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Commerzbank AG Annual Report 2015

Apr 14, 2016

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Annual Report

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COMMERZBANK Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Kennzahlen

1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014¹
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 909 689
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,58 0,61
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 1 795 628
Konzernergebnis² (Mio. €) 1 062 266
Ergebnis je Aktie (€) 0,88 0,23
Operative Eigenkapitalrendite abzüglich Immaterieller Vermögenswerte³ (%) 7,3 2,8
Operative Eigenkapitalrendite³ (%) 6,5 2,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 73,3 79,1
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis²,³ (%) 3,8 1,0

Bilanz

31.12.2015 31.12.2014¹
Bilanzsumme (Mrd. €) 532,6 558,3
Risikoaktiva (Mrd. €) 198,2 215,2
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 30,4 27,0
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 42,3 39,4

Kapitalquoten

Kernkapitalquote (%) 13,8
Harte Kernkapitalquote⁴ (%) 13,8
Harte Kernkapitalquote⁴ (fully phased-in, %) 12,0
Eigenkapitalquote (%) 16,5
31.12.2015 31.12.2014¹
Inland 38 905 39 779
Ausland 12 400 12 324
Gesamt 51 305 52 103

Lang-/Kurzfrist-Rating

Moody's Investors Service, New York Standard & Poor's, New York Fitch Ratings, New York/London
Baa1/P-2⁵ BBB+/A-2 BBB/F2
Baa1/P-2 A-/A-2 A+/F1+

  • Operatives Ergebnis (Mio. €)
  • Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis ²,³ (%)

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements.
² Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
³ Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital (beziehungsweise abzüglich des Kapitalabzugspostens "Immaterielle Vermögenswerte" gemäß Basel 3).
⁴ Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva. In der Fully-phased-in-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
⁵ Seit Januar 2016 bei P-1.


An unsere Aktionäre

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Frankfurt am Main, im März 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2015 war insgesamt ein ordentliches Jahr für die Commerzbank. In einem weiterhin schwierigen Umfeld haben wir viel erreicht: Das dritte Jahr in Folge haben wir den Konzernüberschuss und das Ergebnis je Aktie gesteigert. Mit einer Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von knapp 4 % liegen wir trotz einer merklich gestärkten Kapitalbasis deutlich über den Vorjahren und setzen so unseren positiven Trend fort. Und dies, obwohl das sehr niedrige bis negative Zinsniveau über die Einlagenmarge stark belastend auf den Zinsüberschuss gewirkt hat und regulatorische Anforderungen zu zusätzlichen Aufwendungen geführt haben. Darüber hinaus haben wir die Risiken im Konzern weiter substanziell reduziert. Das Volumen der gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierung konnten wir auf knapp 19 Mrd. Euro reduzieren. Unser Ziel, bis Ende 2016 die gewerbliche Immobilien- und die Schiffsfinanzierung zusammen auf unter 20 Mrd. Euro abzubauen, haben wir damit bereits per Jahresende 2015 erreicht. Mit einer harten Kernkapitalquote von 12 % nach den vollständigen Kriterien von Basel 3 liegen wir im europäischen Marktvergleich auf einem guten Niveau. All diese greifbaren und messbaren Erfolge zeigen, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind und die Bank gut positioniert ist, um auch in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. Darüber hinaus dürfen wir aber eines der wichtigsten Themen für die Banken in den nächsten Jahren nicht aus dem Blick verlieren: Wie wollen Kunden Banken in Zukunft erleben? Die Ansprüche an Banken sowohl in Bezug auf Kundenorientierung, Innovation, Agilität als auch Effizienz haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert und erfordern die Entwicklung und den Einsatz neuer organisatorischer und technologischer Methoden und Lösungen. Der Kunde erwartet eine faire und kompetente Beratung, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Hierauf haben wir uns frühzeitig in allen Segmenten eingestellt. Die Digitalisierung von Kundenansprache, Produktangeboten und Geschäftsprozessen genießt eine hohe strategische Priorität. Viel haben wir in diese Zukunft investiert. Im Privatkundengeschäft können Bankgeschäfte bereits heute per Text-, Audio- und Videochat sowohl tagsüber als auch abends und am Wochenende einfach und bequem von zu Hause aus erledigt werden. Mit der kostenlosen Kontowechsel-App, die die Commerzbank als erste Bank in Deutschland anbietet, können Kunden, die zur Commerzbank wechseln wollen, ihr Konto ganz bequem und vollautomatisch innerhalb weniger Minuten per Smartphone oder Tablet "umziehen". Im November haben wir Paydirekt für unsere Kunden freigeschaltet. Dank der eingeführten offenen Immobilienplattform hat sich darüber hinaus das Neugeschäftsvolumen im Baufinanzierungsgeschäft mit einem Zuwachs um 18 % gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt und konnte so rückläufigen Zinserträgen im Einlagengeschäft aus dem Niedrigzinsumfeld entgegenwirken. Insgesamt konnten wir im Segment Privatkunden die Erträge aus höheren bestandsabhängigen Aktivitäten, aus mandatiertem Geschäft wie dem PremiumDepot, aus dem Vermögensmanagement oder der Vermögensverwaltung, aber auch aus dem gestiegenen Geschäft mit Ratenkrediten über unsere Beteiligung an der CommerzFinanz steigern. Auch in der Mittelstandsbank ist es uns gelungen, die Belastungen aus den niedrigen - teilweise negativen Zinsen - durch Wachstum zumindest zum Teil zu kompensieren. Dies ist auch ein Ausdruck der weiterhin sehr hohen Zufriedenheitswerte unserer Kunden. Aus Sicht unserer Kunden steht die Mittelstandsbank für Kompetenz, Professionalität und Erfahrung. In der Mittelstandsbank haben wir ebenfalls entscheidende Weichen für die Zukunft im Bereich Digitalisierung gestellt. Unsere als beste Mobile Treasury Solution ausgezeichnete drittbankfähige Cash Management App zur Kontenabfrage ist nur ein Beispiel. Als Grundstein für eine noch kundenorientiertere, moderne Mittelstandsbank und weiteres profitables Wachstum haben wir vor allem bei unseren mittelständischen Kunden unsere Vertriebsstruktur im Berichtsjahr deutlich regionaler ausgerichtet. Damit stärken wir unsere Marktverantwortung vor Ort und können noch zielgerichteter auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. Mit der mBank in Polen - die wesentlich das Segment Central & Eastern Europe repräsentiert - verfügen wir über einen mehrfach ausgezeichneten Innovationsführer im Bereich der digitalen Kundenansprache. Über eine im Vorjahr initiierte strategische Allianz mit Orange Polska - dem größten Festnetz-, Mobilfunk-, Internet- und Datenübertragungsanbieter des Landes - haben einerseits Kunden die Möglichkeit, Bankprodukte ausschließlich über eine mobile Applikation zu nutzen. Andererseits werden den Orange-Finance-Kunden Bankprodukte der mBank angeboten. Das Angebot reicht vom Kontomanagement bis zu der Möglichkeit, via Mobiltelefon zu bezahlen. Insgesamt ist es der mBank 2015 gelungen, die Zahl ihrer Kunden um rund 400 000 zu steigern. Dies, aber auch der Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe, haben dazu beigetragen, dass die Erträge trotz eines deutlich niedrigeren Zinsniveaus stabil geblieben sind. Belastend auf die Verwaltungsaufwendungen wirkten insbesondere die Beiträge zum polnischen Einlagensicherungsfonds sowie einem Fonds zur Unterstützung in Not geratener Hypothekenschuldner. Die Geschäftsentwicklung 2015 im Segment Corporates & Markets zeigte - in einem Marktumfeld mit anhaltend niedrigen Zinsen und zeitweise hoher Kursvolatilität - einen zweigeteilten Verlauf: eine sehr positiv verlaufene erste Jahreshälfte und ein schwierigeres zweites Halbjahr. Dabei profitierte das Segment von seiner diversifizierten Aufstellung: geringere Geschäftsaktivitäten in einzelnen Produktbereichen konnten teilweise durch Zuwächse in anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen werden. Corporates & Markets lieferte so auch in diesem Jahr einen stabilen Ertragsbeitrag. In unserem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) haben wir unter anderem durch den Verkauf zweier gewerblicher Immobilienportfolios sowie der Restrukturierungsplattform Hanseatic Ship Asset Management GmbH unseren wertschonenden Abbau fortgesetzt und sowohl das Risiko als auch die Komplexität im Segment Non-Core Assets weiter reduziert. Wir haben immer wieder betont, dass es sich bei NCA um ein nicht strategisches Portfolio und keine "Bad Bank" handelt. Infolge des deutlich schneller vonstatten gegangenen Abbaus planen wir, im ersten Quartal 2016 einen größeren Teil der bislang in NCA liegenden Aktiva in die Kernbank zu übertragen. Kriterien sind gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie ein positiver Beitrag zur Refinanzierungs- und Liquiditätsstruktur der Kernsegmente. In einem neuen Segment mit dem Namen "Asset & Capital Recovery Unit" werden die komplexeren Teilportfolios mit langen Laufzeiten gebündelt werden, die die genannten Abgrenzungskriterien nicht oder nur teilweise erfüllen. Die Zielsetzung des wertschonenden und im Zeitablauf vollständigen Abbaus der verbliebenen Bestandsportfolios besteht jedoch unverändert fort. All dies zeigt und bestätigt uns, dass die Commerzbank für die Zukunft gut aufgestellt ist. Und auch der Blick auf die Ergebnisentwicklung 2015 stimmt uns zuversichtlich: In einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld konnten wir im Berichtsjahr ein Operatives Konzernergebnis von 1,9 Mrd. Euro, nach 0,7 Mrd. Euro im Vorjahr, erzielen. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug 1,1 Mrd. Euro, nach 0,3 Mrd. Euro im Vorjahr, das Ergebnis je Aktie 0,88 Euro, nach 0,23 Euro im Jahr 2014. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Aktie auszuschütten.# An dieser Stelle mein besonderer Dank - auch im Namen meiner Vorstandskollegen - an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz und ihr Engagement.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im November 2015 habe ich dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass ich meinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag gerne erfülle, aber das Angebot einer Vertragsverlängerung aus persönlichen Gründen nicht annehmen möchte. Ich glaube, dass 2016 ein guter Zeitpunkt für einen Führungswechsel in der Bank ist. Die Commerzbank verfügt heute über ein robustes Geschäftsmodell sowie über sehr gute Mitarbeiter und Führungskräfte. Der Weg zurück zu einer nachhaltig erfolgreichen Bank ist klar erkennbar. Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr mir entgegengebrachtes Vertrauen in den vergangenen Jahren. Ich würde mich freuen, wenn Sie "Ihre Bank" auch zukünftig auf ihrem anspruchsvollen Weg begleiten. Zu unserer Hauptversammlung am 20. April 2016 lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender

Das Vorstandsteam

  • Martin Blessing 52 Jahre, Vorsitzender
    Central & Eastern Europe
    Mitglied des Vorstands seit 1.11.2001
  • Frank Annuscheit 53 Jahre, Chief Operating Officer
    Human Resources
    Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008
  • Markus Beumer 51 Jahre, Mittelstandsbank
    Non-Core Assets (Deutsche Schiffsbank und Commercial Real Estate)
    Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008
  • Dr. Marcus Chromik 43 Jahre, Chief Risk Officer
    Mitglied des Vorstands seit 1.1.2016
  • Stephan Engels 54 Jahre, Chief Financial Officer
    Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012
  • Michael Reuther 56 Jahre, Corporates & Markets
    Non-Core Assets (Public Finance)
    Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006
  • Martin Zielke 53 Jahre, Privatkunden
    Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010

Bericht des Aufsichtsrats

Frankfurt am Main, 8. März 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und weiteren Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon vier Sitzungen in Form einer Telefonkonferenz. Zudem fand eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Wir behandelten vertieft die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie, die Planung, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden. Wir haben uns zudem auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und uns dazu ein Urteil gebildet. Insbesondere beschäftigten wir uns mit dem Verfahrensstand und den Verhandlungen mit US-Behörden in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen beziehungsweise US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention (US-Regularien). Des Weiteren behandelten wir in mehreren Sitzungen Vorstandsangelegenheiten. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren gefasst.

In der Sitzung am 11. Februar 2015 standen - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage - die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Verfahrensstand in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien, über den wir umfassend informiert wurden. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand intensiv über das weitere Vorgehen beraten. Ferner beschloss der Aufsichtsrat, eventuelle Schadensersatzansprüche gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den genannten untersuchten Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen durch eine externe Kanzlei prüfen zu lassen. Des Weiteren wurden uns die kundenorientierte Neuausrichtung der Mittelstandsbank sowie die Privatkundenstrategie 2020 vorgestellt. Zudem haben wir uns mit dem Bericht des Aufsichtsrats und dem Corporate-Governance-Bericht für den Geschäftsbericht befasst. Wir diskutierten und beschlossen außerdem Änderungen des Vorstandsvergütungsmodells.

In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 3. März 2015 wurde der Aufsichtsrat über den Verfahrensstand im Rechtsstreit mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied informiert. Der Aufsichtsrat hat anschließend über das diesbezügliche weitere Vorgehen beraten. Ferner wurde dem Aufsichtsrat der Sachstand in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien berichtet. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über Ermittlungen der Steuerfahndung Köln gegen die Commerzbank in Luxemburg informiert. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Zielerreichung für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 und setzten den Gesamtbetrag der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest.

In einer weiteren außerordentlichen Telefonkonferenz am 10. März 2015 haben wir uns erneut intensiv mit den Verhandlungen mit den US-Behörden und einem möglichen Vergleichsabschluss beschäftigt. In der Bilanzsitzung am 17. März 2015 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2014 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses. Auch verabschiedeten wir den Vorschlag für die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat an die Hauptversammlung und die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2015 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Wir wurden über den Abschluss der Vergleiche mit den US-Behörden in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien sowie über den Verfahrensstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung informiert. Wir haben den Sachverhalt intensiv diskutiert und mit dem Vorstand besprochen. Ferner haben wir uns mit dem Vergütungsbericht für den Geschäftsbericht befasst. Zudem verlängerten wir die Vorstandsbestellungen von Herrn Frank Annuscheit und Herrn Markus Beumer.

In einer weiteren außerordentlichen Telefonkonferenz am 26. April 2015 haben wir uns mit der geplanten 10%igen Kapitalerhöhung der Commerzbank beschäftigt. Die Sitzung vor der Hauptversammlung am 30. April 2015 diente vornehmlich der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Wir erörterten den Ablauf der Hauptversammlung und die angekündigten Gegenanträge. Zudem berichtete der Vorstand über die Einzelheiten der durchgeführten Kapitalerhöhung der Commerzbank. In einem Umlaufverfahren hat der Aufsichtsrat dem Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Ulrich Sieber zugestimmt.

In der Sitzung am 3. September 2015, die in Warschau bei unserer Beteiligungsgesellschaft mBank stattfand, erläuterte uns der Vorstand die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015. Wir wurden über den Verfahrensstand zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung sowie über eine Gesetzgebungsinitiative der polnischen Regierung zur Konvertierung von CHF-Krediten informiert. Ferner berichtete der zuständige Vorstand über die Compliance-Organisation, die Umsetzung in der Bank sowie über aktuelle Rechtsfälle und regulatorische Verfahren. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir intensiv über das Thema Compliance in der Bank beraten. Ferner wählten wir neue Mitglieder des Sozialausschusses.

In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 1. November 2015 teilte Herr Martin Blessing dem Aufsichtsrat mit, dass er keine Verlängerung seiner Bestellung zum Vorstand wünsche.

In der ordentlichen Sitzung am 4. November 2015 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf dem Bericht über die Geschäftslage einschließlich Budget für das Jahr 2016 und der Mittelfristplanung bis 2019. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen. Außerdem haben wir die Geschäfts- und Risikostrategie der Commerzbank intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Ferner haben wir über die Ziele für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 beraten. Zudem haben wir Herrn Dr. Marcus Chromik als Nachfolger von Herrn Dr. Stefan Schmittmann mit Wirkung vom 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands der Commerzbank bestellt.# Weitere Themen dieser Sitzung

Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet und uns Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 29 bis 33. Außerdem befassten wir uns mit den Ergebnissen der Effizienzprüfung 2015 des Aufsichtsrats und wurden über die Ausgestaltung der Mitarbeiter-Vergütungsmodelle informiert. In einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 8. Dezember 2015 befassten wir uns erneut intensiv mit den Zielen 2016 für die Mitglieder des Vorstands und beschlossen diese.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sieben Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 22 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Präsidialausschuss

Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr sechsmal, davon zweimal in Form einer Telefonkonferenz. Gegenstand der Beratungen waren die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage. Ferner befasste er sich mit den Verlängerungen der Vorstandsbestellungen von Herrn Frank Annuscheit und Herrn Markus Beumer. Weiterhin fasste der Präsidialausschuss Beschlüsse in Bezug auf die 10%ige Kapitalerhöhung der Commerzbank. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Außerdem haben wir uns mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank befasst. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2015 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fasste er wegen Eilbedürftigkeit Beschlüsse im Umlaufverfahren. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, unterbreitete dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie für die Höhe des Honorars und beriet den Aufsichtsrat zur Fortsetzung des Prüfungsauftrags. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die Zwischenfinanzberichte. Die Arbeit der Abteilungen Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Der Prüfungsausschuss befasste sich des Weiteren mit der Funktionsfähigkeit des IKS-Systems und der Entwicklung der Reputations- und Compliance-Risiken im Konzern. Er überprüfte die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und erörterte zudem die Entwicklung bei den Whistle-blowing-Fällen sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über interne und externe (regulatorische) Untersuchungen sowie die nicht anlassbezogenen Prüfungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung. Ferner wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig über den jeweiligen Abarbeitungsstand der in verschiedenen Prüfungen festgestellten Moniten unterrichtet. Intensiv setzte er sich mit den Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen sowie mit den Maßnahmen der Bank zur Verhinderung zukünftiger Verstöße und zur Umsetzung der Aufgaben und Pflichten im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Vereinbarungen mit US-Behörden auseinander. Auch über die Sonderuntersuchung in Bezug auf die CISAL wurde der Prüfungsausschuss unterrichtet. Ferner beschäftigte er sich mit dem algorithmischen Handel, der Compliance-Funktion nach MaRisk, dem Programm Group Finance Architecture, der Auditor Rotation und mit dem Comprehensive Assessment. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichts- und Bilanzrechts berichten lassen. An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.

Risikoausschuss

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Der Risikoausschuss befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2016, der Weiterentwicklung der Risikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit den Beteiligungen der Bank und dem Recovery Plan der Bank. Außerdem wurde er über Cybercrime-Aktivitäten informiert. Ferner überprüfte der Risikoausschuss, ob die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den Großkrediten und den Organkrediten an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe.

Vergütungskontrollausschuss

Der Vergütungskontrollausschuss trat zu drei Sitzungen zusammen, davon einmal in Form einer Telefonkonferenz. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2014. Ferner befasste er sich mit den Mitarbeitervergütungssystemen und der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2015. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 auseinander.

Sozialausschuss

Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung beschäftigte. Daneben befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus und mit allgemeinen personalwirtschaftlichen Kennzahlen.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Er hat sich intensiv mit der Nachbesetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands beschäftigt. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie mit den Grundsätzen der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der ersten und zweiten Führungsebene.

Vermittlungsausschuss

Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit. Ferner wurde der Aufsichtsrat fortlaufend über den Stand der Prüfung einer externen Kanzlei unterrichtet, ob Schadensersatzansprüche gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den von US-Behörden geltend gemachten Verstößen der Bank gegen US-Regularien bestehen.

Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank sind gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats verpflichtet, potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, die wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlassen. Im Berichtszeitraum hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Insbesondere für die neuen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde eine interne zweitägige Qualifizierungsmaßnahme angeboten. Ferner haben die neuen Aufsichtsratsmitglieder an externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Zudem wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats laufend über neue Entwicklungen im Bereich Corporate Governance informiert. Den Mitgliedern wurde angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen. Ferner wurden Themen wie Compliance und bankbezogene Projekte vertieft behandelt. Schließlich nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder an einer bankinternen Compliance-Schulung teil.

Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Im Einzelnen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Plenumssitzungen teilgenommen, mit Ausnahme von Herrn Dr. Nikolaus von Bomhard, Frau Gertrude Tumpel-Gugerell, Frau Alexandra Krieger, Herrn Dr. Helmut Perlet, Frau Beate Mensch und Herrn Dr. Stefan Lippe, die jeweils an einer Sitzung, und Herrn Stefan Burghardt, der an zwei Sitzungen von insgesamt zehn Sitzungen des Aufsichtsrats nicht teilgenommen haben. Herr Hans-Hermann Altenschmidt war bei einer Sitzung des Prüfungsausschusses nicht anwesend. Herr Dr. Markus Kerber war bei einer Sitzung des Vergütungskontrollausschusses, bei einer Sitzung des Nominierungsausschusses und bei zwei Sitzungen des Risikoausschusses nicht anwesend.# Generell gilt, dass wir von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Teilnahme einer Aufsichts-rats- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft erhalten. Jahres- und Konzernabschluss

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen.

Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 7. März 2016 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Aufsichtsratsplenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 8. März 2016 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung.

In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert. Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Mit Wirkung vom Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2015 legten Herr Dr. Nikolaus von Bomhard und Frau Petra Schadeberg-Herrmann jeweils ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank nieder. Als Nachfolgerinnen wählte die Hauptversammlung Frau Sabine U. Dietrich und Frau Anja Mikus für die Zeit vom Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2015 bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet, in den Aufsichtsrat. Wir danken Herrn Dr. Nikolaus von Bomhard und Frau Petra Schadeberg-Herrmann für ihre engagierte Mitarbeit.

Mit tiefem Bedauern hat der Aufsichtsrat den Tod von Herrn Dr. Walter Seipp am 4. Februar 2015 zur Kenntnis genommen. Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats und langjährige Vorstandsvorsitzende der Commerzbank verstarb im Alter von 89 Jahren.

Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2015.

Für den Aufsichtsrat
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

  • Klaus-Peter Müller 71 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
  • Uwe Tschäge1 48 Jahre, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann
  • Hans-Hermann Altenschmidt1 54 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann
  • Gunnar de Buhr1 48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann
  • Stefan Burghardt1 56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Niederlassungsleiter Mittelstand Bremen
  • Sabine U. Dietrich 55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europe SE
  • Karl-Heinz Flöther 63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Selbst. Unternehmensberater
  • Dr. Markus Kerber 52 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
  • Alexandra Krieger1 45 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Ressortleiterin Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Betriebswirtin/Bankkauffrau
  • Oliver Leiberich1 59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann
  • Dr. Stefan Lippe 60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG
  • Beate Mensch1 53 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen, Organisationsentwicklung
  • Anja Mikus 57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Geschäftsführerin Chief Investment Officer Arabesque (Deutschland) GmbH
  • Dr. Roger Müller 55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 3.7.2013, General Counsel Deutsche Börse AG
  • Dr. Helmut Perlet 68 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE
  • Barbara Priester1 57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Bankkauffrau
  • Mark Roach1 61 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 10.1.2011, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung
  • Margit Schoffer1 59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkauffrau
  • Nicholas Teller 56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Vorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
  • Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.6.2012, Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Detaillierte Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf unserer Konzernseite im Internet unter der Rubrik "Management".

Ausschüsse des Aufsichtsrats

1 Seit 8. März 2016.

Unsere Aktie

Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes

Das Börsenjahr 2015 war in der ersten Jahreshälfte von neuen Höchstständen unter den europäischen Leitbörsen geprägt, die - aufgrund zunehmender politischer und makroökonomischer Unsicherheitsfaktoren - im weiteren Jahresverlauf jedoch nicht mehr erreicht werden konnten. Die Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen der EZB Anfang Januar verhalfen dem DAX im April zu einem Allzeithoch von 12 391 Punkten. Zähe Verhandlungen um eine Verlängerung der Kreditlinien für Griechenland mündeten jedoch in einer anhaltenden Konsolidierung, die auf politischer Bühne zu einer ernsthaften Belastungsprobe für den europäischen Stabilitätsmechanismus avancierte. Angesichts der überraschenden Abschwächung der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal sowie eines scharfen Einbruchs der Börsen in Schanghai und Hongkong fiel schließlich auch der DAX im September mit 9 428 Punkten auf sein Jahrestief, in dem sich Sorgen um die Eintrübung des globalen Konjunkturausblicks widerspiegelten.

Der massive Preisverfall unter den Industrierohstoffen und insbesondere die Preisentwicklung von Rohöl verstärkte nochmals die negative Erwartungshaltung, der sich auch die US-Notenbank nicht entziehen konnte: Die ursprünglich für September in Aussicht gestellte Zinserhöhung wurde auf das Jahresende verschoben. Erst die Zuversicht auf eine stabile US-Konjunktur und die Aussicht auf eine zunehmend lockere Geldpolitik in Europa führten den DAX im vierten Quartal zurück auf ein Niveau oberhalb von 11 000 Punkten, das jedoch zum Jahresschluss nicht gehalten wurde. Die Entwicklung des DAX 2015 reflektiert ein turbulentes Börsenjahr, das phasenweise von sehr hoher Volatilität geprägt war. Mit der ersten Zinserhöhung seit rund einem Jahrzehnt beschreitet die US-Notenbank seit Mitte Dezember wieder einen steileren Zinspfad, der das Renditeniveau gegenüber dem Euroraum erhöht. Der einerseits positive Währungseffekt für den deutschen Außenhandel wird andererseits durch die anhaltende Schwäche der Emerging Markets beeinträchtigt, die aufgrund sinkender Rohstoff- und Erzeugerpreise geringere Wachstumsimpulse setzen.

Abbildung 1 Commerzbank-Aktie vs. Kursindizes im Jahr 2015

Tageswerte, 30.12.2014 = 100

Commerzbank-Aktie

Im Verlauf des ersten Quartals 2015 profitierten Bankaktien insbesondere von den geldpolitischen Maßnahmen der EZB, die - über die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität - zu einer Einengung der Risikoaufschläge führte und den Abbau von Risikoaktiva in der Branche erleichterte. In einem steigenden Gesamtmarkt erreichte die Commerzbank-Aktie am 14. April ihr Jahreshoch bei 13,39 Euro. Insgesamt entwickelte sich die Commerzbank im ersten Quartal leicht besser als der EURO-STOXX-Bankenindex.

Im Rahmen einer Privatplatzierung vollzog die Commerzbank Ende April eine 10%ige Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts bei institutionellen Anlegern, womit die Beteiligung des Bundes von zuvor noch 17,3 % auf 15,6 % reduziert wurde. Durch die Platzierung der Aktien erhöhte sich die harte Eigenkapitalquote unter voller Anwendung von Basel 3 von 9,5 % per Ende des ersten Quartals auf 10,2 % (pro forma per Ende März 2015).

Die im zweiten Quartal gegenüber dem EURO-STOXX-Bankenindex deutlich schwächere Kursentwicklung war einerseits der Kapitalmaßnahme geschuldet, andererseits aber auch der Anfang Juli aufgekommenen Diskussion um mögliche Ergebnisbelastungen der mBank durch die Konvertierung von in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty sowie der Einführung einer Bankenabgabe in Polen ab 2016. Während die Aussicht auf nachhaltig niedrige Zinsen im Euroraum und ein starker US-Arbeitsmarkt in den Monaten Oktober und November eine breite Erleichterungsrallye am Markt auslösten, konnten Bankaktien aufgrund geringerer Ertragserwartungen infolge des Niedrigzinsumfelds nicht mit der allgemeinen Entwicklung Schritt halten.# Wertpapierkürzel Inhaberaktien
CBK100

Reuters
CBKG.DE

Bloomberg
CBK GR

ISIN
DE000CBK1001

Nachdem sich die Commerzbank-Aktie im dritten Quartal nochmals schwächer als der EURO-STOXX-Bankenindex entwickelte, wurde schließlich im vierten Quartal wieder eine bessere Entwicklung erzielt. Auf Jahressicht verzeichnete die Commerzbank-Aktie einen Rückgang um 12,8 % gegenüber dem EURO-STOXX-Bankenindex mit einem Rückgang von 4,9 %. Darin spiegeln sich die Belastungen in Polen aus der neu eingeführten Bankenabgabe, die Unsicherheit über die Konvertierung der in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten aber auch die unterjährige Kapitalmaßname deutlich wider. Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende des Jahres 2015 bei 12,0 Mrd. Euro (Maximum: 15,9 Mrd. Euro; Minimum: 11,2 Mrd. Euro), verglichen mit 12,5 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Entsprechend gängiger Bewertungsrelationen verfügte die Commerzbank im Jahresverlauf über ein Preis-Buch-Verhältnis von 0,4 bis 0,6 sowie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8 bis 13. Im Vergleich dazu lag das Preis-Buch-Verhältnis im EURO-STOXX-Bankenindex bei 0,8 bis 1,0, das KGV bei 10 bis 13. Die Volatilität unserer Aktie hat sich 2015 weiter reduziert und dem europäischen Bankenindex angenähert; sie präsentierte sich damit stabiler als noch in den Jahren zuvor. Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen im Jahr 2015 - gemessen an der Stückzahl - unter dem Niveau des Vorjahres. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 9,0 Millionen Aktien, nach 10,5 Millionen Aktien im Jahr 2014.

Aktienkennzahlen

Trotz der erhöhten Aktienanzahl konnte die Commerzbank das Ergebnis je Aktie von 0,23 Euro auf 0,88 Euro steigern. Aufgrund der deutlich verbesserten Ertragssituation und einer komfortablen Kapitalquote plant der Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 erstmals seit 2008 (für das Geschäftsjahr 2007) wieder eine Dividendenausschüttung vorzuschlagen; diese soll 0,20 Euro je Aktie betragen.

Tabelle 1

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 2015 2014
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) 1 252,4 1 138,5
Xetra-Intraday-Kurse in €
Hoch 13,39 14,48
Tief 8,94 9,91
Schlusskurs (31.12.) 9,57 10,98
Börsenumsätze pro Tag¹ in Mio. Stück
Hoch 40,9 30,2
Tief 3,2 3,5
Durchschnitt 9,0 10,5
Indexgewicht in % (31.12.)
DAX 1,1 1,3
EURO STOXX Banken 2,1 2,2
Ergebnis je Aktie in € 0,88 0,23
Buchwert je Aktie² in € (31.12.) 23,48 22,95
Net Asset Value je Aktie³ in € (31.12.) 21,95 21,34
Marktwert/Net Asset Value (31.12.) 0,44 0,51

¹ Deutsche Börsen gesamt.
² Ohne Nicht beherrschende Anteile.
³ Ohne Nicht beherrschende Anteile und der Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Gewichtung im DAX betrug rund 1,1 %, im europäischen Branchenvergleichsindex EURO STOXX Banken betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 2,1 %. Darüber hinaus ist die Bank in den Nachhaltigkeitsindizes "ECPI Ethical EMU Equity", "ECPI Ethical Euro Equity" und "Euronext Vigeo Eurozone 120" vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.

Indizes, die die Commerzbank enthalten

  • Blue-Chip-Indizes: DAX, EURO STOXX Banken
  • Nachhaltigkeitsindizes: ECPI EMU Ethical Equity, ECPI Euro Ethical Equity, Euronext Vigeo Eurozone 120

Aktionärsstruktur und Analystenempfehlungen

Zum 31. Dezember 2015 befanden sich rund 50 % der Commerzbank-Anteile im Besitz unserer Großaktionäre Bundesrepublik Deutschland, Capital Group und BlackRock sowie unserer überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Rund 50 % aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag, abzüglich der Beteiligung des Bundes, bei rund 75 %.

Abbildung 2

Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2015

Im Jahr 2015 berichteten etwa 31 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Zum Jahresende 2015 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 42 %, ein Zuwachs um 18 Prozentpunkte im vergleich zum Vorjahr. Weitere 42 % der Analysten empfahlen das Halten unserer Aktie. Zum Verkauf unserer Aktie rieten 16 %, gegenüber 27 % im Vorjahr. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten betrug zum Jahresende 12,27 Euro.

Ratingsituation der Commerzbank

In der Ratingmethodik wird grundsätzlich zwischen Finanzkraftrating und Emittentenrating unterschieden. Während das Finanzkraftrating die individuelle Bonität des Unternehmens ohne Unterstützungsannahmen reflektiert, gehen die Ratingagenturen beim Emittentenrating von Annahmen über eine Unterstützung der Bank in einem möglichen Krisenfall aus. Durch die Einführung der EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Finanzinstituten ("Bank Recovery and Resolution Directive") in Deutschland werden zukünftig im Abwicklungsfall auch Investoren von Hybrid- und Fremdkapitalinstrumenten am Verlust beteiligt. Die daraus resultierende Überarbeitung der Ratingmethodik der drei Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's (SSP) und FitchRatings (Fitch) haben weltweit zu Anpassungen in den Emittentenratings geführt.

Im zweiten Quartal 2015 wurden von Fitch und SSP auch entsprechende Ratinganpassungen beim Emittentenrating der Commerzbank durchgeführt. Im Juni 2015 hat SSP das Finanzkraftrating der Commerzbank aufgrund der Verbesserung der Risikosituation um 1 Stufe auf "bbb" heraufgestuft. Begründet wurde dies mit der deutlichen Verbesserung der Qualität des Kreditbuches und der reduzierten Sensitivität gegenüber wirtschaftlichen Entwicklungen. Das Emittentenrating wurde infolge der Umsetzung der BRRD um eine Stufe auf "BBB+" gesenkt, der negative Ausblick reflektiert die Möglichkeit einer Herabstufung des Ratings, falls sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund deutlich gestiegener Immobilienpreise in Deutschland verschlechtern sollten. Dabei wurde die bisher im Emittentenrating enthaltene staatliche Unterstützungsannahme um 2 Stufen reduziert und gleichzeitig 1 Stufe Unterstützung für als Kapitalpuffer zur Verfügung stehendes verlustabsorbierendes Kapital ("Additional Loss-Absorbing Capacity") vergeben.

Im Mai 2015 hat Fitch die Ratings von Banken überprüft. Auch hier ging die Agentur von einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen staatlichen Unterstützung aus. Das Emittentenrating der Commerzbank wurde entsprechend um 4 Stufen auf "BBB" gesenkt, der Ausblick liegt bei "positiv". Die Herabstufung des Ratings hat seine alleinige Ursache in einer methodischen Veränderung und nicht in einer veränderten Einschätzung der Entwicklung der Commerzbank. Das Finanzkraftrating der Bank wurde mit "bbb" bestätigt.

Die Ratingagentur Moody's hat im Juni 2015 das Rating der Commerzbank überprüft und in der Folge das Emittentenrating der Commerzbank bei "Baa1" mit stabilem Ausblick belassen. Im Januar 2016 wurde das Finanzkraftrating der Bank aufgrund der verbesserten Asset-Qualität und Kapitalisierung um 1 Stufe auf "Baa3" und damit wieder in den Investmentgrade-Bereich angehoben. Gleichzeitig erhält die Commerzbank eine Unterstützung um 1 Stufe für als Kapitalpuffer zur Verfügung stehendes verlustabsorbierendes Kapital ("Loss Given Failure"). Die weiterhin bestehende Annahme einer potenziellen staatlichen Unterstützung beträgt nur noch 1 Stufe, nach zuvor 3 Stufen.

Neu in die Ratingmethodik aufgenommen wurde das Einlagenrating für Kundeneinlagen außerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung. Das Einlagenrating bringt zum Ausdruck, dass Einlagengläubiger im potenziellen Abwicklungsfall der Bank niedrigere Kapitalverluste erleiden würden als Gläubiger von unbesicherten langfristigen Verbindlichkeiten. Hier besteht eine aktuelle Einschätzung von "A2".

Im Berichtsjahr wurde das sogenannte "Counterparty Risk Assessment" (CRA) eingeführt, das die Wahrscheinlichkeit reflektiert, dass eine Bank auch im Falle einer Insolvenz bestimmten vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden nachkommen kann. Mit einer Einstufung von "A2" liegt die Commerzbank hier im Wettbewerbsvergleich im Mittelfeld. Ebenfalls im Januar 2016 wurde das Rating für kurzfristige Verbindlichkeiten um 1 Stufe auf "P-1" angehoben.

Alle drei Ratingagenturen werten die starke Marktposition der Bank im Privatkundengeschäft grundsätzlich als positiven Ratingfaktor. Ebenfalls hervorgehoben werden die deutlichen Erfolge bei der Restrukturierung, die gute Positionierung im deutschen Firmenkundengeschäft, die Verbesserung der Kapitalausstattung und -struktur, der signifikante Rückgang der nicht strategischen Portfolios, die stabile Fundingbasis sowie die komfortable Liquiditätsausstattung.

Börsennotierungen der Commerzbank-Aktie

  • Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Xetra
  • Europa: London, Schweiz
  • Nordamerika: Sponsored ADR (CRZBY) CUSIP: 202597308

Unternehmerische Verantwortung

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind, und folgen nahezu allen dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 29 bis 33 Auskunft.

Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 53 und 54.

Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich.# Corporate Governance der Commerzbank

Der Corporate-Governance-Beauftragte der Commerzbank ist Günter Hugger, Bereichsvorstand Recht. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen der Corporate Governance und hat die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten. Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird und erläutert, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Internetseiten der Commerzbank (www.commerzbank.de) veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde am 24. November 2015 abgegeben.

Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:

  • Nummer 4.2.1 des Kodex: empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise werden die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf den Internetseiten der Commerzbank veröffentlicht.
  • Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex: soll die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Kernbestandteile des Vorstandsvergütungssystems der Bank sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Bei der variablen Vergütung ermittelt der Aufsichtsrat nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis vorab vereinbarter Ziele einen Gesamtzielerreichungsbetrag. Für diesen Gesamtzielerreichungsbetrag gilt eine Obergrenze in Höhe des 1,4-Fachen der nach den Bestimmungen der Institutsvergütungsverordnung ermittelten Fixvergütung. Bis zu 50 % des Gesamtzielerreichungsbetrages werden in virtuellen Commerzbank-Aktien geleistet; dafür gelten überwiegend ein Zurückbehaltungszeitraum von 5 Jahren und eine Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Am Ende der Wartefrist wird der Gegenwert der virtuellen Commerzbank-Aktien - vorbehaltlich verschiedener Prüfschritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit - in bar ausgezahlt. Kursveränderungen der Aktie während dieses Zeitraumes lassen die Zahl der zu gewährenden virtuellen Aktien unberührt und verändern somit den Auszahlungsbetrag. Dieser Betrag ist höhenmäßig nicht begrenzt. Nach dem Konzept des Vergütungssystems sollen die Vorstandsmitglieder als Element einer nachhaltigen Vergütung ab Ermittlung des Gesamtzielerreichungsbetrages im Hinblick auf die Entwicklung der virtuellen Aktien im Risiko sein. Die Begrenzung der Chance auf Teilhabe an einer positiven Kursentwicklung wäre insbesondere vor dem Hintergrund, dass keine Begrenzung für Kursverluste vorgesehen ist, nicht angemessen.
  • Nummer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex: soll eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter variabler Vergütungsteile ausgeschlossen sein. Nach dem Aktiengesetz soll der Aufsichtsrat für außerordentliche Entwicklungen die Möglichkeit vereinbaren, die variable Vergütung des Vorstands zu begrenzen. Demgemäß ist der Aufsichtsrat der Commerzbank berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstigen Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren.
  • Nummer 4.2.3 Abs. 3 des Kodex: empfiehlt, dass der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen zugunsten des Vorstands das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll. Im Jahr 2011 wurde bei der Commerzbank das System der Altersversorgung auf ein System der beitragsorientierten Leistungszusage umgestellt. Ein konkretes Versorgungsniveau wird somit nicht mehr definiert. Vielmehr hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf einen jährlichen Versorgungsbaustein, dessen Höhe sich nach einem festen Prozentsatz des Jahresgrundgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds bemisst. Erhöhungen des festen Jahresgrundgehalts führen nur dann zu einer Erhöhung des Versorgungsbausteins, wenn der Aufsichtsrat dies ausdrücklich beschließt. Nach Definition des Prozentsatzes - und bei Nichtberücksichtigung sonstiger versicherungsmathematischer Einflüsse - hängt die letztendliche Höhe der erzielten Altersversorgungsansprüche eines Vorstandsmitglieds somit allein von der Dauer der Vorstandszugehörigkeit ab. Durch die Zuwendung eines festen Prozentsatzes des jeweiligen Jahresgrundgehalts wird für den Aufsichtsrat der jährliche und langfristige Aufwand für die Gesellschaft transparent. Der tatsächliche jährliche Aufwand für die Gesellschaft hängt von versicherungsmathematischen Einflüssen ab. Der Verzicht auf die Definition eines angestrebten Versorgungsniveaus im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine beitragsorientierte Leistungszusage entspricht der sich vermehrt durchsetzenden Unternehmenspraxis.
  • Nummer 5.3.3 des Kodex: soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz soll der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung von Stellen in der Geschäftsleitung bei Kreditinstituten unterstützen. Diese Aufgabe wurde bei der Commerzbank früher vom Präsidialausschuss wahrgenommen, dem auch Arbeitnehmervertreter angehören. Um die etablierte Commerzbank-Praxis der Beteiligung von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern bei der Auswahl von Bewerbern für den Vorstand beizubehalten, sind 2 Mitglieder des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Commerzbank Arbeitnehmervertreter.
  • Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 des Kodex: soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die, unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation, die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank benennt für seine Zusammensetzung regelmäßig konkrete Ziele und berücksichtigt dabei die in Nummer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 genannten Kriterien. Lediglich eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat nicht festgelegt. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist über die Fortsetzung der Zugehörigkeit häufig individuell in Bezug auf das jeweilige Aufsichtsratsmitglied zu entscheiden; eine Regelgrenze würde hier zu einer nicht sachgerechten Einschränkung führen. Auch im Hinblick auf Diversity kann eine unterschiedliche Zugehörigkeitsdauer der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder Vorteile bieten.
  • Nummer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex: soll, sofern den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt wird, diese auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank erhalten neben einer festen Vergütung eine variable Vergütung von 3 000,00 Euro je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Im Kontext der Wiedererlangung der Dividendenfähigkeit wird sich die Commerzbank mit der Neuordnung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder befassen.

Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:

  • Nummer 2.3.2: ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
  • Nummer 2.3.3: wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Die Commerzbank überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte, da die vollständige Übertragung angesichts der Dauer von Hauptversammlungen nicht angemessen erscheint. Zudem haben die Aktionäre so die Möglichkeit, unbelastet von einer weitgehend öffentlichen Übertragung mit der Verwaltung zu diskutieren.

Vorstand

Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling.# Der Vorstand

Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen. Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 13 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 34 bis 45 ausführlich dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 20 bis 22 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 14 bis 19. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:

Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Dabei soll auch auf besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren Wert gelegt werden. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Sie nehmen nicht mehr als die gemäß § 25d KWG zulässige Zahl an Aufsichtsratsmandaten oder Mandaten in Aufsichtsgremien von Gesellschaften, die vergleichbare Anforderungen stellen, wahr. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens 8 von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als 2 ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern ausüben. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats gilt eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren. Die genannten Ziele berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat achtet auf Vielfalt (Diversity) bei seiner Zusammensetzung. Der Aufsichtsrat der Commerzbank besteht aus 20 Mitgliedern. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets zumindest ein internationaler Vertreter angehört. Zudem achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Aktuell gehören 7 Frauen dem Aufsichtsrat der Commerzbank AG an, davon 3 aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 35 %. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, diese Anzahl zu wahren, zumindest aber den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind bestrebt, den aktuellen Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter zukünftig mindestens aufrechtzuerhalten.

Der Aufsichtsrat hat gemäß Nummer 5.4.2. des Deutschen Corporate Governance Kodex festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Effizienz seiner Arbeit überprüfte der Aufsichtsrat verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung im Geschäftsjahr 2015 mit Unterstützung eines externen Personalberaters. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.

Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne von Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 46 und 47 detailliert erläutert.

Diversity

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Zielquote für die erste und zweite Führungsebene

Der Vorstand ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen, die nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern darf. Der Gesamtvorstand hat sich frühzeitig mit der genannten Regelung befasst und bereits im März 2015 die Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank Aktiengesellschaft (bezogen auf das Inland) benannt, die den damaligen Istquoten per Ende Dezember 2014 entsprachen. Für die erste Führungsebene lag die Zielquote bei 8,6 %, für die zweite Führungsebene bei 14,6 %. Als Fristende wurde der 30. Juni 2017 festgelegt.

Zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands gehören 38 Personen, von denen 31 männliche und 7 weibliche Führungskräfte sind. Der aktuelle Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt damit derzeit 18,4 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasst 390 Personen, von denen 330 männliche und 60 weibliche Führungskräfte sind. Der aktuelle Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt mithin aktuell 15,5 %.

Die Commerzbank hat sich bewusst für diese "konservativen" Quoten entschieden, um der gesetzlichen Regelung zu entsprechen und gleichzeitig die unternehmerische Freiheit zu wahren. Denn für die Bank ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern - unabhängig von gesetzlichen Regelungen. So hat sich die Zahl der Frauen in Führungspositionen auf der ersten Ebene im Geschäftsjahr 2015 von 8,6 auf 18,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöht, auf der zweiten Führungsebene ist diese Zahl von 14,6 auf 15,5 % gestiegen.

Zielquote auf Vorstandsebene

Im Hinblick auf die festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank AG hat sich der Aufsichtsrat das Ziel gesetzt, Frauen in den Vorstand zu berufen. Deshalb wird er die Maßnahmen des Vorstands zur Erhöhung des Anteils von Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene und damit auch den systematischen Aufbau geeigneter Kandidatinnen für die Berufung in den Vorstand begleiten. Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat die Zielquote für den Anteil der Frauen im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf "0" festgelegt. Unter Würdigung der bestehenden Verhältnisse war es dem Aufsichtsrat nicht möglich, für diesen Zeitraum verbindlich eine höhere Zielquote festzulegen. Diese Entscheidung ist ebenfalls von der Überzeugung geleitet, dass eine Position alleine nach Qualifizierung und Kompetenz besetzt werden soll - unabhängig vom Geschlecht.

Ungeachtet der gesetzlichen Regelungen ist das Thema "Frauenförderung" für die Commerzbank seit vielen Jahren sehr wichtig. Der Vorstand initiierte im Jahr 2010 das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Auf dieser Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen informiert. Das obere Management in allen Banksegmenten verantwortet die nachhaltige Umsetzung der Ziele.# Durch das Projekt "Frauen in Führungspositionen" konnte der Frauenanteil über alle Führungspositionen im Konzern auf über 28,5 % gesteigert werden. Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung, das Programm "Keep in Touch" als Maßnahme zur Kontaktpflege für die Dauer der Elternzeit und das Comeback-Plus-Programm zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zur Kinderbetreuung, Vermittlung von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005 ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Mitarbeiterkinder geöffnet. "Kids & Co." verfügt über Krippen-(Betreuung für Kinder von 9 Wochen bis 3 Jahre in derzeit 6 Einrichtungen in Frankfurt) und Kindergarteneinrichtungen (Betreuung für Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt in derzeit 2 Einrichtungen) sowie seit dem Jahr 2011 auch über einen Schülerhort. Ferner können Mitarbeiter seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippen- und Kindergartenbereich bundesweit an insgesamt 23 Standorten nutzen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen finanziellen Engagement und bietet aktuell insgesamt circa 320 Kinderbetreuungsplätze an. Zudem können die Mitarbeiter bundesweit eine spontane Kinderbetreuung und Ferienbetreuung an derzeit 21 Standorten nutzen.

Bilanzierung

Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS); der Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Zum Jahresabschluss gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 107 bis 146 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation

Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrages der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Bei der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge. Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - vier Mal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung. Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.

Vorstand

Neues Vorstandsvergütungssystem ab dem 1. Januar 2015

Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 ein neues Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems ab 2015 war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der CRD IV, des KWG sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das bestehende System vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat rückwirkend zum 1. Januar 2015 mit allen Vorstandsmitgliedern entsprechend geänderte Anstellungsverträge vereinbart. Für Komponenten des vorherigen Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen des vorherigen Vergütungssystems. Es ist im Vergütungsbericht 2014 dargestellt. Der seit 2014 bestehende Vergütungskontrollausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Ausgestaltung des neuen Vergütungssystems unterstützt. Dieser bereitet unter anderem Entscheidungen des Aufsichtsrats über die angemessene Ausgestaltung des Vergütungssystems für den Vorstand vor. Er berücksichtigt dabei die Auswirkungen dieser Beschlüsse auf die Risiken und das Risikomanagement der Bank und trägt insbesondere auch den Interessen der Anteilseigner und Anleger Rechnung. Gemäß den Empfehlungen des DCGK hat sich der Aufsichtsrat mit der Angemessenheit der Vergütung sowohl im horizontalen Vergleich gegenüber Wettbewerbern als auch im vertikalen Vergleich im Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises sowie zu den Einkommen der Mitarbeiter im Inland auseinandergesetzt.

Grundzüge des Vergütungssystems

Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Das Jahresgrundgehalt der ordentlichen Vorstandsmitglieder beträgt gegenüber dem bisherigen Vergütungssystem unverändert 750 Tsd. Euro und der Zielbetrag für die variable Vergütung ebenfalls unverändert 1.000.000 Euro pro Geschäftsjahr. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung werden regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze für die variable Vergütung im Verhältnis zur fixen Vergütung von 140 % der fixen Vergütung gebilligt.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten jeweils zum Monatsbeginn ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)

Das Vergütungssystem sieht eine einheitliche variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres gesetzter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütungskomponente kombiniert die EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns und die Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, mit der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen, der Gesamtzielerreichungsgrad ist jedoch auf 150 % des Zielbetrages der variablen Vergütung begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung.# Vergütung des Vorstands

› Zielbetrag Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 000 000 Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder bei einer Zielerreichung von 100 %. Soweit es wegen einer Veränderung der jeweils niedrigsten Sachbezüge und des niedrigsten Dienstzeitaufwands für die betriebliche Altersversorgung nach HGB aller Vorstandsmitglieder zur Einhaltung des zulässigen Verhältnisses zwischen fixer¹ und variabler Vergütung von 1 zu 1,4 erforderlich ist, kann der Aufsichtsrat den Zielbetrag reduzieren, um das zulässige Verhältnis unter Berücksichtigung der maximalen Zielerreichung einzuhalten.

› Zielfestlegung Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:

¹ Die fixe Vergütung für die Ermittlung des zulässigen Verhältnisses umfasst neben dem Jahresgrundgehalt die Sachbezüge und den Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung nach HGB, wobei die niedrigste Summe aus Sachbezügen und Dienstzeitaufwand aller Vorstandsmitglieder zugrunde gelegt ist.

― Unternehmensbezogene Ziele Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und die Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist.

― Individuelle Ziele Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuell spezifische quantitative und/oder qualitative Ziele.

› Zielerreichung Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum, wobei die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet werden. Als Übergangsregelung wird für das Geschäftsjahr 2015 ausschließlich auf dieses Geschäftsjahr abgestellt, für das Geschäftsjahr 2016 wird dieses Geschäftsjahr mit 2/3 und das Vorjahr mit 1/3 gewichtet. Diese Übergangsregelung wird entsprechend auf Vorstandsmitglieder angewendet, die neu als Vorstand bestellt werden.

Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen.

Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt. Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des KWG dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr oder danach bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat.

› Short Term Incentive (STI) Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive (STI) ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrages der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag zum nächsten Gehaltszahlungstermin nach der Mitteilung der Zielerreichung gegenüber dem Vorstandsmitglied ausgezahlt, die andere Hälfte nach einer Wartezeit von 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird.

› Long Term Incentive (LTI) Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive (LTI) ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt, sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund von Umständen signifikant verschlechtert hat, die in dem Geschäftsjahr begründet sind, für das die variable Vergütung gewährt wird, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartefrist eine Zahlung nicht zulassen würde.

Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird nach der Mitteilung über das Ergebnis der nachträglichen Leistungsbewertung zur Hälfte in bar und zur Hälfte nach einer Wartefrist von zusätzlichen 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar ausgezahlt. Auch hier wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache des Jahresgrundgehaltes eines ordentlichen Vorstandsmitglieds, das heißt 1 312 500 Euro. Der Zielbetrag für die variable Vergütung liegt bei 1 628 640 Euro und damit beim 1,63-Fachen des Zielbetrages eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.

Altersversorgung

› Regelung für im Jahr 2011 amtierende Vorstandsmitglieder Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits amtierende Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar.

Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:

― als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder
― als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
― als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.

Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds. Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Die Witwenpension beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

› Regelungen für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder Die Altersversorgung für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet.# Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied ― mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres (Alterskapital) oder ― mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres (vorzeitiges Alterskapital) aus der Bank ausscheidet oder ― vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines dieser Versorgungsfälle aus der Bank aus, so bleibt ihm seine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung eingetretenen Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben. Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds bestimmter Anteil des Jahresbeitrags von mindestens 93,7 % wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist. Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen. Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.

Tabelle 2

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Tsd. € Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand zum jeweiligen 31.12. Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften1 Dienstzeitaufwendungen2
Stand zum jeweiligen 31.12.
2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Martin Blessing 324 297 6 394 7 555 434 - 596
Frank Annuscheit 180 157 3 629 3 782 199 386
Markus Beumer 169 147 3 299 3 498 146 353
Stephan Engels 753 603 1 207 891 317 316
Michael Reuther 214 190 4 646 4 820 200 438
Dr. Stefan Schmittmann 233 202 5 087 5 041 620 612
Martin Zielke 153 126 3 110 2 861 588 456
Gesamt 27 372 28 448 1 474 2 995

1 Der teilweise Rückgang der Barwerte wurde im Wesentlichen durch die Änderung der Pensionszusagen und den gestiegenen Diskontierungszinssatz verursacht, der für die Berechnung nach IFRS maßgeblich ist.
2 Die Dienstzeitaufwendungen 2015 sind insbesondere dadurch gemindert, dass bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist.
3 Kapitalleistung verrentet.

Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter oder Bezieher einer Rente die Hinterbliebene eine Witwenrente in Höhe von 60 % der aktuellen Rentenanwartschaft beziehungsweise der zuletzt gezahlten Rente.

Änderung der Pensionszusagen

Der Aufsichtsrat hat die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder geändert und mit allen Vorstandsmitgliedern ab Januar 2015 pensionsvertraglich vereinbart, dass Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nicht mehr automatisch zu erhöhten Pensionsansprüchen führen, sondern nur noch dann, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. In der Tabelle 2 haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2015 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2015 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2015 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt. Die in der Tabelle angegebenen Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften lagen 2015 zum Teil deutlich unter den Werten von 2014. Dies ist im Wesentlichen eine Folge der Änderung der Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder, durch die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist, und des gestiegenen Diskontierungszinssatzes, der für die Berechnung nach IFRS maßgeblich ist. Dieser orientiert sich an den Marktzinssätzen für festverzinsliche Industrieanleihen mit hoher Bonität. Die Marktzinssätze am 31. Dezember 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was aufgrund der langen Kapitalisierungszeiträume einen erheblichen vermindernden Einfluss auf die aufgeführten Barwerte hat. Die Änderung der Pensionszusagen hat auch die Dienstzeitaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 zum Teil erheblich reduziert. Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen. Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 27,4 Mio. Euro (Vorjahr: 28,4 Mio. Euro).

Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung

Für den Fall der wirksamen Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes: Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von 6 Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter gewährt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung. Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung. Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält. In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen1 gezahlt (Cap). Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet. Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfallen die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.

Sonstiges

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Zusammenfassung

Der Aufsichtsrat hat die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 wie folgt festgesetzt:

Tabelle 3

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Vorstandsmitglied Gesamtzielerreichungsbetrag in Tsd. €
Martin Blessing 1 482
Frank Annuscheit 720
Markus Beumer 670
Stephan Engels 720
Michael Reuther 770
Dr. Stefan Schmittmann 770
Martin Zielke 800

Von dem Gesamtzielerreichungsbetrag entfallen wie oben dargestellt 40 % auf den STI und 60 % auf den LTI, auf den ein Anspruch unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums entsteht.# Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Jahr 2014 gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) wird im Folgenden dargestellt:

Die aktienbasierten Bezüge, das heißt die Bezüge mit Ausgleich in virtuellen Aktien des STI und LTI2, sind nach DRS 17 ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit dem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung darzustellen.

  • Nach dem alten Vergütungssystem erfolgte die Gewährung mit der Mitteilung der Ziele. Die Tabelle stellt bezüglich dieser Komponenten für das Jahr 2014 dementsprechend theoretische Werte und somit keine Auszahlbeträge dar.
  • Nach dem neuen Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung des Anspruchs aus dem STI beziehungsweise aus dem LTI. Die Barkomponente des STI für das Jahr 2015 ist dementsprechend mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrages angegeben.

1 Das Cap berechnet sich aus dem 2-Fachen des Jahresgrundgehalts einschließlich Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung)) zuzüglich des Durchschnitts der mitgeteilten variablen Vergütung der grundsätzlich 3 vorausgegangenen Geschäftsjahre vor Beendigung der Organstellung.
2 Im Vorjahr waren in den aktienbasierten Bezügen darüber hinaus noch kursabhängige Bestandteile mit Barausgleich enthalten.

Tabelle 4: Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Vorjahr (2014 siehe Folgeseite)

Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten mit kurzfristiger Anreizwirkung Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung¹
Tsd. € Grundgehalt Sonstiges² STI in bar³ STI in virtuellen Aktien⁴ LTI 2012 in bar⁵ Anzahl virtueller Aktien in Stück
Martin Blessing 1 313 112 296 189 29 524
Frank Annuscheit 750 82 144 92 14 343
Markus Beumer 750 77 134 85 13 347
Stephan Engels 750 109 144 92 14 343
Michael Reuther 750 104 154 98 15 339
Dr. Stefan Schmittmann 750 91 154 98 15 339
Martin Zielke 750 102 160 102 15 937
Gesamt 5 813 677 1 186 756 118 172

¹ Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung des neuen Vergütungssystems werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums gewährt; für das Geschäftsjahr 2015 somit im Jahr 2021.
² Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr 2015 gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr hat insbesondere steuerliche Ursachen.
³ Auszahlbar im Jahr 2016 nach Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrages für 2015.
⁴ Auszahlbar ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar. Die dargestellten Beträge stellen die Werte zum Zeitpunkt der Festsetzung der variablen Vergütung im Februar 2016 dar. Der Auszahlbetrag ist abhängig von der zukünftigen Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Die Anzahl der virtuellen Aktien errechnet sich aus dem anteiligen Gesamtzielerreichungsbetrag und dem Durchschnittskurs der Commerzbank-Aktie in den Monaten November und Dezember 2015.
⁵ Die nach Ende des 4-Jahres-Zeitraums 2012 bis 2015 und Feststellung des Jahresabschlusses 2015 fälligen LTI-Bar-Komponenten 2012 haben einen Wert von 0 Euro: Alle Vorstandsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf die EVA-abhängigen STI- und LTI-Komponenten verzichtet. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro.
⁶ Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2015 darzustellenden Beträge enthalten nur die Komponenten, für die seitens der Vorstandsmitglieder bereits ein rechtsverbindlicher Anspruch entstanden ist. Die gemäß DRS 17 darzustellenden Gesamtbezüge enthalten daher nicht die LTI-Komponenten, da für diese vor der nachträglichen Leistungsbewertung und dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums ein solcher Anspruch nicht entsteht.

Tabelle 4 (Fortsetzung): Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Vorjahr

| | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten mit kurzfristiger Anreizwirkung (STI) | | | Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) Euro sowie für Markus Beumer und Stephan Engels jeweils 417 Tsd. Euro.

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,2 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 4930 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3 165 Tsd. Euro. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.

Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 5. Mai 2015, der durch entsprechende dem DCGK beigefügte Mustertabellen konkretisiert wird, sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen (Ziel- beziehungsweise Erwartungswerte), zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge für das Berichtsjahr) ausgewiesen werden. Dabei sollen sowohl gewährte Zuwendungen als auch Zufluss getrennt nach Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand (das heißt Dienstzeitaufwand nach IAS 19) angegeben werden.

Die Tabelle 5 folgt diesen Empfehlungen, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch zusammengefasst in nur einer Tabelle. Die Vergütungskomponenten für das Geschäftsjahr 2015 sind in der Gewährungstabelle kodexgemäß mit ihren Werten bei einer jeweiligen Zielerreichung von 100 % angegeben, während für das Vorjahr aufgrund des alten Vergütungssystems nur die Bar-Komponenten mit ihren Werten bei einer Zielerreichung von 100 % darzustellen sind. Die virtuellen Aktienkomponenten 2014 sind mit ihren ursprünglichen Erwartungswerten darzustellen, die unter einer Zielerreichung von 100 % liegen. Alle Werte liegen nicht unwesentlich über den hierfür derzeit erwarteten tatsächlichen Beträgen. Ein Anspruch auf die beiden LTI-Komponenten entsteht unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Deshalb sind diese Komponenten in der DRS-17-Tabelle nicht anzugeben. Nach dem DCGK sind diese Komponenten dennoch bereits als für das Geschäftsjahr 2015 gewährte Vergütung anzugeben.

Tabelle 5

Martin Blessing, Vorsitzender Central & Eastern Europe

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 1 313 1 313 1 313 1 313 1 313 1 313
Nebenleistungen 112 112 112 73 112 73
Summe 1 425 1 425 1 425 1 386 1 425 1 386
Einjährige variable Vergütung¹ 326 0 489 350 296 236
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 1 304 0 1 955 1 314 0 0
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 0
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015)³ - - - 0 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 285 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 326 0 489 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 525 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 504 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 489 0 733 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 489 0 733 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - - 164 -
Summe 3 055 1 425 3 869 2 886 1 721 1 622
Versorgungsaufwand⁷ - 596 - 596 - 596
Gesamtvergütung 2 459 829 3 273 3 320 1 125 2 056

Frank Annuscheit, Chief Operating Officer Human Resources

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 82 82 82 57 82 57
Summe 832 832 832 807 832 807
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 144 140
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 800 0 1 200 751 151 59
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 59
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - 151 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1 832 832 2 332 1 758 1 127 1 006
Versorgungsaufwand⁷ 199 199 199 386 199 386
Gesamtvergütung 2 031 1 031 2 531 2 144 1 326 1 392

Markus Beumer, Mittelstandsbank, Non-Core Assets (Deutsche Schiffsbank und Commercial Real Estate)

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 77 77 77 38 77 38
Summe 827 827 827 788 827 788
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 134 125
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 800 0 1 200 751 131 76
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 76
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - 131 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1 827 827 2 327 1 739 1 092 989
Versorgungsaufwand⁷ 146 146 146 353 146 353
Gesamtvergütung 1 973 973 2 473 2 092 1 238 1 342

Stephan Engels Chief Financial Officer

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 109 109 109 69 109 69
Summe 859 859 859 819 859 819
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 144 125
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 800 0 1 200 751 131 48
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 48
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - 131 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1 859 859 2 359 1 770 1 134 992
Versorgungsaufwand⁷ 317 317 317 316 317 316
Gesamtvergütung 2 176 1 176 2 676 2 086 1 451 1 308

Michael Reuther, Corporates & Markets, Non-Core Assets (Public Finance)

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 104 104 104 70 104 70
Summe 854 854 854 820 854 820
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 154 130
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 800 0 1 200 751 151 59
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 59
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - 151 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1 854 854 2 354 1 771 1 159 1 009
Versorgungsaufwand⁷ 200 200 200 438 200 438
Gesamtvergütung 2 054 1 054 2 554 2 209 1 359 1 447

Dr. Stefan Schmittmann Chief Risk Officer

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 91 91 91 49 91 49
Summe 841 841 841 799 841 799
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 154 135
Mehrjährige variable Vergütung¹,² 800 0 1 200 751 141 53
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 53
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - 141 - -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1 841 841 2 341 1 750 1 136 987
Versorgungsaufwand⁷ 620 620 620 612 620 612
Gesamtvergütung 2 461 1 461 2 961 2 362 1 756 1 599

Martin Zielke Privatkunden

Gewährte Zuwendungen Tsd. € Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014
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Gewährte Zuwendungen Zufluss Tsd. €
2015 Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014

Vergütung des Vorstands

Der Vorstand der Commerzbank AG ist im Geschäftsjahr 2015 nach dem System der erfolgsabhängigen Vergütung vergütet worden, das durch die Hauptversammlung am 22. Mai 2013 für die folgenden Geschäftsjahre genehmigt wurde. Das Grundgehalt wurde im Jahr 2015 auf insgesamt 2,44 Mio. Euro (Vorjahr: 2,23 Mio. Euro) angepasst, das entspricht einer Steigerung von 9,4 %. Die Festvergütung lag mit 852 Tsd. Euro auf dem Vorjahresniveau. Die variable Vergütung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.588 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.373 Tsd. Euro) und verteilte sich wie folgt:

Minimalwert Maximalwert 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 102 102 102 68 102 68
Summe 852 852 852 818 852 818
Einjährige variable Vergütung¹ 200 0 300 200 160 135
Mehrjährige variable Vergütung¹, ² 800 0 1.200 751 161 53
STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) - - - - - 53
STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) - - - - 161 -
STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) - - - 163 - -
STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)⁴ 200 0 300 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)⁵ - - - - 0 -
LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - - - -
LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) - - - - - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - 300 - -
LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) - - - 288 - -
LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) 300 0 450 - - -
LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) 300 0 450 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung⁶ - - - 0 - -
Summe 1.852 852 2.352 1.769 1.173 1.006
Versorgungsaufwand⁷ 588 588 588 456 588 456
Gesamtvergütung 2.440 1.440 2.940 2.225 1.761 1.462

¹ Die einjährige variable Vergütung umfasst den STI in bar, der jeweils im Folgejahr ausbezahlt wird. Alle übrigen variablen Vergütungskomponenten sind aufgrund ihrer nicht am jeweiligen Bilanzstichtag endenden Bewertungszeiträume unter der mehrjährigen variablen Vergütung erfasst.
² Die Laufzeiten des LTI 2015 in virtuellen Aktien und der LTI-Bar-Komponenten enden jeweils am 31. Dezember. Der tatsächliche Zufluss im Folgejahr ist nach dem DCGK dennoch bereits - wie bei der einjährigen variablen Vergütung - für das abgelaufene Geschäftsjahr anzugeben. Die übrigen Komponenten in virtuellen Aktien berücksichtigen hingegen die Kursentwicklung bis kurz vor dem Auszahlungszeitpunkt und sind daher erst als Zufluss im Jahr der Auszahlung anzugeben.
³ Der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung 2012 und 2013 verzichtet.
⁴ Für die beim STI 2015 in virtuellen Aktien angegebenen Maximalbeträge wurde ein zukünftig konstanter Aktienkurs unterstellt. Die angegebenen Maximalbeträge können theoretisch durch positive Aktienkursentwicklungen überschritten werden.
⁵ Die nach Feststellung des Jahresabschlusses 2015 fälligen LTI-Komponenten 2012 haben einen Wert von 0 Euro: Alle Vorstandsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf die EVA-abhängigen STI- und LTI-Komponenten verzichtet. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro.
⁶ Die Vorstandsmitglieder haben auf ihre variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 verzichtet, soweit diese Maximalbeträge von 1,5 Mio. Euro für den Vorstandsvorsitzenden und 1,0 Mio. Euro für die übrigen Vorstandsmitglieder übersteigen sollten. Da diese Beträge unterhalb der tatsächlich geleisteten fixen Vergütung lagen, ging der Teilverzicht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Daher wirkte sich der Teilverzicht beim Vorstandsvorsitzenden bereits auf die nach DCGK für 2014 gewährten Zuwendungen aus, nicht jedoch auf die Zuflüsse (tatsächliche Auszahlbeträge) für 2014.
⁷ Als Versorgungsaufwand ist der Dienstzeitaufwand nach IAS 19 anzugeben (siehe Abschnitt Altersversorgung).

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2015

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen und blieb seitdem unverändert. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:
* einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und
* einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zweimal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal 3 Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

Tabelle 6 Tsd. €
Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld Summe
Klaus-Peter Müller 2015 200,0 18,0 43,5 261,5
2014 200,0 - 31,5 231,5
Uwe Tschäge 2015 120,0 12,0 36,0 168,0
2014 117,7 - 22,5 140,2
Hans-Hermann Altenschmidt 2015 100,0 6,0 43,5 149,5
2014 80,0 - 30,0 110,0
Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30. April 2015) 2015 13,2 2,0 7,5 22,7
2014 40,0 - 10,5 50,5
Gunnar de Buhr 2015 60,0 6,0 24,0 90,0
2014 60,0 - 19,5 79,5
Stefan Burghardt 2015 40,0 6,0 15,0 61,0
2014 40,0 - 10,5 50,5
Sabine Ursula Dietrich (seit 30. April 2015) 2015 26,7 4,0 9,0 39,7
2014 - - - -
Karl-Heinz Flöther 2015 60,0 6,0 27,0 93,0
2014 73,5 - 25,5 99,0
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. 2015 - - - -
Hans-Peter Keitel (bis 8. Mai 2014) 2014 21,2 - 4,5 25,7
Dr. Markus Kerber 2015 100,0 6,0 34,5 140,5
2014 80,0 - 24,0 104,0
Alexandra Krieger 2015 40,0 6,0 15,0 61,0
2014 40,0 - 12,0 52,0
Oliver Leiberich 2015 40,0 6,0 16,5 62,5
2014 40,0 - 12,0 52,0
Dr. Stefan Lippe (seit 8. Mai 2014) 2015 60,0 6,0 21,0 87,0
2014 32,3 - 9,0 41,3
Beate Mensch 2015 40,0 6,0 15,0 61,0
2014 40,0 - 9,0 49,0
Anja Mikus (seit 30. April 2015) 2015 26,7 4,0 9,0 39,7
2014 - - - -
Dr. Roger Müller 2015 40,0 6,0 16,5 62,5
2014 40,0 - 12,0 52,0
Dr. Helmut Perlet 2015 100,0 6,0 31,5 137,5
2014 100,0 - 27,0 127,0
Barbara Priester 2015 40,0 6,0 13,5 59,5
2014 40,0 - 10,5 50,5
Mark Roach 2015 40,0 6,0 15,0 61,0
2014 40,0 - 12,0 52,0
Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30. April 2015) 2015 13,2 2,0 9,0 24,2
2014 53,5 - 15,0 68,5
Margit Schoffer 2015 60,0 6,0 27,0 93,0
2014 60,0 - 21,0 81,0
Nicholas Teller (seit 8. Mai 2014) 2015 60,0 6,0 24,0 90,0
2014 32,3 - 10,5 42,8
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 2015 60,0 6,0 25,5 91,5
2014 60,0 - 19,5 79,5
Solms U. Wittig (bis 8. Mai 2014) 2015 - - - -
2014 14,1 - 4,5 18,6
Gesamt 2015 1.339,8 138,0 478,5 1.956,3
2014 1.304,6 - 352,5 1.657,1

Die Commerzbank Aktiengesellschaft beabsichtigt, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Stückaktie zu zahlen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2015 damit eine Vergütung von netto insgesamt 1.956 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.657 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1.478 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.305 Tsd. Euro), wovon 138 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Euro) variable Vergütung sind. Auf das Sitzungsgeld entfallen 478 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2015 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2047 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 12,0%, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 2.961 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 563 Tsd. Euro. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat. Im Jahr 2015 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank keine Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet. Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2015 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Frankfurt am Main

Commerzbank Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs.# 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1252 357 634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1252 357 634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569 253 470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2015 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen. Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13 600 000 000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569 253 470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen. Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 74 und 75. Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen ermöglichen es der Bank, angemessen und zeitnah auf veränderte Kapitalbedürfnisse zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Weitere nach § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 107 bis 146 entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine angemessene Sicherheit bieten.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt. Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:

  • Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
  • Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
  • Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework). Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank".Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente: ― Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand ― Geschäftsordnungen ― Organigramme ― Geschäftsaufträge ― Kompetenzregelungen Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt. In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses. Bei der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse. Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Der Jahresabschluss 2015 erfolgt für die Commerzbank AG Inland mit der neuen Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung. Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck ist in GM-F als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Basis für CEI ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

  • Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
  • Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
  • Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.# Corporate Responsibility

Zukunftsorientierte Geschäftsentwicklung

Nicht erst seit dem Weltklimagipfel 2015 in Paris ist Klimaschutz für die Commerzbank ein wichtiger Aspekt ihrer unternehmerischen Verantwortung. Das zeigt sich zum einen im Kerngeschäft etwa bei der Finanzierung von regenerativer Energie oder dem Emissionsrechtehandel. Zum anderen aber auch in unserem Bemühen, den eigenen ökologischen Fußabdruck immer weiter zu reduzieren. Um diesem Engagement öffentlich Nachdruck zu verleihen, hat sich die Commerzbank 2015 verschiedenen Initiativen angeschlossen. Dazu zählt die "Carbon Pricing Leadership Coalition" der Weltbank. Die Teilnehmer machen sich für einen weltweiten Preis für CO2 -Emissionen stark, der den durch Treibhausgase entstandenen Schäden entspricht. Ein weiteres Beispiel ist die Initiative RE100, bei der sich Unternehmen aus aller Welt zur Umstellung auf erneuerbare Energien verpflichten. Aber nicht nur in Sachen Klima gilt: Die Commerzbank strebt eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung an, die Risiken für unser Geschäft vermeidet und zugleich die Chancen einer zukunftsorientierten Ausrichtung erschließt.

Integrität als Richtschnur täglichen Handelns

Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung ist ein gesetzeskonformes und ethisch einwandfreies Verhalten. Das war in der Vergangenheit nicht immer gegeben. Im März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen Behörden in den USA bezüglich gravierender Verstöße gegen US-Sanktionsbestimmungen und Geldwäschegesetze geschlossen. Diese Vergleiche hatten nicht nur Strafzahlungen in Höhe von rund 1,5 Mrd. US-Dollar (rund 1,2 Mrd. Euro) zum Inhalt. Sie sehen auch vor, dass die Commerzbank mit einem umfangreichen Programm (ARC - Achieving a Robust Compliance Framework) die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften durch ihre Mitarbeiter sicherstellt. Dafür verbessert die Commerzbank ihre Compliance-Funktion und stärkt das Compliance-Management in allen Geschäftseinheiten weltweit. Über das Programm ARC hinaus weisen die Vorstände regelmäßig darauf hin, dass die Bank ihre umfassenden Compliance-Pflichten ernst nimmt und dies auch von jedem einzelnen Mitarbeiter erwartet ("Tone from the top"). Im Herbst 2015 hat der Vorstand eine aktualisierte Fassung der verbindlichen Verhaltensgrundsätze, des sogenannten "Code of Conduct", vorgelegt. Sie geben einen Orientierungsrahmen für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit und machen deutlich, was die Commerzbank und ihr Vorstand von allen Mitarbeitern im Konzern erwarten: Nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch, sich innerhalb unseres Wertegerüsts - den ComWerten - zu bewegen. Dem Wert Integrität kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Nur mit integrem Verhalten schaffen wir die Grundlage für Vertrauen, das Kunden und Geschäftspartner in unsere Bank setzen. Dieses Vertrauen ist unser wichtigstes Kapital. Alle Mitarbeiter der Commerzbank übernehmen deswegen Verantwortung für ihr Handeln. Den Führungskräften kommt hierbei eine Vorbildrolle zu.

Eine weitere wichtige Konzerneinheit für die Definition der Leitplanken unserer Geschäftstätigkeit ist das Reputationsrisiko-Management. Im Geschäftsjahr 2015 bewertete die Abteilung gut 5 400 Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielten (2014: rund 5 000). Die Zahl der Votierungen erhöhte sich damit leicht. Ein Schwerpunkt der Abteilungsaktivitäten bestand in der Optimierung der Reputationsrisiko-Prozesse in den Segmenten Mittelstandsbank, Privatkunden sowie Corporates & Markets. Anfragen, die nicht mit unserem Verständnis unternehmerischer Verantwortung vereinbar waren, erhielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung. Dies betraf beispielsweise die Themenfelder Atomkraft, Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2015 überarbeitete die Abteilung darüber hinaus ihre Bewertungskriterien zum Umgang mit Kohlekraft und in Bezug auf Menschenrechte.

Werte vorleben

Leitlinien sind immer nur so gut wie ihre Umsetzung. Für eine wirksame Verankerung im Unternehmen hat sich das Management der Commerzbank 2015 auf neue Führungsgrundsätze verständigt. Diese geben Führungskräften konkrete Leitlinien für die tägliche Arbeit mit externen und internen Kunden ebenso wie mit den Mitarbeitern, für die sie Verantwortung tragen. Die Bedeutung der Mitarbeiter für die Entwicklung der Commerzbank zeigt sich auch im sogenannten Diversity-Management: Wir verstehen die Vielfalt unserer Mitarbeiter als wichtigen Erfolgsfaktor. Deshalb fördern wir ein offenes, faires und wertschätzendes Arbeitsumfeld und unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, individuelle Arbeits- und Lebensentwürfe in Einklang zu bringen. Die Fortschritte unseres Engagements werden regelmäßig durch externe Experten überprüft, zum Beispiel im Rahmen des Audits "Beruf und Familie". 2015 erhielt die Commerzbank bereits zum siebten Mal das Total E-Quality-Prädikat für Chancengleichheit am Arbeitsplatz. Ausführliche Informationen zur Personalarbeit der Commerzbank finden Sie auf den Seiten 95 ff. dieses Geschäftsberichts.

Nachhaltiges Angebot

Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet der Commerzbank zahlreiche Geschäftschancen: Der Einsatz regenerativer Energien, die Steigerung von Energieeffizienz und die Reduzierung von Treibhausgasen erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. So leistet die Commerzbank bereits seit Mitte der 1980er-Jahre einen beachtlichen Beitrag zur Finanzierung erneuerbarer Energien. Das Kreditportfolio des Competence Center Energy umfasste 2015 rund 5,1 Mrd. Euro (2014: 4,6 Mrd. Euro). Etwa 17 % der gesamten in Deutschland erzeugten Windleistung hat die Commerzbank finanziert. Die Energiewende birgt auch für unsere mittelständischen Kunden Herausforderungen, unter anderem in Form gestiegener Strompreise. Energieeffizienz-Management ist zu einer wichtigen unternehmerischen Aufgabe geworden. Die Mittelstandsbank der Commerzbank hat 2015 eine Kooperation mit drei TÜV-Gesellschaften geschlossen, um mit einer gemeinsamen technischen, strategischen und finanziellen Beratung die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen auf Unternehmensseite zu schaffen. Die Commerzbank liefert die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Finanzierungslösung unter Einbindung zinsgünstiger Förderkredite. Daneben wächst auf der Anlageseite das Interesse an nachhaltigen Angeboten. Mit dem 2015 aufgelegten Fonds "Commerzbank Globale Aktien - Katholische Werte" können Anleger an der Entwicklung eines internationalen Aktienportfolios partizipieren, dessen Anlagestrategie an Nachhaltigkeitskriterien der katholischen Kirche ausgerichtet ist. Grundlage bilden über 700 Aktien aus dem MSCI World Index, die im Catholic Value Custom Index abgebildet sind. Als eine der führenden Banken in der Abwicklung des Außenhandels beschäftigen die Commerzbank Fragen der Nachhaltigkeit auch in Bezug auf den globalen Handel. Die Finanzbranche kann bei der Transformation hin zu einem nachhaltiger ausgerichteten Handel eine führende Rolle übernehmen. Daher haben wir 2015 gemeinsam mit dem Analyse- und Beratungsunternehmen Oxford Analytica eine zweiteilige Studie zum nachhaltigen Handel erarbeitet. Sie dient als Anregung zu einem intensiven Austausch zwischen Politik, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Verbrauchern. Einen ganz anderen, nicht minder wichtigen Aspekt von Nachhaltigkeit stellt die Kundenorientierung dar. Grundlage für eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung bildet der direkte Dialog. Dafür gibt es im Privatkundensegment den Commerzbank-Kundenbeirat, der 2015 neu besetzt wurde. 25 ehrenamtliche Beiräte begleiten die Entwicklung der Bank für 3 Jahre, geben Anregungen zu Beratung, Produkten und Services, nehmen an Workshops, Befragungen und Pilotierungen teil und diskutieren mit Management und Fachexperten.

Aktiver Klimaschutz

Ein weiterer Baustein unserer Nachhaltigkeitsleistung ist der betriebliche Umweltschutz. Das Klimaziel der Commerzbank, das eine Verringerung der CO2 -Emissionen um 70 % bis 2020 gegenüber 2007 vorsieht, ist mit einer Reduktion von 67,1 % Ende 2014 bereits größtenteils erreicht. Seit 2015 wird der verbleibende Treibhausgasausstoß durch Kauf und Stilllegung hochwertiger CO2 -Zertifikate kompensiert. Die Commerzbank arbeitet damit klimaneutral. Dieses Engagement wurde im Rahmen der DQS-Nachhaltigkeitskonferenz ausgezeichnet: Die Commerzbank erhielt den "German Award for Excellence 2015" in der Kategorie Carbon Footprint. Außerdem erreichte die Bank im "CDP Climate Disclosure Ranking 2015" mit 100 von 100 möglichen Punkten den Status "Sector Leader Financials" für die Klimawandelberichterstattung in der DACH-Region. Ziel unserer konzernweiten Klimastrategie bleibt es, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren. Dafür haben wir 2015 verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Eine davon ist die neue Bankwagenrichtlinie, die stärkere Anreize für CO2 -arme Fahrzeuge im Firmenleasing setzt. Je nach CO2 -Ausstoß wird die Leasingrate bis zu 125 Euro pro Monat günstiger oder bis zu 175 Euro teurer. Außerdem können Mitarbeiter nun auch Elektrofahrzeuge leasen und als Poolwagen für Dienstfahrten an ausgewählten Standorten nutzen. Mit dem 2015 überarbeiteten Standard für eine nachhaltige Beschaffung nehmen wir darüber hinaus stärkeren Einfluss auf unsere Lieferanten.# Einsatz für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Die Commerzbank versteht sich als Teil der Gesellschaft und sieht es als ihre Aufgabe, positiven Einfluss auf ihr Umfeld zu nehmen. Durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte, die Unterstützung von freiwilligem Mitarbeiterengagement und die Tätigkeit von 9 Stiftungen bringen wir uns für das Gemeinwohl ein. So beispielsweise mit dem Commerzbank-Umweltpraktikum, einem gemeinsamen Projekt mit 25 deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten. Seit 1990 haben mehr als 1400 Studierende ein mehrmonatiges Praxissemester in den Schutzgebieten absolviert. Das Praktikum kombiniert den Einsatz für Naturschutz und Umwelt mit Bildungsangeboten an Studierende aller Fachrichtungen. Ziel ist es, junge Menschen für nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und ihnen berufliche Perspektiven im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen. Die Commerzbank organisiert und finanziert das Praktikum, die Schutzgebiete betreuen die Praktikanten fachlich. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum hat die deutsche UNESCO-Kommission im November 2015 das Commerzbank-Umweltpraktikum als offizielles Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und geht an besondere Projekte und Initiativen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

Vertiefende Informationen zum Nachhaltigkeitsmanagement der Commerzbank sind im Bericht zur unternehmerischen Verantwortung 2015 zusammengeführt. Er besteht aus zwei Teilen: Einem gedruckten Magazin mit anschaulichen Beispielen und einer im Internet verfügbaren detaillierten Bilanz entlang der Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI). Diese GRI-Bilanz entspricht auch den Anforderungen eines Fortschrittsberichts zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Alle Berichtsteile sowie fortlaufend aktuelle Informationen finden sich im Internetportal "Unsere Verantwortung": www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.

Konzernlagebericht

Im Konzernlagebericht erläutern wir ausführlich die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung des Commerzbank-Konzerns im laufenden Jahr 2016 sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen.

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2015 viel erreicht. Im dritten Jahr in Folge hat die Bank den Konzernüberschuss gesteigert. Mit einer Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von knapp 4 % liegen wir deutlich über den Vorjahren und setzen so unseren positiven Trend fort, und dies, obwohl das sehr niedrige bis negative Zinsniveau über die Einlagenmarge stark belastend auf den Zinsüberschuss gewirkt hat und regulatorische Auflagen zu zusätzlichen Aufwendungen geführt haben. Gleichzeitig haben wir 2015 die Risiken im Konzern substanziell reduziert. Die harte Kernkapitalquote nach den vollständigen Kriterien von Basel 3 verbesserte sich deutlich auf 12,0 %. All diese greifbaren und messbaren Erfolge zeigen und bestätigen uns darin, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind.

Grundlagen des Commerzbank-Konzerns

Struktur und Organisation

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 16 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit.

Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeiten in die vier operativen Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe, mit denen sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die vier operativen Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt, die Zuständigkeit für die Konzernbereiche innerhalb von NCA ist auf zwei Vorstände aufgeteilt. Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security, Group Delivery Center und Group Exzellenz & Support. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Hypothekenbank Frankfurt AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 37 Repräsentanzen in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.

Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Ziele und Strategie

Die Commerzbank verbindet modernes Banking mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz. Unser Anspruch ist es, unseren Privat- und Firmenkunden die Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anzubieten, die sie brauchen. Weltweit stehen wir als Partner der Wirtschaft unseren Kunden in allen Märkten zur Seite. Grundlage unseres Geschäfts ist stets der faire und kompetente Umgang mit Kunden, Investoren und Mitarbeitern. "Die Bank an Ihrer Seite" - an diesem Versprechen lässt sich die Commerzbank bei allem, was sie tut, messen.

Grundlage der strategischen Ausrichtung bildet nach wie vor die "Strategische Agenda 2016", die Richtung und Ziele des Commerzbank-Konzerns bestimmt. Im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung hat die Commerzbank vier Schwerpunkte definiert: fokussiertes Wachstum, die Anpassung der Kostenbasis, die Optimierung der Kapitalausstattung sowie den immer stärker in den Fokus rückenden Blick auf die Einhaltung von Gesetzen und unternehmensspezifischen Richtlinien.

Die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Unsere Kunden erwarten digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte - und dies unabhängig von Zeit und Ort. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und den bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Diese Investitionen, aber auch neue regulatorische Anforderungen verursachen zusätzliche Kosten. Durch Effizienzmaßnahmen wie Sachkostenreduzierung, Sourcing, Exzellenz oder aktives Immobilienmanagement wollen wir Kostensteigerungen aus Investitionen und Faktorpreissteigerungen ausgleichen. Die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen ist somit kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren weiter fordern wird. Dies mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter aber auch noch kundenorientierter zu machen.

Die harte Kernkapitalquote unter vollständiger Anwendung von Basel 3 haben wir 2015 um 270 Basispunkte auf 12 % gesteigert. Damit liegen wir im Wettbewerbsvergleich nun auf einem guten Niveau und fühlen uns im aktuellen aufsichtsrechtlichen Umfeld ausreichend komfortabel mit Kapital ausgestattet. Im Herbst 2015 hat der Vorstand eine aktualisierte Fassung der verbindlichen Verhaltensgrundsätze, des sogenannten "Code of Conduct" vorgelegt. Sie geben einen Orientierungsrahmen für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit und machen deutlich, was die Commerzbank und ihr Vorstand von allen Mitarbeitern im Konzern erwarten: Nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch, sich innerhalb unseres Wertegerüsts - den ComWerten - zu bewegen. Dem Wert Integrität kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Nur mit integrem Verhalten schaffen wir die Grundlage für Vertrauen, das Kunden und Geschäftspartner in unsere Bank setzen. Dieses Vertrauen ist unser wichtigstes Kapital.

Ziel der "Strategie 2016" war aber auch die Steigerung der Erträge. Die Rahmenbedingungen hierfür haben sich jedoch merklich verändert: die niedrigen, teilweise negativen Zinsen, wirken über die Einlagen stark belastend auf die Ertragslage aller Banken. Mit einem deutlichen Einlagenüberhang ist die Commerzbank ebenfalls betroffen. Das heißt, allein um die Erträge stabil zu halten, bedarf es der Realisierung von Wachstumspotenzialen oder anderer mitigierender Maßnahmen. Wir werden dementsprechend unsere Strategie konsequent weiter fortsetzen und wollen unseren Marktanteil in den Kernbanksegmenten weiter steigern. Entscheidende Grundlage für die Erreichung der strategischen Ziele sind die Initiativen in den einzelnen Segmenten: Unsere Strategie im Privatkundengeschäft ist klar definiert: Von der Filialbank zur Multikanalbank.# Lag unser Fokus in den Vorjahren darauf, verloren gegangenes Vertrauen unserer Kunden zurückzugewinnen und das Privatkundensegment zu modernisieren, wollen wir in den nächsten Jahren am Markt mit neuen Kunden wachsen. Und wir wollen erste Wahl bei allen Bankgeschäften für unsere Bestandskunden sein und unser Angebot klar an den Wünschen der Kunden ausrichten. Der Online- und Mobilebanking-Trend hält unverändert an und verändert das Kundenverhalten. Wir haben uns deshalb das Ziel gesetzt, unser digitales Banking als eine gleichberechtigte und mit den Filialen vernetzte Säule auszubauen. Mit einem modernen und auf Kundenbedürfnisse ausgerichteten digitalen Banking werden wir gemeinsam mit der Filialstrategie zur Multikanalbank. In der Mittelstandsbank wollen wir unser erfolgreiches Geschäftsmodell fortführen und die führende Bank für den Mittelstand im Herzen Europas werden. Die hohe Zufriedenheit unserer Kunden ist ein integraler Bestandteil unserer Strategie. Als national und international strategischer Partner des Mittelstands stehen wir dabei für Geschäftspartnerschaft, Kundenverständnis, Verlässlichkeit sowie Markt- und Branchenkompetenz. Um unsere langfristigen Ziele zu erreichen, werden wir die Qualität unserer Beratung, Lösungen und Services weiterentwickeln, zum Beispiel indem wir unsere Produkt- und Beratungskompetenzen entlang der Wertschöpfungskette unserer Kunden ausbauen. Darüber hinaus bauen wir unsere internationale Präsenz aus und erschließen neue Märkte, prüfen aber auch gleichzeitig kontinuierlich Möglichkeiten zur strategischen Fokussierung. Aber auch unser digitales Angebot für Firmenkunden werden wir ausbauen. Wir modernisieren unsere IT-Plattformen für das Cash-Management- und Außenhandelsgeschäft und entwickeln unser aktuelles Betreuungsangebot zu einem integrierten Multikanalangebot mit dem Betreuer im Mittelpunkt weiter. Im Segment Central & Eastern Europe besitzt die Commerzbank mit der mBank eine der modernsten Banken im Bereich des Direct Bankings. Die mBank wird ihre Strategie, die sich sowohl auf die Verbesserung des Ergebnispotenzials und der Rentabilität als auch auf die Ausweitung von strategischen Wettbewerbsvorteilen konzentriert, fortsetzen. Darüber hinaus beabsichtigt die mBank, sich auch künftig auf das Wachstum in den Bereichen Mobile- und Transactionbanking zu fokussieren, wobei den zunehmend komplexeren Anforderungen der Privatkunden Rechnung getragen werden soll. Das Projekt "One Network", das auf die Neuorganisation des Geschäftsstellennetzes ausgerichtet ist, wird mit der Eröffnung neuer Beratungszentren und "Light-Filialen" konsequent umgesetzt. Im Bereich Corporate Banking wird die mBank ihre Anstrengungen zur Stärkung ihrer Position bei Unternehmen, die ein hohes Cross-Selling-Potenzial aufweisen, ebenfalls fortsetzen. Gleichzeitig wird die Bank auch ihre Position im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen ausbauen. Das Segment Corporates & Markets plant seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter zu festigen. Die Implementierung des bereits 2015 eingeführten neuen Kompetenzzentren-Modells, das Produkt- und Marktkompetenzen des Segments an den verschiedenen Standorten bündelt, soll im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Darüber hinaus sollen durch organisatorische Anpassungen die traditionellen Stärken der Commerzbank in der Kapitalmarktfinanzierung ausgebaut und deutsche Großkunden sowie europäische multinationale Unternehmen umfassender in einem branchenspezifischen Ansatz betreut werden. Mit der Implementierung der im Berichtsjahr gestarteten und auf fünf Jahre ausgelegten Initiative zur Überprüfung der IT-Plattformen, Betriebsprozesse und Organisation sowie deren Optimierung entsprechend der Leistungsfähigkeit der Produkt- beziehungsweise Geschäftsbereiche wird 2016 begonnen. Dabei soll die Flexibilität und Effizienz der genutzten Systeme und Prozesse erhöht werden, um so die Marktposition und das Kundenansehen weiter zu festigen. Der geplante Abbau der im Segment Non-Core Assets (NCA) gebündelten Konzernbereiche Public Finance, Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank konnten im Berichtsjahr durch Verkäufe von Portfolios im Bereich der gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungen weiter vorangetrieben werden. Unser Ziel, Ende 2016 die gewerbliche Immobilien- und die Schiffsfinanzierung zusammen auf unter 20 Mrd. Euro zu reduzieren, haben wir damit bereits per Jahresende 2015 erreicht. Im Laufe des ersten Quartals 2016 beabsichtigt die Commerzbank, einen großen Teil der verbliebenen Vermögenswerte in die Segmente Privatkunden und Mittelstandsbank sowie in die Group Treasury, als Teil des Bereichs Sonstige und Konsolidierung, zu übertragen. Kriterien für den Übertrag der Aktiva sind gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie positive Beiträge für das Liquiditätsportfolio der Bank. Im neuen Segment "Asset & Capital Recovery Unit (ACR)" sollen im Wesentlichen komplexe Teilportfolios mit langen Laufzeiten in der Größenordnung von weniger als 20 Mrd. Euro (EaD inkl. NPL) zurückbleiben. Informationen zu den in den Segmenten im laufenden Jahr umgesetzten Maßnahmen finden sich im Kapitel "Entwicklung der Segmente" auf Seite 71 ff.

Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Die Ausgestaltung dieses Konzepts beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen mit dem Ziel an, langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie werden dort durch den Vorstand Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Segmenten unter Einbeziehung der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses operationalisieren die Segmente die Planvorgaben. Die Einhaltung der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Abweichungen werden durch ein monatliches Managementreporting frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Bank berücksichtigt in ihrer Unternehmenssteuerung die beiden Säulen der Kapitalanforderung. Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, werden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Segmente alloziert. Das regulatorische Kapital mit seinen Vorgaben zur Risikounterlegung gemäß "Capital Requirements Regulation" ist Grundlage der Ermittlung des gebundenen Eigenkapitals der Segmente. Neben der Einhaltung der aktuell geltenden regulatorischen Kapitalvorgaben (Phase-in-Sicht) liegt der Fokus des Kapitalmarktes bereits auf der vollumfänglichen Anwendung der CRR ab 2018. Die Common-Equity-Tier-1-Ratio (fully phased-in) ist für die Bank deshalb eine wesentliche Kennzahl in der Kapitalsteuerung.

Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolges dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten sowie die Kennzahlen Aufwandsquote, Eigenkapitalrendite und daraus abgeleitet der Economic Value Added.

Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis von Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert.

Die Eigenkapitalrendite der Segmente errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich regulatorisch gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat.

Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird - wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich - aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet.

Für die Messung der Konzernperformance wird die Kennzahl Economic Value Added verwendet. Sie ist definiert als Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite des Konzerns und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem Konzernkapital. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht dem Verhältnis des Konzernüberschusses nach Steuern und Minderheiten zum durchschnittlichen Konzernkapital. Der Kapitalkostensatz spiegelt die Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals wider und wird jährlich einem Review unterzogen. Die Ermittlung des Kapitalkostensatzes basiert auf dem kapitalmarktorientierten Capital Asset Pricing Model (CAPM). Aktuell kalkuliert die Commerzbank mit einem Kapitalkostensatz in Höhe von 8 % nach Steuern.

Die oben genannten Controllinggrößen sind als Konzernkennzahlen eingebettet in ein System weiterer segmentspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftsstrategie der einzelnen Segmente unterschiedlich sind.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder Bericht

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.# Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse

Im Geschäftsjahr 2015 ist die Commerzbank bei der Umsetzung ihrer strategischen Agenda weiter vorangekommen und konnte sowohl Risiken als auch die Komplexität weiter verringern. Ebenfalls auf der Agenda stand im Berichtsjahr die Stärkung der Kapitalbasis, die mit der im Frühjahr erfolgten Kapitalerhöhung erfolgreich umgesetzt werden konnte. Mitte März 2015 hat sich die Commerzbank im Zusammenhang mit US-Sanktions- und Geldwäscheverstößen nach langen Verhandlungen mit den ermittelnden US-Behörden geeinigt und damit einen langwierigen und komplizierten Prozess abgeschlossen. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch des Aufsichtsrats der Commerzbank.

Commerzbank erzielt Einigung mit US-Behörden hinsichtlich Sanktions- und Geldwäscheverstößen

Mitte März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstöße gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Die Commerzbank hat über mehrere Jahre mit US-Behörden und Behörden in New York kooperiert und ihnen ausführliche Dokumentationen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Die Bank hat in den vergangenen Jahren ihre Compliance-Funktion verbessert und Maßnahmen umgesetzt, um die Mängel zu beheben, die den Maßnahmen der US-Behörden zugrunde liegen. Seit 2013 hat die Bank auch Veränderungen bei ihrem Compliance-Führungspersonal vorgenommen und plant, die Zahl der in den USA tätigen Compliance-Mitarbeiter bis 2016 mehr als zu verdoppeln. In der Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse der Bank, übernommen. Mit einem umfangreichen Programm (ARC - Achieving a Robust Compliance Framework) stellt die Commerzbank die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften durch ihre Mitarbeiter sicher. Dafür verbessert die Commerzbank ihre Compliance-Funktion und stärkt das Compliance-Management in allen Geschäftseinheiten weltweit. Über das Programm ARC hinaus weisen die Vorstände regelmäßig darauf hin, dass die Bank ihre umfassenden Compliance-Pflichten ernst nimmt und dies auch von jedem einzelnen Mitarbeiter erwartet. Vom New York State Department of Financial Services wurde ein unabhängiger Monitor eingesetzt, der das Compliance-Programm der Bank zur Verhinderung von Geldwäsche und Sanktionsverstößen sowie die Umsetzung der Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen beaufsichtigt.

Commerzbank erhöht Grundkapital um knapp 114 Millionen Aktien

Ende April 2015 hat der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital zu erhöhen. Dafür wurden 113 850 693 neue Aktien im Wege eines sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis betrug 12,10 Euro pro Aktie. Der Bruttoemissionserlös belief sich insgesamt auf rund 1,4 Mrd. Euro. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalmaßnahme haben wir schneller als geplant das vom Kapitalmarkt mittlerweile geforderte Niveau für die harte Kernkapitalquote erreicht.

Hauptversammlung wählt neue Aufsichtsratsmitglieder

Die Hauptversammlung am 30. April 2015 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Sabine U. Dietrich als Nachfolgerin für Petra Schadeberg-Hermann und Anja Mikus als Nachfolgerin für Dr. Nikolaus von Bomhard in den Aufsichtsrat gewählt. Sabine U. Dietrich ist Mitglied des Vorstands der BP Europe SE. Anja Mikus ist Chief Investment Officer bei Arabesque Asset Management. Die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat wurden nötig, da Petra Schadeberg-Hermann und Dr. Nikolaus von Bomhard ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung vom Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 niedergelegt haben. Solms U. Wittig wurde von der Hauptversammlung als Ersatzmitglied für die beiden neuen Aufsichtratsmitglieder gewählt.

Commerzbank veräußert zwei Portfolios gewerblicher Immobilienfinanzierungen

Die Commerzbank hat Anfang Juli 2015 mit Investoren Vereinbarungen über den Verkauf zweier gewerblicher Immobilienportfolios (CRE) getroffen. Ein europäisches Portfolio im Nominalvolumen von 2,2 Mrd. Euro ging an ein Konsortium von J. P. Morgan und Lone Star, ein deutsches Portfolio mit einem Nominalvolumen von rund 0,7 Mrd. Euro an den Investor Oaktree. Über die weiteren Einzelheiten der Verträge wurde Stillschweigen vereinbart. Das veräußerte deutsche Portfolio gewerblicher Immobilienfinanzierungen bestand vor allem aus notleidenden Krediten. Das europäische Portfolio erstreckte sich über die Länder Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und Zypern. Enthalten waren sowohl Problemkredite als auch nicht notleidende Kredite. Durch den Verkauf konnte die Komplexität im Bereich NCA-CRE deutlich verringert werden.

Commerzbank veräußert Schiffsrestrukturierungsplattform

Mitte Juli 2015 hat die Commerzbank das günstige Marktumfeld genutzt und eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Ende Mai 2013 gegründeten Schiffsrestrukturierungsplattform HSAM GmbH (Hanseatic Ship Asset Management GmbH) an eine Joint-Venture-Gesellschaft bestehend aus KKR Special Situations Group von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (USA) und Borealis Maritime Ltd. (UK) unterzeichnet. Der Verkaufserlös betrug rund 233 Mio. Euro. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Die HSAM GmbH war eine 100%ige Tochter der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH. Ziel der Gründung war die vereinzelte Übernahme von Schiffen mit Potenzial aus bestehenden, leistungsgestörten Kreditbeziehungen, die auf der Plattform betrieben wurden. Zuletzt befanden sich 18 Schiffe im Portfolio der HSAM GmbH, zusammengesetzt aus 13 Containerschiffen und 5 Bulkcarriern. Der Verkauf von HSAM GmbH verbessert das Risikoprofil im Segment Non-Core Assets (NCA) und realisiert den substanziellen Werterhalt, der nur dadurch möglich war, dass die Schiffe auf der eigens gegründeten HSAM-Plattform betrieben wurden.

Änderungen im Vorstand der Commerzbank

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat Anfang September dem Wunsch von Dr. Stefan Schmittmann entsprochen, seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag als Risikovorstand zum Ende des Jahres 2015 aufzulösen. In seiner Sitzung am 4. November 2015 hat der Aufsichtsrat Dr. Marcus Chromik mit Wirkung vom 1. Januar 2016 als Nachfolger von Dr. Stefan Schmittmann in den Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft berufen. Der 43-Jährige war zuvor seit 2012 Bereichsvorstand und Chief Credit Risk Officer Kernbank. Davor war er gut drei Jahre als Chief Market Risk Officer für das Segment Corporates & Markets tätig und verantwortete das Markt- und Liquiditätsrisikomanagement der Bank. Der promovierte Kernphysiker startete seine Karriere 2001 bei McKinsey. Im Jahr 2004 wechselte Dr. Marcus Chromik zur Postbank-Gruppe, wo er in verschiedenen Führungspositionen unter anderem die Bereiche Emissions- und Konsortialgeschäft sowie Liquiditätssteuerung und Credit Treasury verantwortete. Anfang November 2015 hat der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Aktiengesellschaft Martin Blessing dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass er seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag erfüllen, aber das Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. Über eine Nachfolge wird der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit informieren.

Commerzbank verkauft Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten

Die Commerzbank hat sich Mitte Dezember mit Julius Bär auf den Verkauf ihrer Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten geeinigt. Der Verkauf der Commerzbank International S. A. Luxemburg ("Cisal") schließt Kundenportfolios, den Übergang von Mitarbeitern sowie eine entsprechende IT-Plattform mit ein. Der Kaufpreis beträgt 68 Mio. Euro. Davon entfallen 25 Mio. Euro auf regulatorisches Kapital. Über die weiteren Einzelheiten der Transaktion wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft hat 2015 einen konjunkturellen Rückschlag erlitten. Maßgeblich hierfür war das schwächere Wachstum in den Schwellenländern. Dort haben sieben Jahre billigen Geldes zu makroökonomischen und finanziellen Exzessen geführt, deren Korrektur das Wachstum nun bremst. So hat sich die seit einigen Jahren zu beobachtende Wachstumsabschwächung in China erheblich verstärkt. Den Rohstoff produzierenden Ländern machten zusätzlich die einbrechenden Rohstoffpreise zu schaffen. Die Industrieländer konnten sich dagegen 2015 weiter aus der Krise herausarbeiten. In den USA hat die Wirtschaft das Expansionstempo von 2,4 % halten können, obwohl die Wirtschaft inzwischen nahezu vollbeschäftigt ist. Die Arbeitslosenquote ist Anfang 2016 auf 4,9 % gefallen und hat damit fast wieder das Niveau vor der tiefen Rezession 2007/09 erreicht. Der zunehmende Kampf um Arbeitskräfte hat bereits zu einer leichten Verstärkung des Lohnauftriebs geführt. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im Dezember 2015 beschlossen, die Nullzinspolitik zu beenden. Sie erhöhte erstmals seit Juni 2006 die Leitzinsen, und zwar um 25 Basispunkte. Im Euroraum hat die Wirtschaft 2015 die Erwartungen übertroffen. Sie wuchs um 1,5 % und damit deutlich stärker als 2014 (0,9 %). Sie profitierte vor allem von der kräftigen Abwertung des Euro im zweiten Halbjahr 2014 und Anfang 2015 sowie dem Einbruch der Rohölpreise. Zudem hat die Wirtschaft in den ehemaligen Krisenländern Spanien, Irland und Portugal in die Wachstumsspur zurückgefunden. Nach einem sehr guten Start ins Jahr hat die Eurowirtschaft jedoch im Jahresverlauf wieder an Schwung verloren.# Im dritten und vierten Quartal 2015 wuchs die Wirtschaft nur noch um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal, nach einem Plus von 0,5 % in den ersten drei Monaten 2015. Trotz der konjunkturellen Erholung hat sich die Lage am Arbeitsmarkt nur wenig entspannt. Die Arbeitslosenquote war Ende 2015 noch immer zweistellig. Dies dürfte auch der maßgebliche Grund für den anhaltend geringen unterliegenden Preisauftrieb im Euroraum sein. Angesichts der aus Notenbanksicht weiterhin viel zu niedrigen Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember die Geldpolitik weiter gelockert. So senkte sie den Einlagensatz von - 0,2 % auf - 0,3 %. Die deutsche Wirtschaft ist 2015 mit 1,7 % ähnlich stark gewachsen wie 2014. Der Wachstumsvorsprung gegenüber den übrigen Euroländern ist damit deutlich geschrumpft. Doch dies ist angesichts des knapper werdenden Arbeitskräfteangebots nicht weiter verwunderlich. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende mit 6,3 % auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gestützt wurde die Konjunktur zuletzt vor allem vom Konsum der privaten Haushalte und des Staates. Dagegen wurden die Investitionen zuletzt kaum noch erhöht und im dritten Quartal sind auch die Exporte gefallen. Die Finanzmärkte wurden auch 2015 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer. Gleichzeitig dauerte der weltweite Abwertungswettlauf an. Viele Notenbanken versuchten, durch eine Schwächung ihrer Währung die heimische Inflation anzuheizen.

Branchenumfeld

Die Zahl der Belastungsfaktoren für das Umfeld der Bankbranche war 2015 groß: Ursachen waren die Unsicherheit der Marktteilnehmer über den Zusammenhalt des Euroraums und der EU insgesamt, Zweifel an den Wachstumsperspektiven Chinas und anderer bedeutender Schwellenländer nach deutlichen Korrekturen am chinesischen Aktienmarkt und an den globalen Rohstoffmärkten, Unsicherheit über den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung in den USA, die Flüchtlingsbewegung und die daraus resultierende Polarisierung, der weltweit um sich greifende Terror sowie aufkommende Unsicherheiten auf den Märkten für Hochzinsanleihen (High Yield) in den USA. Während es im ersten Halbjahr Hinweise auf eine deutlich stärkere konjunkturelle Dynamik gab, zeigte sich ab etwa der Mitte des Jahres, dass der Aufschwung 2015 eher nur ein moderates Ausmaß aufweisen würde. Vermehrte Komplexität und Wachstumsunsicherheiten waren die Folge, was in höheren Volatilitäten an den Finanzmärkten Niederschlag fand. An den internationalen Aktienmärkten stabilisierten sich die Bewertungen dennoch angesichts kursstützender Erwartungen auf eine weiterhin expansive Geldversorgung in vielen Ländern. Hierzu beigetragen haben auch die in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Renditen langfristiger Staatsanleihen in den großen Währungsräumen. Die aus Bundeswertpapieren abgeleitete deutsche Zinsstrukturkurve hat sich seit dem Frühsommer tendenziell verflacht, ein die Möglichkeiten der Fristentransformation und das Zinsergebnis einschränkender Umfeldfaktor für Banken. Die Ertragslage der Kreditwirtschaft blieb insbesondere durch strukturelle Entwicklungen - auf den Gebieten Regulatorik und Wettbewerbsintensität - und durch das Zinsniveau belastet. Das Umfeld niedriger und zum Teil sogar negativer Zinsen und zunehmender Wiederanlageprobleme traf somit bei gleichzeitiger Antizipation neuer regulatorischer Vorgaben im Bereich von Kapital und Liquidität auf eine nur wenig verbesserte Grundertragskraft der Banken. Die bestenfalls normal ausgelasteten Kapazitäten im Unternehmenssektor führten nicht dazu, dass sich die Kreditbestände spürbar erholen konnten. Der Zinsüberschuss geriet mit zunehmender Dauer der Niedrigzinsphase und der abflachenden Zinsstrukturkurve weiter unter Druck. Dennoch ist das deutsche Bankensystem durch eine merkliche Erhöhung der Kapitalquoten und durch den Rückgang des Verschuldungsgrades im vergangenen Jahr nochmals widerstandsfähiger geworden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2015 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus sorgten die für Banken zunehmenden und in immer kürzeren Abständen umzusetzenden regulatorischen Auflagen für wachsende Herausforderungen und entsprechende Ergebnisbelastungen. Positiv auf die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2015 wirkte sich die nach wie vor niedrige Risikovorsorge für das Kreditgeschäft aus. Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für das Jahr 2015 auf 1 909 Mio. Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraums, das durch Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken belastet war, einen deutlichen Anstieg um 1,2 Mrd. Euro. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 1 062 Mio. Euro. Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2015 mit 532,6 Mrd. Euro um 4,6 % unter dem Jahresultimo 2014. Der Volumenabbau zeigt sich sowohl bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden als auch bei den Handelsaktiva und Finanzanlagen. Der Rückgang der Risikoaktiva auf 198,2 Mrd. Euro beruhte überwiegend auf Reduktionen bei Kredit- und Marktpreisrisiken insbesondere im Zusammenhang mit dem deutlichen Abbau des Kreditportfolios im Segment Non-Core Assets. Die Common-Equity-Tier-1-Quote unter vollständiger Anwendung von Basel 3 stieg per Ende Dezember 2015 auf 12,0 %. Im vierten Quartal des Berichtsjahres 2015 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion erfolgreich eingeführt, was zu rückwirkenden Ergebnisanpassungen geführt hat. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Ausführliche Erläuterungen zu den Anpassungen finden sich im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 161 ff.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtsjahr 2015 wie folgt entwickelt: Das Zins- und Handelsergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 5,5 % auf 6 278 Mio. Euro. Dabei nahm der Zinsüberschuss im Berichtszeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 422 Mio. Euro auf 5 779 Mio. Euro zu, während das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen um 97 Mio. Euro auf 499 Mio. Euro zurückging. Während das Kreditvolumen sowohl im Segment Privatkunden als auch im Segment Mittelstandsbank im Berichtszeitraum zugelegt hat und der Zinsergebnisbeitrag hieraus gestiegen ist, war der Zinsüberschuss aus dem Einlagengeschäft in beiden Segmenten weiterhin durch das Marktzinsniveau belastet. Im Zinsüberschuss des Segments Privatkunden ist eine Sonderdividende der Gesellschaft EURO Kartensysteme GmbH enthalten. Das Segment Central & Eastern Europe verzeichnete beim Zinsüberschuss einen Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Absenkung des Referenzzinssatzes im Oktober 2014 und im März 2015 um insgesamt 100 Basispunkte durch die polnische Nationalbank konnte durch ein Wachstum des Kredit- und Einlagevolumens sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden nicht vollständig kompensiert werden. Das Segment Corporates & Markets erzielte ein Zins- und Handelsergebnis auf Vorjahresniveau. Das Segment profitierte dabei von der Nachfrage nach Anlagelösungen im Aktienderivatebereich sowie dem Absicherungsbedarf bei Rohstoffen und Währungen, während der kundenbezogene Handel mit Anleihen und Zinsderivaten hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb. Der kräftige Anstieg des Zinsüberschusses im Segment Non-Core Assets ist einerseits auf im Vorjahr verbuchte Belastungen aus Portfolioverkäufen zurückzuführen. Andererseits konnten im laufenden Jahr die aus dem Portfolioabbau resultierenden abnehmenden Zinserträge durch substanzielle Zusatzerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln mehr als kompensiert werden. Im Berichtszeitraum waren im Zins- und Handelsergebnis insgesamt negative Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von - 11 Mio. Euro enthalten, nach 81 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Zinsüberschusses sowie des Handelsergebnisses finden sich im Anhang des Konzernabschlusses auf den Seiten 188 und 191.

Der Provisionsüberschuss stieg um 5,0 % auf 3 424 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Dies war im Wesentlichen auf die dynamische Entwicklung der Aktienmärkte - insbesondere im ersten Halbjahr 2015 - zurückzuführen, was sich im Segment Privatkunden in einem Anstieg der bestandsorientierten Provisionserträge zeigte. Der Provisionsüberschuss im Segment Mittelstandsbank zeigte eine stabile Entwicklung. Während insbesondere die Erträge aus dem Dokumenten- und Corporate-Finance-Geschäft hinter dem Vorjahreswert zurückblieben, waren erfreuliche Zuwächse aus Währungsabsicherungsgeschäften und im Zahlungsverkehr unserer Kunden zu verzeichnen. Das Segment Central & Eastern Europe konnte trotz der durch regulatorische Vorgaben reduzierten Gebühren im Kartengeschäft in Polen, den Provisionsüberschuss stabil halten. Demgegenüber war der Provisionsüberschuss im Segment Non-Core Assets im Zusammenhang mit der Einstellung des Neugeschäfts im Vorjahresvergleich rückläufig.

Ergebnisrechnung Mio.
2015
Zins- und Handelsergebnis 6.278
Zinsüberschuss 5.779
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 499
Provisionsüberschuss 3.424
Operatives Ergebnis 1.909
Konzernergebnis 1.062
€ 2015 2014¹ Veränderung
Zinsüberschuss 5 779 5 357 422
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 696 - 1 144 448
Provisionsüberschuss 3 424 3 260 164
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 499 596 - 97
Finanzanlagen-, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis 60 - 451 511
Verwaltungsaufwendungen 7 157 6 929 228
Operatives Ergebnis 1 909 689 1 220
Restrukturierungsaufwendungen 114 61 53
Ergebnis vor Steuern 1 795 628 1 167
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 618 256 362
Konzernergebnis 1 177 372 805
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 1 062 266 796

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich im Berichtszeitraum auf - 7 Mio. Euro, nach 82 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Rückgang um 89 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus Wertkorrekturen auf die HETA Asset Resolution AG. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum - 15 Mio. Euro, nach - 577 Mio. Euro im Vorjahr. Die Belastungen im Vorjahreszeitraum resultierten im Wesentlichen aus Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechts- und Prozessrisiken.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 39,2 % auf - 696 Mio. Euro. Der Rückgang beruhte auf einem geringeren Vorsorgeerfordernis in den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank und Central & Eastern Europe. Ebenfalls eine Risikovorsorgeentlastung zeigte sich im Segment Non-Core Assets. Während der Vorsorgebedarf für gewerbliche Immobilienfinanzierungen im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen ist, konnte die Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen nahezu halbiert werden. Das Segment Corporates & Markets wies für den Berichtszeitraum erneut eine Nettoauflösung.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 7 157 Mio. Euro um 3,3 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während der Personalaufwand mit 3 900 Mio. Euro nur leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag, stieg der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um 5,5 % auf 3 257 Mio. Euro. Der Anstieg um 171 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus gestiegenen regulatorischen Aufwendungen - insbesondere dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 119 Mio. Euro - sowie einer Zunahme der Beratungs- und Projektkosten.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis von 1 909 Mio. Euro, gegenüber 689 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 114 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese standen überwiegend im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen im Segment Corporates & Markets sowie mit der Optimierung interner Abläufe.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 1 795 Mio. Euro, nach 628 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 618 Mio. Euro an, nach 256 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg des Steueraufwands resultiert zum einen aus dem höheren Ergebnis vor Steuern. Andererseits hat sich die Neubewertung von latenten Steueransprüchen im Jahr 2015 infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen und einem Steueraufwand aus der Berücksichtigung der Mehrjahresplanung 2016 bis 2019 steuererhöhend ausgewirkt.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 1 177 Mio. Euro, gegenüber 372 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 115 Mio. Euro nahm das den Commerzbank-Aktionären zuzurechnende Konzernergebnis auf 1 062 Mio. Euro zu, nach 266 Mio. Euro im Vorjahr.

Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2015 ist vorgesehen, alle von der Commerzbank Aktiengesellschaft emittierten Genussscheine für das Geschäftsjahr 2015 zu bedienen; der Hauptversammlung werden wir die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro vorschlagen.

Die zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2015 auf 2 012 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von 835 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage (433 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (87 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (162 Mio. Euro), der aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (8 Mio. Euro), der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (212 Mio. Euro) sowie der Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen ( - 67 Mio. Euro) zusammen.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,58 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,88 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,61 Euro beziehungsweise 0,23 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2015 bei 532,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem angepassten Jahresultimo 2014 war dies ein Rückgang um 4,6 % beziehungsweise 25,7 Mrd. Euro. Der Volumenabbau zeigt sich sowohl bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden als auch bei den Handelsaktiva und Finanzanlagen.

Das Volumen der Barreserve ist zum Berichtsstichtag um 23,6 Mrd. Euro auf 28,5 Mrd. Euro kräftig gestiegen. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2014 stand insbesondere im Zusammenhang mit der Anlage freiwerdender Liquidität bei Zentralbanken aufgrund gesunkener Reverse-Repo-Konditionen.

Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 71,8 Mrd. Euro um 8,5 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Während im Bereich Täglich fällig ein Rückgang um 5,7 Mrd. Euro zu verzeichnen war, gingen die Anderen Forderungen um 2,8 Mrd. Euro zurück. Die Forderungen aus dem besicherten Geldmarktgeschäft ermäßigten sich dabei um 4,4 Mrd. Euro.

Die Forderungen an Kunden lagen mit 218,9 Mrd. Euro um 6,2 % unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Volumenrückgang resultierte insbesondere aus einem Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals um 8,0 Mrd. Euro - sowie aus Bestandsverringerungen im Hypothekenbankgeschäft aufgrund von Fälligkeiten und Portfolioverkäufen.

Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 230,4 Mrd. Euro und lag damit um 4,5 % niedriger als zum Jahresultimo 2014. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 22,6 Mrd. Euro um 2,6 Mrd. Euro zurückgingen, lag das Kundenkreditgeschäft mit 207,8 Mrd. leicht um 3,8 % unter dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Der Anstieg des Kreditvolumens in den Kernsegmenten wurde durch den Abbau des nicht strategischen Geschäfts im Segment NCA überkompensiert.

Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 114,7 Mrd. Euro, ein Rückgang um 12,0 % gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014. Während die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds - vor dem Hintergrund des positiven Marktumfeldes für Aktienprodukte und der damit einhergehend hohen Kundennachfrage in der ersten Jahreshälfte 2015 - um 1,5 Mrd. Euro angestiegen sind, sind die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus Zinsbezogenen derivativen Geschäften, im Vergleich zum Vorjahresultimo um 12,6 Mrd. Euro zurückgegangen.

Die Finanzanlagen lagen mit 81,9 Mrd. Euro um 9,3 % unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Während die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere um 8,3 Mrd. Euro auf 80,8 Mrd. Euro zurückgegangen sind, lagen die Bestände an Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Beteiligungen mit 1,0 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau.

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Aktiva

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 71 810 80 314 - 10,6
Forderungen an Kunden 218 875 233 377 - 6,2
Handelsaktiva 114 684 130 343 - 12,0
Finanzanlagen 81 939 90 358 - 9,3
Übrige Aktiva 45 333 23 925 89,5
Gesamt 532 641 558 317 - 4,6

Passiva

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 83 154 99 845 - 16,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 257 615 249 280 3,3
Verbriefte Verbindlichkeiten 40 605 48 811 - 16,8
Handelspassiva 86 443 97 163 - 11,0
Übrige Passiva 34 417 36 185 - 4,9
Eigenkapital 30 407 27 033 12,5
Gesamt 532 641 558 317 - 4,6

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere bei Repos sowie Cash Collaterals - deutlich um 16,7 Mrd. Euro auf 83,2 Mrd. Euro. Der Volumenrückgang insgesamt entfiel zu rund zwei Drittel auf Kreditinstitute im Inland.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % auf 257,6 Mrd. Euro. Während die Repos und Cash Collaterals um 11,7 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel sowie die Übrigen Verbindlichkeiten um insgesamt 20,1 Mrd. Euro an.

Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit einem Volumen von 40,6 Mrd. Euro um 8,2 Mrd. Euro unter dem Vorjahresultimo. Die begebenen Schuldverschreibungen fielen dabei um 10,0 Mrd. Euro auf 35,6 Mrd. Euro. Dies resultierte zum einen aus dem Rückgang von Hypothekenpfandbriefen und öffentlichen Pfandbriefen um zusammen 7,0 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund von Fälligkeiten bei der Hypothekenbank Frankfurt AG, zum anderen ging auch das Volumen der restlichen Schuldverschreibungen um 3,0 Mrd. Euro zurück.

Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Volumenrückgang um 10,7 Mrd. Euro auf 86,4 Mrd. Euro.# Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2015 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag mit 29,4 Mrd. Euro um 3,3 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014 aufgrund der im Frühjahr erfolgten Kapitalerhöhung um 1,3 Mrd. Euro erhöht. Zum Berichtsstichtag betrug sie 17,2 Mrd. Euro. Das Gezeichnete Kapital stieg leicht um 0,1 Mrd. Euro auf 1,3 Mrd. Euro. Die Gewinnrücklagen lagen mit 11,7 Mrd. Euro um 1,3 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014. Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage - 0,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2014 war dies eine Entlastung um 0,4 Mrd. Euro, was insbesondere auf die Marktwertverbesserungen italienischer Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war damit eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von - 0,8 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach - 1,4 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Die Risikoaktiva per 31. Dezember 2015 lagen bei 198,2 Mrd. Euro und damit deutlich unter Vorjahresniveau. Der Rückgang beruhte überwiegend auf Reduktionen bei Kredit- und Marktpreisrisiken (hier der CVA Risk Capital Charge). Der Rückgang der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Kreditrisiken resultierte im Wesentlichen aus dem deutlichen Abbau des Kreditportfolios im Segment Non-Core Assets, aus der Reduktion der Marktwerte/ Exposures bei Derivaten sowie aus dem Verzicht auf die Risikounterlegung der Pensionsaktiva im Zusammenhang mit der geänderten Auslegung der European Banking Authority (EBA Q&A 2014_1567). Die Effekte wurden teilweise durch Anstiege im Kreditrisiko aus Wechselkursveränderungen kompensiert.

Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital stieg insbesondere aufgrund der Ende April erfolgten Kapitalerhöhung gegenüber dem Jahresultimo 2014 um rund 2,2 Mrd. Euro auf 27,3 Mrd. Euro. In Verbindung mit den deutlich reduzierten Risikoaktiva ist dadurch die Kernkapitalquote auf 13,8 % gestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 27,3 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,5 %. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt, des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 12,0 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 5,1 % ("phase-in") beziehungsweise bei 4,5 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Die aufsichtsrechtlichen Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis und berücksichtigen eine entsprechende Dividendenabgrenzung.

Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns

Das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt. Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/ abflüsse, die Planung der kurzfristig erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie zum Management des Liquiditätsreserveportfolios.

Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernrisikobericht im Kapitel "Liquiditätsrisiken". Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen.

Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung und Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt anhand eines internen Modells, in dem die voraussichtlichen Zahlungsmittelzuflüsse den voraussichtlichen Zahlungsmittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Abbildung 3 Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt1 zum 31. Dezember 2015

1 Basierend auf Bilanzwerten.

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.

Im Berichtsjahr 2015 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 6,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Im besicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft 2015 drei Benchmarkanleihen begeben. Im Januar wurde ein Hypothekenpfandbrief als Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert. Ende März wurde diese Emission um weitere 500 Mio. Euro auf 1 Mrd. Euro aufgestockt. Im dritten Quartal folgten ein 5-jähriger und ein 10-jähriger Hypothekenpfandbrief mit jeweils einem Volumen von 500 Mio. Euro. Zusätzlich wurden Hypothekenpfandbriefe im Wert von 150 Mio. Euro als Privatplatzierungen emittiert. Die Hypothekenpfandbriefe sind mit privaten deutschen Baufinanzierungskrediten der Commerzbank besichert. Des Weiteren begab die polnische Tochtergesellschaft mBank Privatplatzierungen im Volumen von 360 Mio. Euro. Im unbesicherten Bereich wurden ebenfalls drei Benchmarkanleihen emittiert. Im März wurde eine 3-jährige Benchmarkanleihe mit einem Volumen von 750 Mio. Euro begeben, die im April um weitere 250 Mio. Euro aufgestockt wurde. Im September und Dezember folgten zwei weitere Benchmarkanleihen mit jeweils einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 7 beziehungsweise 3,25 Jahren. Weitere 2,2 Mrd. Euro wurden über Privatplatzierungen aufgenommen. Die Emissionen hatten eine durchschnittliche Laufzeit von rund sechs Jahren. Die Refinanzierungsspreads liegen weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Abbildung 4 Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2015

Volumen
6,7 Mrd. €

Die Bank weist zum Jahresultimo nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von 82,4 Mrd. Euro aus. Davon wurden 44,4 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, dessen Höhe zum Berichtsstichtag 9,7 Mrd. Euro betrug. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,55 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.

Resümee Geschäftslage 2015

Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2015 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus sorgten die für Banken zunehmenden und in immer kürzeren Abständen umzusetzenden regulatorischen Auflagen für wachsende Herausforderungen und entsprechende Ergebnisbelastungen.

In diesem herausfordernden Umfeld haben wir im vergangenen Jahr viel erreicht: das dritte Jahr in Folge ist es uns gelungen, den Konzernüberschuss zu steigern. Mit einer Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von knapp 4 % liegen wir deutlich über den Vorjahren und setzen so unseren positiven Trend fort. In der Kernbank haben wir unter der Annahme des durchschnittlichen Konzernsteuersatzes der letzten drei Jahre eine Eigenkapitalrentabilität von 8,3 % erreicht. Und dies obwohl das sehr niedrige bis negative Zinsniveau über die Einlagenmarge stark belastend auf den Zinsüberschuss gewirkt hat sowie Bankenabgabe und regulatorische Anforderungen zu zusätzlichen Aufwendungen geführt haben. Dies zeigt: Mit unserer strategischen Ausrichtung sind wir auf dem richtigen Weg, auch in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. Gleichzeitig haben wir 2015 die Risiken im Konzern substanziell reduziert. Das Volumen in der Schiffsfinanzierung konnten wir auf deutlich unter 10 Mrd.# Euro abbauen. Unser Ziel für Ende 2016 die gewerbliche Immobilien- und die Schiffsfinanzierung zusammen auf unter 20 Mrd. Euro zu reduzieren haben wir damit bereits per Jahresende 2015 erreicht. Insgesamt hat sich das operative Geschäft im Berichtsjahr 2015 gut entwickelt. In unseren kundenorientierten Segmenten sind wir weiter gewachsen, haben Marktanteile gewonnen, unsere Kundenbasis ausgeweitet und die Kundenzufriedenheit weiter verbessert. Unsere für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte Ergebnisentwicklung für die Kernsegmente lag weitgehend im Rahmen unserer Erwartungen oder wurde, wie im Segment Privatkunden, sogar noch deutlich übertroffen. Das Geschäftsjahr 2015 war für das Segment Privatkunden ausgesprochen erfolgreich: Die Anpassungen des Betreuungsmodells durch neue Service- und Beratungsangebote wurden erfolgreich angenommen, die Kundenzufriedenheit erreichte erneut Rekordwerte und auch der Wachstumskurs bei Kunden, Konten und Assets konnte fortgesetzt werden. Diese Entwicklung zeigte sich sowohl in dem deutlichen und besser als erwarteten Anstieg des Operativen Ergebnisses und einer merklich verbesserten Operativen Eigenkapitalrendite als auch in einer spürbar geringeren Aufwandsquote. In der Mittelstandsbank konnte durch die starke Marktstellung der Zinsergebnisbeitrag aus dem Kreditgeschäft weiter gesteigert werden. Diese erfreuliche Entwicklung wurde jedoch durch die mit dem ungünstigen Marktzinsniveau zusammenhängenden Belastungen aus der Einlagenseite überkompensiert. Zusammen mit gestiegenen Kosten und einer Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung führte dies - trotz einer gesunkenen Risikovorsorge - zu einem Rückgang des Operativen Ergebnisses und der entsprechenden Rentabilitätskennziffern und damit zu einer Abweichung gegenüber unseren Erwartungen. Im Segment Central & Eastern Europe hat sich im Berichtsjahr das anhaltend dynamische Wachstum der mBank mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von innovativen Produkten und technischen Lösungen fortgesetzt. So wurden eine Reihe sowohl neuer als auch weiterentwickelter Onlineprodukte angeboten sowie Prozesse zur Unterstützung des Vertriebs weiterentwickelt. Aufgrund deutlich gestiegener Aufwendungen im Zusammenhang mit regulatorischen Auflagen lag das Operative Ergebnis wie erwartet leicht unter dem Vorjahreswert. Der Kostenanstieg führte in Verbindung mit einem höheren gebundenen Eigenkapital, wie prognostiziert, zu rückläufigen Rentabilitätsquoten. Die Geschäftsentwicklung 2015 des Segments Corporates & Markets war von einem Marktumfeld anhaltend niedriger Zinsen und zeitweise hoher Volatilität geprägt. Insgesamt profitierte das Segment von seiner diversifizierten Aufstellung und sorgfältigem Ressourcenmanagement. Geringere Geschäftsaktivitäten in einzelnen Produktbereichen konnten teilweise von Zuwächsen in anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen werden. Während sich die Erträge vor Risikovorsorge wie erwartet stabil entwickelt haben, führten gestiegene Aufwendungen zu einem deutlichen Rückgang des Operativen Ergebnisses und zu einer entsprechend gesunkenen Eigenkapitalrendite beziehungsweise zu einer leicht gestiegenen Aufwandsquote. Im Segment Non-Core Assets haben wir im Geschäftsjahr 2015 weitere Fortschritte beim Portfolioabbau erzielt und erwartungsgemäß ein zwar noch negatives, aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes Operatives Ergebnis erreichen können. Auf Konzernebene konnten wir in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld die Erträge vor Risikovorsorge um 11,4 % auf 9,8 Mrd. Euro steigern und das Operative Ergebnis von 689 Mio. Euro im Vorjahr, auf 1 909 Mio. Euro ausweiten. Aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Stabilität in Deutschland sowie deutlich rückläufiger Vorsorgenotwendigkeiten im Abbausegment Non-Core Assets hat sich die Risikovorsorge entgegen unserer Erwartungen auf 0,7 Mrd. Euro reduziert. Vor dem Hintergrund zusätzlicher Wachstumsinvestitionen und regulatorischer Belastungen lagen die Verwaltungsaufwendungen bei 7,2 Mrd. Euro und damit höher als von uns prognostiziert. Insgesamt haben sich unsere im Geschäftsbericht 2014 getroffenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2015 als zutreffend erwiesen. Das Konzernergebnis sowohl vor als auch nach Steuern lag deutlich über dem Wert des Vorjahres und auch die Erwartungen hinsichtlich der operativen Eigenkapitalrendite und der Aufwandsquote haben sich mit einem Anstieg um 4 Prozentpunkte auf 6,5 % beziehungsweise einem Rückgang um knapp 6 Prozentpunkte auf 73,3 % erfüllt. In der Kernbank, die das strategisch bedeutende kundenorientierte Geschäft der Commerzbank beinhaltet, haben wir 2015 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 2,3 Mrd. Euro erzielt, nach 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Operative Eigenkapitalrendite der Kernbank lag bei 10,5 % (2014: 7,8 %) und die Aufwandsquote betrug 72,2 % (2014: 76,9 %). Damit haben sich die operativen Rentabilitätskennziffern der Kernbank wie erwartet positiv entwickelt. Im Berichtsjahr 2015 hat die Commerzbank ihre komfortable Eigenkapitalposition weiter ausgebaut. Das harte Eigenkapital bei voller Anwendung von Basel 3 konnte im Jahresvergleich auf 23,7 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Common-Equity-Tier-1-Quote (CET 1) bei voller Anwendung von Basel 3 stieg auf 12,0 %, nach 9,3 % per Ende Dezember 2014. Insgesamt verbesserte sich im Berichtsjahr das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis deutlich auf 1 062 Mio. Euro, nach 266 Mio. Euro im Vorjahr. Damit liegt die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2015 voll im Rahmen der von uns prognostizierten Erwartungen. Entwicklung der Segmente Privatkunden Das Segment Privatkunden umfasst die Konzernbereiche Private Kunden, Direct Banking sowie die Commerz Real. Mit einer Kundenzahl von knapp 12 Millionen ist die Commerzbank im Privatkundengeschäft eine der führenden Banken Deutschlands. Ergebnisentwicklung Tabelle 9 scroll Mio. € | 2015 | 2014¹ | Veränderung in %/%-Punkten |---|---|---|---| | Erträge vor Risikovorsorge | 3 718 | 3 453 | 7,7 | | Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 14 | - 79 | - 82,3 | | Verwaltungsaufwendungen | 2 953 | 2 919 | 1,2 | | Operatives Ergebnis | 751 | 455 | 65,1 | | Gebundenes Eigenkapital | 3 999 | 4 241 | - 5,7 | | Operative Eigenkapitalrendite (%) | 18,8 | 10,7 | 8,1 | | Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 79,4 | 84,5 | - 5,1 | ¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.). Im Segment Privatkunden setzte sich die äußerst erfreuliche Ertragsentwicklung auch im vierten Quartal 2015 fort. Sowohl die Erträge vor Risikovorsorge als auch das Operative Ergebnis lagen dabei in allen Quartalen des Jahres 2015 über den jeweiligen Vorjahresquartalen. In einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das insbesondere durch ein stetig fallendes Zinsniveau geprägt war, konnte das Segment wesentliche Erfolge in den strategisch wichtigen Punkten Qualität, Wachstum und Profitabilität erzielen. Ein Zugewinn von rund 287 000 Nettoneukunden im Geschäftsjahr 2015 ist ein klarer Beleg dafür, dass der strategische Umbau des Geschäftsmodells im Konzernbereich Private Kunden erfolgreich ist. Seit Beginn der Privatkundenstrategie Ende 2012 konnte das Segment insgesamt rund 820 000 Nettoneukunden gewinnen. Im Konzernbereich Private Kunden, der das inländische Filialgeschäft umfasst, sorgten insbesondere die Werbekampagnen zum KundenKompass und zum Commerzbank-Ratenkredit für hohes Interesse und trugen zum Kundenwachstum bei. Auch die Zufriedenheit der Kunden lag während des gesamten Geschäftsjahres auf konstant hohem Niveau. Das Operative Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 296 Mio. Euro auf 751 Mio. Euro an, was einer Steigerung von 65,1 % entspricht. Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen im Berichtszeitraum deutlich um 265 Mio. Euro auf 3 718 Mio. Euro an. Der Zinsüberschuss wurde im Gesamtjahr 2015 durch ein weiter abschlägiges Niedrigzinsumfeld belastet. Rückläufige Zinserträge im Einlagenbereich standen gestiegenen Krediterträgen gegenüber. Dabei hat sich das Baufinanzierungsneugeschäft mit einem Zuwachs um rund 18 % gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Außerdem enthält der Zinsüberschuss eine Sonderdividende der Gesellschaft EURO Kartensysteme GmbH, die bereits im dritten Quartal vereinnahmt wurde. Der Zinsüberschuss stieg somit um 33 Mio. Euro auf 1 876 Mio. Euro an. Der starke Börsenauftakt in der ersten Jahreshälfte 2015 wurde im dritten Quartal abrupt durch Sorgen um die chinesische Wirtschaft sowie einer damit einhergehenden Eintrübung globaler Märkte unterbrochen. Transaktionsabhängige Erträge gaben dementsprechend nach, bestandsabhängige Erträge aus mandatiertem Geschäft wie dem PremiumDepot, dem Vermögensmanagement oder der Vermögensverwaltung unterlagen weniger der volatilen Marktentwicklung und wirkten ertragssteigernd. Ein weiterer positiver Ergebniseffekt resultierte aus dem Geschäft mit Ratenkrediten, der über die Beteiligung an der Commerz Finanz GmbH erzielt wurde. Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Zuwachs um 179 Mio. Euro auf 1 771 Mio. Euro. Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft lag mit nur - 14 Mio. Euro um 82,3 % deutlich unter der Vergleichsperiode des Vorjahreszeitraums. Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 2 953 Mio. Euro. Darin enthalten sind in diesem Geschäftsjahr zum ersten Mal die Aufwendungen für die Europäische Bankenabgabe in Höhe von 12 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung dieses Sachverhalts bewegte sich der Verwaltungsaufwand nahezu auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014. Insgesamt stieg das Vorsteuerergebnis im Segment Privatkunden im Geschäftsjahr 2015 um 65,1 % auf 751 Mio. Euro, im Vergleich zu 455 Mio. Euro im Vorjahr. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 4,0 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 18,8 % (Vorjahr: 10,7 %). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 27,4 %, nach 15,4 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote belief sich auf 79,4 %, nach 84,5 % im Geschäftsjahr 2014.# Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2015 war für das Segment Privatkunden ausgesprochen erfolgreich: Neben dem deutlichen Ergebnisanstieg erreichte die Kundenzufriedenheit erneut Rekordwerte und auch der Wachstumskurs bei Kunden, Konten und Assets konnte fortgesetzt werden. Unter anderem wurden rund 287 000 Nettoneukunden gewonnen, davon 189 000 in der Filialbank. Damit ist das Segment dem Ziel, 1 Million Neukunden bis Ende 2016 zu gewinnen, wieder deutlich näher gekommen.

Private Kunden

Der Konzernbereich Private Kunden umfasst das inländische Filialgeschäft der Commerzbank für Privatkunden, Geschäftskunden sowie Wealth-Management-Kunden.

Erfolge bei Qualität, Wachstum und Profitabilität

Im Berichtsjahr wurde die Privatkundenstrategie konsequent weiter entwickelt. Das Umsetzungsprogramm "Performance Plus" übersetzte die strategischen Handlungsfelder in konkrete, ertragswirksame Maßnahmen. Mit Erfolg: Bei den Kernzielen Qualität, Wachstum und Profitabilität ist der Konzernbereich sehr gut vorangekommen. Die Zufriedenheit der Kunden lag während des gesamten Jahres auf konstant sehr hohem Niveau. Gemessen wird diese anhand des Net Promoter Score, der die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden widerspiegelt. Die aus den Befragungen gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden noch besser zu erfüllen und die hohe Kundenzufriedenheit zu halten oder gar auszubauen. Die herausragende Qualität in der Beratung wurde durch externe Tester erneut bestätigt: Zum dritten Mal in Folge konnte die Commerzbank den bundesweiten City-Contest von "Focus Money" gewinnen, auf Anhieb auch in der neuen Testsparte "Geschäftskunden".

Das Geschäftsjahr 2015 war ein Wachstumsjahr. Rückenwind bei der Gewinnung neuer Kunden gab es unter anderem durch die Marketingkampagne zur Fußballweltmeisterschaft der Frauen, bei der das "Kostenlose Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie" im Mittelpunkt stand: Insgesamt wurden 2015 mehr als 425 000 neue Zahlungsverkehrskonten in der Filialbank eröffnet. Kunden mit einem Girokonto und Onlinebanking-Zugang können jetzt auch Paydirekt nutzen, das neue, sichere Bezahlverfahren der deutschen Banken für Einkäufe im Internet. Im Herbst startete außerdem eine neue Kampagne, die den KundenKompass sowie den Ratenkredit in den Mittelpunkt stellte. Damit konnte im Kreditgeschäft das erfreuliche Wachstum weiter forciert werden. Das Neugeschäftsvolumen im Konsumentenkreditgeschäft ist mit fast 30 % erneut stark gewachsen, in der Baufinanzierung selbst nach dem massiven Wachstum der Vorjahre nochmals um knapp 20 % gestiegen. In der Produktsparte "Vorsorge" konnte beim Neugeschäftsvolumen das sehr gute Vorjahresergebnis, das durch die angekündigte Senkung des Garantiezinses gestützt war, übertroffen werden. Im Geschäft mit laufendem Beitrag konnte die Bank über alle relevanten Lebensversicherungsprodukte eine Steigerung von +35 % gegenüber dem Vorjahr erreichen. Beim Bausparen konnte das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 7 % gesteigert werden.

Für Anleger war das Jahr 2015 unter Rentabilitätsgesichtspunkten eine besondere Herausforderung. Das Einlagengeschäft ist aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zunehmend unattraktiv, was das Interesse an Wertpapierprodukten weiter steigen ließ. Den Kunden der Commerzbank stehen dabei vier unterschiedliche Depotmodelle zur Auswahl. Dabei setzte sich der Trend zu Modellen mit Pauschalentgelt auch 2015 weiter fort. So ist das Depotvolumen im PremiumDepot gegenüber dem Vorjahr um 80 % auf 12 Mrd. Euro gestiegen. Auch im Mandatsgeschäft wurden gute Zuwachsraten bei den Volumina verzeichnet: etwa ein Plus von rund 24 % auf 21 Mrd. Euro in den Vermögensmanagement-Produkten und von rund 19 % auf 10,1 Mrd. Euro in der Vermögensverwaltung, nach 17 Mrd. Euro beziehungsweise 8,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Damit sind die Bestandserträge im Konzernbereich erneut gewachsen - sie machten 2015 einen Anteil von rund 65 % an den Gesamterträgen im Wertpapiergeschäft aus. Beim Kernziel Profitabilität ist der Konzernbereich ebenfalls deutlich vorangekommen: Das Operative Ergebnis konnte bei stabilen Kosten kontinuierlich verbessert werden.

Umbau von der Filialbank zur Multikanalbank kommt gut voran

Der konsequente Umbau von der Filialbank zur Multikanalbank ist das Herzstück der Strategie im Privatkundengeschäft. Im Berichtsjahr arbeitete der Konzernbereich weiter am Aufbau einer effizienten Multikanalplattform. So starteten neue, digitale Services für Onlinebanking-Kunden: zum Beispiel der Online Dialog, bei dem Kunden per Video-, Audio- oder Text-Chat mit Service-Mitarbeitern persönlich kommunizieren und Produktabschlüsse tätigen können. Auch die Prozesse im Onlinebanking wurden schneller und effizienter: Die Legitimation für im Internet abgeschlossene Produktangebote kann nun vollständig online erfolgen. Damit entfällt für die Kunden der zeitaufwendige Identifikationsprozess über Dritte. Etwa 20 % der Kunden, die ihr Konto online eröffneten, nahmen 2015 diesen Service in Anspruch.

Nutzer von mobilen Endgeräten können eine Reihe von Applikationen der Commerzbank für ihre Bankgeschäfte nutzen, zum Beispiel die Banking-&-Service-App für alle Basisgeschäfte oder eine Kontostand-App für den schnellen Blick aufs Konto - ganz ohne Log-in. Seit 2015 gibt es auch für den Kontowechsel von einer Fremdbank zur Commerzbank eine eigene App. Das App-Angebot der Commerzbank wird von Nutzern in den App-Stores positiv bewertet und gut angenommen: Rund 1,85 Millionen Downloads gab es bisher insgesamt.

Auch der Filialvertrieb wurde weiter auf die Anforderungen der Multikanalbank ausgerichtet. Das bedeutet vor allem schnellere Entscheidungswege, mehr Nähe zum Kunden und effizientere Prozesse. Eine wesentliche Neuerung ist die Führungsstruktur mit bundesweit fünf Marktregionen und 65 Niederlassungen. Die Marktverantwortung für Privat- und Geschäftskunden sowie für das Wealth Management wurde zusammengeführt, zwei Führungsebenen zusammengelegt. Darüber hinaus sind die Vertriebsstrukturen im Privatkundengeschäft sowie in der Mittelstandsbank künftig deckungsgleich. Das ermöglicht eine engere Zusammenarbeit und einen gemeinsamen Marktauftritt der beiden Segmente. Mit der Neuaufstellung des Vertriebs ist ein Abbau von rund 400 Stellen verbunden, der im April 2015 angekündigt wurde.

Darüber hinaus lief die Pilotphase der neuen Flagship- und City-Filialen in Stuttgart und Berlin mit einem neuartigen Produkt- und Leistungsangebot weiter. Die Akzeptanz bei den Kunden ist erfreulich hoch. Die Anzahl der Filialbesuche in den beiden Flagship-Filialen ist um rund 55 % gestiegen und das Kundenwachstum um rund 31 %. Eine Ausweitung auf weitere Standorte ist geplant. Um das Online- und Mobilebanking sowie die Filiale künftig auch technisch miteinander zu vernetzen, wird derzeit in ausgewählten Filialen ein gemeinsames IT-System getestet. Für mehr Effizienz und Transparenz soll auch die Verschlankung der Produktpalette sorgen, die 2015 angestoßen wurde. Dabei werden ähnliche Produktausprägungen zusammengeführt.

Direct Banking

Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH). Mit nahezu 1,8 Millionen Wertpapierdepots, einem betreuten Kundenvermögen von mehr als 65 Mrd. Euro und 23,6 Millionen ausgeführten Wertpapiertransaktionen ist die comdirect Gruppe deutscher Marktführer im Onlinewertpapiergeschäft. Im Berichtsjahr ist die comdirect Gruppe erneut profitabel gewachsen und konnte im Direktbankgeschäft zahlreiche Neukunden hinzugewinnen.

Im Wertpapierhandel (Trading) übertraf die Zahl der ausgeführten Orders den bereits sehr guten Vorjahreswert und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Gründe dafür sind die außergewöhnliche Marktvolatilität, aber auch eine nochmals verbesserte Marktposition im Handel mit sogenannten Differenzkontrakten. Das Depotvolumen aus Wertpapieranlagen (Investing) konnte im Vergleich zum Vorjahr, auch begünstigt durch Kurseffekte, spürbar gesteigert werden. Aufgrund der höheren Zahl von Giro- und Tagesgeldkonten stieg auch das Einlagenvolumen trotz niedriger Marktzinsen weiter an.

Im Geschäft über institutionelle Partner (ebase) konnten mehrere FinTechs als neue Partner gewonnen werden. Das von ebase verwaltete Vermögen lag über dem Vorjahreswert, wobei sich die Kundenzahl nahezu auf Vorjahresniveau bewegte. Mit der vollständig digitalen Kontoeröffnung und dem Kontowechselservice, dem wesentlich weiterentwickelten AnlageAssistent im Investing, dem Ausbau von Mobile und Social Trading und einem deutlich erweiterten digitalen Angebot für institutionelle Partner untermauert die comdirect Gruppe ihre Positionierung als weiter denkende, zugängliche und intuitive Direktbank. Durch die Neuausrichtung des Innovationsprozesses und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit FinTechs - unter anderem über die 2015 ins Leben gerufene Start-up Garage - sollen künftig noch schneller neue Ideen mit hohem Kundennutzen zur Marktreife gebracht werden.

Commerz Real

Die Commerz Real blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Im Transaktions- und Neugeschäftsvolumen sowie im Ergebnis wurden die Vorjahreszahlen übertroffen. Als Kompetenzzentrum für Sachwerte bietet sie vielfältige Investitionslösungen - als Vermögensbildung für private und institutionelle Anleger, als ganzheitliches Baumanagement für gewerbliche Projekte oder als bedarfsgerechtes Finanzierungskonzept für Firmenkunden. Dabei reicht die Assetpalette von Gewerbeimmobilien verschiedenster Nutzungsarten über Solarparks und Flugzeuge bis zu Leitungsnetzen und Produktionsanlagen. Zum Ende des Berichtszeitraums belief sich das verwaltete Vermögen auf rund 31 Mrd. Euro, nach 32 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Transaktionen summierten sich auf einen Wert von rund 3 Mrd. Euro. Der offene Immobilienfonds hausInvest umfasste ein Volumen von 10,4 Mrd. Euro. Nettomittelzuflüsse von rund 650 Mio.# Commerz Real
Euro und Erlöse aus Verkaufstransaktionen, denen erfolgreiche Vermietungsleistungen vorausgegangen waren, ermöglichten verstärkt Investitionen in Bauvorhaben. Mit dem frühzeitigen Einstieg in der Projektierungsphase kann sich die Commerz Real attraktive Immobilien sichern und deutlich früher an deren Wertentstehung partizipieren. Für hausInvest herausragend waren unter anderem die Investition in einen neuen Hotel- und Wohnturm in Frankfurt, der Markteinstieg in Australien sowie der Start des Fondsvertriebs im Internet. Bei unternehmerischen Beteiligungen kann die Commerz Real mit 182 Fonds in verschiedensten Assetklassen auf eine lange Tradition verweisen. Das jüngste Produkt - ein Publikums-AIF (AIF = Alternativer Investmentfonds), von der unabhängigen Ratingagentur Scope mit "A" bewertet - war Ende 2015 zu über 50 % platziert. Mit dem "CFB Invest Flugzeuginvestment 1" können sich Anleger an einer Boeing 777-300 ER beteiligen. Auch für institutionelle Investoren ist die Commerz Real eine führende Adresse. Langjährige Erfahrungen in der Strukturierung und im Management von Sachwertinvestitionen sowie Lizenzen für deutsche und luxemburgische Vehikel ermöglichen individuelle Investmentlösungen. Über 500 Mio. Euro institutionelle Mittel wurden im Berichtszeitraum eingeworben. Im vierten Quartal erfolgte durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Genehmigung für zwei offene Spezial-AIF in den Segmenten Hotel und studentisches Wohnen. Ein weiteres Produkt im Bereich Windkraft ist in Planung. Die Commerz Real Asset Structuring GmbH (CRAS) legte auch 2015 ihre Schwerpunkte auf Finanzierungs- und Strukturierungslösungen für Infrastrukturmodelle, Großmobilien, ausgelagertes Umlaufvermögen sowie auf die Immobilienrealisierung durch Planen, strukturiertes Finanzieren und Bauen aus einer Hand. Schwerpunkte der Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRM) waren im Berichtszeitraum erneut das Maschinen- und Anlagenleasing sowie Sale-and-lease-back-Lösungen und Mietkaufmodelle. Wie die CRAS, kooperiert die CRM eng mit der Mittelstandsbank. Mit Leasing-Neuabschlüssen im Volumen von rund 860 Mio. Euro hat die CRM das bereits erfolgreiche Vorjahr nochmals übertroffen.

Ausblick Privatkunden

Wachstum bei Kunden, Konten und Assets, erneute Steigerung der Erträge sowie stabile Kosten sind auch 2016 die wichtigsten Ziele im Segment Privatkunden. Der konsequente Umbau von der Filialbank zur Multikanalbank erfolgt zum einen durch den kontinuierlichen Ausbau der Multikanalplattform. Dabei wird sich das Segment auf das Forcieren des Mobilebankings und die Schaffung einer einheitlichen, technischen Plattform für den Online- und Filialkanal konzentrieren. Darüber hinaus sollen die Filialprozesse weiter verbessert und die Produktpalette gestrafft werden. Zum anderen werden auch das Kundenmanagement und die Steuerung der Vertriebsaktivitäten auf die Anforderungen der Multikanalbank ausgerichtet. Mit dem Ende 2015 für das Onlinebanking gestarteten Digitalen Customer-Relationship-Managements (DCRM) ist es möglich, Kunden gezielter, individueller und bedarfsorientierter über alle Kanäle anzusprechen. In den nächsten Jahren werden sukzessive weitere Kanäle an das DCRM angeschlossen: die Filiale, das Mobilebanking sowie das Telefon- und SB-Banking. Maßnahmen für mehr Kundenbindung sollen die Zahl der Abwanderungen verringern, beispielsweise durch die intelligente Analyse von Kundendaten, um potenzielle Kündigungen schon im Voraus aufzudecken und gegensteuern zu können. Ebenfalls auf der Agenda steht die Konzeption der neuen Multikanalsteuerung, die die einzelnen Kanäle stärker miteinander verbindet und deren optimales Zusammenspiel gewährleistet.

Mittelstandsbank

Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor sowie regionalen und mittelständischen institutionellen Kunden in Deutschland gebündelt. Innerhalb des Konzernbereichs Großkunden & International erfolgt die Betreuung von Firmenkunden mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht im M-DAX oder DAX notiert sind) und kleinerer Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie - in entsprechenden Kompetenzcentern - Kunden aus dem Energiesektor und der gewerblichen Immobilienfinanzierung. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken. Dabei greift Financial Institutions auf sein weltweites Korrespondenzbank-Netzwerk sowie auf die etablierten Verbindungen in den Schwellenländern zurück und fördert so die weltweiten Außenhandelsaktivitäten des Konzerns und unterstützt andere Segmente in deren internationalen Tätigkeiten und Strategien. Die Mittelstandsbank bietet ihren Kunden das vollständige Produktspektrum einer international aufgestellten Universalbank: klassische Kreditprodukte und maßgeschneiderte strukturierte Finanzierungslösungen, Anlage- und Absicherungsprodukte sowie Produkte aus den Bereichen Cash-Management und internationales Geschäft.

Ergebnisentwicklung

Mio. € 2015 2014¹ Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge² 2 725 2 928 - 6,9
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 192 - 342 - 43,9
Verwaltungsaufwendungen 1 471 1 362 8,0
Operatives Ergebnis 1 062 1 224 - 13,2
Gebundenes Eigenkapital 8 142 7 618 6,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) 13,0 16,1 - 3,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 54,0 46,5 7,5

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Das Segment Mittelstandsbank hat vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2015 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1 062 Mio. Euro erzielt, nach 1224 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang war wesentlich auf das negative Marktzinsniveau und eine Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung zurückzuführen. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen aufgrund erhöhter regulatorischer Anforderungen konnte durch eine niedrigere Risikovorsorge für das Kreditgeschäft überkompensiert werden. Weiter erfreulich zulegen konnte das Kreditvolumen, das insbesondere in den Konzernbereichen Mittelstand Inland und Großkunden & International im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 % gestiegen ist. Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 2725 Mio. Euro und lagen damit 6,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Zinsüberschuss lag mit 1 675 Mio. Euro insbesondere aufgrund der Belastungen durch das anhaltend niedrige Zinsumfeld um 7,0 % unter dem Vorjahr. Dabei konnte der Zinsergebnisbeitrag aus dem Kreditgeschäft durch die starke Marktstellung der Mittelstandsbank weiter gesteigert werden. Überkompensiert wurde dies jedoch durch den mit dem negativen Marktzinsniveau zusammenhängenden Rückgang im Einlagengeschäft. Der Provisionsüberschuss lag mit 1 090 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Während insbesondere die Erträge aus dem Dokumenten- und Corporate-Finance-Geschäft hinter dem Vorjahreswert zurückblieben, waren erfreuliche Zuwächse aus Währungsabsicherungsgeschäften und im Zahlungsverkehr unserer Kunden zu verzeichnen. Das Handelsergebnis lag bei 34 Mio. Euro, nach - 6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisanstieg war unter anderem auf positive Währungseffekte zurückzuführen. Das negative Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von - 65 Mio. Euro resultierte aus einer Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung. Das Sonstige Ergebnis belief sich aufgrund von Zuführungen zu Rückstellungen auf - 15 Mio. Euro, nach 24 Mio. Euro im Vorjahr, in dem Rückstellungsauflösungen enthalten waren. Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft betrug im Berichtszeitraum - 192 Mio. Euro, nach - 342 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements zurückzuführen. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 471 Mio. Euro um 109 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg um 8,0 % resultierte im Wesentlichen aus erhöhten regulatorischen Anforderungen sowie der erstmals auszuweisenden Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 34 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtsjahr 2015 ein Ergebnis vor Steuern von 1 062 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um rund 13,2 %. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 8,1 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 13,0 % (Vorjahr: 16,1 %). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 14,5 %, nach 18,0 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote lag bei 54,0 %, nach 46,5 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Geschäftsentwicklung 2015 war stark durch das Niedrigzinsumfeld sowie eine für viele Wettbewerber zunehmend attraktivere Kundenklientel geprägt. Dennoch hat die Mittelstandsbank im Berichtsjahr 2015 das Geschäft ausgeweitet, die hohe Kundenzufriedenheit bestätigt und entscheidende Weichen für die Zukunft im Bereich Digitalisierung gestellt. Durch eine verbesserte Aufstellung im Inlandsvertrieb wurde das bewährte Betreuungsmodell an veränderte Kundenbedürfnisse angepasst und noch kundenzentrierter und zukunftsorientierter aufgestellt.

Kundenzufriedenheit auf unverändert hohem Niveau

In unserer jährlichen Kundenbefragung bestätigen unsere Kunden die sehr hohen Zufriedenheitswerte aus dem Vorjahr. So wurde die Qualität unserer Beratung im Berichtsjahr als zentrale Stärke angesehen. Aus Sicht unserer Kunden steht die Mittelstandsbank für Kompetenz, Professionalität und Erfahrung.# Trotz dieser wiederholt hohen Anerkennung bleibt unser Anspruch unverändert hoch: Wir wollen weiterhin nah an unseren Kunden sein, ihre Geschäftsmodelle, Wünsche und Erwartungen verstehen, um ihnen stets die besten Lösungen für ihren individuellen Bedarf zu bieten.

Stärkere Kundenfokussierung durch vertriebliche Neustruktur

Als Grundstein für eine noch kundenorientiertere, modernere Mittelstandsbank und weiteres profitables Wachstum haben wir die Struktur im Inlandsvertrieb im ersten Halbjahr 2015 regionaler ausgerichtet, Führungsebenen abgebaut und die regionale Verantwortung für Generalisten und Produktspezialisten sowie die Konzernbereiche Mittelstand Inland und Großkunden & International aufgewertet. Den veränderten Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden folgend, stärken wir damit unsere Marktverantwortung vor Ort und werden zielgerichteter und agiler auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. Die einheitliche Leitung des Betreuungsteams aus Generalisten und Produktspezialisten intensiviert die Zusammenarbeit und wird unser kundenzentriertes Betreuungsmodell mit seinen auf den Kunden zugeschnittenen Lösungen noch weiter stärken.

Digitale Transformation für eine optimale Kundenbetreuung

Voraussetzung für eine weiterhin optimale Kundenberatung ist die digitale Transformation des Geschäfts als Ergänzung zur klassischen Beratung, da Kunden auch bei ihrer Bank zunehmend selbst bestimmen möchten, auf welchem Weg sie mit ihr kommunizieren. Wir erweitern daher systematisch die Zugangswege unserer Kunden zu unseren Leistungen und Services. Im Berichtsjahr haben wir das Firmenkundenportal komplett überarbeitet, intuitiver gestaltet und funktional ergänzt sowie zeitgleich neue und zeitgemäße Onlinefunktionen in den Bereichen Wertpapier- und Geldanlage sowie Handel mit Fremdwährungsgeschäften realisiert. Mit gut angenommenen Kunden-Apps, wie unserer als beste Mobile Treasury Solution ausgezeichneten drittbankfähigen Cash Management App zur Kontenabfrage und einer App zur Bereitstellung aktueller Marktinformationen, gelang außerdem der Start eines mobilen Angebots. Die immer stärker werdende Basis von jungen Digitalunternehmen in Deutschland und Europa entwickelt sich zunehmend auch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die Mittelstandsbank hat sich folglich zum Ziel gesetzt, durch ein spezielles Produkt- und Betreuungsangebot attraktiver Bankpartner für diese Kundengruppe des "neuen digitalen Mittelstands" zu werden. Paydirekt, die Entwicklung der deutschen Banken als Bezahlverfahren im Internetgeschäft, haben wir bis zur Einführung begleitet und konnten bereits erste Abschlüsse mit Kunden tätigen.

Liquiditätsbedarf in China aus Deutschland gesteuert

Für viele unserer Kunden hat die Expansion nach China hohe Bedeutung. Hierbei stellt die Finanzierung der entsprechenden Investitionen in lokaler Währung auch im Hinblick auf das Vermeiden von Währungsinkongruenzen eine interessante Option dar. Wir haben daher unser umfangreiches Portfolio an Lösungen für das Währungsmanagement unserer Kunden ergänzt und bieten seit 2015 auch im Firmenkundengeschäft in Deutschland die Möglichkeit, Kredite in Offshore-Renminbi aufzunehmen und damit Liquiditätsbedarf im Chinageschäft zentral von Deutschland aus zu steuern.

Innovation und Zukunftsfähigkeit der Mittelstandsbank sichern

Mit der main incubator GmbH, einer im März 2014 gegründeten 100%igen Tochtergesellschaft, verfolgt die Commerzbank das Ziel, innovative Trends im Banking frühzeitig zu erkennen, an diesen zu partizipieren und sie im Rahmen eines Unternehmensgründungs-Ansatzes zu entwickeln und umzusetzen. Über die Beteiligung an entsprechenden jungen Unternehmen in der Phase zwischen Gründung und Markteinführung von Produkten sowie über Kooperationen mit Finanztechnologie-Start-ups beabsichtigt die Commerzbank, innovative Finanzdienstleistungslösungen für sich zu nutzen und ihren Kunden anzubieten. Der main incubator hat sich inzwischen bereits an vier Fin-Techs (Gini, Traxpay, OptioPay und Byebuy) beteiligt und eine Vielzahl an Ideen gesichtet. Im Folgenden begleitet der main incubator die Implementierung der Banktechnologielösungen dieser Startups in die Commerzbank. Neben dem Engagement über Beteiligungen entwickelt der main incubator auch selbst innovative Ideen im Rahmen des sogenannten Company-Builder-Ansatzes.

Mittelstand Inland

Deutschlandweit betreuen wir im Konzernbereich Mittelstand Inland mittelständische Kunden mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 500 Mio. Euro, Kunden des öffentlichen Sektors und institutionelle Kunden. In direkter Nähe zum Kunden können so gleichzeitig regionale Besonderheiten berücksichtigt und die weltweiten Kompetenzen einer Großbank zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen unseres ganzheitlichen Beratungsansatzes zieht der Firmenkundenbetreuer bei Bedarf das Expertenwissen unserer Produktspezialisten hinzu.

Aufwertung der Standorte im Vertrieb

Vor allem bei unseren mittelständischen Kunden haben wir unsere Vertriebsstruktur im Berichtsjahr deutlich regionaler ausgerichtet. Um schneller und zielgerichteter am Kunden agieren zu können, wurden aus 18 Gebietsfilialen 43 Niederlassungen und damit viele Regionen hierarchisch aufgewertet. Der Kunde profitiert im Ergebnis von kürzeren Abstimmungswegen und mehr Verantwortung in den Einheiten vor Ort. Dabei haben wir die Kontinuität in der Betreuung gewährleistet und alle Standorte der Mittelstandsbank beibehalten.

Führend im Finanzierungsbereich

Unsere Marktposition bei anspruchsvollen Finanzierungslösungen für den Mittelstand ist unverändert stark. So konnten wir unsere Marktführerschaft bei mittelständischen Konsortialfinanzierungen behaupten. Keine andere deutsche Bank hat so viel Konsortialkredite an den Mittelstand vergeben wie wir. Das ausgereichte Kreditvolumen gegenüber dem Vorjahr haben wir in der Mittelstandsbank insgesamt um rund 4 % gesteigert. Auch am Markt wurde unsere Leistungsfähigkeit durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt die Commerzbank von den renommierten GlobalCapital Rewards die Auszeichnung als "No. 1 Best Ar-ranger of Mid-Cap Loans" und "No. 2 Best Arranger of German Loans". Für mehrere unserer strukturierten Exportfinanzierungen wurde uns im vergangenen Jahr von renommierten Publikationen der "Deal of the year Award" verliehen.

Kooperation mit dem TÜV bei der Energieeffizienzberatung

Für den Erfolg am Markt ist es zunehmend entscheidend, aktuelle Herausforderungen für unsere Kunden aktiv aufzugreifen und Lösungen zu entwickeln. Ein erfolgreiches Beispiel hierfür ist unsere Kooperation mit dem TÜV NORD, dem TÜV Rheinland und dem TÜV SÜD bei der Energieeffizienzberatung. Im Rahmen der Kooperationen mit den TÜV-Gesellschaften vermitteln wir Energieeffizienzexperten, die eine Analyse des Energieverbrauchs des Kunden inklusive energetischem Konzept für zukünftige Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz erstellen. Gleichzeitig erarbeitet die Commerzbank entsprechende Finanzierungslösungen inklusive Nutzung öffentlicher Fördermittel.

Großkunden & International

Der Konzernbereich Großkunden & International bietet Firmenkunden mit einem über 500 Mio. Euro liegenden Umsatzvolumen sowie kapitalmarktaffinen Unternehmen mit einem geringeren Umsatzvolumen ein auf ihre Anforderungen ausgerichtetes Betreuungsmodell: kundenfokussiert, international, kompetent, mit breitem Produkt-Know-how ergänzt um eine enge Verzahnung zum Produktportfolio des Segments Corporates & Markets. Neben unseren 11 Niederlassungen im Inland betreuen wir in entsprechenden Kompetenzcentern Kunden aus dem Energiesektor und der gewerblichen Immobilienfinanzierung. International ist die Mittelstandsbank mit operativen Einheiten in allen wesentlichen Regionen vertreten.

Internationales Leistungsangebot gestärkt

Die Mittelstandsbank verfolgt weltweit einen kundenzentrierten Betreuungsansatz bei dem der Relationship-Manager das weltweit agierende Client-Service-Team steuert und über Ländergrenzen hinweg eine sehr hohe Betreuungsqualität sicherstellt. Mit der erfolgten Ausweitung unseres Kernmarkts auf ganz Europa, der Vorbereitung der Eröffnung unserer Tochtergesellschaft in São Paulo, Brasilien, sowie der Abdeckung von Ländern ohne eigenen Standort durch Nachbarländer (Indonesien, Malaysia, Südkorea und Taiwan aus der Volksrepublik China und Singapur heraus) haben wir im Berichtsjahr konsequent am Ausbau unseres internationalen Leistungsangebots gearbeitet. Hierdurch wollen wir zukünftig noch mehr Unternehmen bei deren Internationalisierung begleiten. Entsprechend haben wir unser Produktportfolio in den Bereichen Cash-Management und Trade Finance länderübergreifend erweitert und vereinheitlicht, um damit gezielt lokale sowie grenzüberschreitende Bedürfnisse global tätiger Unternehmen zu erfüllen.

Die Energiewende finanzieren

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Mittelstandsbank ist die Förderung erneuerbarer Energien, bei der die Commerzbank auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückblickt. Im Kerngeschäft des Kompetenzcenters "Energy" - der Finanzierung von Wind- und Solarparks - konnte das Arrangierungsvolumen im Berichtsjahr auf rund 1,2 Mrd. Euro ausgeweitet werden.

Kompetenzcenter für gewerbliche Immobilienfinanzierung

Im Jahr 2015 wurde das Kompetenzcenter Immobilien Firmenkunden in der Mittelstandsbank etabliert. Ziel ist es, das Know-how in der gewerblichen Immobilienfinanzierung in der Kernbank zu bündeln. Das Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot des Kompetenzcenters richtet sich an Firmenkunden der Mittelstandsbank mit starkem Immobilienbezug sowie professionelle Immobilienunternehmen. Die Mittelstandsbank ist damit in der Lage, Firmenkunden ein umfassendes Produktsortiment und professionelle Lösungen anzubieten.

Financial Institutions

Financial Institutions bietet seinen Kunden weltweit Auslandszahlungsverkehr, Absicherung von Außenhandelsrisiken und die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften an.# Mittelstandsbank

Zusätzlich stellt der Konzernbereich Financial Institutions seinen Kunden bilaterale Kredite zur Verfügung, begleitet sie bei syndizierten Krediten und stellt gemeinsam mit dem Segment Corporates & Markets Lösungen für ein aktives Risikomanagement bereit.

Weltweites Vertriebsnetz erweitert

Dem globalen Betreuungsansatz von Financial Institutions folgend, wurde das weltweite Vertriebsnetz aus Repräsentanzen und Financial Institutions Desks 2015 durch die Eröffnung einer Repräsentanz in Abidjan erweitert. Diese ergänzt damit im Ausland das operative Stützpunktnetz der Commerzbank. Die umfassende Betreuung und Beratung erfolgt durch die Financial-Institutions-Relationship-Manager, unterstützt durch eine Vielzahl von qualifizierten Produkt- und Risikospezialisten.

Führend in der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften

In der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften konnte die Commerzbank gemäß SWIFT Watch ihre Marktanteile in der Eurozone im Berichtsjahr weiter ausbauen und zählt damit nach wie vor zu den führenden Instituten bei der Abwicklung des Exportzahlungsverkehrs und von Exportakkreditiven in der Eurozone. Die Kompetenz der Commerzbank in der dokumentären Abwicklung des Außenhandels wurde bereits zum zweiten Mal von der renommierten Zeitschrift "Global Trade Review" mit dem Preis "Best bank for documentary processing" weltweit ausgezeichnet.

Ausblick Mittelstandsbank

Um für anstehende Herausforderungen und sich ändernde Anforderungen gerüstet zu sein, haben wir im Jahr 2015 das Thema Digitalisierung vorangetrieben und wesentliche Änderungen in unserer Vertriebsstruktur vorgenommen. Die Umsetzung der digitalen Transformation und die Internationalisierung werden für uns und unsere Kunden weiterhin wesentliche Themen sein. Auch 2016 wird das Niedrigzinsumfeld andauern und regulatorische Anforderungen werden umzusetzen sein. Begleitet wird dies durch Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung. Unseren Beratungsansatz werden wir kontinuierlich um digitale Lösungen und Services erweitern. Auf Basis innovativer Plattformen wird in den kommenden Jahren ein nochmals deutlich verbreitertes Angebot digitaler Services bereitgestellt werden, um die Kunden von administrativen Aufgaben zu entlasten und moderne Zugangswege zu allen relevanten Produkten zu ermöglichen. Auch für den Bereich Kundenmanagement werden unter dem Stichwort "digital assistierter Vertrieb" neue Lösungen erarbeitet, die Beratungsgespräche in hoher Interaktivität ermöglichen und dadurch Kundenorientierung, Flexibilität und Effizienz steigern. Die Digitalisierung eröffnet allen Branchen neue Chancen: Der Aufbau digitaler Kompetenzen wird Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten in die Lage versetzen, Kunden noch passgenauer bei der Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells zu begleiten.

Für das erste Halbjahr 2016 planen wir, unser Produktangebot im Darlehens- und Anlagebereich um den digitalen Finanzierungsmarktplatz Main Funders zu erweitern. Main Funders ist eine gemeinsam mit dem main incubator entwickelte digitale Peer-to-Peer-Lending-Plattform, auf der sich finanzierungssuchende Kunden der Mittelstandsbank digital und direkt an Investoren zur Realisierung ihrer Finanzierungsvorhaben wenden können. Im internationalen Geschäft werden wir im Frühjahr den operativen Geschäftsbetrieb unserer Tochtergesellschaft in São Paulo, Brasilien, aufnehmen und unsere Marktposition bei der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften und die Erweiterung unseres Kernmarktes auf ganz Europa nutzen, um international weiter zu wachsen und noch mehr Unternehmen bei ihrer Internationalisierung zu begleiten. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld, Investitionen in die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und hohe Aufwendungen für die Umsetzung regulatorischer Änderungen werden gleichzeitig von Profitabilitätsmaßnahmen im Ertrags- und Kostenbereich sowie Kapitalmanagement begleitet. Möglichkeiten zur strategischen Fokussierung werden kontinuierlich geprüft. So werden wir unsere Korrespondenzbankenbeziehungen auf deutlich weniger Banken konzentrieren.

Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe (CEE) umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die Marke mBank repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate- und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und in der Slowakei an. Mit einem Marktanteil von rund 8 % war die mBank Ende 2015 die viertgrößte Bank Polens.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 11

scroll Mio. € 2015 2014¹ Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 941 923 2,0
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 97 - 123 - 21,1
Verwaltungsaufwendungen 498 436 14,2
Operatives Ergebnis 346 364 - 4,9
Gebundenes Eigenkapital 1.920 1.722 11,5
Operative Eigenkapitalrendite (%) 18,0 21,1 - 3,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 52,9 47,2 5,7

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Das wirtschaftliche Umfeld in Polen, das sich bereits im Geschäftsjahr 2014 gegenüber den Euroländern besser entwickelte, zeigte auch im Jahr 2015 eine positive Entwicklung. Das Zinsumfeld dagegen wurde durch eine weitere Zinssenkung im März 2015 belastet. Im Jahresverlauf 2015 lag das Operative Ergebnis bei 346 Mio. Euro, nach 364 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 941 Mio. Euro und konnten damit gegenüber dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres leicht gesteigert werden. Der Zinsüberschuss ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,2 % auf 566 Mio. Euro zurück. Die polnische Nationalbank hat den Referenzzinssatz im Oktober 2014 und im März 2015 um insgesamt 100 Basispunkte gesenkt. Gleichzeitig konnte die mBank sowohl das Kreditvolumen als auch das Einlagevolumen im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden steigern. Der Provisionsüberschuss zeigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum trotz der durch regulatorische Vorgaben reduzierten Gebühren im Kartengeschäft in Polen mit 215 Mio. Euro einen stabilen Verlauf. Zudem hat die mBank im Jahr 2015 rund 400.000 Neukunden gewonnen. Darüber hinaus reflektiert die Ertragsentwicklung den im ersten Quartal des laufenden Jahres erzielten Ertrag aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe sowie den Verkauf einer nicht strategischen Beteiligung im vierten Quartal 2015. Die Risikovorsorge war mit -97 Mio. Euro auszuweisen, das sind 21,1 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Verwaltungsaufwand lag mit 498 Mio. Euro um 62 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultierte nahezu vollständig aus gestiegenen regulatorischen Aufwendungen, das heißt aus den Beiträgen zum polnischen Einlagensicherungsfonds sowie einem Fonds zur Unterstützung in Not geratener Hypothekenschuldner ("Fund For Supporting Distressed Mortgage Borrowers").

Das Segment Central & Eastern Europe erzielte im Berichtszeitraum 2015 insgesamt ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 346 Mio. Euro, nach 364 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 1,9 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 18,0 % (Vorjahreszeitraum: 21,1 %). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 21,9 %, nach 26,1 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote betrug 52,9 %, nach 47,2 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Auch im Geschäftsjahr 2015 war die Umsetzung der bereits 2012 eingeleiteten "One Bank Strategy" wichtigstes strategisches Projekt der mBank. Dieses sieht eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit Kunden-, Kapital- und Kostenmanagement, Produktkompetenzen sowie Unternehmenskultur vor. Im Jahr 2015 konzentrierten sich die strategischen Aktivitäten der Bank in erster Linie auf den weiteren Ausbau als führendes Institut in den Bereichen Mobile- und Transactionbanking, was zu einem erfreulichen Zuwachs von Onlinekunden sowie zu einer höheren Anzahl bargeldloser Zahlungsvorgänge führte. Inzwischen nutzen schon mehr als 40 % aller Kunden der mBank mobile Kanäle für ihre Bankgeschäfte. Zudem nahm die Anzahl der Kartentransaktionen gegenüber dem Vorjahr um 36 % zu. Dadurch vermochte die Bank in Polen im Bereich des bargeldlosen Kartengeschäfts einen Marktanteil von 12 % zu halten. In der Tschechischen Republik und in der Slowakei wuchs das Geschäft der Bank ebenfalls dynamisch. Diese beiden Märkte machen derzeit schätzungsweise 10 % des gesamten Privatkundengeschäfts der mBank aus. Ebenfalls zu den strategischen Zielen der Bank zählt die fortlaufende Diversifikation ihrer Finanzierungsquellen. Hier spielen sowohl das Einlagenwachstum als auch verschiedene Finanzierungsinstrumente eine wesentliche Rolle. Insgesamt stieg das Einlagenvolumen der Bank 2015 um 17 %. Infolgedessen sank das Kredit-Einlagen-Verhältnis erstmals in der Geschichte der Bank auf unter 100 % (von rund 103 % im Jahr 2014 auf rund 97 % im Jahr 2015). Zudem wurden im Berichtsjahr über die Hypothekenbanktochter mBank Hipoteczny Pfandbriefe in Nominalwert von 1,5 Mrd. Zloty auf dem Markt platziert, 500 Mio. Zloty mehr als im Jahr zuvor.

Strategische Allianz mit Orange Polska

Im Berichtsjahr 2015 hat die mBank das im Vorjahr mit der Orange Polska, dem größten Festnetz-, Mobilfunk-, Internet- und Datenübertragungsanbieter des Landes, begonnene Projekt "Orange Finance" weiter vorangetrieben. Orange Finance bietet Kunden die Möglichkeit, Bankprodukte über eine mobile Applikation für Android und iOS zu nutzen. Darüber hinaus werden Bankprodukte der mBank den Orange-Finance-Kunden auch über eine Onlinebanking-Plattform im Internet sowie in rund 900 Shops des Mobilfunkanbieters in Polen angeboten. Im Berichtsjahr wurde das Produktangebot von Orange Finance nochmals erweitert. Das Angebot reicht vom Kontomanagement bis zur Möglichkeit, via Mobiltelefon zu bezahlen.# mBank Geschäftsbericht 2015

Strategische Initiativen und operative Erfolge

Kooperation mit Orange Polska

Darüber hinaus stehen den Kunden die Onlineeröffnung von Sparkonten, Termingelder, Rabattprogramme für etwa 3.000 Handelspartner (Geschäfte, Dienstleister, Hotels, Restaurants) sowie weitere Leistungen zur Verfügung. Insgesamt ist es uns gelungen, über die strategische Allianz mit Orange Polska im Jahr 2015 rund 160.000 Kunden zu gewinnen.

Kooperation mit der AXA-Gruppe

Im März 2015 wurde der Verkauf der Tochtergesellschaft BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji (BRE TUiR) an die AXA-Gruppe abgeschlossen. Zusammen mit den Kauf- und Vertriebsverträgen wurde eine langfristige Zusammenarbeit beim Vertrieb von Versicherungsprodukten vereinbart. In der ersten gemeinsamen Werbekampagne Mitte 2015 wurden insbesondere Komfort und Sicherheit für die Kunden betont, die aus der Kooperation von zwei erfahrenen Geschäftspartnern resultieren. Durch die Kooperation mit der AXA-Gruppe wurde das Produkt- und Dienstleistungsangebot für unsere polnischen Kunden erweitert. Diese haben jetzt über elektronische und mobile Plattformen sowie das traditionelle Filialnetz Zugang zu innovativen Versicherungsprodukten. Die strategische Kooperation mit der AXA-Gruppe ist ein weiterer Schritt zur Erweiterung der Potenziale der Online- und Mobileplattformen der mBank.

Konsolidierung und Neuorganisation des Vertriebsnetzes der mBank

Die Umgliederung der früheren MultiBank-Kunden auf die neue mBank-Plattform im vierten Quartal 2015 markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Umsetzung der "One Bank"-Strategie. Durch die erfolgreiche technische Umgliederung ist es – neben internen Effizienzeffekten – deutlich besser möglich, allen Kunden ein einheitliches Produkt- und Betreuungsangebot anzubieten. Im vierten Quartal wurde mit der vollen Konsolidierung der Brokerage- und Private-Banking-Aktivitäten unter dem einheitlichen Dach der mBank gestartet. Zielsetzung des bis Ende 2016 terminierten Projektes ist die vollständige Einbindung der Tochtergesellschaft mWealth Management und des Maklers Dom Maklerski mBanku an die Bank. Durch die gemeinsame Nutzung der mBank-Plattform und durch eine einheitliche Kundenansprache sollen entsprechende Synergieeffekte erzielt werden.

Im Rahmen ihrer eingeleiteten strategischen Neuausrichtung hat die mBank auch das "One Network"-Projekt zur Vereinheitlichung ihres Vertriebsnetzes weiterentwickelt. Das Ziel des Projektes ist es, den Bedürfnissen der Privat- und Firmenkunden noch besser gerecht zu werden. Bislang getrennte Filialen für Privat- und Firmenkunden werden durch einheitliche Beratungskompetenzzentren ersetzt. Die Zentren werden in allen Städten eingerichtet, in denen es bereits mBank-Filialen gibt. Sie werden den Kunden das gesamte Spektrum an Retail- und Corporate-Banking-Dienstleistungen sowie Produkte ausgewählter Tochtergesellschaften der mBank, wie etwa mLeasing, mFaktoring und Dom Maklerski, mBanku, anbieten. Die ersten Geschäftsstellen im neuen Format wurden 2014 eingeführt. Im Jahr 2015 wurden drei weitere geöffnet. Zusätzlich werden an ausgewählten Standorten, zum Beispiel in Einkaufszentren, sogenannte "Light-Filialen" eröffnet. Hier sollen Kunden Basisdienstleistungen, wie zum Beispiel Bargeldtransaktionen, aber auch Produkte, wie die Eröffnung von Konten oder die Beantragung von Kreditkarten oder Darlehen, angeboten werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden sieben neue Filialen in diesem Format eröffnet. Es ist geplant, die gesamte Neuorganisation des Vertriebsnetzes der mBank stufenweise bis Ende 2018 abzuschließen.

Ausbau der Kundenbasis und Weiterentwicklung von Produkten und Angeboten

Im Zusammenhang mit der Erweiterung ihres Produkt- und Dienstleistungsangebots ist es der mBank im Berichtsjahr 2015 gelungen, die Zahl ihrer Privatkunden um 396.000 auf 4,9 Millionen zu steigern. Maßgeblich für den Kundenzuwachs war die Einführung innovativer und an die Kundenwünsche angepasste Produkte. Im Berichtsjahr 2015 wurde die "New mBank"-Plattform technisch aufgerüstet. So können Nutzer von Endgeräten wie Smartphones und Tablets nun jederzeit über eine schnelle Internetverbindung auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot der mBank zugreifen. Mit einem neuen integrierten persönlichen Finanzmanager können sich Bankkunden zum Beispiel über ihre Ausgaben und ihren Finanzstatus informieren, ihre Berater per Video-Chat ansprechen sowie gezielte Angebote Dritter abrufen. Gleichzeitig bietet uns die Suche nach Bankdienstleistungen die Möglichkeit, interessierten Kunden personalisierte Lösungen anzubieten.

Im Zusammenhang mit Onlinezahlungsmöglichkeiten hat die mBank im ersten Quartal 2015 als Ergebnis eines gemeinsames Projektes mit 5 weiteren polnischen Banken das mobile Bezahlsystem "BLIK" eingeführt. Damit können ihre Kunden über die mobile App der Bank Barzahlungen, bargeldlose Zahlungen und Onlineüberweisungen tätigen. Darüber hinaus führt die mBank die 2014 gestartete strategische Zusammenarbeit mit dem in Polen führenden Onlineauktionshaus "Allegro.pl" weiter. Die Kooperation sieht vor, den 13 Millionen Allegro-Kunden Bankprodukte der mBank anzubieten. Dazu zählen vor allem Girokonten und Kurzzeitkredite, die in verschiedenen Teilen des Portals in Form von Bannern mit kontextabhängiger Werbung sowie in Mailings und Newslettern angeboten werden.

Im Berichtsjahr hat die mBank ihr Leasinggeschäft über ihre Tochtergesellschaft mLeasing weiter ausgebaut und mit ihrer Hypothekenbank mBank Hipoteczny weitere Fortschritte beim Aufbau ihres Angebots an Hypothekendarlehen für Privatkunden gemacht. Die mBank Hipoteczny ist mit einem Marktanteil von 75 % nach wie vor der führende Pfandbriefemittent in Polen. Insgesamt ist es im Berichtsjahr auch gelungen, den Marktanteil bei kleineren und mittleren Unternehmen mit einem erweiterten und auf die Kunden zugeschnittenen Produktangebot auszuweiten. Der Angebotsschwerpunkt der mBank in diesem Kundensegment liegt darauf, die steigende Nachfrage nach integrierten Produktlösungen zu decken. Dazu gehören traditionelle Darlehensfinanzierungen, Kapitalmarktprodukte, Transaktionslösungen, M&A-Beratungsleistungen sowie Sicherungsgeschäfte und andere Investmentbanking-Lösungen, aber auch alternative Finanzierungslösungen wie Leasing und Factoring. Nicht zuletzt wurde die Plattform "mBank CompanyNet" (Banktransaktionssystem für Firmenkunden) kontinuierlich optimiert, um den Nutzerkomfort weiter zu steigern.

Auszeichnungen für die mBank

Auch im Jahr 2015 wurde die mBank mit Branchenauszeichnungen und Preisen bedacht. Im Rahmen des von dem "Global Finance Magazine" jährlich veranstalteten Wettbewerbs "Best Emerging Markets Bank" erhielt die mBank die hervorragende Auszeichnung als "Beste Bank Polens". In dem Wettbewerb wurden die besten Banken in 21 Ländern auf Grundlage der von Analysten, Managern und Bankberatern erhaltenen Informationen ermittelt. Die Auswahlkriterien umfassten die Kenngrößen Bilanzwachstum, Rentabilität, Kooperation mit strategischen Partnern, Kundenservice, Preise und innovative Produkte. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen im Rahmen des durch Efma und Accenture organisierten Wettbewerbs "Distribution & Marketing Innovation in Retail Financial Services" den ersten Platz in der Kategorie "Digital Marketing" (Auszeichnung für die Marketingplattform der mBank), den zweiten Platz für das "Best New Product" (für Orange Finance) und den dritten Platz in der Kategorie "Global Innovator". Außerdem wurde 2015 das Private Banking der mBank zum siebten Mal durch das britische Finanzmagazin "Euromoney" als das beste Angebot dieser Art in Polen ausgezeichnet. Die Bewertungskriterien umfassten die Qualität der angebotenen Dienstleistungen, die Qualität des Kundenservice sowie das Produktangebot.

Ausblick

Central & Eastern Europe

Wir gehen davon aus, dass 2016 ein herausforderndes Jahr für den Bankensektor in Polen insgesamt wird. Die neu eingeführte Bankensteuer auf Vermögenswerte ist zusammen mit einem unverändert anspruchsvollen makroökonomischen Umfeld die größte Herausforderung für die kommenden Monate. Darüber hinaus bleibt die Ungewissheit bezüglich der in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkredite ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für den Bankensektor.

Ungeachtet der oben genannten Herausforderungen für den Bankensektor wird sich jedoch der konjunkturelle Aufschwung in Polen auch im Jahr 2016 fortsetzen. Die dank der besseren Arbeitsmarktsituation anhaltend starke Binnennachfrage bleibt ein gutes Zeichen für die polnischen Banken, da sie erwarten lässt, dass die Kreditnachfrage sich weiterhin dynamisch entwickeln wird, und zwar insbesondere bei Konsumentenkrediten für Privathaushalte sowie bei Firmenkrediten. Das Wachstum in diesem Bereich dürfte von den relativ hohen Unternehmensinvestitionen und der steigenden Konsumbereitschaft bei Kreditnehmern beflügelt werden.

Die mBank plant, auch 2016 ihre geschäftlichen Aktivitäten, die sich sowohl auf die Verbesserung des Ergebnispotenzials und der Rentabilität als auch auf die Ausweitung von strategischen Wettbewerbsvorteilen konzentriert, fortzusetzen. Im Bereich des Privatkundengeschäfts dürfte die innovative "New mBank-Plattform" weiterhin zu einer steigenden Anzahl von Kunden und Transaktionen führen. Die Bank wird auch ihre Aktivitäten auf den tschechischen und slowakischen Märkten, die ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen, weiter ausbauen. Das Projekt "One Network", das auf die Neuorganisation des Geschäftsstellennetzes ausgerichtet ist, wird mit der Eröffnung neuer Beratungszentren und "Light-Filialen" konsequent umgesetzt. Die vollständige Integration der Brokerage- und Private-Banking-Aktivitäten in die Bank soll 2016 erfolgreich beendet werden. Im Bereich Corporate Banking wird die mBank ihre Anstrengungen zur Stärkung ihrer Position bei Unternehmen, die ein hohes Cross-Selling-Potenzial aufweisen, ebenfalls fortsetzen. Gleichzeitig ist es Ziel, die starke Position im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen auszubauen.Darüber hinaus beabsichtigt die mBank, sich auch künftig auf das Wachstum in den Bereichen Mobile- und Transactionbanking zu fokussieren, wobei den zunehmend komplexeren Anforderungen der Kunden Rechnung getragen werden soll. Insgesamt strebt die Bank eine noch stärkere Orientierung ihrer Geschäftstätigkeit an den Kundenbedürfnissen an, die genauer und früher identifiziert werden sollen. Erreicht werden soll dies durch eine laufende Angebotsverbesserung und die Entwicklung neuer Produkte, um den Erwartungen der Kunden in Sachen Innovation und Benutzerfreundlichkeit beim Banking noch besser gerecht zu werden. Außerdem erwartet die mBank, ihre bislang erfolgreiche Neukundengewinnung in Polen sowie in den ausländischen Märkten der Tschechischen Republik und der Slowakei auch langfristig fortführen zu können.

Corporates & Markets

Im Segment Corporates & Markets bündelt die Commerzbank ihre Investmentbanking-Aktivitäten. Der Fokus liegt dabei auf dem Vertrieb von Kapitalmarktprodukten und Beratungsleistungen sowie dem Erstellen von Marktanalysen für die kapitalmarktaffinen Kunden des Konzerns. Mit seinen Konzernbereichen Fixed Income & Currencies, Equity Markets & Commodities, Corporate Finance, Credit Portfolio Management sowie Client Relationship Management stellt das Segment sicher, dass sowohl Corporates-&-Markets-Kunden als auch Kunden anderer Segmente des Konzerns, insbesondere der Mittelstandsbank und des Segments Privatkunden, in vollem Umfang Zugang zur Produkt- und Servicepalette des Investmentbankings haben.

Die Geschäftsentwicklung 2015 war dabei von einem während des gesamten Jahresverlaufs herausfordernden Kapitalmarktumfeld geprägt, das über alle Quartale und Produktbereiche hinweg eine volatile Kundennachfrage aufwies.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 12 scroll Mio. € 2015 2014¹ Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 2 000 1 972 1,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 36 55 - 34,5
Verwaltungsaufwendungen 1 426 1 352 5,5
Operatives Ergebnis 610 675 - 9,6
Gebundenes Eigenkapital 4 604 4 561 0,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) 13,3 14,8 - 1,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 71,3 68,6 2,7

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Nach einem außerordentlich guten ersten Halbjahr 2015, mit Höchstständen an den europäischen Leitbörsen, hat sich die Geschäftstätigkeit im Segment Corporates & Markets in der zweiten Jahreshälfte in Folge der allgemeinen Marktentwicklung abgeschwächt. Eine deutliche Abkühlung der chinesischen Wirtschaft sowie fallende Rohstoffnotierungen waren die maßgeblichen Treiber für eine Abschwächung des Gesamtmarktes, die phasenweise von sehr hoher Volatilität geprägt war. Selbst die Leitzinserhöhung der US-Notenbank im Dezember, die wegen der Marktturbulenzen im Sommer sogar verschoben worden war, konnte das Vertrauen der Marktteilnehmer in den Markt nicht nachhaltig festigen. Die Verunsicherung zeigte sich in geringeren Kundenaktivitäten im zweiten Halbjahr.

Im Berichtszeitraum erzielte das Segment Corporates & Markets ein Operatives Ergebnis von 610 Mio. Euro, nach einem Vorjahresergebnis von 675 Mio. Euro. Das Ergebnis schließt positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken in Höhe von 30 Mio. Euro als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 71 Mio. Euro ein, denen im Vorjahr 37 Mio. Euro aus Kontrahentenrisiken sowie - 56 Mio. Euro aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten gegenüberstanden.

Im Konzernbereich Corporate Finance bedingten niedrigere Zinsen einen Rückgang des Einlagengeschäfts, während das Primärmarktgeschäft mit Anleihen und syndizierten Krediten einen stabilen Beitrag leistete, der jedoch nicht ganz an das hohe Vorjahresniveau anknüpfen konnte. Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities profitierte von der Nachfrage nach Anlagelösungen im Aktienderivatebereich sowie dem Absicherungsbedarf bei Rohstoffen, womit die Erträge wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahres lagen. Die Ertragslage im Konzernbereich Fixed Income & Currencies - ohne Bewertungseffekte aus eigenen Verbindlichkeiten sowie Kontrahentenrisiken im Derivategeschäft - profitierte vor allem von Kundenaktivitäten zur Absicherung von Währungsschwankungen, während der kundenbezogene Handel mit Anleihen und Zinsderivaten hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb. Im Konzernbereich Credit Portfolio Management entwickelten sich die Erträge auf einem zufriedenstellenden Niveau, nachdem sie im Vorjahr von Wertaufholungen bei Bestandsportfolios profitiert hatten.

Mit 2 000 Mio. Euro lagen die Erträge vor Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2015 um 1,4 % über denen des Vorjahres. Bereinigt um die Veränderung von Bewertungseffekten ergab sich ein Rückgang um 91 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete das Zins- und Handelsergebnis einen Rückgang von 11 Mio. Euro auf 1 549 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss mit 367 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres lag.

Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergab sich im Geschäftsjahr eine Auflösung von 36 Mio. Euro, nach 55 Mio. Euro im Vorjahr. Mit 1 426 Mio. Euro lag der Verwaltungsaufwand um 74 Mio. Euro über dem Vorjahr. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe sowie aus Umlagen im Zusammenhang mit Konzernprojekten.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich um 122 Mio. Euro auf 553 Mio. Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen von 57 Mio. Euro, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen stehen.

Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital in Höhe von 4,6 Mrd. Euro lag die Operative Eigenkapitalrendite bei 13,3 % (Vorjahr: 14,8 %). Die Operative Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 13,7 % gegenüber 15,3 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote betrug 71,3 %, nach 68,6 % im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten und Kontrahentenrisiken im Derivategeschäft läge die Operative Eigenkapitalrendite bei 11,1 % (Vorjahr: 15,2 %). Die bereinigte Aufwandsquote beliefe sich auf 75,1 %, nach 67,9 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

In einem Marktumfeld mit anhaltend niedrigen Zinsen und zeitweise hoher Kursvolatilität, die sowohl auf die Zentralbankenpolitik als auch auf unterschiedliche makroökonomische Ereignisse zurückzuführen war, zeichnete sich das Geschäftsjahr 2015 durch eine sehr positiv verlaufene erste Jahreshälfte und ein schwierigeres zweites Halbjahr aus. Dabei profitierte das Segment von seiner diversifizierten Aufstellung und sorgfältigem Ressourcenmanagement. Geringere Geschäftsaktivitäten in einzelnen Produktbereichen konnten teilweise von Zuwächsen in anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen werden.

Fixed Income & Currencies

Die Ertragsentwicklung im Konzernbereich Fixed Income & Currencies (FIC) wurde im gesamten Jahresverlauf maßgeblich durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die damit einhergehende geringe Kundennachfrage bei Zinsabsicherungsgeschäften bestimmt. Im Gegensatz dazu führte die im Vergleich zum Vorjahr erheblich angestiegene Volatilität der Devisenmärkte - vor allem im ersten Quartal des Berichtsjahres - zu hohen Kundenaktivitäten. Hierzu trug auch die von den Märkten unerwartete Aufhebung der Bindung des Schweizer Franken an den Euro bei. Die Volatilität der Märkte reduzierte sich im weiteren Jahresverlauf, bevor sie im vierten Quartal wieder deutlich anstieg. Für den elektronischen Devisenhandel war 2015 ein Rekordjahr, das durch die Einführung von "FX Live Trader", einer neuen Devisenhandelsplattform für unsere Geschäftskunden, unterstützt wurde.

Um besser auf die Kundenbedürfnisse im aktuellen Niedrigzinsumfeld reagieren zu können, wurde das Zins- und Devisengeschäft aufbauorganisatorisch zusammengefasst. Im Zuge der Einführung globaler Kompetenzzentren wurde der standardisierte Zins- und Devisenhandel in Frankfurt konzentriert, um von der stärkeren Verzahnung mit der bestehenden Prozesskompetenz im elektronisch abgewickelten Handel profitieren zu können.

Um der zunehmenden Komplexität der regulatorischen Anforderungen sowie den Ressourcenbeschränkungen besser begegnen zu können, wurde im Rahmen der Optimierung des FIC-Geschäftsmodells die Einheit "XVA Pricing and Portfolio Optimisation" geschaffen. Diese agiert als Bindeglied zum Bereich Credit Portfolio Management bei allen Derivatebewertungen (Credit, Funding und Debt Value Adjustments) und ist darüber hinaus für die strategische Reduzierung und Optimierung des bestehenden FIC-Derivateportfolios zuständig.

Der Konzernbereich konnte zudem im Geschäftsjahr 2015 das Market-Services-Angebot als Kerngeschäft in seinen zentralen Märkten etablieren. Dies bestätigte sich durch das Gewinnen mehrerer Kundenmandate sowohl im Custody-/Depotgeschäft als auch im Derivate Clearing Geschäft. Für die ab Mitte 2016 für einige Zinsderivate für finanzielle Gegenparteien verbindliche Clearingpflicht, die in Zukunft auf weitere Produkte ausgedehnt werden soll, ist FIC mit seiner Derivate Clearing-Plattform bestens positioniert. Dies wurde durch die positive Kundenresonanz auf die Custody- und Collaterallösungen bestätigt. In zahlreichen Umfragen wurde die Commerzbank mit diesem Angebot als "Outperformer" ausgezeichnet.

Im Rahmen der im September 2015 gestarteten "Distributed Ledger Group"-Initiative untersucht FIC im Konsortium mit anderen Banken, wie Blockchain-Technologien am besten für Kunden einzusetzen sind und inwieweit gemeinsame Standards eine schnellere Entwicklung und Nutzung der Technologie ermöglichen. Die Produktkompetenz des Bereiches wurde wiederholt durch entsprechende Auszeichnungen belegt.# Im Wettbewerbsvergleich des "Deutschen Risk Rankings 2015" belegte FIC den ersten Platz in den Kategorien "Overall", "Currency Overall", "Interest Rates Overall", "Risk Management, Overall", "Interest Rate Swaps", "Cross-Currency Swaps", "FX Swaps & Forwards". Zusätzlich wurde FIC von "FX Week" mit dem Preis für die beste E-FX-Plattform für Corporates ausgezeichnet. Des Weiteren wurde das Custody Business von Market Services in verschiedenen Kundenumfragen positiv herausgestellt.

Equity Markets & Commodities

Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities (EMC) erzielte 2015 erneut Erträge auf Vorjahresniveau und profitierte dabei von der diversifizierten Geschäftsausrichtung innerhalb des Konzernbereichs sowie einer hohen Kundennachfrage. Das stabile Ertragsniveau ist auf eine erfreuliche Entwicklung des aktien- und rohstoffinduzierten Geschäfts zurückzuführen. Den Herausforderungen in den Rohstoffmärkten konnten wir uns durch die optimale Aufstellung des Commodities-Bereichs im vergangenen Berichtsjahr stellen. Hier profitierte EMC vom Absicherungsbedarf der Unternehmenskunden sowie von der positiven Margenentwicklung durch eine sinkende Anzahl der Wettbewerber.

Die starke Positionierung des Konzernbereichs als führender europäischer Anbieter und Marketmaker für Aktien- und Rohstoffprodukte, insbesondere bei ETFs, wurde 2015 erneut bestätigt. Dazu trugen auch wieder die Produktangebote im Bereich Asset und Liability Management Solutions bei. Die im Berichtsjahr umgesetzten strategischen Initiativen zeigten erste positive Wirkung. So wurde die Vermarktung des ersten in Großbritannien in Renminbi denominierten "Money Market UCITs ETF" gestartet, der einen Meilenstein bei der Etablierung der chinesischen Währung als Anlagewährung am europäischen Markt darstellt. Über die CFD-Plattform, die von institutionellen Kunden unter anderem als sogenannte "White Labeling"-Plattform genutzt wird, konnten neue Kunden auch außerhalb Deutschlands gewonnen werden. Mit diesem Angebot ist die Commerzbank der Vorreiter im europäischen Markt.

Des Weiteren kam der Konzernbereich gut beim selektiven Ausbau der Geschäftsaktivitäten in Asien voran. Durch eine rege Kundennachfrage nach strukturierten aktienbasierten Lösungen konnten die Umsätze mit diesen Produkten deutlich gesteigert werden. Bestätigt wurde diese kundenfokussierte Geschäftsausrichtung durch mehrere renommierte Auszeichnungen. So erreichte die Commerzbank das fünfte Jahr in Folge den ersten Platz in den Kategorien "Structured Products and Commodities" in der Umfrage des "Deutschen Risk"-Magazins unter deutschen Kunden im Derivatemarkt. Bei den "Zertifikate-Awards 2015" gewann die Commerzbank den ersten Platz in der Kategorie "Zertifikatehaus des Jahres". Außerdem gelang es, die führende Position in der Kategorie "Discountzertifikate" zu behalten.

Corporate Finance

Der Konzernbereich Corporate Finance konnte in einem von makroökonomischer Unsicherheit geprägten Marktumfeld an die positive Ertragsentwicklung des Vorjahres anknüpfen und erneut einen guten Ergebnisbeitrag liefern. Nach einem sehr guten Jahresauftakt war - vor dem Hintergrund des schwierigeren wirtschaftspolitischen Umfeldes zu Beginn des zweiten Halbjahres - ein deutlicher Rückgang der Emissionstätigkeit sowohl am Aktien- als auch am Fremdkapitalmarkt zu verzeichnen. Zum Ende des Jahres erholten sich die Märkte demgegenüber wieder und vor allem kurzfristig durchführbare Transaktionen/Emissionen konnten erfolgreich platziert werden.

Equity Capital Markets (ECM)

Der Bereich Equity Capital Markets (ECM) profitierte von einer besonders im ersten Halbjahr geringen Aktienmarktvolatilität und einem attraktiven Bewertungsniveau. ECM begleitete zahlreiche Eigenkapitaltransaktionen, darunter Börsengänge, Kapitalerhöhungen und Umplatzierungen für deutsche Unternehmen sowie für Finanzinstitute, und konnte seine führende Position bei Eigenkapitaltransaktionen für den deutschen Mittelstand weiter festigen. Insgesamt lag das Aktienemissionsvolumen in Deutschland und Europa aber unter dem Niveau des Vorjahres.

Debt Capital Markets

Der Bereich Debt Capital Markets Bonds setzte seine selektive Internationalisierung erfolgreich fort und begleitete im Berichtsjahr deutsche und vor allem internationale Unternehmen und Finanzinstitute bei der Emission von Euro- sowie US-Dollar-Anleihen. Im Berichtsjahr ist es gelungen, die Marktstellung bei der Begebung von Pfandbriefen internationaler Finanzinstitute weiter zu verbessern. Erstmals erreichten wir eine Top-3-Position in den "Global Covered Bonds"-Ranglisten.

Der Markt für Konsortialkredite verzeichnete ein gestiegenes Emissionsvolumen in der Europeripherie, während die Emissionsvolumina in den europäischen Kernländern deutlich zurückgingen. Der Bereich Debt Capital Markets Loans konnte in einem wettbewerbsintensiven Umfeld seine Marktführerschaft in Deutschland nach Anzahl der Transaktionen verteidigen und seine bereits starke Position innerhalb Europas und des Mittleren Ostens aufgrund der erfolgreichen Nutzung von Marktchancen in peripheren Euroländern ausbauen. Auch der Leveraged-Finance-Bereich hat seine führende Wettbewerbsposition in Deutschland und Europa im Berichtsjahr bestätigen können. Der Bereich hat sich auch 2015 in einer vorderen Position nach Anzahl der durchgeführten Transaktionen in Deutschland halten können.

M&A Advisory

Während der europäische Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) im Berichtsjahr von großen Transaktionen und hohen Bewertungsniveaus geprägt war, die zu einem hohen Marktvolumen führten, entwickelte sich der deutsche Markt relativ schwach, obwohl der Anteil an Transaktionen mittelständischer Unternehmen gestiegen ist. Das Geschäftsfeld M&A Advisory begleitete erfolgreich eine Reihe von Beratungsmandaten vor allem für deutsche mittelständische Unternehmen.

Structured Capital Markets

Der Bereich Structured Capital Markets führte zahlreiche Transaktionen erfolgreich durch, unterstützte daneben die Bank bei der Reduzierung der risikogewichteten Aktiva und lieferte erneut einen guten Ergebnisbeitrag.

Credit Portfolio Management

Credit Portfolio Management (CPM) ist verantwortlich für die Steuerung der Adressenausfallrisiken aus Krediten und Derivaten von Corporates und Markets (inklusive der Funding Value Adjustments von Derivaten), die Bereitstellung von spezifischen Kreditabsicherungen auf Anforderung für die Mittelstandsbank über den Kapitalmarkt, den weiteren wertmaximierenden Abbau des bereits deutlich reduzierten Portfolios der ehemaligen Portfolio Restructuring Unit und die Beratung der NCA (über ein Service Level Agreement) bezüglich der Steuerung der Risiken und den Abbau des Private-Finance-Initiative-&-Utility-Portfolios sowie diejenigen Public-Finance-Engagements mit signifikanter Komplexität und/oder Kreditrisiko.

Innerhalb von Corporates & Markets ist CPM die zentrale Frontoffice-Funktion für die proaktive Kreditrisiko-, Marktrisiko- sowie Kapitalsteuerung von Adressenausfallrisiken aus Krediten und Derivaten. Die Konzerneinheit stellt zusätzlich sicher, dass Kredite und Derivate marktkonform gepreist sind hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme aller finanzieller Ressourcen (inklusive Kapital und Funding).

CPM konnte im Geschäftsjahr 2015 erneut einen signifikanten positiven Beitrag zum Segmentergebnis leisten. Die Konzerneinheit strebt Kosteneffizienz an, indem sie IT und Infrastruktur der Bank zum Erfüllen der Anforderungen der anderen Frontoffice-Einheiten sowie der Kontrollfunktionen bestmöglich ausnutzt. Im Rahmen des strategischen Plans hat CPM 2015 erfolgreich die Erträge durch auf Kunden maßgeschneiderte Kreditprodukte (in Zusammenarbeit mit DCM Loans) und Anlagen in Kreditinstrumenten, die EVA positiv sind sowie zufriedenstellende Kreditrisikocharakteristiken und mittlere Restlaufzeiten aufweisen, gesteigert.

Client Relationship Management

Der Konzernbereich Client Relationship Management war für die globale Betreuung der kapitalmarktnahen Unternehmen und ausgewählter deutscher Familienunternehmen in allen wichtigen Industriezweigen sowie Finanzinstitutionen außerhalb des Bankensektors zuständig. Daneben betreute der Konzernbereich führende Private-Equity-Investoren, Sovereign Wealth Funds, Asset-Manager sowie den Bund und die Bundesländer. Seit Mai 2015 übernahm das Client Relationship Management zusätzlich die Verantwortung für alle weiteren direkten Kunden der Investmentbank.

Um den Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, arbeitet der Konzernbereich intensiv mit den jeweiligen Produktspezialisten im In- und Ausland über alle Bereiche der Bank hinweg zusammen. Auch im Jahr 2015 stand Client Relationship Management seinen Kunden als starker und verlässlicher Partner im Investment- und Corporate Banking zur Seite. Innovative Antworten auf die Herausforderungen der globalen Finanzmärkte bei der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeiten standen hierbei für die Kunden des Bereichs im Vordergrund.

Ausblick Corporates & Markets

In einem auch weiterhin regulatorisch und marktseitig herausfordernden Umfeld plant das Segment Corporates & Markets, seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter zu festigen. Die Konzernbereiche Corporate Finance und Client Relationship Management werden zu dem neuen Konzernbereich Advisory & Primary Markets zusammengefügt. So können die traditionellen Stärken der Commerzbank in der Kapitalmarktfinanzierung ausgebaut und deutsche Großkunden sowie europäische multinationale Unternehmen umfassender in einem branchenspezifischen Ansatz betreut werden. Durch seinen integrierten Geschäftsansatz wird der Konzernbereich Equity Markets & Commodities auch zukünftig Synergien innerhalb der Commerzbank erfolgreich nutzen und allen Kunden des Konzerns weiterhin eine hochwertige Produktpalette anbieten. Besonderer Fokus bleibt auf der Verstärkung der Beziehungen zu den Kunden, die in der Commerzbank vom Segment Privatkunden betreut werden.# Konzernbereiche

Fixed Income & Currencies

Im Konzernbereich Fixed Income & Currencies wird das Kompetenzzentren-Modell, in Zuge dessen der standardisierte Zins- und Devisenhandel bereits 2015 in Frankfurt konzentriert wurde, abschließend auch in nachgelagerten Bereichen umgesetzt. Hier erwarten wir Vorteile von der stärkeren Verzahnung mit der bestehenden Prozesskompetenz im elektronisch abgewickelten Handel sowie der Bündelung unterstützender Backoffice-Funktionen. Auch im laufenden Jahr 2016 wird der Fokus auf das Thema "Kostendisziplin" gerichtet sein. Durch die bereits in den Vorjahren gestartete und weiter laufende Kosteninitiative sind auch 2016 Kosteneinsparungen vorgesehen. Zusätzlich wird die Kostenbasis durch Outsourcing einiger IT- und Backoffice-Funktionen und den damit verbundenen moderaten Personalabbau im Rahmen des Kompetenzzentren-Modells weiter optimiert. Die geplanten Kosteneinsparungen werden jedoch den erhöhten Aufwand für die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen nicht gänzlich kompensieren, sodass insgesamt mit einem Kostenanstieg zu rechnen ist. Das Segment analysiert im laufenden Jahr detailliert seine Infrastruktur. Mit der Implementierung der im Berichtsjahr gestarteten und auf fünf Jahre ausgelegten Initiative zur Überprüfung der IT-Plattformen, Betriebsprozesse und Organisation sowie deren Optimierung entsprechend der Leistungsfähigkeit der Produkt- beziehungsweise Geschäftsbereiche wird 2016 begonnen. Dabei soll die Flexibilität und Effizienz der genutzten Systeme und Prozesse erhöht werden, um so die Marktposition und das Kundenansehen weiter zu festigen. Des Weiteren wird die Stärkung der Compliance-Kultur durch eine Reihe von in New York, London und an anderen Standorten gestarteten Initiativen auch im laufenden Jahr ein besonderer Schwerpunkt des Segments Corporates & Markets bleiben. Der bereits eingeführte neue "Verhaltenskodex", der dem sich deutlich verschärften regulatorischen Umfeld gerecht wird, wird durch eine umfangreiche interne Kommunikationskampagne sowie intensivierte Schulungsmaßnahmen unterstützt. Die Einhaltung der neuen, strengeren Regeln und die weitere Straffung des "Know-your-Client"-Prozesses gehören zu den wichtigen Themen, auf die das Management des Segments über aller Hierarchieebenen hinweg ein besonderes Augenmerk legen wird. Um dem Bedarf unserer Kunden nach einer zeitgemäßen Infrastruktur gerecht zu werden und aktuelle Entwicklungen zur Neukundengewinnung zu nutzen, soll durch die Digitalisierung der Vertriebskanäle eine weitere Effizienzsteigerung erreicht werden. Hier arbeiten wir eng mit den Segmenten Mittelstandsbank und Privatkunden zusammen.

Non-Core Assets

Im Abbausegment Non-Core Assets (NCA) werden in den jeweiligen Konzernbereichen das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung (Commercial Real Estate, CRE), das Schiffsfinanzierungsportfolio (Deutsche Schiffsbank, DSB) und das Staatsfinanzierungsportfolio (Public Finance, PF) gebündelt. Das CRE-Portfolio entfällt überwiegend auf die Hypothekenbank Frankfurt AG (HF). Das PF-Portfolio verteilt sich auf die Hypothekenbank Frankfurt AG, die Commerzbank-Tochtergesellschaft Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg S. A. (EEPK) und die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Non-Core-Teile des Retail-Banking-Portfolios der Hypothekenbank Frankfurt AG sowie Aktiva und Beteiligungen ohne aktuelle Platzierungsmöglichkeiten der Commerz Real werden ebenfalls dem NCA-Segment zugeordnet. Die Abbaustrategie des Segments NCA zielt auf die systematische, wertschonende und risikominimierende Abwicklung der einzelnen Segmentportfolios ab, um im Zeitablauf durch den Assetabbau Kapital zur Verwendung in renditestärkeren Geschäftsfeldern freizusetzen.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 13
| Mio. € | 2015 | 2014¹ | Veränderung in %/%-Punkten |
| :---------------------- | :---- | :---- | :------------------------- |
| Erträge vor Risikovorsorge | 258 | 148 | 74,3 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 366 | - 654 | - 44,0 |
| Verwaltungsaufwendungen | 293 | 309 | - 5,2 |
| Operatives Ergebnis | - 401 | - 815 | - 50,8 |
| Gebundenes Eigenkapital | 7 268 | 8 094 | - 10,2 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | - 5,5 | - 10,1| 4,6 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 113,6 | 208,8 | - 95,2 |

¹ Anpassung aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Anhang Seite 161 ff.).

Das Segment NCA wies im Geschäftsjahr 2015 ein gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiertes, wenngleich negatives Operatives Ergebnis von - 401 Mio. Euro aus. Im Geschäftsjahr 2014 lag der operative Verlust bei - 815 Mio. Euro. NCA hat im vergangenen Jahr erneut Aktiva und Risiken in allen maßgeblichen Bereichen substanziell verringert. Bei ihrer Bestandsreduktion profitierten die Konzernbereiche Public Finance und CRE weiterhin von verhältnismäßig günstigen Rahmenbedingungen. Während Risikoaufschläge für verschiedene Kategorien von Staatsanleihen mehrheitlich sanken, bestand fortgesetzt hohe Investorennachfrage nach internationalen gewerblichen Immobilien. So wurden auch Verkäufe von großvolumigen Kreditportfolios ermöglicht. Angespannt blieb dagegen die Lage auf den Schiffsmärkten. Der Zeitpunkt für eine nachhaltige Markterholung ist hier nach wie vor nicht absehbar. Der Portfoliorückgang um insgesamt 22 Mrd. Euro auf den Jahresendwert von 63 Mrd. Euro (Exposure at Default, inklusive Problemkredite) zeigt eine unverändert hohe Abbaudynamik, sodass wir abermals unsere ambitionierten Abbauziele für das NCA-Segment übertreffen konnten. Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen um 74,3 % auf 258 Mio. Euro, nach 148 Mio. Euro im Vorjahr. Für den starken Zuwachs des Zinsüberschusses auf 170 Mio. Euro waren im Wesentlichen Erträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln verantwortlich. Im Vorjahr belastete ein Sondereffekt aus der Veräußerung der gesamten operativen CRE-Aktivitäten in Spanien und Japan und führte im Segment zu einem Ausweis des Zinsüberschusses von null. Angesichts vollständig eingestellter Neugeschäftsaktivitäten sank der Provisionsüberschuss im Vorjahresvergleich um 42,3 % auf 15 Mio. Euro. Im volatilen Handelsergebnis, das maßgeblich durch Effekte aus der Bewertung von Derivaten gemäß IAS 39 und von Kontrahentenrisiken beeinflusst wird, ergab sich im Berichtsjahr eine Zunahme um 64,4 % auf 319 Mio. Euro. Im negativen Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von - 235 Mio. Euro, nach - 81 Mio. Euro im Vorjahr, sind maßgeblich Wertkorrekturen auf die HETA Asset Resolution AG reflektiert. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging substanziell um 44,0 % auf - 366 Mio. Euro zurück. Während der Vorsorgebedarf für gewerbliche Immobilienfinanzierungen im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen ist, konnte die Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen nahezu halbiert werden. Der Verwaltungsaufwand konnte vor allem aufgrund geringerer Personalaufwendungen um 5,2 % auf 293 Mio. Euro gesenkt werden. Ohne die erstmals dem Segment anteilig belastete Europäische Bankenabgabe in Höhe von 27 Mio. Euro hätten auch die Sachaufwendungen einen Rückgang erfahren. Die für das Berichtsjahr auszuweisenden Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 16 Mio. Euro stehen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur weiteren Reduktion der operationellen Komplexität. Im Zuge unserer erfolgreichen Abbaumaßnahmen konnten wir im Geschäftsjahr 2015 Eigenkapital von rund 800 Mio. Euro freisetzen. Mit diesem Wert übersteigt die Kapitalfreisetzung das negative Operative Ergebnis in Höhe von - 401 Mio. Euro, sodass auf Nettobasis ein hoher positiver Kapitalfreisetzungseffekt resultiert. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von - 417 Mio. Euro blieb negativ, hat sich aber im Vergleich zum Vorjahreswert von - 876 Mio. Euro mehr als halbiert. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital in Höhe von 7,3 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von - 5,5 %, nach - 10,1 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Abbaustrategie weiter fortgesetzt

Für alle im Segment NCA gebündelten Aktiva wird im Rahmen einer umfassenden Steuerung die Abbauplanung für alle NCA-Portfolios erstellt. Durch den Verkauf zweier gewerblicher Immobilienportfolios sowie der Schiffsrestrukturierungsplattform Hanseatic Ship Asset Management GmbH haben wir unseren wertschonenden Abbau fortgesetzt und sowohl das Risiko als auch die Komplexität im Segment Non-Core Assets weiter reduziert. Der Fokus des Portfolioabbaus liegt auf der Reduzierung des EaD (inklusive NPL). Dabei wird dem Abbau von risikoreicheren Aktiva Priorität eingeräumt. Das NCA-Management verfügt über ein effizientes Instrumentarium zur Portfolioreduzierung. Hierzu zählen aktive Restrukturierungen sowie die Nutzung von Marktopportunitäten. Der in den vergangenen Jahren intensivierte Zugang zu Investoren und Kapitalmärkten ermöglicht einen gezielten Aktivaabbau durch Teilportfolioverkäufe, sofern dadurch Kapital freigesetzt werden kann. Die Commerzbank hat Anfang Juli mit Investoren Vereinbarungen über den Verkauf zweier CRE-Portfolios getroffen. Ein europäisches Portfolio im Nominalvolumen von 2,2 Mrd. Euro, das sowohl Problemkredite als auch nicht notleidende Kredite enthielt, ging an ein Konsortium von J.P. Morgan und Lone Star, ein deutsches NPL-Portfolio mit einem Nominalvolumen von rund 0,7 Mrd. Euro an den Investor Oaktree. Mitte Juli hat die Commerzbank das günstige Marktumfeld genutzt und eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Ende Mai 2013 gegründeten Schiffsrestrukturierungsplattform HSAM GmbH (Hanseatic Ship Asset Management GmbH) an eine Joint-Venture-Gesellschaft bestehend aus KKR Special Solutions Group von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (USA) und Borealis Maritime Ltd. (UK) unterzeichnet. Der wertschonende Bestandsabbau im Geschäftsjahr 2015 spiegelt sich in dem im Vorjahresvergleich um 25 % auf 63 Mrd. Euro reduzierten EaD (inklusive NPL) des Segments NCA wider. Das EAD-Volumen des CRE- und Ship-Finance-Portfolios lag per Ende 2015 bei knapp 19 Mrd. Euro und hat somit das für Ende 2016 anvisierte Ziel eines EaD von 20 Mrd. Euro bereits unterschritten.# Sonstige und Konsolidierung

Seit Jahresmitte 2012 hat sich der NCA-Gesamtportfolio-Bestand von 167 Mrd. Euro auf 63 Mrd. Euro um nahezu zwei Drittel verringert. Gemessen am Höchststand im Jahr 2008 betrug der Rückgang mehr als 220 Mrd. Euro beziehungsweise mehr als 75 %. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken im Vergleich zum Vorjahr um 8 Mrd. Euro auf 36 Mrd. Euro. Die besicherte Refinanzierung der NCA-Aktivitäten erfolgt insbesondere über Hypotheken- und öffentliche Pfandbriefe, Lettres de Gage Publiques und Schiffspfandbriefe. Daneben dienen auch Repo-Geschäfte der Refinanzierung des Bestands. Die Optimierung der Refinanzierungsstruktur - unter anderem durch aktives Deckungsstockmanagement - ist ein wichtiger Bestandteil der Abbaustrategie. Dem Segment NCA stehen weiterhin in ausreichendem Maße gut qualifizierte Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen in den Assetklassen zur Verfügung. Die operative Stabilität der Einheiten des Segments NCA ist gewährleistet.

Commercial Real Estate

Die Verringerung der Bestände in der gewerblichen Immobilienfinanzierung vollzieht sich unverändert mit hohem Tempo. Im Geschäftsjahr 2015 nahm das CRE-Gesamtvolumen (EaD, inklusive NPL) um 9,7 Mrd. Euro (- 49 %) auf 10,3 Mrd. Euro ab. Dabei ging das EaD in CRE Inland, das noch rund 60 % des CRE-Gesamt-Exposures umfasst, bedingt durch die oben genannte NPL-Transaktion um nahezu die Hälfte auf 6,3 Mrd. Euro zurück. Beim CRE-Auslands-Exposure, auf das rund 40 % des Gesamt-CRE-Portfolios entfallen, reduzierte sich das EaD im Laufe des Jahres 2015 auch bedingt durch Großtransaktionen um - 49 % auf 4,0 Mrd. Euro. Durch aktives Management konnten wir neben den Verkäufen von gewerblichen Immobilienfinanzierungsportfolios im In- und Ausland eine Vielzahl weiterer Engagements abbauen. Das Gesamtportfolio nach Nutzungsarten setzt sich wie folgt zusammen: Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (2,9 Mrd. Euro), Handel (3,8 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (2,3 Mrd. Euro, davon 1,4 Mrd. Euro von Privatkunden).

Deutsche Schiffsbank

Im Geschäftsjahr 2015 konnte das Bestandsvolumen (EaD inklusive NPL) der Deutschen Schiffsbank AG (DSB) von 12,1 Mrd. Euro um 3,7 Mrd. Euro auf 8,4 Mrd. Euro reduziert werden. Da das Portfolio überwiegend in US-Dollar denominiert ist, ist der Nettorückgang um 31 % durch die Abwertung des Euro im Jahresverlauf vor allem gegenüber der US-Währung unterzeichnet. Bei unveränderten Wechselkursen hätte ein um 0,9 Mrd. Euro höherer Portfolioabbau ausgewiesen werden können. Im Abbaufokus des Jahres 2015 stand neben dem fortschreitenden Abbau von Problemkrediten auf Einzelkreditebene der Verkauf ausgewählter Kredite aus dem Bereich der vertragsgemäß bedienten Kredite. Die Geschwindigkeit des zukünftigen Portfolioabbaus hängt weiterhin maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Schifffahrtsmärkte ab, deren Gesamtverfassung sich auch im Jahr 2015 zumeist nicht verbessern konnte. Das Portfolio verteilt sich hauptsächlich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (3,2 Mrd. Euro), Tanker (2,0 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (1,8 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio (1,4 Mrd. Euro) beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Public Finance

Die Bestände im Bereich Public Finance umfassen im Wesentlichen Forderungen gegenüber Staaten und Gebietskörperschaften, anderen öffentlichen oder öffentlichnahen Institutionen, Gesellschaften oder Finanzierern sowie Banken. Durch Fälligkeiten in Verbindung mit aktiven Verkäufen, die - wie auch schon im Vorjahr - konzerninterne Übertragungen liquider Aktiva an den Geschäftsbereich Group Treasury enthalten, sank das EaD im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,2 Mrd. Euro auf 44,2 Mrd. Euro. Das überwiegende Exposure im Staatsfinanzierungsbereich liegt in Deutschland, Westeuropa, Nordamerika und Kanada. Das Public-Finance-Portfolio im Segment NCA enthält auch Forderungen gegenüber Banken (6,0 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt mit 85 % ebenfalls in Deutschland und Westeuropa liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren und Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Gewährträgerhaftungen, Anstaltslasten oder anderen Unterstützungsmechanismen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Ausblick Non-Core Assets

Auch weil das Segment NCA schon in der Vergangenheit einen hohen Anteil an Aktiva von hoher Qualität beinhaltete, konnten wir nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios und damit verbundene Risiken kontinuierlich bedeutend schneller als geplant reduzieren. Im Laufe des ersten Quartals 2016 beabsichtigt die Commerzbank, einen großen Teil der verbliebenen Vermögenswerte, ausnahmslos nicht wertberichtigte Aktiva mit hohen internen Ratings, in die Segmente Privatkunden und Mittelstandsbank sowie in den Bereich Sonstige und Konsolidierung zu übertragen. Kriterien für den Übertrag der Aktiva sind gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie Integrierbarkeit in die Refinanzierungs- und Liquiditätsstruktur der betroffenen Einheiten. Im neuen, in Asset & Capital Recovery Unit (ACR) umbenannten Segment, sollen im Wesentlichen komplexe Teilportfolios mit langen Laufzeiten in der Größenordnung von rund 18 Mrd. Euro (EaD inkl. NPL) zurückbleiben, die die genannten Abgrenzungskriterien nicht oder nur teilweise erfüllen. In die Mittelstandsbank wird ein maßgeblicher Teil der gewerblichen Immobilien- sowie Schiffsfinanzierungen (EaD: rund 8 Mrd. Euro) überführt, während das Segment Sonstige und Konsolidierung den größeren Teil der Public-Finance-Portfolios (EaD: rund 36 Mrd. Euro) aufnimmt. In geringem Volumen (EaD: rund 2 Mrd. Euro) wird auch das Segment Privatkunden private Immobilienkredite übernehmen. Die Abbaustrategie für das Segment ACR wird auch in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Die Zielsetzung des wertschonenden, im Zeitablauf vollständigen und Kapital freisetzenden Abbaus der verbliebenen Bestandsportfolios und Restrisiken bleibt unverändert bestehen. Von Möglichkeiten des Asset- beziehungsweise des Portfolioverkaufs wird weiterhin dann Gebrauch gemacht, wenn der Verkauf ökonomisch sinnvoll ist. Per Jahresende 2019 strebt das Segment ACR eine weitere substanzielle Verringerung des Bestandsportfolios in den Bereichen CRE und DSB auf unter 5 Mrd. Euro an. Im Vergleich zum Startwert zum Übertragungszeitpunkt von knapp 10 Mrd. Euro entspricht dies mindestens einer Verringerung um rund die Hälfte. Das über 2016 hinaus bestehende Niedrigzinsumfeld und der Anlagedruck bei Groß- wie auch Kleinanlegern fachen die relative Attraktivität der Assetklasse Immobilien vor allem im Euroraum weiter an. Zusätzlich wird die seit Jahresmitte 2015 deutlich an Fahrt gewinnende Erholung der Vermietungsmärkte zur Stärkung des bereits auf dem Niveau der Boomjahre 2006/07 angekommenen Investmentgeschehens beitragen. Während die Charterraten für Tanker aktuell auskömmlich sind, bleiben die Märkte für Containerschiffe und Massengutfrachter weiterhin durch Überkapazitäten geprägt, was sich unverändert in sehr niedrigen Charterraten widerspiegelt. Dadurch kann ein Teil der Finanzierungen der von der Krise betroffenen Schiffe nicht mehr vertragskonform bedient werden. Eine substanzielle Änderung der Lage ist nicht abzusehen, sodass sich die Schiffsmärkte auch im Jahr 2016 voraussichtlich nicht nachhaltig erholen werden. Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Europa abhängig. Der Bereich Public Finance wird daher auch künftig sich bietende Gelegenheiten zum risikoorientierten und ergebnisschonenden Asset- und Portfolioabbau suchen und nutzen.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Das Operative Ergebnis des Jahres 2015 betrug - 459 Mio. Euro gegenüber - 1 214 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 755 Mio. Euro ist in erster Linie auf hohe Nettoneubildung von Rückstellungen für Prozessrisiken im Vorjahr zurückzuführen. Überdies konnte Group Treasury das sehr gute Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. Unter Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 41 Mio. Euro belief sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im Jahr 2015 auf - 500 Mio. Euro, nach - 1 214 Mio. Euro im Jahr 2014.

Unsere Mitarbeiter

Engagierte und kompetente Mitarbeiter sind die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Bank. Unser Anspruch als Multikanalbank ist es, unseren Kunden mit umfassendem Service und innovativen Produkten zur Seite zu stehen. Zugleich stellen wir uns den Anforderungen der Arbeitswelt 4.0, die von wachsender Vernetzung und Digitalisierung sowie neuen Formen der Arbeitsorganisation bestimmt ist.# Personal

Mit unseren vielfältigen Instrumenten der Personalpolitik schaffen wir ein Umfeld, das von attraktiven Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten geprägt ist.

Tabelle 14: Kopfzahlen

31.12.2015 31.12.2014
Gesamtzahl Beschäftigte Konzern 51.305 52.103
Gesamtzahl Beschäftigte AG 36.884 38.196

Zum Jahresende 2015 waren im Commerzbank-Konzern 51.305 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2014 entspricht dies einem Rückgang um 798 Beschäftigte. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 45.419 gegenüber 46.294 im Vorjahr.

Tabelle 15: Vollzeitkräfte

Segment 31.12.2015 31.12.2014
Privatkunden 14.920 15.525
Mittelstandsbank 5.379 5.487
Central & Eastern Europe 6.541 6.328
Corporates & Markets 1.883 1.896
Non-Core Assets 309 476
Sonstige und Konsolidierung 16.387 16.582
Konzern gesamt 45.419 46.294

Mit rund 76 % ist der größte Teil der Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) beträgt rund 19 Jahre, 22,1 % der Beschäftigten sind bis zu 9 Jahre im Unternehmen angestellt, 29,6 % zwischen 10 und 19 Jahren und 48,3 % 20 Jahre und mehr. Die Fluktuationsquote lag 2015 bei 3,2 %, nach 4,8 % im Jahr 2014.

Personalstrategie weiterentwickelt

Die Commerzbank hat im Berichtsjahr ihre personalpolitischen Leitplanken in ihrer Personalstrategie neu definiert. Daraus leitet sich auch eine Neuaufstellung des Personalbereichs ab. Durch die klare Ausrichtung an den Zielen der Bank wird die Qualität der Personalarbeit weiter verbessert und der Wertbeitrag hieraus erhöht. Besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen "Recruiting und Personalentwicklung", sowie "Performance-Management und Vergütung". Wie in anderen Bereichen der Bank auch gehören Standardisierung, Automatisierung und Sourcing zu den wesentlichen Stellschrauben. Um Kosten zu senken und damit die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Commerzbank zu sichern, stellt sich der Personalbereich noch effizienter auf und lagert einen Teil der standardisierbaren Tätigkeiten aus, zum Beispiel die Bearbeitung von Vertrags- oder Adressänderungen.

Partner bei Restrukturierungsmaßnahmen

Vor dem Hintergrund verschärfter Wettbewerbsbedingungen und einem schwierigen Marktumfeld überprüfen alle Segmente der Bank regelmäßig, ob ihr Geschäftsmodell und ihre Prozesse noch effizient genug sind oder angepasst werden müssen. Die Voraussetzung, um Innovationen und Veränderungen umzusetzen, ist die konstruktive und professionelle Zusammenarbeit der Bank mit den Arbeitnehmergremien. Seit Anfang des Berichtsjahres bündeln wir unsere Kompetenzen zur personalwirtschaftlichen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen in einem eigenen Bereich. Der Personalbereich berät und begleitet die Banksegmente und trägt so maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung neuer Organisationsstrukturen oder neuer Geschäftsmodelle bei. Kommt es im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen zum Abbau von Stellen, nutzt die Bank alle personalwirtschaftlichen Instrumente, um den Abbau sozialverträglich zu gestalten. Mitarbeiter können sich von spezialisierten internen Personalberatern unterstützen lassen und zur beruflichen Neuorientierung Coachings und Orientierungsworkshops nutzen. Ziel ist es, intern oder auch extern ein neues berufliches Tätigkeitsfeld zu finden.

Einheitliches Führungsverständnis als Voraussetzung für Unternehmenserfolg

Um den Erfolg der Bank langfristig zu sichern, ist ein gemeinsam geteiltes zukunftsorientiertes Führungsverständnis erforderlich. Im Berichtsjahr Wurden die Eckpunkte dazu erarbeitet und entsprechende Grundsätze formuliert. Sie orientieren sich an sechs Dimensionen für ein Werteorientiertes Führungsverständnis: Kundenorientierung vorleben, Leistung erbringen, Erfolg haben, zusammenarbeiten, Richtung geben und Vorbild sein. Die Führungsgrundsätze bilden einen einheitlichen Standard für Führungsverhalten in der gesamten Bank und gelten sowohl in der Zusammenarbeit mit internen und externen Kunden als auch Mitarbeitern.

Frauen in Führungspositionen

Die Bank hatte sich bereits 2010 das Ziel gesetzt, bis Ende 2015 konzernWeit über alle Führungsebenen einen Frauenanteil von 30 % zu erreichen. Im Berichtsjahr lag die Quote bei 28,5 %. Die Besetzung von Frauen in Führungspositionen gehört Weiterhin zu den Wichtigen Zielen der Commerzbank. Bereits im März 2015 hat der Vorstand nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern" beschlossen, für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands eine Zielquote bis zum 30. Juni 2017 zu benennen, die dem zum 31. Dezember 2014 erreichten Stand entspricht. Die veröffentlichten Zielquoten sind aber nicht als Planzahlen zu verstehen. So wurde zum Beispiel die Besetzungsquote auf der ersten Führungsebene im Berichtsjahr von 8 % auf über 18 % gesteigert. Für die Bank ist es erklärtes Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern, unabhängig von gesetzlichen Regelungen. Diese Entscheidung ist von der Überzeugung geleitet, dass eine Position alleine nach Qualifizierung und Kompetenz besetzt werden soll - unabhängig vom Geschlecht. Nähere Erläuterungen zur Umsetzung des Gesetzes finden sich im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 32. Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Commerzbank das international aktive Frauennetzwerk Courage. Dort kommen Kolleginnen zusammen, um die Chancen und Möglichkeiten von Frauen in der Commerzbank zu steigern. Die Bank profitiert vom Zuwachs an Know-how und Erfahrungen der Netzwerkerinnen. Seit 2014 fördert die Commerzbank mit der Etablierung des Formats "She-VIP-Lunch" auch den Austausch erfolgreicher Frauen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Im gemeinsamen Diskurs werden aktuelle Themen mit Bezug zur Frauenförderung wie beispielsweise Arbeiten 4.0 besprochen.

Arbeitswelt 4.0: neue Angebote und Antworten

Digitale Technologien haben massiven Einfluss auf unsere Arbeitsbedingungen. Wir sind in unserer Arbeit nicht mehr notwendigerweise an einen festen Ort und starre Zeiten gebunden. Viele, vor allem jüngere Menschen empfinden dies als große Chance, Arbeit selbstbestimmt und nach ihren persönlichen Lebensumständen auszurichten. Für Mitarbeiter wird es immer wichtiger, Privatleben und Beruf gut miteinander zu vereinbaren. Das zeigt auch die Väterstudie in der Commerzbank, für die wir im Berichtsjahr rund 1.000 Väter, darunter auch Führungskräfte, befragt haben. Die klassische Geschlechterrolle rückt zunehmend in den Hintergrund. Frauen besetzen immer häufiger Führungspositionen und Väter orientieren sich stärker an ihren Familien. So haben im Berichtsjahr 367 Väter im Durchschnitt 2,2 Monate Elternzeit genommen. Kinderbetreuung wird immer mehr zur gemeinsamen Aufgabe in einer Partnerschaft. Darin unterstützt die Commerzbank ihre Mitarbeiter. Sie bietet bundesweit circa 320 Vollzeitplätze in Kindertagesstätten, Kindergärten und in einem Schülerhort in Frankfurt an. Zudem vermittelt der PME-Familienservice für die Mitarbeiter bundesweit kostenfrei Plätze in Betreuungseinrichtungen, sollte ein Platz in der betrieblichen Kinderbetreuung nicht infrage kommen.

Flexibilität und Mobilität als entscheidende Wettbewerbsvorteile

Wie sich Arbeit langsam von der Vorstellung eines festen Büroarbeitsplatzes löst, zeigt die Arbeitsplatzgestaltung in den Lateral Towers in Frankfurt mit der Umsetzung unseres "New-Work-Konzepts". In dem Bürogebäude gibt es weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter, dafür aber viele Arbeitsmöglichkeiten, die die Kommunikation der Kollegen untereinander unterstützen, zum Beispiel "Thinktanks", Inspirationszonen oder die Coba-Lounge. New Work kann mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice kombiniert werden. Ein Nebeneffekt sind erhebliche Einsparungen bei den Raumkosten. Mobilität ist eines unserer zentralen personalstrategischen Themen. Wir haben rund 1.100 Filialen in Deutschland und sind in mehr als 50 Ländern vertreten. Es ist nicht immer leicht, Personalbestand und -bedarf in Einklang zu bringen. Strategische Entscheidungen schnell und flexibel umsetzen zu können, ist daher ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. IT-gestützt erstellen wir für Segmente oder Bereiche Hochrechnungen über ihren künftigen Personalbestand und entwickeln gemeinsam Szenarien zur geschäftlichen Entwicklung und dem sich daraus ergebenden Personalbedarf. Wir sind überzeugt, mit einer höheren Mobilitätsbereitschaft Geschäftspotenziale besser nutzen zu können. Daher werden wir künftig verstärkt internationale Stationen in die Nachwuchs- und Führungskräfteentwicklung integrieren.

Veränderungsbereitschaft und Vielfalt als Schlüsselfunktionen in der digitalisierten Arbeitswelt

Im Zeitalter von Digitalisierung und lebenslangem Lernen ist der erlernte Beruf häufig nur noch Startpunkt fürs Erwerbsleben. Die permanente Qualifizierung und Entwicklung im Berufsleben gewinnt immer stärker an Bedeutung und eröffnet neue Entwicklungsperspektiven. Mit rund 1.800 Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen wir Mitarbeitern, für ihre berufliche Fitness zu sorgen. Darüber hinaus eröffnen wir mit circa 300 segmentübergreifenden Entwicklungswegen neue Perspektiven. Damit Qualifizierungen zum Bedarf in der Bank und zu den Vorstellungen der Mitarbeiter passen, wurde der Kompetenz-Dialog eingeführt. Im Berichtsjahr haben insgesamt fast 29.500 Mitarbeiter am Kompetenz-Dialog teilgenommen und ein Gespräch mit ihrer Führungskraft über mögliche Entwicklungswege, eine bankweite Laufbahnplanung und die dazu erforderliche Qualifizierung in der Commerzbank geführt. Für unseren Erfolg im Geschäft mit unseren Kunden benötigen wir Mitarbeiter, Führungskräfte und Projektmanager, die ein breites Spektrum an Erfahrungen und Kompetenzen mitbringen.# Mitarbeiter

Dazu gehört auch, sich in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen erfolgreich bewegen zu können und sich dabei in ihrer Vielfalt nicht nur zu ergänzen, sondern einen Mehrwert zu schaffen.

Gesundheitliche Risiken im Blick behalten

Permanente Erreichbarkeit, die Verdichtung des Arbeitslebens und negative Belastungen im Privatleben führen nicht selten zu Stresssituationen oder Überforderung. Dies bestätigen Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen zum Anteil psychischer Erkrankungen in Deutschland, die seit Jahren steigen. Als Arbeitgeber sind wir gefordert, die Gesundheit unserer Mitarbeiter im Blick zu haben. Die erfahrenen psychosozialen Experten unseres "Employee Assistance Program (EAP)" helfen Mitarbeitern, wenn es im beruflichen oder privaten Umfeld zu schwierigen Situationen kommt. Teil unseres Gesundheitsmanagements sind außerdem umfassende Angebote zu Ernährung, Stressmanagement, Bewegung und Suchtprävention, die auch 2015 wieder erweitert wurden.

Zusatzleistungen für Mitarbeiter weiter modernisiert

Attraktive Zusatzleistungen können ein wichtiger Faktor sein, um die berufliche Zufriedenheit und Motivation zu verbessern. Die Bank erweitert ihr Angebot an Zusatzleistungen kontinuierlich und fördert zum Beispiel mit einem angepassten Bankwagenangebot die private Flexibilität von Mitarbeitern. Um die Umwelt zu schonen, werden dabei insbesondere schadstoffärmere Modelltypen begünstigt. Mit insgesamt über 5 800 Bestellungen erwies sich unser Angebot IT@home auch im Berichtsjahr als eine außerordentlich beliebte Zusatzleistung. Mit diesem Angebot können unsere Mitarbeiter hochwertige Smartphones, Tablets oder Notebooks bestellen und von steuerlichen Vorteilen profitieren. Dies gilt auch für Bikelease, über das Mitarbeiter steuerbegünstigt Fahrräder, Pedelecs oder andere E-Bikes nutzen können. Seit dem Berichtsjahr sind Versicherung, Notfallservice und eine Mobilitätsgarantie im Leasingpaket inbegriffen.

Vergütung

Die Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.

Dank an die Mitarbeiter

Wir danken unseren Mitarbeitern für ihre engagierte Leistung. Sie alle haben mit ihrer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit und Unterstützung entscheidend zum Unternehmenserfolg im Jahr 2015 beigetragen.

Nachtragsbericht

Commerzbank eröffnet Repräsentanz in Peking für Kapitalmarktgeschäfte

Anfang Februar 2016 hat die Commerzbank von der China Securities Regulatory Commission und der Beijing Administration for Industry and Commerce die Genehmigung zur Eröffnung einer Repräsentanz in Peking für Kapitalmarktgeschäfte erhalten. So können Kunden ab sofort noch stärker vom internationalen Investmentbanking-Know-how der Commerzbank profitieren. Mit der neuen Repräsentanz stärkt die Commerzbank ihr Angebot für Unternehmen und Institutionen. Durch die neue Repräsentanz können wir unsere Kunden innerhalb und außerhalb Asiens noch besser bei Expansionsplänen und Finanzierungsvorhaben unterstützen.

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2015 nicht eingetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die größten Risiken für die Weltwirtschaft gehen 2016 von der Entwicklung in den Schwellenländern aus. Im Fokus steht dabei weiterhin China, wo die Verschuldung vor allem bei staatlichen Unternehmen gestiegen ist - und zwar schwerpunktmäßig in der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie im Bergbau und bei den Versorgern, wo hohe Überkapazitäten und fallenden Absatzpreise vorherrschen. Die in diesen Sektoren tätigen Unternehmen werden unter zunehmenden Druck geraten. Dies wird das Wirtschaftswachstum in China 2016 weiter abbremsen, auch wenn die meist staatlichen Banken auf Geheiß der Regierung die meisten hoch verschuldeten Unternehmen mit Krediten über Wasser halten dürften. Die Rohstoff importierenden Schwellenländer ohne China haben 2015 von den einbrechenden Rohstoffpreisen profitiert. Mit der Stabilisierung der Rohstoffpreise dürfte der Rückenwind von dieser Seite nachlassen. Sie dürften aber vor allem darunter leiden, dass mit höheren Leitzinsen in den USA auch bei ihnen eine Dekade des billigen Geldes zu Ende geht. Dagegen ist zu erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, 2016 etwas aufhellt.

In den USA rechnen wir 2016 mit einem Plus von 2,0 %. Die starke Inlandsnachfrage dürfte die nachlassende Nachfrage aus den Emerging Markets sowie den dämpfenden Effekt der US-Dollar-Aufwertung ausgleichen. Die amerikanische Notenbank wird die Leitzinsen weiter erhöhen, denn die US-Wirtschaft nähert sich mit einer Arbeitslosenquote von unter 5 % der Vollbeschäftigung und der sich bereits abzeichnende stärkere Lohnanstieg signalisiert eine mittelfristig höhere Inflation.

Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr
2015 2016¹
USA 2,4 % 2,0 %
Euroraum 1,5 % 1,3 %
Deutschland 1,7 % 1,3 %
Mittel- und Osteuropa 0,4 % 2,1 %
Polen 3,6 % 3,1 %

¹ Werte für die Jahre 2016 und 2017 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Beim Wirtschaftswachstum im Euroraum dürfte es 2016 wenig Neues geben. Die Probleme in den Schwellenländern und die noch immer hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte sowie fallende Immobilienpreise in einigen Ländern sprechen für ein weiterhin verhaltenes Wachstum. Mit 1,3 % könnte das Plus sogar etwas niedriger ausfallen als 2015, sodass die noch immer zweistellige Arbeitslosenquote auch 2016 nur zögerlich sinken wird. Entsprechend dürfte der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben. Der massiv gesunkene Ölpreis wird schrittweise auch die Preise nicht energetischer Güter senken, was den inflationstreibenden Effekt der zurückliegenden Euroabwertung größtenteils neutralisiert.

Die Schwäche der Emerging Markets wird 2016 zunehmend auf der deutschen Wirtschaft lasten. Hier ist nur noch mit einem Wachstum von 1,3 % zu rechnen, was allerdings auch positive Effekte mit sich bringt. Schließlich wird hierdurch die bereits hohe Auslastung der Produktionskapazitäten weiter steigen. Gestützt wird die Konjunktur in erster Linie durch den privaten Verbrauch: Die Löhne werden 2016 voraussichtlich um 3 % steigen und damit deutlich stärker als die Inflation (0,7 %), was auch wegen der niedrigen Zinsen zu einem Anstieg des Konsumverhaltens führt. Das schiebt die Konjunktur an und wird die Unternehmen dazu veranlassen, weitere Arbeitskräfte einzustellen, was den Konsum zusätzlich steigen lässt, ohne dass höhere Leitzinsen in Sicht wären, die diesen Prozess stoppen könnten. Deutschland steht am Beginn eines konsumgetriebenen Aufschwungs, unter dessen glänzender Oberfläche es aber zunehmend zu Fehlentwicklungen kommt. Die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen steigen bereits seit fünf Jahren stärker als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen - treiben die niedrigen Zinsen die Preise in die Höhe. Ein Platzen dieser Immobilienblase könnte großen wirtschaftlichen Schaden anrichten.

Die Zinswende in den USA wird an den Finanzmärkten 2016 wohl für Unruhe sorgen. Im Gegensatz zum abgelaufenen Jahr dürften die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen 2016 keine neuen Tiefs markieren, sondern unter deutlichen Schwankungen moderat steigen. Der DAX dürfte 2016 unter starken Schwankungen weiter zulegen. Denn die zementierte Nullzinspolitik der EZB lässt den DAX mit einer Dividendenrendite von gut 3 % attraktiv erscheinen, was 2016 Raum für ein weiter steigendes Kurs-Gewinn-Verhältnis schafft. Der Euro-Dollar-Wechselkurs dürfte sich wegen der klar divergierenden Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks in Richtung Parität bewegen.

31.12.2015 31.12.2016¹ 31.12.2017¹
Euro/US-Dollar 1,09 1,06 1,04
Euro/Pfund 0,74 0,73 0,69
Euro/Zloty 4,26 4,25 4,25

¹ Werte für die Jahre 2016 und 2017 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. September 2015 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Terroranschläge und die anhaltend unsichere Entwicklung in den Schwellenländern die Unternehmen und die Kapitalmärkte nicht ausbremsen konnten. Die erste Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank seit fast zehn Jahren wurde Mitte Dezember 2015 mehrheitlich als ein Zeichen der Zuversicht in die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft interpretiert. Die Stimmung im Unternehmenssektor der Eurowirtschaft fiel zuletzt sehr gut aus - die harten Konjunkturdaten waren aber eher nur solide. Für eine Entwarnung für das bankgeschäftliche Umfeld ist es immer noch zu früh. Denn die Eurokonjunktur wird weiterhin von Sonderfaktoren wie niedrigeren Ölpreisen, einem gesunkenen Außenwert des Euro sowie insbesondere einer expansiven Geldpolitik angeschoben; Rückschlaggefahren bei der wirtschaftlichen Erholung sind nicht vollständig gebannt. Für 2016 ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Tempo der Konjunkturdynamik hierzulande nennenswert ändert. Die Eurokrise ist angesichts ihrer Komplexität aus Staatsschulden-, Finanz- und Strukturkrise ohnehin nicht leicht zu überwinden. Die noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet im gesamten Euroraum weiter auf der Ertragslage der Banken.# An den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum sind Spannungen durch die expansive Geldpolitik teilweise nur überdeckt und durch den regulatorisch bedingten Rückzug der Banken kommt es auf Teilmärkten immer wieder zu Anomalien in der Preisbildung. Der Bankensektor im Euroraum steckt noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. In der Folge notieren große - insbesondere deutsche - Banken an den Börsen hartnäckig mit deutlichen Abschlägen auf ihren Buchwert. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades, die Verbesserung der Qualität der Aktiva und die Erhöhung der operativen Profitabilität in der immer mehr digitalisierten und automatisierten Branche bleiben für den Bankensektor eine wichtige Voraussetzung, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird zudem dadurch erschwert, dass der Spielraum für eine zukünftige Margenstabilisierung aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus zunehmend begrenzt ist und weitere Entlastungen durch rückläufige Kreditrisikovorsorge unsicher sind. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen wird einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden - trotz sichtbarer Erholungstendenzen - im Wege stehen. Im Privatkundengeschäft jedoch wird das Provisionsergebnis trotz der immer noch vorherrschenden Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen und der geringen Neigung zum direkten Wertpapierkauf wachsen können, insbesondere da vermehrt Altersvorsorgeprodukte abgesetzt werden können. Impulse für die Sparte kommen hierzulande zudem von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft. Durch das niedrige Zinsniveau, eine hohe Preissensibilität der Kunden sowie den zunehmenden Wettbewerb von Onlinebanken und technologiegetriebenen Akteuren mit Banklizenzen bleibt die Ausweitung von Ertragspotenzialen begrenzt. Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen hat sich - trotz der unverändert guten konjunkturellen Situation - durch das Ergebnis der letzten Parlamentswahl eingetrübt. Im Zusammenhang mit der neu eingeführten Bankenabgabe sowie anderen möglichen Gesetzes- beziehungsweise Regulierungsinitiativen, unter anderem in Bezug auf eine Konvertierung von in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty, erwarten wir spürbare Belastungen für den Bankensektor. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum sollte andererseits zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die sich verbessernde Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern dürften dank des höheren verfügbaren Einkommens Einlagen und Kredite im Privatkundensegment zählen, aber auch im Kreditgeschäft mit Firmenkunden ist ein Ertragsanstieg zu erwarten.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt vergleichbar mit dem Volumen 2015. Die Commerzbank verfügt über die Möglichkeit, Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe sowie Structured Covered Bonds, die durch SME-Kredite besichert sind, zu emittieren. Besonders durch die besicherten Refinanzierungsinstrumente haben wir einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Diese Emissionen bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Auch künftig wird die Commerzbank unbesicherte Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt aufnehmen: als öffentliche oder Privatplatzierungen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, und zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis.

Abbildung 5 Fälligkeitsprofil von Kapitalmarktemissionen des Konzerns zum 31. Dezember 2015

Mrd. €

Die Hypothekenbank Frankfurt AG hat aufgrund der Abbaustrategie keinen Fundingbedarf mehr am Kapitalmarkt. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Im Berichtsjahr 2015 hat die Commerzbank insgesamt rund 720 Mio. Euro in die strategischen Wachstumsinitiativen der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe investiert. Die Gesamtsumme der Investitionen beläuft sich damit seit 2013 auf rund 2 Mrd. Euro. Durch Anpassungen im Geschäftsmodell an die neuen Rahmenbedingungen in der Finanzbranche will die Bank weiterhin fokussiert wachsen.

Im Segment Privatkunden lag der Fokus 2015 nach dem erfolgreichen Umbau des Geschäftsmodells weiterhin auf der Modernisierung der Bank im Sinne der neuen Privatkundenstrategie. Investitionen flossen vor allem in die Schärfung des Markenprofils und in die Vermarktung des Produkt- und Leistungsangebots mit Schwerpunkt auf kostenlosem Girokonto und Ratenkredit. Ebenfalls im Fokus stand die Weiterentwicklung der digitalen Kanäle "online" und "mobile". Hierzu zählen die Onlinelegitimation, neue Wertpapier- und Zahlungsverkehrsfunktionalitäten, die Erweiterung der Tablet-App und das digitale Haushaltsbuch. Um eine individualisierte und zielgerichtete Kundenansprache zu erreichen, wurde ein digitales Customer-Realtionship-Management-System zunächst für den Onlinekanal aufgebaut. Ziele der strategischen Maßnahmen sind es, Qualität und Wachstum weiter zu steigern und die Profitabilität des Segments nachhaltig zu verbessern.

Das Privatkundengeschäft wird zu einer integrierten Multikanalbank umgebaut. Wesentliche Investitionsmittel werden daher 2016 verstärkt in den Ausbau der Multikanalbankplattform fließen. Insgesamt wird das Segment bis 2016 rund 1 Mrd. Euro in die Plattformen, das Produkt- und Leistungsangebot, den Beratungsprozess und die Qualifizierung der Mitarbeiter investiert haben. Bis zum Berichtsstichtag wurden hiervon seit Anfang 2013 bereits etwa drei Viertel ausgegeben.

Das Segment Mittelstandsbank konzentriert sich im Jahr 2016 auf die Kernthemen Digitalisierung, Internationalisierung und Profitabilitätssteigerung. Die Digitalisierung eröffnet die Chance, Prozesse und Produktabschlüsse digital und effizienter zu gestalten. Für den Firmenkunden bedeutet dies ein neuartiges Erlebnis in der "Kunde-Bank-Beziehung" als Ergänzung zum bewährten klassischen Beratungsansatz. Im Berichtsjahr wurde mit dem neuen Firmenkundenportal bereits die wesentliche Kundenplattform moderner und intuitiver gestaltet und gleichzeitig um neue Funktionalitäten erweitert. Mit der Cash Management App wurde auch der mobile Kundenkanal erschlossen. Entsprechend wird die Mittelstandsbank auch im laufenden Jahr weiter in die Digitalisierung des Geschäftsmodells investieren. Im Fokus stehen dabei Plattformprojekte, die auf Basis einer innovativen Webarchitektur ein verbreitertes und tieferes Angebot digitaler Services bieten werden, sowie ein intelligentes Kundenmanagement durch interaktive Beratungslösungen. Ebenso werden die digitalen Kompetenzen ausgebaut, um die in diesem Zukunftstrend innovativen Unternehmen als Kunden zu gewinnen und begleiten zu können.

International hat die Mittelstandsbank ihre Marktstellung in Europa bereits durch den Ausbau der Präsenz in der Schweiz und in Österreich gefestigt. Zusätzlich wurde das gesamte internationale Produktangebot erweitert und vereinheitlicht. Als nächsten Schritt hat die Mittelstandsbank Ende 2015 die strategische Ausrichtung auf ganz Europa ausgeweitet. Damit erschließt sie sich das Potenzial zur Begleitung von mehr Unternehmen bei deren Internationalisierung. Begleitet werden diese Initiativen durch einen starken Fokus auf die Steigerung der Profitabilität des Segments. Entsprechende Investitionen haben insofern zum Ziel, die Ertrags-, Kosten- und Kapitalseite der Mittelstandsbank nachhaltig zu verbessern.

In das Segment Central & Eastern Europe wurden 2015 rund 100 Mio. Euro investiert. Die Commerzbank wird sich auch künftig insbesondere auf das organische Wachstum der mBank konzentrieren. Die mBank beabsichtigt, ihre Ziele durch fortlaufende Investitionen in moderne Technologien und kundenorientierte Transaktionslösungen zu erreichen. Dies dient dem Ausbau der Führungsposition im Mobile- und Transactionbanking. Hierzu wird die mBank ihre Innovationskultur weiter fördern, um auch zukünftig als der Finanzdienstleister wahrgenommen zu werden, der Standards im modernen Bankgeschäft setzt. In den kommenden Jahren werden die Funktionalitäten für alle Kundensegmente weiterentwickelt. Das Hauptaugenmerk der Investitionen liegt auf einer gezielten Gewinnung von Neukunden und dem weiteren Ausbau des Cross-Sellings. Darüber hinaus soll das "One Network"-Projekt abgeschlossen werden, das allen Kundengruppen die Nutzung eines integrierten Filialnetzes ermöglicht. Die einheitlichen Beratungskompetenzzentren werden durch sogenannte "Light-Filialen" ergänzt, die überwiegend in Einkaufszentren eröffnet werden. Weitere Investitionen dienen der Verbesserung des Bilanzstrukturmanagements, der engeren Verzahnung von Brokerage-Dienstleistungen innerhalb der mBank Gruppe sowie die kontinuierliche Verbesserung der IT-Infrastruktur.# Im Berichtsjahr hat das Segment Corporates & Markets eine strategische Initiative gestartet, die IT-Plattformen, Betriebsprozesse und Organisation überprüfen und entsprechend der Leistungsfähigkeit der Produkt- beziehungsweise Geschäftsbereiche anpassen soll. Die sich daraus ergebende und mit der Gesamtstrategie des Segments im Einklang stehende IT-Strategie wird mit einem Zeithorizont von fünf Jahren entwickelt. Sie wird das Fundament der neuen technischen Architektur des Segments bilden. Mit der Implementierung der ersten Schritte soll bereits 2016 begonnen werden. Das Ziel wird dabei sein, die notwendige Flexibilität und Effizienz sicherzustellen und so die Attraktivität der Commerzbank als Handelspartner für unsere Kunden weiter zu erhöhen. Gleichzeitig wird über die geplanten Maßnahmen eine zukünftig wesentlich effizientere Implementierung von Systemänderungen und insbesondere auch regulatorischen Anforderungen ermöglicht. Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities investierte 2015 in die Weiterentwicklung der Kundenplattformen sowie in die weitere Optimierung der nachgelagerten Prozesse von Handelsgeschäften. Im Konzernbereich Fixed Income & Currencies wurde im Berichtsjahr in die Plattform für das von Kunden bereits gut aufgenommene Angebot Market Services investiert. Neben Client Clearing liegt der Fokus dabei auf Custody und Collateral Services. Darüber hinaus stehen vor allem die elektronischen Handelsplattformen für den Zins-, Anleihen- und Währungshandel im Fokus, um Funktionalitäten für die Kunden weiter zu optimieren. Der Konzernbereich Credit Portfolio Management nutzt bereits viele der in der Bank vorhandenen Systeme. IT-Investitionen konzentrieren sich hier auf Systeme, die für effiziente Bewertung und Management von Kontrahentenrisiken aus Derivategeschäften benötigt werden. Parallel zum angestrebten Wachstum der Segmente setzt die Bank auf eine strikte Kostendisziplin. Ziel ist es, einen Großteil der Investitionen in das Kerngeschäft sowie die zu erwartenden Gehalts- und Sachkostensteigerungen zu kompensieren. Darüber hinaus führt die Commerzbank bereits begonnene segmentübergreifende strategische Investitionsvorhaben fort: Das Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion wurde 2015 erfolgreich eingeführt. Für die Bewältigung der regulatorischen Herausforderungen in den Bereichen Finance und Risk wurde das Projekt "Strategic Architecture Finance and Risk" (SAFIR) berufen. Langfristiges Ziel des Projektes ist die konzernweite Integration der Accounting- und Risikoprozesse des Meldewesens. Infolge weiter wachsender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank weiterhin erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Komplexe Übergangsregelungen, umfangreiche Reportinganforderungen (COREP, FINREP, Offenlegung) sowie die Umsetzung neuer regulatorischer Vorgaben (IFRS 9, AnaCredit, MREL) führen zu einem erhöhten Mehraufwand bei der Ermittlung und Meldung von Informationen an die Bankenaufsicht. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung ihrer gesetzeskonformen und ethischen Grundsätze hat die Commerzbank ein umfangreiches Programm (ARC -Achieving a Robust Compliance Framework) gestartet. Dabei verbessert die Commerzbank ihre Compliance-Funktion und stärkt das Compliance-Management in allen Geschäftseinheiten weltweit.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im zurückliegenden Jahresverlauf 2015 durch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt. Über das Ankaufsprogramm für Wertpapiere stellt die EZB pro Monat zusätzlich 60 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Somit steigt die Überschussliquidität im System kontinuierlich weiter an. Darüber hinaus senkte die EZB im Dezember 2015 den Einlagenfazilität um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr - 0,3 % und erweiterte den Zeitraum des Anleiheankaufprogramms mindestens bis zum Frühjahr 2017. Zusätzlich beschloss die EZB eine Ausweitung des Anleiheankaufprogramms auf Euroschuldtitel von Regionen und Ländern der Eurozone. Die sehr kurzen Zinsen bewegten sich wie erwartet weiterhin in Richtung Verzinsung der Einlagenfazilität. Die Entwicklung des Eonia-Zinssatzes blieb negativ und bewegte sich wie erwartet in Richtung - 15 Basispunkte und antizipierte darüber hinaus die weitere Senkung der Einlagenfazilität, sodass der Eonia zum Jahresende im Bereich um - 24 Basispunkte notiert. Für das erste Quartal 2016 gehen wir von einer Seitwärtsentwicklung des Eonia-Zinssatzes aus. Die kürzeren Euribor-Fixings sind erwartungsgemäß in den negativen Zinsbereich gefallen. Gegen Ende des vierten Quartals 2015 war eine Versteilerung der Zinskurve festzustellen, wobei die kurzfristigen Zinsen weiter nachgaben und die langen Zinsen wie beispielsweise der 10-Jahres-Swapsatz leicht anstiegen. Für 2016 rechnen wir mit einer leicht schwächeren Euribor-Kurve und somit weiterhin nachgebenden Zinsen. Für den 3-Monats-Euribor erwarten wir eine Entwicklung in Richtung - 18 Basispunkte. Im Bereich der Credit Spreads kehrte nach den Wahlen in Griechenland und in der spanischen Provinz Katalonien wieder Sicherheit in die europäischen Märkte für Staatsanleihen zurück. Insbesondere für die südeuropäischen Länder wie Portugal, Spanien und Italien waren deutlichen Spreadeinengungen zu verzeichnen, während die Eurokernländer nur leicht davon profitieren konnten. Die Spreadentwicklung bleibt durch die Ausweitung des Ankaufsprogramms der EZB für Anleihen bis Frühjahr 2017 gestützt. Die Wahl in Spanien und die damit verbundene Unsicherheit der Regierungsbildung hat nur zu einer leichten Ausweitung der Credit Spreads geführt. Für Covered Bonds, die bereits auf sehr engen Spreads handeln, waren leichte Spreadausweitungen zu verzeichnen. Aufgrund der stetigen Nachfrage der EZB im Rahmen ihres Ankaufprogramms für Anleihen und der insgesamt stabilen Emissionsaktivitäten gehen wir weiterhin von einer seitwärts gerichteten Spreadentwicklung für 2016 aus. Die Umsetzung regulatorischer Vorgaben wie zum Beispiel der "Liquidity Coverage Ratio (LCR)" und der "Leverage Ratio" sind aus unserer Sicht bereits im Markt eingepreist. So haben sich die Refinanzierungskosten für Collaterals, die einen LCR-Abfluss verursachen, im Verhältnis zu LCR-fähigen Wertpapieren grundsätzlich verteuert und es hat sich ein neuer bilateraler Repomarkt entwickelt, der diese Collateral Up-/Downgrades verstärkt handelt. Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken stark limitierend auf die Umsätze im Repomarkt. Im Rahmen der Jahresendsteuerung der Kreditinstitute war im letzten Quartal 2015 ein weiterer Rückgang der Umsätze zu verzeichnen. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse ein Liquiditätsreserveportfolio, das aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt.

