Menschenrechte im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit unseren Kunden. Diese kann zum Beispiel Anrainer oder Mitarbeiter beim Rohstoffabbau in Entwicklungs- und Schwellenländern betreffen.
Zuständig hierfür ist das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft. Es legt die Voraussetzungen und Grenzen für die Geschäftstätigkeit fest, indem es Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen differenziert bewertet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Prüfung der Vereinbarkeit von Finanzierungstätigkeiten mit den Nachhaltigkeitsgrundsätzen der Bank, die in entsprechenden Positionen und Richtlinien zu Umwelt- und Sozialrisiken festgehalten sind. Dazu gehört auch eine detaillierte Position zur Förderung und Achtung der Menschenrechte von Mitarbeitern sowie bei Lieferanten und Kunden, die im Internet veröffentlicht ist.
Der Prüfprozess startet auf der Marktseite: Sobald ein von der Bank als sensibel definiertes Themenfeld tangiert wird, ist das entsprechende Produkt, Geschäft oder die Kundenbeziehung dem Reputationsrisiko-Management vorzustellen. Dort wird eine intensive Recherche möglicher ökologischer oder sozialer Risiken durchgeführt, die mit den bestehenden oder potenziellen Geschäftspartnern beziehungsweise dem Geschäftsinhalt verbunden sein könnten. Hierbei greift die Abteilung auf Informationen und Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Analysten ebenso zurück wie auf Medienberichte und Unternehmensveröffentlichungen. Anschließend erfolgt eine umfangreiche Analyse, die durch ein differenziertes Votum abgeschlossen wird. Die Bewertung erfolgt anhand einer fünfpoligen Skala und kann bis zur Ablehnung des Produkts, des Geschäfts- oder der Geschäftsbeziehung führen.
― Wesentliche Kennzahl: 2018 prüfte das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft rund 5.900 Einzelfälle zu ökologischen, sozialen und ethischen Themen (2017: 6.000 Voten, 2016: 6.200 Voten).
Als eine Abteilung des Konzernbereichs Group Communications liegt das Reputationsrisiko-Management im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Steuerung von Reputationsrisiken ist zudem Teil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank (für weitere Informationen siehe Konzernrisikobericht Seite 139). Stellt das Reputationsrisiko-Management im Rahmen einer Prüfung ein erhebliches Reputationsrisiko fest, wird stets ein Bereichsvorstand involviert. In gravierenden Fällen ist eine Eskalation zum Konzernvorstand möglich. Im Rahmen des Reportings werden alle erheblichen und hohen Reputationsrisiko-Voten vierteljährlich dem Finanzvorstand und den zuständigen Segmentvorständen vorgestellt. Seit dem dritten Quartal 2018 gehen diese Informationen zusätzlich auch an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats.
Im Jahr 2018 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ein neues Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft entwickelt und im Internet veröffentlicht. In diesem beschreiben wir detailliert den Prozess, wie wir diese Risiken steuern. Zudem enthält das Rahmenwerk alle branchenspezifischen Anforderungen, beispielsweise zu Bergbau, Energie sowie Öl und Gas. Branchenübergreifende Anforderungen betreffen Menschenrechte und indigene Völker. Für besonders kritische Produkte, Geschäfte oder Geschäftsbeziehungen wurden Ausschlusskriterien formuliert. So finanziert die Commerzbank Aktiengesellschaft zum Beispiel keine neuen Kohlekraftwerke und keine Projekte mit Bezug zu Fracking oder Teersanden.
Die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die geschäftliche Relevanz nichtfinanzieller Themen erfolgt unter anderem über einen vierteljährlichen Newsletter. Aufgrund der großen Bedeutung des Energiesektors im Reputationsrisiko-Management widmete sich eine Ausgabe 2018 beispielsweise den Risiken der Öl- und Gasgewinnung durch Fracking und aus Teersanden. Hinzu kommen Präsentationen an ausgewählten Standorten sowie ein kontinuierlicher Austausch mit der Marktseite im Zuge der Bewertungsprozesse und Themendiskussionen.
Um das Reputationsrisiko-Management weiterzuentwickeln, beobachtet die Commerzbank fortlaufend potenziell ökologisch und sozial relevante Themen und prüft deren mögliche Einbettung in die Prozesse und Bewertungskriterien der Bank. So ist für 2019 die Veröffentlichung einer Position zur Tabak- und Zigarettenproduktion geplant. Alle sensiblen Themenfelder, Positionen und Richtlinien werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Auch die Votierungs- und Reportingprozesse werden bedarfsweise angepasst.
Formale Anforderungen des Konzerns an das Risikomanagement - wie etwa die Erfordernis definierter Votierungs- und Entscheidungsregeln - gelten grundsätzlich auch für die wesentlichen Töchter und werden mit dem Reputationsrisiko-Management der Commerzbank Aktiengesellschaft als Global Funktional Lead abgestimmt. Inhaltliche Schwerpunkte definieren die Konzerngesellschaften nach den Anforderungen ihres jeweiligen Geschäftsmodells, beispielsweise anhand der Anlässe für Kundenbeschwerden.
Die mBank in Polen etwa betreibt ihr Reputationsrisiko-Management auf Basis des Bekenntnisses zum Global Compact der Vereinten Nationen. Die seit 2016 geltende "Policy on Providing Services and Financing to Entities Operating in Areas that are Particularly Sensitive in Terms of mBank's Reputation Risk" dient der Umsetzung dieses Bekenntnisses und kann zur Ablehnung bestimmter Kreditgeschäfte oder Kontoeröffnungen führen. Die Reputationsrisiko-Strategie der mBank wird jährlich überprüft und mit der Muttergesellschaft abgestimmt.
Nachhaltigkeitseffekte der Kreditvergabe
Für die weltweiten Bestrebungen, den Klimawandel einzudämmen, braucht es neben geeigneten politischen Rahmenbedingungen und neuen Technologien vor allem auch ausreichend finanzielle Mittel. Damit sind Geschäftschancen für die Commerzbank verbunden. Zugleich leisten wir mit der Finanzierung grüner Technologien und klimaschonender Geschäftsideen aber auch einen konkreten Beitrag für den Erfolg der Transformation in eine CO2-arme und nachhaltige Wirtschaft.
So gehören Unternehmens- und Projektfinanzierungen entlang der Wertschöpfungskette erneuerbarer Energien bereits seit den 80er-Jahren zum Portfolio der Commerzbank. Kerngeschäft des Center of Competence (CoC) Energy der Commerzbank Aktiengesellschaft mit seinen Standorten in Hamburg und New York ist die weltweite Finanzierung von Wind- und Solarparks, die von institutionellen Investoren, Stadtwerken, Energiekonzernen oder auch von Privatinvestoren betrieben werden. Heute zählen wir zu den größten Finanzierern erneuerbarer Energien in Europa und treiben die Internationalisierung weiter voran. Unter anderem konnte 2018 die erste Projektfinanzierung in Lateinamerika - ein kombiniertes Fotovoltaik- und Solarthermie-Kraftwerk in Chile -erfolgreich abgeschlossen werden. Daneben hat das CoC Energy 2018 drei neue Offshore-Windparks im europäischen Ausland als Konsortialführer und Hedging-Bank begleitet.
Auch die mBank in Polen will sich stärker für umweltfreundliche Produktlösungen engagieren und hat im November 2018 beschlossen, zunächst rund 116 Mio. Euro (500 Mio. Zloty) für die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien, insbesondere Windparks und Photovoltaikanlagen, zu allokieren.
― Wesentliche Kennzahl: Das Kreditengagement des CoC Energy (Exposure at Default) umfasste 2018 rund 4,6 Mrd. Euro (2017: 4,6 Mrd. Euro, 2016: 4,5 Mrd. Euro).
Daneben beziehen wir Nachhaltigkeitsaspekte bei der Entwicklung klassischer Finanzierungslösungen ein, indem wir unsere Firmenkunden über die Vorteile öffentlicher Fördermittel für diese Investitionen beraten. So können Kunden bei der Finanzierung von Energieeffizienzprojekten von den günstigen Konditionen der Förderkredite profitieren.# Commerzbank Aktiengesellschaft – Nachhaltigkeit und Verantwortung
Mit einem Anteil von rund 9 % an den gewerblichen Energieeffizienzprogrammen der KfW ist die Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland eine der führenden Banken bei der Nutzung öffentlicher Fördermittel für entsprechende Investitionen des Mittelstands. Im Privatkundengeschäft liegt der Fokus der Commerzbank Aktiengesellschaft bei der Verantwortung im Kreditgeschäft auf "Responsible Lending". Dieser ganzheitliche Beratungsansatz umfasst auch die mögliche Veränderung der wirtschaftlichen Situation der Kunden. Für diesen Fall gibt es im Risikobereich der Bank spezielle Einheiten, die sich mit der Risikofrüherkennung beschäftigen. Zu ihrer Aufgabe gehört es, Kunden mit sich abzeichnenden finanziellen Problemen frühzeitig - und damit möglichst vor dem Auftreten existenzieller Probleme - zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zu vereinbaren, die im Idealfall in einen geregelten Rückzahlungsprozess münden.
Nachhaltige Geldanlage und Kapitalmarktprodukte
Auch im Anlagegeschäft wollen wir unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten und die damit verbundenen Geschäftschancen nutzen, etwa durch das Angebot nachhaltiger Fonds, die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Vermögensverwaltung sowie durch nachhaltige Kapitalmarktinstrumente. 2007 war die damalige Dresdner Kleinwort Konsortialführer des weltweit ersten Green Bonds. Seither haben wir zahlreiche Kunden bei der Vorbereitung und Platzierung von "grünen" Anleihen unterstützt. Alleine 2018 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft die Emission von 20 Green- und Social-Bond-Transaktionen federführend begleitet. Außerdem arbeiten wir in entsprechenden Interessenvereinigungen und Fachverbänden mit und tragen so aktiv zur Weiterentwicklung des Marktes bei.
Im Oktober 2018 hat die Bank ihren ersten eigenen Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren emittiert. Das Orderbuch mit einem Volumen von über 1,1 Mrd. Euro zeugt vom großen Investoreninteresse. Die Anleihe wurde auf Basis der Green Bond Principles entwickelt, einem Marktstandard, der hohe Transparenz über den konkreten Mitteleinsatz schafft. Auf dieser Grundlage haben wir dem Bond Kredite für Onshore- und Offshore-Windprojekte sowie Solarprojekte in Deutschland, anderen europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika zugeordnet. Mit einer installierten Gesamtleistung von knapp 462 Megawatt sparen die über den Bond refinanzierten Projekte CO2-Emissionen von rechnerisch rund 755.200 Tonnen pro Jahr ein. Die sogenannte Second Party Opinion der Nachhaltigkeits-Ratingagentur Sustainalytics bestätigt, dass die Anleihe die Anforderungen der aktuellen Green Bond Principles erfüllt.
― Wesentliche Kennzahl: Das Gesamtvolumen aller Green und Social Bonds, deren Emission die Commerzbank Aktiengesellschaft 2018 begleitet hat, beträgt inklusive des eigenen Green Bonds 11,4 Mrd. Euro (2017: 5,8 Mrd. Euro, 2016: 5,2 Mrd. Euro).
Daneben bietet der Konzern seinen Kunden bei der Geldanlage zunehmend Möglichkeiten, am wachsenden Markt verantwortungsvoller Investments teilzuhaben. So vertreiben Commerzbank Aktiengesellschaft und comdirect Nachhaltigkeitsfonds verschiedener Anbieter an private und institutionelle Kunden. Mit dem hauseigenen Fonds "Globale Aktien - Katholische Werte" können Anleger an der Entwicklung eines internationalen Aktienportfolios partizipieren, das auf dem MSCI Catholic Value Custom Index beruht. Dieser Fonds wurde Ende 2018 zum dritten Mal in Folge mit dem FNG-Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet. Beim Motiv-Investing von comdirect investieren Kunden gezielt in Megatrends wie Biotechnologie, Gesundheit, Konsum, Nachhaltigkeit, Robotics oder Technologie. Am erfolgreichsten war zum Jahresende 2018 der Trend Nachhaltigkeit mit 34 % der Wertpapierkäufe, gefolgt von Robotics mit 20 %. Für ein Nachhaltigkeitsdepot stellt comdirect ausgewählte nachhaltige Fonds, Exchange-traded Funds (ETFs) und Aktien bereit, aus denen der Kunde sein Wunschdepot zusammenstellen kann. Bei anderen Anlageformaten wie Sparplänen oder ETFs stehen comdirect-Kunden ebenfalls nachhaltige Produkte zur Wahl.
Vermögende Privat- und Firmenkunden können bei der Commerzbank Aktiengesellschaft eine individuelle nachhaltige Vermögensverwaltung vereinbaren, bei der auf der Aktienseite ausschließlich in Einzelwerte investiert wird, die ein hohes Nachhaltigkeitsrating aufweisen. Die Bank hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der nachhaltigen Anlagen am gesamten Volumen der für das Privatkundengeschäft durch die Vermögensverwaltung gemanagten Assets bis 2020 zu verdreifachen (Basisjahr 2017). Dieser Anteil konnte bis Ende 2018 fast verdoppelt werden, damit liegt die Zielerreichung im Plan.
Die Commerz Real verbindet nachhaltige Investmentmöglichkeiten mit einem Beitrag zur Gestaltung der Energiewende: Sie hat bereits 2005 erstmals in Solarenergie investiert und seither Investments in zahlreiche Solaranlagen über Fonds für Privatinvestoren zugänglich gemacht. Seit 2016 haben professionelle Investoren außerdem die Möglichkeit, in Windenergieanlagen an Land zu investieren. 2019 wird der erste Offshore-Windpark hinzukommen. Mit 534 Megawatt jährlicher Gesamtleistung von rund 50 Freiflächen-Solarkraftwerken und elf Windparks gehört die Commerz Real heute zu den großen deutschen Asset Managern in diesem Segment. Das gesamte Investitionsvolumen in erneuerbare Energien lag Ende 2018 bei rund 1,18 Mrd. Euro. Daneben achtet die Commerz Real bei der Verwaltung ihrer Immobilien-Assets auf Nachhaltigkeit, etwa durch Strombezug aus erneuerbaren Energien. Nachhaltigkeitskriterien sind zudem Bestandteil der Due Diligence beim Kauf von Immobilien. Im "hausInvest", der mit rund 14 Mrd. Euro Fondsvermögen (Stand Ende 2018) zu den größten offenen Immobilienpublikumsfonds Deutschlands gehört, machen Objekte mit gebäudebezogenen Nachhaltigkeitszertifikaten mittlerweile 37,1 % des Verkehrswertes aus.
Auch in der betrieblichen Altersvorsorge berücksichtigt der Commerzbank-Konzern im Inland Nachhaltigkeitsaspekte: Die Unterzeichnung der UN Principles for Responsible Investment (PRI) ist Grundvoraussetzung bei der Auswahl der Asset Manager für den Pensionsplan der Bank. Darüber hinaus ist die Commerzbank Aktiengesellschaft Teilnehmer am europäischen Emissionsrechtehandel und engagiert sich in der Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) der Weltbank.
Unsere Verantwortung gegenüber Kunden
Nur mit zufriedenen Kunden kann der Commerzbank-Konzern nachhaltig erfolgreich sein. Deshalb richtet er sein Angebot an Kundeninteressen aus und zählt Kundenzufriedenheit zu den wichtigsten Kennzahlen in der Bewertung des Geschäftserfolgs. Daneben sind der Schutz der Kundendaten und die Wahrung des Bankgeheimnisses von größter Bedeutung.
Datenschutz und -Sicherheit
Die Security Board der Commerzbank legt die Sicherheitsstrategie des Konzerns fest. Die Umsetzung des internationalen Datenschutzes erfolgt durch ein Governance-Modell mit definierten Rollen und Verantwortlichkeiten, Policies und Richtlinien, standardisierten Prozessen sowie Kontrollmechanismen. Grundlage für den rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten und kundenbezogenen Informationen bildet die Konzern-Datenschutz-Policy. Sie enthält unter anderem konzernweit geltende Grundsätze für die Erhebung, Verarbeitung, Verwendung und internationale Übermittlung von personenbezogenen Daten. Die Umsetzung dieser Grundsätze liegt in der Verantwortung der Einzelgesellschaften, da aus Datenschutzgründen keine konzernweite Erhebung erfolgt. Die Mitarbeiter des betrieblichen Datenschutzbeauftragten der Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützen die Geschäftseinheiten im In- und Ausland und überwachen das gesetzeskonforme Einhalten datenschutzrechtlicher Bestimmungen. Dazu zählte 2018 insbesondere die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Zu den zentralen Anliegen der DSGVO gehört die Nachweis- und Rechenschaftspflicht, der wir mit einer erweiterten Datenschutz-Dokumentation nachkommen. Damit unsere Mitarbeiter für die Themenfelder Datenschutz und Datensicherheit sensibilisiert und informiert bleiben, gibt es regelmäßige Schulungen wie obligatorische Lernprogramme zum Datenschutz und zur Sicherheitsunterweisung sowie ein Seminar zur Datenschutzpraxis oder das Angebot individueller Informationsveranstaltungen. In Polen unterstützen der Datenschutzbeauftragte der mBank und das dazugehörige Team die Geschäftseinheiten der mBank. Bei comdirect haben die steigenden Anforderungen 2018 zur Gründung der eigenen Datenschutzabteilung geführt.
Im Verhältnis zur Zahl von rund 18,8 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden inklusive multinationaler Konzerne, Finanzdienstleister und institutioneller Kunden weltweit, gab es auch 2018 nur eine sehr geringe Zahl von Beschwerden zum Datenschutz. Bei der Commerzbank Aktiengesellschaft im Inland beispielsweise gingen im Berichtsjahr 369 Kundenbeschwerden beim Datenschutzbeauftragten ein. In den meisten Fällen wurde reklamiert, dass Kundendaten unbefugt genutzt oder an Dritte zur Kenntnis gelangt seien.
Großen Nutzen für Kunden haben Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Überweisungsbetrug und den damit verbundenen Schäden. Damit können Betrugsversuche frühzeitig aufgedeckt und Verluste minimiert werden. Für das Betrugsmuster CEO Fraud, bei dem Firmenkunden betrügerisch veranlasst werden, Zahlungen zu leisten, hält die Commerzbank Aktiengesellschaft unter anderem ein Schulungsangebot für Kunden in Deutschland und an ausgewählten europäischen Standorten bereit. Der hohe Sicherheitsstandard der comdirect wurde durch das im Juli 2018 von "Focus-Money" verliehene Siegel "Sicherste Online-Bank" bestätigt (1. Platz in der Kategorie Direktbanken).# Transparenz und Fairness in Kundenbeziehungen
Fairness gegenüber dem Kunden bedeutet für uns eine ganzheitliche und verständliche Beratung zu Finanzprodukten, ihren Risiken und möglichen Alternativen entlang der langfristigen Bedürfnisse des Kunden sowie eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation des Beratungsprozesses.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft beispielsweise verfolgt ihren Anspruch, fair und kompetent zu beraten, mit der Finanzplanungssoftware "KundenKompass". Der damit verbundene Beratungsprozess, bei dem die spezifischen Bedürfnisse eines Privat- oder Unternehmerkunden zu individuellen Lösungen und Finanzpläne führen, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im bundesweiten Bankentest "Beste Bank vor Ort" mit dem Gesamtsieg für 2018. Zudem hat die Commerzbank in den vergangenen Jahren neue Produkte und Dienstleistungen mit besonderem Kundennutzen eingeführt. Dazu zählen kostenlose Girokonten, Konten mit Zufriedenheits- und Sicherheitsgarantie, die anbieterunabhängige Baufinanzierung oder der Strom- und Gasanbietervergleich "sparCheck", den comdirect anbietet.
Die Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden spielt eine wichtige Rolle in der Vertriebssteuerung der Commerzbank Aktiengesellschaft und im Vergütungssystem von comdirect. Als Messgröße dient dabei im Privatkundensegment der Net Promoter Score (NPS), ein international anerkannter Standard zur Bewertung von Kundenzufriedenheit. Monatlich werden rund 15.000 Kunden der Commerzbank Aktiengesellschaft in einem kurzen Telefoninterview gefragt, ob sie ihre Filiale weiterempfehlen würden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Kundenservice verbessern und damit auch die Kundenzufriedenheit dauerhaft steigern. Der Anteil von Privat- und Unternehmerkunden mit hoher Weiterempfehlungsbereitschaft - sogenannte "Promotoren" -, der im Rahmen des NPS der Commerzbank Aktiengesellschaft ermittelt wird, lag 2018 wieder über 60 %. comdirect-Kunden sind ebenfalls mehrheitlich Promotoren ihrer Bank (65 %). Das sind hohe Werte, die sich auch in der wachsenden Zahl von Neukunden spiegeln: Das Segment hat 2018 die Marke von einer Million Nettoneukunden seit Einführung der Strategie "Commerzbank 4.0" zu Beginn des vierten Quartals 2016 überschritten. Das in diesem Rahmen formulierte Ziel sind 2 Millionen Nettoneukunden bis 2020. ― Wesentliche Kennzahl: Das Privatkundensegment hat 2018 in Deutschland knapp 420.000 Kunden netto hinzugewonnen (2017: 502.000).
Auch für die mBank hat Kundenzufriedenheit Priorität. Projekte wie "mSatisfaction" zielen darauf ab, die Kundenloyalität weiter zu stärken. Mit dem NPS misst die mBank dabei im Retail- und Corporate Banking die Zufriedenheit mit der generellen Zusammenarbeit sowie mit bestimmten Prozessen und Produkten. Im Jahr 2018 lagen die Ergebnisse in beiden Kundensegmenten deutlich über dem polnischen Branchendurchschnitt. Im Forbes-Ranking "Banks recommended for Business" in Polen belegte die mBank im September 2018 den zweiten Platz und damit das dritte Jahr in Folge eine Spitzenposition.
Im Firmenkundengeschäft der Commerzbank Aktiengesellschaft werden regelmäßig Kundenbefragungen durchgeführt, die Aufschluss darüber geben, wie zufrieden Kunden mit der Betreuung in diesem Segment sind und welche Wünsche und Erwartungen sie an die Zusammenarbeit haben. Laut den Umfragen beabsichtigt der größte Teil unserer Firmenkunden, das Leistungs- und Serviceangebot der Bank im gleichen Umfang zu nutzen und ist bereit, uns weiterzuempfehlen.
Die Unternehmen des Konzerns binden ihre Kunden aktiv ein, um die Kundeninteressen systematisch zu berücksichtigen: Experten tauschen sich in verschiedenen Formaten mit Kunden aus, damit deren Ideen und Anregungen in die (Weiter-)Entwicklung von Services und Produkten einfließen können. Eines davon ist das "UX-Studio": Ein Testlabor, in dem wir Kunden schon bei der Entwicklung von digitalen Produkten und Services einbinden. UX steht für User Experience und damit für das Erlebnis, das ein Kunde bei der Bedienung eines Produktes hat. Im UX-Studio lassen sich Produkte und Services bereits in der Entwicklungsphase testen und erleben, verbunden mit der Möglichkeit, direktes Feedback an das jeweilige Entwicklungsteam zu geben.
Kunden der comdirect können sich in die "comdirect community" einbringen. Dabei tauschen sich Kunden und Finanzmarktinteressierte über Produkte und andere Finanzthemen mit der Bank auf einer Internet-Plattform aus.
Das Firmenkundensegment der Commerzbank Aktiengesellschaft führt für die Weiterentwicklung des Angebots regelmäßig themenspezifische Kundenbefragungen durch. So werden Erkenntnisse zu Kundenwünschen und -anforderungen gewonnen, die in die Gestaltung von Produkten und Prozessen einfließen. Ziel ist es dabei, Produktoptimierungen und Innovationen, etwa im Rahmen der Digitalisierung, am Kundennutzen auszurichten.
Desgleichen nutzt die Commerz Real regelmäßige Befragungen der Mieter ihrer Immobilien, um die Bedürfnisse dieser für sie wichtigen Kundengruppe bei der Weiterentwicklung ihres Angebots einzubeziehen - zuletzt im Dezember 2017.
Um die Angebote der Commerzbank für alle Interessierten zugänglich zu machen, legen wir großen Wert auf die barrierefreie Gestaltung unserer Filialen. Aktuell verfügen rund 65 % unserer Filialen über eine vollständig barrierefreie Zugänglichkeit. Bei jeder zukünftigen Umbaumaßnahme in einer Filiale und der Einrichtung von Geldautomaten achten wir auf einen Zugang für möglichst alle Nutzergruppen. Für den Auszahlungsvorgang sind alle Selbstbedienungsgeräte der Commerzbank Aktiengesellschaft mit einer Vorlesefunktion für sehbehinderte Kunden ausgestattet.
Weitere Informationen zu unseren Bemühungen um Inklusion auch von Mitarbeitern finden sich im folgenden Kapitel unter "Vielfalt und Chancengleichheit".
Unsere Verantwortung als Arbeitgeber
Basis für den unternehmerischen Erfolg des Commerzbank-Konzerns sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Weltweit bringen mehr als 49.000 Kolleginnen und Kollegen ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Arbeitsabläufe ein. Das Grundverständnis für Fairness und respektvollen Umgang sowie gelebte Vielfalt ist in unseren Verhaltensgrundsätzen verankert, die Umsetzung liegt in unserer Verantwortung als Arbeitgeber.
Arbeitgeberattraktivität
Die Commerzbank möchte ihren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld bieten, das von Partnerschaft geprägt ist. Unsere Personalpolitik bildet einen Rahmen, der die Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters ebenso wie die kollegiale Zusammenarbeit im Konzern fördert - auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld. Zugleich muss sich die Bank den Anforderungen einer zunehmenden Digitalisierung stellen, um zukunftsfähig zu bleiben. Der in diesem Kontext beschlossene Stellenabbau bei der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2018 weiter sozialverträglich umgesetzt. Commerz Real, comdirect und mBank verfolgen dagegen derzeit keine Reduzierung von Stellen.
Eine der großen Herausforderungen der Personalarbeit im Konzern besteht aktuell darin, einerseits den Abbau bei der Commerzbank Aktiengesellschaft fair zu gestalten und gleichzeitig Mitarbeiter in einem anspruchsvollen Arbeitnehmermarkt zu halten sowie junge, fähige Talente für den digitalen Wandel zu gewinnen.
Um demografischen Engpässen durch den Ausstieg der Generation "Babyboomer" entgegenzuwirken, richten wir unsere Personal- und Kapazitätssteuerung an den langfristigen Entwicklungen aus. Initiativen zur Nachwuchssicherung sind in der strategischen Agenda der Personalarbeit bis 2020 fest verankert.
Nicht minder wichtig ist es, die Mitarbeiter für den Wandel durch die Digitalisierung des Bankwesens zu qualifizieren und ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dafür bietet die Commerzbank-Akademie im Rahmen ihres vielfältigen Entwicklungsangebotes mit zahlreichen Seminaren, Workshops oder E-Learnings verschiedene Qualifizierungsbausteine.
Der "Digital Campus" der Commerzbank Aktiengesellschaft ist der Motor der Transformation zu einem digitalen Technologieunternehmen. Die Qualifizierung erfolgt nicht nur durch Seminare, sondern "on the job". Die Mitarbeiter, die in den digitalen Campus entsendet waren, haben 2018 die Entwicklung und Umsetzung von digitalen Projekten wesentlich beschleunigt.
Außerdem begegnen wir der zunehmend digitalen Arbeitswelt im Konzern mit einer angepassten Arbeitsorganisation: mobile technische Anwendungen, agiles Arbeiten sowie Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeiten sind nur einige Stichworte hierfür.
Neben der beruflichen Entwicklung ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein wichtiges Ziel, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Die Umsetzung in der Commerzbank Aktiengesellschaft erfolgt durch lebensphasenorientierte Konzepte mit speziellen Angeboten wie flexiblen Arbeitszeitmodellen, Sabbaticals oder einem erleichterten beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit dem Programm "Keep in Touch". Hinzu kommen Beratungs- und Unterstützungsleistungen durch den pme-Familienservice zu Kinderbetreuung sowie Home- und Eldercare, Mitarbeiternetzwerke und Informationsveranstaltungen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bauen wir unsere Aktivitäten rund um das Thema Beruf und Privatleben kontinuierlich aus und bieten unseren Mitarbeitern gezielte Angebote für jede Lebenslage an, auch mit kombinierbaren Bausteinen bei der Pflege von Angehörigen. 2018 erhielt die Commerzbank Aktiengesellschaft zum sechsten Mal das Zertifikat "Audit Beruf & Familie".
Auch comdirect-Mitarbeiter sollen Beruf und Privates gut vereinbaren können und erhalten Unterstützung durch Kindernotfall- und Ferienbetreuung sowie das Angebot eines Eltern-Kind-Büros.
Health Management ist als ein weiteres wesentliches Anliegen in der strategischen Agenda der Personalarbeit bis 2020 der Commerzbank Aktiengesellschaft verankert: Ziel ist es, die psychische und physische Gesundheit sowie das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.# Commerzbank Aktiengesellschaft
Personal
Zudem wollen wir Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrer Eigenverantwortung befähigen, Ressourcen aufzubauen, mit denen sie den sich verändernden Anforderungen begegnen können. Hierfür unterstützen wir mit einer Vielzahl von Präventionsmaßnahmen wie professionellen Beratungsangeboten oder Qualifizierungsmaßnahmen - etwa zum Umgang mit Beanspruchung - und Bewegungsaktionen. Im Jahr 2018 wurde das Maßnahmenpaket "Vermeidung von Gesundheitsgefahren einer always-on-Arbeitskultur" auf den Weg gebracht und bereits weitgehend umgesetzt: mit Führungskräfteveranstaltungen, Impulsvorträgen und Audioevents. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat bereits 2013 als erstes Unternehmen in Deutschland das betriebliche Gesundheitsmanagement nach dem "Corporate Health Standard" von TÜV Süd zertifizieren lassen. Die Grundlagen der Personalarbeit gelten konzernweit, bei der Ausgestaltung gibt es aber durchaus unternehmensspezifische Besonderheiten. Commerzbank Aktiengesellschaft und Commerz Real führen die meisten Konzepte gemeinsam durch. comdirect engagiert sich ihrerseits für die Mitarbeitergesundheit unter anderem durch Sport- und Entspannungskurse, ein Mitarbeiterunterstützungsprogramm über spezialisierte Dienstleister mit Beratungsangeboten auch zu gesundheitlichen und psychischen Themen sowie eine betriebsärztliche Betreuung. In Polen hilft der Employee Benefits Fund der mBank ihren Mitarbeitern, Ruheständlern und deren Angehörigen in gesundheitlichen Notfällen finanziell. Die mBank ermittelt darüber hinaus mit dem Employee Engagement Survey jährlich ein Bild der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsatmosphäre. Im Rahmen der Befragung können Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einbringen und in anonymer Form Feedback an die Organisationseinheiten geben, mit denen sie zusammenarbeiten. Informationen zu Personalrisiken wie Motivations-, Austritts- und Engpassrisiken werden regelmäßig an den Vorstand berichtet (siehe Konzernrisikobericht Seite 140 f).
Vielfalt und Chancengleichheit
Ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld, geprägt von gegenseitigem Respekt und Akzeptanz ist eine Grundvoraussetzung für ein leistungsfähiges Klima. Das Diversity Management der Commerzbank arbeitet seit fast 30 Jahren für ein konzernweites offenes, faires und wertschätzendes Umfeld. Schwerpunkt bilden hierbei die Themen Gleichstellung der Geschlechter und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie die Förderung der kulturellen Vielfalt im Konzern. Vielfältige Teams zeigen häufig bessere Leistungen und sind auch mit Blick auf die Internationalisierung und den demografischen Wandel für den Unternehmenserfolg unverzichtbar.
Obwohl mit circa 53 % eine knappe Mehrheit der Commerzbank-Belegschaft aus Frauen besteht, sind diese auf den Führungsebenen noch nicht in gleichem Maße vertreten. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter verbessert, um insbesondere Frauen neue Karrieremöglichkeiten zu eröffnen. Hierzu gehören der Ausbau der Kinderbetreuung, innovative Teilzeitmodelle - auch für Führungskräfte - und ein bankweites Mentoringprogramm. In den letzten Jahren konnte die Commerzbank ihren Frauenanteil in Führungspositionen damit konzernweit auf über 30 % steigern. Einen Anteil von 35 % über alle Führungsebenen bis Ende 2021 hat sich die Bank als nächstes Ziel gesetzt, 2018 lag er im Konzern bei 30,8 %.
In der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland ist der Anteil von Frauen unter den Führungskräften im Berichtsjahr aufgrund des laufenden Personalabbaus auf 28,0 % leicht gesunken (Vorjahr 28,6 %). Alle Bereiche der Bank haben die explizite Aufgabe, im Rahmen von Stellenbesetzungen geeignete Mitarbeiterinnen aktiv anzusprechen. Ziel ist es, die Quote weiblicher Kandidaten für Managementpositionen bei Neubesetzungen weiter zu erhöhen. Gleiches gilt im Gegenzug für die Ansprache von Männern, sollten sich nur Frauen auf eine Führungsposition bewerben. Weitere Informationen zum Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie der folgenden ersten und zweiten Führungsebene finden sich im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 26 f.
Wesentliche Kennzahl: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag Ende 2018 konzernweit bei 30,8 % (2017: 30,7 %, 2016: 29,8 %).
Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist ein weiterer Bestandteil unserer Diversity-Strategie. Im Juli 2018 haben wir als erste Bank in Deutschland einen "Aktionsplan zur Inklusion" auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Damit verpflichten wir uns, bis 2023 wesentliche Ziele und Maßnahmen umzusetzen, um die Situation von Menschen mit Behinderungen in der Commerzbank Aktiengesellschaft zu verbessern. Dies schließt sowohl Mitarbeiter als auch Kunden der Bank ein. Gemeinsam arbeiten das Global Diversity Council, die Gesamtschwerbehindertenvertretung und der Projektkreis Barrierefreiheit insbesondere daran, dass unsere Gebäude und unsere digitalen Zugänge barrierefrei nutzbar sind. Ebenfalls unter dem Zeichen "Inklusion von Menschen mit Behinderungen" stand 2018 der "Deutsche Diversity-Tag", der in der Bank mit einer ganzen Aktionswoche mit informativen Veranstaltungen begangen wurde. Ende 2018 waren 5,7 % aller Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft schwerbehindert. Die gesetzliche Vorgabe von 5 % hat die Bank in den Jahren 2014 bis 2017 stets übertroffen und keine Ausgleichszahlungen leisten müssen.
Wir sehen die Vielfalt der Mitarbeiter als einen Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Bank. Allein in Deutschland sind Mitarbeiter aus rund 80 Nationen im Konzern beschäftigt. Die unterschiedliche Herkunft belebt und bereichert das Miteinander. Verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen führen zu neuen Ideen. Mit ihrer gelebten Unternehmenskultur möchte die Commerzbank ein Zeichen setzen für Offenheit, Respekt und gegenseitiges Verständnis. 2018 erhielt die Bank dafür bereits zum wiederholten Male das Total-E-Quality-Prädikat für nachhaltige Förderung von Chancengleichheit und ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld. In Polen hat die mBank 2018 die "Diversity Charter" des Responsible Business Forums unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die Bank, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu verhindern und Maßnahmen zur Schaffung und Förderung von Vielfalt zu ergreifen. Weitere Informationen zu Arbeitnehmerbelangen finden sich im Konzernlagebericht auf Seite 93 ff.
Unsere Verantwortung in der Unternehmensführung
Zu einer nachhaltigen Unternehmensführung gehört für uns das Versprechen, "Die Bank an Ihrer Seite" zu sein. Wir wollen unseren Stakeholdern ein zuverlässiger Partner sein und richten unser Handeln an ethischen Werten wie Integrität und Fairness aus. Wir verpflichten uns, Gesetze, Richtlinien und Marktstandards ebenso einzuhalten wie freiwillige Selbstverpflichtungen und eine Reihe interner Leitlinien. So geben beispielsweise die verbindlichen globalen Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) Mitarbeitern eine Handlungsorientierung für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit. Sie machen deutlich, was die Commerzbank von den Mitarbeitern im Konzern erwartet: nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch, sich innerhalb unseres Wertegerüsts zu bewegen. Als aktiver Teil der Gesellschaft wollen wir unser Umfeld positiv mitgestalten. Dies geschieht vor allem durch die positiven Effekte unserer Finanzdienstleistungen auf die Wirtschaft sowie die Rolle der Bank als Arbeitgeber und Steuerzahler. Darüber hinaus betrachten wir das Angebot hochwertiger Finanzdienstleistungen als wichtigen infrastrukturellen Beitrag unserer Bank für die Gesellschaft. Hinzu kommen im Commerzbank-Konzern und durch seine Stiftungen ein umfangreiches freiwilliges Engagement für gemeinnützige Zwecke, etwa durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte sowie die Unterstützung von Mitarbeitern in solchen Programmen.
Integrität und Compliance
Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten ist die Grundlage jeder unternehmerischen Verantwortung. Um dies konzernweit durchzusetzen, hat der Compliance-Bereich der Commerzbank umfangreiche Weisungs- und Eskalationsrechte sowie Informations- und Untersuchungsbefugnisse. Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten liegen in der Abwehr von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Insiderhandel, Betrug, Korruption und anderen kriminellen Aktivitäten im Umfeld der Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sorgen wir für den Schutz von Insiderinformationen, sonstigen vertraulichen Daten über unsere Kunden und ihre Geschäfte sowie den Anlegerschutz. Integrität und Compliance sind integrale Bestandteile unserer Unternehmenskultur und erfordern das verantwortungsvolle Handeln jedes Einzelnen, damit seine Tätigkeiten im Einklang mit den maßgeblichen Gesetzen, freiwilligen Selbstverpflichtungen wie den global verbindlichen Verhaltensgrundsätzen und internen Richtlinien stehen.
Mit dem bereichsübergreifenden Projekt "Kultur der Integrität" vermittelt die Commerzbank Aktiengesellschaft ihren Mitarbeitern, worauf es im Arbeitsalltag ankommt: im Einklang mit unseren "ComWerten" achtsam, ehrlich und fair zu handeln. Diese Werte sind Leitplanken und geben Orientierung in einem dynamischen Umfeld. Gleichzeitig geht es darum, Compliance-Risiken mit der gleichen Relevanz und Professionalität zu behandeln wie etwa Kredit- oder Marktrisiken. In einer bankweiten Kampagne berichten wir regelmäßig über Praxisbeispiele für richtiges Verhalten in Grauzonen, geben Hinweise für mögliche Rechtsverstöße und wie man darauf reagiert. Begleitet wird dies durch eine Plakatkampagne in Deutschland und an den internationalen Standorten. Die mBank startete Anfang 2018 mit einer ähnlichen Initiative. Bei "Culture of Integrity" geht es im Kern darum, mehr Aufmerksamkeit für Compliance-Anforderungen zu gewinnen und die Verantwortung jedes Mitarbeiters dafür zu verdeutlichen.# Um integres Verhalten zu fördern
Um besonders integres Verhalten zu fördern und Mitarbeiter mit Vorbildfunktion auszuzeichnen, hat die Commerzbank Aktiengesellschaft den Culture of Integrity Award ins Leben gerufen und 2018 erstmals vergeben. Prämiert werden Mitarbeiter oder Teams, die sich beim Thema Integrität und Schutz von Kunden- sowie Bankinteressen besonders hervortun. Erste Preisträger waren im Mai 2018 eine Vertriebsassistentin und ein Kundenbetreuer, die mit Engagement und zunächst auch gegen Widerstände seitens des Kunden einen Schaden von rund 1 Mio. Euro durch "Chef-Betrug" (CEO Fraud) von einem Firmenkunden abwenden konnten. Die rund 30 Nominierungen aus verschiedenen Teilen der Commerzbank Aktiengesellschaft weltweit umfassten unter anderem vorbildliches Verhalten bei der Aufdeckung von Insiderhandel und von ungewöhnlichen Geldwäsche- oder Betrugsaktivitäten sowie allgemein in Bezug auf Integritäts- und Compliance-Themen.
Kampf gegen Korruption und Bestechung
Im Kampf gegen Korruption und Bestechung berücksichtigen wir nicht nur bestehende gesetzliche Verpflichtungen wie den UK Bribery Act oder den US Foreign Corrupt Practices Act. Daneben richten wir uns nach den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und halten die OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr ein. Diese externen Standards werden um interne Richtlinien ergänzt: Mit der Global Anti-Bribery and Corruption Policy (ABC-Policy) wendet sich die Commerzbank gegen Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption. Dies gilt innerhalb und außerhalb des Konzerns, gegenüber Handelsorganisationen, Amtsträgern und Personen, die in Beziehung zu Gesellschaften der Bank stehen.
Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der Richtlinien zu geben, wurde ein spezielles ABC-Training konzipiert. Dieses muss als Pflichtschulung von allen Mitarbeitern und Führungskräften jährlich absolviert werden. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen in Funktionen der Commerzbank, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten zudem bedarfsorientiert gezielte Trainings. Beispielsweise durchliefen die Vorstandsassistenzen 2018 eine spezielle Schulung. Daneben steht ein Antikorruptionsteam jederzeit für Fragen zur Verfügung.
Korruption und sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern werden von der Commerzbank ausdrücklich nicht toleriert. Aufgedeckte strafbare Handlungen verfolgt die Bank nach dem "Nulltoleranzprinzip". Jeder Mitarbeiter, der nachweislich gegen diesen Grundsatz verstößt, muss die arbeits-, zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen tragen.
- Wesentliche Kennzahl: Für 2018 sind keine Korruptionsfälle im Commerzbank-Konzern bekannt (2017: -, 2016: -).
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
Zu den Kernaufgaben von Compliance gehört außerdem die Erfüllung regulatorischer Anforderungen zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Neben lokal gültigen Gesetzen, regulatorischen Vorgaben sowie Industriestandards berücksichtigen wir international anerkannte Standards wie die Empfehlungen der "Financial Action Task Force on Money Laundering" (FATF) oder die "Wolfsberg Anti-Money Laundering Principles".
Die Commerzbank verfährt nach dem "Know-Your-Customer"-Prinzip: Es umfasst eine genaue Kenntnis und Prüfung der Kunden, um größtmögliche Transparenz in den Geschäftsbeziehungen und einzelnen Transaktionen zu erlangen.
Sanktionen und Embargos
Aufgabe von Compliance ist es, dafür zu sorgen, dass die für die Commerzbank maßgeblichen Finanz- und Wirtschaftssanktionen und Embargos sowie ergänzende regulatorische Anforderungen eingehalten werden. Dazu zählt auch das Umsetzen von UN-Sanktionsbestimmungen, die dem Schutz von Menschenrechten dienen. Hierfür erlassen wir Richtlinien und Anweisungen, informieren die verschiedenen Konzernbereiche und Tochtergesellschaften über sanktionsbezogene Beschränkungen der Geschäftspolitik, beraten sie bei der Umsetzung und überwachen deren Einhaltung. Sollten Geschäftsbeziehungen in von Sanktionen betroffenen Staaten bestehen, überwacht die Commerzbank diese eng und begleitet sie mit Maßnahmen, die bis zur Beendigung von Geschäftsbeziehungen reichen können.
Betrugsprävention
Des Weiteren trifft der Commerzbank-Konzern umfassende Vorkehrungen zur Betrugsprävention. Compliance hat zahlreiche Maßnahmen definiert, um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, aufzudecken und adäquat zu beantworten, mit dem Ziel, das Vermögen unserer Kunden und das der Bank zu schützen. Es ist oberste Maxime, Betrugsversuchen mit null Toleranz zu begegnen. Dies bedeutet auch, dass wir offen für Hinweise sind. Neben den bewährten Kontaktwegen etwa über die Compliance- oder Revisionsabteilungen hat die Commerzbank mit dem Business Keeper Monitoring System (BKMS) eine Whistleblowing-Plattform eingerichtet. Darüber können die Kunden, Mitarbeiter und Dritte online einen Verdacht auf wirtschaftskriminelles Verhalten in der Commerzbank geben - auf Wunsch auch anonym.
Markt- und Kundenschutz
Nicht minder wichtig ist für die Commerzbank der Markt- und Kundenschutz. Denn Verstöße können neben rechtlichen Konsequenzen auch zu Reputationsschäden und Profitabilitätseinbußen führen. Deshalb informieren wir unsere Kunden, klären über Risiken auf und erfüllen Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten, um die Regelkonformität unseres Handelns nachvollziehbar zu dokumentieren.
Interessenkonflikt-Management
Mit dem Ziel, mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden oder angemessen zu lösen, haben wir ein System zum Interessenkonflikt-Management eingeführt. Im Firmenkundengeschäft setzt die Commerzbank Aktiengesellschaft beispielsweise ein Conflict-of-Interest-Tool ein. Damit werden weltweit Daten zu relevanten Transaktionen im Firmenkunden- oder Kapitalmarktgeschäft gesammelt und geprüft.
Wir treten Versuchen von Marktmanipulation entschieden entgegen und setzen uns für die Wahrung der Integrität der Märkte sowie des Schutzbedürfnisses unserer Kunden ein.
Zentrale Präventionssysteme zur Risikosteuerung
Die Commerzbank hat für den Konzern zentrale Präventionssysteme eingeführt, um Compliance-Risiken zu erkennen, zu überwachen, zu mindern und nach Möglichkeit zu vermeiden. Dazu gehören Risikoanalyse, Compliance-Prüfungen und die Bewertung ihrer Effektivität, Fortbildungen, Pflichtabwesenheiten (Mandatory Time Away), Zuverlässigkeitsprüfungen von potenziellen Mitarbeitern, die Due-Diligence-Prüfung Dritter, eine von allen Lieferanten und Dienstleistern zu unterzeichnende Integritätsklausel sowie das Hinweisgebersystem (BKMS).
Gefährdungsanalyse
Grundlage für die Einschätzung und Minimierung potenzieller Compliance-Risiken ist die Gefährdungsanalyse. Sie wird einmal jährlich durchgeführt und erstreckt sich auf alle konzernangehörigen Unternehmen, Zweigstellen und sonstigen gebundenen beziehungsweise abhängigen Unternehmen im In- und Ausland, die als Compliance-relevant eingestuft werden. Die aus der Gefährdungsanalyse abgeleiteten Maßnahmen zur Prävention überprüfen wir regelmäßig und ergänzen sie bei Bedarf.
Um der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze und Regelungen gerecht zu werden, entwickelt der Konzern seine Compliance-Risikosteuerung ständig weiter und passt diese an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an. Seit 2018 arbeitet die Commerzbank dafür mit der neuen Anwendung "Regulatory Tracking". Dieses zentrale Workflow-Tool zur Dokumentation der Ergebnisse der fortlaufenden Rechtsbeobachtung und der daraus resultierenden Umsetzungsvorhaben basiert auf dem Vorgehensmodell der MaRisk-Compliance-Funktion. Ziel ist es, die für die Commerzbank wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu identifizieren, angemessene und wirksame Verfahren zu deren Einhaltung zu implementieren und entsprechende Kontrollen durchzuführen. Die gruppenweite Umsetzung erstreckt sich auf alle Einheiten der Commerzbank Aktiengesellschaft im In- und Ausland sowie die wesentlichen Tochtergesellschaften.
Im Berichtsjahr wurde außerdem das Konsequenzen-Management der Bank global etabliert, um im Konzern Verstöße gegen Regelwerke sowie gesetzliche oder regulatorische Bestimmungen möglichst einheitlich ahnden zu können. Fehlverhalten von Mitarbeitern, die mindestens eine schriftliche Ermahnung erfordern, werden zentral dokumentiert. Die anonymisierte Auswertung der Fälle hilft zu erkennen, welche Fehlverhalten vorkommen und gegen welche Regelwerke oder regulatorischen Bestimmungen verstoßen wurde. Die Transparenz macht es möglich, aus Fehlern zu lernen und Regeln und Prozesse entsprechend anzupassen. Aufgedeckte strafbare Handlungen verfolgt die Bank stringent. Mitarbeiter haben mögliche arbeits-, zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen zu tragen.
Weitere Informationen zur Compliance-Funktion und zu Compliance-Risiken finden sich im Konzernlagebericht auf Seite 67 f. sowie im Konzernrisikobericht auf Seite 137 f.
Stakeholder-Dialog
Unternehmerische Verantwortung zu leben bedeutet auch, den regelmäßigen Austausch mit externen und internen Anspruchsgruppen zu suchen. Die Commerzbank pflegt Beziehungen zu Organisationen und Gruppen, die Ansprüche, Wünsche oder Anregungen an das Unternehmen herantragen. Prioritär verfolgen wir dabei den Dialog mit Anspruchsgruppen, die die ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Leistung der Commerzbank merklich beeinflussen oder davon stark betroffen sind. Dazu gehören neben den Mitarbeitern Kapitalmarkt, Kunden, Lieferanten, Medien, Nichtregierungsorganisationen, Politik, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie die Wissenschaft.
Dem Diskurs zu wichtigen gesellschafts-, wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen kommt für uns angesichts des Vertrauensverlustes im Nachgang der Finanzmarktkrise eine große Bedeutung zu. Im aktiven und transparenten Dialog versucht die Commerzbank, den Erwartungen und Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen gerecht zu werden, sie in ihre Unternehmensstrategie einfließen zu lassen und die eigenen Sichtweisen darzulegen. So erörtern wir beispielsweise mögliche Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt regelmäßig mit Nichtregierungsorganisationen.# Überdies stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit nationalen wie internationalen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie den Verantwortlichen in der Politik, um auf die Klarheit und Verlässlichkeit von Regelungen zu Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken - im Interesse unserer Kunden sowie einer langfristigen Planungsfähigkeit. Die Commerzbank unterhält Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel und hat einen Mitarbeiter beim Internationalen Bankenverband (IIF) in Washington. Sie ist im Transparenzregister der EU registriert und berichtet über dortige Aktivitäten, handelnde Personen und jährliche Aufwendungen im Rahmen der politischen Meinungsbildung.
Für den Dialog mit politischen Vertretern gibt es verschiedene Veranstaltungsformate, insbesondere in Berlin. Eines davon ist das "Politische Frühstück": Während der parlamentarischen Sitzungswochen tauschen sich Gastredner mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen aus. Im Dezember 2018 war außerdem Tijen Onaran zu Gast bei "Commerzbank im Dialog". Die CEO und Gründerin von Global Digital Women diskutierte mit dem Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank Martin Zielke darüber, was die digitale Transformation für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bedeutet. Eine weitere Kommunikationsplattform bietet das "She-VIP-Lunch". Hier setzen sich erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Medien und Diplomatie mit gesellschaftspolitisch relevanten Aspekten auseinander.
Die Commerzbank tätigt gemäß ihrer konzernweit gültigen Spendenrichtlinie keine Spenden an Parteien, parteinahe Institutionen oder Politiker. Die Themen des Mittelstands stehen im Fokus der Commerzbank-Initiative UnternehmerPerspektiven. Einmal jährlich befragt sie 2.000 Eigentümer und Manager der ersten Führungsebene aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen und Branchen. Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft diskutieren die Ergebnisse im Rahmen öffentlicher Podien. 2018 ging es um Big Data und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand. Bei bundesweit 19 Veranstaltungen sowie einer in der Schweiz hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich dazu austauschen, Ideen für die Umsetzung zu bekommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Gesellschaftliches Engagement
Für sein gesellschaftliches Engagement ist der Commerzbank-Konzern auf vielfältige Weise mit seinem Umfeld vernetzt. Zahlreiche Projekte und Initiativen, die gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Leben gerufen wurden, leisten Beiträge zur Lösung aktueller Problemstellungen. Obgleich das gesellschaftliche Engagement im Sinne der "CSR-Berichtspflicht" nicht als wesentlich betrachtet werden muss, ist die Commerzbank von seinen positiven Auswirkungen überzeugt.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft fokussiert sich dabei auf die Themenschwerpunkte Bildung und Sport. Ein Beispiel dafür ist das bereits 1990 gemeinsam von der Bank und den deutschen Nationalparks ins Leben gerufene Umweltpraktikum. Es vermittelt jährlich bis zu 70 Studierenden in Schutzgebieten in ganz Deutschland praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Wir organisieren und finanzieren das Umweltpraktikum, die Schutzgebiete sorgen für die fachliche Betreuung. 2018 hat die Bank turnusmäßig entschieden, das Projekt mindestens bis 2022 fortzusetzen. Seit Beginn des Programms haben nahezu 1.600 Praktikanten daran teilgenommen. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen anschließend in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder im Umweltschutz ein.
Noch länger - seit über 30 Jahren - gibt es die Initiative Das Grüne Band: Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund prämiert die Commerzbank Aktiengesellschaft jährlich 50 Sportvereine, die sich durch vorbildliche Talent- beziehungsweise Jugendförderung auszeichnen, mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro. Bis heute haben über 500.000 Kinder und Jugendliche aus mehr als 1.800 Sportvereinen von der Initiative profitiert.
Die Unterstützung des Breitensports steht auch im Fokus des Kooperationsprojekts DFB-Junior-Coaches. Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Jugendliche an Schulen für eine Tätigkeit als Nachwuchstrainer ausbildet, unterstützen Commerzbank-Paten bei der Berufsvorbereitung: Sie organisieren Bewerbertrainings und vermitteln Schülerpraktika in Commerzbank-Filialen.
Einen Schwerpunkt in ihrem gesellschaftlichen Engagement legen die Unternehmen des Commerzbank-Konzerns außerdem auf das Corporate Volunteering: Mitarbeiter werden durch Freistellungen und die Bereitstellung von Infrastruktur ermutigt und befähigt, sich sozial zu engagieren. Dieser persönliche Einsatz nützt der gesellschaftlichen Entwicklung und verbessert die Lebensbedingungen von Benachteiligten. Gleichzeitig erhöht das Engagement die Motivation am Arbeitsplatz und fördert ein verständnisvolles Miteinander. Unsere Mitarbeiter können sich in vielfältigen Projekten einbringen, in Deutschland etwa beim Malteser Social Day, in der Berufsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher, in der Flüchtlingsintegration, in gemeinnützigen Sportprojekten, der Initiative business@school oder bei verschiedenen Weihnachtsaktionen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt rund 332.000 Euro an verschiedene Institutionen und Organisationen gespendet. Im Berichtsjahr war die mBank außerdem erstmals offizieller Bankpartner und Sponsor bei der größten Spendenaktion Polens: Die Great Orchestra of Christmas Charity Foundation engagiert sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der polnischen Gesundheitsversorgung insbesondere in der Kindermedizin und für Pflegepatienten sowie für ein Bildungsprogramm. Zum Finale im Januar 2018 hatte die mBank angekündigt, die Spenden ihrer Kunden zu verdoppeln, und dafür verschiedene Zahlungsmöglichkeiten im Mobile- und Onlinebanking sowie an Automaten eingerichtet. Die Spendenbereitschaft der Kunden übertraf mit insgesamt rund 1,6 Mio. Euro (7 Mio. Zloty) alle Erwartungen. Die mBank spendete der Stiftung daraufhin den gleichen Betrag. Der "Golden Banker"-Wettbewerb in Polen zeichnete die mBank 2018 für ihr gesellschaftliches Engagement in der Kategorie "Socially Responsible Bank" aus.
Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft leisten außerdem verschiedene vom Konzern getragene oder geförderte Stiftungen. In der Commerzbank sind mehrere Stiftungen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie Soziales aktiv:
- Die Commerzbank-Stiftung fördert bundesweit zentrale Einrichtungen und vorbildhafte Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Soziales. Dabei geht es um Anreize für den wissenschaftlichen Nachwuchs, kulturelle Vermittlung und gesellschaftliche Teilhabe.
- Die Jürgen-Ponto-Stiftung steht seit rund 40 Jahren für künstlerische Nachwuchsförderung in Deutschland, im Bereich Musik, bildende und darstellende Kunst sowie Literatur.
- Hinzu kommen sechs Sozialstiftungen, die Mitarbeiter der Bank in unverschuldeten Notfällen finanziell unterstützen.
Das gemeinsame Ziel aller Stiftungen ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützte 2018 diese Stiftungen mit insgesamt 925.000 Euro unter anderem für Personal, Arbeitsplätze und sonstige Sachkosten.
Als Gründungsstifter engagiert sich comdirect gemeinsam mit der Börse Stuttgart für die Stiftung Rechnen. Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Bedeutung des Rechnens als grundlegende Kulturtechnik bewusst zu machen und die Rechenkompetenz in Deutschland zu stärken. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt in Polen die mFoundation. Für die Jahre 2014 bis 2020 legt sie einen Schwerpunkt auf ihre "m for mathematics"-Strategie, die sich an Schulen, Universitäten und Bibliotheken wendet, um die Rechenkompetenz im Land zu stärken. Das Fördervolumen der mFoundation lag 2018 bei umgerechnet rund 925.000 Euro (3,97 Mio. Zloty).
Über diesen Bericht
Die Commerzbank ist nach dem "Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten" (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) dazu verpflichtet, eine nichtfinanzielle Erklärung aufzustellen (§ 340a Abs. 1a HGB). Dieser Verpflichtung kommen wir mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für Commerzbank Aktiengesellschaft und Konzern gemäß § 340i Abs. 5 in Verbindung mit § 315b Abs. 3 und § 298 Abs. 2 HGB nach.
Für den nichtfinanziellen Bericht wurden im Herbst 2018 im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse zehn nichtfinanzielle Sachverhalte identifiziert, die maßgeblich für das Verständnis von Geschäftsverlauf und der Lage des Unternehmens sind und auf die unsere Geschäftstätigkeit signifikante Auswirkungen hat (siehe Tabelle "Inhalte des nichtfinanziellen Berichts"). Aufbauend auf der zuletzt 2015 erfolgten Wesentlichkeitsanalyse haben wir dafür zunächst Studien, Standards und Ratings analysiert und potenziell relevante Sachverhalte ermittelt. Ein Panel mit elf Vertretern externer Stakeholder-Gruppen formulierte hierzu in qualitativen Interviews ihre Erwartungen an die Commerzbank und priorisierte die Themen nach Relevanz. Mit einer Online-Befragung unter Mitarbeitern und Führungskräften konnten wir zusätzlich die Geschäftsrelevanz dieser Sachverhalte und die Signifikanz der Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit darauf ermitteln. Die daraus resultierende Wesentlichkeitsmatrix wurde in einem Workshop durch Fachverantwortliche aus Einheiten mit Nachhaltigkeitsbezug diskutiert und verabschiedet.
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Informationen im vorliegenden Bericht auf den Konzern. Neben der Muttergesellschaft Commerzbank Aktiengesellschaft wurden dabei die laut Risikoinventur wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen: comdirect bank AG, Commerz Real AG, mBank S. A. und Commerzbank Finance & Covered Bond S. A.# Wesentliche Aspekte nach CSR-RUG
Dazugehörige Sachverhalte gemäß Wesentlichkeitsanalyse Aufgenommen im Kapitel
* Umweltbelange Achtung der Menschenrechte • Ganzheitliches Risikomanagement
* Unser Beitrag für ein nachhaltiges Finanzwesen • Nachhaltigkeitseffekte in der Kreditvergabe • Nachhaltige Geldanlage und Kapitalmarktprodukte
* Kundenbelange • Datenschutz und -sicherheit Unsere Verantwortung gegenüber Kunden • Transparenz und Fairness in Kundenbeziehungen
* Arbeitnehmerbelange • Arbeitgeberattraktivität Unsere Verantwortung als Arbeitgeber • Diversity und Chancengleichheit
* Anti-Korruption • Integrität und Compliance Unsere Verantwortung in der Unternehmensführung
* Sozialbelange • Stakeholder-Dialog Gesellschaftliches Engagement
Konzernlagebericht
Im Konzernlagebericht erläutern wir ausführlich die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung des Commerzbank-Konzerns im laufenden Jahr 2019 sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen.
Die Commerzbank hat im zweiten Jahr ihrer Strategieumsetzung ihr Operatives Ergebnis auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert und die Ergebnisqualität dank des erfolgreichen Wachstumskurses deutlich verbessert. Das Wachstum in den beiden Kernsegmenten wurde fortgesetzt. Trotz hoher Investitionen in die Digitalisierung blieben die Kosten im Rahmen der Erwartungen.
Grundlagen des Commerzbank-Konzerns
Struktur und Organisation
Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank. Sie verfügt im Inland mit rund 1.000 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 18,8 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden inklusive multinationaler Konzerne, Finanzdienstleister und institutioneller Kunden weltweit. Im Rahmen ihrer Strategie fokussiert die Commerzbank ihre Geschäftstätigkeiten in den zwei Kernsegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden, mit denen sie ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment Asset & Capital Recovery (ACR) hat die Bank neben Teilen des Staatsfinanzierungsgeschäfts alle nicht strategischen Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt.
Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Tax, Group Treasury sowie Big Data & Advanced Analytics und die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Digital Transformation & Strategy, Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.
Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 20 operativen Auslandsniederlassungen und 31 Repräsentanzen in knapp 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.
Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Ziele und Strategie
Die Commerzbank versteht sich als faire und kompetente Bank, die ihren Kunden ein langfristiger und zuverlässiger Partner sein will. Wir richten unser Handeln an höchsten ethischen Werten, Integrität und Fairness aus und verpflichten uns, alle geltenden Gesetze, Richtlinien und Marktstandards einzuhalten. Das ist für uns die Basis, auf der wir mit unseren Privat- und Geschäftskunden, institutionellen Kunden, Partnern und Stakeholdern vertrauensvoll zusammenarbeiten. "Die Bank an Ihrer Seite" - an diesem Versprechen lässt sich die Commerzbank bei allem, was sie tut, messen. Dies hat die Bank in den vergangenen Jahren nachdrücklich unter Beweis gestellt. Die Strategie "Commerzbank 4.0" schreibt diesen Weg in die Zukunft fort. Ihr Ziel ist eine dauerhaft höhere Profitabilität und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Die Commerzbank entwickelt ihr Geschäftsmodell weiter, da sich die Erwartungen der Kunden im digitalen Zeitalter verändern. Die Commerzbank wandelt sich zu einem digitalen Technologieunternehmen, um ihre Dienstleistungen auf Kundenseite deutlich schneller und nach innen deutlich effizienter und preiswerter erbringen zu können.
Nachfolgend die wichtigsten Eckpunkte:
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Konzentration auf Stärken
Die Commerzbank konzentriert sich auf zwei starke Kundensegmente: Privat- und Unternehmerkunden einerseits sowie Firmenkunden andererseits. Damit fokussieren wir uns auf unsere Stärke: die Beratung unserer Kunden, persönlich und digital. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen und nutzen die Chancen der Digitalisierung, um innovativer, besser und schneller zu werden. Damit legt die Bank ihren Schwerpunkt auf die Bereiche, in denen sie ihren Kunden einen besonderen Mehrwert liefert und sich so vom Wettbewerb abheben kann; gleichzeitig trennt sie sich konsequent von Geschäftsfeldern, die nicht in die strategische Ausrichtung passen. -
Privat- und Unternehmerkunden: starke Position weiter ausbauen
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst das inländische Filialgeschäft, die comdirect-Gruppe, die Commerz Real sowie die mBank-Gruppe. Für unsere Privatkunden sind wir mit unseren Beratungs- und Serviceleistungen weiterhin in bundesweit rund 1.000 Filialen persönlich da. Gleichzeitig weiten wir unser digitales Angebot aus und schaffen eine einheitliche digitale Plattform für alle Kunden und alle Kanäle. Damit wird das Segment Privat- und Unternehmerkunden zur ersten echten digitalen Multikanalbank. Wir stärken unser Angebot für kleine und mittlere Unternehmen. Dafür haben wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden ein eigenes Geschäftsfeld für Unternehmerkunden geschaffen, das für Geschäftskunden und kleine Firmenkunden zuständig ist. Unser Ziel: Wir wollen unseren Kunden das Leben leichter machen. Bei uns erleben sie Bankgeschäfte einfacher, schneller und besser. So werden wir die Kundenbank Nummer 1. Unser Plan: Wir sind digital und persönlich für unsere Kunden da. Und wollen profitabel wachsen. -
Firmenkunden: aus führender Position national und international wachsen
Im Firmenkundengeschäft baut die Bank ihre führende Position in der Handelsfinanzierung weiter aus. Dabei setzt sie auf fokussiertes Wachstum in den wichtigsten Handelskorridoren für deutsche und europäische Firmenkunden.# Commerzbank
Aufgrund ihrer tiefen Durchdringung der deutschen Schlüsselindustrien Automobil und Transport, Chemie und Pharma, Maschinenbau, Energie und Infrastruktur sowie Konsumgüter und Handel verfügt die Commerzbank über eine umfassende Sektorkompetenz, die sie vom Wettbewerb abhebt. Diese stellt sie künftig verstärkt auch ihren internationalen Kunden in Europa zur Verfügung. Auch beim Mittelstand mit einem Umsatz zwischen 15 Mio. Euro und 100 Mio. Euro möchte die Commerzbank ihre Marktposition durch internationale Kompetenz und Digitalisierung weiter ausbauen. Dafür wird sie ihr Leistungsangebot weiterentwickeln und neue digitale Produkte und Dienstleistungen einführen.
Entwicklung zum digitalen Technologieunternehmen
Angelehnt an die Umsetzung der Strategie unserer Kundensegmente, bauen wir die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen um. Wir entwickeln ein ganzheitliches digitales Geschäftsmodell, das mit einem starken digitalen Angebot Banking für alle Kunden so einfach wie möglich macht. Mit diesem strategischen Programm erneuern wir die Commerzbank von Grund auf. Ziel der Strategie "Commerzbank 4.0" ist es, die führende Bank in Deutschland für Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden zu werden: digital und persönlich, nah am Kunden, schnell und effizient in der Abwicklung.
Die Erfahrungen aus 15 Monaten "Digital Campus" zeigen, dass die Bank sich Ende 2016 für den richtigen Weg entschieden hat. In multifunktionalen Teams und mit agilen Methoden werden die verabschiedeten Digital Operation Journeys vorangetrieben. Kunden und Mitarbeiter erleben die ersten digitalen Produkte. Mit der Implementierung der neuen Lieferorganisation "Campus 2.0" geht die Bank im laufenden Jahr einen Schritt weiter. Ziel ist es, dem Vertrieb viel schneller als bisher funktionsfähige Produkte und Dienstleistungen für die Kunden zu liefern.
Die geplante Lieferorganisation soll aus 18 Kernbereichen (Key Areas) bestehen, die in rund 50 kleinere Organisationseinheiten, sogenannte Cluster, aufgeteilt sein sollen. In jedem dieser Cluster sollen jeweils Kollegen von Fach- und IT-Seite zusammen in einem Team arbeiten. Jeder Cluster soll die Verantwortung für alle IT-Systeme haben, die für die von ihm verantworteten Produkte und Dienstleistungen notwendig sind. Das heißt, er ist nicht nur zuständig für deren Entwicklung, sondern auch für ihren dauerhaften Betrieb. Dieses konsequente Bündeln aller relevanten Funktionen und Kompetenzen und die dadurch mögliche enge und direkte Zusammenarbeit in den Clustern spart Zeit und Ressourcen. So machen wir die Bank flexibler und beweglicher.
Ausführliche Erläuterungen zur Strategie "Commerzbank 4.0" finden sich auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de.
Unternehmenssteuerung
Die Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Die Ausgestaltung dieses Konzepts beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen mit dem Ziel an, langfristig den Unternehmenswert zu steigern.
Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie werden dort durch den Vorstand Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Segmenten unter Einbeziehen der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses operationalisieren die Segmente die Planvorgaben. Das Einhalten der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Abweichungen werden durch ein monatliches Managementreporting frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Zur Steuerung des Konzerns und der Segmente verwendet die Bank die nachfolgend beschriebenen branchentypischen Controllingkennzahlen. Diese decken alle wesentlichen Dimensionen der Konzernsteuerung ab. Ihre Entwicklung wird im Rahmen des regelmäßigen Managementreportings überwacht.
Die Bank berücksichtigt in ihrer Unternehmenssteuerung die beiden Säulen der Kapitalanforderung. Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, werden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital gezeigt. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch für den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Com-mon-Equity-Tier-1-Ratio ist für die Bank eine wesentliche Kennzahl in der Kapitalsteuerung.
Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolges dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten sowie die Kennzahlen Aufwandsquote, Eigenkapitalrendite und, daraus abgeleitet, der Economic Value Added.
Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis von Verwaltungsaufwand (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und Restrukturierungsaufwendungen) zu Erträgen vor Risikoergebnis definiert. Die Eigenkapitalrendite der Segmente errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich regulatorisch gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird - wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich - aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet.
Mit Blick auf die Strategie "Commerzbank 4.0" steht auf Konzernebene die Nettoeigenkapitalrendite "Return on tangible equity" im Fokus. Für die Messung der Konzernperformance wird die Kennzahl Economic Value Added verwendet. Sie ist definiert als Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite des Konzerns und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem Konzernkapital. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht dem Verhältnis des Konzernüberschusses nach Steuern und Minderheiten zum durchschnittlichen Konzernkapital. Der Kapitalkostensatz spiegelt die Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals wider und wird jährlich einer Überprüfung unterzogen. Die Ermittlung des Kapitalkostensatzes basiert auf dem kapitalmarktorientierten "Capital Asset Pricing Model (CAPM)". Aktuell kalkuliert die Commerzbank mit einem Kapitalkostensatz in Höhe von 7,5 % nach Steuern.
Die oben genannten Controllinggrößen sind als Konzernkennzahlen eingebettet in ein System weiterer segmentspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftsstrategie der einzelnen Segmente unterschiedlich sind.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht
Die Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Angaben gemäß § 315d HGB
Die Angaben gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind im "Corporate-Governance-Bericht" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Corporate-Governance-Bericht ist zu finden unter https://www.commerzbank.de/geschaeftsbericht2018.
Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB
Die Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" als zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht enthalten beziehungsweise zu finden unter htpps://www.commerzbank.de/NFE2018.
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse
Mit der Unterzeichnung des Vertrages über den Verkauf des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities erreicht die Commerzbank einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0". Ein weiterer Beleg für das gesunde Risikoprofil und die hohe Stressresistenz der Bank ist die deutliche Verbesserung des Ergebnisses im Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde. Mit ihrem ersten eigenen Green Bond setzt die Commerzbank ein wichtiges Zeichen für die steigende Bedeutung dieser Anlageklasse und untermauert zugleich die Nachhaltigkeitsstrategie der Bank. Darüber hinaus hat die Bank ihre Compliance-Funktion weiter gestärkt. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats als auch des Vorstands.
Aufsichtsrat der Commerzbank neu gewählt
Die Hauptversammlung am 8. Mai 2018 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Sabine U. Dietrich, Dr. Tobias Guldimann, Dr. Rainer Hillebrand, Dr. Markus Kerber, Anja Mikus, Dr. Victoria Ossadnik, Dr. Stefan Schmittmann, Robin J. Stalker, Nicholas Teller und Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell in den Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt. Bereits Anfang des Jahres 2018 hat die Wahl der Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat stattgefunden.# Aufsichtsrat und Vorstand
In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat Dr. Stefan Schmittmann zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ausführliche Informationen zum Aufsichtsrat sowie zur Besetzung der einzelnen Ausschüsse finden sich auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de/aufsichtsrat.
Veränderungen im Vorstand der Commerzbank
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 5. Dezember 2018 hat der Firmenkundenvorstand der Commerzbank Michael Reuther dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen bis Ende September 2019 laufenden Vertrag gern erfüllen, aber ein mögliches Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. In der gleichen Sitzung hat der Aufsichtsrat mit Bedauern dem Wunsch von Chief Operating Officer Frank Annuscheit entsprochen, aus gesundheitlichen Gründen zum 28. Februar 2019 aus dem Vorstand auszuscheiden. Frank Annuscheits Nachfolger ist Jörg Hessenmüller, der zuvor Bereichsvorstand für den Konzernbereich Digital Transformation & Strategy war. Die Bestätigung der Aufsicht zur Berufung von Jörg Hessenmüller in den Vorstand erfolgte am 15. Januar 2019.
Commerzbank begibt ersten eigenen Green Bond
Mitte Oktober 2018 hat die Commerzbank ihren ersten eigenen Green Bond am Kapitalmarkt begeben. Das Emissionsvolumen lag bei 500 Mio. Euro. Mit dem Erlös refinanziert die Bank Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Mit ihrem ersten eigenen Green Bond setzt die Bank ein wichtiges Zeichen für die steigende Bedeutung dieser Anlageklasse. Die Emission der nicht bevorrechtigten Anleihe (Non-preferred-Senior-Bond) stieß auf großes Interesse von Investoren. Das allozierbare Orderbuch hatte ein Volumen von über 1,1 Mrd. Euro. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Der Kupon liegt bei 1,25 % pro Jahr.
Die Commerzbank verfügt auf dem Markt für Green Bonds bereits über umfangreiche Erfahrung. Die Bank unterstützt ihre Firmenkunden seit Jahren erfolgreich bei der Vorbereitung von nachhaltigen Anleihen sowie ihrer Platzierung im internationalen Kapitalmarkt. Die Anleihe wurde auf Basis der Green Bond Principles entwickelt. Dieser Marktstandard schafft für Anleger hohe Transparenz über den konkreten Mitteleinsatz. So hat die Commerzbank dem Bond Kredite für Onshore- und Offshore-Windprojekte und Solarprojekte in Deutschland, weiteren europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika zugeordnet.
Die Commerzbank bekennt sich zu dem 2015 in Paris bei der UN-Weltklimakonferenz beschlossenen Ziel, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Die damit verbundene Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind.
Commerzbank mit gutem Ergebnis beim EBA-Bankenstresstest
Die Commerzbank hat ihr Ergebnis beim Stresstest 2018 der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) trotz eines nochmals verschärften Krisenszenarios deutlich verbessert. Das ist ein weiterer Beleg für das gesunde Risikoprofil und die hohe Stressresistenz der Commerzbank. Im sogenannten adversen Stresstest-Szenario liegt die harte Kernkapitalquote (CET 1) bei 9,9 % zum Ende der Betrachtungsperiode im Jahr 2020. Das sind 2,5 %-Punkte mehr als bei der vorangegangenen Überprüfung 2016.
Weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0"
Am 8. November 2018 haben die Commerzbank und die Société Générale einen Kaufvertrag für den Geschäftsbereich Equity Markets & Commodities (EMC) unterschrieben. Am 3. Juli 2018 hatten die beiden Banken bereits eine Vereinbarung verkündet, wonach das EMC-Geschäft der Commerzbank an die Société Générale verkauft werden sollte. Die Arbeitnehmervertretergremien in Deutschland haben der Transaktion zugestimmt, die weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung zuständiger Behörden steht.
Das EMC-Geschäft der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten Handels- und Anlageprodukten, die etablierte Marke für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ComStage sowie die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking. Nicht Bestandteil der Transaktion sind das Eigenkapitalmarktgeschäft, das das Begleiten von Unternehmen bei der Emission von Aktien und aktienbasierten Finanzierungsinstrumenten ("ECM - Equity Capital Markets") sowie den Aktienhandel ("Equity Trading") und den Aktienvertrieb ("Equity Sales/Brokerage") umfasst. Dies gilt auch für das Geschäft mit Absicherungsprodukten für Rohstoffrisiken. Diese Aktivitäten werden als Teil des strategischen Kundengeschäfts bei der Commerzbank bleiben.
Im Rahmen der Transaktion sollen Handelsbücher, Kundengeschäft, Mitarbeiter und Teile der IT-Infrastruktur übertragen werden. Die EMC-Frontoffice-Mitarbeiter sowie einige Mitarbeiter aus nachgelagerten Einheiten sollen zur Société Générale wechseln. Die Übertragung der Handelsbücher und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanz und Erträge werden schrittweise erfolgen.
Weitere Stärkung der Compliance-Funktion
Auch im Geschäftsjahr 2018 hat die Bank ihre Aktivitäten zur weiteren Stärkung der Compliance-Funktion fortgesetzt. Dies betrifft unverändert nicht nur strukturelle Veränderungen, auch der interne Personalaufbau, die Personalweiterentwicklung sowie die erfolgreiche Rekrutierung weiterer erfahrener Compliance-Experten in der Zentrale und an ausländischen Standorten wurden weiterhin nachdrücklich betrieben. Nach Etablierung eines dedizierten Compliance-Trainee-Programms 2017 wurden auch 2018 weitere Hochschulabsolventen als Nachwuchskräfte für dieses neue, international ausgerichtete Programm rekrutiert.
Um die Steuerung der Compliance-Risiken zu verbessern, hat die Compliance-Funktion verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Global Financial Crime, Global Markets Compliance sowie Anti-Bribery and Corruption umgesetzt. Auch sind Maßnahmen getroffen worden, um die Compliance-Governance im In- und Ausland weiter zu stärken. Unter anderem wird die Stärkung der globalen Compliance-Systemlandschaft, basierend auf den aktuellsten Marktstandards, konsequent weiter vorangetrieben. Daneben hat die Commerzbank sogenannte "Compliance Coordination Units" im Frontoffice implementiert und ihre Aktivitäten zum Ausbau der Strukturen sowie zur weiteren Verbesserung bestehender Compliance-Prozesse in den Geschäftseinheiten fortgesetzt.
Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und einen Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Die Beendigung des Monitorships wird durch die DFS bestätigt. Eine Entscheidung hierüber ist derzeit noch ausstehend.
Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein vollumfängliches Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet. Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt.
Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. Am 8. November 2018 hat sich die Commerzbank mit der CFTC im Rahmen einer "Consent Order" auf die Beilegung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Verletzung von US-Swap-Dealer-Vorschriften aus dem U.S. Commodity Exchange Act und aus Verordnungen der CFTC geeinigt. Die Consent Order sieht auch vor, dass die Commerzbank einen von der CFTC zu genehmigenden externen Berater für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem, wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Während des Überprüfungszeitraums wird der externe Berater jährliche Berichte erstellen, in denen er die Einhaltung der Vorgaben des Commodities Exchange Act und der CFTC durch den Swap Dealer beurteilt. Zudem wird der Bericht Empfehlungen zur Verbesserung der Praktiken, Policies und Procedures des Swap Dealers enthalten. Der externe Berater wird seine Arbeit beginnen, sobald der laufende CFTC-Genehmigungsprozess abgeschlossen ist.
Weitere Informationen bezüglich Integrität und Compliance in der Commerzbank finden sich im Kapitel "Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht" auf Seite 48 ff.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft ist auch 2018 überdurchschnittlich stark gewachsen. Regional war die Entwicklung aber recht unterschiedlich. In China hat sich das Wirtschaftswachstum infolge der restriktiveren Wirtschaftspolitik abgeschwächt. Insgesamt konnten die asiatischen Schwellenländer aber das 2017 angeschlagene hohe Expansionstempo halten. In den USA fiel das Wirtschaftswachstum 2018 mit schätzungsweise 2,9 % deutlich höher aus als 2017. Die Arbeitslosenquote ist inzwischen auf unter 4 % gefallen. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank den Zielkorridor für die Leitzinsen im vergangenen Jahr um weitere 100 Basispunkte auf 2,25 % bis 2,50 % erhöht und ihren Wertpapierbestand weiter langsam zurückgefahren.# Im Euroraum hat der Aufschwung 2018 dagegen merklich an Kraft verloren.
Mit 1,8 % fiel das Wachstum gut 0,5 %-Punkte niedriger aus als 2017. Ein Grund hierfür war die schwache Zunahme der Exporte, insbesondere nach China. Zudem litt die Wirtschaft im zweiten Halbjahr unter der schwierigen Lage der Automobilindustrie. Trotz der Wachstumsverlangsamung hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter spürbar verbessert. Die Arbeitslosenquote sank von 8,6 % Ende 2017 auf 7,9 % im Dezember 2018 und hat damit fast wieder das niedrige Niveau vor Ausbruch der Finanzmarktkrise erreicht. Der verschärfte Wettbewerb um Arbeitskräfte macht sich inzwischen auch bei den Löhnen bemerkbar. Der stärkere Lohnanstieg hat aber bislang nicht zu einer höheren Inflation geführt. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresrate des Verbraucherpreisindex ohne die stark schwankenden Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel - pendelt weiterhin um 1 %. Die EZB hat zum Jahresende ihr Anleihekaufprogramm eingestellt. Die Tilgungszahlungen aus fälligen Wertpapieren wird sie aber weiter in vollem Umfang wieder anlegen.
Auch die deutsche Wirtschaft wuchs 2018 mit geschätzt 1,5 % deutlich schwächer als 2017 (2,2 %). Das Wachstum reichte aber immer noch aus, die Arbeitslosigkeit weiter zu verringern. Die Arbeitslosenquote markierte Anfang 2019 mit saisonbereinigt 5,0 % einen neuen Tiefstand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gebremst wurde die Konjunktur vor allem von einer schwächeren Auslandsnachfrage und der schwierigen Lage der Automobilindustrie. An den Finanzmärkten sorgten die fortgesetzten Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank und der Handelskonflikt zwischen den USA und China für Unruhe. Die Aktienkurse gaben deutlich nach und der US-Dollar wertete merklich auf. Trotz steigender Zinsen in den USA lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen Ende 2018 mit 0,3 % niedriger als zu Jahresbeginn.
