Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Commerzbank AG Annual Report 2014

Apr 29, 2015

81_rns_2015-04-29_b11d30d0-2037-4bf9-820b-c2a82ea0c38c.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Commerzbank AG Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Die Bank an Ihrer Seite

Lagebericht der Commerzbank Aktiengesellschaft

Struktur und Organisation

Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.

Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeit in die vier Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe sowie Corporates & Markets. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die Kernsegmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt, die Zuständigkeit für die Konzernbereiche innerhalb von NCA ist auf zwei Vorstände aufgeteilt. Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security, Group Delivery Center und Group Exzellenz & Support. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Hypothekenbank Frankfurt AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 35 Repräsentanzen in 53 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Unternehmerische Verantwortung

Die Commerzbank ist davon überzeugt, dass langfristiger ökonomischer Erfolg von einem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und einem intakten sozialen Umfeld abhängt. Ziel unseres Handelns ist deshalb eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Dafür haben wir im Nachhaltigkeitsmanagement der Commerzbank Handlungsfelder definiert, die unsere zentralen Herausforderungen beschreiben und zugleich den Rahmen unserer Antworten darauf bilden. Denn wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, um Risiken für unser Geschäft zu vermeiden und zugleich Chancen für eine zukunftsorientierte Ausrichtung zu erschließen.

Nachhaltige Unternehmensführung

Das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln aller Geschäftsbereiche sehen wir als Grundlage unserer unternehmerischen Verantwortung. Dazu zählen beispielsweise die Verhinderung und Bekämpfung von wirtschaftskriminellen Handlungen und die Wahrung der Kundeninteressen im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit. Da sich Geschäftsprozesse stetig wandeln und neue gesetzliche Anforderungen entstehen, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung der Compliance-relevanten Prozesse und entwickeln diese ständig weiter. 2014 war unter anderem geprägt vom Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, den steigenden Anforderungen in Bezug auf die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie den Untersuchungen hinsichtlich möglicher Manipulation von Quotierungsprozessen. Dementsprechend waren Schwerpunkte unserer Aktivitäten die Optimierung der Prozesse und Systeme zur Einhaltung von Wirtschaftssanktionen, der Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und die Begleitung einer Vielzahl regulatorischer Projekte. Im Kontext der stetig wachsenden und komplexer werdenden Anforderungen ist die Stärkung der Compliance-Kultur ein zentrales Element, das wir neben den Fachthemen in den Fokus gerückt haben.

Eine weitere wichtige Konzerneinheit für die Definition der Leitplanken unserer Geschäftstätigkeit ist das Reputationsrisiko-Management. Im Geschäftsjahr 2014 bewertete die Abteilung rund 5 000 Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielten (2013: 2 800). Der deutliche Anstieg der Votierungen ist insbesondere auf die Ergänzung neuer sensibler Themenfelder sowie auf die Ausweitung der Anwendungsfelder zurückzuführen. Zusätzlich zur Mittelstandsbank sind die Prozesse des Reputationsrisiko-Managements nunmehr auch in den Segmenten Privatkunden, Corporates & Markets und Non-Core Assets sowie in den wesentlichen Konzerngesellschaften vollständig implementiert. Anfragen, die nicht mit unserem Verständnis unternehmerischer Verantwortung vereinbar waren, erhielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung. Dies betraf beispielsweise die Themenfelder Palmöl, Bergbau, Holz und Textil. Im Geschäftsjahr 2014 erarbeitete das Reputationsrisiko-Management darüber hinaus Bewertungskriterien zum Umgang mit Textil- und Rohholzlieferungen.

Produkte mit Mehrwert

Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet der Commerzbank zahlreiche Chancen: Der Einsatz erneuerbarer Energien und die Reduzierung von Treibhausgasen erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Gleichzeitig wächst das Interesse an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Deswegen entwickeln wir Produkte und Dienstleistungen, die der veränderten Nachfrage nach Finanzierungen, neuen Renditechancen und den Kundenbedürfnissen gerecht werden.

Die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende birgt zahlreiche Herausforderungen auch für Kunden der Commerzbank. Mit dem bankweiten Projekt "Energiewende@Commerzbank" wollen wir unseren Beitrag zum Gelingen dieses gesellschaftlichen Zukunftsprojekts leisten und unsere Kunden bei der erfolgreichen Umsetzung der mit der Energiewende verbundenen Aufgaben unterstützen. Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre leistet die Commerzbank einen beachtlichen Beitrag, insbesondere durch die Finanzierung erneuerbarer Energien. Das Kreditportfolio des Competence Center Energy umfasste 2014 rund 4,6 Mrd. Euro, nach 4,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Zudem ist die Commerzbank seit Juli 2014 Mitglied der Green Bond Principles der International Capital Market Association. Diese Leitlinien definieren einen freiwilligen Standard für den Emissionsprozess von Green Bonds. Ziel ist es, die Standardisierung, Integrität und Transparenz im Markt für grüne Anleihen zu fördern. Green Bonds ermöglichen es Investoren, nachhaltige Projekte als Fremdkapitalgeber zu unterstützen. Das noch junge Marktsegment grüner Anleihen wird in den kommenden Jahren mit der zunehmenden Nachfrage nach sozial verantwortlichen Investments weiter wachsen.

Zur unternehmerischen Verantwortung gehört für uns auch, unseren Kunden uneingeschränkten Zugang zu unseren Dienstleistungen zu ermöglichen. Deshalb legen wir großen Wert auf die barrierefreie Gestaltung unserer Filialen. Anfang 2014 entsprachen 65 % unserer Geschäftsstellen diesen Anforderungen. Bei jeder zukünftigen Umbaumaßnahme in einer Filiale und der Einrichtung von Geldautomaten achten wir auf einen optimalen Zugang für alle Nutzergruppen. Persönliche Beratung in Gebärdensprache gehört seit vielen Jahren zum Angebot der Commerzbank. Seit 2014 sind außerdem rund 80 % aller Geldausgabeautomaten der Commerzbank mit einer Vorlesefunktion für sehbehinderte Kunden ausgestattet.

Auswirkung auf die Umwelt

Betrieblicher Umweltschutz und die systematische Verringerung des Ressourcenverbrauchs der Bank sind wichtige Bestandteile unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. Um den ökologischen Fußabdruck der Commerzbank zu verringern, haben wir auch 2014 an den verschiedenen Maßnahmen unserer konzernweiten Klimastrategie sowie der stetigen Verbesserung unseres zertifizierten Umweltmanagementsystems gearbeitet. Und das sehr erfolgreich: Das 2013 formulierte neue Klimaziel der Commerzbank, das bis 2020 eine Verringerung der CÜ2-Emissionen um 70 % gegenüber 2007 vorsieht, ist mit einer CÜ2-Reduktion von 63,7 % Ende 2013 bereits größtenteils erreicht. Zudem ist die Commerzbank 2014 in den renommierten Climate Performance Leadership Index (CPLI) aufgestiegen und dort als einzige Bank aus Deutschland vertreten. Die unabhängige Non-Profit-Organisation CDP attestiert der Commerzbank damit "eine vorbildliche Rolle beim Eindämmen des Klimawandels". Insgesamt bewertete CDP für das Jahr 2014 die Klimadaten von weltweit knapp 2 000 börsennotierten Unternehmen. Neben der Commerzbank werden 186 weitere Unternehmen im CPLI 2014 geführt, darunter 13 aus Deutschland.

Einsatz für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Als Teil der Gesellschaft sieht die Commerzbank ihre Aufgabe auch darin, ihr Umfeld positiv zu beeinflussen. Durch zahlreiche Kooperations- und Sponsoring-Projekte, die Unterstützung von freiwilligem Mitarbeiterengagement und die Tätigkeit von neun Stiftungen bringen wir uns für das Gemeinwohl ein. So nahmen 2014 das dritte Jahr in Folge rund 500 Mitarbeiter der Commerzbank am Malteser Social Day teil und unterstützten bundesweit 44 soziale Projekte in 17 Städten. In verschiedenen gemeinnützigen Einrichtungen halfen sie mit Renovierungs- und Gartenarbeiten, kümmerten sich um Kinder, ältere und kranke Menschen oder kochten für Obdachlose. Die Commerzbank stellt die Mitarbeiter für den Malteser Social Day von der Arbeit frei und übernimmt die anfallenden Kosten.# Unsere Verantwortung

Ein weiterer zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements der Commerzbank ist die Sportförderung. So unterstützt die Commerzbank unter anderem die Initiative "DFB-Junior-Coach" als nationaler Projektpartner im Rahmen der DFB-Premium-Partnerschaft. Die Initiative wurde 2014 deutlich ausgeweitet: An nunmehr gut 100 Schulen in ganz Deutschland wird teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der Einstieg in die lizenzierte Fußball-Trainertätigkeit ermöglicht. Die sportliche Ausbildung übernimmt der DFB. Die Commerzbank unterstützt die Nachwuchstrainer in ihren Vorbereitungen zum Berufseinstieg, bietet neben einer praxisnahen Vermittlung von finanzieller Allgemeinbildung auch Bewerbertrainings oder Schülerpraktika in den Filialen. Ein Commerzbank-Mitarbeiter steht den Junior-Coaches dabei als Pate und Ansprechpartner zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, Jugendliche für ein aktives Engagement als Ehrenamtliche im Fußball zu begeistern und gleichzeitig beim Start ins Berufsleben zu unterstützen.

Vertiefende Informationen zum Nachhaltigkeitsmanagement der Commerzbank sind im Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung 2014 zusammengeführt. Er entspricht den Anforderungen eines Fortschrittsberichts zur Umsetzung der 10 Prinzipien des UN Global Compact, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Fortlaufend aktuelle Informationen finden sich im Internetportal "Unsere Verantwortung", das Anfang 2014 komplett überarbeitet wurde und nun auch in englischer Sprache zur Verfügung steht: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.

Unsere Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind eine entscheidende Grundlage für unseren Erfolg. In den Filialen beraten sie unsere Kunden, stehen ihnen weltweit bei ihren Geschäften mit umfassendem Service und innovativen Produkten zur Seite und sorgen für einen professionellen und reibungslosen Geschäftsablauf. Um das zu leisten und den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Commerzbank zu sichern, brauchen wir Mitarbeiter, die motiviert sind, die richtigen Qualifikationen besitzen und dort arbeiten, wo sie ihre Fähigkeiten am besten entfalten können. Dafür schaffen wir mit unserer Personalarbeit ein Umfeld, in dem sich die Menschen entsprechend den Erfordernissen des dynamischen Bankgeschäfts qualifizieren und entwickeln können - auch um langfristig beruflich fit zu bleiben. Dazu passt eine Unternehmenskultur, die unseren fairen und kompetenten Umgang miteinander ebenso wie mit unseren Kunden, Investoren und Geschäftspartnern prägt.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft ging zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1 383 oder 3,5 % auf 38 196 zurück.

Einheitliche Standards für die Mitarbeiterentwicklung und -qualifizierung

Wir haben im Berichtsjahr die Fokusthemen Mitarbeiterentwicklung und -qualifizierung gezielt ausgebaut, um die fachlichen und persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter zu stärken. Mit der Einführung der "Commerzbank-Akademie" haben wir bereits 2013 unsere gesamten Angebote für ein lebenslanges Lernen mit System und Perspektive gebündelt. Der im Berichtsjahr eingeführte "Kompetenzdialog" ist ein weiterer wichtiger Schritt, bankweit einheitliche Standards für die Qualifizierung und Entwicklung zu setzen. Im Kompetenzdialog schätzen die Mitarbeiter ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen ein. Ebenso schätzt die Führungskraft die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter ein. Dies bildet die Grundlage für einen regelmäßigen Dialog über Kompetenzen und ermöglicht es, die berufliche Fitness jedes einzelnen Mitarbeiters bedarfsgerecht zu stärken. Die Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrer Führungskraft ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten.

Fachlaufbahn eröffnet Perspektiven für Spezialisten

Bereits mit der Einführung der Fachlaufbahn 2013 wurde die große Bedeutung unserer rund 30 000 Spezialisten für den Erfolg der Bank deutlich. Sie komplettiert unser Laufbahnmodell und eröffnet unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen auszubauen. Für eine systematische Qualifizierung unserer Spezialisten haben wir im April 2014 zusätzlich das "Commerzbank-Expertenprogramm" (CEP) etabliert. Das bereichsübergreifende Qualifizierungsprogramm schließt die Lücke neben der Führungskräfte- und Projektmanagementqualifizierung und bietet den Spezialisten die Chance, ihre persönlichen Kompetenzen weiter auszubauen und zu stärken.

Maßgeschneiderte Entwicklung und Förderung von Führungskräften

Das Thema Frauen in Führungspositionen steht weiterhin oben auf unserer Agenda. Hier lässt sich auf den Führungsebenen zwei bis vier seit 2010 eine kontinuierliche Steigerung verzeichnen. Bis Ende 2015 sollen 30 % der Führungskräfte weiblich sein. Dafür wurden die Fördermaßnahmen sowohl für Einsteigerinnen als auch für Frauen, die bereits in der Bank tätig sind, weiter ausgebaut. Am internen Mentoringprogramm haben zum Beispiel bereits mehr als 600 weibliche Führungskräfte innerhalb der Commerzbank teilgenommen. Speziell für Führungskräfte der dritten und vierten Ebene an unseren internationalen Standorten haben wir zudem im September 2014 ein sechsmonatiges Qualifizierungsprogramm gestartet. Das "International Management Programme" (IMP) soll die Teilnehmer gezielt bei der Wahrnehmung ihrer Führungsaufgabe unterstützen. Unter anderem werden Methoden und Werkzeuge für die Führungsarbeit vermittelt. Die Präsenzveranstaltungen finden je nach Teilnehmerkreis in London, New York, Singapur und Frankfurt statt.

Mitarbeiterorientierte Unternehmensführung

Dass wir den Menschen in unserer Bank mit diesen Angeboten neue Perspektiven eröffnen, die sie individuell stärken und beruflich fördern, wird von den Mitarbeitern honoriert. Das belegt der "Commerzbank-Monitor", mit dem wir regelmäßig auf anonymisierter Onlinebasis den Blick unserer Beschäftigten im In- und Ausland auf die Commerzbank ermitteln. Die Mitarbeiterbefragung im Herbst 2014 zeigt im Vergleich zu 2011 nicht nur beim Thema "Berufliche Weiterentwicklung" erhebliche Verbesserungen. Auch das Mitarbeiterengagement ist mit 73 Indexpunkten erheblich gestiegen. Damit liegen wir 4 Indexpunkte über der Benchmark für die Finanzdienstleistungsbranche, die das Marktforschungsinstitut GfK Trustmark zuletzt für 2012 ermittelt hat. Unsere Mitarbeiter gaben uns Bestnoten für Kultur und Zusammenarbeit. Im Vergleich zu anderen Finanzdienstleistern erreicht die Commerzbank inzwischen bei fast allen Einzelaspekten die Benchmarks oder übertrifft sie. Die Ergebnisse zur Führungsqualität sind im Vergleich zu 2011 zweistellig gestiegen und liegen jetzt auf einem sehr guten Niveau. Die Markenwerte "Fairness" und "Kompetenz" sind bankweit hoch akzeptiert. Im Vergleich zu 2011 sind noch mehr Mitarbeiter stolz darauf, für die Commerzbank zu arbeiten. Sämtliche Segmente und Vorstandsbereiche weisen bessere Werte auf als vor drei Jahren. Das größte Plus ließ sich beim Privatkundensegment feststellen: Hier sind die Zuwachsraten in allen erhobenen Themen durchweg zweistellig. Die nächste umfassende Mitarbeiterbefragung ist für 2016 geplant.

Auf die Beteiligung unserer Mitarbeiter am Unternehmensgeschehen setzen wir auch mit unserem Ideenmanagement. Inzwischen mehrfach ausgezeichnet sorgt es dafür, dass unsere Abläufe optimiert werden, und schafft hohe Transparenz. Möglich macht das "WikIdee", eine Onlineplattform, auf der alle Mitarbeiter Vorschläge eingeben und diskutieren können. Im Berichtsjahr wurden über 3 000 Ideen eingereicht.

Personalinstrumente mit Mehrwert

Die positiven Rückmeldungen unserer Mitarbeiter sind auch das Resultat einer Personalarbeit, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und wirksame Instrumente entwickelt, um die Bereiche und die gesamte Bank strategisch zu begleiten. Im Berichtsjahr haben wir das Pilotprojekt "Strategische Personalplanung" fortgesetzt. Ziel ist es, in den Vertriebs- und Serviceeinheiten eine mittel- und langfristige Personalsteuerung umzusetzen. Im strukturierten Abgleich von Personalbestand und -bedarf wird die Entwicklung des jeweiligen Bereichs simuliert, um daraus strategisch relevante Handlungsfelder für die Personalarbeit abzuleiten. So lassen sich personelle Unterdeckungen identifizieren und es kann rechtzeitig gegengesteuert werden.

Personalinstrumente, die von den Beschäftigten als echter Mehrwert empfunden werden, sind Angebote wie zum Beispiel das Sabbatical. Im Berichtsjahr haben wir eine Betriebsvereinbarung geschlossen, bei der Zeiten "angespart" werden können, um eine längere berufliche Auszeit zu ermöglichen. Umgesetzt wird das über eine spezielle Teilzeitvereinbarung, die sich individuell ausgestalten lässt. Die "Betriebsvereinbarung Sabbatical" setzt in der deutschen Unternehmenslandschaft ein Signal, das insbesondere von jungen Talenten und Angestellten in besonderen Lebenssituationen wahrgenommen wird.

Auch beim Thema Teilzeitmodelle sind wir vorne mit dabei. Die Commerzbank bietet den Mitarbeitern unterschiedliche Modelle und Gestaltungsmöglichkeiten an: zum Beispiel eine befristete "Schnupper-Teilzeit" oder das Jobsharing. Hier teilen sich zwei Mitarbeiter in Teilzeit eine Stelle. Die Angebote kommen an. Derzeit arbeiten rund 26 % unserer Mitarbeiter in Teilzeit.

Mammutaufgabe: Umbau Privatkundengeschäft

Die flexiblen Arbeitszeitmodelle sind nur ein Beispiel für unsere bedarfsgerechte Personalarbeit. Dazu gehört auch, als strategischer Partner der Bereiche Umstrukturierungen kompetent zu begleiten. Im Berichtsjahr wurde das Privatkundengeschäft nachhaltig umgebaut. Das bedeutete vor allem, rund 1 800 Stellen abzubauen und ein neues Betreuungsmodell für unsere Kunden mit neuen Funktionen zu etablieren. Zum 1. April 2014 wurden insgesamt 12 000 Mitarbeiter personalwirtschaftlich ihren Funktionen zugeordnet oder versetzt, 2 230 Beschäftigte wechselten den Arbeitsort. Für uns war das die größte personalwirtschaftliche Herausforderung seit der Integration der Dresdner Bank.# Netzwerke als Spiegel der Vielfalt

Weil die Menschen in unserer Bank so vielfältig sind, haben wir mit dem "Global Diversity Management" unsere Personalarbeit gezielt darauf ausgerichtet. Seit vielen Jahren erleichtern wir es unseren Mitarbeitern, Familie und Beruf zu vereinbaren. So bieten wir wegweisende Kinderbetreuung ebenso wie eine umfangreiche Unterstützung für Mitarbeiter, die Angehörige pflegen. Grundlage ist unsere innovative "Betriebsvereinbarung Pflege" für die Zentrale, die unbefristet verlängert wurde.

Fest etabliert sind die Mitarbeiternetzwerke, die sich im Juni beim zweiten Diversity-Tag in der Zentrale präsentierten. Rund 1.000 Mitarbeiter sind bei Arco (Homo-, Bi- und Transsexuelle), dem Frauennetzwerk Courage, bei Fokus Väter, Horizont (Thema Burnout), Kulturwerk, Cross Culture (Interkulturalität) und dem Netzwerk Pflege engagiert. Mit eigenen Veranstaltungen und Projekten machen die Netzwerke auf sich und ihre Arbeit aufmerksam. Für Väter initiierte die Commerzbank ein unternehmensübergreifendes Väternetzwerk in Frankfurt, Berlin und Hamburg, bei dem Vorträge, Workshops oder Vater-Kind-Wochenenden angeboten werden.

Hohes Niveau beim Gesundheitsmanagement

Im Berichtsjahr wurde das Gesundheitsmanagement der Commerzbank erneut vom TÜV-Süd zertifiziert. Das unterstreicht unseren systematischen und nachhaltigen Ansatz zur Gesunderhaltung unserer Beschäftigten. Dazu gehören neben dem Fokus auf Stressmanagement auch Bewegung, Suchtprävention und Ernährung. Hierzu tragen Programme wie "Mit dem Rad zur Arbeit" bei, die wir seit mehr als zehn Jahren aktiv durchführen. Erstmals beteiligten wir uns am Global Corporate Challenge, bei dem sich die Teilnehmer ein gemeinsames Ziel setzten: jeweils mindestens 10.000 Schritte an 100 Tagen. Um die Erhaltung der Gesundheit geht es auch beim ehrenamtlichen Engagement im Betriebssport. 2014 unterhielt die Commerzbank in Deutschland 164 Betriebssportgruppen mit 16.472 Mitgliedern.

Für Beschäftigte und ihre Angehörigen haben wir bundesweit das "Employee Assistance Programme" (EAP) eingeführt, das auch 2014 gut angenommen wurde. Hier beraten und unterstützen Fachleute unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in schwierigen Berufs- und Lebenssituationen und vermitteln bei Bedarf Hilfsangebote. Im Rahmen unserer Betriebsvereinbarung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen führen wir regelmäßig Befragungen durch, an die sich entsprechende Maßnahmen anschließen.

Zusatzangebote für Mitarbeiter kommen an

Die Commerzbank bietet ihren Mitarbeitern ein umfangreiches Angebot betrieblicher Zusatzleistungen. Das Spektrum umfasst unter anderem die Bereiche Altersversorgung, Mitarbeiteranerkennung, Mobilität, Technik und Risikoabsicherung. Ein Beispiel ist das Leasing hochwertiger IT-Geräte zu attraktiven Bedingungen für die private Nutzung. Auch zwei Jahre nach der Einführung ist das in der Bankenbranche ein innovatives Angebot. Seit Anfang 2014 stellen wir zudem bundesweit Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes im Rahmen des Leasingmodells "BikeLease" zur Verfügung.

Herausforderungen in der Ausbildung erfolgreich begegnen

Die Neuausrichtung unseres Bankgeschäfts stellt auch neue, andere Anforderungen an Schüler mit dem Ausbildungsziel Bankkaufmann/-frau. In bankweiten Workshops wurde analysiert, welche Kompetenzen ein Bewerber heutzutage mitbringen muss, um eine Ausbildung oder ein duales Studium in der Bank erfolgreich abzuschließen. Gemeinsam mit Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften haben wir ein zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Anforderungsprofil für jeden Ausbildungsberuf in der Commerzbank definiert. Als Ergebnis ist seit Sommer ein mehrstufiges Auswahlverfahren für die Erstausbildung im Einsatz. So legen wir von Anfang an den Grundstein für einen erfolgreichen Berufsstart und gewährleisten eine fundierte Nachwuchssicherung für die Bank.

Vergütung

Die Offenlegung der Vergütung für Mitarbeiter erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts. Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht.

Vergütungsbericht

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Kernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten. Die Hauptversammlung 2010 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gemäß § 120 Abs. 4 Aktiengesetz gebilligt. Im August 2011 hat der Aufsichtsrat eine Anpassung dieses Systems an die Erfordernisse der Institutsvergütungsverordnung beschlossen, die anschließend vertraglich umgesetzt wurde. Ferner hat der Aufsichtsrat Ende 2011 eine Änderung der Altersversorgung der Vorstandsmitglieder in eine beitragsorientierte Leistungszusage beschlossen, die rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 umgesetzt wurde.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile (festes Jahresgrundgehalt)

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird, beträgt 750 Tsd. Euro¹. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig im Abstand von jeweils 2 Jahren überprüft. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie darauf entfallende Steuern.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)

Das Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten ein Short Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 400 Tsd. Euro und ein Long Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 600 Tsd. Euro pro Vorstandsmitglied vor. Der Zielwert der variablen Vergütungskomponenten für ein Vorstandsmitglied liegt damit insgesamt bei 1 Mio. Euro². Die maximale Zielerreichung liegt bei 200 %, was bei dem Short Term Incentive insgesamt 800 Tsd. Euro und bei dem Long Term Incentive 1.200 Tsd. Euro entspricht. Die Mindestgesamtwerte betragen jeweils 0 Euro.

¹ Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt das feste Jahresgrundgehalt das 1,75-Fache des genannten Betrages und damit 1.312.500 Euro.
² Für den Vorstandsvorsitzenden liegen die Zielwerte beim 1,75-Fachen der genannten Beträge.

Short Term Incentive (STI)

Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er besteht aus 2 gleich gewichteten Komponenten, von denen eine die STI-Leistungskomponente ist und die andere an den Economic Value Added (EVA)¹ anknüpft. Ein Anspruch auf Zahlung des STI entsteht aufschiebend bedingt durch die Feststellung des Jahresabschlusses für das betreffende Jahr sowie der STI-Zielerreichung des Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des STI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien - oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 400 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten liegt bei jeweils 200 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann grundsätzlich zwischen 0 und 200 % liegen.

STI-EVA-Komponente

Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht. Außerdem wird festgelegt, welche EVA-Werte einer Zielerreichung von 0 % und von 200 % entsprechen.

STI-Leistungskomponente

Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festlegt.

Long Term Incentive (LTI)

Der LTI hat eine Laufzeit von 4 Jahren. Er besteht aus 2 gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente) und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Ein Anspruch auf Zahlung des LTI entsteht aufschiebend bedingt durch die Feststellung des Jahresabschlusses für das letzte Geschäftsjahr der 4-jährigen Laufzeit des jeweiligen LTI sowie die Feststellung der LTI-Zielerreichung durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des LTI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien - oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des LTI beträgt 600 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 300 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann insgesamt zwischen 0 und 200 % liegen; jede der beiden Komponenten kann demzufolge zwischen 0 und 600 Tsd. Euro betragen.

Der vorläufige LTI-Auszahlungsbetrag der beiden LTI-Komponenten wird dahingehend modifiziert, dass er sich jeweils um den hälftigen Prozentsatz erhöht oder reduziert, um den die Zielerreichung für den leistungsorientierten Teil des STI im ersten Jahr der 4jährigen LTI-Laufzeit 100 % über- oder unterschreitet. Diese Anpassung kann +/- 20 % des Zielwertes der jeweiligen LTI-Komponente nicht überschreiten. Jedes Vorstandsmitglied ist verpflichtet, jährlich 50 % des ihm aus dem LTI zugeflossenen Nettoauszahlungsbetrags in Commerzbank-Aktien zu investieren (Eigeninvestment), bis sein Eigeninvestment einen Betrag von mindestens 350 Tsd. Euro erreicht.

¹ EVA ist der Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheitenanteilen abzüglich der Kapitalkosten der Bank (Produkt aus Investorenkapital ohne Fremdanteile und Kapitalkostensatz nach Steuern).

LTI-Aktienkomponente

Der vorläufige Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen Total-Shareholder-Return-(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance der anderen Banken des Dow Jones EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance der Commerzbank-Aktie.# LTI-EVA-Komponente

Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Anzahl der Commerzbank-Aktien fest, die das Vorstandsmitglied bei einer Zielerreichung von 100 % nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit gegebenenfalls erhält. Außerdem definiert er, welche TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt dann die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; deren Gegenwert wird durch die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie während der LTI-Laufzeit bestimmt.

Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren. Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die Zielerreichung wird während der 4-jährigen LTI-Laufzeit jährlich festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre grundsätzlich zwischen -100 und +200 % liegen kann. Nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit ermittelt der Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung, die zwischen 0 und 200 % liegen kann, und den sich daraus ergebenden vorläufigen Auszahlungsbetrag. Im Falle außerordentlicher Entwicklungen mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten liegen für den Vorstandsvorsitzenden beim 1,75-Fachen der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegennimmt, in dem dem Vorstandsmitglied die Vergütung aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten zugeflossen ist.

Teilverzicht der Vorstandsmitglieder im Hinblick auf die variable Vergütung für 2014

Im Hinblick auf die ab dem 1. Januar 2014 geltenden rechtlichen Anforderungen haben die Vorstandsmitglieder auf ihre variable Vergütung für das Jahr 2014, soweit sie das Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung von 1:1 überschreitet, verzichtet.

Altersversorgung

Das im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Bei der Einführung des neuen Vergütungssystems im Jahre 2010 wurde die Höhe der Altersversorgung nicht angepasst. Auch bei der Einführung des neuen Altersversorgungssystems im Jahr 2011 wurden der Initialbaustein und die Versorgungsbausteine so bestimmt, dass eine Äquivalenz zu den zuvor bestehenden Vorstandszusagen gegeben war. Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:

  • als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder
  • als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
  • als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt. Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlungsbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds. Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet. Die Witwenpension beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Regelungen für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder

Die Altersversorgung für nach der Neuregelung eingetretene Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet und vom Aufsichtsrat am 2. Dezember 2011 verabschiedet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied:

  • mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahrs (Alterskapital) oder
  • mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahrs (vorzeitiges Alterskapital) aus der Bank ausscheidet oder
  • vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines dieser Versorgungsfälle aus der Bank aus, so bleibt ihm seine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung eingetretenen Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben. Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds zu bestimmender Anteil des Jahresbeitrags wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts. Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte.

In der nachstehenden Tabelle haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2014 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2014 sowie die zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge für das Jahr 2014 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt:

Tsd. € Stand zum jeweiligen 31.12. Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften Stand zum jeweiligen 31.12. Zinsbereinigte Änderungen der Erfüllungsbeträge
2014 2013 2014
Erreichte Pensionsanwartschaften auf jährliche Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres
Martin Blessing 297 4.460.246 269
Frank Annuscheit 157 2.279.265 133
Markus Beumer 147 2.023.235 124
Stephan Engels 601 8.860.319 401
Jochen Klösges 2 - -
Michael Reuther 190 3.155.312 165
Dr. Stefan Schmittmann 202 3.446.471 169
Ulrich Sieber 2 - -
Martin Zielke 126 1.726.336 97
Gesamt 17.975 21.84 16.155
  • 1 Kapitalleistung verrentet.
  • 2 Jochen Klösges und Ulrich Sieber sind zum 31. Dezember 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sodass die Angabepflicht für 2014 entfällt.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen. Zum 31.# Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2014 und zum Vergleich für das Jahr 2013

Die Pensionsverpflichtungen für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft beliefen sich im Dezember 2014 auf insgesamt 18 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro) vor Saldierung mit dem Pensionsvermögen.

Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung

Für den Fall der wirksamen Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes:

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von 6 Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und LTIs – vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) – bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter gewährt.

Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten STI und LTI bleiben unberührt. Der Auszahlungsbetrag für STI und LTI des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls anteilig reduziert.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das feste Grundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen¹ gezahlt (Cap).

Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf der Bestellungsperiode nicht, und zwar aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des § 626 BGB erfüllen, so verfallen Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI ersatzlos und werden bis zu einer etwaigen späteren Beendigung des Anstellungsvertrags keine STI und LTI mehr gewährt.

Sonstiges

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Zusammenfassung

Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2014 und zum Vergleich für das Jahr 2013 wird in nachstehender Tabelle dargestellt. Die Tabelle zeigt die Bezüge gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17), der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Vorstandsvergütung konkretisiert.

Die aktienbasierten Bezüge beziehungsweise Bezüge mit Ausgleich in Aktien des STI und LTI sind nach DRS 17 ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit dem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Jahres 2014 darzustellen. Sie spiegeln somit die Vergütung bei der zu diesem Zeitpunkt erwarteten Zielerreichung wider, die bei den "EVA-abhängigen STI- und LTI-Komponenten" mit Ausgleich in Aktien auf der Mehrjahresplanung für die Jahre 2014 bis 2017 beruht. Alle anderen aktienbasierten Komponenten beziehungsweise Komponenten mit Ausgleich in Aktien spiegeln die Vergütung bei 100 % Zielerreichung wider. Die Tabelle stellt bezüglich dieser Komponenten dementsprechend theoretische Werte oder Auszahlungsbeträge dar.

¹ Für die Berechnung des Caps soll auf die Vergütung des letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor Beendigung der Organstellung abgestellt werden.

Tabelle: Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2014 und zum Vergleich für das Jahr 2013

Tsd. € Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten mit kurzfristiger Anreizwirkung (STI) Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (LTI)
Grundgehalt Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen² Verrechnung von Vergütungen aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten im Folgejahr² Sonstiges³ Variable Vergütung in bar⁴ abhängig von EVA-Zielerreichung
Martin Blessing
2014 1 313 - - 73 35
2013 1 313 - - 68 -
Frank Annuscheit
2014 750 - - 57 20
2013 750 - - 50 32
Markus Beumer
2014 750 - - 38 20
2013 750 - - 40 32
Stephan Engels
2014 750 41 -41 69 20
2013 750 41 -41 66 32
Jochen Klösges
2014¹ - - - - -
2013 750 - - 36 32
Michael Reuther
2014 750 - - 70 20
2013 750 - - 71 32
Dr. Stefan Schmittmann
2014 750 - - 49 20
2013 750 - - 50 32
Ulrich Sieber
2014¹ - - - - -
2013 750 36 -36 54 32
Martin Zielke
2014 750 - - 68 20
2013 750 - - 59 32
Gesamt
2014 5 813 41 -41 424 155
2013 7 313 77 -77 494 256

Tsd. € Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) Gesamtbezüge gemäß DRS 17⁷
Variable Vergütung⁵ Mit Ausgleich in Aktien abhängig von der Erreichung individueller Ziele Variable Vergütung⁵ abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum
Martin Blessing
2014 241 263
2013 - -
Frank Annuscheit
2014 138 150
2013 118 150
Markus Beumer
2014 138 150
2013 118 150
Stephan Engels
2014 138 150
2013 118 150
Jochen Klösges
2014¹ - -
2013 118 150
Michael Reuther
2014 138 150
2013 118 150
Dr. Stefan Schmittmann
2014 138 150
2013 118 150
Ulrich Sieber
2014¹ - -
2013 118 150
Martin Zielke
2014 138 150
2013 118 150
Gesamt
2014 1 069 1 163
2013 944 1 200

¹ Jochen Klösges und Ulrich Sieber sind zum 31. Dezember 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden.
² Die erhaltenen Vergütungen aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten werden im jeweiligen Folgejahr auf die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder angerechnet.
³ Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.
⁴ Jeweils auszahlbar im Folgejahr nach Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr. "EVA-Zielerreichung" beschreibt die Erreichung eines vor Beginn des Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegten rechnerischen Economic Value Added (EVA) für den Commerzbank-Konzern.
⁵ Die Vergütungen werden zunächst als vorläufige Auszahlungsbeträge ermittelt. Anschließend errechnet sich die Anzahl der zu gewährenden Aktien durch Division der vorläufigen Auszahlungsbeträge durch einen zukünftigen durchschnittlichen Aktienkurs. Nach DRS 17 werden diese Vergütungskomponenten ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit der ursprünglich zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Jahres erwarteten Zielerreichung dargestellt.
⁶ Die Auszahlungen sind insbesondere von der Entwicklung des Economic Value Added (EVA) eines 4-Jahres-Zeitraums abhängig und erfolgen vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses des letzten Jahres dieses 4-Jahres-Zeitraums im darauffolgenden Jahr, für das Geschäftsjahr 2014 beziehungsweise den 4-Jahres-Zeitraum 2014 bis 2017 somit im Jahr 2018.Die Bandbreiten der möglichen Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2014 liegen für ein Vorstandsmitglied zwischen 0 und 300 Tsd. Euro und für den Vorstandsvorsitzenden zwischen 0 und 525 Tsd. Euro, wobei beim Gesamtbetrag der variablen Vergütung der Teilverzicht aller Vorstandsmitglieder auf Beträge, die das Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung von 1:1 überschreiten, zu beachten ist.Infolge der Begrenzung der Vorstandsvergütung in den Jahren 2010 und 2011 und dem Verzicht der Vorstandsmitglieder auf die EVA-abhängigen Komponenten für das Geschäftsjahr 2012 werden vor dem Jahr 2017 keine Auszahlungen auf diese Komponente erfolgen.
⁷ Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten aktienbasierte beziehungsweise aktienkursabhängige Vergütungsbestandteile mit der bei Gewährung erwarteten Zielerreichung. Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten dagegen nicht die mögliche langfristige variable Vergütung in bar, sondern lediglich daraus tatsächlich erhaltene Zahlungen (siehe Fußnote 6).

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,5 und 5,5 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,4 %, gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen, soweit erforderlich, mit Grundschulden und Pfandrechten besichert. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 3 165 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 3 822 Tsd. Euro. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.

Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 24.# H1

H2

Juni 2014, der durch entsprechende, dem DCGK beigefügte Mustertabellen konkretisiert wird, sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen (Ziel- beziehungsweise Erwartungswerte), zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlungsbeträge für das Berichtsjahr) ausgewiesen werden. Dabei sollen sowohl gewährte Zuwendungen als auch Zufluss getrennt nach Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand (das heißt Dienstzeitaufwand nach IAS 19) angegeben werden. Die nachstehende Tabelle folgt diesen Empfehlungen, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch zusammengefasst in einer Tabelle. Die nicht aktienbasierten einjährigen Vergütungskomponenten (STI 2014 und STI 2013 in bar) sowie die nicht aktienbasierten mehrjährigen Vergütungskomponenten (LTI 2014 und LTI 2013 in bar) sind in der Gewährungstabelle kodexgemäß mit ihren Werten bei einer jeweiligen Zielerreichung von 100 % angegeben. Diese Werte liegen nicht unwesentlich über den hierfür derzeit erwarteten Beträgen. Der oben unter der Überschrift "Teilverzicht der Vorstandsmitglieder im Hinblick auf die variable Vergütung 2014" beschriebene Teilverzicht der Vorstandsmitglieder auf die variable Vergütung für das Jahr 2014 wirkt sich auf die Vergütung nur aus, soweit die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds tatsächlich das Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung von 1:1 überschreitet. Die Zuflüsse für das Geschäftsjahr 2014 für die einzelnen variablen Komponenten liegen unterhalb dieses 1:1-Verhältnisses. Außer bei Martin Blessing wirkt sich der Teilverzicht auch nicht auf die gewährte variable Vergütung für das Jahr 2014 aus, sondern nur auf die theoretischen Maximalbeträge in der Tabelle.

Martin Blessing Vorsitzender Central & Eastern Europe

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 1 313 1 313 1 313 1 313
Nebenleistungen 73 73 73 68
Summe 1 386 1 386 1 386 1 381
Einjährige variable Vergütung2 350 0 700 350
Mehrjährige variable Vergütung2 -3 1 314 0 2 800
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 214
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 285 0 700 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 525
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 470
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 525 0 1 050 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 504 0 1 050 -
Teilverzicht auf variable Vergütung5 -164 - -2 000 -
Summe 2 886 1 386 2 886 2 940
Versorgungsaufwand 434 434 434 455
Gesamtvergütung 3 320 1 820 3 320 3 395

Frank Annuscheit Chief Operating Officer Human Resources

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750
Nebenleistungen 57 57 57 50
Summe 807 807 807 800
Einjährige variable Vergütung2 200 0 400 200
Mehrjährige variable Vergütung3 751 0 1 600 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 163 0 400 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 288 0 600 -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1 000 -
Summe 1 758 807 1 807 1 690
Versorgungsaufwand 386 386 386 405
Gesamtvergütung 2 144 1 193 2 193 2 095

Markus Beumer Mittelstandsbank, Non-Core Assets (Deutsche Schiffsbank und Commercial Real Estate)

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750
Nebenleistungen 38 38 38 40
Summe 788 788 788 790
Einjährige variable Vergütung2 200 0 400 200
Mehrjährige variable Vergütung3 751 0 1 600 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 163 0 400 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 288 0 600 -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1 000 -
Summe 1 739 788 1 788 1 680
Versorgungsaufwand 353 353 353 372
Gesamtvergütung 2 092 1 141 2 141 2 052

Stephan Engels Chief Financial Officer

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750
Nebenleistungen 69 69 69 66
Summe 819 819 819 816
Einjährige variable Vergütung2 200 0 400 200
Mehrjährige variable Vergütung3 751 0 1 600 690
STI 2012 in Aktien (bis Ql/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 163 0 400 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 288 0 600 -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1 000 -
Summe 1 770 819 1 819 1 706
Versorgungsaufwand 316 316 316 333
Gesamtvergütung 2 086 1 135 2 135 2 039

Jochen Klösges Mitglied des Vorstands bis 31.12.2013

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 20146 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013
Festvergütung - - - 750
Nebenleistungen - - - 36
Summe - - - 786
Einjährige variable Vergütung2 - - - 200
Mehrjährige variable Vergütung3 - - - 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 - - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 - - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung - - - -
Summe - - - 1 676
Versorgungsaufwand - - - 399
Gesamtvergütung - - - 2 075

Michael Reuther Corporates & Markets, Non-Core Assets (Public Finance)

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750
Nebenleistungen 70 70 70 71
Summe 820 820 820 821
Einjährige variable Vergütung2 200 0 400 200
Mehrjährige variable Vergütung3 751 0 1 600 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 163 0 400 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 288 0 600 -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1 000 -
Summe 1 771 820 1 820 1 711
Versorgungsaufwand 438 438 438 450
Gesamtvergütung 2 209 1 258 2 258 2 161

Dr. Stefan Schmittmann Chief Risk Officer

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 2014 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750
Nebenleistungen 49 49 49 50
Summe 799 799 799 800
Einjährige variable Vergütung2 200 0 400 200
Mehrjährige variable Vergütung3 751 0 1 600 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 163 0 400 -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 288 0 600 -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1 000 -
Summe 1 750 799 1 799 1 690
Versorgungsaufwand 612 612 612 627
Gesamtvergütung 2 362 1 411 2 411 2 317

Ulrich Sieber Mitglied des Vorstands bis 31.12.2013

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. € 20146 Minimalwert 2014 Maximalwert 2013
Festvergütung - - - 750
Nebenleistungen - - - 54
Summe - - - 804
Einjährige variable Vergütung2 - - - 200
Mehrjährige variable Vergütung3 - - - 690
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)4 - - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) - - - -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)4 - - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung - - - -
Summe - - - 1 694
Versorgungsaufwand - - - 381
Gesamtvergütung - - - 2 075

Martin Zielke Privatkunden

scroll Gewährte Zuwendungen Zufluss
Tsd. €
# Vergütung des Vorstands
Minimalwert Maximalwert 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 750 750 750 750 750 750
Nebenleistungen 68 68 68 59 68 59
Summe 818 818 818 809 818 809
Einjährige variable Vergütung² 200 0 400 200 135 162
Mehrjährige variable Vergütung³ 751 0 1,600 690 53 0
STI 2012 in Aktien (bis Q1/2014) - - - - 53 -
STI 2013 in Aktien (bis Q1/2015) - - - 122 - -
STI 2014 in Aktien (bis Q1/2016)⁴ 163 0 400 - - -
LTI 2012 in bar (bis 31.12.2015) - - - - - -
LTI 2012 in Aktien (bis Q1/2017) - - - - - -
LTI 2013 in bar (bis 31.12.2016) - - - 300 - -
LTI 2013 in Aktien (bis Q1/2018) - - - 268 - -
LTI 2014 in bar (bis 31.12.2017) 300 0 600 - - -
LTI 2014 in Aktien (bis Q1/2019)⁴ 288 0 600 - - -
Teilverzicht auf variable Vergütung 0 - -1,000 - - -
Summe 1.769 818 1.818 1.699 1.006 971
Versorgungsaufwand 456 456 456 478 456 478
Gesamtvergütung 2.225 1.274 2.274 2.177 1.462 1.449

¹ Der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing hat auf seine gesamten Ansprüche aus variabler Vergütung 2012 und 2013 verzichtet. Dennoch sind gemäß DCGK unter den gewährten Zuwendungen die ursprünglich zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 gewährten Beträge beziehungsweise die jeweiligen Zielbeträge anzugeben.

² Die einjährige variable Vergütung umfasst den STI in bar, der jeweils im Folgejahr ausbezahlt wird. Alle übrigen variablen Vergütungskomponenten sind aufgrund ihrer nicht am jeweiligen Bilanzstichtag endenden Bewertungszeiträume unter der mehrjährigen variablen Vergütung erfasst.

³ Die Laufzeiten der Barkomponenten enden jeweils am 31. Dezember. Der tatsächliche Zufluss im Folgejahr ist nach dem DCGK dennoch bereits - wie bei der einjährigen variablen Vergütung - für das abgelaufene Geschäftsjahr anzugeben. Die Aktienkomponenten berücksichtigen hingegen nicht nur die Kursentwicklung des Folgejahres, sondern auch die Kursentwicklung des übernächsten Jahres bis zum Auszahlungszeitpunkt und sind daher erst als Zufluss für dieses Jahr anzugeben.

⁴ Die beim STI und LTI 2014 in Aktien angegebenen Maximalbeträge können theoretisch durch positive Aktienkursentwicklungen in den letzten 12 Monaten vor der Auszahlung überschritten werden. Aufgrund der Teilverzichte hätte dies aber selbst bei 200%-iger Zielerreichung auf die maximale Gesamtvergütung keinen Einfluss.

⁵ Für den Teilverzicht wird von Maximalbeträgen für die fixe Vergütung von 1,5 Mio. Euro für den Vorstandsvorsitzenden und 1,0 Mio. Euro für die übrigen Vorstandsmitglieder ausgegangen. Da diese Beträge unterhalb der tatsächlich geleisteten fixen Vergütung liegen, geht der Teilverzicht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Daher wirkt sich der Teilverzicht beim Vorstandsvorsitzenden bereits auf die nach DCGK für 2014 gewährten Zuwendungen aus, nicht jedoch auf die Zuflüsse (tatsächlichen Auszahlungsbeträge) für 2014.

⁶ Gewährte Zuwendungen sind nur für aktive Vorstandsmitglieder anzugeben. Zahlungen im Rahmen der vertraglichen Vergütungsfortzahlung sind in den Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder anzugeben (siehe Anhang).

⁷ Die hier anzugebenden Zuflüsse 2014 von Jochen Klösges und Ulrich Sieber betreffen ausschließlich die aufgeschobene variable Vergütung für 2012. Darüber hinaus haben Jochen Klösges und Ulrich Sieber Zahlungen im Rahmen der vertraglichen Vergütungsfortzahlung erhalten, die in Summe in den Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder anzugeben sind (siehe Anhang).

Neues Vorstandsvergütungssystem ab dem 1. Januar 2015

Der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 ein neues Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems ab 2015 war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der CRD IV, der Institutsvergütungsverordnung sowie des KWG anzupassen. Zudem sollte das bestehende System vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Das neue Vergütungssystem soll rückwirkend zum 1. Januar 2015 eingeführt werden.

Bei der Ausgestaltung des neuen Vergütungssystems wurde der Aufsichtsrat vom seit 2014 bestehenden Vergütungskontrollausschuss unterstützt. Dieser bereitet unter anderem Entscheidungen des Aufsichtsrats über die angemessene Ausgestaltung des Vergütungssystems für den Vorstand vor. Er berücksichtigt dabei die Auswirkungen dieser Beschlüsse auf die Risiken und das Risikomanagement der Bank und trägt insbesondere auch den Interessen der Anteilseigner und Anleger Rechnung.

Gemäß den Empfehlungen des DCGK hat sich der Aufsichtsrat mit der Angemessenheit der Vergütung sowohl im horizontalen Vergleich gegenüber Wettbewerbern als auch im vertikalen Vergleich im Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises sowie zu den Einkommen der Mitarbeiter im Inland auseinandergesetzt.

Grundzüge des neuen Vergütungssystems für den Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft

Kernbestandteile des neuen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die bisherige Aufteilung der variablen Vergütung in mehrere mit unterschiedlichen Zielen versehene Einzelbeträge und unterschiedlichen Bemessungszeiträumen (Short Term Incentive und Long Term Incentive) entfällt.

Sofern im Rahmen der Hauptversammlung 2015 die Obergrenze für die variable Vergütung auf 140 % der fixen Vergütung festgelegt wird, bleibt das Jahresgrundgehalt der ordentlichen Vorstandsmitglieder unverändert bei 750 Tsd. Euro und der Zielbetrag für die variable Vergütung ebenfalls unverändert bei 1.000.000 Euro pro Geschäftsjahr.

Sollte es nicht zu einem entsprechenden Beschluss der Hauptversammlung 2015 kommen und deswegen die Obergrenze für die variable Vergütung von 100 % der fixen Vergütung gemäß § 25 a Abs. 5 KWG gelten, wird das Jahresgrundgehalt der ordentlichen Mitglieder des Vorstands rückwirkend ab Januar 2015 auf 875 Tsd. Euro erhöht und der Zielbetrag für die variable Vergütung bei einer Zielerreichung von 100 % auf 806.040 Euro abgesenkt, um diese Obergrenze einzuhalten.

Bei einer Zielerreichung von 100 % lag nach dem alten Vergütungsmodell die Gewichtung der Vergütungskomponenten bei 43 % Festvergütung und 57 % variabler Vergütung (23 % kurzfristige und 34 % langfristige variable Vergütung). Im Fall der Anhebung der Obergrenze für die variable Vergütung durch die Hauptversammlung bliebe das Verhältnis von Festvergütung zu variabler Vergütung unverändert. Sofern die angestrebte Anhebung der Obergrenze für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder durch die Hauptversammlung 2015 nicht beschlossen wird, würde sich ein Verhältnis der Vergütungskomponenten von 52 % Festgehalt und 48 % variabler Vergütung (19 % zahlbar im Jahr der Festsetzung und 29 % nach Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums) ergeben.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt unverändert 750 Tsd. Euro beziehungsweise (im Falle der Nichtanhebung der Obergrenze für das Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung) 875 Tsd. Euro. Es wird in gleichen monatlichen Raten jeweils zum Monatsbeginn ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen sowie den darauf entfallenden Steuern.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile

Das neue Vergütungssystem sieht nur noch eine einheitliche, an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres gesetzter Ziele geknüpfter variabler Vergütungskomponente vor, deren Zielwert 1.000.000 Euro (beziehungsweise 806.040 Euro im Fall der Nichtanhebung der Obergrenze für die variable Vergütung) beträgt. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns, gemessen am Economic Value Added (EVA), sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an. Die Konzern- und Ressortergebnisse werden abhängig von der individuellen Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert. Der Zielwert der variablen Vergütung wird gezahlt, wenn die Zielerreichung für Konzern und Ressorts bei 100 % und das Ergebnis der individuellen Zielerreichung ebenfalls bei 100 % liegt und damit zu einem Faktor von 1,0 führt. Die Zielerreichungen für den Konzern und die jeweils verantworteten Ressorts werden dabei rückschauend anhand eines 3-jährigen, gewichtet berücksichtigten Messzeitraums ermittelt. Dabei wird das jeweils aktuell zu beurteilende Geschäftsjahr (Performancejahr) dreifach, das Vorjahr zweifach und das wiederum davor liegende Jahr einfach gewichtet. Der Aufsichtsrat legt jeweils vor Beginn eines Geschäftsjahres Zielwerte für den Konzern-EVA und die Ressort-EVAs fest, die einer Zielerreichung von 100 % entsprechen. Außerdem wird festgelegt, welcher Zielerreichung darunter- und darüberliegende EVA-Werte jeweils entsprechen. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen, die Gesamtzielerreichung ist jedoch auch unter Berücksichtigung des die individuelle Leistung bewertenden Faktors auf 150 % des Zielbetrages der variablen Vergütung begrenzt. Eine variable Vergütung wird nur bei einem positiven Gesamterfolg des Konzerns im Performancejahr festgesetzt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat vorbehalten, eine Reduzierung beziehungsweise eine vollständige Streichung der anhand der beschriebenen Kriterien ermittelten variablen Vergütung zu beschließen, wenn unter anderem die Risikotragfähigkeit der Bank, ihre Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Fähigkeit der Bank, die Kapitalpufferanforderungen des KWG zu erfüllen, bestimmte vorab definierte Quoten nicht erreichen.
```# Vergütung des Vorstands

Von der variablen Vergütung werden 40 % im Jahr ihrer Festsetzung ausgezahlt, davon die Hälfte als Barbetrag und die andere Hälfte nach einer Wartezeit von 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar, wodurch die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie innerhalb dieser Wartezeit berücksichtigt wird. Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung werden zur Hälfte nach Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraumes von 5 Jahren in bar beziehungsweise nach Ablauf dieses Zurückbehaltungszeitraumes und einer Wartefrist von zusätzlichen 12 Monaten aktienbasiert in bar ausbezahlt. Dies gilt jedoch nur, sofern der Aufsichtsrat nicht im Rahmen einer nachträglichen Leistungsbewertung nach dem Ablauf des Zurückbehaltungszeitraumes von 5 Jahren zu dem Ergebnis kommt, dass der Anspruch auf die aufgeschobene variable Vergütung zu kürzen oder zu streichen ist. Dies wäre unter anderem dann der Fall, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung als unzutreffend herausstellt, sich die Kapitalausstattung der Bank signifikant verschlechtert hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartefrist eine Zahlung nicht zulassen würde. Anders als das alte Vergütungssystem enthält das neue Vergütungsmodell für die Vorstandsmitglieder keine Verpflichtung mehr, Teile der variablen Vergütung in Commerzbank-Aktien zu investieren.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Im Fall der Anhebung der Obergrenze für das Verhältnis zwischen variabler und fixer Vergütung auf 140 % erhält der Vorstandsvorsitzende nach dem neuen Vergütungssystem weiterhin das 1,75-Fache des Jahresgrundgehaltes eines ordentlichen Vorstandsmitglieds, das heißt 1 312 500 Euro. Der Zielbetrag für die variable Vergütung liegt in diesem Fall bei 1 628 640 Euro und damit beim 1,63-Fachen des Zielbetrages eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Kommt der Beschluss zur Billigung eines höheren Verhältnisses zwischen fixer und variabler Vergütung in der Hauptversammlung nicht zustande, wird das Festgehalt auf 1 575 000 Euro erhöht und gleichzeitig der Zielbetrag für die variable Vergütung auf 1 338 300 Euro (entspricht dem 1,66-Fachen eines ordentlichen Vorstandsmitglieds) reduziert.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten verbundenen Unternehmen

Wie schon beim alten Vorstandsvergütungssystem wird die einem Vorstandsmitglied aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten verbundenen Unternehmen zufließende Vergütung auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.

Altersversorgung

Die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder werden insoweit abgeändert, als zukünftig Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nicht mehr automatisch zu erhöhten Pensionsansprüchen führen, sondern nur noch dann, wenn der Aufsichtsrat dies ausdrücklich so entscheidet.

Regelungen für den Fall der Beendigung der Organstellung

Gegenüber dem aktuellen Vorstandsvergütungssystem sieht das neue System eine Klarstellung vor, wie die variable Vergütung für Zeiträume zu bemessen ist, in denen die Organstellung bereits vor dem Ende des Anstellungsvertrages beendet wird. In diesem Fall wird künftig ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Performancejahr abgestellt. Die oben im Absatz "erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile" beschriebene nachträgliche Leistungsbewertung nach Ablauf des Zurückbehaltungszeitraums bleibt aber in vollem Umfang möglich. Für Zeiträume, für die vor Beendigung der Organstellung bereits eine Zielerreichung ermittelt wurde, erhält das Vorstandsmitglied diese variable Vergütung ebenfalls unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung. Wie bisher erhält ein Vorstandsmitglied im zukünftigen Vergütungssystem keine variable Vergütung mehr für das letzte Jahr seiner Organzugehörigkeit, wenn die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung vorlagen; künftig gilt dasselbe für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2014

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen und blieb seitdem unverändert. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:

  • einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und
  • einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zweimal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal 3 Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet. Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2014. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung von netto insgesamt 1 657 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 686 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 305 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 290 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 352 Tsd. Euro (Vorjahr: 396 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet. Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

Tsd. €
Feste Vergütung Variable Sitzungsgeld
Klaus-Peter Müller 2014 200,0 - 31,5
2013 200,0 - 36,0
Uwe Tschäge 2014 117,7 - 22,5
2013 100,0 - 24,0
Hans-Hermann Altenschmidt 2014 80,0 - 30,0
2013 80,0 - 34,5
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 4,5
Dr. Nikolaus von Bomhard 2014 40,0 - 10,5
2013 40,0 - 13,5
Karin van Brummelen (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 18,0 - 10,5
Gunnar de Buhr (seit 19. April 2013) 2014 60,0 - 19,5
2013 42,0 - 13,5
Stefan Burghardt (seit 19. April 2013) 2014 40,0 - 10,5
2013 28,0 - 10,5
Karl-Heinz Flöther (seit 19. April 2013) 2014 73,5 - 25,5
2013 46,3 - 15,0
Uwe Foullong (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 3,0
Daniel Hampel (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 6,0
Dr.-Ing. Otto Happel (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 1,5
Beate Hoffmann (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 6,0
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 8. Mai 2014) 2014 21,2 - 4,5
2013 60,0 - 16,5
Dr. Markus Kerber (seit 19. April 2013) 2014 80,0 - 24,0
2013 56,0 - 15,0
Alexandra Krieger 2014 40,0 - 12,0
2013 40,0 - 15,0
Oliver Leiberich (seit 19. April 2013) 2014 40,0 - 12,0
2013 28,0 9,0 -
Dr. Stephan Lippe (seit 8. Mai 2014) 2014 32,3 9,0 -
2013 - - -
Dr. h. c. Edgar Meister (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 24,0 - 12,0
Beate Mensch (seit 19. April 2013) 2014 40,0 - 9,0
2013 28,0 - 4,5
Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann (bis 2. Juli 2013) 2014 - - -
2013 30,2 - 13,5
Dr. Roger Müller (seit 3. Juli 2013) 2014 40,0 - 12,0
2013 19,8 - 7,5
Dr. Helmut Perlet 2014 100,0 - 27,0
2013 100,0 - 25,5
Barbara Priester 2014 40,0 - 10,5
2013 40,0 - 15,0
Mark Roach 2014 40,0 - 12,0
2013 40,0 - 15,0
Petra Schadeberg-Herrmann (seit 19. April 2013) 2014 53,5 - 15,0
2013 42,0 - 10,5
Dr. Marcus Schenck (bis 10. September 2013 2014 - - -
2013 41,5 - 9,0
Margit Schoffer (seit 19. April 2013) 2014 60,0 - 21,0
2013 42,0 - 13,5
Astrid Schubert (bis 19. April 2013) 2014 - - -
2013 12,0 - 6,0
Nicholas Teller (seit 8. Mai 2014) 2014 32,3 10,5 -
2013 - - -
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell 2014 60,0 - 19,5
2013 60,0 - 25,5
Solms U. Wittig (vom 11. September 2013 bis 8. Mai 2014) 2014 14,1 - 4,5
2013 12,2 - 4,5
Gesamt 2014 1 304,6 - 352,5
2013 1 290,0 - 396,0

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2014 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2047 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,3 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 11,8 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 563 Tsd.# Euro; im Vorjahr waren es 592 Tsd. Euro. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Commerzbank Aktiengesellschaft eingegangen.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2014 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die folgenden Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet:

  1. Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.
Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Angehöriger Teilnehmerkreis Kauf/Verkauf Stückzahl Preis €
17.12.2014 Leiberich, Oliver AR Kauf 524,00 10,755
Geschäftstag Geschäftsvolumen | €
17.12.2014 5 635,62

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2014 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Angaben gemäß § 289 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 1 138 506 941,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1 138 506 941 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens 2 Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 1 462 936 397,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2011) und in Höhe von insgesamt 1 150 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 5 (Genehmigtes Kapital 2012/I) der am 31. Dezember 2014 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder von Genussrechten (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 8 400 000 000,00 Euro ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 2 750 000 000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2012/I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen.

Aufgrund der unter Tagesordnungspunkt 10 der Einladung zur Hauptversammlung am 19. April 2013 erklärten Selbstverpflichtung wird der Vorstand von den vorgenannten genehmigten Kapitalien einerseits sowie dem Bedingten Kapital 2012/I andererseits mit Zustimmung des Aufsichtsrats während ihrer Laufzeiten jeweils nur in Höhe von maximal 50 % des zuvor genannten Grundkapitals Gebrauch machen. Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 29 und 30.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den 3 dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Weitere nach § 289 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf Seite 41 f. entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine angemessene Sicherheit bieten.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 289 Abs. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben.# Interne Kontrollsysteme (IKS)

In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems umgesetzt. Grundlage für die Gestaltung des Internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
― Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
― Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
― Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework). Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
― Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
― Geschäftsordnungen
― Organigramme
― Geschäftsaufträge
― Kompetenzregelungen

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt.

In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt bei der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des Internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel.

Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des Internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen.

GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen.

Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung. Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt.# Zu diesem Zweck ist in GM-F als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Basis für CEI ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden Top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden 3 Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
― Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
― Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
― Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt. Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Sonstiges

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Angaben gemäß § 289 a HGB

Die Angaben gemäß § 289 a HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter www.commerzbank.de öffentlich zugänglich.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Hoffnungen auf eine weltweite Belebung der Konjunktur haben sich 2014 nicht erfüllt. Wie 2013 ist die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr nur um unterdurchschnittliche 3,3 % gewachsen. Gebremst wurde das globale Wachstum vor allem durch das schwächere Wachstum in den Schwellenländern, insbesondere in China, und den Konjunktureinbruch in Japan nach der Anhebung der Mehrwertsteuer. Die Volkswirtschaften in den westlichen Industrieländern konnten dagegen zulegen.

In den USA hat die Wirtschaft die Krise endgültig überwunden. Der witterungsbedingte Einbruch zu Jahresbeginn wurde schnell aufgeholt. Insgesamt wuchs die US-Wirtschaft im Berichtsjahr um 2,4 %. Im zweiten und dritten Quartal 2014 legte das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt um mehr als 1 % pro Quartal zu. Und auch im Schlussquartal 2014 betrug das Plus nach ersten Schätzungen 0,75 %. Noch beeindruckender ist die Erholung am US-Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr nahm die Beschäftigung um 2 % zu. Dies ist der stärkste Anstieg seit 2006. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen mit zuletzt 5,6 % nicht mehr weit von der Vollbeschäftigungsmarke der amerikanischen Notenbank entfernt. In einem ersten Schritt hat die US-Notenbank daher im Oktober den Kauf von Anleihen eingestellt. Zuvor hatte die US-Notenbank ihre Bilanzsumme seit Beginn der Finanzmarktkrise auf rund 4 500 Mrd. US-Dollar verfünffacht.

Auch im Euroraum hat die Wirtschaft 2014 wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Mit schätzungsweise 0,9 % fiel das Plus aber sehr bescheiden aus und die Arbeitslosigkeit sank nur geringfügig. Mit 11,4 % lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2014 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Anders als in den USA sind in einigen Euroländern die vorausgegangenen Übertreibungen an den Immobilienmärkten und die übermäßige Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten noch nicht vollständig korrigiert.

Die deutsche Wirtschaft war auch 2014 die Konjunkturlokomotive im Euroraum. Sie wuchs mit 1,6 % erneut deutlich stärker als die Wirtschaft in den übrigen Euroländern. Allerdings hat die Erholung in Deutschland im Jahresverlauf merklich an Schwung verloren. Nach einem guten Start ins Jahr, der teilweise auch auf die ungewöhnlich milde Witterung zurückzuführen war, trat sie im Sommerhalbjahr auf der Stelle. Erst im Schlussquartal konnte die deutsche Wirtschaft wieder moderat zulegen.

Die Europäische Zentralbank hat 2014 ihre Stabilisierungsmaßnahmen weiter ausgeweitet. Nach dem Rückgang der Inflationsrate auf nur noch 0,5 % im Frühjahr beschloss sie im Juni ein weiteres umfangreiches Maßnahmenpaket. Unter anderem senkte sie den Refinanzierungssatz auf 0,15 % und den Einlagesatz auf - 0,10 %. Im September folgte eine weitere Zinssenkung um 0,1 Prozentpunkte auf 0,05 % und - 0,20 %. Zudem stellte die EZB den Banken zielgerichtete Sondermittel für vier Jahre zur Verfügung. Inzwischen haben die einbrechenden Rohölpreise die Inflationsrate deutlich in den negativen Bereich gedrückt. In der Folge haben auch die langfristigen Inflationserwartungen abgenommen. Um diese zu stabilisieren, hat die Europäische Zentralbank im Januar 2015 beschlossen, Staatsanleihen in großem Umfang zu kaufen.

Die Finanzmärkte wurden auch 2014 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken in den Industrieländern dominiert. Dies führte dazu, dass Anleger weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen der Peripherieländer drängten.

Branchenumfeld

Die Eskalationsrisiken der europäischen Finanz- und Staatsschuldenkrise haben sich 2014 in der Wahrnehmung der Märkte weiter reduziert. Maßgeblich hierfür waren die Ankündigung und Durchführung ungewöhnlich weitreichender geldpolitischer Schritte, die Schaffung institutioneller und organisatorischer Rahmenbedingungen der Bankenunion, die höhere Transparenz im Bankensektor durch das Comprehensive Assessment der EZB, erste fundamentale Anpassungserfolge der Reformen in den Krisenländern und eine Rückkehr der Eurostaaten auf einen zumindest moderaten konjunkturellen Wachstumspfad. Die systemischen Anspannungen an den wichtigsten Finanzmärkten für Staaten und Banken sind nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) zuletzt auf das niedrigste Niveau seit Ausbruch der Krise 2007 gefallen. Die Renditen der meisten europäischen Staatsanleihen erreichten abermals neue Tiefststände, die Preise für Kreditausfallderivate auf diese Anleihen waren ebenfalls kaum durch Krisenzuschläge belastet und auch die Finanzierungsbedingungen von europäischen Unternehmen am Kapitalmarkt haben sich weiter verbessert.

Anhaltende Kritik an der Ertragsschwäche der deutschen Kreditinstitute insgesamt und an ihrem relativ hohen Verschuldungsgrad haben aber dazu beigetragen, dass die Finanzierungskosten der Banken bei Anleihen weiter höher ausfielen als die von Nichtbanken und dass Bankaktien erneut deutlich schlechter als der Gesamtmarkt abgeschnitten haben. Auf die Gewinnentwicklung im Bankensektor 2014 schlug die Entspannung jedoch nur abgeschwächt durch. Die Ertragslage der Kreditwirtschaft blieb insbesondere durch strukturelle Entwicklungen - auf den Gebieten Regulatorik und Wettbewerbsintensität - und durch das weiterhin niedrige Zinsniveau belastet. Das anhaltende Umfeld relativ niedriger Zinsen und zunehmender Wiederanlageprobleme traf somit bei gleichzeitiger Antizipation neuer regulatorischer Vorgaben im Bereich von Kapital und Liquidität auf eine nur wenig verbesserte Grundertragskraft der Banken. Die im Berichtsjahr anfallenden hohen Zahlungen für Strafen und Vergleiche im Zusammenhang mit Rechtsverfahren haben die Profitabilität der Großbanken ebenfalls belastet.

Die bestenfalls normal ausgelasteten Kapazitäten im Unternehmenssektor führten nicht dazu, dass sich das Kreditgeschäft spürbar erholen konnte; im Gegenteil: Die Buchkredite an inländische nicht finanzielle Unternehmen gingen zuletzt merklich zurück. Der Zinsüberschuss geriet mit zunehmender Dauer der Niedrigzinsphase und einer abflachenden Zinsstrukturkurve weiter unter Druck. Dennoch ist das deutsche Bankensystem durch deutlich geringere Forderungen gegenüber den Krisenländern, einen Abbau von anderen Problemportfolios, eine merkliche Erhöhung der Kernkapitalquoten und durch den Rückgang des Verschuldungsgrades im vergangenen Jahr erneut widerstandsfähiger geworden. Das Comprehensive Assessment der EZB hat nach Ansicht der Deutschen Bundesbank gezeigt, dass die Bilanzen der teilnehmenden deutschen Banken belastbar sind und dass die Institute einem wirtschaftlichen Schock standhalten würden.

Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse

Im Geschäftsjahr 2014 ist die Commerzbank auf dem Weg der Umsetzung ihrer strategischen Agenda weiter vorangekommen. So konnte die Bank beim weiteren Abbau ihres Schiffsportfolios weitere Fortschritte erzielen. Weiterhin haben die Commerzbank und BNP Paribas Personal Finance beschlossen, dass sie die bisher erfolgreiche Partnerschaft in Deutschland fortsetzen. Im Rahmen der langfristigen Refinanzierung des Kerngeschäfts im Segment Privatkunden haben wir erfolgreich einen Hypothekenpfandbrief platziert. Ein Beleg für den erfolgreichen Umbau der Commerzbank in den vergangenen Jahren und eine Bestätigung, dass wir mit unseren Anstrengungen sowohl zur Reduzierung unserer nicht strategischen Portfolios als auch mit dem Ausbau unseres kundenorientierten Geschäftsmodells auf dem richtigen Weg sind, ist das gute Abschneiden beim "Asset Quality Review" und beim sich daran anschließenden Stresstest der Europäischen Zentralbank. Personelle Veränderungen gab es bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Commerzbank.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung am 8.# Mai 2014 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Dr. Stefan Lippe und Nicholas Teller mit deutlicher Mehrheit in den Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt. Solms U. Wittig wurde zudem von der Hauptversammlung als Ersatzmitglied für die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat wurden nötig, da Prof. Dr. Hans-Peter Keitel sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung vom Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 niedergelegt hat. Zudem hatte Dr. Marcus Schenck sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats bereits mit Wirkung vom Ablauf des 10. September 2013 beendet.

Commerzbank und BNP Paribas Personal Finance setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Ratenkreditgeschäft fort

Anfang Juli haben die Commerzbank und BNP Paribas Personal Finance, die Nummer 1 im europäischen Konsumentenkreditgeschäft, bekannt gegeben, dass sie die bisher erfolgreiche Partnerschaft in Deutschland fortsetzen. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Joint Ventures Commerz Finanz GmbH begann im Januar 2010, als Nachfolge der Dresdner Cetelem Kreditbank. Die Anteile werden aktuell und zukünftig zu 50,1 % von BNP Paribas Personal Finance und zu 49,9 % von der Commerzbank gehalten. Im Commerzbank-Filialnetz ist die Commerz Finanz exklusiver Partner im Vertrieb von Ratenkrediten der Commerzbank. Das Know-how des Joint-Venture-Partners BNP Paribas Personal Finance im Point-of-Sale- und E-Commerce-Geschäft ergänzt das Produktangebot der Commerz Finanz GmbH sinnvoll und schafft damit die Voraussetzung für eine breite und solide Wachstumsbasis. Im Rahmen der fortgeführten Partnerschaft verpflichten sich die beiden Unternehmen, die Commerz Finanz intensiv zu unterstützen, damit sie ihr aktuelles Geschäftsmodell weiter ausbauen und gleichzeitig neue Technologien, neue Produkte sowie neue, innovative Vertriebswege im Markt etablieren kann. Für die Commerzbank ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BNP Paribas Personal Finance ein wichtiger Bestandteil der neuen Privatkundenstrategie. Durch diese Kooperation wird die Commerzbank ihre Position als Ratenkreditanbieter in Deutschland weiter stärken und die Wachstumschancen in diesem Geschäftsfeld nutzen.

Commerzbank vereinbart Verkauf von neun Containerschiffen

Ende August unterzeichnete die Commerzbank mit einem Käufer und den Eigentümern von neun von der Bank finanzierten Containerschiffen eine Vereinbarung über deren Verkauf. Der Verkaufserlös wurde zur Rückführung der Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 160 Mio. Euro verwendet. Das gesamte Portfolio wurde vollständig an den Käufer, eine Joint-Venture-Gesellschaft bestehend aus KKR Special Situations Group von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L. P. (USA) und Borealis Maritime Ltd. (UK), transferiert, ohne dass die Commerzbank dabei Finanzierungen behielt. Über die Einzelheiten der vertraglichen Vereinbarungen wurde Stillschweigen vereinbart. Diese Transaktion war die zweite erfolgreiche Kapitalmarktmaßnahme im Geschäftsfeld Deutsche Schiffsbank innerhalb eines Jahres, und das in einem unverändert schwierigen Marktumfeld an den internationalen Schiffsmärkten. Mit der Transaktion treibt die Commerzbank den wertschonenden Abbau im Segment NCA weiter voran.

Commerzbank platziert Hypothekenpfandbrief im Volumen von 1 Mrd. Euro

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat Mitte September einen Hypothekenpfandbrief am Kapitalmarkt emittiert. Die Benchmarkanleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. Euro, eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Kupon in Höhe von 0,375 % per annum. Der platzierte Hypothekenpfandbrief ist mit privaten Baufinanzierungskrediten der Commerzbank in Deutschland besichert. Das Kerngeschäft im Segment Privatkunden wird damit langfristig refinanziert.

Commerzbank besteht umfassende Bankenprüfung durch die EZB

Die Commerzbank hat sowohl den Asset Quality Review (AQR) der Europäischen Zentralbank (EZB) als auch den Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) bestanden. Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 - CET 1) nach Übergangsregeln von Basel 3 lag nach den Ergebnissen der EZB im AQR per 1. Januar 2014 bei 10,8 % und damit deutlich über der maßgeblichen Hürde von 8,0 %. Im Basisszenario des Stresstests kam die Commerzbank unter Berücksichtigung der AQR-Ergebnisse auf eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von 11,4 % und lag damit deutlich über der Hürde von 8,0 %. Im sogenannten adversen Szenario des Stresstests lag diese harte Kapitalquote mit 8,0 % ebenfalls deutlich über der Hürde von 5,5 %. Selbst unter vollständiger Anwendung von Basel 3 und unter Berücksichtigung der AQR-Ergebnisse lag die harte Kernkapitalquote im adversen Szenario des Stresstests bei komfortablen 6,9 %. Stichtag für die Prüfung durch die EZB war der 31. Dezember 2013. Seitdem hat die Commerzbank sowohl ihre Gewinne weiter gesteigert als auch den Abbau von Risiken konsequent vorangetrieben. Das gute Ergebnis der umfassenden Prüfung durch die EZB ist ein Beleg für den erfolgreichen Umbau der Commerzbank in den vergangenen Jahren und die Stärke unseres kundenorientierten Geschäftsmodells. Der Stresstest bestätigt dabei deutlich die Stabilität und Stressresistenz der Bank.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Für das Geschäftsjahr 2014 weist die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Jahresüberschuss von 282 Mio. Euro aus, nachdem im Vorjahr 166 Mio. Euro erzielt wurden. Die einzelnen Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen - einschließlich der Laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen - stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,6 % auf 6 193 Mio. Euro an. Der Anstieg resultierte zu knapp der Hälfte aus gestiegenen Erträgen aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen sowie aus laufenden Erträgen aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen. Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen stieg um 0,6 Mrd. Euro - insbesondere aufgrund rückläufiger Aufwendungen aus Kundenverbindlichkeiten.

Der Provisionsüberschuss lag mit 2 567 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Während sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahr ermäßigt haben, stiegen die Erträge sowohl aus dem Auslandsgeschäft und der Vermögensverwaltung als auch aus dem Konsortialgeschäft.

Der Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands war im Berichtsjahr mit 0 Mio. Euro aufgrund einer Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB ausgeglichen.

Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug für den Berichtszeitraum - 550 Mio. Euro nach -119 Mio. Euro im Vorjahr. Der negative Saldo im Berichtsjahr beruhte in erster Linie auf höheren Zuführungen zu Rückstellungen, insbesondere für Prozess- und Regressrisiken.

Der Verwaltungsaufwand stieg im Berichtsjahr um 1,5 % auf 5 605 Mio. Euro. Dabei nahm der Personalaufwand um 2,3 % auf 3 302 Mio. Euro zu. Dies beruhte zum einen auf gestiegenen Aufwendungen zur Altervorsorge als auch auf höheren Abfindungsaufwendungen. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 2 303 Mio. Euro nur geringfügig über dem Vorjahreswert. Während die IT- und Projektkosten sowie die Prüfungs- und Beratungskosten - insbesondere im Zusammenhang mit dem Asset Quality Review der Europäischen Zentralbank - angestiegen sind, konnten bei Miet- und Leasingaufwendungen sowie sonstigen Raumkosten Kosteneinsparungen erzielt werden.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen erhöhten sich um 21,9 % auf 245 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Anstieg beruhte insbesondere auf höheren planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beliefen sich im Berichtsjahr auf - 1 506 Mio. Euro, während im Vorjahr ein Betrag von - 401 Mio. Euro anfiel. Grund dieser Entwicklung war insbesondere der Rückgang des Ergebnisses aus unserem Wertpapierliquiditätsbestand aufgrund von rückläufigen Veräußerungsgewinnen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere betrugen für das Berichtsjahr - 304 Mio. Euro, nach - 193 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang resultierte insbesondere auf Wertminderungen bei verbundenen Unternehmen.

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich auf 5 Mio. Euro nach 170 Mio. Euro im Vorjahr. Für den Ausweis im Vorjahr war der Verlustausgleich bei der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH maßgeblich. Dieser war in erster Linie durch die Verlustübernahme des Ergebnisses bei unserer Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt AG bedingt.

Als Resultat der beschriebenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erzielte die Commerzbank-Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 545 Mio. Euro, im Vorjahr betrug es 757 Mio. Euro.

Das Außerordentliche Ergebnis des Berichtsjahres in Höhe von - 46 Mio. Euro stand im Zusammenhang mit Zuführungen zu Pensionsrückstellungen gemäß den Übergangsregelungen der geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG). Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen für die geplanten Anpassungen von Personalkapazitäten bis 2016 an das veränderte Marktumfeld enthalten.

Der Steueraufwand belief sich für das Geschäftsjahr 2014 auf - 217 Mio. Euro nach - 72 Mio. Euro im Vorjahr. Erhöhend hat sich die Bildung einer Steuerrückstellung für Betriebsprüfungsrisiken und deren Folgeeffekte ausgewirkt.

Für das Geschäftsjahr 2014 ergab sich ein Jahresüberschuss von 282 Mio. Euro, nach 166 Mio. Euro im Vorjahr.# Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres wird hälftig in Höhe von 141 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von 141 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2014 wird keine Dividende ausgeschüttet.

Bilanz

Die Bilanzsumme der Commerzbank Aktiengesellschaft ging gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 11,1 % oder 51,9 Mrd. Euro auf 417,4 Mrd. Euro zurück.

Auf der Aktivseite verminderte sich die Barreserve um 6,0 Mrd. Euro auf 3,6 Mrd. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem stichtagsbedingten Rückgang der Zentralbankguthaben. Die Forderungen an Kreditinstitute gingen gegenüber dem Vorjahresultimo um 31,6 Mrd. Euro auf 92,7 Mrd. Euro zurück. Ursächlich war ein deutlicher Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos und Cash Collaterals insbesondere im kurzfristigen Bereich. Demgegenüber stiegen die Forderungen an Kunden mit 171,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag um 0,4 Mrd. Euro an. Während das Reverse-Repo-Geschäft einen deutlichen Rückgang verzeichnete, stiegen die Kommunaldarlehen sowie die Grund- und Hypothekendarlehen an. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erhöhten sich um 13,5 Mrd. Euro auf 45,8 Mrd. Euro. Der Anstieg um 41,7 % resultierte aus höheren Beständen an Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve, die um 14,1 Mrd. Euro zugelegt haben. Der Handelsbestand der Aktiva wies ein Volumen von 87,4 Mrd. Euro aus. Der Anstieg der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zins und Währung) wurde durch im Berichtsjahr vorgenommenen Saldierungen (Erläuterungen hierzu finden sich im Anhang auf Seite 80 f.) überkompensiert und führte - zusammen mit geringeren Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren insbesondere im Inland insgesamt zu einem Rückgang der Handelsaktiva um 28,2 Mrd. Euro. Die Anteile an verbundenen Unternehmen ermäßigten sich im Vergleich zum Jahresultimo 2013 um 8,1 % auf 8,4 Mrd. Euro.

Auf der Passivseite zeigte sich ein deutlicher Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 23,0 % auf 105,6 Mrd. Euro. Rund die Hälfte davon entfiel auf den Anstieg der besicherte Geldmarktgeschäfte in Form von Repos und Cash Collaterals. Darüber hinaus legten sowohl die Termineinlagen als auch das Geldhandelsgeschäft zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ermäßigten sich um 34,7 Mrd. Euro. Der Rückgang um 15,1 % auf 195,2 Mrd. Euro resultierte sowohl aus dem gesunkenen besicherten Geldmarktgeschäften wie Repos als auch aus der Reduzierung des Geldhandelsgeschäfts. Demgegenüber war ein Anstieg bei Termin- und Spareinlagen zu verzeichnen. Die Verbrieften Verbindlichkeiten nahmen gegenüber dem Jahresende 2013 um 21,9 % auf 27,2 Mrd. Euro ab. Ursächlich hierfür war eine fälligkeitsbedingte Reduktion der begebenen Schuldverschreibungen. Der Handelsbestand der Passiva wies ein Volumen von 44,6 Mrd. Euro aus, nach 72,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Trotz Anstieg der zins- und währungsbezogenen derivativen Geschäfte, führten die im Berichtsjahr vorgenommenen Saldierungen der negativen Marktwerte aus Derivaten (Erläuterungen hierzu finden sich im Anhang auf Seite 80 f.) zu einem deutlich geringeren Volumen. Die Nachrangigen Verbindlichkeiten betrugen 9,9 Mrd. Euro und lagen damit um 1,0 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Das Genussrechtskapital blieb mit 0,8 Mrd. Euro stabil gegenüber dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital lag mit 18,0 Mrd. Euro um 1,6 % über dem Vorjahresultimo. Die außerbilanziellen Verpflichtungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr einen Volumenanstieg: Die Eventualverbindlichkeiten stiegen um 2,0 Mrd. Euro auf 36,1 Mrd. Euro, während die unwiderruflichen Kreditzusagen um 7,5 Mrd. Euro auf 56,8 Mrd. Euro zulegten.

Eigenkapital

Das in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2013 um 0,3 Mrd. Euro auf 18,0 Mrd. Euro gestiegen. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresende 2013 nicht verändert. Zum Berichtsstichtag betrug sie 15,9 Mrd. Euro. Ebenfalls unverändert blieb mit 1,6 Mrd. Euro das Gezeichnete Kapital. Die Gewinnrücklagen lagen mit 0,3 Mrd. Euro um 0,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2013.

Die Bank nimmt seit dem Jahr 2007 die Befreiungsvorschriften des § 2 a KWG - die sogenannte Waiver-Regelung - in Anspruch, das heißt, sie meldet der Bankenaufsicht risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten nur noch für die Institutsgruppe insgesamt. Hier stiegen die Risikoaktiva per 31. Dezember 2014 insbesondere im Zusammenhang mit der Erstanwendung von Basel 3 gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 24,6 Mrd. Euro auf 215,2 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Markt- und Kreditrisiken. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital nahm gegenüber dem Jahresultimo 2013 durch die Erstanwendung von Basel 3 um 0,6 Mrd. Euro auf 25,1 Mrd. Euro ab. In Verbindung mit den gestiegenen Risikoaktiva ist die Kernkapitalquote auf 11,7 % zurückgegangen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital belief sich auf 25,1 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 14,6 %. Der Rückgang um 4,6 Prozentpunkte ist hauptsächlich durch Veränderungen bei der Anrechenbarkeit von Ergänzungskapital unter Basel 3 verursacht. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag zum Berichtsstichtag auf Grundlage der überarbeiteten CRD IV/CRR ("delegated act") bei 4,6 % ("phase-in"). Gemäß der bislang ausgewiesenen Capital Requirements Directive (CRD IV/CRR "phasein") liegt die Quote bei 4,3 %. Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Die aufsichtsrechtlichen Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis.

Resümee Geschäftslage 2014

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 war für die gesamte Finanzbranche von einen weiterhin schwierigen Marktumfeld und großen Herausforderungen geprägt. Dazu gehören insbesondere das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie die steigenden Anforderungen seitens der Aufsichtsbehörden, die in immer kürzeren Abständen zunehmen; mit erheblichen finanziellen und personellen Belastungen für die betroffenen Marktteilnehmer. Aber auch die Erwartungen der Kunden und die Beratungswünsche werden zunehmend komplexer. Sie orientieren sich viel stärker als in früheren Jahren an den individuellen Bedürfnissen und der jeweiligen Lebenssituation beziehungsweise bei Firmenkunden an ihrer Wettbewerbssituation und verlangen von den Banken ein Höchstmaß an Flexibilität. Spürbar belastet wurde die Ergebnisentwicklung durch notwendige Zuführungen zu Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken im Zusammenhang mit Ermittlungen von US-Behörden. Dessen ungeachtet hat sich das operative Geschäft im Berichtsjahr 2014 der Commerzbank trotz der eingangs beschriebenen Herausforderungen gut entwickelt. In der Kernbank sind wir weiter gewachsen, wir haben Marktanteile gewonnen und unsere Kundenbasis ausgeweitet. Sowohl im Segment Privatkunden als auch in der Mittelstandsbank stieg die Kundenzufriedenheit und es ist uns gelungen, Kundenvertrauen zurückzugewinnen. Durch den weiteren Abbau von Risiken und die Stärkung der Kapitalbasis hat die Commerzbank ihre Stabilität auch im Jahr 2014 erhöht. Von besonderer Bedeutung war in diesem Zusammenhang sicherlich, dass die Commerzbank Ende des Jahres das Comprehensive Assessment der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht nur bestanden hat, sondern deutlich über den Anforderungen lag. Sämtliche Erkenntnisse, die wir aus dem Feedback der EZB zum Comprehensive Assessment ziehen konnten, haben wir ökonomisch und risikoadäquat auf Basis konsistenter Anwendung der IFRS-Accountingregeln in unserem Abschluss 2014 verarbeitet. Das gute Ergebnis der umfassenden Prüfung durch die EZB ist ein Beleg für den erfolgreichen Umbau der Commerzbank in den vergangenen Jahren und bestätigt, dass wir sowohl mit unseren Anstrengungen zur Reduzierung unserer nicht strategischen Portfolios als auch mit dem Ausbau unseres kundenorientierten Geschäftsmodells auf dem richtigen Weg sind. Dies zeigt sich auch in der Ergebnisentwicklung unserer kundenorientierten Kernsegmente, die im Rahmen unserer für das Geschäftsjahr 2014 prognostizierten Erwartungen lag, oder in Teilbereichen sogar übertroffen wurde. Insgesamt verbesserte sich im Berichtsjahr der Jahresüberschuss der Commerzbank Aktiengesellschaft auf 282 Mio. Euro, nach 166 Mio. Euro im Vorjahr. Damit liegt die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2014 im Rahmen der von uns prognostizierten Erwartungen.

Nachtragsbericht

Veränderungen in der Vertriebsstruktur in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank

Mitte Januar 2015 hat die Commerzbank bekannt gegeben, dass sie plant, im Verlauf des Jahres 2015 in den Kernsegmenten Privatkunden und Mittelstandsbank ihre Vertriebsstruktur neu auszurichten. Neue Wachstumsinitiativen sollen die Bank auf ihrem eingeschlagenen Weg noch weiter voranbringen. Im Segment Mittelstandsbank setzen wir daher unseren bisherigen Kurs der stringenten Umsetzung unserer Strategie fort. Wir investieren in die Qualität unserer Beratung, Leistungen und Services, optimieren unsere operativen Prozesse und Vertriebsabläufe und schärfen das Profil der Mittelstandsbank beim Kunden und im Markt. Damit machen wir die Mittelstandsbank fit für den zukünftigen Erfolg in einem sich ändernden Firmenkundengeschäft. Die Optimierung der Aufbauorganisation in Vertrieb und Zentrale Inland ist ein wichtiger Baustein und erster Schritt im Zuge der kundenorientierten Neuausrichtung der Mittelstandsbank. Mit einfacheren und direkten Strukturen wollen wir noch schneller und zielgerichteter Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden bedienen. Gleiches gilt für die geplante neue Vertriebsstruktur im Segment Privatkunden.# Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations

Hier setzen wir bei der Modernisierung des Geschäfts auf einen Mix aus leistungsfähigem Multikanalbanking und persönlicher Beratung, die insbesondere zu komplexen Themen wie Vermögensanlage, Vorsorge oder Baufinanzierung auch weiterhin in der Filiale stattfinden wird. Neue Kunden wollen wir künftig über alle Kanäle gewinnen, sowohl online als auch in unseren Filialen. Wir werden das Geschäft weiter fokussieren, Hausbank unserer Geschäftskunden werden und neue Marktanteile hinzugewinnen. Darüber hinaus möchten wir auch im Wealth Management stärker wachsen und hierbei die gute Marktposition der Mittelstandsbank nutzen. Die geplanten Veränderungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Arbeitnehmergremien.

Weiterentwicklung des kundenfokussierten Geschäftsmodells im Segment Corporates & Markets

Ebenfalls Mitte Januar hat das Segment Corporates & Markets Pläne vorgestellt, wonach es vorsieht, sich nach einem neuen Center-of-Competence-Modell aufzustellen, um Produkt- und Marktkompetenzen an den verschiedenen Standorten zu bündeln. Im Sinne einer internen Industrialisierung der Produktionsprozesse sollen somit Synergien gehoben werden. Dies erfolgt über eine gezielte Zuordnung von Front- und Backofficeeinheiten mit Schwerpunkt für standardisierte Handelslösungen in Frankfurt sowie für komplexe strukturierte Handelslösungen in London. Vorbehaltlich der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen ist eine Verlagerung von Stellen von London nach Frankfurt vorgesehen. Unsere Kunden werden weiterhin alle Produkte und Leistungen an allen Standorten beziehen können.

Umstrukturierungen im Bereich Group Finance

Anfang Februar hat die Commerzbank verkündet, dass sie sich im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der Geschäftsprozesse dazu entschlossen hat, den Bereich Group Finance - die zentrale Steuerungs- und Berichtseinheit für Accounting, Controlling, Regulatorik und Steuern - neu aufzustellen. Vor dem Hintergrund eines zunehmend regulierten Umfeldes sollen Aufgaben stärker gebündelt und damit auch kostengünstiger erledigt werden. Die Standorte des Bereichs Group Finance in Berlin und Duisburg werden bis Ende 2017 geschlossen und die Aufgaben konzernintern verlagert. Damit einhergehend werden auch Stellen in der Zentrale Frankfurt abgebaut. Dies erfolgt in mehreren Stufen und soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zur Anpassungsprüfungspflicht bei Pensionskassen

Mitte Februar wurde vom BAG ein Urteil zur Anpassungsprüfung bei mittelbaren Betriebsrentenzahlungen veröffentlicht. Die Commerzbank bewertet derzeit die finanziellen und personalpolitischen Auswirkungen auf die Bank. Die Commerzbank war nicht an dem Verfahren beteiligt. Dennoch sind Auswirkungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung auf die über den BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a. G. erteilten mittelbaren Versorgungszusagen möglich, da entgegen der bisherigen Rechtsauffassung eine Anpassung grundsätzlich auch bei Pensionskassen vorgenommen werden muss. Die Höhe der eventuellen finanziellen Verpflichtung lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig beziffern.

Zahlungsmoratorium für die Verbindlichkeiten der HETA ASSET RESOLUTION AG (HETA)

Am 1. März 2015 hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) mitgeteilt, dass keine weiteren Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen nach dem Finanzmarktstabilitätsgesetz für die HETA ergriffen werden. Auslöser ist das Ergebnis einer Vermögensüberprüfung und -bewertung mit der Maßgabe, dass eine Verwertung der Vermögenswerte großteils innerhalb von zwei bis drei Jahren umgesetzt werden kann. Das Ergebnis wurde der FMA Ende Februar 2015 mitgeteilt. Hieraus ergibt sich, dass das Eigenkapital der HETA zur Verlustabdeckung voraussichtlich nicht ausreichend ist und damit auch die Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht mehr vollständig erfüllt werden können. In Anwendung des BaSAG (österreichisches Bankensanierungsgesetz) hat die FMA daher die HETA unter ihre Kontrolle gestellt und ein Zahlungsmoratorium verhängt. Demnach werden unter anderem fällige Zahlungen aus Wertpapieren der HETA bis 31. Mai 2016 gestundet. Das Engagement der Commerzbank Aktiengesellschaft gegenüber der HETA besteht im Wesentlichen aus 11 Mio. Euro (Nominal 15 Mio. Euro) Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die eine Ausfallbürgschaft des Bundeslandes Kärnten besteht. Weiterhin werden bei Tochtergesellschaften weitere 0,4 Mrd. Euro Wertpapiere im Umlaufvermögen gehalten; diese sind ebenfalls durch eine Ausfallbürgschaft des Bundeslandes Kärnten besichert. Anfang März 2015 wurden für die Wertpapiere am Markt Kurse zwischen 40 % und 50 % gestellt. Aktuell werden bei der Bank alle geschäftlichen und juristischen Optionen geprüft. Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2014 nicht eingetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft dürfte auch im Geschäftsjahr 2015 nicht viel stärker wachsen als 2014. Die größten Risiken für die Weltwirtschaft sind aus den Schwellenländern zu erwarten. In China sind die Immobilienpreise und Schulden in den zurückliegenden Jahren stark gestiegen, der chinesische Staat verfügt aber über ausreichende Mittel, die Folgen der Übertreibungen abzufedern. Das dürfte einen Einbruch des Wirtschaftswachstums zwar verhindern, gleichzeitig aber auch "angeschlagene" Unternehmen stützen, was die wirtschaftliche Dynamik in den kommenden Jahren belasten dürfte. Das Wirtschaftswachstum sollte sich 2015 von 7,4 % auf 6,5 % abschwächen.

In den USA sollte die Wirtschaft 2015 weiter ordentlich mit etwa 3,2 % wachsen. Neue Sparmaßnahmen oder Steuererhöhungen, die das Wachstum ähnlich wie 2013 belasten könnten, sind nicht geplant. Zudem profitiert die US-Wirtschaft von den fallenden Rohölpreisen. Die Arbeitslosigkeit dürfte weiter sinken und die Löhne werden vermutlich allmählich stärker anziehen. Dies wird wohl das Signal für die US-Notenbank sein, die Geldpolitik zu normalisieren. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Notenbank damit beginnen, den Leitzins sukzessive zu erhöhen. Zum Jahresende erwarten wir den Leitzins bei 1,0 %.

Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr 2014 2015¹ 2016¹
USA 2,4 % 3,2 % 2,8 %
Euroraum 0,8 % 1,1 % 1,2 %
Deutschland 1,5 % 1,5 % 1,7 %
Mittel- und Osteuropa 1,9 % 0,2 % 2,8 %
Polen 3,4 % 3,5 % 3,5 %

¹ Werte für die Jahre 2015 und 2016 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Anders als in den USA wird sich die Wirtschaft im Euroraum weiterhin nur langsam erholen. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte auch 2015 mit 1,1 % nur unterdurchschnittlich zunehmen. Zwar werden der massive Rückgang der Rohölpreise und der schwächere Euro die Konjunktur stützen, doch die in einigen Ländern weiterhin bestehenden Übertreibungen am Immobilienmarkt und die ungelösten strukturellen Probleme insbesondere in den zwei großen Ländern Frankreich und Italien werden weiterhin das Wachstum belasten.

Die deutsche Wirtschaft dürfte im Jahresverlauf 2015 wieder etwas stärker als der Euroraum zulegen. So verbessert die spürbare Abwertung des Euro die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und erhöht die Gewinnmargen im Auslandsgeschäft. Doch weil die Nachfrage aus den Schwellenländern ihre alten Wachstumsraten bei Weitem nicht mehr erreichen und die Konjunktur in den anderen Euroländern nicht richtig in Schwung kommt, dürfte die deutsche Wirtschaft 2015 mit 1,5 % nicht stärker wachsen als 2014.

Die schwache Erholung der Konjunktur im Euroraum und insbesondere die zum Jahresende 2014 in den negativen Bereich gesunkene Inflationsrate könnte die Europäische Zentralbank dazu bewegen, im Verlauf des Jahres 2015 das Volumen ihres Anleihekaufprogramms noch zu erhöhen. Die divergierenden geldpolitischen Maßnahmen in den USA und im Euroraum sprechen dafür, dass der Wechselkurs Euro/US-Dollar weiter unter Druck gerät. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen sollten in der zweiten Jahreshälfte aufgrund höherer US-Leitzinsen etwas steigen, wohingegen sich die Zinswende der US-Notenbank auf die Aktienentwicklung negativ auswirken dürfte. Deutsche und europäische Aktien dürften per saldo allerdings davon profitieren, dass die Europäische Zentralbank Anleger mit ihrer "Nullzinspolitik" weiterhin in risikoreichere Anlagen drängt.

Wechselkurse 31.12.2014 31.12.2015¹ 31.12.2016¹
Euro/US-Dollar 1,21 1,04 0,99
Euro/Pfund 0,78 0,71 0,69
Euro/Zloty 4,27 4,30 4,20

¹ Werte für die Jahre 2015 und 2016 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Unsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. September 2014 getroffenen Aussagen nicht verändert. Das bankgeschäftliche Umfeld der Kapitalmärkte und der Realwirtschaft zeigte sich 2014 nach der merklichen Aufhellung im Vorjahr alles in allem erstaunlich robust - allerdings hat das konjunkturelle Grundtempo nicht zuletzt aufgrund der geopolitischen Spannungen global an Schwung verloren und auch die deutsche Wirtschaft ist zur Jahresmitte vorübergehend auf einen spürbar flacheren Expansionspfad eingeschwenkt. Dennoch haben die meisten großen Vermögensklassen und Finanzmärkte das gesamte Jahr 2014 - trotz der Seitwärtsbewegung in den Sommermonaten -mit zum Teil kräftigen Gewinnen abgeschlossen, wenngleich sich die Volatilitäten seit dem Sommer teilweise spürbar erhöht haben. Die Geschäfte mit Übernahmen und Börsengängen nahmen merklich zu und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1999 gefallen. Für eine Entwarnung ist es allerdings unverändert noch zu früh. Denn die Eurokrise ist angesichts ihrer Komplexität aus Staatsschulden-, Finanz- und Strukturkrise nicht so leicht zu überwinden.# Die politische Krise in Griechenland zeigte so zuletzt, dass Unsicherheit und Volatilitäten wieder ansteigen können, auch wenn die Systemstabilität selbst nicht infrage gestellt wird. Die schwache Konjunkturerholung im Euroraum lastet zusammen mit der notwendigen Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten weiter auf der Ertragslage der europäischen Banken. Der Bankensektor im Euroraum steckt noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre und höhere regulatorische Anforderungen ausgelöst wurde. Unterschiedliche Regeln für Kapital, Liquidität, Derivate und Bankstruktur könnten zu weiteren Rückschlägen bei der globalen Finanzmarktintegration führen. Der neue stärker regel- statt prinzipienbasierte Regulierungsrahmen lässt den Banken nur wenig Zeit zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle. Einer mittlerweile gestärkten Kapitalausstattung stehen zukünftig wohl abnehmende implizite Staatsgarantien gegenüber. Die Prüfung der Bankbilanzen und der Bankenstresstest durch die EZB haben das Potenzial für größere Verunsicherungen im Bankenumfeld zwar reduziert. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva bleiben für den Bankensektor aber eine wichtige Voraussetzung, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird zudem dadurch erschwert, dass wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit, wie beispielsweise hohes Wirtschafts- und Kreditwachstum sowie stark rückläufige Kreditausfallraten, für künftige Gewinnsteigerungen in geringerem Maße als bisher zur Verfügung stehen.

Im laufenden Jahr dürfte die unternehmerische Investitionstätigkeit der Kreditnachfrage hierzulande allmählich zwar wieder Impulse geben, nachdem der Aufschwung der Unternehmensinvestitionen 2014 zeitweise unterbrochen war. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen steht einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden jedoch im Wege. Positiv für das Geschäft mit Firmenkunden wird sicherlich die für das Jahr 2015 erwartete Steigerung des deutschen Außenhandels sein, sofern der Welthandel tatsächlich Fahrt aufnehmen sollte. Der nunmehr fünf Jahre andauernde Rückgang der Unternehmensinsolvenzen dürfte im laufenden Jahr 2015 zum Stillstand kommen, wodurch die Risikovorsorge nicht mehr so starke Entlastungen erfahren dürfte. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis angesichts der stabilen Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen und der geringen Neigung zum direkten Wertpapierkauf nur leicht wachsen können, zumal die Performancechancen an den Kapitalmärkten - nach nun sechs guten Börsenjahren in Folge - im Geschäftsjahr 2015 geringer ausfallen dürften. Impulse für die Sparte kommen hierzulande von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft. Das historisch niedrige Zinsniveau, das sich seit 2012 weiter verschlechtert hat, und eine wachsende Preissensibilität der Kunden sowie der zunehmende Wettbewerb von Onlinebanken und technologiegetriebenen Akteuren mit Banklizenzen erschweren aber grundsätzlich die Ausweitung von Ertragspotenzialen. Unter dem Strich bleibt der Spielraum für Ertragssteigerungen bei den Banken im Euroland 2015 eher eng bemessen.

Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in unserem zweiten Kernmarkt Polen ist weiterhin besser als der für Euroland. Die polnische Wirtschaft wird 2015 wieder deutlich stärker als die der EU wachsen und der große Binnenmarkt sowie die Erholung am Arbeitsmarkt machen das Land als Investitionsstandort und Absatzmarkt gleichermaßen attraktiv. Insgesamt werden die Spuren der Finanzkrise - durch Entschuldung abflachendes Wirtschaftswachstum, ein nach wie vor relativ niedriges Zinsniveau, zuletzt wieder eine Einengung des Zinsgefälles, eine moderate Entwicklung der Kreditvergabe sowie Vorsicht und eine Liquiditätspräferenz bei den Kunden - sichtbar bleiben. Der Wettbewerb auf dem nationalen Bankenmarkt wird sich vor diesem Hintergrund noch verschärfen - besonders mit Blick auf international tätige Firmenkunden und auf deutsche mittelständische Unternehmen. Dennoch wird sich an der fragmentierten und teilweise von Überkapazitäten gekennzeichneten Marktstruktur auf absehbare Zeit in Deutschland nichts ändern.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Auf die unverändert anspruchsvollen Rahmenbedingungen, wie stärkere Regulierung, niedrige Zinsen, verändertes Kundenverhalten und neue technologiegetriebene Akteure, die im Kapitel "Künftige Situation der Bankbranche" erläutert werden, reagiert die Commerzbank, indem sie ihren Wachstumskurs in der Kernbank und ihr striktes Kostenmanagement fortsetzt sowie die erfolgreiche wertschonende Abbaustrategie im Segment Non-Core Assets fortführt. Durch die konsequente Ausrichtung ihres Geschäftsmodells an den Bedürfnissen ihrer Kunden und der Realwirtschaft sollte sie das - wenn auch nur moderate - Wachstum der Wirtschaft zur Erhöhung ihrer Ertragskraft nutzen können und damit ihre Position als eine der führenden Banken für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und in Polen auch in einem anhaltend herausfordernden Umfeld festigen. Indem die Bank nicht strategische Portfolios wertschonend abbaut und ihre Kosten stabil hält, kann sie in neue Produkte und Dienstleistungen investieren und ihr Ertragspotenzial weiter stabilisieren. Dabei orientiert sie sich als Multikanalbank mit ihren Prozessen, Produkten sowie Leistungs- und Serviceangeboten an den Bedürfnissen ihrer Kunden und an ihren traditionellen Werten. Auch durch Bürokratieabbau, Delegation von Verantwortung in die Regionen und Verschlankung der Führungsstrukturen will die Bank Marktanteile ausbauen. Das gute Ergebnis der umfassenden Prüfung durch die EZB sowie die im Stresstest bestätigte Stressresistenz und Stabilität bestärken die Bank in ihrer strategischen Ausrichtung.

Im Privatkundengeschäft reagiert sie auf die geschilderten weiterhin anspruchsvollen Umfeldbedingungen durch den Aufbau einer modernen Multikanalbank, die Orientierung an der Kundenzufriedenheit und die Weiterentwicklung ihres überzeugenden Produktangebots zum Beispiel im Baufinanzierungs- und Wertpapiergeschäft. Die Bank wird die Chancen der Digitalisierung zur Neukundengewinnung nutzen und ihre Organisation mittels schnellerer Kommunikation, kürzerer Abstimmungswege und mehr Verantwortung in den Teams vor Ort stärken und modernisieren. Im Mittelstandsgeschäft wird das erfolgreiche Geschäftsmodell fortgeführt und in die Ausweitung der internationalen Präsenz, in die Qualität der Beratung und in Leistungen und Services investiert. Die Marktführerschaft im deutschen Mittelstand mit breiter regionaler Abdeckung soll verteidigt und ausgebaut werden. Mit flacheren Hierarchien und durch die Stärkung der regionalen Marktverantwortung aus einer Hand wird die Bank noch kundenorientierter, effizienter und schneller. Im Geschäftsfeld Central & Eastern Europe werden der erfolgreiche organische Wachstumskurs und der Ausbau des bewährten Universalbankmodells fortgesetzt. Nach dem Start einer modernen Onlinebanking-Plattform und dem neuen Marktauftritt modernisiert die mBank ihr Filialnetz und setzt dabei konsequent auf Kundennähe. Im Bereich Corporates & Markets ergeben sich Chancen durch den Ausbau des konzernweiten Investmentbanking-Modells für Kunden der Kernbank und durch die enge Verzahnung von Kapitalmarktorientierung und Client-Relationship-Ansatz der Firmenkundenbetreuung. Der Fokus liegt dabei auf den Kernstärken und der weiteren Optimierung der Effizienz und Profitabilität.

Voraussichtliche Entwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft

Die erfreuliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2014 zeigt, dass die Commerzbank mit ihrer strategischen Neuausrichtung auf dem richtigen Weg ist, durch die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells bis 2016 ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau erreichen zu können. Ungeachtet der Erwartung anhaltend anspruchsvoller Rahmenbedingungen wollen wir im Jahr 2015 mit einer Kombination von Wachstumsinitiativen und fortgesetzt strikter Kontrolle von Kosten und Risiken weitere Fortschritte erzielen. Im laufenden Geschäftsjahr streben wir an, das Geschäftsvolumen in der Kernbank weiter zu steigern und die Operativen Erträge sowohl in den Kernsegmenten als auch im Gesamtkonzern zu erhöhen. Das auf ein nochmals deutlich tieferes Niveau gesunkene Niedrigzinsumfeld sowie die in Deutschland und Europa nur als verhalten prognostizierte Konjunkturentwicklung werden sich jedoch voraussichtlich über weite Strecken des Jahres als Belastungsfaktoren erweisen und die geplante Ausweitung von Kundengeschäftsvolumen und Ertragsbasis beschränken. Die erwartete leichte Steigerung der gesamten Konzernerträge resultiert daher wesentlich aus der erreichten und sich nach unserer Einschätzung fortsetzenden Verbesserung der Marktposition im Kerngeschäft. Da die Steuerung der Bank über die Segmente erfolgt, stellen wir in den folgenden Abschnitten des Prognoseberichts auf die Entwicklung des Commerzbank-Konzerns ab. Hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 folgende Entwicklung:

Voraussichtliche Entwicklung einzelner Ergebniskomponenten

Die Entwicklung des Zinsüberschusses wird im Jahr 2015 maßgeblich davon bestimmt werden, in welchem Ausmaß es gelingt, die Auswirkungen des extrem niedrigen Marktzinsniveaus und der im Zeitverlauf abgeflachten Zinsstrukturkurve durch steigende Kreditvolumina und aktive Gegenmaßnahmen zu kompensieren. In der Kernbank beabsichtigt die Commerzbank, die im vergangenen Jahr ausgebaute Wettbewerbsposition im Privat- und Firmenkundengeschäft für weitere Marktanteilsgewinne zu nutzen und insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen sowie Mittelstandskrediten zu wachsen.# Die in verhaltener Kreditnachfrage zum Ausdruck kommende geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen sollte sich im Jahresverlauf langsam lösen.

Durch Konditionenanpassungen werden wir die Refinanzierungskosten der Passivseite nochmals senken, auch wenn hier der Spielraum zunehmend geringer wird. Mit einer Belastung ist durch rückläufige Erträge aus dem Aktiv-Passiv-Management zu rechnen, da mittlerweile zahlreiche Liquiditätsanlagen mit negativen Zinssätzen notieren. Im Segment Non-Core Assets rechnen wir trotz des stark vorangeschrittenen Portfolioabbaus mit einem steigenden Zinsüberschuss. Einerseits begegnen wir dem Rückgang der zinstragenden Aktiva durch Margenerhöhungen im Fall von Kreditprolongationen. Andererseits sollten die Liquiditätskosten infolge einer voraussichtlich etwas abnehmenden Abbaugeschwindigkeit und eines gleichmäßigeren Ablaufs von Segmentaktiva und -passiva, zurückgehen. Zudem entfällt ein negativer Sondereffekt, der im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit einer Portfoliotransaktion entstanden ist. Insgesamt erwarten wir für das laufende Jahr auf Konzernebene eine leichte Steigerung des Zinsüberschusses.

Beim Provisionsüberschuss streben wir im Jahr 2015 eine leichte Zunahme an. Nach der im Jahresverlauf zunehmend realisierten Verstetigung der Kundenerträge im Privatkundengeschäft erwarten wir weitere positive Auswirkungen unseres noch stärker kundenorientiert ausgerichteten Beratungsansatzes. Hält sich die Volatilität an den Kapitalmärkten im erwarteten Rahmen, sollte der Trend zu wachsenden Kundenaktivitäten im Wertpapiergeschäft anhalten. Bei Mittelstandskunden erwarten wir durch die starke internationale Marktposition zunehmende Provisionserträge, unter anderem im Auslandsgeschäft und im Cash-Management.

Eine Prognose des Handelsergebnisses ist aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Gerade angesichts der seit der zweiten Jahreshälfte 2014 deutlich gestiegenen Kapitalmarktvolatilität sollte sich aber der risikoorientierte Ansatz der Commerzbank, zu dem der bewusste Verzicht auf Eigenhandelsaktivitäten zählt, auszahlen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sehen wir 2015 für den Gesamtkonzern auf einem vergleichbaren Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. In der Kernbank erwarten wir eine Normalisierung, das heißt eine höhere Risikovorsorge. Auch wenn sich Nettoauflösungen von Wertberichtigungen wie 2014 im Segment Corporates & Markets voraussichtlich nicht wiederholen werden, dürfte der Risikovorsorgeaufwand im historischen Kontext auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bleiben. Im Segment NCA sollten die verbesserte Portfolioqualität sowie der erheblich reduzierte Bestand an gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungen eine nochmals deutlich geringere Risikovorsorgebelastung als 2014 ermöglichen. Der Großteil der Risikokosten wird wie bereits im Vorjahr die Schiffsfinanzierung betreffen, wo eine nachhaltige und die Schiffsmärkte in ihrer Breite umfassende Verbesserung des schwierigen Umfeldes noch nicht erkennbar ist.

Auch 2015 wird die Commerzbank ihr striktes Kostenmanagement ohne Abstriche fortführen. Dies soll es ermöglichen, den aus Investitionsmaßnahmen zur Steigerung der künftigen Profitabilität sowie den aus der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen resultierenden Kostenzuwachs zu kompensieren. Insgesamt soll der Verwaltungsaufwand im laufenden Jahr - inklusive der voraussichtlich erheblich anwachsenden Belastung durch Bankenabgaben - mit rund 7,0 Mrd. Euro stabil gehalten werden.

In der Steuerposition erwarten wir für das laufende Jahr eine Belastung aufgrund der vom Gesetzgeber in Großbritannien angekündigten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen.

Voraussichtliche Entwicklung der Segmente

Die stetige Fortentwicklung des Geschäftsmodells steht im Blickpunkt aller Aktivitäten in der Kernbank. Im Segment NCA wollen wir den Portfolioabbau hinsichtlich Geschwindigkeit, Risikoreduktion und Operativem Ertrag im Rahmen unserer Zielsetzung weiter fortsetzen.

Privatkundengeschäft

Im Privatkundengeschäft haben wir im vergangenen Jahr mit der Direktbankfähigkeit der Filialbank einen Meilenstein in der Modernisierung der Bank erreicht. Auf dem Weg zur echten Multikanalbank verfügen wir über einen Wettbewerbsvorteil, den wir zusammen mit der anerkannt hohen Service- und Beratungsqualität für weitere Marktanteilsgewinne bei Privat- und Geschäftskunden nutzen wollen. Einen Schwerpunkt im Kreditgeschäft, in dem wir fortgesetzt überdurchschnittlich wachsen wollen, stellt die Immobilienfinanzierung dar. Über die Kombination aus einer stärkeren Durchdringung der bestehenden Kundenbasis sowie einem Nettoneukundenzuwachs auf vergleichbarem Niveau wie 2014 streben wir die Ausweitung unserer Ertragsbasis an. Daher rechnen wir im Privatkundengeschäft im Jahr 2015 mit einer weiteren Erhöhung des Operativen Ergebnisses, die aber nicht mehr so stark ausfallen dürfte wie im Vorjahr. Die Operative Eigenkapitalrendite soll im Vorjahresvergleich leicht zunehmen, die Aufwandsquote dagegen vor dem Hintergrund der erwarteten Ertragszuwächse nochmals deutlich sinken.

Mittelstandsbank

Auch in der Mittelstandsbank liegt der Fokus auf geschäftlichem Wachstum, zum einen durch die Gewinnung von Neukunden, vor allem im Segment kleinerer Mittelstandskunden. Zum anderen beabsichtigen wir, aufgrund der starken Marktposition unsere engen Kundenbeziehungen weiter zu intensivieren und insbesondere im internationalen Geschäft zu wachsen. 2014 hat die Commerzbank zum Beispiel über die Etablierung von lokalen Standorten das Firmenkundengeschäft mit Schweizer Unternehmen deutlich ausgebaut. Aufgrund der Erwartung einer höheren Ertragsbasis gehen wir davon aus, das Operative Ergebnis 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht steigern zu können. Die Operative Eigenkapitalrendite sollte sich im laufenden Jahr leicht verbessern und die Aufwandsquote sich auf dem guten Niveau stabilisieren.

Central & Eastern Europe

Im Segment Central & Eastern Europe sehen wir über einen mittelfristigen Zeithorizont weiteres Potenzial für profitables Wachstum. Im polnischen Markt, der sich durch eine vergleichsweise bessere Konjunkturentwicklung als in Westeuropa auszeichnet, verfügt die Commerzbank über die Mehrheitsbeteiligung an der mBank über die führende Direktbankplattform und einen attraktiven und weiter wachsenden Kundenstamm. Weiter zunehmende Erträge im Kredit- und Einlagegeschäft mit Firmen- und Privatkunden werden nach unserer Einschätzung eine mögliche Einengung der Zinsmargen aufgrund des anhaltenden Zinssenkungstrends der polnischen Notenbank kompensieren. Aufgrund geplanter hoher Investitionen zur Festigung und zum Ausbau der Marktposition wird die Aufwandsquote das im Vorjahr deutlich verbesserte Niveau voraussichtlich nicht wieder erreichen können und leicht über dem Vorjahreswert liegen. Somit halten wir im Vergleich zum Vorjahr ein leicht rückläufiges Operatives Ergebnis für möglich, was sich entsprechend in einer etwas geringeren Operativen Eigenkapitalrendite niederschlagen wird.

Corporates & Markets

Wegen des vergleichsweise hohen Anteils volatiler Bewertungseffekte an den Gesamterträgen sowie der unverändert hohen Dynamik im regulatorischem Umfeld mit zum Teil nicht absehbaren Entwicklungen ist die Prognose der Ertragslage im Segment Corporates & Markets mit verhältnismäßig großer Unsicherheit verbunden. Bleiben aber wie erwartet übermäßige Schwankungen an den Kapitalmärkten aus, rechnen wir mit einem Niveau von Kundenaktivitäten an den Primär- und Sekundärmärkten, das nicht wesentlich von dem des vergangenen Jahres abweichen sollte. Dementsprechend sollten sich die Erträge aus dem Kapitalmarktgeschäft im Vergleich zum Jahr 2014 ebenfalls relativ stabil entwickeln. Auf der Kostenseite erwarten wir Effekte von schon im vergangenen Jahr angestoßenen effizienzsteigernden Maßnahmen. Insgesamt erwarten wir eine Aufwandsquote auf dem Niveau von 2014. Hinsichtlich der Kreditrisikovorsorge wird es nach Nettoauflösungen von Wertberichtigungen im Jahr 2014 im laufenden Jahr voraussichtlich wieder einen Zuführungssaldo geben. Die sich normalisierende Risikovorsorgeposition ist der Hauptgrund für die Erwartung eines leicht rückläufigen Operativen Ergebnisses im Jahr 2015. Regulatorisch bedingt sind nochmals höhere Eigenkapitalanforderungen des Segments nicht auszuschließen, weshalb die Operative Eigenkapitalrendite den Vorjahreswert etwas überproportional zur Ergebnisveränderung unterschreiten könnte.

Non-Core Assets

Im Segment Non-Core Assets gehen wir im laufenden Geschäftsjahr trotz des in den vergangenen beiden Jahren schneller als geplant umgesetzten Abbaus der zinstragenden Aktiva von einer deutlichen Verbesserung des Operativen Ergebnisses aus. Dafür ist zum einen die stark verbesserte Portfolioqualität verantwortlich, die nach unserer Erwartung erneut zu einer signifikanten Verringerung der Kreditrisikovorsorge führen wird. Zum anderen dürften Margensteigerungen im Bestandsportfolio die Ertragsbasis erhöhen. Den Verwaltungsaufwand werden wir nochmals leicht senken. Im Rahmen der wertschonenden Abbaustrategie erwarten wir im Jahr 2015 weitere signifikante Fortschritte in Richtung unserer Zielsetzung, bis Jahresende 2016 die Portfolios in der gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierung auf insgesamt rund 20 Mrd. Euro zu reduzieren. In dieser Prognose sind noch keine größeren Portfoliotransaktionen enthalten, wie wir sie in den beiden Vorjahren realisieren konnten. Insgesamt gehen wir aber im Jahr 2015 von einer Verlangsamung der Geschwindigkeit beim Portfolioabbau aus, ohne dass wir bei unseren Bemühungen, die Portfolioqualität weiter zu verbessern, Abstriche machen werden.# Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die erreichten Fortschritte bei der strategischen Neuausrichtung des Commerzbank-Geschäftsmodells und die damit verbundene Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber unverändert sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft kommen in unserer Prognose für das Gesamtjahr zum Ausdruck. Für die Kernbank erwarten wir trotz des herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeldes im laufenden Geschäftsjahr - aufgrund der geplanten konzerninternen Eigenkapitalallokation als Folge des fortgesetzten Abbaus nicht strategischer Portfolios - eine leicht höhere Operative Eigenkapitalrendite als im Vorjahr. Die Aufwandsquote wird sich im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht verringern. Für den Prognosezeitraum 2015 erwarten wir ein Konzernergebnis, das deutlich über dem des Geschäftsjahres 2014 liegt, sowohl vor als auch nach Steuern. Der Anstieg dürfte etwas geringer ausfallen als beim Operativen Ergebnis, da der Aufwand für Bankenabgaben im Jahr 2015 signifikant zunehmen wird. Dementsprechend rechnen wir für die Operative Eigenkapitalrendite im Konzern ebenfalls mit einer deutlichen Verbesserung, während die Aufwandsquote leicht zurückgehen dürfte. Im Berichtsjahr konnte der Commerzbank-Konzern eine signifikante Verbesserung des Economic Value Added gegenüber 2013 verzeichnen. Dies resultierte insbesondere aus dem deutlich höheren Konzernergebnis. Für das laufende Jahr 2015 erwarten wir, dass sich dieser Trend fortsetzt. Nach unseren derzeitigen Erwartungen gehen wir für das Jahr 2015 im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft davon aus, einen positiven Jahresüberschuss erzielen zu können, der - vorbehaltlich einer weiteren Rücklagenstärkung - deutlich über dem Vorjahreswert liegt. Nach der Verbesserung der Basel-3-Kernkapitalquote im vergangenen Jahr um 30 Basispunkte auf 9,3 % ("fully phased-in", das heißt nach unserer Interpretation des ab 2019 gültigen regulatorischen Regelwerks) gehen wir für das Gesamtjahr 2015 davon aus, unserem Ziel einen Schritt näher zu kommen, bis Jahresende 2016 eine Quote von über 10 % auszuweisen. Diese Prognose schließt Schwankungen dieser Kapitalquote im Zeitverlauf nicht aus. Veränderte Auslegungen existierender Regeln beziehungsweise die Ausgestaltung künftig umzusetzender Normen können sich temporär auf die Kapitalquoten auswirken. In den vergangenen Jahren haben wir die Commerzbank deutlich widerstandsfähiger gegenüber negativen externen Einflüssen aufgestellt. Dennoch sind bereits zu Beginn des Jahres 2015 zahlreiche Risikofaktoren erkennbar, die bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis in einem erheblichen, derzeit jedoch nicht quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen können. Dazu zählen die nach wie vor von Unsicherheit geprägte wirtschaftliche Lage in Europa, wo ein Wiederaufflammen der Staatsschuldenkrise als Folge politischer Veränderungen in Griechenland nicht auszuschließen ist. Des Weiteren haben sich geopolitische Spannungen durch die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine verschärft. In diesem Zusammenhang ist auch die erhöhte globale Terrorismusgefahr zu nennen. An den Kapitalmärkten sind signifikante Turbulenzen denkbar, die zum Beispiel durch divergente internationale Zinsentwicklungen hervorgerufen werden könnten. So sind die Zinssätze für Staatsanleihen unter anderem in Deutschland, der Schweiz und in Japan teilweise in den negativen Bereich gefallen, während die konjunkturelle Situation in den USA möglicherweise eine Zinswende mit einem in der Folge stetig ansteigenden Zinsniveau erlauben könnte. Gravierende Zinsdifferenzen zwischen den wichtigsten Volkswirtschaften können auch zu weiteren starken Währungsschwankungen führen sowie erhebliche Verwerfungen in anderen Assetklassen nach sich ziehen.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Commerzbank auf Konzern- beziehungsweise Segmentebene. Basis hierfür sind die für den Konzern nach IFRS ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen. Auf die Commerzbank Aktiengesellschaft beziehen sich hauptsächlich die Finanzdaten und Risikokennzahlen der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und des Bereichs Deutsche Schiffsbank, der dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) zuzurechnen ist. Die Kennzahlen des Segmentes Central & Eastern Europe beziehen sich hauptsächlich auf die mBank in Polen, die Kennzahlen der Bereiche Commercial Real Estate und Public Finance des Segments NCA beziehen sich zum größten Teil auf die Hypothekenbank Frankfurt AG.

Executive Summary 2014

Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote

  • Das Risikodeckungspotenzial wurde mit 28 Mrd. Euro nahezu stabil gehalten.
  • Die Risikotragfähigkeitsquote lag mit 172 % auf hohem Niveau.
Risikotragfähigkeit Mrd. €

cia. Signifikanter Exposureabbau im Segment Non-Core Assets

  • Die Risikovorsorge in NCA konnte vor allem im Bereich CRE deutlich reduziert werden.
  • Dagegen konnte das Exposure in der Kernbank von 323 Mrd. Euro auf 355 Mrd. Euro gesteigert werden. Auf die Kernbank entfallen somit inzwischen mehr als 80 % des gesamten Exposures.
EaD Mrd. €

Risikovorsorge für die Gesamtbank um mehr als ein Drittel gesunken auf 1 144 Mio. Euro

  • Die Risikovorsorge in NCA konnte vor allem im Bereich CRE deutlich reduziert werden.
  • Der Rückgang in der Kernbank war vor allem bei Privatkunden und Mittelstandsbank zu verzeichnen.
Risikovorsorge Mio. €

Marktrisiken im Handelsbuch im Jahresverlauf 2014 stabil

  • Der VaR im Handelsbuch blieb im Jahresverlauf stabil bei 16 Mio. Euro.
  • Der Anstieg der Währungsrisiken wurde durch niedrigere Credit-Spread-Risiken kompensiert.
VaR Mio. €

Operationelle Risiken im Jahresvergleich gesunken

  • Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken ist leicht von 22,9 Mrd. Euro auf 21,6 Mrd. Euro gesunken.
  • Das ökonomisch erforderliche Kapital für OpRisk lag entsprechend mit 1,8 Mrd. Euro leicht unter Vorjahresniveau.
Risikoaktiva aus operationellen Risiken Mrd. €

Der Risikobericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three lines of Defense"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie überwiegend außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bilden interne und externe Kontrollinstanzen (zum Beispiel interne Revision und Wirtschaftsprüfer). Der CRO verantwortet das Risikocontrolling und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets (NCA), Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In den Segmenten der Kernbank ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment NCA über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees. Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und mindestens vier weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss wird durch den Vorstand regelmäßig (vier Sitzungen im Jahr) über die Risikolage der Bank unterrichtet. Das Risk Management Board behandelt als Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet das Schaffen und Einhalten einer einheitlichen Risikokultur. Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements unterhalb des Gesamtvorstands, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird.# Risikomanagement

Den Vorsitz führt der CRO oder sein Stellvertreter. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen. Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken konzernweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Fokus ist neben der Risikominimierung beziehungsweise Verlustvermeidung die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils auf aggregierter Ebene. Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes (AMA) im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe. Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung. Das zentrale Asset Liability Committee ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie Zinsüberschuss unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle in unserem Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung, der Reputationsrisiken und der Rechtsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Die Überwachung der Personal- und IT-Risiken verantwortet der Chief Operating Officer (COO).

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Sanierungsindikatoren des Recovery-Plans.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder ein nachhaltiger Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, der Zusammenbruch der Finanzmärkte, der Zusammenbruch globaler Clearinghäuser und ein Bank Run. Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Bei einer nachhaltigen Änderung der Einschätzung dieser Bedrohungen für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellen wir sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte. Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen Risikoarten limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings überprüfen wir die Einhaltung der Limite und Leitplanken. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie und im Recovery Plan weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können.

Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleisten wir die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch stellen wir sicher, dass alle Commerzbankspezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zum Management und zur Steuerung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwenden wir eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Gemäß dem Prinzip "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards sowie Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bilden interne und externe Kontrollinstanzen (zum Beispiel interne Revision und Wirtschaftsprüfer).

Entsprechend der bisherigen Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV a. F.) wurden in der Commerzbank in einem jährlichen Prozess diejenigen Mitarbeiter identifiziert, die einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank haben (sogenannte Risk Taker). Diese sogenannten Risk Taker werden identifiziert auf Basis ihrer betriebsorganisatorischen Funktion (unter anderem Führungsebene) sowie aufgrund ihrer funktionsbedingten Tätigkeit, die einen potenziellen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Bank hat. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für das Gesamtergebnis der Bank gelten für diese Mitarbeiter gesonderte Regelungen in Bezug auf die Messung ihrer Performance und die Bemessung ihrer variablen Vergütung. Am 26. Juni 2014 trat die delegierte EU-Verordnung in Kraft, die Bezug nimmt auf qualitative und angemessene quantitative Kriterien zur Ermittlung der Mitarbeiterkategorien, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil eines Instituts auswirkt. In der Commerzbank wurden daher weitere Mitarbeiter als Risk Taker identifiziert.

Risikokennziffern

Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren.Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt: Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht. Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen. Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist. Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar. Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird. Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann. Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten. Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert es risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept. Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der nachstehenden Tabelle nicht separat ausgewiesen) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als potenzielle Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von eigenen Objekten (insbesondere Immobilien). Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenannte Risiken werden im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2014 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 172 % per 31. Dezember 2014. Die RTF-Quote ist im Jahresverlauf stabil auf hohem Niveau geblieben.

scroll

Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. €

31.12.2014 31.12.2013
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial1 28 29
Ökonomisch erforderliches Kapital2 16 16
davon für Adressenausfallrisiko 12 12
davon für Marktrisiko 3 4
davon für operationelles Risiko 2 2
davon Diversifikationseffekte -2 -2
RTF-Quote3 172% 179%

1 Einschließlich potenziell Abzugsposition für Geschäftsrisiko.
2 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Reserverisiko.
3 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarien berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee (ALCO) verabschiedet. Die Szenarien beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte und Geschäftsstrategien. Die Simulation erfolgt monatlich unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Dies geschieht in Abhängigkeit von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Analog zur Integration der RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank sind auch für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld explizite Limite als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung des Limits für die ungestresste und gestresste RTF-Quote ist fester Bestandteil des internen Berichtwesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst. Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden. Über die bankinterne Stressbetrachtung der ökonomischen Risikotragfähigkeit hinaus hat die Commerzbank auch an der umfassenden Bewertung der EZB ("Comprehensive Assessment") teilgenommen und den damit verbundenen aufsichtlichen Stresstest bestanden. Auf Basis eines Asset Quality Review (AQR) zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurde ein EU-weiter Stresstest durchgeführt. Im Basis-Szenario des Stresstests kam die Commerzbank unter Berücksichtigung der AQR-Ergebnisse auf eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von 11,4 % und lag damit deutlich über der Hürde von 8,0 %. Im sogenannten adversen Szenario des Stresstests lag diese harte Kapitalquote mit 8,0 % ebenfalls deutlich über der Hürde von 5,5 %.# Weitere Details

Weitere Details hierzu finden sich im Kapitel "Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse" im Lagebericht.

Im Jahr 2014 erhöhten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 191 Mrd. Euro auf 215 Mrd. Euro. Dieser Anstieg war vor allem auf die Erstanwendung von Basel 3 zurückzuführen. Dem gemäß Geschäftsstrategie angestrebten Volumenanstieg in der Kernbank steht ein fortgesetzter Abbau der Non-Core Assets (NCA) gegenüber. Die NCA-Reduktion umfasste insbesondere die Veräußerungen von gewerblichen Immobilienfinanzierungsportfolios in Spanien und Japan sowie eines notleidenden Kreditportfolios in Portugal.

Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:

Risikoaktiva per 31.12.2014 Mrd. € Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Kernbank 135 15 20 170
Privatkunden 18 0 9 28
Mittelstandsbank 67 1 3 71
Central & Eastern Europe 13 0 0 14
Corporates & Markets 20 11 5 36
Sonstige und Konsolidierung 17 3 3 22
Non-Core Assets 39 5 1 45
Commercial Real Estate 12 0 1 13
Deutsche Schiffsbank 11 0 0 11
Public Finance 15 5 0 20
Konzern 174 20 22 215

Regulatorisches Umfeld

Mit Basel 3 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das Capital-Requirements-Directive-(CRD-)IV-Paket, die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "phase-in"). Im Verlauf des Jahres 2014 wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich in 2015 und darüber hinaus fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet.

Zusätzlich wird im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Leverage Ratio soll bis 2017 final kalibriert und voraussichtlich ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule 1 darstellen. Diese ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der CRR an die Aufsicht zu melden. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses.

Im Rahmen der Liquiditätsanforderungen werden die aufsichtsrechtlichen Meldeerwartungen insbesondere durch die Liquiditätskennziffern Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) konkretisiert. Die LCR wurde im Rahmen des Delegated Act am 17. Januar 2015 von der Europäischen Union verabschiedet und tritt für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft. Der Baseler Ausschuss hat im Oktober 2014 die finale Fassung der NSFR verabschiedet, die voraussichtlich zum 1. Januar 2018 in Kraft treten soll. Die Überführung in europäisches Recht steht noch aus. Die Konsultation zur Festlegung der sich an die NSFR anknüpfenden öffentlichen Publizitätspflichten endet am 6. März 2015. Die Commerzbank ermittelt bereits im Rahmen ihrer regulatorischen Meldeprozesse beide Kennziffern und kommuniziert diese im Rahmen der internen Berichterstattung.

Im Rahmen eines Konzernprojekts erfolgt die Umsetzung der vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken. Die vollständige Anwendung der Grundsätze ist für global systemrelevante sowie weitere ausgewählte Banken ab Anfang 2016 verpflichtend. Im Berichtsjahr hat die Commerzbank insbesondere die Dokumentation der der Berichterstattung zugrunde liegenden Daten in sogenannten Datenbäumen systematisiert und ausgebaut sowie die Grundlagen der hierauf anzuwendenden Data-Governance festgelegt.

Unser konzernweiter Recovery-Plan wurde an die seit April 2014 vorliegenden Mindestanforderungen an Sanierungspläne (MaSan) angepasst. Diese überarbeitete Fassung ist im Januar 2015 in Kraft gesetzt worden. Wir beschreiben im Recovery-Plan unter anderem ausführlich, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarien die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen werden wir unseren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln.

Am 4. November 2014 erfolgte nach Abschluss des Comprehensive Assessments (AQR/Stresstest; weitere Details hierzu finden sich im Kapitel "Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse" im Lagebericht) der Übergang der direkten Beaufsichtigung der Commerzbank von BaFin/Bundesbank auf die EZB im Rahmen des Single Supervisory Mechanism (SSM). Zur Ausübung ihrer Aufsichtsfunktion hat die EZB für jede direkt beaufsichtigte Institutsgruppe gemeinsame Aufsichtsteams (Joint Supervisory Teams, JST) aus Mitarbeitern der EZB und der nationalen Aufsichtsbehörden gebildet.

Als Ergänzung zum Single Supervisory Mechanism wurde in 2014 auch die Grundlage zur Finalisierung des Single Resolution Mechanismus gelegt. So wird ab 2016 zukünftig das Single Resolution Board die Verantwortung über die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute übernehmen. Außerdem werden die Banken des SSM-Raums ab 2016 mit der Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds starten.

Des Weiteren beobachtet und bewertet die Commerzbank auch die übrigen aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind insbesondere hervorzuheben die Bestrebungen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht zu Zinsänderungsrisiken im Bankbuch, zur Einschränkung nationaler Handlungsspielräume und zur Überarbeitung der Offenlegung im Rahmen der Säule 3. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank 2015 unter anderem den weiteren Konsultationsprozess zur Beurteilung anderer systemrelevanter Institute (Other Systemically Important Institutions, O-SIIs) und die daraus erfolgende Festlegung des O-SII-Puffers.

Die Enhanced Disclosure Task Force (EDTF) veröffentlichte zahlreiche Grundprinzipien und Empfehlungen für eine verbesserte Berichterstattung zu allen Bereichen des Risikomanagements. Die Commerzbank hat die Empfehlungen zum größten Teil in diesem Geschäftsbericht 2014 beziehungsweise im Offenlegungsbericht 2014 berücksichtigt. Für einzelne Themen sind Umfang und Zeitpunkt der Umsetzung noch in Prüfung.

Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den letzten Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für die Finanzindustrie im allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern. Die Commerzbank subsumiert unter den Adressenausfallrisiken neben dem Kreditausfallrisiko auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Strategie und Organisation

Die Kreditrisikostrategie ist aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet und ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken. Sie bildet den zentralen Ankerpunkt für die konzernweite Steuerung von Adressenausfallrisiken und ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet. Somit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Sie beschreibt die risikostrategischen Schwerpunkte und gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement - insbesondere zur Steuerung der wichtigsten Risikokonzentrationen. Die Kreditrisikostrategie ist das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Hierfür werden quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente eingesetzt, die jeweils den spezifischen Anforderungen von Kernbank- und NCA-Portfolio Rechnung tragen.

Die quantitative Steuerung erfolgt über fest definierte ökonomische und regulatorische Kennzahlen auf Konzern- und Segment- beziehungsweise Portfolioebene. Sie hat zum Ziel, neben der Risikotragfähigkeit auch eine angemessene Portfolioqualität und -granularität sicherzustellen. Qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies definieren das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.

Das Kreditrisikomanagement in der Kernbank unterscheidet sich organisatorisch vom Risikomanagement im Segment NCA. In der Kernbank sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Darauf basierend zeichnen eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktfolgeseite für das Risiko, die der Marktseite für den Ertrag besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.# Risikosteuerung

Risikoauffällige Kunden der Kernbank werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Überleitung in diese Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Überleitung in den Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Insolvenz, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Hierdurch wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen weiter betreut werden können.

Im Segment NCA dagegen sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst. Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden Leitplanken auf Basis des EaD festgelegt und eine Asset-Steuerung implementiert, die über ein regelmäßiges Asset Planning sowie auf Basis einer Risikomatrix für Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank erfolgt. Die innerhalb der Risikomatrix dargestellten Portfolio-Anteile geben die Leitlinie für ein differenziertes Risikomanagement innerhalb des übergeordneten Abbauauftrags vor. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu mitigieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten hinsichtlich eines wertschonenden Verkaufs von Teilportfolios genutzt werden.

Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt. Des Weiteren wird zu Zwecken der Liquiditätssteuerung regelmäßig der Übertrag von Assets an die Kernbank überprüft.

Risikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen. Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Sie werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Die risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Fokus der höchsten Entscheidungsgremien zum Beispiel auf Konzentrationsrisiken oder Abweichungen von der Risikostrategie.

Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement der Kernbank zielt weiterhin auf die Beibehaltung der erreichten guten Portfolioqualität ab. Unser Fokus liegt neben der Begleitung des Wachstums im granularen Kreditgeschäft der Kernbank auch auf der Begrenzung von Konzentrationsrisiken sowie der Reduktion von Risiken im Non-Investment-Grade-Bereich. Darüber hinaus überprüfen wir fortlaufend unsere Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter steht die Stärkung einer konzernweit einheitlichen Risikokultur ebenfalls im Fokus.

Die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind, bilden die Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken. Die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, und die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Auf dieser Basis erfolgt eine jährliche Rekalibrierung der Verfahren.

Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios. Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene der Einzelkredite zu übertragen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dies führte zu erheblichen Fortschritten bei Geschwindigkeit und Effizienz von Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.

Krisenhafte Entwicklungen sowie die laufenden Anpassungen der regulatorischen Bestimmungen erfordern ein reagibles Kreditportfolio. Die Sicherstellung einer hohen Portfolioreagibilität bleibt daher eine unserer wesentlichen Aufgaben im Kreditrisikomanagement.

Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung

Die Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung der Limiteinhaltung wichtig, die erwartete Entwicklung des Kreditrisikos (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielt der mittelfristige Forecast-Wert der Kapitalkenngrößen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Bei der Aktualisierung des Forecast ist sicherzustellen, dass aus dessen Einhaltung die Limiteinhaltung folgt. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Abweichungen vom Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Konzernkreditlimits auf Segmente und Geschäftsfelder, wird verzichtet.

Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

¹ Darstellung bezieht sich auf die Kernbank, in NCA analoges Vorgehen auf Basis einer spezifischen Risikomatrix.

Ratingklassifizierung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kredite (1.0 bis 5.8) und fünf Default-Klassen (6.1 bis 6.5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich und bleiben im Zeitablauf stabil. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet.

Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt.

Commerzbank-Masterskala

Rating Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint % PD- und EL-Bereich % S&P
1.0 0 0 → AAA
↑ 1.2 0,01 0-0,02 → AAA
↑ 1.4 0,02 0,02-0,03 AA+ →
↑ 1.6 0,04 0,03-0,05 AA, AA- →
↑ 1.8 0,07 0,05-0,08 A+, A →
2.0 0,11 0,08-0,13 A- →
↓ 2.2 0,17 0,13-0,21 BBB+ →
↓ 2.4 0,26 0,21-0,31
↓ 2.6 0,39 0,31-0,47
↓ 2.8 0,57 0,47-0,68 BBB- →
3.0 0,81 0,68-0,96 BB+ →
↑ 3.2 1,14 0,96-1,34
↑ 3.4 1,56 1,34-1,81
↑ 3.6 2,10 1,81-2,40 BB- →
↑ 3.8 2,74 2,40-3,10
4.0 3,50 3,10-3,90
↑ 4.2 4,35 3,90-4,86
↑ 4.4 5,42 4,86-6,04
4.6 6,74 6,04- 7,52
↓ 4.8 8,39 7,52-9,35
↓ 5.0 10,43 9,35-11,64
↓ 5.2 12,98 11,64-14,48
↓ 5.4 16,15 14,48-18,01
↓ 5.6 20,09 18,01-22,41
↓ 5.8 47,34 22,41- 99,99
6.1 ↑ Überziehung>90 Tage
6.2 ↑ Drohende Zahlungsunfähigkeit
6.3 100 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen
6.4 ↓ Kündigung ohne Insolvenz
6.5 ↓ Insolvenz

Management von Risikokonzentrationen

Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Risikominderung

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten entfallen überwiegend auf die Portfolios in der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Hypothekenbank Frankfurt AG. Sie belaufen sich auf rund 90 Mrd. Euro für die Positionen im Weiß- und Graubuch sowie auf knapp 6 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank und in Corporates & Markets ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt.# Commerzbank-Konzern
Die Commerzbank gliedert ihre Geschäftstätigkeit in die vier Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe sowie Corporates & Markets. In dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Diese sollen über Zeit vollständig abgebaut werden. Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns gehen wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio und die Überziehungen im Weißbuch ein.

Kreditrisikokennzahlen

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1.0 bis 5.8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014 Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. CVaR Mio. €
Kernbank 355 944 27 8 064
Non-Core Assets 78 553 71 3 612
Konzern 433 1 497 35 11 675

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 79 % in den internen Ratingklassen 1 und 2.

Ratingverteilung per 31.12.2014 EaD %
1.0-1.8 2.0-2.8
Kernbank 31 49
Non-Core Assets 28 43
Konzern 31 48

Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung und Limitierung der Länderrisiken erfolgt auf Basis des Loss at Default auf Länderebene. Länder-exposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.

Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2014 Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 216 528 24
Westeuropa 107 290 27
Mittel- und Osteuropa 41 217 52
Nordamerika 25 33 13
Asien 20 49 25
Sonstige 25 381 153
Konzern 433 1 497 35

Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 6 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine stehen die Russland- und Ukraine-Exposures derzeit im besonderen Fokus der Risikoüberwachung. Per Ende Dezember 2014 betrug das Russland-Exposure 5,7 Mrd. Euro. Dabei entfällt ein großer Teil des Exposures auf Außenhandelsfinanzierungen, Interbankenhandel sowie Kredite an Töchter deutscher Unternehmen in Russland. Das Ukraine-Exposure betrug 0,1 Mrd. Euro, wobei dieses fast vollständig besichert ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen.

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes:

31.12.2014 EaD¹ Mrd. € 31.12.2013 EaD¹ Mrd. €
Sovereign² Banken
Griechenland 0,0 0,1
Irland 0,6 0,4
Italien 9,3 0,5
Portugal 1,3 0,4
Spanien 4,8 3,9

¹ Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen.
² Inklusive Subsovereigns.

Risikovorsorge Mio. € 2014 2013
Gesamt Q4 Q3
Kernbank 490 104 90
Non-Core Assets 654 204 251
Konzern 1 144 308 341
Risikovorsorge Mio. € 2013
Q4 Q3
Kernbank 134 249
Non-Core Assets 317 243
Konzern 451 492

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1 144 Mio. Euro. In diesem Wert ist eine einmalige Belastung von netto 28 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 603 Mio. Euro und somit um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Für 2015 erwarten wir, dass die Konzernrisikovorsorge auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beispielsweise aufgrund einer negativen Entwicklung der Krise in der Ukraine unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio lag zum Jahresende 2014 bei 11,8 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,7 Mrd. Euro deutlich rückläufig. Die Reduzierung resultierte maßgeblich aus erfolgreichen Abbaumaßnahmen im Segment NCA. Hier konnte unter anderem durch den Verkauf des Immobilienfinanzierungsportfolios in Spanien eine Nettoreduzierung um 3,3 Mrd. Euro erreicht werden. Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit:

Default-Portfolio LaR Kredit Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Konzern Kernbank NCA
Default-Volumen 11 843 5 610 6 233
Risikovorsorgebestand 5 145 2 950 2 196
GLLP 822 513 309
Sicherheiten 5 526 1 454 4 072
Coverage Ratio exklusive GLLP (%)¹ 90 79 101
Coverage Ratio inklusive GLLP (%)¹ 97 88 105
NPL-Ratio (%)² 2,7 1,6 7,4

¹ Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen.
² NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zu Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
* Ratingklasse 6.1: Mehr als 90 Tage überfällig.
* Ratingklassen 6.2/6.3: Drohende Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise die Bank begleitet die Sanierung des Kunden mit Sanierungsbeiträgen.
* Ratingklassen 6.4/6.5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Default-Klassen:

Ratingklassen per 31.12.2014 Mio. €
6.1
Default-Volumen 937
Risikovorsorgebestand 213
Sicherheiten 717
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 99

Überziehungen im Weißbuch

Um einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2014:

EaD Mio. € > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Kernbank 3 220 184 67 0 3 471
Non-Core Assets 348 97 32 0 478
Konzern 3 568 281 99 1 3 949

Im Jahr 2014 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 34 Mio. Euro auf 69 Mio. Euro reduziert (Zugänge 0, Abgänge 40 Mio. Euro, kumulierte Veränderungen aus der Bewertung 6 Mio. Euro); dabei handelt es sich ausschließlich um Immobilien. Der Gesamtbestand zum Jahresende entfiel auf die Hypothekenbank Frankfurt. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Hypothekenbank Frankfurt über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet. In der Regel ist dies die HF Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der HF Estate Management GmbH eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren. Die Commerzbank hat im Jahr 2013 eine eigenständige Restrukturierungsplattform für Schiffe gegründet, die "Hanseatic Ship Asset Management GmbH". Mit diesem Unternehmen sollen vereinzelt Schiffe mit Potenzial aus bestehenden leistungsgestörten Kreditbeziehungen übernommen, auf der neuen Plattform betrieben und nach einer Markterholung verkauft werden. Per Ende 2014 lag das Volumen der Schiffe, die als selbstbetriebene Schiffe in den Sachanlagen der Bank berücksichtigt sind, bei 232 Mio. Euro.

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen

Das Exposure der Kernbank in den Ratingklassen 1.0 bis 5.8 stieg zum 31. Dezember 2014 auf 355 Mrd. Euro an (31. Dezember 2013: 323 Mrd. Euro), die Risikodichte sank von 29 auf 27 Basispunkte.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014 Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. CVaR Mio. €
Privatkunden 88 183 21 944
Mittelstandsbank 134 398 30 3 861
Central & Eastern Europe 26 140 54 652
Corporates & Markets 60 179 30 1 680
Sonstige und Konsolidierung¹ 47 45 10 925
Kernbank 355 944 27 8 064

¹ Im Wesentlichen Positionen der Treasury.# Rund 80 % des Kernbankportfolios liegen im Investment-Grade-Bereich. Dieser entspricht auf Basis von PD-Ratings unseren internen Ratingklassen 1.0 bis 2.8.

Ratingverteilung per 31.12.2014

EaD % % % % %
1.0-1.8 2.0-2.8 3.0-3.8 4.0-4.8 5.0-5.8
Privatkunden 33 48 15 3 1 1
Mittelstandsbank 13 60 20 5 2 2
Central & Eastern Europe 5 61 22 10 2 2
Corporates & Markets 51 39 8 1 2 2
Kernbank¹ 31 49 15 4 1 1

¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge

Im Geschäftsjahr 2014 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 490 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Belastung somit um 175 Mio. Euro deutlich zurück.

Risikovorsorge | Mio. €

Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt
Privatkunden 79 11 16 16 36 108
Mittelstandsbank 342 107 36 142 57 470
Central & Eastern Europe 123 27 37 38 21 119
Corporates & Markets -55 -41 0 -5 -9 -57
Sonstige und Konsolidierung 1 0 1 1 -1 25
Kernbank 490 104 90 192 104 665

Risikovorsorge | Mio. € (2013)

Q4 Q3 Q2 Q1
Privatkunden 15 31 27 35
Mittelstandsbank 139 106 147 78
Central & Eastern Europe 36 41 36 6
Corporates & Markets -55 43 -19 -26
Sonstige und Konsolidierung -1 28 -1 -1
Kernbank 134 249 190 92

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio der Kernbank ist gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2013 um 414 Mio. Euro weiter rückläufig. Dabei profitierte die Kernbank von Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen, vor allem in den Segmenten Corporates & Markets und Privatkunden.

Default-Portfolio Kernbank Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 5 610 6 024
Risikovorsorgebestand 2 950 3 066
GLLP 513 523
Sicherheiten 1 454 1 308
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 79 73
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 88 81
NPL-Ratio (%) 1,6 1,8

Überziehungen im Weißbuch

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios nach Segmenten basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2014:

EaD Mio. € > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Privatkunden 385 51 34 0 469
Mittelstandsbank 2 038 82 17 0 2 138
Central & Eastern Europe 507 52 15 0 575
Corporates & Markets 289 0 0 0 289
Kernbank¹ 3 220 184 67 0 3 471

¹ Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst. Die Risiken im Privatkundengeschäft werden vom wirtschaftlichen Umfeld sowie der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise wesentlich beeinflusst. Wir steuern die Risiken unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes sowie ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus identifizieren wir auffällige Kredite über ausgewählte Trigger und bearbeiten diese im Bereich Risikofrüherkennung.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014

Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Private Baufinanzierung 51 88 17
Renditeobjekte 5 7 13
Individualkredite 13 36 28
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 10 28 30
Inländische Tochtergesellschaften 4 8 23
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 6 15 24
Privatkunden 88 183 21

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 56 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 13 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 10 Mrd. Euro). Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung, im vierten Quartal fortgesetzt. Die Risikodichte ist im Vergleich zum Jahresende 2013 um 4 auf 21 Basispunkte gesunken. Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ging im Vergleich zum Vorjahr um 29 Mio. Euro zurück und lag damit auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Default-Portfolio des Segments konnte gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 189 Mio. Euro abgebaut werden.

Default-Portfolio Segment Privatkunden | Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 754 943
Risikovorsorgebestand 258 311
GLLP 113 121
Sicherheiten 361 445
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 82 80
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 97 93
NPL-Ratio (%) 0,8 1,1

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Bei inländischen Corporates sowie ausländischen Corporates mit Bezug zu Deutschland wollen wir weiter wachsen und investieren in einzelne neue Märkte. Der Risikoappetit orientiert sich dabei an der Einschätzung der jeweiligen Branche, aber auch an dem konjunkturellen und wettbewerblichen Umfeld des Unternehmens. Wir analysieren für jedes Engagement die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die strategische Ausrichtung und die Bonität des Unternehmens.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014

Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Corporates Inland 86 258 30
Corporates Ausland 20 39 20
Financial Institutions 28 101 36
Mittelstandsbank 134 398 30

Das Kreditvolumen ist im Gesamtjahr, insbesondere durch die von der Mittelstandsbank initiierte Kreditinitiative, gestiegen. So konnte der EaD der Mittelstandsbank um 13,6 Mrd. Euro auf 134 Mrd. Euro erhöht werden. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil, was sich auch in den nach wie vor guten Risikokennziffern des Teilportfolios Corporates Inland widerspiegelt. Die Risikodichte belief sich hier per 31. Dezember 2014 auf 30 Basispunkte. Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 31. Dezember 2014 auf 20 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 20 Basispunkte. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 60. Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 342 Mio. Euro und ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum (470 Mio. Euro) deutlich zurückgegangen. Die Reduktion resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle. Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist seit dem 31. Dezember 2013 um insgesamt 72 Mio. Euro gesunken.

Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank | Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 2 583 2 655
Risikovorsorgebestand 1 429 1 487
GLLP 276 265
Sicherheiten 441 387
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 72 71
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 83 81
NPL-Ratio (%) 1,9 2,2

Segment Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Seit der Verschmelzung der bisher eigenständigen Marken BRE Bank, Multibank und mBank der BRE-Bank-Gruppe zur "neuen" mBank im zweiten Halbjahr 2013 wird das Segment durch die einheitliche Marke "mBank" repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an. Der strategische Fokus des Segments Central & Eastern Europe liegt auf organischem Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich in den Kernmärkten der mBank.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014

Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Central & Eastern Europe 26 140 54

Der EaD des Segments Central & Eastern Europe blieb per 31. Dezember 2014 mit 26 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresende nahezu konstant. Die Risikodichte belief sich hier per 31. Dezember 2014 auf 54 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken beläuft sich auf circa 4 Mrd. Euro. Es handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden. Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe stieg leicht um 4 Mio. Euro auf 123 Mio. Euro an. Das Default-Volumen stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 86 Mio. Euro an.

Default-Portfolio Segment Central & Eastern Europe | Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 1 212 1 126
Risikovorsorgebestand 604 517
GLLP 67 71
Sicherheiten 649 463
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 103 87
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 109 93
NPL-Ratio (%) 4,5 4,0

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) sowie das kommerzielle Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) des Konzerns. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich knapp drei Viertel des Exposures befinden. Der Anteil Nordamerikas lag Ende Dezember 2014 bei rund 14 %. Der EaD per Dezember 2014 lag mit 60 Mrd. Euro rund 2 Mrd. Euro über dem Wert per Ende Dezember 2013.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014

Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 19 85 46
Westeuropa 25 59 24
Mittel- und Osteuropa 2 5 33
Nordamerika 9 11 12
Asien 3 4 15
Sonstige 4 14 37
Corporates & Markets 60 179 30

Corporates & Markets begleitet seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten insbesondere durch seine Serviceleistungen bei Underwriting und Emissionen (zum Beispiel Equity, Bonds und Syndicated Loans). Stringente Richtlinien und definierte Limite begrenzen dabei das Underwriting-Risiko für alle Produktarten.# Die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, werden unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten sowohl auf Kontrahenten- als auch auf Portfolioebene streng überwacht.

Insbesondere die zunehmende Dynamik im "Levera-ged-Buy-out"-Markt stellt derzeit hohe Anforderungen an das Kreditrisikomanagement. Ein Augenmerk liegt darüber hinaus auf dem engen Monitoring von Counterparties (zum Beispiel Banken und Broker Dealer) in Ländern mit erhöhten Risiken, vor allem bezüglich besichertem Handelsgeschäft. Ziel ist es, unsere Kunden auch dort weiter zu unterstützen und uns dabei auf die Begleitung von hoch reagiblem Geschäft zu fokussieren. Die Strategie von Corporates & Markets mit Large-Corporate-Kunden in diesen kritischen Ländern bleibt unverändert. Vor allem die sich zuspitzende geopolitische Situation in Russland und der Ukraine steht derzeit im Fokus des Kreditrisikomanagements.

Im Geschäftsjahr wurden selektiv Anleihen der Assetklassen Consumer (Auto) ABS, UK-RMBS und CLO, die Unternehmenskredite in den USA und Europa verbriefen, im Gesamtvolumen von 1,2 Mrd. Euro per Ende 2014 erworben. Generell wird vorrangig in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen investiert, deren Strukturen vor, während und nach der Krise geringe Verluste oder ein moderates Risikoprofil aufgewiesen haben. Hierbei haben sich während der Finanzkrise besonders CLO und Auto ABS als stabil hinsichtlich ihrer Struktur und Performance gezeigt. Bei der Entscheidung für Neugeschäft wird insbesondere auch die Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes des zugrunde liegenden Kreditportfolios berücksichtigt, so wie auch weiterhin beim Monitoring und bei Prolongationen des Bestandsgeschäfts. Hingegen wurde das Structured-Credit-Bestandsportfolio im Jahresverlauf um weitere 0,8 Mrd. Euro auf 6,5 Mrd. Euro bei gleichzeitiger Verringerung der Risikowerte¹ um 0,8 Mrd. Euro auf 2,4 Mrd. Euro reduziert. Ein wesentlicher Anteil des Portfolios entfällt dabei auf CDO, die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen und US-Subprime-RMBS (CDO auf ABS), sowie auf Andere Structured-Credit-Positionen, die sich aus Total-Return-Swap-Positionen zusammensetzen. Bei den RMBS handelt es sich um Verbriefungen von privaten, überwiegend europäischen Immobilienkrediten.

Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägt. Im Geschäftsjahr 2014 profitierte das Segment erneut von erfolgreichen Restrukturierungen, die zu einer Netto-Risikovorsorgeauflösung von 55 Mio. Euro führten. Damit liegt die Risikovorsorge nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.

¹ Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwertes des Kreditderivats zusammen.

Default-Portfolio Segment Corporates & Markets

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 972 1 223
Risikovorsorgebestand 625 722
GLLP 56 64
Sicherheiten 3 14
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 65 60
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 70 65
NPL-Ratio (%) 1,6 2,0

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Das Exposure at Default des Segments im Weißbuch belief sich per Ende 2014 auf 78 Mrd. Euro und lag damit rund 28 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert für das NCA-Portfolio per Ende 2013.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2014

Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Bp. CVaR
Commercial Real Estate 17 123 74
Deutsche Schiffsbank 9 325 354
Public Finance 52 105 20
Non-Core Assets 78 553 71 3 612

Im Segment Non-Core Assets belief sich die Risikovorsorge auf 654 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 428 Mio. Euro stark reduziert.

Risikovorsorge | Mio. €

Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt
2014
Commercial Real Estate 73 1 82 -72 62 491
Deutsche Schiffsbank 588 205 173 137 74 596
Public Finance -7 -2 -3 0 -2 -5
Non-Core Assets 654 204 251 65 134 1 082

Risikovorsorge | Mio. €

Q4 Q3 Q2 Q1
2013
Commercial Real Estate 139 73 240 38
Deutsche Schiffsbank 177 170 110 138
Public Finance 0 0 -3 -2
Non-Core Assets 317 243 347 175

Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Default-Volumen im Berichtsjahr um 3,3 Mrd. Euro deutlich abgebaut. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch Portfoliotransaktionen, Verkäufe von Assets sowie aktiv von der Bank herbeigeführte Rückzahlungen erfolgt.

Default-Portfolio Segment NCA LaR Kredit

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 6 233 9 540
Risikovorsorgebestand 2 196 3 175
GLLP 309 410
Sicherheiten 4 072 6 100
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 101 97
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 105 102
NPL-Ratio (%) 7,4 8,2

Commercial Real Estate

Im Jahr 2014 konnten beachtliche Abbauerfolge unter anderem durch konsequente Nutzung von Marktopportunitäten für Transaktionen, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt AG, verzeichnet werden. Das EaD wurde um 13 Mrd. Euro auf 17 Mrd. Euro verringert und reduzierte sich damit deutlich schneller als vorhergesehen. Die relative Portfoliozusammensetzung des Performing-Portfolios nach Nutzungsarten blieb stabil. Die größten Anteile des Exposures entfielen nach wie vor auf die Teilportfolios Handel (6 Mrd. Euro), Büro (5 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (3 Mrd. Euro). Der deutliche Rückgang des Exposures ist unter anderem auf die Verkäufe der gesamten Immobilienfinanzierungsportfolios in Spanien und Japan sowie von Großteilen des US-Portfolios der Vereinigten Staaten zurückzuführen. Durch den Abbau im Jahr 2014 konnte neben der Verbesserung des Risikoprofils auch die Komplexität des verbleibenden CRE-Kreditbestandes deutlich reduziert werden. Im Gegensatz zu den USA geht der Wirtschaftsaufschwung im Euroraum nur schleppend voran und entwickelt sich uneinheitlich. Ziel ist gleichwohl auch für 2015 die Fortsetzung des wertschonenden Abbaus mit Fokus auf der Reduzierung der höher risikobehafteten Teilportfolios.

CRE-Portfolio nach Regionen EaD | Mrd. €

31.12.2014 31.12.2013
Deutschland 10 15
Westeuropa 4 10
Mittel- und Osteuropa 2 3
Nordamerika 0 1
Sonstige 0 1
Commercial Real Estate 17 30

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Risikovorsorge 2014 im Konzernbereich Commercial Real Estate um 417 Mio. Euro reduziert werden und liegt mit 73 Mio. Euro auf niedrigem Niveau. Der Wert enthält einmalige Auflösungen aus Portfoliotransaktionen in Höhe von 112 Mio. Euro, die im zweiten Quartal 2014 vereinnahmt wurden. Für 2015 gehen wir davon aus, dass sich die im Vorjahr durch die erwähnten Sondereinflüsse stark begünstigte Netto-Risikovorsorge wieder moderat erhöhen wird. Das Default-Portfolio für Commercial Real Estate konnte gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2,3 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro reduziert werden. Treiber für die Reduzierung waren überwiegend Portfoliotransaktionen, vor allem der Verkauf des Immobilienfinanzierungsportfolios in Spanien sowie des DefaultPortfolios in Portugal.

Default-Portfolio CRE | Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 3 335 5 662
Risikovorsorgebestand 900 1 882
GLLP 80 119
Sicherheiten 2 523 3 847
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 103 101
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 105 103
NPL-Ratio (%) 16,7 15,9

Deutsche Schiffsbank

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist im Rahmen unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2013 von 10,5 Mrd. Euro auf 9,2 Mrd. Euro gesunken. Dieser Portfolioabbau konnte trotz eines gegenläufigen Wechselkurseffekts von 977 Mio. Euro aus der Kursentwicklung des US-Dollar erreicht werden. Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (3 Mrd. Euro), Tanker (3 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (2 Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente. Die Märkte für Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker waren im Jahresverlauf weiterhin von Überkapazitäten geprägt. Das Niveau der Schiffswerte, das zum Ende des Jahres 2013 durch eine zuletzt deutliche Festigung der Werte von Massengutfrachtern und eine leicht positive Tendenz bei den Werten der Containerschiffe erreicht worden war, konnte im Jahr 2014 nicht gehalten werden. Bei Tankern hingegen war im Jahresverlauf 2014, insbesondere zum Jahresende, infolge der Entwicklung der Rohölmärkte eine deutliche Steigerung der Charterraten und der Schiffswerte zu verzeichnen. Eine nachhaltige Markterholung über alle Assetklassen hinweg erwarten wir jedoch auch im Jahr 2015 nicht. Unserer Strategie des wertschonenden Abbaus entsprechend reduzieren wir weiterhin konsequent die Risiken im Bestandsgeschäft. Die Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank belief sich im Jahr 2014 auf 588 Mio. Euro. Der Betrag enthält eine Belastung von netto 39 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Validierung der Pauschalrisikovorsorge, die im vierten Quartal anfiel. Insgesamt liegt die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2014 um 8 Mio. Euro leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Default-Portfolio wurde im Berichtsjahr um 978 Mio. Euro deutlich reduziert.

Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen I Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Default-Volumen 2 893
Risikovorsorgebestand 1 296 777
GLLP 224 133
Sicherheiten 1 549 697
Coverage Ratio exklusive GLLP (%) 98 96
Coverage Ratio inklusive GLLP (%) 106 105
NPL-Ratio (%) 24,0 31,4

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil des Staatsfinanzierungsgeschäfts sowie besicherte und unbesicherte Bankenanleihen/Darlehen, die insbesondere als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen vorgehalten werden. Die Forderungen und Wertpapiere des Public-Finance-Portfolios wurden vormals unter anderem in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt, Hypothekenbank Frankfurt International und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank gehalten. Die beiden letztgenannten Tochterunternehmen wurden zum 1. September 2014 zur Ersten Europäischen Pfandbrief- und Kommunalkreditbank verschmolzen. Das Management des NCA-Public-Finance-Portfolios wird zu etwa gleichen Teilen von den zentralen Segmenten Corporates & Markets und Group Treasury durchgeführt.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (43 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa. Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (9 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Westeuropa liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren und Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Gewährträgerhaftungen, Anstaltslasten oder anderen Unterstützungsmechanismen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Im Bereich Public Finance ist auch das Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio angesiedelt. Es umfasst die langfristige Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Das PFI-Portfolio ist weitgehend besichert und soll - im Einklang mit der NCA-Strategie - über die Zeit wertschonend abgebaut werden.

Das Public-Finance-Portfolio in NCA wurde im Jahr 2014 insgesamt in einer Höhe von 14 Mrd. Euro weiter reduziert. Der Abbau beinhaltete den Übertrag von rund 12 Mrd. Euro überwiegend deutscher Wertpapiere an die Kernbank zu Zwecken der Liquiditätssteuerung und erfolgte ansonsten durch aktive Portfoliomanagementmaßnahmen sowie vertragliche Fälligkeiten. Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance liegt mit -7 Mio. Euro nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Das Default-Portfolio von Public Finance blieb mit 5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Weitere Portfolioanalysen

Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:

Corporates-Portfolio nach Branchen 31.12.2014 31.12.2013
Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Versorgung/Umwelt 17 74 44 16 93 59
Transport/Tourismus 13 26 21 11 23 22
Konsum 12 37 31 13 43 33
Großhandel 11 49 43 10 46 45
Grundstoffe/Metall 11 42 39 9 33 35
Maschinenbau 9 26 28 8 19 25
Technologie/Elektronik 9 26 28 8 28 34
Dienstleistungen/Medien 9 35 39 8 29 38
Chemie/Verpackung 9 54 63 8 50 62
Automobil 8 29 36 8 23 30
Bau 5 47 100 4 54 125
Pharma/Gesundheitswesen 4 10 23 4 6 18
Sonstige 10 30 29 10 31 30
Gesamt 127 487 38 117 480 41

Financial-Institutions-Portfolio

Unverändert gegenüber den Vorquartalen konzentrieren wir uns im Neugeschäft der Kernbank unverändert auf Adressen mit guter Bonität. Hervorzuheben sind hier insbesondere unsere Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten in Corporates & Markets. Im Public-Finance-Geschäft wurden Risiken weiter verringert. Die Risiken im Geschäft in Osteuropa durch den Russland-Ukraine-Konflikt überwachen wir eng und tragen diesen durch verstärktes Monitoring und Portfoliomanagement Rechnung.

FI-Portfolio nach Regionen¹ 31.12.2014 31.12.2013
Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 11 6 5 14 8 5
Westeuropa 26 54 21 26 62 24
Mittel- und Osteuropa 9 31 35 9 28 33
Nordamerika 2 2 9 1 1 7
Asien 13 37 29 12 29 24
Sonstige 8 34 43 7 26 37
Gesamt 69 165 24 69 154 22
¹ Ohne Ausnahmeschuldner.

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Im Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio konzentriert sich die Commerzbank auf die weitere Portfoliooptimierung sowie auf attraktives Neugeschäft mit Adressen guter Bonität. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um diversifizierte Versicherungsgesellschaften, Asset Manager und regulierte Fonds, wobei der regionale Schwerpunkt bei Kunden in Deutschland und Westeuropa liegt.

NBFI-Portfolio nach Regionen 31.12.2014 31.12.2013
Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp. Exposure at Default Mrd. € Expected Loss Mio. € Risikodichte Bp.
Deutschland 8 18 22 9 16 18
Westeuropa 17 32 19 15 35 23
Mittel- und Osteuropa 1 6 88 2 3 15
Nordamerika 8 5 6 8 17 23
Asien 1 1 11 1 1 12
Sonstige 1 3 21 1 2 13
Gesamt 37 65 18 36 74 20

Originatorenpositionen

Die Commerzbank und die Hypothekenbank Frankfurt haben im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 5,5 Mrd. Euro vorgenommen. Im Vergleich zum Vorquartal wurde eine Verbriefung von Mittelstandskrediten in Höhe von 1,0 Mrd. Euro zurückgezahlt. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 wurden Risikopositionen in Höhe von 4,2 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,0 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.

Volumen Commerzbank¹ Verbriefungspool Mrd. € Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen¹ 31.12.2014 Gesamtvolumen¹ 31.12.2013
Corporates 2020-2036 3,6 < 0,1 < 0,1 4,1 5,0
Banken 2015-2021 0,4 < 0,1 < 0,1 0,4 0,4
RMBS 2048 0,0 0,0 0,0 < 0,1 0,1
CMBS 2046-2084 < 0,1 < 0,1 < 0,1 1,0 2,0
Gesamt 4,0 < 0,1 < 0,1 5,5 7,5
¹ Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im Geschäftsjahr 2014 leicht um 0,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken und lagen zum 31. Dezember 2014 bei 3,4 Mrd. Euro. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance. Das Volumen (4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte (4,5 Mrd. Euro) sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Forbearance-Portfolio

Die European Banking Authority (EBA) hat im Oktober 2013 im Rahmen eines Implementing Technical Standards (ITS) eine neue Definition des Begriffs "Forbearance" eingeführt. Die Definition der EBA zu Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Diese Definition ist unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der neuen EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen:

Forbearance-Portfolio nach Segmenten per 31.12.2014 Forborne Exposure Mio. € Risikovorsorgebestand Mio. € Coverage Ratio %
Privatkunden 482 11 2
Mittelstandsbank 2 342 468 20
Central & Eastern Europe 560 183 33
Corporates & Markets 880 272 31
Non-Core Assets 6 140 1 122 18
Konzern 10 405 2 056 20

Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar:

Forbearance-Portfolio nach Regionen per 31.12.2014 Forborne Exposure Mio. € Risikovorsorgebestand Mio. € Coverage Ratio %
Deutschland 6 008 1 103 18
Westeuropa 2 767 557 20
Mittel- und Osteuropa 712 232 33
Nordamerika 315 63 20
Asien 127 26 21
Sonstige 474 74 16
Konzern 10 405 2 056 20

Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 2 056 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 4 503 Mio. Euro abgedeckt.

Marktrisiken

Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.# Strategie und Organisation

Die Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung des Commerzbank-Konzerns auf.

Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken im Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen.

Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition im Konzern. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen.

Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf den handelsintensiven Segmenten Corporates & Markets und Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nicht-Kernaktivitäten (Non-Core Assets) gesteuert.

Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos.

In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung. Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet.

Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt.

Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell gesteuert, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5 % und eine Haltedauer von einem Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Es ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer Halteperiode von einem Tag berechnet. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag.

In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis.

Der VaR für das Handelsbuch blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Für das Gesamtbuch stieg der VaR um 18 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro an. Wesentliche Ursache für den Anstieg sind Positionsveränderungen in der Mittelstandsbank, in der im Rahmen einer Restrukturierungsmaßnahme Kreditforderungen in eine Aktienposition umgewandelt wurden. Zu dem VaR-Anstieg trugen auch Positionsveränderungen in der Treasury bei.

VaR-Beitrag (Gesamtbuch)

31.12.2014 31.12.2013
Gesamtbuch 98 80
davon Handelsbuch 16 16

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Handelsbuch

Der Value-at-Risk blieb im Jahresverlauf stabil bei 16 Mio. Euro. Der Jahresmittelwert liegt jedoch mit 15 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 21 Mio. Euro.

VaR der Portfolios im Handelsbuch

2014 2013
Minimum 11 13
Mittelwert 15 21
Maximum 37 34
VaR-Jahresendziffer 16 16

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskurs- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen, gefolgt von Zinsrisiken. In der Risikoart Zinsen werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

Die Entwicklung des VaR im Jahr 2014 zeigt einen Anstieg der Währungsrisiken. Ursache für den Anstieg ist eine angepasste Abbildung der Währungsrisiken des Pensionsfonds. Darüber hinaus haben Positionsveränderungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen sowie eine gestiegene Volatilität auf den Devisenmärkten zu dem Anstieg beigetragen. Credit-Spread-Risiken entwickelten sich im Jahr 2014 leicht rückläufig. Die übrigen Risikoarten blieben im Jahresvergleich stabil.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch

31.12.2014 31.12.2013
Credit Spreads 5 7
Zinsen 3 3
Aktien 2 2
Währung 5 3
Rohwaren 1 1
Gesamt 16 16

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der oben beschriebenen VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der Stressed VaR lag zum Berichtsstichtag mit 38 Mio. Euro um 12 Mio. Euro über dem Wert zum Jahresende 2013. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum nicht verändert. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden.# Beim Clean P&L Backtesting werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2014 haben wir im Clean-PSL- und im Dirty-PSL-Prozess keinen negativen Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe dieser Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Währungskursen, Aktienkursen sowie Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Im Jahr 2014 wurden weitere Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Non-Core Assets - Public Finance mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Unsere in diesem Bereich seit Jahren verfolgte strikte Abbaustrategie setzten wir systematisch fort. Darüber hinaus beeinflussen die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch. Das nachstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) im Anlagebuch des Commerzbank-Konzerns. Die Credit-Spread-Sensitivitäten stiegen im Jahresverlauf 2014 an und lagen Ende des Jahres bei 63 Mio. Euro. Ursache für diese Entwicklung sind im Jahresverlauf deutlich gesunkene Zinsen und Credit Spreads, die zu höheren Marktwerten im Anleiheportfolio und in der Folge zu höheren Credit-Spread-Sensitivitäten führten. Darüber hinaus erhöhten Positionsveränderungen im Geschäftsbereich Treasury die Credit-Spread-Sensitivitäten. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Credit-Spread-Sensitivitäten Downshift 1 Bp. | Mio. €

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarien für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2014 ein potenzieller Verlust von 1 442 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 751 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

In der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Wir bestimmen zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Zum Jahresende 2014 hielt die Commerzbank 0,1 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities und strukturierte Produkte wiesen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Strategie und Organisation

Der Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist zuständig für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung. Das ALCO wird unterstützt vom Liquidity-Review-Forum (LRF) und der Risikofunktion.

Risikosteuerung

Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird jährlich aktualisiert. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben.# Commerzbank AG

2. Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations

Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im Gesamtjahr 2014 hat die Commerzbank langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 5,9 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Quantifizierung und Stresstesting

Die Commerzbank hat im Jahr 2014 das Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk überarbeitet und an die aktuellen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen angepasst. Wichtige Punkte sind die neue Methodik und die Parametrisierung der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung ergibt sich die quantitative Ausgestaltung unserer Liquiditätsrisikotoleranz, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie steht.

Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes Neugeschäft in das Kalkül mit einbezogen wird. Die Limitierung erfolgt auf Stufe 5.

Durch die Neugestaltung der IT-Infrastruktur konnten die Prozesse zur Ermittlung und Analyse der Liquiditätsablaufbilanz deutlich verbessert werden. Zudem wurde die Steuerung der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) in das Liquiditätsrisikomodell integriert. Basierend auf der neuen Methodik der Liquiditätsablaufbilanz wurden Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren angepasst und ergänzt. Des Weiteren wurden für den Zeitraum bis zu einem Jahr harte Limite definiert, wohingegen für Zeiträume über einem Jahr Review Trigger existieren, um das Liquiditätsrisiko entsprechend unserer Refinanzierungskapazität zu limitieren. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten heruntergebrochen.

Im Geschäftsjahr 2014 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Jahresultimo 1,37.

Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert von Treasury gehalten und überwacht, um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß der Liquiditätsrisikotoleranz refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicher zu stellen.

Die Bank weist zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von bis zu 83,4 Mrd. Euro im Laufzeitband bis 1 Tag aus. Davon werden 48,6 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bei Fortschreibung der Bestände unter den derzeitigen Modellierungsannahmen würde sich eine Liquiditätsunterdeckung erst nach 7 Jahren ergeben, wohingegen die Limitierung des internen Modells eine Fristentransformationsposition bereits im Laufzeitband über einem Jahr zulassen würde. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio in einer Höhe von 9,7 Mrd. Euro.

Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien vervollständigt. Eine weitere Verbesserung der Steuerung des Liquiditätsrisikos stellt die Einführung einer verursachungsgerechten Kostenallokation dar, die durch die interne Liquiditätskostenverrechnung gewährleistet wird.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirement Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten.

Strategie und Organisation

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken.

Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vierteljährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Segment-OpRisk-Committees befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren strukturiert alle OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.

Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, vom Gesamtvorstand verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Bank.

Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zum Erreichen der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist. Die Segmente sowie die Management- und Serviceeinheiten stellen die "First Line of Defence" dar. Sie sind direkt verantwortlich für die Identifikation und das Management der operationellen Risiken in ihren Verantwortungsbereichen und sorgen für eine effektive und zeitnahe Risikosteuerung. Der Bereich OpRisk & IKS stellt den Einheiten der Bank in seiner Funktion als "Second Line of Defence" einheitliche und verbindliche Methoden und Systeme zur Identifikation, Bewertung und Überwachung der operationellen Risiken zur Verfügung. Diese werden von den Einheiten der Bank konzernweit angewendet, durch Instrumente und Regelwerke der weiteren Überwachungsfunktionen ergänzt und zwecks Mitigation der operationellen Risiken eingesetzt. Die "Third Line of Defence" bilden interne und externe Kontrollinstanzen, wie zum Beispiel die interne Revision und der Wirtschaftsprüfer. Ihre Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der OpRisk- und IKS-Methodik und deren Umsetzung in der Commerzbank.

Risikosteuerung

Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern.

Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert. Es wird komplettiert durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz).

Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2014 auf dieser Basis 21,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2013: 22,9 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2013: 1,9 Mrd. Euro).

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten:

31.12.2014 Risikoaktiva 31.12.2014 Ökonom. erforderl. Kapital 31.12.2013 Risikoaktiva 31.12.2013 Ökonom. erforderl. Kapital
Mrd. €
Mittelstandsbank 3,3 0,3 3,7 0,3
Central & Eastern Europe 0,4 0,0 0,5 0,0
Corporates & Markets 4,7 0,4 5,0 0,4
Non-Core Assets 1,3 0,1 1,2 0,1
Sonstige und Konsolidierung 2,9 0,2 2,6 0,2
Konzern 21,6 1,8 22,9 1,9

Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und der Risk Scenario Assessments statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen >1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Ein strukturiertes zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden sowohl monats- als auch quartalsbezogen erstellt und sind Teil der Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Sie beinhalten eine Darstellung der aktuellen Risikoeinschätzung der Segmente, deren wesentliche Verlustereignisse, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO.

Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden können, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat. Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden.

Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passiv-Prozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktiv-Prozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktiv-Prozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet.

Organisation

In der Commerzbank obliegt die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos Group Legal. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal, die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften und - soweit vorhanden - die juristischen Mitarbeiter in ausländischen Niederlassungen haben als Rechtsrisiko-Manager die Aufgabe, welt- und konzernweit das rechtliche Risiko innerhalb der Commerzbank zu identifizieren und zu steuern.

Risikosteuerung

Die Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren.

Bei Passiv-Prozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktiv-Prozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt.

Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management der Bank, die internen und externen Aufsichtsorgane sowie das OpRisk Committee.

Aktuelle Entwicklungen

Die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden, unter anderem wegen Sanktionsverstößen, Streitigkeiten über die Zahlung variabler Gehaltskomponenten, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen.

In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, wenn und soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird insbesondere durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Strategie und Organisation

Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Gegenstand des Reputationsrisiko-Managements im zentralen Konzernbereich Group Communications sind die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt damit in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden und steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank und unterliegt internen und externen Überprüfungen. Ihm kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion).

Risikosteuerung

Das Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und mögliche Kommunikationsrisiken damit zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet.# Reputationsrisiken, Compliancerisiken, IT-Risiken, Personalrisiken und Geschäftsstrategische Risiken

Je nach Ergebnis können sie mit Auflagen versehen oder auch negativ beurteilt werden. Dies kann bis zur Ablehnung führen. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und an die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank weitergeleitet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats ein.

Compliancerisiken

Compliance steht für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, regulatorischer Vorgaben und die Erfüllung weiterer wesentlicher ethischer Standards und Selbstverpflichtungen. Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliancerisiko bezeichnet. Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Daraus resultiert das Ziel, durch eine angemessene und wirksame Ausgestaltung des Compliance-Managementsystems die Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben sicherzustellen. Compliancerisiken können sich als quantifizierbare beziehungsweise nicht quantifizierbare Risiken manifestieren. Sie sind daher weder vollständig unter den operationellen Risiken noch unter den Reputationsrisiken subsumierbar. Gemäß Geschäftsauftrag ist Group Compliance für das übergreifende Management des Compliancerisikos zuständig. Ziel unseres übergreifenden und konzernweiten Risikomanagements ist es, Risiken, die die Integrität und damit den Erfolg der Commerzbank gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen und sachgerecht zu steuern. Das Management des Compliancerisikos erfolgt gemäß dem Modell der "Three Lines of Defence": Die Segmente sowie Management- und Serviceeinheiten stellen entsprechend ihrer operativen Verantwortung die "First Line of Defence" dar. Sie übernehmen die direkte Verantwortung für die Identifizierung und das Management der Compliancerisiken in ihrem Verantwortungsbereich und sorgen für eine effektive und zeitnahe Risikosteuerung unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. Group Compliance bildet die "Second Line of Defence" für das übergreifende Management der Compliancerisiken. Die "Third Line of Defence" bilden interne Kontrollinstanzen (zum Beispiel Interne Revision). Sie prüfen die Wirksamkeit der Aktivitäten der First und Second Lines of Defence. Wir entwickeln das Compliancerisiko-Management kontinuierlich weiter, um unserer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand ein Konzernprojekt zur Optimierung der Compliance-Maßnahmen aufgesetzt. Durch dieses Projekt wird insbesondere ein Rahmenwerk für die Definition und Operationalisierung des Risikoappetits für Compliancerisiken implementiert. Neben der Risikotragfähigkeit, die die Fähigkeit überwacht, Risiken bis zu einer bestimmten Höhe abfedern zu können, definiert der Risikoappetit die Bereitschaft, Risiken in den Geschäftsbereichen unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben bezüglich Compliancerisiken einzugehen.

IT-Risiken

IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken fassen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele:

  • Vertraulichkeit: Informationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind.
  • Integrität: Informationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Weise und frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann.
  • Nachvollziehbarkeit: Auf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können.
  • Verfügbarkeit: Informationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden.

Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt. IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden die wichtigsten IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarien bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Cyber-Crime), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten. Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte, über die der Vorstand regelmäßig informiert wird. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2014 ein einheitlicher IT-Risikomanagementprozess etabliert. Weiterhin wurde zur Stärkung des IT-Risikomanagements ein neuer Fachbereich IT Risk Management in GS-IT gegründet. Für 2015 ist geplant, das bestehende Kontrollgefüge zur Informationssicherheit weiter zu intensivieren.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269 Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

  • Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
  • Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
  • Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ.
  • Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Die Durchführung eines zweiten Piloten zur systematischen strategischen Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken zu professionalisieren. Über die bankweite Einführung der strategischen Personalplanung wird nach Abschluss des zweiten Piloten im Jahr 2015 durch den Vorstand entschieden.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend. Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand.# Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen

Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand.

Modellrisiko

Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapitalausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) im Mittelpunkt.

Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiko sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 der Commerzbank Aktiengesellschaft

Mio. € 2014 2013
Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8 875 9 220
b) Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1 141 1 141
10 016 10 361
Zinsaufwendungen -4 725 -5 643
5 291 4 718
Laufende Erträge
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 5 7
b) Beteiligungen 33 11
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 448 195
486 213
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 416 161
Provisionserträge 3 161 3 082
Provisionsaufwendungen -594 -524
2 567 2 558
Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands - -289
darunter: Auflösung gemäß § 340 e Abs. 4 S. 2 Nr. 1 HGB 259 -
Sonstige betriebliche Erträge 499 699
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2 721 -2 698
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -581 -531
darunter: für Altersversorgung -187 -132
-3 302 -3 229
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -2 303 -2 291
-5 605 -5 520
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -245 -201
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1 049 -818
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -1 506 -401
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - -
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -304 -193
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren - -
Aufwendungen aus Verlustübernahme -5 -170
Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 545 757
Außerordentlicher Aufwand -46 -519
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -192 -48
Sonstige Steuern -25 -24
-217 -72
Jahresüberschuss 282 166
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -141 -83
Bilanzgewinn 141 83

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2014 der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aktivseite

scroll Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Barreserve
a) Kassenbestand 1 000 977
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2 604 8 577
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 239 1 770
3 604 9 554
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 336 581
336 581
Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig 11 109 19 304
b) Andere Forderungen 81 634 105 002
darunter: Kommunalkredite 281 326 92 743
124 306
Forderungen an Kunden 171 491 171 065
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 40 350 28 531
Kommunalkredite 10 429 5 318
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) Von öffentlichen Emittenten 56 87
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - -
ab) Von anderen Emittenten - 400
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - 400
56 487
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) Von öffentlichen Emittenten 14 330 7 962
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 14 254 7 609
bb) Von anderen Emittenten 30 859 23 170
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 25 054 18 956
45 189 31 132
c) Eigene Schuldverschreibungen 507 672
Nennbetrag 505 Mio. € 45 752 32 291
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 402 881
Handelsbestand 87 350 115 593
Beteiligungen 403 457
darunter: an Kreditinstituten 318 318
an Finanzdienstleistungsinstituten 31 2
Anteile an verbundenen Unternehmen 8 374 9 117
darunter: an Kreditinstituten 2 562 2 806
an Finanzdienstleistungsinstituten 581 495
Treuhandvermögen 1 325 1 020
darunter: Treuhandkredite 460 516
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 589 437
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164 122
753 559
Sachanlagen 550 410
Sonstige Vermögensgegenstände 2 668 2 499
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 164 213
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 239 199
403 412
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1 204 518
Summe der Aktiva 417 358 469 263

Passivseite

scroll Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Täglich fällig 39 219 32 345
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 66 337 53 472
darunter: begebene öffentliche Namenspfandbriefe - 5
begebene Namensschiffs Pfandbriefe 34 104 105
556 85 85 817
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 6 701 6 191
ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 59 90 6 760
6 281
b) Andere Verbindlichkeiten
ba) Täglich fällig 126 243 140 129
bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 62 193 83 518
188 436 223 647
darunter: begebene öffentliche Namenspfandbriefe 838 866
begebene Namensschiffspfandbriefe 1 410 1 600
195 196 229 928
Verbriefte Verbindlichkeiten
a) Begebene Schuldverschreibungen 24 002 31 478
aa) Hypothekenpfandbriefe 1 982 1 003
ab) Öffentliche Pfandbriefe 1 174 669
ac) Schiffspfandbriefe 695 1 048
ad) Sonstige Schuldverschreibungen 20 151 28 758
b) Andere verbriefte Verbindlichkeiten 3 149 3 281
ba) Geldmarktpapiere 3 136 3 265
bb) Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 13 16
27 151 34 759
Handelsbestand 44 605 72 641
Treuhandverbindlichkeiten 1 325 1 020
darunter: Treuhandkredite 460 516
Sonstige Verbindlichkeiten 10 442 11 476
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 41 39
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 333 280
374 319
Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 35 35
b) Steuerrückstellungen 228 202
c) Andere Rückstellungen 3 466 3 077
3 729 3 314
Nachrangige Verbindlichkeiten 9 903 10 934
Genussrechtskapital 842 842
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 737 75
Fonds für allgemeine Bankrisiken 216 476
darunter: Sonderposten nach § 340 e Abs. 4 HGB 216 476
Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
aa) Grundkapital 1 139 1 139
Eigene Anteile - -
(Bedingtes Kapital 2 750 Mio. €) 1 139 1 139
ab) Einlagen stiller Gesellschafter 491 491
1 630 1 630
b) Kapitalrücklage 15 928 15 928
c) Gewinnrücklagen 320 96
d) Bilanzgewinn 141 83
18 019 17 737
Summe der Passiva 417 358 469 263

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

scroll Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 7 6
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 36 080 34 077
36 087 34 083
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 56 787 49 252

Anhang

Allgemeine Angaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) und des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) aufgestellt worden.# 10-K Filing

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve ist zu Nennbeträgen bilanziert. Schuldtitel öffentlicher Stellen werden mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten ausgewiesen, gebildete Wertberichtigungen setzen wir ab. Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und Nennbeträgen, denen Zinscharakter zukommt, werden in die Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Laufzeit ratierlich erfolgswirksam im Zinsergebnis berücksichtigt.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist für alle bilanziellen Forderungsbestände und außerbilanziellen Geschäfte auf Einzelgeschäftsebene, beziehungsweise Portfoliobasis unter Heranziehen interner Parameter und Modelle berechnet. Dabei unterscheiden wir zwischen signifikanten und nicht signifikanten Engagements. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderung und dem nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechneten Barwert. Dieser wird aus den zu erwartenden zukünftigen Zahlungseingängen unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten auf diese Forderungen ermittelt; das Ermitteln von Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Die regelmäßige Risikovorsorgeauflösung, die sich aus der Erhöhung des Barwertes ergibt, weisen wir innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Zinsertrag aus.

Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden - soweit sie nicht als Bewertungseinheit abgebildet sind - nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip behandelt. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Abschreibungen und Wertberichtigungen werden saldiert mit Wertaufholungen ausgewiesen.

Bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens sind die Aufwendungen in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente setzen wir sowohl zur Absicherung von Bilanzposten als auch für Handelszwecke ein und bewerten sie am Bilanzstichtag einzeln. Bewertungseinheiten werden unter Einbezug derivativer Sicherungsgeschäfte entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Mikro-Bewertungseinheiten der Liquiditätsreserve wird überwiegend die Durchbuchungsmethode sowie für wenige ausgewählte Portfolios die Einfrierungsmethode angewendet. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten der Passivseite sowie die bilanzielle Abbildung von Portfolio-Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Die Berücksichtigung interner Geschäfte erfolgt im Rahmen des sogenannten Stellvertreterprinzips.

Wir bewerten den Handelsbestand zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags gemäß § 340 e Abs. 3 HGB. Nach § 255 Abs. 4 HGB entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktpreis. Dieser ist bei börsennotierten Produkten der Börsenpreis, für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise und indikative Preise von Preisagenturen oder anderen Kreditinstituten herangezogen. Der Risikoabschlag ist auf Basis des aufsichtsrechtlich ermittelten Value-at-Risk-Ansatzes berechnet und dabei so bemessen, dass ein zu erwartender maximaler Verlust aus diesen Handelsbüchern mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von 10 Tagen nicht überschritten wird. Es ist ein historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Der Value-at-Risk wird für den Gesamtbestand des Portfolios zentral ermittelt und in der Bilanz innerhalb der Handelsaktiva abgesetzt. Sofern eine Zuführung gemäß § 340 e Abs. 4 HGB im Berichtsjahr erforderlich ist, erfolgt diese zulasten des Nettoertrags des Handelsbestands und erhöht den Posten Fonds für allgemeine Bankrisiken. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für börslich gehandelte Derivate werden innerhalb der Sonstigen Vermögensgegenstände und Sonstigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft verrechnet positive und negative beizulegende Zeitwerte sowie darauf entfallende Ausgleichszahlungen (Sicherheitsleistungen in bar) von außerbörslich gehandelten Derivaten (OTC-Derivaten) des Handelsbestands mit zentralen Kontrahenten und nicht-zentralen Kontrahenten. Die so verrechneten Beträge aus den Ausgleichszahlungen und beizulegenden Zeitwerten werden in den Handelsaktiva oder -passiva saldiert ausgewiesen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente kommen entweder am Markt verfügbare Kurse (zum Beispiel Börsenkurse) oder Bewertungsmodelle zum Tragen. Lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht ermitteln, werden die Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 HGB angesetzt. Sofern für die Bewertung auf finanzmathematische Bewertungsmodelle zurückgegriffen wird, verwenden wir, soweit möglich, am Markt verfügbare Parameter (zum Beispiel Zinskurven, Volatilitäten, Spreads) sowie weitere Ab- beziehungsweise Aufschläge zur Berücksichtigung von Risiko-, Liquiditäts-, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden wesentlich von der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Basiswerte bestimmt. Basiswerte der Derivate sind insbesondere Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle und Rohstoffe sowie Indizes und Zinssätze. Darüber hinaus beeinflussen die zukünftig erwarteten Wertschwankungen des Basiswertes sowie die Restlaufzeit des Derivats selbst den beizulegenden Zeitwert. Sofern keine Marktpreise aus einem aktiven Markt vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte mittels unterschiedlicher Bewertungsmethoden einschließlich Bewertungsmodellen ermittelt. Sowohl die gewählten Bewertungsmethoden als auch die verwendeten Parameter sind vom einzelnen Produkt abhängig und entsprechen dem Marktstandard. Beizulegende Zeitwerte für Termingeschäfte und Swaps werden mittels der Barwertmethode unter Berücksichtigung der Zinskurve der entsprechenden Handelswährung ermittelt. Standardoptionen und digitale Optionen bewerten wir grundsätzlich mit Black-Scholes-Modellen, während wir für komplexere Optionen als Bewertungsmethoden Baum- und Monte-Carlo-Verfahren anwenden. Bei sonstigen strukturierten derivativen Geschäften werden ebenfalls Monte-Carlo-Simulationen genutzt.

Bei nicht börsengehandelten Derivaten des Handelsbestands wird das Kontrahentenausfallrisiko durch das Bilden von Credit Valuation Adjustments (CVA) und das eigene Ausfallrisiko der Commerzbank Aktiengesellschaft durch das Bilden von Debit Valuation Adjustments (DVA) berücksichtigt. Zur Ermittlung von CVA und DVA werden, sofern verfügbar, beobachtbare Marktdaten (zum Beispiel Credit-Default-Swap-Spreads) verwendet. Bei Verbindlichkeiten des Handelsbestands wird zudem das eigene Kreditrisiko zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Zeitwertänderungen des Handelsbestands werden saldiert im Nettoergebnis des Handelsbestands ausgewiesen.

Zurückgekaufte, eigene Emissionen des Handelsbestands sowie eigene Schuldverschreibungen sind saldiert ausgewiesen, soweit keine Schuld mehr besteht. Pensionsgeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340 b HGB ausgewiesen. Verliehene Wertpapiere sind aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bei der Commerzbank Aktiengesellschaft bilanziert, während entliehene Wertpapiere nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Repos und Reverse Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten werden verrechnet und saldiert ausgewiesen.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und, soweit abnutzbar, gemindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Höhe der hierfür angefallenen Entwicklungskosten aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind nach den jeweiligen lokalen steuerrechtlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.# Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(2) Latente Steuern
Differenzbeträge zwischen Rückzahlungs- und Auszahlungsbetrag bilanzieren wir als Rechnungsabgrenzungsposten und lösen sie zeitanteilig erfolgswirksam auf. Langfristige, abgezinste Verbindlichkeiten (Zerobonds) werden mit dem Barwert angesetzt. Unabhängige Aktuare ermitteln jährlich Pensionsrückstellungen nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Die Parameter für die Berechnung sind in der Angabe zu den Rückstellungen beschrieben. Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den hierfür gebildeten Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Die Saldierung mit dem Deckungsvermögen erfolgt für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe des Erfüllungsrückstands gemäß IDW RS HFA 3. Ergibt sich aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen für Pensionen oder Altersteilzeit ein Aktivüberhang, wird dieser in dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der erforderliche Zuführungsbetrag gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB wird bis spätestens 31. Dezember 2024 zugeführt. Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert angesetzt. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbuchs (im sogenannten Bankbuch) werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat hierzu einen barwertorientierten Ansatz genutzt. Die Bewertung ergab unverändert keine Notwendigkeit zum Bilden einer Drohverlustrückstellung. Negativzinsen waren im Geschäftsjahr 2014 für die Commerzbank Aktiengesellschaft nicht wesentlich und wurden daher von den Zinserträgen beziehungsweise Zinsaufwendungen gekürzt. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Passive latente Steuern aus dem steuerlich abweichenden Ansatz der Handelspassiva, sonstigen Verbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen und immateriellen Vermögenswerten wurden mit aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Abweichungen bei der Risikovorsorge, den Handelsaktiva, den Forderungen an Kreditinstitute und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet. Nach der Verrechnung verbleibende aktive latente Steuern werden entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen. Zur Bewertung der latenten Steuern zieht die Commerzbank Aktiengesellschaft die unternehmensindividuellen Steuersätze heran. Dabei beträgt der Ertragsteuersatz des inländischen Organkreises 31,2 % (Vorjahr: 31,2 %). Dieser setzt sich aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,4 % zusammen. Die Bewertung der latenten Steuern der ausländischen Betriebsstätten erfolgt mit den dort geltenden Steuersätzen, deren Bandbreite sich zwischen 12 % und 46 % bewegt.

(3) Währungsumrechnung
Die Umrechnung von fremden Währungen in Euro erfolgt nach den Vorschriften der §§ 256 a und 340 h HGB. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Dies gilt auch für die Umrechnung der Kapitaltauschbeträge von Cross-Currency-Swaps des Nichthandelsbestands. Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte des Handelsbestands werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aufgrund der besonderen Deckung in derselben Währung werden Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse unserer Auslandsfilialen in die Berichtswährung erfolgt zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag. Sortenbestände sind mit den zum Bilanzstichtag gültigen Kursen umgerechnet.

(4) Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Wir haben die Methodik zur Berechnung der Bid-Offer-Adjustments im Geschäftsjahr 2014 verfeinert. Die Änderung hat das Handelsergebnis mit 26 Mio. Euro negativ beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2014 werden analog zur Saldierung von außerbörslich gehandelten Derivaten mit zentralen Kontrahenten erstmals auch beizulegende Zeitwerte und (Bar-)Sicherheitsleistungen von OTC-Derivaten mit anderen Kontrahenten verrechnet, für die unter einem Rahmenvertrag ein Besicherungsanhang einen täglichen Austausch von Sicherheitsleistungen vorsieht. Eine tägliche Abrechnung besitzt bei wirtschaftlicher Betrachtung Erfüllungscharakter und führt daher zu einer sachgerechteren Darstellung der Vermögens- und Finanzlage. Auswirkungen auf das Nettoergebnis des Handelsbestands ergeben sich durch die Saldierung nicht. Verrechnet werden in einem ersten Schritt positive beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten von 47 492 Mio. Euro mit negativen beizulegenden Zeitwerten von 47 492 Mio. Euro. In einem zweiten Schritt werden die auf die beizulegenden Zeitwerte entfallenden erhaltenen Ausgleichszahlungen - in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -mit den positiven beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten von 5 071 Mio. Euro verrechnet. Ferner sind die gezahlten Sicherheitsleistungen - in den Forderungen an Kreditinstute enthalten - mit den negativen beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten von 9 055 Mio. Euro verrechnet. Der Bilanzposten Handelsaktiva verringert sich durch diese Verrechnung um 52 563 Mio. Euro, der Bilanzposten Handelspassiva verringert sich durch diese Verrechnung um 56 547 Mio. Euro. Bei Anwendung dieser Saldierungsmethode auf die Bilanz zum 31. Dezember 2013 hätten sich folgende Werte ergeben:

scroll Mio. € 31.12.2013 Verrechnung 31.12.2013 (nach Verrechnung)
Handelsaktiva
darunter: derivative Finanzinstrumente 71 170 -39 968 31 202
Forderungen an Kreditinstitute 124 306 -5 558 118 748
Summe der Aktiva 195 476 -45 526 149 950
Handelspassiva
darunter: derivative Finanzinstrumente 64 665 -41 299 23 366
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 85 817 -4 227 81 590
Summe der Passiva 150 482 -45 526 104 956

(5) Erträge nach geografischen Märkten

scroll Mio. € 2014 2013
Europa einschließlich Deutschland 13 710 13 652
Amerika 219 230
Asien 234 184
Afrika - -
Gesamt 14 163 14 066

Der Gesamtbetrag enthält die Posten Zinserträge, Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Provisionserträge, Nettoertrag des Handelsbestands und Sonstige betriebliche Erträge der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

(6) Abschlussprüferhonorar
Wir haben von dem Wahlrecht gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht, das Abschlussprüferhonorar im Konzernabschluss auszuweisen.

(7) Sonstige betriebliche Erträge
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen von 499 Mio. Euro (Vorjahr: 699 Mio. Euro) sind im Wesentlichen Rückstellungsauflösungen von 372 Mio. Euro (Vorjahr: 278 Mio. Euro) enthalten, von denen 31 Mio. Euro (Vorjahr: 90 Mio. Euro) die Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand betrifft. Ferner sind hierin Erträge aus der Währungsumrechnung von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1 049 Mio. Euro (Vorjahr: 818 Mio. Euro) sind 927 Mio. Euro (Vorjahr: 352 Mio. Euro) Zuführungen und sonstiger Aufwand im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 18 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) enthalten.

(9) Außerordentlicher Aufwand
Der Außerordentliche Aufwand von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 519 Mio. Euro) enthält die erforderliche Zuführung zu Pensionsrückstellungen von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro).

(10) Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung
Für Dritte wurden nachstehende wesentliche Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht:
* Depotverwaltung
* Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen
* Vermögensverwaltung
* Verwaltung von Treuhandvermögen
* Wertpapierkommissionsgeschäft
* Abwicklung von Zahlungsverkehr
* Vermittlung von Hypothekendarlehen

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten

scroll Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Andere Forderungen an Kreditinstitute 81 634 105 002
mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten 41 916 68 133
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 25 490 19 555
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 12 025 14 522
mehr als fünf Jahren 2 203 2 792
Forderungen an Kunden 171 491 171 065
mit unbestimmter Laufzeit 18 232 18 053
mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten 26 724 34 803
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 20 840 21 272
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 46 100 44 091
mehr als fünf Jahren 59 595 52 846

(12) Zur Deckung von begebenen Schuldverschreibungen bestimmte Aktiva

Mio. € Mio. €
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute 307 453
Forderungen an Kunden 10 055 7 507
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 632 478
Gesamt 10 994 8 438

(13) Wertpapiere

Zum 31. Dezember 2014 teilten sich die börsenfähigen Wertpapiere folgendermaßen auf:

Börsennotiert Mio. € Nicht börsennotiert Mio. €
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36 729 22 652 9 023 9 639
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 421 352 448
Beteiligungen - - 29 29
Anteile an verbundenen Unternehmen 2 380 2 377 - -

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren von 45.752 Mio. Euro (Vorjahr: 32 291 Mio. Euro) werden 6 736 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 fällig.

(14) Handelsbestand

Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Zum Ausgleich eines Nettoaufwands des Handelsbestands hat die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 e Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 259 Mio. Euro (Vorjahr: -) aufgelöst.

Mio. € Mio. €
31.12.2014 31.12.2013
Handelsaktiva 87 350 115 593
Derivative Finanzinstrumente 42 706 71 170
Forderungen 1 270 477
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 17 189 21 642
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 26 223 22 353
Risikoabschlag Value at Risk -38 -49
Mio. € Mio. €
31.12.2014 31.12.2013
Handelspassiva 44 605 72 641
Derivative Finanzinstrumente 35 107 64 665
Verbindlichkeiten 9 498 7 976

(15) Bewertungseinheiten

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen werden Mikro- und Portfolio-Bewertungseinheiten zur Absicherung der hieraus bestehenden Risiken gebildet, wobei die Durchbuchungsmethode und die Einfrierungsmethode zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Durchbuchungsmethode werden der effektive und der ineffektive Teil der gegenläufigen Wertänderung von Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Diese Methode kommt grundsätzlich für Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum Einsatz, für die das allgemeine Zinsänderungsrisiko abgesichert wird. Zinsinduzierte Wertänderungen von Wertpapieren werden durch die Wertänderung der zugehörigen Sicherungsgeschäfte nahezu vollständig ausgeglichen. Die Effektivität der Bewertungseinheiten wird mit der Methode der Regressionsanalyse prospektiv und retrospektiv nachgewiesen. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von vier Jahren (Vorjahr: vier Jahren) auf. Bewertungseinheiten für Vermögensgegenstände mit eingebetteten Aktienkursrisiken werden nicht mehr gebildet. Gegenläufige Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden bei Anwendung der Einfrierungsmethode nicht erfolgswirksam dargestellt. Für wenige ausgewählte Portfolios der Liquiditätsreserve werden Bewertungseinheiten erstmals im Berichtsjahr auf Basis der Einfrierungsmethode gebildet. Hierbei werden zinsinduzierte Wertänderungen der Wertpapiere vollständig abgesichert, nicht-zinsinduzierte Wertänderungen werden erfolgswirksam ausgewiesen. Die Effektivitätsmessung der Absicherung von Zinsrisiken erfolgt grundsätzlich auf Basis einer portfoliobasierten Value-at-Risk-Betrachtung. Die Restlaufzeit dieser Bewertungseinheiten beträgt durchschnittlich vier Jahre. Bei einem Portfolio wird die Effektivität über die Analyse von Zinssensitivitäten nachgewiesen. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Bewertungseinheit beträgt ein Jahr (Vorjahr: zwei Jahre). Bei den Bewertungseinheiten für eigene Emissionen des Nichthandelsbestands wird die Effektivitätsmessung über einen vereinfachten Test auf Basis einer portfoliobasierten Sensitivitätsanalyse beziehungsweise einem qualitativen Vergleich der Ausgestaltungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften durchgeführt. Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von vier Jahren (Vorjahr: vier Jahren) auf. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die innerhalb von effektiven Bewertungseinheiten durch gegenläufige Entwicklungen der Sicherungsgeschäfte ausgeglichen werden, entsprechen der Höhe des abgesicherten Risikos.

Nachfolgende Tabelle stellt die in Bewertungseinheiten einbezogenen Vermögenswerte und Schulden dar:

Buchwerte Mio. € Nominalwerte Mio. € Höhe des abgesicherten Risikos Mio. €
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
Wertpapiere der Liquiditätsreserve 27 256 22 606 29 070 22 149 -930
Emissionen des Nichthandelsbestands 55 580 61 523 56 809 62 926 -3 550

(16) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Verbundene Unternehmen Mio. € Beteiligungen Mio. €
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute 35 613 50 169 41 83
Forderungen an Kunden 9 670 12 037 559 431
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 7 424 8 835 - -
Handelsaktiva 1 234 2 359 25 20
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17 484 16 335 8 14
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9 037 13 025 926 656
Verbriefte Verbindlichkeiten 984 1 539 - -
Handelspassiva - - 1 2
Nachrangige Verbindlichkeiten 929 1 287 - -

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Beziehungen zu nahestehenden Personen sind in der Angabe zu Bezügen und Krediten der Organe sowie im Vergütungsbericht wiedergegeben.

(17) Treuhandgeschäfte

Mio. € Mio. €
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kunden 460 516
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - -
Sonstiges Treuhandvermögen 801 440
Commerzbank-Stiftung 64 64
darunter: Bankguthaben - Laufende Konten 2 -
darunter: Wertpapiere 62 63
Sonstige Vermögensgegenstände - 1
Treuhandvermögen 1 325 1 020
darunter: Treuhandkredite 460 516
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 16
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 448 500
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 801 440
Commerzbank-Stiftung 64 64
darunter: Eigenkapital 63 63
darunter: Verbindlichkeiten 1 1
Stiftungsergebnis - -
Treuhandverbindlichkeiten 1 325 1 020
darunter: Treuhandkredite 460 516

(18) Entwicklung des Anlagevermögens

Mio. € Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Wertpapiere Anlagebestand Beteiligungen¹ Anteile an verbundenen Unternehmen¹
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2014 1 365 1 718 817
Zugänge Geschäftsjahr 333 243 80
Abgänge Geschäftsjahr 87 114 120
Umbuchungen - 8
Wechselkursänderungen 5 13 54
Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2014 1 616 1 868 831
Abschreibungen kumuliert 863 1 318 539
darunter: Abschreibungen Geschäftsjahr 139 106
darunter: Zuschreibungen Geschäftsjahr - -
Restbuchwerte 31.12.2014 753 550 292 403 834
Restbuchwerte 31.12.2013 559 410 314 457 911

¹ Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Abs. 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.

Von den Grundstücken und Gebäuden mit einem Gesamtbuchwert von 205 Mio. Euro (Vorjahr: 50 Mio. Euro) entfielen 190 Mio. Euro (Vorjahr: 36 Mio. Euro) auf eigengenutzte Grundstücke und Gebäude. Die in den Sachanlagen enthaltene Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug 345 Mio. Euro (Vorjahr: 360 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2014 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände von 589 Mio. Euro (Vorjahr: 437 Mio. Euro) aktiviert. Die Commerzbank Aktiengesellschaft betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

(19) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände von 2 668 Mio. Euro (Vorjahr: 2 499 Mio. Euro) enthielten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Finanzämtern von 761 Mio. Euro (Vorjahr: 907 Mio. Euro), Edelmetalle des Nichthandelsbestands von 122 Mio. Euro (Vorjahr: 209 Mio. Euro), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen von 417 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro) sowie Zinsabgrenzungen aus Nichthandelsderivaten von 213 Mio. Euro (Vorjahr: 269 Mio. Euro) und Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte von 159 Mio. Euro (Vorjahr: 192 Mio. Euro).

(20) Nachrangige Vermögensgegenstände

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute 92 743 124 306
darunter: nachrangig 692 792
Forderungen an Kunden 171 491 171 065
darunter: nachrangig 495 497
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 45 752 32 291
a) Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 30 859 23 170
darunter: nachrangig - -
b) Eigene Schuldverschreibungen 507 672
darunter: nachrangig 7 7
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 402 881
darunter: nachrangig - 421
Handelsaktiva¹ 87 350 115 593
darunter: nachrangig 218 218
Gesamt 1 412 1 935

¹ Zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

(21) Pensionsgeschäfte

Zum 31.## (21) Pensionsvermögen und Pensionsverpflichtungen

Der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen in Pension gegebenen Vermögensgegenstände betrug zum 31. Dezember 2014 4.737 Mio. Euro (Vorjahr: 2.849 Mio. Euro).

(22) Fremdwährungsvolumina

Zum 31. Dezember 2014 lagen 141.833 Mio. Euro (Vorjahr: 171.240 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sowie 94.433 Mio. Euro (Vorjahr: 140.029 Mio. Euro) auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten vor.

(23) Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.954 57.444
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.308 42.405
Verbriefte Verbindlichkeiten 500 500
Andere Verpflichtungen 6.340 7.791
Gesamt 71.102 108.140

Für die genannten Verbindlichkeiten waren in entsprechender Höhe Vermögensgegenstände als Sicherheiten übertragen. Die Sicherheitenstellung erfolgt für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte, für zweckgebundene Refinanzierungsmittel sowie im Rahmen von Offenmarktgeschäften des Eurosystems. Darüber hinaus sind begebene Schuldverschreibungen durch Forderungen in Höhe von 609 Mio. Euro (Vorjahr: 610 Mio. Euro) besichert, die zwar rechtlich veräußert wurden, aber weiterhin im wirtschaftlichen Eigentum der Commerzbank Aktiengesellschaft stehen.

(24) Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 10.442 Mio. Euro (Vorjahr: 11.476 Mio. Euro) enthielten Verbindlichkeiten aus Filmfonds von 1.470 Mio. Euro (Vorjahr: 1.690 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Verbriefungstransaktionen von 6.479 Mio. Euro (Vorjahr: 7.932 Mio. Euro).

(25) Rückstellungen

a) Altersversorgungsverpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines von der Deutschen Bundesbank festgelegten Rechnungszins von 4,54 % (Vorjahr: 4,89 %) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G gebildet. Zum Stichtag beträgt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zins 4,53 %. Der verwendete Rechnungszins wurde auf Basis der Informationen aus den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum 30. November 2014 auf das Jahresende mit 4,54 % prognostiziert. Dabei gehen wir von einer erwarteten, allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung einschließlich eines angenommenen Karrieretrends von 2,50 % per annum (Vorjahr: 2,50 % per annum) aus; für die Rentendynamik legen wir einen Zinssatz von 1,80 % per annum (Vorjahr: 1,80 % per annum) zugrunde. Die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze wird mit 2,00 % per annum (Vorjahr: 2,00 % per annum) angenommen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB belief sich zum Stichtag auf 13 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro). Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB den im Rahmen der geänderten Bewertung der Pensionen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 entstandenen Unterschiedsbetrag anteilig zugeführt, sodass zum Jahresende eine Unterdeckung von 267 Mio. Euro (Vorjahr: 313 Mio. Euro) verblieb. Die Zuführung wurde im Außerordentlichen Aufwand erfasst.

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Pensionen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen verrechnet. Zum 31. Dezember 2014 ergaben sich vor Verrechnung folgende Werte:

31.12.2014 31.12.2013
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 5.839 4.861
Erfüllungsbetrag 5.006 4.705

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird ebenfalls die Wertänderung des Deckungsvermögens mit den Zinseffekten aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung verrechnet. Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Pensionen 463 Mio. Euro (Vorjahr: 329 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen zur Sicherung gegenübersteht. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 978 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro).

Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 5.090 Mio. Euro (Vorjahr: 4.729 Mio. Euro). Das Deckungsvermögen ist überwiegend in Spezialfonds angelegt, die insbesondere in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, sowie Derivate investieren. Darüber hinaus enthält es Anlagen in Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Kapitalisierungsprodukten, Exchange-traded Funds und Guthaben auf Bankkonten. Für die Spezial- und Publikumsfonds liegen Rücknahmepreise der Kapitalanlagegesellschaften und anerkannte Börsen- oder Marktpreise vor. Für die Bewertung der Private-Equity-Investments greifen wir auf die vom jeweiligen Fonds ermittelten Werte zurück. Der Aktivwert des Kapitalisierungsprodukts wird von der Versicherung nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik berechnet und setzt sich aus den gezahlten Beiträgen, den bisher aufgelaufenen garantierten Zinsen und den zugeteilten Überschüssen abzüglich der Kosten zusammen. Guthaben auf Bankkonten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

b) Andere Rückstellungen

Die Anderen Rückstellungen sind zum großen Teil Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken. Darüber hinaus sind Rückstellungen für dem Personalbereich zugeordnete Sachverhalte, darunter Restrukturierungen, Altersteilzeit und Vorruhestand enthalten. Die Restrukturierungsrückstellungen für die geplanten Anpassungen von Personalkapazitäten betrugen 370 Mio. Euro (Vorjahr: 566 Mio. Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung von Anderen Rückstellungen betrug für das Geschäftsjahr 52 Mio. Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro) und wird gemäß § 277 Abs. 5 HGB im Zinsaufwand ausgewiesen.

(26) Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten von 9.903 Mio. Euro (Vorjahr: 10.934 Mio. Euro) dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung oder Ansprüche auf Zinszahlungen bestehen solange nicht. Die Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen sind nachrangige Verpflichtungen der Emittentin, die gleichrangig mit allen anderen Nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin befriedigt werden. Die Kündigung der Teilschuldverschreibungen durch den Inhaber ist ausgeschlossen. Es gelten die Bedingungen für nachrangige Verpflichtungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben. Im Geschäftsjahr betrug der Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten 641 Mio. Euro (Vorjahr: 574 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2014 überstiegen folgende Mittelaufnahmen 10 % der Nachrangigen Verbindlichkeiten:

Kennnummer Währung Mio. € Zinssatz % Fälligkeit WKN
CB83CE EUR 1.316 6,38 22.3.2019 WKN
CB83CF EUR 1.327 7,75 16.3.2021 CB83CF

(27) Genussrechtskapital

Gemäß den Genussscheinbedingungen ist die Bedienung der Zins- und Rückzahlungsansprüche der Genussrechte insbesondere an das Bilanzergebnis (und nicht an etwaige Dividendenzahlungen) der Bank geknüpft. Im Insolvenzfall sind die Forderungen aus den Genussscheinen gegenüber allen nicht nachrangigen Gläubigern nachrangig, jedoch gegenüber Aktionären vorrangig. Die folgende Tabelle zeigt den Bestand des Genussrechtskapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2014:

Kennnummer Währung Mio. € Zinssatz % Laufzeitende 31.12.
Inhabergenussschein WKN DR2U70 EUR 662 5,39 2015
Inhabergenussschein WKN A0D4TQ9 EUR 50 4,70 2020
Inhabergenussschein WKN A0HGNA3 EUR 30 4,70 2020
Namensgenussschein WKN 4227851 EUR 50 7,53 2014
Namensgenussschein WKN 4227201 EUR 25 7,56 2014
Namensgenussschein WKN 901008000A EUR 10 5,38 2017
Namensgenussschein WKN 901008000B EUR 10 5,38 2017
Namensgenussschein WKN 901008100 EUR 5 5,37 2017

842 1 Rückzahlung erfolgt am 1. Juli 2015.

(28) Eigenkapital

31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 18.019.239.218,46 17.736.822.492,90
a) Gezeichnetes Kapital 1.629.891.941,00 1.629.891.941,00
Grundkapital 1.138.506.941,00 1.138.506.941,00
Einlagen stiller Gesellschafter 491.385.000,00 491.385.000,00
b) Kapitalrücklage 15.927.943.159,47 15.927.943.159,47
c) Gewinnrücklagen 320.195.755,21 95.931.187,90
d) Bilanzgewinn 141.208.362,78 83.056.204,53

a) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Commerzbank Aktiengesellschaft von 1.138.506.941,00 Euro war zum 31. Dezember 2014 eingeteilt in 1.138.506.941 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien (rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro). Zum Bilanzstichtag bestanden die Stillen Einlagen der HT1 Funding GmbH mit 415.885.000 Euro sowie diverse weitere Stille Einlagen in Höhe von 75.500.000 Euro.

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen. Daneben werden Zuzahlungen aus der Emission von Wandlungs- und Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen der Commerzbank Aktiengesellschaft berücksichtigt. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2014 betrug unverändert zum Vorjahr 15.927.943.159,47 Euro.

c) Gewinnrücklagen

Stand 31.12.2013 95.931.187,90
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 224.264.567,31
darunter: Zuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs 83.056.204,53
Stand 31.12.2014 320.195.755,21

Die Gewinnrücklagen der Commerzbank Aktiengesellschaft bestehen aus anderen Gewinnrücklagen.

(29) Genehmigtes Kapital

Jahr der Beschlussfassung Ursprüngliches Genehmigtes Kapital Mio. € Verbleibendes Genehmigtes Kapital € Befristung Gemäß Satzung
2011 2.000 1.462.936.397,00 5.5.2016 § 4 Abs. 3
2012 1.150 1.150.000.000,00 22.5.2017 § 4 Abs. 5
Stand 31.12.2013 3.150 2.612.936.397,00
Stand 31.12.2014 3.150 2.612.936.397,00

Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich für die einzelnen Kapitalien zum 31. Dezember 2014 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 29. Mai 2013, sowie der in Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 19. April 2013 enthaltenen Selbstverpflichtung. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5.Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 462 936 397,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen: ― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; ― um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde, ― um in Höhe von bis zu 20 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben, ― um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen; ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 150 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen: ― um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; ― um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde; ― um Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) gegen Sacheinlagen durch Einbringung von Ansprüchen auf variable Vergütungsbestandteile, Gratifikationen oder ähnlichen Forderungen gegen die Gesellschaft oder Konzernunternehmen auszugeben; ― um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Vorstand wird von den vorgenannten genehmigten Kapitalien mit Zustimmung des Aufsichtsrats während ihrer Laufzeiten insgesamt nur in Höhe von maximal 50 % des nach Durchführung der am 28. März 2013 eingetragenen Kapitalerhöhung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Ebenso wird er die ihm erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre insgesamt nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bestehenden Grundkapitals nutzen und - soweit der Bezugsrechtsausschluss der Gewährung von Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft dient -die Grenze von 5 % des bestehenden Grundkapitals einhalten. Die vorgenannten Beschränkungen für die Ausnutzung entfallen nur, wenn die Hauptversammlung dem zustimmt. scroll € Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2013 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2014 Gesamt 2 612 936 397,00 - - - 2 612 936 397,00 (30) Bedingtes Kapital scroll darunter: € Bedingtes Kapital 31.12.2013 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Bedingtes Kapital 31.12.2014 belegtes Bedingtes Kapital Gesamt 2 750 000 000,00 - - - 2 750 000 000,00 - scroll darunter: € noch verfügbar Gesamt 2 750 000 000,00 Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 2 750 000 000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 2 750 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Ermächtigung 2012) bis zum 22. Mai 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Vorstand wird von dem vorgenannten Bedingten Kapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats während der Laufzeit jeweils nur in Höhe von maximal 50 % des bestehenden Grundkapitals zum 31. Dezember 2013 Gebrauch machen. Ebenso wird er die ihm erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen insgesamt nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bestehenden Grundkapitals nutzen und - soweit der Bezugsrechtsausschluss der Gewährung von Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft dient - die Grenze von 5 % des bestehenden Grundkapitals einhalten. Die vorgenannten Beschränkungen für die Ausnutzung entfallen nur, wenn die Hauptversammlung dem zustimmt. (31) Ausschüttungsgesperrte Beträge Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2014 ausschüttungsgesperrten Beträge. scroll Mio. € 31.12.2014 31.12.2013 Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 589 437 Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert 752 132 Gesperrter Betrag 1 341 569 (32) Bedeutende Stimmrechtsanteile Der Commerzbank Aktiengesellschaft sind zum 31. Dezember 2014 folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zugegangen: scroll Meldepflichtiger Ort Gesamt1 % Meldung vom Bundesrepublik Deutschland Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung Berlin 17,15 31.5.2013 BlackRock Group New York 4,72 30.9.2014 The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles 4,99 27.11.2014 1 Direkt und indirekt gehaltene Stimmrechtsanteile. (33) Eigene Aktien Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 19. Mai 2010 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Diese Ermächtigung gilt bis zum 18. Mai 2015. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktiengesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 d f.

(30) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1.462.936.397,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
* um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
* um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
* um in Höhe von bis zu 20.000.000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben;
* um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
* bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet.

Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1.150.000.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
* um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
* um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
* um Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) gegen Sacheinlagen durch Einbringung von Ansprüchen auf variable Vergütungsbestandteile, Gratifikationen oder ähnlichen Forderungen gegen die Gesellschaft oder Konzernunternehmen auszugeben;
* um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand wird von den vorgenannten genehmigten Kapitalien mit Zustimmung des Aufsichtsrats während ihrer Laufzeiten insgesamt nur in Höhe von maximal 50 % des nach Durchführung der am 28. März 2013 eingetragenen Kapitalerhöhung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Ebenso wird er die ihm erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre insgesamt nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bestehenden Grundkapitals nutzen und - soweit der Bezugsrechtsausschluss der Gewährung von Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft dient -die Grenze von 5 % des bestehenden Grundkapitals einhalten. Die vorgenannten Beschränkungen für die Ausnutzung entfallen nur, wenn die Hauptversammlung dem zustimmt.

Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2013 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2014
2.612.936.397,00 - - - 2.612.936.397,00

(31) Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 31.12.2013 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Bedingtes Kapital 31.12.2014 belegtes Bedingtes Kapital
2.750.000.000,00 - - - 2.750.000.000,00 -

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 2.750.000.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 2.750.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Ermächtigung 2012) bis zum 22. Mai 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand wird von dem vorgenannten Bedingten Kapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats während der Laufzeit jeweils nur in Höhe von maximal 50 % des bestehenden Grundkapitals zum 31. Dezember 2013 Gebrauch machen. Ebenso wird er die ihm erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen insgesamt nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bestehenden Grundkapitals nutzen und - soweit der Bezugsrechtsausschluss der Gewährung von Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft dient - die Grenze von 5 % des bestehenden Grundkapitals einhalten. Die vorgenannten Beschränkungen für die Ausnutzung entfallen nur, wenn die Hauptversammlung dem zustimmt.

(31) Ausschüttungsgesperrte Beträge

Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2014 ausschüttungsgesperrten Beträge.

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 589 437
Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert 752 132
Gesperrter Betrag 1.341 569

(32) Bedeutende Stimmrechtsanteile

Der Commerzbank Aktiengesellschaft sind zum 31. Dezember 2014 folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zugegangen:

Meldepflichtiger Ort Gesamt¹ % Meldung vom
Bundesrepublik Deutschland Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung Berlin 17,15 31.5.2013
BlackRock Group New York 4,72 30.9.2014
The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles 4,99 27.11.2014

¹ Direkt und indirekt gehaltene Stimmrechtsanteile.

(33) Eigene Aktien

Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 19. Mai 2010 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Diese Ermächtigung gilt bis zum 18. Mai 2015. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktiengesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 d f.## Sonstige Erläuterungen (34)

Außerbilanzielle Transaktionen

a) Eventualverbindlichkeiten

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 7 6
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen¹ 36 080 34 077
Kreditbürgschaften 2 910 2 657
Sonstige Bürgschaften 25 165 24 749
Akkreditive 8 005 6 671
Gesamt 36 087 34 083

¹ Siehe auch Note 34 d) Patronatserklärungen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um originäres Bankgeschäft mit Kunden, aus dem Provisionserträge erzielt werden. Das Risiko besteht für die Commerzbank Aktiengesellschaft in einer Inanspruchnahme aus den vertraglichen Verpflichtungen aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Schuldners. Den Bonitätsrisiken wird bilanziell durch das Bilden von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Parameter der Kreditrisikosteuerung. Diese entsprechen der Verordnung "Capital Requirements Regulation" zur Umsetzung bankaufsichtlicher Regelungen des Basel-3-Regelwerks auf europäischer Ebene.

b) Andere Verpflichtungen

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Unwiderrufliche Kreditzusagen 56 787 49 252
Buchkredite an Kunden 54 505 47 210
Buchkredite an Kreditinstitute 877 1 050
Bürgschaften/Avalkredite/Akkreditive 1 405 992

Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Teil des Kreditgeschäfts der Commerzbank Aktiengesellschaft und werden unterhalb der Bilanz ausgewiesen. Risiken können sich aus der Verschlechterung der Bonität des Kunden ergeben, für die eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet wird. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verbrieft über Zweckgesellschaften sowohl bankeigene Forderungen als auch Forderungsportfolios von und für Kunden. Die Transaktionen dienen unter anderem der Liquiditätsbeschaffung oder der Erweiterung der Refinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden oder die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die für solche Verbriefungsgesellschaften gestellten Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien sind ebenfalls unter den Unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen. Zu einer Inanspruchnahme der Liquiditäts-/Back-up-Linien kann es kommen, wenn die Risiken aus den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten steigen oder die Verbriefungswertpapiere nicht planmäßig am Markt platziert werden können.

c) Wertpapierleihgeschäfte

Die Commerzbank Aktiengesellschaft tätigt Wertpapierleihgeschäfte mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit des Wertpapierhandels sicherzustellen sowie bestehende Handelspositionen gegen Gebühr zu verleihen. Dabei werden die entliehenen Wertpapiere in der Bilanz nicht ausgewiesen, verliehene Wertpapiere werden aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bilanziert. Die Risiken aus diesen Geschäften bestehen im Absicherungsrisiko. Es lässt sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Wertpapiere und den erhaltenen beziehungsweise gestellten Sicherheiten definieren. Vorteile ergeben sich für die Commerzbank Aktiengesellschaft aus den Zusatzerträgen der verliehenen Wertpapiere. Zum Bilanzstichtag waren Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 16 498 Mio. Euro (Vorjahr: 27 646 Mio. Euro) verliehen, der beizulegende Zeitwert entliehener Wertpapiere betrug 44 289 Mio. Euro (Vorjahr: 37 203 Mio. Euro). Im Rahmen dieser Wertpapierleihgeschäfte bestanden Sicherheiten für verliehene Wertpapiere von 18 861 Mio. Euro (Vorjahr: 19 456 Mio. Euro) und für entliehene Wertpapiere von 43 616 Mio. Euro (Vorjahr: 37 444 Mio. Euro).

d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft als Leasingnehmer auftritt, verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, sodass das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen wird. Die Verpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen Gebäude und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen am 31. Dezember 2014 für die Folgejahre insgesamt 3 184 Mio. Euro (Vorjahr: 3 400 Mio. Euro); hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen 1 279 Mio. Euro (Vorjahr: 1 321 Mio. Euro). Einzahlungsverpflichtungen für Aktien, GmbH-Anteile und sonstige Anteile beliefen sich am Stichtag auf 39 Mio. Euro (Vorjahr: 22 Mio. Euro). Die Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt am Main, hat im Geschäftsjahr 2014 ihre Geschäftstätigkeit eingestellt und befindet sich in Liquidation. Aus dieser Beteiligung besteht bis zur endgültigen Abwicklung keine Nachschussverpflichtung gemäß § 26 GmbHG (Vorjahr: 96 Mio. Euro). Gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts für den Einlagensicherungfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von in unserem Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituten anfallen. Ferner könnte die Commerzbank Aktiengesellschaft aus der deutschen Bankenabgabe im Jahr 2015 noch aus der Nachzahlungsverpflichtung in Anspruch genommen werden. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 7 485 Mio. Euro (Vorjahr: 6 606 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt. Die Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft, Luxemburg wurde im Geschäftsjahr auf die Hypothekenbank Frankfurt International S.A. in Luxemburg verschmolzen und anschließend in Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg umbenannt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der polnischen Aufsicht (Polish Financial Supervision Authority) verpflichtet, ihre verbundenen Unternehmen mBank S.A., Warschau, und mBank Hipoteczny S.A., Warschau, derart mit Liquidität und Kapital auszustatten, dass diese jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Für die nachfolgend aufgeführten in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen trägt die Commerzbank Aktiengesellschaft, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen (Patronatserklärung).

Name Sitz
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft Eschborn

(35) Termingeschäfte

Mio. € Nominalbetrag täglich fällig Nominalbetrag bis drei Monate Nominalbetrag drei Monate bis ein Jahr Nominalbetrag ein Jahr bis fünf Jahre Nominalbetrag mehr als fünf Jahre Summe
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte - 247 868 146 653 190 345 121 522 706 388
Devisenkassa und -termingeschäfte - 196 240 74 117 19 902 1 107 291 366
Zins-/Währungsswaps - 17 147 34 437 152 823 114 916 319 323
Devisenoptionen - Käufe - 15 704 16 903 7 736 2 126 42 469
Devisenoptionen - Verkäufe - 18 313 20 350 8 953 2 389 50 005
Sonstige Devisenkontrakte - 464 846 931 984 3 225
Börsengehandelte Produkte - 483 105 35 - 623
Devisenfutures - 439 10 5 - 454
Devisenoptionen - 44 95 30 - 169
Gesamt - 248 351 146 758 190 380 121 522 707 011
darunter: Handelsbestand - 247 621 145 224 188 593 120 832 702 270
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 5 496 049 1 160 114 1 057 522 1 227 263 3 940 953 12 881 901
Forward Rate Agreements - 103 910 641 192 1 077 - 746 179
Zinsswaps - 385 651 476 020 951 954 1 033 868 2 847 493
Zinsoptionen - Käufe - 2 012 23 902 46 995 81 594 154 503
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 219 16 847 49 345 103 036 170 447
Sonstige Zinskontrakte 5 3 257 2 153 8 151 8 765 22 331
Börsengehandelte Produkte - 640 32 041 2 995 3 636 39 312
Zinsfutures - 623 23 288 2 982 2 858 29 751
Zinsoptionen - 17 8 753 13 778 9 561 32 109
Gesamt 5 496 689 1 192 155 1 060 517 1 230 899 3 980 265 13 960 525
darunter: Handelsbestand 5 494 071 1 191 092 1 049 738 1 219 943 3 954 849 13 910 793
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 737 16 441 47 122 94 206 17 108 176 614
Strukturierte Aktien- und Indexprodukte 1 561 10 398 16 583 11 676 1 511 41 729
Aktienoptionen - Käufe - 1 780 4 080 3 832 82 9 774
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 718 6 892 11 142 861 20 613
Kreditderivate - 1 021 16 283 64 645 14 612 96 561
Edelmetallgeschäfte 1 657 1 189 1 259 - - 4 106
Sonstige Geschäfte 175 867 2 095 1 652 42 4 831
Börsengehandelte Produkte - 37 434 25 232 16 973 51 100
Aktienfutures - 18 802 40 - 860
Aktienoptionen - 11 889 17 414 14 442 32 756
Sonstige Futures - 4 898 3 436 1 601 5 939
Sonstige Optionen - 1 845 4 342 874 6 062
Gesamt 1 737 53 875 72 354 111 179 17 619 256 764
darunter: Handelsbestand 1 562 48 184 70 531 109 659 17 155 247 091

scroll 31.12.2014 Beizulegender Zeitwert Mio. € positiv negativ

| | |
| :--- | :--- General Information: This section typically outlines the company's business, its history, and its principal activities. It's crucial for understanding the context of the entire filing.
*
Item 1: Business: This is where the company details its operations, products, services, markets, competition, and any significant business trends. It's a core part of the 10-K.
*
Item 1A: Risk Factors: This is a critical section where the company explicitly lists the risks and uncertainties that could materially affect its business, financial condition, or results of operations.
*
Item 1B: Unresolved Staff Comments: This section addresses any comments or inquiries from the Securities and Exchange Commission (SEC) staff that the company has not yet resolved.
*
Item 2: Properties: Here, the company describes its principal physical properties, including owned and leased facilities, their locations, and their general suitability for the business.
*
Item 3: Legal Proceedings: This part details any material pending legal proceedings, including their nature and the amounts involved.
*
Item 4: Mine Safety Disclosures: If applicable, this section provides information on mine safety violations and related matters.
*
Item 5: Market for Registrant's Common Equity, Related Stockholder Matters and Issuer Purchases of Equity Securities: This covers information about the company's stock, dividend policy, number of shareholders, and any recent purchases of its own stock.
*
Item 6: Selected Financial Data: A summary of key financial data over a period of several years, often including income statement and balance sheet highlights.
*
Item 7: Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations (MD&A): This is one of the most important sections. Management provides an in-depth analysis of the company's financial condition, liquidity, capital resources, and results of operations. It often explains the reasons behind financial trends.
*
Item 7A: Quantitative and Qualitative Disclosures About Market Risk: This section quantifies and describes the market risks the company faces, such as interest rate risk, foreign currency risk, and commodity price risk.
*
Item 8: Financial Statements and Supplementary Data: This includes the audited financial statements (Balance Sheet, Income Statement, Statement of Cash Flows, Statement of Stockholders' Equity), notes to the financial statements, and other supplementary financial information.
*
Item 9: Changes in and Disagreements with Accountants on Accounting and Financial Disclosure: This item discusses any changes in the company's independent auditor or any disagreements on accounting matters.
*
Item 9A: Controls and Procedures: This section covers the company's disclosure controls and procedures, and its internal control over financial reporting.
*
Item 9B: Other Information: Any other information that the company deems material but is not required to be reported in other sections.
*
Part III: This part typically contains information about directors, executive officers, executive compensation, security ownership, and related party transactions.
*
Item 10: Directors, Executive Officers and Corporate Governance: Details about the company's board of directors, executive officers, and its corporate governance practices.
*
Item 11: Executive Compensation: A detailed breakdown of the compensation paid to the company's named executive officers.
*
Item 12: Security Ownership of Certain Beneficial Owners and Management and Related Stockholder Matters: Information on who owns the company's stock, especially large shareholders and management, and any related matters.
*
Item 13: Certain Relationships and Related Transactions, and Director Independence: Disclosure of any transactions between the company and its directors, officers, or significant shareholders, and information on director independence.
*
Item 14: Principal Accountant Fees and Services: Details about the fees paid to the independent auditor for various services.
*
Part IV: This part includes exhibits and a list of documents filed as part of the 10-K.
*
Item 15: Exhibits, Financial Statement Schedules:* This is where all the supporting documents and exhibits are listed and often filed.

scroll 2014 2013

Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Vollzeitkräfte 33 389 16 859 16 530 35 002 17 676 17 326
in Deutschland 29 879 14 581 15 298 31 520 15 413 16 107
außerhalb Deutschlands 3 510 2 278 1 232 3 482 2 263 1 219
Mitarbeiter 36 640 18 459 18 181 38 294 19 298 18 996
in Deutschland 33 047 16 127 16 920 34 741 16 988 17 753
außerhalb Deutschlands 3 593 2 332 1 261 3 553 2 310 1 243

In der Zahl der Arbeitnehmer sind die Auszubildenden nicht enthalten.

scroll 2014 2013

Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Auszubildende 1 753 924 829 1 978 999 979

(37) Bezüge und Kredite der Organe

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems und eine individualisierte Darstellung der Bezüge für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 8 ff.) wiedergegeben.

Ohne Berücksichtigung der in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen enthaltenen zinsbereinigten Veränderung des Barwertes der Pensionsanwartschaften der Mitglieder des Vorstands beliefen sich die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats auf:

scroll Tsd. €

31.12.2014 31.12.2013
Vorstand 11 921 13 289
Aufsichtsrat 1 657 1 686
Gesamt 13 578 14 975

In der Vergütung für den Vorstand waren unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV) enthalten.

Vorstand.

Für Mitglieder des Vorstands und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2014 betrug der Barwert der Pensionsanwartschaften für aktive Mitglieder des Vorstands 17 975 Tsd. Euro (Vorjahr: 16 155 Tsd. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung für jedes Vorstandsmitglied außer bei Dienstunfähigkeit grundsätzlich nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 7 986 Tsd. Euro (Vorjahr: 6 526 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 77 466 Tsd. Euro (Vorjahr: 72 699 Tsd. Euro).

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands aus verschmolzenen Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen lagen bei 14 025 Tsd. Euro (Vorjahr: 14 346 Tsd. Euro). Darüber hinaus bestanden Pensionsverpflichtungen für denselben Personenkreis in Höhe von 149 600 Tsd. Euro (Vorjahr: 143 773 Tsd. Euro).

Für alle genannten Pensionsverpflichtungen hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Rückstellungen gebildet.

Aufsichtsrat.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt.

Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2014 eine gesamte Vergütung von netto 1 657 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 686 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 305 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 290 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 352 Tsd. Euro (Vorjahr: 396 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wurde für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt.

Die auf die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Sitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet. Für Mitglieder des Aufsichtsrats mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig.

Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats besaßen am 31. Dezember 2014 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Die Besicherung der Barkredite an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Forderungen an diese Personengruppe stellten sich wie folgt dar:

scroll

| | 31.12.2014 | | 31.12.2013 |
| :--------------- | :--------- | :-------- | :--------- | :--------- |
| | Vorstand | Aufsichtsrat | Vorstand | Aufsichtsrat |
| Forderungen (Tsd. €) | 3 165 | 563 | 3 822 | 592 |
| Letzte Fälligkeit¹ | 2042 | 2047 | 2042 | 2047 |
| Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)² | 1,52-5,5 | 2,28-5,1 | 2,09-5,5 | 2,28-5,1 |

¹ Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
² In Einzelfällen wurden bei Überziehungen des Vorstands bis zu 15,4 % (Vorjahr: 11,9 %) und des Aufsichtsrats bis zu 11,8 % (Vorjahr 10,1 %) berechnet.

(38) Corporate Governance Kodex

Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben. Sie ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet veröffentlicht (www.commerzbank.de).

(39) Investmentfonds

Die angabepflichtigen Fondsanteile werden in der Liquiditätsreserve und im Handelsbestand geführt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert entsprechen daher dem Buchwert. In Einzelfällen können Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen.

Bei den angabepflichtigen Anteilen an Indexfonds gab es im Berichtsjahr Ausschüttungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro).

Die folgende Tabelle zeigt die Werte der in- und ausländischen Investmentfonds je Kategorie zum 31. Dezember 2014, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft zu mehr als 10 % beteiligt ist:

scroll Mio. €

31.12.2014 31.12.2013
Indexfonds 1 879 2 528
Mischfonds 611 640
Rentenfonds 333 82
Aktienfonds 31 27
Über Beteiligungen gehaltene Fonds 11 11
Geldmarktfonds - 27
Gesamt 2 865 3 315

(40) Deckungsrechnung Pfandbriefe

Die Commerzbank Aktiengesellschaft veröffentlicht quartalsweise gemäß § 28 PfandBG Angaben zu Hypothekenpfandbriefen, öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen auf ihrer Internetseite.

scroll Mio. €

| | 31.12.2014 | | 31.12.2013 |
| :--------------- | :--------- | :-------- | :--------- | :--------- |
| | Nennwert | Barwert | Risikobarwert | Nennwert |
| Hypothekenpfandbriefe | | | | |
| Zu deckende Verbindlichkeiten | 2 000,0 | 2 111,4 | 1 991,0 | 1 000,0 |
| darunter: Pfandbriefumlauf | 2 000,0 | 2 111,4 | 1 991,0 | 1 000,0 |
| darunter: Derivate | - | - | - | - |
| Deckungswerte | 5 482,8 | 6 395,8 | 6 029,7 | 2 547,9 |
| darunter: Deckungsdarlehen | 5 401,3 | 6 314,2 | 5 948,3 | 2 511,9 |
| darunter: Deckungswerte § 19 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 PfandBG³, 4 | 81,5 | 81,6 | 81,4 | 36,0 |
| darunter: Derivate | - | - | - | - |
| Risikobarwert nach Zinsstresstest | 4 038,7 | | | |
| Fehlbetrag aus Währungsstresstest | - | | | |
| Nettobarwert Fremdwährung § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG | | | | |
| Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG | 98,5 | n.a. | | |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG | 100,0 | n.a. | | |
| Hypothekenforderungen | | | | |
| Beleihungsauslauf¹ | 52,3 | n.a. | | |# (41) Laufzeitstruktur Pfandbriefe

Mio. € 31.12.2014¹ 31.12.2013
Hypothekenpfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von
mehr als vier bis zu fünf Jahren 1 000,0 -
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 1 000,0 1 000,0
Gesamt 2 000,0 1 000,0
Deckungswerte Hypothekenpfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von
bis zu sechs Monaten 87,8 -
mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten 162,7 -
bis zu einem Jahr - 76,9
mehr als zwölf Monaten bis zu 18 Monaten 112,7 -
mehr als 18 Monaten bis zu zwei Jahren 137,5 -
mehr als einem bis zu zwei Jahren - 106,1
mehr als zwei bis zu drei Jahren 297,0 144,2
mehr als drei bis zu vier Jahren 338,9 164,6
mehr als vier bis zu fünf Jahren 330,9 123,7
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 3 873,1 1 843,7
mehr als zehn Jahren 142,2 88,7
Gesamt 5 482,8 2 547,9
Öffentliche Pfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von
bis zu sechs Monaten 10,0 -
mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten 115,0 -
bis zu einem Jahr - 32,0
mehr als zwölf Monaten bis zu 18 Monaten 33,0 -
mehr als 18 Monaten bis zu zwei Jahren 10,0 -
mehr als einem bis zu zwei Jahren - 125,0
mehr als zwei bis zu drei Jahren 85,5 43,0
mehr als drei bis zu vier Jahren 510,0 85,5
mehr als vier bis zu fünf Jahren 550,0 510,0
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 237,5 262,5
mehr als zehn Jahren 452,1 478,3
Gesamt 2 003,1 1 536,3
Deckungswerte öffentliche Pfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von
bis zu sechs Monaten 151,1 -
mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten 490,3 -
bis zu einem Jahr - 437,1
mehr als zwölf Monaten bis zu 18 Monaten 120,2 -
mehr als 18 Monaten bis zu zwei Jahren 95,6 -
mehr als einem bis zu zwei Jahren - 401,6
mehr als zwei bis zu drei Jahren 220,6 186,4
mehr als drei bis zu vier Jahren 257,5 209,9
mehr als vier bis zu fünf Jahren 183,3 192,9
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 422,5 512,4
mehr als zehn Jahren 455,6 301,5
Gesamt 2 396,7 2 241,8
Schiffspfandbriefe im Umlauf mit einer Restlaufzeit von
bis zu sechs Monaten 65,0 -
mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten 123,0 -
bis zu einem Jahr - 370,2
mehr als zwölf Monaten bis zu 18 Monaten 628,2 -
mehr als 18 Monaten bis zu zwei Jahren 101,9 -
mehr als einem bis zu zwei Jahren - 361,8
mehr als zwei bis zu drei Jahren 400,0 828,6
mehr als drei bis zu vier Jahren 78,0 398,6
mehr als vier bis zu fünf Jahren 121,2 76,6
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 424,8 538,4
mehr als zehn Jahren 131,9 141,9
Gesamt 2 074,0 2 716,1
Deckungswerte Schiffspfandbriefe mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von
bis zu sechs Monaten 2 572,0 -
mehr als sechs Monaten bis zu zwölf Monaten 14,1 -
bis zu einem Jahr - 3 018,4
mehr als zwölf Monaten bis zu 18 Monaten 3,7 -
mehr als 18 Monaten bis zu zwei Jahren 0,2 -
mehr als einem bis zu zwei Jahren - 18,7
mehr als zwei bis zu drei Jahren - 7,6
Gesamt 2 590,0 3 044,7

¹ Neue Zinsbindungsfristen gemäß § 28 Abs. 1 PfandBG.

(42) Forderungen zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen

scroll

Größenklassen Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu 0,3 Mio. € 4 346,8 2 122,6
Mehr als 0,3 Mio. € bis zu 1 Mio. € 773,5 305,5
Mehr als 1 Mio. € bis 10 Mio. € 265,9 83,7
Mehr als 10 Mio. € 15,0 -
Gesamt 5 401,3 2 511,9

Die Deckungswerte der beliehenen Grundstücke teilten sich in folgende Nutzungsarten auf:

scroll

Deckungswerte Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Deutschland Gewerblich Deutschland Wohnwirtschaftlich Deutschland Gewerblich Deutschland Wohnwirtschaftlich
Eigentumswohnungen - 1 211,6 - 573,4
Ein- und Zweifamilienhäuser - 3 380,8 - 1 305,1
Mehrfamilienhäuser - 808,7 - 632,6
Bürogebäude 0,1 - 0,1 -
Handelsgebäude 0,2 - 0,2 -
Industriegebäude - - - -
Sonstige gewerbliche Gebäude 0,0 - 0,0 -
Unfertige, noch nicht ertragsfähige Neubauten - 0,0 - -
Bauplätze - 0,0 - 0,5
Gesamt 0,3 5 401,0 0,3 2 511,6

scroll

Weitere Deckungswerte Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Deutschland - Ausgleichsforderungen gemäß §19 Abs. 1 Nr. 1 PfandBG¹ - -
Forderungen gemäß §19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG¹ 81,5 36,0
Forderungen gemäß §19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG¹ - -
Gesamt 81,5 36,0

¹ Keine gedeckten Schuldverschreibungen gemäß Artikel 129 Verordnung EU Nr. 575/2013.

Rückständige Leistungen und rückständige Zinsen
Rückständige Leistungen oder rückständige Zinsen (um mindestens 90 Tage) lagen 2014 nicht vor.

Zwangsversteigerungen
Im Jahr 2014 wurden keine Zwangsversteigerungen durchgeführt. Es sind keine Verfahren anhängig.

Übernahme von Grundstücken
Im Jahr 2014 wurden keine Grundstücke zur Verhütung von Verlusten übernommen.

(43) Forderungen zur Deckung von Öffentlichen Pfandbriefen

scroll

Größenklassen¹ Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu 10 Mio. € 343,3 407,4
Mehr als 10 Mio. € bis zu 100 Mio. € 1 887,0 1 834,5
Mehr als 100 Mio. € 166,3 -
Gesamt 2 396,7 2 241,8

¹ Ausweis bezogen auf einzelne Forderung.

Überdeckung 3 | 482,8 | 4 284,4 | 4 038,7 | 1 547,9
Öffentliche Pfandbriefe | | | |
Zu deckende Verbindlichkeiten | 2 003,1 | 2 388,3 | 2 485,2 | 1 536,3 |
darunter: Pfandbriefumlauf | 2 003,1 | 2 388,3 | 2 485,2 | 1 536,3 |
darunter: Derivate | - | - | - | - |
Deckungswerte | 2 396,7 | 2 653,8 | 2 691,65 | 2 241,8 |
darunter: Deckungsdarlehen² | 1 170,1 | 1 217,7 | 1 218,2 | 1 196,3 |
darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 1 PfandBG | 2 396,7 | 2 653,8 | 2 691,6 | 2 241,8 |
darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG³,⁴ | - | - | - | - |
darunter: Derivate | - | - | - | - |
Risikobarwert nach Zinsstresstest | 223,1 | | | |
Fehlbetrag aus Währungsstresstest | -16,6 | | | |
Nettobarwert Fremdwährung (USD) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG | 103,2 | | | |
Nettobarwert Fremdwährung (CHF) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG | 254,9 | | | |
Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG | 32,8 | n.a. | | |
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG | 97,8 | n.a. | | |
Überdeckung | 393,7 | 265,4 | 206,5 | 705,5 |

scroll

Mio. € 31.12.2013 Barwert Risikobarwert
Hypothekenpfandbriefe
Zu deckende Verbindlichkeiten 1 004,7 1 093,6
darunter: Pfandbriefumlauf 1 004,7 1 093,6
darunter: Derivate - -
Deckungswerte 2 851,4 3 039,1
darunter: Deckungsdarlehen 2 815,3 3 003,0
darunter: Deckungswerte § 19 Abs. 1 Nr. 1, 2, 3 PfandBG³, ⁴ 36,1 36,1
darunter: Derivate - -
Risikobarwert nach Zinsstresstest 1 945,6
Fehlbetrag aus Währungsstresstest -
Nettobarwert Fremdwährung § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG -
Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Hypothekenforderungen
Beleihungsauslauf¹
Überdeckung 1 846,7 1 945,5
Öffentliche Pfandbriefe
Zu deckende Verbindlichkeiten 1 764,3 1 898,2
darunter: Pfandbriefumlauf 1 764,3 1 898,2
darunter: Derivate - -
Deckungswerte 2 400,3 2 451,5
darunter: Deckungsdarlehen² 1 235,7 1 226,9
darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 1 PfandBG 2 400,3 2 451,5
darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG³, ⁴ - -
darunter: Derivate - -
Risikobarwert nach Zinsstresstest 563,7
Fehlbetrag aus Währungsstresstest -10,4
Nettobarwert Fremdwährung (USD) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG n.a.
Nettobarwert Fremdwährung (CHF) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG n.a.
Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Überdeckung 636,0 553,3

¹ Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Hypothekenforderungen gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG: 2,1 Jahre (Vorjahr: 2,1 Jahre).
² Forderungen gegenüber Exportkreditversicherern gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 PfandBG.
³ Keine gedeckten Schuldverschreibungen gemäß Artikel 129 Verordnung EU Nr. 575/2013.
⁴ Enthalten keine: Forderungen aus nicht-EU-Staaten, die die Grenzen gemäß § 13 Abs. 1 PfandBG überschreiten. Forderungen, die die Begrenzungen gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2, 3 PfandBG überschreiten. Forderungen, die die Begrenzung gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG überschreiten.
⁵ Inklusive Währungsstresstest.

scroll

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013 % Nennwert Barwert Risikobarwert % Nennwert
Schiffspfandbriefe
Zu deckende Verbindlichkeiten 2 242,5 2 503,6 2 510,1 2 716,1
darunter: Pfandbriefumlauf 2 074,0 2 330,2 2 336,7 2 716,1
darunter: Derivate³ 168,5 173,4 173,4 -
Deckungswerte 2 590,0 2 722,2 2 725,0 3 044,7
darunter: Deckungsdarlehen 2 515,0 2 646,8 2 649,7 2 964,0
darunter: Deckungswerte § 26 PfandBG (alte Fassung) n.a. n.a. n.a. 75,0
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG - - - n.a.
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG¹, ² 75,0 75,4 75,3 n.a.
davon mit Sitz der Schuldner in Deutschland 75,0 75,4 75,3 n.a.
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG² - - - n.a.
darunter: Derivate³ - - - 5,7
Risikobarwert nach Zinsstresstest 215,0
Fehlbetrag aus Währungsstresstest -33,8
Nettobarwert Fremdwährung (USD) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG 16,1
Nettobarwert Fremdwährung (JPY) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG 49,5
Nettobarwert Fremdwährung (CHF) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG 33,9
Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG 0,6 n.a.
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG 67,4 n.a.
Überdeckung 347,5 218,6 181,2 328,6

¹ Keine gedeckten Schuldverschreibungen gemäß Artikel 129 Verordnung EU Nr. 575/2013.
² Die Forderungen überschreiten nicht die Begrenzung gemäß § 26 Abs. 1 PfandBG.
³ Ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken.

scroll

Mio. € 31.12.2013 Barwert Risikobarwert
Schiffspfandbriefe
Zu deckende Verbindlichkeiten 2 989,1 3 074,1
darunter: Pfandbriefumlauf 2 964,2 3 049,4
darunter: Derivate³ 24,9 24,7
Deckungswerte 3 224,5 3 230,1
darunter: Deckungsdarlehen 3 128,5 3 133,7
darunter: Deckungswerte § 26 PfandBG (alte Fassung) 75,4 75,4
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG n.a. n.a.
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG¹, ² n.a. n.a.
davon mit Sitz der Schuldner in Deutschland n.a. n.a.
darunter: Deckungswerte § 26 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG² n.a. n.a.
darunter: Derivate³ 20,6 21,0
Risikobarwert nach Zinsstresstest 156,0
Fehlbetrag aus Währungsstresstest -27,4
Nettobarwert Fremdwährung (USD) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG n.a.
Nettobarwert Fremdwährung (JPY) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG n.a.
Nettobarwert Fremdwährung (CHF) § 28 Abs. 1 Nr. 10 PfandBG n.a.
Anteil festverzinslicher Deckungswerte § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG
Überdeckung 235,4 128,6

¹ Keine gedeckten Schuldverschreibungen gemäß Artikel 129 Verordnung EU Nr. 575/2013.
² Die Forderungen überschreiten nicht die Begrenzung gemäß § 26 Abs. 1 PfandBG.
³ Ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken.# Scroll Sitz der Schuldner bzw. der gewährleistenden Stellen

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Staaten 1 170,1 1 196,3
Deutschland 1 170,1 1 196,3
Regionale Gebietskörperschaften 811,6 637,0
Deutschland 612,0 637,0
Schweiz 199,6 -
Sonstige Schuldner mit Sitz in 415,0 408,5
Deutschland 365,0 303,5
Österreich 25,0 60,0
Supranationale Organisationen 25,0 45,0
Gesamt 2 396,7 2 241,8

Weitere Deckungswerte §20 Abs. 2 PfandBG

Gesamt 2 396,7 2 241,8

Rückständige Leistungen

Rückständige Leistungen (um mindestens 90 Tage) lagen wie im Vorjahr nicht vor.

(44) Forderungen zur Deckung von Schiffspfandbriefen

Scroll Größenklassen

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu 0,5 Mio. € 2,0 5,2
Mehr als 0,5 Mio. € bis zu 5 Mio. € 710,7 1 054,1
Mehr als 5 Mio. € 1 802,3 1 985,4
Gesamt 2 515,0 3 044,7

Scroll Registerland der beliehenen Schiffe und Schiffsbauwerke

Mio. € 31.12.2014 31.12.2013
Seeschiffe 2 515,0 2 964,0
Antigua und Barbuda 7,8 7,8
Bahamas 124,3 147,9
Deutschland 967,1 1 204,7
Gibraltar 1,0 1,1
Griechenland 194,7 221,5
Großbritannien 25,1 31,6
Hongkong 88,0 110,8
Insel Man 57,5 50,5
Italien 61,1 68,9
Liberia 220,9 264,2
Malta 231,9 228,9
Marshallinseln 250,4 290,9
Niederlande 41,9 46,3
Norwegen 38,5 39,3
Panama 70,2 97,4
Singapur 23,2 25,9
Türkei 7,1 7,0
Zypern 104,3 119,3
Binnenschiffe - -
Gesamt 2 515,0 2 964,0

Scroll Zwangsversteigerungen

Anzahl 2014 2013
Binnenschiffe
Seeschiffe
Gesamt
Durchgeführte Verfahren - 2
Anhängige Verfahren - -

Übernahmen von Schiffen oder Schiffsbauwerken

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat wie im Vorjahr kein Schiff zur Verhütung von Verlusten übernommen. Die Hanseatic Ship Asset Management GmbH hat im Berichtsjahr vier Schiffe übernommen.

Zinsrückstände

Rückstände auf die von Darlehensschuldnern zu entrichtenden Zinsen (Fälligkeiten bis zum 30. September des Berichtsjahres) bestanden nicht (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Die Rückstände betrafen im Vorjahr Seeschiffe.

(45) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 285 Nr. 11 und 11 a HGB vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Angabe zusammengefasst.

a) Verbundene Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil % Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
ADMERA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 23 1
ASBERGIA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 2 308 -
a) Aspiro S.A. Lodz, Polen 100,0 PLN 264 367 124 753
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 3 825 -
a) Atlas Vermögens- verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 250 739 -
a) AWL I Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 302 -3
BDH Development Sp. z o.o. Lodz, Polen 100,0 PLN 97 323 -5 223
Brafero-Sociedade Imobiliaria, S.A. Lissabon, Portugal 100,0 EUR 22 157 1 308
BRE Agent Ubezpieczeniowy Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 17 429 8 506
BRE Ubezpieczenia Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 27 109 4 454
BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A. Warschau, Polen 95,0 PLN 161 028 94 340
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda 100,0 USD 424 -20
Brussels Urban Invest S.A. Brüssel, Belgien 100,0 EUR -3 207 -2 100
CB Building Kirchberg GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 5 141 1 339
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 6 137 -
a) CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 56 700 5 700
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 1 176 -
a) CGM Lux 1 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -170 415 -13 660
CGM Lux 2 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -64 654 -5 596
CGM Lux 3 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -108 476 -8 356
CG NL Holding B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 20 -20
Coba Vermögens- verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 26 -
a) comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn, Deutschland 81,3 EUR 467 948 65 903
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd Singapur, Singapur 100,0 SGD 27 981 2 372
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur, Singapur 100,0 SGD 1 938 -116
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 183 000 -
a) b) Commerzbank Capital Investment Company Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerz Bankenholding Nova GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 1 416 644 -
a) Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau, Russland 100,0 RUB 11 674 453 2 165 119
Commerzbank Finance 2 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 305 -22
Commerzbank Finance 3 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 786 -16
Commerzbank Finance BV Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 1 231 -51
Commerzbank Finance Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 11 721 32 733
1) Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich 100,0 EUR 80 916 -1 139
Commerzbank Holdings (UK) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 15 399 -8 820
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 462 597 -
a) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 1 987 957 -
a) Commerzbank International S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 558 321 96 187
Commerzbank Leasing 1 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 147 -12
Commerzbank Leasing 2 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 3 886 -265
Commerzbank Leasing 4 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 4 925 -57
Commerzbank Leasing 5 S.á r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 10 330 47
Commerzbank Leasing 6 S.á.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 98 5
Commerzbank Leasing December (11) London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (12) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 526 67
Commerzbank Leasing December (13) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (17) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (19) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (1) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 345 6
Commerzbank Leasing December (20) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (22) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (23) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (24) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (26) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (3) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 763 -51
Commerzbank Leasing December (9) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing Holdings Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 16 157 617
Commerzbank Leasing Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 1 249 145
Commerzbank Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 136 123
Commerzbank Leasing September (5) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 32 7
Commerzbank Overseas Holdings Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank Securities Ltd London, Großbritannien 100,0 GBP 10 -
Commerzbank Securities Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 336 -205
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn 100,0 HUF 26 898 337 1 272 780
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 92 -
a) Commerz Direktservice GmbH Duisburg, Deutschland 100,0 EUR 1 178 -
Commerz (East Asia) Limited Hongkong, Hongkong 100,0 EUR 2 991 481
Commerz Equipment Leasing Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
CommerzFactoring GmbH Mainz, Deutschland 50,1 EUR 1 099 -
a) Commerz Funds Solutions S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 9 350 2 632
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 90,0 EUR 14 741 1 063
Commerz Markets LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 455 789 29 874
Commerz Pearl Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 21 -
Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 2 596 1 420
Commerz Real AG Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 408 394 -
a) Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 EUR 25 -
a) Commerz Real Baumanagement GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 4 238 -
Commerz Real Estate Master FCP-SIF Luxemburg, Luxemburg 55,4 EUR 108 758 35 463
2) Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 151 -
a) Commerz Real Immobilien GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 12 936 -
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden, Deutschland 100,0 EUR 21 968 -
a) Commerz Real IT-Leasing GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 1 954 -
a) Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 5 000 -
a) Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 5 310 -
a) Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 26 -
Commerz Securities Hong Kong Limited Hongkong, Hongkong 100,0 EUR 10 575 1 004
a) Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 11 829 -
a) Commerz Systems GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 6 464 -
a) Commerz Transaction Services Mitte GmbH Erfurt, Deutschland 100,0 EUR 2 714 -
a) Commerz Transaction Services Nord GmbH Magdeburg, Deutschland 100,0 EUR 1 492 -
a) Commerz Transaction Services Ost GmbH Halle (Saale), Deutschland 100,0 EUR 1 550 -
a) Commerz Transaction Services West GmbH Hamm, Deutschland 100,0 EUR 1 256 -
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -37 036 -
Dom Maklerski mBanku S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 125 936 15 528
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 1 748 42
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware, USA 100,0 JPY 18 641 15
Dresdner Kleinwort Capital Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 7 217 -76
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc.
:-------------------------------------------------------------------------------- :-------------- :-------- :------- :------- :-------
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0 BRL -21 584 31
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD -18 -
Dresdner Kleinwort Finance Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 3 404 39
Dresdner Kleinwort Flags Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 140 478 -
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 170 916 -1
Dresdner Kleinwort Group LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 394 669 -52
Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 83 938 314
Dresdner Kleinwort Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 376 641 -1
Dresdner Kleinwort LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 34 163 -1
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 747 563 -43 316
Dresdner Kleinwort Moon LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 19 332 -2 017
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0 GBP 2 -
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited Mumbai, Indien 75,0 INR 50 772 1 044
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg, Deutschland 100,0 EUR 32 109 -
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 25 - a)
EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR -3 560 -26
Entertainment Asset Holdings C.V. Amsterdam, Niederlande 58,2 USD -717 -75
Entertainment Asset Holdings GP B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 USD - -
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 209 719 -17 579
Eschborn Capital LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 8 279 -2 596
Espacio Leon Propco S.L.U. Madrid, Spanien 100,0 EUR -25 365 -2 393
Eurohypo Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 3 -
Eurohypo Capital Funding Trust II Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 1 -
European Bank for Financial Services GmbH (ebase) Aschheim, Deutschland 100,0 EUR 33 267 6 516
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 26 - a)
Felix (CI) Limited George Town, Cayman Islands 100,0 GBP 26 -
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 51,0 USD 12 888 2 580
Forum Almada, Gestao de Centro Comercial, Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita Lissabon, Portugal 100,0 EUR 38 816 1 374
Forum Almada-Gestao de Centro Commercial, Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0 EUR -74 638 -5 078
Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon, Portugal 100,0 EUR -61 043 -3 016
Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 6 025 - a)
Garbary Sp. z.o.o. Poznan, Polen 100,0 PLN 44 060 -3 140
G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 256 - a)
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 50,0 EUR 32 -
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG Grünwald, Deutschland 94,0 EUR -43 24
Greene Birch Ltd. George Town, Cayman Islands 100,0 USD 238 895 48 031
Greene Elm Trading III LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 127 883 -29 182
Greene Elm Trading II LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 92 219 301
Greene Elm Trading I LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 52 055 169
Greene Elm Trading IV LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 87 044 -7 734
Greene Elm Trading VI LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 100 000 2 573
Greene Elm Trading V LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 100 000 -13 508
Greene Oak LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 99 962 102
Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien 25,0 GBP 2 465 39
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 35 3
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 30 80
Groningen Urban Invest B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 7 101 -96
Hanseatic Ship Asset Management GmbH Hamburg, Deutschland 100,0 EUR 245 119 -14 863
Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0 GBP 5 -
HF Estate Management GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 3 280 - a)
Hurley Investments No.3 Limited George Town, Cayman Islands 100,0 GBP - -
Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 5 661 992 - a)
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 90,0 EUR 20 429 8 846
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 77,4 EUR 37 473 7 217
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 90,0 EUR 18 956 10 640
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 77,4 EUR 35 746 4 829
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 73,9 EUR 40 072 7 006
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 90,0 EUR 42 115 17 988
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 90,0 EUR 18 138 10 693
LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR -10 733 85
Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0 GBP - -
mBank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 620 098 18 320
mBank S.A. Warschau, Polen 69,5 PLN 10 279 586 1 184 096
mCentrum Operacji Sp. z o.o. Aleksandrów Lódzki, Polen 100,0 PLN 34 843 -4 541
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 7 985 - a)
mFaktoring S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 70 743 15 791
mFinance France S.A. Paris, Frankreich 100,0 PLN 174 9 4)
mLeasing Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 231 628 34 091
mLocum S.A. Lodz, Polen 80,0 PLN 148 602 13 201
MLV 45 Sp. z o.o. sp. k. Warschau, Polen 100,0 PLN 536 465 -191
MOLARIS Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 25,0 EUR 700 647
MS "BEETHOVEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 21 996 -6 133
MS "BELLINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 15 055 -176
MS "BIZET" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,0 EUR 12 842 -1 797
MS "BRAHMS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 18 372 -68
MS "CHOPIN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 98,0 EUR 20 590 -69
MS "HAYDN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,0 EUR 15 311 -383
MS "MOZART" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 16 310 -2 168
MS "PAGANINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 17 374 824
MS "PUCCINI" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 51,0 EUR 8 052 -837
MS "PUGNANI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 13 226 -2 175
MS "ROSSINI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 12 460 -1 844
MS "SATIE" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 14 823 -278
MS "SCHUBERT" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,0 EUR 23 434 -89
MS "STRAUSS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 13 147 -583
MS "VIVALDI" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,9 EUR 14 375 -226
MS "WAGNER" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 99,0 EUR 12 260 -180
mWealth Management S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 35 946 14 911
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG Hamburg, Deutschland 93,6 EUR 5 791 12 484
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,0 EUR 199 -19
Netherlands Urban Invest B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 11 640 3 756
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf, Deutschland 90,0 EUR 226 113
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lampertheim KG Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 55 -194
NOVELLA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 11 176 - a)
Number X Bologna S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 7 304 -387
Number X Real Estate GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 21 565 -8 481
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG Grünwald, Deutschland 100,0 EUR 3 497 336
Pisces Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 12 923 -302
Property Invest GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 21 021 -3 627
Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 36 639 -756
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald, Deutschland 100,0 EUR 8 598 77
Rood Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP - -
Rook Finance LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 93 479 7 127
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 241 -
SECUNDO Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 5 811 - a)
Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf, Deutschland 100,0 EUR 335 - a)
Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 90,0 EUR 93 171 276
Sterling Energy II LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 69 123 5 388
Sterling Energy LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 127 080 -5 036
Thurlaston Finance Limited George Town, Cayman Islands 100,0 GBP - -
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 22 778 - a)
Transfinance a.s. Prag, Tschechien 100,0 CZK 256 380 -144 957
Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA 60,0 USD 16 023 -67
Urban Invest Holding GmbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 11 497 -1 896
U.S. Residential Investment I, L.P.
Watling Leasing March (1) London, Großbritannien 100,0 GBP -
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0 INR 214 565
Westend Grundstücks- gesellschaft mbH Eschborn, Deutschland 100,0 EUR 260 -
Wilmots Leasing AB Stockholm, Schweden 100,0 SEK 50 -
Wohnbau-Beteiligungs- gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,0 EUR 288 -2
Yarra Finance Limited George Town, Cayman Islands 100,0 GBP - -
Zelos Luxemburg S.C.S. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -18 911

Assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil % Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 31,6 EUR 191 007 11 235
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio, Schweiz 31,2 CHF 152 744 22 766
Capital Investment Trust Corporation Taipeh, Taiwan 24,0 TWD 3 463 032 460 653
Commerz Finanz GmbH München, Deutschland 49,9 EUR 787 501 53 903
Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft Frankfurt am Main, Deutschland 40,0 EUR 96 208 9 008
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf, Deutschland 49,9 EUR -7 978 920
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 50,0 USD 94 364 12 186
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf, Deutschland 20,9 EUR 116 626 13 962
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0 EUR 6 017 -20 630
RECAP/Commerz AMW Investment, L. P. New York, New York, USA 50,0 USD 6 865 -1 487

Gemeinschaftsunternehmen

Name Sitz/Sitz der Verwaltungsgesellschaft Kapitalanteil % Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
Delphi I LLC Wilmington, Delaware, USA 33,3 EUR -380 981 -23 032
FV Holding S.A. Brüssel, Belgien 60,0 EUR 10 892 2 190
Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 50,0 EUR 44 620 -18 894

Zweckgesellschaften

Name Sitz/Sitz der Verwaltungsgesellschaft Kapitalanteil % Währung Eigenkapital Tsd.
Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co. Vermietungs-KG Grünwald, Deutschland 100,0 EUR -15 949

Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet

Name Sitz Kapitalanteil % Stimmanteil %
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn, Deutschland 13,9 13,9
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main, Deutschland 13,9 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen, Deutschland 7,1 7,1
Schufa Holding AG Wiesbaden, Deutschland 17,9 17,9

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Dresdner Kleinwort Limited in Commerzbank Finance Limited
2) Umfirmiert: von CG Real Estate Master FCP-SIF S.A.R.L. in Commerz Real Estate Master FCP-SIF
3) Umfirmiert: von Hypothekenbank Frankfurt International S.A. in Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg
4) Umfirmiert: von BRE Finance France S.A. in mFinance France S.A.

Anmerkungen und Erläuterungen

a) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
b) Auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurde gemäß § 264b HGB verzichtet. Die Angaben gemäß § 285 Nr.11 a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286 Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.

Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2014

Land Währung Kurs
Brasilien BRL 3,2207
Großbritannien GBP 0,7789
Indien INR 76,7190
Japan JPY 145,2300
Polen PLN 4,2732
Russland RUB 72,3370
Schweden SEK 9,3930
Schweiz CHF 1,2024
Singapur SGD 1,6058
Taiwan TWD 38,4872
Tschechische Republik CZK 27,7350
Ungarn HUF 315,5400
USA USD 1,2141

(46) Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Martin Blessing

b) CommerzVentures GmbH(1) Vorsitzender (seit 27.5.2014)
mBank S.A.(1)

Frank Annuscheit

a) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender (seit 27.6.2014)
comdirect bank Aktiengesellschaft(1) stellv. Vorsitzender
b) Commerz Services Holding GmbH(1) Vorsitzender

Markus Beumer

a) ABB AG
b) DAW SE (seit 1.12.2014)

Stephan Engels

a) Hypothekenbank Frankfurt AG(1) stellv. Vorsitzender
b) CommerzVentures GmbH(1) stellv. Vorsitzender (seit 27.5.2014)
mBank S.A.(1)
SdB - Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH (bis 12.6.2014)

Michael Reuther

a) RWE Power AG
b) EUREX Deutschland AöR
Frankfurter Wertpapierbörse AöR
Landwirtschaftliche Rentenbank AöR (seit 4.7.2014)
Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Dr. Stefan Schmittmann

a) Hypothekenbank Frankfurt AG(1) Vorsitzender
Schaltbau Holding AG
b) mBank S.A.(1) (seit 31.3.2014)

Martin Zielke

a) comdirect bank Aktiengesellschaft(1) Vorsitzender
Commerz Real AG(1) Vorsitzender
b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH(1) Vorsitzender
mBank S.A.(1) stellv. Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (im Inland)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fresenius Management SE
Fresenius SE & Co. KGaA
Linde Aktiengesellschaft
b) Landwirtschaftliche Rentenbank AöR (bis 4.7.2014)
Parker Hannifin Corporation

Uwe Tschäge

Hans-Hermann Altenschmidt

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG
BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.
b) Landwirtschaftliche Rentenbank AöR (bis 4.7.2014)
Parker Hannifin Corporation

Dr. Nikolaus von Bomhard

a) ERGO Versicherungsgruppe AG(1) Vorsitzender
Munich Health Holding AG(1) Vorsitzender

Gunnar de Buhr

Stefan Burghardt

Karl-Heinz Flöther

a) Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 8.5.2014)

a) Airbus Defence & Space GmbH
National-Bank AG
RWE AG
ThyssenKrupp AG
Voith GmbH
b) Airbus N.V. Vorsitzender

Dr. Markus Kerber

a) KfW-Bankengruppe
b) Computershare Limited, Melbourne

Alexandra Krieger

a) AbbVie Komplementär GmbH

Oliver Leiberich

Dr. Stefan Lippe (seit 8.5.2014)

a) Acqupart Holding AG, Zug Vorsitzender
AXA S.A.
Celsius Pro AG Vorsitzender
Paperless AG Vorsitzender

Beate Mensch

a) Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München (seit 1.4.2014)

Dr. Roger Müller

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz SE
GEA GROUP AG

Barbara Priester

Mark Roach

a) Fiducia IT AG

Petra Schadeberg-Herrmann

a) Krones AG
b) Lindt & Sprüngli AG (seit 24.4.2014)

Margit Schoffer

Nicholas Teller (seit 8.5.2014)

b) Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs-KG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

b) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien
Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien
Verein zur Förderung der BBRZ Gruppe, Linz (bis 31.12.2014)
Vienna Insurance Group AG, Wien
Wien Holding GmbH, Wien (bis 23.6.2014)

Solms U. Wittig (bis 8.5.2014)

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB

Dr. Marcus Chromik
VALOVIS BANK AG

Volker Ergler
Stadtwerke Viernheim GmbH

Gerold Fahr
Stadtwerke Ratingen GmbH Vorsitzender

Martin Fischedick
Borgers AG

Bernd Förster
SE Spezial Electronic Aktiengesellschaft stellv. Vorsitzender

Jörg van Geffen
Häfen und Güterverkehr Köln AG
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung

Sven Gohlke
Bombardier Transportation GmbH

Bernd Grossmann
HOFTEX GROUP AG

Christoph Heins
Commerz Real AG(1)

Detlef Hermann
Kaiser's Tengelmann GmbH
Ritzenhoff AG

Jochen H. Ihler
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Thorsten Kanzler
Hypothekenbank Frankfurt AG(1)

Marcus König
Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Michael Kotzbauer
Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH
Hypothekenbank Frankfurt AG(1)

Werner Lubeley
TNT Express GmbH

Michael Mandel
Commerz Real AG(1)
Schufa Holding AG

Dr. Annette Messemer
Commerz Real AG(1)
K+S Aktiengesellschaft

Stefan Nodewald
SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft

Sabine Schmittroth
comdirect bank Aktiengesellschaft(1)

Dirk Schuster
Commerz Real AG(1)

Holger Werner
Commerz Real AG(1)

Rupert Winter
Klinikum Burgenlandkreis GmbH stellv. Vorsitzender

1 Konzernmandat.

(47) Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Name Position
Klaus-Peter Müller Vorsitzender
Uwe Tschäge(1) Stellv. Vorsitzender Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Hans-Hermann Altenschmidt(1) Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Nikolaus von Bomhard Vorsitzender des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft
Gunnar de Buhr(1) Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Stefan Burghardt(1) Gebietsfilialleiter Mittelstandsbank Bremen Commerzbank Aktiengesellschaft
Karl-Heinz Flöther Selbstständiger Unternehmensberater
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 8.5.2014) Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Dr. Markus Kerber Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Alexandra Krieger(1) Leiterin Bereich Betriebswirtschaft/ Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Oliver Leiberich(1) Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft
Dr. Stefan Lippe (seit 8.5.2014) Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG
Beate Mensch(1) Gewerkschaftssekretärin Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Landesbezirk Hessen
Dr. Roger Müller General Counsel Deutsche Börse AG
Dr. Helmut Perlet Vorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE
Barbara Priester(1) Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft
Mark Roach(1) Gewerkschaftssekretär Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di-Bundesverwaltung
Petra Schadeberg-Herrmann Geschäftsführende Gesellschafterin bzw.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 3. März 2015

Der Vorstand

Martin Blessing
Frank Annuscheit
Markus Beumer
Stephan Engels
Michael Reuther
Stefan Schmittmann
Martin Zielke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Vermerk zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Jahresabschluss

Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Buchführung und die Aufstellung dieses Jahresabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Jahresabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Jahresabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Lagebericht

Wir haben den beigefügten Lagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 4. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer
Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Inland

  • Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
  • comdirect bank AG, Quickborn
  • Commerz Real AG, Eschborn
  • Hypothekenbank Frankfurt AG, Eschborn

Ausland

  • Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau
  • Commerzbank International S.A., Luxemburg
  • Commerzbank Zrt., Budapest
  • Commerz Markets LLC, New York
  • Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg, Luxemburg
  • mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Die deutsche Fassung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Lageberichts und des Jahresabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter.

Finanzkalender 2015/2016

    1. April 2015: Hauptversammlung
    1. Mai 2015: Zwischenbericht zum 31. März 2015
    1. August 2015: Zwischenbericht zum 30. Juni 2015
    1. November 2015: Zwischenbericht zum 30. September 2015
  • Ende März 2016: Geschäftsbericht 2015

Commerzbank AG
Zentrale
Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de

Postanschrift
60261 Frankfurt am Main

Tel. +49 69 136-20
[email protected]

Investor Relations
Tel. +49 69 136-22255
Fax +49 69 136-29492
[email protected]

Der Konzerngeschäftsbericht (nach den International Financial Reporting Standards) erscheint in deutscher und englischer Sprache.
VKI 02042