Chancenmanagement in der Commerzbank

In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft spürbar verändert. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen. Durch eine konsequente Kundenfokussierung, die Ausweitung digitaler Fähigkeiten und durch eine höhere Flexibilität und Robustheit des Geschäftsmodells will die Bank fokussiert wachsen. Ziel ist es, neue Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden, ein digitales Kundenerlebnis zu schaffen, Organisation und Zusammenarbeit digital auszurichten sowie von FinTech-Unternehmen zu lernen. Zudem wird die Bank agil auf Trends und Marktumfeld reagieren, die Kontinuität von Erträgen sichern und Kosten flexibilisieren. Im Privatkundengeschäft hält der Online- und Mobilebanking-Trend unverändert an, mit spürbaren Auswirkungen auf das Kundenverhalten. Im Rahmen unserer strategischen Maßnahmen werden wir deshalb unser digitales Banking als eine gleichberechtigte und mit den Filialen vernetzte Säule ausbauen. Dabei wird sich der Konzernbereich auf die Forcierung des Mobilebankings und die Schaffung einer einheitlichen, technischen Plattform für den Online- und Filialkanal konzentrieren. Darüber hinaus sollen die Filialprozesse weiter verbessert und die Produktpalette gestrafft werden. In der Mittelstandsbank werden für uns und unsere Kunden die Umsetzung der digitalen Transformation und die Internationalisierung wesentliche Themen sein.# Auf Basis innovativer Plattformen stellen wir in den kommenden Jahren ein nochmals deutlich verbreitertes Angebot digitaler Services bereit.
Die Digitalisierung eröffnet allen Branchen neue Chancen: Der Aufbau digitaler Kompetenzen wird Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten in die Lage versetzen, Kunden noch passgenauer bei der Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells zu begleiten. Im internationalen Geschäft werden wir im Frühjahr den operativen Geschäftsbetrieb unserer Tochtergesellschaft in São Paulo, Brasilien, aufnehmen und unsere Marktposition bei der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften und die Erweiterung unseres Kernmarktes auf ganz Europa nutzen, um international weiter zu wachsen und noch mehr Unternehmen bei ihrer Internationalisierung zu begleiten. Im Segment Central & Eastern Europe wird sich die mBank, auch künftig auf das Wachstum in den Bereichen Mobile- und Transactionbanking fokussieren, wobei den zunehmend komplexeren Anforderungen der Kunden Rechnung getragen werden soll. Insgesamt strebt die mBank eine noch stärkere Orientierung ihrer Geschäftstätigkeit an den Kundenbedürfnissen an, die genauer und früher identifiziert werden sollen. Erreicht werden soll dies durch eine laufende Angebotsverbesserung und die Entwicklung neuer Produkte, um den Erwartungen der Kunden in Sachen Innovation und Benutzerfreundlichkeit beim Banking noch besser gerecht zu werden. Im Geschäftsjahr 2016 plant das Segment Corporates & Markets, seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter zu festigen. Die Implementierung des bereits 2015 eingeführten neuen Kompetenzzentren-Modells, das Produkt- und Marktkompetenzen des Segments an den verschiedenen Standorten bündelt, soll 2016 abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden die Konzernbereiche Corporate Finance und Client Relationship Management zu dem neuen Konzernbereich Advisory & Primary Markets zusammengefügt. So können die traditionellen Stärken der Commerzbank in der Kapitalmarktfinanzierung ausgebaut und deutsche Großkunden sowie europäische multinationale Unternehmen umfassender in einem branchenspezifischen Ansatz betreut werden. Welche konkreten Chancen sich für die vier Kernsegmente im laufenden Jahr ergeben, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" jeweils dargelegt.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Mit der erfreulichen Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 hat die Commerzbank das dritte Jahr in Folge den Konzernüberschuss gesteigert. Mit einer Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von knapp 4 % liegen wir deutlich über den Vorjahren und setzen so unseren positiven Trend fort. In der Kernbank haben wir unter der Annahme des durchschnittlichen Konzernsteuersatzes der letzten drei Jahre eine Eigenkapitalrentabilität von 8,3 % erreicht. Und dies obwohl das sehr niedrige bis negative Zinsniveau über die Einlagenmarge stark belastend auf den Zinsüberschuss gewirkt hat sowie Bankenabgabe und regulatorische Anforderungen zu zusätzlichen Aufwendungen geführt haben. Dies zeigt: Mit unserer strategischen Ausrichtung sind wir auf dem richtigen Weg, auch in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. Gleichzeitig haben wir 2015 die Risiken im Konzern substanziell reduziert. Das Volumen (EaD) in der Schiffsfinanzierung konnten wir auf deutlich unter 10 Mrd. Euro abbauen. Unser Ziel für Ende 2016, die gewerbliche Immobilien- und die Schiffsfinanzierung zusammen auf unter 20 Mrd. Euro zu reduzieren, haben wir damit bereits per Jahresende 2015 erreicht. Der Anteil der notleidenden Kredite am EaD insgesamt liegt im Branchenvergleich bei sehr guten 1,6 %. Infolge des weitaus schneller als erwartet vonstatten gegangenen Abbaus der nicht strategischen Portfolios planen wir, im ersten Quartal 2016 einen größeren Teil der Aktiva im NCA Segment in die Kernsegmente zu überführen. Kriterien zum Übertrag der Vermögenswerte sind gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie Integrierbarkeit in die Refinanzierungs- und Liquiditätsstruktur der Kernsegmente. Im neuen Segment, Asset & Capital Recovery Unit (ACR), sollen im Wesentlichen komplexe Teilportfolios mit langen Laufzeiten zurückbleiben, die die genannten Abgrenzungskriterien nicht oder nur teilweise erfüllen. Die Zielsetzung des wertschonenden und im Zeitablauf vollständigen Abbaus der verbliebenen Bestandsportfolios besteht jedoch fort. Für 2016 rechnen wir mit unverändert hoher Volatilität an den Kapitalmärkten und weiteren Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld. Gegenwärtig gehen wir daher nicht davon aus, dass die im Jahr 2012 in einem anderen Zins- und regulatorischen Umfeld gesetzten Ziele für die Aufwandsquote (< 60 %) und die Eigenkapitalrendite der Kernsegmente (> 10 %) erreichbar sind. Wir streben aber trotz des herausfordernden Umfeldes eine weitere Stärkung unserer Marktposition bei unverändert konsequentem Kostenmanagement an.

Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten

Im Jahr 2016 erwarten wir weiterhin Gegenwind für die Zinserträge aus dem extrem niedrigen Marktzinsniveau und dem sich daraus ergebenden anhaltenden Margendruck auf der Einlagenseite. Dies weitestgehend über Wachstum und Margenmanagement zu kompensieren, bleibt unser Anspruch. Dazu soll die in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte Wettbewerbsposition insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen beitragen. Die unverändert verhältnismäßig geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen dürfte hingegen nur einen geringen Wachstumsbeitrag zur Kompensation leisten. Zusätzlich wirkt der stark vorangeschrittene Portfolioabbau in den nicht strategischen Portfolios reduzierend auf den Konzern-Zinsüberschuss. Unter Ausklammerung des Zinssaldos aus Handelsaktivitäten rechnen wir daher mit einer leicht rückläufigen Entwicklung des Zinsüberschusses auf Konzernebene.

Beim Provisionsüberschuss erwarten wir eine leichte Zunahme in vergleichbarer Größenordnung wie im Vorjahr. Erneut soll das Privatkundengeschäft den größten Beitrag dazu leisten. Hier wollen wir von unserem auf die Kundenzufriedenheit fokussierten Beratungsansatz mit dem wettbewerbsstarken Angebot der 2015 eingeführten neuen Depotmodelle sowie von fortgesetztem Ertragswachstum aus dem Ratenkreditgeschäft weiter profitieren.

Eine Prognose des Handelsergebnisses ist aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. In den vergangenen Jahren konnte die Commerzbank jedoch mit ihrem risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz immer wieder einen stabilen Ertragsbeitrag erreichen.

Für die Konzern-Risikovorsorge erwarten wir in den nicht strategischen Teilportfolios weiterhin hohe Belastungen bei den Schiffsfinanzierungen. Hier ist nach wie vor keine umfassende Verbesserung des zum Teil sehr schwierigen Umfeldes erkennbar. In den operativen Kernsegmenten rechnen wir mit deutlich geringeren Nettoauflösungen von Wertberichtigungen. Wir rechnen daher in diesem Bereich mit einer höheren Risikovorsorge als im Jahr 2015. Insgesamt erwarten wir daher für die Konzern-Risikovorsorge einen moderaten Anstieg auf ein im historischen Kontext immer noch sehr niedriges Niveau.

Der Verwaltungsaufwand wird 2016 durch die in Polen neu eingeführte Bankenabgabe belastet werden. Die Bank hat Maßnahmen ergriffen, diesen Effekt in Polen mindestens teilweise zu kompensieren. Zusätzlich wird der Ansatz kontinuierlicher Effizienzverbesserungen fortgesetzt. Dies bleibt unbedingte Voraussetzung, um dem aus Investitionsmaßnahmen zur Steigerung der künftigen Profitabilität sowie dem aus der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen resultierenden Kostenzuwachs begegnen zu können. Insgesamt soll der Verwaltungsaufwand damit im laufenden Jahr - exklusive Bankenabgaben - in etwa auf dem Niveau des Jahres 2015 liegen.

Nach der etwas überdurchschnittlich hohen Steuerposition im Jahr 2015 erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr unter der Annahme ausbleibender Sondereffekte eine Rückkehr auf eine im Rahmen des langjährigen Mittels liegende Steuerquote. Sollte es jedoch zu weiteren Zinsanpassungen nach unten kommen, ist auch eine erneute Korrektur der Steuerposition durch Abschreibungen auf latente Steueransprüche nicht ausgeschlossen.

Voraussichtliche Entwicklung der Segmente

Im Privatkundengeschäft sind das Wachstum bei Kunden, Konten und Assets auch für 2016 die wichtigsten Ziele. Dabei stellt die führende Position der Commerzbank beim konsequenten Umbau der Filialbank zur Multikanalbank einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil dar, von dem wir uns weitere Marktanteilsgewinne bei Privat- und Geschäftskunden versprechen. Einen Wachstumsschwerpunkt im Kreditgeschäft sehen wir unverändert in der Immobilien- und Konsumentenfinanzierung. Einen weiteren Ertragszuwachs erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr auch aus einer noch stärkeren Durchdringung der bestehenden Kundenbasis durch Ansprache über alle Vertriebskanäle. Darüber hinaus sollen die Filialprozesse weiter verbessert und die Produktpalette gestrafft werden. Wir rechnen daher im Privatkundengeschäft 2016 mit einer weiteren leichten Erhöhung des Operativen Ergebnisses sowie der Operativen Eigenkapitalrendite. Die Aufwandsquote sollte nochmals sinken.

Auch für die Mittelstandsbank wird im Jahr 2016 die weitere Stärkung ihrer führenden Marktstellung durch die digitale Transformation der Beratungs- und Vertriebsprozesse ein wesentliches Thema sein. Kunden erhalten ein nochmals verbreitertes Angebot digitaler Dienstleistungen, auf die sie über verschiedene moderne Zugangswege zugreifen können. Ebenso bauen wir über die Erweiterung unseres Kernmarktes auf ganz Europa die Internationalisierung unseres Geschäfts aus und können so noch mehr Unternehmen bei ihrer grenzüberschreitenden Expansion begleiten. Gleichzeitig werden Möglichkeiten zur strategischen Fokussierung kontinuierlich geprüft.# Infolge des anhaltend niedrigen Zinsumfeldes sowie Investitionen in die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und hoher Aufwendungen für die Umsetzung regulatorischer Änderungen gehen wir von einem Operativen Ergebnis im Jahr 2016 etwa auf Vorjahresniveau aus.

Die Operative Eigenkapitalrendite sowie die Aufwandsquote sollten entsprechend weitgehend stabil bleiben.

Im Segment Central & Eastern Europe, wesentlich unsere Mehrheitsbeteiligung an der mBank, sehen wir über einen mittelfristigen Zeithorizont weiteres Wachstumspotenzial. Mit der mBank verfügt die Commerzbank über eine der weltweit innovativsten Direktbankenplattformen und einen attraktiven kontinuierlich wachsenden Stamm an Firmen- und Privatkunden von mittlerweile über 5 Millionen. Dennoch dürfte die Einführung der Bankenabgabe im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlich niedrigeren Operativen Ergebnis sowie zu einer entsprechend fallenden Operativen Eigenkapitalrendite beziehungsweise steigenden Aufwandsquote führen. Darüber hinaus bleibt die Ungewissheit, ob und in welcher Form die von der polnischen Regierung vorgeschlagene Konvertierung von in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkrediten umgesetzt wird.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Abhängigkeit von exogenen Marktfaktoren sowie der anhaltenden Dynamik im regulatorischem Umfeld ist die Ergebnisprognose im Segment Corporates & Markets mit erheblicher Unsicherheit behaftet. In einem weiterhin regulatorisch und marktseitig herausfordernden Umfeld plant das Segment, seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter auszubauen. Besonderer Fokus bleibt auf der Stärkung der Beziehungen zu Kunden, die in der Commerzbank vom Segment Privatkunden betreut werden. Durch die Digitalisierung der Vertriebskanäle soll auch in Corporates & Markets eine weitere Effizienzsteigerung erreicht werden. Als nicht wiederholbar sehen wir die Nettoauflösung von Wertberichtigungen wie in den beiden Vorjahren. In der Summe der Effekte prognostizieren wir für das Jahr 2016 ein in etwa stabiles Operatives Ergebnis gegenüber 2015. Regulatorisch bedingt sind höhere Eigenkapitalanforderungen des Segments nicht auszuschließen, weshalb die Operative Eigenkapitalrendite sinken könnte.

Für das Segment Asset & Capital Recovery Unit (ACR) wirkt sich die verbesserte Qualität des in den vergangenen Jahren bereits stark reduzierten Portfolios positiv aus. Folglich sollte sich die Kreditrisikovorsorge nach unserer Erwartung weiter verringern. Andererseits setzt ACR auf einem stark verkleinerten Kreditportfolio auf, sodass die laufenden Zinserträge entsprechend wesentlich zurückgehen. Vor Bewertungseffekten gehen wir daher von einem signifikant niedrigeren operativen Verlust aus.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die mit der deutlich fortgeschrittenen Neuausrichtung des Commerzbank-Geschäftsmodells verbundene Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft kommt in unserer Prognose für das Gesamtjahr zum Ausdruck. Für den Konzern erwarten wir für 2016 - sofern es nicht zu wesentlichen Änderungen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen kommt - bei einer wieder normalisierten Steuerquote insgesamt eine leichte Verbesserung des Konzernüberschusses. In Abhängigkeit von der Höhe kann sich daraus aufgrund der deutlich gestärkten Kapitalbasis eine auch nur stabile bis leicht rückläufige Eigenkapitalrentabilitätsquote ergeben. Die Aufwandsquote wird sich aufgrund der polnischen Bankenabgabe im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht erhöhen.

Im Jahr 2015 konnte der Konzern erneut eine signifikante Verbesserung des Economic Value Added gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Dies lag insbesondere am deutlich höheren Konzernergebnis 2015. Für 2016 erwarten wir, dass sich der positive Trend fortsetzt. Mit der starken Verbesserung der Basel-3-Kernkapitalquote um insgesamt 270 Basispunkte auf 12,0 % ("fully phased-in", das heißt nach unserer Interpretation des erst ab 2019 gültigen regulatorischen Regelwerks; Jahresende 2014: 9,3 %) haben wir unsere Zielsetzung einer Quote per Jahresende 2016 von über 10 % vorzeitig erreicht und substanziell überschritten. Trotz der nur schwer einschätzbaren künftigen Entwicklung des regulatorischen Umfeldes fühlen wir uns auf dem erreichten wesentlich höheren Niveau, ausreichend komfortabel mit Kapital ausgestattet. Im Geschäftsjahr 2016 streben wir an, die Kernkapitalquote mindestens in der Größenordnung von etwa 12 % zu halten. Diese Prognose schließt temporäre Schwankungen dieser Kapitalquote im Zeitverlauf nicht aus.

In den vergangenen Jahren haben wir die Commerzbank deutlich widerstandsfähiger gegenüber negativen externen Einflüssen aufgestellt. Dennoch sind bereits zu Beginn des Jahres 2016 zahlreiche Risikofaktoren erkennbar, die bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis in einem erheblichen, derzeit nicht quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen können. Dazu zählen unter anderem die von Unsicherheit geprägte wirtschaftliche und politische Situation in Europa sowie der konjunkturelle Abwärtstrend in zahlreichen Schwellenländern, insbesondere China, die die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders stark treffen könnten. Auch Einflüsse aus dem regulatorischen oder rechtlichen Umfeld können negative Auswirkungen haben. Weitere Belastungsfaktoren sind der noch ungebremste Preisverfall vieler Rohstoffe sowie die aufgrund militärischer Spannungen im Nahen Osten ausgelöste Migrationsbewegung einer hohen Zahl Flüchtlinge in Richtung Europa sowie die erhöhte globale Terrorismusgefahr. Diese Faktoren haben bereits seit dem dritten Quartal 2015 zu einer stetigen, signifikanten Erhöhung der Volatilität an den Kapitalmärkten beigetragen, weshalb erhebliche Turbulenzen und fortgesetzte Kursverluste in einer Vielzahl von Anlageklassen nicht auszuschließen sind.

Konzernrisikobericht

Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Konzernrisikobericht ― Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind.

Wir geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden.

― Neben einem weiteren signifikanten Abbau von Non-Core Assets in den Bereichen Deutsche Schiffsbank und Commercial Real Estate stand im Geschäftsjahr 2015 aus Risikosicht das Wachstum in der Kernbank im Fokus. In einem günstigen wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland konnte die Risikovorsorge um mehr als ein Drittel reduziert werden und eine historisch niedrige NPL-Quote erreicht werden - ein Beleg für die Qualität des Kreditbuches.

Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Executive Summary 2015

Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote

― Das Risikodeckungspotenzial ist auf 30 Mrd. Euro angestiegen.
― Die Risikotragfähigkeitsquote lag mit 193 % auf hohem Niveau.

Risikotragfähigkeit Mrd. €

Signifikanter Exposureabbau im Segment Non-Core Assets

― Das NCA-Exposure im Weißbuch wurde im Jahresverlauf um 17 Mrd. Euro auf 61 Mrd. Euro reduziert.
― Dagegen konnte das Exposure in der Kernbank von 355 Mrd. Euro auf 377 Mrd. Euro gesteigert werden. Auf die Kernbank entfallen somit inzwischen mehr als 85 % des gesamten Exposures.

EaD Mrd. €

Risikovorsorge für die Gesamtbank um mehr als ein Drittel gesunken auf 696 Mio. Euro

― Die Risikovorsorge in NCA konnte vor allem im Bereich Deutsche Schiffsbank deutlich reduziert werden.
― Der Rückgang in der Kernbank war vor allem in der Mittelstandsbank zu verzeichnen.

Risikovorsorge Mio. €

Risiken Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2015 angestiegen

― Anstieg des VaR aufgrund deutlich höherer Volatilitäten.
― Der Anstieg machte sich insbesondere in den Wechselkursrisiken bemerkbar.

VaR Mio. €

Operationelle Risiken im Jahresvergleich konstant geblieben

― Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken sind mit 21,4 Mrd. Euro nahezu konstant geblieben.
― Das ökonomisch erforderliche Kapital für OpRisk blieb entsprechend mit 1,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau.

Risikoaktiva aus operationellen Risiken Mrd. €

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three Lines of Defence"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie je nach Risikoart auch außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Der CRO verantwortet das Risikomanagement und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns.# Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion

Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets (NCA), Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In den Segmenten der Kernbank ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment NCA über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Abbildung 6 Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees.

Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:

  • Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.
  • Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken gesamtbankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Fokus ist neben der Risikominimierung beziehungsweise Verlustvermeidung die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils.
  • Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe.
  • Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.
  • Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie Zinsüberschuss unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Das ALCO beschließt den Recovery Plan (Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt). Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.

Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk Management Board Risikothemen behandelt:

  • Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und mindestens vier weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss wird durch den Vorstand regelmäßig (vier Sitzungen im Jahr) über die Risikolage der Bank unterrichtet.
  • Das Risk Management Board behandelt als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet das Schaffen und Einhalten einer einheitlichen Risikokultur.

Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung, der Reputationsrisiken und der Rechtsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Die Überwachung der Personal- und IT-Risiken verantwortet der Chief Operating Officer (COO).

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Sanierungsindikatoren des Recovery-Plans.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder ein nachhaltiger Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, der Zusammenbruch der Finanzmärkte, der Zusammenbruch globaler Clearinghäuser und ein "Bank Run". Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Bei einer nachhaltigen Änderung der Einschätzung dieser Bedrohungen für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/ Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.

Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zum Management und zur Steuerung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwendet die Bank eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert.# Commerzbank - Risikobericht

Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes und couragiertes Verhalten wird gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Die Commerzbank leistet einen Beitrag zu einem wettbewerbsorientierten, fairen Markt und ist ein verlässlicher Partner für Aufsichtsbehörden. Sie geht verantwortungsvoll mit Kundenbeziehungen um und handelt integer in ihren Geschäftsbeziehungen. Den Führungskräften der Commerzbank kommt bei Umsetzung der Verhaltensgrundsätze und der Compliance-Anforderungen eine besondere Vorbildfunktion zu.

Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der "Three Lines of Defence", das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß diesem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen.

Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.

Entsprechend der Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung werden in der Commerzbank in einem jährlichen Regelprozess diejenigen Mitarbeiter identifiziert, deren Tätigkeit einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank hat (sogenannte Risk Taker). Die Risk Taker werden gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und auf Basis ihrer betriebsorganisatorischen Funktion (unter anderem Führungsebene) sowie aufgrund ihrer funktionsbedingten Tätigkeit identifiziert. Für Risk Taker gelten besondere Voraussetzungen in Bezug auf die Messung ihrer Performance und die Auszahlungsmodalitäten ihrer variablen Vergütung.

Risikokennziffern

Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:

  • Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.
  • Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.
  • Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen.
  • Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.
  • Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.
  • Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
  • Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.
  • Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).

Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.

Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der nachstehenden Tabelle 18 nicht separat ausgewiesen) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko sowie Reserverisiko.

  • Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial.
  • Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet.
  • Im Objektwertänderungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten zwölf Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien), abgebildet.
  • Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt.

Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2015 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 193 % per 31. Dezember 2015. Die RTF-Quote ist im Jahresverlauf stabil auf hohem Niveau geblieben.

Risikotragfähigkeit Konzern Mrd.
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial¹ 30 28
Ökonomisch erforderliches Kapital² 15 16
davon für Adressenausfallrisiko 11 12
davon für Marktrisiko 3 3
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte -2 -2
RTF-Quote³ 193% 172%

¹ Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
² Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.
³ RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee (ALCO) verabschiedet. Die Szenarien beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte und Geschäftsstrategien. Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Analog zur Verankerung der RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank sind auch für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld explizite Limite als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung des Limits für die ungestresste und gestresste RTF-Quote ist fester Bestandteil des internen Berichtwesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst.

Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.

Im Jahr 2015 reduzierten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 215 Mrd. Euro auf 198 Mrd. Euro. Dieser Rückgang war vor allem auf den fortgesetzten Abbau der Non-Core Assets (NCA) zurückzuführen sowie auf die Änderung einer aufsichtlichen Anforderung zur RWA-Unterlegung des Pensionsfonds.

Nachstehende Tabelle 19 gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:

Tabelle 19: Risikoaktiva per 31.12.2015 | Mrd. €

Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Kernbank 128 14 19 162
Privatkunden 15 1 7 23
Mittelstandsbank 65 1 3 69
Central & Eastern Europe 14 1 1 15
Corporates & Markets 20 9 5 33
Sonstige und Konsolidierung 15 3 4 21
Non-Core Assets 31 3 2 36
Commercial Real Estate 7 0 2 9
Deutsche Schiffsbank 7 0 0 7
Public Finance 17 3 0 20
Konzern 159 17 21 198

Regulatorisches Umfeld

Mit Basel 3 hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich 2016 und darüber hinaus fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet.

Zusätzlich wird im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Leverage Ratio soll 2016, spätestens aber bis 2017, vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht final kalibriert werden und ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule 1 darstellen. Die Leverage Ratio ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der Capital Requirements Regulation (CRR) an die Aufsicht zu melden. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.

Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposure erstmals in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Die Festlegung des Puffers für "anderweitig systemrelevante Institute" durch die BaFin war zum Aufstellungszeitpunkt des Risikoberichts noch nicht erfolgt.

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Basler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR wird voraussichtlich zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Überführung der NSFR in europäisches Recht steht noch aus. Die Commerzbank ermittelt bereits im Rahmen ihrer regulatorischen Meldeprozesse beide Kennziffern und kommuniziert diese im Rahmen der internen Berichterstattung.

Die Umsetzung der vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken erfolgt im Rahmen eines Konzernprojektes. Die vollständige Anwendung der Grundsätze ist für global systemrelevante sowie weitere ausgewählte Banken ab Anfang 2016 verpflichtend. Dennoch werden sich die Umsetzungsaktivitäten auch 2016 fortsetzen - unter anderem auf Grundlage ergänzender BCBS-Empfehlungen vom Dezember 2015. Synergien hieraus werden für das in 2015 gestartete Konzernprojekt zur Umsetzung von "AnaCredit" genutzt. Hierbei handelt es sich um zukünftige Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach Banken zukünftig eine Vielzahl sehr detaillierter Kunden-/Kreditdaten melden müssen. Eine erste Teilmeldung an die Deutsche Bundesbank soll Mitte 2017 erfolgen. Die offizielle initiale Phase der EZB startet zum 1. März 2018, weitere Phasen sind mit zwei Jahren Vorlauf nach entsprechendem EZB-Beschluss möglich.

Mit der Übernahme der Aufsichtsaufgaben der EZB im Rahmen des Single Supervisory Mechanism (SSM) zum 4. November 2014 unterliegt die Commerzbank der direkten Beaufsichtigung durch die EZB. 2015 hat die EZB-Bankenaufsicht als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraumes den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen je Institut festgelegt. Zur weiteren Harmonisierung der Aufsichtsmethode im Euroraum hat die EZB im November 2015 eine Konsultation zur Überprüfung der im CRD-IV-Paket bestehenden nationalen Wahlrechte und Ermessensspielräume durchgeführt.

Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums. Der konzernweite Recovery-Plan wurde per 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt und im Dezember 2015 aktualisiert. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarien die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln.

Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben.# Risikomanagementbericht

Allgemeines

Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken sowie die Bestrebungen zur Finalisierung der Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch und des Standardansatzes für Kreditrisiko einschließlich den dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank 2016 unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk und die Überprüfung des EU-Rechtsrahmens für Finanzdienstleistungen. Ebenso beobachtet die Commerzbank die Aktivitäten der EBA zur Überarbeitung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRBA).

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.

Strategie und Organisation

Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen strukturellen Risikoqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet so einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben.

Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei im Kernbankportfolio eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement). Qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies definieren das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.

In der Kernbank sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Darauf basierend zeichnen eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.

Risikoauffällige Kunden der Kernbank werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.

Im Segment NCA dagegen sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst. Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning und über eine Risikomatrix für Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank implementiert. Die innerhalb der Risikomatrix dargestellten Portfolioanteile geben die Leitlinie für ein differenziertes Risikomanagement innerhalb des übergeordneten Abbauauftrags vor. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden. Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt.

Risikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Sie werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Die risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Fokus der höchsten Entscheidungsgremien zum Beispiel auf Konzentrationsrisiken oder Abweichungen von der Risikostrategie.

Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement der Kernbank zielt weiterhin auf die Beibehaltung der erreichten guten Portfolioqualität ab. Die Begleitung des Wachstums im granularen Kreditgeschäft der Kernbank, gleichermaßen die Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und bei Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) stehen hierbei im Fokus. Darüber hinaus überprüft die Bank fortlaufend ihre Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter steht die Stärkung einer konzernweit einheitlichen Risikokultur und hier insbesondere die Stärkung der Compliance Awareness im Fokus.

Die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind, bilden die Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken. Die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, und die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios. Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Teilportfolioebene unmittelbar nachzugehen und auf Ebene der Einzelkredite direkt entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Branchenaufstellung gewährleistet somit eine hohe Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen und fördert die Prognosequalität zur Risikoentwicklung. Krisenhafte Entwicklungen sowie die laufenden Anpassungen der regulatorischen Bestimmungen erfordern ein reagibles Kreditportfolio. Die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioreagibilität ist daher eine weitere wesentliche Aufgabe im Kreditrisikomanagement.

Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung

Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielt der mittelfristige Forecast-Wert der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Konzernkreditlimits auf Segmente und Geschäftsfelder, wird verzichtet.

Abbildung 7 Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

1 Darstellung bezieht sich auf die Kernbank, in NCA analoges Vorgehen auf Basis einer spezifischen Risikomatrix.

Ratingklassifizierung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kredite (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu.# Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich und bleiben im Zeitablauf stabil. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich. Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach unter anderem Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.

Abbildung 8 Commerzbank-Masterskala

Rating Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint % PD- und EL-Bereich % S&P-Skala Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR¹
1,0 0 0 → AAA AAA → I ↑
1,2 0,01 0-0,02 → AAA AAA → I ↑
1,4 0,02 0,02- 0,03 AA+ AA → I ↑
1,6 0,04 0,03- 0,05 AA, AA- AA → II ↑
1,8 0,07 0,05- 0,08 A+, A A → II
2,0 0,11 0,08- 0,13 A- A → II
2,2 0,17 0,13- 0,21 BBB+ BBB → III ↓
2,4 0,26 0,21- 0,31 → BBB BBB → III ↓
2,6 0,39 0,31- 0,47 → BBB BBB → III ↓
2,8 0,57 0,47- 0,68 BBB- BBB → III ↓
3,0 0,81 0,68- 0,96 BB+ BB → IV ↑
3,2 1,14 0,96-1,34 → BB BB → IV ↑
3,4 1,56 1,34-1,81 → BB BB → IV ↑
3,6 2,10 1,81-2,40 BB- BB → IV ↑
3,8 2,74 2,40- 3,10 → B+ B → V ↑
4,0 3,50 3,10- 3,90 → B+ B → V ↑
4,2 4,35 3,90- 4,86 → B B → V ↑
4,4 5,42 4,86- 6,04 → B B → V ↑
4,6 6,74 6,04- 7,52 → B B → V ↓
4,8 8,39 7,52- 9,35 → B- B → V ↓
5,0 10,43 9,35-11,64 → B- B → V ↓
5,2 12,98 11,64-14,48 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C CCC, CC, C → VI ↓
5,4 16,15 14,48-18,01 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C CCC, CC, C → VI ↓
5,6 20,09 18,01-22,41 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C CCC, CC, C → VI ↓
5,8 47,34 22,41- 99,99 → CCC+, CCC, CCC-, CC, C CCC, CC, C → VI ↓
6,1 ↑ Überziehung >90 Tage D Default
6,2 ↑ Drohende Zahlungsunfähigkeit D> Default
6,3 100 100 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen D Default
6,4 ↓ Kündigung ohne Insolvenz D Default
6,5 ↓ Insolvenz D Default

¹ CRR = capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.

Management von Risikokonzentrationen

Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Risikominderung

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten entfallen überwiegend auf die Portfolios in der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Hypothekenbank Frankfurt AG. Sie belaufen sich auf 96 Mrd. Euro für die Positionen im Weiß- und Graubuch sowie auf 2,5 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank und in Corporates & Markets ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Grundpfandrechte auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Mittel-und-Osteuropa-Portfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Im Segment Non-Core Assets entfallen die Sicherheitenwerte im Bereich Commercial Real Estate überwiegend auf gewerbliche Grundschulden und Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. Für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.

Commerzbank-Konzern

Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeit in die vier Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets sowie das Segment Sonstige und Konsolidierung. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Diese sollen über Zeit vollständig abgebaut werden. Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns gehen wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio und die Überziehungen im Weißbuch ein.

Kreditrisikokennzahlen

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

Tabelle 20

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. CVaR Mio. €
Kernbank 377 912 24 8 401
Non-Core Assets 61 608 100 2 497
Konzern 437 1 520 35 10 898

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 80 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investment-Bereich abdecken.

Tabelle 21

Ratingverteilung per 31.12.2015 EaD | % 1,0 -1,8 2,0 -2,8 3,0 -3,8 4,0 -4,8 5,0 -5,8
Kernbank 30 52 14 3 1
Non-Core Assets 30 41 17 6 6
Konzern 30 50 14 3 2

Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.

Tabelle 22

Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2015 Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 218 439 20
Westeuropa 104 357 34
Mittel- und Osteuropa 40 190 48
Nordamerika 32 35 11
Asien 24 50 21
Sonstige 20 451 220
Konzern 437 1 520 35

Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Länder wie Russland, Ukraine und China eng beobachtet. Im Jahresverlauf wurde das Russland-Exposure von 5,7 Mrd. Euro auf 3,8 Mrd. Euro reduziert. Das Ukraine-Exposure betrug 0,1 Mrd. Euro. Das Exposure in China belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 5,5 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposure von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure von Italien wurde im Jahresverlauf um 1,9 Mrd. Euro auf 7,4 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien um 0,3 Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro reduziert.

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 696 Mio. Euro. In diesem Wert ist eine einmalige Entlastung von netto 26 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 448 Mio. Euro und somit um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note (36) des Konzernabschlusses liefert hierzu weitere Details. Für die Konzern-Risikovorsorge erwarten wir in den nicht strategischen Teilportfolios weiterhin hohe Belastungen bei den Schiffsfinanzierungen. Hier ist nach wie vor keine umfassende Verbesserung des zum Teil sehr schwierigen Umfelds erkennbar. In den operativen Kernsegmenten rechnen wir mit deutlich geringeren Nettoauflösungen von Wertberichtigungen. Wir rechnen daher in diesem Bereich mit einer höheren Risikovorsorge als im Jahr 2015. Insgesamt erwarten wir für die Konzern-Risikovorsorge einen moderaten Anstieg auf ein im historischen Kontext immer noch sehr niedriges Niveau. Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Tabelle 23

Risikovorsorge | Mio. € 2015 2014
Kernbank 330 490
Non-Core Assets 366 654
Konzern 696 1 144

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio lag zum Jahresende 2015 bei 7,1 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 4,7 Mrd. Euro deutlich rückläufig. Die Reduzierung resultierte maßgeblich aus erfolgreichen Abbaumaßnahmen im Segment NCA. Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:

Tabelle 24

31.12.2015 31.12.2014
Default-Portfolio LaR Kredit | Mio. # Konzern Kernbank NCA
Default-Volumen Risikovorsorgebestand GLLP Sicherheiten Coverage Ratio exkl. GLLP (%) Coverage Ratio inkl. GLLP (%) NPL-Ratio (%)
Konzern 7 124 3 371 800 2 556 83 94 1,6
Kernbank 4 854 2 618 514 1 136 77 88 1,3
NCA 2 270 753 285 1 420 96 108 3,6
Default-Volumen 11 843 5 145 822 5 526 90 97 2,7
Risikovorsorgebestand 5 610 2 950 513 1 454 79 88 1,6
GLLP 6 233 2 196 309 4 072 101 105 7,4

1 Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.
2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
* Ratingklasse 6,1: Mehr als 90 Tage überfällig.
* Ratingklassen 6,2/6,3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen.
* Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.

Die nachfolgende Tabelle 25 zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen:

Tabelle 25

Ratingklassen per 31.12.2015 6,1 6,2/6,3 6,4/6,5 Konzern
Default-Volumen 718 3 361 3 045 7 124
Risikovorsorgebestand 155 1 617 1 599 3 371
Sicherheiten 364 1 222 969 2 556
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 72 84 84 83

Mio. €

Überziehungen im Weißbuch

Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement.

Die nachfolgende Tabelle 26 zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2015:

Tabelle 26

EaD Mio. € > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Kernbank 3 532 191 41 5 3 768
Non-Core Assets 519 127 80 0 726
Konzern 4 051 317 121 5 4 494

Nach der Veräußerung der Hanseatic Ship Asset Management GmbH im zweiten Halbjahr 2015 gab es keine Bestände an selbstbetriebenen Schiffe mehr (31. Dezember 2014: 232 Mio. Euro). Die Bestände der Hypothekenbank Frankfurt an Rettungserwerben wurden aufgrund einer konkreten Verkaufsabsicht in Held-for-Sale-Positionen umgebucht.

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen

Das Exposure der Kernbank in den Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stieg zum 31. Dezember 2015 auf 377 Mrd. Euro an (31. Dezember 2014: 355 Mrd. Euro), die Risikodichte sank von 27 auf 24 Basispunkte.

Tabelle 27

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. CVaR Mio. €
Privatkunden 101 159 16 1 078
Mittelstandsbank 140 364 26 4 096
Central & Eastern Europe 29 136 48 713
Corporates & Markets 60 214 36 1 792
Sonstige und Konsolidierung¹ 48 40 8 722
Kernbank 377 912 24 8 401

¹ Im Wesentlichen Positionen des Treasury.

Rund 80 % des Kernbankportfolios liegen im Investment-Grade-Bereich. Dieser entspricht auf Basis von PD-Ratings unseren internen Ratingklassen 1,0 bis 2,8.

Tabelle 28

Ratingverteilung per 31.12.2015 EaD % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
Privatkunden 37 50 9 2 1
Mittelstandsbank 12 61 20 5 1
Central & Eastern Europe 6 60 26 6 2
Corporates & Markets 42 45 9 2 2
Kernbank¹ 30 52 14 3 1

¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge

Im Geschäftsjahr 2015 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 330 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Belastung somit um 160 Mio. Euro deutlich zurück.

Tabelle 29

Risikovorsorge Mio. € 2015 2014
Privatkunden 14 79
Mittelstandsbank 192 342
Central & Eastern Europe 97 123
Corporates & Markets - 36 - 55
Sonstige und Konsolidierung 63 1
Kernbank 330 490

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio der Kernbank ist gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2014 um 757 Mio. Euro weiter rückläufig. Dabei profitierte die Kernbank von Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen, vor allem in den Segmenten Corporates & Markets und Mittelstandsbank.

Tabelle 30

Default-Portfolio Kernbank Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 4 854 5 610
Risikovorsorgebestand 2 618 2 950
GLLP 514 513
Sicherheiten 1 136 1 454
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 77 79
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 88 88
NPL-Ratio (%) 1,3 1,6
Überziehungen im Weißbuch

Die nachfolgende Tabelle 31 zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios nach Segmenten basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2015:

Tabelle 31

EaD Mio. € > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Privatkunden 357 61 26 0 444
Mittelstandsbank 2 695 104 9 0 2 808
Central & Eastern Europe 229 26 6 4 265
Corporates & Markets 251 0 0 0 251
Kernbank¹ 3 532 191 41 5 3 768

¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst. Die Risiken im Privatkundengeschäft werden vom wirtschaftlichen Umfeld sowie von der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise wesentlich beeinflusst. Wir steuern die Risiken unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes sowie ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus identifizieren wir auffällige Kredite über ausgewählte Trigger und bearbeiten diese im Bereich Risikofrüherkennung.

Tabelle 32

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Private Baufinanzierung 57 71 13
Renditeobjekte 5 4 10
Individualkredite 14 32 23
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 10 22 22
Inländische Tochtergesellschaften 4 9 24
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 12 20 17
Privatkunden 101 159 16

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 61 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 14 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 10 Mrd. Euro).

Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung, auch im vierten Quartal fortgesetzt. Daneben ist beim starken Anstieg des EaD die erstmalige Berücksichtigung der Subsidiärhaftung gegenüber den Altersvorsorgeeinrichtungen zu beachten, die alleine zu einer Erhöhung von 4 Mrd. Euro führte. Der Rückgang der Risikodichte von 21 Basispunkten per Dezember 2014 auf 16 Basispunkte ist neben einer verbesserten Portfolioqualität auch auf eine Parameteraktualisierung im Rahmen der jährlichen Validierung zurückzuführen. Aufgrund dieser Parameteraktualisierungen, einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle sowie hohen Auflösungen sank die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 65 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro und lag damit auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Default-Portfolio des Segments konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 161 Mio. Euro abgebaut werden.

Tabelle 33

Default-Portfolio Segment Privatkunden Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 593 754
Risikovorsorgebestand 185 258
GLLP 89 113
Sicherheiten 287 361
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 80 82
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 95 97
NPL-Ratio (%) 0,6 0,8
Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Bei inländischen Corporates sowie ausländischen Corporates mit Bezug zu Deutschland wollen wir weiter wachsen und investieren in einzelne neue Märkte. Der Risikoappetit orientiert sich dabei an der Einschätzung der jeweiligen Branche, aber auch an dem konjunkturellen und wettbewerblichen Umfeld des Unternehmens. Wir analysieren die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die strategische Ausrichtung und die Bonität des Unternehmens.

Tabelle 34

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Corporates Inland 91 232 25
Corporates Ausland 23 39 17
Financial Institutions 25 93 37
Mittelstandsbank 140 364 26

Das EaD der Mittelstandsbank ist von 134 Mrd. Euro per Ende Dezember 2014 auf 140 Mrd. Euro per Ende Dezember 2015 angestiegen. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Die Risikodichte im Bereich Corporates Inland belief sich per 31. Dezember 2015 auf 25 Basispunkte. Im Bereich Corporates Ausland belief sich das EaD per 31. Dezember 2015 auf 23 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 17 Basispunkte. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 130. Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 192 Mio. Euro und ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum (342 Mio. Euro) deutlich zurückgegangen. Die Reduktion resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle sowie aus hohen Auflösungen. Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist seit dem 31. Dezember 2014 um insgesamt 229 Mio. Euro gesunken.

Tabelle 35

| Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank | Mio. € |# H1

Segment Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die "mBank" repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an. Der strategische Fokus des Segments Central & Eastern Europe liegt auf organischem Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich in den Kernmärkten der mBank.

Tabelle 36 scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015

Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Central & Eastern Europe 29 136 48

Das EaD des Segments Central & Eastern Europe ist im Vergleich zum Vorjahresende leicht von 26 Mrd. Euro auf 29 Mrd. Euro per 31. Dezember 2015 angestiegen. Die Risikodichte belief sich hier per 31. Dezember 2015 auf 48 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken beläuft sich auf circa 5 Mrd. Euro. Es handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden. Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe sank um 26 Mio. Euro auf 97 Mio. Euro. Das Default-Volumen war im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 89 Mio. Euro rückläufig.

Tabelle 37 scroll
Default-Portfolio Segment Central & Eastern Europe | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 1 123 1 212
Risikovorsorgebestand 643 604
GLLP 67 67
Sicherheiten 393 649
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 92 103
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 98 109
NPL-Ratio (%) 3,8 4,5

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst das Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) sowie die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) des Konzerns. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt mit 69 % des Gesamtexposures in Deutschland und Westeuropa, der Anteil Nordamerikas lag Ende Dezember 2015 bei rund 17 %. Insgesamt ist das EaD mit 60 Mrd. Euro per Ende Dezember 2015 gegenüber dem Wert per Ende Dezember 2014 konstant geblieben. Der Anstieg der Risikodichte ist auf wenige Einzelfälle zurückzuführen.

Tabelle 38 scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015

Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 17 58 35
Westeuropa 24 108 44
Mittel- und Osteuropa 1 4 26
Nordamerika 10 13 13
Asien 3 6 19
Sonstige 4 24 60
Corporates & Markets 60 214 36

Corporates & Markets begleitet seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten, insbesondere durch seine Serviceleistungen bei Underwriting und Emissionen (zum Beispiel Equity, Bonds und Syndicated Loans). Stringente Richtlinien und definierte Limite begrenzen dabei das Underwriting-Risiko für alle Produktarten. Unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten werden die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, sowohl auf Kontrahenten- als auch auf Portfolioebene streng überwacht. Insbesondere die zunehmende Dynamik im Leveraged-Buyout-Markt stellt derzeit hohe Anforderungen an das Kreditrisikomanagement. Ein Augenmerk liegt darüber hinaus auf dem engen Monitoring von Counterparties (zum Beispiel Banken und Broker Dealer) in Ländern mit erhöhten Risiken, vor allem hinsichtlich besicherter Handelsgeschäfte. Ziel ist es, unsere Kunden auch dort weiter zu unterstützen und uns dabei auf das Begleiten von hoch reagiblem Geschäft zu konzentrieren. Die Strategie von Corporates & Markets mit Large-Corporates-Kunden in diesen kritischen Ländern bleibt unverändert. Während sich die Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit zum Jahresende 2014 auf 1,2 Mrd. Euro beliefen, stieg das Volumen per Jahresende 2015 um weitere 1,4 Mrd. Euro auf insgesamt 2,6 Mrd. Euro an. Generell wird vorrangig in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer (Auto) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Gegenüber dem Vorjahr ist das gesamte Structured-Credit-Portfolio per Dezember 2015 auf 5,9 Mrd. Euro gesunken (7,7 Mrd. Euro per Dezember 2014) bei gleichzeitiger Verringerung der Risikowerte1 auf 1,7 Mrd. Euro (2,4 Mrd. Euro per Dezember 2014). Ein wesentlicher Anteil des Portfolios entfiel dabei auf CDOs, die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen, sowie andere Structured-Credit-Positionen, die sich aus Total-Return-Swap-Positionen zusammensetzten. Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägt. Im Geschäftsjahr 2015 profitierte das Segment erneut von erfolgreichen Restrukturierungen, die zu einer Netto-Risikovorsorgeauflösung von 36 Mio. Euro führten. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Default-Portfolio im Segment Corporates & Markets 2015 um 290 Mio. Euro deutlich abgebaut. Dieser Abbau ist auf erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen zurückzuführen.

Tabelle 39 scroll
Default-Portfolio Segment Corporates & Markets | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 682 972
Risikovorsorgebestand 464 625
GLLP 76 56
Sicherheiten 40 3
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 74 65
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 85 70
NPL-Ratio (%) 1,1 1,6

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Das Exposure at Default des Segments im Weißbuch belief sich per Ende 2015 auf 61 Mrd. Euro und lag damit rund 17 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert für das NCA-Portfolio per Ende 2014.

Tabelle 40 scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015

Exposure at Default Mrd. Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. CVaR Mio. €
Commercial Real Estate 9 100 109
Deutsche Schiffsbank 7 409 563
Public Finance 44 99 22
Non-Core Assets 61 608 100 2 497

Im Segment Non-Core Assets belief sich die Risikovorsorge auf 366 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 288 Mio. Euro stark reduziert.

Tabelle 41 scroll
Risikovorsorge l Mio. €

2015 2014
Commercial Real Estate 57 73
Deutsche Schiffsbank 311 588
Public Finance - - 2
Non-Core Assets 366 654

Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Default-Volumen im Berichtsjahr um 4 Mrd. Euro deutlich abgebaut. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch Portfoliotransaktionen, Verkäufe von Assets sowie aktiv von der Bank herbeigeführte Rückzahlungen begründet.

Tabelle 42 scroll
Default-Portfolio Segment NCA LaR Kredit | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 2 270 6 233
Risikovorsorgebestand 753 2 196
GLLP 285 309
Sicherheiten 1 420 4 072
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 96 101
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 108 105
NPL-Ratio (%) 3,6 7,4

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

Commercial Real Estate

Im Jahr 2015 konnten wiederum beachtliche Abbauerfolge verzeichnet werden, unter anderem durch konsequente Nutzung von Marktopportunitäten für Transaktionen in der Hypothekenbank Frankfurt AG. Das EaD wurde um 7 Mrd. Euro auf 9 Mrd. Euro verringert. Der Rückgang des Exposures ist dabei insbesondere auf den Verkauf zweier gewerblicher Immobilienportfolios zurückzuführen. Hierbei handelte es sich um ein europäisches Portfolio sowie um ein deutsches Portfolio, das vor allem aus notleidenden Krediten bestand. Durch den Abbau im Jahr 2015 wurden neben der Verbesserung des Risikoprofils die Komplexität und der Risikogehalt im CRE-Portfolio weiter deutlich verringert. Die CRE-Investmentmärkte profitieren dabei unverändert von dem extrem niedrigen Zinsumfeld und der damit einhergehenden hohen Nachfrage nach vergleichsweise renditestarken Immobilien. Die dahinterstehende wirtschaftliche Dynamik gestaltet sich jedoch unverändert verhalten. Die Erholung an den CRE-Vermietungsmärkten dürfte insofern träge bleiben. Ziel der Commerzbank ist weiterhin die Fortsetzung des wertschonenden Abbaus mit Fokus auf der Reduzierung der höher risikobehafteten Teilportfolios.

Tabelle 43 scroll
CRE-Portfolio nach Regionen EaD | Mrd.

31.12.2015 31.12.2014
Deutschland 6 10
Westeuropa 3 4
Mittel- und Osteuropa 1 2
Nordamerika 0 0
Asien 0 0
Sonstige 0 0
Commercial Real Estate 9 17

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Risikovorsorge 2015 im Konzernbereich Commercial Real Estate um 16 Mio. Euro reduziert werden und liegt mit 57 Mio. Euro auf niedrigem Niveau. Das Default-Portfolio für Commercial Real Estate konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 2,2 Mrd. Euro auf 1,1 Mrd. Euro reduziert werden. Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf aktiv von der Bank herbeigeführten Rückzahlungen und Verkäufen.

Tabelle 44 scroll
Default-Portfolio CRE | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Default-Volumen 1 102 3 335
Risikovorsorgebestand 213 900
GLLP 58 80
Sicherheiten 816 2 523
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 93 103
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 99 105
NPL-Ratio (%) 10,7 16,7

Deutsche Schiffsbank

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2014 von 9,2 Mrd. Euro auf 7,3 Mrd. Euro gesunken. Hierbei konnten auch gegenläufige Effekte durch den gegenüber dem Euro stärkeren US-Dollar, in dem der größere Teil des Portfolios denominiert ist, überkompensiert werden. Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (3 Mrd. Euro), Tanker (2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (2 Mrd. Euro) zusammen.# 10-K FILING

II. BUSINESS

ITEM 7. MANAGEMENT'S DISCUSSION AND ANALYSIS OF FINANCIAL CONDITION AND RESULTS OF OPERATIONS

The remaining portfolio includes various special tonnages with high diversification across different ship segments. In 2015, tanker markets were firm due to high crude oil production. Container shipping markets showed sharp declines in rates across all ship sizes from the second half of the year onwards, particularly in the last two months. This is due to weak global trade activity and an oversupply of vessels. The markets for post-Panamax ships came under pressure due to the further intensified delivery of very large container ships. The dry bulk shipping markets continued to be characterized by overcapacities and – after temporary slight improvements – also showed significant declines in both charter rates and ship values in the last two months of 2015. The cause for this was, in particular, the economic development in China. We do not expect a sustainable market recovery across all asset classes in the short term. In line with our strategy of value-preserving reduction, we will continue to consistently reduce risks in the existing business. Risk provisioning in the Deutsche Schiffsbank segment amounted to €311 million in 2015. Overall, risk provisioning in the 2015 financial year was around 50% below the prior-year figure. The default portfolio was significantly reduced by €1.7 billion in the reporting year due to successful reduction measures.

Table 45
scroll
| | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| :------------------------------ | :--------: | :--------: |
| Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen | Mio. € | | |
| Gesamt Default-Volumen | 1,160 | 434 |
| Container | 163 | 233 |
| Tanker | 2,893 | - |
| Bulker | - | - |
| Gesamt | 1,160 | 434 |
| Risikovorsorgebestand | 540 | 1,296 |
| GLLP | 224 | 224 |
| Sicherheiten | 604 | 1,549 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 99 | 98 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 118 | 106 |
| NPL-Ratio (%) | 13.8 | 24.0 |

Public Finance

Commerzbank bundles a significant portion of public finance business as well as secured and unsecured bank bonds/loans in the NCA segment, which are primarily held as replacement collateral for Pfandbriefe issuances. The claims and securities of the Public Finance portfolio are held, among other entities, by the subsidiaries Hypothekenbank Frankfurt and Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. The management of the NCA Public Finance portfolio is carried out by the central Corporates & Markets segment and Group Treasury. Debtors in NCA's public finance business (€38 billion EaD) include states, federal states, regions, cities, and municipalities, as well as supranational institutions. The focus of the exposure is in Western Europe. The remaining Public Finance portfolio in the NCA segment relates to banks (€6 billion EaD). The majority is also located in Western Europe. The predominant part of the bank portfolio consists of securities and loans that are largely equipped with guarantees, institutional liabilities or other support mechanisms from public entities, or were issued in the form of covered bonds. The Private Finance Initiative (PFI) portfolio is also located in the Public Finance area. It comprises the long-term financing of public institutions and service companies with good credit ratings, such as hospitals or water supply companies. The PFI portfolio is additionally secured by monoline insurer guarantees and is to be reduced over time in a value-preserving manner, in line with the NCA strategy. The Public Finance portfolio in NCA was further reduced by a total of €8 billion in the 2015 financial year through sales and repayments, as well as transfers to Group Treasury. Outside of NCA, Commerzbank holds Public Finance engagements primarily for liquidity management. These engagements are reported in the Other and Consolidation area and are managed by Group Treasury. Risk provisioning in the Public Finance business area was marginally above the previous year's level at €-2 million. Value adjustments on securities are generally not recognized in risk provisioning but in the result from financial investments. The default portfolio of Public Finance remained virtually unchanged compared to the previous year at €8 million.

Further Portfolio Analyses

The following analyses are to be understood independently of the existing segment affiliation. The positions presented are already fully included in the previous group and segment disclosures.

Corporates Portfolio by Industry

Against the backdrop of current developments in the commodity markets, the "Energy Supply/Waste Management" and "Basic Materials/Metals" industries are currently the main focus. The exposure in the "Energy Supply/Waste Management" industry is largely attributable to internationally active energy supply companies, with the majority relating to electricity supply. The remaining portfolio is distributed across recycling and water and gas supply. In the "Basic Materials/Metals" industry, a large part of the exposure is attributable to "metal production" and "manufacture of metal products." The remaining volume is divided into "coal/stone/ores" and "extraction and processing of oil and gas." The corporate exposure is distributed across industries as follows:

Table 46
scroll
| | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| :---------------------------------- | :------------------------------------------: | :------------------------------------------: |
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. |
| Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 18 | 75 | 41 | 17 | 74 | 44 |
| Konsum | 15 | 53 | 37 | 12 | 37 | 31 |
| Transport/Tourismus | 14 | 28 | 20 | 13 | 26 | 21 |
| Großhandel | 12 | 44 | 38 | 11 | 49 | 43 |
| Grundstoffe/Metall | 11 | 36 | 32 | 11 | 42 | 39 |
| Technologie/Elektronik | 11 | 27 | 25 | 9 | 26 | 28 |
| Dienstleistungen/Medien | 10 | 77 | 79 | 9 | 35 | 39 |
| Maschinenbau | 10 | 29 | 31 | 9 | 26 | 28 |
| Automobil | 9 | 22 | 23 | 8 | 29 | 36 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 38 | 42 | 9 | 54 | 63 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 15 | 28 | 4 | 10 | 23 |
| Bau | 5 | 19 | 35 | 5 | 47 | 100 |
| Sonstige | 11 | 28 | 25 | 10 | 30 | 29 |
| Gesamt | 140 | 492 | 35 | 127 | 487 | 38 |

Financial Institutions Portfolio

In the core bank, the focus remains on trade finance activities, which we conduct in the interest of our corporate clients in Mittelstandsbank, as well as capital market activities in Corporates & Markets. Public finance exposures will continue to be reduced. We are closely monitoring the introduction of resolution rules and their impact on banks in Developed Markets. In many emerging markets, the outlook remains clouded due to weaker economic growth and rising interest rates in the US. We are countering this with flexible portfolio management tailored to the specific situation of each country.

Table 47
scroll
| | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| :------------------------- | :-----------------------------------: | :-----------------------------------: |
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. |
| Deutschland | 5 | 6 | 12 | 11 | 6 | 5 |
| Westeuropa | 20 | 46 | 23 | 26 | 54 | 21 |
| Mittel- und Osteuropa | 5 | 23 | 48 | 9 | 31 | 35 |
| Nordamerika | 2 | 3 | 17 | 2 | 2 | 9 |
| Asien | 13 | 36 | 28 | 13 | 37 | 29 |
| Sonstige | 8 | 32 | 43 | 8 | 34 | 43 |
| Gesamt | 52 | 146 | 28 | 69 | 165 | 24 |

Non-Bank Financial Institutions Portfolio

The Non-Bank Financial Institutions (NBFI) portfolio mainly comprises diversified insurance companies, asset managers, regulated funds, and central counterparties. The regional focus of business activities lies in Germany, Western Europe, and the United States. New business is conducted in the interest of our institutional clients, with Commerzbank focusing on attractive opportunities with addresses of good creditworthiness. From a portfolio management perspective, our goal is to ensure high portfolio quality and responsiveness. The increase in EaD in Germany is attributable to the initial inclusion of subsidiary liability towards pension institutions.

Table 48
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| | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| :------------------------- | :-----------------------------------: | :-----------------------------------: |
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. | Exposure at Default
Mrd. € | Expected Loss
Mio. € | Risikodichte
Bp. |
| Deutschland | 16 | 23 | 14 | 8 | 18 | 22 |
| Westeuropa | 15 | 48 | 33 | 17 | 32 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 3 | 58 | 1 | 6 | 88 |
| Nordamerika | 8 | 5 | 6 | 8 | 5 | 6 |
| Asien | 1 | 2 | 16 | 1 | 1 | 11 |
| Sonstige | 2 | 1 | 8 | 1 | 3 | 21 |
| Gesamt | 43 | 83 | 19 | 37 | 65 | 18 |

Originator Positions

Commerzbank and Hypothekenbank Frankfurt have carried out securitizations of loan receivables from customers over the past years, primarily for capital management reasons, with a current volume of €4.2 billion. In the fourth quarter of 2015, Commerzbank issued two new transactions. The securitization CoCo Finance II-2 with a volume of €3 billion is based primarily on receivables from large German customers. The securitization CoSMO Finance III-1 with a volume of €1 billion is based primarily on receivables from German small and medium-sized enterprises. Furthermore, the transaction CoSMO Finance II-2 from the Corporates asset class with a volume of €2 billion was repaid as per contract. As of December 31, 2015, risk positions amounting to €3.8 billion were retained. The vast majority of all positions, at €3.7 billion, were senior tranches, which are almost entirely rated good to very good.

Table 49
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| | Volumen Commerzbank¹
Mrd. | Verbriefungspool
Mrd. | Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen¹
31.12.2015 | Gesamtvolumen¹
31.12.2014 |
| :--- | :---: | :---: | :---: | :---: | :---: | :---: | :---: | :---: |
| Corporates | 2025 - 2036 | 3.7 | <0.1 | <0.1 | 4.1 | 4.1 |
| RMBS | 2048 | 0.0 | 0.0 | 0.0 | 0.1 | < 0.1 |
| CMBS | 2046 | 0.0 | 0.0 | 0.0 | <0.1 | 1.0 |
| Gesamt | | 4.2 | | | | | 5.1 |
¹ Tranches/Retentions (nominal): Investment and trading book.

Conduit Exposure and Other Asset-Backed Exposures

Commerzbank is the sponsor of the multiseller asset-backed commercial paper conduit "Silver Tower."# Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im Geschäftsjahr 2015 leicht um 0,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken und lagen zum 31. Dezember 2015 bei 3,2 Mrd. Euro. Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass 89 % der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden müssen. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Ersten Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank und der sich im Abbau befindenden Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance sowie Handelsbuchpositionen der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist mit 4,7 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte sind mit 4,6 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,5 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Forbearance-Portfolio

Die European Banking Authority (EBA) hat im Oktober 2013 im Rahmen eines Implementing Technical Standards (ITS) eine neue Definition des Begriffs "Forbearance" eingeführt. Die Definition der EBA zu Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Diese Definition ist unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Das Forbearance-Portfolio ist bereits vollständig in den vorherigen Darstellungen des Weißbuchs und des Default-Portfolios der Commerzbank enthalten. Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:

Tabelle 50 scroll Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2015

Forborne Exposure Mio. € Risikovorsorgebestand Mio. € Coverage Ratio %
Privatkunden 590 15 3
Mittelstandsbank 2 382 426 18
Central & Eastern Europe 518 154 30
Corporates & Markets 963 242 25
Non-Core Assets 3 798 595 16
Konzern 8 250 1 433 17

Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:

Tabelle 51 scroll Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2015

Forborne Exposure Mio. € Risikovorsorgebestand Mio. € Coverage Ratio %
Deutschland 4 889 676 14
Westeuropa 2 099 410 20
Mittel- und Osteuropa 674 209 31
Nordamerika 29 4 14
Asien 62 17 27
Sonstige 497 116 23
Konzern 8 250 1 433 17

Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 1 433 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 2 090 Mio. Euro abgedeckt.

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.

Strategie und Organisation

Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung des Commerzbank-Konzerns auf. Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken im Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition im Konzern. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf den handelsintensiven Bereichen Corporates & Markets und Group Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nicht-Kernaktivitäten (Non-Core Assets) gesteuert. Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung. Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt. Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt. Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5 % und eine Haltedauer von einem Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Es ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.# Marktrisiko

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer Halteperiode von einem Tag berechnet. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis.

Für das Gesamtbuch stieg der VaR um 20 Mio. Euro auf 118 Mio. Euro an. Auch der VaR des Handelsbuchs stieg im Jahr 2015 deutlich an. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist eine gestiegene Volatilität an den Märkten. Auslöser dafür waren Marktereignisse wie zum Beispiel die Krise in Griechenland, starke Zinsbewegungen durch die Geldpolitik oder Sorgen um das Wachstum in China sowie ein deutlich gefallener Ölpreis. Ein im Jahresverlauf gesunkener Stressed VaR (Bewertung der aktuellen Positionierung mit fest definierten Marktdaten einer Krisenperiode) zeigt, dass Positionsveränderungen risikoreduzierend wirken und die Marktbewegungen der maßgebliche Treiber für den VaR-Anstieg sind.

Tabelle 52: VaR-Beitrag

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Gesamtbuch 118 98
davon Handelsbuch 29 16

99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Handelsbuch

Der Value-at-Risk stieg im Jahresverlauf von 16 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro. Der Jahresmittelwert lag ebenfalls mit 25 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 15 Mio. Euro.

Tabelle 53: VaR der Portfolios im Handelsbuch

Mio. € 2015 2014
Minimum 17 11
Mittelwert 25 15
Maximum 39 37
VaR-Endziffer Berichtsperiode 29 16

99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskursrisiken die dominierende Anlageklasse. Es folgen Credit-Spread-, Zins- und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value-at-Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst. In der Risikoart Zinsen werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

Die Entwicklung des VaR im Jahr 2015 zeigt einen deutlichen Anstieg der Währungsrisiken. Auch Credit-Spread-, Zins- und Aktienkursrisiken stiegen an. Die Rohwarenrisiken blieben stabil auf niedrigem Niveau.

Tabelle 54: VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Credit Spreads 6 5
Zinsen 4 3
Aktien 4 2
Währung 14 5
Rohwaren 1 1
Gesamt 29 16

99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der oben beschriebenen VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der Stressed VaR lag zum Berichtsstichtag mit 27 Mio. Euro um 10 Mio. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2014, hauptsächlich durch Positionsveränderungen im Treasury. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum nicht verändert. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.

Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean PSL" und "Dirty PSL" Backtesting unterschieden. Beim Clean PSL Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty PSL Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2015 haben wir drei negative Clean-P&L-Ausreißer gemessen. Einen Dirty-P&L-Ausreißer gab es im gleichen Zeitraum nicht. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean PSL und Dirty PSL) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Im Jahr 2015 wurden weitere Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Non-Core Assets - Public Finance mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Unsere in diesem Bereich seit Jahren verfolgte strikte Abbaustrategie setzten wir auch 2015 systematisch fort. Darüber hinaus beeinflussen die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) sanken im Jahresverlauf von 63 Mio. Euro per Jahresende 2014 auf 54 Mio. Euro. Ursachen für diese Entwicklung sind im Jahresverlauf gestiegene Zinsen und ausgeweitete Credit Spreads, die zu verringerten Marktwerten im Anleiheportfolio und in der Folge zu geringeren Credit-Spread-Sensitivitäten führten. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarien für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2015 ein potenzieller Verlust von 1.784 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 1.141 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.# Marktliquiditätsrisiken

In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Wir bestimmen zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Zum Jahresende 2015 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities und strukturierte Produkte wiesen ein erhöhtes Marktliquiditätsrisiko auf.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Strategie und Organisation

Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Das ALCO wird vom Liquidity-Review-Forum (LRF) und der Risikofunktion unterstützt.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird jährlich aktualisiert. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Parametrisierung der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung ist im Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk der Commerzbank beschrieben. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung wird die Liquiditätsrisikotoleranz der Commerzbank, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie steht, quantitativ festgelegt. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen, während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes Neugeschäft in das Kalkül mit einbezogen wird. Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Die Liquiditätsablaufbilanz ist für alle Laufzeitbänder bis zu 30 Jahren limitiert, wobei der Fokus in der täglichen Steuerung auf den kurzfristigen Laufzeitbändern bis zu 1 Jahr liegt. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten heruntergebrochen. Im Geschäftsjahr 2015 befanden sich die intern als "Recovery-Indikatoren" festgelegten Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets innerhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Jahresultimo 1,55. Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert vom Treasury gehalten und überwacht, um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß der Liquiditätsrisikotoleranz refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von bis zu 82,4 Mrd. Euro im Laufzeitband bis zu einem Tag aus. Davon wurden 44,4 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bei Fortschreibung der Bestände unter den derzeitigen Modellierungsannahmen würde sich eine Liquiditätsunterdeckung erst nach über vier Jahren ergeben, wohingegen die Limitierung des internen Modells eine Fristentransformationsposition bereits im Laufzeitband über einem Jahr zulassen würde. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 9,7 Mrd. Euro. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher Stressszenarien vervollständigt. Die LCR wurde im Rahmen des Delegierten Rechtsakts am 17. Januar 2015 von der Europäischen Union verabschiedet und trat für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten. Bis dahin beträgt die einzuhaltende Quote 60 % ab Oktober 2015, 70 % im Jahr 2016 und 80 % im Jahr 2017. Im Jahr 2015 wurde die geforderte Mindestquote von der Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Somit befindet sich die LCR-Kennziffer der Commerzbank auch weiterhin sehr komfortabel über den gesetzlichen Mindestanforderungen.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliancerisiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart durch die Compliancefunktion gesteuert.# Die Verluste aus Compliancerisiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.

Strategie und Organisation

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken.

Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vierteljährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Segment-OpRisk-Committees befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren strukturiert alle OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.

Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank.

Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zum Erreichen der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.

Risikosteuerung

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.

Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert. Es wird komplettiert durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz).

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2015 auf dieser Basis 21,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 21,6 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 1,8 Mrd. Euro).

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:

Tabelle 55
| | 31.12.2015 | | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| | Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital | Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital |
| Privatkunden | 6,8 | 0,6 | 9,0 | 0,8 |
| Mittelstandsbank | 3,1 | 0,2 | 3,3 | 0,3 |
| Central & Eastern Europe | 0,8 | 0,1 | 0,4 | 0,0 |
| Corporates & Markets | 4,7 | 0,4 | 4,7 | 0,4 |
| Non-Core Assets | 2,2 | 0,2 | 1,3 | 0,1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 3,9 | 0,3 | 2,9 | 0,2 |
| Konzern | 21,4 | 1,8 | 21,6 | 1,8 |

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des vierten Quartals 2015 eine Gesamtbelastung in Höhe von 130 Mio. Euro (Gesamtjahr 2014: 882 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen geprägt durch Schäden in den Kategorien "Produkte und Geschäftspraktiken" und "Prozessbezug".

Tabelle 56
| OpRisk-Ereignisse¹ | Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Interner Betrug | | 1 | 1 |
| Externer Betrug | | - | 19 |
| Sachschäden und Systemausfälle | | 9 | 1 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | | 90 | 830 |
| Prozessbezug | | 45 | 31 |
| Arbeitsverhältnis | | - | 14 |
| Konzern | | 130 | 882 |
1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden sowohl monats- als auch quartalsbezogen erstellt und sind Teil der Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Sie beinhalten eine Darstellung der aktuellen Risikoeinschätzung der Segmente, deren wesentliche Verlustereignisse, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.

Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden können, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat. Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passiv-Prozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktiv-Prozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktiv-Prozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.

Organisation

In der Commerzbank obliegt funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos Group Legal. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.

Risikosteuerung

Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren. Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt.

Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.

Aktuelle Entwicklungen

Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen.# Risiken und Chancen

Rechtliche Risiken

Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.

Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Manipulationen und andere Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Behörden auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank Aktiengesellschaft angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank Aktiengesellschaft gewandt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft kooperiert in den noch laufenden Untersuchungen vollumfänglich mit diesen Stellen und führt seit geraumer Zeit auch eigene Untersuchungen durch; bislang wurden in einem Fall arbeitsrechtliche Maßnahmen gegenüber einem Mitarbeiter einer Tochtergesellschaft ergriffen. Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben.

Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Mitte März 2015 hat die Commerzbank Einigung in Vergleichsverhandlungen mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Die Commerzbank kooperiert seit mehreren Jahren mit den US-Behörden und den lokalen Behörden in New York und hat ihnen umfangreiche Dokumentation sowie Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Vergleichs mit den US-Behörden hat die Bank sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der compliancerelevanten Prozesse umzusetzen. Ferner ist eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Die Bank hat bereits in den vergangenen Jahren ihre compliancerelevanten Prozesse verbessert und auch nach der Einigung mit den US-Behörden entsprechende weitere Maßnahmen im Sinne der erzielten Einigung umgesetzt. Weiterhin wurde das bankweite Compliance-Programm "Achieving a Robust Compliance Framework" initiiert. Im Fokus stehen dabei zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Einhaltung von Sanktionsvorschriften wie die Optimierung der Monitoring- und Scoringprozesse und -systeme, die Förderung einer nachhaltigen Compliancekultur in unserem Konzern, die Entwicklung und Durchführung von Schulungen sowie die Überarbeitung interner Richtlinien zur besseren Verständlichkeit.

Die Staatsanwaltschaft Köln durchsuchte im Februar 2015 Räumlichkeiten der Commerzbank in Frankfurt am Main aufgrund eines vom Amtsgericht Köln ausgestellten Durchsuchungsbefehls. Hintergrund der Durchsuchung waren Ermittlungsverfahren gegen sieben Mitarbeiter der Commerzbank International S.A. Luxemburg (CISAL), einer Tochtergesellschaft der Commerzbank, in Verbindung mit angeblicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung und deren Begünstigung durch diese Mitarbeiter sowie unbekannte Mitarbeiter der Commerzbank zugunsten von Kunden. Im Dezember 2015 wurde das Ermittlungsverfahren gegen die Commerzbank mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Das gegen die CISAL eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde mit Bußgeldbescheid vom 4. Dezember 2015 beendet, die Verfahren gegen die Mitarbeiter gegen Geldauflage oder mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (68) zu den Rückstellungen und der Note (87) zu den Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen des Konzernabschlusses entnommen werden.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird insbesondere durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Strategie und Organisation

Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als wesentlichen Teil ihres Unternehmenswertes zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus des Reputationsrisiko-Managements im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt damit in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden und steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank und unterliegt internen und externen Überprüfungen. Ihm kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).

Risikosteuerung

Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und mögliche Kommunikationsrisiken damit zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Je nach Ergebnis können sie mit Auflagen versehen oder auch negativ beurteilt werden. Dies kann bis zur Ablehnung führen. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und an die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank weitergeleitet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie in den Quartalsreport über erhebliche Reputationsrisiken an den CFO und die entsprechenden Segmentvorstände ein.

Compliancerisiken

Der Erfolg des Commerzbank-Konzerns hängt maßgeblich vom Vertrauen der Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Leistungsfähigkeit und Integrität des Instituts ab. Das Vertrauen basiert auf der Umsetzung und Einhaltung der für die Bank im Rahmen ihrer konzernweiten Geschäftstätigkeit zu beachtenden einschlägigen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, regulatorischen Anforderungen sowie marktüblichen Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliancerisiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Wertpapiercompliance sowie Betrug und Korruption. Die Bank hat ihre Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) grundlegend überarbeitet. Sie setzen verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern sowie der Mitarbeiter miteinander und prägen daher ganz wesentlich den Geschäftsalltag.# Bankenaufsicht

Compliance-Management

Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich - und damit wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Der Gesamtvorstand der Commerzbank hat eine konzernweit gültige Ausgestaltung der Risikobereitschaft für Compliancerisiken vorgenommen. Mit Definition dieses "Group Risk Appetite Statement on Compliance" unterstreicht die Commerzbank ihre Erwartung, dass gültige Gesetze, Richtlinien und Marktstandards - international und national - sowohl intern als auch von ihren Kunden und Partnern eingehalten werden, verbunden mit der Tatsache, dass die Commerzbank "keinerlei Verstöße gegen internationales Recht, Richtlinien und Vorschriften" duldet. Zur Verhinderung von Compliancerisiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert.

Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben werden als Compliance-Managementsystem bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an dem vom Institut der Wirtschaftsprüfer veröffentlichten Standard "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen" (IDW PS 980) und den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Um die institutsspezifischen Besonderheiten der Commerzbank zu berücksichtigen, werden hieraus individuelle Compliancestandards für die Commerzbank abgeleitet.

Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Commerzbank ist das Prinzip der "Three Lines of Defence". Gemäß diesem Prinzip ist die Abwehr unerwünschter Compliancerisiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliancefunktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet.

Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Managementsystem kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. In diesem Zusammenhang hat der Gesamtvorstand ein globales Compliance-Change-Managementprogramm aufgesetzt, das über die geschäftsbezogenen Complianceerfordernisse hinaus auch die Stärkung der Compliancekultur in der Commerzbank vorantreibt.

IT-Risiken

IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken fassen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:

  • Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
  • Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Weise und frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
  • Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
  • Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.

Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit.

Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt. IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet.

Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden die wichtigsten IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarien bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (CyberCrime), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten.

Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte, über die der Vorstand regelmäßig informiert wird. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2015 auch ein detaillierter und vollständiger Überblick über den Umsetzungsstand unserer Sicherheitsvorgaben etabliert und eine neue Einheit "Security Enforcement & Control" zur weiteren Verbesserung des Kontrollgefüges zur Informationssicherheit gegründet. Für 2016 haben wir neben der Umsetzung konkreter Weiterentwicklungen unserer IT-Sicherheitsmechanismen insbesondere auch Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Security-Awareness geplant. Zudem haben wir vorgesehen, das im Management der operationellen Risiken bewertete Risikoszenario "Cybercrime" anzupassen und die in diesem Szenario enthaltenen Risiken des Advanced Persistant Threat (APT)¹ in ein zusätzliches eigenständiges Risikoszenario zu überführen und weiter zu detaillieren.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

  • Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
  • Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
  • Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
  • Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Dies wurde durch die Ende 2015 abgeschlossenen Pilotprojekte bestätigt. Derzeit wird eine bankweite Einführung der strategischen Personalplanung vorbereitet.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend. Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden.

Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.

¹ Ein Advanced Persistant Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines APT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (InternetSpionage) oder anderweitig Schaden anzurichten.

Modellrisiko

Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden.Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapitalausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt. Mit Blick auf die übergreifende Vergleichbarkeit der durch interne Modelle in Säule 1 ermittelten Kapitalanforderungen hat die EZB die Bank über den Beginn einer aufsichtlichen Überprüfung ausgewählter interner Modelle im Euroraum informiert (Targeted Review of Internal Models - TRIM). Im Fokus dieses EZB-Projektes, das bis 2018 aufgesetzt ist, steht die Erhöhung der übergreifenden Konsistenz und Fehlerfreiheit der von den durch die EZB direkt beaufsichtigten Banken eingesetzten internen Modelle für Kredit-, Markt- und Gegenparteirisiken.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Konzernabschluss

Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2015 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

scroll Mio. € Notes 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014¹ Veränd. in %
Zinserträge (31) 11 616 12 214 - 4,9
Zinsaufwendungen (31) 5 837 6 857 - 14,9
Zinsüberschuss (31) 5 779 5 357 7,9
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (32) - 696 - 1 144 - 39,2
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 5 083 4 213 20,7
Provisionserträge (33) 4 067 3 834 6,1
Provisionsaufwendungen (33) 643 574 12,0
Provisionsüberschuss (33) 3 424 3 260 5,0
Handelsergebnis (34) 559 580 - 3,6
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (35) - 60 16 .
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (34, 35) 499 596 - 16,3
Ergebnis aus Finanzanlagen (36) - 7 82 .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (37) 82 44 86,4
Sonstiges Ergebnis (38) - 15 - 577 - 97,4
Verwaltungsaufwendungen (39) 7 157 6 929 3,3
Restrukturierungsaufwendungen (40) 114 61 86,9
Ergebnis vor Steuern 1 795 628 .
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (41) 618 256 .
Konzernergebnis 1 177 372 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 115 106 8,5
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 1 062 266 .

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Ergebnis je Aktie

1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014¹ Veränd. in %
Ergebnis je Aktie (43) 0,88 0,23

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

scroll Mio. € Notes 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014¹ Veränd. in %
Konzernergebnis 1 177 372 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 212 - 566 .
Erfolgsneutrale Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 0 .
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 212 - 566 .
Veränderung der Neubewertungsrücklage (73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 62 - 73 - 15,1
Erfolgsneutrale Wertänderung 495 334 48,2
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges (73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 84 113 - 25,7
Erfolgsneutrale Wertänderung 3 - 2 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung (73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 7 68 - 89,7
Erfolgsneutrale Wertänderung 155 - 94 .
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - - 67 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 0 - .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 8 5 60,0
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 623 350 78,0
Sonstiges Periodenergebnis 835 - 216 .
Gesamtergebnis 2 012 156 .
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis 118 108 9,3
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis 1 894 48 .

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Für das Geschäftsjahr 2015 stellte sich das Sonstige Periodenergebnis folgendermaßen dar:

Sonstiges Periodenergebnis

scroll Mio. € 1.1.-31.12.2015
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Veränderung
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 335 - 123 212
darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 - 0
darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage 551 - 118 433
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 125 - 38 87
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 162 0 162
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 72 - 67
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 8 - 8
Sonstiges Periodenergebnis 1 109 - 274 835

Im Vorjahr entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt:

Sonstiges Periodenergebnis

scroll Mio. € 1.1.-31.12.2014¹
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Veränderung
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 862 296 - 566
darunter: bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 0 - 0
darunter: bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage 363 - 102 261
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 163 - 52 111
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 26 0 - 26
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 1 - - 1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 - 5
Sonstiges Periodenergebnis - 358 142 - 216

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Bilanz

Aktiva

scroll Mio. € Notes 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in % 1.1.2014²
Barreserve (7, 46) 28 509 4 897 . 12 397
Forderungen an Kreditinstitute (8, 9, 10, 47, 49, 50, 79) 71 810 80 314 - 10,6 87 992
darunter: als Sicherheit übertragen (78) - - . 29
Forderungen an Kunden (8, 9, 10, 48, 49, 50, 79) 218 875 233 377 - 6,2 246 508
darunter: als Sicherheit übertragen (78) - - . -
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (11, 51) 284 415 - 31,6 74
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (12, 52) 3 031 4 456 - 32,0 3 641
Handelsaktiva (13, 53, 79) 114 684 130 343 - 12,0 103 616
darunter: als Sicherheit übertragen (78) 2 876 5 532 - 48,0 3 601
Finanzanlagen (14, 54, 79) 81 939 90 358 - 9,3 82 051
darunter: als Sicherheit übertragen (78) 508 569 - 10,7 1 921
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen (4, 55) 735 677 8,6 719
Immaterielle Anlagewerte (15, 56) 3 525 3 330 5,9 3 207
Sachanlagen (16, 57) 1 437 1 916 - 25,0 1 768
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18, 59) 106 620 - 82,9 638
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen (19, 60) 846 421 . 1 166
Tatsächliche Ertragsteueransprüche (26, 58) 512 716 - 28,5 812
Latente Ertragsteueransprüche (26, 58) 2 836 3 426 - 17,2 3 217
Sonstige Aktiva (17, 61) 3 512 3 051 15,1 2 958
Gesamt 532 641 558 317 - 4,6 550 764

Passiva

| Mio. € | Notes | 31.12.2015 | 31.12.2014¹ | Veränd. |
|---|---|---|---|---|## Consolidated Balance Sheet

in % 1.1.2014 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (10, 20, 62, 79) 83 154 99 845
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (10, 20, 63, 79) 257 615 249 280
Verbriefte Verbindlichkeiten (20, 64, 79) 40 605 48 811
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (11, 65) 1 137 1 278
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (21, 66) 7 406 9 355
Handelspassiva (22, 67, 79) 86 443 97 163
Rückstellungen (23, 24, 68) 3 326 5 272
Tatsächliche Ertragsteuerschulden (26, 69) 401 316
Latente Ertragsteuerschulden (26, 69) 106 131
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen (19, 70) 1 073 142
Sonstige Passiva (71) 9 110 7 333
Nachrangige Schuldinstrumente (27, 72, 79) 11 858 12 358
Eigenkapital (30, 73, 74, 75) 30 407 27 033
Gezeichnetes Kapital (73) 1 252 1 139
Kapitalrücklage (73) 17 192 15 928
Gewinnrücklagen (73) 11 740 10 462
Andere Rücklagen (5, 6, 14, 73) - 781 - 1 402
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen 29 403 26 127
Nicht beherrschende Anteile (73) 1 004 906
Gesamt 532 641 558 317
  1. Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).
  2. Der 1. Januar 2014 entspricht dem 31. Dezember 2013 (gemäß Veröffentlichung im Geschäftsbericht 2014) nach den Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Statement of Changes in Equity

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen Neubewertungs- rücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 31.12.2013 1 139 15 928 10 660 - 1 195 - 357 - 192
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen 77 - 5
Eigenkapital zum 1.1.2014 1 139 15 928 10 737 - 1 200 - 357 - 192
Gesamtergebnis - - - 299 237 111 - 1
Konzernergebnis
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 565
Veränderung der Neubewertungsrücklage 237
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 111
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 5
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 5
Dividendenausschüttung
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Veränderungen im Anteilsbesitz - 5
Sonstige Veränderungen1 29
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 462 - 963 - 246 - 193

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Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 31.12.2013 25 983 950 26 933
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen 72 72
Eigenkapital zum 1.1.2014 26 055 950 27 005
Gesamtergebnis 48 108 156
Konzernergebnis 266 106 372
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 565 - 1 - 566
Veränderung der Neubewertungsrücklage 237 24 261
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 111 111
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 5 - 21 - 26
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 1 - 1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 5
Dividendenausschüttung - 62 - 62
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Veränderungen im Anteilsbesitz - 5 - 89 - 94
Sonstige Veränderungen1 29 - 1 28
Eigenkapital zum 31.12.2014 26 127 906 27 033
  1. Sofern im Geschäftsjahr relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis, Veränderungen des Bestands eigener Aktien und Veränderungen von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente.

Die retrospektiven Anpassungen der Gewinnrücklagen sowie der Neubewertungsrücklage zum 1. Januar 2014 resultierten aus der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Andere Rücklagen Neubewertungs- rücklage Rücklage aus Cash Flow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 31.12.2014 1 139 15 928 10 462 - 963 - 246 - 193
Gesamtergebnis - - 1 273 366 87 168
Konzernergebnis 1 062
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 211
Veränderung der Neubewertungsrücklage 432
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 87
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 161
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 66 - 1
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 8
Dividendenausschüttung
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen 113 1 264
Entnahme aus den Gewinnrücklagen - 5
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1
Sonstige Veränderungen1 11
Eigenkapital zum 31.12.2015 1 252 17 192 11 740 - 597 - 159 - 25

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Mio. € Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 31.12.2014 26 127 906 27 033
Gesamtergebnis 1 894 118 2 012
Konzernergebnis 1 062 115 1 177
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 211 1 212
Veränderung der Neubewertungsrücklage 432 1 433
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 87 87
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 161 1 162
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen - 67 - 67
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 8 8
Dividendenausschüttung - 11 - 11
Kapitalherabsetzung
Kapitalerhöhungen 1 372 1 372
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Veränderungen im Anteilsbesitz - 1 - 2 - 3
Sonstige Veränderungen1 11 - 7 4
Eigenkapital zum 31.12.2015 29 403 1 004 30 407
  1. Sofern im Geschäftsjahr relevant, enthalten die Sonstigen Veränderungen im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis, Veränderungen des Bestands eigener Aktien und Veränderungen von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente.

Das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 gemäß Satzung 1 252 Mio. Euro und war in 1 252 357 634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Am 28. April 2015 haben wir unser Grundkapital um 113 850 693 neue Aktien aus Genehmigtem Kapital erhöht. Die Aktien wurden im Wege eines sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens am 28. April 2015 bei institutionellen Anlegern platziert und sind für das Geschäftsjahr 2015 voll dividendenberechtigt. Der Ausgabepreis betrug 12,10 Euro pro Aktie und führte zu einer Erhöhung des Gezeichneten Kapitals um 113 Mio. Euro und einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 1 264 Mio. Euro. Für diese Kapitalmaßnahme sind Aufwendungen von 5 Mio. Euro angefallen, die in den Gewinnrücklagen erfasst wurden.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie zu zahlen. Bei 1 252 357 634 Stück ausgegebenen Aktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 250 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde keine Dividende ausgeschüttet.

Eigene Aktien waren am 31. Dezember 2015 nicht im Bestand. Von der Ermächtigung der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien für Zwecke des Wertpapierhandels nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG wurde kein Gebrauch gemacht. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien werden erfolgsneutral behandelt.

Auf die Neubewertungsrücklage entfielen 70 Mio. Euro aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Die Veränderungen im Anteilsbesitz von - 1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 resultierten aus dem Zugang von Anteilen bereits konsolidierter Tochterunternehmen. Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 73, 74 und 75 enthalten.

Cash Flow Statement

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Mio. € Notes 2015 20141
Konzernergebnis 1 177 372
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting 663 3 813
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten 2 191 4 037
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Vermögenswerten (36) - 246 - 78
Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen (38) 2 - 3
Sonstige Anpassungen (31) - 5 503 - 5 370
Zwischensumme - 1 716 2 771
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute (47) 8 532 7 659
Forderungen an Kunden (48) 16 303 14 120
Wertpapiere des Handelsbestands (53) 3 035 - 3 101
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit (54-57, 59-61) - 901 326
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (62) - 16 691 22 159
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (63) 8 335 - 28 198
Verbriefte Verbindlichkeiten (64) - 8 206 - 15 831
Mittelveränderung aus Zahlungen in das Planvermögen (68) - 47 - 2
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit (65-71) 408 - 2 307
Erhaltene Zinsen (31) 9 881 10 093
Erhaltene Dividenden (31) 188 210
Gezahlte Zinsen (31) - 4 566 - 4 933
Ertragsteuerzahlungen (41) 166 131
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 14 721 3 097
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 54, 55) 8 580 145
Sachanlagevermögen (38, 57) 34 22
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 54, 55) - 252 - 8 339
Sachanlagevermögen (38, 57) - 252 - 735
Effekte aus Veränderungen des
Cash Flow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel (46) - -
Cash Flow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel (46) 203 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 8 313 - 8 907
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen (73) 1 377 -
Dividendenzahlungen (73) - -
Mittelveränderung aus Veränderung im Anteilsbesitz an vollkonsolidierten Unternehmen - 1
Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit (Nachrangige Schuldinstrumente) (72) - 878
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 498 - 1 795
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4 897 12 397
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 14 721 3 097
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 8 313 - 8 907
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 498 - 1 795
Effekte aus Wechselkursänderungen 195 211
Effekte aus nicht beherrschenden Anteilen - 115 - 106
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode (46) 28 509 4 897

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Kassenbestand 1 391 1 093 27,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 23 858 3 409 .
Schuldtitel öffentlicher Stellen 3 260 395 .

Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2015 waren keine Zugänge aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten (Vorjahr: -). Aus Entkonsolidierungen im Jahr 2015 ergaben sich ebenfalls keine Effekte (Vorjahr: -) auf den Zahlungsmittelbestand.