Branchenumfeld
Das Jahr 2018 war für das Umfeld der Finanzindustrie ein Jahr der Gegensätze. Der Januar ging noch als einer der besten Aktienmonate in die Geschichte ein und führte zu einem der kräftigsten Jahresstarts seit über 35 Jahren. Im Februar folgte dann aber die Ernüchterung, kräftige Kursverluste in nur zwei Wochen verunsicherten viele Bankkunden. In der zweiten Jahreshälfte 2018 haben die Unsicherheiten aus dem internationalen Umfeld im Vergleich zum Jahresanfang spürbar zugenommen. So weitete sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China aus, nachdem wechselseitig immer höhere und umfassendere Zölle eingeführt wurden. Bezüglich einiger Schwellenländer stiegen die Verunsicherungen und die Wechselkurse gerieten dort unter Druck. Im Zuge der schwierigen Verhandlungen bezüglich des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union erhöhten sich die damit verbundenen Unsicherheiten. Als die neue italienische Regierung dann die Eckpunkte für ihren Haushaltsplan vorlegte, stiegen die Risikoprämien und die Volatilität italienischer Staatsanleihen Ende September erneut an. Die genannten Belastungsfaktoren setzten besonders europäische Aktien unter Druck, wobei die Bankwerte von den Verunsicherungen - einmal mehr - übermäßig getroffen wurden. Als sicher geltende Schuldverschreibungen wie Bundeswertpapiere waren dagegen besonders gefragt und die Volatilitäten auf den Märkten der Risikoanlagen stiegen weltweit spürbar an.
Über das gesamte Berichtsjahr gesehen erhielt die Bankbranche von den gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten alles in allem deutlich geringere Impulse als 2017. Denn das Wirtschaftswachstum ging im Berichtszeitraum im Vergleich zu 2017 im Jahresmittel sowohl im Euroraum als auch in Deutschland zurück, wobei sich hierzulande das - für das Firmengeschäft der Banken wichtige - Exportwachstum nahezu halbierte. Dagegen konnte die gesamte Inlandsnachfrage angesichts des starken Arbeitsmarktes und der guten Finanzausstattung des Unternehmenssektors ihr Wachstumstempo halten, was der Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten und Firmenkrediten zugutekam. Die auch für den Bankensektor wichtige Branche der Automobilindustrie war 2018 einer Reihe von Problemen ausgesetzt, die auch auf andere Industriebranchen ausstrahlten. Das erweiterte Ankaufsprogramm des Eurosystems verbesserte auch 2018 zwar die Liquiditätsposition und die Finanzierungsbedingungen der Banken, übte aber andererseits auch erneuten Druck auf die Nettozinsmarge aus und belastete somit die Ertragslage - trotz beschleunigter Zunahme der Buchkredite an den inländischen Privatsektor - deutlich. Während die Anstrengungen der Banken hinsichtlich der Reduktion von Solvenz- und Liquiditätsrisiko und die Widerstandsfähigkeit im Stresstest 2018 gewürdigt wurden, hielten sich hartnäckig Befürchtungen hinsichtlich einer nachhaltigen Schwächung der Ertragslage des Bankensystems im Euroraum und der Fähigkeit der Institute, auskömmliche Erträge im zinsabhängigen Geschäft zu erwirtschaften. Nicht zuletzt hat sich im Berichtsjahr wiederum gezeigt, welch hoher Stellenwert der Cybersicherheit und dem Thema Compliance zukommt. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter sind - trotz eines bereits vorhandenen ausgeprägten Verständnisses für IT-Sicherheit - eine Daueraufgabe, die der Bankensektor sehr ernst nehmen muss. Dasselbe gilt, wenn es darum geht, die Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sicherzustellen. Insgesamt setzte sich 2018 die grundlegende Transformation des europäischen Bankensystems fort. Die Branche ist heute kleiner, deutlicher auf ihre Kernfunktionen ausgerichtet, weniger profitabel, aber eben auch robuster und widerstandsfähiger gegenüber künftigen Krisen.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente" an. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Eine Anpassung der Vergleichszahlen wurde gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 nicht vorgenommen. Erläuterungen zu den Änderungen beziehungsweise Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den Erstanwendungseffekten IFRS 9 siehe Konzernabschluss Note 4 beziehungsweise Note 5. Im Zuge der Unterzeichnung des Kaufvertrags zwischen der Commerzbank und der Société Générale für den Geschäftsbereich Equity Markets & Commodities (EMC) wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs EMC im Konzernabschluss entsprechend IFRS 5 umgegliedert. Erträge und Aufwendungen aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich werden in einem separaten Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Weitere Informationen siehe Konzernabschluss Note 4.
Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für das Berichtsjahr auf 1.245 Mio. Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraums einen Anstieg um 8,4 %. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 865 Mio. Euro. Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 bei 462,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresbeginn 2018 war dies ein Anstieg um 2,5 % beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro. Der Anstieg der Risikoaktiva auf 180,5 Mrd. Euro basierte im Wesentlichen auf einem wachstumsbedingten Anstieg der Kreditrisikoaktiva, der nur leicht durch Reduktionen aus IFRS-9-Anpassungen und weiterer Reduzierung von Abbauportfolios gemindert wurde. Die geringe Erhöhung der Risikoaktiva aus operationellem Risiko wurde durch eine leichte Reduktion der Risikoaktiva aus dem Marktrisiko ausgeglichen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 23,2 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 12,9 %.
Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
Die einzelnen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtsjahr 2018 wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 4.748 Mio. Euro um 10,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Das Segment profitierte maßgeblich von den über volle zwölf Monate einbezogenen Zinserträgen aus dem im August 2017 übernommenen Ratenkreditportfolio. Aus dem inländischen Einlagengeschäft wurde 2018 zudem wieder ein spürbar gewachsener Ertragsbeitrag verzeichnet, nachdem sich einlagenbezogene Zinserträge im Vorjahr nochmals deutlich rückläufig entwickelt hatten. Die mBank verzeichnete sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft höhere Zinserträge und profitierte dabei von einem Margenanstieg ebenso wie von weiterem Volumenwachstum. Im Segment Firmenkunden zahlte sich der Wachstumskurs aus. Belastungen aus dem Zinsumfeld, einer verhaltenen Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten sowie aus dem intensiven Preiswettbewerb konnten nahezu kompensiert werden. Das Segment Asset & Capital Recovery wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang des Zinsüberschusses aus, der im Zusammenhang mit der Fair-Value-Bewertung des Schiffsportfolios sowie dem weiteren Portfolioabbau stand.
Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 % auf 3.089 Mio. Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden nahm der Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr leicht ab. Ursächlich dafür waren zum einen die vollständig entfallenen Provisionserlöse aus der Vermittlung von Konsumentenkrediten, die die Commerzbank seit der ersten Jahreshälfte 2017 über eigene Plattformen anbietet. Zum anderen gingen insbesondere umsatzabhängige Provisionserträge im inländischen Wertpapiergeschäft signifikant zurück, was auch gedämpfte Kundenaktivitäten im Zuge der zu Jahresbeginn 2018 eingeführten Finanzmarktrichtlinie MiFID II widerspiegelt. Dagegen erbrachten Zahlungsverkehrsdienstleistungen wachsende Provisionserträge.# Ertragslage
Die Provisionserträge der mBank waren aufgrund weggefallener Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts rückläufig, während sich insbesondere die Erträge aus dem Kreditgeschäft sowie aus den transaktionsbezogenen Provisionen positiv entwickelten. Im Segment Firmenkunden lag der Provisionsüberschuss unter dem des Vorjahres, was insbesondere auf einen geringeren Beitrag aus Absicherungs- und Kapitalmarktprodukten zurückzuführen war.
| Ergebnisrechnung | Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 4.748 | 4.295 | 452 | |
| Dividendenerträge | 36 | 106 | -70 | |
| Risikoergebnis | -446 | n/a | . | |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | -781 | . | |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | n/a | -76 | . | |
| Provisionsüberschuss | 3.089 | 3.192 | -103 | |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 414 | 513 | -99 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis | 283 | 733 | -450 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 6.879 | 6.834 | 45 | |
| Operatives Ergebnis | 1.245 | 1.149 | 97 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | 808 | -808 | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.245 | 341 | 904 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 268 | 215 | 52 | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | -10 | 96 | -106 | |
| Konzernergebnis | 968 | 222 | 746 | |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 865 | 128 | 737 |
¹ Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4).
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 366 Mio. Euro, nach 598 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist überwiegend auf Bewertungseffekte im Bereich Sonstige und Konsolidierung zurückzuführen. Mit 26 Mio. Euro lag das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 218 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums, in dem Veräußerungsgewinne aus einer Beteiligung an dem Zahlungsverkehrsdienstleister Concardis enthalten waren. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 245 Mio. Euro, nach 466 Mio. Euro im Vorjahr. Im Ergebnis des Berichtszeitraums waren Erträge aus der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie aus einer Beteiligung im Segment Firmenkunden enthalten. Außerdem wirkten sich Erträge aus Immobilienverkäufen sowie Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus. Im Ergebnis des Vorjahreszeitraums waren unter anderem Erträge aus der Übernahme des Ratenkreditportfolios sowie ein Einmalertrag im Zusammenhang mit einem Immobilienverkauf enthalten.
Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -446 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden spiegelte sich im Risikoergebnis die Aufnahme des inländischen Ratenkreditgeschäfts in die eigenen Bücher sowie die Auflösung von Wertberichtigungen im Vorjahr wider. Außerhalb des Ratenkreditgeschäfts blieb das Risikovorsorgeerfordernis im Inland weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Das Risikoergebnis der mBank lag nahezu auf Vorjahresniveau. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte weiterhin von der hohen Qualität des Kreditportfolios, wobei vor allem in der ersten Hälfte des Berichtsjahres auch Auflösungen von Wertberichtigungen für Einzelengagements enthalten waren.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 6.879 Mio. Euro nur leicht über dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus anhaltenden Investitionen in Digitalisierung und Wachstum sowie aus gestiegenen Kosten für regulatorische Projekte und Abgaben, wie Einlagensicherungsfonds und polnische Bankensteuer. Während die Personalaufwendungen mit 3.441 Mio. Euro um 1,5 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, was insbesondere auf eine rückläufige variable Vergütung zurückzuführen war, stiegen die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 2,9 % auf 3.438 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren IT-Aufwendungen, aus gestiegenen Werbungskosten, Raumaufwendungen und Pflichtbeiträgen - darin enthalten die polnische Bankensteuer - sowie planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte.
Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1.245 Mio. Euro, nach 1.149 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug 1.245 Mio. Euro, nach 341 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro enthalten, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" standen. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 268 Mio. Euro an, nach 215 Mio. Euro im Vorjahr. Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 978 Mio. Euro, gegenüber 126 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug - 10 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären für das Berichtsjahr 2018 ein Konzernergebnis von 865 Mio. Euro zuzurechnen, nach 128 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2018 ist vorgesehen, sämtliche gewinnabhängige Kapitalinstrumente der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 zu bedienen. Der Hauptversammlung werden wir die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro vorschlagen.
Das zusammengefasste Gesamtergebnis, das neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2018 auf 626 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von -342 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage FVOCImR (-93 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (47 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (-102 Mio. Euro), der erfolgsneutralen Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen (-287 Mio. Euro), der Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten FVOCIoR (-3 Mio. Euro) sowie aus der erfolgsneutralen Veränderung aus Own Credit Spreads bei Verbindlichkeiten FVO (96 Mio. Euro) zusammen.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,99 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,69 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,92 Euro beziehungsweise 0,10 Euro.
Bilanz des Commerzbank-Konzerns
Die Anwendung des International Financial Reporting Standard 9 (IFRS 9) führte zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte sowie dem Impairment finanzieller Vermögenswerte. Bei der Kommentierung der Bilanzposten stellen wir aufgrund der besseren Vergleichbarkeit auf die Vergleichswerte zum 1. Januar 2018 (Eröffnungsbilanz gemäß IFRS 9) ab. Die Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2017 (nach IAS 39) zum 1. Januar 2018 (nach IFRS 9) findet sich im Konzernabschluss auf Seite 167 ff.
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 bei 462,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresbeginn 2018 war dies ein Anstieg um 2,5 % beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 1,3 Mrd. Euro auf 53,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Rückgang gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2018 stand insbesondere im Zusammenhang mit der konditionsbedingten Umschichtung von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken in den Kassenbestand.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2018 um 14,8 Mrd. Euro auf 279,1 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber der IFRS-9-Gewinn- und resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg des Baufinanzierungsgeschäfts im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Kreditinstituten.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 26,7 Mrd. Euro und damit um 1,5 Mrd. Euro höher als zum Stichtag 1. Januar 2018. Der Anstieg um 5,8 % resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg in den Schuldinstrumenten. Mit 34,1 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 0,9 Mrd. Euro über dem Stichtag 1. Januar 2018. Der Anstieg beruhte vornehmlich auf Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Zentralnotenbanken.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit 42,5 Mrd. Euro um 18,2 Mrd. Euro unter dem Niveau des Wertes zum 1. Januar 2018. Während die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten und aus Währungsderivaten insgesamt um 7,7 Mrd. Euro zurückgegangen sind, reduzierten sich die Eigenkapitalinstrumente um 7,9 Mrd. Euro. Insgesamt trug die Umbuchung der EMC-Bestände in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte mit rund 12,1 Mrd. Euro zum gesamten Rückgang bei.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen betrugen 13,4 Mrd. Euro und lagen damit in gleicher Größenordnung höher als zum Stichtag 1. Januar 2018. Ursächlich für den deutlichen Anstieg waren im Wesentlichen der Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale sowie der zwischen der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarte Verkauf der ebase GmbH.
| Aktiva | Mio. € | 31.12.2018 | 1.1.2018¹, ² | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 279.137 | 264.345 | 5,6 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 26.659 | 25.205 | 5,8 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 34.073 | 33.138 | 2,8 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 42.501 | 60.716 | -30,0 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 13.433 | 78 | ||
| Übrige Aktiva | 66.566 | 67.689 | -1,7 | |
| Gesamt | 462.369 | 451.171 | 2,5 |
Passiva | Mio.# Finanzielle Verbindlichkeiten und Eigenkapital
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Amortised Cost | 31.12.2018 | 1.1.2018 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 346.668 | 335.978 | 3,2 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 21.949 | 20.385 | 7,7 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 43.404 | 56.593 | -23,3 | |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | 12.914 | - | . | |
| Übrige Passiva | 8.023 | 9.395 | -14,6 | |
| Eigenkapital | 29.411 | 28.820 | 2,1 | |
| Gesamt | 462.369 | 451.171 | 2,5 |
1 Anpassungen der Eröffnungsbilanz nach IFRS 9 (siehe Konzernabschluss Note 5).
2 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4).
Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 346,7 Mrd. Euro um 10,7 Mrd. Euro über dem Niveau zum Stichtag 1. Januar 2018. Sowohl die begebenen Schuldverschreibungen - insbesondere Pfandbriefe und Geldmarktpapiere - als auch die Sichteinlagen von Kunden nahmen im Vergleich zum Stichtag 1. Januar 2018 deutlich zu. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresbeginn 2018 um 1,6 Mrd. Euro auf 21,9 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 5,0 Mrd. Euro zurückgegangen sind, unter anderem im Zusammenhang mit der Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Kreditinstituten und Finanzdienstleistern zurückzuführen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 43,4 Mrd. Euro um 13,2 Mrd. Euro unter dem Stichtag 1. Januar 2018. Der Rückgang resultierte insbesondere aus den Negativen Marktwerten aus Derivaten, die um 8,3 Mrd. Euro zurückgegangen sind. Insgesamt trug die Umbuchung der EMC-Bestände in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten mit rund 8,3 Mrd. Euro zum gesamten Rückgang bei. Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 12,9 Mrd. Euro. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale sowie dem zwischen der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarten Verkauf der ebase GmbH.
Eigenkapital
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2018 ausgewiesene Eigenkapital (vor nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,2 Mrd. Euro und damit 1,9 % über dem Niveau zum Stichtag 1. Januar 2018. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Konzernabschluss auf Seite 152 ff.
Die Risikoaktiva per 31. Dezember 2018 lagen bei 180,5 Mrd. Euro und damit 9,5 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2017 ("fully Gewinn- und"). Der Anstieg basierte im Wesentlichen auf einem wachstumsbedingten Anstieg der Kreditrisikoaktiva, der nur leicht durch Reduktionen aus IFRS-9-Anpassungen und weitere Reduzierung von Abbauportfolios gemindert wurde. Die geringe Erhöhung der Risikoaktiva aus operationellem Risiko wird durch eine leichte Reduktion der Risikoaktiva aus dem Marktrisiko ausgeglichen.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare ("Gewinn- und") Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-Gewinn- und-Schrittes und der Umstellung auf IFRS 9, teilweise kompensiert durch den regulatorisch anrechenbaren Gewinn und reduzierte regulatorische Abzüge, gegenüber dem Jahresultimo 2017 um 1,9 Mrd. Euro auf 24,1 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist auf 13,4 % gesunken. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 23,2 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 12,9 %. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,3 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 5,0 % ("Gewinn- und") beziehungsweise bei 4,8 % ("fully Gewinn- und"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns
Das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt. Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/ -abflüsse, die Planung der kurzfristig erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie das Management des Liquiditätsreserveportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernrisikobericht im Kapitel "Liquiditätsrisiken".
Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung und Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt anhand eines internen Modells, in dem die voraussichtlichen Zahlungsmittelzuflüsse den voraussichtlichen Zahlungsmittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.
Im Geschäftsjahr 2018 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 10,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit aller im Berichtsjahr begebenen Emissionen lag bei rund 7 Jahren. Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im ersten Halbjahr eine Gewinn- und-Senior-Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren emittiert. Im August wurden erstmals Preferred-Senior-Anleihen emittiert. Bei der Transaktion handelt es sich um die parallele Emission von zwei Anleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro beziehungsweise mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Volumen von 500 Mio. Euro. Im Oktober hat die Commerzbank erstmals einen Green Bond begeben. Das Volumen dieser grünen Anleihe (Gewinn- und-Senior-Anleihe) in Höhe von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren wurde für Kredite im Bereich erneuerbare Energien verwendet. Als Nachrangkapital wurden 225 Mio. australische Dollar und 400 Mio. Singapur-Dollar im asiatischen Markt emittiert. Die mBank platzierte umgerechnet rund 0,8 Mrd. Euro unbesicherte Anleihen.
Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt 3,9 Mrd. Euro emittiert. Von den Benchmarkemissionen entfallen 500 Mio. Euro auf die Laufzeit von 4 Jahren, 1 Mrd. Euro auf die Laufzeit von 5 Jahren, 1,5 Mrd. Euro auf 7 Jahre und 750 Mio. Euro auf 10 Jahre. Die Commerzbank konnte ihre Emissionen bei einem breiten Kreis von inländischen und ausländischen Investoren platzieren. Die mBank emittierte umgerechnet rund 0,4 Mrd. Euro Covered Bonds nach polnischem Recht.
Die Bank wies zum Jahresultimo 2018 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 77,3 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsultimo 10,0 Mrd. Euro.
Die Commerzbank hat mit 135,66 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Anhang des Konzernabschlusses Note 69. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.
Resümee Geschäftslage 2018
Die Commerzbank ist im Geschäftsjahr 2018 bei der Umsetzung ihrer Strategie "Commerzbank 4.0" weiter vorangekommen und in ihrem Kerngeschäft weiter gewachsen - obgleich das Umfeld äußerst anspruchsvoll war. Durch die Gewinnung neuer Kunden und den Anstieg der Assets under Management sowie des Kreditvolumens sind wir weiter gewachsen.# Executive Summary
Auch das strategische Ziel, den Konzern weiter zu vereinfachen, wurde im vergangenen Jahr wie geplant vorangetrieben: Wir haben den Geschäftsbereich Equity Markets & Commodities verkauft und damit unsere Handelsaktivitäten vereinfacht. Zudem betreuen wir im Segment Firmenkunden nun Großkunden und institutionelle Kunden aus einer Hand und haben im Segment Asset and Capital Recovery den planmäßigen Abbau von CRE- und Ship-Finance-Portfolios nahezu abgeschlossen. Darüber hinaus wurde auch das Fundament der Bank mit einer komfortablen Kapitalausstattung, einem niedrigen Risikoprofil und strengen Compliance-Standards weiter gestärkt. Vor dem Hintergrund der Umsetzung unserer Strategie und den anhaltend schwierigen Marktbedingungen haben wir unsere für das Geschäftsjahr 2018 gesetzten Kernziele - sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite - erreicht. Der leichte Rückgang der Operativen Erträge im Vergleich zum Vorjahr stand - im Einklang mit unseren Erwartungen - maßgeblich mit niedrigeren bereinigten Erträgen im Zusammenhang, was sich bei einer stabilen Kostenbasis im erwarteten leichten Anstieg der Aufwandsquote niederschlug. Ohne Berücksichtigung der höheren Einmalerträge des Vorjahres wurde die Zielsetzung einer verbesserten Ertrags- und Ergebnisqualität im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht. Insgesamt konnten wir, wie von uns prognostiziert, für das Geschäftsjahr 2018 einen im Vergleich zum Vorjahr signifikanten Anstieg des Konzernüberschusses erzielen.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Geschäftsjahr 2018 vor dem Hintergrund sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen wesentliche Zielsetzungen im Hinblick auf die angestrebte Verbesserung der Marktposition und daraus resultierend der Ertragslage erreicht. Sowohl bei der Digitalisierung von Leistungen und Prozessen als auch beim Ausbau und der Vernetzung der Vertriebskanäle konnten in allen Konzernbereichen des Segments Fortschritte erzielt werden. Darüber hinaus wurde 2018 ein wichtiges strategisches Etappenziel in Bezug auf Neukundenwachstum erreicht: Seit Start der Strategie "Commerzbank 4.0" hat das Segment eine Million Nettoneukunden hinzugewonnen; allein im Jahr 2018 waren es knapp 420.000. Auch im Kreditgeschäft konnten 2018 erneut hohe Neugeschäftsvolumina erreicht werden. Dies betraf sowohl das private Baufinanzierungsgeschäft als auch das Ratenkreditgeschäft. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Operativen Erträge konnte der deutliche Rückgang der Einmalerträge gegenüber dem Vorjahr größtenteils kompensiert werden. Nahezu unveränderte Verwaltungsaufwendungen bei erwartungsgemäß erhöhtem Risikoergebnis führten in Verbindung mit den gestiegenen bereinigten Erträgen im Berichtsjahr zu einem signifikant höheren bereinigten Operativen Ergebnis. Zu diesem Ertrags- und Ergebniszuwachs haben sowohl die inländischen Aktivitäten, insbesondere im Filialgeschäft, als auch das Geschäft der mBank beigetragen.
Im Segment Firmenkunden war das Berichtsjahr 2018 mit einigen Herausforderungen verbunden. Das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie das regulatorische Umfeld spiegelten sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Darüber hinaus führten vermehrt geopolitische Unsicherheitsfaktoren zu deutlich verhaltenen Kundenaktivitäten. Unsere Erwartungen hinsichtlich leicht steigender Erträge waren vor diesem Hintergrund nicht mehr zu erreichen. Wir haben deshalb zum Halbjahr 2018 unsere Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2018 angepasst. Insbesondere rückläufige Erträge aus Absicherungs- und Kapitalmarktprodukten führten zu einem Rückgang der Segmenterträge. Das deutlich besser als erwartete Risikoergebnis profitierte weiterhin von der hohen Qualität des Kreditportfolios, wobei insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres auch Auflösungen von Wertberichtigungen für Einzelengagements enthalten waren. Die erwartete und erreichte leichte Reduktion der Kostenbasis erwies sich als nicht ausreichend, um die Aufwandsquote stabil zu halten; sie verzeichnete einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Das Segment ACR hat im Geschäftsjahr 2018 weitere große Fortschritte darin gemacht, verbliebene, nicht zum Kerngeschäft der Commerzbank zählende Aktiva und Risiken abzubauen. Das am Exposure at Default gemessene Gesamtvolumen ist im Vorjahresvergleich um mehr als ein Drittel gesunken. Die erheblich verbesserte Risikosituation kommt auch in der Verringerung insbesondere der am stärksten mit Bonitätsrisiken behafteten Teilportfolios, den gewerblichen Immobilien- sowie Schiffsfinanzierungen, zum Ausdruck. Dieser Rückgang ging zudem mit einer substanziell verringerten Belastung für die Ertragsrechnung einher. Das Risikoergebnis hat sich wie von uns prognostiziert signifikant verringert. Die gesunkenen Risikokosten sind unter anderem der Hauptgrund dafür, dass sich der Operative Verlust des Vorjahres in ein positives Operatives Ergebnis gedreht hat.
Auf Konzernebene führte vor allem das wie erwartet geringere Niveau an Einmalerträgen zum Rückgang der Gesamterträge vor Risikoergebnis um 2,2 % auf 8,6 Mrd. Euro. Aufgrund der von uns im Halbjahr 2018 zurückgenommenen Größenordnung für das Risikoergebnis legte das Operative Ergebnis um 0,1 Mrd. Euro auf 1,2 Mrd. Euro zu. Dank des strikten Kostenmanagements gelang es, neben nochmals höheren Belastungen durch regulatorische Aufwendungen auch hohe Investitionen in den Umbau der Commerzbank zum digitalen Technologieunternehmen zu tragen. Folglich lag der Verwaltungsaufwand mit 6,9 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt stieg das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis auf 865 Mio. Euro, nach 128 Mio. Euro im Vorjahr. Die Nettoeigenkapitalrendite lag mit 3,4 % erwartungsgemäß über dem Vorjahreswert von 0,5 %, während die Aufwandsquote einen in etwa im Rahmen der Erwartungen liegenden Anstieg um knapp 2,3%-Punkte auf 80,3 % verzeichnete. Zum Jahresultimo 2018 ist die Common-Equity-Tier-1-Quote auf 12,9 % zurückgegangen. Dies resultierte aus einer Ermäßigung des harten Kernkapitals per Ende Dezember 2018 auf 23,2 Mrd. Euro, nach 24,0 Mrd. Euro im Vorjahr ("fully Gewinn- und"), bei gleichzeitigem Anstieg der Risikoaktiva um 5,5 %. Insgesamt hat die Bank im Geschäftsjahr 2018 die sich bietenden Wachstumschancen bei Kunden, Volumina und Erträgen genutzt.
Entwicklung der Segmente Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst das inländische Filialgeschäft, die comdirect-Gruppe, die Commerz Real sowie die mBank-Gruppe. Auch 2018 ist das Segment im Hinblick auf Nettoneukunden und verwaltetes Vermögen gewachsen. Mit rund 13,1 Millionen Kunden in Deutschland und rund 5,7 Millionen Kunden in Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei gehört die Commerzbank zu einer der führenden Banken für Privat- und Unternehmerkunden in diesen Märkten.
Ergebnisentwicklung
| scroll Mio. € | 2018 | 20171 | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 4.803 | 4.823 | -0,4 |
| Risikoergebnis | -233 | n/a | . |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | -154 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | 3.835 | 3.811 | 0,6 |
| Operatives Ergebnis | 735 | 858 | -14,4 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 4.751 | 4.509 | 5,4 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 15,5 | 19,0 | -3,6 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 79,8 | 79,0 | 0,8 |
1 Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Konzernabschluss Note 65).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Geschäftsjahr 2018 vor dem Hintergrund sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen wesentliche Zielsetzungen im Hinblick auf die angestrebte Verbesserung der Marktposition und daraus resultierend der Ertragslage erreicht. Aufgrund der deutlich gestiegenen Operativen Erträge konnte der Wegfall der im Jahr 2017 vereinnahmten Einmalerträge in Höhe von 210 Mio. Euro (nach Saldierung mit Einmalaufwendungen) zum größten Teil kompensiert werden. Zu diesem Ertrags- und Ergebniszuwachs haben sowohl die inländischen Aktivitäten, insbesondere im Filialgeschäft, als auch das Geschäft der mBank beigetragen. Ohne Ausklammerung der erwähnten Sondereffekte verringerte sich das Operative Ergebnis um 123 Mio. Euro auf 735 Mio. Euro.
Die Segmenterträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtsjahr mit 4.803 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (4.823 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss im Inland profitierte maßgeblich von den über volle zwölf Monate einbezogenen Zinserträgen aus dem im August 2017 übernommenen Ratenkreditportfolio des früheren "Commerz Finanz GmbH"-Joint-Ventures. Aus dem inländischen Einlagengeschäft wurde 2018 zudem wieder ein spürbar gewachsener Ertragsbeitrag verzeichnet, nachdem sich einlagenbezogene Zinserträge im Vorjahr nochmals deutlich rückläufig entwickelt hatten. Im Zinsüberschuss werden auch aufwandswirksame sogenannte Purchase-Price-Allocation-(PPA-)Abschreibungenen abgebildet, die Bewertungsdifferenzen im Zuge der Übernahme des Ratenkreditportfolios vom Joint-Venture-Partner über die Restlaufzeit der übertragenen Konsumentenfinanzierungen verteilen. Hier ergab sich im Berichtsjahr ein Zinsaufwand in Höhe von 95 Mio. Euro, nach 44 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultiert daraus, dass im Vorjahr die Abschreibungen aufgrund des Übernahmezeitpunkts nur anteilig angefallen sind. Die mBank verzeichnete sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft höhere Zinserträge und profitierte dabei von einem Margenanstieg ebenso wie von weiterem Volumenwachstum. In Summe legte der Zinsüberschuss deutlich um 226 Mio. Euro auf 2.576 Mio. Euro zu. Der Provisionsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr leicht um 43 Mio. Euro auf 1.927 Mio. Euro ab. Ursächlich dafür sind zum einen die vollständig entfallenen Provisionserlöse aus der Vermittlung von Konsumentenkrediten, die die Commerzbank seit der ersten Jahreshälfte 2017 über eigene Plattformen anbietet.## Zum anderen gingen insbesondere umsatzabhängige Provisionserträge im inländischen Wertpapiergeschäft signifikant zurück, was auch gedämpfte Kundenaktivitäten im Zuge der zu Jahresbeginn 2018 eingeführten Finanzmarktrichtlinie MiFID II widerspiegelt. Dagegen erbrachten Zahlungsverkehrsdienstleistungen wachsende Provisionserträge. Die Provisionserträge der mBank waren aufgrund weggefallener Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts rückläufig, während sich insbesondere die Erträge aus dem Kreditgeschäft sowie aus den transaktionsbezogenen Provisionen positiv entwickelten. Sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahr standen Entwicklungen bei den übrigen Ergebniskomponenten ganz überwiegend mit Veränderungen der Ertragsposten mit Einmalcharakter im Zusammenhang. Im ersten Quartal 2018 erzielte die mBank einen im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Gewinn aus der Veräußerung des Gruppenversicherungsgeschäfts ihrer Tochter mFinanse in Höhe von 52 Mio. Euro. Im Vorjahr 2017 enthielt dieser Ertragsposten einen einmaligen positiven Sondereffekt im Inland in Verbindung mit der Übernahme des Ratenkreditportfolios in Höhe von 176 Mio. Euro. Im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten war 2017 im Inland ein Veräußerungsgewinn aus der Beteiligung am Zahlungsdienstleister Concardis in Höhe von 89 Mio. Euro enthalten. Werden diese drei sich nicht wiederholenden Ertragspositionen ausgeklammert, liegen die gesamten Sonstigen Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Saldo in Höhe von 88 Mio. auf dem Niveau des Vorjahreswertes von 89 Mio. Euro. Das Risikoergebnis in Höhe von - 233 Mio. Euro spiegelt die unverändert hohe Qualität des Kreditportfolios wider, auch wenn es um - 79 Mio. Euro höher ausfiel als die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vorjahr. Der Anstieg geht hauptsächlich auf das inländische Konsumentenfinanzierungsportfolio mit einem Volumen in der Größenordnung von 3,6 Mrd. Euro zurück. Hierfür fallen im Vergleich mit anderen Kreditarten, zum Beispiel mit Immobilien besicherte private Baufinanzierungen, wie erwartet erheblich höhere Risikokosten an, die aber in der substantiell höheren Zinsmarge berücksichtigt und damit erfahrungsgemäß abgedeckt werden. Außerhalb des Ratenkreditgeschäfts blieb das Risikovorsorgeerfordernis im Inland weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Das Risikoergebnis der mBank lag mit - 121 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich leicht um 24 Mio. auf 3.835 Mio. Euro. Einem um 23 Mio. Euro auf 1.318 Mio. Euro verringerten Personalaufwand - Senkung im Inland um 33 Mio. Euro, Anstieg um 10 Mio. Euro bei der mBank - stand ein Zuwachs beim Sachaufwand um 43 Mio. Euro gegenüber. Einerseits sind die gesamten regulatorischen Kosten, darunter zum Beispiel Aufwendungen für die Einlagensicherung sowie die polnische Bankensteuer, nochmals deutlich gestiegen und lagen im Gesamtjahr in der Größenordnung von 250 Mio. Euro. Andererseits blieben Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der künftigen Ertragskraft wie Investitionen in die Digitalisierung von Produkten und Prozessen auf hohem Niveau. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Geschäftsjahr 2018 ein Ergebnis vor Steuern von 735 Mio. Euro, das im Vorjahresvergleich um 123 Mio. Euro abgenommen hat.
Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2018 ist das Segment Privat- und Unternehmerkunden mit der Strategie "Commerzbank 4.0" weiter vorangekommen: Bei der Digitalisierung von Leistungen und Prozessen sowie beim Ausbau und der Vernetzung der Vertriebskanäle konnten in allen Konzernbereichen des Segments Fortschritte erzielt werden. Im inländischen Filialgeschäft startete außerdem das neue Betreuungsmodell für Unternehmerkunden. In diesem Zusammenhang wechselten Anfang September 2018 rund 24.000 Kunden aus dem Segment Firmenkunden in den Geschäftsbereich Unternehmerkunden. Darüber hinaus wurde 2018 ein wichtiges strategisches Etappenziel in Bezug auf Neukundenwachstum erreicht: Seit Start der Strategie "Commerzbank 4.0" hat das Segment eine Million Nettoneukunden hinzugewonnen; allein im Jahr 2018 waren es knapp 420.000. Das verwaltete Vermögen in Deutschland betrug zum Jahresende insgesamt rund 382 Mrd. Euro. Im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" möchte das Segment bis 2020 die Assets under Control (Summe aus Kredit-, Einlagen- und Depotvolumen) in Deutschland auf über 400 Mrd. Euro steigern.
Private Kunden und Unternehmerkunden
Die inländische Filialbank bietet Leistungen einer Universalbank für Privatkunden, Unternehmerkunden und Wealth-Management-Kunden sowohl persönlich als auch über digitale Zugangswege an. An der Anzahl ihrer Standorte hält die Bank unverändert fest: Kundenberatung und/oder Service erhalten Privatkunden in rund 1.000 Filialen, Wealth-Management-Kunden an mehr als 100 und Unternehmerkunden an rund 330 Standorten bundesweit.
Hohe Qualität mit profitablem Wachstum
Im Geschäftsjahr 2018 ist die Filialbank in ihren drei Kernzielen Qualität, Wachstum und Profitabilität gut vorangekommen. Die Kundenzufriedenheit als Gradmesser für das Kernziel Qualität wird anhand des Net Promoter Score (NPS) gemessen, der die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden wiedergibt. Er lag auch 2018 konstant auf hohem Niveau. Preise und Auszeichnungen von externer Seite bestätigen die hohe Service- und Beratungsqualität. So wurde die Commerzbank von der Zeitschrift "€uro" als "Beste Filialbank Deutschlands" ausgezeichnet. Außerdem erreichte sie erneut Platz 1 beim bundesweiten Bankentest "Beste Bank vor Ort" der Gesellschaft für Qualitätsprüfung GmbH. Ein Garant für die hohe Qualität ist der Commerzbank "KundenKompass" für Privat- und Unternehmerkunden. Die Beratungsanwendung ermöglicht eine individuelle, persönliche Beratung, die auf die Lebensphase des Kunden abgestimmt ist und sich an seinen finanziellen Zielen und Bedürfnissen orientiert. Seit 2012 ist diese Beratung Standard in der Bank. Im Wealth-Management werden die finanzielle Situation und die Bedarfe des Kunden mithilfe des "Strategiedialogs" strukturiert erfasst.
Auch beim Kernziel Wachstum machte die Bank 2018 Fortschritte. In der Filialbank ist es insbesondere im zweiten Halbjahr gelungen, das Wachstum wieder zu beschleunigen. Als Ankerprodukt stand vor allem das kostenlose Girokonto mit Startguthaben im Fokus der Marketingaktivitäten. 2018 wurden rund 488.000 neue Zahlungsverkehrskonten eröffnet, davon rund 110.000 online. Bei der Vermarktung spielen neben den klassischen Kampagnen die Onlinekanäle eine immer größere Rolle. Im Marketing nutzt die Bank darüber hinaus zunehmend datenbasierte Methoden über "Advanced Analytics", um das beste Angebot für einen Kunden zu finden. Diese intelligente Analytik wurde bisher im Onlinekanal eingesetzt. Seit August 2018 wird sie auch in den Filialen und im Kundencenter genutzt, um Ansprachemöglichkeiten in der neuen Anwendung "Dynamics" sichtbar zu machen. Damit kann die Bank vorhandene Kundendaten nutzen, um die Kunden noch zielgerichteter ansprechen zu können - das Einverständnis der Kunden vorausgesetzt. Ziel ist es, Kundenbedarfe schneller zu erkennen und passgenau die Lösungen anzubieten, die die Kunden auch wirklich brauchen. Die Vertriebsmitarbeiter erhalten in Dynamics hierfür die notwendigen Informationen. Durch die effektive Nutzung der Daten wird gleichzeitig die Effizienz im Vertrieb verbessert: Die Berater haben mehr Zeit für die Beratung ihrer Kunden. Zur Neukundengewinnung konnten auch Kooperationen mit externen Partnern beitragen, für die speziell zugeschnittene Angebote erstellt und über die Kanäle der Partner beworben werden. Kooperationen bestehen beispielsweise mit Tchibo, der Supermarkt-Kette REWE und über das Mitarbeitervorteilsprogramm mit zahlreichen Partnern, zum Beispiel der Allianz. Mehr als jeder vierte Neukunde der Filialbank wurde 2018 über Partnerkanäle gewonnen.
Im Kreditgeschäft konnten 2018 erneut hohe Neugeschäftsvolumina erreicht werden. In der privaten Baufinanzierung lag das Neugeschäftsvolumen bei rund 13,4 Mrd. Euro, nach rund 15 Mrd. Euro im Vorjahr. Gründe für das etwas geringere Wachstum liegen im aggressiven Wettbewerbsumfeld. Beim Ratenkredit konnte die Bank allerdings ordentlich zulegen: Das Neugeschäftsvolumen wuchs um 19 % auf rund 1,9 Mrd. Euro, nach 1,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Neue und verbesserte Angebote und die weitere Digitalisierung, zum Beispiel in der Ratenkredit-Antragsstrecke, sorgten darüber hinaus für mehr Effizienz im Kreditgeschäft. Im Vorsorgegeschäft ist die Nachfrage der Kunden nach kapitalbildenden Lösungen wie Renten- oder Kapitallebensversicherungen unverändert hoch. Das zeigte sich erneut bei den Ergebnissen: Das Neugeschäftsvolumen steigerte sich um 8 % auf 2,7 Mrd. Euro, nach 2,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Leicht rückläufig ist das Ergebnis beim Bausparen mit einem Neugeschäftsvolumen von 2,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6 % gegenüber dem starken Vorjahr 2017 mit 2,7 Mrd. Euro.
Anfang 2018 trat die europäische Richtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) in Kraft. Damit verbunden waren umfangreiche Anpassungen an den Beratungsprozessen und technischen Anwendungen im Wertpapiergeschäft. Die Commerzbank setzte die Anforderungen in allen Vertriebskanälen so um, sodass Kunden ihre Wertpapiergeschäfte weiterhin persönlich in der Filiale, online oder per Telefon abwickeln können. Durch die neuen regulatorischen Vorgaben, die weiterhin niedrigen Zinsen und großen Schwankungen an den Märkten war 2018 für Anleger erneut ein herausforderndes Jahr. Das machte sich auch in der Geschäftsentwicklung bemerkbar: Das Bestandsvolumen war aufgrund der Kursentwicklung rückläufig und lag Ende des Jahres bei rund 93,4 Mrd. Euro, nach 107,4 Mrd. Euro im Vorjahr. In den vergangenen Jahren wurde das Geschäftsmodell mit einem klaren strategischen Fokus auf vermögensverwaltende Lösungen und Depotmodelle mit Pauschalentgelt neu ausgerichtet.# In der Folge machten Bestandserträge einen immer höheren Anteil am Gesamtertrag im Wertpapiergeschäft aus, was 2018 trotz schwieriger Marktbedingungen zu einer Stabilisierung der Erträge beitrug.
Der Gesamtertrag im Wertpapiergeschäft lag bei 757 Mio. Euro, nach 813 Mio. Euro im Vorjahr. In der Vermögensverwaltung konnten rund 3.500 neue Mandate mit einem Neugeschäftsvolumen von rund 1 Mrd. Euro gewonnen werden. Das Gesamtvolumen lag Ende 2018 bei rund 15,2 Mrd. Euro, nach 15,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Die hohe Qualität der Vermögensverwaltung wurde Ende 2018 durch die Auszeichnung "Herausragende Vermögensverwaltung" von "Focus Money" und n-tv bestätigt. Als neues, digitales Angebot im Wertpapiergeschäft ging 2018 Cominvest an den Start. Die digitale Vermögensverwaltung, die in Kooperation mit der Direktbank-Tochter comdirect angeboten wird, ist eine neue Art der strukturierten Wertpapieranlage.
Persönlich für die Kunden da
Aufgrund des digitalen Wandels ändert sich das Kundenverhalten. Kunden nutzen vermehrt die Online- und insbesondere die Mobilebanking-Angebote der Bank, wünschen sich aber auch einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort. An der flächendeckenden Präsenz hält die Bank daher weiterhin fest. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Vertrieb für Unternehmerkunden neu organisiert und ein neues Betreuungsmodell eingeführt. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden werden neben Privatkunden, Freiberuflern und Gewerbetreibenden jetzt auch mittelgroße Unternehmen mit einem Umsatz bis 15 Mio. Euro betreut. Ziel der neuen Aufstellung ist eine noch bessere Beratung von Unternehmern auf der privaten und geschäftlichen Seite. Dafür wurde das Angebot für kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige gestärkt. Eine starke lokale Präsenz in Kombination mit innovativen digitalen Lösungen sollen Unternehmer entlasten und Banking so einfach wie möglich machen. Die Commerzbank bekennt sich klar zu ihren Filialen als wichtigem Teil der Multikanalbank. Um sie zukunftsfähig aufzustellen, setzt die Bank ihre Filialstrategie mit dem Rollout der Flagship- und City-Filialen und einer weiteren Differenzierung im Leistungsangebot weiter um. In größeren Städten werden Flagship-Filialen das Aushängeschild der Commerzbank sein. Ende 2018 waren insgesamt 17 Flagships am Netz. Die City-Filiale ist das effiziente Filialmodell für das tägliche Banking vor Ort. Bundesweit gab es zum Ende des Berichtsjahrs 22 Filialen dieses Modells.
Digitalisierung schreitet voran
Im Hinblick auf digitale Angebote und Services hat das Segment 2018 einige Neuerungen auf den Markt gebracht. So sind die Commerzbank und ihre Tochter comdirect Kooperationspartner von Google und bieten seit Juni 2018 das mobile Bezahlverfahren Google-Pay an. Kunden mit einem Android-Smartphone, die eine Kreditkarte und die Commerzbank-Banking-App nutzen, können ihre Einkäufe kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen.
Seit 2017 ist "ONE" die zentrale Vertriebsanwendung der Bank. Sie ist in den Filialen, im Onlinebanking und im Kundencenter im Einsatz. Kunden und Mitarbeiter greifen somit auf dieselbe technische Plattform zu. Dies ermöglicht ein einheitliches und konsistentes Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg. ONE wurde auch 2018 weiter ausgebaut. So erfüllt die neue Anlageberatung sowie die neue Wertpapierorder in ONE die regulatorischen Anforderungen aus der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Darüber hinaus kamen 2018 weitere Neuerungen hinzu, zum Beispiel erweiterte Funktionen beim elektronischen Postfach, Einbindung der Konten und Kreditkarten von Drittbanken in der Finanzübersicht und für Unternehmerkunden der "CashRadar" und der "Fördermittelfinder".
Mehr und mehr Kunden nutzen auch die Apps und Services der Bank für das mobile Banking. Die Banking-App zählte Ende 2018 bereits mehr als 1,2 Millionen aktive Nutzer. Sie wurde im Berichtsjahr um Funktionen wie Multibanking für die Abfrage von Umsätzen auf Girokonten oder Kreditkarten anderer Institute erweitert. Ebenfalls ausgebaut wurde die Baufinanzierungs-App der Commerzbank, die seit 2017 auf dem Markt ist. Kunden können den Kredit beispielsweise gleich online beantragen. Damit sind alle Schritte einer Immobilienfinanzierung bequem aus der App möglich. Sofern der Kunde dann doch eine persönliche Beratung wünscht, kann er diese zu jedem Zeitpunkt direkt in der Filiale oder über das Servicecenter vereinbaren.
Speziell für Unternehmerkunden arbeitet die Bank kontinuierlich an digitalen Lösungen, die ihnen die Arbeit erleichtern. Bereits Ende 2017 startete beispielsweise der "CashRadar". Herzstück der Anwendung ist die Liquiditätsprognose. Auf Basis der historischen Umsatzdaten berechnet der "CashRadar" die zukünftigen Salden aller einbezogenen Konten für einen Zeitraum von bis zu 4 Monaten. Ein weiteres Beispiel ist "ComLease", das in Kooperation mit der Commerz Real angeboten wird. Mit dem Leasingrechner lassen sich für Unternehmerkunden mit nur wenigen Klicks passgenaue Leasingangebote erstellen. Der "Fördermittelfinder" ist ein Recherchetool mit dem Kunden und Nichtkunden mit nur wenigen Eingaben einen Vorschlag für nutzbare Fördermittel erhalten.
comdirect-Gruppe
Die comdirect-Gruppe hat im Berichtsjahr ihre Positionierung im Onlinewertpapiergeschäft ausgebaut. Mit dem vereinbarten Verkauf von ebase fokussiert sich comdirect auf das Kerngeschäft B2C und hat ab dem zweiten Quartal 2018 ihre Wachstumsinvestitionen verstärkt. Der Erfolg der Investitionen spiegelte sich bereits in der zweiten Jahreshälfte in einem nochmals beschleunigten Nettoneukundenwachstum wider. Im Geschäftsjahr 2018 hat die comdirect netto rund 236.000 B2C-Neukunden gewonnen und konnte das organische Kundenwachstum gegenüber dem Vorjahr damit mehr als verdoppeln (2017: 103.000 B2C Nettoneukunden). Insbesondere das starke Wachstum der Depots ist mit 181.000 herauszustellen. Das Kreditgeschäft verzeichnete ebenfalls deutliche Zuwächse, was zum Teil auf das ausgebaute Ratenkreditangebot zurückzuführen ist. Das betreute Kundenvermögen (B2C) betrug zum Jahresende 62,1 Mrd. Euro und die ausgeführten Wertpapiertransaktionen lagen bei 21,9 Millionen. Damit ist das betreute Kundenvermögen 2018 um 5,2 % gestiegen, obwohl die Marktentwicklung gemessen am DAX mit -18,3 % stark rückläufig war.
Neben ihrer Positionierung im Onlinewertpapiergeschäft hat comdirect auch ihre Rolle als smarter Finanzbegleiter für die "Generation Mobile" unterstreichen können. Nach der deutschlandweiten Einführung von Google-Pay zur Jahresmitte war comdirect auch beim Deutschlandstart von Apple-Pay Launchpartner und konnte ihren Kunden von Anfang an den Zugang zu innovativen Payment-Lösungen bieten. Zu Beginn 2018 hat comdirect als erste Bank in Deutschland eine Chat- und eine Voiceüberweisung auf den Markt gebracht. Beide Funktionen sind in die neue comdirect-App integriert. Damit reagiert comdirect unmittelbar auf den Trend zur Sprachsteuerung, der zukünftig einen elementaren Einfluss auf Banking und Brokerage haben wird. Darüber hinaus erweiterte comdirect ihr Serviceangebot um die Vergleichsplattform "comdirect-sparCheck". Im ersten Schritt können Strom- und Gasanbieter verglichen und ein Wechsel innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden.
Commerz Real
Die Commerz Real, der Assetmanager für Sachwertinvestments im Verbund des Commerzbank-Konzerns, hat das Geschäftsjahr 2018 überaus erfolgreich abgeschlossen. Sowohl im Immobilien- als auch im Mobilienbereich meldete die Commerz Real für 2018 das dritte Wachstumsjahr in Folge. Zum Ende des Jahres belief sich das verwaltete Vermögen auf rund 31 Mrd. Euro. Auch dieses Jahr kann der offene Immobilienfonds "hausInvest" mit einer soliden Rendite von 2,1 % auf Jahresbasis bei seinen Anlegern punkten. Damit stellt er im anhaltend niedrigen Zinsumfeld eine attraktive Geldanlage dar. Das Fondsvolumen ist - dank der über 900 Mio. Euro Nettomittelzuflüsse - auf über 14 Mrd. Euro gestiegen (2017: 13 Mrd. Euro). 2018 überwogen die Akquisitionen deutlich: Mit 2,1 Mrd. Euro hat "hausInvest" etwa dreimal so viele Assets erworben wie veräußert (0,7 Mrd. Euro). Zu den größten Transaktionen des Jahres zählten unter anderem der Frankfurter "Omniturm" (rund 617 Mio. Euro), das nach seiner Fertigstellung erste Hybridhochhaus in Deutschland, und das New Yorker Universitätsgebäude "222E 41st Street" (333 Mio. US-Dollar). Ihr institutionelles Geschäft hat die Commerz Real in den Segmenten Hotel, Smart Living und erneuerbare Energien im Berichtszeitraum signifikant weiterentwickelt. Mit über 400 Mio. Euro lag das Neugeschäftsvolumen deutlich über jenem des Vorjahres (rund 330 Mio. Euro). Erfolgreich platziert wurde der "CR Institutional Smart Living Fund" (offener Spezial-AIF) mit einem Volumen von insgesamt rund 300 Mio. Euro. Das Produktspektrum wurde 2018 mit der Auflage des "CR Institutional Infrastructure Multi Asset Fund II" und des "CR European Hotel Fund" über die Luxemburger Gesellschaft CR Fund Management S.à r.l. erweitert. Das Mobilienleasing ist um 21 % im Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dank des Neugeschäftsvolumens von etwa 1,2 Mrd. Euro steigerte sich das verwaltete Vermögen auf 4,6 Mrd. Euro. Damit liegt der Bereich wieder weit über dem durchschnittlichen Branchenwachstum von 3,1 % im Jahr 2018. Zudem hat das Mobilienleasing die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells sowie die Digitalisierung der Prozesse und deren Integration in die Commerzbank-Systeme wesentlich vorangetrieben.
mBank-Gruppe
Die mBank-Gruppe ist eines der größten Finanzinstitute Polens. Sie ist im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im Investmentbanking tätig und bietet darüber hinaus weitere Finanzdienstleistungen wie Leasing und Factoring, Finanzierung gewerblicher Immobilien, Brokerage-Geschäfte, Vermögensverwaltung, Unternehmensfinanzierung sowie Beratung im Bereich Kapitalmarktprodukte an. Mit ihrem Retail-Banking ist die mBank auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei aktiv.# mBank-Gruppe
Das Geschäftsjahr 2018 ist für die mBank-Gruppe sehr erfolgreich verlaufen. Die zunehmenden Geschäftsaktivitäten schlugen sich in einer soliden Bilanz nieder, sowohl bei den Einlagen- als auch bei den Kreditvolumina. Die Anzahl der Kunden belief sich zum Jahresende 2018 auf rund 5,7 Millionen Privatkunden und rund 23.700 Firmenkunden, nach rund 5,3 Millionen beziehungsweise rund 22.000 im Vorjahr. Die Unternehmensstrategie der mBank-Gruppe "mobile Bank" beruht auf drei Säulen: der Kundenzentrierung, dem Ausbau des Wettbewerbsvorteils der Bank im Bereich mobile Services sowie der stetigen Effizienzsteigerung. Im Geschäftsjahr 2018 wurden zahlreiche Initiativen zur Umsetzung der wichtigsten strategischen Ziele eingeleitet, vor allem zur Erweiterung des digitalen Angebots. Sowohl Google-Pay als auch Apple-Pay sind für Benutzer der mBank-Mobilanwendung verfügbar und bieten eine einfache und sichere Zahlungslösung für Inhaber von Mastercard- und Visa-Karten. Kunden der mBank haben die Möglichkeit, Bankkonten zu eröffnen und ihre Finanzen auf einem Smartphone zu verwalten, ohne dass Papierdokumente benötigt werden oder eine Filiale besucht werden muss. Außerdem ist es für Kunden nicht mehr notwendig, Zahlungsdetails einzugeben, wenn sie ihre Rechnungen bezahlen. Es reicht aus, eine Rechnung mit OCR zu scannen und die automatisch generierte Überweisung zu akzeptieren. Ein weiteres Feature, das sowohl für Privatkunden als auch für Firmenkunden verfügbar ist, heißt Qlips. Dank Qlips können Serviceprovider Rechnungen für ihre Kunden bereits in ihrer Bankplattform anzeigen, während Kunden Überweisungen direkt akzeptieren können. Die mBank bleibt ein dynamischer Akteur im Bereich Innovationen. Ende 2018 wurde ein Pilotprojekt zur Verhaltensbiometrie gestartet, um die Sicherheit von Bankdienstleistungen zu verbessern. mAccelerator, der mBank-Fonds für Investitionen in Fintech-Start-ups, kooperiert auch mit Unternehmen, die sich mit roboterhafter Prozessautomatisierung und der Anwendung künstlicher Intelligenz im Bankwesen beschäftigen. Darüber hinaus gründete die mBank im Jahr 2018 eine neue Tochtergesellschaft, mElements, die sich auf innovative Lösungen für API-Bankprodukte konzentriert, die sich hauptsächlich an E-Commerce-Unternehmen richten. Die mBank ist weiterhin aktiver Teilnehmer der polnischen Expressüberweisung per Telefonnummereingabe im polnischen BLIK-System.
Ausblick
Privat- und Unternehmerkunden
Im Jahr 2019 wird sich das Segment im Rahmen seiner Wachstumsstrategie weiter darauf konzentrieren, Kunden mit modernen, passgenauen Banking-Lösungen das Leben leichter zu machen. Dafür investiert das Segment in die weitere Digitalisierung von Produkten und Prozessen. Der Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung der Vertriebskanäle, um die Multikanalbank für den Kunden mehr und mehr erlebbar zu machen. So stehen beispielsweise der weitere Ausbau der Plattform ONE, von Dynamics und den Kundenpotenzialen, Verbesserungen bei der Banking-App und der konsequente Ausbau des Kundencenters zum Sales-Kanal auf der Agenda. Durch die konsequente Nutzung der Kundenpotenziale in Dynamics soll die Effizienz im Vertrieb gesteigert und das profitable Wachstum weiter beschleunigt werden. Weiteres Wachstum im Kreditgeschäft verspricht sich die Bank durch den fortschreitenden Ausbau der Vertriebskanäle für das Ratenkreditgeschäft und die weitere Digitalisierung des Baufinanzierungsgeschäfts. Instant-Payment-Lösungen werden Kunden den Zahlungsverkehr weiter erleichtern. Die Einführung mobiler Wertpapier-Orders und der Ausbau der elektronischen Postbox für Depotgeschäfte machen Wertpapiergeschäfte für Kunden einfacher. Fortgesetzt wird auch der Umbau des Filialnetzes, mit Fokus auf den City-Filialen. Im November 2019 wird zudem ein neues Betreuungsmodell für Privatkunden umgesetzt. Damit verbunden ist unter anderem eine stärkere Differenzierung des Leistungsangebotes in den einzelnen Filialformaten. Im Zuge des bankweiten Umbaus der zentralen Einheiten unter dem Motto "Campus 2.0" stellt sich auch die Zentrale der Filialbank neu auf. Ziel ist es, in crossfunktionalen Teams und mit agilen Arbeitsmethoden künftig noch schneller IT-basierte Lösungen für die Kunden auf den Markt bringen zu können. Für comdirect wird 2019 ein Investitionsjahr, um weiteres Wachstum zu sichern. Mit dem Ausbau von Technologie, Produkten und Vermarktung stärkt comdirect die Marktposition im Brokerage und sichert die Rolle als Innovationsvorreiter. Die comdirect-App soll auch 2019 weiter ausgebaut und um zusätzliche Funktionen ergänzt werden. So können comdirect-Kunden seit Anfang 2019 mit der neuen Chatorder einfach und zeitgemäß handeln. Die Commerz Real will 2019 ihre Position als einer der führenden Assetmanager für Sachwerteinvestments weiter ausbauen. Einen Schwerpunkt legt das Unternehmen - neben der Digitalisierung und dem weiteren Ausbau des institutionellen Geschäfts -auf das Thema Nachhaltigkeit. Neben Maßnahmen zur signifikanten Reduktion von Heizenergie, Strom, Kohlendioxidemissionen und Wasser bei den von ihr gemanagten Immobilien will die Commerz Real ihre Anstrengungen im Bereich Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) intensivieren. Im Fokus der weiteren Strategieumsetzung bei der mBank stehen auch 2019 die Erhöhung der Profitabilität, weiteres Kundenwachstum, Effizienzsteigerungen sowie die Beibehaltung solider Kapital- und Risikoparameter.
Firmenkunden
Das Segment Firmenkunden gliedert sich in fünf Reportingbereiche. In den drei Bereichen Mittelstand, International Corporates und Financial Institutions wird das Geschäft mit unseren jeweiligen Kernkunden abgebildet: Im Bereich Mittelstand werden die mittelständischen Kunden und die inländischen Großkunden mit entsprechendem Produktbedarf gebündelt. Im Bereich International Corporates werden die Firmenkunden mit Sitz im Ausland, große deutsche multinationale Unternehmen sowie internationale Versicherungen betreut. Im Bereich Financial Institutions steht zur Finanzierung und Abwicklung des Außenhandels die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten und Zentralbanken im Fokus. Das Segment bietet den Kunden das vollständige Produktspektrum einer international aufgestellten Universalbank - angefangen bei klassischen Kreditprodukten und individuell angepassten Finanzierungslösungen sowie Produkten aus den Bereichen Cash-Management und Trade Finance, Anlage- und Absicherungsprodukte bis hin zu maßgeschneiderten Kapitalmarktlösungen. Die Entwicklung des Bereichs Equity Markets & Commodities (EMC) wird vor dem Hintergrund des Verkaufs gesondert ausgewiesen. Im Bereich "Other Result" sind Geschäfte zusammengefasst, die entweder segmentübergreifende Risikomanagementfunktionen haben oder nicht im strategischen Fokus des Segments Firmenkunden stehen. Im Wesentlichen handelt es sich um Assets, die aus den ehemaligen Abbausegmenten Non-Core Assets und Portfolio Restructuring Unit übertragen wurden, sowie um Effekte aus Absicherungspositionen.
Ergebnisentwicklung
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 3.451 | 3.613 | -4,5 |
| Risikoergebnis | -194 | n/a | . |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | -295 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | 2.628 | 2.642 | -0,5 |
| Operatives Ergebnis | 629 | 676 | -6,9 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 10.870 | 11.254 | -3,4 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 5,8 | 6,0 | -0,2 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 76,2 | 73,1 | 3,0 |
¹ Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Konzernabschluss Note 4 und Note 65).
Das Berichtsjahr 2018 war für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen verbunden. Das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt sowie das regulatorische Umfeld (beispielsweise "Know-your-Customer", KYC) belasteten die Ergebnisentwicklung. Darüber hinaus hatten vermehrt geopolitische Unsicherheitsfaktoren - darunter eine Verschärfung der internationalen Handelsbeziehungen, Sorgen um die Schuldentragfähigkeit Italiens sowie das Szenario eines ungeregelten Brexits - geringere Kundenaktivitäten zur Folge. Die Eintrübung des konjunkturellen Umfeldes belastete nicht zuletzt die internationalen Kapitalmärkte, die im vierten Quartal von einem signifikanten Anstieg der Volatilität geprägt waren. Dies spiegelt sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Das Segment Firmenkunden hat im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis von 629 Mio. Euro erzielt, nach 676 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist wesentlich auf das Wettbewerbsumfeld mit entsprechendem Druck auf die Margen sowie eine geringere Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten zurückzuführen. Im Zusammenhang mit dem Rechnungslegungsstandard IFRS 5 erfolgt der Ausweis des zum Verkauf stehenden Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities ("aufgegebener Geschäftsbereich") für das Berichtsjahr 2018 erstmals als separate Position in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und insofern nicht mehr als operativer Bestandteil des Segments Firmenkunden. Der Bereich Mittelstand profitierte von der soliden Marktposition des Segments, was sich in einem wachsenden Kreditvolumen widerspiegelte. Jedoch wirkten sich die Beeinträchtigung durch das Zinsumfeld, die verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten sowie der intensive Preiswettbewerb dämpfend auf die Ertragssituation aus. Im Bereich International Corporates verzeichnete die Ertragsentwicklung trotz einer hohen Wettbewerbsintensität im Kreditgeschäft eine weitestgehend stabile Entwicklung. Geringere Kundenaktivitäten im Zusammenhang mit der Absicherung von Zins- und Währungsgeschäften wurden insbesondere durch einen positiven Beitrag aus Kapitalmarktprodukten kompensiert. Die Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions zeigte im Berichtsjahr einen stabilen Geschäftsverlauf und erwies sich damit auch in Anbetracht der bestehenden Handelskonflikte als solide.# Others
Im Bereich Others führte insbesondere die Ausweitung der Credit Spreads im Berichtsjahr zu einer Belastung, die jedoch teilweise von einem positiven Ereignis aus Restrukturierungen kompensiert werden konnte. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 3.451 Mio. Euro um 162 Mio. Euro beziehungsweise -4,5 % unter denen des Vorjahres. Mit 1.818 Mio. Euro verzeichnete der Zinsüberschuss einen Rückgang um 20 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem geringeren Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss lag mit 1.191 Mio. Euro um 67 Mio. Euro unter dem des Vorjahres, was insbesondere auf einen geringeren Beitrag aus Absicherungs- und Kapitalmarktprodukten zurückzuführen war. Das Risikoergebnis profitierte weiterhin von der hohen Qualität des Kreditportfolios. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 194 Mio. Euro, wobei insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres auch Auflösungen von Wertberichtigungen für Einzelengagements enthalten waren. Der Verwaltungsaufwand lag mit 2.628 Mio. Euro um 14 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Investitionen in die strategische Weiterentwicklung sowie höhere regulatorische Aufwendungen (beispielsweise für KYC, MiFID II, Dodd Frank) konnten durch einen geringeren Personalaufwand kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwendungen dank der strengen Kostendisziplin schneller als geplant erreicht. Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 629 Mio. Euro, gegenüber 676 Mio. Euro im Vorjahr.
Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr
Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden im Geschäftsjahr 2018 war zum einen geprägt durch den harten Wettbewerb, zum anderen durch die Umsetzung von Maßnahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Im Mittelpunkt standen dabei die Fokussierung auf das Kerngeschäft und der damit verbundene Verkauf des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC), die kontinuierliche Umsetzung von Wachstumsinitiativen und Einführung des neuen Betreuungsmodels im Vertrieb sowie die Digitalisierung von Prozessen und Produkten. Außerdem war die Geschäftsentwicklung des Segments durch hohe Kostendisziplin geprägt.
Deutliches Wachstum im Kreditgeschäft erreicht
Im vergangenen Jahr haben wir zahlreiche Wachstumsmaßnahmen durchgeführt und konnten trotz des herausfordernden Marktumfeldes ein deutliches Wachstum im Kerngeschäft erzielen. So haben wir 2018 mit knapp 8.900 Neukunden und 82 Mrd. Euro an Kreditvolumen die anteiligen Jahresendziele übertroffen. Dabei haben wir im Wettbewerbsvergleich ein überdurchschnittliches Wachstum im Kreditvolumen bei gleichzeitig marktüblichen Margen erreicht. Das Wachstum und unsere erfolgreichen Vertriebsinitiativen zeigen, dass unsere Strategie greift und von unseren Firmenkunden positiv aufgenommen wird.
Digitalisierung vorangeschritten
Auf dem Weg hin zu einer modernen, kundenorientierten Multikanalbank sowie in der Digitalisierung bankinterner Prozesse sind wir im Geschäftsjahr 2018 weiter vorangeschritten. Neben der persönlichen Beratung bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, über unser Onlinefirmenkundenportal schnell, unabhängig und jederzeit auf viele unserer Produkte und Dienstleistungen zugreifen zu können und damit Bankgeschäfte in ihr eigenes Tagesgeschäft zu integrieren. Um den Anforderungen an ein leistungsfähiges Onlinebanking für Firmenkunden noch besser gerecht zu werden, wurden im Berichtsjahr bestehende Services optimiert und das Angebot ergänzt: Termingelder und Geldmarktkredite können nun bequem online prolongiert werden, das neue Berechtigungsmanagement schafft Transparenz über den Nutzungsumfang und erlaubt gesetzlichen Vertretern die Administration von Rechten und Vollmachten. Zudem steht dem Kunden mit der "Bank Payment Obligation" ein neues digitales Zahlungssicherungsinstrument zur Verfügung. Neben der Erweiterung des Leistungsspektrums wurde die Registrierung für den Portalzugang für Kunden deutlich vereinfacht. Über das Firmenkundenportal werden inzwischen rund 40 % der standardisierten Termingelder abgewickelt, auch steigt der Anteil online gehandelter Währungs-, Wertpapier- und Geldmarktgeschäfte kontinuierlich. Für die Vertriebsmitarbeiter ist ein neues Client-Relationship-Management-System ausgerollt worden, das dem Mitarbeiter die Kundenbetreuung erleichtern soll beziehungsweise neue Analysemöglichkeiten erlaubt.
Als Firmenkundenbank wollen wir die Möglichkeiten, die uns neue Verfahren und Technologien in der Analyse von großen Datenmengen bieten, verantwortungsvoll nutzen. Nach Einwilligung des Kunden analysieren wir die umfangreichen Daten und können dem Kunden dadurch eine individuelle und noch passgenauere Beratung, zum Beispiel bezüglich Absicherungsbedarf für Währungen, Optimierung des In- und Auslandszahlungsverkehrs sowie der Finanzierungs- und Liquiditätssituation, anbieten. Mit neuen Technologien konnten wir unsere Produktpalette erweitern: So hat die Commerzbank mit dem Gewinn- und-Use-Kredit eine neue, innovative Finanzierungsmöglichkeit geschaffen. Mit der dabei genutzten und inzwischen weit verbreiteten "Kommunikationsfähigkeit von Maschinen" durch Industrie 4.0 beziehungsweise Gewinn- und-Things-Technologie kann die zunehmende Nachfrage nach flexiblen Finanzierungsangeboten in einem neuen Ausmaß bedient werden. So charakterisiert den Gewinn- und-Use-Kredit, dass sich die Tilgungshöhe des Kredits nach dem Nutzungsgrad der vom Kunden finanzierten Maschine ausrichtet. Mittels der hergestellten Koppelung von Liquiditätsbelastung an die tatsächliche Auftragslage schafft das Produkt eine höhere finanzielle Stabilität und trägt zur Optimierung der Liquidität eines Unternehmens bei. Die Commerzbank ist mit diesem Produktangebot ein Vorreiter im deutschen Markt und trifft branchenübergreifend, insbesondere aber bei Kunden im inländischen Maschinenbau und verarbeitenden Gewerbe, auf großes Interesse.
Die traditionelle Finanzierung von Handelsaktivitäten (Trade-Finance-Geschäft) wird heute zwar überwiegend noch papierbasiert abgewickelt, die Commerzbank nimmt aber bei der Entwicklung digitalisierter Lösungen in diesem Marktsegment eine führende Position ein. So spielt die Commerzbank gemeinsam mit anderen Banken in globalen Blockchain-Projekten zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Trade- und Supply-Chain-Finance-Geschäfte eine führende Rolle (Batavia, R3, Corda). Im Mai 2018 handelte die Commerzbank mit Thyssenkrupp ein FX-Forward-Geschäft und bildete dabei erstmals die Transaktion unmittelbar mittels der Blockchain-Technologie ab. Ergänzt wird das Engagement der Bank in diesem Bereich durch ein Kooperationsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Die Commerzbank hat als erste Bank ein "Enterprise Lab" am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gegründet. Dies ermöglicht enge branchenübergreifende Zusammenarbeit zu den Themen Logistik, Supply Chain Management, Supply Chain Finance und digitale Innovationen.
Ausgezeichneten Ruf im Brokerage beibehalten
Das Aktiengeschäft bleibt wichtiger Bestandteil unseres strategischen Angebots an Kapitalmarktprodukten. Hier genießt die Commerzbank bei institutionellen Anlegern und Firmenkunden einen hervorragenden Ruf. So wurde die Commerzbank 2018 zum siebten Mal in Folge auf Platz 1 in der "Extel"-Umfrage - einer der bedeutendsten Umfragen unter institutionellen Investoren - zur "Germany Leading Brokerage Firm" gewählt. Diese Spitzenposition beinhaltet unter anderem die ebenfalls ersten Plätze in den Kategorien "Country Research, Small & Mid Caps Research" und "Equity Sales".
Marktposition trotz schwächeren Devisenmarktes gehalten
Die zum Anfang des Jahres 2018 in Kraft getretenen regulatorischen Änderungen in Verbindung mit der anhaltenden Niedrigzinsphase führten insbesondere im ersten Halbjahr zu sehr verhaltenen Handelsaktivitäten bei Devisen- und Zinsabsicherungsgeschäften. Im zweiten Halbjahr konnten die Devisenmärkte vor allem von Impulsen durch die Türkische Lira profitieren, was zu einer erhöhten Geschäftsaktivität führte. Der bereits 2017 angestoßene Ausbau unserer elektronischen Handelsplattform für Devisengeschäfte "FX Live Trader" zeigt nachhaltigen Erfolg: 57 % des deutschen Währungsgeschäfts wird mit unseren Kunden elektronisch durchgeführt. Ein Fokus lag auf der Umsetzung von Initiativen, wie dem aktiven Marketing unserer EUREX-Zinsswap Expertise. Dabei hat die Commerzbank ein Top-2-Ranking im EUREX-Partnership-Programm bei der EUREX Clearing AG erlangt. Eine weitere Auszeichnung konnte im Bereich der Depotverwahrung durch den Preis "Best in Class Germany Proxy Voting Services" des "Global Custodian Magazine" erzielt werden.
Handelsaktivitäten weiter gestrafft
Die bereits in den Vorjahren angestoßene Verschlankung unserer Handelsaktivitäten durch Reduktion der Komplexität und durch Erhöhen der Standardisierung hat unseren Handel im Berichtszeitraum in die Lage versetzt, den gestiegenen regulatorischen Anforderungen konsequent Rechnung zu tragen. Wir werden weiterhin die Infrastruktur modernisieren, um unsere Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten.
Compliance als wichtiger Bestandteil in unserer Unternehmenskultur
Auch im abgeschlossenen Berichtsjahr haben wir mit hoher Priorität weiterhin daran gearbeitet, die komplexen, sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärften regulatorischen Anforderungen über verschiedene Jurisdiktionen hinweg umzusetzen. Aus diesem Grund kümmert sich die hierzu intern aufgesetzte Geschäftseinheit als Kompetenzzentrum um alle Compliancerelevanten Fragestellungen und Themen im Segment. Dazu gehören unter anderem Compliance-Geschäftsrisikostrategie, Kontrollen und Kommunikation innerhalb des Segments, Unterstützung bei der Bearbeitung von Compliance-Richtlinien mit komplexen Kundenstrukturen, fortlaufende Bewertung des Kundenrisikos, Überprüfung der Qualität kundenbezogener Daten sowie Mitarbeiterschulungen.# Mittelstand
Als führender Finanzierer des deutschen Mittelstands betreuen wir im Bereich Mittelstand mittelständische Kunden ab einem Umsatz von 15 Mio. Euro sowie inländische Großkunden mit einem Umsatz ab 250 Mio. Euro und entsprechendem Bedarf an Kapitalmarktprodukten. Als führende Relationship-Bank ist das Segment mit einem breit gestreuten regionalen Vertriebsnetz in Deutschland vertreten.
Wachstumsprogramm im deutschen Mittelstand fortgesetzt
Im Berichtsjahr 2018 haben wir das Wachstumsprogramm für die Ausweitung unseres Geschäfts im deutschen Mittelstand fortgesetzt. Ziel ist es, weitere Marktanteile, insbesondere bei den mittelständischen Kunden mit einem Jahresumsatz von 15 Mio. Euro bis 100 Mio. Euro, zu gewinnen sowie die Geschäftsbeziehungen mit unseren bestehenden Kunden weiter auszubauen. Dabei stehen wir vor allem mit Krediten für die Finanzierung des weiteren Wachstums zur Verfügung. Im vergangenen Jahr haben wir erste Vertriebsinitiativen mit sehr attraktivem Produktbündel in Zusammenarbeit mit dem Mittelstands-Lab - das als Schnittstelle zwischen den zentralen Einheiten und dem Vertrieb bei der Entwicklung von innovativen Lösungen agiert - erfolgreich durchgeführt. Ziel war es, Neukunden zu gewinnen und sie später von unserem kompletten Angebot zu überzeugen. Der Trend geht klar zu einem Mix aus einfachen, transparenten und digitalen Produkten, gepaart mit einer qualifizierten individuellen Beratung. Dafür arbeiten wir kontinuierlich am Ausbau unseres Datenhaushaltes, um Vertriebsinitiativen, sowohl für Neu- als auch insbesondere für unsere Bestandskunden, noch gezielter und individueller zu gestalten. Mithilfe unserer digitalen Sales Analytics Tools können die Kunden heute schon gezielte, individuell auf sie zugeschnittene Lösungen erhalten. Mit diesen und vielen anderen Maßnahmen wurden bereits 2018 positive Ergebnisse erzielt. Im vergangenen Jahr haben wir weitere Erfolge bei der Neukundengewinnung verzeichnet sowie ein klares Wachstum des Kreditvolumens erreicht und wurden für unsere Leistungen 2018 erneut ausgezeichnet. So wurde die Commerzbank bei einer Befragung von deutschen Firmenkunden durch das Magazin "Finance" erneut als "Topbank im deutschen Firmenkundengeschäft" gewählt und wurde durch das Magazin "Global Finance" mit dem "Best Bank of Germany 2018"-Award honoriert.
Umsetzung neues Betreuungsmodell im Vertrieb
Das im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" verabschiedete neue Betreuungsmodell wurde zum 1. September 2018 im Vertrieb erfolgreich umgesetzt. In der Neuaufstellung werden Freiberufler, Selbstständige sowie kleinere und mittelgroße Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 15 Mio. Euro ohne komplexen Beratungsbedarf im Segment Privat- und Unternehmerkunden betreut. In diesem Zusammenhang wurden solche Kunden aus dem Segment Firmenkunden in den Konzernbereich Unternehmerkunden transferiert, wo sie von unserer Flächenpräsenz und bedarfsorientierter Kundenbetreuung profitieren können. Auch für die Firmenkunden wurde zum 1. September 2018 ein optimiertes Betreuungsmodell umgesetzt: Neben dem Firmenkundenbetreuer stehen unseren Kunden mit der neuen Rolle "Manager Corporate Banking" kompetente Ansprechpartner für das Tagesgeschäft zur Seite. Damit haben wir das Betreuungsteam direkt am Kunden weiter gestärkt. Zudem stehen dem Kunden, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse, unsere Produktspezialisten zur Verfügung. Services rund ums Konto werden professionell durch unseren sogenannten "Firmenkunden-Service" abgewickelt.
Weiterer Ausbau von Sektornetzwerken
Als eine wesentliche Komponente des Sektoransatzes wurden unsere Sektornetzwerke bestehend aus Experten der Filialen und Sektorteams im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Ziel ist es, dass auch unsere mittelständischen Firmenkunden von dem bisher auf die Bedürfnisse von multinationalen Großkunden ausgerichteten Sektor- und Kapitalmarkt-Know-how noch mehr profitieren. Dafür arbeiten Sektor- und Kapitalmarktexperten gemeinsam mit Risikospezialisten, Research-Experten, Financial-Engineering-Spezialisten sowie Firmenkundenbetreuern in den Sektornetzwerken noch enger zusammen. Auf dieser Basis können wir uns als strategischer Sparringspartner mit unseren Kunden fundiert über Industrietrends, Marktentwicklungen sowie Transaktionen austauschen und zielgerichtet maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Dieses Know-how wurde im vergangenen Geschäftsjahr einem erneut vergrößerten Kreis von Kunden bereitgestellt: So wir haben deutschen und europäischen kapitalmarktaffinen Kunden in intensiven strategischen Diskussionen unsere Sektor- sowie Produktexpertise mit Erfolg zur Verfügung gestellt und auch hier namhafte Transaktionen begleitet.
Starke Position im Konsortialkreditgeschäft und bei Schuldscheinen bestätigt
Auch 2018 begünstigte das gute Marktumfeld die Aufnahme von syndizierten Unternehmenskrediten in Deutschland und Europa. Die Commerzbank war hier sehr aktiv und hat erneut zahlreiche dieser Kreditfazilitäten für ihre Groß- und Mittelstandskunden in federführender Rolle arrangiert. Erfreulich ist die große Anzahl wiederkehrender Finanzierungsmandate, die ein Ausdruck der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit und der starken Verankerung der Commerzbank bei ihren Firmenkunden sind. Daneben wurden auch 2018 wieder zahlreiche Debüttransaktionen für mittelständische Unternehmen, die erstmals eine Konsortialfinanzierung nutzten, von der Commerzbank arrangiert.
Ausbau Anleihetransaktionen für deutsche Großkunden
Die Commerzbank unterhält langjährige Verbindungen zu kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland mit einem Finanzierungsbedarf von mindestens 250 Mio. Euro. Die Kontakte zu Adressen, die zukünftig den Kapitalmarkt nutzen könnten, werden systematisch aufgebaut. Im Berichtsjahr 2018 konnten wir fast alle Anleihemandate in diesem Segment gewinnen und haben sie erfolgreich platziert.
International Corporates
Im Bereich International Corporates sind die Geschäfte mit den im Ausland ansässigen Firmenkunden, den großen deutschen multinationalen Unternehmen sowie den internationalen Versicherungen zusammengefasst.
Beständigkeit bei internationaler Aufstellung
Unser kundenzentrierter Betreuungsansatz, bei dem der Relationship-Manager das weltweit agierende Client-Service-Team koordiniert und damit über Ländergrenzen hinweg eine hohe Betreuungsqualität an den internationalen Standorten der Commerzbank sicherstellt, wurde im Berichtszeitraum weiter konsequent fortgeführt. Unsere deutschen Firmenkunden schätzen bei der Versorgung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften die Zuverlässigkeit unseres Leistungsangebots vor Ort. So konnten unsere Einheiten in Russland und Ungarn im Berichtsjahr ihr jeweiliges 25-jähriges Jubiläum feiern. Aber auch internationale Konzerne wählen die Commerzbank als kompetenten Finanzdienstleister nicht nur in ihren jeweiligen Heimatmärkten und in Deutschland, sondern zunehmend auch weltweit als Partner. Im Fokus stehen hier für die Kunden neben der lokalen Betreuung das breite Produktportfolio aus den Bereichen Cash-Management, Trade Finance, Corporate Finance sowie des Zins- und Währungsmanagements. Zusätzlich zu den eigenen Standorten ist die Commerzbank mit einem Netz von internationalen Partnerbanken - 2018 verstärkt durch zwei neue Partnerbanken in Nigeria und Kenia - weltweit in allen wichtigen Märkten präsent. Damit bleibt die Commerzbank für Firmenkunden und deren anhaltende Internationalisierung ein gut aufgestellter und verlässlicher Partner.
Wichtiger Partner für exportorientierte Firmenkunden
Das aktuelle Marktumfeld stellt die Exportwirtschaft vor große Herausforderungen. Doch trotz wachsender Handelsbarrieren konnten wir als Commerzbank in der Außenhandelsfinanzierung ein Wachstum verzeichnen. Dies beweist einerseits die kontinuierliche Stärke der europäischen Exportwirtschaft, zeigt aber auch, wie wichtig Finanzierungslösungen im internationalen Handelsgeschäft sind. Die Commerzbank bietet dafür im Rahmen ihres Leistungsangebotes im internationalen Handelsgeschäft langfristige Exportfinanzierungen in Zusammenarbeit mit annähernd 20 internationalen Exportkreditversicherern an, wie zum Beispiel Euler-Hermes. Die Exportfinanzierungsspezialisten stehen unseren Kunden weltweit an 14 Standorten in wichtigen Importmärkten mit ihrem Expertenwissen sowohl in Strukturierung und Umsetzung der Finanzierung als auch zur Unterstützung direkt vor Ort zur Verfügung.
Rahmenabkommen mit der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
Die Commerzbank und die ICBC, die größte Bank der Volksrepublik China, wollen gemeinsam die Marktmöglichkeiten der "Belt & Road Initiative" (BRI) nutzen. Die chinesische "Belt & Road Initiative", die auch als "neue Seidenstraße" bezeichnet wird, zielt darauf ab, Seerouten und Landinfrastrukturnetze zwischen China und Asien, Afrika sowie Europa auszubauen, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vernetzen und zu fördern, und so den Handel zwischen diesen Kontinenten auszubauen. Die Commerzbank strebt an, in den nächsten fünf Jahren Projekte mit Bezug zur BRI-Initiative in Höhe von insgesamt 5 Mrd. US-Dollar zu unterstützen.
