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Commerzbank AG Annual Report 2017

Apr 17, 2018

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Annual Report

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Publication

COMMERZBANK Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Geschäftsbericht 2017

Kennzahlen

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.20161
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1.303 1.399
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,04 1,12
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 495 643
Konzernergebnis2 (Mio. €) 156 279
Ergebnis je Aktie (€) 0,12 0,22
Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13,4 (%) 5,5 6,0
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis7 (%) 0,6 1,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 77,3 75,5
Bilanz 31.12.2017 31.12.2016
Bilanzsumme (Mrd. €) 452,5 480,4
Risikoaktiva (Mrd. €) 171,4 190,5
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 30,0 29,6
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,1 40,5
Regulatorische Kennzahlen 31.12.2017 31.12.2016
Kernkapitalquote (%) 15,2 13,9
Harte Kernkapitalquote5 (%) 14,9 13,9
Harte Kernkapitalquote5 (fully phased-in, %) 14,1 12,3
Eigenkapitalquote (%) 18,3 16,9
Verschuldungsquote (%) 5,5 5,4
Verschuldungsquote (fully phased-in, %) 5,1 4,8
Mitarbeiter 31.12.2017 30.9.2017
Inland 36.917 36.837
Ausland 12.500 12.385
Gesamt 49.417 49.222
Ratings6 31.12.2017 30.9.2017
Moody's Investors Service, New York A2/Baa1/P-1 A2/Baa1/P-1
S&P Global, New York A-/A-/A-2 A-/A-/A-2
Fitch Ratings, New York/London A-/BBB+/F2 A-/BBB+/F2
Scope Ratings, Berlin -/A/S-1 -/A/S-1

1 Anpassung Vorjahr.

2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

3 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3.

4 Auf das Jahr hochgerechnet.

5 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Fully-phased-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.

6 Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de).

7 Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne Nicht beherrschende Anteile.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Frankfurt am Main, im März 2018

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2017 lag unser Fokus auf der Umsetzung unserer Strategie "Commerzbank 4.0". Wie Sie wissen, haben wir Ende 2016 begonnen, die Bank grundlegend umzubauen. Der tiefgreifende Strukturwandel der Bankenbranche ist eine Herausforderung für alle, aber wir begreifen ihn vor allem als Chance und wollen zu den Gewinnern dieses Wandels gehören. Im Rahmen unserer Strategie digitalisieren wir unsere Prozesse, stellen uns effizienter auf und werden so unsere Profitabilität steigern. Das Geschäftsjahr 2017 war eine wichtige Etappe auf diesem Weg. Wir haben nahezu alle unsere strategischen Ziele für das Jahr 2017 erreicht - manche sogar übertroffen. Das Wachstum bei Kunden und Assets kann sich sehen lassen. Das Gleiche gilt auch für unsere Fortschritte bei der Digitalisierung. Das zeigt sich nicht nur in neuen Apps, sondern auch in zunehmend digitalisierten Prozessen. Unser Digital Campus ist inzwischen voll besetzt und arbeitet auf Hochtouren. Der Campus ist der Motor der Digitalisierung in der Commerzbank. In agilen Teams treiben hier rund 1.000 Kollegen Digitalisierungsprojekte voran. Bis 2020 wollen wir 80 % unserer relevanten Prozesse digitalisieren. Wir sind bei 30 % gestartet, und aktuell liegen wir bei knapp 50 %. Bis Ende 2018 werden wir den Anteil unserer digitalen Prozesse auf 65 % steigern. Das heißt, knapp zwei Drittel unserer wichtigsten Prozesse werden dann digital ablaufen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Strategie heißt Wachstum. Mit den zwei starken Marktsegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden fokussieren wir uns noch stärker auf Bereiche, in denen wir unseren Kunden einen besonderen Mehrwert liefern und uns so vom Wettbewerb abheben können. Es ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, unsere starke Marktposition im Firmenkundengeschäft in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld zu behaupten und im Privatkundengeschäft sowie bei der mBank weiter zu wachsen.

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden haben wir im Berichtsjahr 2017 mehr als 500.000 neue Kunden und mehr als 38 Mrd. Euro an Vermögenswerten hinzugewonnen. Das Neugeschäft mit Baufinanzierungen erreichte im Berichtsjahr ein Volumen von 15 Mrd. Euro, nach knapp 12 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Konsumentenkreditgeschäft betreiben wir nunmehr auf unserer Commerzbank-eigenen Plattform. Dafür haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr das Joint Venture mit der BNP Paribas aufgelöst und ein Portfolio von rund 3,5 Mrd. Euro auf die Bücher und Systeme der Bank übertragen. Das bietet uns die Möglichkeit, dieses Geschäft weiter auszuweiten. Im Privat- und Unternehmerkundengeschäft haben wir uns bewusst entschieden, in unser digitales und persönliches Angebot für Kunden zu investieren. Unsere Filialen bleiben dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Dabei wird das Zusammenspiel mit unserem digitalen Angebot immer wichtiger. Wir arbeiten im Filialgeschäft mit der für Kunden und Berater einheitlichen Plattform "ONE" und sind über unser Kundencenter, Mobil- und Onlinebanking rund um die Uhr erreichbar. Dadurch werden wir immer effizienter. Auch die polnische mBank hat sich wiederum sehr gut entwickelt. Seit Jahresbeginn konnte sie netto rund 292.000 neue Kunden gewinnen und steuerte wie im Vorjahr knapp 300 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Segments in Höhe von insgesamt 867 Mio. Euro bei. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war dabei bedingt durch eine höhere Risikovorsorge bei der mBank sowie höhere Kosten durch gesteigerte Investitionen in die Digitalisierung und regulatorische Belastungen.

Das Segment Firmenkunden ist für uns absoluter Kernbestandteil der Commerzbank-DNA. Deutschland ist Mittelstand. Und wir sind die Mittelstandsbank. Das werden wir weiter unterstreichen - unter anderem, indem wir unsere kürzlich gestartete Firmenkundenkampagne weiter ausrollen. Die Commerzbank ist in der Mittelstandsfinanzierung in Deutschland unangefochtener Marktführer und finanziert rund 30 % des deutschen Außenhandels. Bei der Umsetzung der Digitalisierung kommen wir gut voran. Unseren Firmenkunden bieten wir die Kontoeröffnung jetzt auch online an - in der ersten Ausbaustufe zunächst für kleinere Unternehmen, später natürlich auch für größere. In den vergangenen zwei Jahren konnte die Bank knapp 5.400 neue Firmenkunden überwiegend im deutschen Mittelstand gewinnen, davon mehr als 4.000 im vergangenen Jahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies das Segment Firmenkunden ein Operatives Ergebnis von 809 Mio. Euro aus. Dabei belasteten der intensive Preiswettbewerb im Geschäft mit mittelständischen Kunden, die geringe Nachfrage nach Absicherungsprodukten durch die niedrige Kapitalmarktvolatilität und die Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions.

Im Abbausegment Asset & Capital Recovery haben wir die Portfolios der Schiffsfinanzierung und der Gewerblichen Immobilienfinanzierung im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 3,3 Mrd. Euro wertschonend auf 4,1 Mrd. Euro reduziert. Dabei wurde das Portfolio für Schiffsfinanzierungen durch einen Abbau von 2,2 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro deutlich verringert. Der Operative Verlust des Segments konnte signifikant auf -269 Mio. Euro reduziert werden.

Insgesamt verlief auf Konzernebene die operative Geschäftsentwicklung 2017 trotz des laufenden Umbaus ordentlich. Die Erträge vor Risikovorsorge verringerten sich auf 9,2 Mrd. Euro. Bereinigt um positive Einmalerträge und Bewertungseffekte, die im Wesentlichen aus Erträgen aus der Übernahme des Ratenkreditportfolios, Veräußerungserlösen aus einer Beteiligung an dem Finanzdienstleister Concardis sowie aus einem Immobilienverkauf stammen, stiegen die Erträge vor Risikovorsorge jedoch und lagen mit 8,6 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahr. Mit 781 Mio. Euro musste im Berichtsjahr netto weniger Risikovorsorge gebildet werden als im Vorjahreszeitraum. Die Verwaltungsaufwendungen wurden 2017 leicht auf 7,1 Mrd. Euro gesenkt. Dabei haben wir höhere Investitionen in Digitalisierung und Wachstum sowie die gestiegenen Kosten für Regulierungsprojekte, Compliance, Einlagensicherungssysteme und verschiedene Bankenabgaben durch aktives Kostenmanagement kompensieren können. Das Operative Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2017 mit 1,3 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsjahr hat die Bank mit den Arbeitnehmergremien eine verbindliche Vereinbarung über einen möglichst sozialverträglichen Stellenabbau getroffen. Die damit verbundenen Restrukturierungsaufwendungen wurden im Berichtsjahr mit gut 800 Mio. Euro vollständig gebucht. Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen erzielte die Commerzbank damit in ihrem ersten Jahr der Umsetzung der Strategie ein positives Konzernergebnis in Höhe von 156 Mio. Euro, nach 279 Mio. Euro im Vorjahr. Im Berichtsjahr setzte sich die positive Entwicklung unserer Kapitalbasis weiter fort. Die harte Kernkapitalquote lag per Ende Dezember bei 14,1 %, nach 12,3 % im Jahr zuvor. Damit ist die Kapitalausstattung komfortabel und wir liegen deutlich über allen geltenden regulatorischen Anforderungen. Unsere Risikokosten sind durch die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie die Qualität unseres Kreditbuches weiterhin niedrig, was sich in der sehr niedrigen Quote für Problemkredite von lediglich 1,3 % widerspiegelt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im vergangenen Jahr haben wir einiges erreicht und die Grundlagen für den Umbau der Commerzbank gelegt. Wir arbeiten hart daran, die Bank noch besser zu machen. Im ersten Jahr der Strategieumsetzung zahlen wir keine Dividende, um unseren Umbau zu stemmen. Das darf aber nicht der Normalzustand sein. Und wir kommen voran. Deshalb streben wir an, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende auszuschütten. Gleichzeitig werden wir 2018 den Umbau der Commerzbank fortsetzen und weitere wichtige Schritte auf dem Weg zum digitalen Technologieunternehmen, zu weiterem Wachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern und zu höherer Profitabilität gehen. Das sind unsere Ziele, und die werden wir konsequent verfolgen.

An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank - auch im Namen meiner Vorstandskollegen - den Mitarbeitern in allen Bereichen der Bank für ihren Einsatz und ihr Engagement.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Commerzbank weiterhin auf ihrem Weg begleiten. Zu unserer Hauptversammlung am 8. Mai 2018 in Frankfurt am Main lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender

Das Vorstandsteam

Martin Zielke

55 Jahre, Vorsitzender

Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010

Frank Annuscheit

55 Jahre, Chief Operating Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Dr. Marcus Chromik

45 Jahre, Chief Risk Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.1.2016

Stephan Engels

56 Jahre, Chief Financial Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012

Michael Mandel

51 Jahre, Privat- und Unternehmerkunden

Mitglied des Vorstands seit 23.5.2016

Dr. Bettina Orlopp

47 Jahre, Compliance, Human Resources, Legal

Mitglied des Vorstands seit 1.11.2017

Michael Reuther

58 Jahre, Firmenkunden

Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006

Bericht des Aufsichtsrats

Frankfurt am Main, im März 2018

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen.

Wir waren in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und haben, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung unsere Zustimmung erteilt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen sowie zusätzlich eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt.

Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Wir behandelten vertieft die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie, die Planung, Compliance-Themen, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem. Inhaltliche Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Ferner wurden wir fortlaufend über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor sowie zu dem Stand interner Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank informiert.

Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden. Zudem haben wir uns auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und uns dazu ein Urteil gebildet. Unsere Beschlüsse fassten wir, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren.

In der Sitzung am 8. Februar 2017 stand - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage und zu dem vorläufigen Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 - der Bericht zum Umsetzungsstand der Strategie "Commerzbank 4.0" im Mittelpunkt unserer Erörterungen. Wir wurden über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor sowie über den Stand interner Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank informiert. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Zielerreichung für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016, setzten den Gesamtbetrag der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest und überprüften die Angemessenheit der Höhe der Vorstandsvergütung. Auch befassten wir uns mit den Risikostrategien für das Jahr 2017. Ferner wurden wir über das Verfahren zur Auswahl des neuen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 informiert und beschlossen auf Empfehlung des Prüfungsausschusses, der Hauptversammlung 2017 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt a.M., zum Prüfer für das Geschäftsjahr 2018 vorzuschlagen.

Des Weiteren behandelten wir den Bericht des Aufsichtsrats und den Corporate-Governance-Bericht für den Geschäftsbericht 2016. Wir beschlossen außerdem Änderungen der Ausschussbesetzungen.

In der Bilanzsitzung am 22. März 2017 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2016 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses.

Auch verabschiedeten wir die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2017 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Die Schwerpunkte der Aufsicht im Jahr 2017 wurden uns durch Vertreter des Senior-Managements des Single Supervisory Mechanism der Europäischen Zentralbank (EZB) präsentiert, mit denen wir verschiedene Themen diskutierten. Ferner wurden wir über den IT-Fortschritt in der Bank informiert.

Des Weiteren haben wir uns mit dem Vergütungsbericht für den Geschäftsbericht befasst.

In der Sitzung am 3. Mai 2017 erörterten wir den Ablauf der Hauptversammlung.

In der Sitzung am 21. Juni 2017 haben wir uns - neben dem Bericht zur aktuellen Geschäftslage und zum Stand interner Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank - nochmals mit der Strategie "Commerzbank 4.0" beschäftigt. Zudem wählten wir Herrn Dr. Tobias Guldimann als neues Mitglied in den Prüfungsausschuss. Ferner legten wir die neue Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand fest. Wir wurden über den am 16. Mai 2017 veröffentlichten "Guide to fit and proper assessments" der EZB und seinen Regelungsinhalt sowie über Maßnahmen im Rahmen der Karriereentwicklung in der Commerzbank informiert.

In der Sitzung am 5. September 2017 erläuterte uns der Vorstand die Geschäftslage und berichtete insbesondere über die Entwicklung der Finanzkennzahlen, die Aktionärsstruktur, den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor und über Compliance-Themen. Wir beschäftigten uns eingehend mit ausgewählten Punkten der Strategie "Commerzbank 4.0" und mit deren Umsetzungsstand. Des Weiteren setzten wir uns mit den Ergebnissen der Evaluierung und Effizienzprüfung des Aufsichtsrats für das Jahr 2017 auseinander und wurden über die Ausgestaltung der Vergütungsmodelle der Mitarbeiter der Commerzbank sowie über die Neufassung der Institutsvergütungsverordnung informiert. Zudem beschlossen wir Anpassungen des Musterpensionsvertrags sowie bestehender Pensionsverträge der Vorstandsmitglieder. Schließlich berieten wir uns zu verschiedenen Themen ohne Anwesenheit des Vorstands.

Am 27. September 2017 haben die Vertreter der Arbeitnehmer und am 28. September die Anteilseignervertreter jeweils die Strategie der Commerzbank eingehend mit dem Vorstand diskutiert.

In der Sitzung am 8. November 2017 berichtete der Vorstand im Rahmen seines Berichts zur Geschäftslage insbesondere über die Entwicklung der Geschäftsfelder, die Finanzzahlen des dritten Quartals 2017, den Stand der Einführung von IFRS 9 sowie den Stand interner Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank. Wir diskutierten ferner über die Mittelfristplanung bis 2021 und erhielten einen Statusbericht zu operativen Auslandseinheiten sowie zu dem Stand der Abarbeitung regulatorischer Feststellungen. Auch setzten wir uns mit der gesetzlich geforderten Prüfpflicht der nichtfinanziellen Erklärung (CSR-Bericht) durch den Aufsichtsrat auseinander sowie mit der Art und Weise der Veröffentlichung des CSR-Berichts. In diesem Zusammenhang beauftragten wir die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main, mit der Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts für die Commerzbank AG und den Konzern zum 31. Dezember 2017. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet, uns Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt und Diversitätskonzepte für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 21 bis 26. Zudem haben wir die Bestellung von Herrn Martin Zielke zum Vorstandsmitglied und -vorsitzenden verlängert. Auf der Grundlage des "Guide to fit and proper assessments" der EZB haben wir eine Richtlinie zum Umgang mit Interessenkonflikten bei Mitgliedern des Vorstands verabschiedet. Die Geschäfts-, Risiko-, IT- und Outsourcingstrategien haben wir diskutiert und zur Kenntnis genommen.

In der letzten Sitzung des Jahres am 13. Dezember 2017 berieten und verabschiedeten wir die Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018. Des Weiteren wurde uns zur Ausgestaltung der Mitarbeitervergütungssysteme berichtet. Wir haben Ergänzungen zum Kompetenzprofil für die Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank AG und eine Richtlinie zur Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern und zum Umgang mit Interessenkonflikten beschlossen. Ferner haben wir der Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands zugestimmt.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sieben Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 13 dieses Geschäftsberichts ersichtlich. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Zur Umsetzung der Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 über die Pflichtenrotation des Abschlussprüfers wurde im Geschäftsjahr 2016 sowie im Berichtszeitraum ein öffentliches Ausschreibungsverfahren zur Auswahl eines neuen Abschlussprüfers für die Commerzbank AG und den Commerzbank Konzern für das Geschäftsjahr 2018 durchgeführt. Die Durchführung des Ausschreibungsverfahrens wurde operativ von einem Projektteam der Gesellschaft unterstützt. Die Festlegung der wesentlichen Prozessschritte, Auswahlkriterien und die wesentlichen Entscheidungen wurden mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden vorbesprochen und im Prüfungsausschuss verabschiedet. In den Sitzungen hat sich der Prüfungsausschuss regelmäßig zum Fortgang des Verfahrens berichten lassen und über die weiteren wesentlichen Schritte beraten und entschieden. Entsprechend den EU-Vorschriften zu einer öffentlichen Ausschreibung wurde der gesamte Prozess fair, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet. Durch Bekanntmachung des Ausschreibungsvorhabens im Bundesanzeiger waren Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zunächst aufgefordert, ihr Interesse an der Teilnahme am Auswahlprozess zu bekunden. Den Interessenten wurden im nächsten Schritt umfangreiche Unterlagen zur Verfügung gestellt, die die Abgabe eines fundierten schriftlichen Angebots ermöglichen sollten. Zudem wurde allen Wettbewerbern die Möglichkeit eingeräumt, in einer Q&A-Phase offen gebliebene Fragen zu klären. Die beiden daraufhin schriftlich eingereichten Angebote wurden vom Projektteam sowie vom Prüfungsausschussvorsitzenden analysiert und bewertet. Außerdem wurden die Bewerber eingeladen, ihr Angebot und die wesentlichen Teammitglieder persönlich zu präsentieren. An diesen Präsentationen nahmen neben dem Prüfungsausschussvorsitzenden auch die Vertreter des Projektteams, die Bereichsvorstände der maßgeblich betroffenen Unternehmensbereiche sowie der Finanzvorstand teil. Mit beiden Bewerbern wurden auch die wirtschaftlichen Eckpunkte des Angebots diskutiert. Nach Abschluss des Verfahrens und auf Grundlage einer ausführlichen Berichterstattung über das Verfahren und die Bewertung der Bewerber hat der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Hauptversammlung als neuen Abschlussprüfer vorzuschlagen. Neben dieser Präferenz wurde die Deloitte &Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als zweitplatzierter Bewerber dem Aufsichtsrat als Alternative präsentiert. Der Aufsichtsrat beschloss daraufhin, der Empfehlung des Prüfungsausschusses zu folgen.

Insgesamt trat der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2017 zu sechs Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fasste er wegen Eilbedürftigkeit Beschlüsse im Umlaufverfahren. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, unterbreitete dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers, für die Höhe des Honorars und für die Schwerpunkte der Abschlussprüfung. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig vom Abschlussprüfer den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die prüferische Durchsicht der Zwischenfinanzberichte. Die Arbeit der Bereiche Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand eingehender Erörterungen. Beide Bereiche berichteten regelmäßig über die Arbeitsergebnisse sowie über Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeit. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über die Entwicklungen des Monitorships in den USA und die Fortschritte bei der Abarbeitung der seitens des Monitors getroffenen Feststellungen sowie die in den zugrundeliegenden Vergleichsvereinbarungen mit US-amerikanischen Regulierungsbehörden getroffenen Feststellungen berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss vom Vorstand zu einzelnen Themenkomplexen betreffend das Monitorship, die zugrundeliegenden Vergleichsvereinbarungen sowie thematisch in engem Bezug stehende regulatorische Verfahren eine fortlaufende Sonderberichterstattung oder punktuell eine anlassbezogene Sonderberichterstattung angefordert und diese im Rahmen der Prüfungsausschusssitzungen entgegen genommen. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über interne und externe (regulatorische) Untersuchungen und ließ sich ebenfalls regelmäßig über den Stand der Umsetzungsarbeiten zu Feststellungen berichten. Der Prüfungsausschuss befasste sich des Weiteren mit internen Untersuchungen zu Cum/Ex-Geschäften der Bank. Er überprüfte die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und hierbei insbesondere des internen Kontrollsystems. Zudem erörterte er die Entwicklung bei den Whistleblowing-Fällen sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln. Ferner beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit dem algorithmischen Handel, den Compliance-Business-Reports der Segmente und den Projekten MiFiD II / MiFiR. Auch hat sich der Prüfungsausschuss über den Stand der Einführung von IFRS 9 und den Stand der Überleitung der Abschlussprüfung auf Ernst & Young informieren lassen. An den Sitzungen nahmen regelmäßig Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt fünfmal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2017, den Teilrisikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit den Beteiligungen und dem Recovery Plan der Bank. Außerdem wurde er über Maßnahmen der Bank zum Schutz vor Cybercrime-Aktivitäten informiert. Ferner wurde überprüft, dass die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Ebenso erörtert wurden verschiedene Stresstests und ihre Ergebnisse. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die Prüfungen und die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe vergebenen Groß- und den Organkrediten sowie risikoreichen Einzelengagements.

Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr fünfmal. Gegenstand der Beratungen waren die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäfts- und Kapitalmarktlage sowie der neuen Strategie der Commerzbank. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums in Bezug auf Änderungen der Pensionsverträge der Vorstandsmitglieder vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Außerdem befasste er sich mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Der Vergütungskontrollausschuss trat zu drei Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 und überprüfte die Angemessenheit der Höhe der Vorstandsvergütung sowie die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2016. Ferner befasste er sich mit den Mitarbeitervergütungssystemen und der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2017. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 auseinander.

Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen, in denen er sich in erster Linie mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung beschäftigte. Daneben befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus, der Strategie "Commerzbank 4.0" und mit allgemeinen personalwirtschaftlichen Kennzahlen.

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr viermal getagt. Er hat sich intensiv mit der Neubesetzung des Aufsichtsrats für die Zeit nach der Hauptversammlung 2018 beschäftigt. Zudem hat der Ausschuss über die Verlängerung der Bestellung von Herrn Martin Zielke zum Vorstandsvorsitzenden und Vorstandsmitglied beraten. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25 d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand. Schließlich beschäftigte sich der Nominierungsausschuss mit dem Kompetenzprofil für die Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank.

Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit.

Interessenkonflikte

Gemäß Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats haben Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, der wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlasst. Im Berichtszeitraum hat kein Aufsichtsratsmitglied einen potenziellen Interessenkonflikt offengelegt.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen finden ferner regelmäßig Weiterbildungen statt. Im Jahr 2017 waren dies Vorträge zu den Themen "ECB Guide to fit and proper assessments", neue Institutsvergütungsverordnung, IFRS 9 sowie MiFiD II/MiFiR. Zudem haben sich die Aufsichtsratsmitglieder intensiv mit dem neuen Filialkonzept und der Filialstrategie der Commerzbank auseinander gesetzt und in diesem Zusammenhang Filialen vor Ort besucht. Auch mit den Themen Digitalisierung und Direktbank hat sich der Aufsichtsrat eingehend auseinandergesetzt und die comdirect Bank AG besucht. Neuen Aufsichtsratsmitgliedern wurden interne Qualifizierungs- und Onboardingmaßnahmen angeboten. Daneben haben verschiedene Aufsichtsratsmitglieder an externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Den Mitgliedern wurde des Weiteren angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen.

Sitzungsteilnahme

Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums teilgenommen. Im Einzelnen haben Herr Dr. Helmut Perlet, Herr Karl-Heinz Flöther, Herr Mark Roach sowie Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell jeweils an einer Sitzung von insgesamt sieben Sitzungen des Aufsichtsrats nicht teilgenommen. Herr Dr. Stefan Lippe hat an zwei Sitzungen nicht teilgenommen. Ansonsten waren die Mitglieder des Aufsichtsrats bei allen Aufsichtsratssitzungen anwesend.

Herr Hans-Hermann Altenschmidt und Herr Uwe Tschäge fehlten bei einer Sitzung des Nominierungsausschusses. Herr Dr. Stefan Lippe hat an einer Sitzung des Risikoausschusses nicht teilgenommen.

In der Regel erhalten wir von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Teilnahme einer Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft.

Jahres- und Konzernabschluss

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main (PwC), hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 20. März 2018 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Aufsichtsratsplenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 21. März 2018 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.

Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an.

Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben sich ferner mit dem vom Vorstand erstellten zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für die Commerzbank AG und den Konzern zum 31. Dezember 2017 befasst. PwC hat eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 20. März 2018 und vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 21. März 2018 sorgfältig geprüft. Der Vorstand erläuterte die Berichte in beiden Sitzungen eingehend. Vertreter des Prüfers nahmen an beiden Sitzungen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Frau Dr. Bettina Orlopp ist mit Wirkung zum 1. November 2017 Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG geworden. Sie ist dort zuständig für die Themen, für die sie seit Mai 2016 als Generalbevollmächtigte zuständig war: Compliance, Human Resources und Legal.

Frau Heike Anscheit ist seit dem 1. Januar 2017 als Nachfolgerin für die am 31. Dezember 2016 ausgeschiedene Frau Barbara Priester Mitglied im Aufsichtsrat. Frau Margit Schoffer hat ihr Amt als Aufsichtsratsmitglied zum 31. Januar 2017 niedergelegt. Ihr Nachfolger, Herr Stefan Jennes, ist seit dem 1. Februar 2017 Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank.

Wir danken Frau Barbara Priester und Frau Margit Schoffer für ihre engagierte Mitarbeit.

Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2017.

Nach fast 52 Jahren, die ich der Commerzbank in verschiedenen Funktionen im In- und Ausland dienen durfte, endet mit der Hauptversammlung am 8. Mai meine Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender. Es ist mir ein Bedürfnis, unseren vielen treuen Aktionärinnen und Aktionären, die uns durch Höhen und Tiefen begleitet haben, sehr herzlich zu danken. Bitte bleiben Sie dieser großartigen Bank auch zukünftig verbunden.

Für den Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Klaus-Peter Müller

73 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Commerzbank Aktiengesellschaft

Uwe Tschäge1

50 Jahre, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Hans-Hermann Altenschmidt1

56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Heike Anscheit1

47 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.1.2017, Bankkauffrau

Gunnar de Buhr1

50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Bankkaufmann

Stefan Burghardt1

58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Niederlassungsleiter

Mittelstand Bremen

Sabine U. Dietrich

57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.4.2015, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europe SE

Karl-Heinz Flöther

65 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Selbst. Unternehmensberater

Dr. Tobias Guldimann

56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 3.5.2017, Selbst. Berater in der Finanzbranche

Stefan Jennes1

50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.2.2017, Bankkaufmann

Dr. Markus Kerber

54 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1

47 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Oliver Leiberich1

61 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Bankkaufmann

Dr. Stefan Lippe

62 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 8.5.2014, Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG

Beate Mensch1

55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 19.4.2013, Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen, Organisationsentwicklung

Anja Mikus

59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.4.2015, CEO/CIO Stiftung "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung" Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dr. Helmut Perlet

70 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 16.5.2009, Vorsitzender des Aufsichtsrats der GEA GROUP AG

Mark Roach1

63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 10.1.2011, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung

Nicholas Teller

58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 8.5.2014, Vorsitzender des Beirats der E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

65 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.6.2012, Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Detaillierte Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf unserer Konzernseite im Internet unter der Rubrik "Management".

Unsere Aktie

Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes

Das internationale Börsengeschehen im Berichtsjahr 2017 war durch eine Vielzahl geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter Parlamentswahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, die sich weiter hinziehenden Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sowie anhaltende politische Spannungen im Nahen Osten und in Nordkorea. Infolge der verbesserten Konjunkturaussichten Europas, aber auch eines global stärkeren Wirtschaftswachstums, verzeichnete das Kapitalmarktumfeld unabhängig davon einen freundlichen Verlauf, der sich in Kurszuwächsen marktbreiter Aktienindizes, aber auch einem höheren Außenwert des Euro gegenüber wichtigen Leitwährungen, wie etwa dem US-Dollar, widerspiegelt. Steigende Anleiherenditen im Euroraum begünstigten insbesondere die Nachfrage nach Bankaktien, die im Berichtsjahr vergleichsweise überdurchschnittlich zulegen konnten. Vor dem Hintergrund einer nachhaltig expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank blieben zinspolitische Impulse im Berichtsjahr jedoch aus, womit europäische Banken und damit auch die Commerzbank unter dem anhaltenden Druck geringerer Zinsmargen stehen. Vor dem Hintergrund einer positiven Zinsentwicklung 2018, die in Bezug auf die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von Analysten mehrheitlich erwartet wird, gehen Anleger zumindest von einer allmählichen Erholung der Zinseinnahmen für den Sektor aus. Auf Sicht von zwölf Monaten erzielte der DAX im Berichtsjahr 2017 ein Plus von rund 13 % und kam damit auf einen Stand von 12918 Punkten. Während der EURO-STOXX 50 auf Jahressicht immerhin rund 7 % zulegte, verzeichnete der EURO-STOXX-Bankenindex 2017 einen vergleichsweise überdurchschnittlichen Performancezuwachs von rund 11 %.

Commerzbank-Aktie

Der Aktienkurs der Commerzbank verzeichnete im Jahresverlauf einen kontinuierlichen Aufwärtstrend mit einem Zuwachs im Stichtagsvergleich von rund 73 %. Dies war insbesondere auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen: wachsende Zuversicht gegenüber der Strategieumsetzung "Commerzbank 4.0" und dass ein möglicher Zinsanstieg in Verbindung mit der hohen Zinssensitivität der Bank positive Auswirkungen auf die Ertragslage der Commerzbank haben dürfte. Zudem treiben sowohl vereinzelte Übernahmefantasien den Kurs der Commerzbank als auch die Tatsache, dass Ende Juli der US-Finanzinvestor Cerberus bei der Commerzbank eingestiegen ist und nach eigenen Angaben einen Anteil von 5,01 % erworben hat.

Mit einem Schlusskurs von 12,51 Euro notierte die Commerzbank-Aktie Ende 2017 unmittelbar in Reichweite ihres unterjährigen Höchstkurses von 12,96 Euro.

Aufgrund des signifikanten Kurszuwachses verbesserte sich die Marktkapitalisierung der Commerzbank zum Jahresende auf 15,7 Mrd. Euro (Maximum: 16,1 Mrd. Euro; Minimum: 8,9 Mrd. Euro), verglichen mit 9,1 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Gemessen an ihrem Preis-Buch-Verhältnis wies die Commerzbank im Jahresverlauf eine Bewertung von 0,3 bis 0,6 auf. Im Vergleich dazu betrug das Preis-Buch-Verhältnis im EURO-STOXX-Bankenindex 0,8 bis 1,0.

Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen im Jahr 2017 - gemessen an der Stückzahl - annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 11,9 Millionen Aktien, nach 12,5 Millionen Aktien im Jahr 2016.

Wertpapierkürzel

Inhaberaktien CBK100
Reuters CBKG.DE
Bloomberg CBK GR
ISIN DE000CBK1001

Aktienkennzahlen

Bei einer unveränderten Aktienanzahl reduzierte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 von 0,22 auf 0,12 Euro, was insbesondere den mit der Neuausrichtung verbundenen Restrukturierungskosten geschuldet ist. Mittels ihrer fortgeschrittenen Kapitalisierung deutlich oberhalb der gesetzlichen Anforderung (SREP) beziehungsweise einer Kernkapitalquote nach vollständiger Umsetzung von Basel 3 in Höhe von 14,1 % konnte die Bank ihr Risikoprofil im Berichtsjahr signifikant verbessern.

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 2017 2016
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) 1.252,4 1.252,4
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 12,96 9,50
Tief 6,97 5,16
Schlusskurs (31.12.) 12,51 7,25
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück
Hoch 46,0 42,3
Tief 2,6 3,2
Durchschnitt 11,9 12,5
Indexgewicht in % (31.12.)
DAX 1,2 0,9
EURO STOXX Banken 1,7 1,7
Ergebnis je Aktie in € 0,12 0,22
Buchwert je Aktie2 in € (31.12.) 23,06 22,79
Net Asset Value je Aktie3 in € (31.12.) 21,90 21,69
Marktwert/Net Asset Value (31.12.) 0,57 0,33

1 Deutsche Börsen gesamt.

2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.

3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und der Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Gewichtung der Commerzbank im DAX betrug rund 1,2% gegenüber 0,9 % im Vorjahr. Neben dem europäischen Branchenindex EURO STOXX Banken war die Bank im Geschäftsjahr 2017 weiterhin in mehreren Nachhaltigkeitsindizes vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.

Ausgewählte Indizes, die die Commerzbank-Aktie enthalten

Blue-Chip-Indizes

DAX

EURO STOXX Banken

Nachhaltigkeitsindizes

ECPI EMU Ethical Equity

ECPI Euro Ethical Equity

ECPI Euro ESG Equity

ECPI World ESG Equity

STOXX Global ESG Leaders

Aktionärsstruktur und Analystenempfehlungen

Zum 31. Dezember 2017 befanden sich rund 50 % der Commerzbank-Anteile im Besitz unserer Großaktionäre Bundesrepublik Deutschland, Cerberus und BlackRock sowie unserer überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Rund 50 % aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei knapp 75 %.

Im Jahr 2017 berichteten etwa 25 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Zum Jahresende 2017 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 20%, nach 31% im Vorjahr. Weitere 60% der Analysten empfahlen das Halten unserer Aktie. Zum Verkauf unserer Aktie rieten 20%, gegenüber 19% im Vorjahr. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten betrug zum Jahresende 11,38 Euro gegenüber 6,74 Euro im Vorjahr.

Ratingsituation der Commerzbank

Am 1. Januar 2017 trat das Abwicklungsmechanismusgesetz (AbwMechG) in Kraft. Dadurch wurde die Gläubigerbeteiligung in Deutschland über die Abschreibung von Verbindlichkeiten oder deren Umwandlung in Eigenkapital ("Bail-in") weiter konkretisiert. Die bisherige Haftungskaskade für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten wurde neu geregelt, indem bislang gleichrangige Kapitalinstrumente zueinander vor- beziehungsweise nachrangig gestellt sind. Insbesondere komplex strukturierte Verbindlichkeiten, deren Verlustteilnahme nur schwer durchsetzbar ist, sind nun gegenüber einfachen Kapitalinstrumenten bevorrechtigt. Ratingagenturen haben die unterschiedliche Wahrscheinlichkeit verschiedener Kapitalinstrumente, die im Abwicklungsfall zur Abdeckung von Verlusten herangezogen werden, bereits in den beiden Vorjahren durch Überarbeitung ihrer Ratingmethodologie weitgehend berücksichtigt. Insgesamt kam es einerseits zu einer zum Teil deutlichen Spreizung der Ratings für bislang einheitlich behandelte unbesicherte Verbindlichkeiten eines Emittenten. Andererseits nahm die Zahl der Ratings zu, um unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten und den unterschiedlichen Umfang der Verlustteilnahme im Abwicklungsfall für verschiedene Verbindlichkeitenklassen zu reflektieren ("Verbindlichkeiten-Wasserfall"). Die Commerzbank profitierte von der Etablierung neuer Ratingklassen. Ratings für bevorrechtigte komplex strukturierte Verbindlichkeiten sowie Ratings für nicht der Einlagensicherung unterliegende Einlagen liegen bei den Agenturen in der Regel auf gleichem Niveau und im Fall der Commerzbank im "A"-Bereich: bei Moody's Investors Service (Moody's) bei "A2", bei Scope Ratings (Scope) bei "A", bei S&P Global (S&P) bei "A-" sowie bei FitchRatings (Fitch) bei "A-".

Agenturen gaben nun auch erstmals Einschätzungen für nicht verbriefte vertragliche Verpflichtungen ab. Während Fitch primär auf die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Bank als Gegenpartei im Derivategeschäft - Fitch Rating: "A- (dcr)" - abzielt, sind die operativen Verpflichtungen bei Moody's - Einschätzung: "A2 (cra)" -weiter gefasst. Gemeinsam ist die Grundannahme, dass bestimmte Kernaktivitäten einer insolventen Bank auch im Abwicklungsfall aufrechterhalten werden, um die Systemstabilität des Bankensektors zu sichern. Im laufenden Geschäftsjahr plant S&P mit dem "Resolution Counterparty Rating" (RCR) eine neue Ratingklasse einzuführen, das über dem Emittentenrating liegen sollte.

Neben den oben genannten methodischen Änderungen wirkten auch die verbesserten Fundamentaldaten der Bank, wie eine höhere Kapitalausstattung und ein weiter verbessertes Risikoprofil, positiv auf einzelne wesentliche Ratingkategorien.

Ratingereignisse im Berichtsjahr 2017

S&P Im März 2017 hat S&P das Emittentenrating - daraus abgeleitet auch Ratings für Einlagen- und Kontrahentenrisiken - sowie das Rating für "vorrangige" unbesicherte Verbindlichkeiten um 1 Stufe auf "A-" mit negativem Ausblick heraufgestuft. Dies begründet sich aus der Annahme, dass der hohe Kapitalpuffer "Additional Loss-Absorbing Capacity (ALAC)" im Insolvenzfall "vorrangige" unbesicherte Verbindlichkeiten schützen wird. Zudem wurde die bisher erzielte Managementleistung bei der Restrukturierung der Bank mit dem damit verbundenen reduzierten Risiko von Rückschlägen und der Vermeidung negativer Überraschungen gewürdigt. Das Rating für "nicht vorrangige" unbesicherte Verbindlichkeiten wurde gleichzeitig um 1 Stufe auf "BBB" heruntergestuft, da hier zukünftig im Rahmen der Insolvenzfolge von einer höheren Wahrscheinlichkeit auszugehen ist, dass solche Instrumente im Abwicklungsfall zur Abdeckung von Verlusten herangezogen werden. Im Juli 2017 veröffentlichte S & P eine Aktualisierung der Rahmenbedingungen des eigenen Kapitalmodells. Da die Ratingagentur zu diesem Zeitpunkt von einer möglichen Beeinflussung des Ratings durch die Methodenänderung ausging, wurden einzelne Ratings der Bank unter Beobachtung gestellt. Obgleich die Methodenänderung zu einer Verschlechterung der von der Agentur berechneten Risk-Adjusted Capital (RAC) Ratio führte, beließ S&P die Ratings der Bank im August 2017 unverändert. Dabei profitierte die Bank insbesondere vom im Berichtsjahr bis dato erfolgten Abbau der Risikoaktiva. S & P erwartet einen Anstieg der RAC-Ratio auf wiederum über 10 % innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Fitch

Im Rahmen turnusgemäßer Ratingüberprüfungen hat Fitch die Ratings der Commerzbank im Berichtsjahr mit "BBB+" mit einem stabilen Ausblick für das Emittentenrating und "bbb+" für das Stand-alone-Rating bestätigt.

Moody's

Im Dezember 2017 hat Moody's den Ausblick des Einlagenratings "A2" und des Ratings für "vorrangige" unbesicherte Verbindlichkeiten "A2" auf positiv (vorher stabil) geändert. Dies reflektiert die Erwartung, dass sich die zugrunde liegenden Fundamentaldaten der Bank verbessern werden. Moody's sieht hier innerhalb von 12 bis 18 Monaten die Möglichkeit, dass die Bank -unter der Voraussetzung einer weiteren Verbesserung der Profitabilitätssituation - ein höheres Stand-alone-Rating erzielen könnte, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die oben genannten Ratings.

Scope

Seit dem 1. Januar 2017 hat die Commerzbank Scope offiziell als weitere Ratingagentur für das Commerzbank-Bankrating mandatiert. Bereits seit April 2014 hatte Scope für die Commerzbank ein Rating ohne offizielles Mandat veröffentlicht. Das Emittentenrating ("Issuer Credit-Strength Rating") liegt bei "A" mit stabilem Ausblick. Unbesicherte Verbindlichkeiten, die im Abwicklungsfall der Gläubigerbeteiligung unterliegen, werden eine Stufe niedriger mit "A-" bewertet.

Unternehmerische Verantwortung

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind, und folgen nahezu allen dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 21 bis 26 Auskunft.
Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 44 bis 52.

Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung

gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB

Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank AG seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir -Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich.

Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank AG gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB.

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank AG und ihre gesetzlich dazu verpflichteten Tochtergesellschaften erklären jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird, und erläutern, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat werden auf den Internetseiten der jeweiligen Gesellschaft veröffentlicht, die der Commerzbank AG auf der Seite http://www.commerzbank.de. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde im November 2017 abgegeben.

Die Commerzbank AG erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:

Nummer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise werden die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung im Vorstand sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank AG http://www.commerzbank.de veröffentlicht.
Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Kernbestandteile des Vorstandsvergütungssystems der Bank sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Bei der variablen Vergütung ermittelt der Aufsichtsrat nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis vorab vereinbarter Ziele einen Gesamtzielerreichungsbetrag. Für diesen Gesamtzielerreichungsbetrag gilt eine Obergrenze in Höhe des 1,4-Fachen der nach den Bestimmungen der Institutsvergütungsverordnung ermittelten Fixvergütung. Bis zu 50% des Gesamtzielerreichungsbetrages werden in virtuellen Commerzbank-Aktien geleistet; dafür gelten überwiegend ein Zurückbehaltungszeitraum von 5 Jahren und eine Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Am Ende der Wartefrist wird der Gegenwert der virtuellen Commerzbank-Aktien - vorbehaltlich verschiedener Prüfschritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit - in bar ausgezahlt. Kursveränderungen der Aktie während dieses Zeitraumes lassen die Zahl der zu gewährenden virtuellen Aktien unberührt und verändern somit den Auszahlungsbetrag, der höhenmäßig nicht begrenzt ist. Nach dem Konzept des Vergütungssystems sollen die Vorstandsmitglieder als Element einer nachhaltigen Vergütung ab Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages im Hinblick auf die Entwicklung der virtuellen Aktien im Risiko sein. Die Begrenzung der Chance auf Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung wäre insbesondere vor dem Hintergrund, dass keine Begrenzung für Kursverluste vorgesehen ist, nicht angemessen.
In Bezug auf die Vorstandsvergütung soll gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter variabler Vergütungsteile ausgeschlossen sein. Nach dem Aktiengesetz soll der Aufsichtsrat für außerordentliche Entwicklungen die Möglichkeit vereinbaren, die variable Vergütung des Vorstands zu begrenzen. Demgemäß ist der Aufsichtsrat der Commerzbank AG berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstige Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren, wobei in jedem Fall die Obergrenze der variablen Vergütung zu beachten ist.
Der Kodex empfiehlt in Nummer 4.2.3 Abs. 3, dass der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen zugunsten des Vorstands das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll. Die Altersversorgung des Vorstands beruht auf einer beitragsorientierten Leistungszusage, für die kein konkretes Versorgungsniveau definiert wird. Vielmehr hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf einen jährlichen Versorgungsbaustein, dessen Höhe sich nach einem festen Prozentsatz des Jahresgrundgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds bemisst. Dadurch erhält der Aufsichtsrat ein Bild von dem jährlichen und langfristigen Aufwand für die Gesellschaft, der im Hinblick auf die Bildung von Rücklagen auch von versicherungsmathematischen Einflüssen abhängt. Der Verzicht auf die Definition eines angestrebten Versorgungsniveaus im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine beitragsorientierte Leistungszusage entspricht inzwischen weitgehend der Unternehmenspraxis.
Gemäß Nummer 4.2.5 Satz 5 und 6 des Kodex sollen im Vergütungsbericht bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden. Allerdings berücksichtigen die Mustertabellen des Kodex nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung und sind daher für Institute wie die Commerzbank AG weniger geeignet. Deshalb wird die Commerzbank AG von dieser Empfehlung in ihrem Vergütungsbericht für das Jahr 2017 abweichen. Die Commerzbank AG hat eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex - neben den von ihr entworfenen sowie nach den Rechnungslegungsvorschriften erforderlichen Tabellen - hat die Commerzbank AG abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde.
Nach Nummer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz soll der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung von Stellen in der Geschäftsleitung bei Kreditinstituten unterstützen. Diese Aufgabe wurde bei der Commerzbank AG früher vom Präsidialausschuss wahrgenommen, dem auch Arbeitnehmervertreter angehörten. Um die in der Commerzbank AG etablierte Praxis der Beteiligung von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern bei der Auswahl von Bewerbern für den Vorstand beizubehalten, sind zwei Mitglieder des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Commerzbank AG Arbeitnehmervertreter.
Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG benennt für seine Zusammensetzung regelmäßig konkrete Ziele und berücksichtigt dabei die in Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 genannten Kriterien in angemessener Weise. Lediglich eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat nicht festgelegt. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist über die Fortsetzung der Zugehörigkeit häufig individuell in Bezug auf das jeweilige Aufsichtsratsmitglied zu entscheiden; eine Regelgrenze würde hier zu einer nicht sachgerechten Einschränkung führen. Auch im Hinblick auf Diversity kann eine unterschiedliche Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder Vorteile bieten.

Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank AG erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:

Abweichend von Nummer 2.3.2 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die bei der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
In Nummer 2.3.3 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Die Commerzbank AG überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. So haben die Aktionäre die Möglichkeit, unbelastet von einer weitgehend öffentlichen Übertragung mit der Verwaltung zu diskutieren.

Vorstand

Der Vorstand der Commerzbank AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand leitet als Konzernvorstand den Commerzbank-Konzern nach einheitlichen Richtlinien und übt allgemeine Kontrolle über alle Konzerngesellschaften aus. Der Vorstand führt die Geschäfte nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank AG und den Arbeitnehmervertretern sowie mit den Organen der Konzerngesellschaften vertrauensvoll zusammen.

Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 5 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de veröffentlicht ist.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 27 bis 37 ausführlich dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 13 bis 15 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, zu seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 12. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.

Nach Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex sollen die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung die Zielsetzung des Aufsichtsrats berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Der Stand der Umsetzung soll im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:

Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Dabei soll auch auf besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren Wert gelegt werden. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden. Der Aufsichtsrat hat ein ausführliches Kompetenzprofil für seine Zusammensetzung beschlossen, auf das hier ergänzend verwiesen wird und das auf der Internetseite der Commerzbank unter https://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die dort genannten Ziele und Anforderungen berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung sowie bei der regelmäßigen Bewertung des Aufsichtsrats als Gesamtgremium und seiner Mitglieder. Zum 31. Dezember 2017 waren alle vom Aufsichtsrat im Hinblick auf seine Zusammensetzung gesetzten Ziele sowie das Kompetenzprofil umgesetzt. Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 4 des Kodex soll der Corporate-Governance-Bericht zudem über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren. Nach Nummer 5.4.2 des Kodex ist ein Aufsichtsratsmitglied insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Die Arbeitnehmervertreter werden bei dieser Selbsteinschätzung nicht betrachtet.

Bei Zugrundelegung des zuvor genannten Maßstabs sind alle zehn Vertreter der Anteilseignerseite als "unabhängig" zu qualifizieren, namentlich also Klaus-Peter Müller, Sabine U. Dietrich, Karl-Heinz Flöther, Dr. Tobias Guldimann, Dr. Markus Kerber, Dr. Stefan Lippe, Anja Mikus, Dr. Helmut Perlet, Nicholas Teller und Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell.

Da anteilseignerseitig somit 100 % der Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig gelten, ist die Selbsteinschätzung gerechtfertigt, dass dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört.

Im Geschäftsjahr 2017 überprüfte der Aufsichtsrat gemäß Nummer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und insgesamt ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.

Gemäß Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen solchen Interessenkonflikt offengelegt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AG ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 37 bis 39 detailliert erläutert.

Diversity

In der Commerzbank AG und in den Konzerngesellschaften wird sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Damit soll der Gefahr von "Gruppen-Denken" und Voreingenommenheit entgegengewirkt werden. Zudem trägt Vielfalt innerhalb des Vorstands und Aufsichtsrats zu einem breiteren Erfahrungsschatz sowie einer größeren Bandbreite in Bezug auf Kenntnisse, Sachkunde und Fähigkeiten bei.

Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG besteht aus 20 Mitgliedern. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens 8 von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter) im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als 2 ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG angehören. Zudem hat sich der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren gesetzt und strebt eine breite Altersstruktur innerhalb des Gesamtgremiums an. Ferner ist der Aufsichtsrat um unterschiedliche Ausbildungs- und Berufshintergründe der Aufsichtsratsmitglieder im angemessenen Rahmen bemüht. Dem Aufsichtsrat soll außerdem stets zumindest ein internationaler Vertreter angehören. Des Weiteren achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, zumindest den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind bestrebt, den aktuellen Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter in Höhe von derzeit 30 % zukünftig mindestens aufrechtzuerhalten.

Alle genannten Ziele hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 erreicht. Am 31. Dezember 2017 gehörten dem Aufsichtsrat der Commerzbank AG 3 internationale Vertreter und 6 Frauen an, davon 3 Frauen aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 30 %.

Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, haben diese eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festgelegt.

Diversitätskonzept und Zielquote in Bezug auf den Vorstand

Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Commerzbank AG unterstützt den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern. Hierbei berücksichtigt er die Ausgewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aller Mitglieder des Vorstands, entwirft eine Stellenbeschreibung mit Bewerberprofil und gibt den mit der Aufgabe verbundenen Zeitaufwand an. Bei der Zusammensetzung des Vorstands ist der Aufsichtsrat bestrebt, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) insbesondere auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, Bildungs- und Berufshintergrund verstärkt Rechnung zu tragen und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Zudem sorgt der Aufsichtsrat in angemessenem Rahmen für unterschiedliche Ausbildungs- und Berufshintergründe der Vorstandsmitglieder.

Im Hinblick auf die gesetzlich festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank AG hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße von mindestens einem weiblichen Mitglied bis zum 31. Dezember 2021 festgelegt. Dieses Ziel wurde bereits erreicht:

Frau Dr. Bettina Orlopp ist mit Wirkung vom 1. November 2017 Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG. Sie ist dort zuständig für die Themen, für die sie seit Mai 2016 als Generalbevollmächtigte zuständig war: Compliance, Human Resources und Legal.

Damit beträgt der Frauenanteil im Vorstand der Commerzbank AG 14,3 %.

Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, haben diese eigene Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt.

Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene

Der Vorstand der Commerzbank AG ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen. Spätestens zum 30. September 2015 mussten nach § 25 Abs. 1 EGAktG die Zielquoten und Fristen erstmals festgelegt und dokumentiert werden. Diese Fristen durften nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern. Für alle folgenden Fristen gilt nach § 76 Abs. 4 AktG ein maximaler Zeitraum von fünf Jahren.

Der Gesamtvorstand hat dementsprechend im Mai 2017 neue Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank AG (bezogen auf das Inland) festgelegt. Für die erste Führungsebene liegt die Zielquote bei 17,5%, für die zweite Führungsebene bei 20 %. Als Fristende wurde der 31. Dezember 2021 festgelegt. Die Commerzbank AG hat sich damit ambitionierte Ziele gesetzt. Denn für die Bank und den Konzern insgesamt ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern.

In der Commerzbank AG gehörten am 31. Dezember 2017 zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 35 Personen, von denen 30 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit 14,3 %.

Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 381 Personen, von denen 319 männliche und 62 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin 16,3 %.

Von der Festlegung von Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene auf Konzernebene hat der Vorstand abgesehen. Die jeweiligen Konzerngesellschaften haben im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vielmehr eigene Zielquoten bestimmt.

Im Konzern gehörten zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 41 Personen, von denen 36 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 12,2 %.

Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 459 Personen, von denen 390 männliche und 69 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug somit 15 %.

Bilanzierung

Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns sowie der Commerzbank AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt; Jahresabschluss und Lagebericht der Commerzbank AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Konzernabschluss sowie Jahresabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer.

Zum Konzernlagebericht gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 99 bis 134 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation

Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen.

Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.

Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrags der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt.

Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Bei der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.

Die Commerzbank AG informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - viermal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter http://www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung.

Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.

Der Bericht ist an die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angelehnt und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.

Vorstand

Vorstandsvergütungssystem

Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 das aktuelle und seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der Capital Requirements Directive IV, des Kreditwesengesetzes sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das Vergütungssystem vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Für Komponenten des alten Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen dieses Vergütungssystems, das im Vergütungsbericht 2014 dargestellt ist. Dies betrifft derzeit noch die langfristigen Vergütungskomponenten (LTI-Komponenten) der Geschäftsjahre 2013 und 2014. Die Anpassung des Vergütungssystems an die Neufassung der Institutsvergütungsverordnung vom 4. August 2017 wird der Aufsichtsrat im Laufe des Geschäftsjahres 2018 vornehmen.

Grundzüge des aktuellen Vergütungssystems

Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung wird regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze der variablen Vergütung von maximal 140 % der fixen Vergütung gebilligt.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache hiervon, das heißt 1312.500 Euro. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern. Die Vorstandsmitglieder haben ferner Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung, die in Pensionsverträgen geregelt ist und nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt beschrieben wird.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)

Das Vergütungssystem sieht eine variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütung wird ermittelt aus (i) der EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns, (ii) der Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, und (iii) der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen. Der Gesamtzielerreichungsgrad, der aus diesen drei Komponenten ermittelt wird, ist jedoch auf höchstens 150 % begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung. Der Gesamtzielerreichungsbetrag ist daher auf maximal 150 % des Zielbetrags des Vorstandsmitglieds begrenzt.

Zielbetrag

Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 Mio. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder und 1.628.640 Euro für den Vorstandsvorsitzenden bei einer Zielerreichung von 100%. Der Aufsichtsrat kann den Zielbetrag reduzieren, wenn dies erforderlich ist, um das maximale Verhältnis zwischen variabler und fixer Vergütung einzuhalten. Dieser Fall kann eintreten, wenn sich die Sachbezüge oder der Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern verringern, da beide Komponenten in die fixe Vergütung einbezogen sind.

Zielfestlegung

Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:

Unternehmensbezogene Ziele Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist.
Individuelle Ziele Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuell spezifische quantitative und/oder qualitative Ziele.

Zielerreichung

Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum. Hierfür werden die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet. Für neu bestellte Vorstandsmitglieder besteht für die ersten zwei Jahre eine Übergangsregelung. Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt.

Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des Kreditwesengesetzes dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Organtätigkeit im maßgeblichen Geschäftsjahr bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat.

Short Term Incentive (STI)

Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag ausgezahlt, die andere Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von 12 Monaten ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird.

Long Term Incentive (LTI)

Die verbleibenden 60% der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht, unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung, erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur vollständigen Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt oder sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund geschäftsjahresbezogener Umstände signifikant verschlechtert hat. Dies kommt ferner in Betracht, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartezeit eine Zahlung nicht zulassen würde. Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von zusätzlichen 12 Monaten ebenfalls in bar ausgezahlt. Ebenso wie beim aktienbasierten Anteil des STI wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird. Somit wird bei der aktienbasierten Hälfte des LTI die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie während des Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren und der sich anschließenden Wartezeit berücksichtigt.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.

Altersversorgung

Regelung für im Jahr 2011 bestellte Vorstandsmitglieder

Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage.

Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar. Seit dem Jahr 2015 führen Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nur dann zu einem erhöhten Versorgungsbaustein, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt.

Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer lebenslangen Pension unter den nachfolgenden Voraussetzungen, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist:

als Alterspension, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat, oder
als vorzeitige Alterspension, wenn (i) das Vorstandsmitglied das 62. aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat oder (ii) nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder (iii) nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
als Invalidenpension bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.

Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt.

Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.

Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Die Hinterbliebenenpension für einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Hinterbliebenenpension an einen überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Hinterbliebenenpension eines überlebenden Ehegatten oder Lebenspartners.

Regelungen für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder

Die Altersversorgung für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet. Das Vorstandsmitglied erhält eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung, sofern das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied beendet ist und das Vorstandsmitglied

das 65. Lebensjahr vollendet hat (Alterskapital) oder
das 62. aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder
vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauernd dienstunfähig ist.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.

Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung bestellten Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Auch in diesem System werden Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes seit dem Jahr 2015 nur dann im Jahresbaustein berücksichtigt, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des jeweils vorangegangenen Jahresschlussstands des Versorgungskontos gutgeschrieben.

Der Jahresbeitrag wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht.

Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist. Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen.

Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts. Insbesondere bei Fehlverhalten kann das Übergangsgeld reduziert werden.

Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter eine Hinterbliebenenrente, die nach versicherungsmathematischen Regeln aus dem Alterskapital ermittelt wird. Bezog das Vorstandsmitglied bereits eine Rente, erhält ein überlebender Ehegatte oder Lebenspartner eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 % der zuletzt an das Vorstandsmitglied gezahlten Rente.

In der nachstehenden Tabelle sind für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2017 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2017 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2017 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:

Tsd. € Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand zum jeweiligen 31.12. Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften Stand zum jeweiligen 31.12. Dienstzeitaufwendungen
Martin Zielke 2017 237 5.999 1.095
2016 194 4.967 833
Martin Blessing1 2017 - - -
2016 332 7.706 171
Frank Annuscheit 2017 224 5.525 536
2016 202 5.035 454
Markus Beumer2 2017 - - -
2016 187 4.011 352
Dr. Marcus Chromik3 2017 434 682 342
2016 234 344 306
Stephan Engels 2017 1094 1.945 321
2016 954 1.606 311
Michael Mandel5 2017 324 519 329
2016 134 193 175
Dr. Bettina Orlopp6 2017 34 56 56
2016 - - -
Michael Reuther 2017 258 6.711 569
2016 236 6.165 497
Summe 2017 21.437 3.248
2016 30.027 3.099

1 Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Vorstandsmitglied endete mit Ablauf des 30. April 2016.

2 Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.

3 Dr. Marcus Chromik wurde zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

4 Kapitalleistung verrentet.

5 Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

6 Dr. Bettina Orlopp wurde zum 1. November 2017 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e.V. übertragen.

Zum 31. Dezember 2017 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für im Geschäftsjahr 2017 aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 30,0 Mio. Euro).

Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung

Für den Fall der Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich 6 Monate später (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) über das Ende des Anstellungsvertrags hinaus bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter bezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.

Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen1 gezahlt (Cap).

Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet. Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfallen die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.

Sonstiges

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Darstellung der Vorstandsvergütung in Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Gemäß Nummer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge) für das Berichtsjahr ausgewiesen werden. Dabei soll insbesondere in Festvergütung, Nebenleistungen, einjährige sowie mehrjährige variable Vergütung unterschieden werden.

Da die vom DCGK empfohlenen Mustertabellen nicht die Besonderheiten der Institutsvergütungsverordnung berücksichtigen und daher für Institute wie die Commerzbank weniger geeignet sind, hat die Commerzbank eigene Tabellen entworfen, die ihr Vorstandsvergütungssystem transparent und verständlich wiedergeben. Von der zusätzlichen Verwendung der Mustertabellen des Kodex hat die Commerzbank abgesehen, weil dies der angestrebten Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts entgegenstünde. Dies hat die Commerzbank auch in ihrer Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG angegeben. Im Unterschied zu der Darstellung im Vorjahr wird sowohl in der nachfolgenden Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle nicht mehr zwischen einjähriger und mehrjähriger variabler Vergütung, sondern zwischen kurz- und langfristiger Vergütung unterschieden. Der Grund hierfür ist, dass in die gesamte variable Vergütung regelmäßig die unternehmensbezogene Zielerreichung über einen Zeitraum von drei Jahren einfließt. Ausnahmen bestehen nur aufgrund einer Übergangsregelung für neu bestellte Vorstandsmitglieder im ersten und zweiten Jahr ihrer Vorstandstätigkeit. Die kurzfristige variable Vergütung ist der Short Term Incentive nach dem aktuellen Vergütungssystem. Er wird zur Hälfte als Barbetrag nach Ablauf des Geschäftsjahres und zur Hälfte aktienbasiert nach einer Wartezeit von 12 Monaten und somit kurzfristig ausgezahlt. Auf den langfristigen Anteil, den Long Term Incentive, entsteht ein Anspruch nur unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung und erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Der Versorgungsaufwand für die Altersversorgung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in der vorhergehenden Tabelle in der Spalte "Dienstzeitaufwendungen" ausgewiesen. Der Versorgungsaufwand wird daher sowohl in der Zufluss- als auch in der Zuwendungstabelle nicht nochmals ausgewiesen.

1 Der Cap berechnet sich aus dem Zweifachen des Jahresgrundgehalts einschließlich Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung)) zuzüglich des Durchschnitts der mitgeteilten variablen Vergütung der grundsätzlich drei vorausgegangenen Geschäftsjahre vor Beendigung der Organstellung.

Die folgenden Tabellen zeigen die tatsächlichen Zuflüsse für das Jahr 2017 und zum Vergleich die Vorjahreswerte für jedes einzelne Mitglied des Vorstands. Der Zufluss "für" das Jahr bedeutet, dass beispielsweise der STI 2017 in bar, der für das Jahr 2017 geleistet wird und bei dem alle Parameter am Schluss des Jahres feststehen, als Zufluss für 2017 dargestellt wird, obwohl die Auszahlung erst im Jahr 2018 erfolgen wird. Entsprechend ist der STI 2016 in bar, der 2017 ausgezahlt wurde, als Zufluss für 2016 dargestellt.

Zufluss Martin Zielke Martin Blessing Frank Annuscheit
Tsd. € Vorsitzender ehemaliger Vorsitzender Chief Operating Officer
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(seit 1. Mai 2016) (bis 30. April 2016)
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2017 2016 2017 2016 2017 2016
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Grundgehalt 1.313 1.125 - 438 750 750
Nebenleistungen 129 118 - 101 92 124
Zwischensumme 1.442 1.243 - 539 842 874
Kurzfristige variable Vergütung 415 284 238 242 273 224
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - 96 - 168 - 100
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) 128 - 238 - 115 -
STI 2016 in bar - 188 - 74 - 124
STI 2017 in bar 287 - - - 158 -
Langfristige variable Vergütung 178 73 311 0 182 70
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016)1 - 73 - 0 - 70
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 178 - 311 - 182 -
Summe 2.035 1.600 549 781 1.297 1.168

1 Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat auf seine gesamten Ansprüche auf variable Vergütung 2012 und 2013 verzichtet.

Zufluss Markus Beumer Dr. Marcus Chromik Stephan Engels
Tsd. € Mittelstandsbank Chief Risk Officer Chief Financial Officer
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(bis 31. Oktober 2016) (seit 1. Januar 2016)
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2017 2016 2017 2016 2017 2016
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Grundgehalt - 625 750 750 750 750
Nebenleistungen - 69 71 84 122 114
Zwischensumme - 694 821 834 872 864
Kurzfristige variable Vergütung 107 164 186 118 285 215
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - 89 - - - 89
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) 107 - - - 115 -
STI 2016 in bar - 75 - 118 - 126
STI 2017 in bar - - 186 - 170 -
Langfristige variable Vergütung 169 64 - - 169 64
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - 64 - - - 64
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 169 - - - 169 -
Summe 276 922 1.007 952 1.326 1.143
Zufluss Michael Mandel Dr. Bettina Orlopp Michael Reuther
Tsd. € Privat- und Unternehmerkunden Group Compliance, Group Human Resources, Group Legal Firmenkunden, Group Treasury
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(seit 23. Mai 2016) (seit 1. November 2017)
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2017 2016 2017 2016 2017 2016
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Grundgehalt 750 456 125 - 750 750
Nebenleistungen 102 58 20 - 130 125
Zwischensumme 852 514 145 - 880 875
Kurzfristige variable Vergütung 170 76 30 - 251 195
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - - - 93
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - 123 -
STI 2016 in bar - 76 - - - 102
STI 2017 in bar 170 - 30 - 128 -
Langfristige variable Vergütung - - - - 174 70
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - 70
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - - 174 -
Summe 1.022 590 175 - 1.305 1.140

Die folgende Tabelle zeigt die Zuwendungen, bestehend aus fixer Vergütung (Grundgehalt und Nebenleistungen) und variabler Vergütung in Höhe des festgesetzten Gesamtzielerreichungsbetrags, die kurzfristigen sowie die langfristen Anteile der variablen Vergütung sowie den Minimal- und Maximalbetrag der gesamten variablen Vergütung für jedes einzelne Mitglied des Vorstands.

Abweichend von der Mustertabelle des DCGK für die gewährten Zuwendungen wird die zugeteilte variable Vergütung nicht mit dem Zielwert angegeben, das heißt, dem Wert bei einer Zielerreichung von 100 % beziehungsweise einem vergleichbaren Wert eines mittleren Wahrscheinlichkeitsszenarios. Stattdessen sind die vom Aufsichtsrat festgesetzten Gesamtzielerreichungsbeträge für jedes Vorstandsmitglied ausgewiesen. Die Tabelle berücksichtigt die tatsächliche Zielerreichung der Vorstandsmitglieder und hat daher im Hinblick auf die variable Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr einen höheren Aussagewert als die Angabe bei einer fiktiven Zielerreichung von 100 %.

40 % des Gesamtzielerreichungsbetrags beziehungsweise der angegebenen Minimal- und Maximalwerte entfallen auf die kurzfristige variable Vergütung (STI). 60% des Gesamtzielerreichungsbetrags beziehungsweise der angegebenen Minimal- und Maximalwerte entfallen auf die langfristige variable Vergütung (LTI). Beide Vergütungsbestandteile sind jeweils zur Hälfte aktienbasiert. Die Vergleichswerte für das Geschäftsjahr 2016 sind an diese Systematik angepasst, um die Vergleichbarkeit mit den Angaben für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 zu gewährleisten.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 7. Februar 2018 die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2017 für die einzelnen Mitglieder des Vorstands festgesetzt. Der Gesamtzielerreichungsbetrag entspricht dabei nicht zwingend einem späteren Auszahlbetrag. Zum einen kann der Aufsichtsrat den Anteil, der auf den LTI entfällt, im Rahmen der nachträglichen Leistungsbewertung verringern, sofern sich in der Rückschau die ursprüngliche Festsetzung nicht als zutreffend erwiesen hat. Zum anderen ist die Hälfte der variablen Vergütung aktienbasiert. Änderungen des Kurses der Commerzbank-Aktie gegenüber dem Umrechnungskurs führen daher zu Veränderungen der Auszahlbeträge.

Zuwendungen Feste Vergütung Variable Vergütung
Tsd. € Grundgehalt Nebenleistungen1 kurzfristig
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STI in bar STI in virtuellen Aktien
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Martin Zielke 2017 1.313 129 287 287
20164 1.125 118 188 188
Martin Blessing 2017 - - - -
20165 438 101 74 74
Frank Annuscheit 2017 750 92 158 158
2016 750 124 124 124
Markus Beumer 2017 - - - -
20166 625 69 75 75
Dr. Marcus Chromik 2017 750 71 186 186
2016 750 84 118 118
Stephan Engels 2017 750 122 170 170
2016 750 114 126 126
Michael Mandel 2017 750 102 170 170
20167 456 58 76 76
Dr. Bettina Orlopp 20178 125 20 30 30
2016 - - - -
Michael Reuther 2017 750 130 128 128
2016 750 125 102 102
Summe 2017 5.188 666 1.129 1.129
2016 5.644 793 883 883
Zuwendungen Variable Vergütung
Tsd. € langfristig Gesamtzielerreichungsbetrag
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LTI in bar LTI in virtuellen Aktien Min Max3
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Martin Zielke 2017 430 430 1.433 0 2.443
20164 282 282 939 0 2.130
Martin Blessing 2017 - - - - -
20165 111 111 369 0 816
Frank Annuscheit 2017 237 237 790 0 1.500
2016 186 186 620 0 1.500
Markus Beumer 2017 - - - - -
20166 113 113 375 0 1.250
Dr. Marcus Chromik 2017 279 279 930 0 1.500
2016 177 177 590 0 1.500
Stephan Engels 2017 255 255 850 0 1.500
2016 188 188 628 0 1.500
Michael Mandel 2017 255 255 850 0 1.500
20167 114 114 380 0 729
Dr. Bettina Orlopp 20178 44 44 148 0 250
2016 - - - - -
Michael Reuther 2017 192 192 640 0 1.500
2016 153 153 510 0 1.500
Summe 2017 1.692 1.692 5.641 0 10.193
2016 1.324 1.324 4.411 0 10.925
Zuwendungen Zugewendete Gesamtvergütung2
Tsd. €
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Martin Zielke 2017 2.875
20164 2.182
Martin Blessing 2017 -
20165 908
Frank Annuscheit 2017 1.632
2016 1.494
Markus Beumer 2017 -
20166 1.069
Dr. Marcus Chromik 2017 1.751
2016 1.424
Stephan Engels 2017 1.722
2016 1.492
Michael Mandel 2017 1.702
20167 894
Dr. Bettina Orlopp 20178 293
2016 -
Michael Reuther 2017 1.520
2016 1.385
Summe 2017 11.495
2016 10.848

1 Unter Nebenleistungen sind die zugewendeten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.

2 Die Gesamtvergütung enthält keinen Versorgungsaufwand. Dieser wird bereits im Abschnitt Altersversorgung dargestellt.

3 Maximalwert im Betrachtungsjahr, das heißt ohne etwaige Kurssteigerungen des aktienbasierten Anteils.

4 Martin Zielke wurde zum 1. Mai 2016 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.

5 Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016.

6 Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.

7 Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

8 Dr. Bettina Orlopp wurde zum 1. November 2017 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17)

Die folgende Darstellung weist die Vorstandsvergütung gemäß den Regelungen des DRS 17 aus. Die ausgewiesenen Beträge unterscheiden sich von denjenigen, die oben angelehnt an den DCGK ausgewiesen sind. Die Ursache liegt darin, dass der Ausweis nach DRS 17 besondere Regelungen vorsieht. Die Hauptunterschiede, die zu abweichenden Werten führen, sind:

Die LTI-Komponenten des aktuellen Vergütungssystems sind nach DRS 17 erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums anzugeben. Sie sind daher in der DRS-17-Tabelle im Gegensatz zu der Zuwendungstabelle, die an die Regelungen des DCGK angelehnt ist, nicht enthalten.
Der Wert der aktienbasierten STI-Komponente ist in der DRS-17-Tabelle mit dem Kurs am Tag der Festsetzung der Gesamtzielerreichungsbeträge durch den Aufsichtsrat anzugeben. Damit ist eine Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie vom Beginn des Jahres bis zum Tag der Festsetzung in der Wertangabe enthalten. In der Zuwendungstabelle, die an den DCGK angelehnt ist, ist diese Komponente hingegen mit 20% des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies ist der Wert vor der Umrechnung in eine Stückzahl virtueller Aktien und damit ohne eine Kursentwicklung, sodass sich dadurch regelmäßig ein abweichender Wert ergibt.
In die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 fließt auch die nicht aktienbasierte LTI-Barkomponente des bis zum 31. Dezember 2014 geltenden Vergütungssystems ein, für die alle notwendigen Bedingungen im Berichtsjahr erfüllt wurden. In den Gesamtbezügen des Jahres 2017 ist daher auch die LTI-EVA-Barkomponente des Geschäftsjahres 2014 enthalten. Diese ist in der Zuwendungstabelle, die an den DCGK angelehnt ist, nicht enthalten, da sie nicht für das Geschäftsjahr 2017 zugewendet wird.

Die Angabe der Gesamtbezüge nach DRS 17 ist daher nicht mit dem Ausweis der zugewendeten Vergütung in der Tabelle, die an den DCGK angelehnt ist, vergleichbar. Die Angabe spiegelt weder eine vom Aufsichtsrat festgesetzte variable Vergütung für das Berichtsjahr wider noch stellt sie einen Auszahlbetrag dar. Die Angabe ist jedoch aus Rechnungslegungsgründen erforderlich.

Die Bezüge sind nach DRS 17 erst anzugeben, wenn die Zusage rechtsverbindlich ist. Das ist sowohl bei der Barkomponente als auch bei der aktienbasierten Komponente des LTI des aktuellen Vergütungssystems erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums der Fall. Für den LTI des Geschäftsjahres 2017 führt der Aufsichtsrat die nachträgliche Leistungsbewertung somit erst am Ende des Jahres 2022 durch. Daher sind die Barkomponente und die aktienbasierte Komponente des LTI des aktuellen Vergütungssystems in der Tabelle nicht enthalten.

Die STI-Komponenten sind hingegen im Sinne des DRS 17 bereits mit der Festsetzung der Zielerreichung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres zugesagt. Die Barkomponente des STI ist mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies entspricht dem Auszahlbetrag. Die aktienbasierte STI-Komponente ist an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt. Nach DRS 17 sind aktienbasierte Bezüge mit dem Wert zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage anzugeben, also zum Zeitpunkt der Festsetzung durch den Aufsichtsrat. Da die aktienbasierte STI-Komponente erst nach Ablauf der 12-monatigen Wartezeit ausgezahlt wird und von der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie abhängig ist, stellt die Tabelle dementsprechend für diese Komponente nur theoretische Werte und keine Auszahlbeträge dar. Die Auszahlbeträge ergeben sich aus der Multiplikation der angegebenen Stückzahlen der virtuellen Aktien des STI mit dem sich ergebenden Umrechnungskurs am Ende der Wartezeit.

Darüber hinaus ist in der Tabelle die nicht aktienbasierte Barkomponente des LTI 2014 nach dem bis zum 31. Dezember 2014 geltenden Vergütungssystem angegeben, da für diese Komponente erst mit Ablauf des 31. Dezember 2017 sämtliche nach DRS 17 notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die aktienbasierten Komponenten des LTI 2014 sind entsprechend den Anforderungen des DRS 17 bereits im Vergütungsbericht für das Jahr 2014 ausgewiesen. Sie sind daher hier nicht erneut anzugeben.

Das aktuelle Vergütungssystem sieht keine tatsächliche Gewährung von Aktien vor, sondern eine Barvergütung auf der Basis virtueller Aktien, das heißt eine Barvergütung, die auf Basis der Entwicklung des Kurses der Commerzbank-Aktie berechnet wird.

Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten
Tsd.€ mit kurzfristiger Anreizwirkung
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Grundgehalt Nebenleistungen2 STI in bar3 STI in virtuellen Aktien4
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Anzahl virtueller Aktien in Stück
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Martin Zielke 2017 1.313 129 287 299 23.400
20167 1.125 118 188 208 26.831
Martin Blessing 2017 - - - - -
20168 438 101 74 82 10.548
Frank Annuscheit 2017 750 92 158 165 12.898
2016 750 124 124 137 17.715
Markus Beumer 2017 - - - - -
20169 625 69 75 83 10.715
Dr. Marcus Chromik 2017 750 71 186 194 15.184
201610 750 84 118 130 16.858
Stephan Engels 2017 750 122 170 177 13.878
2016 750 114 126 139 17.929
Michael Mandel 2017 750 102 170 177 13.878
201611 456 58 76 84 10.844
Dr. Bettina Orlopp 201712 125 20 30 31 2.422
2016 - - - - -
Michael Reuther 2017 750 130 128 133 10.449
2016 750 125 102 113 14.572
Summe 2017 5.188 666 1.129 1.176 92.109
201613 5.644 793 883 976 126.012
Erfolgsabhängige Komponenten
Tsd.€ mit langfristiger Anreizwirkung1 Gesamtbezüge gemäß DRS 176
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LTI 2014 (Vorjahr 2013) in bar5
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Martin Zielke 2017 78 2.106
20167 73 1.712
Martin Blessing 2017 136 136
20168 0 695
Frank Annuscheit 2017 80 1.245
2016 70 1.205
Markus Beumer 2017 74 74
20169 64 916
Dr. Marcus Chromik 2017 - 1.201
201610 - 1.082
Stephan Engels 2017 74 1.293
2016 64 1.193
Michael Mandel 2017 - 1.199
201611 - 674
Dr. Bettina Orlopp 201712 - 206
2016 - -
Michael Reuther 2017 76 1.217
2016 70 1.160
Summe 2017 518 8.677
201613 341 8.637

1 Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums gewährt; für das Geschäftsjahr 2017 somit im Jahr 2023.

2 Unter Nebenleistungen sind die im Geschäftsjahr 2017 gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.

3 Auszahlbar im Jahr 2018 nach Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags für 2017.

4 Auszahlbar ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar. Die dargestellten Beträge stellen die Werte zum Zeitpunkt der Festsetzung der variablen Vergütung im Februar 2018 dar. Der Auszahlbetrag ist abhängig von der zukünftigen Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Die Anzahl der virtuellen Aktien errechnet sich aus dem anteiligen Gesamtzielerreichungsbetrag und dem Durchschnittskurs der Commerzbank-Aktie in den Monaten November und Dezember 2017.

5 Gemäß DRS 17 ist auch der nach Ende des 4-Jahres-Zeitraums 2014 bis 2017 und Feststellung des Jahresabschlusses 2017 fällige Baranteil der LTI-EVA-Komponente 2014 anzugeben. Der Baranteil der LTI-Aktienkomponente 2014 sowie die Aktienanteile dieser beiden LTI-Komponenten sind bereits im Geschäftsbericht 2014 angegeben und sind gemäß DRS 17 nicht erneut zu nennen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung verzichtet.

6 Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2017 darzustellenden Beträge enthalten nur die Komponenten, für die seitens der Vorstandsmitglieder bereits ein rechtsverbindlicher Anspruch entstanden ist. Die gemäß DRS 17 darzustellenden Gesamtbezüge enthalten daher nicht die LTI-Komponenten für das Geschäftsjahr 2017, da für diese vor der nachträglichen Leistungsbewertung und dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums ein solcher Anspruch nicht entsteht.

7 Martin Zielke wurde zum 1. Mai 2016 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.

8 Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016.

9 Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.

10 Dr. Marcus Chromik wurde zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

11 Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

12 Dr. Bettina Orlopp wurde zum 1. November 2017 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

13 Die Gesamtsummen 2016 für den LTI 2013 sowie die Gesamtbezüge sind geringer als im Vergütungsbericht 2016 ausgewiesen. Der Grund ist, dass der LTI 2013 für Dr. Stefan Schmittmann in Höhe von 67 Tsd. Euro in den Gesamtsummen für 2016 jetzt nicht mehr enthalten ist, da seine Bestellung zum 31. Dezember 2015 endete.

Weitere Pflichtangaben gemäß IFRS 2

Nach IFRS 2 sind aufgrund des Dreijahreszeitraums, der dem aktuellen Vergütungssystem zugrunde liegt und für die Ermittlung der Zielerreichung maßgeblich ist, bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr anteilige Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre zu erfassen. Die im Folgenden dargestellten Aufwendungen für das Jahr 2017 spiegeln daher weder die nach DRS 17 darzustellenden Bezüge noch tatsächliche Erwartungswerte oder Auszahlbeträge wider.

Die als Aufwand erfassten aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 betragen im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 3.503 Tsd. Euro; davon für Martin Zielke 856 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 601 Tsd. Euro, für Michael Mandel 577 Tsd. Euro, für Stephan Engels 485 Tsd. Euro, für Frank Annuscheit 455 Tsd. Euro, für Michael Reuther 370 Tsd. Euro sowie für Dr. Bettina Orlopp 159 Tsd. Euro.

Im Vorjahr waren als Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 insgesamt 2.320 Tsd. Euro zu erfassen; davon für Martin Zielke 625 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 538 Tsd. Euro, für Michael Mandel 408 Tsd. Euro, für Stephan Engels 331 Tsd. Euro, für Frank Annuscheit 327 Tsd. Euro, für Michael Reuther 230 Tsd. Euro sowie für Martin Blessing -77 Tsd. Euro und Markus Beumer -62 Tsd. Euro (einschließlich Anpassungen für das Jahr 2015 infolge ihres Ausscheidens im Jahr 2016).

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Kredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2051 sowie zu Zinssätzen zwischen 0,9 und 2,8%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 11,9%, herausgelegt. Die Kredite sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 3.129 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 5.001 Tsd. Euro. Im Jahr 2017 sind Tilgungen in Höhe von 153 Tsd. Euro erfolgt. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2017

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 20. April 2016 beschlossen. Die Regelungen fanden mit Wirkung vom 1. Januar 2016 erstmals Anwendung. Nach dem neuen Vergütungssystem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 80 Tsd. Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte dieser Vergütung.

Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und für die Mitgliedschaft im Risikoausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder jeweils zusätzlich eine Vergütung von jährlich 30 Tsd. Euro. Für die Mitgliedschaft in einem anderen Aufsichtsratsausschuss, der mindestens einmal im Kalenderjahr tagt, erhalten die Ausschussmitglieder zusätzlich eine Vergütung von jährlich 20 Tsd. Euro. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte dieser Beträge. Diese zusätzliche Vergütung wird für maximal 3 Ausschussmandate gezahlt, wobei die drei am höchsten vergüteten Ämter herangezogen werden. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem Aufsichtsratsausschuss angehört haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine im Verhältnis der Zeit geringere anteilige Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung oder Telefonkonferenz des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Für mehrere Sitzungen oder Telefonkonferenzen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Grundvergütung, die Ausschussvergütung und das Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zahlbar.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung oder den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden werden in angemessenem Umfang personelle und sachliche Ausstattung zur Verfügung gestellt sowie insbesondere Reisekosten für durch seine Funktion veranlasste Repräsentationsaufgaben und Kosten für aufgrund seiner Funktion gebotene Sicherheitsmaßnahmen erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2017 damit eine Vergütung von netto insgesamt 2936,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 2944,5 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grundvergütung 1.839,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.840,0 Tsd. Euro) und auf die Ausschussvergütung 765,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 716,0 Tsd. Euro). Auf das Sitzungsgeld entfallen 331,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 388,5 Tsd. Euro).

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

Tsd. € Grundvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Summe
Klaus-Peter Müller 2017 240,0 120,0 19,5 379,5
2016 240,0 125,9 24,0 389,9
Uwe Tschäge 2017 160,0 60,0 15,0 235,0
2016 160,0 60,0 22,5 242,5
Hans-Hermann Altenschmidt 2017 80,0 70,0 22,5 172,5
2016 80,0 70,0 30,0 180,0
Heike Anscheit (seit 1. Januar 2017) 2017 80,0 0,0 12,0 92,0
2016 - - - -
Gunnar de Buhr 2017 80,0 49,9 21,0 150,9
2016 80,0 50,0 19,5 149,5
Stefan Burghardt 2017 80,0 46,8 18,0 144,8
2016 80,0 20,0 16,5 116,5
Sabine Ursula Dietrich 2017 80,0 20,0 13,5 113,5
2016 80,0 20,0 16,5 116,5
Karl-Heinz Flöther 2017 80,0 30,0 19,5 129,5
2016 80,0 30,0 24,0 134,0
Dr. Tobias Guldimann (seit 3. Mai 2017) 2017 52,7 15,8 10,5 79,0
2016 - - - -
Stefan Jennes (seit 1. Februar 2017) 2017 73,3 0,0 12,0 85,3
2016 - - - -
Dr. Markus Kerber 2017 80,0 70,0 21,0 171,0
2016 80,0 70,0 16,5 166,5
Alexandra Krieger 2017 80,0 0,0 12,0 92,0
2016 80,0 0,0 16,5 96,5
Oliver Leiberich 2017 80,0 0,0 12,0 92,0
2016 80,0 0,0 16,5 96,5
Dr. Stefan Lippe 2017 80,0 30,0 13,5 123,5
2016 80,0 30,0 19,5 129,5
Beate Mensch 2017 80,0 0,0 12,0 92,0
2016 80,0 0,0 13,5 93,5
Anja Mikus 2017 80,0 50,0 22,5 152,5
2016 80,0 24,8 16,5 121,3
Dr. Roger Müller (bis 3. Mai 2017) 2017 27,1 0,0 3,0 30,1
2016 80,0 0,0 15,0 95,0
Dr. Helmut Perlet 2017 80,0 90,0 21,0 191,0
2016 80,0 90,0 24,0 194,0
Barbara Priester (bis 31. Dezember 2016) 2017 - - - -
2016 80,0 0,0 15,0 95,0
Mark Roach 2017 80,0 0,0 10,5 90,5
2016 80,0 0,0 15,0 95,0
Margit Schoffer (bis 31. Januar 2017) 2017 6,7 2,5 1,5 10,7
2016 80,0 30,0 24,0 134,0
Nicholas Teller 2017 80,0 80,0 19,5 179,5
2016 80,0 65,3 21,0 166,3
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 2017 80,0 30,0 19,5 129,5
2016 80,0 30,0 22,5 132,5
Summe 2017 1.839,8 765,0 331,5 2.936,3
2016 1.840,0 716,0 388,5 2.944,5

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2017 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2043 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,0 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 11,4%, herausgelegt. Die Kredite sind zu marktüblichen Bedingungen besichert, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 3.560 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 2.713 Tsd. Euro. Im Jahr 2017 sind Tilgungen in Höhe von 254 Tsd. Euro erfolgt. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen sowie von Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen. Danach sind Eigengeschäfte dieser Personen mit Aktien oder Schuldtiteln der Commerzbank Aktiengesellschaft oder damit verbundener Derivate oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten meldepflichtig, nachdem innerhalb eines Kalenderjahres ein Gesamtvolumen von 5 Tsd. Euro erreicht worden ist. Die Meldepflicht besteht für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die der Commerzbank Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 gemeldeten Geschäfte sind nachfolgend aufgeführt. Es handelt sich jeweils um den Kauf von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft:

Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Angehöriger Teilnehmerkreis Kauf/ Verkauf Stückzahl Preis

3.4.2017 Martin Zielke Vorstand Kauf 2.150 8,5280
3.4.2017 Frank Annuscheit Vorstand Kauf 2.200 8,5200
3.4.2017 Stephan Engels Vorstand Kauf 1.900 8,5012
3.4.2017 Michael Reuther Vorstand Kauf 2.000 8,5227
Geschäftstag Geschäftsvolumen I

3.4.2017 18.335,20
3.4.2017 18.744,00
3.4.2017 16.152,27
3.4.2017 17.045,40

Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuches (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315a HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1252357634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1252357.634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569253.470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2017 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13.600.000.000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569253470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen.

Für die Einzelheiten des Bedingten und des Genehmigten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 58 auf Seite 240 ff.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen ermöglichen es der Bank, angemessen und zeitnah auf veränderte Kapitalbedürfnisse zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach § 315a des Handelsgesetzbuches angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander verknüpft. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS" ("Internes Kontrollsystem") verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 99 bis 134 entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.

Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 315 Abs. 4 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.

Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:

Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden "ISA Nummer 315").

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist die Schriftlich Fixierte Ordnung (SFO). Die SFO ist als die nachvollziehbare sowie laufend zu aktualisierende Darstellung der Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich des Kompetenzgefüges eines Unternehmens definiert.

Als Teil der SFO legt das Governance Framework für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelsachkostenkompetenz auf den darunterliegenden Führungsebenen. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:

Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
Geschäftsordnungen
Organigramme
Geschäftsaufträge
Kompetenzregelungen für Sachkosten

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.

In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS beim Gesamtvorstand. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem Gesamtvorstand obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel.

Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig.

Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung.

GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.

GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Seit 2015 erfolgt der Jahresabschluss der Commerzbank AG Inland mit einer neuen Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten.

Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.

Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurde das Control Environment Finance (CEF) fest in Group Finance implementiert. Basis für CEF ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.

Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt.

Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Sonstiges

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB

Der unternehmerische Erfolg des Commerzbank-Konzerns wird auch von einer Vielzahl nichtfinanzieller Faktoren beeinflusst. Deshalb begrüßt die Commerzbank die europäische Richtlinie zur Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen als wichtigen Schritt für ein stärkeres Einbeziehen von Fragen der Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) in Konzernsteuerung und -berichterstattung. Die Umsetzung dieser "CSR-Richtlinie" in deutsches Recht erfolgte durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, dessen Anwendung erstmals für das Berichtsjahr 2017 verpflichtend ist. Das Gesetz schreibt eine Berichterstattung über mindestens fünf Aspekte vor: Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Die Commerzbank berichtet darüber hinaus im Abschnitt "Kundenbelange" über einen sechsten Aspekt, weil Kundenorientierung eine entscheidende nichtfinanzielle Einflussgröße auf den Konzernerfolg darstellt.

Der vorliegende "zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht" (im Folgenden "nichtfinanzieller Bericht") gilt für den Commerzbank-Konzern sowie für das Mutterunternehmen Commerzbank AG. Weitere Details zum Berichtsformat finden sich am Ende im Kapitel "Über diesen Bericht". Die geforderte Beschreibung des Geschäftsmodells erfolgt im Konzernlagebericht Seite 55 f.

Umweltbelange

Der Schutz von Umwelt und Natur ist für den Commerzbank-Konzern ein wichtiger Bestandteil seines Bekenntnisses zu unternehmerischer Verantwortung und zur nachhaltigen Ausrichtung seiner Geschäftstätigkeit. Dabei spielt der Klimaschutz eine besondere Rolle. Den bedeutendsten Einfluss auf eine klimaschonende Wirtschaftsweise hat die Commerzbank allerdings nicht im eigenen Bankbetrieb, sondern durch Finanzdienstleistungen, die Umweltschutz fördern - etwa für erneuerbare Energien oder Energieeffizienzmaßnahmen - sowie durch die Entscheidung, bestimmte Geschäfte als Finanzdienstleister nicht oder nicht mehr zu begleiten. So finanziert beispielsweise die Commerzbank AG keine neuen Kohlekraftwerke mehr.

Umweltkriterien in der Kreditvergabe1

Um die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Ökosysteme möglichst gering zu halten, prüft und bewertet die Commerzbank Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Umweltbelange eine besondere Rolle spielen. Dies geschieht etwa dort, wo Projekte zu einem erhöhten Schadstoffeintrag in Luft, Wasser und Böden führen oder mit der Übernutzung natürlicher Ressourcen verbunden sein können.

Das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank AG legt die Voraussetzungen und Grenzen für die Geschäftstätigkeit fest, indem es differenziert bewertet, gegebenenfalls Auflagen formuliert oder Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen ablehnt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Prüfung der Vereinbarkeit von Finanzierungstätigkeiten mit den Nachhaltigkeitsgrundsätzen der Bank, die in entsprechenden Positionen und Richtlinien beispielsweise zu Kohlekraft, Öl und Gas, Stromgewinnung, Agrarrohstoffen, Bergbau oder Land- und Forstwirtschaft festgehalten sind. Diese Positionen und Richtlinien werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Das Reputationsrisiko-Management arbeitet eng mit dem klassischen Risikomanagement zusammen. Die Steuerung von Reputationsrisiken, die sich aus den Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der Bank auf die Umwelt ergeben könnten, ist Teil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank (siehe Konzernrisikobericht Seite 131). Als eine Abteilung des Konzernbereichs Group Communications liegt das Reputationsrisiko-Management im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Vorstand und Aufsichtsrat werden einmal pro Quartal über Reputationsrisiken in der Bank informiert.

Um das Reputationsrisiko-Management weiterzuentwickeln, beobachtet die Commerzbank kontinuierlich potenziell ökologisch relevante Themen und prüft deren Einbettung in die Prozesse und Bewertungskriterien der Bank. Auch die Votierungs- und Reportingprozesse werden regelmäßig überprüft und bedarfsweise angepasst. Zu diesem Zweck werden einerseits interne Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt, andererseits tauscht sich die Bank mit relevanten externen Stakeholdern wie Nichtregierungsorganisationen zu ökologischen Risiken aus. Im Jahr 2017 prüfte das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank AG insgesamt rund 6000 Einzelfälle (2016: 6200) zu ökologischen, sozialen und ethischen Themen.

1 Nicht relevant für comdirect und Commerz Real.

Die mBank in Polen betreibt ein eigenes Reputationsrisiko-Management auf Basis ihres Bekenntnisses zum Global Compact der Vereinten Nationen. Die 2016 eingeführte "Policy on Providing Services and Financing to Entities Operating in Areas that are Particularly Sensitive in Terms of mBank's Reputation Risk" dient der Umsetzung dieses Bekenntnisses und kann zur Ablehnung bestimmter Kreditgeschäfte oder einer Kontoeröffnung führen. Die Reputationsrisiko-Strategie der mBank wird jährlich überprüft und mit dem Reputationsrisiko-Management der Muttergesellschaft abgestimmt.

Durch die konsequente Anwendung und Veröffentlichung ihrer Positionen und Richtlinien trägt die Commerzbank neben der Verringerung und Vermeidung nachteiliger Umweltauswirkungen auch zu einer Sensibilisierung von Mitarbeitern und anderen Marktteilnehmern bei. Hierdurch können Multiplikationseffekte entstehen, die dazu führen, dass bestimmte Technologien oder Geschäfte mit signifikant negativen Umweltauswirkungen in Zukunft keine Finanzierungsquellen mehr erschließen.

Produkte und Services mit ökologischem Nutzen2

Für eine erfolgreiche Transformation in eine CO2 -arme und nachhaltige Wirtschaft muss das Finanzsystem einbezogen werden. Die weltweiten Bestrebungen, den Klimawandel einzudämmen, erfordert neben geeigneten politischen Rahmenbedingungen und neuen Technologien vor allem auch ausreichende finanzielle Mittel. Damit verbunden sind zahlreiche Chancen für die Commerzbank aufgrund der steigenden Nachfrage nach entsprechenden Finanzierungslösungen einerseits und nachhaltigen Anlagemöglichkeiten andererseits. Deswegen entwickelt die Commerzbank Produkte und Dienstleistungen, die der veränderten Nachfrage nach Finanzierungen, neuen Renditechancen und Kundenbedürfnissen gerecht werden und dabei einen ökologischen Nutzen entfalten. Zugleich begegnet die Bank damit dem Risiko einer Unterfinanzierung grüner Technologien oder klimaschonender Geschäftsideen.

Diesen Prozess zu begleiten, ist Aufgabe des 2017 gegründeten "Sustainable Finance Committee", das zur Vernetzung von Einheiten und Aktivitäten mit Bezug zu nachhaltigem Finanzwesen innerhalb der Commerzbank AG beiträgt. Mit diesem Komitee will die Bank internationale Transformationsprozesse aktiv unterstützen sowie neue und innovative Geschäftsfelder erschließen. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit wird ein übergreifender Informationsaustausch ermöglicht und gefördert, der die Entwicklung neuer und die Verbesserung bereits bestehender Angebote mit ökologischem Nutzen unterstützt.

Bereits seit Mitte der 80er-Jahre gehören Unternehmens- und Projektfinanzierungen entlang der Wertschöpfungskette erneuerbarer Energien zum Portfolio der Commerzbank AG. Bis 2020 soll Neugeschäft im Umfang von mindestens 2,5 Mrd. Euro zur direkten oder indirekten Finanzierung erneuerbarer Energien beitragen. Das ausgelegte Kreditvolumen des Competence Center Energy umfasste 2017 rund 5,2 Mrd. Euro (5 Mrd. Euro im Vorjahr).

Auch bei der Entwicklung klassischer Finanzierungslösungen bezieht die Commerzbank AG aktiv Nachhaltigkeitsaspekte ein, indem sie ihre Kunden über die Vorteile öffentlicher Fördermittel für diese Investitionen berät und zur Umsetzung nachhaltiger Projekte motiviert. So können Kunden schon mit geringen Investitionen Energieeffizienzprojekte realisieren. Die Fördermittelberatung der Commerzbank AG erschließt den Zugang zu den passenden Fördermöglichkeiten. Mit einem Anteil von rund 9 % an den umweltorientierten Förderprogrammen der KfW ist die Commerzbank AG in Deutschland eine der führenden Banken bei der Finanzierung entsprechender Investitionen des Mittelstands.

Als Teilnehmerin am europäischen Emissionsrechtehandel engagiert sich die Commerzbank AG in der Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) der Weltbank und ist damit in der Lage, ihre Firmenkunden zu aktuellen internationalen Entwicklungen im Emissionsrechtehandel und Carbon Pricing sachkundig zu beraten. Ein neues Themenfeld stellen Green Bonds dar: Die Commerzbank AG unterstützt ihre Kunden bei der Vorbereitung und Platzierung von Anleihen in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Auch arbeitet sie in entsprechenden Interessenvereinigungen und Fachverbänden mit. So trägt sie aktiv zur Weiterentwicklung des Marktes für "grüne" Anleihen bei. Das Gesamtvolumen aller Green Bonds, deren Emission die Commerzbank AG 2017 begleitet hat, beträgt 5,5 Mrd. Euro (5,2 Mrd. Euro im Vorjahr).

Commerzbank AG und comdirect vertreiben außerdem erfolgreiche Nachhaltigkeitsfonds verschiedener Anbieter an private und institutionelle Kunden und tragen damit zur Verbreitung umweltentlastender Anlageprodukte bei. Die comdirect zählt nach einer Analyse des Wirtschaftsmagazins "Focus Money" in der Kundenwahrnehmung zu den nachhaltigsten Anbietern im deutschen Finanzmarkt (Bewertung "sehr gut" in der Gesamtrangliste, Ausgabe 45/2017).

Einen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende leistet auch die Commerz Real. Sie hat bereits 2005 ihr erstes Investment in Solarenergie initiiert und bis 2013 zahlreiche weitere über Fonds für Privatinvestoren zugänglich gemacht. Heute gehört die Commerz Real mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 830 Mio. Euro zu den größten deutschen Asset Managern in diesem Segment. Ergänzend wurde 2017 das Angebot für professionelle Investoren ausgeweitet mit der Möglichkeit, in Windenergieanlagen zu investieren. Ein Ausbau der Investments ist für die kommenden Jahre vorgesehen. Daneben achtet die Commerz Real bei der Verwaltung von Immobilien-Assets auf Nachhaltigkeit, etwa durch Strombezug aus erneuerbaren Energien. Zudem sind Nachhaltigkeitskriterien Bestandteil der Due Diligence beim Kauf von Immobilien. Im "hausInvest", der mit rund 13 Mrd. Euro Fondsvermögen (Stand Ende 2017) zu den größten offenen Immobilienpublikumsfonds Deutschlands gehört, machen Objekte mit gebäudebezogenen Nachhaltigkeitszertifikaten mittlerweile 24,4% des Immobilienvermögens aus.

2 Nicht relevant für mBank.

Arbeitnehmerbelange

Grundlage der Personalpolitik der Commerzbank ist die Wahrung einer vertrauensvollen Unternehmenskultur - auch und gerade in Zeiten des Konzernumbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Ein partnerschaftlicher und fairer Umgang ist dabei die Voraussetzung für langfristigen Erfolg. "Commerzbank 4.0" beschreibt eine grundlegende Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, mit dem die Bank ihre Ziele bis 2020 erreichen will (siehe Konzernlagebericht Seite 55 f.). Die Commerzbank reagiert damit auf das niedrige Zinsumfeld, auf zunehmende regulatorische Anforderungen, auf die Digitalisierung der Gesellschaft und auf die steigenden Erwartungen ihrer Kunden. Eine dauerhaft höhere Profitabilität und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit sind für die Zukunftsfähigkeit der Commerzbank zwingend. Ein Stellenabbau bei der Commerzbank AG lässt sich in diesem Zusammenhang nicht vermeiden. comdirect, Commerz Real und mBank verfolgen dagegen derzeit keinen Stellenabbau. Die wichtigste Herausforderung der Personalarbeit im Konzern besteht aktuell deshalb darin, einerseits den Abbau bei der Commerzbank AG sozialverträglich zu gestalten und gleichzeitig Mitarbeiter in einem anspruchsvollen Arbeitnehmermarkt zu gewinnen und zu halten.

Wo die Reduzierung von Personal erforderlich wird, erfolgt dies in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern mit dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Dabei geht die Commerzbank über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. 2017 hat sich die Bank mit den Arbeitnehmergremien in 32 Teilinteressenausgleichen auf eine Reihe personalwirtschaftlicher Instrumente für einen sozialverträglichen Stellenabbau verständigt. Dazu gehören Aufhebungsverträge mit Abfindung inklusive Sonderregelungen für Mitarbeiter über 56 Jahren, New-Placement-Angebote, Vorruhestand, Altersteilzeit, Leistungen bei Standortwechsel, individuelle Arbeitszeitverkürzung und unbezahlter Langzeiturlaub. In diesem Zusammenhang fielen bei der Commerzbank Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro an (siehe Konzernanhang Seite 172).

Arbeitgeberattraktivität

Die Commerzbank möchte ihren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld bieten, in dem sie gerne und erfolgreich arbeiten und so den Unternehmenserfolg langfristig sichern. Um Mitarbeiter an die Bank zu binden und ihre Qualifikationen gewinnbringend für die Entwicklung der Unternehmen einzusetzen, müssen ihre Fähigkeiten frühzeitig entdeckt und entwickelt werden. Hierfür verfolgt die Commerzbank AG einen ganzheitlichen Ansatz, der sich über den Global Functional Lead auch in der Personalarbeit der Konzerntöchter niederschlägt: Er beginnt mit dem Rekrutieren und Entwickeln von Auszubildenden und reicht über das Begleiten akademischer Nachwuchskräfte in erste Zielfunktionen bis hin zur Personalentwicklung für Fach- und Führungskräfte sowie Projektmanager.

Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt in der Commerzbank AG im Inland 45 Jahre (Stand September 2017). Das kann während des gegenwärtig begrenzten Nachwuchs-Recruitings zu demografischen Herausforderungen für die Bank führen. Deshalb ergänzt eine regelmäßige, an den langfristigen Entwicklungen ausgerichtete strategische Personal- und Kapazitätssteuerung auch weiterhin die kurz- bis mittelfristigen Personalplanungen. Die Einführung neuer Traineeprogramme mit den Schwerpunkten internationales Digital Banking und Compliance sind wichtige Bestandteile einer zukunftsorientierten Nachwuchsgewinnung und Personalentwicklung.

Den sich wandelnden Rahmenbedingungen in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt wird im Commerzbank-Konzern durch Veränderungen in der Arbeitsorganisation (mobile technische Anwendungen), geringere Hierarchieorientierung, agiles Projektmanagement sowie Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeit Rechnung getragen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten baut der Konzern zudem seine Aktivitäten zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kontinuierlich aus und stellt die Förderung der beruflichen Fitness und Veränderung ins Zentrum der Personalentwicklungsmaßnahmen. Heute bietet die Commerzbank ihren Mitarbeitern verschiedene Lösungen je nach Lebensphase: flexible Arbeitszeitmodelle, Sabbaticals, Erleichterung des Wiedereinstiegs nach der Elternzeit, Angebote für die Pflege von Angehörigen oder Kinderbetreuung - regelmäßig und in Ausnahmefällen. comdirect beispielsweise hat spezielle Eltern-Kind-Büros eingerichtet und wurde 2017 mit dem Siegel "Beste Unternehmen für Familien" der Zeitschrift "Eltern" ausgezeichnet.

Zu den größten Auswirkungen, die der Commerzbank-Konzern potenziell auf Arbeitnehmerbelange haben kann, zählen mögliche arbeitsbedingte Gesundheitseinschränkungen. Das Gesundheitsmanagement der Commerzbank hat zum Ziel, die psychische und physische Gesundheit sowie das soziale Wohlbefinden aller Mitarbeiter ganzheitlich zu unterstützen. In schwierigen Berufs- und Lebenssituationen beraten externe Psychologen und Sozialberater im Rahmen des Employee Assistance Program (EAP)3 Mitarbeiter und Führungskräfte.

Analog dazu engagiert sich comdirect für die Mitarbeitergesundheit unter anderem durch Sport-, Entspannungs- und Ernährungskurse, ein Mitarbeiterunterstützungsprogramm über EAP-Dienstleister mit Beratungsangeboten auch zu gesundheitlichen und psychischen Themen sowie eine betriebsärztliche Betreuung. In Polen hilft der Employee Benefits Fund der mBank ihren Mitarbeitern, Ruheständlern und deren Angehörigen in gesundheitlichen Notfällen finanziell.

Nachdem die Commerzbank bis 2014 regelmäßig Daten zu Engagement, Motivation und Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter erhoben hatte, werden seit 2017 vor allem Studien bei Executives und leitenden Angestellten zu Digitalisierung beziehungsweise der Strategie "Commerzbank 4.0" durchgeführt. Künftig sollen diese Messungen unter Einbezug der Mitarbeiter auf eine breitere Basis gestellt und damit auch dem Thema Mitarbeiterengagement wieder mehr Raum gegeben werden. Die mBank ermittelt mit dem "Employee Engagement Survey" jährlich ein Bild der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsatmosphäre. Im Rahmen der Befragung können Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einbringen und in anonymer Form Feedback an die Organisationseinheiten geben, mit denen sie zusammenarbeiten.

Kennzahlen zu Personalrisiken wie Motivations-, Austritts- und Engpassrisiken werden regelmäßig an den Vorstand berichtet (siehe Konzernrisikobericht Seite 132 f.).

3 Gilt nicht für mBank.

Vielfalt und Chancengleichheit

Die Themen "Diversity & Inclusiveness" sind in der Unternehmenskultur der Commerzbank fest verankert. Diversity steht für die Vielfalt der Mitarbeiter und Kunden. Inclusiveness beschreibt ein Umfeld, in dem Vielfalt anerkannt ist und jeder die Gelegenheit erhält, sich im Rahmen seiner Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln. Die Commerzbank bekennt sich klar zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und gegenseitiger Akzeptanz. Hierfür verantwortlich ist unter anderem das Diversity Management, dessen wesentliche Handlungsfelder sich aus den sechs Dimensionen Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität, ethnische Herkunft und Nationalität, Religion und Weltanschauung sowie Behinderung ergeben. Schwerpunkte liegen auf der Gleichstellung der Geschlechter und von Menschen mit Behinderung sowie die Förderung kultureller Vielfalt. Wesentliche Formate zur Bearbeitung dieser Handlungsfelder sind zum einen der Global Diversity Council unter Vorsitz des Personalvorstands der Commerzbank, der die konzernweiten Aktivitäten zu den Themen Diversity & Inclusiveness leitet und steuert. Zum anderen berät und begleitet das Diversity Management die aktuell neun Mitarbeiternetzwerke der Commerzbank AG, in denen sich mehr als 1.500 Kollegen im In- und Ausland engagieren.

Die Commerzbank verfolgt konzernweit das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2021 über alle Führungsebenen unterhalb des Vorstands hinweg auf 35 % zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2017 lag der Anteil bei 30,7% (Vorjahr: 29,8%). In der Commerzbank AG Inland waren zum Ende des Berichtsjahres 28,6 % der Führungspositionen von Frauen besetzt (Vorjahr 28,5 %). Details zum Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie der folgenden ersten und zweiten Führungsebene finden sich im Corporate-Governance-Bericht (Seite 24 f.).

Diskriminierung oder Belästigung von Mitarbeitern werden in der Commerzbank nicht geduldet. Dies schließt sowohl verbale und körperliche Übergriffe als auch sexuelle Belästigung oder Missbrauch ein. Bereits die Androhung einer Belästigung oder die Schaffung eines einschüchternden Umfeldes sind inakzeptabel. Die Commerzbank garantiert ihren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten, dass sie im Falle berechtigter Beschwerden schnell und angemessen reagiert. Mitarbeiter haben die Freiheit, ohne Repressalien die existierenden Beschwerdeprozesse zu nutzen. Betroffene Mitarbeiter können außerdem das Employee Assistance Program (EAP) in Anspruch nehmen4 . Zusätzlich bietet die Betriebsvereinbarung "Partnerschaftliches und faires Verhalten am Arbeitsplatz" umfassende Informationen und Guidelines für Führungskräfte und Mitarbeiter von Commerzbank AG und comdirect zum Umgang mit Diskriminierung. In der mBank gilt eine "Anti-Mobbing Policy", die Mitarbeiter informiert und schützt. Konzern-Mitarbeiter, denen ein Fehlverhalten nachgewiesen wurde, müssen damit rechnen, dass die Commerzbank alle arbeitsrechtlichen Optionen prüft. In besonders gravierenden, strafrechtlich relevanten Fällen werden die Behörden eingeschaltet. 2017 hat sich kein solcher Fall ereignet.

Sozialbelange

Der Commerzbank-Konzern sieht seine Aufgabe auch darin, das gesellschaftliche Umfeld positiv mitzugestalten. Einfluss nehmen Banken vor allem durch die Bereitstellung von Finanzinfrastruktur und die Effekte von Finanzdienstleistungen auf die Wirtschaft (siehe auch Kapitel Umwelt- und Kundenbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung). Daneben ist ihre Rolle als Arbeitgeber und Steuerzahler gesellschaftlich von Bedeutung. Die Immobilien aus den Investment- und Spezialfonds der Commerz Real bieten darüber hinaus neuen Wohnraum insbesondere in Ballungszentren und für studentisches Wohnen. Hinzu kommt bei der Commerzbank AG und den Konzerntochtergesellschaften ein umfangreiches freiwilliges Engagement für gemeinnützige Zwecke, etwa durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte sowie die Unterstützung von Mitarbeitern in solchen Programmen. Um den gesellschaftlichen Nutzen ihres Engagements sowie ihrer Spenden- und Stiftungstätigkeit besser bewerten und entsprechend steuern zu können, hat sich die Commerzbank vorgenommen, bis 2020 eine Methode zur Quantifizierung dieses Wertbeitrags zu entwickeln.

Gesellschaftliches Engagement

Für sein gesellschaftliches Engagement ist der Commerzbank-Konzern auf vielfältige Weise mit seinem Umfeld vernetzt. Zahlreiche Projekte und Initiativen, die gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Leben gerufen wurden, leisten Beiträge zur Lösung aktueller Problemstellungen. Viele dieser Programme könnten ohne diese Förderung nicht durchgeführt werden. Ihr gesellschaftlicher Mehrwert ginge mithin verloren, wenn die Commerzbank nicht daran festhielte. Obgleich das gesellschaftliche Engagement im Sinne der "CSR-Berichtspflicht" als nicht wesentlich betrachtet werden muss, ist die Commerzbank von seinen positiven sozialen Auswirkungen überzeugt.

4 Gilt nicht für mBank.

Ein Beispiel dafür ist das bereits 1990 gemeinsam von der Commerzbank AG und den deutschen Nationalparks ins Leben gerufene Umweltpraktikum. Es vermittelt Studierenden in Schutzgebieten in ganz Deutschland praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Bank organisiert und finanziert das Umweltpraktikum, die Schutzgebiete sorgen für die fachliche Betreuung. Seit Beginn des Programms haben nahezu 1.600 Praktikanten daran teilgenommen. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen anschließend in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder im Umweltschutz ein.

Noch länger - seit über 30 Jahren - gibt es die Initiative "Das Grüne Band": Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund prämiert die Commerzbank AG jährlich 50 Sportvereine, die sich durch vorbildliche Talent- beziehungsweise Jugendförderung auszeichnen, mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro. Bis heute haben über 500.000 Kinder und Jugendliche aus mehr als 1.800 Sportvereinen von der Initiative profitiert.

Einen besonderen Schwerpunkt in ihrem gesellschaftlichen Engagement legen die Unternehmen des Commerzbank-Konzerns außerdem auf das Corporate Volunteering: Mitarbeiter werden zum Beispiel durch Freistellungen oder die Bereitstellung von Infrastruktur ermutigt und befähigt, sich sozial zu engagieren. Dieser persönliche Einsatz der Mitarbeiter nützt der gesellschaftlichen Entwicklung und verbessert die Lebensbedingungen von Benachteiligten. Gleichzeitig erhöht das Engagement die Motivation am Arbeitsplatz und fördert ein verständnisvolles Miteinander. 2017 waren dabei insgesamt mehr als 750 Mitarbeiter der Commerzbank AG aktiv. Die Mitarbeiter können sich in vielfältigen Projekten einbringen, in Deutschland etwa in der Berufsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher, in der Flüchtlingsintegration, in gemeinnützigen Sportprojekten und anderen sozialen Einsatzfeldern. In Polen unterstützen mBank und mFoundation darüber hinaus gemeinsam die Fortbildung von Grundschullehrern in Ökonomie und Finanzen.

Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft leisten verschiedene vom Konzern getragene oder geförderte Stiftungen. In der Commerzbank sind verschiedene Stiftungen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie Soziales aktiv: Die Commerzbank-Stiftung fördert bundesweit zentrale Einrichtungen und vorbildhafte Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Soziales. Dabei geht es um Anreize für den wissenschaftlichen Nachwuchs, kulturelle Vermittlung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Jürgen-Ponto-Stiftung steht seit rund 40 Jahren für künstlerische Nachwuchsförderung in Deutschland, so im Bereich Musik, bildende und darstellende Kunst sowie Literatur. Hinzu kommen sechs Sozialstiftungen, die Mitarbeiter der Bank in unverschuldeten Notfällen finanziell unterstützen. Das gemeinsame Ziel aller Stiftungen ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten. Die Commerzbank AG unterstützte 2017 diese Stiftungen mit insgesamt 1,17 Mio. Euro unter anderem für Personal, Arbeitsplätze und sonstige Sachkosten.

Als Gründungsstifter engagiert sich comdirect gemeinsam mit der Börse Stuttgart für die Stiftung Rechnen. Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Bedeutung des Rechnens als grundlegende Kulturtechnik bewusst zu machen und die Rechenkompetenz in Deutschland zu stärken. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt in Polen die mFoundation. Für die Jahre 2014 bis 2020 legt sie einen Schwerpunkt auf ihre "m for mathematics"-Strategie, die sich an Schulen, Universitäten und Bibliotheken wendet, um die Rechenkompetenz im Land zu stärken. Im Jahr 2017 beliefen sich die Kosten für die gesetzlichen Aufgaben der mFoundation auf rund 860.000 Euro.

Die Commerzbank AG hat darüber hinaus im abgelaufenen Geschäftsjahr Spenden in Höhe von 432.000 Euro geleistet.

Achtung der Menschenrechte

Die Commerzbank bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte auf Basis international akzeptierter Normen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sowie der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Commerzbank zudem an die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebunden und orientiert sich an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Sowohl die Commerzbank AG als auch die mBank sind Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen und haben sich als solche freiwillig zur Achtung der Menschenrechte in ihrem Einflussbereich verpflichtet. Damit leistet die Commerzbank in ihrem Einflussbereich einen Beitrag zur Förderung und zur Achtung der Menschenrechte.

Menschenrechtskriterien in der Kreditvergabe5

Die Commerzbank berücksichtigt Menschenrechtsaspekte auch im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit ihren Kunden. Dies betrifft etwa Anrainer, Mitarbeiter oder indirekt Betroffene zum Beispiel beim Rohstoffabbau in Entwicklungs- und Schwellenländern oder im Baumwollsektor. Hierfür haben die Commerzbank AG und die mBank jeweils eigene Positionen und Richtlinien verabschiedet, die bei allen Votierungen des Reputationsrisiko-Managements angewandt werden und die schon durch ihr Vorhandensein bei den Mitarbeitern eine erhöhte Sensibilisierung für die geschäftliche Relevanz nichtfinanzieller Themen erzeugen.

Die Commerzbank AG hat darüber hinaus eine detaillierte Position zur Achtung der Menschenrechte formuliert, die auf ihrer Internetseite einsehbar ist. Auf dieser Grundlage werden im Reputationsrisiko-Management Geschäfte und Geschäftsbeziehungen, bei denen Menschenrechte eine wesentliche Rolle spielen, intensiv recherchiert, analysiert und mit einer differenzierten Bewertung versehen. Diese kann bis zur Ablehnung des entsprechenden Geschäfts beziehungsweise Ablehnung oder Beendigung einer Geschäftsbeziehung führen.

5 Nicht relevant für comdirect und Commerz Real.

Das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank AG berichtet nicht quantifizierbare Risiken quartalsweise an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Erhebliche und hohe Reputationsrisiko-Voten - auch solche mit Bezug zu Menschenrechtsaspekten -werden zudem vierteljährlich an den Finanzvorstand und die zuständigen Segmentvorstände berichtet.

Im Zuge der Unterzeichnung des UN Global Compact im Jahr 2015 hat die mBank für ihr eigenes Reputationsrisiko-Management eine Policy verabschiedet, die sich auf Kundendienstleistungen in sensiblen Geschäftsfeldern bezieht (siehe Umweltbelange). Sie soll Geschäft mit Kunden verhindern, die unter anderem mit Kinder- und Zwangsarbeit, groben Umweltverletzungen und der Zerstörung von Welterbestätten in Verbindung gebracht werden.

Darüber hinaus prüft das Compliance-Management des Commerzbank-Konzerns die Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze und Richtlinien durch die Bank und ihre Geschäftspartner. Darunter fallen unter anderem die Einhaltung von Embargos und Sanktionen - insbesondere das Umsetzen von UN-Sanktionsbestimmungen, die dem Schutz oder der Erhaltung von Menschenrechten dienen - sowie die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten ist die Grundlage jeder unternehmerischen Verantwortung. Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten sind für die Commerzbank neben der Abwehr von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auch Insiderhandel, Betrug, Korruption und andere kriminelle Aktivitäten im Umfeld der Geschäftstätigkeit. Um der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze und Regelungen gerecht zu werden, entwickelt der Konzern seine Compliance-Risikosteuerung ständig weiter und passt diese an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an. Weitere Informationen zum wesentlichen Sachverhalt Compliance - jenseits der Bekämpfung von Korruption und Bestechung - finden sich im Konzernlagebericht auf Seite 59 sowie im Konzernrisikobericht auf Seite 130.

Anti-Korruption

Als fairer Marktteilnehmer engagiert sich die Commerzbank konsequent gegen Korruption und Bestechung. Dabei berücksichtigen die Unternehmen des Konzerns die OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und halten die OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr ein. Zudem haben sich Commerzbank AG und mBank dem UN Global Compact mit seinen zehn Prinzipien verpflichtet - unter anderem zur Korruptionsbekämpfung.

Diese externen Standards werden um interne Richtlinien ergänzt. Zusammen formen sie den Rahmen des Compliance-Managements zur Korruptionsbekämpfung. Dazu gehören verbindliche Verhaltensgrundsätze, die einen Orientierungsrahmen für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit geben. Des Weiteren hat der Vorstand der Commerzbank die konzernweit gültige Global Anti-Bribery and Corruption Policy (ABC-Policy) verabschiedet, welche die bestehenden Regelungen und Prozesse - etwa zu Geschenken und Zuwendungen oder zu Interessenkonflikten - konkretisiert und ergänzt.

Korruption und Bestechung können zu einem direkten wirtschaftlichen Schaden führen. Ihre negativen Auswirkungen sind vielfältig und reichen von Reputationsschäden und der Abschreckung von Investoren bis hin zur Zahlung von Geldstrafen. Neben den volkswirtschaftlichen können auch die sozialen und ökologischen Kosten von Korruption zum Teil erheblich sein - etwa wenn deswegen Geld für staatliche Ausgaben fehlt oder soziale Ungleichheit verstärkt wird. Hinzu kommt, dass jede Art von Korruption neben dem gegebenenfalls vorliegenden Gesetzesverstoß ernsthafte moralische und politische Bedenken aufwirft, verantwortungsvolle Unternehmensführung und wirtschaftliche Entwicklung sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor untergräbt sowie nationale und internationale Wettbewerbsbedingungen verzerrt.

Die Commerzbank hat für den Konzern zentrale Präventionssysteme eingeführt, um Bestechungs- und Korruptionsrisiken zu erkennen, zu überwachen, zu mindern und letztlich zu vermeiden, und so die Einhaltung der ABC-Policy zu sichern. Dazu gehören die Risikoanalyse, die Due-Diligence-Prüfung Dritter, Fortbildungen, Pflichtabwesenheiten (Mandatory Time Away)6 , Compliance-Prüfungen und die Bewertung ihrer Effektivität, die 2017 überarbeitete Globale Verhaltensrichtlinie ("Code of Conduct"), die Integritätsklausel, interne Kontrollen, ein Hinweisgebersystem (Business Keeper Monitoring System, Whistleblowing) sowie Zuverlässigkeitsprüfungen von potenziellen Mitarbeitern.

6 Gilt nicht für mBank.

Grundlage für die Einschätzung und Minimierung potenzieller Compliance-Risiken ist die Gefährdungsanalyse. Sie wird einmal jährlich konzernweit durchgeführt und erstreckt sich auf alle konzernangehörigen Unternehmen, Zweigstellen und sonstigen gebundenen beziehungsweise abhängigen Unternehmen im In- und Ausland, die als Compliance-relevant eingestuft werden. Sie umfasst auch einen dezidierten Teil zu Korruption und bewertet die entsprechenden Risiken und Kontrollaktivitäten der Einheiten. Die aus der Gefährdungsanalyse abgeleiteten Maßnahmen zur Prävention überprüft die Bank regelmäßig und ergänzt sie bei Bedarf.

Mit der ABC-Policy wendet sich die Commerzbank gegen Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption: Dies gilt innerhalb und außerhalb des Konzerns, gegenüber Handelsorganisationen, Amtsträgern und allen Personen, die in Beziehung zu Gesellschaften der Bank stehen. Das Verbot von jeglicher Vorteilsnahme oder Bestechung gilt nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für "verbundene Personen" wie beispielsweise Vermittler. Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der Richtlinien zu geben, wurde ein spezielles ABC-Training konzipiert. Dieses muss als Pflichtschulung von allen Mitarbeitern und Führungskräften jährlich absolviert werden. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen in Funktionen der Commerzbank, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten zudem bedarfsorientiert gezielte Trainings. Daneben steht ein Antikorruptionsteam jederzeit für Fragen zur Verfügung. Mitarbeiter und Externe gleichermaßen können auf eine Whistleblowing-Plattform im Internet zugreifen, um auch anonym Verdachtsfälle zu melden.

Geschäftspartner und Dienstleister der Commerzbank AG werden im Rahmen der Due Diligence systematisch nach Hinweisen auf Korruption analysiert und gegebenenfalls auch nach Aufnahme der Geschäftsbeziehung weiter überprüft. Zudem enthalten alle neu verhandelten Verträge der Commerzbank AG eine verbindliche Integritätsklausel. Da sich Geschäftsprozesse stetig wandeln und neue gesetzliche Anforderungen entstehen, arbeitet die Commerzbank kontinuierlich an der Optimierung aller Compliance-relevanten Prozesse. Der Compliance-Bereich hat umfangreiche Weisungs- und Eskalationsrechte sowie Informations- und Untersuchungsbefugnisse.

Korruption oder sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern werden von der Commerzbank ausdrücklich nicht toleriert. Aufgedeckte strafbare Handlungen verfolgt die Bank nach dem "Nulltoleranzprinzip". Jeder Mitarbeiter, der nachweislich gegen diesen Grundsatz verstößt, muss die arbeits-, zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen tragen. Für das Jahr 2017 sind keine Korruptionsfälle im Commerzbank-Konzern bekannt.

Kundenbelange

Nur mit zufriedenen Kunden kann der Commerzbank-Konzern nachhaltig erfolgreich sein. Deshalb richtet er sein Angebot an Kundeninteressen aus und zählt Kundenzufriedenheit zu den wichtigsten Kennzahlen in der Bewertung des Geschäftserfolgs.

Transparenz und Fairness in den Kundenbeziehungen

Wenn Beratung nicht primär die Interessen der Kunden berücksichtigt, wenn ungeeignete Produkte empfohlen oder falsche Ratschläge gegeben werden, kann es zu gravierenden Folgen für die Belange der Kunden kommen. Deswegen gehören für die Unternehmen des Commerzbank-Konzerns Fairness und Kompetenz zu den Leitwerten - sowohl im Umgang mit Kunden als auch bei der Gestaltung von Produkten.

Die Commerzbank AG beispielsweise erfüllt ihren Anspruch, fair und kompetent zu beraten, mit dem "Kundenkompass", einer mehrfach ausgezeichneten Finanzplanungssoftware. Damit gehen die Commerzbank-Berater auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Privat- und Unternehmerkunden ein und erstellen gemeinsam ganzheitliche Lösungen und Finanzpläne. Zudem hat die Commerzbank in den vergangenen Jahren neue Produkte und Dienstleistungen mit besonderem Kundennutzen eingeführt. Dazu zählen kostenlose Girokonten, Geschäftskonten mit Zufriedenheitsgarantie oder eine anbieterunabhängige Baufinanzierung.

Die Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden spielt eine wichtige Rolle im Vergütungssystem von Commerzbank AG und comdirect. Als Messgröße dient dabei im Segment Privat- und Unternehmerkunden der Net Promoter Score (NPS)7 , ein international anerkannter Standard zur Bewertung von Kundenzufriedenheit. Monatlich werden rund 12.000 Kunden der Commerzbank AG in einem kurzen Telefoninterview gefragt, ob sie ihre Filiale weiterempfehlen würden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Kundenservice verbessern und damit auch die Kundenzufriedenheit dauerhaft steigern. Der Anteil von Privat- und Unternehmerkunden mit hoher Weiterempfehlungsbereitschaft - sogenannte "Promotoren" -, der im Rahmen des NPS der Commerzbank AG ermittelt wird, lag auch 2017 bei über 60 %. Das ist ein sehr hoher Wert, der sich auch in der wachsenden Zahl von Neukunden spiegelt: Alleine in Deutschland ist das Segment 2017 um 500.000 neue Kunden gewachsen. comdirect-Kunden sind ebenfalls mehrheitlich so zufrieden mit ihrer Bank, dass sie sie gerne weiterempfehlen (56% Promotoren).

7 Gilt nicht für Commerz Real.

Auch für die mBank hat Kundenzufriedenheit Priorität. Projekte wie "mSatisfaction" zielen darauf ab, die Kundenloyalität weiter zu stärken. Mit dem NPS misst die mBank dabei im Retail und Corporate Banking die Zufriedenheit mit der generellen Zusammenarbeit ebenso wie mit bestimmten Prozessen und Produkten. Im Privatkundengeschäft konnte der NPS 2017 gesteigert werden. Auch unter Firmenkunden hat sich die Kundenzufriedenheit seit Start der NPS-Messung 2014 deutlich verbessert. Im September 2017 veröffentlichte das Magazin "Forbes" sein Ranking der besten Banken für Unternehmen in Polen. Die mBank gewann den Wettbewerb zum zweiten Mal in Folge und wurde zu dem Kreditinstitut erklärt, das die Bedürfnisse der kleinen und mittelständischen polnischen Unternehmen am besten erfüllt.

Im Firmenkundengeschäft der Commerzbank AG werden jährlich Daten von durchschnittlich 7.000 Firmenkunden erhoben, die Aufschluss darüber geben, wie zufrieden Kunden mit der Betreuung in diesem Segment sind und welche Wünsche und Erwartungen sie an die Zusammenarbeit haben. Die Firmenkunden nennen als klare Stärken das Engagement der Betreuer sowie die Qualität der Beratung - neben dem Markt-, Branchen- und Unternehmens-Know-how sowie der Professionalität im Auslandsgeschäft. Dies schlägt sich in einer kontinuierlich hohen Kundenbindung nieder. Nach dem Ergebnis der aktuellen Kundenbefragung beabsichtigen 94 % der Firmenkunden, die Geschäftsbeziehung mit der Commerzbank fortzuführen, und 87 % sind bereit, die Commerzbank weiterzuempfehlen. Die Kundenzufriedenheit ist Bestandteil der Ziele von Vertriebsmitarbeitern und vertriebsunterstützenden Einheiten im Firmenkundensegment.

Die Unternehmen des Konzerns binden ihre Kunden aktiv ein, um die Kundeninteressen bestmöglich zu berücksichtigen: Experten tauschen sich in verschiedenen Formaten mit Kunden aus, damit deren Ideen und Anregungen in die (Weiter-)Entwicklung von Services und Produkten einfließen können. Da die Digitalisierung neue Möglichkeiten zur unmittelbaren Kundenpartizipation bietet, plant und testet die Commerzbank AG derzeit neue Formate zur Einbindung ihrer Privatkunden. So rief die Bank 2017 das "Customer Solution Lab" ins Leben. Ziel dieses Formats ist es insbesondere, Kunden an der Entwicklung innovativer Produkte und Services zu beteiligen. Neue Konzepte werden mit Prototypen oder in Beratungsgesprächen vorgestellt und konstruktiv diskutiert. Dadurch erhält die Commerzbank unmittelbar konkrete Anregungen, um ihre Angebote bestmöglich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden auszurichten. Kunden der comdirect können sich in die "comdirect community" einbringen. Dabei tauschen sich Kunden und Finanzmarktinteressierte über Produkte und andere Finanzthemen mit ihrer Bank auf einer Internet-Plattform aus.

Das Firmenkundensegment der Commerzbank AG führt für die Weiterentwicklung des Angebots regelmäßig themenspezifische Kundenbefragungen durch. So werden wichtige Erkenntnisse zu Kundenwünschen und -anforderungen gewonnen, die in die Gestaltung von Produkten und Prozessen einfließen. Die Bank verfolgt damit das Ziel, Produktoptimierungen und Innovationen, etwa im Rahmen der Digitalisierung, stets am Kundennutzen auszurichten. Desgleichen nutzt die Commerz Real regelmäßige Befragungen der Mieter ihrer Immobilien, um die Bedürfnisse dieser für sie wichtigen Kundengruppe bei der Weiterentwicklung ihres Angebots einzubeziehen.

Zur Berücksichtigung von Kundenbelangen ist auch der Schutz personenbezogener Daten von höchster Priorität. Die Mitarbeiter des betrieblichen Datenschutzbeauftragten unterstützen die Geschäftseinheiten im In- und Ausland und überwachen das gesetzeskonforme Einhalten datenschutzrechtlicher Bestimmungen, Richtlinien und Verfahrensanweisungen. Im Jahr 2017 gingen konzernweit 158 Beschwerden zum Umgang mit Kundendaten ein. Das ist im Verhältnis zur Zahl von mehr als 18 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden eine sehr geringe Quote. Trotzdem verfolgt die Commerzbank jeden einzelnen Fall mit Nachdruck. In den meisten Fällen wurde reklamiert, dass Kundendaten unbefugt genutzt oder an Dritte zur Kenntnis gelangt seien. Einzelne Beschwerden wurden direkt der Datenschutz-Aufsichtsbehörde vorgebracht.

Großen Nutzen für Kunden haben Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Überweisungsbetrug und den damit verbundenen Schäden. Damit können Betrugsversuche frühzeitig aufgedeckt und Verluste minimiert werden. Für ein in jüngster Zeit verstärkt aufgetretenes Betrugsmuster, bei dem Firmenkunden betrügerisch veranlasst werden, Zahlungen zu leisten (CEO Fraud), hat die Commerzbank AG unter anderem ein umfangreiches Schulungsangebot für Kunden in Deutschland und an ausgewählten europäischen Standorten initiiert. Der hohe Sicherheitsstandard der comdirect wurde durch das im August 2017 von "Focus-Money" verliehene Siegel "Sicherste Online-Bank" bestätigt.

Über diesen Bericht

Die Commerzbank ist nach dem "Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten" (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) dazu verpflichtet, eine nichtfinanzielle Erklärung aufzustellen (§ 340a Abs. 1a HGB). Dieser Verpflichtung kommt die Commerzbank in diesem nichtfinanziellen Bericht gem. § 340i Abs. 5 in Verbindung mit § 315b Abs. 3 und § 298 Abs. 2 HGB nach.

Für den nichtfinanziellen Bericht 2017 wurden im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse innerhalb der berichteten Aspekte solche nichtfinanziellen Sachverhalte identifiziert, die erforderlich für das Verständnis von Geschäftsverlauf, -ergebnis und -lage sind und auf die die Geschäftstätigkeit der Commerzbank signifikante Auswirkungen hat. Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die Informationen im vorliegenden Bericht auf den Konzern. Neben der Muttergesellschaft Commerzbank AG wurden dabei die laut Risikoinventur wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen: comdirect bank AG, Commerz Real AG, mBank S. A. und Commerzbank Finance & Covered Bond S. A. (CFCB). In vielen Bereichen - beispielsweise Korruptionsbekämpfung, Personalführung oder Reputationsrisiko-Management - gelten die Richtlinien der Commerzbank AG über den sogenannten "Global Functional Lead" für den gesamten Konzern. Sofern relevante Regelungen bei den Tochterunternehmen von denjenigen der Konzernmutter abweichen, sind sie in diesem Bericht entsprechend erläutert. Die CFCB, die Ende 2017 mit nur noch zehn Mitarbeitern ausschließlich ein Abbauportfolio betreute, hat für 2017 keine ergänzenden Informationen zu wesentlichen nichtfinanziellen Belangen beizutragen und ist in den Erläuterungen der Commerzbank AG integriert.

Auf die gesetzlich gegebene Möglichkeit zur Nutzung eines Berichtsrahmenwerks wurde im Interesse einer fokussierten Information der Adressaten unserer Finanzberichterstattung verzichtet. Ausführliche Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Commerzbank AG, zu den Zielen ihres Nachhaltigkeitsprogramms und weiteren nichtfinanziellen Leistungen enthalten die GRI-Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex, zu finden unter http://www.nachhaltigkeit.commerzbank.de. Verweise auf Angaben außerhalb des Jahres- beziehungsweise Konzernabschlusses und (Konzern-)Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil dieses nichtfinanziellen Berichts.

Über die Darstellung im Konzernrisikobericht hinaus (Seite 99 ff.), sind bei Anwendung der Nettomethode keine wesentlichen Risiken aus eigener Geschäftstätigkeit oder mit Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die zuvor genannten nichtfinanziellen Aspekte haben oder haben werden.

Der nichtfinanzielle Bericht wurde einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unterzogen. Der uneingeschränkte Vermerk über die betriebswirtschaftliche Prüfung findet sich auf Seite 303.

Konzernlagebericht

Im Konzernlagebericht erläutern wir ausführlich die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung des Commerzbank-Konzerns im laufenden Jahr 2018 sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen.
Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2017 trotz Restrukturierungsaufwendungen von 808 Mio. Euro ein positives Konzernergebnis erzielt, die Kapitalquote weiter gesteigert und Abbauportfolios deutlich reduziert. Die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" wurde wie geplant vorangetrieben und der Wachstumskurs fortgesetzt.

Grundlagen des Commerzbank-Konzerns

Struktur und Organisation

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkunden-banken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Sie betreibt mit rund 1.000 Filialen eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Commerzbank mehr als 18 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden weltweit.

Im Rahmen ihrer Strategie fokussiert die Commerzbank ihre Geschäftstätigkeiten in den zwei Kernsegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden", mit denen sie ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment "Asset & Capital Recovery (ACR)" hat die Bank neben Teilen des Staatsfinanzierungsgeschäfts alle nicht strategischen Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt.

Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 21 operativen Auslandsniederlassungen und 32 Repräsentanzen in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.

Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Ziele und Strategie

Die Commerzbank versteht sich als faire und kompetente Bank, die ihren Kunden ein langfristiger und zuverlässiger Partner sein will. Wir richten unser Handeln an höchsten ethischen Werten, Integrität und Fairness aus und verpflichten uns, alle geltenden Gesetze, Richtlinien und Marktstandards einzuhalten. Das ist für uns die Basis, auf der wir mit unseren Privat- und Geschäftskunden, institutionellen Kunden, Partnern und Stakeholdern vertrauensvoll zusammenarbeiten. "Die Bank an Ihrer Seite" - an diesem Versprechen lässt sich die Commerzbank bei allem, was sie tut, messen. Dies hat die Bank in den vergangenen Jahren nachdrücklich unter Beweis gestellt.

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, gesetzliche Regelungen und die Digitalisierung haben das Bankgeschäft grundlegend verändert. Auch die Art und Weise, wie Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen möchten, hat sich stark geändert. Die Commerzbank stellt sich diesen großen Herausforderungen mit der strategischen Neuausrichtung: "Commerzbank 4.0". Im Zentrum der neuen Strategie stehen fokussiertes Wachstum, Digitalisierung und Effizienz.

Ausführliche Erläuterungen zur Strategie "Commerzbank 4.0" finden sich sowohl im Geschäftsbericht 2016 als auch auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de. Nachfolgend nochmals die wichtigsten Eckpunkte:

Im Rahmen der Strategie wird sich die Commerzbank konsequent auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, 80 % ihrer relevanten Prozesse digitalisieren sowie dadurch signifikante Effizienzgewinne realisieren und bis Ende 2020 ihre Profitabilität nachhaltig erhöhen. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden".

Die Nettoeigenkapitalrendite (Return on tangible equity: Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte) der Commerzbank soll Ende 2020 über 6 % liegen. Dieses Ziel spiegelt die Erwartung eines weiter herausfordernden Zinsumfeldes wider. Bei einer Normalisierung ist eine Nettoeigenkapitalrendite über 8 % erreichbar. Insgesamt erwartet die Commerzbank für das Jahr 2020 Erträge von 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro. Durch eine auf 6,5 Mrd. Euro reduzierte Kostenbasis wird die Aufwandsquote unter 66 % sinken. Sollte sich das Zinsumfeld bis 2020 wie erwartet normalisieren, können die Erträge auf über 11 Mrd. Euro steigen und die Aufwandsquote auf rund 60 % sinken. Für das Jahr 2020 erwartet die Bank eine Common-Equity-Tier-1-Quote nach voller Anwendung von Basel 3 von über 13 %.

Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen werden zu einem entsprechenden Stellenabbau führen. Mitte Juli 2017 hat sich die Commerzbank mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den möglichst sozialverträglichen Stellenabbau der Bank.

Konzentration auf Stärken

Die Commerzbank konzentriert sich auf zwei starke Kundensegmente: Privat- und Unternehmerkunden einerseits sowie Firmenkunden andererseits. Damit fokussieren wir uns auf unsere Stärke: Die Beratung unserer Kunden, persönlich und digital. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen und nutzen die Chancen der Digitalisierung, um innovativer, besser und schneller zu werden.

Damit fokussiert sich die Bank auf die Bereiche, in denen sie ihren Kunden einen besonderen Mehrwert liefert und sich so vom Wettbewerb abheben kann; gleichzeitig trennt sie sich konsequent von Geschäftsfeldern, die nicht in die strategische Ausrichtung passen. So werden im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" im Segment Firmenkunden das Geschäft mit Anlage- und Finanzprodukten und das dazugehörige Marketmaking, das den größten Teil des Bereichs "Equity Markets & Commodities" (EMC) ausmacht, aus der Commerzbank ausgegliedert.

Privat- und Unternehmerkunden: starke Position weiter ausbauen

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank sowie die comdirect-Gruppe, die Commerz Real und die mBank. Für unsere Privatkunden sind wir mit unseren Beratungs- und Serviceleistungen weiterhin in bundesweit rund 1.000 Filialen persönlich da. Gleichzeitig weiten wir unser digitales Angebot aus und schaffen eine einheitliche digitale Plattform für alle Kunden und alle Kanäle. Damit wird das Segment Privat- und Unternehmerkunden in den nächsten Jahren zur ersten echten digitalen Multikanalbank. Wir stärken unser Angebot für kleine und mittlere Unternehmen. Dafür haben wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden ein eigenes Geschäftsfeld für Unternehmerkunden geschaffen, das für Geschäftskunden und kleine Firmenkunden zuständig ist.

Durch die gute regionale Erreichbarkeit, passgenaue Produktportfolios, digitale Lösungen und die Möglichkeit, private und geschäftliche Angebote aus einer Hand anzubieten, plant die Bank, ihren Marktanteil bei Unternehmerkunden bis 2020 deutlich auf 8 % zu steigern. Im neuen Segment Privat- und Unternehmerkunden wird über diese Maßnahmen ein Ertragswachstum von mindestens 1,1 Mrd. Euro bis Ende 2020 angestrebt.

Firmenkunden: aus führender Position national und international wachsen

Im Firmenkundengeschäft will die Bank ihre führende Position in der Handelsfinanzierung weiter ausbauen. Dabei setzt sie auf fokussiertes Wachstum in den wichtigsten Handelskorridoren für deutsche und europäische Firmenkunden. Aufgrund ihrer tiefen Durchdringung der deutschen Schlüsselindustrien Automobil und Transport, Chemie und Pharma, Maschinenbau, Energie und Infrastruktur sowie Konsumgüter und Handel verfügt die Commerzbank über eine umfassende Sektorkompetenz, die sie vom Wettbewerb abhebt. Diese wird sie künftig verstärkt auch ihren internationalen Kunden in Europa zur Verfügung stellen. Auch beim Mittelstand mit einem Umsatz zwischen 15 und 100 Mio. Euro möchte die Commerzbank ihre Marktposition durch internationale Kompetenz und Digitalisierung weiter ausbauen. Dafür wird sie ihr Leistungsangebot weiterentwickeln und neue digitale Produkte und Dienstleistungen einführen. Bis Ende 2020 wird mit diesen Maßnahmen ein Ertragswachstum von über 300 Mio. Euro angestrebt.

Entwicklung zum digitalen Technologieunternehmen

In den nächsten Jahren werden wir daher die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. Wir entwickeln ein ganzheitliches digitales Geschäftsmodell, das mit einem starken digitalen Angebot Banking für alle Kunden so einfach wie möglich macht. Mit diesem strategischen Programm erneuern wir die Commerzbank von Grund auf. Ziel der Strategie "Commerzbank 4.0" ist es, die führende Bank in Deutschland für Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden zu werden: digital und persönlich, nah am Kunden, schnell und effizient in der Abwicklung.

Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Die Ausgestaltung dieses Konzepts beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen mit dem Ziel an, langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie werden dort durch den Vorstand Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Segmenten unter Einbeziehen der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses operationalisieren die Segmente die Planvorgaben. Das Einhalten der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Abweichungen werden durch ein monatliches Managementreporting frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Zur Steuerung des Konzerns und der Segmente verwendet die Bank die nachfolgend beschriebenen branchentypischen Controllingkennzahlen. Diese decken alle wesentlichen Dimensionen der Konzernsteuerung ab. Ihre Entwicklung wird im Rahmen des regelmäßigen Managementreportings überwacht.

Die Bank berücksichtigt in ihrer Unternehmenssteuerung die beiden Säulen der Kapitalanforderung. Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, werden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital gezeigt. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch für den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Neben der Einhaltung der aktuell geltenden regulatorischen Kapitalvorgaben (Phase-in-Sicht) liegt der Fokus des Kapitalmarktes bereits auf der vollumfänglichen Anwendung der CRR ab 2018. Die Common-Equity-Tier-1-Ratio (fully phased-in) ist für die Bank deshalb eine wesentliche Kennzahl in der Kapitalsteuerung.

Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolges dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten sowie die Kennzahlen Aufwandsquote, Eigenkapitalrendite und, daraus abgeleitet, der Economic Value Added. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis von Verwaltungsaufwand (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und Restrukturierungsaufwendungen) zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert. Die Eigenkapitalrendite der Segmente errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich regulatorisch gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird - wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich - aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet. Mit Blick auf die Strategie "Commerzbank 4.0" steht auf Konzernebene die Nettoeigenkapitalrendite "Return on tangible equity" im Fokus.

Für die Messung der Konzernperformance wird die Kennzahl Economic Value Added verwendet. Sie ist definiert als Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite des Konzerns und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem Konzernkapital. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht dem Verhältnis des Konzernüberschusses nach Steuern und Minderheiten zum durchschnittlichen Konzernkapital. Der Kapitalkostensatz spiegelt die Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals wider und wird jährlich einer Überprüfung unterzogen. Die Ermittlung des Kapitalkostensatzes basiert auf dem kapitalmarktorientierten "Capital Asset Pricing Model (CAPM)". Aktuell kalkuliert die Commerzbank mit einem Kapitalkostensatz in Höhe von 7,5 % nach Steuern.

Die oben genannten Controllinggrößen sind als Konzernkennzahlen eingebettet in ein System weiterer segmentspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftsstrategie der einzelnen Segmente unterschiedlich sind.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315a HGB und erläuternder Bericht

Die Angaben gemäß § 315a HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315d HGB

Die Angaben gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind im "Corporate-Governance-Bericht" enthalten. Dieser ist zu finden unter https://www.commerzbank.de/geschaeftsbericht2017.

Angaben gemäß §§ 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit 315b Abs. 3 HGB

Die Angaben gemäß § 340i Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 315b Abs. 3 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" als zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht enthalten.

Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse

Im Geschäftsjahr 2017 ist die Commerzbank in der Umsetzung ihrer Strategie "Commerzbank 4.0" entscheidende Schritte vorangekommen: Durch die Einigung mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan wurden die Weichen für die notwendigen personellen und organisatorischen Umsetzungen gestellt. Mit der Übernahme des Ratenkreditgeschäfts haben wir ein wichtiges Wachstumsfeld wieder in der eigenen Verantwortung. Durch den Abschluss des Verkaufs zweier Beteiligungen sowie durch die Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft bei der Wertpapierabwicklung hat die Commerzbank erneut die Komplexität reduziert. Darüber hinaus hat die Bank ihre Compliance-Funktion weiter gestärkt. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats als auch des Vorstands.

Änderung im Aufsichtsrat der Commerzbank

Die Hauptversammlung am 3. Mai 2017 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Dr. Tobias Guldimann in den Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt. Dr. Guldimann hat die Nachfolge des 2013 verstorbenen Prof. Dr. Ulrich Middelmann angetreten. Für ihn war Dr. Roger Müller in den Aufsichtsrat nachgerückt. Mit der Wahl des Nachfolgers endete die Amtszeit von Dr. Roger Müller und er erlangte seine Stellung als Ersatzmitglied zurück. Bereits seit 1. Januar 2017 beziehungsweise seit 1. Februar 2017 sind Heike Anscheit und Stefan Jennes Mitglied des Aufsichtsrats.

Dr. Bettina Orlopp zum Mitglied des Vorstands berufen

Mit Wirkung vom 1. November 2017 wurde Dr. Bettina Orlopp offiziell Mitglied des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft. Dr. Bettina Orlopp ist wie geplant für das neue Vorstandsressort "Compliance, Personal und Recht" zuständig.

Fortschritte bei der Umsetzung des Stellenabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0"

Am 13. Juli hat sich die Commerzbank mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den möglichst sozialverträglichen Stellenabbau der Bank, den sie im Herbst 2016 als Teil der Strategie "Commerzbank 4.0" angekündigt hatte.

Commerzbank übernimmt Ratenkreditportfolio

Mitte August 2017 hat sich die Commerzbank mit der BNP Paribas Personal Finance S. A. auf die Abspaltung des Unternehmensbereiches Banking von ihrem gemeinsamen Joint Venture "Commerz Finanz GmbH" mit Sitz in München geeinigt, der die von der Commerzbank vermittelten Ratenkredite enthält. Mit der Abspaltung wurde das Joint Venture beendet. Im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs gingen rund 300.000 Kundenverträge mit einem Ratenkreditportfolio von insgesamt rund 3,5 Mrd. Euro von der "Commerz Finanz GmbH" auf die Commerzbank über. Die Transaktion wurde nach Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden mit Wirkung vom 18. August 2017 vollzogen. Das Bundeskartellamt hatte die Transaktion bereits zuvor genehmigt. Ratenkredite sind für die Commerzbank ein wichtiges Wachstumsfeld, das die Bank wieder selbst betreiben, digitalisieren und ausbauen will. Deshalb hat die Commerzbank bereits im ersten Halbjahr 2017 einen eigenen digitalen Ratenkredit eingeführt.

Commerzbank schließt den Verkauf von zwei Beteiligungen ab

Am 13. Juli 2017 wurde der angekündigte Verkauf der Anteile an dem Edelmetallverarbeiter Argor-Heraeus SA, Mendrisio, Schweiz, abgeschlossen. Am 26. Juli 2017 wurde der angekündigte Verkauf der Anteile an dem Kreditkartengeschäftsdienstleister Concardis GmbH, Eschborn, Deutschland, abgeschlossen.

Die jeweiligen Ergebniseffekte wurden im dritten Quartal 2017 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.

Commerzbank und HSBC Transaction Services GmbH vereinbaren strategische Partnerschaft

Anfang Dezember 2017 haben sich die Commerzbank Aktiengesellschaft und die HSBC Transaction Services GmbH auf eine strategische Partnerschaft bei der Wertpapierabwicklung geeinigt. Im Zuge dieser Partnerschaft werden die operativen Geschäftsprozesse der Wertpapierabwicklung der Commerzbank ausgelagert. Dazu soll ein Joint Venture gegründet werden, an dem die Commerzbank einen Minderheitsanteil von 20 % halten soll. Die Partnerschaft läuft zunächst über einen Zeitraum von 10 Jahren. Der operative Start der neuen Gesellschaft soll Anfang 2020 erfolgen. Bis dahin werden auf beiden Seiten die technischen Voraussetzungen für die Datenmigration geschaffen. Die dafür bei der Commerzbank notwendigen Investitionen und mittelfristig zu erwartenden Einsparungen sind vollständig in der Planung von "Commerzbank 4.0" enthalten. Zudem wird es ab 2018 eine intensive Testphase geben, die den reibungslosen Start der ausgelagerten Wertpapierabwicklung sicherstellen soll. Zu den weiteren vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Commerzbank stärkt Compliance-Funktion

Auch im Geschäftsjahr 2017 hat die Bank Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Compliance-Funktion implementiert. Dies betrifft nicht nur strukturelle Veränderungen, sondern auch den internen Personalaufbau sowie die Personalweiterentwicklung und auch die erfolgreiche Rekrutierung weiterer extern erfahrener Compliance-Experten in der Zentrale sowie an ausländischen Standorten. Auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Personalstrategie wird diese Entwicklung weiter vertieft werden. Um die Steuerung der Compliance-Risiken zu verbessern, hat die Compliance-Funktion verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Global Financial Crime, Global Markets Compliance sowie Anti-Bribery and Corruption umgesetzt. Auch sind Maßnahmen getroffen worden, um die Compliance-Governance im In- und Ausland weiter zu stärken. Des Weiteren hat 2017 eine verstärkte Kommunikation des Vorstands und Managements zu Compliance-Risiken ("Tone from the Top"), unter anderem im Rahmen der "Culture of Integrity"-Kampagne stattgefunden. Daneben hat die Bank einen Schwerpunkt auf eine einheitliche Compliance-Struktur im Sinne der "3 Verteidigungslinien" gesetzt, die innerhalb der gesamten Bank aktiv gelebt wird. Im Rahmen dieses Modells sind die sogenannten "Compliance Coordination Units" im Front Office (1. Verteidigungslinie) implementiert worden. Zur Stärkung des fachlichen Austauschs zwischen den Einheiten der 1. Verteidigungslinie und Group Compliance (2. Verteidigungslinie) hat die Bank verschiedene segmentübergreifende Compliance-Komitees etabliert. Diese dienen der Erörterung beziehungsweise Diskussion übergeordneter Compliance-Themen (zum Beispiel geänderter Regulatorik) oder konkreter geschäftlicher Sachverhalte (zum Beispiel Beurteilung von Kundengruppen im Rahmen des Onboarding, auftretende Betrugsfälle/muster). Das Global Compliance Board stellt dabei das ranghöchste Gremium dar und tagt unter Vorsitz des für Compliance, Human Resources und Legal zuständigen Vorstandsmitglieds der Bank. Innerhalb von Group Compliance stellt das Compliance Management Committee das ranghöchste Gremium dar, welches unter Leitung des Chief Compliance Officers der Bank tagt.

Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Im Anschluss wird die Effektivität eines resultierenden Umsetzungsplans evaluiert und halbjährlich durch die Skilled Person an die FCA berichtet.

Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements mit verschiedenen US-Behörden hat die Bank einen Großteil dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte des vom New York State Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank ebenfalls bereits gute Fortschritte erzielt und einen Großteil der Maßnahmen abgearbeitet.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2017 das stärkste Wachstum seit 2011. Kräftige Impulse kamen aus den Schwellenländern. Nach einer tiefen Rezession haben Russland und Brasilien wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Positiv schlug auch zu Buche, dass sich die Wachstumsabschwächung in China im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt hat. Im Gegenteil, die chinesische Wirtschaft ist mit 6,9 % sogar noch etwas stärker gewachsen als 2016.

Aber auch in den Industrieländern hat der Aufschwung 2017 merklich an Kraft gewonnen. In den USA fiel das Wachstum mit 2,3 % deutlich höher aus als 2016. Die Arbeitslosenquote ist inzwischen niedriger als vor der tiefen Rezession 2007/09. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank 2017 den Zielkorridor für die Leitzinsen um weitere 75 Basispunkte auf 1,25% bis 1,50% erhöht und darüber hinaus begonnen, ihren Wertpapierbestand langsam zurückzufahren.

Auch im Euroraum hat der Aufschwung 2017 an Kraft gewonnen. Mit 2,5 % fiel das Wachstum sogar noch stärker aus als in den USA. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt immer stärker in der Realwirtschaft an. Gleichzeitig profitiert die Wirtschaft im Euroraum von der lebhaften globalen Nachfrage. Dank des Wachstums hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter spürbar verbessert. Die Arbeitslosenquote sank von 9,7 % Ende 2016 auf 8,7 % im Dezember 2017. Trotz des knapperen Angebots an frei verfügbaren Arbeitskräften sind die Löhne auch 2017 nur sehr moderat gestiegen. Entsprechend hat sich auch am schwachen unterliegenden Preisauftrieb nichts geändert. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresrate des Verbraucherpreisindex ohne die stark schwankenden Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel - pendelt weiterhin um 1 %. Der verhaltene Inflationsausblick hat die EZB dazu veranlasst, das Anleihekaufprogramm bis September 2018 zu verlängern. Allerdings kauft sie seit Jahresbeginn mit 30 Mrd. Euro monatlich nur noch halb so viele Anleihen wie zuvor. Zudem hat die EZB beschlossen, die Tilgungszahlungen aus fälligen Wertpapiere über das Ende des Anleihekaufprogramms hinaus in vollem Umfang wieder anzulegen.

Die deutsche Wirtschaft wuchs 2017 mit 2,2 % etwas stärker als 2016 (1,9%). Bereinigt um die unterschiedliche Zahl an Arbeitstagen beträgt das Plus sogar 2,5 %.

Die Arbeitslosenquote lag zu Jahresbeginn mit saisonbereinigt 5,4% auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem von einer lebhafteren Investitionstätigkeit und höheren Exportzuwächsen.

Die Finanzmärkte wurden auch 2017 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer.

Branchenumfeld

Nach dem Überwinden einer kurzen Unsicherheitsphase zu Jahresbeginn 2017 setzte sich im Sommer vergangenen Jahres vor allem in den Industrieländern ein großer Konjunkturoptimismus durch und die zyklische Besserung erreichte auch einige wichtige Rohstoffe exportierende Länder. Im Länderprofil hat die gefestigte globale Konjunktur daher an Breite gewonnen. Politische Risiken, höhere Verschuldung und schwache Produktivitätsfortschritte traten in den Hintergrund und Volatilitäten bewegten sich teilweise auf rekordverdächtigen Niedrigständen. Vor diesem Hintergrund haben sich an den globalen Aktienmärkten die schon hohen Bewertungsniveaus des Vorjahres 2017 weiter verfestigt. Das robuste globale Wirtschaftswachstum begünstigte in den USA und in Deutschland ein von niedrigem Niveau ausgehendes langsam wieder steigendes Niveau der Langfristzinsen und an den Märkten für Unternehmensanleihen haben sich die Risikoprämien wieder deutlich verringert. Obwohl die US-Notenbank - als Anbieter der wichtigsten Weltwährung - ihre geldpolitischen Zügel gestrafft hat, blieben die Finanzierungsbedingungen weltweit günstig. Die Marktteilnehmer gingen verbreitet davon aus, dass die straffere US-Zinspolitik die Konjunktur nicht zu stark bremst oder gar Turbulenzen an den Börsen auslöst. Diese Gewissheit trug zur ausgeprägten Risikoneigung der Investoren bei.

Die Risiken für die globale Wirtschaft sind dennoch nicht geringer geworden. Die noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet im gesamten Euroraum weiter auf der Ertragslage der Banken. An den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum sind Spannungen durch die expansive Geldpolitik teilweise nur überdeckt und durch den regulatorisch bedingten Rückzug der Banken kommt es auf Teilmärkten immer wieder zu Anomalien in der Preisbildung.

Das erweiterte Ankaufprogramm des Eurosystems verbessert zwar die Liquiditätsposition und die Finanzierungsbedingungen der Banken, übt aber andererseits auch Druck auf die Nettozinsmarge aus und belastet somit die Ertragslage - trotz beschleunigter Zunahme der Buchkredite an inländische Unternehmen - deutlich. Während die Anstrengungen der Banken hinsichtlich der Reduktion von Solvenz- und Liquiditätsrisiko gewürdigt wurden, hielten sich hartnäckig Befürchtungen hinsichtlich einer nachhaltigen Schwächung der Ertragslage des Bankensystems im Euroraum und der Fähigkeit der Institute, auskömmliche Erträge im zinsabhängigen Geschäft zu erwirtschaften.

Nicht zuletzt hat sich im Berichtsjahr wiederum gezeigt, welch hoher Stellenwert der Cybersicherheit und dem Thema Compliance zukommt. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter sind - trotz eines bereits vorhandenen ausgeprägten Verständnisses für IT-Sicherheit - eine Daueraufgabe, die der Bankensektor sehr ernst nehmen muss. Dasselbe gilt, wenn es darum geht, das Einhalten der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sicherzustellen.

Insgesamt setzte sich 2017 die grundlegende Transformation des europäischen Bankensystems fort. Die Branche ist heute kleiner, deutlicher auf ihre Kernfunktionen ausgerichtet, weniger profitabel, aber eben auch robuster und widerstandsfähiger gegenüber künftigen Krisen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Commerzbank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 die Struktur der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung geändert. Die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung basieren nun auf den Bewertungskategorien nach IAS 39. Ausführliche Erläuterungen zu diesen und weiteren Anpassungen finden sich im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 152 ff.

Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für das Jahr 2017 auf 1.303 Mio. Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraums einen Rückgang um 6,8 %. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 156 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2017 mit 452,5 Mrd. Euro um 5,8 % unter dem Jahresultimo 2016. Der Volumenabbau zeigte sich auf der Aktivseite insbesondere bei den Finanziellen Vermögenswerten "Held for Trading".

Der Rückgang der Risikoaktiva ("phase-in") auf 171,4 Mrd. Euro beruhte auf einer Reduzierung der Risikoaktiva aus Kreditrisiken, Marktrisiken sowie operationellen Risiken. Die Common-Equity-Tier-1-Quote ("fully phased-in", das heißt nach vollständiger Anwendung der Basel-3-Regelung zum Eigenkapital) stieg per Ende Dezember 2017 auf 14,1 %.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 4201 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden legte der Zinsüberschuss trotz nochmals deutlich gesunkenem Ertragsbeitrag aus dem inländischen Einlagengeschäft im Vergleich zum Vorjahr zu. Maßgeblicher Ertragstreiber waren Zinserträge aus wachsenden Bestandsvolumen im Kreditgeschäft infolge der in den meisten Bereichen sehr guten Neugeschäftsentwicklung sowie aus der Übernahme des Ratenkredit-portfolios aus dem Joint Venture "Commerz Finanz GmbH". Das Wachstum der mBank war sowohl auf den Anstieg des Geschäftsvolumens als auch auf die kontinuierliche Verbesserung der Zinsmarge zurückzuführen. Im Segment Firmenkunden konnten Belastungen aus dem Zinsumfeld sowie rückläufige Erträge aus dem Dokumentengeschäft, die mit der Reduzierung des Bankenportfolios im Bereich Financial Institutions und geringeren Kundenaktivitäten zusammenhingen, nicht durch das positive Kapitalmarktgeschäft kompensiert werden. Weiterhin führte der strategische Portfolioabbau der im Berichtsjahr 2016 aus dem Segment ACR übertragenen Vermögensbestände zu einem erwarteten rückläufigen Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft. Das Segment ACR wies für das Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg des Zinsüberschusses aus, der unter anderem aus deutlich geringeren Refinanzierungskosten resultierte.

Der Rückgang des Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnisses um 116 Mio. Euro auf -76 Mio. Euro beruhte vornehmlich auf negativen Ergebniseffekten aus Darlehensverkäufen sowie auf im Vorjahresergebnis enthaltenen Wertaufholungen auf die HETA Asset Resolution AG.

Der Provisionsüberschuss fiel gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 % auf 3178 Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden standen signifikant höheren Provisionserträgen aus dem inländischen Wertpapiergeschäft stark rückläufige Provisionserlöse aus der Kreditvermittlung gegenüber, da die Commerzbank bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 begonnen hat, Konsumentenkredite über eine eigene Plattform anzubieten und im Gegenzug die Vermittlung von Ratenkrediten an das Joint Venture "Commerz Finanz GmbH" zur Jahresmitte 2017 einstellte. Die mBank konnte ihren Provisionsüberschuss in mehreren Bereichen des Privatkundengeschäfts und im Geschäft mit Firmenkunden steigern.

Im Segment Firmenkunden resultierte der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigere Provisionsüberschuss vornehmlich aus einem geringeren Beitrag des kommerziellen Geschäfts.

Ergebnisrechnung I

Mio. €
2017 20161 Veränderung
Zinsüberschuss 4.201 4.165 36
Dividendenerträge 106 164 -58
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -781 -900 119
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis -76 40 -116
Provisionsüberschuss 3.178 3.212 -34
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1.006 982 24
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis 748 836 -89
Verwaltungsaufwendungen 7.079 7.100 -21
Operatives Ergebnis 1.303 1.399 -96
Goodwill-Abschreibungen - 627 -627
Restrukturierungsaufwendungen 808 128 679
Ergebnis vor Steuern 495 643 -148
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 245 261 -16
Konzernergebnis 250 382 -132
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 156 279 -122

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Anhang Seite 152 ff.).

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 1.092 Mio. Euro, nach 1.019 Mio. Euro im Vorjahr. Der Zuwachs resultierte unter anderem aus dem Anstieg der Kundenaktivitäten im Bereich Equity Markets & Commodities, insbesondere im Geschäft mit strukturierten Investmentprodukten.

Mit 259 Mio. Euro lag das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 134 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahr war das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten durch Einmaleffekte bestimmt. Im Ergebnis des laufenden Jahres sind unter anderem Veräußerungsgewinne aus einer Beteiligung an dem Zahlungsverkehrsdienstleister Concardis in Höhe von 89 Mio. Euro enthalten. Im Vorjahresergebnis war ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro berücksichtigt.

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 23 Mio. Euro, nach 150 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, in dem ein positiver Effekt aus der Neubewertung von Vermögenswerten der Gesellschaft Commerz Real enthalten war, der die sehr gute Marktsituation gewerblich genutzter Immobilien reflektierte.

Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 465 Mio. Euro, nach 293 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg um 172 Mio. Euro war maßgeblich bedingt durch positive Einmaleffekte unter anderem wegen der Übernahme des Ratenkreditportfolios in Höhe von 176 Mio. Euro sowie eines Einmalertrags im Zusammenhang mit einem Immobilienverkauf.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13,2 % auf -781 Mio. Euro. Der Rückgang beruhte auf einem deutlich geringeren Vorsorgeerfordernis im Segment Asset & Capital Recovery, wo sich die Abbauerfolge in substanziell reduzierten Wertberichtigungen im Kreditgeschäft widerspiegelten.

In den beiden operativen Kundensegmenten hingegen stieg die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft an: Im Segment Privat- und Unternehmerkunden entfiel der Großteil der gestiegenen Wertberichtigungen auf die mBank. Demgegenüber war aufgrund der guten Solvenz der deutschen Haushalte für das inländische Geschäft erneut ein sehr niedriger Aufwand zu buchen. Im Segment Firmenkunden war aufgrund gestiegener Vorsorgeerfordernisse in Zusammenhang mit einem Einzelengagement ebenfalls eine höhere Nettozuführung zur Risikovorsorge auszuweisen.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 7.079 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Höhere Investitionen in Digitalisierung und Wachstum sowie die gestiegenen Kosten für regulatorische Projekte, Compliance, Einlagensicherungssysteme und verschiedene Bankenabgaben wurden durch Kostenmanagement kompensiert. Der Personalaufwand lag mit 3.600 Mio. Euro um 3,3 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, was insbesondere auf den eingeleiteten Stellenabbau zurückzuführen war. Dagegen stieg der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um 3,0 % auf 3.479 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren IT-Investitionen, aus gestiegenen Pflichtbeiträgen - darin enthalten die polnische Bankensteuer und die europäische Bankenabgabe - sowie planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Anlagewerte.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1.303 Mio. Euro, nach 1.399 Mio. Euro im Vorjahr. Hierin enthalten waren im Berichtszeitraum positive Bewertungseffekte aus Kontrahentenrisiken in Höhe von 81 Mio. Euro, nach 525 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese standen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" und der dabei erfolgten Einigung mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 495 Mio. Euro, nach 643 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 245 Mio. Euro an, nach 261 Mio. Euro im Vorjahr.

Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 250 Mio. Euro, gegenüber 382 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären für das Geschäftsjahr 2017 ein Konzernergebnis von 156 Mio. Euro zuzurechnen.

Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2017 ist vorgesehen, sämtliche gewinnabhängige Kapitalinstrumente der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 zu bedienen; es wird keine Dividende ausgeschüttet.

Das zusammengefasste Gesamtergebnis, das neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2017 auf 541 Mio. Euro.

Das Sonstige Periodenergebnis von 290 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage (287 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (44 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (7 Mio. Euro), der aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (-8 Mio. Euro), der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (145 Mio. Euro), der Veränderung der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos (-114 Mio. Euro) sowie der Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen (-69 Mio. Euro) zusammen.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,04 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,12 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 1,12 Euro beziehungsweise 0,22 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2017 bei 452,5 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2016 war dies ein Rückgang um 5,8 % beziehungsweise 27,9 Mrd. Euro. Der Volumenabbau zeigt sich insbesondere in den Finanziellen Vermögenswerten "Held for Trading".

Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 19,5 Mrd. Euro auf 55,7 Mrd. Euro gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2016 stand insbesondere im Zusammenhang mit höheren Anlagen bei Zentralbanken sowie der Ausweitung des Kassenbestands.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Loans and Receivables" lagen mit 265,7 Mrd. Euro um 10,9 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Rückgang um 3,9 % verteilt sich nahezu hälftig auf Schuldinstrumente und Darlehen und Kredite. Während die Darlehen und Kredite gegenüber Kreditinstituten und Firmenkunden insgesamt um 15,8 Mrd. Euro zurückgingen, legten die Kredite gegenüber Privatkunden um 10,8 Mrd. Euro zu.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Available for Sale" verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2016 um 21,4% auf 31,2 Mrd. Euro. Der Rückgang entfiel nahezu ausschließlich auf Anleihen.

Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value Option" sind um 4,2 % auf 23,7 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Volumenrückgang resultierte insbesondere aus einem Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals um 0,7 Mrd. Euro sowie aus Bestandsverringerungen bei Equity-Fonds und im Geldhandel.

Im Vergleich zum Vorjahresultimo haben sich die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" deutlich um 28,4% auf 63,7 Mrd. Euro verringert. Haupttreiber dieses Rückgangs waren sowohl die um 14,4 Mrd. Euro rückläufigen Positiven Marktwerte - insbesondere aus Zins- und Währungsderivaten - sowie der Rückgang bei Aktien/Investmentfonds um 9,3 Mrd. Euro.

Die Positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten lagen mit 1,5 Mrd. Euro um 0,6 Mrd. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2016. Der Rückgang betraf ausschließlich Zinsderivate.

Die Immateriellen Vermögenswerte nahmen im Vergleich zum Vorjahresultimo um 0,3 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro zu. Der Anstieg stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Aktivierung selbst erstellter Software.

Aktiva I

Mio. €
31.12.2017 31.12.20161 Veränderung

in %
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 265.712 276.578 -3,9
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 31.155 39.634 -21,4
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 23.745 24.797 -4,2
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 63.666 88.862 -28,4
Übrige Aktiva 68.215 50.564 34,9
Gesamt 452.493 480.436 -5,8
Passiva I

Mio. €
31.12.2017 31.12.20161 Veränderung

in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 341.260 343.798 -0,7
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 14.940 18.084 -17,4
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 56.484 77.772 -27,4
Übrige Passiva 9.768 11.209 -12,9
Eigenkapital 30.041 29.573 1,6
Gesamt 452.493 480.436 -5,8

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Anhang Seite 152 ff.).

Auf der Passivseite sanken die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Costs" - insbesondere im Zusammenhang mit dem Rückgang von Begebenen Schuldverschreibungen, da die Fälligkeiten nur teilweise durch Neuemissionen ersetzt wurden - um 2,5 Mrd. Euro auf 341,3 Mrd. Euro.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2016 um 17,4% auf 14,9 Mrd. Euro, was durch einen Einlagenrückgang gegenüber Kreditinstituten und Zentralnotenbanken bedingt war.

Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 56,5 Mrd. Euro um 21,3 Mrd. Euro unter dem Vorjahresultimo. Maßgeblich zu dem Rückgang um 27,4 % beigetragen haben die Negativen Marktwerte - insbesondere aus Zins- und Währungsderivaten -, die um 17,5 Mrd. Euro zurückgegangen sind.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Volumenanstieg: Während die Eventualverbindlichkeiten mit 36,2 Mrd. Euro um 3,4 % über dem Vorjahresniveau lagen, nahmen die unwiderruflichen Kreditzusagen um 1,7 Mrd. Euro auf 79,9 Mrd. Euro zu.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2017 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,9 Mrd. Euro und damit leicht über dem Niveau des Jahresultimos 2016. Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage -0,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresultimo war dies ein Rückgang um gut ein Viertel, was insbesondere auf eine positive Entwicklung der Kreditrisikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war im Vergleich zum Vorjahresultimo eine um 0,2 Mrd. Euro geringere Belastung des Eigenkapitals in Höhe von - 0,8 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Die Risikoaktiva ("phase-in") per 31. Dezember 2017 lagen bei 171,4 Mrd. Euro und damit 19,2 Mrd. Euro unter dem Niveau zum Jahresende 2016. Der Rückgang basiert auf einer Reduktion der Risikoaktiva aus Kreditrisiken, Markrisiken sowie operationellen Risiken. Die Risikoaktiva aus Kreditrisiken reduzierten sich dabei im Wesentlichen durch ein aktives Portfoliomanagement, unter anderem aufgrund von Rückgängen im Abbauportfolio und einer Verbriefungstransaktion, sowie aus Entlastungseffekten aus Währungsveränderungen. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schritts gegenüber dem Jahresultimo 2016 um rund 0,5 Mrd. Euro auf 26,0 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist aufgrund des Rückgangs der Risikoaktiva auf 15,2% gestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 25,6 Mrd. Euro und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 14,9 %. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 18,3%. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt nach vollständiger Anwendung der Basel-3-Regelung zum Eigenkapital) belief sich zum Berichtsstichtag auf 14,1 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 5,5 % ("phase-in") beziehungsweise bei 5,1 % ("fully phased-in").

Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.

Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns

Das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt. Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/ -abflüsse, die Planung der kurzfristig erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie das Management des Liquiditätsreserveportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernrisikobericht im Kapitel "Liquiditätsrisiken".

Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung und Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt anhand eines internen Modells, in dem die voraussichtlichen Zahlungsmittelzuflüsse den voraussichtlichen Zahlungsmittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im Geschäftsjahr 2017 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 5,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Quartal eine Benchmarknachranganleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von etwas über 10 Jahren emittiert. Im ersten Quartal hat die Bank erstmals eine Nachranganleihe über 500 Mio. Singapur-Dollar im asiatischen Markt platziert. Die Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren und ein Kündigungsrecht des Emittenten nach 5 Jahren.

Der Großteil der Investorennachfrage kam mit über 90 % von Investoren aus Singapur. Damit wurde eine weitere Diversifikation der Investorenbasis für die Commerzbank erreicht. Darüber hinaus hat die Commerzbank zwei Senior-Unsecured-Benchmarkanleihen im Volumen von jeweils 500 Mio. Euro mit Laufzeiten von 7 beziehungsweise 8 Jahren begeben. Des Weiteren wurden 1,4 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen. Außerdem emittierte die mBank, die polnische Tochtergesellschaft der Commerzbank, eine Senior-Unsecured-Anleihe über 200 Mio. Schweizer Franken mit einer Laufzeit von 6 Jahren.

Im besicherten Bereich wurde am Jahresanfang ein Hypothekenpfandbrief mit 6-jähriger Laufzeit um 500 Mio. Euro auf nun 1 Mrd. Euro aufgestockt. Im dritten Quartal folgte ein Hypothekenpfandbrief mit 10 Jahren Laufzeit und einem Volumen über 750 Mio. Euro, der um weitere 250 Mio. aufgestockt wurde. Die mBank emittierte Covered Bonds nach polnischem Recht über knapp 0,5 Mrd. Euro.

Mit dem Fokus auf langlaufende Emissionen lag die durchschnittliche Laufzeit der 2017 begebenen Emissionen bei über 8 Jahren.

Die Bank wies zum Jahresultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hoch liquiden Aktiva in Höhe von 83,3 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Jahresultimo in einer Höhe von 9,7 Mrd. Euro. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,55 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.

Resümee Geschäftslage 2017

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2017 trotz Restrukturierungsaufwendungen von mehr als 800 Mio. Euro ein positives Konzernergebnis erzielt, die Kapitalquote weiter gesteigert und Abbauportfolios deutlich reduziert. Die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" wurde wie geplant vorangetrieben und der Wachstumskurs fortgesetzt.

Der Rückgang der Operativen Erträge im Vergleich zum Vorjahr stand - im Einklang mit unseren Erwartungen - maßgeblich mit niedrigeren Erträgen mit Einmalcharakter im Zusammenhang, was sich bei einer stabilen Kostenbasis im erwarteten leichten Anstieg der Aufwandsquote niederschlug. Ohne Berücksichtigung der Einmalerträge wurde die Zielsetzung einer verbesserten Ertrags- und Ergebnisqualität im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht. Wegen der vollständigen Verbuchung des Restrukturierungsaufwands - ursprünglich hielten wir eine Verteilung über zwei Geschäftsjahre und damit geringere Belastung im Jahr 2017 für wahrscheinlich - erreichte der Konzernüberschuss nicht ganz die prognostizierte Größenordnung des Vorjahres, blieb aber im positiven Bereich.

Auf Segmentebene konnte im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden die angestrebte Erhöhung des Operativen Ergebnisses sowie der Eigenkapitalrendite nicht realisiert werden. Kundenzahlen und Assets under Control (Summe aus Kredit-, Einlagen- und Depotvolumen) in Deutschland übertrafen im Geschäftsjahr 2017 ihre Zielwerte zum Teil signifikant. Ertragsseitig ergaben sich jedoch zusätzlich Belastungen als Folge des verschärften Wettbewerbsumfelds im Inland. Trotz sinkender Neugeschäftsmargen hielten die Erträge im Kreditgeschäft mit der Ausweitung des Bestandportfolios Schritt. Eine weiterhin steigende Zinsmarge sowie das Wachstum des Provisionsüberschusses bei der polnischen Tochtergesellschaft mBank konnten den Ertragsrückgang im Inland nicht kompensieren. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft der mBank fiel etwas höher aus, weshalb die prognostizierte Stabilität der Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf das Inland beschränkt blieb. Die Qualität des Kreditportfolios schätzen wir insgesamt aber unverändert als gut ein. Ausgeweitete Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen und Produkten, die in den Folgejahren ihre effizienzsteigernden Wirkungen zeigen sollen, trugen zu einer deutlicheren Erhöhung des Verwaltungsaufwands als ursprünglich geplant bei. Hinzu kamen erneut signifikant höhere regulatorische Aufwendungen bei der mBank, weshalb die Aufwandsquote statt der erwarteten rückläufigen Entwicklung etwas höher ausfiel.

Im Segment Firmenkunden führten im Berichtszeitraum Margendruck bei gleichzeitig gedämpftem Kreditneugeschäft sowie das bewusst beschleunigte Abschmelzen von nicht zum Kerngeschäft zählenden Kreditbeständen zu einem in diesem Ausmaß nicht erwarteten Rückgang beim Zinsüberschuss sowie bei den gesamten Segmenterträgen. Zum Jahresende wurde eine Risikovorsorge für ein einzelnes Kreditengagement notwendig, so dass das Ziel einer unveränderten Risikovorsorge im Kreditgeschäft nicht erreicht wurde. Infolgedessen fiel das Operative Ergebnis im Segment, das an das Niveau des Vorjahres anknüpfen sollte, stärker zurück als prognostiziert. Die planmäßig umgesetzte deutliche Reduktion der Kostenbasis erwies sich als nicht ausreichend, um die Aufwandsquote stabil zu halten; sie verzeichnete einen deutlichen Anstieg.

Das Segment Asset & Capital Recovery konnte im Berichtsjahr den strategischen Abbauauftrag zum wiederholten Male schneller als erwartet umsetzen. Dies zog wie geplant einen Rückgang der Segmenterträge - hier haben Bewertungseffekte einen hohen Anteil - nach sich. Trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich Schiffsfinanzierungen, gelang der signifikante Portfolioabbau aber mit einem substanziell verringerten Niveau an Kreditrisikovorsorge. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft hat sich erheblich stärker als prognostiziert verbessert -sie wurde fast halbiert und fiel auch deutlich unter den unteren Rand der ursprünglich avisierten Bandbreite von 450 bis 600 Mio. Euro. Die gesunkenen Risikokosten sind der Hauptgrund dafür, dass auch der Operative Verlust substanziell verringert wurde; ursprünglich waren wir von einem Verlust in der Größenordnung des Vorjahres ausgegangen.

Auf Konzernebene resultierten vor allem das wie erwartet geringere Niveau an Einmalerträgen sowie zunehmender Margendruck, der den Erfolg der umgesetzten Wachstumsinitiativen zu einem beträchtlichen Teil beeinträchtigte, im Rückgang der Gesamterträge vor Risikovorsorge um 2,5 % auf 9,2 Mrd. Euro. Das Operative Ergebnis sank in geringerem Ausmaß um 0,1 Mrd. Euro auf 1,3 Mrd. Euro, da die gute Kreditportfolioqualität eine verringerte Risikovorsorge im Kreditgeschäft ermöglichte. Dank Kostenmanagement sowie positiven Effekten aus dem eingeleiteten Stellenabbau gelang es, neben nochmals höheren Belastungen durch regulatorische Aufwendungen auch hohe Investitionen in den Umbau der Commerzbank zum digitalen Technologieunternehmen zu tragen. Folglich lag der Verwaltungsaufwand mit 7,1 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Da der Restrukturierungsaufwand in Höhe von rund 0,8 Mrd. Euro das Vorsteuerergebnis stärker belastete als die 2016 im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung vorgenommene Firmenwertabschreibung (0,6 Mrd. Euro) und auszuweisenden Restrukturierungsrückstellungen (0,1 Mrd. Euro), ging der Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 auf 0,3 Mrd. Euro nach 0,4 Mrd. im Vorjahr zurück. Das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug 156 Mio. Euro (im Vorjahr: 279 Mio. Euro). Die Eigenkapitalrendite blieb mit 0,6 % erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreswert von 1,1 % zurück, während die Aufwandsquote einen in etwa im Rahmen der Erwartungen liegenden Anstieg um knapp 2 %-Punkte auf 77,3 % verzeichnete.

Im Berichtsjahr 2017 hat die Commerzbank ihre komfortable Eigenkapitalposition weiter gestärkt. Das harte Kernkapital erhöhte sich auf 24,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 23,4 Mrd. Euro) bei voller Anwendung der Basel-3-Regeln im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des bilanziellen Eigenkapitals sowie der Verringerung regulatorischer Abzugspositionen. Dies führte - verstärkt durch den Rückgang der Risikoaktiva um 10 % - zu einem signifikanten Anstieg der Common-Equity-Tier-1-Quote von 12,3 % auf 14,1 % per Ende Dezember 2017.

Entwicklung der Segmente

Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst das inländische Filialgeschäft, die comdirect-Gruppe, die Commerz Real sowie die mBank-Gruppe. Als Unternehmerkunden wurden Geschäftskunden und kleinere Mittelstandskunden mit einem Jahresumsatz bis zu 15 Mio. Euro in der inländischen Filialbank zusammengeführt. Auch 2017 ist das Segment im Hinblick auf Neukunden und verwaltetes Vermögen gewachsen. Mit mehr als 12,7 Millionen Kunden in Deutschland und über 5 Millionen Kunden in Mittel- und Osteuropa gehört die Commerzbank zu einer der führenden Banken für Privat- und Unternehmerkunden in diesen Märkten.

Ergebnisentwicklung

Mio. € 2017 20161 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 4.832 4.818 0,3
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -154 -119 29,9
Verwaltungsaufwendungen 3.811 3.621 5,2
Operatives Ergebnis 867 1.078 -19,6
Gebundenes Eigenkapital 4.134 4.122 0,3
Operative Eigenkapitalrendite (%) 21,0 26,1 -5,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 78,9 75,2 3,7

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Anhang Seite 152 ff.).

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Geschäftsjahr 2017 vor dem Hintergrund des schwierigen Zins- und Wettbewerbsumfeldes ein Operatives Ergebnis in Höhe von 867 Mio. Euro erzielt, nach 1.078 Mio. Euro im Vorjahr. Im Inland konnten hohe Neukundenzuwächse, erneut über dem Markt liegendes Kreditwachstum in der Baufinanzierung sowie ein erfreuliches Wertpapiergeschäft die weiterhin stark belastenden Auswirkungen aus dem Niedrigzinsumfeld weitgehend kompensieren. Investitionen zum weiteren Ausbau der inländischen Marktposition führte zu einem Anstieg des Verwaltungsaufwands. Die mBank verzeichnete in den meisten Geschäftsfeldern eine anhaltend dynamische Geschäftsentwicklung, die zu einem deutlichen Zuwachs bei den wichtigsten Ertragspositionen geführt hat.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtsjahr mit 4.832 Mio. Euro geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (4818 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss legte trotz des nochmals deutlich gesunkenen Ertragsbeitrags aus dem inländischen Einlagengeschäft um 72 Mio. Euro auf 2.353 Mio. Euro zu. Maßgeblicher Ertragstreiber waren Zinserträge aus wachsenden Bestandsvolumen im Kreditgeschäft infolge der in den meisten Bereichen sehr guten Neugeschäftsentwicklung sowie aus der Übernahme des Ratenkreditportfolios aus dem Joint Venture "Commerz Finanz GmbH". Anders als im Inland setzte sich die positive Entwicklung der Zinsmarge bei der mBank fort. Der Provisionsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr leicht um 21 Mio. Euro auf 1.977 Mio. Euro. Signifikant höheren Provisionserträgen aus dem inländischen Wertpapiergeschäft standen stark rückläufige Provisionserlöse aus der Kreditvermittlung gegenüber, da die Commerzbank bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 begonnen hat, Konsumentenkredite über eine eigene Plattform anzubieten und im Gegenzug die Vermittlung von Ratenkrediten an das Joint Venture "Commerz Finanz GmbH" einstellte. Die mBank konnte ihren Provisionsüberschuss in mehreren Bereichen des Privatkundengeschäfts und im Geschäft mit Firmenkunden steigern.

In den übrigen Ergebniskomponenten spiegelten sich zu einem bedeutenden Teil Veränderungen von Ertragsposten mit Einmalcharakter wider. Darunter fällt das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten, das 2017 um 34 Mio. auf 119 Mio. gesunken ist, nachdem im Vorjahr ein Ertrag aus dem Anteilsverkauf an der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro realisiert wurde. Im Berichtsjahr ist ein Veräußerungsgewinn aus der Beteiligung am Zahlungsdienstleister Concardis in Höhe von 89 Mio. Euro enthalten. Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von 224 Mio. Euro sind Sondereffekte in Höhe von 176 Mio. Euro enthalten, die insbesondere aus der Übernahme des Ratenkreditportfolios resultierten. Die Auflösung des Joint Ventures mit der BNP wiederum trug dazu bei, dass das Laufende Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen nur noch einen geringen Ertrag in Höhe von 2 Mio. aufweist (131 Mio. im Vorjahr) - hier spielen auch geringere Erfolgsbeiträge der Commerz Real eine Rolle, wo sich positive Vorjahreseffekte aus der Neubewertung von Vermögenswerten nicht wiederholten.

In der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft spiegelt sich die unverändert hohe Qualität des Kreditportfolios wider, auch wenn ein Anstieg um -35 Mio. Euro auf -154 Mio. ausgewiesen wird. Der Großteil der Wertberichtigungen entfiel auf die mBank, deren Risikovorsorgeerfordernis um -36 Mio. Euro auf -119 Mio. Euro zunahm. Im Inland wurde mit -35 Mio. Nettorisikovorsorge (Vorjahr: -36 Mio. Euro) erneut ein sehr niedriger Aufwand gebucht.

Der Verwaltungsaufwand hat sich um 189 Mio. auf 3.811 Mio. Euro erhöht. Der gesamte Personalaufwand sank insbesondere aufgrund von Kostensenkungen im Inland um 18 Mio. auf 1.341 Mio. Euro. Beim Sachaufwand inklusive konzerninterner Kostenverrechnungen, der um 207 Mio. Euro auf 2.469 Mio. Euro. zunahm, schlugen sich unter anderem ausgeweitete Investitionen in die Digitalisierung von Produkten und Prozessen nieder. Bei der mBank wirkten sich regulatorische Kosten, wie zum Beispiel die polnische Bankenabgabe, erheblich aufwandserhöhend aus und belasteten die Ertragsrechnung 2017 mit 116 Mio. Euro (2016: 75 Mio. Euro).

Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern von 867 Mio. Euro, das im Vorjahresvergleich um 211 Mio. Euro abgenommen hat.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2017 hat das Segment Privat- und Unternehmerkunden die Strategie "Commerzbank 4.0" weiter konsequent vorangetrieben: Die Digitalisierung von Leistungen und Prozessen sowie der Ausbau der Vertriebskanäle ging in allen Konzernbereichen gut voran. Im inländischen Filialgeschäft wurden außerdem wichtige Weichen für die künftige organisatorische Aufstellung im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden gestellt.

Darüber hinaus konnte im Berichtsjahr das Wachstum bei Neukunden weiter beschleunigt und die Assets under Control (AuC) ausgeweitet werden. Das Segment ist seinem erklärten Ziel, die AuC bis 2020 auf über 400 Mrd. Euro zu steigern, deutlich näher gekommen. Zum Jahresende 2017 lagen die AuC bei 376 Mrd. Euro. Bei der Neukundengewinnung konnten sowohl die Filialbank als auch die comdirect-Gruppe und die mBank-Gruppe neue Kunden gewinnen. Allein in Deutschland ist das Segment im Berichtszeitraum um rund 500.000 neue Kunden gewachsen.

Private Kunden und Unternehmerkunden

Die inländische Filialbank bietet Leistungen einer Universalbank für Privatkunden, Unternehmerkunden und Wealth-Management-Kunden sowohl persönlich als auch über digitale Zugangswege an. An der Anzahl ihrer Standorte hält die Bank unverändert fest: Kundenberatung und/oder Service erhalten Privatkunden in rund 1.000 Filialen, Wealth-Management-Kunden an 103 und Unternehmerkunden an rund 330 Standorten bundesweit. Im Berichtsjahr wurde das Geschäftsfeld Unternehmerkunden weiterentwickelt. Es beinhaltet die bisher betreuten Geschäftskunden sowie die bislang im Segment Firmenkunden betreuten Mittelstandskunden mit einem Jahresumsatz zwischen 2,5 Mio. Euro und 15 Mio. Euro. Im Jahr 2017 wurden bereits wichtige Fortschritte im Hinblick auf das Produkt- und Leistungsangebot für Unternehmerkunden gemacht.

Hohe Qualität mit profitablem Wachstum

Im zurückliegenden Geschäftsjahr ist die Filialbank bei ihrem Kernziel Wachstum gut vorangekommen und konnte weitere Impulse zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität setzen. Das hohe Qualitätsniveau wurde im Segment auch 2017 gehalten.

Die Kundenzufriedenheit als Gradmesser für das Kernziel Qualität wird anhand des Net Promoter Score (NPS) gemessen, der die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden wiedergibt. Er lag konstant auf hohem Niveau. Preise und Auszeichnungen von externer Seite bestätigen die hohe Service- und Beratungsqualität. So wurde die Commerzbank beispielsweise von "Focus Money" als "Service-König 2017" ausgezeichnet und mit ihrer herausragenden Beratungsqualität Gesamtsieger bei der Studie "Premium Banken" des "Handelsblatts". Die hohe Qualität ist unter anderem auf die Beratungsanwendung Commerzbank-"Kunden-Kompass" für Privat- und Unternehmerkunden zurückzuführen. Sie ermöglicht eine individuelle, persönliche Beratung, die auf die Lebensphase des Kunden abgestimmt ist und sich an seinen finanziellen Zielen und Bedürfnissen orientiert. Seit 2012 ist diese Beratung für alle Kundengruppen Standard in der Bank.

Unsere Marketingaktivitäten konnten wir erfolgreich weiterentwickeln. Mit dem Einsatz eines datenbasierten, kanalübergreifenden und automatisierten Kundenmanagements entlang des Kundenlebenszyklus sowie neuer Aktivitäten im Partnership-Banking konnten wir unser Kunden- und Assetwachstum beschleunigen und weitere Effizienzen heben. So trugen neben den klassischen Werbekampagnen auch Kooperationen mit externen Partnern sowie Initiativen wie die Interessentenbearbeitung und Bindungsmaßnahmen für Neukunden zum Wachstum bei. Darüber hinaus nutzt die Bank im Marketing zunehmend datenbasierte Methoden über "Advanced Analytics", um das beste Angebot für einen Kunden zu definieren und ihm beispielsweise im Onlinebanking passende Angebote anzuzeigen. Damit konnte der Produktabsatz bei Onlinebanking-Kunden, die der Nutzung ihrer Daten zugestimmt haben, um 10% gegenüber einer Vergleichsgruppe gesteigert werden. Als Ankerprodukt stand vor allem das Kostenlose Girokonto mit Startguthaben im Fokus der Marketingaktivitäten. 2017 wurden mehr als eine halbe Million neuer Zahlungsverkehrskonten eröffnet, davon rund 110.000 online.

Im Kreditgeschäft setzte sich die erfreuliche Entwicklung auch 2017 fort. Die Nachfrage nach Wohneigentum in Deutschland ist aufgrund des niedrigen Zinsniveaus nach wie vor hoch. Infolgedessen konnte die Bank ihr Neugeschäftsvolumen in der privaten Baufinanzierung um 26 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch bei Individualkrediten gab es einen deutlichen Zuwachs im Neugeschäft von 17 % gegenüber 2016. Der Absatz von Ratenkrediten lag 2017 unter dem Niveau vom Vorjahr aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells. Nach der Auflösung des Joint Ventures mit der BNP Paribas liegt das Ratenkreditgeschäft seit August 2017 wieder in den eigenen Bücher der Bank. Im Juni 2017 startete der digitale Ratenkredit: Der Abschluss ist jetzt deutlich einfacher und schneller. Ein weiterer Beleg dafür, wie die Bank ihr digitales Angebot für mehr Kundenfreundlichkeit und Effizienz ausbaut.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau hat auch Auswirkungen auf das Vorsorgegeschäft: Immer mehr Kunden entscheiden sich für kapitalbildende Lösungen wie Renten- oder Kapitallebensversicherungen. Das zeigte sich auch bei den Ergebnissen im Vorsorgegeschäft: Das Neugeschäftsvolumen steigerte sich um 8 % auf 2,5 Mrd. Euro (2016: 2,3 Mrd. Euro). Beim Bausparen wurde ein Neugeschäftsvolumen von 2,7 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 12 % gegenüber 2016 (2,4 Mrd. Euro). Das zeigt: Die Attraktivität von Bausparen zur Zinsabsicherung im Niedrigzinsumfeld und bei Modernisierungsbedarf ist ungebrochen.

Nach wie vor niedrige Zinsen und Schwankungen an den Märkten vor allem bei Fremdwährungen waren für Anleger auch 2017 eine Herausforderung. Im Wertpapiergeschäft können Kunden der Commerzbank für ihre Geldanlage verschiedene Depotmodelle auswählen. Neu eingeführt wurde zu Beginn des Berichtsjahres das Premium-Fonds-Depot. In diesem Depotmodell können Anleger Anteile aus rund 100 Top-Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben. Sämtliche Kosten sind mit einem Pauschalentgelt von jährlich 0,9% des Depotvolumens abgedeckt. Zum Ende des Berichtsjahres waren rund 2,4 Mrd. Euro im Premium-Fonds-Depot angelegt. Im Mandatsgeschäft wurden die Volumina kräftig gesteigert. Bei den Vermögensmanagement-Produkten konnte ein Plus von rund 8,5 % verzeichnet werden. Das Bestandsvolumen lag zum Jahresende bei rund 23 Mrd. Euro. Bei der Vermögensverwaltung betrug der Zuwachs sogar 19%, das Bestandsvolumen wuchs auf rund 15,2 Mrd. Euro. In der Folge sind die Bestandserträge bei Wertpapieren erneut gewachsen - sie machten 2017 einen Anteil von rund 81 % an den Gesamterträgen im Wertpapiergeschäft aus (2016: 77 %).

Das Plus für Unternehmer

Im Berichtsjahr haben wir das Geschäft mit Unternehmerkunden weiter ausgebaut. So gingen die ersten Angebote speziell für Unternehmerkunden an den Markt: Das "Gründerangebot" zum Beispiel beinhaltet neben Basisdienstleistungen für den Zahlungsverkehr, wie Konto und Kreditkarte, auch eine sofort verfügbare Kreditlinie. Mit dem "Unternehmerpaket" decken Kunden ihren Grundbedarf im Zahlungsverkehr und im Kreditgeschäft ab, das "Premiumprivatpaket" ergänzt Lösungen für den privaten Bedarf des Unternehmers. Ende 2017 gingen ein neues Leasingangebot mit Leasingrechner und attraktiven Konditionen in Kooperation mit Commerz Real sowie Dienstleistungen wie der "Cash-Radar" für das digitale Liquiditätsmanagement oder der "Sector:Radar" mit Branchen und Fokusberichten an den Start.

Kunden erleben die Bank digital und persönlich

Die Zukunft im Segment Privat- und Unternehmerkunden ist digital und persönlich. Ende 2016 wurde in den Filialen die Anwendung "ONE" eingeführt, bei der Berater in den Filialen und Onlinebanking-Kunden auf dieselbe technische Plattform zugreifen. Die einheitliche Benutzeroberfläche für Mitarbeiter und Kunden wurde 2017 weiter ausgebaut. Seit April arbeitet auch das Kundencenter der Commerzbank mit der Anwendung. Der gemeinsame Blick auf den Kunden ermöglicht ein einheitliches, konsistentes Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg. Die neue Anlageberatung in ONE erfüllt zudem die regulatorischen Anforderungen aus der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive), die am 3. Januar 2018 in Kraft getreten ist. Mit ONE ist die Bank künftig noch besser in der Lage, Produktinnovationen oder neue regulatorische Anforderungen technisch auf allen Vertriebskanälen zu integrieren und umzusetzen.

Neu auf dem Markt ist außerdem eine Baufinanzierungs-App. Damit können Kunden Immobiliensuche, -bewertung und -finanzierung bequem über ihr Smartphone oder Tablet erledigen. Die App vereint Services wie die Immobiliensuche und den Vorab-Kreditcheck inklusive persönlichem Kreditzertifikat und einer Zinsgarantie für 48 Stunden mit Tools wie der marktgerechten Immobilienbewertung mit nur einem Foto durch einen unabhängigen Immobilienbewerter. So kann der Kunde in wenigen Sekunden prüfen, ob der Kaufpreis realistisch und sein Kreditwunsch darstellbar ist. Auch der Kreditantrag kann gleich online angestoßen werden. Die benötigten Kundenunterlagen werden individuell angezeigt und lassen sich bequem mit dem Handy einscannen. Wenn der Kunde eine Beratung wünscht, kann er diese gleich vereinbaren.

Weiterentwickelt wurde auch die Banking-App, die seit ihrer Einführung mehr als 2 Millionen Mal heruntergeladen wurde. 2017 wurden beispielsweise noch bequemere Log-in-Verfahren eingeführt, zum Beispiel via Fingerprint oder der biometrische Login mit Gesichtserkennung für Nutzer des neuen Apple-iPhone X. Außerdem bietet die App neue Funktionen wie die Wunsch-PIN für Kreditkarten. Im Dialog mit Kunden setzt die Bank zunehmend auch auf mobile Lösungen: So wurde im August 2017 mit dem Mobile-Dialog eine Messenger-Funktion in die Banking-App integriert. Dort steht die Bank ihren Kunden täglich via Text-, Audio- und Videochat bei Fragen zu Produkten und Services zur Seite und kann ihre Anliegen fallabschließend lösen. Seit Einführung wurde der Mobile-Dialog über die Kanäle Audio, Video und Textchat bereits fast 90.000 Mal verwendet.

Auch in Zeiten der Digitalisierung bekennt sich die Commerzbank klar zu ihren Filialen als wichtigem Teil der Multikanalbank. Das Kundenverhalten hat sich in den vergangenen Jahren allerdings verändert, nicht zuletzt aufgrund des digitalen Wandels. Kunden nutzen vermehrt die digitalen Angebote der Bank, wünschen sich aber auch einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort. Deswegen hält die Bank an ihrer Flächenpräsenz fest und setzt im Rahmen ihrer Filialstrategie auf neue Filialmodelle mit einer stärkeren Differenzierung im Leistungsangebot. Damit einher geht ein verändertes Betreuungsmodell: Im Herbst konnte die Bank eine Einigung über den Stellenabbau, den Umbau des Betreuungsmodells und die weiteren Maßnahmen zur Digitalisierung mit den Arbeitnehmergremien erreichen.

Fortschritte machte die Bank auch bei der Umsetzung ihrer Filialstrategie. In größeren Städten werden Flagship-Filialen wichtigstes Aushängeschild der Commerzbank sein. Das finale Konzept steht. Im Berichtsjahr wurden bundesweit sieben neue Flagships eröffnet: In Bonn, Freiburg, Dresden, Leipzig, Mainz, Wiesbaden und Mannheim. Die City-Filiale wird künftig das kostengünstige, effiziente Filialmodell für das tägliche Banking vor Ort sein. Die Testphase für dieses Filialmodell ging auch 2017 weiter: Im Berichtsjahr wurden in Frankfurt und Stuttgart weitere Pilotfilialen eröffnet. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurde der sukzessive Roll-out für die folgenden Jahre entschieden. Das Konzept für die City-Filiale wurde 2017 mit dem "Customer Experience Award" ausgezeichnet. Der Award würdigt herausragende Kundenerlebnisse und Innovationen in Vertrieb, Marketing und Kundenservice im Banking mit Privatkunden. Die Auszeichnung wird von der Fachzeitschrift "gi-Geldinstitute" in Kooperation mit dem Fraunhofer IAO und IBM Deutschland verliehen.

Comdirect-Gruppe

Die comdirect-Gruppe hat im Berichtsjahr ihre Position als deutscher Marktführer im Onlinewertpapiergeschäft durch organisches Wachstum sowie den im April 2017 vollzogenen Erwerb der onvista AG -einschließlich der beiden 100-prozentigen Tochtergesellschaften onvista bank GmbH und onvista media GmbH - gefestigt. Mit einem betreuten Kundenvermögen von erstmals über 91 Mrd. Euro und 29,6 Mio. ausgeführten Wertpapiertransaktionen bleibt die comdirect-Gruppe erste Adresse für das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren. Zugleich unterstützt sie als smarter Finanzbegleiter ihre Kunden bei allen Bankgeschäften. Seit der Verschmelzung der onvista bank GmbH auf die comdirect bank AG ist die onvista bank eine Geschäftseinheit des Geschäftsbereichs B2C. Das B2B-Geschäft mit institutionellen Partnern erfolgt durch die ebase GmbH. Von der onvista media GmbH wird das reichweitenstarke Finanzportal www.onvista.de betrieben.

In einem nach wie vor schwierigen Zins- und ruhigem Tradingumfeld konnte die comdirect-Gruppe im Brokerage und im Banking das Wachstum der Vorjahre übertreffen. Der Anstieg des betreuten Kundenvermögens beruhte vorwiegend auf Nettomittelzuflüssen in den Wertpapierdepots und Kurseffekten. Im Wertpapierhandel konnte die Zahl der ausgeführten Orders sichtbar zulegen. Das Kreditgeschäft verzeichnete ebenfalls deutliche Zuwächse, was zum Teil auf das optimierte Ratenkredit-Angebot zurückzuführen ist. Überdies konnte das Geschäft mit institutionellen Partnern in wesentlichen Kundensegmenten - Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltungen - gestärkt werden.

Das Leistungsspektrum im Brokerage wurde im Jahr 2017 durch die digitale Vermögensverwaltung cominvest ausgebaut, auf die zum Jahresende bereits ein Depotvolumen von über 200 Mio. Euro entfiel. Ihr Profil als smarter Finanzbegleiter hat die comdirect-Gruppe unter anderem durch den Einsatz innovativer Sprachsteuerungsdienste geschärft. Das Innovationsmanagement bleibt auf die zentralen Ziele ausgerichtet: Bankkunden das Management ihrer Finanzen so einfach wie möglich zu machen - und sie zugleich über digitale Lösungen und niedrigschwellige Angebote an das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren heranzuführen.

Commerz Real

Die Commerz Real blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Im Neugeschäftsvolumen wurden die Vorjahreszahlen wieder erreicht.

Als Assetmanager für Sachwert-Investments im Verbund der Commerzbank verknüpft das Unternehmen über 45 Jahre Erfahrung im Asset- und Investmentmanagement mit einem großen Strukturierungs-Know-how zu einer im Markt einzigartigen Leistungspalette aus Anlageprodukten und individuellen Finanzierungslösungen. Zum Produktspektrum gehören mit dem seit 1972 bestehenden hausInvest einer der erfolgreichsten offenen Immobilienfonds sowie institutionelle Anlagevehikel und unternehmerische Beteiligungen der Marke CFB-Fonds und CFB-Invest. Das Portfolio reicht von Gewerbeimmobilien verschiedenster Nutzungsarten über Solar- und Windparks sowie Flugzeuge bis hin zu Infrastruktur und Produktionsanlagen. Die Klammer bildet dabei stets ein Sachwertinvestment - als Vermögensbildungsprodukt für private und institutionelle Anleger, als ganzheitliches Baumanagement für gewerbliche Projekte oder als bedarfsgerechtes Finanzierungskonzept für Firmenkunden. Zudem bietet die Commerz Real als Leasingunternehmen des Commerzbank-Konzerns bedarfsgerechte Immobilien- und Mobilienleasingkonzepte sowie das Asset Structuring an. Zum Ende des Berichtszeitraums belief sich das verwaltete Vermögen auf rund 31 Mrd. Euro.

Der Immobilienfonds hausInvest erreichte Ende 2017 die 13-Mrd.-Euro-Marke, das sind rund 1,2 Mrd. mehr als 2016. Mit einem Marktanteil von aktuell etwas über 14 % (2016: 13 %) ist er weiterhin der zweitgrößte offene Immobilienpublikumsfonds in Deutschland. 95 Immobilien in 16 Ländern und 56 Städten mit einem Verkehrswert von etwa 10,5 Mrd. Euro erwirtschafteten zum Jahresende 2017 eine Rendite von 2,7 %. Strategisch hat das Fondsmanagement das Portfolio weiter optimiert und neben dem für Anleger erfolgreichen Verkauf nachhaltig lukrative Assets erwerben können. Hielten sich 2016 die Werte bei An- und Verkäufen noch in etwa die Waage, so hat der hauslnvest im Berichtszeitraum mit 1,5 Mrd. Euro fast doppelt so viel akquiriert wie veräußert (rund 850 Mio. Euro).

Signifikant wachsen konnte die Commerz Real auch im institutionellen Geschäft. Unter der Marke Commerz Real Institutional sind unter anderem - mit Genehmigung der BaFin - vier Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) im Vertrieb: der Commerz-Real-Institutional-Hotel-Fund (offener Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen), der Commerz-Real-Institutional-Smart-Living-Fund (offener Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen), der Commerz-Real-Institutional-Aviation-Fund (geschlossener Spezial-AIF) und der Commerz-Real-Institutional-Renewable-Energies-Fund (geschlossener Spezial-AIF). Bei drei dieser Fonds konnte das erste Closing erfolgreich vollzogen werden.

Die Commerz Real Asset Structuring GmbH (CRAS) legte ihre Schwerpunkte 2017 auf die Strukturierung von individuellen Finanzierungslösungen und auf die Entwicklung langfristiger Finanzierungsstrukturen für Immobilien. Schwerpunkte der Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRML) waren im Berichtszeitraum erneut Leasing- und Mietkaufmodelle rund um das Betriebsvermögen des Mittelstands, das heißt vor allem für Maschinen, Produktionsanlagen sowie Nutzfahrzeuge. Als strategisch bedeutsamer Schritt gelang in diesem Kundensegment zudem der Eintritt in das Small-Ticket-Leasing mittels Bereitstellung einer digitalen Anwendung zur automatisierten Angebots- und Vertragserstellung am Point of Sale. Die Neuabschlüsse summierten sich im Berichtsjahr auf etwa 1 Mrd. Euro.

mBank-Gruppe

Die mBank-Gruppe ist eines der größten Finanzinstitute Polens. Sie ist im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im Investmentbanking tätig und bietet darüber hinaus weitere Finanzdienstleistungen wie Leasing und Factoring, Finanzierung gewerblicher Immobilien, Brokerage-Geschäfte, Vermögensverwaltung, Unternehmensfinanzierung sowie Beratung im Bereich Kapitalmarktprodukte. Mit ihrem Retail-Banking ist die mBank auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei aktiv.

Das Geschäftsjahr 2017 ist für die mBank-Gruppe sehr erfolgreich verlaufen. Die zunehmenden Geschäftsaktivitäten der mBank schlugen sich in einem soliden Neukunden- und Umsatzwachstum nieder, die Einlagen- und Kreditvolumina blieben im Jahresverlauf stabil. Die Anzahl der Kunden belief sich zum Jahresende 2017 auf rund 5,3 Millionen Privatkunden und rund 22.000 Firmenkunden, nach 5,1 Millionen beziehungsweise rund 21.000 auf vergleichbarer Vorjahresbasis.

Die Unternehmensstrategie der mBank-Gruppe "mobile Bank" beruht auf drei Säulen: Kundenzentrierung, Ausbau des Wettbewerbsvorteils der Bank im Bereich mobile Services sowie stetige Effizienzsteigerung. Zur Umsetzung der wichtigsten strategischen Ziele wurden zahlreiche Projektinitiativen auf den Weg gebracht, zum Beispiel im Hinblick auf die Ausweitung des digitalen Angebots.

Seit April 2017 steht Kunden der mBank eine neue Applikation für Smartphones zur Verfügung, bei deren Entwicklung unter anderem die Ergebnisse aus Untersuchungen zum Nutzungsverhalten der mBank-Kunden eingeflossen sind. Neben einer neuen Benutzerschnittstelle und einer vereinfachten Navigation bietet die App auch eine Reihe völlig neuer Funktionen - zum Beispiel: Android Pay (für Visa- und Master-Card-Inhaber) für kontaktlose POS-Zahlungen mittels Smartphone, einen Zahlungsassistenten mit Erinnerungsfunktion für regelmäßige Zahlungen, mit dem Benutzer schnell Rechnungen begleichen können, die Möglichkeit, mithilfe von One-Click-mLine direkten Beraterkontakt aus der Anwendung heraus aufzunehmen, die mobile Autorisierung zur Bestätigung von Transaktionen, einen schnellen Barkredit innerhalb von einer Minute nach der Anfrage oder die Funktion der Expressüberweisung mittels Telefonnummern innerhalb des polnischen BLIK-Systems.

Darüber hinaus kam eine neue Version des Transaktionsservice CompanyNet für Firmenkunden auf den Markt, die sich einfacher und intuitiver nutzen und dabei an die individuellen Bedürfnisse einzelner Anwender anpassen lässt. Zudem lassen sich die Unternehmensfinanzen auch von unterwegs - über die mBank-Company-Mobile-App - steuern. Die Anwendung ermöglicht die rasche Autorisierung von Aufträgen und bietet Zugriff auf zentrale Informationen zum Finanzmanagement.

Im Rahmen des Projekts "mBox" bietet die mBank ihre in Polen und im Ausland mehrfach preisgekrönten Lösungen im Retail-Bankgeschäft auch Partnern außerhalb Polens an. Das Angebot umfasst die elektronischen Plattformen (Internet-Bankplattform und mobile App) sowie spezifisches Produkt- und Marketing-Know-how. Darüber hinaus unterstützt die mBank ihre Kooperationspartner bei Projektmanagement und Organisation sowie bei anderen erfolgskritischen Bereichen eines digitalen Retail-Banking-Anbieters. Als erster Partner wird die französische La Banque Postale, ein Tochterunternehmen der französischen Post, vom Know-how der mBank profitieren. Die mBank plant, diesen Geschäftszweig auszuweiten.

Über den 2017 etablierten mAccelerator-Fonds engagiert sich die mBank in der Unternehmensentwicklung von Start-ups im Bank- und Finanzdienstleistungssektor. Das Portfolio des Fonds umfasst derzeit zwei Unternehmen: Cyber Rescue, eine Cybersicherheitslösung auf Basis passiver biometrischer Merkmale, sowie Digital Teammates, ein ausschließlich auf Prozessautomatisierung über Robotik spezialisiertes Unternehmen. Weitere Investitionen sind in Vorbereitung.

Ausblick Privat- und Unternehmerkunden

Im laufenden Geschäftsjahr 2018 wird sich das Segment im Rahmen seiner Wachstumsstrategie darauf konzentrieren, Kunden noch besser dabei zu unterstützen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit dem Anspruch der "Kundenbank Nr. 1" wird die Filialbank die Strategie "Commerzbank 4.0" weiter konsequent umsetzen. Dabei will die Bank weiterhin hohe Beratungsqualität für ihre Kunden anbieten und profitabel wachsen. Im Fokus steht eine deutliche Steigerung der Erträge. Zentrale Maßnahme ist die Fertigstellung der Multikanalplattform ONE. Außerdem will die Bank künftig mithilfe von Advanced Analytics ihren enormen Datenschatz - das Einverständnis der Kunden vorausgesetzt - auch für den Filialkanal zugänglich machen. Mit einer forcierten Marktbearbeitung soll das Wachstum bei Unternehmer-, Wealth-Management- und Privatkunden weiter ausgebaut werden. Die Bank will mit Produktinnovationen am Markt überzeugen und weitere Angebote und Leistungen digitalisieren. Die Umsetzung eines neuen Betreuungsmodells in den Filialen und Beratungsteams geht Hand in Hand mit dem weiteren Umbau des Filialnetzes mit Flagship- und City-Filialen.

Bei der comdirect-Gruppe steht der Ausbau der digitalen Vermögensverwaltung cominvest ebenso im Fokus, wie die weitere Stärkung der Marktposition im Brokerage über die Fortführung der Tradingoffensive. Darüber hinaus soll der smarte Finanzbegleiter um weitere Funktionalitäten angereichert werden. Das Geschäft mit institutionellen Partnern soll weiterhin mit dem Fokus auf der Digitalisierung des Leistungsangebots, der Weiterentwicklung von Robo-Advisor-Lösungen und der verstärkten Zusammenarbeit mit FinTechs im Vermögensmanagement vorangetrieben werden.

Bei Commerz Real ist das erklärte Ziel, die Marktpräsenz weiter zu steigern. Hauptschwerpunkte dabei bleiben der Ausbau des institutionellen Geschäfts und die kundenzentrierte Digitalisierung vorrangig der Produktbereiche hausInvest und Mobilienleasing. Die Commerz Real will ihr Geschäftsmodell zum digitalen Assetmanager und integrierten Investmentdienstleister weiterentwickeln. Dafür sollen möglichst sämtliche Geschäftsprozesse automatisiert sowie Produkte und Dienstleistungen noch flexibler, schneller und transparenter gemacht werden. Sowohl im hausInvest als auch in den Bereichen Asset Structuring und Mobilienleasing geht das Unternehmen von hohem Neugeschäft und einer weiteren Stärkung der Marktposition in den kommenden Monaten aus. Die Ausrichtung der Commerz Real auf den digitalen Wandel ermöglicht es, neue Märkte und branchenrelevante Zukunftsthemen zu erschließen.

Für die mBank wird auch 2018 die Umsetzung ihrer Strategie im Fokus stehen. Die mBank-Gruppe wird sich weiterhin auf das Wachstum bei mobilen Bankdienstleistungen und im Transaction Banking konzentrieren - mit besonderem Schwerpunkt auf die immer stärker herausfordernden Kundenbedürfnisse. Hierzu wird die Bank ihre bestehenden Angebote laufend verbessern und gleichzeitig neue Produkte entwickeln, um die Erwartungen ihrer Kunden an Innovation und Komfort im Bankgeschäft zu erfüllen. Dementsprechend geht die mBank davon aus, ihre bislang erfolgreiche Kundenakquisition in Polen wie auch in den Auslandsmärkten der Tschechischen Republik und der Slowakei fortführen zu können.

Firmenkunden

Das Segment Firmenkunden gliedert sich in fünf Reportingbereiche. In den drei Bereichen Mittelstand, International Corporates und Financial Institutions wird das Geschäft mit unseren jeweiligen Kernkunden abgebildet: Im Bereich Mittelstand werden die mittelständischen Kunden und die inländischen Großkunden mit entsprechendem Produktbedarf gebündelt. Im Bereich International Corporates werden die Firmenkunden mit Sitz im Ausland, große deutsche multinationale Unternehmen sowie internationale Versicherungen betreut. Im Bereich Financial Institutions steht zur Finanzierung und Abwicklung des Außenhandels die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten und Zentralbanken im Fokus. Das Segment bietet den Kunden das vollständige Produktspektrum einer international aufgestellten Universalbank - angefangen bei klassischen Kreditprodukten und individuell angepassten Finanzierungslösungen sowie Produkten aus den Bereichen Cash-Management und Trade Finance, Anlage- und Absicherungsprodukte bis hin zu maßgeschneiderten Kapitalmarktlösungen. Die Entwicklung des Bereichs Equity Markets & Commodities (EMC) wird vor dem Hintergrund der geplanten Ausgliederung gesondert ausgewiesen. Im Bereich "Other Result" sind Geschäfte zusammengefasst, die entweder segmentübergreifende Risikomanagementfunktionen haben, oder nicht im strategischen Fokus des Segments Firmenkunden stehen. Im Wesentlichen handelt es sich um Assets, die aus den ehemaligen Abbausegmenten Non-Core Assets und Portfolio Restructuring Unit übertragen wurden, sowie um Effekte aus Absicherungspositionen.

Ergebnisentwicklung

Mio. € 2017 20161 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 3.989 4.447 -10,3
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -295 -185 59,3
Verwaltungsaufwendungen 2.885 2.973 -3,0
Operatives Ergebnis 809 1.289 -37,3
Gebundenes Eigenkapital 10.462 11.600 -9,8
Operative Eigenkapitalrendite (%) 7,7 11,1 -3,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 72,3 66,9 5,5

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Anhang Seite 152 ff.).

Das Berichtsjahr 2017 war für das Segment Firmenkunden mit Herausforderungen verbunden, darunter das anhaltende Niedrigzinsniveau, das anspruchsvolle regulatorische Umfeld, die geschäftspolitische Umsetzung unserer 2016 eingeschlagenen Strategie "Commerzbank 4.0" sowie geopolitische Unsicherheitsfaktoren, die zum Teil geringere Kundenaktivitäten zur Folge hatten. Dies spiegelte sich auch in der Ergebnisentwicklung wider.

Das Segment Firmenkunden hat im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis von 809 Mio. Euro erzielt, nach 1.289 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist wesentlich auf das negative Marktzinsniveau, Effekte aus der geschäftspolitischen Transformation sowie eine höhere Risikovorsorge für das Kreditgeschäft zurückzuführen.

Der Bereich Mittelstand profitierte von der soliden Marktposition des Segments. Das Kreditvolumen konnte im Jahresverlauf leicht ausgebaut werden. Einer negativen Beeinträchtigung durch das Zinsumfeld und den intensiven Preiswettbewerb wirkte insbesondere die solide Nachfrage nach Kapitalmarktlösungen entgegen. Im Bereich International Corporates stand einem moderaten Zuwachs im Kreditgeschäft eine im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Nachfrage nach strukturierten Kapitalmarktprodukten gegenüber. Die Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions führte erwartungsgemäß zu einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigeren, aber im Jahresverlauf stabilen Kunden- und Ertragsbasis. In Verbindung mit einer starken Entwicklung am Aktienmarkt, der von vergleichsweise geringer Volatilität geprägt war, profitierte der Bereich Equity Markets & Commodities von erhöhten Kundenaktivitäten insbesondere im Geschäft mit strukturierten Investmentprodukten.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 3.989 Mio. Euro um 459 Mio. Euro beziehungsweise 10,3 % unter dem Vorjahr. Belastungen aus dem Zinsumfeld sowie rückläufige Erträge aus dem Dokumentengeschäft, die mit der Reduzierung des Bankenportfolios im Bereich Financial Institutions und geringeren Kundenaktivitäten zusammenhingen, konnten insofern nicht durch das positive Kapitalmarktgeschäft kompensiert werden. Weiterhin führte der strategische Abbau des vom ehemaligen Abbausegment Non-Core Assets übertragenen Portfolios zu einem erwartungsgemäß rückläufigen Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft. Mit 1.730 Mio. Euro verzeichnete der Zinsüberschuss einen Rückgang um 193 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss lag mit 1237 Mio. Euro um 43 Mio. Euro unter dem Vorjahr, was vornehmlich aus einem geringeren Beitrag des kommerziellen Geschäfts resultierte.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich im Berichtsjahr auf -295 Mio. Euro, was einem um 110 Mio. Euro höheren Vorsorgebedarf gegenüber dem Vorjahr entsprach. Höhere Vorsorgeerfordernisse im Jahresvergleich standen dabei im Wesentlichen in Verbindung mit einem Einzelengagement.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 2.885 Mio. Euro um 3,0 % unter dem Vorjahreswert - bei stetigen Investitionen in die strategische Weiterentwicklung. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einem stringenten Kostenmanagement und einer Verringerung der Personalkosten, womit insbesondere höhere regulatorische Aufwendungen und Investitionen in Digitalisierung kompensiert werden konnten.

Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 809 Mio. Euro, gegenüber 639 Mio. Euro im Vorjahr, das insbesondere durch Firmenwertabschreibungen in Höhe von 627 Mio. Euro beeinträchtigt war.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden im vergangenen Geschäftsjahr war maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: extern durch den weiter zunehmenden Wettbewerb sowie intern durch die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0". Hier standen die Zusammenführung von Produkteinheiten und die Fokussierung auf das Kerngeschäft, aber auch die kontinuierliche Umsetzung von Wachstumsinitiativen sowie die Digitalisierung von Prozessen und Produkten im Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen haben wir unser kumuliertes Ziel, 3.500 Nettoneukunden bis Ende 2017 zu gewinnen, deutlich übertroffen. Dies zeigt, dass unsere strategischen Anpassungen von unseren Firmenkunden positiv aufgenommen werden.

Digitalisierung vorangeschritten

Auf dem Weg hin zu einer modernen, kundenorientierten Multikanalbank sowie in der Digitalisierung bankinterner Prozesse sind wir im Geschäftsjahr 2017 deutlich vorangekommen.

Neben der persönlichen Beratung bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, über unser Online-Firmenkundenportal schnell, unabhängig und jederzeit auf viele unserer Produkte und Dienstleistungen zugreifen zu können und damit Bankgeschäfte in ihr eigenes Tagesgeschäft zu integrieren. Über unser Firmenkunden-portal wickeln wir inzwischen rund 40 % unserer standardisierten Termingelder ab. Im Rahmen der digitalen Anlage- und Risikoberatung im Firmenkundenportal erhalten Kunden individuelle Produktvorschläge passend zum persönlichen Anlageziel und zur Markterwartung. Im Berichtsjahr stieg der Anteil online gehandelter Währungs-, Wertpapier- und Geldmarktgeschäfte weiter an. Zudem wurden weitere Optimierungen im digitalen Kreditgeschäft geschaffen. Neben dem Online-Geldmarktkredit ist auch eine schnelle und effiziente Avalbeauftragung online möglich.

Zudem ist die Commerzbank in der Nutzung innovativer Finanztechnologien aktiv. Auf Basis der sich schnell verbreitenden Distributed-Ledger-Technologie (DLT) sowie Blockchain-Technologie hat die Commerzbank erstmals in einer Pilottransaktion die Platzierung eines Euro Commercial Papers durchgeführt, wodurch das Settlement zeitlich unmittelbar erfolgen konnte.

Die traditionelle Finanzierung von Handelsaktivitäten (Trade-Finance-Geschäft) wird heute zwar überwiegend noch papierbasiert abgewickelt, die Commerzbank nimmt aber bei der Entwicklung digitalisierter Lösungen in diesem Marktsegment eine führende Position ein. Mit der erfolgreichen Markteinführung der Bank Payment Obligation zur Absicherung von Zahlungen aus offenen Rechnungen können nun auch Finanzierungen dargestellt werden, um eine Optimierung des Umlaufvermögens unserer Firmenkunden zu unterstützen. Ebenso hat die Commerzbank erfolgreich eine IT-Plattform-Lösung zur Finanzierung von Handelsforderungen mit einem marktführenden Technologieanbieter für ausgewählte Kunden sowohl im Inland als auch an internationalen Standorten implementiert.

Darüber hinaus ist die Commerzbank in führender Rolle gemeinsam mit anderen Banken in globalen DLT-/Blockchain-Projekten zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Trade- und Supply-Chain-Finance-Geschäfte aktiv (Batavia, R3). Ergänzt wird das Engagement der Bank in diesem Bereich durch ein Kooperationsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Szenarien für die zukünftigen Physical Supply Chains.

Das Projekt "Commerzbank Trade Innovation" wird die IT-Plattformen für die Abwicklung des für die Bank wichtigen Trade-Finance-Geschäfts konsolidieren und modernisieren. Im Berichtsjahr wurden die wesentlichen Funktionen für die Inkasso- und Akkreditivabwicklung bereits in zwei Auslandslokationen in Europa und Asien pilotiert.

Etablierung von Sektor-Netzwerken

Als eine wesentliche Komponente des Sektoransatzes wurden im Geschäftsjahr 2017 die Sektorexperten der Filialen mit den zentralen Sektorteams, die ausgeprägtes Sektor-Know-how mit Corporate Finance-Wissen verbinden, in Sektornetzwerken zusammengeschlossen. Ziel ist es, dass auch unsere mittelständischen Firmenkunden von dem bisher auf die Bedürfnisse von multinationalen Großkunden ausgerichteten Sektor- und Kapitalmarkt-Know-how profitieren. Auf dieser Basis werden zukunftsorientierte Finanzierungslösungen für alle mittelständischen und großen Firmenkunden angeboten werden können. Spezialisten vor Ort bieten dabei den mittelständischen Kunden - in Zusammenarbeit mit Produktspezialisten - maßgeschneiderte Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungslösungen an.

Stärkung des Eigenkapitalmarktgeschäfts

Um Firmenkunden und institutionelle Anleger noch umfassender beraten zu können und den sich verändernden regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen, wurden der Aktienhandel sowie das Geschäft mit strukturierten Aktientransaktionen für diesen Kundenkreis erfolgreich mit dem Equity-Capital-Markets-Geschäft zusammengeführt. Damit verfügt die Commerzbank über eine einheitliche, hoch effiziente Plattform für die erfolgreiche Gewinnung, Durchführung und Abwicklung sämtlicher aktienbasierten Transaktionen und Dienstleistungen.

Ausgezeichneten Ruf im Brokerage beibehalten

Das Aktiengeschäft der Commerzbank genießt bei institutionellen Anlegern und Firmenkunden einen hervorragenden Ruf. So wurde die Commerzbank 2017 im sechsten Jahr in Folge auf Platz 1 in der "Extel"-Umfrage - einer der bedeutendsten Umfragen unter institutionellen Investoren - zur "Germany Leading Brokerage Firm" gewählt. Diese Spitzenposition beinhaltet unter anderem die ebenfalls ersten Plätze in den Kategorien "Country Research, Small & Mid Caps Research" und "Equity Sales".

Starkes Wachstum im Marktsegment für nachhaltige Anleihefinanzierungen

Im Marktsegment für nachhaltige Anleihefinanzierungen von Unternehmen, Banken und öffentlichen Emittenten in Europa sowie Asien war 2017 ein starkes Wachstum zu verzeichnen: Das Gesamtvolumen belief sich auf 120 Mrd. Euro, was einer Erhöhung um 50 % gegenüber dem Vorjahr entsprach. In diesem Segment haben wir erfolgreich diverse Transaktionen in verschiedenen europäischen Ländern begleitet.

M&A-Beratung mit internationaler Ausrichtung

Auf der Basis des breiten Kundenzugangs und des weiter ausgebauten Sektoransatzes war die Commerzbank bei verschiedenen Übernahmetransaktionen deutscher sowie internationaler Kunden beratend tätig. Vor allem inländische Mittelstandskunden wurden bei nationalen sowie internationalen Transaktionen begleitet. Unsere im Ausland ansässigen Kunden konnten insbesondere bei Cross-Border-Transaktionen mit Deutschland-Bezug beraten werden, dabei lag der Schwerpunkt auf Unternehmenskäufen durch Kunden aus Asien.

Marktposition trotz schwächeren Devisenmarktes gehalten

Während ein leicht steigendes Zinsumfeld für einen steigenden Zinsabsicherungsbedarf sorgte, waren die Devisenmärkte vor allem in der zweiten Jahreshälfte von wenig Neugeschäft geprägt. Insbesondere geringe Volatilität führte zu sehr verhaltenen Handelsaktivitäten in diesem Marktsegment. Mit dem Ausbau unserer elektronischen Handelsplattform für Devisengeschäfte "FX Live Trader" konnten wir unsere Marktposition bei sinkendem Gesamtmarktgeschäft behaupten. Den Prozess zur Freischaltung von neuen Kunden für unsere elektronischen Handelsplattformen haben wir soweit optimiert, dass wir Neukunden vollautomatisiert innerhalb von wenigen Stunden aufnehmen können. Im Geschäftsjahr 2017 hat das Segment für seine Innovationen im FX-Geschäft den "Profit &Loss Digital FX Award" gewonnen. Für unser Treasury-Management wurden wir mit dem "TMI Award for Innovation & Excellence" ausgezeichnet.

Absicherungen der Rohstoffrisiken weiterhin im Leistungsangebot der Commerzbank; physischer Handel mit Edelmetallen aufgegeben

Mit dem Verkauf des Edelmetallverarbeiters Argor-Heraeus SA wurden der physische Handel in Edelmetallen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen im Berichtszeitraum aufgegeben. Dienstleistungen im nicht physischen Edelmetallgeschäft gehören nach wie vor zum Kerngeschäft der Bank. So werden weiterhin Absicherungen für Rohstoffrisiken angeboten, um zu gewährleisten, dass unsere Firmenkunden weiterhin vom kompletten Spektrum der kapitalmarktorientierten Risikomanagementlösungen profitieren können.

Handelsaktivitäten weiter gestrafft

Die Verschlankung unserer Handelsaktivitäten haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt und noch enger auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet. So haben wir uns aus dem komplexen und exotischen Zins- und Devisenderivategeschäft zurückgezogen und den Anleihehandel auf die Unterstützung unserer Primärmarktaktivitäten begrenzt.

Dedizierte Einheit für Compliance-relevante Themen innerhalb des Segments gegründet

Auch im abgeschlossenen Berichtsjahr haben wir mit höchster Priorität daran gearbeitet, die komplexen, sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärften regulatorischen Anforderungen über verschiedene Jurisdiktionen hinweg umzusetzen und die Systeme, Prozesse und Kontrollmechanismen in der Bank weiter entsprechend anzupassen. Für den nachhaltigen Erfolg ist es wichtig, Leitplanken und Orientierung zu haben, wie wir uns richtig verhalten. So haben wir im vergangenen Jahr eine umfangreiche interne Kampagne zur "Kultur der Integrität" gestartet und Mitarbeiter des Segments für die Bedeutung von rechtlich und ethisch einwandfreiem Verhalten sensibilisiert. In diesem Rahmen stärken wir auch die Reputation und Integrität der Bank und unseres Segments.

Um bei Compliancerelevanten Themen den Einheiten des Segments ein höheres Maß an Sicherheit zu bieten, wurde Ende 2017 eine spezialisierte Einheit innerhalb des Segments gegründet. Diese wird als Kompetenzzentrum für alle Compliance-relevanten Fragestellungen fungieren und unter anderem für folgende Themen zuständig sein: Compliance-Geschäftsrisikostrategie, Kontrollen und Kommunikation innerhalb des Segments, Unterstützung bei der Bearbeitung von Compliance-Richtlinien mit komplexen Kundenstrukturen, Beratung bezüglich aktueller Entwicklungen im Bereich der Regulierung, fortlaufende Überprüfung der Kundendaten beziehungsweise Bewertung des Kundenrisikos während der gesamten Laufzeit der Kundenbeziehung, Überprüfung und gegebenenfalls Verbesserung der Qualität der kundenbezogenen Daten sowie Mitarbeiterschulungen. Die Gründung der neuen Einheit wird es den Mitarbeitern des Segments Firmenkunden sowohl im Inland als auch an den internationalen Standorten erleichtern, stets im Einklang mit geltenden Compliance-Standards zu handeln.

Mittelstand

Als führender Finanzierer des deutschen Mittelstands betreuen wir im Bereich Mittelstand mittelständische Kunden ab einem Umsatz von 15 Mio. Euro sowie inländische Großkunden mit einem Umsatz ab 250 Mio. Euro und entsprechendem Bedarf an Kapitalmarktprodukten. Als führende Relationship-Bank ist das Segment mit einem breit gestreuten regionalen Vertriebsnetz in Deutschland vertreten.

Wachstumsprogramm im kleineren deutschen Mittelstand gestartet

Ende 2017 haben wir ein Wachstumsprogramm für die Ausweitung unseres Geschäfts im deutschen Mittelstand gestartet. Ziel ist es, weitere Marktanteile mit den mittelständischen Kunden, insbesondere mit Jahresumsatz von 15 bis 100 Mio. Euro, zu gewinnen sowie die Geschäftsbeziehungen mit unseren bestehenden Kunden weiter auszubauen. Dabei stehen wir vor allem mit Krediten für die Finanzierung des weiteren Wachstums zur Verfügung. Unser optimiertes Betreuungsmodell mit Firmenkundenbetreuern und kompetenten Spezialisten vor Ort ergänzt um die digitalen Kanäle erfüllt unseren Anspruch, persönlich und digital die beste Mittelstandsbank in Deutschland zu sein.

Ausbau Anleihetransaktionen für deutsche Großkunden

Die Commerzbank unterhält langjährige Verbindungen zu den kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland mit einem Finanzierungsbedarf von mindestens 200 Mio. Euro. Im Berichtsjahr 2017 konnten wir eine Vielzahl von Anleihemandaten gewinnen und erfolgreich platzieren.

Starke Position im Konsortialkreditgeschäft und bei Schuldscheinen gefestigt

Die Commerzbank konnte im vergangenen Jahr erneut ihre führende Position im Zusammenhang mit der Arrangierung und Strukturierung von Konsortialkrediten für Firmenkunden unter Beweis stellen, insbesondere für die Koordinierung großvolumiger Transaktionen von deutschen sowie europäischen Firmenkunden.

Die hohe Durchdringung der Commerzbank im deutschen Mittelstand führte darüber hinaus zu einer Festigung ihrer marktführenden Positionierung im weiter wachsenden Schuldscheindarlehensgeschäft.

Hohe Emissionstätigkeit am inländischen Aktienmarkt

Im Berichtsjahr 2017 war an den Aktienmärkten eine starke Entwicklung zu verzeichnen. Entsprechend hoch war auch die Emissionstätigkeit der Unternehmen. Insbesondere am inländischen Aktienmarkt konnten sowohl die Erträge als auch die Marktanteile in Equity Capital Markets im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Neben einer Vielzahl von erfolgreich durchgeführten Aktienplatzierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten überdies bereits zahlreiche prestigeträchtige Mandate von anstehenden Börsengängen und Kapitalerhöhungen für das laufende Geschäftsjahr gewonnen werden.

International Corporates

Im Bereich International Corporates sind die Geschäfte mit den im Ausland ansässigen Firmenkunden, den großen deutschen multinationalen Unternehmen sowie den internationalen Versicherungen zusammengefasst.

Grenzüberschreitenden Betreuungsansatz bestätigt

Der von der Commerzbank verfolgte kundenzentrierte Betreuungsansatz, bei dem der Relationship-Manager das weltweit agierende Client-Service-Team koordiniert und damit über Ländergrenzen hinweg eine hohe Betreuungsqualität an den internationalen Standorten der Commerzbank sicherstellt, wurde im Berichtszeitraum weiter konsequent fortgeführt. Unsere deutschen Firmenkunden setzen bei der Versorgung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften mit nach wie vor steigender Tendenz auf unser Leistungsangebot vor Ort. Aber auch internationale Konzerne wählen die Commerzbank als kompetenten Finanzdienstleister nicht nur in ihren jeweiligen Heimatmärkten und in Deutschland, sondern zunehmend auch weltweit als Partner. Neben der lokalen Betreuung ist hier für die Kunden das breite Produktportfolio aus den Bereichen Cash-Management, Trade Finance, Corporate Finance sowie des Zins- und Währungsmanagements attraktiv. Damit ist die Commerzbank für Firmenkunden und deren anhaltende Internationalisierung ein gut aufgestellter und verlässlicher Partner.

Wichtiger Partner für exportorientierte Firmenkunden

Die fortschreitende Globalisierung und der dadurch entstandene internationale Wettbewerb stellen unsere Exportkundschaft vor die Herausforderung, ihren ausländischen Geschäftspartnern nicht nur technisch überzeugende und innovative Produktangebote, sondern auch attraktive Zahlungs- und Finanzierungsmöglichkeiten anzubieten. Die Commerzbank bietet dafür im Rahmen ihres Leistungsangebotes im internationalen Handelsgeschäft langfristige Exportfinanzierungen in Zusammenarbeit mit mehr als 15 staatlichen Exportkreditversicherern an, wie zum Beispiel Euler Hermes. Die Exportfinanzierungsspezialisten stehen unseren Kunden weltweit an 14 Standorten in wichtigen Importmärkten mit ihrem Expertenwissen sowohl in Strukturierung und Umsetzung der Finanzierung als auch zur Unterstützung direkt vor Ort zur Verfügung.

Internationales Dienstleistungsangebot durch neue Partnerbank gestärkt

Durch die im Mai 2017 unterzeichnete Partnerschaftsvereinbarung mit der Mashreqbank, der ältesten Privatbank und einem der führenden Institute in den Vereinigten Arabischen Emiraten, erhalten Firmenkunden der Commerzbank vor Ort schnellen und effizienten Zugang zu Bankdienstleistungen. Mit unserem Netz von internationalen Partnerbanken zusätzlich zu den rund 50 eigenen Standorten ist die Commerzbank somit für ihre Firmenkunden weltweit in allen wichtigen Märkten präsent.

Weitere Diversifizierung bei Anleiheemissionen erreicht

Unsere Anleiheemissionstätigkeit für International Corporates haben wir im Berichtsjahr 2017 weiter diversifiziert. Unser regionaler Fokus liegt auf Emittenten aus Deutschland, Frankreich, dem übrigen Europa und dem Vereinigten Königreich, ergänzt durch Emittenten aus den USA. Die Emissionen wurden teilweise als Multi-Tranche-Anleihen begeben, die sowohl in Euro als auch in US-Dollar und Britischen Pfund denominiert waren. Unternehmen haben die Anleihen überwiegend zur regelmäßigen Unternehmensfinanzierung oder für Akquisitionsfinanzierungen genutzt. Daneben verzeichneten wir erneut ein deutliches Wachstum im Liability-Management-Geschäft.

Financial Institutions

Der Bereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken. Dabei greift Financial Institutions auf sein weltweites Korrespondenzbank-Netzwerk sowie auf die etablierten Verbindungen in den Schwellenländern zurück, fördert so die weltweiten Außenhandelsaktivitäten des Konzerns und unterstützt andere Segmente bei deren internationalen Tätigkeiten und Strategien. Financial Institutions bietet seinen Kunden weltweit (Auslands-) Zahlungsverkehrsleistungen, Absicherung von Außenhandelsrisiken und die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften an. Zusätzlich stellt der Bereich Financial Institutions seinen Kunden bilaterale Kredite zur Verfügung, begleitet sie bei syndizierten Krediten und bietet Lösungen für ein aktives Risikomanagement an.

Umsetzung der neuen strategischen Ausrichtung abgeschlossen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Financial Institutions die Neuausrichtung der Strategie im Korrespondenzbankengeschäft vor dem Hintergrund des veränderten globalen Marktumfeldes und der kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen erfolgreich abgeschlossen. Bei nahezu unveränderter Leistungsfähigkeit wurde die Komplexität des Bankenportfolios deutlich reduziert. Financial Institutions behält - auch im Wettbewerbsvergleich - ein weltumspannendes Netz von Korrespondenzbanken, die eine hohe Bedeutung für die Kundenbereiche der Commerzbank haben. So wird sichergestellt, dass die Commerzbank auch in Zukunft Marktführer bei der Abwicklung des deutschen Außenhandels bleibt. Durch die Erweiterung der Teilnahme an Trade-Facilitation-Programmen auf neue Zielmärkte in den vergangenen Jahren sowie neu entwickelte Formate werden die Handelsfinanzierungen weiter gefördert. So wird die Bank die deutschen und europäischen exportorientierten Firmenkunden im internationalen Handelsgeschäft auch weiterhin in die wesentlichen Handelskorridore der Welt begleiten. Beleg für die Leistungsfähigkeit der Commerzbank in Trade Finance ist die Auszeichnung als "Best Trade Finance Bank Germany" durch die Fachzeitschrift "Global Finance".

Umfassendes Produktangebot im Zahlungsverkehr

Im Cash-Management bieten wir unseren Kunden ein umfassendes Service- und Produktangebot zur Optimierung ihres nationalen und internationalen Cash- und Treasury-Managements an. Dazu gehören multibankfähige Lösungen für den nationalen und internationalen Zahlungsverkehr sowie ein umfangreiches digitales Angebot. Darüber hinaus haben wir unsere Kunden im Berichtsjahr 2017 kontinuierlich über aktuelle Risiken im Zahlungsverkehr informiert, um sie auch vor diesen neuartigen Betrugsformen zu schützen. Für hervorragende Leistungen in dem Bereich Cash-Management wurde die Commerzbank von der renommierten Fachzeitschrift "Global Finance" sowie von dem Institut "Greenwich Associates" mehrfach ausgezeichnet.

Im Pfandbrief-Segment wiederholt ausgezeichnet

Auch im Geschäftsjahr 2017 konnten wir unsere starke Marktstellung im globalen Pfandbriefsegment ausbauen. Unsere Marktposition im internationalen Pfandbriefsegment haben wir auf Platz 4 verbessert, nach Platz 5 im Vorjahr. Im Bereich der unbesicherten Anleihen sind wir unverändert Marktführer in Deutschland. Für ihre erfolgreiche Tätigkeit im Pfandbriefsegment hat die Commerzbank 2017 erneut zwei wesentliche Auszeichnungen erhalten: den renommierten "Best Euro House 2017" Award der Zeitschrift "The Cover""und von IFR die Auszeichnung "Covered Bond House of the Year".

Equity Markets&Commodities

Wie bereits kommuniziert, werden im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" das Geschäft mit Anlage- und Finanzprodukten und das dazugehörige Marketmaking, das den größten Teil des ehemaligen Bereichs "Equity Markets & Commodities" (EMC) ausmacht, aus der Commerzbank ausgegliedert. Das abzuspaltende Geschäft beinhaltet die etablierte ETF-Marke, die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking sowie das Geschäft mit strukturierten Handels- und Anlageprodukten, die sowohl von Privatkunden als auch institutionellen Anlegern nachgefragt werden. Dies wird dem Bereich erlauben, sich noch besser auf seine Schlüsselkompetenzen als führender europäischer und asiatischer Anbieter und Marketmaker für Finanzprodukte zu konzentrieren und noch effizienter in Bezug auf die Verwendung von Finanzressourcen zu agieren. Im Berichtsjahr wurde die rechtliche Abspaltung des Geschäfts intensiv vorbereitet und die notwendigen Lizenzen bei den Aufsichtsbehörden beantragt. Alle strategischen Optionen einer späteren Platzierung am Markt werden weiter gründlich analysiert.

In einem Handelsumfeld mit geringer Volatilität und veränderter Korrelation, wie es im Berichtszeitraum zu beobachten war, profitierte der Bereich von erhöhter Kundenaktivität und konnte seine Performance gegenüber dem Vorjahr insbesondere im Geschäft mit Anlageprodukten deutlich verbessern. Dies war insbesondere auf die Verdoppelung der Erträge im elektronischen Handel in diesem Bereich zurückzuführen.

Das Asset-Management-Geschäft entwickelte sich ebenfalls stark und verzeichnete im Berichtsjahr weitere Zuflüsse. Das EMC-Know-how bei gemanagten Anlagelösungen, insbesondere in den Bereichen Multi-Asset, Nachhaltigkeit und Rohstoffe, wurde im Laufe des Geschäftsjahres mehrfach ausgezeichnet. Durch die Einführung einer innovativen Produktlösung, der "Commerzbank/Mattioli-Woods-Fonds" für strukturierte Produkte, konnten wir den Risk Award 2018 "Retail Investment Product" gewinnen.

Neben der starken Marktposition in mehreren europäischen Ländern verzeichnete der Bereich EMC ein wachsendes Interesse für seine Produkte in Asien. Das Geschäft in Asien hat sein bisher bestes Ergebnis im Berichtszeitraum erreichen können. Dies wurde durch die Auszeichnung als "ETF House of the Year" bei den Structured Products Asia Awards zum zweiten Mal in Folge und als "Best House for China" bei den Asia-Pacific Awards für strukturierte Retail-Produkte bestätigt.

Ausblick Firmenkunden

Auch im laufenden Geschäftsjahr wird sich das Segment Firmenkunden auf die weitere Umsetzung der strategischen Maßnahmen "Commerzbank 4.0" konzentrieren. Dabei werden sowohl die bereits 2016 angekündigten als auch neue, im abgelaufenen Geschäftsjahr gestartete Initiativen aktiv vorangetrieben. Die erfolgreiche Einigung mit den Arbeitnehmergremien im abgeschlossenen Geschäftsjahr, die mit der Implementierung der vereinbarten Zielorganisationsstruktur im Laufe von 2018 und einem Stellenabbau in den darauffolgenden zwei Jahren einhergehen wird, war hierfür die notwendige Voraussetzung.

So wollen wir unsere Marktposition in Deutschland und im Ausland durch die Gewinnung von weiteren Neukunden ausbauen, um unserem Ziel, 10.000 Neukunden bis 2020 zu gewinnen, näher zu kommen. Dabei werden wir uns im Inland insbesondere auf die mittelständischen Kunden mit einem Umsatz von 15 bis 100 Mio. Euro konzentrieren. Durch die konsequente Nutzung unserer Stärken in Corporate Finance und Trade Finance, Risikomanagement, Internationaler Präsenz und Digitalisierung wird ein besonderer Fokus auf die Gewinnung weiterer Marktanteile gelegt.

Das weitere Wachstum bei Kunden wird durch Werbekampagnen und fokussierte Sales-Aktivitäten unterstützt. Neue digitale Angebote werden die Attraktivität der Bank bei Neukunden weiter erhöhen und unsere Bestandskunden noch enger an uns binden.

Die Differenzierung von Wettbewerbern wird durch ein neues optimiertes Betreuungsmodell unterstützt, das eine regional breit gestreute persönliche Präsenz der Betreuer mit den digitalen, proaktiv die Kundenverbindung stärkenden Vertriebskanälen kombiniert. Gleichzeitig werden die alten Absatzkanäle durch die Zusammenfassung vergleichbarer Tätigkeiten sowie Verlagerung administrativer Tätigkeiten in die nachgelagerten Bereiche der Bank neu ausgerichtet, um so den Vertrieb zu entlasten und noch stärker auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Darüber hinaus steht die operative Exzellenz im Vordergrund, um für Kunden und Mitarbeiter eine schlanke, weitreichend digitale Abwicklung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang soll das "One-stop-shop"-Merkmal aktiv als Wettbewerbsvorteil genutzt werden.

Unsere führende Marktposition als Mittelstandsfinanzierer wollen wir weiter ausbauen. So werden wir unseren Firmenkunden auch 2018 als kompetenter und verlässlicher Kreditgeber zur Verfügung stehen. Darüber hinaus erwarten wir, dass die nachhaltigen Finanzierungen mit Umwelt- oder Sozialbezug weiter an Bedeutung gewinnen werden, da sich immer mehr Emittenten und Investoren in diesem Segment engagieren.

Auch im Corporate-Finance- und Trade-Finance-Geschäft wollen wir weiteres Wachstumspotenzial realisieren und dafür den Sektoransatz fokussiert weiterverfolgen sowie unsere IT-Plattformen für eine noch effizientere Abwicklung des Außenhandelsgeschäfts weiter konsolidieren und modernisieren. Im Rahmen der digitalen Transformation ist ein Ausbau im API-Banking (Application Programming Interface) für unsere Kunden geplant. Zusätzlich streben wir eine Weiterentwicklung unserer digitalen Neuemissionssystemlandschaft inklusive des Ausbaus der Blockchain-Möglichkeiten und einer integrierten Datenbasis für Anleihen an. Auch unsere Kompetenz im Bereich öffentliche Fördermittel wird über die Weiterentwicklung digitaler Anwendungen ergänzt.

Die Separierung des nicht mehr dem Kerngeschäft des Segments angehörenden EMC-Bereichs soll 2018 weiter vorangetrieben werden mit der Zielsetzung, das Geschäft kurz- bis mittelfristig an den Markt zu bringen.

Bei der Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen wird ein besonderes Augenmerk auf der weiteren Stärkung der Compliance-Kultur im Segment liegen.

Asset & Capital Recovery

In dem Segment Asset & Capital Recovery (ACR) sind die komplexeren Finanzierungen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE), Ship Finance (SF) und Public Finance (PF) enthalten.

Die Abbaustrategie des Segments ACR zielt auf die systematische, wertschonende und risikominimierende Abwicklung der einzelnen Segmentportfolios ab, um im Zeitablauf durch den Assetabbau Kapital zur Verwendung in renditestärkeren Geschäftsfeldern freizusetzen.

Ergebnisentwicklung

Mio. € 2017 20161 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 166 213 -22,2
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -336 -599 -43,9
Verwaltungsaufwendungen 98 128 -23,4
Operatives Ergebnis -269 -515 -47,8
Gebundenes Eigenkapital 2.982 3.308 -9,8
Operative Eigenkapitalrendite (%) -9,0 -15,6 6,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 59,4 60,4 -0,9

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diverser Restatements (siehe Anhang Seite 152 ff.).

Das Segment ACR konnte im Geschäftsjahr 2017 das Gesamtvolumen (Exposure at Default, EaD, inklusive Problemkredite) nicht mehr zum Kerngeschäft der Commerzbank zählender Aktiva trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere an den internationalen Schiffsmärkten um mehr als 2 Mrd. Euro auf 14,0 Mrd. Euro reduzieren. Dies mit einer deutlich verringerten Belastung für die Ertragsrechnung. Dabei konzentrierte sich der Abbau wiederum auf die risikoträchtigsten Teilportfolios in den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie Schiffskredite, sodass infolgedessen auch das Problemkreditvolumen signifikant gesunken ist. Das Segment ACR wies 2017 ein stark verbessertes Operatives Ergebnis aus; das Minus von -515 Mio. Euro im Jahr 2016 konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -269 Mio. Euro nahezu halbiert werden.

Die Erträge vor Risikovorsorge gingen um 47 Mio. Euro auf 166 Mio. Euro zurück und spiegeln den stark fortgeschrittenen Abbau der Segmentaktiva wider. Während im Vorjahr die teilweise Wertaufholung auf das frühere Engagement in der HETA Asset Resolution AG in Höhe von 135 Mio. Euro - nahezu vollständig ausgewiesen im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis - einen maßgeblichen Ertragsbeitrag geleistet hatte, war die Ertragslage im Jahr 2017 durch einen Einmalertrag in Höhe von 68 Mio. Euro begünstigt. Dieser im Ergebnis erfolgswirksam ausgewiesene Betrag von zum Fair Value bewerteter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultierte aus der Wertaufholung einer abgeschriebenen Position mit einer Gegenpartei, mit der die Commerzbank Absicherungsgeschäfte im Bereich Public Finance abgeschlossen hat.

Die Abbauerfolge spiegelten sich in substanziell reduzierten Wertberichtigungen im Kreditgeschäft wider. Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft betrug -336 Mio. Euro, nach -599 Mio. Euro im Jahr 2016. Der Aufwand war nahezu ausschließlich für Schiffsfinanzierungen erforderlich.

Im Einklang mit weiter angepassten Mitarbeiterkapazitäten wurde der Verwaltungsaufwand um 30 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro gesenkt.

Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum 2017 noch ein negatives Ergebnis vor Steuern von -269 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat es sich um 246 Mio. Euro verbessert.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Abbaustrategie weiter fortgesetzt

Für alle im Segment ACR gebündelten Aktiva wird im Rahmen einer umfassenden Steuerung die Abbauplanung für alle ACR-Portfolios erstellt. Der Fokus des Portfolioabbaus liegt auf der Reduzierung des EaD (inklusive NPL). Dabei wird dem Abbau von risikoreicheren Aktiva Priorität eingeräumt. Das ACR-Management verfügt über ein effizientes Instrumentarium zur Portfolioreduzierung. Neben aktiven Restrukturierungen und der Nutzung von Marktopportunitäten ermöglicht der in den vergangenen Jahren intensivierte Zugang zu Investoren und Kapitalmärkten einen gezielten Aktivaabbau durch Teilportfolioverkäufe, sofern dadurch Kapital freigesetzt werden kann.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte ein wertschonender Bestandsabbau um mehr als 2 Mrd. Euro auf 14,0 Mrd. Euro EaD (inklusive NPL). Das EaD-Volumen des CRE- und Ship-Finance-Portfolios lag per Ende 2017 bei 4,1 Mrd. Euro. Die Risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken im Vergleich zum Vorjahr um 3 Mrd. Euro auf 18 Mrd. Euro. Die besicherte Refinanzierung im Segment ACR erfolgt über Lettres de Gage Publiques. Daneben dienen auch Repo-Geschäfte für Wertpapiere der Refinanzierung des Bestands. Die Optimierung der Refinanzierungsstruktur - unter anderem durch aktives Deckungsstockmanagement - ist ein wichtiger Bestandteil der Abbaustrategie. Dem Segment ACR stehen weiterhin in ausreichendem Maße gut qualifizierte Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen in den Assetklassen zur Verfügung. Die operative Stabilität der Einheiten des Segments ACR ist gewährleistet.

Commercial Real Estate

Im Geschäftsjahr 2017 wurde das CRE-Gesamtvolumen (EaD) durch aktives Management um 1,0 Mrd. Euro (-42%) auf 1,4 Mrd. Euro weiter abgebaut. Dabei ging das EaD in CRE Inland, das noch rund 31 % des CRE-Gesamt-Exposures umfasst, um 45 % auf 0,4 Mrd. Euro zurück. Beim CRE-Auslands-Exposure, auf das rund 69 % des Gesamt-CRE-Portfolios entfallen, reduzierte sich das EaD im Laufe des Jahres 2017 um 40 % auf 1,0 Mrd. Euro. Das Gesamtportfolio nach Nutzungsarten setzt sich wie folgt zusammen: Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (0,2 Mrd. Euro), Handel (0,8 Mrd. Euro) und Logistik (0,2 Mrd. Euro).

Ship Finance

Im Geschäftsjahr 2017 konnte das in ACR verbuchte Bestandsvolumen (EaD) von 4,8 Mrd. Euro um 2,2 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro reduziert werden. Im Abbaufokus des Jahres 2017 stand neben dem fortschreitenden Abbau von Problemkrediten auf Einzelkreditebene der Verkauf ausgewählter Kredite aus dem Bereich der vertragsgemäß bedienten Kredite.

Die Bulker- und Containermärkte konnten sich 2017 von ihren historischen Tiefstständen 2016 zum Teil deutlich erholen. Eine vollständige Kapitaldienstfähigkeit ist damit aber noch nicht gegeben. Im Berichtsjahr haben sich die Tankermärkte unverändert sehr schwach gezeigt.

Das Portfolio verteilt sich hauptsächlich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (1,0 Mrd. Euro), Tanker (0,5 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,4 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio (0,7 Mrd. Euro) beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Public Finance

Die Bestände im Bereich Public Finance umfassen im Wesentlichen Forderungen gegenüber Gebietskörperschaften, anderen öffentlichen oder öffentlich-nahen Institutionen, Gesellschaften oder Finanzierern.

Das Bestandsvolumen (EaD) stieg infolge von Restrukturierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,0 Mrd. Euro auf 10,0 Mrd. Euro an. Das überwiegende Exposure liegt in Westeuropa und Nordamerika.

Ausblick Asset&Capital Recovery

Die Abbaustrategie für das Segment ACR wird auch in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Die Zielsetzung des wertschonenden, im Zeitablauf vollständigen und Kapital freisetzenden Abbaus der verbliebenen Bestandsportfolios und Restrisiken bleibt unverändert bestehen. Von Möglichkeiten des Asset- beziehungsweise des Portfolioverkaufs wird weiterhin dann Gebrauch gemacht, wenn der Verkauf ökonomisch sinnvoll ist. Per Jahresende 2018 strebt das Segment ACR eine weitere substanzielle Verringerung des Bestandsportfolios in den Bereichen CRE und SF an.

Im Bereich CRE ist aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sowie des unveränderten Anlagedrucks bei Groß- wie auch Kleinanlegern von einer weiterhin hohen Attraktivität der Assetklasse Immobilien vor allem im Euroraum auszugehen. Es werden stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet.

Im Bereich Ship Finance werden wir - abhängig von den Marktgegebenheiten - den Portfolioabbau unverändert vorantreiben. Die Geschwindigkeit des zukünftigen Portfolioabbaus hängt weiterhin maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Schifffahrtsmärkte ab.

Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Großbritannien und den USA, abhängig. Der Bereich Public Finance wird auch künftig sich bietende Gelegenheiten zum risikoorientierten und ergebnisschonenden Asset- und Portfolioabbau suchen und nutzen.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und Group Treasury berichtet. Zusätzlich sind hier die Kosten der Unterstützungsfunktionen abgebildet, die im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Außerdem sind hier die Kosten der Stabs- und Steuerungsfunktionen abgebildet, die ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Sowohl für die Unterstützungsfunktionen als auch für die Stabs- und Steuerungsfunktionen stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme im Rahmen der Verrechnung dar.

Das Operative Ergebnis des Jahres 2017 betrug -104 Mio. Euro, gegenüber -453 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 349 Mio. Euro basiert im Wesentlichen auf einem Einmalertrag aus einem Immobilienverkauf sowie rückläufigen Belastungen aus den Effekten der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 808 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" belief sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im Jahr 2017 auf -911 Mio. Euro, nach -559 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Unsere Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind ein wesentlicher Teil unseres unternehmerischen Erfolgs. Nur mit motivierten und leistungsfähigen Mitarbeitern können wir unsere geschäftlichen Ziele erreichen. Ihr Engagement und ihre Qualifikation machen uns stark für den Wettbewerb. Unser Anspruch ist es, mit unserer Personalarbeit die Attraktivität der Commerzbank als Arbeitgeber stetig zu verbessern. Gleichzeitig ist der Personalbereich maßgeblich an der Umsetzung des neuen Geschäftsmodells der Bank beteiligt. Unsere Unternehmenskultur ist geprägt von unseren Werten, einem einheitlichen Führungsverständnis und unseren Verhaltensgrundsätzen. Sie helfen unseren Mitarbeitern, sich insbesondere in Zeiten des Wandels zu orientieren. Wir sind davon überzeugt, dass integres und regelkonformes Verhalten unseren guten Ruf stärkt, und uns so nachhaltig wirtschaftlichen Erfolg sichert. Compliance und Integrität sind daher wichtige Bestandteile unseres Geschäftsmodells.

Kopfzahlen 31.12.2017 31.12.2016
Gesamtzahl Beschäftigte Konzern 49.417 49.941
Gesamtzahl Beschäftigte AG 33.850 35.211

Zum Jahresende 2017 waren im Commerzbank-Konzern 49417 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2016 entspricht dies einem Rückgang um 524 Beschäftigte. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 43.560 gegenüber 44.267 im Vorjahr (die Vollzeitkräfte ohne Nachwuchskräfte lagen bei 41.814, nach 42.190 im Vorjahr). Die folgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten zum Jahresende nach Segmenten beziehungsweise nach Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen. Die Stabs-/Steuerungsfunktionen erfüllen zentrale Aufgaben im Rahmen der Konzernsteuerung. Die Unterstützungsfunktionen stellen den reibungslosen Geschäftsablauf des operativen Bankbetriebs sicher. Die Kosten der Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen werden mittels interner Verteilungsschlüssel im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet.

Vollzeitkräfte 31.12.2017 31.12.20161
Privat- und Unternehmerkunden 20.534 20.940
Firmenkunden 6.030 6.310
Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen2 16.996 17.017
Konzern gesamt 43.560 44.267

1 Vorjahr angepasst.

2 Stabs-/Steuerungsfunktionen: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Unterstützungsfunktionen: Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. In der Berichterstattung sind die Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Mit rund 75 % ist der größte Teil der Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) beträgt rund 21 Jahre. 18% der Beschäftigten sind bis zu 9 Jahren im Unternehmen angestellt, 30% zwischen 10 und 19 Jahren und gut die Hälfte 20 Jahre und mehr. Die Fluktuationsquote lag 2017 bei 4,6 %, nach 3,7 % im Jahr 2016.

Personalarbeit unterstützt das neue Geschäftsmodell

Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen führen zu einem entsprechenden Stellenabbau. Um diesen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, hat sich die Commerzbank mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Daneben wurden 32 Teilinteressenausgleiche für die einzelnen Konzernbereiche verhandelt. Damit ist der Weg in die neue Zielstruktur definiert.

Der Personalbereich ist an der erfolgreichen Umsetzung des neuen Geschäftsmodells der Bank maßgeblich beteiligt. Er hat die Geschäftseinheiten bei den Gremienverhandlungen unterstützt und begleitet sie nun auf ihrem Weg in die neue Organisationsstruktur.

Digitale Kompetenz fördern

Engagierte und kompetente Mitarbeiter tragen entscheidend zum geschäftlichen Erfolg der Commerzbank bei. Um dies zu gewährleisten, hat die Bank auch ihre strategische Agenda für die Personalarbeit bis 2020 neu ausgerichtet. Ziel ist es, den Rahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte zu schaffen, den digitalen Wandel der Commerzbank kompetent und motiviert mitzugestalten.

Wir wollen unsere Mitarbeiter für die Digitalisierung sensibilisieren und qualifizieren. In bankweiten Veranstaltungen geben wir ihnen Gelegenheit, ihr Wissen zum Thema Digitalisierung zu erweitern. Wir bilden sie in agilen Arbeitsmethoden aus und bauen so neue Kompetenzen auf. Daneben setzen wir auch auf die Förderung von Nachwuchs. Wir gehen dabei neue Wege, um digitale Talente zu finden. Mit unserem internationalen Traineeprogramm in Digital-Banking wollen wir digitale Talente aus verschiedenen Wissensgebieten für uns gewinnen. Im Berichtsjahr haben wir 24 Hochschulabsolventen für das Traineeprogramm eingestellt. Mit dem neuartigen Programm nehmen wir eine Vorreiterrolle im europäischen Bankenmarkt ein. Es unterstützt uns auf unserem Weg zu einem digitalen Technologieunternehmen.

Das Thema Digitalisierung spiegelt sich auch in unseren Produkten und Prozessen der Personalarbeit wider. So arbeiten wir daran, einen Großteil von ihnen zu digitalisieren. Im Ziel sollen unsere Personalprozesse vereinfacht und standardisiert werden.

Starke Kultur der Integrität für nachhaltigen Erfolg der Bank

Wir wollen langfristig wirtschaftlich erfolgreich und profitabel sein. Dazu brauchen wir eine gute Reputation und eine starke Marke. Compliance und Integrität sind daher wesentliche Bestandteile unseres Geschäftsmodells. Eine starke Kultur der Integrität hilft uns, uns zu orientieren und uns richtig zu entscheiden. Integrität ist daher seit Jahren Bestandteil unserer Unternehmenskultur, die in unseren "ComWerten" festgehalten ist.

Um unsere Unternehmenskultur zu stärken, haben wir im Berichtsjahr eine bankweite Kampagne zur Kultur der Integrität gestartet. Damit wollen wir unsere Mitarbeiter für das Thema Integrität sensibilisieren. Und sie motivieren, sich weiterhin achtsam, ehrlich und fair zu verhalten.

Auf unseren ComWerten basieren auch unsere Verhaltensgrundsätze. Sie definieren Mindeststandards für integres Verhalten in der Bank und helfen uns, Situationen richtig einzuschätzen. Wenn wir diesen Grundsätzen folgen, schützen wir den guten Ruf der Bank und stärken unsere Marke. Wir sind davon überzeugt, dass uns dies einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.

Im Berichtsjahr haben wir die Verhaltensgrundsätze neu aufgelegt und sie unter anderem um Praxisbeispiele ergänzt. Die überarbeiteten Verhaltensgrundsätze bieten uns klare, gut verständliche Hilfestellungen, um uns richtig zu verhalten.

Diversity-Management integraler Bestandteil der Personalstrategie

Die Themen Diversity und Inclusiveness sind in unserer Unternehmenskultur fest verankert. Diversity steht für die Vielfalt unserer Mitarbeiter und Kunden. Inclusiveness beschreibt ein Umfeld, in dem Vielfalt anerkannt ist und jeder die Gelegenheit erhält, sich im Rahmen seiner Fähigkeiten und Interessen weiterzuentwickeln. Wir bekennen uns klar zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und gegenseitiger Akzeptanz. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland setzen wir ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die Vielfalt und Gleichstellung unserer Beschäftigten, Kunden sowie Geschäftspartner. Denn davon profitieren sowohl Mitarbeiter als auch die Bank. Die Commerzbank hat im Berichtsjahr den fünften deutschen Diversity-Tag mit zahlreichen bundesweiten Aktionen und Workshops für ihre Mitarbeiter durchgeführt.

Bank fördert Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf

Unsere Mitarbeiter sollen Familie und Beruf gut miteinander vereinen können. Darum unterstützen wir sie mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Homeoffice-Möglichkeiten und Betreuungsangeboten für Kinder. Außerdem arbeiten wir seit Jahren mit professionellen Partnern zum Thema Pflege zusammen. So unterstützen wir unsere Mitarbeiter, die Angehörige pflegen, zum Beispiel durch Beratung und die Vermittlung von Pflegeplätzen. Darüber hinaus bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich innerhalb und außerhalb der Bank, beispielsweise bei Veranstaltungen oder in Mitarbeiternetzwerken zu unterschiedlichen Themen zu informieren und auszutauschen.

Anzahl von Frauen in Führungspositionen steigt weiter

Die Commerzbank hat im Berichtsjahr mit 30,7 % mehr Frauen in Führungspositionen beschäftigt als 2016. Für uns ist es auch künftig wichtig, Mitarbeiterinnen in Managementfunktionen zu fördern. Daher hat sich die Commerzbank zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 35 % der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Dabei sollen Positionen ausschließlich nach der Qualifikation und Kompetenz besetzt werden.

Bank fördert gesundes Leben und Arbeiten ihrer Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind motivierter und leistungsfähiger, wenn sie gesund arbeiten und leben. Schon 2012 hat sich die Commerzbank daher dazu bekannt, Gesundheitsziele sowohl in ihrer Personalpolitik als auch in allen anderen Unternehmensbereichen zu verankern. Seitdem engagieren wir uns für die Gesundheit unserer Mitarbeiter weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. So bieten wir unseren Mitarbeitern ein umfangreiches Informations- und Schulungsangebot für Gesundheitsthemen. Außerdem fördern wir bei unseren Führungskräften das Bewusstsein für gesundheitsförderliches Verhalten im Arbeitsalltag.

Im Berichtsjahr haben wir bundesweit rund 160 Betriebssportgruppen mit rund 16.000 Mitgliedern in mehr als 50 Sportarten in der Commerzbank unterstützt. Außerdem haben wir zahlreiche Bewegungsaktionen angeboten. Wie schon in den Vorjahren meisterten knapp 1.900 Mitarbeiter der Commerzbank die Herausforderung, 100 Tage lang mindestens 10.000 Schritte zu gehen.

Neben der körperlichen ist uns auch die psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter sehr wichtig. Über das "Employee Assistance Program" (EAP) erhalten unsere Mitarbeiter kompetente Beratung in schwierigen Berufs- und Lebenslagen.

Mit unserem ganzheitlichen Ansatz beim betrieblichen Gesundheitsmanagement schaffen wir einen Rahmen für gesundes Arbeiten.

Zusatzleistungen für Mitarbeiter

Neben der Vergütung bieten wir unseren Mitarbeitern viele attraktive Zusatzleistungen an. Diese reichen von der betrieblichen und privaten Altersversorgung über Risikoabsicherungen bis hin zu vielen weiteren Extras. Die Zusatzleistungen haben allesamt eine hohe Relevanz bei unseren Mitarbeitern und unterstützen uns dabei, uns als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. So ist es uns wichtig, die Mobilität unserer Mitarbeiter zu stärken. Daher hatten unsere Mitarbeiter auch 2017 die Möglichkeit, am Bike- und Bankwagenleasing teilzunehmen. Etwa 5.300 Mitarbeiter haben das Angebot genutzt. Im Berichtsjahr hat die Bank erstmals ein Elektroauto als Leasing-Aktionsfahrzeug angeboten. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zu den bankweiten Nachhaltigkeitszielen und setzen ein Zeichen für die Elektromobilität. Außerdem gibt die Commerzbank ihren Mitarbeitern beispielsweise regelmäßig die Gelegenheit, hochwertige IT-Geräte auch für den privaten Gebrauch zu leasen.

Vergütung

Die Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird 2018 sowohl von geopolitischen Risiken als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer geprägt sein. Im Fokus steht dabei weiterhin China. Dort wird sich das Wachstum voraussichtlich etwas verlangsamen. Zum einen dürfte die in China wichtige Bauwirtschaft schwächer expandieren, nachdem die Immobilienpreise kaum noch steigen, zum anderen werden die hoch verschuldeten Unternehmen, allen voran die staatseigenen Betriebe, ihre Investitionen langsamer steigern. Dagegen dürfte der Aufschwung in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, weiter an Kraft gewinnen.

In den USA sind die Chancen gut, dass sich der schon über acht Jahre andauernde Aufschwung 2018 fortsetzt. Gestützt durch die steigende Beschäftigung und höhere Lohnzuwächse sollte der private Konsum weiter kräftig zulegen. Gleiches gilt für die Unternehmensinvestitionen, die von den günstigen Absatzperspektiven profitieren. Zudem dürften die höheren Rohölpreise die Investitionen in die Öl- und Gasförderung wieder stärker anschieben. Auch die US-Exporte werden 2018 wohl ähnlich stark zulegen wie 2017. Die mit der US-Präsidentschaftswahl aufgekommenen Befürchtungen, ein Handelskrieg könne ausbrechen, haben sich bislang nicht bewahrheitet. Zusätzlichen Rückenwind versprechen die beschlossenen Steuersenkungen, von der sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer profitieren.

Mit 2,7% wird die US-Wirtschaft wohl auch 2018 stärker wachsen als das Produktionspotenzial. Die schon sehr niedrige Arbeitslosigkeit wird weiter fallen. Dies wird die US-Notenbank in ihrer Erwartung bestärken, dass die Kerninflation (Inflation ohne Energie, Nahrungsmittel) wieder in Richtung 2 % steigt. Entsprechend gehen wir davon aus, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen 2018 um insgesamt 100 Basispunkte anheben wird.

Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr 2017 20181 20191
USA 2,3 % 2,7 % 2,3 %
Euroraum 2,5 % 2,5 % 2,3 %
Deutschland 2,2 % 2,5 % 1,8 %
Mittel- und Osteuropa 3,8 % 3,4 % 3,0 %
Polen 4,6 % 3,8 % 3,2 %

1 Werte für die Jahre 2018 und 2019 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Im Euroraum ist ein recht kräftiger Aufschwung in Gang gekommen, der nur bei einem Kurswechsel der EZB in Gefahr geraten würde. Dieser ist aber nicht in Sicht. Zwar hat die EZB ihre Anleihekäufe zu Jahresbeginn halbiert. Bis September wird sie nur noch Papiere im Wert von 30 Mrd. Euro pro Monat kaufen und danach wohl schrittweise einstellen. Aber das bedeutet nicht das Ende der lockeren Geldpolitik. Der EZB-Einlagensatz dürfte noch längere Zeit bei -0,4% liegen. Die niedrigen Zinsen machen die immer noch hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte tragbar.

Dank des ordentlichen Wirtschaftswachstums wird die Arbeitslosigkeit weiter sinken, der schwache Lohnauftrieb dürfte hierdurch aber kaum angefacht werden. Entsprechend wird auch der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben.

Das Votum der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der EU wird die Konjunktur im Euroraum nicht stärker beeinträchtigen. Zum einen werden bis zum tatsächlichen Ausscheidens Großbritanniens aus dem Binnenmarkt wohl noch mehrere Jahre vergehen. Zum anderen gehen wir davon aus, dass es am Ende zu einer Einigung mit der EU kommt, die die wirtschaftlichen Verwerfungen minimiert.

Die deutsche Wirtschaft wird 2018 - bereinigt um die unterschiedliche Zahl Arbeitstage - wohl ähnlich stark wachsen wie im Vorjahr. Unbereinigt dürfte ein Plus von 2,5 % zu Buche stehen. Getragen wird der Aufschwung von einer kräftigen Investitionstätigkeit. Aber auch der Konsum dürfte weiterhin ordentlich zulegen. Etwas höhere Lohnsteigerungen und eine weiterhin merkliche Zunahme der Beschäftigung lassen die Einkommen der Arbeitnehmerhaushalte weiterhin kräftig steigen. Impulse kommen aber nicht nur von der Binnennachfrage. Die deutsche Wirtschaft wird auch weiterhin von der lebhaften globalen Nachfrage profitieren. Allerdings ist auch zu beobachten, dass die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen bereits seit Jahren stärker steigen als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen - treiben die niedrigen Zinsen die Preise in die Höhe.

Die Zinswende in den USA und die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der EZB werden auch 2018 das Bild an den Finanzmärkten prägen. Das Auslaufen der EZB-Anleihekäufe wird die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen nicht wesentlich steigen lassen. Der Höhenflug an den Aktienmärkten ist noch nicht vorüber, auch wenn die Volatilität deutlich zunehmen dürfte. Das laufende Geschäftsjahr wird wohl noch einmal ein gutes Aktienjahr werden. Denn die gute Konjunktur sorgt für steigende Unternehmensgewinne. Außerdem stützt die fortgesetzt lockere Geldpolitik die Bewertungen der Aktien. Der Euro-Dollar-Wechselkurs dürfte 2018 in der Tendenz eher fallen, weil die US-Notenbank ihren Leitzins stärker anheben sollte als gegenwärtig von den Märkten erwartet.

Wechselkurse 31.12.2017 31.12.20181 31.12.20191
Euro/US-Dollar 1,20 1,18 1,26
Euro/Pfund 0,88 0,88 0,92
Euro/Zloty 4,18 4,30 4,40

1 Werte für die Jahre 2018 und 2019 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Vor dem Hintergrund des weltwirtschaftlichen Rückenwindes für die deutsche und europäische Wirtschaft und des zunehmend selbsttragenden Aufschwungs im Euroraum sind die Risiken für das konjunkturelle Umfeld des Bankensektors derzeit zwar ausgeglichener als zuvor. Einige der bisher wahrgenommenen Gefahren bestehen aber weiter, darunter das Risiko zunehmender protektionistischer Tendenzen, die Gefahr eines überraschenden Wachstumsrückgangs in China sowie politische Risiken in Europa und in der Welt. Nach dem Wählervotum in Sizilien hat sich beispielsweise das Risiko eines möglichen Wahlsiegs europakritischer Kräfte bei der kommenden Parlamentswahl in Italien erhöht, zumal Italien aufgrund struktureller Schwächen weiterhin ein Risikofaktor für die Währungsunion ist. Eine Eskalation des Nordkorea-Konflikts oder des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und Iran könnten die Wahrnehmung geopolitischer Risiken deutlich verschärfen. Das Platzen einer Verschuldungsblase, Kaskadeneffekte, ein massiver Vertrauensverlust und politische Entscheidungen könnten in China zu einem empfindlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums führen.

Im Falle von Übertreibungen an den Finanzmärkten und Fehlallokationen in der Realwirtschaft als Folge der lang anhaltenden expansiven Geldpolitik wäre der Bankensektor im Zins- und Provisionsgeschäft direkt betroffen. Durch die hohe Bewertung bei Aktien und Renten, auf den Immobilienmärkten und im Bereich Private Equity hat sich ein großes Enttäuschungspotenzial aufgebaut und Gelassenheit und Zuversicht haben teilweise überhandgenommen. Anleger, die normalerweise in sichere Assets investieren, könnten im Falle von Marktturbulenzen panisch reagieren, die Bedeutung von prozyklisch agierenden Investoren ist deutlich gewachsen. Der geplante Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik einiger Notenbanken birgt ohnehin das Risiko von Finanzmarktverwerfungen, zumal moderate Erwartungen über Ausmaß und Geschwindigkeit der geldpolitischen Straffung enttäuscht werden könnten. Die Deutsche Bundesbank wies kürzlich darauf hin, dass Risiken aus Neubewertungen, Zinsänderungen und Kreditausfällen gleichzeitig eintreten und sich gegenseitig verstärken könnten.

Ein weitgehend ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Übergangsfrist und ohne ausverhandeltes Freihandelsabkommen, der trotz der jüngsten Fortschritte in den Gesprächen über die Konditionen des Austritts noch nicht ausgeschlossen werden kann, käme einem wirtschaftlichen Schock gleich und würde dem deutschen Bankensektor - trotz leicht positiver Wertschöpfungseffekte durch Verlagerungen von marktnahen Finanzdienstleistungen nach Deutschland - Schaden zufügen. Denn das derzeitige Ausmaß der Integration zwischen Großbritannien und der EU, insbesondere mit Deutschland, ist angesichts der Spezialisierung im Binnenmarkt und der internationalisierten Wertschöpfungsketten sehr groß. Das Auslandsgeschäft der Banken mit wichtigen deutschen exportstarken Industriekunden wäre empfindlich beeinträchtigt, das gilt besonders - über den Handelskanal - für die Branchen Automobile, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie und Pharma sowie für das Ernährungsgewerbe und die Textilindustrie. Lieferungen von Vorleistungen sind sowohl für Deutschland als auch für Großbritannien zudem makro- und mikroökonomisch relevant. In Deutschland hängen nach Untersuchungen des Ifo-Instituts gut 550.000 Arbeitsplätze am Export in das Vereinigte Königreich, womit direkt auch das Geschäft mit privaten Bankkunden betroffen wäre. Hinzu kommt, dass ein Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion den Handel mit den anderen EU-Staaten beeinträchtigen könnte. Die Banken sind darauf angewiesen, dass ihre Kreditkunden die Gefahren des Austritts für ihre eigenen Geschäftsmodelle erkennen und reduzieren. Kurzfristig bestünden ganz allgemein große Abwärtsrisiken für das makroökonomische Umfeld durch Nervosität der Marktteilnehmer und politische Unsicherheiten mit negativen Auswirkungen auf die Dispositionen der Kunden des Bankensektors. Hierzu könnte auch die Wahrnehmung schwerwiegender institutioneller Folgen des Austritts eines der drei größten Mitgliedstaaten (hinsichtlich der Machtbalance in der EU, möglicher Richtungswechsel in Freihandelsfragen und Auswirkungen auf den EU-Haushalt) beitragen. Sollte die britische Regierung die Aufsichtsstandards für die Geldbranche nach dem Brexit aufweichen, um das Londoner Finanzzentrum zu stützen, wäre die Konkurrenzfähigkeit der Banken in den verbleibenden EU-Ländern beeinträchtigt.

An den Märkten halten sich Unsicherheiten über die Kapitalausstattung, Zinsänderungsrisiken, notleidende Kredite, Cyberrisiken und insbesondere über die Ertragslage der europäischen Banken. Nach dem jüngsten Abschluss des Regelpakets Basel 3 rückt die Frage einer einheitlichen Umsetzung in den Vordergrund, die - zusammen mit den Fragen, zu denen die Aufseher keinen Konsens erzielt haben - zu Unsicherheiten bei Investoren führen könnte. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. Es bleibt eine wesentliche Herausforderung der Banken, ihre Geschäftsmodelle - angesichts fortbestehender Überkapazitäten in einigen Ländern, auch im Zusammenspiel mit neuen technologiegetriebenen Wettbewerbern - den veränderten Bedingungen anzupassen, Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Hierzu ist es erforderlich, die Modernisierung des Bankbetriebes konsequent voranzutreiben und ausreichende Kapazitäten für die Digitalisierung bereitzustellen.

Der Bankensektor im Euroraum steckt alles in allem noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva in der immer digitalisierteren und automatisierteren Branche bleiben für den Bankensektor wichtige Voraussetzungen, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen.

Konjunkturell wird die Branche 2018 vom makroökonomischen Umfeld Impulse für ihr Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden erhalten. Hinter der gefestigten globalen Konjunktur steht nämlich ein Aufschwung, der im Länderprofil und hinsichtlich seiner Komponenten an Breite gewonnen hat. Von der breit angelegten Aufwärtsbewegung profitieren so der internationale Güteraustausch und endlich auch die Anlageinvestitionen; vor allem die privaten Unternehmen scheinen ihre Investitionszurückhaltung abzulegen. Die gute Entwicklung von Beschäftigung und Einkommen stützt weiterhin das Konsumwachstum und die Sparfähigkeit. Das beste Umfeld für die Banken wäre ein anhaltender konjunktureller Schwung und ein nur gradueller und langsamer Zinsanstieg. Dennoch: Hohe Tilgungsleistungen der Kunden und die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen werden zusammen mit dem scharfen Wettbewerb das Wachstum der Erträge begrenzen.

Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen bleibt durch den wirtschaftspolitischen Kurs und den Streit mit der EU um die Grundfrage der Wirkung von Europarecht mittelfristig eingetrübt. Im Zusammenhang mit der eingeführten Bankenabgabe sowie mit anderen möglichen Maßnahmen zur Erhöhung des Staatseinflusses erwarten wir Belastungen für den Bankensektor. Zudem würden die engen Handelsbeziehungen zu Großbritannien Beeinträchtigungen im Falle eines ungeordneten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU herbeiführen.

Konjunkturell betrachtet wächst die polnische Wirtschaft hingegen weiterhin kräftig. Dem starken Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung von rund 4,6 % im Berichtsjahr dürfte 2018 ein weiterer kräftiger Anstieg von rund 3,8% folgen. Der private Konsum wird wieder eine wichtige Rolle spielen, verstärkt durch fiskalpolitische Maßnahmen wie Förderprogramme für Familien und Rentner. Zudem profitiert das Land von der starken Nachfrage aus Deutschland. Außerdem ist damit zu rechnen, dass zum Ende der Förderperiode vermehrt EU-Fördermittel abgerufen werden. 2018 dürften so die Investitionen wieder einen spürbaren Beitrag zum Wachstum leisten. Die positive Entwicklung von Löhnen und Arbeitslosigkeit sollte grundsätzlich zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die solide Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Durch die anstehenden Brexit-Verhandlungen erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte für die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt.

Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Für das Jahr 2018 plant die Commerzbank mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 1 Mrd. Euro. Davon entfallen rund zwei Drittel auf IT-Investitionen. Der Schwerpunkt der Investitionen entfällt zu rund 45 % auf Digitalisierung, zu rund 25 % auf Regulatorik und zu knapp 20 % auf unsere Infrastruktur.

Privat- und Unternehmerkunden

Maßgebend für die Investitionen in der Filialbank für 2018 sind weiterhin die Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterführung der Digitalisierungsmaßnahmen. Hierunter fallen insbesondere Investitionen in die neue Multikanalplattform ONE, bei der der Ausbau der Funktionalitäten für Kunden und Mitarbeiter konsequent fortgesetzt wird. Damit werden Wartungskosten durch Abschaltung einzelner Systeme reduziert sowie die konzernweite Nutzung einzelner Komponenten und höhere Standardisierung realisiert. Compliance-Anforderungen können durch die Harmonisierung von Prozessen, Produkten und Services besser erfüllt werden. Die Plattform ermöglicht darüber hinaus die Anbindung zum Beispiel von FinTechs und flexibilisiert damit das Geschäftsmodell.

Weitere Investitionen gehen in die Vertriebsplattform der Commerzbank. Darüber werden analytisch gewonnene Erkenntnisse zum Bedarf der Kunden den Kanälen wie Filiale, Kundencenter oder Onlinebanking gezielt zugespielt, um eine industrialisierte, skalierte und automatisierte Kundenansprache und -bedienung zu ermöglichen. Passgenaue Angebote, die zielgerichtet und bedarfsspezifisch platziert werden, erhöhen die Kundenzufriedenheit und fördern das Cross- und Upselling. Voraussetzung ist die effiziente Nutzung von Big Data & Advanced Analytics im Rahmen eines digitalen Customer-Relationship-Managements (DCRM). Durch die fundierte Analyse eigener und externer Daten werden nicht ausgeschöpfte Kundenpotenziale identifiziert und passgenaue Angebote generiert. Das analytische DCRM wird ebenfalls für die Lead-Generierung genutzt: Im Kundenpool werden sogenannte "generierte Leads" (Interessenten) gesammelt, verwaltet und gezielt bearbeitet. Budgets für Marketing und Vertriebskampagnen können damit gezielter alloziert werden.

Die fristgerechte, kundenorientierte Umsetzung der vielfältigen und stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen hat unverändert höchste Bedeutung. Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in der Umsetzung der Anforderungen aus der EU-Datenschutzgrundverordnung und der Anforderungen aus veränderter steuerlicher Gesetzgebung sowie in Prozessoptimierungen im Zusammenhang mit der EU-Richtlinie "MiFID II".

Auch 2018 wird weiter konsequent an der effizienteren Aufstellung des Filialgeschäfts gearbeitet. Kern der Maßnahmen ist die Umsetzung eines Betreuungsmodells, das neben einer klaren Digitalisierungsstrategie stärker auf eine Differenzierung des Leistungsangebotes an den einzelnen Standorten setzt. Dabei wird gleichzeitig eine konsequente Aufrechterhaltung der Präsenz vor Ort sichergestellt. Kern der Investitionsmaßnahmen im Filialbereich 2018 wird der beschleunigte Roll-out des Flagship-Filialformats und der 2017 erfolgreich pilotierten City-Filialen sein.

Investitionen in Digitalisierung, Sales-Plattform, Betreuungsmodell und regulatorische Umsetzung bilden auch die Grundlage für das Geschäftsfeld Unternehmerkunden im Jahr 2018. Gleichzeitig investiert die Commerzbank im Zuge von "Commerzbank 4.0" auch 2018 gezielt in spezifische Belange von Unternehmen und Unternehmern. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung des digitalen Liquiditätsmanagements, die Erweiterung unseres Leasing-Angebots sowie das Angebot im Auslandsgeschäft für Unternehmerkunden. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt in der Vollendung des neuen Betreuungsmodells für Unternehmerkunden im Filialvertrieb sowie der Übernahme der Kunden aus dem Segment Firmenkunden. Unternehmerkunden mit einem Umsatz bis 15 Mio. Euro werden zukünftig in der Commerzbank deutschlandweit an über 300 Standorten durch mehr als 1.600 auf die Belange von Unternehmerkunden spezialisierte Mitarbeiter betreut.

Die geplanten Investitionen der mBank betreffen auch im Geschäftsjahr 2018 überwiegend das Thema Digitalisierung. Sowohl kundenbezogene als auch interne Prozesse sollen weiter optimiert und automatisiert und damit die führende Wettbewerbsposition ausgebaut und weiter gestärkt werden. Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation wird eine agile Organisation hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Die für 2018 geplanten Projekte unterstützen konsequent den "Mobile (Banking-) First"-Ansatz einer kundenorientierten Multikanalbank. Ein umfassendes Verständnis der Kunden und ihrer Bedürfnisse ist grundlegend für die Gewinnung neuer Kunden sowie die Kundenbindung. Diesbezüglich werden es die Investitionen erlauben, auf Kundenbedürfnisse maßgeschneiderte Finanzlösungen anzubieten. Weitere Aktivitäten zielen auf Effizienzsteigerung der Prozesse und somit auf die Optimierung der Kosten. Verschiedene Initiativen von 2017 werden 2018 fortgeführt. Darunter fallen das "One Network"-Projekt und Investitionen zur Verbesserung und Standardisierung der IT-Infrastruktur der mBank sowie der IT-Sicherheit. Im Rahmen des "One Network"-Projekts sollen 2018 weitere Beratungszentren und "Light-Filialen" eröffnet werden. Darüber hinaus gibt es Investitionen im Rahmen von regulatorischen Anforderungen, unter anderem MiFID II, Abführung der Mehrwertsteuer in Polen (Split Payment) und die Zusammenarbeit mit einer staatlichen Clearingstelle der nationalen Steuerverwaltung.

Firmenkunden

Auch im Jahr 2018 werden bei den Investitionen des Segments Firmenkunden die im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" beschlossenen Maßnahmen im Vordergrund stehen. Dabei wird der Schwerpunkt auf dem Wachstumsprogramm "Leading the Future" - die Spitzenposition im Mittelstand - liegen. Ziele des Programms sind die Gewinnung von Marktanteilen und der Ausbau der Marktposition in Deutschland durch die klare Ausrichtung aller Maßnahmen an Erfordernissen von Vertrieb und Kunden. Gleichzeitig soll der stetig steigende Digitalisierungsgrad eine Reduzierung administrativer Tätigkeiten im Vertrieb und dadurch mehr Zeit für Kunden schaffen sowie eine bessere Unterstützung der Bestandskunden, zum Beispiel auf Basis von "Sales Analytics", ermöglichen. Unter anderem wird 2018 unser digitaler Firmenkundenkredit ausgerollt: Kunden können dann Kreditlinien bis 5 Mio. Euro ganz einfach online beantragen, eine zeitnahe Entscheidung erhalten und den Kreditvertrag nach Zusage sofort herunterladen. Darüber hinaus wird der Fokus auf der aktiven Steuerung von Compliance-Risiken liegen. Diesbezüglich wird das Segment seine Investitionen in die weltweite Stärkung der Compliance-Kultur fortsetzen und insbesondere die Durchführung entsprechender Schulungen verstärken.

Campus/"Journeys"

Die Commerzbank wandelt sich zu einem digitalen Technologieunternehmen, um ihre Dienstleistungen deutlich schneller für die Kunden bereitstellen sowie bankintern effizienter erbringen zu können. Im Kontext der Strategie "Commerzbank 4.0" verfolgt die Bank das strategische Ziel, 80 % der relevanten Geschäftsprozesse bis Ende 2020 End-to-End zu digitalisieren. Hierzu können bereits 2018 die ersten Digitalisierungsgroßprojekte in der Commerzbank abgeschlossen werden. Neben diesem Projektabschluss werden im laufenden Jahr drei weitere Digitalisierungsprojekte gestartet. Es werden weiterhin bis zu 1.000 Mitarbeiter im Digital Campus mitwirken.

Die Digitalisierung wird nicht in Form von klassischen Projekten vorangetrieben, sondern in thematisch zusammenhängenden End-to-End-Prozessen, sogenannten "Master Journeys". Hierfür trägt jeweils ein Lead-Executive die Verantwortung. In jeder Journey wird die Umsetzung von zwei Vorstandsmitgliedern als Paten vorangetrieben. Die Journeys verfolgen eine Vision, der sich die Teams in kurzen Zwischenetappen, sogenannten Sprints, zu einem vorgegebenen Fertigstellungstermin nähern. Die laufenden und geplanten Digitalisierungsprojekte werden im Digital Campus gebündelt und es werden sogenannte "agile Arbeitsmethoden" angewendet.

Backoffice

Auch im Jahr 2018 wird die Commerzbank die bereits begonnene Optimierung der IT-Infrastruktur fortführen. Wesentliche Investitionen fließen in die Themen Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwicklung. Im Rahmen der Wertpapierabwicklung ist die Commerzbank Ende 2017 eine strategische Partnerschaft mit der HSBC Transaction Services GmbH eingegangen. Diese Partnerschaft wird es der Commerzbank ermöglichen, kosteneffizient auf einer modernen und flexiblen Plattform zu arbeiten.

Zusätzlich werden Investitionen im Bereich Big Data& Advanced Analytics getätigt. Big Data & Advanced Analytics beschreibt den intelligenten Umgang mit Daten, die der Commerzbank aus öffentlichen Quellen vorliegen oder freiwillig von den Kunden überlassen werden. Ziele hierbei sind eine zielgerichtete Kundenansprache verbunden mit einem Mehrwert für den Kunden sowie die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten.

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der gesetzeskonformen und ethischen Grundsätze wird die Compliance-Funktion weiter gestärkt.

Aufgrund stetig wachsender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Für 2018 sind zum Beispiel Aufwände für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) geplant.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im vierten Quartal 2017 durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone und der Vermeidung von deflationären Tendenzen geprägt.

Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB bis Ende 2017 weiterhin pro Monat zusätzlich 60 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Von Januar 2018 an wollen die Währungshüter monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere für 30 Mrd. Euro kaufen. Das Programm soll bis mindestens Ende September 2018 laufen und damit neun Monate länger als bislang geplant. Die Überschussliquidität per Ende Dezember 2017 stieg auf rund 1.800 Mrd. Euro weiter an. Wir gehen davon aus, dass die EZB 2018 auch netto mehr Wertpapiere kaufen wird als Wertpapiere fällig werden. Die Transformation in Kreditnachfrage wird weiterhin verhalten bleiben.

Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus. Das Ankaufprogramm der EZB führt nach wie vor zu einer Verknappung an Collaterals. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten ist weiterhin durch die Aktivitäten der EZB gekennzeichnet. Die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten wird aufgrund der EZB-Aktivitäten weiter verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit einem negativen Zinsumfeld im Bereich bis 3 Jahre sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch durch den Brexit erwarten wir keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.

Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.

Chancenmanagement in der Commerzbank

In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft spürbar verändert. Der Druck auf die Profitabilität hat sich empfindlich erhöht, sowohl bei den Erträgen als auch bei den Kosten. Der immer größer werdende Wettbewerb macht es notwendig, dass alte Strukturen überdacht und neue Wege eingeschlagen werden. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen.

Die im Herbst 2016 verkündete Strategie "Commerzbank 4.0" hat drei Stoßrichtungen. Wir konzentrieren uns erstens auf Geschäfte mit klaren Wettbewerbsvorteilen und trennen uns von Randaktivitäten. Zweitens wandeln wir uns zu einem digitalen Technologieunternehmen. Und drittens gestalten wir die Bank einfacher und erhöhen so unsere Effizienz. Wir verfolgen das Ziel, die führende Bank in Deutschland zu werden - für Privat-, Unternehmer und Firmenkunden. Wir wollen ein modernes und überlegenes Angebot aus digitalen und persönlichen Dienstleistungen vorhalten, ganz nah am Kunden und für den Kunden schnell und effizient in der Abwicklung. Wir bleiben so persönlich und digital: Der Kunde kann entscheiden, über welchen Kanal er mit uns Kontakt aufnimmt. Die Bank konzentriert ihre Kundenaktivitäten in zwei starken Vertriebssegmenten - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden.

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden wird bis 2020 zur digitalen Multikanalbank in Deutschland. Kernpunkte sind dabei digitale und analoge Leistungsangebote, neue Vertriebsplattformen und ein differenziertes Filialkonzept. Unser Filialnetz mit rund 1.000 Standorten behält seine ganz zentrale Rolle. Durch die Kombination digitaler Plattformstrategien mit modernen Filialformaten wollen wir schneller wachsen. Mit der Vertriebsanwendung "ONE" haben wir eine einheitliche technische Plattform für den Online- und Filialvertrieb geschaffen. Flagship-Filialen mit Beratungsschwerpunkt und City-Filialen mit effizientem Kundenservice bei reduzierter Infrastruktur und geringeren Betriebskosten sichern eine breite Marktabdeckung. Um bis 2020 zwei Millionen Nettoneukunden zu gewinnen, bietet die Bank attraktive Produkte wie den digitalen Ratenkredit und digitales Asset-Management an und kooperiert mit Partnern wie Tchibo, Amazon und Lufthansa. Unternehmerkunden werden in einem eigenen Geschäftsfeld im Segment Privat- und Unternehmerkunden betreut. Wir kombinieren die Stärken des Know-hows aus dem Privatkundengeschäft mit der Krediterfahrung der Mittelstandsbank. Mithilfe neuer digitaler Angebote bei gleichzeitig flächendeckender Vor-Ort-Präsenz werden wir unsere Marktanteile bei Geschäftskunden und kleineren Firmenkunden so deutlich von 5 % auf 8 % erhöhen. Die ganzheitliche Beratung berücksichtigt dabei sowohl ihre geschäftlichen als auch die privaten Belange.

Im Segment Firmenkunden führen wir die traditionellen Stärken der Bank im Corporate Banking - eine bundesweit flächendeckende Präsenz gepaart mit der Begleitung ins Ausland, ein einzigartiges Betreuungsmodell und ein führendes Angebot in der Handels- und Exportfinanzierung - mit dem Kapitalmarkt-Know-how unserer Investmentbank zusammen. Damit schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, um auf die individuellen Bedürfnisse größerer Unternehmen mit den passenden Lösungen einzugehen. Und unser Know-how in den deutschen Schlüsselindustrien werden wir auf eine europäische Ebene heben und so stärker für internationales Wachstum nutzen. Es ist unser Ziel, der führende Anbieter von Absicherungsprodukten für Firmenkunden und das "Debt House Nr. 1" zu sein. Wir streben weltumspannend eine einheitlich hohe Betreuungsqualität an. Denn genau so, wie der Firmenkundenbetreuer in Deutschland den Einsatz von Produktspezialisten koordiniert, arbeitet er auch mit den weltweiten Client-Service-Teams der Bank zusammen. Die mehrsprachigen Relationship-Manager und Spezialisten der European Desks in ihren globalen Märkten stehen in ständigem Kontakt mit den Firmenkundenbetreuern im Heimatmarkt.

Über alle Segmente hinweg werden wir die Bank zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. Dieser Umbau betrifft Strategie, Technologie, Kompetenz und Kultur. Wir werden die Digitalisierung im Bankgeschäft aktiv vorantreiben und Technologieführer sein. Dabei wollen wir die Nummer 1 bei allen Technologien sein, die unseren Kunden Schnelligkeit, Sicherheit und Bequemlichkeit bringen. Seit einiger Zeit bereits engagieren wir uns sowohl direkt als auch über unsere Töchter CommerzVentures und main incubator sowie die Digitalisierungsplattform "openspace" im Start-up-Bereich. Wir unterstützen Gründer mit guten Ideen und sind dadurch nah dran an den Innovationen von morgen. Das Digital-Leadership-Programm wird unsere Führungskräfte beim digitalen Wandel in ihrer Multiplikator-Rolle unterstützen.

Der digitale Campus wird zum Motor für den Umbau der Commerzbank werden, in diesem erproben und entwickeln wir neue, agile Arbeitsmethoden sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Wir kommen so schneller zu Ergebnissen und können uns flexibler auf Veränderungen einstellen. Auf unserem Weg haben wir mit den "Digital Proofs" bezüglich Kundenschnittstellen, neuen Technologien und digitaler Arbeitswelt schon einige Erfolge vorzuweisen.

Welche konkreten Chancen sich für die zwei Kundensegmente im laufenden Jahr ergeben, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" jeweils dargelegt.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Commerzbank in einem unverändert sehr anspruchsvollen Bankenumfeld wichtige Weichen gestellt, um mit Hilfe der Strategie "Commerzbank 4.0" mittelfristig ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. Der für die Umsetzung dieser strategischen Maßnahmen notwendige Restrukturierungsaufwand in Höhe von 0,8 Mrd. Euro wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits vollständig gebucht. Im Geschäftsjahr 2018 wird die Commerzbank ihren Fokus auf weiteres Wachstum von Kunden und Geschäftsvolumen und die nachhaltige Verbesserung der Marktposition in den beiden Kerngeschäftsfeldern Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden legen und erneut hohe Investitionen in die digitale Transformation des Geschäftsmodells vornehmen. Damit wird die Basis sowohl für deutliche Ertragszuwächse in den kommenden Jahren als auch für signifikante Effizienzgewinne gelegt. Im Segment Asset & Capital Recovery, in dem komplexe, langlaufende und riskantere Portfolios ohne strategischen Wertbeitrag gebündelt sind, erwartet die Commerzbank einen weiteren substanziellen Abbauerfolg. Zum Jahresende 2018 gehen wir davon aus, dass der Bestand an Schiffsfinanzierungen auf ein aus Risikosicht zu vernachlässigendes Volumen verringert werden kann. Die hohe Resistenz der Commerzbank gegenüber adversen Stressszenarien soll auf diese Weise nochmals gestärkt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit keiner nennenswerten Änderung der herausfordernden Rahmenbedingungen. Neben dem extremen Niedrig- beziehungsweise Negativzinsumfeld wird auch die verschärfte Wettbewerbssituation, die sich unter anderem in niedrigeren Neugeschäftsmargen im Kreditgeschäft sowie geringer Profitabilität im Einlagengeschäft widerspiegelt, die Ertragslage belasten. Eine Beschleunigung der mittelfristig angestrebten Ertrags- und Ergebnisverbesserungen, die eine Normalisierung des Zinsniveaus mit ansteigenden Sätzen insbesondere am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve voraussetzen würde, ist nach unserer Einschätzung für 2018 wenig realistisch. Daher hat im laufenden Jahr die Verbesserung der kundenbezogenen Ertrags- und Ergebnisqualität hohe Priorität. Dies bedeutet einerseits, dass die Konzernerträge im laufenden Geschäftsjahr in Summe voraussichtlich nicht ganz das Niveau des Jahres 2017 erreichen werden. Unter Ausklammerung der außerordentlichen Einmalerträge im Vorjahr strebt die Commerzbank jedoch einen leichten Ertragszuwachs an. Andererseits dürfte die hohe Qualität des Kreditportfolios in den Kernsegmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden, in Verbindung mit den in den letzten Jahren stark gesunkenen Risiken im Segment Asset&Capital Recovery, eine nochmalige signifikante Reduktion der Risikovorsorgeerfordernisse erlauben. Bei unverändert striktem Management der operativen Aufwendungen wird die Commerzbank nach unserer Prognose 2018 somit strategiekonform einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu höherer Profitabilität realisieren können.

Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten

Wie im Vorjahr zählt effizientes Aktiv-Passiv-Management zu den Herausforderungen, um in dem sich voraussichtlich nicht ändernden schwierigen Zinsumfeld die Zinserträge zu steigern. Ein Fokus liegt auf der Steuerung der Kredit-Einlagen-Relation durch konsequentes Einlagenmanagement sowie durch geschäftliches Wachstum in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden. Um der wettbewerbsbedingt verschärften Margensituation zu begegnen, wird die Commerzbank - ohne Vernachlässigung strenger Risikomaßstäbe - insbesondere margenstarke Finanzierungen wie das Konsumentenkreditgeschäft, das seit Jahresmitte 2017 auf einer eigenen Plattform betrieben wird, forcieren. Im Privat- und Unternehmerkundengeschäft in Deutschland sowie bei der mBank in Mittel- und Osteuropa sehen wir nach wie vor vielversprechende Wachstumspotenziale. Im Geschäft mit Firmenkunden, die im aktuell sehr günstigen konjunkturellen Umfeld über eine hohe Eigenfinanzierungskraft verfügen und dementsprechend wenige Kredite nachfragen, wird dagegen voraussichtlich erneut nur eine leichte Geschäftsausweitung möglich sein. Auf Konzernebene strebt die Commerzbank insgesamt einen leichten Anstieg des Zinsüberschusses an.

Die angestrebte leichte Zunahme beim Provisionsüberschuss steht in den beiden Kerngeschäftsfeldern Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden maßgeblich im Zusammenhang mit Wachstum im Wertpapier- beziehungsweise Kapitalmarktgeschäft. Bei Privatkunden sollen vor allem höhere bestandsabhängige Erträge aus mandatierten Geschäften in Verbindung mit erwartungsgemäß weiter zunehmenden Depotvolumen den Wegfall von Erträgen aus der Vermittlung von Konsumentenkrediten kompensieren und per saldo zu höheren Provisionserlösen führen. Bei institutionellen und Firmenkunden dürfte ein wieder etwas häufigeres Auftreten volatiler Phasen an den Finanzmärkten, die ein verstärktes Engagement der Akteure an den Primär- und Sekundärmärkten nach sich ziehen sollten, das Provisionsgeschäft begünstigen.

Eine Prognose des Ergebnisses erfolgswirksam zum Fair Value bewerteter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gestaltet sich aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung und der Volatilität an den globalen Kapitalmärkten schwierig. Hier setzt die Commerzbank ihren risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz fort, um einen möglichst stabilen Ertragsbeitrag zu erreichen. In diese Ertragsposition fallen neuerdings auch Folgebewertungseffekte von im Rahmen der IFRS-9-Umstellung per 1. Januar 2018 umklassifizierten Aktiva wie zum Beispiel das Schiffsfinanzierungsportfolio. Hier strebt die Commerzbank bis zum Jahresende 2018 eine substanzielle Reduktion des zum Fair Value bewerteten Schiffskreditportfolios an, ohne dass daraus materielle Ergebniseffekte erwartet werden.

Die übrigen Ertragspositionen, darunter das Realisierungsergebnis aus Finanzinstrumenten sowie das Sonstige Ergebnis, werden im Jahr 2018 nach unserer Einschätzung in Summe erheblich unter dem hohen Niveau des Vorjahres liegen. Das Geschäftsjahr 2017 profitierte von Einmalerträgen und Bewertungseffekten in einer Größenordnung von knapp 500 Mio. Euro, unter anderem aus Veräußerungsgewinnen aus einem Anteilsverkauf sowie aus einer Immobilientransaktion.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir trotz unserer Erwartung, dass das schwierige Zinsumfeld erneut ertragsbelastend wirkt, in bereinigter Rechnung mit leicht wachsenden Erträgen. Dazu sollen die Kernertragsgrößen Zins- und Provisionsüberschuss den Hauptbeitrag leisten. Unter Einbezug der im Vorjahr vereinnahmten Einmalerträge, die sich 2018 voraussichtlich nicht beziehungsweise nicht in gleicher Höhe wiederholen werden, ergeben sich in Summe leicht hinter dem Vorjahreswert zurückbleibende Erträge.

In einem Szenario steigender Zinsen, insbesondere am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve, würden wir ein deutlich höheres Ertragsplus für realistisch halten.

Die Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 hat Einfluss auf die Prognose des Risikoergebnisses, das in etwa vergleichbar, aber nicht identisch mit der früheren Kreditrisikovorsorgeposition ist. Das Risikoergebnis enthält nun unter anderem auch das Veräußerungsergebnis von im Wesentlichen zu Anschaffungskosten angesetzten Finanzinstrumenten, eine Teilkomponente, die nicht zuverlässig prognostiziert werden kann, jedoch auch nicht in materieller Größenordnung erwartet wird. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Commerzbank ein Risikoergebnis von weniger als 600 Mio. Euro. Anders als in den Vorjahren wird das Segment Asset & Capital Recovery nach unserer Einschätzung keine signifikant hohen Risikokosten mehr erfordern. Unabhängig von der Tatsache, dass Bewertungsveränderungen auf das Schiffsfinanzierungsportfolio seit 1. Januar 2018 im Ergebnis erfolgswirksam zum Fair Value bewerteter finanzieller Vermögenswerte abgebildet werden, trägt der inzwischen stark vorangeschrittene Abbau der ACR-Portfolios dazu bei. Ein wesentlicher Grund für den voraussichtlich deutlichen Anstieg des die Segmente Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden betreffenden Risikoergebnisses steht ebenfalls mit der IFRS-9-Einführung in Zusammenhang: Für das Kreditneugeschäft sind seit Jahresbeginn bereits zum Zugangszeitpunkt auf 1-Jahres-Sicht erwartete Kreditausfälle zu buchen, unabhängig vom tatsächlich eintretenden Wertberichtigungsaufwand. Die strategische Entscheidung, das margenstarke Konsumentenfinanzierungsgeschäft mit vergleichsweise höherer Risikokostenerwartung auf Commerzbankeigener Plattform zu betreiben, führt entsprechend zu einem Anstieg beim erwarteten Risikoergebnis. Der erwartete Zuwachs für Kreditrisiken in den Kerngeschäftsfeldern reflektiert insgesamt somit keine Verschlechterung der sehr guten Qualität unseres Kreditportfolios. Die Erwartung einer überdurchschnittlich hohen Portfoliogüte kommt auch in unserer Prognose zum Ausdruck, dass im laufenden Jahr nur ein relativ geringer Anteil des Risikoergebnisses auf Wertverluste infolge einer deutlichen Verschlechterung der Kreditqualität - sogenannte "Phase-2"-Wertberichtigungen im Rahmen der IFRS-9-Regeln - entfallen soll. Seit 1. Januar 2018 sind die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste im Risikoergebnis erfolgswirksam zu berücksichtigen, wenn es bei Kreditengagements zu einer erheblichen Ratingverschlechterung kommt.

Den Verwaltungsaufwand erwartet die Commerzbank im Jahr 2018 dank kontinuierlicher Effizienzverbesserungen unter dem Niveau des Vorjahres; unsere Kostenbasis soll auf einen Betrag von 7,0 Mrd. Euro begrenzt bleiben. Investitionen zur Steigerung der künftigen Profitabilität - zum Beispiel die Digitalisierungsoffensive in allen Bereichen des Konzerns - sind in der gleichen Größenordnung wie im Jahr 2017 geplant. Zudem rechnen wir bis auf Weiteres mit keiner Entlastung bei den regulatorischen Kosten wie zum Beispiel Bankenabgaben, die im Jahr 2017 erneut signifikant angestiegen sind. Erste Kostenentlastungen werden bereits im Jahresverlauf 2018 ihre Wirkung entfalten, auch wenn die positiven Effekte der geplanten Effizienzsteigerungsmaßnahmen, zum Beispiel aus Anpassungen der Mitarbeiterkapazitäten, plangemäß mit zunehmendem Maß erst in den Folgejahren sichtbar werden. Mit dem im Vorjahr bereits vollständig zurückgestellten Restrukturierungsaufwand haben wir die Grundlage zur nachhaltigen Senkung der Kostenbasis auf 6,5 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2020 gelegt.

Voraussichtliche Entwicklung der Segmente

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden bleiben steigende Kundenzahlen und Geschäftsvolumen die wichtigsten Ertragstreiber. Im kontinuierlichen Umbau zur Multikanalbank mit innovativen Filial- und Vertriebskonzepten sowie fortschreitender Digitalisierung von Produkten und Prozessen sehen wir einen Wettbewerbsvorteil, von dem wir uns weitere Marktanteilsgewinne und damit eine verbesserte Ertragslage versprechen. Ein Wachstumsschwerpunkt bleibt das Kreditgeschäft, auch wenn sich der geplante Volumenzuwachs wegen des widrigen Zins- und Wettbewerbsumfeldes voraussichtlich nicht in voller Höhe als Ertragsanstieg manifestieren wird. Insbesondere das margenträchtigere Konsumentenkreditgeschäft wird im Jahr 2018 forciert, aber auch in der Immobilienfinanzierung planen wir zum wiederholten Male über dem Marktdurchschnitt liegende Volumenzuwächse. Weiterer Ertragsspielraum ergibt sich durch eine noch stärkere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis. Hier liegt der Fokus auf einer zwar tendenziell sinkenden Produktvielfalt, die aber durch die zunehmende Digitalisierung der Produktpalette verbesserten Kundennutzen schafft und gleichzeitig Effizienzgewinne ermöglicht. Fortschritte bei der Kosteneffizienz erwartet das Segment auch durch Prozessoptimierungen, zum Beispiel durch Ausbau der zentralen Vertriebsplattform "ONE". Insbesondere in ihrem Heimatmarkt wird unsere polnische Tochtergesellschaft mBank, die eine der innovativsten Direktbankenplattformen Europas betreibt, ihre gute Marktstellung sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft weiter ausbauen. Folglich wird ein weiterer Anstieg der Erträge erwartet. Der Verwaltungsaufwand soll sich trotz der absehbar weiter hohen Belastung durch regulatorische Kosten im Einklang mit dem Ertragszuwachs entwickeln. Die prognostizierte signifikante Zunahme des Risikoergebnisses für das gesamte Segment Privat- und Unternehmerkunden steht nach unserer Einschätzung im Wesentlichen mit der IFRS-9-Einführung im Zusammenhang und reflektiert keine nennenswerte Veränderung der hohen Qualität der Kreditportfolios. Insgesamt erwarten wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Geschäftsjahr 2018 auf bereinigter Basis, das heißt ohne die im Berichtsjahr angefallenen Einmalerträge in Höhe von rund 200 Mio. Euro, eine deutliche Erhöhung der Erträge. In Verbindung mit einem etwas geringeren Verwaltungsaufwand sollten sich das Operative Ergebnis sowie die Operative Eigenkapitalrendite deutlich verbessern. Die Aufwandsquote sollte sich leicht rückläufig entwickeln.

Das Segment Firmenkunden wird sich 2018 im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" zum einen auf die weitere Festigung und Verbesserung der in vielen Bereichen führenden Marktstellung fokussieren. Neben der Erschließung neuer Kundengruppen, auch im europäischen Ausland, soll die Verbreiterung der bestehenden Kundenbasis und damit einhergehend die Erhöhung von Marktanteilen die Ertragskraft stärken. Weitere Wachstums- und Ertragspotenziale bestehen insbesondere in Geschäftsfeldern, in denen die Commerzbank im Wettbewerbsvergleich über besondere Stärken verfügt, zum Beispiel in der Handelsfinanzierung. Zum anderen wird die Transformation in die vereinbarte Zielorganisationsstruktur vorangetrieben, unter anderem mit der Separierung von Equity Markets & Commodities. Hier halten wir an unserer Absicht fest, diese Geschäftsaktivitäten kurz- bis mittelfristig an den Markt zu bringen. Ein Fokus der Segmentaktivitäten im laufenden Geschäftsjahr ist die andauernde digitale Transformation der Beratungs- und Vertriebsprozesse sowie die kontinuierliche Digitalisierung und Modernisierung der Produktpalette, die im Zeitverlauf auch zunehmende Effizienzgewinne erlauben wird. Ertragsseitig wirken im laufenden Jahr neben Margenverengungen infolge des verschärften Wettbewerbs im Kreditneugeschäft auch Nachlaufeffekte aus im Jahr 2017 aufgegebenen, nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten noch belastend. Durch konsequente Umsetzung der geplanten Wachstumsinitiativen strebt das Segment Firmenkunden an, die Summe der Erträge gegenüber dem Vorjahr leicht zu erhöhen. Auch das Operative Ergebnis soll etwas zulegen. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der im Wesentlichen mit der Einführung von IFRS 9 im Zusammenhang stehende erwartete deutliche Anstieg im Risikoergebnis durch den angestrebten leichten Rückgang beim Verwaltungsaufwand zum überwiegenden Teil aufgefangen werden kann. Bei einer wenig verändert prognostizierten Operativen Eigenkapitalrendite gehen wir von einer leicht verbesserten Aufwandsquote aus.

Das Segment Asset & Capital Recovery wird 2018 die in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzte Abbaustrategie fortsetzen. Wir sind zuversichtlich, den Portfoliobestand in der Schiffsfinanzierung bis zum Jahresende 2018 auf ein aus Risikosicht kaum mehr maßgebliches Niveau reduzieren zu können. Bei gewerblichen Immobilienkrediten - opportunistisch auch im Bereich Staatsfinanzierung (Public Finance) - sind ebenfalls weitere gezielte Portfolioverkäufe möglich, soweit sie mit der Maxime des wertschonenden Abbaus im Einklang stehen. Die Erträge werden entsprechend deutlich abnehmen. Nach der Neuklassifizierung des Schiffsfinanzierungsportfolios zum Geschäftsmodell "Sonstiges" im Zuge der Neuregelungen von IFRS 9 finden Bewertungsänderungen ihren Niederschlag nicht mehr im Risikoergebnis, sondern im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellem Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Nur noch das gewerbliche Immobilienfinanzierungsportfolio ist überwiegend dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordnet, das heißt, eine Verschlechterung der Kreditqualität führt zum Ausweis des Vorsorgeaufwands im Risikoergebnis. Nach unserer Prognose wird das Fair Value Ergebnis im Jahr 2018 zu einer materiell geringeren Belastung der Ertragslage führen als die Kreditrisikovorsorge im Jahr 2017, die nahezu ausschließlich für Schiffsfinanzierungen notwendig wurde. Dieser Annahme liegt die Einschätzung zugrunde, dass es im laufenden Jahr in Teilsegmenten der globalen Schiffsmärkte zu Erholungsansätzen kommen wird, deren Nachhaltigkeit jedoch von hoher Unsicherheit geprägt sein dürfte.

Selbst in einem Stressszenario mit nochmals fallenden Charterraten sollte aber die Prognose vergleichsweise geringer Belastungen durch Bewertungsverluste - angesichts des stark zurückgeführten Bestandsportfolios - Bestand haben. Das Risikoergebnis dürfte sich auf einem nicht materiellen niedrigen Niveau bewegen. Insgesamt gehen wir für Asset & Capital Recovery - ohne Berücksichtigung von Bewertungseffekten, die regelmäßig ein substanzielles Ausmaß der Gesamterträge ausmachen, aber nicht zuverlässig prognostizierbar sind - von einem nochmals deutlich verringerten operativen Verlust aus.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 konzentriert sich die Commerzbank auf die weitere Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0". Leicht niedrigere Erträge in Verbindung mit einem leicht niedrigeren Verwaltungsaufwand und signifikant rückläufigem Risikoergebnis resultieren nach unserer Prognose in einem nahezu auf Vorjahresniveau gehaltenen Operativen Ergebnis sowie einer etwas verschlechterten Aufwandsquote. Klammert man den Einfluss der im Vorjahr angefallenen Einmalerträge aus, steigen im laufenden Jahr die Operativen Erträge leicht, was zu einer leichten Verbesserung der Aufwandsquote führt; das Operative Ergebnis verbessert sich in dieser bereinigten Rechnung deutlich. Da voraussichtlich keine nennenswerten Restrukturierungsaufwendungen mehr notwendig werden, erwarten wir im laufenden Jahr einen signifikanten Anstieg des Konzernüberschusses. Folglich sehen wir sowohl die Eigenkapitalrendite als auch den Economic Value Added auf substanziell höherem Niveau. Für die harte Kernkapitalquote (nach vollständiger Anwendung der Basel-3-Regelung), die aufgrund des IFRS 9 Erstanwendungseffekts per 1. Januar 2018 voraussichtlich auf eine Größenordnung von 13,3% zurückgehen wird, erwarten wir zum Jahresende einen Wert von mindestens 13 %. Temporäre Schwankungen der Quote im Jahresverlauf aufgrund von Marktbewegungen sind dabei nicht auszuschließen.

Das Jahresergebnis planen wir überwiegend zur weiteren Stärkung der Kapitalbasis durch Gewinnthesaurierung zu nutzen. Angesichts der komfortablen Ausstattung der Commerzbank mit Eigenkapital und der angestrebten erneuten Verbesserung des Risikoprofils streben wir an, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende auszuschütten.

Trotz der in den vergangenen Jahren deutlich gefestigten Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen können zahlreiche Risikofaktoren bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis 2018 in einem erheblichen, nicht zuverlässig quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen. Dazu zählt unter anderem die von großer Unsicherheit und signifikanten regionalen Spannungen geprägte geopolitische Situation. Erheblich differierende Zinsentwicklungen zwischen den USA, wo eine geldpolitische Normalisierung inzwischen fest verankert scheint, und zum Beispiel Europa, wo die Beendigung der unkonventionellen Notenbankmaßnahmen erst in Ansätzen erkennbar ist, könnten starke Kurskorrekturen an den Kapitalmärkten nach sich ziehen. Ein Übermaß an Volatilität an den Finanzmärkten könnte auch durch erhebliche Schwankungen an den Devisenmärkten sowie die sehr hohen Bewertungsniveaus sowohl an den internationalen Anleihe- als auch Aktienmärkten ausgelöst werden. In der Folge könnte dies die gegenwärtig sehr positiv eingeschätzte konjunkturelle Lage in zahlreichen Volkswirtschaften erheblich beeinträchtigen und insbesondere die stark global verflochtene deutsche Wirtschaft treffen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen auch ungünstige Entwicklungen im regulatorischen oder rechtlichen Umfeld, die die Wirkung der angestrebten Kostenentlastungen verzögern, oder eine nochmalige Verschärfung der Wettbewerbssituation im Inland nach sich ziehen könnten, die den Ertragsspielraum über -aus Risiko-Ertrags-Sicht - unattraktive Neugeschäftsmargen einschränken könnten.

Konzernrisikobericht

Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Konzernrisikobericht

Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind. Wir geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden.

Executive Summary 2017

Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote

Risikodeckungspotenzial mit 30 Mrd. Euro konstant geblieben. Die Risikotragfähigkeitsquote lag mit 217 % auf hohem Niveau.
Der Rückgang des ökonomisch erforderlichen Kapitals ist vor allem durch Marktrisiko getrieben.

Exposureabbau im Segment Asset & Capital Recovery

Das ACR-Exposure im Weißbuch belief sich auf 13 Mrd. Euro und wurde im Jahresverlauf planmäßig um 1,5 Mrd. Euro abgebaut.
Das Ship Finance Exposure in ACR wurde von 4,8 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro reduziert.

Risikovorsorge für den Konzern auf 781 Mio. Euro gesunken

Die Risikovorsorge in ACR konnte vor allem im Bereich Ship Finance deutlich reduziert werden.
Die Segmente Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden profitieren von stabilem Umfeld und guter Qualität des Kreditbuches, wobei im Segment Firmenkunden der Ausfall eines Einzelengagements belastete.

Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2017 gefallen

Der Value-at-Risk sank im Jahresverlauf von 15 Mio. Euro auf 9 Mio. Euro.
Dies ist vor allem auf Positionsveränderungen zurückzuführen.

Operationelle Risiken im Jahresvergleich zurückgegangen

Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken sind auf 21,0 Mrd. Euro zurückgegangen.
Der Rückgang ist vor allem auf die Aktualisierung externer Verlustdaten zurückzuführen.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three Lines of Defence"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie je nach Risikoart auch außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.

Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Core, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In allen Segmenten außer im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.

Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees.

Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:

Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.

Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken bankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Optimierung des Rendite-Risiko-Profils.

Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe. Details zum IKS sind im Abschnitt zu den operationellen Risiken zu finden.

Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel, Risiken auf Portfolioebene zu überwachen und zu steuern. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.

Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie des Zinsüberschusses unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP).

Das ALCO beschließt den Recovery-Plan. Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt. Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.

Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk & Analytics Executive Committee Risikothemen behandelt:

Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus mindestens fünf Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss bestimmt Art, Umfang, Format und Häufigkeit der Informationen, die der Vorstand zum Thema Strategie und Risiko vorlegen muss.

Das Risk & Analytics Executive Committee dient als Diskussions- und Entscheidungsgremium für die Risikofunktion sowie für den Bereich Big Data & Advanced Analytics und ist insbesondere für die Organisation und strategische Entwicklung des Risikomanagements sowie die Schaffung und Einhaltung einer einheitlichen Risikokultur verantwortlich. Ebenfalls stellt es die Umsetzung der Konzernrisikostrategie und der Beschlüsse des Gesamtvorstands in der Risikofunktion sicher.

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank beim Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Indikatorschwellen des Recovery-Plans.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, eines oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien, wobei der Brexit nicht als Ausfall bewertet wird) oder ein Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ein "Bank-Run" sowie ein Zusammenbruch globaler Clearinghäuser oder des Fremdwährungsmarktes, gegebenenfalls ausgelöst durch eine Cyber-Attacke. Generell ist Cyber Risk im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank. Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Ändert sich die Einschätzung dieser Bedrohung für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand nachhaltig, sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stellt sich die Commerzbank frühzeitig auf absehbare anstehende Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards ein. Allerdings können derartige Änderungen beziehungsweise deren (rückwirkende) Auslegung nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für das Geschäftsmodell der Commerzbank haben. Diese "regulatorischen Risiken" werden von der Commerzbank in Kauf genommen, da in vielen Fällen keine Möglichkeit besteht, diese Risiken zu mitigieren oder zu steuern.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.

Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten.

Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Mithilfe von Stresstests wird regelmäßig Transparenz über Risikokonzentrationen geschaffen. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert, sodass potenzielle Verlustgefahren rechtzeitig vermieden werden können.

Der "Group Risk & Capital Monitor" ist der monatliche steuerungsorientierte Risikobericht zu Kapital-, Kreditrisiko-, Marktrisiko-, Liquiditätsrisiko- und OpRisk-Themen des Commerzbank-Risikomanagements. Er stellt gesamthaft alle genannten Risikoarten inklusive der ökonomischen und regulatorischen Risikotragfähigkeit für den Commerzbank-Konzern dar. Ziel des Berichts ist es unter anderem, den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats über diese Risiken transparent und umfassend zu informieren, aus Risikosicht wichtige Entwicklungen aufzuzeigen sowie Steuerungsimpulse zu setzen. Insbesondere werden mit dem Bericht Limite und Leitplanken der Gesamtrisikostrategie überwacht.

Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes und couragiertes Verhalten wird gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert.

Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der "Three Lines of Defence", das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß diesem Prinzip ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.

Risikokennziffern

Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:

Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.

Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.

Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird.

Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.

Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.

Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.

Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR (Unerwarteter Verlust - Unexpected Loss) eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.

Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.

Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).

Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept. Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der Tabelle auf Seite 106 nicht separat ausgewiesenes) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko, Einlagenmodellrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten 12 Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien). Das Einlagenmodellrisiko beschreibt das Risiko, das sich aus dem von der Commerzbank verwendeten Einlagenmodell sowie aus der Modellierung der Sondertilgungsrechte im kommerziellen Kreditgeschäft ergibt. Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2017 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 217 % per 31. Dezember 2017. Der Anstieg der RTF-Quote gegenüber Dezember 2016 ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Marktrisikos aufgrund geringerer Marktvolatilitäten sowie ein aktives Portfoliomanagement bei Kreditrisiken zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.

Risikotragfähigkeit Konzern |

Mrd. €
31.12.2017 31.12.2016
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 30 30
Ökonomisch erforderliches Kapital2 14 17
davon für Adressenausfallrisiko 10 11
davon für Marktrisiko3 3 5
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte -2 -2
RTF-Quote4 217 % 178%

1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.

2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.

3 Ab 2017 einschließlich Einlagenmodellrisiko.

4 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Die Commerzbank erwartet, dass die EZB im Jahr 2018 einen überarbeiteten ICAAP- und ILAAP-Leitfaden veröffentlicht und prüft, ob sich daraus potenzieller Anpassungsbedarf ergibt.

Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarios berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom ALCO verabschiedet. Die Szenarios beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte (zum Beispiel exportorientierte Branchen in Deutschland) und Geschäftsstrategien. Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich auf Konzernebene unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Während die RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank verankert ist, sind für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld Leitplanken als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung der Limite und Leitplanken ist fester Bestandteil des internen Berichtswesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst.

Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarios und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.

Im Jahr 2017 reduzierten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 191 Mrd. Euro auf 171 Mrd. Euro.

Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:

Risikoaktiva per 31.12.2017

Mrd. €
Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Privat- und Unternehmerkunden 33 1 5 39
Firmenkunden 73 5 9 88
Sonstige und Konsolidierung 19 3 4 27
Asset & Capital Recovery 13 3 2 18
Commercial Real Estate 2 0 2 3
Ship Finance 3 0 1 4
Public Finance 8 3 0 11
Konzern 137 13 21 171

Regulatorisches Umfeld

Mit Basel 3 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet.

Zusätzlich wurde im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt.

Die Leverage Ratio ist bereits seit dem Inkrafttreten der Capital Requirements Regulation (CRR) an die Aufsicht zu melden, wobei die Festlegung von Mindestanforderungen auf EU-Ebene noch aussteht. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.

Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures auch für das vierte Quartal 2017 in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Den Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" hat die BaFin für die Commerzbank auf 0,5 % für das Jahr 2017 festgelegt.

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Baseler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR soll im Rahmen der sogenannten Capital Requirements Regulation II (CRR II) in europäisches Recht überführt werden. Die Commerzbank ermittelt beide Kennziffern bereits im Zuge ihrer regulatorischen Meldeprozesse, kommuniziert diese in der internen Berichterstattung und meldet sie an die Aufsicht.

Im Berichtsjahr schloss die EZB den sogenannten "Thematic Review" bei ausgewählten Banken über die Umsetzung der vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken ab. Auf Basis der positiven Ergebnisse dieses Reviews baut die Commerzbank das Anwendungsgebiet der Grundsätze weiter aus und trägt somit insbesondere der steigenden Bedeutung des Datenqualitätsmanagements bei Banken Rechnung.

Die EZB-Bankenaufsicht hat als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraums den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen für 2018 je Institut festgelegt.

Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums.

Der konzernweite Recovery-Plan wurde 2017 aktualisiert, um den regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarios die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln.

Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken, die Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch sowie die Überarbeitung der Rahmenwerke für operationelle Risiken und Kreditrisiken einschließlich der dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Strategie und Organisation

Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen strukturellen Risikoqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet so einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben.

Das Kreditrisikomanagement ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der Marktseite und der Risikofunktion auf Basis einer konzernweit einheitlichen Kreditrisikokultur. Gesetzestreues und regelkonformes sowie moralisch und ethisch einwandfreies Verhalten ist fester Bestandteil einer Kultur der Integrität und gehört zum Selbstverständnis auch der Kreditrisikokultur. Dabei werden Adressenausfallrisiken unabhängig von Segmentgrenzen nach einheitlichen Standards beurteilt. Gemäß dem Prinzip der Three Lines of Defence stellt die Marktseite die erste Verteidigungslinie dar und hat bei Geschäftsentscheidungen Risikoaspekte zu berücksichtigen. Zweite Verteidigungslinie ist die Risikofunktion (Marktfolge und Risikocontrolling), deren Aufgabe in der Steuerung, Begrenzung und Überwachung von Risiken liegt. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Deren Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen der Bank und somit auch die Beurteilung der Aktivitäten der ersten und zweiten Verteidigungslinie.

Das Group Credit Committee ist das oberste Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen und ist grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken zuständig. Das Group Credit Committee agiert dabei auf Basis der gültigen Kreditrisikostrategie. Unterhalb des Group Credit Committee sind Sub-Kreditkomitees angesiedelt, die jeweils auf Basis ihrer Geschäftsordnung und innerhalb der vom Gesamtvorstand verabschiedeten Kompetenzen agieren. Sie setzen sich aus mindestens zwei Vertretern der Segmente und zwei Vertreten aus Group Risk Management zusammen. Die Sub-Kreditkomitees sind grundsätzlich für das Management aller Kreditrisiken der jeweils verantworteten Teilportfolios zuständig und ihrerseits berechtigt, im Rahmen der Kompetenzvorgaben bestimmte Kreditentscheidungen weiter zu delegieren.

Für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis sind eigenständige Marktfolgeeinheiten verantwortlich. Die Zuständigkeiten sind nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.

Risikoauffällige Kunden der Segmente Firmenkunden sowie Privat- und Unternehmerkunden werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.

Im Segment ACR dagegen sind die Zuständigkeiten nicht nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst.

Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning implementiert. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden. Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt.

Risikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Hierbei ist der Grundsatz der Beibehaltung des Low-Risk-Profils in allen Geschäftsentscheidungen eng verknüpft mit dem Anspruch der Risikofunktion, die Marktseite angemessen zu unterstützen. Besonders präferiert wird das Kreditwachstum im granularen Geschäft mit guten Bonitäten. Vorzug erhalten ferner Geschäfte und Produkte mit einem niedrigen Komplexitätsgrad, ein weiteres Augenmerk liegt auf der Reagibilität einer Kreditlinie beziehungsweise eines Engagements.

Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement), ferner für ausgewählte Teilportfolios mit hohem Risikogewicht oder regulatorischer Relevanz und gegebenenfalls auch für einzelne Produkte mit hohem Portfolioanteil. Details zur Operationalisierung der Leitplanken für ausgewählte Teilportfolios sind in separaten Portfolio-Policies geregelt. Ergänzend definieren qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.

Konzernleitplanken basieren auf risikoorientierten Trendanalysen (zum Beispiel zur Entwicklung schwächerer Bonitäten im Zeitverlauf) unter Einwertung externer Rahmenbedingungen und interner Vorgaben. Portfolioleitplanken werden insbesondere aus risikoorientierten Stichtagsanalysen (zum Beispiel aus dem Ratingprofil einzelner Assetklassen) abgeleitet. Wesentliche Bestimmungsfaktoren von Produktleitplanken sind Trendanalysen produktspezifischer Risikotreiber (zum Beispiel zum Beleihungsauslauf von Baufinanzierungen). Die Erstellung der Credit und Portfolio-Policies dagegen beruht primär auf einem mehrstufigen Abstimmungsprozess zwischen den Produkt- und Portfolioverantwortlichen aus Markt und Marktfolge unter Einwertung interner und externer Informationsquellen.

Zur Überwachung der Einhaltung kreditrisikostrategischer Vorgaben ist ferner ein laufendes Monitoring und Reporting auf der Ebene des Gesamtkonzerns und der Segmente beziehungsweise der Teilportfolios etabliert. Asset Quality Reviews der Risikofunktion leisten hierbei wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung und Risikofrüherkennung. Schwerpunkte der Überwachung variieren je nach Themengebiet und Adressatenkreis, Ad-hoc-Berichtsprozesse sind etabliert. Ferner können Krisenereignisse die Angemessenheit der Kapital- und Liquiditätsausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gefährden. Im Krisenfall sorgt eine Task Force Risk Mitigation für die flexible Steuerung konzernweit abgestimmter Entscheidungen. Etablierte Notfallpläne gewährleisten eine schnelle und effiziente Umsetzung risikomitigierender Maßnahmen.

Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt.

Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme.

Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung

Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle relevanten Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Forecast-Werte der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet Auf ein kaskadiertes Kapitallimitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene wird verzichtet.

Ratingklassifizierung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kunden (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Group Credit Committee, Sub-Kreditkomitees) sind unter anderem nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.

Commerzbank-Masterskala

Rating Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint PD- und EL-Bereich SSP-Skala Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR1
% %
--- --- --- --- --- --- ---
1,0 0 0 → AAA → AAA → I
1,2 0,01 0-0,02 → AAA → AAA → I
1,4 0,02 0,02-0,03 AA+ → AA → I
1,6 0,04 0,03-0,05 AA, AA- → AA → II
1,8 0,07 0,05-0,08 A+, A → A → II Investment Grade
2,0 0,11 0,08-0,13 A- → A → II
2,2 0,17 0,13-0,21 BBB+ → BBB → III
2,4 0,26 0,21-0,31 → BBB → BBB → III
2,6 0,39 0,31-0,47 → BBB → BBB → III
2,8 0,57 0,47-0,68 BBB- → BBB → III
3,0 0,81 0,68-0,96 BB+ → BB → IV
3,2 1,14 0,96-1,34 → BB → BB → IV
3,4 1,56 1,34-1,81 → BB → BB → IV Sub-Investment Grade
3,6 2,10 1,81-2,40 → BB- → BB → IV
3,8 2,74 2,40-3,10 → BB- → BB → IV
4,0 3,50 3,10-3,90 B+ → B → V
4,2 4,35 3,90-4,86 → B → B → V
4,4 5,42 4,86-6,04 → B → B → V
4,6 6,74 6,04-7,52 → B → B → V
4,8 8,39 7,52-9,35 → B- → B → V Non-Investment Grade
5,0 10,43 9,35-11,64 → B- → B → V
5,2 12,98 11,64-14,48 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C → CCC, CC, C → VI
5,4 16,15 14,48-18,01 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C → CCC, CC, C → VI
5,6 20,09 18,01-22,41 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C → CCC, CC, C → VI
5,8 47,34 22,41-99,99 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C → CCC, CC, C → VI
6,1 Überziehung>90 Tage D
6,2 Drohende Zahlungsunfähigkeit D
6,3 100 100 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen D Default
6,4 Kündigung ohne Insolvenz D
6,5 Insolvenz D

1 CRR = Capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.

Risikominderung

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten im Konzern beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 99,0 Mrd. Euro für die Positionen im Performing-Portfolio sowie auf 1,6 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelte es sich überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum und auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.

Commerzbank-Konzern

Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Im Segment Asset & Capital Recovery hat die Bank die Aktivitäten aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Kreditrisikokennzahlen

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf die Segmente:

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd.

Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR

Mio. €
Privat- und Unternehmerkunden 154 397 26 2.444
Firmenkunden 180 421 23 5.417
Sonstige und Konsolidierung1 75 31 4 1.784
Asset & Capital Recovery 13 330 255 716
Konzern 423 1.180 28 10.362

1 Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Bereichs Group Treasury.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 83 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.

Ratingverteilung per 31.12.2017 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
EaD |

%
--- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 31 51 14 3 1
Firmenkunden 20 59 16 3 2
Sonstige und Konsolidierung 66 31 3 0 0
Asset & Capital Recovery 4 68 5 6 17
Konzern 32 51 13 2 2

Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt.

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.

Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 221 442 20
Westeuropa 99 128 13
Mittel- und Osteuropa 41 180 44
Nordamerika 29 71 24
Asien 21 39 19
Sonstige 12 318 258
Konzern 423 1.180 28

Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen europäischen Länder. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Ende 2017 lag das Russland-Exposure bei 2,3 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,3 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 5,8 Mrd. Euro.

Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des vierten Quartals 2017 bei 9,2 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 0,8 Mrd. Euro.

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 781 Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 entspricht dies einem Rückgang um 119 Mio. Euro.

Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis (Note 11) beziehungsweise im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (Note 13) berücksichtigt. Die vorgenannten Notes des Konzernabschlusses liefern hierzu weitere Details.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir mit einem Risikoergebnis nach IFRS 9 von weniger als 600 Mio. Euro. Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Risikovorsorge |

Mio. €
2017 2016
Privat- und Unternehmerkunden 154 119
Firmenkunden 295 185
Sonstige und Konsolidierung -4 -3
Asset & Capital Recovery 336 599
Konzern 781 900

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio war im Geschäftsjahr 2017 um 1,3 Mrd. Euro rückläufig. Dieser war getrieben durch die erfolgreiche Umsetzung der Abbaustrategie in ACR sowie Restrukturierungen in den übrigen Segmenten.

Die nachfolgende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:

Default-Portfolio Konzern |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Default-Portfolio 5.569 6.914
SLLP1 2.770 3.243
GLLP2 544 673
Sicherheiten 1.578 2.256
Coverage Ratio (%)3 78 80
NPL-Ratio (%)4 1,3 1,6

1 Specific Loan Loss Provision.

2 General Loan Loss Provision (pauschale Risikovorsorge für eingetretene, aber noch nicht berichtete Ausfälle im Performing-Portfolio).

3 Coverage Ratio: Summe SLLP und Sicherheiten im Verhältnis zum Default-Portfolio.

4 NPL-Ratio: Default-Portfolio (Non-Performing Loans -NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:

Ratingklasse 6,1: mehr als 90 Tage überfällig.
Ratingklassen 6,2/6,3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen.
Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen:

Ratingklassen per 31.12.2017 6,1 6,2/6,3 6,4/6,5 Konzern
Mio. €
--- --- --- --- ---
Default-Portfolio 631 2.327 2.611 5.569
SLLP 166 1.071 1.533 2.770
Sicherheiten 279 704 594 1.578
Coverage Ratio (%) 71 76 81 78

Überziehungen im Weißbuch

Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due"-Trigger-Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2017:

EaD >0 ≤ 30 Tage >30 ≤ 60 Tage >60 ≤ 90 Tage >90 Tage Gesamt
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 643 136 55 2 836
Firmenkunden 1.923 12 10 0 1.945
Asset & Capital Recovery 24 9 0 0 33
Konzern1 2.590 157 65 2 2.920

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Segment Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab.

Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 75 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 19 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit insgesamt 14 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg von 140 Mrd. Euro auf 154 Mrd. Euro im Jahr 2017 resultierte überwiegend aus der privaten Baufinanzierung.

Gegenüber dem Jahresultimo 2016 ist die Risikodichte um 5 Basispunkte auf 26 Basispunkte gestiegen. Dieser Anstieg ist fast ausschließlich auf die Übernahme des Ratenkreditgeschäfts von der Commerz Finanz GmbH zurückzuführen.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Private Kunden 92 176 19
Unternehmerkunden 26 60 23
comdirect bank 4 10 23
Commerz Real 1 4 74
mBank 32 148 46
Privat- und Unternehmerkunden 154 397 26

Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag die Risikovorsorge im Jahr 2017 zwar um 35 Mio. Euro über dem Vorjahresvergleichswert, blieb aber mit 154 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau.

Das Default-Portfolio des Segments stieg gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 127 Mio. Euro auf 1.864 Mio. Euro.

Default-Portfolio Segment Privat- und Unternehmerkunden |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Default-Portfolio 1.864 1.737
SLLP 951 834
GLLP 162 155
Sicherheiten 564 675
Coverage Ratio (%) 81 87
NPL-Ratio (%) 1,2 1,2

Segment Firmenkunden

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Mittelstand 75 166 22
International Corporates 60 99 17
Financial Institutions 21 64 31
Equity Markets & Commodities 4 2 5
Sonstige 20 90 44
Firmenkunden 180 421 23

Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 195 Mrd. Euro auf 180 Mrd. Euro gesunken. Der Rückgang entfiel im Wesentlichen auf den Bereich Mittelstand und auf das Financial-Institutions-Portfolio. Die Risikodichte sank von 28 Basispunkten auf 23 Basispunkte.

Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 118.

Die Risikovorsorge im Segment Firmenkunden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 aufgrund eines größeren Einzelfalls auf 295 Mio. Euro und lag damit um 110 Mio. Euro über dem Vorjahresvergleichswert.

Das Default-Portfolio des Segments sank gegenüber dem 31. Dezember 2016 deutlich um 771 Mio. Euro.

Default-Portfolio Segment Firmenkunden |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Default-Portfolio 2.592 3.363
SLLP 1.243 1.563
GLLP 251 323
Sicherheiten 543 780
Coverage Ratio (%) 69 70
NPL-Ratio (%) 1,4 1,7

Segment Asset & Capital Recovery

Das Segment Asset & Capital Recovery beinhaltet Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Im Jahr 2016 wurden Portfolios im Volumen von rund 8 Mrd. Euro aus den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung in das Segment Firmenkunden übertragen. Diese Portfolios wurden bis Ende 2017 auf 2,5 Mrd. Euro reduziert.

Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 31. Dezember 2017 auf 13 Mrd. Euro und ist damit gegenüber dem Ende des Vorjahres um 1,5 Mrd. Euro zurückgegangen.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Commercial Real Estate 1 20 185
Ship Finance 2 255 1.364
Public Finance 10 55 55
Asset & Capital Recovery 13 330 255

Commercial Real Estate

Das Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Die Risikodichte ist gegenüber dem 31. Dezember 2016 von 174 Basispunkten auf 185 Basispunkte gestiegen. Das Default-Portfolio sank um 0,2 Mrd. Euro auf 0,4 Mrd. Euro.

Ship Finance

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2016 um insgesamt 1,6 Mrd. Euro reduziert. Auch das Default-Portfolio sank gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 0,5 Mrd. Euro auf 0,7 Mrd. Euro.

Insgesamt setzt sich unser Portfolio im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (1,0 Mrd. Euro), Tanker (0,5 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,4 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.

Auf den Schifffahrtsmärkten erwarten wir in 2018 ein Charterratenniveau ähnlich dem im zurückliegenden Jahr. Zwar dürfte das Überangebot an Tonnage weiter abnehmen, es bleibt aber bei einem signifikanten Tonnageüberhang. Die in 2017 einsetzende positive Entwicklung wird durch das vom IWF prognostizierte weltweite Wirtschafts- und Handelswachstum unterstützt.

Für die Containerschifffahrt ist seit 2016 eine deutliche Zurückhaltung bei den Neubestellungen zu beobachten. Das bestehende Orderbuch in Verbindung mit einem relativ geringen Verschrottungsvolumen wird aber eine weitere deutliche Erholung der Charterraten in 2018 nicht zulassen. Das aktuelle Charterratenniveau liegt deutlich über den Betriebskosten, lässt aber die Erbringung des vollständigen Kapitaldienstes noch nicht zu. Die bereits seit einigen Jahren zu beobachtende Verschiebung von Schiffsablieferungen dürfte auch in 2018 ein wenig Druck vom steigenden Flottenangebot nehmen. In Verbindung mit einem erwarteten Wachstum des Welthandels sollte dies in 2018 zu Charterraten führen, die auf dem in 2017 zu beobachtenden Niveau liegen.

Relativ gut haben sich in 2017 die Charterraten für Massengutschiffe (Bulker) entwickelt. Haupttreiber waren die hohen Eisenerz- und Kohleimporte Chinas sowie ein weltweit zunehmender Export von Getreide und Sojabohnen. Auch bei den Bulkern ist seit 2016 eine größere Disziplin bei den Neubestellungen und ein abschmelzendes Orderbuch erkennbar. In Verbindung mit der positiven Prognose des IWF für das Welt-Bruttosozialprodukt in 2018 erwarten wir Charterraten auf dem Niveau des zurückliegenden Jahres.

Der Markt für Öl- und Produktentanker war auch in 2017 unverändert schwierig und von weiter fallenden Charterraten gekennzeichnet. Die hohen Ölpreise bis 2014 hatten hier eine Reihe von Schiffsneubestellungen ausgelöst, deren Hauptanteil bis 2018 zur Ablieferung ansteht. Der Preisverfall von Rohöl ab Herbst 2014 führte zunächst zu einer sehr guten Beschäftigungslage mit mehr als auskömmlichen Charterraten für die Öltanker, da viele Länder die gesunkenen Preise zur Aufstockung ihrer strategischen Öl-reserven nutzten. Das Abflauen dieses Effektes in Verbindung mit einer zwischenzeitlich gestiegenen Flotte führten dann zum Einbruch der Charterraten. Für 2018 ist bei einem unverändert moderaten Anstieg der Ölnachfrage in Verbindung mit niedrigeren Ablieferungszahlen neuer Schiffe von einer leichten Erholung auszugehen.

Längerfristig gehen wir von einer Erholung des gesamten Schifffahrtsmarktes aus, die allerdings je nach Schiffssegment und innerhalb dessen je nach Schiffsgröße unterschiedlich ausfallen wird. Die Erholung der Charterraten ausgehend vom jeweiligen Niveau per Ende 2017 liegt dabei in der langfristigen Prognose in Abhängigkeit von Schiffssegment und Schiffstyp zwischen + 10 % bis mehr als + 50 % erwarteter Charterratenzuwachs in den nächsten Jahren. Dabei ist das in vielen Schiffssegmenten noch immer sehr niedrige Ausgangsniveau der Charterraten per Ende 2017 zu beachten.

Im Rahmen des unverminderten Portfolioabbaus wird die Bank auch weiterhin die Reduktion problembehafteter und leistungsgestörter Kreditengagements fortsetzen.

Public Finance

Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (4,4 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (4,2 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,3 Mrd. Euro EaD).

Der Anstieg des Expected Loss gegenüber dem Geschäftsjahresende 2016 ist auf die Gesundung eines abgeschriebenen Engagements im Absicherungsgeschäft bei Staatsfinanzierungen zurückzuführen.

Siehe auch Details zur Entwicklung des Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio auf Seite 118 f.

Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Großbritannien und den USA, abhängig.

Risikovorsorge |

Mio. €
2017 2016
Commercial Real Estate 5 42
Ship Finance 332 559
Public Finance -2 -1
Asset & Capital Recovery 336 599

Im Segment ACR reduzierte sich die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2017 deutlich um 263 Mio. Euro und lag bei 336 Mio. Euro. Die Risikovorsorge entfiel nahezu vollständig auf das Schiffsportfolio.

31.12.2017 31.12.2016
Default-Portfolio Segment ACR |

Mio. €
ACR CRE SF ACR CRE SF
--- --- --- --- --- --- ---
Default-Portfolio 1.113 384 729 1.805 562 1.243
SLLP 571 142 429 838 210 628
GLLP 130 10 119 192 20 172
Sicherheiten 471 188 283 800 334 466
Coverage Ratio (%) 94 86 98 91 97 88
NPL-Ratio (%) 7,9 26,1 28,0 11,2 22,7 26,2

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

Corporates-Portfolio nach Branchen per 31.12.2017 Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Energieversorgung/Abfallwirtschaft 18 38 21
Konsum 15 41 27
Technologie/Elektronik 12 30 26
Großhandel 12 43 37
Transport/Tourismus 11 23 21
Automobil 10 20 20
Grundstoffe/Metall 9 26 28
Dienstleistungen/Medien 9 23 25
Chemie/Verpackung 9 36 40
Maschinenbau 9 22 25
Bau 5 14 27
Pharma/Gesundheitswesen 4 13 28
Sonstige 5 14 27
Gesamt 128 342 27

Financial-Institutions-Portfolio

Mit dem im Jahr 2016 verkleinerten Korrespondenzbanken-Netz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Fokus. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den neuen Standards der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.

Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnten.

Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.

31.12.2017 31.12.2016
FI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 5 5 11 6 6 11
Westeuropa 13 9 7 17 21 12
Mittel- und Osteuropa 4 16 42 5 21 43
Nordamerika 2 1 9 2 3 15
Asien 11 27 25 10 27 27
Sonstige 5 19 40 6 36 58
Gesamt 38 77 20 46 114 25

Non-Bank-Financial-Institutions- Portfolio

Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten.

Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.

Der Anstieg des Expected Loss in Nordamerika ist auf die Gesundung eines abgeschriebenen Engagements im Absicherungsgeschäft bei Staatsfinanzierungen zurückzuführen.

31.12.2017 31.12.2016
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 17 25 15 17 26 15
Westeuropa 12 20 16 12 24 20
Mittel- und Osteuropa 1 5 56 1 4 65
Nordamerika 7 41 58 8 10 14
Asien 1 1 10 1 1 11
Sonstige 1 1 16 1 1 14
Gesamt 40 94 24 39 67 17

Originatorenpositionen

Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 7,6 Mrd. Euro vorgenommen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 wurden Risikopositionen in Höhe von 7,1 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 7,0 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet waren.

Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool

Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen131.12.2017 Gesamtvolumen131.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Corporates 2025-2036 7,0 0,1 <0,1 7,6 6,1
Gesamt 7,0 0,1 <0,1 7,6 6,1

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte1 im Conduit "Silver Tower" sind im vierten Quartal 2017 stabil geblieben. Im Geschäftsjahr 2017 ist das Volumen mit insgesamt 4,0 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2017 um 0,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.

Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im Jahresverlauf 2017 auf 4,5 Mrd. Euro (Dezember 2016: 5,3 Mrd. Euro), die Risikowerte sind auf 4,4 Mrd. Euro (Dezember 2016: 5,2 Mrd. Euro) zurückgegangen.

Forbearance-Portfolio

Die Definition der EBA von Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Die Forbearance-Definition gilt unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:

Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2017 Forborne Exposure

Mio. €
Risikovorsorgebestand1

Mio. €
LLP Coverage Ratio

%
Privat- und Unternehmerkunden 1.268 180 14
Firmenkunden 1.899 247 13
Asset & Capital Recovery 2.157 406 19
Konzern 5.324 834 16

1 SLLP und GLLP.

Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:

Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2017 Forborne Exposure

Mio. €
Risikovorsorgebestand

Mio. €
LLP Coverage Ratio

%
Deutschland 3.236 473 15
Westeuropa 1.088 177 16
Mittel- und Osteuropa 705 157 22
Nordamerika 21 1 3
Asien 30 4 14
Sonstige 243 22 9
Konzern 5.324 834 16

Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 834 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 1.304 Mio. Euro abgedeckt.

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen grundsätzlich in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.

Strategie und Organisation

Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung auf.

Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken in der gesamten Commerzbank-Gruppe verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen.

In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition der Commerzbank-Gruppe. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf dem Segment Firmenkunden und dem Bereich Group Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nicht-Kernaktivitäten (Asset & Capital Recovery) gesteuert.

Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR)-Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen.

Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung.

Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt.

Sollte es in Einzelfällen zu Limitüberschreitungen kommen, werden diese in einem separaten Eskalationsprozess behandelt. Nach Identifikation der Limitüberschreitung werden von Frontoffice und Risikoeinheiten adäquate Gegenmaßnahmen erarbeitet. Sollte die Limitüberschreitung nicht innerhalb von wenigen Tagen behoben werden können, wird sie von der Marktrisikofunktion unter Einbindung der nächsten Hierarchieebene eskaliert.

Regulatorische Risikomaße, die in der ökonomischen Risikotragfähigkeit nicht enthalten sind, werden separat limitiert und gesteuert. Darunter fallen beispielweise Stressed VaR und Incremental Risk Charge.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) und des Anlagebuches auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen.

Für das Gesamtbuch ging der VaR aufgrund rückläufiger Marktvolatilität und Positionsveränderungen in den Geschäftsbereichen Firmenkunden und Group Treasury im Jahr 2017 um 31 Mio. Euro auf 54 Mio. Euro zurück.

VaR-Beitrag |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Gesamtbuch 54 85
davon Handelsbuch 9 15

Handelsbuch

Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury.

Der VaR sank im Jahresverlauf von 15 Mio. Euro auf 9 Mio. Euro. Wesentliche Ursache waren Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden, dem Bereich Group Treasury sowie ein weiterer Risikoabbau im Segment Asset & Capital Recovery.

VaR der Portfolios im Handelsbuch 2017 2016
Mio. €
--- --- ---
Minimum 9 14
Mittelwert 15 30
Maximum 25 46
VaR-Endziffer Berichtsperiode 9 15

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Der überwiegende Teil des Value at Risk verteilt sich auf die Anlageklassen Zins-, Währungskurs-, und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der VaR auch von Credit-Spread-, Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Credit Spreads 1 5
Zinsen 3 3
Aktien 2 2
Währung 3 4
Rohwaren 1 1
Gesamt 9 15

Die Entwicklung des VaR im Jahr 2017 zeigt einen Rückgang der Credit-Spread- und der Währungskursrisiken. Dies resultiert vor allem aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed VaR ging von 48 Mio. Euro per Ende 2016 auf 31 Mio. Euro zum Jahresende 2017 zurück. Ursachen waren Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden und im Geschäftsbereich Group Treasury.

Darüber hinaus werden mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity-Event-VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.

Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean-P&L"- und "Dirty-P&L"-Backtesting unterschieden. Beim Clean-P&L-Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty-P&L-Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2017 haben wir einen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Des Weiteren werden Szenarios für Inflationsveränderungen berücksichtigt. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Ende 2016 wurde auch vor diesem Hintergrund ein Model Change bei der Aufsicht beantragt, der die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessern wird. Anlass hierfür war insbesondere das veränderte Marktniveau für Zinsen und Zinsvolatilitäten. Die Prüfung der Aufsicht hat im Laufe des Jahres 2017 stattgefunden, die finale Genehmigung steht aktuell noch aus.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset&Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.

In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) gingen im Jahresverlauf von 50 Mio. Euro auf 43 Mio. Euro zurück.

Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert waren. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarios für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2017 ein potenzieller Verlust von 1670 Mio. Euro und im Szenario -200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 9 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.

Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 2,6 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Jahresende 2017 hielt die Commerzbank 0,1 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte wiesen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Strategie und Organisation

Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion.

Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Hierbei wird das ALCO von verschiedenen Sub-Komitees unterstützt.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.

Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften.

Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des Bereichs Group Treasury befinden.

Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.

Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.

Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.

Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Liquiditätsrisikomodell

Zentraler Bestandteil der Liquiditätsrisikosteuerung ist die tägliche Berechnung der Liquiditätsablaufbilanz. Gegenstand der Liquiditätsablaufbilanz ist die stichtagsbezogene portfolioübergreifende Darstellung von zukünftig erwarteten deterministischen oder stochastischen Mittelzu- und -abflüssen, auf deren Grundlage der Liquiditätsbedarf oder Liquiditätsüberschuss je Laufzeitband ermittelt wird. Dies beinhaltet auch die Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen.

Die Liquiditätsablaufbilanz wird auch genutzt, um die Emissionsstrategie der Commerzbank-Gruppe abzuleiten, die durch den Bereich Group Treasury operationalisiert wird. Der Bereich Group Finance ist für die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz verantwortlich, die dann in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Segmente mit einfließen.

Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für die Liquiditätsablaufbilanz bestehen Limite in allen Laufzeitbereichen. Die Konzernlimite sind auf einzelne Konzerneinheiten und Währungen heruntergebrochen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher adverser, reverser und historischer Stressszenarios vervollständigt.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisiko-Modellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren Anforderungen gemäß den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)", die seit Ende 2017 in einer überarbeiteten Version vorliegen, mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.

Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.

Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von einem beziehungsweise drei Monaten. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario per Jahresultimo 2017 eine Nettoliquidität von 16,9 Mrd. Euro beziehungsweise 17,1 Mrd. Euro.

Nettoliquidität im Stressszenario |

Mrd. €
31.12.2017
Idiosynkratisches Szenario 1 Monat 23,5
3 Monate 24,3
Marktweites Szenario 1 Monat 26,3
3 Monate 26,5
Kombiniertes Szenario 1 Monat 16,9
3 Monate 17,1

Liquiditätsreserven

Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.

Die Bank wies zum Bewertungsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 83,3 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 9,7 Mrd. Euro.

Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva |

Mrd. €
31.12.2017
Bestand an hochliquiden Aktiva 83,3
davon Level 1 77,8
davon Level 2A 4,8
davon Level 2B 0,7

Liquiditätskennzahlen

Im gesamten Geschäftsjahr 2017 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung. Die Liquiditätskennziffer nach Liquiditätsverordnung (LiqV) betrug zum Jahresultimo 1,55.

Die Bafin hat im Einvernehmen mit der Deutschen Bundesbank die Liquiditätsverordnung (LiqV) überarbeitet. Hieraus resultiert unter anderem, dass die Bank ab dem 1. Januar 2018 die Liquiditätsdeckungsquote nicht mehr einhalten muss. An die Stelle der Liquiditätsdeckungsquote tritt nun die Liquidity Coverage Ratio.

Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist seit dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 80 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Jahresultimo lag der Mittelwert für die LCR der letzten zwölf Berichtsperioden der Commerzbank-Gruppe bei 144,61 %. Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der LCR Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der LCR finden sich in der Note (61) des Konzernabschlusses.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Strategie und Organisation

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken.

Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vier Mal jährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Management-Boards beziehungsweise die Segment-Gremien mit Zuständigkeit für operationelle Risiken befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.

Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank.

Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinandergeschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zur Erreichung der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.

Risikosteuerung

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.

Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.

Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird.

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt.

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des vierten Quartals 2017 auf dieser Basis 21,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2016: 23,9 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2016: 2,0 Mrd. Euro).

Am 7. Dezember 2017 beschloss das Baseler Komitee für Bankenaufsicht die Finalisierung des Basel-3-Reformpakets. Für operationelle Risiken ist ein neuer Standardansatz zur Berechnung des OpRisk-Kapitals vorgesehen. Die Implementierung in nationales Recht soll bis 2022 vollzogen werden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:

31.12.2017 31.12.2016
Mrd. € Risikoaktiva Ökonom. erforderl. Kapital Risikoaktiva Ökonom. erforderl. Kapital
--- --- --- --- ---
Privat- und Unternehmerkunden 5,1 0,4 7,0 0,6
Firmenkunden 9,5 0,8 11,7 1,0
Sonstige und Konsolidierung 4,4 0,4 3,3 0,3
Asset & Capital Recovery 2,1 0,2 1,9 0,2
Konzern 21,0 1,7 23,9 2,0

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 38 Mio. Euro (Gesamtjahr 2016: 36 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Externer Betrug" geprägt.

OpRisk-Ereignisse1|

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Interner Betrug 4 1
Externer Betrug 7 26
Sachschäden und Systemausfälle 0 1
Produkte und Geschäftspraktiken 2 -21
Prozessbezug 24 29
Arbeitsverhältnis 1 0
Konzern 38 36

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder des OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden quartalsbezogen erstellt. Sie beinhalten eine Darstellung der Entwicklung der OpRisk-Verluste, der wesentlichen Verlustereignisse der Segmente, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen. Zudem sind operationelle Risiken Teil der regelmäßigen Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.

Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat.

Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passivprozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktivprozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktivprozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.

Organisation

Group Legal obliegt in der Commerzbank funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.

Risikosteuerung

Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren.

Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren.

Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt.

Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.

Aktuelle Entwicklungen

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.

Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 abgeschlossen wurde und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank noch andauert.

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden.

Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben.

Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen.

Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (54) zu den Rückstellungen und der Note (56) zu den Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen des Konzernabschlusses entnommen werden.

Compliance-Risiken

Der Erfolg der Commerzbank hängt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Integrität (Reputation) entscheidend von dem Vertrauen seiner Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie den Regulierungs- und Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit ab. Dieses Vertrauen stützt sich sowohl auf die Umsetzung und Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Regeln, Vorschriften und der guten Marktpraxis, die die Commerzbank bei ihren konzernweiten Aktivitäten zu beachten hat, als auch auf die Anerkennung und Einhaltung der kulturellen und rechtlichen Kontexte der Länder, in denen die Commerzbank Geschäfte tätigt. Der Vorstand der Commerzbank fördert aktiv eine starke Compliance-Kultur und hat entsprechende Werte in Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) festgeschrieben und kommuniziert.

Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung wesentlicher rechtlicher Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliance-Risiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption.

Zur Verhinderung von Compliance-Risiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben wird als Compliance-Management-System bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an internationalen Marktstandards sowie den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Management-System kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern.

Gemäß dem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Compliance-Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliancefunktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Die Einheiten der 1. Verteidigungslinie (1LoD) übernehmen die Hauptverantwortung für die Identifikation und das Management von Risiken sowie für die Einhaltung von Regelungen des eigenen Geschäftsbetriebs und stellen die Einrichtung prozessorientierter Kontrollmechanismen sicher. Group Compliance als 2. Verteidigungslinie (2LoD) überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit der Verfahren und Kontrollen der 1. Verteidigungslinie und bewertet sowie kommuniziert festgestellte Mängel. Die Interne Revision als 3. Verteidigungslinie (3LoD) überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit der Compliance sowohl in der 1LoD als auch der 2LoD auf Basis regelmäßiger und unabhängiger Prüfungen.

Die Steuerung der Compliance-Risiken folgt einem strukturierten Regelkreis, dessen Elemente in Wechselwirkung stehen. Die Commerzbank gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung relevanter regulatorischer Anforderungen sowie die Definition beziehungsweise Anpassung korrespondierender interner Standards, die eine Einhaltung der Anforderungen gewährleisten. Sofern infolge geänderter Anforderungen und Standards erforderlich, werden interne Schulungsmaßnahmen definiert beziehungsweise angepasst und die Einheiten der Bank bezüglich einer effektiven Implementierung beraten. Die Implementierung umfasst die Erstellung sowie Durchführung geeigneter tagesgeschäftlicher Prozesse und Kontrollen, deren Qualitätssicherung und Funktionsprüfung. Ein Monitoring der Compliance-Risiken erfolgt anhand geeigneter Kennzahlen und ist Gegenstand regelmäßiger interner Berichterstattung. Eskalationen erfolgen, sofern erforderlich, in Abhängigkeit von deren Dringlichkeit und Schweregrad. Eine systematische Gefährdungsanalyse (Compliance Risk Assessment) fungiert als Kernelement der Risikosteuerung. Sie bewertet das inhärente Risiko, das sich aus den Geschäftsaktivitäten mit unterschiedlichen Kundengruppen und Produkten ergibt, und stellt diesem eine Bewertung des korrespondierenden Kontrollumfeldes gegenüber. Als Summe hieraus wird ein Residualrisiko ermittelt und hinsichtlich des Risikogehalts eingewertet. Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Risikosteuerung (beispielsweise die Einführung zusätzlicher Kontrollen) werden im Bedarfsfall definiert und deren Umsetzung stringent nachverfolgt.

Im März 2015 hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden Vergleiche bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen geschlossen und sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der compliancerelevanten Prozesse umzusetzen. Ferner wurde eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vereinbart. Auf Grundlage der Vergleiche hat die Bank einen unabhängigen Monitor beauftragt, der vom New York State Department of Financial Services (DFS) nach dessen alleinigem Ermessen ausgewählt wurde. Gegenstand dieses Auftrags ist eine umfassende Prüfung der Compliancestandards der Commerzbank am Maßstab der Vorgaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC), des Bank Secrecy Act (BSA) sowie der Anti-Money-Laundering-Gesetze (AML), soweit sie Aktivitäten der New Yorker Niederlassung betreffen oder diese beeinflussen. Die Bank kooperiert in vollem Umfang mit dem Monitor, indem sie ihm unter anderem sofortigen Zugang zu relevanten Bankdaten, -unterlagen und -mitarbeitern gewährt und seine Arbeit bestmöglich unterstützt. Es ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen, dass der Commerzbank im Rahmen der Wohlverhaltensperiode und aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen.

Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank London im Juni 2016 ein Beratungsunternehmen als sogenannte Skilled Person mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die Bank hat einen Maßnahmenplan erarbeitet, zu dessen Umsetzung das Beratungsunternehmen halbjährlich an die FCA berichtet. Es ist nicht auszuschließen, dass sich daraus gegebenenfalls Aufwendungen (zum Beispiel für Personal oder andere Ressourcen) ergeben könnten.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlusts der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird vor allem durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kundengeschäft der Marktsegmente bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Strategie und Organisation

Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als bedeutenden Teil ihres Unternehmenswertes zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus der Abteilung Reputationsrisiko-Management im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Die Abteilung steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank. Dem Reputationsrisiko-Management kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).

Risikosteuerung

Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kundengeschäft der Marktsegmente mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und damit mögliche Kommunikationsrisiken zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Diese Bewertung kann Auflagen oder auch eine negative Beurteilung enthalten, die gegebenenfalls zu einer Ablehnung führt.

Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank bei Bedarf darüber unterrichtet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie in den Quartalsreport über erhebliche und hohe Reputationsrisiken an den CFO und die zuständigen Segmentvorstände ein.

IT-Risiken

IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken verstehen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:

Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.

Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Art und Weise sowie frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.

Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.

Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.

Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt.

IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert.

Zudem werden relevante IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarios bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Szenarios "Cyber-Crime" und "Advanced Persistant Threat (APT)1 ), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten.

Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte. Der Bedeutung des Faktors "Mensch" für die IT-Sicherheit und Cyber-Sicherheit haben wir durch Einführung zusätzlicher Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Rechnung getragen.

Siehe auch nachstehende Ausführungen zu Cyber-Risiken.

Cyber-Risiken

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Bank und ihres Umfelds kommt dem Cyber-Risiko eine hohe Bedeutung zu. Daher wurde im Rahmen der Commerzbank Risikoinventur 2017 das Cyber-Risiko als wesentliche Risikoart eingeordnet.

Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen) innerhalb der Cyber-Raums.

In Abgrenzung zu den Informationssicherheitsrisiken, deren Aktionsfeld sich auf die Bank und Drittunternehmen mit Geschäftsbezug beschränkt, erweitern Cyber-Risiken das Aktionsfeld auf Fremde, um dem Anspruch nach Vertrauensschutz bei der Nutzung des Cyber-Raums vollständig Rechnung zu tragen.

Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie.

Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen Risiko-Reporting über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS) ein Cyber Security Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein.

Die Steuerung der Cyber-Risiken erfolgt durch Group Organisation & Security und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO).

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

Anpassungsrisiko: Ein Anpassungsrisiko entsteht, wenn sich aufbau- und ablauforganisatorische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Umstrukturierungen, Veränderungen der Führungskultur, Qualifizierungsbedarfe) verändern, sich diese auf die Wirkungsbereiche der Mitarbeiter auswirken und damit eine erhöhte Veränderungsbereitschaft der Belegschaft erfordern. Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter den aktuellen Anforderungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.

Motivationsrisiko: Motivationsrisiken entstehen daraus, dass demotivierende Faktoren nicht abgestellt und motivierende Faktoren in nicht ausreichendem Maße bei der Belegschaft wahrgenommen werden (zum Beispiel Führung, Vergütung). Die Auswirkungen (zum Beispiel zurückgehaltene Leistung der Mitarbeiter) können sich direkt auf die Arbeitsatmosphäre und Produktivität der Organisation auswirken. Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.

1 Ein Advanced Persistant Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines APT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (Internet-Spionage) oder anderweitig Schaden anzurichten.

Austrittsrisiko: Austrittsrisiken berücksichtigen die Folgen ungewollter Austritte von Mitarbeitern (zum Beispiel Arbeitnehmer-Kündigungen), insbesondere bei Leistungsträgern. Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.

Engpassrisiko: Im Engpassrisiko werden die Folgen einer nicht ausreichenden Personalausstattung (zum Beispiel fehlende Nachwuchsplanung) sowie daraus folgender Konsequenzen (operative Engpässe, erhöhte Arbeitslast, geringere Produktivität, Krankheit) berücksichtigt. Die angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Mit dem durch Group Human Resources gesteuerten systematischen Personalrisikomanagement verfolgen wir das Ziel, Risiken zu identifizieren, zu beurteilen und unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente zu steuern. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Aufsetzend auf den bis Ende 2015 abgeschlossenen Pilotprojekten wird seit Mitte 2016 die strategische Personalplanung schrittweise in die Geschäftseinheiten der Bank eingeführt.

Insgesamt ist die Personalrisiko-Situation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie.

Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % der anrechenbaren Eigenmittel der Commerzbank AG) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.

Modellrisiko

Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/ -implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt.

Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlustes im Falle eines Extremereignisses geben.

Konzernabschluss

Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2017 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Abschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. Dezember 2017

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. € Notes 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.20161 Veränd.

in %
Zinserträge (8) 8.423 8.773 -4,0
Zinsaufwendungen (8) 4.222 4.608 -8,4
Zinsüberschuss (8) 4.201 4.165 0,9
Dividendenerträge (9) 106 164 -35,5
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (10) -781 -900 -13,2
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis (11) -76 40 .
Provisionserträge (12) 3.923 3.837 2,2
Provisionsaufwendungen (12) 745 626 19,1
Provisionsüberschuss (12) 3.178 3.212 -1,0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (13) 1.092 1.019 7,2
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (14) -86 -37 .
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten (15) 259 393 -34,0
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (16) 23 150 -84,6
Sonstiges Ergebnis (17) 465 293 58,7
Verwaltungsaufwendungen (18) 7.079 7.100 -0,3
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte (19) - 627 .
Restrukturierungsaufwendungen (20) 808 128 .
Ergebnis vor Steuern 495 643 -23,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) 245 261 -6,1
Konzernergebnis 250 382 -34,5
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 94 103 -9,3
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 156 279 -43,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016 Veränd.

in %
Ergebnis je Aktie (23) 0,12 0,22 -43,9

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

Mio. € 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016 Veränd.

in %
Konzernergebnis 250 382 -34,5
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos1 -114 - .
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 145 -379 .
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 31 -379 .
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung -162 -86 88,7
Erfolgsneutrale Wertänderung 449 -49 .
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 32 54 -41,2
Erfolgsneutrale Wertänderung 12 8 47,0
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - -52 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 7 -91 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung -66 -89 -26,3
Erfolgsneutrale Wertänderung -3 - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen -8 1 .
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 260 -304 .
Sonstiges Periodenergebnis 290 -683 .
Gesamtergebnis 541 -301 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis 156 32 .
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis 385 -333 .

1 Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des IFRS 9 bezüglich des eigenen Bonitätsrisikos (siehe Seite 148).

Vergleichszahlen wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 angepasst.

Sonstiges Periodenergebnis I

Mio. €
1.1.-31.12.2017
Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- ---
Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos -122 8 -114
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 206 -61 145
Veränderung der Neubewertungsrücklage 218 67 286
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 58 -14 44
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 6 1 7
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -69 1 -68
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen -8 - -8
Sonstiges Periodenergebnis 288 2 290
Sonstiges Periodenergebnis I

Mio. €
1.1.-31.12.2016
Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- ---
Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos - - -
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -558 179 -379
Veränderung der Neubewertungsrücklage -28 -107 -135
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 86 -24 62
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung -142 -1 -143
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -96 7 -89
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1
Sonstiges Periodenergebnis -737 54 -683

Bilanz

Aktiva

Mio. € Notes 31.12.2017 31.12.20161 Veränd.

in %
1.1.20161
Kassenbestand und Sichtguthaben 55.733 36.206 53,9 28.887
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (24,25) 265.712 276.578 -3,9 293.538
darunter: als Sicherheit übertragen 2.655 1.519 74,8 262
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale (27) 31.155 39.634 -21,4 43.025
darunter: als Sicherheit übertragen 924 1.656 -44,2 246
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (28) 23.745 24.797 -4,2 36.433
darunter: als Sicherheit übertragen - - . -
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (30) 63.666 88.862 -28,4 114.825
darunter: als Sicherheit übertragen 1.072 1.917 -44,1 2.876
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 310 -50,7 284
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (40) 1.464 2.075 -29,4 3.031
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen (41) 181 180 0,5 735
Immaterielle Vermögenswerte (42,43) 3.312 3.047 8,7 3.525
Sachanlagen (44) 1.600 1.723 -7,1 2.294
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (45) 16 16 -3,0 106
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen (46) 78 1.188 -93,4 846
Tatsächliche Ertragsteueransprüche (48) 767 629 21,8 512
Latente Ertragsteueransprüche (48) 2.950 3.035 -2,8 2.747
Sonstige Aktiva (50) 1.961 2.156 -9,0 1.898
Gesamt 452.493 480.436 -5,8 532.687

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

Passiva

Mio. € Notes 31.12.2017 31.12.20161 Veränd.

in %
1.1.20161
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (26) 341.260 343.798 -0,7 373.571
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (29) 14.940 18.084 -17,4 23.708
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (31) 56.484 77.772 -27,4 86.454
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 491 1.001 -50,9 1.137
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (40) 2.255 3.080 -26,8 7.406
Rückstellungen (54, 55) 3.291 3.436 -4,2 3.326
Tatsächliche Ertragsteuerschulden (49) 673 672 0,1 530
Latente Ertragsteuerschulden (49) 34 49 -31,7 106
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen (47) - - . 1.073
Sonstige Passiva (51) 3.024 2.970 1,8 5.319
Eigenkapital (58) 30.041 29.573 1,6 30.058
Gezeichnetes Kapital 1.252 1.252 - 1.252
Kapitalrücklage 17.192 17.192 - 17.192
Gewinnrücklagen 11.249 11.117 1,2 11.391
Andere Rücklagen -817 -1.014 -19,5 -781
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 28.877 28.547 1,2 29.054
Nicht beherrschende Anteile 1.164 1.027 13,4 1.004
Gesamt 452.493 480.436 -5,8 532.687

1 Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2015 1.252 17.192 11.740
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - -349
Eigenkapital zum 1.1.2016 1.252 17.192 11.391
Gesamtergebnis - - -99
Konzernergebnis 279
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -378
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen
Dividendenausschüttung -250
Veränderungen im Anteilsbesitz 6
Sonstige Veränderungen 69
Eigenkapital zum 31.12.2016 1.252 17.192 11.117
Mio. € Andere Rücklagen
Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 31.12.2015 -597 -159 -25
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - -
Eigenkapital zum 1.1.2016 -597 -159 -25
Gesamtergebnis -184 62 -112
Konzernergebnis
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen
Veränderung der Neubewertungsrücklage -114
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 62
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung -113
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -70 -
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1
Dividendenausschüttung
Veränderungen im Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen
Eigenkapital zum 31.12.2016 -781 -97 -137
Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 31.12.2015 29.403 1.004 30.407
retrospektiver Anpassungen -349 - -349
Eigenkapital zum 1.1.2016 29.054 1.004 30.058
Gesamtergebnis -332 33 -300
Konzernergebnis 279 103 382
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -378 -1 -378
Veränderung der Neubewertungsrücklage -114 -21 -135
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 62 0 62
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung -113 -30 -143
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -70 -19 -89
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 - 1
Dividendenausschüttung -250 -13 -263
Veränderungen im Anteilsbesitz 6 2 8
Sonstige Veränderungen 69 1 70
Eigenkapital zum 31.12.2016 28.547 1.027 29.573

Die Sonstigen Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie aus Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern.

Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 1.1.2017 1.252 17.192 11.117
Gesamtergebnis - - 187
Konzernergebnis 156
Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos -114
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 145
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen
Dividendenausschüttung -
Veränderungen im Anteilsbesitz -8
Sonstige Veränderungen -47
Eigenkapital zum 31.12.2017 1.252 17.192 11.249
Mio. € Andere Rücklagen
Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
--- --- --- ---
Eigenkapital zum 1.1.2017 -781 -97 -137
Gesamtergebnis 209 43 -55
Konzernergebnis
Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen
Veränderung der Neubewertungsrücklage 277
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 43
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung -46
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -68 -1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen -8
Dividendenausschüttung
Veränderungen im Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen
Eigenkapital zum 31.12.2017 -571 -54 -192
Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 1.1.2017 28.547 1.027 29.573
Gesamtergebnis 385 156 541
Konzernergebnis 156 94 250
Veränderung aus der Neubewertung des eigenen Bonitätsrisikos -114 - -114
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 145 0 145
Veränderung der Neubewertungsrücklage 277 10 287
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 43 0 44
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung -46 52 7
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen -69 - -69
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen -8 - -8
Dividendenausschüttung - -10 -10
Veränderungen im Anteilsbesitz -8 -4 -12
Sonstige Veränderungen -47 -4 -51
Eigenkapital zum 31.12.2017 28.877 1.164 30.041

Zum 31. Dezember 2017 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 1.252 Mio. Euro und war in 1.252.357.634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro).

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen für das Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, keine Dividende zu zahlen.

Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.

Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel.

In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.

Die Veränderungen im Anteilsbesitz von -8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften.

Kapitalflussrechnung

Mio. € Notes 2017 20161
Konzernergebnis 250 382
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting 1.925 1.457
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten -7.082 1.647
Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen (17) 14 76
Sonstige Anpassungen -3.973 -3.937
Zwischensumme -8.866 -376
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (24) 11.470 17.178
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 8.456 3.370
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (28) 1.098 11.676
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (30) 9.954 12.893
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit 825 -244
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (26) -1.615 -28.883
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (29) -3.236 -5.672
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (31) 95 -695
Mittelveränderung aus Zahlungen in das Planvermögen (54) 12 9
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit -1.292 -5.604
Erhaltene Zinsen (8) 7.111 7.403
Erhaltene Dividenden (9) 106 164
Gezahlte Zinsen (8) -3.244 -3.630
Ertragsteuerzahlungen (21) -443 -337
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 20.432 7.251
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Anteilen an nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen (41,46) 405 1.639
Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (44) 19 -50
Auszahlungen für den Erwerb von:
Anteilen an nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen (27,41) -394 -1.081
Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (44) -908 -312
Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
Cash Flow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel 379 -306
Cash Flow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel 7 89
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -492 -21
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -282 69
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 36.206 28.887
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 20.432 7.251
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -492 -21
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -282 69
Effekte aus Wechselkursänderungen -131 20
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 55.733 36.206

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.). Des Weiteren wurden Wertpapiere der Kategorie LAR und AFS aus den Cash Flows aus Investitionstätigkeit entnommen und dem Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit zugeordnet, da die Wertpapiere zum operativen Bankgeschäft gehören. Dadurch hat sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit für das Geschäftsjahr 2016 um 12,1 Mrd. Euro vermindert und der Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit korrespondierend erhöht.

Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen und ist damit identisch mit dem Bilanzposten Kassenbestand und Sichtguthaben:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Kassenbestand 4.423 1.431 .
Guthaben bei Zentralnotenbanken 49.063 33.030 48,5
Täglich fällige Sichtguthaben bei Kreditinstituten 1.736 1.404 23,7
Schuldtitel öffentlicher Stellen 511 341 49,9
Gesamt 55.733 36.206 53,9

Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2017 waren 421 Mio. Euro (Vorjahr: keine) aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten. Aus Entkonsolidierungen im Jahr 2017 ergab sich kein Effekt auf den Zahlungsmittelbestand (Vorjahr: 255 Mio. Euro).

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Als Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen und Krediten sowie aus Wertpapieren und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Einlagen, aus begebenen Schuldverschreibungen und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.

Die Veränderungen des Cash Flows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften. Die anderen Aktiva und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgänge konsolidierter Gesellschaften, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.

Aktiva |

Mio. €
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 8
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale -
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option -
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 0
Sachanlagen 0
Sonstige Aktivposten 10
Passiva |

Mio. €
31.12.2017
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 5
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 9
Sonstige Passivposten 3

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungsvorgänge für Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Verkäufe nicht konsolidierter Tochterunternehmen. Darüber hinaus werden hier die Cash Flows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung konsolidierter Tochterunternehmen gezeigt. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrangige Einlagen und Schuldinstrumente. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, der sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben bei Zentralnotenbanken, täglich fälligen Sichtguthaben bei Kreditinstituten sowie den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammensetzt.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der Nettoschulden dargestellt.

Mio. € 2017 2016
Nettoschulden zum 1.1. 10.969 11.858
Veränderungen Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -642 -1.202
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Wechselkursveränderungen -167 399
Andere nicht zahlungswirksame Veränderungen -114 -86
Nettoschulden zum 31.12. 10.046 10.969

Anhang (Notes)

Allgemeine Grundlagen

Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung.

Alle für das Geschäftsjahr 2017 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2018 oder später umzusetzen sind, haben wir zulässigerweise grundsätzlich abgesehen. Zum 30. Juni 2017 haben wir bereits einen Teil von IFRS 9 vorzeitig und rückwirkend zum 1. Januar 2017 angewendet. Dies betrifft den Bewertungseffekt, der aus der Veränderung der eigenen Bonität resultiert. Dieser wird anders als bisher nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern direkt im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 (Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben) werden teilweise im Anhang (siehe Notes 62 und 63) und teilweise im Konzernlagebericht ausgewiesen.

Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 53 bis 134 unseres Geschäftsberichts veröffentlicht.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter 500.000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. Daraus können sich ebenfalls leichte Abweichungen zu den veröffentlichten Vorjahreszahlen ergeben.

(1) Erstmalig anzuwendende, überarbeitete und neue Standards

Im Geschäftsjahr wurden im Commerzbank-Konzern die für uns relevanten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmalig verbindlich ab dem 1. Januar 2017 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement). Alle Änderungen der Standards wurden entsprechend der jeweils geltenden Übergangsvorschriften berücksichtigt. Aus der Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den Commerzbank-Konzern. Die für uns relevanten und wesentlichen neuen Standards werden nachfolgend dargestellt.

Mit der Anwendung von IAS 1 (Darstellung des Abschlusses - Disclosure Initiative) wird das Konzept der Wesentlichkeit hervorgehoben. Die Anwendung hatte keinen Einfluss auf die Bilanzierung und Bewertung, allerdings werden sachlich und inhaltlich zusammengehörende Posten in diesem Abschluss nun bei der Erläuterung der einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz zusammengefasst.

Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente", die neben IFRS 9 auch weitere Standards betraf (insbesondere IFRS 7 und IAS 1). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, eine frühere Anwendung ist jedoch möglich. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) wird weitgehend abgelöst.

Gegenüber IAS 39 reduziert sich das bilanzielle Eigenkapital um 1,2 Mrd. Euro. Dies resultiert aus einer im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik sowie aus der vorzunehmenden Neuklassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente. Eine Reihe finanzieller Vermögenswerte, beispielsweise Kredite, die vorwiegend der Schiffsfinanzierung dienen beziehungsweise Kredite britischer Körperschaften, werden nun zum Fair Value bewertet, was eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge hat.

Die Eröffnungsbilanz sowie diverse Überleitungstabellen zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 stellen wir in diesem Geschäftsbericht in Note 74 dar.

Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal 2017. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung zur Leistung von Mietzahlungen darstellt. Für die Klassifizierung der Leasingverträge im Finanzierungs- und Operating-Leasing beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangsangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. IFRS 16 tritt - entsprechendes Endorsement in der EU vorausgesetzt - für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen führt die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einer Erhöhung der Bilanzsumme um einen kleinen bis mittleren einstelligen Milliardenbetrag.

Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Analyse des neuen Standards ist abgeschlossen und wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(2) Wesentliche Grundsätze und Schätzungsunsicherheiten

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die IFRS Standards verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IAS 39, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss aus. Negative Zinsen weisen wir separat im Zinsüberschuss aus (siehe Note 8). Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit dem vollständigen Erbringen einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung leistungsabhängiger Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften im Kundenauftrag weisen wir im Provisionsüberschuss aus.

Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens zwölf Monate beträgt.

Grundsätzlich sind Vermögenswerte und Schulden brutto (unsaldiert) in der Bilanz auszuweisen. In Übereinstimmung mit IAS 32.42 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem selben Geschäftspartner aber gegeneinander saldiert und entsprechend in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit dem Begleichen der Verbindlichkeit erfolgt. Neben dem Aufrechnen positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten mit Clearingvereinbarungen und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten.

Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2017 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt.

Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 46 und 47) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen.

Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 34 vor. Ebenfalls in dieser Note erfolgt die Angabe von Restlaufzeiten für alle passivischen Finanzinstrumente, Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen.

Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrundeliegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzungsverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse für die nachstehend aufgeführten Sachverhalte von den Einschätzungen abweichen.

Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderem bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, des Geschäfts- oder Firmenwertes, bei den Fair Values von Finanzinstrumenten, den Fair Values als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie bei der Bilanzierung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den Rechnungszins, den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzungsannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen von den tatsächlichen Jahreseffekten werden als Neubewertung erfolgsneutral in der Gewinnrücklage abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen (siehe Note 54).

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des Fair Values von Finanzinstrumenten findet sich in den Notes 32 und 42.

Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Fair Values von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, nehmen wir Analysen auf Basis länderspezifischer Mietindizes vor (siehe Note 45).

Die Bilanzierung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsrisiken erfolgt unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse aus der laufenden Betriebsprüfung und Rechtsprechung (siehe Note 49).

Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten bei aktiven latenten Steuern und im Wesentlichen bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft, beispielsweise bei Charterraten in der Schiffsfinanzierung. Die Einschätzung der künftigen Entwicklung der Charterraten erfolgt durch ein bankinternes Fachgremium. Dabei werden für die kurzfristige Prognose aktuelle Marktdaten und für die langfristige Prognose historische Durchschnittswerte, Prognosen unabhängiger externer Research-Anbieter sowie eigene Analysen zugrunde gelegt und hieraus die finalen Charterratenprognosen abgeleitet (siehe Notes 25 und 48). Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir zudem auf den Konzernlagebericht.

Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbaren Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite von verschiedenen potenziellen Wertansätzen führen, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements.

Des Weiteren lassen sich nachfolgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:

die Umwidmung bestimmter finanzieller Vermögenswerte aus der Kategorie Available for Sale (AFS) in die Kategorie Loans and Receivables (LAR) (siehe Note 24).
die Wertminderung von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Ermittlung der erwarteten Cash Flows einschließlich Ansatz, Höhe und Verwertungszeitpunkt von Sicherheiten) (siehe Note 25).
die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird) (siehe Note 46).
die Werthaltigkeitsprüfung bei nicht finanziellen Vermögenswerten wie bei Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten (hier insbesondere die Festlegung der Kriterien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags) (siehe Note 42 und Note 43).
die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche nach IAS 12.24 ff. (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann) (siehe Notes 48 und 49) sowie der Abbildung steuerlicher Risikopositionen.
die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (siehe Note 54).
die Bewertung von Rechtsrisiken, für die ein Verlust nicht wahrscheinlich ist (siehe Note 56).

Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um.

Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern die Stichtagskurse keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.

Nicht monetäre Posten werden grundsätzlich zum Stichtagskurs umgerechnet. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus.

Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellter Abschlüsse konsolidierter Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteter Unternehmen erfolgt für monetäre und nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs des jeweiligen Bilanzstichtags. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Effekte, die aus der zu historischen Kursen erfolgenden Umrechnung von in die Kapitalkonsolidierung einfließenden Kapitalbestandteilen von Tochterunternehmen resultieren, weisen wir erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam grundsätzlich im Sonstigen Ergebnis erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst.

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.

(3) Anpassungen

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 ergab sich eine Fehlerkorrektur aufgrund einer Feststellung aus einer Betriebsprüfung für die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Gewinnrücklagen verminderten sich zum 1. Januar 2016 um 53 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden erhöhten sich korrespondierend. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Zudem ergab sich eine weitere Fehlerkorrektur im Zusammenhang mit nicht abgeführter Kapitalertragsteuer. Die Gewinnrücklagen verminderten sich zum 1. Januar 2016 um 45 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden erhöhten sich korrespondierend. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Eine weitere Fehlerkorrektur für den Bestand eigener Schuldscheindarlehen wurde im Geschäftsjahr vorgenommen. Daraus erhöhten sich zum 1. Januar 2016 wie auch zum 31. Dezember 2016 die Gewinnrücklagen um 31 Mio. Euro, die Latenten Ertragsteueransprüche verminderten sich um 14 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost (vormals Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) um 45 Mio. Euro. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Weiterhin wurden aufgrund einer Fehlerkorrektur rückwirkend zum 31. Dezember 2016 Leerverkaufsverbindlichkeiten aus den Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost (vormals Verbindlichkeiten gegenüber Kunden) von 6.128 Mio. Euro in die Finanziellen Verbindlichkeiten - Held for Trading (vormals Handelspassiva) umgegliedert. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinserträge und Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit vorzeitigen Rückzahlungen von Verbindlichkeiten stehen, teilweise saldiert ausgewiesen. Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich für das Geschäftsjahr 2016 die Zinserträge als auch Zinsaufwendungen um 141 Mio. Euro erhöhten. Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie.

Darüber hinaus wurde eine Anpassung der Vorjahreszahlen in Note 32 (IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten) sowie in Note 52 (Leasinggeschäft) vorgenommen.

Der Commerzbank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 die Struktur der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung geändert. Die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung basieren nun auf den Bewertungskategorien nach IAS 39. Aus diesem Grund wurde der Aufbau für diverse Anhangsangaben entsprechend strukturell geändert und die Werte wurden angepasst. Die Struktur der Notes orientiert sich damit auch an den IAS 39-Bewertungskategorien. Die neue Struktur wurde eingeführt, um Synergien in Bezug auf auf IFRS basierende regulatorische Anforderungen (FINREP) zu generieren. Durch diese Harmonisierung wird die Abstimmbarkeit zwischen veröffentlichten Berichten des Regulators und des Commerzbank-Konzerns wesentlich erleichtert. Die Ausweisänderungen haben keine Auswirkung auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Im vierten Quartal 2017 haben wir zudem den Ausweis des Bilanzpostens Kassenbestand und Sichtguthaben, der im Wesentlichen Bargeld, Einlagen bei Zentralnotenbanken und Schuldtitel öffentlicher Stellen beinhaltete, geändert, um diesen besser mit der Darstellung in der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung in Einklang zu bringen. Bisher in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltene täglich fällige Sichtguthaben bei Kreditinstituten werden nun in dieser Position ausgewiesen. Die Vergleichsangaben in der Konzernbilanz und die dazugehörigen Anhangsangaben haben wir für 2016 geändert. Daraus resultierende Änderungen in der Kapitalflussrechnung wurden entsprechend vorgenommen. Diese Umgliederung hatte keine Auswirkung auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Darüber hinaus wurde eine Anpassung der Vorjahreszahlen in der Kapitalflussrechnung vorgenommen.

Über die Anpassung der Bilanz- und Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Struktur hinaus, werden die bisher im Zinsüberschuss dargestellten laufenden Erträge und Aufwendungen aus Derivaten und aus anderen Handelsbeständen der Kategorie Held for Trading nun im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen, da ökonomisch eine Unterscheidung in laufende Erträge und Aufwendungen und Bewertungs- und Realisierungseffekte bei Handelsbeständen nicht sachgerecht ist. Der geänderte Ausweis spiegelt daher auch die ökonomische Steuerung der Handelsbestände besser wider und liefert daher zuverlässigere und relevantere Informationen.

Für das Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Umgliederungen aus dem Zinsüberschuss in das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf 662 Mio. Euro (Saldo aus um 776 Mio. Euro verminderten Zinserträgen und 114 Mio. Euro verminderten Zinsaufwendungen). Durch die Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Veränderungen zwischen der alten und der neuen Struktur der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz. Alle dargestellten Änderungen hatten keine Auswirkung auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung |

Mio. €
1.1.-31.12.20161 (A) (B) (C) (D) (E)
Alte Struktur
--- --- --- --- --- --- ---
Zinserträge 9.990 -164 -776 -6 -270
Zinsaufwendungen 4.913 -114 -58 -132
Zinsüberschuss 5.077 -164 -662 + 52 -138
- + 164
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -900
- -52 + 139
Provisionserträge 3.837
Provisionsaufwendungen 626
Provisionsüberschuss 3.212
Handelsergebnis inklusive Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 320 + 662
-
Ergebnis aus Finanzanlagen 344 -139
- + 138 + 0
Laufendes Ergebnis aus at-Equity- bewerteten Unternehmen 150
Sonstiges Ergebnis 297
Verwaltungsaufwendungen 7.100
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 627
Restrukturierungsaufwendungen 128
Ergebnis vor Steuern 643 - - - - -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 261 - - - - -
Konzernergebnis 382 - - - - -
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 103 - - - - -
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 279 - - - - -
Gewinn-und-Verlust-Rechnung |

Mio. €
(F) (G) (H) (I) 1.1.-31.12.2016 Gewinn-und-Verlust-Rechnung |

Mio. €
Alte Struktur Neue Struktur
--- --- --- --- --- --- ---
Zinserträge 8.773 Zinserträge
Zinsaufwendungen 4.608 Zinsaufwendungen
Zinsüberschuss 4.165 Zinsüberschuss
164 Dividendenerträge
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -900 Risikovorsorge im Kreditgeschäft
-47 40 Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis
Provisionserträge 3.837 Provisionserträge
Provisionsaufwendungen 626 Provisionsaufwendungen
Provisionsüberschuss 3.212 Provisionsüberschuss
Handelsergebnis inklusive Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen + 37 1.019 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
-37 -37 Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Ergebnis aus Finanzanlagen + 47 -255 + 3 -
+ 255 393 Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen + 0 150 Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
Sonstiges Ergebnis -3 293 Sonstiges Ergebnis
Verwaltungsaufwendungen 7.100 Verwaltungsaufwendungen
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 627 Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Restrukturierungsaufwendungen 128 Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern - - - - 643 Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - - - - 261 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Konzernergebnis - - - - 382 Konzernergebnis
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis - - - - 103 den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis - - - - 279 den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 152 ff.)

(A) Umgliederung Dividendenerträge und Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen

Das bisher in den Zinserträgen enthaltene Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen, die Dividendenerträge (ohne HFT) und Erträge aus Genussrechten werden nun in der separaten Position Dividendenerträge erfasst.

(B) Umgliederung Handelszinsen

Die Zinserträge inklusive Dividendenerträge sowie die Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading (HFT) werden nun im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dargestellt.

(C) Umgliederung Realisierungsergebnis Forderungen LAR

Das bisher in den Zinserträgen und -aufwendungen erfasste Realisierungsergebnis aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte (Forderungen) der Kategorie Loans and Receivables (LAR) wird nun im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis ausgewiesen.

(D) Umgliederung Realisierungsergebnis aus zu Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten

Das bisher in den Zinserträgen und -aufwendungen erfasste Ergebnis aus dem Rückkauf von zu Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird jetzt im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt.

(E) Umgliederung Realisierungsergebnis Wertpapiere LAR

Das bisher im Ergebnis aus Finanzanlagen gezeigte Realisierungsergebnis aus Wertpapieren der Kategorie Loans and Receivables (LAR) wird nun im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis ausgewiesen.

(F) Umgliederung Bewertungsergebnis LAR/AFS

Das bisher im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasste Bewertungsergebnis (Impairments) von Wertpapieren der Kategorie Loans and Receivables (LAR) sowie der Kategorie Available for Sale (AFS) wird nun im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis ausgewiesen.

(G) Umgliederung Realisierungsergebnis AFS

Das bisher im Ergebnis aus Finanzanlagen ausgewiesene Realisierungsergebnis aus Wertpapieren der Kategorie Available for Sale (AFS) wird jetzt im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt.

(H) Separater Ausweis des Ergebnisses aus Sicherungszusammenhängen

Das bisher im Handelsergebnis inklusive Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesene Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen wird nun separat als eigenständiger Posten Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen dargestellt.

(I) Umgliederung Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Das bisher im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasste Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird fortan im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Aktiva |

Mio. €
31.12.20161 (J) (K) (L) (M) 31.12.2016
Alte Struktur
--- --- --- --- --- --- ---
Barreserve 34.802 + 1.404 36.206
+ 246.023 + 29.698 + 857 276.578
+ 39.634 39.634
+ 23.950 + 847 24.797
Forderungen an Kreditinstitute 58.529 -1.404 -57.125 -
Forderungen an Kunden 212.848 -212.848 -
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 310 310
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2.075 2.075
Handelsaktiva 88.862 88.862
Finanzanlagen 70.180 -70.180 -
Anteile an at-Equity- bewerteten Unternehmen 180 180
Immaterielle Anlagewerte 3.047 3.047
Sachanlagen 1.723 1.723
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 16
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 1.188 1.188
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 629 629
Latente Ertragsteueransprüche 3.035 3.035
Sonstige Aktiva 3.013 -857 2.156
Gesamt 480.436 - - - - 480.436
Aktiva |

Mio. €
Aktiva |

Mio. €
Alte Struktur Neue Struktur
--- ---
Barreserve Kassenbestand und Sichtguthaben
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Handelsaktiva Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
Finanzanlagen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen
Immaterielle Anlagewerte Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen Sachanlagen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
Tatsächliche Ertragsteueransprüche Tatsächliche Ertragsteueransprüche
Latente Ertragsteueransprüche Latente Ertragsteueransprüche
Sonstige Aktiva Sonstige Aktiva
Gesamt Gesamt

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 152 ff.).

(J) Umgliederung täglich fälliger Sichtguthaben bei Kreditinstituten

Bisher in den Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesene täglich fällige Sichtguthaben bei Kreditinstituten werden nun in dem Posten Kassenbestand und Sichtguthaben dargestellt.

(K) Umgliederung Forderungen Kreditinstitute und Kunden in jeweilige IAS 39-Kategorie

Die bisher in der Forderungen an Kreditinstitute beziehungsweise Kunden ausgewiesenen Darlehen und Forderungen werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in den neuen Posten Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (LAR) beziehungsweise Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (FVO) dargestellt.

(L) Umgliederung Finanzanlagen in jeweilige IAS 39-Kategorie

Die bisher unter den Finanzanlagen ausgewiesenen wertpapierbezogenen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in den Posten Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (LAR), Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale (AFS) beziehungsweise Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (FVO) dargestellt.

(M) Umgliederung Forderungen aus Ausgleichzahlungen für Börsentermingeschäfte

Die bisher unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesenen Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in dem Posten Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (LAR) dargestellt.

Passiva |

Mio. €
31.12.20161 (N) (O) (P) (Q) 31.12.2016
Alte Struktur
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 66.903 -66.903 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 244.792 -244.792 -
Verbriefte Verbindlichkeiten 38.494 -38.494 -
+ 294.637 + 37.481 + 10.955 + 724 343.798
+ 17.057 + 1.013 + 14 - 18.084
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1.001 1.001
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3.080 3.080
Handelspassiva 77.772 77.772
Rückstellungen 3.436 3.436
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 672 672
Latente Ertragsteuerschulden 49 49
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - -
Sonstige Passiva 3.694 -724 2.970
Nachrangige Schuldinstrumente 10.969 -10.969 -
Eigenkapital 29.573 29.573
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 28.547 28.547
Nichtbeherrschende Anteile 1.027 1.027
Gesamt 480.436 - - - - 480.436
Passiva |

Mio. €
Passiva |

Mio. €
Alte Struktur Neue Struktur
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Verbriefte Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
Handelspassiva Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading
Rückstellungen Rückstellungen
Tatsächliche Ertragsteuerschulden Tatsächliche Ertragsteuerschulden
Latente Ertragsteuerschulden Latente Ertragsteuerschulden
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen
Sonstige Passiva Sonstige Passiva
Nachrangige Schuldinstrumente
Eigenkapital Eigenkapital
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen
Nichtbeherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile
Gesamt Gesamt

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 152 ff.).

(N) Umgliederung Verbindlichkeiten Kreditinstitute und Kunden in jeweilige IAS 39-Kategorie

Die bisher in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehungsweise Kunden ausgewiesenen Einlagen werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in den neuen Posten Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost beziehungsweise Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (FVO) dargestellt.

(O) Umgliederung Verbriefte Verbindlichkeiten in jeweilige IAS 39-Kategorie

Die bisher in den Verbrieften Verbindlichkeiten ausgewiesenen Emissionen werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in den neuen Posten Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost beziehungsweise Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (FVO) dargestellt.

(P) Umgliederung Nachrangige Schuldinstrumente in jeweilige IAS 39-Kategorie

Die bisher in den Nachrangigen Schuldinstrumenten ausgewiesenen nachrangigen Emissionen werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in den neuen Posten Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost beziehungsweise Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (FVO) dargestellt.

(Q) Umgliederung Verbindlichkeiten Ausgleichzahlungen aus Börsentermingeschäften

Die bisher unter den Sonstigen Passiva ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte werden nun nach der jeweiligen IAS 39-Kategorie in dem Posten Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Sämtliche konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus Transaktionen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert.

(4) Tochterunternehmen und Unternehmenszusammenschlüsse

Tochterunternehmen sind Beteiligungsunternehmen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden, weil die Commerzbank die Entscheidungsmacht hat, die relevanten Tätigkeiten zu steuern, ein Anrecht auf die signifikanten variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen besitzt und ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen kann, die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Rahmen der Konsolidierungsentscheidung prüfen wir verschiedene Faktoren wie Stimmrechte, Zweck und Ausgestaltung des Unternehmens und unsere Einflussmöglichkeiten. Sind die Stimmrechte unmittelbar und ausschließlich der dominante Faktor zur Steuerung der relevanten Aktivitäten, kann in diesen Fällen die Beherrschung einfacher abgeleitet und ermittelt werden. Dennoch ist zu prüfen, ob es Faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Bestimmungen oder vertragliche Vereinbarungen gibt, die trotz Stimmrechtsmehrheit nicht zur Beherrschung führen. Außerdem können weitere Faktoren zur Beherrschung führen, beispielsweise das Vorliegen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung. In einem solchen Fall handelt eine andere Partei mit Entscheidungsrechten als Agent für die Commerzbank, beherrscht aber das Beteiligungsunternehmen nicht, da sie lediglich Entscheidungsrechte ausübt, die durch die Commerzbank (Prinzipal) delegiert wurden. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt.

Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, ein negativer Unterschiedsbetrag, wird hingegen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, werden zum Fair Value in der Kategorie AFS ausgewiesen. Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.

(5) Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, diese aber nicht beherrscht. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 % und 50 % vermutet. Weitere Faktoren für einen maßgeblichen Einfluss können beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder wesentliche Geschäftsvorfälle mit der Gesellschaft sein.

Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Parteien vertraglich die gemeinschaftliche Beherrschung über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinsame Vereinbarung kann ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit sein. Im Commerzbank-Konzern existieren ausschließlich Gemeinschaftsunternehmen.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie in der Bilanz als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus.

Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochterunternehmen an. Sofern assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wesentlich sind, nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes entsprechend der jeweiligen anteiligen Entwicklung des Eigenkapitals der Unternehmen vor. Zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen werden nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes im Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen berücksichtigt (siehe Note 41). Übersteigende Verluste werden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit nicht erfassten Verlusten verrechnet.

Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss auf das assoziierte Unternehmen wegfällt. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Beherrschung.

(6) Strukturierte Unternehmen

Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so zum Beispiel wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Beispiele für strukturierte Unternehmen sind Verbriefungsgesellschaften, Leasingobjektgesellschaften und einige Investmentfonds.

Die Commerzbank tritt dabei auch als Sponsor strukturierter Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn es durch den Commerzbank-Konzern initiiert und/oder strukturiert wurde, Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat, vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung strukturierter Unternehmen erforderlich, wenn die Commerzbank das Unternehmen beherrscht. Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung strukturierter Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist Bestandteil der Note 70.

Die Fähigkeit des Commerzbank-Konzerns zum Zugang zu oder der Nutzung von Vermögenswerten sowie zur Begleichung von Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen sowie assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen kann gesetzlichen, regulatorischen und vertraglichen Beschränkungen unterliegen.

(7) Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden. Hierzu zählen auch wesentliche strukturierte Unternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern in den Finanziellen Vermögenswerten -Available for Sale bilanziert.

Für die Struktur des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns verweisen wir auf Note 73.

Akquisitionen und Verkäufe

Akquisition onvista Aktiengesellschaft

Am 3. April 2017 erwarb unser Tochterunternehmen comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn, vollständig die Anteile an der onvista Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main und deren verbundene Unternehmen von der Boursorama S.A..

Onvista betreibt in Deutschland eine etablierte Online-Plattform für Brokerage-Geschäfte sowie ein Finanzinformationsportal. Der Kaufpreis betrug 40 Mio. Euro und setzte sich aus Barmitteln von 42 Mio. Euro und einer Forderung aus einer Kaufpreisanpassung von 2 Mio. Euro zusammen. Mit der onvista Gruppe wurden Zahlungsmittel von 421 Mio. Euro erworben. Die onvista bank GmbH wurde inzwischen auf die comdirect bank Aktiengesellschaft verschmolzen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gehört damit neben der onvista Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main noch die onvista media GmbH, Frankfurt am Main, dem Konsolidierungskreis an.

Aus der Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt ergaben sich sonstige immaterielle Vermögenswerte von 24 Mio. Euro und passive latente Steuern von 7 Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte resultieren aus dem Kundenstamm der ehemaligen onvista bank GmbH, selbsterstellter Software, dem Portal onvista.de, dem Markennamen und aus einem vorteilhaften Vertrag.

Aus dem Erwerb resultierte ein negativer Unterschiedsbetrag (sogenannter Badwill) von 1 Mio. Euro, der erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Dies ist vor allem auf die zum Zeitpunkt des Erwerbs im Marktumfeld geltenden verhaltenen Bewertungen von Unternehmen aus dem Finanzdienstleitungssektor zurückzuführen.

Die erworbene Gesellschaft hat im Commerzbank Konzern in der Zeit zwischen der Akquisition am 3. April 2017 und dem 31. Dezember 2017 einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation mit 0 Mio. Euro zum Konzernüberschuss beigetragen. Bei einer Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2017 hätte sich daraus ein Beitrag zum Konzernergebnis von -1 Mio. Euro ergeben. Diese Zahlen wurden lediglich zu Vergleichszwecken basierend auf Schätzungen ermittelt und geben weder Aufschluss über die tatsächlichen operativen Ergebnisse noch über zukünftige Ergebnisse.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die zum Erwerbszeitpunkt erworbenen bilanzierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden ersichtlich:

Mio. € 3.4.2017
Kassenbestand und Sichtguthaben 421
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 220
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 97
Immaterielle Vermögenswerte 24
Sachanlagen 1
Sonstige Aktiva 3
Summe der identifizierten Vermögenswerte 764
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 704
Rückstellungen 2
Latente Ertragsteuerschulden 7
Sonstige Passiva 10
Summe der identifizierten Schulden 723
Nettovermögen zum Zeitwert 41
Kaufpreis/Gegenleistung 40
Negativer Unterschiedsbetrag (Badwill) 1

Akquisition Commerz Finanz GmbH

Die Commerzbank Aktiengesellschaft war bisher mit 49,9% an der Commerz Finanz GmbH, einem Joint Venture mit der BNP Paribas Personal Finance S.A., beteiligt. Am 18. August 2017 wurde das zuvor in der Commerz Finanz GmbH isolierte Ratenkreditgeschäft der Commerzbank Aktiengesellschaft gegen Rückgabe der bisherigen Anteile an der Commerz Finanz GmbH auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Im Rahmen der Übertragung wurden auch Verbindlichkeiten der Commerz Finanz GmbH übernommen, die jedoch weitestgehend gegenüber der Commerzbank Aktiengesellschaft bestanden und daher zusammen mit den bisherigen Forderungen an die Commerz Finanz GmbH von 3,2 Mrd. Euro durch Konfusion erloschen sind.

Entsprechend den Vorgaben des IFRS 3 sind bei der Transaktion die stillen Reserven in der bisherigen Beteiligung an der Commerz Finanz GmbH sowie in den erworbenen Finanziellen Vermögenswerten - Loans and Receivables aufgedeckt worden. Insgesamt ergaben sich hieraus im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesene Erträge von 176 Mio. Euro infolge der Realisierung stiller Reserven aus der abgegangenen Beteiligung an der Commerz Finanz GmbH und ein Geschäfts- oder Firmenwert von 23 Mio. Euro. Letzterer ist eine bilanzielle Folge der Herauslösung des Ratenkreditgeschäfts aus der Commerz Finanz GmbH und der damit verbundenen Rückgabe der bisherigen Anteile an der Commerz Finanz GmbH, die zum Rückgabezeitpunkt im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses letztmalig mit ihrem Fair Value bewertet wurden. Wir erwarten aus der Transaktion in der Zukunft weitere Synergieeffekte.

Der Fair Value der abgegangenen Beteiligung beträgt 0,6 Mrd. Euro und die Fair Values der abgegangenen Forderungen gegenüber dem Teilbetrieb Banking der Commerz Finanz GmbH betragen 3,2 Mrd. Euro abzüglich der gegenüber der Commerzbank bestehenden Forderungen der Commerz Finanz GmbH von 0,4 Mrd. Euro, woraus eine hingegebene Gegenleistung von 3,4 Mrd. Euro resultiert. Zugegangen sind insbesondere zum Erwerbsstichtag zum Fair Value bewertete Darlehen von Privatkunden von 3,6 Mrd. Euro, Nominalbeträge von 3,5 Mrd. Euro und eine geschätzte Risikovorsorge von 0,2 Mrd. Euro. Diese Darlehen werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und als Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables ausgewiesen.

Bis zum 31. Dezember 2017 hat das von der Commerz Finanz GmbH übernommene Ratenkreditgeschäft mit 16 Mio. Euro zum Konzernüberschuss beigetragen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die zum Erwerbszeitpunkt erworbenen bilanzierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden ersichtlich.

Mio. € 18.8.2017
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 3.589
Sonstige Aktiva 162
Summe der identifizierten Vermögenswerte 3.751
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 1
Rückstellungen 9
Latente Ertragsteuerschulden 100
Sonstige Passiva 282
Summe der identifizierten Schulden 392
Nettovermögen zum Zeitwert 3.359
Kaufpreis/Gegenleistung 3.382
Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) 23

Veräußerung mLocum S.A.

Am 2. Juni 2017 unterzeichnete die mBank S.A., Warschau, Polen, einen vorläufigen Verkaufsvertrag mit Archicom S.A., um die Anteile an der mLocum S.A., Lódz, Polen, zu veräußern. Am 31. Juli 2017 wurden nach Erfüllung diverser aufschiebender Bedingungen, einer Garantie- und Verpfändungsvereinbarung zwischen der mBank S.A. und der DRK Investment Sp.z o.o., dem Mehrheitsaktionär der Archicom S.A., 14120.880 Anteile, die 51,0% des Stammkapitals repräsentieren, veräußert. Die Veräußerung der verbleibenden 8.026120 Anteile (29,0% des Stammkapitals) wird bis spätestens 30. Juni 2020 vollzogen. Seit dem 31. Juli 2017 werden die Anteile an der mLocum S.A. als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgewiesen.

Die Transaktion war Folge der Konzentration des mBank-Konzerns auf seine Kernaktivitäten. Der Verkauf der mLocum-Anteile wird es ermöglichen, das Potenzial des mBank Konzerns besser auszuschöpfen und Geschäftsziele auf dem polnischen Markt zu erreichen.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(8) Zinsüberschuss

In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held for Trading Bestand resultieren.

Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften resultierende Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren.

Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft.

Mio. € 2017 20161 Veränd.

in %
Zinserträge 8.423 8.773 -4,0
Zinserträge - Loans and Receivables 6.823 7.325 -6,8
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 6.310 6.648 -5,1
Zinserträge aus dem Wertpapierbestand 513 676 -24,2
Zinserträge - Available for Sale 664 790 -16,0
Zinserträge aus dem Wertpapierbestand 664 790 -16,0
Zinserträge - Fair Value Option 334 226 47,7
Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft 334 224 48,8
Zinserträge aus dem Wertpapierbestand 1 2 -58,2
Vorfälligkeitsentschädigung 109 122 -10,2
Unwinding 18 21 -13,1
Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten 474 289 64,0
Zinsaufwendungen 4.222 4.608 -8,4
Zinsaufwendungen - Amortised Cost 3.251 3.902 -16,7
Einlagen 1.939 2.204 -12,0
Begebene Schuldverschreibungen 1.312 1.698 -22,7
Zinsaufwendungen - Fair Value Option 345 340 1,6
Einlagen 296 264 12,1
Begebene Schuldverschreibungen 49 76 -35,2
Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten 601 346 73,9
Sonstige Zinsaufwendungen 25 21 20,5
Gesamt 4.201 4.165 0,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

(9) Dividendenerträge

In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen.

Wir weisen hier zudem das Laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird.

Die Erträge enthalten auch Ausschüttungen auf Genussscheine und Gewinnschuldverschreibungen sowie Fondsausschüttungen, soweit die Anteile als Eigenkapital einzustufen sind.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten -Available for Sale 28 86 -67,6
Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value Option 47 62 -24,0
Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 31 16 92,1
Gesamt 106 164 -35,5

(10) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 -1.231 -1.653 -25,6
Auflösung von Risikovorsorge1 816 790 3,2
Direktabschreibungen -592 -240 .
Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 226 203 11,6
Gesamt -781 -900 -13,2

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert)

Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt:

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Einzelrisiken -571 -982 -41,9
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute 8 8 2,8
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden -398 -922 -56,8
Darlehen und Forderungen an Privatkunden -131 -103 27,6
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister -15 -1 .
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte -0 0 .
Außerbilanzielle Geschäfte -34 36 .
Portfoliorisiken 156 119 30,9
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute 10 20 -52,1
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden 71 74 -5,0
Darlehen und Forderungen an Privatkunden 19 15 27,2
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister 25 4 .
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte 1 -0 .
Außerbilanzielle Geschäfte 29 5 .
Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen -366 -37 .
Gesamt -781 -900 -13,2

(11) Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis

Hier weisen wir das Ergebnis aus der Bewertung Finanzieller Vermögenswerte - Loans and Receivables, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, beziehungsweise Finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet sind, aus.

Wir stellen hier ebenfalls Realisierungsergebnisse von Forderungen und Wertpapieren aus dem Verkauf Finanzieller Vermögenswerte - Loans and Receivables unabhängig davon dar, ob die Gewinne oder Verluste bonitätsinduziert oder nicht bonitätsinduziert waren.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables -76 58 .
Bewertungsergebnis -10 156 .
Realisierungsergebnis -66 -98 -32,6
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 0 -18 .
Bewertungsergebnis 0 -18 .
Gesamt -76 40 .

(12) Provisionsüberschuss

Als Provisionserträge und -aufwendungen weisen wir die im Dienstleistungsgeschäft des Commerzbank-Konzerns für andere anfallenden Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Es handelt sich in diesem Zusammenhang nicht um Erträge für bilanzierte Forderungen, sondern um Beträge, die dadurch erzielt werden, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt auch für Provisionen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen durch die Bank.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Provisionserträge 3.923 3.837 2,2
Wertpapiergeschäft 1.204 1.081 11,5
Vermögensverwaltung 343 300 14,3
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1.386 1.389 -0,2
Bürgschaften 210 213 -1,5
Ergebnis aus Syndizierungen 260 264 -1,5
Vermittlungsgeschäft 283 370 -23,6
Treuhandgeschäfte 24 16 51,6
Übrige Erträge 213 205 4,1
Provisionsaufwendungen 745 626 19,1
Wertpapiergeschäft 287 230 24,5
Vermögensverwaltung 61 44 38,7
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 149 155 -3,5
Bürgschaften 20 16 23,6
Ergebnis aus Syndizierungen 0 2 -89,8
Vermittlungsgeschäft 165 120 37,5
Treuhandgeschäfte 11 7 52,0
Übrige Aufwendungen 53 52 1,9
Provisionsüberschuss 3.178 3.212 -1,0
Wertpapiergeschäft 918 850 7,9
Vermögensverwaltung 283 257 10,1
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1.237 1.234 0,2
Bürgschaften 190 197 -3,6
Ergebnis aus Syndizierungen 260 262 -0,8
Vermittlungsgeschäft 118 250 -52,8
Treuhandgeschäfte 13 9 51,3
Übrige Erträge 160 153 4,8
Gesamt 3.178 3.212 -1,0

(13) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend fließen in diese Position ein:

Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen,
erhaltene Dividenden aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten,
Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung,
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten,
Ergebnis aus Fair Value Adjustments (CVA, DVA, FVA) sowie
Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich das Bewertungs- und Realisierungsergebnis aus Finanzinstrumenten, die zu einer erfolgswirksamen Bewertung zum Fair Value designiert wurden (sogenannte Fair Value Option). Die Aufwendungen und Erträge werden als Saldo dargestellt.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading 1.046 1.012 3,4
Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option 46 7 .
Gesamt 1.092 1.019 7,2

(14) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cash Flow Hedges.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten 115 -968 .
Micro Fair Value Hedges 113 -1.107 .
Portfolio Fair Value Hedges 2 139 -98,5
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften -200 935 .
Micro Fair Value Hedges -233 1.123 .
Portfolio Fair Value Hedges 33 -188 .
Cash Flow Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow Hedges (nur ineffektiver Teil) -2 -4 -61,9
Gesamt -86 -37 .

(15) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten

In diesem Posten weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus.

Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Available for Sale wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des Vermögenswertes wird die Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst.

Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten Anschaffungskosten.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Available for Sale 239 255 -6,3
Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost 20 138 -85,3
Gesamt 259 393 -34,0

(16) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 23 Mio. Euro (Vorjahr: 150 Mio. Euro).

Einschließlich des im Sonstigen Ergebnis enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von 194 Mio. Euro (Vorjahr: -3 Mio. Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen auf 217 Mio. Euro (Vorjahr: 147 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurde dies vor allem durch einen Einmaleffekt aus der Abspaltung und Übernahme des Ratenkreditgeschäfts sowie der damit verbundenen Neubewertung der bisherigen Beteiligung an der Commerz Finanz GmbH positiv beeinflusst.

(17) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind im Wesentlichen Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.

Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Wesentliche Sonstige Erträge 854 856 -0,2
Auflösungen von Rückstellungen 201 197 2,0
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 174 178 -2,4
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 1 7 -82,4
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 11 22 -50,8
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1 9 -85,8
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 240 93 .
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 18 81 -77,3
Erträge aus Wechselkursveränderungen 25 69 -63,9
Übrige sonstige Erträge 182 200 -8,8
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 484 499 -3,0
Zuführungen zu Rückstellungen 104 79 31,5
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 126 166 -24,1
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 16 24 -35,0
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 4 8 -47,0
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 2 -87,6
Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 1 -99,6
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 5 5 -8,3
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 31 25 22,0
Übrige sonstige Aufwendungen 198 188 5,6
Sonstige Steuern (saldiert) -99 -60 63,3
Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) 194 -3 .
Sonstiges Ergebnis 465 293 58,7

(18) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen von 7.079 Mio. Euro (Vorjahr: 7.100 Mio. Euro) im Konzern setzten sich zusammen aus Personalaufwendungen von 3.600 Mio. Euro (Vorjahr: 3.724 Mio. Euro), Sachaufwendungen von 2.862 Mio. Euro (Vorjahr: 2.821 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Vermögenswerte von 617 Mio. Euro (Vorjahr 556 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliederten sich wie folgt:

Personalaufwendungen |

Mio. €
2017 2016 Veränd.

in %
Löhne und Gehälter 3.360 3.527 -4,7
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 240 196 22,4
Gesamt 3.600 3.724 -3,3

In den Löhnen und Gehältern sind 457 Mio. Euro (Vorjahr: 463 Mio. Euro) Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten. Diese beinhalten auch die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von 226 Mio. Euro (Vorjahr: 227 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich aus Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Pensionsplänen (siehe Note 54), Altersteilzeit und Vorruhestand sowie aus sonstigen pensionsnahen Aufwendungen zusammen.

Sachaufwendungen |

Mio. €
2017 2016 Veränd.

in %
Raumaufwendungen 565 570 -0,7
EDV-Aufwendungen 542 498 9,0
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 260 253 2,6
Pflichtbeiträge 417 372 12,2
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 502 507 -1,1
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 263 306 -14,0
Personalinduzierte Sachaufwendungen 126 131 -3,8
Übrige Sachaufwendungen 188 185 1,3
Gesamt 2.862 2.821 1,5

Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 182 Mio. Euro (Vorjahr: 155 Mio. Euro) und polnische Bankensteuer von 87 Mio. Euro (Vorjahr: 74 Mio. Euro) enthalten.

Konzernabschlussprüfer der Commerzbank ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland. Verantwortliche Prüfungspartner gemäß § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB für diesen Auftrag sind Frau Helge Olsson und Herr Clemens Koch. Frau Olsson war das dritte Jahr und Herr Clemens Koch das sechste Jahr als verantwortlicher Prüfungspartner tätig. Die für die Auftragsdurchführung verantwortliche Wirtschaftsprüferin im Sinne der Berufssatzung ist im Falle der Commerzbank Frau Helge Olsson. Für das Geschäftsjahr 2018 hat die Hauptversammlung vom 3. Mai 2017 die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer gewählt.

Die für den Konzernabschlussprüfer als Aufwendungen erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) betrugen 31.748 Tsd. Euro für das Geschäftsjahr 2017. Davon entfielen 765 Tsd. Euro. auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2016 erbracht wurden.

Honorare des Abschlussprüfers |

Tsd. €
2017 20161 Veränd.

in %
Abschlussprüfungsleistungen 16.136 17.632 -8,5
Andere Bestätigungsleistungen 3.552 6.374 -44,3
Steuerberatungsleistungen 906 430 .
Sonstige Leistungen 11.153 21.654 -48,5
Gesamt 31.748 46.090 -31,1

1 Vorjahr angepasst.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet die Jahresabschlussprüfungen der Commerzbank Aktiengesellschaft und der Tochterunternehmen sowie die Konzernabschlussprüfung nach der Neufassung des IDW RS HFA 36.

In den anderen Bestätigungsleistungen sind insbesondere Honorare für gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Prüfungs- und Bestätigungsleistungen enthalten. Hierzu gehören auch Prüfungen nach § 36 WpHG. Die Honorare für Sonstige Leistungen umfassen im Wesentlichen Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte beinhalteten neben planmäßigen Abschreibungen auch Wertminderungen und stellten sich wie folgt dar:

Abschreibungen |

Mio. €
2017 2016 Veränd.

in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 129 133 -3,0
Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen 14 38 -62,5
Immaterielle Vermögenswerte 473 385 23,0
Gesamt 617 556 10,9

In den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte waren 1 Mio. Euro Wertminderungen auf Software (Vorjahr: 1 Mio. Euro) enthalten; für Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen wurden Zuschreibungen von 3 Mio. Euro (Vorjahr: Abschreibungen von 8 Mio. Euro) erfasst.

(19) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Im Vorjahr wurde vor dem Hintergrund der im Rahmen von "Commerzbank 4.0" geänderten Segmentstruktur zum 30. September 2016 ein außerplanmäßiger Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dieser führte zu einer Wertminderung von 592 Mio. Euro auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Firmenkunden (siehe Note 42). Mit 35 Mio. Euro wurde zudem der Kundenstamm des Segments Firmenkunden wertgemindert. Diese Wertminderung stand ausschließlich im Zusammenhang mit dem Werthaltigkeitstest.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Geschäfts- oder Firmenwerte - 592 .
Kundenstamm - 35 .
Gesamt - 627 .

(20) Restrukturierungsaufwendungen

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 808 128 .
Gesamt 808 128 .

Die Restrukturierungsaufwendungen im Berichtsjahr 2017 standen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" im Inland und Ausland.

Im Vorjahr entstanden Restrukturierungsaufwendungen aufgrund der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden an den Standorten London und New York sowie aufgrund der Umstrukturierung diverser Backoffice-Einheiten in Deutschland.

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Tatsächliche Ertragsteuern 320 536 -40,2
Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr 293 491 -40,3
Steueraufwand/-ertrag Vorjahre 27 45 -39,4
Latente Ertragsteuern -75 -275 -72,7
Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen -80 8 .
Steuersatzdifferenzen -82 -81 1,2
Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern 87 20 .
Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen und temporären Differenzen - -222 .
Gesamt 245 261 -5,9

Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,5 %.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,4 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,5 % (Vorjahr: 31,5 %).

Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 12,0 % (Singapur) und 46,0 % (New York).

Zum 31. Dezember 2017 betrug die Konzernsteuerquote 49,5 % (Vorjahr: 40,5 %).

Die Erhöhung der Steuerquote resultiert im Wesentlichen aus einer aktuellen Rechtsprechung des EuGH und des damit verbundenen Wegfalls von steuerlichen Verlusten aus ausländischen Betriebsstätten im Inland.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 495 643 -23,0
Konzernertragsteuersatz (%) 31,5 31,5 -
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 156 202 -22,8
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen -83 -88 -5,7
Auswirkungen aus der Bewertung von latenten Steuern -30 93 .
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen 25 200 -87,5
Nicht angesetzte latente Steuern 206 -166 .
Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden -32 -55 -41,8
Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer 8 8 -
Nicht anrechenbare Quellensteuern 12 46 -73,9
Periodenfremde tatsächliche Steuern -27 25 .
Sonstige Auswirkungen 10 -4 .
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 245 261 -6,1

Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden:

Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern |

Mio. €
2017 2016 Veränd.

in %
Tatsächliche Ertragsteuern - - .
Latente Ertragsteuern 972 1.026 -5,3
Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges 13 25 -48,0
Neubewertungsrücklage 272 207 31,4
Verlustvorträge 150 199 -24,6
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 530 595 -10,9
Sonstiges 7 - .
Gesamt 972 1.026 -5,3

(22) Nettoergebnis je Bewertungskategorie

Das Nettoergebnis setzt sich aus Fair-Value-Bewertungen, Zinsergebnis, Dividendenerträgen, Fremdwährungseffekten, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutralen Wertänderungen der Neubewertungsrücklage zusammen.

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Nettoergebnis aus
Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - Loans and Receivables 2.735 2.718 0,6
Finanziellen Vermögenswerten - Available for Sale 931 1.114 -16,4
darunter: erfolgswirksame Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage -162 -86 88,7
darunter: erfolgsneutrale Wertänderung der Neubewertungsrücklage 449 -49 .
Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - Fair Value Option 82 -45 .
Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - Held for Trading 833 918 -9,2

(23) Ergebnis je Aktie

2017 2016 Veränd.

in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1.303 1.399 -6,8 %
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) 156 279 -43,9 %
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1.252.357.634 1.252.357.634 .
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,04 1,12 -6,8 %
Ergebnis je Aktie (€) 0,12 0,22 -43,9 %

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 57) definiert.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Allgemeine Klassifizierung und Bewertung

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern. Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (mark-to-model). Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt am Markt beobachtet oder mittels Expertenschätzung festgelegt werden.

In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt.

a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten

Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Commerzbank-Konzern erfolgt für reguläre Kassakäufe und -verkäufe finanzieller Vermögenswerte der Kategorien Loans and Receivables sowie im Falle der Anwendung der Fair Value Option bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Erfüllungstag. Für alle anderen IAS 39-Kategorien werden Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag bilanziert.

Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.

Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel in Folge von Forbearance Maßnahmen oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswerts und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments.

In gleicher Weise ist eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen eines vorhandenen Schuldinstruments wie eine Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit zu behandeln. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führt liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Cash Flows gemäß den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10% vom abgezinsten Barwert der restlichen Cash Flows des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht.

b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Der Commerzbank-Konzern gliedert seine finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in die jeweiligen IAS 39-Kategorien:

Finanzielle Vermögenswerte

Loans and Receivables
Available for Sale
Fair Value Option
Held for Trading

Finanzielle Verbindlichkeiten

Amortised Cost
Fair Value Option
Held for Trading

c) Nettoerfolge

Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt.

d) Finanzgarantien

Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantie-nehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (siehe Note 56). Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.

e) Eingebettete Derivate

Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente eingebunden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Das eingebettete Derivat ist unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren.

Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden,
ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39 und
das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.

Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen kumulativ nicht erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und Risikovorsorge

(24) Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables

Dieser Kategorie ordnen wir nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zu, für die kein aktiver Markt besteht. Dies gilt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder am Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig, zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker, zur Verfügung gestellt werden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten sind. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Für die in den Finanziellen Vermögenswerten - Loans and Receivables umgewidmeten Wertpapierbestände wird der jeweilige Fair Value zum Umwidmungszeitpunkt als neuer Buchwert angesetzt. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern verbleibt in den Anderen Rücklagen im Eigenkapital und wird über die Restlaufzeit der umgewidmeten Wertpapiere aufgelöst.

Für Wertpapiere wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (siehe Note 25). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente werden im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis erfasst und direkt vom Bilanzposten gekürzt. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung einzelner Wertpapiere nicht mehr gegeben sein beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so werden diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Darlehen und Forderungen 241.708 246.880 -2,1
Zentralnotenbanken 906 297 .
Kreditinstitute 29.502 41.300 -28,6
Firmenkunden 90.468 94.457 -4,2
Privatkunden 93.476 82.636 13,1
Finanzdienstleister 10.389 10.205 1,8
Öffentliche Haushalte 16.967 17.984 -5,7
Verbriefte Schuldinstrumente 24.004 29.698 -19,2
Kreditinstitute 2.256 4.543 -50,3
Firmenkunden 3.799 3.133 21,2
Finanzdienstleister 3.834 4.954 -22,6
Öffentliche Haushalte 14.115 17.068 -17,3
Gesamt 265.712 276.578 -3,9

Für die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 aus der Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale in die Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables umgewidmeten Wertpapiere belief sich die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern zum 31. Dezember 2017 auf -0,3 Mrd. Euro (Vorjahr: -0,4 Mrd. Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der umgewidmeten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die vorgenommenen Umwidmungen hätte sich zum 31. Dezember 2017 eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den Bestand von -1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: -2,2 Mrd. Euro) ergeben; die Veränderung zum Vorjahr betrug somit 0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,1 Mrd. Euro).

Neben der Auflösung aus auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von -1 Mio. Euro (Vorjahr: -25 Mio. Euro) wurden für die umgewidmeten Wertpapiere im laufenden Geschäftsjahr auch Zinserträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, saldiert waren dies 0,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,5 Mrd. Euro).

Zum 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert der umgewidmeten Bestände 21,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 28,0 Mrd. Euro), der Fair Value belief sich auf 19,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 25,3 Mrd. Euro) und der Bestand an Portfoliowertberichtigungen betrug kumuliert 14 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro). Die Wertpapiere wiesen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 0 % und 11,8% auf und wir erwarten daraus einen Zahlungsmittelzufluss von 25,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 31,1 Mrd. Euro).

(25) Risikovorsorge für bilanzielle und außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft

Den besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung.

Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wird grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 5 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 5 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend werden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel 3-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig).
Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge.
Die Bank kündigt die Forderungen.
Der Kunde ist im Insolvenzverfahren.

Für signifikante ausgefallene Forderungen bilden wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Zahlungsströme (Cash Flows) herangezogen. In den Cash Flows werden neben den noch erwarteten Zahlungen des Kreditnehmers auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cash Flows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entspricht also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wird die Erhöhung des Barwertes durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst. Bei Wegfall des Grundes, der zur Wertberichtigung geführt hat, wird diese entsprechend erfolgswirksam aufgelöst.

Im Bereich der Schiffsfinanzierungen ist zwischen der Sanierungsfähigkeit (Going Concern) und der Abwicklungsnotwendigkeit (Gone Concern) der ausgefallenen Forderungen zu unterscheiden. Im ersteren Fall kommen für die Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme insbesondere die von der Bank geschätzten zukünftigen Charterraten zum Ansatz, während für Abwicklungsengagements insbesondere der erzielbare Verkaufserlös des als Kreditsicherheit dienenden Schiffs herangezogen wird.

Die Schifffahrtsmärkte unterliegen traditionell einer hohen Volatilität, die beispielsweise von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung und starken Preisschwankungen bei Rohstoffen als exogenen Faktoren und durch Neubestellungen und Verschrottungen als endogenen Faktoren, getrieben wird. Demgemäß bestehen Schätzungsunsicherheiten bei den von der Bank vorzunehmenden Charterraten-Prognosen. Für das Jahr 2017 hätte beispielsweise eine Rücknahme der Charterraten-Prognosen um bis zu 20 % bei den intern verwendeten Schiffsindizes zu einem Risikovorsorgemehrbedarf im niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geführt.

Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird auf Grundlage interner Parameter eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP) gebildet.

Den Gesamtbetrag der Risikovorsorge setzen wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten ab. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Uneinbringliche Forderungssteile werden gegebenenfalls unter Verbrauch bereits gebildeter Risikovorsorge abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst.

Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen (GLLP) ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wie folgt:

Mio. € Stand 1.1.2017 Zuführungen Verbrauch Auflösungen Veränderung Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/ Unwinding
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 3.729 1.151 1.145 740 53 78
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute 59 1 2 18 - 11
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden 3.037 889 874 561 -0 -122
Darlehen und Forderungen an Privatkunden 497 231 224 119 11 180
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister 132 30 44 40 42 9
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte 3 0 1 1 - 1
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 205 80 0 75 - 2
Gesamt 3.934 1.231 1.145 816 53 80
Mio. € Stand 31.12.2017
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 3.125
Darlehen und Forderungen an Kreditinstitute 50
Darlehen und Forderungen an Firmenkunden 2.368
Darlehen und Forderungen an Privatkunden 577
Darlehen und Forderungen an Finanzdienstleister 129
Darlehen und Forderungen an Öffentliche Haushalte 1
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 211
Gesamt 3.337

Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 781 Mio. Euro (Vorjahr: 900 Mio. Euro), wovon 382 Mio. Euro (Vorjahr: 618 Mio. Euro) auf Schiffsfinanzierungen entfallen.

Wertberichtigungen für Einzelrisiken Wertberichtigungen für Portfoliorisiken Wertberichtigungen gesamt
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1. 3.185 3.282 544 664 3.729 3.946
Zuführungen 1.137 1.578 14 26 1.151 1.604
Abgänge 1.745 1.709 140 140 1.885 1.848
darunter: Inanspruchnahmen 1.145 1.149 - - 1.145 1.149
darunter: Auflösungen 600 560 140 140 740 700
Veränderungen im Konsolidierungskreis 43 - 10 0 53 0
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding 52 33 26 -7 78 27
Stand 31.12. 2.672 3.185 454 544 3.125 3.729
Mio. € Veränd.

in %
Stand 1.1. -5,5
Zuführungen -28,3
Abgänge 2,0
darunter: Inanspruchnahmen -0,3
darunter: Auflösungen 5,8
Veränderungen im Konsolidierungskreis .
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding .
Stand 31.12. -16,2
Rückstellungen für Einzelrisiken Rückstellungen für Portfoliorisiken Rückstellungen für Kreditgeschäft
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.1. 76 110 129 136 205 246
Zuführungen 75 34 5 15 80 49
Abgänge 41 70 34 21 75 90
darunter: Inanspruchnahmen 0 0 - - 0 0
darunter: Auflösungen 41 70 34 21 75 90
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 0 - 0 - 0
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding 2 2 -1 -1 1 1
Stand 31.12. 112 76 99 129 211 205
Mio. € Veränd.

in %
Stand 1.1. -16,6
Zuführungen 63,3
Abgänge -16,5
darunter: Inanspruchnahmen 7,0
darunter: Auflösungen -16,5
Veränderungen im Konsolidierungskreis .
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen/Unwinding 61,0
Stand 31.12. 2,7

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 wurde erstmalig eine verfeinerte Schätzungsmethode für die Ausfallwahrscheinlichkeit angewendet. Aus der Anpassung resultierte eine GLLP-Auflösung von 74 Mio. Euro.

Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2017 stellte sich wie folgt dar:

Mio. € 2017
Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft Kreditausfälle1 Nettozuführung zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft2
--- --- --- ---
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland 1.253 1.055 319
Kreditinstitute 0 - -
Firmenkunden 996 834 235
Verarbeitendes Gewerbe 331 162 72
Baugewerbe 41 35 -23
Handel 132 165 34
Dienstleistungen und Übrige 492 472 152
Privatkunden 228 209 56
Finanzdienstleister 29 13 28
Öffentliche Haushalte 0 - 0
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 1.530 682 253
Kreditinstitute 8 4 -8
Firmenkunden 1.165 550 197
Verarbeitendes Gewerbe 344 189 20
Baugewerbe 129 13 27
Handel 120 30 40
Dienstleistungen und Übrige 572 318 110
Privatkunden 264 81 77
Finanzdienstleister 94 46 -13
Öffentliche Haushalte 0 1 0
Gesamt 2.783 1.737 572
Mio. € 2016
Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft Kreditausfälle1 Nettozuführung zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft2
--- --- --- ---
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland 1.508 759 615
Kreditinstitute - - -0
Firmenkunden 1.334 623 580
Verarbeitendes Gewerbe 395 150 91
Baugewerbe 67 17 6
Handel 218 79 32
Dienstleistungen und Übrige 654 378 451
Privatkunden 160 132 37
Finanzdienstleister 14 4 -1
Öffentliche Haushalte 0 - 0
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 1.752 629 367
Kreditinstitute 18 5 -8
Firmenkunden 1.352 456 308
Verarbeitendes Gewerbe 508 52 9
Baugewerbe 138 23 13
Handel 94 21 32
Dienstleistungen und Übrige 612 361 254
Privatkunden 269 50 65
Finanzdienstleister 111 118 2
Öffentliche Haushalte 1 -0 -
Gesamt 3.261 1.389 982

1 Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft.

2 Zuführung abzüglich Auflösung.

(26) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu Handelszwecken gehalten kategorisiert wurden und für die nicht die Fair Value Option angewendet wurde, fallen unter die Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost. Zu dieser Kategorie zählen Einlagen sowie begebene Schuldverschreibungen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Einlagen 297.890 298.051 -0,1
Zentralnotenbanken 4.427 3.811 16,2
Kreditinstitute 44.468 52.300 -15,0
Firmenkunden 86.297 83.672 3,1
Privatkunden 114.087 105.815 7,8
Finanzdienstleister 33.056 39.028 -15,3
Öffentliche Haushalte 15.555 13.426 15,9
Begebene Schuldverschreibungen 43.369 45.747 -5,2
Geldmarktpapiere 4.428 5.566 -20,4
Pfandbriefe 17.237 17.060 1,0
Sonstige emittierte Schuldtitel 21.704 23.121 -6,1
Gesamt 341.260 343.798 -0,7

Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale

(27) Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale

Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der sonstigen Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation in die Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale erfolgte. Dabei handelt es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien, Genussrechte und Anteile an Investmentfonds. Als zur Veräußerung verfügbar werden insbesondere festverzinsliche Wertpapiere klassifiziert, die an einem aktiven Markt notiert sind, für die aber keine kurzfristige Veräußerungsabsicht besteht. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen).

Ist der Fair Value bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten nicht verlässlich ermittelbar, nehmen wir die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen vor.

Das Ergebnis aus der Bewertung weisen wir - nach Berücksichtigung latenter Steuern - erfolgsneutral in einem gesonderten Posten der Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) innerhalb des Eigenkapitals aus. Agien oder Disagien bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsüberschuss vereinnahmt. Zinserträge aus diesen Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis erfasst. Dividendenzahlungen und laufende Beteiligungsergebnisse aus Vermögenswerten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, werden in den Dividendenerträgen gezeigt. Bei einer Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte wird das bislang in der Neubewertungsrücklage (OCI) erfolgsneutral kumulierte Bewertungsergebnis in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht (Recycling).

Für die Finanzinstrumente dieser Kategorie ist zu prüfen, ob objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstruments ist. Im Falle einer Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral in den Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) im Eigenkapital, sondern als Wertminderungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis zu erfassen.

Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des Available-for-Sale-Bestands abgeschrieben, wenn der Fair Value entweder signifikant (≥ 20%) oder dauerhaft (mindestens neun Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger-Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Hinweise herangezogen. Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie Available for Sale nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu erfassen. Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die kein verlässlicher Fair Value ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf keine Wertaufholung vorgenommen werden.

Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn qualitative Trigger-Events vorliegen. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger-Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind zum Beispiel Fremdkapitalinstrumente dieser Kategorie grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners CCC oder schlechter aufweist (siehe Commerzbank-Masterskala im Konzernlagebericht) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt. Fallen die Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten weg, ist eine Wertaufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag wird in der Neubewertungsrücklage erfasst.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Verbriefte Schuldinstrumente 30.661 38.994 -21,4
Kreditinstitute 8.373 10.284 -18,6
Firmenkunden 1.894 643 .
Finanzdienstleister 3.585 3.920 -8,5
Öffentliche Haushalte 16.809 24.147 -30,4
Eigenkapitalinstrumente 493 641 -23,0
Kreditinstitute 11 12 -2,9
Firmenkunden 269 379 -28,9
Finanzdienstleister 213 250 -15,0
Gesamt 31.155 39.634 -21,4
darunter: Anteile an nicht-vollkonsolidierten Tochterunternehmen 134 152 -12,2
darunter: Anteile an nicht at-Equity bewerteten Unternehmen 167 222 -24,6

Zum 31. Dezember 2017 enthielten die Eigenkapitalinstrumente Finanzinstrumente von 131 Mio. Euro (Vorjahr: 188 Mio. Euro), die im Wesentlichen nicht börsennotiert waren (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bewertet wurden, da uns keine verlässlichen Fair Values vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, mit einem Buchwert von 34 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) ausgebucht. Daraus resultierte ein Ergebnis von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro).

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Fair Value Option

Gemäß der Fair Value Option ist es zulässig, jedes Finanzinstrument freiwillig einer Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Bewertungsergebnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu unterwerfen. Die Entscheidung zur Nutzung der Fair Value Option ist für ein Finanzinstrument zum Zeitpunkt des Zugangs unwiderruflich zu treffen. Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option für ein Finanzinstrument ist, dass

eine Ansatz- oder Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) vermieden oder erheblich reduziert wird oder
das Management und die Performancemessung eines Portfolios aus Finanzinstrumenten auf Fair-Value-Basis erfolgen oder
das Finanzinstrument ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthält.

Die Bewertungsergebnisse erfassen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Zinserträge und -aufwendungen weisen wir im Zinsergebnis aus.

Im Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) aus Wertpapieren und Darlehen an, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind. Das gilt gleichermaßen für begebene strukturierte Schuldverschreibungen, die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind.

Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Geschäfte verwendet, die im Einklang mit der dokumentierten Risikomanagementstrategie auf Fair-Value-Basis gesteuert werden und deren Wertentwicklung auf dieser Basis gemessen wird, etwa Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheiten.

Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf 46 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro), vergleiche Note 13.

(28) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Darlehen und Forderungen 23.000 23.950 -4,0
Zentralnotenbanken 4.113 2.746 49,8
Kreditinstitute 9.181 12.781 -28,2
Firmenkunden 574 749 -23,3
Privatkunden 3 2 37,3
Finanzdienstleister 7.121 4.166 70,9
Öffentliche Haushalte 2.009 3.506 -42,7
Verbriefte Schuldinstrumente 393 401 -2,0
Kreditinstitute 91 91 -0,4
Firmenkunden 151 151 -0,1
Finanzdienstleister 114 117 -2,7
Öffentliche Haushalte 38 43 -10,0
Eigenkapitalinstrumente 352 446 -20,9
Finanzdienstleister 352 446 -20,9
Gesamt 23.745 24.797 -4,2

(29) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Einlagen 14.279 17.071 -16,4
Zentralnotenbanken 2.445 3.018 -19,0
Kreditinstitute 5.020 7.774 -35,4
Firmenkunden 1.027 1.420 -27,7
Privatkunden 153 176 -12,8
Finanzdienstleister 5.517 4.541 21,5
Öffentliche Haushalte 116 141 -17,6
Begebene Schuldverschreibungen 661 1.013 -34,8
Gesamt 14.940 18.084 -17,4

Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - Fair Value Option folgende Wertansätze:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Darlehen und Forderungen 153 168 -8,9
Verbriefte Schuldinstrumente 50 43 18,2
Eigenkapitalinstrumente 352 446 -20,9
Aktiva Gesamt 556 657 -15,3
Einlagen 1.144 1.355 -15,6
Begebene Schuldverschreibungen 661 1.013 -34,8
Passiva Gesamt 1.805 2.368 -23,8

Für die zum Fair Value bewerteten Darlehen und Forderungen von 153 Mio. Euro wurden 108 Mio. Euro (Vorjahr: 113 Mio. Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des Fair Values der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr 1 Mio. Euro (Vorjahr: 95 Mio. Euro) und kumuliert 3 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro).

Die Änderung der Fair Values der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich im Geschäftsjahr auf 0 Mio. Euro (Vorjahr: -4 Mio. Euro) und kumuliert auf -3 Mio. Euro (Vorjahr: -3 Mio. Euro).

Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2017 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values 122 Mio. Euro (Vorjahr: - 47 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf 30 Mio. Euro (Vorjahr: -92 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 1.702 Mio. Euro (Vorjahr: 2.426 Mio. Euro).

Die kreditrisikobedingten Änderungen der Fair Values der Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der Fair Values abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt.

Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unserem Risiko- und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Darlehen und Forderungen 22.846 23.809 -4,0
Verbriefte Schuldinstrumente 343 359 -4,4
Aktiva Gesamt 23.189 24.168 -4,0
Einlagen 13.135 15.716 -16,4
Passiva Gesamt 13.135 15.716 -16,4

Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Fair Values für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus dem Ausfallrisiko, da es sich zum einen um kurzfristige Geldmarktgeschäfte und Sicherheitsleistungen im Wertpapierleihgeschäft handelt. Zum anderen haben wir für 18.480 Mio. Euro der zum Fair Value bewerteten Darlehen und Forderungen (Reverse Repos nach Netting; Vorjahr: 20.861 Mio. Euro) zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos Wertpapiere im Wert von 48.899 Mio. Euro (Vorjahr: 48.503 Mio. Euro) als Sicherheiten erhalten.

Der Rückzahlungsbetrag für die zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 13.136 Mio. Euro (Vorjahr: 15.725 Mio. Euro).

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -Held for Trading

Diese Kategorie umfasst die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Handelsbestands inklusive der positiven und negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Sofern diese im Rahmen des Hedge Accountings als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden diese unter den Posten positive beziehungsweise negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading werden zu jedem Bilanzstichtag zum Fair Value bilanziert. Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen).

Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst.

(30) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading

In diesem Posten weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente sowie sonstige Handelsbestände aus, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise oder Händlermargen.

Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair Value Änderungen des jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Darlehen und Forderungen 1.080 1.044 3,4
Kreditinstitute 702 611 14,8
Firmenkunden 310 429 -27,8
Finanzdienstleister 13 3 .
Öffentliche Haushalte 55 2 .
Verbriefte Schuldinstrumente 2.955 4.361 -32,2
Kreditinstitute 596 703 -15,2
Firmenkunden 287 1.095 -73,8
Finanzdienstleister 1.106 678 63,1
Öffentliche Haushalte 966 1.885 -48,7
Eigenkapitalinstrumente 11.302 20.642 -45,2
Kreditinstitute 646 1.594 -59,5
Firmenkunden 7.770 14.634 -46,9
Finanzdienstleister 2.887 4.414 -34,6
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 47.783 62.205 -23,2
Zinsbezogene derivative Geschäfte 33.467 42.551 -21,3
Währungsbezogene derivative Geschäfte 9.992 15.049 -33,6
Aktienderivate 3.145 2.328 35,1
Kreditderivate 720 1.489 -51,7
Übrige derivative Geschäfte 459 788 -41,8
Sonstige Handelsbestände 546 610 -10,6
Gesamt 63.666 88.862 -28,4

(31) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading

In diesem Posten sind derivative Finanzinstrumente, eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen enthalten.

Mio. € 31.12.2017 31.12.20161 Veränd.

in %
Zertifikate und andere Emissionen 5.565 4.827 15,3
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 2.467 6.992 -64,7
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 48.452 65.953 -26,5
Zinsbezogene derivative Geschäfte 33.279 42.117 -21,0
Währungsbezogene derivative Geschäfte 9.514 18.561 -48,7
Aktienderivate 3.927 2.437 61,1
Kreditderivate 1.102 2.225 -50,5
Übrige derivative Geschäfte 629 612 2,7
Gesamt 56.484 77.772 -27,4

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 152 ff.)

Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(32) IFRS 13 Bewertungshierarchien und Angabepflichten

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen.
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.

Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.

Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Angabepflichten

Im Folgenden wird unterschieden in:

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value Option, Available for Sale und Held for Trading)

b) At cost bilanzierte Finanzinstrumente (Loans and Receivables, Amortised Cost)

Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben und Gründe für Umgliederungen zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für Level 3 Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.

a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente

Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.

Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Ausfallrisiko (Own Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Bei Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.

Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolien mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert.

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach den IAS 39-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.

Finanzielle Vermögenswerte |

Mrd. €
31.12.2017
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,4 0,0 0,4
Eigenkapitalinstrumente 0,4 - - 0,4
Darlehen und Forderungen - 22,5 0,5 23,0
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Derivate - 43,5 4,3 47,8
Verbriefte Schuldinstrumente 1,3 0,7 0,9 3,0
Eigenkapitalinstrumente 11,3 - 0,0 11,3
Darlehen und Forderungen - 1,1 - 1,1
Sonstige 0,5 - - 0,5
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale Verbriefte Schuldinstrumente 24,1 6,5 0,1 30,7
Eigenkapitalinstrumente 0,4 - 0,0 0,4
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 1,5 - 1,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 - - 0,0
Eigenkapitalinstrumente 0,1 - - 0,1
Darlehen und Forderungen 0,0 - - 0,0
Gesamt 38,1 76,1 5,9 120,1
Finanzielle Vermögenswerte |

Mrd. €
31.12.20161
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Verbriefte Schuldinstrumente 0,0 0,4 0,1 0,4
Eigenkapitalinstrumente 0,4 - - 0,4
Darlehen und Forderungen - 23,1 0,9 24,0
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Derivate - 56,9 5,3 62,2
Verbriefte Schuldinstrumente 1,6 1,8 0,9 4,4
Eigenkapitalinstrumente 20,6 - - 20,6
Darlehen und Forderungen 0,6 0,4 - 1,0
Sonstige 0,6 - - 0,6
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale Verbriefte Schuldinstrumente 30,5 8,3 0,1 39,0
Eigenkapitalinstrumente 0,4 - 0,0 0,4
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 2,1 - 2,1
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Verbriefte Schuldinstrumente - - - -
Eigenkapitalinstrumente 0,0 - 0,1 0,1
Darlehen und Forderungen - - - -
Gesamt 54,8 93,1 7,3 155,2

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von positiven Marktwerten aus Derivaten angepasst. Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 1,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Zudem wurden zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere von 0,1 Mrd. Euro von Level 3 nach Level 2 umgegliedert. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Finanzielle Verbindlichkeiten |

Mrd. €
31.12.2017
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten
- Fair Value Option Einlagen - 14,2 0,1 14,3
Begebene Schuldverschreibungen 0,7 - - 0,7
Finanzielle Verbindlichkeiten
- Held for Trading Derivate - 44,5 3,9 48,5
Zertifikate und andere Emissionen 5,6 - - 5,6
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 2,2 0,3 - 2,5
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 2,3 - 2,3
Gesamt 8,4 61,2 4,0 73,7
Finanzielle Verbindlichkeiten |

Mrd. €
31.12.20161
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten
- Fair Value Option Einlagen - 17,1 - 17,1
Begebene Schuldverschreibungen 1,0 - - 1,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
- Held for Trading Derivate - 61,8 4,2 66,0
Zertifikate und andere Emissionen 4,8 - - 4,8
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen 6,9 0,1 - 7,0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 3,1 - 3,1
Gesamt 12,7 82,0 4,2 98,9

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von negativen Marktwerten aus Derivaten angepasst.

Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 0,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben. Weiterhin wurden 6,1 Mrd. Euro dem Level 2 zugeordnete Lieferverbindlichkeiten aus Leerverkäufen aufgrund einer Fehlerkorrektur angepasst (siehe Seite 152 ff.).

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,6 Mrd. Euro Verbriefte Schuldinstrumente der IAS 39-Kategorie AFS und mit 0,5 Mrd. Euro Forderungen der IAS 39-Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 3,2 Mrd. Euro Verbriefte Schuldinstrumente der IAS 39-Kategorie AFS von Level 2 in Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise vorlagen. Im Geschäftsjahr wurden keine finanzielle Verbindlichkeiten zwischen Level 1 und Level 2 umgegliedert. Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:

Finanzielle Vermögenswerte

Mio. €
Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading1 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Gesamt
Fair Value zum 1.1.2016 131 478 5.373 97 6.079
Veränderungen im Konsolidierungskreis - -148 - - -148
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 0 -29 2 -8 -34
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 0 1 29 - 31
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 2 - 237 - 239
Verkäufe - - -62 -192 -254
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - -2 -174 - -176
Umbuchungen in Level 3 12 750 1.406 68 2.236
Umbuchungen aus Level 3 -5 -2 -604 - -611
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -103 - 103 -
Fair Value zum 31.12.2016 140 944 6.179 68 7.332
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode -14 -31 -338 -2 -385
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten -14 -31 -348 -2 -395
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 4 413 164 - 581
Verkäufe - -158 -751 -66 -975
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - -16 - -16
Umbuchungen in Level 3 12 7 85 - 105
Umbuchungen aus Level 3 -7 -661 -78 - -747
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - - -
Fair Value zum 31.12.2017 135 514 5.245 - 5.894

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von positiven Marktwerten aus Derivaten angepasst.

Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 1,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Zudem wurden zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere von 0,1 Mrd. Euro von Level 3 nach Level 2 umgegliedert. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen und Wertpapieren werden ebenfalls im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umgliederungen von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate der IAS 39-Kategorie HFT vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Weiterhin wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,6 Mrd. Euro für Reverse Repos der IAS 39-Kategorie FVO vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Darüber hinaus wurden Umgliederungen von Level 3 in Level 2 von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IAS 39-Kategorie FVO vorgenommen, da ebenfalls wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen.

Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. €
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading1 Gesamt
Fair Value zum 1.1.2016 - 2.950 2.950
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 288 288
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 291 291
Käufe - 416 416
Verkäufe - -2 -2
Emissionen - - -
Rückzahlungen - -36 -36
Umbuchungen in Level 3 - 845 845
Umbuchungen aus Level 3 - -290 -290
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - -
Fair Value zum 31.12.2016 - 4.171 4.171
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - -97 -97
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - -76 -76
Käufe 100 154 255
Verkäufe - -65 -65
Emissionen - - -
Rückzahlungen - -33 -33
Umbuchungen in Level 3 - 63 63
Umbuchungen aus Level 3 - -263 -263
Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - -
Fair Value zum 31.12.2017 100 3.930 4.030

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Level 3-Bestände von negativen Marktwerten aus Derivaten angepasst.

Es wurde retrospektiv eine Umgliederung von 0,2 Mrd. Euro von Level 2 in Level 3 vorgenommen. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,2 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Gegenläufig wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus Level 2 in Level 3 umgegliedert. Weitere nennenswerte Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 lagen nicht vor.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR):

Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
Credit Spread:

Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.
Zins-Währungs-Korrelation:

Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als 10Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.
Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:

Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40%. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit ist somit geringer.

Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.

In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
Repo-Kurve:

Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf Investmentfonds (Mutual Funds).
Preis:

Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter, dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwerts der Positionen geschätzt wird.
Investmentfonds-Volatilität:

Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptions-Markt. Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen, da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert zu werden.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

Mio. € 2017 2017
Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate 4.303 3.930
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash- Flow-Modell 188 510 IRR (%), Preis (%), Investmentfonds-Volatilität (%) 1 % 9 %
Kreditderivate Discounted-Cash- Flow-Modell 4.115 3.245 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Verwertungsquote (%) 40 % 80 %
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell - 175 Zins-Währungs- Korrelation (%) -30 % 52 %
Übrige Geschäfte - - - -
Wertpapiere 1.079 0
Zinsbezogene Geschäfte Spread basiertes Modell 1.033 0 Credit Spread (Basispunkte) 100 500
davon: ABS Spread basiertes Modell - - Credit Spread (Basispunkte) 100 500
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash- Flow-Modell 46 0 Preis (%) 90 % 110 %
Kredite 511 100
Repo-Geschäfte Discounted-Cash- Flow-Modell 373 100 Repo-Kurve (Basispunkte) 126 257
Forderungen Preis basiert 139 - Preis (%) 90 % 110 %
Summe 5.894 4.030

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:

Mio. € 2017
Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
--- --- --- ---
Derivate 26 -28
Aktienbezogene Geschäfte 12 -12 IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatilität
Kreditderivate 13 -13 Credit Spread, Verwertungsquote, Preis
Zinsbezogene Geschäfte 1 -3 Preis, Zins-Währungs-Korrelation
Übrige Geschäfte - -
Wertpapiere 37 -37
Zinsbezogene Geschäfte 33 -33 Preis, Repo-Kurve
davon: ABS 6 -6 IRR, Verwertungsquote, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte 4 -4 Preis
Kredite 7 -7

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen.

Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 % und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Mio. € Day-One Profit Loss
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading Gesamt
--- --- --- ---
Bestand am 1.1.2016 - 5 5
Erfolgsneutrale Zuführungen - 4 4
Erfolgswirksame Auflösungen - -5 -5
Bestand am 31.12.2016 - 4 4
Erfolgsneutrale Zuführungen - 37 37
Erfolgswirksame Auflösungen - -8 -8
Bestand am 31.12.2017 - 34 34

b) At-cost-bewertete Finanzinstrumente

Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.

Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.

Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein.

Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein sogenanntes Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swap-Kurve), zuzüglich Risikoaufschlägen, laufzeitabhängigen Aufschlägen zur Abdeckung von Fundingspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.

Für die in den finanziellen Vermögenswerten - Available for Sale enthaltenen umgewidmeten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Loans and Receivables wird der Fair Value, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.

Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 zum Tra-Tragen kommen.

Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.

31.12.2017

Mrd. €
Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 319,1 321,6 -2,5 - 109,5 209,7
Kassenbestand und Sichtguthaben 55,7 55,7 - - 55,7 -
Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables 263,4 265,7 -2,3 - 53,7 209,7
Darlehen und Forderungen 241,3 241,7 -0,4 - 32,5 208,8
Verbriefte Schuldinstrumente 22,1 24,0 -1,9 - 21,2 0,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,2 -0,2 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,0 0,0 - - - -
Passiva 344,5 341,8 2,8 0,2 339,2 5,2
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 344,5 341,3 3,3 0,2 339,2 5,2
Einlagen 298,3 297,9 0,4 - 298,3 -
Begebene Schuldverschreibungen 46,3 43,4 2,9 0,2 40,9 5,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,5 -0,5 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - - - -
31.12.2016

Mrd. €
Fair Value Buchwert Differenz Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva 311,1 313,7 -2,5 1,0 115,6 194,6
Kassenbestand und Sichtguthaben 36,2 36,2 - - 36,2 -
Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables 274,4 276,6 -2,2 0,4 79,4 194,6
Darlehen und Forderungen 247,5 246,9 0,6 - 60,7 186,8
Verbriefte Schuldinstrumente 26,9 29,7 -2,8 0,4 18,7 7,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 0,3 -0,3 - - -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,6 0,6 - 0,6 - -
Passiva 346,7 344,8 1,9 - 342,4 4,3
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 346,7 343,8 2,9 - 342,4 4,3
Einlagen 298,2 298,1 0,1 - 296,7 1,5
Begebene Schuldverschreibungen 48,5 45,7 2,8 - 45,7 2,8
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1,0 -1,0 - - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - - - -

(33) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die

gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Netting-Prozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos), OTC-Derivate sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten.

Aktiva |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 33.195 101.586 38.202 124.824
Nicht nettingfähige Buchwerte 5.784 4.514 9.889 5.894
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 27.411 97.072 28.313 118.930
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 13.912 52.339 14.820 60.544
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 13.499 44.733 13.493 58.386
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 379 29.662 304 40.928
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 12.227 43 11.192 633
Barsicherheiten 3 8.990 30 9.671
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 890 6.038 1.967 7.154
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 890 - 1.967 55
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) - 6.038 - 7.099

1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 2.553 Mio. Euro (Vorjahr: 2.270 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Passiva |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016
Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- ---
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 26.091 101.810 28.184 128.901
Nicht nettingfähige Buchwerte 5.248 675 4.593 1.219
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 20.843 101.135 23.591 127.682
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 13.912 51.103 14.820 59.869
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 6.931 50.032 8.771 67.813
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 379 29.662 304 40.928
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3
Unbare Sicherheiten4 6.320 934 5.432 2.441
Barsicherheiten 1 13.358 4 18.588
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 231 6.078 3.031 5.856
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 231 - 3.031 55
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) - 6.078 - 5.801

1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 3.789 Mio. Euro (Vorjahr: 2.946 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.

2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.

4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

(34) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden (einschließlich finanzieller Verpflichtungen)

Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte derivativer Finanzinstrumente) in kurzfristig und langfristig vor. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Kassenbestand und Sichtguthaben, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 54.

Mio. € 31.12.2017 31.12.20161
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
--- --- --- --- ---
Kassenbestand und Sichtguthaben 55.733 - 36.206 -
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 95.421 170.291 101.734 174.844
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 5.948 25.206 5.343 34.292
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 19.539 4.206 21.396 3.402
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 9.877 6.006 22.536 4.121
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen - 180 - 180
Immaterielle Vermögenswerte - 3.312 - 3.047
Sachanlagen - 1.600 - 1.723
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 16 - 16
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 78 - 1.188 -
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 - 629 -
Latente Ertragsteueransprüche - 2.950 - 3.035
Sonstige Aktivposten 2.091 23 2.109 357
Gesamt 189.456 213.789 191.141 225.015
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 258.152 83.108 259.818 83.980
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 13.122 1.818 16.243 1.841
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 6.465 1.567 10.775 1.044
Rückstellungen 2.401 890 1.741 1.695
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 673 - 672 -
Latente Ertragsteuerschulden - 34 - 49
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - -
Sonstige Passivposten 2.411 1.104 2.618 1.353
Gesamt 283.223 88.521 291.868 89.962

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 152 ff.).

In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht-derivative finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis undiskontierter Cash Flows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der Fair Values im Laufband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten ergeben sich auch in den Laufzeitbändern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.

31.12.2017 Restlaufzeiten
Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 228.069 27.380 38.635 33.578
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 12.494 541 326 1.356
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 1.610 2.388 1.435 132
Derivate 3.237 3.823 11.707 28.704
Finanzgarantien 2.024 - - -
Unwiderrufliche Kreditzusagen 79.965 - - -
Gesamt 327.399 34.132 52.104 63.770
31.12.2016 Restlaufzeiten
Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 220.950 35.948 33.798 33.097
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 15.179 1.040 245 1.594
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 1.311 2.473 976 68
Derivate 4.926 6.906 17.545 36.564
Finanzgarantien 2.393 - - -
Unwiderrufliche Kreditzusagen 78.331 - - -
Gesamt 323.090 46.366 52.565 71.323

(35) Übertragene finanzielle Vermögenswerte sowie Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten

Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrundeliegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte.

Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IAS 39 kategorisiert und bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collaterals im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt oder hereingenommen.

Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Eigene Vermögenswerte 47.594 49.665 -4,2
Eigenkapitalinstrumente 4.588 1.041 .
Verbriefte Schuldinstrumente 6.711 5.295 26,7
Darlehen und Forderungen 36.295 43.329 -16,2
darunter: Barsicherheiten aus OTC-Geschäften 14.132 19.896 -29,0
Weiterverpfändete Sicherheiten 50.974 53.498 -4,7
Wertpapierleihgeschäfte 8.952 10.345 -13,5
Sicherheiten für Repo-Geschäften 37.757 37.185 1,5
Zertifikategeschäft 161 173 -7,0
Variation Margin 4.105 5.795 -29,2
Gesamt 98.568 103.163 -4,5

Für die Eigenkapitalinstrumente von 4535 Mio. Euro und für die Verbrieften Schuldinstrumente von 5.342 Mio. Euro bestehen keine Restriktionen.

Die vom Commerzbank-Konzern als Sicherheit gestellten Vermögenswerte entfallen auf folgende eigene Verbindlichkeiten:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Derivate/Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 18.462 25.723 -28,2
Einlagen 34.274 36.972 -7,3
Begebene Schuldverschreibungen 500 500 -
Rückgabeverpflichtungen aus Wertpapierleihgeschäften 14.823 16.898 -12,3
Gesamt 68.059 80.093 -15,0

(36) Erhaltene Sicherheiten

Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiter zu veräußern oder zu verpfänden, stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten 70.510 81.236 -13,2
darunter: weiterveräußert oder weiterverpfändet 52.866 56.593 -6,6

(37) Übertragene, nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)

31.12.2017

Mio. €
Held for Trading Fair Value Option Available for Sale Loans and Receivables
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 1.041 - 924 2.655
Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten 1.035 - 927 2.675
Fair Value Wert der übertragenen Wertpapiere 1.041 - 924 2.655
Fair Value Wert der zugehörigen Verbindlichkeiten 1.035 - 927 2.675
Nettoposition 5 - -3 -19
31.12.2016

Mio. €
Held for Trading Fair Value Option Available for Sale Loans and Receivables
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 1.885 - 1.656 1.519
Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten 1.814 - 1.584 1.519
Fair Value Wert der übertragenen Wertpapiere 1.885 - 1.656 1.519
Fair Value Wert der zugehörigen Verbindlichkeiten 1.814 - 1.584 1.519
Nettoposition 71 - 72 -

(38) Nachrangige Vermögenswerte

Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 433 819 -47,1
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 11 11 -
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 143 117 22,3
Gesamt 587 947 -38,0

Derivate und Sicherungsbeziehungen

(39) Derivate

Der Commerzbank-Konzern schließt Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die nachfolgend erläutert werden.

Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Kontrahenten ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.

Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise den Kontrahenten für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.

Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.

Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/-verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.

Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2017 betrug insgesamt 54892 Mio. Euro (Vorjahr: 62.814 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 52.339 Mio. Euro (Vorjahr: 60.544 Mio. Euro) und 2.553 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2.270 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 51103 Mio. Euro (Vorjahr: 59869 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 3.789 Mio. Euro (Vorjahr: 2.946 Mio. Euro).

Das Volumen, bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 19661 Mio. Euro (Vorjahr: 30.643 Mio. Euro) beziehungsweise 18174 Mio. Euro (Vorjahr: 30.632 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt.

Angaben zu Derivaten des Cash Flow Hedge Accountings

Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings im Jahr 2009 (vergleiche Eigenkapitalveränderungsrechnung) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 16 Mrd. Euro (Vorjahr: 24 Mrd. Euro). Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in denen diese voraussichtlich fällig werden.

Mrd. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Bis drei Monate 3 4 -34,0
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 4 5 -15,2
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 4 10 -61,4
Mehr als fünf Jahre 5 5 -4,2

(40) Sicherungsbeziehungen

IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden. Dabei werden zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:

Fair Value Hedge Accounting

IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings zur Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate vor, die der Absicherung des Fair Values bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet.

Gemäß den Regelungen des Fair Value Hedge Accountings werden die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Zeitwertänderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Micro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:

Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsinstrumenten in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuzuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.
Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktivbeziehungsweise Passivposten in der Bilanz erfasst.
Cash Flow Hedge Accounting:

IAS 39 sieht die Anwendung des Cash Flow Hedge Accountings zur Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Zur Absicherung dieser Zahlungsströme werden im Wesentlichen Zinsswaps verwendet. Im Rahmen des Cash Flow Hedge Accountings eingesetzte Derivate werden zum Fair Value bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird, sofern effektiv, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Rücklage aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrundeliegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.

Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme.

Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des Fair Values beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite von 0,8 bis 1,25 liegen.

Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Micro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.

Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

In diesen Posten erfassen wir die abgesicherten zinsinduzierten Wertänderungen auf aktivische beziehungsweise passivische Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird. Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsinstrumente wird auf der Aktivseite beziehungsweise Passivseite in den Marktwerten aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

Positive und negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesen Posten werden die Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 1.184 1.721 -31,2
Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 274 348 -21,4
Positive Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 7 7 2,6
Gesamt 1.464 2.075 -29,4
Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 2.198 3.041 -27,7
Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 38 10 .
Negative Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 19 29 -34,9
Gesamt 2.255 3.080 -26,8

Angaben zu at-Equity-bewerteten Unternehmen

(41) Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen

Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Mio. € 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Equity-Buchwert zum 1.1. 179 673 1 62
Anschaffungskosten zum 1.1. 132 444 17 99
Wechselkursveränderungen -5 1 - -
Zugänge - - - -
Abgänge - - - 2
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -313 - -80
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis 7 - - -
Anschaffungskosten zum 31.12. 133 132 17 17
Zuschreibungen 7 7 - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 24 21 - -
Wechselkursveränderungen - - - -
Zugänge 2 3 - -
Abgänge - - - -
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 26 24 - -
Kumulierte Veränderungen aus der At-Equity-Bewertung 65 64 -17 -16
Equity-Buchwert zum 31.12. 180 179 1 1
darunter: Anteile an Kreditinstituten 80 73 - -

Im Geschäftsjahr 2017 sind 20 Mio. Euro (Vorjahr: 23 Mio. Euro) Dividenden von at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen geflossen. Wie auch im Vorjahr flossen keine Dividenden von at-Equity-bewerteten Gemeinschaftsunternehmen direkt oder indirekt an die Commerzbank Aktiengesellschaft.

Ebenfalls wie im Vorjahr gab es weder einen Equity-Buchwert für at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen noch für at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen (siehe Note 5), der sich auf Null beläuft.

Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von at-Equity-bewerteten Unternehmen oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt.

Bei den Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen handelt es sich um nicht strategische Beteiligungen des Commerzbank-Konzerns, die im Wesentlichen im Finanzdienstleistungssektor sowie im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind. Die Angaben in dieser Note erfolgen daher aggregiert, und zwar jeweils für die assoziierten Unternehmen und für die Gemeinschaftsunternehmen. Eine vollständige Aufzählung aller at-Equity-bewerteten Unternehmen ist der Anteilsbesitzliste (Note 73) zu entnehmen.

Im Commerzbank-Konzern gibt es keine assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern von wesentlicher Bedeutung sind.

Immaterielle Vermögenswerte

(42) Geschäfts- oder Firmenwert

a) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 57. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt.

Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation zu den Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß den vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Für die Ertragswertberechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cash Flows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Planjahre beinhaltet. Darüberhinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor unter Einbeziehung der mBank bei 1,6%. Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung regulatorischer Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen.

Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cash-Flow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für das Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar:

Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privat- und Unternehmerkunden Commerzbank 4.0 - Fortsetzung der Wachstumsstrategie als Vorreiter im deutschen Privat- und Unternehmerkundengeschäft und Entwicklung zur digitalen Multikanalbank • Zentrale Annahmen basieren auf internen Analysen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes
• Weiterführung des Ertragswachstums in der Rolle als profitabler Wachstumstreiber der Bank • Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten
• Wachstum schaffen insbesondere durch Etablierung des Geschäftsfelds Unternehmerkunden und eine segmentübergreifende Marketingstrategie • Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit
• Entwicklung zum digitalen Technologieunternehmen durch signifikante Investitionen in Digitalisierung: • Einbeziehung von unabhängigen Benchmarkanalysen
-Ausbau der einheitlichen Multikanalplattform ONE für Kunden und Mitarbeiter zur Hebung von Effizienzen und Flexibilisierung des Geschäftsmodells • Initiativen im Rahmen der Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen
-Anwendung Big Data und Advanced Analytics ermöglicht industrialisierte, skalierte und automatisierte Kundenansprache
• Ausbau des Partnership Banking über Ausweitung der strategischen Kooperationspalette
• Weiterentwicklung des Kreditgeschäfts und Wachstum im eigenen Ratenkreditbuch
• Produktinnovationen und weitere Digitalisierung des Leistungsangebots
• Effiziente Aufstellung des Filialgeschäfts über Differenzierung des Leistungsangebotes an den einzelnen Standorten durch neues Betreuungsmodell und innovative Filialformate
• Entwicklung zur "Kundenbank Nr. 1", insbesondere durch optimale Vertriebssteuerung, einen höheren Kundenfokus bei den Filialprozessen, moderne Führung und höchste Beratungsqualität
• Umsetzung aller regulatorischen Anforderungen
• Ausbau und Stärkung der Marktposition der Commerz Real u.a. durch Vorreiterrolle als erster digitaler Asset Manager und integrierter Investmentdienstleister
• Wachstumskurs der comdirect bank AG durch Ausbau "smartes und innovatives Vermögensmanagement mit Wertpapieren" und mit cominvest als digitale Vermögensverwaltung
• mBank mit fortlaufender Umsetzung der im Juni 2016 verkündeten Mobile-Bank-Strategie 2016-2020 für organisches Wachstum durch:
-Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie mit Multikanalansatz, insbesondere im Privatkundengeschäft (Ausbau der Führungsposition im Mobile & Transaction Banking)
-Stärkere Ausschöpfung des vorhandenen Geschäftspotenzials insbesondere durch Ausbau des Konsumentenkreditgeschäftes und Einlagengeschäfts mit Privatkunden
-Ausbau der Position im Geschäft mit mittelgroßen Firmenkunden sowie Ausweitung des Cross-Border-Geschäfts mit Firmenkunden
-Weitere Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse sowie durch aktives Kostenmanagement

Aufgrund der den Cash-Flow-Prognosen zugrundeliegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt - nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-Flow-Prognosen der CGUs haben:

Schlechter als erwartete Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes
Entwicklungen der Zinsniveaus im Rahmen der volkswirtschaftlichen Prognosen bestätigen sich nicht
Unsicherheiten in Bezug auf das regulatorische Umfeld, insbesondere die Umsetzung neuer Vorschriften auf europäischer Ebene
Über das angenommene Maß hinausgehende nachteilige Entwicklung der Wettbewerbsintensität

Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze (vor Steuern) haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen.

c) Veränderung Geschäfts- oder Firmenwert

Der zum Jahresende 2017 planmäßig durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu keinem Abschreibungsbedarf. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden weist nach wie vor eine hohe Überdeckung aus.

Aus dem Erwerb der Commerz Finanz GmbH wurde im dritten Quartal 2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert von 23 Mio. Euro aktiviert, der dem Segment Privat- und Unternehmerkunden zugeordnet ist.

Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert zum 1.1. 1.484 1.484 - 592 - -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1.520 1.520 592 592 725 725
Wechselkursveränderungen - - - - - -
Zugänge 23 - - - - -
Abgänge - - - - - -
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - - - -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1.543 1.520 592 592 725 725
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 36 36 592 - 725 725
Wechselkursveränderungen - - - - - -
Zugänge - - - 592 - -
darunter: außerplanmäßig - - - 592 - -
Abgänge - - - - - -
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 36 36 592 592 725 725
Buchwert zum 31.12. 1.507 1.484 - - - -
Konzern
Mio. € 2017 2016
--- --- ---
Buchwert zum 1.1. 1.484 2.076
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 2.837 2.837
Wechselkursveränderungen - -
Zugänge 23 -
Abgänge - -
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 2.860 2.837
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 1.353 761
Wechselkursveränderungen - -
Zugänge - 592
darunter: außerplanmäßig - 592
Abgänge - -
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 1.353 1.353
Buchwert zum 31.12. 1.507 1.484

Sensitivitäten

Im Geschäftsjahr 2017 entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert (Value in Use) des Segments Privat- und Unternehmerkunden. Zur weiteren Validierung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Für die CGU Privat- und Unternehmerkunden wurde daraus kein potentieller Wertminderungsbedarf identifiziert. Da für die CGU Firmenkunden der Geschäfts- oder Firmenwert bereits vollständig abgeschrieben wurde, war keine Sensitivitätsanalyse erforderlich. Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um -25 beziehungsweise + 25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überdeckung und Buchwert für die CGU Privat- und Unternehmerkunden, eine Unterdeckung lag im Berichtsjahr nicht vor.

Privat- und Unternehmerkunden
2017 2016
--- --- --- ---
Realistischer Wert1 Angesetzter risikoadäquater Zinssatz 116,0 % 89,0 %
Sensitivierung1 Risikoadäquater Zinssatz -25 Basispunkte (vorteilhaft) 123,6 % 95,7 %
Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) 108,9 % 82,8 %

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Auf Basis des realistischen Szenarios wurden weitere Sensitivitäten für die Wachstumsrate ermittelt:

Privat- und Unternehmerkunden
2017 2016
--- --- --- ---
Sensitivierung1 Wachstumsrate +25 Basispunkte (vorteilhaft) 121,8 % 94,5 %
Wachstumsrate -25 Basispunkte (nachteilig) 110,6 % 83,9 %

1 Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen:

Privat- und Unternehmerkunden
2017 2016
--- --- ---
Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf 8,4 % / 14,3 % 8,1 % / 11,9 %
Wachstumsrate von/auf 1,6 % / negativ1 1,6 % / negativ1
Risikovorsorge/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase und die ewige Rente von/auf 71 BP. / 352BP. 84BP. / 251BP.

1 Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.

(43) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten bilanzieren wir insbesondere Software und Kundenbeziehungen. Bei der Beurteilung, ob Entwicklungskosten selbst erstellter Software zu aktivieren sind, berücksichtigen wir neben der Wahrscheinlichkeit des künftigen Nutzenzuflusses vor allem die verlässliche Ermittlung der Herstellungskosten. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab.

Voraussichtliche Nutzungsdauer Jahre
Software bis 7
Kundenbeziehungen bis 15
Kundenbeziehungen Selbst erstellte Software Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert zum 1.1. 241 315 882 738 440 396
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 964 964 1.671 1.342 1.549 1.498
Wechselkursveränderungen 0 -0 0 -0 13 -20
Zugänge - 15 491 343 205 198
Abgänge - - 6 14 82 79
Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen - - - - - -6
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis 18 -15 4 0 3 -42
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 983 964 2.160 1.671 1.689 1.549
Zuschreibungen - - - - 1 0
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 724 650 788 604 1.109 1.102
Wechselkursveränderungen 0 -0 0 -0 7 -15
Zugänge 40 74 256 199 177 146
darunter: außerplanmäßig - 35 1 - 0 1
Abgänge - - 6 14 70 74
Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Vermögensgruppen - - - - - -5
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - -0 -0 -45
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 764 724 1.038 788 1.223 1.109
Buchwert zum 31.12. 219 241 1.121 882 466 440

Materielle Vermögenswerte

(44) Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Leasinggegenstände aus dem Operating werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

Voraussichtliche Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 25-50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25
Leasinggegenstände 1-25

Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen werden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.

Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasinggegenstände
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 20161
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert zum 1.1. 443 958 476 479 803 857
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 906 1.953 2.025 2.191 1.207 1.173
Wechselkursveränderungen 5 -3 1 -33 -113 29
Zugänge 2 3 152 147 52 45
Abgänge 11 14 162 203 43 40
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen -0 -1.054 - -4 - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -2 43 -1 -72 - -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 899 928 2.014 2.025 1.102 1.207
Zuschreibungen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 463 995 1.549 1.712 404 316
Wechselkursveränderungen 2 -1 -3 -30 -42 11
Zugänge 14 38 129 133 73 104
darunter: außerplanmäßig - 8 3 1 9 47
Abgänge 2 9 150 187 20 28
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -577 - -4 - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -0 39 -1 -75 - 0
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 477 485 1.524 1.549 414 404
Buchwert zum 31.12. 422 443 490 476 688 803

1 Vorjahr angepasst.

Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1.600 Mio. Euro (Vorjahr: 1.723 Mio. Euro), davon wurden, wie auch im Vorjahr, keine Bestände als Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte an unseren Sachanlagen.

(45) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzinvestition erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) aus sowie Gebäude im Besitz des Commerzbank-Konzerns, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen hauptsächlich Gewerbeimmobilien.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. In der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum Fair Value bewertet. Die Ermittlung des Fair Values basiert im Wesentlichen auf Bewertungen von externen und internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Für die ertragswertorientierte Bewertung der Immobilien werden grundsätzlich ortsübliche Mieten mit Abschlägen für Bewirtschaftung, Akquisitionsmaßnahmen und Leerstand sowie Restnutzungsdauern und Bodenwerte herangezogen. Teilweise werden auch vertraglich vereinbarte Mieten zugrunde gelegt. Der ebenfalls in die Bewertung eingehende Liegenschaftszins berücksichtigt das Marktzinsniveau und das den Immobilien anhaftende Objekt- und Standortrisiko. Die wesentlichen am Markt beobachtbaren Parameter sind ortsübliche Mieten und Liegenschaftszinsen.

Laufende Erträge und Aufwendungen weisen wir im Sonstigen Ergebnis aus. Veränderungen aus der Neubewertung durch die Änderung des Fair Values werden ebenfalls im Sonstigen Ergebnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro) sind komplett der Fair-Value-Bewertungshierarchie Level 3 zugeordnet und entwickelten sich wie folgt:

Mio. € 2017 2016
Buchwert zum 1.1. 16 106
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 196 210
Wechselkursveränderungen - -
Zugänge 0 -
Abgänge 1 -
Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Umbuchungen - -
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -14
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 195 196
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum Fair Value -179 -180
Buchwert zum 31.12. 16 16

Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien rettungshalber erworben. In den Zugängen waren keine nachträglichen Anschaffungskosten für wesentliche Objekte enthalten.

Es liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären.

Für die Sensitivitätsanalyse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien greifen wir auf die länderspezifischen Mietindizes für Handel- und Büroimmobilien des vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.) für mindestens 18 Jahre zurück. Für die Berechnung der möglichen Wertänderung unserer Immobilien nutzen wir die auf dieser Basis ermittelte mittlere Schwankungsbreite. Die mittlere Veränderungsrate liegt zwischen -1,9% und 1,5%. Für die Objekte würde sich bei Anwendung der mittleren Veränderungsraten eine Zeitwertänderung von rund -0,3 Mio. Euro beziehungsweise + 0,2 Mio. Euro ergeben.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

(46) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem Fair Value abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit eine Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach IAS 39 beziehungsweise IAS 40.

Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese abhängig von der zugrunde liegenden Transaktion im entsprechenden Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt.

Die laufenden Ergebnisse aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erfassen wir grundsätzlich in den gleichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wie ohne entsprechende Klassifizierung. Veräußerungsergebnisse von Veräußerungsgruppen werden grundsätzlich aufgeteilt und in den zugehörigen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 7 - .
Darlehen und Forderungen 7 - .
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 54 68 -21,1
Eigenkapitalinstrumente 54 68 -21,1
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 18 25 -30,2
Verbriefte Schuldinstrumente 18 - .
Eigenkapitalinstrumente - 25 .
Sachanlagen - 520 .
Sonstige Aktivposten - 574 .
Gesamt 78 1.188 -93,4

Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht unmittelbar bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2018 erfolgen.

Aus dem Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde der Verkauf einer Beteiligung beschlossen, die im Zusammenhang mit dem Kreditkartengeschäft steht. Die Transaktion wurde am 26. Juli 2017 abgeschlossen, die Ausbuchung wurde vorgenommen. Es wurde für eine Beteiligung, die im Ratenkreditgeschäft tätig ist, der Vertrag mit dem Geschäftspartner im Juli 2017 abgeschlossen. Die Abwicklung der Transaktion fand im dritten Quartal 2017 statt. Weiterhin wurde im Juni 2017beschlossen, aus dem Segment Privat- und Unternehmerkunden Anteile an dem vollkonsolidierten Tochterunternehmen mLocum S.A., Lódz, Polen, zu veräußern. Die Transaktion wurde im dritten Quartal 2017 abgewickelt. Im vierten Quartal 2017 wurde zudem die Platzierung von Anteilen an geschlossenen Investmentfonds beschlossen. Diese Eigenkapitalinstrumente wurden als zur Veräußerung gehalten eingestuft und entsprechend umgegliedert. Die Transaktion soll innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen werden.

Im Segment Firmenkunden wurde für eine Beteiligung aus dem Edelmetallverarbeitungssektor der Verkaufsvertrag im zweiten Quartal 2017 unterzeichnet. Das Closing dieser Transaktion fand am 13. Juli 2017 statt, die Ausbuchung wurde vorgenommen. Im dritten Quartal 2017 wurden Forderungen an Kunden als zur Veräußerung gehalten neu eingestuft und entsprechend umgegliedert. Die Transaktion soll innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen werden.

Im Segment Asset & Capital Recovery wurden im dritten Quartal 2017 Forderungen an Kunden (einschließlich Risikovorsorge) als zur Veräußerung gehalten neu eingestuft und entsprechend umgegliedert. Die Transaktion wurde im vierten Quartal 2017 abgeschlossen und die Forderungen ausgebucht.

Außerdem wurden diverse eigengenutzte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Geschäftsjahr veräußert.

(47) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen

In den Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen sind im Geschäftsjahr 2017 wie bereits im Geschäftsjahr 2016 keine Bestände enthalten.

Steueransprüche und Steuerschulden

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2017 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend.

Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjektes und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen. Zur Begründung der Werthaltigkeit wird eine detaillierte steuerliche Ergebnisplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren auf Basis der vom Vorstand verabschiedeten Mehrjahresplanung durchgeführt. Darüber hinaus ist ein Ansatz gerechtfertigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass auch nach den fünf Jahren ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht.

Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral im Eigenkapital.

Die Ertragsteueraufwendungen beziehungsweise -erträge weisen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden.

Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betrugen 242 Mio. Euro (Vorjahr: 254 Mio. Euro).

Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes.

(48) Ertragsteueransprüche

Mio. € 31.12.2017 31.12.20161 Veränd.

in %
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 629 21,9
in Deutschland 658 540 21,9
außerhalb Deutschlands 109 89 22,5
Latente Ertragsteueransprüche 2.950 3.035 -2,8
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche 2.483 2.662 -6,7
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche 467 373 25,2
Gesamt 3.717 3.664 1,4

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab.

Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2017 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.

Steuerliche Verlustvorträge |

Mio. €
31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax 7.502 9.263 -19,0
Unbegrenzt vortragsfähig 4.452 5.814 -23,4
Begrenzt vortragsfähig1 3.050 3.449 -11,6
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .
Gewerbesteuer/Lokale Steuer 3.323 4.692 -29,2
Unbegrenzt vortragsfähig 232 1.328 -82,5
Begrenzt vortragsfähig1 3.091 3.364 -8,1
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .

1 Verfall zwanzig Jahre nach dem jeweiligen Entstehungszeitpunkt.

Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 700 1.022 -31,5
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading 2.080 3.147 -33,9
Übrige Finanzielle Vermögenswerte 759 698 8,7
Rückstellungen (ohne Pensionsverpflichtungen) 51 60 -15,0
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 190 694 -72,6
Pensionsverpflichtungen 1.030 1.099 -6,3
Übrige Bilanzposten 796 1.152 -30,9
Steuerliche Verlustvorträge 1.168 1.149 1,7
Latente Ertragsteueransprüche brutto 6.774 9.021 -24,9
Saldierung mit Latenten Ertragsteuerschulden -3.824 -5.986 -36,1
Gesamt 2.950 3.035 -2,8

(49) Ertragsteuerschulden

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 673 672 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern 49 27 81,5
Rückstellungen für Ertragsteuern 624 645 -3,3
Latente Ertragsteuerschulden 34 49 -30,6
Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden 34 49 -30,6
Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden - - .
Gesamt 707 721 -1,9

Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden.

Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - Held for Trading 502 2.280 -78,0
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 507 716 -29,2
Übrige Finanzielle Vermögenswerte 1.001 1.673 -40,2
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 698 359 94,4
Übrige Bilanzposten 1.150 1.007 14,2
Latente Ertragsteuerschulden brutto 3.858 6.035 -36,1
Saldierung mit Latenten Ertragsteueransprüchen -3.824 -5.986 -36,1
Gesamt 34 49 -30,6

Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten

In diesen Posten werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, die für sich allein betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung sind und nicht anderen Posten zugeordnet werden können.

(50) Sonstige Aktiva

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Edelmetalle 23 357 -93,6
Rechnungsabgrenzungsposten 218 236 -7,8
Aktiviertes Planvermögen 390 444 -12,0
Übrige Aktiva 1.331 1.119 18,9
Gesamt 1.961 2.156 -9,0

(51) Sonstige Passiva

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1.004 1.184 -15,2
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen 100 169 -40,7
Rechnungsabgrenzungsposten 274 322 -15,0
Übrige Passiva 1.646 1.295 27,1
Gesamt 3.024 2.970 1,8

(52) Leasinggeschäft

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasing-nehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing.

Konzern als Leasinggeber

Zu den Leasingobjekten als Leasinggeber gehören insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge).

Operating Leasing

Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz grundsätzlich unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse vereinnahmen wir, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit und weisen sie im Sonstigen Ergebnis aus. Leasingverträge für Schiffe beinhalten eine Festcharterfrist. Die Verträge sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer oder Verlängerungsoptionen ausgestattet. Die Schiffe werden über 25 Jahre abgeschrieben. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden, sind im Bilanzposten Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien enthalten (siehe Note 45).
Finanzierungsleasing

Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Barwerts (Nettoinvestitionswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzüglich Tilgungen). Vereinnahmte Leasingraten (Annuitäten) werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung über die Vertragslaufzeit vereinnahmt.

Berechnungsgrundlage für die Zahlungen der Leasingnehmer sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte (Immobilien, Schiffe). Während der unkündbaren Grundmietzeit tragen die Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes tragen die Leasinggeber.

Die Leasingverträge für Mobilien sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert.

Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.

Konzern als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Angaben als Leasinggeber - Operating Leasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart.

Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:

Fälligkeit |

Mio. €
31.12.2017 31.12.20161
in bis zu einem Jahr 126 143
in einem bis fünf Jahren 469 529
in mehr als fünf Jahren 171 323
Gesamt 766 995

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der Mindestleasingzahlungen angepasst. Es wurde retrospektiv eine Korrektur von 758 Mio. Euro für die gesamten Mindestleasingzahlungen vorgenommen. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen von 17 Mio. Euro aufgelöst und als Ertrag erfasst.

Angaben als Leasinggeber - Finanzierungsleasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Büromaschinen) und in geringem Umfang vermietete Immobilien. Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Ausstehende Leasingzahlungen 2.564 2.337
+ Garantierte Restwerte 98 90
\= Mindestleasingzahlungen 2.663 2.427
+ Nicht garantierte Restwerte 4 8
\= Bruttoinvestitionen 2.667 2.435
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen 477 405
- Nicht realisierter Finanzertrag 218 194
\= Nettoinvestitionen 2.450 2.242
- Barwert der nicht garantierten Restwerte 3 6
\= Barwert der Mindestleasingzahlungen 2.446 2.235
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen 426 361

Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich des garantierten Restwertes. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende.

Die kumulierten Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen beliefen sich auf 46 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro). Zudem wurden in der Berichtsperiode 4 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro) aus bedingten Mietzahlungen als Ertrag erfasst.

Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gliederten sich folgendermaßen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Bruttoinvestitionen darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen
Mio. € 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
von bis zu einem Jahr 746 683 102 76
von einem bis zu fünf Jahren 1.623 1.517 330 248
von mehr als fünf Jahren 298 236 45 81
Gesamt 2.667 2.435 477 405
Restlaufzeiten zum 31.12. Barwert der Mindestleasingzahlungen darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen
Mio. € 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
von bis zu einem Jahr 676 619 88 64
von einem bis zu fünf Jahren 1.509 1.407 298 222
von mehr als fünf Jahren 261 210 39 75
Gesamt 2.446 2.235 426 361

Angaben als Leasingnehmer - Operating Leasing

Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2017 zu Aufwendungen 448 Mio. Euro (Vorjahr: 320 Mio. Euro). Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2017 20161
Mindestleasingzahlungen 174 70
Zahlungen für kündbare Verträge 17 8
Bedingte Zahlungen 261 242
abzüglich Erträge aus Untermietverhältnissen 4 5
Gesamt 448 315

1 Vorjahr angepasst

Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Unkündbare Miet- und Leasingverträge darunter: Aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen
Mio. € 2017 20161 2017 20161
--- --- --- --- ---
in bis zu einem Jahr 443 324 52 24
in einem bis fünf Jahren 1.338 897 211 96
in mehr als fünf Jahren 998 767 397 146
Gesamt 2.780 1.989 661 267

1 Das Vorjahr wurde aufgrund einer Korrektur der zukünftigen Aufwendungen angepasst. Es wurde retrospektiv eine Korrektur von 357 Mio. Euro für die künftigen Aufwendungen für unkündbare Miet- und Leasingverträge vorgenommen. Des Weiteren wurden 221 Mio. Euro für die künftigen Aufwendungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen angepasst. Die Korrektur betrifft nur diese Note; Auswirkungen auf Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Für Immobilienobjekte wurden im Wesentlichen Mietverträge, vereinzelt aber auch Leasingverträge abgeschlossen. Diese Verträge sind in der Regel langfristig und beinhalten Ausstiegsklauseln, Optionen zur Verlängerung für Folgeperioden oder Preisanpassungsklauseln. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Leasingverträge sind auch mit Kaufoptionen ausgestattet. Aus Operating-Leasing-Verträgen resultieren keine Beschränkungen, die sich auf die künftige Zahlung von Dividenden oder die Aufnahme von zusätzlichen Schulden beziehen.

Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu:

Fälligkeit |

Mio. €
2017 2016
in bis zu einem Jahr 18 7
in einem bis fünf Jahren 72 35
in mehr als fünf Jahren 85 75
Gesamt 174 117

(53) Sonstige Verpflichtungen

Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden im laufenden Geschäftsjahr in unwesentlicher Höhe (Vorjahr: 38,4 Mio. Euro).

Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen.

Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 7.857 Mio. Euro (Vorjahr: 8.946 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.

Rückstellungen und Leistungen an Arbeitnehmer

Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Schulden gegenüber Dritten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen. Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten (unter anderem bezüglich der tatsächlichen Höhe der Kosten zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme sowie möglicher Kostensteigerungen bei längerfristigen Rückstellungen) sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden den Risikovorsorgeaufwendungen und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet und zugunsten des Sonstigen Ergebnisses aufgelöst.

Die Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns sind sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern an Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (Prozesse) sowie außergerichtlichen und aufsichtsbehördlichen Verfahren (Regresse) als Beklagte, Kläger oder in anderer Weise beteiligt. Ferner können auch Rechtsstreitigkeiten, an denen die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften nicht unmittelbar beteiligt sind, wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Kreditwirtschaft Auswirkungen auf den Konzern haben. Der Konzern bildet angemessene Rückstellungen für Prozesse und Regresse zulasten des Sonstigen Ergebnisses, wenn ein Verlust wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar ist. Regressrückstellungen betreffen unter anderem Rückerstattungen von unwirksamen Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten oder mögliche Ansprüche aus der Falschberatung von Kunden. Bei Prozessrückstellungen wird danach unterschieden, ob eine Gesellschaft des Konzerns Klägerin (Aktivprozess) oder Beklagte (Passivprozess) ist. Bei Aktivprozessen werden grundsätzlich die Anwalts-, Gerichts- und Nebenkosten zurückgestellt, wobei hier Landesspezifika berücksichtigt werden. Bei Passivprozessen werden zusätzlich an jedem Stichtag nach jeweiliger Verlustwahrscheinlichkeit für den Streitwert Rückstellungen gebildet. Die endgültigen Verbindlichkeiten des Konzerns können jedoch von den gebildeten Rückstellungen abweichen, da für eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit und die Bezifferung von ungewissen Verbindlichkeiten aus solchen rechtlichen Verfahren in großem Umfang Wertungen und Einschätzungen erforderlich sind, die sich im weiteren Verlauf des jeweiligen Verfahrens als nicht zutreffend erweisen können. Rechtsrisiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 56).

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die wichtigsten betroffenen Standorte, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert worden sein, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung kann weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen enthalten, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gebildet. Diese setzt sich aus Versorgungszusagen zusammen, denen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionspläne zugrunde liegen. Leistungsorientierte Pensionspläne bestehen für Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Pläne werden Rückstellungen gebildet. Die Beiträge für beitragsorientierte Pensionspläne werden hingegen direkt in den Personalaufwendungen erfasst.

(54) Rückstellungen

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 890 1.356 -34,3
Sonstige Rückstellungen 2.401 2.080 15,4
Gesamt 3.291 3.436 -4,2

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus Rückstellungen für Anwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre von 811 Mio. Euro (Vorjahr: 1.287 Mio. Euro) und Rückstellungen für Vorruhestand von 80 Mio. Euro (Vorjahr: 69 Mio. Euro) zusammen.

Die Zins- und Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich insgesamt aus folgenden Komponenten zusammen:

Mio. € 2017 2016 Veränd.

in %
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 84 85 -0,7
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 99 77 27,5
Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) 51 36 41,0
Sonstige pensionsnahe Aufwendungen 20 9 .
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 254 208 22,0

a) Leistungsorientierte Pläne

Die Pensionsverpflichtungen, pensionsähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand) und Verpflichtungen für Jubiläen sowie die Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Aktuare beziehen neben biometrischen Annahmen, den Heubeck-Richttafeln 2005 G im Inland und länderspezifischen Tafeln im Ausland, insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen sowie künftig zu erwartende Rentensteigerungsraten in die Berechnung mit ein. Die künftige Gehaltsentwicklung hat aufgrund der Struktur der jeweiligen Pensionspläne sowohl im Inland als auch im Ausland keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Pensionsverpflichtung, so dass auf eine Angabe des Parameters sowie der zugehörigen Sensitivitäten verzichtet wird.

Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank eigenen Modells bestimmt, abgeleitet aus fristenkongruenten Eurozonen-Swapsätzen und adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen.

Die Darstellung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis gewichteter Durchschnitte unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.

% 31.12.2017 31.12.2016
Parameter der Pensionspläne in Deutschland
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 1,9 1,8
Rentenanpassung 1,6 1,6
für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 1,8 2,6
Rentenanpassung 1,6 1,5
(Gewichtete) Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 2,5 2,7
Rentenanpassung 2,9 2,9
für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 2,7 3,7
Rentenanpassung 2,9 2,7

Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein -gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen; sie sind als lebenslange Rente mit Kapitalwahlrecht ausgestaltet. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzliche Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds.

Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt.

Darüber hinaus bestehen leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA.

Neben der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.

Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.8 qualifiziert. Die zwischen dem CPT und der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie weiteren inländischen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Treuhandverträge begründen zugleich eine Insolvenzsicherung der mit Planvermögen unterlegten unmittelbaren betrieblichen Versorgungszusagen. Die Insolvenzsicherung umfasst alle unverfallbaren Versorgungsanwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie alle laufenden Leistungen für Pensionäre. Sie erstreckt sich auch auf diejenigen Teile der Versorgungsanwartschaften beziehungsweise -leistungen, die jenseits der Einstandspflicht des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) liegen. Die Treuhandverträge sehen keine Dotierungspflicht der Treugebergesellschaften vor. Das Planvermögen muss jedoch zu jeder Zeit die nicht vom PSV gesicherten Ansprüche decken. Die Gesellschaften können nur bis zu dieser Untergrenze Rückübertragungen aus dem Planvermögen zur Erstattung von erbrachten Versorgungsleistungen verlangen.

Die Anlagerichtlinien für das Planvermögen in Deutschland werden gemeinsam vom Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft und dem CPT festgelegt. Für deren Ausgestaltung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagensteuerung erfolgt über das Executive Pension Committee (EPC), das im Rahmen des Asset-Liability-Managements einen Liability-driven-Investment-(LDI)-Ansatz verfolgt und auch die Grundlagen für die Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen entwickelt. Hauptziel der verfolgten Anlagestrategie ist eine Nachbildung der zukünftigen Zahlungsströme (Pensionsverpflichtungen) mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten (Zins, Inflation und Credit Spread) zur Reduzierung der Risiken, die sich unmittelbar aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergeben. Neben den gewöhnlichen Pensionsplanrisiken wie beispielsweise Inflationsrisiken und biometrischen Risiken liegen in der Commerzbank keine erkennbaren ungewöhnlichen Risiken vor. Das Portfolio des Planvermögens ist breit gestreut und setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie alternativen Anlageinstrumenten zusammen.

Die Pensionspläne außerhalb Deutschlands haben eigene und vom CPT unabhängige Trust-Strukturen. In Summe stellen sie aktuell etwa 14 % der gesamten Pensionsverpflichtungen im Konzern dar. Das EPC ist als Steuerungsgremium auch für die Planvermögen der ausländischen Pensionspläne zuständig. Außerhalb Deutschlands gelten zudem noch jeweils nationale Regelungen. Grundsätzlich wird aber auch hier ein LDI-Ansatz verfolgt. Größte Plansponsoren außerhalb Deutschlands sind die Einheiten in London (rund 86 %), New York und Amsterdam, die zusammen rund 95 % der Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands ausmachen. Größtenteils handelt es sich um mit entsprechenden Planvermögen unterlegte leistungsorientierte Pensionspläne. Teilweise und in geringem Umfang bestehen außerhalb Deutschlands auch Pensionsverpflichtungen, denen kein Planvermögen gegenübersteht.

In der Bilanz ist die Nettoschuld (beziehungsweise der Nettovermögenswert) anzusetzen, die sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen abzüglich des Zeitwertes des Planvermögens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Regelungen zur Vermögensobergrenze, ergibt.

Die in den Personalaufwendungen und im Zinsüberschuss zu erfassenden Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne setzen sich aus dem Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwendungen beziehungsweise -erträgen zusammen. Der Dienstzeitaufwand ergibt sich aus Änderungen der Leistungsverpflichtung vergangener Jahre aufgrund geänderter Versorgungszusagen. Neben dem laufenden Dienstzeitaufwand, welcher die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, beinhaltet er auch den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag. Im Geschäftsjahr beruht dieser auf einer Plankürzung bei den bestehenden Pensionsverpflichtungen im Inland, welche aus im Rahmen des Sozialplanes durchgeführten Personalabbaumaßnahmen resultiert. Nettozinsaufwendungen/-erträge berechnen sich aus der Differenz zwischen dem Barwert der Verpflichtung und dem Zeitwert des Planvermögens. Für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs auf die leistungsorientierte Nettoverbindlichkeit beziehungsweise das Nettovermögen wird der Diskontierungszinssatz herangezogen.

Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ebenso wie der Ertrag aus dem Planvermögen (mit Ausnahme der Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen enthalten sind) unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich folgendermaßen entwickelt:

Pensionsverpflichtungen Planvermögen Nettoschuld
Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1.1. des Jahres 9.729 8.547 -8.765 -7.892 964 655
Dienstzeitaufwand 88 82 - - 88 82
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -15 -7 - - -15 -7
Plankürzungen/Abgeltungen 1 - - - 1 -
Zinsaufwand/-ertrag 184 229 -172 -219 12 10
Neubewertung -116 1.386 -90 -828 -206 559
Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen erfasste Beträge - - -90 -828 -90 -828
Erfahrungsbedingte Anpassungen 9 -58 - - 9 -58
Anpassungen der finanziellen Annahmen -109 1.443 - - -109 1.443
Anpassungen der demografischen Annahmen -16 1 - - -16 1
Pensionsleistungen -393 -339 132 80 -261 -259
Gezahlte Beträge in Verbindung mit Abgeltungen -4 - 4 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis 0 -0 - - 0 -0
Wechselkursänderungen -58 -171 66 214 9 44
Arbeitgeberbeiträge - - -155 -119 -155 -119
Arbeitnehmerbeiträge 2 2 -2 -2 0 0
Umbuchungen/Sonstige Veränderungen 4 1 - -0 4 0
Stand zum 31.12. des Jahres 9.421 9.729 -8.982 -8.765 439 964
davon: Pensionsrückstellung 811 1.287
davon: Aktiviertes Planvermögen 372 323

Für das Jahr 2018 erwarten wir für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 24 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 254 Mio. Euro.

In der Commerzbank ergeben sich keine Effekte aufgrund der Begrenzung des Vermögenswertes (sogenanntes Asset Ceiling), sodass die Nettoschuld mit dem Finanzierungsstatus gleichzusetzen ist.

Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Deutschland 8.066 8.243
Großbritannien 1.164 1.274
Amerika 89 103
Sonstige 102 109
Gesamt 9.421 9.729

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen der Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Auswirkungen der Annahmenänderungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wurden die gleichen Methoden - insbesondere das Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) - verwendet wie bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Jahresende. Eine Änderung der entsprechenden Annahmen zum 31. Dezember 2017 würde sich wie folgt auf die Verpflichtung auswirken:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Zinssensitivität
Diskontierungszinssatz + 50 Basispunkte -787 -841
Diskontierungszinssatz -50 Basispunkte 909 976
Rentenanpassungssensitivität
Rentenanpassung + 50 Basispunkte 536 560
Rentenanpassung -50 Basispunkte -488 -511
Sensitivität bei Anpassung der Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung)
Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %1 336 348

1 Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit für jedes Alter um 10 % führt zu einer im Durchschnitt um etwa ein Jahr erhöhten Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren.

Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:

% 2017 2016
Aktiver Markt Inaktiver Markt Aktiver Markt Inaktiver Markt
--- --- --- --- ---
Festverzinsliche Wertpapiere/Rentenfonds 46,5 21,3 52,0 19,1
Aktien/Aktienfonds 8,2 1,5 6,1 2,5
Sonstige Fondsanteile 0,3 0,6 0,1 0,6
Liquide Mittel 3,7 - 0,3 -
Asset-backed Securities 4,9 1,9 2,8 3,4
Derivate 9,9 1,1 12,3 1,2
Sonstige - 0,1 -0,1 -0,3

Per 31. Dezember 2017 sind im Planvermögen weder materielle Beträge von vom Konzern emittierten Wertpapieren noch sonstige Forderungen gegen den Konzern enthalten. Ebenso sind keine vom Konzern genutzten Immobilienwerte enthalten.

Die gewichtete durchschnittliche Bindungsdauer der Pensionsverpflichtungen liegt bei 18,3 Jahren (Vorjahr: 19,0 Jahre). Die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Mio. € 2018 2019 2020 2021 2022 2023-2027
Zu erwartende Rentenzahlung 308 297 308 312 319 1.695

In den für 2018 erwarteten Rentenzahlungen sind rund 12 Mio. Euro enthalten, die aus der Abwicklung und einmaligen Abgeltung des bisherigen Pensionsplans in Irland resultieren.

b) Beitragsorientierte Pläne

Die Commerzbank ist Mitglied im BVV, einem Versorgungswerk, dem auch andere Finanzinstitute in Deutschland angehören. Die Entrichtung der Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer an den BVV und die Erbringung von Leistungen des BVV an die Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen in Deutschland richtet sich nach den jeweils anzuwendenden Regelungen des BVV. Es handelt sich hierbei um leistungsorientierte gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber. Diese werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt, da uns keine ausreichenden Informationen über unseren Anteil an der gesamten leistungsorientierten Verpflichtung des jeweiligen BVV-Plans sowie des auf uns entfallenden Anteils am jeweiligen Planvermögen zur Verfügung stehen. Die Beiträge an den BVV werden in den Personalaufwendungen erfasst. Nach dem Betriebsrentengesetz hat der Arbeitgeber auch für die Erfüllung der über den BVV arbeitsrechtlich zugesagten Leistungen einzustehen. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen waren weder im laufenden Geschäftsjahr noch in den Vorjahren zu bilden, da eine Inanspruchnahme aus dieser gesetzlichen Haftung als unwahrscheinlich angesehen wird.

Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA.

Von den Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne entfielen 82 Mio. Euro (Vorjahr: 59 Mio. Euro) auf Zahlungen an beitragsorientierte Pläne in Deutschland. Für 2018 wird ein Betrag in gleicher Größenordnung erwartet.

Sonstige Rückstellungen

a) Rückstellungen für außerbilanzielles Kreditgeschäft

Mio. € Stand 1.1.2017 Zuführungen Verbrauch Auflösungen Umbuchung/ Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstiges Stand 31.12.2017
Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft 76 75 0 41 2 112
Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft 129 5 - 34 -1 99
Gesamt 205 80 0 75 1 211

Für die Grundsätze, nach denen wir die Rückstellungen für das außerbilanzielle Kreditgeschäft bilden, verweisen wir auf Notes 62 bis 64 Kreditrisiken und Kreditverluste.

b) Übrige Rückstellungen

Die Übrigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Mio. € Stand 1.1.2017 Zuführungen Verbrauch Auflösungen Aufzinsung Umbuchung/ Veränderung Kondolidierungskreis/ Sonstiges
Personalbereich 607 404 354 50 0 -2
Restrukturierungsmaßnahmen 425 810 127 57 0 -200
Prozesse und Regresse 339 119 46 110 0 -1
Übrige 505 197 187 55 2 -28
Gesamt 1.875 1.530 714 273 2 -230
Mio. € Stand 31.12.2017
Personalbereich 605
Restrukturierungsmaßnahmen 850
Prozesse und Regresse 301
Übrige 433
Gesamt 2.190

Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Daneben sind auch Rückstellungen für die langfristige Barkomponente des Commerzbank-Incentive-Plans enthalten, die nach Ablauf des 3-jährigen Zurückbehaltungszeitraums verbraucht werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf den Bereich Organisation. Wir erwarten eine Inanspruchnahme in den Jahren 2018 bis 2020.

Rechtsstreitigkeiten

Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen unter Prozesse und Regresse ausgewiesen sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern.
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wird die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Die Commerzbank rechnet mit Rückforderungen von entsprechenden Entgelten durch ihre Kunden.
Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften haben in den vergangenen Jahren mehrere Tochtergesellschaften, Beteiligungen in und außerhalb Deutschlands sowie einige größere Immobilien veräußert. Die jeweiligen Verträge enthalten Gewährleistungen, bestimmte Haftungsfreistellungen oder auch Finanzierungsverpflichtungen, woraus der Commerzbank-Konzern in Anspruch genommen werden kann. In einigen Fällen wurden angebliche Verstöße gegen solche Vereinbarungen angezeigt.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an zwei mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Banken beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat.
Gegen die Commerzbank und andere Beklagte wird von einem Investor wegen eines angeblich fehlerhaften Prospekts im Zusammenhang mit dem Börsengang eines Unternehmens Schadenersatz geltend gemacht. Außerdem macht der Insolvenzverwalter des Unternehmens gegen die Gesellschaft Regressforderungen aus dem Gesamtschuldnerausgleich und aus anderen Rechtsgründen geltend. In der ersten Instanz wurde die Klage abgewiesen. Die Kläger haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Sollten die Kläger in der zweiten Instanz mit ihrer Berufungsklage obsiegen, geht die Commerzbank davon aus, dass aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Regressansprüche gegen andere Mitglieder des Konsortiums sowie gegen Dritte bestehen.
Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds haben diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Das Verfahren dauert an.
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 eine Sammelklage zugelassen und eine Bekanntmachung über die Einleitung des Sammelklageverfahrens veröffentlicht. Gegenstand der Klage ist die angebliche Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Fremdwährung. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten.

(55) Aktienbasierte Vergütungspläne

Wesentliche aktienbasierte Vergütungspläne

a) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)

Der im Jahr 2011 erstmals aufgelegte Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) wurde aufgrund geänderter regulatorischer Anforderungen überarbeitet. Der CIP regelt alle Details zur variablen Vergütung und gilt grundsätzlich für den gesamten Commerzbank-Konzern. In einzelnen Lokationen gelten abweichende beziehungsweise ergänzende CIP-Regelungen unter Berücksichtigung lokaler (arbeits-) rechtlicher Anforderungen.

Auf Basis des CIP können sogenannte Risk Taker Teile ihrer individuellen variablen Vergütung als Barkomponente und als aktienbezogene Komponente erhalten, die an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt sind. Die variable Vergütung besteht grundsätzlich aus einer kurzfristigen Komponente (Short Term Incentive, STI) sowie bei Risk Takern, deren variable Vergütung die sogenannte Risk-Taker-Freigrenze übersteigt, aus einer langfristigen Komponente (Long Term Incentive, LTI).

Ein Risk Taker ist ein Mitarbeiter, dessen Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank hat. Kriterien sind unter anderem die Funktion, die der Mitarbeiter bekleidet, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder das Erfüllen bestimmter Kriterien, die von der Bank festgelegt wurden. In Abhängigkeit von der Hierarchieebene und der Risikorelevanz der Tätigkeit des Mitarbeiters unterscheidet die Bank zwischen Risk Taker I und Risk Taker II. Der Status Risk Taker I gilt für Mitarbeiter, deren Tätigkeiten eine höhere Risikorelevanz beinhalten.

Die Risk-Taker-Freigrenze ist der Betrag, bis zu dem die Auszahlung der gesamten variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr von Risk Takern als STI in bar unter Berücksichtigung des allgemeinen Lohnniveaus im Bankensektor aufsichtsrechtlich geduldet wird. Bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze nicht übersteigt, und bei Mitarbeitern ohne Risk-Taker-Status (Non-Risk Taker) wird die variable Vergütung in vollem Umfang als STI nicht in Aktien, sondern in bar vergütet. Nur bei Überschreiten der Risk-Taker-Freigrenze unterliegt die gesamte variable Vergütung der Aufteilung in STI und LTI und den für diese Komponenten geltenden Regelungen nach dem CIP.

Die Überschreitung der Risk-Taker-Freigrenze führt zu folgender Unterscheidung:

Bei Risk Takern I beträgt der STI-Anteil 40% und der LTI-Anteil 60 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl das STI als auch das LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
Bei Risk Takern II beträgt der STI-Anteil 60 % und der LTI-Anteil 40 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI werden zur Hälfte aktienbasiert vergütet.

Die individuelle variable Vergütung wird auf Grundlage des jährlichen Zielerreichungsgesprächs (Performancebewertung I) in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres festgelegt. Die Zahl der zu gewährenden Commerzbank-Aktien wird sowohl für das STI als auch für das LTI ebenfalls mit der Festsetzung der variablen Vergütung festgelegt. Sofern Risk Taker aktienbasierte Vergütungskomponenten erhalten, wird die jeweilige Anzahl der Commerzbank-Aktien so ermittelt, dass 50 % des auf STI und 50 % des auf LTI entfallenden und umzuwandelnden Eurobetrags durch den Bezugspreis geteilt werden. Ergibt sich ein Bruchteilsbetrag wird die Stückzahl aufgerundet. Der Bezugspreis ist der einfache Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum (Dezember sowie die Monate Januar und Februar des Folgejahres).

Im Rahmen der rechtlichen Gestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten hat die Commerzbank das Recht, statt in Aktien einen Barausgleich vorzunehmen. Diese Option wird in der Regel in Anspruch genommen. Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich unterliegen beim STI einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Derzeit kommt die Aktienkomponente des STI im Oktober des folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung.

Beim LTI kann der Erwerbsanspruch frühestens nach Ablauf des derzeit dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums (Deferral Period) entstehen, sofern sich im Rahmen der Performancebewertung II keine sonstigen Hinderungsgründe ergeben. Die Performancebewertung II erfolgt in den ersten drei Monaten nach Ablauf der Deferral Period und beinhaltet die Überprüfung der jeweils zugrunde liegenden Performance Bewertung I, der Erfüllung konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale während der Deferral Period. Sofern ein Anspruch entsteht, unterliegen die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich beim LTI ebenfalls einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Derzeit kommt das LTI im Oktober des vierten Jahres nach dem zugrundeliegenden Geschäftsjahr zur Auszahlung.

Bei einem Barausgleich der Aktienkomponente ermittelt sich der Barzahlungsbetrag auf Basis des einfachen Durchschnitts der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum. Der Referenzzeitraum ist der Monat September, der der Fälligkeit der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht.

Wurden während der Laufzeit des CIP durch die Commerzbank Dividenden gezahlt oder Kapitalmaßnahmen durchgeführt, wird bei Fälligkeit von STI- und LTI-Komponenten zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividenden je Aktie beziehungsweise ein Barausgleich für die Kapitalmaßnahme ausgeschüttet.

Auf Basis von Planrechnungen werden im zugrundeliegenden Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und über die Laufzeit ratierlich Rückstellungen gebildet. Außerdem erfolgen während der Laufzeit des CIP turnusmäßige Überprüfungen, Neubewertungen aufgrund von Aktienkursentwicklungen und/oder Adjustierungen der Bestände.

b) Share Awards

Share Awards sind eine Komponente der variablen Vergütung für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt.

Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV) wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) eingeführt. Für die Geschäftsjahre ab 2011 kamen Share Awards daher nur noch für ausgewählte Mitarbeiter zur Anwendung und sind im Jahr 2017 ausgelaufen.

c) mBank S.A.

Im Jahr 2008 hatte die mBank S.A. für deren Vorstandsmitglieder zwei aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Die Vorstandsmitglieder unserer Tochtergesellschaft konnten in den Jahren 2009 bis 2011 teilnehmen. Das erste Programm sah den Bezug von mBank-Aktien vor. Das zweite Programm (angepasst im Jahr 2010) ermöglicht den Bezug einer Barkomponente im Gegenwert von Commerzbank-Aktien. Die letztmalige Auszahlung erfolgte im Jahr 2016. Im Jahr 2012 wurde ein neues aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2017 teilnehmen konnten. Bis 2013 beinhaltete dieses Programm zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente, die zum ratierlichen Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre berechtigte. Im Jahr 2014 ist eine Modifizierung des Programms vorgenommen worden, die für beide Komponenten sowohl Barauszahlungen als auch den Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre vorsieht. Diese wurden - wie auch für das erste Programm aus dem Jahr 2008 - jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und konnten von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis erworben werden. Zudem wurde dieses Programm ab 2015 um eine bedeutende Anzahl an Risk Takern erweitert. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des mBank-Teilkonzerns geknüpft. Die langfristige Komponente des Programms aus dem Jahre 2012 (modifiziert in 2014) ist zusätzlich an die Performancebewertung der Teilnehmer gekoppelt.

Beide Programme, die zum Bezug von mBank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2008 und 2012, modifiziert im Jahr 2014) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen. Das zweite Programm aus dem Jahr 2008 ist als aktienbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert.

d) Vorstandsvergütung

Für die detaillierte Darstellung der Bezüge der Vorstandsmitglieder verweisen wir auf den gesondert dargestellten Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts (siehe Seite 27 ff.).

Bilanzierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungspläne

Die Bilanzierung der Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment) und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. Es wird zwischen aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich unterschieden. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum Fair Value im Konzernabschluss zu erfassen ist.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente:

Der Fair Value von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) zu erfassen. Der Fair Value wird grundsätzlich zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Sofern Rechte infolge des Nichterreichens bestimmter Ausübungsbedingungen (Marktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge. Sollten die Rechte jedoch aufgrund des Nichterreichens anderer Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen und Nichtmarktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich:

Der Anteil des Fair Values von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird in den Personalaufwendungen mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der Fair Value wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des Fair Values der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Das betrifft den Teil der aktienbasierten variablen Vergütung, der mithilfe eines Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie bestimmt wurde. Der Kurs selbst wird als durchschnittlicher Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar sowie dem des Dezembers des Vorjahres bestimmt. Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie des Monats Dezember des Vorjahres. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen. Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je CIP beziehungsweise Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert eine Barzahlung in Höhe der Dividende geleistet beziehungsweise ein Barausgleich für eine Kapitalmaßnahme, für die gegebenenfalls Rückstellungen zu bilden sind.
Bewertung:

Für die Bewertung der Rückstellung des Commerzbank-Incentive-Plans und der Share Awards wird die Anzahl der erdienten Aktien mit dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres multipliziert. Für die Berechnung des Gegenwertes der Commerzbank-Aktien für das zweite Programm der mBank aus dem Jahr 2008 werden durchschnittliche Marktpreise der Commerzbank-Aktie zum Gewährungszeitpunkt herangezogen. Der Aufwand für die Zuführungen zu den Rückstellungen wird - in Abhängigkeit vom Vergütungsplan - auch über den Erdienungszeitraum verteilt.

Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2017 2016
Pläne mit Barausgleich 43 20
darunter: Commerzbank-Incentive-Plan 43 20
Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 2 2
Gesamt 46 22

Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 2017 2016
Rückstellungen 65 55
darunter: Share Awards 0 1
darunter: Commerzbank-Incentive-Plan 65 54
Rücklagen im Eigenkapital 7 8

Share Awards. Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

Anzahl der Rechte Share Awards
Stücke
--- ---
Bestand zum 1.1.2016 7.791
Im Jahresverlauf gewährt -
Im Jahresverlauf verwirkt -
Im Jahresverlauf ausgeübt 4.105
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2016 3.686
Im Jahresverlauf gewährt -
Im Jahresverlauf verwirkt -
Im Jahresverlauf ausgeübt 3.565
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2017 121

Commerzbank-Incentive-Plan. Die Aktienanzahl entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

Anzahl der Rechte Stücke Commerzbank-Incentive-Plan
Bestand zum 1.1.2016 3.492.061
Im Jahresverlauf gewährt 3.785.377
Im Jahresverlauf verwirkt 86.921
Im Jahresverlauf ausgeübt 2.953.614
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2016 4.236.903
Im Jahresverlauf gewährt 1.664.336
Im Jahresverlauf verwirkt -
Im Jahresverlauf ausgeübt 2.026.863
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2017 3.874.376

Außerbilanzielle Transaktionen

(56) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um im Kundenauftrag abgegebene Bürgschaften, die uns im Fall einer Inanspruchnahme ein Rückgriffsrecht auf den Kunden (Auftraggeber) gewähren. Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden bekannt gegebene Kreditlinien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbestand zuzuordnen sind, werden dagegen in den Handelsaktiva oder -passiva bilanziert.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.

Ebenfalls in den Eventualverbindlichkeiten weisen wir rechtliche Risiken aus, für die ein Verlust zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Zur Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigen wir verschiedenste Faktoren, unter anderem die Art des Anspruchs und Entscheidungen zu vergleichbaren Sachverhalten.

Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form, die wir nachstehend beispielhaft aufführen, dargestellt werden:

Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert,
Stand-by Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern,
Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden,
Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.

Vorhandene Sicherheiten dienen gegebenenfalls für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen.

In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe vom Single Resolution Board (SRB) gewährt wurde.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Konzernlagebericht. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt.

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Eventualverbindlichkeiten 36.179 34.997 3,4
Kreditinstitute 6.669 6.358 4,9
Firmenkunden 26.570 25.912 2,5
Privatkunden 291 302 -3,9
Finanzdienstleister 2.531 2.299 10,1
Öffentliche Haushalte 117 125 -6,3
Kreditzusagen 79.896 78.245 2,1
Kreditinstitute 1.382 1.391 -0,6
Firmenkunden 59.543 60.077 -0,9
Privatkunden 10.618 7.472 42,1
Finanzdienstleister 8.130 9.028 -9,9
Öffentliche Haushalte 222 277 -19,7
Gesamt 116.074 113.242 2,5

Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, sodass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 558 Mio. Euro (Vorjahr: 544 Mio. Euro) und aus Steuerrisiken waren sie im höheren zweistelligen Millionenbereich und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen das Berufungsurteil aus Mai 2016 haben die Kläger Revision eingelegt. Eine Entscheidung hierüber wird im Laufe des Jahres 2018 erwartet.
Die Commerzbank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden in der Berufungsinstanz abgewiesen. Über die Zulassung der Revision wurde noch nicht entschieden. Die dritte Klage wurde zwischenzeitlich zugunsten des Bankenkonsortiums abgewiesen. Dagegen wurde Berufung eingelegt.
Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Vertragsverletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Commerzbank verteidigt sich gegen die Klage.
Die Commerzbank befand sich in mehreren streitigen Verfahren mit der Garantiegeberin eines Darlehensvertrages zur Schiffsfinanzierung. Da die Darlehensnehmerin trotz Fälligkeit ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist, hat die Commerzbank die Garantiegeberin aus der Garantie in Anspruch genommen und Klage in London erhoben. Zur Abwehr dieser Klage begehrt die Garantiegeberin in Piraeus, Griechenland, die (negative) Feststellung, dass sie der Commerzbank keinen Betrag aus der Garantie für die Darlehensnehmerin schuldet. Im Mai 2016 hat schließlich die Garantiegeberin zusammen mit der Schiffsgesellschaft die Commerzbank in Piraeus, Griechenland, auf Schadensersatz verklagt. Sie machen geltend, dass ihnen infolge der Arrestierung eines Tankers im Jahr 2014 durch die Commerzbank und des dadurch in der Folge durchgesetzten freihändigen Verkaufs des Schiffes ein Schaden entstanden sei. Die vorgenannten Verfahren wurden zwischenzeitlich wechselseitig beendet und vergleichsweise aufgehoben.
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank setzt sich gegen die Klage zur Wehr.
Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern untersuchen seit einiger Zeit Manipulationen und Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein.

Die Eventualverbindlichkeiten für Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:

Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich bewertet werden.

Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank per Ende 2017 vorsorglich Rückstellungen von 12 Mio. Euro für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet.

Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt, wobei in einem Fall Klage erhoben wurde. Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen Millionenbereich inklusive Nachzahlungszinsen ergeben.

Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis, dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen gemäß § 42 AO vorliegen.

Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.

Segmentbericht

(57) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der zum 30. September 2016 eingeführten Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden und Asset & Capital Recovery sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Eine Anpassung im Geschäftsmodell des Segments Firmenkunden führte im ersten Quartal 2017 zu geringfügigen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten: Aufgaben der Kreditadministration wurden an die Unterstützungsfunktionen übertragen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Konzernlagebericht enthalten. Zum 31. Dezember 2017 wurde der Ausweis der Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Posten basierend auf den IAS 39 Bewertungskategorien geändert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnis und des Ergebnis vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Sonstigem Realisierungs- und Bewertungsergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Im Operativen Ergebnis sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen nicht enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common Equity Tier 1 (CET 1)-Kapital gezeigt, das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem CET 1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen.

Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

2017 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 2.353 1.730 183 -66 4.201
Dividendenerträge 24 25 0 58 106
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -154 -295 -336 4 -781
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis -12 -32 -38 6 -76
Provisionsüberschuss 1.977 1.237 2 -38 3.178
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 148 960 28 -44 1.092
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -2 -1 -34 -49 -86
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 119 28 4 109 259
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2 22 -0 -0 23
Sonstiges Ergebnis 224 20 21 201 465
Erträge vor Risikovorsorge 4.832 3.989 166 177 9.163
Erträge nach Risikovorsorge 4.678 3.693 -170 181 8.382
Verwaltungsaufwendungen 3.811 2.885 98 285 7.079
Operatives Ergebnis 867 809 -269 -104 1.303
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - 808 808
Ergebnis vor Steuern 867 809 -269 -911 495
Aktiva 128.214 173.095 24.374 126.810 452.493
Passiva 152.994 194.860 20.015 84.623 452.493
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 11 169 1 - 181
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital1 4.134 10.462 2.982 6.031 23.609
Operative Eigenkapitalrendite (%) 21,0 7,7 -9,0 - 5,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 78,9 72,3 59,4 - 77,3

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

20161 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 2.281 1.924 26 -66 4.165
Dividendenerträge 53 36 3 72 164
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -119 -185 -599 3 -900
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis -10 -17 141 -74 40
Provisionsüberschuss 1.956 1.280 4 -27 3.212
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 199 978 75 -233 1.019
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -4 8 -21 -20 -37
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 154 153 1 85 393
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 131 19 -0 -0 150
Sonstiges Ergebnis 59 67 -17 184 293
Erträge vor Risikovorsorge 4.818 4.447 213 -78 9.399
Erträge nach Risikovorsorge 4.699 4.262 -386 -76 8.499
Verwaltungsaufwendungen 3.621 2.973 128 377 7.100
Operatives Ergebnis 1.078 1.289 -515 -453 1.399
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - 627 - - 627
Restrukturierungsaufwendungen - 22 - 106 128
Ergebnis vor Steuern 1.078 639 -515 -559 643
Aktiva 119.392 210.768 27.005 123.271 480.436
Passiva 141.396 223.776 20.203 95.061 480.436
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 9 170 1 - 180
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 4.122 11.600 3.308 4.156 23.186
Operative Eigenkapitalrendite (%) 26,1 11,1 -15,6 - 6,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 75,2 66,9 60,4 - 75,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Mio.€ 2017 20161
Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss -89 23 -66 -87 22 -66
Dividendenerträge 58 - 58 72 - 72
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 4 0 4 3 0 3
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis -11 18 6 77 -151 -74
Provisionsüberschuss -34 -4 -38 -23 -4 -27
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -53 10 -44 -276 43 -233
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -49 - -49 -20 - -20
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 109 -1 109 121 -35 85
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen -0 - -0 -0 -0 -0
Sonstiges Ergebnis 217 -16 201 191 -8 184
Erträge vor Risikovorsorge 148 30 177 55 -133 -78
Erträge nach Risikovorsorge 152 30 181 57 -133 -76
Verwaltungsaufwendungen 314 -29 285 400 -23 377
Operatives Ergebnis -163 59 -104 -343 -110 -453
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen 808 - 808 100 6 106
Ergebnis vor Steuern -970 59 -911 -443 -116 -559
Aktiva 126.403 407 126.810 123.001 270 123.271
Passiva 84.340 283 84.623 94.920 141 95.061

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um folgende Sachverhalte:

Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen.
Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen Segmenten.
Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktionen, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung des Ergebnisses, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:

2017 Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 2.524 1.536 8 133 - 4.201
Dividendenerträge 105 1 0 0 - 106
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -552 -230 -5 6 - -781
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis -48 -28 0 - - -76
Provisionsüberschuss 2.619 500 38 21 - 3.178
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 696 284 50 63 - 1.092
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -75 -14 3 -0 - -86
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 237 22 - - - 259
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 18 0 5 - - 23
Sonstiges Ergebnis 469 -14 13 -2 - 465
Erträge vor Risikovorsorge 6.545 2.287 117 214 - 9.163
Erträge nach Risikovorsorge 5.993 2.057 112 220 - 8.382
Verwaltungsaufwendungen 5.490 1.317 113 159 - 7.079
Operatives Ergebnis 503 740 -1 61 - 1.303
Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) 85.059 45.927 3.631 2.870 - 137.486
20161 Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 2.750 1.318 -22 120 - 4.165
Dividendenerträge 157 5 1 0 - 164
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -684 -208 9 -16 - -900
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis 57 -19 2 - - 40
Provisionsüberschuss 2.666 477 44 24 - 3.212
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 259 528 94 138 - 1.019
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -46 8 1 -0 - -37
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 275 113 3 2 - 393
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 141 5 4 - - 150
Sonstiges Ergebnis 212 81 2 -3 - 293
Erträge vor Risikovorsorge 6.472 2.517 131 280 - 9.399
Erträge nach Risikovorsorge 5.788 2.308 140 263 - 8.499
Verwaltungsaufwendungen 5.531 1.284 133 152 - 7.100
Operatives Ergebnis 257 1.025 6 111 - 1.399
Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) 91.460 47.006 4.742 3.672 - 146.880

1 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 37% auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 35%), 46% auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 40%) und 6% auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 15 %). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken (phase-in) aus.

In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Sonstige Erläuterungen

Bilanzielles und regulatorisches Eigenkapital

(58) Zusammensetzung des Eigenkapitals nach IFRS

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet. Das Gezeichnete Kapital belief sich auf 1.252 Mio. Euro, da zum 31. Dezember 2017 keine eigenen Aktien im Bestand gehalten wurden. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Bedingtes Kapital

Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:

darunter:
Mio. € Bedingtes Kapital 1.1.2017 Zugänge Verfall/ Verbrauch Aufhebung gemäß Satzung Bedingtes Kapital 31.12.2017 belegtes Bedingtes Kapital
--- --- --- --- --- --- ---
Wandel-/Optionsanleihen/ Genussrechte 569 - - - 569 -
Gesamt 569 - - - 569 -
darunter:
Mio. € noch verfügbares Bedingtes Kapital
--- ---
Wandel-/Optionsanleihen/ Genussrechte 569
Gesamt 569

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569.253.470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569253470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Genehmigtes Kapital

Datum der Beschlussfassung Ursprünglicher Betrag

Mio. €
In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht

Mio. €
2017 für Kapitalerhöhungen verbraucht

Mio. €
Aufhebung gemäß Satzung

Mio. €
verbleibender Betrag

Mio. €
Befristung
30.04.2015 569 - - - 569 29.04.2020
Gesamt 569 - - - 569

Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2017 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Mai 2016.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569.253.470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186Abs. 5S. 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen,
um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde,
um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben,
um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen,
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71Abs. 1Nr. 8Satz 5, 186Abs. 3Satz 4AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1AktG ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.

(59) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen

Die CRD-IV-Richtlinie (Capital Requirements Directive IV), die Capital Requirements Regulation (CRR) - eine europäische Verordnung, die im Gegensatz zur CRD-IV-Richtlinie unmittelbare Rechtswirkung für alle europäischen Banken entfaltet - sowie die SSM-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank) beinhalten die wesentlichen Vorgaben zur Einhaltung der vorgeschriebenen regulatorischen Mindestkapital-quoten unter Solvabilitätsbetrachtungen. National ergänzt werden diese Umsetzungen durch weiterführende Regelungen im Kreditwesengesetz, der Solvabilitätsverordnung sowie weiteren Kodifikationen. Daneben werden besonders komplexe Regelungssachverhalte durch Implementing Technical Standards (ITS) und Regulatory Technical Standards (RTS) ausgelegt. Im Vergleich zu früheren Regelungen wurden mit Einführung des neuen Regelwerks im Jahr 2014 die Qualität des bankaufsichtsrechtlichen Kapitals gestärkt, die Kapitalanforderungen erhöht und schlussendlich auch höhere Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung der Banken implementiert.

Damit all diese Anforderungen nicht zu einem Stichtag vollständig wirksam wurden, unterliegen bestimmte Teile dieser Regelungsänderungen fest definierten Übergangsregelungen (Phase-in).

Das sogenannte "harte Kernkapital" (Common Equity Tier 1, CET 1) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen und den Nicht beherrschenden Anteilen. Anpassungen hierauf beruhen unter anderem auf der Berücksichtigung von Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, Abschlägen für eine aus regulatorischer Sicht nicht ausreichend vorsichtigen Bewertung von Aktiva, Unterdeckungen aus dem Vergleich von "Erwarteten Verlusten" und den hierfür gebildeten Risikovorsorgen sowie aus der Korrektur von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Hinzurechnung von sogenannten zusätzlichen Kernkapitalbestandteilen (Additional Tier 1, AT 1), die nachrangige Schuldinstrumente mit bestimmten Bedingungen beinhalten können, errechnet sich das Kernkapital (Tier 1). Zum Ergänzungskapital gehören weiterhin im Wesentlichen nachrangige Schuldinstrumente, die nicht als zusätzliches Kernkapital anrechenbar sind. Die Höhe der Anrechnungsmöglichkeit dieser Eigenkapitalbestandteile wurde reduziert. Im Ergebnis können diese Ergänzungskapitalbestandteile in den letzten fünf Jahren ihrer Laufzeit nur noch linear amortisierend berücksichtigt werden.

Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:

Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,
Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EZB/EBA,
Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,
strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.

Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen harten Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert.

Die Allokation des harten Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden.

Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen sowie die Anforderungen der EZB und der EBA jederzeit eingehalten. Bei der Pro-forma-Berechnung für die Vollumsetzung (Fully phased-in) der Anforderungen nach CRR werden die Übergangsregelungen vollständig außer Ansatz gelassen.

Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully phased-in-Betrachtung. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.

Position

Mio. €
31.12.2017 Phase-in 31.12.2016 Phase-in 31.12.2017 Fully phased-in 31.12.2016 Fully phased-in
Bilanzielles Eigenkapital 30.041 29.640 30.041 29.640
Effekt aus Debit Valuation Adjustments -86 -177 -108 -295
Korrektur der Neubewertungsrücklage 114 313 - -
Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges 54 97 54 97
Korrektur zum Phase-in (IAS 19) 260 578 - -
Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) -421 -258 -495 -426
Geschäfts- oder Firmenwerte -1.507 -1.496 -1.507 -1.496
Immaterielle Vermögenswerte -1.381 -1.206 -1.381 -1.206
Aktivüberhang des Planvermögens -257 -231 -322 -385
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen -566 -297 -707 -494
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) -608 -420 -676 -525
Prudential Valuation -264 -367 -264 -367
Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in eigenen Instrumenten des harten Kernkapitals -49 -33 -60 -51
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) -213 -301 -213 -301
Vorleistungsrisiken - -1 - -1
Verrechnung der Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) 647 1.066 - -
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen -110 -166 -278 -548
Dividendenabgrenzung - - - -
Sonstiges und Rundungen -47 -247 -45 -247
Hartes Kernkapital (CET 1)1 25.607 26.494 24.039 23.395
Zusätzliches Kernkapital (AT 1)2 378 - - -
Kernkapital (Tier 1) 25.985 26.494 24.039 23.395
Ergänzungskapital (Tier 2) 5.404 5.677 5.808 5.691
Eigenkapital 31.389 32.171 29.847 29.086
Gewichtete Risikoaktiva 171.369 190.527 171.019 189.848
davon: Kreditrisiko3 137.486 146.880 137.136 146.201
davon: Marktrisiko3,4 12.842 19.768 12.842 19.768
davon: Operationelles Risiko 21.041 23.879 21.041 23.879
Harte Kernkapitalquote (CET-1-Ratio, %) 14,9 % 13,9 % 14,1 % 12,3 %
Kernkapitalquote (Tier 1-Ratio, %) 15,2 % 13,9 % 14,1 % 12,3 %
Eigenkapitalquote (%) 18,3 % 16,9 % 17,5 % 15,3 %

1 Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.

2 Zum 31. Dezember 2017 übersteigt der im Rahmen der Übergangsregelungen anrechenbare Altbestand an zusätzlichem Kernkapital die darauf entfallenden Abzugspositionen.

3 Reallokation des Ausweises der Abwicklungsrisiken von 12 Mio. Euro vom Marktrisiko zum Kreditrisiko zum 31. Dezember 2016.

4 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2016 finden im Phase-in-Kapital statt und werden durch die Effekte aus den Basel 3-Übergangsregelungen bestimmt. Der Anstieg der Kapitalquoten gegenüber dem Vorjahresende ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der gewichteten Risikoaktiva.

(60) Verschuldungsquote

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1 Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des Geschäftsjahres 2017 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.

Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert.

Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance.

Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen.

Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns, des Leverage Exposures der Segmente und deren Haupttreiber.

Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung.

Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.

Summarische Abstimmung zwischen bilanzierten Aktiva und Risikopositionen für die Verschuldungsquote

Mio. €
Anzusetzende Werte 31.12.2017
Summe der Aktiva laut veröffentlichtem Abschluss 452.493
Anpassung für Unternehmen, die für Rechnungslegungszwecke konsolidiert werden, aber nicht dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis angehören -170
(Anpassung für Treuhandvermögen, das nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen in der Bilanz angesetzt wird, aber gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleibt) -
Anpassungen für derivative Finanzinstrumente -33.141
Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) 2.124
Anpassungen für außerbilanzielle Posten (d.h. Umrechnung außerbilanzieller Risikopositionen in Kreditäquivalenzbeträge) 51.721
(Anpassung für gruppeninterne Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) -
(Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 bei der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote unberücksichtigt bleiben) -
Sonstige Anpassungen
Phase-in -1.710
Fully phased-in -2.536
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
Phase-in 471.317
Fully phased-in 470.491
Einheitliche Offenlegung der Verschuldungsquote

Mio. €
Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote 31.12.2017
Bilanzwirksame Risikopositionen (ohne Derivate und SFT)
Bilanzwirksame Posten (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen, aber einschließlich Sicherheiten) 382.190
(Bei der Ermittlung des Kernkapitals abgezogene Aktivabeträge)
Phase-in -4.262
Fully phased-in -5.088
Summe der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und Treuhandvermögen)
Phase-in 377.928
Fully phased-in 377.102
Risikopositionen aus Derivaten
Wiederbeschaffungswert aller Derivatgeschäfte (d.h. ohne anrechenbare, in bar erhaltene Nachschüsse) 9.095
Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert (PFE) in Bezug auf alle Derivatgeschäfte (Marktbewertungsmethode) 20.951
Risikoposition gemäß Ursprungsrisikomethode -
Hinzurechnung des Betrags von im Zusammenhang mit Derivaten gestellten Sicherheiten, die nach dem geltenden Rechnungslegungsrahmen von den Bilanzaktiva abgezogen werden -
(Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivatgeschäften) -15.196
(Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) kundengeclearter Handelsrisikopositionen) -2.303
Angepasster effektiver Nominalwert geschriebener Kreditderivate 17.681
(Aufrechnungen der angepassten effektiven Nominalwerte und Abzüge der Aufschläge für geschriebene Kreditderivate) -14.123
Summe der Risikopositionen aus Derivaten 16.105
Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT)
Brutto-Aktiva aus SFT (ohne Anerkennung von Netting), nach Bereinigung um als Verkauf verbuchte Geschäfte 37.253
(Aufgerechnete Beträge von Barverbindlichkeiten und -forderungen aus Brutto-Aktiva aus SFT) -13.814
Gegenparteiausfallrisikoposition für SFT-Aktiva 2.124
Abweichende Regelung für SFT: Gegenparteiausfallrisikoposition gemäß Artikel 429b Absatz 4 und Artikel 222 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 -
Risikopositionen aus als Beauftragter getätigten Geschäften -
(Ausgeschlossener ZGP-Teil (über eine zentrale Gegenpartei (QCCP)) von kundengeclearten SFT-Risikopositionen) -
Summe der Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) 25.563
Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen
Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert 170.293
(Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) -118.572
Sonstige außerbilanzielle Risikopositionen 51.721
(Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 7 und 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen
(Gemäß Artikel 429 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht einbezogene (bilanzielle und außerbilanzielle) gruppeninterne Risikopositionen (Einzelbasis)) -
(Bilanzielle und außerbilanzielle) Risikopositionen, die nach Artikel 429 Absatz 14 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 unberücksichtigt bleiben dürfen -
Eigenkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße
Kernkapital
Phase-in 25.985
Fully phased-in 24.039
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
Phase-in 471.317
Fully phased-in 470.491
Verschuldungsquote
Phase-in (%) 5,5
Fully phased-in (%) 5,1
Gewählte Übergangsregelung und Betrag ausgebuchter Treuhandpositionen
Gewählte Übergangsregelung für die Definition der Kapitalmessgröße Phase-in und Fully phased-in
Phase-in -
Fully phased-in -
Betrag des gemäß Artikel 429 Absatz 13 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgebuchten Treuhandvermögens -
Aufgliederung der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen)

Mio. €
Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote 31.12.2017
Gesamtsumme der bilanzwirksamen Risikopositionen (ohne Derivate, SFT und ausgenommene Risikopositionen), davon: 382.190
Risikopositionen im Handelsbuch 31.264
Risikopositionen im Anlagebuch, davon: 350.926
Gedeckte Schuldverschreibungen 4.209
Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 90.238
Risikopositionen gegenüber regionalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die nicht wie Risikopositionen gegenüber Staaten behandelt werden 13.896
Institute 23.438
Durch Grundpfandrechte auf Immobilien besichert 59.718
Risikopositionen aus dem Mengengeschäft 45.979
Unternehmen 76.937
Ausgefallene Risikopositionen 2.748
Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und sonstige Aktiva, die keine Kreditverpflichtungen sind) 33.763

Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("phase-in") belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 5,5% (zum 30. September 2017: 5,1%). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung ("fully phased-in") betrug 5,1 %, nach 4,7 % per 30. September 2017.

Sowohl die "fully phased-in" als auch die "phase-in" Leverage Ratio sind angestiegen auf Grund von deutlich gesunkenem Leverage Ratio Exposure und marginal angestiegenem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 Kapital unter "fully phased-in Regelungen" beziehungsweise "phase-in Regelungen". Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 471,3 Mrd. Euro ("phase-in"), beziehungsweise 470,5 Mrd. Euro "fully phased-in" -zum 30. September 2017: 506,8 Mrd. Euro "phase-in" beziehungsweise 506,0 Mrd. Euro "fully phased-in".

(61) Liquidity Coverage Ratio

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote, die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU) 575/2013, in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche Grundlage der LCR vorgegeben.

Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums und wird seit dem 30. September 2016 in dieser Form an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Gemäß CRR muss für 2017 ein Mindestwert der LCR von 80 % eingehalten werden, ab dem 1. Dezember 2018 ist ein Mindestwert von 100 % einzuhalten. Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen, insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer Konzentration entgegen.

Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York und Singapur befinden.

Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Konzernlagebericht dieses Dokuments.

Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für das aktuelle Berichtsjahr dargestellt. Zu jedem Quartal des Berichtsjahres werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt. Die Übergangsbestimmungen der EBA beschränken die Offenlegung im Berichtsjahr 2017 auf das dritte und vierte Quartal.

Mio. € Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)
30.9.2017 31.12.2017 30.9.2017 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte 12 12 12 12
Hochwertige liquide Vermögenswerte
1 Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt 93.004 95.086
Mittelabflüsse
2 Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: 98.744 101.885 6.943 7.043
3 stabile Einlagen 64.724 68.617 3.236 3.431
4 weniger stabile Einlagen 34.013 33.262 3.700 3.606
5 unbesicherte Großhandelsfinanzierung 107.525 107.061 55.309 54.187
6 betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken 31.909 33.722 7.953 8.405
7 nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) 74.184 72.000 45.923 44.442
8 unbesicherte Verbindlichkeiten 1.432 1.340 1.432 1.340
9 besicherte Großhandelsfinanzierung 5.992 5.384
10 zusätzliche Anforderungen 85.147 85.597 24.998 24.915
11 Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen 10.475 10.404 9.871 9.733
12 Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln 306 182 306 182
13 Kredit- und Liquiditätsfazilitäten 74.367 75.011 14.821 15.000
14 sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen 1.786 1.612 902 834
15 sonstige Eventualverbindlichkeiten 96.397 98.857 606 688
16 Gesamtmittelabflüsse 94.750 93.051
Mittelzuflüsse
17 Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) 71.799 69.603 4.597 4.126
18 Zuflüsse von ausgebuchten Positionen 27.852 27.431 20.352 19.901
19 Sonstige Mittelzuflüsse 3.463 3.232 3.324 3.093
EU-19a (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten)
EU-19b (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut)
20 GESAMTMITTELZUFLÜSSE 103.114 100.267 28.273 27.120
EU-20a Vollständig ausgenommene Zuflüsse
EU-20b Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen
EU-20c Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen 90.375 89.904 28.273 27.120
21 Liquiditätspuffer 93.004 95.086
22 Gesamte Nettomittelabflüsse 66.476 65.931
23 Liquidity Coverage Ratio 140,01 % 144,61 %

Die quartalsweisen Durchschnittswerte überschreiten die geforderte Mindestquote von 80 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich. Im vierten Quartal 2017 lag der Mittelwert für die LCR der letzten zwölf Berichtsperioden bei 144,61 % und somit um 4,60 Prozentpunkte über dem Wert des dritten Quartals. Grund für diesen Anstieg ist die Erhöhung der hochliquiden Vermögenswerte auf 95.086 Mio. Euro und eine Senkung der gemittelten Liquiditätsabflüsse auf 93.051 Mio. Euro, welche allerdings durch einen Rückgang der Liquiditätszuflüsse teilweise kompensiert wird. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:

Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt)) |

Mio. €
30.9.2017 31.12.2017
Gesamt: 93.004 95.086
davon Level 1 83.591 86.980
davon Level 2A 7.803 6.695
davon Level 2B 1.610 1.411

Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.

Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu- und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen.

Kreditrisiken und Kreditverluste

(62) Kreditrisikokonzentration

Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und dem Anwenden einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen stellten sich nach Buchwerten wie folgt dar:

Darlehen und Forderungen
Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Kreditinstitute und Kunden in Deutschland 160.844 158.690
Kreditinstitute 7.260 11.622
Firmenkunden 54.009 55.619
Verarbeitendes Gewerbe 17.130 17.178
Baugewerbe 877 894
Handel 8.661 8.430
Dienstleistungen und Übrige 27.341 29.117
Privatkunden 82.518 71.641
Finanzdienstleister 3.807 4.651
Öffentliche Haushalte 13.251 15.157
Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands 106.989 115.869
Kreditinstitute 36.491 45.562
Firmenkunden 39.402 42.624
Privatkunden 11.538 11.495
Finanzdienstleister 13.832 9.852
Öffentliche Haushalte 5.726 6.336
Zwischensumme 267.833 274.559
abzüglich Wertberichtigungen -3.125 -3.729
Gesamt 264.708 270.830
Eventualverbindlichkeiten, unwiderrufliche Kreditzusagen
Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Kreditinstitute und Kunden in Deutschland 53.012 48.786
Kreditinstitute und Kunden außerhalb Deutschlands 63.239 64.620
Zwischensumme 116.252 113.406
abzüglich Wertberichtigungen -177 -164
Gesamt 116.074 113.243

Die in den vorstehenden Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Darlehen und Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.

(63) Maximales Kreditrisiko

Die maximale Kreditrisikoexposition - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Finanzgarantien den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buchbeziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:

Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 Veränd.

in %
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 265.712 276.578 -3,9
Darlehen und Forderungen 241.708 246.880 -2,1
Schuldinstrumente 24.004 29.698 -19,2
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 30.661 38.994 -21,4
Schuldinstrumente 30.661 38.994 -21,4
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option 23.393 24.352 -3,9
Darlehen und Forderungen 23.000 23.950 -4,0
Schuldinstrumente 393 401 -2,0
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 52.364 68.220 -23,2
Darlehen und Forderungen 1.080 1.044 3,4
Schuldinstrumente 2.955 4.361 -32,2
Derivate 47.783 62.205 -23,2
Sonstige Handelsbestände 546 610 -10,6
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1.464 2.075 -29,4
Unwiderrufliche Kreditzusagen 79.965 78.331 2,1
Finanzgarantien 2.024 2.393 -15,4

Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Fak-Faktoren berücksichtigt (siehe Kapitel Adressenausfallrisiken im Konzernlagebericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.

(64) Absicherung von Krediten

Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swaps (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:

Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),
Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen erreicht) und
Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hatte die Commerzbank Aktiengesellschaft vier Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt.

Die vertragliche Laufzeit liegt bei 9-10 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2017 Kundenkredite mit einem Volumen von 6,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,0 Mrd. Euro) abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro).

Name der Transaktion Sicherungsnehmer Jahr des Abschlusses Laufzeit der Transaktion Jahre Forderungsart Kreditvolumen Entlastung der gewichteten Risikoaktiva

Mio. €
CoSMO Finance III-1 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2015 10 Mittelstandskunden 996 374
CoCo Finance II-2 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2015 10 Großkunden 1.846 262
CoSMO Finance III-2 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2016 10 Mittelstandskunden 1.987 925
CoCo Finance III-1 Commerzbank Aktiengesellschaft 2017 9 Großkunden 1.498 579
Gesamt 6.327 2.140

Sonstige Angaben

65) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Die Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Mitarbeiter sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung gewesenen Mitarbeiter nicht enthalten.

2017 2016
Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
--- --- --- --- --- --- ---
Im Konzern 48.289 22.781 25.508 48.944 23.325 25.619
In Deutschland 35.803 17.150 18.653 36.864 17.768 19.096
Außerhalb Deutschlands 12.486 5.631 6.855 12.080 5.557 6.523

(66) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.

Transaktionen mit nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen

Die Aktivposten gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen von 289 Mio. Euro (Vorjahr: 335 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den Passivposten waren von den 201 Mio. Euro (Vorjahr: 179 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen und die Aufwendungen von 84 Mio. Euro (Vorjahr: 77 Mio. Euro) vor allem aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen

Im Berichtjahr lagen keine Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen vor. Im Vorjahr wiesen wir 84 Mio. Euro an Erträgen mit Gemeinschaftsunternehmen aus.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen

Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 12 Mio. Euro (Vorjahr: 3.519 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die Akquisition der Commerz Finanz GmbH zurückzuführen. In den Passivposten waren von den 42 Mio. Euro (Vorjahr: 64 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 110 Mio. Euro (Vorjahr: 257 Mio. Euro) resultieren vor allem aus Provisionserträgen sowie dem Laufenden Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 54 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen

Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 121 Mio. Euro (Vorjahr: 120 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 230 Mio. Euro (Vorjahr: 211 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Die Erträge von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 141 Mio. Euro) gewährt.

Transaktionen mit Bundesunternehmen

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 28.558 Mio. Euro (Vorjahr: 23.827 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen Bundesbank von 25.592 Mio. Euro (Vorjahr: 18.350 Mio. Euro). Von den Passivposten gegenüber Bundesunternehmen von 13.383 Mio. Euro (Vorjahr: 12809 Mio. Euro) waren 12.550 Mio. Euro (Vorjahr: 12.614 Mio. Euro) Einlagen. Zum 31. Dezember 2017wurden Garantien und Sicherheiten von 309 Mio. Euro (Vorjahr: 310 Mio. Euro) an Bundesunternehmen gewährt.

Transaktionen mit Schlüsselpersonen

Die Aktivposten gegenüber Schlüsselpersonen von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 8 Mio. Euro) enthielten zum 31. Dezember 2017 Darlehen und Forderungen. In den Passivposten von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) waren Einlagen von Personen in Schlüsselpositionen enthalten. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 19 Mio. Euro (Vorjahr: 17 Mio. Euro sowie 4 Mio. Euro Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen teilten sich wie folgt auf:

Vorstand Aufsichtsrat
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Forderungen (Tsd. €)1 3.129 5.001 3.560 2.713
Letzte Fälligkeit2 2051 2051 2043 2043
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)3 0,86 - 2,8 0,86 - 2,8 1,04 - 5,1 1,34 - 5,1

1 Im Jahr 2017 sind Tilgungen von den Mitgliedern des Vorstands von 153 Tsd. Euro und von den Mitgliedern des Aufsichtsrats von 254 Tsd. Euro erfolgt.

2 Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.

3 In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 11,9 % (Vorjahr: 15,0 %) und des Aufsichtsrats bis zu 11,4 % (Vorjahr: 15,9 %) berechnet.

Die Besicherung der Kredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und eine individualisierte Darstellung der Vergütung nach den Vorschriften des DRS 17 sowie der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands wird im Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts (siehe Seite 27 ff.) wiedergegeben.

Vorstand

In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19und IFRS 2) erfasst. Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten unter anderem auch die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge.

Tsd. € 2017 2016
Kurzfristig fällige Leistungen 6.983 7.320
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3.248 3.099
Andere langfristig fällige Leistungen 1.693 1.324
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses1 - 4.051
Anteilsbasierte Vergütung2 3.503 2.320
Gesamtvergütung gemäß IAS 24,17 15.427 18.114
abzüglich
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3.248 3.099
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 4.051
Bewertungs- und sonstige Unterschiede3 3.502 2.327
Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 1 HGB 8.677 8.637

1 Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Geschäftsjahr 2016 betreffen Martin Blessing und Markus Beumer. Wir verweisen auf den Abschnitt "Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung" im Vergütungsbericht 2016.

2 Das aktuelle Vergütungssystem bewirkt auch eine anteilige Erfassung der anteilsbasierten Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre, wie im Vergütungsbericht dargestellt.

3 Nach dem aktuellen Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung der Ansprüche, was in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 zu einer deutlichen Verminderung der Gesamtbezüge gemäß § 314Abs. 1 Nr. 6 a) Satz 1 HGB führt, da letztere nicht die langfristigen Vergütungskomponenten enthalten. Der Vorjahreswert wurde angepasst.

Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsmitglieder betrug 21.437 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2017 (Vorjahr: 30.027 Tsd. Euro). Die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3.248 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.099 Tsd. Euro). Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Planvermögen) waren zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder von 2.408 Tsd. Euro auszuweisen (Vorjahr: 6.569 Tsd. Euro). Für variable Vergütungsbestandteile aktiver Vorstandsmitglieder waren zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen von 14.550 Tsd. Euro (Vorjahr: 13.760 Tsd. Euro) gebildet.

Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt über ein Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 10.043 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.847 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 103.289 Tsd. Euro (Vorjahr: 99.863 Tsd. Euro).

Aufsichtsrat

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2017 eine gesamte Vergütung von netto 2.936 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.945 Tsd. Euro), die gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert wird.

(67) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 2. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Konzernabschlusses 2017 wurden vom Vorstand am 5. Februar 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

(68) Corporate Governance Kodex

Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank AG wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

(69) Länderspezifische Berichterstattung

Die nachstehenden Angaben gemäß § 26 a KWG beziehen sich auf den IFRS-Konsolidierungskreis des Commerzbank-Konzerns. Die Kapitalrendite für den Konzern betrug 0,06% zum 31. Dezember 2017. Für die Angabe des Geschäftszwecks verweisen wir auf unseren Anteilsbesitz (Note 73) in der elektronischen Version des Geschäftsberichts im Internet "Commerzbank> Investor Relations" (www.commerzbank.de). Die Angabe des Umsatzes basiert auf dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und umfasst die Erträge vor Risikovorsorge. Das Ergebnis vor Steuern sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach IFRS entnommen. Die Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen beinhaltet sowohl Vollzeitkräfte als auch in Vollzeitäquivalente umgerechnete Teilzeitkräfte.

31.12.2017 Umsatz

Mio. €
Ergebnis vor Steuern

Mio. €
Steuern vom Einkommen und Ertrag1Mio. € Mitarbeiter

Anzahl
Deutschland 6.397 -489 158 32.236
China einschließlich Hongkong und Shanghai 76 9 12 289
Frankreich 33 8 3 86
Großbritannien 843 356 26 990
Luxemburg 144 -11 -7 246
Niederlande 14 3 -3 36
Polen 1.078 387 101 6.977
Russland 42 21 4 141
Singapur 64 -2 1 381
USA 146 39 -24 356
Sonstige 272 83 23 697

1 Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).

31.12.2016 Umsatz

Mio. €
Ergebnis vor Steuern

Mio. €
Steuern vom Einkommen und Ertrag1

Mio. €
Mitarbeiter

Anzahl
Deutschland 6.280 -132 261 33.182
China einschließlich Hongkong und Shanghai 86 14 3 286
Frankreich 34 12 7 83
Großbritannien 852 367 137 1.139
Luxemburg 435 261 28 324
Niederlande 12 -1 -2 38
Polen 1.021 416 96 6.925
Russland 43 28 8 140
Singapur 99 25 1 386
USA 138 3 -1 441
Sonstige 246 82 4 703

1 Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).

(70) Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Die nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen des Commerzbank-Konzerns erstrecken sich auf die nachfolgend beschriebenen Transaktionsarten (Cluster):

Asset-backed Securities (ABS)

Bei Asset-backed Securities (ABS) handelt es sich um forderungsbesicherte Wertpapiere mit dem Ziel, bestimmte Vermögenswerte, in der Regel Kreditforderungen, in verzinsliche, handelbare Wertpapiere umzuwandeln beziehungsweise zu verbriefen. Als Basiswerte dienen beispielsweise Konsumentenkredite (Auto-, Kreditkartenforderungen), Hypothekendarlehen oder Unternehmenskredite mit hoher Bonität. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt über die Emission verschiedener Tranchen von Asset-backed Securities. Investoren dieser Wertpapiere unterliegen dem Ausfallrisiko des Basiswertes. Die Commerzbank investiert dabei in ABS-Tranchen mit Investment Grade.
CFS Fonds Business

Hierunter fallen alle von der Commerz Funds Solutions S.A. aufgelegten und nicht konsolidierten Publikumsfonds und ComStage ETFs. Die Geschäftsaktivitäten der Commerz Funds Solutions S.A. umfassen verschiedene Arten passiver Investmentfonds. Neben ETFs werden Publikumsfonds angeboten, die verschiedene Strategien für zum Beispiel europäische Märkte, Branchen oder bestimmte Anlageklassen verfolgen. ComStage ist eine Marke der Commerzbank und ist als offene Investmentgesellschaft in Form einer SICAV registriert und fungiert als Umbrella-Fonds für ComStage ETFs. ComStage ETFs sind als Teilfonds nach luxemburgischem Recht aufgelegt und unterliegen den Bestimmungen der europäischen Fondsregulierung. ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, deren Ziel eine möglichst genaue Abbildung eines Index ist, ohne eine aktive Portfoliosteuerung zu betreiben. Die Commerzbank hält Fondsanteile einzelner Publikumsfonds und ETFs, um einen liquiden Markt zu gewährleisten, oder unterstützt bei Fondsneuauflagen mit einem Zuschuss von Seedmoney. Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform)

Bei eigenen Verbriefungen der Commerzbank handelt es sich um True-Sale- und synthetische Verbriefungen, die im Rahmen der Steuerung der Liquidität, des Kapitals und der Risikoaktiva der Bank eingesetzt werden. Die Finanzierung der die Forderungen erwerbenden Gesellschaften erfolgt über die Ausgabe verschiedener Tranchen von Wertpapieren, die am Kapitalmarkt platziert werden. Darüber hinaus ist die Commerzbank Sponsor für eine Verbriefungsplattform. Mit diesem Conduit-Programm strukturiert, arrangiert und verbrieft die Commerzbank Forderungen Dritter, die zum Kreis des Segments Firmenkunden gehören. Die Verbriefungsgesellschaften refinanzieren sich über die Ausgabe von forderungsbesicherten Wertpapieren sowie durch Liquiditätslinien. Neben bestehenden Übersicherungen wird das Risiko von Forderungsausfällen über externe Kreditversicherungen abgedeckt.
Hedge Fonds

Es handelt sich hierbei um im Kundeninteresse getätigte Investments in Hedge-Fonds-Anteile. Die Performance und das Risiko aus den Anteilen wird über Total Return Swaps oder Zertifikate an die Kunden weitergegeben. Die Commerzbank sichert sich somit wirtschaftlich ab und investiert nicht im Eigeninteresse.
Finanzierungsobjektgesellschaften

Mit diesen Gesellschaften werden bedarfsgerechte Leasing-/ Finanzierungskonzepte für Großanlagen wie zum Beispiel Immobilien, Flugzeuge, Schiffe oder regenerative Energiesysteme strukturiert. Für jede Transaktion wird grundsätzlich eine eigenständige Zweckgesellschaft gegründet, an der sich die Commerz-Real-Gruppe als Mehrheits- oder Minderheitsgesellschafter beteiligt. Als Finanzdienstleistungsinstitut gewährt die Commerz-Real-Gruppe diesen Gesellschaften keine Darlehen. Vielmehr werden diese von konzernfremden und konzerneigenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt. Zum Kerngeschäft der Commerz-Real gehört allerdings die Verwaltung der strukturierten Unternehmen.
Private Finance Initiative & Structured Credit Legacy (PFI und SCL)

Dieses Cluster umfasst Positionen aus dem ehemaligen Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU), das verantwortlich für die Rückführung von Aktiva war, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten standen. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet wurden, beinhalteten zu Beginn nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Unternehmens- und Bankanleihen sowie exotische Kreditderivate. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgte im Wesentlichen über die Emission verschiedener Arten von forderungsbesicherten Wertpapieren und Schuldverschreibungen. Investitionen unterliegen dabei dem Ausfallrisiko des Basiswertes oder des Emittenten.
Sonstige

Hierbei handelt es sich um strukturierte Unternehmen, die nicht in den oben aufgeführten Kategorien enthalten sind. Im Wesentlichen fallen hierunter Kapitalmarkttransaktionen von Asset Solutions & Structured Finance (AS&SF) sowie strukturierte Transaktionen im Zusammenhang mit Kreditderivategeschäften. AS&SF führt Transaktionen für Kunden mit begrenztem Zugang zu den Kapitalmärkten durch und bringt sie mit alternativen Kapitalgebern zusammen. Im Bereich Structured Finance liegt der Fokus auf der Strukturierung und dem Vertrieb von Finanzierungs- und Investmentlösungen für Firmenkunden und Finanzinstitute. Der Bereich Structured Asset Solutions konzentriert sich auf die Finanzierung von Sachanlagen und anderen Vermögensgegenständen mittels Leasing oder strukturierter Finanzierungen. Dies beinhaltet auch die Einbindung alternativer Kapitalgeber außerhalb des Bankensektors. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Strukturierung von Investitionslösungen, sowie das Underwriting und die Ausplatzierung hierfür geeigneter Finanzierungen.

Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Des Weiteren werden der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns aufgezeigt.

Das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen resultiert aus bilanzierten Vermögenswerten sowie aus Kreditzusagen und gewährten Garantien gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, die zu den jeweiligen Stichtagen nicht in Anspruch genommen wurden. Das maximale Verlustrisiko aus Vermögenswerten gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen entspricht den aktuellen Buchwerten dieser Positionen nach Risikovorsorge. Für Kreditzusagen und Garantien verstehen wir unter dem maximalen Verlustrisiko den Nominalwert der Zusage.

Der Ausweis des maximalen Verlustrisikos erfolgt brutto, das heißt ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder Hedgingaktivitäten, die wirtschaftlich zur Risikominderung bestehen.

Mio. € ABS Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform CFS Fonds Business Hedgefonds Leasingobjektgesellschaften PFI und SCL
Vermögenswerte per 31.12.2017 7.073 1.380 108 235 458 1.226
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables - 1.358 5 0 451 0
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 7.073 17 - 24 4 183
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading - 5 103 211 3 943
Übrige Vermögenswerte - 0 - - - 100
Schulden per 31.12.2017 - 1.058 24 0 28 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost - 112 1 - 28 -
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading - 0 23 - - 0
Übrige Schulden - 946 - 0 - 0
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2017
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 82 -47 -5 - 15 59
Provisionsüberschuss - 4 0 - 7 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 5 -37 618 18 -1 59
Sonstiges Ergebnis - - - - -1 30
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2017
Vermögenswerte 7.073 1.380 108 235 458 1.226
Kreditzusagen - 2.565 - - - -
Garantien - 16 - - 0 -
Umfang1 68.450 5.450 10.634 235 3.003 1.073
Mio. € Sonstige
Vermögenswerte per 31.12.2017 223
Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables 84
Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale 98
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading 40
Übrige Vermögenswerte 0
Schulden per 31.12.2017 30
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 2
Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading 28
Übrige Schulden 0
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2017
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 5
Provisionsüberschuss 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten -24
Sonstiges Ergebnis -
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2017
Vermögenswerte 223
Kreditzusagen 106
Garantien -
Umfang1 40.766

1 Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt.

Mio. € ABS Eigene Verbriefungen und Verbriefungsplattform CFS Fonds Business Hedgefonds Leasingobjektgesellschaften PFI und SCL
Vermögenswerte per 31.12.2016 8.664 1.317 440 234 470 1.452
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables 133 1.063 - 1 460 7
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale 8.524 - 282 24 5 347
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 7 254 158 204 4 992
Übrige Vermögenswerte - 0 - 5 - 105
Schulden per 31.12.2016 - 1.144 27 0 26 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost - 72 13 - 26 -
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading - 0 14 - - 0
Übrige Schulden - 1.071 - 0 - -
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2016
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 74 -58 -5 - 17 125
Provisionsüberschuss - 3 0 - 9 1
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 7 8 15 -0 -1 90
Sonstiges Ergebnis - - - - -1 13
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2016
Vermögenswerte 8.664 1.317 440 234 470 1.452
Kreditzusagen - 2.924 - - - -
Garantien - 16 - - 0 -
Umfang1 65.714 6.027 9.071 234 3.028 1.452
Mio. € Sonstige
Vermögenswerte per 31.12.2016 364
Finanzielle Vermögenswerte -Loans and Receivables 26
Finanzielle Vermögenswerte -Available for Sale 118
Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading 220
Übrige Vermögenswerte -
Schulden per 31.12.2016 92
Finanzielle Verbindlichkeiten -Amortised Cost 52
Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading 39
Übrige Schulden 0
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2016
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 25
Provisionsüberschuss 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten -45
Sonstiges Ergebnis -0
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2016
Vermögenswerte 364
Kreditzusagen -
Garantien -
Umfang1 10.984

1 Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt.

Die Commerzbank tritt auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn

es durch die Commerzbank initiiert und/oder strukturiert wurde;
es Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat;
es vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder es durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde.

Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Bruttoerträge des Commerzbank-Konzerns aus gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen 625 Mio. Euro (Vorjahr: -32 Mio. Euro). Diese betrafen hauptsächlich Handelserträge und entfielen auf das Cluster CFS Fonds Business, inkl. ComStage ETFs. Die Höhe der Erträge resultiert aus Bewertungseffekten von Derivaten, welche am Markt durch entsprechende Gegengeschäfte weitestgehend neutralisiert werden. Die Buchwerte der Vermögensgegenstände des Commerzbank-Konzerns gegenüber gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betrugen in Summe 2.046 Mio. Euro (Vorjahr: 2.553 Mio. Euro).

(71) Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Die Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellten sich innerhalb des Segments Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar. Dabei berücksichtigen wir die Tochterunternehmen mBank S. A. und den Teilkonzern comdirect bank.

mBank S.A., Warschau, Polen comdirect bank Teilkonzern, Quickborn, Deutschland
31.12.2017 31.12.20162 31.12.2017 31.12.20162
--- --- --- --- ---
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar:
Kapital (%) 30,6 30,6 17,7 18,7
Stimmrechte (%) 30,6 30,6 17,7 18,7
Konzernergebnis (Mio. €) 63 68 13 17
Eigenkapital (Mio. €) 937 832 113 116
Dividendenausschüttung (in Mio. €) - - 6 11
Vermögenswerte (Mio. €)1 9.111 8.875 4.085 3.597
Schulden (Mio. €)1 8.091 7.989 3.971 3.480
Gewinn/Verlust (Mio. €)1 74 80 13 17
Sonstiges Periodenergebnis (Mio. €)1 -58 -61 5 -4
Gesamtergebnis (Mio. €)1 17 19 17 13
Cash Flows (Mio. €)1 -159 283 48 174

1 Vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte

2 Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis sowie diversen Restatements (siehe Seite 152 ff.).

(72) Patronatserklärung

Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbind-Verbindlichkeiten erfüllen.

Name Sitz
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) AO Moskau
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo São Paulo
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH Eschborn

(73) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 und IFRS 12.21 zum Konzernabschluss vor. Die Angaben zum Eigenkapital und dem Jahresergebnis der Gesellschaften sind den Abschlüssen der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften entnommen. Fußnoten, Erläuterungen zum Geschäftszweck und weitere Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.

1. Verbundene Unternehmen

a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

Name Sitz Geschäftszweck Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
Währung Eigenkapital*

Tsd.
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR -2.321
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 53
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland SOFDL 0,0 85,0 EUR 0
ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR -80
ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 26
AGUSTO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 25
AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 24
ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 24
ARINGO GmbH & Co. Geschlossene Investment KG Düsseldorf, Deutschland SOFDL 34,3 EUR 10
ARINGO Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 25
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 3.825
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 269.317
AVENTIMOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 25
BDH Development Sp. z o.o. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN 92.674
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda SOFDL 100,0 USD 620
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 6.137
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 49.601
CERI International Sp. z o.o. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN 15.944
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 26
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn, Deutschland KREDI 82,3 EUR 429.941
Commerz (East Asia) Limited Hongkong, Hongkong SOFDL 100,0 EUR 4.457
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd Singapur, Singapur SOUNT 100,0 USD 26.725
Commerz Bankenholding Nova GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 982.707
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 94
Commerz Direktservice GmbH Duisburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.178
Commerz Funds Solutions S.A. Luxemburg, Luxemburg BETGE 100,0 EUR 7.731
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH &Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 90,0 EUR 15.464
Commerz Markets LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 197.611
Commerz Pearl Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 20
Commerz Real AG Eschborn, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 408.394
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 151
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland BETGE 100,0 EUR 21.677
Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland BETGE 100,0 EUR 5.000
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 5.385
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 26
Commerz Securities Hong Kong Limited Hongkong, Hongkong SOFDL 100,0 EUR 10.995
Commerz Service-Center Intensive GmbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 435
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 15.979
Commerz Systems GmbH Eschborn, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 6.464
Commerzbank (Eurasija) AO Moskau, Russland KREDI 100,0 RUB 11.327.339
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur, Singapur SOUNT 100,0 USD 1.892
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 183.000
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo São Paulo, Brasilien KREDI 100,0 BRL 249.067
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. Luxemburg, Luxemburg KREDI 100,0 EUR 1.030.739
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg SOUNT 100,0 EUR 771
Commerzbank Finance BV Amsterdam, Niederlande SOFDL 100,0 EUR 1.294
Commerzbank Finance Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 255.319
Commerzbank Holdings (UK) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 15.764
Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich SOFDL 100,0 EUR 75.583
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 462.597
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 2.577.604
Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. Luxemburg, Luxemburg SOFDL 100,0 GBP 28
Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. Luxemburg, Luxemburg SOFDL 100,0 GBP 93
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg SOFDL 100,0 GBP 99
Commerzbank Leasing December (1) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 334
Commerzbank Leasing December (3) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 681
Commerzbank Leasing Holdings Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 1.028
Commerzbank Leasing Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 1.377
Commerzbank Leasing March (3) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 342
Commerzbank Leasing September (5) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 261
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 338
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn KREDI 100,0 HUF 26.261.000
CommerzFactoring GmbH Mainz, Deutschland SOFDL 50,1 EUR 1.099
CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 99,4 99,5 EUR 25.106
CommerzVentures GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 28.055
ComTS Finance GmbH Halle (Saale), Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.550
ComTS Kredit GmbH Duisburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.050
ComTS Logistics GmbH Magdeburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.550
ComTS Mitte GmbH Erfurt, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 2.714
ComTS Nord GmbH Magdeburg, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.492
ComTS Ost GmbH Halle (Saale), Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.550
ComTS West GmbH Hamm, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 1.256
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 0,1 0,3 EUR -2.970
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 6,0 7,0 EUR -1.066
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt Neue Mainzer Straße KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 94,9 EUR 19.910
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 8,1 65,0 EUR -4.327
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR -420
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 1.790
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 JPY 18.566
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 742.872
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 32.109
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 25
Entertainment Asset Holdings C.V. Amsterdam, Niederlande SOUNT 58,2 EUR -151
Entertainment Asset Holdings GP B.V. Amsterdam, Niederlande SOUNT 100,0 EUR 0
Eschborn Capital LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 7.315
European Bank for Financial Services GmbH (ebase) Aschheim, Deutschland KREDI 100,0 EUR 26.800
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 26
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA SOUNT 51,0 USD 67.713
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 31
Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Warschau, Polen SOFDL 98,0 0,0 PLN 0
Garbary Sp. z o.o. Poznan, Polen SOUNT 100,0 PLN 45.504
Greene Elm Trading II LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 14.966
Greene Elm Trading V LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 9.652
Greene Elm Trading VI LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 11.758
Greene Elm Trading VII LLC Wilmington, Delaware, USA SOFDL 100,0 USD 15.383
Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien SOFDL 100,0 GBP 2.511
Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH München, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 74.830
Kommanditgesellschaft "MS CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR 18.552
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 77,2 EUR 21.026
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH&Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR 17.163
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 77,2 77,4 EUR 16.971
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 73,9 EUR 39.478
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR 17.847
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland SOUNT 90,0 EUR 19.040
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH Eschborn, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 115.291
mBank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen KREDI 100,0 PLN 880.277
mBank S.A. Warschau, Polen KREDI 69,4 PLN 11.804.464
mCentrum Operacji Sp. z o.o. Aleksandrów Lódzki, Polen SOUNT 100,0 PLN 33.882
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 9.233
mFaktoring S.A. Warschau, Polen SOFDL 100,0 PLN 61.053
mFinance France S.A. Paris, Frankreich SOFDL 100,0 EUR 335
mFinanse S.A. Lódz, Polen SOUNT 100,0 PLN 154.709
mLeasing Sp. z o.o. Warschau, Polen SOFDL 100,0 PLN 276.041
MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 25,0 EUR 5.706
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 35.394
NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 11.176
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG Grünwald, Deutschland SOUNT 85,0 93,0 EUR 5.541
OnVista Aktiengesellschaft Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 35.020
onvista media GmbH Frankfurt am Main, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 912
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 9.362
SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland SOUNT 100,0 EUR 5.811
Tele-Tech Investment Sp. z o.o. Warschau, Polen SOFDL 100,0 PLN 510
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland SOFDL 100,0 EUR 22.778
Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA SOUNT 60,0 USD 1.965
Wilmots Leasing AB Stockholm, Schweden SOFDL 100,0 SEK 431
Zelos Luxembourg S.C.S. Luxemburg, Luxemburg SOFDL 100,0 EUR -20.081
Name Jahresergebnis*

Tsd.
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH 592
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH 3
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG 2
ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG -45
ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH 2
AGUSTO Beteiligungsgesellschaft mbH -1
AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH 1
ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH 0
ARINGO GmbH & Co. Geschlossene Investment KG -136c)
ARINGO Verwaltungsgesellschaft mbH -1
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH -a)
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a) b)
AVENTIMOLA Beteiligungsgesellschaft mbH -1
BDH Development Sp. z o.o. -2.117
Bridge Re Limited -61
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH -a) b)
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG 8.136
CERI International Sp. z o.o. 39.934
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a)
comdirect bank Aktiengesellschaft 69.886
Commerz (East Asia) Limited 123
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd -281
Commerz Bankenholding Nova GmbH -a) b)
Commerz Business Consulting GmbH -a) b)
Commerz Direktservice GmbH - a)
Commerz Funds Solutions S.A. 4.637
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH &Co. KG -858
Commerz Markets LLC 7.565
Commerz Pearl Limited 0
Commerz Real AG -a)
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH -a)
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH -a)
Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH -a)
Commerz Real Mobilienleasing GmbH -a)
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH -a)
Commerz Securities Hong Kong Limited 120
Commerz Service-Center Intensive GmbH -1) a) b)
Commerz Services Holding GmbH -a) b)
Commerz Systems GmbH -a) b)
Commerzbank (Eurasija) AO 826.100
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. -50
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG -a) b)
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo -10.450
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. 58.810
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. -19
Commerzbank Finance BV -167
Commerzbank Finance Limited 77.208
Commerzbank Holdings (UK) Limited 125
Commerzbank Holdings France -4.585
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a) b)
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH -a) b)
Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. -20
Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. -17
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. -5
Commerzbank Leasing December (1) Limited -17
Commerzbank Leasing December (3) Limited -105
Commerzbank Leasing Holdings Limited 169
Commerzbank Leasing Limited 21
Commerzbank Leasing March (3) Limited 16
Commerzbank Leasing September (5) Limited 57
Commerzbank U.S. Finance, Inc. 3
Commerzbank Zrt. -434.000
CommerzFactoring GmbH -a)
CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG -858
CommerzVentures GmbH -1.902
ComTS Finance GmbH -a) b)
ComTS Kredit GmbH -a) b)
ComTS Logistics GmbH -a) b)
ComTS Mitte GmbH -a) b)
ComTS Nord GmbH -a) b)
ComTS Ost GmbH -a) b)
ComTS West GmbH -a) b)
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG 2.670c)
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG 238c)
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt Neue Mainzer Straße KG 6.965c)
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG 1.108c)
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG -330
Dresdner Capital LLC I 42
Dresdner Capital LLC IV -38
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. 105
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft -a) b)
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a) b)
Entertainment Asset Holdings C.V. -26
Entertainment Asset Holdings GP B.V. 0
Eschborn Capital LLC 4
European Bank for Financial Services GmbH (ebase) -a)
FABA Vermietungsgesellschaft mbH -a) b)
Film Library Holdings LLC 4.062
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 8.616
Future Tech Fundusz Inwestycyjny Zamkniety 0
Garbary Sp. z o.o. -2.177
Greene Elm Trading II LLC 378
Greene Elm Trading V LLC 148
Greene Elm Trading VI LLC 167
Greene Elm Trading VII LLC 0
Gresham Leasing March (2) Limited -27
Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a)
Kommanditgesellschaft "MS CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. 371b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. 5.645b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH&Co. 1.871b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. 4.211b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. 2.503b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. 2.359b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. 1.770b)
LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH -a) b)
mBank Hipoteczny S.A. 23.422
mBank S.A. 1.219.339
mCentrum Operacji Sp. z o.o. 561
MERKUR Grundstücks GmbH -a) b)
mFaktoring S.A. 11.342
mFinance France S.A. 195
mFinanse S.A. 135.431
mLeasing Sp. z o.o. 56.360
MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH -1.209c)
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH -3.271b)
NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH -a)
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG 3.977c)
OnVista Aktiengesellschaft -1.939
onvista media GmbH 0
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH 72
SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH -a)
Tele-Tech Investment Sp. z o.o. 31
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -a) b)
Twins Financing LLC 795
Wilmots Leasing AB -343
Zelos Luxembourg S.C.S. -5.436

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 81,4 2)
2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Balingen KG Düsseldorf, Deutschland 75,8 75,9
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heilbronn KG Düsseldorf, Deutschland 78,1 78,3
3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABALINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABELLANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABODA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACILIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACONITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland c)
ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Actium Leasobjekt Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG Düsseldorf, Deutschland 50,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADMEO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADRUGA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AFORTUNA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGALINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AHOIH Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALEMONA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALICANTE NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALLATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 94,0
ALLORUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0c)
ALMONDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte RiCö KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALVARA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMATA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANCONA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ANDINO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
ANDINO Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
ANDINO Fünfte Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANDINO Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANDINO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
ANET Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
APTEMUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARAUNA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARBITRIA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARIBELLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Ariondaz SAS Paris, Frankreich 100,0
ARKAMA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARMILLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Arvilla Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARVILLUX S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASTRADA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 c)
ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 94,8 94,0
AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH & Co. Zweite Legacy 600 KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVIO Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AVOLO Flugzeugleasinggesellschaft mbH Karlsruhe, Deutschland 100,0
AWINTO Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
BENE Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c)
BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald, Deutschland 100,0 19,0
Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
BILBAO NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Blue Amber Fund Management S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichshafen KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 51,0c)
BRE Property Partner Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
CCR Courtage i.L. Paris, Frankreich 100,0
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
CG Japan GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
CGI Victoria Square Limited London, Großbritannien 100,0
CGI Victoria Square Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
CIV GmbH Beta Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation GmbH Glashütten, Deutschland 100,0 a)
Commerz Brasil Holding e Servicos Ltda. São Paulo, Brasilien 100,0
Commerz Building and Management GmbH Essen, Deutschland 100,0 a)
Commerz Equipment Leasing Limited London, Großbritannien 100,0
Commerz GOA Realty Associates LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0c)
Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd. Johannesburg, Südafrika 100,0
Commerz Kreditbearbeitung GmbH Duisburg, Deutschland 100,0 3)
Commerz Nederland N.V. Amsterdam, Niederlande 100,0
Commerz Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
Commerz Property GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
Commerz Real Asia Pacific Limited Hongkong, Hongkong 100,0
Commerz Real Asset Structuring GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 a)
Commerz Real Baumanagement GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
Commerz Real Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 22,9 23,0c)
Commerz Real Digitale Vertriebs- und Service GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 4) a)
Commerz Real Fund Management S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
Commerz Real North Ltd. London, Großbritannien 100,0
Commerz Real Southern Europe GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
Commerz Real West BV Amstelveen, Niederlande 100,0
Commerz Real Western Europe GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
Commerz Realty Associates GP V, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
Commerz Regulatory Models GmbH i.L. Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
Commerz Trade Services Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100,0
Commerz Trade Services Sociedad Anónima San José, Costa Rica 100,0
Commerzbank Capital Investment Company Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Capital Management Unternehmensbeteiligungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
Commerzbank Investments (UK) Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Leasing December (12) Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Leasing December (13) Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Leasing December (26) Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Leasing December (6) Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Pension Trustees Limited London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Representative Office Nigeria Limited Lagos, Nigeria 100,0
Commerzbank Representative Office Panama, S.A. City of Panama, Panama 100,0
Commerzbank São Paulo Servicos Ltda. São Paulo, Brasilien 100,0
Commerzbank Securities Ltd London, Großbritannien 100,0
Commerzbank Securities Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
CommerzKommunalbau GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
CommerzLeasing Anlagen-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
CommerzLeasing GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
CommerzStiftungsTreuhand GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
CommerzVentures Beteiligungsverwaltungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf, Deutschland 51,0
Copernicus Germany GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 5) a)
CR Hotel Target Pty Ltd Sydney, Australien 100,0
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
Crédito Germánico S.A. Montevideo, Uruguay 100,0
CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED Johannesburg, Südafrika 100,0
CSK Sp. z o.o. Lódz, Polen 100,0
DAUNUS Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c)
Delphi I Eurohypo LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 0,0 4,36) c)
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 0,0 2,27) c)
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 0,0 0,4c)
Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwerin KG Grünwald, Deutschland 6,0 2,0c)
DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft&Co. Objekt Gevelsberg KG Grünwald, Deutschland 6,0 5,0c)
DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited London, Großbritannien 100,0
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited Mumbai, Indien 75,0
DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
EuREAM GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
EVIDENTIA Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Falest Investments S.A. Warschau, Polen 100,0
Fernwärmenetz Leipzig GmbH Leipzig, Deutschland 100,0
Feronia S.A. Warschau, Polen 94,0
FLOR Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c)
FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
Galbraith Investments Limited London, Großbritannien 100,0
General Leasing (No.16) Limited London, Großbritannien 100,0
Gesellschaft für Kreditsicherung mbH Berlin, Deutschland 63,3
GIE Dresdner Kleinwort France i.L. Paris, Frankreich 100,0
GRABINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
GRADARA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c)
GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 15,0
GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Sendlinger Alm KG Grünwald, Deutschland 100,0 c)
GRALANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c)
GRALIDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRAMOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 40,0c)
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG i.L. Grünwald, Deutschland 94,0 c)
GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Grünwald, Deutschland 8) c)
GRECORA Aviation GmbH Grünwald, Deutschland 100,0 c)
GRECORA Aviation GmbH & Co. geschlossene Investment KG Grünwald, Deutschland 100,0
Greene Elm Trading IX LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
Greene Elm Trading VIII LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
Greene Elm Trading X LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRENDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRESELA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0
Gresham Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 70,0
GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRILISA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRINA Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Marzahn KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Weißensee KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dreieich KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover EXPOPark KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover Hauptbetrieb KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarlouis KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG Grünwald, Deutschland 0,6 5,0c)
GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
HAJOBANTA GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOBURGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOGA-US Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOLENA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOLINDA Beteiligungsgesellschaft GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOLUCA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOMA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOMINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJORALDIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 9)
HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOSOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Hamudi S.A. Madrid, Spanien 100,0
Haus am Kai 2 O.O.O. Moskau, Russland 100,0
HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0
HIMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland a) c)
Histel Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o Prag, Tschechien 100,0
Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0
IMMOFIDUCIA Sp. z. o.o. Warschau, Polen 100,0
IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG i.L. Köln, Deutschland 95,1
IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH Köln, Deutschland 100,0
Japanturm Betriebsgesellschaft mbH i.L. Wiesbaden, Deutschland 100,0
JBBK Verwaltungs S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
KENSTONE GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 a)
KTC Kommunikations- und Trainings-Center Königstein GmbH Königstein, Deutschland 100,0 a)
Latona S.A. Warschau, Polen 100,0
Libitina S.A. Warschau, Polen 93,7
LIVIDA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Erfurt, Deutschland c)
LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Königstein KG Grünwald, Deutschland c)
LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 10)
LUTEA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c)
M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
Main Incubator GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
MARBARDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MARBINO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 50,0c)
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 50,0c)
MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MARLINTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
Marseille Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0
Max Lease S.à.r.l. i.L. Luxemburg, Luxemburg 100,0
mBOX Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 11)
mCorporate Finance S.A. Warschau, Polen 100,0
MOLANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
MOLANDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLANGA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLANKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLANZIO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARELLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLAREZZO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH &Co. Objekt Kurhaus KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 49,0c)
MOLARIS Geschäftsführungs GmbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Grundstücksverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Immobilienverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Managementgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARIS Objektverwaltung GmbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARISA Vermögensverwaltung mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Detmold KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c)
MOLARONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLAROSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLASSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLATHINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBAKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBAMBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
MOLBERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
MOLBOLLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
MOLBRIENZA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLBURGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLCAMPO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLCENTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLCOCO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf , Deutschland c)
MOLCORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLCREDO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lünen KG Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDESKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mallersdorf KG Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDICMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLDORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLENDRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLETUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLFENNA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLFINO Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Berlin, Deutschland c)
MOLFOKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLFRIEDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLFUNDA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c)
MOLGABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLGATO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLGEDI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLGEKA Vermietungsgesellschaft mbH Meerbusch, Deutschland c)
MOLGERBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLGERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLGRADO Vermietungsgesellschaft Objekt Göttingen und Oldenburg mbH i.L. Grünwald, Deutschland 50,0 c)
MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLIGELA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLIGO Vermietungsgesellschaft mbH Rostock, Deutschland c)
MOLISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH Hannover, Deutschland c)
MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLKIRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLKRIMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLMARTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLMIRA Vermietungsgesellschft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLNERA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c)
MOLOTA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland c)
MOLPANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLPERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLPETTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
MOLPURA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRAWIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLRESTIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLRISTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRITA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLRONDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLROSSI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSANTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSCHORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSIWA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland c)
MOLSTEFFA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
MOLTANDO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLTARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLTERAMO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLTIVOLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLTUNIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLUGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLVANI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLVINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLVINCA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLVORRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schweinfurt KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c)
MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLWARGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ottensen KG Düsseldorf, Deutschland 1,0 2,0c)
MONATA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MORANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
MS "PUCCINI" Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG i.L. Hamburg, Deutschland 93,6 93,7
NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 10,0 15,0c)
NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NERVUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NEUGELB STUDIOS GmbH Berlin, Deutschland 100,0 a)
NewEMC GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)
NOLICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 70,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG Düsseldorf, Deutschland - 50,0c)
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf, Deutschland 90,0 65,0
NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Mainz, Deutschland 100,0
NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Number X Real Estate GmbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0 12)
NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
Octopus Investment Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
openspace GmbH Berlin, Deutschland 82,5
OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schönborn KG Düsseldorf, Deutschland c)
OPTIONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraftwerk Hessen KG Düsseldorf, Deutschland c)
ORNATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)
OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
PALERMO Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Leipzig, Deutschland 100,0
PATELLA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland c)
PATULA Beteiligungsgesellschaft mbH Stuttgart, Deutschland 100,0
Pisces Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
Projekt CH Lodz Sp. z o.o. Warschau, Polen 95,5
Property Partner Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
quatron Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland c)
RALTO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RANA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RAVENNA Kraków Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
RAYMO Vierte Portfolio GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
REGALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
RIVALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)
Rood Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt ISF Sindlingen KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0c)
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Veldhoven KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 50,0c)
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte TANK & RAST KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0c)
ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
SENATORSKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
SILVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland c)
Smart Living Immobiliengesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 13)
SOLTRX Transaction Services GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)
TALORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c)
TASKABANA erste Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG Grünwald, Deutschland c)
TASKABANA erste Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG Grünwald, Deutschland c)
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 c)
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Streubesitz KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNARIS Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0 14)
TOULON NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
T-Rex Baugesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
T-Rex Verwaltungs GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0
U.S. Residential I GP, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0
U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington, Delaware, USA 90,0
Urban Invest Holding GmbH i.L. Eschborn, Deutschland 100,0 15)
VALENCIA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Watling Leasing March (1) London, Großbritannien 100,0
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0
Windpark Duben Süd Verwaltungs GmbH Grünwald, Deutschland 100,0 16)
Windpark Fläming 1 GmbH & Co. KG Grünwald, Deutschland 0,0 0,1c)
Windpark Fläming 1 Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Karche 2 Verwaltungs GmbH Grünwald, Deutschland 100,0 17)
Windpark Klosterkumbd Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windpark Ottweiler-Bexbach GmbH & Co. KG Grünwald, Deutschland 0,0 c)
Windpark Ottweiler-Bexbach Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
Windpark Rayerschied Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windpark Schöneseiffen Verwaltungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Windsor Asset Management GP Ltd. Toronto, Kanada 75,0 0,0c)
Windsor Canada Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland c)

2. Assoziierte Unternehmen

a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
Währung Eigenkapital*

Tsd.
Jahresergebnis*

Tsd.
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 31,6 EUR 227.652 4.100
Capital Investment Trust Corporation Taipeh, Taiwan 24,0 TWD 3.163.802 426.383
Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft Frankfurt am Main, Deutschland 40,0 EUR 87.169 14.052
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 50,0 USD 72.710 10.594
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf, Deutschland 20,8 EUR 23.682 1.982
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 EUR 15.469 4.496c)
mLocum S.A. Lódz, Polen 29,0 PLN 122.394 14.561

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG München, Deutschland 47,4 47,5
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG Düsseldorf, Deutschland 24,3 29,8
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG Düsseldorf, Deutschland 5,2 25,0
ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0
ATISHA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Paris KG Düsseldorf, Deutschland 50,0
Film & Entertainment VIP MEDIENFONDS 3 GmbH & Co. KG i.L. Grünwald, Deutschland 42,8
FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 49,0
FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kokerei KG Grünwald, Deutschland c)
GIE Go Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GIE Hu Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH Bad Homburg, Deutschland 24,8 28,8
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Dr. Rühl GmbH&Co. Objekt Stutensee KG Düsseldorf, Deutschland 3,5 25,0
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder&Co. Objekt Plauen-Park KG Düsseldorf, Deutschland 21,4 21,3
Koppelenweg I BV Hoevelaken, Niederlande 33,3
MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 5,0 33,3
MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. BETA KG i.L. Grünwald, Deutschland 29,4 29,0
MIDAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Langenhagen KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 5,0 50,0
MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Radolfzell KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 21,0
MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landkreis Hildburghausen KG Düsseldorf, Deutschland 6,0 31,0
MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG i. L. Drochtersen, Deutschland 30,5 18)
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0
NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L. Pöcking, Deutschland 2,5 25,0
OSCA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L. Grünwald, Deutschland 26,0
Pinova GmbH &Co. Erste Beteiligungs KG München, Deutschland 40,0
PRUNA Betreiber GmbH Grünwald, Deutschland 51,0
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L. Frankfurt am Main, Deutschland 33,3
SUEZ Immobilia GmbH&Co. KG Köln, Deutschland 5,1 50,0

3. Gemeinschaftsunternehmen

a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
Währung Eigenkapital*

Tsd.
Jahresergebnis*

Tsd.
Delphi I LLC Wilmington, Delaware, USA 33,3 EUR -513.489 -19.074
FV Holding S.A. Bruxelles, Belgien 60,0 EUR 1.309 -86

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
Bonitos Verwaltungs GmbH i.L. Frankfurt am Main, Deutschland 50,0 19)
NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH Luxemburg, Luxemburg 49,5

4. Strukturierte Unternehmen

a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene strukturierte Unternehmen

Name Sitz Segment Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
Währung Eigenkapital*

Tsd.
Agate Assets S.A. S014 Luxemburg, Luxemburg FK EUR 31
Borromeo Finance S.r.l. Mailand, Italien FK EUR 16.582
Bosphorus Capital DAC Dublin, Irland FK EUR -334
Bosphorus Investments DAC Dublin, Irland FK EUR -1.008
CoCo Finance II-2 DAC Dublin, Irland PUK EUR 1020)
Danube Delta PLC Dublin, Irland FK USD -26.941
Justine Capital SRL Mailand, Italien FK EUR -4.351
LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald, Deutschland SuK 100,0 16,7 EUR -5.930
Liffey Emerald Limited Dublin, Irland FK EUR -
Livingstone Mortgages Limited London, Großbritannien FK GBP 45.409
Plymouth Capital Limited St. Helier, Jersey FK GBP -
SME Commerz SCB GmbH Frankfurt am Main, Deutschland PUK EUR 26
Thames SPC Grand Cayman, Cayman Islands FK GBP -

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/ IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene strukturierte Unternehmen

Name Sitz Segment
Caduceus Compartment 5 Luxemburg, Luxemburg FK
CB MezzCAP Limited Partnership St. Helier, Jersey PUK
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Brigachschiene KG Grünwald, Deutschland PUK
HSC Life Policy Pooling S.A.R.L. Luxemburg, Luxemburg FK
MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG i.L. Grünwald, Deutschland SuK21)
MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaltenkichen KG Düsseldorf, Deutschland PUK
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haar KG Düsseldorf, Deutschland PUK
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Burscheid KG Düsseldorf, Deutschland PUK
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kleve KG Düsseldorf, Deutschland PUK

5. Investmentfonds

a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene Investmentfonds

Name Sitz Segment Anteil am Fondsvolumen

%
Fondswährung Fondsvolumen

Tsd.
CDBS-Cofonds Frankfurt am Main, Deutschland PUK 100,0 EUR 142.530
CDBS-Cofonds II Frankfurt am Main, Deutschland PUK 100,0 EUR 96.534
CDBS-Cofonds III Frankfurt am Main, Deutschland PUK 100,0 EUR 132.441
CDBS-Cofonds IV Frankfurt am Main, Deutschland PUK 100,0 EUR 132.820
CDBS-Cofonds V Frankfurt am Main, Deutschland PUK 100,0 EUR 109.138
Green Loan Fund I Luxemburg, Luxemburg PUK 100,0 EUR 62.380
Olympic Investment Fund II Grevenmacher, Luxemburg FK 98,3 EUR 2.456.656
Premium Management Immobilien-Anlagen Frankfurt am Main, Deutschland PUK 98,5 EUR 92.772
VFM Mutual Fund AG & Co. KG Gamprin-Bendern, Liechtenstein FK 51,8 CHF 402.741

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/ IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene Investmentfonds

Name Sitz Segment
Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF B London, Großbritannien FK
Commerzbank CCBI RQFII Money Market UCITS ETF C London, Großbritannien FK
Commerzbank Rohstoff Strategie R USD Luxemburg, Luxemburg FK
Commerzbank Wertsicherungsfonds plus I Luxemburg, Luxemburg FK
Commerzbank Wertsicherungsfonds plus II Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage 1 DAX UCITS ETF (I) (II) Frankfurt am Main, Deutschland FK
ComStage 1 DivDAX UCITS ETF (I) (II) Frankfurt am Main, Deutschland FK
ComStage CBK 10Y US-Treasury Future UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage Commerzbank Bund-Future Leveraged UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage EURO STOXX 50® NR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage FTSE 100 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 3-5 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 5-7 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 7-10 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Germany Covered Capped Overall UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 10-15 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 15+ UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified Overall UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 10+ UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 1-5 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 5-10 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage MSCI Italy UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage MSCI Spain UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage STOXX® Europe 600 Industrial Goods & Services UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage STOXX® Europe 600 Retail UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK
ComStage STOXX® Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg FK

6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet

Name Sitz Kapitalanteil

%
Abweichende Stimmrechte

%
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main, Deutschland 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen, Deutschland 7,1
SCHUFA Holding AG Wiesbaden, Deutschland 18,6

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf in Commerz Service-Center Intensive GmbH

2) Umfirmiert: von 14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG in 14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG i.L.

3) Umfirmiert: von Kronen zweitausend285 GmbH in Commerz Kreditbearbeitung GmbH

4) Umfirmiert: von Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH in Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH i.L.

5) Umfirmiert: von Copernicus Germany GmbH i. Gr. in Copernicus Germany GmbH

6) Umfirmiert: von Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG in Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG i.L.

7) Umfirmiert: von Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG in Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG i.L.

8) Umfirmiert: von GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH in GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH i.L.

9) Umfirmiert: von HAJORALDIA Verwaltung und Treuhand GmbH in HAJORALDIA Beteiligungsgesellschaft mbH

10) Umfirmiert: von LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH in LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L.

11) Umfirmiert: von JMD III Sp. z o.o. in mBOX Sp. z o.o.

12) Umfirmiert: von Number X Real Estate GmbH in Number X Real Estate GmbH i.L.

13) Umfirmiert: von ARINO GmbH in Smart Living Immobiliengesellschaft mbH

14) Umfirmiert: von TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH in TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH i.L.

15) Umfirmiert: von Urban Invest Holding GmbH in Urban Invest Holding GmbH i.L.

16) Umfirmiert: von Windpark Duben Süd GmbH in Windpark Duben Süd Verwaltungs GmbH

17) Umfirmiert: von Windpark Karche 2 GmbH in Windpark Karche 2 Verwaltungs GmbH

18) Umfirmiert: von MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG in MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG i. L.

19) Umfirmiert: von Bonitos Verwaltungs GmbH in Bonitos Verwaltungs GmbH i.L.

20) Umfirmiert: von CoCo Finance II-2 Ltd. in CoCo Finance II-2 DAC

21) Umfirmiert: von MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG in MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG i.L.

Anmerkungen und Erläuterungen

a) Beherrschungs- beziehungsweise Ergebnisabführungsvertrag.

b) Auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die Erstellung des Lageberichts wurde gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB verzichtet.

c) Agent-Beziehung.

* Kennzahlen aus dem letzten veröffentlichten Abschluss.

Erläuterung zur Angabe des Geschäftszwecks nach § 26a KWG sowie zu den Segmenten:

Kürzel Erläuterung
BETGE Beteiligungsgesellschaften
KREDI Kreditinstitute
SOFDL Sonstige Finanzdienstleistungsunternehmen
SOUNT Sonstige Unternehmen
ACR Asset&Capital Recovery
FK Firmenkunden
PUK Privat- und Unternehmerkunden
SuK Sonstige und Konsolidierung

Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2017

Brasilien BRL 3,9729
Großbritannien GBP 0,8872
Japan JPY 135,0100
Polen PLN 4,1770
Russland RUB 69,3920
Schweden SEK 9,8438
Schweiz CHF 1,1702
Taiwan TWD 35,5397
Ungarn HUF 310,3300
USA USD 1,1993

(74) Anwendung IFRS 9

Der Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 in der von der Europäischen Union verabschiedeten Fassung an. In dieser Note wird eine detaillierte Überleitung von der Konzernbilanz gemäß IAS 39 zum 31. Dezember 2017 zu der Eröffnungsbilanz gemäß IFRS 9 zum 1. Januar 2018 dargestellt. Der Commerzbank-Konzern wendet rückwirkend seit 31. März 2017 bereits einen Teil von IFRS 9 retrospektiv zum 1. Januar 2017 vorzeitig an. Der Bewertungseffekt aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird dadurch nicht mehr ergebniswirksam, sondern erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst.

Allgemeine Klassifizierung und Bewertung

Die im Rahmen der Anwendung von IFRS 9 erforderliche Klassifizierung aller nach IAS 32 als Finanzinstrumente definierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten soll die Adressaten des Abschlusses in die Lage versetzen, eine bessere Einschätzung der Höhe, des Zeitpunkts und der Ungewissheit von zukünftigen Cash Flows vornehmen zu können. Zum Zeitpunkt des Zugangs sind alle Finanzinstrumente grundsätzlich mit ihrem Fair Value zu erfassen. Dieses Zugangsprinzip gilt unabhängig von der Klassifizierung eines Finanzinstruments.

Der IFRS 9 sieht vier Arten der Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte vor, die von dem jeweiligen Geschäftsmodell (Business Model) beziehungsweise der Erfüllung des SPPI-Kriteriums (Solely Payment of Principal and Interest) abhängig sind:

Bewertung zu Amortised Cost (AC)
Erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value mit Recycling (FVOCImR)
Erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value ohne Recycling (FVOCIoR)
Erfolgswirksame Bewertung zum Fair Value (FVPL)

Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu einem der nachfolgenden Business Models wird auf Managementebene vorgenommen und leitet sich daraus ab, wie die finanziellen Vermögenswerte zur Erzielung von Cash Flows gesteuert werden:

Business Model "Halten": Vereinnahmung vertraglicher Cash Flows mit nur seltenen oder im Wert unbedeutenden Verkaufsaktivitäten.
Business Model "Halten & Verkaufen": Vereinnahmung von Cash Flows sowohl durch Bestandshaltung als auch durch Verkäufe.
Residuales Business Model: Alle Portfolios, die nicht dem Business Model "Halten" beziehungsweise "Halten & Verkaufen" zugeordnet sind. Insbesondere zählen hierzu Handelsportfolios und Portfolios mit Steuerung auf Fair-Value-Basis, die Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Cash Flows ist nebensächlich. Hauptziel ist die Maximierung von Cash Flows durch Käufe und Verkäufe.

Das zweite Kriterium der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte sind die Eigenschaften ihrer Cash Flows. Bei deren Beurteilung ist entscheidend, ob es sich ausschließlich um ungehebelte Zins- und Tilgungszahlungen auf das ausstehende Kapital handelt; das sogenannte SPPI-Kriterium. Prinzipiell ist ein Finanzinstrument nur dann als SPPI-konform anzusehen, wenn seine vertraglichen Cash Flows denjenigen einer einfachen Kreditfinanzierung beziehungsweise eines "basic lending arrangement" entsprechen.

Die Zuordnung zum Business Model erfolgt auf Portfoliobasis, während das SPPI-Kriterium grundsätzlich für jedes einzelne Finanzinstrument zu prüfen ist, das dem Business Model "Halten" oder "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurde

Eine Bewertung zu Amortised Cost (AC) setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert dem SPPI-Kriterium entsprechende Cash Flows aufweist und einem Portfolio mit dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde. Die damit verbundenen Buchungsvorgänge entsprechen grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie Loans and Receivables (LAR).

Eine erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value mit Recycling (FVOCImR) findet auf finanzielle Vermögenswerte Anwendung, deren Cash Flows ebenfalls dem SPPI-Kriterium entsprechen und die einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurden. Die damit verbundene Bilanzierung entspricht grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie Available for Sale (AFS).

Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (FVPL) ist zwingend vorzunehmen, sofern entweder das Finanzinstrument nicht einem Portfolio der beiden oben genannten Business Models zugeordnet wurde oder aber deren Cash Flows nicht SPPI-konform sind. Diese Bewertungsklasse hat somit subsidiären Charakter. Wenn also eine Zuordnung zu einer der beiden anderen Bewertungsklassen nicht eindeutig möglich ist, muss auf diese Bewertung zurückgegriffen werden. Innerhalb dieser Bewertungsklasse wird im Ausweis unterschieden zwischen Finanzinstrumenten, die zu Handelszwecken gehalten werden (HFT) und sonstigen Finanzinstrumenten, die verpflichtend zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung führen (mFVPL). Daneben besteht nach der Fair Value Option (FVO) auch die Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte freiwillig bei Zugang nach mFVPL zu designieren, sofern eine Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) vermieden werden kann.

Die Systematik für die Bewertung finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus der Zuordnung zu einer der drei nachfolgenden Gruppen:

Derivate:

Finanzinstrumente, deren Zuordnungskriterien sich gegenüber dem IAS 39 nicht verändert haben. Da Derivate keine festen Rückzahlungsbeträge haben, scheidet die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) aus. Sie sind immer zum Fair Value mit Buchung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu bewerten. Sofern Derivate nicht in einem Sicherungszusammenhang (Hedge Accounting) stehen, sind sie stets dem Handelsbestand (HFT) zuzuordnen.
Eigenkapitalinstrumente:

Finanzinstrumente, die beim emittierenden Unternehmen der Eigenkapitaldefinition des IAS 32 entsprechen. Da Eigenkapitalinstrumente zu keinen festen Rückzahlungen führen und mit Ihnen lediglich ein Anteilsrecht verbunden ist, ist das SPPI-Kriterium nicht erfüllt. Eine Bewertung AC oder FVOCImR ist ausgeschlossen.

Allerdings kann bei Zugang eines Eigenkapitalinstruments unwiderruflich eine Entscheidung getroffen werden, dieses stattdessen nach der FVOCI ohne Recycling-Methode zu bewerten. Sämtliche Wertschwankungen werden im Eigenkapital erfasst und auch bei Abgang des Finanzinstruments nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen (ohne Recycling). Dieses Wahlrecht gilt nicht bei Finanzinstrumenten, die mit Handelsabsicht oder aber im Rahmen eines Unternehmenserwerbs als bedingte Kaufpreiszahlung erworben wurden. Diese sind zwingend FVPL zu bewerten.
Fremdkapitalinstrumente:

Die Bewertung aller Finanzinstrumente, die nicht Derivate im Sinne des IFRS 9 sind und nicht der Eigenkapitaldefinition des IAS 32 entsprechen, richtet sich nach den oben beschriebenen Kriterien Business Model und SPPI beziehungsweise bei einem Accounting Mismatch nach der Fair Value Option.

Damit ergeben sich für die Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite folgende Möglichkeiten der Folgebilanzierung:

Eine Folgebewertung zu AC ist vorzunehmen, wenn zum Einen das Finanzinstrument gehalten wird, um lediglich die vertraglich vereinbarten Cash Flows zu erzielen (Business Model "Halten") und zum Anderen zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cash Flows ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9 darstellen (SPPI-konform).
Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCImR) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich vereinbarten Cash Flows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind. Bei Abgang des Finanzinstruments sind die im OCI erfassten kumulierten Wertschwankungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen (Recycling).
Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (FVPL) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio mit dem residualen Business Model zugeordnet wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Fair Value Option anzuwenden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie sämtliche Derivate sind in der Bilanz jeweils in einem eigenen Posten auszuweisen und erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten.

Impairment

IFRS 9 ändert die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge). Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden. Vielmehr ist für jedes Finanzinstrument, das zu AC oder FVOCImR zu bewerten ist, bereits bei Zugang der erwartete Verlust für ein Jahr (12 Month Expected Loss) als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos ein, liegt jedoch noch kein Ausfallereignis vor, so ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallereignis vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Cash Flows zu ermitteln, wobei die Berechnung des Zinsertrags auf Basis des Nettobuchwerts erfolgt (Lifetime Expected Loss).

Hedge Accounting

Durch die in IFRS 9 enthaltenen Neuerungen zur Bilanzierung von Hedge Accounting soll eine weitere Harmonisierung der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen mit dem (ökonomischen) Risikomanagement erreicht werden. Aufgrund des im Standard enthaltenen Wahlrechts haben wir uns entschieden, die bisherigen Regelungen des IAS 39 weiter anzuwenden.

Die wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" zum 1. Januar 2018 stellen wir in den nachfolgenden Überleitungstabellen dar:

Aktiva

Mio. € Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.2017 Ausweis IFRS 9 Anpassungen1 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018
Kassenbestand und Sichtguthaben 55.733 - 55.733 - 55.733
LAR - AC - 55.222 - 55.222
LAR - mFVPL - 511 - 511
Finanzielle Vermögenswerte - LAR 265.712 - 265.712 - 37 265.675
Darlehen und Forderungen 241.708 - 241.708 - 298 241.409
LAR - AC - 233.123 - 200 232.922
LAR - FVOCI - 2.027 2 2.029
LAR - mFVPL - 6.558 - 100 6.458
Verbriefte Schuldinstrumente 24.004 - 24.004 262 24.266
LAR - AC - 22.420 270 22.690
LAR - FVOCI - 1.352 3 1.354
LAR - mFVPL - 232 - 11 221
Finanzielle Vermögenswerte - AFS 31.155 - 31.155 599 31.753
Verbriefte Schuldinstrumente 30.661 158 30.820 599 31.418
AFS - AC - 9.003 599 9.602
AFS - FVOCI - 21.498 - 21.498
AFS - mFVPL - 318 - 318
Eigenkapitalinstrumente 493 -158 335 - 335
AFS - FVOCI - 68 - 68
AFS - mFVPL - 267 - 267
Finanzielle Vermögenswerte - FVO 23.745 - 23.745 - 23.745
Darlehen und Forderungen FVO 23.000 mFVPL - 23.000 - 23.000
Verbriefte Schuldinstrumente 393 352 746 - 746
FVO - FVOCI - 293 - 293
FVO - mFVPL - 452 - 452
Eigenkapitalinstrumente 352 -352 - - -
FVO - FVOCI - - - -
FVO - mFVPL - - - -
Finanzielle Vermögenswerte - HFT 63.666 - 63.666 - 1.980 61.686
Darlehen und Forderungen HFT 1.080 HFT - 1.080 - 1.080
Verbriefte Schuldinstrumente 2.955 2.364 5.319 - 5.319
HFT - mFVPL - 970 - 970
HFT - HFT - 4.349 - 4.349
Eigenkapitalinstrumente HFT 11.302 HFT -2.364 8.938 - 8.938
Derivate und Sonstige HFT 48.328 HFT - 48.328 - 1.980 46.349
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 - 153 - 0 153
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1.464 - 1.464 - 1 1.463
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 181 - 181 - 181
Immaterielle Vermögenswerte 3.312 - 3.312 - 3.312
Sachanlagen 1.600 - 1.600 - 1.600
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 - 16 - 16
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 78 - 78 0 78
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 - 767 - 767
Latente Ertragsteueransprüche 2.950 - 2.950 65 3.015
Sonstige Aktiva 1.961 - 1.961 - 1.961
Gesamt 452.493 - 452.493 - 1.354 451.139

1 Die Anpassung ist erforderlich, da aus IFRS 9 eine geänderte Definition von Eigen- und Fremdkapital resultiert. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene Fondsanteile und Genussrechte wurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert.

Passiva

Mio. €
Ausweis IAS 39 Buchwert IAS 39 31.12.2017 Ausweis IFRS 9 Reklassifizierung Neubewertung Buchwert IFRS 9 1.1.2018
Finanzielle Verbindlichkeiten - AC 341.260 341.260 135 341.395
Einlagen 297.890 297.890 - 34 297.856
OLI - AC 297.651 - 297.651
OLI - FVO 239 - 34 205
Begebene Schuldverschreibungen 43.369 43.369 170 43.539
OLI - AC 38.306 - 6 38.300
OLI - FVO 5.064 176 5.239
Finanzielle Verbindlichkeiten - FVO 14.940 14.940 - 14.940
Einlagen FVO 14.279 FVO 14.279 - 14.279
Begebene Schuldverschreibungen FVO 661 FVO 661 - 661
Finanzielle Verbindlichkeiten - HFT 56.484 56.484 110 56.593
Begebene Schuldverschreibungen HFT 5.565 HFT 5.565 - 5.565
Derivate und sonstige Handelspassiva HFT 50.919 HFT 50.919 110 51.028
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 491 491 - 41 451
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2.255 2.255 - 383 1.872
Rückstellungen 3291 3.291 82 3.373
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 673 673 - 673
Latente Ertragsteuerschulden 34 34 -24 9
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - - -
Sonstige Passiva 3.024 3.024 - 3.024
Eigenkapital 30.041 30.041 - 1.232 28.809
Gezeichnetes Kapital 1.252 1.252 - 1.252
Kapitalrücklage 17.192 17.192 - 17192
Gewinnrücklagen 11.249 11.249 - 1.871 9.378
Andere Rücklagen -817 - 817 663 - 154
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 28.877 28.877 - 1.208 27.669
Nicht beherrschende Anteile 1.164 1.164 - 24 1.141
Gesamt 452.493 452.493 - 1.354 451.139

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 im Vergleich zur Schlussbilanz zum 31. Dezember 2017:

Mio. € 1.1.2018 31.12.2017 Veränd.

in Mio. €
Kassenbestand und Sichtguthaben 55.222 55.733 - 511
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost (AC) 265.215 n/a 265.215
Finanzielle Vermögenswerte - Loans and Receivables (LAR) n/a 265.712 - 265.712
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (FVOCI) 25.243 n/a 25.243
Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale (AFS) n/a 31.155 - 31.155
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value Option (FVO) - 23.745 - 23.745
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L (mFVPL) 32.198 n/a 32.198
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading (HFT) 60.716 63.666 - 2.950
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 153 153 - 0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1.463 1.464 - 1
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 181 181 -
Immaterielle Vermögenswerte 3.312 3.312 -
Sachanlagen 1.600 1.600 -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 16 -
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 78 78 0
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 767 767 -
Latente Ertragsteueransprüche 3.015 2.950 65
Sonstige Aktiva 1.961 1.961 -
Gesamt 451.139 452.493 - 1.354
Mio. € 1.1.2018 31.12.2017 Veränd.

in Mio. €
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost (AC) 335.951 341.260 -5.309
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option (FVO) 20.385 14.940 5.444
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading (HFT) 56.593 56.484 110
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 451 491 -41
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1.872 2.255 -383
Rückstellungen 3.373 3.291 82
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 673 673 -
Latente Ertragsteuerschulden 9 34 - 24
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - - -
Sonstige Passiva 3.024 3.024 -
Eigenkapital 28.809 30.041 - 1.232
Gezeichnetes Kapital 1.252 1.252 -
Kapitalrücklage 17.192 17.192 -
Gewinnrücklagen 9.378 11.249 - 1.871
Andere Rücklagen - 154 - 817 663
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 27.669 28.877 - 1.208
Nicht beherrschende Anteile 1.141 1.164 - 24
Gesamt 451.139 452.493 - 1.354

Nachtragsbericht

Am 9. Februar 2018 wurde die Beteiligung an der bisher at-Equity-bewerteten Beteiligung Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Geschäftsjahr 2018.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Berichtszeitraums sind nicht aufgetreten.

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller

Vorsitzender

Uwe Tschäge1

Stellv. Vorsitzender

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Hans-Hermann Altenschmidt1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Heike Anscheit1

(seit 1.1.2017)

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Gunnar de Buhr1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Stefan Burghardt1

Niederlassungsleiter

Mittelstand Bremen

Commerzbank Aktiengesellschaft

Sabine U. Dietrich

Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europe SE

Karl-Heinz Flöther

Selbst. Unternehmensberater

Dr. Tobias Guldimann

(seit 3.5.2017)

Selbst. Berater in der Finanzbranche

Stefan Jennes1

(seit 1.2.2017)

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr. Markus Kerber

Ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1

Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/ Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Oliver Leiberich1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr. Stefan Lippe

Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG

Beate Mensch1

Gewerkschaftssekretärin

ver.di Landesbezirk Hessen

Organisationsentwicklung

Anja Mikus

CEO/CIO Stiftung "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung"

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dr. Roger Müller

(bis 3.5.2017)

General Counsel

Deutsche Börse AG

Dr. Helmut Perlet

Vorsitzender des Aufsichtsrats der GEA GROUP AG

Mark Roach1

Gewerkschaftssekretär

ver.di-Bundesverwaltung

Margit Schoffer1

(bis 31.1.2017)

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Nicholas Teller

Vorsitzender des Beirats

E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Zielke

Vorsitzender

Frank Annuscheit

Dr. Marcus Chromik

Stephan Engels

Michael Mandel

Dr. Bettina Orlopp

(seit 1.11.2017)

Michael Reuther

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 2. März 2018

Der Vorstand

Martin Zielke

Frank Annuscheit

Marcus Chromik

Stephan Engels

Michael Mandel

Bettina Orlopp

Michael Reuther

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1. Bewertung von Schiffsfinanzierungen

2. Bewertung von Wertpapieren und Derivaten zum Fair Value

3. Übernahme des Ratenkreditgeschäfts der Commerz Finanz GmbH

4. Ansatz und Bewertung der aktiven latenten Steuern

5. Prüfung von Rückstellungserfordernissen im Kontext der Strategie "Commerzbank 4.0"

6. Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten Handelsgeschäften

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung von Schiffsfinanzierungen

a) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist im Schiffsfinanzierungsgeschäft tätig. Im Berichtszeitraum trug dieser Geschäftsbereich maßgeblich zu den Einzelwertberichtigungen im Kreditgeschäft bei, sodass sich aus dem Schiffsfinanzierungsgeschäft erhebliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss und insbesondere die Ertragslage des Konzerns ergeben haben. Im Rahmen der Rechnungslegung sind zur Bewertung dieser Forderungen regelmäßig Schätzungen, insbesondere zukünftiger Charterraten, erforderlich. Im Zusammenhang mit der Abwicklung notleidender Finanzierungen sind zudem Zahlungsströme aus Objektverwertungen zu schätzen. Da diese Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss darauf haben, ob bzw. in welcher Höhe Einzelwertberichtigungen erforderlich sind, und diese Einzelwertberichtigungen insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Im Rahmen der Konzernabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung von Schiffsfinanzierungen beurteilt. Dabei haben wir auch die entsprechende Geschäftsorganisation, IT-Systeme und Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Schiffsfinanzierungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, beurteilt, indem wir unter anderem die richtige Anwendung der Bewertungsmodelle nachvollzogen und die Angemessenheit der verwendeten zukünftigen Charterraten, Verwertungserlöse und weiteren Inputfaktoren gewürdigt haben. Zu diesem Zweck haben wir auch die von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Auswertungen und Begründungen unter Berücksichtigung eigener Analysen sowie Daten externer Analysten nachvollzogen. Bei der Prüfung der Bewertung von Schiffsfinanzierungen haben wir unsere internen Spezialisten für die Bewertung von Schiffen sowie unsere internen Spezialisten aus den Bereichen IT-Prüfung und Finanzmathematik einbezogen. Die von den gesetzlichen Vertretern der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bewertung des Schiffsfinanzierungsportfolios angewandten Bewertungsparameter liegen innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

c) Die Angaben der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bewertung von Schiffsforderungen sind im Anhang des Konzernabschlusses insbesondere in den Notes 2 und 25 enthalten.

2. Bewertung von Wertpapieren und Derivaten zum Fair Value

a) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft schließt Geschäfte in Wertpapieren und Derivaten ab, deren Ausweis im Konzernabschluss auf den Kategorien Held for Trading, Fair Value Option, Available for Sale sowie Loans and Receivables basiert. Für Zwecke der Bilanzierung bzw. der Darstellung im Anhang ermittelt die Gesellschaft für diese Bestände den Fair Value gemäß IFRS 13. Die Bewertung der Bestände erfolgt im Handelsbereich der COMMERZBANK Aktiengesellschaft und wird anschließend unabhängig vom Handelsbereich verifiziert. Der Fair Value wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des jeweiligen Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level 1). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, werden zur Ermittlung des Fair Values Bewertungsmodelle eingesetzt (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level 2). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level 3). Für außerbörsliche Derivate berechnet die Gesellschaft darüber hinaus Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten.

Bei modellbewerteten Finanzinstrumenten bestehen daher erhöhte Bewertungsunsicherheiten bzw. größere Spannen von vertretbaren Bandbreiten von Fair Values. Insbesondere trifft dies auf komplexe Finanzinstrumente sowie bei Verwendung unbeobachtbarer Parameter zu. Vor dem Hintergrund der potenziellen Auswirkungen dieser Bewertungsunsicherheiten auf den Konzernabschluss war die Bewertung von Wertpapieren und Derivaten der Bewertungshierarchien Level 2 und Level 3, einschließlich der Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten, im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die modellbewerteten Bestände an Wertpapieren und Derivaten analysiert, wobei der Schwerpunkt auf den Beständen mit erhöhten Bewertungsunsicherheiten lag (Level 2 und 3). Dann haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit der relevanten Kontrollen des internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung dieser Wertpapiere und Derivate und insbesondere bezüglich der vom Handelsbereich unabhängigen Preisverifizierung sowie der Modellvalidierung beurteilt. Unter Einbeziehung unserer internen Finanzmathematikspezialisten haben wir eine Beurteilung der Eignung der verwendeten Bewertungsmodelle sowie der verwendeten Parameter für ausgewählte Wertpapiere und Derivate vorgenommen. Ergänzend haben wir für ausgewählte Portfolios an außerbörslichen Derivaten (Level 2) eine eigenständige, unabhängige Nachbewertung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die angewendete Methodik zur Berechnung von Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten bei außerbörslichen Derivaten haben wir daraufhin untersucht, inwiefern diese zur Abbildung eines sachgerechten Fair Values im Sinne eines Exit-Preises gemäß IFRS 13 geeignet sind. Die auf Basis der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen ermittelten Fair Values von Wertpapieren und Derivaten liegen innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

c)Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung von Wertpapieren und Derivaten zum Fair Value befinden sich im Anhang des Konzernabschlusses insbesondere in den Notes 30, 31 und 32.

3. Übernahme des Ratenkreditgeschäfts von der Commerz Finanz GmbH

a) Im Geschäftsjahr 2017 wurde das gemeinsam mit der BNP Paribas Personal Finance S.A., Paris, Frankreich, betriebene Joint Venture Commerz Finanz GmbH, München, zur gemeinsamen Vermarktung von Konsumentenkrediten beendet. In diesem Zusammenhang wurde der Teilbetrieb Banking, der das über die COMMERZBANK Aktiengesellschaft vertriebene Ratenkreditgeschäft umfasst, auf die COMMERZBANK Aktiengesellschaft übertragen. Im Rahmen dieser Transaktion waren umfangreiche Migrationen in den Datenverarbeitungssystemen der COMMERZBANK Aktiengesellschaft notwendig. Darüber hinaus ergaben sich komplexe Fragestellungen zur Abbildung in der Rechnungslegung. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen zur Übernahme des Teilbetriebs Banking eingesehen. Darüber hinaus haben wir bezüglich des übernommenen Ratenkreditgeschäfts verschiedene Prüfungshandlungen im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, die steuerrechtlichen Auswirkungen und die IT-Migration durchgeführt. So haben wir unter anderem die Ermittlung des Kaufpreises, die bilanzielle Abbildung der Beendigung vorerwerblicher Beziehungen und die Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte bzw. der übernommenen Schulden zum beizulegenden Zeitwert sowie die Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes nachvollzogen und auf Angemessenheit beurteilt. Zur Sicherstellung der Vollständigkeit und Richtigkeit der im Konzernabschluss bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben wir unter anderem beurteilt, ob die Datenmigration vollständig durchgeführt wurde. Wir haben die Fachexperten unserer Grundsatzabteilung sowie weitere interne Spezialisten aus den Bereichen Unternehmensbewertung, Steuerrecht, Gesellschaftsrecht und IT-Prüfung eingebunden. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die bilanzielle Abbildung dieser Transaktion sachgerecht erfolgte und die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind.

c) Die Erläuterungen der Gesellschaft zu dieser Transaktion sind im Anhang des Konzernabschlusses in der Note 7 enthalten.

4. Ansatz und Bewertung der aktiven latenten Steuern

a) Der Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft weist wesentliche Bestände an aktiven latenten Steuern aus. Die IFRS-Planergebnisse, die im Rahmen der Steuerplanung als Ausgangsgröße dienen, werden aus der Mehrjahresplanung 2018 bis 2021 abgeleitet. Aufgrund geänderter Rechtsauffassung wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern auf ausländische Verlust-vorträge im Inland wertberichtigt bzw. nicht aktiviert. Betreffend der COMMERZBANK Aktiengesellschaft (Inländischer Organkreis) übersteigt nunmehr das Aktivierungspotenzial der aktiven latenten Steuern auf Basis der IFRS-Planergebnisse die tatsächlich angesetzten aktiven latenten Steuern. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Mehrjahresplanung als Grundlage für die Werthaltigkeit der latenten Steuern in hohem Maße von der Einschätzung und den Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig ist und insofern mit einem hohen Maß an Unsicherheiten behaftet ist.

b) Im Rahmen unserer Prüfung des Ansatzes und der Bewertung der aktiven latenten Steuern haben wir Spezialisten aus unseren Bereichen Steuern und Unternehmensbewertung in das Prüfungsteam eingebunden. Mit deren Unterstützung haben wir die eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung und Bewertung aktiver latenter Steuern beurteilt. Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Basis der von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten Mehrjahresplanung und die Angemessenheit der verwendeten Planungsprämissen haben wir beurteilt. Die Richtigkeit der Überleitung des Planergebnisses auf das steuerliche Ergebnis, die Vereinbarkeit der Methodik zur Ermittlung der latenten Steuern mit IAS 12 und die rechnerische Richtigkeit waren ebenfalls Gegenstand der Beurteilung. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten liegen.

c) Die Angaben der Gesellschaft zu den aktiven latenten Steuern sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 2 und 48 enthalten.

5. Prüfung von Rückstellungserfordernissen im Kontext der Strategie "Commerzbank 4.0"

a) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat bereits im Geschäftsjahr 2016 ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" verkündet. Im Rahmen der neuen Strategie fokussiert sich die Gesellschaft auf ihr Kerngeschäft und hat ihre Ziele und ihre Planung entsprechend ausgerichtet. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich die Gesellschaft mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den Stellenabbau der Gesellschaft, den sie im Herbst 2016 als Teil der Strategie "Commerzbank 4.0" angekündigt hatte. Im Zuge der Einigung mit den Arbeitnehmergremien hat die Gesellschaft in 2017 aufwandswirksam eine Restrukturierungsrückstellung angesetzt. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Bilanzierung von Restrukturierungsrückstellungen in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter beruht.

b) Voraussetzung für den Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung ist, dass die Definition einer Restrukturierungsmaßnahme i.S.v. IAS 37.10 erfüllt ist. Danach sind die allgemeinen Ansatz- und Bewertungskriterien für Rückstellungen und die diese weiter konkretisierenden Kriterien aus IAS 37.70 ff. zu prüfen. Sofern es sich um eine Rückstellung für Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses handelt, sind die Vorschriften des IAS 19anzuwenden. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir das Vorliegen der einzelnen Ansatzkriterien sowie die sachgerechte Bewertung der Restrukturierungsrückstellung beurteilt. Hierzu haben wir uns entsprechende Nachweise von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft vorlegen lassen und diese gewürdigt. Wir konnten uns davon überzeugen, dass dieser Sachverhalt sowie die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen für den Ansatz und die Bewertung einer Restrukturierungsrückstellung hinreichend dokumentiert und begründet sind. Die Bewertung erfolgt innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

c) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 2, 20 und 54 enthalten.

6. Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten Handelsgeschäften

a) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat in noch nicht festsetzungsverjährten Veranlagungszeiträumen aus abgewickelten Handelsgeschäften Dividenden für inländische Aktien bezogen und die darauf bescheinigte Kapitalertragsteuer zur Steueranrechnung bzw. Steuererstattung (zusammen: Steueransprüche) angemeldet bzw. angerechnet. Es besteht das Risiko, dass die aus solchen Geschäften resultierenden Steueransprüche der Gesellschaft zumindest teilweise nicht zustehen, da sie insoweit nicht als rechtlicher bzw. wirtschaftlicher Eigentümer angesehen werden könnte. Dieses Risiko hat die COMMERZBANK Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 für potenziell kritische Cum/ Ex- sowie Cum/ Cum- Geschäfte entweder durch Rückstellungen bzw. durch eine Erläuterung im Anhang unter den Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt. Da die Nichtanerkennung von geltend gemachten Steueransprüchen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Steuerpositionen der COMMERZBANK Aktiengesellschaft in der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung sowie dem Anhang haben kann, waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

b) Wir haben auf Basis der von der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ausgestellten (Einzel-) Steuerbescheinigungen und der Auswertung von Daten der genutzten Handels- und Abrechnungssysteme nachvollzogen, in welcher Höhe Steueransprüche aus belieferten Handelsgeschäften über den Dividendenstichtag von der Gesellschaft geltend gemacht wurden. Weiter haben wir untersucht, ob die Gesellschaft den Erwerb von Aktien vor oder über den Dividendenstichtag und die nachfolgende Rückgabe der erworbenen Aktien nach dem Dividendenstichtag mit identischen Marktteilnehmern abwickelte. Untersuchungsgegenstand waren auch die zu Aktienkäufen gehörenden derivativen Geschäfte zur Absicherung der Marktpreisrisiken, um festzustellen, ob die Aktienkäufe und die Sicherungsgeschäfte mit demselben Kontrahenten abgeschlossen wurden. Unsere Untersuchung adressierte die jeweiligen Risiken einer missbräuchlichen Gestaltung dieser Transaktionen.

Für sogenannte Cum/ Cum- Geschäfte, für die das deutsche Bundesministerium der Finanzen die nach Rechtsauffassung der Finanzverwaltung anzuwendenden Grundsätze zur steuerlichen Behandlung mit Schreiben vom 17. Juli 2017 erläutert hat, haben wir zusätzlich anhand der Handelsdaten der COMMERZBANK Aktiengesellschaft nachvollzogen, ob und in welchem Umfang im Rahmen von relevanten Geschäften durch die jeweiligen Kontrahenten die Geltendmachung von Steueransprüchen möglich war und inwieweit neben der COMMERZBANK Aktiengesellschaft selbst weitere Konzerneinheiten potenziell betroffen sein könnten.

Für sogenannte Cum/ Ex- Geschäfte haben wir im Geschäftsjahr nachvollzogen, in welchem Umfang Leerverkäufe getätigt wurden, obwohl die entsprechenden Aktien im Bestand vorhanden waren.

Auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Informationen, der aktuellen Rechtsprechung sowie der Verlautbarungen der Finanzverwaltung konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen zu der bilanziellen Abbildung einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen hinreichend differenziert dokumentiert und begründet sind.

c) Die Angaben der Gesellschaft zu einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 2 und 56 enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Kapitel "Angaben gemäß § 315d HGB" des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB
den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs.3 HGB und § 315b Abs.3 HGB.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1952 als Konzernabschlussprüfer der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Helge Olsson."

Frankfurt am Main, den 5. März 2018

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer

Helge Olsson, Wirtschaftsprüferin

Weitere Informationen

Wir informieren über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir über das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts sowie über die Angaben zur Belastung von Vermögenswerten und über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Martin Zielke

b) CommerzVentures GmbH1

Frank Annuscheit

a) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

stellv. Vorsitzender

comdirect bank Aktiengesellschaft1

stellv. Vorsitzender

b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

stellv. Vorsitzender

Commerz Services Holding GmbH1

Vorsitzender

Dr. Marcus Chromik

b) mBank S.A.1

Stephan Engels

b) CommerzVentures GmbH1

stellv. Vorsitzender

EIS Einlagensicherungsbank GmbH

Vorsitzender

mBank S.A.1

stellv. Vorsitzender

Michael Mandel

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1

Vorsitzender

Commerz Real AG1

stellv. Vorsitzender

SCHUFA Holding AG

(bis 19.06.2017)

b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

stellv. Vorsitzender

CommerzVentures GmbH1

(seit 20.09.2017)

mBank S.A.1

Dr. Bettina Orlopp

(seit 1.11.2017)

a) Commerz Real AG1

Michael Reuther

b) EUREX Deutschland AöR

Frankfurter Wertpapierbörse AöR

Landwirtschaftliche Rentenbank AöR

Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

1 Konzernmandat.

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fresenius Management SE Fresenius SE & Co. KGaA

b) Parker Hannifin Corporation, Cleveland

Uwe Tschäge

Hans-Hermann Altenschmidt

Heike Anscheit

(seit 1.1.2017)

Gunnar de Buhr

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

Stefan Burghardt

Sabine U. Dietrich

Karl-Heinz Flöther

a) Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main

Dr. Tobias Guldimann

(seit 3.5.2017)

b) Edmond de Rothschild Holding S.A., Chambésy (Schweiz)

Edmond de Rothschild (Suisse) S.A., Genf (Schweiz)

Edmond de Rothschild (Monaco) S.A., Monaco (Fürstentum Monaco)

Fedafin AG, Widnau (Schweiz)

Vorsitzender

Stefan Jennes

(seit 1.2.2017)

Dr. Markus Kerber

a) KfW-Bankengruppe (bis 30.3.2017)

b) Computershare Limited, Melbourne

Alexandra Krieger

a) AbbVie Komplementär GmbH

Evonik Resource Efficiency GmbH

Oliver Leiberich

Dr. Stefan Lippe

b) Acqupart Holding AG, Zug

stellv. Vorsitzender

AXA S.A., Paris Celsius Pro AG, Zürich

Vorsitzender

YES.com AG, Lachen

Vorsitzender

Beate Mensch

a) Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München

Anja Mikus

Dr. Roger Müller

(bis 3.5.2017)

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz SE

Vorsitzender

(bis 6.5.2017)

GEA GROUP AG

Vorsitzender

Mark Roach

Margit Schoffer

(bis 31.1.2017)

Nicholas Teller

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

b) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien

(bis 7.3.2017)

Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien

(bis 9.2.2018)

OMV Aktiengesellschaft, Wien

Vienna Insurance Group AG, Wien

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB

Stichtag: 31.12.2017

Dorthe Freifrau von Beaulieu-Marconnay

Commerz Systems GmbH1

Ulrich Coenen

Commerz Direktservice GmbH1

Volker Ergler

Stadtwerke Viernheim GmbH

Gerold Fahr

Stadtwerke Ratingen GmbH

Vorsitzender

Martin Fischedick

Borgers SE & Co. KGaA

Jörg van Geffen

Häfen und Güterverkehr Köln AG

Sven Gohlke

Bombardier Transportation GmbH

Dr. Gerd Gouverneur

Commerz Systems GmbH1

stellv. Vorsitzender

Andrea Habermann

Delta Direkt Lebensversicherung

Aktiengesellschaft München

Marcus König

Städtische Werke Nürnberg

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Dr. Annette Messemer

K+S Aktiengesellschaft

Stephan Müller

Commerz Systems GmbH1

Vorsitzender

Stefan Nodewald

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz

Aktiengesellschaft

Christian Rhino

Commerz Direktservice GmbH1

Roman Schmidt

Commerz Real AG1

Sabine Schmittroth

comdirect bank Aktiengesellschaft1

Commerz Direktservice GmbH1

Vorsitzende

Commerz Real AG1

Dr. Jochen Sutor

Commerz Real AG1

Benedikt Winzen

Wohnstätte Krefeld, Wohnungs-Aktiengesellschaft

Reiner Wohlmann

Commerz Systems GmbH1

1 Konzernmandat

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Berichterstattung

An die Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Wir haben den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 340a Abs. 1a in Verbindung mit 289b Abs. 3 und 340i Abs. 5 in Verbindung mit 315b Abs. 3 HGB der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, (im Folgenden die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 (im Folgenden der "nichtfinanzielle Bericht") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 340a Abs. 1a in Verbindung mit 289b Abs. 3 und 340i Abs. 5 in Verbindung mit 315b Abs. 3 HGB.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht abzugeben.

Nicht Gegenstand unseres Auftrages ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die im nichtfinanziellen Bericht verwiesen wird.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 340a Abs. 1a in Verbindung mit 289b Abs. 3 und 340i Abs. 5 in Verbindung mit 315b Abs. 3 HGB aufgestellt worden ist.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation
Befragung relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben im nichtfinanziellen Bericht
Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht
Analytische Beurteilung von Angaben des nichtfinanziellen Berichts
Abgleich von Angaben mit den entsprechenden Daten im Jahres-/ Konzernabschluss und (Konzern-)Lagebericht
Beurteilung der Darstellung der Angaben

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 340a Abs. 1a in Verbindung mit 289b Abs. 3 und 340i Abs. 5 in Verbindung mit 315b Abs. 3 HGB aufgestellt worden ist.

Verwendungszweck des Vermerks

Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

Frankfurt am Main, den 5. März 2018

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hendrik Fink, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nicolette Behncke, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Belastung von Vermögenswerten

Die nachstehende Offenlegung erfolgt nach Artikel 100 in Verbindung mit Artikel 443 der Capital Requirements Regulation (CRR) unter Berücksichtigung der Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken über die Refinanzierung von Kreditinstituten (ESRB 2012/2). Nach den zugehörigen Leitlinien der Europäische Bankenaufsichtsbehörde (GL/2014/03) ist ein Vermögenswert als belastet zu behandeln, wenn er verpfändet wurde oder Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäfts ist, von dem er nicht frei abgezogen werden kann. Verpfändete Vermögenswerte, die Freigabebeschränkungen unterliegen, wie Vermögenswerte, die vor der Verwendung einer Zustimmung Dritter oder eines Ersatzes durch andere Vermögenswerte bedürfen, sind als belastet anzusehen.

Die Commerzbank-Gruppe bietet vielfältige standardisierte wie kundenspezifisiche Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden sowie öffentliche und institutionelle Kunden an. Die Belastung von Vermögenswerten der Bank hat damit folgende wesentlichen Auslöser:

Ergänzung der Refinanzierung des Kreditgeschäfts der Bank durch gedeckte Schuldverschreibungen (insbesondere Pfandbriefe) und Verbriefungen,
Wertpapierleihe und Repo-Geschäfte zur Refinanzierung von Wertpapiergeschäft,
Derivategeschäft und damit verbundene Sicherheitenstellung,
Besicherung von Drittmitteln, die von Förderbanken für förderfähige Aktiva bereitgestellt werden (Fördergeschäft).

OTC-Derivategeschäfte werden unter international standardisierten Rahmenverträgen wie dem ISDA Master Agreement oder dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Die teilweise durch EU-Regulierung vorgeschriebene, teilweise auf Wunsch der Parteien erfolgende Besicherung basiert grundsätzlich auf handelsüblichen und bilateral ausgehandelten Besicherungsvereinbarungen. Diese beinhalten im Derivatgeschäftsbereich in der Regel die Besicherung der jeweiligen Verpflichtung aus der Gesamtheit aller Transaktionen zwischen den Parteien eines Rahmenvertrags durch Vollrechtsübertragung von Sicherheiten an den Sicherungsnehmer.

Demgegenüber erfolgt unter den Rahmenverträgen für Wertpapierdarlehen sowie Wertpapierpensionsgeschäften in der Regel keine zusätzliche Besicherung, da die Besicherung bereits inhärenter Bestandteil der Transaktion ist. Die Commerzbank als Sicherheitennehmerin hat regelmäßig das Recht, derartige Sicherheit zu verwerten oder weiter zu verpfänden, sofern sie bei Beendigung der Transaktion gleichwertige Wertpapiere zurückgibt. Gedeckte Schuldverschreibungen der Kernbank erfüllen neben den Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung höhere Übersicherungsanforderungen der Ratingagenturen. Die Übersicherung für gedeckte Schuldverschreibungen aus Programmen, die sich im Abbau befinden, wurde auf die Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung reduziert und jeweils öffentlich gemacht.

Es bestehen keine wesentlich nicht extern platzierte Pfandbriefverbindlichkeiten.

Im Rahmen der Repo-Geschäfte und des Pfandbriefgeschäfts bestehen neben dem EUR-Geschäft auch relevante Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar und polnischen Zloty.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu belasteten und unbelasteten Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns nach CRR. Der Konsolidierungskreis nach CRR weicht nicht wesentlich von den konsolidierten Werten nach den Liquiditätsanforderungen unter Teil 6 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 ab. Für die Berechnung der hier veröffentlichten Zahlen wird der Medianwert der vergangenen vier Quartale des Geschäftsjahres 2017 verwendet.

Mio. € Belastete Vermögenswerte Unbelastete Vermögenswerte
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- ---
Aktiva 87.553 389.289
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 6.496 6.496 9.911 9.915
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 16.122 15.847 47.520 45.777
davon: gedeckte Schuldverschreibungen 258 258 6.337 6.303
davon: Asset-backed securities 478 475 8.455 8.344
davon: begeben durch öffentliche Haushalte 10.685 10.414 25.654 °
davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen 3.126 3.122 19.412 19.201
davon: begeben durch Firmenkunden 2.311 2.311 2.454 2.333
Sonstige Vermögenswerte 64.935 331.858
davon: Darlehen und Forderungen außer täglich fällige 64.109 211.346

Mehr als 50 % der unbelasteten Sonstigen Vermögenswerte können mittelbar ebenfalls zur Besicherung herangezogen werden. Zu den nicht belastbaren Vermögenswerten zählen im Wesentlichen Forderungen mit Wertpapierhinterlegung, Derivate ohne Collaterals sowie nicht finanzielle Vermögenswerte.

Die erhaltenen Sicherheiten beziehungsweise ausgegebenen eigenen Schuldtitel setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2017 Beizulegender Zeitwert der belasteten erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel Beizulegender Zeitwert der erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel, die zur Belastung infrage kommen
Mio. €
--- --- ---
Erhaltene Sicherheiten 57.956 24.795
täglich fällige Kredite - 248
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 2.071 2.971
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 55.885 21.576
davon: gedeckte Schuldverschreibungen 1.519 746
davon: Asset-backed securities 379 637
davon: begeben durch öffentliche Haushalte 47.223 17.129
davon: begeben durch Finanzierungsunternehmen 7.070 3.858
davon: begeben durch Firmenkunden 1.592 589
Begebene eigene Schuldverschreibungen außer eigenen gedeckten Schuldverschreibungen oder forderungsunterlegten Wertpapieren 4.825
Zurückbehaltene, begebene gedeckte Schuldverschreibungen 697
Vermögenswerte, entgegengenommene Sicherheiten und begebene eingene Schuldverschreibungen 145.509

Die mit belasteten Vermögenswerten verbundenen beziehungsweise besicherten Verbindlichkeiten stellten sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2017 Deckung der Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten oder ausgeliehenen Wertpapiere Vermögenswerte, erhaltene Sicherheiten und andere ausgegebene eigene Schuldtitel als belastete Pfandbriefe und Asset-backed Securities
Mio. €
--- --- ---
Buchwert ausgewählter Verbindlichkeiten 89.425 126.321

Es bestehen keine wesentlichen Belastungen von Vermögenswerten, die nicht im Zusammenhang mit bilanzierten Verbindlichkeiten stehen. Auf Basis der Medianwerte ist im Vergleich zum Vorjahr mit der deutlichen Verminderung der Bilanzsumme auch eine Verminderung der Belastung von Vermögenswerten zu verzeichnen.

Die obigen Angaben beziehen sich auf die konsolidierten Werte des Commerzbank-Konzerns. Damit sind alle innerhalb des Konzerns durchgeführten Transaktionen ohne Auswirkung auf die Angaben zur Belastung.

Quartalsergebnisse nach Segmenten

1. Quartal 2017 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 567 483 34 -33 1.052
Dividendenergebnis 4 18 - 6 28
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -33 -43 -119 - -195
Sonstiges Bewertungs- und Realisierungsergebnis - -7 -1 5 -3
Provisionsüberschuss 545 347 - -5 887
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 39 257 72 33 402
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - -2 -4 -28 -34
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 6 2 - 43 50
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 7 - - 7
Sonstiges Ergebnis 7 -5 13 -12 3
Erträge vor Risikovorsorge 1.168 1.100 115 9 2.392
Erträge nach Risikovorsorge 1.135 1.057 -4 9 2.197
Verwaltungsaufwendungen 941 790 29 105 1.865
Operatives Ergebnis 194 267 -33 -96 332
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis vor Steuern 194 267 -33 -96 332
2. Quartal 2017 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
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Zinsüberschuss 575 405 47 -20 1.006
Dividendenergebnis 7 3 - 17 27
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -43 -33 -92 - -167
Sonstiges Bewertungs- und Realisierungsergebnis -3 -4 -5 -3 -14
Provisionsüberschuss 477 312 - -11 779
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 36 209 8 43 296
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -1 -3 -17 -34 -55
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 6 -1 - 14 19
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2 7 - - 9
Sonstiges Ergebnis 14 14 5 -31 2
Erträge vor Risikovorsorge 1.112 942 39 -25 2.068
Erträge nach Risikovorsorge 1.069 909 -54 -24 1.901
Verwaltungsaufwendungen 927 675 28 87 1.718
Operatives Ergebnis 142 234 -82 -111 183
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - 807 807
Ergebnis vor Steuern 142 234 -82 -918 -624
3. Quartal 2017 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 583 416 28 13 1.040
Dividendenergebnis 4 2 - 12 17
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -55 -47 -65 - -168
Sonstiges Bewertungs- und Realisierungsergebnis -1 -3 -28 2 -29
Provisionsüberschuss 465 278 - -6 738
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 37 245 -11 -46 225
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -1 -1 -7 1 -8
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 93 21 - -9 105
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 5 - - 5
Sonstiges Ergebnis 182 8 5 223 417
Erträge vor Risikovorsorge 1.362 971 -13 190 2.510
Erträge nach Risikovorsorge 1.307 923 -78 190 2.342
Verwaltungsaufwendungen 926 682 22 84 1.714
Operatives Ergebnis 382 241 -100 106 629
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis vor Steuern 382 241 -100 106 629
4. Quartal 2017 Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Asset & Capital Recovery Sonstige und Konsolidierung Konzern
Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Zinsüberschuss 627 427 75 -26 1.103
Dividendenergebnis 9 2 - 22 34
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -24 -172 -59 4 -251
Sonstiges Bewertungs- und Realisierungsergebnis -8 -18 -5 2 -29
Provisionsüberschuss 489 299 1 -15 774
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 36 248 -41 -74 169
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -1 4 -6 13 10
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 16 6 4 60 85
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 2 - - 2
Sonstiges Ergebnis 21 4 -3 22 44
Erträge vor Risikovorsorge 1.190 975 25 3 2.193
Erträge nach Risikovorsorge 1.166 804 -35 7 1.942
Verwaltungsaufwendungen 1.016 737 19 9 1.782
Operatives Ergebnis 149 66 -54 -2 159
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - -
Ergebnis vor Steuern 149 66 -54 -3 159

Fünfjahresübersicht

Gewinn-und-Verlust-Rechnung |

Mio. €
2017 20161 2015 2014 2013
Zinsüberschuss 4.201 4.165 4.272 4.273 4.521
Dividendenerträge 106 164 316 231 151
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 781 - 900 - 696 - 1.144 - 1.747
Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis - 76 40 - 248 - 133 - 206
Provisionsüberschuss 3.178 3.212 3.424 3.205 3.215
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 1.092 1.019 1.509 1.506 1.286
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 86 - 37 - 60 16 14
Übriges Finanzergebnis 259 393 440 151 320
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 23 150 82 44 60
Sonstiges Ergebnis 465 293 28 - 540 - 93
Verwaltungsaufwendungen 7.079 7.100 7.157 6.926 6.797
Operatives Ergebnis 1.303 1.399 1.909 684 725
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte - 627 - - -
Restrukturierungsaufwendungen 808 128 114 61 493
Ergebnis vor Steuern 495 643 1.796 623 232
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 245 261 619 253 65
Nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 94 103 115 106 89
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 156 279 1.062 264 78
Bilanz |

Mrd. €
31.12.2017 31.12.20161 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Bilanzsumme 452,5 480,4 532,6 557,6 549,6
Eigenkapital 30,0 29,6 30,4 27,0 27,0
Kapitalquoten |

%
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Kernkapitalquote 15,2 13,9 13,8 11,7 13,5
Eigenkapitalquote 18,3 16,9 16,5 14,6 19,2
Ratings2 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Moody's Investors Service, New York A2/Baa1/P-1 A2/Baa1/P-1 Baa1/P-2 Baa1/P-2 Baa1/P-2
S&P Global, New York A-/ A-/ A-2 BBB+/BBB+/A2 BBB+/A-2 BBB+/A-2 A-/A-2
Fitch Ratings, New York/London A-/BBB+/F2 A-/BBB+/F2 BBB/F2 A+/F1+ A+/F1+
Scope Ratings, Berlin -/A/S-1 - - - -

1 Anpassung Vorjahr.

2 Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten (weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de).2013-2015 Rating für lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten.

Herausgeber

Commerzbank AG

Zentrale

Kaiserplatz

Frankfurt am Main

www.commerzbank.de

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.

Fotografie

Commerzbank (S. 2)

Alexandra Lechner (S. 6)

Druck und Verarbeitung

Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen

Produktion

Inhouse produziert mit firesys

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.

Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 26. März 2018

Die Commerzbank arbeitet klimaneutral. Die durch das Papier dieses Geschäftsberichts verursachten Treibhausgasemissionen werden von der Commerzbank durch Investitionen in hochwertige Klimaschutzprojekte kompensiert. Weitere Informationen unter: klimaneutrale.commerzbank.de

Wesentliche Konzerngesellschaften

Inland

comdirect bank AG, Quickborn

Commerz Real AG, Eschborn

Ausland

Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo

Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau

Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg

Commerzbank Zrt., Budapest

Commerz Markets LLC, New York

mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo (FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb

Commerzbank weltweit

Operative Auslandsniederlassungen 21
Repräsentanzen 32
Wesentliche Konzerngesellschaften im Ausland 6
Inlandsfilialen im Privatkundengeschäft ~1.000
Auslandsfilialen 390
Mitarbeiter weltweit 49.417
Mitarbeiter Ausland 12.500
Mitarbeiter Inland 36.917

Finanzkalender 2018/2019

8. Mai 2018 Hauptversammlung
15. Mai 2018 Zwischenbericht zum 31. März 2018
7. August 2018 Zwischenbericht zum 30. Juni 2018
8. November 2018 Zwischenbericht zum 30. September 2018
Ende März 2019 Geschäftsbericht 2018

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