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Als Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus Wertpapieren der Handelsaktiva und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.

Die Veränderungen des Cash Flows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung von konsolidierten Gesellschaften. Die anderen Aktiva und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgänge von konsolidierten Gesellschaften, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.

Mio. € 31.12.2015
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 174
Forderungen an Kunden 25
Handelsaktiva -
Finanzanlagen -
Sachanlagen -
Sonstige Aktivposten 583
Mio. € 31.12.2015
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 409
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -
Verbriefte Verbindlichkeiten 159
Handelspassiva 23
Sonstige Passivposten 212

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungsvorgänge für Finanzanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie für Verkäufe von nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Darüber hinaus werden hier die Cash Flows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von konsolidierten Tochterunternehmen gezeigt.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrangige Schuldinstrumente. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Barreserve, der sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammensetzt (siehe Note 46). Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (Notes)

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach § 315 a Abs. 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Alle für das Geschäftsjahr 2015 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2016 oder später umzusetzen sind, haben wir zulässigerweise abgesehen. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden, neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen stellen wir im Folgenden dar.

Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" (IFRS 9 geändert 2014). Durch IFRS 9 wird der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) abgelöst.

IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten der Aktivseite vor. Grundsätzlich sind demnach alle finanziellen Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten und die Bewertungseffekte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung auszuweisen. Eine andere Folgebilanzierung ist bei einem schuldrechtlichen Instrument der Aktivseite nur dann vorgesehen, wenn es einem Portfolio mit dem Geschäftsmodell "Halten" beziehungsweise "Halten und Verkaufen" zugeordnet wurde. Außerdem darf das jeweilige Finanzinstrument grundsätzlich nur Zahlungsströme aufweisen, die typisch für ein einfaches Kreditverhältnis sind. In IFRS 9 sind hierzu umfangreiche Regelungen und Beispiele enthalten, die dies näher konkretisieren. Unabhängig davon ist weiter eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert möglich, wenn damit ein wirtschaftlich sachgerechterer Ausweis in der Bilanzierung erreicht wird. Ein getrennter Ausweis von eingebetteten Derivaten ist bei den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr möglich.

Bei finanziellen Verbindlichkeiten ist wie bislang ebenfalls eine freiwillige Bewertung zum beizulegenden Zeitwert möglich. Der Bewertungseffekt, der hierbei auf der Veränderung der eigenen Bonität beruht, soll allerdings anders als bisher nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern direkt im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen werden, sofern der Ausweis in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wirtschaftlich nicht sachgerechter wäre.

IFRS 9 ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge). Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden. Vielmehr ist für jedes Finanzinstrument, das zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist, bereits bei Zugang der erwartete Verlust über ein Jahr (Expected Loss) als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe für die erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Cash Flows zu ermitteln.

Die EU-Kommission hat im Dezember 2014 den Prozess zur Umsetzung in europäisches Recht angestoßen und die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) um Stellungnahme gebeten. Aufgrund der derzeit noch bestehenden Unsicherheiten und Interpretationsmöglichkeiten ist noch keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich. Die Übernahme in europäisches Recht wird für das zweite Halbjahr 2016 erwartet und tritt für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der Standard IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten", der nur für IFRS-Erstanwender und somit nicht für den Commerzbank-Konzern relevant ist, regelt die weitere Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten, die aufgrund bisher angewendeter Rechnungslegungsgrundsätze erfasst wurden. Die europäische Kommission hat beschlossen, den Endorsement-Prozess nicht zu starten und auf den finalen Standard zu warten.

Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht wird für das zweite Quartal 2016 erwartet und tritt für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Wir erwarten daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der geänderte Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" enthält Klarstellungen zur Wesentlichkeit, Aggregation und möglichen Reihenfolge von Angaben.# H1

H2

Die Änderungen wurden im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen haben Einfluss auf die Anhangangaben des Konzerns. Die Auswirkungen auf die Zwischenberichterstattung gemäß IAS 34 sowie die Angaben gemäß IFRS 7 werden geprüft. Die geänderten Standards IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" stellen klar, welche Abschreibungsmethoden für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte zulässig sind. Die Änderungen wurden im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwarten wir hieraus nicht. Die Änderungen der Standards IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" stehen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von produzierenden Pflanzen. Die Änderungen wurden im November 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwarten wir hieraus nicht. Die Änderungen des Standards IAS 27 "Einzelabschlüsse" erlauben die Anwendung der Equity-Methode für Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in einem IFRS-Einzelabschluss und sind somit für den Commerzbank-Konzernabschluss nicht anwendbar. Die Änderungen wurden im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die im September 2014 herausgegebenen Änderungen der Standards IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse" regeln, dass nicht realisierte Erfolge aus Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Eine weitere im Dezember 2014 herausgegebene Änderung der Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" sowie IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" betrifft die Klarstellung zur Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften. Während die im Dezember 2014 veröffentlichten Änderungen für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, wurde der Erstanwendungszeitpunkt für die im September 2014 herausgegebenen Änderungen verschoben. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwarten wir hieraus nicht. Der geänderte Standard IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" stellt klar, dass der erstmalige Erwerb und der Zukauf von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit nach den Prinzipien des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht Regelungen des IFRS 11 widersprechen. Die Änderungen wurden im November 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden daraus nicht erwartet. Im September 2014 wurden Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für den Zyklus 2012 bis 2014 veröffentlicht, die insbesondere Klarstellungen von Definitionen sowie kleinere Änderungen von Ansatz, Bewertung und Ausweis von Geschäftsvorfällen umfassen. Die Änderungen wurden im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwarten wir hieraus nicht. Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung erfolgt innerhalb des Anhangs (Note 45). Die Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 (Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben) werden teilweise im Anhang (siehe Notes 84 und 85) und teilweise im Konzernrisikobericht ausgewiesen. Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 55 bis 146 unseres Geschäftsberichts veröffentlicht. Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge wie auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Grundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die IFRS verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IAS 39, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss aus. Negative Zinsen weisen wir für aktivische Finanzinstrumente in den Sonstigen Zinsaufwendungen und positive Zinsen für passivische Finanzinstrumente in den Sonstigen Zinserträgen aus. Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen im Provisionsüberschuss erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit dem vollständigen Erbringen einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung von leistungsabhängigen Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften im Kundenauftrag weisen wir im Provisionsüberschuss aus. Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens zwölf Monate beträgt. Grundsätzlich sind Vermögenswerte und Schulden brutto (unsaldiert) in der Bilanz auszuweisen. In Übereinstimmung mit IAS 32.42 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner aber gegeneinander saldiert und entsprechend in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit dem Begleichen der Verbindlichkeit erfolgt. Neben dem Aufrechnen positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten mit Clearingvereinbarungen und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2015 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt. Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften und at-Equity-bewerteten Unternehmen, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 60 und 70) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen. Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 79 vor. Die Angabe von Restlaufzeiten erfolgt im Commerzbank-Konzern zudem für alle derivativen Finanzinstrumente, finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen (siehe Notes 77, 79 und 87). Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse für die nachstehend aufgeführten Sachverhalte von den Einschätzungen abweichen.# Schätzungsunsicherheiten

Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderem bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, des Geschäfts- oder Firmenwertes und der beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den Rechnungszins, den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen von den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den Neubewertungen abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 68).

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des beizulegenden Zeitwertes (Fair Values) von Finanzinstrumenten findet sich in den Notes 15 und 56 beziehungsweise in Note 80. Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte von Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten werden, nehmen wir Analysen auf Basis länderspezifischer Mietindizes vor (vergleiche Note 59).

Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und aktiven latenten Steuern (siehe Notes 50 und 58). Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir zudem auf den Konzernrisikobericht im Konzernlagebericht.

Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbaren Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite von verschiedenen potenziellen Wertansätzen führen, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements.

Des Weiteren lassen sich folgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:
* Die Umgliederung bestimmter finanzieller Vermögenswerte aus der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente in die Kategorie Forderungen und Kredite (siehe Note 5).
* Die Wertminderung von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Ermittlung der erwarteten Cash Flows einschließlich Ansatz, Höhe und Verwertungszeitpunkt von Sicherheiten; siehe Note 9).
* Die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte wie nach der Equity-Methode bilanzierte sowie zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird; siehe Note 19).
* Die Werthaltigkeitsprüfung bei nicht finanziellen Vermögenswerten wie bei Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten (hier insbesondere die Festlegung der Kriterien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags; siehe Note 15).
* Die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche nach IAS 12.24 ff. (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann; siehe Note 26) sowie der Abbildung steuerlicher Risikopositionen.
* Die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (siehe Note 23).
* Die Bewertung von Rechtsrisiken, für die ein Verlust zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist (siehe Note 29).

(2) Anpassungen

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.

Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2014 grundsätzlich beibehalten. Die ab dem 1. Januar 2015 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, der geänderte IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sowie Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für die Zyklen 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013, wurden in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss.

Negative Zinsen für aktivische Finanzinstrumente weisen wir seit dem zweiten Quartal 2015 rückwirkend zum 1. Januar 2015 in den Sonstigen Zinsaufwendungen aus und positive Zinsen für passivische Finanzinstrumente in den Sonstigen Zinserträgen. Eine Anpassung der Vorjahresperioden, in denen die Negativzinsen mit den Zinserträgen beziehungsweise Zinsaufwendungen verrechnet wurden, haben wir nicht vorgenommen, da die Effekte in diesen Zeiträumen für den Commerzbank-Konzern nicht wesentlich waren.

Im dritten Quartal 2015 haben wir die Bildung von refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments, FVA) eingeführt. Dabei werden die Refinanzierungsaufwendungen oder -erträge von unbesicherten Derivaten sowie besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, zum Zeitwert berücksichtigt. Aus dieser Umstellung resultierte ein Effekt von -131 Mio. Euro im Handelsergebnis. Die FVA war bereits in den vergangenen Jahren als Teil der sogenannten Prudent Valuation als Abzug vom harten Kernkapital berücksichtigt, in Bezug auf das aufsichtsrechtliche Kapital ergab sich daher keine Auswirkung.

Im vierten Quartal 2015 haben wir für die Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) ein neues Datenverarbeitungssystem für die Rechnungslegung eingeführt. Es gewährleistet die parallele Verarbeitung von HGB- und IFRS-Daten sowie eine höhere Datengranularität. Dadurch können einzelne Bilanzierungssachverhalte präziser abgebildet werden. Folgende Änderungen ergaben sich gegenüber der bisherigen Darstellung:
* Bei der Bewertung der Wertpapiere des Handelsbestands erfolgt eine Differenzierung in zinsähnliche Amortisationsbestandteile und laufende Wertentwicklungen. Die Amortisationsbestandteile werden nun in den Zinserträgen beziehungsweise -aufwendungen ausgewiesen, anstatt wie bisher, zusammen mit den laufenden Wertentwicklungen im Handelsergebnis. Für das Geschäftsjahr 2014 belief sich die Umgliederung vom Handelsergebnis in den Zinsüberschuss auf 20 Mio. Euro (Saldo aus 60 Mio. Euro geringeren Zinserträgen und 80 Mio. Euro geringeren Zinsaufwendungen). Die Verschiebung innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung hatte keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie.
* Amortisationen von Agien und Disagien bei Wertpapieren und Schuldscheindarlehen des Nichthandelsbestands werden nun effektivzinsbasiert vorgenommen, während bisher eine lineare Verteilung erfolgte.

Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst:
* Zum 1. Januar 2014 wurden die Forderungen an Kreditinstitute um 12 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 36 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 109 Mio. Euro erhöht. Gegenläufig haben sich die latenten Ertragsteueransprüche um 14 Mio. Euro, die Verbrieften Verbindlichkeiten um 70 Mio. Euro und die Neubewertungsrücklage um 5 Mio. Euro vermindert.
* Im Geschäftsjahr 2014 erhöhten sich die Zinsaufwendungen um 11 Mio. Euro. Die Zinserträge reduzierten sich dagegen um 3 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung eines Steuerertrags in Höhe von 2 Mio. Euro reduzierte sich das Konzernergebnis um 12 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie verminderte sich damit um 0,01 Euro.
* Zum 31. Dezember 2014 erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute um 11 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 33 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 97 Mio. Euro. Die latenten Ertragsteueransprüche haben sich dagegen um 12 Mio. Euro, die Verbrieften Verbindlichkeiten um 59 Mio. Euro und die Neubewertungsrücklage um 6 Mio. Euro vermindert.

Im Rahmen der Anwendung der Handelstagbilanzierung bei Wertpapiergeschäften erfolgt ein unsaldierter Ausweis der in diesem Zusammenhang entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst:
* Zum 1. Januar 2014 erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute um 439 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 552 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 2 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 989 Mio. Euro.
* Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich um 181 Mio. Euro höhere Forderungen an Kreditinstitute, um 343 Mio. Euro höhere Forderungen an Kunden, um 223 Mio. Euro höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um 301 Mio. Euro höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie blieben unverändert.

Durch die detailliertere Zuordnung bestimmter Zinsabgrenzungen zu den Forderungen an beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wurden die Vorjahreszahlen wie folgt angepasst:
* Zum 1. Januar 2014 wurden die Forderungen an Kreditinstitute um 4 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 5 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 10 Mio. Euro und die sonstigen Passiva um 2 Mio. Euro vermindert sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 3 Mio. Euro erhöht.
* Zum 31. Dezember 2014 wurden die Forderungen an Kreditinstitute um 86 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 110 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 179 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 2 Mio. Euro erhöht. Dagegen haben sich die Sonstigen Aktiva um 170 Mio.Euro und die Sonstigen Passiva um 155 Mio. Euro reduziert. Das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie blieben hiervon unberührt. ― Ebenfalls erfolgt nun der saldierte Ausweis von Zinserträgen und -aufwendungen aus nicht verkauften beziehungsweise zurückgekauften eigenen Bankbuch-Emissionen der Commerzbank. Bisher wurden diese unsaldiert als Zinserträge sowie Zinsaufwendungen gezeigt. Die Zinserträge und -aufwendungen für 2014 wurden entsprechend um jeweils 37 Mio. Euro reduziert. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie. ― Erhaltene Bearbeitungsgebühren und Bereitstellungszinsen sowie gezahlte Vermittlungsprovisionen werden nunmehr in die Effektivverzinsung ausgereichter Kredite einbezogen, anstatt wie bisher sofort ertrags- beziehungsweise. aufwandswirksam vereinnahmt. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst: ― Die Forderungen an Kunden zum 1. Januar 2014 wurden um 13 Mio. Euro vermindert. Die latenten Ertragsteueransprüche erhöhten sich hierdurch um 2 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen reduzierten sich entsprechend um 11 Mio. Euro. ― Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Zinserträge um 18 Mio. Euro, die Provisionserträge um 3 Mio. Euro und die Provisionsaufwendungen um 58 Mio. Euro reduziert. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 6 Mio. Euro erhöhte sich das Konzerergebnis um 31 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich damit um 0,03 Euro. ― Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich unter Berücksichtigung von erfolgsneutralen aktiven latenten Steuern von 1 Mio. Euro um 24 Mio. Euro höhere Forderungen an Kunden, um 3 Mio. Euro geringere latente Ertragsteueransprüche und um 21 Mio. Euro höhere Gewinnrücklagen. ― Im Zuge der Umstellung auf das neue Datenverarbeitungssystem für die Rechnungslegung erfolgte auch eine eingehende Prüfung der in den Sonstigen Aktiva sowie Sonstigen Passiva ausgewiesenen Beträge. Infolgedessen war die Bilanz zum 1. Januar 2014 sowie zum 31. Dezember 2014 wie folgt anzupassen: Die Sonstigen Aktiva erhöhten sich um 22 Mio. Euro und die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden um 1 Mio. Euro, während sich die Latenten Ertragsteueransprüche um 3 Mio. Euro und die Sonstigen Passiva um 11 Mio. Euro reduzierten. Der dadurch verursachte Anstieg der Gewinnrücklagen betrug 29 Mio. Euro. Das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie blieben unverändert. ― Der Ausweis von Zahlungen im Zusammenhang mit Kreditderivaten innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde korrigiert. Die Zinserträge für 2014 wurden entsprechend um 223 Mio. Euro reduziert und die Zinsaufwendungen um 15 Mio. Euro erhöht. Das Handelsergebnis stieg um 238 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie. ― Die Anhangangaben zu Unwiderruflichen Kreditzusagen im Vorjahr wurden korrigiert. Sie erhöhten sich um 143 Mio. Euro. Das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie blieben hiervon unberührt. Die Commerzbank hat bestimmte eigene Emissionen, die von einer ihrer Tochtergesellschaften erworben wurden, bisher erfolgsneutral konsolidiert. Der Differenzbetrag, der sich aus einem geringeren anteiligen Buchwert der betreffenden Emissionen seitens der Commerzbank ergab, wurde nun im Rahmen einer retrospektiven Anpassung ausgebucht. Dabei wurden auch Ergebniseffekte aus zugehörigen Sicherungsderivaten berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst: ― Die Verbrieften Verbindlichkeiten wurden zum 1. Januar 2014 um 42 Mio. Euro erhöht. Hierdurch erhöhten sich die latenten Ertragsteueransprüche um 5 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen reduzierten sich um 37 Mio. Euro. ― Die Verbrieften Verbindlichkeiten stiegen 2014 zu Lasten des Handelsergebnisses um weitere 15 Mio. Euro. Nach Abzug eines positiven Effektes aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3 Mio. Euro verminderte sich das Konzernergebnis um 12 Mio. Euro; das Ergebnis je Aktie reduzierte sich um 0,01 Euro. ― Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich unter Berücksichtigung von erfolgsneutralen aktiven latenten Steuern von -1 Mio. Euro um 57 Mio. Euro höhere Verbriefte Verbindlichkeiten, um 7 Mio. Euro höhere latente Ertragsteueransprüche und um 50 Mio. Euro geringere Gewinnrücklagen. Weiterhin wurde die Darstellung der Restlaufzeiten im Anhang (Note 79) angepasst. Entsprechend IFRS 7.39 stellen wir die Restlaufzeiten für nicht derivative finanzielle Verpflichtungen (inklusive Finanzgarantien), für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, nun auf Basis undiskontierter Zahlungsströme dar, anstatt wie bisher buchwertbasiert. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Umstellung hat keinen Einfluss auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie. Gemäß IFRIC 21 weisen wir den Beitrag zur gesetzlichen Einlagensicherung für die Beitragsjahre bis 2015 in geänderter Form aus. Der gesamte Aufwand wird für das jeweilige Abrechnungsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres vollständig im vierten Quartal erfasst (anstatt wie bisher quartalsweise), da die Verpflichtung zur Zahlung ausschließlich daran anknüpfte, ob am 1. Oktober eine Banklizenz vorlag. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst: ― Zum 1. Januar 2014 erhöhten sich die Rückstellungen um 18 Mio. Euro und die latenten Ertragsteueransprüche um 2 Mio. Euro. Die Gewinnrücklagen reduzierten sich entsprechend um 16 Mio. Euro. ― Im Geschäftsjahr 2014 erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen um 3 Mio. Euro und das Konzernergebnis verminderte sich entsprechend; das Ergebnis je Aktie verminderte sich dadurch um weniger als 0,01 Euro. ― Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich um 21 Mio. Euro höhere Rückstellungen, um 2 Mio. Euro höhere latente Ertragsteueransprüche und um 19 Mio. Euro geringere Gewinnrücklagen. Nach der neuen Beitragsverordnung hat ab dem Abrechnungsjahr 2016 eine quartalsweise Aufwandserfassung zu erfolgen. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich Sachverhalte, die im Rahmen der Erstellung geänderter Ertragsteuererklärungen 2010, aufgrund von Betriebsprüfungsrisiken sowie aufgrund einer sonstigen Fehlerkorrektur für die Commerzbank Aktiengesellschaft zu berücksichtigen sind. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst: ― Zum 1. Januar 2014 erhöhten sich die Latenten Ertragsteueransprüche um 79 Mio. Euro, die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden um 76 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 3 Mio. Euro. ― Im Geschäftsjahr 2014 erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 2 Mio. Euro und das Konzernergebnis verminderte sich entsprechend; das Ergebnis je Aktie reduzierte sich dadurch um weniger als 0,01 Euro. ― Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich um 77 Mio. Euro höhere Latente Ertragsteueransprüche, um 76 Mio. Euro höhere Tatsächliche Ertragsteuerschulden und um 1 Mio. Euro höhere Gewinnrücklagen. In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die wesentlichen Anpassungen für das Geschäftsjahr 2014 auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Bilanz zusammenfassend dar:

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Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 1.1.-31.12.2014 Anpassung angepasster Konzernabschluss 1.1.-31.12.2014
Zinserträge 12 555 - 341 12 214
Zinsaufwendungen 6 948 - 91 6 857
Zinsüberschuss 5 607 - 250 5 357
Provisionserträge 3 837 - 3 3 834
Provisionsaufwendungen 632 - 58 574
Provisionsüberschuss 3 205 55 3 260
Handelsergebnis 377 203 580
Verwaltungsaufwendungen 6 926 3 6 929
Ergebnis vor Steuern 623 5 628
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 253 3 256
Konzernergebnis 370 2 372
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 264 2 266

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Mio. € veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2014 Anpassung angepasster Konzernabschluss 31.12.2014
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 80 036 278 80 314
Forderungen an Kunden 232 867 510 233 377
Latente Ertragsteueransprüche 3 358 68 3 426
Sonstige Aktiva 3 199 - 148 3 051
Summe Aktiva 557 609 708 558 317
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99 443 402 99 845
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 248 977 303 249 280
Verbriefte Verbindlichkeiten 48 813 - 2 48 811
Rückstellungen 5 251 21 5 272
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 239 77 316
Sonstige Passiva 7 499 - 166 7 333
Eigenkapital 26 960 73 27 033
darunter: Gewinnrücklagen 10 383 79 10 462
darunter: Andere Rücklagen - 1 396 - 6 - 1 402
Summe Passiva 557 609 708 558 317

(3) Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden. Hierzu zählen auch wesentliche strukturierte Unternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern als Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen in den Finanzanlagen bilanziert. Die addierten Bilanzsummen der nicht wesentlichen Tochterunternehmen machen, bezogen auf die Bilanzsumme der Summenbilanz des Konzerns, weniger als 0,2 % (Vorjahr: weniger als 0,2 %) aus. Für die Struktur des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns verweisen wir auf Note 104.

Die folgenden wesentlichen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2015 erstkonsolidiert:

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Gesellschaften | Kapital- und Stimmrechte % | Anschaffungskosten Mio. € | Vermögenswerte Mio. € | Schulden Mio. €€ CoCo Finance II- 2 Ltd., Dublin, Irland | 0,0 | 171,7 | 171,7
Commerz Transaction Services Finance GmbH, Halle, Deutschland | 100,0 | 1,6 | 1,7 | 0,1
ComStage CBK 10Y US-Treasury Future Short TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | 19,9 | 20,5 | 0,6
ComStage CBK 10Y US-Treasury Future TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | 20,0 | 20,9 | 0,8
ComStage CBK Commodity ex-Agriculture Monthly EUR Hedged TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | 24,3 | 26,6 | 2,3
ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Double Short TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | 19,3 | 20,1 | 0,7
ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Short TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | 19,7 | 20,4 | 0,7
ComStage LevDAX® x2 UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 93,0 | 34,0 | 35,8 | 5,7
ComStage MSCI Italy TRN UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 99,8 | 21,5 | 22,5 | 1,3
ComStage MSCI Spain TRN UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 99,5 | 21,5 | 22,4 | 1,5
ComStage ShortMDAX TR UCITS ETF, Luxemburg, Luxemburg | 95,0 | 44,7 | 46,6 | - 2,8
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | - | 333,8 | 306,4
MS "SCHUMANN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland | 98,0 | - | - | -
MS "TSCHAIKOWSKY" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland | 98,0 | - | - | -
Tele-Tech Investment Sp. z.o.o., Warschau, Polen | 100,0 | - | 24,1 | 24,0

Bei den in der Übersicht aufgeführten Gesellschaften handelt es sich um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben, sowie Neugründungen unter anderem im Rahmen strukturierter Finanzierungen. Für Zukäufe wenden wir die Vorschriften des IFRS 3 an. Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Negative Unterschiedsbeträge wurden - sofern relevant - zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Aus der Folgebewertung der im Jahr 2009 im Rahmen des Dresdner-Bank-Erwerbs aufgedeckten Reserven und Lasten ergaben sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Geschäftsjahres 2015 Aufwendungen von 229 Mio. Euro vor Steuern beziehungsweise 186 Mio. Euro nach Steuern. Die wesentlichen Effekte resultierten aus der Aufzinsung der Nachrangigen Schuldinstrumente.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert:

― Veräußerung ―
* ASBERGIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland
* AWL I Sp. z o.o., Warschau, Polen
* Brafero-Sociedade Imobiliária, S.A., Lissabon, Portugal
* BRE Ubeczpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A., Warschau, Polen
* Brussels Urban Invest S.A., Brüssel, Belgien
* CG NL Holding B.V., Amsterdam, Niederlande
* CGM Lux 1 S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg
* CGM Lux 2 S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg
* CGM Lux 3 S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg
* Espacio Leon Propco S.L.U., Madrid, Spanien
* Forum Almada, Gestao de Centro Comercial, Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita, Lissabon, Portugal
* Forum Almada-Gestao de Centro Commercial, Sociedade Unipessoal, Lda., Lissabon, Portugal
* Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda, Lissabon, Portugal
* Hanseatic Ship Asset Management GmbH, Hamburg, Deutschland
* MS "BEETHOVEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "BELLINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "BIZET" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "BRAHMS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "CHOPIN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "HAYDN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "MOZART" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "PAGANINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "PUCCINI" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "PUGNANI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "ROSSINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "SATIE" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "SCHUBERT" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "SCHUMANN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "STRAUSS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "TSCHAIKOWSKY" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "VIVALDI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* MS "WAGNER" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland
* Transfinance a.s., Prag, Tschechien

Die Veräußerungserlöse für die veräußerten Gesellschaften betrugen rund 284 Mio. Euro. Diese wurden komplett in Zahlungsmitteln vergütet. Das Veräußerungsergebnis von 62 Mio. Euro wurde im Ergebnis aus Finanzanlagen mit 47 Mio. Euro und im Sonstigen Ergebnis mit 15 Mio. Euro erfasst.

― Liquidation ―
* Commerzbank Finance 2 S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg
* Commerzbank Leasing 1 S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
* CoCo Finance II-1 Ltd., Dublin, Irland
* CoTraX Finance II-1 Ltd, Dublin, Irland
* Greene Oak LLC, Wilmington, Delaware, USA

Gesellschaften, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten haben
* Commerz Real Estate Master FCP-SIF, Luxemburg, Luxemburg
* Commerzbank Leasing December (9) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (11), London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (17) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (19) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (20) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (22) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (23) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Leasing December (24) Limited, London, Großbritannien
* Commerzbank Overseas Holdings Limited, London, Großbritannien
* Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung, Eschborn, Deutschland
* gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus, Eschborn, Deutschland
* gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG i.L., Eschborn, Deutschland
* Greene Birch Ltd., George Town, Cayman Islands
* HF Estate Management GmbH, Eschborn, Deutschland
* HFR MF iQArts Master Trust, Hamilton HM, Bermuda
* LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH (vorher: G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH), Eschborn, Deutschland
* MLV 45 Sp. z o.o. sp. k., Warschau, Polen
* NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH MS & Co "NEDLLOYD JULIANA" KG, Hamburg, Deutschland
* NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lampertheim KG i.L., Düsseldorf, Deutschland
* Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l., Mailand, Italien
* Property Invest GmbH, Eschborn, Deutschland
* Property Invest Italy S.r.l., Mailand, Italien
* Rügen Eins GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
* SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG, Frankfurt am Main, Deutschland
* Space Park GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland
* TS Lago One GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
* U.S. Residential Investment I, L.P., Wilmington, Delaware, USA

Folgende Gesellschaften wurden auf im Konzern konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:
* BRE Agent Ubezpieczeniowy Sp. z.o.o., Warschau, Polen
* BRE Ubeczpieczenia Sp. z.o.o., Warschau, Polen
* Commerz Real IT-Leasing GmbH, Düsseldorf, Deutschland
* Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co. Vermietungs-KG, Grünwald, Deutschland
* Westend Grundstücksgesellschaft mbH, Eschborn, Deutschland
* Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland

In den Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2015 die Gesellschaft Apartamenty Molo Rybackie Sp. z.o.o., Gdynia, Polen aufgenommen. Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2015 die sich in der Abwicklung befindliche Gesellschaft RECAP/Commerz AMW Investment, L.P., New York, USA, ausgeschieden.

(4) Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Beteiligungsunternehmen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden, weil die Commerzbank die Entscheidungsmacht hat, die relevanten Tätigkeiten zu steuern, ein Anrecht auf die signifikanten variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen besitzt und ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen kann, die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Rahmen der Konsolidierungsentscheidung prüfen wir verschiedene Faktoren wie Stimmrechte, Zweck und Ausgestaltung des Unternehmens und unsere Einflussmöglichkeiten. Sind die Stimmrechte unmittelbar und ausschließlich der dominante Faktor zur Steuerung der relevanten Aktivitäten, kann in diesen Fällen die Beherrschung einfacher abgeleitet und ermittelt werden. Dennoch ist zu prüfen, ob es Faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Bestimmungen oder vertragliche Vereinbarungen gibt, die trotz Stimmrechtsmehrheit nicht zur Beherrschung führen. Darüber hinaus können weitere Faktoren zur Beherrschung führen, beispielsweise das Vorliegen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung. In einem solchen Fall handelt eine andere Partei mit Entscheidungsrechten als Agent für die Commerzbank, beherrscht aber das Beteiligungsunternehmen nicht, da sie lediglich Entscheidungsrechte ausübt, die durch die Commerzbank (Prinzipal) delegiert wurden. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.# Verbleiben negative Unterschiedsbeträge, werden diese in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % vermutet. Weitere Faktoren für einen maßgeblichen Einfluss können beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder wesentliche Geschäftsvorfälle mit der Gesellschaft sein.

Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Parteien vertraglich die gemeinschaftliche Beherrschung über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinsame Vereinbarung kann ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit sein. Im Commerzbank-Konzern existieren ausschließlich Gemeinschaftsunternehmen.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften an.

Sofern assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wesentlich sind, nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes entsprechend der jeweiligen anteiligen Entwicklung des Eigenkapitals der Unternehmen vor. Zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen werden nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes berücksichtigt (siehe Note 55). Übersteigende Verluste werden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit nicht erfassten Verlusten verrechnet.

Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss auf das assoziierte Unternehmen wegfällt. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Beherrschung.

Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so zum Beispiel wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Beispiele für strukturierte Unternehmen sind Verbriefungsgesellschaften, Leasingobjektgesellschaften und einige Investmentfonds.

Die Commerzbank tritt dabei auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn es ― durch den Commerzbank-Konzern initiiert und/oder strukturiert wurde, ― Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat, ― vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde. Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung von strukturierten Unternehmen erforderlich, wenn die Commerzbank das Unternehmen beherrscht.

Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von strukturierten Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist Bestandteil der Note 104.

Die Fähigkeit des Commerzbank-Konzerns zum Zugang zu oder der Nutzung von Vermögenswerten sowie zur Begleichung von Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen sowie assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen kann gesetzlichen, regulatorischen und vertraglichen Beschränkungen unterliegen. Bis auf folgende wesentliche Sachverhalte liegen im Commerzbank-Konzern keine maßgeblichen Beschränkungen vor:

  • Vermögenswerte, die im Rahmen von Pensions- und Leihgeschäften sowie für zweckgebundene Refinanzierungsmittel als Sicherheit übertragen wurden, beliefen sich auf 27 Mrd. Euro.
  • Vermögenswerte, die dem Deckungsstock im Rahmen von Pfandbriefemissionen zuzuordnen sind, betrugen 40 Mrd. Euro. Diese Vermögenswerte können nicht innerhalb des Konzerns transferiert werden.

Im Hinblick auf vertragliche Vereinbarungen zur Gewährung von Finanzhilfen gibt es vereinzelt Finanzgarantien, die der Commerzbank-Konzern einigen wenigen strukturierten Unternehmen gewährt. Diese sind für den Commerzbank-Konzern unwesentlich.

Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Konzern angefallene bedeutende Zwischenergebnisse werden ebenfalls herausgerechnet.

(5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den beizulegenden Zeitwerten als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den beizulegenden Zeitwert erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern.

Gemäß IFRS 13 ist der beizulegende Zeitwert definiert als Veräußerungspreis. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten, beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen.

In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level 1). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, setzen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Bewertungsmodelle ein (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level 2). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level 3). Für die detaillierte Darstellung der Bewertungshierarchien verweisen wir auf Note 80.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IAS 39 in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden:

a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten

Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verpflichtung erfolgt grundsätzlich, wenn der Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting).

Im Konzern erfolgt für reguläre Kassakäufe und -verkäufe von finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen sowie Anwendung der Fair Value Option bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Erfüllungstag. Für alle anderen IAS-39-Kategorien werden Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag bilanziert.

Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements zur Anwendung.# Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement (Continuing Involvement) entspricht.

Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verpflichtung (oder ein Teil einer finanziellen Verpflichtung) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verpflichtung, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.

b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Überblick über die Kategorien gemäß IAS 39. Das betrifft die Kategorien Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other Financial Liabilities).

― Kredite und Forderungen (Loans and Receivables):

Dieser Kategorie ordnen wir nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zu, für die kein aktiver Markt besteht. Dies gilt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder im Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellt werden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten sind.

Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der Kategorie Kredite und Forderungen wird der jeweilige beizulegende Zeitwert zum Umkategorisierungszeitpunkt als neuer Buchwert angesetzt. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern verbleibt in den Anderen Rücklagen im Eigenkapital und wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst.

Für Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (vergleiche Note 9). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente werden im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst und direkt von den Finanzanlagen gekürzt. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein, beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so müssen diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.

― Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity):

Dieser Kategorie dürfen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie festgelegter Laufzeit dann zugeordnet werden, wenn die Absicht sowie die Fähigkeit besteht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Der Commerzbank-Konzern verwendete die Kategorie bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte auch im Geschäftsjahr 2015 nicht.

― Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss); für die Zuordnung ist eine der folgenden Bedingungen zu erfüllen:

― Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Held for Trading):

Diese Kategorie umfasst die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (Handelsaktiva und -passiva). Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sind nur dann in den Handelsaktiva beziehungsweise Handelspassiva enthalten, wenn diese die Bedingungen für die Anwendung des Hedge Accountings (vergleiche unten in dieser Note) nicht erfüllen. Ansonsten werden sie als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

Handelsaktiva und Handelspassiva werden zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Kann der beizulegende Zeitwert keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen. Das Kontrahentenausfallrisiko wird durch Bildung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und das eigene Ausfallrisiko der Commerzbank durch Bildung von Debit Valuation Adjustments (DVA) berücksichtigt. Zur Ermittlung von CVA und DVA werden, sofern verfügbar, beobachtbare Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) verwendet. Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments; FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Wie für CVA/DVA werden FVA über den Erwartungswert der zukünftigen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelsergebnis erfasst. Zinserträge und -aufwendungen aus Handelsgeschäften weisen wir im Zinsüberschuss aus.

― Zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente (Designated at Fair Value through Profit or Loss):

Gemäß der sogenannten Fair Value Option ist es zulässig, jedes Finanzinstrument freiwillig einer Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Bewertungsergebnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu unterwerfen. Die Entscheidung zur Nutzung der Fair Value Option ist für ein Finanzinstrument zum Zeitpunkt des Zugangs unwiderruflich zu treffen. Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option für ein Finanzinstrument ist, dass

  • eine Ansatz- oder Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) vermieden oder erheblich reduziert wird oder
  • das Management und die Performancemessung eines Portfolios aus Finanzinstrumenten auf Fair-Value-Basis erfolgen oder
  • das Finanzinstrument ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthält.

Finanzinstrumente, für die die Fair Value Option angewendet wird, verbleiben in ihrem jeweiligen Bilanzposten. Die Bewertungsergebnisse erfassen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Handelsergebnis, Zinserträge und -aufwendungen weisen wir im Zinsergebnis aus. Weitere Ausführungen zu Art und Umfang der Anwendung der Fair Value Option im Commerzbank-Konzern finden sich in Note 82.

― Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale):

Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der vorgenannten Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgte. Dabei handelt es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen. Als zur Veräußerung verfügbar werden insbesondere festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen klassifiziert, die an einem aktiven Markt notiert sind, für die aber keine kurzfristige Veräußerungsabsicht besteht.

Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Kann der beizulegende Zeitwert keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Ist der beizulegende Zeitwert bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen.

Das Ergebnis aus der Bewertung weisen wir - nach Berücksichtigung latenter Steuern - erfolgsneutral in einem gesonderten Posten der Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) innerhalb des Eigenkapitals aus. Agien oder Disagien bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsüberschuss vereinnahmt.# Zinserträge, Dividendenzahlungen und laufende Beteiligungsergebnisse aus Vermögenswerten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, werden ebenfalls im Zinsüberschuss gezeigt.

Bei einer Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte lösen wir das bislang in der Neubewertungsrücklage erfolgsneutral bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis auf und erfassen es erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für die Finanzinstrumente dieser Kategorie ist zu prüfen, ob objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstruments ist. Im Falle einer Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral in den Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) im Eigenkapital, sondern als Wertminderungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus Finanzanlagen zu erfassen.

Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des Available-for-Sale-Bestands abgeschrieben, wenn der beizulegende Zeitwert entweder signifikant (> 20 %) oder dauerhaft (mindestens 9 Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger-Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger-Events des IAS 39.59 herangezogen. Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu buchen. Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die kein verlässlicher beizulegender Zeitwert ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf überhaupt keine Wertaufholung vorgenommen werden.

Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn qualitative Trigger-Events vorliegen. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger-Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind zum Beispiel Fremdkapitalinstrumente dieser Kategorie grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners CCC oder schlechter aufweist (siehe Commerzbank-Masterskala im Konzernrisikobericht) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt. Fallen die Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten weg, ist eine Wertaufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage zu erfassen.

― Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities): Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert wurden und für die nicht die Fair Value Option angewendet wurde, fallen unter die Kategorie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Zu dieser Kategorie zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

c) Nettoerfolge

Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

d) Finanzgarantien (Financial Guarantee Contracts)

Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (vergleiche Note 87).

Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der beizulegende Zeitwert einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der gemäß IAS 37 in Verbindung mit IAS 39 im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.

Sofern eine Finanzgarantie Bestandteil einer Finanzierungszusage ist, für die eine Handelsabsicht besteht, ist auch die Finanzgarantie als zu Handelszwecken gehalten zu kategorisieren. Die Behandlung solcher Finanzgarantien erfolgt dann abweichend zu der vorhergehenden Beschreibung gemäß den Vorgaben der Kategorie zu Handelszwecken gehalten (vergleiche Note 5 b).

e) Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives)

IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:

― Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden,
― ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39 und
― das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestands anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Handelsergebnis zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.

f) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting)

IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden. Dabei werden vorwiegend zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:

― Fair Value Hedge Accounting: IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings zur Vermeidung einseitiger Ergebniseffekte für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwertes bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet. Gemäß den Regelungen des Fair Value Hedge Accountings werden die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Zeitwertänderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Micro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:
― Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.
― Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio.# (6) Währungsumrechnung

Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um. Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern die Stichtagskurse keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Beteiligungen, werden grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet, wenn sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Wir nutzen für die Umrechung den Stichtagskurs, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen von konsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen erfolgt für monetäre und nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Effekte, die aus der zu historischen Kursen erfolgenden Umrechnung von in die Kapitalkonsolidierung einfließenden Kapitalbestandteilen von Tochtergesellschaften resultieren, weisen wir erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst.

(7) Barreserve

Die Barreserve umfasst den Kassenbestand. Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die wir zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen.

(8) Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden im Commerzbank-Konzern, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, die im Rahmen der Fair Value Option angesetzt werden, bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte von Forderungen, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst.

(9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Den besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, das der Kategorie Kredite und Forderungen zuzuordnen ist, tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung. Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wird grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 3 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 3 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend werden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel-3-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

  • Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig).
  • Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge.
  • Die Bank kündigt die Forderungen.
  • Der Kunde ist im Insolvenzverfahren.

Für signifikante ausgefallene Forderungen bilden wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Zahlungsströme (Cash Flows) herangezogen. In den Cash Flows werden neben den erwarteten Zahlungen auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cash Flows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entspricht also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wird die Erhöhung des Barwertes durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst. Bei Wegfall des Grundes, der zur Wertberichtigung geführt hat, wird diese entsprechend erfolgswirksam aufgelöst. Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird auf Grundlage von internen Parametern eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP impaired) gebildet. Für nicht ausgefallene Forderungen tragen wir den Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen (GLLP) Rechnung. Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigung sowohl für das bilanzielle als auch für das außerbilanzielle Geschäft, wird unter Verwendung von aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt. Den Gesamtbetrag der Risikovorsorge kürzen wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten, Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden direkt abgeschrieben.# Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-)abgeschrieben, wenn sich die teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Eingänge auf teilabgeschriebene Forderungen, die den Forderungsbetrag übersteigen, werden als Zuschreibung erfasst. Forderungsteile wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, schreiben wir im Falle der Uneinbringlichkeit direkt ab.

(10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte

Zu den echten Pensionsgeschäften zählen Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte. Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrunde liegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte, die in Note 5 beschrieben sind.

Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht als Zinsaufwendungen im Zinsergebnis erfasst. Die bei Reverse Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute oder Kunden bilanziert. Die Bewertung erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert unter Anwendung der Fair Value Option oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse Repos werden laufzeitgerecht als Zinserträge im Zinsergebnis erfasst.

Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog des Ausweises von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand (Handelsaktiva oder Finanzanlagen) und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet.

Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collaterals im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt oder hereingenommen. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus. Erträge und Aufwendungen aus dem Wertpapierleihgeschäft werden laufzeitgerecht im Zinsergebnis erfasst.

(11) Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

In diesen Posten erfassen wir aktivisch beziehungsweise passivisch die zinsinduzierten Wertänderungen der Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird.

(12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(13) Handelsaktiva

Im Posten Handelsaktiva weisen wir zum einen originäre Finanzinstrumente aus, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet und zu Handelszwecken gehalten werden. Dazu gehören zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen sowie Anteile an Investmentfonds. Zum anderen sind hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden Zeitwert besitzen. Darüber hinaus werden in diesem Posten dem Handelsbestand zugeordnete Kreditzusagen mit positivem Marktwert bilanziert.

(14) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere sowie Anteile an Investmentfonds, Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, es sei denn, sie sind als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5 zu behandeln. Die nicht at-Equity-bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen weisen wir in den Finanzanlagen unter Beteiligungen aus.

In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte zugeordnet sind, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen, Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt.

Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Fair Value Hedges zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes, der auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, das Bestandteil des Handelsergebnisses ist.

(15) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Bei der Beurteilung, ob Entwicklungskosten von selbst erstellter Software zu aktivieren sind, berücksichtigen wir neben der Wahrscheinlichkeit des künftigen Nutzenzuflusses vor allem die verlässliche Ermittlung der Herstellungskosten. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Zudem erfolgt zu jedem Bilanzstichtag eine Prüfung, ob die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen. In diesen Fällen wird eine Wertminderung erfasst.

Für Geschäfts- oder Firmenwerte erwarten wir, dass hieraus unbegrenzt Cash Flows generiert werden können. Deshalb werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen.

Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 45. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens zu jedem Bilanzstichtag, oder darüber hinaus sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen.

Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die Cash Generating Units ermittelt. Dabei werden vorab sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, danach erfolgt eine Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente in Relation zur Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden darüber hinaus die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte

Für die Ertragswertberechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen.# Anhang

Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cash Flows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt. Die erwarteten Ergebnisse der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Planjahre beinhaltet. Darüber hinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. In den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank und Corporates & Markets liegt dieser Faktor bei 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) und im Segment Central & Eastern Europe bei 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %). Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung von regulatorischen Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen.

Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cash Flow-Prognosen der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich wie folgt dar:

## Segment Wesentliche Annahmen Managementansatz
Privatkunden Neue Privatkundenstrategie - strategische Investition in Wachstum bei gleichzeitiger Stabilisierung der Kosten: • Zentrale Annahmen basieren auf internen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie des Marktes • Weiterentwicklung von der Filialbank zur Multikanalbank • Managementeinschätzungen zur Gewinnung von Neukunden sowie Stabilisierung der Kosten beruhen auf bislang erzielten Fortschritten • Wachstum schaffen durch neue Wege im Neukundenwachstum und durch zielgerichtete Bearbeitung der Bestandskunden über digitale Kundenansprache • Institutionalisierte Kundenbefragungen und Messung der Kundenzufriedenheit • Effizienz schaffen durch Digitalisierung der Prozesse, Straffung der Produktpalette sowie durch aktives Kostenmanagement über die Optimierung von Organisationsstrukturen • Wachstumskurs der Commerz Real • Wachstumskurs der comdirect durch den Ausbau eines smarten und innovativen Vermögensmanagements mit Wertpapieren
Mittelstandsbank Strategisch weiterer Ausbau und Stärkung der Position durch: • Nutzung interner und externer Quellen für wesentliche volkswirtschaftliche Annahmen • Gewinnen neuer Kunden vor allem im kleineren Mittelstand, Erhöhung des Marktanteils im größeren Mittelstand und bei Großkunden • Stabilisierung der Kosten beruht auf bislang erzielten Fortschritten • internationales Wachstum durch Skalierung des bestehenden Geschäftsmodells • Managementeinschätzungen zu den geplanten Ertragsausweitungen beruhen auf bereits getätigten und geplanten Investitionen • weiteren Ausbau des Kreditgeschäfts und damit Steigerung des Zinsüberschusses • Potenzialanalysen als Basis zur Ausschöpfung von Marktanteilen und Gewinnung von Neukunden • Stärkung des kommerziellen Geschäfts mit dem Ziel, die Marktposition der Commerzbank im Trade-Service-Geschäft weiter auszubauen • Überproportionale Wachstumschancen in den internationalen Standorten • Umsetzung einer übergreifenden, systematischen Digitalisierungsstrategie durch Modernisierung beziehungsweise Neuaufbau von Zugangskanälen, Produkten und Dienstleistungen inklusive dahinterstehender Prozesse und IT-Infrastruktur • Marktanalysen und Kundenbefragungen zu kundenrelevanten Digitalisierungsthemen • Tätigung von Investitionen zur Umsetzung der strategischen Ziele vor allem in IT-Infrastruktur • Berücksichtigung der Auswirkungen regulatorischer Änderungen • Effizienzmaßnahmen zur Reduktion des Kostenanstiegs • Profitabilisierung durch Kapitalmanagement und Reduktion der Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes
Central & Eastern Europe Fortlaufende Umsetzung der One-Bank-Strategie für organisches Wachstum durch: • Zentrale Annahmen basieren auf internen und externen Studien zur volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Wachstum des Bankensektors • Digitalisierungsstrategie mit Multikanalansatz, insbesondere im Privatkundengeschäft (Ausbau der Führungsposition im Mobile & Transaction Banking) • Managementeinschätzung für Potenzial aus Neugeschäftsakquise, Cross-Selling und Effizienzmaßnahmen • Kooperation mit Orange, dem größten Mobilfunkanbieter in Polen • Alle Initiativen im Rahmen der One-Bank-Strategie basieren auf vom Management entwickelten Geschäftsplänen • Kooperation mit AXA zur Erweiterung des Produktangebots durch innovative Versicherungsprodukte • Schaffen des Zugangs auf das bestehende integrierte Filialnetz für alle Kundengruppen • Ausbau der Position im Geschäft mit mittelgroßen Firmenkunden sowie Ausweitung des Cross-Border-Geschäfts mit Firmenkunden • Diversifizierung des Fundings insbesondere durch Kundeneinlagen und Nutzung des Kapitalmarktes • effizientes Kostenmanagement Corporates & Markets

Aufgrund der den Cash-Flow-Prognosen zugrunde liegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt - nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-Flow-Prognosen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben:

  • schlechter als erwartete Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes
  • Entwicklungen der Zinsniveaus im Rahmen der volkswirtschaftlichen Prognosen bestätigen sich nicht
  • Unsicherheiten in Bezug auf das regulatorische Umfeld, insbesondere die Umsetzung neuer Vorschriften auf europäischer Ebene
  • über das angenommene Maß hinausgehende nachteilige Entwicklung der Wettbewerbsintensität

Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze (vor Steuern) haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen.

Risikoadäquater Zinssatz 2015 2014
Privatkunden 9,6 % 11,7 %
Mittelstandsbank 10,8 % 12,1 %
Central & Eastern Europe 9,2 % 9,4 %
Corporates & Markets 10,9 % 12,3 %

Erworbene Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren zulasten der Verwaltungsaufwendungen abgeschrieben. Für den Posten Software nehmen wir eine lineare Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von üblicherweise drei bis sieben Jahren, teilweise auch bis zu zwanzig Jahren zulasten der Verwaltungsaufwendungen vor. Unter Software wird sowohl selbst erstellte als auch erworbene Software bilanziert. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die immateriellen Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte sind Zuschreibungen unzulässig.

(16) Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude, selbstbetriebenen Schiffe sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor.# Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

Voraussichtliche Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 25- 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3- 25
Selbstbetriebene Schiffe 5- 25

Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen wurden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.

(17) Leasinggeschäft

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing.

Konzern als Leasinggeber

Zu den Leasingobjekten als Leasinggeber gehören insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge).

  • Operating Leasing
    Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz grundsätzlich unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse vereinnahmen wir, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit und weisen sie im Sonstigen Ergebnis aus. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden, sind im Bilanzposten Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien enthalten (siehe Note 18).

  • Finanzierungsleasing
    Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Barwerts (Nettoinvestitionswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzüglich Tilgungen). Vereinnahmte Leasingraten (Annuitäten) werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung über die Vertragslaufzeit vereinnahmt.

Leasingverträge für Schiffe beinhalten eine Festcharterfrist. Die Verträge sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer oder Verlängerungsoptionen ausgestattet. Die Schiffe werden über 25 Jahre abgeschrieben. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen der Leasingnehmer sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte (Immobilien, Schiffe). Während der unkündbaren Grundmietzeit tragen die Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes tragen die Leasinggeber.

Die Leasingverträge für Mobilien sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert. Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.

Konzern als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

(18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzinvestition erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) aus sowie Gebäude im Besitz des Commerzbank-Konzerns, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen hauptsächlich Gewerbeimmobilien. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwertes angewendet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes basiert im Wesentlichen auf Bewertungen von externen und internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Für die ertragswertorientierte Bewertung der Immobilien werden grundsätzlich ortsübliche Mieten mit Abschlägen für Bewirtschaftung, Akquisitionsmaßnahmen und Leerstand sowie Restnutzungsdauern und Bodenwerte herangezogen. Teilweise werden auch vertraglich vereinbarte Mieten zugrunde gelegt. Der ebenfalls in die Bewertung eingehende Liegenschaftszins berücksichtigt das Marktzinsniveau und das den Immobilien anhaftende Objekt- und Standortrisiko. Die wesentlichen am Markt beobachtbaren Parameter sind ortsübliche Mieten und Liegenschaftszinsen. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes entsteht, wird im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt. Laufende Erträge und Aufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

(19) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit eine Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach IAS 39 beziehungsweise IAS 40. Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese abhängig von der zugrunde liegenden Transaktion im entsprechenden Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt. Die laufenden Ergebnisse aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erfassen wir grundsätzlich in den gleichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wie ohne entsprechende Klassifizierung. Veräußerungsergebnisse von Veräußerungsgruppen werden grundsätzlich aufgeteilt und in den zugehörigen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

(20) Schulden (einschließlich finanzieller Verbindlichkeiten)

Schulden umfassen - neben unseren finanziellen Verbindlichkeiten - alle Passivposten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals. Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten sowie aus unseren Nachrangigen Schuldinstrumenten. Finanzielle Verbindlichkeiten bilanzieren wir, sofern sie nicht Handelszwecken dienen, mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) werden, sofern trennungspflichtig, abgespalten und mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet unter den Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accountings werden gesicherte Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Für die Bilanzierung von Schulden verweisen wir auch auf die Notes 21 bis 24 und 26.

(21) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

(22) Handelspassiva

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden, sowie Kreditzusagen des Handelsbestands, die einen negativen Marktwert besitzen, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen.# H1

(23) Rückstellungen

Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Schulden gegenüber Dritten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen. Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten (unter anderem bezüglich der tatsächlichen Höhe der Kosten zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme sowie möglicher Kostensteigerungen bei längerfristigen Rückstellungen) sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden den Risikovorsorgeaufwendungen und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet und zugunsten des Sonstigen Ergebnisses aufgelöst.

Die Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns sind sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern an Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (Prozesse) sowie außergerichtlichen und aufsichtsbehördlichen Verfahren (Regresse) als Beklagte, Kläger oder in anderer Weise beteiligt. Ferner können auch Rechtsstreitigkeiten, an denen die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften nicht unmittelbar beteiligt sind, wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Kreditwirtschaft Auswirkungen auf den Konzern haben. Der Konzern bildet angemessene Rückstellungen für Prozesse und Regresse zulasten des Sonstigen Ergebnisses, wenn ein Verlust wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar ist. Regressrückstellungen betreffen unter anderem Rückerstattungen von unwirksamen Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten oder mögliche Ansprüche aus der Falschberatung von Kunden.

Bei Prozessrückstellungen wird danach unterschieden, ob eine Gesellschaft des Konzerns Klägerin (Aktivprozess) oder Beklagte (Passivprozess) ist. Bei Aktivprozessen werden grundsätzlich die Anwalts-, Gerichts- und Nebenkosten zurückgestellt, wobei hier Landesspezifika berücksichtigt werden. Bei Passivprozessen werden zusätzlich an jedem Stichtag nach jeweiliger Verlustwahrscheinlichkeit für den Streitwert Rückstellungen gebildet. Die endgültigen Verbindlichkeiten des Konzerns können jedoch von den gebildeten Rückstellungen abweichen, da für eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit und die Bezifferung von ungewissen Verbindlichkeiten aus solchen rechtlichen Verfahren in großem Umfang Wertungen und Einschätzungen erforderlich sind, die sich im weiteren Verlauf des jeweiligen Verfahrens als nicht zutreffend erweisen können. Rechtsrisiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden und für die der Eintritt eines Verlusts zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 29).

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die wichtigsten betroffenen Standorte, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung kann weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen enthalten, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.

(24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer und ausländischer Tochterunternehmen besteht aus mittelbaren und unmittelbaren Versorgungszusagen, die sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pläne umfassen.

Zur Erfüllung der mittelbaren Versorgungszusagen bedient sich die Commerzbank im Wesentlichen des BVV-Versorgungswerks, das auch von anderen BVV-Mitgliedsunternehmen zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung herangezogen wird. Die Mitgliedschaft im BVV ist Bestandteil der bestehenden Betriebsvereinbarung und daher nicht kündbar. Die Beitragsentrichtung durch die Mitgliedsunternehmen an das BVV-Versorgungswerk und die Leistungserbringung durch das BVV-Versorgungswerk richten sich nach dem jeweils anzuwendenden Leistungsplan des BVV. Die zu zahlende Beitragshöhe berechnet sich aus dem Beitragssatz in Prozent vom monatlichen Bruttoeinkommen der aktiven Mitarbeiter. Ein Anstieg der Beiträge ist nur bis zur Zuwendungsbemessungsgrenze möglich. Bei diesen mittelbaren Systemen handelt es sich um leistungsorientierte gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber. Diese werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt, da uns keine ausreichenden Informationen über unseren Anteil an der gesamten leistungsorientierten Verpflichtung des jeweiligen BVV-Plans sowie des auf uns entfallenden Anteils am jeweiligen Planvermögen zur Verfügung stehen. Die Beiträge an die externen Versorgungsträger werden in den Personalaufwendungen erfasst. Nach dem Betriebsrentengesetz hat der Arbeitgeber auch für die Erfüllung der über den BVV arbeitsrechtlich zugesagten Leistungen einzustehen. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen waren weder im laufenden Geschäftsjahr noch in den Vorjahren zu bilden, da eine Inanspruchnahme aus dieser gesetzlichen Haftung als unwahrscheinlich angesehen wird.

Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet (Defined Benefit Plan), daher werden Rückstellungen gebildet.

Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein - gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen; sie sind als lebenslange Rente mit Kapitalwahlrecht ausgestaltet.

Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzliche Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds.

Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt.

Darüber hinaus bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Neben der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren. Im Jahr 2015 wurden die oben genannten Zuschüsse auf dem bestehenden Niveau festgeschrieben. Da diese Zuschüsse in der Vergangenheit regelmäßig angepasst worden sind, resultierte aus dieser Planänderung ein negativer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand von 8 Mio. Euro, der als Ertrag in den Personalaufwendungen erfasst wurde.

Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.8 qualifiziert. Die zwischen dem CPT und der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie weiteren inländischen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Treuhandverträge begründen zugleich eine Insolvenzsicherung der mit Planvermögen unterlegten ("funded") unmittelbaren betrieblichen Versorgungszusagen.# Die Insolvenzsicherung umfasst alle unverfallbaren Versorgungsanwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie alle laufenden Leistungen für Pensionäre. Sie erstreckt sich auch auf diejenigen Teile der Versorgungsanwartschaften beziehungsweise -leistungen, die jenseits der Einstandspflicht des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) liegen. Die Treuhandverträge sehen keine Dotierungspflicht der Treugebergesellschaften vor. Das Planvermögen muss jedoch zu jeder Zeit die nicht vom PSV gesicherten Ansprüche decken. Die Gesellschaften können nur bis zu dieser Untergrenze Rückübertragungen aus dem Planvermögen zur Erstattung von erbrachten Versorgungsleistungen verlangen. Die Anlagerichtlinien für das Planvermögen in Deutschland werden gemeinsam vom Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft und dem CPT festgelegt. Für deren Ausgestaltung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagensteuerung erfolgt über das Executive Pension Committee (EPC), das im Rahmen des Asset-Liability-Managements (ALM) einen Liability-driven-Investment-(LDI)-Ansatz verfolgt und auch die Grundlagen für die Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen entwickelt. Hauptziel der verfolgten Anlagestrategie ist eine Replikation der zukünftigen Zahlungsströme (Pensionsverpflichtungen) mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten (Zins, Inflation und Credit Spread) zur Reduzierung der Risiken, die sich unmittelbar aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergeben. Neben den gewöhnlichen Pensionsplanrisiken wie beispielsweise Inflationsrisiken und biometrischen Risiken liegen in der Commerzbank keine erkennbaren ungewöhnlichen Risiken vor. Das Portfolio des Planvermögens ist breit gestreut und setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie alternativen Anlageinstrumenten zusammen (siehe Note 68). Die Pensionspläne außerhalb Deutschlands haben eigene und vom CPT unabhängige Trust-Strukturen. In Summe stellen sie aktuell etwa 15 % der gesamten Pensionsverpflichtungen im Konzern dar. Das EPC ist als Steuerungsgremium auch für die Planvermögen der ausländischen Pensionspläne zuständig. Außerhalb Deutschlands gelten zudem noch jeweils nationale Regelungen. Grundsätzlich wird aber auch hier ein LDI-Ansatz verfolgt. Größte Plansponsoren außerhalb Deutschlands sind die Einheiten in London (rund 85 %), New York und Amsterdam, die zusammen rund 95 % der Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands ausmachen. Größtenteils handelt es sich um mit entsprechenden Planvermögen unterlegte ("funded") leistungsorientierte Pensionspläne (Defined-Benefit-Pläne). Teilweise und in geringem Umfang bestehen außerhalb Deutschlands auch Pensionsverpflichtungen, denen kein Planvermögen gegenübersteht. Gemäß IAS 19.63 ist in der Bilanz die Nettoschuld (beziehungsweise der Nettovermögenswert) anzusetzen, die sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) abzüglich des Zeitwertes des Planvermögens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Regelungen zur Vermögensobergrenze, ergibt. Die in den Personalaufwendungen und im Zinsüberschuss zu erfassenden Pensionsaufwendungen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: zum einen aus dem Dienstzeitaufwand (Service Cost), der neben dem laufenden Dienstzeitaufwand (Current Service Cost), der die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, auch den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand beziehungsweise Dienstzeitertrag (Past Service Cost) beinhaltet, der sich aus Änderungen der Leistungsverpflichtung vergangener Jahre aufgrund geänderter Versorgungszusagen ergibt; zum anderen aus den Nettozinsaufwendungen/-erträgen (Net Interest Cost), die sich aus der Anwendung des Diskontierungszinssatzes zur Berechnung des Verpflichtungsumfangs auf die leistungsorientierte Nettoverbindlichkeit beziehungsweise das Nettovermögen, als Differenz zwischen Barwert der Verpflichtung und Zeitwert des Planvermögens ergeben. Bei leistungsorientierten Plänen bewertet ein unabhängiger Versicherungsmathematiker die Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand) sowie die Verpflichtungen für Jubiläen jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei zieht dieser neben biometrischen Annahmen, den Heubeck-Richttafeln 2005 G im Inland und länderspezifischen Tafeln im Ausland, insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts- oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung ein. Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank-eigenen Modells bestimmt, abgeleitet aus fristenkongruenten Eurozonen-Swapsätzen und adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ebenso wie der Ertrag aus dem Planvermögen (mit Ausnahme der Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen enthalten sind) unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

(25) Vergütungspläne

1. Beschreibung der wesentlichen Vergütungspläne

a) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)

Der im Jahr 2011 erstmals aufgelegte Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) wurde aufgrund geänderter regulatorischer Anforderungen überarbeitet. Der CIP regelt alle Details zur variablen Vergütung und gilt grundsätzlich für den gesamten Commerzbank-Konzern. In einzelnen Lokationen gelten abweichende beziehungsweise ergänzende CIP-Regelungen unter Berücksichtigung lokaler (arbeits-) rechtlicher Anforderungen. Auf Basis des CIP können sogenannte Risk Taker Teile ihrer individuellen variablen Vergütung als Barkomponente und als aktienbezogene Komponente erhalten, die an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt sind. Die variable Vergütung besteht grundsätzlich aus einer kurzfristigen Komponente (Short Term Incentive, STI) sowie bei Risk Takern, deren variable Vergütung die sogenannte Risk-Taker-Freigrenze übersteigt, aus einer langfristigen Komponente (Long Term Incentive, LTI). Ein Risk Taker ist ein Mitarbeiter, dessen Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank hat. Kriterien sind unter anderem die Funktion, die der Mitarbeiter bekleidet, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder das Erfüllen bestimmter Kriterien, die von der Bank festgelegt wurden. In Abhängigkeit von der Hierarchieebene und der Risikorelevanz der Tätigkeit des Mitarbeiters unterscheidet die Bank zwischen Risk Taker I und Risk Taker II. Der Status Risk Taker I gilt für Mitarbeiter, deren Tätigkeiten eine höhere Risikorelevanz beinhalten. Die Risk-Taker-Freigrenze ist der Betrag, bis zu dem die Auszahlung der gesamten variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr von Risk Takern als STI in bar unter Berücksichtigung des allgemeinen Lohnniveaus im Bankensektor aufsichtsrechtlich geduldet wird. Bei Risk Takern, deren variable Vergütung die Risk-Taker-Freigrenze nicht übersteigt, und bei Mitarbeitern ohne Risk-Taker-Status (Non-Risk Taker) wird die variable Vergütung in vollem Umfang als STI nicht aktienbasiert, sondern in bar vergütet. Nur bei Überschreiten der Risk-Taker-Freigrenze unterliegt die gesamte variable Vergütung der Aufteilung in STI und LTI und den für diese Komponenten geltenden Regelungen nach dem CIP.

Die Überschreitung der Risk-Taker-Freigrenze führt zu folgender Unterscheidung:

  • Bei Risk Takern I, beträgt der STI-Anteil 40 % und der LTI-Anteil 60 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl das STI als auch das LTI wird zur Hälfte aktienbasiert vergütet.
  • Bei Risk Takern II, beträgt der STI-Anteil 60 % und der LTI-Anteil 40 % der möglichen variablen Vergütung. Sowohl STI als auch LTI wird zur Hälfte aktienbasiert vergütet.

Die individuelle variable Vergütung wird auf Grundlage des jährlichen Zielerreichungsgesprächs (Performancebewertung I) in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres festgelegt. Die Zahl der zu gewährenden Commerzbank-Aktien wird sowohl für das STI als auch für das LTI ebenfalls mit der Festsetzung der variablen Vergütung festgelegt. Sofern Risk Taker aktienbasierte Vergütungskomponenten erhalten, wird die jeweilige Anzahl der Commerzbank-Aktien so ermittelt, dass 50 % des auf STI und 50 % des auf LTI entfallenden und umzuwandelnden Eurobetrags durch den Bezugspreis geteilt werden. Ergibt sich ein Bruchteilsbetrag wird die Stückzahl aufgerundet. Der Bezugspreis ist der einfache Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum (Dezember sowie die Monate Januar und Februar des Folgejahres). Im Rahmen der rechtlichen Gestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten hat die Commerzbank das Recht, statt in Aktien einen Barausgleich vorzunehmen. Diese Option wird in der Regel in Anspruch genommen. Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich unterliegen beim STI einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Derzeit kommt die Aktienkomponente des STI im Oktober des folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung. Beim LTI kann der Erwerbsanspruch frühestens nach Ablauf des derzeit dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums (Deferral Period) entstehen, sofern sich im Rahmen Performancebewertung II keine sonstigen Hinderungsgründe ergeben. Die Performancebewertung II erfolgt in den ersten drei Monaten nach Ablauf der Deferral Period und beinhaltet die Überprüfung der jeweils zugrunde liegenden Performance Bewertung I, der Erfüllung konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale während der Deferral Period.Sofern ein Anspruch entsteht, unterliegen die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich beim LTI ebenfalls einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Derzeit kommt das LTI im Oktober des vierten Jahres nach dem zugrundeliegenden Geschäftsjahr zur Auszahlung. Bei einem Barausgleich der Aktienkomponente ermittelt sich der Barzahlungsbetrag auf Basis des einfachen Durchschnitts der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum. Der Referenzzeitraum ist der Monat September, der der Fälligkeit der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Wurden während der Laufzeit des CIP durch die Commerzbank Dividenden gezahlt oder Kapitalmaßnahmen durchgeführt, wird bei Fälligkeit von STI- und LTI-Komponenten zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividenden je Aktie beziehungsweise ein Barausgleich für die Kapitalmaßnahme ausgeschüttet. Auf Basis von Planrechnungen werden im zugrunde liegenden Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und über die Laufzeit ratierlich Rückstellungen gebildet. Außerdem erfolgen während der Laufzeit des CIP turnusmäßige Überprüfungen, Neubewertungen aufgrund von Aktienkursentwicklungen und/oder Adjustierungen der Bestände.

b) Share Awards

Share Awards sind eine Komponente der variablen Vergütung für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV), wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) eingeführt. Für die Geschäftsjahre ab 2011 kommen Share Awards daher nur noch für ausgewählte Mitarbeiter zur Anwendung und laufen bis 2017 aus.

c) mBank S. A.

Im Jahr 2008 hatte die mBank S. A. für deren Vorstandsmitglieder zwei aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Die Vorstandsmitglieder unserer Tochtergesellschaft konnten in den Jahren 2009 bis 2011 teilnehmen. Das erste Programm sah den Bezug von mBank-Aktien vor. Das zweite Programm (angepasst im Jahr 2010) ermöglicht den Bezug einer Barkomponente im Gegenwert von Commerzbank-Aktien. Die letztmalige Auszahlung wird im Jahr 2016 erfolgen. Im Jahr 2012 wurde ein neues aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2016 teilnehmen können. Bis 2013 beinhaltete dieses Programm zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente, die zum ratierlichen Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre berechtigte. Im Jahr 2014 ist eine Modifizierung des Programms vorgenommen worden, die für beide Komponenten sowohl Barauszahlungen als auch den Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre vorsieht. Diese werden - wie auch für das erste Programm aus dem Jahr 2008 - jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und können von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis erworben werden. Zudem wurde dieses Programm ab 2015 um eine bedeutende Anzahl an Risk Takern erweitert. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des mBank-Teilkonzerns geknüpft. Die langfristige Komponente des Programms aus dem Jahre 2012 (modifiziert in 2014) ist zusätzlich an die Performancebewertung der Teilnehmer gekoppelt. Beide Programme, die zum Bezug von mBank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2008 und 2012, modifiziert im Jahr 2014) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen. Das zweite Programm aus dem Jahr 2008 ist als aktienbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert.

d) Vorstandsvergütung

Für die detaillierte Darstellung der Bezüge der Vorstandsmitglider verweisen wir auf den gesondert dargestllten Vergütungsbericht.

2. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment) und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. IFRS 2 unterscheidet aktienbasierte Vergütungstrans-aktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) zu erfassen. Der beizulegende Zeitwert wird grundsätzlich zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Sofern Rechte infolge des Nichterreichens bestimmter Ausübungsbedingungen (Marktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge. Sollten die Rechte jedoch aufgrund des Nichterreichens anderer Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen und Nichtmarktbedingungen) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich

Der Anteil des beizulegenden Zeitwertes von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird in den Personalaufwendungen mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Das betrifft den Teil der aktienbasierten variablen Vergütung, der mithilfe eines Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie bestimmt wurde. Der Kurs selbst wird als durchschnittlicher Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar sowie dem des Dezembers des Vorjahres bestimmt.

Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie des Monats Dezember des Vorjahres. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen. Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je CIP beziehungsweise Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert eine Barzahlung in Höhe der Dividende geleistet beziehungsweise ein Barausgleich für eine Kapitalmaßnahme, für die gegebenenfalls Rückstellungen zu bilden sind.

Bewertung

Für die Bewertung der Rückstellung des Commerzbank-Incentive-Plans und der Share Awards wird die Anzahl der erdienten Aktien mit dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres multipliziert. Für die Berechnung des Gegenwertes der Commerzbank-Aktien für das zweite Programm der mBank aus dem Jahr 2008 werden durchschnittliche Marktpreise der Commerzbank-Aktie zum Gewährungszeitpunkt herangezogen. Der Aufwand für die Zuführungen zu den Rückstellungen wird - in Abhängigkeit vom Vergütungsplan - auch über den Erdienungszeitraum verteilt.

(26) Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2015 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend. Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjektes und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen. Zur Begründung der Werthaltigkeit wird eine detaillierte steuerliche Ergebnisplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren auf Basis der vom Vorstand verabschiedeten Mehrjahresplanung durchgeführt. Darüber hinaus ist ein Ansatz gerechtfertigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass auch nach den fünf Jahren ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht. Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der entsprechenden Eigenkapitalposition. Die Ertragsteueraufwendungen beziehungsweise -erträge weisen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.## Latente Ertragsteueransprüche und -schulden

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden. Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betrugen 262 Mio. Euro (Vorjahr: 308 Mio. Euro). Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes 58 und 69.

(27) Nachrangige Schuldinstrumente

Als Nachrangige Schuldinstrumente bilanzieren wir verbriefte und unverbriefte Emissionen, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden dürfen. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsüberschuss vereinnahmt. Nachrangige Schuldinstrumente, für die die Fair Value Option angewendet wird, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die Buchwerte der Nachrangigen Schuldinstrumente, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst.

(28) Treuhandgeschäfte

Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Provisionsüberschuss enthalten.

(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um im Kundenauftrag abgegebene Bürgschaften, die uns im Fall einer Inanspruchnahme ein Rückgriffsrecht auf den Kunden (Auftraggeber) gewähren. Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden bekannt gegebene Kreditlinien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbestand zuzuordnen sind, werden dagegen in den Handelsaktiva oder -passiva bilanziert. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt. Ebenfalls in den Eventualverbindlichkeiten weisen wir rechtliche Risiken aus, für die ein Verlust zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Zur Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigen wir verschiedenste Faktoren, unter anderem die Art des Anspruchs und Entscheidungen zu vergleichbaren Sachverhalten. Die in der Note 87 ausgewiesenen Beträge spiegeln die im Zusammenhang mit diesen Risiken geltend gemachten Ansprüche wider.

(30) Eigene Aktien

Die von der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Die Gewinne oder Verluste aus eigenen Aktien bilanzieren wir ergebnisneutral. Im Geschäftsjahr 2015 hatte der Konzern keine eigenen Aktien im Bestand.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(31) Zinsüberschuss

Mio. € 2015 20141 Veränd. in %
Zinserträge 11 616 12 214 - 4,9
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) 766 851 - 10,0
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen) 8 382 9 451 - 11,3
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) 220 359 - 38,7
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zu Handelszwecken gehalten) 1 237 939 31,7
Vorfälligkeitsentschädigungen 135 122 10,7
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten2 386 182 .
Dividenden aus Wertpapieren 188 210 - 10,5
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen 127 21 .
Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 60 79 - 24,1
Sonstige Zinserträge 115 - .
Zinsaufwendungen 5 837 6 857 - 14,9
Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente 895 879 1,8
Zinsaufwendungen für Verbriefte Verbindlichkeiten 1 209 1 763 - 31,4
Zinsaufwendungen für sonstige Verbindlichkeiten 2 640 3 198 - 17,4
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option3 352 602 - 41,5
Zinsaufwendungen für zu Handelszwecken gehaltene verbriefte Verbindlichkeiten 139 50 .
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten2 187 238 - 21,4
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 17 48 - 64,6
Sonstige Zinsaufwendungen 398 79 .
Gesamt 5 779 5 357 7,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.). Vor Anpassung betrugen die Zinserträge 12 555 Mio. Euro, die Zinsaufwendungen 6 948 Mio. Euro und der Zinsüberschuss 5 607 Mio. Euro.
2 Darunter: 225 Mio. Euro Gewinne und 50 Mio. Euro Verluste aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 101 Mio. Euro Gewinne und 42 Mio. Euro Verluste).
3 Darunter: 1 Mio. Euro für Nachrangige Schuldinstrumente (Vorjahr: -).

Für gekündigte Engagements und für wertberichtigte gewerbliche Immobilienfinanzierungen ergab sich ein Unwinding von 33 Mio. Euro (Vorjahr: 77 Mio. Euro). Die Sonstigen Zinsaufwendungen enthalten unter anderem die Nettozinsaufwendungen für Pensionen. Ebenfalls hier ausgewiesen werden negativen Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten (1. Januar bis 31. Dezember 2015: 197 Mio. Euro). In den Sonstigen Zinserträgen waren nur die positiven Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten (1. Januar bis 31. Dezember 2015: 115 Mio. Euro) enthalten. Die saldierten Zinsen aus Derivaten (Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen erfasst.

Die im Zinsüberschuss enthaltenen laufenden Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzten sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Mieteinnahmen 57 76 - 25,0
Sonstige Erträge - - .
Summe Erträge 57 76 - 25,0
Gebäude- und Raumkosten für vermietete Objekte 5 20 - 75,0
Sonstige Aufwendungen 6 28 - 78,6
Summe Aufwendungen 11 48 - 77,1

Darüber hinaus enthielt das Sonstige Ergebnis (siehe Note 38) Erträge von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) und Aufwendungen von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.

(32) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 - 1 755 - 2 365 - 25,8
Auflösung von Risikovorsorge1 1 245 1 390 - 10,4
Direktabschreibungen - 445 - 397 12,1
Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 259 228 13,6
Gesamt - 696 - 1 144 - 39,2

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert). Die Risikovorsorge enthielt eine einmalige Entlastung von netto 26 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung.

Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt:

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Einzelrisiken - 538 - 1 062 - 49,3
Forderungen an Kreditinstitute 2 2 .
Forderungen an Kunden - 542 - 1 091 - 50,3
Außerbilanzielle Geschäfte 2 31 - 93,5
Portfoliorisiken 28 87 - 67,8
Forderungen an Kreditinstitute 9 - 18 .
Forderungen an Kunden 27 99 - 72,7
Außerbilanzielle Geschäfte - 8 6 .
Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen - 186 - 169 10,1
Gesamt - 696 - 1 144 - 39,2

(33) Provisionsüberschuss

Mio. € 2015 20141 Veränd. in %
Provisionserträge 4 067 3 834 6,1
Wertpapiergeschäft 1 165 1 050 11,0
Vermögensverwaltung 234 210 11,4
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 495 1 430 4,5
Immobilienkreditgeschäft 50 71 - 29,6
Bürgschaften 234 241 - 2,9
Ergebnis aus Syndizierungen 306 339 - 9,7
Vermittlungsgeschäft 364 270 34,8
Treuhandgeschäfte 16 14 14,3
Übrige Erträge 203 209 - 2,9
Provisionsaufwendungen 643 574 12,0
Wertpapiergeschäft 224 206 8,7
Vermögensverwaltung 37 37 0,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 164 148 10,8
Immobilienkreditgeschäft 29 35 - 17,1
Bürgschaften 23 21 9,5
Ergebnis aus Syndizierungen 8 3 .
## Provisionsüberschuss
Wertpapiergeschäft Vermögensverwaltung Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft Immobilienkreditgeschäft
--- --- --- ---
941 197 1 331 21
844 173 1 282 36
11,5 13,9 3,8 - 41,7

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.). Vor Anpassung betrugen die Provisionserträge 3 837 Mio. Euro, die Provisionsaufwendungen 632 Mio. Euro und der Provisionsüberschuss 3 205 Mio. Euro. In den Provisionserträgen waren 970 Mio. Euro (Vorjahr: 921 Mio. Euro) und in den Provisionsaufwendungen 159 Mio. Euro (Vorjahr: 217 Mio. Euro) enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultierten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

(34) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
― Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren) und
― Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option. Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.

Mio. € 2015 2014¹ Veränd. in %
Ergebnis aus dem Handel² 598 709 - 15,7
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option - 39 - 129 - 69,8
Gesamt 559 580 - 3,6

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.). Vor Anpassung betrug das Ergebnis aus dem Handel 506 Mio. Euro und Gesamt 377 Mio. Euro.
² Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

(35) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cash Flow Hedges. Es setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten 697 - 3 914 .
Micro Fair Value Hedges 412 - 4 419 .
Portfolio Fair Value Hedges 285 505 - 43,6
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften - 756 3 930 .
Micro Fair Value Hedges - 447 4 466 .
Portfolio Fair Value Hedges - 309 - 536 - 42,4
Cash Flow Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow Hedges (nur ineffektiver Teil) - 1 - .
Gesamt - 60 16 .

(36) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und an Tochterunternehmen aus.

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft - 75 80 .
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 106 80 32,5
Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) 125 118 5,9
Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) - 21 - 38 - 44,7
Bewertungsergebnis 2 - .
der Kategorie Kredite und Forderungen - 181 - .
Veräußerungsgewinne 31 41 - 24,4
Veräußerungsverluste - 20 - 48 - 58,3
Bewertungsergebnis¹ - 192 7 .
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten 68 2 .
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 105 3 .
Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) 106 8 .
Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage) - 1 - 5 - 80,0
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden 55 9 .
Bewertungsergebnis - 92 - 17 .
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 7 . .
Gesamt - 7 82 .

¹ Hierin waren Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: Auflösung 21 Mio. Euro) für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

(37) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 82 Mio. Euro (Vorjahr: 44 Mio. Euro). Im Berichtsjahr ergab sich kein Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Vorjahr belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen auf 51 Mio. Euro, einschließlich 7 Mio. Euro Veräußerungs- und Bewertungsergebnis.

(38) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 351 1 106 - 68,3
Zuführungen zu Rückstellungen 135 949 - 85,8
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 136 117 16,2
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 18 1 .
Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen 10 15 - 33,3
Aufwendungen aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 13 15 - 13,3
Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 35 1 .
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 4 8 - 50,0
Wesentliche Sonstige Erträge 438 503 - 12,9
Auflösungen von Rückstellungen 191 241 - 20,7
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 182 161 13,0
Erträge aus dem Versicherungsgeschäft 6 24 - 75,0
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 2 4 - 50,0
Mietkauferträge und Zwischenmieterträge 28 32 - 12,5
Erträge aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 5 31 - 83,9
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 18 5 .
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 6 5 20,0
Wechselkursveränderungen (saldiert) - 30 55 .
Sonstige Steuern (saldiert) - 51 - 42 21,4
Übrige sonstige Aufwendungen und Erträge (saldiert) - 21 13 .
Sonstiges Ergebnis - 15 - 577 - 97,4

Das Übrige sonstige Ergebnis setzte sich aus 235 Mio. Euro Erträgen (Vorjahr: 271 Mio. Euro) und 256 Mio. Euro Aufwendungen (Vorjahr: 258 Mio. Euro) zusammen. Die Auflösungen von Rückstellungen im Sonstigen Ergebnis wurden im laufenden Geschäftsjahr auch durch Änderungen unserer Verlusteinschätzungen im Zusammenhang mit Prozessrisiken beeinflusst.

(39) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen von 7 157 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 6 929 Mio. Euro) im Konzern setzten sich zusammen aus Personalaufwendungen von 3 900 Mio. Euro (Vorjahr: 3 843 Mio. Euro), Sachaufwendungen von 2 759 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 2 640 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte von 498 Mio. Euro (Vorjahr: 446 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliederten sich wie folgt:

Personalaufwendungen

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Löhne und Gehälter 3 670 3 645 0,7
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 230 198 16,2
Gesamt 3 900 3 843 1,5

In den Personalaufwendungen waren 474 Mio. Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr: 465 Mio. Euro).

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Sachaufwendungen

Mio. € 2015 2014¹ Veränd. in %
Raumaufwendungen 604 598 1,0
EDV-Aufwendungen 482 514 - 6,2
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 254 259 - 1,9
Pflichtbeiträge 279 208 34,1
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 428 397 7,8
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 329 346 - 4,9
Personalinduzierte Sachaufwendungen 153 141 8,5
Übrige Sachaufwendungen 230 177 29,9
Gesamt 2 759 2 640 4,5

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.). Vor Anpassung betrugen die Pflichtbeträge 205 Mio. Euro und die gesamten Sachaufwendungen 2 637 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 119 Mio. Euro enthalten.

Konzernabschlussprüfer der Commerzbank ist die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer im Sinne der Berufssatzung ist im Falle der Commerzbank Clemens Koch. Als unterzeichnender Wirtschaftsprüfer war er das vierte Jahr und Helge Olsson als Mitunterzeichnerin das erste Jahr tätig. Die für den Konzernabschlussprüfer als Aufwendungen erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) betrugen 38 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2015. Davon entfielen 699 Tsd. Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2014 erbracht wurden. Sofern im Berichts- oder Vorjahr Kapitalerhöhungen vorgenommen wurden, sind die Kosten, die für Leistungen unserer Prüfer im Rahmen einer Kapitalerhöhung angefallen sind, in nachstehender Tabelle enthalten. Im Konzernabschluss werden Kapitalerhöhungskosten gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.

Honorare des Abschlussprüfers

Tsd. € 2015 2014 Veränd. in %
Abschlussprüfung 15 850 15 540 2,0
Andere Bestätigungsleistungen¹ 7 255 8 774 - 17,3
Steuerberatungsleistungen 353 1 035 - 65,9
Sonstige Leistungen 14 726 7 739 90,3
Gesamt 38 184 33 088 15,4

¹ Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen Prüfungen außerhalb der Jahres-/Konzernabschlussprüfung (z.B. prüferische Durchsichten von Quartalsabschlüssen, Prüfungen nach § 36 WpHG und die Erteilung von Comfort Lettern nach IDW PS 910).

Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen sowie Immaterielle Anlagewerte stellten sich wie folgt dar:

| Mio. € | 2015 | 2014 | Veränd. |
|---|---|---|---|# 40) Restrukturierungsaufwendungen

Die Restrukturierungsaufwendungen von 114 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 standen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsfeldes Corporates & Markets an den Standorten London und New York, der Neuordnung des Standortes in Luxemburg sowie der Bildung von globalen Kompetenzzentren. Ziel dieser Maßnahmen ist die Reduktion von Kosten durch die Verlagerung von Tätigkeiten an alternative Standorte. Die Kostensenkungen und die damit einhergehenden Restrukturierungsaufwendungen entfallen zum überwiegenden Teil auf die Umsetzung von Personalmaßnahmen. Des Weiteren haben wir die Restrukturierungsaufwendungen aus dem Geschäftsjahr 2013 aufgrund der neuen Strategie der Commerzbank und der damit verbundenen Anpassung der Personalkapazitäten um 20 Mio. Euro erhöht. Hierdurch wird der noch verbliebene Abbau weiter forciert und das Restrukturierungsprogramm früher als geplant abgeschlossen. Die Restrukturierungsaufwendungen von 61 Mio. Euro im Vorjahr standen im Zusammenhang mit der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Hypothekenbank Frankfurt AG. Sie entfielen vorwiegend auf den Personalbereich.

Mio. € 2015 2014 Veränd. in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 114 61 86,9
Gesamt 114 61 86,9

41) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteueraufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2015 2014¹ Veränd. in %
Tatsächliche Ertragsteuern 341 268 27,2
Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr 335 287 16,7
Steueraufwand/-ertrag Vorjahre 6 -19 .
Latente Ertragsteuern 277 -12 .
Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen 144 67 .
Steuersatzdifferenzen -16 31 .
Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern 149 - .
Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen - -110 .
Gesamt 618 256 .

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Vor Anpassung betrugen die latenten Ertragsteuern - 15 Mio. Euro und die gesamten Ertragsteueraufwendungen 253 Mio. Euro.

Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,4 %. Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,4 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,4 % (Vorjahr: 31,2 %). Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 12 % (Singapur) und 46 % (New York). Zum 31. Dezember 2015 betrug die Konzernsteuerquote 34,4 % (Vorjahr: 40,8 %). Die Steuerquote wurde durch Neubewertung von latenten Steueransprüchen infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannen verabschiedeten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen und einem Steueraufwand aus der Berücksichtigung der Mehrjahresplanung 2016 bis 2019 negativ beeinflusst. Positiv hat sich insbesondere die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge ausgewirkt, auf die bislang keine Deferred Tax Assets gebildet wurden (- 87 Mio. Euro).

Mio. € 2015 2014¹
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 1.795 628
Konzernertragsteuersatz (%) 31,4 31,2
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 564 196
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen -138 -71
Auswirkungen aus der Bewertung von latenten Steuern 149 -110
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen 81 366
Nicht angesetzte latente Steuern -96 -
Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden -87 -289
Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer 9 10
Nicht anrechenbare Quellensteuern 26 18
Periodenfremde tatsächliche Steuern -9 36
Sonstige Auswirkungen 23 4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 618 256

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben beziehungsweise belastet wurden:

Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Tatsächliche Ertragsteuern 1 - .
Latente Ertragsteuern 994 1.291 -23,0
Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges 52 90 -42,2
Neubewertungsrücklage 333 454 -26,7
Verlustvorträge 202 218 -7,3
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 407 529 -23,1
Sonstiges - - .
Gesamt 995 1.291 -22,9

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

42) Netto- und Zinsergebnis je Bewertungskategorie

Die Nettoerfolge setzen sich aus Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekten, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutralen Wertänderungen der Neubewertungsrücklage (siehe Note 5 c) zusammen.

Mio. € 2015 2014¹ Veränd. in %
Nettoergebnis aus Handelsaktiva und -passiva² 538 725 -25,8
Anwendung der Fair Value Option -39 -129 -69,8
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 587 372 57,8
darunter: erfolgswirksame Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage -62 -73 -15,1
darunter: erfolgsneutrale Wertänderung der Neubewertungsrücklage 495 334 48,2
Krediten und Forderungen -877 -1.144 -23,3
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten - - .

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).
² Einschließlich Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen.

Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus der Note Zinsüberschuss nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

Mio. € 2015 2014¹ Veränd. in %
Zinsergebnis aus Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 1.098 889 23,5
Anwendung der Fair Value Option -132 -243 -45,7
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 766 851 -10,0
Krediten und Forderungen 8.382 9.451 -11,3
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten -4.744 -5.840 -18,8

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

43) Ergebnis je Aktie

2015 2014¹ Veränd. in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1.909 689 .
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) 1.062 266 .
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1.208.568.906 1.138.506.941 6,2
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 1,58 0,61 .
Ergebnis je Aktie (€) 0,88 0,23 .