Anleiheemissionen im Einklang mit der Strategie
Die Emissionstätigkeit im Segment International Corporates verlief 2018 im Einklang mit unserer Strategie für die Betreuung dieser Emittenten. Unser regionaler Fokus liegt auf Emittenten aus Deutschland und ganz Europa, ergänzt durch Emittenten aus den USA und Asien. Dabei wurde auch eine große Anzahl von Emissionen als Multi-Tranche-Anleihen begeben, die überwiegend in Euro, teilweise aber auch in US-Dollar und britischen Pfund denominiert waren. Gründe für diese Finanzierungen liegen überwiegend in regelmäßigen Unternehmens- und Akquisitionsfinanzierungen. Trotz des schwierigen Markumfeldes haben wir im Berichtsjahr 2018 die Top-10-Position für "All International Bonds" aller Emittenten weltweit erreicht.# Financial Institutions
Der Bereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken. Dabei greift Financial Institutions auf sein weltweites Korrespondenzbankennetzwerk in den Industrie- und Schwellenländern zurück, fördert so die weltweiten Außenhandelsaktivitäten unserer Firmenkunden und unterstützt andere Segmente bei deren internationalen Tätigkeiten und Strategien. Financial Institutions ermöglicht unseren Kunden weltweit (Auslands-)Gewinn- und, Absicherung von Außenhandelsrisiken und die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften. Zusätzlich stellt der Bereich Financial Institutions seinen Kunden bilaterale Kredite zur Verfügung, begleitet sie bei syndizierten Krediten und bietet Lösungen für ein aktives Risikomanagement an.
Marktführerschaft auch nach der Neuausrichtung beibehalten
Der Geschäftsbereich behält auch in der umgesetzten Neuausrichtung ein weltumspannendes Netz von Korrespondenzbanken, die eine hohe strategische Bedeutung für die Kundenbereiche der Commerzbank haben. So wird sichergestellt, dass die Commerzbank auch in Zukunft Marktführer bei der Abwicklung des deutschen Außenhandels bleibt. Dies ermöglicht es der Bank, die deutschen und europäischen exportorientierten Firmenkunden im internationalen Handelsgeschäft auch weiterhin entlang der wesentlichen Handelskorridore der Welt zu begleiten. Darüber hinaus stehen wir internationalen Finanzinstitutionen im Rahmen eines produktübergreifenden Beratungsansatzes risikobasiert mit allen relevanten Finanzdienstleistungen zur Verfügung. Infolge der in den vergangenen Jahren durchgeführten Neuausrichtung unseres Korrespondenzbankennetzwerkes sind wir in der Lage, die aus gestiegenen Anforderungen resultierende Komplexität nachhaltig zu beherrschen. Hierbei treffen wir unsere Geschäftsentscheidungen auf Basis eines robusten und umfassenden Risiko- und Compliance-Regelwerkes. Beleg für die Leistungsfähigkeit der Commerzbank im Trade Finance ist die Auszeichnung als "Best Trade Finance Provider in Germany" durch die Fachzeitschrift "Global Finance".
Umfassendes Produktangebot im Zahlungsverkehr
Im Cash-Management bieten wir unseren Kunden ein umfassendes Service- und Produktangebot zur Optimierung ihres nationalen und internationalen Cash- und Treasury-Managements an. Dazu gehören multibankfähige Lösungen für den nationalen und internationalen Zahlungsverkehr sowie ein umfangreiches digitales Angebot. Darüber hinaus haben wir unsere Kunden im Berichtsjahr 2018 kontinuierlich über aktuelle Risiken im Zahlungsverkehr informiert, um sie auch vor neuartigen Betrugsformen zu schützen. So hält die Commerzbank für die bekannten Betrugsmuster wie "CEO Fraud", bei dem Firmenkunden betrügerisch veranlasst werden, Zahlungen zu leisten, ein umfangreiches Schulungsangebot für Kunden in Deutschland sowie an ausgewählten europäischen Auslandsstandorten bereit. Für hervorragende Leistungen in dem Bereich Cash-Management und Trade Finance wurde die Commerzbank von den renommierten Fachzeitschrift "Global Finance" und "Euromoney" sowie von dem Institut "Greenwich Associates" ausgezeichnet.
Führend in Digitalisierung des Trade-Finance-Geschäfts
Die digitalen Angebote für unsere Kunden wurden 2018 um weitere wichtige Bausteine erweitert. So wurden im Berichtsjahr moderne Onlineschnittstellen (APIs) eingeführt. Darüber hinaus wurde die Zahlungsverkehrsverarbeitung durch eine Echtzeit-Währungskonvertierung erweitert und die Statusverfolgung von Einzel- und Massenzahlungen verbessert. Das Projekt "Commerzbank Trade Innovation" wird die IT-Plattformen für die Abwicklung des für die Bank wichtigen Trade-Finance-Geschäfts konsolidieren und modernisieren. Im Berichtsjahr wurden die wesentlichen Funktionen für die Inkasso- und Akkreditivabwicklung in allen asiatischen sowie kontinentaleuropäischen Auslandsstandorten in Betrieb genommen. Weiterhin hat die Commerzbank als eine der ersten Banken weltweit Teile der transaktionsbasierten Compliance-Prüfungen automatisiert. Dafür wurde 2018 gemeinsam mit einem Fintech-Unternehmen diese Lösung entwickelt und so die Vorteile des agilen Arbeitens genutzt. In die Zukunft gerichtet sind die Projekte zur Finanzierung und Absicherung der Wertschöpfungskette unserer Kunden auf Blockchain-Basis. Die Nutzung dieser innovativen Technologie eröffnet ein breites Spektrum neuer Möglichkeiten zur Kommunikation und Interaktion zwischen Lieferanten, Logistikunternehmen, Banken und Abnehmern. Als führende Bank des deutschen Außenhandels ist uns die Unterstützung unserer Kunden bei der Abwicklung ihrer Transaktionen Anspruch und Verpflichtung. Die Adaption sinnvoller Zukunftstechnologien und deren Umsetzung in praxisgerechte Lösungen für unsere Kunden ist Kernkompetenz der Bank.
Im Pfandbriefsegment wiederholt ausgezeichnet
Auch im Geschäftsjahr 2018 konnten wir unsere starke Marktstellung im globalen Pfandbriefsegment ausbauen. Unsere Marktposition haben wir im Geschäftsjahr 2018 mit Platz 4 erneut bestätigt. Im Bereich aller Bankanleihen bleiben wir unverändert Marktführer in Deutschland und sind weiterhin sehr aktiv in der Anleihefinanzierung im übrigen Europa, Asien und Nordamerika.
Equity Markets & Commodities
Das Equity Markets & Commodities-(EMC)Geschäft der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten Handels- und Anlageprodukten sowie Teile des Asset-Managements wie das Geschäft für börsengehandelte Indexfonds (ETFs).
Verkauf von EMC
Im Rahmen der strategischen Fokussierung wurde der ausgegliederte Teil des Geschäftsbereichs EMC an die Société Générale verkauft. Der Kaufvertrag zwischen der Commerzbank und der Société Générale wurde am 8. November 2018 unterschrieben. Die Arbeitnehmervertretergremien in Deutschland haben der Transaktion bereits zugestimmt, die weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigung sowie der Zustimmung anderer zuständiger Behörden steht. Nicht Bestandteil der Transaktion sind das Eigenkapitalmarktgeschäft, das das Begleiten von Unternehmen bei der Emission von Aktien und aktienbasierten Finanzierungsinstrumenten ("ECM - Equity Capital Markets") sowie den Aktienhandel ("Equity Trading") und den Aktienvertrieb ("Equity Sales/Brokerage") umfasst. Dies gilt auch für das Geschäft mit Absicherungsprodukten für Rohstoffrisiken. Mit dem Verkauf wurde ein wesentlicher Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" erreicht, die Bank in der Neuausrichtung einfacher und transparenter zu machen und die Ressourcen für das Kerngeschäft freizusetzen. Als Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft werden wir unseren Kunden auch weiterhin das volle Spektrum der Kapitalmarktprodukte anbieten.
Erträge von geringer Volatilität beeinflusst
In einem schwierigen Handelsumfeld gepaart mit einer geringen Kundenaktivität war die Performance des Geschäftsbereichs gegenüber dem Vorjahr insbesondere im Geschäft mit Anlageprodukten rückläufig. Das Asset-Management-Geschäft entwickelte sich im Gegensatz positiv und verzeichnete im Berichtsjahr weitere Zuflüsse. Das EMC-Know-how bei gemanagten Anlagelösungen wurde im Laufe des Geschäftsjahres mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2018 haben wir zahlreiche Awards wie "Best House, Warrants", "Sekundärmarkt Scope" und "Hebelprodukte Zertifikate" gewonnen.
Ausblick Firmenkunden
Auch im laufenden Geschäftsjahr wird sich das Segment Firmenkunden auf die weitere Umsetzung der strategischen Maßnahmen "Commerzbank 4.0" konzentrieren. Dabei werden sowohl die bereits 2016 angekündigten als auch neue, im abgelaufenen Geschäftsjahr gestartete Initiativen aktiv vorangetrieben. Die erfolgreiche Einigung mit den Arbeitnehmergremien im abgeschlossenen Geschäftsjahr, die mit der Implementierung der vereinbarten Zielorganisationsstruktur im Laufe des Jahres 2018 und einem Stellenabbau in den darauffolgenden zwei Jahren einhergehen wird, war hierfür die notwendige Voraussetzung. So wollen wir unsere Marktposition in Deutschland und im Ausland durch die Gewinnung von weiteren Neukunden ausbauen und über 10.000 Neukunden bis spätestens 2020 gewinnen. Dabei werden wir uns im Inland insbesondere auf die mittelständischen Kunden mit einem Umsatz von 15 Mio. Euro bis 100 Mio. Euro konzentrieren. Durch die konsequente Nutzung unserer Stärken in Corporate Finance und Trade Finance, Risikomanagement, internationaler Präsenz und Digitalisierung wird ein besonderer Fokus auf die Gewinnung weiterer Marktanteile gelegt. Das weitere Wachstum bei Kunden wird durch Werbekampagnen und fokussierte Sales-Aktivitäten unterstützt. Neue digitale Angebote werden die Attraktivität der Bank bei Neukunden weiter erhöhen und unsere Bestandskunden noch enger an uns binden. Die Differenzierung von Wettbewerbern wird durch ein neues optimiertes Betreuungsmodell unterstützt, das eine regional breit gestreute persönliche Präsenz der Betreuer mit den digitalen, proaktiv die Kundenverbindung stärkenden Vertriebskanälen kombiniert. Gleichzeitig werden die alten Absatzkanäle durch die Zusammenfassung vergleichbarer Tätigkeiten sowie Verlagerung administrativer Tätigkeiten in die nachgelagerten Bereiche der Bank neu ausgerichtet, um so den Vertrieb zu entlasten und noch stärker auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Darüber hinaus steht die operative Exzellenz im Vordergrund, um für Kunden und Mitarbeiter eine schlanke, weitreichend digitale Abwicklung zu ermöglichen. Unsere führende Marktposition als Mittelstandsfinanzierer wollen wir weiter ausbauen. So werden wir unseren Firmenkunden auch 2019 als kompetenter und verlässlicher Kreditgeber zur Verfügung stehen. Darüber hinaus erwarten wir, dass die nachhaltigen Finanzierungen mit Umwelt- oder Sozialbezug weiter an Bedeutung gewinnen werden, da sich immer mehr Emittenten und Investoren in diesem Segment engagieren. Neben dem Inlandsmarkt werden wir Wachstumsopportunitäten im Ausland nutzen und das internationale Geschäft weiter stärken.# Asset & Capital Recovery
Außerdem wird der strategische Fokus auf dem Ausbau des Geschäfts mit institutionellen Kunden liegen, dafür werden wir 2019 den Geschäftsbereich Institutionals neu ausrichten. Auch im Corporate-Finance- und Trade-Finance-Geschäft wollen wir weiteres Wachstumspotenzial realisieren und dafür den Sektoransatz fokussiert weiterverfolgen. Dabei bleibt die Weiterentwicklung unser IT-Infrastruktur zusammen mit verschiedenen Digital-Initiativen unverändert ein wichtiges Ziel für unsere internen Prozesse sowie die Interaktion mit unseren Kunden sowohl auf der Emittenten- als auch auf der Investorenseite. Im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities sollen Handelsbücher, Kundengeschäft, Mitarbeiter und Teile der IT-Infrastruktur an die Société Générale und zu Lyxor übertragen werden. Die Eingliederung der Mitarbeiter und die Übertragung der Handelsbücher sowie der entsprechenden Aktiva und Passiva sollen schrittweise erfolgen und 2019 beginnen, sobald die relevanten Zustimmungen vorliegen. Bei der Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen wird ein besonderes Augenmerk auf der weiteren Stärkung der Compliance-Kultur im Segment liegen.
Asset & Capital Recovery
In dem Segment Asset & Capital Recovery (ACR) sind die komplexeren Finanzierungen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE), Ship Finance (SF) und Public Finance (PF) enthalten. Die Abbaustrategie des Segments ACR zielt auf die systematische, wertschonende und risikominimierende Abwicklung der einzelnen Segmentportfolios ab, um im Zeitablauf durch den Assetabbau Kapital zur Verwendung in renditestärkeren Geschäftsfeldern freizusetzen.
Ergebnisentwicklung
| scroll | Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränderung in %/%-Punkten |
|---|---|---|---|---|
| Erträge vor Risikoergebnis | 114 | 170 | -33,0 | |
| Risikoergebnis | -8 | n/a | . | |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | -336 | . | |
| Verwaltungsaufwendungen | 72 | 98 | -26,7 | |
| Operatives Ergebnis | 34 | -264 | . | |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 2.174 | 2.982 | -27,1 | |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 1,6 | -8,8 | 10,4 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 63,3 | 57,7 | 5,5 |
¹ Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Konzernabschluss Note 65).
Das Segment ACR hat im Geschäftsjahr 2018 große Fortschritte gemacht, verbliebene, nicht zum Kerngeschäft der Commerzbank zählende Aktiva und Risiken vollständig abzubauen. Das am Exposure at Default gemessene Gesamtvolumen (EaD, inklusive Problemkredite) hat im vergangenen Jahr die Marke von 10 Mrd. Euro unterschritten und ist damit im Vorjahresvergleich um mehr als ein Drittel gesunken. Die erheblich verbesserte Risikosituation kommt auch in der Verringerung insbesondere der am stärksten mit Bonitätsrisiken behaften Teilportfolios, den gewerblichen Immobilen- sowie Schiffsfinanzierungen, zum Ausdruck. Hier werden lediglich noch Restbestände in der Größenordnung von jeweils signifikant unter 1 Mrd. Euro ausgewiesen. Dieser Rückgang ging zudem mit einer substanziell verringerten Belastung für die Ertragsrechnung einher. In der Folge wies das Segment ACR 2018 erstmals ein positives Operatives Ergebnis in Höhe von 34 Mio. Euro aus, nach -264 Mio. Euro im Vorjahr. Die Erträge vor Risikoergebnis gingen um 56 Mio. Euro auf 114 Mio. Euro zurück, was zum einen den stark fortgeschrittenen Abbau der Segmentaktiva widerspiegelt. Zum anderen war die Ertragslage im Jahr 2017 durch einen nicht wiederkehrenden Einmalertrag in Höhe von 68 Mio. Euro begünstigt, der aus der Wertaufholung eines abgeschriebenen Gegenparteirisikos aus Absicherungsgeschäften resultierte. Des Weiteren wird die Ertragslage seit Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 zum 1. Januar 2018 stärker als zuvor durch Bewertungsergebnisse von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beeinflusst. Seit Jahresbeginn 2018 wird das Schiffsfinanzierungsportfolio erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, das heißt Marktwertschwankungen der Schiffskredite wirken sich nicht im Risikoergebnis aus. Während die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Vorjahreszeitraums mit - 336 Mio. Euro noch nahezu ausschließlich Wertberichtigungen auf dieses per Jahresende 2017 noch erheblich größere Portfolio betraf, spiegelt das Risikoergebnis im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von - 8 Mio. Euro hauptsächlich Risikovorsorge für den Restbestand gewerblicher Immobilienkredite wider. Im Einklang mit dem Portfolioabbau sowie angepassten Mitarbeiterkapazitäten wurde der Verwaltungsaufwand strategiekonform um weitere 26 Mio. Euro auf 72 Mio. Euro gesenkt. Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum 2018 ein positives Ergebnis vor Steuern von 34 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat es sich damit um 298 Mio. Euro verbessert.
Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr
Abbaustrategie weiter fortgesetzt
Für alle im Segment ACR gebündelten Aktiva wird im Rahmen einer umfassenden Steuerung die Abbauplanung für alle ACR-Portfolios erstellt. Bei der Reduzierung des EaD (inklusive NPL) wird dem Abbau von risikoreicheren Aktiva Priorität eingeräumt, wofür das ACR-Management über ein effizientes Instrumentarium zur Portfolioreduzierung verfügt. Neben aktiven Restrukturierungen und der Nutzung von Marktopportunitäten ermöglicht der Zugang zu Investoren und Kapitalmärkten einen gezielten Aktivaabbau durch Teilportfolioverkäufe, sofern dadurch Kapital freigesetzt werden kann. Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte ein wertschonender Bestandsabbau um mehr als 5 Mrd. Euro auf 8,9 Mrd. Euro EaD (inklusive NPL). Das EaD-Volumen des CRE- und Ship-Finance-Portfolios lag per Ende 2018 bei rund 1,3 Mrd. Euro. Die Risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken im Vergleich zum Vorjahr um 6 Mrd. Euro auf 12 Mrd. Euro. Dem Segment ACR stehen weiterhin gut qualifizierte Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen in den Assetklassen zur Verfügung. Die operative Stabilität der Einheiten des Segments ACR ist gewährleistet.
Commercial Real Estate
Im Geschäftsjahr 2018 wurde das CRE-Gesamtvolumen (EaD) durch aktives Management um 0,6 Mrd. Euro (-43 %) auf 0,8 Mrd. Euro weiter abgebaut. Dabei ging das EaD in CRE Inland, das noch rund 33 % des CRE-Gesamt-Exposures umfasst, um 39 % auf 0,3 Mrd. Euro zurück. Beim CRE-Auslands-Exposure, auf das rund 67 % des Gesamt-CRE-Portfolios entfallen, reduzierte sich das EaD im Laufe des Jahres 2018 um 45 % auf 0,6 Mrd. Euro. Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Nutzungsarten Handel (0,4 Mrd. Euro) und Logistik (0,2 Mrd. Euro).
Ship Finance
Im Geschäftsjahr 2018 konnte das in ACR verbuchte Bestandsvolumen (EaD) von 2,6 Mrd. Euro um 2,2 Mrd. Euro auf 0,4 Mrd. Euro reduziert werden. Die Bulker- und Containermärkte konnten sich in der ersten Jahreshälfte 2018 weiter erholen, ausgehend von ihrem teilweise deutlichen Anstieg 2017, nachdem sie 2016 historische Tiefststände erreicht hatten. In der zweiten Jahreshälfte allerdings schwächten sich die Charterraten in beiden Segmenten teilweise deutlich ab und lagen bei Capesize-Bulkern unter dem Niveau von 2017. Hervorgerufen wurde diese Abschwächung teilweise durch eine nachlassende Nachfrage und teilweise durch hohe Schiffsablieferungen bei gleichzeitig extrem niedriger Verschrottung. Eine vollständige Kapitaldienstfähigkeit war somit auch im Berichtsjahr nicht gegeben. Ein gegensätzliches Bild zeigten die Tankermärkte, die, bedingt durch das Überangebot an Tonnage aus den vergangenen Jahren, bis in das dritte Quartal 2018 hinein rückgängige Charterraten zeigten. Abnehmende Neuablieferungen plus sehr rege Verschrottungen in Verbindung mit einer aufgrund der guten Weltkonjunktur stärker als erwarteten Rohölnachfrage ließen die Charterraten ab dem vierten Quartal des Berichtsjahres sprunghaft steigen. Damit konnte temporär eine Wiederaufnahme des Regelkapitaldienstes erreicht werden. Das Portfolio verteilt sich hauptsächlich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (0,1 Mrd. Euro), Tanker (0,2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,1 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio (0,1 Mrd. Euro) beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.
Public Finance
Die Bestände im Bereich Public Finance umfassten zum Jahresultimo 2018 Forderungen aus Finanzierungen und synthetischen Kreditpositionen gegenüber Gebietskörperschaften, anderen öffentlichen oder Gewinn- und Institutionen, Versorgern, Gesellschaften oder Finanzierern. Das Bestandsvolumen (EaD) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,3 Mrd. Euro auf 7,7 Mrd. Euro reduziert werden. Das überwiegende Exposure liegt in Westeuropa und Nordamerika.
Ausblick Asset & Capital Recovery
Die Abbaustrategie für das Segment ACR wird auch in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Zielsetzung bleibt der wertschonende, im Zeitablauf vollständige und Kapital freisetzende Abbau der verbliebenen Bestandsportfolios und Restrisiken. Von Möglichkeiten des Asset- beziehungsweise des Portfolioverkaufs wird weiterhin Gebrauch gemacht, wenn der Verkauf ökonomisch sinnvoll ist. Per Jahresende 2019 strebt das Segment ACR eine weitere Verringerung des Bestandsportfolios in den Bereichen CRE und SF auf eine aus Risikosicht vernachlässigbare Größenordnung an. Im Bereich CRE ist aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sowie des bislang unveränderten Anlagedrucks bei Groß- wie auch Kleinanlegern von einer weiterhin hohen Attraktivität der Assetklasse Immobilien auszugehen. Es werden noch stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet. Im Bereich Ship Finance hängt die Geschwindigkeit des zukünftigen Portfolioabbaus weiterhin maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Schifffahrtsmärkte ab. Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Großbritannien und den USA, abhängig. Der Bereich Public Finance wird auch künftig sich bietende Gelegenheiten zum risikoorientierten und ergebnisschonenden Asset- und Portfolioabbau suchen und nutzen.Aufgrund der ausgeweiteten Marktwertbilanzierung der Kredit- und Wertpapierbestände können Berichtszeiträume mit einem negativen Ertragssaldo auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden; das Ausmaß der Ertragsvolatilität sollte aber infolge des stark verringerten Restportfolios im Zeitablauf stetig zurückgehen.
Sonstige und Konsolidierung
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im Jahr 2018 auf - 153 Mio. Euro, gegenüber - 122 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang um 31 Mio. Euro beruht in erster Linie auf einem im Vorjahr enthaltenen Einmalertrag aus einem Immobilienverkauf. Kompensierend wirkten unter anderem rückläufige Belastungen aus den Effekten der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie ein Rückgang der dem Bereich Sonstige und Konsolidierung zugeordneten externen Fundingkosten.
Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung betrug im Jahr 2018 ebenfalls - 153 Mio. Euro und verbesserte sich damit im Vorjahresvergleich um 777 Mio. Euro. Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro zur Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" angefallen.
Unsere Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter leisten einen entscheidenden Beitrag zu unserem unternehmerischen Erfolg. Durch ihr Engagement und ihre Qualifikation sind wir gut gerüstet, um uns im Wettbewerb zu behaupten und unsere wirtschaftlichen Ziele nachhaltig zu erreichen. Unser Anspruch ist es, mit unserer Personalarbeit die Attraktivität der Commerzbank als Arbeitgeber kontinuierlich zu verbessern. Dazu wollen wir ein Umfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeiter im Hinblick auf ihre Fähigkeiten bestmöglich entwickeln können. Gleichzeitig sollen sie ihre beruflichen und privaten Belange gut miteinander vereinbaren können.
Unsere Unternehmenskultur ist geprägt von einem einheitlichen Führungsverständnis sowie unseren Werten und Verhaltensgrundsätzen. Diese bieten unseren Mitarbeitern Orientierung für einen fairen und kompetenten Umgang miteinander sowie mit unseren Kunden und Geschäftspartnern.
Kopfzahlen
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Gesamtzahl Beschäftigte Konzern | 49.410 | 49.417 |
| Gesamtzahl Beschäftigte AG | 34.001 | 33.850 |
Zum Jahresende 2018 waren im Commerzbank-Konzern 49.410 Mitarbeiter beschäftigt, nach 49.417 Mitarbeiter im Vorjahr. Einem planmäßigen Mitarbeiterabbau stand ein Zuwachs bei der polnischen mBank-Gruppe gegenüber. Aufgrund der Integration der IT-Tochter Commerz Systems GmbH in die Commerzbank Aktiengesellschaft stiegen die ausgewiesenen Mitarbeiterzahlen der Commerzbank Aktiengesellschaft entsprechend an. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 43.412 gegenüber 43.560 im Vorjahr (die Vollzeitkräfte ohne Nachwuchskräfte lagen bei 41.486, nach 41.814 im Vorjahr).
Die folgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten zum Jahresende nach Segmenten beziehungsweise nach Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen. Die Stabs-/Steuerungsfunktionen erfüllen zentrale Aufgaben im Rahmen der Konzernsteuerung. Die Unterstützungsfunktionen stellen den reibungslosen Geschäftsablauf des operativen Bankbetriebs sicher. Die Kosten der Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen werden mittels interner Verteilungsschlüssel im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet.
Vollzeitkräfte
| 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | |
|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 20.235 | 20.534 |
| Firmenkunden | 5.665 | 5.484 |
| Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen² | 17.512 | 17.542 |
| Konzern gesamt | 43.412 | 43.560 |
¹ Vorjahr angepasst.
² Stabs-/Steuerungsfunktionen: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Tax, Group Treasury sowie Big Data & Advanced Analytics und die zentralen Risikofunktionen. Unterstützungsfunktionen: Group Digital Transformation & Strategy, Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center.
In der Berichterstattung sind die Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.
Mit rund 73 % ist der größte Teil der Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) beträgt rund 21 Jahre. 17 % der Beschäftigten sind bis zu 9 Jahren im Unternehmen angestellt, 29 % zwischen 10 und 19 Jahren und gut die Hälfte 20 Jahre und mehr. Die Fluktuationsquote lag 2018 bei 4,8 %, nach 4,6 % im Jahr 2017.
Commerzbank treibt Digitalisierung weiter voran
Die Commerzbank hat ihr strategisches Programm "Commerzbank 4.0" im Berichtsjahr weiter vorangetrieben und damit ihr Ziel, sich zu einem digitalen Technologieunternehmen zu entwickeln, fortgesetzt. Der Personalbereich hat die Geschäftseinheiten auf ihrem Weg in die neue Zielstruktur begleitet und den bis Ende 2020 geplanten Stellenabbau planmäßig weiter sozialverträglich umgesetzt. Um auch unsere Mitarbeiter gut auf den Veränderungsprozess der Bank vorzubereiten, haben wir das Portal "Neue Perspektiven" erstellt. Dort haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, sich über interne und externe Perspektiven zu informieren. Sie können ihre beruflichen Möglichkeiten ausloten und erhalten Unterstützung bei der Vorbereitung auf eine berufliche Veränderung.
Umbau der Zentrale für eine leistungsfähigere Bank
Mit "Campus 2.0" hat die Commerzbank im Berichtsjahr einen grundlegenden Umbau ihrer Konzernzentrale begonnen. Das Programm ist der nächste Schritt, um die Bank in ein digitales Technologieunternehmen zu transformieren. Jedes Produkt und jeder Service wird dabei künftig von einer klar definierten Organisationseinheit, einem sogenannten Cluster, entwickelt und verantwortet. Die neue Cluster-Lieferorganisation wird integraler Bestandteil der Bank sein. Damit wollen wir die Zentrale der Bank leistungsfähiger und effizienter machen, um schneller und beweglicher am Markt und für die Kunden zu werden. Der Personalbereich hat die Gremienverhandlungen von "Campus 2.0" maßgeblich unterstützt und die personalwirtschaftliche Umsetzung zum Umbau der Konzernzentrale konzipiert.
Mitarbeiter fit für den digitalen Wandel machen
Wir wollen unsere Mitarbeiter und Führungskräfte optimal auf die digitale Welt vorbereiten. Denn nur, wenn diese den Wandel der Bank mitgehen, wird uns die Entwicklung zu einem digitalen Technologieunternehmen gelingen. Dazu bieten wir bankweite Maßnahmen an, mithilfe derer Mitarbeiter und Führungskräfte ihr Wissen zur Digitalisierung ausbauen können. Neben Präsenzveranstaltungen stellen wir ihnen auch innovative digitale Lernprogramme zur Verfügung. Darüber hinaus vermitteln wir unseren Mitarbeitern umfangreiches Wissen in agilen Arbeitsmethoden.
Auch bei der Nachwuchsförderung gehen wir neue Wege. Schon im Vorjahr haben wir mit unserem internationalen Traineeprogramm im Digitalbanking zahlreiche Hochschulabsolventen aus den MINT-Fachrichtungen für die Commerzbank gewinnen können. Im Berichtsjahr haben wir erneut knapp 20 Hochschulabsolventen in dieses Traineeprogramm aufgenommen. Damit bauen wir die notwendigen Kompetenzen für unsere Digitalstrategie aus.
Auch in unserem Personalbereich wird die Digitalisierung erlebbar. So haben wir im Berichtsjahr zahlreiche Personalprodukte modernisiert und neue digitale Produkte eingeführt, darunter ein neues Mitarbeiterportal und eine neue Lernplattform. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Prozesse der Personalarbeit weiter zu digitalisieren und zu vereinfachen.
Starke Kultur der Integrität fördert langfristiges Wachstum der Bank
Compliance und Integrität sind in unserer Unternehmenskultur fest verankert. Denn sie schützen unsere Reputation, stärken unsere Marke und verhelfen uns damit zu langfristigem wirtschaftlichem Erfolg. Erstmals im Berichtsjahr haben wir den "Culture of Integrity Award" vergeben. Den Preis erhalten Mitarbeiter, die sich beim Thema Integrität besonders vorbildlich verhalten haben. Mit unseren ComWerten schaffen wir seit Jahren die Basis für eine verbindende und verbindliche Unternehmenskultur. Im Berichtsjahr hat die Commerzbank ihre ComWerte überarbeitet und um den Wert "Mut" ergänzt. Wir sind davon überzeugt, dass es den Mut jedes Einzelnen braucht, um neue Wege zu gehen und dabei Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Dazu zählt auch, bewusst Dinge nicht zu tun und aus Fehlern zu lernen.
Auf unseren ComWerten basieren auch unsere aktualisierten Verhaltensgrundsätze, die wir nach einer Überarbeitung im Vorjahr in mehreren Wellen konzernweit eingeführt haben. Sie geben uns Orientierung für korrektes und moralisch einwandfreies Verhalten in der täglichen Arbeit. Gleichzeitig hat die Bank den Prozess zum Konsequenzenmanagement weiter ausgebaut. Dieser regelt den einheitlichen Umgang mit Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften, regulatorische Vorgaben oder interne Richtlinien.
Diversity-Management fest in der Personalstrategie verankert
Diversity und Inclusion prägen die Unternehmenskultur der Commerzbank und sind wesentliche Elemente unserer Personalarbeit.# Berichterstattung über Mitarbeiter und Vergütung
Wir bekennen uns klar zu einem vorurteilsfreies Arbeitsumfeld, in dem Individualität und Vielfalt unserer Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner nicht nur akzeptiert, sondern erwünscht sind. Wir sind überzeugt, dass wir davon auch als Bank profitieren. Dieses Verständnis wollen wir auch in Zukunft bei unseren Mitarbeitern und Führungskräften verankern. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt haben wir uns im Berichtsjahr wieder an zahlreichen Aktionen beteiligt, darunter dem deutschen Diversity-Tag und der Aktion "#Flagge für Vielfalt". Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stand die Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Als erste Bank in Deutschland hat die Commerzbank 2018 einen Aktionsplan zur Inklusion auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Damit verpflichtet sie sich, bis 2023 zahlreiche Maßnahmen umzusetzen, um die Situation von Menschen mit Behinderungen in der Bank und in ihren Geschäftsbeziehungen zu verbessern. Die Commerzbank hat darüber hinaus das neu gegründete Mitarbeiternetzwerk für Menschen mit Behinderungen "IDEAL" unterstützt.
Bank setzt sich für Balance zwischen Familie und Beruf ein
Wir sind davon überzeugt, dass unsere Mitarbeiter motivierter und leistungsfähiger sind, wenn sie Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können. Daher unterstützen wir sie in unterschiedlichen Lebensphasen mit zahlreichen Angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Betreuungsangebote für Kinder, flexible Arbeitszeitmodelle und Teilzeitangebote wie zum Beispiel "Keep in Touch". Auch die Unterstützung von Mitarbeitern, die Angehörige pflegen, ist uns wichtig. Bereits seit vielen Jahren arbeitet die Commerzbank daher mit professionellen Partnern zusammen, die unsere Mitarbeiter beraten und Leistungen vermitteln. Für unsere familien- und lebensphasenorientierte Personalpolitik haben wir im Berichtsjahr mehrere Prädikate und Auszeichnungen erhalten. Das Veranstaltungsangebot der Bank und diverser Mitarbeiternetzwerke bieten unseren Mitarbeitern außerdem die Gelegenheit, sich innerhalb und außerhalb der Bank zu informieren und auszutauschen.
Förderung von weiblichen Führungskräften bleibt Anspruch der Bank
Die Commerzbank hat im Berichtsjahr die "Women's Empowerment Principles" der Vereinten Nationen unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die Bank, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, und setzt ein Zeichen zur Stärkung von Frauen im Unternehmen. Auch die Förderung weiblicher Führungskräfte bleibt ein wichtiger Anspruch der Commerzbank. Mit einem Anteil von 30,8 % hat die Commerzbank 2018 mehr Frauen in Führungspositionen als im Vorjahr beschäftigt. Die Bank nähert sich damit ihrem selbst gesetzten Ziel, 35 % aller Führungspositionen bis Ende 2021 mit Frauen zu besetzen. Um dies zu erreichen, hat die Bank im Berichtsjahr verschiedene Maßnahmen eingeleitet. So soll unter anderem bei jeder neu zu besetzenden Führungsposition immer sowohl mit männlichen als auch weiblichen Kandidaten gesprochen werden, bevor eine Besetzungsentscheidung getroffen wird. Ausschlaggebend für die Besetzung einer Position bleiben Qualifikation und Kompetenz.
Umfangreiches Angebot zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter
Die Commerzbank fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Denn wir sind überzeugt, dass sich gesundes Arbeiten und Leben positiv auf deren Motivation und Leistungsfähigkeit auswirkt. Schon seit vielen Jahren haben wir daher Gesundheitsziele fest in unserer Personalpolitik verankert. Unser Gesundheitsangebot ist vielfältig und zielt darauf, Mitarbeiter und Führungskräfte zu befähigen, mit den gesundheitlichen Herausforderungen umzugehen, die sich aus dem digitalen Umbau der Arbeitswelt ergeben. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern Qualifizierungsangebote und Aktionen zu Gesundheitsthemen, die sie dabei unterstützen, sich im Arbeitsalltag gesundheitsförderlich zu verhalten. So beteiligte sich die Commerzbank im Berichtsjahr erneut am Schrittwettbewerb "Global Challenge", bei dem etwa 1.600 Mitarbeiter insgesamt mehr als 1,5 Millionen Kilometer zurücklegten. Daneben stehen unseren Mitarbeitern in den bundesweit rund 160 Betriebssportgruppen der Commerzbank mehr als 50 Sportarten zur Verfügung. Neben der körperlichen Gesundheit nimmt die Commerzbank mit ihrem ganzheitlichen und vernetzten Ansatz beim betrieblichen Gesundheitsmanagement auch die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter sehr ernst. So bietet sie mit dem "Employee Assistance Program" ihren Mitarbeitern fachkundige Beratung in schwierigen Berufs- und Lebenslagen.
Attraktive Zusatzleistungen für Mitarbeiter
Zusätzlich zur Vergütung bietet die Commerzbank ihren Mitarbeitern weitere attraktive Zusatzleistungen an. Damit wollen wir ein gutes Arbeitsumfeld schaffen, Anerkennung zeigen und uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. So ergänzt die Commerzbank die gesetzliche Rente durch eine betriebliche Altersversorgung. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr unsere steuerbegünstigten Entgeltumwandlungsmodelle Direktversicherung und Pensionskasse vor dem Hintergrund des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes ausgeweitet. Wie schon in den Vorjahren konnten unsere Mitarbeiter auch 2018 zahlreiche Extras wie das Bike- oder Bankwagenleasing in Anspruch nehmen. Rund 6.500 Mitarbeiter haben das Angebot genutzt. Dabei fördert die Bank Elektromobilität und bot bereits zum zweiten Mal ein Elektroauto als Leasingaktionsfahrzeug an. Außerdem konnten unsere Mitarbeiter im Berichtsjahr erneut hochwertige IT-Geräte für den privaten Gebrauch leasen. Etwa 7.000 Mitarbeiter haben das Angebot in Anspruch genommen und rund 18.000 Geräte bestellt.
Vergütung
Die Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.
Prognose- und Chancenbericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Die Weltwirtschaft wird 2019 wohl etwas langsamer wachsen. Das größte Risiko geht von China aus, wo die Wirtschaft deutlich an Fahrt verloren hat. Hinzu kommt der Handelsstreit mit den USA, der den Ausblick für die chinesische Wirtschaft zusätzlich belastet. Der Politik dürfte es aber wie schon in früheren Jahren gelingen, einen Einbruch der Wirtschaft, der die politische und gesellschaftliche Stabilität gefährden könnte, zu verhindern. Die Regierung hat bereits Gegenmaßnahmen ergriffen und private Haushalte und Unternehmen durch Steuersenkungen entlastet. Hinzu kommt eine Lockerung der Geldpolitik. Sollten die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, dürften weitere folgen.
In den USA wird sich der Aufschwung 2019 wohl fortsetzen. Übertreibungen, deren Korrektur die Wirtschaft in eine Rezession treiben könnte, sind nicht auszumachen. Allerdings werden die Zinserhöhungen und der nachlassende Impuls seitens der Finanzpolitik wohl für etwas moderateres Expansionstempo sorgen. Mit 2,5 % wird die US-Wirtschaft 2019 aber immer noch stärker wachsen als das Produktionspotenzial. Die schon sehr niedrige Arbeitslosigkeit wird weiter fallen. Dies dürfte den unterliegenden Preisauftrieb weiter leicht verstärken. Die US-Notenbank wird ihre Leitzinsen 2019 wohl nicht weiter anheben. Das größte Risiko droht der US-Wirtschaft von der Politik. Der Streit zwischen Republikanern und Demokraten, die seit den Wahlen im November über eine Mehrheit im Repräsentantenhaus verfügen, und der Handelsstreit mit China sorgen für Verunsicherung.
| Reales Bruttoinlandsprodukt | Veränderung ggü. Vorjahr | 2018 | 20191 | 20201 |
|---|---|---|---|---|
| USA | 2,9 % | 2,5 % | 1,8 % | |
| Euroraum | 1,8 % | 1,4 % | 1,6 % | |
| Deutschland | 1,5 % | 1,2 % | 2,0 % | |
| Mittel- und Osteuropa | 3,0 % | 1,6 % | 2,2 % | |
| Polen | 5,1 % | 3,2 % | 3,3 % |
1 Werte für die Jahre 2019 und 2020 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Im Euroraum hat die Konjunktur 2018 merklich an Schwung verloren. Ein Abgleiten der Wirtschaft in eine Rezession ist gleichwohl wenig wahrscheinlich. So wird die Binnennachfrage weiterhin durch die expansive Geldpolitik der EZB angeschoben. Zwar hat die EZB zum Jahreswechsel ihr Anleihekaufprogramm eingestellt, das bedeutet aber nicht das Ende der lockeren Geldpolitik. Der EZB-Einlagensatz dürfte noch längere Zeit bei - 0,4 % liegen. Die niedrigen Zinsen machen die immer noch hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte tragbar. Auch das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich mit der Stabilisierung der chinesischen Konjunktur wieder etwas aufhellen. Trotz eines wieder anziehenden Wirtschaftswachstums im Verlauf des Jahres wird im Jahresdurchschnitt 2019 aber wohl nur ein Plus von knapp 1,4 % zu Buche stehen. Der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU wird die Konjunktur im Euroraum wohl nur kurzfristig beeinträchtigen. Ein Abgleiten der Wirtschaft in eine Rezession ist wenig wahrscheinlich. Dies gilt selbst für den Fall, dass sich EU und Großbritannien nicht auf ein Austrittsabkommen einigen. Denn auch dann werden beide Seiten bestrebt sein, die wirtschaftlichen Verwerfungen zu minimieren.
Die deutsche Wirtschaft dürfte nach dem schwachen zweiten Halbjahr 2018 im Verlauf von 2019 wieder an Schwung gewinnen. Gestützt wird die Konjunktur vor allem durch eine weiterhin rege Investitionstätigkeit. Aber auch vom Konsum und Export dürften im Verlauf des Jahres wieder stärkere Impulse ausgehen. Für das Gesamtjahr ist mit einem Zuwachs von 1,2 % zu rechnen, nach 1,5 % im vergangenen Jahr. Allerdings ist auch zu beobachten, dass die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen bereits seit Jahren stärker steigen als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen - treiben die niedrigen Zinsen die Preise weiter in die Höhe.# Makroökonomisches Umfeld und Finanzmärkte 2019
Das Ende der Zinserhöhungen in den USA und die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der EZB werden 2019 das Bild an den Finanzmärkten prägen. Auch nach dem Ende des EZB-Anleihekaufprogramms wird die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen nicht wesentlich steigen. Das liegt nicht nur an der fehlenden Aussicht auf einen echten Zinserhöhungszyklus, sondern auch daran, dass die EZB die fällig werdenden Anleihen weiter reinvestieren wird. Damit wird sie noch lange knapp ein Drittel der Staatsanleihen besitzen und deren Laufzeitenprämie dauerhaft drücken. Der Euro dürfte gegenüber dem US-Dollar 2019 eher aufwerten. Das liegt jedoch nicht an einer Eurostärke, sondern an einer Schwäche des Dollar, der unter dem sich abzeichnenden Ende des Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank leiden dürfte. Die Aktienmärkte dürften sich 2019 von dem Rückschlag im vergangenen Jahr erholen, wenn klar wird, dass keine globale Rezession droht. Außerdem stützt die fortgesetzt lockere Geldpolitik die Bewertungen der Aktien.
| Wechselkurse | 31.12.2018 | 31.12.2019¹ | 31.12.2020¹ |
|---|---|---|---|
| Euro/US-Dollar | 1,15 | 1,24 | 1,32 |
| Euro/Pfund | 0,90 | 0,89 | 0,92 |
| Euro/Zloty | 4,29 | 4,25 | 4,20 |
¹ Werte für die Jahre 2019 und 2020 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Künftige Situation der Bankbranche
Unsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen und strukturellen Entwicklungstendenzen in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Allerdings sind die Risiken für den kurzfristigen Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in den vergangenen Monaten weiter gestiegen und im Unterschied zur Situation vor einem Jahr überwiegen nun die Abwärtsrisiken. Von dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld wird die Finanzwirtschaft 2019 weniger Impulse als in den beiden Vorjahren erhalten. Positiv ist zu bewerten, dass die Weltwirtschaft, der Euroraum und Deutschland dabei auf Wachstumskurs bleiben und im wahrscheinlichsten Szenario keine Rezession droht. Das Firmen- und Unternehmerkundengeschäft wird Impulse vom weiteren Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen und der Exporte erhalten, allerdings in einem geringeren Maße als 2018. Das Geschäft mit Privatkunden dagegen dürfte vom stabilen Zuwachs des privaten Verbrauchs, der Bauinvestitionen, dem weiterhin starken Arbeitsmarkt und der hohen Sparfähigkeit erneut positiv beeinflusst sein. Hohe Tilgungsleistungen der Kunden und die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen werden zusammen mit dem scharfen Wettbewerb das Wachstum der Erträge aber auch begrenzen.
Hinzu kommt, dass sich im Euroraum auch 2019 kein klassischer Zinserhöhungszyklus herausbilden wird. Mit einer Anhebung des Einlagensatzes rechnen wir erst ab März 2020. Eine wirkliche Wende der Geldpolitik und eine spürbar steilere Zinsstrukturkurve sind im Euroraum weiterhin nicht in Sicht. Die Banken bleiben daher von dieser Seite her anfällig und die Anreize für Marktteilnehmer, in zu risikoreiche Anlagen zu investieren, werden nicht geringer. Die im Berichtszeitraum gestiegenen Abwärtsrisiken und ihre schärfere Wahrnehmung bergen alles in allem die Gefahr, dass die privaten Wirtschaftssubjekte ihre Konsum- und Investitionsentscheidungen überdenken und somit das Firmen- und Privatkundengeschäft sowohl auf der Ebene des Zins- als auch des Provisionsgeschäfts stärkeren Gegenwind vom real- und finanzwirtschaftlichen Umfeld erfahren, als das bisher angenommen worden ist. Die in letzter Zeit gestiegene Diskrepanz zwischen den im Grunde noch immer soliden Wachstumsaussichten in der Realwirtschaft und der zunehmenden Verunsicherung von Investoren und Unternehmen lastet auf dem bankwirtschaftlichen Umfeld. Im Falle von Übertreibungen an den Finanzmärkten und Fehlallokationen in der Realwirtschaft als Folge der lang anhaltenden expansiven Geldpolitik wäre der Bankensektor im Zins- und Provisionsgeschäft direkt betroffen. Durch die vorangegangene relativ hohe Bewertung bei Aktien und Renten, auf den Immobilienmärkten und im Bereich Private Equity hat sich ein großes Enttäuschungspotenzial aufgebaut, das sich durch das verschlechterte Umfeld für manche Risikoanlagen 2018 noch nicht aufgelöst haben könnte. Die Erwartungen der Marktteilnehmer weisen immer noch ein hohes Maß an Homogenität aus. Anleger, die normalerweise in sichere Assets investieren, könnten im Falle von (weiteren) Marktturbulenzen panisch reagieren, die Bedeutung von prozyklisch agierenden Investoren ist deutlich gewachsen.
Die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank haben in ihren Berichten zur Finanzstabilität zuletzt auf das herausfordernde Umfeld für den Finanzsektor hingewiesen: Der deutsche Bankensektor sei gegenüber einem Szenario, in dem sich das makroökonomische Umfeld unerwartet stark verschlechtert, verwundbar geworden. Das Risiko von Ängsten um die Schuldentragfähigkeit in hoch verschuldeten Ländern sei ebenso gewachsen wie die potenzielle Gefahr von Liqiditätsverspannungen im Investmentfondssektor. Außerdem wird auf das Risiko eines ruckartigen Anstiegs der Risikoprämien sowie auf Gefahren für die Intermediationsfähigkeit von Banken hingewiesen.
Ein weitgehend ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Übergangsfrist und ohne ausverhandeltes Freihandelsabkommen könnte dem deutschen Bankensektor - trotz leicht positiver Wertschöpfungseffekte durch Verlagerungen von marktnahen Finanzdienstleistungen nach Deutschland - kurzfristig Schaden zufügen. Denn das derzeitige Ausmaß der Integration zwischen Großbritannien und der EU, insbesondere mit Deutschland, ist angesichts der Spezialisierung im Binnenmarkt und der internationalisierten Wertschöpfungsketten sehr groß. Das Auslandsgeschäft der Banken mit wichtigen deutschen exportstarken Industriekunden könnte beeinträchtigt werden. Das gilt besonders - über den Handelskanal - für die Branchen Automobile, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie und Pharma sowie für das Ernährungsgewerbe und die Textilindustrie. Lieferungen von Vorleistungen sind sowohl für Deutschland als auch für Großbritannien zudem makro- und mikroökonomisch relevant. In Deutschland hängen nach Untersuchungen des Ifo-Instituts gut 550.000 Arbeitsplätze am Export in das Vereinigte Königreich, womit direkt auch das Geschäft mit privaten Bankkunden betroffen wäre. Deutschland ist aber nicht nur beim Warenhandel, sondern auch bei den Dienstleistungen einer der größten Exporteure weltweit. Dienstleistungen sind ein sehr wichtiger Teil heimischer wie grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten und ergänzen Warenexporte häufig. Die Deutsche Bundesbank hat zuletzt aufgezeigt, dass die Kosten einer Erhöhung von Handelsbarrieren bei Dienstleistungen für einzelne Länder von großer Bedeutung sein können. Hinzu kommt, dass ein Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion den Handel mit den anderen EU-Staaten beeinträchtigen könnte. Die Banken sind darauf angewiesen, dass ihre Kreditkunden die Gefahren des Austritts für ihre eigenen Geschäftsmodelle erkennen und reduzieren.
Kurzfristig bestünden ganz allgemein große Abwärtsrisiken für das makroökonomische Umfeld durch Nervosität der Marktteilnehmer und politische Unsicherheiten mit negativen Auswirkungen auf die Dispositionen der Kunden des Bankensektors. Hierzu könnte auch die Wahrnehmung schwerwiegender institutioneller Folgen des Austritts eines der drei größten Mitgliedstaaten (hinsichtlich der Machtbalance in der EU, möglicher Richtungswechsel in Freihandelsfragen und Auswirkungen auf den EU-Haushalt) beitragen. Sollte die britische Regierung die Aufsichtsstandards für die Geldbranche nach dem Brexit aufweichen, um das Londoner Finanzzentrum zu stützen, wäre die Konkurrenzfähigkeit der Banken in den verbleibenden EU-Ländern beeinträchtigt. Wenn das europäische Finanzzentrum London seinen uneingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt verliert, würde im Bereich des Investmentbankings die Fragmentierung zunehmen, Eigenkapital, Liquidität und andere Ressourcen dadurch separat gebunden werden müssen und darunter dann die Profitabilität leiden. Aufgrund von Engpässen, Friktionen und fehlenden Zulassungen könnten manche Aktivitäten nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank schlimmstenfalls ganz eingestellt werden müssen.
An den Märkten halten sich Unsicherheiten über die Kapitalausstattung, die Bewertung von Kreditrisiken und Kreditsicherheiten, über Zinsänderungsrisiken, notleidende Kredite, Cyberrisiken und insbesondere über die Ertragslage der europäischen Banken. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. Universalbanken müssen zeigen, dass sie die im derzeitigen regulatorischen Umfeld hohen Komplexitätskosten trotz hierzulande relativ geringer Marktanteile durch Skaleneffekte auffangen können. Es ist weiterhin eine wesentliche Herausforderung der Banken, ihre Geschäftsmodelle - angesichts fortbestehender Überkapazitäten in einigen Ländern, auch im Zusammenspiel mit neuen technologiegetriebenen Wettbewerbern - den veränderten Bedingungen anzupassen, Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Hierzu ist es erforderlich, die Modernisierung des Bankbetriebes konsequent voranzutreiben und ausreichende Kapazitäten für die Digitalisierung bereitzustellen.
Der Bankensektor im Euroraum steckt alles in allem noch mitten in einem längeren Strukturwandel. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva in der immer mehr von Digitalisierung und Automatisierung geprägten Branche bleiben für den Bankensektor wichtige Voraussetzungen, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen.Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen bleibt durch den wirtschaftspolitischen Kurs, den Fachkräftemangel und die drohenden erheblichen Einschnitte bei den EU-Infrastrukturmitteln mittelfristig etwas eingetrübt. Zudem würden die engen Handels- und Einkommensbeziehungen zu Großbritannien kurzfristig Verunsicherungen im Falle eines ungeordneten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU verursachen. Konjunkturell betrachtet wächst die polnische Wirtschaft hingegen weiterhin relativ kräftig. Dem starken Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung von 5,1 % im Berichtsjahr dürfte 2019 aber ein Tempoverlust - auf ein Wachstum von 3,2 % - folgen. Der private Konsum wird beim Wachstum wieder eine wichtige Rolle spielen, verstärkt durch fiskalpolitische Maßnahmen wie Förderprogramme für Familien und Rentner. Allerdings scheint das Konsumentenvertrauen seinen Zenit überschritten zu haben, sodass der gewichtige private Verbrauch in diesem Jahr weniger dynamisch als 2018 zulegen dürfte. Es ist damit zu rechnen, dass zum Ende der Förderperiode vermehrt EU-Fördermittel abgerufen werden, was die Investitionen 2019 stützen sollte. Die positive Entwicklung von Löhnen und Arbeitslosigkeit sollte grundsätzlich zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die solide Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln.
Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns
Geplante Finanzierungsmaßnahmen
Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und Gewinn- und-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Geplante Investitionen
Durch die fortschreitende Digitalisierung von Produkten und Prozessen im Konzern können Leistungen zukünftig effizienter und schneller erstellt werden. Daher plant die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2019 mit Investitionsaufwendungen von rund 0,7 Mrd. Euro, nach 1 Mrd. Euro im Vorjahr. Davon entfallen rund zwei Drittel auf IT-Investitionen. Der Schwerpunkt der Investitionen entfällt dabei auf weitere Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierung sowie auf Regulatorik.
Privat- und Unternehmerkunden
Maßgebend für die Investitionen in der Filialbank für 2019 sind weiterhin die zentralen Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" mit den vier Stoßrichtungen Digitalisierung, Kunden, Produkte und Kanäle sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt weiterhin auf Wachstum über Neukundengewinnung zur Erhöhung der Auslastung der Commerzbank-Plattform. Des Weiteren werden die Digitalisierungsmaßnahmen weitergeführt. Hierunter fallen insbesondere Investitionen in den Ausbau der digitalen Vertriebskanäle Online, Mobile und Telefon. Im Zentrum steht der Ausbau der Abschlussfähigkeit von Produkten auf der Digitalplattform ONE mit dem Ziel, über alle relevanten Touchpoints hinweg ein einheitliches digitales und persönliches Kundenerlebnis zu ermöglichen. ONE bietet zukünftig alle relevanten Funktionen für Kunden, Berater, Kundencenter und Backoffice. Weitere Investitionen fließen in die Vertriebsplattform der Commerzbank. Darüber werden analytisch gewonnene Erkenntnisse zum Bedarf der Kunden über die Anwendung "Dynamics" in die Kanäle Filiale, Kundencenter oder Onlinebanking gezielt eingespielt. Hierdurch wird eine industrialisierte, skalierte und automatisierte Kundenansprache und -bedienung ermöglicht. Passgenaue Angebote, die zielgerichtet und bedarfsspezifisch platziert werden, erhöhen die Kundenzufriedenheit und fördern die Vertriebschancen. Voraussetzung ist die effiziente Nutzung von Big Data & Advanced Analytics im Rahmen eines digitalen Customer-Relationship-Managements (DCRM). Gleichzeitig investiert die Commerzbank auch 2019 gezielt in spezifische Belange von Kundengruppen. Im Fokus stehen hierbei der Ausbau und die Optimierung der digitalen Angebote, flankiert von einer intensiven Marktbearbeitung. Weitere Investitionen fließen in die Digitalisierung der Produktwelt, insbesondere in die Weiterentwicklung der digitalen Ratenkreditplattform und der weiteren Digitalisierung des Wertpapiergeschäfts. Im Geschäftsjahr 2019 wird weiter konsequent an der effizienteren Aufstellung des Filialgeschäfts gearbeitet. Nach der Implementierung des neuen Betreuungsmodells für das Unternehmerkundensegment 2018 wird im November 2019 das neue Betreuungsmodell für Privatkunden umgesetzt. Darüber hinaus wird der Umbau des Filialnetzes mit Fokus auf die Eröffnung weiterer City-Filialen weitergeführt. Unverändert steht hierbei die Differenzierung des Leistungsangebotes an den einzelnen Standorten mit einer konsequenten Aufrechterhaltung der Präsenz vor Ort im Fokus. Des Weiteren wird das Kundencenter zum Direktvertriebskanal ausgebaut. Die fristgerechte, kundenorientierte Umsetzung der vielfältigen regulatorischen Anforderungen hat unverändert höchste Bedeutung. Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in der weiteren Minimierung des Compliance-Risikos, zum Beispiel über die Vereinfachung und Digitalisierung des Gewinn- und-Customer-Prozesses. Weiterhin stehen unter anderem Prozessoptimierungen im Zusammenhang mit den Anforderungen aus der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) und aus der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) im Fokus.
Zur Stärkung ihrer Position als Marktführer im digitalen Banking plant die mBank 2019 weitere Investitionen im Bereich Digitalisierung mit dem Schwerpunkt auf Optimierung und Automatisierung sowohl kundenbezogener als auch interner Prozesse. Dabei sollen die geplanten Projekte die mobile Strategie und die Weiterentwicklung einer kundenorientierten Multikanalbank unterstützen. Die bestehende Mobilebanking-Anwendung wird ausgebaut und soll den Kunden zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel Zugriff auf den sogenannten "Investmentfonds-Supermarkt", zur Verfügung stellen. Zur weiteren Erhöhung der Kundenzufriedenheit werden im Jahr 2019 die Arbeiten an der Onlinebanking-Plattform fortgesetzt. Hierbei stehen Änderungen am Design und die Optimierung der Navigation innerhalb des Transaktionssystems an. Im Bestreben, die Kundenbindung zu festigen und den Verkauf von Produkten zu steigern, sollen darüber hinaus neue Instrumente implementiert werden. Zusätzlich wird die mBank einen neuen Vertriebsansatz in ihren Filialen umsetzen, in denen der Berater die Kunden mit der Nutzung digitaler Kanäle vertraut macht. Ziel hierbei ist es, die Nutzung digitaler Zugangskanäle populärer zu machen, um so die zukünftige Selbstbedienungsbereitschaft der Kunden über diese Kanäle zu steigern. Weitere Investitionen verbessern die Prozesseffizienz sowie die IT-Sicherheit, zum Beispiel durch die Anpassung der Benutzerautorisierung an neue Sicherheitsstandards, und helfen, bei gleichzeitigem organischem Wachstum die Kostenbasis zu optimieren. In der Tschechischen Republik und der Slowakei verfolgt die mBank das langfristige Ziel ihre Marktposition auszubauen. Hierbei stehen Kundengewinnung, Kundenzufriedenheit sowie die Verbesserung der Mobilebanking-Plattform im Fokus. Das "One Network"-Projekt wird mit der Eröffnung von zwei Light-Filialen und einem neuen Beratungszentrum fortgesetzt. Im Rahmen des neuen Projektes zur Weiterentwicklung des Filialnetzes plant die mBank die Eröffnung von weiteren zehn Light-Filialen und von zwei Mini-Beratungszentren. Des Weiteren investiert die mBank 2019 weiterhin in Maßnahmen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen, zum Beispiel EU-DSGVO und PSD2.
Firmenkunden
Auch im Geschäftsjahr 2019 werden die Investitionsmaßnahmen des Segments Firmenkunden, die im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" beschlossenen wurden, fortgesetzt. Dabei wird der Schwerpunkt der Investitionen auf dem Wachstumsprogramm "Leading the Future" - die Spitzenposition im Mittelstand - liegen. Ziele des Programms sind die Gewinnung von Marktanteilen und der Ausbau der Marktposition in Deutschland durch die klare Ausrichtung aller Maßnahmen an Erfordernissen von Vertrieb und Kunden. Gleichzeitig soll der stetig steigende Digitalisierungsgrad eine Reduzierung administrativer Tätigkeiten im Vertrieb und dadurch mehr Zeit für Kunden schaffen. So wurde 2018 ein neues CRM-System ausgerollt, das dem Vertriebsmitarbeiter durch neue Analysemöglichkeiten die Arbeit erleichtern soll. Im Jahr 2019 ist die Investition in die Ablösung eines weiteren verbleibenden Customer-Relationship-Management-Systems geplant. Darüber hinaus wird der Fokus auf der aktiven Steuerung von Compliance-Risiken liegen. Diesbezüglich plant das Segment unter anderem die deutschlandweite Inbetriebnahme des Systems zur Automatisierung der Transaktionsprüfungen im grenzübergreifenden Trade-Finance-Geschäft.# Commerzbank AG – 2018 Annual Report (10-K)
Investments
Neben Gewinn- und Transaktionsprüfungen ist außerdem die Investition in die funktionale Erweiterung der neuen Bearbeitungsplattform für Trade Finance um Garantien vorgesehen. Im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) werden Handelsbücher, Kundengeschäft, Mitarbeiter und Teile der IT-Infrastruktur auf die Société Générale S. A. übertragen. Hiermit werden entsprechende Investitionen in die Anpassung der Infrastruktur sowie in die notwendige Beratung einhergehen.
"Campus 2.0" - neue Lieferorganisation
Nach den erfolgreichen Erfahrungen mit der agilen Arbeitsweise im "Digital Campus" wurde 2018 beschlossen, diese auch auf weite Teile der Zentrale auszuweiten. Ab Mitte 2019 werden digitale Produkte und Services für unsere Kunden in einer neuen sogenannten Cluster-Lieferorganisation entwickelt. Der Einsatz der agilen Arbeitsmethoden gilt sowohl für die Cluster-Lieferorganisation als auch bedarfsabhängig für die übrigen Einheiten der Bank.
Backoffice
Auch im Jahr 2019 wird die Commerzbank die bereits begonnene Optimierung der IT-Infrastruktur fortführen. Wesentliche Investitionen fließen weiterhin in die Themen Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwicklung. Im Rahmen der Zahlungsverkehrsabwicklung ist die Commerzbank Mitte 2018 eine strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsverkehrsanbieter equensWorldline eingegangen. Die Commerzbank setzt mit der Auslagerung des Zahlungsverkehrs an equensWorldline ihre Verschlankung fort und kann sich somit voll auf den strategischen Umbau konzentrieren. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der gesetzeskonformen und ethischen Grundsätze wird die Compliance-Funktion weiter gestärkt. Aufgrund stetig wachsender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Für 2019 sind weitere Aufwände für die Umsetzung der EU-DSGVO geplant.
Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität
Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im vierten Quartal 2018 weiterhin durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt. Über das Ankaufsprogramm für Wertpapiere stellte die EZB weiterhin zusätzliche Liquidität zur Verfügung. In ihrer Sitzung Mitte Juni 2018 beschloss die EZB, das Ankaufsprogramm mit monatlich 30 Mrd. Euro bis Ende September 2018 fortzuführen. Für Oktober bis Dezember 2018 wurde das Ankaufsprogramm von 30 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro reduziert und endete vorerst zum Jahresende. Nach Aussage der EZB sollen die Leitzinsen weiterhin bis über den Sommer 2019 hinaus, soweit erforderlich, unverändert bleiben.
Die Überschussliquidität per Ende Dezember 2018 lag bei knapp 1.800 Mrd. Euro. Aufgrund der Wiederanlage der Mittel aus fälligen Wertpapieren wird die EZB weiterhin als signifikanter Investor am Markt auftreten. Aktuell wird seitens der EZB diskutiert, die 2020 fälligen "Targeted Gewinn- und refinancing operations" (TLTRO) 2019 durch neue TLTRO zu ersetzen, um den Markt mit ausreichend Liquidität zu versorgen.
Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus, wobei die EZB sowie die nationalen Zentralbanken über diverse Wertpapierleiheprogramme dem Markt zusätzliches Collateral zur Verfügung stellen, was einen gegenläufigen positiven Effekt hat. Wie bereits in den Vorjahren ist der Repo-Markt über den Jahresultimo hinweg nur eingeschränkt liquide. Mit einer weiteren Verknappung an Collaterals ist durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen Besicherungsanforderungen für das Gewinn- und-Counter-(OTC-)Derivategeschäft zu rechnen. Diese Verpflichtung wird für alle betroffenen Marktteilnehmer Ende 2019 voll wirksam. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt.
Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten ist durch die Aktivitäten der EZB sowie die politischen Unsicherheiten rund um Italien und den Brexit gekennzeichnet. Dies führt zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit negativen Bundrenditen im Bereich bis zu 5 Jahren sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads. In spezifischen Märkten wie dem des deutschen Pfandbriefs besteht weiteres Potenzial für moderate Spreadausweitungen, wobei bezogen auf den Gesamtmarkt mit einer Seitwärtsentwicklung zu rechnen ist.
Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.
Chancenmanagement in der Commerzbank
In den vergangenen Jahren haben sich sowohl die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft als auch die Rahmenbedingungen spürbar verändert. Der Druck auf die Profitabilität hat sich empfindlich erhöht, sowohl bei den Erträgen als auch bei den Kosten. Der immer größer werdende Wettbewerb macht es notwendig, dass alte Strukturen überdacht und neue Wege eingeschlagen werden. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns anhaltend fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen.
Die bereits im Herbst 2016 verkündete Strategie "Commerzbank 4.0" hat drei Stoßrichtungen. Wir konzentrieren uns erstens auf Geschäfte mit klaren Wettbewerbsvorteilen und trennen uns von Randaktivitäten. Zweitens wandeln wir uns zu einem digitalen Technologieunternehmen. Und drittens gestalten wir die Bank einfacher und erhöhen so unsere Effizienz. Wir verfolgen das Ziel, die führende Bank in Deutschland zu werden - für Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden. Wir wollen ein modernes und überlegenes Angebot aus digitalen und persönlichen Dienstleistungen vorhalten, ganz nah am Kunden und für den Kunden schnell und effizient in der Abwicklung. Wir bleiben so persönlich und digital: Der Kunde kann entscheiden, über welchen Kanal er mit uns Kontakt aufnimmt.
Die Bank konzentriert ihre Kundenaktivitäten in zwei starken Vertriebssegmenten - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden wird bis 2020 zur digitalen Multikanalbank in Deutschland. Kernpunkte sind dabei digitale und analoge Leistungsangebote, neue Vertriebsplattformen und ein differenziertes Filialkonzept. An unserer flächendeckenden Präsenz mit 1.000 Filialen, mehr als 100 Wealth-Management-Standorten, 330 Standorten für Unternehmerkunden und 100 Standorten für Firmenkunden halten wir fest. Am 1. September 2018 haben wir eine neue Führungsstruktur und neue Marktbereiche im Segment Privat- und Unternehmerkunden eingeführt und die neuen Betreuungsmodelle für Unternehmer- und Firmenkunden auf den Weg gebracht. Damit sind wir bei der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" einen großen Schritt vorangekommen.
Durch die Kombination digitaler Plattformstrategien mit modernen Filialformaten wollen wir schneller wachsen. Mit der Vertriebsanwendung "ONE" haben wir eine einheitliche technische Plattform für den Online- und Filialvertrieb geschaffen. Flagship-Filialen mit Beratungsschwerpunkt und City-Filialen mit effizientem Kundenservice bei reduzierter Infrastruktur und geringeren Betriebskosten sichern eine breite Marktabdeckung. Um bis 2020 zwei Millionen Nettoneukunden zu gewinnen, bietet die Bank attraktive Produkte wie den digitalen Ratenkredit und digitales Asset-Management an und kooperiert mit Partnern wie Tchibo, Amazon und Lufthansa.
Unternehmerkunden werden in einem eigenen Geschäftsfeld im Segment Privat- und Unternehmerkunden betreut. Wir kombinieren die Stärken des Knowhows aus dem Privatkundengeschäft mit der Krediterfahrung der Mittelstandsbank. Mithilfe neuer digitaler Angebote bei gleichzeitig flächendeckender Vor-Ort-Präsenz wollen wir unsere Marktanteile bei Geschäftskunden und kleineren Firmenkunden so deutlich von 5 % auf 8 % erhöhen. Die ganzheitliche Beratung berücksichtigt dabei sowohl ihre geschäftlichen als auch die privaten Belange.
Im Segment Firmenkunden führen wir die traditionellen Stärken der Bank im Corporate Banking - eine bundesweit flächendeckende Präsenz gepaart mit der Begleitung ins Ausland, ein einzigartiges Betreuungsmodell und ein führendes Angebot in der Handels- und Exportfinanzierung - mit dem Kapitalmarkt-Know-how unserer Investmentbank zusammen.# Commerzbank AG
Damit schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, um auf die individuellen Bedürfnisse größerer Unternehmen mit den passenden Lösungen einzugehen. Und unser Know-how in den deutschen Schlüsselindustrien werden wir auf eine europäische Ebene heben und so stärker für internationales Wachstum nutzen. Es ist unser Ziel, der führende Anbieter von Absicherungsprodukten für Firmenkunden und das "Debt House Nr. 1" zu sein. Wir streben weltumspannend eine einheitlich hohe Betreuungsqualität an. Denn genau so, wie der Firmenkundenbetreuer in Deutschland den Einsatz von Produktspezialisten koordiniert, arbeitet er auch mit den weltweiten Client-Service-Teams der Bank zusammen. Die mehrsprachigen Relationship-Manager und Spezialisten der European Desks in ihren globalen Märkten stehen in ständigem Kontakt mit den Firmenkundenbetreuern im Heimatmarkt. Neuartige Datenanalysetools (wie zum Beispiel das Auslandszahlungsverkehrs-Dashboard) ermöglichen uns einen Kompetenzvorsprung gegenüber dem Wettbewerb und unterstützen den Firmenkundenvertrieb mit konkreten Geschäftsansätzen und Potenzialanalysen bei der Ertragserzielung. Als erste Bank in Deutschland bieten wir unseren Firmenkunden einen komplett digitalisierten Beratungsprozess sowohl für das Management von Zins- und Währungsrisiken als auch für das Anlagemanagement an. Zudem haben wir eine digitale Kreditplattform eingeführt, über die Mittelstandskunden einen Kontokorrentkredit von bis zu 5 Mio. Euro komplett digital beantragen können. Über alle Segmente hinweg werden wir die Bank zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. Dieser Umbau betrifft Strategie, Technologie, Kompetenz und Kultur. Wir werden die Digitalisierung im Bankgeschäft aktiv vorantreiben und Technologieführer sein. Dabei wollen wir die Nummer 1 bei allen Technologien sein, die unseren Kunden Schnelligkeit, Sicherheit und Bequemlichkeit bringen. Seit einiger Zeit bereits engagieren wir uns sowohl direkt als auch über unsere Töchter CommerzVentures und main incubator sowie die Digitalisierungsplattform "#openspace" im Gewinn- und-Bereich. Wir unterstützen Gründer mit guten Ideen und sind dadurch nah dran an den Innovationen von morgen. Das Digital-Leadership-Programm wird unsere Führungskräfte beim digitalen Wandel in ihrer Multiplikator-Rolle unterstützen. Zudem haben wir als erstes Finanzinstitut ein "Enterprise Lab" am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML etabliert. Mit dem "Trade Finance Innovations-Lab" decken wir den Bereich Finanzdienstleistungen mit Fokus auf dem Trade-Finance-Geschäft ab. Neue Zahlungsverkehrs- und Finanzierungslösungen für das Handelsfinanzierungsgeschäft sollen dort auf Basis innovativer Technologien entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Der digitale Campus ist zum Motor für den Umbau der Commerzbank geworden; in diesem erproben und entwickeln wir neue, agile Arbeitsmethoden sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Wir kommen so schneller zu Ergebnissen und können uns flexibler auf Veränderungen einstellen. Mit den gewonnenen Erfahrungen nach etwa anderthalb Jahren "Digital Campus" sind wir nun in der Lage, die neue Form der Zusammenarbeit weiter auszubauen. Wir können jetzt noch mehr Tempo aufnehmen und die Transformation konsequenter vorantreiben. So werden wir unter dem Projekt "Campus 2.0" das Erfolgsrezept "Digital Campus" weiter ausbauen und die Zentrale neu organisieren. Wir bauen die sogenannte "Cluster-Lieferorganisation": Der Vertrieb erhält zukünftig schneller funktionierende Lösungen und kann sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren. An die Stelle der klassischen Hierarchien treten agil arbeitende Teams, die sogenannten "Cells". Jede Cell ist multifunktional besetzt und vereint fachliche und IT-Expertise. Sie kann ein vollständiges Produkt entwickeln und an den Kunden ausliefern, sie verantwortet auch den späteren Betrieb der Systeme. Alle Cells arbeiten eigenständig und themenbezogen in rund 50 Clustern, um neue Produkte und Prozesse zu entwickeln. Welche konkreten Chancen sich für die zwei Kundensegmente im laufenden Jahr ergeben, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" jeweils dargelegt.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Commerzbank in dem unverändert sehr anspruchsvollen Bankenumfeld weitere Fortschritte im Rahmen ihrer Strategie "Commerzbank 4.0" erzielt, die mittelfristig auf ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau abzielt. Im Geschäftsjahr 2019 bleibt der Fokus auf weiterem Wachstum von Kundenzahlen und Geschäftsvolumen und damit der Erträge in den beiden Kerngeschäftsfeldern Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Ein Schlüssel zu einer nachhaltig verbesserten Marktposition ist die fortgesetzte digitale Transformation des Geschäftsmodells, die mit weiter hohem Investitionsaufwand fortgeführt wird. Unsere Erfahrungen mit dem digitalen Campus werden wir auf weite Teile der zentralen Organisation übertragen. Dabei sollen weniger komplexe Prozesse sowie schlankere Organisationsstrukturen spürbare Effizienzpotenziale eröffnen und damit - in Verbindung mit den erwarteten Ertragszuwächsen -mittelfristig signifikant höhere Operative Ergebnisse ermöglichen. Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hat den Auftrag, mit höheren Risiken behaftete Portfolios ohne strategischen Wertbeitrag wertschonend abzubauen, im vergangenen Jahr zum Großteil abgeschlossen. Bereits zum Jahresende 2018 auf ein aus Risikosicht vernachlässigbar niedriges Niveau von rund 1,3 Mrd. Euro verringert, werden Restbestände an Schiffs- und gewerblichen Immobilienfinanzierungen 2019 plangemäß nochmals stark zurückgeführt. In der Folge wird die hohe Resistenz der Commerzbank gegenüber adversen Stressszenarien nochmals gestärkt. Die Rahmenbedingungen für den deutschen Bankensektor bleiben im laufenden Jahr voraussichtlich sehr herausfordernd. Das Niedrig- beziehungsweise Negativzinsumfeld wird sich unverändert belastend auf die Ertragslage auswirken, ebenso wie die hohe Wettbewerbsintensität mit zum Teil unbefriedigendem Neugeschäftsmargenniveau im Kreditgeschäft. Eine Normalisierung des Zinsniveaus, die eine Beschleunigung der mittelfristig angestrebten Ertrags- und Ergebnisverbesserungen ermöglichen würde, halten wir auch 2019 für wenig realistisch. Unser Hauptaugenmerk im laufenden Jahr gilt der Erhöhung kundenbezogener Erträge, das heißt, wir erwarten eine gute Ertrags- und Ergebnisqualität, auch ohne Unterstützung durch einmalige oder außerordentliche Ertragspositionen. Insgesamt strebt die Commerzbank einen leichten Ertragszuwachs an. Das Risikoergebnis - es vergleicht sich mit dem außergewöhnlich niedrigen Risikovorsorgeniveau des Vorjahres - erwarten wir in diesem Jahr zwar signifikant höher. Die hohe Qualität des Kreditportfolios wird den Anstieg der Kreditwertberichtungen jedoch nach unserer Einschätzung auch im laufenden Geschäftsjahr auf einem - gemessen an historischen Maßstäben - sehr niedrigen Niveau halten. Einen leichten Rückgang erwarten wir dank absehbarer Effizienzfortschritte aus der Digitalisierung der Geschäftsprozesse bei den operativen Aufwendungen. Nach unserer Prognose wird die Commerzbank somit im Geschäftsjahr 2019 trotz verhältnismäßig widriger Rahmenbedingungen ein verbessertes Operatives Ergebnis und eine insgesamt höhere Profitabilität ausweisen können.
Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten
Trotz der Annahme eines weiterhin schwierigen Zinsumfeldes strebt die Commerzbank eine leichte Steigerung des Zinsüberschusses als wichtigster Ertragsquelle an. Dazu wird die geplante weitere Ausweitung des Kreditvolumens einen wesentlichen Beitrag leisten. Wie in den vergangenen Jahren beabsichtigt die Commerzbank insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden, aber auch im Segment Firmenkunden, mit mittelständischen Kunden ein etwas schnelleres Wachstumstempo vorzulegen als der Markt. Wegen des wettbewerbsbedingt anhaltenden hohen Margendrucks im Inland gehen wir allerdings von einem im Vergleich zur Volumenerhöhung deutlich unterproportional ausfallenden Ertragszuwachs aus. Der angestrebte Zuwachs bei den Kundeneinlagen soll in Verbindung mit effizientem Aktiv-Passiv-Management nach mehreren Jahren mit rückläufiger Entwicklung wieder höhere Erträge im Einlagengeschäft ermöglichen. Insgesamt sehen wir die Wachstumspotenziale der Commerzbank im Privat-, Unternehmer- und Firmenkundengeschäft in Deutschland als ebenso wenig ausgeschöpft an wie bei der mBank. Den Provisionsüberschuss erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen stabil. Bleiben Phasen übermäßiger Volatilität an den Finanzmärkten, die Kundenaktivitäten in der Regel beeinträchtigen, weitgehend aus, ist eine leichte Zunahme möglich. Wachstumspotenzial besteht in beiden Kerngeschäftsfeldern Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden maßgeblich im Wertpapier- beziehungsweise Kapitalmarktgeschäft. Bei Privatkunden sollen vor allem höhere bestandsabhängige Erträge aus mandatierten Geschäften sowie im Wealth-Management, in Verbindung mit erwartungsgemäß marktbedingt wieder zunehmenden Depotvolumina, zu höheren Provisionserlösen führen. Bei institutionellen und Firmenkunden sollen unter anderem verstärkte Aktivitäten an den Primär- und Sekundärmärkten das Provisionsgeschäft begünstigen. Hinsichtlich des Ergebnisses erfolgswirksam zum Fair Value bewerteter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verfolgt die Commerzbank mit ihrem risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz unverändert die Zielsetzung, einen möglichst stabilen Ertragsbeitrag zu erreichen. Aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung und der Volatilität an den globalen Kapitalmärkten gestaltet sich eine Prognose allerdings schwierig. Für das seit der IFRS-9-Umstellung per 1.# Commerzbank AG
Outlook
Development of Operating Income
The Commerzbank anticipates a largely complete reduction of residual holdings in the ship financing portfolio, which was valued at fair value as of January 2018, by the end of 2019, without any material impact on earnings expected from this. The remaining income items, including the realised gains on financial instruments and other income, are typically influenced by unpredictable one-off gains and valuation effects. Given the relatively low level of such income components without a sustainable character in 2018, we fundamentally expect no significant change in these income figures in 2019. Overall, the projected development of operating income, particularly net interest income, is based on the assumption that the low-interest-rate environment will persist. Should interest rates begin to rise, especially at the short end of the yield curve, we consider a significant acceleration of expected earnings improvements to be realistic.
The risk result in the 2018 financial year burdened the bank significantly less than originally expected, despite the transfer of a consumer finance portfolio with higher expected risk costs to its own books. We no longer expect credit write-downs of a comparable – extraordinarily low – magnitude as in the previous year for 2019. Nevertheless, the risk result expected in a base scenario of at least €550 million reflects a level that is still favourable by historical standards. Even in a somewhat weaker economic environment, Commerzbank will continue to benefit from its strong risk management, both in new lending business and in dealing with non-performing loans, in our assessment.
Regarding the distribution across the three "stages" according to IFRS 9, we expect a similar picture to the previous year, when defaulted loans required the majority of the risk provision. The expectation of an above-average portfolio quality is reflected in our forecast that only a relatively small proportion of the risk result in the current year will be attributable to value losses due to a significant deterioration in credit quality – so-called "Stage-2" gains and losses. IFRS 9 requires that expected losses over the entire term be recognised in the risk result if there is a significant deterioration in ratings for credit exposures.
Administrative expenses are expected to be kept below the previous year's level in 2019. The planned cost base of less than €6.8 billion is intended to allow for continued investment to increase future profitability, but also to cover the anticipated persistently high level of regulatory costs. From the efficiency improvement measures already implemented and those still to be implemented, such as the digitalisation offensive in all areas of the Group, we expect increasing cost relief, even though a larger portion of this is planned to become visible only in subsequent years.
Prospective Development of Segments
Private and Small Business Customers
In the Private and Small Business Customers segment, increasing customer numbers and business volumes, primarily in Germany, remain key drivers for the targeted slight increase in total operating income. The segment expects a growing scope for earnings through improved penetration of the existing customer base via the efficient use of data-based analysis tools; customers will be provided with banking services tailored to every phase of their life cycle. The ongoing transformation into a multi-channel bank will enable the ability to conclude transactions for the entire product range across all platforms over time, ultimately offering customers unrestricted choice, for example, between online, mobile, or branch sales channels. We see continuous digitalisation of products and processes, combined with innovative branch and sales concepts, as a competitive advantage from which we expect further growth potential.
In the lending business, further significant volume growth is targeted to counter the expected persistently challenging interest rate and competitive environment and the resulting margin pressure. In particular, new business in higher-margin consumer finance is set to grow strongly in 2019, supported by increased use of the online sales channel. In real estate finance, it is important to at least maintain the market position significantly improved in recent years. Third-party sales will make an expanded contribution here, being more efficiently integrated with Commerzbank's systems through so-called API (Application Programming Interface) interfaces. Higher income is also expected from business customers, following the shift of mid-sized customers with annual revenue of up to €15 million from the Corporate Customers segment to the Private and Small Business Customers segment in the autumn of last year. Business volumes here are expected to increase through improved support, particularly regarding business matters. The broad range of services for business customers includes, for example, leasing offers and innovative digital solutions for liquidity management.
Our Polish subsidiary, mBank, which operates one of Europe's most recognised and innovative direct banking platforms, is also expected to continue its growth trajectory. Due to its continuously strengthened market position in both corporate and retail customer business in recent years, we anticipate further improvements in business volume and adjusted income for mBank. In addition to revenue growth, efficiency gains are increasingly expected to contribute to the improvement of operating income in the entire Private and Small Business Customers segment. For instance, the advanced expansion of the central sales platform "ONE" in Germany will lead to improved cost efficiency through significant process optimisation, as will the tending towards a reduction in product diversity. The product range will become increasingly digital, thus creating additional customer benefits. Consequently, administrative expenses are expected to remain stable to slightly declining, despite the anticipated continuation of high regulatory costs. The projected significant increase in the risk result for the entire Private and Small Business Customers segment is primarily related to the expectation of growing credit volumes in Germany. Instalment loans, in particular, require significantly higher value adjustments, which, however, are covered by the considerably higher credit margin, as experience shows. Even if we assume that the partly unusually low level of risk costs cannot be maintained, we remain confident that the credit portfolios will prove resilient even in a somewhat less favourable economic environment due to their high quality. Overall, we expect a significant increase in operating income in the Private and Small Business Customers segment in the 2019 financial year. Slightly higher income combined with slightly lower administrative expenses and a slight increase in the risk result should also lead to a significant improvement in the return on equity. The cost-income ratio is expected to decline significantly.
Corporate Customers
Growth initiatives are also a focus in the Corporate Customers segment, aiming for a slight increase in income through further consolidation and improvement of its leading market position in many areas. In Germany, potentials are to be exploited, particularly within the mid-sized customer group with revenue volumes between €15 million and €100 million, on the one hand through further new customer acquisition. On the other hand, a new advisory model, combined with data-driven needs analyses, will enable better utilisation of existing customers. In international business, the segment positions itself as a Euro bank, focusing on faster-growing regions such as the USA and China. With the aim of broadening the customer base, it can build on its strong competitive position, for example, in trade finance and euro payment transactions, and benefit from its pronounced sector and corporate finance know-how. Another focus of the segment's activities in the current financial year remains the digital transformation of advisory and sales processes. Continuous digitalisation is accompanied by significantly expanded online transaction capabilities across the entire product range. The utilisation of efficiency gains that increase over time is expected by the segment to lead to a slight decrease in administrative expenses compared to the previous year. The forecast of a significantly higher risk result in the current financial year is also based on the expectation of lower releases from credit write-downs, which positively influenced the previous year's figure. Both domestically and abroad, assuming no significant weakening of the economic environment, we expect continued robust portfolio quality. Overall, the Corporate Customers segment is expected to achieve an at least stable to slightly higher operating result in 2019 with a slightly improved cost-income ratio. We expect the return on equity to remain largely unchanged.
Asset & Capital Recovery
For the Asset & Capital Recovery segment, we forecast a substantially reduced scope by the end of 2019 compared to the portfolio size at the end of 2018.# Commerzbank AG
Overall Statement on Future Development
In fiscal year 2019, the Bank will continue to consistently implement its "Commerzbank 4.0" strategy. In our forecasts, we do not expect an earnings-positive development in interest rates or a relaxation in the competitive environment in the course of the year. Most likely, margin pressure will continue in both retail and corporate client business, as expiring higher-interest loans can mostly only be replaced by new business with low interest. Overall, Commerzbank forecasts slightly higher revenues in the current fiscal year, administrative expenses of less than €6.8 billion, and significantly higher risk result. This will result in a slight increase in operating income; the cost-income ratio is expected to improve slightly. We expect a slightly noticeable burden from positions not attributable to operating income. This primarily stems from the "result from discontinued operations," which summarizes the earnings contributions of the former Equity Markets & Commodities division. Overall, we expect a slight increase in net profit for the Group. Accordingly, both the return on equity and the Economic Value Added would increase to a slightly higher level.
With regard to the common equity tier 1 ratio (after full application of Basel 3), Commerzbank will in future focus more strongly on the capital requirements resulting from the Supervisory Review and Evaluation Process (SREP). Here, the European Central Bank (ECB), as the responsible supervisory authority, recognized Commerzbank's progress in improving its risk profile at the end of 2018. Accordingly, for 2019, it set the minimum requirement for the common equity tier 1 ratio resulting from the SREP review process a quarter of a percentage point lower. The successful reduction of risk and balance sheet in recent years has also contributed to the German supervisor keeping the capital buffer for Other Systemically Important Institutions (O-SIIs) at 1.0% for 2019 and postponing the originally planned increase to 1.5%. Our own ambition regarding the common equity tier 1 ratio targeted for the end of 2019 is at least 12.75%. This figure is significantly above the ECB's regulatory requirement and includes a buffer that management considers sufficient to cover potential stress situations.
We expect to initially report a common equity tier 1 ratio below our target ratio of 12.75%, likely in the first half of the year. The implementation of new accounting standards and the expected impact of regulatory measures will likely temporarily depress the ratio before we forecast a steady improvement to the target value in the course of the year. The annual result planned for 2019 is to be used predominantly for further strengthening the capital base through profit retention. Given Commerzbank's capital resources, which are considered comfortably sufficient, we expect to be able to propose a dividend comparable to 2018 for fiscal year 2019.
Despite the resilience to external influences continuously strengthened in recent years, numerous risk factors could significantly impair the forecasted annual result for 2019 to an extent that cannot be reliably quantified if they develop unfavorably. These include, among others, the geopolitical situation characterized by high uncertainty, as well as increased global economic risks, including in Commerzbank's core region: Europe. Here, looming trade conflicts and the currently incalculable outcome of the Brexit process have a significant influence. Difficulties related to the normalization of monetary policy or the ending of unconventional central bank measures, which most central banks have aimed for over time, had already contributed to strong price corrections and sharply rising volatilities in the capital markets at the end of 2018. Valuation levels – measured by historical standards – still appear high in both international bond and equity markets. A significant deterioration of the economic situation, which is generally assessed positively, could particularly affect the highly internationally interconnected German economy and lead to significantly higher risk costs than planned. Further risk factors also include unfavorable developments in the regulatory or legal environment that delay the impact of the targeted cost relief, or a further intensification of domestic competition. Further declining margins to levels unattractive from a risk-return perspective could severely restrict Commerzbank's earnings potential.
Group Risk Report
The Group Risk Report is a separate section of the Annual Report. It is part of the Group Management Report.
Group Risk Report
In the Group Risk Report, we present the risks to which we are exposed in a comprehensive manner. We provide detailed insight into the organization and key processes of our risk management. Our primary goal is to ensure at all times that all risks at Commerzbank are identified, monitored, and managed completely and on the basis of adequate procedures.
Executive Summary 2018
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Solid Capital Base and High Risk-Bearing Capacity Ratio
- The Risk-Bearing Capacity Ratio remains at a high level.
- The decrease in the RTF ratio to 193% is due to the risk coverage potential (including the introduction of IFRS 9 and residual maturity effects on subordinated capital).
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Exposure Reduction in the Asset & Capital Recovery Segment
- The EaD of the ACR segment in the White Paper was reduced by around €5 billion compared to the end of the previous year due to the IFRS 9 transition and continued portfolio reduction.
- The EaD in Ship Finance was less than €500 million as of the end of 2018.
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Risk Result for the Group Amounted to -€446 Million
- The risk result in the Group's lending business amounted to -€446 million in fiscal year 2018.
- Compared to the previous year, there were significant changes in the calculation of the risk result due to the introduction of IFRS 9.
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Market Risks in the Trading Book Slightly Increased in 2018
- Value-at-Risk (VaR) increased slightly over the year from €9 million to €10 million.
- The VaR level in the trading book remains at historical lows.
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Operational Risks Remained Almost Constant Year-on-Year
- Risk assets from operational risks remained almost constant at €21.4 billion.
- The total burden from OpRisk events decreased compared to the previous year from €38 million to €30 million.
Risk-Oriented Overall Bank Management
Commerzbank defines risk as the danger of possible losses or lost profits due to internal or external factors. Risk management fundamentally distinguishes between quantifiable and non-quantifiable risk types. Quantifiable risks are usually risks that can be valued in accounting or capital allocation, while non-quantifiable risks include, for example, compliance and reputational risks.
Organization of Risk Management
Commerzbank views risk management as a task for the entire bank. The Chief Risk Officer (CRO) is responsible Group-wide for the development and implementation of risk policy guidelines for quantifiable risks, which are determined by the entire Board of Managing Directors, as well as for the measurement of these risks. The CRO regularly reports on the Group's overall risk situation to the Board of Managing Directors and the Supervisory Board's Risk Committee. The risk management organization consists of the departments of Credit Risk Management, Intensive Care, Market Risk Management, and Risk Controlling and Capital Management. In all segments except the Asset & Capital Recovery (ACR) segment, credit risk management is separated into White Area and Intensive Care, while in the ACR segment it is consolidated into one unit across all rating classes. All departments have a direct reporting line to the CRO. The establishment of appropriate governance, processes, and systems that enable the Bank to avoid undesired threats from compliance risks is the responsibility of Group Compliance.# Risikomanagement
Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.
Vorstand
Chief Risk Officer ↓
Risikomanagementfunktion ↓ ↓ ↓ ↓
Kreditrisikomanagement
Intensive Care
Marktrisikomanagement
Risikocontrolling und Kapitalmanagement
Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des zentralen Asset Liability Committees.
Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:
Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.
Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken bankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Optimierung des Rendite-Risiko-Profils.
Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe. Details zum IKS sind im Abschnitt zu den operationellen Risiken zu finden.
Das Group Strategie Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel, Risiken auf Portfolioebene zu überwachen und zu steuern. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.
Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie des Zinsüberschusses unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das ALCO überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Das ALCO beschließt den Recovery-Plan. Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt. Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.
Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk & Analytics Executive Committee Risikothemen behandelt:
Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus mindestens fünf Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss bestimmt Art, Umfang, Format und Häufigkeit der Informationen, die der Vorstand zum Thema Strategie und Risiko vorlegen muss.
Das Risk & Analytics Executive Committee dient als Diskussions- und Entscheidungsgremium für die Risikofunktion sowie für den Bereich Big Data & Advanced Analytics und ist insbesondere für die Organisation und strategische Entwicklung des Risikomanagements sowie die Schaffung und Einhaltung einer einheitlichen Risikokultur verantwortlich. Ebenfalls stellt es die Umsetzung der Konzernrisikostrategie und der Beschlüsse des Gesamtvorstands in der Risikofunktion sicher.
Risikostrategie und Risikosteuerung
Die Gesamtrisikostrategie regelt, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategische Ausrichtung des Commerzbank-Konzerns. Sie legt den Risikoappetit als maximales Risiko fest, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsausstattung abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Indikatorschwellen des Recovery-Plans.
Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien, wobei der Brexit nicht als Ausfall bewertet wird) oder ein Ausfall der USA. Hierbei nimmt Italien aufgrund des großen Legacy Exposures zum italienischen Staat eine idiosynkratische Sonderstellung ein, während bei den anderen Ländern die Existenzbedrohung durch die Auswirkungen eines Staatsdefaults auf die Banken, Unternehmen und Rückwirkungen auf die anderen EU-Länder entstehen würde. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ein "Bank-Run" sowie ein Zusammenbruch globaler Clearinghäuser oder des Fremdwährungsmarktes, gegebenenfalls ausgelöst durch eine Cyber-Attacke. Generell ist das Cyber-Risiko im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank. Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Ändert sich die Einschätzung des Gesamtvorstands zu dieser Bedrohung für die Commerzbank nachhaltig, sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen.
Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stellt sich die Commerzbank frühzeitig auf absehbare anstehende Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards ein. Allerdings können derartige Änderungen beziehungsweise deren (rückwirkende) Auslegung nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für das Geschäftsmodell der Commerzbank haben. Diese regulatorischen Risiken werden von der Commerzbank in Kauf genommen, da in vielen Fällen keine Möglichkeit besteht, diese Risiken zu mitigieren oder zu steuern.
Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird jährlich beziehungsweise bei Bedarf ad hoc aktualisiert, in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im vorgelagert durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.
Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.
Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart (Intra-Risikokonzentrationen) als auch über verschiedene Risikoarten hinweg (Inter-Risikokonzentrationen) entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Gewinn- und Risikokonzentrationen im Risikomanagement berücksichtigt werden. Mithilfe von Stresstests wird regelmäßig Transparenz über Risikokonzentrationen geschaffen.# Die Ausgestaltung der Szenarios und das ganzheitliche Vorgehen stellen dabei sicher, dass die Wirkung adverser Szenarios auf die Portfolioschwerpunkte und Risikokonzentrationen zielgerichtet untersucht wird. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert, sodass potenzielle Verlustgefahren rechtzeitig vermieden werden können. Der Group Risk & Capital Monitor ist der monatliche steuerungsorientierte Risikobericht zu Kapital-, Kreditrisiko-, Marktrisiko-, Liquiditätsrisiko- und OpRisk-Themen des Commerzbank-Risikomanagements. Er stellt gesamthaft alle genannten Risikoarten inklusive der ökonomischen und regulatorischen Risikotragfähigkeit für den Commerzbank-Konzern dar. Ziel des Berichts ist es, unter anderem den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats über diese Risiken transparent und umfassend zu informieren, aus Risikosicht wichtige Entwicklungen aufzuzeigen sowie Steuerungsimpulse zu setzen. Insbesondere werden mit dem Bericht Limite und Leitplanken der Gesamtrisikostrategie überwacht. Die Genehmigung von Gesamtrisikostrategie und Group Risk & Capital Monitor erfolgt durch den Gesamtvorstand. Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes, couragiertes und integres Verhalten wird aktiv gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Prozessuale Erweiterungen gewährleisten eine einheitliche und faire Beurteilung von Fehlverhalten und stärken damit das Konsequenzen-Management nachhaltig. Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der Three Lines of Defence, das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß dem Prinzip der Three Lines of Defence ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie. Dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.
Risikokennziffern
Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:
- Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.
- Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.
- Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Der EaD wird im Folgenden auch als Exposure bezeichnet.
- Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.
- Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.
- Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
- Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR (Unerwarteter Verlust - Unexpected Loss) eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.
- Der "Gewinn- und"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten. Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept. Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der Tabelle auf Seite 114 nicht separat ausgewiesenes) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko, Einlagenmodellrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten 12 Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien). Das Einlagenmodellrisiko beschreibt das Risiko, das sich aus dem von der Commerzbank verwendeten Einlagenmodell sowie aus der Modellierung der Sondertilgungsrechte im kommerziellen Kreditgeschäft ergibt. Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Gewinn- und durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt.# Risikomanagement
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2018 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 193 % per 31. Dezember 2018. Der Rückgang der RTF-Quote resultiert aus dem Risikodeckungspotenzial, das gegenüber Dezember 2017 im Wesentlichen durch die Einführung von IFRS 9, durch Restlaufzeiteffekte bei Nachrangkapital sowie durch die marktinduzierte Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio gesunken ist. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.
Risikotragfähigkeit Konzern
| Mrd. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial¹ | 27 | 30 | |
| Ökonomisch erforderliches Kapital² | 14 | 14 | |
| davon für Adressenausfallrisiko | 10 | 10 | |
| davon für Marktrisiko³ | 3 | 3 | |
| davon für operationelles Risiko | 2 | 2 | |
| davon Diversifikationseffekte | -2 | -2 | |
| RTF-Quote (%)⁴ | 193 | 217 |
1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.
3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
4 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom ALCO verabschiedet. Die Szenarien beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte (zum Beispiel exportorientierte Branchen in Deutschland) und Geschäftsstrategien.
Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich auf Konzernebene unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn- und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Während die RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank verankert ist, sind für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld Leitplanken als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung der Limite und Leitplanken ist fester Bestandteil des internen Berichtswesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst.
Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Die EZB veröffentlichte am 9. November 2018 überarbeitete ICAAP- und ILAAP-Leitfäden. Die Commerzbank passt ihr Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept ab 2019 an die neuen Vorgaben an. Dabei wird der ökonomische Ansatz von einem Gone-Concern-Ansatz zu einem Fortführungsansatz weiterentwickelt.
Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarios und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.
Über die bankinterne Stressbetrachtung der ökonomischen Risikotragfähigkeit hinaus hat die Commerzbank auch wieder am Gewinn- und Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) teilgenommen und ihr Ergebnis gegenüber dem vorherigen Stresstest in 2016 deutlich verbessert. Im sogenannten adversen Szenario des Stresstests lag die harte Kernkapitalquote (CET1) bei 9,9 % zum Ende der Betrachtungsperiode im Jahr 2020. Das sind 2,5 Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Überprüfung im Jahr 2016. Insgesamt verringerte der Stresseffekt die CET1-Quote von 13,3 % (vollständige Anwendung von Basel 3 inklusive der neuen Bilanzierungsregeln IFRS 9 zum Jahreswechsel 2017/2018) um 3,4 Prozentpunkte. 2016 war die damalige Quote im adversen Stressszenario noch um 4,7 Prozentpunkte gesunken.
Im Jahr 2018 stiegen die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 171 Mrd. Euro auf 180 Mrd. Euro. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Volumenwachstum im Privat- und Geschäftskunden- sowie im Firmenkundensegment. Des Weiteren kam es zu einer RWA-Erhöhung aus Parameteranpassungen, die zum Teil durch die geplante Portfolioreduzierung im Segment Asset & Capital Recovery kompensiert wurde.
Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:
Risikoaktiva per 31.12.2018
| Mrd. € | Adressenausfallrisiko | Marktrisiko | Operationelles Risiko | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 36 | 1 | 5 | 41 | |
| Firmenkunden | 80 | 6 | 11 | 98 | |
| Asset & Capital Recovery | 9 | 2 | 1 | 12 | |
| Commercial Real Estate | 1 | 0 | 1 | 2 | |
| Ship Finance | 0 | 0 | 0 | 1 | |
| Public Finance | 8 | 2 | 0 | 9 | |
| Sonstige und Konsolidierung | 22 | 3 | 4 | 29 | |
| Konzern 2018 | 147 | 12 | 21 | 180 | |
| Konzern 2017 | 137 | 13 | 21 | 171 |
Regulatorisches Umfeld
Mit Basel 3 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgte stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Gewinn- und"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet. Zusätzlich wurde im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.
Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures auch für das vierte Quartal 2018 in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Den Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" hat die BaFin für die Commerzbank auf 1 % für das Jahr 2018 festgelegt.
Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Baseler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR soll im Rahmen der sogenannten Capital Requirements Regulation II (CRR II) in europäisches Recht überführt werden. Die Commerzbank ermittelt beide Kennziffern bereits im Zuge ihrer regulatorischen Meldeprozesse, kommuniziert diese in der internen Berichterstattung und meldet sie an die Aufsicht.
Die EZB-Bankenaufsicht hat als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraums den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen je Institut festgelegt. Ziel des von der EZB durchgeführten Targeted Review of Internal Models (TRIM) ist eine Harmonisierung der Gewinn- und Modelle für Markt-, Counterparty- und Kreditrisiken im Single-Supervisory-Mechanism-(SSM)-Zuständigkeitsbereich. Insbesondere sollen die Auslegungsspielräume, die die Regulatorik grundsätzlich erlaubt oder die aus der unterschiedlichen nationalen Anwendung resultierten, künftig deutlich eingeschränkt werden. Über die relevanten "Guides" werden teilweise zukünftige Vorschriften antizipiert sowie weitreichende eigenständige Interpretationen vorgenommen. Im Jahr 2018 wurden insbesondere Prüfungen mit Schwerpunkt auf "Low Default"-Portfolios durchgeführt. Die Bescheide zu den TRIM-Prüfungen aus dem Jahr 2017 werden im Jahr 2019 von der EZB erstellt. Belastungen hieraus für die Risikoaktiva sind nicht auszuschließen.
Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter Gewinn- und Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums. Der SRB hat im Jahr 2018 erstmals die formale "Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (MREL)"-Anforderung für die in seiner Zuständigkeit liegenden Banken auf konsolidierter Basis festgelegt. Der konzernweite Recovery-Plan wurde 2018 aktualisiert, um den regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen.# Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarios die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln. Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken, die Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch sowie die Überarbeitung der Rahmenwerke für operationelle Risiken und Kreditrisiken einschließlich der dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk.
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Strategie und Organisation
Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns fest eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet damit einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben.
Die Kreditvergabekriterien der Commerzbank werden durch ihre Policy für Kreditvergabe an Firmenkunden bestimmt, die unter anderem Kreditvergabe, Zeichnungskriterien und den Kreditentscheidungsprozess regelt. Darüber hinaus steht genannte Policy im Einklang mit der Kreditrisikostrategie und den Credit Policies.
Das Kreditrisikomanagement ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der Marktseite und der Risikofunktion auf Basis einer konzernweit einheitlichen Kreditrisikokultur. Gesetzestreues und regelkonformes sowie moralisch und ethisch einwandfreies Verhalten ist fester Bestandteil einer Kultur der Integrität und gehört zum Selbstverständnis der Kreditrisikokultur. Dabei werden Adressenausfallrisiken unabhängig von Segmentgrenzen nach einheitlichen Standards beurteilt.
Gemäß dem Prinzip der Three Lines of Defence stellt die Marktseite die erste Verteidigungslinie dar und hat bei Geschäftsentscheidungen Risikoaspekte zu berücksichtigen. Zweite Verteidigungslinie ist die Risikofunktion (Marktfolge und Risikocontrolling), deren Aufgabe in der Steuerung, Begrenzung und Überwachung von Risiken liegt. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Deren Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen der Bank und somit auch die Beurteilung der Aktivitäten der ersten und zweiten Verteidigungslinie.
Das Group Credit Committee ist das oberste Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen und ist grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken zuständig. Das Group Credit Committee agiert dabei auf Basis der gültigen Kreditrisikostrategie.
Unterhalb des Group Credit Committee sind Sub-Kreditkomitees angesiedelt, die jeweils auf Basis ihrer Geschäftsordnung und innerhalb der vom Gesamtvorstand verabschiedeten Kompetenzen agieren. Sie setzen sich aus mindestens zwei Vertretern der Segmente und zwei Vertreten aus Group Risk Management zusammen. Die Sub-Kreditkomitees sind grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken der jeweils verantworteten Teilportfolios zuständig und ihrerseits berechtigt, im Rahmen der Kompetenzvorgaben bestimmte Kreditentscheidungen weiterzudelegieren.
Für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallebene sind eigenständige Marktfolgeeinheiten verantwortlich. Die Zuständigkeiten sind nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditentscheidungsprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.
Risikoauffällige Kunden der Segmente Firmenkunden sowie Privat- und Unternehmerkunden werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.
Im Segment ACR dagegen sind die Zuständigkeiten nicht nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst. Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning implementiert. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden. Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt.
Risikosteuerung
Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch Gewinn- und eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Hierbei ist der Grundsatz der Beibehaltung des Low-Risk-Profils in allen Geschäftsentscheidungen eng verknüpft mit dem Anspruch der Risikofunktion, die Marktseite angemessen zu unterstützen.
Besonders präferiert wird das Kreditwachstum im granularen Kreditgeschäft mit guten Bonitäten. Vorzug erhalten ferner Geschäfte und Produkte mit einem niedrigen Komplexitätsgrad, ein weiteres Augenmerk liegt auf der Reagibilität einer Kreditlinie beziehungsweise eines Engagements. Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Gewinn- und-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement), ferner für ausgewählte Teilportfolios mit hohem Risikogewicht oder regulatorischer Relevanz und gegebenenfalls auch für einzelne Produkte mit hohem Portfolioanteil. Details zur Operationalisierung der Leitplanken für ausgewählte Teilportfolios sind in separaten Portfolio-Policies geregelt.
Ergänzend definieren qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.# Konzernleitplanken basieren auf risikoorientierten Trendanalysen (zum Beispiel zur Entwicklung schwächerer Bonitäten im Zeitverlauf) unter Einwertung externer Rahmenbedingungen und interner Vorgaben. Portfolioleitplanken werden insbesondere aus risikoorientierten Stichtagsanalysen (zum Beispiel aus dem Ratingprofil einzelner Assetklassen) abgeleitet. Wesentliche Bestimmungsfaktoren von Produktleitplanken sind Trendanalysen produktspezifischer Risikotreiber (zum Beispiel zum Beleihungsauslauf von Baufinanzierungen). Die Erstellung der Credit- und Portfolio-Policies dagegen beruht primär auf einem mehrstufigen Abstimmungsprozess zwischen den Produkt- und Portfolioverantwortlichen aus Markt und Marktfolge unter Einwertung interner und externer Informationsquellen. Zur Überwachung der Einhaltung kreditrisikostrategischer Vorgaben ist ferner ein laufendes Monitoring und Reporting auf der Ebene des Gesamtkonzerns und der Segmente beziehungsweise der Teilportfolios etabliert. Asset Quality Reviews der Risikofunktion leisten hierbei wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung und Risikofrüherkennung. Schwerpunkte der Überwachung variieren je nach Themengebiet und Adressatenkreis, Ad-hoc-Berichtsprozesse sind etabliert. Ferner können Krisenereignisse die Angemessenheit der Kapital- und Liquiditätsausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gefährden. Im Krisenfall sorgt die Task Force Risk Mitigation für die flexible Steuerung konzernweit abgestimmter Entscheidungen. Etablierte Notfallpläne gewährleisten eine schnelle und effiziente Umsetzung risikomitigierender Maßnahmen. Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "Gewinn- und" verwendet. Der "Gewinn- und"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.
Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung
Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle relevanten Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Forecast-Werte der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Kapitallimitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene wird verzichtet.
Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick
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| Risikostrategien und Policies | Limit- und Leitplankensysteme | Portfolioüberwachung und Reporting | Aufbau- und Gremienstrukturen |
|---|---|---|---|
| Gesamtbank | |||
| ↓ | ↓ | ↓ | ↓ |
| Gesamtrisikostrategie nebst Teilrisikostrategien für wesentliche Risikoarten Verankerung allgemeines Risikoverständnis und Schaffung einer einheitlichen Risikokultur | Definition risikoartenübergreifender Gesamtbanklimite zur Kapital- und Liquiditätssteuerung Zusätzliche Definition von Leitplanken als Eckpunkte des angestrebten Zielportfolios | Group Risk & Capital Monitor nebst risikoartenspezifischen Gesamtbankformaten (inkl. Flash-Berichterstattung) Einheitlicher, konsolidierter Datenhaushalt als Ausgangsbasis für Gesamtbankreporting | Sicherstellung Informationsaustausch und Vernetzung in risikoartenübergreifenden Komitees Sicherung qualifizierten Personalbestands mit fortschreitender Produktinnovation oder regulatorischen Anpassungen |
| Teilportfolios | |||
| ↓ | ↓ | ↓ | ↓ |
| Klare Formulierung der Risikopolitik in Policies (Portfolios, Assetklassen etc.) Differenzierte Kompetenzen in Abhängigkeit von Übereinstimmung der Geschäfte mit der Risikopolitik der Bank | Steuerungsgrößen auf Risikoarten- und Teilportfolioebene Ergänzung der konzernweiten Steuerungsgrößen um teilportfoliospezifische Kennzahlen Portfoliobatches gemäß etabliertem Portfoliokalender | Asset Quality Review und Analyse des High Attention Parts (HAP) Triggerüberwachung mit klaren Eskalations- und Berichtslinien | Interdisziplinäre Besetzung von Segmentgremien Sicherstellung einheitlicher volkswirtschaftlicher Meinung |
| Einzelengagement | |||
| ↓ | ↓ | ↓ | ↓ |
| Rating- beziehungsweise klumpensensitive Kompetenzordnung mit klaren Eskalationsprozessen Begrenzung von Klumpenrisiken und einheitliche Steuerung nach modellunabhängiger Gewinn- und-Definition Limitüberwachung auf Einzelengagementebene Monatlicher Bericht zur Entwicklung der Klumpenrisiken an den Vorstand Review von Einzeladressen aus Asset Quality Review oder aus HAP-Analysen | Deal-Team-Strukturen Institutionalisierter Austausch innerhalb der Risikofunktion, auch unter Einbeziehung volkswirtschaftlicher Entwicklungen Branchenorganisation im inländischen Firmenkundengeschäft |
Ratingklassifizierung
Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kunden (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ausfallwahrscheinlichkeit genau eine zeitstabile Ratingklasse zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und bei Bedarf rekalibriert, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Spannweiten der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind für alle Portfolios gleich. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR indikativ gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich. Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind unter anderem nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.
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| Rating | Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint % | PD- und EL-Bereich % | S&P-Skala | Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR¹ |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 | 0 | 0 | AAA | AAA I Investment Grade |
| 1,2 | 0,01 | 0 - 0,02 | AAA | AAA I Investment Grade |
| 1,4 | 0,02 | 0,02 - 0,03 | AA+ | AA I Investment Grade |
| 1,6 | 0,04 | 0,03 - 0,05 | AA, AA- | AA II Investment Grade |
| 1,8 | 0,07 | 0,05 - 0,08 | A+, A | A II Investment Grade |
| 2,0 | 0,11 | 0,08 - 0,13 | A- | A II Investment Grade |
| 2,2 | 0,17 | 0,13 - 0,21 | BBB+ | BBB III Investment Grade |
| 2,4 | 0,26 | 0,21 - 0,31 | BBB | BBB III Investment Grade |
| 2,6 | 0,39 | 0,31 - 0,47 | BBB | BBB III Investment Grade |
| 2,8 | 0,57 | 0,47 - 0,68 | BBB- | BBB III Investment Grade |
| 3,0 | 0,81 | 0,68 - 0,96 | BB+ | BB IV Sub-Investment Grade |
| 3,2 | 1,14 | 0,96 - 1,34 | BB | BB IV Sub-Investment Grade |
| 3,4 | 1,56 | 1,34 - 1,81 | BB | BB IV Sub-Investment Grade |
| 3,6 | 2,10 | 1,81 - 2,40 | BB- | BB IV Sub-Investment Grade |
| 3,8 | 2,74 | 2,40 - 3,10 | BB- | BB IV Sub-Investment Grade |
| 4,0 | 3,50 | 3,10 - 3,90 | B+ | B V Non-Investment Grade |
| 4,2 | 4,35 | 3,90 - 4,86 | B | B V Non-Investment Grade |
| 4,4 | 5,42 | 4,86 - 6,04 | B | B V Non-Investment Grade |
| 4,6 | 6,74 | 6,04 - 7,52 | B | B V Non-Investment Grade |
| 4,8 | 8,39 | 7,52 - 9,35 | B- | B V Non-Investment Grade |
| 5,0 | 10,43 | 9,35 - 11,64 | B- | B V Non-Investment Grade |
| 5,2 | 12,98 | 11,64 - 14,48 | CCC+, CCC, CCC-, CC, C | CCC, CC, C VI Non-Investment Grade |
| 5,4 | 16,15 | 14,48 - 18,01 | CCC+, CCC, CCC-, CC, C | CCC, CC, C VI Non-Investment Grade |
| 5,6 | 20,09 | 18,01 - 22,41 | CCC+, CCC, CCC-, CC, C | CCC, CC, C VI Non-Investment Grade |
| 5,8 | 47,34 | 22,41 - 99,99 | CCC+, CCC, CCC-, CC, C | CCC, CC, C VI Non-Investment Grade |
| 6,1 | 100 | Überziehung> 90 Tage | ||
| 6,2 | 100 | Drohende Zahlungsunfähigkeit | ||
| 6,3 | 100 | Sanierung mit Sanierungsbeiträgen | D | Default |
| 6,4 | 100 | Kündigung ohne Insolvenz | ||
| 6,5 | 100 | Insolvenz |
¹ CRR = Capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.
Risikominderung
Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten für die Positionen im Performing-Portfolio veränderten sich im Berichtszeitraum von 99,0 Mrd. auf 104,5 Mrd. Euro und im Default-Portfolio von 1,6 Mrd. Euro auf 0,9 Mrd. Euro. In der Commerzbank findet Kreditrisikominderung unter anderem in Form von Sicherheiten und Aufrechnungsverfahren (Netting) Anwendung. Bei den Sicherheiten handelt es sich insbesondere um Grundschulden, finanzielle Sicherheiten, Garantien, Ausfallbürgschaften, Kreditderivate, Lebensversicherungen, sonstige Registerpfandrechte und sonstige Sachsicherheiten. Kreditrisikominderungseffekte aus der Hereinnahme anerkennungsfähiger Gewährleistungen (Garantien/Bürgschaften, vergleichbare Ansprüche gegenüber Dritten) berücksichtigt die Bank durch Verwendung der Risikoparameter (PD und LGD) des Gewährleistungsgebers beziehungsweise durch die Verwendung der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Risikogewichte. Zum Berichtszeitpunkt wurde für Geschäfte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 5,3 Mrd. Euro aufgrund der vollständigen Besicherung keine Risikovorsorge gebildet. Sofern regulatorisch angerechnet, unterliegen Garantiegeber im Rahmen der Bewertung ihrer Haftungserklärung einer Bonitätsprüfung und Ratingfeststellung gemäß ihrer Branchen- und Geschäftszugehörigkeit. Ziel der Bonitätsprüfung ist dabei neben der Bonität auch die Feststellung der maximalen Zahlungsfähigkeit des Garanten.# Die Qualität der Besicherung wird gemäß regulatorischer Vorgaben streng überprüft und laufend überwacht. Dies umfasst insbesondere die Prüfung der rechtlichen Durchsetzbarkeit und die regelmäßige Bewertung der Sicherheiten. Beides erfolgt in Abhängigkeit von der Sicherheitenart in angemessenen Abständen, mindestens jährlich, ansonsten anlassbezogen. Positive Korrelationen zwischen der Bonität des Schuldners und dem Wert der Sicherheit oder Garantie werden im Kredit- und Sicherheitenbearbeitungsprozess festgestellt
Die Sicherheitenbearbeitung für Firmenkunden erfolgt ausschließlich durch das Sicherheitenmanagement der Risikofunktion. Die Bank nimmt für alle Kreditsicherheiten (Sach- und Personensicherheiten) Analysen in Bezug auf Sicherheitenkonzentrationen vor. Hierbei werden verschiedene Dimensionen wie beispielsweise Sicherheitenkategorien, Ratingklassen des Kreditnehmers oder regionale Zuordnungen der Sicherheiten überprüft. Der Gesamtvorstand wird regelmäßig in den oben beschriebenen Dimensionen über die Entwicklung des Sicherheitenbestands und mögliche Auffälligkeiten/Konzentrationen informiert. Die Bewertung und Bearbeitung von Sicherheiten wird durch allgemeingültige Standards sowie sicherheitenartenspezifische Anweisungen (Richtlinien, Prozessbeschreibungen, EDV-Anweisungen) geregelt. Wo möglich werden rechtlich geprüfte Standardverträge und Muster genutzt. Die zur Absicherung oder Risikominderung von Krediten aufgestellten Standards beinhalten unter anderem:
- Rechtliche und operationelle Standards für Dokumentation und Datenerfassung sowie Bewertungsstandards.
- Einheitlichkeit und Aktualität der Sicherheitenbewertung durch die Festlegung von Bewertungsprozessen, die Vorgabe einheitlicher Bewertungsmethoden, Parameter und definierter Sicherheitsabschläge, die klare Festlegung von Zuständigkeiten und Verantwortung für den Bearbeitungs- und Bewertungsprozess sowie die Vorgabe regelmäßiger Neubewertungsfrequenzen.
- Sonstige Standards zur Berücksichtigung bestimmter Risiken, zum Beispiel operationelle Risiken, Korrelations- und Konzentrationsrisiken, Marktpreisänderungsrisiken (zum Beispiel bei Währungsschwankungen), Länderrisiken, Rechts- und Rechtsänderungsrisiken sowie Risiken eines unzureichenden Versicherungsschutzes.
Commerzbank-Konzern
Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery hat die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.
Kreditrisikokennzahlen
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf die Segmente:
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risikodichte Bp. | CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 165 | 420 | 25 | 2.476 |
| Firmenkunden | 187 | 467 | 25 | 5.458 |
| Asset & Capital Recovery | 8 | 46 | 57 | 643 |
| Sonstige und Konsolidierung¹ | 72 | 35 | 5 | 1.790 |
| Konzern 2018 | 432 | 968 | 22 | 10.366 |
| Konzern 2017 | 423 | 1.180 | 28 | 10.362 |
¹ Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Bereichs Group Treasury.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 84 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.
| Ratingverteilung per 31.12.2018 | EaD | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 32 | 51 | 14 | 3 | 1 | ||
| Firmenkunden | 20 | 59 | 16 | 3 | 1 | ||
| Asset & Capital Recovery | 27 | 56 | 8 | 9 | 1 | ||
| Sonstige und Konsolidierung | 45 | 53 | 1 | 0 | 0 | ||
| Konzern 2018 | 29 | 55 | 13 | 2 | 1 | ||
| Konzern 2017 | 32 | 51 | 13 | 2 | 2 |
Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
| Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 227 | 477 | 21 |
| Westeuropa | 84 | 162 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 41 | 197 | 48 |
| Nordamerika | 32 | 54 | 17 |
| Asien | 37 | 44 | 12 |
| Sonstige | 10 | 34 | 33 |
| Konzern 2018 | 432 | 968 | 22 |
| Konzern 2017 | 423 | 1.180 | 28 |
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 9 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Ende 2018 lag das Russland-Exposure bei 2,6 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 1,7 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 6,4 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag Ende 2018 bei 8,4 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 1,3 Mrd. Euro.
Risikoergebnis
Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf - 446 Mio. Euro. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte im Wesentlichen von einer Auflösung in Verbindung mit einem Einzelengagement. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Berechnung des Risikoergebnisses wesentliche Veränderungen durch die Einführung von IFRS 9. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 2 des Konzernabschlusses (Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) werden Details zu den Stages erläutert; in Note 12 (Risikoergebnis) findet sich die Definition zum Risikoergebnis. Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
| 2018 Risikoergebnis | Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3¹ | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 9 | -63 | -180 | -233 | |
| Firmenkunden | -26 | -46 | -121 | -194 | |
| Asset & Capital Recovery | 9 | 0 | -18 | -8 | |
| Sonstige und Konsolidierung | -5 | -6 | 0 | -11 | |
| Konzern | -13 | -115 | -318 | -446 |
¹ Stage 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Gewinn- und).
| Risikovorsorge¹ | Mio. € | 2017 |
|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | -154 | |
| Firmenkunden | -295 | |
| Asset & Capital Recovery | -336 | |
| Sonstige und Konsolidierung | 4 | |
| Konzern | -781 |
¹ Risikovorsorge gemäß IAS 39.
Das Risikoergebnis des dritten und vierten Quartals 2018 mit Belastungen von 133 Mio. Euro beziehungsweise 154 Mio. Euro entspricht, hochgerechnet auf ein Gesamtjahr, einem normalisierten Niveau. Für das Gesamtjahr 2019 wird daher das Risikoergebnis aus heutiger Sicht nicht unter 550 Mio. Euro liegen.
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio des Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 bei 3.839 Mio. Euro. Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). Die Kredite sind hierbei ausschließlich der Kategorie Amortised Cost zuzuordnen. Der weitaus überwiegende Anteil von 3,6 Mrd. Euro entfällt dabei auf die Klasse Darlehen und Forderungen, 171 Mio. Euro entfallen auf Gewinn- und-Geschäfte. In der Kategorie Fair Value OCI befinden sich ausschließlich Wertpapiere in Höhe von 67 Mio. Euro, die vollständig der Klasse Verbriefte Schuldinstrumente zuzuordnen sind. Die gezeigten Sicherheiten haften in vollem Umfang für Kredite der Kategorie Amortised Cost, dabei entfallen 876 Mio. Euro auf Darlehen und Forderungen und 37 Mio. Euro auf Gewinn- und-Geschäfte. Der Rückgang der Kennzahlen ist überwiegend auf die Umklassifizierung des Schiffsportfolios im Rahmen der IFRS-9-Umstellung zum Jahresbeginn zurückzuführen.
| Default-Portfolio Konzern | 31.12.2018 Mio. € | 31.12.2017¹ Mio. € |
|---|---|---|
| Kredite | 3.769 | 5.569 |
| Wertpapiere | 71 | 0 |
| Gesamt | 3.839 | 5.569 |
| LLP² | 1.606 | 2.770 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten | 43 | 50 |
| Sicherheiten | 913 | 1.578 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)³ | 66 | 78 |
| NPL-Ratio (%)⁴ | 0,9 | 1,3 |
¹ Bis 31. Dezember 2017 nur Kredite.
² Loan Loss Provision.
³ Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.
⁴ NPL-Ratio: Default-Portfolio (NPL - Non-Performing Loans) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).
Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
- Ratingklasse 6,1: mehr als 90 Tage überfällig.
- Ratingklassen 6,2/6,3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen.
- Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen:
| Ratingklassen Konzern | Mio. € | 6,1 | 6,2/6,3 | 6,4/6,5 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 454 | 1.280 | 2.106 | 3.839 | |
| 31.12.2017 | 5.569 | ||||
| Default-Portfolio | 454 | 1.280 | 2.106 | 3.839 | |
| LLP | 169 | 395 | 1.045 | 1.609 | |
| Sicherheiten | 173 | 314 | 426 | 913 | |
| Coverage Ratio (%) | 75 | 55 | 70 | 66 |
Überziehungen im Weißbuch
Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht.# Further information on credit risk management and credit risk disclosures
In addition to the "90 days past due" trigger event, there is a profit and overdraft management system in place from the first day of an overdraft. The following table shows the overdraft volume outside the default portfolio based on the Exposure at Default as of the end of December 2018:
| EaD Mio. € | >0 ≤ 30 Tage | >30 ≤ 60 Tage | >60 ≤ 90 Tage | >90 Tage | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 787 | 107 | 57 | 1 | 952 |
| Firmenkunden | 1,948 | 50 | 40 | 0 | 2,039 |
| Asset & Capital Recovery | 10 | 0 | 0 | 0 | 10 |
| Konzern 2018¹ | 2,746 | 157 | 97 | 1 | 3,000 |
| Konzern 2017¹ | 2,590 | 157 | 65 | 2 | 2,920 |
¹ Including Other and Consolidation.
Segment Private and Entrepreneurial Customers
The Private and Entrepreneurial Customers (PUK) segment encompasses the activities of the Private Customers, Entrepreneurial Customers, comdirect bank, and Commerz Real corporate divisions. mBank is also represented in the Private and Entrepreneurial Customers segment. The Private Customers division combines the domestic branch business for private customers and wealth management. The Entrepreneurial Customers division represents business and small corporate customers. The focus of the portfolio lies on classical home financing and the financing of real estate capital investments (private construction financing and yield properties with an EaD of €81 billion in total). We provide credit to our business and entrepreneurial customers through individual loans with a volume of €20 billion. In addition, we cover the everyday credit needs of our customers through consumer loans (overdraft facilities, installment loans, and credit cards totaling €16 billion). The portfolio increase in the past twelve months was primarily due to private construction financing. The risk density of the portfolio decreased by one basis point to 25 basis points compared to the previous year's closing balance.
| Credit risk key figures as of 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risk Density Bp. |
|---|---|---|---|
| Private Customers | 99 | 177 | 18 |
| Entrepreneurial Customers | 29 | 67 | 23 |
| comdirect bank | 4 | 6 | 17 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 29 |
| mBank | 33 | 167 | 50 |
| Privat- und Unternehmerkunden 2018 | 165 | 420 | 25 |
| Privat- und Unternehmerkunden 2017 | 154 | 397 | 26 |
In the Private and Entrepreneurial Customers segment, the risk result for the 2018 financial year was -€233 million, remaining at a low level. The segment's default portfolio amounted to €1,751 million as of December 31, 2018.
| Default Portfolio Segment PUK | 31.12.2018 Mio. € | 31.12.2017 Mio. € |
|---|---|---|
| Kredite | Wertpapiere | |
| Gesamt Default-Portfolio | 1,751 | 0 |
| LLP | 850 | 0 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten | 49 | 0 |
| Sicherheiten | 531 | 0 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten | 79 | 0 |
| NPL-Ratio (%) | 1.1 | 1.2 |
Segment Corporate Customers
This segment combines the Group's business with medium-sized corporate customers, the public sector, institutional clients, and multinational corporations. Furthermore, the segment is responsible for the Group's relationships with domestic and foreign banks and financial institutions, as well as central banks. The main focus of our activities is in Germany and Western Europe. This segment also bundles the Group's customer-oriented capital market activities.
| Credit risk key figures as of 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risk Density Bp. |
|---|---|---|---|
| Mittelstand | 74 | 198 | 27 |
| International Corporates | 68 | 149 | 22 |
| Financial Institutions | 23 | 69 | 30 |
| Sonstige | 22 | 50 | 23 |
| Firmenkunden 2018 | 187 | 467 | 25 |
| Firmenkunden 2017 | 180 | 421 | 23 |
The EaD of the Corporate Customers segment increased from €180 billion as of December 31 of the previous year to €187 billion. The risk density slightly increased from 23 basis points to 25 basis points. For details on the development of the Financial Institutions portfolio, please refer to page 126. Commerzbank and Société Générale Group, Paris, France, entered into a purchase agreement for the Equity Markets & Commodities (EMC) business area of the Corporate Customers segment in November 2018, following coordination with the relevant tax authorities. Detailed information on this is provided in Note 53 (Disclosures on Discontinued Operations) of the Consolidated Financial Statements. Supported by a continued robust overall economic environment, the risk result in the Corporate Customers segment remained at a low level in the 2018 financial year at -€194 million. The segment's default portfolio amounted to €1,736 million as of December 31, 2018.
| Default Portfolio Segment FK | 31.12.2018 Mio. € | 31.12.2017 Mio. € |
|---|---|---|
| Kredite | Wertpapiere | |
| Gesamt Default-Portfolio | 1,669 | 67 |
| LLP | 636 | 3 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten | 38 | 4 |
| Sicherheiten | 251 | 0 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten | 53 | 4 |
| NPL-Ratio (%) | 0.9 | 1.4 |
Segment Asset & Capital Recovery
The Asset & Capital Recovery (ACR) segment includes positions from the Commercial Real Estate (CRE) and Ship Finance (SF) areas, as well as more complex financings from the Public Finance (PF) area. All portfolios in these areas are to be fully unwound over time. The EaD of the ACR segment in the White Paper amounted to €8 billion as of December 31, 2018, a decrease of approximately €5 billion compared to the end of the previous year due to the IFRS 9 transition and continued portfolio reduction.
| Credit risk key figures as of 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risk Density Bp. |
|---|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 0 | 2 | 53 |
| Ship Finance | 0 | 0 | 29 |
| Public Finance | 8 | 44 | 57 |
| ACR 2018 | 8 | 46 | 57 |
| ACR 2017 | 13 | 330 | 255 |
Commercial Real Estate
The portfolio has further reduced due to amortizations and repayments. The risk density has decreased from 185 basis points to 53 basis points compared to December 31, 2017.
Ship Finance
The exposure to ship financing in the White Paper has been reduced by a total of nearly €2 billion and the Expected Loss by more than €250 million since the beginning of the year, primarily due to the IFRS 9 transition compared to December 31, 2017. The decrease is mainly driven by the introduction of the fair value approach in accordance with IFRS 9 at the beginning of 2018 and by sales during the year. Overall, our portfolio essentially consists of the three standard ship types: container ships (€0.1 billion), tankers (€0.2 billion), and bulk carriers (€0.1 billion). The remaining portfolio includes various specialized tonnage with high diversification across different ship segments. The bulker and container markets recovered further in the first half of 2018, following their partly significant increase in 2017 after reaching their historical lows in 2016. However, in the second half of the year, charter rates in these two segments weakened considerably, and for Capesize bulkers, they were below the 2017 level. This weakening was partly caused by a declining demand and partly by high ship deliveries coupled with extremely low scrapping. Consequently, full debt service capacity was not achieved in the reporting year either. Tanker markets showed a contrasting picture, with declining charter rates until the third quarter of 2018 due to the oversupply of tonnage from previous years. Decreasing new deliveries plus very active scrapping, in conjunction with a stronger-than-expected demand for crude oil due to the good global economic situation, caused charter rates to rise sharply from the fourth quarter of the reporting year. This temporarily allowed for a resumption of regular debt service. As part of the unimpaired portfolio reduction, the bank will continue to focus on reducing problematic and underperforming credit exposures.
Public Finance
The Public Finance sub-portfolio within the ACR segment primarily consists of exposures with satisfactory to good credit ratings, some with very long maturities and complex structures, to municipalities in Great Britain (€2.9 billion EaD), a Private Finance Initiative (PFI) portfolio (€3.5 billion EaD) with a regional focus on Great Britain, and other predominantly US public finance debtors (€1.3 billion EaD). In the ACR segment, the risk result for the 2018 financial year was -€8 million. The ACR segment's default portfolio amounted to €351 million as of December 31, 2018. The decrease in key figures is predominantly attributable to the reclassification of the ship portfolio within the scope of the IFRS 9 transition at the beginning of the year. The exposure of fair value P&L loans with default indicators was €385 million. The default portfolio of the Ship Finance sub-portfolio was €729 million as of December 31, 2017.
| Default Portfolio Segment ACR | 31.12.2018 Mio. € | 31.12.2017 Mio. € |
|---|---|---|
| Kredite | Wertpapiere | |
| Gesamt Default-Portfolio | 348 | 4 |
| LLP | 123 | 0 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 35 | 0 |
| Sicherheiten | 131 | 0 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten | 73 | 0 |
| NPL-Ratio (%) | 4.1 | 7.9 |
Further Portfolio Analyses
The following analyses are to be understood independently of the existing segment affiliation. The positions presented are already fully included in the previous Group and segment reporting.
Corporates Portfolio by Industry
The Corporate exposure is distributed across industries as follows:
| Corporates Portfolio by Industry as of 31.12.2018 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risk Density Bp. |
|---|---|---|---|Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 18 | 62 | 34
Konsum | 14 | 54 | 37
Technologie/Elektronik | 13 | 31 | 24
Großhandel | 13 | 48 | 37
Transport/Tourismus | 11 | 30 | 26
Grundstoffe/Metall | 11 | 42 | 40
Dienstleistungen/Medien | 10 | 30 | 29
Automobil | 10 | 27 | 28
Chemie/Verpackung | 9 | 41 | 43
Maschinenbau | 9 | 24 | 28
Bau | 6 | 16 | 28
Pharma/Gesundheitswesen | 4 | 10 | 24
Sonstige | 5 | 7 | 13
Gesamt | 133 | 421 | 32
Financial-Institutions-Portfolio
Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Fokus. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten. Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
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FI-Portfolio nach Regionen
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Exposure at Default | Expected Loss | |
| Mrd. € | Mio. € | |
| Deutschland | 5 | 6 |
| Westeuropa | 15 | 12 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 17 |
| Nordamerika | 2 | 1 |
| Asien | 12 | 24 |
| Sonstige | 6 | 23 |
| Gesamt | 43 | 83 |
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika. Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.
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NBFI-Portfolio nach Regionen
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Exposure at Default | Expected Loss | |
| Mrd. € | Mio. € | |
| Deutschland | 18 | 25 |
| Westeuropa | 12 | 23 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 8 |
| Nordamerika | 9 | 24 |
| Asien | 2 | 2 |
| Sonstige | 1 | 2 |
| Gesamt | 42 | 84 |
Originatorenpositionen
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 5,9 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 5,3 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
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Verbriefungspool Volumen
| Commerzbank1 | Mrd. € | |
|---|---|---|
| Fälligkeit | Senior | |
| Mezzanine | ||
| First Loss Piece | ||
| Gesamtvolumen1 | 31.12.2018 | |
| Corporates | 2025-2036 | 5,3 |
| Gesamt | 5,3 |
1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit Silver Tower sind im vierten Quartal 2018 um 0,1 Mrd. Euro gestiegen. Im Geschäftsjahr 2018 ist das Volumen mit insgesamt 3,9 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2018 etwa um 0,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresniveau gesunken.
Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im Jahresverlauf 2018 auf 4,0 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,5 Mrd. Euro), die Risikowerte¹sind auf 3,8 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,4 Mrd. Euro) gesunken.
Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 3,8 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2017: 2,9 Mrd. Euro). Generell wurde in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Zum Jahresende 2018 befinden sich ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,3 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2017: 1,6 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,4 Mrd. Euro (Dezember 2017: 0,7 Mrd. Euro).
¹ Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.
Forbearance-Portfolio
Die Definition der EBA von Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Die Forbearance-Definition gilt unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:
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Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2018
| Forborne Exposure | LLP | LLP Coverage Ratio | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | % | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 1.062 | 178 | 17 |
| Firmenkunden | 1.507 | 177 | 12 |
| Asset & Capital Recovery | 902 | 296 | 33 |
| Konzern | 3.471 | 651 | 19 |
Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:
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Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2018
| Forborne Exposure | LLP | LLP Coverage Ratio | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | % | |
| Deutschland | 1.927 | 381 | 20 |
| Westeuropa | 720 | 73 | 10 |
| Mittel- und Osteuropa | 744 | 183 | 25 |
| Nordamerika | 12 | 3 | 23 |
| Asien | 5 | 1 | 22 |
| Sonstige | 62 | 9 | 15 |
| Konzern | 3.471 | 651 | 19 |
Zusätzlich zur LLP in Höhe von 651 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 1.095 Mio. Euro abgedeckt.
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Regel in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/ Reserven berücksichtigt.
Strategie und Organisation
Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung auf.
Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken in der gesamten Commerzbank-Gruppe verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen.
Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition der Commerzbank-Gruppe. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment Market Risk Committee hat seinen Fokus auf dem Segment Firmenkunden und dem Bereich Group Treasury.# Risikomanagement für Finanzinstrumente
In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nicht-Kernaktivitäten (Asset & Capital Recovery) gesteuert. Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunterliegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung. Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt. Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt. Sollte es in Einzelfällen zu Limitüberschreitungen kommen, werden diese in einem separaten Eskalationsprozess behandelt. Nach Identifikation der Limitüberschreitung werden von Frontoffice und Risikoeinheiten adäquate Gegenmaßnahmen erarbeitet. Sollte die Limitüberschreitung nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums behoben werden können, wird sie von der Marktrisikofunktion unter Einbindung der nächsten Hierarchieebene eskaliert. Regulatorische Risikomaße, die in der ökonomischen Risikotragfähigkeit nicht enthalten sind, werden separat limitiert und gesteuert. Darunter fallen beispielweise Stressed VaR und Incremental Risk Charge. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis.
Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. Für das Gesamtbuch sank der VaR im Jahresverlauf 2018 um 20 Mio. Euro auf 34 Mio. Euro. Ursache ist in erster Linie die Anpassung des VaR an die Rechnungslegungssicht unter IFRS 9.
| VaR-Beitrag | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Gesamtbuch | 34 | 54 | |
| davon Handelsbuch | 10 | 9 |
Handelsbuch
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 von 9 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro leicht an. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich auf historischen Tiefstständen.
| VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Minimum | 6 | 9 | |
| Mittelwert | 9 | 15 | |
| Maximum | 12 | 25 | |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 10 | 9 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Credit Spreads | 1 | 1 | |
| Zinsen | 2 | 3 | |
| Aktien | 3 | 2 | |
| Währung | 2 | 3 | |
| Rohwaren | 1 | 1 | |
| Gesamt | 10 | 9 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR stieg von 31 Mio. Euro per Ende 2017 geringfügig auf 35 Mio. Euro per Ende 2018 an. Dies ist vor allem auf Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden zurückzuführen. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
| Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Credit Spreads | 5 | 8 | |
| Zinsen | 12 | 8 | |
| Aktien | 10 | 5 | |
| Währung | 4 | 8 | |
| Rohwaren | 4 | 1 | |
| Gesamt | 35 | 31 |
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk Charge ging im Jahresverlauf 2018 um 24 Mio. Euro auf 19 Mio. Euro zurück. Dies resultiert hauptsächlich aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.
Backtesting
Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2018 haben wir keinen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen den Aufsichtsbehörden unter Angabe von Ausmaß und Ursache gemeldet werden.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden.# Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Jahresende 2018 bei 41 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Die Berechnungsmethodik wurde zum 30. Juni 2018 von den Vorgaben der BaFin auf die Vorgaben der EZB umgestellt. Die Veränderung zum Jahresende 2017 ist im Wesentlichen auf die geänderte Berechnungsmethodik zurückzuführen. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2018 ein potenzieller Verlust von 1.651 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 230 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 6,3 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Marktliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Zum Jahresende 2018 hielt die Commerzbank 0,1 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Gewinn- und Securities sowie strukturierte Produkte wiesen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Strategie und Organisation
Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Hierbei wird das ALCO von verschiedenen Sub-Komitees unterstützt.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns".
Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Liquiditätsrisikomodell
Zentraler Bestandteil der Liquiditätsrisikosteuerung ist die tägliche Berechnung der Liquiditätsablaufbilanz. Gegenstand der Liquiditätsablaufbilanz ist die stichtagsbezogene portfolioübergreifende Darstellung von zukünftig erwarteten deterministischen oder stochastischen Mittelzu- und -abflüssen, auf deren Grundlage der Liquiditätsbedarf oder Liquiditätsüberschuss je Laufzeitband ermittelt wird. Dies beinhaltet auch die Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen. Die Liquiditätsablaufbilanz wird auch genutzt, um die Emissionsstrategie der Commerzbank-Gruppe abzuleiten, die durch den Bereich Group Treasury operationalisiert wird.# Der Bereich Group Finance ist für die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz verantwortlich, die dann in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Segmente mit einfließen. Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für die Liquiditätsablaufbilanz bestehen Limite in allen Laufzeitbereichen. Die Konzernlimite sind auf einzelne Konzerneinheiten und Währungen heruntergebrochen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher adverser, reverser und historischer Stressszenarios vervollständigt.
Quantifizierung und Stresstesting
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Gewinn- und idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und simuliert einen externen marktweiten Schock.
Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert.
Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten zum Jahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario zum Ende des letzten Quartals 2018 eine Nettoliquidität von 11,0 Mrd. Euro beziehungsweise 11,7 Mrd. Euro.
| Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € |
|---|---|
| 31.12.2018 | |
| Idiosynkratisches Szenario | |
| 1 Monat | 16,6 |
| 3 Monate | 19,2 |
| Marktweites Szenario | |
| 1 Monat | 21,6 |
| 3 Monate | 22,7 |
| Kombiniertes Szenario | |
| 1 Monat | 11,0 |
| 3 Monate | 11,7 |
Liquiditätsreserven
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen, gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Jahresultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 77,3 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 10,0 Mrd. Euro.
| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € |
|---|---|
| 31.12.2018 | |
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 77,3 |
| davon Level 1 | 61,9 |
| davon Level 2A | 14,1 |
| davon Level 2B | 1,3 |
Liquiditätskennzahlen
Im gesamten Geschäftsjahr 2018 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period". Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert.
Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Jahresultimo 2018 lag der Durchschnitt der LCR der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte bei 135,66 %. Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note 69 (Liquidity Coverage Ratio) des Konzernabschlusses.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.
Strategie und Organisation
In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken.
Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vier Mal jährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Management-Boards bzw. die Segment-Gremien mit Zuständigkeit für operationelle Risiken befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.
Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank. Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinandergeschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zur Erreichung der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.
Risikosteuerung
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des vierten Quartals 2018 auf dieser Basis 21,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2017: 21,0 Mrd. Euro, 99,9 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2017: 1,7 Mrd. Euro, 99,91 %-Quantil). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital | |
| Mrd. € | ||
| Privat- und Unternehmerkunden | 5,1 | 0,4 |
| Firmenkunden | 11,4 | 1,0 |
| Asset & Capital Recovery | 1,3 | 0,1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 3,5 | 0,3 |
| Konzern | 21,4 | 1,8 |
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 30 Mio. Euro (Gesamtjahr 2017: 38 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Externer Betrug" geprägt.
| OpRisk-Ereignisse¹ | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Interner Betrug | 4 | 4 | |
| Externer Betrug | 7 | 7 | |
| Sachschäden und Systemausfälle | 5 | 0 | |
| Produkte und Geschäftspraktiken | -17 | 2 | |
| Prozessbezug | 30 | 24 | |
| Arbeitsverhältnis | 0 | 1 | |
| Konzern | 30 | 38 |
¹ Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich Gewinn- und Erträge und Rückzahlungen.
Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder des OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden quartalsbezogen erstellt. Sie beinhalten eine Darstellung der Entwicklung der OpRisk-Verluste, der wesentlichen Verlustereignisse der Segmente, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen. Zudem sind operationelle Risiken Teil der regelmäßigen Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.
Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat. Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passivprozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktivprozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktivprozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.
Organisation
Group Legal obliegt in der Commerzbank funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.
Risikosteuerung
Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren. Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt. Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.
Aktuelle Entwicklungen
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 abgeschlossen wurde und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank noch andauert. Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist.# Risikobericht
Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben. Für die weiteren Cum-Gewinn- und Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 62 zu den Rückstellungen und der Note 64 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Konzernabschlusses entnommen werden.
Compliance-Risiken
Der Erfolg der Commerzbank hängt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Integrität (Reputation) entscheidend von dem Vertrauen ihrer Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie den Regulierungs- und Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit ab. Dieses Vertrauen stützt sich sowohl auf die Umsetzung und Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Regeln, Vorschriften und der guten Marktpraxis, die die Commerzbank bei ihren konzernweiten Aktivitäten zu beachten hat, als auch auf die Anerkennung und Einhaltung der kulturellen und rechtlichen Kontexte der Länder, in denen die Commerzbank Geschäfte tätigt. Der Vorstand der Commerzbank fördert aktiv eine starke Compliance-Kultur und hat entsprechende Werte in Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) festgeschrieben und kommuniziert. Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung wesentlicher rechtlicher Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliance-Risiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Zur Verhinderung von Compliance-Risiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben wird als Compliance-Management-System bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an internationalen Marktstandards sowie den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Management-System kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. Gemäß dem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Compliance-Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliance-Funktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Die Einheiten der ersten Verteidigungslinie (1st LoD) übernehmen die Hauptverantwortung für die Identifikation und das Management von Risiken sowie für die Einhaltung von Regelungen des eigenen Geschäftsbetriebs und stellen die Einrichtung prozessorientierter Kontrollmechanismen sicher. Group Compliance als zweite Verteidigungslinie (2nd LoD) überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit der Verfahren und Kontrollen der ersten Verteidigungslinie und bewertet sowie kommuniziert festgestellte Mängel. Die Interne Revision als dritte Verteidigungslinie (3rd LoD) überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit der Compliance sowohl in der 1st LoD als auch der 2nd LoD auf Basis regelmäßiger und unabhängiger Prüfungen. Die Steuerung der Compliance-Risiken folgt einem strukturierten Regelkreis, dessen Elemente in Wechselwirkung stehen. Die Commerzbank gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung relevanter regulatorischer Anforderungen sowie die Definition beziehungsweise Anpassung korrespondierender interner Standards, die eine Einhaltung der Anforderungen gewährleisten. Sofern infolge geänderter Anforderungen und Standards erforderlich, werden interne Schulungsmaßnahmen definiert beziehungsweise angepasst und die Einheiten der Bank bezüglich einer effektiven Implementierung beraten. Die Implementierung umfasst die Erstellung sowie Durchführung geeigneter tagesgeschäftlicher Prozesse und Kontrollen, deren Qualitätssicherung und Funktionsprüfung. Ein Monitoring der Compliance-Risiken erfolgt anhand geeigneter Kennzahlen und ist Gegenstand regelmäßiger interner Berichterstattung. Eskalationen erfolgen, sofern erforderlich, in Abhängigkeit von deren Dringlichkeit und Schweregrad. Eine systematische Risikoanalyse (Compliance Risk Assessment) fungiert als Kernelement der Risikosteuerung. Sie bewertet das inhärente Risiko, das sich aus den Geschäftsaktivitäten mit unterschiedlichen Kundengruppen und Produkten ergibt, und stellt diesem eine Bewertung des korrespondierenden Kontrollumfeldes gegenüber. Als Summe hieraus wird ein Residualrisiko ermittelt und hinsichtlich des Risikogehalts eingewertet. Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Risikosteuerung (beispielsweise die Einführung zusätzlicher Kontrollen) werden im Bedarfsfall definiert und deren Umsetzung stringent nachverfolgt. Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank gute Fortschritte erzielt und einen Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Die Beendigung des Monitorships wird durch die DFS bestätigt. Eine Entscheidung hierüber ist derzeit noch ausstehend. Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Commerzbank London hat im Anschluss ein vollumfängliches Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet. Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt. Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. In Übereinstimmung mit der am 8. November 2018 durch die CFTC eingegangenen Consent Order wird die Commerzbank einen von der CFTC zu genehmigenden externen Berater für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragen. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Während des Überprüfungszeitraums wird der externe Berater jährliche Berichte erstellen, in denen er die Einhaltung der Vorgaben des Commodities Exchange Act und der CFTC durch den Swap Dealer beurteilt. Zudem wird der Bericht Empfehlungen zur Verbesserung der Praktiken, Policies und Procedures des Swap Dealers enthalten. Der externe Berater wird seine Arbeit beginnen, sobald der laufende CFTC-Genehmigungsprozess abgeschlossen ist.
Reputationsrisiken
Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlusts der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden.# Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird vor allem durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten (ökologische, ethische oder soziale Risiken) im Kundengeschäft der Marktsegmente bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.
Strategie und Organisation
Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als bedeutenden Teil ihres Unternehmenswertes zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus der Abteilung Reputationsrisiko-Management im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Die Abteilung steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank. Dem Reputationsrisiko-Management kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).
Risikosteuerung
Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kundengeschäft der Marktsegmente mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und damit mögliche Kommunikationsrisiken zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Diese Bewertung kann Auflagen oder auch eine negative Beurteilung enthalten, die gegebenenfalls zu einer Ablehnung führt. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank bei Bedarf darüber unterrichtet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen sowohl in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken als auch in den Quartalsreport über erhebliche und hohe Reputationsrisiken (Nachhaltigkeitsrisiken) ein, die jeweils an den Gesamtvorstand sowie den Risikoausschuss des Aufsichtsrats adressiert sind.
IT-Risiken
IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken verstehen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:
- Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
- Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Art und Weise sowie frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
- Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
- Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.
Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt. IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden relevante IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarios bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Szenarios "Cyber-Crime" und "Advanced Persistent Threat (APT)1"), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten. Siehe dazu auch die Ausführungen zu Cyber-Risiken. Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte. Der Bedeutung des Faktors Mensch für die IT-Sicherheit und Cyber-Sicherheit haben wir durch Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Rechnung getragen.
1 Ein Advanced Persistent Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines PT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (Internetspionage) der anderweitig Schaden anzurichten.
Cyber-Risiken
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Bank und ihres Umfelds kommt dem Cyber-Risiko eine hohe Bedeutung zu. Daher wurde im Rahmen der Commerzbank Risikoinventur 2017 das Cyber-Risiko als wesentliche Risikoart eingeordnet. Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb der Cyber-Raums. In Abgrenzung zu den Informationssicherheitsrisiken, deren Aktionsfeld sich auf die Bank und Drittunternehmen mit Geschäftsbezug beschränkt, erweitern Cyber-Risiken das Aktionsfeld auf Fremde, um dem Anspruch nach Vertrauensschutz bei der Nutzung des Cyber-Raums vollständig Rechnung zu tragen. Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie. Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen Risiko-Reporting über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS) ein Cyber Security Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein. Die Steuerung der Cyber-Risiken erfolgt durch Group Organisation & Security und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO). Cyber-Risiken wirken sich in der Regel auf die anderen wesentlichen Risikoarten der Bank aus ebenso wie auch die Operationellen Risiken. Dabei ist zwischen direkten und indirekten Auswirkungen zu unterscheiden. Direkte Auswirkungen bestehen neben dem Operationellen Risiko zu Geschäftsrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko. Indirekte Auswirkungen bestehen in Richtung von Beteiligungsrisiko Compliance-Risiko, Modellrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Reputationsrisiko sowie Reserverisiko. Sämtliche Auswirkungen werden in der Cyber-Teilrisikostrategie dokumentiert und fortlaufend aktualisiert.
Personalrisiken
Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:
- Anpassungsrisiko: Ein Anpassungsrisiko entsteht, wenn sich aufbau- und ablauforganisatorische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Umstrukturierungen, Veränderungen der Führungskultur, Qualifizierungsbedarfe) verändern, sich diese auf die Wirkungsbereiche der Mitarbeiter auswirken und damit eine erhöhte Veränderungsbereitschaft der Belegschaft erfordern. Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter den aktuellen Anforderungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.# Motivationsrisiko:
Motivationsrisiken entstehen daraus, dass demotivierende Faktoren nicht abgestellt und motivierende Faktoren in nicht ausreichendem Maße bei der Belegschaft wahrgenommen werden (zum Beispiel Führung, Vergütung). Die Auswirkungen (zum Beispiel zurückgehaltene Leistung der Mitarbeiter) können sich direkt auf die Arbeitsatmosphäre und Produktivität der Organisation auswirken. Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
Austrittsrisiko:
Austrittsrisiken berücksichtigen die Folgen ungewollter Austritte von Mitarbeitern (zum Beispiel Arbeitnehmer-Kündigungen), insbesondere bei Leistungsträgern. Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Engpassrisiko:
Im Engpassrisiko werden die Folgen einer nicht ausreichenden Personalausstattung (zum Beispiel fehlende Nachwuchsplanung) sowie daraus folgender Konsequenzen (operative Engpässe, erhöhte Arbeitslast, geringere Produktivität, Krankheit) berücksichtigt. Die angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können. Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Mit dem durch Group Human Resources gesteuerten systematischen Personalrisikomanagement verfolgen wir das Ziel, Risiken zu identifizieren, zu beurteilen und unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente zu steuern. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Die Einführung erfolgt seit 2015 sukzessive in den strategisch relevanten Geschäftsbereichen der Bank. Insgesamt ist die Personalrisiko-Situation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet.
Geschäftsstrategische Risiken
Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel resultierend aus Veränderungen von Marktumfeld, Wettbewerbsumfeld, Kapitalmarktanforderungen, Regulatorik/Politik oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie (primäre Risikotreiber). Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % der anrechenbaren Eigenmittel der Commerzbank AG) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.
Modellrisiko
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.
Disclaimer
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Konzernabschluss ›
Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2018 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
Abschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. Dezember 2018
Gesamtergebnisrechnung
Gewinn- und-Verlust-Rechnung
| Mio. € | Notes | 1.1.- 31.12.2018 | 1.1.- 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | (10) | 7.318 | 7.615 | -3,9 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | (10) | 1.351 | 724 | 86,8 |
| Zinserträge | (10) | 8.670 | 8.338 | 4,0 |
| Zinsaufwendungen | (10) | 3.922 | 4.043 | -3,0 |
| Zinsüberschuss | (10) | 4.748 | 4.295 | 10,5 |
| Dividendenerträge | (11) | 36 | 106 | -66,3 |
| Risikoergebnis | (12) | -446 | n/a | |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | (13) | n/a | -781 | |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | (14) | n/a | -76 | |
| Provisionserträge | (15) | 3.751 | 3.902 | -3,9 |
| Provisionsaufwendungen | (15) | 662 | 710 | -6,9 |
| Provisionsüberschuss | (15) | 3.089 | 3.192 | -3,2 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | (16) | 366 | 598 | -38,8 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (17) | 48 | -85 | . |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 40 | 244 | -83,7 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -14 | . | ||
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | (18) | 26 | 244 | -89,5 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen | (19) | 12 | 23 | -48,9 |
| Sonstiges Ergebnis | (20) | 245 | 466 | -47,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | (21) | 6.879 | 6.834 | 0,7 |
| Restrukturierungsaufwendungen | (22) | - | 808 | . |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.245 | 341 | . | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (23) | 268 | 215 | 24,3 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 978 | 126 | . | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | -10 | 96 | . | |
| Konzernergebnis | 968 | 222 | . | |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 103 | 94 | 9,8 | |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 865 | 128 | . |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Note 4).
| Mio. € | Notes | 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | (25) | 0,69 | 0,10 | . |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund diverser Restatements (siehe Note 4). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
| Mio. € | 1.1.- 31.12.2018 | 1.1.- 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 968 | 222 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -287 | 145 | . |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | 1 | n/a | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | -4 | n/a | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 96 | -114 | . |
| Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | -194 | 31 | . |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | -6 | n/a | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | -87 | n/a | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (AFS) | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | n/a | -173 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | n/a | 460 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 19 | 32 | -41,1 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 28 | 12 | . |
Mio. €
| 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 91 | 5 | 96 | -122 | 8 | -114 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | -3 | 0 | -3 | |||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -416 | 130 | -287 | 206 | -61 | 145 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) | -117 | 24 | -93 | |||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 57 | -10 | 47 | 58 | -14 | 44 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -102 | 0 | -102 | 6 | 1 | 7 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | -70 | 1 | -69 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | - | 0 | -8 | - | -8 |
| Sonstiges Periodenergebnis | -491 | 149 | -342 | 288 | 2 | 290 |
Bilanz
Aktiva
| Mio. € | Notes | 31.12.2018 | 1.1.2018¹ | Veränd. in % | 31.12.2017² | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53.914 | 55.222 | -2,4 | 55.733 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (26) | 279.137 | 264.345 | 5,6 | n/a | |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 3.637 | n/a | n/a | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | (27, 36) | n/a | n/a | 265.712 | ||
| darunter: als Sicherheit übertragen | n/a | n/a | 2.655 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (29) | 26.659 | 25.205 | 5,8 | n/a | |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 2.377 | n/a | n/a | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | (30) | n/a | n/a | 31.155 | ||
| darunter: als Sicherheit übertragen | n/a | n/a | 924 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | (31) | - | - | . | 23.745 | |
| darunter: als Sicherheit übertragen | - | - | - | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (33) | 34.073 | 33.138 | 2,8 | n/a | |
| darunter: als Sicherheit übertragen | - | n/a | n/a | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (34) | 42.501 | 60.716 | -30,0 | 63.666 | |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1.246 | n/a | 1.072 | |||
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 199 | 153 | 30,5 | 153 | ||
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (47) | 1.457 | 1.463 | -0,4 | 1.464 | |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (48) | 173 | 181 | -4,0 | 181 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (49, 50) | 3.246 | 3.294 | -1,5 | 3.294 | |
| Sachanlagen | (51) | 1.547 | 1.600 | -3,4 | 1.600 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (52) | 13 | 16 | -17,7 | 16 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | (54) | 13.433 | 78 | 78 | ||
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (56) | 783 | 767 | 2,1 | 767 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | (56) | 3.116 | 3.032 | 2,8 | 2.970 | |
| Sonstige Aktiva | (58) | 2.119 | 1.961 | 8,0 | 1.961 | |
| Gesamt | 462.369 | 451.171 | 2,5 | 452.495 |
¹ Anpassung der Eröffnungsbilanz nach IFRS 9 (siehe Note 5).
² Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Passiva
| Mio. € | Notes | 31.12.2018 | 1.1.2018¹ | Veränd. in % | 31.12.2017² | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (28) | 346.668 | 335.978 | 3,2 | 341.287 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (32) | 21.949 | 20.385 | 7,7 | 14.940 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (35) | 43.404 | 56.593 | -23,3 | 56.484 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 532 | 451 | 18,1 | 491 | ||
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (47) | 1.462 | 1.872 | -21,9 | 2.255 | |
| Rückstellungen | (62, 63) | 3.153 | 3.373 | -6,5 | 3.291 | |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | (57) | 472 | 673 | -29,8 | 673 | |
| Latente Ertragsteuerschulden | (57) | 20 | 3 | . | 28 | |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | (55) | 12.914 | - | . | - | |
| Sonstige Passiva | (59) | 2.384 | 3.024 | -21,2 | 3.024 | |
| Eigenkapital | (66) | 29.411 | 28.820 | 2,0 | 30.022 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1.252 | 1.252 | . | 1.252 | ||
| Kapitalrücklage | 17.192 | 17.192 | . | 17.192 | ||
| Gewinnrücklagen | 10.054 | 9.397 | 7,0 | 11.230 | ||
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | -287 | -161 | 77,8 | 817 | ||
| Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | 28.211 | 27.680 | 1,9 | 28.858 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.200 | 1.141 | 5,2 | 1.164 | ||
| Gesamt | 462.369 | 451.171 | 2,5 | 452.495 |
¹ Anpassung der Eröffnungsbilanz nach IFRS 9 (siehe Note 5).
² Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Mio. €
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen¹ | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 1.252 | 17.192 | 11.117 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | - | - | 9 |
| Eigenkapital zum 1.1.2017 | 1.252 | 17.192 | 11.126 |
| Gesamtergebnis | - | - | 159 |
| Konzernergebnis | 128 | ||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -114 | ||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 145 | ||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (Available for Sale) | 277 | ||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 43 | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -46 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | -68 | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -8 | ||
| Dividendenausschüttung | - | - | -47 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - | ||
| Sonstige Veränderungen | - | ||
| Eigenkapital zum 31.12.2017 | 1.252 | 17.192 | 11.230 |
Mio. €
| Andere Rücklagen | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Gewinn- und | Rücklage aus der Währungsumrechnung | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | -781 | -97 | -137 | |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | - | - | - | |
| Eigenkapital zum 1.1.2017 | -781 | -97 | -137 | |
| Gesamtergebnis | 209 | 43 | -55 | |
| Konzernergebnis | ||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | ||||
| Veränderung aus der Neubewewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | ||||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (Available for Sale) | 277 | |||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 43 | |||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -46 | |||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | -68 | -1 | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -8 | |||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | ||||
| Sonstige Veränderungen | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2017 | -571 | -54 | -192 |
Mio. €
| Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital¹ | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 28.547 | 1.027 | 29.573 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | 9 | - | 9 |
| Eigenkapital zum 1.1.2017 | 28.556 | 1.027 | 29.583 |
| Gesamtergebnis | 356 | 156 | 512 |
| Konzernergebnis | 128 | 94 | 222 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -114 | - | -114 |
| Veränderung aus der Neubewewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 145 | 0 | 145 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (Available for Sale) | 277 | 10 | 287 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 43 | 0 | 44 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -46 | 52 | 7 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | -69 | - | -69 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -8 | - | -8 |
| Dividendenausschüttung | - | -10 | -10 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | -8 | -4 | -12 |
| Sonstige Veränderungen | -47 | -4 | -51 |
| Eigenkapital zum 31.12.2017 | 28.858 | 1.164 | 30.022 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Mio. €
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen¹ | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (vor Anpassungen) | 1.252 | 17.192 | 11.249 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | - | - | -19 |
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | 1.252 | 17.192 | 11.230 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | -1.833 |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 1.252 | 17.192 | 9.397 |
| Gesamtergebnis | - | - | 672 |
| Konzernergebnis | - | - | 865 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 96 | ||
| Veränderung aus der Neubewewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -286 | ||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | -3 | ||
| Veränderung aus der Bewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -94 | ||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 41 | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -72 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | ||
| Dividendenausschüttung | - | - | -3 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | -12 | ||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Eigenkapital zum 31.12.2018 | 1.252 | 17.192 | 10.054 |
Mio. €
| Andere Rücklagen | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungsumrechnung | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (vor Anpassungen) | -571 | -54 | -192 | |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | - | - | - | |
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | -571 | -54 | -192 | |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | 657 | -2 | 0 | |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 86 | -55 | -192 | |
| Gesamtergebnis | -94 | 41 | -72 | |
| Konzernergebnis | ||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | ||||
| Veränderung aus der Neubewewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | ||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | ||||
| Veränderung aus der Bewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -94 | |||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 41 | |||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -72 | |||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | |||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | |||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | ||||
| Sonstige Veränderungen | -9 | -15 | -264 |
€ Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital
Eigenkapital zum 31.12.2017 (vor Anpassungen)
28.877
1.164
30.041
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen
-19
-
-19
Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen)
28.858
1.164
30.022
Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9
-1.178
-24
-1.202
Eigenkapital zum 1.1.2018
27.680
1.141
28.820
Gesamtergebnis
546
80
626
Konzernergebnis
865
103
968
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO
96
-
96
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen
-286
0
-287
Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR)
-3
-1
-3
Veränderung aus der Bewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR)
-94
2
-93
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
41
6
47
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
-72
-30
-102
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
-
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen
0
-
0
Dividendenausschüttung
-22
-22
Veränderungen im Anteilsbesitz
-3
-
-3
Sonstige Veränderungen
-12
2
-10
Eigenkapital zum 31.12.2018
28.211
1.200
29.411
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Zum 31. Dezember 2018 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 1.252 Mio. Euro und war in 1.252.357.634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie zu zahlen. Bei 1.252.357.634 ausgegebenen Aktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 250 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde keine Dividende ausgeschüttet.
Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 31. Dezember 2018 wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.
Zum 31.Dezember 2018 beträgt der Anteil aktiver Sicherungsbeziehungen in der Cashflow-Hedge-Rücklage -12 Mio. Euro (Vorjahr: -24 Mio. Euro), auf den Anteil inaktiver Sicherungsbeziehungen entfallen -2 Mio. Euro (Vorjahr: -29 Mio. Euro).
Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund russischer Rubel und brasilianischer Real.
In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
Die Veränderungen im Anteilsbesitz von -3 Mio. Euro (Vorjahr: -8 Mio. Euro) ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften.
Kapitalflussrechnung
| Mio. € | Notes | 2018 | 2017¹ |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 968 | 222 | |
| Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit: | |||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie | |||
| Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting | 1.496 | 1.932 | |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | -6.217 | -7.099 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen | (20) | 100 | |
| Sonstige Anpassungen | -4.375 | -3.971 | |
| Zwischensumme | -8.028 | -8.903 | |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (26) | -14.796 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | (27) | n/a | 11.470 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (33) | -1.650 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (29) | -1.453 | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | (30) | n/a | 8.425 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | (31) | n/a | 1.098 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (34) | 12.855 | 9.964 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | -13.615 | 838 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (26) | 11.641 | -1.605 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (32) | 1.534 | -3.236 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (35) | -1.981 | 95 |
| Mittelveränderung aus Zahlungen in das Planvermögen | (62) | 65 | 12 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | 9.664 | -1.289 | |
| Erhaltene Zinsen | (10) | 7.532 | 7.246 |
| Erhaltene Dividenden | (11) | 36 | 106 |
| Gezahlte Zinsen | (10) | -3.193 | -3.381 |
| Ertragsteuerzahlungen | (23) | -310 | -443 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -1.698 | 20.397 | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von: | |||
| Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (48) | 28 | 88 |
| Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | (51) | -55 | 19 |
| Auszahlungen für den Erwerb von: | |||
| Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (48) | -5 | -39 |
| Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | (51) | -534 | -908 |
| Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises | |||
| Cashflow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel | - | 379 | |
| Cashflow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel | 11 | 7 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -556 | -454 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 328 | -273 | |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 55.733 | 36.206 | |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -1.698 | 20.397 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -556 | -454 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 328 | -273 | |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 107 | -144 | |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 53.914 | 55.733 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen und ist damit identisch mit dem Bilanzposten Kassenbestand und Sichtguthaben:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand | 9.763 | 4.423 | . |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 43.597 | 49.063 | -11,1 |
| Täglich fällige Sichtguthaben bei Kreditinstituten | 554 | 1.736 | -68,1 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | - | 511 | . |
| Gesamt | 53.914 | 55.733 | -3,3 |
Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2018 waren 0 Mio. Euro (Vorjahr: 421 Mio. Euro) aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten. Aus Entkonsolidierungen waren zum 31. Dezember 2018 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) im Zahlungsmittelbestand enthalten.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.
