AI assistant
Commerzbank AG — Annual Report 2015
Apr 1, 2016
81_rns_2016-04-01_b75330f1-676b-4945-ae5f-435b6a7205a6.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

COMMERZBANK Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Lagebericht
der Commerzbank Aktiengesellschaft
Struktur und Organisation
Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 16 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit.
Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeiten in die vier operativen Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe, mit denen sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die vier operativen Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt, die Zuständigkeit für die Konzernbereiche innerhalb von NCA ist auf zwei Vorstände aufgeteilt.
Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security, Group Delivery Center und Group Exzellenz & Support. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.
Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Hypothekenbank Frankfurt AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 37 Repräsentanzen in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Unternehmerische Verantwortung
Nicht erst seit dem Weltklimagipfel 2015 in Paris ist Klimaschutz für die Commerzbank ein wichtiger Aspekt ihrer unternehmerischen Verantwortung. Das zeigt sich zum einen im Kerngeschäft etwa bei der Finanzierung von regenerativer Energie oder dem Emissionsrechtehandel. Zum anderen aber auch in unserem Bemühen, den eigenen ökologischen Fußabdruck immer weiter zu reduzieren. Um diesem Engagement öffentlich Nachdruck zu verleihen, hat sich die Commerzbank 2015 verschiedenen Initiativen angeschlossen. Dazu zählt die "Carbon Pricing Leadership Coalition" der Weltbank. Die Teilnehmer machen sich für einen weltweiten Preis für CO2 -Emissionen stark, der den durch Treibhausgase entstandenen Schäden entspricht. Ein weiteres Beispiel ist die Initiative RE100, bei der sich Unternehmen aus aller Welt zur Umstellung auf erneuerbare Energien verpflichten. Aber nicht nur in Sachen Klima gilt: Die Commerzbank strebt eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung an, die Risiken für unser Geschäft vermeidet und zugleich die Chancen einer zukunftsorientierten Ausrichtung erschließt.
Integrität als Richtschnur täglichen Handelns
Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung ist ein gesetzeskonformes und ethisch einwandfreies Verhalten. Das war in der Vergangenheit nicht immer gegeben. Im März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen Behörden in den USA bezüglich gravierender Verstöße gegen US-Sanktionsbestimmungen und Geldwäschegesetze geschlossen. Diese Vergleiche hatten nicht nur Strafzahlungen in Höhe von rund 1,5 Mrd. US-Dollar (rund 1,2 Mrd. Euro) zum Inhalt. Sie sehen auch vor, dass die Commerzbank mit einem umfangreichen Programm (ARC -Achieving a Robust Compliance Framework) die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften durch ihre Mitarbeiter sicherstellt. Dafür verbessert die Commerzbank ihre Compliance-Funktion und stärkt das Compliance-Management in allen Geschäftseinheiten weltweit. Über das Programm ARC hinaus weisen die Vorstände regelmäßig darauf hin, dass die Bank ihre umfassenden Compliance-Pflichten ernst nimmt und dies auch von jedem einzelnen Mitarbeiter erwartet ("Tone from the top"). Im Herbst 2015 hat der Vorstand eine aktualisierte Fassung der verbindlichen Verhaltensgrundsätze, des sogenannten "Code of Conduct" vorgelegt. Sie geben einen Orientierungsrahmen für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit und machen deutlich, was die Commerzbank und ihr Vorstand von allen Mitarbeitern im Konzern erwarten: Nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch, sich innerhalb unseres Wertegerüsts - den ComWerten - zu bewegen. Dem Wert Integrität kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Nur mit integrem Verhalten schaffen wir die Grundlage für Vertrauen, das Kunden und Geschäftspartner in unsere Bank setzen. Dieses Vertrauen ist unser wichtigstes Kapital. Alle Mitarbeiter der Commerzbank übernehmen deswegen Verantwortung für ihr Handeln. Den Führungskräften kommt hierbei eine Vorbildrolle zu.
Eine weitere wichtige Konzerneinheit für die Definition der Leitplanken unserer Geschäftstätigkeit ist das Reputationsrisiko-Management. Im Geschäftsjahr 2015 bewertete die Abteilung gut 5 400 Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielten (2014: rund 5 000). Die Zahl der Votierungen erhöhte sich damit leicht. Ein Schwerpunkt der Abteilungsaktivitäten bestand in der Optimierung der Reputationsrisiko-Prozesse in den Segmenten Mittelstandsbank, Privatkunden sowie Corporates & Markets. Anfragen, die nicht mit unserem Verständnis unternehmerischer Verantwortung vereinbar waren, erhielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung. Dies betraf beispielsweise die Themenfelder Atomkraft, Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2015 überarbeitete die Abteilung darüber hinaus ihre Bewertungskriterien zum Umgang mit Kohlekraft und in Bezug auf Menschenrechte.
Nachhaltiges Angebot
Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet der Commerzbank zahlreiche Geschäftschancen: Der Einsatz regenerativer Energien, die Steigerung von Energieeffizienz und die Reduzierung von Treibhausgasen erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. So leistet die Commerzbank bereits seit Mitte der 1980er-Jahre einen beachtlichen Beitrag zur Finanzierung erneuerbarer Energien. Das Kreditportfolio des Competence Center Energy umfasste 2015 rund 5,1 Mrd. Euro (2014: 4,6 Mrd. Euro). Etwa 17 % der gesamten in Deutschland erzeugten Windleistung hat die Commerzbank finanziert.
Die Energiewende birgt auch für unsere mittelständischen Kunden Herausforderungen, unter anderem in Form gestiegener Strompreise. Energieeffizienz-Management ist zu einer wichtigen unternehmerischen Aufgabe geworden. Die Mittelstandsbank der Commerzbank hat 2015 eine Kooperation mit drei TÜV-Gesellschaften geschlossen, um mit einer gemeinsamen technischen, strategischen und finanziellen Beratung die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen auf Unternehmensseite zu schaffen. Die Commerzbank liefert die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Finanzierungslösung unter Einbindung zinsgünstiger Förderkredite.
Daneben wächst auf der Anlageseite das Interesse an nachhaltigen Angeboten. Mit dem 2015 aufgelegten Fonds "Commerzbank Globale Aktien - Katholische Werte" können Anleger an der Entwicklung eines internationalen Aktienportfolios partizipieren, dessen Anlagestrategie an Nachhaltigkeitskriterien der katholischen Kirche ausgerichtet ist. Grundlage bilden über 700 Aktien aus dem MSCI World Index, die im Catholic Value Custom Index abgebildet sind.
Als eine der führenden Banken in der Abwicklung des Außenhandels beschäftigen die Commerzbank Fragen der Nachhaltigkeit auch in Bezug auf den globalen Handel. Die Finanzbranche kann bei der Transformation hin zu einem nachhaltiger ausgerichteten Handel eine führende Rolle übernehmen. Daher haben wir 2015 gemeinsam mit dem Analyse- und Beratungsunternehmen Oxford Analytica eine zweiteilige Studie zum nachhaltigen Handel erarbeitet. Sie dient als Anregung zu einem intensiven Austausch zwischen Politik, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Verbrauchern.
Einen ganz anderen, nicht minder wichtigen Aspekt von Nachhaltigkeit stellt die Kundenorientierung dar. Grundlage für eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung bildet der direkte Dialog. Dafür gibt es im Privatkundensegment den Commerzbank-Kundenbeirat, der 2015 neu besetzt wurde. 25 ehrenamtliche Beiräte begleiten die Entwicklung der Bank für 3 Jahre, geben Anregungen zu Beratung, Produkten und Services, nehmen an Workshops, Befragungen und Pilotierungen teil und diskutieren mit Management und Fachexperten.
Aktiver Klimaschutz
Ein weiterer Baustein unserer Nachhaltigkeitsleistung ist der betriebliche Umweltschutz. Das Klimaziel der Commerzbank, das eine Verringerung der CO2 -Emissionen um 70 % bis 2020 gegenüber 2007 vorsieht, ist mit einer Reduktion von 67,1 % Ende 2014 bereits größtenteils erreicht. Seit 2015 wird der nicht vermeidbare Treibhausgasausstoß durch Kauf und Stilllegung hochwertiger CO2 -Zertifikate kompensiert. Die Commerzbank arbeitet damit klimaneutral. Dieses Engagement wurde im Rahmen der DQS-Nachhaltigkeitskonferenz ausgezeichnet: Die Commerzbank erhielt den "German Award for Excellence 2015" in der Kategorie Carbon Footprint. Außerdem erreichte die Bank im "CDP Climate Disclosure Ranking 2015" mit 100 von 100 möglichen Punkten den Status "Sector Leader Financials" für die Klimawandelberichterstattung in der DACH-Region.
Ziel unserer konzernweiten Klimastrategie bleibt es, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren. Dafür haben wir 2015 verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Eine davon ist die neue Bankwagenrichtlinie, die stärkere Anreize für CO2 -arme Fahrzeuge im Firmenleasing setzt. Je nach CO2 -Ausstoß wird die Leasingrate bis zu 125 Euro pro Monat günstiger oder bis zu 175 Euro teurer.
Außerdem können Mitarbeiter nun auch Elektrofahrzeuge leasen und als Poolwagen für Dienstfahrten an ausgewählten Standorten nutzen. Mit dem 2015 überarbeiteten Standard für eine nachhaltige Beschaffung nehmen wir darüber hinaus stärkeren Einfluss auf unsere Lieferanten.
Einsatz für eine zukunftsfähige Gesellschaft
Die Commerzbank versteht sich als Teil der Gesellschaft und sieht es als ihre Aufgabe, positiven Einfluss auf ihr Umfeld zu nehmen. Durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte, die Unterstützung von freiwilligem Mitarbeiterengagement und die Tätigkeit von 9 Stiftungen bringen wir uns für das Gemeinwohl ein. So beispielsweise mit dem Commerzbank-Umweltpraktikum, einem gemeinsamen Projekt mit 25 deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten. Seit 1990 haben mehr als 1 400 Studierende ein mehrmonatiges Praxissemester in den Schutzgebieten absolviert. Das Praktikum kombiniert den Einsatz für Naturschutz und Umwelt mit Bildungsangeboten an Studierende aller Fachrichtungen. Ziel ist es, junge Menschen für nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und ihnen berufliche Perspektiven im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen. Die Commerzbank organisiert und finanziert das Praktikum, die Schutzgebiete betreuen die Praktikanten fachlich. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum hat die deutsche UNESCO-Kommission im November 2015 das Commerzbank-Umweltpraktikum als offizielles Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und geht an besondere Projekte und Initiativen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.
Vertiefende Informationen zum Nachhaltigkeitsmanagement der Commerzbank sind im Bericht zur unternehmerischen Verantwortung 2015 zusammengeführt. Er besteht aus zwei Teilen: Einem gedruckten Magazin mit anschaulichen Beispielen und einer im Internet verfügbaren detaillierten Bilanz entlang der Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI). Diese GRI-Bilanz entspricht auch den Anforderungen eines Fortschrittsberichts zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Alle Berichtsteile sowie fortlaufend aktuelle Informationen finden sich im Internetportal "Unsere Verantwortung": www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.
Unsere Mitarbeiter
Engagierte und kompetente Mitarbeiter sind die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Bank. Unser Anspruch als Multikanalbank ist es, unseren Kunden mit umfassendem Service und innovativen Produkten zur Seite zu stehen. Zugleich stellen wir uns den Anforderungen der Arbeitswelt 4.0, die von wachsender Vernetzung und Digitalisierung sowie neuen Formen der Arbeitsorganisation bestimmt ist. Mit unseren vielfältigen Instrumenten der Personalpolitik schaffen wir ein Umfeld, das von attraktiven Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten geprägt ist.
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft ging zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1 312 oder 3,4 % auf 36 884 zurück.
Personalstrategie weiterentwickelt
Die Commerzbank hat im Berichtsjahr ihre personalpolitischen Leitplanken in ihrer Personalstrategie neu definiert. Daraus leitet sich auch eine Neuaufstellung des Personalbereichs ab. Durch die klare Ausrichtung an den Zielen der Bank wird die Qualität der Personalarbeit weiter verbessert und der Wertbeitrag hieraus erhöht. Besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen "Recruiting und Personalentwicklung", sowie "Performance-Management und Vergütung". Wie in anderen Bereichen der Bank auch gehören Standardisierung, Automatisierung und Sourcing zu den wesentlichen Stellschrauben. Um Kosten zu senken und damit die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Commerzbank zu sichern, stellt sich der Personalbereich noch effizienter auf und lagert einen Teil der standardisierbaren Tätigkeiten aus, zum Beispiel die Bearbeitung von Vertrags- oder Adressänderungen.
Partner bei Restrukturierungsmaßnahmen
Vor dem Hintergrund verschärfter Wettbewerbsbedingungen und einem schwierigen Marktumfeld überprüfen alle Segmente der Bank regelmäßig, ob ihr Geschäftsmodell und ihre Prozesse noch effizient genug sind oder angepasst werden müssen. Die Voraussetzung, um Innovationen und Veränderungen umzusetzen, ist die konstruktive und professionelle Zusammenarbeit der Bank mit den Arbeitnehmergremien. Seit Anfang des Berichtsjahres bündeln wir unsere Kompetenzen zur personalwirtschaftlichen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen in einem eigenen Bereich. Der Personalbereich berät und begleitet die Banksegmente und trägt so maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung neuer Organisationsstrukturen oder neuer Geschäftsmodelle bei. Kommt es im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen zum Abbau von Stellen, nutzt die Bank alle personalwirtschaftlichen Instrumente, um den Abbau sozialverträglich zu gestalten. Mitarbeiter können sich von spezialisierten internen Personalberatern unterstützen lassen und zur beruflichen Neuorientierung Coachings und Orientierungsworkshops nutzen. Ziel ist es, intern oder auch extern ein neues berufliches Tätigkeitsfeld zu finden.
Einheitliches Führungsverständnis als Voraussetzung für Unternehmenserfolg
Um den Erfolg der Bank langfristig zu sichern, ist ein gemeinsam geteiltes zukunftsorientiertes Führungsverständnis erforderlich. Im Berichtsjahr wurden die Eckpunkte dazu erarbeitet und entsprechende Grundsätze formuliert. Sie orientieren sich an sechs Dimensionen für ein werteorientiertes Führungsverständnis: Kundenorientierung vorleben, Leistung erbringen, Erfolg haben, zusammenarbeiten, Richtung geben und Vorbild sein. Die Führungsgrundsätze bilden einen einheitlichen Standard für Führungsverhalten in der gesamten Bank und gelten sowohl in der Zusammenarbeit mit internen und externen Kunden als auch Mitarbeitern.
Frauen in Führungspositionen
Die Bank hatte sich bereits 2010 das Ziel gesetzt, bis Ende 2015 konzernweit über alle Führungsebenen einen Frauenanteil von 30 % zu erreichen. Im Berichtsjahr lag die Quote bei 28,5 %. Die Besetzung von Frauen in Führungspositionen gehört weiterhin zu den wichtigen Zielen der Commerzbank. Bereits im März 2015 hat der Vorstand nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern" beschlossen, für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands eine Zielquote bis zum 30. Juni 2017 zu benennen, die dem zum 31. Dezember 2014 erreichten Stand entspricht. Die veröffentlichten Zielquoten sind aber nicht als Planzahlen zu verstehen. So wurde zum Beispiel die Besetzungsquote auf der ersten Führungsebene im Berichtsjahr von 8 % auf über 18 % gesteigert. Für die Bank ist es erklärtes Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern, unabhängig von gesetzlichen Regelungen. Diese Entscheidung ist von der Überzeugung geleitet, dass eine Position alleine nach Qualifizierung und Kompetenz besetzt werden soll - unabhängig vom Geschlecht. Nähere Erläuterungen finden sich im Geschäftsbericht 2015 des Konzerns im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 32.
Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Commerzbank das international aktive Frauennetzwerk Courage. Dort kommen Kolleginnen zusammen, um die Chancen und Möglichkeiten von Frauen in der Commerzbank zu steigern. Die Bank profitiert vom Zuwachs an Know-how und Erfahrungen der Netzwerkerinnen. Seit 2014 fördert die Commerzbank mit der Etablierung des Formats "She-VIP-Lunch" auch den Austausch erfolgreicher Frauen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Im gemeinsamen Diskurs werden aktuelle Themen mit Bezug zur Frauenförderung wie beispielsweise Arbeiten 4.0 besprochen.
Arbeitswelt 4.0: neue Angebote und Antworten
Digitale Technologien haben massiven Einfluss auf unsere Arbeitsbedingungen. Wir sind in unserer Arbeit nicht mehr notwendigerweise an einen festen Ort und starre Zeiten gebunden. Viele, vor allem jüngere Menschen empfinden dies als große Chance, Arbeit selbstbestimmt und nach ihren persönlichen Lebensumständen auszurichten. Für Mitarbeiter wird es immer wichtiger, Privatleben und Beruf gut miteinander zu vereinbaren. Das zeigt auch die Väterstudie in der Commerzbank, für die wir im Berichtsjahr rund 1 000 Väter, darunter auch Führungskräfte, befragt haben.
Die klassische Geschlechterrolle rückt zunehmend in den Hintergrund. Frauen besetzen immer häufiger Führungspositionen und Väter orientieren sich stärker an ihren Familien. So haben im Berichtsjahr 367 Väter im Durchschnitt 2,2 Monate Elternzeit genommen. Kinderbetreuung wird immer mehr zur gemeinsamen Aufgabe in einer Partnerschaft. Darin unterstützt die Commerzbank ihre Mitarbeiter. Sie bietet bundesweit circa 320 Vollzeitplätze in Kindertagesstätten, Kindergärten und in einem Schülerhort in Frankfurt an. Zudem vermittelt der PME-Familienservice für die Mitarbeiter bundesweit kostenfrei Plätze in Betreuungseinrichtungen, sollte ein Platz in der betrieblichen Kinderbetreuung nicht infrage kommen.
Flexibilität und Mobilität als entscheidende Wettbewerbsvorteile
Wie sich Arbeit langsam von der Vorstellung eines festen Büroarbeitsplatzes löst, zeigt die Arbeitsplatzgestaltung in den Lateral Towers in Frankfurt mit der Umsetzung unseres "New-Work-Konzepts". In dem Bürogebäude gibt es weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter, dafür aber viele Arbeitsmöglichkeiten, die die Kommunikation der Kollegen untereinander unterstützen, zum Beispiel "Thinktanks", Inspirationszonen oder die Coba-Lounge. New Work kann mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice kombiniert werden. Ein Nebeneffekt sind erhebliche Einsparungen bei den Raumkosten.
Mobilität ist eines unserer zentralen personalstrategischen Themen. Wir haben rund 1 100 Filialen in Deutschland und sind in mehr als 50 Ländern vertreten. Es ist nicht immer leicht, Personalbestand und -bedarf in Einklang zu bringen. Strategische Entscheidungen schnell und flexibel umsetzen zu können, ist daher ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. IT-gestützt erstellen wir für Segmente oder Bereiche Hochrechnungen über ihren künftigen Personalbestand und entwickeln gemeinsam Szenarien zur geschäftlichen Entwicklung und dem sich daraus ergebenden Personalbedarf. Wir sind überzeugt, mit einer höheren Mobilitätsbereitschaft Geschäftspotenziale besser nutzen zu können. Daher werden wir künftig verstärkt internationale Stationen in die Nachwuchs- und Führungskräfteentwicklung integrieren.
Veränderungsbereitschaft und Vielfalt als Schlüsselfunktionen in der digitalisierten Arbeitswelt
Im Zeitalter von Digitalisierung und lebenslangem Lernen ist der erlernte Beruf häufig nur noch Startpunkt fürs Erwerbsleben. Die permanente Qualifizierung und Entwicklung im Berufsleben gewinnt immer stärker an Bedeutung und eröffnet neue Entwicklungsperspektiven. Mit rund 1 800 Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen wir Mitarbeitern, für ihre berufliche Fitness zu sorgen. Darüber hinaus eröffnen wir mit circa 300 segmentübergreifenden Entwicklungswegen neue Perspektiven. Damit Qualifizierungen zum Bedarf in der Bank und zu den Vorstellungen der Mitarbeiter passen, wurde der Kompetenz-Dialog eingeführt. Im Berichtsjahr haben insgesamt fast 29 500 Mitarbeiter am Kompetenz-Dialog teilgenommen und ein Gespräch mit ihrer Führungskraft über mögliche Entwicklungswege, eine bankweite Laufbahnplanung und die dazu erforderliche Qualifizierung in der Commerzbank geführt. Für unseren Erfolg im Geschäft mit unseren Kunden benötigen wir Mitarbeiter, Führungskräfte und Projektmanager, die ein breites Spektrum an Erfahrungen und Kompetenzen mitbringen. Dazu gehört auch, sich in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen erfolgreich bewegen zu können und sich dabei in ihrer Vielfalt nicht nur zu ergänzen, sondern einen Mehrwert zu schaffen.
Gesundheitliche Risiken im Blick behalten
Permanente Erreichbarkeit, die Verdichtung des Arbeitslebens und negative Belastungen im Privatleben führen nicht selten zu Stresssituationen oder Überforderung. Dies bestätigen Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen zum Anteil psychischer Erkrankungen in Deutschland, die seit Jahren steigen. Als Arbeitgeber sind wir gefordert, die Gesundheit unserer Mitarbeiter im Blick zu haben. Die erfahrenen psychosozialen Experten unseres "Employee Assistance Program (EAP)" helfen Mitarbeitern, wenn es im beruflichen oder privaten Umfeld zu schwierigen Situationen kommt. Teil unseres Gesundheitsmanagements sind außerdem umfassende Angebote zu Ernährung, Stressmanagement, Bewegung und Suchtprävention, die auch 2015 wieder erweitert wurden.
Zusatzleistungen für Mitarbeiter weiter modernisiert
Attraktive Zusatzleistungen können ein wichtiger Faktor sein, um die berufliche Zufriedenheit und Motivation zu verbessern. Die Bank erweitert ihr Angebot an Zusatzleistungen kontinuierlich und fördert zum Beispiel mit einem angepassten Bankwagenangebot die private Flexibilität von Mitarbeitern. Um die Umwelt zu schonen, werden dabei insbesondere schadstoffärmere Modelltypen begünstigt. Mit insgesamt über 5 800 Bestellungen erwies sich unser Angebot IT@home auch im Berichtsjahr als eine außerordentlich beliebte Zusatzleistung. Mit diesem Angebot können unsere Mitarbeiter hochwertige Smartphones, Tablets oder Notebooks bestellen und von steuerlichen Vorteilen profitieren. Dies gilt auch für Bikelease, über das Mitarbeiter steuerbegünstigt Fahrräder, Pedelecs oder andere E-Bikes nutzen können. Seit dem Berichtsjahr sind Versicherung, Notfallservice und eine Mobilitätsgarantie im Leasingpaket inbegriffen.
Vergütung
Die Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.
Vergütungsbericht
Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) Rechnung.
Vorstand
Neues Vorstandsvergütungssystem ab dem 1. Januar 2015
Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 ein neues Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems ab 2015 war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der CRD IV, des KWG sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das bestehende System vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat rückwirkend zum 1. Januar 2015 mit allen Vorstandsmitgliedern entsprechend geänderte Anstellungsverträge vereinbart. Für Komponenten des vorherigen Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen des vorherigen Vergütungssystems. Es ist im Vergütungsbericht 2014 dargestellt. Der seit 2014 bestehende Vergütungskontrollausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Ausgestaltung des neuen Vergütungssystems unterstützt. Dieser bereitet unter anderem Entscheidungen des Aufsichtsrats über die angemessene Ausgestaltung des Vergütungssystems für den Vorstand vor. Er berücksichtigt dabei die Auswirkungen dieser Beschlüsse auf die Risiken und das Risikomanagement der Bank und trägt insbesondere auch den Interessen der Anteilseigner und Anleger Rechnung. Gemäß den Empfehlungen des DCGK hat sich der Aufsichtsrat mit der Angemessenheit der Vergütung sowohl im horizontalen Vergleich gegenüber Wettbewerbern als auch im vertikalen Vergleich im Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises sowie zu den Einkommen der Mitarbeiter im Inland auseinandergesetzt.
Grundzüge des Vergütungssystems
Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Das Jahresgrundgehalt der ordentlichen Vorstandsmitglieder beträgt gegenüber dem bisherigen Vergütungssystem unverändert 750 Tsd. Euro und der Zielbetrag für die variable Vergütung ebenfalls unverändert 1 000 000 Euro pro Geschäftsjahr. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung werden regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze für die variable Vergütung im Verhältnis zur fixen Vergütung von 140 % der fixen Vergütung gebilligt.
Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten jeweils zum Monatsbeginn ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern.
Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)
Das Vergütungssystem sieht eine einheitliche variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres gesetzter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütungskomponente kombiniert die EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns und die Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandsmitglied verantwortet, mit der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen, der Gesamtzielerreichungsgrad ist jedoch auf 150 % des Zielbetrages der variablen Vergütung begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung.
> Zielbetrag
Der Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 000 000 Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder bei einer Zielerreichung von 100 %. Soweit es wegen einer Veränderung der jeweils niedrigsten Sachbezüge und des niedrigsten Dienstzeitaufwands für die betriebliche Altersversorgung nach HGB aller Vorstandsmitglieder zur Einhaltung des zulässigen Verhältnisses zwischen fixer1 und variabler Vergütung von 1 zu 1,4 erforderlich ist, kann der Aufsichtsrat den Zielbetrag reduzieren, um das zulässige Verhältnis unter Berücksichtigung der maximalen Zielerreichung einzuhalten.
> Zielfestlegung
Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:
| ― | Unternehmensbezogene Ziele Der Aufsichtsrat legt anhand des Economic Value Added (EVA) oder einer anderen von ihm bestimmten Kennzahl Zielwerte für den Konzern und die Ressorts, die ein Vorstandsmitglied verantwortet, fest und bestimmt, bei welchem Ergebnis das jeweilige Ziel zu wie viel Prozent erreicht ist. |
| ― | Individuelle Ziele Zusätzlich setzt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern individuell spezifische quantitative und/oder qualitative Ziele. |
1 Die fixe Vergütung für die Ermittlung des zulässigen Verhältnisses umfasst neben dem Jahresgrundgehalt die Sachbezüge und den Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung nach HGB, wobei die niedrigste Summe aus Sachbezügen und Dienstzeitaufwand aller Vorstandsmitglieder zugrunde gelegt ist.
> Zielerreichung
Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum, wobei die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet werden. Als Übergangsregelung wird für das Geschäftsjahr 2015 ausschließlich auf dieses Geschäftsjahr abgestellt, für das Geschäftsjahr 2016 wird dieses Geschäftsjahr mit 2/3 und das Vorjahr mit 1/3 gewichtet. Diese Übergangsregelung wird entsprechend auf Vorstandsmitglieder angewendet, die neu als Vorstand bestellt werden. Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200 % (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt.
Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderung des KWG dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr oder danach bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat.
> Short Term Incentive (STI)
Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive (STI) ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrages der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag zum nächsten Gehaltszahlungstermin nach der Mitteilung der Zielerreichung gegenüber dem Vorstandsmitglied ausgezahlt, die andere Hälfte nach einer Wartezeit von 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird.
> Long Term Incentive (LTI)
Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive (LTI) ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt, sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund von Umständen signifikant verschlechtert hat, die in dem Geschäftsjahr begründet sind, für das die variable Vergütung gewährt wird, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartefrist eine Zahlung nicht zulassen würde. Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende Teil des LTI wird nach der Mitteilung über das Ergebnis der nachträglichen Leistungsbewertung zur Hälfte in bar und zur Hälfte nach einer Wartefrist von zusätzlichen 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar ausgezahlt. Auch hier wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird.
Vergütung des Vorstandsvorsitzenden
Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache des Jahresgrundgehaltes eines ordentlichen Vorstandsmitglieds, das heißt 1 312 500 Euro. Der Zielbetrag für die variable Vergütung liegt bei 1 628 640 Euro und damit beim 1,63-Fachen des Zielbetrages eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen
Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.
Altersversorgung
> Regelung für im Jahr 2011 amtierende Vorstandsmitglieder
Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits amtierende Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage.
Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar.
Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:
| ― | als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder |
| ― | als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder |
| ― | als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit. |
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.
Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt.
Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.
Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.
Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.
Die Witwenpension beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.
> Regelungen für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder
Die Altersversorgung für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied
| ― | mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres (Alterskapital) oder |
| ― | mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres (vorzeitiges Alterskapital) aus der Bank ausscheidet oder |
| ― | vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist. |
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines dieser Versorgungsfälle aus der Bank aus, so bleibt ihm seine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten.
Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung eingetretenen Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben.
Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds bestimmter Anteil des Jahresbeitrags von mindestens 93,7 % wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht.
Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist.
Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen.
Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.
Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter oder Bezieher einer Rente die Hinterbliebene eine Witwenrente in Höhe von 60 % der aktuellen Rentenanwartschaft beziehungsweise der zuletzt gezahlten Rente.
> Änderung der Pensionszusagen
Der Aufsichtsrat hat die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder geändert und mit allen Vorstandsmitgliedern ab Januar 2015 pensionsvertraglich vereinbart, dass Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nicht mehr automatisch zu erhöhten Pensionsansprüchen führen, sondern nur noch dann, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt.
In der nachstehenden Tabelle haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2015 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2015 sowie die zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge für das Jahr 2015 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:
| Tsd. € | Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand zum jeweiligen 31.12. | Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften1 Stand zum jeweiligen 31.12. | Zinsbereinigte Änderungen der Erfüllungsbeträge2 | |
|---|---|---|---|---|
| Martin Blessing | 2015 | 324 | 4 779 | - 361 |
| 2014 | 297 | 4 460 | 246 | |
| Frank Annuscheit | 2015 | 180 | 2 742 | 100 |
| 2014 | 157 | 2 279 | 265 | |
| Markus Beumer | 2015 | 169 | 2 434 | 64 |
| 2014 | 147 | 2 023 | 235 | |
| Stephan Engels | 2015 | 753 | 1 204 | 302 |
| 2014 | 603 | 886 | 319 | |
| Michael Reuther | 2015 | 214 | 3 685 | 116 |
| 2014 | 190 | 3 155 | 312 | |
| Dr. Stefan Schmittmann | 2015 | 233 | 4 111 | 244 |
| 2014 | 202 | 3 446 | 471 | |
| Martin Zielke | 2015 | 153 | 2 349 | 323 |
| 2014 | 126 | 1 726 | 336 | |
| Gesamt | 2015 | 21 304 | 788 | |
| 2014 | 17 975 | 2 184 |
1 Der Anstieg der Barwerte wurde im Wesentlichen durch den gesunkenen Diskontierungszinssatz verursacht, der für die Berechnung nach HGB maßgeblich ist. Gegenläufig wirkte die Änderung der Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder im Jahr 2015, durch die keine Gehaltsdynamik bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen mehr anzusetzen ist.
2 Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Jahr 2015 insbesondere durch die in Fußnote 1 genannte Neuregelung die zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge vermindert.
3 Kapitalleistung verrentet.
Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen.
Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen auf insgesamt 21 Mio. Euro (Vorjahr: 18 Mio. Euro).
Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung
Für den Fall der wirksamen Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:
Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von 6 Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter gewährt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung.
Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.
In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen1 gezahlt (Cap).
1 Das Cap berechnet sich aus dem Zweifachen des Jahresgrundgehalts einschließlich Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung)) zuzüglich des Durchschnitts der mitgeteilten variablen Vergütung der grundsätzlich 3 vorausgegangenen Geschäftsjahre vor Beendigung der Organstellung.
Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet. Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfällt die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre.
Sonstiges
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Zusammenfassung
Der Aufsichtsrat hat die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 wie folgt festgesetzt:
| Vorstandsmitglied | Gesamtzielerreichungsbetrag in Tsd. € |
|---|---|
| Martin Blessing | 1 482 |
| Frank Annuscheit | 720 |
| Markus Beumer | 670 |
| Stephan Engels | 720 |
| Michael Reuther | 770 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 770 |
| Martin Zielke | 800 |
Von dem Gesamtzielerreichungsbetrag entfallen wie oben dargestellt 40 % auf den STI und 60 % auf den LTI, auf den ein Anspruch unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums entsteht.
Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Jahr 2014 gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) wird im Folgenden dargestellt:
Die aktienbasierten Bezüge, das heißt die Bezüge mit Ausgleich in virtuellen Aktien des STI und LTI1 , sind nach DRS 17 ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit dem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung darzustellen.
| ― | Nach dem alten Vergütungssystem erfolgte die Gewährung mit der Mitteilung der Ziele. Die Tabelle stellt bezüglich dieser Komponenten für das Jahr 2014 dementsprechend theoretische Werte und somit keine Auszahlbeträge dar. |
| ― | Nach dem neuen Vergütungssystem erfolgt die Gewährung erst mit der Entstehung des Anspruchs aus dem STI beziehungsweise aus dem LTI. Die Barkomponente des STI für das Jahr 2015 ist dementsprechend mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrages angegeben. Für die STI-Barkomponente entspricht dies dem Auszahlbetrag. Die aktienbasierte STI-Komponente ist an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt. Die Tabelle stellt dementsprechend auch für diese Komponente theoretische Werte und somit keine Auszahlbeträge dar. Da der Anspruch aus dem LTI (aktienbasiert und nicht aktienbasiert) der variablen Vergütung 2015 unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums entsteht, ist er in dieser Tabelle nicht angegeben. |
1 Im Vorjahr waren in den aktienbasierten Bezügen darüber hinaus noch kursabhängige Bestandteile mit Barausgleich enthalten.
Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Vorjahr (2014 siehe Folgeseite)
| 2015 | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | mit kurzfristiger Anreizwirkung | mit langfristiger Anreizwirkung1 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundgehalt | Sonstiges2 | STI in bar3 | STI in virtuellen Aktien4 | LTI 2012 in bar5 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl virtueller Aktien in Stück |
Gesamtbezüge gemäß DRS 176 | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Martin Blessing | 1 313 | 112 | 296 | 189 | 29 524 | 0 | 1 910 |
| Frank Annuscheit | 750 | 82 | 144 | 92 | 14 343 | 0 | 1 068 |
| Markus Beumer | 750 | 77 | 134 | 85 | 13 347 | 0 | 1 046 |
| Stephan Engels | 750 | 109 | 144 | 92 | 14 343 | 0 | 1 095 |
| Michael Reuther | 750 | 104 | 154 | 98 | 15 339 | 0 | 1 106 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 750 | 91 | 154 | 98 | 15 339 | 0 | 1 093 |
| Martin Zielke | 750 | 102 | 160 | 102 | 15 937 | 0 | 1 114 |
| Gesamt | 5 813 | 677 | 1 186 | 756 | 118 172 | 0 | 8 432 |
1 Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung des neuen Vergütungssystems werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums gewährt; für das Geschäftsjahr 2015 somit im Jahr 2021.
2 Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr 2015 gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr hat insbesondere steuerliche Ursachen.
3 Auszahlbar im Jahr 2016 nach Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrages für 2015.
4 Auszahlbar ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar. Die dargestellten Beträge stellen die Werte zum Zeitpunkt der Festsetzung der variablen Vergütung im Februar 2016 dar. Der Auszahlbetrag ist abhängig von der zukünftigen Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Die Anzahl der virtuellen Aktien errechnet sich aus dem anteiligen Gesamtzielerreichungsbetrag und dem Durchschnittskurs der Commerzbank-Aktie in den Monaten November und Dezember 2015.
5 Die nach Ende des 4-Jahres-Zeitraums 2012 bis 2015 und Feststellung des Jahresabschlusses 2015 fälligen LTI-Bar-Komponenten 2012 haben einen Wert von 0 Euro: Alle Vorstandsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf die EVA-abhängigen STI - und LTI-Komponenten verzichtet. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro.
6 Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2015 darzustellenden Beträge enthalten nur die Komponenten, für die seitens der Vorstandsmitglieder bereits ein rechtsverbindlicher Anspruch entstanden ist. Die gemäß DRS 17 darzustellenden Gesamtbezüge enthalten daher nicht die LTI-Komponenten, da für diese vor der nachträglichen Leistungsbewertung und dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums ein solcher Anspruch nicht entsteht.
Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2015 und zum Vergleich für das Vorjahr
| 2014 | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| kurzfristige Anreizwirkung (STI) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Grundgehalt | Sonstiges1 | Variable in | Vergütung bar2 | Variable Vergütung mit Ausgleich in virtuellen Aktien3 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| abhängig von EVA-Zielerreichung | abhängig von der Erreichung individueller Ziele | abhängig von EVA-Zielerreichung | abhängig von der Erreichung individueller Ziele | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Martin Blessing | 1 313 | 73 | 35 | 201 | 110 | 175 |
| Frank Annuscheit | 750 | 57 | 20 | 120 | 63 | 100 |
| Markus Beumer | 750 | 38 | 20 | 105 | 63 | 100 |
| Stephan Engels | 750 | 69 | 20 | 105 | 63 | 100 |
| Michael Reuther | 750 | 70 | 20 | 110 | 63 | 100 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 750 | 49 | 20 | 115 | 63 | 100 |
| Martin Zielke | 750 | 68 | 20 | 115 | 63 | 100 |
| Gesamt | 5 813 | 424 | 155 | 871 | 488 | 775 |
| 2014 | Erfolgsabhängige Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| langfristige Anreizwirkung (LTI) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Variable Vergütung in bar4 | Variable Vergütung5 | Gesamtbezüge gemäß DRS 176 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich | mit Ausgleich in virtuellen Aktien | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres-Zeitraum | abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum | abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres-Zeitraum | abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Martin Blessing | - | 263 | 241 | 263 | 2 674 |
| Frank Annuscheit | - | 150 | 138 | 150 | 1 548 |
| Markus Beumer | - | 150 | 138 | 150 | 1 514 |
| Stephan Engels | - | 150 | 138 | 150 | 1 545 |
| Michael Reuther | - | 150 | 138 | 150 | 1 551 |
| Dr. Stefan Schmittmann | - | 150 | 138 | 150 | 1 535 |
| Martin Zielke | - | 150 | 138 | 150 | 1 554 |
| Gesamt | - | 1 163 | 1 069 | 1 163 | 11 921 |
1 Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr 2014 gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
2 Die variable Vergütung in bar für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach der Feststellung des Jahresabschlusses 2014 im April 2015 ausgezahlt.
3 Nach DRS 17 sind diese Vergütungskomponenten ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit der ursprünglich zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 erwarteten Zielerreichung darzustellen. Die Auszahlung ist abhängig von der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Sie erfolgt ein Jahr nach der Auszahlung des STI in bar.
4 Die Auszahlungen sind insbesondere von der Entwicklung des Economic Value Added (EVA) eines 4-Jahres-Zeitraums abhängig und erfolgen vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses des letzten Jahres dieses 4-Jahres-Zeitraums im darauffolgenden Jahr, für das Geschäftsjahr 2014 beziehungsweise den 4-Jahres-Zeitraum 2014 bis 2017 somit im Jahr 2018.Die Bandbreiten der möglichen Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2014 liegen für ein Vorstandsmitglied zwischen 0 und 300 Tsd. Euro und für den Vorstandsvorsitzenden zwischen 0 und 525 Tsd. Euro, wobei beim Gesamtbetrag der variablen Vergütung der Teilverzicht aller Vorstandsmitglieder auf Beträge, die das Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung von 1:1 überschreiten, zu beachten ist.
5 Die Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2014 werden zunächst als vorläufige Auszahlbeträge ermittelt. Anschließend errechnet sich die Anzahl der zu gewährenden Aktien durch Division der vorläufigen Auszahlbeträge durch einen zukünftigen durchschnittlichen Aktienkurs. Nach DRS 17 werden diese Vergütungskomponenten ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit der ursprünglich zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 erwarteten Zielerreichung dargestellt.
6 Die als Gesamtbezüge gemäß DRS 17 für das Geschäftsjahr 2014 darzustellenden Beträge enthalten aktienkursabhängige Vergütungsbestandteile mit der bei Zielfestlegung ursprünglich erwarteten Zielerreichung. Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 enthalten dagegen nicht die nicht aktienkursabhängige LTI-Barkomponente.
Kredite an Mitglieder des Vorstands
Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,2 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.
Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 4 930 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3 165 Tsd. Euro. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.
Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
Gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 5. Mai 2015, der durch entsprechende dem DCGK beigefügte Mustertabellen konkretisiert wird, sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen (Ziel- beziehungsweise Erwartungswerte), zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge für das Berichtsjahr) ausgewiesen werden. Dabei sollen sowohl gewährte Zuwendungen als auch Zufluss getrennt nach Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand (das heißt Dienstzeitaufwand nach IAS 19) angegeben werden.
Die nachstehende Tabelle folgt diesen Empfehlungen, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch zusammengefasst in nur einer Tabelle.
Die Vergütungskomponenten für das Geschäftsjahr 2015 sind in der Gewährungstabelle kodexgemäß mit ihren Werten bei einer jeweiligen Zielerreichung von 100 % angegeben, während für das Vorjahr aufgrund des alten Vergütungssystems nur die Barkomponenten mit ihren Werten bei einer Zielerreichung von 100 % darzustellen sind. Die virtuellen Aktien-Komponenten 2014 sind mit ihren ursprünglichen Erwartungswerten darzustellen, die unter einer Zielerreichung von 100 % liegen. Alle Werte liegen nicht unwesentlich über den hierfür derzeit erwarteten tatsächlichen Beträgen. Ein Anspruch auf die beiden LTI-Komponenten entsteht unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Deshalb sind diese Komponenten in der DRS-17-Tabelle nicht anzugeben. Nach dem DCGK sind diese Komponenten dennoch bereits als für das Geschäftsjahr 2015 gewährte Vergütung anzugeben.
Martin Blessing
Vorsitzender
Central & Eastern Europe
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 1 313 | 1 313 | 1 313 | 1 313 | 1 313 | 1 313 |
| Nebenleistungen | 112 | 112 | 112 | 73 | 112 | 73 |
| Summe | 1 425 | 1 425 | 1 425 | 1 386 | 1 425 | 1 386 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 326 | 0 | 489 | 350 | 296 | 236 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 1 304 | 0 | 1 955 | 1 314 | 0 | 0 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 0 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015)3 | - | - | - | - | 0 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 285 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 326 | 0 | 489 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 525 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | 489 | 0 | 733 | 504 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 489 | 0 | 733 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | - | - | - | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | - 164 | - | - |
| Summe | 3 055 | 1 425 | 3 869 | 2 886 | 1 721 | 1 622 |
| Versorgungsaufwand7 | - 596 | - 596 | - 596 | 434 | - 596 | 434 |
| Gesamtvergütung | 2 459 | 829 | 3 273 | 3 320 | 1 125 | 2 056 |
Frank Annuscheit
Chief Operating Officer, Human Resources
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 82 | 82 | 82 | 57 | 82 | 57 |
| Summe | 832 | 832 | 832 | 807 | 832 | 807 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 144 | 140 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 151 | 59 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 59 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 151 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 832 | 832 | 2 332 | 1 758 | 1 127 | 1 006 |
| Versorgungsaufwand7 | 199 | 199 | 199 | 386 | 199 | 386 |
| Gesamtvergütung | 2 031 | 1 031 | 2 531 | 2 144 | 1 326 | 1 392 |
Markus Beumer
Mittelstandsbank, Non-Core Assets
(Deutsche Schiffsbank und Commercial Real Estate)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 77 | 77 | 77 | 38 | 77 | 38 |
| Summe | 827 | 827 | 827 | 788 | 827 | 788 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 134 | 125 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 131 | 76 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 76 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 131 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 827 | 827 | 2 327 | 1 739 | 1 092 | 989 |
| Versorgungsaufwand7 | 146 | 146 | 146 | 353 | 146 | 353 |
| Gesamtvergütung | 1 973 | 973 | 2 473 | 2 092 | 1 238 | 1 342 |
Stephan Engels
Chief Financial Officer
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 109 | 109 | 109 | 69 | 109 | 69 |
| Summe | 859 | 859 | 859 | 819 | 859 | 819 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 144 | 125 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 131 | 48 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 48 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 131 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 859 | 859 | 2 359 | 1 770 | 1 134 | 992 |
| Versorgungsaufwand7 | 317 | 317 | 317 | 316 | 317 | 316 |
| Gesamtvergütung | 2 176 | 1 176 | 2 676 | 2 086 | 1 451 | 1 308 |
Michael Reuther
Corporates & Markets,
Non-Core Assets (Public Finance)
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 104 | 104 | 104 | 70 | 104 | 70 |
| Summe | 854 | 854 | 854 | 820 | 854 | 820 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 154 | 130 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 151 | 59 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 59 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 151 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 854 | 854 | 2 354 | 1 771 | 1 159 | 1 009 |
| Versorgungsaufwand7 | 200 | 200 | 200 | 438 | 200 | 438 |
| Gesamtvergütung | 2 054 | 1 054 | 2 554 | 2 209 | 1 359 | 1 447 |
Dr. Stefan Schmittmann
Chief Risk Officer
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 91 | 91 | 91 | 49 | 91 | 49 |
| Summe | 841 | 841 | 841 | 799 | 841 | 799 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 154 | 135 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 141 | 53 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 53 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 141 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 841 | 841 | 2 341 | 1 750 | 1 136 | 987 |
| Versorgungsaufwand7 | 620 | 620 | 620 | 612 | 620 | 612 |
| Gesamtvergütung | 2 461 | 1 461 | 2 961 | 2 362 | 1 756 | 1 599 |
Martin Zielke
Privatkunden
| Gewährte Zuwendungen | Zufluss | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2015 | Minimalwert | Maximalwert | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 | 750 |
| Nebenleistungen | 102 | 102 | 102 | 68 | 102 | 68 |
| Summe | 852 | 852 | 852 | 818 | 852 | 818 |
| Einjährige variable Vergütung1 | 200 | 0 | 300 | 200 | 160 | 135 |
| Mehrjährige variable Vergütung1,2 | 800 | 0 | 1 200 | 751 | 161 | 53 |
| STI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2014) | - | - | - | - | - | 53 |
| STI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2015) | - | - | - | - | 161 | - |
| STI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2016) | - | - | - | 163 | - | - |
| STI 2015 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017)4 | 200 | 0 | 300 | - | - | - |
| LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015)5 | - | - | - | - | 0 | - |
| LTI 2012 in virtuellen Aktien (bis Q1/2017) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2013 in virtuellen Aktien (bis Q1/2018) | - | - | - | - | - | - |
| LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) | - | - | - | 300 | - | - |
| LTI 2014 in virtuellen Aktien (bis Q1/2019) | - | - | - | 288 | - | - |
| LTI 2015 in bar (bis 31.12.2020) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| LTI 2015 in virtuellen Aktien (bis 31.12.2021) | 300 | 0 | 450 | - | - | - |
| Teilverzicht auf variable Vergütung6 | - | - | - | 0 | - | - |
| Summe | 1 852 | 852 | 2 352 | 1 769 | 1 173 | 1 006 |
| Versorgungsaufwand7 | 588 | 588 | 588 | 456 | 588 | 456 |
| Gesamtvergütung | 2 440 | 1 440 | 2 940 | 2 225 | 1 761 | 1 462 |
1 Die einjährige variable Vergütung umfasst den STI in bar, der jeweils im Folgejahr ausbezahlt wird. Alle übrigen variablen Vergütungskomponenten sind aufgrund ihrer nicht am jeweiligen Bilanzstichtag endenden Bewertungszeiträume unter der mehrjährigen variablen Vergütung erfasst.
2 Die Laufzeiten des LTI 2015 in virtuellen Aktien und der LTI-Barkomponenten enden jeweils am 31. Dezember. Der tatsächliche Zufluss im Folgejahr ist nach dem DCGK dennoch bereits - wie bei der einjährigen variablen Vergütung - für das abgelaufene Geschäftsjahr anzugeben. Die übrigen Komponenten in virtuellen Aktien berücksichtigen hingegen die Kursentwicklung bis kurz vor dem Auszahlungszeitpunkt und sind daher erst als Zufluss im Jahr der Auszahlung anzugeben.
3 Der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung 2012 und 2013 verzichtet.
4 Für die beim STI 2015 in virtuellen Aktien angegebenen Maximalbeträge wurde ein zukünftig konstanter Aktienkurs unterstellt. Die angegebenen Maximalbeträge können theoretisch durch positive Aktienkursentwicklungen überschritten werden.
5 Die nach Feststellung des Jahresabschlusses 2015 fälligen LTI-Komponenten 2012 haben einen Wert von 0 Euro: Alle Vorstandsmitglieder haben für das Geschäftsjahr 2012 auf die EVA-abhängigen STI- und LTI-Komponenten verzichtet. Der Aktienanteil und der hier anzugebende Baranteil der LTI-Aktienkomponente haben aufgrund der Aktienrendite der Commerzbank-Aktie im Peervergleich des maßgeblichen Zeitraums einen Wert von 0 Euro.
6 Die Vorstandsmitglieder haben auf ihre variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 verzichtet, soweit diese Maximalbeträge von 1,5 Mio. Euro für den Vorstandsvorsitzenden und 1,0 Mio. Euro für die übrigen Vorstandsmitglieder übersteigen sollten. Da diese Beträge unterhalb der tatsächlich geleisteten fixen Vergütung lagen, ging der Teilverzicht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Daher wirkte sich der Teilverzicht beim Vorstandsvorsitzenden bereits auf die nach DCGK für 2014 gewährten Zuwendungen aus, nicht jedoch auf die Zuflüsse (tatsächliche Auszahlbeträge) für 2014.
7 Als Versorgungsaufwand ist der Dienstzeitaufwand nach IAS 19 anzugeben (siehe Abschnitt Altersversorgung).
Aufsichtsrat
Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2015
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen und blieb seitdem unverändert. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:
| ― | einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und |
| ― | einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. |
Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zweimal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal 3 Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft beabsichtigt, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Stückaktie zu zahlen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2015 damit eine Vergütung von netto insgesamt 1 956 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 657 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 478 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 305 Tsd. Euro), wovon 138 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Euro) variable Vergütung sind. Auf das Sitzungsgeld entfallen 478 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet.
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
| Tsd. € | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Sitzungsgeld | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Klaus-Peter Müller | 2015 | 200,0 | 18,0 | 43,5 | 261,5 |
| 2014 | 200,0 | - | 31,5 | 231,5 | |
| Uwe Tschäge | 2015 | 120,0 | 12,0 | 36,0 | 168,0 |
| 2014 | 117,7 | - | 22,5 | 140,2 | |
| Hans-Hermann Altenschmidt | 2015 | 100,0 | 6,0 | 43,5 | 149,5 |
| 2014 | 80,0 | - | 30,0 | 110,0 | |
| Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30. April 2015) | 2015 | 13,2 | 2,0 | 7,5 | 22,7 |
| 2014 | 40,0 | - | 10,5 | 50,5 | |
| Gunnar de Buhr | 2015 | 60,0 | 6,0 | 24,0 | 90,0 |
| 2014 | 60,0 | - | 19,5 | 79,5 | |
| Stefan Burghardt | 2015 | 40,0 | 6,0 | 15,0 | 61,0 |
| 2014 | 40,0 | - | 10,5 | 50,5 | |
| Sabine Ursula Dietrich (seit 30. April 2015) | 2015 | 26,7 | 4,0 | 9,0 | 39,7 |
| 2014 | - | - | - | - | |
| Karl-Heinz Flöther | 2015 | 60,0 | 6,0 | 27,0 | 93,0 |
| 2014 | 73,5 | - | 25,5 | 99,0 | |
| Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel | 2015 | - | - | - | - |
| (bis 8. Mai 2014) | 2014 | 21,2 | - | 4,5 | 25,7 |
| Dr. Markus Kerber | 2015 | 100,0 | 6,0 | 34,5 | 140,5 |
| 2014 | 80,0 | - | 24,0 | 104,0 | |
| Alexandra Krieger | 2015 | 40,0 | 6,0 | 15,0 | 61,0 |
| 2014 | 40,0 | - | 12,0 | 52,0 | |
| Oliver Leiberich | 2015 | 40,0 | 6,0 | 16,5 | 62,5 |
| 2014 | 40,0 | - | 12,0 | 52,0 | |
| Dr. Stefan Lippe (seit 8. Mai 2014) | 2015 | 60,0 | 6,0 | 21,0 | 87,0 |
| 2014 | 32,3 | - | 9,0 | 41,3 | |
| Beate Mensch | 2015 | 40,0 | 6,0 | 15,0 | 61,0 |
| 2014 | 40,0 | - | 9,0 | 49,0 | |
| Anja Mikus (seit 30. April 2015) | 2015 | 26,7 | 4,0 | 9,0 | 39,7 |
| 2014 | - | - | - | - | |
| Dr. Roger Müller | 2015 | 40,0 | 6,0 | 16,5 | 62,5 |
| 2014 | 40,0 | - | 12,0 | 52,0 | |
| Dr. Helmut Perlet | 2015 | 100,0 | 6,0 | 31,5 | 137,5 |
| 2014 | 100,0 | - | 27,0 | 127,0 | |
| Barbara Priester | 2015 | 40,0 | 6,0 | 13,5 | 59,5 |
| 2014 | 40,0 | - | 10,5 | 50,5 | |
| Mark Roach | 2015 | 40,0 | 6,0 | 15,0 | 61,0 |
| 2014 | 40,0 | - | 12,0 | 52,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30. April 2015) | 2015 | 13,2 | 2,0 | 9,0 | 24,2 |
| 2014 | 53,5 | - | 15,0 | 68,5 | |
| Margit Schoffer | 2015 | 60,0 | 6,0 | 27,0 | 93,0 |
| 2014 | 60,0 | - | 21,0 | 81,0 | |
| Nicholas Teller (seit 8. Mai 2014) | 2015 | 60,0 | 6,0 | 24,0 | 90,0 |
| 2014 | 32,3 | - | 10,5 | 42,8 | |
| Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell | 2015 | 60,0 | 6,0 | 25,5 | 91,5 |
| 2014 | 60,0 | - | 19,5 | 79,5 | |
| Solms U. Wittig (bis 8. Mai 2014) | 2015 | - | - | - | - |
| 2014 | 14,1 | - | 4,5 | 18,6 | |
| Gesamt | 2015 | 1 339,8 | 138,0 | 478,5 | 1 956,3 |
| 2014 | 1 304,6 | - | 352,5 | 1 657,1 |
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2015 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.
Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats
Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2047 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 12,0 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.
Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 2 961 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 563 Tsd. Euro. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.
Sonstige Angaben
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.
Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft
Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.
Im Jahr 2015 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank keine Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet.
Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2015 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Angaben gemäß § 289 des Handelsgesetzbuchs (HGB)
Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des Grundkapitals
Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1 252 357 634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1 252 357 634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.
Befugnisse des Vorstands
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569 253 470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2015 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweise -pflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13 600 000 000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569 253 470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen.
Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 29 und 30.
Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen ermöglichen es der Bank, angemessen und zeitnah auf veränderte Kapitalbedürfnisse zu reagieren.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots
Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.
Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte
Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.
Weitere nach §§ 289 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.
Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB
Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf Seite 37 ff. entnommen werden.
Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.
Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine angemessene Sicherheit bieten.
Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien
In § 289 Abs. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.
Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
| ― | Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse |
| ― | Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften |
| ― | Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung |
Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).
Organisation
Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework).
Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
| ― | Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand |
| ― | Geschäftsordnungen |
| ― | Organigramme |
| ― | Geschäftsaufträge |
| ― | Kompetenzregelungen |
Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.
In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.
Bei der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel.
Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.
Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig.
Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung.
GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.
Kontrollen zur Risikominimierung
Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.
Überwachung durch Group Audit
Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.
GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht.
Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.
Prozess der Finanzberichterstattung
Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Der Jahresabschluss 2015 erfolgt für die Commerzbank AG Inland mit der neuen Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten.
Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.
Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.
Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung
Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck ist in GM-F als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Basis für CEI ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
| ― | Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung; |
| ― | Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung; |
| ― | Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung. |
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.
Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt.
Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.
Sonstiges
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.
Angaben gemäß § 289 a HGB
Die Angaben gemäß § 289 a HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter www.commerzbank.de öffentlich zugänglich.
Geschäft und Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft hat 2015 einen konjunkturellen Rückschlag erlitten. Maßgeblich hierfür war das schwächere Wachstum in den Schwellenländern. Dort haben sieben Jahre billigen Geldes zu makroökonomischen und finanziellen Exzessen geführt, deren Korrektur das Wachstum nun bremst. So hat sich die seit einigen Jahren zu beobachtende Wachstumsabschwächung in China erheblich verstärkt. Den Rohstoff produzierenden Ländern machten zusätzlich die einbrechenden Rohstoffpreise zu schaffen.
Die Industrieländer konnten sich dagegen 2015 weiter aus der Krise herausarbeiten. In den USA hat die Wirtschaft das Expansionstempo von 2,4 % halten können, obwohl die Wirtschaft inzwischen nahezu vollbeschäftigt ist. Die Arbeitslosenquote ist Anfang 2016 auf 4,9 % gefallen und hat damit fast wieder das Niveau vor der tiefen Rezession 2007/09 erreicht. Der zunehmende Kampf um Arbeitskräfte hat bereits zu einer leichten Verstärkung des Lohnauftriebs geführt. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im Dezember 2015 beschlossen, die Nullzinspolitik zu beenden. Sie erhöhte erstmals seit Juni 2006 die Leitzinsen, und zwar um 25 Basispunkte.
Im Euroraum hat die Wirtschaft 2015 die Erwartungen übertroffen. Sie wuchs um 1,5 % und damit deutlich stärker als 2014 (0,9 %). Sie profitierte vor allem von der kräftigen Abwertung des Euro im zweiten Halbjahr 2014 und Anfang 2015 sowie dem Einbruch der Rohölpreise. Zudem hat die Wirtschaft in den ehemaligen Krisenländern Spanien, Irland und Portugal in die Wachstumsspur zurückgefunden. Nach einem sehr guten Start ins Jahr hat die Eurowirtschaft jedoch im Jahresverlauf wieder an Schwung verloren. Im dritten und vierten Quartal 2015 wuchs die Wirtschaft nur noch um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal, nach einem Plus von 0,5 % in den ersten drei Monaten 2015. Trotz der konjunkturellen Erholung hat sich die Lage am Arbeitsmarkt nur wenig entspannt. Die Arbeitslosenquote war Ende 2015 noch immer zweistellig. Dies dürfte auch der maßgebliche Grund für den anhaltend geringen unterliegenden Preisauftrieb im Euroraum sein. Angesichts der aus Notenbanksicht weiterhin viel zu niedrigen Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember die Geldpolitik weiter gelockert. So senkte sie den Einlagensatz von - 0,2 % auf - 0,3 %.
Die deutsche Wirtschaft ist 2015 mit 1,7 % ähnlich stark gewachsen wie 2014. Der Wachstumsvorsprung gegenüber den übrigen Euroländern ist damit deutlich geschrumpft. Doch dies ist angesichts des knapper werdenden Arbeitskräfteangebots nicht weiter verwunderlich. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende mit 6,3 % auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gestützt wurde die Konjunktur zuletzt vor allem vom Konsum der privaten Haushalte und des Staates. Dagegen wurden die Investitionen zuletzt kaum noch erhöht und im dritten Quartal sind auch die Exporte gefallen.
Die Finanzmärkte wurden auch 2015 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer. Gleichzeitig dauerte der weltweite Abwertungswettlauf an. Viele Notenbanken versuchten, durch eine Schwächung ihrer Währung die heimische Inflation anzuheizen.
Branchenumfeld
Die Zahl der Belastungsfaktoren für das Umfeld der Bankbranche war 2015 groß: Ursachen waren die Unsicherheit der Marktteilnehmer über den Zusammenhalt des Euroraums und der EU insgesamt, Zweifel an den Wachstumsperspektiven Chinas und anderer bedeutender Schwellenländer nach deutlichen Korrekturen am chinesischen Aktienmarkt und an den globalen Rohstoffmärkten, Unsicherheit über den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung in den USA, die Flüchtlingsbewegung und die daraus resultierende Polarisierung, der weltweit um sich greifende Terror sowie aufkommende Unsicherheiten auf den Märkten für Hochzinsanleihen (High Yield) in den USA.
Während es im ersten Halbjahr Hinweise auf eine deutlich stärkere konjunkturelle Dynamik gab, zeigte sich ab etwa der Mitte des Jahres, dass der Aufschwung 2015 eher nur ein moderates Ausmaß aufweisen würde. Vermehrte Komplexität und Wachstumsunsicherheiten waren die Folge, was in höheren Volatilitäten an den Finanzmärkten Niederschlag fand. An den internationalen Aktienmärkten stabilisierten sich die Bewertungen dennoch angesichts kursstützender Erwartungen auf eine weiterhin expansive Geldversorgung in vielen Ländern. Hierzu beigetragen haben auch die in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Renditen langfristiger Staatsanleihen in den großen Währungsräumen. Die aus Bundeswertpapieren abgeleitete deutsche Zinsstrukturkurve hat sich seit dem Frühsommer tendenziell verflacht, ein die Möglichkeiten der Fristentransformation und das Zinsergebnis einschränkender Umfeldfaktor für Banken.
Die Ertragslage der Kreditwirtschaft blieb insbesondere durch strukturelle Entwicklungen - auf den Gebieten Regulatorik und Wettbewerbsintensität - und durch das Zinsniveau belastet. Das Umfeld niedriger und zum Teil sogar negativer Zinsen und zunehmender Wiederanlageprobleme traf somit bei gleichzeitiger Antizipation neuer regulatorischer Vorgaben im Bereich von Kapital und Liquidität auf eine nur wenig verbesserte Grundertragskraft der Banken. Die bestenfalls normal ausgelasteten Kapazitäten im Unternehmenssektor führten nicht dazu, dass sich die Kreditbestände spürbar erholen konnten. Der Zinsüberschuss geriet mit zunehmender Dauer der Niedrigzinsphase und der abflachenden Zinsstrukturkurve weiter unter Druck. Dennoch ist das deutsche Bankensystem durch eine merkliche Erhöhung der Kapitalquoten und durch den Rückgang des Verschuldungsgrades im vergangenen Jahr nochmals widerstandsfähiger geworden.
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse
Im Geschäftsjahr 2015 ist die Commerzbank bei der Umsetzung ihrer strategischen Agenda weiter vorangekommen und konnte sowohl Risiken als auch die Komplexität weiter verringern. Ebenfalls auf der Agenda stand im Berichtsjahr die Stärkung der Kapitalbasis, die mit der im Frühjahr erfolgten Kapitalerhöhung erfolgreich umgesetzt werden konnte. Mitte März 2015 hat sich die Commerzbank im Zusammenhang mit US-Sanktions- und Geldwäscheverstößen nach langen Verhandlungen mit den ermittelnden US-Behörden geeinigt und damit einen langwierigen und komplizierten Prozess abgeschlossen. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch des Aufsichtsrats der Commerzbank.
Commerzbank erzielt Einigung mit US-Behörden hinsichtlich Sanktions- und Geldwäscheverstößen
Mitte März 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt.
Die Commerzbank hat über mehrere Jahre mit US-Behörden und Behörden in New York kooperiert und ihnen ausführliche Dokumentationen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Die Bank hat in den vergangenen Jahren ihre Compliance-Funktion verbessert und Maßnahmen umgesetzt, um die Mängel zu beheben, die den Maßnahmen der US-Behörden zugrunde liegen. Seit 2013 hat die Bank auch Veränderungen bei ihrem Compliance-Führungspersonal vorgenommen und plant, die Zahl der in den USA tätigen Compliance-Mitarbeiter bis 2016 mehr als zu verdoppeln. In der Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse der Bank, übernommen. Mit einem umfangreichen Programm (ARC -Achieving a Robust Compliance Framework) stellt die Commerzbank die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften durch ihre Mitarbeiter sicher. Dafür verbessert die Commerzbank ihre Compliance-Funktion und stärkt das Compliance-Management in allen Geschäftseinheiten weltweit. Über das Programm ARC hinaus weisen die Vorstände regelmäßig darauf hin, dass die Bank ihre umfassenden Compliance-Pflichten ernst nimmt und dies auch von jedem einzelnen Mitarbeiter erwartet. Vom New York State Department of Financial Services wurde ein unabhängiger Monitor eingesetzt, der das Compliance-Programm der Bank zur Verhinderung von Geldwäsche und Sanktionsverstößen sowie die Umsetzung der Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen beaufsichtigt.
Commerzbank erhöht Grundkapital um knapp 114 Millionen Aktien
Ende April 2015 hat der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital zu erhöhen. Dafür wurden 113 850 693 neue Aktien im Wege eines sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis betrug 12,10 Euro pro Aktie. Der Bruttoemissionserlös belief sich insgesamt auf rund 1,4 Mrd. Euro. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalmaßnahme haben wir schneller als geplant das vom Kapitalmarkt mittlerweile geforderte Niveau für die harte Kernkapitalquote erreicht.
Hauptversammlung wählt neue Aufsichtsratsmitglieder
Die Hauptversammlung am 30. April 2015 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Sabine U. Dietrich als Nachfolgerin für Petra Schadeberg-Hermann und Anja Mikus als Nachfolgerin für Dr. Nikolaus von Bomhard in den Aufsichtsrat gewählt. Sabine U. Dietrich ist Mitglied des Vorstands der BP Europe SE. Anja Mikus ist Chief Investment Officer bei Arabesque Asset Management. Die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat wurden nötig, da Petra Schadeberg-Hermann und Dr. Nikolaus von Bomhard ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung vom Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 niedergelegt haben. Solms U. Wittig wurde von der Hauptversammlung als Ersatzmitglied für die beiden neuen Aufsichtratsmitglieder gewählt.
Commerzbank veräußert Schiffsrestrukturierungsplattform
Mitte Juli 2015 hat die Commerzbank das günstige Marktumfeld genutzt und eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Ende Mai 2013 gegründeten Schiffsrestrukturierungsplattform HSAM GmbH (Hanseatic Ship Asset Management GmbH) an eine Joint-Venture-Gesellschaft bestehend aus KKR Special Situations Group von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (USA) und Borealis Maritime Ltd. (UK) unterzeichnet. Der Verkaufserlös betrug rund 233 Mio. Euro. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart.
Die HSAM GmbH war eine 100%ige Tochter der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH. Ziel der Gründung war die vereinzelte Übernahme von Schiffen mit Potenzial aus bestehenden, leistungsgestörten Kreditbeziehungen, die auf der Plattform betrieben wurden. Zuletzt befanden sich 18 Schiffe im Portfolio der HSAM GmbH, zusammengesetzt aus 13 Containerschiffen und 5 Bulkcarriern. Der Verkauf von HSAM GmbH verbessert das Risikoprofil im Segment Non-Core Assets (NCA) und realisiert den substanziellen Werterhalt, der nur dadurch möglich war, dass die Schiffe auf der eigens gegründeten HSAM-Plattform betrieben wurden.
Änderungen im Vorstand der Commerzbank
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat Anfang September dem Wunsch von Dr. Stefan Schmittmann entsprochen, seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag als Risikovorstand zum Ende des Jahres 2015 aufzulösen. In seiner Sitzung am 4. November 2015 hat der Aufsichtsrat Dr. Marcus Chromik mit Wirkung vom 1. Januar 2016 als Nachfolger von Dr. Stefan Schmittmann in den Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft berufen. Der 43Jährige war zuvor seit 2012 Bereichsvorstand und Chief Credit Risk Officer Kernbank. Davor war er gut drei Jahre als Chief Market Risk Officer für das Segment Corporates & Markets tätig und verantwortete das Markt- und Liquiditätsrisikomanagement der Bank. Der promovierte Kernphysiker startete seine Karriere 2001 bei McKinsey. Im Jahr 2004 wechselte Dr. Marcus Chromik zur Postbank-Gruppe, wo er in verschiedenen Führungspositionen unter anderem die Bereiche Emissions- und Konsortialgeschäft sowie Liquiditätssteuerung und Credit Treasury verantwortete.
Anfang November 2015 hat der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Aktiengesellschaft Martin Blessing dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass er seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag erfüllen, aber das Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. Über eine Nachfolge wird der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit informieren.
Commerzbank verkauft Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten
Die Commerzbank hat sich Mitte Dezember mit Julius Bär auf den Verkauf ihrer Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten geeinigt. Der Verkauf der Commerzbank International S. A. Luxemburg ("Cisal") schließt Kundenportfolios, den Übergang von Mitarbeitern sowie eine entsprechende IT-Plattform mit ein. Der Kaufpreis beträgt 68 Mio. Euro. Davon entfallen 25 Mio. Euro auf regulatorisches Kapital. Über die weiteren Einzelheiten der Transaktion wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2015 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus sorgten die für Banken zunehmenden und in immer kürzeren Abständen umzusetzenden regulatorischen Auflagen für wachsende Herausforderungen und entsprechende Ergebnisbelastungen. Positiv auf die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2015 wirkte sich die nach wie vor niedrige Risikovorsorge für das Kreditgeschäft aus.
Im vierten Quartal des Berichtsjahres 2015 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion erfolgreich eingeführt, wodurch sich Änderungen gegenüber der bisherigen Darstellung ergaben. Ausführliche Erläuterungen hierzu finden sich im Anhang Nr. 4.
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Für das Geschäftsjahr 2015 weist die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Jahresüberschuss von 1 693 Mio. Euro aus, nachdem im Vorjahr 282 Mio. Euro erzielt wurden.
Die einzelnen Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen - einschließlich der Laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen - ging gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 4 670 Mio. Euro zurück. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mrd. Euro niedrigeren Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen. Ursächlich hierfür waren eine rückläufige Entwicklung der Erträge aus Deckungsvermögen zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen sowie ein erhöhter Aufzinsungsaufwand für gebildete Pensionsrückstellungen.
Der Provisionsüberschuss lag mit 2 691 Mio. Euro um 4,8 % über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren Provisionserträgen aus dem bestandsabhängigen Wertpapiergeschäft sowie gestiegenen Erträgen aus der Vermögensverwaltung, dem Zahlungsverkehr und dem Devisengeschäft.
Der Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands belief sich im Berichtsjahr auf - 191 Mio. Euro. Belastungen aus den Realisierungen und Bewertungen im Handelsbestand wurden durch eine Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB zum Teil kompensiert.
Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug für den Berichtszeitraum 1 Mio. Euro nach - 550 Mio. Euro im Vorjahr. Der negative Saldo im Vorjahr beruhte in erster Linie auf höheren Zuführungen zu Rückstellungen, insbesondere für Prozess- und Regressrisiken.
Der Verwaltungsaufwand ging im Berichtsjahr um 3,3 % auf 5 421 Mio. Euro zurück. Dabei nahm der Personalaufwand - vornehmlich aufgrund gesunkener Aufwendungen zur Altervorsorge - um 6,1 % auf 3 100 Mio. Euro ab. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 2 321 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Während bei IT-Aufwendungen sowie sonstigen Raumkosten Kosteneinsparungen erzielt werden konnten, stiegen insbesondere die Beratungskosten sowie die Aufwendungen im Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 35,1 % auf 331 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte insbesondere auf höheren planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte.
Während im Ergebnis des Vorjahres Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von - 1 506 Mio. Euro auszuweisen waren, ergaben sich für das Berichtsjahr Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von 846 Mio. Euro. Grund dieser Entwicklung waren insbesondere deutlich niedrigere Zuführungen zur Risikovorsorge sowie ein Anstieg des Ergebnisses aus unserem Wertpapierliquiditätsbestand aufgrund von höheren Veräußerungsgewinnen.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere betrugen für das Berichtsjahr - 154 Mio. Euro, nach - 304 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang resultierte insbesondere aus rückläufigen Wertminderungen bei verbundenen Unternehmen.
Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich auf 60 Mio. Euro, nach 5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einem Verlustausgleich bei der Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH im Zusammenhang mit einer Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung.
Als Resultat der beschriebenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erzielte die Commerzbank Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2015 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2 051 Mio. Euro, nach 545 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Steueraufwand belief sich für das Berichtsjahr auf 232 Mio. Euro, nach 217 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg entfiel mit 7 Mio. Euro auf die Ertragsteuern und mit 8 Mio. Euro auf sonstige Steuern.
Für das Geschäftsjahr 2015 ergab sich somit ein Jahresüberschuss von 1 693 Mio. Euro, nach 282 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres wird hälftig in Höhe von 846 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von 847 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn soll - vorbehaltlich der Zustimmung der Entscheidungsgremien - zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Aktie sowie zur weiteren Stärkung der Gewinnrücklagen verwendet werden.
Bilanz
Die Bilanzsumme der Commerzbank Aktiengesellschaft ging gegenüber dem Jahresultimo 2014 um 3,9 % oder 16,3 Mrd. Euro auf 401,0 Mrd. Euro zurück.
Auf der Aktivseite stieg die Barreserve kräftig um 18,8 Mrd. Euro auf 22,4 Mrd. Euro. Dies stand insbesondere im Zusammenhang mit der Anlage freiwerdender Liquidität bei Zentralbanken aufgrund gesunkener Reverse-Repo-Konditionen. Die Forderungen an Kreditinstitute gingen gegenüber dem Vorjahresultimo um 5,3 Mrd. Euro auf 87,4 Mrd. Euro zurück. Ursächlich war ein deutlicher Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos und Cash Collaterals insbesondere im kurzfristigen Bereich. Demgegenüber stiegen die Forderungen an Kunden mit 173,7 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,2 Mrd. Euro an. Während das Reverse-Repo-Geschäft einen deutlichen Rückgang verzeichnete, stiegen die Grund- und Hypothekendarlehen kräftig an. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere reduzierten sich um 14,8 Mrd. Euro auf 31,0 Mrd. Euro. Der Rückgang um knapp ein Drittel resultierte aus geringeren Beständen an Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve, die um 14,3 Mrd. Euro zurückgegangen sind. Der Handelsbestand der Aktiva wies ein Volumen von 67,7 Mrd. Euro aus, nach 87,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus zinsbezogenen derivativen Geschäften, führte - zusammen mit geringeren Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren insbesondere im Inland - insgesamt zu einem Rückgang der Handelsaktiva um 19,6 Mrd. Euro. Die Anteile an verbundenen Unternehmen ermäßigten sich im Vergleich zum Jahresultimo 2014 um 3,6 % auf 8,1 Mrd. Euro.
Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere bei Repos sowie Cash Collaterals - deutlich um 15,0 % auf 89,7 Mrd. Euro. Der Volumenrückgang insgesamt entfiel nahezu ausschließlich auf Kreditinstitute im Inland. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen dagegen um 7,9 % oder 15,5 Mrd. Euro auf 210,7 Mrd. Euro zu. Während die besicherten Geldmarktgeschäfte wie Repos deutlich um 9,0 Mrd. Euro zurückgegangen sind, war ein Anstieg bei Termin- und Spareinlagen um insgesamt 26,6 Mrd. Euro zu verzeichnen. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 27,0 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahresultimos. Einem Rückgang der begebenen Schuldverschreibungen stand ein Anstieg bei Geldmarktpapieren in nahezu gleicher Größenordnung gegenüber. Der Handelsbestand der Passiva wies ein Volumen von 32,2 Mrd. Euro aus, nach 44,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang um 12,4 Mrd. Euro resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang von zinsbezogenen derivativen Geschäften. Die Nachrangigen Verbindlichkeiten betrugen 9,7 Mrd. Euro und lagen damit um 0,2 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Das Genussrechtskapital lag mit 0,8 Mrd. Euro leicht um 0,1 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital betrug insgesamt 21,1 Mrd. Euro und lag damit um 17,0 % über dem Vorjahresultimo.
Die außerbilanziellen Verpflichtungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Volumenanstieg: Während die Eventualverbindlichkeiten mit 35,4 Mrd. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres lagen, nahmen die unwiderruflichen Kreditzusagen um 12,2 Mrd. Euro auf 69,0 Mrd. Euro zu.
Eigenkapital
Das in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2014 um 3,1 Mrd. Euro auf 21,1 Mrd. Euro gestiegen.
Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014 aufgrund der im Frühjahr erfolgten Kapitalerhöhung um 1,3 Mrd. Euro erhöht. Zum Berichtsstichtag betrug sie 17,2 Mrd. Euro. Das Gezeichnete Kapital stieg leicht um 0,1 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro. Die Gewinnrücklagen lagen mit 1,3 Mrd. Euro um 1,0 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014.
Die Bank nimmt seit dem Jahr 2007 die Befreiungsvorschriften des § 2 a KWG - die sogenannte Waiver-Regelung - in Anspruch, das heißt, sie meldet der Bankenaufsicht risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten nur noch für die Institutsgruppe insgesamt.
Hier lagen die Risikoaktiva per 31. Dezember 2015 bei 198,2 Mrd. Euro und damit deutlich unter Vorjahresniveau. Der Rückgang beruhte überwiegend auf Reduktionen bei Kredit- und Marktpreisrisiken (hier der CVA Risk Capital Charge). Der Rückgang der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Kreditrisiken resultierte im Wesentlichen aus dem deutlichen Abbau des Kreditportfolios im Segment Non-Core Assets, aus der Reduktion der Marktwerte/Exposures bei Derivaten sowie aus dem Verzicht auf die Risikounterlegung der Pensionsaktiva im Zusammenhang mit der geänderten Auslegung der European Banking Authority (EBA Q&A 2014_1567). Die Effekte wurden teilweise durch Anstiege im Kreditrisiko aus Wechselkursveränderungen kompensiert.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital stieg insbesondere aufgrund der Ende April erfolgten Kapitalerhöhung gegenüber dem Jahresultimo 2014 um rund 2,2 Mrd. Euro auf 27,3 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,5 %. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt, des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 12,0 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 5,1 % ("phase-in") beziehungsweise bei 4,5 % ("fully phased-in").
Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Die aufsichtsrechtlichen Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis und berücksichtigen eine entsprechende Dividendenabgrenzung.
Resümee Geschäftslage 2015
Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2015 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus sorgten die für Banken zunehmenden und in immer kürzeren Abständen umzusetzenden regulatorischen Auflagen für wachsende Herausforderungen und entsprechende Ergebnisbelastungen.
In diesem herausfordernden Umfeld haben wir im vergangenen Jahr viel erreicht: Mit einer Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von knapp 4 % liegen wir deutlich über den Vorjahren und setzen so unseren positiven Trend fort. In der Kernbank haben wir unter der Annahme des durchschnittlichen Konzernsteuersatzes der letzten drei Jahre eine Eigenkapitalrentabilität von 8,3 % erreicht. Und dies obwohl das sehr niedrige bis negative Zinsniveau über die Einlagenmarge stark belastend auf den Zinsüberschuss gewirkt hat sowie Bankenabgabe und regulatorische Anforderungen zu zusätzlichen Aufwendungen geführt haben. Dies zeigt: Mit unserer strategischen Ausrichtung sind wir auf dem richtigen Weg, auch in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. Gleichzeitig haben wir 2015 die Risiken im Konzern substanziell reduziert. Insgesamt hat sich das operative Geschäft im Berichtsjahr 2015 gut entwickelt. In unseren kundenorientierten Segmenten sind wir weiter gewachsen, haben Marktanteile gewonnen, unsere Kundenbasis ausgeweitet und die Kundenzufriedenheit weiter verbessert. Unsere für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte Ergebnisentwicklung für die Kernsegmente lag weitgehend im Rahmen unserer Erwartungen oder wurde, wie im Segment Privatkunden, sogar noch deutlich übertroffen.
Insgesamt verbesserte sich im Berichtsjahr der Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft auf 1 693 Mio. Euro, nach 282 Mio. Euro im Vorjahr. Damit liegt die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2015 voll im Rahmen der von uns prognostizierten Erwartungen.
Nachtragsbericht
Commerzbank eröffnet Repräsentanz in Peking für Kapitalmarktgeschäfte
Anfang Februar 2016 hat die Commerzbank von der China Securities Regulatory Commission und der Beijing Administration for Industry and Commerce die Genehmigung zur Eröffnung einer Repräsentanz in Peking für Kapitalmarktgeschäfte erhalten. So können Kunden ab sofort noch stärker vom internationalen Investmentbanking-Know-how der Commerzbank profitieren. Mit der neuen Repräsentanz stärkt die Commerzbank ihr Angebot für Unternehmen und Institutionen. Durch die neue Repräsentanz können wir unsere Kunden innerhalb und außerhalb Asiens noch besser bei Expansionsplänen und Finanzierungsvorhaben unterstützen.
Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2015 nicht eingetreten.
Prognose- und Chancenbericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Die größten Risiken für die Weltwirtschaft gehen 2016 von der Entwicklung in den Schwellenländern aus. Im Fokus steht dabei weiterhin China, wo die Verschuldung vor allem bei staatlichen Unternehmen gestiegen ist - und zwar schwerpunktmäßig in der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie im Bergbau und bei den Versorgern, wo hohe Überkapazitäten und fallenden Absatzpreise vorherrschen. Die in diesen Sektoren tätigen Unternehmen werden unter zunehmenden Druck geraten. Dies wird das Wirtschaftswachstum in China 2016 weiter abbremsen, auch wenn die meist staatlichen Banken auf Geheiß der Regierung die meisten hoch verschuldeten Unternehmen mit Krediten über Wasser halten dürften. Die Rohstoff importierenden Schwellenländer ohne China haben 2015 von den einbrechenden Rohstoffpreisen profitiert. Mit der Stabilisierung der Rohstoffpreise dürfte der Rückenwind von dieser Seite nachlassen. Sie dürften aber vor allem darunter leiden, dass mit höheren Leitzinsen in den USA auch bei ihnen eine Dekade des billigen Geldes zu Ende geht. Dagegen ist zu erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, 2016 etwas aufhellt.
In den USA rechnen wir 2016 mit einem Plus von 2,0 %. Die starke Inlandsnachfrage dürfte die nachlassende Nachfrage aus den Emerging Markets sowie den dämpfenden Effekt der US-Dollar-Aufwertung ausgleichen. Die amerikanische Notenbank wird die Leitzinsen weiter erhöhen, denn die US-Wirtschaft nähert sich mit einer Arbeitslosenquote von unter 5 % der Vollbeschäftigung und der sich bereits abzeichnende stärkere Lohnanstieg signalisiert eine mittelfristig höhere Inflation.
| Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr | 2015 | 20161 | 20171 |
|---|---|---|---|
| USA | 2,4 % | 2,0 % | 2,2 % |
| Euroraum | 1,5 % | 1,3 % | 1,5 % |
| Deutschland | 1,7 % | 1,3 % | 1,3 % |
| Mittel- und Osteuropa | 0,4 % | 2,1 % | 2,5 % |
| Polen | 3,6 % | 3,1 % | 3,2 % |
1 Werte für die Jahre 2016 und 2017 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Beim Wirtschaftswachstum im Euroraum dürfte es 2016 wenig Neues geben. Die Probleme in den Schwellenländern und die noch immer hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte sowie fallende Immobilienpreise in einigen Ländern sprechen für ein weiterhin verhaltenes Wachstum. Mit 1,3 % könnte das Plus sogar etwas niedriger ausfallen als 2015, sodass die noch immer zweistellige Arbeitslosenquote auch 2016 nur zögerlich sinken wird. Entsprechend dürfte der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben. Der massiv gesunkene Ölpreis wird schrittweise auch die Preise nicht energetischer Güter senken, was den inflationstreibenden Effekt der zurückliegenden Euroabwertung größtenteils neutralisiert.
Die Schwäche der Emerging Markets wird 2016 zunehmend auf der deutschen Wirtschaft lasten. Hier ist nur noch mit einem Wachstum von 1,3 % zu rechnen, was allerdings auch positive Effekte mit sich bringt. Schließlich wird hierdurch die bereits hohe Auslastung der Produktionskapazitäten weiter steigen. Gestützt wird die Konjunktur in erster Linie durch den privaten Verbrauch: Die Löhne werden 2016 voraussichtlich um 3 % steigen und damit deutlich stärker als die Inflation (0,7 %), was auch wegen der niedrigen Zinsen zu einem Anstieg des Konsumverhaltens führt. Das schiebt die Konjunktur an und wird die Unternehmen dazu veranlassen, weitere Arbeitskräfte einzustellen, was den Konsum zusätzlich steigen lässt, ohne dass höhere Leitzinsen in Sicht wären, die diesen Prozess stoppen könnten. Deutschland steht am Beginn eines konsumgetriebenen Aufschwungs, unter dessen glänzender Oberfläche es aber zunehmend zu Fehlentwicklungen kommt. Die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen steigen bereits seit fünf Jahren stärker als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen -treiben die niedrigen Zinsen die Preise in die Höhe. Ein Platzen dieser Immobilienblase könnte großen wirtschaftlichen Schaden anrichten.
Die Zinswende in den USA wird an den Finanzmärkten 2016 wohl für Unruhe sorgen. Im Gegensatz zum abgelaufenen Jahr dürften die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen 2016 keine neuen Tiefs markieren, sondern unter deutlichen Schwankungen moderat steigen. Der DAX dürfte 2016 unter starken Schwankungen weiter zulegen. Denn die zementierte Nullzinspolitik der EZB lässt den DAX mit einer Dividendenrendite von gut 3 % attraktiv erscheinen, was 2016 Raum für ein weiter steigendes Kurs-Gewinn-Verhältnis schafft. Der Euro-Dollar-Wechselkurs dürfte sich wegen der klar divergierenden Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks in Richtung Parität bewegen.
| Wechselkurse | 31.12.2015 | 31.12.20161 | 31.12.20171 |
|---|---|---|---|
| Euro/US-Dollar | 1,09 | 1,06 | 1,04 |
| Euro/Pfund | 0,74 | 0,73 | 0,69 |
| Euro/Zloty | 4,26 | 4,25 | 4,25 |
1 Werte für die Jahre 2016 und 2017 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Künftige Situation der Bankbranche
Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. September 2015 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert.
In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Terroranschläge und die anhaltend unsichere Entwicklung in den Schwellenländern die Unternehmen und die Kapitalmärkte nicht ausbremsen konnten. Die erste Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank seit fast zehn Jahren wurde Mitte Dezember 2015 mehrheitlich als ein Zeichen der Zuversicht in die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft interpretiert. Die Stimmung im Unternehmenssektor der Eurowirtschaft fiel zuletzt sehr gut aus - die harten Konjunkturdaten waren aber eher nur solide.
Für eine Entwarnung für das bankgeschäftliche Umfeld ist es immer noch zu früh. Denn die Eurokonjunktur wird weiterhin von Sonderfaktoren wie niedrigeren Ölpreisen, einem gesunkenen Außenwert des Euro sowie insbesondere einer expansiven Geldpolitik angeschoben; Rückschlaggefahren bei der wirtschaftlichen Erholung sind nicht vollständig gebannt. Für 2016 ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Tempo der Konjunkturdynamik hierzulande nennenswert ändert. Die Eurokrise ist angesichts ihrer Komplexität aus Staatsschulden-, Finanz- und Strukturkrise ohnehin nicht leicht zu überwinden. Die noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet im gesamten Euroraum weiter auf der Ertragslage der Banken. An den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum sind Spannungen durch die expansive Geldpolitik teilweise nur überdeckt und durch den regulatorisch bedingten Rückzug der Banken kommt es auf Teilmärkten immer wieder zu Anomalien in der Preisbildung.
Der Bankensektor im Euroraum steckt noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. In der Folge notieren große - insbesondere deutsche - Banken an den Börsen hartnäckig mit deutlichen Abschlägen auf ihren Buchwert. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber.
Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades, die Verbesserung der Qualität der Aktiva und die Erhöhung der operativen Profitabilität in der immer mehr digitalisierten und automatisierten Branche bleiben für den Bankensektor eine wichtige Voraussetzung, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen.
Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird zudem dadurch erschwert, dass der Spielraum für eine zukünftige Margenstabilisierung aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus zunehmend begrenzt ist und weitere Entlastungen durch rückläufige Kreditrisikovorsorge unsicher sind. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen wird einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden -trotz sichtbarer Erholungstendenzen - im Wege stehen. Im Privatkundengeschäft jedoch wird das Provisionsergebnis trotz der immer noch vorherrschenden Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen und der geringen Neigung zum direkten Wertpapierkauf wachsen können, insbesondere da vermehrt Altersvorsorgeprodukte abgesetzt werden können. Impulse für die Sparte kommen hierzulande zudem von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft.
Durch das niedrige Zinsniveau, eine hohe Preissensibilität der Kunden sowie den zunehmenden Wettbewerb von Onlinebanken und technologiegetriebenen Akteuren mit Banklizenzen bleibt die Ausweitung von Ertragspotenzialen begrenzt.
Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen hat sich - trotz der unverändert guten konjunkturellen Situation - durch das Ergebnis der letzten Parlamentswahl eingetrübt. Im Zusammenhang mit der neu eingeführten Bankenabgabe sowie anderen möglichen Gesetzes- beziehungsweise Regulierungsinitiativen, unter anderem in Bezug auf eine Konvertierung von in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty, erwarten wir spürbare Belastungen für den Bankensektor. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum sollte andererseits zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die sich verbessernde Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern dürften dank des höheren verfügbaren Einkommens Einlagen und Kredite im Privatkundensegment zählen, aber auch im Kreditgeschäft mit Firmenkunden ist ein Ertragsanstieg zu erwarten.
Chancenmanagement in der Commerzbank
In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft spürbar verändert. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen.
Durch eine konsequente Kundenfokussierung, die Ausweitung digitaler Fähigkeiten und durch eine höhere Flexibilität und Robustheit des Geschäftsmodells will die Bank fokussiert wachsen. Ziel ist es, neue Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden, ein digitales Kundenerlebnis zu schaffen, Organisation und Zusammenarbeit digital auszurichten sowie von FinTech-Unternehmen zu lernen. Zudem wird die Bank agil auf Trends und Marktumfeld reagieren, die Kontinuität von Erträgen sichern und Kosten flexibilisieren.
Im Privatkundengeschäft hält der Online- und Mobilebanking-Trend unverändert an, mit spürbaren Auswirkungen auf das Kundenverhalten. Im Rahmen unserer strategischen Maßnahmen werden wir deshalb unser digitales Banking als eine gleichberechtigte und mit den Filialen vernetzte Säule ausbauen. Dabei wird sich der Konzernbereich auf die Forcierung des Mobilebankings und die Schaffung einer einheitlichen, technischen Plattform für den Online- und Filialkanal konzentrieren. Darüber hinaus sollen die Filialprozesse weiter verbessert und die Produktpalette gestrafft werden.
In der Mittelstandsbank werden für uns und unsere Kunden die Umsetzung der digitalen Transformation und die Internationalisierung wesentliche Themen sein. Auf Basis innovativer Plattformen stellen wir in den kommenden Jahren ein nochmals deutlich verbreitertes Angebot digitaler Services bereit. Die Digitalisierung eröffnet allen Branchen neue Chancen: Der Aufbau digitaler Kompetenzen wird Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten in die Lage versetzen, Kunden noch passgenauer bei der Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells zu begleiten. Im internationalen Geschäft werden wir im Frühjahr den operativen Geschäftsbetrieb unserer Tochtergesellschaft in São Paulo, Brasilien, aufnehmen und unsere Marktposition bei der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften und die Erweiterung unseres Kernmarktes auf ganz Europa nutzen, um international weiter zu wachsen und noch mehr Unternehmen bei ihrer Internationalisierung zu begleiten.
Im Segment Central & Eastern Europe wird sich die mBank, auch künftig auf das Wachstum in den Bereichen Mobile- und Transactionbanking fokussieren, wobei den zunehmend komplexeren Anforderungen der Kunden Rechnung getragen werden soll. Insgesamt strebt die mBank eine noch stärkere Orientierung ihrer Geschäftstätigkeit an den Kundenbedürfnissen an, die genauer und früher identifiziert werden sollen. Erreicht werden soll dies durch eine laufende Angebotsverbesserung und die Entwicklung neuer Produkte, um den Erwartungen der Kunden in Sachen Innovation und Benutzerfreundlichkeit beim Banking noch besser gerecht zu werden.
Im Geschäftsjahr 2016 plant das Segment Corporates & Markets, seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter zu festigen. Die Implementierung des bereits 2015 eingeführten neuen Kompetenzzentren-Modells, das Produkt- und Marktkompetenzen des Segments an den verschiedenen Standorten bündelt, soll 2016 abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden die Konzernbereiche Corporate Finance und Client Relationship Management zu dem neuen Konzernbereich Advisory & Primary Markets zusammengefügt. So können die traditionellen Stärken der Commerzbank in der Kapitalmarktfinanzierung ausgebaut und deutsche Großkunden sowie europäische multinationale Unternehmen umfassender in einem branchenspezifischen Ansatz betreut werden.
Für die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt vergleichbar mit dem Volumen 2015. Die Commerzbank verfügt über die Möglichkeit, Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe sowie Structured Covered Bonds, die durch SME-Kredite besichert sind, zu emittieren. Besonders durch die besicherten Refinanzierungsinstrumente haben wir einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Diese Emissionen bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Auch künftig wird die Commerzbank unbesicherte Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt aufnehmen: als öffentliche oder Privatplatzierungen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, und zur weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis.
Voraussichtliche Entwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft
Für 2016 rechnen wir mit unverändert hoher Volatilität an den Kapitalmärkten und weiteren Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld. Wir streben aber trotz des herausfordernden Umfeldes eine weitere Stärkung unserer Marktposition bei unverändert konsequentem Kostenmanagement an.
Da die Steuerung der Bank über die Segmente erfolgt, stellen wir in den folgenden Abschnitten des Prognoseberichts auf die Entwicklung des Commerzbank-Konzerns ab. Hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 folgende Entwicklung:
Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten
Im Jahr 2016 erwarten wir weiterhin Gegenwind für die Zinserträge aus dem extrem niedrigen Marktzinsniveau und dem sich daraus ergebenden anhaltenden Margendruck auf der Einlagenseite. Dies weitestgehend über Wachstum und Margenmanagement zu kompensieren, bleibt unser Anspruch. Dazu soll die in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte Wettbewerbsposition insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen beitragen. Die unverändert verhältnismäßig geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen dürfte hingegen nur einen geringen Wachstumsbeitrag zur Kompensation leisten. Zusätzlich wirkt der stark vorangeschrittene Portfolioabbau in den nicht strategischen Portfolios reduzierend auf den Konzern-Zinsüberschuss. Unter Ausklammerung des Zinssaldos aus Handelsaktivitäten rechnen wir daher mit einer leicht rückläufigen Entwicklung des Zinsüberschusses auf Konzernebene.
Beim Provisionsüberschuss erwarten wir eine leichte Zunahme in vergleichbarer Größenordnung wie im Vorjahr. Erneut soll das Privatkundengeschäft den größten Beitrag dazu leisten. Hier wollen wir von unserem auf die Kundenzufriedenheit fokussierten Beratungsansatz mit dem wettbewerbsstarken Angebot der 2015 eingeführten neuen Depotmodelle sowie von fortgesetztem Ertragswachstum aus dem Ratenkreditgeschäft weiter profitieren.
Eine Prognose des Handelsergebnisses ist aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. In den vergangenen Jahren konnte die Commerzbank jedoch mit ihrem risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz immer wieder einen stabilen Ertragsbeitrag erreichen.
Für die Konzern-Risikovorsorge erwarten wir in den nicht strategischen Teilportfolios weiterhin hohe Belastungen bei den Schiffsfinanzierungen. Hier ist nach wie vor keine umfassende Verbesserung des zum Teil sehr schwierigen Umfeldes erkennbar. In den operativen Kernsegmenten rechnen wir mit deutlich geringeren Nettoauflösungen von Wertberichtigungen. Wir rechnen daher in diesem Bereich mit einer höheren Risikovorsorge als im Jahr 2015. Insgesamt erwarten wir daher für die Konzern-Risikovorsorge einen moderaten Anstieg auf ein im historischen Kontext immer noch sehr niedriges Niveau.
Der Verwaltungsaufwand wird 2016 durch die in Polen neu eingeführte Bankenabgabe belastet werden. Die Bank hat Maßnahmen ergriffen, diesen Effekt in Polen mindestens teilweise zu kompensieren. Zusätzlich wird der Ansatz kontinuierlicher Effizienzverbesserungen fortgesetzt. Dies bleibt unbedingte Voraussetzung, um dem aus Investitionsmaßnahmen zur Steigerung der künftigen Profitabilität sowie dem aus der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen resultierenden Kostenzuwachs begegnen zu können. Insgesamt soll der Verwaltungsaufwand damit im laufenden Jahr - exklusive Bankenabgaben - in etwa auf dem Niveau des Jahres 2015 liegen.
Nach der etwas überdurchschnittlich hohen Steuerposition im Jahr 2015 erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr unter der Annahme ausbleibender Sondereffekte eine Rückkehr auf eine im Rahmen des langjährigen Mittels liegende Steuerquote. Sollte es jedoch zu weiteren Zinsanpassungen nach unten kommen, ist auch eine erneute Korrektur der Steuerposition durch Abschreibungen auf latente Steueransprüche nicht ausgeschlossen.
Voraussichtliche Entwicklung der Segmente
Im Privatkundengeschäft sind das Wachstum bei Kunden, Konten und Assets auch für 2016 die wichtigsten Ziele. Dabei stellt die führende Position der Commerzbank beim konsequenten Umbau der Filialbank zur Multikanalbank einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil dar, von dem wir uns weitere Marktanteilsgewinne bei Privat- und Geschäftskunden versprechen. Einen Wachstumsschwerpunkt im Kreditgeschäft sehen wir unverändert in der Immobilien- und Konsumentenfinanzierung. Einen weiteren Ertragszuwachs erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr auch aus einer noch stärkeren Durchdringung der bestehenden Kundenbasis durch Ansprache über alle Vertriebskanäle. Darüber hinaus sollen die Filialprozesse weiter verbessert und die Produktpalette gestrafft werden. Wir rechnen daher im Privatkundengeschäft 2016 mit einer weiteren leichten Erhöhung des Operativen Ergebnisses sowie der Operativen Eigenkapitalrendite. Die Aufwandsquote sollte nochmals sinken.
Auch für die Mittelstandsbank wird im Jahr 2016 die weitere Stärkung ihrer führenden Marktstellung durch die digitale Transformation der Beratungs- und Vertriebsprozesse ein wesentliches Thema sein. Kunden erhalten ein nochmals verbreitertes Angebot digitaler Dienstleistungen, auf die sie über verschiedene moderne Zugangswege zugreifen können. Ebenso bauen wir über die Erweiterung unseres Kernmarktes auf ganz Europa die Internationalisierung unseres Geschäfts aus und können so noch mehr Unternehmen bei ihrer grenzüberschreitenden Expansion begleiten. Gleichzeitig werden Möglichkeiten zur strategischen Fokussierung kontinuierlich geprüft.
Infolge des anhaltend niedrigen Zinsumfeldes sowie Investitionen in die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und hoher Aufwendungen für die Umsetzung regulatorischer Änderungen gehen wir von einem Operativen Ergebnis im Jahr 2016 etwa auf Vorjahresniveau aus. Die Operative Eigenkapitalrendite sowie die Aufwandsquote sollten entsprechend weitgehend stabil bleiben.
Im Segment Central & Eastern Europe, wesentlich unsere Mehrheitsbeteiligung an der mBank, sehen wir über einen mittelfristigen Zeithorizont weiteres Wachstumspotenzial. Mit der mBank verfügt die Commerzbank über eine der weltweit innovativsten Direktbankenplattformen und einen attraktiven kontinuierlich wachsenden Stamm an Firmen- und Privatkunden von mittlerweile über 5 Millionen. Dennoch dürfte die Einführung der Bankenabgabe im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlich niedrigeren Operativen Ergebnis sowie zu einer entsprechend fallenden Operativen Eigenkapitalrendite beziehungsweise steigenden Aufwandsquote führen. Darüber hinaus bleibt die Ungewissheit, ob und in welcher Form die von der polnischen Regierung vorgeschlagene Konvertierung von in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkrediten umgesetzt wird.
Aufgrund der vergleichsweise hohen Abhängigkeit von exogenen Marktfaktoren sowie der anhaltenden Dynamik im regulatorischem Umfeld ist die Ergebnisprognose im Segment Corporates & Markets mit erheblicher Unsicherheit behaftet. In einem weiterhin regulatorisch und marktseitig herausfordernden Umfeld plant das Segment, seine Marktposition in einzelnen Konzernbereichen weiter auszubauen. Besonderer Fokus bleibt auf der Stärkung der Beziehungen zu Kunden, die in der Commerzbank vom Segment Privatkunden betreut werden. Durch die Digitalisierung der Vertriebskanäle soll auch in Corporates & Markets eine weitere Effizienzsteigerung erreicht werden. Als nicht wiederholbar sehen wir die Nettoauflösung von Wertberichtigungen wie in den beiden Vorjahren. In der Summe der Effekte prognostizieren wir für das Jahr 2016 ein in etwa stabiles Operatives Ergebnis gegenüber 2015. Regulatorisch bedingt sind höhere Eigenkapitalanforderungen des Segments nicht auszuschließen, weshalb die Operative Eigenkapitalrendite sinken könnte.
Für das Segment Asset & Capital Recovery Unit (ACR) wirkt sich die verbesserte Qualität des in den vergangenen Jahren bereits stark reduzierten Portfolios positiv aus. Folglich sollte sich die Kreditrisikovorsorge nach unserer Erwartung weiter verringern. Andererseits setzt ACR auf einem stark verkleinerten Kreditportfolio auf, sodass die laufenden Zinserträge entsprechend wesentlich zurückgehen. Vor Bewertungseffekten gehen wir daher von einem signifikant niedrigeren operativen Verlust aus.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Die mit der deutlich fortgeschrittenen Neuausrichtung des Commerzbank-Geschäftsmodells verbundene Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft kommt in unserer Prognose für das Gesamtjahr zum Ausdruck.
Für den Konzern erwarten wir für 2016 - sofern es nicht zu wesentlichen Änderungen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen kommt - bei einer wieder normalisierten Steuerquote insgesamt eine leichte Verbesserung des Konzernüberschusses. In Abhängigkeit von der Höhe kann sich daraus aufgrund der deutlich gestärkten Kapitalbasis eine auch nur stabile bis leicht rückläufige Eigenkapitalrentabilitätsquote ergeben. Die Aufwandsquote wird sich aufgrund der polnischen Bankenabgabe im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht erhöhen. Im Jahr 2015 konnte der Konzern erneut eine signifikante Verbesserung des Economic Value Added gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Dies lag insbesondere am deutlich höheren Konzernergebnis 2015. Für 2016 erwarten wir, dass sich der positive Trend fortsetzt.
Nach unseren derzeitigen Erwartungen gehen wir für das Jahr 2016 im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft erneut davon aus, einen positiven Jahresüberschuss erzielen zu können.
Mit der starken Verbesserung der Basel-3-Kernkapitalquote um insgesamt 270 Basispunkte auf 12,0 % ("fully phased-in", das heißt nach unserer Interpretation des erst ab 2019 gültigen regulatorischen Regelwerks; Jahresende 2014: 9,3 %) haben wir unsere Zielsetzung einer Quote per Jahresende 2016 von über 10 % vorzeitig erreicht und substanziell überschritten. Trotz der nur schwer einschätzbaren künftigen Entwicklung des regulatorischen Umfeldes fühlen wir uns auf dem erreichten wesentlich höheren Niveau ausreichend komfortabel mit Kapital ausgestattet. Im Geschäftsjahr 2016 streben wir an, die Kernkapitalquote mindestens in der Größenordnung von etwa 12 % zu halten. Diese Prognose schließt temporäre Schwankungen dieser Kapitalquote im Zeitverlauf nicht aus.
In den vergangenen Jahren haben wir die Commerzbank deutlich widerstandsfähiger gegenüber negativen externen Einflüssen aufgestellt. Dennoch sind bereits zu Beginn des Jahres 2016 zahlreiche Risikofaktoren erkennbar, die bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis in einem erheblichen, derzeit nicht quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen können. Dazu zählen unter anderem die von Unsicherheit geprägte wirtschaftliche und politische Situation in Europa sowie der konjunkturelle Abwärtstrend in zahlreichen Schwellenländern, insbesondere China, die die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders stark treffen könnten. Auch Einflüsse aus dem regulatorischen oder rechtlichen Umfeld können negative Auswirkungen haben.
Weitere Belastungsfaktoren sind der noch ungebremste Preisverfall vieler Rohstoffe sowie die aufgrund militärischer Spannungen im Nahen Osten ausgelöste Migrationsbewegung einer hohen Zahl Flüchtlinge in Richtung Europa sowie die erhöhte globale Terrorismusgefahr. Diese Faktoren haben bereits seit dem dritten Quartal 2015 zu einer stetigen, signifikanten Erhöhung der Volatilität an den Kapitalmärkten beigetragen, weshalb erhebliche Turbulenzen und fortgesetzte Kursverluste in einer Vielzahl von Anlageklassen nicht auszuschließen sind.
Risikobericht
Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Commerzbank auf Konzern- beziehungsweise Segmentebene. Basis hierfür sind die für den Konzern nach IFRS ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen. Auf die Commerzbank Aktiengesellschaft beziehen sich hauptsächlich die Finanzdaten und Risikokennzahlen der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und des Bereichs Deutsche Schiffsbank, der dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) zuzurechnen ist. Die Kennzahlen des Segmentes Central & Eastern Europe beziehen sich hauptsächlich auf die mBank in Polen, die Kennzahlen der Bereiche Commercial Real Estate und Public Finance des Segments NCA beziehen sich zum größten Teil auf die Hypothekenbank Frankfurt AG.
Executive Summary 2015
Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote
| ― | Das Risikodeckungspotenzial ist auf 30 Mrd. Euro angestiegen. |
| ― | Die Risikotragfähigkeitsquote lag mit 193 % auf hohem Niveau. |
Risikotragfähigkeit Mrd. €

Signifikanter Exposureabbau im Segment Non-Core Assets
| ― | Das NCA-Exposure im Weißbuch wurde im Jahresverlauf um 17 Mrd. Euro auf 61 Mrd. Euro reduziert. |
| ― | Dagegen konnte das Exposure in der Kernbank von 355 Mrd. Euro auf 377 Mrd. Euro gesteigert werden. Auf die Kernbank entfallen somit inzwischen mehr als 85 % des gesamten Exposures. |
EaD Mrd. €

Risikovorsorge für die Gesamtbank um mehr als ein Drittel gesunken auf 696 Mio. Euro
| ― | Die Risikovorsorge in NCA konnte vor allem im Bereich Deutsche Schiffsbank deutlich reduziert werden. |
| ― | Der Rückgang in der Kernbank war vor allem in der Mittelstandsbank zu verzeichnen. |
Risikovorsorge Mio. €

Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2015 angestiegen
| ― | Anstieg des VaR aufgrund deutlich höherer Volatilitäten. |
| ― | Der Anstieg machte sich insbesondere in den Wechselkursrisiken bemerkbar. |
VaR Mio. €

Operationelle Risiken im Jahresvergleich konstant geblieben
| ― | Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken sind mit 21,4 Mrd. Euro nahezu konstant geblieben. |
| ― | Das ökonomisch erforderliche Kapital für OpRisk blieb entsprechend mit 1,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. |
Risikoaktiva aus operationellen Risiken Mrd. €

Der Risikobericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.
Organisation des Risikomanagements
Risikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three Lines of Defence"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie je nach Risikoart auch außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.
Der CRO verantwortet das Risikomanagement und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns.
Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets (NCA), Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In den Segmenten der Kernbank ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment NCA über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees.
Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben:
Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.
Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken gesamtbankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Fokus ist neben der Risikominimierung beziehungsweise Verlustvermeidung die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils.
Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe.
Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.
Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie Zinsüberschuss unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP).
Das ALCO beschließt den Recovery Plan (Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt). Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen.
Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk Management Board Risikothemen behandelt.
Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und mindestens vier weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss wird durch den Vorstand regelmäßig (vier Sitzungen im Jahr) über die Risikolage der Bank unterrichtet.
Das Risk Management Board behandelt als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet das Schaffen und Einhalten einer einheitlichen Risikokultur.
Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung, der Reputationsrisiken und der Rechtsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Die Überwachung der Personal- und IT-Risiken verantwortet der Chief Operating Officer (COO).
Risikostrategie und Risikosteuerung
In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen.
Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Sanierungsindikatoren des Recovery-Plans.
Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder ein nachhaltiger Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, der Zusammenbruch der Finanzmärkte, der Zusammenbruch globaler Clearinghäuser und ein "Bank Run". Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Bei einer nachhaltigen Änderung der Einschätzung dieser Bedrohungen für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen.
Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/ Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.
Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.
Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten.
Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zum Management und zur Steuerung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwendet die Bank eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert.
Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes und couragiertes Verhalten wird gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Die Commerzbank leistet einen Beitrag zu einem wettbewerbsorientierten, fairen Markt und ist ein verlässlicher Partner für Aufsichtsbehörden. Sie geht verantwortungsvoll mit Kundenbeziehungen um und handelt integer in ihren Geschäftsbeziehungen. Den Führungskräften der Commerzbank kommt bei Umsetzung der Verhaltensgrundsätze und der Compliance-Anforderungen eine besondere Vorbildfunktion zu.
Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der "Three Lines of Defence", das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß diesem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision.
Entsprechend der Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung werden in der Commerzbank in einem jährlichen Regelprozess diejenigen Mitarbeiter identifiziert, deren Tätigkeit einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank hat (sogenannte Risk Taker). Die Risk Taker werden gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und auf Basis ihrer betriebsorganisatorischen Funktion (unter anderem Führungsebene) sowie aufgrund ihrer funktionsbedingten Tätigkeit identifiziert. Für Risk Taker gelten besondere Voraussetzungen in Bezug auf die Messung ihrer Performance und die Auszahlungsmodalitäten ihrer variablen Vergütung.
Risikokennziffern
Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:
Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.
Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.
Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-) Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen.
Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.
Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.
Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.
Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.
Risikotragfähigkeit und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.
Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive).
Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.
Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept. Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der nachstehenden Tabelle nicht separat ausgewiesen) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten zwölf Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien). Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt.
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2015 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 193 % per 31. Dezember 2015. Die RTF-Quote ist im Jahresverlauf stabil auf hohem Niveau geblieben.
| Risikotragfähigkeit Konzern| Mrd. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 | 30 | 28 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital2 | 15 | 16 |
| davon für Adressenausfallrisiko | 11 | 12 |
| davon für Marktrisiko | 3 | 3 |
| davon für operationelles Risiko | 2 | 2 |
| davon Diversifikationseffekte | - 2 | - 2 |
| RTF-Quote3 | 193% | 172% |
1 Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.
3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).
Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt.
Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee (ALCO) verabschiedet. Die Szenarien beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte und Geschäftsstrategien. Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Analog zur Verankerung der RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank sind auch für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld explizite Limite als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung des Limits für die ungestresste und gestresste RTF-Quote ist fester Bestandteil des internen Berichtwesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst.
Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden.
Im Jahr 2015 reduzierten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 215 Mrd. Euro auf 198 Mrd. Euro. Dieser Rückgang war vor allem auf den fortgesetzten Abbau der Non-Core Assets (NCA) zurückzuführen sowie auf die Änderung einer aufsichtlichen Anforderung zur RWA-Unterlegung des Pensionsfonds.
Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:
| Risikoaktiva per 31.12.2015 | Mrd. € | Adressenausfallrisiko | Marktrisiko | Operationelles Risiko | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Kernbank | 128 | 14 | 19 | 162 |
| Privatkunden | 15 | 1 | 7 | 23 |
| Mittelstandsbank | 65 | 1 | 3 | 69 |
| Central & Eastern Europe | 14 | 1 | 1 | 15 |
| Corporates & Markets | 20 | 9 | 5 | 33 |
| Sonstige und Konsolidierung | 15 | 3 | 4 | 21 |
| Non-Core Assets | 31 | 3 | 2 | 36 |
| Commercial Real Estate | 7 | 0 | 2 | 9 |
| Deutsche Schiffsbank | 7 | 0 | 0 | 7 |
| Public Finance | 17 | 3 | 0 | 20 |
| Konzern | 159 | 17 | 21 | 198 |
Regulatorisches Umfeld
Mit Basel 3 hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich 2016 und darüber hinaus fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet.
Zusätzlich wird im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Leverage Ratio soll 2016, spätestens aber bis 2017, vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht final kalibriert werden und ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule 1 darstellen. Die Leverage Ratio ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der Capital Requirements Regulation (CRR) an die Aufsicht zu melden. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.
Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures erstmals in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Die Festlegung des Puffers für "anderweitig systemrelevante Institute" durch die BaFin war zum Aufstellungszeitpunkt des Risikoberichts noch nicht erfolgt.
Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Basler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR wird voraussichtlich zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Überführung der NSFR in europäisches Recht steht noch aus. Die Commerzbank ermittelt bereits im Rahmen ihrer regulatorischen Meldeprozesse beide Kennziffern und kommuniziert diese im Rahmen der internen Berichterstattung.
Die Umsetzung der vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken erfolgt im Rahmen eines Konzernprojektes. Die vollständige Anwendung der Grundsätze ist für global systemrelevante sowie weitere ausgewählte Banken ab Anfang 2016 verpflichtend. Dennoch werden sich die Umsetzungsaktivitäten auch 2016 fortsetzen - unter anderem auf Grundlage ergänzender BCBS-Empfehlungen vom Dezember 2015. Synergien hieraus werden für das in 2015 gestartete Konzernprojekt zur Umsetzung von "Ana-Credit" genutzt. Hierbei handelt es sich um zukünftige Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach Banken zukünftig eine Vielzahl sehr detaillierter Kunden-/Kreditdaten melden müssen. Eine erste Teilmeldung an die Deutsche Bundesbank soll Mitte 2017 erfolgen. Die offizielle initiale Phase der EZB startet zum 1. März 2018, weitere Phasen sind mit zwei Jahren Vorlauf nach entsprechendem EZB-Beschluss möglich.
Mit der Übernahme der Aufsichtsaufgaben der EZB im Rahmen des Single Supervisory Mechanism (SSM) zum 4. November 2014 unterliegt die Commerzbank der direkten Beaufsichtigung durch die EZB. 2015 hat die EZB-Bankenaufsicht als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraumes den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen je Institut festgelegt. Zur weiteren Harmonisierung der Aufsichtsmethode im Euroraum hat die EZB im November 2015 eine Konsultation zur Überprüfung der im CRD-IV-Paket bestehenden nationalen Wahlrechte und Ermessensspielräume durchgeführt.
Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums.
Der konzernweite Recovery-Plan wurde per 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt und im Dezember 2015 aktualisiert. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarien die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln.
Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken sowie die Bestrebungen zur Finalisierung der Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch und des Standardansatzes für Kreditrisiko einschließlich den dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank 2016 unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk und die Überprüfung des EU-Rechtsrahmens für Finanzdienstleistungen. Ebenso beobachtet die Commerzbank die Aktivitäten der EBA zur Überarbeitung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRBA).
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Strategie und Organisation
Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen strukturellen Risikoqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet so einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben. Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei im Kernbankportfolio eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement). Qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies definieren das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.
In der Kernbank sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Darauf basierend zeichnen eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich.
Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.
Risikoauffällige Kunden der Kernbank werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden.
Im Segment NCA dagegen sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst.
Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning und über eine Risikomatrix für Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank implementiert. Die innerhalb der Risikomatrix dargestellten Portfolioanteile geben die Leitlinie für ein differenziertes Risikomanagement innerhalb des übergeordneten Abbauauftrags vor. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden.
Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt.
Risikosteuerung
Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.
Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Sie werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Die risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Fokus der höchsten Entscheidungsgremien zum Beispiel auf Konzentrationsrisiken oder Abweichungen von der Risikostrategie.
Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement der Kernbank zielt weiterhin auf die Beibehaltung der erreichten guten Portfolioqualität ab. Die Begleitung des Wachstums im granularen Kreditgeschäft der Kernbank, gleichermaßen die Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und bei Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) stehen hierbei im Fokus. Darüber hinaus überprüft die Bank fortlaufend ihre Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter steht die Stärkung einer konzernweit einheitlichen Risikokultur und hier insbesondere die Stärkung der Compliance Awareness im Fokus.
Die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind, bilden die Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken. Die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, und die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio.
Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.
Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Teilportfolioebene unmittelbar nachzugehen und auf Ebene der Einzelkredite direkt entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Branchenaufstellung gewährleistet somit eine hohe Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen und fördert die Prognosequalität zur Risikoentwicklung.
Krisenhafte Entwicklungen sowie die laufenden Anpassungen der regulatorischen Bestimmungen erfordern ein reagibles Kreditportfolio. Die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioreagibilität ist daher eine weitere wesentliche Aufgabe im Kreditrisikomanagement.
Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung
Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielt der mittelfristige Forecast-Wert der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Konzernkreditlimits auf Segmente und Geschäftsfelder, wird verzichtet.
Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

1 Darstellung bezieht sich auf die Kernbank, in NCA analoges Vorgehen auf Basis einer spezifischen Risikomatrix.
Ratingklassifizierung
Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kredite (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich und bleiben im Zeitablauf stabil. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich.
Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach unter anderem Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.
Commerzbank-Masterskala
| Rating Commerzbank AG | PD- und EL-Midpoint % |
PD- und EL-Bereich % |
S&P-Skala | Bonitätsstufen nach Art. 136 CRR1 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1,0 | 0 | 0 | → AAA | → AAA | → I | ↑ |
| 1,2 | 0,01 | 0-0,02 | → AAA | → AAA | → I | ↑ |
| 1,4 | 0,02 | 0,02-0,03 | AA+ | → AA | → I | ↑ |
| 1,6 | 0,04 | 0,03-0,05 | AA, AA- | → AA | → II | ↑ |
| 1,8 | 0,07 | 0,05-0,08 | A+, A | → A | → II | Investment Grade |
| 2,0 | 0,11 | 0,08-0,13 | A- | → A | → II | ↓ |
| 2,2 | 0,17 | 0,13-0,21 | BBB+ | → BBB | → III | ↓ |
| 2,4 | 0,26 | 0,21-0,31 | → BBB | → BBB | → III | ↓ |
| 2,6 | 0,39 | 0,31-0,47 | → BBB | → BBB | → III | ↓ |
| 2,8 | 0,57 | 0,47-0,68 | BBB- | → BBB | → III | ↓ |
| 3,0 | 0,81 | 0,68-0,96 | BB+ | → BB | → IV | ↑ |
| 3,2 | 1,14 | 0,96-1,34 | → BB | → BB | → IV | ↑ |
| 3,4 | 1,56 | 1,34-1,81 | → BB | → BB | → IV | ↑ |
| 3,6 | 2,10 | 1,81-2,40 | BB- | → BB | → IV | ↑ |
| 3,8 | 2,74 | 2,40-3,10 | → B+ | → B | → V | ↑ |
| 4,0 | 3,50 | 3,10-3,90 | → B+ | → B | → V | ↑ |
| 4,2 | 4,35 | 3,90-4,86 | → B | → B | → V | ↑ |
| 4,4 | 5,42 | 4,86-6,04 | → B | → B | → V | Non-Investment Grade |
| 4,6 | 6,74 | 6,04-7,52 | → B | → B | → V | ↓ |
| 4,8 | 8,39 | 7,52-9,35 | → B- | → B | → V | ↓ |
| 5,0 | 10,43 | 9,35-11,64 | → B- | → B | → V | ↓ |
| 5,2 | 12,98 | 11,64-14,48 | → CCC+, CCC, CCC-, CC, C | → CCC,CC, C | → VI | ↓ |
| 5,4 | 16,15 | 14,48-18,01 | → CCC+, CCC, CCC-, CC, C | → CCC,CC, C | → VI | ↓ |
| 5,6 | 20,09 | 18,01-22,41 | → CCC+, CCC, CCC-, CC, C | → CCC,CC, C | → VI | ↓ |
| 5,8 | 47,34 | 22,41-99,99 | → CCC+, CCC, CCC-, CC, C | → CCC,CC, C | → VI | |
| 6,1 | ↑ | Überziehung >90 Tage | D | D | D | Default |
| 6,2 | ↑ | Drohende Zahlungsunfähigkeit | D | D | D | Default |
| 6,3 | 100 | Sanierung mit Sanierungsbeiträgen | D | D | D | Default |
| 6,4 | ↓ | Kündigung ohne Insolvenz | D | D | D | Default |
| 6,5 | ↓ | Insolvenz | D | D | D | Default |
1 CRR = Capital Requirements Regulation (EU) Nr. 575/2013.
Management von Risikokonzentrationen
Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt.
Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme.
Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.
Risikominderung
Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten entfallen überwiegend auf die Portfolios in der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Hypothekenbank Frankfurt AG. Sie belaufen sich auf 96 Mrd. Euro für die Positionen im Weiß- und Graubuch sowie auf 2,5 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank und in Corporates & Markets ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Grundpfandrechte auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Mittel-und-Osteuropa-Portfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Im Segment Non-Core Assets entfallen die Sicherheitenwerte im Bereich Commercial Real Estate überwiegend auf gewerbliche Grundschulden und Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. Für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.
Commerzbank-Konzern
Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeit in die vier Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets sowie das Segment Sonstige und Konsolidierung. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Diese sollen über Zeit vollständig abgebaut werden.
Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns gehen wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio und die Überziehungen im Weißbuch ein.
Kreditrisikokennzahlen
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Kernbank | 377 | 912 | 24 | 8 401 |
| Non-Core Assets | 61 | 608 | 100 | 2 497 |
| Konzern | 437 | 1 520 | 35 | 10 898 |
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 80 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investment-Bereich abdecken.
| Ratingverteilung per 31.12.2015 EaD | % |
1,0 -1,8 | 2,0 -2,8 | 3,0 -3,8 | 4,0 -4,8 | 5,0 -5,8 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kernbank | 30 | 52 | 14 | 3 | 1 |
| Non-Core Assets | 30 | 41 | 17 | 6 | 6 |
| Konzern | 30 | 50 | 14 | 3 | 2 |
Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt.
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
| Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 218 | 439 | 20 |
| Westeuropa | 104 | 357 | 34 |
| Mittel- und Osteuropa | 40 | 190 | 48 |
| Nordamerika | 32 | 35 | 11 |
| Asien | 24 | 50 | 21 |
| Sonstige | 20 | 451 | 220 |
| Konzern | 437 | 1 520 | 35 |
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Länder wie Russland, Ukraine und China eng beobachtet. Im Jahresverlauf wurde das Russland-Exposure von 5,7 Mrd. Euro auf 3,8 Mrd. Euro reduziert. Das Ukraine-Exposure betrug 0,1 Mrd. Euro. Das Exposure in China belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 5,5 Mrd. Euro.
Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposure von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure von Italien wurde im Jahresverlauf um 1,9 Mrd. Euro auf 7,4 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien um 0,3 Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro reduziert.
Risikovorsorge
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 696 Mio. Euro. In diesem Wert ist eine einmalige Entlastung von netto 26 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 448 Mio. Euro und somit um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahreswert.
Für die Konzern-Risikovorsorge erwarten wir in den nicht strategischen Teilportfolios weiterhin hohe Belastungen bei den Schiffsfinanzierungen. Hier ist nach wie vor keine umfassende Verbesserung des zum Teil sehr schwierigen Umfelds erkennbar. In den operativen Kernsegmenten rechnen wir mit deutlich geringeren Nettoauflösungen von Wertberichtigungen. Wir rechnen daher in diesem Bereich mit einer höheren Risikovorsorge als im Jahr 2015. Insgesamt erwarten wir für die Konzern-Risikovorsorge einen moderaten Anstieg auf ein im historischen Kontext immer noch sehr niedriges Niveau.
Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.
| Risikovorsorge | Mio. € |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kernbank | 330 | 490 |
| Non-Core Assets | 366 | 654 |
| Konzern | 696 | 1 144 |
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio lag zum Jahresende 2015 bei 7,1 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 4,7 Mrd. Euro deutlich rückläufig. Die Reduzierung resultierte maßgeblich aus erfolgreichen Abbaumaßnahmen im Segment NCA.
Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio LaR Kredit | Mio. € |
Konzern | Kernbank | NCA | Konzern | Kernbank | NCA |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Default-Volumen | 7 124 | 4 854 | 2 270 | 11 843 | 5 610 | 6 233 |
| Risikovorsorgebestand | 3 371 | 2 618 | 753 | 5 145 | 2 950 | 2 196 |
| GLLP | 800 | 514 | 285 | 822 | 513 | 309 |
| Sicherheiten | 2 556 | 1 136 | 1 420 | 5 526 | 1 454 | 4 072 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%)1 | 83 | 77 | 96 | 90 | 79 | 101 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%)1 | 94 | 88 | 108 | 97 | 88 | 105 |
| NPL-Ratio (%)2 | 1,6 | 1,3 | 3,6 | 2,7 | 1,6 | 7,4 |
1 Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.
2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zum Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).
Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
| ― | Ratingklasse 6,1: Mehr als 90 Tage überfällig. |
| ― | Ratingklassen 6,2/6,3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen. |
| ― | Ratingklassen 6,4/6,5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen:
| Ratingklassen per 31.12.2015 Mio. € |
6,1 | 6,2/6,3 | 6,4/6,5 | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Default-Volumen | 718 | 3 361 | 3 045 | 7 124 |
| Risikovorsorgebestand | 155 | 1 617 | 1 599 | 3 371 |
| Sicherheiten | 364 | 1 222 | 969 | 2 556 |
| Coverage Ratio exkl. GLLP (%) | 72 | 84 | 84 | 83 |
Überziehungen im Weißbuch
Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2015:
| EaD Mio. € |
> 0 ≤ 30 Tage | > 30 ≤ 60 Tage | > 60 ≤ 90 Tage | > 90 Tage | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Kernbank | 3 532 | 191 | 41 | 5 | 3 768 |
| Non-Core Assets | 519 | 127 | 80 | 0 | 726 |
| Konzern | 4 051 | 317 | 121 | 5 | 4 494 |
Nach der Veräußerung der Hanseatic Ship Asset Management GmbH im zweiten Halbjahr 2015 gab es keine Bestände an selbstbetriebenen Schiffe mehr (31. Dezember 2014: 232 Mio. Euro). Die Bestände der Hypothekenbank Frankfurt an Rettungserwerben wurden aufgrund einer konkreten Verkaufsabsicht in Held-for-Sale-Positionen umgebucht.
Kernbank
Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.
Kreditrisikokennzahlen
Das Exposure der Kernbank in den Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stieg zum 31. Dezember 2015 auf 377 Mrd. Euro an (31. Dezember 2014: 355 Mrd. Euro), die Risikodichte sank von 27 auf 24 Basispunkte.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Privatkunden | 101 | 159 | 16 | 1 078 |
| Mittelstandsbank | 140 | 364 | 26 | 4 096 |
| Central & Eastern Europe | 29 | 136 | 48 | 713 |
| Corporates & Markets | 60 | 214 | 36 | 1 792 |
| Sonstige und Konsolidierung1 | 48 | 40 | 8 | 722 |
| Kernbank | 377 | 912 | 24 | 8 401 |
1 Im Wesentlichen Positionen des Treasury.
Rund 80 % des Kernbankportfolios liegen im Investment-Grade-Bereich. Dieser entspricht auf Basis von PD-Ratings unseren internen Ratingklassen 1,0 bis 2,8.
| Ratingverteilung per 31.12.2015 EaD | % |
1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
|---|---|---|---|---|---|
| Privatkunden | 37 | 50 | 9 | 2 | 1 |
| Mittelstandsbank | 12 | 61 | 20 | 5 | 1 |
| Central & Eastern Europe | 6 | 60 | 26 | 6 | 2 |
| Corporates & Markets | 42 | 45 | 9 | 2 | 2 |
| Kernbank1 | 30 | 52 | 14 | 3 | 1 |
1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.
Risikovorsorge
Im Geschäftsjahr 2015 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 330 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Belastung somit um 160 Mio. Euro deutlich zurück.
| Risikovorsorge | Mio. € |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Privatkunden | 14 | 79 |
| Mittelstandsbank | 192 | 342 |
| Central & Eastern Europe | 97 | 123 |
| Corporates & Markets | - 36 | - 55 |
| Sonstige und Konsolidierung | 63 | 1 |
| Kernbank | 330 | 490 |
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio der Kernbank ist gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2014 um 757 Mio. Euro weiter rückläufig. Dabei profitierte die Kernbank von Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen, vor allem in den Segmenten Corporates & Markets und Mittelstandsbank.
| Default-Portfolio Kernbank | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 4 854 | 5 610 |
| Risikovorsorgebestand | 2 618 | 2 950 |
| GLLP | 514 | 513 |
| Sicherheiten | 1 136 | 1 454 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 77 | 79 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 88 | 88 |
| NPL-Ratio (%) | 1,3 | 1,6 |
Überziehungen im Weißbuch
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios nach Segmenten basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2015:
| EaD Mio. € |
> 0 ≤ 30 Tage | > 30 ≤ 60 Tage | > 60 ≤ 90 Tage | > 90 Tage | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Privatkunden | 357 | 61 | 26 | 0 | 444 |
| Mittelstandsbank | 2 695 | 104 | 9 | 0 | 2 808 |
| Central & Eastern Europe | 229 | 26 | 6 | 4 | 265 |
| Corporates & Markets | 251 | 0 | 0 | 0 | 251 |
| Kernbank1 | 3 532 | 191 | 41 | 5 | 3 768 |
1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.
Segment Privatkunden
Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst.
Die Risiken im Privatkundengeschäft werden vom wirtschaftlichen Umfeld sowie von der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise wesentlich beeinflusst. Wir steuern die Risiken unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes sowie ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus identifizieren wir auffällige Kredite über ausgewählte Trigger und bearbeiten diese im Bereich Risikofrüherkennung.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Private Baufinanzierung | 57 | 71 | 13 |
| Renditeobjekte | 5 | 4 | 10 |
| Individualkredite | 14 | 32 | 23 |
| Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten | 10 | 22 | 22 |
| Inländische Tochtergesellschaften | 4 | 9 | 24 |
| Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige | 12 | 20 | 17 |
| Privatkunden | 101 | 159 | 16 |
Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 61 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 14 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 10 Mrd. Euro).
Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung, auch im vierten Quartal fortgesetzt. Daneben ist beim starken Anstieg des EaD die erstmalige Berücksichtigung der Subsidiärhaftung gegenüber den Altersvorsorgeeinrichtungen zu beachten, die alleine zu einer Erhöhung von Mrd. Euro führte. Der Rückgang der Risikodichte von 21 Basispunkten per Dezember 2014 auf 16 Basispunkte ist neben einer verbesserten Portfolioqualität auch auf eine Parameteraktualisierung im Rahmen der jährlichen Validierung zurückzuführen.
Aufgrund dieser Parameteraktualisierungen, einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle sowie hohen Auflösungen sank die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 65 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro und lag damit auf einem sehr niedrigen Niveau.
Das Default-Portfolio des Segments konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 161 Mio. Euro abgebaut werden.
| Default-Portfolio Segment Privatkunden | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 593 | 754 |
| Risikovorsorgebestand | 185 | 258 |
| GLLP | 89 | 113 |
| Sicherheiten | 287 | 361 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 80 | 82 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 95 | 97 |
| NPL-Ratio (%) | 0,6 | 0,8 |
Segment Mittelstandsbank
In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Bei inländischen Corporates sowie ausländischen Corporates mit Bezug zu Deutschland wollen wir weiter wachsen und investieren in einzelne neue Märkte. Der Risikoappetit orientiert sich dabei an der Einschätzung der jeweiligen Branche, aber auch an dem konjunkturellen und wettbewerblichen Umfeld des Unternehmens. Wir analysieren die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die strategische Ausrichtung und die Bonität des Unternehmens.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Corporates Inland | 91 | 232 | 25 |
| Corporates Ausland | 23 | 39 | 17 |
| Financial Institutions | 25 | 93 | 37 |
| Mittelstandsbank | 140 | 364 | 26 |
Das EaD der Mittelstandsbank ist von 134 Mrd. Euro per Ende Dezember 2014 auf 140 Mrd. Euro per Ende Dezember 2015 angestiegen. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Die Risikodichte im Bereich Corporates Inland belief sich per 31. Dezember 2015 auf 25 Basispunkte.
Im Bereich Corporates Ausland belief sich das EaD per 31. Dezember 2015 auf 23 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 17 Basispunkte.
Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 56.
Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 192 Mio. Euro und ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum (342 Mio. Euro) deutlich zurückgegangen. Die Reduktion resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle sowie aus hohen Auflösungen.
Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist seit dem 31. Dezember 2014 um insgesamt 229 Mio. Euro gesunken.
| Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 2 354 | 2 583 |
| Risikovorsorgebestand | 1 224 | 1 429 |
| GLLP | 284 | 276 |
| Sicherheiten | 415 | 441 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 70 | 72 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 82 | 83 |
| NPL-Ratio (%) | 1,7 | 1,9 |
Segment Central & Eastern Europe
Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die "mBank" repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an. Der strategische Fokus des Segments Central & Eastern Europe liegt auf organischem Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich in den Kernmärkten der mBank.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Central & Eastern Europe | 29 | 136 | 48 |
Das EaD des Segments Central & Eastern Europe ist im Vergleich zum Vorjahresende leicht von 26 Mrd. Euro auf 29 Mrd. Euro per 31. Dezember 2015 angestiegen. Die Risikodichte belief sich hier per 31. Dezember 2015 auf 48 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken beläuft sich auf circa 5 Mrd. Euro. Es handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden.
Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe sank um 26 Mio. Euro auf 97 Mio. Euro.
Das Default-Volumen war im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 89 Mio. Euro rückläufig.
| Default-Portfolio Segment Central & Eastern Europe | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 1 123 | 1 212 |
| Risikovorsorgebestand | 643 | 604 |
| GLLP | 67 | 67 |
| Sicherheiten | 393 | 649 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 92 | 103 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 98 | 109 |
| NPL-Ratio (%) | 3,8 | 4,5 |
Segment Corporates & Markets
Dieses Segment umfasst das Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) sowie die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) des Konzerns.
Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt mit 69 % des Gesamtexposures in Deutschland und Westeuropa, der Anteil Nordamerikas lag Ende Dezember 2015 bei rund 17 %. Insgesamt ist das EaD mit 60 Mrd. Euro per Ende Dezember 2015 gegenüber dem Wert per Ende Dezember 2014 konstant geblieben. Der Anstieg der Risikodichte ist auf wenige Einzelfälle zurückzuführen.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 17 | 58 | 35 |
| Westeuropa | 24 | 108 | 44 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 4 | 26 |
| Nordamerika | 10 | 13 | 13 |
| Asien | 3 | 6 | 19 |
| Sonstige | 4 | 24 | 60 |
| Corporates & Markets | 60 | 214 | 36 |
Corporates & Markets begleitet seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten, insbesondere durch seine Serviceleistungen bei Underwriting und Emissionen (zum Beispiel Equity, Bonds und Syndicated Loans). Stringente Richtlinien und definierte Limite begrenzen dabei das Underwriting-Risiko für alle Produktarten. Unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten werden die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, sowohl auf Kontrahenten- als auch auf Portfolioebene streng überwacht. Insbesondere die zunehmende Dynamik im Leveraged-Buy-out-Markt stellt derzeit hohe Anforderungen an das Kreditrisikomanagement.
Ein Augenmerk liegt darüber hinaus auf dem engen Monitoring von Counterparties (zum Beispiel Banken und Broker Dealer) in Ländern mit erhöhten Risiken, vor allem hinsichtlich besicherter Handelsgeschäfte. Ziel ist es, unsere Kunden auch dort weiter zu unterstützen und uns dabei auf das Begleiten von hoch reagiblem Geschäft zu konzentrieren. Die Strategie von Corporates & Markets mit Large-Corporates-Kunden in diesen kritischen Ländern bleibt unverändert.
Während sich die Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit zum Jahresende 2014 auf 1,2 Mrd. Euro beliefen, stieg das Volumen per Jahresende 2015 um weitere 1,4 Mrd. Euro auf insgesamt 2,6 Mrd. Euro an. Generell wird vorrangig in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer (Auto) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen.
Gegenüber dem Vorjahr ist das gesamte Structured-Credit-Portfolio per Dezember 2015 auf 5,9 Mrd. Euro gesunken (7,7 Mrd. Euro per Dezember 2014) bei gleichzeitiger Verringerung der Risikowerte1 auf 1,7 Mrd. Euro (2,4 Mrd. Euro per Dezember 2014). Ein wesentlicher Anteil des Portfolios entfiel dabei auf CDOs, die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen, sowie andere Structured-Credit-Positionen, die sich aus Total-Return-Swap-Positionen zusammensetzten.
Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägt. Im Geschäftsjahr 2015 profitierte das Segment erneut von erfolgreichen Restrukturierungen, die zu einer Netto-Risikovorsorgeauflösung von 36 Mio. Euro führten.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Default-Portfolio im Segment Corporates & Markets 2015 um 290 Mio. Euro deutlich abgebaut. Dieser Abbau ist auf erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen zurückzuführen.
| Default-Portfolio Segment Corporates & Markets | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 682 | 972 |
| Risikovorsorgebestand | 464 | 625 |
| GLLP | 76 | 56 |
| Sicherheiten | 40 | 3 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 74 | 65 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 85 | 70 |
| NPL-Ratio (%) | 1,1 | 1,6 |
Non-Core Assets
Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.
Das Exposure at Default des Segments im Weißbuch belief sich per Ende 2015 auf 61 Mrd. Euro und lag damit rund 17 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert für das NCA-Portfolio per Ende 2014.
| Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2015 | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | CVaR Mio. € |
|---|---|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 9 | 100 | 109 | |
| Deutsche Schiffsbank | 7 | 409 | 563 | |
| Public Finance | 44 | 99 | 22 | |
| Non-Core Assets | 61 | 608 | 100 | 2 497 |
1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.
Im Segment Non-Core Assets belief sich die Risikovorsorge auf 366 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 288 Mio. Euro stark reduziert.
| Risikovorsorge l Mio. € |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Commercial Real Estate | 57 | 73 |
| Deutsche Schiffsbank | 311 | 588 |
| Public Finance | - 2 | - 7 |
| Non-Core Assets | 366 | 654 |
Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Default-Volumen im Berichtsjahr um 4 Mrd. Euro deutlich abgebaut. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch Portfoliotransaktionen, Verkäufe von Assets sowie aktiv von der Bank herbeigeführte Rückzahlungen begründet.
| Default-Portfolio Segment NCA LaR Kredit | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 2 270 | 6 233 |
| Risikovorsorgebestand | 753 | 2 196 |
| GLLP | 285 | 309 |
| Sicherheiten | 1 420 | 4 072 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 96 | 101 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 108 | 105 |
| NPL-Ratio (%) | 3,6 | 7,4 |
Commercial Real Estate
Im Jahr 2015 konnten wiederum beachtliche Abbauerfolge verzeichnet werden, unter anderem durch konsequente Nutzung von Marktopportunitäten für Transaktionen in der Hypothekenbank Frankfurt AG. Das EaD wurde um 7 Mrd. Euro auf 9 Mrd. Euro verringert. Der Rückgang des Exposures ist dabei insbesondere auf den Verkauf zweier gewerblicher Immobilienportfolios zurückzuführen. Hierbei handelte es sich um ein europäisches Portfolio sowie um ein deutsches Portfolio, das vor allem aus notleidenden Krediten bestand. Durch den Abbau im Jahr 2015 wurden neben der Verbesserung des Risikoprofils die Komplexität und der Risikogehalt im CRE-Portfolio weiter deutlich verringert.
Die CRE-Investmentmärkte profitieren dabei unverändert von dem extrem niedrigen Zinsumfeld und der damit einhergehenden hohen Nachfrage nach vergleichsweise renditestarken Immobilien. Die dahinterstehende wirtschaftliche Dynamik gestaltet sich jedoch unverändert verhalten. Die Erholung an den CRE-Vermietungsmärkten dürfte insofern träge bleiben.
Ziel der Commerzbank ist weiterhin die Fortsetzung des wertschonenden Abbaus mit Fokus auf der Reduzierung der höher risikobehafteten Teilportfolios.
| CRE-Portfolio nach Regionen EaD | Mrd. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Deutschland | 6 | 10 |
| Westeuropa | 3 | 4 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 2 |
| Nordamerika | 0 | 0 |
| Asien | 0 | 0 |
| Sonstige | 0 | 0 |
| Commercial Real Estate | 9 | 17 |
Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Risikovorsorge 2015 im Konzernbereich Commercial Real Estate um 16 Mio. Euro reduziert werden und liegt mit 57 Mio. Euro auf niedrigem Niveau.
Das Default-Portfolio für Commercial Real Estate konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 2,2 Mrd. Euro auf 1,1 Mrd. Euro reduziert werden. Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf aktiv von der Bank herbeigeführten Rückzahlungen und Verkäufen.
| Default-Portfolio CRE | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Default-Volumen | 1 102 | 3 335 |
| Risikovorsorgebestand | 213 | 900 |
| GLLP | 58 | 80 |
| Sicherheiten | 816 | 2 523 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 93 | 103 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 99 | 105 |
| NPL-Ratio (%) | 10,7 | 16,7 |
Deutsche Schiffsbank
Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2014 von 9,2 Mrd. Euro auf 7,3 Mrd. Euro gesunken. Hierbei konnten auch gegenläufige Effekte durch den gegenüber dem Euro stärkeren US-Dollar, in dem der größere Teil des Portfolios denominiert ist, überkompensiert werden.
Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (3 Mrd. Euro), Tanker (2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (2 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.
Im Jahresverlauf 2015 waren die Tankermärkte aufgrund der hohen Rohölproduktion fester. Die Märkte für Containerschiffe zeigten ab dem zweiten Halbjahr und insbesondere in den letzten beiden Monaten starke Rückgänge in den Raten über alle Schiffsgrößen hinweg. Dies ist durch die schwache Entwicklung der globalen Handelsaktivitäten und das Überangebot an Schiffen bedingt. Die Märkte für Postpanamax-Schiffe kamen aufgrund der nochmals verstärkten Ablieferung von sehr großen Containerschiffen unter Druck. Die Märkte für Massengutschiffe waren weiterhin von Überkapazitäten geprägt und zeigten - nach zwischenzeitlichen leichten Besserungen - ebenfalls in den letzten beiden Monaten des Jahres 2015 deutliche Rückgänge sowohl hinsichtlich der Charterraten als auch der Schiffswerte. Ursache hierfür war insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in China.
Eine nachhaltige Markterholung über alle Assetklassen hinweg erwarten wir kurzfristig nicht. Unserer Strategie des wertschonenden Abbaus entsprechend reduzieren wir weiterhin konsequent die Risiken im Bestandsgeschäft.
Die Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank belief sich im Jahr 2015 auf 311 Mio. Euro. Insgesamt lag die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2015 um rund 50 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das Default-Portfolio wurde im Berichtsjahr aufgrund erfolgreicher Abbaumaßnahmen um 1,7 Mrd. Euro deutlich reduziert.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen | Mio. € |
Gesamt | Container | Tanker | Bulker | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Default-Volumen | 1 160 | 434 | 163 | 233 | 2 893 |
| Risikovorsorgebestand | 540 | 218 | 32 | 92 | 1 296 |
| GLLP | 224 | 119 | 10 | 53 | 224 |
| Sicherheiten | 604 | 199 | 118 | 118 | 1 549 |
| Coverage Ratio exklusive GLLP (%) | 99 | 96 | 92 | 90 | 98 |
| Coverage Ratio inklusive GLLP (%) | 118 | 124 | 98 | 113 | 106 |
| NPL-Ratio (%) | 13,8 | 13,4 | 8,3 | 12,6 | 24,0 |
Public Finance
Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen bedeutenden Teil des Staatsfinanzierungsgeschäfts sowie besicherte und unbesicherte Bankenanleihen/Darlehen, die insbesondere als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen vorgehalten werden. Die Forderungen und Wertpapiere des Public-Finance-Portfolios werden unter anderem in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank gehalten. Das Management des NCA-Public-Finance-Portfolios wird vom zentralen Segment Corporates & Markets sowie von Group Treasury durchgeführt.
Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (38 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Der Schwerpunkt des Exposures befindet sich in Westeuropa.
Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (6 Mrd. Euro EaD). Der Hauptteil liegt ebenfalls in Westeuropa. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren und Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Gewährträgerhaftungen, Anstaltslasten oder anderen Unterstützungsmechanismen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.
Im Bereich Public Finance ist auch das Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio angesiedelt. Es umfasst die langfristige Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen mit guter Bonität, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Das PFI-Portfolio ist zusätzlich durch Monoliner-Garantien besichert und soll - im Einklang mit der NCA-Strategie - über die Zeit wertschonend abgebaut werden.
Das Public-Finance-Portfolio in NCA wurde im Geschäftsjahr 2015 durch Verkäufe und Rückzahlungen sowie durch Übertragungen auf Group Treasury um insgesamt 8 Mrd. Euro weiter reduziert.
Außerhalb von NCA werden in der Commerzbank Public Finance Engagements vor allem für die Liquiditätssteuerung gehalten. Diese Engagements werden im Bereich Sonstige und Konsolidierung berichtet und durch Group Treasury betreut.
Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance lag mit -2 Mio. Euro marginal über dem Vorjahresniveau. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden grundsätzlich nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt.
Das Default-Portfolio von Public Finance blieb mit 8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Weitere Portfolioanalysen
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Corporates-Portfolio nach Branchen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen an den Rohstoffmärkten stehen derzeit vor allem die Branchen "Energieversorgung/Abfallwirtschaft" und "Grundstoffe/Metall" im Fokus.
Das Exposure in der Branche "Energieversorgung/Abfallwirtschaft" entfällt zu einem großen Teil auf international tätige Energieversorgungsunternehmen, wobei hier der Hauptteil auf den Bereich Elektrizitätsversorgung entfällt. Das restliche Portfolio verteilt sich auf die Bereiche Recycling sowie Gas- und Wasserversorgung. In der Branche "Grundstoffe/Metall" entfällt ein Großteil des Exposures auf die Bereiche "Metallerzeugung" und "Herstellung von Metallerzeugnissen". Das restliche Volumen teilt sich in die Bereiche "Kohle/Steine/Erze" und "Gewinnung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas" auf.
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 18 | 75 | 41 | 17 | 74 | 44 |
| Konsum | 15 | 53 | 37 | 12 | 37 | 31 |
| Transport/Tourismus | 14 | 28 | 20 | 13 | 26 | 21 |
| Großhandel | 12 | 44 | 38 | 11 | 49 | 43 |
| Grundstoffe/Metall | 11 | 36 | 32 | 11 | 42 | 39 |
| Technologie/Elektronik | 11 | 27 | 25 | 9 | 26 | 28 |
| Dienstleistungen/Medien | 10 | 77 | 79 | 9 | 35 | 39 |
| Maschinenbau | 10 | 29 | 31 | 9 | 26 | 28 |
| Automobil | 9 | 22 | 23 | 8 | 29 | 36 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 38 | 42 | 9 | 54 | 63 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 15 | 28 | 4 | 10 | 23 |
| Bau | 5 | 19 | 35 | 5 | 47 | 100 |
| Sonstige | 11 | 28 | 25 | 10 | 30 | 29 |
| Gesamt | 140 | 492 | 35 | 127 | 487 | 38 |
Financial-Institutions-Portfolio
Fokus in der Kernbank sind weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten in Corporates & Markets. Public-Finance-Bestände werden weiter abgebaut. Die Einführung von Abwicklungsregeln für sowie deren Auswirkungen auf Banken in Developed Markets beobachten wir eng. In vielen Emerging Markets ist der Ausblick aufgrund schwächeren Wirtschaftswachstums und der nun steigenden Zinsen in den USA weiterhin eingetrübt. Dem begegnen wir mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation eines Landes abgestimmten Portfoliosteuerung.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 5 | 6 | 12 | 11 | 6 | 5 |
| Westeuropa | 20 | 46 | 23 | 26 | 54 | 21 |
| Mittel- und Osteuropa | 5 | 23 | 48 | 9 | 31 | 35 |
| Nordamerika | 2 | 3 | 17 | 2 | 2 | 9 |
| Asien | 13 | 36 | 28 | 13 | 37 | 29 |
| Sonstige | 8 | 32 | 43 | 8 | 34 | 43 |
| Gesamt | 52 | 146 | 28 | 69 | 165 | 24 |
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich diversifizierte Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten. Neugeschäft erfolgt im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank dabei auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfolio-Management-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität.
Der Anstieg des EaD in Deutschland ist auf die erstmalige Berücksichtigung der Subsidiärhaftung gegenüber Altersvorsorgeeinrichtungen zurückzuführen.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. | Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risikodichte Bp. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 16 | 23 | 14 | 8 | 18 | 22 |
| Westeuropa | 15 | 48 | 33 | 17 | 32 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 1 | 3 | 58 | 1 | 6 | 88 |
| Nordamerika | 8 | 5 | 6 | 8 | 5 | 6 |
| Asien | 1 | 2 | 16 | 1 | 1 | 11 |
| Sonstige | 2 | 1 | 8 | 1 | 3 | 21 |
| Gesamt | 43 | 83 | 19 | 37 | 65 | 18 |
Originatorenpositionen
Die Commerzbank und die Hypothekenbank Frankfurt haben im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 4,2 Mrd. Euro vorgenommen. Im vierten Quartal 2015 hat die Commerzbank zwei neue Transaktionen begeben. Der Verbriefung CoCo Finance II-2 mit einem Volumen von 3 Mrd. Euro liegen vorwiegend Forderungen deutscher Großkunden zugrunde. Der Verbriefung CoSMO Finance III-1 mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro liegen vorwiegend Forderungen an deutsche kleine und mittelständische Unternehmen zugrunde. Darüber hinaus wurde die Transaktion CoSMO Finance II-2 der Assetklasse Corporates mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro vertragsgemäß zurückgezahlt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden Risikopositionen in Höhe von 3,8 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 3,7 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
| Volumen Commerzbank1 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbriefungspool Mrd. € |
Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen1 31.12.2015 | Gesamtvolumen1 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Corporates | 2025 - 2036 | 3,7 | <0,1 | <0,1 | 4,1 | 4,1 |
| RMBS | 2048 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | < 0,1 |
| CMBS | 2046 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | <0,1 | 1,0 |
| Gesamt | 3,7 | <0,1 | <0,1 | 4,2 | 5,1 |
1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures
Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im Geschäftsjahr 2015 leicht um 0,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken und lagen zum 31. Dezember 2015 bei 3,2 Mrd. Euro.
Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass 89 % der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden müssen. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Ersten Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank und der sich im Abbau befindenden Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance sowie Handelsbuchpositionen der Commerzbank AG Inland.
Das Volumen ist mit 4,7 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte sind mit 4,6 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,5 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.
Forbearance-Portfolio
Die European Banking Authority (EBA) hat im Oktober 2013 im Rahmen eines Implementing Technical Standards (ITS) eine neue Definition des Begriffs "Forbearance" eingeführt. Die Definition der EBA zu Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Diese Definition ist unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen.
Das Forbearance-Portfolio ist bereits vollständig in den vorherigen Darstellungen des Weißbuchs und des Default-Portfolios der Commerzbank enthalten.
Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:
| Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2015 | Forborne Exposure Mio. € |
Risikovorsorgebestand Mio. € |
Coverage Ratio % |
|---|---|---|---|
| Privatkunden | 590 | 15 | 3 |
| Mittelstandsbank | 2 382 | 426 | 18 |
| Central & Eastern Europe | 518 | 154 | 30 |
| Corporates & Markets | 963 | 242 | 25 |
| Non-Core Assets | 3 798 | 595 | 16 |
| Konzern | 8 250 | 1 433 | 17 |
Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:
| Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2015 | Forborne Exposure Mio. € |
Risikovorsorgebestand Mio. € |
Coverage Ratio % |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 4 889 | 676 | 14 |
| Westeuropa | 2 099 | 410 | 20 |
| Mittel- und Osteuropa | 674 | 209 | 31 |
| Nordamerika | 29 | 4 | 14 |
| Asien | 62 | 17 | 27 |
| Sonstige | 497 | 116 | 23 |
| Konzern | 8 250 | 1 433 | 17 |
Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 1 433 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 2 090 Mio. Euro abgedeckt.
Marktrisiken
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.
Strategie und Organisation
Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung des Commerzbank-Konzerns auf.
Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken im Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen.
In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition im Konzern. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf den handelsintensiven Bereichen Corporates & Markets und Group Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nicht-Kernaktivitäten (Non-Core Assets) gesteuert.
Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen.
Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung.
Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.
Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt.
Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit.
Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5 % und eine Haltedauer von einem Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Es ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.
Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer Halteperiode von einem Tag berechnet. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag.
In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis.
Für das Gesamtbuch stieg der VaR um 20 Mio. Euro auf 118 Mio. Euro an. Auch der VaR des Handelsbuchs stieg im Jahr 2015 deutlich an. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist eine gestiegene Volatilität an den Märkten. Auslöser dafür waren Marktereignisse wie zum Beispiel die Krise in Griechenland, starke Zinsbewegungen durch die Geldpolitik oder Sorgen um das Wachstum in China sowie ein deutlich gefallener Ölpreis. Ein im Jahresverlauf gesunkener Stressed VaR (Bewertung der aktuellen Positionierung mit fest definierten Marktdaten einer Krisenperiode) zeigt, dass Positionsveränderungen risikoreduzierend wirken und die Marktbewegungen der maßgebliche Treiber für den VaR-Anstieg sind.
| VaR-Beitrag1| Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbuch | 118 | 98 |
| davon Handelsbuch | 29 | 16 |
1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.
Handelsbuch
Der Value-at-Risk stieg im Jahresverlauf von 16 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro. Der Jahresmittelwert lag ebenfalls mit 25 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 15 Mio. Euro.
| VaR der Portfolios im Handelsbuch1 Mio. € |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Minimum | 17 | 11 |
| Mittelwert | 25 | 15 |
| Maximum | 39 | 37 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 29 | 16 |
1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskursrisiken die dominierende Anlageklasse. Es folgen Credit-Spread-, Zins- und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value-at-Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst. In der Risikoart Zinsen werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.
Die Entwicklung des VaR im Jahr 2015 zeigt einen deutlichen Anstieg der Währungsrisiken. Auch Credit-Spread-, Zins- und Aktienkursrisiken stiegen an. Die Rohwarenrisiken blieben stabil auf niedrigem Niveau.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Credit Spreads | 6 | 5 |
| Zinsen | 4 | 3 |
| Aktien | 4 | 2 |
| Währung | 14 | 5 |
| Rohwaren | 1 | 1 |
| Gesamt | 29 | 16 |
1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der oben beschriebenen VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der Stressed VaR lag zum Berichtsstichtag mit 27 Mio. Euro um 10 Mio. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2014, hauptsächlich durch Positionsveränderungen im Treasury. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum nicht verändert.
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.
Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.
Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2015 haben wir drei negative Clean-P&L-Ausreißer gemessen. Einen Dirty-P&L-Ausreißer gab es im gleichen Zeitraum nicht. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.
Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Im Jahr 2015 wurden weitere Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.
Anlagebuch
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Non-Core Assets - Public Finance mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Unsere in diesem Bereich seit Jahren verfolgte strikte Abbaustrategie setzten wir auch 2015 systematisch fort. Darüber hinaus beeinflussen die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch.
In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) sanken im Jahresverlauf von 63 Mio. Euro per Jahresende 2014 auf 54 Mio. Euro. Ursachen für diese Entwicklung sind im Jahresverlauf gestiegene Zinsen und ausgeweitete Credit Spreads, die zu verringerten Marktwerten im Anleiheportfolio und in der Folge zu geringeren Credit-Spread-Sensitivitäten führten.
Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarien für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.
Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2015 ein potenzieller Verlust von 1 784 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 1 141 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten.
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiken
In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.
Wir bestimmen zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.
Zum Jahresende 2015 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities und strukturierte Produkte wiesen ein erhöhtes Marktliquiditätsrisiko auf.
Liquiditätsrisiken
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.
Strategie und Organisation
Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion.
Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Das ALCO wird vom Liquidity-Review-Forum (LRF) und der Risikofunktion unterstützt.
Risikosteuerung
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird jährlich aktualisiert. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Quantifizierung und Stresstesting
Die Parametrisierung der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung ist im Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk der Commerzbank beschrieben. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung wird die Liquiditätsrisikotoleranz der Commerzbank, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie steht, quantitativ festgelegt.
Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen, während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes Neugeschäft in das Kalkül mit einbezogen wird.
Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Die Liquiditätsablaufbilanz ist für alle Laufzeitbänder bis zu 30 Jahren limitiert, wobei der Fokus in der täglichen Steuerung auf den kurzfristigen Laufzeitbändern bis zu 1 Jahr liegt. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten heruntergebrochen.
Im Geschäftsjahr 2015 befanden sich die intern als "Recovery-Indikatoren" festgelegten Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets innerhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Jahresultimo 1,55.
Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert vom Treasury gehalten und überwacht, um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß der Liquiditätsrisikotoleranz refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von bis zu 82,4 Mrd. Euro im Laufzeitband bis zu einem Tag aus. Davon wurden 44,4 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bei Fortschreibung der Bestände unter den derzeitigen Modellierungsannahmen würde sich eine Liquiditätsunterdeckung erst nach über vier Jahren ergeben, wohingegen die Limitierung des internen Modells eine Fristentransformationsposition bereits im Laufzeitband über einem Jahr zulassen würde.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 9,7 Mrd. Euro.
Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher Stressszenarien vervollständigt.
Die LCR wurde im Rahmen des Delegierten Rechtsakts am 17. Januar 2015 von der Europäischen Union verabschiedet und trat für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten. Bis dahin beträgt die einzuhaltende Quote 60 % ab Oktober 2015, 70 % im Jahr 2016 und 80 % im Jahr 2017.
Im Jahr 2015 wurde die geforderte Mindestquote von der Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten.
Somit befindet sich die LCR-Kennziffer der Commerzbank auch weiterhin sehr komfortabel über den gesetzlichen Mindestanforderungen.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliancerisiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart durch die Compliancefunktion gesteuert. Die Verluste aus Compliancerisiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein.
Strategie und Organisation
In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken.
Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vierteljährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Segment-OpRisk-Committees befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren strukturiert alle OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.
Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank.
Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zum Erreichen der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist.
Risikosteuerung
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen.
Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.
Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert. Es wird komplettiert durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz).
Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2015 auf dieser Basis 21,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 21,6 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 1,8 Mrd. Euro).
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mrd. € | Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital | Risikoaktiva | Ökonom. erforderl. Kapital |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Privatkunden | 6,8 | 0,6 | 9,0 | 0,8 |
| Mittelstandsbank | 3,1 | 0,2 | 3,3 | 0,3 |
| Central & Eastern Europe | 0,8 | 0,1 | 0,4 | 0,0 |
| Corporates & Markets | 4,7 | 0,4 | 4,7 | 0,4 |
| Non-Core Assets | 2,2 | 0,2 | 1,3 | 0,1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 3,9 | 0,3 | 2,9 | 0,2 |
| Konzern | 21,4 | 1,8 | 21,6 | 1,8 |
Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen >1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt.
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des vierten Quartals 2015 eine Gesamtbelastung in Höhe von 130 Mio. Euro (Gesamtjahr 2014: 882 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen geprägt durch Schäden in den Kategorien "Produkte und Geschäftspraktiken" und "Prozessbezug".
| OpRisk-Ereignisse1| Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Interner Betrug | 1 | 1 |
| Externer Betrug | - 1 | 19 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 9 | 1 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | 90 | 830 |
| Prozessbezug | 45 | 31 |
| Arbeitsverhältnis | - 14 | 0 |
| Konzern | 130 | 882 |
1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden sowohl monats- als auch quartalsbezogen erstellt und sind Teil der Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Sie beinhalten eine Darstellung der aktuellen Risikoeinschätzung der Segmente, deren wesentliche Verlustereignisse, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen.
Sonstige Risiken
Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.
Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden können, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat.
Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passiv-Prozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktiv-Prozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktiv-Prozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.
Organisation
In der Commerzbank obliegt funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos Group Legal.
Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig.
Risikosteuerung
Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren.
Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren.
Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt.
Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee.
Aktuelle Entwicklungen
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichts- und andere Behörden in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Manipulationen und andere Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Behörden auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank Aktiengesellschaft angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank Aktiengesellschaft gewandt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft kooperiert in den noch laufenden Untersuchungen vollumfänglich mit diesen Stellen und führt seit geraumer Zeit auch eigene Untersuchungen durch; bislang wurden in einem Fall arbeitsrechtliche Maßnahmen gegenüber einem Mitarbeiter einer Tochtergesellschaft ergriffen.
Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Mitte März 2015 hat die Commerzbank Einigung in Vergleichsverhandlungen mit verschiedenen US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Die Commerzbank kooperiert seit mehreren Jahren mit den US-Behörden und den lokalen Behörden in New York und hat ihnen umfangreiche Dokumentation sowie Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen des Vergleichs mit den US-Behörden hat die Bank sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der compliancerelevanten Prozesse umzusetzen. Ferner ist eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen.
Die Bank hat bereits in den vergangenen Jahren ihre compliancerelevanten Prozesse verbessert und auch nach der Einigung mit den US-Behörden entsprechende weitere Maßnahmen im Sinne der erzielten Einigung umgesetzt. Weiterhin wurde das bankweite Complianceprogramm "Achieving a Robust Compliance Framework" initiiert. Im Fokus stehen dabei zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Einhaltung von Sanktionsvorschriften wie die Optimierung der Monitoring- und Scoringprozesse und -systeme, die Förderung einer nachhaltigen Compliancekultur in unserem Konzern, die Entwicklung und Durchführung von Schulungen sowie die Überarbeitung interner Richtlinien zur besseren Verständlichkeit.
Die Staatsanwaltschaft Köln durchsuchte im Februar 2015 Räumlichkeiten der Commerzbank in Frankfurt am Main aufgrund eines vom Amtsgericht Köln ausgestellten Durchsuchungsbefehls. Hintergrund der Durchsuchung waren Ermittlungsverfahren gegen sieben Mitarbeiter der Commerzbank International S.A. Luxemburg (CISAL), einer Tochtergesellschaft der Commerzbank, in Verbindung mit angeblicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung und deren Begünstigung durch diese Mitarbeiter sowie unbekannte Mitarbeiter der Commerzbank zugunsten von Kunden. Im Dezember 2015 wurde das Ermittlungsverfahren gegen die Commerzbank mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Das gegen die CISAL eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde mit Bußgeldbescheid vom 4. Dezember 2015 beendet, die Verfahren gegen die Mitarbeiter gegen Geldauflage oder mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.
Reputationsrisiken
Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird insbesondere durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.
Strategie und Organisation
Es ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als wesentlichen Teil ihres Unternehmenswertes zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus des Reputationsrisiko-Managements im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt damit in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden und steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank und unterliegt internen und externen Überprüfungen. Ihm kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).
Risikosteuerung
Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und mögliche Kommunikationsrisiken damit zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Je nach Ergebnis können sie mit Auflagen versehen oder auch negativ beurteilt werden. Dies kann bis zur Ablehnung führen.
Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und an die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank weitergeleitet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie in den Quartalsreport über erhebliche Reputationsrisiken an den CFO und die entsprechenden Segmentvorstände ein.
Compliancerisiken
Der Erfolg des Commerzbank-Konzerns hängt maßgeblich vom Vertrauen der Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Leistungsfähigkeit und Integrität des Instituts ab. Das Vertrauen basiert auf der Umsetzung und Einhaltung der für die Bank im Rahmen ihrer konzernweiten Geschäftstätigkeit zu beachtenden einschlägigen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, regulatorischen Anforderungen sowie marktüblichen Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliancerisiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Wertpapiercompliance sowie Betrug und Korruption.
Die Bank hat ihre Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) grundlegend überarbeitet. Sie setzen verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern sowie der Mitarbeiter miteinander und prägen daher ganz wesentlich den Geschäftsalltag. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich - und damit wesentlicher Bestandteil der Risikokultur.
Der Gesamtvorstand der Commerzbank hat eine konzernweit gültige Ausgestaltung der Risikobereitschaft für Compliancerisiken vorgenommen. Mit Definition dieses "Group Risk Appetite Statement on Compliance" unterstreicht die Commerzbank ihre Erwartung, dass gültige Gesetze, Richtlinien und Marktstandards - international und national - sowohl intern als auch von ihren Kunden und Partnern eingehalten werden, verbunden mit der Tatsache, dass die Commerzbank "keinerlei Verstöße gegen internationales Recht, Richtlinien und Vorschriften" duldet.
Zur Verhinderung von Compliancerisiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben werden als Compliance-Managementsystem bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an dem vom Institut der Wirtschaftsprüfer veröffentlichten Standard "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen" (IDW PS 980) und den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Um die institutsspezifischen Besonderheiten der Commerzbank zu berücksichtigen, werden hieraus individuelle Compliancestandards für die Commerzbank abgeleitet.
Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Commerzbank ist das Prinzip der "Three Lines of Defence". Gemäß diesem Prinzip ist die Abwehr unerwünschter Compliancerisiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliancefunktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet.
Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Managementsystem kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. In diesem Zusammenhang hat der Gesamtvorstand ein globales Compliance-Change-Managementprogramm aufgesetzt, das über die geschäftsbezogenen Complianceerfordernisse hinaus auch die Stärkung der Compliancekultur in der Commerzbank vorantreibt.
IT-Risiken
IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken fassen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:
Vertraulichkeit:
Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
Integrität:
Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Weise und frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
Nachvollziehbarkeit:
Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
Verfügbarkeit:
Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.
Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt.
IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert.
Zudem werden die wichtigsten IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarien bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (CyberCrime), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten.
Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte, über die der Vorstand regelmäßig informiert wird. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2015 auch ein detaillierter und vollständiger Überblick über den Umsetzungsstand unserer Sicherheitsvorgaben etabliert und eine neue Einheit "Security Enforcement & Control" zur weiteren Verbesserung des Kontrollgefüges zur Informationssicherheit gegründet. Für 2016 haben wir neben der Umsetzung konkreter Weiterentwicklungen unserer IT-Sicherheitsmechanismen insbesondere auch Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Security-Awareness geplant. Zudem haben wir vorgesehen, das im Management der operationellen Risiken bewertete Risikoszenario "Cyber-crime" anzupassen und die in diesem Szenario enthaltenen Risiken des Advanced Persistant Threat (APT)1 in ein zusätzliches eigenständiges Risikoszenario zu überführen und weiter zu detaillieren.
Personalrisiken
Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:
Anpassungsrisiko:
Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
Motivationsrisiko:
Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
Austrittsrisiko:
Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Engpassrisiko:
Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.
Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Dies wurde durch die Ende 2015 abgeschlossenen Pilotprojekte bestätigt. Derzeit wird eine bankweite Einführung der strategischen Personalplanung vorbereitet.
Geschäftsstrategische Risiken
Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend.
1 Ein Advanced Persistant Threat (fortgeschrittene, andauernde Bedrohung) ist eine spezielle Form eines Cyber-Angriffes. Das Ziel eines APT ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben, um über einen längeren Zeitraum sensible Informationen auszuspähen (Internet-Spionage) oder anderweitig Schaden anzurichten.
Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten.
Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf >1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.
Modellrisiko
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapitalausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) im Mittelpunkt.
Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.
Mit Blick auf die übergreifende Vergleichbarkeit der durch interne Modelle in Säule 1 ermittelten Kapitalanforderungen hat die EZB die Bank über den Beginn einer aufsichtlichen Überprüfung ausgewählter interner Modelle im Euroraum informiert (Targeted Review of Internal Models - TRIM). Im Fokus dieses EZB-Projektes, das bis 2018 aufgesetzt ist, steht die Erhöhung der übergreifenden Konsistenz und Fehlerfreiheit der von den durch die EZB direkt beaufsichtigten Banken eingesetzten internen Modelle für Kredit-, Markt- und Gegenparteirisiken.
Disclaimer
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
der Commerzbank Aktiengesellschaft
| Mio. € | 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 7 963 | 8 875 | |||
| abzüglich negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften | - 209 | n.a. | |||
| 7 754 | |||||
| b) Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 706 | 1 141 | |||
| 8 460 | 10 016 | ||||
| Zinsaufwendungen | |||||
| Zinsaufwendungen aus dem Bankgeschäft | - 4 534 | ||||
| abzüglich positive Zinsen aus dem Bankgeschäft | 111 | n.a. | |||
| - 4 423 | - 4 725 | ||||
| 4 037 | 5 291 | ||||
| Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 2 | 5 | |||
| b) Beteiligungen | 119 | 33 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 212 | 448 | |||
| 333 | 486 | ||||
| Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 300 | 416 | |||
| Provisionserträge | 3 342 | 3 161 | |||
| Provisionsaufwendungen | - 651 | - 594 | |||
| 2 691 | 2 567 | ||||
| Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | - 191 | - | |||
| darunter: Auflösung gemäß § 340 e Abs. 4 S. 2 Nr. 1 HGB | 216 | 259 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | 331 | 499 | |||
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | - 2 733 | - 2 721 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 367 | - 581 | |||
| darunter: für Altersversorgung | 34 | - 187 | |||
| - 3 100 | - 3 302 | ||||
| b) Andere Verwaltungsaufwendungen | - 2 321 | - 2 303 | |||
| - 5 421 | - 5 605 | ||||
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | - 331 | - 245 | |||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 330 | - 1 049 | |||
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | - | - 1 506 | |||
| Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 846 | - | |||
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | - 154 | - 304 | |||
| Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | - | - | |||
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - 60 | - 5 | |||
| Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken | - | - | |||
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 2 051 | 545 | |||
| Außerordentlicher Aufwand | - 126 | - 46 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 199 | - 192 | |||
| Sonstige Steuern | - 33 | - 25 | |||
| - 232 | - 217 | ||||
| Jahresüberschuss | 1 693 | 282 | |||
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | - 846 | - 141 | |||
| Bilanzgewinn | 847 | 141 |
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015
der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aktivseite
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 1 077 | 1 000 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 21 325 | 2 604 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 14 860 | 239 | |||
| 22 402 | 3 604 | ||||
| Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 3 232 | 336 | |||
| 3 232 | 336 | ||||
| Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) Täglich fällig | 8 250 | 11 109 | |||
| b) Andere Forderungen | 79 188 | 81 634 | |||
| darunter: Kommunalkredite | 175 | 281 | |||
| 87 438 | 92 743 | ||||
| Forderungen an Kunden | 173 730 | 171 491 | |||
| darunter: durch Grundpfandrechte gesichert (Hypothekendarlehen) | 36 035 | 34 342 | |||
| durch Grundpfandrechte gesichert (Schiffshypotheken) | 4 260 | 6 008 | |||
| Kommunalkredite | 7 285 | 10 429 | |||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) Von öffentlichen Emittenten | - | 56 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | - | - | |||
| ab) Von anderen Emittenten | 25 | - | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 25 | - | |||
| 25 | 56 | ||||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) Von öffentlichen Emittenten | 14 639 | 14 330 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 13 944 | 14 254 | |||
| bb) Von anderen Emittenten | 16 304 | 30 859 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 13 355 | 25 054 | |||
| 30 943 | 45 189 | ||||
| c) Eigene Schuldverschreibungen | 7 | 507 | |||
| Nennbetrag 5 Mio. € | |||||
| 30 975 | 45 752 | ||||
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 288 | 402 | |||
| Handelsbestand | 67 747 | 87 350 | |||
| Beteiligungen | 380 | 403 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | 305 | 318 | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 1 | 31 | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8 075 | 8 374 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | 2 509 | 2 562 | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 581 | 581 | |||
| Treuhandvermögen | 1 131 | 1 325 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 482 | 460 | |||
| Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 721 | 589 | |||
| b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 265 | 164 | |||
| 986 | 753 | ||||
| Sachanlagen | 553 | 550 | |||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2 777 | 2 668 | |||
| Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 235 | 164 | |||
| b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 351 | 239 | |||
| 586 | 403 | ||||
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 742 | 1 204 | |||
| Summe der Aktiva | 401 042 | 417 358 |
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015
der Commerzbank Aktiengesellschaft
Passivseite
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) Täglich fällig | 27 729 | 39 219 | |||
| b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 61 944 | 66 337 | |||
| darunter: begebene Namensschiffspfandbriefe | 29 | 34 | |||
| 89 673 | 105 556 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 6 905 | 6 701 | |||
| ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 47 | 59 | |||
| 6 952 | 6 760 | ||||
| b) Andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) Täglich fällig | 136 447 | 126 243 | |||
| bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 67 297 | 62 193 | |||
| 203 744 | 188 436 | ||||
| darunter: begebene öffentliche Namenspfandbriefe | 833 | 838 | |||
| begebene Namensschiffspfandbriefe | 1 261 | 1 410 | |||
| 210 696 | 195 196 | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) Begebene Schuldverschreibungen | 22 053 | 24 002 | |||
| aa) Hypothekenpfandbriefe | 4 158 | 1 982 | |||
| ab) Öffentliche Pfandbriefe | 1 073 | 1 174 | |||
| ac) Schiffspfandbriefe | 112 | 695 | |||
| ad) Sonstige Schuldverschreibungen | 16 710 | 20 151 | |||
| b) Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 4 930 | 3 149 | |||
| ba) Geldmarktpapiere | 4 883 | 3 136 | |||
| bb) Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 47 | 13 | |||
| 26 983 | 27 151 | ||||
| Handelsbestand | 32 183 | 44 605 | |||
| Treuhandverbindlichkeiten | 1 131 | 1 325 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 482 | 460 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5 448 | 10 442 | |||
| Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 19 | 41 | |||
| b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 673 | 333 | |||
| 692 | 374 | ||||
| Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 37 | 35 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 361 | 228 | |||
| c) Andere Rückstellungen | 2 282 | 3 466 | |||
| 2 680 | 3 729 | ||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 9 699 | 9 903 | |||
| Genussrechtskapital | 767 | 842 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 662 | 737 | |||
| Fonds für allgemeine Bankrisiken | - | 216 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340 e Abs. 4 HGB | - | 216 | |||
| Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | |||||
| aa) Grundkapital | 1 252 | 1 139 | |||
| Eigene Anteile | - | - | |||
| (Bedingtes Kapital 569 Mio. €) | 1 252 | 1 139 | |||
| ab) Einlagen stiller Gesellschafter | 491 | 491 | |||
| 1 743 | 1 630 | ||||
| b) Kapitalrücklage | 17 192 | 15 928 | |||
| c) Gewinnrücklagen | 1 308 | 320 | |||
| d) Bilanzgewinn | 847 | 141 | |||
| 21 090 | 18 019 | ||||
| Summe der Passiva | 401 042 | 417 358 | |||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | 7 | 7 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 35 368 | 36 080 | |||
| 35 375 | 36 087 | ||||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 68 985 | 56 787 |
Anhang
Allgemeine Angaben
(1) Grundlagen der Rechnungslegung
Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) und des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) aufgestellt worden.
Neben dem Jahresabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Bilanz und Anhang - wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht erstellt.
Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro angegeben. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und in der Bilanz werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Angaben werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.
In den Angaben zu Pfandbriefen sind die Beträge in Mio. Euro mit einer Nachkommastelle angegeben. Es kann in den Summen und Prozentangaben durch Rundungen zu geringfügigen Abweichungen kommen.
(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Barreserve ist zu Nennbeträgen bilanziert. Schuldtitel öffentlicher Stellen werden mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen; gebildete Wertberichtigungen setzen wir ab. Die Anschaffungskosten von Forderungen erhöhen sich um gezahlte Vermittlungsprovisionen oder andere Anschaffungsnebenkosten. Sie verringern sich im Wesentlichen um erhaltene Gebühren. Die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und den Nennbeträgen werden effektivzinskonstant über die Laufzeit im Zinsergebnis vereinnahmt.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist für alle bilanziellen Forderungsbestände sowie alle außerbilanziellen Geschäfte auf Einzelgeschäftsebene beziehungsweise Portfoliobasis unter Heranziehen interner Parameter und Modelle berechnet. Dabei unterscheiden wir zwischen signifikanten und nicht signifikanten Engagements. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderung und dem nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechneten Barwert.
Dieser wird aus den zu erwartenden zukünftigen Zahlungseingängen unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten auf diese Forderungen ermittelt; die Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Die regelmäßige Risikovorsorgeauflösung, die sich aus der Erhöhung des Barwertes ergibt, weisen wir innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Zinsertrag aus.
Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden - soweit sie nicht als Bewertungseinheit abgebildet sind - nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip behandelt.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten.
Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung saldiert mit Wertaufholungen ausgewiesen. Bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere.
Derivative Finanzinstrumente setzen wir sowohl zur Besicherung des beizulegenden Zeitwerts von Beständen als auch für Handelszwecke ein und bewerten sie am Bilanzstichtag einzeln. Bewertungseinheiten werden unter Einbezug derivativer Sicherungsgeschäfte entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Mikro-Bewertungseinheiten der Liquiditätsreserve wird überwiegend die Durchbuchungsmethode sowie für wenige ausgewählte Portfolios die Einfrierungsmethode angewendet. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten der Passivseite sowie die bilanzielle Abbildung von Portfolio-Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode sowie für ein ausgewähltes Portfolio nach der Durchbuchungsmethode bilanziert. Die Berücksichtigung interner Geschäfte erfolgt im Rahmen des sogenannten Stellvertreterprinzips.
Wir bewerten den Handelsbestand zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags gemäß § 340 e Abs. 3 HGB. Nach § 255 Abs. 4 HGB entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktpreis. Dieser ist bei börsennotierten Produkten der Börsenpreis, für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise und indikative Preise von Preisagenturen oder anderen Kreditinstituten herangezogen. Der Risikoabschlag ist auf Basis des aufsichtsrechtlich ermittelten Value-at-Risk-Ansatzes berechnet und dabei so bemessen, dass ein zu erwartender maximaler Verlust aus diesen Handelsbüchern mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von 10 Tagen nicht überschritten wird. Es ist ein historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Der Value-at-Risk wird für den Gesamtbestand des Portfolios zentral ermittelt und in der Bilanz innerhalb der Handelsaktiva abgesetzt. Sofern eine Zuführung gemäß § 340 e Abs. 4 HGB im Berichtsjahr erforderlich ist, erfolgt diese zulasten des Nettoertrags des Handelsbestands und erhöht den Posten Fonds für allgemeine Bankrisiken. Wir lösen diesen Bilanzposten zum Ausgleich eines Nettoaufwand des Handelsbestands vollständig oder teilweise auf gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für börslich gehandelte Derivate werden innerhalb der Sonstigen Vermögensgegenstände und Sonstigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft verrechnet positive und negative beizulegende Zeitwerte sowie darauf entfallende Ausgleichszahlungen (Sicherheitsleistungen in bar) von außerbörslich gehandelten Derivaten (OTC-Derivaten) des Handelsbestands mit zentralen Kontrahenten und nicht-zentralen Kontrahenten. Die Voraussetzung für die Verrechnung mit nichtzentralen Kontrahenten ist ein Rahmenvertrag mit durchsetzbarem Besicherungsanhang und einem täglichen Austausch von Barsicherheiten, aus denen nur ein unwesentliches Kredit- oder Liquiditätsrisiko verbleibt. Verrechnet werden in einem ersten Schritt positive beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten mit negativen beizulegenden Zeitwerten. In einem zweiten Schritt werden die auf die beizulegenden Zeitwerte entfallenden Ausgleichszahlungen - in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten - mit den positiven beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten verrechnet. Ferner sind die gezahlten Sicherheitsleistungen - in den Forderungen an Kreditinstute enthalten - mit den negativen beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten verrechnet. Die so verrechneten Beträge aus den Ausgleichszahlungen und beizulegenden Zeitwerten werden in den Handelsaktiva beziehungsweise -passiva saldiert ausgewiesen.
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente kommen entweder am Markt verfügbare Kurse (zum Beispiel Börsenkurse) oder Bewertungsmodelle zum Tragen. Lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht ermitteln, werden die Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 HGB angesetzt. Sofern für die Bewertung auf finanzmathematische Bewertungsmodelle zurückgegriffen wird, verwenden wir, soweit möglich, am Markt verfügbare Parameter (zum Beispiel Zinskurven, Volatilitäten, Spreads) sowie weitere Ab- beziehungsweise Aufschläge zur Berücksichtigung von Risiko-, Liquiditäts-, Refinanzierungs-, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden wesentlich von der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Basiswerte bestimmt. Basiswerte der Derivate sind insbesondere Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle und Rohstoffe sowie Indizes und Zinssätze. Darüber hinaus beeinflussen die zukünftig erwarteten Wertschwankungen des Basiswertes sowie die Restlaufzeit des Derivats selbst den beizulegenden Zeitwert.
Sofern keine Marktpreise aus einem aktiven Markt vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte mittels unterschiedlicher Bewertungsmethoden einschließlich Bewertungsmodellen ermittelt. Sowohl die gewählten Bewertungsmethoden als auch die verwendeten Parameter sind vom einzelnen Produkt abhängig und entsprechen dem Marktstandard.
Beizulegende Zeitwerte für Termingeschäfte und Swaps werden mittels der Barwertmethode unter Berücksichtigung der Zinskurve der entsprechenden Handelswährung ermittelt.
Standardoptionen und digitale Optionen bewerten wir grundsätzlich mit Black-Scholes-Modellen, während wir für komplexere Optionen als Bewertungsmethoden Baum- und Monte-Carlo-Verfahren anwenden. Bei sonstigen strukturierten derivativen Geschäften werden ebenfalls Monte-Carlo-Simulationen genutzt.
Bei nicht börsengehandelten Derivaten des Handelsbestands wird das Kontrahentenausfallrisiko durch das Bilden von Credit Valuation Adjustments (CVA) und das eigene Ausfallrisiko der Commerzbank Aktiengesellschaft durch das Bilden von Debit Valuation Adjustments (DVA) berücksichtigt. Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments, FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Für die Berechnung des FVA berücksichtigen wir das Refinanzierungsrisiko der Commerzbank Aktiengesellschaft. Um die Höhe des beizulegenden Zeitwerts zu bestimmen, werden für CVA, DVA und FVA, sofern verfügbar, beobachtbare Marktdaten (zum Beispiel Credit-Default-Swap-Spreads) verwendet. Bei Verbindlichkeiten des Handelsbestands wird zudem das eigene Kreditrisiko zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Zeitwertänderungen des Handelsbestands werden saldiert im Nettoergebnis des Handelsbestands ausgewiesen. Zurückgekaufte, eigene Emissionen des Handelsbestands sowie eigene Schuldverschreibungen sind saldiert ausgewiesen, soweit keine Schuld mehr besteht.
Pensionsgeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340 b HGB ausgewiesen. Verliehene Wertpapiere sind aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bei der Commerzbank Aktiengesellschaft bilanziert, während entliehene Wertpapiere nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Repos und Reverse Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten werden verrechnet und saldiert ausgewiesen.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und, soweit abnutzbar, gemindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Höhe der hierfür angefallenen Entwicklungskosten aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind nach den jeweiligen lokalen steuerrechtlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert.
Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Ausgabeauf- beziehungsweise -abschläge bilanzieren wir als passive beziehungsweise aktive Rechnungsabgrenzungsposten und vereinnahmen sie effektivzinskonstant über die Laufzeit im Zinsergebnis. Langfristige, abgezinste Verbindlichkeiten (Zerobonds) werden mit dem Barwert angesetzt.
Unabhängige Aktuare ermitteln jährlich Pensionsrückstellungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Die Parameter für die Berechnung sind in der Angabe zu den Rückstellungen beschrieben. Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den hierfür gebildeten Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Die Saldierung mit dem Deckungsvermögen erfolgt für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe des Erfüllungsrückstands gemäß IDW RS HFA 3. Ergibt sich aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen für Pensionen oder Altersteilzeit ein Aktivüberhang, wird dieser in dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der erforderliche Zuführungsbetrag gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB wird bis spätestens 31. Dezember 2024 zugeführt.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert angesetzt.
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente im Nichthandelsbestand werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat hierzu einen barwertorientierten Ansatz genutzt. Die Bewertung ergab unverändert keine Notwendigkeit zum Bilden einer Drohverlustrückstellung.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft veröffentlicht quartalsweise gemäß § 28 PfandBG Angaben zu Hypothekenpfandbriefen, öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen auf ihrer Internetseite.
Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Passive latente Steuern aus dem steuerlich abweichenden Ansatz der Handelspassiva, der sonstigen Verbindlichkeiten, der immateriellen Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden mit aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Abweichungen bei der Risikovorsorge, den Handelsaktiva, den Sachanlagen, den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Aktiva und Passiva und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet. Nach der Verrechnung verbleibende aktive latente Steuern werden entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen.
Zur Bewertung der latenten Steuern zieht die Commerzbank Aktiengesellschaft die unternehmensindividuellen Steuersätze heran. Dabei beträgt der Ertragsteuersatz des inländischen Organkreises 31,4 % (Vorjahr: 31,2 %). Dieser setzt sich aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,6 % zusammen. Die Bewertung der latenten Steuern der ausländischen Betriebsstätten erfolgt mit den dort geltenden Steuersätzen, deren Bandbreite sich zwischen 12 % und 46 % bewegt.
(3) Währungsumrechnung
Die Umrechnung von fremden Währungen in Euro erfolgt nach den Vorschriften der §§ 256 a und 340 h HGB. Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Dies gilt auch für die Umrechnung der Kapitaltauschbeträge von Cross-Currency-Swaps des Nichthandelsbestands. Eine Ausnahme bilden Gewinne und Verluste in Fremdwährung, die sofort bei Realisierung in Euro umgerechnet werden, womit ihre Höhe festgeschrieben ist. Devisenkursschwankungen werden im Devisenergebnis ausgewiesen. Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte des Handelsbestands werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aufgrund der besonderen Deckung in derselben Währung werden Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse unserer Auslandsfilialen in die Berichtswährung erfolgt zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag. Sortenbestände sind mit den zum Bilanzstichtag gültigen Kursen umgerechnet.
(4) Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Negative Zinsen für aktivische Finanzinstrumente werden in den Zinserträgen und positive Zinsen für passivische Finanzinstrumente in den Zinsaufwendungen jeweils als Abzugsposten ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2015 erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils eine gesonderte Darstellung. Die negativen Zinsen für aktivische Finanzinstrumente übersteigen die positiven Zinsen für passivische Finanzinstrumente um 98 Mio. Euro.
Im dritten Quartal 2015 haben wir die Bildung von refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments, FVA) eingeführt. Dabei werden die Refinanzierungsaufwendungen oder -erträge von unbesicherten Derivaten sowie besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, zum Zeitwert berücksichtigt. Aus dieser Umstellung resultierte ein Effekt von -105 Mio. Euro im Handelsergebnis. Die FVA war bereits in den vergangenen Jahren als Teil der sogenannten Prudent Valuation als Abzug vom harten Kernkapital berücksichtigt, in Bezug auf das aufsichtsrechtliche Kapital ergab sich daher keine Auswirkung.
Auf Portfolioebene ermittelte Bewertungsanpassungen, wie Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation Adjustments (DVA) werden nicht länger in Summe unter den Handelspassiva ausgewiesen, sondern auf die Bilanzpositionen aufgeteilt, für die die Bewertungsanpassung ermittelt wurde. Hierdurch wird eine sachgerechtere Darstellung der Vermögenslage erreicht. Durch die Änderung reduzierten sich Handelsaktiva und Handelspassiva per 31. Dezember 2015 jeweils um 1.395 Mio. Euro.
Im Berichtsjahr hat die Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) ein neues Datenverarbeitungssystem für die Rechnungslegung eingeführt. Es gewährleistet die parallele Verarbeitung von HGB- und IFRS-Daten sowie eine höhere Datengranularität. Dadurch können einzelne Bilanzierungssachverhalte präziser abgebildet werden. Folgende Änderungen ergaben sich gegenüber der bisherigen Darstellung:
| ― | Bei der Bewertung der Wertpapiere des Handelsbestands erfolgt eine Differenzierung in zinsähnliche Amortisationsbestandteile und laufende Wertentwicklungen, was zu einem konsistenteren Ausweis der Ertragslage führt. Die Amortisationsbestandteile werden nun in den Zinserträgen beziehungsweise -aufwendungen ausgewiesen, anstatt wie bisher, zusammen mit den laufenden Wertentwicklungen im Handelsergebnis. Dadurch erhöhte sich das Handelsergebnis für das Geschäftsjahr 2015 um 73 Mio. Euro und der Zinsüberschuss reduzierte sich entsprechend (Saldo aus 46 Mio. Euro geringeren Zinserträgen und 27 Mio. Euro höheren Zinsaufwendungen). Die Verschiebung innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung hatte keine Auswirkungen auf den Jahresüberschuss. |
| ― | Amortisationen von Agien und Disagien bei Wertpapieren und Schuldscheindarlehen des Nichthandelsbestands werden nun effektivzinsbasiert vorgenommen, während bisher eine lineare Verteilung erfolgte. Der Jahresüberschuss erhöhte sich hierdurch um 29 Mio. Euro (Saldo aus 15 Mio. Euro höheren Zinserträgen und 14 Mio. Euro geringeren Zinsaufwendungen). Die Auswirkungen auf die betroffenen Bilanzposten zum 31. Dezember 2015 waren unwesentlich. Die Änderung führt zu einem wirtschaftlich sachgerechteren Ausweis des Zinsergebnisses. |
| ― | Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden nicht mehr zu Nennbeträgen bei gleichzeitigem Ausweis von Disagien in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten, sondern mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Ferner werden erhaltene Gebühren sowie gezahlte Vermittlungsprovisionen in die Anschaffungskosten ausgereichter Kredite einbezogen und gemeinsam mit den Disagien effektivzinskonstant amortisiert. Dadurch verminderten sich die Provisionsaufwendungen um 66 Mio. Euro, während sich die Zinserträge sowie die betroffenen Bilanzposten zum 31. Dezember 2015 in jeweils nur unwesentlicher Höhe veränderten. Bisher wurden Bearbeitungsgebühren und Vermittlungsprovisionen sofort ertragsbeziehungsweise aufwandswirksam vereinnahmt. Die Änderungen wurden zur konsistenteren Darstellung der Vermögens- und Ertragslage der Bank vorgenommen. |
| ― | Durch den geänderten Ausweis bestimmter Bestandteile aus internen Fremdwährungs-Derivaten verminderten sich zum 31. Dezember 2015 die Handelsaktiva sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten um 1,1 Mrd. Euro. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Jahresüberschuss. |
| ― | Emittierte Wertpapiere werden zu ihren Erfüllungsbeträgen unter gleichzeitigem Ausweis von Disagien in den aktiven beziehungsweise von Agien in den passiven Rechnungabgrenzungsposten bilanziert, anstatt wie bisher teilweise noch zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Ausnahme hiervon bilden Nullkuponanleihen und Zertifikate, die weiterhin zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Durch die Änderung erhöhten sich die Verbrieften Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 um 65 Mio. Euro, die Nachrangigen Verbindlichkeiten um 72 Mio. Euro, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 140 Mio. Euro und die passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 3 Mio. Euro. |
| ― | Durch die detailliertere Zuordnung bestimmter Zinsabgrenzungen erhöhten sich zum 1. Januar 2015 die Forderungen an Kreditinstitute um 86 Mio. Euro, die Forderungen an Kunden um 110 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 179 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 2 Mio. Euro. Reduziert haben sich die Sonstigen Vermögensgegenstände um 170 Mio. Euro, die Sonstigen Verbindlichkeiten um 107 Mio. Euro und die passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 48 Mio. Euro. |
| ― | Durch den geänderten Ausweis bestimmter Zinsertrags- und -aufwandsbuchungen für Schuldscheindarlehen beziehungsweise Schuldverschreibungen reduzierten sich die Zinserträge und -aufwendungen im Geschäftsjahr 2015 um jeweils 147 Mio. Euro. |
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(5) Erträge nach geografischen Märkten
| Mio. € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Europa einschließlich Deutschland | 12 263 | 13 710 |
| Amerika | 328 | 219 |
| Asien | 194 | 234 |
| Afrika | - | - |
| Gesamt | 12 785 | 14 163 |
Der Gesamtbetrag enthält die Posten Zinserträge, Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Provisionserträge, Nettoertrag des Handelsbestands und Sonstige betriebliche Erträge der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
(6) Abschlussprüferhonorar
Wir haben von dem Wahlrecht gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht, das Abschlussprüferhonorar im Konzernabschluss auszuweisen.
(7) Sonstige betriebliche Erträge
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen von 331 Mio. Euro (Vorjahr: 499 Mio. Euro) sind im Wesentlichen Rückstellungsauflösungen von 179 Mio. Euro (Vorjahr: 372 Mio. Euro) enthalten, von denen 7 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) die Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungen betrifft. Ferner sind hierin Erträge aus der Währungsumrechnung von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) enthalten.
(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 330 Mio. Euro (Vorjahr: 1 049 Mio. Euro) sind 102 Mio. Euro (Vorjahr: 927 Mio. Euro) Zuführungen zu Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 38 Mio. Euro (Vorjahr: 18 Mio. Euro) enthalten.
(9) Außerordentlicher Aufwand
Der Außerordentliche Aufwand von 126 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro) enthält eine Zuführung zu Rückstellungen für Restrukturierungen von 80 Mio. Euro (Vorjahr: -) sowie die erforderliche Zuführung zu Pensionsrückstellungen von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro).
(10) Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung
Für Dritte wurden nachstehende wesentliche Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht:
| ― | Depotverwaltung |
| ― | Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen |
| ― | Vermögensverwaltung |
| ― | Verwaltung von Treuhandvermögen |
| ― | Wertpapierkommissionsgeschäft |
| ― | Abwicklung von Zahlungsverkehr |
| ― | Vermittlung von Hypothekendarlehen |
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Andere Forderungen an Kreditinstitute | 79 188 | 81 634 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | 37 983 | 41 916 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 26 152 | 25 490 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 12 718 | 12 025 |
| mehr als fünf Jahren | 2 335 | 2 203 |
| Forderungen an Kunden | 173 730 | 171 491 |
| mit unbestimmter Laufzeit | 18 327 | 18 232 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | 28 508 | 26 724 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 18 449 | 20 840 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 49 178 | 46 100 |
| mehr als fünf Jahren | 59 268 | 59 595 |
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 61 944 | 66 337 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | 21 884 | 27 345 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 8 179 | 8 217 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 19 431 | 19 701 |
| mehr als fünf Jahren | 12 450 | 11 074 |
| Spareinlagen | ||
| mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 47 | 59 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | - | 9 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 42 | 21 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 5 | 21 |
| mehr als fünf Jahren | - | 8 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||
| mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 67 297 | 62 193 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | 28 608 | 30 049 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 24 560 | 19 615 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 7 240 | 5 239 |
| mehr als fünf Jahren | 6 889 | 7 290 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 4 930 | 3 149 |
| mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu drei Monaten | 2 891 | 677 |
| mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr | 2 036 | 2 471 |
| mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren | 3 | 1 |
| mehr als fünf Jahren | - | - |
Von den in den Verbrieften Verbindlichkeiten Begebenen Schuldverschreibungen von 22 053 Mio. Euro (Vorjahr: 24 002 Mio. Euro) werden 2 894 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 fällig.
(12) Zur Deckung von Begebenen Schuldverschreibungen bestimmte Aktiva
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 254 | 307 |
| Forderungen an Kunden | 12 884 | 10 055 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 439 | 632 |
| Gesamt | 13 577 | 10 994 |
(13) Wertpapiere
Zum 31. Dezember 2015 teilten sich die börsenfähigen Wertpapiere folgendermaßen auf:
| Börsennotiert | Nicht börsennotiert | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 29 863 | 36 729 | 1 112 | 9 023 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 266 | 352 |
| Beteiligungen | - | - | 29 | 29 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2 380 | 2 380 | - | - |
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren von 30 975 Mio. Euro (Vorjahr: 45 752 Mio. Euro) werden 6 023 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 fällig.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft freie Derivate des Liquiditätsbestands mit einem Ertrag von 547 Mio. Euro geschlossen.
Für unsere Anteile an einem verbundenen Unternehmen wurde eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB von 204 Mio. Euro nicht vorgenommen, da nicht beabsichtigt ist, diese Wertpapiere zu veräußern und keine dauerhafte Wertminderung vorliegt.
(14) Handelsbestand
Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.
Zum teilweisen Ausgleich eines Nettoaufwands des Handelsbestands hat die Commerzbank Aktiengesellschaft den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB von 216 Mio. Euro (Vorjahr: 259 Mio. Euro) vollständig aufgelöst.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Handelsaktiva | 67 747 | 87 350 |
| Derivative Finanzinstrumente | 26 499 | 42 706 |
| Forderungen | 1 618 | 1 270 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 11 805 | 17 189 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 27 910 | 26 223 |
| Risikoabschlag Value-at-Risk | - 85 | - 38 |
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 32 183 | 44 605 |
| Derivative Finanzinstrumente | 23 805 | 35 107 |
| Verbindlichkeiten | 8 378 | 9 498 |
(15) Bewertungseinheiten
Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen werden Mikro- und Portfolio-Bewertungseinheiten zur Absicherung der hieraus bestehenden Risiken gebildet, wobei die Durchbuchungsmethode und die Einfrierungsmethode zum Einsatz kommen.
Im Rahmen der Durchbuchungsmethode werden der effektive und der ineffektive Teil der gegenläufigen Wertänderung von Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Diese Methode kommt grundsätzlich für Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum Einsatz, für die das allgemeine Zinsänderungsrisiko abgesichert wird. Zinsinduzierte Wertänderungen von Wertpapieren werden durch die Wertänderung der zugehörigen Sicherungsgeschäfte nahezu vollständig ausgeglichen. Die Effektivität der Bewertungseinheiten wird mit der Methode der Regressionsanalyse prospektiv und retrospektiv nachgewiesen. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von vier Jahren (Vorjahr: vier Jahren) auf.
Darüber hinaus werden Portfolio-Bewertungseinheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gebildet, die durch die Zusammenfassung mit Vermögensgegenständen mit eingebetteten Aktienkursrisiken als Bewertungseinheit vollständig ausgeglichen sind. Die Effektivitätsmessung für die Portfolio-Bewertungseinheiten der Aktienkursrisiken erfolgt auf Basis der Dollar-Offset-Methode. Diese Bewertungseinheiten sind täglich fällig.
Gegenläufige Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden bei Anwendung der Einfrierungsmethode nicht erfolgswirksam dargestellt. Für wenige ausgewählte Portfolios der Liquiditätsreserve werden Bewertungseinheiten auf Basis der Einfrierungsmethode gebildet. Hierbei werden zinsinduzierte Wertänderungen der Wertpapiere vollständig abgesichert, nichtzinsinduzierte Wertänderungen werden erfolgswirksam ausgewiesen. Die Effektivitätsmessung der Absicherung von Zinsrisiken erfolgt grundsätzlich auf Basis einer portfoliobasierten Value-at-Risk-Betrachtung. Die Restlaufzeit dieser Bewertungseinheiten beträgt durchschnittlich sechs Jahre (Vorjahr: vier Jahre). Bei einem Portfolio wird die Effektivität über die Analyse von Zinssensitivitäten nachgewiesen. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Bewertungseinheit beträgt ein Jahr (Vorjahr: ein Jahr).
Bei den Bewertungseinheiten für eigene Emissionen des Nichthandelsbestands wird die Effektivitätsmessung über einen vereinfachten Test auf Basis einer portfoliobasierten Sensitivitätsanalyse beziehungsweise einem qualitativen Vergleich der Ausgestaltungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften durchgeführt. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von fünf Jahren (Vorjahr: vier Jahren) auf.
Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die innerhalb von effektiven Bewertungseinheiten durch gegenläufige Entwicklungen der Sicherungsgeschäfte ausgeglichen werden, entsprechen der Höhe des abgesicherten Risikos. Nachfolgende Tabelle stellt die in Bewertungseinheiten einbezogenen Vermögenswerte und Schulden dar:
| Buchwerte | Nominalwerte | Höhe des abgesicherten Risikos | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere der Liquiditätsreserve | 25 476 | 27 256 | 24 491 | 29 070 | - 614 | - 930 |
| Emissionen des Nichthandelsbestands | 52 740 | 55 580 | 53 526 | 56 809 | - 2 425 | - 3 550 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 7 604 | - | 7 604 | - | - 730 | - |
(16) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
| Verbundene Unternehmen | Beteiligungen | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kreditinstitute | 33 247 | 35 613 | 10 | 41 |
| Forderungen an Kunden | 11 818 | 9 670 | 624 | 559 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 242 | 7 424 | 1 | - |
| Handelsaktiva ohne derivative Finanzinstrumente | 854 | 1 234 | 53 | 25 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 20 981 | 17 484 | 20 | 8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 3 587 | 9 037 | 978 | 926 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 647 | 984 | - | - |
| Handelspassiva ohne derivative Finanzinstrumente | - | - | 3 | 1 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1 035 | 929 | - | - |
(17) Treuhandgeschäfte
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 7 | - |
| Forderungen an Kunden | 475 | 460 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Sonstiges Treuhandvermögen | 649 | 801 |
| Commerzbank-Stiftung1 | - | 64 |
| Treuhandvermögen | 1 131 | 1 325 |
| darunter: Treuhandkredite | 482 | 460 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11 | 12 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 471 | 448 |
| Sonstige Treuhandverbindlichkeiten | 649 | 801 |
| Commerzbank-Stiftung1 | - | 64 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 1 131 | 1 325 |
| darunter: Treuhandkredite | 482 | 460 |
1 Im Geschäftsjahr ging das Stiftungskapital der Commerzbank-Stiftung in eine selbständige Stiftung über.
(18) Entwicklung des Anlagevermögens
| Mio. € | Immaterielle Anlagewerte | Sachanlagen | Wertpapiere Anlagebestand | Beteiligungen1 | Anteile an verbundenen Unternehmen1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2015 | 1 616 | 1 868 | 831 | ||
| Zugänge Geschäftsjahr | 447 | 139 | 30 | ||
| Abgänge Geschäftsjahr | 50 | 125 | 42 | ||
| Umbuchungen | - | - | - | ||
| Wechselkursänderungen | 6 | 13 | 45 | ||
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2015 | 2 019 | 1 895 | 864 | ||
| Abschreibungen kumuliert | 1 033 | 1 342 | 585 | ||
| darunter: Abschreibungen Geschäftsjahr | 214 | 119 | 14 | ||
| Zuschreibungen Geschäftsjahr | - | 2 | - | ||
| Restbuchwerte 31.12.2015 | 986 | 553 | 279 | 380 | 8 075 |
| Restbuchwerte 31.12.2014 | 753 | 550 | 292 | 403 | 8 374 |
1 Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Abs. 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.
Von den Grundstücken und Gebäuden mit einem Gesamtbuchwert von 196 Mio. Euro (Vorjahr: 205 Mio. Euro) entfielen 182 Mio. Euro (Vorjahr: 190 Mio. Euro) auf eigengenutzte Grundstücke und Gebäude. Die in den Sachanlagen enthaltene Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug 357 Mio. Euro (Vorjahr: 345 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2015 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände von 721 Mio. Euro (Vorjahr: 589 Mio. Euro) aktiviert. Die Commerzbank Aktiengesellschaft betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.
(19) Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände von 2 777 Mio. Euro (Vorjahr: 2 668 Mio. Euro) enthielten im Wesentlichen Forderungen an Finanzämter von 608 Mio. Euro (Vorjahr: 761 Mio. Euro), Edelmetalle des Nichthandelsbestands von 289 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen von 300 Mio. Euro (Vorjahr: 417 Mio. Euro) sowie Zinsabgrenzungen aus Nichthandelsderivaten von 183 Mio. Euro (Vorjahr: 213 Mio. Euro) und Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte von 620 Mio. Euro (Vorjahr: 159 Mio. Euro).
(20) Nachrangige Vermögensgegenstände
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 87 438 | 92 743 |
| darunter: nachrangig | 617 | 692 |
| Forderungen an Kunden | 173 730 | 171 491 |
| darunter: nachrangig | 713 | 495 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 30 975 | 45 752 |
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten | 16 304 | 30 859 |
| darunter: nachrangig | 1 | - |
| b) Eigene Schuldverschreibungen | 7 | 507 |
| darunter: nachrangig | 7 | 7 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 288 | 402 |
| darunter: nachrangig | - | - |
| Handelsaktiva1 | 67 747 | 87 350 |
| darunter: nachrangig | 324 | 218 |
| Gesamt Nachrangige Vermögensgegenstände | 1 662 | 1 412 |
1 Zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
(21) Pensionsgeschäfte
Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen in Pension gegebenen Vermögensgegenstände 2 746 Mio. Euro (Vorjahr: 4 737 Mio. Euro).
(22) Fremdwährungsvolumina
Zum 31. Dezember 2015 lagen 153 751 Mio. Euro (Vorjahr: 141 833 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sowie 104 119 Mio. Euro (Vorjahr: 94 433 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten vor.
(23) Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42 686 | 56 954 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 3 001 | 7 308 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 500 | 500 |
| Andere Verpflichtungen | - | 6 340 |
| Gesamt | 46 187 | 71 102 |
Für die genannten Verbindlichkeiten waren in entsprechender Höhe Vermögensgegenstände als Sicherheiten übertragen. Die Sicherheitenstellung erfolgt für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte und für zweckgebundene Refinanzierungsmittel.
Darüber hinaus sind begebene Schuldverschreibungen durch Forderungen in Höhe von 960 Mio. Euro (Vorjahr: 609 Mio. Euro) besichert, die zwar rechtlich veräußert wurden, aber weiterhin im wirtschaftlichen Eigentum der Commerzbank Aktiengesellschaft stehen.
(24) Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 5 448 Mio. Euro (Vorjahr: 10 442 Mio. Euro) enthielten Verbindlichkeiten aus Filmfonds von 1 334 Mio. Euro (Vorjahr: 1 470 Mio. Euro). Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten aus Verbriefungstransaktionen von 6 479 Mio. Euro enthalten.
(25) Rückstellungen
a) Altersversorgungsverpflichtungen
Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines von der Deutschen Bundesbank festgelegten Rechnungszinses von 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G gebildet. Der verwendete Rechnungszins basiert auf Informationen aus den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr: 30. November 2014). Dabei gehen wir von einer erwarteten, allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung einschließlich eines angenommenen Karrieretrends von 2,50 % per annum (Vorjahr: 2,50 % per annum) aus; für die Rentendynamik legen wir einen Zinssatz von 1,50 % per annum (Vorjahr: 1,80 % per annum) zugrunde. Die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze wird mit 2,00 % per annum (Vorjahr: 2,00 % per annum) angenommen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB belief sich zum Stichtag auf 23 Mio. Euro (Vorjahr: 13 Mio. Euro).
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB den im Rahmen der geänderten Bewertung der Pensionen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 entstandenen Unterschiedsbetrag anteilig zugeführt, sodass zum Jahresende eine Unterdeckung von 221 Mio. Euro (Vorjahr: 267 Mio. Euro) verblieb. Die Zuführung wurde im Außerordentlichen Aufwand erfasst.
Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Pensionen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen verrechnet. Zum 31. Dezember 2015 ergaben sich vor Verrechnung folgende Werte:
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 5 705 | 5 839 |
| Erfüllungsbetrag | 5 327 | 5 006 |
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird ebenfalls die Wertänderung des Deckungsvermögens mit den Zinseffekten aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung verrechnet. Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Pensionen 706 Mio. Euro (Vorjahr: 463 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen zur Sicherung gegenübersteht. Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 135 Mio. Euro, während wir im Vorjahr Erträge aus dem Deckungsvermögen vor Verrechnung von 978 Mio. Euro auswiesen. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 5 274 Mio. Euro (Vorjahr: 5 090 Mio. Euro).
Das Deckungsvermögen ist überwiegend in Spezialfonds angelegt, die insbesondere in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, sowie Derivate investieren. Darüber hinaus enthält es Anlagen in Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Kapitalisierungsprodukten, Exchange-traded Funds und Guthaben auf Bankkonten. Für die Spezial- und Publikumsfonds liegen Rücknahmepreise der Kapitalanlagegesellschaften und anerkannte Börsen- oder Marktpreise vor. Für die Bewertung der Private-Equity-Investments greifen wir auf die vom jeweiligen Fonds ermittelten Werte zurück. Der Aktivwert des Kapitalisierungsprodukts wird von der Versicherung nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik berechnet und setzt sich aus den gezahlten Beiträgen, den bisher aufgelaufenen garantierten Zinsen und den zugeteilten Überschüssen abzüglich der Kosten zusammen. Guthaben auf Bankkonten werden mit dem Nominalwert angesetzt.
b) Andere Rückstellungen
Die Anderen Rückstellungen sind zum großen Teil Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken. Darüber hinaus sind Rückstellungen für den Personalbereich betreffende Sachverhalte, darunter Restrukturierungen, Altersteilzeit und Vorruhestand, enthalten. Die Restrukturierungsrückstellungen für die geplanten Anpassungen von Personalkapazitäten betrugen 364 Mio. Euro (Vorjahr: 370 Mio. Euro). Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit von 196 Mio. Euro (Vorjahr: 199 Mio. Euro) wurde mit dem hierfür gebildeten Erfüllungsbetrag von 53 Mio. Euro (Vorjahr: 94 Mio. Euro) verrechnet. Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Altersteilzeit 5 Mio. Euro (Vorjahr: 8 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen gegenübersteht. Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 3 Mio. Euro, während wir im Vorjahr Erträge aus dem Deckungsvermögen vor Verrechnung von 6 Mio. Euro auswiesen. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für Altersteilzeit betrugen 195 Mio. Euro (Vorjahr: 196 Mio. Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung von Anderen Rückstellungen betrug für das Geschäftsjahr 45 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) und wird gemäß § 277 Abs. 5 HGB im Zinsaufwand ausgewiesen.
(26) Nachrangige Verbindlichkeiten
Die Nachrangigen Verbindlichkeiten von 9 699 Mio. Euro (Vorjahr: 9 903 Mio. Euro) dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung oder Ansprüche auf Zinszahlungen bestehen solange nicht.
Die Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen sind nachrangige Verpflichtungen der Emittentin, die gleichrangig mit allen anderen Nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin befriedigt werden. Die Kündigung der Teilschuldverschreibungen durch den Inhaber ist ausgeschlossen. Es gelten die Bedingungen für nachrangige Verpflichtungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben.
Im Geschäftsjahr betrug der Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten 578 Mio. Euro (Vorjahr: 641 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2015 überstiegen folgende Mittelaufnahmen 10 % der Nachrangigen Verbindlichkeiten:
| Kennnummer | Währung | Mio. € | Zinssatz % |
Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|
| WKN CB83CE | EUR | 1 316 | 6,38 | 22.3.2019 |
| WKN CB83CF | EUR | 1 327 | 7,75 | 16.3.2021 |
(27) Genussrechtskapital
Gemäß den Genussscheinbedingungen ist die Bedienung der Zins- und Rückzahlungsansprüche der Genussrechte insbesondere an das Bilanzergebnis (und nicht an etwaige Dividendenzahlungen) der Bank geknüpft. Im Insolvenzfall sind die Forderungen aus den Genussscheinen gegenüber allen nicht nachrangigen Gläubigern nachrangig, jedoch gegenüber Aktionären vorrangig. Die folgende Tabelle zeigt den Bestand des Genussrechtskapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2015:
| Kennnummer | Währung | Mio. € | Zinssatz % |
Laufzeitende 31.12. |
|---|---|---|---|---|
| Inhabergenussschein WKN DR2U701 | EUR | 662 | 5,39 | 2015 |
| Inhabergenussschein WKN A0D4TQ9 | EUR | 50 | 4,70 | 2020 |
| Inhabergenussschein WKN A0HGNA3 | EUR | 30 | 4,70 | 2020 |
| Namensgenussschein WKN 901008000A | EUR | 10 | 5,38 | 2017 |
| Namensgenussschein WKN 901008000B | EUR | 10 | 5,38 | 2017 |
| Namensgenussschein WKN 901008100 | EUR | 5 | 5,37 | 2017 |
| Gesamt | 767 |
1 Rückzahlung erfolgt am 30. Juni 2016.
(28) Eigenkapital
| € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 21 090 187 238,43 | 18 019 239 218,46 | ||
| a) Gezeichnetes Kapital | 1 743 742 634,00 | 1 629 891 941,00 | ||
| Grundkapital | 1 252 357 634,00 | 1 138 506 941,00 | ||
| Einlagen stiller Gesellschafter | 491 385 000,00 | 491 385 000,00 | ||
| b) Kapitalrücklage | 17 191 685 851,77 | 15 927 943 159,47 | ||
| c) Gewinnrücklagen | 1 308 081 435,32 | 320 195 755,21 | ||
| d) Bilanzgewinn | 846 677 317,34 | 141 208 362,78 |
a) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Commerzbank Aktiengesellschaft von 1 252 357 634,00 Euro war zum 31. Dezember 2015 eingeteilt in 1 252 357 634 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien (rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro).
Am 27. April 2015 wurde vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Erhöhung des Grundkapitals beschlossen, die in einem beschleunigten Orderbuch-Verfahren am 28. April 2015 abgeschlossen wurde. Auf der Grundlage der am 29. April 2015 in das Handelsregister eingetragenen Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals wurden 113 850 693 Stückaktien zu einem Platzierungspreis von 12,10 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts bei institutionellen Anlegern platziert. Die neuen Stückaktien sind für das laufende Geschäftsjahr dividendenberechtigt. Das Gesamtvolumen der Kapitalerhöhung betrug 1,4 Mrd. Euro. Das Gezeichnete Kapital erhöhte sich um 113 Mio. Euro und die Kapitalrücklage stieg um 1 264 Mio. Euro.
Zum Bilanzstichtag bestanden eine Stille Einlage der HT1 Funding GmbH von 415 885 000,00 Euro sowie diverse weitere Stille Einlagen in Höhe von 75 500 000,00 Euro.
b) Kapitalrücklage
| € | |
|---|---|
| Stand 31.12.2014 | 15 927 943 159,47 |
| Zuführung | 1 263 742 692,30 |
| Stand 31.12.2015 | 17 191 685 851,77 |
In der Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen. Daneben werden Zuzahlungen aus der Emission von Wandlungs- und Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen der Commerzbank Aktiengesellschaft berücksichtigt.
c) Gewinnrücklagen
| € | |
|---|---|
| Stand 31.12.2014 | 320 195 755,21 |
| Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen | 987 885 680,11 |
| darunter: Zuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs | 141 208 362,78 |
| Stand 31.12.2015 | 1 308 081 435,32 |
Die Gewinnrücklagen der Commerzbank Aktiengesellschaft bestehen aus anderen Gewinnrücklagen.
(29) Genehmigtes Kapital
| Jahr der Beschlussfassung | Ursprüngliches Genehmigtes Kapital Mio. € |
Verbleibendes Genehmigtes Kapital € |
Befristung | Gemäß Satzung |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2 000 | 0,00 | 5.5.2016 | § 4 Abs. 3 a. F. |
| 2012 | 1 150 | 0,00 | 22.5.2017 | § 4 Abs. 5 a. F. |
| 2015 | 569 | 569 253 470,00 | 29.4.2020 | § 4 Abs. 3 n. F. |
| Stand 31.12.2014 | 3 150 | 2 612 936 397,00 | ||
| Stand 31.12.2015 | 569 | 569 253 470,00 |
Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2015 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Juni 2015.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569 253 470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde; |
| ― | um Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben; |
| ― | um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2015 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. |
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG ausgegeben oder veräußert werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Der Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2011 (Genehmigtes Kapital 2011/I) und der Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Genehmigtes Kapital 2012/I) sind aufgehoben. Der § 4 Abs. 5 der Satzung (alte Fassung) wurde auf Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 aufgehoben.
| € | Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2014 | Zugang Geschäftsjahr | Verbrauch Geschäftsjahr | Verfall Geschäftsjahr | Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 2 612 936 397,00 | 569 253 470 | 113 850 693 | 2 499 085 704 | 569 253 470,00 |
(30) Bedingtes Kapital
| darunter: | darunter: | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| € | Bedingtes Kapital 31.12.2014 | Zugang Geschäftsjahr | Verbrauch Geschäftsjahr | Verfall Geschäftsjahr | Bedingtes Kapital 31.12.2015 | belegtes Bedingtes Kapital | noch verfügbar |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | 2 750 000 000,00 | 569 253 470 | - | 2 750 000 000 | 569 253 470,00 | - | 569 253 470,00 |
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569 253 470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569 253 470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Der Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Bedingtes Kapital 2012/I) ist aufgehoben.
(31) Ausschüttungsgesperrte Beträge
Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2015 ausschüttungsgesperrten Beträge.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 721 | 589 |
| Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert | 431 | 752 |
| Gesperrter Betrag | 1 152 | 1 341 |
(32) Bedeutende Stimmrechtsanteile
Der Commerzbank Aktiengesellschaft sind zum 31. Dezember 2015 folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zugegangen:
| Meldepflichtiger | Ort | Gesamt1 % |
Meldung vom |
|---|---|---|---|
| Bundesrepublik Deutschland2, 3 | Berlin | 15,60 | 31.5.2013 |
| BlackRock Group | New York | 5,02 | 29.12.2015 |
| The Capital Group Companies, Inc.3 | Los Angeles | 4,99 | 27.11.2014 |
1 Direkt und indirekt gehaltene Stimmrechtsanteile.
2 Seit dem 1. Januar 2016 werden die Anteile der Bundesrepublik Deutschland von der Finanzagentur GmbH verwaltet.
3 Diese Mitteilung wurde vor der Kapitalerhöhung vom 29. April 2015 eingereicht.
(33) Eigene Aktien
Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 30. April 2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Diese Ermächtigung gilt bis zum 29. April 2020. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktiengesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft übersteigen. Der niedrigste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der Commerzbank-Aktie im XETRA-Handel beziehungsweise in einem dem XETRA-Handel vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Der höchste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf diesen Wert um nicht mehr als 10 % überschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten).
Im Berichtsjahr wurden keine Eigenen Aktien erworben und zum Stichtag waren keine Eigenen Aktien im Eigentum der Commerzbank Aktiengesellschaft. Von der Kundschaft wurden 3 831 424 Stück verpfändet (Vorjahr: 4 133 355 Stück).
Die Bank hat sich gegenüber dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 4 (Einkaufskommission) oder Nr. 7 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.
Sonstige Erläuterungen
(34) Außerbilanzielle Transaktionen
a) Eventualverbindlichkeiten
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | 7 | 7 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen1 | 35 368 | 36 080 |
| Kreditbürgschaften | 2 849 | 2 910 |
| Sonstige Bürgschaften | 25 871 | 25 165 |
| Akkreditive | 6 648 | 8 005 |
| Gesamt | 35 375 | 36 087 |
1 Siehe auch Note 34 d) Patronatserklärungen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um originäres Bankgeschäft mit Kunden, aus dem Provisionserträge erzielt werden. Das Risiko für die Commerzbank Aktiengesellschaft besteht in einer Inanspruchnahme aus den vertraglichen Verpflichtungen aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Schuldners. Den Bonitätsrisiken wird bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Parameter der Kreditrisikosteuerung. Diese entsprechen der EU-Verordnung Nr. 575/2013 zur Umsetzung bankaufsichtlicher Regelungen des Basel-3-Regelwerks auf europäischer Ebene.
b) Andere Verpflichtungen
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 68 985 | 56 787 |
| Buchkredite an Kunden | 65 906 | 54 505 |
| Buchkredite an Kreditinstitute | 1 192 | 877 |
| Bürgschaften/Avalkredite/Akkreditive | 1 887 | 1 405 |
Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Teil des Kreditgeschäfts der Commerzbank Aktiengesellschaft und werden unterhalb der Bilanz ausgewiesen. Risiken können sich aus der Verschlechterung der Bonität des Kunden ergeben, für die eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet wird.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft verbrieft über Zweckgesellschaften sowohl bankeigene Forderungen als auch Forderungsportfolios von und für Kunden. Die Transaktionen dienen unter anderem der Liquiditätsbeschaffung oder der Erweiterung der Refinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden oder die Commerzbank Aktiengesellschaft.
Die für solche Verbriefungsgesellschaften gestellten Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien sind ebenfalls unter den Unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen. Zu einer Inanspruchnahme der Liquiditäts-/Back-up-Linien kann es kommen, wenn die Risiken aus den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten steigen oder die Verbriefungswertpapiere nicht planmäßig am Markt platziert werden können.
c) Wertpapierleihgeschäfte
Die Commerzbank Aktiengesellschaft tätigt Wertpapierleihgeschäfte mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit des Wertpapierhandels sicherzustellen sowie bestehende Handelspositionen gegen Gebühr zu verleihen. Dabei werden die entliehenen Wertpapiere in der Bilanz nicht ausgewiesen, da aufgrund der Ausgestaltung der Geschäfte das wirtschaftliche Eigentum beim Verleiher verbleibt. Verliehene Wertpapiere werden entsprechend weiterhin bilanziert. Verleihen wir Wertpapiere, die wir zuvor entliehen haben, so resultiert hieraus keine zu bilanzierende Verbindlichkeit, sofern dieses Leihegeschäft mit Barsicherheiten oder mit qualitativ hochwertigen Wertpapiersicherheiten besichert ist. Die Risiken aus diesen Geschäften bestehen im Absicherungsrisiko. Es lässt sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Wertpapiere und den erhaltenen beziehungsweise gestellten Sicherheiten definieren. Vorteile ergeben sich für die Commerzbank Aktiengesellschaft aus den Zusatzerträgen der verliehenen Wertpapiere. Zum Bilanzstichtag waren Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 19 002 Mio. Euro (Vorjahr: 16 498 Mio. Euro) verliehen, der beizulegende Zeitwert entliehener Wertpapiere betrug 47 493 Mio. Euro (Vorjahr: 44 289 Mio. Euro). Im Rahmen dieser Wertpapierleihgeschäfte bestanden Sicherheiten für verliehene Wertpapiere von 20 015 Mio. Euro (Vorjahr: 18 861 Mio. Euro) und für entliehene Wertpapiere von 46 944 Mio. Euro (Vorjahr: 43 616 Mio. Euro).
d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft als Leasingnehmer auftritt, verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, sodass das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen wird. Die Verpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen Gebäude und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen am 31. Dezember 2015 für die Folgejahre insgesamt 2 370 Mio. Euro (Vorjahr: 3 184 Mio. Euro); hiervon resultieren gegenüber verbundenen Unternehmen 854 Mio. Euro (Vorjahr: 1 279 Mio. Euro).
Einzahlungsverpflichtungen für Aktien, GmbH-Anteile und sonstige Anteile beliefen sich am Stichtag auf 38 Mio. Euro (Vorjahr: 39 Mio. Euro).
Gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von in unserem Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituten anfallen.
In den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde.
Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 6 726 Mio. Euro (Vorjahr: 7 485 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der polnischen Aufsicht (Polish Financial Supervision Authority) verpflichtet, ihre verbundenen Unternehmen mBank S.A., Warschau, und mBank Hipoteczny S.A., Warschau, derart mit Liquidität und Kapital auszustatten, dass diese jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.
Für die nachfolgend aufgeführten in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen trägt die Commerzbank Aktiengesellschaft, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen (Patronatserklärung).
| Name | Sitz |
|---|---|
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn |
| Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau |
| Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo | São Paulo |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerzbank International S.A.1 | Luxemburg |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerz Markets LLC | New York |
| Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg | Luxemburg |
| Hypothekenbank Frankfurt AG | Eschborn |
1 Die Patronatserklärung endet mit dem Vollzug der Veräußerung der Commerzbank International S.A. Der Eintritt dieser auflösenden Bedingung wird mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung bekannt gegeben.
(35) Termingeschäfte
| 31.12.2015 | Nominalbetrag Restlaufzeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | täglich fällig | bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr | ein Jahr bis fünf Jahre | mehr als fünf Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | 14 | 280 779 | 191 183 | 172 838 | 119 716 | 764 530 |
| Devisenkassa und -termingeschäfte | - | 230 749 | 100 129 | 22 445 | 880 | 354 203 |
| Zins-/Währungsswaps | - | 16 493 | 50 833 | 133 427 | 115 261 | 316 014 |
| Devisenoptionen - Käufe | - | 15 640 | 17 729 | 6 777 | 1 597 | 41 743 |
| Devisenoptionen - Verkäufe | - | 17 601 | 21 379 | 9 457 | 1 904 | 50 341 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 14 | 296 | 1 113 | 732 | 74 | 2 229 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 223 | 177 | 44 | - | 444 |
| Devisenfutures | - | 209 | 143 | 4 | - | 356 |
| Devisenoptionen | - | 14 | 34 | 40 | - | 88 |
| Gesamt | 14 | 281 002 | 191 360 | 172 882 | 119 716 | 764 974 |
| darunter: Handelsbestand | 14 | 280 677 | 190 646 | 172 509 | 118 926 | 762 772 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | 7 | 285 287 | 1 031 825 | 902 079 | 1 096 590 | 3 315 788 |
| Forward Rate Agreements | - | 43 058 | 586 139 | - | - | 629 197 |
| Zinsswaps | - | 238 766 | 404 808 | 810 243 | 938 464 | 2 392 281 |
| Zinsoptionen - Käufe | - | 1 654 | 22 139 | 42 218 | 71 024 | 137 035 |
| Zinsoptionen - Verkäufe | - | 1 554 | 16 130 | 43 713 | 81 044 | 142 441 |
| Sonstige Zinskontrakte | 7 | 255 | 2 609 | 5 905 | 6 058 | 14 834 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 588 | 22 406 | 1 774 | 6 606 | 31 374 |
| Zinsfutures | - | 574 | 13 716 | 1 383 | 2 970 | 18 643 |
| Zinsoptionen | - | 14 | 8 690 | 391 | 3 636 | 12 731 |
| Gesamt | 7 | 285 875 | 1 054 231 | 903 853 | 1 103 196 | 3 347 162 |
| darunter: Handelsbestand | 7 | 285 524 | 1 046 285 | 897 637 | 1 097 080 | 3 326 533 |
| Sonstige Termingeschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | 1 609 | 15 429 | 47 448 | 79 912 | 12 121 | 156 519 |
| Strukturierte Aktien- und Indexprodukte | 1 406 | 7 723 | 17 676 | 11 802 | 1 271 | 39 878 |
| Aktienoptionen - Käufe | - | 1 889 | 5 222 | 3 471 | 108 | 10 690 |
| Aktienoptionen - Verkäufe | - | 2 229 | 7 282 | 12 034 | 993 | 22 538 |
| Kreditderivate | - | 2 166 | 14 298 | 50 355 | 9 744 | 76 563 |
| Edelmetallgeschäfte | 5 | 674 | 807 | 776 | - | 2 262 |
| Sonstige Geschäfte | 198 | 748 | 2 163 | 1 474 | 5 | 4 588 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 35 742 | 28 895 | 14 576 | 261 | 79 474 |
| Aktienfutures | - | 16 801 | 717 | 176 | - | 17 694 |
| Aktienoptionen | - | 14 116 | 22 500 | 12 538 | 261 | 49 415 |
| Sonstige Futures | - | 3 638 | 3 206 | 1 133 | - | 7 977 |
| Sonstige Optionen | - | 1 187 | 2 472 | 729 | - | 4 388 |
| Gesamt | 1 609 | 51 171 | 76 343 | 94 488 | 12 382 | 235 993 |
| darunter: Handelsbestand | 1 417 | 44 438 | 72 072 | 92 560 | 12 238 | 222 725 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | 1 630 | 581 495 | 1 270 456 | 1 154 829 | 1 228 427 | 4 236 837 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 36 553 | 51 478 | 16 394 | 6 867 | 111 292 |
| Gesamt | 1 630 | 618 048 | 1 321 934 | 1 171 223 | 1 235 294 | 4 348 129 |
| Nettoausweis | ||||||
| darunter: Handelsbestand |
| 31.12.2015 | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|
| Mio. € | positiv | negativ |
| --- | --- | --- |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte | ||
| OTC-Produkte | 15 598 | 17 500 |
| Devisenkassa und -termingeschäfte | 4 611 | 4 629 |
| Zins-/Währungsswaps | 9 211 | 11 209 |
| Devisenoptionen - Käufe | 1 437 | - |
| Devisenoptionen - Verkäufe | - | 1 475 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 339 | 187 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Devisenfutures | - | - |
| Devisenoptionen | - | - |
| Gesamt | 15 598 | 17 500 |
| darunter: Handelsbestand | 15 500 | 17 292 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte | ||
| OTC-Produkte | 123 031 | 118 114 |
| Forward Rate Agreements | 181 | 153 |
| Zinsswaps | 114 508 | 109 716 |
| Zinsoptionen - Käufe | 8 085 | - |
| Zinsoptionen - Verkäufe | - | 7 983 |
| Sonstige Zinskontrakte | 257 | 262 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Zinsfutures | - | - |
| Zinsoptionen | - | - |
| Gesamt | 123 031 | 118 114 |
| darunter: Handelsbestand | 121 635 | 117 908 |
| Sonstige Termingeschäfte | ||
| OTC-Produkte | 5 335 | 5 099 |
| Strukturierte Aktien- und Indexprodukte | 725 | 1 355 |
| Aktienoptionen - Käufe | 614 | - |
| Aktienoptionen - Verkäufe | - | 1 006 |
| Kreditderivate | 1 648 | 2 294 |
| Edelmetallgeschäfte | 151 | 297 |
| Sonstige Geschäfte | 2 197 | 147 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Aktienfutures | - | - |
| Aktienoptionen | - | - |
| Sonstige Futures | - | - |
| Sonstige Optionen | - | - |
| Gesamt | 5 335 | 5 099 |
| darunter: Handelsbestand | 5 125 | 5 050 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte | ||
| OTC-Produkte | 143 964 | 140 713 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Gesamt | 143 964 | 140 713 |
| Nettoausweis | 28 203 | 24 268 |
| darunter: Handelsbestand | 26 499 | 23 805 |
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2015 betrug 125 600 Mio. Euro (Vorjahr: 160 535 Mio. Euro). Auf der Aktivseite waren davon die positiven Marktwerte mit 115 761 Mio. Euro (Vorjahr: 148 937 Mio. Euro), die Forderungen an Kreditinstitute mit 8 138 Mio. Euro (Vorjahr: 9 055 Mio. Euro) und die Sonstigen Vermögensgegenstände mit 1 701 Mio. Euro (Vorjahr: 2 543 Mio. Euro) betroffen. Auf der Passivseite wurden negative Marktwerte von 116 445 Mio. Euro (Vorjahr: 154 883 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 8 524 Mio. Euro (Vorjahr: 5 071 Mio. Euro) und Sonstige Verbindlichkeiten von 631 Mio. Euro (Vorjahr: 581 Mio. Euro) saldiert.
Für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestands wurde eine Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 HGB von 240 Mio. Euro (Vorjahr: 113 Mio. Euro) gebildet.
(36) Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt hat die Commerzbank Aktiengesellschaft 35 955 (Vorjahr: 36 640) Mitarbeiter beschäftigt. Die unter Vollzeitkräften erfassten Zahlen enthalten Teilzeitkräfte mit der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit.
Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 63 % (Vorjahr: 63 %). Bei den Mitarbeitern sind die Teilzeitkräfte voll berücksichtigt.
| 2015 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vollzeitkräfte | 32 648 | 16 439 | 16 209 | 33 389 | 16 859 | 16 530 |
| in Deutschland | 29 169 | 14 205 | 14 964 | 29 879 | 14 581 | 15 298 |
| außerhalb Deutschlands | 3 479 | 2 234 | 1 245 | 3 510 | 2 278 | 1 232 |
| Mitarbeiter | 35 955 | 18 062 | 17 893 | 36 640 | 18 459 | 18 181 |
| in Deutschland | 32 393 | 15 775 | 16 618 | 33 047 | 16 127 | 16 920 |
| außerhalb Deutschlands | 3 562 | 2 287 | 1 275 | 3 593 | 2 332 | 1 261 |
In der Zahl der Arbeitnehmer sind die Auszubildenden nicht enthalten.
| 2015 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auszubildende | 1 418 | 741 | 677 | 1 753 | 924 | 829 |
(37) Bezüge und Kredite der Organe
Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems und eine individualisierte Darstellung der Bezüge für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 8 ff.) wiedergegeben. Ohne Berücksichtigung der in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen enthaltenen zinsbereinigten Veränderung des Barwertes der Pensionsanwartschaften der Mitglieder des Vorstands beliefen sich die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats auf:
| Tsd. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Vorstand | 8 432 | 11 921 |
| Aufsichtsrat | 1 818 | 1 657 |
| Gesamt | 10 250 | 13 578 |
In der Vergütung für den Vorstand waren unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV)) enthalten.
Vorstand.
Für Mitglieder des Vorstands und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.
Zum 31. Dezember 2015 betrug der Barwert der Pensionsanwartschaften für aktive Mitglieder des Vorstands 21 304 Tsd. Euro (Vorjahr: 17 975 Tsd. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung für jedes Vorstandsmitglied außer bei Dienstunfähigkeit grundsätzlich nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird.
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 7 938 Tsd. Euro (Vorjahr: 7 986 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 77 708 Tsd. Euro (Vorjahr: 77 466 Tsd. Euro). Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands aus verschmolzenen Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen lagen bei 12 407 Tsd. Euro (Vorjahr: 14 025 Tsd. Euro). Darüber hinaus bestanden Pensionsverpflichtungen für denselben Personenkreis in Höhe von 145 174 Tsd. Euro (Vorjahr: 149 600 Tsd. Euro). Für alle genannten Pensionsverpflichtungen hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Rückstellungen gebildet.
Aufsichtsrat.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt.
Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2015 eine gesamte Vergütung von netto 1 818 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 657 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 340 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 305 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 478 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wurde für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sieben im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Vergütungskontroll-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet. Für Mitglieder des Aufsichtsrats mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wurde keine Umsatzsteuer fällig.
Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats besaßen am 31. Dezember 2015 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: nicht mehr als 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Die Besicherung der Barkredite an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Die Forderungen an diese Personengruppe stellten sich wie folgt dar:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Vorstand | Aufsichtsrat | Vorstand | Aufsichtsrat | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen (Tsd. €) | 4 930 | 2 961 | 3 165 | 563 |
| Letzte Fälligkeit1 | 2042 | 2047 | 2042 | 2047 |
| Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)2 | 1,26- 2,8 | 1,34- 5,1 | 1,52- 5,5 | 2,28- 5,1 |
1 Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
2 In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 15,2 % (Vorjahr: 15,4 %) und des Aufsichtsrats bis zu 12,0 % (Vorjahr 11,8 %) berechnet.
(38) Corporate Governance Kodex
Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben. Sie ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet veröffentlicht (www.commerzbank.de).
(39) Investmentfonds
Die angabepflichtigen Fondsanteile werden in der Liquiditätsreserve und im Handelsbestand geführt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert entsprechen daher dem Buchwert. In Einzelfällen können Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen. Bei den angabepflichtigen Anteilen an Indexfonds gab es im Berichtsjahr Ausschüttungen von 4 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro). Die folgende Tabelle zeigt die Werte der Investmentfonds in und außerhalb Deutschlands je Kategorie zum 31. Dezember 2015, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft zu mehr als 10 % beteiligt ist:
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Indexfonds | 1 745 | 1 879 |
| Mischfonds | 656 | 611 |
| Rentenfonds | 420 | 333 |
| Aktienfonds | 38 | 31 |
| Über Beteiligungen gehaltene Fonds | 5 | 11 |
| Gesamt | 2 864 | 2 865 |
(40) Hypothekenpfandbriefe
Die Commerzbank Aktiengesellschaft veröffentlicht quartalsweise gemäß § 28 PfandBG Angaben zu Hypothekenpfandbriefen, öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen auf ihrer Internetseite.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deckungsrechnung Hypothekenpfandbriefe | Nennwert | Barwert | Risikobarwert1 | Nennwert | Barwert | Risikobarwert1 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 4 150,0 | 4 255,5 | 4 014,6 | 2 000,0 | 2 111,4 | 1 991,0 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 4 150,0 | 4 255,5 | 4 014,6 | 2 000,0 | 2 111,4 | 1 991,0 |
| darunter: Derivate | - | - | - | - | - | - |
| Deckungswerte | 8 678,8 | 9 850,8 | 9 274,8 | 5 482,8 | 6 395,8 | 6 029,7 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 8 533,8 | 9 683,8 | 9 110,6 | 5 401,3 | 6 314,2 | 5 948,3 |
| darunter: Deckungswerte § 19 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 PfandBG | 145,0 | 167,0 | 164,1 | 81,5 | 81,6 | 81,4 |
| darunter: Derivate | - | - | - | - | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 5 260,1 | 4 038,7 | ||||
| Abschlag aus Währungsstresstest | - | - | ||||
| Überdeckung | 4 528,8 | 5 595,3 | 5 260,1 | 3 482,8 | 4 284,4 | 4 038,7 |
1 Risikobarwert inklusive Währungsstresstest.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Hypothekenpfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von | ||
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 1 000,0 | - |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 1 000,0 | 1 000,0 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 2 150,0 | 1 000,0 |
| Gesamt | 4 150,0 | 2 000,0 |
| Deckungswerte Hypothekenpfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von | ||
| bis zu sechs Monaten | 154,9 | 87,8 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 175,7 | 162,7 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 204,2 | 112,7 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 175,0 | 137,5 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 581,0 | 297,0 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 561,5 | 338,9 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 546,1 | 330,9 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 6 000,9 | 3 873,1 |
| mehr als zehn Jahren | 279,3 | 142,2 |
| Gesamt | 8 678,8 | 5 482,8 |
| Weitere Deckungswerte | Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Ausgleichsforderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1 PfandBG | ||
| Deutschland | - | - |
| Gesamt | - | - |
| Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG | ||
| Deutschland | - | 81,5 |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Österreich | - | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Gesamt | - | 81,5 |
| Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG | ||
| Deutschland | 145,0 | - |
| Gesamt | 145,0 | - |
| Gesamt | 145,0 | 81,5 |
| Größenklassen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bis zu 0,3 Mio. € | 7 110,7 | 4 346,8 |
| Mehr als 0,3 Mio. € bis zu 1 Mio. € | 1 106,1 | 773,5 |
| Mehr als 1 Mio. € bis 10 Mio. € | 290,0 | 265,9 |
| Mehr als 10 Mio. € | 27,0 | 15,0 |
| Gesamt | 8 533,8 | 5 401,3 |
| Hypothekendarlehen nach Objekt- und Nutzungsart | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Gewerblich | Wohnwirtschaftlich | Gewerblich | Wohnwirtschaftlich |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigentumswohnungen | - | 2 054,4 | - | 1 211,6 |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | - | 5 471,7 | - | 3 380,8 |
| Mehrfamilienhäuser | - | 1 007,3 | - | 808,7 |
| Bürogebäude | 0,1 | - | 0,1 | - |
| Handelsgebäude | 0,2 | - | 0,2 | - |
| Industriegebäude | - | - | - | - |
| Sonstige gewerbliche Gebäude | 0,0 | - | 0,0 | - |
| Unfertige, noch nicht ertragsfähige Neubauten | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Bauplätze | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Gesamt | 0,3 | 8 533,5 | 0,3 | 5 401,0 |
| Fremdwährung | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Nettobarwert | - | - |
| Zinsstruktur | % |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 99,8 | 98,5 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 100,0 | 100,0 |
| Überschreitungen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 13 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 19 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
| Weitere Strukturdaten | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen (Seasoning) in Jahren | 2,3 | 2,1 |
| Durchschnittlicher gewichteter Beleihungsauslauf in % | 55,3 | 52,3 |
| Rückständige Leistungen Deutschland | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen | 0,1 | - |
| Gesamtbetrag der rückständigen Zinsen | 0,0 | - |
| Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung beträgt | - | - |
Zwangsversteigerungen
Im Jahr 2015 wurden keine Zwangsversteigerungen durchgeführt. Es sind keine Verfahren anhängig.
Übernahme von Grundstücken
Im Jahr 2015 wurden keine Grundstücke zur Verhütung von Verlusten übernommen.
(41) Öffentliche Pfandbriefe
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deckungsrechnung Öffentliche Pfandbriefe | Nennwert | Barwert | Risikobarwert1 | Nennwert | Barwert | Risikobarwert1 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 1 881,5 | 2 218,5 | 2 323,7 | 2 003,1 | 2 388,3 | 2 485,2 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 1 881,5 | 2 218,5 | 2 323,7 | 2 003,1 | 2 388,3 | 2 485,2 |
| darunter: Derivate | - | - | - | - | - | - |
| Deckungswerte | 2 263,2 | 2 492,6 | 2 475,2 | 2 396,7 | 2 653,8 | 2 691,6 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 961,3 | 999,7 | 999,5 | 1 170,1 | 1 217,7 | 1 218,2 |
| darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 1 PfandBG | 2 263,2 | 2 492,6 | 2 475,2 | 2 396,7 | 2 653,8 | 2 691,6 |
| darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG | - | - | - | - | - | - |
| darunter: Derivate | - | - | - | - | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 198,4 | 223,1 | ||||
| Abschlag aus Währungsstresstest | - 46,9 | - 16,6 | ||||
| Überdeckung | 381,7 | 274,1 | 151,5 | 393,7 | 265,4 | 206,5 |
1 Risikobarwert inklusive Währungsstresstest.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Öffentliche Pfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu sechs Monaten | 33,0 | 10,0 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 10,0 | 115,0 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | - | 33,0 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 85,5 | 10,0 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 510,0 | 85,5 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 550,0 | 510,0 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 42,0 | 550,0 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 235,5 | 237,5 |
| mehr als zehn Jahren | 415,5 | 452,1 |
| Gesamt | 1 881,5 | 2 003,1 |
| Deckungswerte öffentliche Pfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von | ||
| bis zu sechs Monaten | 128,4 | 151,1 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 147,2 | 490,3 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 97,0 | 120,2 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 267,7 | 95,6 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 632,5 | 220,6 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 367,4 | 257,5 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 170,2 | 183,3 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 254,1 | 422,5 |
| mehr als zehn Jahren | 198,6 | 455,6 |
| Gesamt | 2 263,2 | 2 396,7 |
| Weitere Deckungswerte | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| Ausgleichsforderungen gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 1 PfandBG | - | - |
| Forderungen gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG | - | - |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Gesamt | - | - |
| Größenklassen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bis zu 10 Mio. € | 19,5 | 343,3 |
| Mehr als 10 Mio. € bis zu 100 Mio. € | 581,4 | 1 887,0 |
| Mehr als 100 Mio. € | 1 662,3 | 166,3 |
| Gesamt | 2 263,2 | 2 396,7 |
| Sitz der Schuldner bzw. der gewährleistenden Stellen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Staaten | 1 081,6 | 1 170,1 |
| Deutschland | 1 081,6 | 1 170,1 |
| darunter: Forderungen gegenüber Exportversicherern | 961,3 | - |
| Regionale Gebietskörperschaften | 1 060,8 | 811,6 |
| Belgien | 69,0 | - |
| Deutschland | 709,6 | 612,0 |
| Frankreich inklusive Monaco | 48,8 | - |
| Schweiz | 138,4 | 199,6 |
| Spanien | 95,0 | - |
| Örtliche Gebietskörperschaften | 12,0 | - |
| Frankreich inklusive Monaco | 12,0 | - |
| Sonstige Schuldner mit Sitz in | 108,8 | 415,0 |
| Belgien | 25,0 | - |
| Deutschland | 25,0 | 365,0 |
| Österreich | 49,0 | 25,0 |
| Supranationale Organisationen | 9,8 | 25,0 |
| Gesamt | 2 263,2 | 2 396,7 |
| Weitere Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG | - | - |
| Gesamt | 2 263,2 | 2 396,7 |
| Fremdwährung | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Nettobarwert in Schweizer Franken | 149,0 | 254,9 |
| Nettobarwert in US-Dollar | 88,6 | 103,2 |
| Gesamt | 237,6 | 358,1 |
| Zinsstruktur | % |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 40,2 | 32,8 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 97,6 | 97,8 |
| Überschreitungen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 20 Abs. 2 PfandBG überschreiten | - | - |
| Rückständige Leistungen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen | - | - |
| Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung beträgt | - | - |
(42) Schiffspfandbriefe
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deckungsrechnung Schiffspfandbriefe | Nennwert | Barwert | Risikobarwert | Nennwert | Barwert | Risikobarwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 1 496,6 | 1 694,5 | 1 694,9 | 2 242,5 | 2 503,6 | 2 510,1 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 1 377,3 | 1 574,4 | 1 573,5 | 2 074,0 | 2 330,2 | 2 336,7 |
| darunter: Derivate1 | 119,4 | 120,1 | 121,4 | 168,5 | 173,4 | 173,4 |
| Deckungswerte | 1 898,7 | 1 992,7 | 1 996,2 | 2 590,0 | 2 722,2 | 2 725,0 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 1 823,7 | 1 917,5 | 1 920,9 | 2 515,0 | 2 646,8 | 2 649,7 |
| darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4 PfandBG | 75,0 | 75,3 | 75,3 | 75,0 | 75,4 | 75,3 |
| darunter: Derivate1 | - | - | - | - | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 301,3 | 215,0 | ||||
| Abschlag aus Währungsstresstest | - 142,0 | - 33,8 | ||||
| Überdeckung | 402,1 | 298,3 | 159,3 | 347,5 | 218,6 | 181,2 |
1 Ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken.
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Schiffspfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von | ||
| bis zu sechs Monaten | 133,2 | 65,0 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | 96,9 | 123,0 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | 260,0 | 628,2 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | 140,0 | 101,9 |
| mehr als zwei bis zu drei Jahren | 78,0 | 400,0 |
| mehr als drei bis zu vier Jahren | 121,2 | 78,0 |
| mehr als vier bis zu fünf Jahren | 187,5 | 121,2 |
| mehr als fünf bis zu zehn Jahren | 310,9 | 424,8 |
| mehr als zehn Jahren | 49,6 | 131,9 |
| Gesamt | 1 377,3 | 2 074,0 |
| Deckungswerte Schiffspfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von | ||
| bis zu sechs Monaten | 1 898,7 | 2 572,0 |
| mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten | - | 14,1 |
| mehr als zwölf Monaten bis zu achtzehn Monaten | - | 3,7 |
| mehr als achtzehn Monaten bis zu zwei Jahren | - | 0,2 |
| Gesamt | 1 898,7 | 2 590,0 |
| Weitere Deckungswerte | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Deutschland | - | |
| Ausgleichsforderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG | - | 75,0 |
| darunter: gedeckte Schuldverschreibungen im Sinne des Art. 129 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | - | - |
| Forderungen gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG | 75,0 | - |
| Gesamt | 75,0 | 75,0 |
| Größenklassen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bis zu 0,5 Mio. € | 2,2 | 2,0 |
| Mehr als 0,5 Mio. € bis zu 5 Mio. € | 433,5 | 710,7 |
| Mehr als 5 Mio. € | 1 388,0 | 1 802,3 |
| Gesamt | 1 823,7 | 2 515,0 |
| Registerland der beliehenen Schiffe und Schiffsbauwerke | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Seeschiffe | 1 823,7 | 2 515,0 |
| Antigua und Barbuda | 6,1 | 7,8 |
| Bahamas | 99,2 | 124,3 |
| Deutschland | 805,3 | 967,1 |
| Gibraltar | 0,9 | 1,0 |
| Griechenland | 115,3 | 194,7 |
| Großbritannien | 20,7 | 25,1 |
| Hongkong | 55,1 | 88,0 |
| Insel Man | 54,9 | 57,5 |
| Italien | - | 61,1 |
| Liberia | 138,1 | 220,9 |
| Malta | 186,2 | 231,9 |
| Marshallinseln | 188,0 | 250,4 |
| Niederlande | 26,8 | 41,9 |
| Norwegen | 20,0 | 38,5 |
| Panama | 29,1 | 70,2 |
| Singapur | 14,3 | 23,2 |
| Türkei | 6,6 | 7,1 |
| Zypern | 57,1 | 104,3 |
| Binnenschiffe | - | - |
| Gesamt | 1 823,7 | 2 515,0 |
| Fremdwährung | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Nettobarwert in Schweizer Franken | 13,9 | 33,9 |
| Nettobarwert in Japanischen Yen | 43,3 | 49,5 |
| Nettobarwert in US-Dollar | 715,2 | 16,1 |
| Gesamt | 772,4 | 99,5 |
| Zinsstruktur | % |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte | 0,7 | 0,6 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe | 87,8 | 67,4 |
| Überschreitungen | Mio. € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Grenzen nach § 26 Abs. 1 PfandBG überschreiten | - | - |
| Zwangsversteigerungen | Anzahl | 2015 | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Binnenschiffe | Seeschiffe | Gesamt | Binnenschiffe | Seeschiffe | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Durchgeführte Verfahren | - | - | - | - | 2 | 2 |
| Anhängige Verfahren | - | - | - | - | - | - |
Übernahmen von Schiffen oder Schiffsbauwerken
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat wie im Vorjahr kein Schiff zur Verhütung von Verlusten übernommen. Die am 1. Oktober 2015 veräußerte Hanseatic Ship Asset Management GmbH hatte im Berichtsjahr zwei Schiffe übernommen (Vorjahr: vier Schiffe).
Rückständige Leistungen
Der Nennwert der zur Deckung von Schiffspfandbriefen verwendeten Darlehensforderungen betrug 1 823,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2 515,0 Mio. Euro). Rückständige Leistungen von Tilgung und Zinsen sind hierin nicht enthalten, da fällige Tilgungsleistungen ab dem Fälligkeitszeitpunkt nicht mehr in der Deckungsrechnungsrechnung und Zinsen nicht als Deckungswert zu berücksichtigen sind.
Die rückständigen Leistungen über den Deckungbetrag hinaus betrugen 21,3 Mio. Euro (Vorjahr: n. a.). Der Gesamtbetrag dieser Forderungen, soweit der jeweilige Rückstand mindestens 5 % der Forderung beträgt, liegt bei 98,5 Mio. Euro (Vorjahr: n. a.).
(43) Anteilsbesitz
Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 285 Nr. 11 und 11 a HGB vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Angabe zusammengefasst.
a) Verbundene Unternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % |
Währung | Eigenkapital Tsd. |
Jahresergebnis Tsd. |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| ADMERA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 25 | 2 | |
| Aspiro S.A. | Lodz, Polen | 100,0 | PLN | 273 387 | 197 052 | |
| ASTUTIA Beteiligungs- gesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 3 825 | - | a) |
| Atlas Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 319 189 | - | a) |
| BDH Development Sp. z o.o. | Lodz, Polen | 100,0 | PLN | 92 674 | - 4 649 | |
| Bridge Re Limited | Hamilton, Bermuda | 100,0 | USD | 564 | 140 | |
| CB Building Kirchberg GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 8 510 | 2 005 | |
| CBG Commerz Beteiligungs- gesellschaft Holding mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 6 137 | - | a) |
| CBG Commerz Beteiligungs- kapital GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 65 768 | 6 378 | |
| CFB-Fonds Transfair GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 1 176 | - | a) |
| CIMONUSA Beteiligungs- gesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 12 936 | - | 1) a) |
| Coba Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 26 | - | a) |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn, Deutschland | 81,3 | EUR | 467 084 | 55 624 | |
| Commerz (East Asia) Limited | Hongkong, Hongkong | 100,0 | EUR | 4 137 | 1 198 | |
| Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd | Singapur, Singapur | 100,0 | SGD | 26 814 | - 1 167 | |
| Commerz Bankenholding Nova GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 1 416 644 | - | a) |
| Commerz Business Consulting GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | - 660 | - | a) |
| Commerz Direktservice GmbH | Duisburg, Deutschland | 100,0 | EUR | - 1 104 | - | a) |
| Commerz Equipment Leasing Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Commerz Funds Solutions S.A. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 10 735 | 3 528 | |
| Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 90,0 | EUR | 14 740 | - 1 476 | |
| Commerz Markets LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 516 762 | 32 272 | |
| Commerz Pearl Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 23 | 3 | |
| Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 6 116 | 1 556 | |
| Commerz Real AG | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 408 394 | - | a) |
| Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | 25 | - | a) |
| Commerz Real Baumanagement GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 4 238 | - | a) |
| Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 151 | - | a) |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | Wiesbaden, Deutschland | 100,0 | EUR | 21 968 | - | a) |
| Commerz Real Kapital- verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5 000 | - | a) |
| Commerz Real Mobilienleasing GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5 310 | - | a) |
| Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 26 | - | a) |
| Commerz Securities Hong Kong Limited | Hongkong, Hongkong | 100,0 | EUR | 10 917 | 342 | |
| Commerz Services Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 14 929 | - | a) |
| Commerz Systems GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 5 560 | - | a) |
| Commerz Transaction Services Finance GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | 1 550 | - | a) b) |
| Commerz Transaction Services Mitte GmbH | Erfurt, Deutschland | 100,0 | EUR | 2 150 | - | a) b) |
| Commerz Transaction Services Nord GmbH | Magdeburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 1 439 | - | a) b) |
| Commerz Transaction Services Ost GmbH | Halle (Saale), Deutschland | 100,0 | EUR | 1 550 | - | a) b) |
| Commerz Transaction Services West GmbH | Hamm, Deutschland | 100,0 | EUR | 885 | - | a) b) |
| Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau, Rußland | 100,0 | RUB | 12 494 116 | 2 402 953 | |
| Commerzbank Asset Management Asia Ltd. | Singapur, Singapur | 100,0 | SGD | 1 892 | - 46 | |
| Commerzbank Auslandsbanken Holding AG | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 183 000 | - | a) b) |
| Commerzbank Capital Investment Company Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 770 | - 15 | |
| Commerzbank Finance BV | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | EUR | 1 311 | 80 | |
| Commerzbank Finance Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 227 952 | 60 094 | |
| Commerzbank Holdings (UK) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 15 882 | 30 585 | |
| Commerzbank Holdings France | Paris, Frankreich | 100,0 | EUR | 76 581 | - 627 | |
| Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 462 597 | - | a) |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 2 312 109 | - | a) |
| Commerzbank International S.A. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 323 234 | - 1 432 | |
| Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 19 094 | 15 217 | |
| Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 45 | - 4 830 | 2) |
| Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 123 | - 10 257 | 3) |
| Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | GBP | 111 | 0 | |
| Commerzbank Leasing December (1) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 334 | - 10 | |
| Commerzbank Leasing December (12) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 551 | 24 | |
| Commerzbank Leasing December (13) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Commerzbank Leasing December (26) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Commerzbank Leasing December (3) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 681 | - 82 | |
| Commerzbank Leasing Holdings Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 1 028 | - 2 741 | |
| Commerzbank Leasing Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 1 378 | 129 | |
| Commerzbank Leasing March (3) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 353 | 217 | |
| Commerzbank Leasing September (5) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 38 | 6 | |
| Commerzbank Securities Ltd | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 10 | 0 | |
| Commerzbank Securities Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Commerzbank U.S. Finance, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 338 | 2 | |
| Commerzbank Zrt. | Budapest, Ungarn | 100,0 | HUF | 27 779 035 | 762 229 | |
| CommerzFactoring GmbH | Mainz, Deutschland | 50,1 | EUR | 977 | - | a) |
| CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | - 42 955 | - 5 918 | |
| Dom Maklerski mBanku S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 133 482 | 22 320 | |
| Dresdner Capital LLC I | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 715 453 | - 38 810 | |
| Dresdner Capital LLC IV | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | JPY | 6 112 976 | - 319 943 | |
| Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 51 921 | - 13 958 | |
| Dresdner Kleinwort Capital Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 11 717 | 6 | |
| Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada | Rio de Janeiro, Brasilien | 100,0 | BRL | - 32 074 | - 177 | |
| Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | - 18 | 0 | |
| Dresdner Kleinwort Finance Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 3 488 | 62 | |
| Dresdner Kleinwort Flags Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 140 478 | - 1 | |
| Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 329 414 | - 1 | |
| Dresdner Kleinwort Group LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 394 664 | - 1 | |
| Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 2 153 | 188 | |
| Dresdner Kleinwort Holdings LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 26 424 | - 13 772 | |
| Dresdner Kleinwort LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 34 162 | - 1 | |
| Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 741 434 | 4 456 | |
| Dresdner Kleinwort Moon LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 15 384 | - 3 599 | |
| Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited | St. Peter Port, Guernsey | 100,0 | GBP | 2 | 0 | |
| Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited | Mumbai, Indien | 75,0 | INR | 13 209 | 238 | |
| Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 30 840 | - | a) |
| DSB Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 217 088 | - | a) |
| EHY Real Estate Fund I, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | - 3 465 | - 33 | |
| Entertainment Asset Holdings C.V. | Amsterdam, Niederlande | 58,2 | USD | 0 | 0 | |
| Entertainment Asset Holdings GP B.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | USD | - 681 | - 119 | |
| Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | 757 178 | 79 608 | |
| Eschborn Capital LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 7 315 | - 964 | |
| Eurohypo Capital Funding LLC II | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | EUR | 4 | 0 | |
| Eurohypo Capital Funding Trust II | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | EUR | 1 | 0 | |
| European Bank for Financial Services GmbH | Aschheim, Deutschland | 100,0 | EUR | 33 310 | 6 510 | |
| FABA Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 26 | - | a) |
| Felix (CI) Limited | George Town, Cayman Islands | 100,0 | GBP | 26 | 0 | |
| Film Library Holdings LLC | Wilmington, Delaware, USA | 51,0 | USD | 14 250 | 2 672 | |
| Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 27 405 | 27 374 | |
| Garbary Sp. z.o.o. | Poznan, Polen | 100,0 | PLN | 43 297 | - 2 089 | |
| GRAMOLINDA Vermietungs- gesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 50,0 | EUR | 1 | - 25 | |
| GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG | Grünwald, Deutschland | 94,0 | EUR | - 26 | 17 | |
| Greene Elm Trading I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 6 320 | 95 | |
| Greene Elm Trading II LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 10 390 | 171 | |
| Greene Elm Trading III LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 10 884 | 183 | |
| Greene Elm Trading IV LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 9 456 | 146 | |
| Greene Elm Trading V LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 100 000 | - 13 508 | |
| Greene Elm Trading VI LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 11 758 | 185 | |
| Gresham Leasing March (1) Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Gresham Leasing March (2) Limited | London, Großbritannien | 25,0 | GBP | 2 495 | 30 | |
| Groningen Urban Invest B.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | EUR | 0 | 0 | |
| Herradura Ltd | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 5 | 0 | |
| Hurley Investments No.3 Limited | George Town, Cayman Islands | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Hypothekenbank Frankfurt AG | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 4 973 320 | - | a) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 18 559 | - 1 869 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,5 | EUR | 34 975 | - 649 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 17 062 | - 1 892 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 77,5 | EUR | 31 061 | 4 785 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 73,9 | EUR | 43 007 | 2 939 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 28 737 | - 5 888 | b) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg, Deutschland | 90,0 | EUR | 18 988 | 853 | b) |
| LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | - 7 740 | 2 992 | |
| Marylebone Commercial Finance (2) | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| mBank Hipoteczny S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 770 557 | 11 585 | |
| mBank S.A. | Warschau, Polen | 69,5 | PLN | 11 899 652 | 1 268 660 | |
| mCentrum Operacji Sp. z o.o. | Lodz, Polen | 100,0 | PLN | 34 803 | - 64 | |
| MERKUR Grundstücks GmbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 8 735 | - | a) |
| mFaktoring S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 59 410 | - 27 124 | |
| mFinance France S.A. | Paris, Frankreich | 100,0 | EUR | 447 | - 2 | |
| mLeasing Sp. z o.o. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 275 783 | 46 067 | |
| mLocum S.A. | Lodz, Polen | 80,0 | PLN | 163 142 | 14 540 | |
| MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 25,0 | EUR | 664 | 2 255 | |
| mWealth Management S.A. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 43 243 | 22 090 | |
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg, Deutschland | 100,0 | EUR | 11 977 | 11 778 | b) |
| Netherlands Urban Invest B.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | EUR | 0 | 0 | |
| NORA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG | Düsseldorf, Deutschland | 90,0 | EUR | - 148 | 77 | |
| NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 11 176 | - | a) |
| Number X Bologna S.r.l. | Mailand, Italien | 100,0 | EUR | 0 | 0 | |
| Number X Real Estate GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 3 403 | - 7 500 | |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | 5 988 | 2 156 | |
| Pisces Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald, Deutschland | 100,0 | EUR | 8 964 | 366 | |
| Rood Nominees Limited | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Rook Finance LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 92 313 | 240 | |
| SECUNDO Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 5 811 | - | a) |
| Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf | Düsseldorf, Deutschland | 100,0 | EUR | 241 | - | a) |
| Sterling Energy II LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 69 239 | - 5 039 | |
| Sterling Energy LLC | Wilmington, Delaware, USA | 100,0 | USD | 134 172 | - 545 | |
| Tele-Tech Investment Sp. z.o.o. | Warschau, Polen | 100,0 | PLN | 510 | - 138 | |
| Thurlaston Finance Limited | George Town, Cayman Islands | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| TOMO Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 100,0 | EUR | 22 778 | - | a) |
| Twins Financing LLC | Dover, Delaware, USA | 60,0 | USD | 14 028 | 2 995 | |
| Urban Invest Holding GmbH | Eschborn, Deutschland | 100,0 | EUR | 11 497 | - 1 896 | |
| Watling Leasing March (1) | London, Großbritannien | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| WebTek Software Private Limited | Bangalore, Indien | 100,0 | INR | 197 890 | - 16 675 | |
| Wilmots Leasing AB | Stockholm, Schweden | 100,0 | SEK | 50 | 0 | |
| Yarra Finance Limited | George Town, Cayman Islands | 100,0 | GBP | 0 | 0 | |
| Zelos Luxembourg S.C.S. | Luxemburg, Luxemburg | 100,0 | EUR | - 18 911 | - 13 716 |
b) Assoziierte Unternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % |
Währung | Eigenkapital Tsd. |
Jahresergebnis Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main, Deutschland | 31,6 | EUR | 201 032 | 14 125 |
| Argor-Heraeus S.A. | Mendrisio, Schweiz | 32,7 | CHF | 161 662 | 19 936 |
| Capital Investment Trust Corporation | Taipeh, Taiwan | 24,0 | TWD | 3 582 389 | 445 760 |
| Commerz Finanz GmbH | München, Deutschland | 49,9 | EUR | 852 718 | 90 635 |
| Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main, Deutschland | 40,0 | EUR | 91 787 | 4 579 |
| COMUNITHY Immobilien GmbH | Düsseldorf, Deutschland | 49,9 | EUR | 536 | - 213 |
| DTE Energy Center, LLC | Wilmington, Delaware, USA | 50,0 | USD | 91 904 | 11 539 |
| HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG | Düsseldorf, Deutschland | 21,0 | EUR | 101 569 | - 4 156 |
| ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH | Düsseldorf, Deutschland | 50,0 | EUR | 6 017 | - 20 630 |
c) Gemeinschaftsunternehmen
| Name | Sitz | Kapitalanteil % |
Währung | Eigenkapital Tsd. |
Jahresergebnis Tsd. |
|---|---|---|---|---|---|
| Apartamenty Molo Rybackie Sp. z o.o. | Gdynia, Polen | 50,0 | PLN | 15 674 | - 326 |
| Delphi I LLC | Wilmington, Delaware, USA | 33,3 | EUR | -491 719 | - 18 691 |
| FV Holding S.A. | Brüssel, Belgien | 60,0 | EUR | 1 250 | - 59 |
| Kaiserkarree S.a.r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 50,0 | EUR | 23 321 | - 15 233 |
d) Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet
| Name | Sitz | Kapitalanteil % |
Stimmrechte % |
|---|---|---|---|
| ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Eschborn, Deutschland | 13,9 | 13,9 |
| EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main, Deutschland | 13,9 | 13,9 |
| GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen | Bremen, Deutschland | 7,1 | 7,1 |
| Schufa Holding AG | Wiesbaden, Deutschland | 17,9 | 17,9 |
Fußnoten
1) Umfirmiert: von Commerz Real Immobilien GmbH in CIMONUSA Beteiligungsgesellschaft mbH
2) Umfirmiert: von Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l. in Commerzbank Leasing 4 S.e.n.c.
3) Umfirmiert: von Commerzbank Leasing 5 S.à r.l. in Commerzbank Leasing 5 S.e.n.c.
Anmerkungen und Erläuterungen
a) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
b) Auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurde gemäß § 264b HGB verzichtet.
Die Angaben gemäß § 285 Nr.11 a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286 Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.
Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2015
| Brasilien | BRL | 4,3117 |
| Großbritannien | GBP | 0,7340 |
| Indien | INR | 72,0215 |
| Japan | JPY | 131,0700 |
| Polen | PLN | 4,2639 |
| Russland | RUB | 80,6736 |
| Schweden | SEK | 9,1895 |
| Schweiz | CHF | 1,0835 |
| Singapur | SGD | 1,5417 |
| Taiwan | TWD | 35,8196 |
| Ungarn | HUF | 315,9800 |
| USA | USD | 1,0887 |
(44) Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien
Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Martin Blessing
| b) | CommerzVentures GmbH1 |
| Vorsitzender | |
| mBank S.A.1 |
Frank Annuscheit
| a) | BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. |
| stellv. Vorsitzender | |
| comdirect bank Aktiengesellschaft1 | |
| stellv. Vorsitzender | |
| b) | BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. |
| stellv. Vorsitzender | |
| Commerz Services Holding GmbH1 | |
| Vorsitzender |
Markus Beumer
| a) | ABB AG |
| b) | DAW SE |
Dr. Marcus Chromik (seit 1.1.2016)
| b) | mBank S.A.1 |
| (seit 1.1.2016) |
Stephan Engels
| a) | Hypothekenbank Frankfurt AG1 |
| stellv. Vorsitzender | |
| b) | CommerzVentures GmbH1 |
| stellv. Vorsitzender | |
| mBank S.A.1 |
Michael Reuther
| a) | RWE Power AG |
| b) | EUREX Deutschland AöR |
| Frankfurter Wertpapierbörse AöR | |
| Landwirtschaftliche Rentenbank AöR | |
| Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung |
Dr. Stefan Schmittmann (bis 31.12.2015)
| a) | Hypothekenbank Frankfurt AG1 |
| Vorsitzender | |
| Schaltbau Holding AG | |
| b) | mBank S.A.1 |
Martin Zielke
| a) | comdirect bank Aktiengesellschaft1 |
| Vorsitzender | |
| Commerz Real AG1 | |
| Vorsitzender | |
| b) | Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 |
| Vorsitzender | |
| mBank S.A.1 stellv. | |
| Vorsitzender |
Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Klaus-Peter Müller
| a) | Fresenius Management SE |
| Fresenius SE & Co. KGaA | |
| Linde Aktiengesellschaft | |
| (bis 31.12.2015) | |
| b) | Parker Hannifin Corporation |
Uwe Tschäge
Hans-Hermann Altenschmidt
| a) | BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG |
| BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. | |
| b) | BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. |
Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015)
| a) | ERGO Versicherungsgruppe AG1 |
| Vorsitzender | |
| Munich Health Holding AG1 | |
| Vorsitzender |
Gunnar de Buhr
Stefan Burghardt
Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015)
Karl-Heinz Flöther
| a) | Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main |
Dr. Markus Kerber
| a) | KfW-Bankengruppe |
| b) | Computershare Limited, Melbourne |
Alexandra Krieger
| a) | AbbVie Komplementär GmbH |
| Evonik Resource Efficiency GmbH | |
| (seit 21.8.2015) |
1 Konzernmandat.
Oliver Leiberich
Dr. Stefan Lippe
| b) | Acqupart Holding AG, Zug stellv. |
| Vorsitzender | |
| AXA S.A. | |
| Celsius Pro AG | |
| Vorsitzender | |
| Paperless AG | |
| Vorsitzender |
Beate Mensch
| a) | Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München |
Anja Mikus (seit 30.4.2015)
Dr. Roger Müller
Dr. Helmut Perlet
| a) | Allianz SE |
| GEA GROUP AG |
Barbara Priester
Mark Roach
Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015)
| a) | Krones AG |
| b) | Lindt & Sprüngli AG |
Margit Schoffer
Nicholas Teller
| b) | Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs-KG |
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
| b) | Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien |
| Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien | |
| OMV Aktiengesellschaft, Wien | |
| Vienna Insurance Group AG, Wien |
Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft
Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB
Dr. Marcus Chromik (bis 31.12.2015)
Düsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft
(bis 31.12.2015)
VALOVIS BANK AG
(bis 31.12.2015)
Volker Ergler
Stadtwerke Viernheim GmbH
Gerold Fahr
Stadtwerke Ratingen GmbH
Vorsitzender
Martin Fischedick
Borgers AG
Jörg van Geffen
Häfen und Güterverkehr Köln AG
Sven Gohlke
Bombardier Transportation GmbH
Christoph Heins
Commerz Real AG1
Jochen H. Ihler
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Marcus König
Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Michael Kotzbauer
Hypothekenbank Frankfurt AG1
Werner Lubeley
TNT Express GmbH
Michael Mandel
Commerz Real AG1
stellv. Vorsitzender
Schufa Holding AG
Fredun Mazaheri
VALOVIS BANK AG
(seit 1.1.2016)
Dr. Annette Messemer
Commerz Real AG1
K+S Aktiengesellschaft
Stefan Nodewald
SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft
Dr. Bettina Orlopp
Hypothekenbank Frankfurt AG1
Sabine Schmittroth
comdirect bank Aktiengesellschaft1
Dirk Schuster
Commerz Real AG1
Holger Werner
Commerz Real AG1
Rupert Winter
Klinikum Burgenlandkreis GmbH
stellv. Vorsitzender
1 Konzernmandat.
(45) Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat
Klaus-Peter Müller
Vorsitzender
Uwe Tschäge1
Stellv. Vorsitzender
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Hans-Hermann Altenschmidt1
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Nikolaus von Bomhard (bis 30.4.2015)
Vorsitzender des Vorstands
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft
Gunnar de Buhr1
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Stefan Burghardt1
Niederlassungsleiter
Mittelstandsbank Bremen
Commerzbank Aktiengesellschaft
Sabine U. Dietrich (seit 30.4.2015)
Vorstand
BP Europe SE
Karl-Heinz Flöther
Selbstständiger Unternehmensberater
Dr. Markus Kerber
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Alexandra Krieger1
Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Oliver Leiberich1
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Stefan Lippe
Unternehmer
Beate Mensch1
Gewerkschaftssekretärin
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Landesbezirk Hessen
Anja Mikus (seit 30.4.2015)
Chief Investment Officer
Arabesque Asset Management Group
Dr. Roger Müller
General Counsel Deutsche Börse AG
Dr. Helmut Perlet
Vorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE
Barbara Priester1
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
Mark Roach1
Gewerkschaftssekretär
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Bundesverwaltung
Petra Schadeberg-Herrmann (bis 30.4.2015)
Geschäftsführende Gesellschafterin bzw. Geschäftsführerin diverser Unternehmen innerhalb des Family Office Schadeberg und der Krombacher Unternehmensgruppe
Margit Schoffer1
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
Nicholas Teller
Chairman of the Advisory Board
E. R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorstand
Martin Blessing
Vorsitzender
Frank Annuscheit
Markus Beumer
Dr. Marcus Chromik (seit 1.1.2016)
Stephan Engels
Michael Reuther
Dr. Stefan Schmittmann (bis 31.12.2015)
Martin Zielke
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 22. Februar 2016
Der Vorstand
Martin Blessing
Frank Annuscheit
Markus Beumer
Marcus Chromik
Stephan Engels
Michael Reuther
Martin Zielke
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Vermerk zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft.
Verantwortung des Vorstands für den Jahresabschluss
Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Buchführung und die Aufstellung dieses Jahresabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Jahresabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Jahresabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.
Vermerk zum Lagebericht
Wir haben den beigefügten Lagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 23. Februar 2016
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer
Helge Olsson, Wirtschaftsprüferin
Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen
| Inland | Ausland |
|---|---|
| comdirect bank AG, Quickborn | Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau |
| Commerz Finanz GmbH, München | Commerzbank International S.A., Luxemburg1 |
| Commerz Real AG, Eschborn | Commerzbank Zrt., Budapest |
| Hypothekenbank Frankfurt AG, Eschborn | Commerz Markets LLC, New York |
| Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg, Luxemburg | |
| mBank S.A., Warschau |
1 Im vierten Quartal 2015 wurde die Gesellschaft veräußert, das Closing steht noch aus.
Operative Auslandsniederlassungen
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Jahresabschluss und Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
Die deutsche Fassung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Lageberichts und des Jahresabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.
Finanzkalender 2016/2017
| 20. April 2016 | Hauptversammlung |
| 3. Mai 2016 | Zwischenbericht zum 31. März 2016 |
| 2. August 2016 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 |
| 4. November 2016 | Zwischenbericht zum 30. September 2016 |
| Ende März 2017 | Geschäftsbericht 2016 |
Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de
Postanschrift
60261 Frankfurt am Main
Tel. + 49 69 136 -20
Investor Relations
Tel. + 49 69 136 -21331
Fax + 49 69 136 -29492
Der Konzerngeschäftsbericht (nach den International Financial Reporting Standards) erscheint in deutscher und englischer Sprache.
Bericht des Aufsichtsrats
Frankfurt am Main, 8. März 2016
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und weiteren Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon vier Sitzungen in Form einer Telefonkonferenz. Zudem fand eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt.
Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Wir behandelten vertieft die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie, die Planung, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden. Wir haben uns zudem auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und uns dazu ein Urteil gebildet. Insbesondere beschäftigten wir uns mit dem Verfahrensstand und den Verhandlungen mit US-Behörden in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen beziehungsweise US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention (US-Regularien). Des Weiteren behandelten wir in mehreren Sitzungen Vorstandsangelegenheiten. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren gefasst.
In der Sitzung am 11. Februar 2015 standen - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage - die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Verfahrensstand in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien, über den wir umfassend informiert wurden. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand intensiv über das weitere Vorgehen beraten. Ferner beschloss der Aufsichtsrat, eventuelle Schadensersatzansprüche gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den genannten untersuchten Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen durch eine externe Kanzlei prüfen zu lassen. Des Weiteren wurden uns die kundenorientierte Neuausrichtung der Mittelstandsbank sowie die Privatkundenstrategie 2020 vorgestellt. Zudem haben wir uns mit dem Bericht des Aufsichtsrats und dem Corporate-Governance-Bericht für den Geschäftsbericht befasst. Wir diskutierten und beschlossen außerdem Änderungen des Vorstandsvergütungsmodells.
In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 3. März 2015 wurde der Aufsichtsrat über den Verfahrensstand im Rechtsstreit mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied informiert. Der Aufsichtsrat hat anschließend über das diesbezügliche weitere Vorgehen beraten. Ferner wurde dem Aufsichtsrat der Sachstand in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien berichtet. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über Ermittlungen der Steuerfahndung Köln gegen die Commerzbank in Luxemburg informiert. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Zielerreichung für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 und setzten den Gesamtbetrag der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest.
In einer weiteren außerordentlichen Telefonkonferenz am 10. März 2015 haben wir uns erneut intensiv mit den Verhandlungen mit den US-Behörden und einem möglichen Vergleichsabschluss beschäftigt.
In der Bilanzsitzung am 17. März 2015 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2014 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses.
Auch verabschiedeten wir den Vorschlag für die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat an die Hauptversammlung und die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2015 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Wir wurden über den Abschluss der Vergleiche mit den US-Behörden in Bezug auf Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Regularien sowie über den Verfahrensstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung informiert. Wir haben den Sachverhalt intensiv diskutiert und mit dem Vorstand besprochen. Ferner haben wir uns mit dem Vergütungsbericht für den Geschäftsbericht befasst. Zudem verlängerten wir die Vorstandsbestellungen von Herrn Frank Annuscheit und Herrn Markus Beumer.
In einer weiteren außerordentlichen Telefonkonferenz am 26. April 2015 haben wir uns mit der geplanten 10%igen Kapitalerhöhung der Commerzbank beschäftigt.
Die Sitzung vor der Hauptversammlung am 30. April 2015 diente vornehmlich der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Wir erörterten den Ablauf der Hauptversammlung und die angekündigten Gegenanträge. Zudem berichtete der Vorstand über die Einzelheiten der durchgeführten Kapitalerhöhung der Commerzbank.
In einem Umlaufverfahren hat der Aufsichtsrat dem Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Ulrich Sieber zugestimmt.
In der Sitzung am 3. September 2015, die in Warschau bei unserer Beteiligungsgesellschaft mBank stattfand, erläuterte uns der Vorstand die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015. Wir wurden über den Verfahrensstand zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung sowie über eine Gesetzgebungsinitiative der polnischen Regierung zur Konvertierung von CHF-Krediten informiert. Ferner berichtete der zuständige Vorstand über die Compliance-Organisation, die Umsetzung in der Bank sowie über aktuelle Rechtsfälle und regulatorische Verfahren. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir intensiv über das Thema Compliance in der Bank beraten. Ferner wählten wir neue Mitglieder des Sozialausschusses.
In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 1. November 2015 teilte Herr Martin Blessing dem Aufsichtsrat mit, dass er keine Verlängerung seiner Bestellung zum Vorstand wünsche.
In der ordentlichen Sitzung am 4. November 2015 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf dem Bericht über die Geschäftslage einschließlich Budget für das Jahr 2016 und der Mittelfristplanung bis 2019. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen. Außerdem haben wir die Geschäfts- und Risikostrategie der Commerzbank intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Ferner haben wir über die Ziele für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 beraten. Zudem haben wir Herrn Dr. Marcus Chromik als Nachfolger von Herrn Dr. Stefan Schmittmann mit Wirkung vom 1. Januar 2016 zum Mitglied des Vorstands der Commerzbank bestellt. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet und uns Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 29 bis 33. Außerdem befassten wir uns mit den Ergebnissen der Effizienzprüfung 2015 des Aufsichtsrats und wurden über die Ausgestaltung der Mitarbeiter-Vergütungsmodelle informiert.
In einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 8. Dezember 2015 befassten wir uns erneut intensiv mit den Zielen 2016 für die Mitglieder des Vorstands und beschlossen diese.
Ausschüsse
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sieben Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 22 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr sechsmal, davon zweimal in Form einer Telefonkonferenz. Gegenstand der Beratungen waren die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage. Ferner befasste er sich mit den Verlängerungen der Vorstandsbestellungen von Herrn Frank Annuscheit und Herrn Markus Beumer. Weiterhin fasste der Präsidialausschuss Beschlüsse in Bezug auf die 10%ige Kapitalerhöhung der Commerzbank. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Außerdem haben wir uns mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank befasst. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2015 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fasste er wegen Eilbedürftigkeit Beschlüsse im Umlaufverfahren. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, unterbreitete dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie für die Höhe des Honorars und beriet den Aufsichtsrat zur Fortsetzung des Prüfungsauftrags. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die Zwischenfinanzberichte. Die Arbeit der Abteilungen Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Der Prüfungsausschuss befasste sich des Weiteren mit der Funktionsfähigkeit des IKS-Systems und der Entwicklung der Reputations- und Compliance-Risiken im Konzern. Er überprüfte die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und erörterte zudem die Entwicklung bei den Whistleblowing-Fällen sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über interne und externe (regulatorische) Untersuchungen sowie die nicht anlassbezogenen Prüfungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung. Ferner wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig über den jeweiligen Abarbeitungsstand der in verschiedenen Prüfungen festgestellten Moniten unterrichtet. Intensiv setzte er sich mit den Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen sowie mit den Maßnahmen der Bank zur Verhinderung zukünftiger Verstöße und zur Umsetzung der Aufgaben und Pflichten im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Vereinbarungen mit US-Behörden auseinander. Auch über die Sonderuntersuchung in Bezug auf die CISAL wurde der Prüfungsausschuss unterrichtet. Ferner beschäftigte er sich mit dem algorithmischen Handel, der Compliance-Funktion nach MaRisk, dem Programm Group Finance Architecture, der Auditor Rotation und mit dem Comprehensive Assessment. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichts- und Bilanzrechts berichten lassen. An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.
Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Der Risikoausschuss befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2016, der Weiterentwicklung der Risikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit den Beteiligungen der Bank und dem Recovery Plan der Bank. Außerdem wurde er über Cybercrime-Aktivitäten informiert. Ferner überprüfte der Risikoausschuss, ob die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den Großkrediten und den Organkrediten an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe.
Der Vergütungskontrollausschuss trat zu drei Sitzungen zusammen, davon einmal in Form einer Telefonkonferenz. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2014. Ferner befasste er sich mit den Mitarbeitervergütungssystemen und der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2015. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 auseinander.
Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung beschäftigte. Daneben befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus und mit allgemeinen personalwirtschaftlichen Kennzahlen.
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Er hat sich intensiv mit der Nachbesetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands beschäftigt. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie mit den Grundsätzen der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der ersten und zweiten Führungsebene.
Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit.
Ferner wurde der Aufsichtsrat fortlaufend über den Stand der Prüfung einer externen Kanzlei unterrichtet, ob Schadensersatzansprüche gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den von US-Behörden geltend gemachten Verstößen der Bank gegen US-Regularien bestehen.
Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank sind gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats verpflichtet, potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, die wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlassen. Im Berichtszeitraum hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Insbesondere für die neuen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde eine interne zweitägige Qualifizierungsmaßnahme angeboten. Ferner haben die neuen Aufsichtsratsmitglieder an externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Zudem wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats laufend über neue Entwicklungen im Bereich Corporate Governance informiert. Den Mitgliedern wurde angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen. Ferner wurden Themen wie Compliance und bankbezogene Projekte vertieft behandelt. Schließlich nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder an einer bankinternen Compliance-Schulung teil.
Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Im Einzelnen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Plenumssitzungen teilgenommen, mit Ausnahme von Herrn Dr. Nikolaus von Bomhard, Frau Gertrude Tumpel-Gugerell, Frau Alexandra Krieger, Herrn Dr. Helmut Perlet, Frau Beate Mensch und Herrn Dr. Stefan Lippe, die jeweils an einer Sitzung, und Herrn Stefan Burghardt, der an zwei Sitzungen von insgesamt zehn Sitzungen des Aufsichtsrats nicht teilgenommen haben.
Herr Hans-Hermann Altenschmidt war bei einer Sitzung des Prüfungsausschusses nicht anwesend. Herr Dr. Markus Kerber war bei einer Sitzung des Vergütungskontrollausschusses, bei einer Sitzung des Nominierungsausschusses und bei zwei Sitzungen des Risikoausschusses nicht anwesend.
Generell gilt, dass wir von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Teilnahme einer Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft erhalten.
Jahres- und Konzernabschluss
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 7. März 2016 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Aufsichtsratsplenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 8. März 2016 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.
Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Wirkung vom Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2015 legten Herr Dr. Nikolaus von Bomhard und Frau Petra Schadeberg-Herrmann jeweils ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank nieder. Als Nachfolgerinnen wählte die Hauptversammlung Frau Sabine U. Dietrich und Frau Anja Mikus für die Zeit vom Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2015 bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet, in den Aufsichtsrat.
Wir danken Herrn Dr. Nikolaus von Bomhard und Frau Petra Schadeberg-Herrmann für ihre engagierte Mitarbeit.
Mit tiefem Bedauern hat der Aufsichtsrat den Tod von Herrn Dr. Walter Seipp am 4. Februar 2015 zur Kenntnis genommen. Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats und langjährige Vorstandsvorsitzende der Commerzbank verstarb im Alter von 89 Jahren.
Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2015.
Für den Aufsichtsrat
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender