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Commerzbank AG — Annual Report 2016
Apr 12, 2017
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Annual Report
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COMMERZBANK Aktiengesellschaft Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Jahresabschluss und Lagebericht 2016 der Commerzbank Aktiengesellschaft
Struktur und Organisation
Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Sie verfügt über eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Commerzbank mehr als 17,5 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden weltweit.
Im Rahmen ihrer neuen Strategie fokussiert die Commerzbank ihre Geschäftstätigkeiten in den zwei Kernsegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden", mit denen sie ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment "Asset & Capital Recovery (ACR)" hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle nicht strategischen Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt.
Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. Die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen sind im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.
Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 34 Repräsentanzen in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Unternehmerische Verantwortung
Die Weltgemeinschaft hat sich einen neuen Rahmen gegeben für eine nachhaltige Entwicklung, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Gesichtspunkte gleichermaßen berücksichtigt: die Sustainable Development Goals (SDG). Sie wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und beziehen alle Staaten, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor mit ein. Auch die Commerzbank steht in der Verantwortung, sich für die Verwirklichung der SDG einzusetzen. Wir sind überzeugt, einen Beitrag zur Zukunftssicherung und Wertsteigerung des Unternehmens zu leisten, wenn wir die Kernleistungen der Bank für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen.
Eine wichtige Anerkennung dieser nachhaltigen Ausrichtung war im Oktober 2016 die Aufnahme in den Nachhaltigkeitsindex Stoxx Global ESG Leaders. Die Commerzbank ist damit in der Spitzengruppe von 300 Unternehmen weltweit vertreten, die sich durch eine umfassende Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (sogenannte ESG-Kriterien) auszeichnen. Um sich für den Nachhaltigkeitsindex zu qualifizieren, muss ein Unternehmen bei diesen Kriterien zu den besten 25 % des zugrunde liegenden Stoxx Global 1800 Index gehören.
Integrität sichern
Das Wertemanagement des Commerzbank-Konzerns basiert auf klaren und unverrückbaren Werten, die in den Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) niedergelegt sind. Dazu gehört auch die Einhaltung anwendbarer nationaler und ausländischer Gesetze. Jeder Mitarbeiter, der sich nachweislich strafbar gemacht hat, muss die straf-, arbeits- und zivilrechtlichen Konsequenzen tragen.
Die Commerzbank hat dafür ihre Vorkehrungen noch einmal verschärft: Mit der 2016 vom Vorstand verabschiedeten, konzernweit gültigen "Global Anti Bribery and Corruption Policy" (ABC-Policy) wendet sich die Bank gegen Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption. Dies gilt innerhalb und außerhalb des Unternehmens, gegenüber Handelsorganisationen, Amtsträgern und allen Personen, die in Beziehung zur Bank stehen.
Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der neuen Richtlinien zu geben, wurde ein spezielles ABC-Training entwickelt. Alle Mitarbeiter und Führungskräfte weltweit mussten diese jährliche Pflichtschulung im Herbst 2016 erstmals absolvieren. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten bedarfsorientierte Zusatztrainings.
Nachhaltigkeitsrisiken managen
Die Steuerung von Reputationsrisiken, die sich direkt aus ökologischen, sozialen oder ethischen Aspekten ergeben, ist Teil der Gesamtrisikostrategie des Konzerns: Kundenbeziehungen, Geschäfte und Produkte, bei denen Nachhaltigkeitskriterien eine wesentliche Rolle spielen, werden intensiv recherchiert, analysiert und mit einer differenzierten Bewertung versehen, die bis zur Ablehnung des Geschäfts beziehungsweise bis zur Beendigung der Kundenbeziehung führen kann.
Im Geschäftsjahr 2016 votierte das Reputationsrisiko-Management rund 6.200 Geschäftsanfragen (2015: gut 5.400). Das Management von Reputationsrisiken deckt alle operativen Segmente der Commerzbank sowie wesentlichen Tochtergesellschaften ab und ist fester Bestandteil bei der Entwicklung neuer Produkte.
Für ausgewählte Themenfelder von Agrarrohstoffen bis Wasserkraft hat die Commerzbank darüber hinaus verbindliche Positionen und Richtlinien formuliert. 2016 wurde die Position zum Thema Menschenrechte überarbeitet. Mit ihr erläutert die Bank, wie sie die Menschenrechtsverantwortung mit Blick auf ihre wichtigsten Anspruchsgruppen differenziert umsetzt.
Im Juli 2016 hat der Vorstand der Commerzbank außerdem eine neue Kohlerichtlinie beschlossen. Sie betrachtet die wesentlichen Elemente der Prozesskette von der Kohlegewinnung bis hin zur Kohleverstromung. So hat die Commerzbank unter anderem entschieden, keine neuen Kohlekraftwerke und Kohleminenprojekte mehr zu finanzieren. Mit dieser neuen Richtlinie stellen wir uns unserer Verantwortung im Umgang mit Risiken, die sich aus Klimawandel und Energiewende ergeben. Gleichzeitig begleiten wir unsere Kunden weiterhin bei ihren strategischen Überlegungen, damit sie den besonderen Herausforderungen der Energiebranche erfolgreich gerecht werden können.
Nachhaltigkeitschancen nutzen
Unser Beitrag für die Verwirklichung der Sustainable Development Goals beschränkt sich nicht darauf, potenziell negative Auswirkungen unserer Finanzdienstleistungen zu reduzieren. Wir entwickeln und vertreiben Produkte und Finanzdienstleistungen, die wirkungsvolle Vehikel zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung sein können.
So steigt das Interesse an nachhaltigen Investments kontinuierlich. Neben Stiftungen und Kirchen wollen zunehmend auch Privatkunden ihre Gelder verantwortlich anlegen. Die Commerzbank bietet dafür unter anderem eine nachhaltige Vermögensverwaltung, die soziale, ethische und ökologische Aspekte berücksichtigt. Das Mindestanlagevolumen wurde 2016 deutlich reduziert, um das Angebot einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen.
Auch wer seine Aktienanlagen nachhaltig ausrichten möchte, findet die dafür relevanten Informationen bei der Commerzbank: Seit Anfang 2016 enthalten Aktienvoten für Privatkunden die jeweilige Nachhaltigkeitsbewertung der Ratingagentur Oekom Research.
Eine weitere Alternative sind Investmentfonds. Hier freut sich die Commerzbank über das im November 2016 verliehene Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG): Der Fonds "Commerzbank Globale Aktien - Katholische Werte" entspricht dem FNG-Qualitätsstandard für nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum.
Klimawandel eindämmen
Das bei der Klimakonferenz in Paris vereinbarte 2-Grad-Ziel stellt die Weltgemeinschaft vor große Aufgaben. Unter dem Schlagwort "Green Finance" entwickeln Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam in zahlreichen Projekten auf nationaler wie internationaler Ebene das Bankgeschäft der Zukunft. Die Commerzbank beteiligt sich in verschiedenen Initiativen daran, so seit 2016 auch in der Sustainable Trade Working Group der International Chamber of Commerce sowie der Green Finance Working Group im Institute of International Finance.
Für die Commerzbank ist Green Finance kein neues Thema: Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre leisten wir einen beachtlichen Beitrag zur Finanzierung erneuerbarer Energien. 2016 betrug das Kreditportfolio unseres Competence Center Energy 5,0 Mrd. Euro (5,1 Mrd. Euro im Vorjahr). Insgesamt vermeiden die von der Commerzbank bis Ende 2016 finanzierten Windenergie-, Solar- und Bioenergieanlagen jährlich Emissionen in Höhe von rund 14 Millionen Tonnen CO2 . Dies entspricht etwa 9 % aller CO2 -Emissionen, die in Deutschland 2016 durch die Nutzung von regenerativem Strom eingespart werden konnten.
Ein weiteres Beispiel, das Kerngeschäft der Bank mit Klimaschutz zu verbinden, sind Green Bonds. Das sind Anleihen, deren Emissionserlöse der Finanzierung eindeutig nachhaltiger Projekte dienen, etwa aus dem Bereich erneuerbare Energie oder Energieeffizienz. Die Commerzbank hat 2016 fünf Emittenten in der Vorbereitung entsprechender Transaktionen und ihre Platzierung im internationalen Kapitalmarkt begleitet. Das Gesamtvolumen lag bei knapp 2,4 Mrd. Euro.
Es ist Teil unseres Nachhaltigkeitsverständnisses, auch den eigenen Ressourcenverbrauch systematisch zu minimieren. Unter Vorsitz des Commerzbank-Vorstands Frank Annuscheit werden im Konzernumweltausschuss regelmäßig Vorgaben und Strategien für den betrieblichen Umweltschutz festgelegt.# Commerzbank Aktiengesellschaft
2016 Annual Report
Responsibility and Sustainability
The Commerzbank's climate target includes a 70% reduction in greenhouse gas emissions by 2020 (2007 baseline year). Verification by DNV GL in May 2016 confirmed a 67% reduction by the end of 2015. Remaining greenhouse gas emissions are continuously offset by purchasing and retiring CO2 certificates from climate protection projects. Commerzbank has been climate-neutral since 2015.
In addition to the environmental management system according to ISO 14001, introduced in Germany in 2008, the bank established an energy management system according to ISO 50001, which was certified for the first time in May 2016. For its efforts to curb climate change both internally and in its core business, Commerzbank was recognized by the international non-profit organization CDP in 2016 for the second consecutive year as "Sector Leader Financials" in the DACH region (Germany, Austria, Switzerland). The bank achieved an overall score of A- and is thus among the top 15% of its industry.
Taking Responsibility
Commerzbank's corporate responsibility extends beyond internal processes and activities to the entire value chain. Sustainability criteria therefore play an important role in decisions regarding external suppliers and service providers. Commerzbank's "Standard for Sustainable Procurement" provides binding guidelines for all parties involved in purchasing goods and services. By signing the "Integrity, Environment and Social Responsibility" clause, suppliers and service providers commit to acting with integrity in their business dealings. This includes respecting human and personal rights and adhering to social and environmental standards.
Strengthening Civil Society
As part of society, Commerzbank sees its role as positively influencing its environment. Through numerous cooperation and sponsoring projects, support for voluntary employee engagement, and the activities of various foundations, we contribute to the common good. The past year was particularly influenced by the large number of people who fled to Germany. Commerzbank employees and customers showed great willingness to help and donated around €65,000 to the Johanniter refugee aid. The Management Board doubled this amount, so that at the beginning of 2016, a total of €130,000 was handed over to support integration projects in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, and Munich. Since late summer 2016, Commerzbank has also supported the establishment and expansion of "Kompass" – the new initiative "Joblinge" program for integrating young refugees into the primary labor market – for three years. Commerzbank's commitment is part of the German business initiative "Wir zusammen" (We Together).
Further continuously updated information on Commerzbank's sustainable development can be found on our Responsibility Portal on the internet: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.
Our Employees
Engaged and competent employees contribute significantly to Commerzbank's economic success. Our HR work ensures that our employees work where they can best develop their skills in line with the bank's needs. Our aim is to create an attractive environment for our employees through our working conditions and development opportunities. At the same time, we are addressing the demands arising from the bank's new business model. Our corporate culture is centered on a unified understanding of leadership, our ComValues, and our Code of Conduct, which serve as cornerstones for fair and competent interaction with each other, our customers, and business partners, especially during times of change. The number of employees at Commerzbank Aktiengesellschaft decreased by 1,673 or 4.5% to 35,211 as of December 31, 2016, compared to the previous year.
HR Accompanies the Bank's Strategy Process
In the reporting year, Commerzbank announced its "Commerzbank 4.0" strategy. Our new strategy requires a fundamental restructuring of the bank. HR plays a significant role in successfully implementing the business model. While staff reduction is not the goal, it is unavoidable as a result of this restructuring to "Commerzbank 4.0". The HR department advises and supports the bank's segments in their transformation processes and assists with negotiations with employee representative bodies. To ensure that staff reductions are as socially responsible as possible, we will use all HR management instruments professionally and responsibly.
Providing Guidance and Anchoring a "Culture of Integrity"
The implementation of our strategic goals involves far-reaching changes within the bank. We support this through our HR work by professionally advising and supporting managers and employees. With our value-oriented and binding guidelines for leadership behavior in the bank, we create a uniform standard and promote competent and fair interaction among employees and managers. With the ComValues and the Code of Conduct that characterize our corporate culture, we are well-positioned to successfully implement the bank's transformation process. Furthermore, the HR department plays a key role in implementing compliance measures. This ranges from the hiring process and compliance training to the sustainable anchoring of our Code of Conduct, thereby strengthening a "Culture of Integrity" within the bank.
HR Aligns with the Bank's Goals
HR work is consistently aligned with the bank's strategic goals and business model. Commerzbank redefined its HR policy pillars in 2015 and strategically positioned the HR department for the future in the reporting year. Particular focus was placed on an efficient and customer-oriented organization and way of working. We have already standardized, digitized, and in some cases outsourced numerous processes. Furthermore, strategic workforce planning helps us to systematically and regularly analyze medium- to long-term changes in headcount and requirements. Through model-based simulations, we can provide steering impulses early on regarding how many employees with which skills we will need, when and where in the bank. HR thus contributes to the bank remaining future-proof and competitive.
Identifying and Utilizing Potential in the Best Possible Way
The changes in the banking environment also affect the working environment. Lifelong learning is considered the key to long-term success. Especially in a sector characterized by upheaval, we need employees who continuously review and expand their skills. With development-oriented procedures and individual qualification, we are forging new paths in the selection, placement, and development of managers and project managers. In addition, with the Competence Dialogue, we have established uniform standards bank-wide for the qualification and development of employees. Employees and managers engage in a focused discussion about the employee's competencies. This allows us to identify early on which qualifications and developments are necessary and to build and expand the required competencies of employees. In the current reporting year, around 17,000 employees participated in the Competence Dialogue and assessed their professional fitness. We have thus set the course for identifying and fostering potential in the best possible way.
Bank and Employees Commit to Stable Pension Provisions
Occupational pension schemes are an important pillar of our additional HR benefits. To ensure provision even in the ongoing low-interest-rate environment, the members of the BVV (BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a. G. and BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V.) decided to lower the guaranteed interest rate in old contracts for future contributions, thereby stabilizing pension provisions. At Commerzbank, the employer and employee representatives agreed to this measure by a large majority in the reporting year. The bank fully compensates for the resulting reduced guaranteed pension entitlements, thereby reaffirming the importance of stable pension provision for its employees.
A Prejudice-Free Working Environment Fosters Acceptance and Trust
Diversity shapes our corporate culture and is an integral part of our HR work. We promote diversity and the individual development of our employees, as we are convinced that we also benefit as a company. We aim to maintain a clear position on these issues and further anchor them among our managers and employees. On the tenth anniversary of the "Charta der Vielfalt e. V." (Charter of Diversity Association), Commerzbank hosted the "Vielfaltswerkstatt" (Diversity Workshop) of the Charta der Vielfalt in September of the reporting year and organized the fourth Diversity Day with numerous activities and workshops on digitalization in Frankfurt for employees.
Work-Life Balance Promotes Performance for the Bank
We want our employees to be able to balance their professional and private lives as effectively as possible. This balance is becoming increasingly important for fathers as well.# Commerzbank AG
Das von der Commerzbank initiierte Netzwerk "Fokus Väter" liefert seit mehreren Jahren einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit in Unternehmen. Die Anzahl der Väter, die Elternzeit nimmt, flexibel arbeitet oder Teilzeit nutzt, steigt kontinuierlich an. So haben im Berichtsjahr allein 16,9 % der Väter im Durchschnitt 2,2 Monate Elternzeit genommen. Wir sind der Meinung, dass Mitarbeiter, die Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können, motivierter und leistungsstärker sind. Aus diesem Grund unterstützen wir Väter und Mütter mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Homeoffice-Möglichkeiten und Betreuungsangeboten für Kinder. Darüber hinaus bieten wir Informationsveranstaltungen und die Gelegenheit, sich innerhalb und außerhalb der Bank zu diesen Themen zu vernetzen. Auch die Pflege von Angehörigen ist uns wichtig. Deshalb hat die Commerzbank in Deutschland eine einzigartige Bandbreite von Angeboten für ihre Mitarbeiter und bietet bereits seit Jahren in Kooperation mit professionellen Partnern umfangreiche Hilfestellungen und Angebote rund um das Thema Pflege. Commerzbank-Mitarbeiter hatten im Berichtsjahr erstmals die Möglichkeit, an einem bundesweiten Onlineseminar teilzunehmen, um sich praktische Tipps zur Pflege von Angehörigen zu holen.
Frauen in Führungspositionen
Das Thema "Frauen in Führungspositionen" war - wie schon im Vorjahr - auch 2016 wichtiger Anspruch der Commerzbank an sich selbst. Mit einer Quote von 29,8 % hat die Bank im Berichtsjahr mehr Frauen in Führungspositionen als 2015 beschäftigt. Unser Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern. Wir verfolgen dabei den Ansatz, dass eine Position alleine nach der Qualifikation und Kompetenz des Mitarbeiters besetzt werden sollte.
Rahmen für gesundes Arbeiten
Wir sind davon überzeugt, dass Mitarbeiter langfristig nur dann motiviert und leistungsfähig bleiben, wenn sie körperlich, geistig und sozial gesund sind. Mit unserem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz beim betrieblichen Gesundheitsmanagement fördern wir daher ein gesundes Arbeiten und Leben unserer Mitarbeiter. Unser Angebot ist vielseitig und umfasst unter anderem die Themen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention. So haben wir etwa einen Anreiz für die Bewegung unserer Mitarbeiter geschaffen und uns bereits zum dritten Mal am weltweiten Schrittwettbewerb Global Corporate Challenge (GCC) beteiligt. Gemeinsam übertrafen die Mitarbeiter der Commerzbank das gesetzte Ziel, 100 Tage lang mindestens 10.000 Schritte zu gehen. Nicht nur die körperliche, auch die psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. So finden Commerzbank-Mitarbeiter in schwierigen Berufs- und Lebenssituationen zum Beispiel über das "Employee Assistance Program" (EAP) kompetente Beratung. Die soziale Gesundheit wird in den bundesweit rund 160 Betriebssportgruppen mit über 16.000 Mitgliedern in mehr als 50 Sportarten gefördert.
Vergütung
Die Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.
Vergütungsbericht
Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) Rechnung.
Vorstand
Vorstandsvergütungssystem
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 das aktuelle und seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der Capital Requirements Directive IV, des Kreditwesengesetzes sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das Vergütungssystem vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Für Komponenten des alten Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen dieses Vergütungssystems, das im Vergütungsbericht 2014 dargestellt ist. Dies betrifft derzeit noch die langfristigen Vergütungskomponenten (LTI-Komponenten) der Geschäftsjahre 2013 und 2014.
Grundzüge des aktuellen Vergütungssystems
Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung wird regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze der variablen Vergütung von maximal 140 % der fixen Vergütung gebilligt.
Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache hiervon, das heißt 1.312.500 Euro. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten jeweils zum Monatsbeginn ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern. Die Vorstandsmitglieder haben ferner Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung, die in Pensionsverträgen geregelt sind und nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt beschrieben werden.
Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)
Das Vergütungssystem sieht eine variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütung wird ermittelt aus (i) der EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns, (ii) der Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, und (iii) der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen. Der Gesamtzielerreichungsgrad, der aus diesen drei Komponenten ermittelt wird, ist jedoch auf höchstens 150 % begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung. Der Gesamtzielerreichungsbetrag ist daher auf maximal 150 % des Zielbetrags des Vorstandsmitglieds begrenzt.
Zielbetrag
Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 Mio. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder und 1.628.640 Euro für den Vorstandsvorsitzenden bei einer Zielerreichung von 100 %. Der Aufsichtsrat kann den Zielbetrag reduzieren, wenn dies erforderlich ist, um das maximale Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung einzuhalten. Dieser Fall kann eintreten, wenn sich die Sachbezüge oder der Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern verringern, da beide Komponenten in die fixe Vergütung einbezogen sind.
Zielfestlegung
Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:
-
Unternehmensbezogene Ziele
Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist. -
Individuelle Ziele
Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuell spezifische quantitative und/oder qualitative Ziele.
Zielerreichung
Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum. Hierfür werden die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet. Als Übergangsregelung wurde für das Geschäftsjahr 2015 ausschließlich auf dieses Geschäftsjahr abgestellt, für das Geschäftsjahr 2016 wird dieses Geschäftsjahr mit 2/3 und das Vorjahr mit 1/3 gewichtet. Diese Übergangsregelung wird entsprechend auf Vorstandsmitglieder angewendet, die nach dem 1. Januar 2015 als Vorstand bestellt wurden. Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt. Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des KWG dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen.# Vergütungssystem für das Vorstandsystem
Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Organtätigkeit im maßgeblichen Geschäftsjahr bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat.
Short Term Incentive (STI)
Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive (STI) ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag ausgezahlt, die andere Hälfte nach einer Wartezeit von 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird.
Long Term Incentive (LTI)
Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive (LTI) ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht, unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung, erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur vollständigen Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt oder sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund von geschäftsjahresbezogenen Umständen signifikant verschlechtert hat. Dies kommt ferner in Betracht, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartefrist eine Zahlung nicht zulassen würde. Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte nach einer Wartefrist von zusätzlichen 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar ausgezahlt. Ebenso wie beim aktienbasierten Anteil des STI wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird. Somit wird bei der aktienbasierten Hälfte des LTI die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie während des Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren und der sich anschließenden Wartezeit berücksichtigt.
Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen
Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.
Altersversorgung
Regelung für im Jahr 2011 bestellte Vorstandsmitglieder
Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar. Seit dem Jahr 2015 führen Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nur dann zu einem erhöhten Versorgungsbaustein, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt.
Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:
- als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder
- als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
- als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.
Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds. Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden.
Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.
Die Witwenpension beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.
Regelungen für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder
Die Altersversorgung für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied:
- mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres (Alterskapital) oder
- mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres (vorzeitiges Alterskapital) aus der Bank ausscheidet oder
- vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines dieser Versorgungsfälle aus der Bank aus, so bleibt ihm seine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung eingetretenen Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Auch in diesem System werden Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes seit dem Jahr 2015 nur dann im Jahresbaustein berücksichtigt, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben.
Ein vertraglich bestimmter Anteil des Jahresbeitrags von mindestens 93,7 % wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist.
Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen. Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.
Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte.
Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter oder Bezieher einer Rente die Hinterbliebene eine Witwenrente in Höhe von 60 % der aktuellen Rentenanwartschaft beziehungsweise der zuletzt gezahlten Rente.
In der nachstehenden Tabelle haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2016 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2016 sowie die zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge für das Jahr 2016 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:
| Tsd. € | Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand zum jeweiligen 31.12. | Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften Stand zum jeweiligen 31.12. |
|---|---|---|
| scroll | ||
| | | 2016 | | | 2015 | | |
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1 Der Rückgang der Barwerte und die negativen zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge bei Martin Blessing und Markus Beumer sind durch ihre im Geschäftsjahr 2016 beendete Organtätigkeit begründet, wodurch insbesondere Rückstellungsbestandteile für Invalidität und vorzeitigen Todesfall abschließend aufgelöst wurden.
2 Im Vorjahr wurden die Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder geändert, wodurch bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist. Dieser Sondereffekt führte im Vorjahr zu einer Reduktion der zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge, bei Martin Blessing sogar zu einem negativen Wert.
3 Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016.
4 Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.
5 Dr. Marcus Chromik wurde zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
6 Kapitalleistung verrentet.
7 Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
8 Die Bestellung von Dr. Stefan Schmittmann zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Dezember 2015. Der Barwert der von ihm erreichten Pensionsanwartschaft wird im Anhang unter den Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands gezeigt. Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen.
Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen für im Geschäftsjahr 2016 aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen auf insgesamt 19,5 Mio. Euro (Vorjahr: 21,3 Mio. Euro).
Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung
Für den Fall der Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:
Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich 6 Monate später (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) über das Ende des Anstellungsvertrages hinaus bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterbezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält. In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen¹ gezahlt (Cap).
Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet.
Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfällt die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.
Im Geschäftsjahr 2016 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder
Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016. Sein Anstellungsvertrag endete aufgrund einer Aufhebungsvereinbarung mit Ablauf des 31. August 2016. Ihm stehen nach der Beendigung seiner Organstellung mit Ablauf des 30. April 2016 bis zum 31. August 2016 die im Anstellungsvertrag vereinbarten Leistungen zu. Dies umfasst die Fortzahlung der Vergütung für die Dauer von 4 Monaten bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags und anschließend das anteilige Jahresgrundgehalt für die Dauer von 6 Monaten als Übergangsgeld; insgesamt 1.094 Tsd. Euro. Auf variable Vergütung für den Zeitraum Mai bis August 2016 hat Martin Blessing verzichtet.
Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016. Mit ihm hat die Bank eine Zahlung in Höhe von 2.956 Tsd. Euro vereinbart (2-Jahres-Cap-Betrag), die in monatlich gleichen Beträgen bis zum 31. Oktober 2018 an ihn gezahlt wird. Auf diese Zahlungen wird eventuell anderweitiger Erwerb angerechnet. Markus Beumer hat im Gegenzug auf alle ihm vertraglich zustehenden Ansprüche auf Fortzahlung der Vergütung ab dem 1. November 2016 bis zum Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode verzichtet. Die Entstehung und Abwicklung von Ansprüchen aus STI und LTI für den Zeitraum bis zum 31. Oktober 2016 bleiben unberührt und richten sich nach den bisherigen Regelungen.
1 Das Cap berechnet sich aus dem 2-Fachen des Jahresgrundgehalts einschließlich Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung)) zuzüglich des Durchschnitts der mitgeteilten variablen Vergütung der grundsätzlich drei vorausgegangenen Geschäftsjahre vor Beendigung der Organstellung.
Sonstiges
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Zusammenfassung
Der Aufsichtsrat hat die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt festgesetzt:
| scroll | Tsd. € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Martin Zielke | 939¹ | 800 | |
| Martin Blessing | 369² | 1.482 | |
| Frank Annuscheit | 620 | 720 | |
| Markus Beumer | 375³ | 670 | |
| Dr. Marcus Chromik | 590⁴ | - | |
| Stephan Engels | 628 | 720 | |
| Michael Mandel | 380⁵ | - | |
| Michael Reuther | 510 | 770 | |
| Dr. Stefan Schmittmann | -⁶ | 770 |
¹ Martin Zielke wurde zum 1. Mai 2016 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.
² Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016.
³ Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.
⁴ Dr. Marcus Chromik wurde zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
⁵ Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
⁶ Die Bestellung von Dr. Stefan Schmittmann zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Dezember 2015.
Von dem Gesamtzielerreichungsbetrag entfallen wie oben dargestellt 40 % auf den STI und 60 % auf den LTI, auf den ein Anspruch unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums entsteht.
Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2016 und zum Vergleich für das Jahr 2015 gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) wird im Folgenden dargestellt:
Die Bezüge sind nach DRS 17 erst anzugeben, wenn sie rechtsverbindlich zugesagt worden sind. Diese Zusage erfolgt sowohl für die Barkomponente als auch für die aktienbasierte Komponente des LTI erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Für den LTI des Geschäftsjahres 2016 erfolgt die nachträgliche Leistungsbewertung somit erst am Ende des Jahres 2021. Daher sind die Barkomponente und die aktienbasierte Komponente des LTI in der Tabelle nicht enthalten. Die Zusage der STI-Komponenten im Sinne des DRS 17 erfolgt hingegen bereits mit der Festsetzung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Barkomponente des STI ist mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies entspricht dem Auszahlbetrag. Die aktienbasierte STI-Komponente ist an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt. Nach DRS 17 sind aktienbasierte Bezüge mit dem Wert zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage anzugeben, also zum Zeitpunkt der Festsetzung durch den Aufsichtsrat.Da die Auszahlung erst nach Ablauf der 12-monatigen Wartezeit erfolgt und von der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie abhängig ist, stellt die Tabelle dementsprechend für diese Komponente nur theoretische Werte und keine Auszahlbeträge dar. Die Auszahlbeträge ergeben sich aus der Multiplikation der angegebenen Stückzahlen der virtuellen Aktien des STI mit dem sich ergebenden Umrechnungskurs am Ende der Wartezeit. Darüber hinaus ist in der Tabelle die nicht aktienbasierte Barkomponente des LTI 2013 nach dem bis zum Geschäftsjahr 2014 geltenden Vergütungssystem angegeben, da für diese Komponente erst mit Ablauf des 31. Dezember 2016 sämtliche nach DRS 17 notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die aktienbasi
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Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands
| Tsd. € | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten mit kurzfristiger Anreizwirkung | Grundgehalt | Sonstiges2 | STI in bar3 | STI in virtuellen Aktien4 | Anzahl virtueller Aktien in Stück |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Martin Zielke | |||||||
| 20167 | 1.125 | 118 | 188 | 208 | 26.831 | ||
| 2015 | 750 | 102 | 160 | 102 | 15.937 | ||
| Martin Blessing | |||||||
| 20168 | 438 | 101 | 74 | 82 | 10.548 | ||
| 2015 | 1.313 | 112 | 296 | 189 | 29.524 | ||
| Frank Annuscheit | |||||||
| 2016 | 750 | 124 | 124 | 137 | 17.715 | ||
| 2015 | 750 | 82 | 144 | 92 | 14.343 | ||
| Markus Beumer | |||||||
| 20169 | 625 | 69 | 75 | 83 | 10.715 | ||
| 2015 | 750 | 77 | 134 | 85 | 13.347 | ||
| Dr. Marcus Chromik | |||||||
| 201610 | 750 | 84 | 118 | 130 | 16.858 | ||
| 2015 | - | - | - | - | - | ||
| Stephan Engels | |||||||
| 2016 | 750 | 114 | 126 | 139 | 17.929 | ||
| 2015 | 750 | 109 | 144 | 92 | 14.343 | ||
| Michael Mandel | |||||||
| 201611 | 456 | 58 | 76 | 84 | 10.844 | ||
| 2015 | - | - | - | - | - | ||
| Michael Reuther | |||||||
| 2016 | 750 | 125 | 102 | 113 | 14.572 | ||
| 2015 | 750 | 104 | 154 | 98 | 15.339 | ||
| Dr. Stefan Schmittmann | |||||||
| 201612 | - | - | - | - | - | ||
| 2015 | 750 | 91 | 154 | 98 | 15.339 | ||
| Gesamt | |||||||
| 2016 | 5.644 | 793 | 883 | 976 | 126.012 | ||
| 2015 | 5.813 | 677 | 1.186 | 756 | 118.172 |
| Tsd. € | Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung1 | LTI 2013 in bar5 | Gesamtbezüge gemäß DRS 176 | |
|---|---|---|---|---|
| Martin Zielke | 73 | 1.712 | 0 | |
| Martin Blessing | 0 | 695 | 0 | |
| Frank Annuscheit | 70 | 1.205 | 0 | |
| Markus Beumer | 64 | 916 | 0 | |
| Dr. Marcus Chromik | - | 1.082 | - | |
| Stephan Engels | 64 | 1.193 | 0 | |
| Michael Mandel | - | 674 | - | |
| Michael Reuther | 70 | 1.160 | 0 | |
| Dr. Stefan Schmittmann | 67 | 67 | 0 | |
| Gesamt | 408 | 8.704 | 0 |
1 Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums gewährt; für das Geschäftsjahr 2016 somit im Jahr 2022.
2 Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr 2016 gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
3 Auszahlbar im Jahr 2017 nach Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags für 2016.
4 Auszahlbar ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar. Die dargestellten Beträge stellen die Werte im Zeitpunkt der Festsetzung der variablen Vergütung im Februar 2017 dar. Der Auszahlbetrag ist abhängig von der zukünftigen Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Die Anzahl der virtuellen Aktien errechnet sich aus dem anteiligen Gesamtzielerreichungsbetrag und dem Durchschnittskurs der Commerzbank-Aktie in den Monaten November und Dezember 2016.
5 Gemäß DRS 17 sind auch die nach Ende des 4-Jahres-Zeitraums 2013 bis 2016 und Feststellung des Jahresabschlusses 2016 fälligen LTI-Bar-Komponenten 2013 anzugeben. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro. Der Ausweis betrifft daher nur den Baranteil der EVA-Komponente für den 4-Jahres-Zeitraum 2013 bis 2016. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung verzichtet.
6 Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2016 darzustellenden Beträge enthalten nur die Komponenten, für die seitens der Vorstandsmitglieder bereits ein rechtsverbindlicher Anspruch entstanden ist. Die gemäß DRS 17 darzustellenden Gesamtbezüge enthalten daher nicht die LTI-Komponenten für das Geschäftsjahr 2016, da für diese vor der nachträglichen Leistungsbewertung und dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums ein solcher Anspruch nicht entsteht.
7 Martin Zielke wurde zum 1. Mai 2016 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.
8 Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016.
9 Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016.
10 Dr. Marcus Chromik wurde zum 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
11 Michael Mandel wurde zum 23. Mai 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
12 Die Bestellung von Dr. Stefan Schmittmann zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Dezember 2015.
Kredite an Mitglieder des Vorstands
Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2051 sowie zu Zinssätzen zwischen 0,9 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,0 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 5.001 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 4.930 Tsd. Euro. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.
Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
Gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 5. Mai 2015, der durch entsprechende dem DCGK beigefügte Mustertabellen konkretisiert wird, sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen (Ziel- beziehungsweise Erwartungswerte), zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge für das Berichtsjahr) ausgewiesen werden. Dabei sollen sowohl gewährte Zuwendungen als auch Zufluss getrennt nach Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand (das heißt Dienstzeitaufwand nach IAS 19) angegeben werden. Die nachstehenden Tabellen folgen diesen Empfehlungen, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch zusammengefasst in nur einer Tabelle für jedes Vorstandsmitglied. Die Vergütungskomponenten für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 sind in der Gewährungstabelle kodexgemäß mit ihren Werten bei einer jeweiligen Zielerreichung von 100 % angegeben. Alle Werte liegen nicht unwesentlich über den hierfür derzeit erwarteten tatsächlichen Beträgen. Ein Anspruch auf die beiden LTI-Komponenten entsteht unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Deshalb sind diese Komponenten in der DRS-17-Tabelle nicht anzugeben. Nach dem DCGK sind diese Komponenten dennoch bereits als für das Geschäftsjahr 2016 gewährte Vergütung anzugeben.
Martin Zielke
Vorsitzender (seit 1. Mai 2016)
| Tsd. € | Gewährte Zuwendungen | Zufluss | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 1.125 | 1.125 | 1.125 | 750 | 1.125 | 750 |
| Nebenleistungen | 118 | 118 | 118 | 102 | 118 | 102 |
| Summe | 1.243 | 1.243 | 1.243 | 852 | 1.243 | 852 |
| Einjährige variable Vergütung1 | - | - | - | 200 | - | 160 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 1.420 | 0 | 2.130 | 800 | 357 | 161 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | 161 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 96 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 200 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 284 | 0 | 426 | - | 188 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)4 | 284 | 0 | 426 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | 73 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | 426 | 0 | 639 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)4 | 426 | 0 | 639 | - | - | - |
| Summe | 2.663 | 1.243 | 3.373 | 1.852 | 1.600 | 1.173 |
| Versorgungsaufwand6 | 833 | 833 | 833 | 588 | 833 | 588 |
| Gesamtvergütung | 3.496 | 2.076 | 4.206 | 2.440 | 2.433 | 1.761 |
Martin Blessing
Vorsitzender, Central & Eastern Europe (bis 30. April 2016)
| Tsd. € | Gewährte Zuwendungen | Zufluss | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 438 | 438 | 438 | 1.313 | 438 | 1.313 |
| Nebenleistungen | 101 | 101 | 101 | 112 | 101 | 112 |
| Summe | 539 | 539 | 539 | 1.425 | 539 | 1.425 |
| Einjährige variable Vergütung1 | - | - | - | 326 | - | 296 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 544 | 0 | 816 | 1.304 | 242 | 0 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015)3 | - | - | - | - | - | 0 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 168 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 326 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 109 | 0 | 164 | - | 74 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)4 | 109 | 0 | 164 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)3 | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016)3 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 489 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 489 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.1 2.2021) | 163 | 0 | 244 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)4 | 163 | 0 | 244 | - | - | - |
| Summe | 1.083 | 539 | 1.355 | 3.055 | 781 | 1.721 |
| Versorgungsaufwand6 | 171 | 171 | 171 | - | 596 | 171 |
| Gesamtvergütung | 1.254 | 710 | 1.526 | 2.459 | 952 | 1.125 |
1 Die einjährige variable Vergütung umfasst für 2016 nur bei Dr. Marcus Chromik und Michael Mandel den STI in bar, da nur bei ihnen der Bemessungszeitraum ausschließlich auf das Jahr 2016 entfällt.Bei den übrigen Vorstandsmitgliedern wird für 2016 auch das Vorjahr berücksichtigt, weshalb auch diese Komponente unter der mehrjährigen variablen Vergütung gezeigt wird. Der Bemessungszeitraum des STI 2015 in bar umfasste hingegen bei allen Vorstandsmitgliedern ausschließlich das Jahr 2015.
Die Laufzeiten des LTI 2015 und des LTI 2016 in virtuellen Aktien sowie der LTI-Bar-Komponenten enden jeweils am 31. Dezember. Der tatsächliche Zufluss im Folgejahr ist nach dem DCGK dennoch bereits für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr anzugeben. Die übrigen Komponenten in virtuellen Aktien berücksichtigen hingegen die Kursentwicklung bis kurz vor dem Auszahlungszeitpunkt und sind daher erst als Zufluss im Jahr der Auszahlung anzugeben.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung 2012 und 2013 verzichtet.
Für die beim STI und LTI in virtuellen Aktien für das Jahr 2016 angegebenen Maximalbeträge wurde ein zukünftig konstanter Aktienkurs unterstellt. Die angegebenen Maximalbeträge können theoretisch durch positive Aktienkursentwicklungen überschritten werden.
Die nach Feststellung des Jahresabschlusses 2015 fälligen LTI-Komponenten 2012 haben einen Wert von 0 Euro: Alle Vorstandsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf die EVA-abhängigen STI- und LTI-Komponenten verzichtet. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro.
Als Versorgungsaufwand ist der Dienstzeitaufwand nach IAS 19 anzugeben.
Frank Annuscheit
Chief Operating Officer
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 124 | 124 | 124 | 82 | 124 | 82 |
| Summe | 874 | 874 | 874 | 832 | 874 | 832 |
| Einjährige variable Vergütung¹ | - | - | - | 200 | - | 144 |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 1.000 | 0 | 1.500 | 800 | 294 | 151 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | 151 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 100 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 200 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 200 | 0 | 300 | - | 124 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | 70 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Summe | 1.874 | 874 | 2.374 | 1.832 | 1.168 | 1.127 |
| Versorgungsaufwand⁶ | 454 | 454 | 454 | 199 | 454 | 199 |
| Gesamtvergütung | 2.328 | 1.328 | 2.828 | 2.031 | 1.622 | 1.326 |
Markus Beumer
Mittelstandsbank (bis 31. Oktober 2016)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 625 | 625 | 625 | 750 | 625 | 750 |
| Nebenleistungen | 69 | 69 | 69 | 77 | 69 | 77 |
| Summe | 694 | 694 | 694 | 827 | 694 | 827 |
| Einjährige variable Vergütung¹ | - | - | - | 200 | - | 134 |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 834 | 0 | 1.250 | 800 | 228 | 131 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | 131 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 89 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 200 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 167 | 0 | 250 | - | 75 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 167 | 0 | 250 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | 64 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | 250 | 0 | 375 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 250 | 0 | 375 | - | - | - |
| Summe | 1.528 | 694 | 1.944 | 1.827 | 922 | 1.092 |
| Versorgungsaufwand⁶ | 352 | 352 | 352 | 146 | 352 | 146 |
| Gesamtvergütung | 1.880 | 1.046 | 2.296 | 1.973 | 1.274 | 1.238 |
Dr. Marcus Chromik
Chief Risk Officer (seit 1. Januar 2016)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | - | 750 | - |
| Nebenleistungen | 84 | 84 | 84 | - | 84 | - |
| Summe | 834 | 834 | 834 | - | 834 | - |
| Einjährige variable Vergütung¹ | 200 | 0 | 300 | - | 118 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 800 | 0 | 1.200 | - | - | - |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2016 in bar (siehe einjährige variable Vergütung) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.1 2.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Summe | 1.834 | 834 | 2.334 | - | 952 | - |
| Versorgungsaufwand⁶ | 306 | 306 | 306 | - | 306 | - |
| Gesamtvergütung | 2.140 | 1.140 | 2.640 | - | 1.258 | - |
Stephan Engels
Chief Financial Officer
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 114 | 114 | 114 | 109 | 114 | 109 |
| Summe | 864 | 864 | 864 | 859 | 864 | 859 |
| Einjährige variable Vergütung¹ | - | - | - | 200 | - | 144 |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 1.000 | 0 | 1.500 | 800 | 279 | 131 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | 131 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 89 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 200 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 200 | 0 | 300 | - | 126 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | 64 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.1 2.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Summe | 1.864 | 864 | 2.364 | 1.859 | 1.143 | 1.134 |
| Versorgungsaufwand⁶ | 311 | 311 | 311 | 317 | 311 | 317 |
| Gesamtvergütung | 2.175 | 1.175 | 2.675 | 2.176 | 1.454 | 1.451 |
Michael Mandel
Privatkund und Unternehmerkunden (seit 23. Mai 2016)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 456 | 456 | 456 | - | 456 | - |
| Nebenleistungen | 58 | 58 | 58 | - | 58 | - |
| Summe | 514 | 514 | 514 | - | 514 | - |
| Einjährige variable Vergütung¹ | 122 | 0 | 183 | - | 76 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 486 | 0 | 729 | - | - | - |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2016 in bar (siehe einjährige variable Vergütung) | - | - | - | - | - | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 122 | 0 | 183 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | 182 | 0 | 273 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 182 | 0 | 273 | - | - | - |
| Summe | 1.122 | 514 | 1.426 | - | 590 | - |
| Versorgungsaufwand⁶ | 175 | 175 | 175 | - | 175 | - |
| Gesamtvergütung | 1.297 | 689 | 1.601 | - | 765 | - |
Michael Reuther
Firmenkunden, Group Treasury
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 125 | 125 | 125 | 104 | 125 | 104 |
| Summe | 875 | 875 | 875 | 854 | 875 | 854 |
| Einjährige variable Vergütung¹ | - | - | - | 200 | - | 154 |
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | 1.000 | 0 | 1.500 | 800 | 265 | 151 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | - | 151 |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | - | 93 | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | 200 | - | - |
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | 200 | 0 | 300 | - | 102 | - |
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | - | - | - | - | - | 0 |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | 70 | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Summe | 1.875 | 875 | 2.375 | 1.854 | 1.140 | 1.159 |
| Versorgungsaufwand⁶ | 497 | 497 | 497 | 200 | 497 | 200 |
| Gesamtvergütung | 2.372 | 1.372 | 2.872 | 2.054 | 1.637 | 1.359 |
Dr. Stefan Schmittmann
Chief Risk Officer (bis 31. Dezember 2015)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Minimalwert | Maximalwert | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Festvergütung | ||||||
| Nebenleistungen | ||||||
| Summe | ||||||
| Einjährige variable Vergütung¹ | ||||||
| Mehrjährige variable Vergütung¹‚² | ||||||
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | ||||||
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | ||||||
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | ||||||
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | ||||||
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018)⁴ | ||||||
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ | ||||||
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | ||||||
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | ||||||
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | ||||||
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | ||||||
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | ||||||
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | ||||||
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | ||||||
| LTI 2016 in bar (bis 31.12.2021) | ||||||
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022)⁴ | ||||||
| Summe | ||||||
| Versorgungsaufwand⁶ | ||||||
| Gesamtvergütung | ||||||
| -------- | -------------------- | ----------------- | ------ | ------ | ||
| Festvergütung | - | - | - | 750 | ||
| Nebenleistungen | - | - | - | 91 | ||
| Summe | - | - | - | 841 | ||
| Einjährige variable Vergütung¹ | - | - | - | 200 | ||
| Mehrjährige variable Vergütung¹,2 | - | - | - | 800 | ||
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | ||
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 96 | ||
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | 200 | - | ||
| STI 2016 in bar (1.1.2015 bis 31.12.2016) | - | - | - | - | ||
| STI 2016 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | ||
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | ||
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | ||
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | 67 | ||
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | ||
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | - | ||
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | - | ||
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | - | - | 300 | - | ||
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2021) | - | - | 300 | - | ||
| LTI 2016 in bar (bis 31.1 2.2021) | - | - | - | - | ||
| LTI 2016 in virtuellen Aktien (bis 31.1 2.2022) | - | - | - | - | ||
| Summe | - | - | 1.841 | 163 | ||
| Versorgungsaufwand6 | - | - | 620 | - | ||
| Gesamtvergütung | - | - | 2.461 | 163 |
Aufsichtsrat
Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2016
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 20. April 2016 beschlossen. Die Regelungen fanden mit Wirkung zum 1. Januar 2016 erstmals Anwendung.
Nach dem neuen Vergütungssystem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 80 Tsd. Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte dieser Vergütung. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und für die Mitgliedschaft im Risikoausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder jeweils zusätzlich eine Vergütung von jährlich 30 Tsd. Euro. Für die Mitgliedschaft in einem anderen Aufsichtsratsausschuss, der mindestens einmal im Kalenderjahr tagt, erhalten die Ausschussmitglieder zusätzlich eine Vergütung von jährlich 20 Tsd. Euro. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte dieser Beträge. Diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt, wobei die drei am höchsten vergüteten Ämter herangezogen werden.
Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem Aufsichtsratsausschuss angehört haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine im Verhältnis der Zeit geringere anteilige Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung oder Telefonkonferenz des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Für mehrere Sitzungen oder Telefonkonferenzen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Grundvergütung, die Ausschussvergütung und das Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zahlbar. Die Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung oder den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden werden in angemessenem Umfang personelle und sachliche Ausstattung zur Verfügung gestellt sowie insbesondere Reisekosten für durch seine Funktion veranlasste Repräsentationsaufgaben und Kosten für aufgrund seiner Funktion gebotene Sicherheitsmaßnahmen erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2016 damit eine Vergütung von netto insgesamt 2.944,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.019,3 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grundvergütung 1.840,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.120,8 Tsd. Euro, wovon 201,0 Tsd. Euro variable Vergütung waren) und auf die Ausschussvergütung 716,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 420,0 Tsd. Euro). Auf das Sitzungsgeld entfallen 388,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 478,5 Tsd. Euro).
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
| Tsd. € | Grundvergütung¹ | Ausschussvergütung¹ | Variable Vergütung | Sitzungsgeld | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klaus-Peter Müller | 2016 | 240,0 | 125,9 | - | 24,0 | 389,9 |
| 2015 | 120,0 | 80,0 | 30,0 | 43,5 | 273,5 | |
| Uwe Tschäge | 2016 | 160,0 | 60,0 | - | 22,5 | 242,5 |
| 2015 | 80,0 | 40,0 | - | 18,0 | 36,0 | |
| Hans-Hermann Altenschmidt | 2016 | 80,0 | 70,0 | - | 30,0 | 180,0 |
| 2015 | 40,0 | 60,0 | - | 15,0 | 43,5 | |
| Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30. April 2015) | 2016 | - | - | - | - | - |
| 2015 | 13,2 | 0,0 | 2,0 | 7,5 | 22,7 | |
| Gunnar de Buhr | 2016 | 80,0 | 50,0 | - | 19,5 | 149,5 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 24,0 | |
| Stefan Burghardt | 2016 | 80,0 | 20,0 | - | 16,5 | 116,5 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 15,0 | |
| Sabine Ursula Dietrich (seit 30. April 2015) | 2016 | 80,0 | 20,0 | - | 16,5 | 116,5 |
| 2015 | 26,7 | 0,0 | - | 4,0 | 9,0 | |
| Karl-Heinz Flöther | 2016 | 80,0 | 30,0 | - | 24,0 | 134,0 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 27,0 | |
| Dr. Markus Kerber | 2016 | 80,0 | 70,0 | - | 16,5 | 166,5 |
| 2015 | 40,0 | 60,0 | - | 15,0 | 34,5 | |
| Alexandra Krieger | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 16,5 | 96,5 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 15,0 | |
| Oliver Leiberich | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 16,5 | 96,5 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 16,5 | |
| Dr. Stefan Lippe | 2016 | 80,0 | 30,0 | - | 19,5 | 129,5 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 21,0 | |
| Beate Mensch | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 13,5 | 93,5 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 15,0 | |
| Anja Mikus (seit 30. April 2015) | 2016 | 80,0 | 24,8 | - | 16,5 | 121,3 |
| 2015 | 26,7 | 0,0 | - | 4,0 | 9,0 | |
| Dr. Roger Müller | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 15,0 | 95,0 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 16,5 | |
| Dr. Helmut Perlet | 2016 | 80,0 | 90,0 | - | 24,0 | 194,0 |
| 2015 | 40,0 | 60,0 | - | 15,0 | 31,5 | |
| Barbara Priester | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 15,0 | 95,0 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 13,5 | |
| Mark Roach | 2016 | 80,0 | 0,0 | - | 15,0 | 95,0 |
| 2015 | 40,0 | 0,0 | - | 6,0 | 15,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30. April 2015) | 2016 | - | - | - | - | - |
| 2015 | 13,2 | 0,0 | 2,0 | 9,0 | 24,2 | |
| Margit Schoffer | 2016 | 80,0 | 30,0 | - | 24,0 | 134,0 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 27,0 | |
| Nicholas Teller | 2016 | 80,0 | 65,3 | - | 21,0 | 166,3 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 24,0 | |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | 2016 | 80,0 | 30,0 | - | 22,5 | 132,5 |
| 2015 | 40,0 | 20,0 | - | 9,0 | 25,5 | |
| Gesamt | 2016 | 1.840,0 | 716,0 | - | 388,5 | 2.944,5 |
| 2015 | 919,8 | 420,0 | 201,0 | 478,5 | 2.019,3 |
¹ Im Vergütungsbericht 2015 wurde die Grundvergütung gemeinsam mit der Ausschussvergütung unter "Feste Vergütung" in einer Summe ausgewiesen.
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2016 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats
Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2043 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,9 % herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 2.713 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 2.961 Tsd. Euro. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.
Sonstige Angaben
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("DSO"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.
Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft
Nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen sowie von Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen. Danach sind Eigengeschäfte dieser Personen mit Aktien oder Schuldtiteln der Commerzbank Aktiengesellschaft oder damit verbundener Derivate oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten meldepflichtig, nachdem innerhalb eines Kalenderjahres ein Gesamtvolumen von 5 Tsd. Euro erreicht worden ist. Die Meldepflicht bezieht sich auf Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im Jahr 2016 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sowie mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen keine entsprechenden Geschäfte ("Managers Transactions") gemeldet. Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2016 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Angaben gemäß § 289 des Handelsgesetzbuchs (HGB)
Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des Grundkapitals
Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1.252.357.634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1.252.357.634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt.
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.# Befugnisse des Vorstands
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569.253.470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2016 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13.600.000.000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden.
Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569.253.470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen. Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 31 und 32.
Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots
Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.
Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte
Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.
Weitere nach § 289 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.
Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB
Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt.
In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf Seite 43 ff. entnommen werden.
Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten.
Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien
In § 289 Abs. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.
Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
- Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
- Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
- Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung
Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).
Organisation
Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist die Schriftlich Fixierte Ordnung (SFO). Die SFO ist als die nachvollziehbare sowie laufend zu aktualisierende Darstellung der Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich des Kompetenzgefüges eines Unternehmens definiert.
Als Teil der SFO legt das Governance Framework für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis.
Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
- Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
- Geschäftsordnungen
- Organigramme
- Geschäftsaufträge
- Kompetenzregelungen
Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.
In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS beim Gesamtvorstand. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse.
Dem Gesamtvorstand obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses. In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt.# Interne Kontrollsysteme (IKS)
Der Prüfungsausschuss unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel.
Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.
Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.
Kontrollen zur Risikominimierung
Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.
Überwachung durch Group Audit
Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.
GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.
Prozess der Finanzberichterstattung
Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Seit 2015 erfolgt der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland mit einer neuen Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten.
Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden.
Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung. Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.
Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung
Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurde das Control Environment Finance (CEF) fest in Group Finance implementiert. Basis für CEF ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
- Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
- Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
- Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt. Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.
Sonstiges
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.
Corporate-Governance-Bericht und Angaben gemäß § 289a HGB
Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird und erläutert, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Internetseiten der Commerzbank (http://www.commerzbank.de) veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002.# Corporate Governance Bericht
Die aktuelle Erklärung wurde im November 2016 abgegeben.
Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:
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Nummer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf den Internetseiten der Commerzbank veröffentlicht.
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Gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Kernbestandteile des Vorstandsvergütungssystems der Bank sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Bei der variablen Vergütung ermittelt der Aufsichtsrat nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis vorab vereinbarter Ziele einen Gesamtzielerreichungsbetrag. Für diesen Gesamtzielerreichungsbetrag gilt eine Obergrenze in Höhe des 1,4-Fachen der nach den Bestimmungen der Institutsvergütungsverordnung ermittelten Fixvergütung. Bis zu 50 % des Gesamtzielerreichungsbetrages werden in virtuellen Commerzbank-Aktien geleistet; dafür gelten überwiegend ein Zurückbehaltungszeitraum von 5 Jahren und eine Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Am Ende der Wartefrist wird der Gegenwert der virtuellen Commerzbank-Aktien - vorbehaltlich verschiedener Prüfschritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit - in bar ausgezahlt. Kursveränderungen der Aktie während dieses Zeitraumes lassen die Zahl der zu gewährenden virtuellen Aktien unberührt und verändern somit den Auszahlungsbetrag. Dieser Betrag ist höhenmäßig nicht begrenzt. Nach dem Konzept des Vergütungssystems sollen die Vorstandsmitglieder als Element einer nachhaltigen Vergütung ab Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages im Hinblick auf die Entwicklung der virtuellen Aktien im Risiko sein. Die Begrenzung der Chance auf Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung wäre insbesondere vor dem Hintergrund, dass keine Begrenzung für Kursverluste vorgesehen ist, nicht angemessen.
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In Bezug auf die Vorstandsvergütung soll gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter variabler Vergütungsteile ausgeschlossen sein. Nach dem Aktiengesetz soll der Aufsichtsrat für außerordentliche Entwicklungen die Möglichkeit vereinbaren, die variable Vergütung des Vorstands zu begrenzen. Demgemäß ist der Aufsichtsrat der Commerzbank berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstige Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren, wobei in jedem Fall die Obergrenze der variablen Vergütung zu beachten ist.
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Der Kodex empfiehlt in Nummer 4.2.3 Abs. 3, dass der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen zugunsten des Vorstands das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll. Die Altersversorgung des Vorstands beruht auf einer beitragsorientierten Leistungszusage, für die kein konkretes Versorgungsniveau definiert wird. Vielmehr hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf einen jährlichen Versorgungsbaustein, dessen Höhe sich nach einem festen Prozentsatz des Jahresgrundgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds bemisst. Erhöhungen des festen Jahresgrundgehalts führen nur dann zu einer Erhöhung des Versorgungsbausteins, wenn der Aufsichtsrat dies ausdrücklich beschließt. Nach Definition des Prozentsatzes - und bei Nichtberücksichtigung sonstiger versicherungsmathematischer Einflüsse - hängt die letztendliche Höhe der erzielten Altersversorgungsansprüche eines Vorstandsmitglieds somit allein von der Dauer der Vorstandszugehörigkeit ab. Durch die Zuwendung eines festen Prozentsatzes des jeweiligen Jahresgrundgehalts wird für den Aufsichtsrat der jährliche und langfristige Aufwand für die Gesellschaft transparent. Der tatsächliche jährliche Aufwand für die Gesellschaft hängt von versicherungsmathematischen Einflüssen ab. Der Verzicht auf die Definition eines angestrebten Versorgungsniveaus im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine beitragsorientierte Leistungszusage entspricht der sich vermehrt durchsetzenden Unternehmenspraxis.
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Nach Nummer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz soll der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung von Stellen in der Geschäftsleitung bei Kreditinstituten unterstützen. Diese Aufgabe wurde bei der Commerzbank früher vom Präsidialausschuss wahrgenommen, dem auch Arbeitnehmervertreter angehörten. Um die etablierte Commerzbank-Praxis der Beteiligung von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern bei der Auswahl von Bewerbern für den Vorstand beizubehalten, sind zwei Mitglieder des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Commerzbank Arbeitnehmervertreter.
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Gemäß Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank benennt für seine Zusammensetzung regelmäßig konkrete Ziele und berücksichtigt dabei die in Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 genannten Kriterien. Lediglich eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat nicht festgelegt. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist über die Fortsetzung der Zugehörigkeit häufig individuell in Bezug auf das jeweilige Aufsichtsratsmitglied zu entscheiden; eine Regelgrenze würde hier zu einer nicht sachgerechten Einschränkung führen. Auch im Hinblick auf Diversity kann eine unterschiedliche Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder Vorteile bieten.
Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:
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Abweichend von Nummer 2.3.2 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
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In Nummer 2.3.3 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Die Commerzbank überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. So haben die Aktionäre die Möglichkeit, unbelastet von einer weitgehend öffentlichen Übertragung mit der Verwaltung zu diskutieren.
Vorstand
Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.
Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht des Konzerns auf Seite 5 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf Seite 8 ff. ausführlich dargestellt.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 12 bis 14 im Geschäftsbericht des Konzerns dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 11 im Geschäftsbericht des Konzerns. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.# 5.4.1 Abs. 2 des Kodex
Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:
Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Dabei soll auch auf besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren Wert gelegt werden. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens 8 von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als 2 ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern ausüben. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats gilt eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren. Die genannten Ziele berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat achtet auf Vielfalt (Diversity) bei seiner Zusammensetzung. Der Aufsichtsrat der Commerzbank besteht aus 20 Mitgliedern. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets zumindest ein internationaler Vertreter angehört. Zudem achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Am 31. Dezember 2016 gehörten 7 Frauen dem Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft an, davon 3 aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 35 %. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, diese Anzahl zu wahren, zumindest aber den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind bestrebt, den aktuellen Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter zukünftig mindestens aufrechtzuerhalten.
Der Aufsichtsrat hat gemäß Nummer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört.
Im Geschäftsjahr 2016 überprüfte der Aufsichtsrat gemäß Nummer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und insgesamt ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.
Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr haben Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt drei Beschlussvorschlägen einen potenziellen Interessenkonflikt im Sinne von Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt. Wie von § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung vorgesehen, haben die betreffenden Aufsichtsratsmitglieder in diesen Fällen an der Beschlussfassung nicht teilgenommen beziehungsweise sich zusätzlich bereits an der dem Beschluss vorausgehenden Diskussion nicht beteiligt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf Seite 20 ff. detailliert erläutert.
Diversity
Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene
Der Vorstand ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen, die gemäß § 25 Abs. 1 EGAktG nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern darf.
Der Gesamtvorstand hat sich frühzeitig mit der genannten Regelung befasst und bereits im März 2015 die Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank Aktiengesellschaft (bezogen auf das Inland) benannt, die den damaligen Istquoten per Ende Dezember 2014 entsprachen.
Für die erste Führungsebene lag die Zielquote bei 8,6 %, für die zweite Führungsebene bei 14,6 %. Als Fristende wurde der 30. Juni 2017 festgelegt. Die Commerzbank hat sich bewusst für diese "konservativen" Quoten entschieden, um der gesetzlichen Regelung zu entsprechen und gleichzeitig die unternehmerische Freiheit zu wahren. Denn für die Bank ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern - unabhängig von gesetzlichen Regelungen.
Zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands gehörten zum Berichtsstichtag 33 Personen, von denen 28 männliche und 5 weibliche Führungskräfte sind. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 15,2 %.
Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes umfasste 370 Personen, von denen 315 männliche und 55 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin zum Berichtsstichtag 14,9 %.
Zielquote auf Vorstandsebene
Im Hinblick auf die festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich der Aufsichtsrat das Ziel gesetzt, Frauen in den Vorstand zu berufen. Deshalb begleitet er die Maßnahmen des Vorstands zur Erhöhung des Anteils von Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene und damit auch den systematischen Aufbau geeigneter Kandidatinnen für die Berufung in den Vorstand.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat die Zielquote für den Anteil der Frauen im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf "0" festgelegt. Unter Würdigung der bestehenden Verhältnisse war es dem Aufsichtsrat nicht möglich, eine höhere Zielquote für diesen Zeitraum verbindlich festzulegen. Diese Entscheidung wurde auch von der Überzeugung geleitet, dass eine Position alleine nach Qualifizierung und Kompetenz besetzt werden soll - unabhängig vom Geschlecht.
Die Bemühungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Qualifizierung von Frauen für eine Berufung in den Vorstand waren erfolgreich. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 6. März 2016 wurde Frau Dr. Orlopp zum Mitglied des Vorstands der Commerzbank bestellt. Zuvor war Frau Dr. Orlopp Bereichsvorstand der Group Development & Strategy bei der Commerzbank. Die Wirksamkeit ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied ist aufschiebend bedingt durch die Zustimmung der Europäischen Zentralbank, die bislang noch nicht vorliegt, aber für November 2017 erwartet wird. Bis zur Erteilung der Zustimmung nimmt Frau Dr. Orlopp ihre Aufgaben als Generalbevollmächtigte der Commerzbank wahr. Nach dem Wirksamwerden der Vorstandsbestellung von Frau Dr. Orlopp wird der Anteil von Frauen im Vorstand 14,3 % betragen.
Das Thema "Frauenförderung" ist für die Commerzbank auch ungeachtet der gesetzlichen Regelungen seit vielen Jahren sehr wichtig. Der Vorstand initiierte im Jahr 2010 das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Auf dieser Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen informiert. Das obere Management in allen Banksegmenten verantwortet die nachhaltige Umsetzung der Ziele. Durch das Projekt "Frauen in Führungspositionen" konnte der Frauenanteil über alle Führungspositionen im Konzern auf mehr als 29,8 % gesteigert werden.
Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung, das Programm "Keep in Touch" als Maßnahme zur Kontaktpflege für die Dauer der Elternzeit und das Comeback-Plus-Programm zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zur Kinderbetreuung, Vermittlung von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005 ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Mitarbeiterkinder geöffnet.# Kids & Co.
"Kids & Co." verfügt über Krippen- (Betreuung für Kinder von 9 Wochen bis 3 Jahre) und Kindergarteneinrichtungen (Betreuung für Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt) sowie seit dem Jahr 2011 auch über einen Schülerhort. Ferner können Mitarbeiter seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippen- und Kindergartenbereich bundesweit an insgesamt 23 Standorten nutzen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen finanziellen Engagement und bietet aktuell insgesamt circa 300 Kinderbetreuungsplätze an. Zudem können die Mitarbeiter bundesweit eine spontane Kinderbetreuung und Ferienbetreuung an derzeit 19 Standorten nutzen.
Bilanzierung
Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt; Jahresabschluss und Lagebericht der Commerzbank Aktiengesellschaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB). Konzernabschluss sowie Jahresabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Zum Lagebericht gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf Seite 43 ff. dieses Berichts abgedruckt. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation
Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrags der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge. Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - viermal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter http://www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung. Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.
Geschäft und Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft verzeichnete 2016 das schwächste Wachstum seit der Finanzmarktkrise 2007/08. Die Wirtschaft in den Schwellenländern litt weiterhin unter der Korrektur der makroökonomischen und finanziellen Exzesse, die durch mehr als sieben Jahre günstigen Refinanzierungsbedingungen entstanden sind. Dies gilt insbesondere für China, wo die Wirtschaft 2016 noch etwas schwächer gewachsen ist als 2015. In den Rohstoff produzierenden Ländern hat die Erholung der Rohstoffpreise für etwas Erleichterung gesorgt. In den Industrieländern hat sich das Wirtschaftswachstum 2016 merklich verlangsamt. In den USA fiel das Plus mit 1,6 % einen vollen Prozentpunkt niedriger aus als 2015. Gemessen am langfristigen Wachstumspotenzial der US-Wirtschaft und angesichts der inzwischen nahezu erreichten Vollbeschäftigung ist dies allerdings immer noch ein gutes Ergebnis. Die Arbeitslosenquote ist wieder auf das Niveau vor der tiefen Rezession 2007/09 gesunken. Die zunehmende Konkurrenz um Arbeitskräfte lässt die Löhne inzwischen wieder stärker steigen. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im Dezember 2016 den Zielkorridor für die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte auf 0,50 % bis 0,75 % erhöht. Die Wirtschaft im Euroraum ist 2016 mit 1,7 % etwas stärker gewachsen als 2015, wenn man Irland außen vor lässt, das für 2015 ein exorbitant hohes Wachstum von 26 % ausweist. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem von der lebhaften Konsumnachfrage der privaten Haushalte und des öffentlichen Sektors. Dagegen hat das Exportwachstum deutlich nachgelassen. Grund hierfür ist nicht nur die schwächere globale Nachfrage. Auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der im Euroraum produzierenden Unternehmen hat sich wieder leicht verschlechtert. So hat der effektive Außenwert des Euro den Rückgang Anfang 2015 inzwischen wieder zur Hälfte wettgemacht. Dank des ordentlichen Wachstums hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessert. Die Arbeitslosenquote sank von 10,5 % Ende 2015 auf 9,6 % im Dezember 2016. Doch dieser Rückgang hat nicht ausgereicht, um einen stärkeren Anstieg der Löhne zu generieren. Im Gegenteil, der Lohnauftrieb im Euroraum hat sich bis zuletzt in der Tendenz abgeschwächt. Entsprechend hat sich auch am niedrigen unterliegenden Preisauftrieb 2016 nichts geändert. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresrate des Verbraucherpreisindex ohne die stark schwankenden Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel - verharrte unter 1 %. Der verhaltene Inflationsausblick hat die EZB dazu veranlasst, den Einlagenzins noch einmal zu senken und das 2015 gestartete Anleihekaufprogramm bis mindestens Ende 2017 zu verlängern. Allerdings wird sie ab April nicht mehr monatlich Anleihen im Wert von 80 Mrd. Euro, sondern nur noch im Wert von 60 Mrd. Euro kaufen. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2016 mit 1,9 % etwas stärker als 2015 (1,7 %). Angesichts der schwächeren globalen Nachfrage und des knapper werdenden Arbeitskräfteangebots ist dies ein sehr ordentliches Ergebnis. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende mit 6,0 % auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem vom Konsum der privaten Haushalte und des Staates. Aber auch die Investitionen legten stärker zu. Die lebhaftere Binnennachfrage glich die schwächere Zunahme der Exporte mehr als aus. Die Finanzmärkte wurden auch 2016 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer. Gleichzeitig dauerte der weltweite Abwertungswettlauf an. Viele Notenbanken versuchten, durch eine Schwächung ihrer Währung die heimische Inflation anzuheizen.
Branchenumfeld
Das globale Wirtschaftswachstum blieb 2016 trotz der leichten Beschleunigung im zweiten Halbjahr verhalten. Besonders im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres war daher an den Finanzmärkten vor dem Hintergrund von Befürchtungen eines stärkeren Wachstumsrückgangs in China und anderen Schwellenländern Sicherheit gefragt. Zur Jahresmitte 2016 standen die Märkte im Zeichen der Referendumsentscheidung für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und durch den wachsenden Zweifel an der Wirksamkeit der sehr expansiven Geldpolitik kam es immer wieder zu Nervositäten im Finanzmarktumfeld. Der für viele Beobachter überraschende Ausgang der US-Präsidentschaftswahl beeinflusste dann die Finanzmärkte. In dem folgenden Anstieg der Renditen kam die gestiegene Erwartung einer höheren Inflation sowie einer expansiveren Fiskalpolitik in den USA zum Ausdruck.# Trotz des Ausgangs des italienischen Verfassungsreferendums konnten wichtige Aktienmärkte dann auch aufgrund der Ausweitung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank noch ein versöhnliches Ende des turbulenten Jahres 2016 erleben, zu dem auch der Kursanstieg europäischer Bankaktien beitrug. Die Risiken für die globale Wirtschaft sind dennoch nicht geringer geworden. Die noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet im gesamten Euroraum weiter auf der Ertragslage der Banken. An den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum sind Spannungen durch die expansive Geldpolitik teilweise nur überdeckt und durch den regulatorisch bedingten Rückzug der Banken kommt es auf Teilmärkten immer wieder zu Anomalien in der Preisbildung. Das erweiterte Ankaufprogramm des Eurosystems verbessert zwar die Liquiditätsposition und die Finanzierungsbedingungen der Banken, übt aber andererseits auch Druck auf die Nettozinsmarge aus und belastet somit die Ertragslage deutlich. Während die Anstrengungen der Banken hinsichtlich der Reduktion von Solvenz- und Liquiditätsrisiko gewürdigt wurden, hielten sich hartnäckig Befürchtungen hinsichtlich einer nachhaltigen Schwächung der Ertragslage des Bankensystems im Euroraum und der Fähigkeit der Institute, auskömmliche Erträge im zinsabhängigen Geschäft zu erwirtschaften. Es hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt, dass politische Überraschungen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung von Weltwirtschaft und Finanzmärkten nehmen, selbst wenn sie sich kurzfristig nicht im gleichen Maße an den Finanzmärkten oder in der Konjunktur widerspiegeln, wie es zuvor erwartet worden ist. Im Unterschied zu Risiken sind Unsicherheiten wesentlich schwerer vorherzusagen und können das Bankgeschäft in einem besonders hohen Maße beeinträchtigen, wenn die privaten Wirtschaftssubjekte ihre Nachfrage nach Finanzdienstleistungen aufgrund der Unsicherheit reduzieren. So sind zum Beispiel die globalen Investitionen auch wegen der verbreiteten Wachstumsunsicherheiten in letzter Zeit deutlich langsamer gewachsen als zuvor. Nicht zuletzt hat sich im Berichtsjahr wiederum gezeigt, welch hoher Stellenwert der Cybersicherheit zukommt. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter sind - trotz eines bereits vorhandenen ausgeprägten Verständnisses für IT-Sicherheit - eine Daueraufgabe, die der Bankensektor sehr ernst nehmen muss.
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Commerzbank sowohl Risiken als auch die Komplexität weiter verringert. So wurden neben Maßnahmen zur weiteren strategischen Fokussierung die Hypothekenbank Frankfurt wie geplant abgewickelt und die Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten verkauft. Darüber hinaus hat die Bank ihre Compliance-Funktion weiter gestärkt. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden. Für die Wahl eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden im Jahr 2018 wurden bereits die Weichen gestellt.
Änderung im Vorstand der Commerzbank
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat in seiner Sitzung am 6. März 2016 Martin Zielke zum 1. Mai 2016 als Nachfolger von Martin Blessing in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank benannt. Darüber hinaus wurde beschlossen, Michael Mandel und Dr. Bettina Orlopp in den Vorstand der Bank zu berufen. Die Entscheidung zur Berufung von Dr. Bettina Orlopp steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht. Michael Mandel hat die Nachfolge von Martin Zielke in seiner Funktion als der für das Privatkundengeschäft der Commerzbank verantwortliche Vorstand übernommen. Dr. Bettina Orlopp soll künftig für das neue Vorstandsressort Compliance, Personal und Recht zuständig sein. Mit dem neuen Ressortzuschnitt reagiert die Bank auf die starke Inanspruchnahme des Chief Operating Officers und Arbeitsdirektors Frank Annuscheit durch die Digitalisierung sowie auf die gestiegene zeitliche Beanspruchung bei Compliance- und Rechtsfragen. Zusätzlich wird damit die Bedeutung einer starken Compliance-Kultur unterstrichen. Bis zum Wirksamwerden ihrer Vorstandsbestellung wird Dr. Bettina Orlopp als Generalbevollmächtigte ihren neuen Aufgaben nachgehen. Die Geschäftsverteilung des Vorstands bleibt bis dahin unverändert.