Als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen und Krediten sowie aus Wertpapieren und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Einlagen, aus begebenen Schuldverschreibungen und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.
Die Veränderungen des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften, dadurch ergaben sich bei den Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L ein Abgang von 56 Mio. Euro.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungsvorgänge für Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie at-Equity bewertete Unternehmen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrangige Einlagen und Schuldinstrumente. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.
Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, der sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben bei Zentralnotenbanken, täglich fälligen Sichtguthaben bei Kreditinstituten sowie den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammensetzt.
Die Kapitalflussrechnung enthält sowohl Cashflows aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen als auch Cashflows aus dem aufgegebenem Geschäftsbereich (Details siehe Note 53).
Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nettoschulden dargestellt.
| Mio. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Nettoschulden zum 1.1. | 10.046 | 10.969 |
| Veränderungen | ||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1.279 | -642 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Wechselkursveränderungen | 130 | -167 |
| Andere nicht zahlungswirksame Veränderungen | -369 | -114 |
| Nettoschulden zum 31.12. | 9.136 | 10.046 |
Anhang (Notes)
Allgemeine Grundlagen
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist.
Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung.
Alle für das Geschäftsjahr 2018 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2019 oder später umzusetzen sind, haben wir abgesehen.
Die Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 (Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben) werden teilweise im Anhang (siehe Notes 37 und 38) und teilweise im Konzernlagebericht ausgewiesen.# Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB
Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 61 bis 142 unseres Geschäftsberichts veröffentlicht.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500.000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
(1) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards
Erstmals anzuwendende Standards
Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Commerzbank-Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2018 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für uns relevant waren. Alle Änderungen der Standards wurden entsprechend der jeweils geltenden Übergangsvorschriften berücksichtigt. Die für uns relevanten und wesentlichen neuen Standards werden nachfolgend dargestellt.
Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente", die neben IFRS 9 auch weitere Standards betraf (insbesondere IFRS 7 und IAS 1). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) wurde weitgehend abgelöst. Gegenüber IAS 39 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital um 1.202 Mio. Euro. Dies resultiert aus einer im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik sowie aus der vorzunehmenden Neuklassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente. Eine Reihe finanzieller Vermögenswerte, beispielsweise Kredite, die vorwiegend der Schiffsfinanzierung dienen beziehungsweise Kredite britischer Körperschaften, werden nun erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, was eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge hatte. Die Überleitungstabellen für die Bilanz, das Eigenkapital und die Risikovorsorge zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 stellen wir in diesem Geschäftsbericht in Note 5 dar.
Die Anwendung der im März 2018 in europäisches Recht übernommenen Ergänzungen des IFRS 9 hinsichtlich vorzeitiger Rückzahlungen von Krediten liefern Klarstellungen zur SPPI-Konformität dieser Zins- und Tilgungszahlungen. Aus diesen Ergänzungen ergeben sich keine Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss.
Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wurde ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Für Provisionen, die unter die Anwendung des IFRS 15 fallen, üben wir zur Vereinfachung das Wahlrecht der modifizierten retrospektiven Methode aus (siehe Note 15). Zum 31. Dezember 2018 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Überarbeitete Standards
Aus überarbeiteten Standards sowie aus Änderungen im Rahmen des Annual Improvement Projects 2015 - 2017 ergaben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Neue Standards
Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung ("Leases") wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal 2017. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Als Erleichterung können betraglich kleine oder kurz laufende Leasingverhältnisse von der Bilanzierung ausgenommen werden. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die insbesondere dessen Verpflichtung zur Leistung von Mietzahlungen darstellt. Für die Klassifizierung der Leasingverträge in Finanzierungs- und Operating-Leasing beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangsangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. IFRS 16 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Das Konzernprojekt zur Vorbereitung auf die neuen Anforderungen wurde unter der Verantwortung von Group Finance in 2017 gestartet. Die notwendigen Analysen wurden mit Experten aus den Bereichen des Real Estate Managements und der Vertragsverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Fachkonzepten aufgenommen und in die konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinien übernommen. Die IT-seitige Umsetzung zur Berechnung der neuen Bilanzansätze wurde im Juli fertiggestellt und die Tests wurden Mitte November 2018 durch eine konzernweite Erhebung und Abstimmung erfolgreich abgeschlossen. In diese Tests waren alle relevanten und in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften involviert. Den wesentlichen Anteil der neu zu bilanzierenden Verbindlichkeiten und Nutzungsrechte bilden die angemieteten Immobilien des Konzerns. Im Konzern wird das IFRS 16 Modul der SAP-Anwendung zum Vertragsmanagement von Immobilien für die Bewertung aller relevanten Leasingobjekte eingesetzt. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte nach der modifizierten retrospektiven Methode. Für bislang als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wird der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt als Grundlage herangezogen. So ist beispielsweise. die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen nach der aktuellen Faktenlage zu beurteilen und nicht nach der rückwirkend zu ermittelnden Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Das Nutzungsrecht je Leasingverhältnis wird entsprechend der Leasingverbindlichkeit unter Abzug von vorausbezahlten oder abgegrenzten Zahlungen angesetzt. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, zur Abzinsung der am 1. Januar 2019 erstmals bilanzierten Leasingverbindlichkeiten, beträgt 1,22 % p.a. Wir machen von den Erleichterungsvorschriften bezüglich Leasingverhältnissen von geringem Wert (low value) Gebrauch. Wir haben zudem zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender Vertrag im Ganzen oder in Teilen als Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren ist. Die nach den bisherigen Vorschriften IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen wurden übernommen.
Unsere Analyse hat ergeben, dass sich als Erstanwendungseffekt zum 1. Januar 2019 die Bilanzsumme um 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro erhöhen wird. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung werden im Geschäftsjahr 2019 statt der bisher erfassten Sachaufwendungen zukünftig Abschreibungen auf die aktivierten Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten anfallen. In der Kapitalflussrechnung wird der geänderte Ausweis der bisherigen Aufwendungen aus Operating Leasing zu einer Verbesserung des Cashflows aus operativer Tätigkeit und zu einer Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit führen.
Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten vor. Das IASB verfolgt mit IFRS 17 die Zielsetzung, eine einheitliche Grundlage in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge zu schaffen. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches Recht. Derzeit analysieren wir mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Am 7. Juni 2017 wurde die IFRIC Interpretation 23 ("Uncertainty over Income Tax Treatments") veröffentlicht. Mit der Interpretation soll Klarheit hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung bezüglich Ertragsteuern gemäß IAS 12 geschaffen werden, wenn Unsicherheit in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Die IFRIC Interpretation ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Wir erwarten daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(2) Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente" in der Fassung an, die vom IASB im Juli 2014 veröffentlicht wurde. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Zum 30. Juni 2017 haben wir bereits einen Teil von IFRS 9 vorzeitig und rückwirkend zum 1. Januar 2017 angewendet.# Accounting Policies
The valuation effect resulting from financial liabilities designated at fair value, arising from the entity's own credit risk, is no longer recognized in profit or loss but rather in other comprehensive income on a neutral basis. The application of IFRS 9 resulted in changes in the classification and valuation of financial assets and liabilities, as well as the impairment of financial assets. Likewise, it leads to further standard changes for financial instruments, where IFRS 7 is to be primarily mentioned. With the exception of the described changes in the accounting and valuation of financial instruments, we apply the same accounting and valuation methods as in the 2017 annual report. In accordance with the transition provisions of IFRS 9, we will not adjust the comparative figures. Therefore, the comparative information for 2017 will be reported according to IAS 39, in line with the accounting and valuation methods presented on pages 150 ff. of the annual report as of December 31, 2017. These are not directly comparable with the information presented for the 2018 fiscal year according to IFRS 9. All changes in the carrying amounts of financial assets and liabilities were recognized in retained earnings or other reserves at the date of initial application. Due to the hedge accounting option contained in the standard, we have decided to continue to apply the previous regulations of IAS 39.
Classification and Valuation of Financial Instruments
The classification of all assets and liabilities defined as financial instruments under IAS 32, as required by the application of IFRS 9, is intended to enable users of the financial statements to better assess the amount, timing, and uncertainty of future cash flows. At the time of acquisition, all financial instruments are generally recognized at their fair value. This acquisition principle applies regardless of the classification of a financial instrument. IFRS 9 provides for four types of subsequent measurement of financial assets, which depend on the respective business model or the fulfillment of the SPPI criterion (Solely Payment of Principal and Interest):
- Valuation at Amortised Cost (AC)
- Valuation at Fair Value with Recycling to Profit or Loss (Fair Value OCI with Recycling / FVOCImR)
- Valuation at Fair Value without Recycling to Profit or Loss (Fair Value OCI without Recycling / FVOCIoR)
- Valuation at Fair Value through Profit or Loss (FVPL), subdivided into Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL) and Held for Trading (HFT).
The allocation of financial assets to one of the following business models is made at the management level and is derived from how the financial assets are managed to generate cash flows:
- Business Model "Holding": Receipt of contractual cash flows with only infrequent or economically insignificant sale activities.
- Business Model "Holding & Selling": Receipt of cash flows through both holding of assets and sales.
- Residual Business Model: All portfolios that are not allocated to the Business Model "Holding" or "Holding & Selling". This includes, in particular, trading portfolios and portfolios managed on a fair value basis, where the receipt of contractually agreed cash flows is of secondary importance. The main objective is to maximize cash flows through purchases and sales.
The second criterion for classifying financial assets is the characteristics of their cash flows. When assessing these, it is crucial whether they are solely unleveraged interest and principal payments on the outstanding capital; the so-called SPPI criterion. In principle, a financial instrument is only to be considered as giving rise to contractual cash flows if its contractual cash flows correspond to those of a simple loan financing.
The allocation to the business model is made on a portfolio basis, while the SPPI criterion must generally be tested for each individual financial instrument that has been allocated to the Business Model "Holding" or "Holding & Selling".
Valuation at Amortised Cost (AC) requires that the financial asset has cash flows that meet the SPPI criterion and has been allocated to a portfolio with the Business Model "Holding". The associated accounting logic generally corresponds to the previous IAS 39 Loans and Receivables (LAR).
Valuation at Fair Value with Recycling to Profit or Loss (FVOCImR) applies to financial assets whose cash flows also meet the SPPI criterion and have been allocated to a portfolio with the Business Model "Holding & Selling". The associated accounting generally corresponds to the previous IAS 39 Available for Sale (AFS) valuation category.
Subsequent measurement at fair value with recognition of the fair value changes in the profit and loss statement (FVPL) must be carried out if either the financial instrument has not been allocated to a portfolio of the two business models mentioned above, or if its cash flows are not contractual cash flows. This valuation class therefore has a subsidiary character. If an allocation to one of the other two valuation classes is not clearly possible, this valuation must be used. Within this valuation class, a distinction is made between financial instruments held for trading purposes (Held for Trading/HFT) and other financial instruments that mandatorily lead to fair value measurement with recognition of changes in the profit and loss statement (Mandatorily Fair Value P&L/mFVPL). In addition, under the Fair Value Option (FVO), there is also the possibility to voluntarily designate financial assets at acquisition to mFVPL, provided that an accounting mismatch can be avoided.
The system for measuring financial assets results from their allocation to one of the following three groups:
- Derivatives: Financial instruments whose classification criteria have not changed compared to IAS 39. Since derivatives do not have fixed repayment amounts, subsequent measurement at amortised cost is excluded. They are always measured at fair value with changes recognized in profit or loss. If derivatives are not in a hedging relationship (Hedge Accounting), they are always allocated to the Held for Trading (HFT) portfolio. Under IFRS 9, financial assets are assessed as a whole, meaning there is no longer a separation between the host instrument and the embedded derivative. Instead, financial assets are classified based on the business model and their contractual terms. The accounting for derivatives embedded in financial liabilities and in non-financial underlying contracts has not changed compared to IAS 39.
- Equity Instruments: Financial instruments that meet the definition of equity of IAS 32 in the issuing company. Since equity instruments do not lead to fixed repayments and only represent an ownership interest, the SPPI criterion is not met. AC or FVOCImR measurement is excluded. However, at the acquisition of an equity instrument, the irrevocable decision can be made to measure it at FVOCI without recycling instead. All fair value changes are recognized in equity and are not recognized in the profit and loss statement upon disposal of the financial instrument (without recycling). We make use of this option and have allocated a portfolio to this group. This option does not apply to financial instruments acquired with the intention of trading or as contingent consideration in a business combination. These must mandatorily be measured at FVPL.
- Debt Instruments: The valuation of all financial instruments that are not derivatives within the meaning of IFRS 9 and do not meet the definition of equity under IAS 32 depends on the criteria of Business Model and SPPI described above, or, in case of an accounting mismatch, on the Fair Value Option. This results in the following subsequent measurement possibilities for debt instruments on the asset side:
- Subsequent measurement at amortised cost must be carried out if, on the one hand, the financial instrument is held solely to collect contractual cash flows (Business Model "Holding") and, on the other hand, the contractual cash flows represent solely interest and principal payments in accordance with IFRS 9 (contractual cash flows).
- Subsequent measurement at fair value with recognition of fair value changes in equity with recycling (FVOCImR) must be carried out if the financial instrument is allocated to a portfolio with the Business Model "Holding & Selling" and, additionally, the contractual cash flows represent solely interest and principal payments. Thus, the financial instrument is considered to have contractual cash flows. Upon disposal of the financial instrument, the cumulative fair value changes recognized in OCI are recognized in profit or loss (with recycling).
- Subsequent measurement at fair value with recognition of fair value changes in the profit and loss statement (FVPL) must be carried out if the financial instrument has been allocated to a portfolio of the residual Business Model. This also applies in the case of non-contractual cash flows and upon exercise of the Fair Value Option.
Financial liabilities are generally measured at amortised cost. In addition, there is the possibility to apply the Fair Value Option.# Der Bewertungseffekt aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird erfolgsneutral im Sonstigen Periodenergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie sämtliche Derivate sind in der Bilanz jeweils in einem eigenen Posten auszuweisen und erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten.
Nach IFRS 9 führen substanzielle Vertragsmodifikationen eines finanziellen Vermögenswertes dazu, dass das alte Finanzinstrument bilanziell ausgebucht wird und ein neuer finanzieller Vermögenswert zugeht. Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel infolge von Forbearance-Maßnahmen oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments.
Eine nicht substanzielle Modifikation liegt bei Vertragsänderungen vor; beispielsweise bei einer nicht substanziellen Anpassung des vertraglichen (Fest-)Zinssatzes. Bei Vorliegen einer nicht substanziellen Modifikation ist der neue Buchwert auf Basis der geänderten geschätzten Cashflows und dem ursprünglichen neu zu ermitteln. Die Anpassung des Buchwerts wird erfolgswirksam erfasst (siehe Note 18).
Impairment
Die Anwendung von IFRS 9 hat die Regelungen zur Bilanzierung erwarteter Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge) grundlegend geändert, indem das Incurred-Loss-Modell nach IAS 39 durch einen Expected-Credit-Loss-Modell (ECL) ersetzt wurde. IFRS 9 sieht vor, dass eine Wertberichtigung für ECLs für alle Kredite, außerbilanziellen Geschäfte und Finanzgarantien zu bilden ist, die nicht Gewinn- und werden. Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden, vielmehr ist für finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum Fair Value zu bewerten sind, der erwartete Verlust für ein Jahr bereits bei Zugang als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine signifikante Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, so ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Cashflows zu ermitteln. Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird hingegen auf Grundlage interner Parameter eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung gebildet.
Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste basiert grundsätzlich auf der Zuordnung der nicht direkt erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente und außerbilanziellen Kreditzusagen sowie Finanzgarantien in drei Stages. Stage 1 und Stage 2 beinhalten dabei Finanzinstrumente, die keine Ausfallkriterien aufweisen. Stage 3 beinhaltet Finanzinstrumente, die als ausgefallen (Default) identifiziert wurden. Finanzinstrumente, die bereits zum Zugangszeitpunkt des Geschäfts ausgefallen sind (Purchased or Originated Credit-Impaired Financial-Assets, POCI), werden keiner der drei Stages zugeordnet, sondern gesondert behandelt und ausgewiesen.
Grundsätzlich wird jedes Finanzinstrument beim erstmaligen Zugang in Stage 1 erfasst (Ausnahme POCI). Darüber hinaus enthält Stage 1 alle Geschäfte, die ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Ein geringes Ausfallrisiko ist in Fällen gegeben, deren internes Bonitätsrating im Bereich des Investmentgrade (Rating 2,8 oder besser) liegt. Die Bevorsorgung für Geschäfte in Stage 1 erfolgt in Höhe des erwarteten Kreditverlustes für die nächsten 12 Monate (12-month Expected Credit Loss, 12-m ECL).
In Stage 2 werden Finanzinstrumente abgebildet, deren Ausfallrisiko sich seit dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat und die nicht als Fälle mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Basis für die Wertberichtigungs- beziehungsweise Rückstellungsbildung ist in Stage 2 der erwartete Kreditverlust der gesamten Restlaufzeit (Lifetime Expected Credit Loss, LECL).
Für ausgefallene Finanzinstrumente aus Stage 3 bildet ebenfalls der LECL auf Basis individueller Cashflow-Schätzungen die Grundlage für die Wertberichtigungs- beziehungsweise Rückstellungsbildung.
Für als POCI klassifizierte Finanzinstrumente wird zum Zeitpunkt des Zugangs keine Wertberichtigung beziehungsweise Rückstellung gebildet. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value. In der Folgebewertung entspricht die Bevorsorgung der kumulierten Veränderung des LECL seit Zugangszeitpunkt. Ein als POCI klassifiziertes Finanzinstrument verbleibt bis zu seiner Ausbuchung in diesem Ansatz. Auch im Falle einer eventuellen Ratingverbesserung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung.
Für Finanzielle Vermögenswerte, die Stage 1 und Stage 2 zugeordnet sind, werden die Zinserträge effektivzinsgerecht auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte aus Stage 3 werden effektivzinsgerecht basierend auf dem Nettobuchwert (abzüglich der Risikovorsorge) kalkuliert. Für die detaillierte Beschreibung verweisen wir auf Note 36.
Hedge Accounting
Der Commerzbank-Konzern hat entschieden, die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 nach der Übernahme von IFRS 9 weiterhin anzuwenden. Für weitere Details zur Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2017 nach IAS 39 zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 verweisen wir auf Note 5.
(3) Wesentliche Grundsätze und Schätzungsunsicherheiten
Wesentliche Grundsätze
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die IFRS Standards verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IFRS 9, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.
Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss aus. Negative Zinsen weisen wir separat im Zinsüberschuss aus (siehe Note 10).
Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit dem vollständigen Erbringen einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung leistungsabhängiger Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften im Kundenauftrag weisen wir im Provisionsüberschuss aus.
Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens zwölf Monate beträgt.
Grundsätzlich sind Vermögenswerte und Schulden brutto (unsaldiert) in der Bilanz auszuweisen. In Übereinstimmung mit IAS 32.42 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem selben Geschäftspartner aber gegeneinander saldiert und entsprechend in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit dem Begleichen der Verbindlichkeit erfolgt. Neben dem Aufrechnen positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten mit Clearingvereinbarungen und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten und bilateralen Kontrahenten, sofern sie die gleiche Laufzeit haben.
Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2018 erstellte Abschlüsse. Für at-Gewinn- und Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt.
Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften und at-Gewinn- und Unternehmen sowie für aufgegebene Geschäftsbereiche, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 53, 54 und 55) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen.
Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 42 vor.# Notes to the Consolidated Financial Statements
Ebenfalls in dieser Note erfolgt die Angabe der Fristigkeiten für alle passivischen Finanzinstrumente, Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um. Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern die Stichtagskurse keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst. Nicht monetäre Posten werden grundsätzlich zum Stichtagskurs umgerechnet. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung aus. Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen und at-Gewinn- und Unternehmen erfolgt für monetäre und nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs des jeweiligen Bilanzstichtags. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Effekte, die aus der zu historischen Kursen erfolgenden Umrechnung von in die Kapitalkonsolidierung einfließenden Kapitalbestandteilen von Tochtergesellschaften resultieren, weisen wir erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen grundsätzlich erfolgswirksam im sonstigen Ergebnis erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst.
Schätzungsunsicherheiten
Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrundeliegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzungsverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse für die nachstehend aufgeführten Sachverhalte von den Einschätzungen abweichen. Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderem bei der Ermittlung der Fair Values beziehungsweise den erwarteten Zahlungsströmen von Finanzinstrumenten und im Rahmen der Bildung von Risikovorsorge. Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir zudem auf den Konzernlagebericht. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten bezüglich der Ermittlung der Fair Values als Finanzinvestition gehaltener Immobilien, bei der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes und Pensionsverpflichtungen sowie bei Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den Rechnungszins, den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzungsannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen von den tatsächlichen Jahreseffekten werden als Neubewertung erfolgsneutral in der Gewinnrücklage abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 62). Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der Gewinn- undn-use-Methode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des Fair Values von Finanzinstrumenten findet sich in den Notes 40 und 49. Die Bilanzierung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken erfolgt unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse aus der laufenden Betriebsprüfung und Rechtsprechung (siehe Note 57). Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten bei der Bildung aktiver latenter Steuern. Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbaren Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite verschiedener potenzieller Wertansätze führen, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements. Des Weiteren lassen sich nachfolgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:
- Die Wertminderung von Krediten und Wertpapieren sowie die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Ermittlung der erwarteten Cashflows einschließlich Ansatz, Höhe und Verwertungszeitpunkt von Sicherheiten (siehe Note 36).
- Die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zur Veräußerung gehaltener Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird) (siehe Note 54).
- Die Werthaltigkeitsprüfung bei nicht finanziellen Vermögenswerten wie bei Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten (hier insbesondere die Festlegung der Kriterien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags (siehe Note 49 und Note 50).
- Die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann (siehe Notes 56 und 57) sowie der Abbildung steuerlicher Risikopositionen. Die Einschätzung der Nutzbarkeit von Steueransprüchen erfolgt vor allem auf Basis des zukünftigen steuerlichen Ertragspotentials basierend auf unserer Mehrjahresplanung.
- Die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (siehe Note 62).
- Die Bewertung von Rechtsrisiken (siehe Note 64).
(4) Anpassungen
Im Geschäftsjahr 2018 wurde aufgrund einer fehlerhaften Währungsumrechnung einer in Schweizer Franken begebenen konzerninternen Emission eine rückwirkende Korrektur der Schuldenkonsolidierung vorgenommen. Zum 1. Januar 2017 verminderte sich die Gewinnrücklage um 2 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend. Im Geschäftsjahr 2017 verminderte sich das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten um 9 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend. Das Konzernergebnis verminderte sich um 9 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0 Euro. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt 11 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich korrespondierend.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden für zwei in Fremdwährung emittierte Schuldscheindarlehen falsche Zinsabgrenzungen vorgenommen. Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich zum 1. Januar 2017 die Gewinnrücklage um 5 Mio. Euro verminderte, die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich um 7 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche um 2 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Zinsaufwendungen um 9 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost entsprechend. Darüber hinaus verminderten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag um 3 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche erhöhten sich entsprechend. Das Konzernergebnis verminderte sich um 6 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um weniger als 0 Euro. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt 11 Mio. Euro. Die Latenten Ertragsteueransprüche erhöhten sich um 5 Mio. Euro, sowie Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost um 16 Mio. Euro.
Aufgrund eines Fehlers in der latenten Steuerberechnung der Vorjahre wurde rückwirkend eine Fehlerkorrektur vorgenommen. Dadurch erhöhten sich zum 1. Januar 2017 wie auch zum 31. Dezember 2017 die saldierten Latenten Ertragsteueransprüche um 16 Mio. Euro und die Gewinnrücklage korrespondierend. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.# Im Geschäftsjahr 2017 wurde im Rahmen des Impairmenttests des aus dem Erwerb der Dresdner Bank aktivierten Kundenstamms eine fehlerhafte Ermittlung der Kapitalkosten für das Segment Firmenkunden zugrunde gelegt.
Die Verwendung des korrekten Kapitalosten führte zu einem Impairment, die immateriellen Vermögenswerte haben sich dadurch um 18 Mio. Euro vermindert, die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich entsprechend. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verminderten sich um 6 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteuerschulden korrespondierend. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Konzernergebnis als auch das Eigenkapital um 13 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um 0,01 Euro.
Zudem wurde eine Fehlerkorrektur in Note 42 (Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden) vorgenommen. Zum 31. Dezember 2017 wurden Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen sowie Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten nicht in dieser Note dargestellt, die nun aufgenommen wurden. Des Weiteren werden Derivate der Kategorie Held for Trading sowohl in der Aktiva als auch in der Passiva nun im kürzesten Laufzeitband ausgewiesen, da dies die interne Steuerung der Handelsbestände reflektiert.
Aufgrund einer Fehlerkorrektur wurden in Note 60 die Angaben als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing angepasst. Zum 31. Dezember 2017 konzernintern forfaitierte Finance Lease-Forderungen von 1.807 Mio. Euro wurden bisher in dieser Note nicht berücksichtigt und nun aufgenommen. Die Korrekturen betreffen nur diese Note; Auswirkungen auf die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
Des Weiteren wurde retrospektiv zum 31. Dezember 2017 in Note 40 (IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten) eine Anpassung der Fair Values für Verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie Loans and Receivables in Höhe von 0,1 Mrd. Euro vorgenommen. Eine weitere retrospektive Korrektur in dieser Note betraf Eigenkapitalinstrumente der Kategorie Available for Sale. Es wurden 0,3 Mrd. Euro von Level 1 nach Level 3 umgegliedert. Zudem wurden 0,4 Mrd. Euro Derivate der Kategorie HFT von Level 3 nach Level 2 zurückgegliedert. Die Korrekturen betreffen nur diese Note; Auswirkungen auf die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
Aufgrund einer Verbesserung bezüglich der Bewertungsmethodik zur Ermittlung der Fair Values für Darlehen und Forderungen der Kategorie Loans and Receivables wurden die Vorjahreszahlen in Note 40 (IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten) angepasst. Die Methodik berücksichtigt nun zusätzlich pro Einzelgeschäft eine Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge (KGM), die die Entsprechung von Auszahlungsbetrag und Fair Value bei Zugang eines Geschäfts sicherstellt. Des Weiteren wird bei der Fair-Value-Ermittlung nunmehr auf die tatsächlichen Refinanzierungskosten der Commerzbank abgestellt. Es wurde retrospektiv zum 31. Dezember 2017 eine Anpassung von 0,6 Mrd. Euro vorgenommen, die zu einer Erhöhung des Fair Values für Darlehen und Forderungen führte. Auf Basis der vorherigen Bewertungsmethode hätte sich zum Umstellungszeitpunkt am 30. September 2018 ein um 3,7 Mrd. Euro geringerer Fair Value ergeben. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde als Unterposten des Risikoergebnisses herausgelöst und wird nun als Unterposten des Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt. Daraus resultiert eine sachgerechtere Darstellung, es erfolgt eine konsequente Trennung in Bewertungs- und Realisierungskomponenten für Amortised Cost und Fair Value OCI bewertete Finanzinstrumenten. Die Vergleichszahlen für die drei Quartale des Geschäftsjahres wurden entsprechend angepasst. Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.
Zudem haben wir in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung den Posten "Zinserträge" in "Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet" und "Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet" aufgegliedert. Des Weiteren wurden die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung für den aufgegebenen Geschäftsbereich EMC entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 angepasst (siehe Note 53).
In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die Anpassungen in der Bilanz für den 31. Dezember 2016, der dem 1. Januar 2017 entspricht, zusammenfassend dar:
Aktiva
| Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2016 | Anpassungen | angepasster Konzernabschluss 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Latente Ertragsteueransprüche | 3.035 | 18 | 3.053 |
| Gesamt | 480.436 | 18 | 480.454 |
Passiva
| Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2016 | Anpassungen | angepasster Konzernabschluss 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 343.798 | 9 | 343.807 |
| Eigenkapital | 29.573 | 9 | 29.583 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.252 | - | 1.252 |
| Kapitalrücklage | 17.192 | - | 17.192 |
| Gewinnrücklagen | 11.117 | 9 | 11.126 |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | -1.014 | - | -1.014 |
| Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | 28.547 | 9 | 28.556 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.027 | - | 1.027 |
| Gesamt | 480.436 | 18 | 480.454 |
In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die Anpassungen in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2017 und der Bilanz zum 31. Dezember 2017 zusammenfassend dar.
Bilanz zum 31. Dezember 2017
| Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2017 | Anpassungen | angepasster Konzernabschluss 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.312 | -18 | 3.294 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2.950 | 21 | 2.970 |
| Gesamt | 452.493 | 2 | 452.495 |
| Passiva | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 341.260 | 27 | 341.287 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 34 | -6 | 28 |
| Eigenkapital | 30.041 | -19 | 30.022 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.252 | - | 1.252 |
| Kapitalrücklage | 17.192 | - | 17.192 |
| Gewinnrücklagen | 11.249 | -19 | 11.230 |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | -817 | - | -817 |
| Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | 28.877 | -19 | 28.858 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.164 | - | 1.164 |
| Gesamt | 452.493 | 2 | 452.495 |
Die Anpassungen in der Gewinn- und-Verlustrechnung beinhalten neben oben beschriebenen Korrekturen auch die Anpassungen der Vergleichszahlen des aufgegebenen Geschäftsbereichs EMC gemäß IFRS 5 (siehe Note 53).
Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.-31.12.2017
| Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 1.1.-31.12.2017 | Anpassungen gemäß IAS 8 | Anpassungen aufgegebener Geschäftsbereich¹ | angepasster Konzernabschluss 1.1.-31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 8.423 | - | -85 | 8.338 |
| Zinsaufwendungen | 4.222 | 9 | -188 | 4.043 |
| Zinsüberschuss | 4.201 | -9 | 103 | 4.295 |
| Dividendenerträge | 106 | - | - | 106 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | -781 | - | - | -781 |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | -76 | - | - | -76 |
| Provisionserträge | 3.923 | - | -21 | 3.902 |
| Provisionsaufwendungen | 745 | - | -35 | 710 |
| Provisionsüberschuss | 3.178 | - | 14 | 3.192 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 1.092 | -10 | -485 | 598 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -86 | - | 2 | -85 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 259 | - | -16 | 244 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen | 23 | - | - | 23 |
| Sonstiges Ergebnis | 465 | - | 1 | 466 |
| Verwaltungsaufwendungen | 7.079 | 18 | -263 | 6.834 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 808 | - | - | 808 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 495 | -37 | -118 | 341 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 245 | -9 | -21 | 215 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 250 | -28 | -96 | 126 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | - | - | 96 | 96 |
| Konzernergebnis | 250 | -28 | 0 | 222 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 94 | - | - | 94 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 156 | -28 | 0 | 128 |
¹ EMC-Geschäft, welches an Société Générale veräußert wird (siehe Note 53).
(5) Überleitung der Buchwerte und des Eigenkapitals mit Anwendung von IFRS 9
Die nachfolgenden Tabellen leiten die Buchwerte zum 31. Dezember 2017 basierend auf den IAS-39-Vorschriften auf die neuen Buchwerte zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 über. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 wurde gegenüber der Darstellung in Note 74 des Geschäftsberichts 2017 das Eigenkapital um 11 Mio. Euro (davon: 30 Mio. Euro IFRS 9 Erstanwendungseffekt und -19 Mio. Euro aufgrund retrospektiver Anpassungen, siehe Note 4) angepasst.
Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wurden bisher als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesene Preferred Shares von 38 Mio. Euro an einem Kreditkartenanbieter von der Kategorie FVOCI (ohne Recycling) in die Kategorie mFVPL umgegliedert, da sie gemäß IAS 32 nicht als Eigenkapitalinstrumente klassifizieren und folglich als Fremdkapitalinstrumente darzustellen sind. Die Preferred Shares erfüllen nicht das SPPI-Kriterium und sind folglich der Kategorie mFVPL zuzuordnen. Daraus ergab sich eine Verschiebung in der Eröffnungsbilanz von 10 Mio. Euro zwischen Gewinnrücklagen und Anderen Rücklagen.
Des Weiteren wurden rückwirkend zum 1. Januar 2018 Reverse Repos von 783 Mio. aus der Kategorie AC in die Kategorie mFVPL umgegliedert, da für sie das residuale Business Model zur Anwendung kommt. Außerdem wurden retrospektiv Kredite von 112 Mio. Euro in einem Tochterunternehmen von der Kategorie AC in die Kategorie mFVPL umgegliedert, da das SPPI-Kriterium nicht erfüllt war. Dadurch haben sich gegenüber der ursprünglichen Eröffnungsbilanz die Anfangsbestände für die Risikovorsorge nach IFRS 9 um 5 Mio. vermindert.
a) Überleitung der finanziellen Vermögenswerte
| Aktiva | Mio. € |
| ------ | ------ |# Aktiva Mio. €
| Ausweis IAS 39 | Buchwert IAS 39 31.12.2017 | Ausweis IFRS 9 | Anpassungen | Reklassifizierung | Neubewertung | Buchwert IFRS 9 1.1.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 55.733 | - | 55.733 | - | - | 55.222 |
| LAR | - | AC | - | 55.222 | - | - |
| LAR | - | mFVPL | - | 511 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | 265.712 | - | 265.712 | -3 | - | - |
| Darlehen und Forderungen | 241.708 | - | 241.708 | -200 | - | 241.415 |
| LAR | - | AC | - | 232.225 | - | 232.025 |
| LAR | - | FVOCImR | - | 2.027 | 2 | 2.029 |
| LAR | - | mFVPL | - | 7.456 | - | 7.360 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 24.004 | - | 24.004 | 290 | - | 24.294 |
| LAR | - | AC | - | 22.420 | 298 | 22.718 |
| LAR | - | FVOCImR | - | 1.352 | 2 | 1.354 |
| LAR | - | mFVPL | - | 232 | -11 | 221 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | 31.155 | - | 31.155 | 599 | - | 31.753 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30.661 | 196 | 30.857 | 599 | - | 31.456 |
| AFS | - | AC | - | 9.003 | 599 | 9.602 |
| AFS | - | FVOCImR | - | 21.498 | - | 21.498 |
| AFS | - | mFVPL | - | 356 | - | 356 |
| Eigenkapitalinstrumente | 493 | -196 | 297 | - | - | 297 |
| AFS | - | FVOCIoR | - | 30 | - | 30 |
| AFS | - | mFVPL | - | 267 | - | 267 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | 23.745 | - | 23.745 | - | - | 23.745 |
| Darlehen und Forderungen FVO | 23.000 | mFVPL | - | 23.000 | - | 23.000 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 393 | 352 | 746 | - | - | 746 |
| FVO | - | FVOCImR | - | 293 | - | 293 |
| FVO | - | mFVPL | - | 452 | - | 452 |
| Eigenkapitalinstrumente | 352 | -352 | - | - | - | - |
| FVO | - | FVOCIoR | - | - | - | - |
| FVO | - | mFVPL | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 63.666 | - | 63.666 | -1.980 | - | 61.686 |
| Darlehen und Forderungen HFT | 1.080 | - | 1.080 | - | - | 1.080 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2.955 | 2.364 | 5.319 | - | - | 5.319 |
| HFT | - | mFVPL | - | 970 | - | 970 |
| HFT | - | HFT | - | 4.349 | - | 4.349 |
| Eigenkapitalinstrumente HFT | 11.302 | HFT | -2.364 | 8.938 | - | 8.938 |
| Derivate und Sonstige HFT | 48.328 | HFT | - | 48.328 | - | 46.349 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 153 | - | 153 | - | - | 153 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1.464 | - | 1.464 | -1 | - | 1.463 |
| Anteile an at-Gewinn- und Unternehmen | 181 | - | 181 | - | - | 181 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.294 | - | 3.294 | - | - | 3.294 |
| Sachanlagen | 1.600 | - | 1.600 | - | - | 1.600 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 16 | - | 16 | - | - | 16 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 78 | - | 78 | 0 | - | 78 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 767 | - | 767 | - | - | 767 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2.970 | - | 2.970 | 62 | - | 3.032 |
| Sonstige Aktiva | 1.961 | - | 1.961 | - | - | 1.961 |
| Gesamt | 452.495 | - | 452.495 | -1.323 | - | 451.171 |
scroll Aktiva Mio. €
| Buchwert IFRS 9 1.1.2018 |
|---|
| 55.222 |
| 265.709 |
| Darlehen und Forderungen |
| Verbriefte Schuldinstrumente |
| 31.753 |
| Verbriefte Schuldinstrumente |
| Eigenkapitalinstrumente |
| 23.745 |
| Darlehen und Forderungen |
| Verbriefte Schuldinstrumente |
| Eigenkapitalinstrumente |
| 61.686 |
| Darlehen und Forderungen |
| Verbriefte Schuldinstrumente |
| Eigenkapitalinstrumente |
| Derivate und Sonstige |
| 153 |
| 1.463 |
| 181 |
| 3.294 |
| 1.600 |
| 16 |
| 78 |
| 767 |
| 3.032 |
| 1.961 |
| 451.171 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
2 Die Anpassung ist erforderlich, da mit IFRS 9 die Einwertung von Eigen- und Fremdkapital auf Basis der des Emittenten erfolgt. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene Fondsanteile und Genussrechte und Preferred Shares an einem Kreditkartenanbieterwurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert und den Bewertungskategorien mFVPL oder HFT zugeordnet
scroll Aktiva Mio. €
| Ausweis IAS 39 | Buchwert IAS 39 31.12.2017 | Ausweis IFRS 9 | Reklassifizierung | Neubewertung | Buchwert IFRS 9 1.1.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Sichtguthaben an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL | -511 | - | - | -511 | |
| Gesamt LAR | 55.733 | AC | -511 | -511 | 55.222 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost - von: Darlehen und Forderungen - LAR | 232.225 | -200 | 232.025 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR | 22.420 | 298 | 22.718 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS | 9.003 | 599 | 9.602 | ||
| Gesamt n/a - AC | 263.649 | 697 | 264.345 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables - an: Darlehen und Forderungen - AC | -232.225 | -232.225 | |||
| an: Darlehen und Forderungen - FVOCImR | -2.027 | -2.027 | |||
| an: Darlehen und Forderungen - mFVPL | -7.456 | -7.456 | |||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - AC | -22.420 | -22.420 | |||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - FVOCImR | -1.352 | -1.352 | |||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL | -232 | -232 | |||
| Gesamt LAR | 265.712 | n/a | -265.712 | - | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI von: Darlehen und Forderungen - LAR | 2.027 | 2 | 2.029 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR | 1.352 | 3 | 1.354 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS | 21.498 | - | 21.498 | ||
| von: Eigenkapitalinstrumente - AFS | 30 | - | 30 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - FVO | 293 | - | 293 | ||
| Gesamt n/a - FVOCI | 25.200 | 5 | 25.205 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale an: Verbriefte Schuldinstrumente - AC | -9.003 | -9.003 | |||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - FVOCImR | -21.498 | -21.498 | |||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL | -356 | -356 | |||
| an: Eigenkapitalinstrumente - FVOCIoR | -30 | -30 | |||
| an: Eigenkapitalinstrumente - mFVPL | -267 | -267 | |||
| Gesamt AFS | 31.155 | n/a | -31.155 | - | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option an: Darlehen und Forderungen - mFVPL | -23.000 | - | -23.000 | ||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - FVOCI | -293 | - | -293 | ||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL | -452 | - | -452 | ||
| Gesamt FVO | 23.745 | FVO | -23.745 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L von: Kassenbestand und Sichtguthaben - LAR | 511 | - | 511 | ||
| von: Darlehen und Forderungen - LAR | 7.456 | -95 | 7.360 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - LAR | 232 | -11 | 221 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - AFS | 356 | - | 356 | ||
| von: Eigenkapitalinstrumente - AFS | 267 | - | 267 | ||
| von: Darlehen und Forderungen - FVO | 23.000 | - | 23.000 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - FVO | 452 | - | 452 | ||
| von: Verbriefte Schuldinstrumente - HFT | 970 | - | 970 | ||
| Gesamt n/a - mFVPL | 33.244 | -106 | 33.138 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading an: Darlehen und Forderungen - mFVPL | - | -1.980 | -1.980 | ||
| an: Verbriefte Schuldinstrumente - mFVPL | -970 | -970 | |||
| Gesamt HFT | 63.666 | HFT | -970 | -1.980 | 60.716 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 153 | 153 | -0 | 153 | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1.464 | 1.464 | -1 | 1.463 |
Die nachfolgenden Erklärungen beschreiben die wesentlichen Effekte, die in der Überleitungstabelle für die finanziellen Vermögenswerte enthalten sind. Für alle Neubewertungen wurden jeweils latente Steuereffekte entsprechend berücksichtigt, die nachfolgenden Angaben bezogen auf das Eigenkapital sind jeweils vor latenten Steuern dargestellt. Es wurden im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten der Eurozone emittierte Wertpapiere von 9,0 Mrd. Euro, die bislang der IAS-39-Kategorie AFS einer erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value unterlagen, in die Bewertungskategorie AC (IFRS 9) reklassifiziert, da für sie das Business Model "Halten" zur Anwendung kommt. Hierdurch stieg der Buchwert dieser Vermögenswerte um 0,6 Mrd. Euro und das Eigenkapital erhöhte sich um 0,6 Mrd. Euro. Wenn mit Anwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 dieses Portfolio nicht in die Bewertungskategorie AC reklassifiziert worden wäre, hätte sich daraus im Laufe des Geschäftsjahres 2018 eine Fair Value-Änderung von -844 Mio. Euro ergeben, die im Sonstigen Periodenergebnis (Neubewertungsrücklage) erfasst worden wäre. Am 31. Dezember 2018 beträgt der Fair Value dieser noch im Bestand befindlichen Wertpapiere 7,4 Mrd. Euro. Außerdem waren im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten emittierte Wertpapiere von 22,4 Mrd. Euro der Bewertungskategorie LAR (IAS 39) zugeordnet und mit IFRS 9 kommt das Business Model "Halten" zur Anwendung. Dies hat eine Bewertung zu AC zur Folge. Beide Bewertungskategorien folgen prinzipiell der gleichen Systematik zur bilanziellen Abbildung, dennoch weichen in diesem Fall die Buchwerte im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 um 0,3 Mrd. Euro ab. Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese Wertpapiere im Rahmen der Finanzmarktkrise aus der IAS-39-Kategorie AFS in LAR umgewidmet wurden. Hierbei wurde der zum Zeitpunkt der Umwidmung ermittelte Fair Value als Ausgangswert für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten zugrunde gelegt. Die aus diesen Finanzinstrumenten resultierende negative Neubewertungsrücklage von 0,3 Mrd. Euro wurde gegen den Gewinn- und ausgebucht, wodurch sich das Eigenkapital um 0,3 Mrd. Euro erhöhte. Kredite mit einem IAS-39-Buchwert von 2,7 Mrd. Euro, die zur Finanzierung von Schiffen dienen, wurden aufgrund der Absicht, diese im Falle günstiger Gelegenheiten zu veräußern, dem residualen Business Model zugeordnet und daher aus der Bewertungskategorie LAR in die IFRS-9-Bewertungskategorie mFVPL umgebucht. Dadurch reduzierte sich ihr Buchwert um 0,7 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 0,7 Mrd. Euro. Aus dem gleichen Grund wurden mehrere Kreditportfolios zur Finanzierung inländischer und ausländischer Gewerbeimmobilien von 0,6 Mrd. Euro. umgebucht; der Buchwert reduzierte sich dabei um 0,1 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 0,1 Mrd. Euro. Ebenso wurde ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit besonderen Kündigungsoptionen mit einem Buchwert von 2,5 Mrd. Euro in die Bewertungskategorie mFVPL umgegliedert. Bisher nach IAS 39 trennungspflichtige Derivate von 1,7 Mrd. Euro gehen in diesem Zusammenhang bei der Full-Fair-Value-Bewertung des Gesamtinstruments im Buchwert mFVPL auf. Der Buchwert dieser Schuldscheindarlehen verminderte sich dadurch in Summe um 1,1 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 1,1 Mrd. Euro.
b) Überleitung der finanziellen Verbindlichkeiten
scroll Passiva Mio.# € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.20171 Ausweis IFRS 9 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 341.287 | 341.287 | 135 | 341.422
Einlagen | 297.907 | 297.907 | -34 | 297.872
AC - AC | 297.667 | - | 297.667 |
AC - FVO | 239 | -34 | 205 |
Begebene Schuldverschreibungen | 43.380 | 43.380 | 170 | 43.550
AC - AC | 38.317 | -6 | 38.311 |
AC - FVO | 5.064 | 176 | 5.239 |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 14.940 | 14.940 | - | 14.940
Einlagen FVO | 14.279 | | 14.279 |
Begebene Schuldverschreibungen FVO | 661 | | 661 |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 56.484 | 56.484 | 110 | 56.593
Begebene Schuldverschreibungen HFT | 5.565 | | 5.565 |
Derivate und sonstige Handelspassiva HFT | 50.919 | | 110 | 51.028
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 491 | 491 | -41 | 451
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2.255 | 2.255 | -383 | 1.872
Rückstellungen | 3.291 | 3.291 | 82 | 3.373
Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 673 | 673 | - | 673
Latente Ertragsteuerschulden | 28 | 28 | -24 | 3
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | -
Sonstige Passiva | 3.024 | 3.024 | - | 3.024
Eigenkapital | 30.022 | 30.022 | -1.202 | 28.820
Gezeichnetes Kapital | 1.252 | 1.252 | - | 1.252
Kapitalrücklage | 17.192 | 17.192 | - | 17.192
Gewinnrücklagen | 11.230 | 11.230 | -1.833 | 9.397
Andere Rücklagen | -817 | -817 | 655 | -162
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | 28.858 | 28.858 | -1.178 | 27.680
Nicht beherrschende Anteile | 1.164 | 1.164 | -24 | 1.141
Gesamt | 452.495 | 452.495 | -1.323 | 451.171
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Passiva
| Mio. € | Ausweis IAS 39 | Buchwert IAS 39 31.12.20171 | Ausweis IFRS 9 | Reklassifizierung | Neubewertung | Buchwert IFRS 9 1.1.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost an: | ||||||
| Einlagen - FVO | -239 | -239 | ||||
| Begebene Schuldverschreibungen - FVO | -5.064 | -5.064 | ||||
| Begebene Schuldverschreibungen - AC | -6 | -6 | ||||
| Gesamt AC | 341.287 | -5.303 | -6 | 335.978 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option von: | ||||||
| Einlagen - AC | 239 | -34 | 205 | |||
| Begebene Schuldverschreibungen - AC | 5.064 | 176 | 5.239 | |||
| Gesamt FVO | 14.940 | 5.303 | 141 | 20.385 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading an: | ||||||
| Derivate und sonstige Handelspassiva | 110 | 110 | ||||
| Gesamt HFT | 56.484 | - | 110 | 56.593 | ||
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 491 | 491 | -41 | 451 | ||
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2.255 | 2.255 | -383 | 1.872 | ||
| Rückstellungen | 3.291 | 3.291 | 82 | 3.373 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Für eigene strukturierte Emissionen wurde die Fair Value Option mit IFRS 9 neu ausgeübt, um ein Accounting Mismatch zwischen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Sicherungsderivaten und der strukturierten Emission zu vermeiden. Es ergab sich daraus eine Minderung des Eigenkapitals von 0,1 Mrd. Euro.
c) Überleitung des Eigenkapitals
| Mio. € | Ausweis IAS 39 | Ausweis IFRS 9 | Gewinnrücklagen | Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2017 (IAS 39) | 11.2301 | -571 | -54 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte FVO | |||||
| FVOCI | -2 | 2 | - | ||
| AFS mFVPL | 33 | -33 | - | ||
| AFS FVOCImR | -12 | 12 | - | ||
| AFS AC | -8 | 607 | - | ||
| LAR mFVPL | -106 | 0 | - | ||
| LAR FVOCImR | -5 | 8 | - | ||
| LAR AC | -269 | 367 | - | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten AC | |||||
| AC | -141 | - | - | ||
| AC FVO | 6 | - | - | ||
| Marktwerte aus Derivaten HFT | -1.707 | - | - | ||
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 41 | - | - | ||
| Rückstellungen aus dem außerbilanziellen Kreditgeschäft | -82 | - | - | ||
| Latente Ertragsteueransprüche/-verbindlichkeiten | 402 | -312 | -2 | ||
| Nicht beherrschende Anteile (Abzugsposten) | 18 | 6 | - | ||
| Stand 1.1.2018 (IFRS 9) | 9.397 | 86 | -55 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
d) Überleitung der Risikovorsorge
| Mio. € | Ausweis IAS 39 | Ausweis IFRS 9 | Risikovorsorge und Gewinn- und | IAS 39 31.12.2017 | Reklassifizierung | Neubewertung | Risikovorsorge IFRS 9 1.1.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzielle Risikovorsorge -Darlehen und Kredite | 3.125 | -648 | -351 | 2.126 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables | 3.125 | -648 | -351 | 2.126 | |||
| LAR AC | 2.474 | -355 | 2.119 | ||||
| AFS FVOCI | 4 | 4 | 7 | ||||
| LAR mFVPL | 648 | -648 | - | -0 | |||
| kumuliertes Bewertungsergebnis -Wertpapiere1 | 94 | -82 | 87 | 99 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables | 16 | 1 | 68 | ||||
| LAR AC | 15 | 68 | 83 | ||||
| LAR FVOCI | 1 | -0 | 0 | ||||
| LAR mFVPL | 1 | -1 | - | - | |||
| Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale | 79 | -82 | 18 | 15 | |||
| AFS AC | - | 7 | 7 | ||||
| AFS FVOCI | -3 | 11 | 8 | ||||
| AFS mFVPL | 82 | -82 | - | - | |||
| Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value Option | - | 1 | 1 | ||||
| FVO FVOCI | - | 1 | 1 | ||||
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | |||||||
| LAR mFVPL | 9 | -9 | - | - | |||
| Risikovorsorge für außerbilanzielles Kreditgeschäft | 211 | 82 | 293 | ||||
| Gesamt | 3.440 | -739 | -182 | 2.518 |
| Mio. € | davon Stage 1 | davon Stage 2 | davon Stage 3 | davon POCI |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzielle Risikovorsorge -Darlehen und Kredite | 244 | 245 | 1.637 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables | 244 | 245 | 1.637 | - |
| 240 | 243 | 1.637 | - | |
| 5 | 3 | - | - | |
| kumuliertes Bewertungsergebnis -Wertpapiere1 | 26 | 71 | 2 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables | 13 | 70 | - | - |
| 13 | 70 | - | - | |
| - | - | - | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale | 13 | 1 | 2 | - |
| 7 | 0 | - | - | |
| 5 | 1 | 2 | - | |
| - | - | - | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value Option | 1 | - | - | - |
| 1 | - | - | - | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Risikovorsorge für außerbilanzielles Kreditgeschäft | 73 | 103 | 92 | 24 |
| Gesamt | 344 | 420 | 1.730 | 24 |
1 Nicht Bestandteil der Risikovorsorge zum 31. Dezember 2017.
Die Bestandveränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reklassifizierung von Schiffsfinanzierungen, die unter Ausbuchung der Risikovorsorge in die Fair Value Bewertung übernommen wurde. In der Neubewertung ergab sich darüber hinaus eine Bestandsreduzierung aus der Ausbuchung von Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die unter IFRS 9 als POCI klassifiziert wurden und für die daher kein initialer Risikovorsorgebestand zu berücksichtigen war, sondern stattdessen eine Korrekturbuchung gegen den Buchwert erfolgte. Gegenläufig kam es in geringerem Umfang zu Bestandserhöhungen für finanzielle Vermögenswerte, die unter IFRS 9 mit dem LECL zu bevorsorgen sind. Insgesamt sind wesentliche Teile des Portfolios dem Investment Grade zugeordnet, so dass nur 17 % der Risikovorsorge auf Stage 2 entfallen.
Konsolidierungsgrundsätze
Sämtliche konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus Transaktionen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert. Die Fähigkeit des Commerzbank-Konzerns zum Zugang zu oder der Nutzung von Vermögenswerten sowie zur Begleitung von Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen sowie assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen kann gesetzlichen, regulatorischen und vertraglichen Beschränkungen unterliegen.
(6) Tochterunternehmen und Unternehmenszusammenschlüsse
Tochterunternehmen sind Beteiligungsunternehmen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden, weil die Commerzbank die Entscheidungsmacht hat, die relevanten Tätigkeiten zu steuern, ein Anrecht auf die signifikanten variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen besitzt und ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen kann, die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Rahmen der Konsolidierungsentscheidung prüfen wir verschiedene Faktoren wie Stimmrechte, Zweck und Ausgestaltung des Unternehmens und unsere Einflussmöglichkeiten. Sind die Stimmrechte unmittelbar und ausschließlich der dominante Faktor zur Steuerung der relevanten Aktivitäten, kann in diesen Fällen die Beherrschung einfacher abgeleitet und ermittelt werden. Dennoch ist zu prüfen, ob es Faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Bestimmungen oder vertragliche Vereinbarungen gibt, die trotz Stimmrechtsmehrheit nicht zur Beherrschung führen. Außerdem können weitere Faktoren zur Beherrschung führen, beispielsweise das Vorliegen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung. In einem solchen Fall handelt eine andere Partei mit Entscheidungsrechten als Agent für die Commerzbank, beherrscht aber das Beteiligungsunternehmen nicht, da sie lediglich Entscheidungsrechte ausübt, die durch die Commerzbank (Prinzipal) delegiert wurden. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag, wird in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, werden zum Fair Value in der Kategorie mFVPL ausgewiesen. Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.
(7) Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, diese aber nicht beherrscht. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % vermutet. Weitere Faktoren für einen maßgeblichen Einfluss können beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder wesentliche Geschäftsvorfälle mit der Gesellschaft sein.# (8) Strukturierte Unternehmen
Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so zum Beispiel wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Beispiele für strukturierte Unternehmen sind Verbriefungsgesellschaften, Leasingobjektgesellschaften und einige Investmentfonds. Die Commerzbank tritt dabei auch als Sponsor strukturierter Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn es durch den Commerzbank-Konzern initiiert und/oder strukturiert wurde, Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat, vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung strukturierter Unternehmen erforderlich, wenn die Commerzbank das Unternehmen beherrscht. Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung strukturierter Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist Bestandteil der Note 75.
(9) Konsolidierungskreis
In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden. Hierzu zählen auch wesentliche strukturierte Unternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Gewinn- und, sondern zum Fair Value bewertet und in den Finanziellen Vermögenswerten - Mandatorily Fair Value P&L ausgewiesen. Für die Struktur des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns verweisen wir auf Note 78.
Akquisitionen und Verkäufe
Veräußerung Capital Investment Trust Corporation
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 ist die at-Equity bewertete Beteiligung an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert worden. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 20). Im Geschäftsjahr 2017 erwarb unser Tochterunternehmen comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, vollständig die Anteile an der onvista Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main und deren verbundene Unternehmen von der Boursorama S.A.. Des Weiteren wurde die Commerz Finanz GmbH, ein Joint Venture mit der BNP Paribas Personal Finance S.A., gegen Rückgabe der bisherigen Anteile an der Commerz Finanz GmbH auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen.
Veräußerung mLocum S.A.
Am 2. Juni 2017 unterzeichnete die mBank S.A., Warschau, Polen, einen vorläufigen Verkaufsvertrag mit Archicom S.A., um die Anteile an der mLocum S.A., Lódz, Polen, zu veräußern. Am 31. Juli 2017 wurden nach Erfüllung diverser aufschiebender Bedingungen, durch eine Garantie- und Verpfändungsvereinbarung zwischen der mBank S.A. und der DRK Investment Sp.z o.o., dem Mehrheitsaktionär der Archicom S.A., 14.120.880 Anteile, die 51,0 % des Stammkapitals repräsentierten, veräußert. Am 3. Januar 2018 erfolgte die Namensänderung der mLocum S.A. in Archicom Polska S.A. Die Veräußerung der verbliebenen 8.026.120 Anteile (29,0 % des Stammkapitals Archicom Polska S.A vormals mLocum S.A.) wurde am 20. Dezember 2018 vollzogen. Die Transaktion war Folge der Konzentration des mBank-Konzerns auf seine Kernaktivitäten. Der Verkauf der mLocum-Anteile wird es ermöglichen, das Potenzial des mBank Konzerns besser auszuschöpfen und Geschäftsziele auf dem polnischen Markt zu erreichen. Weitere Verkäufe sowie Akquisitionen haben im Geschäftsjahr 2018 nicht stattgefunden.
Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung
(10) Zinsüberschuss
In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held for Trading Bestand resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierende Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting enthalten.
| scroll Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 7.318 | 7.615 | -3,9 |
| Zinserträge - Amortised Cost | 6.891 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 6.056 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 835 | n/a | |
| Zinserträge - Loans and Receivables | n/a | 6.823 | |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | n/a | 6.310 | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | n/a | 513 | |
| Zinserträge - Available for Sale | n/a | 664 | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | n/a | 664 | |
| Zinserträge - Fair Value OCI | 312 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 26 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 286 | n/a | |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 115 | 109 | 5,5 |
| Unwinding | n/a | 18 | |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1.351 | 724 | 86,8 |
| Zinserträge - Fair Value Option | - | 249 | |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | - | 248 | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | - | 1 | |
| Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L | 801 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 760 | n/a | |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 41 | n/a | |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 551 | 474 | 16,1 |
| Zinsaufwendungen | 3.922 | 4.043 | -3,0 |
| Zinsaufwendungen - Amortised Cost | 2.667 | 3.190 | -16,4 |
| Einlagen | 1.638 | 1.948 | -15,9 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.029 | 1.243 | -17,2 |
| Zinsaufwendungen - Fair Value Option | 625 | 226 | |
| Einlagen | 605 | 177 | |
| Begebene Schuldverschreibungen | 20 | 49 | -59,1 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 609 | 601 | 1,4 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 20 | 25 | -18,3 |
| Gesamt | 4.748 | 4.295 | 10,5 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(11) Dividendenerträge
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das Laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet. Im Vorjahr enthielten die Erträge auch Ausschüttungen auf Genussscheine und Gewinnschuldverschreibungen sowie Fondsausschüttungen, soweit diese Anteile als Eigenkapital einzustufen waren. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene Fondsanteile und Genussrechte wurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert und den Bewertungskategorien mFVPL oder HFT zugeordnet. Daher werden die daraus korrespondierenden Erträge seit dem Geschäftsjahr 2018 in den Zinserträgen ausgewiesen. Die Anpassung ist erforderlich, da mit IFRS 9 die Einwertung von Eigen- und Fremdkapital auf Basis des Emittenten erfolgt.
| scroll Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Available for Sale | n/a | 28 | |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI | 1 | n/a | |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value Option | - | 47 |
Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 64). Die Zusammensetzung des Risikoergebnisses wurde im Vergleich zu den letzten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018 angepasst (siehe dazu Note 4).
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | -477 | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 2 | n/a | |
| Finanzgarantien | 1 | n/a | |
| Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | 29 | n/a | |
| Gesamt | -446 | n/a |
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts (siehe Seite 110 ff.) entnommen werden.
(13) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Dieser Posten enthielt im Geschäftsjahr 2017 die Risikovorsorge für das bilanzielle und außerbilanzielle Kreditgeschäft. Mit Anwendung von IFRS 9 ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht gegeben.
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zuführung zur Risikovorsorge¹ | n/a | -1.231 | |
| Auflösung von Risikovorsorge¹ | n/a | 816 | |
| Direktabschreibungen | n/a | -592 | |
| Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | n/a | 226 | |
| Gesamt | n/a | -781 |
¹ Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).
Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt:
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einzelrisiken | n/a | -571 | |
| Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute | n/a | 8 | |
| Darlehen und Forderungen an Firmenkunden | n/a | -398 | |
| Darlehen und Forderungen an Privatkunden | n/a | -131 | |
| Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister | n/a | -15 | |
| Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte | n/a | -0 | |
| Außerbilanzielle Geschäfte | n/a | -34 | |
| Portfoliorisiken | n/a | 156 | |
| Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute | n/a | 10 | |
| Darlehen und Forderungen an Firmenkunden | n/a | 71 | |
| Darlehen und Forderungen an Privatkunden | n/a | 19 | |
| Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister | n/a | 25 | |
| Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte | n/a | 1 | |
| Außerbilanzielle Geschäfte | n/a | 29 | |
| Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | n/a | -366 | |
| Gesamt | n/a | -781 |
(14) Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis
In diesem Posten wurde im Vorjahr gemäß IAS 39 das Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte - Loans and Receivables beziehungsweise Finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale ausgewiesen. Im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis wurden im Vorjahr ebenfalls Realisierungsergebnisse aus dem Verkauf von Forderungen und Wertpapieren der Kategorie Loans and Receivables unabhängig davon dargestellt, ob die Gewinne beziehungsweise Verluste bonitätsinduziert oder nicht bonitätsinduziert waren. Mit Anwendung von IFRS 9 ist der bisherige Posten nun Teil des Risikoergebnisses beziehungsweise des Übrigen Ergebnisses aus Finanzinstrumenten, eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben.
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | n/a | -76 | |
| Bewertungsergebnis | n/a | -10 | |
| Realisierungsergebnis | n/a | -66 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | n/a | 0 | |
| Bewertungsergebnis | n/a | 0 | |
| Gesamt | n/a | -76 |
(15) Provisionsüberschuss
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank. Bei einmaligen Gebühren und Provisionen, zum Beispiel des Zahlungsverkehrs-, des Vermittlungs- sowie des Kreditgeschäftes, die nicht im Effektivzins enthalten sind, erfolgt die Vereinnahmung der Provisionserträge zum Erfüllungszeitpunkt. Für Leistungen die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, wie beispielsweise im Bereich des Zahlungsverkehrs (Jahresgebühren im Kreditkartengeschäft und Girogeschäft), erfolgt die Vereinnahmung der Erträge am Bilanzstichtag entsprechend dem Grad der Erfüllung.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge | 3.751 | 3.902 | -3,9 |
| Wertpapiergeschäft | 1.155 | 1.204 | -4,1 |
| Vermögensverwaltung | 314 | 333 | -5,5 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 1.384 | 1.386 | -0,2 |
| Bürgschaften | 206 | 210 | -1,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 240 | 260 | -7,8 |
| Vermittlungsgeschäft | 200 | 283 | -29,4 |
| Treuhandgeschäfte | 22 | 24 | -6,7 |
| Übrige Erträge | 231 | 203 | 13,5 |
| Provisionsaufwendungen | 662 | 710 | -6,9 |
| Wertpapiergeschäft | 257 | 266 | -3,1 |
| Vermögensverwaltung | 30 | 61 | -51,1 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 156 | 149 | 4,5 |
| Bürgschaften | 21 | 20 | 4,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 0 | 3,2 |
| Vermittlungsgeschäft | 147 | 165 | -10,5 |
| Treuhandgeschäfte | 13 | 11 | 18,3 |
| Übrige Aufwendungen | 37 | 39 | -5,2 |
| Provisionsüberschuss | 3.089 | 3.192 | -3,2 |
| Wertpapiergeschäft | 897 | 939 | -4,4 |
| Vermögensverwaltung | 284 | 272 | 4,7 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 1.228 | 1.237 | -0,7 |
| Bürgschaften | 185 | 190 | -2,6 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 240 | 260 | -7,9 |
| Vermittlungsgeschäft | 52 | 118 | -55,7 |
| Treuhandgeschäfte | 10 | 13 | -26,9 |
| Übrige Erträge | 193 | 164 | 17,9 |
| Gesamt | 3.089 | 3.192 | -3,2 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten, auf Grundlage des IFRS 15, stellt sich wie folgt dar:
| 2018 Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiergeschäft | 1.148 | 52 | 0 | -46 | 1.155 |
| Vermögensverwaltung | 311 | 3 | 0 | -0 | 314 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 633 | 762 | 1 | -12 | 1.384 |
| Bürgschaften | 26 | 194 | 0 | -14 | 206 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 2 | 237 | 0 | - | 240 |
| Vermittlungsgeschäft | 199 | 68 | 0 | -67 | 200 |
| Treuhandgeschäfte | 15 | 7 | - | - | 22 |
| Übrige Erträge | 193 | 72 | 0 | -34 | 231 |
| Gesamt | 2.527 | 1.396 | 2 | -174 | 3.751 |
(16) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading , das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein:
- Zinserträge sowie insaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten,
- realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen,
- erhaltene Dividenden aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten,
- Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung,
- Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten,
- Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie
- Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils als Saldo dargestellt.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading | 131 | 548 | -76,1 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option | 31 | 50 | -38,4 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 204 | n/a | |
| Gesamt | 366 | 598 | -38,8 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(17) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cashflow-Hedges.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Fair Value Hedges | |||
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten | 518 | 136 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 291 | 113 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | 227 | 23 | . |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | -470 | -219 | . |
| Micro Fair Value Hedges | -249 | -233 | 7,1 |
| Portfolio Fair Value Hedges | -221 | 13 | . |
| Cashflow-Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) | 1 | -2 | . |
| Gesamt | 48 | -85 | . |
| darunter Hedge-Ineffektivität aus Micro Fair Value Hedges | 41 | -120 | . |
| darunter Hedge-Ineffektivität aus Portfolio Fair Value Hedges | 6 | 37 | -82,9 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).(18) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus. Im Vorjahr wurde hier das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale ausgewiesen. Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle Modifikationen). Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Dies galt im Vorjahr ebenso für die Kategorie Available for Sale. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 40 | 244 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Fair Value OCI (mit Recycling) | 6 | n/a | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale | n/a | 239 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 0 | 5 | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost | -4 | n/a | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | n/a | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost | 38 | n/a | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | n/a | . |
| Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | -14 | n/a | . |
| Gewinne aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 7 | n/a | . |
| Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 21 | n/a | . |
| Gesamt | 26 | 244 | . |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 281 Mrd. Euro mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden und dass keine Gewinn- und Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) von - 14 Mio. Euro resultierte aus dem Verkauf von Wertpapieren und Schuldscheindarlehen aus dem Liquiditätsbestand (AC-Portfolios) im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Wertpapieren und Krediten.
Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgereichter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem ursprünglichen Risiko bei ursprünglichem Ansatz verglichen. Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Modifikation betrugen 52 Mio. Euro.
| Mio. € | 2018 | n/a | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Modifizierte Vermögenswerte während des Geschäftsjahres, die nach der Modifikation mit LECL bevorsorgt sind | ||||
| Bruttobuchwert vor Modifikation | 52 | n/a | . | |
| Korrespondierender ECL | 6 | n/a | . | |
| Bruttobuchwert nach Modifikation | 52 | n/a | . | |
| Korrespondierender ECL | 6 | n/a | . | |
| Ergebnis aus Modifikation | 1 | n/a | . | |
| Modifizierte Vermögenswerte, die zum LECL bewertet sind und in diesem Jahr wieder zu Stage 1 (12m ECL) transferiert wurden. | ||||
| Bruttobuchwert zum Ende des Geschäftsjahres | 39 | n/a | . | |
| Korrespondierender ECL | 1 | n/a | . |
(19) Laufendes Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen
Das Laufende Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen betrug 12 Mio. Euro (Vorjahr: 23 Mio. Euro). Einschließlich des im Sonstigen Ergebnis enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnisses aus at-Gewinn- und Unternehmen von 35 Mio. Euro (Vorjahr: 194 Mio. Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen auf 47 Mio. Euro (Vorjahr: 217 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr ist ein Einmaleffekt aus dem Verkauf der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan im Sonstigen Ergebnis enthalten. Im Vorjahr wurde das Ergebnis durch die Abspaltung und Übernahme des Ratenkreditgeschäfts sowie der damit verbundenen Neubewertung der Beteiligung an der Commerz Finanz GmbH positiv beeinflusst.
(20) Sonstiges Ergebnis
Im Sonstigen Ergebnis sind im Wesentlichen Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Wesentliche Sonstige Erträge | 631 | 853 | -26,1 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 142 | 200 | -29,2 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 174 | 174 | 0,3 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 1 | -97,4 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 10 | 11 | -9,4 |
| Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1 | 1 | -26,6 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 240 | . |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 111 | 18 | . |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 42 | 25 | 69,3 |
| Übrige sonstige Erträge | 151 | 182 | -17,3 |
| Wesentliche Sonstige Aufwendungen | 453 | 483 | -6,3 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 94 | 104 | -9,6 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 130 | 126 | 2,9 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 16 | -99,0 |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 4 | 4 | -4,2 |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | -49,0 |
| Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 0 | . |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 10 | 5 | . |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 41 | 31 | 34,5 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 173 | 197 | -12,3 |
| Sonstige Steuern (saldiert) | 32 | -98 | . |
| Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) | 35 | 194 | . |
| Sonstiges Ergebnis | 245 | 466 | -47,3 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(21) Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen von 6.879 Mio. Euro (Vorjahr: 6.834 Mio. Euro) im Konzern setzen sich zusammen aus Personalaufwendungen von 3.441 Mio. Euro (Vorjahr: 3.493 Mio. Euro), Sachaufwendungen von 2.776 Mio. Euro (Vorjahr: 2.713 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte von 663 Mio. Euro (Vorjahr 629 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| Personalaufwendungen | Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 3.188 | 3.259 | -2,2 | |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 253 | 234 | 8,0 | |
| Gesamt | 3.441 | 3.493 | -1,5 |
¹ Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
In den Löhnen und Gehältern sind 446 Mio. Euro (Vorjahr: 446 Mio. Euro) Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten. Diese beinhalten auch die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von 216 Mio. Euro (Vorjahr: 215 Mio. Euro). Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich aus Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne (siehe Note 62), Altersteilzeit und Vorruhestand sowie aus sonstigen pensionsnahen Aufwendungen zusammen.
| Sachaufwendungen | Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Raumaufwendungen | 581 | 554 | 5,0 | |
| IT-Aufwendungen | 556 | 504 | 10,3 | |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 248 | 236 | 5,3 | |
| Pflichtbeiträge | 420 | 404 | 3,9 | |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 386 | 479 | -19,4 | |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 275 | 249 | 10,3 | |
| Personalinduzierte Sachaufwendungen | 146 | 121 | 20,9 | |
| Übrige Sachaufwendungen | 164 | 166 | -1,4 | |
| Gesamt | 2.776 | 2.713 | 2,3 |
¹ Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 179 Mio. Euro (Vorjahr: 169 Mio. Euro) und polnische Bankensteuer von 94 Mio. Euro (Vorjahr: 87 Mio. Euro) enthalten.
Konzernabschlussprüfer der Commerzbank ist die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland. Verantwortliche Prüfungspartner gemäß § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB für diesen Auftrag sind Herr Claus-Peter Wagner und Herr Marcus Binder. Herr Wagner und Herr Binder sind im ersten Jahr als verantwortliche Prüfungspartner tätig. Der für die Auftragsdurchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer im Sinne der Berufssatzung ist im Falle der Commerzbank Herr Claus-Peter Wagner. Die für den Konzernabschlussprüfer als Aufwendungen erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) betrugen 15.157 Tsd. Euro für das Geschäftsjahr 2018. Für das Jahr 2017 war die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, bestellter Konzernabschlussprüfer des Commerzbank-Konzerns.
| Honorare des Abschlussprüfers | Tsd. € | 2018 | 2017 | Veränd. |
| :---------------------------- | :----- | :---- | :--- | :------ |## Abschlussprüfungsleistungen
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 14.324 | 16.136 | -11,2 | |
| Andere Bestätigungsleistungen | 278 | 3.552 | -92,2 | |
| Steuerberatungsleistungen | - | 906 | . | |
| Sonstige Leistungen | 555 | 11.153 | -95,0 | |
| Gesamt | 15.157 | 31.748 | -52,3 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet die Jahresabschlussprüfungen der Commerzbank Aktiengesellschaft und der Tochterunternehmen sowie die Konzernabschlussprüfung nach der Neufassung des IDW RS HFA 36. In den anderen Bestätigungsleistungen sind insbesondere Honorare für gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Prüfungs- und Bestätigungsleistungen enthalten. Hierzu gehören auch Prüfungen nach § 89 WpHG. Die Honorare für Sonstige Leistungen umfassen im Wesentlichen Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.
Abschreibungen
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 123 | 127 | -3,9 | |
| Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen | 11 | 14 | -22,0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 529 | 487 | 8,6 | |
| Gesamt | 663 | 629 | 5,4 |
¹ Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Die Abschreibungen beinhalten neben planmäßigen Abschreibungen auch Wertminderungen und Zuschreibungen. In den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte sind 3 Mio. Euro Wertminderungen (Vorjahr: 19 Mio. Euro) enthalten; für Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen wurden Zuschreibungen von 3 Mio. Euro (Vorjahr: Zuschreibungen von 3 Mio. Euro) erfasst.
Restrukturierungsaufwendungen
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen | - | 808 | . | |
| Gesamt | - | 808 | . |
Die Restrukturierungsaufwendungen im Berichtsjahr 2017 standen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" im Inland und Ausland.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 205 | 299 | -31,3 | |
| Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr | 285 | 271 | 5,1 | |
| Steueraufwand/-ertrag Vorjahre | -80 | 27 | . | |
| Latente Ertragsteuern | 63 | -84 | . | |
| Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen | 150 | -89 | . | |
| Steuersatzdifferenzen | -101 | -82 | 23,2 | |
| Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern | 14 | 87 | -83,9 | |
| Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen und temporären Differenzen | - | - | . | |
| Gesamt | 268 | 215 | 25,0 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,5 %. Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,7 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,5 % (Vorjahr: 31,5 %). Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0 % (Singapur) und 40,0 % (New York). Zum 31. Dezember 2018 betrug die Konzernsteuerquote 21,5 % (Vorjahr: 63,1 %). Die Erhöhung der Steuerquote resultiert im Wesentlichen aus einer aktuellen Rechtsprechung des EuGH und des damit verbundenen Wegfalls von steuerlichen Verlusten aus ausländischen Betriebsstätten im Inland.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS | 1.245 | 341 | . | |
| Konzernertragsteuersatz (%) | 31,5 | 31,5 | - | |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr | 392 | 107 | . | |
| Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen | -99 | -83 | 19,3 | |
| Auswirkungen aus der Bewertung von latenten Steuern | 14 | -30 | . | |
| Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen | 73 | 25 | . | |
| Nicht angesetzte latente Steuern | -58 | 206 | . | |
| Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden | -7 | -32 | -78,1 | |
| Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer | 8 | 8 | - | |
| Nicht anrechenbare Quellensteuern | 16 | 12 | 33,3 | |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | -101 | -27 | . | |
| Sonstige Auswirkungen | 30 | 29 | 3,4 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 268 | 215 | 24,7 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden:
Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | - | - | . | |
| Latente Ertragsteuern | 809 | 972 | -16,8 | |
| Bewertungsunterschiede aus Cashflow-Hedges | 1 | 13 | -92,3 | |
| Neubewertungsrücklage | 7 | 272 | -97,4 | |
| Verlustvorträge | 149 | 150 | -0,7 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 653 | 530 | 23,2 | |
| Sonstiges | -1 | 7 | . | |
| Gesamt | 809 | 972 | -16,8 |
Nettoergebnis je Bewertungskategorie
Das Nettoergebnis setzt sich aus Fair-Value-Bewertungen, Zinsergebnis, Dividendenerträgen, Fremdwährungseffekten, Wertminderungen, Zuschreibungen, Realisierungsergebnissen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutralen Wertänderungen der Neubewertungsrücklage zusammen.
| Mio. € | 2018 | 2017¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam erfasstes Nettoergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen aus Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | ||||
| - Held for Trading | 180 | 464 | -61,3 | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value Option | - | -103 | . | |
| - Finanziellen Verbindlichkeiten - Fair Value Option | -208 | 241 | . | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Mandatorily Fair Value P&L | 628 | n/a | . | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Amortised Cost | 6.348 | n/a | . | |
| - Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost | -2.503 | -3.083 | -18,8 | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Loans and Receivables | n/a | 5.846 | . | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value OCI | 318 | n/a | . | |
| - Finanziellen Vermögenswerten - Available for Sale | n/a | 931 | . | |
| Erfolgswirksam erfasstes Nettoergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 240 | 395 | -39,4 | |
| Erfolgsneutral erfasstes Nettoergebnis aus Finanziellen Vermögenswerten | ||||
| - Available for Sale | n/a | 460 | . | |
| - Fair Value OCI -Fremdkapitalinstrumente | -87 | n/a | . | |
| - Fair Value OCI -Eigenkapitalinstrumente | -3 | n/a | . | |
| - Fair Value Option (Own Credit Spread) | 96 | -114 | . |
¹ Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Ergebnis je Aktie
| 2018 | 2017¹ | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 1.245 | 1.149 | 8,4 |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) | 865 | 128 | . |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1.252.357.634 | 1.252.357.634 | - |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,99 | 0,92 | 8,4 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,69 | 0,10 | . |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 65) definiert.
Erläuterungen zur Bilanz
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9
Allgemeine Klassifizierung und Bewertung
Gemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern.
Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (Gewinn- undo-model). Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt am Markt beobachtet oder, falls nicht am Markt beobachtbar, mittels Expertenschätzung festgelegt werden.
In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt.
Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten
Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen finanzieller Vermögenswerte fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -Verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Commerzbank-Konzern erfolgt die Bilanzierung regulärer Kassakäufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag.# Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten
Die Abgangsvorschriften des IFRS 9 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt.
Eine finanzielle Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.
Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel infolge von Forbearance-Maßnahmen oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments. In gleicher Weise ist eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen eines vorhandenen Schuldinstruments wie eine Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit zu behandeln. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führt, liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Cashflows gemäß den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10 % vom abgezinsten Barwert der restlichen Cashflows des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht.
b) Kategorisierung von Finanzinstrumenten und ihre Bewertung
Der Commerzbank-Konzern untergliedert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in die jeweiligen IFRS 9-Kategorien:
Finanzielle Vermögenswerte
* Amortised Cost (AC)
* Fair Value OCI (FVOCI)
* Fair Value Option (FVO)
* Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL)
* Held for Trading (HFT)
Finanzielle Verbindlichkeiten
* Amortised Cost (AC)
* Fair Value Option (FVO)
* Held for Trading (HFT)
Die IFRS 9-Kategorien unterteilen wir nach folgenden Klassen:
Finanzielle Vermögenswerte
* Darlehen und Forderungen
* Verbriefte Schuldinstrumente
* Eigenkapitalinstrumente
* Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate)
* Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren
* Finanzgarantien
Finanzielle Verbindlichkeiten
* Einlagen
* Begebene Schuldverschreibungen
* Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren (freie Derivate)
* Derivate, die für Hedge Accounting qualifizieren
* Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen
c) Nettoerfolge
Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IFRS 9. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikoergebnis, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt.
d) Finanzgarantien
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Gewinn- und für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen. Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt.
Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value des Erfassungszeitpunkts. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.
e) Eingebettete Derivate
Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Nach IAS 39 wurden Derivate, die in finanziellen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und nicht finanziellen Basisverträgen eingebettet waren, wie freie Derivate behandelt und zum Fair Value erfasst, wenn sie die Definition eines Derivats erfüllten und ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden waren. Im Einklang mit IFRS 9 trennen wir seit 1. Januar 2018 nur noch solche Derivate, die in finanzielle Verbindlichkeiten und nicht finanzielle Basisverträge eingebettet sind. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte im Ganzen beurteilt, womit keine getrennte Bilanzierung mehr zwischen Trägerinstrument und eingebettetem Derivat stattfindet. Stattdessen werden finanzielle Vermögenswerte basierend auf dem Business Model und ihren Vertragsbedingungen klassifiziert.
Eine bilanzielle Trennungspflicht ist nur dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:
* Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden,
* ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IFRS 9 und
* die originäre finanzielle Verbindlichkeit wird nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht kumulativ erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der die finanzielle Verbindlichkeit zugeordnet wurde.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäß IAS 39
Allgemeine Klassifizierung und Bewertung
Gemäß IAS 39 waren alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählten, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern. Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (Gewinn- und Modell). Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt am Markt beobachtet oder mittels Expertenschätzung festgelegt werden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt.
a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten
Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander.# (25) Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Bilanzierung und Bewertung
Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Commerzbank-Konzern erfolgte die Bilanzierung regulärer Kassakäufe und -verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag.
Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richteten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hatten dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht.
Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kam der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wurde dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entsprach. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmte sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trug.
Der Commerzbank-Konzern gliederte seine finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in die jeweiligen IAS 39-Kategorien:
- Finanzielle Vermögenswerte
- Loans and Receivables (LAR)
- Available for Sale (AFS)
- Fair Value Option (FVO)
- Held for Trading (HFT)
- Finanzielle Verbindlichkeiten
- Amortised Cost (AC)
- Fair Value Option (FVO)
- Held for Trading (HFT)
Die Nettoerfolge umfassten erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile waren in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt.
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Gewinn- und für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (siehe Note 64).
Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt.
Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.
Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente eingebunden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung.
Das eingebettete Derivat ist unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Eine solche bilanzielle Trennungspflicht war dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt waren:
- Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats waren nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden,
- ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllte die Definition eines Derivats nach IAS 39 und
- das originäre Finanzinstrument wurde nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
In diesem Fall war das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen waren erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgte hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.
Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen kumulativ nicht erfüllt waren, wurde das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.
(26) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost
Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also Gewinn- und sind) und dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 36). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden Gewinn- und im Zinsüberschuss vereinnahmt Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 247.387 | n/a | |
| Zentralnotenbanken | 93 | n/a | |
| Kreditinstitute | 31.775 | n/a | |
| Firmenkunden | 92.090 | n/a | |
| Privatkunden | 100.902 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 11.369 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 11.159 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31.750 | n/a | |
| Kreditinstitute | 2.563 | n/a | |
| Firmenkunden | 3.506 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 5.529 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 20.152 | n/a | |
| Gesamt | 279.137 | n/a |
(27) Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables
Dieser Kategorie wurden gemäß IAS 39 im Vorjahr nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt bestand. Dies galt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder am Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt war dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig, zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker, zur Verfügung gestellt wurden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten waren.
Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wurde diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien wurden unter der Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Für Wertpapiere wurde eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 178 ff.). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente wurden im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis erfasst und direkt vom Bilanzposten gekürzt. Waren die Indikatoren für eine Wertminderung einzelner Wertpapiere nicht mehr gegeben beziehungsweise haben nicht mehr auf eine Wertminderung hingedeutet, so wurden diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben. Ebenso konnte ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| scroll | Mio. € | Mio. € |
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die Ausnahmen von dieser grundsätzlichen Klassifizierung haben wir in den vorstehenden Posten innerhalb der Note 5 erläutert. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 301.144 | 297.907 | 1,1 |
| Zentralnotenbanken | 2.955 | 4.427 | -33,3 |
| Kreditinstitute | 45.076 | 44.468 | 1,4 |
| Firmenkunden | 80.618 | 86.297 | -6,6 |
| Privatkunden | 125.899 | 114.087 | 10,4 |
| Finanzdienstleister | 30.993 | 33.072 | -6,3 |
| Öffentliche Haushalte | 15.603 | 15.555 | 0,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 45.524 | 43.380 | 4,9 |
| Geldmarktpapiere | 5.648 | 4.428 | 27,6 |
| Pfandbriefe | 18.869 | 17.237 | 9,5 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 21.006 | 21.716 | -3,3 |
| Gesamt | 346.668 | 341.287 | 1,6 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(29) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI
Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit Gewinn- und sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 36 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben, sofern diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine Substanzausschüttungen darstellen.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (mit Recycling) | 1.300 | n/a | |
| Kreditinstitute | 148 | n/a | |
| Firmenkunden | 539 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 38 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 574 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) | 25.328 | n/a | |
| Kreditinstitute | 10.448 | n/a | |
| Firmenkunden | 749 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 5.001 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 9.131 | n/a | |
| Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) | 31 | n/a | |
| Firmenkunden | 30 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 1 | n/a | |
| Gesamt | 26.659 | n/a |
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft, die vormals der IAS 39-Kategorie Available for Sale zugeordnet waren. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Fair Value dieser Aktien 31 Mio. Euro. Aus diesen Aktien wurden Dividendenzahlungen von 1 Mio. Euro in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von - 1 Mio. Euro erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.
(30) Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale
Diese Kategorie umfasste nach IAS 39 alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der sonstigen Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation in die Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale erfolgte. Dabei handelte es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien, Genussrechte und Anteile an Investmentfonds. Als zur Veräußerung verfügbar wurden insbesondere festverzinsliche Wertpapiere klassifiziert, die an einem aktiven Markt notiert waren, für die aber keine kurzfristige Veräußerungsabsicht bestand. Die Bewertung erfolgte zum Fair Value. Konnte der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, wurden die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen) bewertet.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Verbriefte Schuldinstrumente | n/a | 30.661 | |
| Kreditinstitute | n/a | 8.373 | |
| Firmenkunden | n/a | 1.894 | |
| Finanzdienstleister | n/a | 3.585 | |
| Öffentliche Haushalte | n/a | 16.809 | |
| Eigenkapitalinstrumente | n/a | 493 | |
| Kreditinstitute | n/a | 11 | |
| Firmenkunden | n/a | 269 | |
| Finanzdienstleister | n/a | 213 | |
| Gesamt | n/a | 31.155 |
Zum 31. Dezember 2017 enthielten die Eigenkapitalinstrumente Finanzinstrumente von 131 Mio. Euro, die im Wesentlichen nicht börsennotiert waren (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bewertet wurden, da uns keine verlässlichen Fair Values vorlagen. Es war beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, mit einem Buchwert von 34 Mio. Euro ausgebucht. Daraus resultierte ein Ergebnis von 5 Mio. Euro.
(31) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option
Wenn erworbene Schuldinstrumente Gewinn- und sind und den Business Models "Halten" oder "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurden, kann für sie die Fair Value Option ausgeübt werden. Dies hat zur Folge, dass die Vermögenswerte nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise nicht erfolgsneutral zum Fair Value, sondern erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden. Das Wahlrecht zur Bewertung zum Fair Value kann nur beim Erstansatz ausgeübt werden. Voraussetzung dafür ist, dass dadurch eine sogenannte Ansatz- und Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) beseitigt oder verringert werden kann, die beispielsweise dadurch entsteht, dass Vermögenswerte gemäß der Klassifizierungskriterien zu Amortised Cost bewertet würden, während damit in Zusammenhang stehende Verbindlichkeiten zum Fair Value bewertet werden. Nach dem Klassifizierungsmodell des IFRS 9 bestehen die bisherigen Möglichkeiten, die Fair Value Option bei Steuerung von Vermögenswerten auf Fair-Value-Basis sowie zur Vermeidung einer Abtrennung eingebetteter Derivate anzuwenden, nicht mehr. Strukturierte Produkte werden somit aufgrund des Entfallens der Trennungspflicht eingebetteter Derivate hinsichtlich des SPPI-Kriteriums ganzheitlich beurteilt. Bei schuldrechtlichen Instrumenten, die als Bestandteil eines Portfolios auf Fair-Value-Basis gesteuert werden, erfolgt die Bewertung unter IFRS 9 (anders als unter IAS 39) verpflichtend zum Fair Value, so dass die Fair Value Option nicht zur Verfügung steht.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | - | 23.000 | |
| Zentralnotenbanken | - | 4.113 | |
| Kreditinstitute | - | 9.181 | |
| Firmenkunden | - | 574 | |
| Privatkunden | - | 3 | |
| Finanzdienstleister | - | 7.121 | |
| Öffentliche Haushalte | - | 2.009 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 393 | |
| Kreditinstitute | - | 91 | |
| Firmenkunden | - | 151 | |
| Finanzdienstleister | - | 114 | |
| Öffentliche Haushalte | - | 38 | |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 352 | |
| Finanzdienstleister | - | 352 | |
| Gesamt | - | 23.745 |
Im Vorjahr wurden für die zum Fair Value bewerteten Darlehen und Forderungen von 153 Mio. Euro 108 Mio. Euro durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des Fair Values der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen war, betrug im Vorjahr 1 Mio. Euro und kumuliert 3 Mio. Euro. Die Änderung der Fair Values der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich auf 0 Mio. Euro (Vorjahr -3 Mio. Euro). Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den Finanziellen Vermögenswerten - Fair Value Option folgende Wertansätze:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | - | 153 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 50 | |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 352 | |
| Gesamt | - | 556 |
Die kreditrisikobedingten Änderungen der Fair Values der Forderungen wurden im Wesentlichen als Änderungen der Fair Values abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt. Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unseren Risiko- und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair Value Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | - | 22.846 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 343 | |
| Gesamt | - | 23.189 |
Die Regelungen zur Ausübung der Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten sind gegenüber IAS 39 unverändert. Neben dem Vorliegen eines Accounting Mismatchs können auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 21.083 | 14.279 | 47,6 |
| Zentralnotenbanken | 2.734 | 2.445 | 11,8 |
| Kreditinstitute | 8.498 | 5.020 | 69,3 |
| Firmenkunden | 1.015 | 1.027 | -1,1 |
| Privatkunden | 157 | 153 | 2,3 |
| Finanzdienstleister | 8.511 | 5.517 | 54,3 |
| Öffentliche Haushalte | 167 | 116 | 43,5 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 866 | 661 | 31,0 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 866 | 661 | 31,0 |
| Gesamt | 21.949 | 14.940 | 46,9 |
Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den Finanziellen Verbindlichkeiten - Fair Value Option folgende Wertansätze:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 1.269 | 1.144 | 10,9 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 866 | 661 | 31,0 |
| Gesamt | 2.135 | 1.805 | 18,3 |
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2018 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values - 91 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 61 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 2.224 Mio. Euro (Vorjahr 1.702 Mio. Euro). Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr wurden keine erfolgsneutralen Umgliederungen in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Die kreditrisikobedingten Änderungen der Fair Values der Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der Fair Values abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt. Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unseren Risiko- und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair Value Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Einlagen | 19.814 | 13.135 | 50,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Gesamt | 19.814 | 13.135 | 50,8 |
(33) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht Gewinn- und sind. Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht Gewinn- und, da aus Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt haben (siehe Note 29).
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 31.386 | n/a | |
| Zentralnotenbanken | 8.266 | n/a | |
| Kreditinstitute | 10.785 | n/a | |
| Firmenkunden | 2.053 | n/a | |
| Privatkunden | 262 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 6.082 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 3.938 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2.350 | n/a | |
| Kreditinstitute | 73 | n/a | |
| Firmenkunden | 116 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 1.407 | n/a | |
| Öffentliche Haushalte | 754 | n/a | |
| Eigenkapitalinstrumente | 337 | n/a | |
| Kreditinstitute | 9 | n/a | |
| Firmenkunden | 283 | n/a | |
| Finanzdienstleister | 44 | n/a | |
| Gesamt | 34.073 | n/a |
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading
(34) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model zugeordnet sind und zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 1.028 | 1.080 | -4,8 |
| Kreditinstitute | 628 | 702 | -10,6 |
| Firmenkunden | 254 | 310 | -18,0 |
| Finanzdienstleister | 3 | 13 | -75,0 |
| Öffentliche Haushalte | 143 | 55 | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.621 | 2.955 | -45,1 |
| Kreditinstitute | 523 | 596 | -12,3 |
| Firmenkunden | 61 | 287 | -78,6 |
| Finanzdienstleister | 390 | 1.106 | -64,8 |
| Öffentliche Haushalte | 648 | 966 | -33,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.021 | 11.302 | -91,0 |
| Kreditinstitute | 10 | 646 | -98,5 |
| Firmenkunden | 1.011 | 7.770 | -87,0 |
| Finanzdienstleister | - | 2.887 | . |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 38.067 | 47.783 | -20,3 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 27.302 | 33.467 | -18,4 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 7.442 | 9.992 | -25,5 |
| Aktienderivate | 1.518 | 3.145 | -51,7 |
| Kreditderivate | 511 | 720 | -29,0 |
| Übrige derivative Geschäfte | 1.294 | 459 | . |
| Sonstige Handelsbestände | 764 | 546 | 40,0 |
| Gesamt | 42.501 | 63.666 | -33,2 |
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Umgliederung von Vermögenswerten, die im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich EMC stehen, in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zurückzuführen.
(35) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Zertifikate und andere Emissionen | 49 | 5.565 | -99,1 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 3.091 | 2.467 | 25,3 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 40.264 | 48.452 | -16,9 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 29.464 | 33.279 | -11,5 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 8.512 | 9.514 | -10,5 |
| Aktienderivate | 743 | 3.927 | -81,1 |
| Kreditderivate | 923 | 1.102 | -16,3 |
| Übrige derivative Geschäfte | 622 | 629 | -1,1 |
| Gesamt | 43.404 | 56.484 | -23,2 |
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Umgliederung von Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich EMC stehen, in die zur Veräußerung gehaltenen Verbindlichkeiten zurückzuführen.
(36) Kreditrisiken und Kreditverluste
Grundsätze und Bewertungen gemäß IFRS 9
Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:
* Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost).
* Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI).
* Forderungen aus Leasingverhältnissen.
* Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.
* Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:
In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser, siehe Konzernlagebericht Seite 120) liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate ("12-month ECL") zu erfassen.Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL"). Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
- Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig).
- Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge/n.
- Die Bank kündigt die Forderungen.
- Der Kunde ist in Insolvenz.
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Szenarien und Wahrscheinlichkeiten basieren auf Einschätzungen von Sanierungs- und Abwicklungsspezialisten. Für jedes Szenario - unabhängig davon, ob es sich um ein Fortführungs- oder Verwertungsszenario handelt - werden Zeitpunkte und Höhe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme geschätzt. Hierbei werden zukunftsgerichtet sowohl die kundenspezifische als auch die makroökonomische Situation (zum Beispiel Devisenbeschränkungen, Devisenwertschwankungen, Rohstoffpreisentwicklungen) und das Branchenumfeld berücksichtigt. Basis der Schätzung sind auch externe Informationen. Als Quellen sind hier unter anderem Indices (zum Beispiel World Corruption Index), Prognosen (zum Beispiel des IWF), Informationen globaler Vereinigungen von Finanzdienstleistern (zum Beispiel Institute of International Finance) und Veröffentlichungen von Ratingagenturen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu nennen. Liegt kein Ausfallkriterium mehr vor, gesundet das Finanzinstrument und wird nicht mehr Stage 3 zugeordnet. Nach Gesundung erfolgt auf Basis aktualisierter Ratinginformationen erneut die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Bilanzansatz signifikant erhöht hat und die entsprechende Zuordnung zu Stage 1 oder Stage 2. Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung. Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald diese uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.
Ermittlung Expected Credit Loss gemäß IFRS 9
Die Commerzbank ermittelt den LECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit (einschließlich Verlängerungsoptionen) über die die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden. Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:
- die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD);
- die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD);
- die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD).
Die PD ergibt sich aus der Anwendung interner Ratingverfahren, die auf die jeweilige Kundengruppe ausgerichtet sind. In die Ermittlung fließen unterschiedlichste qualitative und quantitative Variablen ein, deren Berücksichtigung beziehungsweise Gewichtung vom jeweiligen Verfahren abhängt. Die Zuordnung der PD-Bandbreiten zu den internen Ratingklassen sowie die Überleitung zu externen Ratings können der Masterskala (siehe Konzernlagebericht) entnommen werden. Der LGD ist der prognostizierte Verlust bei Ausfall in Prozent des Forderungsbetrages zum Zeitpunkt des Ausfalls (EaD) unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Wiedergewinnung auf den unbesicherten Anteil. Die Schätzung erfolgt spezifisch für unterschiedliche Sicherheitenarten und Kundengruppen. Basis für die Ermittlung sind sowohl beobachtete historische Portfoliodaten als auch diverse externe Informationen wie beispielsweise Indizes und Daten zur Entwicklung der Kaufkraft. Der EaD ist die zum Ausfallzeitpunkt erwartete Kreditinanspruchnahme unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-) Ziehung von offenen Kreditlinien. Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt. Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten vor. Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld (Gewinn- undn-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen. Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische Parameter ergänzt wird. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Gegebenenfalls werden diese durch expertenbasierte Annahmen ergänzt, deren Erhebung im Rahmen eines Panels durch eine Policy geregelt ist. Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind außerdem unter Umständen zusätzliche Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf das IFRS 9 ECL-Modellergebnis zu berücksichtigen, die aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im Rahmen der Modellierung des dargestellten IFRS 9 ECL Parameter-Sets abgebildet werden (dies kann singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel materielle politische Entscheidungen, militärische Konflikte). Die Prüfung der Notwendigkeit solcher Top Level Adjustments unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy geregelt. Die ECL-Ermittlung ist in umfangreichen fachlichen und technischen Konzepten dokumentiert.# Alle im Rahmen der ECL-Ermittlung verwendeten Parameter werden einer regelmäßigen Validierung durch eine unabhängige Einheit unterzogen (in der Regel jährlich) und bei Bedarf entsprechend angepasst. Die maßgeblichen Policies werden anlassbezogen überprüft.
Beurteilung signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos
In den Ratingsystemen der Commerzbank werden sämtliche verfügbaren quantitativen und qualitativen Informationen mit Relevanz für die Prognose des Ausfallrisikos zur PD verdichtet. Dieser Größe liegt insbesondere eine statistisch fundierte Auswahl und Gewichtung aller verfügbaren Indikatoren zugrunde. Weiterhin fließen in der gemäß den IFRS-9-Anforderungen adjustierten PD neben historischen Informationen und dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld insbesondere auch zukunftsbezogene Informationen wie zum Beispiel die Prognose der Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen ein. Folgerichtig verwendet die Commerzbank ausschließlich die PD als Messgröße für die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat. Durch die Verankerung der Überprüfung des relativen Transferkriteriums in den robusten Verfahren und Prozessen des konzernweiten Kreditrisikomanagement Frameworks der Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung, Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess) wird sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zuverlässig und zeitnah nach objektiven Kriterien erfolgt.
Für Fälle mit einer Überziehung größer als 30 Tage wurde nachgewiesen, dass dieser Trigger bereits über die Ratings und/oder den Rating-Prozess abgedeckt ist. Der überwiegende Teil des Portfolios mit Überziehungen größer als 30 Tage befindet sich im Ausfall oder wird durch eine signifikante PD-Erhöhung Stage 2 zugeordnet. Nur ein unwesentlicher Teil liegt in Stage 1. Für diesen Teil hat die Bank durch ein entsprechendes Ratingergebnis nachgewiesen, dass trotz der Überziehung größer als 30 Tage keine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit vorliegt. Für weiterführende Informationen zu Verfahren und Prozessen sowie der Governance im Kreditrisikomanagement der Commerzbank verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht (Seite 116 ff.).
Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, erfolgt zum Berichtsstichtag grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten Ausfallwahrscheinlichkeit über die Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im Zugangszeitpunkt erwarteten Lifetime-PD über denselben Zeitraum. Im Einklang mit den IFRS-Anforderungen erfolgt in bestimmten Teilportfolios der Vergleich zwischen ursprünglicher und aktueller PD auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag ("12-month PD"). In diesen Fällen erbringt die Bank mithilfe von Äquivalenzanalysen den Nachweis dass keine materiellen Abweichungen gegenüber einer Beurteilung anhand der Lifetime-PD auftreten.
Zur Bestimmung ob eine PD-Erhöhung gegenüber dem Zugangszeitpunkt als "signifikant" einzustufen ist, werden mit einem statistischen Verfahren differenziert nach Ratingmodellen Schwellwerte festgelegt, die einen kritischen Abweichungsgrad von der mittleren PD-Entwicklung repräsentieren. Um eine ökonomisch fundierte Stagezuordnung sicherzustellen werden dabei transaktionsspezifische Einflussgrößen, wie die Höhe der PD im Zugangszeitpunkt, die bisherige Laufzeit sowie die Restlaufzeit des Geschäftsberücksichtigt. Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2 nach Stage 1 wird vorgenommen, wenn am Berichtsstichtag das Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht mehr signifikant erhöht ist. In der Netto-Position aus Zuführungen und Auflösungen sind Zuschreibungen aus Eingängen für abgeschriebene Forderungen enthalten.
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Mio. € | Stand 1.1.2018 | Gewinn- und Auflösung Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkurs-änderungen/ Umbuchungen | Stand 31.12.2018
------- | ------------- | ---------------------------- | -------------------------------- | ------------------------------------ | -------------
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2.226 | 475 | 466 | - | -6 | 2.229
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2.209 | 477 | 467 | - | -7 | 2.213
Darlehen und Forderungen | 2.119 | 462 | 467 | - | -9 | 2.106
Verbriefte Schuldinstrumente | 90 | 15 | -0 | - | 2 | 107
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | -2 | -1 | - | 1 | 16
Darlehen und Forderungen | 7 | -0 | - | - | 0 | 7
Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | -1 | -1 | - | 1 | 9
Rückstellungen für Finanzgarantien | 10 | -1 | - | - | 0 | 9
Rückstellungen für Kreditzusagen | 127 | 9 | - | - | -0 | 136
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 156 | -38 | 0 | - | 1 | 119
Gesamt | 2.518 | 446 | 466 | - | - | 2.493
Die Veränderung der Wertberichtigungen nach Stages stellte sich wie folgt dar:
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Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt
------- | ------- | ------- | ------- | ---- | ------
Wertberichtigungen zum 1.1.2018 | 244 | 245 | 1.637 | - | 2.127
Neugeschäft | 123 | 19 | 54 | 14 | 210
Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | | | | |
aus Stage 1 | -82 | 342 | 75 | - | 335
aus Stage 2 | 74 | -303 | 245 | - | 16
aus Stage 3 | 4 | 13 | -28 | - | -11
Abgänge | 98 | 86 | 400 | 52 | 636
Parameteränderungen / Modellveränderungen | -17 | 108 | 415 | 118 | 624
Verbrauch | - | - | 510 | 33 | 543
Wechselkursänderungen / Umbuchungen | -1 | -3 | -20 | 14 | -9
Wertberichtigungen zum 31.12.2018 | 248 | 335 | 1.469 | 61 | 2.113
Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 1 | 2 | 4 | 9
Rückstellungen für Kreditzusagen | 70 | 48 | 13 | 5 | 136
Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 67 | 37 | 15 | 119
Rückstellungen zum 31.12.2018 | 73 | 116 | 52 | 24 | 265
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Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt
------- | ------- | ------- | ------- | ---- | ------
Wertberichtigungen zum 1.1.2018 | 26 | 71 | 2 | - | 99
Neugeschäft | 2 | 0 | - | - | 2
Bestandsveränderungen aus Stagetransfers | | | | |
aus Stage 1 | -0 | 4 | - | - | 4
aus Stage 2 | 0 | -5 | - | - | -5
aus Stage 3 | 0 | - | - | - | 0
Abgänge | 1 | 0 | - | - | 1
Parameteränderungen / Modellveränderungen | 3 | 10 | 1 | 0 | 14
Verbrauch | - | - | - | 1 | 1
Wechselkursänderungen / Umbuchungen | -0 | 2 | -0 | 1 | 3
Wertberichtigungen zum 31.12.2018 | 30 | 83 | 2 | 1 | 116
Ein Finanzinstrument wird in dieser Darstellung als Neugeschäft definiert, sofern das für die Beurteilung der signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos maßgebliche Datum in der Berichtsperiode liegt. Diese Grundgesamtheit kann daher von sonstigen Neugeschäftserhebungen, beispielsweise zur Vertriebssteuerung, abweichend sein.
Die Bestandsveränderungen aus Stagetransfers zeigen die Zuführungen und Auflösungen, die sich in der Berichtsperiode durch eine veränderte Stagezuordnung ergeben haben. Beim Transfer wird dabei der Bestand in der bisherigen Stage vollständig aufgelöst und der Zielbestand wird in der neuen Stage vollständig zugeführt.
Als Abgänge werden Risikovorsorgeauflösungen für Geschäfte dargestellt, die in der Berichtsperiode bilanziell abgegangen sind.
In der Zeile Parameteränderungen/Modellveränderungen sind Bestandsveränderungen enthalten, die auf veränderte Risikovorsorgeparameter zurückzuführen sind. Dies umfasst sowohl die Veränderungen der Inanspruchnahme (beispielweise aus Tilgungen), als auch der haftenden Sicherheiten sowie Veränderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit, die nicht zu einem Stagewechsel geführt haben. Des Weiteren zeigen sich hier Anpassungseffekte aus turnusmäßigen Parameterüberprüfungen und aus veränderten makroökonomischen Erwartungen.
Der Verbrauch spiegelt wider, in welcher Höhe der Risikovorsorgebestand durch erfolgsneutrale Abschreibungen reduziert wurde.
In der Zeile Wechselkursänderungen/Umbuchungen werden Währungseffekte und, sofern zutreffend, Bestandsübertragungen aus Reklassifizierungen gezeigt. Der Darstellung liegen Buchungen am Einzelgeschäft zugrunde. Auf Kundenebene kann es daher dazu kommen, dass mehrere Positionen des Spiegels angesprochen werden. Beispielsweise können sowohl Neugeschäfte als auch Abgänge enthalten sein. Eine Verrechnung erfolgt nicht.
Von dem Gesamtbestand der Rückstellungen entfallen 59 Mio. Euro auf außerbilanzielle Geschäfte, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive), die aber im Rahmen des Impairmentmodells mit dem Lifetime Expected Credit Loss bevorsorgt werden (siehe Note 64).
In der Berichtsperiode wurden Forderungen von 203 Mio. Euro (teil)abgeschrieben, für die weiterhin Beitreibungsaktivitäten durchgeführt werden.
Die Buchwerte haben sich im Berichtszeitraum wie folgt verändert:
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Darlehen und Forderungen | Mio. €
------- | -------------
| 1.1.2018 | Nettoveränderung | 31.12.2018
Stage 1 | 237.967 | 14.088 | 223.879
Stage 2 | 9.572 | 581 | 8.990
Stage 3 | 2.628 | -569 | 3.197
POCI | 625 | -382 | 1.007
Gesamt | 250.793 | 13.719 | 237.074
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Verbriefte Schuldinstrumente | Mio. €
------- | -------------
| 1.1.2018 | Nettoveränderung | 31.12.2018
Stage 1 | 55.974 | 1.967 | 54.006
Stage 2 | 1.158 | -322 | 1.479
Stage 3 | 12 | -1 | 13
POCI | 42 | -16 | 58
Gesamt | 57.185 | 1.629 | 55.556
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, für die Wertberichtigungen gebildet wurden, verteilen sich wie folgt auf die Ratingklassen:
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Ratingklasse | Darlehen und Forderungen | Mio. €
------- | -------------
| 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt
1,0 - 1,8 | 60.185 | 0 | 11 | 60.196
2,0 - 2,8 | 111.756 | 0 | 76 | 111.832
3,0 - 3,8 | 34.949 | 4.142 | 34 | 39.125
4,0 - 4,8 | 4.968 | 3.113 | 21 | 8.102
5,0 - 5,8 | 1.375 | 2.317 | 139 | 3.831
6,1 - 6,5 | 0 | 2.628 | 344 | 2.972
Gesamt | 213.233 | 12.200 | 625 | 226.058
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Ratingklasse | Verbriefte Schuldinstrumente | Mio. €
------- | -------------
| 12m ECL | ECL Lifetime | POCI | Gesamt
1,0 - 1,8 | 29.081 | 0 | 0 | 29.081
2,0 - 2,8 | 24.473 | 0 | 0 | 24.473
3,0 - 3,8 | 1.718 | 988 | 0 | 2.706
4,0 - 4,8 | 14 | 69 | 0 | 83
5,0 - 5,8 | 0 | 100 | 0 | 100
6,1 - 6,5 | 0 | 12 | 42 | 54
Gesamt | 55.285 | 1.169 | 42 | 56.497
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Ratingklasse | Finanzgarantien, Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | Mio. €# Risikovorsorge für bilanzielle und außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft gemäß IAS 39
Den besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, trugen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung. Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wurde grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 5 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 5 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend wurden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel 3-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden konnten folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
- drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig),
- die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge,
- die Bank kündigt die Forderungen,
- der Kunde ist im Insolvenzverfahren.
Für signifikante ausgefallene Forderungen bildeten wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) wurden die Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows herangezogen. In den Cashflows wurden neben den noch erwarteten Zahlungen des Kreditnehmers auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cashflows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entsprach also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wurde die Erhöhung des Barwertes durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst. Bei Wegfall des Grundes, der zur Wertberichtigung geführt hat, wurde diese entsprechend erfolgswirksam aufgelöst.
Im Bereich der Schiffsfinanzierungen war zwischen der Sanierungsfähigkeit (Going Concern) und der Abwicklungsnotwendigkeit (Gone Concern) der ausgefallenen Forderungen zu unterscheiden. Im ersteren Fall kamen für die Ermittlung der erwarteten Cashflows insbesondere die von der Bank geschätzten zukünftigen Charterraten zum Ansatz, während für Abwicklungsengagements insbesondere der erzielbare Verkaufserlös des als Kreditsicherheit dienenden Schiffs herangezogen wurde. Die Schifffahrtsmärkte unterlagen traditionell einer hohen Volatilität, die beispielsweise von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung und starken Preisschwankungen bei Rohstoffen als exogenen Faktoren und durch Neubestellungen und Verschrottungen als endogenen Faktoren, getrieben wurde. Demgemäß bestanden Schätzungsunsicherheiten bei den von der Bank vorzunehmenden Charterraten-Prognosen. Für das Jahr 2017 hätte beispielsweise eine Rücknahme der Charterraten-Prognosen um bis zu 20 % bei den intern verwendeten Schiffsindizes zu einem Risikovorsorgemehrbedarf im niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geführt.
Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wurde auf Grundlage interner Parameter eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP) gebildet. Den Gesamtbetrag der Risikovorsorge setzten wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezog, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten ab. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen) wurde hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. Uneinbringliche Forderungssteile wurden gegebenenfalls unter Verbrauch bereits gebildeter Risikovorsorge abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen wurden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen (GLLP) ermittelt.
Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:
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Mio. € | Stand 1.1.2017 | Zuführungen | Verbrauch | Auflösungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/ Unwinding
------- | ----------- | ----------- | --------- | ----------- | ----------------------------- | -------------------------------------
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft | 3.729 | 1.151 | 1.145 | 740 | 53 | 78
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute | 59 | 1 | 2 | 18 | - | 11
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden | 3.037 | 889 | 874 | 561 | - | -122
Darlehen und Forderungen an Privatkunden | 497 | 231 | 224 | 119 | 11 | 180
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister | 132 | 30 | 44 | 40 | 42 | 9
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte | 3 | 0 | 1 | 1 | - | 1
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft | 205 | 80 | 0 | 75 | - | 2
Gesamt | 3.934 | 1.231 | 1.145 | 816 | 53 | 80
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Mio. € | Stand 31.12.2017
------- | -----------
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft | 3.125
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute | 50
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden | 2.368
Darlehen und Forderungen an Privatkunden | 577
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister | 129
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte | 1
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft | 211
Gesamt | 3.337
Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten im Geschäftsjahr 2017 unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 781 Mio. Euro, wovon 382 Mio. Euro auf Schiffsfinanzierungen entfielen.
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Mio. € | Wertberichtigungen für Einzelrisiken | Wertberichtigungen für Portfoliorisiken | Wertberichtigungen gesamt
---|---|---|---
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017
Stand 1.1. | n/a | 3.185 | n/a | 544 | n/a | 3.729
Zuführungen | n/a | 1.137 | n/a | 14 | n/a | 1.151
Abgänge | n/a | 1.745 | n/a | 140 | n/a | 1.885
darunter: Inanspruchnahmen | n/a | 1.145 | n/a | - | n/a | 1.145
darunter: Auflösungen | n/a | 600 | n/a | 140 | n/a | 740
Veränderungen im Konsolidierungskreis | n/a | 43 | n/a | 10 | n/a | 53
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding | n/a | 52 | n/a | 26 | n/a | 78
Stand 31.12. | n/a | 2.672 | n/a | 454 | n/a | 3.125
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Mio. € | Veränd. in % | Stand 1.1. | Zuführungen | Abgänge | darunter: Inanspruchnahmen | darunter: Auflösungen | Veränderungen im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding | Stand 31.12.
------- | ----------- | ----------- | ----------- | --------- | ----------- | ----------- | ----------------------------- | ------------------------------------- | -----------
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a
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Mio. € | Rückstellungen für Einzelrisiken | Rückstellungen für Portfoliorisiken | Rückstellungen für Kreditgeschäft
---|---|---|---
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017
Stand 1.1. | n/a | 76 | n/a | 129 | n/a | 205
Zuführungen | n/a | 75 | n/a | 5 | n/a | 80
Abgänge | n/a | 41 | n/a | 34 | n/a | 75
darunter: Inanspruchnahmen | n/a | 0 | n/a | - | n/a | 0
darunter: Auflösungen | n/a | 41 | n/a | 34 | n/a | 75
Veränderungen im Konsolidierungskreis | n/a | - | n/a | - | n/a | -
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding | n/a | 2 | n/a | -1 | n/a | 1
Stand 31.12. | n/a | 112 | n/a | 99 | n/a | 211
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Mio. € | Veränd. in % | Stand 1.1. | Zuführungen | Abgänge | darunter: Inanspruchnahmen | darunter: Auflösungen | Veränderungen im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding | Stand 31.12.
------- | ----------- | ----------- | ----------- | --------- | ----------- | ----------- | ----------------------------- | ------------------------------------- | -----------
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 wurde erstmals eine verfeinerte Schätzungsmethode für die Ausfallwahrscheinlichkeit angewendet. Aus der Anpassung resultierte eine GLLP-Auflösung von 74 Mio. Euro. Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2017 stellte sich wie folgt dar:
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Mio. € | Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft | Kreditausfälle¹ | Nettozuführung zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft² | Kunden und Kreditinstitute in Deutschland | Kreditinstitute | Firmenkunden | Verarbeitendes Gewerbe | Baugewerbe | Handel | Dienstleistungen und Übrige | Privatkunden | Finanzdienstleister | Öffentliche Haushalte | Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | Kreditinstitute | Firmenkunden | Verarbeitendes Gewerbe | Baugewerbe | Handel | Dienstleistungen und Übrige | Privatkunden | Finanzdienstleister | Öffentliche Haushalte
--- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | ---
2018 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a
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Mio. € | Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft | Kreditausfälle¹ | Nettozuführung zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft² | Kunden und Kreditinstitute in Deutschland | Kreditinstitute | Firmenkunden | Verarbeitendes Gewerbe | Baugewerbe | Handel | Dienstleistungen und Übrige | Privatkunden | Finanzdienstleister | Öffentliche Haushalte | Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | Kreditinstitute | Firmenkunden | Verarbeitendes Gewerbe | Baugewerbe | Handel | Dienstleistungen und Übrige | Privatkunden | Finanzdienstleister | Öffentliche Haushalte
--- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | ---
2017 | 1.253 | 1.055 | 319 | Kreditinstitute | 0 | - | - | | | | | | | | | | | | | | | | |
| | | | | Firmenkunden | 996 | 834 | 235 | Verarbeitendes Gewerbe | 331 | 162 | 72 | Baugewerbe | 41 | 35 | -23 | Handel | 132 | 165 | 34 | Dienstleistungen und Übrige | 492 | 472 | 152 | Privatkunden | 228 | 209 | 56 | Finanzdienstleister | 29 | 13 | 28 | Öffentliche Haushalte | 0 | - | 0 | Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 1.530 | 682 | 253 | Kreditinstitute | 8 | 4 | -8 | Firmenkunden | 1.165 | 550 | 197 | Verarbeitendes Gewerbe | 344 | 189 | 20 | Baugewerbe | 129 | 13 | 27 | Handel | 120 | 30 | 40 | Dienstleistungen und Übrige | 572 | 318 | 110 | Privatkunden | 264 | 81 | 77 | Finanzdienstleister | 94 | 46 | -13 | Öffentliche Haushalte | 0 | 1 | 0 |
Gesamt | 2.783 | 1.737 | 572 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
1 Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft.
2 Zuführung abzüglich Auflösung.
(37) Kreditrisikokonzentration
Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und dem Anwenden einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen.Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen stellten sich nach Bruttobuchwerten wie folgt dar:
| Darlehen und Forderungen Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kreditinstitute und Kunden in Deutschland | 164.698 | 160.844 |
| Kreditinstitute | 7.666 | 7.260 |
| Firmenkunden | 54.336 | 54.009 |
| Verarbeitendes Gewerbe | 18.115 | 17.130 |
| Baugewerbe | 792 | 877 |
| Handel | 8.778 | 8.661 |
| Dienstleistungen und Übrige | 26.651 | 27.341 |
| Privatkunden | 89.599 | 82.518 |
| Finanzdienstleister | 2.588 | 3.807 |
| Öffentliche Haushalte | 10.509 | 13.251 |
| Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands | 118.508 | 106.989 |
| Kreditinstitute | 44.078 | 36.491 |
| Firmenkunden | 41.962 | 39.402 |
| Privatkunden | 12.223 | 11.538 |
| Finanzdienstleister | 14.937 | 13.832 |
| Öffentliche Haushalte | 5.309 | 5.726 |
| Zwischensumme | 283.207 | 267.833 |
| abzüglich Wertberichtigungen auf Darlehen und Forderungen | ||
| Amortised Cost | -2.106 | -3.125 |
| Gesamt | 281.100 | 264.708 |
Unwiderrufliche Kreditzusagen, Finanzgarantien und Sonstige Gewährleistungen
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kreditinstitute und Kunden in Deutschland | 49.686 | 53.012 |
| Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands | 67.352 | 63.239 |
| Zwischensumme | 117.038 | 116.252 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -212 | -177 |
| Gesamt | 116.826 | 116.074 |
Die in den vorstehenden Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Darlehen und Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.
(38) Maximales Kreditrisiko
Die maximale Kreditrisikoexposition - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Finanzgarantien den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buchbeziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 279.137 | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 247.387 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31.750 | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | n/a | 265.712 | |
| Darlehen und Forderungen | n/a | 241.708 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | n/a | 24.004 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 26.627 | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 1.300 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 25.328 | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | n/a | 30.661 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | n/a | 30.661 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 33.736 | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 31.386 | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2.350 | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | - | 23.393 | |
| Darlehen und Forderungen | - | 23.000 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 393 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 41.480 | 52.364 | -20,8 |
| Darlehen und Forderungen | 1.028 | 1.080 | -4,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1.621 | 2.955 | -45,1 |
| Derivate | 38.067 | 47.783 | -20,3 |
| Sonstige Handelsbestände | 764 | 546 | 40,0 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1.457 | 1.464 | -0,5 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 78.471 | 79.965 | -1,9 |
| Finanzgarantien | 2.369 | 2.024 | 17,0 |
Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt (siehe Kapitel Adressenausfallrisiken im Konzernlagebericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.
(39) Absicherung von Krediten
Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swaps (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:
― Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),
― Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen erreicht) und
― Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).
Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 hatte die Commerzbank Aktiengesellschaft vier Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt. Die vertragliche Laufzeit liegt bei 9 bis 10 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2018 Kundenkredite mit einem Volumen von 5,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,3 Mrd. Euro) abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,1 Mrd. Euro).
| Name der Transaktion | Sicherungsnehmer | Jahr des Abschlusses | Laufzeit der Transaktion in Jahren | Forderungsart | Kreditvolumen Mio. € | Entlastung der gewichteten Risikoaktiva |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CoCo Finance II- 2 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2015 | 10 | Firmenkunden | 1.042 | -31 |
| CoCo Finance III- 1 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2017 | 9 | Firmenkunden | 1.497 | 643 |
| CoSMO Finance III- 1 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2015 | 10 | Firmenkunden | 604 | 76 |
| CoSMO Finance III- 2 Limited | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2016 | 10 | Firmenkunden | 1.987 | 851 |
| Gesamt | 5.130 | 1.539 |
(40) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten
Hierarchie der Fair Values
Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
― Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
― Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
― Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Cashflows, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.
Angabepflichten
Im Folgenden wird unterschieden in:
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.
Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente
Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen.Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Mit einem Bewertungseffekt von -17 Mio. Euro hat die Commerzbank in der Berichtsperiode die Berechnung der Marktwerte der Derivateportfolios an aktuelle Entwicklungen der Marktstandards angepasst. Zudem haben wir mit einem Bewertungseffekt von -70 Mio. Euro in der Berichtsperiode die Bewertungsanpassung für das eigene Kreditrisiko der Derivateportfolios und mit -28 Mio. Euro strukturierter Emissionen in der Fair Value Option an aktuelle Entwicklungen vergleichbarer Instrumente angepasst. Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien beziehungsweise für das Vorjahr nach den IAS-39-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.
Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2018
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 15,4 | 9,7 | 0,2 | 25,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | - | - | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 26,6 | 4,8 | 31,4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,6 | 0,7 | 1,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,3 | 0,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,2 | 0,9 | 1,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,9 | 0,7 | 0,0 | 1,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1,0 | - | - | 1,0 |
| Derivate | - | 34,7 | 3,4 | 38,1 |
| Sonstige | 0,8 | - | - | 0,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Hedge Accounting | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 2,3 | 0,1 | 0,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 7,8 | - | - | 7,8 |
| Derivate | - | 2,2 | 0,1 | 2,3 |
| Gesamt | 29,1 | 78,4 | 10,0 | 117,5 |
Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € 31.12.2017
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | ||||
| Verbriefte Schuldinstrumente | 24,1 | 6,5 | 0,1 | 30,7 |
| Eigenkapitalinstrumente¹ | 0,1 | - | 0,4 | 0,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 22,5 | 0,5 | 23,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,4 | - | - | 0,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,1 | - | 1,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,3 | 0,7 | 0,9 | 3,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 11,3 | - | 0,0 | 11,3 |
| Derivate¹ | - | 43,9 | 3,9 | 47,8 |
| Sonstige | 0,5 | - | - | 0,5 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||
| Darlehen und Forderungen | - | - | - | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,1 | - | - | 0,1 |
| Gesamt | 37,8 | 76,5 | 5,8 | 120,1 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2018
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 21,1 | - | 21,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||
| Derivate¹ | - | 37,0 | 3,3 | 40,3 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 2,7 | 0,4 | 0,0 | 3,1 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | 3,3 | - | 3,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | 3,4 | 0,3 | 3,7 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 4,5 | - | - | 4,5 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,5 | 0,0 | - | 0,5 |
| Gesamt | 8,6 | 66,5 | 3,7 | 78,8 |
Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € 31.12.2017
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Fair Value Option | ||||
| Einlagen | - | 14,2 | 0,1 | 14,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,7 | - | - | 0,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | ||||
| Derivate¹ | - | 44,6 | 3,9 | 48,5 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 5,6 | - | - | 5,6 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 2,2 | 0,3 | - | 2,5 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting | - | 2,3 | - | 2,3 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||
| Einlagen | - | - | - | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - |
| Derivate | - | - | - | - |
| Zertifikate und andere Emissionen | - | - | - | - |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | - | - | - | - |
| Gesamt | 8,4 | 61,2 | 4,0 | 73,7 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben. Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, mit 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 0,8 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen. Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:
Finanzielle Vermögenswerte Mio. €
| Fair Value zum 1.1.2018 | Veränderungen im Konsolidierungskreis | Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | Käufe | Verkäufe | Emissionen | Rückzahlungen | Umbuchungen in Level 3 | Umbuchungen aus Level 3 | Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | Fair Value zum 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI¹ | 36 | - | -1 | -1 | - | - | -31 | - | - | 288 | -78 | - | 215 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L¹ | 6.319 | - | -90 | -88 | - | 2.164 | -2.592 | - | - | 542 | -135 | -122 | 6.208 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading¹ | 3.754 | - | -158 | -153 | - | -9 | -51 | - | - | 109 | -108 | 122 | 3.415 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - | 1 | - | - | - | 2 | - | 0 | 125 |
| Gesamt | 10.109 | - | -249 | -242 | - | 2.155 | -2.674 | - | - | 941 | -321 | - | 9.962 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4 und Note 5).
Finanzielle Vermögenswerte Mio. €
| Fair Value zum 1.1.2017 | Veränderungen im Konsolidierungskreis | Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | Käufe | Verkäufe | Emissionen | Rückzahlungen | Umbuchungen in Level 3 | Umbuchungen aus Level 3 | Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | Fair Value zum 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale¹ | 140 | - | -14 | -14 | - | 4 | - | - | - | 319 | -7 | - | 442 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | 944 | - | -31 | -31 | - | 413 | -158 | - | -16 | 7 | -661 | - | 514 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading¹ | 6.179 | - | -338 | -348 | - | 164 | -751 | - | - | 85 | -507 | - | 4.816 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 68 | - | -2 | -2 | - | - | -66 | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 7.332 | - | -385 | -395 | - | 581 | -975 | - | -16 | 411 | -1.175 | - | 5.772 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4 und Note 5).
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1 Mrd.Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL und 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. €
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading¹ | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen¹ | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2018 | 100 | 3.897 | - | 3.997 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | -126 | - | -126 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | -104 | - | -104 |
| Käufe | - | 120 | - | 120 |
| Verkäufe | -100 | -2 | - | -102 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | -13 | - | -13 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 49 | - | 49 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -261 | - | -261 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung | - | -334 | 334 | - |
| gehaltenen Veräußerungsgruppen | ||||
| Fair Value zum 31.12.2018 | - | 3.330 | 334 | 3.665 |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Finanzielle Verbindlichkeiten Mio. €
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading¹ | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Fair Value zum 1.1.2017 | - | 4.171 | 4.171 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | -97 | -97 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | -76 | -76 |
| Käufe | 100 | 154 | 254 |
| Verkäufe | - | -65 | -65 |
| Emissionen | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | -33 | -33 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 63 | 63 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -296 | -296 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung | - | - | - |
| gehaltenen Veräußerungsgruppen | |||
| Fair Value zum 31.12.2017 | 100 | 3.897 | 3.997 |
| ¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil der Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vor.
Sensitivitätsanalyse
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3).
Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken.
Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Cashflows eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
- Credit Spread: Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
- Zins-Währungs-Korrelation: Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.
- Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Cashflows, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
- Repo-Kurve: Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).
- Preis: Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.
- Investmentfonds-Volatilität: Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden.
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:
Mio.# 31.12.2018 Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite Darlehen und Forderungen 4.830 - - - Repo-Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 1.528 - Repo-Kurve (Basispunkte) 126 257 Schiffsfinanzierungen Discounted-Cashflow-Modell 479 - Credit Spread (Basispunkte) 600 1.200 Sonstige Forderungen Discounted-Cashflow-Modell 2.823 - Credit Spread (Basispunkte) 70 700 Verbriefte Schuldinstrumente 1.267 - - - Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1.267 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500 davon: ABS Spread basiertes Modell 1.072 - Credit Spread (Basispunkte) 100 500 Eigenkapitalinstrumente 328 - - - Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 328 - Preis (%) 90 % 110 % Derivate 3.537 3.665 Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cashflow-Modell 122 334 IRR (%), Preis (%), Investmentfonds-Volatilität 1 % 9 % Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) Discounted-Cashflow-Modell 3.415 3.152 Credit Spread (Basispunkte) 100 500 - - Verwertungsquote (%) 40 % 80 % Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 179 Zins-Währungs-Korrelation (%) -30 % 52 % Übrige Geschäfte - - - - Summe 9.962 3.665
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:
| Mio. € | 31.12.2018 | Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen & Forderungen | 76 | -76 | ||
| Repo-Geschäfte | 15 | -15 | Repo-Kurve | |
| Schiffsfinanzierungen | 5 | -5 | Credit Spread | |
| Sonstige Forderungen | 56 | -56 | Credit Spread | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 52 | -52 | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | 52 | -52 | Preis | |
| davon: ABS | 33 | -33 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread | |
| Eigenkapitalinstrumente | 1 | -1 | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | 1 | -1 | Preis | |
| Derivate | 19 | -19 | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | 9 | -9 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility | |
| Kreditderivate (inkl. PFI und I RS) | 10 | -10 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis | |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values.
Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.
Day-One Profit or Loss
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst.
Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten.
Die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Day-One Profit or Loss | Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Bestand am 1.1.2017 | - | 4 | 4 | |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | 37 | 37 | |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | -8 | -8 | |
| Bestand am 31.12.2017 | - | 34 | 34 | |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | 35 | 35 | |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | -11 | -11 | |
| Bestand am 31.12.2018 | - | 58 | 58 |
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente
Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.
Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein.
Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung. Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar. Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen, dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.
Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.
Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 vorgenommen werden.
Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.
| 31.12.2018 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 332,0 | 333,9 | -1,9 | - | 113,2 | 218,8 | |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53,9 | 53,9 | - | 53,9 | - | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 277,4 | 279,1 | -1,7 | - | 58,8 | 218,6 | |
| Darlehen und Forderungen | 248,9 | 247,4 | 1,5 | - | 32,1 | 216,8 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 28,5 | 31,8 | -3,3 | - | 26,7 | 1,8 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,2 | -0,2 | - | - | - | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,7 | 0,7 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 | |
| Darlehen und Forderungen | 0,6 | 0,6 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | - | |
| Passiva | 348,5 | 348,0 | 0,5 | - | 345,4 | 3,1 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 347,7 | 346,7 | 1,1 | - | 344,6 | 3,1 | |
| Einlagen | 300,9 | 301,1 | -0,3 | - | 300,9 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | 46,8 | 45,5 | 1,3 | - | 43,7 | 3,1 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,5 | -0,5 | - | - | - | |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - | |
| Einlagen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - | |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2017 | Mrd. |€ Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 319,7 321,6 -1,9 - 109,4 210,3
Kassenbestand und Sichtguthaben 55,7 55,7 - - 55,7 -
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables1 264,0 265,7 -1,7 - 53,7 210,3
Darlehen und Forderungen 241,9 241,7 0,2 - 32,5 209,4
Verbriefte Schuldinstrumente 22,0 24,0 -2,0 - 21,2 0,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,2 -0,2 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,0 0,0 - - - 0,0
Darlehen und Forderungen 0,0 0,0 - - - 0,0
Verbriefte Schuldinstrumente - - - - - -
Passiva 344,6 341,8 2,8 0,2 339,2 5,2
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost1 344,6 341,3 3,3 0,2 339,2 5,2
Einlagen 298,3 297,9 0,4 - 298,3 -
Begebene Schuldverschreibungen 46,3 43,4 2,9 0,2 40,9 5,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,5 -0,5 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - - - -
Einlagen - - - - - -
Begebene Schuldverschreibungen - - - - - -
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(41) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die ― gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und ― die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Netting-Prozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Gewinn- und-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleart werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.
| Aktiva | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | |||
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 49.781 | 93.485 | 33.195 | 101.586 | ||
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 7.997 | 5.018 | 5.784 | 4.514 | ||
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 41.784 | 88.467 | 27.411 | 97.072 | ||
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 24.565 | 51.657 | 13.912 | 52.339 | ||
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 17.219 | 36.810 | 13.499 | 44.733 | ||
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32, 42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 | 4.345 | 24.928 | 379 | 29.662 | ||
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 | ||||||
| Unbare Sicherheiten4 | 9.709 | 58 | 1 | 2.227 | 43 | |
| Barsicherheiten | 2 | 7.790 | 3 | 8.990 | ||
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 3.163 | 4.033 | 890 | 6.038 | ||
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 1.258 | 147 | 890 | - | ||
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 1.904 | 3.886 | - | 6.038 |
1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 2.708 Mio. Euro (Vorjahr: 2.553 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
| Passiva | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | |||
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 43.793 | 95.193 | 26.091 | 101.810 | ||
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 2.505 | 4.324 | 5.248 | 675 | ||
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 41.288 | 90.869 | 20.843 | 101.135 | ||
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 24.565 | 49.754 | 13.912 | 51.103 | ||
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 16.723 | 41.115 | 6.931 | 50.032 | ||
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 | 4.345 | 24.928 | 379 | 29.662 | ||
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 | ||||||
| Unbare Sicherheiten4 | 10.780 | 730 | 6.320 | 934 | ||
| Barsicherheiten | 1.445 | 12.161 | 1 | 13.358 | ||
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 153 | 3.296 | 231 | 6.078 | ||
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 114 | 568 | 231 | - | ||
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 38 | 2.728 | - | 6.078 |
1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 4.611 Mio. Euro (Vorjahr: 3.789 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).
(42) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden (einschließlich finanzieller Verpflichtungen)
Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte derivativer Finanzinstrumente) in kurzfristig und langfristig vor. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Gewinn- und Unternehmen, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 62.
| 31.12.2018 | 31.12.20171 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53.914 | - | 55.733 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 92.396 | 186.741 | n/a | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | n/a | n/a | 95.421 | 170.291 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 5.329 | 21.330 | n/a | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | n/a | n/a | 5.948 | 25.206 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 26.938 | 7.134 | n/a | n/a |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | - | - | 19.539 | 4.206 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 40.745 | 1.756 | 57.660 | 6.006 |
| Anteile an at-Gewinn- und Unternehmen | - | 173 | - | 181 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 3.246 | - | 3.294 |
| Sachanlagen | - | 1.547 | - | 1.600 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 13 | - | 16 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 13.433 | - | 78 | - |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 783 | - | 767 | - |
| Latente Ertragsteueransprüche | - | 3.116 | - | 2.970 |
| Sonstige Aktivposten | 2.292 | 26 | 2.091 | 23 |
| Gesamt | 235.829 | 225.082 | 237.238 | 213.792 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 269.366 | 77.302 | 258.179 | 83.108 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 19.762 | 2.187 | 13.122 | 1.818 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 40.887 | 2.517 | 54.917 | 1.567 |
| Rückstellungen | 2.069 | 1.084 | 2.401 | 890 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 472 | - | 673 | - |
| Latente Ertragsteuerschulden | - | 20 | - | 28 |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 12.914 | - | - | - |
| Sonstige Passivposten | 2.537 | 379 | 2.411 | 1.104 |
| Gesamt | 348.007 | 83.489 | 331.703 | 88.515 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht derivative finanzielle Verpflichtungen dar, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen. Die Werte sind auf Basis undiskontierter Cashflows dargestellt, daher ist eine Abstimmung mit den Bilanzwerten grundsätzlich nicht möglich. Für derivative Verpflichtungen -Held for Trading, erfolgt die Darstellung im kürzesten Laufzeitband. Für die Negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten erfolgt die Darstellung auf Basis der Fair Values im Laufzeitband der Fälligkeiten. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken stellen wir im Konzernlagebericht dar.
| 31.12.2018 | Restlaufzeiten Mio. € | bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr | ein Jahr bis fünf Jahre | mehr als fünf Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 242.812 | 28.987 | 42.678 | 42.421 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 19.720 | 536 | 615 | 1.538 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 3.117 | 20 | 1 | 2 | |
| Derivate - Held for Trading | 40.264 | - | - | - | |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 4 | 9 | 132 | 1.317 | |
| Finanzgarantien | 2.369 | - | - | - | |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 78.471 | - | - | - | |
| Gesamt | 386.756 | 29.552 | 43.426 | 45.278 |
| 31.12.20171 | Restlaufzeiten Mio. € | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr | ein Jahr bis fünf Jahre | mehr als fünf Jahre | ## 1. Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4). |
Übertragene finanzielle Vermögenswerte sowie Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten
Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrundeliegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte.
Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog des Ausweises von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IFRS 9 kategorisiert und bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet.
Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash-Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash-Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash-Collaterals im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt oder hereingenommen.
Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Eigene Vermögenswerte | 48.345 | 47.594 | 1,6 |
| Darlehen und Forderungen | 33.331 | 36.295 | -8,2 |
| darunter: Barsicherheiten aus OTC-Geschäften | 13.605 | 14.132 | -3,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9.769 | 6.711 | 45,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 5.245 | 4.588 | 14,3 |
| Sonstige Sicherheiten | - | - | . |
| Weiterverpfändete Sicherheiten | 53.524 | 50.974 | 5,0 |
| Wertpapierleihgeschäfte | 6.412 | 8.952 | -28,4 |
| Sicherheiten für Repo-Geschäfte | 41.734 | 37.757 | 10,5 |
| Zertifikategeschäft | 99 | 161 | -38,5 |
| Variation margin | 5.278 | 4.105 | 28,6 |
| Gesamt | 101.868 | 98.568 | 3,3 |
Für die Eigenkapitalinstrumente von 5.065 Mio. Euro und für die Verbrieften Schuldinstrumente von 8.663 Mio. Euro bestehen keine Restriktionen.
Die vom Commerzbank-Konzern als Sicherheit gestellten Vermögenswerte entfallen auf folgende eigene Verbindlichkeiten:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Derivate/Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 19.183 | 18.462 | 3,9 |
| Einlagen | 39.016 | 34.274 | 13,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | 500 | . |
| Rückgabeverpflichtungen aus Wertpapierleihgeschäften | 13.327 | 14.823 | -10,1 |
| Gesamt | 71.526 | 68.059 | 5,1 |
Erhaltene Sicherheiten
Der Fair Value der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiter zu veräußern oder zu verpfänden beinhalten im wesentlichen Repo-Geschäfte und Wertpapierleihegeschäft und stellten sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten | 71.903 | 70.510 | 2,0 |
| darunter: weiterveräußert oder weiterverpfändet | 57.045 | 52.866 | 7,9 |
Übertragene, nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)
Die übertragenen, nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte des Eigenbestandes setzen sich aus Reverse-Repo-Geschäften und Wertpapierleihegeschäften zusammen und stellten sich wie folgt dar:
| 31.12.2018 Mio. € | Held for Trading | Mandatorily Fair Value P&L | Fair Value OCI | Amortised Cost |
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 1.230 | - | 2.315 | 3.566 |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.172 | - | 2.288 | 3.184 |
| Fair Value der übertragenen Wertpapiere | 1.230 | - | 2.315 | 3.669 |
| Fair Value der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.172 | - | 2.288 | 3.184 |
| Nettoposition | 58 | - | 27 | 382 |
| 31.12.2017 Mio. € | Held for Trading | Available for Sale | Loans and Receivables |
|---|---|---|---|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 1.041 | 924 | 2.655 |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.035 | 927 | 2.675 |
| Fair Value der übertragenen Wertpapiere | 1.041 | 924 | 2.655 |
| Fair Value der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1.035 | 927 | 2.675 |
| Nettoposition | 5 | -3 | -19 |
Derivate und Sicherungsbeziehungen
Derivate
Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Kontrahenten ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.
Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise den Kontrahenten für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.
Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Gewinn- und) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Gewinn- und-Netting). Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.
Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/-verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2018 betrug insgesamt 54.365 Mio. Euro (Vorjahr: 54.892 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 51.657 Mio. Euro (Vorjahr: 52.339 Mio. Euro) und 2.708 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2.553 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 49.754 Mio. Euro (Vorjahr: 51.103 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 4.611 Mio. Euro (Vorjahr: 3.789 Mio. Euro).
Das Volumen, bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.279 Mio. Euro (Vorjahr: 19.661 Mio. Euro) beziehungsweise 10.623 Mio. Euro (Vorjahr: 18.174 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt.
Sicherungsbeziehungen
IFRS 9 beinhaltet Neuerungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Durch diese neuen Regeln soll eine weitere Harmonisierung der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen mit dem (ökonomischen) Risikomanagement erreicht werden. Das IASB hat mit der Verabschiedung von IFRS 9 die Überarbeitung dieses Regelungsbereichs aber noch nicht abgeschlossen. Das Bilanzierungsmodell für Macro Hedges wird vom IASB in einem eigenen Projekt entwickelt. IFRS 9 sieht daher ein Wahlrecht vor, die bisherigen Regelungen des IAS 39 zum Hedge Accounting weiter anzuwenden. Die Commerzbank hat die Vor- und Nachteile beider Ansätze abgewogen. Aus ihrer Sicht ist mit IFRS 9 die Überarbeitung der Regeln zum Hedge Accounting noch nicht ausreichend vorangeschritten.
| bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr | ein Jahr bis fünf Jahre | mehr als fünf Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 229.964 | 30.597 | 49.576 | 44.450 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 12.494 | 716 | 569 | 1.385 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 4.077 | 2.388 | 1.435 | 132 |
| Derivate - Held for Trading | 48.452 | - | - | - |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 5 | 2 | 164 | 2.085 |
| Finanzgarantien | 2.024 | - | - | - |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 79.965 | - | - | - |
| Gesamt | 376.980 | 33.703 | 51.745 | 48.052 |
Aufgrund ihres vorläufigen Charakters und unter Berücksichtigung der Kosten einer Umstellung bieten sie gegenüber den bisherigen Regeln des IAS 39 keinen substanziellen Vorteil. Die Commerzbank nimmt daher das Wahlrecht in Anspruch, die nachfolgend dargestellten Regeln des IAS 39 zum Hedge Accounting weiter anzuwenden. IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden. Dabei werden vorwiegend zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:
Fair Value Hedge Accounting
IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings zur Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate vor, die der Absicherung des zum Fair Value bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet. Darüber hinaus sind im geringen Umfang Swaptions, Forwards und andere strukturierte Derivate eingesetzt. Die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente werden zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Fair-Value-Änderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Micro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden.
Micro Fair Value Hedge Accounting
Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.
Portfolio Fair Value Hedge Accounting
Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktivbeziehungsweise Passivposten in der Bilanz erfasst.
Cashflow-Hedge Accounting
Auch die Anwendung des Cashflow-Hedge Accountings dient der Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Zur Absicherung dieser Zahlungsströme werden im Wesentlichen Zinsswaps verwendet. Im Rahmen des Cashflow-Hedge Accountings eingesetzte Derivate werden zum Fair Value bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird, sofern effektiv, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Rücklage aus Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrunde liegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.
Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme. Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite von 0,8 bis 1,25 liegen.
Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Micro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.
Das Zinsrisiko (IRR) des kommerziellen Geschäftes entsteht hauptsächlich dadurch, dass die meist bis zum Laufzeitende gehaltenen aktivischen und passivischen Bestände aus variablen und fixen Zahlungsströmen bestehen, die bei Zinsänderungen zu einem schwankenden Zinsergebnis führen. Das Zinsrisiko wird auf Basis einer aggregierten Netto-Zinsrisikoposition zentral in der Treasury Funktion der Commerzbank gesteuert. Dazu wird es täglich unter Nutzung eines internen Zinsverrechnungspreises zur Treasury übertragen. Die Absicherung erfolgt durch meist intern gehandelte Zinsderivate mit dem Ziel, das Zinsrisiko innerhalb vorgegebener Risikolimite zu halten. Entstehende Risiken aus intern gehandelten Derivaten können durch den zentralen Swaphandel des Firmenkundensegmentes externalisiert werden, um deren Zinsrisikoposition auf Limitvorgaben zu begrenzen.
Die Commerzbank wendet Mikro Fair Value Hedge Accounting (MFVH) an, wenn die Treasury das Zinsrisiko auch ökonomisch auf Mikroebene absichert. Grundsätzlich orientieren sich die Absicherungsverhältnisse innerhalb der IFRS Mikro Fair Value Hedge Beziehungen an den ökonomischen Sicherungsbeziehungen. Für die verbleibende Zinsrisikoposition wird Portfolio Fair Value Hedge Accounting (PFVH) angewendet. Hierbei werden, basierend auf der Derivate Nettorisikoposition (NRP), externe Derivate ausgewählt, deren Marktwertänderungen mit den Marktwertänderungen - ebenfalls auf Basis der NRP - zugeordneter Grundgeschäftspositionen abgeglichen werden.
Die Commerzbank wendet Mikro und Makro Fair Value Hedge Accounting nur für Zinsrisiken an. Maßstab für das abzusichernde Risiko ist die 3M Euribor-Kurve. Das Zinsrisiko des kommerziellen Geschäftes der Bank ist durch Makro Fair Value Hedges abgesichert, wobei die zukünftigen Zahlungsströme vom internen Zinsverrechnungspreis (IZV) abgeleitet werden. Andere Marktwertbestandteile, wie Kredit/Margen- und Liquiditätskomponenten, sind nicht im IZV berücksichtigt. Für das Mikro Fair Value Hedge Accounting wird ein zinsrisikobezogener Marktwert ermittelt, wobei die künftigen Zins- und Nominalzahlungen mit der definierten Zinsrisikokurve diskontiert werden.
Das Makro Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank ist eng an der ökonomischen Zinsrisikosteuerung orientiert. Die abzusichernden Grundgeschäfte sind vorwiegend aus dem kommerziellen Geschäft der Bank abgeleitet und formen ein dynamisches Portfolio, welches sich in den einzelnen Laufzeitbändern fortlaufend durch Neugeschäfte oder das Abschmelzen des Gesamtbestandes in kürzere Laufzeitbänder ändert. Die Derivate-Nettorisikoposition generiert pro Laufzeitband entweder Zahler- oder Empfänger-Positionen, welchen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten der jeweiligen Laufzeitbänder zugeordnet werden. Die Makro Hedge Beziehungen sind im Regelfall für eine 2-Wochen Periode designiert. Danach erfolgt eine Schließung und Neudesignation auf Basis des geänderten Gesamtportfolios.
Innerhalb des Mikro und Makro Fair Value Hedge Accountings der Commerzbank liegen die Ineffektivitätsursachen der Sicherungsbeziehungen vor allem in dem Risiko, welches in der Marktwertermittlung der Sicherungsinstrumente - überwiegend Zinsswaps - enthalten ist, in die Bestimmung der Grundgeschäftsmarktwerte aber nicht einfließen darf. Dies führt dazu, dass die Marktwertänderungen des jeweiligen Sicherungsgeschäftes nicht komplett durch die Marktwertänderungen des Grundgeschäfts ausgeglichen werden, obwohl die Sicherungsbeziehung wirtschaftlich komplett abgesichert ist. Das in diesem Zusammenhang wesentlichste Risiko ist das Basisrisiko, insbesondere das Tenorbasisrisiko.
Positive und negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In diesen Posten werden die Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden.
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Mio.## Angaben zu at-Equity-bewerteten Unternehmen (48)
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|
| Mio. € | 2018 |
| Equity-Buchwert zum 1.1. | 180 |
| Anschaffungskosten zum 1.1. | 133 |
| Wechselkursveränderungen | 2 |
| Zugänge | 8 |
| Abgänge | -16 |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 1 |
| Anschaffungskosten zum 31.12. | 128 |
| Zuschreibungen | 23 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 26 |
| Wechselkursveränderungen | - |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 1 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 27 |
| Kumulierte Veränderungen aus der At-Equity-Bewertung | 48 |
| Equity-Buchwert zum 31.12. | 173 |
da runter: Anteile an Kreditinstituten 82 80 - -
Bei den Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen handelt es sich um nicht strategische Beteiligungen des Commerzbank-Konzerns, die im Wesentlichen im Finanzdienstleistungssektor sowie im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind. Die Angaben in dieser Note erfolgen daher aggregiert, und zwar jeweils für die assoziierten Unternehmen und für die Gemeinschaftsunternehmen. Eine vollständige Aufzählung aller at-Equity-bewerteten Unternehmen ist der Note 78 zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2018 sind 15 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro) Dividenden von at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen geflossen. Wie auch im Vorjahr flossen keine Dividenden von at-Equity-bewerteten Gemeinschaftsunternehmen direkt oder indirekt an die Commerzbank Aktiengesellschaft. Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von at-Equity-bewerteten Unternehmen oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt. Im Commerzbank-Konzern gibt es keine assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern von wesentlicher Bedeutung sind.
Immaterielle Vermögenswerte (49)
Geschäfts- oder Firmenwert
a) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 66. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt. Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation zu den Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß den vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt. Etwaige nicht beherrschende Anteile sind in der Ableitung des Buchwerts und des erzielbaren Betrags der CGU und damit in der unten dargestellten Überdeckung enthalten.
b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Für die Ertragswertberechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cashflows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Planjahre beinhaltet. Darüberhinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor bei 1,6 %.
Finanzinstrumente: Angaben zu Sicherungsbeziehungen
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | Nominalbetrag | Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | |
| Micro Fair Value Hedge Accounting | 1.030 | 1.413 | 77.055 | 1.184 | 2.198 |
| Zinsswaps | 965 | 1.051 | 73.349 | - | - |
| Übrige | 65 | 362 | 3.706 | n/a | n/a |
| Portfolio Fair Value Hedge Accounting | 387 | 33 | 82.436 | 274 | 38 |
| Zinsswaps | 124 | 1 | 19.376 | n/a | n/a |
| Übrige | 263 | 32 | 63.060 | n/a | n/a |
| Cashflow Hedge Accounting | 40 | 16 | 2.597 | 7 | 19 |
| Zinsswaps | 40 | 16 | 2.597 | - | - |
| Übrige | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 1.457 | 1.462 | 162.088 | 1.464 | 2.255 |
Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente
| Mrd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | Veränd. in % | ||
| Cashflow-Hedge Accounting | ||||
| Derivate | 3 | 16 | -84 | |
| Bis drei Monate | 0 | 3 | -93 | |
| Zinsswaps | 0 | n/a | ||
| Übrige | - | n/a | ||
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 0 | 4 | -98 | |
| Zinsswaps | 0 | n/a | ||
| Übrige | - | n/a | ||
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 2 | 4 | -42 | |
| Zinsswaps | 2 | n/a | ||
| Übrige | 0 | 0 | ||
| Mehr als fünf Jahre | 0 | 5 | . | |
| Zinsswaps | 0 | n/a | ||
| Übrige | 0 | 0 | ||
| Micro Fair Value Hedge Accounting | ||||
| Derivate | 77 | n/a | ||
| Bis drei Monate | 2 | n/a | ||
| Zinsswaps | 2 | n/a | ||
| Übrige | - | n/a | ||
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 6 | n/a | ||
| Zinsswaps | 5 | n/a | ||
| Übrige | 0 | n/a | ||
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 26 | n/a | ||
| Zinsswaps | 26 | n/a | ||
| Übrige | 0 | n/a | ||
| Mehr als fünf Jahre | 44 | n/a | ||
| Zinsswaps | 41 | n/a | ||
| Übrige | 3 | n/a | ||
| Portfolio Fair Value Hedge Accounting | ||||
| Derivate | 82 | n/a | ||
| Bis drei Monate | 5 | n/a | ||
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 23 | n/a | ||
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 28 | n/a | ||
| Mehr als fünf Jahre | 27 | n/a |
Angaben zu Grundgeschäften aus Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zinsrisiken
Buchwerte der Grundgeschäfte
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mikro Fair Value Hedge | Portfolio Fair Value Hedge | Mikro Fair Value Hedge | Portfolio Fair Value Hedge | |
| Aktiva - Buchwerte der Grundgeschäfte | 39.243 | 0 | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 26.042 | 0 | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 6.290 | 0 | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 19.752 | 0 | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 13.201 | 0 | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 654 | 0 | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 12.546 | 0 | n/a | n/a | |
| Passiva - Buchwerte der Grundgeschäfte-Amortised Cost | 39.004 | 59.930 | n/a | n/a | |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 14.856 | 59.930 | n/a | n/a | |
| Begebene Schuldverschreibungen | 24.148 | 0 | n/a | n/a |
Kumulierte Buchwertanpassungen
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mikro Fair Value Hedge | Portfolio Fair Value Hedge | Mikro Fair Value Hedge | Portfolio Fair Value Hedge | |
| Aktiva - Kumulierter Betrag der Buchwertanpassungen | 5.394 | 199 | n/a | n/a | |
| aktiver Sicherungsbeziehungen | 5.248 | 199 | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 5.118 | n/a | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 1.088 | n/a | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 4.030 | n/a | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 130 | n/a | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 10 | n/a | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 120 | n/a | n/a | n/a | |
| inaktiver Sicherungsbeziehungen | 146 | n/a | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 143 | n/a | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 58 | n/a | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 86 | n/a | n/a | n/a | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 3 | n/a | n/a | n/a | |
| Darlehen und Forderungen | 0 | n/a | n/a | n/a | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3 | n/a | n/a | n/a | |
| Passiva - Kumulierter Betrag der Buchwertanpassungen | -1.772 | 532 | n/a | n/a | |
| aktiver Sicherungsbeziehungen | -1.589 | 532 | n/a | n/a | |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -1.507 | n/a | n/a | n/a | |
| Begebene Schuldverschreibungen | -83 | n/a | n/a | n/a | |
| inaktiver Sicherungsbeziehungen | -182 | n/a | n/a | n/a | |
| Einlagen und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -150 | n/a | n/a | n/a | |
| Begebene Schuldverschreibungen | -32 | n/a | n/a | n/a |
Die Wertänderungen von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften durch Cashflow-Hedges betrug 16 Mio. Euro. Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges In diesen Posten erfassen wir die abgesicherten zinsinduzierten Wertänderungen auf aktivische beziehungsweise passivische Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird. Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsinstrumente wird auf der Aktivseite beziehungsweise Passivseite in den Marktwerten aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.# Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung regulatorischer Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikoergebnis sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen. Zusätzlich wurden Effekte aus dem überarbeiteten Rahmenwerk des Baseler Ausschusses zu den bisherigen Basel III Regelungen - aufgrund weitreichender Änderungen häufig als "Basel IV" bezeichnet - in der Mehrjahresplanung ab 2022 berücksichtigt. Das Reformpaket zur standardisierten Berechnung von risikogewichteten Aktiva und Capital Floors soll einheitlich zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Bezüglich des sogenannten "Output Floors" ist gleichwohl ein Übergangszeitraum mit stufenweiser Einführung bis 2027 vorgesehen. Zum Zwecke der vollständigen Berücksichtigung der Effekte aus Basel IV auf die Kapitalunterlegung wurde, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, die Mehrjahresplanung entsprechend bis zum Jahr 2027 verlängert.
Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cashflow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für das Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar:
| Segment | Wesentliche Annahmen ## Software und Kundenbeziehungen
Wir schreiben Software und Kundenbeziehungen aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab.
| Voraussichtliche Nutzungsdauer (Jahre) | Software | Kundenbeziehungen |
|---|---|---|
| bis 7 | bis 15 |
Kundenbeziehungen
| Mio. € | Selbst erstellte Software | Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |
| Buchwert zum 1.1. | 200 | 241 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 983 | 964 |
| Wechselkursveränderungen | -0 | 0 |
| Zugänge | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | 18 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 983 | 983 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 783 | 724 |
| Wechselkursveränderungen | -0 | 0 |
| Zugänge | 41 | 59 |
| darunter: außerplanmäßig | - | 18 |
| Abgänge | - | - |
| Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 824 | 783 |
| Buchwert zum 31.12. | 159 | 200 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Materielle Vermögenswerte (51)
Sachanlagen
Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Leasinggegenstände aus dem Operating Leasing werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor.
Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:
| Voraussichtliche Nutzungsdauer (Jahre) | Gebäude | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände |
|---|---|---|---|
| 25 - 50 | 3 - 25 | 1 - 25 |
Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen werden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.
| Mio. € | Grundstücke und Gebäude | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände |
|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | |
| Buchwert zum 1.1. | 422 | 443 | 490 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 899 | 906 | 2.014 |
| Wechselkursveränderungen | -3 | 5 | -8 |
| Zugänge | 3 | 2 | 113 |
| Abgänge | 82 | 11 | 94 |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | -140 | -0 | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | -0 | -2 | -5 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 677 | 899 | 2.021 |
| Zuschreibungen | 3 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 477 | 463 | 1.524 |
| Wechselkursveränderungen | -1 | 2 | -6 |
| Zugänge | 14 | 14 | 124 |
| darunter: außerplanmäßig | 0 | - | 1 |
| Abgänge | 70 | 2 | 77 |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | -62 | - | - |
| Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | -0 | -3 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 358 | 477 | 1.562 |
| Buchwert zum 31.12. | 322 | 422 | 458 |
Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1.547 Mio. Euro (Vorjahr: 1.600 Mio. Euro), davon wurden, wie auch im Vorjahr, keine Sachanlagen als Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) sowie Gebäude im Besitz des Commerzbank-Konzerns, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden als Finanzinvestition aus. Es handelt sich hauptsächlich um Gewerbeimmobilien.
Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. In der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum Fair Value bewertet. Die Ermittlung des Fair Values basiert im Wesentlichen auf Bewertungen von externen und internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Für die ertragswertorientierte Bewertung der Immobilien werden grundsätzlich ortsübliche Mieten mit Abschlägen für Bewirtschaftung, Akquisitionsmaßnahmen und Leerstand sowie Restnutzungsdauern und Bodenwerte herangezogen. Teilweise werden auch vertraglich vereinbarte Mieten zugrunde gelegt. Der ebenfalls in die Bewertung eingehende Liegenschaftszins berücksichtigt das Marktzinsniveau und das den Immobilien anhaftende Objekt- und Standortrisiko. Die wesentlichen am Markt beobachtbaren Parameter sind ortsübliche Mieten und Liegenschaftszinsen.
Laufende Erträge und Aufwendungen weisen wir im Sonstigen Ergebnis aus. Veränderungen aus der Neubewertung durch die Änderung des Fair Values werden ebenfalls im Sonstigen Ergebnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro) sind der Fair-Value-Bewertungshierarchie Level 3 zugeordnet und entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Buchwert zum 1.1. | 16 | 16 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 195 | 196 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | - | 0 |
| Abgänge | 0 | 1 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Umbuchungen | - | - |
| Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 194 | 195 |
| Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum Fair Value | -182 | -179 |
| Buchwert zum 31.12. | 13 | 16 |
Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien rettungshalber erworben. In den Zugängen waren keine nachträglichen Anschaffungskosten enthalten. Es liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor, noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären. Für die Sensitivitätsanalyse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien greifen wir auf die länderspezifischen Mietindizes für Handel- und Büroimmobilien des vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.) für mindestens 18 Jahre zurück. Für die Berechnung der möglichen Wertänderung unserer Immobilien nutzen wir die auf dieser Basis ermittelte mittlere Schwankungsbreite.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (53)
Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich
Die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Société Générale Group, Paris, Frankreich, haben im November 2018 nach erfolgter Abstimmung mit den zuständigen Steuerbehörden einen Kaufvertrag hinsichtlich des Geschäftsbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden geschlossen. Die Transaktion ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", mit der die Komplexität der Bank reduziert und Kapital für die Kerngeschäftsfelder der Commerzbank freigesetzt werden soll. Die Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden steht, wird in mehreren Schritten bis voraussichtlich Ende 2020 durchgeführt. Wesentliche Teile des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden bereits im Jahr 2019 übertragen. Aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Geschäfte und Mitarbeiter sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse werden nicht alle Transfers im Jahr 2019 abgeschlossen sein können.
Zum 31. Dezember 2018 betragen die Vermögenswerte 13,0 Mrd. Euro und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 12,4 Mrd. Euro. Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Note 40.
Im Zuge dessen wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs EMC im Konzernabschluss entsprechend IFRS 5 umgegliedert. EMC stellt einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, da die Geschäftsfelder von EMC, namentlich die Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte sowie das Asset Management, sich durch besonders komplexe Produkte und Sicherungsgeschäfte auszeichnen, die mit der übrigen Geschäftstätigkeit des Segments Firmenkunden sowie der gesamten Bank nicht vergleichbar sind und daher in der internen Steuerung und Berichterstattung isoliert und auf die Ausgliederung vorbereitet wurden. Das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs wird daher separat in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert.```markdown
Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.
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Mio. € | 1.1.- 31.12.2018 | 1.1.- 31.12.20171 | Veränd. in %
------- | ---------------- | ---------------- | --------
Laufende Erträge | 231 | 380 |
Laufende Aufwendungen | 246 | 263 |
Laufendes Ergebnis vor Steuern | -15 | 118 |
Steuern vom Einkommen und Ertrag auf das laufende Ergebnis | -5 | 21 |
Realisierungsergebnis | - | - |
Steuern vom Einkommen und Ertrag auf das Realisierungsergebnis | - | - |
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | -10 | 96 |
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -10 | 96 |
¹ Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend IFRS 5 angepasst. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen liegt bei 875 Mio. Euro (Vorjahr: 32 Mio. Euro).
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€ | 1.1.- 31.12.2018 | 1.1.- 31.12.20171 | Veränd. in %
-- | --------------- | --------------- | --------
Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich | -0,01 | 0,08 |
¹ Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend IFRS 5 angepasst.
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Mio. € | 2018 | 20171 | Veränd. in %
------- | ---- | ---- | --------
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -10 | 94 |
Cashflow aus Investitionstätigkeit | - | - |
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - |
¹ Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend IFRS 5 angepasst.
(54) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem Fair Value abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit eine Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach IFRS 9 beziehungsweise IAS 40. Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese abhängig von der zugrunde liegenden Transaktion im entsprechenden Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt. Die laufenden Ergebnisse aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erfassen wir grundsätzlich in den gleichen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung wie ohne entsprechende Klassifizierung. Veräußerungsergebnisse von Veräußerungsgruppen werden grundsätzlich aufgeteilt und in den zugehörigen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Erträge und Aufwendungen aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich werden in einem separaten Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen (siehe Note 53).
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Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in %
------- | ---------- | ---------- | --------
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 665 | - |
. Darlehen und Forderungen | 642 | - |
. Verbriefte Schuldinstrumente | 23 | - |
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | n/a | 7 |
Darlehen und Forderungen | n/a | 7 |
Verbriefte Schuldinstrumente | n/a | - |
Eigenkapitalinstrumente | n/a | - |
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | n/a | 54 |
Verbriefte Schuldinstrumente | n/a | - |
Eigenkapitalinstrumente | n/a | 54 |
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | - | 18 |
. Darlehen und Forderungen | - | - |
. Verbriefte Schuldinstrumente | - | 18 |
. Eigenkapitalinstrumente | - | - |
Immaterielle Vermögenswerte | 13 | - |
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 325 | n/a |
Darlehen und Forderungen | 241 | n/a |
Verbriefte Schuldinstrumente | 83 | n/a |
Eigenkapitalinstrumente | 0 | n/a |
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 12.444 | - |
. Darlehen und Forderungen | - | - |
. Verbriefte Schuldinstrumente | 2.294 | - |
. Eigenkapitalinstrumente | 7.847 | - |
. Derivate | 2.304 | - |
Sach anlagen | 23 | - |
Sonstige Aktivposten | -38 | - |
Gesamt | 13.433 | 78 |
Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht unmittelbar bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2019 erfolgen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im vierten Quartal 2017 die Platzierung von Anteilen an geschlossenen Investmentfonds beschlossen. Diese Transaktion wurde im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die Anteile wurden ausgebucht. Im Segment Firmenkunden wurden im dritten Quartal 2017 Kredite der Kategorie Amortised Cost (vormals Loans and Receivables) als zur Veräußerung gehalten eingestuft und entsprechend umgegliedert. Diese Transaktion wurde im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Asset & Capital Recovery wurde im ersten Quartal 2018 ein Kreditportfolio der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L als zur Veräußerung gehalten neu eingestuft und entsprechend umgegliedert. Diese Transaktion wurde im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen und die Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im zweiten Quartal 2018 der Verkauf der ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) mit Sitz in Aschheim bei München, einer 100-prozentigen Tochter der comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, an das Finanztechnologieunternehmen FNZ Group London, Großbritannien, vereinbart. Die ebase GmbH bietet Finanzvertrieben, Versicherungen, Banken und Vermögensverwaltern mandantenfähige Brokerage- und Bankinglösungen zur Vermögensbildung und Geldanlage. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Im Segment Privatkunden wurden im vierten Quartal 2018 Anteile an einem Sondervermögen, die zuvor als Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L ausgewiesen wurden, in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. Die Platzierung dieser Anteile ist für das Geschäftsjahr 2019 geplant. Zum 30. Juni 2018 wurden Immobilien in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im vierten Quartal und die Immobilien wurden entsprechend ausgebucht. Des Weiteren sind in diesem Posten die Vermögenswerte des aufgegebenen Geschäftsbereichs EMC enthalten (siehe Note 53).
(55) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
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Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in %
------- | ---------- | ---------- | --------
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 815 | - |
. Einlagen | 815 | - |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 3.267 | - |
. Einlagen | 3.267 | - |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 8.726 | - |
. Zertifikate und andere Emissionen | 4.543 | - |
. Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 470 | - |
. Derivate | 3.713 | - |
Sonstige Passivposten | 105 | - |
Gesamt | 12.914 | - |
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen stehen in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 53) sowie dem Verkauf der ebase GmbH (siehe Note 54).
Steueransprüche und Steuerschulden
Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2018 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend. Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjektes und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen. Zur Begründung der Werthaltigkeit wird eine detaillierte steuerliche Ergebnisplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren auf Basis der vom Vorstand verabschiedeten Mehrjahresplanung durchgeführt. Darüber hinaus ist ein Ansatz gerechtfertigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass auch nach den fünf Jahren ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht. Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral im Eigenkapital. Die Ertragsteueraufwendungen beziehungsweise -erträge weisen wir in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus. Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden. Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine wesentlichen latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betrugen 185 Mio. Euro (Vorjahr: 242 Mio. Euro). Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes.
(56) Ertragsteueransprüche
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Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | Veränd.
------- | ---------- | ----------- | --------
```in % Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 783 | 767 | 2,0
:- | :- | :- | :-
in Deutschland | 677 | 658 | 2,8
außerhalb Deutschlands | 106 | 109 | -2,8
Latente Ertragsteueransprüche | 3.116 | 2.970 | 4,9
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche | 2.736 | 2.504 | 9,3
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche | 380 | 467 | -18,6
Gesamt | 3.899 | 3.738 | 4,3
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab. Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2018 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.
| Steuerliche Verlustvorträge | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax | 7.933 | 7.502 | 5,7 | |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 4.669 | 4.452 | 4,9 | |
| Begrenzt vortragsfähig¹ | 3.264 | 3.050 | 7,0 | |
| darunter: Verfall in der Folgeperiode | 7 | - | . | |
| Gewerbesteuer/Lokale Steuer | 3.999 | 3.323 | 20,3 | |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 566 | 232 | . | |
| Begrenzt vortragsfähig¹ | 3.433 | 3.091 | 11,1 | |
| darunter: Verfall in der Folgeperiode | 7 | - | . |
1 Verfall zwanzig Jahre nach dem jeweiligen Entstehungszeitpunkt.
Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 527 | 700 | -24,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading | 2.023 | 2.080 | -2,7 |
| Übrige Finanzielle Vermögenswerte | 498 | 775 | -35,7 |
| Rückstellungen (ohne Pensionsverpflichtungen) | 40 | 51 | -21,6 |
| Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten | 173 | 190 | -8,9 |
| Pensionsverpflichtungen | 1.158 | 1.031 | 12,3 |
| Übrige Bilanzposten | 752 | 795 | -5,4 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.181 | 1.173 | 0,7 |
| Latente Ertragsteueransprüche brutto | 6.352 | 6.795 | -6,5 |
| Saldierung mit Latenten Ertragsteuerschulden | -3.236 | -3.824 | -15,4 |
| Gesamt | 3.116 | 2.970 | 4,9 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
(57) Ertragsteuerschulden
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 472 | 673 | -29,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern | 67 | 49 | 35,9 |
| Rückstellungen für Ertragsteuern | 406 | 624 | -35,0 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 20 | 28 | -28,6 |
| Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden | 20 | 28 | -28,6 |
| Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden | - | - | . |
| Gesamt | 492 | 701 | -29,8 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden. Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading | 163 | 502 | -67,5 |
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 493 | 507 | -2,8 |
| Übrige Finanzielle Vermögenswerte | 823 | 1.001 | -17,8 |
| Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten | 294 | 698 | -57,9 |
| Übrige Bilanzposten | 1.483 | 1.144 | 29,6 |
| Latente Ertragsteuerschulden brutto | 3.256 | 3.852 | -15,5 |
| Saldierung mit Latenten Ertragsteueransprüchen | -3.236 | -3.824 | -15,4 |
| Gesamt | 20 | 28 | -28,6 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten
In diesen Posten werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, die für sich allein betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung sind und nicht anderen Posten zugeordnet werden können.
(58) Sonstige Aktiva
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Edelmetalle | 26 | 23 | 14,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 220 | 218 | 1,2 |
| Aktiviertes Planvermögen | 377 | 390 | -3,5 |
| Übrige Aktiva | 1.496 | 1.331 | 12,4 |
| Gesamt | 2.119 | 1.961 | 8,0 |
(59) Sonstige Passiva
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 313 | 1.004 | -68,8 |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 66 | 100 | -34,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 312 | 274 | 14,1 |
| Übrige Passiva | 1.692 | 1.646 | 2,8 |
| Gesamt | 2.384 | 3.024 | -21,2 |
(60) Leasinggeschäft
Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Cashflows. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing.
Konzern als Leasinggeber
Zu den Leasingobjekten als Leasinggeber gehören insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge).
― Operating Leasing
Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz grundsätzlich unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse vereinnahmen wir, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit und weisen sie im Sonstigen Ergebnis aus. Leasingverträge für Schiffe beinhalten eine Festcharterfrist. Die Verträge sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer oder Verlängerungsoptionen ausgestattet. Die Schiffe werden über 25 Jahre abgeschrieben. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden, sind im Bilanzposten Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien enthalten (siehe Note 52).
― Finanzierungsleasing
Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Barwerts (Nettoinvestitionswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzüglich Tilgungen). Vereinnahmte Leasingraten (Annuitäten) werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung über die Vertragslaufzeit vereinnahmt. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen der Leasingnehmer sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte (Immobilien, Schiffe). Während der unkündbaren Grundmietzeit tragen die Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes tragen die Leasinggeber. Die Leasingverträge für Mobilien sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert. Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.
Konzern als Leasingnehmer
Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.
Angaben als Leasinggeber - Operating Leasing
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart. Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:
| Fälligkeit | Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| in bis zu einem Jahr | 128 | 126 | |
| in einem bis fünf Jahren | 442 | 469 | |
| in mehr als fünf Jahren | 98 | 171 | |
| Gesamt | 669 | 766 |
In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen von 14 Mio. Euro aufgelöst und als Ertrag erfasst.
Angaben als Leasinggeber - Finanzierungsleasing
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Büromaschinen) und in geringem Umfang vermietete Immobilien.Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017¹ |
|---|---|---|
| Ausstehende Leasingzahlungen | 5.189 | 4.371 |
| + Garantierte Restwerte | 104 | 98 |
| = Mindestleasingzahlungen | 5.293 | 4.470 |
| + Nicht garantierte Restwerte | 4 | 4 |
| = Bruttoinvestitionen | 5.297 | 4.474 |
| darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen | 555 | 477 |
| - Nicht realisierter Finanzertrag | 262 | 218 |
| = Nettoinvestitionen | 5.036 | 4.256 |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 4 | 3 |
| = Barwert der Mindestleasingzahlungen | 5.032 | 4.253 |
| darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen | 495 | 426 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich des garantierten Restwertes. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende. Die kumulierten Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen beliefen sich auf 53 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro). Zudem wurden in der Berichtsperiode 3 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro) aus bedingten Mietzahlungen als Ertrag erfasst.
Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gliederten sich folgendermaßen:
Bruttoinvestitionen
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Mio. € | darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen |
|---|---|---|
| 2018 | 2017¹ | |
| von bis zu einem Jahr | 1.528 | 1.282 |
| von einem bis zu fünf Jahren | 3.353 | 2.750 |
| von mehr als fünf Jahren | 416 | 442 |
| Gesamt | 5.297 | 4.474 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Barwert der Mindestleasingzahlungen
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Mio. € | darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen |
|---|---|---|
| 2018 | 2017¹ | |
| von bis zu einem Jahr | 1.436 | 1.211 |
| von einem bis zu fünf Jahren | 3.216 | 2.635 |
| von mehr als fünf Jahren | 381 | 406 |
| Gesamt | 5.032 | 4.253 |
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Angaben als Leasingnehmer - Operating Leasing
Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2018 zu Aufwendungen 446 Mio. Euro (Vorjahr: 448 Mio. Euro). Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:
| Mio. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 153 | 174 |
| Zahlungen für kündbare Verträge | 7 | 17 |
| Bedingte Zahlungen | 286 | 261 |
| abzüglich Erträge aus Untermietverhältnissen | 0 | 4 |
| Gesamt | 446 | 448 |
Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:
Unkündbare Miet- und Leasingverträge
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Mio. € | darunter: Aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen |
|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |
| in bis zu einem Jahr | 430 | 443 |
| in einem bis fünf Jahren | 1.173 | 1.338 |
| in mehr als fünf Jahren | 1.054 | 998 |
| Gesamt | 2.657 | 2.780 |
Für Immobilienobjekte wurden im Wesentlichen Mietverträge, vereinzelt aber auch Leasingverträge abgeschlossen. Diese Verträge sind in der Regel langfristig und beinhalten Ausstiegsklauseln, Optionen zur Verlängerung für Folgeperioden oder Preisanpassungsklauseln. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Leasingverträge sind auch mit Kaufoptionen ausgestattet. Aus Operating-Leasing-Verträgen resultieren keine Beschränkungen, die sich auf die künftige Zahlung von Dividenden oder die Aufnahme von zusätzlichen Schulden beziehen.
Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu:
| Fälligkeit | Mio. € |
|---|---|
| 2018 | |
| in bis zu einem Jahr | 19 |
| in einem bis fünf Jahren | 91 |
| in mehr als fünf Jahren | 56 |
| Gesamt | 166 |
(61) Sonstige Verpflichtungen
Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden im laufenden Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr in unwesentlicher Höhe. Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 9.129 Mio. Euro (Vorjahr: 7.857 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.
Rückstellungen und Leistungen an Arbeitnehmer
Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Schulden gegenüber Dritten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen. Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten (unter anderem bezüglich der tatsächlichen Höhe der Kosten zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme sowie möglicher Kostensteigerungen bei längerfristigen Rückstellungen) sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden den Risikovorsorgeaufwendungen und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet und zugunsten des Sonstigen Ergebnisses aufgelöst.
Die Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns sind sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern an Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (Prozesse) sowie außergerichtlichen und aufsichtsbehördlichen Verfahren (Regresse) als Beklagte, Kläger oder in anderer Weise beteiligt. Ferner können auch Rechtsstreitigkeiten, an denen die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften nicht unmittelbar beteiligt sind, wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Kreditwirtschaft Auswirkungen auf den Konzern haben. Der Konzern bildet angemessene Rückstellungen für Prozesse und Regresse zulasten des Sonstigen Ergebnisses, wenn ein Verlust wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar ist. Regressrückstellungen betreffen unter anderem Rückerstattungen von unwirksamen Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten oder mögliche Ansprüche aus der Falschberatung von Kunden. Bei Prozessrückstellungen wird danach unterschieden, ob eine Gesellschaft des Konzerns Klägerin (Aktivprozess) oder Beklagte (Passivprozess) ist. Bei Aktivprozessen werden grundsätzlich die Anwalts-, Gerichts- und Nebenkosten zurückgestellt, wobei hier Landesspezifika berücksichtigt werden. Bei Passivprozessen werden zusätzlich an jedem Stichtag nach jeweiliger Verlustwahrscheinlichkeit für den Streitwert Rückstellungen gebildet. Die endgültigen Verbindlichkeiten des Konzerns können jedoch von den gebildeten Rückstellungen abweichen, da für eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit und die Bezifferung von ungewissen Verbindlichkeiten aus solchen rechtlichen Verfahren in großem Umfang Wertungen und Einschätzungen erforderlich sind, die sich im weiteren Verlauf des jeweiligen Verfahrens als nicht zutreffend erweisen können. Rechtsrisiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 64).
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die wichtigsten betroffenen Standorte, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert worden sein, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung kann weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen enthalten, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gebildet. Diese setzt sich aus Versorgungszusagen zusammen, denen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionspläne zugrunde liegen. Leistungsorientierte Pensionspläne bestehen für Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Pläne werden Rückstellungen gebildet. Die Beiträge für beitragsorientierte Pensionspläne werden direkt in den Personalaufwendungen erfasst.
(62) Rückstellungen
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. |
| :------- | :--: | :--: | :-----: |# Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
| in % | Mio. € | Mio. € | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.084 | 890 | 21,8 | |
| Sonstige Rückstellungen | 2.069 | 2.401 | -13,8 | |
| Gesamt | 3.153 | 3.291 | -4,2 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus Rückstellungen für Anwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre von 1.000 Mio. Euro (Vorjahr: 811 Mio. Euro) und Rückstellungen für Vorruhestand von 70 Mio. Euro (Vorjahr: 80 Mio. Euro) zusammen.
Die Zins- und Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich insgesamt aus folgenden Komponenten zusammen:
| Mio. € | 2018 | 2017 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 92 | 82 | 13,0 | |
| Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne | 92 | 95 | -3,3 | |
| Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) | 53 | 51 | 3,6 | |
| Sonstige pensionsnahe Aufwendungen | 21 | 20 | 7,3 | |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 258 | 247 | 4,4 |
a) Leistungsorientierte Pläne
Die Pensionsverpflichtungen, pensionsähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand) und Verpflichtungen für Jubiläen sowie die Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde.
Die Aktuare beziehen neben biometrischen Annahmen, den aktualisierten Heubeck-Richttafeln 2018 G im Inland und länderspezifischen Tafeln im Ausland, insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen sowie künftig zu erwartende Rentensteigerungsraten in die Berechnung mit ein.
Aus der Anwendung der aktualisierten Heubeck-Richttafeln ergab sich im Geschäftsjahr ein einmaliger Bewertungseffekt aufgrund der Änderung demografischer Annahmen, der zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtung führte. In den neuen Richttafeln wurde erstmals der Zusammenhang zwischen Rentenhöhe und Lebenserwartung berücksichtigt, mit einer zunehmenden Rente ist eine steigende Lebenserwartung verbunden. Dies spiegelt sich durch einen sozioökonomischen Faktor pauschal in den Richttafeln 2018G wider. Daraus resultiert im Geschäftsjahr ein negativer Bewertungseffekt von 84 Mio. Euro, der erfolgsneutral im Sonstigen Periodenergebnis erfasst wurde.
Die künftige Gehaltsentwicklung hat aufgrund der Struktur der jeweiligen Pensionspläne sowohl im Inland als auch im Ausland keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Pensionsverpflichtung, so dass auf eine Angabe des Parameters sowie der zugehörigen Sensitivitäten aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.
Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank eigenen Modells bestimmt, der aus fristenkongruenten Eurozonen-Swap-Sätzen, adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen, abgeleitet wird. Die Ermittlung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis gewichteter Durchschnitte unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|
| Parameter der Pensionspläne in Deutschland für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende | |||
| Diskontierungszinssatz | 1,9 % | 1,9 % | |
| Erwartete Rentenanpassung | 1,6 % | 1,6 % | |
| für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr | |||
| Diskontierungszinssatz | 1,9 % | 1,8 % | |
| Erwartete Rentenanpassung | 1,6 % | 1,6 % | |
| (Gewichtete) Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende | |||
| Diskontierungszinssatz | 2,8 % | 2,5 % | |
| Erwartete Rentenanpassung | 2,9 % | 2,9 % | |
| für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr | |||
| Diskontierungszinssatz | 2,5 % | 2,7 % | |
| Erwartete Rentenanpassung | 2,9 % | 2,9 % |
Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein -gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen; sie sind als lebenslange Rente mit Kapitalwahlrecht ausgestaltet.
Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzliche Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds.
Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt.
Darüber hinaus bestehen leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Neben der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.
Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.8 qualifiziert. Die zwischen dem CPT und der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie weiteren inländischen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Treuhandverträge begründen zugleich eine Insolvenzsicherung der mit Planvermögen unterlegten unmittelbaren betrieblichen Versorgungszusagen.
Die Insolvenzsicherung umfasst alle unverfallbaren Versorgungsanwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie alle laufenden Leistungen für Pensionäre. Sie erstreckt sich auch auf diejenigen Teile der Versorgungsanwartschaften beziehungsweise -leistungen, die jenseits der Einstandspflicht des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) liegen.
Die Treuhandverträge sehen keine Dotierungspflicht der Treugebergesellschaften vor. Das Planvermögen muss jedoch zu jeder Zeit die nicht vom PSV gesicherten Ansprüche decken. Die Gesellschaften können nur bis zu dieser Untergrenze Rückübertragungen aus dem Planvermögen zur Erstattung von erbrachten Versorgungsleistungen verlangen.
Die Anlagerichtlinien für das Planvermögen in Deutschland werden gemeinsam vom Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft und dem CPT festgelegt. Für deren Ausgestaltung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagensteuerung erfolgt über das Executive Pension Committee (EPC), das im Rahmen des Asset-Liability-Managements einen Gewinn- und-Investment-(LDI)-Ansatz verfolgt und auch die Grundlagen für die Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen entwickelt. Hauptziel der verfolgten Anlagestrategie ist eine Nachbildung der zukünftigen Cashflows (Pensionsverpflichtungen) mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten (Zins, Inflation und Credit Spread) zur Reduzierung der Risiken, die sich unmittelbar aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergeben. Neben den gewöhnlichen Pensionsplanrisiken wie beispielsweise Inflationsrisiken und biometrischen Risiken liegen in der Commerzbank keine erkennbaren ungewöhnlichen Risiken vor.
Das Portfolio des Planvermögens ist breit gestreut und setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie alternativen Anlageinstrumenten zusammen.
Die Pensionspläne außerhalb Deutschlands haben eigene und vom CPT unabhängige Trust-Strukturen. In Summe stellen sie aktuell etwa 13 % der gesamten Pensionsverpflichtungen im Konzern dar. Das EPC ist als Steuerungsgremium auch für die Planvermögen der ausländischen Pensionspläne zuständig. Außerhalb Deutschlands gelten zudem noch jeweils nationale Regelungen. Grundsätzlich wird aber auch hier ein LDI-Ansatz verfolgt. Größte Plansponsoren außerhalb Deutschlands sind die Einheiten in London (rund 85 %), New York und Amsterdam, die zusammen rund 95 % der Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands ausmachen. Größtenteils handelt es sich um mit entsprechenden Planvermögen unterlegte leistungsorientierte Pensionspläne. Teilweise und in geringem Umfang bestehen außerhalb Deutschlands auch Pensionsverpflichtungen, denen kein Planvermögen gegenübersteht.
In der Bilanz ist die Nettoschuld (beziehungsweise der Nettovermögenswert) anzusetzen, die sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen abzüglich des Zeitwertes des Planvermögens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Regelungen zur Vermögensobergrenze, ergibt. Die in den Personalaufwendungen und im Zinsüberschuss zu erfassenden Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne setzen sich aus dem Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwendungen beziehungsweise -erträgen zusammen.
Der Dienstzeitaufwand umfasst den laufenden Dienstzeitaufwand sowie den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen. Neben dem laufenden Dienstzeitaufwand, welcher die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, beinhaltet er auch den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag.Nettozinsaufwendungen/-erträge berechnen sich aus der Zinsdifferenz zwischen dem Barwert der Verpflichtung und dem Fair Value des Planvermögens. Für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs auf die leistungsorientierte Nettoverbindlichkeit beziehungsweise das Nettovermögen wird der Diskontierungszinssatz herangezogen. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ebenso wie der Ertrag aus dem Planvermögen (mit Ausnahme der Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen enthalten sind) unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich folgendermaßen entwickelt:
| Pensionsverpflichtungen | Planvermögen | Nettoschuld | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| 2018 2017 | 2018 2017 | 2018 2017 | |
| Stand zum 1.1. des Jahres | 9.421 9.729 | -8.982 -8.765 | 439 964 |
| Dienstzeitaufwand | 80 88 | - - | 80 88 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 11 -15 | - - | 11 -15 |
| Plankürzungen/Abgeltungen | - 1 | - - | - 1 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 183 184 | -179 -172 | 4 12 |
| Neubewertung | -2 -116 | 418 -90 | 416 -206 |
| Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen erfasste Beträge | - - | 418 -90 | 418 -90 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -8 9 | - - | -8 9 |
| Anpassungen der finanziellen Annahmen | -78 -109 | - - | -78 -109 |
| Anpassungen der demografischen Annahmen | 83 -16 | - - | 83 -16 |
| Pensionsleistungen | -356 -393 | 91 132 | -264 -261 |
| Gezahlte Beträge in Verbindung mit Abgeltungen | -44 -4 | 44 4 | - - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1 0 | -0 - | 1 0 |
| Wechselkursänderungen | -5 -58 | 9 66 | 3 9 |
| Arbeitgeberbeiträge | - - | -26 -155 | -26 -155 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2 2 | -2 -2 | 0 0 |
| Umbuchungen/Sonstige Veränderungen | -63 4 | 0 - | -41 4 |
| Stand zum 31.12. des Jahres | 9.227 9.421 | -8.604 -8.982 | 623 439 |
davon: Pensionsrückstellung
1.000
811
davon: Aktiviertes Planvermögen
-377
-372
Für das Jahr 2019 erwarten wir für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 17 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 261 Mio. Euro. In der Commerzbank ergeben sich keine Effekte aufgrund der Begrenzung des Vermögenswertes (sogenanntes Asset Ceiling), so dass die Nettoschuld mit dem Finanzierungsstatus gleichzusetzen ist. Im Zusammenhang mit den britischen Pensionsplänen wurde im Geschäftsjahr ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand von 10 Mio. Euro erfasst, welcher aus der sogenannten GMP-Equalisation resultiert. GMP Equalisation beschreibt die notwendige Beseitigung von geschlechtsspezifischen Ungleichbehandlungen aufgrund von unterschiedlichen Altersgrenzen in Verbindung mit garantierten Mindestrentenregelungen. Außerdem wurden bei den britischen Pensionsplänen im Geschäftsjahr Beträge in Verbindung mit Abgeltungen von 44 Mio. Euro gezahlt. Aus diesen Abgeltungen resultierende Ergebniswirkungen wurden bereits in vorherigen Geschäftsjahren erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | |
| Deutschland | 8.078 | 8.066 |
| Großbritannien | 1.006 | 1.164 |
| Amerika | 86 | 89 |
| Sonstige | 87 | 102 |
| Gesamt | 9.257 | 9.421 |
Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen der Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Auswirkungen der Annahmenänderungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wurden die gleichen Methoden - insbesondere das Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) - verwendet wie bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Jahresende.
Eine Änderung der entsprechenden Annahmen zum 31. Dezember 2018 würde sich wie folgt auf die Verpflichtung auswirken:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Zinssensitivität | |||
| Diskontierungszinssatz + 50 Basispunkte | -765 | -787 | |
| Diskontierungszinssatz - 50 Basispunkte | 882 | 909 | |
| Rentenanpassungssensitivität | |||
| Rentenanpassung + 50 Basispunkte | 520 | 536 | |
| Rentenanpassung - 50 Basispunkte | -457 | -488 | |
| Sensitivität bei Anpassung der Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung) | |||
| Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %¹ | 340 | 336 |
¹ Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit für jedes Alter um 10 % führt zu einer im Durchschnitt um etwa ein Jahr erhöhten Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren.
Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:
| % 2018 Aktiver Markt | % 2018 Inaktiver Markt | % 2017 Aktiver Markt | % 2017 Inaktiver Markt | |
|---|---|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere/Rentenfonds | 51,0 | 24,2 | 46,5 | 21,3 |
| Aktien/Aktienfonds | 6,4 | 2,0 | 8,2 | 1,5 |
| Sonstige Fondsanteile | 0,0 | 0,4 | 0,3 | 0,6 |
| Liquide Mittel | 1,0 | - | 3,7 | - |
| Gewinn- und Securities | 5,3 | 1,3 | 4,9 | 1,9 |
| Derivate | 8,8 | 0,5 | 9,9 | 1,1 |
| Sonstige | 0,1 | -1,0 | - | 0,1 |
Per 31. Dezember 2018 sind im Planvermögen weder materielle Beträge von vom Konzern emittierten Wertpapieren noch sonstige Forderungen gegen den Konzern enthalten. Ebenso sind keine vom Konzern genutzten Immobilienwerte enthalten.
Die gewichtete durchschnittliche Bindungsdauer der Pensionsverpflichtungen liegt bei 18,1 Jahren (Vorjahr: 18,3 Jahre).
Die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024-2028 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zu erwartende Rentenzahlung | 303 | 308 | 311 | 321 | 324 | 1.712 |
b) Beitragsorientierte Pläne
Die Commerzbank ist zusammen mit anderen Finanzinstituten in Deutschland Mitgliedsunternehmen des BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (BVV), welcher Altersvorsorgeleistungen an berechtigte Mitarbeiter in Deutschland leistet. Die Beiträge an den BVV werden sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer regelmäßig geleistet. Von der Commerzbank geleistete Beiträge werden in den Personalaufwendungen erfasst. Die Tarife des BVV sehen feste Rentenzahlungen mit Überschussbeteiligungen vor. Diese Pläne werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt, da uns keine ausreichenden Informationen über unseren Anteil an der gesamten leistungsorientierten Verpflichtung des jeweiligen BVV-Plans sowie des auf uns entfallenden Anteils am jeweiligen Planvermögen zur Verfügung stehen. Für den BVV gilt die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers in Bezug auf die betriebliche Altersvorsorge der eigenen Mitarbeiter. Auch durch die zusätzliche Verpflichtung, Anpassungen zum Ausgleich der Inflation zugunsten der Leistungsberechtigten vorzunehmen, kann ein Anstieg der Pensionsleistungen entstehen. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen waren weder im laufenden Geschäftsjahr noch in den Vorjahren zu bilden, da eine Inanspruchnahme aus dieser gesetzlichen Haftung als unwahrscheinlich angesehen wird. Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Von den Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne entfielen 78 Mio. Euro (Vorjahr: 81 Mio. Euro) auf Zahlungen an den BVV. Für 2019 wird ein Betrag in gleicher Größenordnung erwartet.
Sonstige Rückstellungen
a) Rückstellungen für außerbilanzielles Kreditgeschäft und Finanzgarantien
Für die Grundsätze, nach denen wir die Rückstellungen für das außerbilanzielle Kreditgeschäft und Finanzgarantien bilden, verweisen wir auf Notes 36 bis 39 Kreditrisiken und Kreditverluste
b) Übrige Rückstellungen
Die Übrigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Stand 1.1.2018 | Zuführungen | Verbrauch | Auflösungen | Aufzinsung | Umbuchung/ Veränderung Kondolidierungskreis/ Sonstiges | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Personalbereich | 605 | 279 | 317 | 38 | 0 | -3 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 850 | 3 | 167 | 5 | 4 | -112 |
| Prozesse und Regresse | 301 | 69 | 48 | 89 | 0 | -1 |
| Übrige | 432 | 260 | 181 | 43 | 2 | 14 |
| Gesamt | 2.188 | 611 | 713 | 175 | 6 | -102 |
| Stand 31.12.2018 | |
|---|---|
| Mio. € | |
| Personalbereich | 527 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 572 |
| Prozesse und Regresse | 233 |
| Übrige | 484 |
| Gesamt | 1.816 |
Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Daneben sind auch Rückstellungen für die langfristige Barkomponente des Commerzbank-Incentive-Plans (CIP) enthalten, die nach Ablauf des dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums verbraucht werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf den Bereich Organisation. Wir erwarten eine Inanspruchnahme bis 2020.
Rechtsstreitigkeiten
Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen unter Prozesse und Regresse ausgewiesen sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
― Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
― Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig.Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern. Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Die Commerzbank rechnet mit Rückforderungen von entsprechenden Entgelten durch ihre Kunden. Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen. Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadenersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Das Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg wurde im Mai 2018 durch einen Vergleich beendet. Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Erstinstanzlich hat das Gericht der Klage gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank stattgegeben. Hiergegen hat die Tochtergesellschaft der Commerzbank Berufung eingelegt. Das Verfahren dauert an. Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Fremdwährung zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Unabhängig davon haben zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen weitere Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank erhoben. Die Tochtergesellschaft ist jeder der Klage entgegengetreten. Ein Kunde hat die Commerzbank wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit einem Zinsderivat verklagt. Die Commerzbank ist der Klage entgegengetreten. Im Juli 2018 haben die Parteien im Rahmen eines Mediationsverfahrens einen Vergleich geschlossen, der im November gerichtlich festgestellt wurde. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens einer Kundin macht deren Insolvenzverwalter Ansprüche gegenüber der Commerzbank geltend. Nachdem keine vergleichsweise Einigung zwischen der Bank und dem Insolvenzverwalter erzielt werden konnte, hat der Insolvenzverwalter im Juni 2018 Klage gegen die Bank erhoben. Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft wird sich gegen die Klage verteidigen.
(63) Aktienbasierte Vergütungspläne
a) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)
Der im Jahr 2011 erstmals aufgelegte Commerzbank-Incentive-Plan (CIP), regelt alle Details zur variablen Vergütung und gilt grundsätzlich für den gesamten Commerzbank-Konzern. Bei dem CIP handelt es sich um einen Vergütungsplan mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (Equity-Settled-Plan), mit einem Erfüllungswahlrecht in bar beim Arbeitgeber, der in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fällt. In einzelnen Lokationen gelten abweichende beziehungsweise ergänzende CIP-Regelungen unter Berücksichtigung lokaler (arbeits-) rechtlicher Anforderungen. Auf Basis des CIP können sogenannte Risk Taker Teile ihrer individuellen variablen Vergütung als Barkomponente und als aktienbezogene Komponente erhalten, die an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt sind. Die variable Vergütung besteht grundsätzlich aus einer kurzfristigen Komponente (Short Term Incentive, STI) sowie bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze übersteigt, aus einer langfristigen Komponente (Long Term Incentive, LTI). Ein Risk Taker ist ein Mitarbeiter, dessen Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank nehmen. Kriterien sind unter anderem die Funktion, die der Mitarbeiter inne hat, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder das Erfüllen bestimmter Kriterien, die von der Bank festgelegt wurden. In Abhängigkeit von der Hierarchieebene und der Risikorelevanz der Tätigkeit des Mitarbeiters unterscheidet die Bank zwischen Risk Taker I und Risk Taker II. Der Status Risk Taker I gilt für Mitarbeiter, deren Tätigkeiten eine höhere Risikorelevanz beinhalten. Die Risk-Taker-Freigrenze ist der Betrag, bis zu dem die Auszahlung der gesamten variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr von Risk Takern als STI in bar unter Berücksichtigung des allgemeinen Lohnniveaus im Bankensektor aufsichtsrechtlich geduldet wird. Bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze nicht übersteigt, und bei Mitarbeitern ohne Risk-Taker-Status (Non-Risk Taker) wird die variable Vergütung in vollem Umfang als STI nicht in Aktien, sondern in bar vergütet. Nur bei Überschreiten der Risk-Taker-Freigrenze unterliegt die gesamte variable Vergütung der Aufteilung in STI und LTI und den für diese Komponenten geltenden Regelungen des CIP.
Die Überschreitung der Risk-Taker-Freigrenze führt zu folgender Unterscheidung:
- Bei Risk Takern I beträgt der STI-Anteil 40 % und der LTI-Anteil 60 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
- Bei Risk Takern II beträgt der STI-Anteil 60 % und der LTI-Anteil 40 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
Die individuelle variable Vergütung wird auf Grundlage des jährlichen Zielerreichungsgesprächs (Performancebewertung I) in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres festgelegt. Die Zahl der zu gewährenden Commerzbank-Aktien wird sowohl für STI als auch für LTI ebenfalls mit der Festsetzung der variablen Vergütung festgelegt. Sofern Risk Taker aktienbasierte Vergütungskomponenten erhalten, wird die jeweilige Anzahl der Commerzbank-Aktien so ermittelt, dass 50 % des auf STI und 50 % des auf LTI entfallenden und umzuwandelnden Eurobetrags durch den Bezugspreis geteilt werden. Ergibt sich ein Bruchteilsbetrag wird die Stückzahl aufgerundet. Der Bezugspreis ist für bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzte variable Vergütung der einfache Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum (Dezember sowie die Monate Januar und Februar des Folgejahres). Für variable Vergütung, die ab dem Geschäftsjahr 2019 festgesetzt wird, umfasst der Referenzzeitraum für den Bezugspreis den Monat Januar des auf das Geschäftsjahr folgenden Jahres. Im Rahmen der rechtlichen Gestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten hat die Commerzbank das Recht, statt in Aktien einen Barausgleich vorzunehmen. Diese Option wird in der Regel in Anspruch genommen. Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich unterlagen bezüglich der festgesetzten variablen Vergütung beim STI einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period) bis zum Geschäftsjahr 2018.Ab dem Geschäftsjahr 2019 beträgt die Dauer der Retention Period mindestens 12 Monate. Dies bedeutet, dass die Aktienkomponente des STI des Geschäftsjahres (n) künftig grundsätzlich im April des übernächsten Geschäftsjahres (n+2) statt im Oktober des darauffolgenden Geschäftsjahres (n+1) zur Auszahlung kommt. Beim LTI kann der Erwerbsanspruch für variable Vergütung, die für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2018 festgesetzt wurde, frühestens nach Ablauf eines dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums (Deferral Period) entstehen, sofern sich im Rahmen der Performancebewertung II keine sonstigen Hinderungsgründe ergeben. Ab dem Geschäftsjahr 2019 kann der Erwerbsanspruch für Risk Taker I frühestens nach fünf Jahren und für Risk Taker II frühestens nach drei Jahren entstehen. Die Performancebewertung II erfolgt nach Ablauf der Deferral Period und beinhaltet die Überprüfung der jeweils zugrunde liegenden Performance Bewertung I, der Erfüllung konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale während der Deferral Period. Sofern ein Anspruch entsteht, unterliegen die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich beim LTI ebenfalls einer Sperrfrist (Retention Period) analog dem STI. Bislang kommt der LTI im Oktober des vierten Jahres nach dem zugrundeliegenden Geschäftsjahr zur Auszahlung. Die Auszahlung einer variablen Vergütung, die ab dem Geschäftsjahr 2019 festgesetzt wird, erfolgt nach Abschluss der Performance-Bewertung II für Risk Taker I für das LTI Cash im November des sechsten Jahres (n+6) beziehungsweise für das LTI Equity im Oktober des siebten Jahres (n+7). Für Risk Taker II erfolgt die Auszahlung des LTI Cash im November des vierten Jahres (n+4) und des LTI Equity im Oktober des fünften Jahres (n+5). Bei einem Barausgleich der Aktienkomponente ermittelt sich der Barzahlungsbetrag auf Basis des einfachen Durchschnitts der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum. Der Referenzzeitraum für Ansprüche aus variabler Vergütung, die bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzt wurde, ist der Monat September, der der Fälligkeit der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Der Referenzzeitraum für Ansprüche ab dem Geschäftsjahr 2019 ist der letzte volle Kalendermonat, der dem Ende der Retention Period der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Wurden während der Laufzeit des CIP durch die Commerzbank eine Dividende ausgeschüttet oder Kapitalmaßnahmen durchgeführt, wird für Equity-Bestandteile aus variabler Vergütung, die bis zum Geschäftsjahr 2018 festgesetzt wurde, bei Fälligkeit von STI- und LTI-Komponenten zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividenden je Aktie beziehungsweise ein Barausgleich für die Kapitalmaßnahme ausgeschüttet. Ab dem Geschäftsjahr 2019 entsteht in der Deferral Period anders als in der Retention Period kein Anspruch auf Ausgleich für Dividenden oder Bezugsrechte, die an Aktionäre gezahlt beziehungsweise eingeräumt wurden. Auf Basis von Planrechnungen werden im zugrundeliegenden Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und über die Laufzeit ratierlich Rückstellungen gebildet. Außerdem erfolgen während der Laufzeit des CIP turnusmäßige Überprüfungen, Neubewertungen aufgrund von Aktienkursentwicklungen und/oder Adjustierungen der Bestände. Die Änderungen des Vergütungsanspruchs im dreijährigen Zurückbehaltungszeitraum werden als Nichtausübungsbedingung behandelt.
b) Share Awards
Share Awards sind eine Komponente der variablen Vergütung für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV) wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) eingeführt. Für die Geschäftsjahre ab 2011 kamen Share Awards daher nur noch für ausgewählte Mitarbeiter zur Anwendung und sind im Jahr 2017 ausgelaufen.
c) Aktienbasierte Vergütungspläne mBank S.A.
Im Jahr 2012 wurde ein aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2017 teilnehmen konnten. Bis 2013 beinhaltete dieses Programm zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente, die zum ratierlichen Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre berechtigte. Im Jahr 2014 ist eine Modifizierung des Programms vorgenommen worden, die für beide Komponenten sowohl Barauszahlungen als auch den Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre vorsieht. Diese wurden jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und konnten von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis erworben werden. Zudem wurde dieses Programm ab 2015 um eine bedeutende Anzahl an Risk Takern erweitert. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des mBank-Teilkonzerns gekoppelt. Die langfristige Komponente des Programms aus dem Jahre 2012 (modifiziert in 2014) ist zusätzlich an die Performancebewertung der Teilnehmer gekoppelt. Im Jahr 2018 wurde das Programm technisch angepasst und die langfristige Komponente für Vorstände von drei auf fünf Jahre (ratierlich) verlängert. Beide Programme, die zum Bezug von mBank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2012, modifiziert im Jahr 2014 und die technische Anpassung 2018) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen.
d) Vorstandsvergütung
Für die detaillierte Darstellung der Bezüge der Vorstandsmitglieder verweisen wir auf den gesondert dargestellten Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts.
Bilanzierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungs- und Bonuspläne
Die Bilanzierung der Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Gewinn- und Payment) und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. Es wird zwischen aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich unterschieden. Für beide Vergütungstypen gilt jedoch, dass die Gewährung aktienbasierter Vergütungen zum Fair Value im Konzernabschluss zu erfassen ist.
Bilanzierung
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente:
Der Fair Value aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) zu erfassen. Der Fair Value wird grundsätzlich zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Sofern Rechte infolge des Nichterreichens bestimmter Ausübungsbedingungen (Marktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge. Sollten die Rechte jedoch aufgrund des Nichterreichens anderer Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen und Nichtmarktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich:
Der Anteil des Fair Values akti
enbasierter Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird in den Personalaufwendungen mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der Fair Value wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich zum Auszahlungstag neu ermittelt. Jede Änderung des Fair Values der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Das betrifft den Teil der aktienbasierten variablen Vergütung, der mithilfe eines Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie bestimmt wurde. Der Kurs selbst wird als durchschnittlicher Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar sowie Dezember des Vorjahres bestimmt.
Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie des Monats Dezember des Vorjahres. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen. Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je CIP beziehungsweise Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert eine Barzahlung in Höhe der Dividende geleistet beziehungsweise ein Barausgleich für eine Kapitalmaßnahme, für die gegebenenfalls Rückstellungen zu bilden sind. Die Personalaufwendungen werden verteilt über die drei Geschäftsjahre, die jeweils Grundlage für die individuelle Zielerreichung sind.
Bewertung
Für die Bewertung der Rückstellung des Commerzbank-Incentive-Plans und der Share Awards wird die Anzahl der erdienten Aktien mit dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres multipliziert. Für die Berechnung des Gegenwertes der Commerzbank-Aktien für das zweite Programm der mBank aus dem Jahr 2008 werden durchschnittliche Marktpreise der Commerzbank-Aktie zum Gewährungszeitpunkt herangezogen. Der Aufwand für die Zuführungen zu den Rückstellungen wird - in Abhängigkeit vom Vergütungsplan - auch über den Erdienungszeitraum von vier Jahren verteilt. Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an.Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:
| Mio. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Pläne mit Barausgleich | 4 | 43 |
| darunter: | ||
| Commerzbank-Incentive-Plan | 4 | 43 |
| Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten | 3 | 2 |
| Gesamt | 7 | 46 |
Die Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungspläne sowie die Rücklagen im Eigenkapital für aktienbasierte Vergütungspläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2018 | 2017¹ |
|---|---|---|
| Rückstellungen | 68 | 107 |
| darunter: | ||
| Share Awards | - | 0 |
| darunter: | ||
| Commerzbank-Incentive-Plan | 68 | 107 |
| Rücklagen im Eigenkapital | 6 | 7 |
¹ Vorjahreswerte angepasst. Weitere Komponenten des CIP wurden in diese Darstellung aufgenommen.
Share Awards.
Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:
| Share Awards | Stücke |
|---|---|
| Bestand zum 1.1.2017 | 3.686 |
| Im Jahresverlauf gewährt | - |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 3.565 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2017 | 121 |
| Im Jahresverlauf gewährt | - |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 121 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2018 | - |
Commerzbank-Incentive-Plan.
Die Aktienanzahl entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:
| Commerzbank-Incentive-Plan | Stücke |
|---|---|
| Bestand zum 1.1.2017 | 4.236.903 |
| Im Jahresverlauf gewährt | 1.664.336 |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 2.026.863 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2017 | 3.874.376 |
| Im Jahresverlauf gewährt | 1.380.223 |
| Im Jahresverlauf verwirkt | - |
| Im Jahresverlauf ausgeübt | 2.023.877 |
| Im Jahresverlauf verfallen | - |
| Bestand zum 31.12.2018 | 3.230.722 |
(64) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen
Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um im Kundenauftrag abgegebene Bürgschaften, die uns im Fall einer Inanspruchnahme ein Rückgriffsrecht auf den Kunden (Auftraggeber) gewähren. Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden eingeräumte Kreditlinien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbestand zuzuordnen sind, werden dagegen in den Finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading beziehungsweise Finanziellen Verbindlichkeiten - Held for Trading bilanziert. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem außerbilanziellen Kreditgeschäft gezeigt. Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt. Ebenfalls in den Eventualverbindlichkeiten weisen wir rechtliche Risiken aus, für die ein Verlust nicht auszuschließen ist, für die aber aufgrund der überwiegenden Unwahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme keine Rückstellungen gebildet wurden. Zur Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigen wir verschiedenste Faktoren, unter anderem die Art des Anspruchs und Entscheidungen zu vergleichbaren Sachverhalten. Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form vorliegen, die wir nachstehend beispielhaft aufführen:
― Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert,
― Gewinn- und Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern,
― Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden,
― Gewinn- und-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.
Vorhandene Sicherheiten dienen gegebenenfalls für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen. In den Eventualverbindlichkeiten ist zudem die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe vom Single Resolution Board (SRB) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Kreditfazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden - unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Konzernlagebericht. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt.
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten | 38.439 | 36.179 | 6,2 |
| Kreditinstitute | 6.274 | 6.669 | -5,9 |
| Firmenkunden | 28.681 | 26.570 | 7,9 |
| Privatkunden | 256 | 291 | -11,9 |
| Finanzdienstleister | 3.145 | 2.531 | 24,2 |
| Öffentliche Haushalte | 84 | 117 | -28,5 |
| Kreditzusagen | 78.387 | 79.896 | -1,9 |
| Kreditinstitute | 1.337 | 1.382 | -3,3 |
| Firmenkunden | 58.239 | 59.543 | -2,2 |
| Privatkunden | 9.969 | 10.618 | -6,1 |
| Finanzdienstleister | 8.657 | 8.130 | 6,5 |
| Öffentliche Haushalte | 185 | 222 | -16,7 |
| Gesamt | 116.826 | 116.074 | 0,6 |
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für tatsächliche künftige Verluste. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 1.038 Mio. Euro (Vorjahr: 558 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
― Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
― Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen das Berufungsurteil aus Mai 2016 haben die Kläger Revision eingelegt. Die Revision wurde im September 2018 zu Gunsten der Bank abgewiesen.
― Die Commerzbank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Gewinn- und veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden in der Berufungsinstanz abgewiesen. Über die Zulassung der Revision wurde noch nicht entschieden. Die dritte Klage wurde zwischenzeitlich zugunsten des Bankenkonsortiums abgewiesen. Dagegen wurde Berufung eingelegt.
― Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Vertragsverletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage verteidigen. Unabhängig von der zuvor beschriebenen Klage wurde die Bank im November 2017 von einem aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammenden Unternehmen auf Schadensersatz verklagt. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und wird sich entsprechend verteidigen.
― Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt.# 10-K Filing
(65) Segment Reporting
The segment reporting reflects the results of the Commerzbank Group's operating segments. IFRS 8 "Operating Segments," which follows the so-called management approach, serves as the basis for the following segment information. Segment information is determined based on internal management reporting, which the Chief Operating Decision Maker uses to assess segment performance and make decisions regarding the allocation of resources to the segments. In the Commerzbank Group, the Management Board exercises the function of the Chief Operating Decision Maker.
In our segment reporting, we report in the segment structure: Private and Small Business Customers, Corporate Clients, and Asset & Capital Recovery, as well as the Other and Consolidation segment. This approach follows the organizational structure of the Commerzbank Group and forms the basis of internal management reporting. The breakdown of business segments is based on the differences in products and services or customer target groups.
An adjustment in the business model of the Corporate Clients segment led to minor changes in business responsibilities in the first quarter of 2018; the tasks of sales assistants were transferred to support functions. The adjustments in customer service within the scope of the Commerzbank 4.0 strategy led to customer transfers between the Corporate Clients and Private and Small Business Customers segments in the third quarter of 2018. The prior-year values were adjusted accordingly. A write-down of capitalized customer portfolios in the Corporate Clients segment led to an adjustment of prior-year values (see Note 4). The income and expenses of the Corporate Clients segment and the Group are presented excluding the discontinued operations (see Note 53). Further information on the segments is included in the Group Management Report of this annual report.
In 2018, the Commerzbank Group implemented the new requirements of IFRS 9 (see Note 5), the impact of which is also reflected in the segment reporting. Since 2018, the capital allocation for the operating segments, based on the full application of Basel 3 regulations, has been 12% in anticipation of increased capital allocation requirements. The Asset & Capital Recovery segment continues to be allocated capital amounting to 15% of risk-weighted assets under the full application of Basel 3 regulations. Prior-year values have been adjusted accordingly.
The success of individual segments is measured by Operating Result and Profit before Tax, as well as the key figures Return on Operating Equity and Cost-Income Ratio. The Operating Result in 2018 is defined as the sum of net interest income, dividend income, result from risk provisions, net fee and commission income, result from financial instruments at fair value through profit or loss, result from hedging relationships, other result from financial instruments, current result from profit and loss transfer agreements with companies, and other result less administrative expenses. The Operating Result does not include impairments of goodwill or other intangible assets and restructuring expenses. The prior-year presentation was based on IAS 39 valuation categories. Due to the presentation of profit before tax results, both in the result and in the average equity employed, third-party interests are included. Therefore, all income for which a segment is responsible is reflected in the profit before tax.
When mapping the elimination of interim profits from intra-group transactions in segment reporting, the transferring segment is treated as if the transaction were with an external party. The elimination of interim profits and losses therefore takes place in the Other and Consolidation segment.
Return on Operating Equity is calculated as the ratio of the operating result to the average equity employed. It indicates how the capital invested in the segment is yielding returns. The Cost-Income Ratio in operational business reflects the cost efficiency of the segments; for 2018, it is calculated as the ratio of administrative expenses to income before result from risk provisions. For 2017, it was calculated as the ratio of administrative expenses to income before risk provisions in the lending business.
Income and expenses are allocated to the segments on an accrual basis at market prices, and in the interest rate area, according to the market interest rate method within the segments. Net interest income includes the actual refinancing expenses for business-specific participations of the segments. The return on equity earned by the Group from its equity is allocated to the net interest income of the respective segments in proportion to the average equity employed. The interest rate corresponds to the interest rate of a risk-free investment in the long-term capital market.
Net interest income also includes liquidity costs. These comprise both externally paid funding costs and the full allocation of liquidity costs to businesses and segments based on our liquidity cost transfer pricing system. On this basis, the interest expenses resulting from the bank's external funding are allocated to the segments on an individual business or portfolio level based on the principle of attribution, according to a central liquidity price curve.
The average equity employed by the segments is determined based on the average segmented risk assets. For the Corporate Clients segment, the average equity employed is calculated excluding the discontinued operations. At the Group level, Common Equity Tier 1 (CET 1) capital is presented, which is used to calculate the Return on Operating Equity. The calculation is performed for both segments and the Group, applying the Basel 3 regulations in full. The adjustment between the average equity employed by the segments and the Group's CET 1 capital takes place in the Other and Consolidation segment.
Furthermore, we report the respective assets and liabilities of the segments, as well as the book values of profit and loss transfer agreements with companies. Due to the business model, the segment balance sheet is only balanced at the Group level.
The administrative expenses reported in the Operating Result include personnel expenses, property expenses, and depreciation of tangible assets and other intangible assets. Restructuring expenses and impairments of goodwill or other intangible assets are reported below the Operating Result in the profit before tax. The allocation of administrative expenses to the individual segments is done according to the principle of attribution.Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.
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2018
Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Zinsüberschuss | 2.576 | 1.818 | 61 | 293 | 4.748
Dividendenerträge | 10 | 14 | 0 | 12 | 36
Risikoergebnis | -233 | -194 | -8 | -11 | -446
Provisionsüberschuss | 1.927 | 1.191 | 1 | -30 | 3.089
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 160 | 422 | 35 | -251 | 366
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -1 | 3 | 1 | 46 | 48
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 48 | -22 | -7 | 7 | 26
Laufendes Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen | -0 | 12 | -0 | - | 12
Sonstiges Ergebnis | 83 | 14 | 23 | 125 | 245
Erträge vor Risikoergebnis | 4.803 | 3.451 | 114 | 202 | 8.570
Erträge nach Risikoergebnis | 4.570 | 3.258 | 106 | 191 | 8.124
Verwaltungsaufwendungen | 3.835 | 2.628 | 72 | 344 | 6.879
Operatives Ergebnis | 735 | 629 | 34 | -153 | 1.245
Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | -
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 735 | 629 | 34 | -153 | 1.245
Aktiva | 138.409 | 179.330 | 18.904 | 125.726 | 462.369
davon nicht fortgeführte Aktiva | - | 12.996 | - | - | 12.996
Passiva | 169.933 | 178.988 | 17.034 | 96.414 | 462.369
davon nicht fortgeführte Passiva | - | 12.375 | - | - | 12.375
Buchwerte der at-Gewinn- und Unternehmen | 23 | 150 | 1 | - | 173
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital¹ | 4.751 | 10.870 | 2.174 | 5.091 | 22.886
Operative Eigenkapitalrendite (%) | 15,5 | 5,8 | 1,6 | - | 5,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 79,8 | 76,2 | 63,3 | - | 80,3
¹ Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
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2017¹
Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Zinsüberschuss | 2.351 | 1.837 | 183 | -75 | 4.295
Dividendenerträge | 24 | 25 | 0 | 57 | 106
Risikovorsorge im Kreditgeschäft | -154 | -295 | -336 | 4 | -781
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | -12 | -38 | -32 | 6 | -76
Provisionsüberschuss | 1.971 | 1.258 | 2 | -38 | 3.192
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 148 | 475 | 28 | -53 | 598
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -2 | 0 | -34 | -49 | -85
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 119 | 12 | 4 | 109 | 244
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 21 | -0 | 0 | 23
Sonstiges Ergebnis | 224 | 21 | 21 | 201 | 466
Erträge vor Risikovorsorge | 4.823 | 3.613 | 170 | 158 | 8.764
Erträge nach Risikovorsorge | 4.669 | 3.318 | -166 | 162 | 7.983
Verwaltungsaufwendungen | 3.811 | 2.642 | 98 | 284 | 6.834
Operatives Ergebnis | 858 | 676 | -264 | -122 | 1.149
Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | 808 | 808
Ergebnis vor Steuern | 858 | 676 | -264 | -929 | 341
Aktiva | 128.280 | 173.011 | 24.374 | 126.831 | 452.495
Passiva | 152.028 | 196.709 | 19.903 | 83.856 | 452.495
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 11 | 169 | 1 | - | 181
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital² | 4.509 | 11.254 | 2.982 | 4.864 | 23.609
Operative Eigenkapitalrendite (%) | 19,0 | 6,0 | -8,8 | - | 4,9
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 79,0 | 73,1 | 57,7 | - | 78,0
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
² Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
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Mio. € | 2018 Sonstige Konsolidierung | 2018 Sonstige und Konsolidierung | 2018 Konzern
------- | -------- | -------- | --------
Zinsüberschuss | 262 | 31 | 293
Dividendenerträge | 8 | 4 | 12
Risikoergebnis | -11 | - | -11
Provisionsüberschuss | -26 | -4 | -30
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | -265 | 15 | -251
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 46 | - | 46
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 2 | 4 | 7
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | -
Sonstiges Ergebnis | 142 | -17 | 125
Erträge vor Risikoergebnis | 169 | 33 | 202
Erträge nach Risikoergebnis | 158 | 33 | 191
Verwaltungsaufwendungen | 364 | -20 | 344
Operatives Ergebnis | -205 | 53 | -153
Restrukturierungsaufwendungen | - | - | -
Ergebnis vor Steuern | -205 | 53 | -153
Aktiva | 125.245 | 482 | 125.726
Passiva | 96.104 | 311 | 96.414
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Mio. € | 2017¹ Sonstige Konsolidierung | 2017¹ Sonstige und Konsolidierung | 2017¹ Konzern
------- | -------- | -------- | --------
Zinsüberschuss | -98 | 23 | -75
Dividendenerträge | 57 | - | 57
Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 4 | 0 | 4
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | -11 | 18 | 6
Provisionsüberschuss | -35 | -4 | -38
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | -53 | 0 | -53
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -49 | - | -49
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 109 | -1 | 109
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | - | 0
Sonstiges Ergebnis | 217 | -16 | 201
Erträge vor Risikovorsorge | 138 | 20 | 158
Erträge nach Risikovorsorge | 142 | 20 | 162
Verwaltungsaufwendungen | 313 | -29 | 284
Operatives Ergebnis | -171 | 50 | -122
Restrukturierungsaufwendungen | 808 | - | 808
Ergebnis vor Steuern | -979 | 50 | -929
Aktiva | 126.424 | 407 | 126.831
Passiva | 83.571 | 284 | 83.856
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um folgende Sachverhalte:
- Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
- Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen Segmenten.
- Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
- Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktionen, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind.
Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (Phase-in). Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:
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2018
Mio. € | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Erträge vor Risikoergebnis | 5.918 | 2.309 | 97 | 247 | - | 8.570
Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) | 88.247 | 47.235 | 4.959 | 6.269 | - | 146.710
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2017¹
Mio. € | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Erträge vor Risikovorsorge | 6.146 | 2.287 | 117 | 214 | -0 | 8.764
Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) | 85.059 | 45.927 | 3.631 | 2.870 | - | 137.486
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 4).
Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa (ohne Deutschland) entfielen rund 26 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 37 %), 50 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 46 %) und 13 % auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 6 %).
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) aus.
In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.
Sonstige Erläuterungen
Bilanzielles und regulatorisches Eigenkapital
Zusammensetzung des Eigenkapitals nach IFRS
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet. Das Gezeichnete Kapital belief sich auf 1.252 Mio. Euro, da zum 31. Dezember 2018 keine eigenen Aktien im Bestand gehalten wurden. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Bedingtes Kapital
Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:
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Mio. € | Bedingtes Kapital 1.1.2018 | Zugänge | Verfall/ Verbrauch | Aufhebung gemäß Satzung | Bedingtes Kapital 31.12.2018
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Wandel-/ Optionsanleihen/Genussrechte | 569 | - | - | - | 569
Gesamt | 569 | - | - | - | 569
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darunter:
Mio. € | belegtes Bedingtes Kapital | noch verfügbares Bedingtes Kapital
------- | -------- | --------
Wandel-/ Optionsanleihen/Genussrechte | - | 569
Gesamt | - | 569
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569.253.470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569.253.470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis.# Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Genehmigtes Kapital
| scroll | Datum der Beschlussfassung | Ursprünglicher Betrag | In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht | 2018 für Kapitalerhöhungen verbraucht | Aufhebung gemäß Satzung | verbleibender Betrag | Befristung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |||
| 30.04.2015 | 569 | - | - | - | 569 | 29.04.2020 | |
| Gesamt | 569 | - | - | - | 569 |
Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2018 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Mai 2016.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569.253.470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 S. 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
- um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen,
- um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde,
- um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben,
- um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen,
- bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet.
Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten.
Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden.
Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden.
Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG ausgegeben oder veräußert werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
(67) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen
Die CRD-IV-Richtlinie (Capital Requirements Directive IV), die Capital Requirements Regulation (CRR) - eine europäische Verordnung, die im Gegensatz zur CRD-IV-Richtlinie unmittelbare Rechtswirkung für alle europäischen Banken entfaltet - sowie die SSM-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank) beinhalten die wesentlichen Vorgaben zur Einhaltung der vorgeschriebenen regulatorischen Mindestkapitalquoten unter Solvabilitätsbetrachtungen. National ergänzt werden diese Umsetzungen durch weiterführende Regelungen im Kreditwesengesetz, der Solvabilitätsverordnung sowie weiteren Kodifikationen. Daneben werden besonders komplexe Regelungssachverhalte durch Implementing Technical Standards (ITS) und Regulatory Technical Standards (RTS) ausgelegt.
Im Vergleich zu früheren Regelungen wurden mit Einführung des neuen Regelwerks im Jahr 2014 die Qualität des bankaufsichtsrechtlichen Kapitals gestärkt, die Kapitalanforderungen erhöht und schlussendlich auch höhere Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung der Banken implementiert. Damit all diese Anforderungen nicht zu einem Stichtag vollständig wirksam wurden, unterliegen bestimmte Teile dieser Regelungsänderungen fest definierten Übergangsregelungen (Phase-in).
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018 endete das Phase-in für die Kapitalabzüge. Damit findet das verbleibende Phase-in nun nur noch im zusätzlichen Kernkapital und im Ergänzungskapital statt und reduziert schrittweise die Anrechnung nicht CRR-konformer Kapitalemissionen.
Das sogenannte "harte Kernkapital" (Common Equity Tier 1, CET 1) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen und den Nicht beherrschenden Anteilen. Anpassungen hierauf beruhen unter anderem aus der Berücksichtigung von Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, Abschlägen für eine aus regulatorischer Sicht nicht ausreichend vorsichtigen Bewertung von Aktiva, Unterdeckungen aus dem Vergleich von "Erwarteten Verlusten" und den hierfür gebildeten Risikovorsorgen sowie aus der Korrektur von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Hinzurechnung von sogenannten zusätzlichen Kernkapitalbestandteilen (Additional Tier 1, AT 1), die nachrangige Schuldinstrumente mit bestimmten Bedingungen beinhalten können, errechnet sich das Kernkapital (Tier 1).
Zum Ergänzungskapital gehören weiterhin im Wesentlichen nachrangige Schuldinstrumente, die nicht als zusätzliches Kernkapital anrechenbar sind. Die Höhe der Anrechnungsmöglichkeit dieser Eigenkapitalbestandteile wurde reduziert. Im Ergebnis können diese Ergänzungskapitalbestandteile in den letzten fünf Jahren ihrer Laufzeit nur noch linear amortisierend berücksichtigt werden.
Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:
- Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,
- Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EZB/EBA,
- Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,
- strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.
Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen harten Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert.# H1
Die Allokation des harten Kernkapitals
Die Allokation des harten Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden. Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen sowie die Anforderungen der EZB und der EBA jederzeit eingehalten. Bei der Pro-forma-Berechnung für die Vollumsetzung (Fully phased-in) der Anforderungen nach CRR werden die Übergangsregelungen vollständig außer Ansatz gelassen. Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-In-Darstellung (IST) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung.
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| Mio. € | 31.12.2018 Phase-in | 31.12.2017 Phase-in | 31.12.2018 Fully phased-in | 31.12.2017 Fully phased-in | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzielles Eigenkapital | 29.411 | 30.041 | 29.411 | 30.041 | |
| Effekt aus Debit Valuation Adjustments | -159 | -86 | -159 | -108 | |
| Korrektur der Neubewertungsrücklage | - | 114 | - | - | |
| Korrektur der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 15 | 54 | 15 | 54 | |
| Korrektur zum Phase-in (IAS 19) | - | 260 | - | - | |
| Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) | -440 | -421 | -440 | -495 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | -1.507 | -1.507 | -1.507 | -1.507 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | -1.328 | -1.381 | -1.328 | -1.381 | |
| Aktivüberhang des Planvermögens | -307 | -257 | -307 | -322 | |
| Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen | -784 | -566 | -784 | -707 | |
| Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) | -205 | -608 | -205 | -676 | |
| Prudential Valuation | -459 | -264 | -459 | -264 | |
| Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in eigenen Instrumenten des harten Kernkapitals | -11 | -49 | -11 | -60 | |
| Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) | -199 | -213 | -199 | -213 | |
| Vorleistungsrisiken | -1 | - | -1 | - | |
| Verrechnung der Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) | - | 647 | - | - | |
| Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen | -453 | -110 | -453 | -278 | |
| Dividendenabgrenzung | -250 | - | -250 | - | |
| Sonstiges und Rundungen | -117 | -47 | -117 | -45 | |
| Harte Kernkapital (CET 1)1 | 23.206 | 25.607 | 23.206 | 24.039 | |
| Zusätzliches Kernkapital (AT 1)2 | 904 | 378 | - | - | |
| Kernkapital (Tier 1) | 24.110 | 25.985 | 23.206 | 24.039 | |
| Ergänzungskapital (Tier 2) | 5.389 | 5.404 | 5.564 | 5.808 | |
| Eigenkapital | 29.499 | 31.389 | 28.770 | 29.847 | |
| Risikogewichtete Aktiva | 180.498 | 171.369 | 180.498 | 171.019 | |
| davon: Kreditrisiko | 146.710 | 137.486 | 146.710 | 137.136 | |
| davon: Marktrisiko3 | 12.395 | 12.842 | 12.395 | 12.842 | |
| davon: Operationelles Risiko | 21.393 | 21.041 | 21.393 | 21.041 | |
| Harte Kernkapitalquote (CET-1-Ratio, %) | 12,9 % | 14,9 % | 12,9 % | 14,1 % | |
| Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio, %) | 13,4 % | 15,2 % | 12,9 % | 14,1 % | |
| Eigenkapitalquote (%) | 16,3 % | 18,3 % | 15,9 % | 17,5 % |
1 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
2 Im Rahmen der Übergangsregelungen anrechenbarer Altbestand an zusätzlichem Kernkapital; bis 31.12.2017 nach Verrechnung der darauf entfallenden Abzugspositionen.
3 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2017 ergeben sich aus der IFRS 9 Einführung. Zudem fand im Phase-in-Kapital der letzte Phase-in-Schritt statt. Der Rückgang der Kapitalquoten gegenüber dem Vorjahresende ergibt sich im Wesentlichen aus den beiden oben genannten Effekten, sowie dem Anstieg der gewichteten Risikoaktiva.
(68)
H1
Verschuldungsquote
Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1 Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des Geschäftsjahres 2018 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns, des Leverage Exposures der Segmente und deren Haupttreiber. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.
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Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote
| Ansetzende Werte | Mio. € | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Summe der Aktiva laut veröffentlichtem Abschluss | 462.369 | |
| Anpassung für Unternehmen, die für Rechnungslegungszwecke konsolidiert werden, aber nicht dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis angehören | -124 | |
| (Anpassung für Treuhandvermögen, das nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen in der Bilanz angesetzt wird, aber gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleibt) | - | |
| Anpassungen für derivative Finanzinstrumente | -28.589 | |
| Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) | 2.325 | |
| Anpassungen für außerbilanzielle Posten (d.h. Umrechnung außerbilanzieller Risikopositionen in Kreditäquivalenzbeträge) | 52.428 | |
| (Anpassung für gruppeninterne Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) | - | |
| (Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) | - | |
| Sonstige Anpassungen | Phase-in | -2.074 |
| Fully phased-in | -2.074 | |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote | Phase-in | 486.335 |
| Fully phased-in | 486.335 |
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Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote
| Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote 575/2013 - Risikopositionen aus als Beauftragter getätigten Geschäften - (Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) von kundengeclearten SFT-Risikopositionen) - Summe der Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) 29.871 Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert 171.906 (Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) -119.478 Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen 52.428 (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 7 und 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen (Gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht einbezogene (bilanzielle und außerbilanzielle) gruppeninterne Risikopositionen (Einzelbasis)) - (Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen - Eigenkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße Kernkapital Phase-in 24.110 Fully Phase-in 23.206 Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote Phase-in 486.335 Fully Phase-in 486.335 Verschuldungsquote Phase-In (%) 5,0 Fully Phase-in (%) 4,8 Gewählte Übergangsregelung und Betrag ausgebuchter Treuhandpositionen Gewählte Übergangsregelung für die Definition der Kapitalmessgröße Phase-in und Fully Phase-in Phase-in - Fully Phase-in - Betrag des gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgebuchten Treuhandvermögens - scroll Aufgliederung der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen) Risikopositionen der CRR- Verschuldungsquote Mio. € 31.12.2018 Gesamtsumme der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen), davon: 395.578 Risikopositionen im Handelsbuch 33.792 Risikopositionen im Anlagebuch, davon: 361.786 Gedeckte Schuldverschreibungen 5.463 Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 82.345 Risikopositionen gegenüber regionalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die nicht wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 11.075 Institute 26.288 Durch Grundpfandrechte auf Immobilien besichert 64.662 Risikopositionen aus dem Mengengeschäft 49.681 Unternehmen 82.563 Ausgefallene Risikopositionen 2.041 Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und sonstige Aktiva, die keine Kreditverpflichtungen sind) 37.668
Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("Phase-in") belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 5,0 % (zum 30. September 2018: 4,7 %). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung ("fully Phase-in") betrug 4,8 %, nach 4,5 % per 30. September 2018. Sowohl die "fully Phase-in" als auch die "Phase-in" Leverage Ratio sind angestiegen auf Grund von deutlich gesunkenem Leverage Ratio Exposure, leicht kompensiert von nur marginal rückläufigem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 Kapital unter "fully Phase-in Regelungen" beziehungsweise "Phase-in Regelungen". Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 486,3 Mrd. Euro - zum 30. September 2018: 519,4 Mrd. Euro. "Phase-in" und "fully Phase-in" Leverage Ratio Exposure sind seit 2018 identisch, da die Übergangsregelungen bei den vom LR Exposure herauszurechnenden Kapitalabzügen zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem Tier-1 Kapital, gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine "Phase-in" Quote anzugeben ist.
(69) Liquidity Coverage Ratio
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschuss wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben. Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums und wird seit dem 30. September 2016 in dieser Form an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 einen Mindestwert von 100 % eingehalten werden.
Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden. Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Risikobericht dieses Dokuments.
Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für das aktuelle Berichtsjahr dargestellt. Zu jedem Quartal des Berichtsjahres 2018 werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank-Konzern dargestellt. scroll
Aufgliederung der LCR-Komponenten (Durchschnitt der letzten zwölf Monatsendwerte)
| 31.3.2018 | 30.6.2018 | 30.9.2018 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | ||||
| Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 93.791 | 89.955 | 87.797 | 85.627 |
| Mittelabflüsse | ||||
| Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 104.422 | 107.120 | 110.251 | 113.826 |
| stabile Einlagen | 71.861 | 74.749 | 76.609 | 78.787 |
| weniger stabile Einlagen | 32.557 | 32.369 | 33.641 | 35.039 |
| unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 107.041 | 105.550 | 105.164 | 104.841 |
| betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 34.619 | 35.520 | 35.397 | 35.028 |
| nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 71.172 | 68.686 | 68.279 | 68.341 |
| unbesicherte Verbindlichkeiten | 1.251 | 1.343 | 1.489 | 1.472 |
| besicherte Großhandelsfinanzierung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| zusätzliche Anforderungen | 85.719 | 85.143 | 85.296 | 85.202 |
| Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 10.140 | 9.740 | 9.349 | 9.046 |
| Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 142 | 257 | 210 | 199 |
| Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 75.437 | 75.146 | 75.737 | 75.957 |
| sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 1.594 | 1.720 | 2.489 | 3.271 |
| sonstige Eventualverbindlichkeiten | 102.231 | 105.772 | 108.923 | 110.193 |
| Gesamtmittelabflüsse | 594.749 | 596.131 | 603.089 | 609.609 |
| Mittelzuflüsse | ||||
| Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) | 67.758 | 65.900 | 64.627 | 65.818 |
| Zuflüsse von ausgebuchten Positionen | 27.712 | 27.556 | 27.553 | 26.519 |
| Sonstige Mittelzuflüsse | 2.934 | 2.778 | 3.542 | 4.557 |
| EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 98.403 | 96.234 | 95.722 | 96.894 |
| EU-20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 90.321 | 89.822 | 89.590 | 90.724 |
| Liquiditätspuffer | ||||
| Gesamte Nettomittelabflüsse | 496.346 | 499.897 | 507.367 | 512.715 |
| Liquidity Coverage Ratio | 19,8% | 19,2% | 18,9% | 18,7% |
scroll
Aufgliederung der LCR-Komponenten (Durchschnitt der letzten zwölf Monatsendwerte)
| 31.3.2018 | 30.6.2018 | 30.9.2018 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | ||||
| Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 93.791 | 89.955 | 87.797 | 85.627 |
| Mittelabflüsse | ||||
| Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 7.119 | 7.238 | 7.466 | 7.727 |
| stabile Einlagen | 3.593 | 3.737 | 3.830 | 3.939 |
| weniger stabile Einlagen | 3.523 | 3.499 | 3.635 | 3.788 |
| unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 53.647 | 52.302 | 52.252 | 52.300 |
| betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 8.631 | 8.855 | 8.826 | 8.732 |
| nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 43.766 | 42.104 | 41.938 | 42.096 |
| unbesicherte Verbindlichkeiten | 1.251 | 1.343 | 1.489 | 1.472 |
| besicherte Großhandelsfinanzierung | 5.188 | 4.733 | 4.877 | 5.262 |
| zusätzliche Anforderungen | 24.592 | 24.089 | 23.730 | 23.401 |
| Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 9.410 | 8.953 | 8.569 | 8.272 |
| Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 142 | 257 | 210 | 199 |
| Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 15.040 | 14.880 | 14.951 | 14.930 |
| sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 950 | 1.031 | 1.668 | 2.337 |
| sonstige Eventualverbindlichkeiten | 682 | 677 | 674 | 675 |
| Gesamtmittelabflüsse | 170.419 | 165.464 | 166.652 | 169.390 |
| Mittelzuflüsse | ||||
| Besicherte | # Kredite (z.B. Reverse Repos) |
| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| Kredite (z.B. Reverse Repos) | 3.702 | 3.493 | 3.974 | 4.921 |
| Zuflüsse von ausgebuchten Positionen | 20.160 | 20.043 | 20.100 | 19.306 |
| Sonstige Mittelzuflüsse | 2.789 | 2.650 | 3.424 | 4.369 |
| EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 26.651 | 26.186 | 27.498 | 28.595 |
| EU-20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 26.651 | 26.186 | 27.498 | 28.595 |
| Liquiditätspuffer | 93.791 | 89.955 | 87.797 | 85.627 |
| Gesamte Nettomittelabflüsse | 65.528 | 63.884 | 63.169 | 63.107 |
| Liquidity Coverage Ratio | 143,42 % | 140,99 % | 139,13 % | 135,66 % |
Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau und überschreiten die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % für das Jahr 2018 durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:
| Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)) Mio. € | 31.3.2018 | 30.6.2018 | 30.9.2018 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt: | 93.791 | 89.955 | 87.797 | 85.627 |
| davon Level 1 | 86.720 | 83.025 | 80.834 | 77.695 |
| davon Level 2A | 5.893 | 6.042 | 6.103 | 7.075 |
| davon Level 2B | 1.178 | 888 | 860 | 857 |
Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen.
(70) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Die Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Mitarbeiter sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung gewesenen Mitarbeiter nicht enthalten.
| 2018 | 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | |
| Im Konzern | 47.977 | 22.532 | 25.445 | 48.289 | 22.781 |
| In Deutschland | 35.550 | 16.874 | 18.676 | 35.803 | 17.150 |
| Außerhalb Deutschlands | 12.427 | 5.658 | 6.769 | 12.486 | 5.631 |
(71) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 284 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 231 Mio. Euro (Vorjahr: 201 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 28 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen sowie dem Handels- und Bewertungsergebnis und die Aufwendungen von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 84 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt und Garantien und Sicherheiten in Höhe von 81 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erhalten.
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen
Im Berichtjahr lagen keine Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen vor. Im Vorjahr wiesen wir 0 Mio. Euro an Erträgen mit Gemeinschaftsunternehmen aus.
Transaktionen mit assoziierten Unternehmen
Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 5Mio. Euro (Vorjahr: 12 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie aus Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie mFVPL. In den Passivposten waren von den 31 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 41 Mio. Euro (Vorjahr: 110 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie Zinserträgen. Die Aufwendungen von 82 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) resultierten im Wesentlichen aus Lieferung und Leistung. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 41 Mio. Euro (Vorjahr: 54 Mio. Euro) gewährt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen
Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 30 Mio. Euro (Vorjahr: 121 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen Wertpapiere der Kategorie HFT. In den Passivposten von 208 Mio. Euro (Vorjahr: 230 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Die Erträge von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen. Die Aufwendungen von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) gewährt.
Transaktionen mit Bundesunternehmen
Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 25.065 Mio. Euro (Vorjahr: 28.558 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 20.891 Mio. Euro (Vorjahr: 25.592 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 12.718 Mio. Euro (Vorjahr: 13.383 Mio. Euro) waren 12.624 Mio. Euro (Vorjahr: 12.550 Mio. Euro) Einlagen. Zum 31. Dezember 2018 wurden Garantien und Sicherheiten von 70 Mio. Euro (Vorjahr: 309 Mio. Euro) an Bundesunternehmen gewährt. Die Erträge von 49 Mio. Euro (Vorjahr: 251 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 114 Mio. Euro (Vorjahr: 23 Mio. Euro) aus dem Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Transaktionen mit Schlüsselpersonen
Die Aktivposten gegenüber Schlüsselpersonen von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2018 Darlehen und Forderungen. Im Wesentlichen handelte es sich hierbei um Hypothekendarlehen. In den Passivposten von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) waren Einlagen von Personen in Schlüsselpositionen enthalten. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 19 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.
Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen teilten sich wie folgt auf:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Vorstand | Vorstand | Aufsichtsrat | Aufsichtsrat | |
| Forderungen (Tsd. €)¹ | 3.494 | 3.129 | 1.578 | 3.560 |
| Letzte Fälligkeit² | 2051 | 2051 | 2042 | 2043 |
| Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)³ | 0,68 - 2,8 | 0,86 - 2,8 | 1,04 - 4,65 | 1,04 - 5,1 |
¹ Im Geschäftsjahr sind Tilgungen von den Mitgliedern des Vorstands von 308 Tsd. Euro und von den Mitgliedern des Aufsichtsrats von 34 Tsd. Euro erfolgt.
² Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
³ In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 9,5 % (Vorjahr: 11,9 %) und des Aufsichtsrats bis zu 9,5 % (Vorjahr: 11,4 %) berechnet.
Die Besicherung der Kredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns. Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und eine individualisierte Darstellung der Vergütung nach den Vorschriften des DRS 17 sowie der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands wird im Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts (siehe Seite 29 ff.) wiedergegeben.# Vorstand
In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst. Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten unter anderem auch die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge.
| scroll | Tsd. € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 7.116 | 6.983 | |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3.402 | 3.248 | |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 618 | 1.693 | |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses¹ | 2.888 | - | |
| Anteilsbasierte Vergütung² | 342 | 3.503 | |
| Gesamtvergütung gemäß IAS 24,17 | 14.366 | 15.427 | |
| abzüglich Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3.402 | 3.248 | |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 2.888 | - | |
| Bewertungs- und sonstige Unterschiede³ | 617 | 3.712 | |
| Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 1 HGB | 7.459 | 8.467 |
¹ Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Geschäftsjahr 2018 betreffen Frank Annuscheit. Wir verweisen auf den Abschnitt "Aufhebungsvereinbarung mit Vorstandsmitglied" im Vergütungsbericht.
² Das aktuelle Vergütungssystem bewirkt auch eine anteilige Erfassung der anteilsbasierten Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre, wie im Vergütungsbericht dargestellt.
³ Nach dem aktuellen Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung der Ansprüche, was insbesondere im Geschäftsjahren 2017 zu einer deutlichen Verminderung der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) Satz 1 HGB führt, da letztere nicht die langfristigen Vergütungskomponenten enthalten. Der Vorjahreswert wurde angepasst.
Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsmitglieder betrug 25.224 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2018 (Vorjahr: 21.437 Tsd. Euro). Die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3.403 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.248 Tsd. Euro). Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Planvermögen) waren zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder von 3.733 Tsd. Euro auszuweisen (Vorjahr: 2.408 Tsd. Euro). Für variable Vergütungsbestandteile aktiver Vorstandsmitglieder waren zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen von 12.800 Tsd. Euro (Vorjahr: 14.550 Tsd. Euro) gebildet. Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt über ein Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 8.993 Tsd. Euro (Vorjahr: 10.043 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 105.232 Tsd. Euro (Vorjahr: 103.289 Tsd. Euro).
Aufsichtsrat
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2018 eine gesamte Vergütung von netto 3.174 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.936 Tsd. Euro), die gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert wird.
Sonstige Angaben
(72) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 1. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Konzernabschlusses 2018 wurden vom Vorstand am 11. Februar 2019 zur Veröffentlichung freigegeben.
(73) Corporate Governance Kodex
Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank AG wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
(74) Länderspezifische Berichterstattung
Die nachstehenden Angaben gemäß § 26 a KWG beziehen sich auf den IFRS-Konsolidierungskreis des Commerzbank-Konzerns. Die Kapitalrendite für den Konzern betrug 0,21 % zum 31. Dezember 2018. Für die Angabe des Geschäftszwecks verweisen wir auf unseren Anteilsbesitz (Note 78). Die Angabe des Umsatzes basiert auf dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und umfasst die Erträge vor Risikoergebnis. Das Ergebnis vor Steuern sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach IFRS entnommen. Die Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen beinhaltet sowohl Vollzeitkräfte als auch in Vollzeitäquivalente umgerechnete Teilzeitkräfte.
31.12.2018
| scroll | Mio. € | Deutschland | China einschließlich Hongkong und Shanghai | Frankreich | Großbritannien | Luxemburg | Niederlande | Polen | Russland | Singapur | USA | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 7.380 | 102 | 28 | 581 | 312 | 15 | 1.193 | 41 | 73 | 134 | 206 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.533 | 21 | 0 | 117 | 219 | 1 | 468 | 26 | 12 | 34 | 52 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag¹ | 137 | 10 | 4 | 16 | -13 | 0 | 115 | 6 | 3 | -1 | 9 | |
| Mitarbeiter Anzahl | 31.218 | 310 | 87 | 971 | 222 | 34 | 6.988 | 148 | 400 | 338 | 761 |
¹ Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).
31.12.2017
| scroll | Mio. € | Deutschland | China einschließlich Hongkong und Shanghai | Frankreich | Großbritannien | Luxemburg | Niederlande | Polen | Russland | Singapur | USA | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 6.397 | 76 | 33 | 843 | 144 | 14 | 1.078 | 42 | 64 | 146 | 272 | |
| Ergebnis vor Steuern | -489 | 9 | 8 | 356 | -11 | 3 | 387 | 21 | -2 | 39 | 83 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag¹ | 158 | 12 | 3 | 26 | -7 | -3 | 101 | 4 | 1 | -24 | 23 | |
| Mitarbeiter Anzahl | 32.236 | 289 | 86 | 990 | 246 | 36 | 6.977 | 141 | 381 | 356 | 697 |
¹ Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).
(75) Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
Die nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen des Commerzbank-Konzerns erstrecken sich auf die nachfolgend beschriebenen Transaktionsarten (Cluster):
-
Asset-backed Securities (ABS)
Bei Asset-backed Securities (ABS) handelt es sich um forderungsbesicherte Wertpapiere mit dem Ziel, bestimmte Vermögenswerte, in der Regel Kreditforderungen, in verzinsliche, handelbare Wertpapiere umzuwandeln beziehungsweise zu verbriefen. Als Basiswerte dienen beispielsweise Konsumentenkredite (Auto-, Kreditkartenforderungen), Hypothekendarlehen oder Unternehmenskredite mit hoher Bonität. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt über die Emission verschiedener Tranchen von Asset-backed Securities. Investoren dieser Wertpapiere unterliegen dem Ausfallrisiko des Basiswertes. Die Commerzbank investiert dabei in ABS-Tranchen mit Investment Grade. -
CFS Fonds Business
Hierunter fallen alle von der Commerz Funds Solutions S.A. aufgelegten und nicht konsolidierten Publikumsfonds und ComStage ETFs. Die Geschäftsaktivitäten der Commerz Funds Solutions S.A. umfassen verschiedene Arten passiver Investmentfonds. Neben ETFs werden Publikumsfonds angeboten, die verschiedene Strategien für zum Beispiel europäische Märkte, Branchen oder bestimmte Anlageklassen verfolgen. ComStage ist eine Marke der Commerzbank und ist als offene Investmentgesellschaft in Form einer SICAV registriert und fungiert als Umbrella-Fonds für ComStage ETFs. ComStage ETFs sind als Teilfonds nach luxemburgischem Recht aufgelegt und unterliegen den Bestimmungen der europäischen Fondsregulierung. ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, deren Ziel eine möglichst genaue Abbildung eines Index ist, ohne eine aktive Portfoliosteuerung zu betreiben. Die Commerzbank hält Fondsanteile einzelner Publikumsfonds und ETFs, um einen liquiden Markt zu gewährleisten, oder unterstützt bei Fondsneuauflagen mit einem Zuschuss von Seedmoney. -
Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform
Bei eigenen Verbriefungen der Commerzbank handelt es sich um True-Sale- und synthetische Verbriefungen, die im Rahmen der Steuerung der Liquidität, des Kapitals und der Risikoaktiva der Bank eingesetzt werden. Die Finanzierung der die Forderungen erwerbenden Gesellschaften erfolgt über die Ausgabe verschiedener Tranchen von Wertpapieren, die am Kapitalmarkt platziert werden. Darüber hinaus ist die Commerzbank Sponsor für eine Verbriefungsplattform. Mit diesem Conduit-Programm strukturiert, arrangiert und verbrieft die Commerzbank Forderungen Dritter, die zum Kreis des Segments Firmenkunden gehören. Die Verbriefungsgesellschaften refinanzieren sich über die Ausgabe von forderungsbesicherten Wertpapieren sowie durch Liquiditätslinien. Neben bestehenden Übersicherungen wird das Risiko von Forderungsausfällen über externe Kreditversicherungen abgedeckt. -
Hedge Fonds
Es handelt sich hierbei um im Kundeninteresse getätigte Investments in Hedge-Fonds-Anteile. Die Performance und das Risiko aus den Anteilen wird über Total Return Swaps oder Zertifikate an die Kunden weitergegeben. Die Commerzbank sichert sich somit wirtschaftlich ab und investiert nicht im Eigeninteresse.# Leasingobjektgesellschaften Mit diesen Gesellschaften werden bedarfsgerechte Leasing-/ Finanzierungskonzepte für Großanlagen wie zum Beispiel Immobilien, Flugzeuge, Schiffe oder regenerative Energiesysteme strukturiert. Für jede Transaktion wird grundsätzlich eine eigenständige Zweckgesellschaft gegründet, an der sich die Commerz-Real-Gruppe als Mehrheits- oder Minderheitsgesellschafter beteiligt. Als Finanzdienstleistungsinstitut gewährt die Commerz-Real-Gruppe diesen Gesellschaften keine Darlehen. Vielmehr werden diese von konzernfremden und konzerneigenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt. Zum Kerngeschäft der Commerz-Real-Gruppe gehört allerdings die Verwaltung der strukturierten Unternehmen.
Private Finance Initiative & Structured Credit Legacy (PFI und SCL) Dieses Cluster umfasst Positionen aus dem ehemaligen Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU), das verantwortlich für die Rückführung von Aktiva war, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten standen. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet wurden, beinhalteten zu Beginn nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Unternehmens- und Bankanleihen sowie exotische Kreditderivate. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgte im Wesentlichen über die Emission verschiedener Arten von forderungsbesicherten Wertpapieren und Schuldverschreibungen. Investitionen unterliegen dabei dem Ausfallrisiko des Basiswertes oder des Emittenten.
Sonstige Hierbei handelt es sich um strukturierte Unternehmen, die nicht in den oben aufgeführten Kategorien enthalten sind. Im Wesentlichen fallen hierunter Kapitalmarkttransaktionen von Asset Solutions & Structured Finance (AS8SF) sowie strukturierte Transaktionen im Zusammenhang mit Kreditderivategeschäften. AS8SF führt Transaktionen für Kunden mit begrenztem Zugang zu den Kapitalmärkten durch und bringt sie mit alternativen Kapitalgebern zusammen. Im Bereich Structured Finance liegt der Fokus auf der Strukturierung und dem Vertrieb von Finanzierungs- und Investmentlösungen für Firmenkunden und Finanzinstitute. Der Bereich Structured Asset Solutions konzentriert sich auf die Finanzierung von Sachanlagen und anderen Vermögensgegenständen mittels Leasing oder strukturierter Finanzierungen. Dies beinhaltet auch die Einbindung alternativer Kapitalgeber außerhalb des Bankensektors. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Strukturierung von Investitionslösungen, sowie das Underwriting und die Ausplatzierung hierfür geeigneter Finanzierungen.
Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Des Weiteren werden der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns aufgezeigt. Das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen resultiert aus bilanzierten Vermögenswerten sowie aus Kreditzusagen und gewährten Garantien gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, die zu den jeweiligen Stichtagen nicht in Anspruch genommen wurden. Das maximale Verlustrisiko aus Vermögenswerten gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen entspricht den aktuellen Buchwerten dieser Positionen nach Risikoergebnis. Für Kreditzusagen und Garantien verstehen wir unter dem maximalen Verlustrisiko den Nominalwert der Zusage. Der Ausweis des maximalen Verlustrisikos erfolgt brutto, das heißt ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder Hedgingaktivitäten, die wirtschaftlich zur Risikominderung bestehen.
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| Mio. € | ABS | Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform | CFS Fonds Business | Hedge-fonds | Leasingobjektgesellschaften | PFI und SCL |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte per 31.12.2018 | 11.301 | 2.266 | 134 | 169 | 425 | 1.145 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 7.325 | 2.264 | - | 68 | 410 | 2 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option | 3.805 | - | - | - | - | 57 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 167 | - | - | - | 13 | 860 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 3 | 1 | 134 | 101 | 2 | 226 |
| Übrige Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Schulden per 31.12.2018 | - | 1.065 | 15 | 15 | 43 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | - | 1.063 | 13 | 15 | 43 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Schulden | - | 2 | 2 | - | - | 0 |
| Erträge und Aufwendungen vom 1.1.- 31.12.2018 | ||||||
| Zinsüberschuss nach Risikoergebnis | 209 | -52 | -1 | - | 24 | 45 |
| Provisionsüberschuss | - | 3 | 0 | - | 7 | 0 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 6 | 14 | -4 | 2 | -2 | 4 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | -2 | -1 |
| Maximales Verlustrisiko per 31.12.2018 | ||||||
| Vermögenswerte | 11.301 | 2.266 | 134 | 169 | 425 | 1.145 |
| Kreditzusagen | - | 2.451 | - | - | - | - |
| Garantien | - | 16 | - | - | 0 | - |
| Umfang¹ | 64.835 | 4.265 | 11.080 | 169 | 2.895 | 1.145 |
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| Mio. € | Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2018 |
|---|---|
| 332 | |
| Finanzielle Vermögenswerte -Amortised Cost | 274 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value Option | 42 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading | 16 |
| Übrige Vermögenswerte | - |
| Schulden per 31.12.2018 | 27 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Fair Value Option | 0 |
| Übrige Schulden | 25 |
| Erträge und Aufwendungen vom 1.1.- 31.12.2018 | |
| Zinsüberschuss nach Risikoergebnis | 9 |
| Provisionsüberschuss | 1 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | -10 |
| Sonstiges Ergebnis | - |
| Maximales Verlustrisiko per 31.12.2018 | |
| Vermögenswerte | 332 |
| Kreditzusagen | 128 |
| Garantien | - |
| Umfang¹ | 200.532 |
¹ Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt.
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| Mio. € | ABS | Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform | CFS Fonds Business | Hedge-fonds | Leasingobjektgesellschaften | PFI und SCL |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte per 31.12.2017 | 7.073 | 1.380 | 108 | 235 | 458 | 1.226 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables | - | 1.358 | 5 | 0 | 451 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale | 7.073 | 17 | - | 24 | 4 | 183 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | - | 5 | 103 | 211 | 3 | 943 |
| Übrige Vermögenswerte | - | 0 | - | - | - | 100 |
| Schulden per 31.12.2017 | - | 1.058 | 24 | 0 | 28 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | - | 112 | 1 | - | 28 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | - | 0 | 23 | - | - | 0 |
| Übrige Schulden | - | 946 | - | 0 | - | 0 |
| Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2017 | ||||||
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 82 | -47 | -5 | - | 15 | 59 |
| Provisionsüberschuss | - | 4 | 0 | - | 7 | 0 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 5 | -37 | 618 | 18 | -1 | 59 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | -1 | 30 |
| Maximales Verlustrisiko per 31.12.2017 | ||||||
| Vermögenswerte | 7.073 | 1.380 | 108 | 235 | 458 | 1.226 |
| Kreditzusagen | - | 2.565 | - | - | - | - |
| Garantien | - | 16 | - | - | 0 | - |
| Umfang¹ | 68.450 | 5.450 | 10.634 | 235 | 3.003 | 1.073 |
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| Mio. € | Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2017 |
|---|---|
| 223 | |
| Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables | 84 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale | 98 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading | 40 |
| Übrige Vermögenswerte | 0 |
| Schulden per 31.12.2017 | 30 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | 28 |
| Übrige Schulden | 0 |
| Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2017 | |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 5 |
| Provisionsüberschuss | 0 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | -24 |
| Sonstiges Ergebnis | - |
| Maximales Verlustrisiko per 31.12.2017 | |
| Vermögenswerte | 223 |
| Kreditzusagen | 106 |
| Garantien | - |
| Umfang¹ | 40.766 |
¹ Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteilegezeigt.
Die Commerzbank tritt auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn ― dies durch die Commerzbank initiiert und/oder strukturiert wurde; ― dies Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat; ― dies vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder es durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Bruttoerträge des Commerzbank-Konzerns aus gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen - 16 Mio. Euro (Vorjahr: 625 Mio. Euro). Das negative Ergebnis resultiert aus einem einmaligen Zinsaufwand von 70 Mio. Euro im Cluster "Eigene Verbriefungen". Die Buchwerte der Vermögensgegenstände des Commerzbank-Konzerns gegenüber gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betrugen in Summe 2.871 Mio. Euro (Vorjahr: 2.046 Mio. Euro).
(76) Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
Die Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellten sich innerhalb des Segments Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar. Dabei berücksichtigen wir die Tochterunternehmen mBank S. A. und den Teilkonzern comdirect bank.
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| mBank S.A., Warschau, Polen | comdirect bank Teilkonzern, Quickborn, Deutschland | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar: | ||||
| Kapital (%) | 31 | 31 | 18 | 18 |
| Stimmrechte (%) | 31 | 31 | 18 | 18 |
| Konzernergebnis (Mio. €) | 67 | 63 | 9 | 13 |
| Eigenkapital (Mio. €) | 960 | 937 | 113 | 113 |
| Dividendenausschüttung (in Mio. €) | 16 | - | 6 | 6 |
| Vermögenswerte (Mio. €)¹ | 9.793 | 9.111 | 4.773 | 4.085 |
| Schulden (Mio. €)¹ | 8.749 | 8.091 | 4.660 | 3.971 |
| Gewinn/Verlust (Mio. €)¹ | 75 | 74 | 9 | 13 |
| Sonstiges Periodenergebnis (Mio. €)¹ | -19 | -58 | 0 | 5 |
| Gesamtergebnis (Mio. | # €)1 57 17 9 17 Cashflows (Mio. €)1 101 -159 -24 48 1 Vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte. |
(77) Patronatserklärung
Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesihen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.
scroll Name Sitz
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) AO Moskau
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo São Paulo
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH Eschborn
(78) Anteilsbesitz
Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 und IFRS 12.21 zum Konzernabschluss vor. Die Angaben zum Eigenkapital und dem Jahresergebnis der Gesellschaften sind den Abschlüssen der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften entnommen. Fußnoten, Erläuterungen zum Geschäftszweck und weitere Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.
1. Verbundene Unternehmen
a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
scroll Sitz Geschäftszweck Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte % Währung
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland SOFDL 0,0 85,0 EUR
Asekum Sp. z o.o. Warszawa, Polen SOUNT 100,0 PLN
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
AVENTIMOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
BDH Development Sp. z o.o. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda SOFDL 100,0 USD
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
CERI International Sp. z o.o. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn, Deutschland KREDI 82,3 EUR
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo São Paulo, Brasilien KREDI 100,0 BRL
Commerz Bankenholding Nova GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerzbank (Eurasija) AO Moskau, Russland KREDI 100,0 RUB
Commerzbank Finance 3 S.à r.l. Luxembourg, Luxemburg SOUNT 100,0 EUR
Commerzbank Finance BV Amsterdam-Zuidoost, Niederlande SOFDL 100,0 EUR
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. Luxembourg, Luxemburg KREDI 100,0 EUR
Commerzbank Finance Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich SOFDL 100,0 EUR
Commerzbank Holdings (UK) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerzbank Leasing 6 S.à r.l. Luxembourg, Luxemburg SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing December (1) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing December (3) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing Holdings Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing March (3) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank Leasing September (5) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn KREDI 100,0 HUF
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Commerz Direktservice GmbH Duisburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Commerz (East Asia) Limited Hong Kong, Hongkong SOFDL 100,0 EUR
CommerzFactoring GmbH Mainz, Deutschland SOFDL 50,1 EUR
Commerz Funds Solutions S.A. Luxembourg, Luxemburg BETGE 100,0 EUR
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 90,0 EUR
Commerz Markets LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Commerz Pearl Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Commerz Real AG Wiesbaden, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland BETGE 100,0 EUR
Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland BETGE 100,0 EUR
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Commerz Securities Hong Kong Limited Hong Kong, Hongkong SOFDL 100,0 EUR
Commerz Service-Center Intensive GmbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 99,5 EUR
CommerzVentures GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
ComTS Finance GmbH Halle (Saale), Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS Logistics GmbH Magdeburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS Mitte GmbH Erfurt, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS Nord GmbH Magdeburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS Ost GmbH Halle (Saale), Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS Rhein-Ruhr GmbH Duisburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
ComTS West GmbH Hamm, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 JPY
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 0,1 0,3 EUR
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 6,0 7,0 EUR
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 8,1 65,0 EUR
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Entertainment Asset Holdings C.V. Amsterdam-Zuidoost, Niederlande SOUNT 58,2 EUR
Entertainment Asset Holdings GP B.V. Amsterdam- Zuidoost, Niederlande SOUNT 100,0 EUR
Eschborn Capital LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
European Bank for Financial Services GmbH (ebase) Aschheim, Deutschland KREDI 100,0 EUR
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA SOUNT 51,0 USD
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Warszawa, Polen SOFDL 99,0 0,0 PLN
Garbary Sp. z o.o. Poznan, Polen SOUNT 100,0 PLN
Greene Elm Trading II LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Greene Elm Trading VII LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Greene Elm Trading VI LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Greene Elm Trading V LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD
Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP
Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH München, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 77,2 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 77,2 77,3 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 73,9 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH Eschborn, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Main Incubator GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
mBank Hipoteczny S.A. Warszawa, Polen KREDI 100,0 PLN
mBank S.A. Warszawa, Polen KREDI 69,3 PLN
mCentrum Operacji Sp. z o.o. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
mFaktoring S.A. Warszawa, Polen SOFDL 100,0 PLN
mFinance France S.A. Paris, Frankreich SOFDL 100,0 EUR
mFinanse S.A. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN
mLeasing Sp. z o.o. Warszawa, Polen SOFDL 100,0 PLN
MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 25,0 EUR
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG Grünwald, Deutschland SOUNT 85,0 93,0 EUR
OnVista Aktiengesellschaft Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
onvista media GmbH Köln, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR
Tele-Tech Investment Sp. z o.o. Warszawa, Polen SOFDL 100,0 PLN
Tomo Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR
Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA SOUNT 100,0 60,0 USD
Zelos Luxembourg S.C.S. Luxembourg, Luxemburg SOFDL 100,0 EUR
scroll EigenkapitalTsd. JahresergebnisTsd.| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % |
| :------------------------------------------------------------ | :--------------------- | :-------------- | :------------------------ |
| ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | | 56,0 | 3,0 |
| ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | | 0 | 2,0 |
| Asekum Sp. z o.o. | | 0 | - |
| ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH | | 3.825,0 | - |
| a) Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 269.364,0 | - |
| a) b) AVENTIMOLA Beteiligungsgesellschaft mbH | | 24,0 | 236,0 |
| BDH Development Sp. z o.o. | | 90.557,0 | -1.416,0 |
| Bridge Re Limited | | 620,0 | -60,0 |
| CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH | | 2.137,0 | - |
| a) b) CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | | 0 | - |
| CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG | | 15.097,0 | 17.747,0 |
| CERI International Sp. z o.o. | | 50.878,0 | 15.599,0 |
| Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 26,0 | - |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | | 567.340,0 | 71.544,0 |
| Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo | | 239.120,0 | -11.135,0 |
| Commerz Bankenholding Nova GmbH | | 982.707,0 | - |
| a) b) Commerzbank (Eurasija) AO | | 10.811.457,0 | 1.347.035,0 |
| Commerzbank Finance 3 S.à r.l. | | 752,0 | -20,0 |
| Commerzbank Finance BV | | 1.127,0 | -77,0 |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. | | 2.131.063,0 | -83.644,0 |
| Commerzbank Finance Limited | | 343.964,0 | 81.838,0 |
| Commerzbank Holdings France | | 40.523,0 | -1.608,0 |
| Commerzbank Holdings (UK) Limited | | 15.889,0 | 154,0 |
| Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 462.597,0 | - |
| a) b) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | | 732.578,0 | - |
| Commerzbank Leasing 6 S.à r.l. | | 95,0 | -2,0 |
| Commerzbank Leasing December (1) Limited | | 317,0 | -2,0 |
| Commerzbank Leasing December (3) Limited | | -34,0 | 300,0 |
| Commerzbank Leasing Holdings Limited | | 1.197,0 | 47,0 |
| Commerzbank Leasing Limited | | 23,0 | 3,0 |
| Commerzbank Leasing March (3) Limited | | -3,0 | 17,0 |
| Commerzbank Leasing September (5) Limited | | -22,0 | 49,0 |
| Commerzbank U.S. Finance, Inc. | | 341,0 | 11,0 |
| Commerzbank Zrt. | | 27.296.000,0 | 561.000,0 |
| Commerz Business Consulting GmbH | | 164,0 | - |
| a) b) Commerz Direktservice GmbH | | 1.205,0 | - |
| Commerz (East Asia) Limited | | 4.633,0 | -211,0 |
| CommerzFactoring GmbH | | 1.099,0 | - |
| Commerz Funds Solutions S.A. | | 12.368,0 | 5.418,0 |
| Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | | 14.500,0 | 772,0 |
| Commerz Markets LLC | | 203.876,0 | 10.019,0 |
| Commerz Pearl Limited | | 20,0 | -2,0 |
| Commerz Real AG | | 408.394,0 | - |
| Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | | 151,0 | - |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | | 21.958,0 | - |
| Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | | 5.000,0 | - |
| Commerz Real Mobilienleasing GmbH | | 5.385,0 | - |
| Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | | 26,0 | - |
| Commerz Securities Hong Kong Limited | | 1.115,0 | -84,0 |
| Commerz Service-Center Intensive GmbH | | 435,0 | - |
| a) b) Commerz Services Holding GmbH | | 15.979,0 | - |
| CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG | | 32.560,0 | -27,0b) |
| CommerzVentures GmbH | | 35.420,0 | -1.964,0b) |
| ComTS Finance GmbH | | 1.550,0 | - |
| a) b) ComTS Logistics GmbH | | 1.550,0 | - |
| ComTS Mitte GmbH | | 2.714,0 | - |
| a) b) ComTS Nord GmbH | | 1.492,0 | - |
| ComTS Ost GmbH | | 1.550,0 | - |
| a) b) ComTS Rhein-Ruhr GmbH | | 1.050,0 | -4)a) b) |
| ComTS West GmbH | | 1.256,0 | - |
| a) b) Dresdner Capital LLC I | | 1.831,0 | 42,0 |
| Dresdner Capital LLC IV | | 18.528,0 | -43,0 |
| Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | | 101.477,0 | -82.785,0 |
| Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | | 32.109,0 | - |
| a) b) Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG | | -1.517,0 | 1.134,0c) |
| Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG | | -903,0 | 143,0c) |
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG | | -3.107,0 | 1.193,0c) |
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG | | -1.009,0 | 306,0 |
| DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 25,0 | - |
| a) b) Entertainment Asset Holdings C.V. | | 200,0 | 38,0 |
| Entertainment Asset Holdings GP B.V. | | 1,0 | - |
| Eschborn Capital LLC | | 7.318,0 | 54,0 |
| European Bank for Financial Services GmbH (ebase) | | 26.800,0 | - |
| a) FABA Vermietungsgesellschaft mbH | | 26,0 | - |
| a) b) Film Library Holdings LLC | | 11.389,0 | 5.970,0 |
| Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 31,0 | -92,0 |
| Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety | | 223.416,0 | -3.011,0 |
| Garbary Sp. z o.o. | | 45.027,0 | -34.502,0 |
| Greene Elm Trading II LLC | | 15.344,0 | 163,0 |
| Greene Elm Trading VII LLC | | 15.383,0 | -1,0 |
| Greene Elm Trading VI LLC | | 11.926,0 | 119,0 |
| Greene Elm Trading V LLC | | 9.801,0 | 110,0 |
| Gresham Leasing March (2) Limited | | 4,0 | 13,0 |
| Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 74.830,0 | - |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. | | 20.738,0 | 8.192,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. | | 22.541,0 | 16.742,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. | | 19.034,0 | 8.543,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. | | 17.223,0 | 15.755,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. | | 36.120,0 | 13.724,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. | | 20.197,0 | 15.815,0b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. | | 20.810,0 | 8.394,0b) |
| LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH | | 37.067,0 | - |
| a) b) Main Incubator GmbH | | 7.872,0 | - |
| mBank Hipoteczny S.A. | | 1.028.572,0 | 27.829,0 |
| mBank S.A. | | 13.197.857,0 | 1.089.704,0 |
| mCentrum Operacji Sp. z o.o. | | 28.944,0 | 6.341,0 |
| MERKUR Grundstücks GmbH | | 1.939,0 | - |
| a) mFaktoring S.A. | | 72.395,0 | 12.081,0 |
| mFinance France S.A. | | 529,0 | -290,0 |
| mFinanse S.A. | | 154.710,0 | 114.051,0 |
| mLeasing Sp. z o.o. | | 333.201,0 | 48.577,0 |
| MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH | | 760,0 | 8.146,0c) |
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH | | 32.123,0 | 53.745,0b) |
| NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | | 11.176,0 | - |
| a) OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG | | 5.541,0 | 3.977,0c) |
| OnVista Aktiengesellschaft | | 33.094,0 | 6.862,0 |
| onvista media GmbH | | 912,0 | 167,0 |
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH | | 933,0 | 1,0 |
| SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | | 5.811,0 | - |
| a) Tele-Tech Investment Sp. z o.o. | | 541,0 | -6.152,0 |
| TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | | 22.778,0 | - |
| a) b) Twins Financing LLC | | 1.937,0 | 8.421,0 |
| Zelos Luxembourg S.C.S. | | -25.516,0 | -6.491,0 b) |
Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % |
|---|---|---|---|
| 10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG i.L. | Düsseldorf, Deutschland | 81,4 | |
| 1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Balingen KG | Düsseldorf, Deutschland | 75,8 | 75,9 |
| 2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heilbronn KG | Düsseldorf, Deutschland | 78,1 | 78,3 |
| 3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABALINGA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABELLANA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ABODA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACILIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | c) | |
| ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ACONITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | c) | |
| ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Actium Leasobjekt Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | a) |
| ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | |
| ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADMEO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADORA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADRUGA Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AFORTUNA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AGUSTO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AHOIH Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALEMONA | |||
| :----------------------------------------------------------------- | :------------------------ | :---------- | |
| Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALICANTE NOVA Shipping Limited | Monrovia, Liberia | 100,0 | |
| ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALLATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 94,0 | |
| ALLORUM Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALVARA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ALWIGA Netzbeteiligungen GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMATA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMOJA Netzbesitz GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMOJA Netzbesitz GmbH & Co. Objekt Scholven KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMOJA Netzbeteiligungs-GmbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANCONA NOVA Shipping Limited | Monrovia, Liberia | 100,0 | |
| ANDINO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| a) ANDINO Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANDINO Fünfte Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANDINO Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANDINO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| a) ANET GmbH & Co. GESCHLOSSENE INVESTMENT KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ANET Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| APTEMUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARAUNA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARBITRIA Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARIBELLA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARINGO Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Ariondaz SAS | Paris, Frankreich | 100,0 | |
| ARKAMA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ARMILLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Arvilla Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Arvillux S.à r.l. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| ASTRADA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | |
| c) ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AVANTLA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Avantlux S.à r.l. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Avestlux S.à r.l. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| AVIO Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| AVOLO Flugzeugleasinggesellschaft mbH | Karlsruhe, Deutschland | 100,0 | |
| AWINTO Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| BENE Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| c) BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Grünwald, Deutschland | 100,0 | |
| 19,0 Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| BILBAO NOVA Shipping Limited | Monrovia, Liberia | 100,0 | |
| Blue Amber Fund Management S.A. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | c) | |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichshafen KG | Düsseldorf, Deutschland | 51,0c) | |
| Bot4Business Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | ||
| BRE Property Partner Sp. z o.o. | Warszawa, Polen | 100,0 | |
| CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| CCR Courtage | Paris, Frankreich | 100,0 | |
| Centrum Bezpieczenstwa Cyfrowego S.A. | Warszawa, Polen | 1) | |
| CFB-Fonds Transfair GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| a) CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| CGI Victoria Square Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| CGI Victoria Square Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| CG Japan GmbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| CIV GmbH Beta | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation GmbH | Glashütten, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd | Singapore, Singapur | 100,0 | |
| Commerzbank Asset Management Asia Ltd. | Singapore, Singapur | 100,0 | |
| Commerzbank Auslandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| 2) a) b) Commerzbank Capital Investment Company Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Investments (UK) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Leasing December (12) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Leasing December (13) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Leasing December (26) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Leasing December (6) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Pension Trustees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Representative Office Nigeria Limited | Lagos, Nigeria | 100,0 | |
| Commerzbank Representative Office Panama, S.A. | City of Panama, Panama | 100,0 | |
| Commerzbank Securities Ltd | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerzbank Securities Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerz Building and Management GmbH | Essen, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Equipment Leasing Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerz GOA Realty Associates LLC | Wilmington, Delaware, USA | 49,0 | |
| 50,0c) Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd. | Johannesburg, Südafrika | 100,0 | |
| CommerzKommunalbau GmbH i.L. | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| 3) Commerz Kreditbearbeitung GmbH | Duisburg, Deutschland | 100,0 | |
| CommerzLeasing Anlagen-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | c) | |
| CommerzLeasing GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Commerz Nederland N.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | |
| Commerz Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerz Real Asia Pacific Limited | Hong Kong, Hongkong | 100,0 | |
| Commerz Real Asset Structuring GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Real Baumanagement GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Real Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 22,9 | |
| 23,0c) Commerz Real Digitale Vertriebs- und Service GmbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH i.L. | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | |
| a) Commerz Real France & South EURL | Paris, Frankreich | 100,0 | |
| Commerz Real Fund Management S.à r.l. | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| Commerz Real Institutional European Hotel Fund SCA SICAV-RAIF | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| Commerz Real Institutional Infrastructure Multi-Asset Fund II SCA SICAV-RAIF | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| Commerz Real North Ltd. | London, Großbritannien | 100,0 | |
| Commerz Real Southern Europe GmbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| Commerz Realty Associates GP V, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | |
| Commerz Real West BV | Amstelveen, Niederlande | 100,0 | |
| Commerz Real Western Europe GmbH i.L. | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| CommerzStiftungsTreuhand GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| Commerz Trade Services Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur, Malaysia | 100,0 | |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| CommerzVentures Beteiligungsverwaltungs GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| COMUNITHY Immobilien GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 51,0 | |
| Copernicus Germany GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | |
| a) Crédito Germánico S.A. | Montevideo, Uruguay | 100,0 | |
| CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | |
| CR KaiserKarree Holding | Luxembourg, Luxemburg | 100,0 | |
| CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED | Johannesburg, Südafrika | 100,0 | |
| CSK Sp. z o.o. | Lódz, Polen | 100,0 | |
| DAUNUS Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | a) c) | |
| Delphi I Eurohypo LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | |
| Digital Teammates S.A. | Warszawa, Polen | 5) | |
| DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | |
| c) DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0 | |
| c) DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwerin KG | Grünwald, Deutschland | 6,0 | |
| 2,0c) DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | |
| c) DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | |
| c) DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft & Co. | ```markdown | ||
| Objekt Gevelsberg KG Grünwald, Deutschland 6,0 5,0c) | |||
| DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited London, Großbritannien 100,0 | |||
| Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0 | |||
| Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0 | |||
| DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 0,4c) | |||
| Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 | |||
| Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) | |||
| EuREAM GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 | |||
| EVIDENTIA Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| Fernwärmenetz Leipzig GmbH Leipzig, Deutschland 100,0 | |||
| FLOR Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c) | |||
| FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 50,0c) | |||
| Galbraith Investments Limited London, Großbritannien 100,0 | |||
| General Leasing (No.16) Limited London, Großbritannien 100,0 | |||
| Gesellschaft für Kreditsicherung mbH Berlin, Deutschland 63,3 | |||
| GIE Dresdner Kleinwort France Paris, Frankreich 100,0 | |||
| GRABINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 | |||
| GRADARA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c) | |||
| GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 | |||
| GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Sendlinger Alm KG Grünwald, Deutschland 100,0 c) | |||
| GRALANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c) | |||
| GRALIDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 | |||
| GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRAMOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG i.L. Grünwald, Deutschland 94,0 40,0c) | |||
| GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Grünwald, Deutschland c) | |||
| GRECORA Aviation GmbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) | |||
| GRECORA Aviation GmbH & Co. geschlossene Investment KG Grünwald, Deutschland 100,0 | |||
| Greene Elm Trading IX LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 | |||
| Greene Elm Trading VIII LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 | |||
| Greene Elm Trading X LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 | |||
| GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRENDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) | |||
| GRESELA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) | |||
| Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0 | |||
| Gresham Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 70,0 | |||
| GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRILISA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c) | |||
| GRINA Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 | |||
| GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Marzahn KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Weißensee KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dreieich KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover EXPO Park KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover Hauptbetrieb KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarlouis KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c) | |||
| GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| HAJOBANTA GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOBURGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOGA-US Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOLENA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOLINDA Beteiligungsgesellschaft GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOLUCA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOMA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOMINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJORALDIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOSOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| Hamudi S.A. Madrid, Spanien 100,0 | |||
| Haus am Kai 2 O.O.O. Moskau, Rußland 100,0 | |||
| HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 | |||
| Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0 | |||
| HIMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c) | |||
| Histel Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a) | |||
| Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o Prag, Tschechien 100,0 | |||
| Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0 | |||
| IMMOFIDUCIA Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0 | |||
| IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG i.L. Köln, Deutschland 95,1 | |||
| IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH Köln, Deutschland 100,0 | |||
| Japanturm Betriebsgesellschaft mbH i.L. Wiesbaden, Deutschland 100,0 | |||
| KENSTONE GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 a) | |||
| LIVIDA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Erfurt, Deutschland c) | |||
| LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Königstein KG Grünwald, Deutschland c) | |||
| LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| LUTEA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c) | |||
| MARBARDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MARBINO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 50,0c) | |||
| MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 50,0c) | |||
| MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MARLINTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| Marseille Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0 | |||
| Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0 | |||
| Max Lease S.à r.l. Luxembourg, Luxemburg 100,0 | |||
| mBOX Sp. z o.o. Warszawa, Polen 100,0 | |||
| mCorporate Finance S.A. Warszawa, Polen 100,0 | |||
| m Elements S.A. Warszawa, Polen 100,0 7) | |||
| MOLANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLANDA Vermietungsgesellschaft mbH München, Deutschland c) | |||
| MOLANGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| MOLANKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLANZIO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARELLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLAREZZO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARISA Vermögensverwaltung mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 49,0c) | |||
| MOLARIS Geschäftsführungs GmbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Grundstücksverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Immobilienverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Managementgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARIS Objektverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. | |||
| ```Objekt Detmold KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c) | |||
| MOLARONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLAROSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLASSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLATHINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBAKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBAMBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLBERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLBOLLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLBRIENZA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLBURGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLCAMPO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLCENTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLCOCO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf , Deutschland c) | |||
| MOLCORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lünen KG Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDESKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mallersdorf KG Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDICMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLDORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLENDRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLETUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLFENNA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLFINO Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Berlin, Deutschland c) | |||
| MOLFOKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLFRIEDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLFUNDA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c) | |||
| MOLGABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLGEDI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLGEKA Vermietungsgesellschaft mbH Meerbusch, Deutschland c) | |||
| MOLGERBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLGERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLIGELA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLIGO Vermietungsgesellschaft mbH Rostock, Deutschland c) | |||
| MOLISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH Hannover, Deutschland c) | |||
| MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaltenkichen KG Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLKIRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLKRIMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLMARTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLMIRA Vermietungsgesellschft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLNERA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c) | |||
| MOLOTA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland c) | |||
| MOLPANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLPERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLPETTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLPURA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| MOLRANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| MOLRAWIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLRESTIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLRISTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| MOLRITA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLRONDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLROSSI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSANTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSCHORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSI WA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c) | |||
| MOLSTEFFA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) | |||
| MOLTANDO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLTARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLTERAMO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLTIVOLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLTUNIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLUGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLVANI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLVINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLVINCA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLVORRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schweinfurt KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c) | |||
| MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ottensen KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c) | |||
| MONATA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| MORANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c) | |||
| mServices Sp. z o.o. Lódz, Polen 100,0 8) | |||
| MS "PUCCINI" Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 | |||
| NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG i.L. Hamburg, Deutschland 93,6 93,7 | |||
| NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NAVO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 10,0 15,0c) | |||
| NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 | |||
| NERVUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| NEUGELB STUDIOS GmbH Berlin, Deutschland 100,0 a) | |||
| NOLICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 70,0 | |||
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 | |||
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf, Deutschland 90,0 65,0 | |||
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.### 2. Associated Companies |
a) Associated companies accounted for at equity in the consolidated financial statements
| Name | Seat | Equity Interest (%) | Discrepant Voting Rights (%) | Currency | Equity* (thousands) | Annual Result* (thousands) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Germany | 31.6 | EUR | 234,632 | 4,100 | |
| Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main, Germany | 40.0 | EUR | 87,170 | 9,900 | |
| CR Hotel Target Pty Ltd | Sydney, NSW, Australia | 50.0 | AUD | 25,326 | -3,804 | |
| DTE Energy Center, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 50.0 | USD | 68,686 | 10,478 | |
| HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG | Düsseldorf, Germany | 20.8 | EUR | 13,233 | 1,810 | |
| ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft | Düsseldorf, Germany | 50.0 | EUR | 29,249 | 7,707c) | |
| Düsseldorf mbH |
b) Associated companies not accounted for at equity in the consolidated financial statements due to minor importance
| Name | Seat | Equity Interest (%) | Discrepant Voting Rights (%) |
|---|---|---|---|
| AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG | München, Germany | 47.4 | 47.5 |
| AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG | Düsseldorf, Germany | 24.3 | 29.8 |
| ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG | Düsseldorf, Germany | 5.2 | 25.0 |
| ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Germany | 50.0 | |
| ATISHA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Paris KG | Düsseldorf, Germany | 50.0 | |
| Film & Entertainment VIP MEDIENFONDS 3 GmbH & Co. KG i.L. | Grünwald, Germany | 43.9 | |
| FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald, Germany | 49.0 | |
| FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kokerei KG | Grünwald, Germany | - | c) |
| GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH | Bad Homburg v.d.Höhe, Germany | 24.8 | 28.8 |
| Immobilien-Vermietungsgesellschaft Dr. Rühl GmbH & Co. Objekt Stutensee KG | Düsseldorf, Germany | 3.5 | 25.0 |
| Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Plauen-Park KG | Düsseldorf, Germany | 21.4 | |
| MIDAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Langenhagen KG i.L. | Düsseldorf, Germany | 5.0 | 50.0 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Radolfzell KG i.L. | Düsseldorf, Germany | 21.0 | |
| MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landkreis Hildburghausen KG | Düsseldorf, Germany | 6.0 | 31.0 |
| MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG i. L. | Drochtersen, Germany | 30.6 | |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen | Düsseldorf, Germany | - | 50.0 |
| NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L. | Pöcking, Germany | 2.5 | 25.0 |
| Pinova GmbH & Co. Erste Beteiligungs KG | München, Germany | 40.0 | |
| PRUNA Betreiber GmbH | Grünwald, Germany | 51.0 | |
| Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L. | Frankfurt am Main, Germany | 33.3 | |
| ROSCAs UG (haftungsbeschränkt) | Frankfurt am Main, Germany | 25.0 | |
| SUEZ Immobilia GmbH & Co. KG | Köln, Germany | 5.1 | 50.0 |
3. Joint Ventures
a) Joint ventures accounted for at equity in the consolidated financial statements
| Name | Seat | Equity Interest (%) | Discrepant Voting Rights (%) | Currency | Equity* (thousands) | Annual Result* (thousands) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Delphi I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 33.3 | EUR | 434,402 | -119,230 | |
| FV Holding S.A. | Bruxelles, Belgium | 60.0 | EUR | 1,223 | -35 |
b) Joint ventures not accounted for at equity in the consolidated financial statements due to minor importance
| Name | Seat | Equity Interest (%) | Discrepant Voting Rights (%) |
|---|---|---|---|
| Bonitos Verwaltungs GmbH i.L. | Frankfurt am Main, Germany | 50.0 | 50.0 |
| NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH | Luxembourg, Luxemburg | 49.5 | 49.5 |
4. Structured Entities
a) Structured entities included in the consolidated financial statements in accordance with IFRS 10/11
| Name | Seat | Segment | Equity Interest (%) | Discrepant Voting Rights (%) | Currency | Equity* (thousands) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Agate Assets S.A. | Luxembourg, Luxemburg | S014 | FK | EUR | 41.0 | |
| Borromeo Finance S.r.l. | Mailand, Italy | FK | EUR | 16,582.0 | ||
| Bosphorus Capital DAC | Dublin, Ireland | FK | EUR | 75.0 | ||
| Bosphorus Investments DAC | Dublin, Ireland | FK | EUR | 12.0 | ||
| CoCo Finance II- 2 DAC | Dublin, Ireland | PUK | EUR | 12.0 | ||
| Justine Capital SRL | Mailand, Italy | FK | EUR | -4,351 | ||
| Liffey Emerald Limited | Dublin, Ireland | FK | EUR | 57.0 | ||
| Plymouth Capital Limited | St. Helier, Jersey | FK | GBP | - | ||
| Thames SPC | Grand Cayman, Cayman Islands | FK | GBP | 2.0 |
b) Structured entities not included in the consolidated financial statements in accordance with IFRS 10/11 due to minor importance
| Name | Seat | Segment |
|---|---|---|
| Caduceus Compartment 5 | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| MezzCAP Limited Partnership | St. Helier, Jersey | PUK |
| HSC Life Policy Pooling S.À R.L. |
5. Investmentfonds
a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene Investmentfonds
| Name | Sitz | Segment | Anteil am Fondsvolumen % | Fonds- währung | Fondsvolumen Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| CDBS-Cofonds | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 142.530 |
| CDBS-Cofonds II | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 96.534 |
| CDBS-Cofonds III | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 132.441 |
| CDBS-Cofonds IV | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 132.820 |
| CDBS-Cofonds V | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 100,0 | EUR | 109.138 |
| Green Loan Fund I | Luxemburg, Luxemburg | PUK | 100,0 | EUR | 62.380 |
| Olympic Investment Fund II | Grevenmacher, Luxemburg | FK | 98,1 | EUR | 2.456.656 |
| Premium Management Immobilien-Anlagen | Frankfurt am Main, Deutschland | PUK | 98,6 | EUR | 92.772 |
| VFM Mutual Fund AG & Co. KG | Gamprin-Bendern, Liechtenstein | FK | 63,5 | CHF | 402.741 |
b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene Investmentfonds
| Name | Sitz | Segment |
|---|---|---|
| Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF B | London, Großbritannien | FK |
| Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF C | London, Großbritannien | FK |
| Commerzbank Flexible Volatility Strategy Fund II EUR | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| Commerzbank Flexible Volatility Strategy Fund I USD | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| Commerzbank Wertsicherungsfonds plus I | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| Commerzbank Wertsicherungsfonds plus II | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK 10Y US-Treasury Future Short UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK 10Y US-Treasury Future UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Double Short TR UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Commerzbank Bund-Future Leveraged UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Commerzbank Bund-Future UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage EURO STOXX(r) UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage FTSE 100 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Germany Covered Capped Overall UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 15+ UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 10+ UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 1-5 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 5-10 UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Italy UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Japan 100 % Daily Hedged Euro UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage MSCI Taiwan UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Media UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Retail UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Telecommunications UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage STOXX(r) Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF | Luxembourg, Luxemburg | FK |
| ComStage Vermögensstrategie Defensiv ETF | Frankfurt am Main, Deutschland | FK |
| ComStage Vermögensstrategie Offensiv ETF | Frankfurt am Main, Deutschland | FK |
6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet
| Sitz | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | |
|---|---|---|---|
| Deutsche Börse Commodities GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 16,2 | 14,5 |
| EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main, Deutschland | 13,9 | |
| GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen | Bremen, Deutschland | 7,1 | |
| SCHUFA Holding AG | Wiesbaden, Deutschland | 18,6 |
Fußnoten
1) Umfirmiert: von Libitina S.A. in Centrum Bezpieczenstwa Cyfrowego S.A.
2) Umfirmiert: von Commerzbank Auslandsbanken Holding AG in Commerzbank Auslandsbanken Holding GmbH
3) Umfirmiert: von CommerzKommunalbau GmbH in CommerzKommunalbau GmbH i.L.
4) Umfirmiert: von ComTS Kredit GmbH in ComTS Rhein-Ruhr GmbH
5) Umfirmiert: von Feronia S.A. in Digital Teammates S.A.
6) Umfirmiert: von LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG in LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG i.L.
7) Umfirmiert: von Falest Investments S.A. in mElements S.A.
8) Umfirmiert: von Devizes Sp. z o.o. in mServices Sp. z o.o.
9) Umfirmiert: von GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH in VM Offshore Beteiligungsgesellschaft mbH
Anmerkungen und Erläuterungen
a) Beherrschungs- beziehungsweise Ergebnisabführungsvertrag.
b) Von den § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB wurde Gebrauch gemacht.
c) Agent-Beziehung.
* Kennzahlen aus dem letzten veröffentlichten Abschluss.
| Kürzel | Erläuterung |
|---|---|
| BETGE | Beteiligungsgesellschaften |
| KAFOG | Kapitalanlage- und Fondsgesellschaften |
| KREDI | Kreditinstitute |
| SOFDL | Sonstige Finanzdienstleistungsunternehmen |
| SOUNT | Sonstige Unternehmen |
| VERSI | Versicherung |
| ACR | Asset & Capital Recovery |
| FK | Firmenkunden |
| PUK | Privat- und Unternehmerkunden |
| SuK | Sonstige und Konsolidierung |
Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2018
| Land | Währung | Kurs |
|---|---|---|
| Australien | AUD | 1,6220 |
| Brasilien | BRL | 4,4440 |
| Großbritannien | GBP | 0,8945 |
| Japan | JPY | 125,8500 |
| Polen | PLN | 4,3014 |
| Russland | RUB | 79,7153 |
| Schweiz | CHF | 1,1269 |
| Ungarn | HUF | 320,9800 |
| USA | USD | 1,1450 |
Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.
Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
- Dr. Stefan Schmittmann (seit 8.5.2018) Vorsitzender
- Klaus-Peter Müller (bis 8.5.2018) Vorsitzender
- Uwe Tschäge1 Stellv. Vorsitzender Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Hans-Hermann Altenschmidt1 (bis 8.5.2018) Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Heike Anscheit1 Bankkauffrau Commerzbank Aktiengesellschaft
- Alexander Boursanoff1 (seit 8.5.2018) Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Gunnar de Buhr1 Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Stefan Burghardt1 Niederlassungsleiter Mittelstandsbank Bremen Commerzbank Aktiengesellschaft
- Sabine U. Dietrich Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europa SE
- Monika Fink1 (seit 8.5.2018) Bankkauffrau Commerzbank Aktiengesellschaft
- Karl-Heinz Flöther (bis 8.5.2018) Selbst. Unternehmensberater
- Dr. Tobias Guldimann Selbst. Berater in der Finanzbranche
- Dr. Rainer Hillebrand (seit 8.5.2018) Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Otto Group
- Christian Höhn1 (seit 8.5.2018) Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Stefan Jennes1 (bis 8.5.2018) Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Kerstin Jerchel1 (seit 8.5.2018) Bereichsleiterin Mitbestimmung ver.di Bundesverwaltung
- Dr. Markus Kerber Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
- Alexandra Krieger1 Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
- Oliver Leiberich1 (bis 8.5.2018) Bankkaufmann Commerzbank Aktiengesellschaft
- Dr. Stefan Lippe (bis 8.5.2018) Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG
- Beate Mensch1 (bis 8.5.2018) Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen Organisationsentwicklung
- Anja Mikus CEO/CIO Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung Stiftung des öffentlichen Rechts
- Dr. Victoria Ossadnik (seit 8.5.2018) Vorsitzende der Geschäftsführung EON Energie Deutschland GmbH
- Dr. Helmut Perlet (bis 8.5.2018) Vorsitzender des Aufsichtsrats der GEA GROUP AG
- Mark Roach1 (bis 8.5.2018) Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung
- Robin J. Stalker (seit 8.5.2018) Ehemaliges Mitglied des Vorstands der adidas AG
- Nicholas Teller Vorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
- Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
- Stefan Wittmann1 Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung
- Klaus-Peter Müller (seit 8.5.2018) Ehrenvorsitzender
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
- Martin Zielke Vorsitzender
- Frank Annuscheit (bis 28.2.2019)
- Dr. Marcus Chromik
- Stephan Engels
- Jörg Hessenmüller (ab 15.1.2019)
- Michael Mandel
- Dr. Bettina Orlopp
- Michael Reuther
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenen Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 1. März 2019
Der Vorstand
Martin Zielke Marcus Chromik Stephan Engels Jörg Hessenmüller Michael Mandel Bettina Orlopp Michael Reuther
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs.# Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinklang mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinklang mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
-
Bewertung von Derivaten der Fair Value-Hierarchie Level 3 im Abbauportfolio ACR
-
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Das Abbausegment ACR der Bank beinhaltet zum 31. Dezember 2018 ein signifikantes Portfolio an illiquiden Finanzinstrumenten. Bei den als Fair Value-Hierarchie Level 3 eingestuften Derivaten handelt es sich insbesondere um OTC-Kreditderivate, die auf Schuldverschreibungen aus dem Bereich britischer Infrastrukturprojekte referenzieren, und andere OTC-Derivate. Die Ermittlung der Fair Values dieser Derivate ist mit Ermessensspielräumen verbunden, die sich insbesondere aus Schätzunsicherheiten im Hinblick auf die relevanten Parameter für die modellbasierte Bewertung ergeben. Wesentliche Parameter sind dabei die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Emittenten der Schuldverschreibungen bzw. die Wahrscheinlichkeiten des Eintritts des Kreditereignisses der Kreditderivate sowie die Ausfallwahrscheinlichkeit der Derivatekontrahenten. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden aus Credit Spreads und Wertpapierpreisen abgeleitet. Veränderungen in den Annahmen bezüglich dieser Parameter können dabei zu deutlich voneinander abweichenden Fair Values führen. Vor dem Hintergrund der Ermessensspielräume erachten wir die Bewertung von Derivaten der Fair Value-Hierarchie Level 3 im Abbauportfolio ACR als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. -
Prüferisches Vorgehen
Wir haben das von der Bank angewandte Bewertungsmodell methodisch nachvollzogen und auf Konformität mit den Vorgaben des IFRS 13 untersucht. Die Konzeption und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, insbesondere bezüglich der vom Handelsbereich unabhängigen Preisverifizierung, haben wir in Bezug auf ausgewählte Kontrollen zur Validierung der Berechnung der Fair Values der als Level 3 eingestuften Derivate des Abbausegments ACR beurteilt. Im Rahmen von aussagebezogenen Prüfungshandlungen haben wir die rechnerische Richtigkeit der Fair Value Berechnungen sowie die Angemessenheit der verwendeten Parameter in Stichproben beurteilt. Im Rahmen der Prüfung wurden Spezialisten eingesetzt, die über besondere Fachkenntnisse im Bereich der Finanzmathematik verfügen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung von Derivaten der Fair Value-Hierarchie Level 3 im Abbauportfolio ACR ergeben. -
Verweis auf zugehörige Angaben
Angaben zur Bewertung von Derivaten der Fair Value-Hierarchie Level 3 im Abbauportfolio ACR sind im Anhang des IFRS-Konzernabschlusses in den Notes 34, 35 und 40 enthalten.
-
-
Anwendung des Zahlungsstromkriteriums bei objektgedeckten ("Non-recourse") Krediten in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz
-
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 ist für die Festlegung, ob ein Schuldinstrument zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden kann das Zahlungsstromkriterium ("SPPI-Kriterium") ausschlaggebend. Innerhalb des IFRS 9 gibt es spezifische Regelungen zur Beurteilung von "Non-recourse" Krediten, die stark auslegungsbedürftig sind und somit einen entsprechenden Ermessensspielraum im Rahmen von Bilanzierungsentscheidungen eröffnen. Die Identifikation von "Non-recourse" Krediten im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 ist komplex. Vor dem Hintergrund des Ermessensspielraums i.V.m. der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 erachten wir die Anwendung des SPPI-Kriteriums bei objektgedeckten ("Non-recourse") Krediten in der IFRS 9 Eröffnungsbilanz als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. -
Prüferisches Vorgehen
Wir haben die internen Bilanzierungsvorschriften der Commerzbank in Bezug auf die Anwendung des SPPI-Kriteriums für "Non-recourse Kredite" auf Konformität mit den Anforderungen des IFRS 9 gewürdigt. Wir haben die Angemessenheit und Wirksamkeit ausgewählter relevanter Kontrollen bezüglich der Identifikation und Beurteilung von "Non-recourse" Krediten beurteilt. Darüber hinaus haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen vorgnommen. Um die sachgerechte Identifikation von "Non-recourse" Krediten zu prüfen, umfasste unsere Stichprobe insbesondere Kreditverträge aus Portfolien, die typischerweise "Non-recourse" Kredite beinhalten. In unserer Stichprobenprüfung haben wir die Verträge der enthaltenen "Non-recourse" Kredite hinsichtlich jener Kriterien überprüft, die nach IFRS 9 zur Nichterfüllung des SPPI-Kriteriums führen würden. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Anwendung des SPPI-Kriteriums bei objektgedeckten ("Non-recourse") Krediten in der IFRS 9 Eröffnungsbilanz ergeben. -
Verweis auf zugehörige Angaben
Angaben zur Anwendung des Zahlungsstromkriteriums in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz sind im Anhang des IFRS-Konzernabschlusses in den Notes 2 und 5 enthalten.
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Bewertung von Schiffsfinanzierungen und Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 und zum 31. Dezember 2018
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Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 wurden die Schiffsfinanzierungen und Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften dem Geschäftsmodell "Sonstige" zugeordnet. Infolgedessen werden diese Positionen seit dem 1. Januar 2018 erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert. Beide Teilportfolien stellen einen bedeutenden Teil der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente im Abbausegment ACR dar. Bei der Fair Value-Bewertung von Schiffsfinanzierungen bestehen Ermessensspielräume in Bezug auf die zukünftigen Cash Flows, die sich je nach Schiffsklasse und Art der Forderung aus erwarteten Verkaufserlösen oder aus den relevanten Markterwartungen (z.B. Charterraten) ableiten. Darüber hinaus ergeben sich weitere Ermessensspielräume bei den verwendeten Diskontierungsfaktoren. In Bezug auf die Fair Value-Bewertung der Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften bestehen Ermessensspielräume insbesondere aufgrund der sehr langen Restlaufzeiten. Veränderungen in den Annahmen können jeweils zu deutlich voneinander abweichenden Fair Values führen. Aufgrund der bestehenden Ermessensspielräume stellt die Bewertung der Schiffsfinanzierungen und Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 und zum 31. Dezember 2018 einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. -
Prüferisches Vorgehen
Wir haben das von der Bank angewandte Bewertungsmodell methodisch nachvollzogen und auf Konformität mit den Vorgaben des IFRS 13 untersucht. Wir haben die Konzeption und Wirksamkeit ausgewählter Kontrollen zur Berechnung der Fair Values der Schiffsfinanzierungen wie beispielweise der Abgleich von realisierten Verkaufspreisen zu errechneten Fair Values beurteilt.Bezüglich der Schiffsfinanzierungen haben wir die Angemessenheit der Cash Flow-Schätzungen und Diskontierungsfaktoren vor dem Hintergrund von Daten externer Analysten in Stichproben beurteilt sowie die rechnerische Richtigkeit der Fair Value-Berechnung nachvollzogen. Des Weiteren haben wir die im Geschäftsjahr 2018 realisierten Verkaufspreise mit den zuvor errechneten Fair Values abgeglichen. Bei den Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften haben wir die Angemessenheit des angesetzten Diskontierungsfaktors vor dem Hintergrund von bankintern und extern verfügbaren Daten gewürdigt und die rechnerische Richtigkeit der Fair Value-Berechnung nachvollzogen. Bei der Prüfung wurden Spezialisten eingesetzt, die über besondere Fachkenntnisse im Bereich der Finanzmathematik verfügen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung von Schiffsfinanzierungen und Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 und zum 31. Dezember 2018 ergeben.
-
Verweis auf zugehörige Angaben Angaben zur Bewertung von Schiffsfinanzierungen und Schuldscheindarlehen an britische Körperschaften in der IFRS 9-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 und zum 31. Dezember 2018 sind im Anhang des IFRS-Konzernabschlusses in den Notes 5, 33 und 40 enthalten.
4. Ermittlung der Risikovorsorge für nicht ausgefallene Finanzinstrumente (Stufenzuordnung)
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Seit dem 1. Januar 2018 erfolgt die Bewertung von nicht ausgefallenen Finanzinstrumenten erstmals nach den Regelungen von IFRS 9. Hierdurch wird das auf eingetretenen Verlusten basierende Incurred Loss-Modell des IAS 39 durch ein auf erwarteten Verlusten basierendes Expected Loss-Modell abgelöst. Die Berücksichtigung von Wertminderungen für nicht ausgefallene Finanzinstrumente erfolgt nach IFRS 9, in Abhängigkeit der Veränderungen des Ausfallrisikos seit dem Zugangszeitpunkt, entweder in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (Stufe 1) oder in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste (Stufe 2), soweit eine signifikante Verschlechterung des Ausfallrisikos des Finanzinstruments vorliegt. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Festlegung der Kriterien für die Ableitung einer signifikanten Verschlechterung des Ausfallrisikos (Stufe 2-Zuordnung) mit Ermessenspielräumen behaftet. Vor dem Hintergrund der erstmaligen Festlegung der Kriterien für die Ableitung einer signifikanten Verschlechterung des Ausfallrisikos (im Folgenden auch "Stufenzuordnung"), der damit einhergehenden Ermessenspielräume und des Volumens der nicht ausgefallenen Finanzinstrumente für die eine Risikovorsorge nach IFRS 9 zu bilden ist, erachten wir die Ermittlung der Risikovorsorge für nicht ausgefallene Finanzinstrumente (Stufenzuordnung) als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der Kriterien für die Ableitung einer signifikanten Verschlechterung des Ausfallrisikos haben wir die von der Bank konzipierte Stufenzuordnung und deren wesentliche Annahmen für nicht ausgefallene Finanzinstrumente auf ihre Konformität mit IFRS 9 beurteilt. Wir haben ausgewählte Kontrollen in Bezug auf die Stufenzuordnung auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit beurteilt; insbesondere die eingerichteten Verfahren und Kontrollen zur Kreditvergabe (Ableitung des ursprünglichen Ausfallrisikos) und zur Kreditüberwachung (Ableitung des aktuellen Ausfallrisikos). Auf Basis eines Datenabzugs wesentlicher Teilportfolios haben wir aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen vorgenommen. In diesem Zusammenhang wurde das in den relevanten Daten hinterlegte ursprüngliche Ausfallrisiko im Hinblick auf Auffälligkeiten analysiert. Weiterhin wurde die Stufe 2-Zuordnung unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Kriterien nachvollzogen. In risikoorientierten Stichproben haben wir die wesentlichen Auffälligkeiten, insbesondere im Hinblick auf die Stufenzuordnung beurteilt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Ermittlung der Risikovorsorge für nicht ausgefallene Finanzinstrumente (Stufenzuordnung) ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben Angaben zur Ermittlung der Risikovorsorge für nicht ausgefallene Finanzinstrumente (Stufenzuordnung) sind im Anhang des IFRS-Konzernabschlusses in Note 36 enthalten.
5. Bewertung der aktiven latenten Steuern
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Bewertung der latenten Steueransprüche ist ermessensbehaftet und erfordert neben der Berücksichtigung objektiver Faktoren auch Schätzungen über die zukünftige steuerliche Ertragssituation sowie die Nutzbarkeit steuerlicher Verluste. Basis für die Bewertung aktiver latenter Steuern bilden die IFRS-Planergebnisse aus der Mehrjahresplanung der Bank für die Jahre 2019-2022. In die Mehrjahresplanung fließen Einschätzungen und Annahmen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung ein, die mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet sind. Die Planungsergebnisse sind dann zur steuerlichen Planungsrechnung überzuleiten, wobei die Anforderungen des IFRS 12 zu berücksichtigen sind. Vor dem Hintergrund der Ermessensspielräume war die Bewertung der aktiven latenten Steuern im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Die Plausibilität der Planungsprämissen, die den Mehrjahresplanungen als Ausgangsbasis für die Werthaltigkeitsanalyse zugrunde liegen, wurde von uns beurteilt. Dabei haben wir die Planungen von Einheiten des Konzerns analysiert, die wesentliche aktive latente Steuerbestände vor Wertberichtigung und Saldierung mit passiven latenten Steuern aufweisen. Hierzu haben wir Spezialisten aus dem Bereich Bewertung hinzugezogen. Die Überleitung der Planergebnisse aus den Mehrjahresplanungen auf die steuerlichen Ergebnisse haben wir im Hinblick auf die Vereinbarkeit der Methodik zur Ermittlung der latenten Steuern mit IAS 12 und die rechnerische Richtigkeit der Berechnung aktiver latenter Steuern beurteilt. Hierzu haben wir Spezialisten aus dem Bereich Steuern hinzugezogen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der aktiven latenten Steuern ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben Angaben zur Bewertung der aktiven latenten Steuern sind im Anhang des IFRS-Konzernabschlusses in Note 23 und 56 enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
- den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
- Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB.
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
* wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
* anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden ― deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
- holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der COMMERZBANK Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Claus-Peter Wagner.
Eschborn/Frankfurt am Main, 4. März 2019
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Claus-Peter Wagner, Wirtschaftsprüfer
Marcus Binder, Wirtschaftsprüfer
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Wir informieren über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir über das Ergebnis der Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts sowie über die Angaben zur Belastung von Vermögenswerten und über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.
Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien
Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
| a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland) | b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
| Martin Zielke | b) CommerzVentures GmbH¹ |
| Frank Annuscheit (bis 28.2.2019) | a) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender |
| comdirect bank Aktiengesellschaft¹ stellv. Vorsitzender | |
| b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. stellv. Vorsitzender | |
| Commerz Services Holding GmbH¹ Vorsitzender (bis 31.1.2019) | |
| Dr. Marcus Chromik | b) mBank S.A.¹ |
| Stephan Engels | b) CommerzVentures GmbH¹ stellv. Vorsitzender |
| EIS Einlagensicherungsbank GmbH Vorsitzender | |
| mBank S.A.¹ stellv. Vorsitzender | |
| Jörg Hessenmüller (seit 15.1.2019) | b) Commerz Business Consulting GmbH¹ Vorsitzender |
| Commerz Services Holding GmbH¹ (seit 1.2.2019) Vorsitzender | |
| CommerzVentures GmbH¹ Vorsitzender | |
| Main Incubator GmbH¹ Vorsitzender | |
| mBank S.A.¹ openspace GmbH¹ stellv. Vorsitzender | |
| Michael Mandel | a) comdirect bank Aktiengesellschaft¹ Vorsitzender |
| Commerz Real AG¹ stellv. Vorsitzender | |
| b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH¹ stellv. Vorsitzender | |
| CommerzVentures GmbH¹ | |
| mBank S.A.¹ | |
| Dr. |
a) Commerz Real AG
1 Michael Reuther
b) EUREX Deutschland AöR
Frankfurter Wertpapierbörse AöR
Landwirtschaftliche Rentenbank AöR
Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
1 Konzernmandat. Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Stefan Schmittmann (seit 8.5.2018)
a) Commerz Real AG, Eschborn¹ Vorsitzender
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH, Wiesbaden¹ Vorsitzender
b) HETA Asset Resolution AG, Klagenfurt (Österreich) stellv. Vorsitzender
Klaus-Peter Müller (bis 8.5.2018)
a) Fresenius Management SE, Bad Homburg
Fresenius SE & Co. KgaA, Bad Homburg
b) Parker Hannifin Corporation, Cleveland (USA)
Uwe Tschäge
Hans-Hermann Altenschmidt (bis 8.5.2018)
Heike Anscheit
Alexander Boursanoff (seit 8.5.2018)
Gunnar de Buhr
a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG, Berlin
BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., Berlin
b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V., Berlin
Stefan Burghardt
Sabine U. Dietrich
Monika Fink (seit 8.5.2018)
Karl-Heinz Flöther (bis 8.5.2018)
a) Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main
Dr. Tobias Guldimann
b) Edmond de Rothschild Holding S.A., Chambésy (Schweiz)
Edmond de Rothschild (Suisse) S.A., Genf (Schweiz)
Edmond de Rothschild (Monaco) S.A., Monaco (Fürstentum Monaco)
Fedafin AG, Widnau (Schweiz) Vorsitzender
Dr. Rainer Hillebrand (seit 8.5.2018)
a) Hermes Europa GmbH, Hamburg (bis 21.6.2018)
b) Vorwerk & Co. KG Wuppertal
Christian Höhn (seit 8.5.2018)
Stefan Jennes (bis 8.5.2018)
Kerstin Jerchel (seit 8.5.2018)
a) Allianz Deutschland AG, München
Dr. Markus Kerber
b) Computershare Limited, Melbourne (Australien) (bis 8.6.2018)
Alexandra Krieger
a) AbbVie Komplementär GmbH, Wiesbaden
Evonik Resource Efficiency GmbH, Essen (stellv. Vorsitzende)
Oliver Leiberich (bis 8.5.2018)
Dr. Stefan Lippe (bis 8.5.2018)
b) Acqupart Holding AG, Zug (Schweiz) stellv. Vorsitzender
AXA S.A., Paris (Frankreich)
Celsius Pro AG, Zürich (Schweiz) Vorsitzender
YES.com AG, Lachen (Schweiz) Vorsitzender
Beate Mensch (bis 8.5.2018)
a) Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München
Anja Mikus
Dr. Victoria Ossadnik (seit 8.5.2018)
a) Linde AG, München
Linde Intermediate Holding AG, München (seit 29.10.2018)
b) Linde plc, Guildford (UK) (seit 29.10.2018)
Dr. Helmut Perlet (bis 8.5.2018)
a) GEA GROUP AG, Düsseldorf Vorsitzender
Mark Roach (bis 8.5.2018)
Robin J. Stalker (seit 8.5.2018)
a) Schaeffler AG, Herzogenaurach
Schmitz Cargobull AG, Horstmar stellv. Vorsitzender
Nicholas Teller
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
b) Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien (Österreich) (bis 9.2.2018)
OMV Aktiengesellschaft, Wien (Österreich)
Vienna Insurance Group AG, Wien (Österreich)
Stefan Wittmann (seit 8.5.2018)
1 Konzernmandat. Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB
Stichtag: 31.12.2018
Ulrich Coenen
Commerz Direktservice GmbH¹
Volker Ergler
Stadtwerke Viernheim GmbH
Gerold Fahr
Stadtwerke Ratingen GmbH Vorsitzender
Martin Fischedick
Borgers SE & Co. KGaA
Sven Gohlke
Bombardier Transportation GmbH
Andrea Habermann
Delta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München
Marcus König
N-ERGIE Aktiengesellschaft
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Stefan Nodewald
SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft Vorsitzender
Christian Rhino
Commerz Direktservice GmbH¹
Roman Schmidt
Commerz Real AG¹
Sabine Schmittroth
comdirect bank Aktiengesellschaft¹
Commerz Direktservice GmbH¹ Vorsitzende
Commerz Real AG¹
Dr. Jochen Sutor
Commerz Real AG¹
Benedikt Winzen
Wohnstätte Krefeld, Wohnungs-Aktiengesellschaft
1 Konzernmandat.
Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Berichterstattung
An die Commerzbank AG, Frankfurt am Main
Wir haben den nichtfinanziellen Bericht der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, nach §§ 340a in Verbindung mit 289b HGB, der mit dem nichtfinanziellen Bericht des Konzerns nach §§ 340i in Verbindung mit 315b HGB zusammengefasst ist, zusätzlich bestehend aus den durch Verweisung als Bestandteil qualifizierten Abschnitten "Struktur und Organisation" sowie "Ziele und Strategie" des Kapitels "Grundlagen des Commerzbank-Konzerns" des Konzernlageberichts für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 (nachfolgend: nichtfinanzieller Bericht) einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Angaben für Vorjahre waren nicht Gegenstand unseres Auftrags.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 340a in Verbindung mit 289c bis 289e HGB und §§ 340i in Verbindung mit 315c HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Erklärungen des Wirtschaftsprüfers in Bezug auf die Unabhängigkeit und Qualitätssicherung
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1).
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den nichtfinanziellen Bericht abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, ob der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 340a in Verbindung mit 289c bis 289e HGB und §§ 340i in Verbindung mit 315c HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung, die wir im Wesentlichen in den Monaten Dezember 2018 bis Februar 2019 durchgeführt haben, haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
- Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für den nichtfinanziellen Bericht, der Risikoeinschätzung und der Konzepte für die als wesentlich identifizierten Themen,
- Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung des nichtfinanziellen Berichts betraut sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben im nichtfinanziellen Bericht relevant sind,
- Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben im nichtfinanziellen Bericht,
- Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Analyse und Aggregation der Daten aus den relevanten Bereichen wie zum Beispiel Compliance und Personal im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung,
- analytische Beurteilung von Angaben des nichtfinanziellen Berichts auf Ebene des Mutterunternehmens und des Konzerns,
- Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Daten,
- Beurteilung der Darstellung der Angaben des nichtfinanziellen Berichts.
Prüfungsurteil
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Commerzbank AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 340a in Verbindung mit 289c bis 289e HGB und §§ 340i in Verbindung mit 315c HGB aufgestellt worden ist.
Verwendungszweck des Vermerks
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Commerzbank AG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Dieser Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen.
Auftragsbedingungen und Haftung
Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/IDW-Auftragsbedingungen).Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. München, den 4. März 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nicole Richter, Wirtschaftsprüferin ppa. Dr. Patrick Albrecht
Angaben zur Belastung von Vermögenswerten
Die nachstehende Offenlegung erfolgt nach Artikel 100 in Verbindung mit Artikel 443 der Capital Requirements Regulation (CRR) unter Berücksichtigung der Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken über die Refinanzierung von Kreditinstituten (ESRB 2012/2). Nach den zugehörigen Leitlinien der Europäische Bankenaufsichtsbehörde (GL/2014/03) ist ein Vermögenswert als belastet zu behandeln, wenn er verpfändet wurde oder Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäfts ist, von dem er nicht frei abgezogen werden kann. Verpfändete Vermögenswerte, die Freigabebeschränkungen unterliegen, wie Vermögenswerte, die vor der Verwendung einer Zustimmung Dritter oder eines Ersatzes durch andere Vermögenswerte bedürfen, sind als belastet anzusehen.
Die Commerzbank-Gruppe bietet vielfältige standardisierte wie kundenspezifische Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden sowie öffentliche und institutionelle Kunden an. Die Belastung von Vermögenswerten der Bank hat damit folgende wesentlichen Auslöser:
- Ergänzung der Refinanzierung des Kreditgeschäfts der Bank durch gedeckte Schuldverschreibungen (insbesondere Pfandbriefe) und Verbriefungen,
- Wertpapierleihe und Repo-Geschäfte zur Refinanzierung von Wertpapiergeschäft,
- Derivategeschäft und damit verbundene Sicherheitenstellung,
- Besicherung von Drittmitteln, die von Förderbanken für förderfähige Aktiva bereitgestellt werden (Fördergeschäft).
OTC-Derivategeschäfte werden unter international standardisierten Rahmenverträgen wie dem ISDA Master Agreement oder dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Die teilweise durch EU-Regulierung vorgeschriebene, teilweise auf Wunsch der Parteien erfolgende Besicherung basiert grundsätzlich auf handelsüblichen und bilateral ausgehandelten Besicherungsvereinbarungen. Diese beinhalten im Derivatgeschäftsbereich in der Regel die Besicherung der jeweiligen Verpflichtung aus der Gesamtheit aller Transaktionen zwischen den Parteien eines Rahmenvertrags durch Vollrechtsübertragung von Sicherheiten an den Sicherungsnehmer. Demgegenüber erfolgt unter den Rahmenverträgen für Wertpapierdarlehen sowie Wertpapierpensionsgeschäften in der Regel keine zusätzliche Besicherung, da die Besicherung bereits inhärenter Bestandteil der Transaktion ist. Die Commerzbank als Sicherheitennehmerin hat regelmäßig das Recht, derartige Sicherheit zu verwerten oder weiter zu verpfänden, sofern sie bei Beendigung der Transaktion gleichwertige Wertpapiere zurückgibt.
Gedeckte Schuldverschreibungen der Kernbank erfüllen neben den Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung höhere Übersicherungsanforderungen der Ratingagenturen. Die Übersicherung für gedeckte Schuldverschreibungen aus Programmen, die sich im Abbau befinden, wurde auf die Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung reduziert und jeweils öffentlich gemacht. Es bestehen keine wesentlich nicht extern platzierte Pfandbriefverbindlichkeiten. Im Rahmen der Repo-Geschäfte und des Pfandbriefgeschäfts bestehen neben dem EUR-Geschäft auch relevante Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar und polnischen Zloty.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu belasteten und unbelasteten Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns nach CRR. Der Konsolidierungskreis nach CRR weicht nicht wesentlich von den konsolidierten Werten nach den Liquiditätsanforderungen unter Teil 6 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 ab. Für die Berechnung der hier veröffentlichten Zahlen wird der Medianwert der vergangenen vier Quartale des Geschäftsjahres 2018 verwendet.
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| 31.12.2018 | Mio. € | Belastete Vermögenswerte | Unbelastete Vermögenswerte | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| Aktiva | 83.988 | 0 | 393.608 | 0 | |
| Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere | 5.132 | 5.132 | 4.174 | 4.174 | |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 15.807 | 15.654 | 49.236 | 48.491 | |
| davon: gedeckte Schuldverschreibungen | 540 | 540 | 6.503 | 6.480 | |
| davon: Asset-backed securities | 261 | 261 | 9.015 | 8.861 | |
| davon: begeben durch öffentliche Haushalte | 9.411 | 9.258 | 22.873 | 23.070 | |
| davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen | 4.100 | 4.100 | 25.075 | 24.135 | |
| davon: begeben durch Firmenkunden | 2.296 | 2.296 | 1.288 | 1.286 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 63.049 | 0 | 340.198 | 0 | |
| davon: Darlehen und Kredite außer tgl. fällige | 62.014 | 0 | 230.900 | 0 |
Mehr als 50 % der unbelasteten Sonstigen Vermögenswerte können mittelbar ebenfalls zur Besicherung herangezogen werden. Zu den nicht belastbaren Vermögenswerten zählen im Wesentlichen Forderungen mit Wertpapierhinterlegung, Derivate ohne Collaterals sowie nicht finanzielle Vermögenswerte.
Die erhaltenen Sicherheiten beziehungsweise ausgegebenen eigenen Schuldtitel setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| 31.12.2018 | Mio. € | Beizulegender Zeitwert der belasteten erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel | Beizulegender Zeitwert der erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel, die zur Belastung infrage kommen |
|---|---|---|---|
| Erhaltene Sicherheiten | 68.992 | 15.256 | |
| täglich fällige Kredite | 0 | 310 | |
| Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere | 532 | 936 | |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 68.460 | 14.010 | |
| davon: gedeckte Schuldverschreibungen | 2.098 | 605 | |
| davon: Asset-backed securities | 760 | 835 | |
| davon: begeben durch öffentliche Haushalte | 58.232 | 10.544 | |
| davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen | 7.720 | 2.732 | |
| davon: begeben durch Firmenkunden | 2.508 | 734 | |
| Begebene eigene Schuldverschreibungen außer eigenen gedeckten Schuldverschreibungen oder forderungsunterlegten Wertpapieren | 0 | 1.732 | |
| Zurückbehaltene, begebene gedeckte Schuldverschreibungen | 641 | ||
| Vermögenswerte, entgegengenommene Sicherheiten und begebene eingene Schuldverschreibungen | 152.980 | 0 |
Die mit belasteten Vermögenswerten verbundenen beziehungsweise besicherten Verbindlichkeiten stellten sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| 31.12.2018 | Mio. € | Deckung der Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten oder ausgeliehenen Wertpapiere | Vermögenswerte, erhaltene Sicherheiten und andere ausgegebene eigene Schuldtitel als belastete Pfandbriefe und Asset-backed Securities |
|---|---|---|---|
| Buchwert ausgewählter Verbindlichkeiten | 104.854 | 138.340 |
Es bestehen keine wesentlichen Belastungen von Vermögenswerten, die nicht im Zusammenhang mit bilanzierten Verbindlichkeiten stehen. Die obigen Angaben beziehen sich auf die konsolidierten Werte des Commerzbank-Konzerns. Damit sind alle innerhalb des Konzerns durchgeführten Transaktionen ohne Auswirkung auf die Angaben zur Belastung.
Quartalsergebnisse nach Segmenten
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| 1. Quartal 2018 | Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 616 | 426 | 14 | 42 | 1.098 | |
| Dividendenerträge | 2 | 10 | - | 3 | 14 | |
| Risikoergebnis | -49 | -25 | -2 | -1 | -77 | |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | - | -0 | - | - | -0 | |
| Provisionsüberschuss | 508 | 300 | 0 | -7 | 802 | |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 32 | 108 | 67 | -4 | 203 | |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -0 | -1 | -5 | -11 | -16 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 11 | 1 | -40 | 9 | -19 | |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 6 | -0 | - | 6 | |
| Sonstiges Ergebnis | 67 | 22 | 7 | 33 | 129 | |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1.236 | 871 | 45 | 66 | 2.217 | |
| Erträge nach Risikoergebnis | 1.187 | 846 | 43 | 64 | 2.140 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 984 | 744 | 27 | 127 | 1.882 | |
| Operatives Ergebnis | 203 | 102 | 16 | -62 | 258 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 203 | 102 | 16 | -62 | 258 |
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| 2. Quartal 2018 | Mio. € | Privat- und Gewinn- und Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 644 | 444 | 16 | 85 | |
| Dividendenerträge | 2 | -3 | - | 8 | |
| Risikoergebnis | -66 | -37 | 16 | 5 | |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | - | -0 | - | 0 | |
| Provisionsüberschuss | 471 | 298 | 0 | -6 | |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 54 | 193 | 51 | -98 | |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -1 | 2 | 3 | 33 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 20 | -2 | -14 | -0 | |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 1 | 2 | -0 | - | |
| Sonstiges Ergebnis | 10 | -27 | 5 | -13 | |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1.200 | 908 | 62 | 8 | |
| Erträge nach Risikovorsorge | 1.134 | 871 | 77 | 13 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 961 | 650 | 17 | 67 | |
| Operatives Ergebnis | 174 | 221 | 60 | -54 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 174 | 221 | 60 | -54 |
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| 3. Quartal 2018 | Mio. € |# Gewinn- und Verlust-Rechnung | Mio. €
4. Quartal 2018
| Privat- und Unternehmer-kunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 649 | 464 | 18 | 93 | 1.223 |
| Dividendenerträge | 7 | 5 | 1 | -4 | 9 |
| Risikoergebnis | -69 | -60 | 2 | -4 | -133 |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | - | - | 0 | - | 0 |
| Provisionsüberschuss | 483 | 295 | 1 | -8 | 771 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 48 | 101 | -6 | -58 | 85 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -1 | -1 | 2 | 6 | 6 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 9 | -5 | 6 | -4 | 6 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | -1 | 2 | -0 | - | 1 |
| Sonstiges Ergebnis | 10 | 5 | 6 | 18 | 40 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1.204 | 865 | 28 | 43 | 2.140 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 1.135 | 804 | 30 | 39 | 2.007 |
| Verwaltungsaufwendungen | 949 | 620 | 16 | 76 | 1.661 |
| Operatives Ergebnis | 186 | 184 | 14 | -38 | 346 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 186 | 184 | 14 | -38 | 346 |
- Quartal 2018
| Privat- und Unternehmer-kunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 667 | 484 | 12 | 73 | 1.237 |
| Dividendenerträge | -1 | 3 | -1 | 5 | 6 |
| Risikoergebnis | -49 | -71 | -23 | -10 | -154 |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | - | 0 | - | -0 | - |
| Provisionsüberschuss | 465 | 299 | 0 | -10 | 754 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 26 | 21 | -78 | -90 | -121 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 3 | 1 | 17 | 22 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 8 | -16 | 40 | 3 | 35 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 2 | -0 | - | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | -5 | 13 | 5 | 87 | 101 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1.163 | 808 | -20 | 85 | 2.035 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 1.114 | 737 | -44 | 75 | 1.882 |
| Verwaltungsaufwendungen | 941 | 615 | 12 | 73 | 1.641 |
| Operatives Ergebnis | 172 | 122 | -56 | 2 | 240 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 172 | 122 | -56 | 2 | 240 |
Fünfjahresübersicht
| Gewinn- und-Verlust-Rechnung | Mio. € | 2018 | 2017¹ | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 4.748 | 4.295 | 4.165 | 4.272 | 4.273 | |
| Dividendenerträge | 36 | 106 | 164 | 316 | 231 | |
| Risikoergebnis | -446 | n/a | n/a | n/a | n/a | |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | n/a | -781 | -900 | -696 | -1.144 | |
| Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis | n/a | -76 | 40 | -248 | -133 | |
| Provisionsüberschuss | 3.089 | 3.192 | 3.212 | 3.424 | 3.205 | |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 366 | 598 | 1.019 | 1.509 | 1.506 | |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 48 | -85 | -37 | -60 | 16 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 26 | 244 | 393 | 440 | 151 | |
| Laufendes Ergebnis aus at-Gewinn- und Unternehmen | 12 | 23 | 150 | 82 | 44 | |
| Sonstiges Ergebnis | 245 | 466 | 293 | 28 | -540 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 6.879 | 6.834 | 7.100 | 7.157 | 6.926 | |
| Operatives Ergebnis | 1.245 | 1.149 | 1.399 | 1.909 | 684 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | - | 627 | - | - | |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | 808 | 128 | 114 | 61 | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1.245 | 341 | 643 | 1.796 | 623 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 268 | 215 | 261 | 619 | 253 | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 978 | 126 | 382 | 1.177 | 370 | |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | -10 | 96 | n/a | n/a | n/a | |
| Konzernergebnis | 968 | 222 | 382 | 1.177 | 370 | |
| Nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 103 | 94 | 103 | 115 | 106 | |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 865 | 128 | 279 | 1.062 | 264 |
Bilanz | Mrd. €
| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 462,4 | 452,5 | 480,4 | 532,6 | 557,6 |
| Eigenkapital | 29,4 | 30,0 | 29,6 | 30,4 | 27,0 |
Kapitalquoten | %
| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kernkapitalquote | 13,4 | 15,2 | 13,9 | 13,8 | 11,7 |
| Eigenkapitalquote | 16,3 | 18,3 | 16,9 | 16,5 | 14,6 |
Ratings²
| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Moody's Investors Service, New York | A1/A1/ P-1 | A2/Baa1/P-1 | A2/Baa1/P-1 | Baa1/P-2 | Baa1/P-2 |
| S&P Global, New York | A/A-/A-2 | A-/A-/A-2 | BBB+/BBB+/A2 | BBB+/A-2 | BBB+/A-2 |
| Fitch Ratings, New York/London | A-/BBB+/F2 | A-/BBB+/F2 | A-/BBB+/F2 | BBB/F2 | A+/F1+ |
| Scope Ratings, Berlin | -/A/S-1 | -/A/S-1 | - | - | - |
¹ Anpassung Vorjahr.
² Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de). 2014-2015 Rating für lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten.
Herausgeber
Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de
Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.
Fotografie
Commerzbank (S. 2)
Alexandra Lechner (S. 6)
Druck und Verarbeitung
Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen
Produktion
Inhouse produziert mit firesys
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.
Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 27. März 2019
Wesentliche Konzerngesellschaften
Inland
* comdirect bank AG, Quickborn
* Commerz Real AG, Wiesbaden
Ausland
* Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo
* Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
* Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
* Commerzbank Zrt., Budapest
* Commerzbank Zrt., Budapest
* Commerzbank Markets LLC, New York
* mBank S.A., Warschau
Operative Auslandsniederlassungen
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb
Commerzbank weltweit
- Operative Auslandsniederlassungen: 20
- Repräsentanzen: 31
- Wesentliche Konzerngesellschaften im Ausland: 6
- Inlandsfilialen im Privatkundengeschäft: ~1.000
- Auslandsfilialen: 414
- Mitarbeiter weltweit: 49.410
- Mitarbeiter Ausland: 13.401
- Mitarbeiter Inland: 36.009
Finanzkalender 2019/2020
-
- Mai 2019: Zwischenbericht zum 31. März 2019
-
- Mai 2019: Hauptversammlung
-
- August 2019: Zwischenbericht zum 30. Juni 2019
-
- November 2019: Zwischenbericht zum 30. September 2019
- Ende März 2020: Geschäftsbericht 2019
Commerzbank AG
Zentrale
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