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 45) definiert.

44) Aufwandsquote

% 2015 2014¹ Veränd. in Prozentpunkten
Aufwandsquote im operativen Geschäft 73,3 79,1 -5,8

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Aufwandsquote gibt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen vor Risikovorsorge wieder.

45) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über fünf berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Anpassungen der Geschäftsmodelle der Segmente führten zu geringfügigen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten.# Segment Reporting

In segment reporting, retroactive adjustments to the income statement and balance sheet were allocated to the segments in accordance with IAS 8 (see Note 2) corresponding to their responsibilities. As of October 1, 2015, the Commerz Real Warehouse (excluding the shipping portfolio) was reallocated (see Private Customers and Non-Core Assets segment descriptions). A restatement was dispensed with for materiality reasons.

The Private Customers segment comprises the activities of the Private Customers, Direct Banking, and Commerz Real business units. The Private Customers business unit bundles the classic branch business with private, private banking, and business customers. Based on a nationwide branch presence, the service spectrum includes a full range of banking products, including credit, deposit, securities, payment transactions, and pension products. Wealth management provides services for affluent customers at home and abroad, and also houses asset management. The focus is on services such as securities management/asset management, credit management and financing, and real estate management. In addition, it includes support for foundations and estate matters, as well as advice on business participations. The Commerz Direktservice GmbH, which provides call center services for Commerzbank customers, is also assigned to this business unit. The joint venture Commerz Finanz (especially installment loan sales) is centrally managed by the Private Customers business unit and also reported there in terms of earnings. Since July 1, 2012, the "Private Real Estate" sub-portfolio of Hypothekenbank Frankfurt AG's private customer portfolio has been part of the Private Customers business unit. The Direct Banking business unit comprises the activities of the comdirect bank Group. The B2B (ebase) and B2C (comdirect) businesses concentrated there are characterized by standardized consulting and service offerings for customers, primarily available via the internet. Since July 2012, Commerz Real has been integrated as a business unit into the Private Customers segment (with the exception of the Warehouse division). From October 1, 2015, the Commerz Real business unit also includes the Warehouse (excluding the shipping portfolio). The product range includes open-ended real estate funds (hausInvest), asset structuring of investment products for private and institutional investors (real estate, infrastructure including tankers, aircraft, rolling stock, and renewable energies), asset structuring of financing products, and leasing of movable assets.

The Mittelstandsbank segment is divided into the three business units: Mittelstand Inland, Großkunden & International, and Financial Institutions. Our comprehensive service offering includes payment transactions and cash management solutions, flexible financing solutions, interest rate and currency management products, professional investment advice, and innovative investment banking solutions. The Mittelstand Inland business unit bundles business with medium-sized customers, the public sector, and institutional customers. In the Großkunden & International business unit, we focus on serving corporate groups with a turnover of more than €500 million (unless they are managed as Multinational Corporates within the framework of Client Relationship Management in the Corporates & Markets segment). Smaller corporate groups with a high affinity for capital markets are also served here. Through our foreign branches, we are the strategic partner for our customers – both for the international activities of German corporate customers and for international corporate customers in selected markets, even without a connection to Germany. Furthermore, the Center of Competence for customers in the energy sector is located in this business unit. In April 2015, another Center of Competence (Center of Competence Real Estate Corporate Customers) was established to provide our corporate customers with our expertise in commercial real estate financing. With this, Mittelstandsbank consistently pursues its strategy as a full-service provider for its corporate customers in Germany, with a clear focus on financing the real economy. The Financial Institutions business unit is responsible for relationships with domestic and foreign banks and financial institutions, as well as central banks. The strategic focus here is on Commerzbank being preferentially involved in the financial settlement of foreign trade. Through a global correspondent banking network and business relationships with emerging markets, Financial Institutions promotes the financing and settlement of worldwide foreign trade activities of all Commerzbank Group customers, thereby supporting other business units in their international strategies.

The Central & Eastern Europe (CEE) segment comprises activities in universal banking and direct banking in this region during the reporting year. This includes, in particular, the Polish subsidiary mBank. On the one hand, it offers banking products for corporate customers and, on the other hand, financial services for private customers in Poland, the Czech Republic, and Slovakia.

Corporates & Markets comprises four essential pillars: Equity Markets & Commodities includes the trading and distribution of equity and commodity-related financial products. Fixed Income & Currencies covers trading and distribution activities of interest rate, credit, and currency instruments. Corporate Finance extends to arrangement and advisory services concerning equity, hybrid capital, and debt instruments, securitization solutions, as well as mergers and acquisitions. Credit Portfolio Management is responsible for the globally uniform management and active management of credit and trading risks for Corporates & Markets. Here, assets transferred from the Portfolio Restructuring Unit are also reduced in a value-preserving manner. In addition, Client Relationship Management is part of Corporates & Markets, which is responsible for servicing German multinational industrial companies, German and international insurance companies, financial investors (private equity investors), sovereign wealth funds, and public sector clients.

The Non-Core Assets (NCA) segment aggregates the results from the Commercial Real Estate, Public Finance (including Private Finance Initiatives), and Deutsche Schiffbank (DSB) business units. Commercial Real Estate is almost entirely managed by, and Public Finance is predominantly managed by, the Commerzbank subsidiary Hypothekenbank Frankfurt AG. The DSB division comprises the ship financing activities of the Commerzbank Group. This also includes all ship finance activities of the former Deutsche Schiffbank AG. In addition, the NCA segment includes the warehouse assets of Commerz Real AG up to September 30, 2015; from October 1, 2015, it only includes the shipping portfolio of Commerz Real AG.

Income and expenses that do not fall within the responsibilities of the business segments are allocated to Other and Consolidation. "Other" reports on investments not assigned to business segments, overarching group matters, such as expenses for group-wide projects, effects from purchase price allocation in connection with the acquisition of Dresdner Bank, as well as specific individual matters not attributable to segments, and Group Treasury. Furthermore, the costs of service units are reported here, which – with the exception of restructuring costs – are essentially recharged to the segments. "Consolidation" covers expenses and income that lead from the key performance indicators of internal management reporting presented in segment reporting to the consolidated financial statements according to IFRS. In addition, the costs of group management units are shown here, which – with the exception of restructuring expenses – are also essentially recharged to the segments. The performance of each individual segment is measured by the operating result and the result before tax, as well as the key figures return on equity and cost-income ratio. The operating result is defined as the sum of net interest income after risk provisioning, net fee and commission income, trading result and result from hedging instruments, result from financial investments, current result from equity-accounted companies, and other result less administrative expenses. Through the presentation of results before tax, both in the result and in the average capital employed, third-party interests are included. All income for which a segment is responsible is therefore taken into account in the result before tax. Return on equity is calculated as the ratio of the result (operating and before tax) to the average capital employed. It indicates how the capital invested in the segment is yielding a return. In addition to the already known key performance indicators, we are reporting for the first time the operating return on equity excluding goodwill and other intangible assets, which is increasingly coming into focus for investors. The cost-income ratio in operational business reflects the cost efficiency of the segments; it is calculated as the ratio of administrative expenses to income before risk provisioning. Income and expenses are allocated to the segments on an accrual basis at market prices and, in the interest area, according to the market interest rate method. The net interest income shows the actual refinancing expenses for the business-specific participations allocated to the respective segments.# 10-K Filing: Commerzbank AG

Segment Reporting

The asset benefit generated within the Group from equity is allocated to the respective segments' net interest income in proportion to the average equity employed. The interest rate corresponds to the interest rate of a risk-free investment on the long-term capital market. The average equity employed was determined according to the Basel III methodology, based on the determined average risk-weighted assets and the market risk position add-ons (risk asset equivalents). At Group level, the IFRS capital, which serves to calculate the return on equity, is shown. The adjustment between the average equity employed and the IFRS capital is made in the "Other and Consolidation" area. In the context of increased capital requirement regulations, the capital backing of risk-weighted assets assumed for segment reporting amounts to 10% from 2015 onwards. Prior-year figures have been adjusted accordingly. Due to the ongoing portfolio reduction in the Non-Core Assets segment, a portion of the capital amount originally required by the EBA for the backing of risks from government bonds of EU countries was returned to the core bank in the first quarter of 2014. Furthermore, we report the respective assets and liabilities of the segments. Due to the business model, the segment balance sheet is only balanced at Group level.

The segment reporting of Commerzbank Group shows the pre-tax results of the segments. In order to reflect the economic result effect from specific tax-induced transactions of the Corporates & Markets segment in this reporting, the net interest income of the Corporates & Markets segment therefore includes a pre-tax equivalent corresponding to the after-tax result of these transactions. Within the scope of reconciling segment reporting to the figures of external accounting, this pre-tax equivalent is eliminated in the "Other and Consolidation" area. When reflecting the elimination of interim results from intercompany transactions in segment reporting, the divesting segment is treated as if the transaction had been concluded with an external party. The elimination of interim profits and losses therefore takes place in the "Other and Consolidation" area.

The administrative expenses shown in the operating result include personnel expenses, other operating expenses, and depreciation on tangible assets and other intangible assets. Restructuring expenses are shown below the operating result in the result before tax. Administrative expenses are allocated to the individual segments based on the cause principle. Indirect expenses arising from internal services are charged to the recipient of the service or lead to a corresponding relief for the provider of the service. These internal service relationships are valued at market prices or full costs.

The carrying amounts of the at-equity-accounted investments of €735 million (previous year: €677 million) were distributed among the segments: Retail Customers with €501 million (previous year: €393 million), Mittelstandsbank with €107 million (previous year: €104 million), Central & Eastern Europe with €2 million (previous year: -), Corporates & Markets with €124 million (previous year: €115 million), and Non-Core Assets with €1 million (previous year: €65 million).

The following tables contain information on the segments for the financial years 2015 and 2014.

2015

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1,876 1,675 566 1,711 170 -219 5,779
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -14 -192 -97 36 -366 -63 -696
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1,862 1,483 469 1,747 -196 -282 5,083
Provisionsüberschuss 1,771 1,090 215 367 15 -34 3,424
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 6 34 70 -162 319 232 499
Ergebnis aus Finanzanlagen -11 -65 76 75 -235 153 -7
Laufendes Ergebnis aus at-Equity- bewerteten Unternehmen 68 6 - 12 -2 -2 82
Sonstiges Ergebnis 8 - 15 14 -3 -9 -10
Erträge vor Risikovorsorge 3,718 2,725 941 2,000 258 120 9,762
Erträge nach Risikovorsorge 3,704 2,533 844 2,036 -108 57 9,066
Verwaltungsaufwendungen 2,953 1,471 498 1,426 293 516 7,157
Operatives Ergebnis 751 1,062 346 610 -401 -459 1,909
Restrukturierungsaufwendungen - - - 57 16 41 114
Ergebnis vor Steuern 751 1,062 346 553 -417 -500 1,795
Aktiva 79,053 89,877 29,034 165,311 76,930 92,436 532,641
Passiva 105,035 149,425 24,858 130,519 40,994 81,810 532,641
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3,999 8,142 1,920 4,604 7,268 3,260 29,193
Operative Eigenkapitalrendite (%) 18.8 13.0 18.0 13.3 -5.5 6.5
Operative Eigenkapitalrendite abzüglich Immaterieller Vermögenswerte (%) 27.4 14.5 21.9 13.7 -5.5 7.3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 79.4 54.0 52.9 71.3 113.6 73.3
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) 18.8 13.0 18.0 12.0 -5.7 6.1
Mitarbeiterdurchschnitt 15,603 5,836 8,200 1,930 420 17,802 49,791

2014

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1,843 1,802 585 1,327 - -200 5,357
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -79 -342 -123 55 -654 -1 -1,144
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1,764 1,460 462 1,382 -654 -201 4,213
Provisionsüberschuss 1,592 1,088 215 368 26 -29 3,260
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 2 -6 86 233 194 87 596
Ergebnis aus Finanzanlagen -8 11 13 49 -81 98 82
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 27 9 - 11 -6 3 44
Sonstiges Ergebnis -3 24 24 -16 15 -621 -577
Erträge vor Risikovorsorge 3,453 2,928 923 1,972 148 -662 8,762
Erträge nach Risikovorsorge 3,374 2,586 800 2,027 -506 -663 7,618
Verwaltungsaufwendungen 2,919 1,362 436 1,352 309 551 6,929
Operatives Ergebnis 455 1,224 364 675 -815 -1,214 689
Restrukturierungsaufwendungen - - - - 61 -61
Ergebnis vor Steuern 455 1,224 364 675 -876 -1,214 628
Aktiva 72,616 89,750 27,657 185,210 101,455 81,629 558,317
Passiva 99,064 136,997 23,086 164,327 52,869 81,974 558,317
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4,241 7,618 1,722 4,561 8,094 1,087 27,323
Operative Eigenkapitalrendite (%) 10.7 16.1 21.1 14.8 -10.1 2.5
Operative Eigenkapitalrendite abzüglich Immaterieller Vermögenswerte (%) 15.4 18.0 26.1 15.3 -10.1 2.8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 84.5 46.5 47.2 68.6 208.8 79.1
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) 10.7 16.1 21.1 14.8 -10.8 2.3
Mitarbeiterdurchschnitt 15,844 5,817 7,748 1,963 566 17,929 49,867

  1. Prior year adjustment due to the introduction of a new data processing system and further restatements (see pages 161 ff.).

Detail Information on Other and Consolidation

Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
2015 2015 2014 2014
Zinsüberschuss -160 -59 -219 -163
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -63 - -63 -1
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge -223 -59 -282 -164
Provisionsüberschuss -31 -3 -34 -21
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 228 4 232 63
Ergebnis aus Finanzanlagen 130 23 153 30
Laufendes Ergebnis aus at-Equity- bewerteten Unternehmen -2 - -2 3
Sonstiges Ergebnis -1 -9 -10 -619
Erträge vor Risikovorsorge 164 -44 120 -707
Erträge nach Risikovorsorge 101 -44 57 -708
Verwaltungsaufwendungen 538 -22 516 549
Operatives Ergebnis -437 -22 -459 -1,257
Restrukturierungsaufwendungen 41 - 41 -
Ergebnis vor Steuern -478 -22 -500 -1,257
Aktiva 92,436 - 81,629 -
Passiva 81,810 - 81,974 -

  1. Prior year adjustment due to the introduction of a new data processing system and further restatements (see pages 161 ff.).

Under Consolidation, we report on consolidation and reconciliation matters from the results of the segments and the "Other" area to the consolidated financial statements. Among other things, the following matters are reflected there:

  • Valuation effects from the application of hedge accounting in accordance with IAS 39 to cross-segment transactions are shown in Consolidation.
  • The pre-tax equivalent allocated to the Corporates & Markets segment from tax-induced transactions in net interest income is eliminated under Consolidation.
  • Valuation results for own debt securities and own shares incurred in the segments are eliminated under Consolidation.
  • Other consolidation effects for intercompany matters are also included here.

The regional breakdown of the results collected in the scope of segment reporting, which is primarily based on the respective location of the branch or group company (geographic markets), resulted in the following distribution:

2015

Mio. €
2015
Rest of Europe
Zinsüberschuss 4,035
Provisionsüberschuss 2,224
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 360
Ergebnis aus Finanzanlagen -51
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 2
Sonstiges Ergebnis -2
Erträge vor Risikovorsorge 6,568
Verwaltungsaufwendungen 5,836
Operatives Ergebnis 732
Ergebnis vor Steuern 705
Aktiva 417,952
Passiva 469,836
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 20,833
Operative Eigenkapitalrendite (%) 3.5
North America
Zinsüberschuss 1,015
Provisionsüberschuss 703
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 72
Ergebnis aus Finanzanlagen -72
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 80
Sonstiges Ergebnis -15
Erträge vor Risikovorsorge 1,701
Verwaltungsaufwendungen 1,032
Operatives Ergebnis 669
Ergebnis vor Steuern 637
Aktiva 75,516
Passiva 75,332
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 5,608
Operative Eigenkapitalrendite (%) 11.9
Asia / Pacific
Zinsüberschuss 730
Provisionsüberschuss 497
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 67
Ergebnis aus Finanzanlagen 86
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 0
Sonstiges Ergebnis 2
Erträge vor Risikovorsorge 1,380
Verwaltungsaufwendungen 289
Operatives Ergebnis 1,091
Ergebnis vor Steuern 1,053
Aktiva 39,173
Passiva 27,473
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 2,752
Operative Eigenkapitalrendite (%) 39.6
## Zinsüberschuss 3 325 2 239 226 - 11 - 5 779
## Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 494 - 240 36 2 - - 696
## Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 831 1 999 262 - 9 - 5 083
## Provisionsüberschuss 2 838 511 34 41 - 3 424
## Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 480 - 129 - 140 288 - 499
## Ergebnis aus Finanzanlagen - 108 100 - 1 - - 7
## Laufendes Ergebnis aus at-Equity- bewerteten Unternehmen 70 4 5 3 - 82
## Sonstiges Ergebnis - 24 35 - 19 - 7 - - 15
## Erträge vor Risikovorsorge 6 581 2 760 106 315 - 9 762
## Erträge nach Risikovorsorge 6 087 2 520 142 317 - 9 066
## Verwaltungsaufwendungen 5 488 1 399 123 147 - 7 157
## Operatives Ergebnis 599 1 121 19 170 - 1 909
## Risikoaktiva für Kreditrisiken 97 134 54 798 4 019 3 456 - 159 407

Im Vorjahr erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

Mio. € Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 3 176 1 862 250 69 - 5 357
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 953 - 201 13 - 3 - - 1 144
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 223 1 661 263 66 - 4 213
Provisionsüberschuss 2 607 547 40 66 - 3 260
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 490 39 - 78 145 - 596
Ergebnis aus Finanzanlagen 119 - 42 4 1 - 82
Laufendes Ergebnis aus at-Equity- bewerteten Unternehmen 34 4 4 2 - 44
Sonstiges Ergebnis - 692 112 3 - - - 577
Erträge vor Risikovorsorge 5 734 2 522 223 283 - 8 762
Erträge nach Risikovorsorge 4 781 2 321 236 280 - 7 618
Verwaltungsaufwendungen 5 388 1 289 122 130 - 6 929
Operatives Ergebnis - 607 1 032 114 150 - - 689
Risikoaktiva für Kreditrisiken 113 874 53 793 3 296 2 600 - - 173 563

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 40 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 42 %), 36 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 38 %) und 13 % auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 9 %).

Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.

Erläuterungen zur Bilanz (46)

Barreserve

Als Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Kassenbestand 1 391 1 093 27,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 23 858 3 409 .
Schuldtitel öffentlicher Stellen 3 260 395 .
Gesamt 28 509 4 897 .

Im Guthaben bei Zentralnotenbanken waren Forderungen von 16 089 Mio. Euro (Vorjahr: 247 Mio. Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende Mindestreserve-soll betrug 770 Mio. Euro (Vorjahr: 2 565 Mio. Euro) für die Erfüllung periode Dezember 2015 bis Januar 2016. Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

(47) Forderungen an Kreditinstitute

Mio. € Gesamt Täglich fällig Andere Forderungen
31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Kreditinstitute in Deutschland 14 208 20 135 - 29,4
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 57 686 60 291 - 4,3
Gesamt 71 894 80 426 - 10,6
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 49 274 52 746 - 6,6
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 22 620 27 680 - 18,3
Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹
Kreditinstitute in Deutschland 5 337 6 613
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 18 216 22 638
Gesamt 23 553 29 251
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 8 871
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 39 470 37 653

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 71 810 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 80 314 Mio. Euro).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 43 774 48 169 - 9,1
Forderungen aus dem Geldhandel 765 1 375 - 44,4
Schuldscheindarlehen 1 185 2 990 - 60,4
Übrige Forderungen 26 170 27 892 - 6,2
Gesamt 71 894 80 426 - 10,6

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kreditinstitute waren 1 396 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 2 173 Mio. Euro) Kommunalkredite enthalten.

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(48) Forderungen an Kunden

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Forderungen an Kunden in Deutschland 143 904 152 745 - 5,8
Forderungen an Kunden außerhalb Deutschlands 78 833 86 295 - 8,6
Gesamt 222 737 239 040 - 6,8
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 211 350 220 075 - 4,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 11 387 18 965 - 40,0

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 218 875 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 233 377 Mio. Euro).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 14 980 22 996 - 34,9
Forderungen aus dem Geldhandel 517 316 63,6
Schuldscheindarlehen 14 165 18 803 - 24,7
Bau- und Schiffsfinanzierungen 93 999 100 457 - 6,4
Übrige Forderungen 99 076 96 468 2,7
Gesamt 222 737 239 040 - 6,8

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kunden waren Kommunalkredite von 17 945 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 23 116 Mio. Euro) enthalten.

In den dinglich besicherten Bau- und Schiffsfinanzierungen weisen wir die gesamte Inanspruchnahme aus; der Beleihungswert zum 31. Dezember 2015 betrug 58 464 Mio. Euro (Vorjahr: 64 541 Mio. Euro).

(49) Kreditvolumen

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Kredite an Kreditinstitute 22 617 25 214 - 10,3
Kredite an Kunden 207 757 216 029 - 3,8
Gesamt 230 374 241 243 - 4,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(50) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wie folgt:

Mio. € Stand 1.1.2015 Zuführungen Auflösungen Verbrauch Veränderungen im Konsolidierungskreis Wechselkursänderungen/ Umbuchungen
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 5 775 1 682 1 178 2 219 - 12 - 102
Forderungen an Kreditinstitute 112 14 25 19 - 2 -
Forderungen an Kunden 5 663 1 668 1 153 2 200 - 12 - 104
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 238 73 67 2 - 4 -
Gesamt 6 013 1 755 1 245 2 221 - 12 - 98
Mio. € Stand 31.12.2015
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 3 946
Forderungen an Kreditinstitute 84
Forderungen an Kunden 3 862
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 246
Gesamt 4 192

Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 696 Mio. Euro (Vorjahr: 1 144 Mio. Euro).

Mio. € Wertberichtigungen für Einzelrisiken Wertberichtigungen für Portfoliorisiken Wertberichtigungen gesamt
2015 2014 2015
Stand 1.1. 5 079 5 945 696
Zuführungen 1 577 2 112 105
Abgänge 3 257 2 975 140
darunter: Inanspruchnahmen 2 219 1 956 -
darunter: Auflösungen 1 038 1 019 140
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 12 - 8 -
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen - 105 5 3
Stand 31.12. 3 282 5 079 664
Mio. € Veränd. in %
Stand 1.1. - 14,4
Zuführungen - 26,1
Abgänge 5,5
darunter: Inanspruchnahmen 13,4
darunter: Auflösungen - 6,7
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 29,4
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen .
Stand 31.12. - 31,7
Mio. € Rückstellungen für Einzelrisiken Rückstellungen für Portfoliorisiken Rückstellungen im Kreditgeschäft
2015 2014 2015
Stand 1.1.
2015 2014 2013 2012 2011 2010
111 141 127 133 238 274
Zuführungen 56 56 17 34 73 90
Abgänge 60 87 9 40 69 127
darunter: Inanspruchnahmen 2 - - - 2 -
darunter: Auflösungen 58 87 9 40 67 127
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - -
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen 3 1 1 - 4 1
Stand 31.12. 110 111 136 127 246 238
Mio. € Veränd. in % Stand 1.1.
Zuführungen - 13,1
Abgänge - 18,9
darunter: Inanspruchnahmen
darunter: Auflösungen - 45,7
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Wechselkursänderungen/ Umbuchungen - 47,2
Stand 31.12.

3,4 Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2015 stellte sich wie folgt dar:

Mio. € Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft Kreditausfälle¹ im Jahr 2015 Nettozuführung² zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft
Kunden in Deutschland
Firmenkunden 1 384 1 874 280
Verarbeitendes Gewerbe 400 244 52
Baugewerbe 75 26 35
Handel 163 158 20
Dienstleistungen und Übrige 545 1 165 149
Privatkunden 201 281 24
Kunden außerhalb Deutschlands 1 981 772 260
Firmenkunden und Privatkunden 1 981 772 260
Öffentliche Haushalte - - -
Risikovorsorge Kunden 3 365 2 646 540
Kreditinstitute in Deutschland - - -
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 27 20 -
Risikovorsorge Kreditinstitute 27 20 -
Gesamt 3 392 2 666 537

¹ Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft.
² Zuführung abzüglich Auflösung.

Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge standen Erträge aus Zuschreibungen von 11 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen von 248 Mio. Euro (Vorjahr: 227 Mio. Euro) gegenüber.

Die folgende Aufstellung enthält die Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge:

% 2015 2014
Zuführungsquote¹ 0,29 0,47
Ausfallquote² 1,01 0,87
Bestandsquote³ 1,76 2,46

¹ Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum durchschnittlichen Kreditvolumen.
² Kreditausfälle (Verbrauch von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum durchschnittlichen Kreditvolumen.
³ Risikovorsorgebestand (Bestand an Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft) in Relation zum durchschnittlichen Kreditvolumen; Kreditvolumen = Forderungen aus besonderen Kreditvereinbarungen mit Kreditnehmern (Note 49).

(51) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 284 Mio. Euro (Vorjahr: 415 Mio. Euro). Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsinstrumente wird auf der Passivseite unter dem Posten Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

(52) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt wurden.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 2 788 4 208 - 33,7
Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 231 236 - 2,1
Positive Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 12 12 0,0
Gesamt 3 031 4 456 - 32,0

(53) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit ― Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, ― Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds, ― Schuldscheindarlehen, ― Devisen und Edelmetallen, ― derivativen Finanzinstrumenten und ― Sonstigen Handelsaktiva. Im Posten Sonstige Handelsaktiva werden positive Marktwerte von zu syndizierenden Krediten, Kreditzusagen, Kredite und Geldhandelsgeschäfte ausgewiesen. In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 9 150 14 059 - 34,9
Geldmarktpapiere 507 746 - 32,0
von öffentlichen Emittenten 287 191 50,3
von anderen Emittenten 220 555 - 60,4
Anleihen und Schuldverschreibungen 8 643 13 313 - 35,1
von öffentlichen Emittenten 2 402 4 223 - 43,1
von anderen Emittenten 6 241 9 090 - 31,3
Schuldscheindarlehen 1 084 1 102 - 1,6
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 26 410 24 936 5,9
Aktien 20 699 19 769 4,7
Anteile an Investmentfonds 5 690 5 161 10,2
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 21 6 .
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 76 711 89 315 - 14,1
Währungsbezogene derivative Geschäfte 15 174 16 707 - 9,2
Zinsbezogene derivative Geschäfte 56 088 66 587 - 15,8
Übrige derivative Geschäfte 5 449 6 021 - 9,5
Sonstige Handelsaktiva 1 329 931 42,7
Gesamt 114 684 130 343 - 12,0

Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds waren 32 582 Mio. Euro (Vorjahr: 28 643 Mio. Euro) börsennotiert. Die übrigen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich hauptsächlich aus 1 450 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 2 083 Mio. Euro) und 1 650 Mio. Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 1 712 Mio. Euro) zusammen.

(54) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere¹ 80 798 89 076 - 9,3
Geldmarktpapiere 2 070 1 139 81,7
von öffentlichen Emittenten 299 91 .
von anderen Emittenten 1 771 1 048 69,0
Anleihen und Schuldverschreibungen 78 728 87 937 - 10,5
von öffentlichen Emittenten 44 226 47 918 - 7,7
von anderen Emittenten 34 502 40 019 - 13,8
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 746 993 - 24,9
Aktien 115 213 - 46,0
Anteile an Investmentfonds 620 733 - 15,4
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 11 47 - 76,6
Beteiligungen 232 177 31,1
darunter: an Kreditinstituten 12 25 - 52,0
Anteile an Tochterunternehmen 163 112 45,5
darunter: an Kreditinstituten - - .
Gesamt 81 939 90 358 - 9,3
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 36 486 45 154 - 19,2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 43 026 42 756 0,6
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 307 309 - 0,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 2 427 2 448 - 0,9

¹ Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 40 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro).

In den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2015 waren 307 Mio. Euro (Vorjahr: 309 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Finanzinstrumente mit einem Buchwert von 99 Mio. Euro ausgebucht. Daraus resultiert ein Ergebnis von 1 Mio. Euro.

In der folgenden Tabelle sind die in den Finanzanlagen enthaltenen börsennotierten Bestände dargestellt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen und Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind dabei mit ihren Marktwerten aufgeführt. Die Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten gezeigt.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 70 894 77 772 - 8,8
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 237 486 - 51,2
Beteiligungen 5 4 25,0
Gesamt 71 136 78 262 - 9,1

Für die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisierten Wertpapiere belief sich die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern zum 31. Dezember 2015 auf - 0,5 Mrd. Euro (Vorjahr: - 0,5 Mrd. Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den umkategorisierten Bestand von - 2,3 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2015 ergeben (Vorjahr: - 2,7 Mrd. Euro); die Veränderung zum Vorjahr betrug somit 0,4 Mrd. Euro (Veränderung 31. Dezember 2014 zum 31. Dezember 2013: 0,1 Mrd. Euro). Neben den auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von - 2 Mio. Euro (Vorjahr: - 21 Mio. Euro) wurden für die umkategorisierten Bestände im laufenden Geschäftsjahr saldiert 0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,7 Mrd. Euro) in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert der umkategorisierten Bestände 34,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 42,7 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 31,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 39,5 Mrd. Euro) und der Bestand der Portfoliowertberichtigungen betrug kumuliert 40 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro).Die Geschäfte wiesen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 0,0 % und 11,0 % (Vorjahr: zwischen 0,3 % und 10,6 %) auf und wir erwarten daraus einen Zahlungsmittelzufluss von 40,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 54,6 Mrd. Euro). Die Entwicklung der Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen stellte sich wie folgt dar:

Beteiligungen Anteile an Tochterunternehmen
Mio. € 2015
Buchwert zum 1.1. 177
Anschaffungskosten zum 1.1. 261
Wechselkursveränderungen 1
Zugänge 66
Abgänge 56
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -
Anschaffungskosten zum 31.12. 264
Zuschreibungen -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 91
Wechselkursveränderungen 1
Zugänge 9
Abgänge 8
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 85
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 53
Buchwert zum 31.12. 232

(55) Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen

Die Entwicklung der Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen von 735 Mio. Euro (Vorjahr: 677 Mio. Euro) stellte sich wie folgt dar:

Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Mio. € 2015
Equity-Buchwert zum 1.1. 631
Anschaffungskosten zum 1.1. 444
Wechselkursveränderungen 4
Zugänge 6
Abgänge -
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -
Anschaffungskosten zum 31.12. 444
Zuschreibungen 7
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 26
Wechselkursveränderungen -
Zugänge -
Abgänge -
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 21
Kumulierte Veränderungen aus der At-Equity-Bewertung 243
Equity-Buchwert zum 31.12. 673
darunter: Anteile an Kreditinstituten 497

In den Equity-Buchwerten waren keine börsennotierten Unternehmen enthalten (Vorjahr: -). Im Geschäftsjahr 2015 sind 35 Mio. Euro (Vorjahr: 44 Mio. Euro) Dividenden von at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und keine Dividenden (Vorjahr: -) von at-Equity-bewerteten Gemeinschaftsunternehmen direkt oder indirekt an die Commerzbank Aktiengesellschaft geflossen. Kein Equity-Buchwert beläuft sich für at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 1) und für at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: -) auf null (siehe Note 4). Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von at-Equity-bewerteten Unternehmen oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt. Bei den Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen handelt es sich um nicht strategische Beteiligungen des Commerzbank-Konzerns, die im Wesentlichen im Finanzdienstleistungssektor sowie im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind. Die Angaben in dieser Note erfolgen daher aggregiert, und zwar jeweils für die assoziierten Unternehmen und für die Gemeinschaftsunternehmen. Eine vollständige Aufzählung aller at-Equity-bewerteten Unternehmen ist der Note 104 zu entnehmen.

Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer at-Equity-bewerteten Unternehmen sind nachstehend aufgelistet:

Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Gesamt
Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1 660 1 777
darunter: Geld und Geldäquivalente 266 67
Langfristige Vermögenswerte 2 696 1 954
Vermögenswerte gesamt 4 356 3 731
Kurzfristige Schulden 1 637 1 272
darunter: kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 549 1 154
Langfristige Schulden 2 055 1 832
darunter: langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 042 1 814
Schulden gesamt 3 692 3 104
Zinserträge 188 165
Zinsaufwendungen 64 68
Abschreibungen 5 5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 18
Erträge gesamt 185 156
Aufwendungen gesamt 104 98
Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten 54 39
Sonstiges Periodenergebnis - -
Gesamtergebnis 54 39
Eventualverbindlichkeiten 342 362

Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie dem Ergebnis der wegen untergeordneter Bedeutung nicht at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stellten sich wie folgt dar:

Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Gesamt
Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Buchwert 72 61
Vermögenswerte 296 396
Schulden 255 425
Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten 41 34
Sonstiges Periodenergebnis - -
Gesamtergebnis 41 34

(56) Immaterielle Anlagewerte

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 076 2 076 0,0
Sonstige immaterielle Anlagewerte 1 449 1 254 15,6
Kundenbeziehungen 315 355 - 11,3
Selbst erstellte Software 738 616 19,8
Erworbene Software 377 279 35,1
Übrige 19 4 .
Gesamt 3 525 3 330 5,9

Geschäfts- oder Firmenwerte

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Privatkunden 1 079 1 079 0,0
Mittelstandsbank 633 633 0,0
Central & Eastern Europe 226 226 0,0
Corporates & Markets 138 138 0,0
Non-Core Assets - - .
Sonstige und Konsolidierung - - .
Gesamt 2 076 2 076 0,0

Im Geschäftsjahr 2015 entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert (Value in Use) für alle Segmente der Commerzbank. Der im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte angestellte Vergleich von erzielbarem Betrag und Buchwert ergab für das Geschäftsjahr 2015 keinen Wertminderungsbedarf. Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um - 25 beziehungsweise + 25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Über- beziehungsweise Unterdeckung und Buchwert:

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets
Realistischer Wert¹ 64,7 % 0,4 % 0,8 % 2,3 %
Angesetzter risikoadäquater Zinssatz
Sensitivierung¹
Risikoadäquater Zinssatz -25 Basispunkte (vorteilhaft) 73,6 % 5,6 % 8,9 % 7,4 %
Risikoadäquater Zinssatz +25 Basispunkte (nachteilig) 56,6 % - 4,4 % - 6,6 % - 2,4 %

¹ Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Auf Basis des realistischen Szenarios wurden weitere Sensitivitäten für die Wachstumsrate ermittelt:

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets
Sensitivierung¹
Wachstumsrate +25 Basispunkte (vorteilhaft) 69,9 % 1,9 % 3,7 % 3,5 %
Wachstumsrate -25 Basispunkte (nachteilig) 60,0 % - 1,0 % - 1,9 % 1,1 %

¹ Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer Unterdeckung.

Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe sowie Corporates & Markets könnte nach Einschätzung des Managements eine realistische Änderung der zugrunde liegenden Prämissen und wesentlichen Planungsannahmen zu einer Wertminderung führen, indem der jeweilige erzielbare Betrag unter dem korrespondierenden Buchwert liegt. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte lagen die erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Mittelstandsbank um 44 Mio. Euro beziehungsweise um 0,4 % über dem Buchwert, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Central & Eastern Europe um 24 Mio. Euro beziehungsweise um 0,8 % über dem Bilanzansatz und für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Corporates & Markets um 123 Mio. Euro beziehungsweise um 2,3 % über dem Buchwert.

Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen:

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets
Risikoadäquater Zinssatz (nach Steuern) von/auf 7,0 %/10,0 % 7,6 %/7,6 % 7,6 %/7,6 % 7,6 %/7,7 %
Wachstumsrate von/auf 1,5 %/negativ¹ 1,5 %/1,4 % 1,8 %/1,7 % 1,5 %/1,0 %
Risikovorsorge/risikogewichtete Aktiva bezogen auf das Ende der Planungsphase und die ewige Rente von/auf 48,3Bp./157,9Bp. 54,9Bp./55,4Bp. 79,3Bp./80,2Bp. 13,6Bp./16,7Bp.

¹ Nicht aussagefähig, da selbst bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 % der erzielbare Betrag über dem Buchwert liegt.

Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Privatkunden liegt der erzielbare Betrag deutlich über dem Buchwert. Die Prognosen sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten können durch globale sowie branchenspezifische Risiken negativ beeinflusst werden, was zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes führen könnte. Hierbei sind insbesondere politische Unsicherheiten im Rahmen der Einführung neuer beziehungsweise der Umsetzung beschlossener Vorschriften auf deutscher und europäischer Ebene sowie Effekte aus abgeschwächtem Wirtschaftswachstum beziehungsweise anhaltend niedrigem Zinsumfeld hervorzuheben.# Anhang

Immaterielle Anlagewerte

Die Immateriellen Anlagewerte haben sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Geschäfts- oder Firmenwerte
Kundenbeziehungen
Selbst erstellte Software
Buchwert zum 1.1. 2.076 2.080 355 395 616 485
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 2.838 2.842 964 964 1.073 863
Wechselkursveränderungen - - - - - -
Zugänge - - - - 227 248
Abgänge - - - - 8 36
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - 4 - - -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 2.838 2.838 964 964 1.342 1.073
Zuschreibungen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 762 762 609 569 457 378
Wechselkursveränderungen - - - - - -
Zugänge - - - - 155 116
darunter: außerplanmäßig - - - - - 6
Abgänge - - - - 8 36
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - - - 1
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 762 762 649 609 604 457
Buchwert zum 31.12. 2.076 2.076 315 355 738 616
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - - - - - -
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%) - - - - - -

Erworbene Software und übrige immaterielle Anlagewerte

Mio. € 2015 2014
Buchwert zum 1.1. 283 247
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1.336 1.306
Wechselkursveränderungen 6 -1
Zugänge 221 127
Abgänge 62 100
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 24
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1.499 1.336
Zuschreibungen - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 1.053 1.059
Wechselkursveränderungen 5 1
Zugänge 104 81
darunter: außerplanmäßig 4 1
Abgänge 59 93
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 5
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 1.103 1.053
Buchwert zum 31.12. 396 283
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - -
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%) - -

1 Anpassung Vorjahr aufgrund bereits in der Vergangenheit abgegangener Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie kumulierter Abschreibungen.

Sachanlagen

Mio. € 2015 2014 2015 2014
Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Buchwert zum 1.1. 1.457 1.311 459 457
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 2.541 2.325 2.085 2.093
Wechselkursveränderungen - - 5 21
Zugänge 65 223 162 138
Abgänge 24 10 127 164
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - 245 - 24
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 384 8 70
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1.953 2.541 2.191 2.085
Zuschreibungen - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 1.084 1.014 1.626 1.636
Wechselkursveränderungen - - 2 18
Zugänge 58 78 141 131
darunter: außerplanmäßig 9 20 5 1
Abgänge - 2 8 117
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - 64 - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 85 2 40
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 995 1.084 1.712 1.626
Buchwert zum 31.12. 958 1.457 479 459
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - - - -
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%) - - - -

1 Anpassung Vorjahr aufgrund bereits in der Vergangenheit abgegangener Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie kumulierter Abschreibungen.

Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1.437 Mio. Euro (Vorjahr: 1.916 Mio. Euro), davon wurden, wie auch im Vorjahr, keine Bestände als Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte an unseren Sachanlagen.

Ertragsteueransprüche

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 512 716 -28,5
in Deutschland 444 660 -32,7
außerhalb Deutschlands 68 56 21,4
Latente Ertragsteueransprüche 2.836 3.426 -17,2
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche 1.842 2.137 -13,8
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche 994 1.289 -22,9
Gesamt 3.348 4.142 -19,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab. Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2015 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Steuerliche Verlustvorträge
Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax 10.482 9.531 10,0
Unbegrenzt vortragsfähig 7.250 7.146 1,5
Begrenzt vortragsfähig¹ 3.232 2.385 35,5
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .
Gewerbesteuer/Lokale Steuer 5.106 4.158 22,8
Unbegrenzt vortragsfähig 2.171 1.988 9,2
Begrenzt vortragsfähig¹ 2.935 2.170 35,3
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .

1 Verfall zwanzig Jahre nach dem jeweiligen Entstehungszeitpunkt.

Daneben wurden für unbegrenzt vortragsfähige abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 192 Mio. Euro (Vorjahr: 255 Mio. Euro) keine latenten Steueransprüche gebildet. Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3.215 3.579 -10,2
Handelsaktiva und -passiva 2.611 2.642 -1,2
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 545 114 .
Finanzanlagen 711 911 -22,0
Rückstellungen (ohne Pensionsverpflichtungen) 17 20 -15,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 1.160 1.564 -25,8
Pensionsverpflichtungen 499 652 -23,5
Übrige Bilanzposten 1.052 1.802 -41,6
Steuerliche Verlustvorträge 1.260 1.473 -14,5
Latente Ertragsteueransprüche netto 2.836 3.426 -17,2
Saldierung mit Latenten Ertragsteuerschulden -8.234 -9.331 -11,8
Gesamt 2.836 3.426 -17,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Vor Anpassung betrugen die latenten Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 1.457 Mio. Euro und der Gesamtbestand 3.358 Mio. Euro.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 106 Mio. Euro (Vorjahr: 620 Mio. Euro) sind komplett der Fair-Value-Bewertungshierarchie Level 3 zuzuordnen und entwickelten sich wie folgt:

Mio. € 2015 2014¹
Buchwert zum 1.1. 620 638
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 979 1.021
Wechselkursveränderungen - -
Zugänge - 3
Abgänge 705 3
Veränderungen Konsolidierungskreis - 152
Umbuchungen 17 -
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - 81
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 58 979
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 48 -359
Buchwert zum 31.12. 106 620
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - -
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%) - -

1 Anpassung Vorjahr aufgrund bereits in der Vergangenheit abgegangener Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie kumulierter Abschreibungen.

Im Berichtsjahr wurden keine von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Vorjahr: 69 Mio. Euro) rettungshalber erworben. In den Zugängen des Vorjahres waren keine nachträglichen Anschaffungskosten für wesentliche Objekte enthalten. Es liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor, noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären. Für die Sensitivitätsanalyse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien greifen wir auf die länderspezifischen Mietindizes für Handel- und Büroimmobilien des vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.) für mindestens achtzehn Jahre zurück. Für die Berechnung der möglichen Wertänderung unserer Immobilien nutzen wir die auf dieser Basis ermittelte mittlere Schwankungsbreite pro länderspezifischem Mietindex. Die mittlere negative Veränderungsrate liegt hierbei zwischen - 1,8 und - 10,5 % und die positive Veränderungsrate zwischen 1,9 und 7,5 %. Für die Objekte würde sich bei Anwendung der mittleren länderspezifischen Veränderungsraten eine Zeitwertänderung von rund - 4 Mio. Euro beziehungsweise + 3 Mio. Euro ergeben.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Der Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute - 20 .
Forderungen an Kunden 310 72 .
Handelsaktiva - 29 .
Finanzanlagen 193 104 85,6
Immaterielle Anlagewerte - 1 .
Sachanlagen 284 139 .
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 55 31 77,4
Sonstige Aktivposten 4 25 -84,0
Gesamt 846 421 .

Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2016 erfolgen. Im Dezember 2015 wurde beschlossen, aus dem Segment Privatkunden die International-Wealth-Management-Aktivitäten der 100%-igen Tochtergesellschaft Commerzbank International S.A. Luxemburg zu verkaufen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden. Als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert - ebenfalls aus dem Segment Privatkunden - klassifiziert die AVOLO Aviation GmbH & Co.# (61) Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Einzugspapiere 18 17 5,9
Edelmetalle 339 177 91,5
Leasinggegenstände 857 795 7,8
Rechnungsabgrenzungsposten 200 219 - 8,7
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 757 113 .
Aktiviertes Planvermögen 448 342 31,0
Übrige Aktiva 893 1 388 - 35,7
Gesamt 3 512 3 051 15,1

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Leasinggegenstände innerhalb der Sonstigen Aktiva haben sich wie folgt entwickelt:

Mio. € 2015 2014
Buchwert zum 1.1. 795 741
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1 020 946
Wechselkursveränderungen 97 103
Zugänge 68 55
Abgänge 53 48
Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Umbuchungen - 36
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 132 1 020
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 225 205
Wechselkursveränderungen 12 21
Zugänge 58 54
darunter: außerplanmäßig - -
Abgänge 20 30
Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Umbuchungen - 25
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 275 225
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Buchwert zum 31.12. 857 795

(62) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Gesamt Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Kreditinstitute in Deutschland 28 993 39 755 - 27,1
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 54 161 60 090 - 9,9
Gesamt 83 154 99 845 - 16,7

davon entfallen auf die Kategorie:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 69 595 73 298 - 5,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 13 559 26 547 - 48,9

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

davon: Täglich fällig Andere Verbindlichkeiten Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹
Kreditinstitute in Deutschland 5 576 7 336 23 417 32 419
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 28 940 36 516 25 221 23 574
Gesamt 34 516 43 852 48 638 55 993

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Repos und Cash Collaterals 18 076 33 575 - 46,2
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 21 766 21 095 3,2
Übrige Verbindlichkeiten 43 312 45 175 - 4,1
Gesamt 83 154 99 845 - 16,7

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(63) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen.

Gesamt Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Kunden in Deutschland 210 097 193 277 8,7
Firmenkunden 108 426 102 623 5,7
Privatkunden und Übrige 83 838 76 915 9,0
Öffentliche Haushalte 17 833 13 739 29,8
Kunden außerhalb Deutschlands 47 518 56 003 - 15,2
Firmen- und Privatkunden 45 647 54 554 - 16,3
Öffentliche Haushalte 1 871 1 449 29,1
Gesamt 257 615 249 280 3,3

darunter entfallen auf die Kategorie:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 248 803 226 209 10,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 8 812 23 071 - 61,8

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Spareinlagen Andere Verbindlichkeiten täglich fällig mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹
Kunden in Deutschland 6 639 6 434 126 524 115 337 76 934 71 506
Firmenkunden 57 52 53 821 49 838 54 548 52 733
Privatkunden und Übrige 6 582 6 381 70 706 63 912 6 550 6 622
Öffentliche Haushalte - 1 1 997 1 587 15 836 12 151
Kunden außerhalb Deutschlands 322 326 32 322 36 693 14 874 18 984
Firmen- und Privatkunden 321 325 31 122 35 598 14 204 18 631
Öffentliche Haushalte 1 1 1 200 1 095 670 353
Gesamt 6 961 6 760 158 846 152 030 91 808 90 490

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Spareinlagen waren wie folgt unterteilt:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 6 906 6 701 3,1
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 55 59 - 6,8
Gesamt 6 961 6 760 3,0

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Repos und Cash Collaterals 8 479 20 200 - 58,0
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 56 956 46 482 22,5
Übrige Verbindlichkeiten 192 180 182 598 5,2
Gesamt 257 615 249 280 3,3

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(64) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Euro Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen. In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe von 11 091 Mio. Euro (Vorjahr: 13 973 Mio. Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe von 9 233 Mio. Euro (Vorjahr: 13 353 Mio. Euro) enthalten.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Begebene Schuldverschreibungen 35 614 45 662 - 22,0
Begebene Geldmarktpapiere 4 944 3 136 57,7
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 47 13 .
Gesamt 40 605 48 811 - 16,8

darunter entfallen auf die Kategorie:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 39 280 47 344 - 17,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 1 325 1 467 - 9,7

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Im Geschäftsjahr 2015 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 13,6 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 15,9 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 7,5 Mrd. Euro. Die folgende Aufstellung enthält die wesentlichen im Geschäftsjahr 2015 begebenen Schuldverschreibungen:

Gegenwert Mio. € Währung Emittent Zinssatz % Fälligkeit
1 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,25 2022
1 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,50 2018
500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 1,50 2022
500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,63 2019
500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,25 2020
500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,88 2025
350 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,00 2016
250 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,00 2016
171 EUR CoCo Finance II- 2 Ltd. 8,90 2025
145 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 0,00 2016

(65) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 1 137 Mio. Euro (Vorjahr: 1 278 Mio. Euro). Einen ökonomisch gegenläufigen Betrag der Sicherungsgeschäfte weisen wir auf der Aktivseite unter dem Posten Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten aus.

(66) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die Negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 7 326 9 240 - 20,7
Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 30 62 - 51,6
Negative Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 50 53 - 5,7
Gesamt 7 406 9 355 - 20,8

(67) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kreditzusagen mit negativen Marktwerten ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumente 75 994 88 901 - 14,5
Währungsbezogene derivative Geschäfte 17 739 18 637 - 4,8
Zinsbezogene derivative Geschäfte 51 138 63 648 - 19,7
Übrige derivative Geschäfte 7 117 6 616 7,6
Zertifikate und andere eigene Emissionen 5 011 5 271 - 4,9
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative Marktwerte von Kreditzusagen und sonstige Handelspassiva 5 438 2 991 81,8
Gesamt 86 443 97 163 - 11,0

Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 4 378 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 3 736 Mio. Euro) und 2 294 Mio.# Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 2 327 Mio. Euro) zusammen.

(68) Rückstellungen

Die Rückstellungen gliederten sich wie folgt:

Mio. € 31.12.2015 31.12.20141 Veränd. in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 034 1 590 - 35,0
Sonstige Rückstellungen 2 292 3 682 - 37,8
Gesamt 3 326 5 272 - 36,9

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Jahr 2015 haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen folgendermaßen entwickelt:

Mio. € Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre Vorruhestand Altersteilzeit Gesamt
Stand 1.1.2015 1 541 49 - 1 590
Pensionsleistungen - 251 - 20 - 70 - 341
Zuführungen 114 29 2 145
Dotierung des Planvermögens1 - 126 - - - 126
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 335 - - - 335
Umbuchungen/Wechselkursänderungen2 33 - 68 101
Änderung Konsolidierungskreis - - - -
Stand 31.12.2015 976 58 - 1 034

1 Soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung berücksichtigt.
2 Bei Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre ist hierin die Veränderung des aktivierten Planvermögens enthalten.

Die Zins- und Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzten sich insgesamt aus folgenden Komponenten zusammen:

Mio. € 2015 2014
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 114 87
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 84 83
Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) 31 33
Sonstige pensionsnahe Aufwendungen 21 14
Wechselkursveränderungen - -
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 250 217

Daneben haben wir in den Personalaufwendungen 232 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro) als Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung erfasst.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 60 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 255 Mio. Euro.

b) Leistungsorientierte Pläne

Die Pensionsverpflichtungen sowie die Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Darstellung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis von gewichteten Durchschnitten unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.

% 31.12.2015 31.12.2014
Parameter der Pensionspläne in Deutschland für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 2,6 2,3
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,5 1,8
für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 2,3 3,9
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,8 1,8
Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 3,7 3,5
Gehaltsentwicklung 2,8 2,8
Rentenanpassung 2,7 2,8
für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 3,5 4,5
Gehaltsentwicklung 2,8 2,8
Rentenanpassung 2,8 3,1

Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € Pensionsverpflichtung Planvermögen Nettoschuld
Stand zum 1.1.2014 7 175 - 6 543 632
Dienstzeitaufwand 73 - 73
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - - -
Plankürzungen/Abgeltungen - 4 - 4
Zinsaufwand/-ertrag 282 - 264 18
Neubewertung 1 912 - 1 050 862
Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen erfasste Beträge - 1 050 - 1 050
Erfahrungsbedingte Anpassungen - 24 - 24
Anpassungen der finanziellen Annahmen 1 947 - 1 947
Anpassungen der demografischen Annahmen - 11 - 11
Pensionsleistungen - 308 59 - 249
Gezahlte Beträge in Verbindung mit Abgeltungen - 15 15 -
Veränderung Konsolidierungskreis - 1 1 -
Wechselkursänderungen 85 - 90 - 5
Arbeitgeberbeiträge - 61 - 61
Arbeitnehmerbeiträge 2 - 2 -
Umbuchungen/Sonstige Veränderungen - - -
Stand zum 31.12.2014 9 201 - 7 935 1 266
davon: Pensionsrückstellung 1 541
davon: Aktiviertes Planvermögen 275
Stand zum 1.1.2015 9 201 - 7 935 1 266
Dienstzeitaufwand 103 - 103
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 9 - 9
Plankürzungen/Abgeltungen - - -
Zinsaufwand/-ertrag 228 - 208 20
Neubewertung - 732 397 - 335
Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen/-erträgen erfasste Beträge - 397 397
Erfahrungsbedingte Anpassungen - 66 - 66
Anpassungen der finanziellen Annahmen - 653 - 653
Anpassungen der demografischen Annahmen - 13 - 13
Pensionsleistungen - 330 79 - 251
Gezahlte Beträge in Verbindung mit Abgeltungen - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Wechselkursänderungen 85 - 97 - 12
Arbeitgeberbeiträge - 126 - 126
Arbeitnehmerbeiträge 2 - 2 -
Umbuchungen/Sonstige Veränderungen - 1 -
Stand zum 31.12.2015 8 547 - 7 892 655
davon: Pensionsrückstellung 976
davon: Aktiviertes Planvermögen 321

In der Commerzbank ergeben sich keine Effekte aufgrund der Begrenzung des Vermögenswertes (sogenanntes Asset Ceiling), sodass die Nettoschuld mit dem Finanzierungsstatus gleichzusetzen ist.

Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Deutschland 7 133 7 795
Großbritannien 1 208 1 209
Amerika 105 96
Sonstige 101 101
Gesamt 8 547 9 201

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen der Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Auswirkungen der Annahmenänderungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wurden die gleichen Methoden - insbesondere das Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) - verwendet wie bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen für den Jahresabschluss. Eine Änderung der entsprechenden Annahmen zum 31. Dezember 2015 würde sich wie folgt auswirken:

Mio. € Verpflichtung zum 31.12.2015 Verpflichtung zum 31.12.2014
Zinssensitivität
Diskontierungszinssatz + 50 Basispunkte - 675 - 751
Diskontierungszinssatz - 50 Basispunkte 772 861
Gehaltsentwicklungssensitivität
Gehaltsentwicklung + 50 Basispunkte 9 13
Gehaltsentwicklung - 50 Basispunkte - 8 - 10
Rentenanpassungssensitivität
Rentenanpassung + 50 Basispunkte 450 517
Rentenanpassung - 50 Basispunkte - 414 - 472
Sensitivität bei Anpassung der Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung)
Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %1 271 305

1 Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit für jedes Alter um 10 % führt zu einer im Durchschnitt um etwa ein Jahr erhöhten Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren.

Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:

% 31.12.2015 31.12.2014
Aktiver Markt Inaktiver Markt Aktiver Markt Inaktiver Markt
Festverzinsliche Wertpapiere/Rentenfonds 51,1 19,6 53,9 13,9
Aktien/Aktienfonds 7,9 2,9 8,0 2,6
Sonstige Fondsanteile 0,1 0,8 0,1 0,9
Liquide Mittel 1,9 - 2,5 -
Asset-backed Securities 2,9 3,6 0,9 5,7
Immobilien - - - -
Derivate 7,9 0,8 8,4 0,5
Zinsbezogen 10,5 1,2 10,8 1,2
Kreditbezogen - 0,3 - 0,1
Inflationsbezogen - 2,6 - 0,4
Übrige - 0,7 - 0,7
Sonstige - 0,5 - 2,6

Die gewichtete durchschnittliche Duration (Bindungsdauer) der Pensionsverpflichtungen liegt bei 17,3 Jahren (Vorjahr: 17,9 Jahre).

Die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Mio. € 2016 2017 2018 2019 2020 2021- 2025
Zu erwartende Rentenzahlung 294 299 307 313 320 1 704

c) Beitragsorientierte Pläne

Im Jahr 2015 betrug der Aufwand für die Beitragszahlungen zu beitragsorientierten Plänen in Deutschland 61 Mio. Euro (2014: 62 Mio. Euro) und für 2016 wird ein Betrag in gleicher Größenordnung erwartet. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen wurden nicht gebildet, da die Inanspruchnahme aus einer gesetzlichen Subsidiärhaftung als unwahrscheinlich angesehen wird.

d) Kreditrückstellungen

Die Kreditrückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Mio. € Stand 1.1.2015 Zuführungen Verbrauch Auflösungen Umbuchung/ Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstiges Stand 31.12.2015
Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft 111 56 2 58 3 110
Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft 127 17 - 9 1 136
Gesamt 238 73 2 67 4 246

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Rückstellungen im Kreditgeschäft orientiert sich an den in Note 87 angegebenen Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen.

e) Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Mio. € Stand 1.1.2015 Zuführungen Verbrauch Auflösungen Aufzinsung Umbuchung/ Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstiges Stand 31.12.2015
Personalbereich 687 442 392 44 - 7 700
Restrukturierungsmaßnahmen 490 114 121 7 - 3 473
Bonifikation für Sondersparformen 18 - - - - - 18
Prozesse und Regresse 1 748 137 1 531 120 - 162 396
Übrige1 501 231 149 87 1 128 477
Gesamt 3 444 924 2 193 258 1 128 2 046

1 Anpassung Vortrag aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden.# Commerzbank Aktiengesellschaft

Notes to the Consolidated Financial Statements

Provisions

In addition to provisions for the long-term cash component of the Commerzbank incentive plan, which are utilized after the 3-year vesting period, the provisions classified as "Other" primarily have a remaining term of up to one year. The restructuring provisions formed are predominantly related to measures associated with Commerzbank's new strategy and the realignment of the Group in connection with the winding-up order for Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft. They relate mainly to personnel and organizational areas and are generally spread over a remaining term of up to four years. We expect utilization between 2016 and 2019.

For legal proceedings for which provisions are made and which are included in other provisions, it is not possible to definitively predict the duration of the proceedings or the amount of the claims at the time the provision is created. The provision made in each case covers the expenses expected at the balance sheet date according to our assessment. Separate disclosure of the individual provision amounts is omitted to avoid influencing the outcome of the respective proceedings.

Commerzbank and its subsidiaries operate in a variety of jurisdictions, some with differing legal and regulatory requirements. In the past, violations of legal and regulatory provisions have been identified in individual cases and prosecuted by government authorities and institutions. Some Group companies are currently involved in a number of such proceedings.

Commerzbank and its subsidiaries are active, particularly in the Private Customers segment, in the area of investment advice. The requirements set by lawmakers and case law for objective and investor-appropriate investment advice have become considerably stricter in recent years. Commerzbank and its subsidiaries have been and continue to be involved in a number of disputes, including legal ones, in which investors claim inadequate investment advice and seek damages, or demand the unwinding of investments in connection with a lack of disclosure regarding distribution commissions (including for closed-end funds).

Following the Federal Court of Justice's ruling in October 2014 on the invalidity of processing fees that are independent of the loan term in pre-formulated contract terms for consumer loans, Commerzbank is being sued by a large number of customers for the repayment of these processing fees.

Former employees of the former Dresdner Bank Group have filed lawsuits in Germany and various locations abroad against Group companies for variable remuneration for the financial year 2008 that was not paid or not paid to the allegedly promised extent. For a large portion of these lawsuits, legally binding court decisions are now available. The outcome of these proceedings varied depending on the jurisdiction and the specific situation; the bank was partly successful, but also partly ordered to make payments. Due to the statute of limitations and the final resolution of the legal disputes, this matter is considered settled.

In recent years, the Commerzbank Group has sold several subsidiaries, participations inside and outside Germany, as well as some larger real estate properties. The respective contracts contain warranties, certain releases from liability, or financing obligations, which could lead to claims against the Commerzbank Group. In some cases, alleged breaches of such agreements have been reported.

In connection with the acquisition of a stake through a block of shares by a Commerzbank subsidiary, the seller has challenged the calculation basis of the share price (transfer of real estate through contribution in kind) in court proceedings. The competent appellate court ruled in April 2014 that the transfer of real estate by way of contribution in kind was invalid. The Commerzbank subsidiary has appealed this judgment. The appeal was dismissed in August 2015, so claims are to be expected. Adequate provisions have been made.

A Commerzbank subsidiary was involved in two South American banks that have since become insolvent. A number of investors and creditors of these banks have sued the subsidiary, and in some cases Commerzbank as well, in various proceedings in Uruguay and Argentina for alleged liability as a shareholder and alleged breaches of duty by individuals nominated by the subsidiary for the banks' supervisory boards. In addition, the subsidiary was involved in two funds that raised capital and were managed by third parties. The liquidators of these funds are seeking repayment in US court proceedings of payments received by the subsidiary from the funds.

An investor is seeking damages against Commerzbank and other defendants for an allegedly flawed prospectus in connection with a company's IPO. Furthermore, the company's insolvency administrator is seeking recourse claims against the company from joint and several debtors and other legal grounds. The claim was dismissed in the first instance. The plaintiffs have appealed this decision. If the plaintiffs are successful in their appeal in the second instance, Commerzbank assumes that, based on contractual agreements, recourse claims exist against other members of the syndicate and against third parties.

In July 2005, Commerzbank Aktiengesellschaft, as part of a syndicate, was sued in the USA in connection with its insolvency proceedings by a customer who, as guarantor for its subsidiary, had fully repaid a due loan. The customer claims that various repayments are invalid because he was visibly insolvent at the time of financing. Two out-of-court settlement attempts were unsuccessful. Following the annulment of the first-instance judgment, a pre-trial discovery procedure was conducted before the district court in March 2015. The banking syndicate subsequently filed a motion for summary judgment. In December 2015, the motion of the banking syndicate was granted and the lawsuit was dismissed. The opposing party has appealed.

In connection with payment transaction business, Commerzbank was sued for damages by a customer's fidelity insurer for alleged unauthorized foreign transfers not authorized by the customer. The lawsuit was served in November 2014. Commerzbank will defend itself against the lawsuit.

Investors in a fund managed by a subsidiary of Commerzbank active in asset management have sued this subsidiary for damages arising from a financing commitment allegedly made by the subsidiary within the scope of a joint venture project. A hearing is scheduled for 2016.

In May 2014, a subsidiary of Commerzbank was sued by a customer for damages due to alleged misadvisement and deception in concluding derivative transactions. The subsidiary has opposed the lawsuit.

In early 2010, Commerzbank was requested by US authorities to conduct an internal investigation into the Group's violations of US sanctions regulations and to cooperate closely with the US authorities. In addition, US authorities were investigating Commerzbank for violations of US anti-money laundering regulations. Commerzbank cooperated with the US authorities for several years and provided them with extensive documentation and the results of various internal investigations. After the US Department of Justice decided in October 2014 to seek a joint settlement for the two proceedings, an agreement was reached with the relevant US authorities in mid-March 2015 regarding the embargo and anti-money laundering violations. Part of this agreement is the payment of a total of US$ 1,452 million. Corresponding provisions were made for this. In the settlement, Commerzbank also assumed extensive obligations, particularly regarding cooperation with the US authorities and the improvement of the Bank's compliance processes. After commencing operations, the monitor appointed by the US banking supervisor will incur costs for the Bank. The settlement also includes a three-year period of good conduct.

(69) Income tax liabilities

scroll Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Change in %
Actual income tax liabilities 401 316 26.9
Liabilities to tax authorities from income taxes 24 14 71.4
Provisions for income taxes 377 302 24.8
Deferred income tax liabilities 106 131 -19.1
Income tax liabilities affecting profit 79 92 -14.1
Income tax liabilities not affecting profit 27 39 -30.8
Total 507 447 13.4

¹ Prior-year adjustment due to the introduction of a new data processing system and further restatements (see pages 161 ff.). Before adjustment, actual income tax liabilities amounted to €239 million and the total balance to €370 million.# Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden. Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Handelsaktiva und -passiva | 1 855 | 2 313 | - 19,8
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1 712 | 2 209 | - 22,5
Finanzanlagen | 2 314 | 2 476 | - 6,5
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 689 | 899 | - 23,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 1 | 2 | - 50,0
Übrige Bilanzposten | 1 769 | 1 563 | 13,2
Latente Ertragsteuerschulden brutto | 8 340 | 9 462 | - 11,9
Saldierung mit Latenten Ertragsteueransprüchen | - 8 234 | - 9 331 | - 11,8
Gesamt | 106 | 131 | - 19,1

(70) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen

Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzten sich wie folgt zusammen:

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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 73 | 88 | - 17,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1 000 | 10 | .
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | - | - | .
Rückstellungen | - | 1 | .
Sonstige Passivposten | - | 43 | .
Gesamt | 1 073 | 142 | .

(71) Sonstige Passiva

scroll
Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.20141 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Verbindlichkeiten für Filmfonds | 1 334 | 1 470 | - 9,3
Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 5 521 | 3 965 | 39,2
Rechnungsabgrenzungsposten | 374 | 436 | - 14,2
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte | 528 | 78 | .
Übrige Passiva | 1 353 | 1 384 | - 2,2
Gesamt | 9 110 | 7 333 | 24,2

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(72) Nachrangige Schuldinstrumente

Die Nachrangigen Schuldinstrumente umfassen Finanzinstrumente, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden dürfen. Diese stellten sich wie folgt dar:

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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
Nachrangige Schuldinstrumente | 11 804 | 12 635 | - 6,6
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 | - 751 | - 1 010 | - 25,6
Bewertungseffekte | 805 | 733 | 9,8
Gesamt | 11 858 | 12 358 | - 4,0

darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 11 846 | 12 350 | - 4,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) | 12 | 8 | 50,0

1 Einschließlich Effekten aus der Anpassung der Zeitwerte der Nachrangigen Schuldinstrumente zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Schuldinstrumente auf 0,8 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 0,3 Mrd. Euro. Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine wesentlichen Neuemissionen. Im Berichtsjahr fielen im Konzern Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente von 895 Mio. Euro (Vorjahr: 879 Mio. Euro) an. Für noch nicht gezahlte Zinsen wurden Zinsabgrenzungen von 311 Mio. Euro (Vorjahr: 319 Mio. Euro) ausgewiesen. Ende 2015 waren folgende wesentliche Nachrangige Schuldinstrumente im Umlauf:

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Laufzeitbeginn | Mio. € | Mio. Währung | Emittent | Zinssatz % | Fälligkeit
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
2011 | 1 254 | 1 254 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,375 | 2019
2011 | 1 250 | 1 250 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 7,750 | 2021
1999 | 919 | 1 000 USD | Dresdner Capital LLC I | 8,151 | 2031
2013 | 700 | 762 USD | Commerzbank Aktiengesellschaft | 8,125 | 2023
2007 | 600 | 600 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 0.8101 | 2017
2006 | 492 | 492 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 0,7801 | 2016
2006 | 416 | 416 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 7,040 | unbefristet
2011 | 322 | 322 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2,8701 | 2018
2011 | 300 | 300 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 3,0001 | 2018
1999 | 278 | 204 GBP | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,630 | 2019

1 Variabel verzinslich.

(73) Zusammensetzung des Eigenkapitals

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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.20141 | Veränd. in %
------- | -------- | -------- | --------
a) Gezeichnetes Kapital | 1 252 | 1 139 | 9,9
b) Kapitalrücklage | 17 192 | 15 928 | 7,9
c) Gewinnrücklagen | 11 740 | 10 462 | 12,2
Andere Rücklagen | - 781 | - 1 402 | - 44,3
d) Neubewertungsrücklage | - 597 | - 963 | - 38,0
e) Rücklage aus Cash Flow Hedges | - 159 | - 246 | - 35,4
f) Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 25 | - 193 | - 87,0
Gesamt vor nicht beherrschenden Anteilen | 29 403 | 26 127 | 12,5
Nicht beherrschende Anteile | 1 004 | 906 | 10,8
Eigenkapital | 30 407 | 27 033 | 12,5

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet.

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Stückzahl | Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 1.1.2015 | 1 138 506 941
| zuzüglich: Eigene Aktien im Bestand am 31.12. des Vorjahres |
| Ausgabe neuer Aktien | 113 850 693
| Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2015 | 1 252 357 634
| abzüglich: Eigene Aktien im Bestand am Bilanzstichtag | -
| Anzahl im Umlauf befindlichen Aktien am 31.12.2015 | 1 252 357 634

Das Gezeichnete Kapital belief sich auf 1 252 Mio. Euro, da zum 31. Dezember 2015 keine eigenen Aktien im Bestand gehalten wurden. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der Wert der ausgegebenen, in Umlauf befindlichen und genehmigten Aktien ergab sich wie folgt:

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| | 31.12.2015 | | 31.12.20141 |
|---|---|---|---|---|
| | Mio. € | Stückzahl Tsd. | Mio. € | Stückzahl Tsd. |
| Ausgegebene Aktien | 1 252,4 | 1 252 358 | 1 138,5 | 1 138 507 |
| ./. Eigene Aktien im Bestand | - | - | - | - |
| = im Umlauf befindliche Aktien | 1 252,4 | 1 252 358 | 1 138,5 | 1 138 507 |
| noch nicht ausgegebene Aktien aus Genehmigtem Kapital | 569,0 | 569 000 | 2 613,0 | 2 613 000 |
| Gesamt | 1 821,4 | 1 821 358 | 3 751,5 | 3 751 507 |

Die Anzahl der autorisierten Aktien betrug 1 821 358 Tsd. Stück (Vorjahr: 3 751 507 Tsd. Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien belief sich auf 1 821,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3 751,5 Mio. Euro). Wir hatten zum 31. Dezember 2015 im Konzern 3 831 Tsd. Stück Aktien (Vorjahr: 4 133 Tsd. Stück Aktien) als Pfand genommen. Dies entspricht 0,3 % (Vorjahr: 0,4 %) der am Bilanzstichtag in Umlauf befindlichen Aktien. Die Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG stellten sich wie folgt dar:

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| | Anzahl Aktien Stück | Rechnerischer Wert1 Tsd. € | Anteil am Grundkapital % |
|---|---|---|---|
| Bestand am 31.12.2015 | - | - | - |
| Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr | - | - | - |
| Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2015 | 3 831 | 424 | 3 831 | 0,31 |
| Im Geschäftsjahr erworbene Aktien | - | - | - |
| Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien | - | - | - |

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden zum einen Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien ausgewiesen. Zum anderen werden, sofern eine Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erfolgt ist, hierbei erzielte Beträge in der Kapitalrücklage berücksichtigt. Bei der Wiederveräußerung von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und dem Kurswert in der Kapitalrücklage erfasst, wenn dieser über den ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Anteile liegt.

c) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot. Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen resultierte aus anderen Gewinnrücklagen von 11 740 Mio. Euro (Vorjahr1 : 10 462 Mio. Euro). Gesetzliche Rücklagen waren weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 vorhanden. Darüber hinaus werden Kosten, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen anfallen und die gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren sind, von den Gewinnrücklagen gekürzt. Daneben werden auch beizulegende Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Beim Erwerb eigener Anteile wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Eine Wiederveräußerung eigener Anteile wird bis zur Höhe der Anschaffungskosten spiegelbildlich zum Erwerb eigener Anteile abgebildet (vergleiche auch b) Kapitalrücklage).

d) Neubewertungsrücklage

In die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt. Ein erfolgswirksames Erfassen der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist.

e) Rücklage aus Cash Flow Hedges

Die aus Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cash Flow Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 hat insbesondere die Commerzbank Aktiengesellschaft das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzt für das Zinsrisikomanagement seitdem Micro Fair Value Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting.Ab dem Umstellungszeitpunkt werden die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht. Daneben wird das Cash Flow Hedge Accounting jedoch von ausgewählten Tochtergesellschaften angewendet.

f) Rücklage aus der Währungsumrechnung
Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen.

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(74) Bedingtes Kapital
Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:

Mio. € Bedingtes Kapital 1.1.2015 Zugänge Verfall/Verbrauch Aufhebung gemäß Satzung Bedingtes Kapital 31.12.2015 belegtes Bedingtes Kapital noch verfügbares Bedingtes Kapital
Wandel-/Optionsanleihen/ Genussrechte 2 750 569 - 2 750 569 -
Gesamt 2 750 569 - 2 750 569 -

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569 253 470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569 253 470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

(75) Genehmigtes Kapital

Datum der Beschlussfassung Ursprünglicher Betrag Mio. € In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht Mio. € 2015 für Kapitalerhöhungen verbraucht Mio. € Aufhebung gemäß Satzung Mio. € verbleibender Betrag Mio. € Befristung
6.5.2011 2 000 537 113 1 350 - 5.5.2016
23.5.2012 1 150 - - 1 150 - 22.5.2017
29.4.2015 569 - - - 569 29.4.2020
Gesamt 3 719 537 113 2 500 569

Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2015 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Juni 2015. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569 253 470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 S. 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
― um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
― um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben;
― um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet.
Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.

(76) Fremdwährungsvolumina
Zum 31. Dezember 2015 wurden im Konzern folgende Vermögenswerte und Schulden (ohne Marktwerte aus Derivaten) in fremder Währung bilanziert:

Mio. € 31.12.2015 USD 31.12.2014¹ PLN GBP Andere Gesamt Gesamt Veränd. in %
Barreserve 5 971 1 309 168 800 8 248 3 142 .
Forderungen an Kreditinstitute 18 702 207 749 5 446 25 104 26 110 - 3,9
Forderungen an Kunden 25 692 9 932 8 103 13 989 57 716 63 606 - 9,3
Handelsaktiva 13 817 148 2 358 3 135 19 458 24 009
Finanzanlagen 16 889 6 762 2 383 4 599 30 633 24 893 23,1
Andere Bilanzposten 1 086 624 2 710 2 422 4 131 - 41,4
Fremdwährungsvermögen 82 157 18 982 13 763 28 679 143 581 145 891 - 1,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22 444 374 2 416 4 293 29 527 29 049
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 16 146 14 696 2 204 6 209 39 255 42 182 - 6,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 4 160 694 745 2 687 8 286 12 092 - 31,5
Handelspassiva 2 509 170 117 389 3 185 2 340 36,1
Andere Bilanzposten 4 236 752 873 1 336 7 197 8 119 - 11,4
Fremdwährungsverbindlichkeiten 49 495 16 686 6 355 14 914 87 450 93 782 - 6,8

1 Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).# Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

Derivative Geschäfte

Der Commerzbank-Konzern schließt Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die nachfolgend erläutert werden. Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Gegenparteien ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen. Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die in den Tabellen aufgeführten positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise der Gegenpartei für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.

Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.

Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/ -verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.

Die folgende Übersicht zeigt neben den Nominalbeträgen und Marktwerten des Derivategeschäfts, die nach zinsabhängigen, währungsabhängigen und von sonstigen Preisrisiken abhängigen Kontrakten aufgegliedert sind, auch die Laufzeitstruktur dieser Geschäfte. Als Marktwerte sind die Summen der positiven und negativen Beträge pro Kontrakt zunächst ohne Kürzung von Sicherheiten und ohne Berücksichtigung etwaiger Nettingvereinbarungen angegeben, da diese produktübergreifend wirken. Bei verkauften Optionen ergeben sich definitionsgemäß keine positiven Marktwerte. Der Nominalbetrag stellt das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Die aufgeführte Fristengliederung der Geschäfte beruht dabei auf den Restlaufzeiten, wobei auf die Kontraktlaufzeit und nicht auf die Laufzeit des Underlyings abgestellt wird.

Darüber hinaus zeigt die folgende Übersicht die Marktwerte der Derivate, die sich aus dem in Note 1 beschriebenen saldierten Ausweis in der Bilanz ergeben. Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2015 betrug insgesamt 63 666 Mio. Euro (Vorjahr: 98 917 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 61 965 Mio. Euro (Vorjahr: 96 374 Mio. Euro) und 1 701 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 543 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 63 034 Mio. Euro (Vorjahr: 98 336 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 632 Mio. Euro (Vorjahr: 581 Mio. Euro).


31.12.2015 Nominalbetrag Restlaufzeiten Mio. €

täglich fällig bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Summe
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 16 286 385 194 609 174 253 117 042 772 305
Devisenkassa und -termingeschäfte - 232 349 99 722 22 879 880 355 830
Zins-/ Währungsswaps - 19 424 52 822 134 065 112 587 318 898
Devisenoptionen - Käufe - 16 107 18 585 6 928 1 597 43 217
Devisenoptionen - Verkäufe - 18 211 22 367 9 649 1 904 52 131
Sonstige Devisenkontrakte 16 294 1 113 732 74 2 229
Börsengehandelte Produkte - 223 177 44 - 444
Devisenfutures - 209 143 4 - 356
Devisenoptionen - 14 34 40 - 88
Gesamt 16 286 608 194 786 174 297 117 042 772 749
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 8 299 369 1 031 126 906 465 1 068 868 3 305 836
Forward Rate Agreements - 52 298 588 177 680 - 641 155
Zinsswaps - 242 919 402 344 813 960 911 260 2 370 483
Zinsoptionen - Käufe - 1 658 22 156 42 483 69 124 135 421
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 568 15 990 43 462 80 753 141 773
Sonstige Zinskontrakte 8 926 2 459 5 880 7 731 17 004
Börsengehandelte Produkte - 588 22 406 1 774 6 606 31 374
Zinsfutures - 574 13 716 1 383 2 970 18 643
Zinsoptionen - 14 8 690 391 3 636 12 731
Gesamt 8 299 957 1 053 532 908 239 1 075 474 3 337 210
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 635 15 479 40 599 79 904 12 133 149 750
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 1 431 7 723 10 795 11 790 1 271 33 010
Aktienoptionen - Käufe - 1 897 5 226 3 471 108 10 702
Aktienoptionen - Verkäufe - 2 236 7 286 12 034 993 22 549
Kreditderivate - 2 166 14 286 50 354 9 756 76 562
Edelmetallgeschäfte 2 674 807 776 - 2 259
Sonstige Geschäfte 202 783 2 199 1 479 5 4 668
Börsengehandelte Produkte - 35 742 28 895 14 576 261 79 474
Aktienfutures - 16 801 717 176 - 17 694
Aktienoptionen - 14 116 22 500 12 538 261
Sonstige Futures - 3 638 3 206 1 133 - 7 977
Sonstige Optionen - 1 187 2 472 729 - 4 388
Gesamt 1 635 51 221 69 494 94 480 12 394 229 224
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 659 601 233 1 266 334 1 160 622 1 198 043 4 227 891
Börsengehandelte Produkte - 36 553 51 478 16 394 6 867 111 292
Gesamt 1 659 637 786 1 317 812 1 177 016 1 204 910 4 339 183

Nettoausweis in der Bilanz

31.12.2015 Marktwert Mio. €

positiv negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 15 174 17 740
Devisenkassa und -termingeschäfte 4 850 4 608
Zins-/Währungsswaps 8 537 11 457
Devisenoptionen - Käufe 1 448 -
Devisenoptionen - Verkäufe - 1 488
Sonstige Devisenkontrakte 339 187
Börsengehandelte Produkte - -
Devisenfutures - -
Devisenoptionen - -
Gesamt 15 174 17 740
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 121 084 121 577
Forward Rate Agreements 186 157
Zinsswaps 108 881 112 732
Zinsoptionen - Käufe 7 819 -
Zinsoptionen - Verkäufe - 7 986
Sonstige Zinskontrakte 4 198 702
Börsengehandelte Produkte - -
Zinsfutures - -
Zinsoptionen - -
Gesamt 121 084 121 577
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 5 449 7 117
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 835 3 372
Aktienoptionen - Käufe 615 -
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 006
Kreditderivate 1 650 2 294
Edelmetallgeschäfte 151 297
Sonstige Geschäfte 2 198 148
Börsengehandelte Produkte - -
Aktienfutures - -
Aktienoptionen - -
Sonstige Futures - -
Sonstige Optionen - -
Gesamt 5 449 7 117
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte 141 707 146 434
Börsengehandelte Produkte - -
Gesamt 141 707 146 434
Nettoausweis in der Bilanz 79 742 83 400

31.12.2014 Nominalbetrag Restlaufzeiten Mio. €

täglich fällig bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Summe
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 4 248 612 148 137 191 345 122 093 710 191
Devisenkassa und -termingeschäfte - 193 424 73 786 19 985 1 107 288 302
Zins-/ Währungsswaps - 20 086 35 326 152 740 115 906 324 058
Devisenoptionen - Käufe - 16 012 17 400 8 248 2 126 43 786
Devisenoptionen - Verkäufe - 18 605 20 779 9 441 2 389 51 214
Sonstige Devisenkontrakte 4 485 846 931 565 2 831
Börsengehandelte Produkte - 483 105 35 - 623
Devisenfutures - 439 10 5 - 454
Devisenoptionen - 44 95 30 - 169
Gesamt 4 249 095 148 242 191 380 122 093 710 814
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 6 511 691 1 191 219 1 069 951 1 218 593 3 991 460
Forward Rate Agreements - 118 617 657 420 4 108 - 780 145
Zinsswaps - 388 535 491 163 960 636 1 032 959 2 873 293
Zinsoptionen - Käufe - 2 012 23 915 47 485 81 598 155 010
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 218 16 754 49 771 95 371 163 114
Sonstige Zinskontrakte 6 1 309 1 967 7 951 8 665 19 898
Börsengehandelte Produkte - 640 32 041 2 995 3 636 39 312
Zinsfutures - 623 23 288 2 982 2 858 29 751
Zinsoptionen - 17 8 753 13 778 9 561
Gesamt 6 512 331 1 223 260 1 072 946 1 222 229 4 030 772
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 796 16 435 41 652 94 191 17 108 171 182
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 1 615 10 396 11 102 11 664 1 511 36 288
Aktienoptionen - Käufe - 1 803 4 086 3 832 82 9 803
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 702 6 892 11 140 861 20 595
Kreditderivate - 1 001 16 283 64 644 14 612 96 540
Edelmetallgeschäfte 1 657 1 189 1 259 - 3 106
Börsengehandelte Produkte - 37 434 25 232 16
Aktienfutures - 18 802 40 56 -
Aktienoptionen - 11 889 17 414 14
Sonstige Futures - 4 898 3 436 1
Sonstige Optionen - 1 845 4 342 874
Gesamt 1 796 53 869 66 884

Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte | 1 | 806 | 776 | 738 | 1 | 381 | 008 | 1 | 355 | 487 | 1 | 357 | 794 | 4 | 872 | 833
Börsengehandelte Produkte | - | 38 | 557 | 57 | 378 | 20 | 003 | 4 | 147 | 120 | 085
Gesamt | 1 | 806 | 815 | 295 | 1 | 438 | 386 | 1 | 375 | 490 | 1 | 361 | 941 | 4 | 992 | 918

Nettoausweis in der Bilanz
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31.12.2014 | Marktwert Mio. € | positiv | negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte | 17 | 185 | 18 | 808
Devisenkassa und -termingeschäfte | 6 | 235 | 6 | 480
Zins-/Währungsswaps | 8 | 726 | 9 | 907
Devisenoptionen - Käufe | 2 | 041 | -
Devisenoptionen - Verkäufe | - | 2 | 074
Sonstige Devisenkontrakte | 183 | 347
Börsengehandelte Produkte | - | -
Devisenfutures | - | -
Devisenoptionen | - | -
Gesamt | 17 | 185 | 18 | 808

Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte | 166 | 939 | 171 | 169
Forward Rate Agreements | 284 | 261
Zinsswaps | 155 | 985 | 159 | 983
Zinsoptionen - Käufe | 10 | 272 | -
Zinsoptionen - Verkäufe | - | 10 | 413
Sonstige Zinskontrakte | 398 | 512
Börsengehandelte Produkte | - | -
Zinsfutures | - | -
Zinsoptionen | - | -
Gesamt | 166 | 939 | 171 | 169

Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte | 6 | 021 | 6 | 615
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte | 1 | 384 | 2 | 729
Aktienoptionen - Käufe | 699 | -
Aktienoptionen - Verkäufe | - | 1 | 007
Kreditderivate | 1 | 712 | 2 | 327
Edelmetallgeschäfte | 208 | 365
Sonstige Geschäfte | 2 | 018 | 187
Börsengehandelte Produkte | - | -
Aktienfutures | - | -
Aktienoptionen | - | -
Sonstige Futures | - | -
Sonstige Optionen | - | -
Gesamt | 6 | 021 | 6 | 615

Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte | 190 | 145 | 196 | 592
Börsengehandelte Produkte | - | -
Gesamt | 190 | 145 | 196 | 592

Nettoausweis in der Bilanz | 93 | 771 | 98 | 256

Kreditgruppengliederung im derivativen Geschäft: Die folgende Tabelle weist die positiven und negativen Marktwerte der derivativen Geschäfte des Commerzbank-Konzerns nach den jeweiligen Kontrahenten aufgegliedert auf. Der Commerzbank-Konzern betreibt derivative Geschäfte überwiegend mit Kontrahenten einwandfreier Bonität. Der überwiegende Teil der Marktwerte konzentriert sich auf Kredit- und Finanzinstitute mit Sitz in einem OECD-Land.
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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014
| positiver Marktwert | negativer Marktwert | positiver Marktwert | negativer Marktwert
OECD-Zentralregierungen | 6 | 637 | 3 | 504 | 7 | 369 | 5 | 240
OECD-Banken | 61 | 635 | 69 | 258 | 73 | 160 | 82 | 645
OECD-Finanzinstitute | 64 | 877 | 65 | 609 | 99 | 619 | 100 | 699
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen | 7 | 564 | 4 | 777 | 8 | 794 | 4 | 956
Nicht-OECD-Banken | 994 | 3 | 286 | 1 | 203 | 3 | 052
Gesamt | 141 | 707 | 146 | 434 | 190 | 145 | 196 | 592

Das Volumen, bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 40 015 Mio. Euro (Vorjahr: 50 506 Mio. Euro) beziehungsweise 36 547 Mio. Euro (Vorjahr: 46 034 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht dabei unsere Risikostruktur bezogen auf die jeweils abgesicherten Risikoaktiva.
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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014
| Nominale Sicherungsnehmer | Nominale Sicherungsgeber | Nominale Sicherungsnehmer | Nominale Sicherungsgeber
OECD-Zentralregierungen | 5 | 101 | 5 | 844 | 4 | 861 | 5 | 648
OECD-Banken | 6 | 110 | 9 | 951 | 7 | 267 | 7 | 052
OECD-Finanzinstitute | 8 | 638 | 2 | 432 | 3 | 527 | 3 | 239
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen | 19 | 020 | 18 | 041 | 33 | 807 | 29 | 775
Nicht-OECD-Banken | 1 | 146 | 279 | 1 | 044 | 320
Gesamt | 40 | 015 | 36 | 547 | 50 | 506 | 46 | 034

Angaben zu Derivaten des Cash Flow Hedge Accountings: Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings im Jahr 2009 (vergleiche Note 73) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 57 Mrd. Euro (Vorjahr: 93 Mrd. Euro). Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in denen diese voraussichtlich fällig werden.
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Mrd. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
Bis drei Monate | 7 | 8 | - 12,5
Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 26 | 28 | - 7,1
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 19 | 51 | - 62,7
Mehr als fünf Jahre | 5 | 6 | - 16,7
Je Laufzeitband lagen Grundgeschäfte mit Nominalwerten in mindestens dieser Höhe vor. (78)

Übertragene finanzielle Vermögenswerte
a) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand)
Für folgende finanzielle Verbindlichkeiten (nach Netting) wurden finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:
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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30 | 481 | 45 | 748 | - 33,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6 | 518 | 19 | 662 | - 66,8
Verbriefte Verbindlichkeiten | 500 | 500 | 0,0
Handelspassiva | - | 99 | .
Sonstige Passiva | - | - | .
Gesamt | 37 | 499 | 66 | 009 | - 43,2

Nachstehende finanzielle Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand) waren als Sicherheiten für die vorgenannten Verbindlichkeiten übertragen.
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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 24 | 050 | 23 | 566 | 2,1
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen | 32 | 810 | 55 | 083 | - 40,4
Sonstige Aktiva | 19 | 17 | 11,8
Gesamt | 56 | 879 | 78 | 666 | - 27,7

Von den finanziellen Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns konnten vom Empfänger aufgrund vertrags- oder gewohnheitsmäßiger Rechte weiterveräußert oder verpfändet werden:
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Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | - | - | .
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen | 3 | 384 | 6 | 101 | - 44,5
Gesamt | 3 | 384 | 6 | 101 | - 44,5

Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repos). Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte ausgeführt.
b) Übertragene, aber nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)
Im Rahmen von echten Pensions- und Leihgeschäften wurden Wertpapiere aus Eigenbeständen als Sicherheiten übertragen. Eine Ausbuchung dieser Wertpapiere erfolgte nicht, da alle mit dem Eigentum dieser Wertpapiere verbundenen Chancen und Risiken im Commerzbank-Konzern zurückbehalten wurden. Die aus dem Eigenbestand übertragenen Wertpapiere und die zugehörigen Verbindlichkeiten (vor Netting) stellten sich wie folgt dar:
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| Handelsaktiva | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Zu Handelszwecken gehalten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements) |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 1 | 560 | - | 508 | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1 | 483 | - | 488 | - |
| Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 1 | 226 | - | - | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1 | 219 | - | - | - |
| An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements) |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | - | - | - | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | - | - | - | - |

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| Handelsaktiva | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 Mio. € | Zu Handelszwecken gehalten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements) |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 3 | 324 | - | 569 | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 3 | 254 | - | 555 | - |
| Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 2 | 133 | - | - | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | 2 | 005 | - | - | - |
| An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements) |
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | - | - | - | - |
| Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten | - | - | - | - |

Die beizulegenden Zeitwerte für Transaktionen, bei denen ein Rückgriff des Kontrahenten (Sicherungsnehmer) nur auf die übertragenen Vermögenswerte erfolgt, stellten sich folgendermaßen dar:
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| Handelsaktiva | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 Mio. € | Zu Handelszwecken gehalten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements) |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | 1 | 560 | - | 508 | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1 | 483 | - | 488 | - |
| Nettoposition | 77 | - | 20 | - |
| Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | 1 | 226 | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | 1 | 219 | - | - | - |
| Nettoposition | 7 | - | - | - |
| An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements) |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | - | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Nettoposition | - | - | - | - |

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| Handelsaktiva | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 Mio. € | Zu Handelszwecken gehalten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements) |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | 3 | 324 | - | 569 | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | 3 | 254 | - | 555 | - |
| Nettoposition | 70 | - | 14 | - |
| Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | 2 | 133 | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | 2 | 005 | - | - | - |
| Nettoposition | 128 | - | - | - |
| An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements) |
| Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere | - | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Nettoposition | - | - | - | - |

c) Übertragene, ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte mit anhaltendem Engagement
Ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) ist gegeben, wenn bei einer Übertragung von Vermögenswerten die vertraglichen Rechte und Pflichten, die sich auf den übertragenen Vermögenswert beziehen, weiterhin im Commerzbank-Konzern verbleiben.# Commerzbank AG Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015

Bilanz

Tabelle 1: Fälligkeiten der Vermögenswerte und Schulden

| | 31.12.2015 | | 31.12.2014¹ |
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig |
| Barreserve | 28 509 | - | 4 897 | - |
| Forderungen an Kreditinstitute | 64 491 | 7 319 | 74 352 | 5 962 |
| Forderungen an Kunden | 75 582 | 143 293 | 87 868 | 145 509 |
| Handelsaktiva | 30 265 | 7 708 | 29 438 | 11 590 |
| Finanzanlagen | 12 001 | 69 938 | 11 355 | 79 003 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 735 | - | 677 |
| Immaterielle Anlagewerte | - | 3 525 | - | 3 330 |
| Sachanlagen | - | 1 437 | - | 1 916 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 106 | - | 620 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 846 | - | 421 | - |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 512 | - | 716 | - |
| Latente Ertragsteueransprüche | - | 2 836 | - | 3 426 |
| Sonstige Aktivposten | 2 600 | 1 196 | 2 494 | 972 |
| Gesamt | 214 806 | 238 093 | 211 541 | 253 005 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 59 227 | 23 927 | 74 705 | 25 140 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 225 485 | 32 130 | 213 057 | 36 223 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 12 935 | 27 670 | 15 217 | 33 594 |
| Handelspassiva | 9 407 | 1 042 | 6 809 | 1 453 |
| Rückstellungen | 2 172 | 1 154 | 3 555 | 1 717 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 401 | - | 316 | - |
| Latente Ertragsteuerschulden | - | 106 | - | 131 |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 1 073 | - | 142 | - |
| Sonstige Passivposten | 3 392 | 6 855 | 3 176 | 5 435 |
| Nachrangige Schuldinstrumente | 2 161 | 9 697 | 1 310 | 11 048 |
| Gesamt | 316 253 | 102 581 | 318 287 | 114 741 |

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Ein anhaltendes Engagement kann sich außerdem aus der Übernahme von neuen Rechten und Pflichten im Zusammenhang mit den übertragenen Vermögenswerten ergeben. Im Commerzbank-Konzern wurden keine nennenswerten Transaktionen abgeschlossen, die trotz anhaltenden Engagements zu einer Ausbuchung der Vermögenswerte führten.

Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden

Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten) in kurzfristig und langfristig vor. Für die Aufgliederung der Derivate verweisen wir auf Note 77. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente in den Handelaktiva und -passiva ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Barreserve, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Vermögenswerte und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 68.

In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht-derivative finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis undiskontierter Cash Flows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte im Laufband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten ergeben sich auch in den Laufzeitbändern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden. Die Restlaufzeiten für Kreditzusagen stellen wir in der Note 87 dar.

Tabelle 2: Restlaufzeiten 31.12.2015

Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53 856 5 563 14 416 10 904
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 198 279 27 936 13 969 19 780
Verbriefte Verbindlichkeiten 5 561 8 980 24 419 12 088
Handelspassiva 1 429 3 039 1 214 95
Derivate 3 785 6 497 19 096 59 124
Nachrangige Schuldinstrumente 141 2 296 5 939 7 366
Finanzgarantien 2 511 - - -
Gesamt 263 051 54 310 79 053 109 358

Tabelle 3: Restlaufzeiten 31.12.2014¹

Mio. € bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68 979 5 984 15 151 11 450
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 192 716 21 061 14 414 26 587
Verbriefte Verbindlichkeiten 5 805 11 620 30 787 13 771
Handelspassiva 3 827 3 525 1 704 115
Derivate 5 533 7 931 19 917 65 981
Nachrangige Schuldinstrumente 110 1 416 7 678 8 081
Finanzgarantien 2 509 - - -
Gesamt 279 479 51 537 89 651 125 985

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

(80) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Bewertung von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt.

Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, sodass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet.

Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten - mit Ausnahme unwesentlicher Parameter - aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen, dass diese der Situation angemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größtmöglichen Umfang beobachtbare Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden.

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level 3). Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen. Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente angewandt werden:

― Börsengehandelte Derivate werden anhand ihrer auf aktiven Märkten erhältlichen Geld- oder Briefkurse bewertet. Unter Umständen können auch theoretische Preise zugrunde gelegt werden. Der beizulegende Zeitwert von im Freiverkehr (OTC) gehandelten Derivaten wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die sich allgemein an den Finanzmärkten bewährt haben. Einerseits können Modelle genutzt werden, die die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme bestimmen und durch Abzinsung den Barwert der Finanzinstrumente ermitteln. Andererseits können alternativ Modelle verwendet werden, die den Wert ermitteln, zu dem zwischen einem Instrument und anderen, damit verbundenen gehandelten Instrumenten keine Arbitragemöglichkeit besteht. Bei einigen Derivaten können sich die an Finanzmärkten angewandten Bewertungsmodelle insofern unterscheiden als sie den beizulegenden Zeitwert modellieren und andere Eingangsparameter verwenden oder identische Eingangsparameter verwenden, aber in anderem Maßstab. Diese Modelle werden regelmäßig auf die aktuellen Marktkurse kalibriert. Soweit möglich, werden die Eingangsparameter für diese Modelle aus beobachtbaren Daten, wie Kursen oder Indizes, hergeleitet. Diese werden durch die jeweilige Börse, unabhängige Makler oder Einrichtungen, die allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung stellen, veröffentlicht. Wenn die Eingangsparameter nicht direkt beobachtbar sind, können sie mittels Extrapolation oder Interpolation aus beobachtbaren Daten abgeleitet oder unter Hinzuziehen historischer oder korrelierter Daten geschätzt werden. Als Eingangsparameter für die Bewertung von Derivaten dienen im Allgemeinen Kassa- oder Terminkurse der Basiswerte, Volatilität, Zinssätze und Devisenkurse. Der beizulegende Zeitwert von Optionen setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Die Faktoren, die der Ermittlung des Zeitwertes dienen, umfassen den Ausübungspreis im Vergleich zum Basiswert, die Volatilität des Basiswertes, die Restlaufzeit und die Korrelationen zwischen den Basiswerten und den zugrunde liegenden Währungen.

― Aktien, Schuldverschreibungen und Asset-backed Securities (ABS) werden anhand der Marktkurse bewertet, die an den maßgeblichen Börsen bei unabhängigen Maklern oder Einrichtungen erhältlich sind. Diese stellen allgemein anerkannte Preise auf Basis der Daten wichtiger Marktteilnehmer zur Verfügung. Wenn Kurse dieser Art nicht erhältlich sind, wird der Kurs für ein vergleichbares notiertes Instrument zugrunde gelegt und entsprechend unter Beachtung der vertraglichen Unterschiede zwischen diesen Instrumenten angepasst. Bei komplexeren Schuldverschreibungen, die an inaktiven Märkten gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert anhand eines Bewertungsmodells ermittelt, das den Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme berechnet. In diesen Fällen spiegeln die Eingangsparameter das mit diesen Zahlungsströmen verbundene Kreditrisiko wider. Nicht börsennotierte Aktien werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, wenn es nicht möglich ist, eine Kursnotierung an einem aktiven Markt oder die entsprechenden Parameter für das Bewertungsmodell zu ermitteln.

― Strukturierte Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die die Merkmale von festverzinslichen und eigenkapitalbezogenen Wertpapieren auf sich vereinen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen wird für strukturierte Schuldverschreibungen im Allgemeinen eine variable Rendite ausgezahlt, die sich an der Wertentwicklung eines Basiswertes orientiert. Diese Rendite kann erheblich höher (oder niedriger) sein als die des Basiswertes. Abgesehen von den Zinszahlungen können der Rücknahmewert und die Endfälligkeit der strukturierten Schuldverschreibungen auch von den Derivaten, die in einer strukturierten Schuldverschreibung eingebettet sind, beeinflusst werden. Die Methode, die eingesetzt wird, um den beizulegenden Zeitwert einer strukturierten Schuldverschreibung zu bestimmen, kann sehr unterschiedlich sein, da jede einzelne Schuldverschreibung maßgeschneidert ist und die Konditionen einer jeden Schuldverschreibung einzeln zu betrachten sind. Strukturierte Schuldverschreibungen bieten die Möglichkeit, ein Engagement in nahezu jeder Anlageklasse aufzubauen, darunter Aktien, Rohstoffe sowie Devisen-, Zins-, Kredit- und Fondsprodukte.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft (vergleiche auch Bewertung von Finanzinstrumenten):

  • Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird;
  • Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen;
  • Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level 1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren.

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Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. €

31.12.2015 31.12.2014
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2 Gesamt
Forderungen an Kreditinstitute Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 22,6 - 22,6 - 27,7 27,7
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 11,0 0,4 11,4 - 18,5 19,0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 3,0 - 3,0 - 4,5 4,5
Handelsaktiva Zu Handelszwecken gehalten 30,0 79,3 5,4 114,7 32,5 92,7 130,3
darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten - 72,3 4,4 76,7 - 85,4 89,3
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1,7 0,6 0,1 2,4 2,4 - 2,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 32,0 10,6 0,1 42,7 37,9 0,1 42,5
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - 0,1 0,1 - - -
Gesamt 63,7 127,1 6,0 196,9 72,8 147,9 226,4

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Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. €

31.12.2015 31.12.2014
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2 Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 13,6 - 13,6 - 26,6 26,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 8,8 - 8,8 - 23,1 23,1
Verbriefte Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1,3 - - 1,3 1,5 - 1,5
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 7,4 - 7,4 - 9,4 9,4
Handelspassiva Hedge Accounting 9,8 73,6 3,0 86,4 7,8 86,9 97,2
darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten Zu Handelszwecken gehalten - 73,1 2,9 76,0 - 86,3 88,8
Nachrangige Schuldinstrumente Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - - -
Gesamt 11,1 103,4 3,0 117,5 9,3 146,0 157,8

Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden Umgliederungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 5,0 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Anleihen und mit 0,6 Mrd.Euro zu Handelszwecken gehaltene Anleihen. Darüber hinaus wurden 0,3 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere von Level 2 in Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise vorlagen. Zudem wurden 0,2 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, da keine beobachtbaren Marktparameter zur Verfügung waren. Die Umgliederungen wurden auf Basis der Endbestände zum 30. September 2015 ermittelt. Darüber hinaus erfolgten keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Finanzielle Vermögenswerte

Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Mio. € Forderungen an Kunden Handelsaktiva darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten Finanzanlagen Gesamt
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Zu Handelszwecken gehalten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Fair Value zum 1.1.2014 284 1 813 775 25
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 2 194 169 -
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 2 206 180 -
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe - 251 7 - 89
Verkäufe - - 225 - 152
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - 13 - 10
Umbuchung in Level 3 184 3 376 3 161
Umbuchungen aus Level 3 - 15 - 249 -
Fair Value zum 31.12.2014 451 5 147 3 919
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 46 131 - 8
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 176 183 - 8
In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste - - - - -
Käufe 1 48 - 50 3
Verkäufe - - 216 - 157
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - - 130 - 59
Umbuchung in Level 3 - 621 586 544 318
Umbuchungen aus Level 3 - 24 - 143 -
Fair Value zum 31.12.2015 428 5 373 4 354

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden wesentliche Umgliederungen von Level 2 nach Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. Die Umgliederungen beliefen sich auf 0,5 Mrd. Euro für erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere und 0,2 Mrd. Euro für positive Marktwerte aus Derivaten sowie 0,1 Mrd. Euro für zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente. Zudem wurden 0,4 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere und 0,1 Mrd. Euro erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere von Level 3 zurück in Level 2 gegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umbuchungen finanzieller Vermögenswerte in oder aus Level 3.

Ein wesentlicher Zugang in Level 3 resultiert aus der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einer bis dato zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Beteiligung an einer Kreditkartengesellschaft in Folge des Eingangs eines Kaufpreisangebotes. Im Geschäftsjahr sind daraus unrealisierte Gewinne von 97 Mio. Euro entstanden, die in der Neubewertungsrücklage ausgewiesen werden. Diese Beteiligung wurde aufgrund der bestehenden Veräußerungsabsicht mit ihrem beizulegenden Zeitwert von 97 Mio. Euro in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen umgegliedert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Mio. € Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten Zu Handelszwecken gehalten Gesamt
Fair Value zum 1.1.2014 633 528 633
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 28 28 28
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten - 2 - 2 -
Käufe 45 45 45
Verkäufe - 7 - 7 -
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - 17 - 17 -
Umbuchung in Level 3 2 088 2 030 2 088
Umbuchungen aus Level 3 - 235 - 81 -
Fair Value zum 31.12.2014 2 535 2 533 2 535
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 79 79 79
darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten 86 86 86
Käufe 38 38 38
Verkäufe - 10 - 9 -
Emissionen - - - - -
Rückzahlungen - 76 - 76 -
Umbuchung in Level 3 666 644 666
Umbuchungen aus Level 3 - 282 - 278 -
Fair Value zum 31.12.2015 2 950 2 931 2 950

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umgliederungen von je 0,1 Mrd. Euro für negative Marktwerte aus Derivaten sowie für zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten von Level 2 nach Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren.

Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken.

Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.

Die wesentlichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
  • Aktienkorrelation: Die Korrelation ist ein Parameter, der die Bewegung zwischen zwei Instrumenten misst. Sie wird anhand eines Korrelationseffizienten gemessen, der zwischen -1 und +1 schwanken kann. Viele Aktienderivate beziehen sich auf eine Reihe unterschiedlicher Basiswerte (Korrelation in einem Aktienkorb). Anhand des Durchschnitts der Aktienkörbe, der Erfassung der besten (oder schlechtesten) Performer in bestimmten Zeitabständen oder der Auswahl des besten (oder schlechtesten) Performers bei Fälligkeit wird die Wertentwicklung ermittelt. Die Wertentwicklung von Korbprodukten, wie beispielsweise Indexkörben, kann an verschiedene Indizes gekoppelt sein. Eingangswerte, die zur Bewertung herangezogen werden, umfassen Zinssätze, Indexvolatilität, Indexdividende und Korrelationen zwischen Indizes. Korrelationskoeffizienten werden im Allgemeinen von unabhängigen Datenanbietern zur Verfügung gestellt. Bei korrelierten Entwicklungen kann der Durchschnittswert des Korbs dann anhand von zahlreichen Stichproben (Monte-Carlo-Simulation) geschätzt werden. Ein Quanto-Swap (Quantity Adjusting Options) ist ein Swap aus verschiedenen Kombinationen von Zins-, Währungs- und Aktienswapmerkmalen, dessen Renditespread auf den Zinssätzen zweier unterschiedlicher Länder basiert. Zahlungen werden in derselben Währung vorgenommen. Für die Bewertung eines Quanto-Aktien-Swaps werden Eingangswerte wie die Korrelation zwischen Basisindex und Devisenterminkurs, Volatilität des Basisindex, Volatilität des Devisenterminkurses und Restlaufzeit benötigt.
  • Credit Spread: Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren, die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten Benchmark gemessen.Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt für engere (niedrigere) Credit Spreads.

  • Diskontierungssatz: Der Diskontierungssatz dient zur Messung der prozentualen Rendite einer Anleihe. Meistens wird der Diskontierungssatz herangezogen, um die Rendite auf kurzfristige Anleihen und Schatzwechsel zu berechnen, die zu einem Abschlag verkauft wurden. Diese Zinsberechnungsmethode basiert auf einem Zinsmonat von 30 Tagen und einem Zinsjahr von 360 Tagen. Für die Bestimmung des Diskontierungssatzes werden Eingangswerte wie Nennwert, Kaufpreis und Tage bis zur Fälligkeit benötigt.

  • Kreditkorrelation: Kreditderivatprodukte, beispielsweise Collateralised Debt Obligations (CDOs), Credit-Default-Swap-Indizes wie iTraxx und CDX sowie First-to-Default-Swaps (FTD) eines Korbs (Erstausfall-Kreditderivate) beziehen ihren Wert allesamt aus einem zugrunde liegenden Portfolio von Kreditengagements. Die Korrelation ist ein wesentlicher Faktor zur Bewertung von FTD-Swaps. Standardkorrelationen, die als Erwartungswerte dienen, können die Verlustverteilung eines Kreditportfolios erheblich beeinflussen. Die Verlustverteilung erfasst die Standardparameter eines Kreditportfolios und ist letztlich ausschlaggebend für die Bewertung des FTD-Swaps. Bei einer niedrigen Korrelation sind die Vermögenswerte praktisch unabhängig voneinander. Bei einem extrem niedrigen Erwartungswert für die Standardkorrelation ist die Verteilung fast symmetrisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige wenige Verluste auftreten, ist groß, eine sehr hohe Zahl von Verlusten ist jedoch recht unwahrscheinlich. Auch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass gar keine Verluste auftreten. Bei einem mittleren Erwartungswert für die Standardkorrelation wird die Verteilung asym-metrischer. Die Wahrscheinlichkeit ist nun größer, dass keine Ausfälle auftreten. Es steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine große Zahl Verluste auftritt. Ein kollektiver Ausfall von Vermögenswerten liegt daher nun eher im Bereich des Möglichen. Das lange Ende ("Tail") der Verlustverteilung im Portfolio wird weiter nach außen verlagert und trägt somit zu einem höheren Risiko in der Senior-Tranche bei. Bei einer hohen Korrelation verhält sich das Portfolio praktisch wie ein einziger Vermögenswert, der entweder ausfällt oder nicht.

  • Mean Reversion bei Zinsen: Hierbei handelt es sich um eine Theorie, der zufolge Kurse und Renditen langfristig zu einem Mittelkurs oder Durchschnitt zurückkehren. Bei diesem Mittelwert oder Durchschnitt kann es sich um das historische Mittel eines Kurses oder einer Rendite oder um einen anderen maßgeblichen Mittelwert, wie durchschnittliches Wirtschaftswachstum oder die Durchschnittsrendite einer Branche, handeln. Ein Einfaktorzinsmodell, das zur Bewertung von Derivaten herangezogen wird, ist das Hull-White-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass kurzfristige Zinsen eine Normalverteilung aufweisen und der Mean Reversion unterliegen. Die Volatilität sollte niedrig sein, wenn die kurzfristigen Zinsen fast bei null liegen, was in dem Modell durch eine größere Mean Reversion widergespiegelt wird. Das Hull-White-Modell stellt eine Erweiterung der Vasicek- und Cox-Ingersoll-Ross-(CIR-)Modelle dar.

  • Zins-Währungs-Korrelation: Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung von exotischen Zinsswaps, die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Datenanbieter stellen einen Service für Quanto-Swaps sowie für CMS-Quanto-Spreadoptionen in den gleichen Währungspaaren zur Verfügung. Wir nehmen an diesem Service teil und erhalten mittlere Konsenspreise für diese Produkte sowie Spreads und Standardabweichungen der Preisverteilung, die von allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden. Als Eingangswerte werden unter anderem Modellparameter benötigt wie zum einen Zins-Zins-Korrelationen (eigene und ausländische Währung) und zum anderen Zins-Währungs-Korrelationen (eigene Währung und ausländische Währung). Diese sind nicht direkt am Markt beobachtbar, können jedoch aus Konsenspreisen abgeleitet und dann zur Bewertung dieser Transaktionen herangezogen werden. Zur Berechnung der Sensitivitäten von Korrelationen werden die unterschiedlichen Korrelationstypen (Zinssatz/Zinssatz und Zinssatz/Währung) nacheinander verschoben. Dabei wird das exotische Zinsswap-Portfolio jedes Mal neu bewertet. Die Sensitivitätswerte für jeden Korrelationstyp ergeben sich aus den berechneten Preisunterschieden gegenüber den jeweiligen Basispreisen. Diese Berechnungen werden für die verschiedenen Währungspaare durchgeführt.

  • Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme, die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist 40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge. Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote (definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher. In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivategeschäft beteiligt sind, abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.

Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:

scroll Mio. € 2015 2015 Bewertungstechniken Aktiva Passiva Wesentliche nicht beobachtbare Parameter Bandbreite
Derivate 4 481 2 948
Aktienbezogene Geschäfte Discounted-Cash-Flow-Modell 173 76 IRR (%) 1
4
Discounted-Cash-Flow-Modell 126 Preis (%) 90
110
Kreditderivate Discounted-Cash-Flow-Modell 4 158 2 688
Credit Spread (Basispunkte) 100
500
Wiedergewinnungsfaktor (%) 40
80
Zinsbezogene Geschäfte Optionspreismodell 24 184
Zins-Währungs-Korrelation (%) -39
48
Übrige Geschäfte - -
Wertpapiere 1 454 2
Zinsbezogene Geschäfte 1 454 2
davon: ABS 1 402 - 1
Credit Spread (Basispunkte) 100
500
Aktienbezogene Geschäfte - -
Kredite Preis basiert 47
Preis (%) 90
110
Summe 5 982 2 950

In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten:

scroll Mio. € 2015 Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
Derivate 79 - 79
Aktienbezogene Geschäfte 32 - 30 IRR, Preis basiert
Kreditderivate 34 - 37 Credit Spread, Wiedergewinnungsfaktor
Zinsbezogene Geschäfte 13 - 12 Korrelation
Übrige Geschäfte - - -
Wertpapiere 30 - 15
Zinsbezogene Geschäfte 30 - 15 Preis
davon: ABS 24 - 10 Diskontierungssatz, Wiedergewinnungsfaktor, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte - - -
Kredite 5 - 5 Preis

Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.# Day-One Profit or Loss

Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde und nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basieren. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Mio. € Day-One Profit or Loss Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
Bestand am 1.1.2014 - 1 1 1
Erfolgsneutrale Zuführungen - - - -
Erfolgswirksame Auflösungen - - - -
Bestand am 31.12.2014 - 1 1 1
Erfolgsneutrale Zuführungen - 4 4 4
Erfolgswirksame Auflösungen - - - -
Bestand am 31.12.2015 - 5 5 5
(81)

Beizulegender Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten

Ermittlung des Fair Values

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Notes 2 bis 30) sowie in den Abschnitten der Note 80 zur Bewertung von Finanzinstrumenten und zur Fair-Value-Hierarchie dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden. Diese ordnen wir in Level 2 ein.

Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein sogenanntes Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swap-Kurve), zuzüglich Risikoaufschlägen, laufzeitabhängigen Aufschlägen zur Abdeckung von Fundingspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der beizulegenden Zeitwerte von Krediten in Level 3 angemessen sein.

Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar), ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.

Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve wird zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 zum Tragen kommen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderen die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ist eine Einordnung im Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden.

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

Fair Value Buchwert Differenz Aktiva Mrd. € 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹
Barreserve 28,5 4,9 28,5 4,9 - -
Forderungen an Kreditinstitute 71,8 80,3 71,8 80,3 - -
Reverse Repos und Cash Collaterals 43,8 48,2 43,8 48,2
Forderungen aus dem Geldhandel 0,8 1,4 0,8 1,4
Schuldscheindarlehen 1,2 3,0 1,2 3,0 - -
Übrige Forderungen 26,2 27,8 26,2 27,8 - -
Risikovorsorge - 0,1 - 0,1 - 0,1
Forderungen an Kunden 219,3 236,2 218,9 233,4 0,4 2,8
Reverse Repos und Cash Collaterals 15,0 23,0 15,0 23,0
Forderungen aus dem Geldhandel 0,5 0,3 0,5 0,3
Schuldscheindarlehen 13,5 18,0 14,2 18,8 - 0,7
Bau- und Schiffsfinanzierungen 93,8 100,8 94,0 100,5 - 0,2
Übrige Forderungen 100,4 99,8 99,1 96,5 1,3 3,3
Risikovorsorge - 3,9 - 5,7 - 3,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges² - - 0,3 0,4 - 0,3
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 3,0 4,5 3,0 4,5 - -
Handelsaktiva 114,7 130,3 114,7 130,3 - -
Finanzanlagen 79,2 87,3 81,9 90,4 - 2,7
Forderungen und Kredite 33,8 42,1 36,5 45,2 - 2,7
Zur Veräußerung verfügbar³ 43,0 42,8 43,0 42,8
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2,4 2,4 2,4 2,4
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,5 0,2 0,5 0,2 - -
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).
² Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.
³ Einschließlich nicht börsennotierter Anteile.
Fair Value Buchwert Differenz Passiva Mrd. € 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2015 31.12.2014¹
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 83,2 99,8 83,2 99,8 - -
Repos und Cash Collaterals 18,1 33,6 18,1 33,6
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 21,8 21,1 21,8 21,1
Übrige Verbindlichkeiten 43,3 45,1 43,3 45,1 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 258,0 249,8 257,6 249,3 0,4 0,5
Repos und Cash Collaterals 8,5 20,2 8,5 20,2
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 57,0 46,5 57,0 46,5
Übrige Verbindlichkeiten 192,6 183,1 192,2 182,6 0,4 0,5
Verbriefte Verbindlichkeiten 42,8 52,0 40,6 48,8 2,2 3,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 41,5 50,5 39,3 47,3 2,2 3,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1,3 1,5 1,3 1,5
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges² - - 1,1 1,3 - 1,1
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 7,4 9,4 7,4 9,4 - -
Handelspassiva 86,4 97,2 86,4 97,2 - -
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 1,1 0,1 1,1 0,1 - -
Nachrangige Schuldinstrumente 12,6 13,1 11,9 12,4 0,7 0,7
¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).
² Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

Die Verteilung der vorstehend aufgeführten Fair Values zum 31. Dezember 2015 auf die Bewertungshierarchien (Level 1, 2 und 3) stellte sich wie folgt dar:

Mrd. € 31.12.2015 31.12.2014¹
Level 1 Level 2
Aktiva
Barreserve - 28,5
Forderungen an Kreditinstitute - 70,4
Forderungen an Kunden - 31,7
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - -
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten - 3,0
Handelsaktiva 30,0 79,3
Finanzanlagen 34,8 17,2
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 0,1 0,3
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 83,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 256,3
Verbriefte Verbindlichkeiten 7,6 31,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - -
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten - 7,4
Handelspassiva 9,8 73,6
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - 1,1
Nachrangige Schuldinstrumente 0,1 12,5

Im Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind, an. Das gilt gleichermaßen für begebene strukturierte Schuldverschreibungen, die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind. Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Geschäfte verwendet, die auf Fair Value-Basis gesteuert werden und deren Wertentwicklung auf dieser Basis gemessen wird, etwa bestimmte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheiten.

Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf - 39 Mio. Euro (Vorjahr: - 129 Mio. Euro) (vergleiche Note 34).

Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den einzelnen Bilanzposten folgende Wertansätze:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute - - .
Forderungen an Kunden 462 453 2,0
Finanzanlagen 2.409 2.428 -0,8
Aktiva Gesamt 2.871 2.881 -0,3
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21 24 -12,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.364 1.485 -8,1
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.325 1.467 -9,7
Nachrangige Schuldinstrumente 12 8 .
Passiva Gesamt 2.722 2.984 -8,8

Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 462 Mio. Euro wurden 122 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio. Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr 19 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro) und kumuliert - 92 Mio. Euro (Vorjahr: - 111 Mio. Euro). Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich im Geschäftsjahr auf - 11 Mio. Euro (Vorjahr: - 6 Mio. Euro) und kumuliert auf 1 Mio. Euro (Vorjahr: 12 Mio. Euro). Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2015 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte - 71 Mio. Euro (Vorjahr: 56 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 45 Mio. Euro (Vorjahr: 26 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 2.805 Mio. Euro (Vorjahr: 2.898 Mio. Euro). Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt.

Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unserem Risiko- und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 22.620 27.680 -18,3
Forderungen an Kunden 10.925 18.512 -41,0
Finanzanlagen 18 20 -10,0
Aktiva Gesamt 33.563 46.212 -27,4
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.538 26.523 -49,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.448 21.586 -65,5
Verbriefte Verbindlichkeiten - - .
Nachrangige Schuldinstrumente - - .
Passiva Gesamt 20.986 48.109 -56,4

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.)

Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Ausfallrisiko, da es sich zum einen um kurzfristige Geldmarktgeschäfte und Sicherheitsleistungen im Wertpapierleihgeschäft handelt. Zum anderen haben wir für 26.598 Mio. Euro der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen (Reverse Repos nach Netting; Vorjahr: 36.497 Mio. Euro) zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos Wertpapiere im Wert von 26.671 Mio. Euro (Vorjahr: 39.364 Mio. Euro) als Sicherheiten erhalten. Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 20.989 Mio. Euro (Vorjahr¹ : 48.119 Mio. Euro).

(83) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten

Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die ― gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und ― die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II).

Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos) sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten.

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Aktiva | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Reverse Repos Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 45.049 141.707
Nicht nettingfähige Buchwerte 3.830 7.784
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 41.219 133.923
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I¹ 12.992 61.965
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 28.227 71.958
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen² 783 52.479
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind³
Unbare Sicherheiten⁴ 20.663 15.950
Barsicherheiten 65 11.338
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 6.716 6.523
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 4.718 14.479
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 1.998 6.422

¹ Davon entfallen für Positive Marktwerte 631 Mio. Euro (Vorjahr: 581 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
² Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
³ Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
⁴ Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Passiva | Mio. €

31.12.2015 31.12.2014
Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten Repos Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Bruttobetrag der Finanzinstrumente 21.515 146.434
Nicht nettingfähige Buchwerte 265 5.690
a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II 21.250 140.744
b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I¹ 12.991 63.034
c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) 8.259 77.710
d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind
Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen² 783 52.479
Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind³
Unbare Sicherheiten⁴ 7.196 17.804
Barsicherheiten 17 18.884
e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) 263 3.781
f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten 236 14.072
g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) 27 3.680

¹ Davon entfallen für Negative Marktwerte 1.701 Mio. Euro (Vorjahr: 2.543 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen.
² Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
³ Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
⁴ Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten. 4 Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus Repos).

Sonstige Erläuterungen

(84) Kreditrisikokonzentration

Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und dem Anwenden einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher.

Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen an Kunden stellten sich nach Buchwerten wie folgt dar:

Forderungen Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹
Kunden in Deutschland
Firmenkunden 61 369 67 235
Verarbeitendes Gewerbe 23 881 24 878
Baugewerbe 819 984
Handel 8 509 8 938
Dienstleistungen und Übrige 28 160 32 435
Öffentliche Haushalte 15 444 21 321
Privatkunden 67 091 64 189
Kunden außerhalb Deutschlands 78 833 86 295
Firmen- und Privatkunden 72 155 78 672
Öffentliche Haushalte 6 678 7 623
Zwischensumme 222 737 239 040
abzüglich Wertberichtigungen - 3 862 - 5 663
Gesamt 218 875 233 377

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen stellten sich nach Buchwerten wie folgt dar:

Eventualverbindlichkeiten, unwiderrufliche Kreditzusagen Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland
Kreditinstitute 1 047 860
Firmenkunden 38 014 36 334
Verarbeitendes Gewerbe 18 691 22 335
Baugewerbe 2 026 1 490
Handel 4 226 3 698
Dienstleistungen und Übrige 13 071 8 811
Öffentliche Haushalte 103 121
Privatkunden 6 074 4 825
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands
Kreditinstitute 9 109 11 170
Firmen- und Privatkunden 55 126 43 964
Öffentliche Haushalte 103 59
Zwischensumme 109 576 97 333
abzüglich Rückstellungen - 204 - 193
Gesamt 109 372 97 140

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die in den vorstehenden Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.

(85) Maximales Kreditrisiko

Die maximale Kreditrisikoexposition gemäß IFRS 7 - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buch- beziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:

Maximales Kreditrisiko Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 91 032 104 237 - 12,7
Handelsaktiva 10 234 15 161 - 32,5
Finanzanlagen 80 798 89 076 - 9,3
Forderungen an Kreditinstitute 71 810 80 314 - 10,6
Forderungen an Kunden 218 875 233 377 - 6,2
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 79 742 93 771 - 15,0
Handelsaktiva 76 711 89 315 - 14,1
Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 3 031 4 456 - 32,0
Sonstige Handelsaktiva 1 329 931 42,7
Unwiderrufliche Kreditzusagen 72 213 59 993 20,4
Finanzgarantien 2 511 2 508 0,1

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt (siehe Kapitel Adressenausfallrisiken im Konzernrisikobericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.

(86) Nachrangige Vermögenswerte

In den Bilanzaktiva waren folgende Nachrangige Vermögenswerte enthalten:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute - 1 - 1 100,0
Forderungen an Kunden 611 406 50,5
Handelsaktiva 285 190 50,0
Finanzanlagen 12 47 - 74,5
Gesamt 908 644 41,0
darunter: an Kreditinstitute, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - .

Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen.

(87) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form, die wir nachstehend beispielhaft aufführen, dargestellt werden:

  • Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert,
  • Stand-by Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern,
  • Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden,
  • Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.

Vorhandene Sicherheiten dienen gegebenenfalls für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen. In den Sonstigen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden - unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Konzernrisikobericht.

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten 37 159 37 147 0,0
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 7 7 0,0
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 37 108 37 069 0,1
Finanzgarantien (Kreditbürgschaften) 2 511 2 508 0,1
Sonstige Bürgschaften 27 834 26 027 6,9
Akkreditive 6 763 8 128 - 16,8
Garantien für ABS-Verbriefungen - - .
Sonstige Gewährleistungen - 406 - 100,0
Sonstige Verpflichtungen 44 71 - 38,0
Unwiderrufliche Kreditzusagen 72 213 59 993 20,4
Buchkredite an Kreditinstitute 1 351 992 36,2
Buchkredite an Kunden 68 626 57 261 19,8
Avalkredite 1 922 1 452 32,4
Akkreditive 314 288 9,0
Gesamt 109 372 97 140 12,6

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen insgesamt stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014¹ Veränd. in %
Eventualverbindlichkeiten Unwiderrufliche Kreditzusagen Eventualverbindlichkeiten Unwiderrufliche Kreditzusagen
Täglich fällig 590 273 317 482
Bis drei Monate 19 275 11 767 21 119 9 676
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 9 054 15 084 8 483 12 539
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 6 851 42 995 6 074 35 990
Mehr als fünf Jahre 1 389 2 094 1 154 1 306
Gesamt 37 159 72 213 37 147 59 993

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt. Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechtsrisiken entstehen, deren Eintritt nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 31.# 88) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Im Dezember 2015 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 507 Mio. Euro (Vorjahr: 992 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:

  • Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Bank hält die Klagen für unbegründet.
  • Im Rahmen des Konkursverfahrens eines ehemaligen Kunden wurde die Commerzbank zusammen mit den Geschäftsführern des Kunden sowie weiteren Personen beziehungsweise Gesellschaften als Gesamtschuldner wegen angeblich betrügerischen Konkurses verklagt. In erster Instanz ist diese Klage, soweit die Commerzbank betroffen ist, abgewiesen worden. Das Gericht hat dabei klargestellt, dass der Konkurs zwar aus bilanzieller Sicht, jedenfalls aber nicht im Hinblick auf die Finanzierungstransaktionen als betrügerisch einzustufen ist. Gegen dieses Urteil haben die Kläger Berufung eingelegt.
  • Im Nachgang zur Veräußerung der Beteiligung an der Public Joint Stock Company "Bank Forum", Kiew, Ukraine (Bank Forum) im Jahr 2012 haben die Käufer Ansprüche aus dem Veräußerungsvertrag geltend gemacht und den Veräußerungsvertrag als solchen wegen Arglist infrage gestellt. Die Parteien führen derzeit ein Schiedsverfahren auf der Grundlage der vertraglichen Schiedsvereinbarungen. Die Käufer begehren die Feststellung der Unwirksamkeit des Veräußerungsvertrags, Rückabwicklung der Veräußerung, Rückerstattung von Kaufpreisraten und Ersatz der ihnen in diesem Zusammenhang entstandenen Schäden. Die Commerzbank bestreitet diese Ansprüche und macht gegenüber den Käufern und der den Kaufpreis sichernden Garantin ihre Restzahlungsansprüche und Garantieansprüche geltend. Das Schiedsverfahren dauert an.
  • Der Commerzbank-Konzern war Inhaber von Anteilen an einer Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden mehrere Klagen gegen den Commerzbank-Konzern auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Zwei dieser Klagen wurden abgewiesen, sind jedoch derzeit in der Berufungsinstanz.

Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte), Wertpapierleihgeschäfte sowie erhaltene oder gezahlte Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals)

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung. Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen wir Pensionsgeber sind (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert. Die an den Pensionsnehmer gelieferten Wertpapiere bilanzieren wir weiterhin in unserer Bilanz entsprechend der jeweiligen Kategorie. Als Pensionsnehmer aktiviert der Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber in Höhe der gezahlten Sicherheitsleistung. Die als Sicherheit dienenden Wertpapiere nehmen wir in Verwahrung. Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden. Durch uns gestellte Barsicherheiten (Cash Collaterals Out) weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten (Cash Collaterals In) als Verbindlichkeiten aus. Cash Collaterals werden auch im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt beziehungsweise hereingenommen. Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte sowie die erhaltenen oder gezahlten Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals) stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2015 Mio. € 31.12.2014¹ Veränd. in %
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements)
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 19 643 42 011 -53,2
Erhaltene Sicherheitsleistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5 104 19 584 -73,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3 420 15 264 -77,6
Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 36 752 35 342 4,0
Erhaltene Sicherheitsleistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 972 13 991 -7,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5 059 4 936 2,5
Summe der Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 56 395 77 353 -27,1
Summe der erhaltenen Sicherheiten 26 555 53 775 -50,6
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse-Repo-Agreements)
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 44 088 45 071 -2,2
Gezahlte Sicherheitsleistungen
Forderungen an Kreditinstitute 25 524 25 125 1,6
Forderungen an Kunden 6 533 12 716 -48,6
Entliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 38 637 37 889 2,0
Gezahlte Sicherheitsleistungen²
Forderungen an Kreditinstitute 18 250 23 044 -20,8
Forderungen an Kunden 8 447 10 280 -17,8
Summe der Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 82 725 82 960 -0,3
Summe der geleisteten Sicherheiten 58 754 71 165 -17,4

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).
² Einschließlich gezahlter Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit Derivaten.

Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere von 36 752 Mio. Euro (Vorjahr 35 342 Mio. Euro) standen neben den zugehörigen Verbindlichkeiten von 18 031 Mio. Euro (Vorjahr¹: 18 927 Mio. Euro) auch 10 689 Mio. Euro Wertpapiere (Vorjahr: 9 585 Mio. Euro) als Sicherheiten gegenüber. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften werden nach Netting dargestellt.

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements (siehe Seite 161 ff.).

Erhaltene Sicherheiten

Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2015 Mio. € 31.12.2014 Veränd. in %
Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten 85 808 86 730 -1,1
darunter: weiterveräußert oder weiterverpfändet 52 003 69 150 -24,8
darunter: mit Rückgabeverpflichtung - - .

Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt.

Treuhandgeschäfte

Die in der Bilanz nicht auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag folgenden Umfang:

Mio. € 31.12.2015 Mio. € 31.12.2014 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 53 47 12,8
Forderungen an Kunden 433 509 -14,9
Sonstige Vermögenswerte 914 1171 -21,9
Treuhandsvermögen 1400 1727 -18,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64 59 8,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 765 905 -15,5
Sonstige Schulden 571 763 -25,2
Treuhandschulden 1400 1727 -18,9

Eigenkapitalanforderungen und Verschuldungsquote

Die CRD-IV-Richtlinie (Capital Requirements Directive IV), die Capital Requirements Regulation (CRR) - eine europäische Verordnung, die im Gegensatz zur CRD-IV-Richtlinie unmittelbare Rechtswirkung für alle europäischen Banken entfaltet - sowie die SSM-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank) beinhalten die wesentlichen Vorgaben zur Einhaltung der vorgeschriebenen regulatorischen Mindestkapitalquoten unter Solvabilitätsbetrachtungen. National ergänzt werden diese Umsetzungen durch weiterführende Regelungen im Kreditwesengesetz, der Solvabilitätsverordnung sowie weiteren Kodifikationen. Daneben werden besonders komplexe Regelungssachverhalte durch Implementing Technical Standards (ITS) und Regulatory Technical Standards (RTS) ausgelegt.

Im Vergleich zu früheren Regelungen wurden mit Einführung des neuen Regelwerks im Jahr 2014 die Qualität des bankaufsichtsrechtlichen Kapitals gestärkt, die Kapitalanforderungen erhöht und schlussendlich auch höhere Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung der Banken implementiert. Damit all diese Anforderungen nicht zu einem Stichtag vollständig wirksam wurden, unterliegen bestimmte Teile dieser Regelungsänderungen fest definierten Übergangsregelungen (Phase-in).

Das sogenannte "harte Kernkapital" (Common Equity Tier 1, CET 1) besteht im Wesentlichen aus gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen und den nicht beherrschenden Anteilen. Anpassungen hierauf beruhen unter anderem auf der Berücksichtigung von Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, Abschlägen für eine aus regulatorischer Sicht nicht ausreichend vorsichtigen Bewertung von Aktiva, Unterdeckungen aus dem Vergleich von "Erwarteten Verlusten" und den hierfür gebildeten Risikovorsorgen sowie aus der Korrektur von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Hinzurechnung von so-genannten zusätzlichen Kernkapitalbestandteilen (Additional Tier 1, AT 1), die nachrangige Schuldinstrumente mit bestimmten Bedingungen beinhalten können, errechnet sich das Kernkapital (Tier 1). Zum Ergänzungskapital gehören weiterhin im Wesentlichen nachrangige Schuldinstrumente, die nicht als zusätzliches Kernkapital anrechenbar sind. Die Höhe der Anrechnungsmöglichkeit dieser Eigenkapitalbestandteile wurde reduziert. Im Ergebnis können diese Ergänzungskapitalbestandteile in den letzten fünf Jahren ihrer Laufzeit nur noch linear amortisierend berücksichtigt werden.# Die Commerzbank Aktiengesellschaft

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im April des Berichtsjahres 113 850 693 neue Aktien im Wege eines sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis betrug dabei 12,10 Euro pro Aktie. Der Bruttoemissionserlös belief sich auf insgesamt rund 1,4 Mrd. Euro. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Kapitalmaßnahme stieg die harte Kernkapitalquote unter voller Anwendung der Neuregelungen (Fully phased-in) um rund 0,7 Prozentpunkte auf 10,2 % (pro forma per Ende März 2015). Damit konnte schneller als geplant ein vom Kapitalmarkt erwartetes deutlich höheres Niveau der harten Kernkapitalquote erreicht werden. Das folgende Bild zeigt die aktuellen gewichteten Risikoaktiva, sowie das Kapital und die Quoten zum Jahresende:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Kreditrisiko 159 407 173 563
Marktrisiko¹ 17 427 20 055
Operationelles Risiko 21 398 21 560
Gesamt 198 232 215 178
Hartes Kernkapital (CET1)² 27 303 25 123
Kernkapital (Tier 1) 27 303 25 123
Eigenkapital (Total capital) 32 803 31 476
Harte Kernkapitalquote (%) 13,8 11,7
Kernkapitalquote (%) 13,8 11,7
Eigenkapitalquote (%) 16,5 14,6

¹ Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).
² Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis, das zur Thesaurierung zur Verfügung steht.

Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:
* Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,
* Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EZB/EBA,
* Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,
* strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.

Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen harten Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert.

Die Allokation des harten Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden. Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen sowie die Anforderungen der EZB und der EBA jederzeit eingehalten.

Alle vorgeschlagenen Neuregelungen unterliegen noch permanenten Änderungen. Von den angekündigten ITS und RTS stehen noch immer Teile aus. Dementsprechend reflektieren alle Berechnungen für Risikoaktiva, Kapital und Quoten das aktuelle Verständnis der Commerzbank bezüglich der anzuwendenden Regelungen. Bei der Pro-forma-Berechnung für die Vollumsetzung (Fully phased-in) der Anforderungen nach CRR werden die Übergangsregelungen vollständig außer Ansatz gelassen.

Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.

Position Mio. € 31.12.2015 Phase-in 31.12.2014 Phase-in 31.12.2015 Fully phased-in 31.12.2014 Fully phased-in
Bilanzielles Eigenkapital 30 407 26 960 30 407 26 960
Effekt aus Debit Valuation Adjustments - 96 - 38 - 240 - 188
Korrektur der Neubewertungsrücklage 511 906 - -
Korrektur der Rücklage aus Cash Flow Hedges 159 246 159 246
Korrekur zum Phase-in (IAS 19) 640 1 022 - -
Korrektur der Nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) - 230 - 135 - 505 - 426
Geschäfts- oder Firmenwerte - 2 088 - 2 090 - 2 088 - 2 090
Immaterielle Vermögenswerte - 1 126 - 969 - 1 126 - 969
Aktivüberhang des Planvermögens - 155 - 57 - 387 - 283
Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen - 180 - 128 - 451 - 639
Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) - 463 - 496 - 661 - 827
Prudential Valuation - 376 - 469 - 376 - 469
Eigene Aktien - 18 - 17 - 35 - 68
Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) - 300 - 360 - 300 - 360
Vorleistungsrisiken - 1 - - 1 -
Verrechnung der Bestandteile aus zusätzlichem Kernkapital (AT 1) 1 008 935 - -
Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen - - 89 - 316
Dividendenabgrenzung - 250 - - 250 -
Sonstiges und Rundungen - 139 - 98 - 139 - 99
Hartes Kernkapital (CET 1) 27 303 25 123 23 691 19 902
Zusätzliches Kernkapital (AT 1) - - - -
Kernkapital (Tier 1) 27 303 25 123 23 691 19 902
Ergänzungskapital (Tier 2) 5 500 6 353 5 421 6 404
Eigenkapital 32 803 31 476 29 112 26 306
Gewichtete Risikoaktiva 198 232 215 178 197 442 214 072
Harte Kernkapitalquote (CET - 1-Ratio, %) 13,8 11,7 12,0 9,3
Eigenkapitalquote (%) 16,5 14,6 14,7 12,3

Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein neues Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des Geschäftsjahres 2015 erfolgte auf der Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns.

Zur Berechnung, Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio gemäß CRD-IV-/CRR-Anforderungen hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage-Ratio-Exposure-Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio und der Segmentengagements sowie über die Haupttreiber und deren Veränderung. Neben den ex-post-Analysen der Leverage Ratio wird auch die künftige Entwicklung dieser Kennziffer sowie des Leverage-Ratio-Exposure im Rahmen des bankeninternen Planungsprozesses (MYP) berücksichtigt und in der unterjährigen Prognose regelmäßig überprüft. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen.

Summarischer Vergleich zwischen Bilanzaktiva und der Gesamtrisikopositionsmessgröße

Mio. € Anzusetzende Werte 31.12.2015
Bilanzsumme gemäß veröffentlichtem (Konzern-)Jahresabschluss 532 641
Anpassung für Beteiligungen, die zu Bilanzierungszwecken konsolidiert werden, die jedoch nicht zum aufsichtlichen Konsolidierungskreis gehören 1 284
(Anpassung für treuhänderisch gehaltene Aktiva, die gemäß den geltenden Rechnungslegungsvorschriften in der Bilanz ausgewiesen werden, aber von der Gesamtrisikopositionsmessgröße gemäß Artikel 429 (13) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgeschlossen sind) -
Anpassungen für derivative Finanzinstrumente - 51 813
Anpassungen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) 2 454
Anpassungen für außerbilanzielle Positionen (d.h. Umwandlung der außerbilanziellen Positionen in Kreditäquivalenzbeträge) 47 956
(Anpassung für Risikopositionen aus Intragruppenforderungen, die von der Gesamtrisikopositionsmessgröße gemäß Artikel 429 (7) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgenommen sind) -
(Anpassungen für Risikopositionen, die gemäß Artikel 429 (14) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 von der Gesamtrisikopositionsmessgröße ausgenommen sind) -
Sonstige Anpassungen Phase-in - 991
Sonstige Anpassungen Fully phased-in - 3 321
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote Phase-in 531 531
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote Fully phased-in 529 201

Einheitliches Offenlegungsschema für die Verschuldungsquote

Mio. € 31.12.2015
Risikomessgröße der CRR-Verschuldungsquote
Bilanzielle Risikopositionen (ausgenommen Derivate und Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT))
Bilanzielle Posten (ohne Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) und Treuhandvermögen, jedoch einschließlich Sicherheiten) 418 409
(Vermögenswerte, die zur Bestimmung des harten Kernkapitals abgezogen werden) Phase-in - 3 492
(Vermögenswerte, die zur Bestimmung des harten Kernkapitals abgezogen werden) Fully phased-in - 5 822
Bilanzielle Risikopositionen insgesamt (ohne Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) und Treuhandvermögen) Phase-in 414 917
Bilanzielle Risikopositionen insgesamt (ohne Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) und Treuhandvermögen) Fully phased-in 412 587
Derivative Risikopositionen Wiederbeschaffungskosten für alle Derivativgeschäfte (d.h. ```markdown
# Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert (PFE) in Bezug auf alle Derivativgeschäfte (Marktwertmethode ("mark-to-market method"))
Beschreibung Betrag
Risikoposition gemäß Ursprungsrisikomethode ("Original Exposure Method") 15 692
- Hinzugerechneter Betrag von gestellten Sicherheiten für Derivativgeschäfte, wenn diese gemäß den geltenden Rechnungslegungsvorschriften von den Bilanzaktiva abgezogen werden 22 820
- (Abzug bei geleisteten Nachschüssen in Derivativgeschäften) -
- (Ausgenommene Risikopositionen aus für Kunden über eine qualifizierte zentrale Gegenpartei (QCCP) abgerechneten Geschäften) - 993
Bereinigter effektiver Nominalwert von geschriebenen Kreditderivaten 34 765
(Bereinigte Aufrechnungen des effektiven Nominalwerts und Zuschlagsabzüge für ausgestellte Kreditderivate) - 27 453
Derivative Risikopositionen insgesamt 27 955

Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT)

Beschreibung Betrag
Brutto-Aktiva aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT; ohne Anerkennung von Netting), nach Bereinigung um als Verkauf verbuchte Geschäfte 51 241
(Aufgerechnete Beträge von Barverbindlichkeiten und -forderungen aus Brutto-Aktiva aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT)) -12 992
Gegenparteiausfallrisiko-Positionen für Aktiva aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (SFT) 2 454
Ausnahme für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT): Gegenparteiausfallrisiko-Positionen gemäß Artikel 429b (4) und Artikel 222 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 -
- Risikopositionen aus als Agent getätigten Geschäften -
- (Ausgenommene Risikopositionen aus für Kunden über eine qualifizierte zentrale Gegenpartei (QCCP) abgerechneten Wertpapierfinanzierungsgeschäften) -
Risikopositionen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften insgesamt 40 703

Andere außerbilanzielle Risikopositionen

Beschreibung Betrag
Außerbilanzielle Risikopositionen zum Bruttonominalwert 163 544
(Anpassungen für die Umrechnung in Kreditäquivalenzbeträge) - 115 588
Andere außerbilanzielle Risikopositionen insgesamt 47 956

Ausgenommene Risikopositionen gemäß Artikel 429 (7) und (14) CRR (bilanziell und außerbilanziell)

Beschreibung Betrag
(Befreiung gruppeninterner Risikopositionen (Einzelebene) gemäß Artikel 429 (7) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (bilanziell und außerbilanziell)) -
(Risikopositionen ausgenommen gemäß Artikel 429 (14) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (bilanziell und außerbilanziell)) -

Eigenkapital und Gesamtrisikopositionen

Beschreibung Betrag
Kernkapital
Phase-in 27 303
Fully phased-in 23 691
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
Phase-in 531 531
Fully phased-in 529 201
Verschuldungsquote
Phase-in (%) 5,1
Fully phased-in (%) 4,5

Nutzung von Übergangsbestimmungen und Wert ausgebuchter treuhänderischer Posten

Beschreibung Betrag
Nutzung von Übergangsbestimmungen für die Definition der Kapitalmessgröße
Phase-in und Fully phased-in
Wert ausgebuchter treuhänderischer Posten gemäß Artikel 429 (13) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 -

Aufschlüsselung von bilanziellen Risikopositionen (ohne Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFT) und ausgenommene Risikopositionen) Mio. €

Risikopositionen der CRR-Verschuldungsquote 31.12.2015

Beschreibung Betrag
Bilanzielle Risikopositionen insgesamt (ohne Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäft (SFT), und ausgenommene Risikopositionen), davon: 418 409
Risikopositionen des Handelsbuchs 70 209
Risikopositionen des Anlagebuchs, davon: 348 200
Gedeckte Schuldverschreibungen 5 649
Risikopositionen, die wie Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten behandelt werden 58 551
Risikopositionen gegenüber regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften, multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Organisationen und öffentlichen Stellen, die NICHT wie Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten behandelt werden 29 141
Institute 36 871
Durch Immobilien besicherte Risikopositionen 56 799
Risikopositionen aus dem Mengengeschäft 37 602
Unternehmen 89 328
Ausgefallene Risikopositionen 3 958
Sonstige Risikopositionen (z.B. Beteiligungen, Verbriefungen und andere kreditunabhängige Aktiva) 30 301

Unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen (Phase-in) belief sich die Leverage Ratio zum 31. Dezember 2015 auf 5,1 % (zum 30. September 2015: 4,7 %). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung (Fully phased-in) betrug 4,5%, nach 4,1 % per 30. September 2015. Die Veränderung der Leverage Ratio ist auf einen starken Rückgang des Leverage-Ratio-Exposures bei gleichzeitigem Anstieg des aufsichtlich anrechenbaren Tier-1-Kapitals zurückzuführen. Das Leverage-Ratio-Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 531,5 Mrd. Euro (Phase-in), beziehungsweise 529,2 Mrd. Euro (Fully phased-in) - zum 30. September 2015: 570,1 Mrd. Euro (Phase-in) beziehungsweise 567,6 Mrd. Euro (Fully phased-in). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte und der sonstigen Bilanzaktiva.

Absicherung von Krediten

Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swaps (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:

  • Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken)
  • Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen erreicht)
  • Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen)

Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 hatte der Commerzbank/Konzern (Commerzbank Aktiengesellschaft und eine Tochtergesellschaft) vier Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt. Die vertragliche Laufzeit (Legal Maturity Date) liegt zwischen 10 und 45 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2015 Kundenkredite mit einem Volumen von 4,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,7 Mrd. Euro) abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro).

Name der Transaktion Sicherungsnehmer Jahr des Abschlusses Laufzeit der Transaktion Jahre Forderungsart Kreditvolumen Mio. € Entlastung der gewichteten Risikoaktiva Mio. €
CoSMO Finance III- 1 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2015 10 Mittelstandskunden 1 000 590
CoCo Finance II- 2 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2015 10 Großkunden 3 000 1 422
Provide GEMS 2002-1 PLC Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft 2002 45 Wohnungswirtschaftliches Portfolio 65 13
Semper Finance 2007-1 Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft 2007 36 Gewerbliches Portfolio 13 6
Gesamtsumme 4 078 2 031

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

2015 2014
Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Im Konzern 49 791 23 667 26 124 49 867 23 780 26 087
in Deutschland 37 611 18 015 19 596 38 077 18 239 19 838
außerhalb Deutschlands 12 180 5 652 6 528 11 790 5 541 6 249

Die obigen Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Arbeitnehmer sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen Arbeitnehmer nicht enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 63,4 % (Vorjahr: 62,7 %) der Normalarbeitszeit.

2015 2014
Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Auszubildende 1 768 847 921 2 092 1 004 1 088

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Geschäftsbeziehungen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen (ohne Bundesunternehmen) und Personen stellten sich im Berichtsjahr folgendermaßen dar:

Aktiva Mio. €
31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 10 41 - 75,6
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10 41 - 75,6
Forderungen an Kunden 1 094 1 118 - 2,1
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 515 556 - 7,4
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 534 514 3,9
Personen in Schlüsselpositionen 8 4 .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 37 44 - 15,9
Handelsaktiva 64 13 .
```# Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
:------------------------------------------------------------------- :--------- :--------- :-----------
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 3 9 -66,7
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 4 .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 61 - .
Finanzanlagen 52 40 30,0
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 28 33 -15,2
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 1 .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 22 6 .
Sonstige Aktiva 19 51 -62,7
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19 51 -62,7
Gesamt 1.239 1.263 -1,9

Passiva

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 - .
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 2 - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10 - .
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 691 665 3,9
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 164 110 49,1
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61 66 -7,6
Personen in Schlüsselpositionen 8 5 60,0
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 458 484 -5,4
Handelspassiva - 3 .
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen - 3 .
Nachrangige Schuldinstrumente 255 394 -35,3
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 255 394 -35,3
Sonstige Passiva 22 26 -15,4
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 22 26 -15,4
Gemeinschaftsunternehmen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - .
Gesamt 980 1.088 -9,9

In den gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen nahestehenden Unternehmen sind 0,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,5 Mrd. Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger enthalten.

Außerbilanzielle Posten

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Garantien und Sicherheiten gewährt an 209 220 -5,0
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 31 18 72,2
Gemeinschaftsunternehmen - - .
At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37 84 -56,0
Personen in Schlüsselpositionen - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 141 118 19,5
Garantien und Sicherheiten erhalten von 5 6 -16,7
Nicht konsolidierten Tochterunternehmen 5 - .
Gemeinschaftsunternehmen - - .
At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 6 .
Personen in Schlüsselpositionen - - .
Sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen - - .

Die Garantien und Sicherheiten wurden im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts gewährt. Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Erträge:

Erträge

Mio. € 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014 Veränd. in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Zinsen 37 32 15,6
Provisionen 16 16 0,0
Handels- und Bewertungsergebnis 5 2 .
Sonstiges Ergebnis 2 1 .
Gemeinschaftsunternehmen
Zinsen - - .
Provisionen - - .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 19 - 6
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Zinsen 7 15 -53,3
Provisionen 142 70 .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 63 49 28,6
Handels- und Bewertungsergebnis 57 - 11
Personen in Schlüsselpositionen
Zinsen - - .
Provisionen - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Zinsen 2 2 0,0
Provisionen - - .
Handels- und Bewertungsergebnis 6 1 .
Summen
Zinsen 46 49 -6,1
Provisionen 158 86 83,7
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 82 43 90,7
Handels- und Bewertungsergebnis 68 - 8
Sonstiges Ergebnis 2 1 .

Die Aufwendungen aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) werden in nachstehender Tabelle dargestellt. Die Verwaltungsaufwendungen unter den Personen in Schlüsselpositionen betreffen als Personalaufwendungen ausgewiesene Vergütungen der Vorstandsmitglieder sowie Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Darüber hinaus enthalten sie die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Position Steuern betrifft die den Aufsichtsratsmitgliedern erstattete Umsatzsteuer.

Aufwendungen

Mio. € 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014 Veränd. in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Zinsaufwendungen 5 2 .
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft - - 1
Provisionen - - .
Verwaltungsaufwendungen 68 60 13,3
Abschreibungen/Wertminderungen 17 4 .
Sonstige Aufwendungen 10 4 .
Gemeinschaftsunternehmen
Zinsaufwendungen - - .
Provisionen - - .
Verwaltungsaufwendungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Zinsaufwendungen - - .
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft - - .
Provisionen 1 2 -50,0
Verwaltungsaufwendungen - 9 .
Abschreibungen/Wertminderungen - 11 .
Sonstige Aufwendungen - 4 .
Personen in Schlüsselpositionen
Zinsaufwendungen - - .
Provisionen - - .
Verwaltungsaufwendungen 11 14 -21,4
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Steuern - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Zinsaufwendungen 30 44 -31,8
Provisionen - - .
Verwaltungsaufwendungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Summen
Zinsaufwendungen 35 46 -23,9
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft - - 1
Provisionen 1 2 -50,0
Verwaltungsaufwendungen 79 83 -4,8
Abschreibungen/Wertminderungen 17 15 13,3
Sonstige Aufwendungen 10 8 25,0
Steuern - - .

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014
Vorstand Aufsichtsrat
Forderungen (Tsd. €) 4.930 2.961
Letzte Fälligkeit¹ 2042 2047
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)² 1,26- 2,8 1,34- 5,1

¹ Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
² In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 15,2 % (Vorjahr: 15,4 %) und des Aufsichtsrats bis zu 12,0 % (Vorjahr 11,8 %) berechnet.

Die Besicherung der Barkredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen und soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Geschäfte mit Bundesunternehmen

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Nachstehende Tabelle enthält die bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014 Veränd. in %
Barreserve 16.089 247 .
Forderungen an Kreditinstitute 151 154 -1,9
Forderungen an Kunden 1.261 1.438 -12,3
Handelsaktiva 928 970 -4,3
Finanzanlagen 3.402 3.484 -2,4
Gesamt 21.831 6.293 .
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.190 13.255 -8,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 87 89 -2,2
Handelspassiva 1.293 845 53,0
Gesamt 13.570 14.189 -4,4
Garantien und Sicherheiten gewährt 289 242 19,4
erhalten - - .

Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente. Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014 Veränd. in %
Erträge
Zinsen 218 259 -15,8
Provisionen 1 2 -50,0
Handels- und Bewertungsergebnis - 48 6
Aufwendungen
Zinsaufwendungen 140 166 -15,7
Provisionen - - .
Nettorisikovorsorge im Kreditgeschäft - 12 -100,0
Verwaltungsaufwendungen 1 1 0,0
Abschreibungen/Wertminderungen - - .

b) Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (siehe Seite 34 ff.) wiedergegeben.

Vorstand. In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst. Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten auch die sonstigen Bezüge. Darunter fallen unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV)). Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten den in der Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand. Eine individualisierte Darstellung nach den Vorschriften des DRS 17 ist im Vergütungsbericht (siehe Seite 38 f.) enthalten.# 2015 2014

Kurzfristig fällige Leistungen | 7,676 | 7,263
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses¹ | 1,474 | 2,995
Andere langfristig fällige Leistungen | 1,780 | 916
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses² | 375 | -
Anteilsbasierte Vergütung³ | 4,658 | 3,368
Gesamtvergütung gemäß IAS 24.17 | 15,963 | 14,542
abzüglich Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1,474 | 2,995
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 375 | -
Bewertungs- und sonstige Unterschiede⁴ | 5,682 | -374
Gesamtbezüge gemäß Vergütungsbericht⁵ | 8,432 | 11,921

¹ Der deutliche Rückgang der Dienstzeitaufwendungen beruht insbesondere auf der Änderung der Pensionszusagen dahingehend, dass bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist.
² Die Bestellung von Herrn Dr. Schmittmann endete mit Ablauf des 31. Dezember 2015. Er erhält für die Dauer von sechs Monaten weiterhin das Jahresgrundgehalt entsprechend der Regelung des Anstellungsvertrags, wie sie im Vergütungsbericht im Absatz "Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung" beschrieben ist.
³ Das neue Vergütungssystem bewirkt auch eine anteilige Erfassung der anteilsbasierten Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre im Geschäftsjahr 2015, wie im Vergütungsbericht dargestellt.
⁴ Hierunter fällt unter anderem der Unterschied aus der Bewertung zum Gewährungszeitpunkt (DRS 17) und zum Bilanzstichtag (IFRS 2). Nach dem neuen Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung der Ansprüche, was im Geschäftsjahr 2015 zu einer deutlichen Verminderung der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) Satz 1 HGB führt, da letztere nicht die langfristigen Vergütungskomponenten enthalten.
⁵ Die gesetzliche Grundlage ist § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) Satz 1 HGB. Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt über ein Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die aktiven Vorstandsmitglieder betrug 27.372 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr: 28.448 Tsd. Euro). Die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.474 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.995 Tsd. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung für jedes Vorstandsmitglied außer bei Dienstunfähigkeit grundsätzlich nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird. Eine individualisierte Darstellung der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands ist im Vergütungsbericht (siehe Seite 37) enthalten. Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Planvermögen) waren zum 31. Dezember 2015 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder von 4.625 Tsd. Euro auszuweisen (Vorjahr: 5.969 Tsd. Euro). Für variable Vergütungsbestandteile aktiver Vorstandsmitglieder waren zum 31. Dezember 2015 Rückstellungen von 12.830 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.232 Tsd. Euro) gebildet. Der Anstieg in 2015 beruhte auf dem neuen Vorstandsvergütungssystem, das auch eine anteilige Erfassung der anteilsbasierten Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre bereits im Jahr 2015 bewirkt (siehe Vergütungsbericht). Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 7.938 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.986 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 88.927 Tsd. Euro (Vorjahr: 97.700 Tsd. Euro).

Aufsichtsrat.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2015 eine gesamte Vergütung von netto 1.818 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.657 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1.340 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.305 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 478 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sieben im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Vergütungskontroll-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die Gesamtvergütung von 1.818 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.657 Tsd. Euro) wird gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet, wird aber nicht als Vergütungsbestandteil angerechnet. Für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig.

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2015 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

(95) Aktienbasierte Vergütungspläne

Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Weitere Details und Bedingungen zu den aktienbasierten Vergütungsplänen sind der Note 25 zu entnehmen. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:

scroll Mio. € 2015 2014
Pläne mit Barausgleich 37 44
darunter: Commerzbank-Incentive-Plan 36 41
Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 4 3
Gesamt 41 47

Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:

scroll Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen 63 65
darunter: Share Awards 1 1
Commerzbank-Incentive-Plan 62 63
Rücklagen im Eigenkapital 9 6

Share Awards.

Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

scroll Anzahl der Rechte Stück Share Awards
Bestand zum 1.1.2014 565,591
Im Jahresverlauf gewährt 3,565
Im Jahresverlauf verwirkt 2,900
Im Jahresverlauf ausgeübt 528,996
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2014 37,260
Im Jahresverlauf gewährt -
Im Jahresverlauf verwirkt -
Im Jahresverlauf ausgeübt 29,469
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2015 7,791

Commerzbank-Incentive-Plan.

Die Aktienanzahl entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

scroll Anzahl der Rechte Stück Commerzbank-Incentive-Plan
Bestand zum 1.1.2014 1,864,379
Im Jahresverlauf gewährt 2,329,825
Im Jahresverlauf verwirkt 9,741
Im Jahresverlauf ausgeübt 968,411
Im Jahresverlauf verfallen 37,130
Bestand zum 31.12.2014 3,178,922
Im Jahresverlauf gewährt 3,062,716
Im Jahresverlauf verwirkt 43,034
Im Jahresverlauf ausgeübt 2,706,543
Im Jahresverlauf verfallen -
Bestand zum 31.12.2015 3,492,061

(96) Sonstige Verpflichtungen

Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden in Höhe von 38,4 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro). Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 6.866 Mio. Euro (Vorjahr: 7.686 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.

(97) Angaben als Leasinggeber und Leasingnehmer

Angaben als Leasinggeber - Operating Leasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge). In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart. Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:

scroll Fälligkeit Mio. €
31.12.2015
in bis zu einem Jahr 117 174
in einem bis fünf Jahren 183 375
in mehr als fünf Jahren 103 184
Gesamt 403 733

In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen von 7 Mio. Euro aufgelöst und als Ertrag erfasst.

Angaben als Leasinggeber - Finanzierungsleasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Büromaschinen) und in geringem Umfang vermietete Immobilien. Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:

scroll Mio. €
31.12.2015
Ausstehende Leasingzahlungen 2,233
+ Garantierte Restwerte 80
= Mindestleasingzahlungen 2,313
+ Nicht garantierte Restwerte 8
= Bruttoinvestitionen 2,321
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen 407
- Nicht realisierter Finanzertrag 214
= Nettoinvestitionen 2,107
- Barwert der nicht garantierten Restwerte 6
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 2,101
darunter: aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen 355

Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich des garantierten Restwertes. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende.Die kumulierten Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen beliefen sich auf 47 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro). Zudem wurden in der Berichtsperiode 10 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) aus bedingten Mietzahlungen als Ertrag erfasst. Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gliederten sich folgendermaßen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Bruttoinvestitionen darunter: aus Sale-and-lease-back-Transaktionen
Mio. € 2015 2014 2015 2014
von bis zu einem Jahr 587 513 71 55
von einem bis zu fünf Jahren 1.493 1.177 234 143
von mehr als fünf Jahren 241 202 102 53
Gesamt 2.321 1.892 407 251
Restlaufzeiten zum 31.12. Barwert der Mindestleasingzahlungen darunter: aus Sale-and-lease-back-Transaktionen
Mio. € 2015 2014 2015 2014
von bis zu einem Jahr 523 455 59 46
von einem bis zu fünf Jahren 1.368 1.059 205 129
von mehr als fünf Jahren 210 175 91 38
Gesamt 2.101 1.689 355 213

Angaben als Leasingnehmer - Operating Leasing

Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2015 zu Aufwendungen in Höhe von 337 Mio. Euro (Vorjahr: 325 Mio. Euro). Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2015 2014
Mindestleasingzahlungen 101 149
Zahlungen für kündbare Verträge 13 11
Bedingte Zahlungen 223 171
abzüglich Erträge aus Untermietverhältnissen - 6
Gesamt 337 325

Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Unkündbare Miet- und Leasingverträge darunter: aus Sale-and-lease-back-Transaktionen¹
Mio. € 2015 2014 2015 2014
in bis zu einem Jahr 408 452 8 10
in einem bis fünf Jahren 1.036 1.124 29 28
in mehr als fünf Jahren 795 967 19 26
Gesamt 2.239 2.543 56 64

¹ Die Sale-and-lease-back-Transaktionen betreffen lediglich unkündbare Leasingverträge.

Für Immobilienobjekte wurden im Wesentlichen Mietverträge, vereinzelt aber auch Leasingverträge abgeschlossen. Diese Verträge sind in der Regel langfristig und beinhalten Ausstiegsklauseln, Optionen zur Verlängerung für Folgeperioden oder Preisanpassungsklauseln. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Leasingverträge sind auch mit Kaufoptionen ausgestattet.

Aus Operating-Leasing-Verträgen resultieren keine Beschränkungen, die sich auf die künftige Zahlung von Dividenden oder die Aufnahme von zusätzlichen Schulden beziehen.

Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu:

Fälligkeit Mio. €
2015 2014
in bis zu einem Jahr 23 38
in einem bis fünf Jahren 40 37
in mehr als fünf Jahren 114 53
Gesamt 177 128

(98) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 22. Februar 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Jahresabschlusses 2015 wurden vom Vorstand am 9. Februar 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

(99) Corporate Governance Kodex

Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank AG wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

(100) Patronatserklärung

Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

Name Sitz
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo São Paulo
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A.¹ Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft Eschborn

¹ Die Patronatserklärung endet mit dem Vollzug der Veräußerung der Commerzbank International S. A.Der Eintritt dieser auflösenden Bedingung wird mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung bekannt gegeben.

(101) Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Die nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen des Commerzbank-Konzerns erstrecken sich auf die nachfolgend beschriebenen Transaktionsarten (Cluster).

― Asset-backed Securities (ABS)

Bei Asset-backed Securities (ABS) handelt es sich um forderungsbesicherte Wertpapiere mit dem Ziel, bestimmte Vermögenswerte, in der Regel Kreditforderungen, in verzinsliche, handelbare Wertpapiere umzuwandeln beziehungsweise zu verbriefen. Als Basiswerte dienen beispielsweise Konsumentenkredite (Auto-, Kreditkartenforderungen), Hypothekendarlehen oder Unternehmenskredite mit hoher Bonität. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt über die Emission verschiedener Tranchen von Asset-backed Securities, Investoren dieser Wertpapiere unterliegen dem Ausfallrisiko des Basiswertes. Die Commerzbank investiert dabei in ABS-Tranchen mit Investment Grade.

― Eigene Verbriefungen

Hierbei handelt es sich um True-Sale- und synthetische Verbriefungen, die im Rahmen der Steuerung der Liquidität, des Kapitals und der Risikoaktiva der Bank eingesetzt werden. Die Finanzierung der die Forderungen erwerbenden Gesellschaften erfolgt über die Ausgabe verschiedener Tranchen von Wertpapieren, die am Kapitalmarkt platziert werden.

― Verbriefungsplattform

Die Commerzbank ist Sponsor für eine Verbriefungsplattform. Mit diesem Conduit-Programm strukturiert, arrangiert und verbrieft die Commerzbank Forderungen Dritter, die Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets sind. Die Gesellschaften refinanzieren sich über die Ausgabe von forderungsbesicherten Wertpapieren sowie durch Liquiditätslinien. Neben bestehenden Übersicherungen wird das Risiko von Forderungsausfällen über externe Kreditversicherungen abgedeckt.

― Hedgefonds

Es handelt sich hierbei um im Kundeninteresse getätigte Investments in Hedgefonds-Anteile. Die Performance und das Risiko aus den Anteilen wird über Total Return Swaps oder Zertifikate an die Kunden weitergegeben. Die Commerzbank sichert sich somit wirtschaftlich ab und investiert nicht im Eigeninteresse.

― Leasingobjektgesellschaften

Mit diesen Gesellschaften werden bedarfsgerechte Leasing-/ Finanzierungskonzepte für Großanlagen wie zum Beispiel Immobilien, Flugzeuge, Schiffe oder regenerative Energiesysteme strukturiert. Für jede Transaktion wird grundsätzlich eine eigenständige Gesellschaft gegründet, an der sich die Commerz-Real-Gruppe als Mehrheits- oder Minderheitsgesellschafter beteiligt. Diese Gesellschaften werden überwiegend in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG geführt. Als Finanzdienstleister gewährt die Commerz-Real-Gruppe diesen Gesellschaften keine Darlehen. Vielmehr werden diese von konzernfremden und konzerneigenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt. Zum Kerngeschäft der Commerz Real gehört allerdings die Verwaltung der strukturierten Unternehmen. Zu den Verwaltungsaufgaben gehören die regelmäßige Erneuerung auslaufender Zinsbindungsfristen beziehungsweise endfälliger Darlehen.

― Private Finance Initiative & Structured Credit Legacy (PFI und SCL)

Dieses Cluster umfasst Positionen aus dem ehemaligen Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU), das für die Rückführung von Aktiva verantwortlich war, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten standen. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet wurden, beinhalteten zu Beginn nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Unternehmens- und Bankanleihen sowie exotische Kreditderivate. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgte im Wesentlichen über die Emission verschiedener Arten von forderungsbesicherten Wertpapieren und Schuldverschreibungen, Investoren unterliegen dabei dem Ausfallrisiko des Basiswertes oder des Emittenten.

― Sonstige

Hierbei handelt es sich um strukturierte Unternehmen, die nicht die oben aufgeführten Kriterien erfüllen. Im Wesentlichen fallen hierunter alle von der Commerz Funds Solutions S. A. aufgelegten und nicht konsolidierten Publikumsfonds. Dazu kommen Kapitalmarkttransaktionen von Structured Capital Markets (SCM) sowie strukturierte Unternehmen im Zusammenhang mit Kreditderivategeschäften. Die Geschäftsaktivitäten der Commerz Funds Solutions S.A. umfassen alle Arten passiver Investmentfonds. Neben ETFs werden Publikumsfonds angeboten, die verschiedene Strategien für europäische Märkte und bestimmte Anlageklassen verfolgen. Ebenso bieten Funds of Funds die Möglichkeit, anlageklassenübergreifend je nach Marktsituation von den Vorteilen der Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes zu profitieren. Die Commerzbank hält Fondsanteile einzelner Publikumsfonds, um einen liquiden Markt zu gewährleisten, oder unterstützt bei Fondsneuauflagen mit einem Zuschuss von Seed Money. SCM führt Transaktionen für Kunden mit begrenztem Zugang zu den Kapitalmärkten durch und bringt sie mit alternativen Kapitalgebern zusammen. SCM unterteilt sich in die Bereiche Structured Finance (SF), Structured Asset Solutions (SAS) und Securitised Products (SP).# Im Bereich Structured Finance liegt der Fokus auf der Strukturierung und Durchführung von steuereffizienten Finanzierungen und Investments für Unternehmen und Finanzinstitutionen. Der Bereich Structured Asset Solutions konzentriert sich auf die kundenorientierte Verbriefung von Kreditfinanzierungen sowie kurzfristige Leasingfinanzierungen. Der Bereich Securitised Products zielt auf synthetische und True-Sale-Verbriefungen für öffentliche und private Platzierungen. Bei Kreditderivategeschäften handelt es sich um forderungsbesicherte Schuldverschreibungen (Cash Collateralised Debt Obligations und synthetische Collateralised Debt Obligations) sowie Seniortranchen von Verbriefungstransaktionen außerhalb des Conduit-Business der Commerzbank. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt über die Ausgabe verschiedener Tranchen von Wertpapieren; Investoren dieser Wertpapiere unterliegen dem Ausfallrisiko des Basiswertes, wohingegen der Sicherungsnehmer vor diesem Risiko geschützt wird. Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Des Weiteren werden der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns aufgezeigt. Das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen resultiert aus bilanzierten Vermögenswerten sowie aus Kreditzusagen und gewährten Garantien gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, die zu den jeweiligen Stichtagen nicht in Anspruch genommen wurden. Das maximale Verlustrisiko aus Vermögenswerten gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen entspricht den aktuellen Buchwerten dieser Positionen nach Risikovorsorge. Für Kreditzusagen und Garantien verstehen wir unter dem maximalen Verlustrisiko den Nominalwert der Zusage. Der Ausweis des maximalen Verlustrisikos erfolgt brutto, das heißt ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder Hedgingaktivitäten, die wirtschaftlich zur Risikominderung bestehen.

Zum 31. Dezember 2015 stellten sich die Geschäfte mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen wie folgt dar:

Mio. € ABS Eigene Verbriefungen Verbriefungsplattform Hedgefonds Leasingobjektgesellschaften PFI und SCL Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2015
Forderungen an Kunden - 114 1.483 1.491 183 331 4.661 416
Handelsaktiva 7 10 - 224 - 3.875 85
Finanzanlagen 2.603 - - - - 482 -
Übrige Vermögenswerte - - - 30 5 121 -
Schulden per 31.12.2015 - 1.035 58 7.32 - 52 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 2.57 - 32 - 13 -
Verbriefte Verbindlichkeiten - - - - - - -
Handelspassiva - - 1 7 - 39 -
Übrige Schulden - 1.033 - - - - -
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2015
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 24 - 73 22 - 18 121 30
Provisionsüberschuss - - 3 - 8 - -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen - - - 47 6 - 327 128
Sonstiges Ergebnis - - - - - 1 43
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2015
Vermögenswerte 2.610 124 1.483 255 496 4.661 416
Kreditzusagen - - 1.551 - - 6 -
Garantien - - 16 - - - -

Nachfolgend werden die Geschäfte mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen zum 31. Dezember 2014 dargestellt:

Mio. € ABS Eigene Verbriefungen Verbriefungsplattform Hedgefonds Leasingobjektgesellschaften PFI und SCL Sonstige Vermögenswerte per 31.12.2014
Forderungen an Kunden - 102 667 - 498 251 9
Handelsaktiva 8 - 21 429 - 4.433 89
Finanzanlagen 1.280 - - - - 629 -
Übrige Vermögenswerte - 2 - 85 6 29 -
Schulden per 31.12.2014 - 1.131 81 6.24 131 83 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 77 - 24 18 -
Verbriefte Verbindlichkeiten - 203 - - - - -
Handelspassiva - - 4 6 - 131 65
Übrige Schulden - 928 - - - - -
Erträge und Aufwendungen vom 1.1.-31.12.2014
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 - 64 29 - 23 122 38
Provisionsüberschuss - - 3 1 - 10 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen - - - 21 - 326 - 30
Sonstiges Ergebnis - - - - - 2 -
Maximales Verlustrisiko per 31.12.2014
Vermögenswerte 1.288 104 688 514 504 5.313 127
Kreditzusagen - - 2.670 - - 15 -
Garantien - - - - - - -

Der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen stellte sich wie folgt dar:

Mio. € ABS Eigene Verbriefungen Verbriefungsplattform Hedgefonds Leasingobjektgesellschaften PFI und SCL Sonstige¹
Umfang per 31.12.2015¹ 27.328 4.176 3.048 255 4.458 4.661 2.444
Umfang per 31.12.2014¹ 11.673 3.210 4.131 514 4.941 5.313 2.213

¹ Der Umfang der strukturierten Unternehmen entspricht grundsätzlich den Bilanzsummen der Gesellschaften. Für das Cluster ABS wird das Emissionsvolumen, für die Cluster Hedge Fonds sowie PFI und SCL werden die von der Commerzbank gehaltenen Anteile gezeigt. Die Commerzbank tritt auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn ― es durch die Commerzbank initiiert und/oder strukturiert wurde; ― es Vermögenswerte des Commerzbank-Konzerns erhalten oder angekauft hat; ― es vom Commerzbank-Konzern Garantien gewährt bekommt oder es durch den Commerzbank-Konzern intensiv vermarktet wurde.

(102) Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Die Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellten sich - einschließlich der Segmentzuordnung - wie folgt dar. Dabei berücksichtigen wir die Tochterunternehmen mBank S. A. und den Teilkonzern comdirect bank. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die Bruttoerträge des Commerzbank-Konzerns aus gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen 232 Mio. Euro (Vorjahr: 95 Mio. Euro). Diese betrafen Zins- und Provisionserträge und entfielen im Wesentlichen auf die Cluster Verbriefungsplattform, Leasingobjektgesellschaften und Sonstige. Die Buchwerte der Vermögensgegenstände des Commerzbank-Konzerns gegenüber gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betrugen in Summe 2.519 Mio. Euro (Vorjahr: 1.393 Mio. Euro).

mBank S.A., Warschau, Polen comdirect bank Teilkonzern
31.12.2015 31.12.2014
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar:
Kapital (%) 30,5 30,5
Stimmrechte (%) 30,5 30,5
Konzernergebnis (Mio. €) 80 85
Eigenkapital (Mio. €) 807 710
Dividendenausschüttung (in Mio. €) - 52
Vermögenswerte¹ (Mio. €) 8.510 8.108
Schulden¹ (Mio. €) 7.656 7.379
Gewinn/Verlust¹ (Mio. €) 92 84
Sonstiges Periodenergebnis¹ (Mio. €) - 5
Gesamtergebnis¹ (Mio. €) 87 82
Cash Flows¹ (Mio. €) 207 96

¹ Vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte.

(103) Angaben gemäß § 26 a Kreditwesengesetz (KWG)

Die nachstehenden Angaben gemäß § 26 a KWG beziehen sich auf den IFRS-Konsolidierungskreis des Commerzbank-Konzerns. Die Kapitalrendite¹ für den Konzern betrug 0,22 % zum 31. Dezember 2015. Für die Angabe des Geschäftszwecks verweisen wir auf unseren Anteilsbesitz (Seite 297 ff.) in der elektronischen Version des Geschäftsberichts im Internet "Commerzbank > Investor Relations" (www.commerzbank.de). Die Angabe des Umsatzes basiert auf dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und umfasst die Erträge vor Risikovorsorge. Das Ergebnis vor Steuern sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach IFRS entnommen. Die Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen beinhaltet sowohl Vollzeitkräfte als auch in Vollzeitäquivalente umgerechnete Teilzeitkräfte.

31.12.2015

Umsatz Mio. € Ergebnis vor Steuern Mio. € Steuern vom Einkommen und vom Ertrag¹ Mio. € Mitarbeiter Anzahl
Deutschland 8.082 1.775 205 33.925
China einschließlich Hongkong 125 69 8 263
Frankreich 39 18 9 84
Großbritannien 1.086 443 179 1.288
Luxemburg 348 220 62 491
Niederlande 7 - 32 4
Polen 1.040 448 76 6.251
Russland 62 44 9 138
Singapur 113 47 1 362
USA 163 36 28 463
Sonstige 191 70 39 753

¹ Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).

31.12.2014

Umsatz Mio. € Ergebnis vor Steuern Mio. € Steuern vom Einkommen und vom Ertrag¹ Mio. € Mitarbeiter Anzahl
Deutschland 7.392 616 221 38.078
China einschließlich Hongkong 109 61 7 231
Frankreich 40 17 11 86
Großbritannien 938 385 19 1.369
Luxemburg 392 307 12 556
Niederlande 38 29 5 40
Polen 984 441 85 7.747
Russland 67 49 10 144
Singapur 100 38 - 342
USA 222 127 51 460
Sonstige 249 85 18 807

¹ Die im Vergleich zu den nominellen Steuersätzen einzelner Länder abweichenden Steuerquoten resultieren im Wesentlichen aus Effekten im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern (Nachaktivierung beziehungsweise Wertberichtigung) und aus Steuern für die Vorjahre (zum Beispiel aus der Auflösung beziehungsweise Bildung von Steuerrückstellungen).

¹ Die Kapitalrendite berechnet sich als Quotient aus dem Ergebnis nach Steuern und der Bilanzsumme.

(104) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 und IFRS 12.21 zum Konzernabschluss vor. Die Angaben zum Eigenkapital und dem Jahresergebnis der Gesellschaften sind den Abschlüssen der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften entnommen. Fußnoten, Erläuterungen zum Geschäftszweck und weitere Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.

1. Verbundene Unternehmen

a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

| Sitz | Geschäftszweck | Kapitalanteil % | Abweichende Stimmrechte % | Währung | Eigenkapital Tsd. |
| :--- | :------------- | :-------------- | :------------------------ | :------ | :---------------- |ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 0,0 | 85,0 | EUR | 0
ADMERA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 25
Aspiro S.A. | Lodz, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | 273 387
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 3 825
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 319 189
AVOLO Aviation GmbH & Co. Geschlossene Investment KG | Karlsruhe, Deutschland | SOFDL | 0,1 | 85,1 | EUR | 2 791
BDH Development Sp. z o.o. | Lodz, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | 92 674
Bridge Re Limited | Hamilton, Bermuda | SOFDL | 100,0 | USD | 564
CB Building Kirchberg GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 8 510
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 6 137
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 65 768
CFB-Fonds Transfair GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 1 176
CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 12 936
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 26
comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn, Deutschland | KREDI | 81,3 | EUR | 467 084
Commerz (East Asia) Limited | Hongkong, Hongkong | SOFDL | 100,0 | EUR | 4 137
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd | Singapur, Singapur | BETGE | 100,0 | SGD | 26 814
Commerz Bankenholding Nova GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 1 416 644
Commerz Business Consulting GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | - 660
Commerz Direktservice GmbH | Duisburg, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | - 1 104
Commerz Equipment Leasing Limited | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 0
Commerz Funds Solutions S.A. | Luxemburg, Luxemburg | KAFOG | 100,0 | EUR | 10 735
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 90,0 | EUR | 14 740
Commerz Markets LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 516 762
Commerz Pearl Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 23
Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG | Frankfurt am Main, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 6 116
Commerz Real AG | Eschborn, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 408 394
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 25
Commerz Real Baumanagement GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 4 238
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 151
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | KAFOG | 100,0 | EUR | 21 968
Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | KAFOG | 100,0 | EUR | 5 000
Commerz Real Mobilienleasing GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 5 310
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 26
Commerz Securities Hong Kong Limited | Hongkong, Hongkong | SOFDL | 100,0 | EUR | 10 917
Commerz Services Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 14 929
Commerz Systems GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 5 560
Commerz Transaction Services Finance GmbH | Halle (Saale), Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 1 550
Commerz Transaction Services Mitte GmbH | Erfurt, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 2 150
Commerz Transaction Services Nord GmbH | Magdeburg, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 1 439
Commerz Transaction Services Ost GmbH | Halle (Saale), Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 1 550
Commerz Transaction Services West GmbH | Hamm, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 885
Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau, Russland | KREDI | 100,0 | RUB | 12 494 116
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. | Singapur, Singapur | SOFDL | 100,0 | SGD | 1 892
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 183 000
Commerzbank Capital Investment Company Limited | London, Großbritannien | BETGE | 100,0 | GBP | 0
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | EUR | 770
Commerzbank Finance BV | Amsterdam, Niederlande | BETGE | 100,0 | EUR | 1 311
Commerzbank Finance Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 227 952
Commerzbank Holdings (UK) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 15 882
Commerzbank Holdings France | Paris, Frankreich | SOFDL | 100,0 | EUR | 76 581
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 462 597
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | BETGE | 100,0 | EUR | 2 312 109
Commerzbank International S.A. | Luxemburg, Luxemburg | KREDI | 100,0 | EUR | 323 234
Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | GBP | 19 094
Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | GBP | 45
Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | GBP | 123
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | GBP | 111
Commerzbank Leasing December (1) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 334
Commerzbank Leasing December (12) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 551
Commerzbank Leasing December (13) Limited | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 0
Commerzbank Leasing December (26) Limited | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 0
Commerzbank Leasing December (3) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 681
Commerzbank Leasing Holdings Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 1 028
Commerzbank Leasing Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 1 378
Commerzbank Leasing March (3) Limited | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 353
Commerzbank Leasing September (5) Limited | London, Großbritannien | SOFDL | 100,0 | GBP | 38
Commerzbank Securities Ltd | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 10
Commerzbank Securities Nominees Limited | London, Großbritannien | SOUNT | 100,0 | GBP | 0
Commerzbank U.S. Finance, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 338
Commerzbank Zrt. | Budapest, Ungarn | KREDI | 100,0 | HUF | 27 779 035
CommerzFactoring GmbH | Mainz, Deutschland | SOFDL | 50,1 | EUR | 977
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | SOFDL | 100,0 | EUR | - 42 955
Dom Maklerski mBanku S.A. | Warschau, Polen | SOFDL | 100,0 | PLN | 133 482
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,0 | EUR | - 47 573
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,0 | EUR | - 47 609
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,1 | EUR | - 6 569
Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 6,0 | 5,9 | EUR | - 4 409
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Breite Straße KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,0 | EUR | 4 525
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen Lindenallee KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,0 | EUR | - 7 426
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt Neue Mainzer Straße KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 0,0 | EUR | - 53 341
Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG | Düsseldorf, Deutschland | SOUNT | 1,6 | 10,0 | EUR | 388
Dresdner Capital LLC I | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 715 453
Dresdner Capital LLC IV | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | JPY | 6 112 976
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 51 921
Dresdner Kleinwort Capital Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 11 717
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada | Rio de Janeiro, Brasilien | SOFDL | 100,0 | BRL | - 32 074
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOUNT | 100,0 | USD | - 18
Dresdner Kleinwort Finance Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 3 488
Dresdner Kleinwort Flags Inc. | Wilmington, Delaware, USA | BETGE | 100,0 | USD | 140 478
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 329 414
Dresdner Kleinwort Group LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 394 664
Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | BETGE | 100,0 | USD | 2 153
Dresdner Kleinwort Holdings LLC | Wilmington, Delaware, USA | BETGE | 100,0 | USD | 26 424
Dresdner Kleinwort LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 34 162
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 741 434
Dresdner Kleinwort Moon LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 15 384
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited | St. Peter Port, Guernsey | SOUNT | 100,0 | GBP | 2
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited | Mumbai, Indien | SOFDL | 75,0 | INR | 13 209
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | Hamburg, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 30 840
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 217 088
EHY Real Estate Fund I, LLC | Wilmington, Delaware, USA | BETGE | 100,0 | USD | - 3 465
Entertainment Asset Holdings C.V. | Amsterdam, Niederlande | SOUNT | 58,2 | USD | 0
Entertainment Asset Holdings GP B.V. | Amsterdam, Niederlande | SOFDL | 100,0 | USD | - 681
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg | Luxemburg, Luxemburg | KREDI | 100,0 | EUR | 757 178
Eschborn Capital LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | USD | 7 315
Eurohypo Capital Funding LLC II | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | EUR | 4
Eurohypo Capital Funding Trust II | Wilmington, Delaware, USA | SOFDL | 100,0 | EUR | 1
European Bank for Financial Services GmbH | Aschheim, Deutschland | KREDI | 100,0 | EUR | 33 310
FABA Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOFDL | 100,0 | EUR | 26
Felix (CI) Limited | George Town, Cayman Islands | SOUNT | 100,0 | GBP | 26
Film Library Holdings LLC | Wilmington, Delaware, USA | SOUNT | 51,0 | USD | 14 250
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | SOUNT | 100,0 | EUR | 27 405
Garbary Sp. z.o.o. | Poznan, Polen | SOUNT | 100,0 | PLN | 43 297
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | SOFDL | 50,0 | EUR | 1
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft Grünwald, mbH & Co. | | | | | |```markdown
| | EUR | USD | GBP | PLN | SEK | INR | BRE |
|:----------------------------------------------------------------------------------------------------|------:|-------:|-------:|-------:|-------:|-------:|-------:|
| Objekt Frankfurt KG Deutschland | 94.00 | | | | | | |
| Greene Elm Trading I LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 6 |
| Greene Elm Trading II LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 10 |
| Greene Elm Trading III LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 10 |
| Greene Elm Trading IV LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 9 |
| Greene Elm Trading V LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 100 |
| Greene Elm Trading VI LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 11 |
| Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 0 |
| Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien | | | 25.00 | | | | 2 |
| Groningen Urban Invest B.V. Amsterdam, Niederlande | 100.00 | | | | | | 0 |
| Herradura Ltd London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 5 |
| Hurley Investments No.3 Limited George Town, Cayman Islands | | | 100.00 | | | | 0 |
| Hypothekenbank Frankfurt AG Eschborn, Deutschland | 100.00 | | | | | | 4973 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland | 90.00 | | | | | | 18559 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland | 77.50 | | | | | | 34975 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland | 90.00 | | | | | | 17062 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co Hamburg, Deutschland | 77.50 | | | | | | 31061 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland | 73.90 | | | | | | 43007 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland | 90.00 | | | | | | 28737 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co Hamburg, Deutschland | 90.00 | | | | | | 18988 |
| LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland | 100.00 | | | | | | 7740 |
| Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 0 |
| mBank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen | | | | 100.00 | | | 770557|
| mBank S.A. Warschau, Polen | | | | 69.50 | | |11899652|
| mCentrum Operacji Sp. z o.o. Lodz, Polen | | | | 100.00 | | | 34803 |
| MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main, Deutschland | 100.00 | | | | | | 8735 |
| mFaktoring S.A. Warschau, Polen | | | | 100.00 | | | 59410 |
| mFinance France S.A. Paris, Frankreich | 100.00 | | | | | | 447 |
| mLeasing Sp. z o.o. Warschau, Polen | | | | 100.00 | | | 275783|
| mLocum S.A. Lodz, Polen | | | | 80.00 | | | 163142 |
| MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland | 25.00 | | | | | | 664 |
| mWealth Management S.A. Warschau, Polen | | | | 100.00 | | | 43243 |
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungs- gesellschaft mbH Hamburg, Deutschland | 100.00 | | | | | | 11977 |
| Netherlands Urban Invest B.V. Amsterdam, Niederlande | 100.00 | | | | | | 0 |
| NORA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf, Deutschland | 90.00 | | | | | | 148 |
| NOVELLA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland | 100.00 | | | | | | 11176 |
| Number X Bologna S.r.l. Mailand, Italien | 100.00 | | | | | | 0 |
| Number X Real Estate GmbH Eschborn, Deutschland | 100.00 | | | | | | 3403 |
| OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG Grünwald, Deutschland | 100.00 | | | | | | 5988 |
| Pisces Nominees Limited London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 0 |
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland | 100.00 | | | | | | 8964 |
| Rood Nominees Limited London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 0 |
| Rook Finance LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 92313 |
| SECUNDO Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland | 100.00 | | | | | | 5811 |
| Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf, Deutschland | 100.00 | | | | | | 241 |
| Sterling Energy II LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 69239 |
| Sterling Energy LLC Wilmington, Delaware, USA | | 100.00 | | | | | 134172 |
| Tele-Tech Investment Sp. z.o.o. Warschau, Polen | | | | 100.00 | | | 510 |
| Thurlaston Finance Limited George Town, Cayman Islands | | | 100.00 | | | | 0 |
| TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland | 100.00 | | | | | | 22778 |
| Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA | | 60.00 | | | | | 14028 |
| Urban Invest Holding GmbH Eschborn, Deutschland | 100.00 | | | | | | 11497 |
| Watling Leasing March (1) London, Großbritannien | | | 100.00 | | | | 0 |
| WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien | | | | | | 100.00 | 197890 |
| Wilmots Leasing AB Stockholm, Schweden | | | | | 100.00 | | 50 |
| Yarra Finance Limited George Town, Cayman Islands | | | 100.00 | | | | 0 |
| Zelos Luxembourg S.C.S. Luxemburg, Luxemburg | 100.00 | | | | | | 18911 |

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Jahresergebnis Tsd.

  • ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG - 2
  • ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH - 2
  • Aspiro S.A. - 197 052
  • ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH - a)
  • Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • AVOLO Aviation GmbH & Co. Geschlossene Investment KG - 2 791
  • BDH Development Sp. z o.o. - 4 649
  • Bridge Re Limited - 140
  • CB Building Kirchberg GmbH - 2 005
  • CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH - a)
  • CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG - 6 378
  • CFB-Fonds Transfair GmbH - a)
  • CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH - 1) a)
  • Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • comdirect bank Aktiengesellschaft - 55 624
  • Commerz (East Asia) Limited - 1 198
  • Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd - 1 167
  • Commerz Bankenholding Nova GmbH - a)
  • Commerz Business Consulting GmbH - a)
  • Commerz Direktservice GmbH - a)
  • Commerz Equipment Leasing Limited - 0
  • Commerz Funds Solutions S.A. - 3 528
  • Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG - 1 476
  • Commerz Markets LLC - 32 272
  • Commerz Pearl Limited - 3
  • Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG - 1 556
  • Commerz Real AG - a)
  • Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • Commerz Real Baumanagement GmbH - a)
  • Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH - a)
  • Commerz Real Investmentgesellschaft mbH - a)
  • Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • Commerz Real Mobilienleasing GmbH - a)
  • Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH - a)
  • Commerz Securities Hong Kong Limited - 342
  • Commerz Services Holding GmbH - a)
  • Commerz Systems GmbH - a)
  • Commerz Transaction Services Finance GmbH - a) b)
  • Commerz Transaction Services Mitte GmbH - a) b)
  • Commerz Transaction Services Nord GmbH - a) b)
  • Commerz Transaction Services Ost GmbH - a) b)
  • Commerz Transaction Services West GmbH - a) b)
  • Commerzbank (Eurasija) SAO - 2 402 953
  • Commerzbank Asset Management Asia Ltd. - 46
  • Commerzbank Auslandsbanken Holding AG - a) b)
  • Commerzbank Capital Investment Company Limited - 0
  • Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. - 15
  • Commerzbank Finance BV - 80
  • Commerzbank Finance Limited - 60 094
  • Commerzbank Holdings (UK) Limited - 30 585
  • Commerzbank Holdings France - 627
  • Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH - a)
  • Commerzbank International S.A. - 1 432
  • Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l. - 15 217
  • Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. - 4 830 2)
  • Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. - 10 257 3)
  • Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. - 0
  • Commerzbank Leasing December (1) Limited - 10
  • Commerzbank Leasing December (12) Limited - 24
  • Commerzbank Leasing December (13) Limited - 0
  • Commerzbank Leasing December (26) Limited - 0
  • Commerzbank Leasing December (3) Limited - 82
  • Commerzbank Leasing Holdings Limited - 2 741
  • Commerzbank Leasing Limited - 129
  • Commerzbank Leasing March (3) Limited - 217
  • Commerzbank Leasing September (5) Limited - 6
  • Commerzbank Securities Ltd - 0
  • Commerzbank Securities Nominees Limited - 0
  • Commerzbank U.S. Finance, Inc. - 2
  • Commerzbank Zrt. - 762 229
  • CommerzFactoring GmbH - a)
  • CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. - 5 918
  • Dom Maklerski mBanku S.A. - 22 320
  • Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Alpha Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG - 13 361 c)
  • Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beta Objekt Hauptverwaltung Frankfurt KG - 13 361 c)
  • Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erfurt KG - 1 605 c)
  • Dr. Gubelt Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Am Markt KG - 508 c)
  • Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Breite Straße KG - 1 083 c)
  • Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen Lindenallee KG - 98 c)
  • Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt Neue Mainzer Straße KG - 489 c)
  • Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwabing KG - 4 041 c)
  • Dresdner Capital LLC I - 38 810
  • Dresdner Capital LLC IV - 319 943
  • Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc - 13 958
  • Dresdner Kleinwort Capital Inc. - 6
  • Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada - 177
  • Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. - 0
  • Dresdner Kleinwort Finance Inc. - 62
  • Dresdner Kleinwort Flags Inc. - 1
  • Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC - 1
  • Dresdner Kleinwort Group LLC - 1
  • Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. - 188
  • Dresdner Kleinwort Holdings LLC - 13 772
  • Dresdner Kleinwort LLC - 1
  • Dresdner Kleinwort Luminary Inc. - 4 456
  • Dresdner Kleinwort Moon LLC - 3 599
  • Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited - 0
  • Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited - 238
  • Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft - a)
  • DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH - a)
  • EHY Real Estate Fund I, LLC - 33
  • Entertainment Asset Holdings C.V. - 0
  • Entertainment Asset Holdings GP B.V. - 119
  • Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg - 79 608
  • Eschborn Capital LLC - 964
  • Eurohypo Capital Funding LLC II - 0
  • Eurohypo Capital Funding Trust II - 0
  • European Bank for Financial Services GmbH - 6 510
  • FABA Vermietungsgesellschaft mbH - a)
  • Felix (CI) Limited - 0
  • Film Library Holdings LLC - 2 672
  • Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH - 27 374
  • Garbary Sp. z o.o. - 2 089
  • GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH - 25
  • GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft Grünwald, mbH & Co. Objekt Frankfurt KG Deutschland - 17
  • Greene Elm Trading I LLC - 95
  • Greene Elm Trading II LLC - 171
  • Greene Elm Trading III LLC - 183
  • Greene Elm Trading IV LLC - 146
  • Greene Elm Trading V LLC - 13 508
  • Greene Elm Trading VI LLC - 185
  • Gresham Leasing March (1) Limited - 0
  • Gresham Leasing March (2) Limited - 30
  • Groningen Urban Invest B.V. - 0
    ```# Herradura Ltd

Hurley Investments No.3 Limited

Hypothekenbank Frankfurt AG

  • a) Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. - 1 869
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. - 649
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. - 1 892
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co 4 785
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. 2 939
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. - 5 888
  • b) Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co 853
  • b) LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH 2 992
  • Marylebone Commercial Finance (2) 0
  • mBank Hipoteczny S.A. 11 585
  • mBank S.A. 1 268 660
  • mCentrum Operacji Sp. z o.o. - 64
  • MERKUR Grundstücks GmbH -
  • a) mFaktoring S.A. - 27 124
  • mFinance France S.A. - 2
  • mLeasing Sp. z o.o. 46 067
  • mLocum S.A. 14 540
  • MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH 2 255
  • c) mWealth Management S.A. 22 090
  • NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH 11 778
  • b) Netherlands Urban Invest B.V. 0
  • NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG 77
  • NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH -
  • a) Number X Bologna S.r.l. 0
  • Number X Real Estate GmbH - 7 500
  • OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG 2 156
  • Pisces Nominees Limited 0
  • REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH 366
  • Rood Nominees Limited 0
  • Rook Finance LLC 240
  • SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH -
  • a) Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf -
  • a) Sterling Energy II LLC - 5 039
  • Sterling Energy LLC - 545
  • Tele-Tech Investment Sp. z.o.o. - 138
  • Thurlaston Finance Limited 0
  • TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH -
  • a) Twins Financing LLC 2 995
  • Urban Invest Holding GmbH - 1 896
  • Watling Leasing March (1) 0
  • WebTek Software Private Limited -16 675
  • Wilmots Leasing AB 0
  • Yarra Finance Limited 0
  • Zelos Luxembourg S.C.S. - 13 716
  • b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

scroll Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte %
1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG Düsseldorf, Deutschland 81,4
2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Balingen KG Düsseldorf, Deutschland 73,4 73,6
2. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heilbronn KG Düsseldorf, Deutschland 78,1 78,3
3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABALINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. Geschlossene Investment KG Düsseldorf, Deutschland 100,0
4) ACCOMO Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACILIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ACOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0
ACONITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 0,0
c) ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Actium Leasobjekt Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
a) ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG Düsseldorf, Deutschland 50,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Teltow KG Düsseldorf, Deutschland 94,9 94,6
ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADRUGA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AFORTUNA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGALINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AHOIH Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AHOTELLO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AJUNTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALCARDA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
5) ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMONA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALICANTE NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ALISETTA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALLATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 94,0
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0
c) ALMONDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0
6) ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte RiCö KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 85,0
ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ALZOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANCONA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ANDINO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
a) ANDINO Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
a) ANDINO Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ANDINO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
7) a) Anthusa Alpha GmbH Eschborn, Deutschland 100,0
Anthusa Beta GmbH Eschborn, Deutschland 100,0
ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARAUNA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) ARBITRIA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Ariondaz SAS Paris, Frankreich 100,0
ARMILLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASCARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Aspiro net Sp. z.o.o.# w likwidacji
Lodz, Polen 100,0

ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

ASTRADA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

Atlas-Alpha GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)

ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG

Hamburg, Deutschland 94,8 0,1 8)

AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH & Co. Zweite Legacy 600 KG

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVIO Verwaltung und Treuhand GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AVOLO Flugzeugleasinggesellschaft mbH

Karlsruhe, Deutschland 100,0

AWINTO Beteiligungs GmbH & Co. KG

Düsseldorf, Deutschland 100,0

AWINTO Verwaltungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

BENE Verwaltung und Treuhand GmbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Grünwald, Deutschland 100,0 19,0

Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

BILBAO NOVA Shipping Limited

Monrovia, Liberia 100,0

Blue Amber Fund Management S.A.

Luxemburg, Luxemburg 100,0

BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Alzenau KG

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichshafen KG

Düsseldorf, Deutschland 0,0 51,0 c)

BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lauchhammer KG

Berlin, Deutschland 0,0 c)

BRE Property Partner Sp. z o.o.

Warschau, Polen 100,0

Bremen Airportcity HKS GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 9) a)

Bremen Airportcity OLTS GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 10) a

Call Center Poland S.A.

Warschau, Polen 100,0

Call Center Poland Sp. z o.o.

Warschau, Polen 100,0

Call Connect Sp. z o.o.

Warschau, Polen 100,0

CB Lux Kirchberg GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

CCR Courtage i.L.

Paris, Frankreich 100,0

CERI International Sp. z o.o.

Lodz, Polen 100,0

CG Japan GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

CG Real Estate Luxemburg S.à.r.l.

Luxemburg, Luxemburg 100,0

CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

CGI Victoria Square Limited

London, Großbritannien 100,0

CGI Victoria Square Nominees Limited

London, Großbritannien 100,0

CIV GmbH Beta

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Glashütten, Deutschland 100,0 a)

Commerz (Nederland) N.V.

Amsterdam, Niederlande 100,0

Commerz Brasil Holding e Servicos Ltda.

São Paulo, Brasilien 100,0

Commerz Building and Management GmbH

Essen, Deutschland 100,0 a)

Commerz Europe (Ireland)

Dublin, Irland 100,0

Commerz GOA Realty Associates LLC

New York, USA 49,0 50,0 c)

Commerz Grundbesitz Gestao de Centros Commerciais, Sociedade Unipessoal, Lda.

Lissabon, Portugal 100,0

Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd.

Johannesburg, Südafrika 100,0

Commerz Management Services Limited

Dublin, Irland 100,0

Commerz Nominees Limited

London, Großbritannien 100,0

Commerz Property GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)

Commerz Real Asia Pacific Limited

Hongkong, Hongkong 100,0

Commerz Real Asset Structuring GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

Commerz Real Beteiligungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 22,9 23,0 c)

Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0 a)

Commerz Real Fund Management S.à.r.l.

Luxemburg, Luxemburg 100,0

Commerz Real Nederland B. V.

Amsterdam, Niederlande 100,0

Commerz Real Southern Europe GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

Commerz Real Western Europe GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

Commerz Realty Associates GP V, LLC

Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0

Commerz Regulatory Models GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 85,0

Commerz Trade Services Sdn. Bhd.

Kuala Lumpur, Malaysia 100,0

Commerz Trade Services Sociedad Anónima

San Jose, Costa Rica 100,0

Commerz Transaction Services Logistics GmbH

Magdeburg, Deutschland 100,0 a)

Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo

São Paulo , Brasilien 100,0

Commerzbank Capital Management Unternehmensbeteiligungs GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)

Commerzbank Investments (UK) Limited

London, Großbritannien 100,0

Commerzbank Leasing December (6) Limited

London, Großbritannien 100,0

Commerzbank Pension Trustees Limited

London, Großbritannien 100,0

Commerzbank Representative Office Nigeria Limited

Lagos, Nigeria 100,0

Commerzbank Representative Office Panama, S.A.

City of Panama, Panama 100,0

Commerzbank São Paulo Servicos Ltda.

São Paulo, Brasilien 100,0

CommerzKommunalbau GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

CommerzLeasing Anlagen-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

CommerzLeasing GmbH

Düsseldorf, Deutschland 100,0

CommerzStiftungsTreuhand GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

CommerzTrust GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

CommerzVentures GmbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0

ContactPoint Sp. z o.o.

Warschau, Polen 100,0

Crédito Germánico S.A.

Montevideo, Uruguay 100,0

CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED

Johannesburg, Südafrika 100,0

CSK Sp. z.o.o.

Lodz, Polen 100,0

DAUNUS Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 0,0 a) c)

Delphi I Eurohypo LLC

Wilmington, Delaware, USA 100,0

DFI S.r.l. in liquidazione

Mailand, Italien 100,0

Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Duisburg KG

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG i.L.

Düsseldorf, Deutschland 0,0 11) c)

Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wuppertal KG

Düsseldorf, Deutschland 100,0 99,9

DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwerin KG

Grünwald, Deutschland 0,0 c)

DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DREFUMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft & Co. Objekt Gevelsberg KG

Grünwald, Deutschland 0,0 c)

DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited

London, Großbritannien 100,0

DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

DREVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Düsseldorf, Deutschland 50,0 c)

Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 a)

EuREAM GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0

Fernwärmenetz Leipzig GmbH

Leipzig, Deutschland 100,0

FLOR Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 0,0 a) c)

FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

Forum Algarve - Gestao de Centro comercial, Sociedade Unipessoal, Lda.

Lissabon, Portugal 100,0

Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung

Eschborn, Deutschland 100,0 a)

FUHRTIVUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft Objekt Lauchhammer mbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

Galbraith Investments Limited

London, Großbritannien 100,0

General Leasing (No.16) Limited

London, Großbritannien 100,0

Gesellschaft für Kreditsicherung mbH

Berlin, Deutschland 63,3

GIE Dresdner Kleinwort France i.L.

Paris, Frankreich 100,0

GIE Victoria Aéronautique

Paris, Frankreich 100,0

GO German Office GmbH

Wiesbaden, Deutschland 100,0 a)

gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG i.L.

Eschborn, Deutschland 100,0 12)

gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus i.L.

Eschborn, Deutschland 100,0 13)

GRABINO Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0

GRADARA Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 0,0 c)

GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0

GRAFINO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Sendlinger Alm KG

Grünwald, Deutschland 100,0 15,0

GRALANA Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 0,0 c)

GRALIDA Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0

GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

GRAMOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 14) c)

GRAMOLSEMPA GmbH

Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 50,0 c)

GRAVIATION Flugzeug-Vermietungsgesellschaft mbH

Grünwald, Deutschland 0,0 c)

GRECORA GmbH

Grünwald, Deutschland 50,0 15) c)

Greene Birch Ltd.George Town, Cayman Islands | 100,0

Greene Elm Trading IX LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Greene Elm Trading VII LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Greene Elm Trading VIII LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Greene Elm Trading X LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRENDA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
GRESELA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
Gresham Leasing March (3) Limited | London, Großbritannien | 70,0
GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRILISA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
GRINA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Marzahn KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Weißensee KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dreieich KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover EXPOPark KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover Hauptbetrieb KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarlouis KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG | Grünwald, Deutschland | 0,6 | 5,0
c) GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
Grupa PINO Sp. z o.o. w likwidacji | Warschau, Polen | 100,0
H 47 Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 94,4 | 94,0
HAJOBANTA GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOBURGA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOGA-US Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOLENA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOLINDA Beteiligungsgesellschaft GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOLUCA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOMA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOMINA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJORALDIA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOSOLA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
Hamudi S.A. | Madrid, Spanien | 100,0
Haus am Kai 2 O.O.O. | Moskau, Russland | 100,0
HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0
HF Estate Management GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0
a) HIMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 0,0
a) c) Histel Beteiligungs GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0
a) Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o | Prag, Tschechien | 100,0
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Airport Bürocenter Dresden KG | Dresden, Deutschland | 83,3 | 82,7
Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH | Eschborn, Deutschland | 100,0
IMMOFIDUCIA Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0
IMO Autopflege Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH | Mülheim an der Ruhr, Deutschland | 0,0
c) IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG | Köln, Deutschland | 95,2
IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH | Köln, Deutschland | 100,0
Japanturm Betriebsgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0
16) JBBK Verwaltungs S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 0,0
c) JMD III Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0
KENSTONE GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0
a) KTC Kommunikations- und Trainings-Center Königstein GmbH | Königstein, Deutschland | 100,0
a) LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Ludwigshafen, Deutschland | 100,0
LIVIDA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Erfurt, Deutschland | 0,0
c) LOCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Air Treads KG i.L. | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Königstein KG | Grünwald, Deutschland | 0,0
c) LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0
17) a) Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Oscar KG i. L. | Grünwald, Deutschland | 100,0 | 99,6
LUTEA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Berlin, Deutschland | 0,0
c) M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) Main Incubator GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0
Mana Holdings I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Mana I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Mana II LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Mana III LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
Mana IV LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0
MARBARDA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MARBINO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | 50,0
c) MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | 50,0
c) MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MARLINTA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
Marseille Shipping Limited | Monrovia, Liberia | 100,0
Max Lease S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0
mCorporateFinance S.A. | Warschau, Polen | 100,0
Messestadt Riem "Office am See" I GmbH i.L. | Eschborn, Deutschland | 100,0
a) Messestadt Riem "Office am See" III GmbH i.L. | Eschborn, Deutschland | 100,0
a) MLV 45 Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0
MOLANA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0
c) MOLANDA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLANGA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLANKA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLANZIO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARELLA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLAREZZO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARINA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | 49,0
c) MOLARIS Geschäftsführungs GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Grundstücksverwaltung GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Immobilienverwaltung GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Managementgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARIS Objektverwaltung GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARISA Vermögensverwaltung mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLARISSA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Detmold KG | Düsseldorf, Deutschland | 0,4 | 1,0
c) MOLARONA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLAROSA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLASSA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLATHINA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBAKKA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBAMBA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0
c) MOLBERA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0
c) MOLBINA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBOLLA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH | Berlin, Deutschland | 50,0
c) MOLBRIENZA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLBURGA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCAMPO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCENTO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCLOSA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCOCO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCORA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLCREDO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLDANUM Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLDARA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLDEO Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lünen KG | Düsseldorf, Deutschland | 0,0
c) MOLDESKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. |Objekt Mallersdorf KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 18)
c) MOLDICMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLDORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLDOSSA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLENDRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLETUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLFENNA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLFINO Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 0,0
c) MOLFOKKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLFRIEDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLFUNDA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 0,0
c) MOLGABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLGATO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLGEDI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLGEKA Vermietungsgesellschaft mbH Meerbusch, Deutschland 0,0
c) MOLGERBA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLGERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLGRADO Vermietungsgesellschaft Objekt Göttingen und Oldenburg mbH Grünwald, Deutschland 50,0
c) MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 19)
c) MOLIGELA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLIGO Vermietungsgesellschaft mbH Rostock, Deutschland 0,0
c) MOLISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH Hannover, Deutschland 0,0
c) MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLKIRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLKRIMA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLMARTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLMIRA Vermietungsgesellschft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLNERA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 0,0
c) MOLOTA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 0,0
c) MOLPANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPATRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPETTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0
c) MOLPLANTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLPURA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
MOLRAWIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRESTIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRISTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRITA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 20)
c) MOLROLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRONDA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLRONDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Nürnberg KG Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLROSSI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSANTA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSCHORA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSI WA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 0,0
c) MOLSTEFFA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0
c) MOLTANDO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTARA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTERAMO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTESO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTIVOLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLTUNIS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLUGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLUNA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVANI Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVENTO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVINA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVINCA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLVORRA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLWALLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schweinfurt KG Düsseldorf, Deutschland 0,4 1,0
c) MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLWARGA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MOLWORUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ottensen KG Düsseldorf, Deutschland 0,4 1,0
c) MONATA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Montitail - Gestao de Retail Park, Sociedade Unipessoal Lda. Lissabon, Portugal 100,0
MORANO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0
c) MS "PUCCINI" Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG i.L. Hamburg, Deutschland 93,6 92,8 21)
NAVALIS Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIN A Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NAVO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf, Deutschland 10,0 15,0 c)
NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NOLICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 19,0 c)
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c)
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Görlitz KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c)
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Koblenz-Kesselheim KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c)
NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Mainz, Deutschland 100,0
NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
Nr. X Real Estate Hungary Kft. i.L. Budapest, Ungarn 100,0 22)
NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 100,0 23)
NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0
a) Octopus Investment Sp. z o.o.Warschau, Polen 100,0 OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schönborn KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) OPTIONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraftwerk Hessen KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) ORNATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 c) OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 PALERMO Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0 PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Leipzig, Deutschland 100,0 PATELLA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin, Deutschland 0,0 c) Projekt CH Lodz Sp. z o.o. Warschau, Polen 95,5 Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l. Mailand, Italien 100,0 Property Invest GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0 Property Invest Roma S.r.l. i.L. Mailand, Italien 100,0 Property Partner Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 Property Rzeczypospolitej 33 Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 Property Rzeczypospolitej 33 Sp. z o.o. spólka komandytowa Warschau, Polen 100,0 quatron Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 0,0 c) RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 RAVENNA Kraków Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 RAYMO Erste Portfolio GmbH & Co. KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 99,5 24) RAYMO Vierte Portfolio GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 25) RAYMO Zweite Portfolio GmbH & Co. KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 99,5 26) RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 REGALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf, Deutschland 0,0 27) c) RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 RIVALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eckental KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c) ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt ISF Sindlingen KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c) ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Veldhoven KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 35,0 c) ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte TANK & RAST KG Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0 c) ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn, Deutschland 100,0 a) SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 SENATORSKA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) SILVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 0,0 c) SOLTRX Transaction Services GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 a) South East Asia Properties Limited London, Großbritannien 100,0 Space Park Erste Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 90,0 TALORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) TAMOLTEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) TAMOLTESSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 c) TANECTRA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) TARA Immobilien-Verwaltungs-GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 TASKABANA erste Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG Grünwald, Deutschland 0,0 c) TASKABANA erste Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG Grünwald, Deutschland 0,0 c) TASKABANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 0,0 c) TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Streubesitz KG Düsseldorf, Deutschland 94,8 TIGNARIS Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c) TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn, Deutschland 100,0 TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KölnTurm MediaPark KG Eschborn, Deutschland 100,0 TOULON NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0 T-Rex Verwaltungs GmbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 28) U.S. Residential I GP, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0 c) U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington, Delaware, USA 90,0 VALENCIA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0 Windsor Asset Management GP Ltd. Toronto, Kanada 49,0 0,0 c) Windsor Canada Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 0,0 c)

  1. Assoziierte Unternehmen
    a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen
Name Sitz Kapitalanteil % insg. Abweichende Stimmrechte % Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 31,6 EUR 201 032 14 125
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio, Schweiz 32,7 CHF 161 662 19 936
Capital Investment Trust Corporation Taipeh, Taiwan 24,0 TWD 3 582 445 760
Commerz Finanz GmbH München, Deutschland 49,9 EUR 852 718 90 635
Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft Frankfurt am Main, Deutschland 40,0 EUR 91 787 4 579
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf, Deutschland 49,9 EUR 536 -213
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 50,0 USD 91 904 11 539
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf, Deutschland 21,0 EUR 101 569 -4 156
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0 EUR 6 017 -20 630

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte %
AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG München, Deutschland 47,4
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG Düsseldorf, Deutschland 23,4 25,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG Düsseldorf, Deutschland 5,2 23,0
Apartamenty Nowej Rzeczypospolitej Sp. z o.o. sp.k. Warschau, Polen 28,6
ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 50,0
BONUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 30,0
Düsseldorfer Börsenhaus GmbH Düsseldorf, Deutschland 20,0
FRAST Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kokerei KG Grünwald, Deutschland 0,0 c)
GIE Cinquieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3
GIE Go Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GIE Hu Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GIE Quatrieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3
GMF German Mittelstand Fund GmbH i. L. Frankfurt am Main, Deutschland 23,5
GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland 24,8 28,8
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Plauen-Park KG Düsseldorf, Deutschland 21,4 21,3
Industriedruck Krefeld Kurt Janßen GmbH & Co KG Krefeld, Deutschland 25,7
Kapelaansdijk I BV Amsterdam, Niederlande 25,0
Koppelenweg I BV Hoevelaken, Niederlande 33,3
MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG i.L. Düsseldorf, Deutschland 5,0 33,3 29)
MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. BETA KG i.L. Grünwald, Deutschland 29,4 29,0
MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Radolfzell KG Düsseldorf, Deutschland 21,0
MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landkreis Hildburghausen KG Düsseldorf, Deutschland 6,0 31,0
MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG Drochtersen, Deutschland 30,5
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen Düsseldorf, Deutschland 0,0 50,0
NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L. Pöcking, Deutschland 2,5 25,0
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaiser-Karree KG Grünwald, Deutschland 85,0 43,0 c)
OSCA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L. Grünwald, Deutschland 26,0
Pinova GmbH & Co. Erste Beteiligungs KG München, Deutschland 41,8
PRUNA Betreiber GmbH Grünwald, Deutschland 51,0
RECAP/Commerz AMW Investment, L. P. New York, USA 50,0
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L. Frankfurt am Main, Deutschland 33,3
SCI L Argentiere Grenoble, Frankreich 30,0
SITA Immobilia GmbH & Co. KG Köln, Deutschland 5,1 50,0
True Sale International GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 23,1
  1. Gemeinschaftsunternehmen
    a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen
Name Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte % Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
Apartamenty Molo Rybackie Sp. z o.o. Gdynia, Polen 50,0 PLN 15 674 -326
Delphi I LLC Wilmington, Delaware, USA 33,3 EUR -491 -18 691
FV Holding S.A. Brüssel, Belgien 60,0 EUR 1 250 -59
Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 50,0 EUR 23 321 -15 233

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

Name Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte %
Bonitos GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 50,0
Bonitos Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 50,0
NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH Luxemburg, Luxemburg 49,5
  1. Strukturierte Unternehmen
    a) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10 einbezogene strukturierte Unternehmen
Name Sitz Segment Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte % Währung Eigenkapital Tsd.
Borromeo Finance S.r.l. Mailand, Italien C&M EUR 22 593
Bosphorus Capital Ltd.

3. Accounting Policies

3.1. Basis of Preparation

3.2. Consolidation

a) Non-subsidiaries not included in the Group Financial Statements pursuant to IFRS 10

This is a list of structured entities which are not consolidated due to their limited relevance.

Name Seat Segment Capital Share (%) Discrepant Voting Rights (%)
Bosphorus Investments Limited Dublin, Irland C&M EUR - 456
CoCo Finance II- 2 Ltd. Dublin, Irland C&M EUR - 1 374
CoSMO Finance II- 2 Ltd. Dublin, Irland MSB EUR 1
Danube Delta PLC Wilmington, Delaware, USA C&M EUR - 36 706
Greenway Infrastructure Capital Plc St. Helier, Jersey C&M GBP 0
Justine Capital SRL Mailand, Italien C&M EUR - 5 929
LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald, Deutschland SuK 100,0 16,7 EUR - 6 606
Liffey Emerald Limited Dublin, Irland C&M EUR 0
Livingstone Mortgages Limited London, Großbritannien C&M EUR 61 869
MERKUR Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG Grünwald, Deutschland SuK 3,9 EUR - 133 485
Metrofinanciera Warehousing 2007 Wilmington, Delaware, USA C&M EUR 19
Plymouth Capital Limited St. Helier, Jersey C&M EUR 0
SME Commerz SCB GmbH Frankfurt am Main, Deutschland MSB EUR 4
Thames SPC St. Helier, Jersey C&M EUR 0

b) Structured entities not included in the Group Financial Statements pursuant to IFRS 10

Name Seat Segment Capital Share (%) Discrepant Voting Rights (%)
Caduceus Compartment 5 Luxemburg, Luxemburg C&M
CB MezzCAP Limited Partnership St. Helier, Jersey MSB
CoTrax Finance II- 2 DAC Dublin, Irland MSB
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Brigachschiene KG Grünwald, Deutschland PK
HSC Life Policy Pooling S.A.R.L. Luxemburg, Luxemburg C&M
MOLKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kaltenkichen KG Düsseldorf, Deutschland PK
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haar KG Düsseldorf, Deutschland PK
Opera Germany No. 2 plc. Dublin, Irland NCA
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Burscheid KG Düsseldorf, Deutschland PK
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kleve KG Düsseldorf, Deutschland PK

5. Investment Funds

a) Investment funds included in the Group Financial Statements pursuant to IFRS 10

Name Seat Segment Investor's Share in the Fund (%) Discrepant Voting Rights (%) Currency Fund Volume (in thousands)
Agate Assets S.A. S014 Luxemburg, Luxemburg C&M 100,0 EUR 62,380
CDBS-Cofonds Frankfurt am Main, Deutschland PK 100,0 EUR 135,850
CDBS-Cofonds II Frankfurt am Main, Deutschland PK 100,0 EUR 96,026
CDBS-Cofonds III Frankfurt am Main, Deutschland PK 100,0 EUR 106,139
CDBS-Cofonds IV Frankfurt am Main, Deutschland PK 100,0 EUR 106,517
CDBS-Cofonds V Frankfurt am Main, Deutschland PK 100,0 EUR 104,327
ComStage ATX® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 44,7 EUR 16,284
ComStage CAC 40® Leverage UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 82,6 EUR 5,953
ComStage CAC 40® Short GR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 66,7 EUR 3,307
ComStage CAC 40® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 51,6 EUR 13,214
ComStage CBK 10Y US-Treasury Future Short TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 99,2 USD 20,323
ComStage CBK 10Y US-Treasury Future TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 99,8 USD 19,970
ComStage CBK Commodity ex-Agriculture Monthly EUR Hedged TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 99,2 EUR 20,700
ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Double Short TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 98,8 USD 19,874
ComStage CBK U.S. Treasury Bond Future Short TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 99,9 USD 20,061
ComStage Commerzbank Bund-Future Double Short TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 5,3 EUR 55,961
ComStage Commerzbank Bund-Future Leveraged TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 78,2 EUR 5,979
ComStage Commerzbank Bund-Future Short TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 2,3 EUR 556,735
ComStage Commerzbank Bund-Future TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 37,9 EUR 20,181
ComStage Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 8,2 USD 216,653
ComStage Commerzbank EONIA Index TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 20,9 EUR 73,770
ComStage Commerzbank FED Funds Effective Rate Index TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 7,6 USD 46,195
ComStage DAX® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 1,5 EUR 694,516
ComStage DivDAX® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 6,4 EUR 48,109
ComStage Dow Jones Industrial Average UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 16,2 USD 64,222
ComStage Dow Jones Switzerland Titans 30 Net TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 27,6 CHF 46,072
ComStage EURO STOXX 50® Daily Leverage UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 42,8 EUR 19,273
ComStage EURO STOXX 50® Daily Short GR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 34,5 EUR 16,740
ComStage EURO STOXX 50® NR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 0,0 EUR 267,709
ComStage EURO STOXX® Select Dividend 30 NR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 14,1 EUR 54,375
ComStage F.A.Z. Index UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 7,5 EUR 34,656
ComStage FR DAX® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 5,9 EUR 94,529
ComStage FR EURO STOXX 50® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 20,9 EUR 43,542
ComStage FTSE 100 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 38,9 GBP 12,549
ComStage FTSE China A50 UCITS ETF (ETF024) Luxemburg, Luxemburg C&M 50,4 USD 17,338
ComStage HSCEI UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 11,9 HKD 33,223
ComStage HSI UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 39,1 HKD 24,120
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 3- 5 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 48,5 EUR 25,588
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 5- 7 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 93,4 EUR 5,803
ComStage iBOXX Germany Covered Capped 7- 10 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 89,6 EUR 8,882
ComStage iBOXX Germany Covered Capped Overall TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 74,4 EUR 9,545
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 10- 15 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 68,9 EUR 14,148
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 1- 3 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 16,9 EUR 105,445
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 15+ TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 77,8 EUR 17,201
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 25+ TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 30,5 EUR 16,023
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 3- 5 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 65,8 EUR 373,531
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 3m- 1 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 28,0 EUR 34,439
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 5- 7 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 64,6 EUR 371,105
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified 7- 10 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 42,9 EUR 22,368
ComStage iBOXX Liquid Sovereigns Diversified Overall TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 7,4 EUR 79,284
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 10+ TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 59,9 EUR 43,773
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 1- 5 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 61,7 EUR 8,120
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 3m- 2 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 89,0 EUR 6,033
ComStage iBOXX Sovereigns Germany Capped 5- 10 TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 42,5 EUR 24,699
ComStage iBOXX Sovereigns Inflation-Linked Euro-Inflation TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 51,4 EUR 17,055
ComStage LevDAX® x2 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 25,0 EUR 27,430
ComStage MDAX® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 0,2 EUR 53,304
ComStage MSCI EM Eastern Europe TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 59,8 USD 11,242
ComStage MSCI Emerging Markets Leveraged 2x Daily TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 31,5 USD 10,854
ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 0,6 USD 68,319
ComStage MSCI EMU TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 63,9 USD 7,417
ComStage MSCI Europe Large Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 53,0 USD 7,479
ComStage MSCI Europe Mid Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 33,3 USD 14,995
ComStage MSCI Europe Small Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 5,1 USD 43,792
ComStage MSCI Europe TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 38,5 USD 23,870
ComStage MSCI Italy TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 98,4 EUR 21,242
ComStage MSCI Japan 100% Daily Hedged Euro UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 18,1 EUR 8,540
ComStage MSCI Japan TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 34,1 USD 10,178
ComStage MSCI North America TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 21,0 USD 90,760
ComStage MSCI Pacific ex Japan TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 38,1 USD 18,468
ComStage MSCI Pacific TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 14,1 USD 91,438
ComStage MSCI Russia 30% Capped TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 19,0 USD 8,355
ComStage MSCI Spain TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 92,3 EUR 18,962
ComStage MSCI Taiwan TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 71,6 USD 15,530
ComStage MSCI USA Large Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 37,1 USD 22,059
ComStage MSCI USA Mid Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 45,1 USD 34,205
ComStage MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 21,9 USD 60,833
ComStage MSCI USA TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 44,1 USD 346,377
ComStage MSCI World TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 1,3 USD 623,540
ComStage MSCI World with EM Exposure Net UCITS ETF (ETF130) Luxemburg, Luxemburg C&M 74,5 USD 3,768
ComStage Nasdaq- 100® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 4,2 USD 193,359
ComStage Nikkei 225® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 12,5 JPY 45,526
ComStage NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 6,3 USD 143,348
ComStage PSI 20® Leverage UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 64,2 EUR 22,802
ComStage PSI 20® UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 19,5 EUR 75,332
ComStage S&P 500 Euro Daily Hedged Net TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 2,6 EUR 42,997
ComStage S&P 500 UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 34,4 USD 45,796
ComStage S&P SMIT 40 Index TRN UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 48,6 EUR 15,690
ComStage SDAX® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 52,3 EUR 5,456
ComStage ShortDAX® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 13,7 EUR 100,184
ComStage ShortMDAX TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 41,0 EUR 9,452
ComStage SICAV Luxemburg, Luxemburg C&M 22,0 EUR 6,837,039
ComStage SPI® TR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M 87,2 CHF 30,340
ComStage STOXX® Europe 600 Automobiles & Parts NR UCITS ETF Luxemburg, Luxemburg C&M

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10 in den Konzernabschluss einbezogene Investmentfonds

Name Sitz Segment Anteil des Investors am Fonds % Abweichende Stimmrechte % Anlagestruktur
1 Plus 01/2017 R Luxemburg, Luxemburg C&M 26,5
CBK SICAV Commerzbank Strategiefonds Multi Asset I Luxemburg, Luxemburg C&M 100,0
Commerzbank Aktientrend Deutschland I Luxemburg, Luxemburg C&M 91,2
Commerzbank Aktientrend Deutschland R Luxemburg, Luxemburg C&M 41,7
Commerzbank Rohstoff Strategie I USD Luxemburg, Luxemburg C&M 100,0
Commerzbank Rohstoff Strategie R USD Luxemburg, Luxemburg C&M 100,0
Commerzbank Wertsicherungsfonds plus I Luxemburg, Luxemburg C&M 59,2
Commerzbank Wertsicherungsfonds plus II Luxemburg, Luxemburg C&M 97,3
Europa One Annecy, Frankreich C&M 100,0
GET Capital Quant Global Equity Fonds Luxemburg, Luxemburg C&M 62,3
  1. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet
Name Sitz Kapitalanteil % Abweichende Stimmrechte %
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn, Deutschland 13,9
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main, Deutschland 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen, Deutschland 7,1
Schufa Holding AG Wiesbaden, Deutschland 17,9

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Commerz Real Immobilien GmbH in CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH
2) Umfirmiert: von Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l. in Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c.
3) Umfirmiert: von Commerzbank Leasing 5 S.à r.l. in Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c.
4) Umfirmiert: von ACCOMO Hotelportfolio GmbH & Co. Geschlossene Investment KG in ACCOMO Hotel HafenCity GmbH & Co. Geschlossene Investment KG
5) Umfirmiert: von ALCARDA Beteiligungsgesellschaft mbH in ALCARDA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L.
6) Umfirmiert: von ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L.
7) Umfirmiert: von ABESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in ANDINO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH
8) Umfirmiert: von Campus Futura GmbH & Co. KG in AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG
9) Umfirmiert: von Bremen Airportcity HKS GmbH i.Gr. in Bremen Airportcity HKS GmbH
10) Umfirmiert: von Bremen Airportcity OLTS GmbH i.Gr. in Bremen Airportcity OLTS GmbH
11) Umfirmiert: von Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG in Dr. Gubelt Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Potsdam Alte Wache KG i.L.
12) Umfirmiert: von gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG in gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG i.L.
13) Umfirmiert: von gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus in gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus i.L.
14) Umfirmiert: von MOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH in GRAMOLDISCUS Vermietungsgesellschaft mbH
15) Umfirmiert: von DRECORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in GRECORA GmbH
16) Umfirmiert: von CRI Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH in Japanturm Betriebsgesellschaft mbH
17) Umfirmiert: von G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH in LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH
18) Umfirmiert: von MOLDESKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mallersdorf KG i. Gr. in MOLDESKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mallersdorf KG
19) Umfirmiert: von MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH i.Gr. in MOLHABIS Vermietungsgesellschaft mbH
20) Umfirmiert: von MOLRITA GmbH in MOLRITA Vermietungsgesellschaft mbH
21) Umfirmiert: von NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG in NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG i.L.
22) Umfirmiert: von Nr. X Real Estate Hungary Kft. in Nr. X Real Estate Hungary Kft. i.L.
23) Umfirmiert: von NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L.
24) Umfirmiert: von RAYMO Erste Portfolio KG in RAYMO Erste Portfolio GmbH & Co. KG
25) Umfirmiert: von RAYMO Vierte Portfolio GmbH i.G. in RAYMO Vierte Portfolio GmbH
26) Umfirmiert: von RAYMO Zweite Portfolio KG in RAYMO Zweite Portfolio GmbH & Co. KG
27) Umfirmiert: von REGALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in REGALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L.
28) Umfirmiert: von CGG Canada Grundbesitz GmbH in T-Rex Verwaltungs GmbH
29) Umfirmiert: von MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG in MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG i.L.
30) Umfirmiert: von ComStage ETF SMI® UCITS ETF in ComStage Dow Jones Switzerland Titans 30 Net TR UCITS ETF
31) Umfirmiert: von Viaduct Invest FCP - SIF in Viaduct Invest FCP-SIF Luxfund- 1

Anmerkungen und Erläuterungen

a) Beherrschungs- beziehungsweise Ergebnisabführungsvertrag.
b) Auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurde gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB verzichtet.
c) Agent-Beziehung.

Erläuterung zur Angabe des Geschäftszwecks nach § 26a KWG sowie zu den Segmenten:

Kürzel Erläuterung
BETGE Beteiligungsgesellschaften
KAFOG Kapitalanlage- und Fondsgesellschaften
KREDI Kreditinstitute
SOFDL Sonstige Finanzdienstleistungsunternehmen
SOUNT Sonstige Unternehmen
VERSI Versicherung
C&M Corporates & Markets
MSB Mittelstandsbank
PK Privatkunden
SuK Sonstige und Konsolidierung
NCA Non-Core Assets

Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2015

Land Währung Kurs
Brasilien BRL 4,3117
Großbritannien GBP 0,7340
Indien INR 72,0215
Japan JPY 131,0700
Polen PLN 4,2639
Russland RUB 80,6736
Schweden SEK 9,1895
Schweiz CHF 1,0835
Singapur SGD 1,5417
Taiwan TWD 35,8196
Ungarn HUF 315,9800
USA USD 1,0887

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender
Uwe Tschäge1 Stellv. Vorsitzender Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Hans-Hermann Altenschmidt1 Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015) Vorsitzender des Vorstands Münchener RückversicherungsGesellschaft AG
Gunnar de Buhr1 Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Stefan Burghardt1 Niederlassungsleiter Mittelstandsbank Bremen Commerzbank Aktiengesellschaft
Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015) Vorstand BP Europe SE
Karl-Heinz Flöther Selbstständiger Unternehmensberater
Dr. Markus Kerber Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Alexandra Krieger1 Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/ Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Oliver Leiberich1 Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Stefan Lippe Unternehmer
Beate Mensch1 Gewerkschaftssekretärin Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Landesbezirk Hessen
Anja Mikus (seit 30.4.2015) Chief Investment Officer Arabesque Asset Management Group
Dr. Roger Müller General Counsel Deutsche Börse AG
Dr. Helmut Perlet Vorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE
Barbara Priester1 Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft
Mark Roach1 Gewerkschaftssekretär Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Bundesverwaltung
Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015) Geschäftsführende Gesellschafterin bzw. Geschäftsführerin diverser Unternehmen innerhalb des Family Office Schadeberg und der Krombacher Unternehmensgruppe
Margit Schoffer1 Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft
Nicholas Teller Chairman of the Advisory Board E. R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Blessing Vorsitzender
Frank Annuscheit
Markus Beumer
Dr. Marcus Chromik (seit 1.1.2016)
Stephan Engels
Michael Reuther
Dr.Stefan Schmittmann (bis 31.12.2015)
Martin Zielke

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 22. Februar 2016

Der Vorstand
Martin Blessing
Frank Annuscheit
Markus Beumer
Marcus Chromik
Stephan Engels
Michael Reuther
Martin Zielke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 23. Februar 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer
Helge Olsson, Wirtschaftsprüferin

Weitere Informationen

― Wir informieren über die Zusammensetzung unseres Zentralen Beirats und über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank. In einem Glossar informieren wir über die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt, des Weiteren über die Angaben zur Belastung von Vermögenswerten und über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.

Zentraler Beirat

Dr. Simone Bagel-Trah
Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses
Henkel AG & Co. KGaA
Düsseldorf

Dott. Sergio Balbinot
Mitglied des Vorstands
Allianz SE
München

Dr. Olaf Berlien
Vorsitzender des Vorstands
OSRAM LICHT AG
München

Dr. Werner Brandt
Ehemaliger Finanzvorstand
SAP AG
Frankfurt

Cathrina Claas-Mühlhäuser
Vorsitzende des Aufsichtsrats und Stellv. Vorsitzende des Gesellschafterausschusses
CLAAS KGaA mbH
Harsewinkel

Georg Denoke
Mitglied des Vorstands, CFO
Linde AG
München

Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann
Persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter
Peter Kölln KGaA
Elmshorn

Dr. Holger Engelmann
Vorsitzender des Vorstands
Webasto SE
Stockdorf

Ulrich Grillo
Vorsitzender des Vorstands
Grillo-Werke AG
Duisburg

Dr. Margarete Haase
Finanzvorstand
Deutz AG
Köln

Karl-Erivan W. Haub
Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter
Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG
Mülheim an der Ruhr

Dr. Marion Helmes
Berlin

Uwe Lüders
Vorsitzender des Vorstands
L. Possehl & Co. mbH
Lübeck

Dipl.-Kfm. Friedrich Lürßen
Geschäftsführender Gesellschafter
Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG
Bremen

Prof. Hans Georg Näder
Geschäftsführender Gesellschafter
Otto Bock HealthCare GmbH
Duderstadt

Hans Dieter Pötsch
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Volkswagen AG
Wolfsburg

Dr. Helmut Reitze
Intendant a. D.
Hessischer Rundfunk
Frankfurt am Main

Georg F.W. Schaeffler
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Schaeffler AG
Herzogenaurach

Dr. Stefan Schmittmann
Grünwald

Dr. Ernst F. Schröder
Bielefeld

Dr. Jan Szomburg
President
The Gdansk Institute for Market Economics
Gdansk

Roland Vogel
Mitglied des Vorstands
Hannover Rück SE
Hannover

Dr. Michael Werhahn
Mitglied des Verwaltungsrats
Wilh. Werhahn KG
Neuss

Dr. Wendelin Wiedeking
Unternehmer
Bietigheim-Bissingen

Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Mitte, Nord, Nordwest, Ost, Süd, Südwest und West finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de > Investor Relations > Corporate Governance > Beiräte.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
Stand: 31.12.2015

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Martin Blessing
b) CommerzVentures GmbH¹
Vorsitzender
mBank S.A.¹

Frank Annuscheit
a) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.
stellv. Vorsitzender
comdirect bank Aktiengesellschaft¹
stellv. Vorsitzender
b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V.
stellv. Vorsitzender
Commerz Services Holding GmbH¹
Vorsitzender

Markus Beumer
a) ABB AG
b) DAW SE

Dr. Marcus Chromik
(seit 1.1.2016)
b) mBank S.A.¹(seit 1.1.2016)

Stephan Engels
a) Hypothekenbank Frankfurt AG¹
Vorsitzender
b) CommerzVentures GmbH¹
stellv. Vorsitzender
mBank S.A.¹

Michael Reuther
a) RWE Power AG
b) EUREX Deutschland AöR
Frankfurter Wertpapierbörse AöR
Landwirtschaftliche Rentenbank AöR
Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Dr.# Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB Stand: 31.12.2015

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)

  • Stefan Schmittmann (bis 31.12.2015)
    • Hypothekenbank Frankfurt AG¹
  • Martin Zielke
    • comdirect bank Aktiengesellschaft¹
    • Commerz Real AG¹
  • Klaus-Peter Müller
    • Fresenius Management SE
    • Fresenius SE & Co. KGaA
    • Linde Aktiengesellschaft (bis 31.12.2015)
  • Hans-Hermann Altenschmidt
    • BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG
    • BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.
  • Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015)
    • ERGO Versicherungsgruppe AG¹
    • Munich Health Holding AG¹
  • Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015)
  • Karl-Heinz Flöther
    • Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main
  • Dr. Markus Kerber
    • KfW-Bankengruppe
  • Alexandra Krieger
    • AbbVie Komplementär GmbH
    • Evonik Resource Efficiency GmbH (seit 21.8.2015)
  • Dr. Stefan Lippe
    • Acqupart Holding AG, Zug
    • AXA S.A.
    • Celsius Pro AG
    • Paperless AG
  • Beate Mensch
    • Münchener RückversicherungsGesellschaft Aktiengesellschaft, München
  • Anja Mikus (seit 30.4.2015)
  • Dr. Helmut Perlet
    • Allianz SE
    • GEA GROUP AG
  • Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015)
    • Krones AG
  • Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

  • Stefan Schmittmann (bis 31.12.2015)
    • Schaltbau Holding AG
    • mBank S.A.¹
  • Martin Zielke
    • Commerz Real Investmentgesellschaft mbH¹
    • mBank S.A.¹
  • Klaus-Peter Müller
    • Parker Hannifin Corporation
  • Hans-Hermann Altenschmidt
    • BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V.
  • Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015)
  • Gunnar de Buhr
  • Stefan Burghardt
  • Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015)
  • Karl-Heinz Flöther
  • Dr. Markus Kerber
    • Computershare Limited, Melbourne
  • Alexandra Krieger
  • Oliver Leiberich
  • Dr. Stefan Lippe
    • stellvertretender Vorsitzender
  • Beate Mensch
  • Anja Mikus (seit 30.4.2015)
  • Dr. Roger Müller
  • Dr. Helmut Perlet
  • Barbara Priester
  • Mark Roach
  • Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015)
    • Lindt & Sprüngli AG
  • Margit Schoffer
  • Nicholas Teller
    • Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG
  • Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
    • Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien
    • Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien
    • OMV Aktiengesellschaft, Wien
    • Vienna Insurance Group AG, Wien

¹ Konzernmandat.

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB Stand: 31.12.2015

  • Dr. Marcus Chromik (bis 31.12.2015)
    • Düsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft (bis 31.12.2015)
    • VALOVIS BANK AG (bis 31.12.2015)
  • Volker Ergler
    • Stadtwerke Viernheim GmbH
  • Gerold Fahr
    • Stadtwerke Ratingen GmbH
  • Martin Fischedick
    • Borgers AG
  • Jörg van Geffen
    • Häfen und Güterverkehr Köln AG
  • Sven Gohlke
    • Bombardier Transportation GmbH
  • Christoph Heins
    • Commerz Real AG¹
  • Jochen H. Ihler
    • Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
  • Marcus König
    • Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung
    • VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
  • Michael Kotzbauer
    • Hypothekenbank Frankfurt AG¹
  • Werner Lubeley
    • TNT Express GmbH
  • Michael Mandel
    • Commerz Real AG¹
    • Schufa Holding AG
  • Fredun Mazaheri
    • VALOVIS BANK AG (seit 1.1.2016)
  • Dr. Annette Messemer
    • Commerz Real AG¹
    • K+S Aktiengesellschaft
  • Stefan Nodewald
    • SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft
  • Dr. Bettina Orlopp
    • Hypothekenbank Frankfurt AG¹
  • Sabine Schmittroth
    • comdirect bank Aktiengesellschaft¹
  • Dirk Schuster
    • Commerz Real AG¹
  • Holger Werner
    • Commerz Real AG¹
  • Rupert Winter
    • Klinikum Burgenlandkreis GmbH

¹ Konzernmandat.

Glossar

  • Additional-Tier-1-Kapital
    Das Additional-Tier-1-Kapital ("zusätzliches Kernkapital") besteht aus hybriden Kapitalinstrumenten, die bestimmte in der CRR definierte Anforderungen erfüllen müssen. Das Additional Tier 1 stellt die zweithöchste Qualität aufsichtsrechtlichen Kapitals dar.
  • Asset-backed Securities (ABS)
    Forderungsbesicherte Wertpapiere, deren Zins- und Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen einer Verbriefung begeben.
  • Backtesting
    Verfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu werden über einen längeren Zeitraum tatsächlich aufgetretene Verluste der prognostizierten Verlustobergrenze gegenübergestellt.
  • Bankbuch
    Im Bankbuch werden sämtliche Bankgeschäfte erfasst, die nicht dem Handelsbuch zuzuordnen sind.
  • Benchmarktransaktion/-emission
    Bezugsgrößen wie Indizes, die zum Beispiel im Portfoliomanagement eingesetzt werden. Sie können zum einen die Ausrichtung der Anlagestrategie bestimmen, indem sie dem Portfoliomanager als Orientierung für die Zusammensetzung von Portfolios dienen. Zum anderen dienen sie als Maßstab für den Anlageerfolg.
  • Capital Requirements Regulation (CRR)/Capital Requirements Directive (CRD IV)
    Das CRD-IV-Paket, bestehend aus einer Verordnung (CRR) und einer Richtlinie (CRD), setzt die Basel-3-Regeln seit dem 1. Januar 2014 in europäisches Recht um. Die CRR ist unmittelbar im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anzuwenden und enthält regulatorische Anforderungen für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen hinsichtlich der Themenbereiche Solvabilität, Großkredite, Verbriefungen, Liquidität, Verschuldung (Leverage) und Offenlegung. Zur Konkretisierung dieser Vorschriften dienen sogenannte technische Standards, die von der European Banking Authority (EBA) erarbeitet und der Europäischen Kommission erlassen werden. Im Gegensatz zur CRR ist die CRD IV durch die Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen und umfasst neben Regelungen zur aufsichtlichen Zusammenarbeit insbesondere die qualitativen Vorschriften der Säule II zur aufsichtlichen Überprüfung und Bewertung sowie die Kapitalpufferanforderungen.
  • Collateralised Debt Obligations (CDOs)
    ABS, die durch einen Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, die insbesondere Kredite verbriefen, besichert werden.
  • Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS)
    Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS.
  • Common-Equity-Tier-1-Kapital
    Das Common-Equity-Tier-1-Kapital ("hartes Kernkapital") definiert das haftende Eigenkapital höchster Qualität gemäß CRR. Es besteht vor allem aus Gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklage und einbehaltenen Gewinnen (Gewinnrücklage). Das Common Equity Tier 1 wird um diverse Kapitalabzugspositionen gekürzt.
  • Common-Equity-Tier-1-Quote
    Die Common-Equity-Tier-1-Quote ("harte Kernkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und dem Gesamtrisikobetrag.
  • Corporate Governance
    Corporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen im Besonderen dem Schutz der Aktionäre.
  • Credit Default Swap (CDS)
    Ein CDS ist ein Kreditderivat, das zur Übertragung des Ausfallrisikos aus einem Referenzaktivum (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) eingesetzt wird. Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine Ausgleichszahlung.
  • Credit Valuation Adjustments (CVA)
    Ausfallrisiko von Kontrahenten bei positiven Derivatepositionen.
  • Debit Valuation Adjustments (DVA)
    Ausfallrisiko der Commerzbank bei negativen Derivatepositionen.
  • Deckungsquote (Coverage Ratio)
    Das Verhältnis der Summe von Risikovorsorge und Sicherheiten zum Default-Volumen bezeichnet die Deckungsquote inklusive Sicherheiten.
  • Default-Portfolio
    Kreditportfolio der als ausgefallen klassifizierten Kredite (ausgefallen gemäß den Baseler Regelungen).
  • Derivate
    Derivate sind Finanzinstrumente, deren Bewertung sich vom Preis eines Basiswerts (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) ableitet. Diese Instrumente bieten unter anderem Möglichkeiten zur Absicherung von Risiken (Hedging).
  • Equity-Methode
    Die Equity-Methode ist ein Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen werden. Das anteilige Jahresergebnis des Unternehmens wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung als laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals des at-Equity-bewerteten Unternehmens.
  • Europäische Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA)
    Die EBA wurde von der Europäischen Union als Bestandteil des Europäischen Finanzaufsichtssystems eingerichtet. Die Aufgaben der EBA umfassen insbesondere die Entwicklung technischer Regulierungs- und Durchführungsstandards sowie die Herausgabe von Leitlinien und Empfehlungen. Zudem werden von der EBA europäische Regulierungs- und Aufsichtsstandards entwickelt, die den Rahmen für die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden bilden.
  • Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (European Financial Stability Facility - EFSF)
    Die EFSF ist eines der Mittel der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten der Eurozone, die dazu dienen sollen, "die finanzielle Stabilität im gesamten Euro-Währungsgebiet zu sichern". Damit ist die EFSF Teil der allgemein als Euro-Rettungsschirm bezeichneten Maßnahmenpakete. Sie ist mit Garantien der Euro-Staaten in Höhe von 750 Mrd. Euro abgesichert und hat eine Verleihkapazität von ca. 440 Mrd. Euro.
  • Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)
    Internationale Finanzinstitution des Euroraums mit Sitz in Luxemburg zur Stabilisierung des Euro-Währungsgebiets. Seit dem 1. Juli 2013 ist der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) die einzige Institution für die finanzielle Unterstützung von Mitgliedstaaten des Euroraums. Seit diesem Tag ist die EFSF nicht mehr für die Finanzierung von Programmen oder neuen Kreditfazilitäten zuständig.
  • Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority - ESMA)
    ist eine unabhängige EU-Behörde, die zur Stabilität des Finanzsystems in der EU beitragen soll, indem sie die Integrität, die Transparenz, die Effizienz und die Funktionsweise der Wertpapiermärkte sicherstellt und den Anlegerschutz intensiviert. Sitz der Behörde ist Paris.# Funding Valuation Adjustments (FVA)

Berücksichtigung zum Zeitwert von Refinanzierungskosten oder -erträgen bei unbesicherten Derivaten sowie bei besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können.

Future

Der Future-Kontrakt ist ein verbindlicher Vertrag, der beide Vertragsparteien dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis zu einem vereinbarten Datum zu liefern beziehungsweise zu übernehmen. Im Gegensatz zur Option ist der Future sehr stark standardisiert.

Gesamtrisikobetrag

Für die Ermittlung der Angemessenheit der Eigenmittel wird das regulatorische Kapital dem Gesamtrisikobetrag gegenübergestellt. Der Gesamtrisikobetrag wird als Summe aller Risikoaktiva (RWA) und dem 12,5-Fachen der Eigenmittelanforderungen für Marktpreisrisiken, Kreditbewertungsrisiken bei OTC-Derivaten (CVA-Charge) und operationellen Risiken der Bank ermittelt.

Goodwill

Der Goodwill ist der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert des hierfür erworbenen Reinvermögens (deutscher Fachbegriff: Geschäfts- oder Firmenwert).

Handelsbuch

Positionen im Handelsbuch werden zum Zwecke der kurzfristigen Weiterveräußerungs- und Gewinnerzielungsabsicht gehalten und bestehen im Wesentlichen aus Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen. Im Handelsbuch werden auch eng mit Handelsbuchpositionen verbundene Positionen ausgewiesen, die der Absicherung von Risiken im Handelsbuch dienen.

Hedging

Hedging ist eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern.

Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP)

Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen.

International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS)

Die IFRS/IAS sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, international vergleichbare, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens bereitzustellen.

Konfidenzniveau

Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value-at-Risk definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet.

Kreditderivat

Finanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, zum Beispiel einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen. Sie werden unter anderem zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Kreditderivat ist der Credit Default Swap.

Latente Steuern

Latente Steuern sind zukünftige Steuerbe- beziehungsweise Steuerentlastungen, die aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten beziehungsweise Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels- oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste beziehungsweise Steuergutschriften führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche/Steuerschulden sind getrennt von den tatsächlichen Steueransprüchen/Steuerschulden auszuweisen.

Leverage Ratio

Mit der Leverage Ratio ("Verschuldungsquote") soll das Verhältnis des regulatorischen Kernkapitals zu einer regulatorisch angepassten Bilanzsumme und außerbilanziellen Positionen gemessen werden. Die mit dem Rahmenwerk Basel 3 eingeführte Kennziffer wird voraussichtlich ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule I darstellen, ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der CRR an die Aufsicht zu melden.

Liquidity Coverage Ratio (LCR)

Mit der LCR werden das Baseler Rahmenwerk und dessen Umsetzung in EU-Recht um eine strukturelle Liquiditätskennziffer erweitert, die eine fristenkongruente Refinanzierung der Aktivseite sicherstellen soll. Die LCR ist voraussichtlich ab 2018 als bankaufsichtliche Mindestanforderung einzuhalten.

Mark-to-Market

Unter Mark-to-Market wird die Bewertung von Positionen zu aktuellen, notierten Marktpreisen verstanden.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen verstehen sich dabei als leitende Ziele.

Net Stable Funding Ratio (NSFR)

Mit der NSFR wird das Baseler Rahmenwerk um eine strukturelle Liquiditätskennziffer erweitert, die misst, ob Aktivpositionen, die wenig fungibel sind und eine langfristige Finanzierung erfordern, auch eine angemessene Anzahl entsprechender langfristiger Refinanzierungsinstrumente gegenüberstehen. Die NSFR ist voraussichtlich ab 2018 als bankaufsichtliche Mindestanforderung einzuhalten.

Netting

Aufrechnung betrags- oder risikomäßig gegenläufiger Positionen.

Option

Die Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner (Käufer der Option) das einseitige Recht einräumt, eine im Voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Wertes zu einem vorab festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.

OTC

OTC ist die Abkürzung für "Over the Counter"; damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten bezeichnet.

Rating

Standardisierte Bonitätsbeurteilung/Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings) oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's ermittelt werden (externe Ratings).

Residential Mortgage-backed Securities (RMBS)

Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS.

Reverse-Repo

Eine Vereinbarung zum Rückkauf von Wertpapieren aus Sicht des Käufers.

Risikogewichtete Aktiva oder Risikoaktiva (RWA)

Die regulatorische Quantifizierung der Kreditrisiken erfolgt durch die Berechnung der risikogewichteten Aktiva und kann grundsätzlich nach zwei Ansätzen, dem Kreditrisikostandardansatz (KSA) und dem Internen Rating-basierten Ansatz (IRBA) vorgenommen werden. Für den IRBA wird die Höhe der RWA mithilfe der Parameter Forderungsbetrag (EAD), der intern durch die Bank ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verlustquote bei Ausfall (LGD) berechnet. Für den KSA ist der Forderungsbetrag (EAD) mit einem Risikogewicht zu multiplizieren, des von der Aufsicht vorgegeben oder in Abhängigkeit vom externen Rating des Kontrahenten vergeben wird.

STOXX

Bei der "Indexfamilie" STOXX handelt es sich um ein System europäischer Benchmark-, Blue-Chip- sowie Branchenindizes.

Stresstesting

Mit Stresstests werden die Auswirkungen krisenhafter Kapitalmarktveränderungen auf die Risikoposition untersucht. In der Commerzbank werden risikoartenspezifische und integrierte risikoartenübergreifende Stresstests unterschieden. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden makroökonomische Stresstests (Szenarioanalysen auf Basis makroökonomischer Prognosen) durchgeführt. Dabei wird der Einfluss makroökonomischer Rahmenbedingungen sowohl auf die Risikoposition als auch die Kapitalbestandteile betrachtet.

Swaps

Swaps sind derivative Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und/oder Währungsbeträge) über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme getauscht (zum Beispiel fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus die Möglichkeit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten.

Tier-1-Kapital

Das Tier-1-Kapital ("Kernkapital") setzt sich zusammen aus Common-Equity-Tier-1-Kapital ("hartes Kernkapital") und Additional-Tier-1-Kapital ("zusätzliches Kernkapital").

Tier-1-Quote

Die Tier-1-Quote ("Kernkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem Kernkapital und der risikogewichteten Aktiva (RWA).

Tier-2-Kapital

Das Tier-2-Kapital ("Ergänzungskapital") besteht aus Kapitalinstrumenten, wie beispielsweise nachrangigen Verbindlichkeiten, die bestimmte in der CRR definierte Anforderungen erfüllen müssen.

Total-Capital-Quote

Die Total-Capital-Quote ("Gesamtkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem Kernkapital (Tier 1) zuzüglich des Ergänzungskapitals (Tier 2) und der risikogewichteten Aktiva (RWA).

Verbriefung

Im Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (zum Beispiel Kredite oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und auf einen Käufer (in der Regel auf eine Zweckgesellschaft; SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (zum Beispiel ABS). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des Emittenten.

Volatilität

Mit dem Begriff "Volatilität" wird die Kursschwankung eines Wertpapiers beziehungsweise einer Währung bezeichnet. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der Kurshistorie berechnet beziehungsweise implizit aus einer Preissetzungsformel. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Halten der Anlage.

90 days past due

Ein Ausfallkriterium gemäß CRR.# Engagements

Engagements, die länger als 90 Tage (unter Berücksichtigung von Bagatellgrenzen) rückständig sind, müssen demgemäß als Ausfall geschlüsselt werden. Bei der Commerzbank findet dies in der Ratingklasse 6.1 Berücksichtigung. Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter www.commerzbank.de.

Abbildungsverzeichnis

Abbildungen Seite
1 Entwicklung Commerzbank-Aktie 23
2 Aktionärsstruktur 25
3 Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt 67
4 Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2015 68
5 Fälligkeitsprofil des Konzerns 100
6 Organisation des Risikomanagements 110
7 Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick 119
8 Commerzbank-Masterskala 120

Tabellenverzeichnis

Tabellen Seite
1 Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 24
2 Pensionsanwartschaften der aktiven Vorstandsmitglieder 37
3 Gesamtzielerreichungsbeträge der Vorstandsmitglieder 38
4 Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Vorjahr 39
5 Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) 42
6 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 und zum Vergleich für das Geschäftsjahr 2014 46
7 Ergebnisrechnung Commerzbank-Konzern 64
8 Kurzfassung Bilanz Commerzbank-Konzern 66
9 Kennzahlen Privatkunden 71
10 Kennzahlen Mittelstandsbank 76
11 Kennzahlen Central & Eastern Europe 81
12 Kennzahlen Corporates & Markets 86
13 Kennzahlen Non-Core Assets 91
14 Mitarbeiterzahlen der Commerzbank - Kopfzahlen 95
15 Mitarbeiterzahlen nach Segmenten - Vollzeitkräfte 95
16 Reales Bruttoinlandsprodukt 2015-2017 98
17 Wechselkurse 2015-2017 99
18 Risikotragfähigkeit Konzern 114
19 Risikoaktiva Konzern 115
20 Kreditrisikokennzahlen Konzern 121
21 Ratingverteilung Konzernportfolio 121
22 Konzernportfolio nach Regionen 122
23 Risikovorsorge Konzern 122
24 Default-Portfolio Konzern 123
25 Verteilung Default-Klassen 123
26 Überziehungen Konzern 123
27 Kreditrisikokennzahlen Kernbank 124
28 Ratingverteilung Kernbankportfolio 124
29 Risikovorsorge Kernbank 124
30 Default-Portfolio Kernbank 124
31 Überziehungen Kernbank 124
32 Kreditrisikokennzahlen Segment Privatkunden 125
33 Default-Portfolio Segment Privatkunden 125
34 Kreditrisikokennzahlen Segment Mittelstandsbank 125
35 Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank 126
36 Kreditrisikokennzahlen Segment Central & Eastern Europe 126
37 Default-Portfolio Segment Central & Eastern Europe 126
38 Kreditrisikokennzahlen Segment Corporates & Markets 126
39 Default-Portfolio Segment Corporates & Markets 127
40 Kreditrisikokennzahlen Segment Non-Core Assets 127
41 Risikovorsorge Segment Non-Core Assets 127
42 Default-Portfolio Segment Non-Core Assets 127
43 CRE-Portfolio nach Regionen 128
44 Default-Portfolio CRE 128
45 Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen 129
46 Teilportfolio Corporates nach Branchen 130
47 FI-Portfolio nach Regionen 130
48 NBFI-Portfolio nach Regionen 131
49 Originatorenpositionen 131
50 Forbearance-Portfolio nach Segmenten 132
51 Forbearance-Portfolio nach Regionen 132
52 VaR der Portfolios im Gesamtbuch 134
53 VaR der Portfolios im Handelsbuch 134
54 VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch 134
55 Risikoaktiva und ökonomisch erforderliches Kapital OpRisk 140
56 OpRisk-Ereignisse 140

Angaben zur Belastung von Vermögenswerten

Die nachstehende Offenlegung erfolgt nach Artikel 100 in Verbindung mit Artikel 443 der Capital Requirements Regulation (CRR) unter Berücksichtigung der Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken über die Refinanzierung von Kreditinstituten (ESRB 2012/2). Nach den zugehörigen Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (GL/2014/03) ist ein Vermögenswert als belastet zu behandeln, wenn er verpfändet wurde oder Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäfts ist, von dem er nicht frei abgezogen werden kann. Verpfändete Vermögenswerte, die Freigabebeschränkungen unterliegen, wie Vermögenswerte, die vor der Verwendung einer Zustimmung Dritter oder eines Ersatzes durch andere Vermögenswerte bedürfen, sind als belastet anzusehen.

Die Commerzbank-Gruppe bietet vielfältige standardisierte wie kundenspezifische Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden sowie öffentliche und institutionelle Kunden an. Die Belastung von Vermögenswerten der Bank hat damit folgende wesentlichen Auslöser:

  • Ergänzung der Refinanzierung des Kreditgeschäfts der Bank durch gedeckte Schuldverschreibungen (insbesondere Pfandbriefe) und Verbriefungen,
  • Wertpapierleihe und Repo-Geschäfte zur Refinanzierung von Wertpapiergeschäft,
  • Derivategeschäft und damit verbundene Sicherheitenstellung,
  • Besicherung von Drittmitteln, die von Förderbanken für förderfähige Aktiva bereitgestellt werden (Fördergeschäft).

Hierbei erfüllt die Commerzbank für besichertes Wertpapiergeschäft oder Geschäfte in Derivaten handelsübliche Übersicherungsanforderungen (beispielsweise nach ISDA Master Agreement oder deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Gedeckte Schuldverschreibungen der Commerzbank erfüllen neben den Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung höhere Übersicherungsanforderungen der Ratingagenturen. Die Übersicherung für gedeckte Schuldverschreibungen aus Programmen, die sich im Abbau befinden, wurden auf die Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung reduziert und jeweils öffentlich gemacht.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu belasteten und unbelasteten Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns nach CRR auf Basis des Medianwertes der vergangenen vier Quartale des Geschäftsjahres 2015:

Mio. € Belastete Vermögenswerte Buchwert Belastete Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert Unbelastete Vermögenswerte Buchwert Unbelastete Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert
Aktiva 124 563 442 844
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 22 397 22 397 13 952 13 865
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 18 309 18 750 86 455 83 508
Sonstige Vermögenswerte 83 857 342 437

Mehr als 50 % der unbelasteten Sonstigen Vermögenswerte können mittelbar ebenfalls zur Besicherung herangezogen werden. Zu den nicht belastbaren Vermögenswerten zählen im Wesentlichen Forderungen mit Wertpapierhinterlegung, Derivate ohne Collaterals oder Nettingvereinbarung sowie nicht finanzielle Vermögenswerte.

Die erhaltenen Sicherheiten beziehungsweise ausgegebenen eigenen Schuldtitel setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2015 | Mio. € Beizulegender Zeitwert der belasteten erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel Beizulegender Zeitwert der erhaltenen Sicherheiten bzw. ausgegebenen eigenen Schuldtitel, die zur Belastung infrage kommen
Erhaltene Sicherheiten 73 728 35 525
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 9 401 8 678
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 64 327 25 403
Sonstige erhaltene Sicherheiten - 1 444
Begebene eigene Schuldverschreibungen außer eigenen gedeckten Schuldverschreibungen oder forderungsunterlegten Wertpapieren - 3 370

Die mit belasteten Vermögenswerten verbundenen beziehungsweise besicherten Verbindlichkeiten stellten sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2015 | Mio. € Deckung der Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten oder ausgeliehenen Wertpapiere Vermögenswerte, erhaltene Sicherheiten und andere ausgegebene eigene Schuldtitel als belastete Pfandbriefe und Asset-backed Securities Buchwert ausgewählter Verbindlichkeiten
133 603 153 168

Quartalsergebnisse nach Segmenten

1. Quartal 2015

Mio. € Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 429 444 135 320 149 -32 1 445
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -13 -35 -23 47 -97 -37 -158
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 416 409 112 367 52 -69 1 287
Provisionsüberschuss 474 291 47 104 5 -6 915
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 26 20 251 152 111 560
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 1 47 2 -203 24 -128
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 14 - - 2 -2 - 14
Sonstiges Ergebnis 5 -2 5 -12 10 -27 -21
Erträge vor Risikovorsorge 923 760 254 667 111 70 2 785
Erträge nach Risikovorsorge 910 725 231 714 14 33 2 627
Verwaltungsaufwendungen 740 383 139 412 105 178 1 957
Operatives Ergebnis 170 342 92 302 -91 -145 670
Restrukturierungsaufwendungen - - - 50 16 - 66
Ergebnis vor Steuern 170 342 92 252 -107 -145 604

2. Quartal 2015

Mio. € Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 462 423 133 617 17 -54 1 598
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -21 -57 -24 -11 -142 -25 -280
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 441 366 109 606 -125 -79 1 318
Provisionsüberschuss 442 262 56 99 6 -10 855
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 40 15 -210 -9 76 -87
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 -12 1 5 -9 75 61
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 11 2 - 7 - -3 17
Sonstiges Ergebnis 7 -10 3 13 -41 20 -8
Erträge vor Risikovorsorge 924 705 208 531 -36 104 2 436
Erträge nach Risikovorsorge 903 648 184 520 -178 79 2 156
Verwaltungsaufwendungen 722 355 112 336 77 135 1 737
Operatives Ergebnis 181 293 72 184 -255 -56 419
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - - -
Ergebnis vor Steuern 181 293 72 184 -255 -56 419

3. Quartal 2015

Mio. € Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
Provisionsüberschuss
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Ergebnis aus Finanzanlagen
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
Sonstiges Ergebnis
Erträge vor Risikovorsorge
Erträge nach Risikovorsorge
Verwaltungsaufwendungen
Operatives Ergebnis
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern

Gewinn-und-Verlust-Rechnung | Mio. €

2015 2014¹ 2013 2012 2011
Zinsüberschuss 5 779 5 357 6 161 6 487 6 724
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -696 -1 144 -1 747 -1 660 -1 390
Provisionsüberschuss 3 424 3 260 3 206 3 249 3 495
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 499 596 -82 73 1 986
Ergebnis aus Finanzanlagen -7 82 17 81 -3 611
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 82 44 60 46 42
Sonstiges Ergebnis -15 -577 -87 -77 1 253
Verwaltungsaufwendungen 7 157 6 929 6 797 7 029 7 992
Operatives Ergebnis 1 909 689 731 1 170 507
Restrukturierungsaufwendungen 114 61 493 43 -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - - -268 -
Ergebnis vor Steuern 1 795 628 238 859 507
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 618 256 66 803 -240
Nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 115 106 91 103 109
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 1 062 266 81 -47 638

Kennzahlen

2015 2014¹ 2013 2012 2011
Ergebnis je Aktie (€) 0,88 0,23 0,09 -0,48 1,84
Operative Eigenkapitalrendite³ (%) 6,5 2,5 2,7 4,0 1,7
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis²,³ (%) 3,8 1,0 0,3 -0,2 2,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 73,3 79,1 73,3 71,3 80,8

Bilanz | Mrd. €

31.12.2015 31.12.2014¹ 31.12.2013¹ 31.12.2012 31.12.2011
Bilanzsumme 532,6 558,3 550,8 636,0 661,8
Kreditvolumen 230,4 241,2 246,7 272,8 303,9
Bilanzielles Eigenkapital 30,4 27,0 27,0 26,3 24,8

Kapitalquoten | %

2015 2014 2013 2012 2011
Kernkapitalquote 13,8 11,7 13,5 13,1 11,1
Eigenkapitalquote 16,5 14,6 19,2 17,8 15,5

Lang-/Kurzfrist-Ratings

Moody's Investors Service, New York Standard & Poor's, New York Fitch Ratings, New York/London
Baa1/P-2 BBB+/A-2 BBB/F2
Baa1/P-2 A-/A-2 A+/F1+
Baa1/P-2 A-/A-2 A+/F1+
A3/P-2 A/A-1 A+/F1+
A2/P-1 A/A-1 A+/F1+

¹ Anpassung Vorjahr aufgrund der Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems sowie weiterer Restatements.
² Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
³ Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital.

4. Quartal 2015 Mio. €

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 450 404 153 524 30 -17 1 544
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 25 -73 -22 11 -53 - -112
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 475 331 131 535 -23 -17 1 432
Provisionsüberschuss 416 272 56 97 2 -14 829
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 5 -14 10 -298 22 7 -268
Ergebnis aus Finanzanlagen -11 -4 30 69 -25 40 99
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 32 3 - 1 - - 36
Sonstiges Ergebnis 2 - 2 -7 6 -11 -8
Erträge vor Risikovorsorge 894 661 251 386 35 5 2 232
Erträge nach Risikovorsorge 919 588 229 397 -18 5 2 120
Verwaltungsaufwendungen 759 376 148 350 43 68 1 744
Operatives Ergebnis 160 212 81 47 -61 -63 376
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - 20 20
Ergebnis vor Steuern 160 212 81 47 -61 -83 356

4. Quartal 2014 Mio. €

Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non-Core Assets Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 535 404 145 250 -26 -116 1 192
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -5 -27 -28 -11 -74 -1 -146
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 530 377 117 239 -100 -117 1 046
Provisionsüberschuss 439 265 56 67 2 -4 825
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - -18 25 95 154 38 294
Ergebnis aus Finanzanlagen -2 -50 -2 -1 2 14 -39
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 11 1 - 2 - 1 15
Sonstiges Ergebnis -6 -3 4 3 16 8 22
Erträge vor Risikovorsorge 977 599 228 416 148 -59 2 309
Erträge nach Risikovorsorge 972 572 200 405 74 -60 2 163
Verwaltungsaufwendungen 732 357 99 328 68 135 1 719
Operatives Ergebnis 240 215 101 77 6 -195 444
Restrukturierungsaufwendungen - - - 7 - 21 28
Ergebnis vor Steuern 240 215 101 70 6 -216 416

Herausgeber
Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.

Konzept und Gestaltung
wirDesign Berlin Braunschweig

Fotografie
Anita Back c/o Laif (S. 52)
Alexandra Lechner (S. 14)
Deniz Saylan (S. 10)
Marcel Schaar (Titel, S. 1, S. 4, S. 5/unten, S. 6, S. 7, S. 70, S. 75, S. 85)
alle übrigen Bilder: Commerzbank

Druck und Verarbeitung
Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen

Titel
Lena Kuske, Leiterin einer Commerzbank-Filiale in Hamburg

Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.

Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 11. März 2016

Die Commerzbank arbeitet klimaneutral. Die durch das Papier dieses Geschäftsberichts verursachten Treibhausgasemissionen werden von der Commerzbank durch Investitionen in hochwertige Klimaschutzprojekte kompensiert. Weitere Informationen unter: klimaneutrale.commerzbank.de

Finanzkalender 2016/2017

  • 20. April 2016 Hauptversammlung
  • 3. Mai 2016 Zwischenbericht zum 31. März 2016
  • 2. August 2016 Zwischenbericht zum 30. Juni 2016
  • 4. November 2016 Zwischenbericht zum 30. September 2016
  • Ende März 2017 Geschäftsbericht 2016

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