In seiner Sitzung Ende September 2016 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank dem Wunsch von Markus Beumer entsprochen, ihn von seinem bis 31. Dezember 2020 laufenden Vertrag als Vorstand für das Segment Mittelstandsbank mit Wirkung vom 31. Oktober 2016 zu entbinden. Markus Beumer hat in den vergangenen neun Jahren als Vorstand maßgeblich daran mitgearbeitet, das Profil der Commerzbank als führende Firmenkundenbank in Deutschland und Europa weiter zu schärfen. Die Leitung des Segments Firmenkunden hat Michael Reuther übernommen.
Dr. Stefan Schmittmann ab 2018 Nachfolger des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Peter Müller
Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung im Mai 2018 vorzuschlagen, Dr. Stefan Schmittmann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Der Hauptversammlung soll zudem mitgeteilt werden, dass Dr. Stefan Schmittmann als Kandidat für den Vorsitz des Aufsichtsrats vorgeschlagen wird. Dr. Stefan Schmittmann ist Ende des Jahres 2015 aus dem Vorstand der Bank ausgeschieden und würde somit die gesetzlich vorgeschriebene Abkühlungsphase von zwei Jahren für den Wechsel in den Aufsichtsrat einhalten.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank beabsichtigt zudem, der Hauptversammlung im Mai 2017 vorzuschlagen, Dr. Tobias Guldimann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Dr. Roger Müller würde mit dem Ende der Hauptversammlung 2017 aus dem Aufsichtsrat der Bank ausscheiden. Sollte Dr. Tobias Guldimann in den Aufsichtsrat gewählt werden, plant der Aufsichtsrat, ihn für die Dauer seiner Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied zum Mitglied des Prüfungsausschusses zu bestellen.
Commerzbank hat Hypothekenbank Frankfurt AG abgewickelt
Mitte Mai hat die Commerzbank ihre 100%ige Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt AG (HF), ehemals Eurohypo AG, vollständig abgewickelt. Die Portfolios der HF aus den Bereichen Private Kunden sowie Gewerbliche Immobilien- und Staatsfinanzierung wurden auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Die HF wurde in die Servicegesellschaft "LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH" umgewandelt. Aufgabe der LSF ist es, das auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragene Portfolio an gewerblichen Immobilienkrediten im Auftrag der Commerzbank Aktiengesellschaft weitestgehend eigenverantwortlich zu bearbeiten und weiterhin abzubauen. Der mit der Abwicklung der HF notwendige Personalabbau in Eschborn konnte ohne betriebsbedingte Kündigungen realisiert werden. In Verbindung mit der Umwandlung der HF in den Servicer LSF hat die HF ihre Banklizenz und Pfandbrieflizenz zurückgegeben. Im Zuge der Transaktion wurden alle ausstehenden Pfandbriefe der HF auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Großteile der privaten Baufinanzierungsdarlehen der HF wurden in den Deckungsstock der Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Die weiterhin zum Abbau vorgesehenen gewerblichen Immobilienfinanzierungen der HF wurden hingegen nicht in den Deckungsstock der Commerzbank Aktiengesellschaft eingestellt. Die erforderliche Überdeckung wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zuzüglich eines ausreichend großen Puffers zur Steuerung des Deckungsstocks vorgehalten. Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe bilden auch künftig einen festen Bestandteil bei der langfristigen Refinanzierung der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Commerzbank stellt Geschäft in den USA neu auf
Ende Juni hat die Commerzbank entschieden, ihr Geschäft in den USA, einem der wichtigsten internationalen Standorte der Commerzbank, neu aufzustellen. Unser US-Geschäft ist das Kompetenzcenter für US-amerikanische Firmen- und institutionelle Kunden sowie für US-Töchter von nicht amerikanischen Kunden. Wir werden weiterhin US-Dollar-Kredite, Anleihen, Währungs- und andere Risikomanagementprodukte anbieten sowie den Kapitalmarktzugang für unsere Kunden sicherstellen. Für unser US-Geschäft hat die Neuaufstellung aber zweierlei Auswirkungen: Erstens haben wir die Abwicklung beziehungsweise das Clearing von kommerziellen, nicht aus den USA getätigten US-Dollar-Zahlungen für unsere Kunden an Drittbanken ausgelagert. Für unsere Kunden, die US-Dollar-Zahlungsverkehr mit der Commerzbank durchführen, wird sich dadurch nichts ändern. Wir aber können dadurch die Komplexität unseres internationalen Zahlungsverkehrsangebots reduzieren. Außerdem ist diese Entscheidung eine logische Folge unseres Bestrebens, unser weltweites Korrespondenzbankennetz zu verschlanken. Zweitens haben wir uns entschlossen, bestimmte Produkte und Services in den USA nicht mehr anzubieten, da sie lokal nicht mehr zu unserem strategischen Angebot für unsere US-Kunden zählen. Dies betrifft das Wertpapierleihe-Geschäft und strukturierte Finanzierungslösungen. Die geplante Neuaufstellung in New York wird dazu führen, dass wir die Anzahl der Stellen in New York reduzieren werden. Dies betrifft insbesondere die Backoffice-Supportbereiche, in denen etwa 100 Stellen wegfallen werden. Auf das Frontoffice entfällt nur eine kleine zweistellige Anzahl von den abzubauenden Stellen. Der Abbauprozess soll im Jahr 2018 abgeschlossen sein, dabei wird der Großteil des Abbaus bis zum Ende dieses Jahres erfolgen.
Commerzbank trifft Entscheidung zu weiterer geschäftsstrategischer Fokussierung
Die Commerzbank hat die Entscheidung getroffen, besichertes Aktiengeschäft, aus dem sich Steuervorteile ergeben können, aufzugeben. Sie untermauert damit den Anspruch ihrer Positionierung, dass alle Geschäfte nicht nur einen Beitrag zur Entwicklung der Realwirtschaft leisten, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert sein müssen.# Commerzbank
Die Bank verzichtet damit bewusst auf entsprechende Ergebnisbeiträge. Zusätzlich wurde im zweiten Quartal die zu Jahresbeginn 2016 beschlossene Verschlankung des Korrespondenzbankennetzes fortgesetzt. Die Reduzierung der Anzahl der Korrespondenzbankbeziehungen ist das Ergebnis einer laufenden Überprüfung und Optimierung unseres Geschäftsmodells. Neben Ertrags-, Kosten- und Risikogesichtspunkten spielen hier auch Compliance-Standards eine wesentliche Rolle. Für unsere Firmenkunden ist sichergestellt, dass wir weiterhin ein weltumspannendes Netz von Korrespondenzbanken unterhalten. Entsprechend werden wir auch zukünftig in der Lage sein, den export- und importorientierten Mittelstand im internationalen Außenhandelsgeschäft in die wesentlichen Märkte der Welt zu begleiten.
Commerzbank stärkt Compliance-Funktion
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Bank entscheidende Handlungsfelder zur weiteren Stärkung der Compliance-Funktion identifiziert und in allen Bereichen adressiert oder angestoßen. Es wurden mehr als 50 Mio. Euro in die Compliance-Infrastruktur investiert. Zur Entwicklung einer globalen, schlagkräftigen Compliance-Organisation und eines zukunftsfähigen Aufsatzes wurden die Bereiche "Global Financial Crime", "Regional Compliance Americas" und "Global Strategy & Steering" umstrukturiert sowie neue Einheiten (zum Beispiel Financial Crime Unit, Compliance Training, Compliance Reporting und Client Tax Compliance) implementiert. Die Compliance-Funktion wurde dadurch deutlich gestärkt. Hierzu trugen nicht nur strukturelle Veränderungen sondern auch die erfolgreiche Rekrutierung zusätzlicher, extern erfahrener Compliance-Experten in der Zentrale sowie ausländischen Standorten bei. Auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Personalstrategie wird diese Entwicklung weiter vertieft werden. Daneben hat die Bank weiterhin einen Schwerpunkt auf die Wahrung der Unabhängigkeit und der Qualität der Compliance-Funktion gesetzt. Die Unabhängigkeit von Group Compliance gegenüber den Segmenten ist im Rahmen der Governance festgelegt und durch die Eingriffsrechte des Chief Compliance Officers gewahrt. Im Rahmen des in der Bank umgesetzten Modells der "3 Verteidigungslinien" wurde die Einrichtung von sogenannten Compliance Coordination Units im Front Office (1 Verteidigungslinie) beschlossen und initialisiert. Ein weiterer Fokus lag auf der Stärkung einer einheitlichen Compliance-Kultur, die innerhalb der gesamten Bank aktiv gelebt wird. Dieses beinhaltet neben einem verbindlichen "Code of Conduct", verschiedene Compliance-Trainings, darunter auch "Lessons Learned Trainings", sowie eine verstärkte Kommunikation des Vorstands und Managements zu Compliance-Risiken ("Tone from the Top"). Im Hinblick auf die Abarbeitung der Feststellungen im Rahmen der Settlements mit verschiedenen U.S. Behörden hat die Bank einen Großteil der Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank den Zwischenbericht des vom New York State Department of Financial Services ("DFS") bestellten Monitors zum 31. Oktober 2016 erhalten und diesen mit einem Implementierungsplan ("Action Plan") sowie einem Management Oversight Plan am 30. November 2016 beantwortet.
Commerzbank schließt den Verkauf der Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten ab
Am 4. Juli 2016 hat die Commerzbank den im Dezember 2015 angekündigten Verkauf der Commerzbank International S.A. Luxemburg an Julius Bär vollzogen. Der Verkauf beinhaltet Kundenportfolios, den Übergang der Mitarbeiter sowie eine entsprechende IT-Plattform.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Commerzbank bewegte sich im Geschäftsjahr 2016 in einem für Banken weiterhin schwierigen Marktumfeld. Die Geschäftsentwicklung war insbesondere geprägt von einem anhaltend niedrigen Zinsniveau, einem volatilen Kapitalmarktumfeld und einer spürbaren Zurückhaltung der Kunden. Im Jahr 2016 hat die Commerzbank die vollständige Abwicklung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt AG (HF) durchgeführt. Diese Transaktion hatte sowohl Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als auch die Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Für das Geschäftsjahr 2016 weist die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Jahresüberschuss von 1.494 Mio. Euro aus, nachdem im Vorjahr 1.693 Mio. Euro erzielt wurden. Die einzelnen Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen - einschließlich der laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und verbundenen Unternehmen - ging gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % auf 4.766 Mio. Euro zurück. Im Zinsüberschuss war dabei ein Anstieg um 15,1 % auf 4.646 Mio. Euro zu verzeichnen, da die Erträge aus dem Deckungsvermögen zur Sicherung von Altersvorsorgeverpflichtungen anstiegen, während der Aufzinsungsaufwand für die gebildeten Pensionsrückstellungen zurückgingen. Der Hintergrund lag in einer gesetzlichen Umstellung des Basiszinssatzes von einem 7-Jahres- auf einen 10-Jahres-Durchschnitt. Gleichzeitig waren stark reduzierte Zins- und Dividendenerträge infolge der strategischen Neuausrichtung des Investmentbankings sowie ein vermindertes Realisierungsergebnis aus Forderungen und Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.
Der Provisionsüberschuss lag mit 2.464 Mio. Euro um 8,4 % unter dem Vorjahresniveau. Im Wertpapiergeschäft mit Privatkunden gingen die Provisionen infolge der unsicheren Märkte zurück. Zudem war im Dokumenten- und Auslandsgeschäft mit Firmenkunden sowie im Konsortialgeschäft ein Rückgang zu verzeichnen.
Der Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands belief sich im Berichtsjahr auf - 203 Mio. Euro, nachdem er im Vorjahr bei - 191 Mio. Euro gelegen hatte.
Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg im Berichtszeitraum auf 84 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf höhere Nettoauflösungen von Rückstellungen zurückzuführen war.
Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich im Berichtsjahr auf 601 Mio. Euro. Diese konnten nur teilweise durch Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 265 Mio. Euro kompensiert werden, sodass sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Nettoaufwand aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 336 Mio. Euro ergab.
Der Verwaltungsaufwand stieg im Berichtsjahr um 1,4 % auf 5.496 Mio. Euro. Dabei nahm der Personalaufwand - vornehmlich aufgrund höherer Aufwendungen zur Altersvorsorge - um 2,3 % auf 3.172 Mio. Euro zu. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 2.324 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 24,2 % auf 411 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte dabei auf höheren Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte.
Während im Ergebnis des Vorjahres Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von 846 Mio. Euro ausgewiesen wurden, ergaben sich für das Berichtsjahr Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von - 3.228 Mio. Euro.
Als Resultat der beschriebenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erzielte die Commerzbank Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von - 1.835 Mio. Euro, nach 2.051 Mio. Euro im Vorjahr. Im Berichtszeitraum fiel ein außerordentliches Ergebnis von 3.697 Mio. Euro an. Dies resultierte insbesondere aus einem Anwachsungsgewinn aus der Migration der Hypothekenbank Frankfurt AG. Der Steueraufwand belief sich für das Berichtsjahr auf 368 Mio. Euro, nach 232 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg entfiel dabei fast vollständig auf höhere Steuern vom Einkommen und Ertrag. Für das Geschäftsjahr 2016 ergab sich somit ein Jahresüberschuss von 1.494 Mio. Euro, nach 1.693 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres wird hälftig in Höhe von 747 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von 747 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn soll - vorbehaltlich der Zustimmung der Entscheidungsgremien - zur weiteren Stärkung der Gewinnrücklagen verwendet werden.
Bilanz
Die Bilanzsumme der Commerzbank Aktiengesellschaft lag mit 391,6 Mrd. Euro um 2,4 % oder 9,5 Mrd. Euro unter dem Jahresultimo 2015. Im Berichtsjahr hat die Commerzbank die vollständige Abwicklung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt AG (HF) durchgeführt. Die Portfolios der HF aus den Bereichen Private Kunden, Gewerbliche Immobilien- und Staatsfinanzierung wurden auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen, was zu diversen Bilanzbestandsveränderungen - insbesondere bei Forderungen an Kunden, aus Immobilienfinanzierungen, bei Anleihen und Schuldverschreibungen sowie begebenen Pfandbriefen - führte.
Auf der Aktivseite stieg die Barreserve kräftig um 8,2 Mrd. Euro auf 30,6 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2015 stand insbesondere im Zusammenhang mit höheren Anlagen bei Zentralbanken. Die Forderungen an Kreditinstitute gingen gegenüber dem Vorjahresultimo um 31,9 Mrd. Euro auf 55,5 Mrd. Euro zurück. Ursächlich war ein deutlicher Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos. Demgegenüber stiegen die Forderungen an Kunden mit 189,8 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag um 16,1 Mrd. Euro an. Ursächlich hierfür war ein deutlicher Anstieg der Grund-und Hypothekendarlehen um 13,2 Mrd. Euro.# Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere
Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erhöhten sich um 13,4 Mrd. Euro auf 44,3 Mrd. Euro. Der Anstieg resultierte aus höheren Beständen an Anleihen und Schuldverschreibungen des Anlagebestands. Der Handelsbestand der Aktiva wies ein Volumen von 54,5 Mrd. Euro aus, nach 67,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang wurde durch die Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten und geringeren Schuldverschreibungen sowie festverzinslichen Wertpapieren verursacht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen lagen mit 8,0 Mrd. Euro auf dem Niveau des Jahresultimos 2015.
Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere im Zusammenhang mit der Reduzierung von Sichteinlagen sowie zurückgehendem Geldhandel -deutlich um 16,9 % auf 74,5 Mrd. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden lagen dagegen mit 211,1 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau. Während Termin- und Sichteinlagen um insgesamt 11,4 Mrd. Euro zurückgegangen sind, war ein Anstieg bei den Namenspfandbriefen zu verzeichnen. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 36,0 Mrd. Euro um 9,0 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einem Zuwachs bei den begebenen Pfandbriefen. Der Handelsbestand der Passiva wies ein Volumen von 28,8 Mrd. Euro aus, nach 32,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang um 3,3 Mrd. Euro resultierte aus geringeren negativen Marktwerten aus derivativen Geschäften sowie aus Handelsverbindlichkeiten. Die Nachrangigen Verbindlichkeiten betrugen 10,1 Mrd. Euro und lagen damit um 0,4 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Das Genussrechtskapital lag mit 0,1 Mrd. Euro um 0,7 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital betrug insgesamt 22,3 Mrd. Euro und lag damit um 5,7 % über dem Vorjahresultimo. Die außerbilanziellen Verpflichtungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Volumenanstieg: Während die Eventualverbindlichkeiten mit 33,4 Mrd. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres lagen, nahmen die unwiderruflichen Kreditzusagen um 6,6 Mrd. Euro auf 75,6 Mrd. Euro zu.
Eigenkapital
Das in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2015 um 1,2 Mrd. Euro auf 22,3 Mrd. Euro gestiegen. Die Kapitalrücklage war mit 17,2 Mrd. Euro unverändert gegenüber dem Vorjahresultimo. Das Gezeichnete Kapital ging leicht auf 1,7 Mrd. Euro zurück. Die Gewinnrücklagen lagen mit 2,7 Mrd. Euro um 1,3 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2015.
Die Bank nimmt seit dem Jahr 2007 die Befreiungsvorschriften des § 2a KWG - die sogenannte Waiver-Regelung - in Anspruch, das heißt, sie meldet der Bankenaufsicht risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten nur noch für die Institutsgruppe insgesamt. Hier lagen die Risikoaktiva per 31. Dezember 2016 bei 190,5 Mrd. Euro und damit 7,7 Mrd. Euro unter dem Niveau zum Jahresende 2015. Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Risikoaktiva aus Kreditrisiken durch ein aktives Portfoliomanagement mit voranschreitender Fokussierung des Geschäfts, verstärkt um Entlastungseffekte aus einer Verbriefung. Diese Effekte wurden zum Teil durch gestiegene risikogewichtete Aktiva bei Marktpreisrisiken und operationellen Risiken kompensiert.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schritts gegenüber dem Jahresultimo 2015 um rund 0,8 Mrd. Euro auf 26,5 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist auf 13,9 % leicht angestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 26,5 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,9 %. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt des nach unserer Interpretation vollständig umzusetzenden regulatorischen Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 12,3 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 5,4 % ("phasein") beziehungsweise bei 4,8 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis.
Resümee Geschäftslage 2016
Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2016 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus führten die für Banken umzusetzenden regulatorischen Auflagen zu Ergebnisbelastungen in unverändert materieller Größenordnung. In diesem herausfordernden Umfeld haben wir im vergangenen Jahr die gewachsene Widerstandsfähigkeit des Commerzbank-Geschäftsmodells unter Beweis gestellt und durch Kundenwachstum, Marktanteilsgewinne und den fortgesetztem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählenden Portfolios mit höherem Risikogehalt die Basis geschaffen, um in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen.
Insgesamt hat sich das operative Geschäft - trotz verschiedener positiver Effekte - im Berichtsjahr 2016 solide entwickelt. Aus Konzernsicht konnte sich die Entwicklung der Operativen Erträge nicht vollständig von den negativen Einflüssen durch das Zinsumfeld sowie zurückhaltende Kundenaktivitäten, unter anderem im Wertpapiergeschäft und bei Unternehmensfinanzierungen, abkoppeln, während die nochmals verschlechterte Lage an den Schiffsmärkten zu erhöhtem Wertberichtigungsaufwand führte.
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden haben wir die für das inländische Privatkundengeschäft gesteckten Ziele hinsichtlich Kundenwachstum, betreuten Kundenvermögen (Summe aus Kredit-, Einlagen- und Depotvolumina) sowie Kundenzufriedenheit erreicht beziehungsweise übertroffen. Die mBank konnte sich auch dank einer verbesserten Zinsmarge besser als erwartet entwickeln, weshalb negative Effekte aus der Einführung der Bankenabgabe in Polen zu einem großen Teil kompensiert wurden.
Die Aktivitäten im Segment Firmenkunden (FK) wurden im Berichtszeitraum vom Niedrigzinsumfeld und von in vielen Bereichen rückläufigen Kundenaktivitäten belastet und konnten daher entgegen der Erwartung einer stabilen Entwicklung nicht an das Operative Ergebnis aus dem Vorjahr anknüpfen.
Insgesamt lag der Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Berichtsjahr bei 1.494 Mio. Euro, nach 1.693 Mio. Euro im Vorjahr. Damit lag die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2016 im Rahmen der von uns prognostizierten Erwartungen.
Prognose- und Chancenbericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird auch 2017 sowohl von geopolitischen Risiken als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer geprägt sein. Im Fokus steht dabei weiterhin China. Dort haben die ineffizienten Staatsunternehmen ihre Investitionen weiter kräftig erhöht, obwohl ihre Gewinne nicht gestiegen sind. Finanziert werden die Investitionen von den staatlichen Banken - zulasten der gesunden privaten Unternehmen. Dies dürfte die chinesische Volkswirtschaft auf Jahre schwächen. Aber auch für die anderen Schwellenländer bleibt der Ausblick für 2017 verhalten, denn mit höheren Leitzinsen in den USA endet auch bei ihnen die Dekade des billigen Geldes. Allein in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, dürfte sich die wirtschaftliche Lage aufhellen. Denn sie sollten von der fortgesetzten Erholung der Rohstoffpreise profitieren.
In den USA rechnen wir 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 %. Die Inlandsnachfrage dürfte wieder etwas stärker zunehmen. Der Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik wird dabei noch nicht stärker zum Tragen kommen. Die im Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen dürften kaum in vollem Umfang umzusetzen sein, weil das Haushaltsdefizit dann zu stark steigen würde. Außerdem dürften die Steuern erst in der zweiten Hälfte 2017 oder Anfang 2018 sinken. Auch die Nachfragewirkungen der geplanten Infrastrukturinvestitionen werden sich wohl in Grenzen halten. Die amerikanische Notenbank wird wohl die Leitzinsen 2017 weiter erhöhen, denn die US-Wirtschaft nähert sich der Vollbeschäftigung. Die Löhne steigen bereits stärker und signalisieren eine mittelfristig höhere Inflation.
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| Reales Bruttoinlandsprodukt | Veränderung ggü. Vorjahr | 2016 | 2017¹ | 2018¹ |
|---|---|---|---|---|
| USA | 1,6 % | 2,3 % | 2,3 % | |
| Euroraum | 1,7 % | 1,8 % | 1,6 % | |
| Deutschland | 1,9 % | 1,6 % | 1,5 % | |
| Mittel- und Osteuropa | 1,1 % | 1,9 % | 2,3 % | |
| Polen | 2,8 % | 3,3 % | 2,8 % |
¹ Werte für die Jahre 2017 und 2018 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Im Euroraum dürfte die Wirtschaft 2017 trotz der ungelösten Probleme in den Schwellenländern mit 1,8 % etwas stärker wachsen als 2016. Denn die lockere Geldpolitik der EZB kommt mehr und mehr in der Realwirtschaft an. So machen die niedrigen Zinsen die immer noch hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte tragbarer. Dank des ordentlichen Wirtschaftswachstums wird die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Der schwache Lohnauftrieb dürfte hierdurch aber kaum angefacht werden. Entsprechend wird auch der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben. Dennoch wird die Entwicklung der Energiepreise die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2017 auf deutlich über 1 % steigen lassen. Das Votum der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der EU wird die Konjunktur im Euroraum nicht stärker beeinträchtigen. Zum einen werden bis zum tatsächlichen Austritt wohl noch mehrere Jahre vergehen. Zum anderen gehen wir davon aus, dass es am Ende zu einer Einigung mit der EU kommt, die die wirtschaftlichen Verwerfungen minimiert.
Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 mit 1,6 % schwächer expandieren als 2016. Doch dies ist allein auf die im Vergleich zu 2016 geringere Zahl an Arbeitstagen zurückzuführen. Getragen wird der Aufschwung weiterhin vom Konsum.# Zwar werden die Löhne wegen der höheren Inflation real schwächer steigen als 2016. Doch dank der weiter zunehmenden Beschäftigung dürfte der private Konsum ähnlich zulegen wie 2016. Aber unter der glänzenden Oberfläche kommt es zunehmend zu Fehlentwicklungen. Die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen steigen bereits seit sechs Jahren stärker als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen -treiben die niedrigen Zinsen die Preise in die Höhe. Die Zinswende in den USA und die unverändert expansive Geldpolitik der EZB werden auch 2017 das Bild an den Finanzmärkten prägen. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen dürften schwächer steigen als die Rendite entsprechender US-Papiere. Der DAX sollte 2017 unter starken Schwankungen weiter zulegen. Denn die zementierte Nullzinspolitik der EZB lässt den DAX mit einer Dividendenrendite von knapp 3 % attraktiv erscheinen, was Raum für ein weiter steigendes Kurs-Gewinn-Verhältnis schafft. Der Euro-Dollar-Wechselkurs dürfte 2017 nicht mehr stark abwerten, denn die Märkte haben bereits ausreichend viele Zinserhöhungen der US-Notenbank eingepreist.
Wechselkurse
| 31.12.2016 | 31.12.2017¹ | 31.12.2018¹ | |
|---|---|---|---|
| Euro/US-Dollar | 1,05 | 1,04 | 0,99 |
| Euro/Pfund | 0,85 | 0,87 | 0,85 |
| Euro/Zloty | 4,40 | 4,50 | 4,60 |
¹ Werte für die Jahre 2017 und 2018 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Künftige Situation der Bankbranche
Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Das weiterhin eher niedrige Zinsniveau und die verhaltene globale Wirtschaftsentwicklung prägen das internationale Umfeld des Bankgeschäfts. Erhöhte politische Unsicherheiten in den entwickelten Volkswirtschaften und andauernde Fragilität in den aufstrebenden Volkswirtschaften bergen die Gefahr, dass Risiken global sehr plötzlich neu bewertet werden und es abrupt zu Ansteckungseffekten kommt. Das neue Konjunktur- und Inflationsbild für die USA scheinen die Märkte schon weitgehend eingepreist zu haben. Die Sorgen um die Tragfähigkeit hoher öffentlicher und privater Schuldenstände flammen immer wieder auf, wodurch sich die Kreditrisiken der Banken, die bisher im hohen Maße zur Ertragstabilisierung beigetragen haben, erhöhen können; bereits jetzt zeigt sich die Aufsicht über das Ausmaß leistungsgestörter Kredite in einigen Euroländern beunruhigt. Die Niedrigzinspolitik hat in einigen Ländern eine heilsame Bilanzbereinigung behindert und die hohen Schulden werden die Konjunktur im Euroraum auf Jahre hinaus dämpfen.
Der zukünftige Kurs der Bankenregulierung auf globaler Ebene ist nach der US-Wahl zudem unsicherer geworden, Änderungen bei der Verwendung eigener Modelle zur Berechnung des Eigenkapitalbedarfs könnten negative Auswirkungen auf europäische Banken haben und regulatorische Unsicherheiten durch ausbleibende internationale Einigung können die Funktionsfähigkeit des Bankensektors belasten. Ein bevorstehendes "Ende der Ära der Regulierung", wie sie zuletzt gelegentlich postuliert wurde, ist daher nicht zu erwarten.
Politische Entwicklungen und Ereignisse haben - wie bereits erwähnt - für das Umfeld des Bankgeschäfts erheblich an Bedeutung gewonnen. Zu der Finanz- und Schuldenkrise und den wachsenden geopolitischen Risiken sind gesellschaftliche Entwicklungen wie Desintegration und Nationalismus hinzugetreten, die das Potenzial haben, wichtige Kunden der Finanzwirtschaft wie (private und unternehmerische) Investoren und Exporteure immer wieder zu verunsichern, zumal sie fundamentale Grundausrichtungen der Wirtschaftspolitik - wie den freien Welthandel und die europäische Integration - infrage stellen und disruptive Risiken schaffen. An den Märkten zeigt sich zudem eine anhaltende Unsicherheit über die Kapitalausstattung und Ertragslage der europäischen Banken. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. Es bleibt eine wesentliche Herausforderung der Banken, ihre Geschäftsmodelle - angesichts fortbestehender Überkapazitäten in einigen Ländern, auch im Zusammenspiel mit neuen technologiegetriebenen Wettbewerbern - den veränderten Bedingungen anzupassen, Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Hierzu ist es erforderlich, die Modernisierung des Bankbetriebes konsequent voranzutreiben und ausreichende Kapazitäten für die Digitalisierung bereitzustellen.
Der Bankensektor im Euroraum steckt alles in allem noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva in der immer digitalisierteren und automatisierteren Branche bleiben für den Bankensektor wichtige Voraussetzungen, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird weiter dadurch erschwert, dass der Spielraum für eine zukünftige Margenstabilisierung aufgrund des immer noch niedrigen (Neu-Anlage-)Zinsniveaus - trotz wohl leicht steigender Langfristrenditen und der leicht steileren Zinsstrukturkurve - begrenzt ist und weitere Entlastungen durch rückläufige Kreditrisikovorsorge unsicher sind. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen wird zusammen mit der weiterhin relativ geringen Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden im Wege stehen. Das Auslandsgeschäft dürfte nur begrenzte Impulse erhalten, da der Welthandel lediglich verhalten expandiert. Im Privatkundengeschäft kommen Impulse hierzulande primär von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft. Der Anpassungs- und Kostendruck im Kreditgewerbe bleibt aber alles in allem so hoch wie lange nicht.
Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen hat sich durch den neuen wirtschaftspolitischen Kurs eingetrübt. Zwar hat der Plan für die Behandlung der in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkredite für Erleichterung gesorgt. Im Zusammenhang mit der eingeführten Bankenabgabe sowie mit anderen möglichen Maßnahmen zur Erhöhung des Staatseinflusses erwarten wir dennoch Belastungen für den Bankensektor. Auch die konjunkturelle Entwicklung in Polen hat zuletzt etwas enttäuscht, was vor allem auf die schwächeren Anlageinvestitionen zurückzuführen ist, die unter anderem von geringeren EU-Mittelzuflüssen beeinträchtigt wurden. Aber auch vom Außenhandel kamen zuletzt keine Wachstumsimpulse und die Wirkung der Sozialtransfers blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz nach unten revidierter Wachstumsprognosen bleibt Polen 2017 auf einem soliden Wachstumskurs. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum sollte grundsätzlich zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die solide Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln.
Chancenmanagement in der Commerzbank
In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft spürbar verändert. Der Druck auf die Profitabilität hat sich empfindlich erhöht, sowohl bei den Erträgen als auch bei den Kosten. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen.
Die im Herbst 2016 verkündete Strategie "Commerzbank 4.0" hat drei Stoßrichtungen. Wir konzentrieren uns erstens auf Geschäfte mit klaren Wettbewerbsvorteilen und trennen uns von Randaktivitäten. Zweitens wandeln wir uns zu einem digitalen Technologieunternehmen. Und drittens gestalten wir die Bank einfacher und erhöhen so unsere Effizienz. Wir verfolgen das Ziel, die führende Bank in Deutschland zu werden - für Privat-, Unternehmer und Firmenkunden. Wir wollen ein modernes und überlegenes Angebot aus digitalen und persönlichen Dienstleistungen vorhalten, ganz nah am Kunden und für den Kunden schnell und effizient in der Abwicklung. Die Bank konzentriert ihre Kundenaktivitäten künftig in zwei starken Vertriebssegmenten - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden wird bis 2020 zur ersten echten digitalen Multikanalbank in Deutschland. Kernpunkte sind dabei digitale und analoge Leistungsangebote, neue Vertriebsplattformen und ein differenziertes Filialkonzept. Unser Filialnetz mit rund 1.000 Standorten behält seine ganz zentrale Rolle. Durch die Kombination digitaler Plattformstrategien mit modernen Filialformaten wollen wir schneller wachsen. Mit der Ende vergangenen Jahres eingeführten Vertriebsanwendung "ONE" haben wir eine einheitliche technische Plattform für den Online- und Filialvertrieb geschaffen. Flagship-Filialen mit Beratungsschwerpunkt und City-Filialen mit effizientem Kundenservice bei reduzierter Infrastruktur und Betriebskosten sichern eine breite Marktabdeckung.# Um bis 2020 zwei Millionen Nettoneukunden auf dem deutschen Markt zu gewinnen, bietet die Bank attraktive Produkte wie den digitalen Ratenkredit und digitales Asset-Management an und kooperiert mit Partnern wie Tchibo, Amazon und Lufthansa. Unternehmerkunden werden in einem eigenen Geschäftsfeld im Segment Privat- und Unternehmerkunden betreut. Wir kombinieren die Stärken des Know-hows aus dem Privatkundengeschäft mit dem Kredit-Know-how der Mittelstandsbank. Mithilfe neuer digitaler Angebote bei gleichzeitig flächendeckender Vor-Ort-Präsenz werden wir unsere Marktanteile bei Geschäftskunden und kleineren Firmenkunden so deutlich von 5 % auf 8 % erhöhen. Die ganzheitliche Beratung berücksichtigt dabei sowohl ihre geschäftlichen als auch die privaten Belange. Im neuen Segment Firmenkunden führen wir die traditionellen Stärken der Bank im Corporate Banking - eine bundesweit flächendeckende Präsenz gepaart mit der Begleitung ins Ausland, ein einzigartiges Betreuungsmodell und ein führendes Angebot in der Handels- und Exportfinanzierung - mit dem Kapitalmarkt-Know-how unserer Investmentbank zusammen. Damit schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, um auf die individuellen Bedürfnisse größerer Unternehmen mit den passenden Lösungen einzugehen. Und unser Know-how in den deutschen Schlüsselindustrien werden wir auf eine europäische Ebene heben und so stärker für internationales Wachstum nutzen. Es ist unser Ziel, der führende Anbieter von Absicherungsprodukten für Firmenkunden und das "Debt House Nr. 1" zu sein. Wir streben weltumspannend eine einheitlich hohe Betreuungsqualität an. Denn genau so, wie der Firmenkundenbetreuer in Deutschland den Einsatz von Produktspezialisten koordiniert, arbeitet er auch mit den weltweiten Client-Service-Teams der Bank zusammen. Die mehrsprachigen Relationship-Manager und Spezialisten der European Desks in ihren globalen Märkten stehen in ständigem Kontakt mit den Firmenkundenbetreuern im Heimatmarkt. Über alle Segmente hinweg werden wir die Bank zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. In den nächsten vier Jahren werden wir 80 % der relevanten Geschäftsprozesse end-to-end digitalisieren. Der digitale Campus wird zum Motor für den Umbau der Commerzbank werden, in diesem erproben und entwickeln wir neue, agile Arbeitsmethoden sowie neue Formen der Zusammenarbeit. So soll in der zweiten Jahreshälfte ein einheitliches, cloudbasiertes Customer-Relationship-Management-System für Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden eingeführt werden. Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.
Voraussichtliche Entwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft
Für das laufende Geschäftsjahr stellen wir uns auf ein weiterhin sehr anspruchsvolles Umfeld ein und rechnen mit keiner nennenswerten Entlastung aus dem Zinsumfeld. Auch wenn die zu erwartenden Erfolge aus "Commerzbank 4.0" plangemäß erst zeitverzögert in den Folgejahren sichtbar werden, streben wir für das Jahr 2017 eine verbesserte Ertrags- und Ergebnisqualität an. Bei unverändert striktem Management von operativen Aufwendungen und Risiken sollen so erste Meilensteine auf dem Weg zu höherer Profitabilität erreicht werden. Da die Steuerung der Bank über die Segmente erfolgt, stellen wir in den folgenden Abschnitten des Prognoseberichts auf die Entwicklung des Commerzbank-Konzerns ab. Hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017 folgende Entwicklung:
Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten
Im Jahr 2017 zählt die Verbesserung der Kredit-Einlagen-Relation durch konsequentes Einlagenmanagement und geschäftliches Wachstum in den Segmenten PUK und FK zu den strategischen Maßnahmen, um dem nach unserer Einschätzung nicht nachlassenden Gegenwind für Zinserträge aus extrem niedrigen Marktzinsen zu begegnen. Ferner streben wir an, Risikoaktiva effizienter zu steuern und Geschäft dort überproportional auszuweiten, wo Erträge mit einer geringeren Kapitalunterlegung generiert werden können. Zusätzlich liegt der Fokus auf margenstarken Finanzierungen wie Konsumentenkrediten, die die Commerzbank nach Auflösung des Joint Ventures mit BNP Paribas im Laufe des Jahres in die eigenen Bücher nehmen wird. Während wir im Privat- und Unternehmerkundengeschäft in Deutschland und bei der mBank von einer erneut guten Wachstumsdynamik ausgehen, bleibt das Geschäft mit Firmenkunden voraussichtlich durch die anhaltend verhältnismäßig geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen sowie gedämpfte internationale Handelsströme gebremst. Unter Ausklammerung des Zinssaldos aus Handelsaktivitäten streben wir insgesamt eine leicht positive Entwicklung des Zinsüberschusses an. Die angestrebte leichte Zunahme beim Provisionsüberschuss steht maßgeblich im Zusammenhang mit Wachstum im Wertpapiergeschäft. Hier soll der Anteil bestandsabhängiger Erträge aus mandatierten Geschäften wie dem PremiumDepot weiter gesteigert werden, sodass sich die Sensitivität gegenüber volatilen Marktentwicklungen künftig weiter vermindert. Eine Prognose des Handelsergebnisses gestaltet sich aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Hier setzt die Commerzbank ihren risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz fort, um einen möglichst stabilen Ertragsbeitrag zu erreichen. Das Ergebnis aus Finanzanlagen sowie das sonstige betriebliche Ergebnis werden im laufenden Geschäftsjahr in Summe deutlich unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahres liegen. Im Geschäftsjahr 2016 profitierten wir von signifikanten Einmalerträgen unter anderem infolge von Wertzuschreibungen auf Anleihen der Heta Asset Resolution AG, Veräußerungsgewinnen aus dem Anteilsverkauf an der Visa Europe Limited sowie außergewöhnlich günstigen Rahmenbedingungen im Immobiliengeschäft. Insgesamt wird nach unserer Erwartung - für den Fall nicht steigender Zinsen - die positive Entwicklung der Kernertragsgrößen Zins- und Provisionsüberschuss den Entfall von im Geschäftsjahr 2017 nicht wiederkehrenden Zusatzerträgen nicht vollständig kompensieren können. Daher werden die Operativen Erträge in Summe voraussichtlich hinter dem Vorjahreswert zurückbleiben. Ein deutliches Ertragsplus könnte sich in einem geändertem Zinsumfeld ergeben, in dem insbesondere die Zinssätze am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve signifikant steigen. Einem solchen Szenario messen wir gegenwärtig allerdings eine geringe Wahrscheinlichkeit bei. Die Konzern-Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2017 hängt nach unserer Einschätzung maßgeblich von der Entwicklung an den internationalen Schiffsmärkten ab. Für Schiffskredite erwarten wir eine Risikovorsorge in einer Größenordnung von 450 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro. Grundsätzlich erwarten wir bis zum Jahresende keine Verbesserung des sehr schwierigen Umfeldes. Allerdings gehen wir davon aus, dass wir wie in den Vorjahren trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen den Portfolioabbau im Segment ACR weiter vorantreiben können. Angesichts der Abdeckungsquote für Problemkredite bei Schiffsfinanzierungen von 64 % sehen wir ein weiter reduziertes Risikopotenzial. Die Risikovorsorge in den Segmenten PUK und FK wird voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen. Den Verwaltungsaufwand exklusive Restrukturierungsaufwand planen wir im Jahr 2017 auf dem Niveau des Vorjahres. Fortgesetzte Effizienzverbesserungen werden genutzt, um die Digitalisierungsoffensive in allen Bereichen des Konzerns voranzutreiben und um weitere Investitionsmaßnahmen zur Steigerung der künftigen Profitabilität umzusetzen. Ein höheres Maß an Flexibilität dient auch der Abdeckung regulatorischer Kosten wie Bankenabgaben, wo wir bis auf Weiteres mit keiner Entlastung rechnen. Hinsichtlich des Restrukturierungsaufwands in Gesamthöhe von 1,1 Mrd. Euro zur nachhaltigen Senkung der Kostenbasis auf 6,5 Mrd. Euro bis 2020 gehen wir davon aus, dass der Fortgang der Gremiengespräche, die die Umsetzung der Maßnahmen zur Komplexitätsreduktion sowie für Kapazitätsanpassungen zum Ziel haben, die zeitliche Verteilung auf die beiden Geschäftsjahre 2017 und 2018 substanziell beeinflussen kann.
Voraussichtliche Entwicklung der Segmente
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden bleibt Ertragswachstum über die Steigerung von Kundenzahlen und Geschäftsvolumina das wichtigste Ziel. Dabei stellen der konsequente Umbau zur Multikanalbank mit innovativen Filial- und Vertriebskonzepten und die Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Produkten und Prozessen einen Wettbewerbsvorteil dar, von dem wir uns weitere Marktanteilsgewinne versprechen. Wachstumspotenzial sehen wir einerseits unverändert im Kreditgeschäft mit den Schwerpunkten Immobilienfinanzierung und Konsumentenkrediten, andererseits durch eine noch stärkere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis. Darüber hinaus erwarten wir zunehmend Effizienzgewinne durch Prozessoptimierungen, zum Beispiel durch die zentrale Vertriebsplattform "ONE" sowie die Straffung der Produktpalette. Auch die mBank, die im Wettbewerbsvergleich eine der innovativsten Direktbankenplattformen betreibt, wird ihren in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Firmen- und Privatkundenstamm nochmals ausweiten und so ihre Operativen Erträge stärken.Angesichts der nach wie vor bestehenden Ungewissheit, welche regulatorischen Maßnahmen die polnische Regierung hinsichtlich der in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkredite ergreifen wird, ist ein Anstieg der Kostenbasis bei unserer polnischen Tochtergesellschaft nicht auszuschließen. Ohne Berücksichtigung der im Jahr 2016 angefallenen Einmalerträge - darunter aus dem Anteilsverkauf an der Visa Europe Limited sowie aus Immobiliengeschäften - rechnen wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden 2017 bei einem relativ stabilen Risikovorsorgeaufwand im Kreditgeschäft mit einer Erhöhung des Operativen Ergebnisses sowie der Operativen Eigenkapitalrendite. Die Aufwandsquote soll sich leicht rückläufig entwickeln. Das Segment Firmenkunden wird 2017 die verbesserte Marktstellung nach Bündelung der Stärken der ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets für die Ausweitung der Kundenbasis nutzen. Im Fokus stehen die Festigung der führenden Position in der Handelsfinanzierung sowie die Ausweitung des bestehenden Sektor-Know-hows in verschiedenen Schlüsselindustrien auf neue Kundengruppen, auch im europäischen Ausland. Die digitale Transformation der Beratungs- und Vertriebsprozesse dient dem weiteren Vertiefen der Kundenbeziehung sowie dem Erzielen von Effizienzgewinnen. Wie schon 2016, als unter anderem der Rückzug aus dem Wertpapierleihe- und Sicherheiten-Management sowie die Reduzierung der Komplexität des Bankenportfolios im Bereich Financial Institutions entschieden wurde, werden wir das Produktportfolio in allen Geschäftsfeldern auch im laufenden Jahr im Hinblick auf Kundennutzen und Ertragspotenziale und damit auf Zugehörigkeit zum Kerngeschäft untersuchen. Anfänglichen Ertragsverlusten aus aufgegebenen Aktivitäten, die dazu führen, dass die gesamten Segmenterträge im Jahr 2017 voraussichtlich leicht sinken werden, stehen signifikante mittelfristige Kosteneinsparpotenziale gegenüber. In Verbindung mit dem anhaltend herausfordernden Zins-, Kapitalmarkt- und regulatorischen Umfeld gehen wir von einem Operativen Ergebnis maximal auf Höhe des Vorjahres aus. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass es zu keiner wesentlichen Änderung bei der Kreditrisikovorsorge kommen wird. Die Operative Eigenkapitalrendite sowie die Aufwandsquote werden sich in etwa stabil entwickeln. Im Abbausegment ACR halten wir an unserer Zielsetzung fest, den Portfoliobestand in allen Geschäftsfeldern - Schiffs-, gewerbliche Immobilien- sowie Staatsfinanzierung (Public Finance) - unter der Maxime der Wertschonung weiter signifikant zu verringern. Laufende Erträge werden entsprechend weiter abnehmen. Aufgrund der nach unserer Einschätzung fortbestehenden schwierigen Situation an den internationalen Schiffsmärkten sehen wir die entsprechende Kreditrisikovorsorge in einer Bandbreite zwischen 450 Mio. Euro und 600 Mio. Euro. In einem anhaltenden Stressszenario mit für Schiffseigner teilweise nicht kostendeckenden Charterraten könnte somit nochmals ein Vorsorgeaufwand in Höhe des Vorjahreswertes anfallen. Angesichts der erreichten Wertberichtigungsquote für Problemkredite und des nochmals verkleinerten Kreditportfolios streben wir den ambitionierten niedrigeren Korridorwert an. Entsprechend gehen wir - ohne Berücksichtigung von Bewertungseffekten, die ein substanzielles Ausmaß der Gesamterträge ausmachen, aber nicht zuverlässig prognostizierbar sind - von einem operativen Verlust in der Größenordnung des Vorjahres aus. In einem adversen Szenario mit höheren Kreditverlusten kann der operative Verlust deutlich höher ausfallen.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2017 wird die Bank ihre Marktposition weiter stärken und sich auf die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" konzentrieren. Dabei soll die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt des nach unserer Interpretation vollständig umzusetzenden regulatorischen Regelwerks) bei mindestens 12 % bleiben, indem Kapital, risikogewichtete Aktiva, Investitionen und Gewinn-und-Verlust-Rechnung einschließlich Restrukturierungsaufwendungen ausbalanciert werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir auf Basis voraussichtlich niedrigerer Operativer Erträge und stabiler Kosten mit einem Konzernüberschuss in der Größenordnung des Vorjahres. Aufgrund der geplanten vollständigen Gewinnthesaurierung und der dadurch gestärkten Kapitalbasis dürfte die Eigenkapitalrendite leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Die Aufwandsquote wird voraussichtlich leicht höher ausfallen. Ein wider den aktuellen Erwartungen positiveres Zinsszenario, insbesondere mit ansteigenden Kurzfristzinsen, würde in einer verbesserten Aufwandsquote resultieren. Der Economic Value Added sollte eine Entwicklung in einem vergleichbaren Ausmaß wie die Eigenkapitalrentabilität verzeichnen. Nach unseren derzeitigen Erwartungen gehen wir für das Jahr 2017 im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft erneut davon aus, einen positiven Jahresüberschuss erzielen zu können. Erste Meilensteine der Strategie "Commerzbank 4.0" werden die in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen nochmals festigen. Dennoch bestehen zahlreiche Risikofaktoren, die bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis 2017 in einem erheblichen, derzeit nicht quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen können. Dazu zählt unter anderem die von signifikanter Unsicherheit geprägte politische Situation in Europa und den USA, deren Auswirkungen die globale konjunkturelle Lage erheblich beeinträchtigen können. Die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft wäre davon unter Umständen besonders stark betroffen. Auch Einflüsse aus dem regulatorischen oder rechtlichen Umfeld beziehungsweise Compliance-Anforderungen haben weiterhin das Potenzial, die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft zu verschlechtern. Weitere Belastungsfaktoren, die auch zu einer zunehmenden Volatilität an den Kapitalmärkten führen können, sind geopolitische Spannungen in zahlreichen Gebieten der Erde.
Risikobericht
Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Commerzbank auf Konzern- beziehungsweise Segmentebene. Basis hierfür sind die für den Konzern nach IFRS ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen.
Executive Summary 2016
- Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote
- Risikodeckungspotenzial mit 30 Mrd. Euro konstant geblieben.
- RTF-Quote liegt mit 178 % weiterhin auf hohem Niveau.
- Exposureabbau im Segment Assets & Capital Recovery fortgesetzt
- Das ACR-Exposure im Weißbuch belief sich per 31. Dezember 2016 auf 14 Mrd. Euro und wurde gegenüber Dezember 2015 um 1,9 Mrd. Euro abgebaut.
- Der Rückgang entfiel mit 1,5 Mrd. Euro auf Ship Finance.
- Risikovorsorge für die Gesamtbank auf 900 Mio. Euro angestiegen
- Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 900 Mio. Euro.
- Haupttreiber bleibt weiterhin das Schiffsportfolio.
- Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2016 gefallen
- Der Value-at-Risk sank im Jahresverlauf von 29 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro.
- Hauptgrund für den Rückgang ist eine defensive Positionierung vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse im Jahr 2016 (Brexit, US-Wahlen, Referendum in Italien).
- Operationelle Risiken im Jahresvergleich angestiegen
- Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken sind um 2,5 Mrd. Euro auf 23,9 Mrd. Euro angestiegen.
- Grund für den Anstieg sind große externe Schadensfälle.
Der Risikobericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.
Organisation des Risikomanagements
Risikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three Lines of Defence"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie je nach Risikoart auch außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Der CRO verantwortet das Risikomanagement und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In allen Segmenten außer im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den Bereichsvorständen der Risikomanagement-Organisation bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand.# Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees. Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:
Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.
Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken gesamtbankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Optimierung des Rendite-Risiko-Profils.
Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe.
Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.
Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie Zinsüberschuss unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Das ALCO beschließt den Recovery Plan (Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt). Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.
Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk Management Board Risikothemen behandelt:
Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus mindestens fünf Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss bestimmt Art, Umfang, Format und Häufigkeit der Informationen, die der Vorstand zum Thema Strategie und Risiko vorlegen muss.
Das Risk Management Board behandelt als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet das Schaffen und Einhalten einer einheitlichen Risikokultur.
Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung, der Reputationsrisiken und der Rechtsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Die Überwachung der Personal- und IT-Risiken verantwortet der Chief Operating Officer (COO).
Risikostrategie und Risikosteuerung
In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Sanierungsindikatoren des Recovery-Plans.
Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien, wobei der Brexit nicht als Ausfall bewertet wird) oder ein Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ein "Bank-Run" sowie ein Zusammenbruch globaler Clearinghäuser oder des Fremdwährungsmarktes, gegebenenfalls ausgelöst durch eine Cyber-Attacke. Generell ist Cyber Risk im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes ein akzeptiertes inhärentes existenzielles Risiko für die Commerzbank. Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Bei einer nachhaltigen Änderung der Einschätzung dieser Bedrohungen für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen.
Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stellt sich die Commerzbank frühzeitig auf absehbare, anstehende Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards ein. Allerdings können derartige Änderungen beziehungsweise deren (rückwirkende) Auslegung nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für das Geschäftsmodell der Commerzbank haben. Diese "regulatorischen Risiken" werden von der Commerzbank in Kauf genommen, da in vielen Fällen keine Möglichkeit besteht, diese Risiken zu mitigieren oder zu steuern.
Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/ Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.
Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.
Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Mithilfe von Stresstests wird regelmäßig Transparenz über Risikokonzentrationen geschaffen. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert sodass potenzielle Verlustgefahren rechtzeitig vermieden werden können.
Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur.# Regelkonformes, angemessenes und couragiertes Verhalten wird gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der "Three Lines of Defence", das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß diesem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.
Risikokennziffern
Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:
- Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.
- Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.
- Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird.
- Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.
- Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.
- Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
- Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR (Unerwarteter Verlust - Unexpected Loss) eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.
- Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).
Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten. Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells.
Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.
Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der nachstehenden Tabelle nicht separat ausgewiesen) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten zwölf Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien). Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt.
Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2016 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 178 % per 31. Dezember 2016. Der Rückgang der RTF-Quote gegenüber Dezember 2015 ist im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung von Marktrisikomethoden sowie die marktinduzierte Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio zurückzuführen. Trotz des Rückgangs gegenüber dem 31. Dezember 2015 liegt die RTF-Quote weiterhin auf hohem Niveau.
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| Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd.€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial¹ | 30 | 30 | |
| Ökonomisch erforderliches Kapital² | 17 | 15 | |
| davon für Adressenausfallrisiko | 11 | 11 | |
| davon für Marktrisiko | 5 | 3 | |
| davon für operationelles Risiko | 2 | 2 | |
| davon Diversifikationseffekte | - 2 | - 2 | |
| RTF-Quote³ | 178% | 193% |
1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko, die in der Tabelle nicht einzeln aufgeführt werden.
3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee (ALCO) verabschiedet. Die Szenarios beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte und Geschäftsstrategien.# Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten.
Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Während die RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank verankert ist, sind für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld Leitplanken als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung der Limite und Leitplanken ist fester Bestandteil des internen Berichtswesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst. Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarios und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.
Im Jahr 2016 reduzierten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 198 Mrd. Euro auf 191 Mrd. Euro. Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:
| Risikoaktiva per 31.12.2016 | Mrd.€ | Adressenausfallrisiko | Marktrisiko | Operationelles Risiko | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 28 | 1 | 7 | 36 | |
| Firmenkunden | 84 | 10 | 12 | 105 | |
| Sonstige und Konsolidierung | 22 | 4 | 3 | 29 | |
| Asset & Capital Recovery | 13 | 5 | 2 | 21 | |
| Commercial Real Estate | 2 | 0 | 2 | 4 | |
| Ship Finance | 5 | 0 | 0 | 5 | |
| Public Finance | 6 | 5 | 0 | 11 | |
| Konzern | 147 | 20 | 24 | 191 |
Regulatorisches Umfeld
Mit Basel 3 hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich 2017 und darüber hinaus fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet. Zusätzlich wird im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Leverage Ratio soll im Jahr 2017 vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht final kalibriert werden und ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule 1 darstellen. Die Leverage Ratio ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der Capital Requirements Regulation (CRR) an die Aufsicht zu melden. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses. Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures erstmals in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" wurde durch die BaFin für die Commerzbank auf 0,5 % für das Jahr 2017 festgelegt. Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Basler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR wird voraussichtlich zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Überführung der NSFR in europäisches Recht soll im Rahmen der sogenannten Capital Requirements Regulation II (CRR II) erfolgen. Die Commerzbank ermittelt beide Kennziffern bereits im Zuge ihrer regulatorischen Meldeprozesse, kommuniziert diese in der internen Berichterstattung und meldet sie an die Aufsicht. Im Rahmen eines Konzernprojekts wurden in den Vorjahren die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken umgesetzt. Im Berichtsjahr begann die EZB mit einem sogenannten "Thematic Review" zu deren Anwendung bei ausgewählten Banken. Hieraus sowie aus der erwarteten Aufnahme der Grundsätze in die neuen MaRisk können sich weitere Aktivitäten ergeben. Synergien hieraus werden für das im Jahr 2015 gestartete Konzernprojekt zur Umsetzung von "AnaCredit" genutzt. Hierbei handelt es sich um zukünftige Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach Banken zukünftig eine Vielzahl sehr detaillierter Kunden- und Kreditdaten melden müssen. Eine erste Teilmeldung an die Deutsche Bundesbank soll im dritten oder vierten Quartal 2017 erfolgen. Die offizielle initiale Phase der EZB startet zum Stichtag 31. März 2018, weitere Phasen sind mit zwei Jahren Vorlauf nach entsprechendem EZB-Beschluss möglich. Die EZB-Bankenaufsicht hat als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraums den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen für 2017 je Institut festgelegt. Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums. Der konzernweite Recovery-Plan wurde 2016 aktualisiert, um den regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarios die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln. Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken sowie die Bestrebungen zur Finalisierung der Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch und der Überarbeitung der Rahmenwerke für operationelle Risiken und Kreditrisiken einschließlich der dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk.
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Strategie und Organisation
Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen strukturellen Risikoqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet so einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben.## Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie
Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) und für ausgewählte Teilportfolios. Details zur Operationalisierung der Leitplanken für ausgewählte Teilportfolios sind in separaten Portfolio Policies geregelt. Ergänzend definieren qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert. Die Zuständigkeiten sind nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Darauf basierend zeichnen eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden. Risikoauffällige Kunden der Kernbank werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.
Im Segment ACR dagegen sind die Zuständigkeiten nicht nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst. Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning implementiert. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden. Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt.
Risikosteuerung
Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Sie werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Die risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Fokus der höchsten Entscheidungsgremien zum Beispiel auf Konzentrationsrisiken oder Abweichungen von der Risikostrategie. Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement zielt weiterhin auf die Beibehaltung der erreichten guten Portfolioqualität ab. Die Begleitung des Wachstums im granularen Kreditgeschäft sowie die Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und bei Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) stehen hierbei im Fokus. Darüber hinaus überprüft die Bank fortlaufend ihre Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter steht die Stärkung einer konzernweit einheitlichen Risikokultur und hier insbesondere die Stärkung der Compliance Awareness im Fokus. Die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind, bilden die Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken. Die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, und die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios. Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Teilportfolioebene unmittelbar nachzugehen und auf Ebene der Einzelkredite direkt entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Branchenaufstellung gewährleistet somit eine hohe Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen und fördert die Prognosequalität zur Risikoentwicklung. Mögliche Negativentwicklungen sowie die laufenden Anpassungen der regulatorischen Bestimmungen erfordern ein reagibles Kreditportfolio. Die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioreagibilität ist daher eine weitere wesentliche Aufgabe im Kreditrisikomanagement. Ferner können Krisenereignisse die Angemessenheit der Kapital- und Liquiditätsausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gefährden. Beispiele sind außergewöhnlich große Staats-, Banken- und/oder Unternehmensausfälle, aber auch extreme Entwicklungen in Branchen, Währungen oder Rohstoffpreisen, ebenso wie Auswirkungen von Sanktionen, Krieg oder Terror. Im Krisenfall sorgt die Task Force Risk Mitigation (TFRM) für die flexible Steuerung konzernweit abgestimmter Entscheidungen. Etablierte Notfallpläne (Emergency Action Plans) gewährleisten hierbei in Abhängigkeit von der Risikoart eine schnelle und effiziente Umsetzung risikomitigierender Maßnahmen.
Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung
Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Forecast-Werte der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Konzernkreditlimits auf Segmente und Geschäftsfelder, wird verzichtet.
Ratingklassifizierung
Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kredite (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich. Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach unter anderem Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.
Commerzbank-Masterskala
| Rating | Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint % | PD- und EL-Bereich % | S&P-Skala | Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR1 |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 | 0 | 0 → | AAA | AAA → I ↑ |
| 1,2 | 0,01 | 0-0,02 → | AAA | AAA → I ↑ |
| 1,4 | 0,02 | 0,02-0,03 | AA+ → | AA → I ↑ |
| 1,6 | 0,04 | 0,03-0,05 | AA, AA- → | AA → II ↑ |
| 1,8 | 0,07 | 0,05-0,08 | A+, A → | A → II |
| 2,0 | 0,11 | 0,08-0,13 | A- → | A → II |
| 2,2 | 0,17 | 0,13-0,21 | BBB+ → | BBB → III ↓ |
| 2,4 | 0,26 | 0,21-0,31 → | BBB → | BBB → III ↓ |
| 2,6 | 0,39 | 0,31-0,47 → | BBB → | BBB → III ↓ |
| 2,8 | 0,57 | 0,47-0,68 | BBB- → | BBB → III ↓ |
| 3,0 | 0,81 | 0,68-0,96 | BB+ → | BB → IV ↑ |
| 3,2 | 1,14 | 0,96-1,34 → | BB → | BB → IV ↑ |
| 3,4 | 1,56 | 1,34-1,81 → | BB → | BB → IV ↑ |
| 3,6 | 2,10 | 1,81-2,40 | BB- → | BB → IV ↑ |
| 3,8 | 2,74 | 2,40-3,10 → | B+ → | B → V ↑ |
| 4,0 | 3,50 | 3,10-3,90 → | B+ → | B → V ↑ |
| 4,2 | 4,35 | 3,90-4,86 → | B → | B → V ↑ |
| 4,4 | 5,42 | 4,86-6,04 → | B → | B → V |
| 4,6 | 6,74 | 6,04-7,52 → | B → | B → V |
| 4,8 | 8,39 | 7,52-9,35 → | B- → | B → V ↓ |
| 5,0 | 10,43 | 9,35-11,64 → | B- → | B → V ↓ |
| 5,2 | 12,98 | 11,64-14,48 → | CCC+, CCC, CCC-, CC, C → | CCC, CC, C → VI ↓ |
| 5,4 | 16,15 | 14,48-18,01 → | CCC+, CCC, CCC-, CC, C → | CCC, CC, C → VI ↓ |
| 5,6 | 20,09 | 18,01-22,41 → | CCC+, CCC, CCC-, CC, C → | CCC, CC, C → VI ↓ |
| 5,8 | 47,34 | 22,41-99,99 → | CCC+, CCC, CCC-, CC, C → |
1 CRR = Capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.
Management von Risikokonzentrationen
Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "AII-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.
Risikominderung
Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten im Konzern belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 96,7 Mrd. Euro für die Positionen im Performing-Portfolio sowie auf 2,3 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum und auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.
Commerzbank-Konzern
Aufgrund des erfolgreichen Abbaus im früheren Segment NonCore Assets (NCA) hat die Commerzbank im ersten Quartal 2016 eine neue Segmentstruktur eingeführt und die Kapitalallokation neu ausgerichtet. Portfolios im Volumen von rund 8 Mrd. Euro mit hoher Qualität und niedrigem Risiko aus den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung wurden in das damalige Segment Mittelstandsbank übertragen. Ein Portfolio an Hypothekenkrediten von rund 2 Mrd. Euro wurde in das damalige Segment Privatkunden überführt. Das Konzern-Geschäftsfeld Treasury, das Bestandteil des Segments Sonstige und Konsolidierung ist, nahm den größeren Teil des Portfolios Staatsfinanzierungen von rund 36 Mrd. Euro auf. Kriterien für den Übertrag der Aktiva waren gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie die Eignung für das Liquiditätsportfolio. Die verbleibenden Bestände von anfänglich rund 18 Mrd. Euro wurden im neuen Segment Asset & Capital Recovery (ACR) gebündelt. Ende September hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets wurden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Im nachfolgenden Bericht sind die Vorjahresvergleichszahlen an die neue Segmentstruktur angepasst worden.
Kreditrisikokennzahlen
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf die Segmente:
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2016 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risikodichte Bp. | CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 140 | 300 | 21 | 2.171 |
| Firmenkunden | 195 | 548 | 28 | 5.897 |
| Sonstige und Konsolidierung | 81 | 103 | 13 | 1.974 |
| Asset & Capital Recovery | 14 | 343 | 239 | 797 |
| Konzern | 431 | 1.294 | 30 | 10.839 |
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 82 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.
| Ratingverteilung per 31.12.2016 | EaD % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 33 | 50 | 13 | 3 | 1 | |
| Firmenkunden | 21 | 57 | 17 | 4 | 2 | |
| Sonstige und Konsolidierung | 54 | 42 | 4 | 0 | 0 | |
| Asset & Capital Recovery | 4 | 58 | 8 | 16 | 15 | |
| Konzern | 30 | 52 | 13 | 3 | 2 |
Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
| Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2016 | Exposure at Default Mrd. € | Expected Loss Mio. € | Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 220 | 403 | 18 |
| Westeuropa | 99 | 224 | 23 |
| Mittel- und Osteuropa | 38 | 165 | 43 |
| Nordamerika | 30 | 52 | 17 |
| Asien | 26 | 41 | 16 |
| Sonstige | 16 | 409 | 249 |
| Konzern | 431 | 1.294 | 30 |
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Ukraine, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des vierten Quartals 2016 lag das Russland-Exposure bei 2,9 Mrd. Euro, das Ukraine-Exposure bei 0,1 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,2 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 3,9 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des vierten Quartals 2016 bei 9,5 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 3,6 Mrd. Euro.
Risikovorsorge
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 900 Mio. Euro. In dem Wert ist eine einmalige Belastung von netto 28 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 204 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der erwartungsgemäße Anstieg der Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr ist auf das weiterhin schwierige Umfeld für Schiffsfinanzierungen zurückzuführen. Hier sehen wir auch im Jahr 2017 weiteren Vorsorgebedarf. Die im Jahr 2016 immer noch signifikanten Risikovorsorgeauflösungen im Firmenkundenportfolio werden gleichzeitig weiter zurückgehen. Die Risikovorsorge 2017 in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden dürfte auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen. Für Schiffsfinanzierungen erwarten wir ein Niveau von 450 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro. Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.
| Risikovorsorge Mio. € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 119 | 167 |
| Firmenkunden | 185 | 108 |
| Sonstige und Konsolidierung | -3 | 60 |
| Asset & Capital Recovery | 599 | 361 |
| Konzern | 900 | 696 |
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio lag zum Jahresende 2016 bei 6,9 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 0,2 Mrd. Euro rückläufig. Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:
| Default-Portfolio Konzern Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 6.914 | 7.124 |
| SLLP | 3.243 | 3.371 |
| GLLP | 673 | 800 |
| Sicherheiten | 2.256 | 2.556 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%)¹ | 80 | 83 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%)¹ | 89 | 94 |
| NPL-Ratio (%)² | 1,6 | 1,6 |
¹ Coverage Ratio: Summe SLLP, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.
² NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).
Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
* Ratingklasse 6,1: mehr als 90 Tage überfällig.
* Ratingklassen 6,2/6,3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen.
* Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen:
| Ratingklassen per 31.12.2016 Mio. € | 6,1 | 6,2/6,3 | 6,4/6,5 | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Default-Volumen | 685 | 3.116 | 3.112 | 6.914 |
| SLLP | 162 | 1.389 | 1.692 | 3.243 |
| Sicherheiten | 423 | 965 | 868 | 2.256 |
| Coverage Ratio exkl. GLLP (%) | 85 | 76 | 82 | 80 |
Überziehungen im Weißbuch
Um einen Anstieg des DefaultPortfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2016:
| EaD Mio. € | >0 | ≤ 30 Tage | >30 ≤ 60 Tage | >60 ≤ 90 Tage | >90 Tage | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Privat- und Unternehmerkunden | 618 | 57 | 27 | 2 | 703 | |
| Firmenkunden | 1.733 | 46 | 62 | 1 | 1.842 | |
| Asset & Capital Recovery | 554 | 2 | 17 | 0 | 573 | |
| Konzern¹ | 2.998 | 105 | 106 | 3 | 3.211 |
¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.
Segment Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird zusammen mit dem Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth Management zusammengefasst.# Der Bereich Unternehmerkunden
Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 67 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 18 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 9 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im Jahr 2016 resultiert überwiegend aus dem konsequenten Wachstum in der privaten Baufinanzierung. Der Rückgang der Risikodichte gegenüber dem Vorjahr um 3 Basispunkte auf 21 Basispunkte, ist im Wesentlichen auf den Bereich Private Kunden und die mBank zurückzuführen.
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2016
| Exposure at Default (Mrd. €) | Expected Loss (Mio. €) | Risikodichte (Bp.) | |
|---|---|---|---|
| Private Kunden | 84 | 106 | 13 |
| Unternehmerkunden | 24 | 61 | 26 |
| comdirect bank | 3 | 7 | 23 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 39 |
| mBank | 29 | 124 | 42 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 140 | 300 | 21 |
Die Risikovorsorge im Segment Privat- und Unternehmerkunden ging im Vergleich zum Vorjahr um 48 Mio. Euro auf 119 Mio. Euro weiter zurück. Treiber für die Reduzierung waren die historisch niedrige Risikovorsorge für das Privatkundenportfolio sowie ein gegenüber dem Vorjahr um 15 Mio. Euro geringerer Risikovorsorgebedarf der mBank. Analog zur positiven Entwicklung der Risikovorsorge ging das Default-Volumen des Segments gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 226 Mio. Euro auf 1.737 Mio. Euro zurück.
Default-Portfolio Segment Privat- und Unternehmerkunden
| 31.12.2016 (Mio. €) | 31.12.2015 (Mio. €) | |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 1.737 | 1.963 |
| SLLP | 834 | 945 |
| GLLP | 155 | 168 |
| Sicherheiten | 675 | 736 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 87 | 86 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 96 | 94 |
| NPL-Ratio (%) | 1,2 | 1,5 |
Segment Firmenkunden
In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2016
| Exposure at Default (Mrd. €) | Expected Loss (Mio. €) | Risikodichte (Bp.) | |
|---|---|---|---|
| Mittelstand | 85 | 192 | 23 |
| International Corporates | 65 | 129 | 20 |
| Financial Institutions | 30 | 129 | 43 |
| Equity Markets & Commodities | 4 | 4 | 10 |
| Sonstige | 11 | 94 | 86 |
| Firmenkunden | 195 | 548 | 28 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 205 Mrd. Euro auf 195 Mrd. Euro gesunken. Die Risikodichte belief sich auf 28 Basispunkte. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Jedoch war das Jahr 2016 unter anderem geprägt durch eine zunehmende politische Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem in Großbritannien abgehaltenen Referendum über den EU-Austritt des Landes sowie die Wahl des neuen Präsidenten in den USA. Das erhöhte Unsicherheitsniveau schlug sich in zum Teil starken Kursschwankungen am Markt nieder, blieb jedoch ohne größere Auswirkungen auf unser Kreditportfolio. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 59. Die Risikovorsorge im Segment Firmenkunden lag mit 185 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau, wenn auch deutlich über dem stärker von Auflösungen geprägten Vorjahreswert von 108 Mio. Euro. Das Default-Volumen des Segments stieg gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 511 Mio. Euro an. Der Anstieg ist maßgeblich auf den Ausfall weniger großer Einzelengagements zurückzuführen.
Default-Portfolio Segment Firmenkunden
| 31.12.2016 (Mio. €) | 31.12.2015 (Mio. €) | |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 3.363 | 2.852 |
| SLLP | 1.563 | 1.592 |
| GLLP | 323 | 371 |
| Sicherheiten | 780 | 429 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 70 | 71 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 79 | 84 |
| NPL-Ratio (%) | 1,7 | 1,4 |
Das Volumen der seit 2014 getätigten Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit blieb per Dezember 2016 im Vergleich zum Jahresende 2015 mit insgesamt 2,4 Mrd. Euro leicht unter Vorjahresniveau. Generell wurde bisher in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Im Jahresverlauf 2016 reduzierte sich das Volumen der Structured-Credit-Positionen, die bereits vor 2014 im Bestand waren, um 3,5 Mrd. Euro auf insgesamt 2,4 Mrd. Euro (Dezember 2015: 5,9 Mrd. Euro) und die Risikowerte¹ um 0,7 Mrd. Euro auf 1,0 Mrd. Euro (Dezember 2015: 1,7 Mrd. Euro). Dabei entfällt nach wie vor ein wesentlicher Anteil des Portfolios auf CDOs (1,2 Mrd. Euro). Total Return Swap Positionen im Volumen von 2,8 Mrd. Euro sind im Jahresverlauf 2016 fällig geworden und wurden vollständig zurückbezahlt.
Segment Asset & Capital Recovery
Nach der Neusegmentierung im ersten Quartal 2016 beinhaltet das Segment Asset & Capital Recovery Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 31. Dezember 2016 auf 14 Mrd. Euro und ging damit gegenüber dem Wert per Ende 2015 um 1,9 Mrd. Euro zurück.
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2016
| Exposure at Default (Mrd. €) | Expected Loss (Mio. €) | Risikodichte (Bp.) | |
|---|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 2 | 33 | 174 |
| Ship Finance | 4 | 288 | 820 |
| Public Finance | 9 | 22 | 24 |
| Asset & Capital Recovery | 14 | 343 | 239 |
Commercial Real Estate
Das Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Aufgrund von Gesundungen aus dem Schwarzbuch ist das Weißbuch jedoch nur geringfügig auf 1,9 Mrd. Euro gesunken. Auffällige Risikoentwicklungen waren nicht zu verzeichnen. Die Risikodichte ist auf 174 Basispunkte zurückgegangen. Es werden stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet.
Ship Finance
Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2015 um insgesamt 1,5 Mrd. Euro reduziert. Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe, Tanker und Massengutfrachter zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.
Public Finance
Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (4,7 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-) Portfolio (2,7 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,6 Mrd. Euro EaD). Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Europa und den USA, abhängig.
Risikovorsorge
| 2016 (Mio. €) | 2015 (Mio. €) | |
|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 42 | 36 |
| Ship Finance | 559 | 325 |
| Public Finance | -1 | 0 |
| Asset & Capital Recovery | 599 | 361 |
Im Segment ACR lag die Risikovorsorge bei 599 Mio. Euro und damit um 238 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg entfiel nahezu vollständig auf das Schiffsportfolio. Weiterhin rückläufige Charterraten, die abnehmende Liquidität der Schiffseigner und begrenzte Verwertungsmöglichkeiten führten sowohl zu neuen Ausfällen als auch zu Nachbildungsbedarf bei bereits ausgefallenen Engagements. Eine umfassende und nachhaltige Verbesserung dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist auch im Jahr 2017 nicht zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Default-Volumen trotz weiterer Inflows im Schiffsportfolio gegenüber 2015 um 394 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Gesundungen und Rückführungen im Bereich Commercial Real Estate zurückzuführen.
Default-Portfolio Segment ACR
| 31.12.2016 (Mio. €) | 31.12.2015 (Mio. €) | |
|---|---|---|
| ACR | CRE | |
| Default-Volumen | 1.805 | 562 |
| SLLP | 838 | 210 |
| GLLP | 192 | 20 |
| Sicherheiten | 800 | 334 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 91 | 97 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 101 | 101 |
| NPL-Ratio (%) | 11,2 | 22,7 |
Weitere Portfolioanalysen
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Corporates-Portfolio nach Branchen
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
Corporates-Portfolio nach Branchen per 31.12.2016
| Exposure at Default (Mrd. €) | Expected Loss (Mio. €) | Risikodichte (Bp.) | |
|---|---|---|---|
| Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 17 | 38 | 22 |
| Konsum | 15 | 40 | 27 |
| Technologie/Elektronik | 12 | 26 | 22 |
| Transport/Tourismus | 12 | 27 | 22 |
| Großhandel | 12 | 40 | 34 |
| Grundstoffe/Metall | 11 | 38 | 36 |
| Chemie/Verpackung | 10 | 39 | 39 |
| Maschinenbau | 10 | 31 | 32 |
| Dienstleistungen/Medien | 9 | 30 | 32 |
| Automobil | 9 | 21 | 23 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 13 | 25 |
| Bau | 5 | 15 | 34 |
| Sonstige | 5 | 6 | 12 |
| Gesamt | 131 | 364 | 28 |
Financial-Institutions-Portfolio
Nach der Reduzierung der Anzahl unserer Korrespondenzbanken sind weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Fokus, die wir im Interesse unserer Firmenkunden durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir eng.
¹ Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine Strategie der Reduzierung des Exposures, das im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnte. Die Entwicklung einiger Emerging Markets mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder gewisser Abhängigkeiten zum Ölpreis verfolgen wir eng und reagierten mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
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Fl-Portfolio nach Regionen
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 6 | 6 | 11 | 5 | 6 | 12 |
| Westeuropa | 17 | 21 | 12 | 20 | 46 | 23 |
| Mittel- und Osteuropa | 5 | 21 | 43 | 5 | 23 | 48 |
| Nordamerika | 2 | 3 | 15 | 2 | 3 | 17 |
| Asien | 10 | 27 | 27 | 13 | 36 | 28 |
| Sonstige | 6 | 36 | 58 | 8 | 32 | 43 |
| Gesamt | 46 | 114 | 25 | 52 | 146 | 28 |
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Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten. Neugeschäft erfolgt im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.
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NBFI-Portfolio nach Regionen
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 17 | 26 | 15 | 16 | 23 | 14 |
| Westeuropa | 12 | 24 | 20 | 15 | 48 | 33 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 4 | 65 | 1 | 3 | 58 |
| Nordamerika | 8 | 10 | 14 | 8 | 5 | 6 |
| Asien | 1 | 1 | 11 | 1 | 2 | 16 |
| Sonstige | 1 | 1 | 14 | 2 | 1 | 8 |
| Gesamt | 39 | 67 | 17 | 43 | 83 | 19 |
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Originatorenpositionen
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 6,1 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,7 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 5,6 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
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Volumen Commerzbank Verbriefungspool
| Mrd.€ | Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen¹ 31.12.2016 | Gesamtvolumen¹ 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Corporates | 2025 - 2036 | 5,6 | <0,1 | 0,1 | 6,1 | 4,1 | |
| RMBS | 2048 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | <0,1 | 0,1 | |
| CMBS | 2046 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | <0,1 | <0,1 | |
| Gesamt | 5,6 | <0,1 | 0,1 | 6,1 | 4,2 |
¹ Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im Geschäftsjahr 2016 aufgrund von Neugeschäften und Erhöhungen bestehender Transaktionen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,9 Mrd. Euro gestiegen und lagen zum 31. Dezember 2016 bei 4,1 Mrd. Euro. Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im Jahresverlauf 2016 auf 5,3 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte auf 5,2 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,6 Mrd. Euro) angestiegen.
Forbearance-Portfolio
Die European Banking Authority (EBA) hat im Jahr 2013 eine neue Definition des Begriffs "Forbearance" eingeführt. Die Definition der EBA von Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Die Forbearance-Definition gilt unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Während im Non-Performing-Portfolio eine hohe LLP Coverage sowohl durch GLLP als auch aus SLLP sichergestellt wird, besteht für Engagements im Performing-Portfolio ausschließlich GLLP. Im Ergebnis ergibt sich für das Forbearance-Portfolio eine deutlich niedrigere LLP Coverage als im Default-Portfolio. Das Forbearance-Portfolio ist bereits vollständig in den vorherigen Darstellungen des Weißbuchs und des Default-Portfolios der Commerzbank enthalten. Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:
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Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2016
| Forborne Exposure | Risikovorsorgebestand¹ | LLP Coverage Ratio | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | % | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 1.126 | 129 | 11 |
| Firmenkunden | 3.923 | 524 | 13 |
| Asset & Capital Recovery | 2.633 | 495 | 19 |
| Konzern | 7.682 | 1.148 | 15 |
¹ SLLP und GLLP.
Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:
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Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2016
| Forborne Exposure | Risikovorsorgebestand | LLP Coverage Ratio | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | % | |
| Deutschland | 4.680 | 546 | 12 |
| Westeuropa | 1.681 | 382 | 23 |
| Mittel- und Osteuropa | 589 | 154 | 26 |
| Nordamerika | 25 | <1 | 0 |
| Asien | 72 | 15 | 21 |
| Sonstige | 635 | 50 | 8 |
| Konzern | 7.682 | 1.148 | 15 |
Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 1.148 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 1.731 Mio. Euro abgedeckt.
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.
Strategie und Organisation
Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung auf. Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken in der gesamten Commerzbank-Gruppe verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition der Commerzbank-Gruppe. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf den handelsintensiven Bereichen Corporate Clients und Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nichtkernaktivitäten (Asset & Capital Recovery) gesteuert. Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR)-Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko.# Unser Risikomanagement
Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindestratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung. Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt. Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt. Sollte es in Einzelfällen zu Limitüberschreitungen kommen, werden diese in einem separaten Eskalationsprozess behandelt. Nach Identifikation der Limitüberschreitung werden von Frontoffice und Risikoeinheiten Maßnahmen erarbeitet, um das entsprechende Portfolio wieder zurück ins Limit zu bringen. Sollte die Limitüberschreitung nicht innerhalb von wenigen Tagen behoben werden können, wird sie von der Marktrisikofunktion unter Einbindung der nächsten Hierarchieebene eskaliert. Regulatorische Risikomaße, die in der ökonomischen Risikotragfähigkeit nicht enthalten sind, werden separat limitiert und gesteuert. Darunter fallen beispielweise Stressed VaR und IRC. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. Für das Gesamtbuch ging der VaR bis zum Ende des Jahres um 33 Mio. Euro auf 85 Mio. Euro zurück. Auch der VaR des Handelsbuchs sank im Jahresverlauf von 29 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist eine defensive Positionierung vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse im Jahr 2016 (Brexit, US-Wahlen, Referendum Italien).
VaR-Beitrag
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Gesamtbuch | 85 | 118 |
| davon Handelsbuch | 15 | 29 |
Handelsbuch
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchsportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Corporate Clients sowie der Treasury. Der Value-at-Risk sank im Jahresverlauf von 29 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro.
VaR der Portfolios im Handelsbuch
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Minimum | 14 | 17 |
| Mittelwert | 30 | 25 |
| Maximum | 46 | 39 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 15 | 29 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Credit Spread- und Währungskursrisiken die dominierenden Anlageklassen. Es folgen Zins- und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value-at-Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst. Die Entwicklung des VaR im Jahr 2016 zeigt einen deutlichen Rückgang der Währungsrisiken. Zins- und Aktienkursrisiken verringerten sich moderat. Credit Spread- und Rohwarenrisiken blieben im Jahr 2016 stabil.
VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Credit Spreads | 5 | 6 |
| Zinsen | 3 | 4 |
| Aktien | 2 | 4 |
| Währung | 4 | 14 |
| Rohwaren | 1 | 1 |
| Gesamt | 15 | 29 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum angepasst. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg des Stressed VaR von 27 Mio. Euro per Ende 2015 auf 48 Mio. Euro zum Berichtsstichtag. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.
Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean PSL" und "Dirty PSL" Backtesting unterschieden. Beim Clean PSL Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty PSL Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2016 haben wir drei negative Clean-PSL- sowie einen negativen Dirty-PSL-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Back-testings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean PSL und Dirty PSL) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Im Jahr 2016 wurden auch vor diesem Hintergrund regulatorische und interne Modellanpassungen implementiert sowie ein Model Change bei der Aufsicht beantragt, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessern. Anlass hierfür war insbesondere das veränderte Marktumfeld für Zinsen und Zinsvolatilitäten. Zur risikoartenübergreifenden Bündelung der Validierungsaktivitäten für Risikomodelle wurde im November 2016 ein neuer Bereich gegründet.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaften Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) gingen bis Ende 2016 moderat um 4 Mio. Euro zurück und beliefen sich am Stichtag auf 50 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.# Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert.
Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarios für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2016 ein potenzieller Verlust von 2.120 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Verlust von 558 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.
In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten.
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Zum Jahresende 2016 hält die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Strategie und Organisation
Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Hierbei wird das ALCO von verschiedenen Sub-Komitees unterstützt.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Liquiditätsrisikomodell
Zentraler Bestandteil der Liquiditätsrisikosteuerung ist die tägliche Berechnung der Liquiditätsablaufbilanz. Gegenstand der Liquiditätsablaufbilanz ist die stichtagsbezogene portfolioübergreifende Darstellung von zukünftig erwarteten deterministischen oder stochastischen Mittelzu- und -abflüssen, auf deren Grundlage der Liquiditätsbedarf oder Liquiditätsüberschuss je Laufzeitband ermittelt wird. Dies beinhaltet auch die Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen.
Die Liquiditätsablaufbilanz wird auch genutzt um die Emissionsstrategie der Commerzbank Gruppe abzuleiten, die durch den Bereich Group Treasury operationalisiert wird. Group Finance ist für die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz verantwortlich, die dann in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Segmente mit einfließen. Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für die Liquiditätsablaufbilanz bestehen Limite in allen Laufzeitbereichen. Die Konzernlimite sind auf einzelne Konzerneinheiten und Währungen heruntergebrochen.
Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher adverser, reverser und historischer Stressszenarios vervollständigt.
Quantifizierung und Stresstesting
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisiko-Modellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren Anforderungen gemäß der "Mindestanforderung an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Commerzbank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifisch idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime Krise abgeleitet wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.
Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept.Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von ein beziehungsweise drei Monaten. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monatszeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario eine Nettoliquidität von 18,5 Mrd. Euro beziehungsweise 21,6 Mrd. Euro per 31. Dezember 2016.
Nettoliquidität im Stressszenario
| | 1 Monat | 3 Monate |
|---------------------|---------|----------|
| Mrd.€ 31.12.2016 | | |
| Idiosynkratisches Szenario | 23,0 | 27,5 |
| Marktweites Szenario | 26,6 | 29,9 |
| Kombiniertes Szenario | 18,5 | 21,6 |
Liquiditätsreserven
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag somit eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 80,0 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 8,4 Mrd. Euro. Die Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva setzen sich aus folgenden drei Bestandteilen zusammen:
- Level 1 enthält Barbestände, abziehbare Einlagen bei Zentralbanken, Vermögensgegenstände von Zentralregierungen, Zentralbanken, regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften, öffentlichen Stellen, multilateralen Entwicklungsbanken beziehungsweise internationalen Organisationen sowie Kreditinstituten mit Staatsgarantien, Qualifizierte Anteile an oder Aktien von Organismen für Gemeinsame Anlagen (OGA) mit Aktiva der Stufe 1, ausgenommen gedeckte Schuldverschreibungen äußerst hoher Qualität, als zugrunde liegende Aktiva, Covered Bonds (mindestens Rating AA-, mindestens Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro, Übersicherung mindestens 2 %).
- Level 2A enthält Vermögensgegenstände von Zentralregierungen, Notenbanken, regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften, öffentlichen Stellen (mit einem Risikogewicht von 20 %); außerdem Covered Bonds (nicht in Level 1 enthalten), Unternehmensanleihen (mindestens Rating AA-, mindestens Volumen von 250 Mio. Euro, maximale Ursprungslaufzeit 10 Jahre), Qualifizierte Anteile an oder Aktien von OGA mit Aktiva der Stufe 2A als zugrunde liegende Aktiva.
- Level 2B enthält Aktien (aus Hauptindizes), Unternehmensanleihen (mindestens Rating BBB-, mindestens Volumen von 250 Mio. Euro, maximale Ursprungslaufzeit 10 Jahre), Qualifizierte Anteile an oder Aktien von OGA mit Unternehmensschuldverschreibungen (Bonitätsstufen 2/3), Aktien (wichtiger Aktienindex) oder nicht zinsbringende Aktiva (von Kreditinstituten aus Gründen der Glaubenslehre gehalten) (Bonitätsstufen 3-5) als zugrunde liegende Aktiva.
Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva
| | Mrd.€ 31.12.2016 |
|---------------------------------------|------------------|
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 80,0 |
| davon Level 1 | 64,6 |
| davon Level 2A | 13,6 |
| davon Level 2B | 1,8 |
Liquiditätskennzahlen
Im betrachtenden Geschäftsjahr 2016 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer nach Liquiditätsverordnung (LiqV) betrug zum Jahresultimo 1,52. Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten. Mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017 beträgt die einzuhaltende Quote 80 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 70 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Somit befand sich die LCR-Kennziffer der Commerzbank auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin sehr komfortabel über den gesetzlichen Mindestanforderungen.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliancerisiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner hohen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliancerisiken fließen jedoch gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitalbedarfs für Operationelle Risiken ein.
Strategie und Organisation
In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung Operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken. Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vier Mal jährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Management Boards beziehungsweise die Segment Gremien mit Zuständigkeit für operationelle Risiken befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen. Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank. Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zur Erreichung der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.
Risikosteuerung
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern. Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2016 auf dieser Basis 23,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2015: 21,4 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 2,0 Mrd. Euro (31.# Dezember 2015: 1,8 Mrd. Euro). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital | Risikoaktiva | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 7,0 | 0,6 | 7,6 |
| Firmenkunden | 11,7 | 1,0 | 7,7 |
| Sonstige und Konsolidierung | 3,3 | 0,3 | 3,9 |
| Asset & Capital Recovery | 1,9 | 0,2 | 2,2 |
| Konzern | 23,9 | 2,0 | 21,4 |
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 36 Mio. Euro (Gesamtjahr 2015: 130 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" und "Externer Betrug" geprägt.
| OpRisk-Ereignisse¹ | Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Interner Betrug | 1 | 1 | |
| Externer Betrug | 26 | - | |
| Sachschäden und Systemausfälle | 1 | 9 | |
| Produkte und Geschäftspraktiken | - | 21 | |
| Prozessbezug | 29 | 90 | |
| Arbeitsverhältnis | 0 | -14 | |
| Konzern | 36 | 130 |
¹ Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden quartalsbezogen erstellt. Sie beinhalten eine Darstellung der Entwicklung der OpRisk-Verluste, der wesentlichen Verlustereignisse der Segmente, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen. Zudem sind Operationelle Risiken Teil der regelmäßigen Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.
Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden können, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat. Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passivprozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktivprozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktivprozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.
Organisation
In der Commerzbank obliegt funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos Group Legal. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.
Risikosteuerung
Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren. Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt. Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.
Aktuelle Entwicklungen
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte). Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die noch andauert. Im Dezember 2016 hat die Finanzverwaltung gegenüber der Commerzbank eine geänderte Verfügung bezüglich der Anrechnung von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag im Rahmen sogenannter "Cum-Cum-Geschäfte" für das Jahr 2009 erlassen. Gegen die somit versagte Steueranrechnung hat die Commerzbank Einspruch eingelegt, über den noch nicht entschieden ist. Dem auf Grundlage dieser Rechtsauffassung gestellten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzverwaltung stattgegeben. Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Compliancerisiken
Die Commerzbank hat in ihren Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern sowie der Mitarbeiter miteinander definiert, die den Geschäftsalltag ganz wesentlich prägen.# Compliceriscio
Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich - und damit wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung wesentlicher rechtlicher Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliancerisiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Die Commerzbank toleriert keine Verstöße gegen geltende Gesetze, Regeln und Vorschriften. Sie wird keine Geschäfte verfolgen, wenn bekannt ist oder es Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Geschäftsaktivitäten Anlass zu illegalen Handlungen sind, und sie wird daher keine Geschäfte mit Personen oder Unternehmen durchführen, die vorsätzlich an illegalen Aktivitäten oder Handlungsweisen beteiligt sind. Zur Verhinderung von Compliancerisiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben werden als Compliance-Managementsystem bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an internationalen Marktstandards sowie den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Um die institutsspezifischen Besonderheiten der Commerzbank zu berücksichtigen, werden hieraus individuelle Compliancestandards für die Commerzbank abgeleitet. Gemäß dem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Compliancerisiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliancefunktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Die Commerzbank hat eine umfangreiche Compliance-Komitee-Struktur etabliert, die Gremien sowohl innerhalb der Compliancefunktion als auch segmentübergreifende Komitees umfasst. Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Managementsystem kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. In diesem Zusammenhang hat der Gesamtvorstand ein globales Compliance-Change-Managementprogramm aufgesetzt, das über die geschäftsbezogenen Complianceerfordernisse hinaus auch die Stärkung der Compliancekultur in der Commerzbank vorantreibt.
Im März 2015 hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden Vergleiche bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen geschlossen und sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der compliance-relevanten Prozesse umzusetzen. Ferner ist eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Auf Grundlage der Vergleiche hat die Bank einen unabhängigen Monitor beauftragt, der vom New York State Department of Financial Services (DFS) nach dessen alleinigem Ermessen ausgewählt wurde. Gegenstand dieses Auftrags ist eine umfassende Prüfung der Compliancestandards der Commerzbank am Maßstab der Vorgaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC), des Bank Secrecy Act (BSA) sowie der Anti Money Laundering-Gesetze (AML), soweit sie Aktivitäten der New Yorker Niederlassung betreffen oder diese beeinflussen. Die Bank kooperiert in vollem Umfang mit dem Monitor, indem sie ihm unter anderem sofortigen Zugang zu relevanten Bankdaten, -unterlagen und -mitarbeitern gewährt und seine Arbeit bestmöglich unterstützt. Es ist auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen, dass der Commerzbank im Rahmen der Wohlverhaltensperiode und aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen.
Reputationsrisiken
Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlusts der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird insbesondere durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.
Strategie und Organisation
Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als wesentlichen Teil ihres Unternehmenswerts zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus der Abteilung Reputationsrisiko-Management im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Sie steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank. Ihm kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).
Risikosteuerung
Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und mögliche Kommunikationsrisiken damit zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Je nach Ergebnis können sie mit Auflagen versehen oder auch negativ beurteilt werden. Dies kann bis zur Ablehnung führen. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und an die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank weitergeleitet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie in den Quartalsreport über erhebliche und hohe Reputationsrisiken an den CFO und die zuständigen Segmentvorstände ein.
IT-Risiken
IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken fassen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:
- Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
- Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Weise und frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
- Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
- Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.
Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt. IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden die wichtigsten IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarios bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Szenarios "CyberCrime" und "Advanced Persistant Threat (APT)1 ), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten.# Commerzbank AG
Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte. Der Bedeutung des Faktors "Mensch" für die IT-Sicherheit und Cyber-Sicherheit haben wir durch Einführung zusätzlicher Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Rechnung getragen, was in 2017 weiter forciert wird. Zudem haben wir in 2016 eine umfassende Analyse des Internen Kontrollsystems der Bank begonnen, mit der Zielsetzung die umfassende Berücksichtigung von Cyber-Risiken im Internen Kontrollsystem sicherzustellen.
Personalrisiken
Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:
- Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
- Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
- Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
- Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.
Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Aufsetzend auf die bis Ende 2015 abgeschlossenen Pilotprojekte wird seit Mitte 2016 die strategische Personalplanung bankweit eingeführt. Insgesamt ist die Personalrisiko-Situation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie Commerzbank 4.0 verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet.
1 Ein Advanced Persistant Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines APT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (Internet-Spionage) oder anderweitig Schaden anzurichten.
Geschäftsstrategische Risiken
Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend. Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf >1 % der anrechenbaren Eigenmittel der Commerzbank AG) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.
Modellrisiko
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/ -implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapitalausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.
Disclaimer
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 der Commerzbank Aktiengesellschaft
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| Mio. € | |
|---|---|
| 2016 | |
| Zinserträge aus | |
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | |
| abzüglich negativer Zinsen aus Geldmarktgeschäften | 7.376 |
| 348 | |
| 7.028 | |
| b) Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 922 |
| 7.951 | 8.460 |
| Zinsaufwendungen | |
| Zinsaufwendungen aus dem Bankgeschäft | |
| abzüglich positiver Zinsen aus dem Bankgeschäft | -3.591 |
| 286 | |
| -3.305 | |
| 4.646 | 4.037 |
| Laufende Erträge aus | |
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 3 |
| b) Beteiligungen | 61 |
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 56 |
| 120 | 333 |
| Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 265 |
| Provisionserträge | 3.067 |
| Provisionsaufwendungen | -603 |
| 2.464 | 2.691 |
| Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | -203 |
| darunter: Auflösung gemäß § 340 e Abs. 4 S. 2 Nr. 1 HGB | -216 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 451 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |
| a) Personalaufwand | |
| aa) Löhne und Gehälter | -2.591 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -581 |
| darunter: für Altersversorgung | -193 |
| -3.172 | -3.100 |
| b) Andere Verwaltungsaufwendungen | -2.324 |
| -5.496 | -5.421 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | -411 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -367 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | -3.228 |
| Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 846 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | |
| Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 525 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -601 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -1.835 |
| Außerordentliche Erträge | 3.867 |
| Außerordentliche Aufwendungen | -170 |
| Außerordentliches Ergebnis | 3.697 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -334 |
| Sonstige Steuern | -34 |
| -368 | -232 |
| Jahresüberschuss | 1.494 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | -747 |
| Bilanzgewinn | 747 |
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016 der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aktivseite
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Mio. €## 31.12.2016 31.12.2015 Barreserve
a) Kassenbestand | 1.169 | 1.077
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 29.452 | 21.325
darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 16.212 | 14.860
| 30.621 | 22.402
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 341 | 3.232
| 341 | 3.232
Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig | 7.612 | 8.250
b) Andere Forderungen | 47.888 | 79.188
darunter: Kommunalkredite | 172 | 175
| 55.500 | 87.438
Forderungen an Kunden | 189.833 | 173.730
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert (Hypothekendarlehen) | 46.750 | 36.035
durch Grundpfandrechte gesichert (Schiffshypotheken) | 2.481 | 4.260
Kommunalkredite | 12.271 | 7.285
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere von anderen Emittenten | - | 25
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | - | 25
| - | 25
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) Von öffentlichen Emittenten | 25.267 | 14.639
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 19.512 | 13.944
bb) Von anderen Emittenten | 18.335 | 16.304
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 13.668 | 13.355
| 43.602 | 30.943
c) Eigene Schuldverschreibungen | 744 | 7
Nennbetrag | 741 | Mio. €
| 44.346 | 30.975
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 244 | 288
Handelsbestand | 54.455 | 67.747
Beteiligungen | 452 | 380
darunter: an Kreditinstituten | 305 | 305
an Finanzdienstleistungsinstituten | 5 | 1
Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.964 | 8.075
darunter: an Kreditinstituten | 2.844 | 2.509
an Finanzdienstleistungsinstituten | 297 | 581
Treuhandvermögen | 857 | 1.131
darunter: Treuhandkredite | 422 | 482
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 866 | 721
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 291 | 265
| 1.157 | 986
Sach anlagen | 534 | 553
Sonstige Vermögensgegenstände | 3.333 | 2.777
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 210 | 235
b) Andere | 281 | 351
| 491 | 586
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 1.422 | 742
Summe der Aktiva | 391.550 | 401.042
Passivseite Mio. € 31.12.2016 31.12.2015 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Täglich fällig | 19.489 | 27.729
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 55.014 | 61.944
darunter: begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe | 322 | -
begebene öffentliche Namenspfandbriefe | 801 | -
begebene Namensschiffspfandbriefe | 39 | 29
| 74.503 | 89.673
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 7.161 | 6.905
ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 20 | 47
| 7.181 | 6.952
b) Andere Verbindlichkeiten
ba) Täglich fällig | 133.056 | 136.447
bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 70.886 | 67.297
| 203.942 | 203.744
darunter: begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe | 3.685 | -
begebene öffentliche Namenspfandbriefe | 7.347 | 833
begebene Namensschiffspfandbriefe | 1.067 | 1.261
| 211.123 | 210.696
Verbriefte Verbindlichkeiten
a) Begebene Schuldverschreibungen | 30.655 | 22.053
aa) Hypothekenpfandbriefe | 10.958 | 4.158
ab) Öffentliche Pfandbriefe | 3.109 | 1.073
ac) Schiffspfandbriefe | 10 | 112
ad) Sonstige Schuldverschreibungen | 16.578 | 16.710
b) Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 5.373 | 4.930
ba) Geldmarktpapiere | 5.329 | 4.883
bb) Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 44 | 47
| 36.028 | 26.983
Handelsbestand | 28.837 | 32.183
Treuhandverbindlichkeiten | 857 | 1.131
darunter: Treuhandkredite | 422 | 482
Sonstige Verbindlichkeiten | 4.190 | 5.448
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 16 | 19
b) Andere | 499 | 673
| 515 | 692
Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 49 | 37
b) Steuerrückstellungen | 529 | 361
c) Andere Rückstellungen | 2.424 | 2.282
| 3.002 | 2.680
Nachrangige Verbindlichkeiten | 10.099 | 9.699
Genussrechtskapital | 105 | 767
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 25 | 662
Fonds für allgemeine Bankrisiken | - | -
darunter: Sonderposten nach § 340 e Abs. 4 HGB | - | -
Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
aa) Grundkapital | 1.252 | 1.252
Eigene Anteile | - | -
(Bedingtes Kapital 569 Mio. €) | 1.252 | 1.252
ab) Einlagen stiller Gesellschafter | 448 | 491
| 1.700 | 1.743
b) Kapitalrücklage | 17.192 | 17.192
c) Gewinnrücklagen¹ | 2.652 | 1.308
d) Bilanzgewinn | 747 | 847
| 22.291 | 21.090
Summe der Passiva | 391.550 | 401.042
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | 2 | 7
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 33.442 | 35.368
| 33.444 | 35.375
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 75.554 | 68.985
¹ Ausschließlich andere Gewinnrücklagen.
Anhang
(1) Grundlagen der Rechnungslegung
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) und des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) aufgestellt worden.
Um das Universalbankengeschäft der Commerzbank Aktiengesellschaft angemessen abzubilden, wurden den Gliederungsvorgaben für Pfandbriefbanken durch die Angabe von "Darunter"-Vermerken bei den jeweiligen Posten Rechnung getragen. Zur Erhöhung der Aussagekraft des Abschlusses haben wir Angaben zu Schiffshypotheken und -Pfandbriefe ergänzt. Neben dem Jahresabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Bilanz und Anhang - wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht erstellt.
Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro angegeben. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und in der Bilanz werden Beträge unter 500.000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Angaben werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt. In den Angaben zu Pfandbriefen sind die Beträge in Mio. Euro mit einer Nachkommastelle angegeben. Es kann in den Summen und Prozentangaben durch Rundungen zu geringfügigen Abweichungen kommen.
(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Barreserve ist zu Nennbeträgen bilanziert. Schuldtitel öffentlicher Stellen werden mit dem Barwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen; gebildete Wertberichtigungen setzen wir ab. Die Anschaffungskosten von Forderungen erhöhen sich um gezahlte Vermittlungsprovisionen oder andere Anschaffungsnebenkosten. Sie verringern sich im Wesentlichen um erhaltene Gebühren. Die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und den Nennbeträgen werden effektivzinskonstant über die Laufzeit im Zinsergebnis vereinnahmt.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist für alle bilanziellen Forderungsbestände sowie alle außerbilanziellen Geschäfte auf Einzelgeschäftsebene beziehungsweise Portfoliobasis unter Heranziehen interner Parameter und Modelle berechnet. Dabei unterscheiden wir zwischen signifikanten und nicht signifikanten Engagements. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderung und dem nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechneten Barwert. Dieser wird aus den zu erwartenden zukünftigen Zahlungseingängen unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten auf diese Forderungen ermittelt; die Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Die Erhöhung des Barwertes infolge des verminderten Abzinsungseffektes durch Zeitablauf, weisen wir innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Zinsertrag aus.
Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden - soweit sie nicht als Bewertungseinheit abgebildet sind - nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip behandelt.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung saldiert mit Wertaufholungen ausgewiesen.
Bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere.
Derivative Finanzinstrumente setzen wir sowohl zur Besicherung des beizulegenden Zeitwerts von Beständen als auch für Handelszwecke ein und bewerten sie am Bilanzstichtag einzeln. Bewertungseinheiten werden unter Einbezug derivativer Sicherungsgeschäfte entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Mikrobewertungseinheiten der Liquiditätsreserve wird überwiegend die Durchbuchungsmethode sowie für wenige ausgewählte Portfolios die Einfrierungsmethode angewendet.# Grund- und Sicherungsgeschäfte in Mikrobewertungseinheiten der Passivseite sowie die bilanzielle Abbildung von Portfoliobewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode sowie für ein ausgewähltes Portfolio nach der Durchbuchungsmethode bilanziert. Die Berücksichtigung interner Geschäfte erfolgt im Rahmen des sogenannten Stellvertreterprinzips. Wir bewerten den Handelsbestand zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags gemäß § 340 e Abs. 3 HGB. Nach § 255 Abs. 4 HGB entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktpreis. Dieser ist bei börsennotierten Produkten der Börsenpreis, für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise und indikative Preise von Preisagenturen oder anderen Kreditinstituten herangezogen. Der Risikoabschlag ist auf Basis des aufsichtsrechtlich ermittelten Value-at-Risk-Ansatzes berechnet und dabei so bemessen, dass ein zu erwartender maximaler Verlust aus diesen Handelsbüchern mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von 10 Tagen nicht überschritten wird. Es ist ein historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Der Value-at-Risk wird für den Gesamtbestand des Portfolios zentral ermittelt und in der Bilanz innerhalb der Handelsaktiva abgesetzt. Sofern eine Zuführung gemäß § 340 e Abs. 4 HGB im Berichtsjahr erforderlich ist, erfolgt diese zulasten des Nettoertrags des Handelsbestands und erhöht den Posten Fonds für allgemeine Bankrisiken. Wir lösen diesen Bilanzposten zum Ausgleich eines Nettoaufwand des Handelsbestands vollständig oder teilweise gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB auf. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für börslich gehandelte Derivate werden innerhalb der Sonstigen Vermögensgegenstände und Sonstigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verrechnet positive und negative beizulegende Zeitwerte sowie darauf entfallende Ausgleichszahlungen (Sicherheitsleistungen in bar) von außerbörslich mit zentralen Kontrahenten und nicht-zentralen Kontrahenten gehandelten Derivaten (OTC-Derivaten) des Handelsbestands. Die Voraussetzung für die Verrechnung mit nichtzentralen Kontrahenten ist ein Rahmenvertrag mit durchsetzbarem Besicherungsanhang und einem täglichen Austausch von Barsicherheiten, aus denen nur ein unwesentliches Kredit- oder Liquiditätsrisiko verbleibt. Verrechnet werden in einem ersten Schritt positive beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten mit negativen beizulegenden Zeitwerten. In einem zweiten Schritt werden die auf die beizulegenden Zeitwerte entfallenden Ausgleichszahlungen - in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten - mit den positiven beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten verrechnet. Ferner sind die gezahlten Sicherheitsleistungen - in den Forderungen an Kreditinstitute enthalten - mit den negativen beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten verrechnet. Die so verrechneten Beträge aus den Ausgleichszahlungen und beizulegenden Zeitwerten werden in den Handelsaktiva beziehungsweise -passiva saldiert ausgewiesen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente kommen entweder am Markt verfügbare Kurse oder Bewertungsmodelle zum Tragen. Lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht ermitteln, werden die Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 HGB angesetzt. Sofern für die Bewertung auf finanzmathematische Bewertungsmodelle zurückgegriffen wird, verwenden wir, soweit möglich, am Markt verfügbare Parameter (zum Beispiel Zinskurven, Volatilitäten, Spreads) sowie weitere Ab- beziehungsweise Aufschläge zur Berücksichtigung von Risiko-, Liquiditäts-, Refinanzierungs-, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden wesentlich von der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Basiswerte bestimmt. Basiswerte der Derivate sind insbesondere Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle und Rohstoffe sowie Indizes und Zinssätze. Darüber hinaus beeinflussen die zukünftig erwarteten Wertschwankungen des Basiswertes sowie die Restlaufzeit des Derivats selbst den beizulegenden Zeitwert. Sofern keine Marktpreise aus einem aktiven Markt vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte mittels unterschiedlicher Bewertungsmethoden einschließlich Bewertungsmodellen ermittelt. Sowohl die gewählten Bewertungsmethoden als auch die verwendeten Parameter sind vom einzelnen Produkt abhängig und entsprechen dem Marktstandard. Termingeschäfte werden weitestgehend zur Deckung von Zins-, Wechselkurs- oder Marktpreisschwankungen abgeschlossen. Beizulegende Zeitwerte für Termingeschäfte und Swaps werden mittels der Barwertmethode unter Berücksichtigung der Zinskurve der entsprechenden Handelswährung ermittelt. Standardoptionen und digitale Optionen bewerten wir grundsätzlich mit Black-Scholes-Modellen, während wir für komplexere Optionen als Bewertungsmethoden Baum- und Monte-Carlo-Verfahren anwenden. Bei sonstigen strukturierten derivativen Geschäften werden ebenfalls Monte-Carlo-Simulationen genutzt. Bei nicht börsengehandelten Derivaten des Handelsbestands wird das Kontrahentenausfallrisiko durch das Bilden von Credit Valuation Adjustments (CVA) und das eigene Ausfallrisiko der Commerzbank Aktiengesellschaft durch das Bilden von Debit Valuation Adjustments (DVA) berücksichtigt. Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments, FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Für die Berechnung des FVA berücksichtigen wir das Refinanzierungsrisiko der Commerzbank Aktiengesellschaft. Um die Höhe des beizulegenden Zeitwerts zu bestimmen, werden für CVA, DVA und FVA, sofern verfügbar, beobachtbare Marktdaten (zum Beispiel Credit-Default-Swap-Spreads) verwendet. Bei Verbindlichkeiten des Handelsbestands wird zudem das eigene Kreditrisiko zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Zeitwertänderungen des Handelsbestands werden saldiert im Nettoergebnis des Handelsbestands ausgewiesen. Zurückgekaufte, eigene Emissionen des Handelsbestands sowie eigene Schuldverschreibungen sind saldiert ausgewiesen, soweit keine Schuld mehr besteht. Pensionsgeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340 b HGB ausgewiesen. Verliehene Wertpapiere sind aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bei der Commerzbank Aktiengesellschaft bilanziert, während entliehene Wertpapiere nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Repos und Reverse Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten werden verrechnet und saldiert ausgewiesen. Erworbene immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und, soweit abnutzbar, gemindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte werden in Höhe der hierfür angefallenen Entwicklungskosten aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind nach den jeweiligen lokalen steuerrechtlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Ausgabeauf- beziehungsweise -abschläge bilanzieren wir als passive beziehungsweise aktive Rechnungsabgrenzungsposten und vereinnahmen sie effektivzinskonstant über die Laufzeit im Zinsergebnis. Langfristige, abgezinste Verbindlichkeiten (Zerobonds) werden mit dem Barwert angesetzt. Unabhängige Aktuare ermitteln jährlich Pensionsrückstellungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Die Parameter für die Berechnung sind in der Angabe zu den Rückstellungen beschrieben. Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den hierfür gebildeten Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Die Saldierung mit dem Deckungsvermögen erfolgt für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe des Erfüllungsrückstands gemäß IDW RS HFA 3. Ergibt sich aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen für Pensionen oder Altersteilzeit ein Aktivüberhang, wird dieser in dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der erforderliche Zuführungsbetrag zu Rückstellungen für Pensionen gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB wird bis spätestens 31. Dezember 2024 zugeführt. Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert angesetzt. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente im Nichthandelsbestand werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat hierzu einen barwertorientierten Ansatz genutzt. Die Bewertung ergab unverändert keine Notwendigkeit zum Bilden einer Drohverlustrückstellung. Die saldierten Zinsen aus Derivaten (inklusive negativer Zinsen aus dem Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den Zinserträgen oder Zinsaufwendungen erfasst. Wir weisen negative Zinsen für aktivische Finanzinstrumente in den Zinserträgen und positive Zinsen für passivische Finanzinstrumente in den Zinsaufwendungen jeweils als Abzugsposten aus. Die Commerzbank Aktiengesellschaft veröffentlicht quartalsweise gemäß § 28 PfandBG Angaben zu Hypothekenpfandbriefen, öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen auf ihrer Internetseite.Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Passive latente Steuern aus dem steuerlich abweichenden Ansatz der Handelspassiva, der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der verbrieften Verbindlichkeiten, der sonstigen Passiva und immateriellen Vermögensgegenständen wurden mit aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Abweichungen bei der Risikovorsorge, den Handelsaktiva, den Forderungen an Kunden, den Sachanlagen, den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, den Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet. Nach der Verrechnung verbleibende aktive latente Steuern werden entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen. Zur Bewertung der latenten Steuern zieht die Commerzbank Aktiengesellschaft die unternehmensindividuellen Steuersätze heran. Dabei beträgt der Ertragsteuersatz des inländischen Organkreises 31,5 % (Vorjahr: 31,4 %). Dieser setzt sich aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,7 % zusammen. Die Bewertung der latenten Steuern der ausländischen Betriebsstätten erfolgt mit den dort geltenden Steuersätzen, deren Bandbreite sich zwischen 12 % und 46 % bewegt.
(3) Währungsumrechnung
Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Dies gilt auch für die Umrechnung der Kapitaltauschbeträge von Cross-Currency-Swaps des Nichthandelsbestands. Eine Ausnahme bilden Gewinne und Verluste in Fremdwährung, die sofort bei Realisierung in Euro umgerechnet werden, womit ihre Höhe festgeschrieben ist. Devisenkursschwankungen werden im Devisenergebnis ausgewiesen. Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte des Handelsbestands werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aufgrund der besonderen Deckung in derselben Währung werden Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt.
(4) Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Commerzbank Aktiengesellschaft anzuwendende Änderungen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sind umgesetzt. Diese führen zu keinen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, sondern ausschließlich zu einigen zusätzlichen Angaben im Anhang. Gemäß dem geänderten § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB weisen wir in den Ausschüttungsgesperrten Beträgen den Unterschiedsbetrag zwischen einem durchschnittlichen Marktzins von 10 auf 7 Jahre zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus.
(5) Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft
Im Mai 2016 wurde die Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft weitgehend abgewickelt und anschließend in die Servicegesellschaft LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH umgewandelt. Von der Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft wurden insbesondere Forderungen an Kunden von 19,3 Mrd. Euro und Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von 19,8 Mrd. Euro zum Zeitpunkt der Migration übertragen. Zudem wurden Pfandbriefe mit einem Nennwert von 20,9 Mrd. Euro auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen.
(6) Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2016 nicht eingetreten.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(7) Erträge nach geografischen Märkten
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| Mio. € | 2016 | 2015 |
|:---------------------------|:--------:|:--------:|
| Europa einschließlich Deutschland | 11.220 | 12.263 |
| Amerika | 216 | 328 |
| Asien | 153 | 194 |
| Gesamt | 11.589 | 12.785 |
Der Gesamtbetrag enthält die Posten Zinserträge, Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Provisionserträge und Sonstige betriebliche Erträge der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Im Handelsbestand ergab sich wie im Vorjahr ein Nettoaufwand.
(8) Abschlussprüferhonorar
Wir haben von dem Wahlrecht gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht, das Abschlussprüferhonorar im Konzernabschluss auszuweisen.
(9) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen von 451 Mio. Euro (Vorjahr: 331 Mio. Euro) sind im Wesentlichen Rückstellungsauflösungen von 232 Mio. Euro (Vorjahr: 179 Mio. Euro) enthalten. Im aktuellen Berichtsjahr hatten wir keine Erträge aus der Währungsumrechnung, während wir im Vorjahr Erträge aus der Währungsumrechnung von 2 Mio. Euro auswiesen. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 367 Mio. Euro (Vorjahr: 330 Mio. Euro) sind Zuführungen zu Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken von 65 Mio. Euro (Vorjahr: 102 Mio. Euro) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 38 Mio. Euro) enthalten.
(10) Aperiodische Erträge und Aufwendungen
In den Aperiodischen Erträgen sind Verkaufserlöse aus dem Abgang von Sachanlagen von 18 Mio. Euro sowie nachträgliche Gutschriften aus der Nutzung von Gebäuden von 4 Mio. Euro enthalten. Aus der Auflösung von diversen Rückstellungen sind 152 Mio. Euro Aperiodische Erträge in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Für potenzielle Risiken aus steuerlichen Betriebsprüfungen sind im Geschäftsjahr 72 Mio. Euro an Rückstellungen zugeführt worden. Zusätzlich sind 46 Mio. Euro an Rückstellungen für eine streitige ausländische Quellensteuerforderung zugeführt worden. Für ein potenzielles Haftungsrisiko aus einem Steuerabzugstatbestand aus vergangenen Jahren wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von 40 Mio. Euro gebildet.
(11) Außerordentliches Ergebnis
Im Geschäftsjahr weisen wir einen Außerordentlichen Ertrag von 3.867 Mio. Euro aus der Abwicklung der Hypothekenbank Frankfurt aus. Im Außerordentlichen Aufwand sind Zuführungen zu Rückstellungen für Restrukturierungen von 124 Mio. Euro (Vorjahr: 80 Mio. Euro) sowie die erforderliche Zuführung zu Pensionsrückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro) enthalten.
(12) Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung
Für Dritte wurden nachstehende wesentliche Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht:
― Depotverwaltung
― Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen
― Vermögensverwaltung
― Verwaltung von Treuhandvermögen
― Wertpapierkommissionsgeschäft
― Abwicklung von Zahlungsverkehr
― Vermittlung von Hypothekendarlehen
Erläuterungen zur Bilanz
(13) Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten
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| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|:----------------------------------------------------|:-----------------------------------:|:-----------------------------------:|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 47.888 | 79.188 |
| mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 25.788 | 37.983 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 11.087 | 26.152 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 10.198 | 12.718 |
| mehr als fünf Jahren | 815 | 2.335 |
| Forderungen an Kunden | 189.833 | 173.730 |
| mit unbestimmter Laufzeit | 17.191 | 18.327 |
| mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 28.126 | 28.508 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 19.987 | 18.449 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 56.598 | 49.178 |
| mehr als fünf Jahren | 67.931 | 59.268 |
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| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|:-------------------------------------------------------------------|:-----------------------------------:|:-----------------------------------:|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 55.014 | 61.944 |
| mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | | |
| mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 17.305 | 21.884 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 7.428 | 8.179 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 19.018 | 19.431 |
| mehr als fünf Jahren | 11.263 | 12.450 |
| Spareinlagen | 20 | 47 |
| mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | | |
| mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 20 | 42 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | - | 5 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 70.886 | 67.297 |
| mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | | |
| mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 24.474 | 28.608 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 24.659 | 24.560 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 8.654 | 7.240 |
| mehr als fünf Jahren | 13.099 | 6.889 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 5.373 | 4.930 |
| mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 2.022 | 2.891 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 3.348 | 2.036 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 3 | 3 |
| mehr als fünf Jahren | - | - |
Von den in den Verbrieften Verbindlichkeiten Begebenen Schuldverschreibungen von 30.655 Mio. Euro (Vorjahr: 22.053 Mio. Euro) werden 5.435 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017 fällig.
(14) Zur Deckung von Begebenen Schuldverschreibungen bestimmte Aktiva
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| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|:---------------------------|:--------------:|:--------------:|
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.082 | 254 |
| Forderungen an Kunden | 27.904 | 12.884 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.951 | 439 |
| Gesamt | 33.937 | 13.577 |
(15) Wertpapiere
Zum 31. Dezember 2016 teilten sich die börsenfähigen Wertpapiere folgendermaßen auf:
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| Mio. € | Börsennotiert | | Nicht börsennotiert | |
|:---------------------------------------------|:-----------------:|:---------:|:---------------------------:|:---------:|
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 41.903 | 29.863 | 2.443 | 1.112 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 207 | 266 |
| Beteiligungen | 2 | - | - | 29 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.377 | 2.380 | - | - |
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren von 44.346 Mio. Euro (Vorjahr: 30.975 Mio. Euro) werden 5.985 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017 fällig. In den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Anleihen aus der abgewickelten Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft enthalten (siehe Angabe 5). Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips von 777 Mio. Euro wurden nicht vorgenommen, da die Wertminderungen nur vorübergehend sind. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Anleihen des Liquiditätsbestands mit einem Ertrag von 286 Mio. Euro veräußert. Im Vorjahr haben wir freie Derivate des Liquiditätsbestands mit einem Ertrag von 547 Mio. Euro geschlossen.# (16) Handelsbestand
Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Im Vorjahr haben wir zum teilweisen Ausgleich eines Nettoaufwands des Handelsbestands den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB von 216 Mio. Euro vollständig aufgelöst.
| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Handelsaktiva | 54.455 | 67.747 |
| Derivative Finanzinstrumente | 25.083 | 26.499 |
| Forderungen | 2.777 | 1.618 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.978 | 11.805 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 20.677 | 27.910 |
| Risikoabschlag Value-at-Risk | 60 | 85 |
| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 28.837 | 32.183 |
| Derivative Finanzinstrumente | 23.078 | 23.805 |
| Verbindlichkeiten | 5.759 | 8.378 |
(17) Bewertungseinheiten
Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen werden Mikro- und Portfoliobewertungseinheiten zur Absicherung der hieraus bestehenden Risiken gebildet, wobei die Durchbuchungsmethode und die Einfrierungsmethode zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Durchbuchungsmethode werden der effektive und der ineffektive Teil der gegenläufigen Wertänderung von Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Diese Methode kommt grundsätzlich für Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum Einsatz, für die das allgemeine Zinsänderungsrisiko abgesichert wird. Zinsinduzierte Wertänderungen von Wertpapieren werden durch die Wertänderung der zugehörigen Sicherungsgeschäfte nahezu vollständig ausgeglichen. Die Effektivität der Bewertungseinheiten wird mit der Methode der Regressionsanalyse prospektiv und retrospektiv nachgewiesen. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von drei Jahren (Vorjahr: vier Jahren) auf. Darüber hinaus werden Portfoliobewertungseinheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gebildet, die durch die Zusammenfassung mit Vermögensgegenständen mit eingebetteten Aktienkursrisiken als Bewertungseinheit vollständig ausgeglichen sind. Die Effektivitätsmessung für die Portfoliobewertungseinheiten der Aktienkursrisiken erfolgt auf Basis der Dollar-Offset-Methode. Diese Bewertungseinheiten sind täglich fällig.
Gegenläufige Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden bei Anwendung der Einfrierungsmethode nicht erfolgswirksam dargestellt. Für wenige ausgewählte Portfolios der Liquiditätsreserve werden Bewertungseinheiten auf Basis der Einfrierungsmethode gebildet. Hierbei werden zinsinduzierte Wertänderungen der Wertpapiere vollständig abgesichert, nichtzinsinduzierte Wertänderungen werden erfolgswirksam ausgewiesen. Die Effektivitätsmessung der Absicherung von Zinsrisiken erfolgt grundsätzlich auf Basis einer portfoliobasierten Value-at-Risk-Betrachtung. Die Restlaufzeit dieser Bewertungseinheiten beträgt durchschnittlich vier Jahre (Vorjahr: sechs Jahre). Bei einem Portfolio wird die Effektivität über die Analyse von Zinssensitivitäten nachgewiesen. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Bewertungseinheit beträgt ein halbes Jahr (Vorjahr: ein Jahr). Bei den Bewertungseinheiten für eigene Emissionen des Nichthandelsbestands wird die Effektivitätsmessung über einen vereinfachten Test auf Basis einer portfoliobasierten Sensitivitätsanalyse beziehungsweise einem qualitativen Vergleich der Ausgestaltungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft en durchgeführt. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von fünf Jahren (Vorjahr: fünf Jahren) auf.
Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die innerhalb von effektiven Bewertungseinheiten durch gegenläufige Entwicklungen der Sicherungsgeschäfte ausgeglichen werden, entsprechen der Höhe des abgesicherten Risikos. Nachfolgende Tabelle stellt die in Bewertungseinheiten einbezogenen Vermögenswerte und Schulden dar:
| Mio. € | Buchwerte 31.12.2016 | Buchwerte 31.12.2015 | Nominalwerte 31.12.2016 | Nominalwerte 31.12.2015 | Höhe des abgesicherten Risikos 31.12.2016 | Höhe des abgesicherten Risikos 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere der Liquiditätsreserve | 21.597 | 25.476 | 21.007 | 24.491 | -630 | -614 |
| Emissionen des Nichthandelsbestands | 71.983 | 52.740 | 73.718 | 53.526 | -5.913 | -2.425 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.128 | 7.604 | 6.128 | 7.604 | 575 | -730 |
(18) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
| Mio. € | Verbundene Unternehmen 31.12.2016 | Verbundene Unternehmen 31.12.2015 | Beteiligungen 31.12.2016 | Beteiligungen 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 9.802 | 33.247 | 3.158 | 10 |
| Forderungen an Kunden | 10.287 | 11.818 | 491 | 624 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 217 | 242 | - | 1 |
| Handelsaktiva ohne derivative Finanzinstrumente | 782 | 854 | 46 | 53 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.924 | 20.981 | 7 | 20 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2.710 | 3.587 | 515 | 978 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 781 | 647 | - | - |
| Handelspassiva ohne derivative Finanzinstrumente | - | - | 3 | 3 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1.073 | 1.035 | - | - |
(19) Treuhandgeschäfte
| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 7 | 7 |
| Forderungen an Kunden | 415 | 475 |
| Sonstiges Treuhandvermögen | 435 | 649 |
| Treuhandvermögen | 857 | 1.131 |
| darunter: Treuhandkredite | 422 | 482 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9 | 11 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 413 | 471 |
| Sonstige Treuhandverbindlichkeiten | 435 | 649 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 857 | 1.131 |
| darunter: Treuhandkredite | 422 | 482 |
(20) Entwicklung des Anlagevermögens
| Mio. € | Immaterielle Anlagewerte | Sachanlagen | Wertpapiere Anlagebestand | Beteiligungen¹ | Anteile an verbundenen Unternehmen¹ |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2016 | 2.019 | 1.895 | 864 | ||
| Zugänge | 479 | 108 | 27.589 | ||
| Abgänge | 68 | 165 | 9.908 | ||
| Umbuchungen | 5 | - | 4 | -437 | |
| Wechselkursänderungen | - | 11 | -10 | 287 | |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2016 | 2.424 | 1.824 | 18.395 | 452 | 7.964 |
| Abschreibungen kumuliert 1.1.2016² | 1.033 | 1.342 | 585 | ||
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | 306 | 105 | 7 | ||
| Zugänge | - | - | - | ||
| Abgänge | 66 | 144 | 9 | ||
| Umbuchungen | 4 | - | 3 | -447 | |
| Wechselkursänderungen | - | 10 | -10 | -76 | |
| Abschreibungen kumuliert 31.12.2016 | 1.267 | 1.290 | 60 | ||
| darunter: Zuschreibungen | - | - | 1 | ||
| Restbuchwerte 31.12.2016 | 1.157 | 534 | 18.335 | 452 | 7.964 |
¹ Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Abs. 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.
² Gemäß Gesetzesänderung im Jahr 2016 (§ 284 Abs. 3 Nr. 3 HGB).
Von den Grundstücken und Gebäuden mit einem Gesamtbuchwert von 179 Mio. Euro (Vorjahr: 196 Mio. Euro) entfielen 168 Mio. Euro (Vorjahr: 182 Mio. Euro) auf eigengenutzte Grundstücke und Gebäude. Die in den Sachanlagen enthaltene Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug 355 Mio. Euro (Vorjahr: 357 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2016 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte von 866 Mio. Euro (Vorjahr: 721 Mio. Euro) aktiviert. Die Commerzbank Aktiengesellschaft betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.
(21) Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände von 3.333 Mio. Euro (Vorjahr: 2.777 Mio. Euro) enthielten im Wesentlichen Forderungen an Finanzämter von 692 Mio. Euro (Vorjahr: 608 Mio. Euro), Edelmetalle des Nichthandelsbestands von 357 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro), Zinsabgrenzungen aus Nichthandelsderivaten von 340 Mio. Euro (Vorjahr: 183 Mio. Euro), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen von 265 Mio. Euro (Vorjahr: 300 Mio. Euro) sowie Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte von 154 Mio. Euro (Vorjahr: 620 Mio. Euro).
(22) Nachrangige Vermögensgegenstände
| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 55.500 | 87.438 |
| darunter: nachrangig | 623 | 617 |
| Forderungen an Kunden | 189.833 | 173.730 |
| darunter: nachrangig | 681 | 713 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 44.346 | 30.975 |
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten | 43.602 | 16.304 |
| darunter: nachrangig | 7 | 1 |
| b) Eigene Schuldverschreibungen | 744 | 7 |
| darunter: nachrangig | 6 | 7 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 244 | 288 |
| darunter: nachrangig | - | - |
| Handelsaktiva | 54.455 | 67.747 |
| darunter: nachrangig | 96 | 324 |
| Gesamt Nachrangige Vermögensgegenstände | 1.413 | 1.662 |
(23) Pensionsgeschäfte
Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen in Pension gegebenen Vermögensgegenstände 3.937 Mio. Euro (Vorjahr: 2.746 Mio. Euro).
(24) Fremdwährungsvolumina
Zum 31. Dezember 2016 lagen 112.099 Mio. Euro (Vorjahr: 153.751 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sowie 75.771 Mio. Euro (Vorjahr: 104.119 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten vor.
(25) Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten
| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 41.576 | 42.686 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.434 | 3.001 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 500 | 500 |
| Gesamt | 46.510 | 46.187 |
Es sind begebene Schuldverschreibungen durch Forderungen in Höhe von 955 Mio. Euro (Vorjahr: 960 Mio. Euro) besichert, die zwar rechtlich veräußert wurden, aber weiterhin im wirtschaftlichen Eigentum der Commerzbank Aktiengesellschaft stehen.
(26) Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 4.190 Mio. Euro (Vorjahr: 5.448 Mio. Euro) enthielten Verbindlichkeiten aus Filmfonds von 1.184 Mio. Euro (Vorjahr: 1.334 Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen von 601 Mio. Euro (Vorjahr: 60 Mio. Euro), Zinsabgrenzungen aus Nichthandelsderivaten von 260 Mio. Euro (Vorjahr: 88 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden von 163 Mio. Euro (Vorjahr: 153 Mio. Euro).
(27) Rückstellungen
a) Altersversorgungsverpflichtungen
Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines von der Deutschen Bundesbank festgelegten durchschnittlichen Rechnungszinses von zehn Jahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G gebildet.# Der verwendete Rechnungszins basiert auf Informationen aus den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2016. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB werden ab 2016 Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Jahreszins von zehn Jahren (31.12.2016: 4,01 %) statt sieben von 3,24 % (Vorjahr: 3,89 %) Jahren abgezinst. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Unterschiedsbetrag hieraus 663 Mio. Euro und erhöht die Ausschüttungsgesperrten Beträge. Wir gehen von einer erwarteten, allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung einschließlich eines angenommenen Karrieretrends von 2,50 % per annum (Vorjahr: 2,50 % per annum) aus; für die Rentendynamik legen wir einen Zinssatz von 1,60 % per annum (Vorjahr: 1,50 % per annum) zugrunde. Die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze wird mit 2,00 % per annum (Vorjahr: 2,00 % per annum) angenommen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EGHGB belief sich zum Stichtag auf 12 Mio. Euro (Vorjahr: 23 Mio. Euro). Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat in Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB den im Rahmen der geänderten Bewertung der Pensionen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 entstandenen Unterschiedsbetrag anteilig zugeführt, sodass zum Jahresende eine Unterdeckung von 175 Mio. Euro (Vorjahr: 221 Mio. Euro) verblieb. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Pensionen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen verrechnet. Zum 31. Dezember 2016 ergaben sich vor Verrechnung folgende Werte:
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| Mio. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 6.411 | 5.705 |
| Erfüllungsbetrag | 5.336 | 5.327 |
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird ebenfalls die Wertänderung des Deckungsvermögens mit den Zinseffekten aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung verrechnet. Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Pensionen 110 Mio. Euro (Vorjahr: 706 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen zur Sicherung gegenübersteht. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 657 Mio. Euro. Im Vorjahr wiesen wir dagegen vor Verrechnung Aufwendungen von 135 Mio. Euro aus. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 5.553 Mio. Euro (Vorjahr: 5.274 Mio. Euro). Das Deckungsvermögen ist überwiegend in Spezialfonds angelegt, die insbesondere in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien sowie Derivate investieren.
b) Andere Rückstellungen
Die Anderen Rückstellungen sind zum großen Teil Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken. Darüber hinaus sind Rückstellungen für den Personalbereich betreffende Sachverhalte enthalten, darunter Restrukturierungen, Altersteilzeit und Vorruhestand. Die Restrukturierungsrückstellungen für die geplanten Anpassungen von Personalkapazitäten betrugen 387 Mio. Euro (Vorjahr: 364 Mio. Euro). Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit von 149 Mio. Euro (Vorjahr: 196 Mio. Euro) wurde mit dem hierfür gebildeten Erfüllungsbetrag von 25 Mio. Euro (Vorjahr: 53 Mio. Euro) verrechnet. Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Altersteilzeit 2 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen gegenübersteht. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 1 Mio. Euro, während wir im Vorjahr Aufwendungen von 3 Mio. Euro auswiesen. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für Altersteilzeit betrugen 143 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung von Anderen Rückstellungen betrug für das Geschäftsjahr 29 Mio. Euro (Vorjahr: 45 Mio. Euro) und wird gemäß § 277 Abs. 5 HGB im Zinsaufwand ausgewiesen.
(28) Nachrangige Verbindlichkeiten
Die Nachrangigen Verbindlichkeiten von 10.099 Mio. Euro (Vorjahr: 9.699 Mio. Euro) dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung oder Ansprüche auf Zinszahlungen bestehen solange nicht. Die Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen sind nachrangige Verpflichtungen der Emittentin, die gleichrangig mit allen anderen Nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin befriedigt werden. Die Kündigung der Teilschuldverschreibungen durch den Inhaber ist ausgeschlossen. Es gelten die Bedingungen für nachrangige Verpflichtungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben. Im Geschäftsjahr betrug der Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten 598 Mio. Euro (Vorjahr: 578 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2016 überstiegen folgende Mittelaufnahmen 10 % der Nachrangigen Verbindlichkeiten:
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| Kennnummer | Währung | Mio. € | Zinssatz % | Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|
| DE000CB83CE3 | EUR | 1.254 | 6,38 | 22.3.2019 |
| DE000CB83CF0 | EUR | 1.250 | 7,75 | 16.3.2021 |
(29) Genussrechtskapital
Gemäß den Genussscheinbedingungen ist die Bedienung der Zins- und Rückzahlungsansprüche der Genussrechte insbesondere an das Bilanzergebnis (und nicht an etwaige Dividendenzahlungen) der Bank geknüpft. Im Insolvenzfall sind die Forderungen aus den Genussscheinen gegenüber allen nicht nachrangigen Gläubigern nachrangig, jedoch gegenüber Aktionären vorrangig. Die folgende Tabelle zeigt den Bestand des Genussrechtskapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2016:
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| Kennnummer | Währung | Mio. € | Zinssatz % | Laufzeitende |
|---|---|---|---|---|
| 31.12. Inhabergenussschein WKN A0D4TQ9 | EUR | 50 | 4,7 | 2020 |
| Inhabergenussschein WKN A0HGNA3 | EUR | 30 | 4,7 | 2020 |
| Namensgenussschein WKN 901008000A | EUR | 10 | 5,38 | 2017 |
| Namensgenussschein WKN 901008000B | EUR | 10 | 5,38 | 2017 |
| Namensgenussschein WKN 901008100 | EUR | 5 | 5,37 | 2017 |
| Gesamt | 105 |
(30) Eigenkapital
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| € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 22.291.209.085,61 | 21.090.187.238,43 |
| a) Gezeichnetes Kapital | 1.700.742.634,00 | 1.743.742.634,00 |
| Grundkapital | 1.252.357.634,00 | 1.252.357.634,00 |
| Einlagen stiller Gesellschafter | 448.385.000,00 | 491.385.000,00 |
| b) Kapitalrücklage | 17.191.685.851,77 | 17.191.685.851,77 |
| c) Gewinnrücklagen | 2.651.533.912,85 | 1.308.081.435,32 |
| d) Bilanzgewinn | 747.246.686,99 | 846.677.317,34 |
a) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Commerzbank Aktiengesellschaft von 1.252.357.634,00 Euro war zum 31. Dezember 2016 eingeteilt in 1.252.357.634 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien (rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro). Zum Bilanzstichtag bestanden eine Stille Einlage der HT1 Funding GmbH von 415.885.000,00 Euro sowie diverse weitere Stille Einlagen in Höhe von 32.500.000,00 Euro. Im Geschäftsjahr wurden Stille Einlagen von 43.000.000,00 Euro zurückgezahlt.
b) Kapitalrücklage
In der Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen. Daneben werden Zuzahlungen aus der Emission von Wandlungs- und Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen der Commerzbank Aktiengesellschaft berücksichtigt. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2016 betrug unverändert zum Vorjahr 17.191.685.851,77 Euro.
c) Gewinnrücklagen
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| € | Stand 31.12.2015 | Zuführung zu Gewinnrücklagen | darunter: Zuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs | Stand 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| 1.308.081.435,32 | 1.343.452.477,53 | 596.205.790,54 | 2.651.533.912,85 |
Die Gewinnrücklagen der Commerzbank Aktiengesellschaft bestehen aus anderen Gewinnrücklagen. Den Aktionären wird auf der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Mai 2017 der Vorschlag zum Beschluss vorgelegt, den Bilanzgewinn aus 2016 der Gewinnrücklage zuzuführen.
(31) Genehmigtes Kapital
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| Jahr der Beschlussfassung | € Ursprüngliches Genehmigtes Kapital | Verbleibendes Genehmigtes Kapital | Befristung |
|---|---|---|---|
| 2015 | 569.253.470 | 569.253.470 | 29.4.2020 |
Gemäß Satzung § 4 Abs. 3 Stand 31.12.2015 569.253.470 569.253.470 Stand 31.12.2016 569.253.470 569.253.470 Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2016 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Mai 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569.253.470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen: ― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; ― um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde; ― um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben; ― um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen; ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs.3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
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€
Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2015
Zugang Geschäftsjahr
Verbrauch Geschäftsjahr
Verfall Geschäftsjahr
Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2016
Gesamt
569.253.470
-
-
-
569.253.470
(32) Bedingtes Kapital
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€
Bedingtes Kapital 31.12.2015
Zugang Geschäftsjahr
Verbrauch Geschäftsjahr
Verfall Geschäftsjahr
Bedingtes Kapital 31.12.2016
darunter: belegtes Bedingtes Kapital
Gesamt
569.253.470
-
-
-
569.253.470
-
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€
noch verfügbar
Gesamt
569.253.470
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569.253.470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569.253.470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
(33) Ausschüttungsgesperrte Beträge
Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2016 ausschüttungsgesperrten Beträge.
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Mio. €
31.12.2016
31.12.2015
Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
866
721
Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert
864
431
Unterschiedsbetrag zwischen durchschnittlichem Marktzins von 10 und 7 Jahren zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen1
663
n.r.
Gesperrter Betrag
2.393
1.152
1 Gemäß Gesetzesänderung in 2016 (§ 253 Abs. 6 Satz 3 HGB).
(34) Bedeutende Stimmrechtsanteile
Der Commerzbank Aktiengesellschaft sind zum 31. Dezember 2016 folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zugegangen:
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Meldepflichtiger
Ort
Gesamt1
%
Meldung vom
Bundesrepublik Deutschland
Berlin
15,60
4.6.2013
BlackRock Inc.
Wilmington, Delaware, USA
4,71
10.8.2016
Deutsche Bank Aktiengesellschaft
Frankfurt
3,44
10.6.2016
The Capital Group Companies, Inc.
Los Angeles
3,25
25.8.2016
1 Direkt und indirekt gehaltene Stimmrechtsanteile.
(35) Eigene Aktien
Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 30. April 2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Diese Ermächtigung gilt bis zum 29. April 2020. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktiengesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft übersteigen. Der niedrigste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-Handel vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Der höchste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf diesen Wert um nicht mehr als 10 % überschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten). Im Berichtsjahr wurden keine Eigenen Aktien erworben und zum Stichtag waren keine Eigenen Aktien im Eigentum der Commerzbank Aktiengesellschaft. Von der Kundschaft wurden 4.550.953 Stück verpfändet (Vorjahr: 3.831.424 Stück). Die Bank hat sich gegenüber dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 4 (Einkaufskommission) oder Nr. 7 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.
Sonstige Erläuterungen
(36) Außerbilanzielle Transaktionen
a) Eventualverbindlichkeiten
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Mio. €
31.12.2016
31.12.2015
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln
2
7
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen1
33.442
35.368
Sonstige Bürgschaften
25.780
25.871
Akkreditive
4.989
6.648
Kreditbürgschaften
2.673
2.849
Gesamt
33.444
35.375
1 Siehe auch Note 36 d) Patronatserklärungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um originäres Bankgeschäft mit Kunden, aus dem Provisionserträge erzielt werden. Das Risiko für die Commerzbank Aktiengesellschaft besteht in einer Inanspruchnahme aus den vertraglichen Verpflichtungen aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Schuldners. Den Bonitätsrisiken wird bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Parameter der Kreditrisikosteuerung. Diese entsprechen der EU-Verordnung Nr. 575/2013 zur Umsetzung bankaufsichtlicher Regelungen des Basel-3-Regelwerks auf europäischer Ebene.
b) Andere Verpflichtungen
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Mio. €
31.12.2016
31.12.2015
Unwiderrufliche Kreditzusagen
75.554
68.985
Buchkredite an Kunden
72.917
65.906
Buchkredite an Kreditinstitute
1.235
1.192
Avalkredite und Akkreditive
1.402
1.887
Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Teil des Kreditgeschäfts der Commerzbank Aktiengesellschaft und werden unterhalb der Bilanz ausgewiesen. Risiken können sich aus der Verschlechterung der Bonität des Kunden ergeben, für die eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet wird. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verbrieft über Zweckgesellschaften sowohl bankeigene Forderungen als auch Forderungsportfolios von und für Kunden.Die Transaktionen dienen unter anderem der Liquiditätsbeschaffung oder der Erweiterung der Refinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden oder die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die für solche Verbriefungsgesellschaften gestellten Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien sind ebenfalls unter den Unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen. Zu einer Inanspruchnahme der Liquiditäts-/Back-up-Linien kann es kommen, wenn die Risiken aus den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten steigen oder die Verbriefungswertpapiere nicht planmäßig am Markt platziert werden können.
c) Wertpapierleihgeschäfte
Die Commerzbank Aktiengesellschaft tätigt Wertpapierleihgeschäfte mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit des Wertpapierhandels sicherzustellen sowie bestehende Handelspositionen gegen Gebühr zu verleihen. Dabei werden die entliehenen Wertpapiere in der Bilanz nicht ausgewiesen, da aufgrund der Ausgestaltung der Geschäfte das wirtschaftliche Eigentum beim Verleiher verbleibt. Verliehene Wertpapiere werden entsprechend weiterhin bilanziert. Verleihen wir Wertpapiere, die wir zuvor entliehen haben, so resultiert hieraus keine zu bilanzierende Verbindlichkeit, sofern dieses Leihgeschäft mit Barsicherheiten oder mit qualitativ hochwertigen Wertpapiersicherheiten besichert ist. Die Risiken aus diesen Geschäften bestehen im Absicherungsrisiko. Es lässt sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Wertpapiere und den erhaltenen beziehungsweise gestellten Sicherheiten definieren. Vorteile ergeben sich für die Commerzbank Aktiengesellschaft aus den Zusatzerträgen der verliehenen Wertpapiere. Zum Bilanzstichtag waren Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 11.279 Mio. Euro (Vorjahr: 19.002 Mio. Euro) verliehen, der beizulegende Zeitwert entliehener Wertpapiere betrug 32.690 Mio. Euro (Vorjahr: 47.493 Mio. Euro). Im Rahmen dieser Wertpapierleihgeschäfte bestanden Sicherheiten für verliehene Wertpapiere von 12.198 Mio. Euro (Vorjahr: 20.015 Mio. Euro) und für entliehene Wertpapiere von 27.033 Mio. Euro (Vorjahr: 46.944 Mio. Euro).
d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft als Leasingnehmer auftritt, verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, sodass das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen wird. Die Verpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen Gebäude und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen am 31. Dezember 2016 für die Folgejahre insgesamt 2.309 Mio. Euro (Vorjahr: 2.370 Mio. Euro); hieraus resultieren gegenüber verbundenen Unternehmen 229 Mio. Euro (Vorjahr: 854 Mio. Euro). Einzahlungsverpflichtungen für Aktien, GmbH-Anteile und sonstige Anteile beliefen sich am Stichtag auf 38 Mio. Euro (Vorjahr: 38 Mio. Euro). Gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von in unserem Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituten anfallen. In den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der europäischen Bankenabgabe von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 8.871 Mio. Euro (Vorjahr: 6.726 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der polnischen Aufsicht (Polish Financial Supervision Authority) verpflichtet, ihre verbundenen Unternehmen mBank S.A., Warschau, und mBank Hipoteczny S.A., Warschau, derart mit Liquidität und Kapital auszustatten, dass diese jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Für die nachfolgend aufgeführten in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen trägt die Commerzbank Aktiengesellschaft, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen (Patronatserklärung).
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| Name | Sitz |
| :------------------------------------------------------------------------------------------- | :------------- |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn |
| Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau |
| Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo | São Paulo |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. (ehemals: Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg)1 | Luxemburg |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerz Markets LLC | New York |
| LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH (ehemals: Hypothekenbank Frankfurt AG) | Eschborn |
1 Die Patronatserklärung endet mit dem Vollzug der Veräußerung der Commerzbank International S. A. Der Eintritt dieser auflösenden Bedingung wird mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung bekannt gegeben.
(37) Termingeschäfte
In der Commerzbank Aktiengesellschaft teilten sich zum 31. Dezember 2016 die Termingeschäfte folgendermaßen auf:
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| Mio. € | Nominalwerte | Beizulegender Zeitwert positiv | Beizulegender Zeitwert negativ |
| :-------------------------------------- | :----------- | :----------------------------- | :----------------------------- |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte | | | |
| OTC-Produkte | 651.317 | 15.113 | 18.505 |
| Devisenkassa und Devisentermingeschäfte | 311.894 | 4.731 | 5.911 |
| Zins-/Währungsswaps | 285.296 | 9.033 | 11.358 |
| Devisenoptionen - Käufe | 23.443 | 1.317 | - |
| Devisenoptionen - Verkäufe | 29.180 | - | 1.168 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 1.504 | 32 | 68 |
| Börsengehandelte Produkte | 1.087 | - | - |
| Devisenfutures | 141 | - | - |
| Devisenoptionen | 946 | - | - |
| Gesamt | 652.404 | 15.113 | 18.505 |
| darunter: Handelsbestand | 648.546 | 14.885 | 17.868 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte | | | |
| OTC-Produkte | 2.706.287 | 105.001 | 103.207 |
| Forward Rate Agreements | 395.327 | 41 | 35 |
| Zinsswaps | 2.018.375 | 87.929 | 88.516 |
| Zinsoptionen - Käufe | 32.528 | 1.077 | - |
| Zinsoptionen - Verkäufe | 38.414 | - | 1.107 |
| Sonstige Zinskontrakte | 221.643 | 15.954 | 13.549 |
| Börsengehandelte Produkte | 174.775 | - | - |
| Zinsfutures | 159.914 | - | - |
| Zinsoptionen | 14.861 | - | - |
| Gesamt | 2.881.062| 105.001 | 103.207 |
| darunter: Handelsbestand | 2.858.880 | 102.581 | 101.371 |
| Sonstige Termingeschäfte | | | |
| OTC-Produkte | 152.289 | 3.954 | 4.943 |
| Strukturierte Aktien- und Indexprodukte | 32.990 | 666 | 854 |
| Aktienoptionen - Käufe | 17.353 | 1.033 | - |
| Aktienoptionen - Verkäufe | 32.266 | - | 1.262 |
| Kreditderivate | 61.867 | 1.493 | 2.219 |
| Edelmetallgeschäfte | 2.653 | 93 | 119 |
| Sonstige Geschäfte | 5.160 | 669 | 489 |
| Börsengehandelte Produkte | 79.361 | - | - |
| Aktienfutures | 15.205 | - | - |
| Aktienoptionen | 57.606 | - | - |
| Sonstige Futures | 6.502 | - | - |
| Sonstige Optionen | 48 | - | - |
| Gesamt | 231.650 | 3.954 | 4.943 |
| darunter: Handelsbestand | 229.723 | 3.780 | 4.906 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte | | | |
| OTC-Produkte | 3.509.893 | 124.068 | 126.655 |
| Börsengehandelte Produkte | 255.223 | - | - |
| Gesamt | | 124.068 | 126.655 |
| Nettoausweis | | 27.904 | 25.589 |
| darunter: Handelsbestand | | 25.083 | 23.078 |
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2016 betrug 108.151 Mio. Euro (Vorjahr: 125.600 Mio. Euro). Auf der Aktivseite waren davon die positiven Marktwerte mit 96.163 Mio. Euro (Vorjahr: 115.761 Mio. Euro), die Forderungen an Kreditinstitute mit 9.725 Mio. Euro (Vorjahr: 8.138 Mio. Euro) und die Sonstigen Vermögensgegenstände mit 2.264 Mio. Euro (Vorjahr: 1.701 Mio. Euro) betroffen. Auf der Passivseite wurden negative Marktwerte von 101.067 Mio. Euro (Vorjahr: 116.445 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4.141 Mio. Euro (Vorjahr: 8.524 Mio. Euro) und Sonstige Verbindlichkeiten von 2.943 Mio. Euro (Vorjahr: 631 Mio. Euro) saldiert. Für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestands wurde eine Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 HGB von 661 Mio. Euro (Vorjahr: 240 Mio. Euro) gebildet.
(38) Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt hat die Commerzbank Aktiengesellschaft 34.778 (Vorjahr: 35.955) Mitarbeiter beschäftigt. Die unter Vollzeitkräften erfassten Zahlen enthalten Teilzeitkräfte mit der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 64 % (Vorjahr: 63 %). Bei den Mitarbeitern sind die Teilzeitkräfte voll berücksichtigt. In der Zahl der Mitarbeiter sind die Auszubildenden nicht enthalten.
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| | 2016 | | | 2015 | | |
| :------------------ | :--------------------------------- | :---- | :---- | :--------------------------------- | :---- | :---- |
| | Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich |
| Vollzeitkräfte | 31.552 | 15.805 | 15.747 | 32.648 | 16.439 | 16.209 |
| in Deutschland | 28.367 | 13.815 | 14.552 | 29.169 | 14.205 | 14.964 |
| außerhalb Deutschlands | 3.185 | 1.990 | 1.195 | 3.479 | 2.234 | 1.245 |
| Mitarbeiter | 34.778 | 17.386 | 17.392 | 35.955 | 18.062 | 17.893 |
| in Deutschland | 31.527 | 15.354 | 16.173 | 32.393 | 15.775 | 16.618 |
| außerhalb Deutschlands | 3.251 | 2.032 | 1.219 | 3.562 | 2.287 | 1.275 |
| Auszubildende | 996 | 513 | 483 | 1.418 | 741 | 677 |
(39) Bezüge und Kredite der Organe
Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems und eine individualisierte Darstellung der Bezüge für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 8 ff.) wiedergegeben. Ohne Berücksichtigung der in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen enthaltenen zinsbereinigten Veränderung des Barwertes der Pensionsanwartschaften der Mitglieder des Vorstands beliefen sich die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats auf:
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| Tsd. € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :------- | :--------- | :--------- |
| Vorstand | 8.704 | 8.432 |
| Aufsichtsrat | 2.945 | 2.019 |
| Gesamt | 11.649 | 10.451 |
In der Vergütung für den Vorstand waren unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen) sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern enthalten. Vorstand. Für Mitglieder des Vorstands und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Barwert der Pensionsanwartschaften für im Geschäftsjahr aktive Mitglieder des Vorstands 19.483 Tsd. Euro (Vorjahr: 21.304 Tsd. Euro).# Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen grundsätzlich davon aus, dass die Pensionszahlung für jedes Vorstandsmitglied außer bei Dienstunfähigkeit nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird.
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 8.847 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.938 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 78.350 Tsd. Euro (Vorjahr: 77.708 Tsd. Euro). Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands aus verschmolzenen Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen lagen bei 12.404 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.407 Tsd. Euro). Darüber hinaus bestanden Pensionsverpflichtungen für denselben Personenkreis in Höhe von 138.723 Tsd. Euro (Vorjahr: 145.174 Tsd. Euro). Für alle genannten Pensionsverpflichtungen hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Rückstellungen gebildet.
Aufsichtsrat
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2016 eine gesamte Vergütung von netto 2.945 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.019 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 2.556 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.541 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 478 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wurde für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sieben im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Vergütungskontroll-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet. Für Mitglieder des Aufsichtsrats mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wurde keine Umsatzsteuer fällig.
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats besaßen am 31. Dezember 2016 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: nicht mehr als 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Besicherung der Barkredite an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Am 31. Dezember 2016 betrugen die Forderungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 5.001 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.930 Tsd. Euro) sowie gegenüber den Mitgliedern des Aufsichtsrats 2.713 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.961 Tsd. Euro).
(40) Corporate Governance Kodex
Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben. Sie ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet veröffentlicht (www.commerzbank.de).
(41) Investmentfonds
Die angabepflichtigen Fondsanteile werden in der Liquiditätsreserve und im Handelsbestand geführt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert entsprechen daher dem Buchwert. In Einzelfällen können Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen. Bei den angabepflichtigen Anteilen an Indexfonds gab es im Vorjahr Ausschüttungen von 4 Mio. Euro. Die folgende Tabelle zeigt die Werte der Investmentfonds in und außerhalb Deutschlands je Kategorie zum 31. Dezember 2016, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft zu mehr als 10 % beteiligt ist:
| Kategorie | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Indexfonds | 540 | 1.745 |
| Mischfonds | 589 | 656 |
| Rentenfonds | 437 | 420 |
| Aktienfonds | 27 | 38 |
| Über Beteiligungen gehaltene Fonds | - | 5 |
| Gesamt | 1.593 | 2.864 |
(42) Hypothekenpfandbriefe
Die Commerzbank Aktiengesellschaft veröffentlicht quartalsweise gemäß § 28 PfandBG Angaben zu Hypothekenpfandbriefen, öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen auf ihrer Internetseite.
| 31.12.2016¹ | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Deckungsrechnung Hypothekenpfandbriefe | ||
| Nennwert | 14.775,8 | 4.150,0 |
| Barwert | 16.181,5 | 4.255,5 |
| Risikobarwert² | 13.593,9 | 4.014,6 |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 14.775,8 | 4.150,0 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 14.775,8 | 4.150,0 |
| darunter: Derivate | - | - |
| Deckungswerte | 18.752,6 | 8.678,8 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 18.232,6 | 8.533,8 |
| darunter: Deckungswerte § 19 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 PfandBG | 520,0 | 145,0 |
| darunter: Derivate | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 2.653,9 | 5.260,1 |
| Abschlag aus Währungsstresstest | - | - |
| Überdeckung | 3.976,7 | 4.893,0 |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
² Risikobarwert inklusive Währungsstresstest.
| Hypothekenpfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| bis zu sechs Monaten | 404,3 | - |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 730,6 | - |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 1.066,0 | - |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 76,0 | - |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 3.435,8 | - |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 1.237,4 | 1.000,0 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 721,7 | 1.000,0 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 6.702,0 | 2.150,0 |
| mehr als zehn Jahren | 402,0 | - |
| Gesamt | 14.775,8 | 4.150,0 |
| Deckungswerte | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Hypothekenpfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von | ||
| bis zu sechs Monaten | 690,8 | 154,9 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 712,6 | 175,7 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 739,8 | 204,2 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 716,6 | 175,0 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 1.536,4 | 581,0 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 1.922,8 | 561,5 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 1.660,6 | 546,1 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 10.049,5 | 6.000,9 |
| mehr als zehn Jahren | 723,4 | 279,3 |
| Gesamt | 18.752,6 | 8.678,8 |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
| Weitere Deckungswerte | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Ausgleichsforderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1 PfandBG Deutschland | - | - |
| Gesamt | - | - |
| Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG Deutschland | - | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Gesamt | - | - |
| Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG Deutschland | 520,0 | 145,0 |
| Gesamt | 520,0 | 145,0 |
| Gesamt | 520,0 | 145,0 |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
| Größenklassen | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bis zu 0,3 Mio. € | 15.207,6 | 7.110,7 |
| Mehr als 0,3 Mio. € bis zu 1 Mio. € | 2.291,1 | 1.106,1 |
| Mehr als 1 Mio. € bis 10 Mio. € | 610,7 | 290,0 |
| Mehr als 10 Mio. € | 123,1 | 27,0 |
| Gesamt | 18.232,6 | 8.533,8 |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
| Hypothekendarlehen nach Objekt- und Nutzungsart | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | Gewerblich | Wohnwirtschaftlich |
| Eigentumswohnungen | - | 4.355,1 |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | - | 11.278,5 |
| Mehrfamilienhäuser | - | 2.321,7 |
| Bürogebäude | 51,5 | - |
| Handelsgebäude | 193,0 | - |
| Industriegebäude | 0,9 | - |
| Sonstige gewerbliche Gebäude | 31,7 | - |
| Unfertige, noch nicht ertragsfähige Neubauten | - | 0,1 |
| Bauplätze | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt | 277,1 | 17.955,5 |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
| Fremdwährung | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Nettobarwert | - | - |
| Zinsstruktur | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 97,2 | 99,8 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 98,3 | 100,0 |
| Überschreitungen | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 13 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 19 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
| Weitere Strukturdaten | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen (Seasoning) in Jahren | 5,3 | 2,3 |
| Durchschnittlicher gewichteter Beleihungsauslauf in % | 52,4 | 55,3 |
| Rückständige Leistungen Deutschland | 31.12.2016¹ | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen | - | 0,1 |
| Gesamtbetrag der rückständigen Zinsen | - | - |
| Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung beträgt | - | - |
¹ Inklusive Hypothekenpfandbriefen der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Zwangsversteigerungen
Im Jahr 2016 wurden keine Zwangsversteigerungen durchgeführt. Es sind keine Verfahren anhängig.
Übernahme von Grundstücken
Im Jahr 2016 wurden keine Grundstücke zur Verhütung von Verlusten übernommen.
(43) Öffentliche Pfandbriefe
| 31.12.2016¹ | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Deckungsrechnung Öffentliche Pfandbriefe | ||
| Nennwert | 11.080,4 | 1.881,5 |
| Barwert | 14.217,4 | 2.218,5 |
| Risikobarwert² | 14.056,5 | 2.323,7 |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 11.080,4 | 1.881,5 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 11.080,4 | 1.881,5 |
| darunter: Derivate | - | - |
| Deckungswerte | 12.799,2 | 2.263,2 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 723,6 | 961,3 |
| darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 1 PfandBG | 12.451,7 | 2.263,2 |
| darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG | 347,5 | - |
| darunter: Derivate | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 1.624,7 | 198,4 |
| Abschlag aus Währungsstresstest | - | 193,9 |
| Überdeckung | 1.718,7 | 381,7 |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
² Risikobarwert inklusive Währungsstresstest.# Öffentliche Pfandbriefe
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Öffentliche Pfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten | 486,8 | 33,0 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 720,7 | 10,0 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 640,2 | - |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 422,2 | 85,5 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 1.998,3 | 510,0 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 1.005,7 | 550,0 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 336,8 | 42,0 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 2.582,3 | 235,5 |
| mehr als zehn Jahren | 2.887,6 | 415,5 |
| Gesamt | 11.080,4 | 1.881,5 |
Deckungswerte
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| öffentliche Pfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von bis zu sechs Monaten | 817,9 | 128,4 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 1.076,4 | 147,2 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 819,9 | 97,0 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 707,7 | 267,7 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 652,9 | 632,5 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 983,8 | 367,4 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 362,2 | 170,2 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 2.473,6 | 254,1 |
| mehr als zehn Jahren | 4.904,7 | 198,6 |
| Gesamt | 12.799,2 | 2.263,2 |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Weitere Deckungswerte
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Ausgleichsforderungen gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 1 PfandBG | | |
| Deutschland | - | - |
| Gesamt | - | - |
| Ausgleichsforderungen gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG | | |
| Deutschland | 247,5 | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Niederlande | 100,0 | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Gesamt | 347,5 | - |
| Gesamt | 347,5 | - |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Größenklassen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :--------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Bis zu 10 Mio. € | 119,0 | 19,5 |
| Mehr als 10 Mio. € bis zu 100 Mio. € | 2.256,5 | 581,4 |
| Mehr als 100 Mio. € | 10.076,2 | 1.662,3 |
| Gesamt | 12.451,7 | 2.263,2 |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Fremdwährung
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :------------------------------ | :--------- | :--------- |
| Nettobarwert in australischen Dollar | - | - |
| Nettobarwert in kanadischen Dollar | 40,3 | - |
| Nettobarwert in schweizer Franken | 664,1 | 149,0 |
| Nettobarwert in britischen Pfund | 566,5 | - |
| Nettobarwert in japanischen Yen | - | - |
| Nettobarwert in norwegischen Kronen | - | - |
| Nettobarwert in US-Dollar | 384,4 | 88,6 |
Zinsstruktur
%
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :--------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 68,1 | 40,2 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 84,1 | 97,6 |
Überschreitungen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 20 Abs. 2 PfandBG überschreiten | - | - |
Rückständige Leistungen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen | - | - |
| Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung beträgt | - | - |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Sitz der Schuldner bzw. der gewährleistenden Stellen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :---------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Gesamt | 12.451,7 | 2.421,2 |
| davon geschuldet von Staaten | 1.708,3 | 120,3 |
| Deutschland | 306,8 | 120,3 |
| Großbritannien/Nordirland/Britische Kanalinseln/Insel Man | 347,5 | - |
| Island | 97,4 | - |
| Italien | 43,0 | - |
| Kanada | 16,3 | - |
| Österreich | 622,3 | - |
| Portugal | 275,0 | - |
| Regionalen Gebietskörperschaften | 5.820,7 | 1.060,8 |
| Belgien | - | 69,0 |
| Deutschland | 4.087,0 | 709,6 |
| Frankreich inklusive Monaco | 52,9 | 48,8 |
| Italien | 520,1 | - |
| Japan | 42,0 | - |
| Kanada | 67,7 | - |
| Schweiz | 754,3 | 138,4 |
| Spanien | 296,7 | 95,0 |
| Örtlichen Gebietskörperschaften | 1.355,8 | 12,0 |
| Deutschland | 83,1 | - |
| Estland | 6,9 | - |
| Finnland | 89,6 | - |
| Frankreich inklusive Monaco | 26,2 | 12,0 |
| Großbritannien/Nordirland/Britische Kanalinseln/Insel Man | 7,6 | - |
| Island | 26,9 | - |
| Italien | 478,3 | - |
| Kanada | 38,8 | - |
| Schweiz | 126,6 | - |
| USA | 471,9 | - |
| Sonstigen Schuldnern mit Sitz in | 1.837,8 | 108,8 |
| Belgien | - | 25,0 |
| Deutschland | 458,3 | 25,0 |
| Frankreich inklusive Monaco | 380,8 | - |
| Österreich | 812,0 | 49,0 |
| Schweiz | 100,0 | - |
| Supranationale Organisationen | 5,9 | 9,8 |
| USA | 80,9 | - |
| Gesamt | 10.722,5 | 1.301,8 |
| davon gewährleistet von Staaten | 749,1 | 961,3 |
| Deutschland | 749,1 | 961,3 |
| davon: Forderungen gegenüber Exportversicherern | 723,6 | 961,3 |
| Regionalen Gebietskörperschaften | 124,0 | n.a. |
| Deutschland | - | n.a. |
| Belgien | 124,0 | n.a. |
| Örtlichen Gebietskörperschaften | - | n.a. |
| Deutschland | - | n.a. |
| Sonstigen Schuldnern | 856,0 | n.a. |
| Deutschland | 856,0 | n.a. |
| Gesamt | 1.729,1 | 961,3 |
| Weitere Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG | 347,5 | - |
| Gesamt | 12.799,2 | 1.301,8 |
¹ Inklusive öffentlicher Pfandbriefe der ehemaligen Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (siehe Angabe 5).
Schiffspfandbriefe
Mio. €
| Deckungsrechnung | Nennwert | Barwert | Risikobarwert | Nennwert | Barwert | Risikobarwert |
| :--------------------------------------------------- | :------- | :------ | :------------ | :------- | :------ | :------------ |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 1.135,4 | 1.290,9 | 1.281,2 | 1.496,6 | 1.694,5 | 1.694,9 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 1.095,3 | 1.243,5 | 1.233,4 | 1.377,3 | 1.574,4 | 1.573,5 |
| darunter: Derivate¹ | 40,2 | 47,4 | 47,8 | 119,4 | 120,1 | 121,4 |
| Deckungswerte | 1.687,8 | 1.767,5 | 1.767,2 | 1.898,7 | 1.992,7 | 1.996,2 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 1.407,8 | 1.475,7 | 1.478,9 | 1.823,7 | 1.917,5 | 1.920,9 |
| darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4 PfandBG | 280,0 | 291,8 | 288,3 | 75,0 | 75,3 | 75,3 |
| darunter: Derivate¹ | - | - | - | - | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 486,0 | | 301,3 | | | |
| Abschlag aus Währungsstresstest | - | 168,8 | - | 142,0 | | |
| Überdeckung | 552,3 | 476,6 | 317,2 | 402,1 | 298,3 | 159,3 |
¹ Ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken.
Mio. €
| Schiffspfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :-------------------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| bis zu sechs Monaten | 260,0 | 133,2 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 140,0 | 96,9 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 18,0 | 260,0 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 30,0 | 140,0 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 121,2 | 78,0 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 187,5 | 121,2 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 153,5 | 187,5 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 179,9 | 310,9 |
| mehr als zehn Jahren | 5,2 | 49,6 |
| Gesamt | 1.095,3 | 1.377,3 |
Deckungswerte
| Schiffspfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von bis zu sechs Monaten | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :--------------------------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| bis zu sechs Monaten | 1.482,8 | 1.898,7 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 165,0 | - |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 40,0 | - |
| Gesamt | 1.687,8 | 1.898,7 |
Weitere Deckungswerte
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Deutschland | | |
| Ausgleichsforderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG | - | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG | 115,0 | 75,0 |
| Portugal | | |
| Ausgleichsforderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG | - | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG | 165,0 | - |
| Gesamt | 280,0 | 75,0 |
Größenklassen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :------------------------------ | :--------- | :--------- |
| Bis zu 0,5 Mio. € | 1,0 | 2,2 |
| Mehr als 0,5 Mio. € bis zu 5 Mio. € | 355,0 | 433,5 |
| Mehr als 5 Mio. € | 1.051,8 | 1.388,0 |
| Gesamt | 1.407,8 | 1.823,7 |
Registerland der beliehenen Schiffe und Schiffsbauwerke
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Seeschiffe | 1.407,8 | 1.823,7 |
| Antigua und Barbuda | 5,4 | 6,1 |
| Bahamas | 61,2 | 99,2 |
| Deutschland | 737,0 | 805,3 |
| Gibraltar | 0,7 | 0,9 |
| Griechenland | 76,7 | 115,3 |
| Großbritannien | 11,7 | 20,7 |
| Hongkong | 31,2 | 55,1 |
| Insel Man | 47,4 | 54,9 |
| Liberia | 95,3 | 138,1 |
| Malta | 114,5 | 186,2 |
| Marshallinseln | 109,1 | 188,0 |
| Niederlande | 17,8 | 26,8 |
| Norwegen | 7,6 | 20,0 |
| Panama | 23,2 | 29,1 |
| Singapur | 13,0 | 14,3 |
| Türkei | 5,6 | 6,6 |
| Zypern | 50,4 | 57,1 |
| Binnenschiffe | - | - |
| Gesamt | 1.407,8 | 1.823,7 |
Fremdwährung
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :------------------------------ | :--------- | :--------- |
| Nettobarwert in schweizer Franken | 9,4 | 13,9 |
| Nettobarwert in japanischen Yen | 38,7 | 43,3 |
| Nettobarwert in US-Dollar | 826,9 | 715,2 |
| Gesamt | 875,0 | 772,4 |
Zinsstruktur
%
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :--------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 0,3 | 0,7 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 89,0 | 87,8 |
Überschreitungen
Mio. €
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| :----------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 26 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
Zwangsversteigerungen
Im Jahr 2016 wurden keine Zwangsversteigerungen durchgeführt. Es sind keine Verfahren anhängig.
Übernahmen von Schiffen oder Schiffsbauwerken
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat wie im Vorjahr kein Schiff zur Verhütung von Verlusten übernommen. Die im Vorjahr veräußerte Hanseatic Ship Asset Management GmbH hat 2015 zwei Schiffe übernommen.
Rückständige Leistungen
Der Nennwert der zur Deckung von Schiffspfandbriefen verwendeten Darlehensforderungen betrug 1.407,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1.823,7 Mio. Euro). Rückständige Leistungen von Tilgung und Zinsen sind hierin nicht enthalten, da fällige Tilgungsleistungen ab dem Fälligkeitszeitpunkt nicht mehr in der Deckungsrechnung und Zinsen nicht als Deckungswert zu berücksichtigen sind. Die rückständigen Leistungen über den Deckungsbetrag hinaus betrugen 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 21,3 Mio. Euro). Der Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung betrug, lag bei 63,4 Mio. Euro (Vorjahr: 98,5 Mio. Euro).
Anteilsbesitz
Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 271 Abs. 1, § 285 Nr. 11 und 11 a HGB vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Angabe zusammengefasst.
a) Verbundene Unternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Währung | Eigenkapital Tsd. | Jahresergebnis Tsd. |
| :------------------------------------ | :---------------------- | :-------------- | :------ | :----------------- | :------------------- |
| ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 61 | 5 |
| ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 35 | 4 |
| ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. | | | | | || Name | Domicile | Percentage | Currency | Amount | Amount 2 |
| :----------------------------------------------------------------- | :-------------------------- | :--------- | :------- | :--------- | :--------- |
| ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | - | - |
| ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 24 | - |
| AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 25 | - |
| ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 24 | - |
| ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 100,0 | EUR |
| Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 3.825 | - |
| BDH Development Sp. z o.o. | Lódz, Polen | 100,0 | PLN | 314.317 | - |
| Bridge Re Limited | Hamilton, Bermuda | 100,0 | USD | 97.323 | - |
| CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 424 | 140 |
| CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 6.137 | - |
| CERI International Sp. z o.o. | Lodz, Polen | 100,0 | PLN | 55.307 | 5.233 |
| CFB-Fonds Transfair GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 33.499 | 10.286 |
| Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.175 | - |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn, Deutschland | 81,3 | EUR | 26 | - |
| Commerz (East Asia) Limited | Hongkong, Hongkong | 100,0 | EUR | 410.595 | 56.488 |
| Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd | Singapur, Singapur | 100,0 | USD | 3.232 | 1.225 |
| Commerz Bankenholding Nova GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 27.982 | 1.167 |
| Commerz Business Consulting GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.416.644 | - |
| Commerz Direktservice GmbH | Duisburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 89 | - |
| Commerz Equipment Leasing Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 1.178 | - |
| Commerz Funds Solutions S.A. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 0 | 0 |
| Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 90,0 | EUR | 7.215 | 3.516 |
| Commerz Markets LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 13.159 | 777 |
| Commerz Pearl Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 486 | 32 |
| Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 20 | 3 |
| Commerz Real AG | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 4.559 | 1.343 |
| Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | 408.015 | - |
| Commerz Real Baumanagement GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 25 | - |
| Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 4.238 | - |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | EUR | 151 | - |
| Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 21.677 | - |
| Commerz Real Mobilienleasing GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5.000 | - |
| Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5.310 | - |
| Commerz Securities Hong Kong Limited | Hongkong, Hongkong | 100,0 | EUR | 26 | - |
| Commerz Services Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 10.576 | 326 |
| Commerz Systems GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 14.929 | - |
| Commerzbank (Eurasija) AO | Moskau, Russland | 100,0 | RUB | 6.464 | - |
| Commerzbank Asset Management Asia Ltd. | Singapur, Singapur | 100,0 | USD | 9.712.473 | 2.997.684 |
| Commerzbank Auslandsbanken Holding AG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.938 | 46 |
| Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo | São Paulo, Brasilien | 97,5 | BRL | 183.000 | - |
| Commerzbank Capital Investment Company Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 35.545 | - |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 0 | 0 |
| Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 677.793 | 79.386 |
| Commerzbank Finance BV | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | EUR | 785 | - |
| Commerzbank Finance Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 1.231 | 64 |
| Commerzbank Holdings (UK) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 216.702 | 11.425 |
| Commerzbank Holdings France | Paris, Frankreich | 100,0 | EUR | 15.398 | 58.866 |
| Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 77.669 | - |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 462.597 | - |
| Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 2.312.110 | - |
| Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 45 | - |
| Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 61 | 36 |
| Commerzbank Leasing December (1) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 98 | 1 |
| Commerzbank Leasing December (12) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 345 | - |
| Commerzbank Leasing December (13) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 584 | 2 |
| Commerzbank Leasing December (26) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (3) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing Holdings Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 764 | -83 |
| Commerzbank Leasing Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 15.202 | 17.004 |
| Commerzbank Leasing March (3) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 1.249 | 129 |
| Commerzbank Leasing September (5) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 243 | 99 |
| Commerzbank Securities Ltd | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 193 | 68 |
| Commerzbank Securities Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 10 | 0 |
| Commerzbank U.S. Finance, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 0 | 0 |
| Commerzbank Zrt. | Budapest, Ungarn | 100,0 | HUF | 336 | 2 |
| CommerzFactoring GmbH | Mainz, Deutschland | 50,1 | EUR | 26.261.000 | - |
| CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 99,4 | EUR | 1.099 | - |
| CommerzVentures GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | - | - |
| ComTS Finance GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | 20.205 | - |
| ComTS Logistics GmbH | Magdeburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.550 | - |
| ComTS Mitte GmbH | Erfurt, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.550 | - |
| ComTS Nord GmbH | Magdeburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 2.714 | - |
| ComTS Ost GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | 1.492 | - |
| ComTS West GmbH | Hamm, Deutschland | 100,0 | EUR | 1.550 | - |
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt Neue Mainzer Straße KG | Düsseldorf, Deutschland | 94,9 | EUR | 1.256 | - |
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 6.211 | 14.412 |
| Dresdner Capital LLC I | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 510 | - |
| Dresdner Capital LLC IV | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | JPY | 1.748 | 42 |
| Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 18.641 | - |
| Dresdner Kleinwort Capital Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 65.928 | - |
| Dresdner Kleinwort Finance Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 11.711 | 6 |
| Dresdner Kleinwort Flags Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 3.426 | 62 |
| Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 140.478 | - |
| Dresdner Kleinwort LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 1.965 | 188 |
| Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 34.163 | 1 |
| Dresdner Kleinwort Moon LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 736.977 | 4.456 |
| Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited | St. Peter Port, Guernsey | 100,0 | GBP | 18.982 | - |
| Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 0 | - |
| DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 32.109 | - |
| Entertainment Asset Holdings C.V. | Amsterdam, Niederlande | 58,2 | USD | 25 | - |
| Entertainment Asset Holdings GP B.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | EUR | 72 | 3 |
| Eschborn Capital LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 0 | 0 |
| European Bank for Financial Services GmbH (ebase) | Aschheim, Deutschland | 100,0 | EUR | 8.279 | - |
| FABA Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 33.310 | - |
| Felix (CI) Limited | George Town, Cayman Islands | 100,0 | GBP | 26 | - |
| Film Library Holdings LLC | Wilmington, Delaware, USA | 51,0 | USD | 36.246 | - |
| Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 31 | 0 |
| Garbary Sp. z o.o. | Poznan, Polen | 100,0 | PLN | 10.219 | 171 |
| Greene Elm Trading II LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 10.701 | 183 |
| Greene Elm Trading III LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 9.492 | 161 |
| Greene Elm Trading V LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 11.573 | 185 |
| Greene Elm Trading VI LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 15.444 | 378 |
| Greene Elm Trading VII LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 100 | 0 |
| Gresham Leasing March (1) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 2.465 | 46 |
| Gresham Leasing March (2) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 5 | 0 |
| Herradura Ltd | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 74.830 | - |
| Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | München, Deutschland | 100,0 | EUR | 18.552 | 371 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 30.868 | - |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,6 | EUR | 17.087 | 106 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 27.144 | - |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,6 | EUR | 42.994 | - |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 73,9 | EUR | 26.093 | - |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 18.080 | 60 |
| LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 5.662 | - |
| Marylebone Commercial Finance (2) | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| mBank Hipoteczny S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 764.459 | 17.877 |
| mBank S.A. | Warschau, Polen | 69,4 | PLN | 10.789.893 | 1.155.226 |
| mCentrum Operacji Sp. z o.o. | Aleksandrów Lódzki, Polen | 100,0 | PLN | 34.862 | - |
| MERKUR Grundstücks GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 8.732 | - |
| mFaktoring S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 88.177 | - |
| mFinance France S.A. | Paris, Frankreich | 100,0 | EUR | 432 | - |
| mFinanse S.A. | Lodz, Polen | 100,0 | PLN | 70.659 | 192.878 |
| mLeasing Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 232.066 | 43.715 |
| mLocum S.A. | | | | | |# Other Consolidated Companies
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Währung | Eigenkapital*Tsd. | Jahresergebnis*Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| AdBlue Energy Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 1.600 | 402 |
| AdBlue Transport Sp. z o.o. | Lodz, Polen | 80,0 | PLN | 148.601 | 14.540 |
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 11.977 | 23.417 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG | Düsseldorf, Deutschland | 90,0 | EUR | 10 | -67 |
| NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 11.176 | - |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG | Grünwald, Deutschland | 85,0 | EUR | - | -828 |
| Pisces Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | 8.964 | 398 |
| Rood Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Rook Finance LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 92.074 | 240 |
| SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5.811 | - |
| Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 304 | - |
| Sterling Energy II LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 74.278 | -5.039 |
| Sterling Energy LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 134.717 | -545 |
| Tele-Tech Investment Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 648 | -138 |
| TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 22.778 | - |
| Twins Financing LLC | Dover, Delaware, USA | 60,0 | USD | 464 | 3.465 |
| Watling Leasing March (1) | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Wilmots Leasing AB | Stockholm, Schweden | 100,0 | SEK | 563 | -322 |
| Zelos Luxembourg S.C.S. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | - | -18.901 |
b) Associated Companies
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Währung | Eigenkapital*Tsd. | Jahresergebnis*Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 31,6 | EUR | 196.932 | 16.035 |
| Argor-Heraeus S.A. | Mendrisio, Schweiz | 32,7 | CHF | 116.242 | 15.477 |
| Capital Investment Trust Corporation | Taipeh, Taiwan | 24,0 | TWD | 3.169.045 | 408.100 |
| Commerz Finanz GmbH | München, Deutschland | 49,9 | EUR | 562.829 | 30.784 |
| Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main, Deutschland | 40,0 | EUR | 87.287 | 9.945 |
| DTE Energy Center, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 50,0 | USD | 76.904 | 11.188 |
| HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG | Düsseldorf, Deutschland | 20,8 | EUR | 79.061 | -38.471 |
| ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | EUR | 6.462 | 1.343 |
| MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 25,0 | EUR | 2.883 | 2.858 |
c) Joint Ventures
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Währung | Eigenkapital*Tsd. | Jahresergebnis*Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| Delphi I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 33,3 | EUR | - | -491.719 |
| FV Holding S.A. | Brüssel, Belgien | 60,0 | EUR | 1.309 | -46 |
d) Special Purpose Entities
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Währung | Eigenkapital*Tsd. |
|---|---|---|---|---|
| LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | - |
e) Investments in Companies with Permanent Links
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % |
|---|---|---|
| Alma Atlas Investments Limited | Lathom/Near Ormskirk, Lancashire, Großbritannien | 12,0 |
| BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH | Berlin, Deutschland | 10,7 |
| BGG Bayerische Garantiegesellschaft mbH für mittelständische Beteiligungen | München, Deutschland | 5,3 |
| Bilendo GmbH | München, Deutschland | 9,7 |
| BTG Beteiligungsgesellschaft Hamburg mbH | Hamburg, Deutschland | 13,3 |
| Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH | Potsdam, Deutschland | 10,8 |
| Bürgschaftsbank Bremen GmbH | Bremen, Deutschland | 8,3 |
| Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH | Schwerin, Deutschland | 12,0 |
| Bürgschaftsbank Sachsen GmbH | Dresden, Deutschland | 10,6 |
| Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH | Magdeburg, Deutschland | 10,4 |
| Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Kiel, Deutschland | 5,6 |
| Bürgschaftsbank Thüringen GmbH | Erfurt, Deutschland | 12,3 |
| Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH | Hamburg, Deutschland | 17,8 |
| ByeBuy Global Operations GmbH | Berlin, Deutschland | 6,0 |
| Decentralized Mobile Applications Limited | Tel Aviv-Yafo, Israel | 7,7 |
| Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG | Düsseldorf, Deutschland | 8,1 |
| GetSafe GmbH | Heidelberg, Deutschland | 6,2 |
| Gini GmbH | München, Deutschland | 13,4 |
| Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 16,9 |
| iwoca Limited | London, Großbritannien | 5,5 |
| Kreditgarantiegemeinschaft des Hotel- und Gaststättengewerbes in Bayern GmbH | München, Deutschland | 9,7 |
| Kreditgarantiegemeinschaft in Baden-Württemberg Verwaltungs-GmbH | Stuttgart, Deutschland | 6,5 |
| LiquidityMatch LLC | Wilmington, Delaware, USA | 14,3 |
| Mambu GmbH | Berlin, Deutschland | 9,3 |
| Marqeta, Inc. | City of Dover, USA | 5,2 |
| MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz mbH | Mainz, Deutschland | 9,8 |
| MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH | Kiel, Deutschland | 7,3 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH | Potsdam, Deutschland | 18,2 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH | Schwerin, Deutschland | 18,4 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) mbH | Hannover, Deutschland | 12,4 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH | Dresden, Deutschland | 16,4 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) mbH | Magdeburg, Deutschland | 17,5 |
| Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH | Erfurt, Deutschland | 16,5 |
| Mittelstandsfonds Schleswig-Holstein GmbH | Kiel, Deutschland | 9,2 |
| Neptune Networks Limited | London, Großbritannien | 6,3 |
| Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH | Hannover, Deutschland | 5,6 |
| paydirekt GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 11,1 |
| Perspecteev S.A.S. | Paris, Frankreich | 9,2 |
| Pinova GmbH & Co. Beteiligungs 2 KG | München, Deutschland | 19,6 |
| Retresco GmbH | Berlin, Deutschland | 5,2 |
| Saarländische Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH | Saarbrücken, Deutschland | 8,4 |
| TRAXPAY AG | Köln, Deutschland | 8,0 |
| True Sale International GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 23,1 |
f) Investments in Large Capital Companies with a Voting Interest Exceeding 5%
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| Name | Sitz | Kapitalanteil % | Stimmrechte % |
|---|---|---|---|
| Concardis GmbH | Eschborn, Deutschland | 13,9 | 13,9 |
| EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main, Deutschland | 13,9 | 13,9 |
| GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen | Bremen, Deutschland | 7,1 | 7,1 |
| SCHUFA Holding AG | Wiesbaden, Deutschland | 17,9 | 17,9 |
Footnotes
1) Renamed: from ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. Geschlossene Investment KG to ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. KG
2) Renamed: from Commerzbank (Eurasija) SAO to Commerzbank (Eurasija) AO
3) Renamed: from Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg to Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.
4) Renamed: from CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG i.Gr. to CommerzVentures Beteiligungs GmbH & Co. KG
5) Renamed: from Commerz Transaction Services Finance GmbH to ComTS Finance GmbH
6) Renamed: from Commerz Transaction Services Logistics GmbH to ComTS Logistics GmbH
7) Renamed: from Commerz Transaction Services Mitte GmbH to ComTS Mitte GmbH
8) Renamed: from Commerz Transaction Services Nord GmbH to ComTS Nord GmbH
9) Renamed: from Commerz Transaction Services Ost GmbH to ComTS Ost GmbH
10) Renamed: from Commerz Transaction Services West GmbH to ComTS West GmbH
11) Renamed: from KMP Invest GmbH to Kira Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
12) Renamed: from Hypothekenbank Frankfurt AG to LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH
13) Renamed: from Aspiro S.A. to mFinanse S.A.
14) Renamed: from Plan Forward GmbH to GetSafe GmbH
15) Renamed: from Perspect to Perspecteev S.A.S.
16) Renamed: from ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung to Concardis GmbH
Notes and Explanations
a) Controlling or profit and loss transfer agreement.
* Key figures from the last published financial statements. The disclosures pursuant to § 285 No. 11 a HGB have been omitted due to subordinate importance pursuant to § 286 para. 3 No. 1 HGB.
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Foreign exchange rates for 1 Euro as of 31.12.2016
| Country | Currency | Rate |
|---|---|---|
| Brazil | BRL | 3,4305 |
| Great Britain | GBP | 0,8562 |
| Japan | JPY | 123,4000 |
| Poland | PLN | 4,4103 |
| Russia | RUB | 64,3000 |
| Sweden | SEK | 9,5525 |
| Switzerland | CHF | 1,0739 |
| Taiwan | TWD | 34,1631 |
| Hungary | HUF | 309,8300 |
| USA | USD | 1,0541 |
(46) Mandates on Supervisory Boards and other Control Bodies
Members of the Board of Management of Commerzbank Aktiengesellschaft
Disclosures pursuant to § 285 number 10 HGB
a) Membership in other legally mandated supervisory boards (domestic)
b) Membership in comparable domestic and foreign control bodies
| Name | a) | b) |
|---|---|---|
| Martin Zielke | comdirect bank Aktiengesellschaft1 Chairman (until 12.5.2016) Commerz Real AG1 Chairman (until 30.4.2016) | Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Chairman (until 30.4.2016) Commerz Ventures GmbH1 Chairman (from 1.5.2016) mBank S.A.1 Deputy Chairman (until 15.12.2016) |
| Martin Blessing (until 30.4.2016) | CommerzVentures GmbH1 Chairman mBank S.A.1 | |
| Frank Annuscheit | BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. Deputy Chairman comdirect bank Aktiengesellschaft1 Deputy Chairman | BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. Deputy Chairman Commerz Services Holding GmbH1 Chairman |
| Markus Beumer (until 31.10.2016) | ABB AG | DAW SE |
| Dr. Marcus Chromik (from 1.1.2016) | mBank S.A.1 | |
| Stephan Engels | Hypothekenbank Frankfurt AG1 Deputy Chairman (until 23.5.2016) | CommerzVentures GmbH1 Deputy Chairman EIS Einlagensicherungsbank GmbH (from 13.5.2016) mBank S.A.1 Deputy Chairman |
| Michael Mandel (from 23.5.2016) | comdirect bank Aktiengesellschaft1 Chairman (from 12.5.2016) Commerz Real AG1 Deputy Chairman SCHUFA Holding AG | Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Deputy Chairman |
Michael Reuther
a) RWE Power AG (bis 15.6.2016)
b) EUREX Deutschland AöR
Frankfurter Wertpapierbörse AöR
Landwirtschaftliche Rentenbank AöR
Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Klaus-Peter Müller
a) Fresenius Management SE
Fresenius SE & Co. KGaA
b) Parker Hannifin Corporation, Cleveland
Uwe Tschäge
Hans-Hermann Altenschmidt
a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG (bis 23.6.2016)
BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (bis 23.6.2016)
b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. (bis 23.6.2016)
Heike Anscheit (seit 1.1.2017)
Gunnar de Buhr
a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG (seit 24.6.2016)
BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (seit 24.6.2016)
b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. (seit 24.6.2016)
Stefan Burghardt
1 Konzernmandat.
Sabine U. Dietrich
Stefan Jennes (seit 1.2.2017)
Karl-Heinz Flöther
a) Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main
Dr. Markus Kerber
a) KfW-Bankengruppe
b) Computershare Limited, Melbourne
Alexandra Krieger
a) AbbVie Komplementär GmbH
Evonik Resource Efficiency GmbH
Oliver Leiberich
Dr. Stefan Lippe
b) Acqupart Holding AG, Zug
stellv. Vorsitzender
AXA S.A., Paris
Celsius Pro AG, Zürich
Vorsitzender
Yes Europe AG, Lachen
Vorsitzender
Beate Mensch
a) Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München
Anja Mikus
Dr. Roger Müller
Dr. Helmut Perlet
a) Allianz SE
Vorsitzender
GEA GROUP AG
Vorsitzender (seit 20.4.2016)
Barbara Priester (bis 31.12.2016)
Mark Roach
Margit Schoffer (bis 31.1.2017)
Nicholas Teller
b) Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs-KG (bis 30.6.2016)
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
b) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien
Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien
OMV Aktiengesellschaft, Wien
Vienna Insurance Group AG, Wien
Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB
Andreas Böger
Düsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft (seit 1.1.2017)
Volker Ergler
Stadtwerke Viernheim GmbH
Gerold Fahr
Stadtwerke Ratingen GmbH
Vorsitzender
Martin Fischedick
Borgers SE & Co. KGaA
Jörg van Geffen
Häfen und Güterverkehr Köln AG
Sven Gohlke
Bombardier Transportation GmbH
Andrea Habermann
Delta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München
Jochen H. Ihler
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Marcus König
Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Fredun Mazaheri
Düsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft (bis 31.12.2016)
Dr. Annette Messemer
K+S Aktiengesellschaft
Stefan Nodewald
SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft
Dr. Bettina Orlopp
Commerz Real AG1
Roman Schmidt
Commerz Real AG1
Sabine Schmittroth
comdirect bank Aktiengesellschaft1
Commerz Real AG1
Dr. Jochen Sutor
Commerz Real AG1
Rupert Winter
Klinikum Burgenlandkreis GmbH
stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016)
Benedikt Winzen
Wohnstätte Krefeld, Wohnungs-Aktiengesellschaft
1 Konzernmandat.
Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
| Mitglied | Position |
|---|---|
| Klaus-Peter Müller | Vorsitzender |
| Uwe Tschäge1 | Stellv. Vorsitzender |
| Hans-Hermann Altenschmidt1 | Bankangestellter |
| Heike Anscheit1 | Bankangestellte |
| Gunnar de Buhr1 | Bankangestellter |
| Stefan Burghardt1 | Niederlassungsleiter Mittelstand Bremen |
| Sabine U. Dietrich | |
| Karl-Heinz Flöther | Selbst. Unternehmensberater |
| Stefan Jennes1 | Bankangestellter |
| Dr. Markus Kerber | Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie |
| Alexandra Krieger1 | Ressortleiterin Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie |
| Oliver Leiberich1 | Bankangestellter |
| Dr. Stefan Lippe | Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG |
| Beate Mensch1 | Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen Organisationsentwicklung |
| Anja Mikus | Geschäftsführerin Chief Investment Officer Arabesque (Deutschland) GmbH |
| Dr. Roger Müller | General Counsel Deutsche Börse AG |
| Dr. Helmut Perlet | Vorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE |
| Barbara Priester1 | Bankangestellte |
| Mark Roach1 | Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung |
| Margit Schoffer1 | Bankangestellte |
| Nicholas Teller | Vorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank |
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
Martin Zielke
Vorsitzender (seit 1.5.2016)
Martin Blessing
Vorsitzender (bis 30.4.2016)
Frank Annuscheit
Marcus Beumer (bis 31.10.2016)
Dr. Marcus Chromik (seit 1.1.2016)
Stephan Engels
Michael Mandel (seit 23.5.2016)
Michael Reuther
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 21. Februar 2017
Der Vorstand
Martin Zielke
Frank Annuscheit
Marcus Chromik
Stephan Engels
Michael Mandel
Michael Reuther
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses
Prüfungsurteil zum Jahresabschluss
Wir haben den Jahresabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erklären wir, dass nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 vermittelt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.
Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen sowie ergänzenden Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
- Bewertung Schiffsfinanzierungen
- Bewertung Handelsgeschäfte
- Übertragung von Vermögenswerten und Schulden der Hypothekenbank Frankfurt AG
- Prüfung von Rückstellungserfordernissen im Kontext der Strategie Commerzbank 4.0
- Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten Handelsgeschäften
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
1. Bewertung Schiffsfinanzierungen
a) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist auch im Schiffsfinanzierungsgeschäft tätig. Im Berichtszeitraum war dieser Geschäftsbereich aufgrund des sich weiter verschlechternden Marktumfelds der Haupttreiber für die Erhöhung der Wertberichtigungen, sodass sich aus dem Schiffsfinanzierungsgeschäft erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage der Gesellschaft ergeben haben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung dieser Forderungen regelmäßig die Nutzung geschätzter Werte, insbesondere zukünftiger Charterraten, erforderlich.# Anhang zu den Prüfungsberichten
1. Bewertung von Schiffsfinanzierungen
a) Kontext der Prüfung
Die Bewertung von Schiffsfinanzierungen ist ein komplexer Prozess, der eine Vielzahl von Parametern und Annahmen berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter haben einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Diese Wertberichtigungen sind insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, als dass dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war.
b) Prüfungshandlungen
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung von Schiffsfinanzierungen beurteilt. Dabei haben wir auch die entsprechende Geschäftsorganisation, IT-Systeme und Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Schiffsfinanzierungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis risikoorientierter Stichproben beurteilt, indem wir unter anderem die richtige Anwendung der Bewertungsmodelle nachvollzogen und die Angemessenheit der verwendeten zukünftigen Charterraten und weiteren Inputfaktoren gewürdigt haben. Zu diesem Zweck haben wir auch unsere Spezialisten aus den Bereichen IT-Prüfung, Finanzmathematik und für die Bewertung von Schiffen einbezogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bewertung des Schiffsfinanzierungsportfolios angewandten Bewertungsparameter und -annahmen liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.
c) Weitere Informationen
Die Angaben der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Risikovorsorge im Kreditgeschäft, welche auch für die Bewertung von Schiffsfinanzierungen gelten, sind in der Anhangangabe Nr. 2 enthalten.
2. Bewertung Handelsgeschäfte
a) Kontext der Prüfung
Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft schließt Handelsgeschäfte in Wertpapieren und Derivaten im Sinne der MaRisk ab, die sie im Jahresabschluss sowohl dem Handelsbestand als auch der Liquiditätsreserve als auch dem Anlagevermögen zuordnet. Für Zwecke der Bilanzierung sowie der Offenlegung im Anhang ermittelt die Gesellschaft für diese Bestände den beizulegenden Zeitwert. Die Bewertung der Bestände erfolgt im Handelsbereich und wird anschließend durch die Finanzfunktion handelsunabhängig verifiziert.
Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt. Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, werden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle eingesetzt, die im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten als Parameter verwenden. Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden.
Für außerbörsliche Derivate berechnet die Gesellschaft darüber hinaus Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten. Bei modellbewerteten Finanzinstrumenten sind daher erhöhte Bewertungsunsicherheiten bzw. größere Spannen von vertretbaren Bandbreiten zu beobachten. Insbesondere trifft dies auf komplexe Finanzinstrumente sowie bei Verwendung unbeobachtbarer Parameter zu. Daher war die Bewertung von modellbewerteten Finanzinstrumenten, einschließlich der Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten, im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüfungshandlungen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die modellbewerteten Bestände an Finanzinstrumenten analysiert, wobei der Schwerpunkt auf den Beständen mit erhöhten Bewertungsunsicherheiten lag. Dann haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung dieser Finanzinstrumente beurteilt, wobei wir uns insbesondere von der Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollhandlungen der Gesellschaft bezüglich der handelsunabhängigen Preisverifizierung sowie der Modellvalidierung überzeugt haben.
Unter Einbeziehung unserer Finanzmathematikspezialisten haben wir eine Beurteilung der Eignung der verwendeten Bewertungsmodelle sowie der verwendeten Parameter für ausgewählte Klassen von Vermögenswerten vorgenommen. Ergänzend haben wir für ausgewählte Portfolios an außerbörsliche Derivaten eine eigenständige, unabhängige Nachbewertung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die angewendete Methodik zur Berechnung von Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten bei außerbörslichen Derivaten haben wir daraufhin untersucht, inwiefern diese zur Abbildung eines sachgerechten beizulegenden Zeitwerts geeignet sind.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.
c) Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den Beständen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in den Anhangangaben Nr. 2, 15, 27 und 37 enthalten.
3. Übertragung von Vermögenswerten und Schulden der Hypothekenbank Frankfurt AG
a) Kontext der Prüfung
Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Zusammenhang mit dem Portfolioabbau im Immobilien- und Staatsfinanzierungsgeschäft große Teile der Vermögengegenstände und Schulden der Hypothekenbank Frankfurt AG auf die COMMERZBANK Aktiengesellschaft übertragen. Die Hypothekenbank Frankfurt AG wurde daraufhin in ein Dienstleistungsunternehmen umgewandelt, das seit der Übertragung diverse Teile der auf die COMMERZBANK Aktiengesellschaft übertragenen Portfolien operativ bearbeitet. Im Rahmen dieser konzerninternen Transaktion waren umfangreiche Migrationen in den Datenverarbeitungssystemen sowie diverse Anpassungen in der Aufbau- und Ablauforganisation notwendig. Darüber hinaus ergaben sich zur Rechnungslegung komplexe Fragestellungen zur handels- und steuerrechtlichen Abbildung. Daher war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüfungshandlungen
Im Rahmen einer projektbegleitenden Prüfung sowie der Jahresabschlussprüfung 2016 haben wir verschiedene Prüfungshandlungen im Hinblick auf die handelsrechtliche Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, die steuerrechtlichen Auswirkungen und die IT-Migration durchgeführt. So haben wir unter anderem die sachgerechte Bewertung und Übertragung der Vermögensgegenstände und Schulden nachvollzogen. Hierbei haben wir die Fachexperten unserer Grundsatzabteilung für nationale Rechnungslegung sowie weitere Spezialisten aus den Bereichen Steuerrecht, Gesellschaftsrecht und IT-Prüfung eingebunden.
Die sachgerechte Abbildung der Transaktion im beigefügten Jahresabschluss ist hinreichend dokumentiert und konnte von uns nachvollzogen werden.
c) Weitere Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zur Transaktion sind in den Anhangangaben Nr. 5, 11, 15, 18, 42 und 43 enthalten.
4. Prüfung von Rückstellungserfordernissen im Kontext der Strategie Commerzbank 4.0
a) Kontext der Prüfung
Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" verkündet. Im Rahmen der neuen Strategie fokussiert sich die Gesellschaft auf ihr Kerngeschäft und hat ihre Ziele und ihre Planung entsprechend ausgerichtet. Die Gesellschaft hat angekündigt, Kosten durch den Personalabbau von brutto ca. 9.600 Vollzeitstellen reduzieren zu wollen. Sofern die notwendigen Ansatzkriterien erfüllt sind, ergibt sich die Notwendigkeit zur Bildung einer Restrukturierungsrückstellung. Die Gesellschaft ist bei ihrer Beurteilung zu dem Ergebnis gelangt, dass die Ansatzkriterien zum 31. Dezember 2016 nicht vorgelegen haben und hat dementsprechend keine Restrukturierungsrückstellung gebildet.
Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung, da die Bilanzierung von Restrukturierungsrückstellungen in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter beruht.
b) Prüfungshandlungen
Für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen nach § 249 Abs. 1 S. 1 HGB zu bilden. Hierfür muss eine Außenverpflichtung vorliegen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr rechtlich oder wirtschaftlich verursacht wurde, und es muss ernsthaft mit einer Inanspruchnahme gerechnet werden. Bei unserer Prüfung haben wir das Vorliegen der notwendigen Ansatzkriterien beurteilt. Hierbei haben wir uns entsprechende Nachweise von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft vorlegen lassen. Gegenstand unserer Beurteilung war auch der Stand der Verhandlungen der gesetzlichen Vertreter mit den Arbeitnehmervertretern. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass der Sachverhalt sowie die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen für den Nichtansatz einer Restrukturierungsrückstellung hinreichend dokumentiert und begründet sind.
c) Weitere Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen sind in den Anhangangaben Nr. 11 und 27 enthalten.
5. Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten Handelsgeschäften
a) Kontext der Prüfung
Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat in noch nicht festsetzungs- und zahlungsverjährten Veranlagungszeiträumen aus abgewickelten Handelsgeschäften Dividenden bezogen und die darauf bescheinigte Kapitalertragsteuer zur Steueranrechnung bzw. Steuererstattung (zusammen: Steueransprüche) angemeldet. Es besteht das Risiko, ob die der Gesellschaft aus solchen Geschäften resultierenden Steueransprüche rechtlich zustehen. Da die Nichtanerkennung von geltend gemachten Steueransprüchen einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann, sind diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.
b) Prüfungshandlungen
Wir haben auf Basis der von der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ausgestellten (Einzel-) Steuerbescheinigungen und einer Auswertung der Daten der genutzten Handels- und Abrechnungssysteme nachvollzogen, in welcher Höhe die Gesellschaft Steueransprüche aus belieferten Handelsgeschäften über den Dividendenstichtag geltend gemacht wurden.# Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
An die Aktionäre der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Wir haben den Jahresabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, der in den beigefügten Konzernabschluss und die dazugehörigen Anhangsangaben einbezogen ist, und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft.
Nach unserer Beurteilung auf der Grundlage der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss nach den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften dem auf der Grundlage der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellten Jahresabschluss und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt.
Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ weiter erläutert.
Wir sind unabhängig von der Gesellschaft und haben unsere Berufspflichten in Übereinstimmung mit den deutschen berufsrechtlichen Vorschriften und den vom IDW festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA erfüllt.
Wir haben uns davon überzeugt, dass die von uns gewonnenen Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.
Weiter haben wir untersucht, ob die Gesellschaft Aktien über den Dividendenstichtag mit identischen Marktteilnehmern auf der Kauf- und Verkaufsseite "hin-und-her" gehandelt hat und in welchem Umfang sie erworbene Aktien im Zuge weiterer Handels- oder Finanzierungsgeschäfte weiterverwendet wurden. Wir haben zudem untersucht, ob Erkenntnisse über gezielte Absprachen von Leerverkäufen im Hinblick auf nicht belieferte Handelsgeschäfte über den Dividendenstichtag bestehen. Auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Informationen, der aktuellen Rechtsauffassung sowie der Verlautbarungen der Finanzverwaltung konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen zu der bilanziellen Abbildung einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen hinreichend differenziert dokumentiert und begründet sind. c) Die Angaben der Gesellschaft zu einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 29, 69 und 86 enthalten.
Zusätzliche Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die zusätzlichen Informationen verantwortlich. Die zusätzlichen Informationen umfassen
- den Corporate Governance-Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex,
- die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB und
- sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr.
Unser Prüfungsurteil umfasst nicht die zusätzlichen Informationen und wir haben keine dahingehende Beurteilung vorgenommen. Unsere Verantwortung im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses besteht darin, die zusätzlichen Informationen kritisch zu lesen und etwaige wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den zusätzlichen Informationen und dem Jahresabschluss oder unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen oder wesentliche falsche Angaben zu berücksichtigen. Wenn wir aufgrund unserer Tätigkeit feststellen, dass die zusätzlichen Informationen wesentliche falsche Angaben enthalten, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Im Hinblick darauf haben wir nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Angaben im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Angaben nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsorgan unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsorgan eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsorgan erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung des Lageberichts
Prüfungsurteil zum Lagebericht
Wir haben den Lagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Lageberichts geführt.
Grundlage für das Prüfungsurteil zum Lagebericht
Wir haben unsere Prüfung des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt.Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Lagebericht beinhaltet.
Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfen wir den Lagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang heben wir hervor:
― Die Prüfung des Lageberichts ist in die Prüfung des Jahresabschlusses integriert.
― Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen), um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme) abzugeben.
― Wir führen Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis angemessener und ausreichender Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die Vertretbarkeit dieser Annahmen sowie die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.
― Wir geben zu den einzelnen Angaben im Lagebericht ebenfalls kein eigenständiges Prüfungsurteil ab, sondern ein Prüfungsurteil zum Lagebericht als Ganzes.
Verantwortliche Wirtschaftsprüferin
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Helge Olsson.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2017
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer
Helge Olsson, Wirtschaftsprüferin
Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen
Inland
- comdirect bank AG, Quickborn
- Commerz Finanz GmbH, München
- Commerz Real AG, Eschborn
Operative Auslandsniederlassungen
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich
Ausland
- Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo
- Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
- Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
- Commerzbank Zrt., Budapest
- Commerz Markets LLC, New York
- mBank S.A., Warschau
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Jahresabschluss und Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
Die deutsche Fassung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Lageberichts und des Jahresabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.
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Finanzkalender 2017/2018
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- Mai 2017: Hauptversammlung
-
- Mai 2017: Zwischenbericht zum 31. März 2017
-
- August 2017: Zwischenbericht zum 30. Juni 2017
-
- November 2017: Zwischenbericht zum 30. September 2017
- Ende März 2018: Geschäftsbericht 2017
Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de
Postanschrift
60261 Frankfurt am Main
Tel. +49 69.136-20
[email protected]
Investor Relations
Tel. +49.69136-21331
Fax +49 69.136-29492
[email protected]
Der Konzerngeschäftsbericht (nach den International Financial Reporting Standards) erscheint in deutscher und englischer Sprache.
Bericht des Aufsichtsrats
Frankfurt am Main, im März 2017
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses, die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten.
Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und weiteren Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Wir waren in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und haben, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung unsere Zustimmung erteilt.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz. Zudem fand eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Wir behandelten vertieft die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie, die Planung, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Ferner wurden wir in allen ordentlichen Sitzungen über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor informiert. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden. Wir haben uns zudem auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und uns dazu ein Urteil gebildet.
Insbesondere beschäftigten wir uns mit den personellen Veränderungen im Vorstand, der neuen Strategie der Commerzbank sowie den Untersuchungen zu Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäften. Des Weiteren behandelten wir in mehreren Sitzungen Vorstandsangelegenheiten. Unsere Beschlüsse fassten wir, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren.
In der Sitzung am 18. Januar 2016 haben wir die Ergebnisse unserer Effizienz- und Evaluierungsprüfung 2015 ausführlich diskutiert. Ferner haben wir einen Workshop zum Thema "Digitalisierung" abgehalten. In der Sitzung am 11. Februar 2016 standen - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage - die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 im Mittelpunkt unserer Erörterungen.# Jahresbericht 2016
Bericht des Aufsichtsrats
Wir wurden über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor, über das Settlement in Luxemburg als Ergebnis der steuerstrafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln sowie über das Thema Devisenkursfixing informiert. Ferner wurde uns der aktuelle Status der Filialstrategie und insbesondere das Flagship-Konzept der Commerzbank vorgestellt. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Zielerreichung für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und setzten den Gesamtbetrag der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest. Auch befassten wir uns mit dem aktuellen Stand des Prozesses zur Nachbesetzung des Vorstandsvorsitzes. Des Weiteren behandelten wir den Bericht des Aufsichtsrats und den Corporate-Governance-Bericht für den Geschäftsbericht. Wir diskutierten und beschlossen außerdem Änderungen des Aufsichtsratsvergütungsmodells. Die Verlängerung der Bestellung des Vergütungsbeauftragten sowie seiner Stellvertreterin und die Neubestellung der Vergütungsbeauftragten wurden beschlossen. In einer außerordentlichen Sitzung am 6. März 2016 haben wir intensiv über die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden und damit zusammenhängende weitere Entscheidungen beraten. Im Einzelnen haben wir beschlossen, Herrn Martin Zielke zum Vorstandsvorsitzenden und Herrn Michael Mandel sowie Frau Dr. Bettina Orlopp jeweils vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsicht zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Ferner wurde beschlossen, mit Herrn Martin Blessing eine Aufhebungsvereinbarung abzuschließen. In der Bilanzsitzung am 8. März 2016 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2015 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses. Auch verabschiedeten wir die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2016 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Der ECB Single Supervisory Mechanism (SSM) wurde uns durch Vertreter des SSM-Senior-Managements der EZB präsentiert und wir diskutierten verschiedene Themen mit den genannten Vertretern. Ferner wurden wir über den IT-Fortschritt in der Bank sowie über die neue Marktmissbrauchsverordnung, insbesondere in Bezug auf Directors Dealings, informiert. Zudem wurde uns über die strategische Personalplanung und die Entwicklung von Potenzialträgern berichtet. Des Weiteren haben wir uns mit dem Vergütungsbericht für den Geschäftsbericht befasst und Herrn Nicholas Teller in den Risikoausschuss gewählt. In der Sitzung am 19. April 2016 haben wir uns intensiv mit dem Bericht der vom Aufsichtsrat mandatierten Anwaltskanzlei zur Prüfung von eventuellen Schadensersatzansprüchen gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen beziehungsweise US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention auseinandergesetzt. Die mandatierte Kanzlei ist zu dem Ergebnis gelangt, dass keine Regressansprüche bestehen. Auf dieser Grundlage haben wir beschlossen, keine Regressansprüche wegen des Schadens geltend zu machen, der der Commerzbank mit dem Abschluss der Vereinbarungen mit US-amerikanischen Behörden zur Beilegung aufsichts- und strafrechtlicher Ermittlungen entstanden ist. Des Weiteren erörterten wir den Ablauf der Hauptversammlung. In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 11. Mai 2016 haben wir einer vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrages von Herrn Martin Blessing zugestimmt. In der Sitzung am 7. September 2016 erläuterte uns der Vorstand die Geschäftslage und berichtete insbesondere zu den Themen Compliance, Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäfte sowie zu dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2016. Wir beschäftigten uns mit der Frage der Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und der Nachfolge für den Vorsitz des Prüfungsausschusses. Zudem wurde uns über den IT-Fortschritt berichtet. Auch wurden wir über die Ausgestaltung der Vergütungsmodelle der Mitarbeiter der Commerzbank informiert. Des Weiteren setzten wir uns mit der Evaluierung und Effizienzprüfung des Aufsichtsrats für das Jahr 2016 auseinander. Im Anschluss an die Strategiesitzungen der Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner diskutierten wir gemeinsam im Plenum in der Sitzung am 29. September 2016 eingehend die neue Strategie der Commerzbank. Des Weiteren wurde über die einvernehmliche Beendigung des Vertrags mit Herrn Markus Beumer gesprochen und beschlossen, seine Bestellung zum Vorstandsmitglied zum 31. Oktober 2016 zu beenden. In der Sitzung am 3. November 2016 berichtete der Vorstand insbesondere über die Kapitalmarktentwicklung, die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2016 und den Ausblick für das Gesamtjahr. Wir diskutierten ferner über die Mittelfristplanung bis 2020. Zudem wurden wir über den Stand der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern im Hinblick auf die neue Strategie der Commerzbank informiert und diskutierten auch hierzu ausführlich. Des Weiteren wurde zum Thema Compliance berichtet. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet und uns Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 21 bis 25. Zudem haben wir Frau Anja Mikus als neues Mitglied in den Prüfungsausschuss gewählt. In der letzten Sitzung des Jahres am 2. Dezember 2016 beschäftigten wir uns noch einmal mit der Strategie der Commerzbank. Wir wurden zum Thema US-Monitor informiert und diskutierten die daraus für die Commerzbank entwickelten Maßnahmenpläne. Auch wurde uns erneut der aktuelle Stand zu den Untersuchungen bezüglich Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäften dargelegt. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017.
Ausschüsse
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sieben Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 14 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr sechsmal. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage und der neuen Strategie der Commerzbank. Ferner befasste er sich mit den personellen Veränderungen im Vorstand. So beschäftigte er sich zum einen mit der Beendigung der Bestellung von Herrn Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Vorstandsmitglied sowie von Herrn Markus Beumer zum Vorstandsmitglied und zum anderen mit dem Abschluss der Vorstandsanstellungsverträge mit Herrn Martin Zielke und Herrn Michael Mandel. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Außerdem befasste er sich mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2016 zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fasste er wegen Eilbedürftigkeit Beschlüsse im Umlaufverfahren. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, unterbreitete dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie für die Höhe des Honorars und beriet den Aufsichtsrat zur Fortsetzung des Prüfungsauftrags. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig vom Abschlussprüfer den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die prüferische Durchsicht der Zwischenfinanzberichte. Ferner wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig über den jeweiligen Abarbeitungsstand der vom Prüfer festgestellten Monita informiert. Die Arbeit der Bereiche Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Beide Bereiche berichteten regelmäßig über die Ergebnisse ihrer Arbeit. So setzte der Prüfungsausschuss sich intensiv mit den Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen sowie mit den Maßnahmen der Bank zur Verhinderung zukünftiger Verstöße und zur Umsetzung der Aufgaben und Pflichten im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Vereinbarungen mit US-Behörden auseinander. Er ließ sich über die Entwicklungen des Monitorships in den USA und den Stand der Arbeiten zur Umsetzung der vom Monitor getroffenen Feststellungen berichten. Der Prüfungsausschuss befasste sich des Weiteren mit den Themen Cum-Ex-Geschäfte und Devisenkursfixing. Er überprüfte die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und erörterte zudem die Entwicklung bei den Whistleblowing-Fällen sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über interne und externe (regulatorische) Untersuchungen. Weitere wichtige Themen im Prüfungsausschuss waren die Abschlussprüferreform und ihre Folgen für die Commerzbank. Ferner beschäftigte der Prüfungsausschuss sich mit dem algorithmischen Handel, der Compliance-Funktion nach MaRisk und dem Programm Group Finance Architecture. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichts- und Bilanzrechts, insbesondere zur Einführung der IFRS 9, berichten lassen.# Aufsichtsrat
An den Sitzungen nahmen regelmäßig Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten. Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Der Risikoausschuss befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2016, der Weiterentwicklung der Risikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit den Beteiligungen der Bank und dem Recovery Plan der Bank. Außerdem wurde er über Aktivitäten zum Schutz vor Cybercrime-Aktivitäten informiert. Ferner überprüfte der Risikoausschuss, dass die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Ebenso erörtert wurden verschiedene Stresstests und ihre Ergebnisse. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den Großkrediten und den Organkrediten an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Der Vergütungskontrollausschuss trat zu zwei Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2015. Ferner befasste er sich mit den Mitarbeitervergütungssystemen und der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2016. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 auseinander.
Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung beschäftigte. Daneben befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus und mit allgemeinen personalwirtschaftlichen Kennzahlen.
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr siebenmal getagt, davon einmal in Form einer Telefonkonferenz. Er hat sich intensiv mit den personellen Veränderungen im Vorstand, insbesondere dem Ausscheiden von Herrn Martin Blessing und dessen Nachfolge, sowie mit der Nachbesetzung im Aufsichtsrat, insbesondere der des Aufsichtsratsvorsitzes, beschäftigt. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie mit den Grundsätzen der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der ersten und zweiten Führungsebene.
Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit.
Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank sind gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats verpflichtet, potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, die wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlassen. Im Berichtszeitraum haben Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt drei Beschlussvorschlägen einen potenziellen Interessenkonflikt offengelegt. Wie in der Geschäftsordnung vorgesehen, haben die betreffenden Aufsichtsratsmitglieder in diesen Fällen an der Beschlussfassung nicht teilgenommen beziehungsweise sich zusätzlich bereits an der dem Beschluss vorausgehenden Diskussion nicht beteiligt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen finden regelmäßig Weiterbildungen statt. Im Jahr 2016 waren dies Vorträge beziehungsweise Workshops zu den Themen Digitalisierung, Flagship Stores, ECB Single Supervisory Mechanism, neue Marktmissbrauchsverordnung und CSR-Richtlinie. Ferner haben verschiedene Aufsichtsratsmitglieder an externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Den Mitgliedern wurde angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen.
Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums teilgenommen. Im Einzelnen haben Herr Gunnar de Buhr, Herr Stefan Burghardt, Frau Beate Mensch, Herr Dr. Helmut Perlet, Frau Barbara Priester, Herr Mark Roach, Frau Margit Schoffer sowie Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell jeweils an einer Sitzung von insgesamt zehn Sitzungen des Aufsichtsrats nicht teilgenommen. Herr Dr. Markus Kerber hat an drei Sitzungen nicht teilgenommen. Ansonsten haben die Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Herr Gunnar de Buhr und Herr Dr. Helmut Perlet fehlten bei einer Sitzung des Risikoausschusses. Herr Dr. Markus Kerber war bei jeweils zwei Sitzungen des Präsidialausschusses, des Risikoausschusses und des Vergütungskontrollausschusses sowie einer Sitzung des Nominierungsausschusses nicht anwesend. In der Regel erhalten wir von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Teilnahme einer Aufsichtsrat- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft.
Jahres- und Konzernabschluss
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 21. März 2017 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Aufsichtsratsplenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 22. März 2017 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert. Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2016 endete die Amtszeit von Herrn Martin Blessing in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied. Zu seinem Nachfolger benannte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Mai 2016 Herrn Martin Zielke. Bereits zum 1. Januar 2016 trat Herr Dr. Marcus Chromik als Nachfolger von Herrn Dr. Stefan Schmittmann seine neue Funktion als Risikovorstand der Commerzbank an. Herr Michael Mandel hat mit Wirkung zum 23. Mai 2016 das Vorstandsressort Privatkunden übernommen. In seiner Sitzung am 6. März 2016 hat der Aufsichtsrat beschlossen, Frau Dr. Bettina Orlopp in den Vorstand der Bank zu berufen. Diese Entscheidung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht, die für November 2017 erwartet wird. Herr Markus Beumer ist mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 aus dem Vorstand der Commerzbank ausgeschieden.
Wir danken Herrn Martin Blessing, Herrn Dr. Stefan Schmittmann und Herrn Markus Beumer für ihre außerordentlichen Leistungen und ihren großen persönlichen Einsatz für die Commerzbank. Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihre engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2016.
Für den Aufsichtsrat
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender